2lr. 16 Erstes Blaff 179. Jahrgang Samstag, 19. Zannar 1929 3 D 2 3 s> s o o o * 2 c ' ® 0= "y « r. S z s K s 5 3 3« v 9 e J, &ö 2 o 1=5 5,^0 ? Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Sezugrpreir für 2 Wochen: l Reichsmark und 15 Retchspfennig für Träger- lohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechanschlüsf«: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stießen. Postscheckkonto: ürantfurt am Main 11686. - 5 S ' • d-5. h: ,s" ä ■3-Sflo D:5" r. s c 5-3-'- 4 3 V ?e U » cy sa 5 * 3 -5 Der MchHnanzmimster begründet die Deünngsvoriage. Oer Reichsetat für 1929.—Oer Ausgleich des Defizits.—Reparationen und Staatshaushalt. Schwerste Belastung der deutschen Wirtschaft. -m ««SUE' .2 2 6 ! ^6 9 ' Ls--gv5' --iS g JiJ ST ? 2.° »p »sf । =8/3 *a;§o 4g « L" !- =äis2’ j;. ? < — 2. 5 S "J 6) 5 56 5" 7^' 2. ,p < « c-^ wird, liegt auf der Hand. — Weitere Mittel zur Beseitigung deS Defizits erwartet man von einer erhöhten Ablieferung aus den Einnahmen der Aeichspost und schließlich aus einer Aende- nmg des Finanzausgleiches dergestalt, daß das Reich vor der Teilung der Cuckommen- und Körperfchaftssteuer zu 25 und 75 Prozent unter Reich und Länder vorweg ettva 100 Millionen Marl für sich beansprucht. Es ist kaum an- zunchmen, daß die Länder sich mit diesem Dekret abfinden werden. Wenn sie auch, wie Preußen z.D. bei der Aufstellung ihres eigenen Etats schon mit geringeren äleberweisungen aus dem Finanzausgleich gerechnet haben sollten, so wird es doch über diesen Passus im Reichsrat noch zu einer heftigen Fehde und vielleicht zu einer Ablehnung der ganzen Vorlage kommen. Aus einer energischen Beschneidung der vielfach erheblich überspannten Bedürfnisse der öffentlichen Hand und einer organischen Umgestaltung unseres Steuersystems, wie wir es nach den langen Monaten vorbereitender Arbeit im Reichsfinanzministerium erwartet hätten, ist nun dies — willkürlich und wahllos zusammengestellte — Steuerbukett geworden, bas alles andere als einen harmonischen Anblick ge» währt. Es sind zuviel Diesteln und Dornen hineingebunden, als daß wir den Glauben hegen dürften, aus ihm könnte durch pflegliche Behandlung in Reichsrat und Reichstag noch etwas Rechtes werden. Das deutsche Volk wird von seinen Beauftragten eine strenge und rücksichtslose Prüfung aller nur denkbaren Ersparnismöglichkeiten verlangen müssen, dann erst wird sich feststellen lassen, ob es keine anderen und für die Volksgesamtheit weniger gesähr- liä)en Wege zur Deckung des verbleibenden Defizits gibt, als die von Herrn Dr. Hilferding aufgezeigten. Das deutsche Volk wird aber gut daran tun, selbst die Augen offen zu halten, wenn es vor unliebsamen Ueberraschungen bewahrt bleiben will. .M-» 52ö= = . = : ^3ga S- O?5?; klzl-Z' = •"=•2=22 ' u. .■a 0: s□^7® 2 = 2 hi=93?f ® y ~ 2 ' 0 3 bleibenden Defizits sollen nun die Einnahmen aus dem Branntweinmonopol um rund 100 Millionen Mark gesteigert und die Bier - st e u e r um etwa 165 Millionen Mark erhöht werden. Es bedarf kaum der besonderen Erwähnung, daß gegen diese letztere Bdatznahme im Reichsrat Bayern, im Reichstag die Bayerische Volkspariei und — bei der in letzter Zeit wieder emsig angestrebten engen Verbindung beider Parteien — auch das Zentrum heftig Sturm laufen Werdern Weit bedenk l-eher erscheinen uns allerdings die weiteren 2 orschläge zu sein, die auf eine Erhöhung der Vermögens st euer und eine Verschärfung der Erbs chafts st euer durch Wiedereinführung der 1922 gefallenen Besteuerung des Gattenerbes hinzielen. Es ist doch tatsächlich ein Absurdum, daß Deutschland, dessen Wirtschaft unter schwer st em Kapitalmangel leidet, das alljährlich in erhöhtem Maße ungeheuere Zinssummen für im Ausland auf genommene riesige Anleihen an ausländische Gläubiger abführen muß, weil ihm eigenes Kapital in dem für seinen wirtschaftlichen Wiederaufbau notwendigen Umfang fehlte, diese Eigenlcrpitaloildung durch eine rigorose Steuergesetzgebung geradezu unter Strafe stellt. Jeder Pfennig, den der Steuerbedarf der öffentlichen Hand der Bildung von Erweröskapital entzieht, kostet der deutschen Wirtschaft Zinsen an das Ausland. Das wlll doppelt bedacht sein in einer Zeit sinkender Konjunktur und erschreckend wachsender Arbeitslosigkeit, in der täglich aus hunderten erwerbstätiger Menschen Renten- und Unterstützungsempfänger werden Daß dieser Prozeß durch noch schärfere Wegsteue.ung des arbeitenden Eigenkapitals der deu,,chen Wirtschaft zugunsten des Staatssäckels noch beschleunigt, gleichzeitig aber auch die — gelinde gesagt — Abhängigkeit vom Ausland katastrophal gesteigert ^1^22=?^ ^3'i 3-■ MJ Berlin , 19. Jan. (WTB.) Reichs- sinanzminister Dr. Hilferding gab der Presse einen ileberblid über öle Gest al- tung des Reichshaushaltes f ü r 1 9 2 9/30. Dabei wies er einleitend darauf hin, daß diese Etataufstellung die schwierigste seit dem Jahre 1924 sei, weil sie von zwei Tatsachen beherrscht wird: Einmal sah sich der Rcichsfinanzmlnister beim außerordentlichen Haushalt einem Defizit von 650 Mil- l i o n en gegenüber, zum anderen beim ordentlichen Haushalt einem Fehlbetrag von etwa 6 0 0 Millionen, die sich daraus erklären, daß die Aufwendungen für Reparationen ein Mehr von 312 Millionen ergeben, während die einmalige Einnahme im Vorjahre von 175 Millionen aus Detriebsüber- schüssen und 125 Millionen aus Münzgewinn diesmal fehlt. Trotz dieser Schwierigkeiten wird, der außerordentliche Etat balancieren, ohne daß eine neue Anleihe angefordert wird. Damit hat dieser Etat mehr formale als materielle Bedeutung. Allerdings ist mit allen Mitteln s o spar- sam wie möglich umzugehen. Deshalb sind die Sparsamleitsbestimmungen, die bereits im vorigen Jahr im HaushaltSgesetz vorgeschrieben wurden, noch verschärft worden. So ist d a s Einspruchsrecht des Reichsfinanzministers gegenüber Ausgaben der Ressorts für den außerordentlichen Haushalt erweitert worden, und z. B. Ausgabenreste dürfen nicht ol)ne seine Zustimmung verwendet werden. Auch öre Uebertragbarfeit solcher Reste fällt fort. Oer ordentliche Etat schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 9,9 Milliarden ab, das sind 350 Millionen mehr als im Jahre 1923. Außer der Vermehrung derReparationsforderungen umfaßt diese Erhöhung u. a. folgende Posten: Ein Mehr an Ueberweisungen an die Länder von 68 Millionen, die. Erwerbslosensürsorge, die aus dem außerordentlichen Haushalt herübergenommen ist, mit 55 Millionen, Mehrausgaben bei der Invalidenversicherung von 15 Millionen, Ostpreuhenhil'e mit 16,5 Millionen, Erhöhung der Krisenuntcrsiützung mit 20 Mill onen, Wohnungsbau im Grenzgebiet mit 8,5 Millionen und verschiedene Mehranforderungen der Ressorts. Der Minister teilte mit, daß alles getan worden sei, um die Ausgaben zusammenzustreichen. Diese Möglichkeiten haben aber sehr viel engere Grenzen als es bei einem 10-Milliar- den-Etat im ersten Augenblick scheint. Die Ausgaben setzen sich nämlich etwa folgendermaßen zusammen: Ueberweisuiigen an die Länder einschließlich der Kosten der Schutzpolizei rund 3,5 Milliarden, Kriegslasten 3,4 Milliarden, s o - ziale Ausgaben 753 Millionen (gegen 102 Mill. 1913). In den sozialen Ausgaben ist auch ein großer Teil indirekter Kriegslasten enthalten. 450 Millionen Reichsschuld, Personalauswand einschließlich Heer, Marine und Pensionen eine Milliarde. Rach Abzug dieser zwangsläufigen Ausgaben bleiben nur 803 Millionen für fachliche und Verwaltungsausgaben übrig, bei denen allein Ersparnisse möglich sein können, als ein im Verhältnis zum Gesamthaushalt geringer Betrag. Oie Deckung des Defizits von 600 Millionen ist folgendermaßen vorgesehen: Aus der Erhöhung der Bier st euer wird ein Mehr von 165 Millionen erwartet, und zwar hat das Kabinett die Vorlage des früheren Reichsfinanzminister Dr. von Schlieben benutzt, der auch die Bayerische Volkspartei seinerzeit zugestimmt hatte. Dazu kommt die Erhöhung der Branntweinsteuer von 90 Millionen, 20 Millionen aus der Aenderung des Crbschaftssteuergesetzes dergestalt, daß das Gattenerbe mit dem halben Sah des Kin^ererbes herangezogen wird und ein 20pro- äcnuger Zuschlag zur Vermögens steuer, aus dem ein Mehr von 104 Millionen errechnet wird. Ferner wird ein Betrag von 36,5 Millionen aus den Ueberschüssen der Reichspost und von 3,5 Millionen aus verschiedenen Verwaltungseinnahmen eingesetzt. Die Länder und Gemeinden sollen zur Balancierung des Reichshaushaltes beitragen. Da sie schätzungsweise an Ueberweisungen ein Mehr von 170 Millionen erhalten würden, ist es als erträglich angesehen worden, für das Reich vorweg 120 Millionen anzusetzen, die dann später dem Reich zur Verfügung stehen. Der Restbetrag wird dadurch balanciert, daß einzelne Steuereingänge gegenüber dem Vorjahre höher geschätzt werden (Betrag rund 90 Millionen Mark). Der Minister betonte, daß die neuen Steuern ein neues schweres Opfer für die deutsche Wirtschaft bedeuten. Er verwies jedoch auf den U e b e r g a n g s ch a r a k t e r des Steueretats hin. der auch darin ;um Ausdruck komme, daß die Dortagen nicht als Gesetze, sondern als Paragraphen de» haushaltsgesehes eingebracht werden. Die einzige Erleichterung ist in einer neuen Dorlage ju sehen, nach der eine Aenderung de» Einkommensteuergesetzes durch Sproz. Ermößi- g u n g der Sähe für die kleineren und mittleren Einkommen bi» 25 000 Mark eintreten soll. Zum Schluß führte Dr. Hilferding noch u. a. folgen- des aus. Der Primat der Staatswirtschaft gegenüber manchen Wirtschaftserwägungen ist harter Zwang. Es kann sich nicht darum handeln, ein Defi- Zit im Reichshaushalt zuzulassen mit allen daran anknüpfenden Folgen für Wirtschaft und Finanzen, mit der Aussicht auf eine Kassenlage, die den geordneten Gang der Verwallung stören würde. Es bleibt nur übrig, den Steuerdruck z u oerschär- f e n. Schon einmal, als es galt, die Währung zu stabilisieren, hat Deutschland durch ein Opfer, das zum Teil der Substanz der Wirtschaft entnommen war, den Uebergang zu einer besseren Zeit zu schaffen vermocht. Jetzt ist die Frage der Endregelung öe’r Reparationen aufgeworfen. Es gilt, die Bahn freizumachen für eine Regelung, die Deutschland notwendig eine wesentliche Erleichterung seiner Losten bringen muß, soll sie wirtschaftlich vernünftig sein. Aus dem ehrlichen Willen, bis zu dieser Lösung auszuhalten auch mit Anstrengungen, die sich für längere Zeit kaum aufrechterhallen lassen, kann der Schluß nicht auf Leistungs- fähigkeit, sondern nur auf £ e i - slungswillen gezogen werden Deuifchland zweifelt nicht, daß unabhängige Sachverständige dies erkennen und keine Mühe scheuen werden, das beste lltafj der deutschen Leistungsfähigkeit zu ermitteln. ■2^3 *3« Deutschland verzichtet in diesem Augenblick auf Worte der Abwehr gegenüber Forderungen, die ohne Rücksicht auf die Wirtschaftskraft Deutschlands und sein anerkanntes Recht auf angemessene Lebenshaltung seiner Bevölkerung erhoben werden. Es hat die Unabhängigkeit der Sachverständigen gefordert und ist der Ueberzeugung, daß besser als Worte die wirtschaftlichen Tatsachen selbst zu seinen Gunsten sprechen werden. Die VayrischeVolkspaktej lehnt ab Gegen den Hilferdingschcn Dcckrrngsplan. Berlin, 18. Ion. (TU.) Die Reichstagskorre- fpondenz der Bayerischen Dolkspartei schreibt u. a.: Von dem Augenblick an, da d i e Pläne des Reichsfinanzmini ft ers über die Einzelheiten der Deckungsvorlage zur Kenntnis der Oeffentlichkeit gekommen waren, hat sie einzelnen Punkten dieser Vorlage unter keinen Um- ständen 3 u ft i m m e n können. Die Bayerische Volkspartei hat ihrerseits in der Presse Vorschläge gemacht, die bei einigem guten Willen der übrigen Parteien durchaus annehmbar erschie- nen. Was ist geschehen? Die Deckungsoorschläge des Reichsfinanzministers wurden im wesentlichen angenommen. Um nur zwei Punkte heraus- zustellen: Die Sier ft euer soll um 50 v. H. erhöht werden und damit einen Mehrertrag von 150 Millionen bringen, der Anteil der Länder an den Ueberweisungssteuernsollum 120 Millionen gekürzt werden. Damit sind d i e sch 1 immsten Befürchtungen, die man bezüglich der endgültigen Entscheidung des Kabinetts hegen konnten, nicht nur erfüllt, sondern noch um ein Erkleckliches übertroffen worden. Der Efafsentwurf konnte, wie die Dresse trotz der Vertraulichkeit der Kabinettsverhandlungen bereits zu berichten weiß, nicht einstimmig verabschiedet werden. Die sehr entschiedene ablehnende Haltung der Bayerischen Volkspartei, so heißt eS weiter, ist durch den Minister im Kabinett zum Ausdruck gebracht worden. Das Vorgehen des Kabinetts hat also für den Vertrauensmann der Bayerischen Volkspartei Im Kabinett eine Lage geschaffen, die außerordentlich ernst ist. Der Fraktions- Vorsitzende der Bayerischen Dolkspartei im Reichstag hat deshalb sofort Veranlassung genommen. die Reichstagsfraktion der Bayerischen Volkspartei auf nächsten Montag telegraphisch zur Stellungnahme einzuberufen. In politisch-parlamentarischen Kreisen ist man sich des Ernstes der Situation durchaus bewußt. Wir stehen also wieder einmal am Vorabend politisch entscheidungsvoller Tage. Die Finanzlage derLnvaliden- und Angestelltenversicherung. Erhöhung derBeiträgefür1933zu erwarten. Be r l i n , 19. Jan. Der Sozialpolitische Ausschuß des Reichstages beschäftigte sich mit der In- validen- und Angestelltenoersicherung, wozu von der Reichsregierung über die finanzielle Seite Be- iicht erstattet wurde. Die Beitragseinnah. men des Jahres 1928 betrugen bei der Invaliden- Versicherung 1080 Millionen Mark. Dazu kommen Zinsen mit 35 Millionen sowie sonstige Einnahmen mit 55 Millionen. Dem standen folgende Ausgaben gegenüber: 670 Millionen Renten- Regierung mit dem Kanzler und drei weiteren Ministern bei weitem am stärksten vertretene Partei? Wir würden es für eine gefährliche Vogel st rauhpolitik halten, wollte man unter der Devise „Es wird schon nicht so schlimm werden!" mit der Taktik der Heinen Miltelchen versuchen, sich durch die Klippen der Ctatsberatung hindurchzuschlängeln und sich auf den Ausweg zu verlassen, mit wechselnden Mehrheiten den Haushalt unter Dach und Fach zu bringen. Man könnte auf diese Manier doch eklig in die Tinte geraten und gerade dann in eine unheilvolle Krisis hineingesteuert sein, wenn der Stand der Reparationsverhandlungen eine starke Autoritätsregierung und verantwortungsfreudige Parteien erforderte. Daß die Opposition der Regierung für eine solche Behelfs- taktik den Weg ebnet, ist übrigens so gut wie ausgeschlossen. Die Deutschnationalen haben heute schon, was man ihnen nicht verdenken kann, rundheraus erklärt, daß sie von allen Möglich- feiten, die ihnen ihre Oppositionsstellung gibt, ausgiebig Gebrauch machen werden. Daß Wirtschaftspartei und Dauerngruppen diesem Etat Herrn Hilferdings auch nur das geringste Maß von Wohlwollen entgegenbringen, wird der Reichsfinanzminister wohl selbst nicht erwarten. Sieht man sich nun den Hllferdingschen Haushaltsvoranschlag näher an, so kann eigentlich des Wunderns darüber kein Ende sein, wie und wo er überhaupt eine Mehrheit in diesem Reichstag finden soll. Der Etat, der also jetzt als Vorschlag der Reichsregierung zu gelten hat, balanciert in Einnahmen und Ausgaben mit etwa neun Milliarden Mark. Der ursprüngliche Fehlbetrag von 700 Millionen Mark gegenüber dem vorjährigen Etat ist durch AbstriA an den Anforderungen der einzelnen Ressorts auf 500 (Millionen gesenkt worden. Zur Deckung dieses ver- i 2 s ? 2.9.. r- • - 5 —5—; * 'W0 ?2o 3 o l3-'3-5 - 2 X “V3\ Bitte,keineVogelftraußpolitik! Der Etat, zu deutsch der Reichshaus- hultsvoranschlag, ist vom Reichskabinett »«rabfchlcdet worden. Gr geht nun als Vorlage d«r Reichöreglerung an den Reichsrat, das Gre- nutum der LandeSvcrtretunaen. und zur gutacht- IMjen Aeußerung auch an Den Reichswirtschaftsrot. Erhält die Vorlage die Genehmigung des Aleichsrats, so wird fle nun dem Reichstag zur D»archberatung in drei Lesungen, in den Aus- IsHüssen und im Plenum, zugeleitet, versagt jedoch her Reichsrat — was in diesem Falle wahr» iHrinlich ist —, seine Zustimmung, so muß sich bi e Reichsregierung entscheiden, ob sie dem A cichstag e ine Doppelvorlage zuleiten oder sich öl t Aenoerungen des Reichsrats an ihrer Dorla ge zu eigen machen will. Man sieht also, es iifi noch ein langer Weg, bis die Ctatvorlage I«setz wird, und es gibt Schwierigkeiten genug, über Die sie stolpern fanrt. Da die Zeit nicht . üiahr lang ist, die zur Durchberatung des Haus» hcultsplans zur Verfügung steht, — bis zum 31 . März muß er laut Der Reichsverfassung :11c verfassungsmäßigen Instanzen durchlaufen drüben — besteht die Gefahr, daß seine Erörte- ru ng in den parlamentarischen Körperschaften üocht mit dem Ernst und der Gründlichkeit er- 'olgcn kann, die für einen so wichtigen (Segen- f,a»nb auch unter Den schwierigsten Umständen 1211-fgetDenDet werden mühten. Indem die Par- !ei cn eine solche Verschleppung der Haushalts- :o ilage, wie sie der Reichssinanzminister Dr. HAI fer ding beliebte, zuliehen, haben sie sich i bst eines ihrer wichtigsten Rechte, aber auch ihrer wichtigsten Pflichten begeben, des der U mnzkontrolle nämlich, Die zu einer bloßen iirce wird, wenn Reichsrat und Reichstag ge- r51igt sind, die bedeutsamste und folgenschwerste 3d:Lage des ganzen Jahres in wenig Wochen tu rchzupeitschen, ohne sich bei allem, im einzelnen (eene zugestandenen guten Willen eine klare Umbers ich t über alle einzelnen Positionen, ihre 1 Hintergründe und ihre Aenderungsmöglichkeiten teefdjaffen zu können, ganz zu schweigen von cxmen Derbesserungsvorschlag.n. Wir erwarten :o« den Beauftragten des Volkes, daß sie sich riJfjt Drängen lassen, sondern auf einer ganz (nündlichen Durchberatung des Haushaltsvor- :ufthlags bestchen werden. Die Gestaltung grade Wsieles Etats ist zu wichtig für unsere ganze si«anzgebarung, ja für die künftige Entwicklung lec Wirtschaftslage überhaupt, als daß hier ■ ’irflenö etwas übereilt werden dürste. Äas Reichslabinett Hal fast die ganze 2-vche für seine Clatsberatungen gebraucht und v tann doch überraschenderweise zu einer grund- U Erichen Billigung der Vorschläge des Reichs- ^«wzministers gekommen. Dies bescheidene Er- (’boiid ist hoffentlich nicht von symptomatischer ?ci'eutung für den weiteren Gang Der Ereignisse. ko!!l man aus Dem reichlich verklausulierten amt- |l$-tr nicht die starke Partei hinter sich, Die rein . z-h^mmäßig nun einmal notwendig ist, sich durch- i|ii|cf,en. Unter diesen Verhältnissen ist unseres 156 Stationen stenenotn U» ttn gtirn die Temperatur an. Pu Limen eerpindeo Q/w out aiutttt» nl «Vtrtwaan umaen erscheinen die Handwerker, Holzhändler, llcacht^n die Bäume, messen, schätzen. So schließt !i> der Kreis. Die Alten pflanzten die Bäume, Enkel errichten Gebäude, zimmern Möbel krcuS... C«a, der Mensch braucht Holz, er hat ein Recht, sich zu holen. Aber trotzdem tut einem das weh. wenn man sieht, wie die stattlichen läeime niedersinken, wie dann die Stämme kahl hte tot daliegen. Lind man denkt unwillkürlich ci bie Sommertage, an denen sie uns Schatten |;cnbefen und über uns rauschten, wir aber auf i>m» weichen Moose lagen und hinaufschauten •xtB ihren grünen Wipfeln... .0 schöner, grüner Wald, du meiner Lust und Wehen andächtiger Aufenthalt!"-- Gedankenvoll ging ich weiter, aber immer tote» bt mußte ich nach den schönsten Bäumen sehen, v sie nicht auch zum Tode verurteilt waren, vh war in einem anderen Dell des Waldes. Set: standen mächtige Eichen und Buchen, aber hwt einzige war .gezeichnet". Wild hatte mich wieder der Zauber Les Winter» dllles umfangen, und nur aus weiter Ferne bmg gedämpft das Arbeitsgeräusch der Holz- zu mir. m. Jicfe'*“cr Wochenmarktpreise. W kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Jitter 140 bis 170, Matte 30 bis 35, Käse i I) Stück) 60 bis 140, Wirsing 15 bis 20, Weiß- Ifaiul 10 bis 15, Notkraut 20 bis 25. gelbe '!51&n 15 bis 20, tote Rüben 15 bis 20. Spinat lijlltte 40. Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl • sntme-w-ft •««<•> MW ww-tji ,m, pu 6OÖ(I WM" Vite uMre» rvoraussage- iH" i,6in * SnWaüW««» Ä KäS - 1 Grad CHU»-"' H ffir evNNil IliiiriimiiiBiinniirhihöniiiiihniiiiiiiimL TELEFONGESPRÄCHE VON DEUTSCHLAND NACH AMERIKA Li-KrZ MD Dache. mJ1? transpvi, len Sllvnnner l£L " nntm Vwllavsq mr. Winter, wenn die Vögel schweigen und keine Insekten summen. Ich stand und schaute. Da sah ich einige Bäume, die mit einem scharen Gegenstand angeschnitten waren: sie hatten laine Wunden in der Größe eines Dreimark- l.lckes bis zur Handgroße. Es waren die Bäume, i )i i vom Mrster dazu bestimmt worden waren, ^ällt zu werden. Nun standen sie noch inmitten h:er Kameraden, rauschten unmerklich und trugen »ix leichte Schneelast wie eine weiße Krone. 5s waren Eichen und Buchen, hier und da auch liefern. ^Stolze Bäume!" fagie ich zum Förster, x:t vorübergsng. „schade, daß sie umkommen", lutzholz!" war die knappe Antwort. 3a, Nutzholzi Der Kreis schließt sich Bon den Menschen gepflanzt, gehegt und gepflegt, grünten ir als zierliche Pflänzchen, wuch en dann heran, elften sich und strebten zum blauen Himmel Ni-Por. gaben den Vögeln und Eichhörnchen in hrien Wipfeln eine Zufluchtsstätte, wurden vom DiiurmtDiiti) hin- und hergezaust: Blitze holten ich die ersten Brüder, hier und da am Waldrand ouirüe einer vom wilden Sturm geknictt. die :ruberen schossen aufrecht und wuchttg in die Höhe. %8 war ein schöner Hochwald. iAun sind die Bäume stark genug. Der Mensch iracucht sie. Nutzholz! Lchon hört man drüben über dem Graben das Xmirschen der Säge, das Dröhnen dec Axthiebe. M r Holzmacher sind an der Arveit Bald werden sie auch hier die »Gezeichneten" anhauen, und techM für Innere Mission, Pfarrer R Sh richt, wird bas Referat halten. Die ßeiterln des Fürsorgeheims „Glauburg" in Nieder-Erlenbach, Oberschwester Margarete Wannemacher, wirb darauf oon ihren Erfahrungen berichten. In Nieder-Erlenbach ist eine Besichtigung der Glauburg mit der Tagung verbunden. Auch diesmal genießen die auswättiaen Teilnehmer die Gastfreundschaft der Bewohner der Tagungsorte. In Anbetracht der freundlichen unb ungeteilten Zustimmung, die diese Tagungen der Kirchenvorsteher seit ihrem Bestehen in ganz Oberhessen gefunden haben, ist mit einem guten Besuch aus der Provinz zu rechnen. Auch der Prälat der hessischen Landeskirche, Dr. D. Diehl, unb der Superintendent oon Oberhessen, Oberkirchenrat Wagner, haben ihr Erscheinen zugesagt. ** Staatliche Stenographielehrer» Prüfung. In den letzten Tagen wurde in Darmstadt die fünfte staatliche Stenographielehrerprüfung abgehalten. Der Prüfung unterzogen sich fünf Damen unb sechs Herren. Einer der Prüflinge trat während der Prüfung zurück; die übrigen zehn be- standen sämtlich die Prüfung, darunter auch zwei Mitglieder des hiesigen Kurzlchriftoereins „Gabelsberger" von 1861, unb zwar Diplom-Hanbelslehrer Paul D e h m e r unb Beamtenanwärter Wilhelm Momberger. Herr D e h m e r würbe als einziger mit ber Note „sehr gut" ausgezeichnet. ** Schülermonatskarten und <311* züge. Die volksparteilichen Landtagsabgeordneten Dr. Keller und Frl. Birnbaum haben folgende Anfrage an die Regierung gerichtet: Die Reichsbahn hat mit Wirkung vom 1. Januar 1929 die Eilzüge für Schülermonatskarten gesperrt. Don dieser • Maßregel werden zwar fast keine eigentlichen Schüler, wohl aber eine größere Anzahl Studierende, denen ihre wirtschaftliche Lage ein Wohnen am Hochschulort nicht erlaubt, auf daS härteste betroffen. Sie verlieren nicht nur täglich die Zeitdif erenz zwischen Fahrtdauer der Eil- und Personenzüge, sondern unter älmständen sehr viel mehr Zeit, well sie statt eines zur richtigen Zeit gehenden Eilzuges einen viel ungünstiger liegenden Personenzug benutzen müssen. Dieser empfindlichen Benachtelligung wertvoller Glieder unseres Dolkskörpers dürfte schwerlich eine entfpreckende Einnahmesteigerung der Reichsbahn durch die geschilderte Maßregel gegenüberstehen. Wir fragen deshalb an: Ist die hessische Regierung bereit, Schritte zu unternehmen, damit eine Verordnung rückgängig gemacht wird, durch die zahlreiche hessische Studierende der Hochschulen Gießen, Darmstadt, Frankfurt und Heidelberg, vermutlich auch Besucher der verschiedensten Fachschulen ganz urmütz kostbarster Zeit beraubt werden? ** Deutsche Volkspartei. Die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Dolkspartei hielt am Mittwoch im Hindenburg ihre Jahreshauptversammlung ab. Der vom Rechner erstattete Kassenbericht zeigte einen befriedigenden Stand der Finanzen Der Tätigkeitsbericht des Geschäftsführers zeigte die vielseitigen Anforderungen, die heute an die Organisation einer politischen Partei gestellt werben. Nach ber an- schließenb getätigten Vorstanbswahl ergriff ber Landtagsabgeorbnete Bürgermeister Dr. N i e p o t h (Schlitz) bas Wott zu seinem Vortrag über bi» politische Lage. Häufig unterbrochen burch bte Zustimmung ber Anwesenden wies ber Redner nach, baß trotz der Kritik über bie von Stresemann geführte Außenpolitik eben diese Kritiker bis heute nicht in ber Lage wären, eine burchführbare Aenbe- rung der Außenpolitik anzugeben. Die Schwierigkeit ber Reparationslösung, bie heute In ein entschciben» des Stadium eingetreten ist, wurde eingehend erörtert. Bei den innerpolitischen Fragen befaßte sich ber Rebner vorwiegenb mit den Vorschlägen, bie zur Deckung des Defizits im Reichshaushalt gemacht wurden. Vor- unb Nachteile einer Erhöhung der Erbfchafts-, Wertzuwachs-, Vermögens- unb Umsatzsteuer würben kritisch beleuchtet. An bie Ausführungen, bie mit großem Beifall aufgenommen würben, schloß sich eine rege Aussprache an. •• D ie Aufbauschule in Friedberg veröffentlicht tn der heutigen Ausgabe eine Anzeige über die Aufnahme in die Aufbauschule. Interessenten seien auf diese Anzeige besonders hingewiefen. ftnben, bie zum größten Teil in «schlosienen Bauernsieblungen — Banat, Datschka, Syrmien — leben unb bie trotz aller staatlichen Versprechungen doch in einem stänbigen Kampf um Erhaltung ihrer volklichen, sprachlichen (Eigenart stehen. Heber dieses interessante Gebiet des deutschen Auslandbeutsch- tums, wie es besonders in den evangelischen Gemeinden im Banat lebt, wird am Montagabend Senior Kund aus Pancevo hier in der Stadtkirche sprechen unb zwar an Hanb von vielen Lichtbildern von Land und Leuten. Auch zu hessischen. Landsleuten wirb uns ber Dortrag führen, bie vor langer Zeit borthin ausgeroanbert unb auch in ber Frembe doch gute Hessen nach Brauch unb Sprache geblieben finb. Der Vortragsabend ist von dem Gustav- Adolf-Verein veranstaltet und jedermann ist herzlich dazu eingelaben. (Siehe heutige Anzeige.) 25 btS 30. Rosenkohl 40 bis 60, Feldsalat 120 bis 150, Tomaten 80 bis 90, Zwiebeln 15 bis 20, Meerrettich 50 bis 150, Schwarzwurzeln 50 bis 70, Kartoffeln 5. Aepfel 20 bis 40. Birnen 10 bis 30, Dörrobst 35 bis 40, Honig 40 bis 50, junge Hähne 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 120, Nüsse 60 bis 80 Pf. das Pfund; Eier 18 bis 20, Blumenkohl 60 bis 120, Salat 40 bis 45, Endivien 25 bis 35, Lauch 10 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 50 Ps. das Stück; Kartoffeln 3,80 bis 4,50 Ml. der Zentner. Oer General «Kutturplan für den Vogelsberg. Besprechung mit dem Minister in harkmannshain. Am nächsten Samstag, 26. d. M., vormittags 11-30 Uhr, findet in Hartman nshain eine Besprechung über den neuenGeneral-Kullur- plan für den hohen Vogelsberg statt. Der Minister für Arbeit und Wirtschaft, K o r e l l, wird die Verhandlungen selbst leiten. Zutritt zu der Versammlung haben nur aelabene Personen, in erster Linie die Bürgermeister aus etwa 20 Ge- S B..« am Zentimeter- feti «?W;- 8^50 Fus. L Hrf-e A KURMflRK 5PEZIÄL-MAZEDONEN-MI5CHUNO KÜR KM ciaaoiniN •Mrt- -U, TI Überschuhe Wgk (Oaytees) neu 4O3D »mtbmlttan geschlossen. 90 548D BOTA Kaufmann taufen. 603D | Verschiedenes! 564 V i. r.Ta n. An Seifenhandler und sonstige Groß fnmn. 5:60 Verbraucher liefert 555D SkllkMlM Wohnungstausch kv 0 dort. 557V Ordentliches Stellenangebote! Zu mieten gesucht! | Vermietungen ( ansrällt. 604 D khäteen Aelierer, tüchtiger |Ste1iennesuche| obAttnc en. 080 Darnmttrasse 30. 585D gesucht. Chirurg. Klinik. Wir suchen für unser kaufmännisch. Kontor Chauffeur zu Ostern 597D Wien. Anz. 053 075 geiucht. | Verkäufe | Mietgesuche) Bamag-Meguin A.6 i Butzbach 566V Unseren Mitgliedern zur Kenntnis, dah das für den 9. ftebr. geplante ftoflümscst Gcbr. Bär, Diarkistrahe 29. mit Führerschein, absolut zuverlässig, für größere Warane in Dauerstellung gesucht. Dienstwohnung vorhandell. Schrtftl. Angebote mit Zeugnisabschriften und Ge- halisansprüchen unt. 05u an d. Giess. Anz. Besucht dlo Eandels- schale Kunzelmann I Bett ab»> 065 32 l. Führende Lebkuchen- und Zucker- Waren Fabrik sucht für Wietzen und angrenzende Gebiete arbeitSfreudigen. gut eingeführten, seriösen für Kolonial- u. Porzellanwaren -Detail- geschäu nach Friedberg für sofort oder zum 1. Februar gejucht. Nur von beit- empfohlenen Bewerbern mit la Zeugnissen sind Angebote unter 016 an den Giessener Anzeiger erbeten._____________ Gberhesfisches Samenhaus Lindenvlatz. Nähe Gies,en, guter fliebbeiianb, abzugeden. Ansr. um. Df. K. A. 744 bet. tcu- doiI iUosMe,Düs- backbaube, 1 (Eiche) billigst geben. Bleichfiratze Gaskamin lMajolikaf, sehr gut und rafch hetzend, preiswert zu rert om Cüdaulage 15«. lüHLKüntiann sucht Kaufleuten, Gettierbetreibenden u. Handwerkern die Bücher zu führen. Schr. Angebote unt. 060 an d. Gien. Anz. gesucht.Einlagevon8—10000Mk. erwünscht, die gut verzinst und stchetgeftellt werden. Da Inhaber stets aus Reisen, kommt nur absolut einwandfreie Perfönlichkett tn Frage. Stellung angenehm und dauernd. Schriftliche Angebote unter 084 an den Gietzener Anzeiger erbeten.______ Zur Führung des Jnnenbetrtebes eines Engros-GeschäfteS tüchtiger Wer zieht nach Mannheim? Ich biete tn Mannheim (Zentrum) mod. 3-Ztntnter-ifieubau'Wohnung nut clettr. Licht, Gas u. allem Zubeh. tote: grotze Küche, Speisekammer, Badezi.i mer, W. C- SieUet nsw. ('Diieie 120 Mk. monatlich» und suche tn Gtetzen ähnliche Wohnung in guter Lage. — Eilangeboie mit Preisangabe erb. uni. 508V a. d. Wtetz. Anz. Garten am Nahrungsberg (uettn Schtffenberg. Weg) 450 qm grvtz, zu verkanten. Schr.^mgeb. unt. 067 an denGtetz.Anzeig. . Schreinerei mit Diotorbctrlcb Karl Kreiling IV., Wieseck. Besichtigen Sie bitte unsere Überschuhe EckeWettergaffe Frachfschlitien versch. Wagen Zederrotte Schrotmühle für elcftr. Betrieb, Mabtnaickinc und and. laudw. (Geräte wegen Aufgabe deö Fuhrwerks abmgeb. Wallenfels, 518D Braug.rsse 6. BeschlagNtibme'reie 1-gSktL-Mniet- Bfjijiwng mit 'Jiebenxäumcn in gutem Hause gc- suchi. Evtl. Umzugs- kosicn für d. jetzigen 'Uitcter werden vergütet. Schr. Ang. u. 064 an d. Wieg. Anz. Garage für ein kleines Auto, wie Hanomag, zu vermieten. Schrtftl. Angebote unter 082 an den Gietz. Anz. haben zeitlebens eine gute Verdau nun gehabt. Wer sie nicht hat, stirb oft vor dem 60. Lebensjahre. Verlangen Ste in Ihrem eigenen Fnteresse kostenlos unsere Aufklärungsschrift: „Wie lange möchten Sie leben?" Eine Probe Dr. ZtnsserS Gesundhelts Villen wird ko enlos beigelegt. liniere echten Eesundhettö- villen laus Kraulern her gestellt», Schachtel Mk. 1.80, erhalten Sie in fast allen Aoocheken. ür.ZinsseriCo ,G.m.b.H. Leipzig 222. 117V (He: richt 4 5-ZlMlNkr-DW geg. gute Abfindung. Gebe dagegen beff. 3-3iimnerB)ohng. mit Badezimmer in bevorzugier Lage des Südviertels. Schr.Anaeb. unt. 068 an d. Wietz.Anz. erb. Bieneajlidiietoet. öieüen u. Hoigeo. Hsupiversammlnng Sonntag,20.Jan., nachmil agö 3 Uhr, in Wietzen, im Hotel ^Hindenburg'. Tageö-Orduung bc- AuioReparaieur Sehr alte Leute mit Kragen hellfarbig .. Billig zu verkauf. Auto-Lederjacke u. .Qayve dazu. 693D Seltersweg 38 III. 1. Wir suche« stets für untere Mitglieder ordentliche Alleintnädchen mit uns ohne Kochen,, Hausmädchen und Köchinnen. Vermittlung gttier Stellen sofort ooll- koinnien kostenfrei. Anmeldung mündlich ob. schrittl. im Frankfurter Haus- srauenvereiu, Frankfurt am Main, Wr. Walliidstratze 1, 2. Stock. Geöffnet von 9 biö 1 und 3 bis 6 Uhr. Samölag Fast neues, wenig gebrauchtes Grammophon Standapparat, weg. Platzm. bill. z. verk. Wo, sagtd.Weschäfis- stelle des W. Anz. 066 Ein neuer Ulster lMatzarbem pretSw. Srntze ZmM für morgens zum Brödchenauotragen. Bäckerei Müller, SelterSweg 62. s^ für L II. bis nadi- miitagS ges. 595V Blcickstr. 42 p. Tüchtiges Geschäftshaus in bester Lage, mit freiwerd. Laden und Lagerraum., günstig zu verkauf. Anzahl lOCOOx.yturSclbft: käuicr erhalt. Auskunft au» schr. Ang. u. 069 an denG.An». In ruhig.. gut. Hanfe für 1. IV. ob. früher 3-54 an d. Gtetz. An,. auS guter Familie für Spezialgeschäft gesucht. Schristl. Angeb. u. 605V an den Wtetz. Anzeiger erbeten. Funger Zchäserhund billigst abzugeb. Kaiserallee 56 a. Äiettiirlr zu Ostern gesucht. H. Becker, Schmiebemeister, Walltorsfr. 63. dn de Wiese im „Altenfeld", 550) qm, zu verkauf. Nestekianten wollen schrifil. Angeb. unter 518l)a.d.W.Anz.einr. Die Einlasskarte« za unserem VeFEing-Maskenball mit Ueberraichuu» gen, am 26. 1. 29; 8 Uhr abends, Lte» bigSeöbe, können ab DicnStag, den 22. 1. ~9, bet Herr« Hans Kögel,Radio- geschäft, SelterSweg 50, (Sinn. Wolkeng. tn Empfang genommen werden. 5870 Ostolel der Ml! In ruhigem Haufe tm Erdgefchotz ober 1. Stock, 2 bis 3 inetnandergehciide 3tmmcr, zu Bu- reauzwecken geetgn aesucht. Schriftliche Angeb. unter 014 an den Gietz. Anz. erb. Befthlagnahmefreie 2 Zimmer Küche, Keller und Bodenraum tn aut. Hause an beff. Leute ab 1. März zu vertu. Wo? sagt die Weschst. d. Wien. 'Jin,. 011 Zagdhmd zugelaufen. [6110 Eberstadt Butzbacher Str. 20. Großes Fabrik Kontor sucht zu Ostern Für öen Bügel- kursus «Beginn 22. 1. 29) können noch Schülerinnen ausgenommen werden. Meldung: Al ce-Schule, Steinstr. 10, Büro v. 12-1 u. 2-3 Uhr. 016 Mechm l.d.Lieblgstr^f.Mctz- qpiet und Bäckerei sehr pass., bill. z. verk. 048 J.Beer, Oftanl.29. Klavierunterricht mit Musiktheorie. Harmonielehre wird erteilt gegen Bernitt.»ng von 2'Mk. an pro Stunde. Schr. Anträgen unt. 4291) an d. Gietz. Anz. erb. Suche für eine bekannte Familie eine beschlagnahmefreie 5 0ll.6 ,M..V0ljN. Umzugsko-ten werden verguiet. Ber- mitiler erhalten gute Provision. Näheres durch Archiieki Schnhmache r, Nooniir. 31. 063 zu Io umltü' Dttbimbtn t 6änaiflf( .8.90 10.50 kriegSg!? öii Acker y. Wiese nahe der früh. Wollspinnerei. zu verk. Schriitl. Angeb. um. 070 an d. Gietz. Anz. Leihgestern, 17.1. 29. ____________Butz. Spielvereinigung 1801 E. V. CtbcntL Ecncral» Vctiammluna am 24. Januar -9, abends '.) Uhr. bei Boller, Vahnhofstr. Tagcö - Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes u. der Ausschüsse, 2. Rechnungsbericht des ersten Kassen- waries und der Revisoren, 3. Entlastung d. Vorstandes und der Ausschüsse. 4. Neuwa .1 deS Vorstandes und AuS- schussmitglteder u. derRechnungspni- fiingslomnitfüoi: 569u Der Vorstand. Nene Maskenkostüme zu verleihen. 072 Frieda Simon, Frankfurt. Str. 13 I. Tlicht., rührige Allein-Bertreter für den htef. Bezirk gesucht für den direkt. Verkauf an Aitto-Befitzer der TENGA-MAGNET-LAMPE D. R. P. a. und Auölands-Patente. Vvn ersten Antosabriken gänzend begutachtet. Hoher Verdienst! Angebote erbeten unter F. II. B. 410 durch Eudoll Blosse, Frankfnrt a. B. Mlv Braver Junge in dte Lehre gesucht August Bücher, Schrkinermeister, Sonnenstr. 5. (07 m. Nebenraumen (evtl. Einfamilienvilla) in vornehmer Lage, möglichst mit Zentralheizung und Gartenbenutzung per 15. März oder 1. April. Offerte unter F. H. Q. 415 durch Kn- dol! Blosse, Frankfnrt s. 12. [592V ck, 01 Nussbaum Sdilaizimmer mit Sl-iegelschrank. preiswert zu verk. Zuerfr.t.d.Weschäfiö- stelle d. G. Anr. 078 gut schäumend, in allen Packungen und jed. gewünschten Seifengehalt günstig (Seifen- und Geifenpulver-Fabnk S. Sonneborn, Marburg a.L. Tüchitges, solides Mädchen in Küche und Hausarbeit erfahren, zum 1. 2„ evtl, spä er, gesucht. Angebo.e mit Zeugnissen an Frau Br. Hofmann, Bt- martfura e 321.^1) AMMM W.W. sucht für den hiesigen Tlorfrofor Vlatz und Umgebung lUUjL UllllclU gegen höchste Provision. Off. U. Fffi E157 an ALA Haasenstein & Vogler, Franhlurt Damen-Masken» anzug für mittel iroße, schlanke Figur zu verlernen ober zu uerta.tfen. ( 83V Seltersweg 38 III, I. Braune Brosche in silberner Fassung, Leihgesterner Weg— Leihgestern, amMitt« woch verloren. Gegen Belohnung ab- zugeben bei 051 Friseur Donch 910111« Bärte 12. Stadttheater Sonntag, 2«.Jau., langerx.bonncment) Fremden Vorstellung von 18 bis 20'/. Uhr üerProzeöiVarydugan (The Trial ol Mary Dugaal Wut Stück tn 5 Alien von Bayard Vetller, »ür d. deutsche Bühne bearbeitet von rllud. Loihar. 11570 Tienötag,22.Jan» lö.Lftvslüg-Ao. blsl. von 20 biS 22'/. Uhr fiati unö ilnna Schauspielin4Ak:en von Leonh. Frank. Mittwock,23.Jan- 16.llllttfv0chAü.-Vssl. von 20 biö 22'/1 Uhr: ZliMSNIlM Öls ElZleriec Stomööie tn 3 Auf», von Otto Ernst. Freitag, 25. Jan.. 1?. Zreilög-Mi.'Llsl. von lll'/rbts 22' «Ul>r lictitün oer welle Draittatifcheo Gedicht tn 5 Aufzügen izwölf Bildern) von Wottb. Ephr. Lessins Lonntag,27.Fan., (außer Abonnement! Fremdenvorstellung von 18 bis 20'/. Uhr dhütiajs route Schwank in 3 Akten v. BrandonThomos Musik von H. Hlrsttz fit Gießen, Mlv W«MöN GlS ZhrenÄewerbungen auf Anzeigen ohne Flamen Zeugnisse, Urkunden ob. sonst wichtige Papiere beizusügcn: Abschriften genügen zur Ctlnl'Uung v. Ansteilunqsoechand« unqen. Oft Ist uns der Auftraggeber unbekannt und in biesenFällen tSn» nen wir nichts tun für d. Wiedererlangung der Sewerbungsunterlogen Gretzenerr Attseigev Deaisch. Schäferhund Rüde, schwarz mit gelb, bat Hundemarke Rümmer 309!) enttaulen. Abzttgeben geg, Belohnung bei [085 Metrgeruieistcr Faulstich Babnbofstratze 57. Dauerbrenner zu verkaufen. 606V Celterswea 79 IL 1 Paar saft neue SMliMk! (wasserdicht). Grötze 41, 1 Kinderschltt- ton, t neue töad- Zührenbes Versandhaus der Textilbranche bestens eingeführt, sucht zum Eaisonwechsel für den Verkauf von Damen- und Herrenstoffen, Weiß- und Äunttoaren, Leib-, Äeti- u. Tischwäsche, Trikotagen, Koltern, Steppdecken, Äettfedern, Äetten, Gardinen, Oberhemden, Künstlcrdecken, Läuferstoffen, noch einige tüibtige «eskKußsS-Sßts für eingeführte Touren für die Strecke: Gießen - Haiger - Niederwalgern-Herborn, Marburg -Frankenberg, Marburg-Dieben- köpf, Biedenkopf-Straßebersbach, Gießen-Limburg. Gventuell plahvertreler für Gießen, Marburg, Fulda, Friedberg, Kassel. GrstNassige Neisekollettion. Hervorragende Auswahl, günstige Preise. (Erleichterte Zahlungsbedingungen. Äester provisionssah. Feste wSchentl. Zahlungen. Monatl. Abrechnung. - Intensives Arbeiten und nur beste Kundschaft Bedingung Gest. Offerten auch von ehemal. Beamten mit Angabe von Referenzen und Unterlagen unter F. E. S. 382 durch Rudolf Masse, Frankfurt a. M. Zu Ostern 1929 suchen wir Lehrlinge für unsere Abteilungen: Dreherei, Schlosserei, Schmiede, Schreinerei und Elektrowerkstatt Mietgesuch Junges, kinderloses Ehepaar (Beamter, sucht z. 1. Febr. ob. später eine 2-3 Simin. UW. Lchr. Angebote unt. 048 an d. Wtetz. Anz. Schönes Anwesen mit 38öv Kolonialwaren,Glas- u. Porzellangeschäft in lebhafter Kreisstadt zu verkaufen. PrelsBOOOOMk. bei8—10000 Mk. Anzahlg. W.Weeber.immohi'ien.Balzbaäi lunb aK man nicht berichtet v lann sich < lanb zu |i durch ein hinzulchaltz nntetellicrl btn Friede, hagrn dahc Das (st ru Sntscheiöung 15. Januar halt tali dah auch di folgt Söhn Dole daraus nalarftaaltn noch nich! ziert habe und trotz dt läge, 2Imeri. angegangen. machung der Detflänbi Mission. $it herein erwi raschung bo seS QUorg bttetellierl die andere Krieg. Mo daran, daß stände tarnt 2M. denn dielen, Marn tritt. Io beb ist. ei tueibi ftanbe tomr -Ivar ein zi der lanhet len für Sn tifa desenl irgendein a ein Ontercf Vorschlag, n funtrne die i einer 3r Verde. Das über nannte „Äon Mchtungen M allez ai ^rvha im , nimmt auch tzoover ne das gat r Nkapilol "chen ©efitf Miliz für kaufmännisches Fabrikkotilor gesucht. Schrifil. Angebote unter 593D an den Wtetz. Anz. erbeten. Großes Haus mit Metzgerei zu verkauf. Wöchentl. Umsatz 8 bis OSchweiue.2-3 Großvieh, 1-2Kälber. Preis 45 000 Mk.. Anzahlg. 15000 Mk. W. Weeber Immobilien, Butzbach. MM für eine ältereDamc nach Wetzlar gesucht. Näheres bet Fritz Meister, Sel-ers- weg 57..________5841) 5>tr Stur W’e *1, Vpa 1° b teformfreut LU «4* eingetroffen, schwarz ohne Kragen Seite- N* gung der vir osfen.dc virSich MS -ah die/' llllahs W Quellen SWeGlilsge m. Waschgelegenhell sofort zu vermieten. Zit enragen [091 UVaUtorfttahc 63, Bureau. Leichter PriteowagHD und Staftenioaqen, einzelne Wagenräder, ölüchenschrank und Gasherd billig zu verlauf, tötoiicr Ltciuwcg 18 p. oW LehMng mit guter Schulbildung. Fortbtl^ungS- schttlfreihelt erwünscht. Selbslgefchttebene Angebote mit Lebenslauf unter 4b7D an den Wietzener Anzeiger erbeten. nach schwerem Leiden, im Alter von 29 Jahren, zu sich zu nehmen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familien Lehr. Gießen (Kaiseraliee 27), Klein-Linden, den 16. Januar 1929. Die Beerdigung findet am Montag, 21. Januar, nachmittags VjS Uhr, vom Portale des Neuen Friedhofs aus statt 2-4-Zimmer- Wohnung für sofort od. spater zu mieten gesucht. Schr. Angeb. u.09387 an den Wtetz. Anz. Beschlagnahmetiete 2—Z-Zimmer- Wohnung tm Zentrum f. sofort ober später gesucht. Schr. Angeb. u. 074 nn den Wtetz. Anz. Gut erhaltene MMt (40—50 P. S.l. zu kaufen gejuckt. Schr.Angeb. u. 5271) an d. Wien. Anz. erb. Suche gut erhaltene, gebrauchte Treppe 16—18 Stufen, au Aeltcrcö StzelleMniek mit Standuhr, nutz' bäum poltert, tadellos er alten, ImAnf- tian sehr preiswert zu verlaufen. 012 fitgitr & Meile) IViöbeltianrvort dlreuzplnv 6. Win fast neuer 2 Lehrlinge am liebsten mit höherer Schulbildung. Rinn & Tloos A.-B. ______ Heuchelheim. Schönes wohn- und Zchlafzinimer für ält» beff., soliden Herrn z. vrnt. .59SD Babubofftr. 69 I. (Bat möOl. Zimmer cl. L., heizbar, zum 1. Febr. z. vernt. 062 Ludwigftr. 14 v. Ui»bl. Zimmer mit 2 Betten u. cl. L. zu vermieten 052 Wetzitclnftr. 44II, v. Bwei ichöne belle Räume inmitten der Stadt, als Laden, Bureau u. Lager, evtl, auch f. Wohnung geeignet, fofor) jo oetmieten. Bit eriiagen tn der (sfefchäftssielle des Verkäufer und Lagerist MaiftveS Wohnhaus 3X4 Zimmer, auch als Geschäftshaus geeignet, zu verlauf. Bu erfrag, in der Ge- schftöft. d. G. Anz. 089 Einfamilienhaus 8 Zimmer, Küche, Badez.. hauSztns- fleuertrei. beztehb., f. 21 000 3)lt. au verk. Schrtftl. Angeb. unt. 087 an d. Wtetz. Anz. kehrling gesucht 027 Will »u Oftern ges. [057 Fr. Rinn, Glafermetsler, -Heuchelheim. für Küche und Haus Atitn 15. Februar gesucht. 577V Frau Stamm. And. ohattnesk.6II Wegen Erkrankung des Mädchens ein tüchtiges Mädchen daö schon in besseren Hausern war, s. sofort gemcht 6141) Wilbelmsir. 12. billig zu verk. 0,8 2Lildelm Link Rödgen b. Giessen. Gebrauchte gut erd. Bu verkaufen zur Zuckt ein Bullenkalb (Vogelsberger) Eltern mehrfach prämiiert. I lEausch 612V Romrod. Verkaufe ‘“D 1,5 Landhohn 28er Br. tetlweiö legend, sos. vrelSw. BcrSrod. Oberg. 6. Vertreter der LebenSmitielbranche, der In der Lage tit, den Bezirk mit zunehmendem Erfolg zu bearbeiten. Grosser Kundenkreis bereits vorhanden. Schriftliche Angebote mit la Reler. unter 09 an den Giess. Anz. erb. Für Fahrrad- Händler! Vernickel- und Smaillielungs- Anlage Cvritz - Verfahren wegen Vlaymangels billig abzugeben. 0Ä Hans Aßmann Neustadt, Tel. 1540. Wut erhaltenes Taselllavier billig zu öetfaufen. Näh. t. d. Geschäftsstelle d. W. A. 554 v W SSkl 4siy., offen, Mat 1928 fabrikneu, versi. vtS 'JJlat 29, weg. An sch. ein. gr. Wagens für 1850 RM. zu verk. Schr. Ang. u. 561D an den Giess. Anz. In Wetzlar oder fließen bcschlagn. 5-6-ZiHnnerwohflUD^ Opet-Wagen 4 16 P 8, vlerfitzig, offen, ganz wenig gebraucht, Opel-Wagen 9/30 P S, 1 Imoumie. tn allerbestem Zustande, gibt sofort billigst ab 55dV Ä. Kircher Blelchstratze 15. Wegen Aufgabe der Landwirtschaft einen Einspännerwagen noch rote neu, zu verkaufen, ft. Wall- bott, Anitcrod. 03 | Kaufgesuche j Keimen Vertreter fuebt P. Hoi;tei\iureslanAL49e Zigarettenfabrik vergibt Vertretung. Avaiun, mV Leivrta W. 33. 30t» 31ark monatlich veid. Sie durch den Verk. uni. bero. GcbrauchSart. Aielöen Sie sich sofort, auch f. Tanten. Muster gratis. »„V Völlers & Schiffer. Fabrik __Barmen 27. Kärl'erfciis. bietet sich tü 1 Ligen Tanicn u. Herren durch Vertrieb eines ganz neuen, leicht verkäuflichen Haus- haltungsarttkels. Lrbr. Angeb. tt. 494v an d. Giess. Anz. erb. Ch a u f fc n r Maschinenschlosser. Führerschein ll und Ul b, langj. Fahrer, sucht f. fof. od. spä er Dauerstellung. Schr. Angebote unter u79 an d. Giess. Anz. erb. Alleinstehende alt. Wwe. möchte einem alletnst. beff. Herrn den Haushalt führen. Schr. Angeb. u. 059 an d. Giess. Anz. erb. Luche tüt meine 15jahnge Tochter LkMklk in Schneider- oder Frifeurgefchäst. [073 Offerten erbeten Wolkenaassc 26. Erstklassiger gut eingeführter Versicherung: konzern mit besten Verbindungen sucht für die Stadt Giessen Platzvertreter n. für verschied. Gebiete der Prov. Oberb. Bezirksvertreter bei Gewährung hoher Bezüge. Veriiche- rnngssachleute erhalten den Vorzug, doch finden auch Ntchttachlevte, roeime sich dem V-erficherungSberuf widmen wollen, Be- rückfichtigung und werden entfvrechend eingearbeitet. Gest, schrlitllche Angebote unter 049 an den Gtenener Anz. erbeten. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen heben Gatten, unseren guten Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffen Herrn Rudolf Lehr Girtz Kotitz IM1 zur Q •W’y Stirn.) ßVr,ebi M etalii ?*** 5$. iri ZL 8*3 2-Zifflmßr-Wohno. mit .Qüd)c, auch im Neubliit, von älterem Ehepaar gesucht. Schr. Anaeb. unter 044 an denGtess.Anz. 058 Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Heimgang unseres Heben Vaters sagen wir auf diesem Wege allen unsem herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Weigel Jr. Familie Georg Schneider Magdalene Weigel. Dutenhofen, den 18. Januar 1929. I Äeoiloren, 3. (fn/laitunfl b, Sto ilanbee uub br. i TI k n 0, ,v. ag e 110 20. R !IL »en die kW unt. liu- b- B» a- mH Abe* 'N kB rr ,57. i ?l ile* nen ng: anzug •SlSinia^i braune Brosche g» SSSffS ncn 4'etohnung ab juneben bei m £lieutfl*,0'ch __"t^iivn ^flut 12. Ausschüsse. Otam A beb Toi Landes und w itbuiiniitflliebei t beiStdmunflM Iimgsloinnnino" 569u Dir Vnilui 1LM । SH? w -tzA! WS Stadttheatei u »u.Jao- 2öS Donncnitn: Ä« JiöHürjW ZKs 'ürV;L v »Ä °b? Achauip'H" ^asl. oon W*t£g# ü)H,t252n>^ UnkerenMigliebkn Mir Kenntnis, das iür denLW Säö 'm. t. v. Tie EivlaKkartn zu unltlt'11 WMW mir U-b»"'K «Ä»Ä -ÄAoI^ •Ä? ttlibiq. Feinde der neuen Ordnung verschrien. So scheinen sich die alten Zeiten nach den Freiheitskriegen zu wiederholen: »Die Einigkeit errette bei Guten selbst Verdacht-. Die allgemeine Deutsche Studentenschaft wurde gerade in ihrem grvßdeutschen Charakter angegriffen, die Selbstverwaltung ihrer Einzelstudentenschaften zum Teil aufgehoben und auch die Selbstverwaltung der Hochschulen in einzelnen Ländern eingeschränkt. Wir aber dürfen unserer hessischen Regierung dankbar fein, daß sie unserer Studentenschaft die Selbstverwaltung gelassen urtb auch der Universität ihre alten Rechte nicht geschmälert hat. Das Vertrauen, auf dem dieses Verhältnis zwischen Regierung und Unt- versität beruht, wird Lehrkörper und Studentenschaft zu erhalten bestrebt fein, durch Pflege des Zusammenhanges mit dem Volk. Politischer Radikalismus und Rückfall in geifttofe Veräußerlichung, diese beiden Gefahren liegen auch jetzt schon auf der Lauer, da sie durch 'Bewegungen im Dolksganzen vorbezeichnet sind. Untere Studentenschaft aber soll um der Zukunft des Volkes willen, dessen Salz sie werden Witt, ihre 3beale hochhatten und maßvoll und zäh die grvßdeutsche Studentenschaft wieder aufbauen und auSbauen, in der Einigkett, zu der sie sich aus allen deutschen Gauen, allen Ständen und Weltanschauungen zusammen geschlossen hat. Rach der Ansprache des Rektors ergriff als nächster Redner Prof. Or. Borgmann das Wort zu seiner Festrede, einem Fachvortrag über das Thema ^W i e Deutschland feinen Wirtschaftswald sich schuf, was er i £ m war In der Zeit der Rot. was er rhm sein soll in künftigen Tage n". Anknüpsend an die Worte des Rektors gab der Vortragende nach einem historischen Rückblick ein Bild von dem Aufstieg und der Entwicklung der jungen deutschen Forstwissenschaft: der straffen Organisation, die ein Jahrhundert lang sich durchgeseht habe, fei es zu danken, daß wir heute einen Wald besitzen, der wohlgeordnet in der Folge feiner Altersklaffen uns für alle Zeiten den Ertrag, den er nach Klima. Lage. Voden uns zu geben vermag, nachhaltig ftcher- stellt. 3n keinem anderen Betriebe besitzen Zeit und Raum ein solches Ausmaß wie in der Forstwirtschaft. Oede Zersplitterung jedes Waldes In parzelliertem Kleinbesih bedeutet das Ende der Forstwirtschaft. Deshalb begrüßen wir den Großbesitz, in welcher Hand er immer liegt Dem Staate obliegt die Pslickt. nicht nur selbst vorbildlich feine Forsten zu bewirtschaften, sondern auch seine schützende Hand über jeden Wald in anderem Besitz zu halten. Die jährlichen Ertrage der Forstwirtschaft sind anderer Ratur. als die jährlichen Erträge der Landwirtschaft. Land- und Forstwirtschaft sind bodenwirtschaftliche Betriebe. Der schwerwiegende Einfluß des Faktors .Zeit" im Betrieb der Forstwirtschaft liegt klar zutage. Erstes Gebot ist daher im forstlichen Betrieb, mit der Zeit sparsam umzugehen. Der Faktor Zeit wirkt sich betriebswirtschaftlich in der Höhe deS HolzvorratslapitalS des Waldes aus. Don nicht minder großer Bedeutung ist das Matz der Destandsdichte. In der Zurücksührung des HolzvorratLkapitals auf sein günstigstes Maß nach Bestandsdichte und Produktionsdauer liegt das entscheidende Moment der Rentabilität des forstlichen Betriebes. Ein bodenwirtschaftlicher Betrieb kann nachhaltig fein, ohne wirtschaftlich zu sein. Ein bodenwirtschastttcher Betrieb ist aber auch nur bann wirtschaftlich, wenn er zugleich nachhaltig ist Dec Gedanke der Wirtschaftlich- kett durchdringt unser ganzes forstliches Denken und Tun. Als Begründer der forstlichen Statik ist vor allem Hundeshagen zu nennen; ihm folgten in Gießen auf dem gleichen Wege Karl Heyer und Gustav Heyer, die das Werk vollendeten, das man die Gießener Schule nennt Bon Hundeshagen sagt Christoph Wagner in Freiburg: .Es war Hundeshagen, der das Ganze umfaßte, der umverfelle Geist, der über dem Ganzen seines Faches stand P* Auch Pretzier vertrat mit aller Schärfe den Gedanken der Wirtschaftlichkeit im forstlichen Betrieb. Mit Sorge fieht aber Wagner in dem tastenden Witterung eines Tieres. Das Beste gibt er in den umspringenden Szenen des dritten Aktes: hin und her geworden zwischen Zweifel. Erwartung und tiefer Bestätigung. G a r e i s. als Richard, war von kräfttger, derber, gewachsener Männiichleit. 11 nb h:l en und gutmütig, gefährlich und hilflos wie ein Kind: alles zugleich; so ist das We>n dieses Menschen gemischt. Die kleine Schlußszene, wenn er ganz verloren, gebrochen und abgewürgt am Tisch sitzt, toar stark und gut. — Dagegen versagte 3nge» borg Scherer in der Charge der Marie; sie sand den Ton nicht, sie wirkte viel zu fein und gepflegt, zu bürgerlich und ganz ftemd in diesem grauen Hoshaufe, wo lauter Proletarier wohnen. — Es war ein großer und verdienter Erfolg. Der Intendant konnte zuletzt mü den Spielern ben Verfall des Hauses entgegennehmen. Dr. Th. Gießener Konzertverem. VI. Lymphonie-Konzert. War das erste Symphoniekonzert dem Dreigestirn der Wiener Großmeister gewidmet, jo bot die zweite Orchesteraufführung Werte der nachklassischen Zeit und gab damit mterefiante Einblicke in die Wand- hing der Formen, des Inhaltes und der Tendenz der einzelnen Schöpfungen. An die Stelle des Ringens im eigenen Innern, also starker innerlich treibender, subjektiver Kräfte, tritt mehr eine Anregung zum Sct-afsen durch 6 m’. Wirkungen von außen her. Der absolute musikalische Gestaltungsprozeß bedarf irgendeines Mittels, oft außermusikalischer Art, um sich zu äußern So schreibt M e n d e l s s o h n an Z e l t e r aus Ita- hem „Ich verdanke dem, was nicht die eigentliche Musik ist: den Ruinen, den Bildern, der Heiterkeit der Natur am meisten Musik." Es ist nicht bloßer Zufall, daß Gold mark fein Stärkstes in der Oper und in der programmatischen Symphonie gab; ja, daß sein Stil im orientalischen Milieu der „Königin von Saba" ein wesentlich anderer ist, als Z.B. in der friedlichen Sphäre der Oper ,Heimchen am Herd" (Dickens). Bei Brahms dagegen ist die schöpferische Kraft tief »tm Innern fundiert. Wenn Natureindrücke auf ihn einwirken, wie z. B. in der V-Dur-Symphonie das Idyll des Wörther Sees, so verliert er sich nicht in irgendwelcher Naturschilderung oder Tonmalerei, sondern der Gesamteindruck feiner Umgebung klingt in seiner eigenen gehobenen Stimmung wieder. Und so trägt die O-Dur-Symphonie ein wesenllich anderes Gepräge als die erste; nicht als Darstellung gewonnener Eindrücke, sondern, daß in diesen beiden Werken zwei grundverschiedene Wesensseiten des Meisters im Musikalischen ihre Kündung erhalten. Einen besonderen Charakter erhält die Symphonie dadurch, daß es Brahms bei diesem Werk auch auf die klangliche Wirkung ankam. Er äußert sich darüber an Joachim: „Uebrigens freue ich mich auf den Klang, den ich wohl denke, aber nicht aus dem Orchester herausdirigiere, du aber kommst und tust das ... Gar zu gern hätte ich zugehört, denn ich meine, daß gerade das Stück oder manches darin mit Wollust zum guten Klingen gebracht werden kann." Die Klangwerdung, die der Symphonie in Gießen zutell wurde, war ein Herauswachsen aus dem Anfanasmotiv, mit seinem Einhalten und feiner organischen Gliederung, die zumal den ersten Satz wie aus einem Gusse erscheinen ließ und besonders in den Höhepunkten der Durchführung (Engführun- gen der Posaunen) starke Eindrücke hinterließ. Eine ganz besondere Wirkung erzielte die Coda mit dem Pizzikato der Streicher. Dunkle Glpt durchwärmte das Adagio mit der hehren Eingangskantilens der Celli und seinen kontrastierenden Mittelsätzen, die auch in kontrapunktischer Durchführung besonders klar sich ausbreiteten. Die Uebergänge zur Wiederkehr des Themas mit ihrem Aufwallen und Sich- Verlieren, traten besonders wirksam hervor. Der starke Eindruck dieses Satzes ließ es wohl verstehen, daß gerade dieses Adagio bei Hans v. Bulow entscheidend wurde für seine Stellungnahme zu Brahms. Die heitere Stimmung der umgebenden Natur spricht sich unmittelbar im Allegretto arazioso aus, das auch in den eingeschalteten Prestoteilen organisch aus dem Grondthema erwächst und wie ein idealer Reigen m t echt Brahmschen Eigentümlichketten erscheint. Eine frohe Stimmung beseelte das Finale, das in feinem Eingangsthema einen typischen Wiener Charakter trägt, ja fast an Hoydn erinnern möchte, aber in seiner Fortfüh- Durcheinander einer neuen Zeit hn Walde Mt Herrsche Schule im Abklingen begriffen. .Doch immer noch leuchtet klar, wenn auch einsam. baS Leitgestirn Hundeshagen, das uns die Richtung weist; möchte sich an ihm ein neues Feuer in unserer Wissenschaft entzünden!" Die Wissenschaft aber leuchte der Wirtschaft auf ihrem Wege voran, als ihre treue Helferin im Dienst am Voll und Vaterland. Als der Redner unter lebhaftem Beifall d«k Festvcrfammlung geendet hatte, ergriff Se. Magnifizenz Prof. Herzog noch einmal das Wort zu einer kurzen Schluß- ansprache, in der ec der Verbundenheit mit unseren deutschen Brüdern und Schwestern in den Grenz'.an^en beredten Ausdruck gab. Rach dem gemct.ifair.en ©.fange des Deutschlandliedes ließ ein Orgelnachspiel die würdig verlaufene Feier ausklingen. Reichsgründungskommers der Giudenienschast. Gestern abend veranstaltete die Gießener Studentenschaft im Saale des Cafe Leib einen Reichsgründungskommers. 3n dem mit Fahnen reich geschmückten Saale versammelten sich die Kommllitonen und eine Anzahl Ehrengäste, darunter Se. Magnifizenz der Rektor Vertreter mehrerer Behörden und eine Anzahl Herren aus der Bürgerschaft, in so großer Zahl, datz der weite Raum des Festlokals vollständig besetzt war. Bei flotten Marschllängen wurden gegtn 81/2 Llhr unter Vorantritt des Vorstandes der Studentenschaft von den Chargierten die Fahnen der Korporationen in den Saal gebracht und vor der Bühne aufgestellt. Es war ein farbenfrohes Bild, das sich nun in Verbindung mit den vielfarbigen Mützen und Kneipjacken der Kommilitonen dem Auge darbot. Der Vorsitzende der Studentenschaft, stud. med. Henningsen, eröffnete den Kommersabend nach kurzer Begrüßung mit einer Ansprache, in der er zum Ausdruck brachte, daß die Feier des Reich^grün- dungstages trotz der schmerzlichen Ereignisse in der neuesten deutschen Geschichte auch heute iwch ihre volle Berechtigung habe. Diese Feier solle ein Bekenntnis fein des Willens zum neugestal- tenden Wiederaufbau unseres Reiches, zur Bereitung des Weges des Dritten Deutschen Reiches und zur Treue zu Volk und Vaterland. Ein Salamander zu Ehren des deutschen Vaterlandes bildete den Austtang der beifällig aufgenommenen Ansprache. Rach einigen flott gesungenen vaterländischen, Liedern sprach der Reichstagsabgeordnete Prof.. Dr. Martin Spahn (Berlin) als Festredner über das Thema „Bismarcksche Reichsverfassung und die gegenwärtigen Reichsverfassungsbestrebungen". Zn etwa dreiviertelstundiger Rede, die von starker Wirkung aus die Zuhörer war, gab der bekannte Historiker einen ileberblid über das große staatsmännische Wirken des ersten Kanzlers des Deutschen Reiches, wobei er vornehmlich der Gestaltung der Bismarckschen Reichsverfassung die besondere Aufmerksamkeit der Zuhörer zulenkte. Der großzügige politische Geist und daS staats- mänmsche Genie des Eisernen Kanzlers wurden in packender Weise den Hörern vor Augen gestellt. Dabei wurde mit Deullichkett ersichtlich, daß schon in der Bismarckschen Reichsverfasfung die Tendenz zur Betonung des deutschen Volkstums zum Durchbruch kam, gleichzeitig aber auch die einzelnen deutschen Volksstämme mit einem starken Bande der Gemeinschaft umschlingend. Als Schlußfolgerung aus dem streng historischen Rückblick auf die Bismarcksche Zeit und Derfas- sungsarbeit betonte der Redner für die Gegenwart, daß in dem Geiste Bismarcks weiter- und ausgebaut werden müsse an der neuen deutschen Deichsverfassung, die in schwersten Oahren unseres Volkes dem Deutschen Reiche wieder ein Dach geworden fei, die nun unter dem Gesichtswinkel der imyren Verbundenheit mit der großen deutschen Vergangenheit zur stärkeren Grundlage des neuen Reiches gestattet werden müsse. Daran mitzuarbeiten sei Aufgabe der deutschen Jugend, ganz besonders aber auch der deutschen Studentenschaft. Die formvollendeten, von h^er geistiger Warte in streng historischer Betrachtung gehaltenen Darlegungen des Redners garung mit seinem themat.schen Herauswachsen ganz besonders bezeichnend für Brahms ist. Nach dem zurückhaltenden „tranquiüo" brach sein Impuls um so stärker durch und endete im festllchen Jubel mit leuchtenden Klängen. Die „Hebriden-Ouvertüre" ist der musikalische Wiederschein des Zaubers, den die Romantik der kwrdifchen Natur auf Mendelssohn ausübte. Diese charakteristische Ouvertüre entfaltete alle ihre tonlichen Reize und lyrischen Schönheiten unter der Stabführung von Universttätsmusikdirektor Dr. Stefan T e m e s 0 a r y. Sie erstand mit überzeugender Klarheit und lichter Klangl chkeit der Darstellung durch den Dirigenten und seine treuen Helfer im Orchester, besonders der Klarinetten und Streicher. Hier wie in der Brahrnssymphonie fügte sich jeder mit bester Kraft zum Gelingen des Ganzen. Besondere Anerkennung wäre den Hörnern zu zollen, die in der Symphome reichlichen Anteil am Thematischen trugen. Mit der feinsinnigen, impulsiven Durchführung beider Werke gab Dr Temesvary der Veranstaltung eine besondere Weihe. Die Solistin, Marta Linz, ist mit allen ihren Vorzügen schon von ihrem früheren Auftreten her genügsam bekannt als eine Geigerin von höchstem technischen Vermögen und ebenbürtigen, starken musikalischen Qualitäten. Nie wird sie sich, wie manche ihrer Kolleginnen, ins Mannhafte verlieren, aber ebenso niemals weiblich.sentimental erscheinen. Öei ihr ist das der Frau ganz besonders eigentümliche, warme, fast instinktive Einfühlungsvermögen geadelt mit größtem Können. Das von ihr gewählte Violinkonzert von Karl G 0 l d m a r k fällt zeitlich in die Nähe der „Königin von Saba" Es ist ein Werk mit vornehmer geift ger Haltung, das die klangliche Individualität der Violine sich voll entfalten läßt. In seinem Ebenmaß der Anlage zeigt es eine feine thematische, fast symphonische Durcharbeitung, hält sich aber von jeglicher Problematik fern. Es wirkt sich aus durch seine edle kantable Linie und fesselt durch seine ge.streiche Art. Durch Marta L i n z wurde dies Werk zu einem vollen Erfolge und die Künstlerin mußte sich wiederholte Male dem begeisterten Publikum zeigen. Das Haus war gut besucht; aber die künstlerischen Höhepunkte, die der Konzertoerein den Musikfreunden Gießens in seinen Orchesterkonzerten bietet, sollten doch allen Veranstaltungen ein ousoerkaufte» Haus sichern. Dr. H. ** L ben SÄ Ä li-he ed* M vnleht. 01 Aebensg« in das stMsch' 0 Dehlar Ser Mg,n El den an sagend Kram- unö 27. Marz A Kram- und -ß’ marlt; 19.3ui Fohlemnartt; 14. August Kr bcr Kram- un und Mehmarkt markt; 27. Hü IL Dezember 5 fit Q Sieden 1929 finden i. Mrz Kram- 11, April Aind Aindvieh- und vieh- und Lchlve vieh- und öchl Rindvieh- und Kram-, Aindvie vieh); 22. Oliobe 12. Dezember S markt; 31. Dezri Weiden! gruppe des : veranstaltete im einen stimmir abend. Der 1 suchern. die all drei jugendliche des Vereins en nun Dortrag g hing. Der Ztoe Nesselte die anö. mvblvrrdieni 'm dreiakiige Bekam RiJjW den Ns 1011h uhr vorm.lp mÄinM an Arbcii Ztr HWstj, sMi r5 2SISr^: "'elftere! xT' ter Sie ’k*5 3 f 'N 381 !ottl SÄ* 1° <^der *Ut8ermfi| jalt qu?N* **LZ «M^'E »« '•f)tr|o9 WqA in a DCtiau^j Mtners 'chast. 'ba &Ae,,t Ä °Ä * r°". L Wb eine Anzahl n^>r«t In 5M ÄaT «ta btt Fahnen 1 Fracht unb toinbung mü den «(kn btt .^1, ' Vrrsitzendr btt n * n 011 n, ^4 krrrzrr 2e« m Ser er zum des Arichkgrün« en Ereignisse in heule noch ^icse Feier solle - M neugesta!« 8c'M zur?e« i Deutschen 3ti« b Vaterland. ®n ichen Vaterlandes Hlg ausgenmme« -n vaterländischen Abgeordnete Pros, m als Festrä>ner cksche Deichs« gentvörtigen tebunsttt". 3n , die von starker £' der bekannte große staats« Kanzlers drS Deut- Mich der Vestal« oersassung die be« Zuhörer zulenkte. und SaS staats« Kanzlers tourtet VeichsverWung , deutschen Volks« ichzeitig aber auch stamme mit einem hast umschlingend, streng historischen Zeit und Dersas« et für die Segen« narcks Leiter« und er neuen deutschen ersten Jahren un« Veiche Widttt «n tiier dem Gesichts« leit mit der großen stärkeren ®nmb' litt werden mülle. ,abe der deutM auch der deuMv mdeten, von W storiKherDetrach M Vednersga' ?raUsawÄ C i(L Mch dem fSamSS estllchen 3ubd mit i bet mBM dir Mmanlll der elrsohn °usM entfaltete oft g »ÄiTs* L»« S«x :»3S . 1.29 Frauvr.Marr. Vr.Neuinann-Svengel. Hirlchavolb. ___iabnnrxt: Br, Werlbenn.________ z^asistTogal ? —x Togal-Tabletten sind ein hervorragendes Mittel bei Rheuma, Gicht, Ischias, Grippe, Nerven- u. Kopfschmerz, Erkältungskrankheiten I Schädigen Eie sich nicht durch minderwertige Mittel. Laut nolarteller Bestätigung anerkennen über 5C00 Ärzte, darunter viele bedeutende Pro- sefforen, die gute Wirkung des Togal. Fragen Sie Ihren Arzt 3n allen Apotheken Mark 1.40 . 0.46 Chin.. 12.6 Uth-, 744 Actd acet. eaL ad 100 Amyl . / Preis’ f 220 und 3-75. % Ur &- 1 Ltr »SO Das unerreichte, wtssenschaftl. begründete Mittel für den Haarwuchs. Ärztlich empfohlen gegen Haarausfall und Kopfschuppen. Zugleich das erfrischende und Ideale Pflegemittel für die Frisur, von höchster Eigenart der Duftkomposition. Bekanntmachung. I Dienstag, den 22. Januar 1929, findet Lindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt; sämtliches Vieh wird geg-m Maul- und Klauen- s-mche schutzgeimpft. 563C Auftriebszeit am Markttage von 8)4 bis DD Uhr vorrn.ttags. Der nächste Schweine- marft findet am 6. Februar 1929 statt. Gießen, den 19. Januar 1929. Der Oberbürgermeister. I. B.: Klingspor. ÄlrbeitSver.qebunq. !8etr.: Försterwohnung zu Beuern. Die zur Herstellung der Wasser-Zu- und °4bleitung (rund 300 Meter Gußrohr- tfitung) für die Försterwohnung in Beuern erforderlichen Arbeiten und Lieferun- ge sollen auf Grund der Reichsverdin- Mngsordnung im öffentlichen Wettbewerb ergeben werden. 545D Abgabe der Angebotsvordrucke und Ein- I chtnahme in Zeichnungen und Bedingun- gen vom 24. d. 2H. ab auf unserem Amte. Die Angebote sind verschlossen, mit ent- I prechender Aufschrift versehen, postfrei bis ium 1. Jebruar, vormittags 10 Uhr, ein- wreidjen. Zum Eröffnungstermin haben he Bewerber Zutritt. Zuschlagsfrist zwei Wochen. Gießen, den 16. Januar 1929. Hessisches Hochbauamt Gießen. ___________Berth.____________ Iagdverpachtung. Samstag, den 2. Februar 1929, nachmittags 2 Uhr, wird auf hiesiger Bürgermeisterei die der Gemeinde Alten-Vuseck zustchende 2agd, bestehend in zirka 725 Hektar Feld- und zirka 210 Hektar Wald- icgb, auf sechs Jahre verpachtet. 547D Dis Jagd kommt in zwei Mteilungen ui auf Wunsch nochmals im ganzen zum tiusgebot Dos Jagdgebiet liegt sehr gün |tig; regelmäßiger Autobusverkehr ins Re- pier ebenso sind b"ide Teile in wenigen Minuten von der Bahn zu erreichen. Altsr.-Buseck, den 18. Januar 1929. Bürgermeisterei Alten-Buseck- Jagdverpachllmg. Die 3agb der Gemeinde Ettingshausen, ftreis Gießen, bestehend aus 78Ö Hektar, einschließlich 291 Hektar Wald (sehr gute Jagd, besonders Rehwild), soll Samstag, den 9. Jcbruar 1929, nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Rathaus auf weitere neun Jahre verpachtet werden. Jagdhütte, in herrlicher Lage inmitten des Waldes, angenehme Uebernachtungsgelegenheit, ist vorhanden, außerdem mit Kraftwagen unmittelbar erreichbar. Ettingshausen ist Station der Butzbach- Lich-Grünberger Bahn. Bedingungen liegen auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. 549D Ettingshausen, den 19. Januar 192.1 Hessische Bürgermeisterei Ettingshausen. __________________Opper.__ Zagdverpachiung. Montag, den 4.Iebruac 1929, nachmittags um 4 Uhr, soll auf dem Rathause zu Lollar die Gemeindejagd, die 82,50 Hektar Wald und 383,25 Hektar Feld umfaßt, auf weitere neun Jahre verpachtet werden. Die Verpachtungsbedingungen können bei unterze. ineler Stelle «ungesehen werden. 594D Lollar ist Eisenbahnstation der Main- Weser-Bahn, der Strecke Lollar—Grünberg und Lollar—Wetzlar. Lollar, den 17. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Lollar. ___________Schmidt.___________ Zägdverpachtung. Die Feld und Waldjagd der Gemeinde Nidda von zirka 450 Hektar wird Donnerstag, den 31. Januar 1929, abends 8% Uhr, im Rathaussaale auf die Dauer von neu- Jahren öffentlich verpachtet. Nidda, den 16. Januar 1929. 546D Bürgermeisterei Nidda Ringshausen. Brennhoizversteigerung im Licher Sladlwald. Im Distrikt Eisenkaute werden nach vorheriger Zusammenkunft an der Nieder- Bessinger Schneise, zwischen Brückenschneise und Burkhardsfelder Weg, am Donnerstag, dem 24. Januar d. I., vormittags 10 Uhr, versteigert: 544D Scheiter rm: Buche 521, Hainbuche 3, Birke 6, Eiche 2. ftnüppel rm: Buche 125, Eiche 5. Reisig Wellen: Buche 6275, Birke 210. Stöcke rm: Buche 295, Eiche 9, Fichte 15. Ferner. Vuchensiämme: 60 Stück, 2,6 m lang, von 28—40 cm Durchmesser (Wagnerholz). Lich, den 16. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Lich. I.D.: Jhring, Beigeordneter. Lagdverpachtung. Am Samstag, dem 2. Jebruar, nachmil- tags 12.30 Uhr, wird im Gemeindehause die Gemeindejagd auf weitere sechs Jahre öffentlich verpachtet werden. Der Jagdbezirk umfaßt insgesamt 298 Hektar. Die Versteigerungsbedingungen können an unterzeichneter Stelle eingesehen werden. 574D Münster (Kr. Gießen), 19. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Münster. ____________Heß._____________ Eberverkauf. Mittwoch, den 23. Januar, nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei ein gut genährter wegen Inzucht abzuschafsen- der Eber öffentlich meistbietend versteigert werden. 5891) Bedingungen werden vor dem Termin betanntgegeoen. Besitzer von jungen Ebern (veredeltes Landschwein) können sich zwecks Verkauf an hiesige Bürgermeisterei wenden. Bersrod, den 18: Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Bersrod l Becker. Brennhoizversteigerung Mittwoch, den 23. Januar, vormittags 10 Uhr anfangend, werden im „Deutschen Haus", dahier, folgende Mengen Holz öffentlich verkauft: Distrikt 19a, 41 und 46 (Weidenhain, Stockerberg): 15 rm Eichenscheit 4560 236 rm Eichenknüppel 1985 Stück Eichenwellen 191 rm Buchenscheit (Rollen) 565 rm Buchenknüppel 11770 Stück Buchenwellen u 8 rm Birkenknüppel Brandobemdors, den 15. Januar 1929. Bürgermeister Stahl. Maskenkostüme aus Bast til na>trtckmaschine. r eich« icr und bober Ber dienit. Günstige Be- ömaunnen. Boikenntnisse nicht ertor- derlich. Prosveti nratid und franko. Trikotagen- und Strumpffabrik Neher * Fohlen, Saarbrücken 3 Malaiomm plockstraße 7tr. 2 (NaturheilpraxiS) behandelt mit nachweisbarem Erfolg Asthma, Grippe Keuchhusten, Erkrankungen des Kehl« kopfes, Herz u.Lunge / Ausk.kostenlos ®v@W Ulieimet die von der Stadt voraeschrieben sind. Für Hausbaltunaen 35 Liter 7.50 Mk« Für Hotels, Behörden, ftltnlfen utw. «0 Liter t0 Mark. Um freundliche Bestellung bittet Edgav Novvmann Eiicnbandlung Telephon 165, Drucksachen al lerArt •A liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brflhr»die ÜDhr.-Drwelterel, R. Laaga. Die flimmeidnn Herrn unübertroffen im Repertoire und in der Wiedergabe fördern Sie nur diese Marken in unseren offiziellen Verkaufsstellen DEUTSCHE GRAMMOPHON-AKTIENGESELLSCHAFT * BERLIN SW 63 " Eingetragene Schufcmarken die beste amerikanische danzp/atte das hervorragende Musik Instrument- DIE STIMME SEINES HERRN -__- • Wolle NWK Strickwaren Srümpfe.Socken.Mandschuhe 3 Kugel Marke führend In öüte und fbrben Ofrhhm/11 ßer verehrt. Einwohner- *wUJlUliy ♦ schüft von Gießen und Umgegend zur gefl. Kenntnis, daß ich ab 1. Februar einen srerrtettahves- ^uvsus in allen Näharbeiten erteile, pro Tag 1 Mk. Gefl. Anmeldungen sind an Wally Kupfer, Nordanlage 33, zu richten. 't47 SS galt »i Zeit, die D i der hessische Liebel Dar folger von i verstorbenen erhalten.' tle Jertretungen.' Dienst überna Fallen aus ei milk Verzicht woraus dann wuchst. Dan von Mielto auch Dienst nungcn entha! und weitere ' neuer Dienste neten Ausbau gewonnen. 3m Z)ochb< her mietet: 1.11 miettt in Gieher insgesamt gen. 2. 3 Dienstt in Gießen sie enthal zinwierwo 3. Ferner v Wohnungei den und blube <$"1 5 in 6 tu 68 sind b für Beamte, wenigstens et vieles aus öl Glicht uner Unverheiratei weitgehend g stern, Dienstp in den neuen vorgesehen oth denen Anstalt- Mhrend d Z,aates. .wecken U m vr &■**" Man inuß e Wjnff1 unersr-E, wenden, auch noch eir Erst inil dem ging es abe^, L toi Ml '-«»>-«u°d jilt# }» !» all in deutsch« 3m solgeM Jauausgaben bfluamt ® Aessen gehör' Gießen bettet ^eben der 1 samten war abgi l'ch.er Gebe :lein gewoi bau nottoc 'Ute undA als angängig 'chen Llniversu s'tat in de Jar öw^ r '? ^erei. 'ehr starke. ' werkenswerlcst . Dle Unit,' °urch einen gr Mren N"ten votbil J'WoI et,°« iü?S9e d-- yW fi* «ä lchlecht/>. aus U iftQ gestellt n? Ät ^Qlie L e8e" «"nach ^äuuie' k, J» Eid ?"«>,! "n bet ben zusani^^^ciui bau a» tvv d-rn"n-'?i tz'r-- < Mit; t&S? klei. M $Q"bi? ^951 * Schwarze Wollstoffe Schwarze Seidenstoffe Schwarze Samte Weiße Wollstoffe m riesengroßer Auswahl, gediegenen Qualitäten, zu den denkbar niedrigsten Preisen LBernard Plock-traße 16 Größtes Spezial - Stoffgeschäft am hiesigen Platze 6ro8e Siebener Karneval-GesellsM Geschäftsstelle: Kaplansgasse 2, TeL 2540 Donnerstag, den 24. Januar 1929, in der Narrhalla Caf£ Leib Große Gala-DaeensiW Punkt 20" Uhr: Einzug des Elferrats Der Elferrat Giadtkirrche Montag, 21. Januar, abends S Uhr, Lichtbilbervorirag von Senior Sund aus pancevo (Jugoslawien) über Deutsch-evangelisches Leven im Sanas, ^0^, über hessische Siedlungen daselbst Eintritt 30 pf. - Iedermann ist herzlich eingeladenl Dev Gustav - Adolf - Svauenvevek« und bet? Guftav-Sldolf-Iwelgvevelu Gietzen 3. 21.: Seifer, Pfarrer v7. Dienstag, den 15. Januar 1929, - - -T i abends 8 Uhr. findet im Saale glOFfiffin des Cafe Leib, Wailtoistrahe ein UUSivläl v <91 al Ug statt verbunden mit praktischen Koch Vorführungen auf dem Juno-Gasherd, Modell 1928 (Fabrikat der Burger Eisenwerke). Kostproben stehen zur Verfügung An die Besucher des Vortrages kommen Gratislose zur Verteilung. Zur Verlosung gelangt ein Juno-Gasherd. Emil Mr Nachl.,öie6eo, Misti* _ __________________________________________ 6 "' A 551D ca. 20 000 qm, Im südlichen StabttetL für Bnuaenossenlchali geeignet, nünfttg au dc:- faulen. Schriftliche Angebote unter 092 an den Gienener Slnteuier. /Sii(-Resle\ passend für Konfinnandenkleider la Baal.MiL 5,95 nna 6,95 p.m solange Vorrat reicht stud .Bauer, IntentoL Selters weg 91. I. Stock / Kein Laden x Heute abend 8 Uhr TANZ Verstärkte Kapelle Cafe Ernst Ludwig 1301 Gäste willkommen avro 802V Friedberg, den 16. Januar 1929. Oer Bürgermeister: Dr. Geyd. SchloB-Cal 6, Marburg allererster Güte. — Auto-Haltep:atz Beim Fritz auf der Spitz Heute Samstag: 6r°ße sMU Melzelsuppe d Wellfleisch m. Kraut 596D Billige Platte — Buten Schoppen Hessische Aufbauschule Friedberg Anmeldungen zum Eintritt In die unterste Masse der Ausbau- schule sind bis zum 10. März 1929 bei der Direktion emzureichen. Der Meldung (nicht stempelpflichttg!) sind beizufügen: 1. Der Geburtsschein, 2. der grüne Impfschein, 3. bad lehle Schulzeugnis (mit Noten in allen Fächern der Volksschule), 4. ein von dem Schüler selbst geschriebener Lebenslauf. Da bk Aufbauschule ihre Schüler schon in 6 Fahren zur Reise- Prüfung führt, kann sie nur aut begabte Schüler aufnchmen, die auch körperlich den erhöhten Anforderungen gewachsen sind Sie «üsien mindeftens 7 3ahre die Volksschule besucht haben Die Aufnahmeprüfung findet am 19. und 20. März 1929 statt sedesmal morgens um 8 Uhr anfangend. Friedberg, den 17. Januar 1929. Direktion der Aufbauschule: ________________ Dr- Aaber. &2V Bekanntmachung Der Mvbergtt Frilhjahrs-Pserdemarkl 1929 findet am Dienstag, dem 12. Februar, statt. Mit dem Markt soll eine Prämiierung verbunden sein. Zur Prämiierung, die unter Mitwirkung des Landwirtschafts- kamrner-Ausschusses für Oberhessen, des Landespferde- zuchtverems, des Verbandes der Warmblutzüchter Hessens und des Wetteraucr ^eitervercms e. 23. statt finden soll werden Tiere des Wagenschlages und des Arbeitsschlages im Äesth von Landwirten, Gewerbetreibenden und Händlern aus Hessen und den anliegenden preußischen Kreisen und zwar Zuchtstulen sowie 2- und Z-jährige Fohlen zu- gelassen. Für diesen Zweck stehen wettoolle preise zur Verfügung. - prämnerungsplan und Anmeldeformulare sind vom 25. Januar ad auf der Bürgermeisterei erhältlich. Anmeldungen zur Prämiierung ersuche ich dis zumio.Fcb- ruor vorzunedrnen. - Anmeldungen zur Ausstellung von landwirtschaftlichen Geräten gelegentlich des Marktes haben während der gleichen Frist zu geschehen. Goethe-Bund Donnerstag, den 24. Januar 1929, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula der Universität 4. Dichters band Anton Wildgans Hofrat und ehemaliger Direktor des Wiener Burgtheaters liest aus eigenen Werken Mitglieder haben auf 2 Plä'zen freien Eintritt (we ße Karten) Nicntmitglieder Karten zu 2 Mk. im Vorverkauf i.d. Musikalienhandlung Chgllier, Neuenweg und an der Abendkasse. Studentenkarten gegen Ausweis bei Herrn Sekretär Ritter, Universitätsgebäude, zu 1 Mk.________ MIlJ Oberhessischer Geschichtsverein Gießen Donnerstag, den 24. Januar 1929, abends 8l/t Uhr. im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts Vortrag von Herrn Universität»-Professor Dr. Drexel. Direktor der Römisch-germanischen Kommission über Die Juppitergigantensäulen KappenGihung Heute Samstagabend Hfl „AM", WUH Konzert! Stimmung! Anfang 19.63 Uhr vn Bierhaus Onkel Franz Samstag und Sonntag in den leftllth gcscbmülk en Räumen SMS mml-Nmel Humor! Stimmung! Betrieb! ES labet freunbl. em Peter Sauerdorn. Gießen, den 19. Zanuar 1929 580V Verlobte Munster L W. 19. Zan. 1929 Lochum L D. Gartenstraße 94 Friedrichstraße 4 Gießen, tm Ianuar 1929 579D Großen-Äuseck, 13, Januar 1929. Passiva JUl 5510,02 Der Vorstand: 5<3D Karl Textor IL Wilhelm Laux III, Johannes (Dff Vf. Direktor. Lagerhalter. Rechner. Minna Günther Karl Nicolaus Für die anläßlich ihrer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen herzlichsten Dank Für die uns' anläßlich unserer Vermahlung zuteil gewordenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst. Dividenden werden io°/o verteilt. Oie Rücklage beträgt über 700 Reichsmark. Karl Herzberger und Frau Marie geb. Merz. Elly Moneke Dr. Willy Klebe, Zahnarzt Dr. Carl Schott Paula Schott geb. Hehner Vermählte Aktiva aut Kassendestand ... 1909,53 Warenvorräte ... 2402,02 Außenstände .... 1098,97 Geschästsutenstlien 107,50 Adreßbuch xsä: Swdlplm und Einwohner- und Geschäftsverzelchnifien von 7 Stäbten unb 74 Ottsgememben mit etwa 1(M)000 Einwohnern nebst wertvollem Dirk- schafls« unb kulturqeschichtlichen Sonberabschnitt /preis 10 Ttetchsmack Sbertzelslscher Adreßbuchverlaa. Gießen. Schulstr 7 cilllMilksSüsii. Mnwreii I. mmü Gegr. 1889. Bilanz 1928. Verein für Sierhenntersliilznng fiieliea Sonntag, den 27. Januar 1929, nachmittags 3 Uhr 40. Generalversammlung im Postkeller Tagesordnung: Geschäfts- und Kassenbericht Festsetzung des Sterbegeldes für 1929 Neuwahl des Vorstandes und Aufsichtsrafe» Verschiedenes 6ößD Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Äetriedsrücklage. 1200,- Reservefonds.... 807,39 Dispositionsfonds 200,- Geschäftsanteile . 596,- ^eingewinn..... 2714,63 5518,02 Snrechaaoarale.Plaiteii vrnoi shallinrMjWWWN4Iaiianmnzi tz ingrotier Auswahl 1A lälJl UllSiOWl llvlIÜllllÜg 7 ST5A Zehner f 1929 58$ Lochum i.D F^ediichstraßt 4 j ing M e )h Günther 'icofaui >rer DemäWng ; [eiten bauten wir : rrzbesger ne geb. I!erz. >29. MW adimiMS5 3 , für 1929 j Auf3ichBfa,d £ Vofst^ rs.^^ ^****5^ pas^ levsrü^o^ - fl0JÄ rpef^Lu 2°0/ ^fW1** 2711$ Db*** 11/ J scharr. Nr. 16 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, 19. Januar 1929 11111 Der staatliche Hochbau in Stadt und Kreis Gießen in den Jahren 1921 —1928. Während des großen Krieges war, wie so vieles andere, auch die Bautätigkeit des Staates, soweit sie nicht unmittelbar Kriegszwecken diente, zum Stillstand gekommen. Es fehlte in der Heimat an Handwerkern, an Dau- stoffen — so wurde z. D. die Verwendung von Oelfarbe streng verboten — und an dem — bedauerlicherweise Nötigsten — dem leidigen Geld. Man muhte sich schließlich auf die allerdringlichsten Unterhaltungsarbeiten beschränken. Dieser unerfreuliche Zustand dauerte infolge des lähmenden, unerwarteten Ausgangs des Kriegs auch noch einige Zeit nach Kriegsschluh fort. Erst mit dem Jahre 1921 etwa nahm der Staat seine Bautätigkeit wieder einigermaßen auf. Dann ging es aber schnell auf- und vorwärts. Es galt, das Versäumte nachzuholen, und dann hatten die durch den Krieg stark veränderten Verhältnisse den Staat vor eine Fülle von Aeuauf- gaben gestellt, die unbedingt gelöst werden mußten. Die staatlichen Baubehörden erhielten überall in deutschen Landen reichlich Arbeit! 3m folgenden soll kurz gezeigt werden, welche Bauaufgaben von dem staatlichen Hochbauamt Gießen, das die dem Dolksstaat Hessen gehörigen Gebäude in Stadt und Kreis Gießen betreut, zu Ibsen waren. I. Es galt zunächst, daS schlimmste liebel unsrer Zeit, die Wohnungsnot, zu bekämpfen. Auch der hessische Staat litt schwer unter diesem Hebel. War es doch kaum möglich, für die Nachfolger von in den Ruhestand getretenen oder verstorbenen Beamten geeignete Wohnungen zu erhalten! Heberall, zum Nachteil des Dienstes, Vertretungen! Oder falls der Nachfolger den Dienst übernahm, so mußte er in den meisten Fällen auf ein Zusammenleben mit seiner Familie verzichten, doppelten Haushalt führen, woraus dann wieder dem Staat hohe Kosten er- wuchst. Man entschloß sich schliehlich zum Bau von Mtetwohnhäusern für Beamte; auch Dien st Wohngebäude — Dienstwohnungen enthaltend — wurden mehrfach errichtet und weitere Beamtenwohnungen bei Erstellung neuer Dienstgebäude, vielfach auch durch geeigneten Ausbau vorhandener staatlicher Gebäude, gewonnen. 3m Hochbaubezirk Gießen wurden bisher errichtet: 1. 11 Mietwohnhauser für Beamte, 10 davon in Gießen, eines in Grünberg; sie enthalten insgesamt 51 Drei- bis Fünfzimmerwohnungen. 2. 3 Dienstwohngebäude für Beamte, je eines in Gieße», Grohen-Linden und Reiskirchen; sie enthalten zusammen 9 Drei- und Vierzimmerwohnungen. 3. Ferner wurden 27 Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen in Neubauten von Dienstgebäuden und durch Ausbau vorhandener Gebäude gewonnen, unö zwar: 21 in Dießen, 5 in Grünberg und 1 in Cid). ES sind das insgesamt 87 Wohnungen sür Beamte. Dem Wohnungselend wurde so wenigstens etwas abgeholfen. 3mmerhin ist noch vieles auf diesem Gebiete zu tun. Richt unerwähnt soll bleiben, daß auch für Unverheiratete, im Staatsdienst Beschäftigte weitgehend gesorgt wurde; für Aerzte, Schwestern, Dienstpersonal wurden zahlreiche Räume in den neuerrichteten 3nstituten und Anstalten vorgesehen oder durch Ausbau in den vorhan- denen Anstalten gewonnen. H. Neben der Bekämpfung der Wohnungsnot der Beamten war die zweite Hauptaufgabe: der Ersah abgängig gewordener staat- licher Gebäude, die Erweiterung zu klein gewordener An st alten, der Neubau notwendig gewordener 3 nsti - tute und Amtsgebäude. Da man es nicht als angängig erachtete, im Wettkampf der deutschen Universitäten die Gießener Universität in den Hintergrund treten zu lassen, war die Bautätigkeit auf diesem Gebiet, namentlich im Bereich der medizinischen Fakultät, eine sehr starke. Nachfolgend seien einige der be- merkenswertcsten Neubauten aufgeführt. Die Universitätsfrauenklinit wurde durch einen großen Ausbau erweitert; er enthält neben zahlreichen gut ausgestatteten Krankenräumen vorbildliche Anlagen für Wasser- und Röntgenbehandlung, und einen großen Hörsaal mit den erforderlichen Nebenräumen. 3nfolge der Errichtung des neuen Lehrstuhls für Beterinärhygiene und Tierseuchenkunde wurde auf dem Gelände der alten Deterinärkluriken an der Frankfurter Straße unter Benutzung vorhandener Baulichleiten das Universitäts- Tierseucheninstitut errichtet; in 4 Bauten sind die mit allem Erforderlichen ausgerüsteten Forschungs-, Unterrichts- und Stallräume untergebracht. Das Hauptgebäude beherbergt zur Zeit auch noch die staatliche Rotlaufimpfanstalt. Die Klinik für Haut- und Geschlechtskranke wurde durch zwei Anbauten auf das Vierfache ihres früheren Umfangs gebracht, 160 Krankenbetten sind jetzt dort aufgestellt, gegen seither 36. Die Trennung der Patienten nach Geschlechtern ist streng durch- geführt; bemerkenswert sind insbesondere die Räume für Lichtbehandlung. Das physiologische Universitäts- Institut. dem, in den viel zu engen Räumen der alten Frauenklinik in der Senckenbergstraße zusammengepreht, die Luft zum Atmen fehlte, erhielt einen wohlgeordneten, weiträumigen Neubau an der Friedrichstraße, in dem es sich ausdehnen kann. Der Neubau enthält im Dachstock noch die Universitätsinstitute für Körperkultur und experimentelle Psychologie. Die früheren Räume des physiologischen 3nstituts in der Senckenbergstraße erhielt das angrenzende Landwirtschaftliche 3nstitut, womit auch diesem geholfen war. Die sechs kleinen Dampfkessel, die die Kliniken mit Wärme und Kraft versorgten, muhten, überaltert und abgängig, beseitigt werden. Ein Doll* ständig neues Kesselhaus erstand, in ihm fanden 2 große Dampfkessel mit 200 bzw. 250 Quadratmeter beheizter Fläche Aufstellung; sie erhalten die Brennstoffe selbsttätig durch elektrisch betriebenen Aufzug über eine hochliegende Dunkeranlage zugeführt und sind mit allen zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit ersonnenen Vorrichtungen, wie Wanderrosten, Speisewasservorwärmern u. dgl. ausgestattet. Der Betrieb gestaltet sich so, zumal auch der Kamin auf 60 Meter erhöht wurde, tatsächlich überaus wirtschaftlich. Gleichzeitig mit dieser Bauausführung wurde die Versorgung der Kliniken mit warmem Wasser zentralisiert, die Zentrale befindet sich int neuen Kesselhaus. Auch die Zentrale der neu angelegten selbsttätig arbeitenden Fernsprechanlage der Kllniken wurde hier untergebracht. Zur Entlastung des überbeanspruchten Vorlesungsgebäudes in der Ludwigstraße tauschte der Hessische Staat das nicht mehr als Krankenhaus benötigte Garnisonlazarett in der Drau- gasse gegen Gelände von der Stadt Gießen ein. 3n dem Gebäude, das im 3nnern teilweise umgebaut und durch einen großen FlügeLbau erweitert wurde, fanden zwei früher im Vorlesungs- gebäude untergebrachte Universitäts.nstitute Aufnahme, das F o r st i n st i t u t mit seinen sechs Abteilungen und das Geologische 3 nsti - t u t. Ferner wurde hier das Agrikulturchemisch« 3nstitut seßhaft, es arbeitete vorher in einem inzwischen an das Tierseucheninstitut über gegangenen Gebäude der alten Okto- rinärkllnik. Für die Medizinische Universitätsklinik, bei der der Andrang der Kranken oft derartig groß ist, daß schwer infektiöse Kranke mit andern im gleichen Raum zusammengelegt werden müssen, wird zur Abstellung dieses Mißstandes zur Zeit ein größeres 3 solierge - bäude aufgesührt. Gleichfalls in Ausführung begriffen ist zur Zeit ein Erweiterungsbau des Pathologischen Universitätsinstituts. er enthält in der Hauptsache einen größeren Sektionssaal für Lehr^wecke und neuzeitlich eingerichtete Aufbewahrungsräume für Leichen. 3n Ausführung ist ferner ein Erweiterungsbau der Zentralküche der Kliniken; er ist durch die Vergrößerung der Delegzisfer der Kliniken nötig geworden. Auch ein ausgedehnter Erweiterungsbau für die im Laufe der Jahre zu klein gewordene Kinderklinik steht zur Zeit im Rohbau. gerner steht im Rohbau auf dem Gelände der Deterinärk.inlken der Neubau einer geburtshilflichen Veterinärklinik, ein 3nstitut, das bisher von der Veterinärmedizinischen Fa- kultät schmerzlich vermißt wurde; eS ist unentbehrlich für die Ausbildung der Veterinärmediziner. Außer für Universitätszwecke mußte auch auf anderen Gebieten der Staatsverwaltung baulich gesorgt werden. Letzten Endes auch durch die Wohnungsnot veranlaßt, erstand ein Neubau für ein Kreis- gesundheitsamt in Gießen. Er enthält im Erdgeschoß die nötigen Dienst räume und eine kleine Deschließerwohnung, darüber Di-enstwoh- nungen. Die Neuorganisation des DermessungSwesenS in Hess>n erbrachte dem Baubezirk Gießen zwei Neubauten, je ein Vermessungsamtsgebäude in Gießen und Grünberg. Sie enthalten im Erdgeschoß die erforderlichen Amtsräume und in den Obergeschossen Dienst- und M.ettvohnungen. Das zu klein gewordene Dienstgebäude des staatlichen Hochbauamts in Gießen wurde durch Um- und Aufbau wesentlich erweitert. Das Dienstgebäude für das Amtsgericht Gießen, das. vor dem Kriege begonnen, im Kriege unfertig liegen geblieben war, wurde fertiggestellt und mit innerer Einrichtung versehen. Für das Polizeiamt Gießen, das in dem unzweckmäßigen engen Gebäude in der Weidengasse Hausen muhte, wurde durch Umbau der alten Zehntscheuer am Landgras-Philipps- platz ein durchaus gediegenes und dabei schönes Dienstgebäude gewonnen; die baulichen Arbeiten sind beendet. Diese Lösung ergab sich aus zwei Forderungen: 1. Das neue Polizeidienstgebäudr sollte im Stadtinnern, wenn möglich in der Nähe des Kreisamtsgebäudes liegen; 2. der neben dem Kreisamt-gebäude gelegene alte schöne Fachwerkbau der Zehntscheuer sollte aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen in feiner charakteristischen Eigenart dem Stadtbild erhalten bleiben. Für die im Tierseucheninstitut untergebrachte Rotlaufimpfan st alt wird zur Zeit an der Marburger Straße in Gießen ein größeres Dienstgeväude mit ben erforderlichen 2aMoratorien, Herstellungs- und Aufbewahrungsräumen für das Serum und Dienstwohnungen errichtet. Die Serumpferde erhalten einen besonderen Stallbau. HL Die dritte und nicht unwichtigste Aufgabe, die dem staatlichen Hochbauamt Gießen gesteltt war, bestand in der ordnungsgemäßen Unterhaltung dervorhandenen staatlichen baulichen Anlagen; ungezählte im Lauf der schweren Kriegs- und Nachkriegsjahre eln- gerissene Schäden muhten behoben werden unter Aufwendung von erheblichen Mitteln und erklecklicher Nervenkraft. Denn diese Arbeiten vollzogen sich durchweg an im Gebrauch befindlichen Gebäuden, in benutzten Laboratorien, in belegten Kranken räumen. Daß eine so umfangreiche Bautätigkeit an die Börse des Staates keine geringen Ansprüche stellte, ist einleuchtend. War auch die Zeit schwer, der Hessische Landtag bewilligte doch im Bewußtsein, daß Stillstand Rückschritt ist, das ihm nachgewiesene Notwendigste an Neubauten, di« Mittel für die erforderliche Unterhaltung des vorhandenen Bestands. Wieviel an staatlichen Geldern in dem betrachteten Zeitraum für die Gebäude des Hochbauamtsbezirks Gießen verausgabt wurde, läßt sich durch einfache Addition der Kassenbücher jedoch nicht feststellen; denn in diesen Zeitraum fällt das unsellge Gveignis der 3n- flation. Für eine Zusammenstellung bliebe jedoch der Weg. als Kosten der in den 3nflationsjähren 1921 bis 1923 ausgeführten baulichen Herstellungen die. Beträge anzunehmen, die entstanden wären, wenn jene Herstellungen erst nach Wiedereintritt geregelter Verhältnisse, etwa im 3ahre 1925, ausgeführt worden wären. Dieser Weg ist im nachfolgenden beschritten worden. Zur weiteren Erläuterung der folgenden Kostenzusammenstellung sei gesagt, daß in ihr die Kosten der Bauplätze nicht enthalten sind und daß an Kosten für innere Einrichtungen nur die von der Baubehörde verausgabten Beträge aufgeführt wurden. Die zur Zeit noch in Ausführung begriffenen baulichen Herstellungen sind mit den im Voranschlag errechneten Beträgen eingesetzt. Es wurden in dem Zeitraum von 1921 bis 1928 im Hochbaubezirk Gehen benötigt: a) für Neubauten und größere bauliche Neuherstellungen einschließlich Inneneinrichtung en: Mk. 1. für die Universität 4 065 000 2. für sonstige staatliche Behörden 2 250 000 b) für Dauunterhaltung und kleinere bauliche Neuherstellungen: l.in Universitätsgebäick>en 1 205 000 2. in sonstigen staatlichen Gebäuden 593 000 Zusammen 8 113 000 Oberhessen. Landkreis Gießen. CD Klein-Linden, 18. Ian. Aus der jüngsten Gemeinderatssitzungist als bemerkenswert u. q. zu berichten: Mit Rücksicht darauf, daß die von der Stadt Gießen geplante Autolinie an das Autooerkehrsnetz und die Elektrische Stra- ßenbahn der Stadt Gießen angeschlossen werden soll, beschließt der Gemeinderat in feiner Mehrheit, die Durchführung der Linie nachKlein- Linden zu erstreben. Die oom Gemeinderat gewählte Verkehrskommission soll auf der Grundlage der Rentabilitätsgarantie weitere Verhandlungen mit der Stadt Gießen führen. Wegen Umlegung der Baulinie in der Heg st raße stellt sich der Gemeinderat auf den Standpunkt, die zuletzt festgelegte Baufluchtlinie zu belassen. Das hier an Dem Weg erübrigte Land soll an die Interessenten zum Preise von 3,50 Mark für den Quadratmeter verkauft werden. Die Kosten der Vermessung und Ueberschreibung tragen je zur Hälfte die Gemeinde und die Interessenten. Der Kaufpreis ist an Martini 1929 und 1930 fällig. Der Beitritt «um Kreis- rinderzuchtoerein in Gießen für Simmentaler Rindvieh wird vorläufig abgelehnt. Um die Verbreiterung der Provinzial ft raßen und die Erweiterung der engen Kurven durchführen zu können, beschließt der Gemeinderat, das nierzu oenötlgenbe Gelände, das übrigens In der Feldbereinigung bereits zugefchnltten worden ist, der Provinz kostenlos sur Verfügung zu stellen. gck. Gr oß en-Buseck. 18. 3an. 3m neuen Dchulhause wurde der erste der von der Volkshochschule zu Gießen für hier vorgesehenen Vorträge gehalten. An Stelle deS erkrankten Professor Dr. S e s s o u S sprach Dr. Appel, Gießen, über „Pflanzenkrankheiten und ihre Dv- kämpftmg". Der Redner erntete für seine von reichem Wissen zeugenden Darlegungen, die durch Lichtbilder wirksam unterstützt wurden, reiche Anerkennung. Seitens des Leiters der Veranstaltung. Bürgermeister Gans, und anderer Teilnehmer wurde lebhaft bedauert, daß nicht mehr Zuhörer erschienen waren, um durch diese günstige Gelegenheit ihr Wissen zu bereichern und praktischen Vorteil daraus zu ziehen. Es muh begrüßt werden, daß der Vortragende nicht bet rein wissenschaftlichen Ausführungen stehen blieb, sondern auch reichlich prattische Vorschläge zu machen wußte, die von den anwesenden Landwirten bereitwillig ausgenommen wurden. So wurde z. D. tatkräftige Unterftüßunp durch das Landwirtschaftliche 3nititut bei der tm Frühjahr vorzunehmenden Saatgutbeize zugesagt. Die Aussprache, an der sich u. a. Bürgermeister Gans, Rektor 3nderthal, Ehr. Wagner, Lehrer Ortwein, W. Schmidt beteiligten, bewies, daß der Redner es verstanden hatte, das lebhafte 3nterefse seiner Zuhörer zu wecken. Es ist zu hoffen, daß der nächste Dorttag regeren Besuch auf weist. Z Winnerod, 18. Ian. Unser Pfarrer Mar- g u t h, der seit elf Jahren die Pfarrstelle Winnerod innehat, ist zum Pfarrer von Södel ernannt worden und wird Anfang Februar seine neue Stelle antreten. Aus Gesundheitsrücksichten suchte Pfarrer Marguth eine Stelle ohne Filial mit mildem Klima, da er sich hier ein Augenleiden zugezogen hatte, wohl infolge der Filialwege und ungeheizten Kirchen. Di Gemeinden unseres Kirchspiels sehen ihren Pfar- rer ungern scheiden und wünschen ihm, daß er in seiner neuen Stelle finde, was -er sucht. Bei dem herrschenden Pfarrermangel ist anzunehmen, daß zunächst kein neuer Pfarrer hier aufzieht, und die Stelle von den Nachbarpfarrern mit versehen wird. $ Göbelnrod, 17. 3an. Dienstag abend fand eine gemeinsame Sitzung des Gemeinde- und Schulvorstandes statt, in der über die Frage des Neubaues einesS ch u lsaa 1 es verhandelt wurde. Bereits Im März vorigen Jahres war der Neubau beschlossen worden unter der Voraussetzung, daß vom Staat eine Beihilfe gewährt werde. 3m Rechnungsjahr 1928 war das unmöglich, deshalb wurde der Plan zunächst zurückgestellt. Da die Gemeinde dringend den Schulsaal benötigt, soll möglichst in diesem 3ahr noch gebaut werden. Der Gemeinde- und Schulvorstand hat deshalb kürzlich einige Schulsäle, die in der letzten Zeit gebaut worden sind, besichtigt. 3n der jetzigen Sitzung sollte nun über die Ausführung des Baues beschlossen werden. Der Vorsitzende des Schulvorstandes, Lehrer Alle n d ö r f e r , hatte auf einer Schultafel die verschiedenen Projekte im Grundriß ausgezeichnet. Nach ausführlicher Besprechung der Vorzüge und Nachteile der einzelnen Pläne einigte man sich auf einen Plan, der allerdings noch die Zustimmung des Anliegers finden muß. Mit dem Anlieger wurde anschließend verhandelt, seine Entscheidung wird im März erfolgen, und zwar wahrscheinlich zustimmend. 3m Sjintergrunb des geplanten Neubaues steht die Frage eines Bet- f aal baue«, die auch in der Sitzung wieder eingehend erörtert wurde. Es bestehen die beiden Möglichkeiten, entweder beide Bauvorhaben gemeinsam zu erledigen, oder aber den Dau des BetsaalcS, der auf den Schulsaal gebaut werden soll, wegen der finanziellen Schwierigkeiten später zu tätigen. Einig waren sich alle Mitglieder beider Körperschaften darüber, daß ein Betsaal nötig ist und eine Lebensfrage für das religiöse Leben der Gemeinde bedeutet, weil manche Gemeindeglieder unmöglich die Kirche auf dem Wir- berg besuchen können, lieber die Möglichkeit der Ausführung besteht aber keine ilebereinftimmung. Darüber sollen noch Unterlagen besonders in finanzieller Hinsicht eingeholt werden. Da der Pfarrer als Mitglied des Schulvorstandes anwesend war, machte er nähere Angaben und Dorschläge über die Möglichkeiten zur Erreichung des Zieles: einen gottesdienstlichen Raum in Göbelnrod. Ein K i r ch b a u v e r e i n ist hiernach nötig und wird eine wertvolle Hilfe bedeuten. Zum Opfer bringen find die Gemeindeglieder bereit, und ohne das wird es nicht gehen. Anschließend wurde noch die Gemeinderechnung 1927 beraten. ch Aus der Rabenau, 18.Jan. Wie im vergangenen Jahr, so soll auch im kommenden Frühjahr in einzelnen Gemeinden einplanmäßigesUm- pfropfen von Ob ft bäumen oorgenommen werden. Der Landwirtfchcrftskammerausfchuß für dis Provinz Oberheffen hat in den letzten Tagen eine Aufforderung an die Dbftbaumbefiher unseres Bezirkes ergeben lassen, die zum Umpfropfen geeigneten Bäume anzumelden. is. Steinbach, 18. Jan. Gestern fand die erste Holzversteigerung im hiesigen Gemeindewald statt. Zum Ausgebot kamen größere Mengen Buchenholz; es waren deshalb ausnahmsweise wieder auswärtige Steigerer zugelassen. Wie fast überall, so war auch hier eine Preis st eigerung zu bemerken. Buchenscheiterholz kam bis zu 36 Mk., Knüppel 28 Mark, Stockholz bis 20 Mark je zwei Meter. Roch besser bezahlt wurden Buchenastwellen, vo 50 Stück bis zu 20 Mark tarnen. Am gleichen Abend wurde auch eine Güteroer st eigerung abgehalten, bei der ebenfalls flott geboten wurde. Obwohl die Bedingungen (Zahlungstermine und Kosten) den Käufer weit mehr belasten wie früher, wurden vereinzelt Preise geboten, bei denen eine Rentabilität angesichts der heutigen Lage der Landwirtschaft ausgeschlossen ist. ds. Langsdorf, 17. 3an. Dienstagabend hielt unser Ortsgeistlicher, Dr. Hey mann, im Saale von Gastwirt Schäfer einen längeren, interessanten Dortrag über die Ortsgeschichte von Langsdorf. Als Thema wählte er den „Iudenkrawall von 1850“. Der Redner besprach die Vorgeschichte, die Epochen, den Ausgang des Kampfes. Es sei darüber kurz berichtet: Langsdorf, das im Gegensatz zu seinen Nachbarorten schon im Mittelalter durch Freibriefe allerhaird Vorrechte besaß,' hatte durch Buge Politik seines Bürgermeisters mrd des Orts Vorstandes, sowie durch große Opferbereitschaft der Bürger, allmählich einen erheblichen Wohlstand zu verzeichnen, der sich u. a. darin ausdrückte, daß jedem Ortsbürger in Form von Lvsholz ein hoher Nutzen zufloh. Don diesem waren die sieben jüdischen Familien ausgeschlossen, die auch außerhalb der Dors mauern wochren mußten. Da tarnen die Märzgesetz« von 1848, die alle Staatsbürger gleichstellten. Die jüdischen Einwohner forderten barm auch die Eintragung in die Bürgerliste, die man ihnen verweigerte. Sirnnal, weil der Bürgernutzen nur durch große Opfer der Dorfahren erreicht war, dann, weil das ©in- standsgeld nicht mit dem Ruhen im Einklang stand, ferner, weil man damals die jüdischen Einwohner nicht als gleichberechttgt anerkennen wollte. Es kam zum Kampfe zwischen beiden Parteien Die Gemeindeverwaltung trieb drei Jahre eine Derschleppungspolittk. Mit ihrer Angelegenheit machte sie der Regierung in Friedberg viel Schererei, auch der Landtag nahm dazu Stellung. Endlich war die Geduld der Regierenden zu Ende. Die Gemeinde verlor, hatte aber erreicht, daß das Einstandsgeld erhöht ward. Rückblickend darf gesagt werden, daß beide Parteien sich tapfer geschlagen haben, siegen mußte eben die, auf bereit Seite das Recht stand. Die Ausführungen des Redners fanden das lebhafteste 3nteresse der Zuhörer, in deren Namen Bürgermeister Kneipp dem Dortragenden dankte. # Bellersheim. 15. 3an. Die Verhandlungen über den Ankauf von Sledlungs- land, über die im „Gieß. Anz.“ schon kurz berichtet wurde, sind zum Abschluß gelangt. 3n den Jahren nach Kriegsschluh wurden, um den damaligen Landhunger zu befriedigen und gerade die kleinen bäuerlichen Betriebe wirtschaftlicher zu gestalten, 200 Normalmorgen Ackerland vom hiesigen Hofgut abgetrennt und zu Siedlungs- zwecken verteilt. Die Fürsllich Solms-Draunfets- sche Standes Herrschaft hat nun dieses Siedlungsge- lände an die seitherigen Pächter zum Preise von durchschnittlich 900 Mark verkauft. Für diejenigen Landinhaber, die aus wirtschaftlichen oder familiären ©rünben den Kauf nicht tätigen konnten, ist die Gemeinde als Käufer eingef prangen und gibt das Land in Pacht weiter. Eine Kommission von Sachverständigen hat eine Punktierung des in verschiedenen Wertklassen gelegenen Geländes vorgenommen, so daß sich der Normalmorgen je nach Lage, Entfernung und Bodenart auf 500 bis 1200 Mark stellt. Die Zahlungsbedingungen sind als günstig zu bezeichnen. Ein Fünftel des Kaufwertes ist am 1. April d. 3. fällig. Der Restbetrag kann in 18 Jahresraten getilgt werden, wobei ein Zinssatz von nur 7 Prozent in Anrechnung gebracht wird. Zur Zeit werden noch Verhandlungen über den Ankauf von weiteren 400 Normalmorgen Pachtland der ehe- maligen Standes Herrschaft geführt. Es handelt sich hier um sog. Streugelände, das seit der Durchführung der Feldbereinigung unter hiesig« Grundbesitzer zu einem mittleren Pachtsatz verteilt ist. Da es sich in der Hauptsache um Land, das den niedrigen Erttagsllafsen angehört, handelt, wttd als Kaufpreis eine viel geringere Summe je Normalmorgen genannt. s. Utphe, 17. 3an. Das Gräflich Solms- Laubachsche Hofgut Utphe, über dessen Verkauf schon kurz im „Gieß. Anz." berichtet wurde, ist mit Beginn des neuen 3ahres an den neuen Besitzer übergegangen. Mit diesem Geschehnis schwindel der letzte Zusammenhang unseres Ortes mit dem einst regierenden Hause Solms, an welches Utphe, daS vorher Falkensteinlsch war, im 3ahre 1489 durch Teilung fiel. Bekanntlich spielte Utphe in der Grafschaft eine bedeutsame Rolle. Es war ein Amt und Gerichtsort. 3n- folgedessen war hier auch eine Freistatt füti Verfolgte. Sie befand sich in dem sogen. ..Oberhof", der, von den übrigen Hofgcväuden getrennt. an der Kreisstraße liegt und dessen schöner Torbogen heute noch das Wappen trägt. Innerhalb seiner Llmmauerung stand auch ein kleines Schloß, auf das sich alte Leute noch be- sinnen können. Es wurde wegen Baufälligkeit niedergerissen. Im Besitze mancher hiesigen Familien befinden sich noch Gegenstände, die nachweislich aus diesem Schlosse stammen. Da bis zur napoleonischen Zeit die Bewohner unseres Dorfes im LIntertanenverhältnis standen, hatten sie auch zahlreiche Dienste für die Herrschaft zu verrichten. Wir besitzen noch alte Listen, in denen die Einwohner namentlich aufgeführt werden, getrennt nach den von ihnen verlangten Fronden. Eine aus dem Iahre 1740 stammende nennt die „Alters und andrer ÜIrsachen wegen von denen Acker und Einläuftigern Diensten Befrehte" wie z. B. den herrschaftlichen Koch, den Sprützenmeister, den Gemeindebäcker. die Gerichtsschöffen. den Landreuter, den herrschaftlichen Dildweber. den Lltpher Müller, den Amtsdiener u. a. Don besonderem Interesse ist unter ihnen der Schäfer Georg Parr, da die Familie Parr heute noch „Schäfers" genannt wird. Auch ein Kuhhirt kommt in diesem Verzeichnis vor, ein Beweis dafür, daß damals auch in der Ebene das Rindvieh Weidegang hatte, worauf auch der hiesige Flurname .,Kuhweide" hindeutet. Da die einst regierende Herrschaft nunmehr hier auch nicht mehr begütert ist — von Streugelände abgesehen — wird dem Heranwachsenden Geschlecht die Kenntnis dieser Zusammenhänge mehr und mehr verloren gehen. U Aodheim a. d. Horloff, 17. Ian. Auf Beschluß des Gemeinderates sind in den letzten Tagen in unserem Dorf sechs neue Straßenlampen angebracht worden. Die Zahl der im vergangenen Iahre verbrauchten Kilowattstunden betrug nur 86; diese Sparsamkeit der Gemeinde wurde aber nicht belohnt, denn es mußten etwa 560 Kilowattstunden als Mindestzahl bezahlt werden. Damit in Zukunft die zu bezahlenden Stromstunden auch verbraucht werden, hat man sich für die Anbringung der Lampen entschieden. # Aus dem Horlofftal. 17. Ian. Die Mitteilung im „Gießener Airzeiger" aus Laubach über das Auftreten des selten gewordenen Eisvogels gilt auch für die H o r l o f f nie d e - rung. An schnellfließenden offenen Gräben und Dorfbächen kann man ihn jetzt wieder beobachten Allerdings ist er in den letzten Iahren seltener geworden, da infolge der nun überall durchgeführten Feldbereinigungsvrrfahren die Böschungen der Gräben und Bäche befestigt und die Wasserläufe geradgelegt wurden Vor Eintritt des starken Frostes waren auf den überschwemmten Wiesenflächen auch wieder Wasserhühner anzutreffen. Kreis Friedberg. T Friedberg, 17. Ian. Im Iahre 1929 werden in der hiesigen Stadt folgende Märkte abgehalten: 12. Februar Frühj'ahrspferdemarkt; 13. Februar Schweine- und Krämermarkt; 20. März Schweine- und Krämermarkt; 17. April Schweine- und Krämermarkt; 15. Mai Schweine» und Krämermarkt; 12. Iuni Schweine- und Krämermarkt; 10. Iuli Schweine- und Krämermarkt; 7. August Schweine- und Krämermarkt; 4. September Schweine- und Krämermarkt; 2. Oktober Schweine- und Krämermarkt; 22. Oktober Herbstpferdemarkt; 23. Oktober Rindvieh-, Schweine- und Krämermarkt; 20. Rovember Schweine- und Krämermarkt; 18. Dezember Schweine- und Krä- mermarkt. O Butzbach, 17. Ian. Die im Iahre 1929 hier stattfindenden Märkte sind aus folgende Tage festgesetzt: 14. Februar Schweinemarkt; 7. März Schweinemarkt; 14. März Fasel-, Pferde- Schweine- und Krammarkt; 21. März Schweine- u. Krammarkt; 4. April Schweinemarkt; 18. April Schweinemarkt; 2. Mai Schweinemarkt; 16. Mai Schweine- und Krammarkt; 13. Iuni Schweinemarkt; 27. Iuni Schweinemarkt; 18. Iuli Schweinemarkt; 8. August Schweinemarkt; 22. August Schweinemarkt; 12. September Schweinemarkt; 26. September Schweinemarkt; 10. Oktober Schweinemarkt; 24. Oktober Schweinemarkt; 18. November Krammarkt (Katharinenmarkt); 19. November Schweine-, Rindvieh-, Pferde- und Krammarkt; 19. Dezember Schweine- und Krammarkt. — Bad-Nauheim, 18. Ian. Da in Briefen aus der ehemaligen deutschen Kolonie S ü d - we st- Afrika wiederholt der Wunsch laut wurde, das Deutschtum daselbst durch Spenden guter deutscher Bücher zu unterstützen, haben die hiesigen Abteilungen der deutschen Kolonialgesellschaft und des Vereins für das Deutschtum im Auslands bereits vor IahreL- frist eine Düchersammlung für die deutsche Schule in Lüderihbucht veranstaltet. Die Spende, die nur bestes deutsches Schrifttum unterhaltender und belehrender Art enthielt, fand bei den deutschen Brüdern und Schwestern in Südwest dankbare Aufnahme. Mit Begeisterung schrieb der Schulleiter von Lüderihbucht, Dr. Mahwald, über den Empfang der reichhaltigen, wertvollen Sendung. Der schöne Erfolg gab den obengenannten Vereinen Anlaß, in den letzten Wochen eine zweite Büchersammlung mit Unter- stühung der Schulen zu veranstalten. Dank den besonderen Bemühungen von Studienrat D r. K n i e r i e m und Lehrer O ß w a l d konnten dieser Tage zwei große Bücherkisten der Deutschen Ostafrika - Linie (Woermann) in Homburg zugeleitet werden, die sich für die kostenlose Weiterbeförderung über den Ozean in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat. Die Spende geht wieder nach Lüderihbucht, wo Dr. Mahwald dafür Sorge tragen wird, daß Atoei weiteren deutschen Schulen der ehemaligen Kolonien die Kisten zugeleitet werden. WSN. Bad-Nauheim. 18. Jan. Städtische Arbeiter schütteten gestern vormittag auf einen Kanaldeckel Ecke Frankfurter und Beneckcstraße Benzin, das sie entzündeten, da der Deckel eingefroren war. Anscheinend hatten sich tm Kanalschacht Gase gebildet, denn plötzlich flog der schwere Kanaldeckel unter heftiger Detonation etwa 6 bis 8 Meter hoch in die Luft und brach dann in der Mitte auseinander. Personen sind bei dem Vorfall zum Glück nicht zu Schaden gekommen Kreis Büdingen. ow. Ober-Widdersheim, 18. Jan. Im Jahrel928 wurden in der Pfarrgemeinde Ober,Widdersheim 62 ftauptgottesdienste. 23 Nebengottesdienste, 25 Kindergottesdienste und 10 Jugendgottesdienste, im ganzen also 120 Gottesdienste gehalten. Die Zahl der Gottesdienst- besucher in allen Gottesdiensten war in Ober- Gaskaiasirophen. Ihre Ursachen und ihre Bekämpfung. - Oie Sicherungsmaßnahmeu in Gießen. Von August Steding, Direktor des städtischen Gas- und Wasserwerks Gießen. Veranlaßt durch die wiederholten Gaö- katastrophen in den letzten Wochen haben wir uns an den Leiter unserer Gießener Gasversorgung, Herrn Direktor S t e d i n g. gewandt mit der Bitte, uns über diese bedeutsame Angelegenheit der Gegenwart fachmännische Auskunft zu geben. Wir empfehlen die nachstehenden Darlegungen des Herrn Verfassers der besonderen Beachtung unserer Mitbürger. D. Red. Mit den in der letzten Zett borgeTommenen Gasexplosionen und Gasvergiftungen beschäftigen sich mit vollem Recht die Tageszeitungen, die die Pflicht haben, von allen besonderen Vorkomm- nifjen in der Welt ihren Lesern Kenntnis zu geben, einerlei, ob die Ausführungen angenehmer oder unangenehmer Art sind. Aber auch die fachpresle und die Fachwelt beschäftigen sich intensiv mtt den einzelnen Fällen und suchen Wege, um Vorkommnisse, bei denen Menschenleben oder Sachwerte in Gefahr sind, zukünftig zu verhindern, oder auf das Mindestmaß zu beschränken. Auch in unserer Stadt wird jeder durch die Presse bekanntgewordene Fall einer kritischen Betrachtung unterworfen, und, soweit als möglich, Lehren daraus gezogen und Anordnungen getroffen. Ich habe bereits in dem Berichte des Gaswerks vom Iahre 1924 auf die Gefahren hingewiesen, die durch die schweren und zu schnellsahrenden Lastkraftwagen und Autoomnibusse verursacht werden. DerErd- boden wird bei dem Vorbeifahren eine5 solchen Wagens erschüttert, wodurch das Gas- und Wasserrohrnetz stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Aber nicht nur die Rohrnetze leiden unter dem starken Lastwagenverkehr, sondern auch die H ä u s e r. die an den hauptsächlich dem Verkehr dienenden Straßen liegen, erleiden Beschädigungen mannigfacher Art. Es muß daher, um größere Schäden zu verhüten, in Erwägung gezogen werden, für L a st - und schwere Personenwagen in den Straßen der Stadt eine Höchstgeschwindigkeit vorzuschreiben, damit der Verfall der Häuser und der Rohrnetze auf ein erträgliches Maß zurückgeschraubt wird. Die meisten Rohrbrüche werden durch Senken des Erdbodens oder durch obere Einflüsse (Lastwagenverkehr) verursacht. Das freigewordene Gas, das bekanntlich in dem Rohrnetz unter einem bestimmten Druck steht, sammelt sich zunächst in den Hohlräumen des Erdbodens und sucht sich, wenn ein Druckausgleich mit dem Gasdruck der Straßenleittmg stattgefunden hat, einen Weg und gelangt so in die Häuser, wenn auf der Straße eine Ableitung nicht erfolgt. Bei gefrorener, fast betonharter Bodendecke kann das entweichende Gas nicht an die Strahenoberfläche gelangen- daher nimmt es meistens seinen Weg entlang der zu den Häusern führenden Gas- und Wafserzuleitun- gen, zumal ein Rohrgraben auch nach längerer Zeit nicht die FesttMit erhält wie das nebenan liegende Bodenmaterial. Sind Zuleitungen nicht vorhanden (z. D. Fall Dad-Räuheim), dann sucht sich das Gas einen anderen leichten Weg zum Abzug. Die Londoner Gasexplosion ist durch die ungenügende Ventilatton des ganz außergewöhnlichen Kabelkanals entstanden. Es ist festgestellt, daß die Arbeiter der Telegraphenverwaltung Gasgeruch bemerkt haben, als sie den Schacht öffneten, in welchen ein Arbeiter unvemünftiger- weise hineinstieg. Wc^urch die Entzündung des Gasluftgemisches entftanben ist, konnte bisher noch nicht einwandfrei festgestellt werden. Der tragische Duisburger Fall wurde durch die erst kürzlich verlegte und in Betrieb genommene Ferngasleitung der Ruhr-Akt.-Ges. verursacht. Eine Rohroerburdung war nicht sachgemäß geschweißt, und das auöströmende Gas suchte sich einen Weg, da es durch die gefrorene Straßendecke nicht Andurchdringen konnte, dem städtischen Gasrohr entlang in das betreffende Gebäude. Die Explosion in Gelsenkirchen-Buer soll durch Denzolgafe, die sich wahrscheinlich aus Abwasser einer Benzolfabrik in dem Kanal entwickelten. verursacht worden sein. Die Fälle in Breslau, Wien und Prag harren noch der Aufklärung; es darf aber doch angenommen werden, daß das entwichene Gas aus dem Rohrnetz in die Häuser gedrungen ist. Es besteht nun die Frage: W i e wird die Einwohnerschaft vor Gefahren geschützt. die durch das Entweichen von Gas aus dem Rohrnetz entstehen können? In unserer Stadt wird sowohl das Gas- wie auch das Wasserrohrnetz periodisch auflln- dichtigkeit abgesucht, einerseits um die Einwohnerschaft zu schützen, anderseit' aber um die Gas» und Wasserverluste, die sich in steigendem Maße bewegen, auf ein erträgliches Maß herabzusehen. Gas- und Wasserverluste find außerdem Geldverluste für die Werke. Die Stadt Gießen ist bereits vor langen Iahren dazu übergegangen, die Rohre nicht mehr in die Fahrbahn, sondern in den Bürgersteig zu verlegen, um die durch den Wagenverkehr entstehenden Bodenerschütterungen von den Leitungen möglichst fernzuhalten, denn die Erschütterungen in der Fahrbahn sind zweifellos stärker als im Bürgersteig. Dann werden die Gas- und Wasser rohre, sowie die Hauszu- leitunaen in einen Graden verlegt. Die Anbohrung des Wasserrohres, die durch Schlüsselstange und Hülsenrohr mit der Erdoberfläche in Verbindung gebracht ist, dient gleichzeitig als Riechrohr. Wir haben somit vor jedem Hause, das Wasseranschluß besitzt, eine Gos- Ventilation. Bei der periodischen Untersuchung der Rohrnetze werden, falls es notwendig erscheint, bei nicht ausreichenden Wasserrohranbohrungen Löcher in die Erde über das Gasleitungsrohr getrieben: durch feine Meßinstrumen te tonn nun festgestellt werden, ob Gas entweicht. Von verschiedenen Seiten wird angenommen, die vor Iahrzehnten verlegten Gußrohre seien brüchig geworden. Diese Ansicht ist irrig. Wenn auch die bei der Inbetriebnahme des Gaswerks im Iahre 1856 eingebetteten Rohre infolge des zu geringen Rohrquerschnittes nahezu ausgewechselt worden find, so muß doch erwähnt werden, daß die alten, noch liegend gegossenen Rohre heute noch vollkommen ihren Zweck erfüllen, wie vor nahezu 50 Iahren. Auf dem LudwigS- platz wurde Im vorigen Sommer ein altes Rohr» stück aus der Strahenleitung geschnitten, das vollkommen fehlerfrei war und wie neu aussah. Die Haltbarkeit der Rohre hängt von dem Doden- material ab; in gewachsenem und säurefreiem Boden halten die Rohre viele Iahrzehnte, dagegen müssen in ausgefüllten Straßen durch die unvermeidlichen Bodensenkungen die Rohre durchweg früher ausgewechselt werden. Zum Schluß an die Einwohnerschaft die Ditte, jeden Gasgeruch auf dem schnellsten Wege dem Gaswerk zu melden. Die Pintersuchung wird sofort eingeleitet, die Gefahr beseitigt und Abhilfe geschaffen. Auf den in den Händen der Gasverbraucher befindlichen Quittungskarten sind die Verhaltungsmaßregeln bei Gasentweichungen bekannt- gegeben, die, wenn sie beachtet werden, Schutz gewähren. Widdersheim 9670 ( 3865 Männer, 4055 Frauen, 750 Knaben und 800 Mädchen); die Durschnitts» besucherzahl im einzelnen Gottesdienst belief sich sonach auf 66 Erwachsene und 13 Kinder. In der Filialgemeinde B o r s d o r f waren 80 Gottesdienste, 59 Hauptgottesdienste, 11 Nebengottesdienste und 10 Iugendgottesdienste. Die Zahl der Gottesdienstbesucher war im ganzen 5436 (2289 Männer, 3137 Frauen, 2741 Kinder); im Durchschnitt also 28 Männer, 39 Frauen, 34 Kinder. Getauft wurden im Jahre 1928 in Ober-Widdersheim 20 Kinder, in Borsdorf 6, konfirmiert wurden 17 (10) Kinder; getraut 4 (5) Paare, beerdigt 13 (4) Personen. Die Gesamtsumme der Gaben betrug in Ober-Widders- heim 7726 Mark, darunter 7067 Mark Gaben und Stiftungen aus Anlaß der Kirchenrenovierung, außerdem 297 Mark für Heidenmission, Innere Mission und Gustao-Adolf-Verein, 102 Mark bei den angeordneten Kirchenkollekten, 149 Mark für die Armen. In der Filialgemeinde Borsdorf betrug die Gesamtsumme der Gaden 401 Mark und zwar 208 Mark für die Heidenmissiou, Innere Mission und Gustav-Adols-Derein, 71 Mark bei den Kirchenkollekten, 79 Mark für die Armen und 43 Mark für die Kirche. y. Borsdorf, 17. Ian. Dieser Tage fand hier die erste Brennholzversteigerung des Forstamts Nidda aus verschiedenen Distrikten des Harbwaldes statt. Viele Steigliebhaber hatten sich eingefunden, darunter eine große Zahl aus der sog. breiten Wetterau. Es wurden recht hohe Preise geboten, obgleich etwa 700 Raummeter Hartholz und 660 Raummeter Stamm- und Astreisig ausgeboten wurden. Die Buchenschett waren im Vergleich zu den anderen Holzsortimenten noch am billigsten. Es kostete je ein Raummeter: Buchenscheit 1. Kl. 18 Ml., 2. Kl. 16 bis 17 Mk., Buchenknüppel 15 Mk., Stöcke 7 Mk. und Reisig 2,50 Mk. Bei solchen Preisen wird auch die Landbevölkerung unserer Gegend genötigt, immer mehr sich für Kohlen- und Brikettfeuerung einzurichten. 1: f Hirzenhain, 17. Ian. Bei der Holz- Versteigerung, die die Stolberg-Wernin- gerodes'che Forstverwaltung im Stolbergerhof abhielt, wurden folgende Preise erziell: Dund- scheit und Scheitholz 1. Klasse 15 bis 17 Mk. pro Raummeter; Scheitholz 2. Klasse 12 bis 14 Mk. Prügel 9 bis 11 Mk., Reifer 1 bis 1,50 Mk. Zur Versteigerung gelangten ungefähr 500 Raummeter Hartholz und 700 Raummeter Buchenastreifer. Kreis Schotten V Gedern, 17. Ian. Unter dem Vorsitz des Regierungsrats Dr. Helm reich, Schotten, fand hrer ein wichtige Sitzung des Krankenhausa u s s ch u s s e S statt. Ein Blick in die Statistik von 1928 läßt eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung des Kreisbezirkskranke n h a u s e s erkennen. Verpflegt wurden 107 männliche Kranke in 1946 Verpflegungstagen (1927: 1663) und 91 weibliche Kranke in 1776 Verpslegungstagen (1927: 1450). Diese 3722 Krankheitstage (1927: 3113) entsprechen einer Durchschnittsbelegstärke von 10,2 (1927: 8,5) während des ganzen Iahres. Don der Gesamtzahl der Pattenten stammten 131 aus den Bezirksgemeinden. Während im Iahre 1927 47 operative Fälle vorkamen, erhöhte sich diese Zahl im letzten Iahre auf 64. Hierzu kommen noch 13 Entbindungen, 48 leichtere chirurgische und 48 medizinische Fälle. Durch Derkehrsunfälle wurden 4, durch Betriebsunfälle 10 Pattenten eingeliefert Es waren 5 Todesfälle zu verzeichnen, was einem Durchschnitt von 2,5 Prozent entspricht. Diese Zahlen liefern den Beweis der Notwendigkeit des hiesigen Krankenhauses für den gesamten Bezirk. Da das jetzige Gebäude nicht mehr den Anforderungen genügt, die an ein modernes Krankenhaus gestellt werden müssen, wurde ein Erweiterungsbau vorgeschlagen. In der Sitzung wurden die von Sladtbaumeister Schröder au8gcarbeiteten Pläne der Kommission vorgelegt, gutgeheißen und genehmigt. Mit dem Dau soll sobald wie möglich begonnen werden, so daß der Neubau bis Ende Oktober 1929 beziehbar fein kann. Vor allem wird ein großer Operation--, ein Verbands- und ein Röntgenraum im Erdgeschoß errichtet werden. Während im Obergeschoß vier große Krankenzimmer vorgesehen sind, werden im Souterrain zwei Wannenbäder. Bügel- und Vorratsräume eingerichtet Das jetzige Gebäude wird alsdann von außen einer gründlichen Reparatur unterzogen, damit es mit seinem Inneren in harmonischem Einklang steht. Die Arbeiten zu dem Neubau sollen nur an solche Unternehmer vergeben werden, die ihren Sitz in einer der Bezirtsgemeinden haben. Dolle Anerkennung gebührt Bürgermeister Müller, der alles an das Emporblühen unseres Krankenhauses setzt und auch hier wieder durch seine Rührigkeit, Umsicht und Tatkraft dafür sorgen wird, daß die Pläne zur Lat werden. Da seit einiger Zeit sämtliche Betten des Hauses belegt sind, aber neuer Zugang zu erwarten ist, wurde die Genehmigung zum Ankauf von drei kompletten Betten erteilt. Es können jetzt insgesamt 24 Erwachsene und 2 Kinder gelegt teerten. Die diesjährige Weihnachtsfeier im Krankenhaus wurde erwähnt und derjenigen Geschäftsleute dankend gedacht, die eine Bescherung der Kranken durch Spenden von allerlei Gegenständen ermögllchten. Eine Wohttättgkettsveranstaltung zugunsten des Krankenhausneubaues soll in näch^r Zeit durchgeführt werden. wg. Gedern, 15. Ian. Die vor etwa V, Iah» ren gegründete hiesige Freiwillige Sani* tätskolonne vom Roten Kreuz trat mit ihrem am Sonntag im „Löwen" veranstalteten Unterhaltung^- und Familienabend zum erstenmal in die Oeffentlichkeit. Daß der Zweck deS Abends, die junge Vereinigung populärer zu machen und für ihre hohen Ziele in weiteren Kreisen Interesse zu wecken, erreicht wurde, bewies die recht zahlreiche Zuhörerschaft, welche daS Gebotene sehr beifällig aufnahm. Im Mittelpunkt stand die von allen Mitwirkenden vortrefflich gegebene Aufführung deS Singspiels ..Aennchen von Tharau". Von starker Wirkung waren auch die von dem Liederkranz- Quartett unter der Leitung von Lehrer R i e - d e l gelungenen Studenten- und Soldatenchöre, wie auch die die Pausen ausfüllenden ßieter- Dorträge. Nicht unerwähnt bleibe, daß der Musikverein Gedern sich in den Dienst der Sache stellte und durch seine frischen Weisen sehr zur Verschönerung des Abends beitrug. Allen Mitwirkenden, vor allem aber Herrn Friedrich H o f HL, der die Spielleitung hatte und mit viel Mühe und Eifer daS Einstudieren übernommen hatte, gebührt die dankbare Anerkennung der Zuschauer, welcher auch in den Begrüßungs- und Schlußworten deS Kolonnen- Vorsitzenden, Hofpredigers Widmann, zum Ausdruck kam. 3m gemütlichen Teil des Abends kam, wie üblich, der Tanz zu seinem Recht. ± Oberlais, 16. Ian. Am Sonntag hielt der Kriegerverein seine Generalversammlung bei Gastwirt Schauermann ab. Präsident Polizeidiener Nies begrüßte die Kameraden. Das Andenken an die Gefallenen und an die verstorbenen Kameraden ehrte die Versammlung durch Erheben von den Sitzen. Der Rechner Adolf Simon verlas die Rechnung für 1928, die einen kleinen Kassenbestand aufweist ; nach Prüfung der Rechnung wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Die Vorstandswahl ergab durch Zuruf die Wiederwahl deS seitherigen Gesamtvorstandes. Für den Bezirkstag in Bingenheim wurden als Vertreter Ernst Fischer und Gustav Fischer gewählt. Die Frage, ob in diesem Iahre die Kriegervereine des Bezirks Nidda, wie im Vorjahr, wieder eine Rheinfahrt unternehmen sollen oder ob erstmals wieder ein Dezirksfest stattfinden soll« führte zu einer längeren Aussprache. Die Versammlung stimmte mit großer Mch.heit für e:ne Rhein fahrt. Der Bezirkstag in Bingenheim wird über diese Frage endgültig entscheiden. Da in diesem Iahre der Kriegerverein auf fein 40jähriges Bestehen zurückblicken kann, wurde der einstimmige Beschluß gefaßt, dieses Iubiläum demnächst zu feiern. Mit Rücksicht darauf, daß der Gesangverein in diesem Iahre die Feier seines 25jährigen Bestehens begeht, soll von einer größeren Feier abgesehen werden; die Feier soll im Rahmen eines Familien- abends abgehalten werden. Von den 3 Gründern des Vereins sind noch 14 am Leben, darunter ein Veteran von 1870/71. Der Verein hat zur Zeit über siebzig Mitglieder .— Die Generalversammlung des Gesangvereins „ßieberfrcunö" fand bei Gastwirt Werner statt. Sie beschäftigte sich in der Hauptsache mit dem 6 ä n g e r f eft, das am 9. Iuni hier feilt soll. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde Landwirt Wilhelm Schmittberger gewählt. — Einen schweren Unfall erlitt der Maurermeister Wilhelm P r e u s ch. Er war in Ober» Widdersheim beim Einbringen von Eis beschäftigt. Dabei stürzte er rücklings vom Wagen und fiel mit dem Kops auf das Eis. Eine Gehirnerschütterung und Verletzung des Rückenmarks waren die Folgen, an denen der Bedauernswerte nun zu Bett liegt * Eichelsdorf, 17. 3cm. Die auf den 13. 3' ’ ®ergfien^$ 1 unferen «unipia S* ‘i* Nuppe . iiS» iS»* scheit würbe m knüppel bradjt gälte« 8 bis Raummeter, l Eichen waren Fichten wurde versteigert. la. Laute Herrn 2ic Jampsz'ec streße zvnV- gegenlvärtig ierung. befördernde 2 Hof Aord triebslveife hat raubend ertoie Plan erwogen, baHnbof nach I Iayndamin Wird und jum nächst die Da! über die Laut Hebet die Lc baut. 3n bet beim bau b' ten hetausge maffen beweg befindet sich M k ili Sil I ®Qnt. berj-eQl mit d-, itelt in yuma. !ttei(f)| h. Eueren ^ÄÄe’ 5 ®t4X®t*’1- g > bot. Cubtt^'ung ™? U i" ?W NE AZZ °°nlbatr An. *««$ in I«°m fcit M a» Saintaj sa ' ®'"t:ntn!t. vchatieraiaan ab kgtu&te ö|e Ai. tn ^i?a ^r die Zähne Kasten 3t seums vc Jawohl. Jeinde d- wie diese gelitten, i mähe ihr diese Tchn Lund tau' sinislntlich DuseM. sichen De v rm ihn: suchungei ti! ite ihre mä< Damast, gebleicht, prima Qualität, ca. 80cm breit 95 Kapitalisten wird neuaufgelegte Aktie eines rheinischen Indu Metzener Vogelhaus I Mttone Wolkengasie 17. tzlr,mszimmeramoeln Gebe vorn I9.A°N bts2 Nebr. Vvetsezlmmerkkonen e nIoerrpiijimmerltiner oUu)lh)CtUd)Cil 0 r a tl0, QU! tlnrtitfifrtilnmnffion andere Lioaelar en, Käfige,; («oldstiche, Kutter u. lUen-, SleWNweil 78/4ü filicn wegen Ucberfüüunn l finsorft hiflin I 190000 Stück naturrote Falzziesel nveiie Soi te, zum Eindecken von Scheunen, Ställen, Schnvven au 90 Sbh pro 1000Stück franko jeder Heimchen Bahnstation. Schriftttche Angebote unier 552D an den Gienener Anzeiger erbeten. Inventur-Aiisverkaui dauert nur noch bis zum 28. Januar. - Warum benutzen nicht auch Sie diese günstige Gelegenheit, Ihren Bedarf zu decken? — Meine Preise lür »waren “ wie ■■*■■■■ -WHniMe usw. zu fabelhaft niedrigen Preisen! Strümpfe mit 15% Rabatt / Auf alle Wollgarne 5% Rabatt und beim Einkauf von 1 Pfund an sogar 10% Rabatt Wollene Kleiderstoffe mit 20° 0 Rabatt Alles reguläre, gute Ware; kein extra dafür aufgekaufter Ramsch. Art. 26: 20000 Stück Tischdecken 120/160 cm. weiß, damastartig <>ea mercerisiert *uV Art. 27: Damenhemden Trägerlorm. mit BogenelnsStzen und deko- q — rativ schönen, dezenten FBItchen gute Qualität 8,0 Von diesen Artikeln werden an Jeden Kunden nur 12 Stück brw. 20 Meter — so lange der Vorrat reldit — verabfolgt. Fordern Sie unseren Katalog, welchen wir Ihnen kostenlos Radiokauf nur beim Fachmann, sonst Enttäuschung, Geldverlust, Aerger! _/sez-e a »«7 ^er es i'Orj -4”e p- • e^6n /, £> . ^112 ■4» "Wil 590A d. Samstag, 19. Zanuar 1929 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Obrrheften) Nr. W viertes Blatt Geschichten aus aller Welt plott, angezettelt VON Pol •» von Tage Wirtschaft wenden gewesen, vielleicht als Anfang zu einem Ehrenmal für die im Weltkrieg gefallenen Söhne der Gemeinde. 3. H. derer rettete ihn aus seiner schlimmen Lage. Da der Alebersallene über zugerichtet war und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen muhte, erfolgte Anzeige und anschliehend Anklage gegen die Wihmarer Burschen wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Angeklagten wollen durch den Der.etzten mit der Schuhwaffe bedroht worden sein und in Rotwehr gehandelt haben. Letzteres bestritt der Verletzte, auch ergab es sich kurz nach der Tat, dah es sich um eine sog. Scheintod- Pistole handelte, wovon aber die Angeklagten bei der Tat nichts wühlen. Das Gericht war der Ueberzeugung. dah die Angeklagten doch zu weit gegangen waren. Da für den Verletzten nachteilige Folgen nicht entstanden waren, wurden den Angel agten mildernd« Umstände zugebilligt. Sie erhielten jeder eine Geldstraf 30 Mark, hilf sweis« je sechs Gefängnis. Amtsgericht Wetzlar. Q Drei junge Burschen aus Wißmar bekamen eines Sonntags nachrS mit einem auswärtigen Burschen, als letzterer ein Wihmarer Mädchen heimbegleitete. Streit. Letzterer lieh sich nicht einschüchtern, sondern drohte, denjenigen, der ihn angreife, zu erstechen. Che der Ortsfremde — er war auö Daubringen — sich versah, lag er am Boden. Die Waffe war ihm rasch entwunden und es hagelte nun von den dreien Hiebe auf den am Boden Liegenden, der schließlich seine Peiniger bat, gegen Zahlung von 20 Mk. von ihm abzulassen. Hierauf gingen diese aber nicht ein. Erst das Dazwischentreten an- Widerstand gegen die Staatsgewalt und öffentliche Beleidigung legte die Anklage zwei jungen Burschen aus Launsbach zur Last. Wie dis Beweisaufnahme ergab, waren die Angeklagten eines Sonntags nachts nach beendigtem Taiiz- kränzchen auf dem Sjeüntoege. Da sie auf der Straße sehr laut waren, wurden sie von einem Polizeibcamten zur Ruhe ermahnt und aufge- fordert, heimzugehen. Dieser Aufforderung glaubten sie nicht Folge leisten zu müssen und brachten dies auch zum Ausdruck, worauf der Beamte Gewalt anwandte. Mt Hilfe eines Einwohners, der der Cemrindevertretung angrhörte, gelang es schließlich die Widerspenstigen auf ihr väterliches Gehöft abzutransportieren. Da die Angeklagten solche bewertet werben könnten. Der Senat jedoch billigte dies nicht und hat die Höhe der Häuser auf zwanzig Meter normiert. Den Ruhm, den Wolkenkratzer-Rekord im Altertum erreicht zu haben, kann aber Konstantinopel für sich beanspruchen: zur Zeit des Oströmischen (Bhzan- rinischen) Kaiserreiches — gegen 400 n. Ehr. — gehörten hier 14- bis löstöckig« Tauten nicht Au den Seltenheiten. Da in Byzanz überdies äußerst schmale Straßen vorherrschten, erweckten diese Häuser einen doppelt so großen Eindruck. — Professor Patterno hat also wieder einmal ein- wandfrei bewiesen, dah es in der Tat nichts ReueS unter der Sonne gibt ... Betrogene Betrüger. (b) Sofia. Die Herstellung von Falschgeld erfordert auher erheblichen Geldmitteln auch besondere Kenntnisse. AuS diesem Grunde kam eine Gruppe geschäftstüchtiger Leute in Sofia auf den Gedanken, sich nur die Mittel zu verschaffen, die Fälschungen aber gar nicht auszuführen. Sie seltsamen Fälscher, die zumeist alte Bekannte der bulgarischen Polizei waren, opferten einen Tansendlewafchein, von dem sie durch verschiedene Manipulationen mit Chemikalien einen einfachen Abdruck herftellten. Mit diesem Abdruck in der Hand suchten sie ihre Opfer auf, meist Handwerker, Ladenbesiher. die über einiges Kapital verfügten, und erklärten ihnen, eine Gesellschaft von auS dem Ausland heimgckehrten Spezialisten habe sich aus die Herstellung von bulgarischem Falschgeld verlegt. Die Vorarbeiten seien erfreulich weit gediehen. Beweis: der Abdruck des Tausendlewascheines. Hm das Klischee vervollkommnen und marktfähige Abzüge Herstellen zu können, sei noch etwaS Betriebskapital nötig, etwa 40—50 000 Lewa, welcher Betrag nach Ablaus eines Monats mit 500 Prozent Zinsen zurückgezahlt werde. ES fanden sich nicht wenig Dumme, die. mit der Hoffnung auf mühelosen Verdienst, ihr Vermögen opferten. Wenn nach Ablauf geraumer Zeit die versprochene Verzinsung ausblieb und die Geschädigten Ansprüche stellten, wurden ihnen von den Gaunern zwei Möglichkeiten gewiesen: entweder Zuhilfenahme der Gerichte ... ein Weg, der sich natürlich von selbst verbot, oder aber —: die Geschädigten mögen sich ihrerseits bemühen, andere Dumme zu finden, um sich an deren Einlagen schadlos zu halten. Auf diese Weise erweiterte sich der Kreis der „Aktionäre" der Fälschergesellschast solange, bis es der Polizei gelang, das blü- hend« Unternehmen auszuheben. Noch ein Wellkricgsopfer. (r) Brüssel. 2llS ein sehr verspätetes Opfer des Weltkrieges hat sich in H a m o n t, einem kleinen Grenzstädtchen in der belgischen Provinz Limburg. die 42 Jahre alte Haushälterin Mari« MaeS auf den Operationstisch legen lassen müssen, um sich den Blinddarm entfernen zu lassen. So ohne weiteres allerdings läßt sich ein Zusammenhang zwischen diesem chirurgischen Eingriff und dem vor zehn Jahren beendeten Weltkriege nicht herauSfinden: wenn man aber erfährt. wodurch der Blinddarm der Marie MaeS erkrankt war, wird einem dieser Zusammenhang llar: Eine winzig«, nur einige Millimeter große Drahtklammer war vom Magen der Frau in den Darm geraten und war schließlich in den Wurmfortsatz gelangt. Dies« Drahtklammer hatte im September 1917 dazu gedient, zwei sog. „pH s", eng mit Epionagenachrich ten be- schriekene Blättchen Papiers, zusammenzuhalten, die Marie Maes, die im Dienste des feindlichen Rachrichtenwesens stand, einem Vertrauensmann an der holländischen ©reu e zutragen wollte. Kurz vor dem Ziel glaubte sie sich — fälschlicherweise — von deutschen Grenzschutztruppen entdeckte und verschluckte einfach die für Ne so gefährlichen Papiere, deren Entdeckung durch die Deutschen vielleicht den standrechtlichen Tod für sie bedeutet hätte, liebet zehn Jahre ist die kleine Metallllammer im Leibe der früheren Spionin geblieben, um jetzt wieder zum Vorschein zu kommen. Es braucht natürllch kaum hinzugefügt zu werden, daß Marie Maes auf Staatskosten operiert worden ist. ... Oer Stand der Produktion. Dem Wochenbericht deS Instituts für Konjunkturforschung zufolge hat sich der wirtschaftliche Tätigkeitsgrad während der letzten Monate des verflossenen Jahres in den ProduktionSmittel-Jndustrien stark vermindert, während in den Derbrauchs- güter - Industrien eine Verlangsamung im Rückgang, teilweise sogar eine leichte Belebung der Produktion, einsehte. Diese Verschiedenartigkeit in der Produktionstätigkeit der beiden großen Wirtscha tsgruppen rodu.tionsmittel- und Ver- brauchsgüter-Indust r. en) wird durch die neuesten Produktions^ahlen bestätigt. Die Roheisen - und Walzwerksproduktion hatte sick im Rovember durch die Aussperrung gegenüber Oktober um rund 75 Prozent vermindert. Aber auch nach der Wiederaufnahme der Arbeit im Dezember wurde in diesen Industriezweigen daS Produktionsvolumen der Monate vor der Aussperrung nicht wieder erreicht Die Verschlechterung auf dem SN en - markt ist für die gegenwärtige Konjunkturlage um so beachtenswerter, alS dadurch zum Ausdruck kommt, daß die Investitionstätigkeit der Wi.tschast weiterhin zurückgeaangen ist. Dafür spricht auch die weitere Abnahme deS Auftragseingangs in der M a s ch i n e n i n d u st r i e. Die Kohlenproduktion stand in den letzten Monaten im Zeichen der üblichen jahreszeitlichen Steigerung. Dabei ist bemerkenswert, daß die Steinkohlenförderung, die in hohem G.ad auch von dem Koh'enverbrauch der Industrie beeinflußt wird, gegenwärtig geringer ist, als vor Jahresfrist. während die Braunkohlenförderung auch gegenüber den gleichen Monaten des Jahres 1927 nicht unbeträchtlich zugenommen hat. Die Koksproduktion zeigt im Rovember einen starken Rückgang infolge der Aussperrung in der Eisenindüstr«. Im Dezember wurde hier, wie bei der Eisenproduktion, der Umfang von Oktober nicht wieder erreicht. Die Produktion in den Derbrauchsaüter-Jndu- strien ist dagegen teilweise wieder leicht ff?ftügm. Jedenfalls hat die arbeitstägliche Te ? t11 - Produktion von Oktober auf Rovember zugenommen. Offenbar handelt es sich dabei aber nur um eine vorübergehende Reaktion auf den starken Rückgang der Produktion in den vorausgegangenen Monaten, der bewirkte, dah in dieser Branche die Versorgung des Handels zeitweise hinter dem Verbrauch zurückblieb, während sich nunmehr ein gewisser Angleich der Produktion an den Verbrauch vollzieht. Im De em der haben sich Auftragseingang und Beschäftigung nach den vorliegenden Berichten in wichtigen Zweigen der Textilindustrie bereits wieder verschlechtert. Ter Erzbergbau im Dezember 1928. Siegerland. Von den Siegerländer Gruben befand sich im Dezember etwa die Hälft« außer Betrieb. Die Förderung, welche im Rovember auf 50 Prozent der normalen Förder- rung gesunken war. ging im Dezember noch weiter, nämlich auf 40 Prozent zurück. Der aus dem Lohnkonsli.t an der Ruhr te n Siegerländer Bergbau entstandene Schaden ist ungleich größer, als anfangs angenommen wurde. Eine Steigerung des Absatzes an rheinisch-westfälische Hütten in den nächsten Moraten hängt davon ab. ob bzw. in welchem Umfange die Dom Bergbau beantragte Reichs- und Staatshilse gewährt wird. Lahn-Dillgebiet einschl. Ober- Hessen. Trotz Beendigung der Aussperrung im Industriegebiet konnten von den stillgelegten Eisensteingruben vorerst nur zwei wieder in Betrieb genommen werden, da der Abruf der Erze sehr zurückhaltend einsehte und die Haldenbestände bereits vor der Stillegung erheblich an» gewach en waren. Es ist zu befürchten, daß der Ver'andausiall durch die Aussperrung nachteilige Folgen auf die Auswirkungen deS AuLnahme- tarifs 7i hat. so daß die zu erwartenden, Rückvergütungen keinen Ausgleich mehr für die Frachterhöhungen ab 1. Oktober bieten werden. Statt der erwarteten Hilfsmaßnahmen wird also ein Einnahmeaussall ein treten, welcher die Exi» stenzfähigkeit der Werke immer ungünstiger gestaltet. Generalversammlung Fried. Krupp A.-G. Die gestrige Generalversammlung ter Friedr. Krupp A.-D. genehmigte den bereits veröffentlichten Abschluß für 1927 28. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Krupp v. Dohlen und Halbach, gab einen zusarn- sich weiterhin rabiat gebärdeten — u. a. wurden auch harmlose Zuschauer in Mitleidenschaft gezogen und der Polizeibeamte und der Rachtwächter öfsentllch beleidigt —, erfolgte schliehlich Unterbringung beider Angeklagten in Pollzei- gewahrsam, auS welchem der eine Angeklagte sich durch einen Sprung aus dem etwa 5 bis 6 Meter hohem Fenster befreite. Vor Gericht versuchten beide Angeklagte die ganze Sache als ein Stomx politisch Andersdenkenden, hinzustellen und demgeomäß ihr Verhalten zu beschönigen. Mehrere Zeugenaussagen hingegen ergaben, dah die Angeklagten alles andere als zart veranlagt gelten. Das Gericht sah sie als überführt an und verurteilte beide wegen Widerstandes zu Geldstrafen von je 30 Mark und wegen öffentlicher Beleidigung zur Geldstrafen von je 2 0 Mark, an deren Stelle im Richtbeitreibungsfalle für je 5 Mk. eine Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tage tritt. Den Beleidigten wurde die Befugnis zuerkannt, das Urteil bezüglich der Beleidigung durch Aushang an der Gemeindetafel zu veröffentlichen. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten I s Der Lordkanzler mit dem Schnurrbart. (f) London. Dvr kurzem starb in London ein Mitglied der Regierung, der Lordkanzler DiSrount Cave. Der Verstorbene war em ganz vorzüglicher Jurist und in den Kabinetten Donar Law . sowie Baldwin gleichzeitig Lordkanzler und Oberstaatsanwalt. Dor seiner Ernennung debattierten die englischen Zeitungen über die welterschütternde Frage, ob es zulässig sei einen Mann .mit Schnurrbart" zum Vor,itzenden des Oberhauses zu ernennen. Selbst den Krnig al'er Briten beschäftigte dieses .Problem", alS man ihm Eave vorschlug Der Premier soll seinen Herrscher mit sagenden Wor en beruh gt haben: Majestät, die englischen Ge.eye w.ssei nichts davon, dah der Lordkanzler g'att rasiert sein muß I" So wurde Discount Cave der Tradition ungeachtet Lordkanzler deS Britischen Reiches, sehr gegen den Willen der konservativ Lenkenden. welche diese .Relorm" nicht gerade freudig begrüßten. Zugegeben sei's. dah der, Schnurrbart nicht besonders gut zu der Perücke paßt, die der Lordkanzler als Leiter der Sitzungen deS Oberhauses tragen muh. Aus diesem Grunde Nimmt es auch nicht weiter wunder, dah uet jetzt Verstorbene seit Mcn ch enge senken erst der zweit« „beldmurrbartete" Lordkanzler AlbionS war. Der erste wurde 1617 ernannt; man verzieh ihm seinen .plebejischen" Mundschmuck lediglich, well er kein geringerer alS — Bacon war... Haben Höhlenbären den Zahnschmerz gekannt? (a) Reuhork. Haben die Höhlenbären an Zahnschmerz gelitten? Diese hochwichtige Frage, für deren Aktualität insbesondere len« von unseren Mitmenschen volles Verständnis aufor.ngen Durften. Me sich zu Weihnachten an Rüssen und Kon.ekt di« Zahne verdorben haben, ist soeben von nam- basten Zoologen und Paläontologen des Museums von LoS Angeles be.aht worden. Jawohl, die Höhlenbären, die gefährlichsten Feinde des diluvialen Menschen haben eoenso wie diese selbst an Zahn- und K.eferschmerzen gelitten, und angesichts der gewaltigen Ausmaße ihrer Beiß- und Kauwerkzeuge müssen diese Schmerzen nicht gerade klein gewesen sein. Rund tausend Gebi.se und Gebihteile dieser vor- sintflutlichen Ungeheuer besitzt das gmannte Museum, darunter auch die wahrhaft amehn° sichen Gebisse von Höhlent gern, und an dreißig von ihnen sind eingehende zahnärztliche Untersuchungen vorgenommen worden. Eine ganze Anzahl dieser Bestien hat ein unvollständiges Gebiß; die temperamentvollsten von ihnen haben ihr« mächtigen Hauer In der zähen Asphalterde von Rancho la Drea. einem Hauptsundort für Fossilien, liegen lassen, lediglich ein halbes Dutzend Höhlcntiger verfügte noch über eine vollständige Garnitur von Zähnen. Aber von diesen ist ein großer Teil hohl, und Untersuchungen mit Ronigenlicht haben das Vorhanden ein schwerer Fisteln und Abzess« nachgewiesen. Zahnschmerzen sind daher nicht, tote oft angenommen wird eine Errungenschaft der neueren Kulturepochen. Und daS ist wenigstens ein Heiner Trost! An den Unrechten geraten. (n) Moskau. Juch der Polizist ist ein Privatmensch, und im Privatleben vielleicht auch Sportsmann. Ja im neuen Rußland steht gerade der Po.izeisport in höchster Blüte. Man kann daher mit Po.i- aiften in Moskau die überraschenditen Dinge erleben. Selbst die „Professionels" sind vor ihren Rivalen mit dem Gummiknüppel nicht mehr sicher, wie der folgende Befall bewci t, der sich vor ei-iger Zeil in Moskau abspielte. Der beste Sprinter der Sotojetunim. nebenbei Sportredakteur der .IswestijaDoris G r o • mos. ist es. der auf unfreiwillige Weis« aus der Moskauer Straße einen neuen Landesrekord gelaufen hat. Gromos hatte es gewagt, von der fahrenden Straßenbahn abzuspringen. Dos ist ein schwerer Verstoß gegen die Mostauer oftent- liche Derkehrsocdnung und wird mit einem sofort zu erlegenden Rubel beftia t. Gin Pvli llt sah Gromof abspringen und setzte ihm sofort nach. Und Gromos rannt«, was das Zeug halten wollte, weniger um den Rubel zu sparen als darum, weil Ihn echter Sv orige ist trieb. Aber, o Wunder. der Polizist blieb ihm dicht auf den Fersen. Nachdem er so einige Straßen durchrast hatte, den Ann des Gesetzes" stets dicht hitter seinem Rücken, blieb Gromof endlich, schnaubend und nach Atem ringend, stehen. Wifsen Sie auch. Genosse, wer ich bin7 fragte er den ebenfalls höllisch außer Atem geratenen Polizi ten. Ich bin Doris Gromof, der rullische Sprinterm Her, und ich bin blo.j deshalb stehen geblieben, um zu sehen, wer so laufen kann, daß er mir immer dicht auf den Hacken mensassenden Rückblick über die Erfolge der bisherigen Rationalisierungsarbeit. In technischer Hinsicht hatten die Betriebe eine wesentliche Steigerung der Intensität ihrer Erzeugung zu verzeichnen. Die Wirtschasllichen Ergebnisse entsprechen ledoch in feiner Weise den Erwartungen. da der Mehrerlös aus der Rationalisierung völlig in weiter gesteigerte Lasten und Löhne zerfließt. Steuern und soziale Abgaben der Friedr. Krupp A.-G. und ihrer Tochtergesellschaften sind gegen das Vorjahr um 5,8 Mill. Mk. auf 30,2 Mill. Mk. gestiegen. Rechnet man hierzu noch die freiwilligen Wohlfahrtsabgaben, so beläuft sich die steuerliche und soziale Gesamtbelastung der Produktion aus rund 36 Mill. Mk. oder auf rund 120 000 Mk. für den Arbeitstag. Die Steigerung der Durchschnittslöhne betrug seit 1924 für die Kruppschen Bergbaubetriebe 84 Prozent- für die Eisenwerke 78 Prozent. Schon seit längere* Zett haben die Löhne den Friedensreallohn überschritten. Außerdem hat auch die Verkürzung der ArbettSzeit zu einer neuen Steigerung der Selbstkosten erheblich beigetragen. Ein Gewerbezweig, dellen Erträgnisse dauernd zurückbleiben hinter den Zinsen, die daS in Sparkassen und Pfandbriefen risikoloS angelegte Kapital bringt, vermag für weitere Kapitalinvestitionen keinen Anreiz zu bieten und ist daher «um Verkümmern verurteilt. Dieser Zustand entspricht auch keineswegs den Interessen der Arbeitnehmer; denn eine Verkümmerung der Industrie bedeutet Einschrumpfung der Arbeits- möglichkeit, wie sie im Bergbau bereits In weitem Umfange eingetreten ist. Ein Blick auf die Stellung der deutschen Montanindustrie auf dem Weltmarkt zeigt am klarsten, wohin uns das Abirren von den grundlegenden Gesetzen der Wirtschaft geführt hat. Die steigenden Selbstkosten der deutschen Industrie sind von Jahr zu Jahr Über die ihrer ausländischen Konkurrenz hinausgewachsen. Unsere einstmals starke Stellung auf dem Weltmarkt ist sowohl in Eisen wie in Kohle schwer erschüttert. Die deutsche Montanindustrie kann und darf jedoch ihren Charakter als Exportindustrie nicht verlleren, wenn sie der deutschen Arbeiterschaft weiterhin die Arbeitsmöglichkeit auf deutschem Boden gewährleisten und ferner dazu beitragen Toll, durch die Ausfuhr ihrer Erzeugnisse mit- zuwirken an der Aufbringung der Reparationslasten, die selbst nach ihrer etwaigen Konsolidierung eine schwer tragbare Last bedeuten werden. Sie öffentlich-rechtlichem? nsverslchenmg im Zahre 1928. Die öffentlich-rechtliche Lebensversicherung ist im verflossenen Jahr« trotz der schwierigsten wirtschaftlichen Verhältnisse wiederum ein recht beträchtliches Stück vorwärts gekommen, und sie hat Erfolge erzielt, die beweisen, dah der öffeni- lich-rechttiche Versicherungsgedanke immer mehr an Boden gewinnt. Der Gesamtantragszugang bei den im Verbände öffentlicher Lebensversicherungsanstalten in Deutschland zu- sammengeschlossenen Anstalten ist feit der Stabilisierung der deutschen Währung Ende 1923 auf rund 1800 Millionen Mark angewachsen. Der Abgang hat sich auch im letzten Jahre trotz der schwankenden Wirtschaftslage in durchaus mäßigen Grenzen gehalten, so daß der Ge- samtabschluh ein recht günstiges Bild ergeben wird. Besonders erwähnenswert erscheint, dah die Landwirtschaft ungeachtet ihrer schwierigen Lage sich auch wieder für die Lebensversicherung zugänglicher zeigte. Die Äachfrage nach Hypotheken war naturgemäß sehr groß. Bei. der Bewilligung seitens der einzelnen Anstalten wurde besonders darauf geachtet, dah nicht einzelne Gegenden oder Bevölkerungsschichten besonders beDoisugt wurden, sondern dah gemäß den Grundsätzen der öffentlich-rechtlichen Lebensversicherung die Kapitalien in weitestem Umfange wieder den Kreisen und Bevölferungs- schichten zur Verfügung gestellt wurden, aus denen sie in Form-von Versicherungsprämien geflossen sind. Durch ihre Beitrags- und Dividende n p o l i t i k, die es ablehnt. Prämien teile zu erheben, die nicht dauernd als unbedingt nötig erachtet werden, um sie später in Form von Dividenden zurückzugeben, haben die öffentlichen Anstalten in besonderem Mähe den augenblid- lich herrschenden schwierigen Wirtschaftsverhält- niffen Rechnung getragen, denn durch den gewährten möglichst billigen Versicherungsschutz ist bleibt!" Ra", antwortete der flinke Polizist und wan sich stolz in die Brust, .ich Wäre Ihnm noch stundenlang auf dm Hacken geblieben; ich bin Stefan Stefanowitsch Iwanow, der Meister- sprinter der Moskauer Polizei!" Man kann sich vorstellen, waZ für ein Gesicht Gromos nach dieser Erö fnung gemacht bat Aber wenige Mieten darauf sah man die beiden Sportrivale i ti freundscha tlichem Gespräch, Arm in Arm. zurückkehl en. Ob er aber den Strafrubcl bezahlt hat. verschweigt Gromof, der diese Episode selbst in der „Jöwestija" erzählte. Wolkenkratzer im Altertum. (g) Rom. Professor Giulio Patterno, der bekannte italienische Altertumsforscher, entdeckte, daß das „Symbol" der heutigen Zeit, der Wolkenkratzer, durchaus keine neue Erscheinung sei. Bereits im allen Carthago gab es Häuser, die 8—10 Stockwerke hoch waren. Wenn man bedenkt, dah Carthago 146 Jahre vor Christi Geburt vernichtet worden ist, muh man den dortigen Architekten eine grenzenlose Hochachtung zollen; ihre Leistung kam dem heutigen Bau eines etwa hundertstöckigen Wolkenkratzers gleich, den vorläufig noch kein Zeitgenossen fertig gekriegt hat. — Wich im clltssn Rom baute man mit Vorliebe Hochhäuser, die auch im heutigen Sinne als Bahnhofsbeschwerden Grohen-Linden — Leihgestern. 2luS Leihgestern wird uns unter obiger Ueberschrist ge chrieben: In Rr.2 Ihres Blattes ist von Großen- Linden ein Arti ei über dies« Angelegenheit erschienen. Daraufhin ist eine Erwiderung In Rr. 7 Ihres Blattes von Ce bgeftmn erfolgt. Ich gestatte mir nun als alter Leihgestern er erfahrener Bürger, noch einmal diese Qlncefegen- hrit kurz zu beleuchten. Was von Grohen-Linden in Rr.2 Ihres Blattes geschrieben wurde, entspricht vollständig der Wahrheit; nur die Berechnung der Seelenzahl auf beiden Se ten. einschließlich Hinterland, wäre überflüssig gewesen, da dies hier gar nicht in Betracht kommen kann. Was di« Erwiderung in Rr. 7 Ihres Blattes von Leihgesterner Seite bezwecken soll, ist mir nicht verständlich. Der Umbau des Bahnhofs Grohen-Linden wird nur noch eine Frage der Zeit sein, da schon vor einigen Jahren mehrere Morgen Gelände auf der östlichen Seite von der Bahn angefauft worden sind. Dah die Bahnverwaltung sich von einer Gemeinde beeinflussen lassen sollte, e.waige Begünstigungen zum Rachfell der ge^e rüberliegenden Gemeinde vorzunehmen, ist doch wohl ganz ausgeschlossen. Die Gemeinde Leihgestern hat bei dem evtl. Umbau einen berechtig,« r Wunsch: da nämlich das BahnhofS- gelänbe fast ganz in dec Gemarkung Leihgestern liegt und jeder fremde Reisende glaubt, statt Leihgestern Grohen-Linden vor sich zu (eben, von dem jetzigen 71 amen der Station abzusehm, aber alS Derbindungsnamen die Bezeichnüng Grohen-Linden-Leihgestern einzu üh» rcn. Bei gute n Willen der Bahn könnte das ohne Schwierigkeiten geschehen. Ferner ist mir unverständlich. wie die Gemeinde Leihgestern für einen Fahrkartenautomaten, der scheinbar ganz Iunbedeute ibe Vorteile verspricht, zweitau end Mark bewilligen kann bzw. schon bezahlt hat. Dieses Geld wäre zu besseren Zwecken zu ver- en mischen Indu 599V jskursv.120'7, - Zugleich Ar mn in Chancen- >r*e durch er rn uuier .12«“ (st rnia» ffrman giessen tTEN *i»t de, blassen kann. innsä£t und rum “Wien Quali. letztem« - und Metallbear. ’nd,e,S,e »ich un. wie viele da*ei besichtigen " in ihrer Werk- iom* leiert Sie inung >ara- ffung okauf beim mann, nst ichung, irlust, url in link 68 iWl zen nicht - Mein6 Fre kcnuJrfln1®er L'Len,'Lieber rne5»/o )00 Rabatt abatt der Versicherungsnehmer schon vom ersten Ver- licherungsjahre ab wesentlich entlastet. Ein weiterer Vorteil dieser Art der Veitragspolitik ist, daß der Versicherungsnehmer hierdurch m die Lage verseht wird, die so ersparten Beiträge in ganz anderer Weise auszuwerten, als das eine Versicherungsgesellschaft auf Grund der gesetzlichen Anlagevorschriften vermag. Seit Der Stabilisierung der Reichswahrung sind von den öffentlichen Lebensversicherungsanstclt:n schon drei Herabsetzungen der 'Beiträge für den Ge° samtversicherungsbestand erfolgt. Die für alle Versicherungen. Die mehr als zwei Jahre in Kraft sind, bislang gewährte Dividende von 10 Prozent ist nur noch als Grunddivi- d e n d e anzusehen, da eine Erhöhung dieses Satzes für alle Versicherungen, die das fünfte Versicherungsiahr zurückgelegt haben, durch Z u * sahdividenden teils bereits durchgeführt ist, teils vorbereitet wird. äleberblickt man die ganze Entwickelung der letzten Jahre, so kann man sagen, daß das öffentlich-rechtliche Lebensversicherungswesen immer m«chr an Einfluß. Bedeutung und Vertrauen gewonnen und sich auch dementsprechend weiter ausgebreitet hat. Wochenbericht vom frankfurter Effektenmarkt. Die lang erhoffte Senkung des Reichs- bankdiskontes wurde am ersten Tage der Tc ichtswoche vorgenommen, und zwar um 1/9 Prozent auf 6y3 Prozent. Wer erwartet hatte, daß diese Maßnahme der Dörse den schon feit langer Zeit so notwendigen Auftrieb geben würde, sah sich gründlich getäuscht. Auch diesmal reagierte die Börse auf die Tatsache Der Diskontermäßigung in durchaus negativem Sinne, und auf Den meisten Marktgebieten traten neue Kursrückgänge ein. Die Geschäftstätigkeit wickelte sich wieder in engstem Rahmen ab, und bei anhaltender Sntereffefofigfeit des Auslandes und des deutschen Publikums genügten schon relativ kleine Abgaben der Baissespekulation, um eine Abschwächung Der Tendenz herbeizuführen. Die Ernennung Der Sachverständigen und die bevorstehenden Reparationsverhandlungen standen naturgemäß im Vordergrund des Interesses, und Die Diskussionen hierüber drückten zeitweise stark auf Die Stimmung, Die außerorDentlich unsicher wurde, als Die unrichtigen Rachrichten aus Amerika verbreitet wurden, daß man sich dort einer Reuregelung Der Reparationsangelegenheit und einer Kommerzialisierung Der deutschen Schuld entgegenstellen werde. Rachdem diese Rachrichten von den maßgebenden Stellen Dementiert worden waren, trat zwar eine gewisse Beruhigung ein — auch Die Ernennung Piervont Morgans zum Sachverständigen befriedigte —, es blieb aber weiterhin eine gewisse älnsicherheit bestehen, und hinsichtlich des Ergebnisses der kommenden Verhandlungen war man in Börsenkreisen verschiedentlich nicht sehr optimistisch gestimmt. Der Markt konnte sich ferner nicht den ungünstigen Einwirkungen Der an Der Reuyorker Börse eingetretenen Kursrückgänge entziehen. Außerdem wurde die Dörsen- fituation durch die Vorgänge am Markte Der Kunstseideaktien recht ungünstig beeinflußt. Die Rotwendigkeit, Die Kunstseidepreise herabzusehen, um Der italienischen und französischen Konkurrenz mit ihren niedrigeren Preisen zu begegnen, und Die Schwierigkeiten innerhalb Der deutschen Kunstseidekonvention bewirkten in Den Glanzstoffwerten ein außerordentlich starkes Angebot, so Daß bei geringer Aufnahmelust des Marktes Der Kurs Der Glanzstoffaktie vorübergehend bis unter 500 Prozent absank. 2m Zusammenhang damit erlitten auch Die Shares der amerikanischen Kunstseidegesellschaften merkliche Kurseinbußen. Stärker angeboten und abgeschwächt waren außerdem noch Die Elektrizi- tätsaktien. Gegenüber Der Unsicherheit bei Betrachtung Der allgemeinen politischen unD wirtschaftlichen Lage bedeutete Der weiter flüssige Geldmarkt einen gewissen Ausgleich, wenn sich auch die Börse dadurch nicht aus ihrer Lustlosigkeit und Zurückhaltung herausreißen lieh. Am Medio trat infolge Der Steuerzahlungen eine gewisse Verknappung für Tagesgeld ein. Der. Privatdiskontsatz konnte jedoch nochmals bis auf 53/< Prozent ermäßigt werden. Eine gewisse Kursstühe bot auch die Rachfrage, Die nach Wontanwerten in Erscheinung trat. Man verwies hier auf Die angeblich günstige Lage Des internationalen Eisen- Niarltes und erwartete ferner bei Der Phönix Vergbau-A.-G. wieder eine LV-prozentige Dividende. Bevorzugt waren G^enkirchen. Rheinstahl, Mannesmann und Die Stahlvereinswerte, vor allem Phönix. Ferner bestand zeitweise einiges Interesse für Die Farbenaktie auf die Mitteilungen Der I.-G.-Farbenindustrie über die Geschäftslage im Jahresbericht Der Frankfurter Handelskammer und auf Die Rachricht, daß die I. G. eine amerikanische Holdinggesellschaft gründen wolle. Zum Wochenschluß trat allgemein eine leichte Erholung ein, doch blieb das Geschäft nach wie vor minimal. Deutsche Anleihen waren etwas gebessert. Am Markte Der AuslanDrenten waren Türken und Mexikaner beachtet. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. Gegenüber Den vergangenen Wochen erfuhr Der 5tannurtcr Produklemnarkt eine erhebliche Belebung. Die Hausse an Den ausländischen Getreidebörsen bot eine starke Anregung. Auch blieb Die knappe Beschickung des Marktes, infolge Der gesperrten Schiffahrt und Der bestehen- Den Frostgefahr, Da aus diesem Grunde Ware kaum verladen wird, nicht ohne Einfluß auf Die Stimmung. Tie Tendenz war freundlich, und Die Preise zeigten eine allgemeine Aufwärtsbewegung. Tie Forderungen Der Provinz wurden ohne Schwierigkeit bewilligt. Rur hält die Provinz stark mit ihrer Ware zurück, da Hoffnungen in diesen Kreisen bestehen, immer noch weitere Gewinne erzielen zu können. An Den Hauptmarkttagen konnte sich in vereinzelten Getreidearten recht lebhaftes Geschäft entwickeln, während an den übrigen Tagen Der Besuch Der Börse sehr schwach war und Die HänDler nur im BeDarfssalle zu Deckungen schritten. Zeitweise bekundeten jedoch Die HänDler größere Zurückhaltung. Da sie bestrebt waren, immer so billig t ie möglich zu kaufen. Im Vordergründe des Interesses standen vor allem Brotgetreide. Das Angebot, besonders in Roggen, war sehr gering. so daß sich zeitweise größere Rachfrage geltend machte. An einem Tag war Ware in Roggen kaum zu erhalten. Im freien Markte wurden bei dieser Gelegenheit auch Preise über Rotiz erzielt. Auch für Weizen zeigte sich immer Interesse, doch kam hier das Geschäft zeitweise ins Stocken. Sommergerste erfreute sich ebenfalls recht lebhafter Rachfrage: hier Dürften hauptsächlich Die Mühlen Deckungs- käuse für Brauzwecke vorgenommen haben. Auch besteht Die Möglichkeit, Daß Interefsenkäufe von anDerer Seite getätigt wurden. Hafer hatte Dagegen Durchweg ruhiges Geschäft, und es trat nur zeitweise eine Belebung ein. Das Mehl- ges ch äf t war anfangs stark vernachlässigt. Doch als bekannt tourDe, Daß Die süddeutschen und rheinischen Mühlen eine Preiserhöhung für abgehende Ware vorgenommen haben, machte sich auch hier einiges Interesse bemerkbar. Auch nahmen Die Mühlen Käufe in Brotgetreide vor, was ebenfalls günstig beurteilt wurde. Prompte Ware fand aber auch nur langsam Unterkunft. Da von Provinzmühlen reichlich Material angeboten war. Rur in nieDerrheinischen Qualitäten entwickelten sich in'olge großer Knappheit größere Umsätze bei einem Gewinn bis zu einer halben Mark. Rach Terminware bestand Dagegen rege Rachfrage, und zwar wurden April- unD Maiabladungen gesucht. Am Futter- m i 11 e I m a r f t blieben Weizen- und Roggen- lleie vernachlässigt. Die Umsätze beschränkten sich hier auf ein Minimum. Rur nach Mais für Futterzwecke bestand regeS Interesse. Hier schritt die Landwirtschaft zu weiteren Deckungen. Im Zusammenhang damit war noch Eohaschrot und Rapskuchen bei anziehenden Preisen lebhafter verlangt. Zum Wochenschluß blieb die Haltung freundlich. die Preise erfuhren eine weitere Befestigung. Das Geschäft wurde jedoch ruhiger und es zeigte sich nur noch für vereinzelte ©etreiDegattungen Rach frage. Das Angebot von Inlandware blieb im Zusammenhang mit den starken Schneefällen und Der großen Kälte weiter sehr gering. Gesucht ist besonders Ware für spätere Lieferung. Roagen.nehl hatte eine weitere Belebung zu verzeichnen. Die erneut hohen Anslandn0tierungen fanden eine günstige Beurteilung. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 23.50, Doggen 23. Sommergerste 24.25 bis 24.50, Hafer inl. 23.25 bis 23.50, Mais für Futterzwecke 23 bis 23.25, Weizenmehl 32.75 bis 33.25. dto. niederrh. 32.25 bis 33. Roggenmehl 29.75 bis 30.50. Weizenkleie 13.70 bis 13.75, Roggenkleie 14.25 bis 14.50. Wochenbericht vom frankfurter Schwach iviehmarki. Am Fran'furter Sch'achtv'ehmarkt bewegte sich das Geschäft in ruhigen Bahnen. Der größere Auftrieb hatte eine Zurückhaltung der Händler, sowie Der Metzger zur Folge, war sich besonders in Der Preisgestaltung auswirkte. Bei RinDern verblieb Ueberstand, und nur beste Ware fand ziemllch leichten Abgang. Schweine fanden am Rebcnmarlt nur schleppenden Absatz, doch wurde Der Markt geräumt. Kälber und Schafe hatten im Gegensatz h erzu etwas regeres Geschäft aufcu- weisen. RorDoeut che Mastkälber waren gesucht und wurden über Rotiz bezahlt. Der Gesamtauftrieb bestand aus: 1750 Rindern, darunter befanden sich 439 Ochsen, 69 Bullen. 694 Kühe und 440 Färsen: ferner. 1698 Kälbern, 590 Schafen und 5329 Schweinen. Gegenüber Dem Austrieb Der vergangenen Woche waren 200 Rinder, 103 Kälber, 53 Schafe und 500 Schweine mehr angetrieben. Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A I 51 bis 51, II 47 bis 50, BI 42 bis 46, Bullen A 49 bis 52. B 45 bis 48, Kühe A 42 bis 45. B 36 bis 41. C 30 bis 35. D 25 bis 29. Färsen A 52 bis 53, B 47 bis 51, C 40 bis 43, Kälber B 72 bis 73, C 65 bis 71. D 58 bis 64, Schafe A I 50 bis 55. B 45 bis 49, Schweine B 72 bis 75, C 74 bis 75, D 74 bis 77, E 71 bis 74. Im Vergleich mit Den Rotierungen Der vergangenen Woche waren Rinder bis 3 Mk., Keiber und Schweine bis 2 Mk. billiger, während Schafe 1 Mk. anzogen. ♦ • Hessische Eisenbahn A.^G .. Darmstadt. Die G.-V. erledigte nur einen Teil Der Tagesordnung und stimmte Dem Vorschlag Des Vorsitzenden einstimmig zu. Vorstand und Aufsichtsrat zu ermächtigen, ein Darlehen in zunächst noch unbestimmter Höhe mit hypothekarischer Sicherheit laut Den in einer heutigen Aufsicht rats itzung gcfaßtin Beschlüsen ur.D je nach Der Lage am Geldmarkt aufzunehmen. • Umtauschangebot für Die 6Vzproz. preuh. Schatzanweisungen. Die Preußische Staatsbank läßt heule ein Umtauschangebot für die 6l/2t>ro$. preußischen Schahanweisungen, fällig am 1. März 1929, ergehen. Den Besitzern dieser wird ter Umtausch in 7proz. Schatzanweisungen angebolen. Es wird freigestellt, zweijährige Schatzanweisungen. fällig am 20. Januar l93l. rückzahlbar 100 Proz. zu 97,30 Proz., oder vierjährige, fällig am 20. Januar 1933. rückzahlbar 1C2 Proz. zu 93,60 Proz. im Tausch zu beziehen. Es wird also neben Dem glichen T enn- ziehen. Es wird also neben dem gleichen Rennbetrag in höher verzinslichen Schatzanweisungen eine Umtauschprämie in bar gewährt, welche bei der Annahme zweijähriger Schatzanwcisungen 2.70 Proz. und vierjähriger 3.40 Proz. le trägt. Die Auszahlung der Umtauschvergütung erfolgt svgleich bei ter Einreichung Der alten Schatzanweisungen. Die Frist zur Einreichung Der Umtauschanträge läuft bis 1. Februar 1929. • Norddeutsche Waggonfabrik A.-G. Die Rorddeutlche Waggonfabrik A.-G. in Bremen verteilt aus einem Reingewinn von 168 628 (146 905) Mark eine Dividende von 6 Proz. (t D. 5 Prvz.). Das Geschäft lieh in ter zweiten Hälfte des Jahres zu Wünschen übrig. Der Umsatz in Dreschmaschinen habe sich verdoppelt. * Felten L Guilleaume, Carlswerk A.-G. Köln-Mühlheim. Entgegen an Der Dörse umlaufenden Gerüchten von einer Divi- dendenermähigung bei Der Felten & Guilleaume, Carlswerk A.-G., Köln-Mühlheim, hört Die „Kölnische Zeitung" von maßgebender Stelle, daß im Gegenteil voraussichtlich mit einer Erhöhung der Dividende auf 7Vi bis 8 Proz. zu rechnen fein Dürfte. • Interessengemeinschaft Schlesischer Mühlen A.--G. Wie Der WTB.-Handelsdienst erfährt, haben gestern unter Beteiligung der Deutschen Mühlenvereinigung A.-G. (Scheuer-Gruppe) die maßgeblichen schlesischen Mühlen in Breslau unter der Firma Interessengemeinschaft schlesischer Mühlen Ä.°G. eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 300 C00 Mart gegründet. Zweck Der Gesellschaft ist Die Wahrnehmung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen Der schlesischen MühleninDustrie und Die Rationalisierung Der Produktions- unD Ab- sahverhältnisse unter Wahrung Der Interessen der Landwirtschaft und des Konsums. Rrar^urtcr Börse Frankfurt a. M., 19. Jan. Tendenz abgeschwächt. — Die freundliche Stimmung des Dor- mittagserkehrs mußte zu Beginn der heutigen Samstagsbörse einer größeren Lustlosigkeit weichen. Die Spekulation hielt sich stark im Hintergrund und nahm verschiedentlich Abgaben vor, was eine Abwärtsbewegung der Kurse und eine Abschwächung der Tendenz zur Folge hatte. Die gestrige feste Neuyorker Dörse und einige sonstige günstige Momente konnten keine Anregung bieten. Dagegen verstimmte eine Meldung, wonach die Auslegung der Reparationeobligationen in Amerika überschätzt würden, ziemlich stark. Die g r 0 ß e Z u - rückhalt ung und Unsicherheit ist in erster Linie wieder auf die immer noch bestehende Order- losigkeit zurückzuführen. Don Auslandseite trafen heute Kaufaufträge in nur geringem Umfange ebt, und diese Werte, die aber nur vereinzelt dastanden, zeigten eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber der gestrigen Abendbörse. Die Kurse gingen gegenüber der gestrigen Abendbörse bis zu 3 v. H. zurück. Dereinzelte Papiere überschritten noch diese Grenze, da die Daissepartei Leevabgoben an den Märkten oornahm. Das Geschäft bewegte sich in den engsten Grenzen, und es kamen zur ersten Notiz nur wenig Abschlüsse zustande. Siemens waren mit minus 3 v. H., Chade mit minus 4 Mark, stark angeboten. I.-G.-Farben und Scheideanstalt lagen bis zu 1,5 n.f) schwächer. Einiges Interesse bestand dagegen am Elektromarkt für A. E. G. und Felten bei gut behaupteten Kursen. Am Montanmarkt gingen Die Rückgänge kaum über 1 v. H. hinaus. Am Auto- markt waren Daimler ungebeten, angeblich auf Berliner Abgaben, und lagen erneut 3 v. H. niedriger. Adlerwerke minus 1 0. H. Behauptet waren noch Wayß & Freitag und Metallbank. Renten ohne Geschäft. Deutsche Anleihen etwas schwächer. Don Ausländern Türken gefragter. Im Verlaufe, kamen Umsätze kaum noch zustande. Die Tendenz neigte weiter nach unten und es traten erneute Kursrückgänge bis zu 2 v. H. ein. Zn Daimler tarn weiter Material an den Markt, so daß hier ein Verlust von erneut 2L v. H. eintrat. Der Geldmarkt erfuhr mit 45v. H. für Tagesgeld eine weitere Erleichterung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4 2051, gegen Pfund 20,3960, London gegen Kabel 4,8503, gegen Paris 124,07, Madrid 29.70, Mailand 92,68, gegen Holland 12,0975. '■öe . iicr Börse. Berlin, 19. Jan. Nachdem schon die gestrige Abendbörse sich durch einen besonders stillen Verlauf ausgezeichnet hatte, konnte sich auch im heutigen Dormittagsoerkehr, zumal es Samstag war, nur geringes Geschäft entwickeln. Trotzdem war Äu dieser Zeit die Tendenz noch recht freundlich, da oie Neuyorker Dörse trotz Der Zunahme der Börsen- kredite auf leichteres Tagesgeld feste Kurse gemeldet hatte und der gute gestrige Reichsbankausweis noch nachwirkte. Anderseits verstimmte etwas der Bergbaubericht für Dezember 1928. Die Börse eröffnete schon in stärkerer Zurückhaltung bei allerdings nicht einheitlicher, aber im Grunde nicht unfreundlicher Kursgestaltung. Das Geschäft war aber so gering, daß ein größerer Teil Der ersten Notierungen ausgesetzt werden mußte. Waren die Abweichungen nach beiden Seiten im allgemeinen nur sehr gering, so betrugen sie bei Spezialwerten bis zu 3 0. H. Felten zogen auf höhere Dioidendehoff- nungen um 2 v. H. an. Stöhr 3,13 n. H. höher, Lorenz plus 2,75 0. H., Svenska plus 3,40 Mark, Akkumulatoren plus 2 v. H. und A. E. G. plus 1,5 v. H. Schwache Veranlagung hatten Dagegen Maxi- milianshütte mit minus 3 0. H., Konti "Kantschuck minus 1,75 v. H., Ost werke minus 2,25 v. H. und besonders Drenftein minus 4 0. H. Bei letzteren wollte man von einer völligen Dividendelosigkeit wißen und von keinem Aequivalent an die Aktionäre für Die Freigabezahlungen. Deutsche Anleihen ruhig. AuslänDer behauptet. Mexikaner und Rumänen überwiegend und schwächer. Der Psandbrief- marktr war geschästslos. Im Verlaufe wurde cs auf den Okdermangel und die Nachwirkung der Diskussionen über Den Reichsetat ausgesprochen schwach. Die Bewegung ging vom Orenstein-Markt aus, an Dem ein erneuter Verlust von 4 0. H. eintrat. Mer auch Svenska waren bis zu 5 Mark nieDriger. Polyphon minus 7,5 v.H., Reichsbank minus 4 v. H.» Glanzftoff minus 8 0. H., Siemens minus 5 v. H., und auch sonst waren Rückgänge bis zu 3 v.H. keine Seltenheit. Der GelDmarkt blieb unverändert. Berliner Produktenbörse. Berlin, 18. Jan. Während im Dormittagsverkehr Das Geschäft infolge Der gegen Schluß etwas abgeschwächten Notierungen an Den gestrigen lieber- seebörsen bei wenig veränderten Preisen ruhig verlief, konnte sich bei Börsenbeginn, vom Lieferungsmarkt ausgehend, erneut eine Befestigung durchsetzen. Im handelsrechtlichen Lieferungsgeschäft notierte Weizen 1 bis 1,50 Mark höher, auch Rogge» konnte in allen Sichten Preisgewinne von etwa 1 Mark verzeichnen. Die (Tifofferten für Auslandbrotgetreide lauteten zum Teil unverändert, zum Teil waren sie etwas erhöht, ohne daß bisher von Abschlüssen etwas zu hören wäre. Jnlandbrot* getreide. das nach wie vor verhältnismäßig knapp angeboten wird, stellte sich in den Forderungen gleichfalls etwas höher, von den Mühlen und Er» porteuren waren jedoch nur Gebote auf etwa gestrigem Niveau zu erhalten. Das Mehlgeschäft gestaltet sich unter Bevorzugung billiger Provinzroggen- mehle, die nicht reichlich angeboten sind, etwas lebhafter, jedoch waren höhere Forderungen kaum Durchzuholen. Für Hafer bekundet man an Der Küste weiter gutes Interesse. Am Platze kauft der Konsum 3u wenig veränderten Preisen für Den laufenden Bedarf. Gersten nur in feinen Brauqualitäten beachtet. Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse Berlin 18. I. | 19. I. Tattrm: 18. I । 19. I. 182,2a |182,. 144 Devisenmarkt ve-lln—Frank' rt a 21L Telegraphische Auszahlu n g. 405 128 108.25 7 e 114,5 114 04 1. % 3a* 137.75 6'.6 '•9.75 Banknoten. 263.75 18b 6 U Shc Pinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombarDzinsfuh 8 Prozent. 2-24 108.5 8 3-« . 6 . 8 IK . 6 124 22.1 108 123.5 128.6 . 6 10 187.5 94 Jrankfun a. M 7.2 6 • eh W lu U ^«.5 70 290 <94 128 136.25 235.5 144 Sbfinftahl Mebfd IN ontan Stahl». Clont SMnrn ffali •aidxrelrbrn 87 136.75 H4 102.75 176 88.13 136.75 125.9 148.4 177| 87.75 Manslelder . . . Cbertolet ®tenb tjetxnl Cbertolel Sotoroerte Phdnir Sfrflbau Sbetnifdic Braun kohlen Sd)luB-| I-Uhr. ft'ire Kor» 261 124 A.1L.G . . . Bergmann . . . . Sefa, t'kfemngai - . Lickt« und Kraft .teilen & Guilleaume. ®ef. I Elekrr. Untern,. Hamb. Eleln. Werl» . Sihein lZlelrr. . . . Lcklles. Elelrr. . . . ediudcti . . , Strmene t HalSl» . . Itanarabto . . . Lohmener Alt».. . • Buderus . . • Deutsche Srt>51 . . „ Essener Stein kohl» . . (Mfenhrttoena . . « Haroener . . . . boeird Eilen. . . • • Ölte Bergbau . . . fUötfn erraffte . . . • Köln-Neoesse». . • illiannesmanu . . . Sch uh i Äntang Kur» 234 143.- 356.5 132.i5 l7l. j -24.75 '43.25 408 -.9 70 ^91 49ü -27 265 243 408 1 175 234.75 145.5 247 115; 75 171,5 225,75 242.75 4U7.5 123.75 323,5 108.45 122,-J i-9.u 115 110,4 113-75 94.6Ö 286 157.75 5 .86,5 1.8 Jrauhfurt a. OJl | Berlin — 203,5 1264.25 | 124.5 34,25 113.j *53.25 286 137.7« ftatl iBrftercpcIn Saliwerl Laliv-tiuri» 3 06 rtarbrn-JnouttH» Dynamit ■nobel . . ödtrtDfanftali . , choldlchmibl . , , Rüigerswerte . . , »etaliarfeaf<6eft. . . 18t.I.. 1 184.6 230 $rauMlurt a. TI Berlin Schlutz-t l>Ut)r- Sch utz fl"r* ■6n,ang flnr* Jli't» । fl'irs Datum 18 1. 19. I. 18 1. 19. 1 6% ttt »eichean leihe o 1927 87.25 87.5 — TL InL-tHblöl -Schuir Mil läito to.-iXcdikn 53,85 53,65 53.75 53.75 Teflfll ohne Auslos.-Äechie 14.75 14.7 14,8 14.7 7% itranll Hov -Bi Bolbvi un kündbar bte 1932 90 _ _ .Kbelnttoe Hop.-Banl Liao 82 _ _ H.L.G abg Borknegs-Obllgarion. rückzahlbar 1932 - - — — 4% Schwei« eunt*6b..i8iU.. 96.75 — — *% Ceftencidihdie »olbrte.. 33.5 - 33,5 _ *,20% Leiten Silberne. . 3,5 — _ <% Lekleneich einheill Rie. — — — _ *% Ungarische iSoione — —- 26.65 26,6 *% Ungarssche <=taai9t o. 1810 *— — 4fo% vesgl von 1913 —— — 25 _ *% Ungarische ftronenrtt.. . — — 2.15 8.13 4% kurl Zollanleibe o 1911 ■W — 13,3 12,3 4% Surtut* Üagdaddcchn-Lnl Serie 1 !2.ti —. 12.1 12 4% vesgl Serie II 12 —— 12 12,3 4% Rumänen ronven Site. 11,15 — V/,% Rumänen ffiolbanl m 1910 20 20 — Wg Deuntde Ssseo'.ccho - - — pamburg-Amen'a fatei e l'JG — 115.75 135,5 yamb -Sübam Damofich. 8 — - I76.o Hansa Damvsschiii . . 10 • - l»8 25 — ‘'Zurbbrutldter Ulortb . . . 8 . 0.75 130 -0.75 "0 25 illlg Deutsche UrevitanL . . 10 4O.a — 141 141 SJarmer tUanlueretn IC — 143,. tierltnci hunllelsgeleMch 12 236.75 — 236,5 235.-25 icmmerj- uno ^rioat>Banl 11 • 8 "J8 "7.7a 198 Tactnsl u ’JZartünalbanf 12 286.. - 186.'25 886.a Seutldtr Boni 10 — — DtSkanro-riieseUlchait ülnL. . 10 167 - "7.13 t>7.5 S:z8bnei Bant . . 10 172.25 171.5 17: l<’2 25 UZuteibrutto? UtfDUbaid . S :u».2j Dletaiibanl . . . 8 135 135 Ti5J •irt&.’tanr . . . . 1t >19 19.75 "19.5 Benin 18. ft xn-tnr »Selb Bmer ^ranioiuaic Jxouii 16,410 Hottöndn'chk '.Roten ...... 168.11 168.79 sit.ilienische Noten ...... -1.9-1 2:.02 'Rorroeaiidje Noten - ... 11.73 112,17 Druntö-Ccitrrr ,aioo Strmn 58.92 39,16 Numanticbe Noten...... 2,50 2.5» Scvwevtiche Noten ...... 112.03 -12.47 Ecbwrtier Noten ...... 80.80 81. <2 Svanische Noten..... . 68,40 8.f« Tskdecdotlownttsche Noten . - 12,39 12.45 Unaarische Noten 73.05 78.35 Sa)luh-> 1-Uhr» Sch uq ; »niang 6 ir» ! Kur- 9"rs , R'ir» Datum: 18. 1 19 1. 18. 1 | IS. I. •Ebutvv yuijinann . 7 135 13u _ hetbelberger CemerU • • e e 10 136 - - Semen t Karlstadt . e t • e . 8 — Waoit 4 fireitag . • • ' • 10 132,5 133.5 132.5 Sdiulibete Patzenhoser . 15 — — 302 302 Cftoerte . . 12 —• — 2u8.25 256 Ser. ffllaruftofl . . ■ . 18 — —- 490 491 Bemberg ... 14 — — 138. i-, — SeUltofl Daldbol 12 — - -84.5 283.75 yeUfioff AlchaisondurA . Charlottenburger Wasser • A 12 — 2A4.5 202 20^ A e . 7 — — 13..5 ■— Dessauer Das . 8 — — 225,25 224.25 Daimler Motores . e * A A . 0 — 56 08 56.5 Demag . . e • e e . 0 — — 44 43,75 üNerwede ßleoa . . 6 59 >0 uü t’ubro. Loewe M - - _ 10 * — 235 _ Sat. Lutomobil . . e e A e . 0 — —> 41.5 42,1.' Crenftrin 4 fiocod A A . s — — 97 93 Leonhard lieh A A . 6 — — 290.5 291 Bamag-Meguin . . e e e • . 0 — — — Äranfi Maichuie» . * e a e . 6 65 — 65.75 __ ®rinnet . . » e o • 11 107 —. 107 __ bechtgenftae« . . 5unghans . . . Uediroerfe . . . • - . 0 . 4 . 8 90.75 119,75 - 80,25 — •Dlaintraftroerte . • e e . 8 117,25 _ Mtag . . « e e e • 10 — 148 148.5 Nelariulmer . . . e e e • . 8 26 _ 25.9 Vetere Union . . . 8 104 103 <9t'br dioeoet . . e e A A 10 125 - Bolgi 4 fraefhtet . 9 9 4 . . 8 213 >49.5 6übo. Zucker ’ - • 8 149.75 - 212 - • . S 10 10 . 6 10 10 . s 10 . 8 12 . 8 10 . 6 . 6 • >8. Januar 19. Januar mntlicfje 92on rnna Amtliche 'Jiotienuiü (Selb Brie Geld 1 tÖrier iUnft- Non U18.40 109,74 168.46 188,80 >.774 Bu n.-Äires Prss.-Antw l.7i.9 1.771 l.77o o8.:45 59.47 38.385 58-505 (Sbriftianta UL97 112.19 •12.00 >12.268 »ODinbaaen 112.07 112.29 112.10 112.33 Etockdolm 112.31 >12.53 >12.33 112.55 HelssnatorS. 1'1.566 10,586 10,572 10,593 Qtalun - . 21,985 22,625 2t.99 42.03 Konbon. . 20.„74 20.414 20...82 20,422 Neuvork . *.2005 4.2085 1,2020 ».2i00 Bari». . . l >.«2 tu.46 16.42 lo 46 Schweiz . . 50,785 80.945 80.81 0.97 Sva iea - 8.57 68.70 -•8,63 ■8.77 Aavan 1.913 1.917 ..013 1.917 ■Nio de San Wien in D-- o.i 01 0,503 0.501 0.503 Cefl abqeft 00,015 59,135 59,02 59.1* Prag 12,432 >2,452 •2.434 12,454 Beltrad <.3Su l.u'.l,- -. -83 ..397 Budav.-ss • 13.25 ‘3,39 • J.<8 73.48 Bui arten .032 1.0.8 -.032 ,u36 -''ffabon i».u5 •8.57 18.48 18.02 lanua '1.12 81.58 •>1.68 Oonft .Httn 2.039 2 u4u 2,045 2.049 VI tuen <125 J.43-. 5.42. i .4 >2 Lanada .191 *199 4,193 4.ZOO llra tum 1.29 . 4.301 4/9<. 4,304 U) 897 -0.937 20.903 20.« öer'm. 18 Yanrtar_______ tbne äincntamen gestrigen lieber- Preisen ruhig ver- n, vom Lieferungs« Peiestigung,durch- ifcrungsgeschöst no- höher, auch Kogge» acminne von dwn erten für Ausland- unverändert. M $ne daß bisher M wäre. W** hältnismß'8 knapp den Forderung i Mühlen und er« ,Ie auf etwa gestrl- !ehlgefchöit -r Prooinzroggen- 'n fink orderungen kaum man an derbst« ie tauft der Ron« !n für den tag* (n DtauquoMen Rheuma rsnd OtGt fmb bte Oöfen Begleiter des aatftolten uab schlechten Wetters. Qberbanlrt btc Srtdltunflg. febmmen wie Gliederreißen. Ischia«. Seren* scbub sind eine QuaL Dav erbte Reich eie Electrica tu ein Statu rörohutt sibirischer Fichtenwälder. wirkt gleichsam elettrisierend auf die leidenden Körvetteile und übt eine durch- greiiendr schnell schmerrdctteiendeWirkung auS. Siele dankbare Änerkennunaen. Fl. M 1.26 2.— u. LSO. in Svntbeken und Droaerien erhältlich. Bestimmt au haben bet: Ctto Wintcrboff, Droaerie. StrcuAulab 9/10 Herma i» CRlflei», Troaerie, SelrerSwea «Sa W. Sitlbiuoer Nachk.. Troaerie. SelrerSweg 79a Hanö Noll. Droaerie Lndivmsvlalz August Noll. D»ogcr!e, Babnboinra-;e 5t Carl Seibel, Drogerie, rtianthn tei Strane 39 In Grün berg. Stott Schott, 51 ronen-Drogerie. 400 7- 40010- 450 11.- 350 7.50 50 - 9.- 50- 13 - 55- 15.- 40 - 9.so Die WeftfaliafflelkmafMie ist der beste Helferin der Landwirtschaft Weshalb also melken Sie noch mit der Hand ? Süßmost/Mssiges Obst! Attohohlfreier unvergorener Apfelsast mit vollem Fruchigeschmack, garantiert naturrein, ohne Chemikalien. Nährstoff von 1 Liter = 3 pfd. frisch- Aepfel. Die Lieferung kann von jetzt ab jederzeit erfolgen. Mim beftabgabe 20 Flaschen. Glas und Emballage werben bei Rückgabe voll zurückvergütet. iseo /zu nebenstehen- den Formen: 35 0 ... Mk. 0.75 „ 40 0 ... Mk. 0.80 50 0 ... Mk. 1.00 55 0 ... Mk. 1.10 ^Sperrholz a in Eicke. Gaboon u. Stieter 3-25mm • ä = Bretter und Dielen aller Stärken. ■Juo» schwedische nnö bäuerische Hobel- »£ * o breiter, Soalterlatten, Eiche»' u o« Buchen-Schnittwaren liefern in *”o.n allen Starken l^D s-ß-llMii Sürr & Go.. Netzen 35 5 S Telephon 149. Litten in alles Stärken vromn' '«e'erbar Wir wollen unsere gesamten Bestände in Kleidern abstoöen und veranstalten daher ab heute einen großen Sonder-Verkauf 1 Wir gewähren von diesem Tage ab auf alle Kleider aus Wolle (Kasha, Crepe Caid, Rips, Popeline) oder Seide, auch elegante Gesellschafts- und Abendkleider (Taffet, Cr$pe de Chine, Crfipe Georgette, Veloutlne, Waschseide) durchweg einen Barrabatt von 9—»- Beleuchtungshaus Afimann Bismarckstraße - Ecke Ludwigstraße uoiäa Bin unter Nummer 4128 an das Fernsprechnetz angeschlossen Karl Schaefer Weih bin dermeister / Diezstrafie 13 )/ Rabatt auf alle 10 übrigen Artikel (außer Markenware) Schluß: schafft Körbe voli Wintereier und * XT/viX € Ihren Hühnern / Ideale Gesund.-eit. I tWs'L I Nur echt in Originalräcken m,t Schu zmarke. Plombe Nrnffl®®' und Etikett zA Kein, einziges 234dv lpD3r") Hühnerauge mehr durch „jCeßeirofiil“ Hähoermigen-Lebewohl ulebewohl-BalltMchciheo * • Blecbdoee (8 Pflaster) 75 Pf, L7 ME •M Persi I ; ... . ,'v. ' ■ ■ ": . : M •• '• ’••• v • ’■ :??■ " Kto* *y WWW» kW Persil Nur in Originalpackung — niemals lose! Für den Karneval 1929 bringe Ich eine geradezu frappante Auswahl in Masken-Kostümen für Damen, Herren und Kinder Masken-Stoffen jeder Art Masken - Schmuck, -Hüten Larven und Scherzartikeln Beachten Sie meine originell ausgestellten Karnevatslenster Schmücker 1"' A SU DD. MO BEL-INDUSTRIE GEBR.TREFZGERgmbH RASTATT -EIN-BESUCH UNSERER AUSSTELLUNG- FRANKFURT A/M VILB E LE R STR.2? WIRD sie ÜBERZEUGEN REFZGER MÖBEL TAUSENDFACH -BEWAHRT IN 8 EIGENEN VERKAUFS-STELLEN GLEICH BILLIGE PREISE ~n~ n~i~ i~ n~~ ür~i i~ift—r Nach längerer Assistententätigkeit im Stuttgarter homöopathischen Krankenhaus habe ich mich als homöopathischer Arzt in Gießen, Bahnhofstraße 90 (Haus Schwarz) niedergelassen. uei Dr. med. MeckeL Sprechstunden: 9 — 12 und 3—5 Uhr. Telephon 4164. Raucherzähne S.ÄÄ E» " ......11 1 niMBBaBMB möglicht das Reinigen und Wektzputzen der Zähne auch an den Seitenflächen. Nur echt in blau- weitz.grüner Originalpackung in allen Chlowdont-Derkaussstella^. 5°nnl 98tilag< »«s 0 51,54 un zkanls»rt-^ dieser j)aushnlt Millionen Mo ?'Uionen smd allem 230 s^'e,teuere 'iche dadurch Ä 6* K Sn, S di VXV\8cini Ntai ht [,-7’91? ftcuet'^cn nn & en hat, daß gebnifien des. ein ausgef '"d, an denen