205843 219888 228334 239(179 239367 277732 289093 .'00223 271554 272453 322648 384652 142021 173341 174667 174807 195372 198347 268792 284417 302883 346381 348536 385646 397696 97 7811 14392 18300 08 31874 »570 37578 49 62878 58195 607« >36 71935 75278 785« 310 85489 90274 11961 20. mit 1929 ing tourt« Sroiuet l- Mgn 79737 200526 246262 0181209483 39656 MOU 10817? >87 16902 100296 133181 174601 225339 249856 323403 371138 97 10248 33232 31669 I 94508 107190 1(4445 19 104470 106414 110078 ..... 142172 188423 187017 174001 174268 192945 ........ 284428 291390 304694 307912 316315 3IM8 322:« 358159 363529 MV 390297 391571 E »tu bi, ‘4t# $ ^^lehAarkt K NL--« ie Mast. 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Chefredakteure Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton l)r H.THyriot; für den übrigen Teil Lrnst Dlumfchein; für den An- zeigenteil Kurt Hillmann, fämtlid) in Gießen. Ericheint täglich,autzer Lonniags und Feiertag». Beilagen Die Illustrierte Gießener Familiendlätter Heimat im Bild Die Scholle Bezugspreis für 2Wochen: 1 Reichsmark und 15 Rcichspfcnnig für Träger- lohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechanfchlüiie: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Liebes. Postscheckkonto: gronlfnrtom Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Bn-< mtrerlcc: VMl'lch- Unirer^ülr-Vuch. und Slcinbruicrei R. Lanze In Steten. Sdirlftleltung uni SfriHtttte T. Der neue Rermittlungsvorschlag ein Reichsminister wird Mitglied des preußischen Kabinetts hischen Regierungsparteien gemachte Vorschlag war geeignet, eine faire Regelung der strittigen Fragen herbeizusühren. wenn die Deutsche Volkspartei aus ihrer ablehnenden Haltung beharrt, dann wird sie eben auf eine Beteiligung an der preußischen Regierung verzichten müssen. Darüber hinaus, fghrt das Blatt fort, werde dann nochmals fest- gestellt werden können, daß die Haltung der Deut- chen Volksparlei auch die Ordnung der Regierungsverhältnisse Ira Reich verhindert hat. Ser Reichskanzler mahnt zur Sparsamkeit. zinanziett untragbare Anträge der Regierungsparteien. - Mehr Fühlungnahme. Oie Betriebssicherheit der Reichsbahn. Berlin, 21. gebt. (V.D.Z.) 2m Reichstag wird die Aussprach« über die BetriebssicherlMt der Reichsbahn fortgesetzt. Abg. Groß (Z.) betont, die Presse habe sich um daS Wohl der Allgemeinheit verdient gemacht dadurch, daß sie die Aufmerksamkeit auf die Rotwendigkeit einer Vergrößerung der Betriebssicherheit lenkte. Mit vollem Recht habe der Minister den Zusammenhang zwischen dieser Frage und der Reparativ n s l a st betont. Der Redner verlangt eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, vor allem eine Verkürzung der Arbeitszeit. Das Wagen- material müsse erneuert werden, besonder- in Süddeutschland. Dort habe ich, so erklärt der Redner, kürzlich einen Wagen gesehen, dessen Unterbau noch aus dem 3 a h r e 18 48 flammt. (Hört! Hört!) Die auf der Reichsbahn ruhende Reparationslaft Ist viel zu hoch. Sie hindert uns an dem notwendigen Ausbau de- Verkehrsnetzes im östlichen Grenzgebiet. Sie hin- bert uns auch an den nötigen Einrichtungen zur Erhöhung der Betriebssicherheit. Aog. Dr. Mittelmann (D. Vp.) erklärt, dl« Feststellung des Untersuchungsausschuss«- über die Belr.eoSsicherheil dec Reichsbahn sei nur für die Gegenwart zutreffend, könne aber nicht mehr in fünf Jahren gelten, wenn da- jetzige System beibeha.len wird. Die Frage der Betriebssicherheit der Reichsbahn sei eine finanzielle Frage. Bei den Reparationsverhandlungrn müsse dafür gesorgt werden, daß die Reichsbahn e n 11 a ft e t und in die Lage versetzt wird, ihren Betrieb zu verbessern und zu sichern. Das deutsch» Volk könne stolz auf seine Reichsbahn sein. Die Beratung wird dann abgebrochen. — Freitag: Reichsbahndebatte und Interpellation zur Panzerkreuzerdenkschrift. Oer Verbindungsmann. Wie nun auch die noch immer im Gange befind- Illchen Verhandlungen über die Große Koalition im Reich und in Preußen auslaufen mögen, ein nicht unwichtiges Ergebnis haben fie jedenfalls gezeitigt. Es hat der schon oft besprochene Gedanke, eine engere Verbindung zwischen Reich und Preußen herzustellen. einen neuen Ausdruck gefunden. 3m alten Reich bestand mit geringen Ausnahmen eine Personalunion zwischen dem Reichskanzler und dem preußischen Ministerpräsidenten. Das war eine so enge Verbindung zwischen Reichs» und Staatsregierung, wie man sie sich wünschen konnte, und d e Einheitlich' leit der R e g i e r u n g s p o l i t i k im Reich toie in Preußen war durchweg gewahrt. Dieser ideale Zustand hat sich nach dem Kriege noch nicht wiederherstUlen lassen. 3m Gegenteil. wir haben sehr ernste Konflikte zwischen -Reichs- und Siaatsregierung erlebt und daneben sind auch Reibungen häufig gewesen. Run ist die 3dee aufgetaucht, eine Personalunion zwar nicht zwischen Reichskanzler und Ministerpräsident herzustellen, was auch wiederholt vorgeschlagen worden ist, sondern einem Reichs- Minister einen Sih im preußischen Kabinett ohne Portefeuille, also ohne Befsort zu übertragen, so daß dieser a.s der Verbindungsmann zwischen Reichs- und Staatsregierung zu betrachten wäre. Wenn dieser Plan in irgendeiner Form verwirklicht werden könnte, so wäre sicherlich e l n erheblicher Fortschritt e^illt. Drnndann wäre dieser Minister in der Lage, durch fe.ne intimere Kenntnis der Vorgänge im Schoß beider Regierungen Beschlüsse zu verhindern oder zu mildern, die bei dem anderen Grenuum Anstoß zu erregen geeignet fein könnten. Man braucht sich nicht der LLufchung hinzugeben, daß nun mit einer solchen Maßnahme Konflikte und Rer- bungen zwischen den beiden gleich im Keime erstickt werden würden. Es Irrten Heu!« zu drn früheren Reibungsmöglichki en mc,r b-ireaufra- tifcher Art noch solche parteipvliUscher Statur hinzu. Aber jedenfalls dürste man davon erwarten, daß eine wesentlich« Milderung vorhandener Gegensätze erzirlt werben könnte. 3n diesem Urteil darf man sich auch n.cht dadurch irre machen lassen, daß der Vorschlag zunächst nur aus einer politischen Derlegenhet t heraus geboren ist. Wie es schtint. ist der Gedanke ausgegangen vom Ministerpräsident Br au n, der der Deutschen Volksparlei den Vorschlag machte, sich mit einem Ressortmin.ster zu begnügen und dem Reichswirtschaftsminifter Gur- tius einen Sitz im Pveußenkabiinett ohne Portefeuille ccnzubiclen, und so die Verb.ndung -wr- fchen beiden herzustellen. Dadurch gewinnt nun der Vorschlag eine parteipolitische Seite, die man von der fachlichen Vollständigkeit trennen muß. Die preußische ßanb- tag£fraLion der Volkspartei hat fürs erstehen Vorschlag abgelehnt, weil sie auf i.;rcr Forderung bestehen zu müssen glaubt, zwei Ressortminister Im preußi.chen Kabinett zu erhalten. Di« Leut.che Dolkspartei hall es nicht für tragbar, wenn sie sich mit einem Mun- steipostcn neben drei Zent rumsmintstern begnügen müßte. Darüber darf man sich mcht täuschen, daß der Vorschlag deS Ministerprast- deuten Braun nur aus dem Grunde gemacht worden ist, um vielleicht der Volkspar.ei die Möglichkeit zu geben, zwar nach außen hm ihr Gesicht zu wahren, fie aber tatsächlich dem Zentrum gegenüber stark zu benachteiligen. Da der zugrundelle ^ende Gedanke aber wohl der Ausführung wert ist. so liegt eine andere Lösung eigentlich auf der Hand. S.e würde darin bestehen, daß das 3en tr um , wozu es auch bere ts einmal für einig« Stunden bereit war, auf einen Ministerposten zugunsten der Deutschen Dolkspartei verzichtet und seinerseits den Reichsminister stellt, der in Personalunion einen preußischen Kabinettspoften ohne Parteseuille erhalten würde. Cin Sen» trumsmann könnte gerade so gut, oder vielleicht noch besser, Terbinbung zwischen beiden Svabi- netten sein als ein Mann der Deutschen Dolks- pa^tei. Zentrum und Sogialie nokralen sind durch fo lange Zusammenarle.t in Preußen, aber auch im Reich einander so nahe gerückt, daß trotz aller jetzigen Meinungsverschleoenhe.len doch ein intimeres Verständnis vorhanden ist als mit ber Deutschen Dolkspartei. Es hätte dann, wenn man überhaupt von parteipolitischen Gesichtspunkten aus allein die Sache betrachtet, das Zentrum noch Immer drei Kabinettsposten in Preußen gegen zwei der Deutschen Dolkspartei, wäre also sicherlich noch immer besser gestellt. Das Zentrum scheint jedoch, wenn man der „Germania" Glauben schenken darf, für diesen ihm tatsächlich gemachten Vorschlag leine Meinung zu haben. Aber fei dem, wie ihm wolle, wie die Verhandlungen über die Große Koalition auch auslaufen mögen, für den hier besprochenen Gedanken ist es nebensächlich. ES wäre jedoch erfreulich, wenn er in irgendeiner Form zur Durchführung gelangte. Die neuen Verhandlungen. Erhebliche Lchwterigkeiten. Berlin, 21.Jebr. fvDZ.) 3n der Frage der Erweiterung der preußischen Regierungkoalition ist eine neue Schwierigkeit entstanden. Der preußische Ministerpräsident Dr. Braun hatte gestern den Vorschlag gemacht, den Wunsch der Deutschen Volkvpartei, zwei 2U i n i ft e r im Preußenkabinetl zu haben, dadurch zu befriedigen, daß man der Volkspartei einmal den Posten des Handelsminister» anbiete und daß zweitens ein bereits im Reich am- tierenöer oolkvparteiiicher IHinifler, und zwar war dadei an Dr. Lurtius gedacht worden, gewissermaßen im Nebenamt preußischer Staatsmini st er ohne Portefeuille werde. Die Landtagsfraktion der Deut- schcn Volkspartei Hal keine g r u n d f ä h t i ch e n Bedenken gegen die Idee der Verquickung des Ressortministers im Reich mit dem politischen Ml- ulster in Preußen, hat aber das jüngste Angebot, das ursprünglich aus den sozialdemokratischen Abgeordneten Hellmann zurückqeben soll, schon der halb ablehnen müssen, weil Reichswirtschaftsmlnister Lurtiu» Badener ist und also nicht preußischer Minister sein könne, sowie auch weil die Reichsminister in ihrem eigenen Ressort soviel zu tun hätten, daß sie an den preußischen Beratungen gar nichtleilnehmen könnten. 3n oolkvparteilichen Kreisen wird daraus hingewiesen, daß jedenfalls Ira Prinzip nunmehr auch der Ministerpräsiden t neben dem Zentrum anerkannt habe, daß die Deutsche Volkspartei zweiRllnislerposten erhallen solle. 3n Kreisen der Weimarer Koalition wird jedoch erklärt, das immer noch das Angebot eines Ministers und eine» Staats- sekretär» für die Deutsche volkspartel die beste Vcrhandlungsbasis abgäbe. Die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei hielt dann im Beisein de» Vorstände» der preußischen candtagsfraktion eine Sitzung ab, in der in erster C.nle der Gedanke eine» stärkeren Zusammenarbeiten» zwischen Reich und preußen erörtert wurde. In voller Einmütigkeit wurde der plan, durch Minister, die sowohl im Reichs- wie im preußenkabi- ueH Sih und Stimme haben, eine engere Verbindung herzustellen, lebhaft begrüßt. Dieser plan entspricht einer alten, ost geäußerten Forderung der Deutschen volkspartel. Ob die ungebahnten Verhandlungen zum Ziele führen, hängt davon ab, daß den bekannten Forderungen der Fraktionen der Deutschen Volkspartel entgegengekommen wird. Am DonnerLtagnachmittag fand schließlich 1 m preußischen S t a a t s m i n l st e r i u m eine Besprechung statt zwischen den Unterhändlern der Deutschen Volkcpartei und dem Ministerpräsidenten Dr. Braun. Dem Ministerpräsidenten wurde Mitteilung gemacht, daß die candtagsfraktion sich dahin ausgesprochen habe, daß sie an ihrer Forderung auf zwei Fachminister inpreu- hen feftljalte. Der Ministerpräsident sprach sein Bedauern aus, daß sich der Vorschlag, einen volkrparteiiichen Reichsminister zum preußischen Staatrminister ohne porleseuille zu machen, nicht habe durchführen lassen. 2lbg. Stendel regte an, daß der Ministerpräsident den Versuch machen möchte, daß da» Zentrum sich mit zwei Ressortministern und einem Reichsminister ohne Portefeuille einverstanden erkläre. Der Ministerpräsident gab der Ansicht Ausdruck, daß er nicht glaube, daß ein solcher Vorschlag vom Zentrum angenommen würde. Er sagte jedoch zu, den von der volkspartel gemachten Vorschlag cm die preußische Zentrumsfraktion weiterzuleiten. Dazu schreibt die „Germania": Die Zenlrums- sraltion des Landtages hatte gestern abend zwar (eine Gelegen'eit, sich mit dem Ergebnis der Unterredung zu befassen, die zwischen dem Ministerpräsidenten und den volksparleillchen Unterhändlern stotl'and. Aber nach Lage der Dinge kann heute schon gesagt werden, daß sie keine Neigung verspüren wird, auf den volksparteilichen Gegenvorschlag einzugehen. Der vom Ministerpräsidenten Brann im Einverständnis mit den pren- Berlin, 21.Febr. wie die lelegraphenunlon aus parlamentarischen Kreisen hört, hatte Reichskanzler Müller Im Laufe de» Donnerstags eine Besprechung mit Vertretern der hinter der Regierung stehenden Parteien. 3u dieser Besprechung wie» der Retchskanzler auf die zahl- reichen Anträge hin, die von den Regierungsparteien in der letzten Zelt Im Reichstage eingebracht worden feien, ohne daß die par- leien vorher untereinander Fühlung genommen hätten. Ls handele sich vor allem um die Anträge auf dem Gebiet der Sozialpolitik, in denen neue Anträge gefordert würden, die angesichts der Finanz- und Wirtschaftslage von der Reich»reglerung nicht verantwortet werden könnten. Der Reichskanzler hat die Partei- führer auf die finanzielle U n t r a g b a r k e i I verschiedener Anträge hingewiesen, j. B. von der Deutschen Volkspartei verlangten Kleinrentner v e r s o r g u n g, der von den Demokraten geforderten 250 Millionen für S I e d l u n g » z w e ck e und der von den Sozialdemokraten beantragten Erhöhung der Invalidenrenten. Der Reichskanzler richtete eine ernste Mahnung zur Sparsamkeit au die Parteien, wenn stall der Anträge von den Parteien Entschließungen, eingebracht würden, so werde die Regierung ernstlich prüfen müssen, wie die angenommenen Entschließungen verwirklicht werden könnten. Die Parteien stimmten den Ausführungen zu. Lv wurde auch eine engere Fühlungnahme der Parteien untereinander angeregt. Zu der Besprechung war auch ein Vertreter de» Zentrums geladen, der aber nicht erschienen war und dann zu einer besonderen Besprechung vom Reichskanzler empfangen wurde. Sparvorschläge der Deutschen Volkspartei. HauStzaltsausglcich ohne Steuer» erhö''unsten Berlin. 21. Febr. (Prio.-IeL) Die Fraktion der Deutschen Volkspartei hat zur Frage der Gestaltung de » hauvHalt » folgenden Beschluß gefaßt: 1. Der haushalt muß ohne neue Steuern ausgeglichen werden. 2. Um die» zu erreichen. Ist der haushalt am rund 380 Millionen ja entlasten, a) von dieser Gesamtsumme sind rund 200 Millionen durch Abstriche Im or-l deutlichen haushalt 1929 zu et- | sparen; b) angesichts der Finanznot des Reich» und der Ueberlastung der wlrtscha't ist auch in Ländern and Gemeinden größte Sparsamkeit unbedingt nolroen- d l g. wir halten es für unbedingt erforderlich. daß die drn Ländern auf Grund bestehender Vorschriften zustehenden Beträge au» den Ueberweisangssteuern nicht nur um die von der Regierung vor- geschiagenen 220 Millionen, sondern u m 300 Millionen gekürzt werden, zumal die Länder trotz dieser Kürzung Immer nod) erheblich mehr erhalten, als die Ihnen gewährleistete Mindestsumme von 2600 Millionen. Da eine Erhöhung der Realsteuern dem Zwecke der Er- fparniLmatznahme widersprechen würde, so sind geeignete Vorkehrungen gegen solche Erhöhungen zu treffen. c) Richt nur aus steuerlichen, sondern vor allem aus wirtschaftspolitischen Erwägungen heraus, fordern wir die fteaerIiche Gleich st ellung der Betriebe der öffentlichen Hand mit denen der Privatwirtschaft. Dieser Beschluß wurde dem Reichskanzler mitgeteilt. Oie Reichsrichtlinien für den Wohnungsbau. Beibehaltung der Zwangtzbewirtichaftung. Berlin, 22. Febr. (VDZ.) Dem Wohnung-- ausfchuß des Reichstages sind die bisher den Ausfchrchmitgliedern nur vertraulich unterbreiteten Richtlinien der ReichSregierung über den Wohnungsbau nunmehr offiziell zugeleitet worden. Dann wird fest gestellt, daß namentlich infolge der hohen Last der Reparationszahlungen cin P^an für d.« deutsche Wohnungspolltik nur dieBekämpsung der ailerschlimmsten Rotstände für d i e nächsten 3 ahre mS Auge fasten kann. Heber die Finanzierung deS Wohnungsbaues wird ausgeführt, daß d i e öffentliche Hand auch westerhin ausschlaggebend mitw.rten müste. 3eder Zufluß von P r i* valkaPital zum Wohnungsbau soll gefördert werden. Zum Schluß wird in den Richtlinien festgestellt, daß der Fehlbedarf an Wohnungen d« Aufrechterhaltung deS Reichsmietengesetzes, des Mi.ckerfchutz- gesetzes und des WohnungSmangelgesetzes er» lvrdeclich mach«. Ein« Annäherung der Altbau- und Reubaumieten sei im Laufe einer Reihe von 3ahren unvermeidlich. 3n erster Lin.« soll dies durch eine Senkung von Reubaulosten angestrebt werden. Die Re.chs.agsfraktion der WirtschaftS- Partei hat zu den Reichsrichtiinien für daS Wohnungswe en «ine 3nterpe.lal.on eingebracht, in der «s u. a. heißt: Durch die verzerrten Darlegungen dec Denkschrift werde gerade zu Beginn der Rexacalionsrerhandiungen die durchaus falsche Auffassung hervorgeruen. alS wolle daS gänzlich verarmte Deutschland gerade jetzt tem Wohnbedürfnis ferner Bevölkerung eine Befriedigung gewähren, die weit über bie Ansprüche bet Vorkriegszeit hinausgehe. Die Re ich s- regierung wird gefragt, ob sie bereit sei. durch eine den Tatsachen entsprechende Darstellung solche falschen Schlüsse z u verhüten, ferner was sie zu tun gedenke, um di« ständig wachsenden Verluste, Zusammenbrüche,. Vergeudungen und Veruntreuungen beim öffentlichen und gemeinnützigen Wohnungsbau zu unterbinden und die Privatwirtschaft m mög.ichst großem Umfange zum Wohnungsbau heranzuziehen. Der Kamps um das Geheimnis. Ungenügende Informierung der deutschen Preise. Berlin. 22. Febr. (Priv.-Lel.) Aus fast allen internationalen Konferenzen der letzten 3ahre hat sich gezeigt, daß in der Regel die fremdländische Presse stets ausführlicher und besser über die wichtigste« Vorgänge der Verhandlungen informiert war als die deutsche. Dieser Vorgang war auch dann zu beobachten, wenn alle Konse.enzteilneh- mer vorher sich gegenseitig ein Schweigegebot auferlegten. Die gleiche Erscheinung macht sich auch diesmal bei den Pariser Repa- rotionsverhandlungense r unangcne m geltend. Es stellt sich heraus, daß augenscheinlich trotz der Parole der äußersten Zurückhaltung, obwohl keine allgemeinen Presseinformationen ousgegeben werden sollten, die Mitglieder der fremdländischen Prcs.e. vor allem der französi- schen und amerikanischen teilweise '.echt eingehend informiert werden. So hat die französische und amerikanische Presse die Veauf- trogung Schachts und Sir Iosiah Stamps mit einer Zusammenfassung der vorläufigen Ergebnisse mitgeteilt, ehe die Deutschen von einer solchen Aktion überhaupt eine A)nung hatten. Es ist ein unerträglicher Zustand, wenn auf die Dauer das deutsche Voll. über dessen Schicksal hier entschieden wird, nur auf dem unkontrollierbaren ilmtoege über d i e fremdländische Presse Mitteilungen über die Vorgänge im Daweskomitee erhält. Die pariser Konferenz. Tic Bedeutunq der Außenliandcrsbilanz- für den Transfer. Parts, 21. Febr. (SU.) Die Sachve.ständigen haben im Laufe des Donnerstags keine Vollsitzung abgcha t n. Am Vormittag fanden Einzelbesprechungen zwischen te.r fünf Mitgliedern des Unterausschusses statt. Am Rach- mittag versammelte sich der Fünseraus- f ch u h zu einer gemeinsamen Sitzung, um sich auf Grund der ihm erteilten Richtlinien über den weiteren Arbeitsplan der Konferenz zu einigen und ein festes Verhandlungs- g e r i p v e für die zulün tigen Beratungen auf- zustellcn. doch herrschte in den Abendstunden des Donnerstags der Eindruck vor. daß es im Fünserausschuß zu einer Einigung gekommen sei. die morgen die Vollversammlung beschäftigen dürfte. Belanntlich herrschte schon vorher Einigkeit darüber, daß in den M ttel- purkt der B rrtrngm die T r a n s f e r f ä h i g- t e i t Deutschlands gerückt werden sollte. Die Aussprache drehte sich um die Reihenfolge und die Auswahl der ein einen Fraze.ngruppen, von denen die Transferfähigleit Deutschlands abhängt. Der deutsche Standpunkt ist bekannt. Er geht von der Auffassung aus, daß eine Besserung der Außenhandelsbilanz Vorau setzung für die regelmäßigen Zah un zen der Iahreer ten s i. Die Desseruassmi g ihlei e blickt man in Deutschland im wesentlichen in der S t e i- gerung der Aus fuhr, da die Einfuhr, de im wcsent'ichen aus lan w'.rtschasst'chen Erzeugnissen besteht, nur in sehr geringem Umfange herabgesetzt werden kann. Voraus ehung für eine Vermehrung der deutschen Ausfuhr ist nicht nur Rationalisierung der deutschen Arbeit und Herabsetzung der Preise, sondern vor allem d i e Steigerung der Aufnahmefähigkeit und Aufnahmewilligkeit des Auslandes, sei es durch Senkung der Zölle oder jci es durch eine lllmgesta llang der Handelsverträge. Die Strigerung der' deutschen Ausfuhr wird aber von den Verbündeten, insbesondere von England, das selbst während eines Drittels des Jahres von seiner Ausfuhr lebt, höchst ungern gesehen, während Amerika einer erhöhten deutschen Aus.utzr weniger ablehnend gegcnüberftelst. Es ist zu wünschen, daß in den Beratungen des Fünferausschusses der deutsche Standpunkt als Ausgang für die weiteren Beratungen durchgedru. g?n ist, denn eine Fortsetzung d r bish r'.^en Ent.chädig n s o i.ll, bei welcher der Lastenträg:r die deutsche Kapitalreserve ist, scheint auf die Dauer undenkbar. So dürfte, wenn nicht alles trügt, der Freitag ein für die Fortdauer der Entschädigungsverhandlungen sehr wichtiger Tag sein. Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtages. Darmstadt, 21. Febr. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtages setzte die Beratung des Kapitels 111 (Polizri) fort, ohne jedoch zu einem g.eifbarcn Ergebnis zu kommen. Ter Ausschuß b€|Q) oi3 ledigt.ch, den von den Aog. Heraeus, Hattemer, Birnbaum und Roll eingebrach.en Antrag: ^Der Landtag wolle besch ietzcn: Bei den Pouzeiäm'.ern in größeren Städten sind A s s i * ft ent innen einzastellen. deren Ausgabe sich hauptsächlich auf dem Gebiete der bewahrenden Fürsorge zu erstrecken hat," der Regierung als Material überweisen zu lassen. Eine Entscheidung über das Kapitel selbst wird Voraussicht ich in der morgigen Sitzung fallen. Die Kommunisten beider Richtungen haben eine Reihe von Anträgen über die R o t l a g e der Erwerbslosen e.ngebracht. Tiefe wurden sodann zur Beratung gestellt. Rach eingehender Begründung durch die Antragsteller beschloß der Finanzausschuß, da j für sün, von den gestellten elf Anträgen, der Ausschuß nicht zuständig sei. Tie übrigen Anträge dieser Abgeordneten wurden abgelehnt. Tie Kommunisten Galm und Angermeier hatten vier Anträge eingebracht. Angenommen wurde folgender QIn'rag: .Die Regierung wird .ersucht', alle für das Eta fahr 19'9 3) vorgesehenen Arbeiten .baldmöglichst' in Auftrag zu geb.cn und dem Landtag eine Vorlage der weiteren Arbeiten vorzulegen, um auch auf diese Weise der Erwerbslosigkeit zu steuern." Der Antrag, „den Städten bei der D u r ch f ü h - sü rung von Rotstandsarbeiten Erleichterungen angedeihen zu lassen", wird durch die von der Regierung getroffenen Maßnahmen a!s erledigt erklärt. Die anderen Anträge wurden abgelehnt. Köhl und Fitzmaurice fliegen direkt Berlin-Neuyork. Dia kürzlich angekündigten neuen Ozeanflüge der Bccmen-Pilo en Köhl und Fitzmaurice, über die aus England unzutreffende Rachrichten verbreitet wurde:'., sehen naco Mitteilung aus zuverlässiger Quelle folgendes Pro.ekl vor. das in seinen wesentlichsten Einzelheiten feftliegt: Köhl und Fitzmaurice wollen in Begleitung zweier weiterer Piloten anfangs Juni von Berlin aus zu einem Flug nach Reu- York starken und sich dabei einer normalen V e r k e h r s nr a s <:> ine, und zw ' ? der dcei- molorigen ZunLersmaschins U 2t, bedienen. Das Flugzeug, das mit drei Iunkersli, 15)-Motoren zu je 253 PS ausgerüstet wird, erhält statt der Laufräder besonders sorgfältig konstruierte, für Die Entwaffnung der spanischen Arüllerie. Die Durchführung des Auslösungsdekrets stoßt auf heft.gen Widerstand. — Widersprechende Nachrichten. — Scharfe preffezensur. Paris, 21. Febr. (TU.) Der spanische Regierungserlaß, durch den 34 Artiller.estäbe aufge - l ö st und 2000 Offiziere aus dem Heere entfernt werden, ist in ganz Spanien durch geführt worden. Die fRtgimcr.ter wurden in den Kasernen versammelt und aufgcfordert das Ge- schützmaterial und die Fahnen aus- zu liefern. Jnfanterieabteilungen nahmen Fahnen und Geschütze in Empfang und brachten sie in ihre Kasernen. Dann verlas ein Infanterieoff.zier den Artillerieoffizieren einen Befchl, der die sofortige Ablegung der Uniformen und die Ueberführung der Offiziere in den Zivilstand ausspricht. Die Auflösung der Offizierskorps soll nach amtlichen Angaben ohne den geringsten Zwischenfall vor sich gegangen fein. Infanterie-, Pionier- und Kavallerieosfizlere sowie Reserveoffiziere der Artillerie haben die Posten der abgesetzten aktiven Artillerieoffiziere übernommen. Die Infanteriekompagnien, die in den verschiedenen Städten wegen Befürchtung von Unruhen d i e Straßen besetzt hatten, sind in ihre Kasernen zurückgekehrt. Nach Meldungen Londoner Blätter aus Hendage an der französisch spanischen Grenze nördlich von San Sebastian ist die Entwaffnung des Artillerie- korps allerdings keineswegs so glatt gegangen, wie offizielle Berichte aus Madrid glauben machen wollen So meldet „Daily E x p r e ß": Die Durchführung des königlichen Dekrets, durch das auf die Forderung des Gcnerals Prime de Rivera hin der König von Spanien das Arlillerie- torp - au'lösle, hat eine neue Bedrohung für den Frieden des Landes geschaffen. Jnsantcrieoffizlere in Sevilla, die den Befehl erhalten halten, die Verwaltung der örtlichen Artillerieakademien zu übernehmen, wurden plötzlich von Kadetten und jüngeren Offizieren der Schule angegriffen und eine Anzahl von ihnen wurde ernstlich verletzt. Die Infanteriekommandeure be- sahen, das Feuer auf die Artillerieoffiziere zu eröffnen, aber die Soldaten weigerten sich, dcm Befehl nachzukommcn und setzten ihre Os.iziere in den Kasernen gefangen, wo sie lange Zeit verblieben, bis sie von örtlichen Polizeitruppen befreit wurden, die strategische Stellungen e ngenommen hatten, und denen es schließlich gelang, die Ordnung wieder herzustellen. Endgültige Rachrichten aus anderen Teilen des Landes können nicht beschafft werden, aber es verlautet, daß ähnliche Zwischenfälle in zahlreichen Bezirken vorgekommen seien. Die Nachrichten werden durch eine ftrenge Zensur, die von der Regierung errichtet worden ist, abgefangen. Line Kabinettsfihung sand gestern statt, um die Lage zu erwägen. Der Ernst der augenblicklichen Lage tritt in einer Mitteilung des „Journal" von Madrid zutage, das der Diktator des Generals Primo de Rivera stets günstig gesinnt war. Die Zeitung besteht darauf, daß angesichts des Ernstes der Lage, der König beschließen solle, Sanchez Guerra, der augenblicklich ein Gefangener ist, zur Macht zurückzuberusen. Dies würde das Ende des Regimes Primo de Riveras bedeuten. Das Mipwgmmm des Michsemährungsministermms. Minister Dietrichs neue Pläne zur Regu ierung der Milch-, Getreide- und Biehpreise. Berlin, 22. gebt. (Priv.-Tel.) Das landwirtschaftliche Rolprcgramm des Vorjahres ist im wesentlichen durchgeführt, es enthält keine bedeutsamen Möglichkeiten, um auf feinen Grundlage die Slaotshilfe für die Landwirtschaft weiter auszubauen. Tas ReichsernährungH- Ministerium steht also vor der Frage, was nun? lllnd diese Frage wird immer akuter, denn die Lage der Landwirtschaft hat trotz aller Hilfsmaßnahmen bisher noch keine wesentliche Besserung erfahren. Darüber sind? fich die zuständigen Stellen und der verantwortliche Minister auch vollkommen klar. Sie haben nun in mühevoller Einzelarbeit eine Art Arbeitsprogramm geschaffen, das fast alle Gebiete der Landwirtschaft umfaßt und das in der nächsten Zeit die Reichsregierung beschäftigen wird. Der CrnährunzsMtnister ge.-t davci e nmal von der These aus, daß es in der Landwirtschaft eine ganze Reihe von Arbeitsgebieten g.bt, wo das Reich und die anderen Stellen durch organisatorische Maßnahmen fördernd ein- greisen können. In erster Linie kommen dafür das Gebiet der Milchproduktion, die Verwertung von Oüft und Gemüse und von Eiern wie Gestü^et in Frage. Gerade hier glauät man auch trotz aller Schwieriges en die relativ größte Summe gleichsam einsparen zu können. Und nur große Summen kommen in Fra e, bei einen jährlichen Geldbedarf ter Landwirtschaft von run> 1 Milliarde Mk. Das entscheidende Gewicht legt Minister Dietrich dabei auf d'.e Vrrrin,erring der Spanne zwischen dem M i l ch p r e i s beim Er- zeugm: und beim Einzelhändler in der Stadt. Wenn biete S,sänne bei einer jährlichen Milch- Produktion von schätzungsweise 2D bis 22 Milliarden Liter Milch pro L.ter nur um einen Pfennig zugunsten des Produzenten verringert werden kann, so ergibt sich die staunenswerte Summe von rund 200 Millionen. Hier möchte Las Reichs r äh.unzbmi i .enum an'etze i, ta man der Ansicht ist, daß d.ese Spanne auch im Vergleich zu anderen Ländern, wir z. B. Oesterreich, ungesund ist. Dir Möglichkeit weiterer Ersparnisse auf diesen Gebieten ist kürzlich für die Frage der Eierverwertung ausführlich behandelt wordem Aber auch auf dem Gebiet der Getreide- und Viehpreisregelung wird das Rcichs- ernährungsministerium die Init.aiive ergreifen. Zunächst erscheint eine Angleichung der Lebendviehzölle an die viel höheren Fleischzölle als dringend notwendig, ater darüber hinaus sind zur Zeit noch weite.-gehrnde Erwägungen anzustellen. Es ist ein zweifellos unhaltbarer Zustand, daß z. B. in Berlin vom gesamte t Rinderauftrieb 55,5 Prozent über die Seegrenzschlachthbfe kom- wen, und daß in Westfa en z. B. der Anteil des Auslandes sich sogar auf 89 Prozent stellt. Auch die Preisverhältnisse für den Weizen berechnet der Reichsernährungsminister als unerträglich. Hier durch Bte ze zollerhöhung oder durch ein Einfuhrhandels nonopol sei end einzugreifen, erachtet der Minister zur Zeit als nicht gegeben. Da,ür macht er aber den Vorschlag, durch eine Preisausgleichsgebühr einen ausreichenden Weizenkurs za erreichen. Diese Preisausgleichs.ebühr soll bestehen, bis die Wei- zenpreise ein erträgliches Maß erreicht haben. Der einkommende. Betrag soll preisregulie- end für andere notte.tendr Landwirtschaftskreise verwendet Weeden. Mit allen diesm Fragen, die der Minister zur Diskussion stellt, wird sich Regierung und Parlament in der nächsten Zeit zu befchästigen haben. Der Kampf gegen das Hochwasser. Vorbeugende Maßnahmen. — Dir Organisation des Sicherheitsdienstes an den deutschen Wasserstraßen. Berlin, 22. Febr. (Priv.-Tel.) Trotz der Voraussagen der Wettcrkundigen, die auch für die nächsten Tage noch ein Fortdauern der gegenwärtig herrschenden Kälteperiode prophezeien, steht der Frühling unmittelbar bevor und jndio Otc#mis f §.-t.ar Ackerland das auf weiten Strecken K Dörfer find von der Men. Man b.fürchich « noH Lote gefun« er schläst vor. die Ar- •n im Dqirk von D.di> Sörsem im Bezirk von ferloße. 1MS. LL r«tc S,:5- SM ,NL"" .raussagc^ •!X*s58* «r<« «”M2!liye5 1.3 ®,aL» «rn»“ ■u5. ' e.Viefc Grad w» mnien- [Kt6ienftfltÖL erodskopsi-'.,g Schnel)^ '»<• w il)til:0eO _ hesche^ ' All) S-hnee- rberß)- . A-. uni verhak' Raiffeisen-Tagung. Die Raiffeisen - Hauptgen ossen° scha s t e. G. m. b. H. au branffurt a. 'HL pielt dieser Tage im VoiksbildungSheim zu Frankfurt a. M. ihre 3. ordentliche, gutbesuchte Generalversammlung ab. Aus dem ® c • schäftsbericht war zu entnehmen, daß in dem abgelaufenen Deschältsjahr es der deutschen Landwirtschaft nicht gut ging und daß me bestehende Agrarkrise tatsächlich schon feit Sajrcn eine, man mochte sagen, internationale Erlchci- nung sei. Tie Preisschere zeigt den wahren Stern, denn international besteht die Tatsache, daß die Preise der Industriefabrikate, die der Tauer kaust, nicht für alle einzelne, aber im Gesamtdurchschnitt genommen, auf einem höheren Rweau stehen als die Preise der landwirtfchastuchen Prodrk e. Tas 2l b s a h p r o b l e m , d.e .ch d.e Raiffeisen-Hauptge- oossenschaft auch mit den ihr angeschlosse- nc Mi gl edgeno^enscha'ten als Zubringer- vrganlfativn bei ter genoffenfchafi- Hajen Diehverwertung einschalten, und zwar im Rahmen des von der Reichsregierung ausgeste.l.en landwirtschast ichen Rct^rogramms. Ein ähnliches Programm ist für die genossenschaftliche Ob ft - und Gemüseverwertung in Aussicht genommen. Durch Schaffung von zweckentsprechend einge.idjteten Packersbrllen soll eine sachgemähe Sortierung und Verpackung von Tcheioöst erreicht und der Versand an entferntere Märkte auf Grund eines aufzustellenden S.a.idards mag.ich gemacht werden. Zur Lösung dieser Fragen wurden auch m diesem Winter rege Oluff.ärungäarbeiten durch die eigene land- wirtschaftliche Fachberatung mit Unterstützung anderer Stellen geleistet. Es wurde ferner daraus hingew.esen. daß sich auf dem Gebiete der Absatz- rege ung für landwirtschastl.che Erzeugnifie in- sofern eine Aenderung vollzogen habe, als das Großba.ikkapi.al Inte.esfe für die Finanzierung des Absatzes landwirlschast- sicher Erzeugnisse bekundet. 3m Vordergrund stände ter Erwerb des Scheuer-Konzerns durch die preußische Zentralgenossenschaftskasse und Rcntenbar.ktreditanstalt: wachsendes Interesse zeigten aber auch die Großbanken und die Industrie. Ä r 3n der Zeit vom l.Iuli 1923 bis 31. Dezember 1928 wurden innerhalb des eigenenTezirks 300 003 Zentner landwirtschaftliche Erzeugnisse, nsbesondere Getreide und Speisekartofsetn, b-n den Genossenschaften direkt ersaht und zum großen Teil d.relt der verbrauchenden Industrie und den Großverbrauchern, Großmühlen und Äon f um Vereinen, auf dem kürzesten Wege zugesührt. Tci Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Derlustrechnung wurde die Frage der steuerlichen und sozialen Lasten, die auch die genossenschaftlichen Unternehmungen heute sehr schwer treffen, lebhaft besprochen: insbesondere sei es die Gewerbekapitalsteuer und Gewrrbecrtragssteuer, die das Unternehmen wegen der von ihm zu unterhaltenden und notwendigen Lagerstellen so auherordent.ich schwer belasten und eine günstige Weiterentwick- Ttmg btt genoNenschtEchen Warenanstalten sehr ungünstig beeinflussen. An diese Darlegungen knüpfte sich eine rege Aussprache. Hieraus wurde die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gutgehrihen und die Verteilung des Reingewinnes nach Vorschlag der Verwaltung beschlossen. Amtsgericht Gießen. Ein Knecht auf einer benachbarten Mühle nutzte seine Stellung sehr zum Rachteil teils des Müllers, teils der Kunden aus. indem er eine ganze Reihe von Betrügereien in der Umgegend verübte. Er nahm Gelder für seinen Dienstherrn ein, lieferte diese aber nicht ab, ließ sich häufig Mahllohn in bar auszahlen, obwohl dieser längst in anderer Weise berichtigt war und dergleichen mehr. M t dem erschwindelten Gelde lebte er in der Rachbarschaft auf großem Fuße, während der Müller mit der Geldnot zu kämpfen hakte. Der ungetreue Knecht verschwand von der Mühle, wurde aber in Köln gefaßt, hierher transportiert und zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Ein von Grünberg kommende- Auto eines hiesigen Kaufmanns war eines Abends auf einer Chaussee wider die geschlossene Schranke eines Eisenbahnüberganges gerannt, gerade als in diesem Moment ein Eisenbahnzug passierte. Die Schranke wurde leicht, das Auto schwer beschädigt. Der Autoführer ist beschuldigt, durch den Zusammenstoß fahrlässigerweise den Eisenbahnbetrieb in Gefahr gebracht zu haben. Er bestritt ein Verschulden, doch wurde ihm ein solches nach- gewlesen. Die Schranke war zwar mäßig, aber doch, wie ein Eisenbahnsachverständiger erklärte, noch vorschriftsmäßig beleuchtet derart, daß die Beleuchtung von weitem wahrgenommen werden konnte. Zudem hakte der Schrankenwärter, der das Auto in einer Entfernung von einigen hundert Meier schon nahen sah. durch häufiges Hin- und Herschwenken seiner Laterne dem Autoführer kundgetan, daß eine Sdelle komme, die zur besonderen Vorsicht und Aufmerksamkeit mahne. Schließlich trug auch die Erwägung, daß ein Autofahrer, der die fragliche 61rede schon so oft. wie der Angeklagte, befahren hat. unbedingt Bescheid auf besagter Strecke hinsichtlich der für den Auioverkehr so wichtigen Bahnübergänge wissen muß, zur Verurteilung bei. Der Angeklagte erhielt eine nicht unbedeutende Geldstrafe. Berliner Börse. Berlin, 22. Febr. (WTB. Funkspruch.) Rach wie vor bleibt das Geschäft auch im heutiaen Frühverkehr sehr klein. D e Markte liegen ohne Anregungen und man taxiert unverändert gestrige Abendkurse. Rachdern Reuyork gestern seinen Diskont nicht erhöht hat und auch die Börsen selbst drüben einen ziemlich festen Verlaus angenommen haben, rechnet man hier eher mit kleinen Deckungen. Am Devisenmarkt nennt man: London — Paris 124,29. London — Mailand 92,60, London — Spanien 31,40. London gegen Kabel 485.30, Kabel — Berlin 4.2135. NeGrftches Das GelundheltswaHer Jean Weisel, flithen. Sonnen»tra&« 6, Ttlepho» Mr.» GEGEN. GEGEN fl.5 C H SPRÖDE MUT WIND U. SCHNEI Gersten (Graupen) Stets Reis-Julienne 2 Tenet ZTeDir ießen, Zimmer 106, Lehrst. Nea. IMUD 9/5V Gesucht sofort Lollar, den 20. Februar 1929. I57OD I36-.V 0744 ne nicht LL lbelmstr. 10 v ^Würfel fuP 2 Teller ß Blumenkohl Gier-Nudeln Gier-Rieb eie Gier-Sternchen Grbs Grbs "VReis Grbs Schinken Grbs Speck Grünkem ;'Kartoffel Ochsenschwanz Reis "V Tomaten fturnford Gärtner...... S>rt ncibcr........ Schuhmacher • •• Sie ner......... Bäcker ......... Berknu«er....... Dront,.e ........ 95.intnnneüe'itcr iin Paircxba.b) fiautmnnn....... tiuclibnnjler .... ■ o>i i n......... er Adler“ GeseHschalt tfc rors.-Schntz w. b. *. Ataniiuvt a. M. i'JcferiiiaKeltk an allen Ctten fleifdae. inebfame Per fönen tut lleueinähme einer Trikotagen- q. StromofslrK^erei auf nnfeier Aeinmaiiritfmaf.tine. i eich» ter und bober ^eibiemi. Giinitiae Be- öimnnacn. Boikeniuuisse nicht ertoi- derlich. '1'ioiDeti graus und fianlo. Trikotagen- und Strumpffabrik Neber dk Fohlen, Saarbrücken 3 Feos. 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Kl., 3 Esche, 4 Eiche, Dirke, 20 Nadel- und Weichholz: Knüppel rm: 110 Buche 2. Kl. (abständig), 7 Esche 1. und 2., 34 Eiche, Birke 1. und 2. Kl., 34 Nadel- und Weichholz; Stöcke rm: 25 Buche; Neiserknüppel rm: 150 Buche. 1566D 2. aus den Distrikten Schömberg, Mus- hau, Wintereberg 2d, 3, Peterswaldö, Eeenbach, Dickerbusch: Scheiter rm: zehn Buche 2. Klasse, 10 Nadcl und Erle: Buche rm: 15 Stöcke, 40 Neiserknüppel. 14 Abteilungen Kohlreiser und Leeholz aus beiden Revieren. Blau unterstrichene Nummern werden nicht ausgeboten. । Dienstag, den 26. Februar, 10 llhr vor- mittags im Saale des Dibelheims Waldesruhe, b) Flensungen, aus den D.strik- ten Laubberg und Hofwald: 1. Brennholz. Scheiter rm: 20 Buche, 2 Hainbuche, 26 Eiche (Rundscheit): Knüppel rm: 13 Buche, 45 Hainbuche, 63 Eiche, Birke, 23 Kiefer; Stecke rm: 5 Buche, 35 Eiche, 7 Fichte; Kiefer rm: 6 Reiserknüppcl, 92 Stammreiser; Astreiser rm: 132 Buche, 125 Eiche, 1 Abteilung Fichtenreiser aus Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden beim Hinscheiden unseier lieben Entschlafenen Frau Margarethe Eerikeimann Witwe geb. Pfaff sagen wir auf diesem Wege unseren berzl. Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. In Fritdbera: Jeden Areiinn von 1V bi- 'IS Nbr. im »Mainser ötad (am vabnhost. NhsuMatrsmus? ®td)t Ivcbiar. Oliteerreifcen. Seren Lutz. Wernrn- oder ErkLttunkSlcdmerien, Rreiu- u. ©tilentomenee, dann nur Electricum die schnell IdimenbefTrienbe Slnretduna ooe träitifl durcbareifenderWirkunn. dir icbonvirle» Sitse brachte Seit 36 Satiren dewLvrt. PU.W I 26 3.- u. 3.60. in »votd. und Drogerien erdütttud. Bestimmt au haben bet Cuo Wintcrboff. Drogerte. KreiiAvlatz 9/10 Herma in Hstaes, Tioacrte. Setlersivea «An W. Silbincer Nachi.. Tioaene, Setiersweg 79» Hans StoU. Droacne Ludwi-iSvlaiz 91 n au ft 9ioll, Dioaer e. Babnboiiiia :e 51 Cai 1 Seidel, Drogerie, rtianthntei Strahe 39 In Grün berg. Kail Stt:ott. MioneifDioaerte. Wir bedauern tief das Ableben unserer A. H., A.H. Jakob Curschmann aktiv 1880, Alzey ’ Die G. B. Frankonia i. A.: Langlotz x I5MD 1 Lärchenstamm = 0,28 fm 1b; Derbstangen: 160 Stück = 2lfm 1. Kl. (Sparren), 121 Stück = 21 fm 2. Kl. (Sparren und Leiterbäume), 105 Stück = 3,50 im 3. Kl. (Leiter- und Dunphordenbäume): Dohnen- stanacn: 380 Stück 1., 590 Stück 2. Klasse. Derkscheiter rw: 1^ Buche. Das Brenrholz wird zuerst aucgeboten. Käufer belieben das Holz vorher anzusehen, da spätere Beanstandungen nicht berücksichtigt werden. L a u b a ch, den 20. Februar 1929. Graf-Solms-Laubachsches Forstamt. Beim Arbeitsamt Gietzen Abt. Berufsberatung sind aenenji-ärttn 117 offne £eörüeö?n jn 8ef?6en und zwar für folgen:e Berufe: Dr. W. Trautmann aktiv 1900, Marklissa. MsmännWeLehrstellen gesucht! llngefähr 60, nlcht mehr forlblldungssihulpflsch- lige, abgehende (Schüler der Öffentlichen Handels- lehr:nstalt der Industrie- und Handelolammer Gießen mit aedieqener Fachvordildung und guter Slflgcmeinbilbung suchen bis 1. April dies.Iahres SieBOjpisla IN eigener Maschine >ür einige Stunden gesucht. Lchrifmche Angcb. nm '4>ietö u 076» an d. Gieß. Ao». (Stellemge ot;| Beöfgtro. Domen u..ö Seiten Aum besuch o. Bioh- baliern gesucht.'Lio- Vision wud feferi nuSgeAabli. Offerte: Düsseldorf, Post id)li<6fad> SGO^r ISaUDDCrg in. r. Jiuncoij. » u-iajen». Iieigeti. stamme - 0,80 fm (Magnerholz); Fichten- s De amtsgerichtliche Verfügung ist an stamme: 44 Stück = 6.75 fm la, 48 Stück der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht = 15,59 fm 1b, 8 Stück - 5 fm 2a,' 5 Stück = 6,20 fm 2b, 3 Stück -- 5 fm 3a; Sott- ii JMeMe in nro'.er A iSwabl M‘A gögar Soumann. (fHectirn&lang. EWsZIülUsiSiWüllilMr ron Hoiavoch. Schaeier. qcncn Lchnvven vaarniufalii.duucnberSti prnaut.beiicna bciväUrt. Fe n uarimnicrt! Alaidien mi:- bi innen!'«Vier 0.75 Hit.1 ? Vier l.25Mk. 9(11. Bei kauf: Kosm. Abt. Ennel-Apotheke. ;iräul in aus gutem Ha_fr ucht VZWAGks! in hiesigem, befferen Geschäft Schrksillche Anzebo!e u. 16O2D an die <5e- schästsftelle des Gießener Anzeiger« erbeten WSkk^ilneiia 2. Sioffe oder criabrened SUnbcrfräuiein au AiueiSimöctn tl n. 4 Zahrel lüi ianS- über gesucht. Schr. Bewirbunnen nm ZeuniiiSabschr^ sttef. u. 0754 a. d. (Sir. Ain. Putzsrau für ihaluticn Laden» vutz acfndJi ' 7w Sclteistvea 3t>« Santeies. ordenil. Mädchen für tnaJüber für fo» >orl oder L Wiäia ZNangsverfleigerung. Am Donnerstag, dem 14. März 1929, vormittags 9 llhr, werden durch das Amtsgericht Gießen, Zimmer 106, die im Grundbuche von Gießen der ßaroline vuchacker geb. Hoß in Gießen zugeschriebenen 9m- mobilien 720D Flur 1, Nr. 393 = 55 qm Hofreite, Wall- torstraße 18, geschätzt 11 250 RM. Flur 38, Nr. 324 - 1092 qm Grabgarten, geschätzt 3276 RM. zum Zwecke der Auseinandersetzung, Der- steigert. Die amtsgerichtliche Verfügung Ist an der Ortstafel Bergstraße 20, zur Einsicht ausgchängt. Gießen, den 22. Januar 1929. 3. 21. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: ______Leo, Ortsgerichtsoorsteher._______ s Zwangsversteigerung kciss Am Donnerstag, dem 28 Februar 1929, vorm.tlags 9 llhr, wird durch das Amis- Danksagung. Für die zahlreichen Bewe se herzlicher Teilnahme k bei n HeiniKanRii unseres lieben VeMot benen, des Lehrers i. R. Wilhelm Menz | ,.Owie lür die trostreichen Worte des_• lerrn Pfarrers und das treue Gedenken beim Mederlegeu der Kranzspenden snsen herzlicnen Dank die trauernde Gattin nebst Söhnen, Schwiegertöchtern o. 10 Enkeln. | Gießen (Ebelstraße 8). den 21. Februar 1929. Luche Aiun 1. März in dauernde Stellung tilchitgeS Sifnilniäöd’.cn fortbildungSschul frei tür HauS- n. Garten, aibcii. ' obn nach Beicinbarung. ISflD H. -Ldtudt, Mkiblelstllrbclbeim Pati.vrtedberai'besi.t Iünacrcö Mädchen tebr sauber, ordentlich und kinderlieb, getuch:, eutL auch für tagsüber. Bor- Aititeilen SamStaa Awtfchen 4 n. f> Uhr. Wo? lagt d. Gcfchst. d. Gieß. Linz, 0763 o-cbtlö.. takto.. jung Maddien, nicht unt 20 Zauien, a s Haustochier AU ImbeiL all Ele v-.ar nach Lretzlai gefacht, ß-crunfcit n Lienogt. und Dio ichtneufchr. Beding, daneben Zntereffi I. d. HauSbalt. Vln* tiibrliche icbriftl. Air gehöre ui Bild un ei u7ti2a.d Gst.AnA.erb Junges IW loilbtldunisschul're für Buchbtndcret- betvicb sofort cc «ucht. 'Räbeics to«L 5d)ul'tra e 7 Fsürniji felOGPSUPPfli1 im Alter von 80 Jahren. im eben vollendeten 85. Lebensjahre. ‘*U Vn icr». Gießen, den 20 Februar 1929. Die Beerdigung findet Dienstag, den 26. Februar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt in o Gießen, Wetzlar, Kiel, den 21. Februar 1929. im 67. Lebensjahr. Heuchelheim, Wetzlar, den 22. Februar 1929. 1600D Gießen (Landgraf-Philipp-Platz 6), den 20. Februar 1929. Die Beerdigung findet am Samstag. 23. Februar, vormittags 11 Uhr, aut dem Neuen Friedhof statt- 07 >2 Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet Sonntag, 24. Februar, nachmittags 31/» Uhr, vom Sterbehaus, Frankfurter Straße 53, aus statt 0772 I599D '1771 Großen Linden, den 22. Februar 1929. f)7Si :K Heute mittag ll/, Uhr entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit unsere geliebte gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter •v Donnerstagnachmittag um 6 Uhr verschied nach langem schweren Leiden mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Wind- lind Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabetha Rinn geb. Kreiling. l Die Trauerfeier findet am Montag um 11 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt Blumenspenden im Sinne der Verstorbenen dankend verbeten. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Weiß, Bauunternehmer Wilhelm Weiß, Bankbeamter, und Frau Karl Weiß Anna Weiß Luise Weiß und alle Angehörigen. Rudolf Blum eictiiiirahe 63. Die trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Kalesky geb. Rinn nebst Kindern Familie August Rinn Familie Heinrich Rinn Pianohaus Schönau Seltersweg 91. ZahlunueerlrtchtO” runit. ErrllMtruntf. Klein-Linden, Lützellinden, Gundersheim (Kr. Worms), den 22. Februar 1929. Die Beerdigung findet Samstag, den 23 Februar, nachmittags 3Vt Uhr, -vom Trauerhause Steinweg 30 aus statt Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. Februar, nachmittags 2 Uhr, vorn Sterbehaus, Gießener Straße 9, aus statt Leutnant a. D, Ritter des Eisernen Kreuzes LL Klasse 1870/71. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hugo Ploch, Darmstadt Grunert Pianinos Gediegene MausinRrumeRt# in mittlerer In tiefer Trauer: Hermine Kellner geb. Spamer Caroline Völker geb. Spamer Clärcben Ploch geb. Spamer Dr. Karl Ploch Else Spamer geb. Scheuch 11 Enkel und 4 Urenkel. ne. Abi [t es in über an K >4 Gestern abend verschied sanft nach langem schweren Leiden, im 66.Lebensjahr, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Helene Jung geb.Weigel Ehefrau des verstorbenen Holzhändlers Wilh. Jung I. «em MerWsl. Da hie 9trtdjfraflt nach (Sinti AU Hl Kölner Film am Sonntaft lebt ötoß bt buben rott einen Bari ei kauf schon von Heine ab an der rageskasle des VtchUotetHanfeo iL-aHnHoistraiiei ein» ircxicbtci. i «u 2 S)j' nbend qu| Iramotut i einen I der mo i <>$ei D Dromatn °Ndert H tyaltunt morgen rufes. 5 Verein Zroül chleU Stehen 6 Tick. 9 Wochen alte Ferkel ah verkaufen. 0748 BetsroD Dr, 82 n. 84. rec^nskum Jimenau ThOr. luilenleurschulf tur Maschinenbau und Elektrotechnik Wisswschaftilehe Betri bsfipng. Wcrkmeiiierabiellun ■ Ky ff häuser-Teciiiiikuni Franken hausen. j%Sd£.*bf Ealat« kartoffeln tn Ditmo Qualität, empfiehlt btllieft W. Hankel -*i erwünscht. V — I Der tvorftaud. men ob« die pM tu ihrem. Am Mittwoch, dem 20. Februar, verschied nach kurzer, schwerer Krankheit meine liebe, herzensgute Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anna Weife geb. Deichmann im 49. Lebensjahre. >öllcflenl), kntiidjen 'tzr ^tdertz ^'"leinen |g 5iet|u B? bei ’ ?ranialui j durchs t&S6 Sy Klg DrahlgsMIe liefert au flünfttflett P, eiten u-Zavluna»» Uedmgungen le“D Wünch Etfentrandtnna Slücrio. Id. Tel. 1191 Vereine ”| hrets», Obst« und Sartenduuveret« Stehen. Oßuctoetiommlünfl Lamstag.Li debr< nachm. ö1. Uhr. int «irtfenbahnho el" tOupteloi (Mieuctt ! «Näheres flehe #e» । kaitntme.chuna Im । Donnere tage blatt vorraer Woche. ,TW Dor! ieingabe t flehten Sa :dch dem betreten! Winderh^ $er Drei Frau Hermine Spamer geb. Vomhof 200 Vtter Gutsmilch ttbAUiicUcn. Lchr. Äng. u. l.'iflBD an den Gick. ?ln* 100 Beniner Kohlengrus obuiAcben. Lchr. 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Btiie um gefalltaeBestch tgung meine» tetchhaiiwen Bewegung spielender Dehnen und Muskeln, ganz still und klar da droben in der Luft, über den feierlichen Rückenwirbeln der stummen Zebus. — sie setzte nicht an zum Sprung, sondern es hob sie hoch, trug sie hinaus, eine seltsame Verschiebung des Erdballs unter ihren Füßen löste sie aus den Gesetzen der Schwere, erfüllte ihre Glieder mit anderen, leichteren Raumgesetzen wie mit einem kosmischen Gas, entrückte sie allen hemmenden Kräften de- trägen Stoffes, — und es hätte in dieser Minute ohne Atem und Herzschlag keinen gewundert, wäre sie wie die Sichel der heiligen Rotburga schwebend, aufwärts lebend, zum Himmel emporgestiegen. Aber das Riedergleiten in den kaum bewegten Sand, das Zurückspülen dieser langsamen Körperwelle, das Wiedereintauchen in die Ruhe des allgemeinen CrdendaseinS, — vielleicht ist eS wunderbarer als ein Flug inS Unendliche? DaS stille Beharren der Körper in ihrer zeugenden Sterblichkeit, — vielleicht ist es wunderbarer als die Auferstehung der Toten? Neue Funde im Trierer Tempelbezirk. Die vor kurzem wieder aufgenommenen Ausgrabungen des Trierer Tempelbezirks im Altbachtal haben, wie der Ausarabungsleiter Professor L o e s ch ck c bereits früher vermutete, erwl-.'sen baß auch links des Altbachtales noch bedeutend« Reste großer baulicher Anlagen aus der römischen Zeit vorhanden sind. Die neu gezogenen Such- grüben brachten wichtige Ergebnisse. Reben verschiedenen Resten stattlicher Bauten aus der römischen Zeit und einem in den natürlichen Schieferfelsen tief eingehauenen unterirdischen Raum, fand man den Torio einer lebensgroßen Marmorstatue. die sich durch besonders feines Material und vorzügliche Arbeit auszeichnet. Auf einem weiteren Bruchstück sind die Teile eines sitzenden Hundes und eines Hirsches erkennbar, was sicherstellt. dah es sich um eine Darstellung der Göttin Diana handelt. Wenn auch der Kopf und die Arme dec Statue nicht gefunden werden sollten, so wird der neue Fund nach Ansicht von Direktor Krüger des Trierer Provinzialmuseums und des als Autorität bekannten Archäologen Pros. Tragendorff, Freiburg, eineL der besten Stücke des Trierer Provinzialmuseums sein. An der Fundstelle wird zur Zeit weitergeforscht. Sreitag, 22. $cbruor]929 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Ur. 45 Zweites Blatt Mnderheilenpolitik und Völkerbund Moderne Dramaturgie. Vortrag von Dr. Karl Ritter. Vereine icmmen. Die Aufgabe des Dramaturgen erkennt der i Vactragende darin, dah der Dramaturg sich die ard fcm Vorsitz des jeweiligen Präsidenten die (mgabe prüft. Tatsächlich hat sich nun in den Imten Jahren das Versahren derart abgespielt, kcs; dem Dreier-Ausschuß eine Antwortnote der blueffenden Regierung auf die Beschwerde der Ti.aberheiten vorlag, die ausnahmslos für die Rollung des Drcier-Komitees den Ausschlag gab. Dreier-Ausschuh hat von seinem Recht, die Tliaberhcitsbeschwerden an den Völkerbund zu Ii l m, höchst selten Gebrauch gemacht. Die De- 'hwerden wurden auf Grund des Memoran- dirs der betreffenden Regierung sowie der rm»dlichcn Erklärungen des Generalse.'retärs in atzerordentlich geheimen Verhandlungen fast ir.mec in der Weise abgelehnt, dah der Ausschuh \r Eingabe keinerlei weitere Folge gab. Die tiixgabe ging damit zu den Akten und ward mehr gesehen, lieber das Ergebnis der Verhandlungen und Beschlüsse des Dreier-Aus- |t,mlses wurde vollständiges Schweigen beratet; niemand, auch nicht die klagesührenden MDinberheitengruppen. erfuhren, jedenfalls nicht risiziell. was aus ihrer Beschwerde geworden eot Rur auf Hintertreppen war es zuweilen nözlich, zu erfahren, dah das Dreier-Komitee 'c Beschwerde als gegenstandslos erllärt hatte. Dölkerbundsrat als solcher erhielt keinerlei '■ iiumgreifbaren Gesetze des Theaters zu eigen nate, dah er erst von hier aus, nicht umgekehrt, lab der Außenwelt Verbindung aufzunehmen mochte. (Die theatralische, nicht literarische Her- •(len dem Regisseur, dem Schauspieler und dem h liker zu beweisen. Eine wesentliche Aufgabe des kimaturgcn, Stücke auszusuchen, wird schon da- )>u:ch beeinträchtigt, dah, wie der "Vor.ragende ^-führte, die großen Begabungen unserer Zeit licht mehr fürs Theater schreiben, sich vielmehr x : Lyrik, vor allem aber dem Roman zugewandt jähen. Die emanzipierte Selbstherrlichkeit des X itigen Theaters habe zu einer theatralischen Slllnzperiode (ohne dichterische Höhepunkte) geilet. I Grunert Pianlnos GediWW Inmiltlrtf PfenHgi ' Pianohaus Schönau Selterswg S1- ZuhlunKffrl ruii&MMfrun* ihr Harne. — Und doch . . . auch sie fielen für un»I Irgendwo trauert eine Mutter, eine Datttn. ein Vater oder ein anderer Verwandter um ihn, ohne dah sie etwaS für daS Grad ihres Toten tun können, wie fo viele andere. Daher hat eS der Dolksbund. wie in den Vorjahren, übernommen, auch diesen Gräbern ein äuhereS Zeichen der Treue und Dankbarkeit auf den gemeinsamen Hügeln niedervulegen. Er ruft daS ganze deutsche Volk aus, jeden einzelnen Deutschen, wer er auch immer sei. Helft unS die Sammelgräber würdig auS- zufchmückenl G e o e j e d e r s e i n S ch e r f- lein! I n jedem Land und auf fast jedem Friedhof liegen unbekannte deutsche Soldaten! Wer er ist, der in dem Sammelgrabe ruht, woher er kam. wer seine Angehörigen in der Heimat sind, wir wissen eS nicht. Wir wissen aber, dah wir auch ihnen gegenüber schuldig sind, unsere Pslicht zu tun. Drum ehret und opfert, denn ihrer sind viele. HMii.Heilung, welche Beschlüsse der Dreier-Ausguß über die eingegangenen Minderheitsbe- ■fctoerben gefaßt hatte. Trotz aller Vorstellun- .\n die im Laufe der Iahre von verfchiedenen Zetten gegen dieses Beschwerbeverfahren erho- : t.m tootoen waren, ist eine Aenderung nicht vor- rioinmcn worden. Tie Beschwerden, die in großer Zahl fortlaufend lern Dö.kerbunbsraf ein- gewinnen somit lediglich informatorischen ijaralter zu Händen des Völ-erbundsrates. Die MKSglichkeit eines kontradiktorischen Verfahrens r:r dem Forum einer enteren oder breiteren teffsentlichteit ist somit von vornherein mit gro- jdit Geschick ausgeschlossen worden. Lieses vom Dölkerbundsrat geschaffene De° MgLrcrdeverfahren ist der Ausdruck der allgemei- icm Geisteärichtung, die seit den ersten Jahren WkS Bestehens der Minderhei.enfrage geherrscht ®|at. Deutlich spiegelt sich diese Gesinnung in Mkc berühmten Entschließung vom 27. Juni 1921 ■ti'üer, in der der Dölkerbundsrat auf Antrag gEkS brasilianischen Delegierten Mello Franco rlllärte, eine große Anzahl von Eingaben der 2linberßci:en fei von so geringem Interesse, k| mders nach den Einwendungen des belreffen- !,m Staates, daß es sich keineswegs lohne, sie ■tlletn Dölcerbundsmi.gliedern überhaupt bekannt fliu machen. Durch die Beschränkung der Be- niarontgabe der Eingaben auf den Kreis der Sprung einer Elenantilope über vier Brahminenzebus. Don Earl Zuckmayer. Es gibt Zebus und Zebu-, wie eS Pferde und Gäule gibt. Diese vier sind kostbar, von edelster Rasse, hochgezüchtet für den heiligen Tempeldienst am Hofe eines Radschahs. DaS kurze glatte Weißfell ihrer Flanken und Stirnen läßt noch die geheimnisvolle Tätowierung durchschimmern, die der Drahmapr^^"- den Jungtieren in die Haut grub. Ihre Schädel sind schmal, länglich, feingemeihell, Üjre ^.ner sichen recht eng zu- lammen und zeigen jenen sonderbaren Schwung, der auch die schlanken Deine, die Krichpe, die lässig schaukelnden Hüften von den Gliedmaßen gewöhnlicher Ackerzebus unterscheidet. Im Zirkus Hagenbeck tragen sie allabendlich die Gold kugeln auf ihren Hörnern mit der mü- iii«' s* x-W eine« Die ßüeratur, zur Zeit eine periphere Erscheinung auf der Bühne, werde sofort wichtig, wenn sie solche theatralische Besessenheit in sich trägt. Der praktische und der kritische Dramaturg (in der Presse) müssen Hand in Hand arbeiten, statt sich etwa zu befehden. Rach einer mit li- lerariscchcn Teispielen und Gegenbeispielen belegten Gegenüberstellung vorwiegend literarisch rr und betont theatralischer Elemente gelangt: der Redner zu einer Ablehnung des von Tairoff („Das entfelselte Theater") ausgestellten Sahrs, daß der Wille zur Literatur mit dem Willen zum Theater nicht vereinbar fei. (Das Beispiel Georg Kaiser in diesem Zusammenhänge war übrigens u. C. nicht sehr glücklich gewählt und forderte zum Widerspruch heraus.) Gradmesser für das Theater werde immer das Publikum bleiben; es müsse erreicht werden, daß — wie zu Shakespeares Zeiten — das bre.teste Publikum vom Theater erfaßt werde. Ein Hinweis auf die von Gundolf durchgeführte, geistreiche Analyse des „Hamlet" In seiner vierfachen Wirkung auf ein sehr differenziert geschichtetes Publikum schloß die interessanten und mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Darlegungen des Dramaturgen ab. Der Direktor des Deutschen Seminars, Prof. Dr. "Victor, versammelte nach einem kurzen Schlußwort die Mitglieder des Seminars zu einer Diskussion des Dortrages. : 'tirft der großen Dramaturgen der Vergangenheit Ducbe aß Beleg und Beispiel herangezogen.) ll>Ls Theater müsse sein Maßstab sein, für sein rZealer in irgendeiner Form müsse er sich ein- etzen. von irgendeiner neuen Theateridee soll rr besessen fein: wenn sie künstlerisch war, wird 1e: von selbst Angelegenheit feines Theaters «süßen. Hi DerlQU(. ZK. ft üanbcl'Sb,n Budolf Bin® 63. rung eines unhaltbar gewordenen Zustandes geschaffen werden kann. Die Verträge weisen vielfach bereit- jetzt den Weg, der beschritten werden muß. Ausdrücklich ist die Anrufung des Internationalen Haager Gerichtshofes vorgesehen, sobald Meinungsverschiedenheiten im Rat über die Auslegung oder die Durchführung der Minderheitenfrage entstehen. Bedauerlicherweise ist dieser Weg von der deutschen Regierung bisher niemals beschritten worden. Es wäre ohne weiteres möglich gewesen, z. D. gegenüber der polnischen Regierung, durch den Haager Gerichtshof eine Entscheidung herbeizufüh.en. wieweit die Entnationalisierungs- und die Enteignungsmaßnahmen Polens in den neu gewonnenen Gebieten mit den rechtlichen Verpflichtungen der Minderheitenverträge in Liebereinklang stehen. Letztinstanzlich dürfte der gesamte jetzt aufgeworfene Fragenkomplex vor die Völlerbundsversammlung gelangen. Die als allein souveränes Organ deS Völkerbundes die Entscheidung über neu einzulegende Wege zu treffen hat. Die Minderheilenverträge stellen ausdrücklich den Minderheitenschutz unter die Garantie des Völlerbundes alS solchen, keineswegs aber, wie jetzt bereit» von Minderheiten feindlicher Seite gesagt ist. unter den Schutz des Völkerbunds r a t e S. Ausdrücklich wird in den Verträgen nur von den Garantien deS Völkerbundes als solchem gesprochen. Das Minderheitenproblem ist bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge jedenfalls zu einer der wichtigsten, entscheidendsten Ausgaben der deutschen auswärtigen Politik der nächsten Jahre geworden. Die an dem Versailler System interessierten Mächte sehen bereits heute in instinktiv richtiger Erfassung der Lage, daß der jetzt eingeleitete Streit um die Rechte und die Rationalextstenz der Minderheiten der Anfang eines großen Kampfes um öiegefomte deutsche Stellung zu werden beginnt; eS ist daher dringend zu wünschen, daß die jetzt der deutschen Außenpolitik gestellte Aufgabe nicht wie bisher als eine Spezialangelegenheit und wider Willen aufgezwungene Aufgabe empfunden wird, sondern als ein Problem, das nur unter dem großen Gesichtspunkt der allgemeinen europäischen Politik als ausschlaggebende politische Aufgabe behandelt wird. Die deutsche Politik als solche hat sich in dieser Frage in hohem Maße engagiert, die deutsche Stellung im internationalen politischen Leben und das deutsche Prestige werden in Zukunft nicht unwesentlich davon abhängen. In welcher Weise es der Leitung der deutschen Außenpolitik gelingen wird, den jetzt nicht nur den deutschen Minderheiten, sondern der ganzen Welt — und vor allem dem Völkerbund selbst — ausgestellten Wechsel einzulösen. Cs wird vor allen Dingen darauf ankommen, die Erkenntnis durchzusehen, daß daS Minderheitenproblem heute den Grundpfeller des Völkerbundes darstellt und daß ohne eine befriedigende Lösung dieser so tiefgreifenden und weitreichenden Frage eine wirkliche Befriedung Europas nicht erzielt werden kann. Dolkstrauertag 1929. Gedenket der deutschen Kricgsgraber in fremder Erde! Wiederum steht der Volkstrauertag bevor. Wir gedenken an diesem Tage unserer lieben Toten, die der Krieg von uns genommen hat. 2 Millionen! Die meisten ruhen in fremdem Land und fremder Erde. Der Dolksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat auch in diesem Jahre den Angehörigen der Gefallenen die Gelegenheit gegeben, ein Zeichen liebenden Gedenkens auf Der Ihnen teuren Grabstätte nlebcrlcgen zu lassen. Tausende und aber Tausende werden diese Möglichkeit dankbar ergreifen, fo daß zahllose Gräber wieder Zeugnis oblegen von dem Gedenken der deutschen Heimat. Wer gedenkt aber all derer, denen keine Einzel» grabftätte bereitet werden konnte? Hunderttau- sende liegen in großen Öammelgräbern vereinigt — unerkannt geblieben und ungenannt den Würde spätgeborener Könige, denen die Krone auf ihrem Scheitel weder Glück noch Last, kaum eine leise Scham und Demut auferlegt. Die schmalen Rückenhöcker zittern im leichten Trab. Jetzt aber stehen sie, Stirn an Stirn gerecht, die feuchten, dunklen Rüstern zum bleichen Hals gesenkt, die runden, braundurchgoldeten TopaS- augen stumm und sanft zum Lagenrand erhoben, wie zu einem blutberieselten Opferstein, dem sie sich furchtlos nahen — (und zwischen diesen Augen uill) deinem Auge scheint ein Tarnschleier, ein Weltnebel gelegt, fie schauen dich an, ohne zu blicken) —, so stehen sie bildgleich in einer leise schauernden Erwartung, indes die Musik verstummt. „Meine Damen und Herren" — die Stimme scheint aus einem unsichtbaren Grammophontrichter zu bringen, von seltsamen Nebengeräuschen umschlurrt, während der fahle Sand, die Logenwände, die blassen Flecke menschlicher Gesichter zu weitem Steppennebel verschwimmen, — „ich habe die Ehre, Ihnen die erste dressierte Elenantilope vorzuführen. Die Elenantilope ist das scheueste Tier der afrikanischen Steppe. Endlose Mühe und unerschöpfliche Geduld haben diese Dressur . . ." (Das letzte Wort verhallt krächzend, tote wenn die Radel der Membrane ausrutscht.) Die Elenantilope steht mitten in der Manege auf hohen Deinen, an ihrem Halfter hängt em Mann, und man fühlt, es müsse fie endlose Mühe und unerschöpfliche Geduld gekostet haben, seine Dressur zu ermöglichen. Ihr Fell ist glatt, ein falber Glanz strahlt von ihr aus. sehr friedlich die braunen Hörner, der sanfte Dückenhügel, die tief und weißlich auS- gebuchtete Kehle, der schlanke Bauch atmen Gleichmaß und Sicherheit. Wenn fie zu laufen beginnt, ist eS nicht, wie wenn em husbeschwerteS Körpertoesen die Beinknochen hebt, sondern es scheint, fie werden von einem lautlosen Motor auf unsichtbaren Wellen leise wiegend vorwärts- geschaukelt. Auf großer Fläche, in der freien Wildbahn mimo sende, logg ter, toinbgeriLter Grasland« müßte fie fliegen, brausen, wirbeln, wie sturmgefegter Sand. Hier schwebt fie, gleitet fie, weht fie, ohne Erschütterung, mit einer unglaublichen Weichheit der Geletcke. durch die Arena hin. Plötzlich hängt ihr Leib, bellemmend, geisterhaft, doch deullich sichtbar bi» in die rollende Aus der Provinzialhaupisiadi. Dießen, den 22. Februar 1929. Eiskalte Kleinigkeiten. „Diese Kalte! Sagen Sie. was zeigt da» Thermometer?" .Haben Sie noch Kohlen?" .Läuft bei Ihnen daS Wasser?" .DerHeizen Sie auch 20 biS 30 Stück täglich?" Eine dieser Fragen ist e» mindesten-, die wir nach erster Begrüßung mit unseren Bekannten wechseln. Eigentlich will Inan nichts mehr von 20 Grad und Kälteerscheinungen hören, nicht wahr? Aber, ob man will oder nicht, die Verhältnisse sind stärker. Gewohnheitsmäßig dreht man die Leitung auf, um den Morgenkaffee anzusetzen. SS kommt Luft, aber kein Wasser. Ach so. die Morgenarbeit muß geleistet werden — Wasserhosen! Mit Kannen und Eimer bewaffnet, geht es zu Werner- in den ersten Stock, bei denen eS noch läuft. Die armen Leute! Zuerst schlossen sie die Flurtür hinter jedem Wasserholer. öffneten freundlich jedem Klingelnden. Jetzt lassen sie resigniert von 9 bi» 11 Uhr die Tür auf, die nie still steht. „Guten Morgen." In der Küchh ist Stelldichein des ganzen Hause-. Rot gedrungen müssen auch Schußes hier ihren Wasservorrat holen. Schulze die Werner- sonst nicht grüßen, die sich mit ihnen wie Hund und Katze stehen. Wassemot bricht alles! Da stehen wir also, während Else vom Parterre und Frieda aus dem 2. Stock ihre Eimer mit Wasser füllen. Ein junger Mann. unS allen unbekannt, keucht mit zwei Kannen davon. Frau Werner trifft ihn auf dem Flur. .Ja. sagen Sie mal...?" .Rischt for unjut. junge Frau. Wir wohnen um die Ecke. Bei un» In der Rachbarschaft hat Ihnen ke Mensch nich Wasser. Ra. un da härte ich hier jibts was, und de Tür stand uff... na also, juten Morjen" und er ging. Rotgemeinschaft. Mein kleiner zwölfjähriger Freund ist sehr feinempfindend und außerdem sehr ritterlich. Ich lache über fein verlegenes Gesicht, alS er vor mir in der geöffneten Flurtür steht. „Run, Heini?" ,3a, hm, also, ich möchte — könnte ich Diel leidet.° .Bitte, komm doch herein." Ich nötigte ihn auf einen behaglichen Stuhl. „Ommer heraus mit der Sprache. Hast du ein Fenster zerhauen, oder die Wäscheleine verschleppt?" »Ach, wär es das! Rein, also würdest du mir gestatten, erlaubst du vielleicht..." Mir beginnt ein Ächt auszugehen. Heine ist ganz rot geworden. .<$£ ist mir ungeheuer unangenehm. Aber bei uns ist eS zur Unmöglichkeit geworden. 3m ganzen Haus. Mama ist ja schon zweimal auf den Bahnhof gefahren, aber bei unserer großen Familie, da- geht zu sehr in- Geld... Ich bin sehr diskret. DaS kleine Türchen klappt. Aber von heute ab müssen wir alle auf den Bahnhof fahren. Beim Kaufmann, ich hole da- Abendbrot ein. „Roch ein Viertel Aal in Gelee." .Erna, gib hielt*. tidttenbuöW111 Siebt". Iß H.-Korrespondenten. RatSmitglieder allein werde zugleich verhindert, baß bie Einrichtung der Eingaben zur böswilligen Propaganda gegen ein Mitglied deS Völkerbundes mißbraucht würde. Mello Franco war es dann, der zum erstenmal vor dem Völkerbund die berüchtigte AssimilierungS-Theorie proklamierte, nach der das Schicksal Der Minderheiten allein und nur in Richtung einer Aufsaugung durch Die Mehrheits-Völker läge. Diese Theorie ist späterhin in außerordentlich geschickter, aktiver Weise von dem bekannten griechischen Rechtsgelehrten und Professor an der Sorbonne Politis ausgenommen und in öffentlicher Sitzung des Dölkerbundsrates quasi als die einheitlich äleberzeuguna deS Oefanitrate8 bargestellt worben. Ohne Zweifel wird bie Assirnilie- rungsthefe auch in Den tommenDen Kämpfen im DölkerbunDsrat einen breiten Raum einnehmen. In Der Zeit Des nunmehr achtjährigen Bestehens Des VölkerbunDeS ist keinerlei Versuch gemacht worDen, Das in Den ersten Jahren koDifizierte Minderhcitenrccht unD Beschwerdeversahren neu zu beleben und zu einem lebendigen Organ für Die Aufrechterhaltung DeS Den MinDerheiten garantierten Rechtes unD Schutzes auszugestalten. Die Leitung Der MinDerhcitenabteilung DeS VölkerbunDssetretäriats, Die in HänDen Des Ror- wegers C o l b a n lag. Dessen unabweisbare Aufgabe es gewesen wäre, Den MinDerheitenschutz nicht zu einer erstarrten, leblosen Form werben zu lassen, ist ben ihr gestellten Aufgaben in feiner Weise gerecht geworben. Welche tiefer- lieaenben politischen älrsachen bei Diesem Verhalten des VölkerbunDssekretariats mitgespielt haben, soll hier nicht weiter untersucht werben. Fest steht jebenfalls, baß Dieses System heute in keiner Weise mehr geeignet ist, Die zahllosen Gefahrenquellen, Die in Dem Minderheitenproblem liegen, irgendwie nur zu beseitigen. — Es muß festgestellt werden, Daß es auf diesem Gebiet im Dölkerbund sowohl an Einsicht als auch an Entschlossenheit gefehlt hat, selbst wenn man Den guten Willen als gegeben ansehen will, was aber leider äußerst zu bezweifeln ist. Der Antrag der Reichsregierung, auf Die TagesorDnung der Märztagung Des VölkerbunDs- rates: „Die Garantien des Völkerbundes für bie Bestimmungen zum Schuhe der Minderheiten" zu sehen, eröffnet eine neue Phase in Der Minderheitenpolitik Des Völkerbundes. Cs kann keinem Zweifel unterliegen, Daß außerorDentlich langwierige unD ernste Kämpfe im DölkerbunDs- rat zu erwarten sind, falls tatsächlich eine grundsätzliche Abänderung im Geist und in der Form des bisherigen Minderheitenschutzes durch Den VölkerbunD herbeigeführt werden soll. Die Minderheitenverträge sehen jedenfalls theoretisch ein völkerrechtlich begründetes Patronat des Völlerbundes gegenüber den Minderheiten vor. Die Verträge stellen sodann übereinstimmend fest, baß eine Abänberung DerOarantie- beftimmungen für die Minderheiten durch Mehrheitsbeschluß des Dölkerbundsrates vorgenommen werden könne, wobei sich Die Großmächte, Die De reinigten Staaten. Englanb, Frankreich, Italien und Japan. ausDrücklich verpflichteten, ihre Zustimmung zu einer Aen- Derung Dieser "Verträge zu geben, sobald die Mehrheit des DöllerbunDhsrales derartiges fordere. Die deutsche Initiative wird jedenfalls in Den kommenden Verhandlungen des Dölker- bundsrates unmittelbar Die Frage aufrollen, in welcher Richtung nicht nur bas bisherige Verfahren im Sinne einer wirklichen Aktivierung unD Publizität abgeändert werben kann, fonbem inwieweit bas vorgesehene Patronat des Dölker- bunbes nach dem wahren Sinne Der bestehenben "Verträge sowie Der allgemeinen Zustänbigkeit Des Völkerbundes für alle internationalen Fragen, Die Den Frieden berühren, Dahin erweitert werden kann. Daß wenigstens ein Minimum von älntersuchungsmöglichkeiten unD Damit Abände2)ie historische Entwicklung, die etwa von Lessing !ibitr die großen Dramaturgen des vorigen Jahr- luirberts bis zur Gegenwart führt, wurde nur in Meinen Stationen fnichtig angedeutet. Es wurde Ion Versuch unternommen, die Existenzberechtigung VJWV’". m les Dramaturgen, in seiner unklaren Stellung, w*- TulAilch RnVninfr UOIMM jgJ». Ämtaati nm Qu ötnägiij KindU?- 5ponwW laiintuerMtn u Dcrtamen. M üm ülarilrii# gjaonöamnuHl. t, Kaufgesuche Wüte« Heu iSuöluntti tu Ionien griudiL M Ntern, i'leUbnüfl. Wiefea Sn den Mblrn L I Empfehlungen Wck vediuguuaen I wünch ßtlenticinbUitÄ $m Härsaal 44 der Universität sprach gestern 14teL*5 tob auf Einladung des Deutschen Seminars der .'rtmoturg des Stcwttheaters, Dr. Karl Ritter, 1 ' nc einem großen Publikum über Probleme Icc modernen Dramaturgie. Der Vortragende ging von der Stellung des imaturgen aus, die sich seit Lessing wesentlich ge> infiert habe. Er kennzeichnete die zeitgenösfijche bpoiltung von Theater und Literatur und den Dra- tiüiurgen als Vertreter eines aussterbenden Be- mfjis. Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler häen sich mit eigener Dramaturgiebegabung der m iegenheiten des Fachdramaturaen zu einem we- Widjen Teil bemächtigt. Presse und Literatur laOten andererseits die Dramaturgie in sich aufge- Bmcli 41« Euiilfr ithtduHlml Speise-mi 6alol< I farloffelu IN puma CuoluM eiuonebU billign I W. Hankel :'/eaca «kL Iffcpb. M I Von unserem Dr. v. II. •EaS BeschwerDeverfahren, DaS nun t MinDerheiten zur Durchsetzung Der chnen geährten Rechte aus Den MinDerheitsvertra- gi zusteht, ist vom DölkerbunDsrat einseitig in kn. Jahren 1920-1923 geschasfen wordem Diese tejebur hat bis heute trotz Der ofsenkunDtg vz.olänglichen unD vielfach überlebten Form stine AbänDerung erfahren. Das Verfahren, tfe- es in Den Ratsbeschlüssen von 1920, 1921 jtin 1923 sestgelegt worben ist, besteht im we- snllichen Darin, Daß Die MinDerheiten Beschweren. über Richtelnhaltung Der MinDerheitsver- hi®e an Den Dölkerbund richten können. Das 6 :HlerbunD-ecfrctariat prüft, ob Die Eingaben dr MinDerheiten rechtlich unD tatsächlich zu- llfiig, finD, b. h. im besonDeren, ob sie nicht verletzendem Ton gehalten sind, von «■-cnßmer ober schlecht unterrichteter Seite stam- Geai ober Die Bitte zum GegenstanD haben, te politische Zugehörigkeit einer MinDerheit zi ihrem Staate aufzuheben. In Derartigen Men wird Die BeschwerDe ohne weiteres bei- fnt« gelegt. Hält bas Sekretariat Die Bell Herbe für rechtlich zulässig, so gelangt die k mzabe vor bie berüchtigte Dreier-Kom- ri Ilion Des DöllerbunDsrates, die unter hoch mal bad Stemmeisen herN und mit dessen imb eines Hammers Hilfe komme ich zu einem Viertel Aal in Eis. Die jungen Erbsen m der Konservencüchse lassen sich als Eisbombe stürzen, amb als ich die Butter fallen lieh, war bemahe ein Loch in der Diele. Gehen wir in ein Eaf6, uns au Wärmen. Und ... aber Edith, ja ja, zweite Tür links. Edith kommt strahlend zurück: .Sogar die Hände kann man sich mit reichlich Wasser waschen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, zu Haus wird mit jedem kostbaren Tropfen gespart." Unser Interesse gilt dm Ankommenden. Die jun;en Mädchen tragen unter eleganten modernen Mänteln die absondcr.ichsten Sachen. Aus Gros)- muttcrs Seiten. S ii..jaden. Umschla 'tücheSommermäntel. Flanellblusen. Tuchwesten. So nach nnd nach wird aus einem unförmigen Etwas en schlanies Mädel, und der Ober keucht unter der Last der Garderobe. Dun kommen die Schuhe, die S r'.m se. i e «rschu e. Mollstrümpfe — sogar brüderliche Stu'ze.r kommen zu Ehren Wann nimmst du nur ein Ende. Winter unseres Mißvergnügens? Eva von Massow. Borrwtizen. — Tageskalender für Freitag. Statt» thsater (Lolksvorstcllung): „Mary Dugan , 20 bis 22 15 Uhr. — L chtspiethaus, Bahnhofstr.: „Alpen- tragjbie". — Astoria-Lichtspiele: Hoheit tanzt Walzer". — Stadttheater Gießen. Aus dem Stabt- jheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Dolksvorstellur.g (Arbeiter-Gewerkschaften) „Der Brozeß Mary Dugan" ist ausverkauft. — Am Sonntag wird zum letzten Male Leonhard Franks Schauspiel „Karl und Anna" gegeben. „Karl und Anna" ist bereits an 16 Bühnen aufgcführt und hat auch in der Berliner Aufführung einen sehr star'en Erfolg gehabt. Di? Gießener Vorstellung (Regie: Intendant Dr. Prasch) hat sowohl bei der Gießener Presse, wie auch bei den auswärtigen Blättern ausgezeichnete Kritiken gehabt. — Am dritten Tage des Kammersviclzykl'is (zusammen mit dem Goethrbund) gastiert Dr. Fischers Theater der musikalischen Komödien. Berlin, am Montag, 25. Februar, abends 20 Uhr. — Rach dem großen Vublikumserfolg, welcher am letzten Sonntag der Aufführung der Operette „Der Mikado" beschiedcn w ist für Mitte März eine Wiederholung vorge» schen. Die kürzlich ebenfalls mit a'oßem Erfolg aufgeführte Operette „Die Tanzarafin" wird am Dienstag, den 26. Februar wiederholt. 5.11. Don der L a n d e s u n i v e r s i t ä k. Privatdozent Dr. S e i f r i e d. AbteilungSvor- strher am Detir'.närhygi.nischen und Tierscuchen- Snftitut der Lan^eöun v rillät Gießen, hat vom Dodefeller-Onstitut in Aeuyork eine Einladung erhallen, vom 1. September 1929 ab für die Dauer von zwei Jahren als wissenschaftliches Mitglied in dieses Institut einzutreten. Dr S e i f r i e d beabsichttgt, der Einladung Folge zu leisten. — Gericht gas essor Dr. Eduard Bötticher, der sich für das Fach des Z'wil- prozes'es. des bürgerlichen und Arbeitsrechts zu habil'tieren wünscht, wird am Samstag. 23. §e- b.uar, 12 Uhr pünktlich, in der kleinen Aula eine Probevorlesung über: ^Der Er atz des privaten. Rechtsgeschäfts durch staat ichen -Zwangsakt" halten. •• D i e Kraftfahrer im Dienstedes Hochwasserschutzes. Das Hessische Ministerium des Innern unterstützt in einer Mitteilung an die Dresse den gestern auch von uns veröffentlichten Aufruf an die Besitzer von Lastkraftwagen und Personenautos, sich mit ihren Fahrzeugen dem Hochwasserschuh zur Verfügung zu stellen. Dir Herren werden nochmals gebeten. schnell- stens ihre Adresse an die Geschäftsstelle des Gaues Illa des A.D.A.C.. Frankfurt a. M.. Stift- st.aße 39. Telephon Hansa 4516. schriftlich mit- zu'eilen, dam't Weheres veranlaßt werden kann. ** Eine Gefallenen-Gedenkfeier jin- bet am morgigen Samstag im Morgengottesdienst auch in der Synagoge in der Steinstraße statt. ri Genaue — vressenangabcl Ö,t kann man erleben, daß Boten und Ausläufer von Geschäften bei Familien erscheinen, um eine Bestellung auszurichten, oder etwas ab^ugeben, ohne genau zu wissen, zu wem sie eigentlich gehen sollen. Die jungen Leute wissen weder die Woh- nurg, noch genau den Damen, und fragen dann in irgendeinem Hause: ^Wohnt hier Meier oder Müller?" Wenn man kann, so wird man gewiß gern Auskunft geben, auch in zweifelhaften Füllen das Adreßbuch zu Date ziehen. Aber eine Aus- kunsterteilung ist sehr oft unmöglich, namentlich dann, wenn die unglaublichste Verdrehung der Damen stattfindet. Sehr unangenehm wird eS empfunden, wenn Trauerkränze an eine falsche Adresse abgegeben werden. Mitunter liegt es auch nahe, in den Leuten, die von ihrer Firma so mangelha ten Bescheid bekommen habrn, sogenannte .Klingelfahrer" zu vermuten, die etwas anderes vorhaben, als Geschäftsaufträge zu erledigen. Liegt es nicht im Interesse der Geschäftsinhaber und ihrer Kunden, daß den Angestellten die Adresse, an die sie sich wenden so len, genau angegeben, unter Umständen auf einem Zettel notiert wird? Es ist doch auch für die Angestellten unangenehm, von Tür zu Tür gehen zu müssen, um eine Adresse ausfindig zu machen, und dem Geschäftsinhaber entsteht hierdurch häufig ein merk icher Zeitverlust. '• Kaufmännischer Berufswet t- kamps. Am nächsten Sonntag, vormittags 9.30 Uhr beginnend, findet im Physiksaal der Goethe-Schule an der Westanlage ein Berufs- wellkampf aller hiesigen kaufmännischen Lehrlinge. Handelsschüler und Iunggehilfen bis zu 20 Iahren statt. Die Veranstaltung, die für jedermann offen und völlig kostenlos ist. wird vom Iugendbund des Gewerkschaftsbundes der Angestellten (G.D.A.) durchgeführt. Es handelt sich dabei nicht um eine Prüfung, sondern lediglich um einen Wettbewerb beruflichen Könnend. Man beachte die heutige Anzeige. ** Gin Opfer der Kälte wurde der Maurer Karl Schwan aus Dornholzhausen Der bedauernswerte Mann mußte, wie berichtet, vor einigen Tagen in stark erfrorenem Zustande in die hiesige Medizinische Klinik eingeliefert werden, wo er noch tagelangem, schmerzensreichem Krankenlager jetzt oer starb. ** Dack 1 e Arme beim Karnevalszug — nach drei Tagen tot! Den Zuschauern des Frankfurter Karnevalszuges am Fastnachtssonntag. an dem bekanntlich eine bittere Kälte herrschte, fiel auf einem Wa,en ein junges Mäd- d)en auf, das dort in ärmello em Gewände stand Viele wunderten sich, daß die jun,e Dame, die ein vlühendes Aussehen hatte, gegen die Kälte so gefeit war, daß sie sich mit nadlen Armen Zeigen konnte. DaS Mädchen hat aber der Külte Außergerichtlicher Saniewngsvergleich oder Verfahren nach der Vergleichsordnung? Don Dr. jur. Nuckelshausen, Gießen, Dolkswiri 5t O. D. Dor nahezu eineinhalb Iahren wurde die mit mancherlei Mängeln behaftete Verordnung über die Geschäftsaufsicht durch das Gesetz über den Vergleich zur Abwendung des Konkurses — kurz „Vergleichsordnung" genannt — abgelöst. Da ist es wohl nicht verfrüht, wenn man jetzt die Frage aufwirft, ob unter praktisch kaufmännischen Gesichtspunkten das Verfahren der Vergleichsord- nung den auch heute noch recht gebräuchlichen außergerichtlichen Dergleichsverhandlungen zwi- schen der bedrängten Firma und ihren Gläubigern vorzuz'.ehen ist. Betrachten wir zunächst die V o r t e i l e , welche die Vergleichsordnung bietet: 1. Sobald ein Schuldner durch Rundschreiben seine Gläubiger um Zahlungsaufschub oder teilweisen Schulderlaß bittet, gesteht er mehr ober weniger offen seine Zahlungsunfähigkeit ein und gibt damit jedem einzelnen Gläubiger eine Handhabe. gemäß § 1C3 K.O. einen begründeten Antrag auf Konkurseröffnung zu stellen. Zwar kann der Schuldner (§§ 1 Abs. 3. 31 V.O) auch alsdann noch die vorläufige Aussetzung der gerichtlichen Entscheidung über diesen Antrag auf Konkurseröffnung dadurch erreichen, daß er feiner- sei s Eröffnung des gerichtlichen Vergleichsverfahrens (§ 1 Abs. 1 V.O) beantragt, doch wird er bei so.che.n überstürzten Verfahren häufig ein* gerichtliche Ablehnung erhalten, da er seinem Antrag (§ 16 V.O.) ein Verzeichnis der Gläubiger und Schuldner, eine Ueberfidjt seines Vermögensstandes. weitere Erklärungen, welche eine Vermögensverschiebung zugunsten von ihm nahe- siebenden Personen ausfchließen sollen, sowie die Zustimmung einer Gläubigermehrheit beizufügen hat: nur bei entschuldbarer Unterlassung solcher Beifügung kann das Gericht (§ 19 V.O.) eine Frist zur Dachholung von nicht über zwei Wochen bewilligen. Mit solch kurzer Spanne Zeit wird aber dem unvorbereiteten Schuldner wohl nur selten gedient fein. Wenn dagegen der Schuldner zunächst planmäßig den Antrag auf Eröffnung des Vergleichsverfahrens vorbereitet, so wird er in normalen Füllen auch fein Ziel erreichen. 2. Meist werden die Gläubiger einem Vergleich, der unter gerichtlicher Ueberwachung und Genehmigung zustande kommt, mehr Vertrauen entgegen bringen und daher dem Dergleichsvorfchlag bereitwilliger zustimmen, als wenn der Schuldner selbst unmittelbar mit ihnen in Verhandlung tritt, um eine Sanierung seines Unternehmens zu erreichen. Das Gericht ist durch Gesetz zur Wahrung der Interessen beider Teile verpflichtet und wird dabei von der zuständigen amtlichen Terussvertretung des Handäs (Indust.ie), Handwerks (Gewerbes) oder der Landwirtschaft (§ 20 V.O.) sowie von der unter seiner Aussicht stehenden Vertrauensverson des Vergleichsverfahrens wirksam unterstützt. Wie schwer ist es auch, sämtliche Gläubiger durch private Verhandlungen unter einen Hut zu bringen: die Verg'eichsordnung verlangt dagegen nur besondere Gläubigermehrheiten (§ 63 V.O.). Die Mitwirkung unparteiischer und berufener Dritter bietet auch bessere Garantien für die Gültigkeit und Klarheit des Vergleichs. In dem Vergleichsvorschlag ist auch schon anzugeben. ob und wie die Erfüllung des Vergleichs sichergestellt werden soll (§ 15 V.O ), so daß auch in dieser Dichtung auf Endgültigkeit der Vereinbarung hin- gewirkt wird. 3. In ter Vergleichsordnung tritt nachdrücklich das Bestreben hervor, möglichst rasch eine Klärung darüber zu schaffen, ob die zahlungsunfähige Firma noch lebensfähig ist und ob ein Vergleich von einer beiden Teilen zumutbaren Art möglich ist. Außere.ichtliche Dergle'.chsverhand- lungcn ziehen sich dagegen häufig in bedenklichster Weise in die Länge. Solange aber Ungewißheit darüber besteht, ob und in welcher Weise eine Abfindung der Gläubiger gelingen wird, ist die produktive A.be.t des Geschäftes gehemmt. Daher wird manche Firma erst während solcher Verhandlungen konkurs eil werden zum Schaden deö Schuldners wie der Gläubiger. 4. Die von dem Derg'eichsverfahren betroffenen nicht bevor echt gten Gläubiger können nach Eröffnung des Vergleichsverfahrens ZwangSvoll- ftredungen gegen den Schuldner nicht mehr vornehmen (§ 32). Darüber hinaus werden für die Dauer des Vergleichsverfahrens Pfändungen. Arreste und einstwellige Verfügungen vorläufig — unter Umständen sogar endgü.tig — eingestellt (§§ 33, 34). 2a, in grundlegender Abweichung von den Bestimmungen der Konkuesordnung werden mit der gerichtlichen Bestätigung des Vergleichs sämtliche Sicherungen oder Befriedigungrn unwirksam, soweit sie später als am 30. Tag vor der S.ellung des Antrags auf Eröffnung des Derg eichsver fahrens erlangt wurden (§§ 3. 70). Sogar in einem etwa an ein Vergleichsverfahren sich anschließenden Konkurs tritt solche Unwirksamkeit mit der Eröfsnung des Verfahrens ein (§§ 79 Ziff. 1. 82. 84 D.O.), so daß für Schuldner wie Gesamtgläubigerschast ein erheblicher Vorteil stets dann vorliegt, wenn einem Konkurs ein nicht zu einem Dergleichsabschluß gelangenles Vergleich ^verfahren oorau5gegang:n ist: cs bedarf dann keiner Anfechtungsklage nach §§ 29, 30 K O., sondern die unwirksam gewordenen Pfändungen sind „in ihren gesamten Rechts'olgen aufgehoben, ohne daß es noch einer Mitw rlung der Vollstreckungsinstanz bedarf. Pfandsiege. können vom Schuldner ohne weiteres entfernt werden". (So V.O. Kommentar von Dr. Weinberg und Manasse. S. 126.) Die Vergleichsordnung seht sich also in einer begrüßenswerten und wirksamen Weise dafür ein. daß besonders rücksichtslose oder dem Schuldner nahestehende Gläubiger nicht Vorteile gegenüber der Gefamtgläubige.sch^ft erzielen. Während der außergerichtlichen Vergleichsverhandlung sind natürlich Zwangsvollstreckungen nach wie vor zulässig und können nur durch Klage vor dem ordentlichen Gericht u. U. zur Aufhebung ge.angen. We.che Dachteile stehen den großen Dor- tei.en des gerichtlichen Verfahrens gegenüber? 1. Ein Dachteil des Verfahrens der Vergleichsordnung ist vielleicht in der Gefahr zu erbliden. daß in Kundenkreisen der Ruf eines Unternehmens leidet, wenn es wegen Sanierung schon einmal „vor Gericht gewesen" ist: die vorgeschriebrne öffentliche Bekanntmachung (§ 27 V.O.) der Eröffnung des Vergleichsverfahrens sorgt für Verbreitung. 2. Auch ist zu beachten, daß bei gerichtlicher Ablehnung der Eröffnung des Vergleichsverfahrens sowie bei dessen Einstellung ohne weiteres kraft Gesetzes die Eröffnung des Konkursverfahrens als beantragt gilt: die dem Schuldner gegen solche Eröffnung zustehende Beschwerde wird wohl selten von Erfolg sein können. Die Gefahr dürste aber von geringer praktischer Bedeutung sein. Denn bei sch:it:rnden außergerichtlichen Vergleich ^Verhandlungen wird sich im allgemeinen schon ein Gläubiger finden, der von seinem Recht, die Konkurseröffnung zu beantragen, Gebrauch macht. Bei beiden Arten des Vorgehens wird also das nicht von Erfolg begleit :te Bestr?ben, einen Verglich abzuschließen, in der Regel zum Konkurs führen. 3. Mancher Schuldner wird auch die Kosten deS gericht'ichen Vergleichsverfahrens scheuen. Sowohl die Gebühren und Auslagen des Gericht; wie die Ansvrüche der Vertrauender on gellen als Massekosten. Aber auch auß rgerichtllche Sanierungsverhandlungen verursachen m:ist erhebliche Kosten, da nur in den seltensten Fallen der Schuldner die Unt.r'.ü -ung e n s bevollmächtigten Fachmannes entbehren kann. Außerdem bedeutet die meist raschere Abwidlung durch gerichtliches Vergleichsverfahren einen Gewinn, der nicht zu unterschätzen ist. Dach Abwägen von Für und Wider komme ich zu dem Ergebnis, daß im allgemeinen das Versahrcn nach der Vergleichsordnung den Vorzug verdient gegenüber außergerichtlichen Vergleichsverhandlungen. Private 6anierung5be- mühungen erscheinen mir nur angebracht, solange ein Schuldner noch nicht annähernd zahlungsunfähig ist. Gefahren rechlzeit'g erkennen und rechtzeitig handeln, das gilt in der heutigen Zeit wirtschaftlicher Krisen für den Kaufmann in be’onöerem Maße. doch nicht trotzen können und muß'.e den Leichtsinn mit dem Tode büßen. Das Blut erstarrte nämlich in ihren Gliedern, und es stellte sich eine Lungenentzündung ein. Drei Tage nach dem Zuge war die Aermste tot. •• Die Elektrizität im Haushalt. Die Ortsgruppe Gießen des Reichsverbandes des deutschen Elektro-Installations-Gewerbes veranstaltet am Mittwoch in der Reuen Aula der Universität einen Werbeabend. Dach einer kurzen Begrüßung der zahlreich Erschienenen durch Geschäftsführer S t o 11 b e r g wurde den Besuchern zunächst ein humoristisch eingestellter Film, begleit „Die Liebe geht durch den Magen", gezeigt. Hieran anschließend hielt Frau v. R e 11 el- bla d t einen sehr interessanten Vortrag über das Thema: „Wie gestaltet die Elektrizität Ihren Haushalt gesünder, sowie angenehmer?" Die Rednerin zeigte die außerordentlich vielseitige Verwendbarkeit der Elektrizität im Haushalt. Don ganz besonderer Bedeutung sei dabei die Ausnutzung der Elektrizität für die Küche. Die von der Rednerin vorgeführte Prolos-Bad- und Bratröhre, die auch zum Kochen verwendet werden könne, ermögliche der Hausfrau die Zubereitung von Speisen und Badwaren ohne besonderen Zeit- und Slromauswand. Der Apparat besitze e.ne Doppelwand, welche aiS Würmespeicher die Fertiggärung der Speisen ohne Strom ermögliche. ganz abgesehen davon, daß diese Art der Zubereitung eine besondere Erhaltung der Nährstoffe gewährleiste. Besonders angenehm sei auch die Möglichkeit, den Strom mittels einer Uhr fe.bfttätig beliebig ein- und auSschalten zu können, so daß die Hausfrau, selbst nach stundenlanger Abwesenheit, bei ihrer Rückkehr die fertigen Speisen vorfinde. Dach den Berechnungen der Rednerin betragen die Kosten für die Zubereitung eines Mittagessens für 4 Personen nach dem hiesigen Doppeltarif 9 bis 10 Pf. Eine wesentliche Unterstützung der Hausfrau biete auch die vorgeführte Glüh-Kochplatte, die in geschlossener und offener Form die Zubereitung von Cinzelspeisen ermögliche. Ein Heißwasserbereitungstopf finde nicht nur in der Küche, sondern auch in allen anderen Räumen der Wohnung vorteilhafte Verwendung. 3m Anschluß an die Vorführung der Koch- und Bratgeräte zeigte die Rednerin einen Küchenmotor, an den Haushaltungsmaschinen aller Art angeschlossen werden können. Sie erläuterte weiter die Verwendung von Testrahlungsöfen, elektrischen Platten und Fußkissen in Haushalt und Geschäft, um sich dann mit der vielseitigen Verwendung sonstiger elektrischer Geräte im Haushalt zu beschästigen. Auch auf dem Gebiete der Gesundheitspflege biete die Elektrizität durch Verwendung von Heizkissen. Heißluftduschen usw. große Vorteile. Interessant waren weiter die Ausführungen der Rednerin übet die Verwendung der Elektrizität in der Waschküche. Hier bestehe die Möglichkeit, sowohl durch Benutzung eines Waschapparates mit motorischer Kraft, wie auch durch die Der- Wendung eines Waschautomats (Wärmespeicher- gerät) die selbsttätige Reinigung und Fertigstellung der Wäsche innerhalb kurzer Zeit und mit wenig Stromverbrauch durchzuführen. Den Schluß des Vortrags bildete die Erläuterung der vielseitigen Verwendungsmöglichkeit von elektrischen Reinigungsgeräten (Staubsaugern. Bohnern usw.). Rach dem Vortrag wurden noch drei interessante Filme über die praktische Verwendbarkeit der Elektrizität in Küche und Haushalt gezeigt. Zum Schlüsse fand eine Gratis- Verlosung von elektrischen Geräten statt. Große Strafkammer Gießen. • Gießen. 19. Febr. Sin Handwerker auS Oberhessen soll ein geisteskrankes langes Mädchen durch unzüchtige Berührungen tätlich beleidigt haben. Die Staatsanwallschaft hatte den Fall zuerst unter dem Gesichtspunkt des Sittlichkeits- Verbrechens im Sinne des § 176 Ziffer 2 StGB, behandelt, ihn bann aber mangels ausreichenden Beweises an den zuständigen Amtsanwalt zur Verfolgung wegen Beleidigung abgegeben. In I erster Instanz wurde der Angeklagte deshalb zu 6 Monaten Gefängnis verur'eilt. A-rf seine (Berufung hin beschäftigte sich die große Di dai tue twe Lahres Elidlvc 2ie oft tragen. Äaaji o t icte unv 2:b:n:jc' yerslnr L r. >1 »***! rf. & na Kfelbi^ & 2b ' t ? LbttS Oberheffen. Landkreis Gieren. ich in dec bieflgea uno der angrenzenden Gießener Oemariung cine Schafherde. die trotz der starken Kälte bei Tag und Rächt im Freien ihren Aufenthalt hcu. Die Tiere finden bei dem festgefrorenen Schnce nicht die nötige Rührung und le.den groben Hunger. Besonders bedauernswert sind die zahlreich zur Well kommenden jungen Lämmer, die zum Teil direkt erfrieren müssen, wenn mai auch feststellen kann, daß der Hirte die iungern Tiere unter seinem Man.el notdürftig zu schütze« sucht. Hier wäre behördliches Eingreifen zum Schutze der Tiere erforderlich. O Lollar. 21. Febr. Die Bürgermeistern hatte für Dienstagabend in die Gastwirtschaft, von Heinrich Schaded VII. zu einer Besprechung über die Förderung des Ob st - und Gartenbaues eingeladen. Etwa 25 Interessenten waren zu der unter Leitung von Bürgermeister Schmidt stehenden Sitzung erschienen. Allseitig erkannte man die Rotwenvigkeit entsprechender Maßnahmen an. die am besten durch Zusammenschluß aller Obstbautreibenden. Garteninhabrr und Blumenfreunde erreicht werden könnten. 6s wurde daher einstimmig beschlossen, einen Obsl- unb Gartenbauverein Lollar i S Leben zu rufen. Ein aus vier Herren bestehende» Ausschuß wurde für die ersten vorbereitenden Maßnahmen bestimmt. Die Gemeinde als solche wird sich, nach den Mitteilungen deS Aücge'.- mcisters, dem Verein anschließen, damit der Ge- meindeobstbaumbestand den erforderlichen Verbesserungen unterzogen werden kann. t TreiS a. L d a., 21. Febr. Ein unabseh' barer Leichenzug bewegte sich heute nachmittag durch unser Dorf. Galt eS doch, unserem leider allzu früh mitten aus seiner reichen Arbeit a> berufenen, allbeliebten Bürgermeister Will tl! letzte Ehre zu erweisen. Rach der tröstenden Grabrede des Geistlichen wurden unter anerkennenden Worten für die Verdienste deS Heimgegangenen eine große Anzahl von Kränze i niedergelegt von Vertretern der Gemeinde. M Kreises, des Amtsgerichts, des Ortsgerichts. drei Bürgermeistern, des Krieger-, Gesang-, Tum- und KirchengesangvereinS, den Demeindcbeomtcn, der Landwirtschaftskammer, des Landbundes. t< I ehemaligen Landsturm-Bataillons Gießen u. ffl Der Gesangverein Liederkranz und der Kirchen.- gefangoerein sangen Grablieder, der Kriegen verein schoß ihm als aktiven Krieger die Ehrensalve. I Langd. 21. Febr. Der Gesangverein „Eintracht" hielt dieser Tage sein dieöjÄ" riges Winteroergnügen ab. das sich eines rc<Ü-' guten Besuches erfreute. Der Vorsitzende KL Vereins begrüßte in einer Ansprache die S'." schienenen und wieS dann aus die Ziele ur" Ausgaben der Gesangvereine hin. Im Mitte- punkte des Abends standen zwei mehralt>!« Theaterstüde, das eine ernsteren, das andere frieren Inhalts, die beide von den 0rädern n bester Weise dargestellt wurden. Auch die rrr dem Verein unter Leitung von SchneidermeW A Appel vorgetragenen Ehöre sanden le>' hasten Dettall. Besonders begeisterte Aufnahn^r sanden die DollSliedcr. Tanz bildete den D- schluh deS Abends. Kreis Friedberg. CO Butzbach, 21. Febr. Bei der im hiesig Stautmaiu Uadge9au.cn Brennholzv ei' fteigerung wurden solgende Preise er)ic* Buchenscheithoiz 17 biS 18 Mk.. Duchenknüpt« 15 Mt. ie Rm., Duchenwellen 20 bis 24 Mk. V 100 Stück, Eichenscheitholz 12 bis 13 Mk. je Dra. Eichenwellen 10 bis 12 Mk. je 100 Stück, Kieses knüppel 12 bis 13 Mk. je Rm., KiefernwcM' 6 bis 8 Mk., gemischte Wellen 14 bis 16 Ti. je 100 Stück. z Kirch - G 0 ns. 21. Febr. Auch in unfern’ Orte mußte auf behördliche Anordnung Schule geschlossen werden, und zwar J* nächst auf drei Tage. Fast 50 Prozent der Sch"' linder sind erkrankt. Kreis Büdingen. 11 Büdingen, 21. Febr. 3m hiesigen O rtä* gewerbeverein hielt der Di llo.n.)and^- lehrer Müller auS Gießen Im Auftra^^ Sewerlebesörderungsstelle Gie'e.r ei nm VorttÄ über daö Thema .Dom Handwerk zum Tru^ An Hand oon inleressan:en Lichtbildern fH-' er die Entwideluni der bekannien drntfchen Ker' zerne. wie I.-G.-Faroen-Industrie und S.inr^ in aufschlußreicher Weise dar. Am Schluffe fetf* Vortrages machte er die Zuhörer mit dec > deutung dcr Gewer^eförderungsstdle bdannt-' Die Düdinger P e t r i m a r k t - L 011 e ritt wurde infolge der ungünstigen Wetterlage o den 20.März Bertejt. . ... Ridda, 21. Febr. Zum l.März totrb * seither.ge P 0 sthilf sste lle In Ratnrov " Strafkammer in mehrstündiger Verhandlung mii - dem Fall. Rach umiangrcitper Bewe.saufnahru p-431] gelangte das Berufungsgericht zur Verweriung । der Berufung. Auch dieses nahm nur tätliche De- e: an d : :tn 3rDJ «r E W guttttpl"1 jet (je"ar leidigung und nicht ein Silllichkeitsverbrechei als erwiesen an, letztere- schon deshalb nicht weil nicht nachzuweisen war, daß der Täter gewußt hat, die Verletzte sei .geisteskrank" ic Sinne des Gesetzes. Ein Kraftwagenführer wurde beschuldigt, h einem Zivilprozeß unter Eid eine Tatsache vev schwiegen zu haben, und zwar aus Fahrlässigkeit Das Urteil des Schöffengericht; lautete aus ötci Monate Gefängnis wegen fahrlässigen FalscheiLs Gegen dieses Urteil legte der Angeklagte Bc. rusung ein mit dem Antrag auf Freisprechung. In der Berufungsinstanz gestaltete sich die weisaufnahme zugunsten des Beschuldigten, ttt Staatsanwalt halte Bedenken gegen die Aus. rechterhaltung des erstinftanzlichrn Urtcild. 3;r schloß sich der Verteidiger an. Rach länget« Beratung verkündete das Gericht fein Urteil wonach der Angeklagte freizusprechen fei und die Staatskasse die gesamten Kosten zu tragen habe. flEUERBURö SOLIDE BAVEN!] ment gebaut,wird es noch in Ehren bestehen wenn der Erbauer längst vergangen ist— • O » H • G ’ MS Das Fundament muss sicher sein,denn ist noch nicht gcHärt worden. Der Schaden ist durch Versicherung gebedt So dachte der ehrbare Kaufmann? OVERSTOLZ über das Bauen undso dachte er auch, über sein Geschäft-Er erwarb sich durch gute "Ware das Vertrauen seiner Kundschaft und schuf seinem Geschäft ein solides Fundament War die Kundschaft auch-zunächst klein, das Vertrauen breitete sich aus, und immer .neue Kunden kamen hinzu So fiigte er langsam einen Stein auf den anderen und liess sich nicht beirren,wenn man ihm riet, schneller zu bauen und sich in gewagte Geschäfte einzulassen-Er hatte denAuf- und Abstieg mancher Unternehmen gesehen und war dafür, solide zu bauen’ Das Fundament des HAUSES NEUERBURG sind seine vier altbewährten Marken,an diesem Fundament wurde zehn und zwanzig Jahre gebaut- Der Raucher möge einmal darüber nachdenken,weshalb wir nicht die Mode mitmachen, jedes Jahr etwas Neues zu bringen, vielmehr unsere ganze Arbeit darauf richten, die ulten, Marken immer noch zu verbessern Es ist irro Grunde nichts anderes als unser Bemühen, dem Vorbild des ehrbaren Kaufmanns OVERSTOLZ zu folgen: sen im Leäen dieses bedeutrnden Staatsmannes und Diplomaten l^e.chnen große Geschichte. Drin gebüh.enden Dank der Station für solchen Dienst an Reich und Volk suchen die „Europäischen druck zu verleihen. baS ganz dem Gedächtnis deS Grälen Brockdorff-Rantzau gewidmet ist. sollten keinen anderen Bohnenkaffee trinken als den unschädlichen Kaffee Hag. Es ist wissenschaftlich festgestellt, daß nach Genuß gewöhnlichen Kaffees Coffein in die Muttermilch übergeht. Kaffee Hag ist nicht nur coffeinfrei, sondern bietet auch den gleichen Genuß wie anderer Bohnenkaffee feinster Qualität. Viele Ärzte sagen: Er ist ein Segen für die Menschheit. Ihn naumtnn’6 Selle neunte» Ktt neu Wäscherin. Nasche, niündlicheRelmmum. Schnee- rocifie Wä«cl,e. Kein rorzetnaeS Ver sd letnen. WnS -eueoderD-a chmiiielGntes nure enleinenkönnen, schosst Ihnen verbürgt 'Jtaunmnn’6 rocibe Uerniei'e .Er raketne Quält äi". l 0/V UNSERE 4 MARKEN Overstolz 5Pi£ seit 1918 RzivenkUui 6 Pfg Löwertbrück 8Pfg seit 1908 Güldenring lOPfg AUF DEM MARKTE «Wfau teil (Sicken, ,em Angebot Mm betrug^» .bie « 3af)re <Ä •r vp«ier,Mst^ EN. 21.5tbr. 6rff jgigtfl 2 (ln *9^ un0 1 ner ®emartung (ht Schc «t starken Ritt btl T- i«ien ihm Laseiuhall L dem sekzescvrenrn Stz-, Rafjiung unö fc.bcn gch bediuemsirert sind bi: ji mcnbai jungen 2ätnci ecsneren müllen, tom t, t das) der Hirte die im Marne! notdürfdg zu ft? ehördllcheS Eingi, e der Tiere et|o:lkt §ebr. Die Dürgermcii abend in die Tastwiil d VII. zu einer Älpicr ngdes Ob|t«unbßi iben. Etwa 25 3nlett|lu t Leitung von Nigers n Liyung erschienen. 201. Ävllveneiglcil entlprechr. e am besten durch W"- aautreibrnden, SarlM <5$ c rrute. SW . fl(fte in in einet J’^ieK W 1,011 • im 3m » :sang^rcine 9 M ldS HrnJ& df eineSvle«> le beide von o gestellt v^ schneiderK 21.3Ull I UW/Xll uve, V u i u u » I Gespräch e" (leJag Dr. Walther Rothschild. f( Berlin-Gru. ewald) in ihrem neuesten Heft Aus- | Büchertisch. — Hermann Stehr: Helene Sink- linger. 66 Seiten 8°. Verlag der Deutschen Dichler-Gedächtnis-Snftung, Hamburg 3Z. Kart. 0.70 Mk.. Leinen 1,53 Mk. (94) - Mit dieem Band beginnt die Stiftung die Herausgabe einer neuen Berlagsreihe .Der junge ~ag“. die eine Auswahl aus dem Schrifttum der Gegenwart in wohlfeilen Bändchen brin en wird. Der Band enthält zwei Erzählungen des jetzt 65jährigen Hermann Stehr, deren eine dem .Heili^enhof entnommen ist. In der Reihe sollen weitere Bände von Walter von Molo. Wilhelm von Scholz. Rud. G. Dinding, Hans Grimm u. a. zum selben Preis erscheinen. — Ganz Deutschland lachtl Lustige Degebenhnten. Auslese aus einem De tbewerb. Bearbeitet und ergänzt von Heinz Schmid- D im sch. Illustriert von Josef Mauder und Ernst Helgen moser. 182 S ilen 8^. 3. Lin- dauersche Uno er irätsbuchharrdlung (Schöpping), München. 1928. (615) — Eine Sammlung mehr oder minder guter, nicht immer origineller Geschichten und Witze: ein anspruchsloser Zertver- treib, wenn man einmal nichts Besseres zu lesen hat. „ — Wenn eine starke Persönlichkeit wie Graf Drockdorfs-Ranhau auS dem Wissen von der Begrenztheit persönlichen Wirkens ausfprach. hab sich die Arbeiter ablosen, aber die Arbeit bleibt, so hat ein solcher Mann nach seinem Hingang Anspruch darauf, daß man dem Sinn seiner rastlosen Arbeit nachdenle. Kopenhagen — Der- kailles — Moskau: die drei entscheidenden Pha- t erreich! werden könnten ! nmig beschlvllen, einen C: ubcreln Lollar I! aus vier Herren Wie?. ür die ersten vorder^' ml. Tic Gemeinde all i i Mitteilungen deS m anschliehen, bamilkv- and den erforderlich» vaen werden kann. Ida-. rl.M Grnmab bewegie sich heute Gail cs doch..J# » aus seiner reiche- W blen Dürgeme-W ® veilen. M k * suchen wurden unlet^ ÄsS tof ^-Poststelle umgewandelt, die drm hiesigen «oslamt unterstellt wird. Damit scheidet Rain- Jt auS dem AmtSlezirk des Postamts Schot- li n aus. so das) auch die Portovergünstigungen bhin (Ortsveelehr) aufgehoben sind. Trotzdem H-ingt die llmste.lung eine wesentliche Brrbesse- u ia der postalischen Berhältn.sse. die schon sert gLiflcr 3eit von der Gerne.nde erstrebt wurde. » Ober-Widdersheim. 21. Febr Man din jetzt die schweren Schäden feststellen. ( der anhaltende strenge Frost an den lftanlagen angerichtet hat. 3n den Baum- Lden nach dem Häuferhof zu sind mehrere ylelbaume im besten tragsähigen Alter von loa 25 Jahren in der ganzen Lange des Stam- .s aufgefroren, so das) das Holz m finger- iHm Rist auseinanderkiafft. Es handelt sich , der Hauptsache um Goldparmänen und andere jselobstbüume mit ausgesprochen welchem Holz. M ein starker Rustbaum ist schwer beschädigt. auch die meisten Weinstöcke, die alS Spa- ei an den Häuserwänden gezogen werden, sind cm Frost zum Opfer gefallen, denn man kann r den Stämmen einen dicken Harzausflus) fest- rlen, der aus gröberen und kleineren Frost« rillen quillt. Die Zahl der B ö g e l, die zu den Mterplähen kommen, geht immer mehr zu- :ück. Biele der körperschwachen Sänger fallen km überaus schädlichen Dorndreher, auch Wür- (<-1 genannt, zum Opfer preuhen. Kreis Wetzlar. ZI Wetzlar, 21. Febr. In der vergangenen Tqcqi verdarb h.ar uer uiure,o.d.tr oeigeotö« rcte unserer Stadt. Avotheker Hiepe. im 70. Lebensjahre. Mit ihm ist eine der markantesten y:rf n ichkeiten unser s öffentlichen Lebens dahin- cccar.gcn, ein Mann, der sich ganz in den Dienst bet Allgemeinheit stellte. Erst zu Anfang dieses wahres konnten w r feil 40jähriges Jubiläum als ktü)tverordneter b:g h:n. rund 35 Jahre hat er Me oft große Bürde eines Beigeordneten getragen. Ein schw res Hertleiden fesselt? ihn seit Wochen bauernd ans Bett, einer hinzugetretenen [ Grippe mit Lungenentzündung konnte der sonst j kräftige Körper nicht standhalten. Mit der Stadt Wetzlar trauert die Kreisverwaltung des Kreises um einen langjährigen Kreisragsabgeordneten und Kreisdeputierten, mit ihr trauert auch die evangelische Kirchengemeinde um ihren iahr- zehntelangen Kirchenmeister. Die Stadtverord- neten-Fraltion der Deutschen BollS artei veJ.crt in dem Verstorbenen ihren ersten Vorsitzenden, die Partei ein wertvolles Mitglied, d.fs.n jahrelange Erfahrung immer gerne gehört wurde. WSN. Wetzlar, 21. Febr. Aus der Strecke Wetzlar — Lollar erfaßte an dem ungeschützten Bahnübergang bei Kinzenbach der Abcnd- Personenzug ein aus Rciskiichcn stammendes Personenauto, sch'euderte es herum und b e - schädigte den Waaen start. Die Insassen tarnen wie durch ein Wunder mit leichteren Verletzungen davon. Kreis Biedenkopf. —6— Rodheim a. d. Bieber. 21. Febr. Der hiesige Kriegerverein veranstallele am Sonntagabend im Bendersche.r Saale bei sehr starkem Besuche ein M i l i t ä r k o n z e r t. Die Gießener Militärkapelle unter Leitung ihres Obermusikmeisters Loeber erfreute mit einem aus-ezeichneten Programm die außerordentlich große Zuhörerschaft. Die vortrefslich.m Darbietungen der Kapelle fanden in gebührender Weise starken Beifall. Dillkrcis. bl. Offenbach. 21. Febr. In der letzten Rächt brach in dem Anwesen der Wirtschaft Weil Feuer au3, daS das gesamte Gebäude nebst Inventar in Schutt und Asche legte. Die hiesige und die auswärtigen Wehren muhten sich daraus beschränken, die Rachbarhäuser vor dem verheerenden Element zu schützen. Sehr erschwert wurden die Rettungsarbeiten durch den Wassermangel, da das Wasser in den Schlauchleitungen fror und wieder ausge- taut werden mußte. Die älrsache des Großseuers darauf steht das Haus Auf solidem Funda- M |W MlUtUl WM MM Mix Ulk UZ2 BÄ® N MMN Die unterzeichneten Bankinstitute fordern hiermit die Lichtspielhaus Vermählte Gießen, den 21. Februar 1929. herzlich ein. 14180. Die Gießener Tarne ree ha ft. Direction der Disconto-Gesellschaft Handels- und Gewerbebank e. G. m. b. H. 1MTD 1597D zu besuchen. Besonderer Bels: Wintersport fcel VoUmeed Gießen 0768 RASSOL 154'JÜ Seltersweg 13, lernrnt 2534. 2-Pfd.Dose Eichenabschnitte 1490 Ficktenderbstangen 1548 Ficytenrcisstangen IV, V, VI u. VII Lieferung frei Haus 1590A Infolge des Brandes in unserem Laden unterstellen wir unser gesamtes Lager einem Ausverkauf! Babywäsche / Kinderwagen 510 136 57 24 23 236 47 94 (N-) (N.) (N.) (N.) (A.) (N.) 1 gr. FL Md. 1.75 4- Karotten, geschnitten . Junge Schnittbohnen Junge Schnittbohnen I . Junge Wachsbrechbohnen.. Gemüse-Erbsen Junge Erbsen Junge Erbsen mit Karotten Spinat I. dick eingekocht .. 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Schmitz II und III. Die vorjährigen günstigen Zahlungsbedingungen lStundung des KausgeldeS bis 11. November 1929) sind auch für die diesjährigen Versteigerungen maßgebend. 1592C Loseeinteilungen nebst Verkaufsbedingungen werden unentgeltlich abgegeben. Gießen, den 20. Februar 1929. Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Rosenberg. ausgeführt v.d. Kapelle d. bekannten Musikmeisters A. Wagner, Düsseldorf. Eintritt mit Programm Mark 1.- -- 58,23 fm - 171,17 „ - 91,68 „ - 71,02 ,, <= 46,10 „ -» 23,84 „ - 137,16 „ - 41,64 „ - 64,36 „ Klaviere AlMNiM werd, fachgemäß u. vretSweri ge- ütnnni u. revar. ®.6öeri:K ©leben. DiomtrJl IclCDliou 24U.L VerkonI o. neuen ii. neUr. Sllao. Buchenabschnitte (A.j (N.) K Phänomen Lieferwagen mit Preßlufikliblung 750 kg. Tragkraft der beite und billtnite Wagen für Bäcker. Borfuhning mit Warenbciördernng unverbindlich durch Benr. E. 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Unter Hinweis auf die Bestimmungen der Reichsverdingungsordnung sollen für den Neubau eine» Pfarrhauses zu Groß« Eichen im öffentlichen Wettbewerb die Weißbinder-, Tapezier- und Anstreicherarbeiten, Glaserarbeiten, Schreinerarbeiten mit Treppenlieserung, Schlosserarbeiten, elektr. Beleuchtungsanlage, Wasser- Zu- und -Ableitung, Ofenlieserung und Pflaster- und ChaussierungSarbeiten vergeben werden. 1593 V Bedingungen und Zeichnungen liegen auf unterfertigtem Amt zur Einsicht offen. Angebotsvordrude werden, solange der Vorrat reicht, unentgeltlich abgegeben. Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Freitag, dem 8. März 1929, von mittag» 11 Uhr bei unserem Amt (Schotten, Niddastraße 3) einzureichen, wo sie in Gegenwart der erschienenen Bewerber geöffnet werden. Zuschlagssrist 3 Wochen. Schotten, den 21. Februar 1929. Hess. Hochbauamt Büdingen. Zweigstelle Schotten. Kessel. Commerz- und Privat-Banh Aktiengesellschaft Filiale Giefeen Zweigstelle Giefeen Mitteldeutsche Kreditbank Filiale Giehen. yolzverfteigerung. Montag, de« 25. Februar, vormittags 9% llhr, werden im Saale des Gastwirts I. Höchst in Kesselbach aus den Freiherrlich von Norded zur Rabenauschen Forstotten Hainstruth, Sidlergcheg, Rinnwege, Kahle- berg, Am Sidlergraben, Kirchgeheeg, Steinberg, Gebrannte Eiche, Mittelburger- seif, Köpfchen, Höringteich, Geifelstruth und Hörnes versteigert: Stammholz, fm: Eiche Kl. I 2,50, Kl. II 8,70; Eschen Kl. I 7,10, Kl. II 2,80 (alles Stammholz ist sehr geeignet für Wagner- Holz); Dcrbftangen: Eiche I. Kl. 5 Stüd; Esche I. Kl. 11 Stüd (Deichseln); Fichte I. Kl. 5 Stüd, II. Kl. 90 Stüd, III. Kl. 105 Stüd; Reisslänge« IV. Kl. 80 Stüd; Nutzfchciter, rm: Erle 5, Fichte 1; Nutz, knüppel: Fichte 5; Nutzrcifig (Schicht- Haufen): Fichte 20; Scheiter: Buche 260, Eiche 12, Kiefer 10, Fichte 60; Knüppel: Buche 340, Eiche 150, Esche 11, Erle 5, Aspe 12, Kiefer 65, Fichte 25; Knüppel, reisig: Fichte 60, Kiefer 24; Reisig: Buche 500, Eiche 350, Esche 45; Stödc: Eiche 19, Kiefer 22, Fichte 6. Es empfiehlt sich, das Holz vorher zu besichtigen, da spätere Beanstandungen nicht berüdsichtigt werden. Tie mit 00 bezeichneten Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Nähere Auskunft erteilen die Herren Förster Wißner in Londorf, Kalberlah und Kornmann in Rüd- dingShausen. 1582D Londorf, den 20. Februar 1929. • Hessische» Forstamt Rabcuau. eebnikum Konstanz; Ingenieurschule (.Maschinenbau und Elektrotechnik. Flugzeugbau und Automobilnau. 2*»V Bekainttuiarhung die Offenlegung der Wählerliste für die Wahl zur Landwirtschaftskammer bett. (§ 3 der Wahlordnung). Die Offenlegung der Wählerliste wttd bis einschließlich SamSlag, dc« 23. Febr. 1929 verlängert, und zwar kann die Einsichtnahme der Wählerliste während der Bureaustunden im Stadthaus, Bergstr. 20, Zimmer 12 erfolgen. 1592C Gießen, den 21. Februar 1929. Der Oberbürgermeister. Dr. Keller. Besitzer von Rnmänistlien Staatsanleihen auf, die Stücke baldmöglichst zwecks Umtausch einzureichen. Auskünfte werden bereitwilligst an den Wertpapier- Schaltern erteilt JMlooDe Mlllfzüllnieranweill Duelfejlmmerrronen OerrenjimmeriOHer üa.imiWnwtnen Slehillmoeo Onhetit billig l Carl Schunck. All e kauimännifchen Lehrlinge uiehens Handelsschüler(innen) und Junggehilfen bis zu 20 Jahren, beteiligen sich am Sonntag, 24. Februar 1929, vormittags 9*/. Uhr, im Physiksaal der Goetheschule, Westanlage (hinter Hotel Schütz) am Berufswettkampf Federhalter und Bleistift sind mitzubringen. Die Teilnahme ist für jeden offen und völlig kostenlos. Keine Prüfung, sondern ein frisch-fröhlicher Wettbewerb unter kaufmännischen Lehrlingen und Lehrmädchen bzw. Jungangestellten. Anmeldungen sofort auf der GDA.-Oeschäfts- stelle, Bahnhofskolonnaden. i583D Protektorat für Hessen: Staatspräsident Dr. Adelung und Oberpräsident für Hessen-Nassau Dr. Schwanden Ehrenausscbuh für Gieben: Oberbürgermeister Dc Keiler, Stadtschulrat Prof. Dr. Alles; Dr. Zeidler, Syndikus der Handelskammer; Münch, Syndikus des Arbeitgeberverbandes; Bues, Vorsitzender des Arbeitsamts; Dipl.-Handelslehrer Dr.Wendel,Dr. Reukauf;A.Wehrheim J. Kunzeimann. 20 Prozent Rabatt! Günstigste Einkaufs-Gelegenheit für Betten / Matratzen / Federn 20,1 rm Eichennutzknüppel (2,20 m lang) 14 St. Eichen- und Eschenderbstangen (Deichseln), Homallasfe Der Schiffenberg im Schnee Benutzen Sie die nächsten Winter- ta«e noch, um bei dem herrlichen Weiter die sehr schöne Mtl- und Rodelbahn am Schitlenbere (N.) 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V. 1830. 2Iü'. zmbcr , Ri.derweisel. Ockers» hauten, Schlitz, Lr is a. d. Lda.. Usingen i. T. Lurngcme'.nde. Weifenbach b. D'.cden'osf. Wetzlar und Wetzlar-Rieder.' irmes. Der Unterrichtsplan wird mit gaueigenen Lehrkräften zur Durchführung gebracht. Dar Gauoberturnwart behandele Ausschnitte aus dem Gebiet der Ordnungsübungen, ferner Freiübungen in grundlegenden Formen und in der Ausgestaltung, die sie für die d esjährigen Gauveranstallun en gesunden haben. Keulenschwingen. Stabübungen. Gemeinübungen am Pferd, Körperschule an den Schweaelanten und Uebungen an der Sprossenwand. Der Gauwart für das Männerturncn. Martin Textor (Mar. urg), leitet die Einführung in Reckübnngen, wie Hang mit Durchschub und Durchschwung. Waage. Stemmübungen mit Aufste nmcn i.i den Stutz. An-, Auf- und Umschwung. Reckspringen, ferner Gruppen aus der Körperschule am Barren und aus->ewählte Hebungen am langgestellten Pferd. wie Grätsche, Hocke, Schere und Kehre als Äiesenfprung. Am gleichen Gerät hat der 1. Ci;v’.rt5turnttxirt Paul Schüler (Wetzlar) Llebungen übeimommen, wie Spreiz?, Kehre, Flame und Wende, am Darren S.ützeln mit S utzhüpfen. Schwingen im Streck- und Knick- ftüh. Ein- und Ans'rung am End? das Barrens, Ccmeinüjun en, Ob.rarmhang, Ki:pe. Schwungstemme. Bolle. S'?rünge aus dem Innen- und Aussenseitstand mit an gefügten Uebungen. Am quer'estelllen Pferd unterrichtet der Kölnee Zwölslampfsieger der D. T., Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, in Wende, Flanke, Kehre, Hocke, Grätsche, Schere, Wo'f» und Liebsprung, Sprci» zrn aus dem Stütz, und Kreisen: am langgestellten Pferd in Fechtersprüngen, Rolle und Ueber» schlag: dazu wird er aus dem Bolrsturnen Len Lauf, Strung und Wurf behandeln. Proben aus Len weiten Gebieten d:r Dewe ungsschule und der Körperschule sind dem Gauwart für das Frauenturnen, Rudolf Paul (G'.e'en), unterstellt. Der abwechsrlungsreich grups ir.t? S.unlen» plan bringt zwischendurch nr h Hebungen an den Schaukelringen und Turnspiele. An Borträgen sind vorgesehen ein solcher von Llnivcrsitäts'aroscssor Dr. Huntemüller und z nei Borträge des Gauoberturnwartes über Einrichtungen der Deutschen Tumerschaft. insbesondere auch über Haftpflicht und Unfall. ..............mm ihm Das große Grauen. Vornan von H. A. von Byern. Urheber-Rcchtsschuy d ress Berlag Oskar Meister. Werdau. 14 Fortsetzung. Nachdruck verboten D Sopherl — natürlich, die war jetzt das um und auf des Diwgenz von Andrem — wenn das w weiter ging, Halle er nächstens überhaupt leinen e.genen Willen mehr! Aber gut war's schon, dass ihm jemand die Schrullen austrieb, und wenn erst durch die jungen Perneggs mehr Berlehr in die Rachbarschaft tarn, würde auch die Ein am leit und Weltabgeschiedenheit nicht mehr fö fühlbar sein. Eine Wegbiegung — vor uns lag Schloss Trro- sa. im vollen Glanz der Morgensonne. Gleich g.itzernLem Gold rann es über , das graue ®> mauer, wie we.sse Watteftöckchen standen winzige, an Len Rändern rosenrot überhauchte Zirruswolken am Firmament. Lind überall verstreut, wie eine weidende Herde um den Hirt-rn, lagen die Emödhöse. einstbchig, über ausgemauertem Grund sa.netbraunes Fachwerk, dessen Sparren und Schindeln silberig glänzten. 3m Morgenwind zerslatterten die über dem Wildachsec lagernde.i Rebelschwaden. gleich einem köstlichen Aguamarin lag der mattblaue Spiegel einge» bet.et in smaragdenem Grün, über ihm aber ragten die Zinnen Und Zinken, zackig ausgerissenen Hörner und schneeoedrck.en G.psrl der Tiroler Hochalpen. Ein dünner, blecherner Klang schwebte herüber, der Vinzenz nahm den Iagdfilz ab und bekreuzte sich, richtig, die Frühmesse ... Die G.ocke war verstummt, mein Freund schrttt toei'cr. ..Weisst d'. A'terle. den Höh' muasst dir aus» stopsen lassen, i schick 'n heunt nach München eini, is doch dei' erster Terosaier, a Erinnerung ha t, gib schon her, i verpack 'n glei .. Der Sand Les Parkwegeö flimmerte wie Silberstaub, ich trat in die Ha.le, prallte fast mit dem alten Lnndbr'esträger zuammen, der durch den nach Len Küchenräumen führenden Windfang trat. «Halen Sie Post für mich?" fragte ich und na nie meinen Ramen. JXaa, Herr, war eh' nur oa Brief für d' gnädig' Frau Baronin, und walt mvaQ er Hers'komm' fein, so ane g'ipass'ge Warkn war d'^auf, den Stempel hab' i nct derkennen können." ^„Go, so. na ein andermal." Langsam ging ich über Den Flur, hm, eigentlich fonnlc ich gleich mal yachsehen, ob sich im Gewehrschrank des Vinzenz passendes Pmtzzeug fand, die Büchse wollte ich doch lieber sofort durchziehen, sonst Turnen, Sport und Spiel. Der Lehrgang wird mit Prüfungen über die Fähigkeit, Riegen als Vorturner zu leiten, abschliessen. Schwimmen im Miitelrheinkreis der O. T. = Interessant ist eine Zusammenstellung, die A G a u l a n d, Mitglied desSchwimmausschusses der D. T., im Schwimmerblatt der D. T. über die Leistungen der Turnerschwimmer seit dem Deutschen Turnfest in München (12/23) bringt. Er betrachtet die Schwimmseste der D. T. in München (1923). Frankfurt a. M. (1925), Düsseldorf (1926), Berlin (1927), Köln (1928). Der interessanle „Slreifzug durch die S eg erlist en von München bis Köln' zu st den Mittelrhein» kreis an vorderster Stelle. Es sind 15 Turner, 7 Turnerinnen und 4 Altersturr.er, die seit München zwei» und mehreremal Sieger auf Meisterschaften im Schwimmen der D. T. waren, außerdem zwei Kreisstafseln und mehrere Tee» einssiaffeln. Wir nennen hier nur de auf geführt en Ramen aus dem Turngau Hessen: Wilh. Schäfer, Tgm. Friedberg: Berlin: 3. Rang Tauchen, Köln: 6. Rang Mehrkampf, Köln: 1. Rang Tauchen: Hans Geismar, Tv. 1843 Giessen: Berlin: 4. Rang Mehrkampf, Köln: 5. Rang Mehrkampf: Tilly Arndt. Tv. 18-43 Giessen: Köln: 1. Ran) Lagenschwimmen. Köln: 2. Ranz Brustschwimmen. Von den erfolg» reichen Bereinsstafseln des Kreises ist zu ne men vom Turngau Hessen: Turnerinnen Tv. 1846 Giessen (Brustschwimmen): Frankfurt a. M.: 2. Rang, Köln: 2. Rang. 5. Bezirk im Turngau Hessen. (O. T.) Der Vorstand des 5. Bezirks im Turngau Hessen hielt unter dem Vor ätz von Studienrat Thierolf gestern abend in Friedberg eine dringende Sitzung ab, um zu den diesjährigen Bezirk' Veranstaltungen Stellang zu nehmen. Auf Wunsch mehrerer Dezirksvereir.e, die bei der strengen Kälte den Turnbetrieb nicht ausrecht erhalten und sich deshalb für den Wettkampf nicht vorbcrciten konnten, wurde i)a3 Wintergeräteturnen in Butzbach vom 3. März auf den 2 1. April verlegt. Als Termin für daS volkstümliche Bezirkst u. rufest wurde der 9. Juni bestimmt. Kußbatl-Lokalireffen. ö. Spielvereinigung 1 9 0 0 und Ver- ein für Bewegungsspiele Giessen stehen am kommenden Sonntag auf dem 1900- Svortplah an der Liebigshöhe im Meister» schaftsrücksviel gege.iü e:. Der Degegrmng der Ligamannschast voraus geht das Spiel der Ligareservcmannscha'ten. Der Plahverein 1900 verfügt über eine Anzahl sehr gut veranlagter Spieler. Die erste Els spielt ein recht gutes Spiel, auch in technischer Beziehung wenn die Mannschast komplett zur Stelle ist. Den jungen Leuten mangelt es aber noch an Wcttspielersahrung und Durchschlagskraft. Aller Vora'.rssicht nach dürste der vierte Platz, den die Mannschast zur Zeit innehat, gehalten, wenn nicht sogar noch verbessert werden. Damit wäre die Zugehörigkeit zur nächstjährigen ersten De- zirkSklasse erkämpst. Die erste Mannschaft des D. f. B. ist in diesem Jahre in ihren Leistungen und Erfolgen im Gau Giessen-Wehlar unerreicht. Allerdings verfügt diese Elf über durchweg ältere Spieler mit grösse- sehle das scharfe Rlteopulver womöglich Rost an. Leise öffnete ich die Tür. „Ah! Schön guten Morgen, gnädige Frau! Auch schon auf?“ Die junge Frau kauerte aus einem Hocker vor dem Kam.nfeuer und stocherte mit einer langen Feuerzange zwischen den gleiten» den Duchscheiten herum, nun schreckte sie empor ... „Guten Morgen, ich ... ich ... verzeihen Sie nur ... und ... haben Sie denn Weidmanns» hell gehabt?" „Jawohl, einen starken Hahn, den alten Herrn vom „Langen Grund", Vinzenz meint, ich solle ihn präparieren la.sen, er will ihn gleich eigenhändig verpacken." „So . . ." Frau Sophy schien gar nicht zuzuhören, ihre Blicke waren starr, wie erloschen auf das Kaminseuer gerichtet, zwischen dessen züngelnden. gelbroten Flammen sich grauschwarze Ascheteilchen krümmten. „Fühlen Sie sich nicht frisch, gnädige Frau?" Mit einer müden Handbewegung strich sie sich über die Stirn. Es ist nichts weiter, nur ein bisserl Migräne . . ." „Ohl Das tut mir leid, dann will ich ja. nicht stören, Migräne ist scheußlich, ich wollte bloss meine Düchse reinigen.“ „Lessas, Sopherl. bist auch schon munter?" Hinter mir polterte der Vinzenz von Andrian ins Zimmer. „3a, aber Schätzer!, wia schaugst denn aus?! Ganz blass, und Kringel unter die Guckerl, geh', leg' di nur wieder hin!" „Rein, nein, so schlimm ist es nit, nur a Wenger! Kopfweh." „Du arm 8 Hascher!! Weisst d', trink a Tass' ganz stark'n Mokka, dös hilst, und nacha geb' i dir a paar Pyramidontabletten, san ganz unschädlich." Auf dem Tisch lagen zwei Zeitungen, der „Deutsche Jäger" und das „Bregenzer Tagblatt". Mein Freund trat heran. „Weiter nix?" „Rein, gar nichts, es war die einzige Post..." älnwi'llürlich zuckte ich zusammen. „Aber . . Doch, da nickte mir Frau Sophy zu. ging rasch auf den Flur. Ein paar Augenblicke stand ich sprachlos, während der Vinzenz im „Deutschen Jäger" blätterte. Was . . . was war das eben gewesen?! Hatte denn die junge Frau den Dries nicht erhalten oder ... ooer . . . und plötzlich fand ich den Zusammenhang . . . natürlich, verbrannt hatte sie den Dries, i.n Kamin, und mein Freund sollte es nicht wissen . . . deshalb die Lüge! Ganz wirr war mir im Kops, als ich mechanisch an den Gewehrschrank herantrat, den Kipplausverschluß der Büchse öffnete. Eine Lüge . . . und weshalb?! Sie häite ja schweigen können . . . Hing vielleicht die angebllche Migräne mit rem Stehvermögen. Rur die Spitzenvereine. Wetzlarer Sportverein und Gießen 1900 (neuerdings auch Wehlar-Riedergirmes), konnten den Leuten vom Waldsportplay gefährlich werden: Riedergirmes nahm V. f. D. sogar den einzigen Derlustpunlt, ein Zeichen, daß auch die grün» weiße Elf nicht ganz frei von Schwächen ist. Immerhin verstand diese es. durch ausgezeichnetes Kombinationsspiel, gegen die Mehrheit der Verbandsspielgegner zum Teil Bomlensi ge herauszuholen. was auf Durchschlagskraft und Schuhsicherheit der Stürmerreihe schliessen läßt. D. f. B. ist schon jetzt, obwohl noch drei Spiele auszutragen sind, aus Grund seines grossen Punltvor» svrunges Gruppenmeister im Gau Giehen- Wetzlar. Die Spielleitung hat man Herrn Busch» Butzbach (Sp.B. Riederweifel) übertragen. 1900 wird sich sehr anstrengen müssen, um die zwei Punkte zu erringen, die es nötig hat zur Festigung seiner Labellenstellung. Jedoch muss man die Grünweissen als Favoriten betrachten an-efichts ihrer seitherigen besseren Leistungen. Auch das Spiel der Reserven entbehrt nicht der Wichtigkeit. Wird doch der Sieger aus diesem Spiel die zweite Stelle in der Spielwertungstabelle ziemlich sicher erhalten. Die beidersei'iien Anstrengungen werden daher auch hier zu einem interessanten Spie! führen, bei dem der Sieger richt vorauszusagen ist. Als Spielleiter fungiert Herr Beinecke (B. f. B. Asslar). Spiclvercinigung 1900 Gießen. ö. Das am vorigen Sonntag ausgefallene Spiel 1900 III. — Cid) II. findet nunmehr am kommenden Sonntag statt, wobei man dem Platzverein die grösseren Siegeschancen gibt. Kußball in Heuchelheim. Nächsten Sonntag haben die Heuchelheimer den F. C. iliieder-Weisel zu Gast. Dao Dorspiel gewann Heuchelheim 3:1. Nieder-Weisel hat sich in der letzten Zeit stark verbessert, die Mannschaft darf nicht unterschätzt werden. Bei komplettem Antreten sollten die Heuchelheimer aber doch sicherer Sieger werden. ArSeiter-Turn- und Gportbund. Dezirkö-Kußballtag. Am vorigen Sonn.ag trafen sich in Gießen die De.eg.e^ten der Fu,)ballvereine und »aLtailun- gen zum diesjährigen ordenllichen Bezirks- F u h b a l l t a g. Der Geschäftsbericht zeigte auch vom be-f."o,fe.;e.r Jahre eine Vocwärtscr.tn>icklung brr Bewegung. Die slnsailstatistik wirs eine erfreuliche Be.serung aus. Als Bezirk-meister wurden ermittelt: in der ersten Klass'e Wicseck, in der zweiten Klasse Grossen-Linden, in der Jugendklasse Giessen. Auch der Kassenbericht zeigte einen günstigen Stand drr Ka.fenverhältniste. Die Berichte des Technikers und des Schieds» richterobmanncs liessen manchen Wunsch offen. In einer gründlichen Aussprache wurde die Arbeit der TestrkSleitung anerkannt und mancher p a .i chr Wink für die Zukun.t der Te^irlsieitung mit auf den Wcg gegeben. Der Vortrag des technischen Leiters des 9. Kreises über Fragen der Spielkultur wurde mit lebhaftem Interesse ausgenommen und sand ungeteilten Beifall. Ein Antrag Gießens, die Bezirksleitung zentral nach Gießen zu legen, wurde abgelehnt. Jedoch soll eine regelmässige Sprechstunde der Dezirksleitung in Giessen sta.tfinden. dem Inhalt des Schreibens zusammen? „So a g'spaßige Mark n war d'raus," hatte der Postbote gesagt, also wohl ein Brief aus Ungarn — vom Franz Josef Ritter von Molnar oder einer Freundin? Rein! Dann hätte gewiß kein Grund Vorgelegen, um die Unwahrheit zu sagen! Und plötzlich, ohne dass ich hätte sagen kbnnen warum, fiel mir das Gespräch ein, welches ich damals in der Rächt nach dem Polterabend in Keresz-Erdö belauscht hatte. Lag da vielleicht des Rätsets Lösung? Sollte Frau Sopherl am Ende doch nicht das schneeweiße Unschuldslamperl fein? Und hatte sie, noch ehe der Vinzenz kam. eine Amourschast gehabt, einen Roman, ganz harmlos natürlich, aber in den Augen eines Eheherrn, der eifersüchtig wie ein Grasstücke war, doch ein Kapitalverbrechen? Mög ich war das schon, die Ungarinnen sind heißblütig, Gelegenheit findet sich überall — lieber einen Sack voller Flöh hüten als ein Maderl, Wenns einmal verliebte Muck'n im Kopf hat! „Ro, is d' Bix no net bald fauoer?“ Mein Freund sah lächelnd zu mir herüber, und ich stellte den Wischstock wieder in den Schrank, sah durch die spicgelnden Läuse und gab noch einen Tropfen Oel auss Schloss. „Schon erledigt!" Dann trat ich an den Kamin und hockte mich auf den Schemel, als wollte ich mir die Hände wärmen. Die grauschwargen Aschc- teilchen waren längst zerstoben, aber da ... da lag auf dem eisernen Vorsatz noch ein winziges, Weisses Papierschnitzel. rasch hob ich eS auf, drehte es herum — ein Teil des Umschlags mit einer halb durchgerissenen ungarischen Marke „Magyar" — der Stempel fehlte — schadet Meine Vermutung schien also zu stimmen Rein, ein Treubruch war wohl das letzte, was ich Frau Sophy zutraute! Was aber früher gewesen war — ja, darüber konnte man verschieden denken. Ich habe es niemals so recht verstehen können, weshalb der Mann allein ein Recht dar- auf haben soll, sich auszuleben, schrankenlos zu genießen, ohne dass jemand ihm daraus einen Vorwurf macht. Und schließlech. der Vinzenz hatte ja auch seine Erfassrungen gesammelt, et konnte sich, ehe er das entscheidende Wort sprach, genau erkundigen, musste wissen, dass ein junges, bildhübsches Mädel schwerlich ausgerechnet auf ihn gewartet hatte. Aber darum handelte es sich ja jetzt auch nicht. In ein kritisches Stadium trat der Fall erst bann, wenn sich alte Beziehurgen nach der Hochzeit weiterspannen oder neu t'.üpf- tcn. Dafür hatte ich nicht den Schallen eines Beweises. Sollte ich vielleicht mit der jungen Frau sprechen? Ich kannte sie kaum, setzte mich mit meinem Verdacht einer scharfen Zurückweisung oder noch Schlimmerem aus. Den ungebetenen Warner zu spielen, lst immer ein: mißliche Sache. Außerdem . . . Frau Sophy sah mir gar nicht danach aus, als bedürfe sie eines Die DorstandSwahl ergab die Wiederwahl der seitherigcn Leitung, mit Ausnahme der Beisitzer, für welche Strack, Giessen, Stein- müllet, Kinzenbach, und H a n k e l, Gtoßen- Linden, gewählt wurden. Der Beginn der diesjährigen Serie wurde auf den 7. April festgelegt. Rach fünfstündiger Beratung fand die Tagung ihr Ende. Bezirks-Turnstun-e. Zur ersten Bezirksturnstunde kamen am Sonntagoormiltag die (Übungsleiter der Bereine in Wieseck zuiammen. Die Hebungen zum dies- jähr.gen Bezirksturnfest wurden an den einzelnen Geraten durchgeturnl und für gut befunden. Längere Zeit nahm die Einübung der Freiübungen zum Bundes- und Bezirksturnfcst, die nach Musik geübt und erläutert wurden, in Anspruch. Hier zeigte es sich, daß gerade diese im einfachen Aufbau gehaltenen Hebungen eine ungeahnte Wirkung auf den Körper besitzen. Am Nachmittag übten die Leiter der Frauenabteilungen ihre Geräte- und Freiübungen Auch hier konnte man die in feiner Rhythmik gehaltenen Freiübungen in ihrer Wirkung auf den Körper bewundern. Den Abschluß bildeten einige Volkstänze. Bezirls-Turniag. Am nächsten Samstagnachmittag kommen in Heuchelheim die Delegierten der Turnvereine zum oröentlidjen Bezirksturntag zusammen. Hier sollen die Belange der Turnsparte in ausgiebiger Weise zur Erörterung kommen Ganz besonders wird das kommende Bundesfest im Vordergrund der Tagung stehen. Am kommenden Sonntag werden die Delegierten aller Dezirksvereine zum ordentlichen Bezirkstaa ebenfalls in Heuchelheim zusammentreten. Nach Entgegennahme der Jahresberichte wird ein Vortrag des Kreisjugendleiters über „Treiben wir Jugendpflege" im Vordergründe der Tagung stehen. Unter „Anträge" werden die Wünsche der Bezirksvereine ihre Erledigung finden. Die Punkte „Wahlen" und „Allgemeines" werden den Schluß der Tagung bringen. Reim Weltrekord Arne Jorgs. Der schwedische Weltrekordschwimmer Arne Borg, der noch immer in Australien Weill, konnte in Brisbane in dem 50 Meter langen Stadtbad einen neuen Weltrekord über 1000 Bords mit 11:55,4 Min. aufstellen. Borg unterbot damit die von ihm am 3. September 1924 aufgestellte Welthöchstleistung um nicht weniger als 21,4 Sek. Daten für Samstag, 23 Februar. Sonnenaufgang 6,59 Uhr. Sonnenuntergang 17,29 Uhr. — Mondaufgang 16.57 Uhr, Mond- untergang 7.27 Uhr (Vollmond). 1685: der Komponist Georg Friedrich Händel in Halle geboren (gestorben 1759); — 1834: der Reisende Gustav Rachtigal in Eichstedt geboren (gestorben 1835); — 1353: der Mathematiker und Astronom Karl Friedrich Gauss in Göttingen gestorben (geboren 1777); — 1853: der Maler Franz v. Stuck in Tettenweis geboren. Sprechstunden der stledaktion 12 bi» 1 Uhr mittags, 5 bl« 7 Uhr nachmittags Samstag nachmittag geschlossen Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle \u eichten. ^TvrgTTgrain .............. Ratgebers, wenn es darauf ankam, sich Menschen oder Dinge fernzuhalten, mit denen sie nicht in Berührung kommen wollte. Schweigen, daS war das einzige, was ich tun konnte . . . Der Dries konnte ja auch einen ganz unverfänglichen Inhalt gehabt haben, eine Rechnung etwa, die den Etat überschritt und zu gelegnerer Stunde gebeichtet wurde, die Mittellung einer Freundin — irgendein ärgerliches qui pro quo, womit der Vinzenz nicht erst belästigt werden sollte. Je länger ich nachdachte, desto wahrscheinlicher erschienen mir diese Annahmen — natürlich, so würde es fein, ich hatte nur wieder einmal Gespenster gesehen... „Wie is. Alterle. hast d' foan Hunger nct?" Mein Freund stand auf und hakte mich unter. „Stell' nur dei Bix derweil in mein’ Gewehrschrank. komm', jatzt woll'n ma amal schaug'n. wo d' Sopherl eigentlich steckt." Die Gnädige hantierte drüben am Kaffeetisch. „Is mir schon wieder viel besser z' Mut', aber erzählen S’ einmal. Iessas, und i hab' Ihnen noch gar n’.t Weidmannsheil g'wunschen!" War das wirklich dieselbe Frau Sophy von vorhin? Dli^schnell schoss mir der Gedanke durch den Kopf: entweder besitzt sie ein ungewöhnliches Maß von Willenskraft, oder sie ist eine treffliche Schauspielerin. Aber nein — so konnte sich kein Mensch verstellen, und im stillen bat ich ihr den hässlichen Verdacht ab. Der Vinzenz wollte nach der Kafsetasse greisen. »Seift Seift ganz schwoaßige Dratz'n hab' i. muaß ml dengerst a bissel waschen, fangt nux derweil immer an.“ Er stand auf und ging aus dem Zimmer. Die junge Frau legte mir ein mit Butter und Wabenhonig bestrichenes Kaiserbrötchen vor. „Bitt' schon, arg hungrig werden S' sein." Und nach einer feinen Pause: ..Wiss'n S' eigentlich, dass mir mein Onkel Kis-Erdö als Hochzeit-, g'schenk hat überschreiben lassen?" „Ja. der Poldl Pürkstein hat mir's damals erzählt . . ." „So. na schauen Sie. da is nämlich a z'wid're G'fchicht' passiert, große Unterschlagungen, der Administrator schrieb mir. I will gl.ich Len Onkel Franz bitten, dass er nach dem Rechten schaut, man hat eben allweil sein G'srett mit den Beamten. wenn man nct selbst auf lassen kann." „Oh. daS tut mir ab:r lei), gnädige Frau, was meint denn der Vi.-.zenz dazu?" „Dem sag' i gar nix. Sie willen ja. er nimmt alles so schwer, mit solchen Sachen sek.ier' ich ihn nit erst — pst!" Frau So'cherl legte den Finger an Lie Lippen: „Reh nen S' keinen Rahm? Aber Zucker, gell?" Mein Freund trat ein: „Du. Alterle, d r Post'bot hat den Höh' gleich mitg'nomm n. — Schätzer!, geh. streich mir an Wechn, schmeckt halt no amal so guatl“ Und er tätschelte ihre kleine, weihe Hand. (Fortsetzung folgt.) Wirtschaft. • Zur Begebung von Reichsschahanweisungen. Das Reich hat durch die Reichsbank an der Dorfe lo nbardfätzi,e Reichs- schatzanweisun^en verkauft, die z. T. am 3). September d. 0., z. S. am 31. Januar 1930 fällig werden. Ter Zinsfuß beträgt 7.5 Prozmt. In Frage kommt ein Betrag von etwa 155 Millionen Mk. Ls handelt sich um eine Transaktion, die erforderlich wurde, um das Reich in die Lage zu verfehcn, die durch die Lage am Arbeitsmarkt ver chärs.en Tll.imofchwierigie en zu ü'e.ao.nden. Der CSei der Reichsfchah anweisungen. d. h. einer kurzfristi-en Anleihe, muhte gewählt werden, da der durch das Reichsbankgefetz auf 430 Millionen Mark limitierte Betrag der rediskontfähigen Schabwech'el bereits ausgeschö^st ist. * Die Zeichnung auf die Rumänen- Anleihe geschlossen. Die Zeichnungen auf die 7prozentige Goldanleihe des Königlich-Rumänischen Monopolinslitutes von 1929 wurde gestern geschlossen. Entsprechend der starken Nachfrage für diese Emission auf den übrigen kontinentalen Zeich- nunacplätzen ist die Zeichnung auch in Deutschland durchaus zufriedenstellend verlaufen. Die Zeichnungen auf Sperrstücke konnten voll zugeteilt werden, während dies bei Zeichnungen auf freie Stücke nur für die kleineren Beträge möglich war. Deutsche Lokomotiven für Sudas ri t a. Tie südafrikanische Eisenbahn hat eben Kontrakt für Lieferung von Lokomo'iaen im ©c- la '.twcrt von 270 C00 Pfund Sterling an drei Firmen vergeben, und zwar für 87 030 Pfund an die Firma Henschel & Sohn in Kafsel, für £9 000 an die British Loeomotive Company in Glasgow und für 82 000 Pfund an die Baldwin Locomotive Works in Philadelphia. frankfurter Börse. Eigene Drahtmeldung des ..Gießener Anzeigers". Frankfurt a. M.. 22. Fcbr. Tendenz lustlos. — Die Börse eröffnete in l u st l o s e r Haltung. da Anregungen irgendwelcher Art nicht vor agen. Die älrnsütze bewegten sich in dem kleinsten Rahmen. Der bevorstehende UI» timo ve.an.ah.e die Spekulation zu größerer Zu- rücklfa.iung, da sie testete ist. vor dem Ultimo, obwohl keine Schwierigkeiten erwartet werden, keine gröhe.en Engagements e'.n'u^e'en. Auch das Publikum und das Ausland hielten sich nach wie vor von dem Geschäft fast vollkommen fern, so daß auch von dieser Seite keine Anregung ausging. Der feste Berlauf ter gestrigen Reu- Yorker Börse und der immer noch verhältnis- mäßig feste Geldmarkt boten ter Börse eine gewisse Stühe, und bei dem geringen Geschäfls- um ang gingen de Verluste dahergegenüber der ge.trigen Abendbörse nur feiten über 1 ?ro- zeit hinaus. Cs kam wenig Material an den Markt, so daß auch schon aus diesem Grunde gwße.e Kurseinbrüche verhindert wurden. Rur für Svensla mit plus 4 Marc bestand regeres Jnterefse, auf feste international': Haltung dieses Kurses. Auch nach ter Lsestfehung des ersten Kurses konnte sich die K u r s b e f e st i g u n g weiter fortsetzen. Stärker vernachlässigt waren am Chemiemarkt J.-G.» Farben bei minus 1,25 Proz. und Scheideanstalt minus 1 Proz. Eleltrowcrte und Montanwerte hatten kaum Umsätze zu verzeichnen. Die Verluste blieben hier gering. Rur Gelsenkirchen mit plu; 0,75 Proz. hatten etwas lebhafteres Geschäft zu verzeichnen. AmBan.kcn- markt waren nur Oesterreichische Kreditanstalt etwas g'.sucht Am Ba un e.m h . u gsmarkl 'o ’.r.» ten Wayh & Freytag etwas anziehen. _Q3on Autoaklicn Daimler etwa 1 Proz. schwächer, während bei einiger Rachfrage Kleyer etwas an^ogen. Die Rentenmärkte lagen sehr still. Deutsche Anleihen etwas abbröckelnd. 2m Verläufe blieb das Geschäft äußerst klein und schrumpfte eher zu'ammen. doch machte sich im Grundton eine gewisse Wlterstardsfeh g'eit bemerkbar Schon bei minimaler Rach'rage konnten die meisten Papiere eine Kleinigkeit anziehen. Svenfka waren reger gesucht und zogen erneut gegenüber dem Anfangrkurse bis 3 Proz. an. Siemens lagen 1 Proz. gebes'ert. während die übrigen Werte nur um Bruchteile eines Prozentes anziehen tonnten. Tagesgeld blieb mit 4.5 Prcz. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Do'lar 4,2145. gegen Pfund 23,4485, London gegen Kabel 4 8527. gegen Paris 124.27, gegen Mailand 92.60, gegen Madrid 31,40, gegen Holland 12,1175. BcrUnc Börse. Eigene Drahtmeldung des .Gießener Anzeigers" Berlin. 22. Fcbr. (Eigner Drahtbericht des „Gießener Anzeigers'.) Orderlosigkeit und K a u f u n l u st waren an der heutigen Börse vor- Schach-Ecke. Bearbeite» von W Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr 201. Don 3. Derkotec, Pilsen. Preisgekrönt im zweiten internationalen Problem- turnier der Prager Presse. 8 6 7 2 D 4 3 V/, 8 7 5 6 3 4 2 Weitz. Schwarz, d e a b e h Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. riv etf): 6 Steine. Kd l; Da3; Ta5, e7; Lg4; e2. Schwarz: 9 Steine. Kc4; Da8; Te8; Ld5; Sh2; Bc4, e3, tö, g7. Eine sehr schöne Aufgabe. Endspiel Nr. 69. Don C. N. Somoss. Weih am Zuge erzwingt das Remis. Weih: 3 Steine. Ka4; Ba6, f6. Schwarz: 5 Steine. Kc2; Lh2; Sd7; Bc4, e5. ö ? 2 4 8 3 2 Schwarz, d e e ii a b a b Vorstehend eine preisgekrönte, durch eine besonders charakteristische 3tee sich auszeichnende Studie. Lösung des Problems Ar. 198. Don L. Colifn. 1. Se3-f5!, Ke4xt5 2. Sd5-e3 matt 1. ... „ Ke»-d3 2 Sd5-b4 matt 1...... Dg8xd5 2. La2-bl malt 1.....beliebig 2. La2 —bl matt. Frankfurter Lchachmcisterschaft. Das Turnier um die Meisterschaft der Stadt Frankfurt a. W. für das Jahr 1929 hat am 13. Februar begonnen. Es beteiligen sich daran folgende 14 Spieler: Dr. Decker. Deukner, Cne- quist. Keninger, Kort. Menger, Riemann. Prä- ger. Dr. F. Rothschild, Roß, Schulter, Schwarz. Spinat und Thurnauer. Eine zum Teil recht starke Besetzung. Das Turnier ist einrundig. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonStisch. Liebermann. Max Liebermann, berühmt durch seine Berliner Urwüchsigkeit, ging durch die Potsdamer Straße in Berlin. Plötzlich sah er sich einem alten Verehrer seiner Kunst gegenüber, ter in gewohnter Weise sofort mit seinen übertriebenen Huldigungen begann und nicht müte wurde, des Meisters Können zu preisen. „Es gibt für mich überhaupt ja nur zwei Maler auf der Welt," sagte er zum Schluß. „Zwei Maler, verehrter Herr Professor — Sie und Ve asquez!" Liebermann hatte kaum zugehört. Letzt sah er den Schwärmer von der Seite an. „Wat 'n — wat 'n! — Wieso tenn Welas- kweze, wat?" H. 3.-M. Schuhgeschäft. „Jetzt hab' ich zwei Stunden probiert — ich finde nichts Passendes." „Gnädige Frau, Sie wollen offenbar einen Schuh, ter innen groß und außen klein ist: harn wa nich!" Abgekürztes verfahren. „Was haben i^ie denn da für Ricscnpatronen?" „Halb mit Schrot, halb mit geräuchertem Speck gefüllt, so ist der Hafe gleich gespickt!" (Lust. Bl.) Tie Sparbüchse. Der vierjährige Günther bekommt eine schöne Epardose geschenkt. Während die Eltern und Geschwister diese betrachten, ruft er plötzlich energisch: „Los, Geld rein, das i st kein Spielzeug!" Kunsturteil. Von dem bekannten englischen Geiger de Groot wird eine lustige Geschichte erzählt, die ihm kürzlich passiert ist. 3n seinem Hotel erschien ein elegant gekleideter Herr mit allen Zeichen der Aufregung und verlangte dringend, den Künstler zu sprechen. Als er bei ihm eintrat, stürzte er auf ihn zu. schüttelte ihm die Hand und rief: „3ch habe Sie gestern im Kolosseum gehört. Sie sind großartig. Sagen Sie mir nur eines: „Wer ist Ihr Schneider?" herrschend, und da außerdem noch eher ungünstige Momente Vorlagen, neigte die Tendenz überwiegend zur Schwäch e. Einen verhältnismäßig geringen Ein luh üvten heute die älltimovorbe- reitungen aus, die anscheinend normal verlaufen. Die Kurscntwicklung hing auch heute bei dem geringen Geschäft meist von Zufallsorders ab. Es überwogen 1- bis 3prozentige Rückgänge. tenen nur einzelne Erhöhungen gegen- übersiandcn. Pol;phon lagen i.n Zusammenhang mit dem verschärften Preiskampf der Schallplattenindustrie 4, 5 Prozent niedriger, Temberg fielen mit einem Verlust von 5,75 Prozent auf, dagegen waren Chade-Ak ien um 2 Mark und Reichsbank um 2,5 Prozent gebessert, auch Sven- ska plus 5 Mark. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer wenig öcriintert Pfandb' ie'e ohne Ge- schä t. Voriricgl-^omrn na o;Ii a imen und Anteilscheine etwas gefragt. 2m Verlaufe bröckelten die Kurse überwiegend weiter ab, ohne daß das Angebot besonders drängend war. Es hatte den Anschein, als ob bei den Banken einige Fang- limite Vorlagen, die ein stärkeres Abgle ten des Kursn'v a ishcr eiführ en. Cie svgenan ten Aus- landwerie lagen allgemein fester. Rur Polyphon verloren aus dem bereits oben erwähnten Grunde weitere 3 Prozent. Bon der Festigkeit dieser Auslandwerte angeregt, wurde es später allgemein etwas freundlicher. Die Spekulation schritt zu Deckungen. Der Schifffahrtsmarkt lag auf eine günstige ©rilärung über den Geschä.tsgang bei ter Hamburg-Süd freundlich. Kunst und Wissenschaft. Professor Dr. Wilhelm Rein f. Professor Dr. Wilhelm Rein, lange Jahre hindurch Ordinarius der Pädagogik an der Universität Je a, ift ro c von dort g meldet wird, am Mittwoch im Alter von 81 Jahren einem Herzschlag erlegen. Professor Rein hatte in der pädagogischen Welt des In- und Aurlandes einen geachteten Namen. Don feinen zahlreichen Arbeiten seien hier nur genannt: Pädagogische Studien 77/79); System der Pädagogik (1,02. IT, 06; 2. A. 11); Grundriß der Ethik (03); Deutsche Schulerziehung '07); Das Kind (2.21.11). — Der Verstorbene war Ehrenbürger der Stadt Jena. Oie Koaliilonsverhandtungen in Preußen gescheitert. Berlin, 22. Jebr. (TU. Drahtmelduog.) 'Die Zentrumssrakckon des preußischen Landtages hielt am Jreitag vor der Plenarsitzung eine Jcatiions- sihung ab. Abgeordneter Dr. Heß (Zentrum) berichtete über den Stand der koalUiousfrage. Der Borschlag des Abgeordneten Stendel (Deutsche Volkspartei), der in der Besprechung mit dem preußischen Ministerpräsidenten Braun dem Staatsministerium am Donnecetagnachmitlag gemacht worden war. das Zentrum müge sich mit zwei Ressortministern und einem Reichs» minister als Slaalsminisler im preußischen Kabinett ohne Portefeuille einverstanden erklären, war von Ministerpräsident Braun an das Zentrum we tergeleitel worden. Die Landfagssrakliou lehnte diesen Vorschlag ab. Abgeordneter Dr. Heß begab sich darauf zu Ministerpräsident Braun, um ihm dies? Entscheidung mikzuteilen. Ministerpräsident Braun soll, wie wir hören, sodann der Lar.dtagsfraktion der Deutschen Volkspartei die Mitteilung gemacht haben, daß nach Ablehnung des gemachten Vorschlages seine Mission erledigt sei. damit dürften die Verhandlungen über die Große Koalition in Preußen endgültig gescheitert sein. (SeminnnusAUfl 5. Klasse 32. Prentz >ch-Süddeu'sch» (25b. Plcutz ) SUafien-Kotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lese gleicher Nummer in den beiden Ableitungen I und II 12. Zirhungstag 21 Februar 1929 Sn der Dormsttags.ssebung wurden Gewinne über I5U M. gezogen 2 »etotnnt ,u I 0000 M I 49840 6 tfwintif au 6000 M. 3046 103018 143027 8 Gewinn« au 3000 -UL 135094 183860 294596 366703 10 ®ftotnn» .u 2000 TL 120514 147877 166026 208237 250595 30 >u 1000 M. 36079 45884 77301 88524 104203 160893 176'64 190176 2o5H86 229574 233831 237383 277236 305825 308907 102 au 600 M. 7825 9755 10054 12824 20238 25786 27135 39766 43942 56607 80476 65385 70730 96437 121018 121771 131643 143081 161251 162146 174357 17803.3 1921 35 192'36 200292 213294 239414 261794 265341 267698 274439 278590 283560 297402 297713 301789 305245 308749 313092 318570 327458 3 U3!'07 344085 35'1564 362886 364347 365396 370468 371967 374608 379855 246 ,u 300 M 562 3350 12268 13129 19527 20107 21965 25683 26992 27592 28845 29185 31974 36137 38537 42087 42571 43563 45349 46853 50377 67809 61565 65394 722«9 75261 76272 77283 81620 82306 85380 87915 97326 99058 102783 117847 124355 124976 131222 140949 141688 143208 1496.39 156252 158514 160465 161470 165621 170282 172134 173379 174053 18.3212 187330 187500 189725 193184 196167 196787 202562 203683 205047 213502 214638 217293 218843 219849 22'289 226118 226501 227249 228073 235882 244436 245167 245290 251036 258943 261615 262840 263727 264309 266318 269749 280369 280526 282339 298987 300590 30231'8 306275 307258 308186 308221 3'2'09 316139 316223 321792 322540 322983 325053 333643 331582 336367 344223 345046 345'99 346'27 347849 351036 362586 370836 372833 376096 376607 379863 382071 385771 386698 388012 389259 389408 399331 Sn der NachmiNaasüeKuna wurden Gewinne Uder löU M. gezogen 6 »etoiiin# AU 5000 M. 18621 39188 1 31201 « (S'MDii.ne au 3000 -m. 91250 113127 185759 361I 18 10 Setninnt in 2000 M. 22444 47331 222074 287381 342005 26 »ftniuue au 1000 M. 1081 55149 73270 84648 126905 216912 238764 26I669 305570 3I2078 344073 347968 374561 66 ®»to.**n» au 600 411. 4773 5149 18538 20296 47 -118 55115 74708 67889 114 761 136625 > 39621 13°U2? 143676 148654 149'41 15 1353 1 59491 16 -11’0 167487 192087 207592 21 1226 212343 232279 256113 268161 290298 323944 334.328 356-,54 361537 379744 382792 178 au 300 MI 7926 '4'.9V 16154 1 7561 |u.H5 23769 29602 31970 360 38 4 3205 4 82 80 49864 51064 554 16 64256 6-1696 65197 68"735 73369 74518 8“945 94058 943'6 9*699 947'2 98'41 981 79 99989 102513 III 6HK I 22.150 I 25397 f’5631 l374 74 145880 148153 150152 154952 1561178 158717 158920 159285 '60664 163655 163X04 170604 I8J263 184602 '88377 193893 ,041X2 194386 202219 215662 216738 22 3022 228514 233927 2)5667 242347 255151 255126 259«66 265II9 267668 283493 285902 266790 23--3X1 290087 2717x65 3(11516 3069 30 307420 313625 317108 3’0647 320973 328539 345728 ,56643 3541.94 36.1909 366619 368935 379749 382086 391323 396I36 Zn, (Meitiiiinrnbf oerblifben 2 Prämien zu 500000 2 Genui ne zu 5(hhhio, 2 zu 3< oooo, 2 zu 2>'<)0o0, 2 zu HXKHMi. 2 zu 75000. 2 z» 50000 h zu 2-50oO, 52 Ul hiirtMl, 91 0' 5000, 262 0' bitt'. 484 ,11 2UU0, 1020 Au 1000, 2702 zu 500. 71bb zu 300 UliL Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Vie hinter Den Papieren anpe üdrien Ziffern geben die fiöbe bei zuletzi de'chloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskoni 6,5 Brozent, Lombardzinskutz 7,5 Prozent, J o 'h'uri a. M j Berlin 1-Ubf I Sri) l., K r- ’2.n ung flut : aiutn 21 i *> '• 21 2. 22 3% 2i. yutdi-janieu). .u-. S iliii.-vibuil.'^diulo mü flui' 87,2 । — k7,D — oi.-flleditcn . . □4,1 1 □4,15 □4,2 Se.gi. ohne jlusloi.-'Jiecfitc . . 7% >3rant|. Hnv.-Bl (Äoldvl- un ... .0 1 l.>,55 id.f 0..Ü lünob.ir bk 1932 4’/2"o 'Jitjcinlidie Hyp.-Banl £tqu Lb — —• W 4bul. ... S.j.m. abfl. SlortdeflO-Cbltoalton 6t, — — — tüdtablbar 1932 6L — —• — 4% Schweiz. BundeSb.-Anl.. 97,5 — — — □% Ceitcrreidilidje tiiolcrre.. — — dl,5 .31,9 •i/.'uV'o Leslerr. Ellbeine. • • ,i: >,13 4% Celiencid). enhcitl. Site -.4 — — — 4% Unganiche Gvlvne.. - ■ -',d — 24,8 — 4% Unoariidie Siantsr. v. 1910 - — -1.11 21,1 10,5 •V,. 3hnnäncn cuuver:. Ale. . - ;f,lb — — •iVV'.o flu.r.aneu Kosda-.il. von 191" .9,1 19.1. — AUg. Deunche titienbafin . . 4h — * HamDnrg-Amerüa ’liaici . . . t Hamb.-Eüvani. Tamvfld). . ■ b Hanw Taniviichi'I - • l* i24,2. 124,2d • - , •«. 124 I.n, — — - 0*1,7 Id. ,2j 9. tooeuiid er L'loub • • * 1 ■ 1 »1 123,25 i-... 1 2i.> Sliifi. Deutjche iSrcoitanfL • V 1^1. 1 Old,4 14 Sannet Sanioercm • - >' 14b 1 ,t I4< Sediner .yanbclogdcllld). • - Gumnicr,- und •’JriuauSan! • H — — .' 2,ü 2-1,50 196 198,7 l v fü ■? armit. u. ■Jtotiuiiülliaid . - i- -L'/J — <78 4*80 Tcugche Bank ... 1' i«0,5 — 1,0,5 iäo,<* TistniUä.KcikUschati Änl.. . U" i..» 164,5 0*4,7«) 1 4.4 Tievdncr Bant ... 1<‘ Ib'J — IhJ 168,75 Mttteweuiiche Lrrditbant ... 8 -W — — 1-6 Wleialljan!...... • • 8 127 — 127 —— Reichibanl .«••••«• I2 * * * 6 * * * 10 * * * * * 16 *— JU,9 305,5 5- a k urt a. M Berlin Sch.uh : <>Ubr» 2>ch uu | *4.n ung Ä r» 1 fi'*r» tt r- I flur Tnnim 2l. 4 I ■ß <. .... 22 4. ...... 1 l-i.f. 17.,,5 |7 17 ,9 Bergmann..... • . v 209 —- 209 2..7/Z5 Uleirr. L'li-ienmgen .... !' — 162, 162,* Uldit uno fitafi .... 10 411,5 •— 410 40 ,"reiten & (Sjuilleaume . . . . 6 0.9 — 128 5 138,5 Oici. f. tilettr. Untern.. . . 10 435,5 235 4.15,5 4-4,9 Hamb, (ilettr. Werke . . . 10 - — 14o,75 14 Rhein, tileftr...... . 1) — — 1 5,» H*5,2. Schlei- Iflettr....... 10 — 206,5 401 Schmiert...... • . P —— 22 , □ 444,1* 223,5 12 — 37 □ ■176 .76 ................. . 6 —- — 153,75 <52,25 Lohmener & (So.. . • • • 10 163 — 163 lu2 "Subcruo ....•••• . J — 81,75 82 81 Deutsche Erdöl..... . 6 —• — 124 12., <5 Essener Sieintohle .... . 8 — 121 — Gelsenkirchener ... f. 3.4 128.5 1.9 149 129.25 Oarpener . ...... . c i37,o — 137,- toi,75 Hnesch Eilen....... . f — 121 — Ilse Bergbau...... . 5 *14 * 213,5 211 JUi’dneitucrte ...... • - — — 10. ,5 106,25 nuln-Neuessen...... . s — —- 122,2 U2 Manneemann...... . 8 —— 121 123,13 Mansselder....... 114,5 114,U 11.1,0 Lberschles. (Siienb. SBebari . . L — — Uj 93,7o Cberldilef. fioKroerte . f — lu3,a -"2.9 Phanir Bergbau - . 5'. tf.,5 — 6,6 96,4 Rheinische Braunkohlen 1' .61 —- "4, .□ 2,2.3 Rbeinstabl f. % Jahr 4' 128,5 127,75 123 128,2 Riebet! Man.an . . 7, — — 14.,24 —• Bereinigte Stablw. . . . 1 98,25 — *O.<0 — Ctau, Minen ... 25 67,75 Sali Äschrrsleben .... 1' 411 ,5 — -14, Kali Westeregeln..... 1- 221 — -0,0 220 Kal'.merk Sul.ibctmtih . . V. 323 i - Z — 3- ®- Farden-gnbusme . . 12 446,75 247,5 248.25 247,5 Tynamit '.Hobel..... — — 116 —• Scheideanstali...... . 9 • 71,5 <70,5 —— Oiolbldjmlbt ...... . b 96, u — 87 87,5 Siütgerswerke ...... . 6 94 — 33,6 93,25 Metallgciechchakt..... 11 •— — — Banknoten. 1 a-6'urt a. M Berlin bujiub । l*Ubi* Sch uo 2in ung H r» fi-rt ft r- fiur £nium 21 2 22 2 22. 4 "A»t)UU>^ 4,'Us5UliUW..... I4J.J — 125 124,5 Heidelberger Eement .... 1< 1 8,25 — Gement Karlstadt .... . 8 174 — —• •äatlB 4 irreilag .... 10 1'9, <5 KO KO,75 —- Echultheis Payenhofer . . . 11 — — 284,5 484 Cflroerte . ..... 12 d — 2-18,5 236,5 3er. Glanzkioss...... 18 — — 428 425,o.i 14 _ _ 98,45 .92,5 flellftoff Daldhol..... 12 — 255,5 45 b 4.15,25 Sellftoff Aschassenburg . . . 12 *88,5 - 190 188,25 Charlottenburger Diasier . . — 149,5 U9,o Tessauer Gaö....... . 8 —— — 212.6 212,5 Daimler Motoren..... . 0 56 55 ab, 5 54 Demag ........ . 0 — — 51,13 50,9 Adlerwerte »lebet..... . 6 53 53,5 53,75 03 Ludw. L'oeroe....... 10 — — 218 217 Nat. Automobil...... . 0 • 1,6 Lrensiein 4 Kovvel .... . b * — 89,25 Leonhard lieb ...... . 6 — -»b Bamag-Meguin...... . 0 — ^-ranls. Maschinen..... . 6 u2,5 62 «rinner ........ 11 104 — 104,5 — Henligenstarbi...... . 0 14,5 Iungdans ........ ccdiiDcrfc. .•••••• . 4 . 8 .4 11 ,25 — Mainkrai'werke...... . 8 120 •— Miag ....... 10 — — 142,5 144,5 Rekariulmer....... . 8 .5.9 —• 45,*5 D-eter» Union....... . 8 lül -W i*il •— Sebr. Roeoer ...... 10 i; 0,5 • — — ■Solqt 6 facllnet..... . 8 4.2 * 21 i — Eüvb. Zucker....... . S .45 — .45 — Ser'm. -1 Februar >eiö 48.4 j 114.2* 112.42 1*2,46 lü.u87 44. UU ..»,□□ 114,45 112.44 112,68 10.66,' Z2.1U j8,45 112.25 112.2o 112,47 10,59 42,i.6a «8,57 li;,47 1'2.25 114,U) 10,61 42.lud London - . . .0.428 10.4UÖ 46 4 , 2 40,472 -'.eunorf - - 1,2U9i* l.Zliu 1..I00 1,2180 «Vcrli. . . lo,4- 16.4<‘ 16.43- 16.480 Schweiz . • •Ml.b4 81,1 □0,96 □ 1.6 Sdq i n ■ u5.2.i 65.37 66.00 5.1 > ^aonn -'. 1 6o5 i.t^9 1.903 i,W*7 -iod- Ctnn >.5i i5 0.50 5 • 5uU 6.50-6 ' in T '~eft. abfleft »J.l 95 >9.14 69.26 'Prag 12.4.H 12.4.U *2,484 12 5u2 •Bet trab - < ..*8j «...99 ..-SO *.4u4 Nudav.'i't • «3,402 «3.-6 <3.53 Bul orten ,o:as .644 ^.o.*; □ ,043 soffabon 18,.05 18,62 13,60 18.74 tjanro- . 8..6-1 01.60 ,1. 9 oi.85 .0 onft nkin- 4.6,435 5,445 Eonaba . 4.190 4.198 4,191 4,199 lirn uay. . 4,31'1 t.hOti 4...01 4.309 Cairo . . • 20.645 20.685 20,9« 21,97