'* labil 6 eiet," n., Obwohl 8 eu land lat«. Sufi in 8^» rsAZ SfJ L?^ L sä ; * 'K-L L " ^6 beS ) R-Ä nichl! l^st, Ä r Augen urj %te gepackt, ob f. Ptaiien solle, erfahren °'e gesehen. £. Jtod» - Ich fa6. ®HJ ing-Iahr eine Volksfeier. Es ist zugleich em Fest der deutschen Jugend, die im »Faust" ihr eigenes Wesen sieht und in Lessing ten Betrugs. Man rechnet mit Dem VerhanDlungs» beginn Der beiden Prozesse im März. Professor Silex f. Wie die „Montagspost" mitieitl, ist Professor Dr. Paul Silex, der bekannte Berliner Augenarzt, am Sonntag im 71. Lebensjahre gestorben. Professor Silex mar in Jorgast geboren uno kam nach längerem Studium in Halle und Breslau und nach einjähriger Assistenzarbell an der Straßburger Augenklinik nach Berlin, wo er 13 Jahre lang an der Bersi,.er Universitäts-Augenklinik tätig war. Nachdem Profeflor Silex die Universitätsklinik verlassen hatte, richtete er in Berlin eine private Augenklinik ein. Der berühmte Gelehrte, der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus hohen Ruf genoß, litt bereits seit Oktober v.J. an einem schweren Herzleiden, das ihn zwang, feine ärztliche Tätigkeit einzustellen, und ihn monatelang ans Beit fesselte. Tragischer Anglücksfall auf dem Life. Ein tragischer Llnalücksfall ereignete sich auf der Havel in der Rühe von Schildhorn bei Spandau. Der Sohn des Tischlermeisters Guhl geriet beim Schlittschuhlaufen an eine offene Stell« und fiel ins Wasser. Schnell entschlossen lief der Vater herbei, um seinen Sohn aus dem Wasser zu ziehen. Das gelang ihm auch, aber das Crs brach unter seinen Süßen, und er ging sofort unter. Wie es scheint, hat Guhl einen Herzschlag erlitten. Trotz eifrigen Suchens konnte Dx Leiche nicht geborgen werden. Skiläufer durch Caroinen getötet Am Nordwesthang der Hoch-Risz sind Drei Münchener Skiläufer am Sonntagnachmittag von einer Lawine verschüttet worden. Es gelang, zwei Teilnehmer noch lebend aus den Schneemasfen zu bergen. Der dritte Verschüttete ist noch mehrstün. digem (suchen tot aufgefunden worden. — Unter Der Aipelspitze sind am Sonntag Skiläufer von einer Lawine erfaßt worden. Die Zahl der Verschütteten ist noch nicht bekannt. Bisher wurde eine Person tot geborgen. Explosionsunglück in der Altmark. In Neukirchen ereignete sich ein schweres Ex- plosionsunglück. Als der Gastwirt Erdmann mit einer brennenden Zigarette einen Raum im Nebengebäude seiner Wirtschaft, in Dem Azetylen lagerte, betrat, erfolgte plötzlich eine heftige Explosion. Das Gebäude wurde völlig zerstört, der Gastwirt selbst g e« tötet. Explosion einer Karbidlichtanlage. Als nach Schluß eines Maskenballes in einer Gastwirtschaft in Schüring bei Grabow (Mecklenburg) das Karbidlicht nicht brennen woltte. begab sich der Wirt mit brennender Zigarette zur Lichtanlage auf dem Hof. Beim Betreten des Häuschens erfolgte eine Explosion, bei der der Gastwirt getötet wurde. Die Leiche wurde etwa 25 Meter abseits gefunden. Aus der haft entlassen. Der Erfinder Djonkowski, der vor mehreren Monaten in Berlin auf Veranlassung der Brüsseler Staatsanwaltschaft verhaftet worden war, weil er in dem Verdacht stand, an einem großen Diamantendiebstahl in ter belgischen Hauptstadt beteiligt zu sein, ist auf freien Fuß gesetzt Worten, nachdem das Auswärtige Amt von der belgischen Regierung die Mitteilung erhalten hatte, daß der Verdacht gegen Djonkowski sich nicht bestätigt hat. Djonwwski ist vor einiger Zeit, wie erinnerlich, mit einem Aetherwellen-Instrument vor die Oeffentllchkeit getreten, das der bekannte russische Professor Theremin als ein Plagiat seiner eigenen Erfindung bezeichnet hat. Oie Wetterlage. OwoiÄtmoi ontfltt (jnaro otdem» woimg. • oeoem enegee v 5cn die Temperatur an Pie umen veromoen Ortt mit iieitBem tat rvtresoiveau umaertchnztro Luftdruck Wettervoraussage. Die Islandstarung hat Den hohen Druck, Der sich bis über SkanDinaoien erstreckte, mehr südöstuch über Den Kontinent zurückgedrängt. Obwohl Die Temperaturwerte gestern tagsüber Den Gefrierpunkt überschritten haben, kam es wahrenD Der vergangenen klaren Nacht vielfach zu Strahlungsfrösten. Obwohl neu. Störungen vom Atlantischen Ozean nach Dem Kontinent heranrücken, werDen wir Doch zunächst im Bereiche Des hohen Drucks eine Fortdauer Der Herr» schenDen Wetterlage zu erwarten haben. W etteroorhersage für Dienstag: Meist neblig-wolkiges Wetter, Temperaturen nachts unter Null, tags um Null, meist trocken. WitterungsaussichtenfürMittwoch: Wenig Aenderung Der Wetterlage. Lufttemperaturen am 20. Januar: mittags 1,7 Grad Celsius, abenDs —- 2,6 Grad Celsius: am 21. Januar: morgens —5 Grad Celsius. Maximum 2,3 Grad Celsius, Minimum —5,8 GraD Celsius. — ErDtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 20. Januar: abends —1,2 ©r'b Celsius; am 21. Ja- nuar: morgens —1,8 Grad Celsius. ins. in, >ium3°rn8QA lÄn ltÄT "Äe£ K S •fiufeSM in Berlin -^S' > Ö Pti. ihnbs bihn ^e* ober *;; hohe, mang, -'nein luf öeni (Eijc S'SL unter TeS , Ü1««- Ä “ bx Leiche nicht getötet. M brei JWjiaoi M en §.n9eIan8f öwej vchnttinaßen ,u ■lnad> mrhchtw. anJ>en motbra. - fe Zahl bet rannt Br-Her wurde Jen. « Altmark. f Jcin schweres Ex. ‘Crtmonn mit einer m iw Nebengebäude )len lagerte, betrat 'lofion. Das Gebäude Gastwirt selbst ge< blichlanlage. islenballes in einer i Grabow (Mecken, Mnen inolte, begab nber Zigarette ffl Hof. Deim De, eine Explosion, t tourte. Die Leiche ! gesunden. llassw. der vor mehreren nlassung derDrüsse» astet werden war, ld. an einem groben in ter belgischen ist auf freien m bai Auswärtige ierung Sie Mitte«- r Verdacht gegen t hat ■Siontobiti. rnLrivch, röt entern ment vor Vie er Womit russische in Plagiat seiner hat. tage. -23 HS» ■*i«rd*srs** <«*** A*° Sa W assa-e. fl4 hohe" ÄoM «drangt- £ f ic(pUnit n«®’ ten '»jfi ÄS 326V Lad Köstritz. 927D Cafe Astoria Daimler-Benz A.-G., Verkaufstelle Gießen, Bahnhofstraße 90/92. 098 erbeten. 4-5sitzigen Innenlenker zum Preis von RM.6880 In zlelbewuBter Arbeit Ist es uns gelungen. Präzision und Wirtschaft- ,Ichheit der neuzeitlichen Fabrikationsmethoden mit dem Geist und der Tradition unserer Werkmannsarbeit zu erfüllen und so jetzt den Mercedes-Benz in niedriger Preislage herauszubrlneen. Das neue Modell unseres vielbewährten Typ Stutt- gart 200 (2 Liter) liefern wir jetzt In einer Gediegenen und eleganten Standard-Ausführung mit Orlglnal-Slndelflnger Karosserie als Berichtigung. Der in der LamSiagnummer angekünd. Gaslehrvortrag tin (£nf6 Veib findet morgen Dienstag, den 22. Januar 192*3 statt. Emil Pistor Nachfolger. 61UA Emaillierte Herde tn verschiedenen rluSsührungen empfiehlt Edgar Sorrmann, Lisenbandlung Als neuen Typ liefern wir Typ Stuttgart 260 <2.6 Liter), ebenfalls In Standard-Ausführung als 4-5sitzigen Innenlenker zum Preis von RM. 7880 Gin stüssiges Nahrungsmittel, das Nähr- wert, Schmackhaftigkeit und Verdaulichkeit in sich vereint, ist das Köstritzer Schwarzbier - Heber 4000 Aerzte-Sutachten und Verordnungen — Das altberühmte Köstritzer Schwarzbier ist erhältlich in allen K aschenbierhandiungen und den durch Schilder und Plakate kenntlichen Geschäften. Auskunft über bequemsten Bezug erteilt gern die Fürstliche Brauerei, 2^® v” 9 0^ und sorgfältig zu Werke gegangen sein mögen, mutzte nicht schon als ausreichende Sorgfalis- leistung der Lehrer anerkannt werden, solange nicht wenigstens angeführt war, datz und wie das Absuchen überwacht worden ist. Mag bei diesem Sachverhakt die den Lehrern zur Last fallende Fahrlässigkeit auch gering gewesen sein, so reicht das nicht zur Entlastung des Beklagten aus. Vergebens bekämpft die Revision die Auffassung des Derufsrichters, datz die Lehrer sich in Ausübung einer ihnen anvertrauten öffentlichen Gewalt befunden haben. Die Heranziehung dient der staatlich geförderten Ertüchtigung der Lugend» einsch'ieh.ich der Schuljugend. Die Teilnahme an den Wettkämpfen soll von den Schulen planmähig gefördert, ja die Schüler sollen zur Beteiligung geradezu angeholten werden. Es kann deshalb hier unbedenklich eine Ausübung öffentlicher Gewalt durch die Lehrer angenommen werden. (3. Zivilsenat. 8. 6. 28.) Bornotizen. -Tageskalender fürMontag. Gustav- Adolf-Fraucnverein: Lichtbildervortrag „Deutsch- evangelisches Leben im Banat", 8 Uhr, in der Stadt- kirche. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Hölle der Heimatlosen". — Astoria-Lichtspiele: „Der Unüberwindliche". — Stadttheater Gietzen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Dienstag, 23. Lanuar, findet die erste Wiederholung des vorige Woche uraufgeführten Schauspiels „Karl und Anna" von Leonhard Frank statt. — Als 16. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement wird am Mittwoch, 23. Lanuar, .Flochsmann als Erzieher". Lustspiel von Otto Ernst, in Szene gehen. — Ein Gas-Lehrvortrag, verbunden mit Kochvorführungen, findet am morgigen Dienstagabend 8 Uhr im Saale des Cafä Leib statt. Der Dortrag wird von der Firma Emil P i st o r Nachf. veranstaltet. Näheres in der Anzeige vom Samstag. — Verein f ü r Sterbeunter st ützung. Kommenden Sonntagnachmittag, 3 Uhr, im Postkeller 40. Generalversammlung. Näheres in der Anzeige vom Samstag. L.U. Von der 2 a n d e s -11 n i v e r f i t ä t Gießen. Die Theologische Fakultät unserer Landes-Universität hat aus Anlah der Kate- chismuS-Lubelseier des Lahres 1929 zu Lizentiaten der Theologie ernannt: die Professoren am Predigerseminar zu Friedberg Ernst mm 1_J XNJA oder brennend rotes Gesicht wirken ■ 1016 Häll od unfein. Ein wirksames Mittel da« gegen ist die kühlende, reizmildernde und schneeig-weiße Creme Lcodor, auch als Herr lick duftende Puderuntcrlage vorzügllch geeignet. UeberraschenderErfolg, Tube 1 Mk., wirksam unterstützt durch Leodor>Edelsetse, Stück 50 Psg- In allen Chlorodont-Derkaussstellen zu haben.rL 1414 Für besonders hohe Ansprüche liefern wir den Typ Stuttgart 260 In besonders zusammengestellter hocheleganter Luxus»Ausführung. Diese Modelle sind Leistungen größten Stils, Produkte der letzten Errungenschaften der Technik und Verkehrspraxis und unserer viel- seifigen Erfahrungen. Sie stellen eine neue Gattung des Kraftfahrzeugs dar, den wirklich preiswerten Qualität» - Gebrauchswagen. Unsere Niederlassungen und Vertretungen stehen bereit. Ihnen erschöpfende Auskunft über unsere Modelle zu geben. Die Lieferung setzt In einigen Tagen einl Volkshochschule Am Sonntag, 27. Januar, 80 übr, in der Heuen Aula der Universität MusikalischerVolkskunstabend Ausführende: Konzertmeister Gustav Lenxewskl, Frankfurt am Main (Violine) Professor Dr. K. Schmidt, Friedberg (Klavier). Sonaten für Violine und Klavier, mit Erläuterungen vor jeder Nummer (Gustav Lenzewski): 1. G. F. Handel bonate A-Dur: — 2. W. A. Mozart, Sonate A-Dur; — 3. L. v. Beethoven, Sonate C-Moli Nr. 5 op. 3J Nr 2; - 4. Max Reger, Kleine Sonate in D. Karten bet Ohailler: Res. Platz Vorverkauf Mk. 1.00, Abendkasse Mk. 1.50; offener Sitzplatz im Vorverkauf Mk. 0.70, Abendkasse Mk. 1.00. - Mitglieder (nur an der Abendkasse): Re-. Platz Mk. 0.80. offener Sitzplatz Mk. OM — btudenten- karten ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ r'lm LauiSlan auenö beim 'Dia6tenboU auf b?x LiebigShöhe wurde imüniluyem Hut vertausdit Uinlaufch daselbst DER jmoyeneßoberLso* Norman. Kerry Lewis Shm» Anzeiger erbeten. geschriebene unier 097 Gieß. Sina. [teilt werden foi feren Anter Billigungen Heber ein J?ic 36 Prozent der entfallen auf das bas besetzte Gebv teßen bevölkerte Landes. Umfang vor allem aber sehr enee Der setztenHessei biet haben zur unter den Folge lanchses zu leite durch hrrvorgrr hessischen Teil)ä und bayerischen, nismähig nich hing haben, ir Sie Kräfte un sind in ihre gelähmt. Sie Hessen besondei die stärkste! gen hat. Fast lahungstruppen einem Anteil ix der Eesamtbevö nur 13,1 Proze men im besetzt' rige, in der Ps besetzten Gebiet An toll an den fallen z.B. 30 na hm len Bürg« fche Gebiet. G< lich die Folge hessische Stadt, fetzte Stadt hat Aiaße auf Ich w-e diese Stadt Wen sich, wie [( fSMiehung in Wen schweren 2as unbese Srohen Teil in ---'S über fÄ Stac eingehend ^ÄpannW 5 del.UlluNg fV Lchwiengke ki, ®cC Will'gt tDD^na Billigungen, a bw* und weil die Y In der PwvW unter den veran Jedem Emsrch Gebiet etwas g dch dieses Geb Mainz, Dvrrw (Snttoidlung zu. erleiden, die I mehr gu^umaa Oberhessj kSb0e^ern eröss Nj'Ichen Kunstoen Künl«^ teili «unftler unb kl Sbt.QnnlWn. fl.°5far Acheni Ssr? > Technik " ^guarelljerte Pithr, Partie mit *5?° 6reifQd)?'jlhm S'ri i nn* „ und Qe ntftr»Qbnt. 8 w Ä* hn $vX ^"nen 61 ^ebetjerie in? c' fti¥er ,m 6lil b?t ftuf . Ein or.t 'Palen des hAtx Teil ^bhausen?^ be ?eren V,IQn gibt „Uun8i b|fperiPh ° Ein oi J?nbigen °nR W CM ss u? die EyPUs i.'A 401 2 trflfiige Winot die Lust haben, die Küferei zu erlernen, stellen zu Ostern ein fliihiilz & diing ^ich. 0Md 5. Klasse Kleie, Gießen, Schulstraße 5 U99 2. decke mit zwei Kiffen. 632D Ab heute bis einschließlich Mittwoch: 622D groß. Nutzholzsubmission 621V Astoria-Liditspiele Stellengesuche! 618C Lücherschrank, vier Tische, zwei Vertikos, drei Ladentheken, eine Ladeneinrichtung mit Registrierkasse, eine Lederwalze, vierVähmafchinen. einen Küchen, schrank, drei Schreibmaschinen, einen Spiegelschrank, zwei Waschtische, drei Fahrräder,zwei Büfetts,zwei Kredenzen einen Lederseffel, eine Holzbadewanne, vier Sofas, zwei. Schreibladenkaffen, einen Schrank, 6 Dutzend Handtuchs- gedilde.zweiKleiderschränke.eineWasch- kommode, zwei Regulatoren, ein Bild, 17 Bände Brocthaus Konversations- Lexikon, eine Chaiselongue, 6 Stuhle, eine Flurgarderobe, einen Sprechapparat mit 8 Platten, 7 Pferde, ein Schwein. Voraussichtlich bestimmt: dre Kom. moden,eine Nähmaschine,eine Standuhr, drei Bilder, eine Bank, eine Truhe, neun Stuhle, einen Ausziehtisch, vier Tischtücher, einen Kleiderschrank, einen Waschtisch mit Marmorplatte u Spiegel, eine Bettstelle m.Sprungrahmenmatrahe aus Ruhbaum, 1 Bettstelle mit Sprung- rahmenmatrahe aus Tanne, eine Feder- DRUCKSACHEN aller Art liefert die Brühl'scha Druckerei f. Uebern. ein. Agentur ersttl. Vers.« Ges. m. fämfL Zweig, u. m. Bestand ges. geg.Dergütg. hoher prov. u.Spes. Dir Vertrag. Off. m. Bekanntg. bish. Tätigt, u. 615D an den Gieß. Anz. 631D 2. Klasse s Dienstag, den 22. Januar 1"" • nachmittags 2 Llhr. versteigere Ich Löwen, Reuenweg 28 dahier, zvan. weise gegen Barzahlung: 1. zwei Schreibtische, drei DiwanS, einen Ferner: Weinende Erben Lustspiel in 2 Akten. Bohnenstangen 7. Klaffe 150 Stück, 8. Klaffe 80 Stück. Rundscheit: Kiefer 21,3 rm, Fichte 1 rm. Knüppel: Kiefer 23,6 rm. Reisig 2. Klasse: Buche 1200 Wellen. Durchforstungsreisig: Birk« 910 Wellen, Eiche 450 Wellen, Kiefer 1492 Wellen, Fichte 300 Wellen. Reisig 3. Klasse: Kiefer 565 Wellen; (Astreisig): Fichte 200 Wellen. otötfe: Kiefer 10,8 rm. Zusammenkunft auf der Kreisstraße -Ziehen—Grünberg beim städtischen Hoch- behälter. Annerod, am 16. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Annerod. Horn. 1. Kiefern. Klasse 1b 54,47 fm steigert werden: Derbstangen 1. Klasse 43 Stück, 123 Stuck, 3. Klasse 372 Stück. Reisslängen 4. Klasse 106 Stück, 8 Stück, 6. Klasse 17 Stück. Stadttheater Tieuötan,22.Jari" 18.LlllSvg-A0.vlsk. von 20 Ins 22*. Uhr fiorl ihiO Anno Schausoieiin4Ak:en von Leonh. »vinnt. Nutz-und Vrennholzversteigerung Donnerstag, den 24. Januar 1929, von morgen» 9% Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald nachoerzeichnetes Holz ver» Der größte Fremdenlegionflrfilm aller Zeiten in 10 spann. Akten. In der Hauptrolle: Norman Kerry als Fremdenlegionär Nr. 4003 Noch nie wurden solche Szenen gedreht, noch nie wurden derartige Bilder gezeigt, die so klar u. überzeugend Leben atmen. Niemals ist die Tragik der „verlorenen Söhne“, die in der Fremdenlegion Zuflucht vor den Wirrungen des Lebens suchen, ergreifender dargestellt worden. Ferner: Georg bei der Feuerwehr Lustspiel in 2 Akten. - Sowie: Ein Sohn der Grenze Lustspiel in 2 Akten. Und: Die neueste Ufa - Wochenschau ptellenangeoote| Tüchtiger, hraver Chauffeur gesucht, der schon länger gefahren hat, kletne Revaraiuren selbst ausführen kann und guter Wagen- Pfleger ift. Schrillt. Angeb. unter 626D an ö. Giek.Anz. erb. tetmöäti Für b enges Manu- fakiuraeschäll wird ein Lehrmädchen, aus achtbarer Fa- niilie, mit guter Handschrift, für bal> Xiao C I ft8 An geb. den gebrauchen Sie Rai und Auskunft Heublumensäcke, Wickel, Pfarrer-Kneivp« Bücher, echte Heublumen, Haferströh echte Wörrishofer Tees holzversteigerung. Aus den Waldungen der Stadt Allen, darf (L d. Lda., Forstwartei 2, kommen am Donnerstag, dem 24. Januar 1929, von vormittags 9 Uhr ab an Ort und Stelle zur Bersteigerung: 623V Forswrt Pfaffentriesch, Abteilung 12: Eichenstämme 1. Klasse 3 Stück, 0,57 km, 2. Klasse 2 Stück, 0,52 fm. Nutzscheit (rund) 2,50 m lang, Eichen 12,5 rm. Nutzknüppel (Weidenpfähle) 1 m lang, Eiche 10,5 rm. Brennholz: Scheit: Buche 102,5 rm; Knüppel: Buche 328,5 rm, Eiche 17 rm, Kiefer 4 rm; Reisig: Buche 3. Klasse 320 rm, Eiche 3. Klasse 1 rm; Stöcke: Buche 14 rm. Die Zusammenkunft ist vormittags um 9 Uhr Ecke Signalschneise—Kreuzschneise. Allendorf a. d. Lda., 19. Januar 1929. Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Rein. WW auf kaufmännisches Bureau stellt hiesige Etsenhandlung ein. Schriftliche Angev. unter 624D an den Gien. Anz. erbeten. Äuugcö Mädchen das Näh- und Koch- kennlniffe besitzt, in kleinen Haus, alt gefußt. Offerten mit Lebens lauf. Gehalts» ansoruch u. Zeugn. erbeten an Frau Tlelckkc, Wetzlar, Brühlsbachstr. L^l) echte Äadeextrakte v. Haferströh, (Eichenrinde, Heublumen, Fichtennadel, Kamille, Die Gemeinde Frankenbach verkauft im Wege des schriftlichen Angebots folgendes Kiefern» und Fichten-Stammholz am 30. Januar 1929. Die Berpachtungsbedingungen werden vor der Verpachtung bekanntgegeben. Röthges, den 19. Januar 1929. Bürgermeisterei. Metzger. Lagdverpachiung. Freitag, den 1. Februar 1929, nachmittags 2 Uhr, wird im Saale des Gastwirts Küheln zu Bad Selters (Oberhessen) die Gemeindejagd auf weitere neun Jahre öffentlich verpachtet. Die Jagd besteht aus drei Bezirken und umfaßt zirka 360 Morgen Wald und 1000 Morgen Feld. 616V Die Verpachtungsbedingungen können bei unterzeichneter Stelle eingesehen werden. Bürgermeisterei Selters. Sigel. Zagdverpachiung. Freilaa, den l. Februar 1929, nachmittags 1 Uhr, wird die Jagd der Gemeinde Röthges, Kreis Gießen, auf weitere neun Jahre in der Wirtschaft der Wilhelm But- teron Wwe., dahier, öffentlich verpachtet. Der Jagdbezirk umfaßt die gesamte Gemarkung Röthges und ist zirka 302 Hektar Stenotypist ober Stenotypistin mit guten Leistungen, von hiesigem Derlagögeschäst gesucht. Bewerbungen mit Angaben über Silbenzahl unb seitheriger Tätigkeit, Alter unb Gehaltswünschen unter 625D an ben Gießener Ab heute bis einschließlich Mittwoch: Luciano Albertini Der Unüberwindliche Großer Sensations- und Abenteurertum in 8 spannenden Akten. Das neueste Meisterwerk des bekannten Sensationsdarstellers Luciano Ab-ertini. Tollkühne Zirkusartisten — Der geheimnisvolle Juwelendieb- stahl — Auf falscher 1-ährte - Kampf über dem Abgrund - Trauung mit Hindernissen. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Angebote sind pro Fcstmeter, getrennt nach Klassen, bis spätestens 30. Januar, 13 Uhr, auf dem Büraermeistereiamt Frankenbach im vers-stoffenen Umschläge mit der Aufschrift „Nutzholzsubmission" cinzu- reichen, und müssen die Einoerständnis- erklärung des Bieters mit den Verkaufsbedingungen enthalten, welche auf dem Bürgermeisteramt eingesehen werden fön» nen und beim Verkauf öffentlich bekanntgegeben werden. Oeffnung der Angebote erfolgt unter Beisein etwa erschienener Bieter 13.15 Uhr. Nähere Auskunft erteilt Förster Klingelhöfer, Frankenbach (Telephon Hohensolms 16). Autolinie Gießen— Frankenbach am 30. Januar 1929, vormittags 9 Uhr ab Gießen und 16 Uhr ab Frankenbach nach Gießen. Der Bürgermeister. Wack. Zinnkraut usw. Wo erhalten Sie dies alles bei fachmännischer Bedienung? Nur in dem Spezial-Geschäst Kräuterhaus Jung Gerichtsvollzieher in Gießen VvVVvl Nammstr. 24 I, Telephon 239. Wohnungstausch Wer zieht nach Mannheim? Ich biete in Mannheim (Bentrum) mod. 3-Zimmer-Neubau-Wohnung mit elektr. Licht, Gas u. allein Zubeb. löte große Küche, Svetsek.immer, Badeztn mer. W. C. Keller ufro. CDiteie 120 Mk. monailichi und suche tn Gießen ähnliche Wohnung „ in guter Lage. — Etlangeboie mit Preisangabe erb, unr. 508D a. d. Gieß. Anz. Bessere, alleinft., junge Dame sucin für tagsüber pass. Beschäftigung. Erfahren in allen Haus' ii. L ureauarbetten. Schr. Angeb. unt.OUB a>> d. Gien. An;, erb Fieiß.,soiidesMä(lchen aus gutem Hause, in all. Hausarbeiten u. int Kochen bew, sucht für soiortStcUung Schr. Angeb. u. 0100 an d. Gieß. Anz. erb. „ 2a 144,80 „ „ 2b 81,30 „ „ 3a 18,06 „ „ 3b „ 4a 4/74 „ 3,61 „ Su.nne 307,01 fm 2. Fichten. Klaffe la 15,85 fm „ 1b 77,73 „ „ 2a 95,15 „ „ 2b 67,09 „ „ 3a 24,00 „ „ 3b 3,68 „ Summe 283,50 fm 096 Gießen (Kirchenplatz 18). den 20. Januar 1929. 629D V'' ! . V ' . 4' Die Beerdigung findet Mittwoch, den 23. Januar, nachm. 21/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Ji !' Die trauernd Hinterbliebenen: Geschwister Eidmann. V- ■ : Wenn Sie wülöten .welche enormen Vorteile Jhnen die Miele Webmaschine bringt, dann würden Sie wahrscheinlich längst elektrisch waschen. Weshalb quälen Sie sich noch mit der Handwäscherei? Für 20—SO Pfg. Strom wäscht du .Mule-Elektro* du Vurwodun- Wäxhe einer 5—6 löpftgen Familu bei schonendster Behandlung ohne Vor- und Nadrwäsdu Die .Miele-Elektro* spart Ihnen mindestens 501 an Zeit und Geld. Sollten die großen Vorteile Sie nicht veranlassen, sich einmal ernstlich mit dem Gedanken zu beschäftigen, ob es nicht auch lur Sie zeitgemäß ist, in Ihrer Waschküche Elektrizität nicht nur zur Beleuchtung, sondern auch zum Waschen zu verwenden. Die «Miele ist in Deutschland am meisten verbreitet Es gibt Orte wo in jedem 3. Hause eine „Miele-Elektro* steht. In den Fachgeschälten wird Ihnen gern und kostenlos Aufklärung gegeben. Aul Wunsch weisen wir Bezugsquellen nach. Für die Beweise herzlicher Teilnahme an dem Verluste, den wir durch das Hinscheiden unseres innigst- geliebten Bruders erlitten haben, bitten wir unseren aufrichtigen Dank entgegenzunehmen. Gießen (WilhelmStraße 11), den 21. Januar 1929. Mathilde und Emmy Koch. __63UD Samstagabend 101/* Uhr entschlief sanft nach siebenjähriger glücklicher Ehe mein Innlgstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Herr Willy Eichenauer im blühenden Alter von 30 Jahren. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Frau Helene Eichenauer geb. Böhmer und Kinder Familie Georg Sauer Familie Heinrich Erb. Gießen (Walltorstraße 48), Kinzenbach, Düsseldorf, Mühlheim, Winooski (Vt.), Kingston (Ont.), Kanada, den 21. Januar 1929. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 23. Januar, nachmittags 3 Uhr, vom Portale des Neuen Friedhofs aus statt. MielewerkeA.G. Gütersloh Größte Waschmaschinenfabrik Deutschlands. Gymnasium, Realgymnasium, Oberrealschule Lyzeum und Studienanstalt zu Gießen Die Anmeldungen für das neue Schuljahr werden Dienstag, den 15. Februar 1929, vormittags von 10 bis 1 Uhr im Direktorzimmer der betreffenden Anstalt entgegengenommen Hierbei sind Geburtsschein, letzter Impfschein und Abgangszeugnis vorzulegen. Für die Aufnahme in die Sexta ist der vierjährige erfolgreiche Besuch der Grundschule erforderlich. Diejenigen Eltern, die glauben, daß ihre Kinder schon nach drei Jahren Grundschule in eine höhere Schule übertreten können, haben zunächst einen entsprechenden Antrag an die Schule zu richten, die das Kind augenblicklich besucht. Gießen, den 21. Januar 1929. Altendorf Henk Dr. Roller Dr. Kalbfleisch ___ , 617D Todes-Anzeige. Unsere geliebte, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Fran Dorothea Eidmann Witwe geb. Will wurde heute nacht von ihrem schweren Leiden erlöst. Montag. 21. Januar 1929 Giessener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) Nr. \l Zweites Blatt Hessens Befahungsnoi f-ÜVlHUL/Uliy^H II l u; l i i i i ii * y v n cs keine Reichsgrenze besitzt. Diese Richtbeteili- riung Hessens an den Gvenzfonds muh als wie b in »t Tragischer Bibliophile Don Or. Frih Adolf Hünich. Die Frau des Künstlers, Bertl)a Lenz, ist mit drei sympathischen Blumenstilleben zur Stelle, die durch eine vornehme und zurückhaltende Kolorit« führung angenehm auffallen. Ein Münchener Graphiker, Franz Hecht, zeigt eine Folge von Holzschnitten; gekonnt und ganz persönlich in der Technik; altmeisterliche Motive, Landschaftskompositionen, Städtebilder. Eine _ gewisse, gedrungene Plastik zeichnet alle diese Blätter vorteilhaft aus; jedes ist aus Hell und Dunkel, aus Licht und Schatten prall und raumfüllend zu- Sin Verleger hat an Roda Roda geschrieben; ob RoRo wohl ein Buch österreichischer Anekdoten für den Verleger schreiben könnte? RR. antwortet: „Schreiben könnt ich das Buch schon, aber ich will nicht. Wenden Sie sich doch an meinen Kollegen R. Er kann es zwar nicht, wird es aber gern tun.“ Einmal, als es RoRo lausig ging, pumpte er den Bankier 2E. um fünfzig Mark an. 2E. sagte: „Lieber Freund, bei den fünfzig Mark wird es nicht bleiben. Sie werden mich nächstens um hundert anborgen — zum dritten, vierten Mal anborgen — um wachsende Beträge — und boÄ wird schliesslich unsre Freundschaft trüben. Wählen Sie also zwischen fünfzig Mark und meiner Freundschafti“ „Herr sprach Roda, ich bitte um trte fünfalfl Mark." RoRo-Geschichien. „Gehen Sie heute in den Tanzabend der Petrowa?" fragt man den Roda Roda. „Die is doch schon ganz alt ..." „Was fällt Ihnen ein? Die Zeitungen schreiben: sie wird jeden Tag jünger.“ „Ra, da wart ich noch ein paar Tage.“ „Kennen Sie viele deutsche Dichter persönlich?^ fragt man den RoRo. „Rur zwei." entgegnete er. „Heinrich Mann, Gustav Meyrink und Carl Sternheim.“ Staatspräsident Dr. Adelung über die heffifchc Befatzungsdenkfchrift. Darmstadt, 19. Ian. Zu der Frage nach idrm Zweck um) der Bedeutung der hessischen Denkschrift über die Desatzungsoerhältnisse äußerte sich Staatspräsident D r. Adelung eingehend. Zu dem Einwande, daß bei ter gespannten Finanzlage des Reiches die D e - reitstellung ausreichender Mittel auf Schwierigkeiten stoßen könne, bemerkte Staatspräsident Dr. Adelung, dah gewiß der Zeitpunkt für die Hilfsaktion nicht besonders günstig sei. dah aber nicht übersehen werden könne, welche bedeutende Summen in den letzten beiden Jahren trotz auch damals bestehender schwieriger Etatsverhältnisse für die sogenannten Grenzgebiete vom Reichstag bewilligt worden sind (über 150 Millionen Mark). Bewilligungen, an denen Hessen trotz aller Bemühungen nicht teilnehmen konnte, weil w Nur die Wirklichkeit erfindet solche Dramen ' i n 5 , des leidenschaftlichen große Ungerechtigkeit empfunden wer- den, weil nachweislich auch Hessen durch die neue Grenzziehung im Westen des Reiches ganz bedeutende Absatz Verluste erlitten hat, .P'-ä Deutscher Landgemeindetag. Auf der kürzlich in München abgehaltenen Vorstandssihung des Deutschen Landgemeindetags standen dne Reihe wichtiger Gegenstände zur Beratung. Zu dem neuen Entwurf eines Steuerver- einheitlichungsgesetzeS wurde ein- gehend Stellung genommen. Berichterstatter hierzu war Geschäftsführer Schmid- Stuttgart vom Württembergischen Gemeindetag. Als zweiter Referent sprach zu dem Gesetz der Geschäftsführer des Deutschen Landgemeindetags, Landrat a. D. Dr. Gereke-Berlin. Aus den Referaten ging hervor, dah sich die Aussichten des Entwurfs, Gesetz zu werden, verschlechtert haben, nachdem das Gebäudeentschuldungsgeseh vom Reichsrat bereits abgelehnt worden ist. Da es sich bei der Vorlage teilweise um ein verfassungsänderndes Gesetz handelt, so ist es überhaupt fraglich, ob die hier vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit im Reichstag zu erreichen sein wird. Auf Grund der beiden Referate wurde beschlossen, den Gesetzentwurf den einzelnen Landesverbänden des Deutschen Landgemeindetags mit den vorgeschlagenen Abänderungen zur Stellungnahme zugehen zu lassen. Dor der chilenischen Galpeierküsie. Äon Kurt Jeferid). gebracht, und dazu gehört schon einiges, die Eintönigkeit der unter Lava chutt erstorbenen Ratur. das hässliche Ge icht der Barackenstra^e durch grausame Geschmacklosigkeit zu übertrumpfen. „Vino Casablanca“ und „Articulos dr la Goma Drogeria de Santiago“ strahlt dem er reuten Seemann über das Meer entgegen! „Dienvenida en Bella Vista" empfiehlt sich ein Amüsierlokal letzten Ranges, der Clou von Antofaga'-a. Langsam geht als Gruß an unserem Fockmast die „Bandera de Chile" hoch, dazu Lotsen- und Quarantäneflagge. Arzt und Hafenpolizei sind schnell an Bord. „Alles in Ordnung Capitano?" — „Si. si. Sonores!" — „Dueno! Hasta luego, cadallervs!" Das geht sehr schnell, aber auf den „senor Piloto“, den Lotsen, wa.ten wir Stunden und Stundenr Endlich erscheint er, reichlich mit Gold bestickt, beknöpft, betresst, bebändert. — Man liebt hier Aufmachung, offenbar. — Senor Piloto ist zuvorkommend und freundlich, dabei von der Hacken knallenden Höflichkeit, die alle Llnisvrmierten in diesem Lande zu gewichtigen Persönlichkeiten macht, aber er kommt nur, um uns sachlich mitzuteilen, daß wir nicht ein lauf en können, denn es liegen bereits sieben (II) Schisse in diesem Riesenhasen, somit ist er voll. „Absolutamente completo, capitano! Deploro muchol" Aber das Schiff wird dennoch mehr an die Küste bugsiert, immer begleitet von schnaufenden Seelöwenrudeln, endlich rasseln beide Ankerkelten. Ruderboote oder, wie der Chilene sagt, „lanchas“ kommen längsseits. Ich fahre an Land. Das Boot tanzt durch die beginnende Brandung, ein Indiomischling, „roto" chilenisch, rudert stehend. Er schielt entsetzlich, und bei jedem neuen Ruderschlag fletscht er seine dicken wulstigen Lippen auseinander, zeigt die Reihen angefaulter Zahnstummel, unter mittelalterlicher Spihkappe hängen struppige, verklebte Haare hervor. Aus dem zerrissenen Hemd quabbelt ein Speckwanst und quillt über den Hosengurt. Ringsum sind prustende Seelöwen, wenn sie zu dicht ans Boot Eornmen, unterbricht der Dicke seine Arbeit, fein Gesicht wird noch grausiger, pfeifend saust der schwere Riemen auf die Schädel nieder, „viva Chile, mierdaaa!“ flucht dazu der Rote. Lind weiter bringt uns der Taft der Ruderschläge den Felsen zu. über die die Brandung schäumend ihre weisse Gischt hinklatscht. Ein paar Aasgeier stecken neugierig ihre rotpelligen Hälse aus den weissen Kragen. An der Landungsbrücke prangt auf einem Schild ein riesiges Hakenkreuz, Markenzeichen einer harmlosen Benzinfabrik. Während ich über den löcherigen Landungssteg stolpere, weiss ich noch nichts von der wilden Schönheit dieses Landes und seinen Menschen, die meine Freunds wurden. z Hessen, wie bei der Zahl der gewerblichen Betriebe, eine starke Aufwärtsbewegung vor dem Kriege sich im Gegensatz zum Reich und anderen Ländern in eine überaus ft arte Abwärts bewegung verwandelt hat, so müssen zu den überall wirksamen Schwierigkeiten und Hemmungen für Hessen noch besondere LI m st ä n d e hinzukommen. Lind das können nur die mit dem Friedensverirag zusammenhängen- genden Einwirkungen sein: neue Grenzziehung, Besetzung, Ruhrkampf. Die Hilfsaktion soll der Erhaltung und Förderung der Wirtschaft sowie der Behebung der kulturellen Rötst ä n d e dienen. Der Ausgleich für die Staatsfinanzen ist Gegenstand besonderer Verhandlungen, die weiterhin mit dem Reichsministerium der Finanzen geführt werden und hoffentlich bald zu einem guten Abschluß kommen. Lieber das Ergebnis der Aussprache mit den Retchstagsabgeordneten und den Vertretern der Landtags- sraktionen befragt, betont der Staatspräsident die erfreuliche Lieberein ft immung aller Parteien, in der Linterstützung der hessischen Forderungen an das Reich über alle Parteige- gensätze hinweg einmütig zusammenzustehen. ter- Zone, die Artikel 42ff. des Vertrags von Versailles geschaffen hat. Die Folgen dieser Zugehörigkeit können heute noch nicht übersehen werden, zum Teil wirken sie sich aber schon heute aus. Das hessische besetzte Gebiet gehört ganz der 3. Desatzungszone an. die am längsten besetzt bleiben soll. Die Räumung der 1. Zone hat für Hessen Rach teile gebracht und noch mehr wird dies bei Räumung der 2. Zone der Fall sein, da die Desahungstrup- Pen unter einen gewissen Mindeststand nicht heruntergehen werden, der Raum für die Truppen sich aber verengt. Am Sitze und im Llmkreise des Oberkommandos Mainz werden die grössten Truppenmassen konzentriert sein, bis der letzte Mann den deutschen Boden verlassen hat. Die in der Denkschrift enthaltenen Beispiele ergeben, dass auf wirtschaftlichen und steuerlichen Gebieten vor dem Kriege Hessen mit in der ersten Reche der deutschen Länder und deshalb über dem Reichsdurchschnitt gestanden hat. Hente müßte bei gleichen Einflüssen in den verschiedenen Ländern das Verhältnis das gleiche sein. Wenn aber Hessen, wie nachgewiesen ist, nicht nur nicht mehr über dem Reichsdurchschnitt steht, wie es vor dem Kriege der Fall war, sondern erheblich darunter, wenn sogar in Fast genau da, wo der Wendekreis des ©tein» bockes die Küste Chiles schneidet, sollte ich zum ersten Make südamerikanischen Boden betreten. Es war ein eigenartiges Bild, das ich vor mir hatte, aber weit entfernt von Schönheit oder Anmut. Langsam und erhaben rollte eine mächtige Dünung der grauen Küste zu. Von Panama bis hierher war das Schiff durch diese ewige Dünung gezogen, die so gewaltig ist und dennoch ein wenig müde und traurig. Allmählich, ganz gemach, rückte der riesige Tetasf elfen zur Seite und gab den Blick frei auf die zackigen Derg- monumente der Cordrlleras de los Andes. Graubraun lagen sie da. unheimllch, verwittert. Lieber ihre Kämme zogen schwere schwarze Wollen, es sah aus. als ob aus verborgenen Schluchten dicke Rauchschwaden drängen, als ob es brobele, dahinter irgendwo, zaubergleich und geheimnisvoll. An Backbord tauchten schwarz glänzende Walsischkörper aus dem Wasser, bliesen Fontänen in die Luft, die der Wind auffing und in silber- grauen Fetzen davonslattern ließ. Lange, schier unendliche Reihen von Peliianen zogen von einer öden Felsenbucht in die andere, immer mehr, immer neue, alle in gleicher Höhe, laufendes Band in der Luft, das Felsen mit Felsen verknüpfte. Beutclschnabel und Flügelschlag, Deu- telschnabel und Flügelschlag, immer wieder und wieder. Pelikan auf Pelikan, einer hinter dem anderen, ftlometerlange Bänder, die plötzlich, nach halben Stunden, von unsichtbarer Schere abgeschnitten scheinen, doch unverzüglich ziehen sich von anderen Felsen neue Bänder in endlosem Spiel, das nur unterbrochen wird, wenn sich die Geschwader sammeln zum Sturzflug auf Fischschwärme, die die Oberfläche der langhinrollenden, glatten Dünung kräuseln. Kaptauben umkreisen zu Hunderten das Schiff. Spitze, riesige Wolken steuern gegen den Wind und fallen klatschend aufs Meer. Es sind Tausende und aber Saufenbe von Taucher- Vögeln, unglaubliche Mengen, die nicht nur. nach jenem historischen Vorbild, die Sonne verfinstern, sondern es ist diesen ungeheuren Scharen auch unmöglich. aufs Wasser niederzugehen, ohne daß Dutzende von Vögeln im Gedränge zerdrückt werden. @01136 Familien von Seelöwen stecken prustend die dicken braunen Schädel in die Luft, wälzen sich im nächsten Moment wieder in die Tiefe. All diese Heere sind ausgezogen zum Kampf gegen die Fische und vertilgen stündlich ungezählte von ihnen. Lim so seltsamer mutet dann die Tatsache an, daß die Küstenstädte zeit- Sohn ihre Titel vorzuwerfen. Der wehrte sich, es befanden sich höchstens zwei Komödien unter den nach Kamenz geretteten Werken. Don dem Bibliophilen Lessing während seines Literatenlebens in Berlin und in Leipzig, das das Jahrzehnt 1750 bis 1760 ausfüllte, wissen wir nichts. Erst die Berufung nach Breslau als Sekretär des Generals Tauentzien gab Lessing wieder die Möglichkeit, Bücher sammeln zu dürfen, und feit 1760 überließ er sich einer Buchersucht, die feiner Spielsucht ver- glichen wurde. Er sammelte systematisch, feine Ankäufe beschränkte er nicht auf den Breslauer Bücher- markt, sondern nahm die anderswo sich bietenden Gelegenhellen, stets zu hohen Geldopfern bereit, wahr. In Berlin war Friedrich Nicolai der Vertrauensmann, der die Auftrage besorgen mußte. Einmal war der leidenschaftliche Sammler Lessing auch ein vergeßlicher Sammler gewesen; er hatte einen dringenden Auftrag noch einem zweiten Bekannten in Berlin gegeben, und die beiden Bieter übersteigerten sich gegenseitig Zu Lessings Schaden, bis sie endlich einander auftlärten. Eine gewählte und große Büchersammlung zierte 1765 die Wände von Lessings Berliner Wohnung. 1767, als er die Uebersiedlung nach Hamburg vorbereitete, mußte er sich notgedrungen von ihr trennen, um den Vorschuß für die neubegründete Bode-Lessingsche Buchdruckerei zahlen zu können. „Meine Bibliothek wird springen, schrieb er am 1. Februar 1767 an Gleim, „ich behalte von etwa 6000 Stück nichts, als was ich zu meinen vorhabenden Arbeiten unumgänglich brauche. Es geht mir nahe, daß ich mich ihrer entschlagen muß ... Aber was zu tun?" In Hamburg begann er die Versteigerung der Berliner Bücher vorzubereiten, wobei ihn der in Berlin lebende Bruder Karl Gotthels unterstützte. Anfang 1768 scheint die Druckvorlage des Katalogs fertig geworden zu sein, den dann Karl Gotthels drucken ließ. Anfang Oktober wird dann wohl die Versteigerung stattgefunden haben, deren Ergebnis well hinter den Erwartungen Lessings zurückblieb. Das mag, neben dem Entschluß, Hamburg zu verlassen, mitbestimmend gewesen sein für die Eile, mit der er nun auch die Auflösung seiner in Hornburg befindlichen Bücherei veranlassen wollte. Nach Fertig- stellung des Katalogs im Dezember 1768 und Januar 1769 nahm er dessen Versendung selbst in die Hand und verschickte ihn an die Bekannten und Freunde. Anzeigen in der „Neuen Hamburgischen Zeitung", dreimal bekanntgemacht, bestimmten Ort und Zeit der Versteigerung. Aber noch immer war der Bücheroorrat Lessings nicht erschöpft, und die Verwertung von dessen Resten blieb einer dritten Versteigerung Vorbehalten. Auch für sie ist ein Verzeichnis veröffentlicht worden. Lessing war aller Büchersorgen ledig. Am 7. Mai 1770 trat er sein Amt als Bibliothekar an; am 14. Mai 1770 fand die letzte der Lessingoersteigerungen statt, und der, dessen Namen sie trug, durfte sich erleichterten Herzens bekennen: „Bücher kann ich nun am ersten entbehren.“ Tragischer Bibliophiles weife unter regelrechten Fischplagen leiden, das heisst, dah die Vrandung dann und wann ganze Waggonladungen von Fischen an Land spült, die sich längs des Strandes zu hohen Wällen aEfchichten, in Verwesung geraten und ekelhaften Gestank verbreiten. Zu dieser Zeit ziehen die Bürger aus, um den silberschimmemden Llnrat in tiefe Gruben zu schaufeln. Häufige Begebenheit, trotz Seelöwen. Potwalen und kilometerlangen Vogelschwärmen. Langsam schlingert bas Schiff der traurigen Küste zu. Ja. sie ist traurig mit ihren hohen öden Felsen, die kahl und schauer ich auf die See starren, nichts wächst auf ihnen, nicht einmal Gras oder Kakteen. Traurig scheint alles hier, traurig die See mit ihren schre mittigen Wogen, traurig dcr kümmerliche Hasen, der eigentlich nur ein Detonpier ist, der sich wie ein steifer Arm um ein Stückchen ruhiges Wasser gelegt hat, traurig auch die Salpeterstadt Antofagasta, deren Hol-zoaracken sich am Fuße der Atacamaberge hinducken, etwa als dürften sie nicht wagen, sich über den Erdboden zu erheben. Grau in grau verstauben die Gassen. Zwei, brei, Gotteshäuser Hrecken ihre Türme auf, als müssten sie Blitzableiter gegen drohendes Llnhnl sein. Es ist wirklich trostlos! Dabei scheint die Mittagssonne, aber nicht etwa gleißend und grell, wie weiter nördlich in Ecuador und Panama, nein, auch die Sonne ist krank hier, bleich steht sie hinter Dunstschleiern des fahlen chileni chen Winterhim- mels. sendet kaltes, neutrales Licht, das künstlich wirkt, wie eine Jupiterlampe im Filmatelier. Der Dampfer passiert ein Spalier spitzig gebogener Flossen von Schwert- und Haifischen... Roher rüden die Berge, und nun entziffert man die weissen Striche an den Felsenwanden, de schon weit auf die Dee hinaus leuchteten. Mit ungeheuer grossen, unbeholfenen Buchstalen find Reklamen auf das Gestein geschmiert, wild und wahllos durcheinander, so etwa, wie man bei unS eine alte, brüchige Mauer mit hässlichen Plakaten bekleistert. Man kann sich diese SHakrei an den Bergen gut erlauben, hier regnet es niemals, hier, wo der südliche Wendekreis d.e Westküste schneidet. Kein Wunder, dah der Atacama böse dreinschaut, wenn man ihn so behandelt. Da stehen sie nun. diese Berge, hilflos und drohend, Litfaßsäulen für die Ewigkeit. „Fumare Reina Victoria" (raucht...) steht leuchtend weiß auf ihrer düsteren Stirn. „Jnstituto Fotografico" und „Hola Caballero Cafs Lucsik“. Mit Affichen solcher Art hat man es wirklich noch fertig- fammengesetzt. „ Ä , Die Elfenbein-Miniaturen von Frau L. Becker- Emmerling (Darmstadt) dürsten vielen Besuchern nicht mehr unbekannt fein; es handelt sich um Porträts, z. T. von bekannten Gießener Per- sönllchkeiten; eine liebenswürdige, rokokohaste Kleinkunst, die heute wohl schon im Aussterden ist. Die Ausstellung wurde gestern, Sonntagvormit- tag, dcr Oefsentlichkell übergeben. Der Vorsitzende des Kunstoereins, Landgerichtsdirektor Bücking, hieß die Erschienenen willkommen und führte sie mit einer Ansprache in das Werk der ausstellenden Künstler ein. hth. und weil die hessische Wirtschaft, insbesondere in der Provinz Rheinhessen, noch heute stark unter den veränderten Grenzverhältnissen leidet. Jedem Einsichtigen ist klar, dah für das besetzte Gebiet etwas geschehen muß, um zu verhindern, doh dieses Gebiet und insbesondere Städte wie Mainz, Worms usw. auf Iahre hinaus in_ der (Snttoixflung zurückgeworsen werden und Schaden erleiden, die spater vielleicht, überhaupt nicht mehr gutzumachen sind. Wenn jedoch jetzt infolge dcr schwierigen Finanzlage des Reiches etwa nicht die erhofften Beträge zur Verfügung gestellt werden können, so muh Hessen einen.stärkeren Anteil an den möglichen Bewilligungen unbedingt erwarten. Heber ein Viertel des Staatsgebietes und über 36 Prozent der hessischen Gesamtbevölkerung entfallen auf das besetzte Gebiet. Bekannllich war dos besetzte Gebiet der fortgeschrittenste, am dich- iLsten bevöllerie und leistungsfähigste Teil des Londes. Umfang und Wert des besetzten Gebiets, vor allem aber die räumlich und wirtschaftlich sehr enge Verbundenheit des unbesetzte n 5) essens mit dem besetz tenGe- 6 ie t haben zur Folge, daß das gan^ze Land unter den Folgen der Besetzung und oes Ruhr» kainpfes zu leiden hat. Man muh sich den hierdurch hervorgerufenen großen Llnterschied der , hessischen Verhältnisse gegenüber den preußischen und bayerischen, wo die besetzten Gebiete verhältnismäßig nicht annähernd diese Bedeutung haben, immer wieder vor Augen führen. Die Kräfte und Hilfsquellen des Heffenlandes sind in ihrer Gesamtheit betroffen und gelähmt. Die Folgen der Besetzung sind hx Hessen besonders groß, weil das hessische Gebiet die stärksten Desatzungsla sten zu tragen bat. Fast 28 Prozent der gesamten De- -i sahungstruppen stehen in Hessen, gegenüber einem Anteil des hessischen besetzten Gebiets an ter Gesamtbevölkerung der besetzten Gebiete von nur 13,1 Prozent. Auf 10 000 Einwohner kom- nten im besetzten Hessen 385 Desahungsangehö- rtge, in der Pfalz deren 160 und im preußischen besetzten Gebiet 137. Roch stärker ist der hessische Anteil an den Beschlagnahmungen. Denn es entfallen z. B. 30 Prozent der sämtlichen beschlagnahmten Dürgerwohnungen auf das besetzte hessische Gebiet. Geraden katastrophal sind bekanntlich die Folgen der Besetzung für die größte tesfische Stadt, für Mainz. Keine andere be- |eilte Stadt hat so stark gelitten, ist in gleichem Maße auf Jahrzehnte zurückgeworfen worden wie diese Stadt. Zu diesen Besetzungsnöten gesellen sich, wie schon erwähnt, die durch die neue Grenzziehung im Westen des Reichs verursachten schweren wirtschaftlichen Schädigungen. Das unbesetzte Hessen gehört zu einem großen Teil in die sogenannte 50-Kilome- Oberheffischer Kunsiverein. s Die gestern eröffnete neue Ausstellung des Ober- hessischen Kunstvereins am Brandplag vereinigt eine kleine Anzahl teils hessischer, teils auswärtiger Künstler und Künstlerinnen. Die Einheimischen dürften den ständigen Besuchern von früher her bereits bekannt fein. Im übrigen sieht man vorwiegend Malerei, dazu elliche Graphik und einige Miniaturen. Oskar Achenbach (Runkel) erscheint in erster Linie als Landschafter, hat aber zwischen den Freilichtstücken ein gutgemaltes, derbes Bauernporträt Höngen, unferm Empfinden nach das beste Stuck, dos'er zeigt. Von den Landschaften fällt der eigenartigen Technik wegen — es handelt sich da um aquarellierte Lithographien — eine Runkeler ^luß- portie mit Brücke besonders auf; doch war u. E. die dreifache Absvandlung des gleichen Motivs ein wenig glücklicher Einfall. Etliche frische, luftige Rheinland- i(haften und ein toniges, obwohl räumlich ein wenig verwischtes und gedrücktes Stadtbild von Diez feien noch erwähnt. Käthe Spen gel, Hamburg, zeigt eine Anzahl klarer Aquarelle, Werft- und Sch ffsmotioe, etwa in Kallmorgens Manier; alles für Aquarellmalerei sehr exakt und mit linearen Betonungen ohne Wischer vorgetragen; nichts ist verfließend oder auf- gelöst. Die Dünenbilder geben ähnliche Eindrücke; ein Hamburger Stadtbild, hell und locker gemalt; ein Kirchen-Interieur; ein dekoratives Blumenstück. W e b e r ° T y r o l (München) ist mit einer großen Landschaft vertreten: „Achensee"; Oelbild. Talentiert, mit frischen Zugriff, schnell aufgetragen. Das Ganze etwas abrupt und und unvermittelt, ungefähr int Stil der späten Walchensee-Bilder von Corinth. Ein großer Teil der Ausstellung ist den Bildern des hier bereits bekannten hessischen Malers L e n z (Erdhausen) eingeräumt. Er ist seit den letzten grösseren Ausstellungen entschieden gewachsen; die Kollektion gibt ein aufschlußreiches Bild von seiner gediegenen, ganz im Heimatlichen wurzelnden, bodenständigen Malerei. Neben den sicher gesehenen, tüchtig komponierten und trocken gemalten Land- schaftsmotioen sieht man großangelegte Genrebilder, Siraßenszenen etwa im Sinne Bantzers, volkstümlich, lebendig, gegenständlich, episodisch erzählend, aufgegriffen aus dem ländlichen Alltag. Wir nennen die „Klatschbasen", den farblich und figürlich sehr sauber komponierten „Kuhhandel", den „Schimmel" und die „Kirmes". Zeichnungen und Aquarelle ergänzen die Kollektion. das Leben Lessings, des leidenschaftlichen Kämpfers aus Wayrhsitsfanatismus, des Bücherenthusiasten aus Erkenntnisdrang, des Menschen, bem das Geschick die Siege aus den Händen wand. Auch der Büchersammler Lessing ist eine tragische Figur. 3n dem verdienstvollen dreibändigen Werke Die großen Bibliophilen", das G. A.E. Bogen g i'm Jahre 1922 veröffentlicht hat (Verlag von E. A. Seemann, Leipzig), ist ihm in dieser Eigenschaft eine eingehende Darstellung gewidmet, der wir in gedrängter Kürze nun das Wort geben. Die Be- kesenheit Lessings entsprang der Leidenschaftlichkeit seiner Wissbegierde, und ihr entsprach in seinen früheren Jahren auch das Bemühen um den Besitz einer eigenen gewählten Büchersammlung. Die ,.ge° wisse Ueberzeugung des Leipziger Studenten, „daß sein ganzes Glück in den Büchern bestehe", wandelte sich freilich zuerst, als er in den Neuberschen Theaterbann geriet: „Ich lernte einsehen," so schrieb er am 20. Januar 1749 an die Mutter, „die Bücher würden mich wohl gelehrt, aber nimmermehr zu JhemiiÄ 43 . 6310 W 2 S* ,!laN8.N( Wh, m teilen, Beta. W muar M Ws n? ?ern Sfabl rillen. ar'ei Staunenflm 3Tr 1929, von an Drt unb Stelle * «Heilung ™ 50 m N. Tchn "MH 1 m lang, u5e,102'5 m; Rnup. E'che 17 rm, Kiefer '■Nie 320 rm, Eiche ?•' .Buche 14 rm. 1 ist DQimiltags um leise-Kreuzschneise. 119. Januar 1929. Mendorf o.d.Lüa. in. Pachtung. bniflt 1929, nachmil- Saale bes Gastwirts lers (Vderhesteiy die weitere neun 8ahre Die Jagd besteht aus "fasst zirka 360 Mar- Morgen gelb. 616D bebingungen können -teile eingesehen werter« Setter». g'l._______________ Pachtung. iruat 1929, nachmil- 3agb ber Qemeinbe n, auf weitere neun ft der Wilhelm 'M öffentlich vnMer. cht btf yefame Ge- b ift zirka 302 Hektar 622D jbebingungen werben । bekanntgegeben. Januar 1929. Misterei. Mission, ankenbach verkauft im m Angebots folgendes chten-Stammho^m ieftrn. , . 54,47 hn 144,80 , 81Z - 18,06 , 4;4 , 3,61 , 307,0lfm chlen. , 15,85 to 17,13 , 95,15 „ 61,09 , 24,00 , > 3,68 , .Äet ,päS Ör* n Lerkau!-' >rs mit oen 6tm bekannt' tauf le’fnUL e*? ein MterH |iel >r, K nie®ie6e"; l6)Juol,Y onni >.5--nuol " w ad ie^n u"d Sieben-.,,., rgernieistel- Ö a rf- ist mit einem Menschen machen." Aber mit der notgedrungenen Uebersiedelung nach Wittenberg erwachte die Bücherlust von neuem, und der allzu beeilte Büchererwerb trieb ihn in Bücherschulden. Nach einem halben Jahre schon mußte er, nach Berlin fliehend, die kleine Prioatbtbliothek in der Lutherstadt zurücklassen. Der Vater löste die Bücher aus, um dem schneller Einsegnung am Grabe diese Stätte verlassen I und die Feier dann in der Kapelle gehalten, sondern der Sarg bei schlechtem Wetter erst in der Kapelle T« 50. Fortsetzung. Nachdruck verboten Stück — Mein lieber, lieber sie hochdeutsch redete. in. ..Hansl-- ..Mein Altert Alter!" Feßmann brachte sonst kein Wort über die Lippen, Hettingen war der erste, der die Sprache wiederfand. ..Tin ich solcher Treue wert, HanS? — Gibt es überhaupt mxh jemand, der an mich glaubt7" ..So sollst du nicht reden, mein Lieber. Alle- glaubt an dich, der Richthofen, die Ieska, nie» mand hält dich für schuldig." (Fortsetzung folgt) ..Ich komme mit, gnädige Frau!" Sie nickte und begleitete ihn noch ein die Treppe hinab. Dre sie spricht, dachte Richthosen unwillkürlich. Isabella- Nerven waren bis zum Zerreißen go 'ponnt. Sie wußte in diesem Augenblicke sMst nicht, daß sie hochdeutsch redete. Tagung der Tabak-Großhändler. Man berichtet uns: Die ungeklärte Lage im gesamten Zigarettengewerbe hatte den Zentral- verband deutscher Großhändler der Tabakbranche, Leipzig, veranlaßt, die ihm angeschlossenen, über das ganze Reichsgebiet verteilten Zweigverbände und deren Einzelmitglieder zu einer außerordentlichen Generalversammlung nach Leipzig einzuladen, der eine Gesamtoorstandssitzung vorausging. Der Vertrag, den 95 v. H. der Zigarettenfabrikation und die Verbände des Groß- und Spezialhandels am 19. September 1928 geschlossen hatten und durch den der Schutz der Kleinoerkauss- und Großhandelspreise, sowie das Absatzgebiet geregelt werden sollte, war durch das Verbot des Kartellgerichtsvorsitzenden der im Vertrag angeblich entl)altcnen Liefersperre hinfällig geworden. Neue schwere Kämpfe um Konditionsbedingungen, durch die die konzcrnierte Industrie ihren Konkurrenzkampf gegen die freien Zigarettenhersteller verschärft, haben besonders im Großhandel schwere Deunruhi- aung hervorgcrufen und die Erbitterung über das Scheitern des Preisschutzabkommens verstärkt. Die außerordentlich stark aus allen Teilen des Reiches besuchte Generalversammlung nahm einstimmig eine Entschließung an, in der sie von den Parteien des Reichstages eine Aenderung des Kartellrechts verlangt und von der Industrie erwartet, daß sie den berechtigten Wünschen des Großhandels auf Einführung eines den tatsächlichen Umsätzen entsvrechenden Rabatldifferenzierungs- S y st e m s neben der Sicherung des Absatzgebietes end' d Rechnung trägt und durch einen wirksamen Prr" s-ßutz dis Interessenten des gesamten Handels mit Tabakfabrikaten sichert. Die Entschließuna verlangt weiterhin unter Ablehnung der Konzern bcdingungen in ihrer fetzigen Form, die Unter st ützung der freien Indu st rie im Kampfe gegen die Bildung eines Privat- oder Skaatsmonopols. LÄche Vaßmzs! Roman von 3. Schneider-Foerfi!. llrbeberrechtsfchutz Oskar Meister, Werdau i. Sa. Z ber Tat M .so stjuaje wäre HMyckommeW g-in auswärtiger Geldstrafe zu, Äffte der Vstanlag lri Ccheinwer; Mstellt. rv «tz bei abgcbleMl ten können, um sei chner nachzukommen aufgestellt und nach der Feier gemeinsam zu Grabe geleitet werden soll. s. U t p h e , 20. Fan. Die Rechnung unser vr Gemeinde für das Rechnungsjahr 1927 liegt zur Zeit auf der Bürgermeisterei offen. Sie schließt in der ersten Wteilung in der Einnahme mit 30 601,04 Mark, in der Ausgabe mit 26 815,18 Mark ab. Der entstehende Rcchnungsrest von 3185,86 Mark ist Barbestand. Die zweite Abteilung (Vermögen) schließt in der Einnahme mit 336,15 Mark, in der Ausgabe mit 242,15 Mark ab, so daß sich ein Rechnungsrest von 94 Mark ergibt. Durch Gemeindeumlagen wurden im Rechnungsjahr 1927 rund 8000 Mark aufgebracht. Die Rechnung wurde in dieser Form vom Gemeinderat genehmigt. r? Utphe, 19. San. 3n Ar. 16, 3. Blatt des „®ieß. Anz," wird über ken Verkauf des ® r ä f L Solms-Laubachschen Hofguts Utphe berichtet und ne'agt, daß Tltphe 1469 durch Teilung an^ Solms gefallen ist. Die? ist unzutreffend. Das Gut TItphe gehörte bis 22. Juli 1527 dem Kloster Haina, dessen Abt Dittmar es an die'em Tage an Philipp Grafen zu Solms verkaufte. Das Haus Falkenstein starb schon 1418 aus. Don 1419 an fanben die Teilungsverträge statt, waren jedoch 1469 längst beendet. (Dgl. Gudenus, Codex Dipl. I * Obbornhofen, 20. Ian. Der Llteste Einwohner unserer Gemeinde, wohl der ganzen Wetterau, der Auszügler Valentin Klö 6, wurde hier unter zahlreicher Beteiligung der Gemeindeg'ieder zu Grabe g'trag?n. Der Verblichene hat sein Leben aus nahezu 9 8'/z Jahre gebracht. Er war trotz seines hohen Alters noch so rüstig, daß er kleine Spaziergänge im Hof unternehmen konnte — Die Holzhauerarbeiten im hiesigen Gcmeinoewald sind in diesen Tagen zu Ende geführt worden. Da in 2 Aotten zu je 12 Mann gearbeitet wurde, nahmen die Fällungsarbeiten nur wenige Wochen in Anspruch. 3m ganzen wurden 800 Festmeter geschlagen, darunter 132 Lose für die Ortsbürger, von denen jeder alljährlich 2l/2 Raummeter Hartholz und 4 Raummeter Reiser unentgeltlich und ohne Anrechnung des Holz- haucrlohnes erhält. Auch wird jedem Orts- bürgcr noch über ein Aormalmorgen (2800 Quadratmeter) Ackerland steuerfrei zur Abnutzung zugeteilt. Kreis Friedberg. * Gam5ach, 19. 3an, Der hiesige Turnverein (D. T.), der im vorigen 3ahve auf sein 25jähriges Bestehen zurückblicken form Le, veranstaltete im Saale des Gastwirtes W. Weisel sein diesjähriges, stark besuchtes Wintervergnü-- gen. Die Vorführungen der Iugendturner am Alsdann wurde der vsrllegende Entwurf eines Arbeitsschutzgesehes durchberaten, wobei Ministerialrat a. D. Schellen, Berlin. Berichterstatter war. Für die Landgemeinden spielt bei dem neuen Gesetzentwurf insbesondere die Frage des 7 Llhr-Ladenschlusses und die Offenbarung der Verkaufsstellen an Sonntagen eine wichtige Rolle. Zu dem vorliegenden Entwurf der Handwerksnovelle wurde beschlossen, daß von neuem die Gemeinden die grundsätzliche Forderung erheben sollen, daß sie von der Verpflichtung zur Einziehung der Beiträge zur Handwerkskammer befreit werden. Zu dem Entwurf eines ReichsgesetzcS über Beamtenvertretungen wurden starke Bedenken geäußert, da das Gesetz nach | Ansicht der kommunalen Spihenverbände nach \ seinem jetzigen 3nhalt dazu geeignet ist, die Ver- waltung der Gemeinden zu hemmen und zu erschweren. Anschließend fand noch geselliges Beisammensein statt. * Grünberg, 19. Jan. In der jüngsten G e • meinderatssitzung gab Beig Keller die Gründe der vorläufigen' Amtsenthebung des Bürgermeisters Jäckel bekannt. Danach hat der Bürgermeister im Jahre 1926 in 41 Fällen Ordnungsstrafen in Höhe von 350 Mark, im Jahre 1927 in 61 Fällen mit 768, und im Jahre 1928 in zehn Fällen mit 140 Mark erhalten. Das Kreisamt Gießen, das Oberversicherungsamt Darmstadt, das Finanzamt Grünberg und der Amtsanwall in Alsfeld erhielten trotz mehrfacher Mahnungen feine Antworten auf ihre Anfragen bei der Bürgermeisterei Grünberg. ri. Lich. 19. Jan. Die K i r che n g em e i n de - Vertretung beriet gestern über den ihr vom Kirchenvorstand oorgelegten Voranschlag für 1929. Der Voranschlag, dessen erster Teil (Kirchenkasse) mit 11928 Mark und dessen zweiter Teil (Pfarrei) mit 4303 Mark abschlietzt, wurde einstimmig angenommen. Die kirchlichen Bedürfnisse werden hier durch örtliche Kirchensteuer gedeckt. Die alle Marien st iftskirche, gebaut ain Anfang des 16. Jahrhunderts, eines der ehrwürdigsten und sehenswertesten Gotteshäuser Oberhessens, ein Wahrzeichen unserer Provinz, bedürfte im Inneren einer gründlichen N e u h e r st e l l u n g. Leider können aus Mangel an Mitteln nur die allernotwendigsten Herstellungsarbeiten vorgenommen werden. Auf Anregung eines Mitglieds fand eine Aussprache statt über die Friedyofskapelle, in der bei nassem Wetter und großer Kätte bei Beerdigungen nach Dorausgegangener Einsegnung am Grabe die Trauerfeier stattzufinden pflegt. Es wurde bemängelt, daß die Einrichtung der Kapelle trotz der vor einigen Jahren vorgenommenen Neu- herrichtung nicht zweckentsprecheno ist. Allgemeinen Beifall fand der Wunsch, daß künftighin nicht nach hängt aber von der Beschaffung ber nötigen Gelb» mittel ab. Kreis Schotten. b. Schotten, 19. 3an. Aus dem Gemeinderat: Alm die De rkeh rsver- hältnisse im Kreise zu verbessern und den abgelegenen Gemeinden des Kreises Schotten die Gelegenheit zu geben, auf bequeme Weise die Kreisstadt zu erreichen, hat der Gemeinderat einmütig die Anschaffung eines Perso nenvmnibusses beschlossen. Mit dem Kraftwagen sollen an den Werktagen nach den verschiedenen Richtungen hin an die einzelnen Orte des Kreises Fahrten unternommen werden, die dadurch eine rasche, billige Verbindung nach der Kreisstadt und ihren Aemtern bekommen. An den Sonntagen steht der Wagen zu Sonderfahrten, zur Beförderung der Wintersportler nach dem Hoherodskops usw. zur Verfügung. Der Fahrplan wird in einer besonderen Sitzung noch festgelegt werden. — Die Lieferung einer Reihe von notwendigen Gegenständen für das neue städtische Krankenhaus, das eben sehr gut belegt ist, wird vergeben, so Rähmaschine, Wäschemangel, Eis» schrank, Kupferkessel usw. - Ein Nachtwächter der Stadt scheidet infolge hohen Alters aus. Tie Stelle wird neu vergeben. — Das Ministerium des Innern hat die Fassung der städtischen Ortsbausahung beansta. det. nach der sich der Gemeinderat vorbehallen hat wie er im Einzelfall die Kosten der Herstellung einer neuen Straße auf die Anlieger ausschlagen will. Der Gemeinderat beschließt entsprechend dem Vorschlag deS Ministeriums. — ®inc Kaufgeldforderung einer Privatperson. die drei Häuser an die Stadt im Iahre 1919 verlaust hat, wird entsprechend dem umgerechneten Goldmarlwert aufgewertet. — Der neugebildeten Freiwilligen Sanitäts- kolonne werden 100 Mk. Zuschuß und eine laufende Beihilfe bewilligt. Der israelitischen Gemeinde werden 50 Mk. Kosten für Unterhaltung ihres Friedhofes gewährt. Außerdem läßt die Stadt den Friedhof mit einer Wcihdornhecke einfriedigen. Der vom Alicefrauenverein eingerichtete Kindergarten hat sich sehr bewährt und erfreut sich großer Beliebtheit und eines guten Besuches. Der Gemcinderat hat dem Verein einen Beitrag von 600 Mk. bewilligt. — Eine Müllabfuhr ist von der Stadt eingerichtet worden, die von der Bevölkerung sehr gern benutzt wird. I Glashütten, 19. Ian. Der Autobusbetrieb, der von Gedern aus eingerichtet worden war, und u. a. auch die Arbeiter von hier nach Hirzenhain beförderte, ist eingestellt worden. Der Betrieb litt häufig unter großen Verspätungen, so daß die zu spät zur Arbeit kommenden Arbeiter geschädigt waren. Das Unternehmen soll unrentabel gew sen sein. Es wäre zu wünschen, daß nunmehr der Gemeinde verband Ridda-Ulfa, dessen Wagen bis Ober-Lais fährt, einen durchgehenden Verkehr bis Hirzenhain einrichten würde und die Beförderung der Arbeiter übernähme. Preußen. lanöraf von Gilsa zum Oberregierungsrai ernannt. Kassel, 19. Jan. (WSN.) Wie wir aus amt- \ kicher Quelle erfahren, ist der frühere Landrat fcc=. j Kreises Kirchhain, v. Gilsa, vom preußischen Minister des Innern zum Oberregierungsrat ernannt und an die Regierung in Hannover versetzt worden. Kreis Wetzlar. 3 Krofdorf, 20. Jan. Bei der hier stattgehabten Erwerbslosen Zahlung kehrten einige Erwerbslose aus einem Orte im Kreise Biedenkopf in einer hiesigen Wirtschaft ein. Als die Gäste das Lokal verlassen hatten, bemerkte die Wirtin, daß acht Aschenbecher fehlten. Der sofort benachrichtigten Polizei gelang es, die Täter zu stellen und die Aschenbecher dem Eigentümer wieder zurückzubringen. O. Hörnsheim, 19. Ian. Der Gesangverein »Eintracht" feierte fein diesjähriges Stiftungsfest. Von einer größeren Feier tourbe auf Wunsch der Veveinsmitglieder aöge- sehen. An ihrer Stelle fand eine geschlossene Veranstaltung irmerhalo des Vereins statt, zu der auch die Familienmitglieder der Vereins- angchörigen eingeladen waren. — Bei einer dieser Tage in einem Teil der hiesigen Gemarkung abgehaltenen Treibjagd wurden acht Hasen zur Strecke gebracht. Die Strecke eine» vertreten. Ich kann nicht warten, bis er von seinem Skat nach Hause kommtl Auf Wiedev- sehen. Richthofen!" Feßmann stand schon am Wagen und streckte dem Freunde die Hand vom Trittbrett herab entgegen. Was Leopold noch sagte, wurde vom Rattern des Motors verschlungen. Dann ein Itud--Hilde rief noch Grüße, aber es wurde nrcht mehr gehört. Das Auto rannte geradeaus, tauchte im Lichtersprühen zwischen anberfen Fahr- öeugen unter und war nicht wieder zu sehen. Richthofen neigte sich mit entern Kuß verab- schtedend Über Frau Drunhildes Rechte. „Wann rch nur Rachricht Hütt. was es mü der Mizzl A ~* sagte er gequält. ..Lass» S' mich wissen, Frau Doktor, wie der Hans nunterkommen ist. Er wird ledenfafls telegraphieren. Dann ist mir ichon ein Stuck Wohler, wann ich weiß, daß der Joachim nimmer allein ist!" ' Sie bejahte gütig. Er winkte seinem Chauffeur, ber auf der an» deren Straßenseite stand, und ließ sich schwer in bte braunen Lederpolster gleiten. „Jetzt fahr ich zur Frau Ieska! Daß die sich um die Baronin annimmt. Das könnt ihr sonst leicht das Herz abdruckn." u ° Roch ehe Hilde etwas zu erwidern vermochte, setzten sich die Räder in Bewegung und nahmen die Richtung nach dem Schwarzenbergerplatz. Frau 3cSfa kam ihm schon im Korridor entgegen und legte den Finger an die Lippen. Schweigend schob sie ihn in ihr Boudoir Die Mutter ist bei mir! Sie weiß noch nichts! "Ich bring Ne noch heute nacht nach dem Jagdschloß meines ManncL unten an der ungarischen Grenze Da gibt es keine Zeitungen. Sie wird aHo auch nichts erfahren. Ich habe sie schon so weit überredet, daß sie mitkommt." Frau Hilde weinte auf. „Hans, glaubst du, daß er in einer unseligen Stunde---" „Frag mich nichts!" herrschte er sie an. „Erst muh ich ihn sehen. Mir kann er nicht aus! And wenn er mir'S eingesteht, jag ich ihm eine Kugel durch den Kopf. Dann bleibt ihm wenig« Itens alles andere erspart." „Du kämst glattweg ins Zuchthaus — mahnte Richthosen. „Ist auch ein Word!" „A^r einer aus Barmherzigkeit. Die zwei oder drei Jahre, die ich dafür absttzen muß. nehme ich gerne auf mich. So viel ist mir der Joachim noch Immer wert," Niemand wagte etwas darauf zu erwidern. Nur Frau HUde kickte das Gesicht mit den Zanden. .und Rlchthofen fühlte einen kalten Schauer über feinen Leib rinnen. Der Chauffeur erschien und frug. ob er an- turbeln solle. Feßrnanns „Ja" kam ohne Beginnen. „Nehmen Sie ein paar Reservereis-en mit und genügend Benzin, daß wir soviel als möglich chne viel Zettverlust durchkommen. Der Wagen >st hoffentlich vollkommen in Ordnung!" „Ich habe ifrn erst heute mittag bis zur letzten Schraube durchgesehen, Herr Doktor." „Dann wird nichts fehlen. Muß ich mich um Jörgen ^»6?" Er hielt für einen Moment :fjr schmales, blasse« Gesicht hoch und behielt es fest im Auge. „An mich brauchst du gar nicht zu denken HanS! Rur an ihn:" sagte sie tapfer und zwang die Tränen zurück, die ihr schon an den Wimpern hingen. „Mnb sag, daß ich ihn grüßen lasse! Sag 8 ihm, Hans!" — — FeßmannS Mund drückte sich auf den ihren. . o*b wohl, kleine graul Dem Medizinalrat be- stell«, daß ich ihn bitten laste, er möchte mich AM PS J das Linien P11 nach dem Gefängnis begleitet. Als sie zusammen vor dem großen verschlossenen Tore standen, das in das Innere führte, sagte Kurt bittend: „Schonen Sie sich nach Möglichkeit, Herr Doktor und lassen Sie sich durch fein Schweigen zu nichts hinreitzen. Ich habe es ein einziges Mal getan und ihn mit Vorwürfen überhäuft, ihm sogar gedroht, da fing er zu sprechen an, daß ich glaubte, es sei ein völlig anderer, der da redet, aber nicht von der Mordsache. sondern völlig belanglose Dinge, so belanglos, daß ich Angst bekam, er hätte den Verstand verloren. Seither quäle ich ihn mit keiner Frage mehr* Feßmann nickte und reichte Diebow verabschiedend die Hand. Er fieberte einem Wiedersehen mit Hettingen entgegen und hatte sich während der Langen Fahrt in der stillen Nacht tausend und aber tausend Worte ausgedacht, die er zu ißm sprechen wollte, und immer wieder geflügelt, wie er die Rede setzen und wo er ihn baden würde, damit er Aufklärung von ihm bekam. Trotzdem verspürte er nun Blei in den Füßen, als er an der Seite eines Aufsehers den langen düsteren Gang hinunterschritt. Endlich hielt der Beamte vor einer Türe und drehte den Schlüssel. Man hatte Joachim nichts von Feßrnanns Ankunft gemeldet. Als er ihn nun so unerwartet r>or sich stehen sah, vermochte er im Moment fein Glied zu bewegen. Nur leine Hand tastete [up mühsam hoch und die Augen liefen ihm über. Oberhesssn. Lanvkrcis Gießen. —.— Klein-Linden, 20. Jan. Sein 25. Jubiläum begeht am 22., 23. und 24. Juni der hiesige Radfahrerverein 1904 in Verbindung mit dem Bundesfest des Radfahrerbundes Oberhessen. Man rechnet mit einer Beteiligung von etwa 40 Radfahrervereinen. Bei dem Feste werden Saalfahrten, Ballspiel-Meisterschaften, Korso- fahren u. a. ausgetragen. Dem Radfahrerbund Ober- hcsfen gehören 32 Vereine an. Als Festplatz soll die schön gelegene Pfingstweide verwandt werden. - Londorf, 19. Jan. Der Tvefige Krieger- u n d Kleinkaliber-Schühen verein hi llt dieser Tage unter der Leitung seines Vorsitzenden Weih im Vereinslokal von Loh seine Generalversammlung ab. Nachdem der Vv sitzende einleitend auf die hvhen Ziele ber Kriegervereins- 'ache hingewiesen hatte, erstattete ber Rechner feinen Bericht, aus bem ein Aeberschuß ber Ver- eins'a'se zu ersehen war. Dem Rechner würbe Entlastung erteilt. Bei bet anschließenden V o r- standswahl wurde an Stelle des Vorsitzenden, ber die Wieberannahme des Amtes ablehnte, zürn ersten Vorsitzenden der Landwirt Karl Loh gewählt, weiter entsandte man in den Vorstand den Schreinermeister Adam Pfeiff als zweiten Vorsitzenden, den Landwirt Friedrich Krönende r g als Rechner und den Maurermeister Karl Kreuder als Schriftführer. Noch einer kurzen Ansprache des Rittmeisters a. D. Frhr. Röder von Diersburg wurde die Versammlung mit bem Gesang bes Deutschlanbliedes geschlossen. ksMalll Du Instand del w nbts trat am -uh in Min zu XtS bevorstehende L Krätzusprechen. 01 Itzuses wird der 1 iO'unö als Qlui d»pses Deutschlan timber Vorschlägen, trrmin in die Seit iNnüesverbänöe fä lmnllich auf italici Äv rgna zur Durch Länderspiel Shnnlanb soll v -Er Stabil fe Sinnen ihr tzyi to’l'cr in Kvpenh Oeuischland in D Sie Austragung j*gcn Schwad Mk Juli in Köln Die Spiele um l Rinnen am 12. tilg: am 26. M Ouni die Zrois- 6. Juni 2czüg ich des D. Verd Aorddeutschla jj wus einen Pas » ch mit ziemliche MfcnmolaknöfQ bei Vertin ju N&all in; -erreiche Sp S9^Truppe Q 3*Utfl Nel gegen WeM $">nffurter € ^uern ffinfrQ B„9E9enü6er. $ N^I'Ses €picf'i M Hin ff Wn ütte ^tyro6in( «nem 1 .hpl-en Ä^unl Mi rr>; • Morgen lief bei Frau Hilde, die eure schlaflose Aacht hinter sich hatte, folgendes Telegramm rhres Gatten ein: „6^^ llhr Bellinzona angenommen! — gebrt ohne Panne! — Eben IankeS gesprochen. — Erlaubnis erhalten. Joachim ab acht ilßr zu be uchen. - Bries heute abend. Hans." Mtt einem stillen Weinen drückte sie das Blatt an die Lippen. , Diebow hatte Feßmann erst zum Staatsanwalt und noch der ilnferrebung mit diesem Barren, sowie der Turner am Reck und am Darren ließen beste turnerische Schulung erkennen und fanden bei den Besuchern veröientermahen lebhaften Beifall. Als Vertreter bes Turn- unb Sportvereins Butzbach waren dessen Vorsitzender (2. Gauvertteter) Redakteur Karl Schneider unb einige Turner erschienen. Turner Schnei- ber (Butzbach) wies in einer zündenden Ansprache auf die hohen Ziele der D.T. hin und ermahnte die Turner, weiterhin rege im Geiste 2ahrnl — And von dort aus schreibst ihm eine tüchtige Eprstl, well er so lang nix mehr hat Horn lassn! „Ja. das werde ich tun, liebes Kind." Mit einem freundlichen Nicken empfahl sich die Baronin. Isabella drückte Richthofens Hand in überströmender Dankbarkeit. „Das habn S' brav ge- madjt, Herr Leopold. Mit der einzign frommen Lug Haven S dec armen Frau das Herz leicht gemacht. — Jetzt ist mir nimmer bang. Wenn ich sie nur in Ungarn hab. ■— Dann nimmt sich mein Erzherzog um sie an. unb ich fahr zum Ioachrm! — —" Mtt einem raschen Blick sahen sie sich m die Klugen. Die Baronin steckte den Kopf zur Türe — Darf ich kommen?" AmtSgei M ME to»' »S***,tt I» Sank sollte noch ®l — iHird) 2cgu Artikel gehen. Die Tumen, Sport und Spiel 0* i etern. Amtsgericht Gietzen . ®.in '**' ;tn aus eingerichtet ox Arbeiter von hier c- ist eingestellt faulig unter giojcn zu lfat zur Arbeit hadig, würen. DaS Neuer Weltrekord Arne Borgs. Bei den in Sidney (Australien) ausgetra- nen Schwimmeisterschasten von Reusüdwales konnte der schwedische Meisterschwimmer Arne Borg, nachdem er bereits zwei Meistertitel errungen hatte, am Freitag auch die Meisterschaft über eine englische Meile tn der Welt- retordzeit von 10:27 Min. gewinnen. Den zweiten Platz belegte der erst siebzehnjährrge australische Schüler Ryan, der 45 Vards hinter dem Schweden zurückblieb. Der Rekord über die genannte Strecke wurde mit 10:32 von dem Australier Charlton seit dem Jahre 1927 gehalten. Geldmärkten, damit bann die Spanne zwischen Inland- und AuSiandsgeld entscheidend beurteilt werden kann. Ein zweites Moment für die weitere Entwicklung des Geldmärkte» ist die K o n - junkturgestaltung, bzw. der Einfluß der Diskontcrmähigung auf sie. Man muh berücksichtigen. das, die Kreditnahme der Teile der Wirtschaft, die auf den privaten Bankkredit angewiesen find, sich zu niedrigeren Zinssätzen vollziehen kann und dah ebenso auch die Kreditkonditionen von Industrie und Großhandel sich ermäßigen dürsten. Verbilligung der Rentenbank. Kredite. Sitzung ves-Kuß-allbundcsvorstandes $cc Borstand des Deutschen Fuhbalindes trat am Sonntag mit dem Sprelaus- ..-ih in Berlin zu einer Sitzung zusammen, um ixoi bevorstehende Länderspielprogramm «w^usprechen. Auf Anregung des Spielaus- s.UieS wird der D.F.D. dem italienischen §uß- tecLunö als Austragungstermin des Länder- k.üiif es Deutschland gegen Italien den 22. Sep- VLiroe r Vorschlägen, da der vorgesehene Frühjahrs- betmxi in die Zeit der Meisterschastskämpfe der LDüi ^verbände fällt. Das Treffen kommt bc- Mrntlich aus italienischem Boden in Turin oder TEforgna zur Durchführung. ü'c.ö Länderspiel Deu tschland gegen i=8innlani) soll voraussichtlich am 20. Oktober ra Xltonact Stadion ausgetragen werden, wenn di ic < innen ihr Spiel gegen Dänemark am 13. Ok- tÄrr in Kopenhagen mit dem Spiel gegen rZk^chland in Verbindung bringen. ■je Austragung des Spieles Deutschland gy tgen Schweden wurde endgültig auf den 14 OSuIi in Köln festgesetzt. Sie Spiele um die D. F. B. - M e, st e r s ch a f t ti Kinnen am 12. Mai mit der Borrunde, es Hinsichtlich der Abzahlungskredtt« A hat sich pie Deutsche Rentenbnnr-KreLitanstalt, um von sich aus der schwer um ihre Existenz ringenden Landwirtschaft jede mögliche Erleichterung zu verschaffen. entschlossen, die Zinssätze wieder auf die frühere Höhe zurückzuführen, also um ein werteres halbes Prozent zu ermäßigen Damit kommt die Ausgang des IahreS 1928 für die Abzahlungskredite A ausgesprochene Erhöhung in vollem Umfange in «JoctfaU. Der Zinssatz, den der Landwirt auf die Abzahlung^- kredite A zu entrichten hat, stellt sich demnach auf 71/2 Prozent, während der Zinssatz auf die Abzahlungskredite B, die bisher als kurzftftsttge Perfonalkredite mit 9y* Prozent vom Landwirt zu verzinsen waren, auf S Prozent festgesetzt wird. rt, einen durchgehen- ain cmrichtentrütbt Arbeiter übernahm en. i Gilsa 1 grat ernannt 1 Wie wir aus amt' frühere ßanbrat fies (a, nom prcMchrn berretziernntzS- rruntz in hannvvks vermischtes. Deutsche Bauausftctlung erst 1931. Der Start sand um 9.15 Uhr bei verharschtem Schnee und Frost statt. Während die ersten Läufer führigen Schnee hatten, schlug das Wetter nach einer Stunde um und der Schnee wurde stumpf. Die Läufer, die auf dieses Wetter nicht vorbereitet waren, hatten sich infolgedessen t>ei> wachst, und die erzielten Zeiten sind daher auch nicht gut. Ergebnisse: Berbandsstaffellauf: 1. Winters' ortverein Kassel 3: 47,11. 2. Akademischer Schiklub Darmstadt 3:48.04. 3. Schiabteilung des Rhönklub Frankfurt a. M. 3:53.13. 4. Schiabteilung deS Taunusklub Frankfurt a. Mai 4:09.26. (Der Schiklub Taunus Frankfurt a. M. erzielte eine Zeit von 4:02,26, da aber ein Mann der Staffel Schibruch hatte, und nur mit einem Schi am Staffelwechsel erschien, war der Lauf ungültig.) Wanderpreis des Re ich s a u sschu s se S für Leibesübungen. Frankfurt: 1. Schiabteilung des Rhvnklub Frankfurt, erste Mannschaft 3:53,13. 2. Schiabteilung des Taunusklub Frankfurt 4:09,16. 3. Schiabteilung des Rhönklub Frankfurt, zweite Mannschaft 4:13,31. Harzer Skimeisterschasten. Einem Unternehmer war ein Strafbefehl zugegangen, weil er gelegentlich der Vornahme von Erdarbeiten In einer belebten Straße des Nachts Erdhaufen u. dgl., die auch den Verkehr hemmten, unbeleuchtet gelassen hat. Kurz vor der Verhandlung zog er den hiergegen eingelegten Einspruch wieder zurück. Taten für Ticnstag. 22. Januar. 1729: der Dichter Gotthold Ephraim Lessing in Kamenz in der Lausitz geboren (gestorben 1781); — 1775: der Physiker Andrä Marie Ampdre in Lyon geboren (gestorben 1836); — 1788: der Dichter Lord Byron in London geboren (gestorben 1824); — 1849: der Dichter August Strindberg in Stockholm geboren (gestorben 1912) Aus dem Amtsverkündigungsblatt. * DaS Amtsverkündigungsblatt Br. 4 vom 18. Januar enthält: Reich Zsteuerüber- weisungen. — Benachrichtigung der Gendarmeriestationen durch die Ortspolizeibehörden. 200. Geburtstag Lessings. — Dienstnachrichten. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 1:1. Es bleibt dabei nach wie vor bemerkenswert, wie schwer es den Stuttgarter Mannschaften hält, in Freiburg Spiele zu gewinnen. Ganz überraschend hoch gewann S. B. 1860 München, der am Dorsonnlag gegen Kickers Stuttgart unterlegen war, das diesmalige Treffen gegen Phönix Karlsruhe. Die Badenser wurden 6:1 geschlagen und hatten niemals Siegesaussichten. , In der Grupp« Rord brachte der F. SP. B. Frankfurt aus Saarbrücken ein mageres und glückliches 2:1 gegen Saar 05 nach Hause. Das Treffen B. f. L. Reu-Isenburg gegen den B. f. R. Mannheim wurde als einziges in der ganzen Derbandsrunde wegen des Schneebodens nach 7 Minuten Spiel bei dem Stande 0: 0 abgebrochen. Dem S. D. Waldhof Mannheim hatte man gegen den 1. F. E. Idar mehr zugetraut, als ein recht bescheidenes 2:1. In Mainz drehte der F. Sp. B.05 Wamz das Resultat des Dorspiels vor acht Tagen gegen Union Riederrad um und gewann diesmal verdient mit 4: 2 Toren. Oie Berichterstatiungssperre über Wormatia Worms aufgehoben. Die DerichterstattungSsperre über die Spiele des D. f. D. Wormatia Worms wurde aufgehoben. da der Verein sich bereft erklärt hat. allen Bedingungen der Ortsgruppe Mainz des Reichsverbandes der Deutschen Presse nach- zukormnen. Handball in Main-Hessen. Gruppe A: D. f. D. Schwanheim — Polizei Butzbach ausgefallen. Kickers Offenbach — Polizei Frankfurt 2:1. D. f. B. Friedberg — F.Sp.D. Frankfurt 0:3. Gruppe B: Polizei Worms — Polizei Wiesbaden 6:2. S. C.Wiesbadcn — S.D. Wiesbaden 1:5. Privatspiel: Hakoah Wiesbaden — Rotweiß Darmstadt 3:2. Verbandswettläufe des Gkrklubs Gauerland. Der erste Tag der Derbandswettläufe in Willingen enttäuschte in doppelter Hinsicht. Einerseits war dos Wetter umgeschlagen, und in der Frühe des Samstags taute es, später regnete es so- sogar. Ferner war der Nebel so dicht, daß man nicht einmal 5 Meter weit sehen konnte. Infolge eines noch nicht aufgeklärten Versehens war der zweite Teil der 18 Kilometer Lang lauf st recke so schlecht markiert, daß die Wettläufer nach Zurücklegung von etwa 10 Kilometer nicht mehr weiter wußten. Dieser Lauf mußte deshalb für ungültig erklärt werden. Der Geländelauf, bei dem es hauptsächlich auf technische Feinheiten an kommt, mußte ausfallen. Er soll später nachgeholt werden. Im übrigen wurden reibungslos durchgcfuhrt der Damenlaus über 3 Kilometer und der Lauf der Jung- mannen von 18 bis 20 Jahren über 6 Kilometer. Ergebnisse: Langlauf für Damen (3 Kilometer), Kl. 1: 1. Margr t Jäger (Gießen) 12:17 Min., Kl. 2: 1 Thea Wahle (Winterberg) 11:49 Min., 2. Elisa- beth Hüttenhain (Dormunb) 12:50 Min., 3. Lotte Bri 11 (Gießen) 13:17 Min Altersklasse: 1. Grete fReuber (Elberfeld) fi. St. in 21.-B. Wir werden demnächst in einem auf die von Ihnen gestellten Fragen ein- für das Jahr 1930 geplant gewesene „Große Deutsche Bauausstellung" auf dem Berliner Messegelände ist um ein Iahr verschoben worden. Sie wird auf Wunsch der beteiligten Industrien und des Berliner Messeamtes erst am 1. Mai 1931 eröffnet werden und, soweit es sich nicht um Sonderveranstaltungen, Dertriebssiedelung usw. handelt, bis Herbst 1931 dauern. Am Programm selbst ist nichts geändert worden. Die Hinausschiebung des Eroff- nungstermines beruht darauf, daß die Frist zur eigentlichen Dorbereitung als zu kurz zu bezeichnen war. Da sich das Wetter am Sonntag aufgeklärt hatte, wohnten über 3300 Zuschauer mit größtem Interesse den Sprungläufen um die Harzer Skimeisterschaft in Braunlage bei. Die Iungmannen eröffneten das Springen und zeigten hervorragende Leistungen. Im Sprunglauf der Herren war es besonders Meister Kröckel. der mit flätoÄi^re Gnltnidlung ®e!l- markte- läßt sich schwerübersehen. Denn man muß zunächst einmal beachten, daß ja Dte gegenwärtige Geldübersülle vornehmlich auf die äleberdispositionen zum Iahresultimo zurückzuführen ift Eine Einwirkung der Diskontermäß^ aung auf die ausländischen Geldmärkte, die auch einen saisonmäßig leichten Geldstand aufzuweisen haben, ist bisher nicht festzustellen. Das Ausland ist mit seinen Zinsforderungen entsprechend der Di-kontermäßigung zurückgegangen, die ausländischen Geldgeber sind auch nach der Diskontermäßigung anscheinend durchaus in der Lage, mit der Reichsbank zu konkurrieren. Die Folge davon ist. daß das Z i n s v e r h ä l t n i s zwischen den Geldern der R e i ch s b a n k und denen des Auslandes sich nicht verändert hat. und daß die Danken keine Deranlassung haben. ausländische Kredite in verstärktem Maße zurückzuzahlen und dafür die Reichsbank in Anspruch zu nehmen. Ob sich die Diskontermäßigung um Vr Prozent als ungenügend und eine neue Ermäßigung deS Diskontsatzes sich als notwendig Herausstellen wird, um unnötige Auslandtkredite zwecks Verringerung unserer kurzfristigen Auslandsverschuldung an das Ausland zurückzuiuy- ren, muh vorläufig dahingestellt bleiben. Schon jetzt Kombinationen über eine neue diskont- politische Maßnahme der Reichsbank anzustellen, halten wir für verfehlt. Man wird erst die Gestaltung von Ultimo Ianuar und im Laufe des Monat« Februar abwarten müssen, gleichzeitig aber auch die Entwicklung auf den ausländischen '"kN. 14:8 Min. ßanalauf für Iungmannen, 6 Kilometer: ll-Dernhard Schmitt (Winterberg) 24:6 Min.» 2. Fritz Wilke (W llinaen) 37:46 Min., 3 Ludwig Volke (Dill ngen), 39.49 Min., 3 Richard Geilen (Niererseld) 38:22 Min., 5. Vinzenz Kalshaus (Elberfeld) 39:26 Min. EkistaffeUöufe im Taunus. Gestern fand im Feldberggebiet der Verbunds- ftaffetlauf des D. M.S. bei recht zahlreicher Beteiligung statt. Alle gemeldeten 16 Staffeln waren am Start erschienen. Die Strecke führte zweimal um den Feldberg und betrug etwa 40 Kilometer. --6' Krun» MQ9tn Sm rö ln ein* l V Ma *"■ n. no!toeniiQ,7 ' :aöfifÄ ' Tut Ra.7, ."ton ■ Wirtschaft. Oie Geldmarktlage nach der Oiskoniermäßigung. Der Ausweis der Reichsbank vom 15.Januar ist der erste nach der Ermäßigung des Diskontsatzes um 0,5 v.H. Wie aus dem Ausweis her- vorgeht, ist bisher die D i s k 0 n t e r m a ß i g u n g auf seine Gestaltung ohne jeden Ein- fluß gewesen. Gleichermaßen verhält es sich mit der Lage des Geldmarktes, dessen Flüssigkeit weiterhin angehalten hat und dessen Tagesgeldsätze selbst bei großen Beträgen in der abgelaufenen Woche unter den offiziellen Sätzen lagen. Zwar machte sich am Medio die üblidje erhöhte Nachfrage geltend, jedoch war von einer Auswirkung der durch die Monatsmitte veranlaßten Zohlungs- anforberungen nur wenig zu spüren. Das stürmische Tempo, welches bei der Entlastung der Reichsbank angehalten und einen Kreditabbau von über einer Milliarde in den beiden ersten Januarwochen herbeigeführt hat, beweist, daß die Reichsbank die Fühluna mit dem Geldmarkt durch ihre Diskontsenkung um 0,5 v.H. noch nicht erreicht hat. Denn am Prioatdiskont- markt hielt bas Mißverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage an. Die infolge der Diskontsenkung eingetretene Ermäßigung der Sätze auf 5,88 v.H., sodann auf 5,75 v. H. für beide Sichten konnte nicht bewirken, daß größeres Material herauskam. Wenn auch die außergewöhnlich schnelle Entlastung der Reichsbank gewissermaßen als Ausnahme anzusprechen ist, so muß doch berücksichtigt werden, baß sich ber Geldmarkt aud) im Januar des Vorjahres fein * kN. (ne • Die amtliche Großhandelsindex- zif f er. Die auf den Stichtag des 16. Ianuar berechnete GrohhandelSindexziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 138,7 gegenüber der Dorwoche (138,9) leicht zurückgegangen. Don den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,2 v. H. auf 131.2 (131.5) nachgegeben, während die Indexziffer für Kolonialwaren um 0,2 v. H. auf 124,9 (124.7) gestiegen ist. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat sich auf 134,1 (134,0) erhöht, dieiemge für industrielle Fertigwaren ist um 0,2 v. H. auf 158,6 (158,9) gesunken. * Der Stahlverbrauch der Autoindustrie. Rach Berechnungen des Reichs- verbandes der Automobilindustrie stieg der Stahlverbrauch des Kraftsahrzeugbaues in Deutschland von 74 750 Tonnen 1926 und 175 350 Tonnen im Iahre 1927 auf 214 230 Tonnen 1928, um 186,5 Prozent innerhalb zwei Jahren. Davon entfielen auf Personenwagen 116 830 Tonnen (1927 : 98 600, 1926 : 39 000), auf Lastkraftwagen 75 640 Tonnen (61 900 bzw. 25 300), auf Omnibusse 9890 Tonnen (7650 bzw. 5400) und auf Krafträder 11 870 Tonnen (7200 bzw. 5050). Der Derbrauch hat sich innerhalb drei Jahren annähernd verdreifacht und spielt unter Berücksichtigung dessen, daß es sich überwiegend um Qualitätsstähle handelt, im Rahmen des Stahlverbrauchs der deutschen Wirtschaft eine nicht unbeträchtliche Rolle. • Frankfurter Allgemeine Der- sicherun gs-A.-G., Frankfurt a. M. Die Frankfurter Allgemeine DersicherungS-A.-G. berichtet über den Verlauf des Geschäftes im Jahre 1928 bei den dem Konzern zugehörigen Lebensversicherungsgesellschaften: Die wirtschaftlichen Verhältnisse hatten eine Auswirkung auf das Anwerben von Reugeschäften und auf die Erhaltung des Versicherungsbestandes. Trotzdem war der Reuzugang und der Geschäftsverlauf wieder zufriedenstellend. Anträge wurden eingereicht bei j der .Frankfurter Leben' über 148 Mill. Mark Versicherungssumme, bei der .Karlsruher" Über 84 Mill. Mark, bei der .Rürnberger" über 55 Mill. Mark, bei der „Vereinigten Berlinischen und Preußischen" über 106 Will. Mark, im ganzen also über 393 Mill. (i. D. 388) Will. Mark Versicherungssumme. Von den vier Gesellschaften wurden Versicherungsscheine über zusammen 363 (L D. 366) Mill. Mark ausgefertigt. DaS seit dem Wiederaufbau bis 31. Dezember 1928 auS- gefertigte Reugeschäft beträgt mehr als 2 Milliarden Mark Versicherungssumme. Der Ende 1928 vorhandene Versicherungsbestand läßt sich endgültig erst feststellen nach Erledigung der Ab- schlutzarbeiten für das Geschäftsjahr 1928. Es wird voraussichtlich eine Höhe von mehr al- 1,6 Milliarden Versicherungssumme erreichen. Der vorzeitige Abgang von Versicherungen ist infolge der schwierigen und gedrückten wirtschaftlichen Verhältnisse immer noch recht beträchtlich und übersteigt z. T. den vor dem Kriege gewohnten Prozentsatz wesentlich. Die Schäden blieben auch im Jahre 1928 hinter den rechnungsmäßig zu erwartenden zurück; sie find aber naturgemäß zahlreicher geworden. SS treten z. T. I besonders in die Erscheinung Selbstmorde und Todesfälle infolge von Unfällen. Die Aussichten für die Rechnungsabschlüsse 1928 sind nicht ungünstiger alS im Dorjahre. Die Gesellschaften Dürfen mit einem entsprechenden Gewinn und wieder mit einer beträchtlichen Zuweisung an die Gewinnreserve der Derstcherten rechnen. kabel oew:fen lein *' ) nunneyr bet Se. , - b a - il l f a, defjer i :®|r am 26. Mai die zweite Dorrunde, am » 5uni die Zwischenrunde, das Endspiel steigt i;di 6 Juni. B 2czüg ich des D. F. D. -Pokalendspieles raub Rorddeutschland und Berlin anheimgestelll, lei cuf einen passenden Zeitpunkt zu einigen. £8 iH mit ziemlicher Sicherheit damit zu rechnen, M ter Pokalendkampf am 24. April im Grune- vocld bei Berlin zum Austrag kommen wird. Uchball in Hessen- Hannover. jtoei torreiche Spie e brachte der gestrig« Sorin- ::co( :in Gruppe S ü d. Borussia Fulda gegen 85t)rt Kassel 10: 0 und Germania Marburg gegen Seifen Marburg 4:7. 2n Gruppe Rord •Bhdeutsche FMollmeisterschafl Runde der Meister. lijier fielen gestern sehr wichtige Entscheidungen, flji frankfurter Stadion standen sich vor 25 000 -Wch^uern Eintracht Frankfurt und 1. F.C. Nürn- iitziz gegenüber. Beide Parteien lieferten sich ein ^MMfiges Spiel. Eintracht verlor bereits nach äfai dreißig Minuten ihren einen Verteidiger, un-- jiEiag aber trotz dieser schweren Einbuße nur ganz rrmpf gegen die stärkste Aufstellung der Nürnberger litt 1:2 Toren. Beide Mannschaften hinterließen eirtni äußerst günstigen Eindruck. öwniger vorteilhaft schnitt Wormatia Worms ab, Übe fet gegen Bayern München 1:4 unterlag. Auf Sbicen Seiten spielten drei Ersatzleute mit, worun- Wormatia am meisten zu leiden hatte. Germania Brötzingen, die seither einen Sieg und Ln« Niederlage zu verzeichnen hatte, erkämpfte sich Ütitnral mit einem 1:1 gegen den D. f. L Neckarau • nm weiteren Punkt. Die Gäste aus Mannheim n das besiere Zusammenspiel. Germania ent- ni’d-te etwas die 7000 Zuschauer. ttr K.F.V. Karlsruhe erfocht auf eigenem Platze litt erwarteten leichten Sieg gegen Borussia Neun- Blten mit 3:0. Bei Borussia genügte nur die iyftLrmannschäft durchschnittlichen Ansprüchen. Das :ieü gte natürlich nicht, um eine gut kombinierende :$(, wie sie der K. F. D. stellte, am Siege zu Qliiibern. Runde der Zweiten und Dritten. Herr biaoitc iich geuetn m dec Gruppe Süd ufri Sp. Vgg. Fürth weiterhin tn den Dorder- fgtuti). Sie gewann gegen den D. f. B. Stuttgart tmi! einem ganz klaren 4:1. Lehr anerkennenswert ist auch der Erfolg der ■ 2Lg4burget Schwaben, die den starken A. S. '2I«berg knapp aber verdient mit 4:3 Loren liegen konnten und hierdurch an die zweite i3z.lt der Liste kamen. ^itiburger und Stuttgarter Vereine lieferten I'iq in Derbandsspielen fast immer sehr knappe : Rintpfe. So trennten sich auch diesmal der C. ^ckOurg und die Stuttgarter Kickers mit einem Die Deutsche Rentenbank-Kredttanstaft (Landwirtschaftliche Zentralbank) hat aus Anlaß der Herabsetzung des Reichsbankscrtzes dte Zinsen für die von ihr ausgegebenen kurzfristigen Personalkredite mit Wirkung vom 12. Januar 1929 ab gleichfalls um Prozent herabgesetzt. Don der Deutschen Rentenbank- Kreditanstalt werden somtt für die fuafrifhgen Personallredtte vom 12. Januar 1929 ab gegenüber den mit ihr im Geschäftsverkehr stehenden Personalkreditinstituten, je nachdem, ob diese die Kredite dirett dem Landwirt zuführen, oder ob sie durch eine oder mehrere Zwischenstellen an die Landwirtschaft weiterleiten, berechnet: 6i/» Prozeitt. 6 Prozent und 5ya Prozent. Der Höchstzinssatz, den der Landwirt für diese Kredite zu zahlen hat, wird auf 83/< Pro- zent einschließlich aller Provisionen, mit alleiniger Ausnahme deS Wechselstempels, der besonders belastet werden darf, festgesetzt. Den Personal- kredttinstiluten wird, wie bisher, die Einhaltung dieser Höchstzinssätze gegenüber dem Landwirt zur Pflicht gemacht. — _______ _________ Die von der Deutschen Rentenbank-Kveditanstakk seinem hervorragenden Stil zu gefallen wußte und I unter der Bezeichnung A b za hl u n g S kre di te mit seinem ersten Sprung von 40 Meter großen ausgegebenen langfristigen Personal- Beifall erntete. Der alte Harzmeister Wilhelm kredite mit fünfjähriger Laufzeit werden ruck- K uert kam beim ersten Sprung zu Fall und wirkend vom 1. Ianuar 1929 ab um 12 Pr^ent schied aus der Konkurrenz aus. Dec neue Meister, verbilligt. Bei diesen Abzahlungskvedllen ift. zu Richard Kuert (Braunlage), siegte nach Punk- unterscheiden zwischen den alten Abzahlun^kve- ten über Kröckel. hiten, die seit dem Sommer 1927 laufen,und bis Deutsche EiKhoüeymeisterschast. ^n ben in ©^nnifd) au^etr,^cn kreditc^handett. deren ilmtoanllung in Abzah- bie I lungskredite gegenwärtig in Angriff genommen sich der Berliner Schllttschuhklllb und der baye- w. gstt 1930 ab, also bis Ende rische Eishockeymerster S. C. Riessersee für die ' gleichen Jahresraten zurückzuzahlen Entscheidung. Der Elslausveretn Fussen und I u Brandenburg Berlin kämpften um den dritten und vierten Platz. Am Sonntag konnte der Berliner Sch ilt chuh.lu di: - i s L~r M n. s ). ft überlegen mit 11:1 (4:0, 3:0, 4:1) schlafen. Brandenburg Berlin siegte über den Stuttgarter Hockeyllub mit 6:0 (4:0, 1:0, 1:0), währeird der Eissportverein Füssen die Tilsiter Mannschaft mit 6:1 (3:1, 2:0, 1:0) besiegte. riej rorher veranstalteten Kesseltreibens betrug 1 _Aur l Dornholzhausen, 19. Ian. In der „ Vr.ittschast Schieferstein fand dieser Aage ein U?^llern 8b«t.’ Lttbilöcrüortrag statt, tn dem em Der- H der D e u t s ch n a t i v n a l e n Volks- ?us e)i ei sehr interessante Bilder üoer den f ru- M) etc n deutschen Kolonialbesitz tn 'J^Qlfunn ^XiTlla zeigte. Der Vortragende war früher \ ein(j (jbt Lesiher einer größeren Kaffeeplantage tn 2iil ilfÜ'i und konnte daher den Besuchern inter- !en hin M ' ■fite Einzelheiten aus seinen persönlichen Cr- wfjrttn u-, ein- Wulfen erzählen. Der Vortrag sand statt, um aschr, binuftlOrnni(i) £ i cstrebungen, die sich auf den Wiedererwerb - 1* ^e*lL Kolonien für das deutsche Vaterland richten, ttzlar. Bei der hier ftfltigeN1 ilung kchttcn einigt e im Steife SBiebentopi ein. die As!e bo- letkte die Wirtin, doz ftten. Der sofort de er, die Toter zu stell« gentümer wieder durud' 3an. Der Deftng' taU friB einer großem S« '-anb eine es Dere-ns glieder “ _ Der ernek iiagD wurden aj ^Streäe^emck ?’ stooden, i’?’ tot W- » * ein ewzlgrs : zu sprechen bfl M sMdtt» t Dorrfache- . so belanü^E in ?rft£ b'e ^Diederseb; :te ernvn nd JattcÄ taufen! stillen et M »ä.-* 'Änt * |i4 von xS'-' geigen wegen Tierquälereien — etwa auch diese selbst — häufen sich in letzter Sie sind zurückzuführen auf das immer mehr gut 6Vt.T-,ntan. Ut.8i1iliiaen auch deren verdienten Strafe zuzuführen ieubl l9e wn 0[[, nicht dabei bewenden zu lassen, daran Aer° )at hi> » ~ N nen. zu nehmen und ihrer Empörung durch an ahutVia"Un9 der i:Oerechtigtes Schelten und Schimpfen über ber- ital hÄv^iM ntfie Roheiten Ausdruck zu geben. Ein hiesiger MnU b -icrbetreibender hatte fast ohne jede Veranlassung tf S.°SIMellunj?i«ln Hunde mit beschuhtem Fuße die Schnauze bernt aui.ui.utp getreten und ihm auch einen heftigen Tntt «WW ent-in' Magengegend versetzt, so daß der Hund laut E.meriuurs. _ icmi^rnb hinfiel. Der Mann erhielt dafür eine u«g einer ^rwa,.A , strafe von 20 Mark. Der nämliche An- A im Ntt leftpte sollte noch eine weit schlimmere Tierquä- ^pcechrnd dem um- c $ti — durch Begießen bcs nämlichen Ziere» mit ^gewertet. - jcr heißen Flüssigkeit — begangen haben, konnte 'an ßanitäti. i8mi der Tat nicht überführt werden. Ohne eine • auichch uti) eii>, > ft r a f e wäre er andernfalls wohl nicht ba= r Domrommen. n 50 2JL Äo|ien 4n auswärtiger Autofahrer zog sich ebenfalls )nedhvfes Er. «üni Kelbstrafe zu, weil er eines Abends etwa die 1.Friedhof mit»’ der Ostanlage mit nicht abgeblenbe- ncdigen. Der dvotok-r Scheinwerfern durchfahren hatte. Es eingerichtete Ain. feftgcfteUt, daß er recht wohl die Fahrbahn «währt und erfreut and bei abgeblendeten Scheinwerfern hätte über« -wes quten Besuche fechn können, um seinen Verpflichtungen als Auto- Derem einen Bei. nachzukommen. - Eine QHülIab. - emgerichtet worden, 9t gern benutzt wird m. Der Autobus. • Zur Verlängerung des Rheinischen Braunkohlensyndikats. Die Der-« längerung des Shndikatsvertroges des Rheinischen Braunkohlensyndikats, der am 31. März 1930 abläuft, dürfte nach Informationen des WTD.-Handclsdienst nunmehr in kurzem bevoc- stchen. Cs ist vorgesehen, den seit 15 Jahren bestehenden Syndikatsvertrag auf die Dauer von weiteren 15 Jahren — also bis 1945 — zu verlängern. Die bisher in dieser Richtung geführten Besprechung des wichtigsten Teiles der Syndikats-Vertragspartner haben Hebcreinstimmung bezüglich der Erneuerung der bestehenden Verträge ergeben. Lediglich die Zustimmung der Gruppen B und C der dem Syndikat angehörenden Gruppen steht noch aus. Es dürften sich jedoch kaum noch Schwierigkeiten ergeben, so daß eine Gesellschaftsoersammlung auf den 29. 3a- iniar an beraumt wurde, der die Beschlußfassung über die Dertragsverlängerung zur Beratung vorliegen wird. Man erwartet Einstimmigkeit der Beschlüsse. * Interessengemeinschaft Schlesischer Mühlen QI.-©. Zu der Meldung über die Gründung der Interessengemeinschaft Schlesischer Mühlen 01.=©. werden folgende Einzelheiten mitgeteilt: In Breslau wurde die ^Interessengemeinschaft Schlesi'cher Mühlen 01.=©." errichtet, die sich zur Aufgabe gestellt hat, die wirtschaftliche Lage der schlesischen Mühlenindustrie unter Wahrung d'er Interessen der schlesischen Landwirtschaft und der schlesischen Verbraucher- schast zu bessern. Oln der Aktiengesellschaft haben sich fast ohne Qlusnahme die in Betracht kommenden schlesischen Mühlen, darunter auch die zum Konzern der Ostwerke gehörenden Mühlen, sowie die Deutsche Mühlenvereinigung 01.»®. beteiligt. Don dem zunächst auf 300 000 Mark festgesetzten Aktienkapital haben die schlesischen Mühlen und die Deutsche QMHlenvereinigung je die Hälfte übernommen. Hirr-u erfährt WTB.-Handels- dienst noch ergänzend, daß der auf die schlesischen Mühlen, insgesamt rund 30 Betriebe mit einer Wahlkapizität von täglich etwa 1700 Tonnen. entfallende Anteil von 50 Proz. des Aktienkapitals der Interessengemeinschaft pro rati der Kapazität der Einzelbetriebe verteilt werden soll. * Ford in Sowjetrußland? Die „Chicago Tribüne" meldet aus Veuyork, daß der Abschluß von Derhandlungen zwischen Ford und der Sowjetunion über die Errichtung einer Ford- schen Automobilfabrik in Moskau bevorstehe. Das Unternehmen, das seine Produktion in etwa zwei Jahren aufnehmen wird, wird jährlich etwa 100 000 Autos liefern können und soll zu 60 Proz. im Eigentum der Sowjetunion stehen. Eine Bestätigung dieser Nachricht bei der Fordgesell- schäft ist nicht zu erlangen gewesen. Franl^urter Börse. Frankfurt, 21. Ian. Tendenz: schwächer. Zu Beginn der neuen Woche eröffnete die Börse wieder in unsicherer Haltung. Die neuen Steuerabschlüsfe und die weitere schnelle Verschlechterung des Arbeitsmarktes im Reiche riefen eine größere Beunruhigung hervor. Die Spekulation bekundete große Zurückhaltung, da die Baissepartei weiter mit Leerabgaben an den Markt kam. so daß erneute Kursrückgänge bei der Aufnahmeunsähigkeit der Börse bis zu 4 Prozent eintraten. Die feste Reuyorker Börse vom Samstag, der sehr flüssige Geldmarkt und die endgültige Ernennung von Owen QZoung und Morgan zu Mitgliedern des Sachverständigenausschusses konnten keine Anregung bieten, da die schlechte Beteiligung der BanKundschaft und des Auslandes am Q^rsengeschäft keine großen älmsähe auslommen ließen. Das Geschäft bewegte sich, wie schon zum Schluß der vergangenen Woche, in den allerengsten Grenzen. Von Kaliwerten waren Salzdetfurth auf starkes Angebot bis 7,5 Proz. schwächer. Aschersieben minus 3 Proz. und Westeregeln minus 2 Proz. Am Elektromarkt eröffneten Bergmann 6,5 Proz.. Licht und Kraft und Siemens je 3 und Schuckert 2 Proz. niedriger. AEG. dagegen knapp gehalten. Am Chemiemarkt hielten sich die Verluste in kleinerem Rahmen. I.-G.-Farben eröffneten 1,5 Proz. niedriger, doch zeigte sich für dieses Papier etwas Interesse, da eine Meldung. wonach eine Vergrößerung der Benzinerzeugung vorgesehen ist, anregte. Holzverkohlung minus 1,13^ Proz. Einige Nachfrage bestand für Svenska plus 2 Mark und Zement Heidelberg, die gut behauptet blieben. Auch am Montanmarkt traten erhebliche Verluste ein. Rheinische Braunkohlen lagen 3 Prozent fA^achcr, trotz ö r erhöhten Kohlenför'e ung im Ruhrbergbau in der zweiten Januarwoche. Diese Tatsache konnte infolge der wegen Qlbsatzschwie- rigkciten eingelegten Feierschichten keinen Eindruck machen. Von Cisenwerten eröffneten Dhein- des festen Eisenmarktes und der optimistischen Beurteilung der internationalen Lage 5,75 Prozent niedriger. Bis 4 Prozent schwächer lagen noch Zellstoff Walohof und am Bankenmarkt Reichsbank. Renten gcschäftslos. Im 03er» laufe konnte von einem Geschäft kaum noch die Rede sein. Abgaben wurden zwar nur noch in sehr geringem -Umfange vorgenommen, doch traten infolge der Geschäftsstille weitere Kursrückgänge ein, die aber kaum 1 Prozent überschritten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Prozent unverändert leicht. Am Devisenmarkt lag die Mark international schwach. Man nannte: Mark gegen Dollar 4,2087, gegen Pfund 4,8495, gegen Paris 124,0950, gegen Madrid 29.69, gegen Mailand 92,72, gegen Holland 12,0975. Ber . :er Börse. Berlin, 21. Ian. Aus börsentechnischen Gründen hatte man im heutigen Vormittagsverkehr mit einer Erholung der Kurse gerechnet, zumal die Samstagsbörfe in Reuyork eine feste und lebhafte Haltung gezeigt hafte. Diese Reaktion auf den Kurseinoruch vom Samstag blieb aber aus. und der offizielle Beginn brachte erneut Abschwächungen. Man verwies auf die Kapital- beschaffungspläne bei der Reichsbahn, die üln- sicherheit in der Innenpolitik und auf die bevorstehenden Reparationsverhandlungen die hemmend wirken könnten. Vor allem lag aber zu den ersten Notierungen meist ultimitiertes Angebot vor, das auf Exekutionen teils freiwilliger teils un-- freiwilliger Art durchgeführt wurde. Kaufaufträge standen dieser herauskommenden Ware nur in geringem Umfange entgegen. Auch von einer Interventionsmoglichkeit der Banken war kaum etwas zu spüren, was zu der Verstimmung beitrug. Bei der Mehrzahl der Papiere Warrn Rückgänge bis zu 5 Prozent festzustellen. Papiere wie Bemberg. Polyphon, Stöhr, Ilse Bergbau verloren noch darüber hinaus. Dagegen konnten Kanada-Eisenbahnverkehr bis zu 3 Prozent bessern. Deutsche Anleihen abbröckend. Ausländer ebenfalls zur Schwäche neigend. Anatolier bis zu 0,5 Prozent gedrückt. Pfandbriesmarkt bis jetzt fast orderlos, die Tendenz neigte. aber ebenfalls eher zur Schwäche. Der Geldmarkt war unverändert, vielleicht sogar etwas leichter. Tagesgeld 3,5 bis 6 Prozent, Monatsgeld 7 bis 8 Prozent, Warenwechsel 6,25 Prozent. Der (verlauf bot ein sehr unregelmäßiges Bild. Teilweise war eine Beruhigung festzustellen, und es traten überall leichte Erholungen ein, später wurde die Stimmung aber wieder mit wenigen Ausnahmen schwach, da weitere Exekutionen vorgenommen wurden und die Großbanken immer noch nicht mit Interventionen hervortraten. Die Kurse bewegten sich bei den schweren Werten bis zu 2 Prozent unter Anfang, nur Glanzstoff konnten sich mit 4 Prozent er- holen, ferner Polyphon, Rheinstahl, Westeregeln und Berger mit etwa 1 Prozent. Frankfurter Getreidebörse Frankfurt a. M., 21. Ian. Im Einklang mit den festeren Auslandnotierungen verkehrte der Produktenmarkt zum Wochcbeginn in fester Haltung. Das Angebot von Inlandware blieb weiter klein, so daß sich Interessenkäufe von feiten der Händler besonders für Brotgetreide stärker geltend machten. Weizen und Roggen konnte bis zu 0,25 Mark anziehen. Auch erfuhr im Einklang damit das Mehlgefchäft eine Belebung. Prompte Ware gesucht und Roggenmehl bis zu 0,50 Mk. höher. Auch für spätere Termine machte sich weiter verstärktes Interesse geltend. Am Futter- mittclmarkt bestand Nachfrage für Mais, Weizen» und Roggcnkleie. Die Preise erfuhren eine Aufwärtsbewegung. Es wurden notiert: Weizen 23,75, Roggen 23,25, Sommergerste für Brauzwecke 24,50, Hafer, inländ. 23,50 bis 23,75, Mais (gelb) für Futterzwecke 23,25 bis23,50, Weizenmehl, südd. Spezial 0 33 bis 33,50, Roggenmehl 30,75 bis 31, Weizenlleie 13,85 bis 14, Roggenkleie 14,50 bis 14,75, Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 35 bis 62. Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 70 bis 110, Heu, südd., gut, gesund, trocken 13 bis 13,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht 4,50 bis 5, Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 4 bis 4,50. Treber, getrocknet 20,50 bis 20,75. Tendenz fester. Frankfurter Schlachtvreftmarkt. Frankfurt a. M., 21. Jan. Auftrieb 1435 Stück Rinder: darunter 380 Ochsen, 50 Dullen, 590 Kühe, 398 Färsen: 565 Käfter. 189 Schafe, 4762 Schweine. Ochsen: voll fleischige, ausge- mästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 50 bis 54. ältere 45 bis 46, sonst ge vollster chi e: jüngere 40 bis 44; Bullen: jüngere, vollfleischige, chöch- ten Schlachlwerts, 43 bis 52, sonstige vollflri- chige oder ausgemästete, 45 bis 48; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht Werts, 41 bis 44, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 35 bis 40, fleischige 30 bis 34, gering genährte 25 bis 29; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vvll- fteischige, ausgemästete, höchsten Schlachlwerts, 51 bis 55, vollfleischige 46 bis 50, fleischige 40 bis 45; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 70 bis 74, mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 69, geringe Kälber 58 bis 64; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast, 52 bis 56; Schweine: Fettschweine üoer 300 Pfd. Lebendgewicht 73 bis 75, vollfleischige Schweine von 160 bis 300 Pfund Lebendgewicht 74 bis 76, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfd. Lebendgewicht 70 bis 74, Sauen 60 bis 65. Marktverlauf: Sperrmartt. Rinder schleppend, Ucberftand. Schweine ruhig, Ueberstand. Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. Buntes Allerlei. Der Kampf um General Booth. Der Oberste Rat der Heilsarmee hat © e n e • ral Dooth für unfähig erklärt, das Oberkommando der Heilsarmee fortzuführen. General Booth wiederholte in einem Interview mit einem Vertreter des „Daily Mail" seine Erklärung, daß er sich nicht abfetzen lassen werde. Er sagte, er werde sein geringes Privatvermögen dazu verwenden, um seine Stellung zu verteidigen. Eine von General Booth veröftent ichte ausführliche Erklärung bestätigt den vollkommenen Bruch zwischen der Familie Booth und dem Obersten Rat der Heilsarmee, dem vorgeworfen wird, die Krankheit Booths dazu auszunutzen, ihn von der Leitung der Armee zu entfernen. Booth erklärt, er sehe feinen Grund für feinen Rücktritt. Für eine solche Forderung liege nicht einmal die Entschuldigung vor, daß er der Heilsarmee finanziell zur La st falle, da seine persönlichen B e d ü r f n i s s e aus einem Fonds befriedigt würden, der von einem persönlichen Fr e un d für diesen alleinigen Zweck zur Verfügung gestellt worden sei. Die Erklärung von Booth schließt, er wäre fein Mann, wenn er der Rücktrittsforderung in einem Augenblick zustimmen würde, wo man die religiösen Grundlagen der Heilsarmee ändern wolle. Ein reicher Armer. Dieser Tage ist in Warschau ein allen Warschauern wohlbekannter Bettler gestorben, der seit Jahren auf dem Napoleonsplah d i e Geige spielte. Nach seinem Tode stellte es sich heraus, daß er mehrfacher Hausbesitzer war und ein Gefamtvermögen von etwa einer Million Sloth hinterläßt. Kunst und Wissenschaft. Ein bedeutender Mumicnfund? London, 21. Januar (W.T.B.-Funlspruch.) „Daily Qltail" gibt eine Meldung des ägyptischen Blattes „Al Mokkattam" wieder, wonach in Jerusalem eine Grabstätte mit der Mu - m i e der ägyptischen Frau des Königs Salomo entdeckt worden sein soll. Die Grabfammer soll an Pracht die Tutancha- mons noch übertreffen. Sie fei mit Gegenständen von wunderbarer Schönheit und von großem Wert gefüllt. Die Mumie liege in einem goldenen Sarge und fei in mit Edelstein gezierte Decken gehüllt. An den Fingern trage sie mehrere Ringe, auf dem Kopf eine Krone mit Saphiren und Smaragden. Mit der Mumie sei eine hebräische Paphrusrolle begraben worden, die wie man annehme, von Salomo selbst geschrieben fei. Dem Papyrus zufolge ist die Frau Salomos, deren Mädchenname Moti Maris war, und die aus Memphis stammte, im 36. Jahre feiner Herrschaft gestorben und unter ihrem Paläste begraben worden, „nachdem sie sich für ihren Mann geopfert hatte". Der Papyrus berichtet weiter, daß König Salomo aus Liebe zu ihr und in Qlnerfennung ihrer Treue und Selbstaufopferung ihr eigenhändig die herrliche Krone aufs Haupt gesetzt habe, die ihm von seinem Volke am 25. Jahrestage seiner Thronbesteigung überreicht worden war. Weiter berichtet der Papyrus: drei Monate vor dem Tode der Königsfrau fei Qlmento, der Vater der Frau Salomos, aus Aegypten gekommen, beladen mit Geschenken, aber in der geheimen Absicht, Salomo vom Throne zu stoßen und das Land im Namen des Königs von Aegypten in Besitz zu nehmen. Eines Tages er- suchte Qlmento um eine Privatunterredung mit Salomo, nachdem er vorher seiner Tochter Moli befohlen habe. K.'nig Salomo zu vergiften. Der Papyrus berichtet weiter: als Moti eintrat, Decher und Wein tragend, argwöhnte ich nicht Verrat, obwohl ich bemerkte, daß sie totenbleich war. Olks Moti den Wein in die Decher goß bemerkte ich, daß Qlmento seine Hand nicht nach seinem Decher ausstreckte. Trotzdem hob ich, noch immer ohne Argwohn, den Decher an meine Lippen. In diesem Augenblick entriß mir Moti, die neben mir stand, den Decher und trank den Wein selbst. Einige Minuten blieb sie stehen, der Vater floh mit einem Schrei ber Wut aus dem Zimmer. Kurz darauf sank Moy sterbend in meine Arme. Der tückische Qlmento versuchte mich zu vergiften, aber seine Tochter Moti, meine geliebte Frau, rettete mein Leben unter Aufopferung ihres eigenen. Bücheriisch. — Zwei Dild-Kalender für 1929 deren Hauptzweck der Fremden - Derlehrswer. bung dient, können von uns mit bester Empfehlung dem Publikum namhaft gemacht werden (776/779.) Der eine ist der Hessen-Kalender 1 929, der vom Hessischen Verkehrs- verband Darmstadt herausgegeben wurde. Dieser Kalender weist eine Fülle guter Bildrr aus allen Teilen des Hessenlandes auf. Sein Titelblatt zeigt in Buntdruck das Bild des wrederhergestellten Mainzer Domes mit Umgebung, die übrigen Bilder find als Photographien wiedergegeben. Eine wertvolle Bereicherung hat dieser Kalender durch die Beigabe von historischen Daten aus dec hessischen Geschichte erfahren. Für uns in Ober Hessen ist es besonders erfreulich, daß in diesem Kalender ein wesentlich größerer Dildteil als im vor» fahrigen unserer Provinz gewidmet ist; hier findet man die oberhessischen Städte sowohl, wie auch das Land in reichem Maße berücksichtigt. Der neue Hessenkalender stellt eine ausgezeichnete Lei- ftung dar, die hoffentlich überall im Reiche, ganz besonders aber in unserem Hessenlande als Werbe- mittel die wohlverdiente Beachtung findet. — Der Kalender der Deutschen Reichs- bahn hat sich bereits einen führenden Platz in der Reihe der inhaltlich interessanten und bilde- risch guten Kalender erworben. Reichhbahn- direkter Dr.-Ing. Dr. Hans Baumann, der auch für 1929 den Kalender im Konkordia-Verlag Leipzig erscheinen lieft, wählte sich diesmal das Thema des Zusammenhangs zwischen Reichs- bahn und Volk. Die einzelnen Blätter zeigen die Bedeutung jedes Bezirks der 30 Reichs- bahndirektionen für die dort wohnende Bevölkerung. Ferner werden, wie bereits früher, die Schönheiten deutscher Lande dargestellt, wie sie uns Fahrten auf der Reichsbahn zeigen, manche wissenswerten Einzelheiten aus dem Betriebe der Reichsbahn und dem Verkehr vor Qlugcn geführt und die innigen Bande dargelegt, die Bahn und Wirtschaft miteinander verknüpfen. Der Popularität der Reichsbahn, von der mancher Staatsbürger nur dann näheres hört, wenn die Tarife erhöht werden, ist durch diesen Kalender ein wesentlicher Dienst getan. — Der von der L. C. Wittichschen Hosbuch- druckerei in Darmstadt herausgegebene Kalender auf das Jahr 1929 — der sechste seiner Qlrt, unter der textlichen und technischen Leitung von Dr. Hermann Dräuning-Oktavio her- gestellt — bringt neben dem Kalendarium und sehr sauber reproduzierten Landschaftsbilbern einen Teilnachdruck aus der im Jahre 1769 in der damaligen „ Fürst!. Hof- und Canzley-Duch- druderei“ herausgebrachten „Nachricht von beut Auerbacher mineralischen Walser mit vorläufigen Wahrnehmungen über dessen Wirkungen" von 3. H. Lichtenberg, dem Vetter des bekannten Satirikers. Eine bibliophile Merkwürdigkeit. Qktfe von Karl Drvger, sowie einige QliiWeitungen auS dem Wittichschen Druckerei- und Verlagsbetriebe ergänzen das verlegerisch tadellos ausgestattete Bändchen. (4) Im neuesten Sonderheft der Süddeutschen Monatshefte (München) „Wohltäter der Menschheit" entrollen sich Schicksale, Persönlichkeiten, Werke von gewaltigstem Maße und großen Auswirkungen; größer als alles ist der Geist der Liebe, der alle diese Tatmenschen in besonderem Mähe erfüllte und erfüllt. Sei es nun, daß Friedrich von Spee, der Bekämpf er des Hexenwahnes, vor uns steht, oder August Hermann Francke, der Vater der Waisen, Howard, der Begründer des neuzeitlichen Gefängniswesens, Don Bosco, der Apostel der verlassenen Jugend, Samuel Plimsoll, der Freund der Matrosen, Kolping, der Gesellenvater, Wichern, der Begründer der Inneren Mission, Friedrich von Bodelschwingh, Probst, der Altmeister der Kretinenpflege, Henri Dunant, der Gründer des Boten Kreuzes, Booth, der Gründer der Heilsarmee, Benjamin Waugh und die Kinderschuhbewegung. Das scheint uns vor allen anderen Genies die Wohltäter der Menschheit, die Genies des Herzens, auszuzeichnen: daß die Beschäftigung mit ihnen immer fruchtbar ist und Menschen besser zu machen vermag. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Frankfurt a. M Datum 87.35 14,1 90 81,65 Devisenmarkt Berlin—Jranf' rl 96,75 3,4 26,65 18,11 133 132,5 127 Banknoten. Die hinter den 19 i. | 21. ,. Telegra ptzische Auszahlung. 11.2 21.35 27,73 140,5 143,5 5->,65 14,5 171,25 165 170 i:'8 ■83 17i,ö 166,75 171.5 228.5 1-6,25 Schlich.i!»Uhr. «'it* | Kur, Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Prozent. Lombardzinsfuß 7,5 Prozent. 135 314 । LU». Seundx <5t)ea,xi6n Camburg, .'itnetila Safet . Vamb.-eüDom Damvslch. (janfa Tamvlichiss KorDöeutfd)« Lloyd Allg DeuiidielireDltaaQ. . itiarmei Banfverein SMerlinet handelegeleUsch. • tonimeri' und Prioat-Ban! Eatmfl u Hatton alb an! Deutsche Bon! EttfontrukSflelUdwIt ÄnL. Dresdner Bank HhttelDeutidie (ktbUteml . Retallban!....... *^**»e! 168.79 2!,02 112,17 59,14 2,52 112,52 51,18 8.68 12.457 73.35 o 2TL 2 12,2 4H . 8 - 8 10 8 io 10 12 11 12 10 10 10 . 9 . 6 l? 132 09.75 •H ti. ■etdjwnleUx o 1927 Dl. Aill^Ab löt.-Schuld mH läus wl.-Rechicn D«*gl ohne Auslo,..«echte . . . tJrantl. Hvv.-Bf ®olby|. un kündbar bU 1932 «hetnilche Hyp.-Van! Stau »olbpf. a.G.» abg Bottttege-CNigaiton. rtldiablbax 1938 4% Schweiz. töunbe8b..a*L. *% Cefterteidjildie frolerte.. . . 4,20% Gelten Silberne..... 4% Oesterreich ein bett! Rte. . . <% Ungartiche .«roten..... Holländische Noten...... (ttalientsche Noten...... Norwegische Noten . . . . Deutich-Oesierr, ä 100 Arona Rumänische Noten...... Schwedische Noten ...... Schweizer Noten....... Evanische Noten...... . Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noreu Berlin Frankfurt a. Di Berlin Sch.ud Kur» ainiang Kur» Schluh. finrs 1-Uhr- Kurs Sch.ufj Äv.rs An,ang Kur» | 19. 1. | 21. 1. Damm: | 19. 1. 2t. 1. 19. 1. 1 21.1. 87.5 - di.ti.y». .......8 178,.a 177 . 178 176,7a Bergmann ........9 228 221.5 223 2-9,5 Gtettt. Sielerungee.....10 173.5 — 169,5 168.5 Vicht und «rast ..... 10 230 227 249,5 227.9 gelten 4 Guilleaume. .... 6 144,5 — 144 143 Ges. s. (Hefti. Untern.. ... 10 243,5 — 243 243 Hamb. (Heftt. ‘Seite .... 10 — — 149 75 148,9 Rhein. Gletti ..... 9 170,75 — 167,5 165. a Schles. (Hefti..... 10 E» — 219 215.75 Schürfen ..... 8 237 235 234,5 234 — —• Siemen« ft HaUk, ..... 1t 100 397 399,5 .98.25 33,4 33,4 Tran«radio . ...... 8 — 156 3,35 — L'abmeget ft (U. ..... . 10 176 - 172 26,6 Buderue .......6 — — 85,5 83,25 Deutsche ttrtM.......6 136 132,5 133,5 132 Essener Steinfohie......8 - — 123 120.25 Gelsenfirchener ... •. K 9 < 126 124 125,4 124 Harpener ....... 6 135 163,75 134.25 132.5 Hoesch Eisen. ........ 8 — 122 119.25 Ilse Bergbau ........ 8 220,5 — 220 2i4 — Mtöckneiwerfe . ....... 7 108,25 — 108 105.6 — Rdln-9?euefien. ...... 9 - - 121,5 118,75 Mannesmann........8 — —- 128.5 125 Mamtselder .......7 114 — 112.25 IH cberschles (Hlettb. Bedarf . . 6 no - 107 — Lberschles Kofrwerfe . . 6 — - HL 110,5 132,25 132 Phdntz Bergbau • • 6¥i 94 1.75 92... 91,5 175 171 Rheinijche Braunfohtro 10 282 .79 .'79,7.> 279,a 166 166 Rteinftabl f. % 9<* 137,75 1.2 Ia4,25 131 128.25 127.., Webed Montan ... 7,2 140.75 140 25 Bereinigte Stadl»..... 6 >7,5 .7,25 „6 .43 143 Olavi Minen . . . . 9 ih 68 68,65 -29 328.., (lall fllthertleben .... 10 282 .84 ;85 196.25 196.2J Ran Westeregeln .....10 288 496 48J 282 -80.. ftaJImerf SaUOethtt® ... 15 520 2,5 514 S12.5 i66 <1 .) G .tacbcn-jueeimi . u 259 257,5 .'58,5 257 i;i zä Dynamit Nobel ..... 5 — 122,5 119,5 scheideanstali ...... 9 185,5 IM 132.9 Goldlchmidt .«•••.. 6 93 92 US. 5 91,0 308.5 Rütge.emerte .••••«.< MetaNaeleMchM....... 102 101,5 100,5 löo FrauKsurt a. M Berlin Schlutz- Kurs 1-Uhr. Kur» Sch.ull- ftur» Änsang fturs ____ Datum: 19. 1 21. 1. | 19, I. | 21. 1. Phutou ruymann......7 134 432,7a 131 £>eibclbetger Semen! .... 10 135 (Semen: ftarlftabt .....s Wayh ft Freitag......10 178 133,5 132,5 _ ecbuUbeti La,enhofa ... 15 — — 305 293.5 Cftroerfe ..... 12 — — 250. a 248 Der «lanjkosl......18 —- 432 477 Bemberg .......14 — — 433 427 Zellsioss Waldbos.....12 279 275 278,75 274,5 Zellliosi Slfchassrnburg ... ir 204,5 202 201,9 I99,a (SbailottenbutQCT Wasser . . . 7 — 130.j 1-9.5 Dessauer . .... 8 — - 220 218 Daimler Motoren ...... o 53 50.75 52,5 51,25 Demag .......o — — 44,25 44,25 ilblerroede Steuer ...... 5 55,5 55 57,75 55,25 Lubw. Loewe .....10 — — 228 226 Rat. Automobil ...... 0 — — 41,1. 41,5 Crenftcin ft Ärppd...... — u0.5 93 —— 290 285 5 Bamag-Meguin . ...... 0 — Franks Maschine» ...... 6 65 Grchncr ......11 — 109 Peytigensiaedi ....... 0 Iungban» . ....... 4 - _ 91 — 80 Lechwerfe. . ........ 8 'Mainfiafttoerft ....... 8 117,5 119 — - ■1)1 lag ......10 _ 147.5 147 Nefarsulmer ........ 8 _ _ 25 75 Peter- Union ..... g 103 _ 103 Gebt Roever ...... 10 Bolgt ft Haessner......8 124.5 212 — 212 149.75 — Eltdd fluder ..... 8 149.2a 149 - 19. Januar 21. Januar Änulichc Jiott.Tunq Amtliche Notierung (»cld Brie- Geld 1 Briet HmfL-SRott. 188.46 108,80 168.50 169.84 Bu?n-.«ire4 1,770 ^8.3813 1.774 1.770 1.774 Brff..21nrw 58.505 59.515 (£brtfttania 112,00 112,22 112,02 112.21 Sopenbagen 112,10 112,32 lU,13 112,3a Elollbolm 112,33 112,5.) 112,36 112.58 HefstngiorS. Italien. . 10,572 2t,9!' 10,592 22,03 10,573 22,00 10,593 -2.04 London. . . 20,. 82 20,422 20,..88 20,4.8 '.lieuDort . . 1,2020 4.2100 1.2040 4,2120 Paris.... Schweiz . . 16.42 L-.46 1 *,42.) 16.165 80,81 0,97 80,83 80,1'9 Svaiticu . "8,63 '8,77 •8.65 68.79 Iavan ..913 1,917 1,912 1.916 'H io de Fan Wien in D - 1.501 0.503 □,£015 0,50u5 Ceft abgeft □9,02 39,14 □3,05 □9,17 Prag 12,434 12,454 12,436 12,456 Belgrad <,□83 7,597 7,378 . ..'4* Budap.-ft - .3,28 73,42 73,27 . .,11 Bul arten ,032 ,038 ,035 j.i.41 Lissabon 18,48 18.04 >8.28 '8,32 Tantifl 31,46 2,045 □,425 4,192 51,62 2,049 5,4..4 4,200 51,42 2,053 >.44 1.194 81.58 2,057 >.45 1.202 «tuen ianabe Um am 4,291, 4,304 4.2-Ju 4.304 4*e . . 20.903 20.'43 20.905 20.945 • Verlm, 19. Januar teld Brie' «merikantichr Noa»..... Belgische Noten ....... Dänische Norru ....... 47184 □8.23 111.84 20.362 4.204 68,47 112,28 20.442 o a N fe fr £ V. c G jh k a>® fr c s Cv s t 73 VL _ 5 ~ G L ‘o? « = S: o- = & 7, •— - t Ö k — **• Z c ■= = c ~ i SS c C u~ ~~ * ^2^2 i. e>< -5 z c- cilSö .«3 E >-0 ^ Sa i i. e>~ 5 '«j c z s Q)>e SaS*' u3 *•