Dienstag, tO. November 1929 179. Jahrgang Nr. 272 Erster Blatt Erschein» lögb^,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustriert« Gießener FamilienblLtter Heimat im Dill» Die Scholle Monat->ve;ugrprels: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsennig für Tröger- lohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. zernsprechanfchlüsse unterSamme[nummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger -iehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck n» Verla;: vrSbl'lche Univerfittl-Viich. md Sleindn-cker-i 8. Tange in Sieben. Sdjriffkthmg und Geschästrftelle: Schulstratzr 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer "bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re» Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°l„ mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in Gießen. Politik ergeben, liegen schaffe Der 3uger euaufbau, wenn man tungskrast beim inneren der Gefahr der Parteivämmerung begegnen will, die das politische mde des 'Bürgertums bedeuten würde. beit werden, wie bcispielswse der Streit um die Staatssorm. Sie steht berxcoolutionierung der Gesellschaft ziemlich beziehutslos gegenüber, weil sie die Jahrzehnte der Vkriegszeit, in denen sich der soziale Aufbau Deuhlands vollzog, nicht mehr gekannt und nicht me innerlich erlebt hat. In diesen Fragen haben de» auch die alten Par- teien des Bürgertums d< meiste zur Heranziehung der Jugend versärt, und wenn einzelne Parteien bei den letzten ommunalwahlen von der allgemeinen Stagnatio verhältnismäßig we- nig berührt worden sindia sogar Fortschritte zu erzielen vermochten, [ sicher nicht zuletzt deswegen, weil sich in ihir das junge politische Geschlecht schon seit einig, Jahren mit steigendem Erfolg durchzusehenpermag. Die Lehren, die sich daraus für die Dgange in der großen der Hand. Man ParteienMmmeung. Wahldiagnosen sind immer ein »dankbares Geschäft, doppelt undankbar, wenn esiich um Kom > munalivahlen handelt. Neben en großen politischen Momenten sprechen hierb soviel örtliche und regionale Dinge mit, daß Mtz also auch die Stadtverordneten-, Kreistags; imdProvinzialtags- roahlen in ganz Preußen, Sachsen nd Hessen nur mit größter Vorsicht alspolit i s ch e n S t i m m u n g s m e s s e r b e n> e r t n darf. Zudem wird das Bild noch verdunkelt duh zahlreiche sogenannte Einheitslisten, durch Splitrorganisationen und anderes mehr, Faktoren, vondenen niemand zu sagen vermag, wohin die me' oder weniger großen Stimmzisfern, die auf sie elf allen sind, nun eigentlich politisch und wecanschaulich gehören. Trotzdem darf man wol feststellen, daß alle die einzelnen Wahlvorgänge Is letzten Sonntags insofern einen einheitlichen (sundzug aufweisen, als die Nationalsozia lste n mit zum Teil aanz überraschend starker 2l)ängerschaft in Erscheinung getreten sind. Um so nhr überraschend, als ihr Stimmgewinn nicht üben zu Lasten der Deutschnationalen ging. Eine ähnche Erscheinung ist links zu verzeichnen, wo die jo in in u n i st e n in ganzen Bezirken einen sehr aichnlichen Stimmenzuwachs aufzuweisen haben, uhrend es gleichzeitig der mit ihnen intim verfetteten Sozialdemokratie gelang, rein zahümäßig im großen und ganzen ihre Position zu ehaupten. Wenn mir weiter noch auf das überraschid gute Abschneiden des Evangelischen Piksdienstes Hinweisen und endlich feststellen, dz die Deutsche Volkspartei, soweit sie selbfndig aufgetreten ist, sich ausgezeichnet geschlagen it, so daß man vielleicht von einem neuen Vorvrsch der Partei sprechen kann, so glauben wir dl charakteristischen Grundzüge herausgestellt zu habe! die diesen Kom- munalwahlen gemeinsam waren. Allerdings wagen wir nicht von hier aus Rückschlüsse auf die Einstellung er Wählerschaft gegenüber der »großen Politik zu ziehen, zumal die durchschnittliche CEBapeteiligung mit etwa sechzig Prozent die Srje, völlig offen läßt, wohin denn nun die Richoähler gehören. Dagegen scheint uns ein an öfter Schluß zulässig zu sein. Wir haben namalich bei der Betrachtung einer Reihe von G^stadtwahlergeb- niffen den deutlichen Eindruck,laß den meisten allen Parteien irgendwelche nennenswerten Stimmen aus dem Lager der in g st en politischen Generation, die also erssim letzten Jahr in das wahlfähige Alter getreu ist, nicht zugefallen sind. Jugend ist get radikal und kompromißlos. Die nicht zu bgnenden Erfolge der Rationalsozialisten auf de «einen, der Kommunisten auf der anderen Sei' werden deshalb ihr zum größten Teil zuzuscteibeir fein, ilnb man täusche sich nicht: Dtese Aoegung nach den extremen Flügeln hin ist siche nur zum kleineren Teile auf die Wirtschast^pression unserer Zeit und andere materielle Momente zurückzuführen. Ihren letzten Grund h sie unseres Erachtens in der ge i st i gen K rse desParlamentarismus, die an den unbamenten aller Parteien rüttelt. Junge polische Bewegungen wie die des Rationalsozialisus und Kommunismus werden von solchen risenerscheinungen natürlich zunächst verhältnigäßig wenig berührt, weil sie sich in der Ana des politischen Tageskampfes noch nicht verraucht haben und weil bei der gany eigentümlien geistigen Struk- tur der deutschen Jnnenpolil für sie auch niemals die Möglichkeit bestehtpuf legalem Wege in den Besitz der Regierun-verantwortung zu kommen. Für die Parteien des Dihertums ergbit sich aber aus dem Abströmen b< jungen Generation nach den politischen Polen st eine Schlußfolgerung. die gar nicht genug stchtet werden kann. Sie sind nämlich zum Abstoen verurteilt, wenn es ihnen nicht gelingt, die Bewegung auf» zufangen und für die caktsiche Arbeit am Staat und am Bolk nutzb zu machen. Man sage nicht, daß der junge Änsch sich mit zunehmendem Alter seine Hört schon allein ab» stoßen werde. Man redet amit an dem Kern des Problems vorbei. Der-cuen politischen Ge- ncratton Deutschlands finiöie Programme der meisten bürgerlichen Parten Wesen- und inhaltlos, sie sagen ihr nicht während der politische Radikalismus ihr all? verspricht. Die politische Jugend unserer Te'. die ihr Stimmgewicht zum erftcnmal zur ©tung bringt, hat gar kein inneres Verhältnis ehr zu Dingen, die heute immer noch Problem sind oder als Probleme von den alten bürgerten Parteien behau- gen kB au m für praktische Arbeit, man nie ihre geistige Gestal- Wann tritt die Haager Konferenz zusammen? Vertagung auf den Januar? Herr Tardieu scheint es tatsächlich erreicht zu haben, daß die Schlußkonferenz über den Poung- Plan e r ft”i m kommenden Jahr stattfindet. Die deutsche Regierung kämpft zwar noch ehrenhalber um den Dezembertermin, innerlich aber hat sie Wohl jede Hoffnung abgeschrieben und sich damit abgefunden, daß sie diesen Kamps im diplomatischen Borfelde verloren hat. Für eine solche Vertagung läßt sich schließlich mancherlei ansühren. Nachdem bereits soviel Zeit verloren gegangen ist, braucht es auf den einen Monat auch nicht mehr anzukommen, und es ist vielleicht sogar ganz gut, daß dadurch Zeit bleibt, die Saarverhandlungen nicht übers Knie zu brechen. Wenn die Unterzeichnung erst Mitte Januar erfolgt, dann wird sich einigermaßen übersehen lassen, welche Absichten die Franzosen an der Saar verfolgen. Das wird für die Entscheidung der bürgerlichen Mittelparteien und damit für die Mehrheitsbildung des Reichstags von auschlaggebender Bedeutung sein, denn der Zentrumsführer, Prälat Kaas hat ja noch in den letzten Tagen ausdrücklich erklärt, daß er es ablehnt, sich irgendwie festzulegen, solange er nicht weiß, ob die Franzosen die Saarverhandlungen überhaupt ernstlich führen wollen. Indessen das sind doch mehr Gntschuldigungs- grünöe, eine sachliche Rechtfertigung ist dadurch nicht gegeben. Wir wollen dabei gar nicht einmal an die innerpolitischen Folgen denken, die entstehen müssen dank der llnent» schlossenheit des Reichsfinanzministers, der sich nicht dazu aufraffen konnte, seinen Etat ohne Rücksicht auf den Ausgang der Haager Konferenz auszustellen. Er wird jetzt kaum daran denken fönnen, seinen Voranschlag vor Anfang Februar dem Reichstag zugehen zu lassen, und da mit seinem Etat die Finanz re form verbunden sein muß, wird selbst die stärkste Disziplin nicht verhindern können, daß die Etatsberatungen sich bis in den Sommer hineinziehen, der Haushaltsplan des Reiches also wieder einmal in der Luft schwebt. Roch peinlicher aber ist eine andere Folge: die deutsche Regierung ist durch das Volksbegehren gezwungen worden, in doppelter Front zu fechten. Sie muhte sich gegen den Ansturm Der rechten Opposition wehren und hat sich dadurch verführen lassen, sich auf den Voung- Plan erheblich mehr festzulegen, als gut ist. Die Franzosen machen sich den Fehler zunutze. Sie sind doch eigentlich die Ruhnieher des Voung-Plans, sie hätten ein starkes Interesse daran den Fortgang zu beschleunigen. Statt dessen hat sich die Lage derartig verschoben, daß jetzt Deutschland geradezu antichambrieren muß, nur um endlich Gewißheit zu erhalten und seine Unterschrift unter einen Vertrag setzen zu dürfen, dessen linerfüllbartcit von niemandem in Deutschland bezweifelt wird. Es gehört viel Unbegabtheit von allen Seiten dazu, um eine solche Umkehrung aller Begriffe herbeizuführen. Zu einer grundlegenden Aenderung ist es heute wohl zu spät. Aber wenn einmal der Volksentscheid vorüber ist, sollte wenigstens noch der ernsthafte Versuch gemacht werden, bis zum Beginn der Haager Konferenz die Fronten neu zurechtzurücken, um die Franzosen^ aus ihrer voreiligen Siegesgewißheit herauszuholen. Die Saarverhandlungen beginnen am Donnerstag. Warum die Haager Konfcrcn; vertagt werden soll? Paris, 18. Roo. (7DB.) Die französische Regierung hat nunmehr offiziell bei der deutschen Regierung angefragt, ob es ihr genehm sei, daß die d e u t s ch - f r a n ; ö s i s ch e Saar- kommission ihre Arbeiten am 2 1. d. M. beginne. 3m bejahenden Falle schlage sie vor, die Eröffnungssitzung am kommenden Donnerstag um 11 Ahr vormittags im Gebäude des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten stattfinden zu lassen. Line offizielle Benachrichtigung, daß die französische Regierung den beteiligten Regierungen vor- schlage, die zweite Haager Konferenz am 3. 3 a n u a r zu beginnen, ist bis jetzt nicht erfolgt Die Agentur Radio glaubt sogar zu wis- scn, daß die offiziöse Mitteilung, wonach die französische Regierung als Zeitpunkt des Zusammentritts der Konferenz den 3.3anuar vorgeschlagen habe, nicht den Tatsachen entspricht. Auch in Berlin ist amtlich von einem solchen Termin noch nichts bekannt Rad) wie vor besteht Hoffnung, daß die Haager Konferenz sich n o d) im Dezember ermöglichen läßt Ls ist Aussicht vorhanden, daß die Saarverhandlungen Mitte dieser Woche beginnen. Ein Teil der Pariser Morgenpresse beschäftigt sich mit der Frage, wann die zweite Haager Konferenz einberufen werden soll. Sie stellt vor allem fest, daß die französische Regierung nur einen V orschlag unterbreiten könnte, den die interessierten Mächte annehincn könnten, um ihn alsdann dem Vorsitzenden der Konferenz, dem belgischen Premierminister I a s p a r, zu übermitteln, der die Einladungen ergehen lassen werde. Rach dem »Petit Parisien" wird heule nicht mehr vom 3. Januar, sondern vom 6. Januar als Konferenzbeginn gesprochen. Als Grund für die Hinausschiebung der Konferenz. deren Zusammentritt in der ersten Hälfte des Monats September die Reichsregierung an» empfohlen hatte, wird in einer Polemil gegen den »Daily Telegraph" erklärt, es sei nicht Frankreich, das die Hinausschiebung wolle, sondern die deutschen Rationali- st e n , die eine Volksabstimmung in dem Augenblick provoziert hätten, in dem die zweite Konferenz im Haag zusammentreten sollte. Es liege auch ferner an den Kabinetten von Budapest und Sofia, die die Liquidierung der Ostreparalionen verzögerten, und — man müsse es sagen — auch an der britischen Regierung, die die Initiative ergriffen habe, die S e e a b r ü st u n g s k o n f e r e n z auf den 21. Januar festzulegen. Es sei auch der britische Delegierte im Völkerbundsrat, der veranlaßt habe, daß die Völtcrbundstagung am dritten Montag des Monats Januar stattfinde. Bei diesen Ausführungen vergißt aber der „Petit Parisien", daß gerade die letzten beiden Argumente dafür sprechen, nicht den Monat Januar zu überlasten, und im Dezember nach dem Haag zu gehen, da die Volksabstimmung in Deutschland in keiner Weise von den an der zweiten Haager Konferenz interessierten Regierungen herangezogen werden kann, denn hier handelt cs sich um eine innerpoli- tische deutsche Angelegenheit, die mit der Fortführung der Beratungen über den Voung-PIan sachlich nichts zu tun hat. ^er „Petit Parisien" vergißt weiter, daß von französischer Seite in der Hauptsache erklärt wird, die französische Regierung könne im Dezember deshalb nicht im Haag tagen, weil Finanzminister E h e r o n wegen der wichtigen Budgetberatungen im französischen Parlament u n a b f ö m m i i ch sei. Eins steht fest und das ist gestern offenbar auch halbamtlich am Quai d'Orsay erklärt worden: Eine Entscheidung über den Vorschlag, den die französische Regierung wegen des Zusammentritts zu machen gedenkt, ist noch n ich k gefallen. Bulgariens Reparationen. Pression der Ententemächte in Sofia. Sofia, 18. Rov. (WTB. Funkspruch.) Die Gesandten Italiens, Englands und Frankreichs statteten heute nacheinander dem Ministerpräsidenten L i a p t s ch e s f Besuche ab und forderten den Regierungschef dringend auf. a l s Grundlage eines neuen Vertrages über öle Reparationszahlungen einen Plan anzunehmen, der 34 Jahreszahlungen von 12,5 Millionen Goldfranken vorsieht, wobei die Zahlungen in den ersten Jahren niedriger als 12,5 Millionen sein dürsten. Im Fall einer Ablehnung dieses Vorschlags werde der Plan des Sachverständigenausschusses zur Anwendung kommen, der 37 Jahreszahlungen von 15 Millionen Goldfranken vorsieht. Der Ministerpräsident erklärte, der heutige Vorschlag erleichtere unzweifelhaft die Lasten auS dem Vertrage vom Jahre 1923, gehe aber immer noch über das für Bulgarien wirtschaft- l i ch und finanziell Mögliche hinaus. Der Ministerpräsident fügte hinzu, er wolle die Rückkehr der Minister Burosf und Molosf ab- warten und ihre Berichte im Ministerrat hören, bevor er seine Antwort erteile. * Im Staatstheater fand eine Protestver- fammlung statt gegen die Forderungen der Reparationsgläubiger, nach der die Teilnehmer versuchten, auf der Straße eine Kundgebung zu veranstalten. Junge Leute, hauptsäch.ich Studenten, bildeten einen Zug. der mit der Polizei zusammenstieß. Da der Aufforderung zum Auseinandergehen nicht Folge geleistet wurde, entstand ein Handgemenge, bei dem die Polizisten mehrere blinde Schüsse abgaben. Dem persönlichen Eingreifen des Polizeipräsidenten gelang es, die Menge zu zerstreuen. Zwangsmaßnahmen gegen die deutschen Flüchtlinge. Moskau will die Auswanderung verhindern. — Rücktransport oder Verbannung. k o w n o , 19. Roo. (TU.-Iunkfpruch.) Wie aus Moskau berichtet wird, sind die deutschen Dauern, die nach Moskau gekommen waren, um auszuwandern, am Sonntag teilweise wieder nach der Wolgadeutschen Republik jurütfge- bracht worden. 3n zwei Zügen wurden 300 Bauern aus Moskau abbefördert. Die kommunistischen Organisationen in der Wolgadeutschen Republik haben die Somjetregierung ersucht, sofort ein verbot gegen die Auswanderung der deutschen Kolonisten zu erlassen. Die OGPA. hat ab gelehnt, neue Pässe für die Ausreise deutscher Kolonisten auszustellen, da die Rechtsfrage der 'Auswanderung noch nicht geklärt sei. Wie die Berliner Blätter ergänzend berichten, hat die Sowjetregierung zweitausend dec in Moskau lagernden deutschen Kolonisten v e r h a f - t e t und ihnen die Verbannung auf die Solo- wehki-3iiseln im Rördlichen (Eismeer angedroht, falls sie nicht freiwillig an ihre bisherigen Wohnstätten zurückkehren. Die Sowjetregierung soll den Kolonisten versprochen haben, daß die Verkäufe ihrer Ländereien, des 3nvenlars und der Kornvor- räte für ungültig erklärt und ihnen zurückgegeben werden würde. Diese Versprechungen sind jedoch von den Dauern nicht ernftgenommen worden. Rur wenige haben sich bereiterklärt, zurückzukehren, und sind bereits zwangsweise verladen, um zurücktransportiert zu werden. Betreuung der Auswanderer. Ter Abgeordnete Ltücklen zum Neichs- kommiffar bestellt. Berlin, 18.Rov. (WB.) Dor Eintritt in die Tagesordnung der heutigen Ministerbespre-- chung leistete der neuernannte Reichswirtschaftsminister Professor Dr. Moldenhauer den Eid auf die Verfassung. Das Reichskabinett beschloß, entsprechend den Vereinbarungen der Parteiführerbesprechung, Reichsmittel zum Abtransport und vo rübergehcnden Aufenthalt in Deutschland der in Moskau angesammelten deutschstämmigen K o l o n i st e n bereitzustellen. Zum Reichskommissar zur Betreuung der Kolonisten wurde der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete S t ü ck l e n bestellt, der ähnliche Aufgaben bereits mit Erfolg gelöst hat. D.O.A. und Wolgadeutsche Not. Man schreibt uns: Der Landesverband Hessen des Vereins für das Deutschtum im Ausland hat von jeher die Lage der Wolgadeutschen mit besonderer Anteilnahme verfolgt, insbesondere weil ein Großteil der dortigen Kolonisten nach Sprache und Herkunft unserem Hessenlande eng verbunden ist. Er hat es schmerzlich bedauert, daß bei der politischen Entwicklung in Rußland seither eine unmittelbare Fühlungnahme mit den dortigen Volksgenossen stets unmöglich war. Die augenblickliche ungeheuer materielle und seelische Rot unserer Volksgenossen hat den Landesverband veranlaßt, mit der Berliner Hauptleitung wegen geeigneter Maßnahmen in Verbindung zu treten. Rach den erhaltenen Mitteilungen hält die Vereinsleitung mit allen zuständigen Stellen dauernd engste Fühlung. Es darf versichert werden, daß der Verein dem Hilfswerk seine ganze Kraft zur Verfügung stellen wird. Die Gowjetpropaganda in England. Nach Wiederaufnahme der diplomatische« Beziehungen. London. 18. Rov. (WB.) Auf eine Anfrage 1 Chamberlains im Hinterhaus über eine Aeußerung des offiziellen SotojetorganS „Jst- westija", wonach die lommunistrscheJn- ternationale durch die in -Jben englisch- sowjetistischen Vereinbarungen enthaltene Anti- propaganda-Derpslichtung nicht gebunden sei, erklärte Außenminister Henderson, die Regierung beabsichtige, daran festzuhalten, daß die Verpflichtung, die nach ihrer Ansicht klar und deutlich aus die Propagandatätigkeit der kommunistischen Internationale anzuwenden fei, ihrem Buchstaben und Geiste nach beobachtet werden müsse. Auf eine weitere Anfrage teilte Henderson mit, die Sowjetverpflichtung werde erst in Kraft treten, wenn der Botschafter sein Beglaubigungsschrei ben überreich t habe. Er fügte hinzu, er habe die Vertreter Sowjetrußlands wissen lassen, die britische Regierung werde die Verpflichtung auch künftig dahin auslegen, daß sie die Dritte Internationale binden wenn die Verpflichtung verletzt würde, würde die britische Regierung dagegen Schritte ergreifen müssen. Maßregelung der rechten Opposition in Rußland. Moskau, 17. Rov. (WTB.) Heber die vorn 10. bis 17. Rovembhr abgehaltene Plenarversammlung des Zentralkomitees bet* Kommunistischen Partei der Sowjetunion wurde heute ein Bericht veröffentlicht, in dem es heißt: Das Plenum des Zentralkomitees hat u. a. die Frage der Rechtsgerichteten geprüft. Im Hinblick darauf, daß die Führer dieser Gruppe. Bucharin, Rykow und Tomski sich von ihren Fehlern bisher nicht losgesagt haben, beschloß das Plenum, Bucharin aus dem politischen Bureau des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion 18.IWet>. 19297” abdS. Jan Mavj ■deen- Wien aXoruna ">\*>-Dcriin Preußens Etat für 1930 ihnen gelang, den die beide t a r b im Armenhaus Pasing. biS (0), Wohnlaube und einen G Sand g e f ü verwände ren der Bcnu Bahnsteig eine cherzten, i n s‘ den Persa Äug erwarteten, als sie miteinander eleisedesebenein fahre n- snzuges. Während es einem von (5), D Dauern- und Wp. 3 (2), ÄS. 3 Mieterliste S (4). 3m einem des in wurde. Der ichacht stand sofort vom Keller zum fünften-tockwerk in Flammen. ZehrJahre tanzt Mary Wigman. Aus Anlc der zehnjährigen Wiederkehr ersten Artretens Mary Wigmans Ländeckonserenz und Reichsreform Der bayrische Ministerpräsident He'.d verteidigt das föderalistische Prinzip. Deutschland at der sächsische Ministerpräsident Dr. Dünge der Künstlerin ein Glückwunschschreiben übsandt, in dem es u. a. heißt: „Wenn ich ir erlaube, Ihnen an diesem Tage meine Glückstnschs zu übermitteln, so geschieht dies nicht rc in Anerkennung für die vielen Stunden kistlerischer Erhebung, die Sie Ihrer aßen Gemeinde in Deutschland und im Auslandgeschenkt haben, sondern auch in Würdigung r Tatsache, das) Sie neben Ihrem persönlichen schaffen durch Ihre opfervolle Ariit als bedeutende Lehrerin undFührerin einer jüngeren Generatil das Verständnis für die Tiefe unlDedeutung der rhythmischen Ä ü ne, das uns fast verloren gegangen war. wiedr neu erweckt haben. Sie haben dadur«— und zwar in schweren -Zeiten — nicht nur dielchtung vor den produktiven Kul- turiräftcn tu deutschen Volkes erhalten und nähren helft sondern auch eine wesentliche erzi-e rische Arbeit gcle'jt:t, die über die eipttichrn Gebiete Ihres Schaffens hinaus das Last- und Lebcnsgejühl d r Gegenwart nachhah beeinflußt hat und sicher noch weiter beeinfsen wird." )ie Wetterlage. s i o n , durcl die fünf Personen verletzt und Wände un Fensterscheiben zertrümmert wurden. Na den Feststellungen der Feuerwehr ist die Cxpllon darauf zurückzuführen, daß c i n Denzing > äh , das in dem Aufzug befördert wurde und'ffenbar undicht geworden war. durch einen lektrischen Funken des Motors der Schaltung ur Entzündung gebracht imischlauch gefunden, der mit t und soineinenTotschläger worden war. Die Waffe wies Spu- g auf. Der Journalist setzte von sei- Sus aller Welt. Die Waffe eto Düsseldorfer Mörders gefunden. In der Näh^der Stelle, an der vor einigen Togen die Leiche bu Gertrud Albermann aufgefunden wurde, ist ein Lund gemacht worden, der möglicherweise zur A r»k l ä r u n g des furchtbaren Rätsels der Mordseriestihren kann. Ein Wiener Journalist, der zur Bearbitung der Mordsache hierher gekom- men war, ha etwa 60 Schritte von der Lxploln in einem Fahrsluhlschachl. Berit Stadtteil Moabit erfolgte in FahrUhlschacht eine schwere Explo - Abgrenzung der Zuständigkeiten entgegen der seitherigen Staatspraxis auch innegehalten werde. Dr. Held erklärte sich bereit, darüber hinaus an einer Lösung der Frag« Preußen und Reich in dem Sinne mitzuwirken, daß durch Schaffung einer gewissen hegemoniellen Stellung Preußens eine Reform der Reichsorganisation an der Spitze erfolge. Als unerläßliche Voraussetzung hierfür forderte er jedoch die Sicherung der Rechte dec. lebenswilligen Länder aller Art und die bessere Zergliederung Preußens in Deutschland durch Ausbau der provinziellen Selbstverwaltung. In der ganzen Welt vollziehe sich die verfassungsrechtliche Entwicklung im Sinne des föderalistischen Prinzips. Bayerns Selbständig- keitsrcchte seien unveräußerlich, ihre Deseitigung durch Majorisierung rechtlich unzulässig. Sehe Preußen eine historische Mission in solchen Zen- tralisations- und Angliederungsplänen, so stelle Dayern diesen Plänen als seine historische Mission um eines starken, großen und glücklichen Reiches willen die werbende Kraft des söddra- tiven Gedankens gegenüber, die sich allen untragbaren Experimenten zum Trohe durchsetzen werde. hende deutsche LI-Doot folgten, hätten sie einander achten gelernt. Die Grundlage hierfür sei die Erkenntnis gewesen, daß sie beide für das Wohl ihrer Länder eingetreten seien. Wenn es selbst unter den schwierigen Verhältnissen möglich gewesen sei. zu einer Verständigung zu gelangen, so habe das nur geschehen können dank des guten Willens von beiden Seiten. Auf das Gebiet der deutsch-englischen Zusammenkunft übergehend, sagte Has- hagen, beide Länder würden zusammenarbeiten, wenn es für Deutschland möglich geworden sei, seinen Platz unter den großen Rationen der Welt wiederzu finden, den einzunehmen es berechtigt sei. Er wisse, daß es eine Zeit gegeben habe, in der der Kapitän eines deutschen äl-Dootes nicht gerade der populärste Mann in England gewesen sei, er glaube auch nicht, daß man selbst heute das Gegenteil sagen könne, aber es sei wenigstens zu hoffen, daß die Tatsache, daß er heute hier als Gast • sprechen könne, als Anzeichen dafür gewertet werden dürse, daß sich die Welt wiederfinde. Hashagen und Lewis wurden von den zahlreichen Teilnehmern an der Veranstaltung stürmisch bejubelt. zu entfernen. Den übrigen totrb die Warnung erteilt, daß im Falle deS geringsten Ver- suches ihrerseits, den Kampf gegen die Linie oder die Deschlüss eder Partei fortzusehen, die Partet ungesäumt gegen sie entsprechende organisatorische Maßnahmen ergreifen wird. Uglanoto und mehrere andere Rechtsgerichtete teilten ihren Bruch mit der Rechten mit. Der Termin des Volksentscheides. Die Einwände des Einzelhandels nicht berücksichtigt. Berlin, IS.Rvv. (WB. Amtlich.) Zu den Einwendungen einer Reihe von Einzelhandelsverbänden bei dem Reichs- minister des Innern gegen den auf den 22 Dezember sestgelegten Termin für den Bolls- entscheid muß der Reichsminiftor des Innern zum wiederholten Male darauf verweisen, daß der Termin für den Dolksentschrid durch außenpolitische und durch technische Gründe zwangs- läufig 6 e ft i m m t ift. Bezüglich der Eingaben g e w e r k s ch a f t l i - cher Angestelltenverbände, daß der Hinweis des Ministers auf die Möglichkeit eines weiteren für den Verkauf freien Sonntags unliebsame Folgen für die Angestelltenschaft haben könnte, bemerft der Re.chsmmrster des Innern, daß sein Hinweis ledia'rch aus Zuständigieitsgründen notwendig gewesen war, daß er aber leine Maßnahmen befürwortet habe, die die berechtigten sozialen Wünsche der Angestelltenschaft beeinträchtigen. Berlin, 18.Rov. (WTB.) Die Unter- aus schüsse des Verfassungsau sschus- ses der Länderkonferenz sind heute vormittag unter Vorsitz des Reichsminister des Innern, Severin g, zusammengetreten. Gegenstand der Verhandlungen ist das sogenannte Ge- meinschaftsreferat der Ministerialdirektoren Dr. Brecht (Preußen) und Dr. Poetzsch-Heffter (Sachsen), des Staatspräsidenten Dr. Bolz (Württemberg) und des Bürgermeisters Dr. Petersen (Hamburg): „Die Organisation der Länder und der Einfluß der Länder auf das Reich". Der bayerische Mi- ministerpräsident Dr. Hel d äußerte sich in einer zweistündigen Rede zu dem Problem Preußen- Reich. Er erklärte, daß der ganze Lösungsver- fuch nichts anderes bedeute, als die Uebertra- gung der Reichsgewalt an Preußen, das Au f - gehen Deutschlands in P r eußen und die Herbeiführung des großpreußischen zentralisierten Einheitsstaates. Zur Beseitigung der sachlichen Schwierigkeiten im Verhältnis zwischen Preußen und Reich verlangte Dr. Held eine klare Ordnung der Zuständigkeiten zwischen Reich und Ländern und den Einbau verfassungsrechtlicher Sicherungen dafür, daß die Lieber 100 englische Parlamentsmitglieder für Rückgabe des deutschen Privateigentums. London, 18. Nov. (WB.) lieber hundert Par» lamentsmitglieder haben bereits die Denkschrift unterzeichnet, die an den Premiermini st er, den Schatzkanzler und den Handelsminister gesandt werden soll. Die Denkschrift schlägt vor, daß das gesamte auf Grund des Versailler Vertrages b e • schlagnah mte deutsche Privateigentum, soweit es nochnicht liquidiert ist, unverzüglich den Eigentümern zurückgegeben werde. Unter den Unterzeichnern der Denkschrift befinden sich etwa 60 Parlamentsmitglieder der Arbeiterpartei. Ein deutscher Ll-Bootkommandant spricht m England. 3m Rathause von Reading im Raume der englischen Völkerbundsliga wurde eine Friedenskundgebung abgehacken, in der der ehemalige deutsche äl - B o o t - K a p i t ä n Hashagen und Kapitän Lewis, der ehemalige Befehlshaber eines der englischen äl-Bootsjäger, Ansprachen hielten. Der deutsche Offizier hatte seinerzeit das von Kapitän Lewis befehligte Kriegsschiff versenkt und den Kapitän selbst als Gefangenen nach Deutschland gebracht. Sie 3000 Personen fassende Halle war überfüllt, und der deutsche Gast wurde mit der deutschen Na - tionalhymne begrüßt. Kapitän Lewis legte in seiner Rede Zeugnis ab von der ritterlichen und herzlichen Art und Weise, mit der er als Gefangener behandelt worden war. Kapitän Hashagen erinnerte an fein erstes Zusammentreffen mit Lewis im Kriege. Während der drei Wochen, die der Gefangennahme von LewiS durch das unter seinem Befehl fte- Weitere Wahlergebnisse aus Hessen. Nheinhessischsr Provinzialtag. Soz. 11 (13), Zentrum 11 (11), Deutschnat. 1 (1), Chr. Rat. Bauernpartei 3 (4), Volksrechtpartei 0 (0), Evang. Volksgemeinschaft 2 (0), Kommunisten 2 (1), Demokraten 3 (4), Nationalsozialisten 2 (0), Volkspartei 4 (5), Mittelstand 1 (1). Kreistage. Groß-Gerau: Soz. 12 801 (11333), Demokr. 2439 (2134), Zentrum 2335 (1742), D. Volkp. 2655 (1918), Landbund 4772 (4657), Handel und Gewerbe 1351 (1424), Kommunisten 3889 (2293). Me Deutschnationalen haben keine Liste ausgestellt (554). Heppenheim: Soz. 4227 (3628), Demokraten 1450 (1036), Zentrum 6986 (5496), D. Volksp. 1251 (1217}, Landbund 1328 (1523), Nationalsoz. 767 (0), Kommunisten 1517 (1311), Bürgerpartei Viernheim 218 (777). Offenbach: Soz. 30 481 (25 861), Demokraten 3378 (4697), Zentrum 17 097 (14 510), D.Vp. 5051 (5691), Landbund 2252 (3171), Deutschnat. 2509 (4310), Evang. Volksgemeinschaft 1630, Kommunisten 5776 (14 040), Linke Kommunisten 2336 (0), Mittelstand 4039 (0), Volksrechtpartei 1425 (0), Oppos. Kommunisten 11179 (0). Mainz: Soz. 11 (12), Zentrum 9 (9), Deutschnat. 0 (1), Landbund 1 (2), Vol?srcchtpartei 0 (0), Evang. Volksgemeinschaft 1 (0), Kommunisten 2 (2), Demokr. 2 (2), D. Volk.p. 1 (2), Rote Arbeiterliste 0 (0), Notgemeinschaft des Mittelstandes 3 (0), Le- ninbund 0 (0). Bingen: Soz. 5 (5), Zentrum 11 (9), Chr.-Nal. Bauern- und Landvolkpartei 2 (3), Evang. Volksgemeinschaft 0 (0), Komuniften 0 (0), Demokraten 2 (2), D. Volksp. 1 (2), Mittelstandspartei 0 (0). Rheinischer prov.nziaNandtag. Düsseldorf, 18. Nov. (WB.) Nach dem vorläufigen amtlichen Gesamtergebnis für den Rheinischen Provinziallandtag erhielt da^ Zentrum 64 (72) Mandate, Soz. 25 (23), Komm. 21 (21), Deutsche Volksoartei 14 (16), Deutschnationale Volkspartei 12 (16), Mittelst. 11 (6), Dem. 4 (4), Volksrcchtportei 0 (3), Chr.-nat. B. u. Landv. 3 (0), Chr. Volksd. 3 (0), Nat.-Soz. 6 (0), Bauern und Winzer 0 (2). Etadtverordnetenwahlen. Köln. Zentr. 35 (31). Soz. 21 (12), Komm. 13 (15). D. Vp. 10 (8). Dntl. 2 (6), WP. 7 (5), Dem. 3 (3). RS. 4 (2). Die Wahlbeteiligung betrug nur 51 bis 52 Prozent. Düsseldorf. Ztr. 23 (21), Soz. 13 (13), Komm. 17 (19). D. Vp. 6 (7), Dntl. 6 (12), Dem. 1 (3), Ehr. Volksd. 1 (0). RS. 1 (0), Wirtschaftsb. 11 (6). Irn ganzen wurden 79 Stadtverordnete gegen bisher 74 gewählt; die Zahl der Mandate hat sich durch die Eingemeindungen erhöht. Dresden. Soz. 28 (26), Dntl. 7 (9), D. Vp. 12 (10), Mittelst. 7 (6 Handw., Handel u. Gew.), Komm. 7 (10), Dem. 5 (5), Alte Soz. 0 (3), Hausbes. 3 (3), Zentr. 1 (1), Rentner 0 (keine Liste), RS. 4 (0), Volksrp. 1 (2). Insgesamt 75 ' Mandate. Breslau. Soz. 33 (38), Dn. 18 (16), Zentr. 16 (11), D. Vp. 7 (5), Dem. 4 (4). Komm. 5 ner Entdeckun! pfort die Polizei in Kenntnis. Eine großzügige Fü Dung nach dem Besitzer der Gegen- tände setzte , I Es wird auch bereits eine be- timmte Perfol sefucht, die die Gegenstände angel,- lief) noch oorigenigen Tagen besessen haben soll. Zwel^rdesopfer eines Scherzes. In der 9laj um 11.30 Uhr gerieten auf dem bayerischen fßd Hof Aubing 3 Reisende, die eftrf dem 5un b ft e 11 tje n t f e r n t in einer halbfertigen blutdurchtränktes Satin-Tuch Einberufung des Hessischen Landtags. Darmstadt, 18. Rov. Der Präsident des Hessischen Landtags, (Bürgermeister Delp, hat den Hessischen Landtag zu feiner 53. Schung au Dienstag, 26. Rovern bcr e.nlerufen. Au der Tagesordnung, die 49 Punkte umfaßt, stehen neben einer Reihe von Regierungsvorlagen mehrere Dutzend Anträge und Anfragen über das Straßenwesen. die Errichtung von Wasserleitungen, Beseitigung von Mißständen auf verschiedenen Eisenbahnstrecken, zur Deranlaaung der landwirtschaftlichen Betriebe $ur Reichseinkommensteuer und mehrere Anträge zur Arbeitslosenfrage und zur Winterbeihilfe. Unter den Vorlagen und Anträgen-befindet sich eine Regierungsvorlage. in der das Gesamtministerium fordert, daß die Amtszeit aller unbesoldeten Beigeordneten in den Städten. die im Jahre 1925 wieder gewählt worden sind, auf neun Jahre zu erstrecken. Zur Instandsetzung der Solquellen in Bad Salzhausen verlangt die ^Regierung eine Summe von 6700 Mark. — Die Sozialdemvtraten und Demokraten beantragen außerdem in den hessischen Slrasge ängnis.en den Gefangenen Wochenschriften ihres Bekenntnisses oder ihrer Weltanschauung zur Verfügung zu stellen. — D.e Sozialdemokraten wünschen erneut, die Regierung möge sich bald für eine ausreichende Erhöhung der Unfaltrenten einsehen. Frankreich „sichert" seine Ostgrenze. Eine Besichtigungsreise Maginots. Paris, 18. Rov. (WTB.) Kriegsminister M a g i n o t hat in Begleitung des General- stabschcfs General Debeney und mehrerer anderer höherer Osfiziere heute die Gegend von Metzerviese und Thionville besucht, die Pläne für die Befestigungsbauten geprüft und auch die Anlage der Derbindungs st raßen auf ihren militärischen Wert bin untersucht. Maginot ist nachmittags nach Straßburg weitergereift. Einem Vertreter des „Figaro" erklärte er vor Antritt feiner Inspektionsreise an der Ostgrenze: Meine Geste war notwendig. Die Berichte, die mir über die Grenzbefestigungsarbeiten vorgelegt worden find, stellen einmütig fest, daß noch nichts Ernsthaftes unternommen worden ist. Ein Mittel, mir völlige Aufklärung zu schaffen, bot sich allein dadurch, daß ich mich an Ort und Stelle begebe. Das tue ich nunmehr. Das Wesentliche ist, daß Frankreich geschützt wird. Möglicherweise werde ich einen harten Kampf mit dem Parlament auszufechten haben. Aber dieses wird mit seinem Patriotismus mir nicht die bedeutenden Kredite verweigern können, deren Notwendigkeit ich bartun werde. Auf jeden Fall wird alles Notwendige im Rahmen meiner Machtbefugnisse geschehen. An gewissen Punkten der Grenze haben ftcllung sei gerechtfertigt, daß diese Besoldungserhöhung die finanziellen Kräfte Preußens ü bersch ritten yab«. Um so schwieriger sei die Aufstellung des Haushaltes 1930 gewesen. Der Möglichkeit, die Ausgaben einzuschränken, seien verhältnismäßig enge Grenzen gezogen. Die Sachaus- gaben, insbesondere die Dispositionsfonds, feien bis aufs äußerste herabgesetzt worden. Grundsätzlich habe man davon abgesehen, Neubauten in den Haushalt ein^ustellen. Ebenso sei die Uebernahme neuer Aufgaben grundsätzlich abgetönt worden. Ein« Herabsetzung der Gehälter könne nicht den Gegenstand von Erwägungen bilden. Sonach könne nur eine Herabsetzung der Zahl des Personals zu einer Ermäßigung der Personalkosten führen. Eine Wiederholung des nach Beendigung der Inflation durchgeführten Personalabbaues sei nicht denkbar. Allgemein wäre eine Verminderung der Personalkräfte nur möglich, wenn der Grundgedanke der Verwaltungsreform endlich zur Durchführung gelangte, wenn Lokalbchörden nach einem großzügigen Plane z u f a m m e n g e - legt, Sonderverwaltungen in die allgemeine Verwaltung eingegliedert und die Doppelbesehung der Provinzialinstanzen beseitigt würde. Die Gesunderhaltung der preußischen Finanzen hänge in weitgehendem .Umfang von dem Ergebnis der bevorstehenden Finanzreform ab. Es bedeute keine Lösung des Problems, wenn im Endergebnis zur Herstellung bA Gleichgewichtes des Reichshaushaltes die Steuerüberweisungen an die Länder herabgesetzt werden und den Ländern empfohlen wird, für das Gleichgewicht ihrer Haushalte durch geeignete Ratio- nalifierungsmaßnahmen zu sorgen. Die zur Verfügung stehenden ReparativnSersparnisse würden nicht ausreichen, um eine fühlbare Senkung der Steuern durchzuführen. Die Erschließ ung neuer Einnahmequellen sei daher unabweisbar. Eine Steueraufteilung, wonach die Länder in ihren Anteilen an den gegenwärtigen Ueberweifungssteuem herabgedrückt und an Verbrauchssteuern beteiligt werden, würde nur ein weiterer Schritt zum Ausbau des auf die Dauer unerträglichen Dotationssystems sein. die Grenzbefestigungsarbeiten begonnen. Ich habe beschlossen, die Anzahl der Pionieroffiziere, die mit der Kontrolle dieser Arbeiten betraut sind, zu erhöhen, um die Ausführung zu beschleunigen. Aber erst, wenn wir nicht mehr durch die jährliche Festsetzung der budgetären Ausgaben unterbrochen werden, werden wir schneller vorgehen können. Ich zweifle nicht daran, daß das Parlament eine Ausgabe wird erleichtern wollen, die bezweckt, die Sicher- heit des Landes zu gewährleisten, bei völliger Wahrung des Defensivcharakters unserer Militärorganisation. Die Instandsetzung unserer Grenze ist eine Notwendigkeit. Keine Regierung wird sich ihr entziehen können; die Verantwortung wäre zu groß. Für die nationale Verteidigung darf weder das Geld, noch der gute Wille fehlen. 93er Hn, 17. Nov. (WTB.) Der preußische Haushaltsplan für 1930 ist jetzt dem Staatsrat zugegangen. Er schließt in Einnahme und Ausgabe nut 4288,7 Millionen Mark ab. Er ist also um 8 7 Mil° lionen höher als der Etat für 1929. Bei den Einnahmen sind 88 Millionen Mark Mehrein- nahmen aus R e i ch s ü b e r w e i s u n g s st e u e r n eingesetzt. Die Ertragnisse an den preußischen Steuern sind mit 588,7 Millionen, die Einnahmen der Betriebe mit 225,2 Millionen und die onftigen Vcrwaltungseinnahmen bei den verschiedenen Staatshoheitsoerwaltungen mit 562,2 Millionen bemessen. Von den bei den dauernden Ausgaben nach Abzug der durchlaufenden Posten ver- bleibenden Beträgen entfallen auf persönliche Ausgaben 1090,8 Millionen, also 49,2 v. H. der lefamten dauernden Ausgaben, während auf die ächlichen Verwaltungsausgaben 10,4 und auf die übrigen allgemeinen Ausgaben 40,4 v. H. entfallen. Wenn man hierzu die S t a a t 5 b c i • träge zu den laufenden persönlichen Volksschulunterhaltungskosten, zur Pfarrcrbesoldung, zu den Fach- und Berufsschulen usw, rechnet, würde sich der Prozentsatz der Personalausgaben auf rund 75 o. H. erhöhen. Neue Beamten st elfen sind im wesentlichen nur vorgesehen für höhere Schulen infolge Verstaatlichung von Anstalten und Ausbau der Aufbauchulen, für pädagogische Akademien infolge Errichtung von sieben weiteren Akademien und für staatliche Museen infolge Inbetriebnahme der Neubauten auf der Museumsmsel. Die Zahl der planmäßigen Beamten beträgt im Jahre 1930 144 518 (gegen 1929 1771 mehr), die Zahl der Hilfsbeamten 1159 (gegenüber 1929 2091 weniger), die Zahl der Angestellten 33 024 (gegenüber 1929 944 weniger) und die Zahl der Staatsverwaltungsarbeiter 18 882 (gegenüber 1929 570 mehr). In einer Würdigung des neuen Etats weist der Finanzminister zunächst den Vorwurf als unberechtigt zurück, daß Preußen die Mehreinnahmen an Reichsüberweisungssteuern nicht zur Senkung der Re al steuern verwendet hab«. Insbesondere hätten sich die Lasten der B e s o l d u n g s- neuregelung schwerer ausgewirkt; die Fest- ©wonenioi. 0neuer ziv Dtotciu. 9 woimg. 9 oedeaa eneget ¥ Schnee atraupr, »eoel KGewitfer.(g)Wino$tilie.O «f» n Paris g «chleiermai Dichter hei bam Restart Gies Ts (oft, Jäle 10 ( 618.2 20; ■ Aihiraul Auden 10 25 bij 35 25 bis U bis 1,20; L'Knn ,0. Sutbie 10 bis 15 «-Armig ^Hhenhü dpiel tal)l1' bann flBj ® schnell'. ben schon e> 3o, -s b dünne Flo qröfcer uni Kein W nir Erbe. ■ U- b imme Dir bre van Schnc Aufsatz fle hoffentlich Und nun Winter roi sie nun alt. Sie M u"d trunkene, de Sie Welt weiß, W trotzdem na heraorfab, a Schnee fcho > Sie’ Und schon Stellen, rat Bälle bur schienen! San; ot drei Ranz' Dahinter i ihn Siebener ’ kämmens fällt der 'h Jahre bis und Le'lnS *Aontaa, Aus der Provinzialhauptstadi. Sieben, den 19. November 1929. Zur Beachtung. Am Mittwoch, dem 20. November, erscheint der Gießener Anzeiger nicht. Infolge eines lleberein- kommens mit unserer technischen Mitarbeiterschaft fällt der ihr «arislich zustehende achte Feiertag im Jahre bis auf weiteres auf den preußischen Bufj- und Bettag. Verlag des Gießener Anzeigers. Oer erste Schnee. (Ls war in der letzten Unterrichtsstunde, in der sonst schon ein wenig Müdigkeit über der Klasse liegt. Aber plötzlich ging ein leises Raunen durch die Kin- derschar. wie wenn der Herbstwind durch die Baum- wipsel fährt. Die Kopfe wandten sich, erst einzelne, dann alle, nach den Fenstern. Leise Ausrufe: „E s schnei t!" wurden weilergegeben, hier und da standen schon einige auf und schauten hinaus. — Ja, es begann sachte zu schneien. Zuerst ganz dünne Flöckchen, dann aber wurden sie immer größer und ballten sich mehr und mehr zusammen. Kein Wind jagte sie. Langsam, fast müde, sielen sie zur Erde. Im Zimmer war es dämmerig geworden. Ui d immer dichter sanken die Flocken. Wir brachen den Leseunterricht ab und sprachen von Schnee. Gestern erst hatten die Kleinen in ihrem Aufsatz geschrieben: „Der Winter kommt gegangen. Hoffentlich wird er nicht so streng wie der letzte ..." Und nun konnten sie es kaum erwarten, daß es Winter wurde. Wie gingen ihre Mäulchen! Was sie nun alles machen wollten mit dem Schnee! ... Die Ranzen wurden gepackt, ein kurzes Lied, das Gebet, und hinaus stürmten fünfzig hoffnungS' trunkene, dem Glück nachjagende Jungen. Die Welt hatte sich verwandelt. Die Dächer waren weiß, Bäume und Sträucher hatten ihr Schneekleid, trotzdem noch hier und da welkes Laub darunter hervorsah, angezogen. Aber aus der Straße ging der Schnee schon in Wasser über. Die Jungen sangen: „Frau Holle schüttelt die Betten aus. Die Federn fliegen zum Fenster hinaus." Und schon standen sie an Mauern, an geschützten Stellen, wo sich der Schnee gehäuft hatte. Die ersten Bälle durchschnitten die Luft. Die Mädchen erschienen! Mit Hallo ging's ihnen nach! Ganz oben am Rain sah ich auf meinem Heimweg drei Ranzen verlassen im regennassen Schnee liegen. Dahinter im Garten, wo sich der Schnee noch etwas gehalten hatte, rollten die drei Kerlchen kleine Schneewalzen und setzten sie zusammen: D e r e r st e Schneemann! Bergessen waren Schule und Mittagessen. Mit glänzenden Augen arbeiteten, glätteten sie an dem kleinen Schneemann herum. Zwei Steine kamen ins Gesicht, eine Rase aus Holz, und fertig war er! Kinder und Erwachsene kamen vorüber, blieben stehen, lachten und freuten sich mit den kleinen Künstlern. Das Mittagessen wird ihnen wohl kalt geworden sein, den kleinen Schneeliebhabern, aber was will das heißen? Sie kamen heim mit nassen Strümpfen und triefenden Nockärmeln, die Ranzen hatten sie fast veraessen. In den Augen aber lag noch der helle Glanz, den nur ganz Glückliche besitzen können. „Mutter, wir haben schon einen Schneemann gemacht!" Das war alles, was sie auf die Vorwürfe sagen konnten. Glückliche Jugend! Sorglos in den Tag stürmend, ballst du dir deine Schneemänner. Nur den Augenblick genießend und fest vertrauend auf die Zukunft! Du siehst nicht, wie sich schon der Schnee mit dem Regen mischt, in einigen Stunden wird alles zerflossen sein. Doch der Winter ist lang, und du träumst weiter von Schnee und Eis ... L. R. Daten für Mittwoch, 20. November. 1497: Basco da Gama umsegelt die Südspitze Afrikas: — 1602: der Physiker Otto von Guericke in Magdeburg geboren: — 1802: der Maler Wilhelm von Kügelgen in St. Petersburg geboren: — 1858: die schwedische Schriftstellerin Selma Lagerlöf in Marbacka geboren: — 1910: der Schriftsteller Graf Leo Tolstoj in Astapowo gestorben. Daten für Donnerstag, 21. November 1694: der Schriftsteller F.M. Arouet de Voltaire in Paris geboren: — 1768: der Theologe Friedrich Schleiermacher in Breslau geboren: — 1811: der Dichter Heinrich von Kleist am Wannsee bei Pots- dam gestorben. Gießener Wochcrrmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarki: Käse 10 Stück 60 bis 1.40: Butter Pfund 2.10 bis 2 20; Matte 30 bis 35; Wirsing 12 bis 15, Weißkraut 8 bis 10; Rotkraut 12 bis 15; gelbe Rüben 10 bis 12; rote Rüben 10 bis 12; Spinat 25 bis 35; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 25 bis 35; Rosenkohl 40 bis 45; Feldsalat 1,00 bis 1,20; Tomaten 30 bis 50; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 50 bis 80; Schwarzwurzeln 40 bis 60; Kürbis 5 bis 8; Kartoffeln 41/« bis 5; Aepfel 10 bis 15; Birnen 10 bis 15: Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 1,20 bis 1,30, Suppenhühner 1,00 bis 1,20; Ganse 1,10 bis 1,30; Rüsse 40 bis 50; Tauben Stück 70 bis 90; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln Zentner 3,50 bis 4,00; Wirsing 10,00 bis 12,00; Weißkraut 5 00 bis 6 00: Rotkraut 10,00 bis 12.00; Aepsel 8,00 bis 12,00; Dirnen 8,00 bis 10,00. Bornotizcn. — Tageskalenderfür Dienstag: Stadttheater: „Scribbys Suppen find die besten", 20 bis 22.15 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Der Günstling von Schönbrunn": auf der Bühne: Gastspiel Ninon und Joe Berno-Berllosf. — Astoria- Lichlspiele: „Die Tochter der Steppe" und „Die Tänzerin von Frisco". — TageskalenderfürMittwoch: Stadt- thealer: „Hochzeitsreise, 16 bis 18 Uhr; Abendvorstellung: „Paganini", 19.30 bis 22.15 Uhr. — Goethe- Bund: Lichtbüdervortrag „Aus der Wunderwelt der Blumen", 20 Uhr, Unioersitätsaula — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Der Günstling von Schönbrunn", auf der Bühne: Gastspiel Ninon und Joe Berno-Berloff. — Astoria-Lia-tspiele: „Die Tochter der Steppe" und „Die Tänzerin von Frisco". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am heutigen Dienstag ist die süd- westdeutche Erstaufführung des Lustspiels „Scr'.b- bys Suppen find die besten" (Lustspiel, ein Auftakt und drei Akte) von Julius Berstl. Die Spielleitung hat Peter F a s s o t, der zugleich eine wichtige Nolle des Lustspiels darstellt, im übrigen sind beschäftigt die Damen: Doering, Jüngling, Mewes und die Herren: Arzdorf, Haeser, Hais, Heitzig, Hub, Linkmann, Ritter, Wahlen und Zingel. Inspektion Wahlen. — Das Stadttheater bringt morgen, Mittwoch, zwei Borstcllungen? um 16 Uhr nachmittags den mit großen Beifall aufgenommenen Schwank „Die Hochzeitsreise", abends 19.30 Uhr als Frankfurter Ope- rettengaftspiel „Paganini" (Musik von Franz Lähar). — Ober hessischer Geschiß tsderein. Den ersten Bortrag dieses Winters hat Unit».* Prof. Dr. Götze übernommen, der am Donnerstag, 21. Rovember, über die „Grundlagen der deutschen Reformation" im Saale des Hotels Schütz sprechen wird. Prof. Götze 'tarn 1925 als Rachfolger von Geheimerat Betz a g h e l nach Gießen. Er hat sich neben und in Verbindung mit seinen sprachwissenschaftlichen Studien mit der Kultur der deutschen Reformationszeit beschäftigt und auch Bücher dazu veröffentlicht. Das Thema seines Vortrages wird allgemeines Interesse erwecken. Dem Vortrag geht die dies.ährige Hauptversammlung des Vereins voraus. Ein gemütliches Beisammensein der Mitglieder schließt sich an die Veranstaltung an. (Siehe gestrige Anzeige.) — Der Goethe-Bund vermittelt mit seinem dritten Lichtbildervortrag des diesjährigen Winterprogramms ein überaus lehrreiches Thema. An Hand von farbigen Bildern spricht Georg Weid- h a a s (Greiz) über „Die Wunderwelt der Blumen" am Mittwoch, 20. November, in der Aula der Universität. — Siehe gestrige Anzeige. — Der Vortrag des U n i v e r s i t ä t s - Professors Dr. med. Dipp über das Thema „Neueste Ergebnisse der Tropenheilkunde und ihre Anwendung in der ärztlichen Mission" findet am nächsten Sonntag n i ch t — wie gestern mitgeteilt — um 20 Uhr, sondern bereits um 15.30 Uhr statt. — Siehe heutige Anzeige. ** Desihwechsel. Die Handels- und Ge- werbebank, e. G. m. b. H. dahier, die zur Zeit auf dem ehemals Zurbuchschen Gelände in der Goethe- straße einen Bankneubau errichtet, verkaufte ihr Dankanwesen Ostanläge 35 nebst dem zugehörigen Gelände an die Provinz Oberhessen zum Darpreise von 75 000 Mark. Die Provinz benötigt das neucrstandene Gebäude mit seinen Tresoreinrichtungen, dessen Komplex an das im Landes- eigentum stehende, bisher schon den zweiten der Provinz Oberhessen dienende Anwesen Ostanlage 33 angrenzt, wie wir hören, u. a. für Kassezwecke. ** Goldene Hochzeit. Gestern konnten die Eheleute Aron Steinreich, hier, wohnhaft Lindengasse 2, bei voller körperlicher und geistiger Ge- sundhe' das Fest der goldenen Hochzeit begehen. ** Ehrung eines Feuerwehrmannes. Am Samstag wurde dem Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Heuchelheim, Karl Rinn VII., gcleaent- lich der Feier des 51. Gründungstages der Wehr, das ihm von der Regierung verliehene Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit durch Kreisfeuerwehrinspektor D i ck o r 6 überreicht. ** Don einem Auto um gefahren. In der Naä;t zum Montag wurde der in Klein-Linden wohnhafte 31 Jahre alte ledige Vorarbeiter Karl Schmidt in Klein-Linden in der Frankfurter Straße von einem aus der Richtung Gießen kommenden Privatauto angefahren und zur Seite geschleudert. Der bedauernswerte Mann blieb mit leichteren Kopf- und einer schweren Beinverletzung liegen, bis in der Nähe wohnende Leute auf seine Hilferufe aufmerksam wurden. Er mußte noch in der Nacht durch das Sanitätsauto der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirur- gisäze Klinik überführt werden. Hier wurde ein Unterschenkelbruch festgestellt. Die Nummer des Wagens, der den Bedauernswerten anfuhr,' ist inzwischen festgestellt worden. ** Literarischer Volkskun st abend der Volkshochschule. Zu dem am Samstag, 23. November, in der Neuen Aula stattfindenden Abend „Spiegel der Zeit", Dichtungen und Skizzen von Menschen und Maschinen, wird uns geschrieben: Es entspricht den Bildungsaufgaben der Volkshochschule, daß sie weniger in die Literatur selbst einzuführen als vermittels literarischer Darbietungen den Menschen unserer Zeit in ein inneres Verhältnis zu der Wirklichkeit zu bringen sucht, in der er stehen muß. Unter diesem Gesichtspunkt ist die zu bietende Auswahl von Dichtungen und Skizzen getroffen wor- den. Freilich kommt hierbei das meiste noch auf den Interpreten an; und nach den vorliegenden Kritiken und Empfehlungen dürfte der Sprcchkünstler Ha n s D o h m e den Ansprüchen, die hinsichtlich der Ausdrucksgestaltung zu stellen sind, voll gerecht werden. ** Weitere englische Kurse. Man schreibt uns: Der Fremdsprachklub Gießen beabsichtigt, wei- tere englische «Kurse unter Leitung des englischen Gymnasiallehrers der Universität von London,'Mr. E. F. Jones, einzurichten, da ein steigendes Interesse sich bemerkbar macht. Anmeldungen an Herrn Mack, im Haus Schwarz (GDA.), wo auch Auskunft erteilt w rd. — Siche heutige Anzeige. ** Ehrung verdienter Rudersport- freunde. Die Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 nahm am Samstagabend gelegentlich einer internen Feier in ihrem Bootshause Beranlassung, eine ganze Anzahl älterer Mitglieder im Hinblick auf deren treue und opferfreudige Vereinszugehörigkeit auszuzeichnen. Der Vorsitzende, Kaufmann H o ch st ä t t e r, betonte in einer kurzen Ansprache den hohen sportlichen und sittlichen Wert des Ruderns für die Heranbildung vollwertiger Menschen und sagte dann den Jubilaren namens der Ruder-Gescllschast herzlichen Dank für ihre stete eifrige und opferfreudige Förderung des Rudersportes im Rahmen der Gießener Ruder-Gesellschaft. Für 50jährige Mitgliedschaft wurde mit der „Goldenen Nadel" der Ruder-Gesellschaft Herr Christian Jnderthal ausgezeichnet. Die „Silberne Nadel" der Gesellschaft erhielten fol- gende Herren: Wilhelm Bach, S. Falk, Fritz Flimm, Louis Frech, Carl Georgi, Wilhelm .fr e 11 Hermann Heß, Dr. H o d d e s, Emil Hör st, Heinrich Jughardt, Carl Köhler, Berthold Kühne, Conrad M a l k o m e s i u s, Willy M ö s er, Adolf Noll, Kommerzienrat, August Noll II., Ernst Pletz, Ludwig Rinn, Carl Röhr sen., Heinrich Schmal!, Georg Wallenfels, Max Weißbäcker, Christian Zimmer und Carl Zülch. Der Abend nahm im übrigen bei instrumentalen Darbietungen, heiteren Vorträgen und gemeinsamen Liedergesängen einen sehr harmonischen und stimmungsvollen Verlauf. " 75er-Seiet. Die Fünfziger 1854—1904 feierten am Samstag und Sonntag gemeinsam die Feier ihres 75. Geburtstages. Ihre Zahl ist allerdings sehr zusammengeschmolzen. Rahezu drei Viertel der 1854er deckt bereits die kühle Erde. Während am Samstag die eigentlichen Geburtstagskinder sich zu einer einfachen Feier im „Hessischen Hof" vereinigten, nahmen an der Sonntagsfeier im Schützenhause auch die Ehesrauen teil. Der Vorsitzende, Heinr. Winn, gedachte in seiner Eröffnungsansprache der Ereignisse der vergangenen 25 Jahre, in denen nicht nur viele liebe Altersgenossen, sondern auch als Opfer des Krieges viele jüngere Mitinenschen aus dem Leben schieden. Ihnen zu Ehren erhoben sich die Festteilnehmer von den Sitzen. Herr Winn gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Fo'gen des Krieges, wirtschaftlicher Rotstand, Arbeitslosigkeit und innerer Hader bald überwunden werden und unser Vaterland sich wieder zur alten Höhe cmvorarbeiten möge. Er schloß seine Ansprache mit den Worten: „Gott hat geholfen, Gott hilft noch, Gott wird weiter helfen." Unter gemein» samen Liedern, ernsten und humoristischen Vorträgen verlief die Feier zur dollsten Zufriedenheit der Teilnehmer. "Bund für christlich - evangelis che Erziehung in Haus und Schule. Die Ortsgruppe Gießen des Dundes für christlichevangelische Erziehung in Haus und Schule hielt dieser Tage im Zohannessaal ihre Monatsversammlung ab. Durch ein von Mitgliedern der Militärkapelle vorgetragenes Musikstück wurde der Abend eingeleitet. Dann ergriff nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Pfarrer Lic. Waas das Wort zu seinem Vortrag über „Die religiöse Gedankenwelt des Proletariats und wir". Anregung dazu gab dem Redner das im 3ahr 1923 erschienene Buch des zu den religiös Sozialen gehörenden Berliner Pfarrers Günther Dehn über „Die religiöse Gedankenwelt der Prolelarierjugend". Dehn habe auf dem Weg der Umfrage bei der die Fortbildungsschule besuchenden Großstadtjugend im Alter von 14 bis 18 Jahren, deren religiöse Anschauung festgestellt. Eiwa 3600 Schüler, Zungen und Mädchen, aus fast allen Derufsklasfen seien teils mündlich, teils schriftlich gehört worden. Welches Bild entrollte sich nun vor uns auf Grund dieser Aussagen? Es sei, was die religiöse Gedankenwelt und das religiöse Leben betreffe, ein geradezu erschütterndes, es sei das der völligen Auflösung. Die Religion M yur Privatsache, zur We.tanschauu.^ssache des einzelnen geworden, sie sei nicht mehr eine die GesamtAit beherrschende Macht. Das Bild sei nicht verzeichnet: wenn auch hie und da religiös interessierte junge Leute den Gottesglauben und die Kirche verteidigen, wenn es auch in Prvle- tarierkreisen tzie und da aufrichtig fromme Leute gebe, das Bild bleibe im großen und ganzen richtig. 3n seinen weiteren Aus.ührungen fragte der Vortragende, ob es nicht möglich sei, Brücken zu schlagen zwischen dem Proletarier und dem Christentum? „Gewiß", so führte der Vortragende aus, „Brücken sind tatsächlich vorhanden. Vor allem ist es die Person 3cfu, die Christentum und proletarische Religion miteinander verbindet. Freilich wird auf der proletarischen Seite 3esuS einseitig als Kämpfer für die Entrechteten auf- gefaßt. Gewiß, 3esus hatte ein Herz für die Unterdrückten, aber mit Unrecht wirft der Proletarier den heutigen Vertretern des Christentums vor, daß sie es vielfach nicht haben. Der Proletarier will eine Religion der Tat. Da bietet sich wieder eine Brücke zu dem der Kirche entfremdeten. Auch der kommunistische Arbeiter erkennt die Kraft, die in der dienenden Liebe liegt." Der Redner wies hier auf Vater Bodel- chwingh. auf Albert Schweitzer und Matbilde Wrcle hin. „Tis: Kraft, deimC rstentrmst ckt, muß auch der aneuennen, der dem Chr.stenlum und der Kirche ablehnend gegenübersteht. Darum," o schloß der Redner, „wollen wir den Glauben und die Hoffnung nicht aufgeben, wir wollen warten und bereit sein. Unser Glaube ist dennoch der Sieg, der die Welt überwunden hat." Der Vortrag machte auf die Hörer einen tiefen Eindruck. Mit einem Dankeswort an den Redner und mit zwei stintnrnngsvoll vorgetragenen Musikstücken des Quartetts schloß der Abend. ** Im Lichtspielhaus Bahnhof st raße läuft seit gestern ein neues Programm. In dessen Mittelpunkt steht ein von Erich Waschneck inszenierter Greenbaum-Film „Der G ü n st l i n g von Schönbrunn". Ein Spielfilm alten Stils, der etwas schwer in Gang kommt, sauber, aber ohne technische Raffinements gearbeitet ist, und im übriaen durch eine liebenswürdige Handlung, hübsche Kostüme und eine gut zusammengestellte, anmutige Musik seine Publikumswirkung nicht verfehlt. Es hon- delt sich um eine charmante und amoureuse Episode des Pandurenobersten Freiherrn Franz von der Trenck — eines Vetters des unter Friedrich dem Großen bekannt gewordenen preußischen Aben- te- vers — im Wien der Kaiserin Maria Theresia. Die Geschichte ist, was das Historische betrifft, sicherlich sehr frei und willkürlich gestaltet, aber das ist im Film ebenso wie in der Literatur durchaus statthaft. Außerdem ist eine lobenswerte Besetzung am Werk: Lil Dagover als Kaiserin (die man sich ja ganz anders vorgestellt hätte) zeigt sich hier von ihrer besten Seite; Iwan Petrovich als Trenck: eine rassige und männliche Erscheinung, dem man seine verwegenen Erlebnisse schon zutraut. Vera M a l i - nowskaja: eine sehr reizende Hofdame, Gräfin Nostiz: Henry Stuart als Kaiser Franz und der Berliner Bonvivant Vespermann als Trencks Diener find von den übrigen vor allem zu nennen. — Im Beiprogramm sieht man auf der Bühne das Tanzpaar Ninon und Joe Berno-Berloff aus Kopenhagen mit Spitzen- und Kostümtänzen, welche viel Beifall finden. CRittDermarff in Gießen. Zum heutigen Rindviehmarkt waren 1196 Stuck Groß- und 3unzv'.eh und 176 Kälber auf getrieben. Sehr gut besucht war der Markt von Händlern aus Süddeutschland, die sehr reges 3nteresse an gutem Zucht- und Mastvieh hatten, während weniger gute Tiere fast nur in hiesige Gegend gehandelt wurden und auch dementsprechende Preise erzielten. Der Handel war lebhaft, der Markt wurde geräumt. Cs wurden bezahlt: Kühe 1 Qualität 600 bis 700 Mk., 2. Qualität 400 bis 500 Mk., 3. Qualität 200 bis 350 Mk., Schlachtkühe 100 bis 300 Mk., Rinder, Vz- bis »/«jährig, 120 bis 200 Mk., 3A- bis U/rjährig 150 bis 250 Mk., Kälber per Pfund Lebendgewicht 60 bis 70 Pfennig. Bessere Tiere brachten Preise über Rotiz. Ans dem Amtsverkündigungsblatt. • Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 83 vom 15. Rovember enthält: Gemeindefinanzstatistik. — Ausstellung von Wandergewerbescheinen. — Gewerbelegitimationskarten. — Reichssteuerüberweisungen. — Ausführung der Kreisfeuerlöschordnung. — Aufsicht über Fremde. Heyd & Sohn § Seltersweg 12 y 6 v) (o c) (0 v) (q d) (o y (o o) (o d) « v) (o y o) 0 p>-6 y s pH Mit 0) hhhoku A 6AOEM )lr.M Inhalts.! $etr.: Di $etr.: Kn Huf 01 uni) (Berne gegeben, dc eMngsM WeUuw Netzes D Nächst jährigen rats Ur.! 61 Bullen öorf a Braun BullenI Linden Lollar: Düring, Die Nel m Als ®olhn( 15 (Eber.! Linden ringer) *£ sB Die S°l tuns De. Paris -u vcrhei^'^ druck. dÄ liebsten gel' kesSe^ Süftri Dot'v'l bereinigt^ bet Tanze Lorie von. das 955’ Es i^int. SIS. laut m ® ist, obwob darüber b men übe neu, beste der letzten eigenartige Regierung Es ist t und schäl Wenn führe lichen Sem wirb Wie be mit der Mo Mkmmcns, hundert Prc innerpolitils rend doch 1 Paris jcloi auch diefr WlUu- Semei Ali Sii befreit 44 Zieger Sieger Daubr „ „(8i «Sei); Staufe gestern Dwe.) „8e liefert 13 ^afbö a. ^leinbe , Hit ^etbe r ^hgelöriD Habt tu Dez unb T Stydenten-Kneipe im Cafe Leib schöne Räume mit Fechtboden Zentralheizung, separater Eingang per sofort zu vermieten. 94I9L> Eignet sich auch als Wohnung. Näheres: O. Rahnefeld, Cafo Leib, Wa.'ltorstraBe 36 [ Vermietungen | Mittwoch 0/4« ZumTotenfest [Stellenangebote Rosentöpfe 07457 6. Koch, Weserstr. 20 Von Donnerstag ab auch täglich Marktlauben 8-10 Laden mit 2 Zimmern, int Zentrum, f. Bureau und Laaer geeignet, entl. auch aiS Ver° tetlunflöfiellc, da Torctnsahrr vorh., alsbald -.vermieten. Zu ertragen in der Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 07446 Zimmer Mit el- L. u. Warm- wafferhetzung am Wariwea au verm. ©dir. Angeb. unter 07460 a. d. Gieß. Anz. 2 btt 3 numöbl. Zimmer Anßeneingang.Tele- pUon, el. Vv f. Bureau ob. Prärie geeignet, abgeschloslen zu verm. Schr.Ansr. u 07149 a. d.Gs;.Anz. In 4l/i Jahren für 7305 Eigenheime 109,5 Millionen RM. Baugeld Mietgesuche | 2-Zimmer- Wohnung mit Küche in d. Nabe von Gießen, fofort be-iebbar, gesucht. Schr.Ang. unt. 07438 an d. Gien. Anz. erb. Billiger Fischtag I Frische Koch- und Bratfische Fisch-Filets,Stockfisch, Miesmuscheln Fischhaus Cuxhaven Marktstraße 14 Gießen Telephon 2417. empfiehlt Kränze, Kreuze, Sträuße junget Saufmoun perfekt in Stenogr. u. Schreibmaschine, gesucht.Eintritt kann sofort erfolgen.Sdir. Angebote nnt. 07454 a. d. Gießener An-. Sofort gesucht gelerole Maschinen- slrictain für Strümvfe u. ein Lehrmädchen Schr.Ang. um.07439 M den Gtch. An». BesleVerdienstmöOlichkeii bietet sich orgrinisationssäbigem,christlichen Herrn dui ch Uebernabmcemer selten guten Vertretung eines lonkurren-loienAriikels auf elgene Rechnung tüt den dortigen Be- -irk. beiJnvestterungetneSkleinenKaviials für Warenlager. Herren mu Beriebun>»en zu Krankenhäusern. Kliniken ufro. bevor AUflt. Angeboie mit Angabe biSb. Tätigkeit unter V. M. 8443 an ALA Haaien Nein L Bögler, Frankfurt rtn3emerbungtn auf Anzeigen ohne JIamcn Zeugnisse. Urfunden ob. fonft wichtige Papiere beizufügen: Vbschriftm genügen zur ®nkifung p. Ansscllunasverhemb« unam. Ost iss und der Auftraggeber unbetannt und in dickenFSIIen f5n« nen wir nichts hin für d. Wiedererlangung der Dewerbungiandbnesanstalt Psandbriese 91. 10 ... 6.U A». uon. ocrincje-Obllflaiton rüdaabtoax 1632 ...... 87,3 99 50 8,6 89.5 47 47 96,5 85 98 95 89 1 1 1^ 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 87,5 99 50,1 8,5 89 47 98 95 89 । | | | । । । | । | | | 4% CefienetdX)®# «oibve.. . 4.W; Cefterr «tibi-rr-' 4% Ocsterreickilche Vtnbeitlldjf Diente.......... 4% Uaflariltbe (Dolbrte.... 4% Ungarische Elaallr. v. 1$UO *¥,% tesfll. von 1618 .... 4% Ungatlldie Äronrirttc.. . . 4% rurk. tzollanlelhe B. 1911 . 4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie I......... 4% brtfll. €rde II. 6% Numüniich« eeretnt Rente von 1903 • , . . . *V»% INHmanII(fit vereinh. Rente »90 ISIS ....... 4% ötumunfl* vereint,. tHeu'e . — — 25,1 — 2,8 — — —• 1,9 — 1.9 _ 21,5 — 21,7 21,7 19,5 —- 19,7 19,6 21 —* 21.4 1,9 — 1.9 8,325 — 8,55 — 8,45 — 8,65 _ 8,4 8,4 8,5 8,5 9 —- 9,2 — 14,75 — 14,75 — 7,45 •— 7,51 - Tranlfurt a M Berli. -zdiiuti- Änro •Üb' flut titdiiuu ibir üitiang- fint< Dalum 18. 11 19 IL 18 1). 19 11 Hamvura-Amertia Pate. . . < Hamb.-Südom. DampIIch. . . r Hansa Damrsschiss.....lp Norodeuricker Lloyd.....t Allg. Deutsche üreditanst. . . 1( Barmer Bankverein .... 1< Berliner HandelSgeiellsch. . . U Commerz- und Privat-Baok - u Darmst. u. Nationatbank . - 1 Teultche Bank......1' STkconio-tieiellldjalt, ttnt . 1< Dresdner Bank......1' Vieichsbant........1 A.E.S............ Bergmann .... Stellt. Lieferung »geielllchosi 1' Licht und fitaft 1" Helten ft Guilleaume. ... IV» Gel. f. Ctcttr. Untern.....10 Hamb. Glettr -Werks .... 1 SIheln. Stellt.........> Schlei. Slektt ......10 Schuckert ftSo. ..... . 11 Siemen» ft Hatska.....16 Transradio ......... 8 Lahmeyer ft So...... • 10 Buderus...... • • . 5 Deuiiche GrbN.......6 Cliener Steinkohle......t Geilenkirchener ....... 8 Harpenet...... . . 0 Lörick Silen........6Vi Hile Bergbau...... . 10 Rlddnerioerte ....... Ikbin-Sieueiien .....' Mannesman"-Röhre» .... 7 Maneielvet Bergbau .....< Lbcrich'ei. Liien^eoark .... Oberschlei. Ikoiswerks.....7 Phönix Bergbau......GV» Rbe'niiche Braunkohlen... 10 Nheinstahi..... 6 HUebeck Moulau ...... 7,1 104 in 177 156,25 236 151,5 151,5 148 25 245 160 167 116 166 145,75 290 159,25 64 124,5 130.5 210 95 95.5 i05,75 102 346 101,13 100 155Ji 51,75 151,75 148,5 243,75 160 202 168.5 182.5 292 95,5 96 106 102,25 104,25 162,25 148,5 100,25 117,25 118,75 177,25 156,25 235 152 152 148 245 160,25 201 160.5 167,25 117 128,4 145 155 182,25 290.75 126 158.75 64,13 95,13 127,75 124,5 130 116 209,25 95 114 96 105,75 70.25 95,25 102.13 244,75 101,9 103 25 100.4 116,75 119 177,25 155,5 234,5 151,5 151,5 148 243,5 159.75 203 160 167,25 165.25 128,25 145,5 155 183,25 291,75 158 63,6 95,75 124,25 130 114,75 95,5 113,5 95,75 108,5 95,25 102,25 244 101,9 — ^ranlhtrt a 4'1 Berlin ^d)iub-| .-Uh> fture 1 Kur Schlug Kur' tiuinnfl. ftur» Datum 18 11. 19 11- 18 11. 19- 11 Bereinigte Stahl» . . . Olavi Minen . . 16'/» ftdi werke AtcherSlebea . . . l Ko werke Liesteregeln . . . 10 Haliw. r e Salzdeiiuclh ... 16 ft. ffl ffarden-Industrie ... li Dynamit Nobel.......6 Scheideanstatt........b Golbichmldt ........ 5 Mütger-werke ........ 6 Metallgeiellichaft ...... 8 Philipp Hoi,mann .... 7 Lernen werk Heidelberg ... 10 Zementwerk Karlsradt ... 10 «Bgob ft V ag .... 8 Sckuithete Patzenhoker ... 15 Oklwerke.........12 Ber. Glanjiwfs ...... 18 Bemberg..... " Melifto- Waldbof .... 18'/, ReUftoif «jchaisenburg ... Charlottenburger Wager ... 8 Deiiauer Gas . .....v Daimler Motoren......t’ Deuiiche Linoleum..... Molchiiienbau ÖU®. ..... 0 •4 । tn> r ul i • . . . . • o vuoro. i'oero ..... l(l Nat. Automobil.......< Crenftetn ft floppe! ..... 6 v-imhnro lieg......10 Uranh. Mckchinea......4 Gnnner..........6 HeyUaenklaedt ....... u Iunghan».........6 Lecktverke. . 8 Mainkrai twerke Höchst a. M. 8 Miag. . ... 10 Gebr. Roeder ....... 10 Bolgi ft Haeisua......9 5060- Bud« ....... 10 103 194 201 311 176,25 135,5 65,5 72,25 114 86,5 122,5 160 82 195 192 40 240 318 47 4,3 46 '03.5 106,75 104 222 57,4 202,75 176,25 — 123 138,75 203,75 158,25 103,25 54,75 195,25 203,75 313,75 176,5 65,25 72,13 114 86,5 83 276,4 218,5 195 190,75 139 93,5 162,13 40.5 233,5 45,5 166 19,5 72 157 320,5 45 46 120 222 157,75 103.4 54,5 203.4 312 176 64,75 72 86 218 194,5 190 139,5 93,25 163 39,5 240,5 45,13 165 19.5 71,75 157 316 120 Banknoten. Berlin, 18 November «Selb Bries lUmerlfanlfdie Noten ... Belgische Noten ...... Tünische Noten ........ Englische Noten ....... Französische Noten....... Holländische Noten....... Italienische Noten........ Norwegische Noten....... Deutick-Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten....... Schwedische Noten....... Schweizer Noten ........ Spaniiche Noten........ r-'chechvslowakische Noten..... Ungarische Noten ...... 4,164 58,28 111,68 20,345 16-425 168,21 21,83 111.60 58.50 2,475 111,93 80.84 58,28 12,33 72,75 4,184 58,52 112.12 20,425 16.485 168,89 21,91 112,04 58,74 2,495 112,42 81,16 58.52 12,39 73.05 Devisenmarkt Berlin --Frankfurt a. 21L 18 November 19 November An,IIicke Norietnng tUniuidH' Not erung Geld «nel wio Brie, timit.-'Jtott 168.50 168.84 168,49 168,83 Buen.-AireS 1,724 1,728 1,722 1,726 Brsi-Antw 58.415 58.535 53 415 58,535 Christiania 111,91 112.13 111,88 112,10 flopenbafl.-n 111.94 112,16 111,90 112.12 Stockholm 112,26 112.48 112,26 112.48 HelsingsorS- (Italien . . London. . . Neuyork . . 10,498 21.86 10,518 21,90 10.438 21,865 10,518 21.905 20,374 20.414 20,363 20,408 1,1790 4,1870 16.465 4,179 4.187 Paris. . . 16.445 16,445 16,485 Schweiz . . 81,03 81,19 81,03 81.19 Spa ticn - 58,47 58,59 58,31 58.43 Japan . - . 2,038 2.042 2,043 2.047 »io de Jan Wien in D-- 0,490 0.492 0,487 0,489 Ceft. abfleft 58.735 58,855 58,77 68.89 Prag . - . 13.382 12,402 12,385 12,405 Helirad - 7,395 7,410 7,397 7,411 yubapift . 73,07 73,21 73.07 73.21 Bul arten 3.014 3.020 3,014 3.020 Lissabon 18,80 18.84 18,80 18.64 Danzig. . . .flonft ntin. 81,41 81,64 81,44 81.60 1,968 1,972 1,978 1.982 Athert. . . 5,425 5,435 5.42 5.43 Tanado 4,096 4,104 4.096 4.104 lltn uatj 4,046 20.895 4,054 4.026 4,034 la Ito . . 20,935 20.89 20,93 und ^coniti Lehrpläne ■Jd7n>nl ' yrt6, —M 1,726 58,515 112.10 112. 112." 0.5" ,505 20.$ 4.18' 16,485 ii-i 58,43 2042 0,489 68." 13,405 7,411 73,21 3.020 18-" 81$ Ä «10» 8,luh des gestrigen mische Insolvenzen ldverluste in Frank« t noch umlausenden sonstige schwierig« ahnten. Dvrbv:Siich schwache Kurse, da .8 der Schweiz den > sinken lieh. Auch neben schwächer gc« t, daS zu den ersten nslchten auseinander, jedoch größer, hielt !zen und tonnte Don onStäufe glatt auf- en Märkten wieder , Stellen faW 8, das) die Mr; )i8 1,5 v.H. hinaus' een nur noch 3 Mk. tlche Linoleum zeich' zweipwzentigen ®c- und Siemens lagen lnleihrn unverändert. Daren Mexikaner bis die übrigen Der e 18 fester. Psa»iefe Iten. Der Geldmarkt folge des nwrgigm [te rheinische Mag ä Kch den ersten lebhafter und, Haupt« L Austen. ie bei erhöhter Doh- Mchuh von W yialb^E und Polyphon, die ungingen. heiligt —TTw 58,52 112.2 20,425 16,485 168," 21- 112$ 58. 2,495 112.42 81,16 58.52 12-39 73,05 sranET- Das Lrbe des Herrn von Anstetten. Vornan von 3« Schneider.Foerstl. Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Rfeister, Werdau i. Sa. 5. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Langsam, noch immer in Gedanken bei dem Gele'e.ren verweilend, öffnete er das Tagebuch und begann die Seiten zu durchfliegen: Wort für Wort! — Sah um Sah! — Matt um Matti — Ms zum letzten. Plötzlich erlosch das Windlicht. Ein Stopf lag in den Armen vergraben über dem weihen Holz des Tisches. Die breiten Schultern zuckten aus und nieder, ohne dah auch nur der Hauch eines Lautes hörbar wurde. Es war ganz stille in der Runde. Selbst der mutterlose Vogel klagte nicht mehr. An einem Fenster im Oberstock des Bungalow blähte sich ein weißes Hem). „Günther!" Der Ruf irrte über den Rasen nach der Stelle, wo Anstetten saß, aber er hörte ihn nicht.-- „Günther!" Hans Peter schrie es mit aller Kraft, die seine Lungen noch gaben, Günther rannte durch tauiges Gras und nahm die Stufen der Veranda mit einem einzigen Sprung. Dann verhielt er oben vor der Türe des Schlafzimmers und eine Hand tastete unsicher nach der Klinke. „Komm nur, mein Alter!" Er hot kein Licht, dachte Anstetten aufatmend, und setzte den Schritt in das Zimmer, welches in tiefem Dunkel lag. „Gs ist später geworden, als ich glaubte." Der Kranke horchte auf den Tonfall der Stimme und hatte wieder jenes verstehende Lächeln um den Mund, und lenes wissende Etwas in den Augen, dem kein Geheimnis standhielt. „Muß ich noch irgend etwas eraänzen? Hast du noch irgendwelche Frage, Günther?" .Rein." „Dann darf ich also jetzt von den Wünschen sprechen, die ich auf dem Herzen trage?“ „3a! — Aber laß mich erst Licht machen, Peter. Ich muß dein Gesicht sehen können, wenn du zu mir redest." Er holte Streichhölzer vom Nachttisch herüber und ließ die Kerze aufflammen, die als Rotbeleuchtung auf dem Wandtische stand. Sie warf eine rötlich flimmernde Helle über die Zirbelholzmöbel und ließ die Farben des Teppichs, toeldyer den Boden bedeckte, in fallen Tönen aufleuchten. „Willst du nicht zuvor noch eine Erfrischung nehmen?" Er trat zu dem Kranken, hob dessen Rechte hoch und maß am Gefühl der eigenen Muttemperatur die Fieberhitze, welche den Körper des anderen durchströmte. Hans Peter verspürte das Zucken der Finger, welche die seinen umschlossen hielten, und richtete den Blick auf das bleiche Gesicht, welches über ihn geneigt war. „Würdest du es als unerträgliche Last empfinden, wenn ich dich bitte, meinem Jungen Vater zu fein?“ „Du weißt“ — Anstetten schluckte an den Worten — „daß ich alles für deinen Sohn zu tun bereit bin. Alles!“ wiederholte er und rückte den Stuhl, auf welchem er sah, noch näher an dos Lager. „Der Vertrag," erklärte der Kranke, „den Brun- Hilde und ich eine Stunde vor unserer Trennung schlossen, lautet, daß Bernd an seinem achtzehnten Geburtstag Anstctten zug schrieben bekommt mit allen Recht n des Erben — — vorausgesetzt, daß ich bis dahin noch am Leben bin. Andernfalls würde das Verfügungsrecht über das Gut meiner Frau zustehen.“ „Wie konntest du das," fiel ihm Günther ins Wort. Der Kranke hörte den Ton des Vorwurfs, welcher mit hineingemischt war. „Wie ich das konnte? — Du weißt, wie es seit dem Zusammenbruche des Kaiserreiches um Anstetten bestellt war. Die Inflation hat mich ruiniert. 5>ie Hypotheken erdrückten mich. Drun- hilde hat kein Interesse für die Bude gehabt, wie sie sich als Tochter eines preußischen Junkers auszudrücken pflegte. Mir aber war sie die Heimat. — Unö dir auch, - Günther.“ Ein schweigendes Bejahen. „Ich habe darum gekämpft bis zur letzten Minute meines Beisammenseins mit ihr. ür.trr der Bedingung, daß ich der Misere unserer Che vorläufig dadurch ein Ende mache, daß ich einige Jahre auf Reisen gehe, willigte sie ein, einen Teil ihres Vermögens auf Anstetten anzulegen. Bernhards wegen, der doch ihr Sohn so gut ist, wie der meine. An seinem achtzehnten Geburtstag sollte er dann das Ganze auf seinen Rainen übertragen bekommen. — Und ich die Erlaubnis erhalten, zurückzukehren, denn dann," — ein bitterer Zug grub sich um die Mundwinkel Hans Peters — „hoffte sie, würde ich als ®r.t* rechte ter mich willenlos unhr das Regiment ihrer Hände ducken. Sie hat mir sogar den Vorschlag gemacht, die Leitung ihres Gutes „Dülken", das sie von ihrem Vater zur Erbin in Aussicht hatte, zu übernehmen.“ „Wie demütigend!“ Günther war aufgcsprun- gen und begann im Zimmer hin- und herzugehen und dann wieder in seinen Stuhl zu finken. „Wenn ich nun sterbe," fuhr Hans Peter fort, „wird es ihr erstes sein, Anstetten loszuschlagen." „Ich bitte dich! Wie willst du dich vom Fieber freimachen, wenn du immer so schreckliche Gedanken trägst!" zürnte Günther. „Ich habe gedacht, gerade dieser Umstand müßte dich mit einem Lebenswillen ohnegleichen durchpulsen." „Günther! Du sprichst wie ein Gesunder und weißt nicht, wie krank ich bin! — Wie krank! Frag deinen Akab! Der ist ehrlicher als du und Dr. Alsworth zusammen. Zweimal vierundzwanzig Stunden noch — mehr hat er mir nicht gegeben.“ „Hat er dir das ins Gesicht gesagt?" entsetzte sich der Baron. „Ich habe ihn gefragt. — Sieh mich doch nicht so entgeistert an! Ich fühle es ja selbst." Da keine Zwischenrede erfolgte, wandle Hans Peter den Kopf zurück und sah Günther in vornübergeneigter Stellung gegen die Rückwand des Bettes lehnen. „Komm her, Alter! Das ganze Dersteckspiel hat jehr keinen Wert mehr, die Rixa verkriecht sich schon — das soll zuweilen bet Tieren Vorkommen, sie riechen den Tod. Ich verlasse mich auch nicht mehr auf die zweimal vierundzwanzig Stunden — es könnten am Ende doch weniger sein!" „Du quälst mich über die Maßen," schrie Günther hinaus. „Wenn es sich machen ließe —“ „Würdest du dich statt meiner zum Sterben legen — ich weiß es schon. Aber das geht nun einmal nicht! Das muh jeder allein besorgen! — Aber das andere! Günther, das andere! Wenn du das für mich tun wolltest!" „Ich habe dir schon gesagt: Ich will Bernd ein Vater sein! Ich will ihn lieben, wie du ihn geliebt hast I“ „Das genügt nicht. Günther. Es handelt sich um mehr! Du weißt doch! Ich werde keinen Frieden finden, wenn ich denken muh, daß Anstetten über Jahr und Tag in fremde Hände kommt. Es soll Bernd bleiben. Seil den Kreuzzügen sitzen die Anstetten daraus! Rur sie! Sonst keiner und nun — nun soll das alles anders werden! Mmd wird ein Junker, wie es der Vater seiner Mutter ist — er wird die Heimat vergessen und mit ihr die Gräber meiner Ahnen — von dem meinen ganz zu schweigen." „Ich bitte dich, Pet r, errege dich nicht so maßlos. Es schadet dir wieder. Deine Frau wird doch ein Herz haben, wenn ich ihr deinen Wunsch überbringe, daß das Gut nicht veräußert wird." „Da kennst du sie schlecht! — Wie sie ihr Versprechen hält, siehst du aus Bernds letztem Brief. Sie spricht schon jetzt vom Verkaufen. — Jetzt, wo ich doch eigentlich noch lebe! Ich habe beim Abschluß des Vertrages mit keinem Gedanken die Möglichkeit erwogen, daß ich an Berndts achtzehntem Geburtstag nicht mehr sein würde. Das war der Fehler. — Man trifft Bestimmungen für Jahre voraus und sieht zu spät, daß die Rechnung nicht stimmt. — Rur eines gibt es, das alles wieder in Ordnung bringt." Er hielt inne und sah forschend zu Günther hinauf. „Das wäre? — “ „Sie darf nichts von meinem Tode erfahren!" „Peter!" „Bernd muß nach wie vor die Briefe von seinem Vater bekommen. — Dis zu seinem achtzehnten ©eburi£tig soll meine Frau nicht wissen, daß sie Witwe ist." „Peter — sie--“ „Du willst sagen, sie ist es ja noch nicht. Lieber Alter, was spielen zweimal vierundzwanzig Stunden für eine Rolle? — Keine! Das muht du doch wahr fein lassen." Günther stöhnte auf und zog die Hündin, welche sich unter das Bett gekrochen hatte, unsanft an dem Fell hervor. „Latz das Tier," tadelte der Kranke. „Es handelt instinklgemäh, ich möchte dich bitten — —“ Er unterbrach den Sah, denn Günther war nach der Türe geschritten, an welcher der Hindu flüsternd stand und Zeitungen und Driefe aus einer Mappe nahm. Sie waren von einem "Boten gebracht worden, der die Post von Denarcs nach Dardschiling auf kürzestem Wege zu befördern pflegte. Es war auch ein Briefumschlag mit Hans Peters Adresse dabei, sowie ein zweiter, dessen Handschrift Günther unbekannt war. Er legte sie ihm beide auf die Bettdecke, sah ihn fragend an, schnitt auf dessen Ricken die Hülle mit einem Messer entzwei und faltete die Dogen auseinander. Der eine war eng beschrieben und trug am Rande noch eine Querzeile. Die Buchstaben des anderen füllten, trotz ihrer Höhe und Steilheit, nur eine einzige Seile aus. „Von ihr!"--Hans Peter lehnte den Kopf zurück. „Die erste, direkte Rach ichl seit dreieirrhalb Jahren! — Jetzt — knapp vor dem Sterben!" Günther strich ihm beruhigend über den Arm und gab seinem Rücken eine bequemere Lage, während die Augen des Kranken über das Geschriebene hinweghasteten. Dann ein Auflachen, so bitter und qualerfüllt, wie Günther von Anstetten es noch nie gehört zu haben glaubte! — ilnb noch einmal! — „ Aller I" — Eine dunkle Röte gab Hans Peters Gesicht ein vollkommen verändertes Aussehen. Aller!--Ein Todesurteil von oben und eins von ihr! Zwei Ultimata^ auf einmal. Das von meinem Herrgott mit zweimal vierundzwanzig Stunden Frist und das von ihr mit etlichen Wochen.--Das ist der Abschluß der Komödie meines Lebens." „Peter!" Der Baron fing den vorneübcrglei- tenden Leib des Freundes mit den Armen auf. „Peteri" Die Hündin war mit einem Satz an der Türe und heulte bellend auf, sprang an der Füllung hoch und scharrte an dem Holze, bis eine Hand von außen öffnete und ihr so den Weg in die Freiheit gab. Der Hindu war cingetreten und blieb zu Häupten des Bettes stehen. „Sahib, träufle ihm etwas von dem Saft der Beeren, die dort auf dem Teller liegen, auf die Lippen." Und als Günther in seiner Verstörtheit nach einer der Beeren griff, die in der Schale nebenan ausgeschichlet waren, schob ihn Akab leicht zur Seite und ließ von der Traube, von der er bereits einen Zweig in den Fingern hielt, eine Flüssigkeit in den halbgeöffneten Mund des Kranken rieseln. Es dauerte Minuten, bis dieser wieder zu Bewußtsein kam. Aber dann war sein Mick auch sofort wieder klar und von ungetrübtem Erinnern. „Das hätte mir beinahe den Rest gegeben," stammelte er mühsam, lies, Günther! — Lies!" Er schob ihm mit fielerzitlernden Fingern das Blatt entgegen. Und Günther las: „Hans Peter! Ich bin des Alleinseins satt und das ewige Getue vor der Welt und die Komödie, einem Manne Frau zu fein, von dem ich nichts — aber auch gar nichts habe. Bernd ist in den Jahren, daß er anfängt zu fragen und Schlüsse zu ziehen. Wir wollen es also um seinetwillen noch einmal miteinander versuchen. Vielleicht gelingt es jetzt besser als in den Jahren vorher. Ich stelle eine einzige Bedingung. Du fährst nach Erhalt dieses Briefes sofort von Indien ab und meldest Deine Ankunft in einer Depesche. Ich werde sehr wahrscheinlich auf Anstetten fein. — — Solltest Du Dich weigern, zurückzukehren, fo hast Du alle weiteren Folgen Dir selbst zuzuschreiben. Das Gut wird verkauft. Bernd übernimmt „Bölkin". — Ich leite die Scheidung gegen Dich ein und beanspruche den Jungen allein für mich. Ich möchte nicht unterlassen zu bemerken, daß von einer ehelichen Gemeinschaft natürlich auch im Falle Deiner Rückkehr keine Rede mehr sein kann. — Ich hoffe, daß Du mich verstehst. Es handelt sich lediglich um ein kameradschaftliches Zusammenleben. Ich habe gar keinen Zweifel, daß Du das erstere trotz allem vorziehst und sehe also Deinem Eintreffen entgegen. Drunhilde." (Fortsetzung folgt.) — I— RA nF REUL- DRESDEN 16 । Kifienkleberinnen zum fofontgen Eintritt nefuchl. Auch Zigarren- u. Wickelmacher werden noch angenommen. Zigarrenfabriken Klingspor. 0.95 ,. 1.45 1.50 2.85 7.75, 0.95 1.60 .3.25 Wolle mit Seide, schwarz u. farbig, 4.50, 3.95, Gute Qualitäten Große Auswahl Damen-Handschuhe gefüttert, extra gute Qualität... Damen-Handschuhe Nappa, la Qualität............ Damen-StrUmpfe Waschseide Bemberg...... Damen-Strümpfe Waschseide, Celta, la Qual. Damen-Strümpfe Wolle, Kaschmir............ Damen-Strümpfe Damen-Handschuhe gestrickt, schöne, warme Ware.... 1.90,1.50 Damen-Handschuhe Trikot gefüttert alle mod. Farben .2.50,1.80, Damen-Handschuhe gute Qual., mit gest. Aufschlag ... .2.20, 1.70, Damen-Handschuhe Wolle mit Seide, schwarz u. farbig, 3.70, 3.40, GAMASCHEN für Herren, Damen und Kinder . 3.20, 2.90, 2.40 Damen-Strümpfe Mako, schw. u. farbig, gute Qual... 1.95,1.60, Damen-Strümpfe Seidenflor, schwarz u. mod. Farben, 2.35,1.95, Unterzieh-Strümpfe ...1.85,1.25, 0.95 . 2.75, 2.40, 1.75 ..3.00, 275, 2.40 . 3.90, 3.20, 2.95 Teipel Markt 16 Hillebrandstraße 2 ohsa Elscroetoritxuj Tonindustrie W*rme-. Keitetecr-n. Larxl« Masern. ScK »ac»-. Slark- Btrom- u. Raa.otecHnik Werkmeisterschule Bauschule ; Architektur. Bauirtgenl- Ingenieurschule Eiekirotecfvir«. MascMner*-. Je kleiner die Teilchen, desto grösser die Wirksamkeit eines Heilmittels Die Abbildung zeidt im Mikroskop eine Ver uiivuifl1- Wie nm. X*- •JA?; \ wohnlichen Verreibungs- ? Maschinen oder mit der Hand erzielt wird. Dieses Bild zeigt im Mikroskop bei gleicher Mikroskop bei gleicher KÄ Vergrösserung die\fer- reibung in modernen 1 Kolloid-Mühlen der Fa | Dr. Madaus &Co. vomi^j reibung von Kaliumdi chromat wie sie mit ge Sie wissen dass Sie aus gemahlenem Kaffee einen besseren und wirksameren Kaffee herstellen können als aus ganzen Kaffeebohnen. Wissen Sie auch, dass dement- Die Heilmittel der Homöopathie Dr. Madaus besitzen die richtige \fcrkleinerung Homöopathie Dr. Madaus sprechend die homöopathischen Heilmittel mit richtiger Verkleinerung der Teilchen, wie sie die Fa.Dr. Madaus & Cb.herstefft, die grössere Heilkraft besitzen. Tatsächlich zeigt die neuere physikalisch-chemische Forschung (Prof TTraube), dass zwischen Teilchengrösse tu Wirksamkeit ein enger Zusammenhang besteht Darum führte die Fa. Dr Madaus & Co. ganz neue Maschinen, insbesondere Mahlfeinheits- Prüfmaschinen ein, das sind Siebmaschinen mit zehntausend Maschen pro Quadratzentimeter u. erreichte auf diese Weise eine bisher unbekannte Verkleinerung der Teilchen. Sichern Sie sich die gesteigerte Heilkraft dieser vorbildlichen homöopathischen Mittel, verlangen Sie in den Apotheken stets die Original-Abfullungen J)r. Madaus 7 Frdr Bahnhofstraße 45 »MMliHs über WMWe 1. Vortrag: 9dj4D Die Funktionen 95t» A Schwarz, braun, feinfarbig 12 50 woche unterrichtet. 95121) 9544L) MK. 15 50 in beiter Ausführung MK. Alleinverkauf: 9524A Daö richtige obctf). ab L llbr Mittags [9522D SllMWSkOWl WÜZ (J742S Barmen. 07-162 Kaufmänaischer Verein and Ortsgewerbeverein II. Vortrag mit Liditbildern fc von Mr. -.50 zu er» 954SU Gepflegte Crvort- und Piltener ®icre Küche und Keller von gutem !)iuf. Meine Abteilungen Manufakturwaren, Wäsche, Bettbarchente, Bettfedern und Daunen, bieten Ihnen ebenfalls große Vorteile! Ich bitte um Ihren Besuch Vortragsmeister Hans Dohne, Kassel, spricht Dichtungen und Skizzen von Menschen u. Maschinen, vom Rhythmus und Willen unserer Zeit Aus dem Programm: Das grobe Weltkino (Barthell. Geld (Csokor), Der Arbeitslose iPetzo dl.Hüttenwerk bei Nacht (Donul. DerSchrecken (Meyrink),Vision (Tuchol sky u. a. in. Eintritt: bn Vorverkauf bei Challier: Res. Platz SO Pf., offener -itz,platz 50 Pf. An der Abendkasse: Res. Platz 1.— Mark, offener Sitzplatz 70 Pfennig. KräuterbauSAung Schnlitrahe. Donnerstag, den 21. November 1929, 8 Uhr (Universitätsaula) YOUR PRONONCIATION IS EXCELLENT! sagte im Kursus freimütig ein Zuhörer zu Mr. L T. Jones, engt Gymnasiallehrer der Unive ifät von Loudon, der für uns im Kaufm. Vereinshaus Milt- „Spiegel der Zeil“ Fleischbütten Fleischständer Waschbütten emvfiehkl 9516D saierelBommetlorn Bleichstraue 10. Volkshochschule Samstag, 23.Hov., SOUhrNeue Aula der Universität Liierarischer Vo kshmsaleed Weitere Dorträge täglich vormittags von 10.15 bis 12.15, nachmitta s von 3.15 bis 5,15 und abends 8 (lijr. Wir weisen nochmals auf den am Sonntag, nachmittags Z'/, Llhr, in der Neuen üniversitätsaula siattflndenden Lichtbildervortrag von Univ.»Prof. Dr. mcd. Ölpp, Tübingen, hm. / Ausführliches Programm zum Preis halten in der Suchhand ung der pilqermission, plockstraße 4 4 ganz besonders billige Angebote 225 Stück Damen- und Mädchenmäntel 150 Stück Herren- und Jünglingsmäntel blau und schwarz Ottoman, Charmelaine, ganz und halbgefüttert, mit Pelz, ebenso Mäntel in in Ulsterstoffen, Marengo, Bozener und Loden, ganz moderne Muster und Fassons nur englischen Stoffen, nur letzte Neuheiten und nur Qualitätsware. Qualitätsware. 360 Stück weiße wollene Bettücher 200 Stück Bettkolter in Wolle und Baumwolle mit und ohne Rand, nur hochwertige Qualitäten. moderne Jacquardmüster, nur Qualitätsware. I Schuhhaus Wolff 4■ mBilllElilllllihlllfillll^ Zum Löwen Neuenweg 28 Morgen, Mittwoch, den ‘20. November KarlZwangGießen-Neustadt49 Lieferant des Hessischen Beamtenbundes. SMklMMWll lauft man morgen, Mittwoch, den 20. November - auf dem QswaldSgartcn bei Martin Bracselsberg Salamander bringt U das Richtige Für Anfänger: 7’/< Uhr Fortgeschrittene 3'/» und 8*/« Uhr. Weitere Kurse werden gebildet. Anmeldungen bei Herrn Mack, Haus Schwarz (GDA) Tel. 41-4. Fremdsprachklub Gießen Kühler-Gchuhhauben Schneeketten. Auto Tchntzstangen, tiüblcr- und Motor-Heizungen 9523D von t-.5O *.0i f. an ^abrtricktungSzciger von '22.— Mk. au Zigarrenanzünder- - von 3.50 .. f. an Aschenbcl er. BlumcnglaS. sowie sämtliche Slutozubebürtcile. Autoreparatur-Ersatzteile billigst. O. Jaber, Mühlstraße 22 Setntni 3006 Scrtttuf 3006. Herzliche Einladung zur S. OSauSens- U. LNMonsKonkerenz des LAisKsnsbundes »Licht im Sften" vom 20. bis einschließlich 24. November 1929 in Gießen Generalthema: töte Getstesivtekttttse« tm Reiche Gottes Heute, Dienstag, den 19. November, abends 8 llhr, Äeginn der Kon» ferenz: Dortrag von Missionsdireftor Kroefer BiMer ans dein deutschen Wald von Herrn G. Weidhaas, Greiz 952 iü Der zuvor abzutrennende Kontrollabschnitt 2 ist am Saaleingang abzugeben, worauf das Mitglied nebst 2 Familienangehörigen freien Eintritt haben MWOlWWWMlM! | W besonnen g I SLlkusermelsen -w I »■i *^ene elegante Herren-Ulster, mit und ohne NiugSgutt. HB W m modernen Laiben, von Mf. 22.— an. Schwarze W Bw Paletots, nut Samikragen, und Gehrock-Pale.ots von W M Mk. Bo.- an. Lodenmäntel von Mk. 1(!.— an. Ontnm!- Km mäntel uon '.Uft. 12.- an. Burscnen- nnd Enahen-Ulster, MB mit und ohne Ringögurt. von Mk. 17.- an. Neue Wf elegante Herren-Ansage, ein- nnd zweirethtg, von eäfl W an. Sport-Anzüge. 4tetltg, in allen Gröben. W MS Manchester-Anzüge von Mk. 35.— an. Frack- und W Bal Smoking-Anzüge in jeder Preislage. Auch Anzüge Iflr Bfl BS »««ehe j und Jünglinge von Mk. 18.- an. (£m grober H WM 'foften Kinder-Anzüge von Mk. 10.- an. Herren-Sport- W 19 ,,opP?n »»b feldgraue Joppen -n staunend niedrigen W Gleisen. Loden-Joppen von Mk. 12.- an. Windjacken 6B| von Mk. 12.- an. ües-reifte Hosen von Mk. 5.— an M Kä »v warxe Hosen für Kellner und Musiker von Mk 12- W Hfl an. Hosen für korpulente Herren von Mk. 12— an W Itianchester-Hoseu von Mk. 10- an Sport-Hosen in H BH leder Art, von Mf. 8.50 an. Feldgraue Hosen zu sehr H ja ntcdrig.Pretsen. Blaue Arbeits-Anzüge oon 'Dlf.Z— an. ■ I Vene elefla le Bornen- nnd IUSödiea-Hlänfel i H__von Mk. v.— au. H «•“ KeiueS veriäume daS güuftige Angebot! -ea I I Gebrauchte Ulster und Paletots von Mk. 10.- an. Ge- I ■H brsncblo Anzüge, noch sehr gut erhalten, v. Mk. 12.— an. ■ Hl auch tiiv korvul. Herren. Frack-, Smoking-, Gehrock- u. K W Cutaway-Anzüge sehr billig. Sakkoz mit Westen und ■ W Hosen sowie KeUner-Westen äuherst vreiöwürdtg. I W Ein Versuch lohnt! *W| bW 9 19erreDflaröerolie-9nfl5 £. Boleoiroeig W W Gießen. Sellersweg 58,1 irevoe H ■H Eingang Erke VolkSbad. Kein ^adeu. I Wegen Ersparnis hoher Ladenmteto 1 lieppo hot.li 9MM Günstiges Angebot I Frischwurst täglich frisch zu haben Rollschinken, Berliner......Pfd.2,70 Rollschinken, Berliner, Verkauf im Aufschnitt o. Schw......1/4 Pfd. 0.70 Schinkenspeck..........*/, Pfd.0.60 Schweinenacken 1, D......'/« Pfd.0.65 Eisbein i. D., 500 Gramm.... Dose 1.50 Eisbe n I. D,, 375 Gramm... .Dose 1.20 Schlackwurst, !. Fettdarm, */4 Pfd. 0.70 Zerve atwurst. la Milteid., ’/, Pfd.0.65 Schinkenplockw., I. Mitteid., */, Pfd. 0.65 Salami, la.............>/4 pfd 0.65 Sächsische Bratwurst (grobe Mettwurst)...........’/* Pfd. 0.50 0 denburger Mettwurst I. Enden..............1/'t Pfd.0.50 Bierwurst i. Kalbsd.......1/i Pfd. 0.53 LyonerPreßkopf I. Mitteid., V« Pfd. 0.45 Rindswurst.............i/4 pfd. 032 Fleischwurst i. Ringen ... Pfd, 0.28 Fleischwurst I. Paaren (Knackwurst) ..............V4 Pfd. 0.28 Preßkopf, grob..........i/< Pfd. 0.42 Preßkopf, fein..........>/4 Pfd. 0.42 Fleischwurst, Krakauer, I. Ringen.............i /( Pfd.0.42 Leberwurst, breit.......J/4 Pfd. 0.35 Leberwurst, fein, i. Mitteid., 1/i Pfd. 0.40 Frkf. I. Ringen..........*/< PId. 0.25 Sulzwurst 1 (Schwartenmagen, weiß................7, Pfd. 0.41 Rotwurst I. Schweinebutten (Speckwurst).........V« Pfd. 0.35 Blutwurst, Frkf., I. Ringen, */4 Pfd. 0.30 Leberwurst i. D., 500 Gramm, Dose 0.72 Leberwurst i. D., 250 Gramm, Dose 0.45 Blutwurst i. D., 500 Gramm, Dose 0.72 Blutwurst i. D., 250 Gramm, Dose 0.45 Schweinskopf, i. Aufschnitt zum Verkauf..............i/i Pfd. 0.30 Konsumsülze I. D.,500 Gramm, Dose 0.80 Konsumsülze I. D., 2.5 kg, Im Aufschnitt..............Dose 0.80 Delikatpßwurst i. D., 5 Paar Inhalt..................Dose 130 Zervelatwurst I........*/* Pfd. 0.55 Holsteiner Plockwurst....'/« Pfd. 0.55 Delikateßbauchspeok, gen, */4 Pfd. 0.45 Speck, fett.............*/4 Pfd. 0.40 Corned Beef I. D...........Dose 1.04 Corned-Beef, offen.......’/« Pfd. 0.30 Wurstfett.................Pfd. 0.70 Berlin. Mettwurst I. Kranzd,, 1/l Pfd. 0.40 Nur erstklassige Wurstwaren • Warenabgabe nur an Mitglieder Konsum- Gießen Verein undUmg. e. 6. m. b. H. 9537A des Nervensystems am Sonntag, den 24. November 1929, um 11' , Uhr pünktlich im Physiologischen Institut, Friedricfastr. 24 PROFESSOR DR. BÜRKER y2 y2 y4 Mäusburg 3 y. y< Makronen Speculatius Fruchtwaffeln , Kaffeegebäck . Aachen.Printen Nougatmandeln. Schoko!.-Keks Spitzkuchen Jubiläum-Keks Heidesand Walltorstr. 12 ___05 4 JA y4 y2 y2 0.49 0.43 0.45 0.44 0.43 0.58 0.62 0.72 0.72 0.62 Vier billige Gebäck-Tage von Mittwoch bis einschl. Samstag, den 23. November 1929 Pfeffernüsse nicht y4 Pfd. sondern % Pfd. 0.28 Diese billigen Gebäcksachen sollten in keinem Haushalt fehlen. Bei unerwart. Besuch hat die Hausfrau sofort etwas zum Vorseizen Hamburger Kaffee-Lager Thams&Garfs irr. 272 । !5^vrjahre » bon Dlnterb« «niDfängtt, ( nutjungsbebi Eteilung t &efA?öe11 'ollen aÄt,Sojii M monat Meni B unterho Ar die Ai Sh^Qg, d Mung 6 B6^ ÄI ehr hole- Arbeit, a" statteten, -Der vor B iibet ein in «a* liier 0t»« 6t kann l Schritte tun kann im L meinde W über entsch andersdent dah er die sinnlichen ihn ungestl Altung de solange es der Allgen Loses anta Preußen de hastig kein f Dingen, an ■ genug van jedem Falle fachen, er li brauchten " selig werter zu richten, t chenvir. E 2er in Kreisge schen La, Kundgebun in der es h „Dir bei möglich gelr einheitli tag zu sc dah dies i möglichst ba Dir Krim leuten das entgegen ui virtschastlic Allein e wirtschaftlü dcrung un Ewigkeitsw Dauerndl hmg und ß seinen unbe Lange 3a, frechen dar und und Prvpai Gießen.' in unsere ' zu der 6t aus unser großes Ae denkenden Dir bitt und dringe zu wollen, und Bettag die jedes C keine eignen Ehrlichkeit für lvirtschas nur da, wo göttlichen G i Dienstag, 19. November 1929 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. 272 Drittes Blatt Preußen. Ein Tag der Besinnung. 3n den AnSgang des Kirchenjahres fällt noch einmal ein Feiertag der Kirche, der Bußtag, der freilich in den deutschen Ländern nicht gleichmäßig begangen wird. 3n Preußen besteht er seit 150 Jahren. Wie der Karfreitag, ist der Dußtag cm stiller Tag, der für die gerade geschaffen ist, die einmal besinnliche Einkehr halten wollen. Es gilt, einen Rückblick zu tun auf eine Zeit der Unrast, der angestrengten Arbeit, auf Tage, die dem Menschen nicht gestatteten, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Wer vor sich selbst am Bußtag die Rechenschaft über sein Leben ablegt, tut die erste Buße, wer sich selbst gelobt, zu bessern und zu ändern, was ihm nicht richtig erscheint, der hat in besinnlicher Stunde den Sinn des Bußtages erkannt. Er kann zur Festigung seines Gelübdes die Schritte tun, die ihm seine Lebensführung anrät, kann im Gotteshause mit einer gläubigen Gemeinde zusammen seinen Entschluß vertiefen. Darüber entscheidet jeder für sich selbst. Bon jedem andersdenkenden Menschen ist aber zu verlangen, daß er die Heberzeugung, den Glauben des besinnlichen Menschen dadurch ehrt, indem er ihn ungestört läßt. Die Vorschriften zur Heilighaltung des Bußtages sind leider bitter nötig, solange es Leute gibt, die gegen die Auffassung der Allgemeinheit vom Wert des besinnlichen Tages ankämpfen. Friedrich der Große, der in Preußen den Bußtag eingesetzt hat, war wahrhaftig kein Frömmler, er übte harte Kritik an Dingen, an Begriffen, die ihm nicht rationalistisch genug waren. Aber er übte Toleranz in jedem Falle und ganz besonders in Glaubenssachen, er lieh — nach seinem eigenen viel mißbrauchten Wort — »jeden nach seiner Fasson selig werden". Wir tun gut daran, uns danach zu richten, den Tag der Besinnung brauch e n w i r. E. W. Eine Bitte zum Bußtag. Der innerkirchliche Ausschuß der Kreisgemeinde Wetzlar hat zum preußischen Landes-Buß- und Bettag eine Kundgebung als öffentliche Bitte beschlossen, in der es heißt: „Wir bedauern aufs tiefste, daß es noch nicht möglich gewesen ist, für das Deutsche Reich einer einheitlichen Landes-Buß- und D e t- t a g zu schassen, und wünschen von Herzen, daß dies' unselige Stück deutscher HncinigEeit möglichst bald verschwinden möge. Wir bringen den Gewerbetreibenden und Kaufleuten das größte Verständnis für ihre Rotlage entgegen und hegen nur die besten Wünsche für wirtschaftlichen Aufschwung und Wohlergehen. Allein es wäre ein Unheil für unser Volk, wirtschaftlichen Gewinn auf Kosten der Verschleuderung unserer höchsten religiösen Güter und Ewigkeitswerte erzielen zu wollen. Dauernder Erfolg kann nur da sein, wo Achtung und Ehrfurcht ist vor dem ewigen Gott und seinen unverbrüchlichen Gesehen. Lange Jahre haben wir in dem benachbarten Preußen darunter gelitten, daß unser Landes-Buß- und Bettag gestört worden ist durch die Agitation und Propaganda zu Geschäft und Vergnügen in Gießen. 3a, im letzten 3ahre hat man Autos in unsere Dörfer geschickt, um die Leute gerade zu der Stunde, wo die Kirchenglocken läuteten aus unfern Dörfern zu holen. Dies war ein großes Aergernis für alle anständig und ernst denkenden Menschen. Wir bitten deshalb in diesem 3ahre herzlich und dringend, sich jeder Propaganda enthalten zu wollen. Wir bitten, unferm Landes-Butz- und Bettag dieselbe Achtung entgegenzubringen, die jedes Volk und Land und Konfession für seine eignen hohen Feiertage sich wünscht. Ehrlichkeit und Treue sind die Pfeiler auch für wirtschaftliche Gesundung, sie erwachsen aber nur da, wo Achtung und Ehrfurcht ist vor dem göttlichen Gesetz." Kreis Wetzlar. B Wetzlar, 15. Noo. Der Kreistag hat, wie im Vorjahre, auch für dieses 3ahr wieder einen Betrag von 20 000 Mark zur Gewährung einer Winterbeihilfe an Fürsergeunterstützungs- empfänger, Sozial- und Kleinrentner und unter» stühungsbedürstige Arbeitslose bewilligt. Bei der Verteilung dieses Betrages sollen dieselben Richtlinien angewandt werden, wie im vorigen 3ahre. Es sollen hiernach Fürsorgeunterstützungsempfänger, Sozialrentner und Kleinrentner die Häl'te ihres monatlichen älnterstühungsbetrages, mindestens aber 10 Mk. für den Alleinstehenden, 12 Mark für das Ehepaar und 15 Mk. für dasEhepaar mit unterhaltungsberechtigten Kindern erhalten. Für die Arbeitslosen gilt der 25. Rovember als Stichtag, d. h. diejenigen Arbeitslosen, die an diesem Scge Erwerbslosen- oder Krisenunter- stühung bezogen haben und beihilfebedürftig Das Ergebnis der provinzialiagswahl Kreis Stimm» bcrcdjtiflte Abgegebene Stimmen Ungültige stimmen । Gültige Stimmen Sozlaldomotr. Partei Kommunistische Partei ZentrumS- vartri li 2 = ö& Natsoz. Arbeiter-Partei t»iwd Hess. Landbund (Kreis Gießen) Hess. Landbund (firt. Friedbg.) Heil'. Landbnnv (iirs.Andlnqen) Hess. Landbund (Krs. Schotten) Heis. Landbund (fite. Aleseld) Hell. £ant Lninb (Krs.Lanterb.) Teutscke Demotr. Partei Deutsche S-’oltep. (fit». Gießen) (Bwqqjpv 'n iwOujqijft »np ■deiio in-JlpHX Ttjche. Pvtkav. (firfr. ?ll«leld, Loutb., Schott) II AS 8un8)U|ii3Q I •ffiUDUUlllto I Gießen............ 67383 39549 2297 37252 14431 1151 730 1245 772 336 9220 81 37 41 33 36 1663 3176 46 23 1500 2731 Alsfeld............ 24413 12528 619 11909 2912 246 675 221 2069 123 38 20 15 18 4131 14 357 129 46 14 722 192 Jo Lauterbach......... 19537 10341 631 9710 2154 271 386 150 1128 48 18 20 8 9 21 2717 78 25 2174 273 1UL Schotten........... 18137 9339 851 8488 1791 91 37 263 461 86 70 30 19 4651 15 20 339 34 17 347 100 1 11 Bübingen ......... Friedberg.......... 28180 14879 1378 13501 4618 924 118 370 402 64 66 63 4319 15 14 . 23 593 106 1158 25 305 Jlö 59045 39256 2680 36396 15314 2157 3996 1139 754 157 178 6483 71 33 64 98 1810 355 1647 55 797 1288 Insgesamt......... 216695 125892 8456 117256 41220 4840 5942 3388 5586 814 9590 6697 4469 4767 4278 2908 4891 3795 2907 3346 3167 4651 7782 |,Ä.|1998 Ergebnis der W-chl Tic Vcrglcichszisscrn: am 15. 11. 1925.... |2O5687]112187| 72l0|104908|3535S| 3003] 5820] 3048] — | — 112850] 8991] 5154] 4656] 4399] 3730] 6104] Außerdem in 1925: Liste „Bürgerliche Parteien" — 1508 Stimmen; Liste „Eintracht" — 579 Stimmen. Der neue provmzialtag. Nach dem obenstehcnden vorläufigen Ergebnis der Wahlen zum Provinzialtag der Provinz Oberhessen haben erhalten: 1929 1925 Sitze Sitze Sozialdemokratische Partei 13 12 Kommunistische Partei 1 1 Zentrumspartei 2 2 Evangelische Volksgemeinschaft 1 1 Nationalsozialisten 1 0 Volksrechtpartei 0 0 Hess. Landbund Kreis Gießen 4 5 Hess. Landbund Kreis Friedberg 2 4 Hess. Landbund Kreis Büdingen 1 2 Hess. Landbund Kreis Schotten 2 2 Hess. Landbund Kreis Alsfeld 1 1 Hess. Landbund Kreis Lauterbach 1 1 Deutsche Demokratische Partei 1 2 Deutsche Volkspartei Kreis Gießen Deutsche Volkspartei Kreis Büdingen 11 2 und Friedberg Deutsche Volkspartei Kreis Alsfeld, 1 Lauterbach, Schotten 11 Deutschnationale Volkspartei 1 * Mittelstandsvereinigung 1 0 • Enthalten im Hessischen Landbund. Die künftigen Abgeordneten. Sozialdemokratie: L u x, Anton, Landtagsabgeordneter, Nieder-Flor- stadt. Dr. Aaron, Albert, Rechtsanwalt, Gießen. M o o s d o r f, Kurt, Bürgermeister, Vilbel. Meinhardt, David, Musiklehrer, Alsfeld. Zitzelsderger, Alois, Schornsteinfegermeister, Gedern. Laudon, Heinrich, Dreher, Wieseck. Hildner, Georg, Bürgermeister, Büdingen. Walz, Hermann, Bürgermeister, Lauterbach. Otto, Friedrich II., Stukkateur, Büdesheim. Noll, Christine, geb. Simon, Hausfrau, Gießen. Bergen, Karl, Sattler, Schotten. Keßler, Karl, Provinzialstraßenwärter, Gießen. Lampert, Georg. Verwaltungsobersekretär, Bad- Nauheim. kommunistische Partei: Dietz, Philipp, Maurer, Klein-Karben. Zentrumspartei: Schröder, Theodor, Rechtsanwalt, Friedberg. Brams, Ewald, Eisenbahningenieur, Gießen. Evang. Volksgemeinschaft: Koch, Georg, Prof. Dr., Oberbibliothekar, Gießen. Rationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei: Klo st ermann, Alfred, Lehrer, Vockenrod. Hess. Landbunb, kreis Gießen: Fenchel, Wilhelm, Landwirt in Ober-Hörgern. Schmahl, Carl, Landgerichtsdircktor, Gießen. Schneider, Otto I., Landwirt in Utphe. Schwalb, Karl L, Landwirt in Großen-Buseck. Hess. Landbund, kreis Friedberg: Diehl, Konrad Philipp, Landwirt und Bürger- meister, Hochweisel. Himmelreich, Friedrich, Landwirt, Ober-Eschbach. Hess. Landbund, kreis Büdingen: Wolf, Heinrich Wilhelm, Landwirt, Düdelsheim. Hess. Landbund, kreis Scholten: Stein, Friedrich Wilhelm, Landwirt, Stümperten- rod. C e l l a r i u s, Theodor, Landwirt, Schotten. Hess. Landbund, kreis Alsfeld: Steuernagel, Heinrich, Landwirt, Eudorf, hessischer Landbund kreis Lauterbach: I o st, Friedrich, Altbllrgermeister, Bermutshain. Deutsche Demokratische Partei: Hammerschlag, Hermann, Fabrikant, Gießen. Deutsche Volksparlei kreis Gießen: Neuenhagen, Ludwig, Präsident des Landgerichts der Provinz Oberhessen, Gießen. Deutsche Volkspartei kreise Bübingen und Friedberg: Ioutz, Louis, Kaufmann, Butzbach. Deutsche votkspartei kreise Alsfeld, Lauterbach, Schotten: N i e p o t h , Dr. Friedrich, Bürgermeister, Schlitz. Deutschnalionale volkspartci: Lenz, Dr. Otto, Studienrat, Gießen. Mittelstandsoereinigung (Dirtschaftsparlei): Wämser, Dr. Willi, Rechtsanwalt, Gießen. Oer neue Gießener Kreistag. Wie wir in einem Teil unserer gestrigen Ausgabe in der Zusammenrechnung bereits mitteil- len. sind bei der Kr e i s t a g s w a h l im Kreise Gießen folgende Ergebnisse zu verzeichnen: Abgegebene Stimmen 29 576, ungü'tig 2047 Stimmen, gültige 37 529. Es erhielten. Sozialdemokratie 14595 St. — 12 Sitze (11); Kommunisten 1233 St. = 1 Sih (0); Zentrum 741 St. — 0 (0); Evang. Volksgemeinschaft 1353 St. — 1 Sih (0); Volksrechtpartei 400 St. = 0 (0); Hessischer Landbund 9409 St. = 9 Sitze (13); Demokratische Partei 1829 St. — 1 Sih (2); Deutsche Dolkspartei 3226 St. = 3 Sitze (3); Deutfchnationale Volkspartci 1864 St. --- 1 Sitz (bei der vorigen Wahl, gemeinsame Liste mit dem Landbund); Mittelstandsvereinigung 2879St. — 2 Sitze (1). Die künftigen Abgeordneten: Sozialdemokratie: Georg D e d m a n n , Angestellter, Gießen; Georg Wissemann. Schlosser, Lollar: Karl Denner, Gewerischasts- selretär, Wie,eck: Karl Brömer, Geschäftsführer, Gießen: Heinrich Haas, Schuhmacher- meister, Steinberg: Heinrich Decker IX., Dür- germcister, Altcn-Duscck: Qllarianne Hüter geb. Weber, Hausfrau, Gießen: Albert Denner, Sekretär der Kriegsbefchädiglen, Heuchelheim; Paul Hombergcr, Rechrsanwalt, Gießen; Louis K lös), Former, Treis a. d. Lda.: Heinrich R u d l o f, Bürgermeister, Trais-Horloff; Ludwig Sehrt, Daukontrolleur, Lindenstruth. Kommuni st ischePartei: Wilhelm Lepper, Kraftwagenführer, Gießen. Evangelische V o l l s g c m e i n s ch a f t: Wilhelm L e m p , Steuerselrctär, Gießen. Hessischer Landbund: Wilhelm Fenchel, Landwirt, Ober-Hörgern; Friedrich Dom - mersheim, Lane wirt, Langsdorf; Wilhelm Schäfer I., Landwirt, Mainzlar; Georg Friedr. Müller, Landwirt und Bürgermeister. Bellersheim; Konrad Anton Schaum, Landwirt, Lang- Göns: Heinrich Bausch, Metzger und Landwirt, Grünberg: Ludwig Keßler VII., Landwirt, Grohcn-Lindcn; Konrad Hanack, Landwirt, Steinberg: Philipp Klein V., Werk- führeranwärtcr. Klein-Linden. Deutsche Demokratische Partei: Dr. Leopold Katz. Rechtsanwalt, Gießen. Deutsche Volkspartei: R-chard S ch u d t, Landgerichtsdirektor, Gießen; Hermann Schelm, Zimmermeister, Lollar; Ludwig Wagner, Landwirt und Bürgermeister, Geilshausen. Deutschnationale Volkspartei: Dr. Otto Lenz, Studienrat, Gießen. Mittel st andsvereinigung (Wirtschaf t s p a r t e i): Adolf Schmidt, Kaufmann, Gießen; Julius Von-Eiff, Jnstallationsmeifter, Grünberg. Oer Friedberger Kreistag. • Friedberg, 19. Rov. Rach den vorläufigen Feststellungen ergaben sich bei der Kreistagswahl folgende Ergebnisse: Wahlberechtigt 59 045, abgegebene Stimmen 39 256, gültige Stimmen 36 746, ungültige Stimmen 2510. Es erhielten: Sozialdemokraten 15 433 — 13 Sitze (13); Kommunisten 2247 Stimmen — 1 Sih (1); Zentrum 4314 Stimmen — 4 Sitze (3); Evangelische Volksgemeinschaft 1434 Stimmen — 1 Sih (0); Demokraten 1971 Stimmen — 1 Sih (2); Deutsche Volkspartei 2530 Stimmen — 2 Sitze (1); Mittel- . standsliste 1694 Stimmen — 1 Sitz (1): Vereinigter Wahlvorschlag- des Hessischen Landbundes und der Deutfchnationalen Volkspartei 7118 Stimmen — 7 Sitze (9). sind, sollen berücksichtigt werden. Die Unter» stühung soll auch hier mindestens 10 Mark für den Alleinstehenden, 12 Mark für das Ehepaar und 15 Mark für das Ehepaar mit unterhaltungsberechtigten Kindern betragen. Die Auszahlung der Winterbeihilsen soll noch vor Weihnachten erfolgen. 0 Hohensolms. 15. Rov. Dieser Sage hielt der Jagdpächter Wackendorf aus Düsseldorf eine Treibjagd ab. Es wurden dabei 37 Hasen erlegt. H&rtn auch der Hasenbestand nicht so reichlich ist, wie in anderen Gegenden, so erlegte der Jagdpächter dafür im vergangenen Sommer sechs schöne Sechser-Böcke. ch Vetzberg, 15. Noo. Land- und Gastwirt Wilhelm Decker hierselbst ist in diesem Jahre 27 Jahre Mitglied der Gemeindevertretung. 3n den Kriegsjahren hat er als stellvertretender Gemeindevorsteher auch einige Zeit dieses Amt versehen. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung gedachte der Gemeindevorsteher der treuen Mitarbeit des Herrn Decker und ehrte ihn durch Lleberreichung eines prachtvollen Blumenstockes. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Wählbarkeit. Der Ehemann der Schwester des Bürgermeisters ist als Gemeindeoertreter wählbar, da nur die mit dem Bürgermeister oder einem Beigeordneten in grober Linie verwandten oder verschwägerten oder im zweiten Grade der Seitenlinie verwandten Personen nicht wählbar sind. In geraber ßinie verschwägert sind z. B. Schwiegervater und Schwiegersohn. h. h. in w. Eine Aufwertung kraft Rückwirkung kommt bei der betr. Hypothek nicht in Frage. Jfelipon! Dies ist bestimmt das günstigste Mittel auch für Ihre Haare. Es verschönert wunderbar, hat sicher mehr Vorteile als ähnliche Sbam- pone. Frau Doktor A. 8. schrieb: Verschiedene Haarwaschmittel probiert, abet immer reumütig zum Blelipon zurück! — Preis 30 Pf. das Paket, enthält 2 oder 3 abgetei te Portionen. 1646V Ausdrücklich IleJipon“ verlangen! J Aj Io. h oll , 'Ümoende. umenmaitiertz CßRAM-LAMPEN. OSRAM OSRAM * OSRAM E C. I i I 1 r M CT Frau Mütter mü. 2.95 für die Wintergarderobe zu sorgen. Kommen Sie morgen an unser Lager und besichtigen Sie zwanglos unsere Vorräte In Sonderangebot Herren- und Knaben-Anzügen Herren-Ulster und -Paletots Jünglings- und Knaben-Ulster Damen-Mäntel Nur ao lange Vorrat Die gebotene Auswahl und Preiswürdigkeit wird Sie befriedigen H. Kaess Nachfolger 954fi* Inhaber Wilhelm Horn & Sohn Kreuzplatz Nr. 15 • Telephon Nr. 2773 9542A Mur solange Vorrat! 'M' ZU MM empfehle U1445 für Damenu. Kinder Moritz Köhler Neustadt 79 9376 A in nvoüer Auswahl Edgar Bormann, Lisenhandlung Großer Baumwollwaren Kleiderstoffe Kretonne b,,ährteÄ 0.32 Damenmantel 12.50 Vorteil für Sie! D.-Mantel'gan-eg.°";«™:34.75 Püll.-Stoffe '■'"ufuK 0.98 Flockköper D.-Mantel SM 26.50 Bettkattun1ln,n^M 0.60 Waschsamte “nÄ 1.95 Handtuchstoff c ts, ms, 0.14 Kaufhaus LUDWIG 5% Bar-Rabatt Das Haus der Vertrauensqualitäten / Bahnhofstraße 2—4 9807* 16 Jetzt ist es höchste Zeit 1.75 3.95 M Sonderpreise bei mir D.-Mantel8"^, 19.50 Sportflanell ... 1.10, 0.05, 0.58 Garten am Nahrnnavbera. end) netrennt »uver- DOtttcn. Näh 07436 Vöbcritrafee 6 L Julius Schulze Kreuzplatz Damen- Konfektion Sch!upfhosen gefüttert ......... Prinzeßröcke gefüttert ......... Prinzeßröcke Am Oswaldsgarten 95 4D 3. B. HAUSER, GIESSEN AM OSWALDSGARTEN Damast160 cmbre\7S,2.ii, 1.85 “..........RonuiimBlauband doppelt so gut Sdiuhhaus Wolfff/Gießen 9524* Kindermäntel in allen Größen und großer Auswahl Blumenhaus Dietz Gießen. Sc terewes 38 wu> Trauerkränze in jeder Preislage. Versand nach auewfirts. 1'0. 2213. Popeline ln,llenmM1.75 Damast130 cmbr,l*i,5,™. 0.95 Dßenfchivme Koblenfüller, Zlobleukaficn. Cfcn: Vonchcr. Vcrdamvsichalcn Frische Fische Mittwoch und Donnerstag früh 9 Uhr cntireffcnb; FrischeFischfilctö von Schellfisch, Kabeljau, Seelachs u. Goldbarsch. Prima Schellfisch u. Kabeljau im Ausschnitt. Pfund - ..70 Pf. Seelachs, feinste Nordseeware, im Ausichnlit, Pfund......05 'ßt. Goldbarsch o. Stopf, Psd. 60 Pf. grüne geringe, Pfund...35 Pf. Nordice-ScheUfische. '/«-pfündta, Pfd. 50 Pf. 3'PIÜnbin Pfd. 85 Pf. ^rifcheMschkotelettS. Pfd. 75Ps SGhreibmaschinen von 20 RM. an auch in Raten. 9159D AEGCcitreibiras hinen Gießen Selters wes 89 Huf 4291 Reparatur Werkstatt für Schreibmaschinen aller Systeme Friede nsvrrtrog zunehmen, so iv wage erleben, d bavontragen mu laiUei die Li 150 C00 Saarsrc doch die vbsekti baarcinwohneri zcsische Sprach; Aus diesem der jüngsten < Spiel verloren in den Vorder Errichtung eine: tc^altung des, - den französischer ttmuna Mis^ des, tauchten ar schon fehl deut! nur die Losung Nückgliede sich bringt. 3r offen erklärt, bestehenden fr lehnt. Und nur Eaarinterim c bot, wenigstens toinn einzuheim ift sind die Di, Delegation auch hattet worde: benkcn, daß fiCg schäft mit ein JW werden kc ker Asiimmunl bm sranzösij bWlrch 1eä 'j lErr Vertrag s W» b« A A «fa lut l ?Ien9tul Oi‘ 6a ^"«Wragb Dari- wird h?fllnnen allen betige fete hi Ä^tt Ge,L ^lischen » b-.e CaitfA?ter d-rd. fehlen bse reK.wöch 'ch'le diA^ung •hs« ii t • Mi 0.95, 0.75, 0.58 Reinwollene ä aj- KaschmirDamenstrümpfe Uh gute Qualität, mod. Farben, Paar Mk. £■ ■ VW Ottomaner0,n* »j». 8.50 8Mk.SNWll.SlM in schöner Ausführung Svitz Vouavius Friedhofsgärtner Wiefecker Weg 42 / Telephon 4212 Verkauf ab Donnerstag am Neuen Friedhof Ein Blick auf meine schönen flotten Damenhüte und Sie finden In reicher 9547D Auswahl zu Mk. 3,95 - 7,00 Rrflim Seltersweg 50 I VI KMII Eingang Wolkengasse Mantelstoffe 6.95 BüEnse lägtick frische Vollbürfliuge. das Pfund...........48 P>. die li-Plund Kitte...Mk. 2.^3 Neues, selbsteiuaemachieö Sauerkraut NcucLinien, Erbsen u. Bahnen Richard Grünewald Babnbosltr. S7 Telephon 3(>31 Vi2l A !tr. 1 «.scheint «öl Die Jlloh ■**5 2.20 -fitid)6pf£"n,9b Lh «nurM®* ülonlstliaml' ist zu beneiden sagt Onkel Mollig schmunzelnd, als er Ihren neuen „Frankenla"- Oren sah Das Ist wirklich ein Ofen, wie man Ihn Jeder Hausfrau für die rVuschküche wünschen könnte, damit sie endlich einmal all den Wasch-Aerger los wird. Mit dem „Frankenia“ kommt kein guße'serner und kein betonierter Ofen mit. Ein gußeiserner rostet und bricht leicht und ein betonierter widersteht schlecht der Hitze und bröckelt bald ab. Der „Frankenia“-Kessel aber besteht aus Stahlblech mit einer garantiert rostsicheren Feuer- verzinkung und einer 25 mm starken Ausmauerung, die die Hitze besser Zusammenhalt und so Brennmaterial spart. - Und für Jeden „Frankenia“ habe Ich schöne praktische Kupferkessel vorrätig. Sie sollten sich eine „Frankenia“-Waschanlage einmal bei mir ansehen I t9;5A D.-Mantel13 OttS,n;,m, 19.50 Kunstseide, warm gefüttert......3.15, Herren Unterhosen zwelfäd. mit Plüscbfutter, Größe 4-6............. Reparaturen von Bniini schnell und billig. Auf Wunsch Abholung. 951>D Singer NähmascUneD Akl.engese Is'halt Gießen, Marktplatz 22 Telephon 2004 Eiaen? Werkstft11e ■ für Damenu. Kinder Ä AF Baumwolle, warm 61 Hll ...............1.40, UellV für Damen u. Kinder Baumwolle, warm ..............2.60, flaroiten 0.6.- gelbe dnelfe- lobiroben Hm. 5.50 tot? Beeten HM 8.- Honrest Hm. 9.- witflng Hm.9.- Welbtrout HM. 3 50 3nbufttie Speise- tarloffeln HM. 4- alleS ver Beniner 952 iü B. Sauer L Bö. ^ernipr. 2274 aiEB0®88 Frische Seelische! Flutz-Hcchte Rotzungen Schotten Heilbutt leb Karpfen lebende Schleien empfiehl' nur la Qualität A. M Ba®|. Mäna^urg 15. Tel. 3612. Filet» vltiD werden auf Wunsch aus allen Sorten frisch herfleüeüt. Crepe Caidre,n* Wo"5.TO. 2.60 Woilnattö,nFa'br95.2.50 Don der 3 'Elsen- und v wo die kotho deutscher Mi bis Merzig. D' Hande» tu. Icö. Lrichtet ist. cm beit zu erlebe beginnenden et kommen wurden rcichs Mrwelsä Franzosen gabci und Zivilisanvi können, obwohl Waßnahmen sc kands Minister zwungen sah. llären, mm i über Auhlmds durchblättern, : Deispicl d i keine schlui 1 Grundrecht entdecken, als f Das Deutschtum »den haben sie wirklich va Größte Auswahl in Strickwaren, Trikotagen, Strümpfen Herren-Artikeln, Damenwäsche, Kurzwaren, Steppdecken, Gardinen, Koltern giebsen*m;$uöbürg icr 9527 A Im Herbst u. Winter ist Bleyle’s Schlupfhose „Oja“ unentbehrlich. Sie zeichnet sich aus durch modernen Schnitt, aparte, waschechte Farben und angenehmes Tragen. Verlangen Sie illustr. Katalog/ jfcj bietet in reicher ßuüxvntV