Nr. 271 Erstes Blatt 179. Jahrgang Montag, 18. November 1929 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag«. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monat5-Ve;ugrpretr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanfchlüsfe unterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Druck und Verlag: vrühl'sche Unloerfitätr-Vuch- und 5teindruckerei K Lange in Gießen. Lchriftlettung und Geschästrstelle: 5chu!straße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagernummcr bis zum Nachmittag vorher. Preis für | mm höhe für Anzeigen van 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen van 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Das Ergebnis der Kommunalwahlen. Oer Wahltag in der Reichshauptstadt. Berlin, 17.Rov. (WB.) Der Wahltag ist hier im allgemeinen ziernlich ruhig verlaufen. Infolge des trüben regnerischen Wetters, das den ganzen Tag über anhielt, traten die einzelnen Parteien nicht in dem sonst üblichen Umfange mit der öffentlichen Propaganda in Erscheinung. Flaggen sah man nur vereinzelt. Stärker beflaggt waren Häuser in Moabit, im Borden, Osten und in Reukölln, wo in erster Linie die roten Flaggen der Kommunisten und der Sozialdemokraten zu sehen waren. Schwarzrotgoldene Flaggen waren diesmal verhältnis- mäßig wenig herausgehängt. Schwarzweihrot patten in der Hauptsache die westlichen Dororte geflaggt. Am regsten war die Straßenpro- paganda der Kommunisten, die schon in den frühen Dormittagsstunden Radfahrertrupps mit rotgeschmückten Rädern und Lastautos durch die Straften schickten. Daneben hatten auch die Sozialdemokraten, die Deutschnationalen und die Rationalsozialisten mit Lastkraftwagen Propagandafahrten unternommen. Die Polizei war von 11 älhr vormittags an inhöchster Alarmbereitschaft. Zahlreiche Schnellkraft- Wagen und Patrouillen waren unterwegs, um Zusammenstöße zu verhindern An den Grenzen der Bannmeile waren die üblichen Wckmungs- tafeln aufgestellt worden, um ^leberschreitungen zu der Bannmeile zu verhüten. Das Kommando der Schutzpolizei hotte ebenso wie die Feuerwehr durch besondere Einteilung des Dienstes dafür Sorge getragen, daß alle Beamten ihrer Wahlpflicht nachkommen konnten. Die Wahlbeteiligung war in den einzelnen Bezirken sehr verschieden. In den frühen Dormittagsstunden war die Beteiligung im Gegensatz zu den letzten Reichstagswahlen fast Überall ziemlich matt. Bis gegen 12 ilftr hatten sich durchschnittlich 20 Prozent der Wahlberechtigten in den Wahllokalen eingefunden. In einzelnen Bezirken, so in Reukölln und Moabit, waren die Durchschnittszahlen etwas höher, un- geführ 25 bis 30 Prozent. In den Mittagsstunden und am frühen Rachmittag setzte überall ein stärkerer Andrang der Wähler ein. Der Reichspräsident, der zum ersten Male an der Berliner Stadtverordnetenwahl teilnahm, erschien um V210 Ufjt in Begleitung des Staatssekretärs Meißner in seinem Abstimmungs- lokal, von einer großen Menschenmenge, die sich rasch angesammelt hatte, bei Ankunft und Abfahrt ehrfurchtsvoll begrüßt. In dem gleichen Wahl- lotal kamen auch Reichsianzler Müller und der preußische Iustizminister Schmidt ihrer Wahlpflicht nach. Der Reichsaußenminister Dr. C u r - t i u s genügte seiner Wahlpflicht in Dahlen. Don Mittag - an setzte überall ein ständig wachsender Andrang in den Wahllokalen ein, so daß sich die Wahlberechtigten an vielen Stellen anstellen mußten und teilweise bis auf die Straße hinaus standen. In Steglitz mußten teilweise zur schnelleren Abfertigung R o t z e l l e n eingerichtet werden. Gegen 5 ilftr nachmittags war in den südlichen, südwestlichen und westlichen Dororten etwa 60 bis 70 Prozent Wahlbeteiligung zu verzeichnen. Im Rordwesten, im Hansaviertel, waren dagegen bis 4 ilftr nachmittags noch nicht 50 Proz. Wahlbeteiligung. Im Südosten- betrug die Beteiligung bis 5 älhr nachmittags 80 Prozent. 2n der letzten Stunde der Wahlhandlung herrschte überall größter Andrang. Man rechnet mit einer Wahlbeteiligung in Groß- Berlin von 75 bis 77 Prozent. Das bedeutet gegenüber der letzten Berliner Stadtverordnetenwahl von 1925, bei der nur 64 Prozent Beteiligung war, eine erheblich stärkere Beteiligung. Wie bei fast allen letzten Wahlen war die Beteiligung in den Arbeitervierteln nicht unerheblich stärker als in anderen Gegenden. Oiesozialistisch-kommunistische Mehrheit in Berlin behauptet. Ein erster Ueberblick über das Ergebnis der Kommunalwahlen. Berlin, 18. Roo. (IDIB. Funkspruch.) Die gestrigen Prooinziallandlags- und Kommunalwahlen wiesen fast durchweg eine höhere Wahlbeteiligung auf als die vorhergehenden Wahlen. Die Ergebnisse sind entsprechend den örtlichen Verhältnissen teilweise sehr verschieden, so daß man nicht von einem allgemeinen Rechls- oder Linksruck oder Anwachsen der Witte sprechen kann, wenn auch die DeuUd) nationalen in zahlreichen Kommunen starke Verluste erlitten haben, so stehen dem gegenüber Städte, in denen sie Erfolge verzeichneten, so beispielsweise in Breslau, Beuthen und anderen oberschlesischen Städten. Dagegen haben sie in Köln zwei Drittel ihrer Sitze verloren, in anderen Städten dagegen, so in Trier, Aachen und Wiesbaden 1 bis 2 Wandale gewonnen. Ebenso stark schwanken die Ergebnisse der Sozialdemokraten, die stellenweise sehr große Erfolge erzielt haben, in anderen Gegenden 2fian- date verloren, so in Breslau, Hindenburg und Ra- libor. Die Parteien der Witte weisen ähnliche Ergebnisse auf. Von Ausnahmen abgesehen haben die Nationalsozialisten säst überall Erfolge zu verzeichnen. Diese Schwankungen in den wandatszahlen sind in erster Linie auf die ff ä r - fere Wahlbeteiligung zurückzuführen, durch die ein größerer wahlguolient errechnet wurde, so daß sich das Verhältnis der wandatszisfern verschob. Am deutlichsten wird die Verschiebung bei dem Berliner Wahlergebnis klar, wo infolge der höheren Wahlbeteiligung alle größeren Parteien, außer den Demokraten, Stimmenzuwachs zu verzeichnen hatten, Infolge des veränderten Wohlquotienten aber teilweise wan - bäte verloren, so die Sozialdemokraten 8 und die Deutschnationalen 7. Gewonnen haben die Volkspartei 1 wandat, die Kommunisten 13, die Rationalsozialisten 13 und der Christliche Volksdienst 1 wandat. Der absoluten w e h r h e i t, die die Sozialdemokraten und Kommunisten mit 12 1 Stimmen behauptet haben, stehen 103 der übrigen Parteien gegenüber. Die Wahlen zu den preußischen Provinziallandtagen weifen fast überall ähnliche Verhältnisse auf wie die Kommunalwahlen. Provinzialtag Starkenburg. Darmstadt, 18. Nov. (TU.) Für den Provinzialtag Starkenburg wurden abgegeben: Sozialdemokraten 99 382 Stimmen, 20 Mandate (20), Deutschnationale 6781, 1 Mandat (3), Zentrum 44 515, 8 Mandate (8), Deutsche Volks- Partei 25 330, 5 Mandate (6), Kommuni st en 15 633, 3 Mandate (4), Demokraten 13008, 2 Mandate (3), Nationalsozialisten 15 152, 3 Mandate (0), Landbund 22 106, 5 Mandate (6), Kommunistische Opposition 13 626, 2 Mandate (0), Mi11elstand 6487, 1 Mandat (0), Volksrechtpartei 2873. 0 Mandat (0), Evang. Volksgemeinschaft 4127, 0 Mandat (0), Linke Kommunisten 4111, 0 Mandat (0). Kreistagswahlen. Kreis Darmstadt: Soz. 13 (14), Dem. 2 (2), Zentr. 1 (1), Deutsche Volkp. 7 (8), Landbund 2 (2), Deutschnationale 1 (2), Nationalsoz. 3 (0), Kommunisten 1 (1). Kreis Bensheim: Soz. 9 (9), Dem. 1 (1), Zentr. 9 (8), D. Volksp. 3 (5), Landbund 3 (4), Deutschnationale 1 (1), Nationalsoz. 2 (0), Kommunisten 2 (2). Kreis Erbach: Soz. 6777 (5794), Dem. 1379 (1466), Zentr. 917 (929), D. Volksp. 1388 (1869), Landbund 2526 (3933), Deutschnationale 468 (1218), Nationalsoz. 2687 (0), Komm. 719 (602). Kreis Dieburg: Soz. 8771 (7750), Dem. 904 (1079), Zentr. 5993 (5523), D. Volksp. 1256 (1666), Landbund 4735 (4809), Deutschnationate 817 (1286), Evang. Bolksgem. 798 (0), Kommunisten 1181 (1266), Volksrechtspartei 286 (0). Giadtratswahlen. Darmstadt: SPI. 13 223 Stimmen, 16 Mandate (21). Deutschnationale 2451, 2 Mandate (3), Zentrum 2962, 3 Mandate (3), D. D. P. 7935, 9 Mandate (14), K. P. D. 1259. 1 Mandat (—), Demokraten 2799, 2 Mandate (3), Rationalsozialisten 4249, 5 Mandate (—), Handwerk und Gewerbe 2257, 2 Mandate (2), Volks rech tpartei 844, 1 Mandat (—). Positive Arbeitsgemeinschaft 2418. 2 Mandate (—). Offenbach a. M.: Sozialdemokraten 11 596 Stimmen. 15 Mandate (früher 15), Zentrum 4872, 6 Mandate (6), Kommunisten 2315 (3), Liste Ealm (früher Kommunist) 8549, 10 Mandate (früher zusammen 12), Demokraten 1869, 2 Mandate (3), Rationalsozialisten 1846, 2 Mandate (—), Bolksrechtpartei 1118, 1 Mandat (—), bürgerliche Arbeitsgemeinschaft 4319, 6 Mandate (11), Mittelstand 2600 3 Mandate (—). Groh - Ge rau: Bürgerliche Bereinigung 1114 Stimmen (8 Sitze, bisher 7), SPD. 741 Stimmen (5 Sitze wie bisher), Kommunisten 461 Stimmen (3 Sitze wie bisher), Deamtenvereini- gung 352 Stimmen (2 Sitze, bisher 3). Wahlbeteiligung 78,4 v. H. Erbach i.O.: Sozialisten 786 Stimmen, 7 (6) Sitze, Beamtenliste 204 Stimmen 2 (2) Sitze, Wirtschaftliche Bereinigung 200 Stimmen 2 (3) Sitze, Wirtschaftsgruppe > 116 Stimmen 1 Sih, Wirtschaftsgruppe 11 143 Stimmen 1 Sitz, Wirtschaf tsgruppe 111 177 Stimmen 2 Sitze (bisher Bürgerl. Arb.-Gem. 4 Sitze). Rheinhessen. Kreistagswählen. Kreis Alzey: Soz. 5 (5), Dem. 3 (4), Zentrum 5 (4), D.V.P. 3 (4), Natsoz. 2 (0), Eh. L.- und Bauernp. 4 (4). Kreis Oppenheim: Soz. 6 (6), Ztr. 6 (5), Chr.-nat. Bauern- u. Landv.-Partei 4 (2), Dem. 2 (3), Natsoz. 1 (0), D.V.P. 2 (4). Insgesamt wurden 17 911 gültige Stimmen abgegeben. Gtadtratswahlen. Mainz. Abgegebene Stimmen: Sozialdemokraten 14 961 Stimmen (14 843), Zentrum 11650 (10 341), D.V.P. 2026 (1951), Deutschnationale 1135 Auch bei den Provinziallandlagswahlen hat sich die stärkere Wahlbeteiligung auf das Verhältnis der wandatszisfern ausgewirkt, hinzu kommt noch, daß meist andere Parteigruppierungen bestehen, und die bürgerlichen Parteien in vielen Fällen Einheitslisten ausgestellt haben. Bemerkenswert ist, daß in den östlichen Provinziallandlagen d i e Polen verluste erlitten haben. So ist im ostpreußischen Provinziallandtag die Stimmenzahl der polnischen Volkspartei von 5750 auf 3200 zurückgegangen. Auch im oberschlesischen Provinziallandtag haben die Polen ein Mandat verloren. Oie Berliner Stadtverordnetenversammlung. Berlin, 18. Rov. (IDIB. Drahtmeldung.) Rach dem vorläufig errechneten (Ergebnis verteilen sich die Mandate für die Berliner Stadtverordnetenversammlung wie folgt: Sozialdemokraten 65 (73), Deutsch- nationale 40 (47), Kommunisten 65 (43), Demokraten 14 (21), Deutsche Volksparkei 15 (14), Wirt- schaftspartei 10 (10), Zentrum S (8), Christi. Volksdienst 13 (0), zusammen 224. (1413), Demokraten 3144 (3111), K.P.D. 2715 (3154), Evangelische Volksgemeinschaft 2938 (—), Volksrechtpartei 633 (—), Rote Arbeiterliste 148 (—), Notgemeinschaft des Mittelstandes 4955 (3226), Vor- orTüfte der Notgemeinschaft 1408 zusammen 6363, Leninbund 172 (—), Leibesübungen 838 (1512), Wahlberechtigte 79 929, abgegebene Stimmen 46 343, Wahlbeteiligung 70 o. h. — Mandate: Sozialdemokraten 18 Sitze (bisher 21), Zentrum 15 (14), Deutschnationale und Deutsche Dolkspartei 3 (4), Dolksrechtpartei —, Evangelische Volksgemeinschaft 3 (—), Kommunisten 3 (4), Demokraten 4 (4), Rote Arbeiterliste —, Notgemeinschaft des Mittelstandes und Vorortliste 7 (6). Worms. Soz. 5382 Stimmen, 11 Mandate (15); Deutschnationale 1382 St., 2 Mandate (2); Zentrum 2656 St., 5 Mandate (5); Deutsche Volkspartei 5855 St., 12 Mandate (14); KPD. 2338 St., 5 Mandate (2); Demokraten 1052 St., 2 Mandate (3); Nationalsozialisten 1869 St., 3 Mandate (1); Volksrecht. Partei 488 St., 1 Mandat (0); Evangelische Volksgemeinschaft 751 St., 1 Mandat (0); ungültig 387. Zahl der Wahlberechtigten 33 438, abegebene Stimmen 22 161 = 66,3 v. S). Bingen. Soz. 5 (5), Zentr. 13 (12), Bürgerog. 6 (8). — Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Zahl der Mandate von 27 auf 24 herabgesetzt worden ist. Oppenheim. Soz. 8 (7), Vereinigte bürgerliche Parteien 7 (8). Rüsselsheim. Soz. 9 (10), Komm. 3 (2), Bürgerliche 23g. 6 (9). ©er Wahltag in Frankfurt. Frankfurt a.M., 17. Nov. (Wolff.) Der Kampf um das Frankfurter Rathaus ist mit großer Schärfe geführt worden. Die Vorkommnisse bei der Frankfurter Gasgesellschaft sowie die Verluste bei verschiedenen städtischen Betrieben boten genügend Stoff zu Angriffen und Verteidigung. Die Parteien hatten schon frühzeitig mit der Wahlpro - paganda begonnen, die am Samstag und besonders am Sonntagvormittag durch zahlreiche Straßenkundgebungen ergänzt wurde. Bei dem am Sonntagvormittag herrschenden regnerischen Wetter war die Wahlbeteiligung bis in den Nachmittag hinein natürlich außerordentlich schwach. Er ft in den letzten Stunden setzte ein ziemlich starker Andrang ein, so daß immerhin noch eine Wahlbeteiligung von etwas über 66 u. S). zu verzeichnen ist. Zu Zwischenfällen ist cs bei der Wahlhandlung sowohl wie auch in den Abendstunden nicht gekommen. Bemerkenswert an dem Ergebnis der Frankfurter Stadtverordnetenwahl ist die st arte Zunahme der Deutschen Volkspartei sowie der Nationalsozia li ft e n trotz der geringeren Wahlbeteiligung gegenüber der letzten Stadtverordnetenwabl. Die Deutsche Dolkspartei konnte ihre Sitze um 2, die Nationalsozialisten sogar um 4 vermehren. Von den übrigen Parteien hat die Sozialdemokratie 4 Sitze eingebüftt, während das Zentrum 2 Sitze gewonnen hat. Den stärksten Verlust haben die D e u t f d) n a t i o n a l e n sowie die Demokra t e n mit je 3 Stimmen, prozentual gerechnet, erlitten. Kommunallandtag Kassel. Rach dem vorläufige n Ergebnis verteilen sich die Mandate wie folt: Soz. 15 (15), Arbeitsgemeinschaft 11 (15), Zentram 6 (7), Demokraten 2 (3). Kommunisten 3 (3), Christlicher Dolksdienst 0 (0), Deutsche Dp. 2 (Listenverbindung), Rationalsoz. 3 (0), Wirtschaftspartei 3 (0). Kommunallandtag für den Regierungsbezirk Wiesbaden. Soz. 168174 Stimmen 14 Mandate (16); Zentrum 121 229 = 10 (12) Dt. Dp. 61 939 -- 5 (7); Einzelergebniffe der preußischenKommunalwahlen Stadt Duisburg-Hamborn. (Mandate in Klammern.) SPD. 26 446 (13), Du. 12 125 (6), Zentrum 43 081 (21), DBP. 13 752 (6), Komm. 30 301 (15), Dem. 2834 (1), Wirtschaftsp. 10 637 (5), Rat.-Soz. 6331 (3). Christ!. DD. 6953 (3), Hnpart. Bürger 3136 (1), Bürger 3045 (l). Hain m. Zentrum 10 (14) Mandate, Soz. 6 (5). Komm. 2 (4), Demi. 1 (4), DBP. 4 (4), Dn. und überpart. Evang. 5 (1), Rat.-Soz. 1 (1), Wirtschaftsp. 3 (0). Elberfeld-Barmen. SPD. 43666 (18). Dn. 29 002 (12), Zentrum 23 629 (10), DBP. 16 449 (7), Komm. 30 806 (13), Dem. 4859 (2), Wirtschaftsp. 18 943 (7), Rat.-Soz. 5161 (2), Christi. Dolksdienst 13 156 (5). Trier: Sozialdemokraten 2344 (4), Deutfchnatio- nale 1234 (2), Zentrum 11 314 (22), Deutsche Volkspartei 1128 (2), Kommunisten 2368 (4), Demokraten 638 (1), Wirtschaftsvartei 3608 (5), Nationalsozialisten 612 (1), Mieterpartei 675 (1). Essen: Sozialdemokraten 37 492 (13), Deutsch- nationale 15 950 (5), Zentrum 89 994 (33). Deutsche Dolkspartei 19170 (7), Komm. 48 248 (18), De° mokraten 4474 (1), Wirtschaftspakte 16 239 (6), Nationalsozialisten 8220 (3), Volksrecht 1064 (—), Christi.-Soz..-Reichsp. 3821 (1), Christi. Dolksdienst 8487 (3), Handwerk, Handel und Gewerbe 4048 (1), Polen 1250 (—), Leibesübungen 2561 (—). Köln: Sozialdemokraten 21 Mandate, Deutsch- nationale 2, Zentrum 35, Deutsche Dolkspartei 10, Kommunisten 13, Demokraten 3, Wirtschaftspartei 7, Nationalsozialisten 4. Saarbrücken: Sozialdemokraten 12 (13) Mandate, Deutschnationate 3 (5), Zentrum 18 (17), Kommunisten 8 (8), Demokraten 1 (2), Wirtschaftspartei 7 (6), Nationalsozialisten 1 (—), Deutsch-Saarländische Volkspartei 11 (9). Potsdam. Soz. 14 (14), Kommunisten 1 (2), Reichspartei des deutschen Mittelstandes 2 (0), D.V.P. 4 (3), Natsoz. 3 (0), Deutschnat. 15 (16), Demokraten 1 (1), Zentrum 1 (1), Handel, Gewerbe, Grundbesitz 2 (5), Wohnungsref. u. Beamte 0 (1). L i e g n i tz. S. 18 (15), Z. 3 (3), K. 1 (1), NS. 1 (0), Einh.-L. für Sparsamk. und Ordng. 16 (19), Evang. Volksd. 3 (0), Allg. Bürgert. 4 (7). Breslau. SPD. 107 614 (34), Dn. 63 176 (20), Zentrum 42 986 (13) DVP. 23 992 (7), K. 15345 (4), Dem. 12 785 (3), Wirtfchaftspärtei 10 495 (3), Nat.-Soz. 9672 (2), Mieterliste 8710 (2), Deutsch- Soziale 2746 (—), Handwerker 823 (—). KPD. (Opposition) 824 (—), Linkskommunisten 355 (—), Polnische Mieter 197 (—), Bodenreformer 1053 (—). Königsberg. SPD. 35511 (16), Dn. 15896 (7), Zentrum 4137 (1), DVP. 34 485 (16), Komm. 30 355 (14), Dem. 5474 (2), Wirtschaftsp. 5392 (2), Nat.-Soz. 8297 (3), Christi. VD. 7525 (3), Notgemeinschaft 1657 (—). Deutschnat. Dp. 33 490 = 3 (6); Dernokr. 29 169 = 3 (4); Komm. 52 670 - 5 (4); Wirtschafts- Partei 34 758 •= 3 (3); Arbeitneßmergruppe 12 166 — 0 (0); Christl.°Rationale Bauern- und Land- volk-Partei 53 629 — 5 (0;; Rationalsozialisten 52 573 = 4 (0). Ki-eistagöwahl. Kreis Marburg: Soz. 5 (5), Zentr. 1 (1), Dem. 2 (3), Rat.-Soz. 2 (—). Hessische Arbeitsgemeinschaft (Handel und Gewerbe) 8 (11), Handwerk und Gewerbe 1 (3), Kleinbauern- und Arbeiterpartei 1 (—), Ehr.-Dem. Dgg. 2 (—). Kreis Limburg: Soz. 4 (4), Zentrum 13 (10), D. D. P. 1 (1), Deutschnationale 0 (1), Kommunisten 1 (—), Chr.-Ratl. Bauernp. 4 (—), Rat.-Soz. 1 (—), Handwerkerliste 1 (3). Ilnterlahnkreis: Soz. 8 (9), Zentrum 3 (3), Deutschnatl. 2, Wirtschastsp. 1, Chr.-Ratl. Bauernp. 6 (früher zusammen 11), Rat.-Soz. 2 (—), Dürgerliste 2 (—). Kreis Montabaur: Soz. 2, Zentr. 12, Komm. 2, Wirtschastspartei 2, Chr.-Ratl. Dp. 3, Evang. Dolksdienst 1, Dolksgem. 2. Giadtratswahlen. Frankfurt a. M. Stimmen: Soz. 75 773 (91 258), Zentr. 34 339 (30 208), D. V. P. 35 263 (28 979), Dnl. 12 788 (22 463), Dem. 15 012 (22 094), Korn. 35 731 (35 899), Mittelstandspartei 18 560 (15 573), Arbeitnehmer 8893 (10 216), Ev. Dgg. 7676 (3989), Rat.-Soz. 27 191 (12 526), 11. S. P.D. 645 (832), D. R. P. 1788 (3541), Waßmann 1290 (-). Mandate: Soz. 25 (29), Ztr. 11 (9), DDP. 11 (9). Dnt. 4 (7), Dem. 4 (7), Komm. 12 (11), Mittelst. 6 (4), Arbeitnehmer 2 (3), Ev. Dgg. 2 (1), Rat.-Soz. 8 (4). Kassel: Sozialdemokraten 28 682 Stimmen, 19 Mandate (bisher 19), Zentrum 3388, 2 Mandate (2), D. D. P. 13 445, 9 Mandate (9), Deutsch- nationale 12 410, 8 Mandate (14), Demokraten 5628, 4 Mandate (5), K. P. D. 6613, 5 Mandate (3), Rationalsozialisten 5986, 4 Mandate (3), Christlicher Dolksdienst 5579, 3 Mandate (—), Wirtschaftspartei 4801, 3 Mandate (—). Wahlbeteiligung 71 v. H. Oie Kommunalwahlen in Hessen. Die Wahlen in Hessen-Nassau. Wiesbaden, 17.Nov. Die Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung hatten in Groh- Wiesbaden frl^endeZ ®rg:6n s Soziald^molraten 19 686 Stimmen, 13 Manoate (bisher 17),Deutschnationale 4344, 3 Mandate (2), Zentrum 9430, 6 Mandate (6), Kommunisten 8878, 6 Mandate (7), Nationalsozialisten 13107, 9 Mandate (4), Durgerliste (D. V. P., Demokraten, Wirtschaftspartei und Dolksrechtpartei) 25 394, 17 Mandate (18). Wahlbeteiligung 70 v. H. Marburg (Lahn): Soz. 4 (1), Ztr. 2 (1), Komm. 0 (1), Christ. Vollst). 1 (0), D. Dp. 3 (2), Nat.-Soz. 1 (1), Interesfengern. d. Mieter 5 (8), Vereinigte Gewerbetreibende 2 (0), Dnt. 4 (5), Bürgert. Arbeitsgem. 4 (0), Vereinigte Teamten- liste 2 (4), Handwerk und Gewerbe 1 (früher Wirtsh.-Verö. 6), Dem. 1 (1). Fulda: Hessische Arbeitsgemeinschaft 1439 Stimmen (1395) 3 Mandate, Sozialdemokraten 1151 (1247) 2 Mandate, Zentrum 7318 (5710) 20 Mandate, Demokraten 233 (593) —, Kommunisten 241 (1094) —, Nationalsozialisten 368 (399) 1 Mandat, Dürgerpartei 907 (1456) 2 Mandate, Christlichsoziale 1361 (—) 3 Mandate, Mieterpartei 703 (—i) 1 Mandat. Hanau: KPD. 6, komm. Gruppe Wagner 3 (8), Mittelstand 5 (0), Soz. 8 (5), D. Vp. 6 (4), Handwerk 2 (6), Zentr. 3 (3), Dem. 2 (3), Dnt. 1 (3), Nat.-Soz. 0 (0). Limburg: Soz. 2 (3), Zentr. 15 (12), D. Vp. 5 (4), Dem. 1 (2). Wehla r (Reg.-Dez. Koblenz): Soz. 11 (9), Zentrum 2 (2), Kommunisten 1 (1), Deutfchnatl. 3 (2), Dem. 3 (3), Dürgerliste 8 (11). Diez a. d. L.: Soz. 3 (3), Erwerbslose 1 (—), Deutschnationale 4, Bürgerliste 6, Zentrum 2 (früher zusammen 12). Niederlahn st ein: Soz. 2 (1), Zentrum 10 (8), Komm. 5 (4), Volksrechtpartei 2, Ar- beitsgememschaf t 4. Bad C m s : Soz. 7, Zentr. 4, Bürgerblock 4, Wirtschastsparter 3. Homburg: Soz. 6 (6), Ztr. 5 (7), D.Dp. 3, Dn. 3 (Listenverbindung 7), Dem. 1 (3), Wirt- schaftsp. 3 (0), Nat.-Soz. 0 (0), Bürger!. Ar- beitsgem. Kirdorf 1 (0), Liste Riedel 4 (KPD. 3), Allgem. Bürger!. 1 (0). Oie ersten Wahlergebnisse aus Sachsen. Leipzig: Soz. 148 307 27 Sitze (124 966 26 Sitze): Verein, bürger!. L. 154 719 28 S. (112 196 22©.); K. 53 666 9 6. (69 093 15©.); Komm. Opposition 5832 1 ©. (--); Dolksrp. 21 581 4 ©. (26 110 6 ©.); Dem. 20 094 3 6. (19 462 4 6.); alte Soz. 2141 0 6. (6043 1 6.); Nat.- Soz. 17 694 3 6. (5615 1 6.); USP. 1034 0 6. (3753 0 Sitze). Das neue Stadtverordnetenkolle- S'um wird mit 33 bürgerlichen gegen 37 svzial.- mm. Stadtverordnete eine bürgerliche Mehrheit ausweisen, während im bisherigen Stadtporlament das Verhältnis 33:42 betrug. Chemnih: Soz. 21 (17); Kom. 9 (14); Dnt. 7 (8); W. P. 8 (8); DVP. 7 (7); Dem. 2 (3); Volksrp. 2 (2); Nat.-Soz. 4 (1); Chr. Volksd. 1 (0). Bautzen: Soz. 11 (11); Linke Kommunisten 0 (0); Demokraten 3 (2); Kommunisten 2 (4); Alte SPD. 1 (1); Freie Bürgerliche 2 (1); Dolks- rechtspartei 0 (0); Nat.-Soz. 4 (0); Berufsständische Einheitsliste (Deutschnationale, Zentrums- und Wirtschaftspartei 12 (0). Zwickau: Soz. 16 (16); Deutfchnatl. 5 (6); Kommunisten 4, DVP. 5 (6); Wirtschaft!. Vereinigung 4 (3); Wirtschastspartei 3 (4); Na- tionalsoz. 7 (0), Kommunistische Oppos. 1 (0) Mandate. Oer verhinderte Hauskauf der Sklareks. Auch Bötz gegen den Verkauf. Berlin, 16. Nov. (WTB.) 3n der Angelegenheit des versuchten Ankaufs der Grundstücke in der Kommandanten st raße durch die Gebrüder Sklarek, für den den Gebrüdern SklarekeinbesondersbilligerPreis für die Quadratrute berechnet wer- Oer Teller. Don Hans Friedrich Blunck. Grade wie ich an meinem Hoftor, das unter dem vielen Regen ein wenig aufgeauollen ist, das Holz abhobeln will, kommt einer oie Landstraße herauf, schaut mir eine Weile zu — ich weiß schon, was jetzt kommen wird — und fragt, ob ich nicht ein oder zwei Stunden Arbeit für ihn hätte. Außerdem hätte er seit gestern nichts im Magen. Ob ich nicht — ich muß plötzlich auf- schauen, ist mir doch, als hätte ich diesen alten zerrissenen Bummler schon einmal gesehen. „Ja," sage ich, „ich muß die Pforte ausheben, helfen Sie mal.“ Er versucht es mit zitternden Händen, viel Unterstützung habe ich nicht dabei, zudem ist der Schnapsgeruch mir widerlich. Aber daß er lange nichts gegessen hat, glaube ich auch, und weil die Gärtnersfrau grade ihren Mann zum Essen ruft, frage ich sie, ob sie einen Teller Suppe übrig hätte. Es ist eine gutmütige junge Frau, sie bringt bald eine dampfende Erbsensuppe auf einem blaugesaßten Warenhausteller, einen Zinn- loffel dazu, wie sie ihn für solche Armen stets zur Hand hat. Der Landstreicher guckt mich fragend an. Ich nicke ihm zu: 3a, essen Sie jetzt nur, ich werde allein fertig. Aber in dem Augenblick, wo ich seinen Blick fing, habe ich ihn auch wiedererkannt, fällt mir die vertrackte Geschichte ein, wie ich einmal als Student unsere Landschaft ablief, gut Freund und brüderlich mit jedem, der gleich mit die Straße trottete und begeistert un^ bespräche mit wanderndem Volk, sur welches wir damals eine weit größere Vorliebe hatten, als für alle bürgerliche Heim- seligkeit. Uni) während mein müder Suppengast hungrig den Teller auslöffelt und ich mit dem Hobel über die ausgequollene Tür hin und her fahre, bin ich plötzlich in meinen Gedanken weit zurück auf der Landstraße, wandere ich mit einem, einem verbummelten Musiklehrcr. eine zwcisaitige Geige unter dem Arm und im Herzen eine barbarische Wut aus das nächste Wirtshaus, wo man chm — und er schilderte es mit ungeheurer Eindringlichkeit — das letzte Auf- spielen nicht genug bezahlt hatte. Ich werde ebenso zornig wie neugierig auf das geizige Krögerpaar, und weil der Kamerad voll Schabernack steckt und ich noch etntftc Groden sollte, wird berichtet, daß über den Kauf ein Vorvertrag geschlossen worden war. Das Bezirksamt Mitte hatte mit Zustimmung des Bürgermeisters Schneider den Vertrag mit den Sklareks in der Weise festgelegt, daß ein Achtel der Kaufsumme von der K. V. G. beim Erwerb des 80 Quadratruten großen Grundstückes gleich bezahlt, der Rest in Raten bis zum Iahre 1938 getilgt werden sollte. Dieser Vertrag muß auch Stadtrat N e u e n d o r f, der hierfür zuständig war, Vorgelegen haben. Der Magistrat hatte zu diesem Grundstücksgeschäft bereits seine Zustimmung gegeben. Der Sachbearbeiter im Magistrat, Magistratsrat Dr. Hiller, hatte jedoch sehr erhebliche Bedenken gegen die Durchführung des Verkaufes, da er erkannie, daß der Preis von 8000 Mk. pro Quadratrute keineswegs dem wirklichen Wert entsprach. Durch die Maßnahmen Dr. Hillers kam es dann zu einer Sonderkonferenz unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters. Dr. Hiller erreichte, daß sich Oberbürgermeister Böß mit aller Entschiedenheit gegen den bereits vom Magistrat genehmigten Verkauf der Grundstücke zum Preise von 8000 Mk. pro Quadratrute wandte und erklärte, daß dieser Beschluß nicht durch- geführt werden dürfe, daß vielmehr, wenn ein Verkauf stattfinde, die Sklareks einen angemessenen Preis bezahlen mühten. Me Änbenisiing der zweiten Haager Konferenz. Frankreich wünscht eine weitere Verschleppung bis in den Januar. Paris. 17. Roo. (ID 23.) Die Morgenpresse berichtet, daß im Laufe des gestrigen Minifterrales die Bilanz der Tätigkeit der im Haag eingesetzten Ausschüsse gezogen wurde. Man stellte fest, daß m i t Ausnahme der Kommission für 0 ff - tcparafionen die Arbeiten so gut wie beendet sind. Die französischen Minister kamen jedoch zu der Ueberzeugung^ daß alle Ausschüsse zu einem Ergebnis gekommen sein müßten, bevor die Einberufung der zweiten Haager Konferenz möglich wäre. Es könne also nicht mehr von einer Einberufung der Konferenz gegen den 15. Dezember die Rede sein. Als voraussichtlicher Termin käme vielmehr d i e er sie Hälfte des Monats Januar in Betracht. „Reuyork herald" will berichten können, daß bereits in dem gestern vormittag abgehallenen Kabinettsrat beschlossen worden sei, versuchsweise den 3. Januar für den Beginn der zweiten Haager Konferenz vorzuschlagen. Das gleiche Blatt glaubt übrigens zu wissen, daß die Konferenz möglicherweise n i ch t i m h a a g zusammenlreten werde, daß aber auf jeden $aU Ministerpräsident Tardieu selbst die Führung der französischen Delegation übernehmen werde. Oie Ostreparaü'onen. Der Widerstand Ungarns und Bulgariens. Paris, 17. Nov. (WB.) „Petit Parisien" berichtet über den Stand der Verhandlungen im Ausschuß für Ostreparationen: Betreffs Oesterreich ist ein Abkommen unterzeichnet worden, dagegen war es unmöglich, den Widerstand der ungarischen Regierung zu beseitigen, die sich nicht nur weigert, nach 1942, wenn das ihr bewilligte Moratorium aufhört, die größten Anstrengungen für die Aufbringung der Reparationen zu machen, sondern auch Anspruch darauf erhebt, von ihren Gläubigern Reparationen zu erhalten. Trotz dem bedeutenden Reparationsnachlaß, der Bulgarien gewährt wurde, antwortet die bulgarisch« Regierung auf die an sie gestellten Forderungen mit vollkommen ungenügenden Angeboten. Nach dem „Petit Pari- sien" plant man letzt zwei verschiedene Maßnahmen, um diesen Widerstand zu brechen, jedoch wurde darüber noch nichts näheres mitgeteilt, da noch andere Regierungen ihre Zustimmung dazu geben müssen. Auf alle Fälle würde Budapest, das sich bisher vollkommen widerspenstig gezeigt habe, etwas anders behandelt werden als Sofia, das wenig st ens zu Verhandlungen bereit fei. Es bestehe immer noch die Möglichkeit eines Abkommens mit Bulgarien. Belgien unterzeichnet das Bankstatut mit Vorbehalt. Brüssel, 16.Nov. (WB.) Der Generalsekretär des Organisationskomitees der Bank für internationalen Zahlungsausgleich erschien heute in Brüssel, um die Unterschrift der belgischenD"legation unter die Dokumente, an deren Zustandekommen sie mitgearbeitet hat, einzuholen. Die belgischen Vertreter Franck und 23 a n Zeeland unterzeichneten unter Aufrechterhaltung ihrer in Baden-Baden ge- machten V o r b e h a l t e, die sich auf den S i tz d e r Bank und auf die politischen Erwägungen beziehen, die die Abreise der belgischen hauptdelegierten aus Baden-Baden begründeten. Die belgische Regierung beabsichtigt, diese Vorbehalte der Haager Konferenz zu unterbreiten. Südlich beginn her Saarverhandlungen. Berlin, 17. Nov. (Priv.-Tel.) Die letzte Unterredung zwischen dem deutschen Botschafter in Paris, Herrn von Hoesch, und d-ern französischen Außenminister Driand hat ergeben, daß dem Beginn der Saarverhandlungen jetzt keinerlei Hindernisse mehr im Wege stehen. Man nimmt allgemein an, daß vielleicht schon am 20. Notz e m b e r die erste Zusammenkunft beider Delegationen erfolgen wird. Wie sich dann die Dinge im einzelnen weiter entwickeln werden, läßt sich heute noch nicht sagen. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß in einem Zug verhandelt werden muh, also Unterbrechungen auszuschalten sind, und daß es nur im Interesse der Lösung des Reparationsproblems liegt, wenn in kürzester Frist brauchbare Derhand- lungs^rgebnisse zutage gefördert werden. Daß sich Frankreich der Bedeutung der Saarverhandlungen voll bewußt ist, geht aus der Zusammensetzung seiner Kommission hervor, an deren Spitze der Minister Per not steht; Umgruppierungen innerhalb der deutschen Delegation werden nicht mehr vorgenommen. Sämtliche Unterhändler sind vor Wochen ernannt worden, sie haben sich mit der zu behandelnden Materie vertraut gemacht, auch ist es nicht nötig, den Franzosen Gefolgschaft zu leisten und ebenfalls einen aktiven Minister an die Spitze der Kommission zu stellen. Herr von S i m s o n besitzt alle Eigenschaften eines guten Interessenvertreters, er besitzt aber auch einen über Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Namen, so daß nicht die geringste Veranlassung besteht, ihn durch einen Minister zu ersetzen. Unser Reichskabinett ist auch nicht so umfangreich wie das französische, das bequem für etliche Wochen auf die Anwesenheit des Arbeitsministers in Paris verzichten kann. pariser Echo der Kaas-Rede. „Glatte Unverschämtheit". Paris, 16. Nov. (Funkspruch. TU.) Die in Frankreich stark beachtete Rede des Vorsitzenden der Zentrumspartei des Prälaten K a a s in Saarbrücken wird von der Abendpresse ausführlich und teilweise mit großer Schärfe besprochen. Arn wildesten gebärdet sich wieder einmal Iber nationalistische „Intransige- ant“, der die Rede als eine glatte Un- verschärn theit bezeichnet. Mehr Irrtümer, Fälschungen und Unwahrheiten über die Saarfrage hätte die Rede Kaas nicht enthalten können. Der moralische Druck, den Deutschland in der ©aatfrage ausübe, sei eine Unverschämtheit und verkenne schwer die französischen Versprechen, daS Recht und die Tatsachen, sowie die Logik der Verträge. — DaS „I o u r n a 1 des Debats" schreibt, Kaas fei leider in die Irrtümer der Nationallsten verfallen. Welche Unterschiede gebe es nvch zwischen ihm und Hugenberg? Welches Interesse fjabe Frankreich an einer Annäherung, wenn es allein Zugeständnisse machen soll und sich auf Generationen hinaus trotzdem derartigen erpresserischen Drohungen ausgesetzt fühle? Wie habe Driand in der Saarfrage für einen großen Teil des Parlaments feine Ansichten vor der Kammer und vor Frankreich vertreten, wenn Männer wie Kaas, die gegenüber Frankreich als Annäherungsapostel auf- Oie Wetterlage. «lentc 0$i ote Heue fingen mit dem wmdc. Die oeiden Stationen dienenden zatt» Ta Toruna •Thorshavn qr-'f :s-. sehr on 5dei Nt deen- Äßst: stürmische» -ordwesl 0 famöfl. Oslo, ----------’ni -0 * Schnee ä Graupeln. Q wolkenlos. O neuer, q naib oedeext. 9 woitug. o oedeext • liegen 7. rfoVemtz 1929.8" ma$: 5 Wien O frUaoenLf itaycn. i'crjiMto QrU tnil issage. ötungen, die sowohl Mitt.üurvpa lagern, uch weiter südwärts ib die Temperaturen ingen, gleichzeitig hat t herausgebildet Sie •J en' durch den Ein« e zuslich.mde Kaltluft wobei jedoch vielfach T.mferaturen werden eichen und ihn über* jgjübet falt. Oc.och nur vorübergehend en Ozean tüdt urcet »runfi im Kaume von Dame Lust bringt ieg und Äiedeischlüge. > für Dienstag: iuch ausheiternd, leich- hten für Witt- e terung je vch spa c- rem, zu 4nede.sch.agen rjnlich. , November: mittags b,i rad: am 18. Nooemen m 6,5 M Minimum ,n in 10 cm Tieft am i** ebirltjlaQ 2>2 ^^ichvÄch- Ü Mhlich in em so ti. •. «gg über st" bAS, lachen Sie doch t zum Lokaltermin nach Wackenau gebracht, wo sich in einer Scheune das Grab Köhlers befindet. Das Grab war halb geöffnet. Gutsarbeiter standen mit Lampen am offenen Grab als die drei Angeschuldigten hereingeführt wurden. Lampel und Schweninger waren stark erschüttert, während Bollwih seine Kaltblütigkeit bewahrte und ausrief: „Donnerwetter, hat der Kerl starke Knochenl" Der Schädel des ermordeten Köhlers weist über dem rechten Schläfenbein eine schwere Verletzung auf, die von einem Schlag mit einem schweren Gegenstand herrühren mutz. Lampel erklärte im Verlauf des Lokaltermins: „Cs war eine lebensgefährliche Angelegenheit. Wir waren in R o t - wehr. Wenn es ein gemeiner Mord gewesen wäre, hätte ich längst Selbstmord begangen." 5 strnMTMönrt- _ W ts11' sowie N Ätnar AM ut On| .«ras SM Die ««He Bote wh lei# W $ellwieoet Kauten Sie ieb. nur deiusche Er^eugnisie. Echte Hcidschnuckenfelle au8 der Lüne» bürget Heide iinb Anmr nicht weit der. aber trotzdem schöner als AuSlandSselle, bnarieü, mottensicher, unverwüstlich, 20 I. und länger ballend, chem. neremigi und ac- läutert, voll tm Haar, Prachtstücke über die sich jeder freut bestes Sßarmeinlttel in sustkalien Zimmern. 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Geheimrat Duisberg sieht die Hauptaufgaben der Wirtschaft nicht nur darin, ihren Arbeitern und Angestellten die Lebensmöglichkeit zu sichern, sondern vielmehr darüber hinaus die Existenz des ganzen Volkes sicherzu stell en und dem Staat Mittel zur Lösung seiner wirklichen Aufgaben zu schaffen. Volkspariei und polenvertrag. Schwere Bedenken mit Rücksicht auf die Landwirtschaft. Berlin, 15. Rov. (TU.) Die Rational- liberale Correspondenz schreibt u. a.: So sehr man sich im Änteresse der deutschen Gesamt- wirtschaft den Abschluß eine s Handelsvertrages mit Polen begrüßen könnte, so wenig wird man im Hinblick auf die Lage der Landwirtschaft, be'onbers des deutschen Ostens, verge'sen dürfen, datz die Forderungen und Wünsche der Polen in den Fragen der Ausfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse schwere Bedenken Hervorrufen. Sollten die Rachrichten zutrefsen, datz die deutsch-polnischen Verhandlungen ih.ex Abschluß zunächst in einem Handelsprovisorium mit Meistbegünstigung finden, so wird das heute be- st^heni e Hindernis gegen eine Lleberschwem- mung mit polnischen Agrarprodukten aus dem Wege geräumt. Durch den Abschluß eines solchen Provisoriums würde vor allem auch der Entschluß des Reichstags auf Erhöhung der Zölle und die dadurch bedingten, zur Zeit schwebenien außerordentlich schwierigen zollpolitischen Verhandlungen mit anderen Dertragsgeg« efWflätie. _ SEE i) 01 trAvrt" schone ■cflaT»S e&i- e 1 den sollen. ^°Lb &Mun9 i oder Jx»» • cDn kS" q deren M'v ch dem ^|lem Du! nur llu! ^gge ffiine andere o\ -chauspiel^goiesorn' zr cheinen on on Är Kanzel ^nervünM iTpnhmkumlaae InbenIeur-Schule I MascninenttaaEieKtro- UtinlälK te cnnitHoca-u. na toaa, Tomnoustria. turinti Wtrtmtunr-Abttlff». nem erschwert. Bei der Regelung bei Schweineeinfuhrfrage wird man amere Gesichtspunkte geltend machen müssen. 200 000 polnische Schweine können nur dann Eingenommen werden, wenn von polnischer Seite alle Garantien gegeben werden, daß nur geschlachtete Tiere nach Deutschland em- geführt werden, die in den vorhandenen Fleischfabriken verarbeitet und durch bestehende oder noch auszubauende Exportuntemehmungen vom deutschen Markt serngeh alten werden. Die Deutsche Volkspartei wird sich aus diesen Gründen gerade mit Rücksicht auf die Landwirtschaft starke Zurückhaltung auferlegen und sich bezüglich der Zustimmung zu den bevorstehenden Vorschlägen für ein Abkommen mit Polen volle Bewegungsfreiheit Vorbehalten. Dies wird um so mehr erforderlich sein, als die übrigen Punkte in den zur Zeit geführten Verhandlungen mit Polen noch keineswegs völlig geklärt sind» Auch die Frage der Zustimmung zu der in Vorschlag gebrachten Gewährung eines fortlaufenden Kohlenkontingentes von 350000 Tonnen monatlich wird in erster Linie davon abhängen, ob es den deutschen und polnischen Kohlenvertriebsorganisationen gelingt, den Absatz in einer für die schlesische Kohlenindustrie mög - lichst wenig fühlbaren Weise zu regeln« Aus aller Welt. Nachrichten von einem Mikglled der Däßler-Expedikion. Von einem Mitglied der Dätzler - Expedition, die sich zuletzt imGranChacoinSüdame- rika aufhielt und deren Schicksal bis jetzt unbekannt war, ist heute ein Telegramm an einen Verwandten in Berlin eingetrofsen, in dem mitgeteilt wird, daß der Betreffende an Weihnachten in Europa fein will. Von dem Expeditionsleiter Dr. B ä tz l e r ist bisher noch keine Rachricht eingetroffen, doch hofft man, daß noch diese Woche von ihm ein Lebenszeichen kommt. von Ivan Petrovitsch der erklärte Liebling aller Kinotheater-Besucher! Lil Dagover, Vera Malinowskaja, Ferd. von Alten, Jack Mylong-Münz, Curt Vespermann. Lil Dagover, die schöne, vornehme und liebenswerte Frau in einem verwegenen Spiel, deren Partner der junge, leidenschaftliche Ivan Petrov.tsch ist, ein Film von hinreißender Anmut und geheimer Glut Zwei Frauen - Mana Theresia und ihre Hofdame - zwei Männer — Kaiser Franz u. der Pandurenbaron Trenk - zwischen ihnen Liebe, Eifersucht, Verfolgung und Kampf - ein Film von größter Spannung. Auf der Bühne: Gastspiel Ninon und Joe Berno-Berlloff das Revue-Tanzpaar auf Spitze von der Valencia, Kopenhagen, Berno-Berlloff, ein geb. Gießener, z. Z. auf der Durchreise. Ferner: Lustspiel, Kulturfilm u. Wochenschau. Astoria-Lichtspiele Oslo. // 3. 9498C -o wir hiermit unseren innigsten Dank, 07415 Gießen, den 16. November 1929. Gießen, Darmstadt, den 18. November 1929. Berlin, Carmerstraße 18 Hamburg, Isestraße 31 9489D 07430 Statt Karten! 947 ID Frankfurt a. M. Köln, Moltkesiraße 79 19. November 1929 07425 Hotel Hopfeld 94720 Dienstag, den 19. November 1929 Schlachtfest 07431 9X16D Dauerwellen 948HD 94,90 Näheres: O. Rahnefeld, CafG Leib, WalltorstraBe 36 Seltersweg 75 mieten 07375 Frankfurt. Ltr. 57. An unsere evangelischen Gemeindeglieder richten wir hierdurch die herzliche Bitte, den kommenden Landes-Bub- und Bettag in unseren Gemeinden mitzufeiem und nicht zu entheiligen durch Vergnügungen und Zerstreuungen, die man auswärts sucht per sotort zu vermieten. Eignet sich auch alsWohnun I DRUCKSACHEN j aller Art liefert die Brühl’sche Druckerei Dr. Artur Stedmg tiefet Stedmg geb. Ufer Für fachmännische Ausführung garantieren | Vermietungen | Mbl.Zimmer fofort a. verin. 07418 Wcstanlage 49 I. Studenten-Kneipe im Cafe Leib schöne Räume mit Fechtboden Zentralheizung, separater Eingang Telephon 4026 Beachten Sie bitte unsre Schaufenster! Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Konrad Wißner Familie Ernst Unverzagt Die von der Beton- gefellschast seither innegehobten Rtturne Liebigstr. 15 sind sofort tauch geteilt) anderw. a. vrm. ot«s Frau H. Vetter. Viebioi'tr. 15. Stadttheater Tiendtag, 19. Nov. «.Dienstag Av.-vottL von 20 bis 22'« Uhr Südwestdeutsche Eriiaufsüdruna smvvys scooei find öle Denen Luit spiel in einem Auftakt und 3 Akte« von Julius HerftL Sonntag, den 17. November, vormittags 10 Uhr, entschlief sanft nach kurzem Krankenlager mein herzensguter Mann, unser treubesorgter möoi moto- uno SWMnm in gutem Hause zum 1. Dezember zu ver- Gleichzeitig empfehle ich meinen vergrößerten Saal (Stellengesuche] Tüchtiger Schulimachefgehilfe sucht Stellung, auch auswärts. VtähereS bei Lcdcrbandlung Köbler, (dicken. 9teuitabt 79. > 7422 ab 10 Uhr Wellfleisch mit Kraut Weißwein Glas —.40 Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Auguste Bübner geb. Becker Else Bühner, Lehrerin in Greiz Adolf Bühner, Kaufmann In Arnstadt Wilhelm Bühner, Oberregierungsrat in Darmstadt und 4 Enkelkinder. Gießen (Schillerstraüe 7), den 18. November 1929. Die Beisetzung findet Mittwoch, den 20. November, nachm. 2", Uhr auf dem Neuen Friedhof statt.— Beileidsbesuche dankend verbeten' ------- -------------- 95 )5I pianinos zu vermieten 9386D Rudolph, SelierSweg 91 II. Telephon 3389. Geschwister Weller. Minna Schwalb. Wieseck, den 15. November 1929. Die Beerdigung fand in der Stille statt — Blumen spenden sind nicht im Sinne der Entschlafenen. Singer Läden überall Gießen, Marktplatz 22 Der innerkirchliche Ausschuß der Kreissynode Wetzlar: Wleber, Superintendent; Menken, Oberingenieur; Koch. Pfarrer; Messerschmidt, Lehrer; Biermann, Pfarrer; Welte, Werkmeister; Schneider, Pfarrer; Franz, Landwirt; Platt, Pfarrer; Kauer, Studienrat; Däumer, Landwirt; Gütiges, Pfarrer; ___________________ Beider, Pfarrer.______ 94350 Bitte zmn PrenBischen Landes-Bug- und Bellas Wieselt. Klaviere i SaruWiM werd, sachgemätz u. preiswert gestimmt u. revar. Olieris Sieben, violkslrdi Telephon 2403. Verkee! v. neuen u. gebr. Klav. WsjW schwarz und gelb gezeichnet zugclausc«. 074» Am Kngelbg.311. Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben guten Mutter und Großmutter Frau Margarethe Weller Wwe. sowie für die zahlreichen Kranzspenden, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Sattler am Grabe, sagen wir unsern aufrichtigen Dank. Lichtbildervortrag Aus derWunderwelt der Blumen Eintrittskarten: Mitglieder gegen Rückgabe von Gutschein Nr.7 bis zu 2 Plätzen unentgeltich von Dienstagmorgen an bei Challier. Nlchtmitglleder zu Mk. 2.00 und Mk. 1.50 bei Challier und an der Abendkasse. Studentenkarten zu Mk. 1.00 bei Ritter. Gerda Schwarzstem Siegfried Abraham Verlobte Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hlnscneiden unseres guten Sohnes Emil sagen wir allen unsern herzlichen Dank. Ludwig Ph. Haas und Familie. Steinbach, den 15. November 1929. Kadus 'Verfahren System Meier, Karlsbad ist die anerkannt beste und dauerhafteste Methode Junge Dame mit Handelsfchul- bildung sucht «c- ichästigung. auchsür kürzere Zeit. Schr. Angeb. unter 07423 an den Gien. Anz. Husten? Katarrh Erkältungskrankheiten? Krttuter-Jnnff. Heute mittag, den 17. November, verschied nach kurzem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Tochter, Schwester und Tante Frau Klara Weid seh. Stornier im Alter von 49 Jahren. Gießen im November 1929 Bürodirekfor i. B. Karl Bühner im 78. Lebensjahr. •eeeeeeeeeeeeeeeeeesoeeer Emaillierte Herde in verschiedenen Ausführungen empfiehlt [937GA Edgar Vorrmann.Ejsenhandruna •HHHHeMHOHmmoi Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Fran haroliiie Senner geb. Noll ist am Freitag, dem 15. November, im 83. Lebensjahre sanft entschlafen. Familie Prof. Dr. Vaubel Familie Franz Senner Elisabeth Senner. Empfehlen la WM zum Unterhacken zu d. billigsten Preisen. Jakob Neuenweg 10 p. 0104 Seml-MelW für erstklassiges Unternehmen mit hohem Einkommen ica. 40000 Pik. pro Jabri wird vergeben. Herren oder Firmen, die über ein Kavttai von mindestens 6000 Mk. bar verfügen, schreiben unter L L. 6149 durch Rudolf Motze, Berlin SW 1OO. M90V Oberhessischer Geschichtsverein Donnerstag, den 21. November 1929. abend« 8‘/< Uhr im Hotel Schütz General-V ersammlung Tagesordnung: Bericht über das aborelaufene Geschäftsjahr, Rechnunesablage, Verschiedenes. Anschließend: Vortrag des Herrn Univ.-Prof. Dr. Götze- GieÜen über: „Die Grundlagen der deutschen Reformation“ Sodann gemütliches Beisammensein der Mitglieder. Gäste willkommen. 9499D Es wird gebeten, während des Vortrags nicht zu rauchen. Nadi langem, schweren Leiden entschlief heute sanft mein lieber Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Ringshausen Bürgermeister der Stadt Nidda Im Alter von 57 Jahren. Um stilles Beileid bitten die trauernden Hinterbliebenen. Nidda und Hirzenhain, den 16. November 1929. Die Beerdigung findet in Nidda am Diensteg, dem 19. Nov. statt. Slmljpisliii von angesehenem, größeren Geschäftshaus GtehenS zum 2. Januar gesucht Schriftliche Angebote mit Stlben- leistung in Stenographie und Maschinenschrift, sowie mit GehaltSansprürten linier 9437D an den Metzener Anzeiger. Ml. MWkll daö kochen kann und alle Hausarbeiten versteht, geg..hohen Vobn gesucht. Schr. Angebote unt. 07416 a. d. Metzener Anz. 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Lach einem Wahlkampf von nur einer Woche nahm der gestrige Kommunalwahltag in .mftrct Stadt einen ordnungsmäßigen Verlauf. Äir dieser vorbildlichen Wahrung von Ruhe und ÄMtimg reihte unsere DürgersH.ift den gestri- gelt. Sag in würdiger Weise teuren Vorgängern ?ci anderen «Wahlen an. Ein ehrendes Zeugnis für unser Gemeinwesen, unter dessen Bevölkerung die politischen Gegensätze ja auch nicht ohne eine gewisse Verschärfung an den beiden Flügeln der Wählerfront geblieben sind. Hoffentlich bleibt unserer Stadt diese anerkennenswerte Haltung der Wählerschaft auch in Zukunft erhalten I Die Ziffer der Stimmberechtigten in Gießen war gestern erheblich größer als bei der vorigen Kommunalwahl^am 15. November 1925; diesmal Hutten 23 479 Mitbürger und Mitbürgerinnen das Stimmrecht, gegen 21 454 am 15. November 1925 und 20 289 am 19. November 1922. Dieser Zuwachs ist natürlich nur zu einem geringen Teile aus Zuzug von auswärts in len letzten Zähren zurückzuführen, ec ist vor allem mit der Wahlrechterwerbung der Heranwachsenden Generation zu erklären. 3m gleichen Verhältnis wie die Steigerung der Wahlberechtigtenziffer ist gestern auch die Zahl der Nbstimmenden an- gewachsen; h ec to:e dort rund 2000 (Dgl. die nachstehende Tabelle). Die Wahlbeteiligung belief sich gestern — nach der vorläufigen amtlichen Feststellung — auf 48,56 v. Sy, gegen 44,7 v. H. bei der Kommunalwahl am 15. November 1925 und 56,5 v. H. bei der gleichen Wahl am 19. November 1922. So erfreulich die Zunahme bei der gestrigen Wahl gegenüber 1925 auch ist. so bedauerlich bleibt trotzdem die Tatsache, daß immer noch rund die Hälfte der Stimmbereeh- tigten auch diesmal wieder sich der Ausübung des höchsten Staatsbürgerrechts enthalten hat. Für diese Mitbürger gilt, was wir am Samstag in unserem Aufruf an die Wählerschaft schrieben: daß sie kein Recht haben, sich in den nächsten vier Zähren zu beklagen, wenn diese oder jene Entscheidung des Stadtrats ihnen nicht paßt. Der Verlauf des Wahlgeschäfts war am Vormittag sehr flau. Zn einigen Abstimmungsbezirken hatten bis zur Mittagsstunde noch nicht hundert Personen gewählt. Das regnerische Wetter am Vormittag mag hierfür wohl eine teilweise Erklärung sein. 3m Laufe des Nachmittags, als auch das Wetter günstiger tour' 'ahm der Marsch nach den Wahllokalen aber üb: all zu, und in den letzten le den Stunden herrs^-.e allenthalben starker Betrieb. Von 19'/r älhr ab konnten wir fortlaufend Ergebnisse der Gießener Stadtratstoahl durch Aushang an unserem Ee'chästslolal bekanntgeben, nachdem wir an der gleichen Stelle schon von 18Vg ällhr ab Teilresultate der Kreistagstoahl berichten konnten. Eine zahlreiche Menschenmenge harrte trotz des am Abend wieder ein- setzcnden Regens wacker aus, bis wir gegen 22 Uhr das endgültige Stimmenergebnis der Stadtratswahl und etwa eine Stunde später auch die künftige Mandatsvertoilung im Gießener Stadtrat veröffentlichen konnren. Obwohl dann noch eine Anzahl Ergebnisse aus anderen oberhessischen Kreisen in unserem Aushang folgten, flaute das Interesse der Menge schnell ab, und der Wahltag fand damit seinen äußerlichen Abklang. Der neue Gießener Sfabkaf hat Verschiebungen innerhalb der Fraktionen erfahren Die Linke hat zwei Mandate gewonnen, und zwar Sozialdemokraten und Kommunisten je eins. Der Sozialdemokratie hatten wir diesmal von vornherein einen kleinen Gewin zugerechnet, wobei wir namentlich den Zuwachs an Stimmberechtigten aus dem jungen Geschlecht in Rechnung gestellt hatten. Der gleichen Ursache dürfte zu einem Teil wohl auch der Mandatsgewinn der Kommunisten zuzuschreiben sein, wobei aber nicht verkannt werden soll, daß offenbar auch eine Anzahl älterer Wahlberechtigter den Abmarsch nach der äußersten Linken angetreten hat. Auf der äußersten Rechten ist als Neuerscheinung in unserem Stadtparlament ein nationalsozialistisches Mandat aufgetaucht, eine Begebenheit, die uns nicht erstaunen macht. Eine gewisse Ueber- raschung hat der Wahlausfall in der Linie von Lenz bis Fischer gebracht. Wohl diele Bürger werden hier der Bolksrechtpartei vielfach als zugkräftig bezeichnet wurde und auch die Wahlversammlung dieser beiden Parteien einen bemerkenswerten guten Besuch als Gradmesser abgab. Vermutlich hat diese politische Gruppierung nach links und nach rechts an die Nachbarpartcien Stimmen verloren, denn anders ist wohl bei dem unbezweifelbaren Zuwachs aus der Dolksrcchtpartei das Minus nicht zu erklären. Das Zentrum hat seinen Mandatsbestand erwartungsgemäß gehalten und darüber hinaus noch durch seinen Stimmenzuwachs von 174 Wählern Eindruck erzielt. Die Arbeit im neuen Stadtrat dürfte trotz der Verschiebungen im Manöats- besih im wesentlichen auf der bisherigen Grund- Das ziffernmäßige Ergebnis. Abstimmungsbezirk Stimmberechtigte Abgegebene Stimmen Ungültige Stimmen Gültige Stimmen Sozialdem. Partei Kommun. Partei Zentrumspartei Natsoz. Arb.« Partei Deutsche Dem.Partei u.BoikSreciilparl. Deutsche Volkspattei Deutschnat. 1 Nalksvattei 1 Mittelstds.- 1 i Bezirk 1 ....... 1279 669 8 661 218 88 22 14 50 59 27 183 „ 2 ....... 1256 692 22 670 215 46 28 27 59 125 40 130 „ 3 ....... 1307 676 15 661 293 31 28 22 33 74 33 147 „ 4 ....... 1319 651 7 644 244 19 21 17 54 73 58 158 5 ....... 1331 666 12 299 58 20 16 58 74 38 91 6 ....... 1358 5 690 198 67 24 31 93 103 53 121 7 ....... 1308 558 8 550 145 21 42 31 42 129 61 79 „ 8 ....... 1440 561 9 552 195 11 83 12 39 95 56 61 „ 9 ....... 1531 712 7 705 197 10 98 31 90 121 55 103 „ 10 ....... 1499 727 10 717 147 14 49 42 83 192 86 104 11 ....... 1430 705 12 693 154 9 40 27 84 177 63 139 " 12 ....... 1155 524 4 520 100 3 42 21 78 138 63 85 „ 13 ....... 1095 586 15 571 123 13 38 23 52 143 67 112 „ 14 ....... 1313 689 9 680 403 25 36 22 38 81 30 45 „ 15 ....... 1404 676 18 658 167 42 24 38 63 157 63 104 „ 16 ....... 1136 538 11 527 186 51 10 18 35 91 28 108 „ 17 ....... 1182 684 7 677 235 30 27 26 49 112 42 156 „ 18 ....... 1136 589 13 576 147 18 18 17 72 117 62 125 Insgesamt...... 23479 11598 192 11406 3666 556 650 435 1072 2061 915 2051 Ergebnis der Wahl Die VercrleicksrMern: am 15.11.1925.. |21454 | 9593 | 102 | 9491 | 2864 | 371 476 - 1195 | 3010 1575 mit einer größeren Machtverschiebung zugunsten der läge fortgeführt werden. Erfreulich ist bei dieser Mittelstandsoereinigung gerechnet haben, insbcson- Betrachtung der künftigen Dinge vor allem die dere von der Seite der D eutschen Volkspartei )er. Tatsache, daß der Wahlkampf innerhalb der Daß diese Verschiebung nicht starker geworden ist als bürgerlichen Parteien in vornehmer Sacylichkeit der Zuwachs eines Mandats, bei der Mittelstands- und mit Respckll.rung der Periönlichkert geführt fraktion und daß die Deutsche Volkspartei und Oie wurde, so daß man sich im Stadthaussaale ohne Deutschnationalen, die bei der vorigen Stadtrats- weiteres wieder mit Achtung in die Augen sehen mahl mit einer gemeinsamen Liste auftraten, dies- kann. Daß die Auseinandersetzung zwischen der mal aber selbständig in den Wahlkampf gingen, Sozialdemokratie und der Mittelstandssrallion tm gestern mit einer Wühlerzahl von zusammen 2976 Wahlkampf eine ziemlich erhebliche Schärfe erfuhr, gegen 3010 im Jahre 1925 absolut genommen war bedauerlich. Die Schuldfrage mag hier um die gleiche Stimmzahl aufbrachten, ist gewiß für der sachlichen Arbeit in der Zukunft willen viele eine Ueberraschung, wenn auch in Ermange- unerörtert bleiben, wir möchten nur der Hoffnung lung einer Listenverbindung diesmal 3 Mandate als Ausdruck geben, daß auch hier die schärfsten Verlust dieser Parteien gebucht werden muf Dabei Kanten der Widerstandsflächen bald verschwinden wollen wir aber keineswegs unterlassen, den Stirn- möchten, derrn beide Parteien vertreten Kom- mengewinn der Mittelstandsvereinigung von 476 ponenten unserer heimi.ch-en Gesamtwirtschaft, die Wühlern als ein bemerkenswertes Ereignis hervor» im Interesse des Ganzen gemeinsam der fach- zuheben. Neben dem Verlust der beiden Rechtspar- lichen Förderarbeit dienstbar gemacht werden teicn füllt die starke Einbuße der Demokraten müssen. Der Geist der Volksgemeinschaft möge besonders auf. Diese Tatsache ist wohl als sich auch hier trotz allem, was vor der Wahl weitere Ueberraschung zu betrachten, wenn man be- geschehen, durchsetzen! 1 denkt, daß das Zusammengehen der Demokraten mit Bedeutsam ist aber in diesem Zusammenhang noch eine andere Frage, nämlich die fraktionspolitische Gruppierung. Zur Bildung einer Stadtratsfrakt.on gehört die Mindestzahl von 5 Stadtratsmitglicdern. Dieses Mindesterfordernis haben die Demokraten mit 4, die Deutschnationalen mit 3, das Zentrum mit 2, die Kommunisten mit 2 und der eine Nationalsozialist nicht erreicht. Sie sind infolgedessen von sich aus nicht in der Lage, den starken Gewinn der gestaltenden Mitarbeit am Brennpunkt der kommunalpolitischen Arbeit, nämlid) in den Kommissionen und Deputationen, für sich verbuchen zu können. Es erhebt sich die Frage, welche Wege diese Parteien einschlagen werden, um sich in Zukunft den Einfluß in den engeren Gremien des Stadtrates zu sichern. Es werden hier zweifellos Anschlußgedanken an die jetzt fraktionsstarken Gruppierungen — auf bürgerlicher Seite die Deutsche Volkspartei und die Mittelstandsvereinigung, auf der linken Seite die Sozialdemokratie — lebendig werden. Wo aber wird der Anschluß dieser kleinen Gruppen erfolgen? Wird es z. B. eine geschlossene Linke Mann« Lepper geben? Und wird sich weiter eine Arbeitsfront oder Arbeitsgemeinschaft auf der andern Seite bilden und wie weit wird diese reichen? Wir möchten heute absichtlich nicht näher auf diese Dinge ein- gehen. Die Bürgerschaft wird mit uns stark interessiert der Entwicklung und Lösung dieser Fragen zuschauen. Möge die Entscheidung Io aussa'len, daß sie zum Nutzen unseres Gemeinwesens gereicht. Oie Abstimmungsbezirke. Abstimmungsbezirk 1: Auf der Bach, Burggraben, Hundegasse, Kirchenplatz, Kirchstraße, Lindengasfe, Lindeiplatz, Marktplatz, Marttstraße, Walltorstraße, Wetzsteingasse, Wetzsteinstraße, Zozels- A b st i m m u n g s b e z i r k 2: Astcrweg, Damm- straße, Ederstraße, Im Gartfeld, Schillerstraße, We- serstcaße. A b st i m m u n g s b e z i r k 3: An der Hardt, Boot« Hausstraße, Gleiberger Weg, Hinter den Schieß- gärten, Krosdorfer Straße, Nordanlage, Rodheimer Straße, Schlachthofstraße, Schottstraße, Schützenstraße, Zu den Mühlen. Abstimmungsbezirk 4: Am Rodtberg, Am Wingert, Bückingstraße, Friedhofsallee, Zn der Schwamlach, Marburger Straße, Steinstraße, Wie» feder Weg, Wißmarer Weg. Abstimmungsbezirk 5: Am Pfarrgarten, Gabelsbergerstraße, Hammstraße, Kornblumengasse, Lahnstraße, In Löbers Hof, Mühlstraße, Kleine Mühlgasse, Neustadt, Sandgasse, Schanzenstrahe, Ticfenw.g. A b st i m m u n g s b e z i r k 6: An den Bahnhöfen, An der Kläranlage, An der Margarethen- Hütte, Bahnhofstraße, Grabenstraße, Westanlage, Hinter der Wcstanlage. Abstimmungsbezirk 7: Buddcstraße, Frankfurter Straße, Friedrichstraße, Hollerweg, Rodhohl, am Zollstock. Abstimmungsbezirk 8: Am Steeg, Am Weiher, Arttdtstraße, Beethovenstraße, Buchnerstraße, Crednerstraße, Fichtestraße, Freiligrathstraße, Gaffkystraße, Glaubrechtstraße, Händelstraße, Haydn- stcaße, Hillebrandstraße, Hochweg, Hofmannstraße, Klinikstraße, Körnerstraße, Mittelweg, Fritz-Reuter- Straße, Schubertstraße, Thaerstraße, Uhlandstraße, Ristard-Wagner-Straße, Wetzlarer Weg. Abstimmungsbezirk 9: Auf der Weißerde, Aulweg, Ebelstraße, Erdkauterwcg, Jhering- straße, Leihgesterner Weg mit Bergwerk, Liebig- straße, Welckerstraße, Wilsonstraße, Studentensteg, Sandkauterweg. Das Erbe des Herrn von Anfietien. Vornan von J. Gchneider-Foerstl. älrhcber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 4. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Er sah sich um, lief nach den Sträucherii, welche den untersten Teil des Gartens begrenzten und ließ sich dort auf eine Dank fallen. Die weißen Dolden einer Akazie hingen in schweren Trauben über ihm, und der kleine Vogel, der sein Nest in der geschützten Gabel eines Astes versteckt hielt, hörte das lautlos heisere Schluchzen ches Mannes, dessen Seele bis an den Rand mit Schmerz erfüllt war. „Sahib!" Akab stand vor ihm, ein Glas Wasser in den Händen. „Trink und kühle deine Augen, ehe du zu ihm gehst. Er war schon gezeichnet, als du ihn aus der Heimat herüberbrachtest." Anstetten hob den Kopf, den er auf die Ballen der Hände gestützt hatte und ließ, die Knie auf* gestemmt, den Rücken zurückfinken. „Weißt du denn nichts, das ihm das Leben verlängert? Um Monate! — Um Wochen! Um Tage nur! „Um Sage?" Akabs Lippen trugen ein mitleidiges Lächeln, das sofort wieder vom Ernst der Züge auf gelogen wurde. „Du solltest froh fein, wenn es vorüber ist." Er senkte den Blick vor dem zornigen Ausdruck, der ihm aus Anstettens Augen entgegenschob und wandte sich zum Gehen. „Akab!" Dec Hindu verhielt den Schritt und wandte sich dem Fceihecrn wieder zu. „Du läßt dich tauschen, Sahib! Nach außen ist alles Ruhe an ihm, aber könntest du sehen, wie fürchter- lich der Kampf ist, den er im Znnern auszutragen hat — dann würdest du Buddha bestürmen, daß er ihm schon in der nächsten Stunde Erlösung schickt." Akabs Urteil stimmte mit dem Alsworths überein. Er mußte sich erst in seinem Zimmer die Augen kühlen, ehe er nach der Veranda hinunterging, wo Stephan den Tisch gedeckt hatte. Er sah den Hindu vor dem Vetter stehen, einen Zweig ifi der Hand, von dem Hans Peter Früchte pflückte. „Was ist das?" Mit einem Schritt war er ne- ben den beiden. Sein Blick umfaßte den Znder mit einer unausgesprochenen Drohung. „Es schmeckt vorzüglich." Hans Peter reichte ihm die Beere hinaus und schob sie ihm zwischen die Zähne. „Zch sinke sie sehr erfrischend." Der Kranke konnte nicht verstehen, was Akab jetzt mit dem Vetter sprach. Das Zndisch war ihm noch immer nicht geläufig. Er sah nur, wie dieser dem Hindu über den Aermel strich und dessen schlanke Gestalt mit einem Blick des Dankes umfaßte. Die Mahlzeit verlief ungemein anregend. Haris Peters schwaches Herz konzentrierte noch einmal feine letzten Kräfte. Er fühlte sich frei und leicht, wie seit Wochen nicht mehr. Auch das Reden strengte kaum mehr an. Nur die Augen fieberten und zeitweilig glüfjten die Wangen auf. Kurz nach neun Uhr begab man sich zur Ruhe. Günthers Schlafzimmer war für Hans Peter in Bereitschaft gesetzt worden. Das Bett stand an das breite Doppelfenster gerückt, daß die silber- üfcerronner.en Berge unwirklich nah ihre Häupter herübecneigten. Vom Garten heraus schickte eine Plumiera paradiesische Düfte. Die Wedel einer Dattelpalme streiften das Fenster und wiegten sich im schwachen Hauch des Windes, der vom Gebirge kam. „Hörst du, Haiis Peter?" Unten auf dem Rasen zirpte eine Grille. Unermüdlich! Einschläfernd! Sehnsuchtweckend! Güncher bog sich über das Sims und lauschte, lehnte den Kopf gegen die Scheiben und drückte die Kiefer aufeinander. Ohne nach dem Vetter hinzusehen, fühlte er doch dessen Blick auf sich ruhen. „Hast du Briefe und Tagebuch herausgesucht, Günther?" Hans Peters Stimme klang so fest, daß den Gefragten tausend Hoffnungen bestürmten. Er nickte und ging nach dem Nebenraum, der ihm sonst als Ankleidezimmer und jetzt _ als Schlafgemach diente und holte beides herüber. Der Kranke dankte mit einem Aufatmen. „Wenn du nicht zu müde bist, möchte ich dich bitten, es jetzt zu lesen." „Jetzt?" Ein stummes Bejahen. Aber nicht hier Günther. Vielleicht unten auf der Veranda oder im ©arten — wenn es noch hell genug ist." „Akab kann mir ein Wind licht bringen." „Za! — Wie lange brauchst du?" Günther wog das Päckchen in der Hand. Es mochten etwa ein Dutzend Briese fein oder mehr. Das Tagebuch war von einem silbernen Riegel zusammengehalten. Er klappte ihn zurück und staunte. Es war bis zur letzten Seite vollgeschrieben. „Zch denke, daß ich in spätestens einer Stunde fertig bin damit." Harrs Peter hielt die Augen geschlossen, als er Antwort gab. „Jedenfalls werde ich wach bleiben, bis du zurückkommst." Günther wehrte. „Ich wecke dich!" „Kann ich mich darauf verlassen?" „Wie immer, wenn ich dir etwas so besttmmt verspreche," sagte der Baron, zog die Seidendecke etwas weiter über die Brust des Liegenden, nac,m Briefe und Buch an sich und verlieh das Zimmer. Auf der Treppe begegnete er dem Hindu, der Reis in einer Schale und etwas Wasser in einem Tongefäh nach dem Zimmer trug, das er allein bewohnte. „Warum fastest du?" fragte er und konnte die Bewegung in seiner Stimme nicht verbergen. Die Ader über den dunklen Augen senkten sich: „Daß du nicht weinen mußt, Sahib, wenn du jetzt liest. — ilnö daß du dem Scheidenden das Wort zu halten vermagst, das du ihm geben wirst." „Das Wort, das ich ihm geben werde?" „Ja! —" Akabs Augen brannten in Schmerz. „Es wird dich mit Ketten binden und mit Ruten schlagen. Es wird dir das Herz zerreißen. „Akab!" Günther von Anstetten wich einen Schritt vor dem Hindu zurück, faßte nach dessen Arm — und griff ins Leere. — Gegen die Wand taumelnd, fuhr er nach der Stirne, die ganz mit kaltem Schweiß bedeckt stand. Er hörte Würz unten in dec Küche mit dem Paria reden und das leise, bei aller Sorgfalt doch wahrnehmbare Geräusch des Jnein- anderstellens von Geschirr und Glä'em. Er nahm unsicheren Schrilles Stufe um Stufe und schlich an der offenen Türe des Kochraumes barü'Der, um sein Gesicht zu verbergen, das Gesicht, von dem er wußte, daß es jetzt fahl wie das eines Toten sein mußte. Auf dem breiten Rasenplatz, welcher dem Bungalow wie ein Teppich vorgelagert war, brannte das Rot der Tnlsamiren. Von den Gais- winden, die sich um die Säulen schlangen, welche die Veranda trugen, ging ein Duft aus, der berauschte. Eine Flamme züngelte in Blut und Nerven des Mannes, daß sie auf loderten wie ein Dach, das nur auf den Funken gewartet hatte, der ihn zündete und nun in grellem Feuer stand. Das Tagebuch blätterte auf und entglitt den fahrigen Händen. Ein Photo lag auf den hölzernen Stufen und der Mann, der sich jetzt danach bückte, verspürte, wie seine Finger zitterten, als er es wieder zwischen die Seiten steckte. Quer über den Rasen nahm Günther von Anstetten den Weg nach dem unteren Teil des Gartens, von wo aus ein kleines Wasser ins Tal sprang. Ein Gecko saß im Kelch einer Orchidee und schrie ihm frech ins Gesicht. Anstetten schlug mit dem Buch gegen die Blüte welche den Rufer trug. Ein lähmendes Schweigen war die Folge. Nur aus dem Blattwerk eines Pfeifenstrauches klagte ein mutterloser Vogel. Hinter sich hörte er einen Schritt und dann Stefans tiefes Organ. „Akab hat mit gesagt, Sie brauchen ein Wind licht, Herr Baron." Ec trug eine Papierlaterne in den Händen und schritt neben dem Gebieter her, bis dieser auf einen weißlackierten Tisch aus Peddigrohr zeigte, neben lern eine schmale Bank zwischen über- hängendes Buschwerk geschoben war. Soll ich dem Herrn Baron etwas zu trinken bringen?" Ein stummes Ablehnen. „Zu rauchen?"-- „Habe ich!" Günther legte Briefe und Buch auf den Tisch, nahm, als Stefan noch imner abwartend stehen blieb, fein Zigarettenetui heraus, ließ sich die Papyros in Brand stecken und winkte ihm dann zu gehen. Er blies in rascher Folge ein paar weiße Ringer in die Lust, die wesenlos zerflossen. Ohne die Zigarette fertig zu rauchen, warf er den Rest in das Wasser, das neben ihm Darübe cgur gelte. Unschlüssig, was er zuerst lesen sollte, griff er nach den Briefen: Eine ungeübte Kinder- handfchrift! — LiebeSsestammel eines Zwölfjährigen! Herzensergüsse einer Knabenseele, die im Erwachen war. Dann wurde der Inhalt klarer, gereifter, zwischen den Zeilen eine Bitte! Eine Andeutung! Eine Frage, die Günther von Anstettens Blut zum Wallen brachte: „Warum bieibst du immer noch fort, wo du doch weißt, wie sehr ich mich nach dir sehne, Vater." Er hielt die Hand gegen die Lippen, damit kein Laut verriet, was er jetzt zu lesen gezwungen war: „Mutter spricht seit Tagen davon, daß es keinen Sinn mehr hat, Anstetten weiter zu bewirtschaften. Großvater war kürzlich hier und sagte das Gleiche. Kannst du das dulden, Vater, daß es zum Letzten kommt und Anstetten versteigert wird! — Versteigert, Vater? Ich lege mich vor das Tor, das zur Auffahrt führt und dann muß jeder über mich hinweggehen, der es erwerben will." Der Baron biß die Schneidezähne tief in die Lippen. Der letzte Brief: Keine Bitte! Kein Wort der Sehnsucht mehr, nur noch Resignation eines Fünfzehnjährigen, dec es aufgab, sich gegen das Geschick zu stemmen und jedes Hoffen begraben hat, den Vater, dec sein Kinderflehen unerfüllt ließ, mit Worten der Liebe heimzuziehen. Baron Günther sah ganz zufammengelrümmt. Er, der unverheiratete Mann, fühlte trotz der Kinderlosigkeit die grenzenlose Rot des Jungen, der da feit Jahren vergeblich nach seinem Erzeuger rief. Daß Hans Peters Ehe ein großer Irrtum war, wußte er, wußte, daß.er um der Frau willen, die fein Leben zerbrochen hatte, die Heimat mied» Aber daß der Sohn, den er so über alles liebte, nicht stark genug war, ihn mit diesen Driesen zurückzurufen, das hätte er nicht für möglich gehalten. (Fortsetzung folgt) Demokraten und Dolksrecht- n den inj Die Kreistagsvahl im Kreise Gießen am 17. November 1929 (Gemeinderatswahl.) Hungen. 5 9 5 7 1 Sitz 1 ©it«, rat: Sitze 14 2 2 1 rat: Sitze 13 1 2 0 Sozialdemokratie Kommunisten Zentrum Nationalsozialisten Zah Lachen dc rungsgesel lichtsamts der Gefells Zahlungen wesentlich Ichastsvermi 2irsicherunl ncherungsle glicht, der «wlvicllung besondere q hiebigung ( rerer ©laut ^uchhen er hätte ubergr! Wicklung der Diskontennat terung vorb Schnetligieri, cmähigt to man sich w der amen! dah di« T menten, ai betonet t\ beitet vir! ohne Ausv (um hcrvo: Die Gel einen Wied Gelder an Folge gehl verhaltnisr men werd- bedarf der braucht tot - zeigt, der bei de gen 3itig( daß unter die starken tivnalen Gi Herabse kontsahe die seincrze: über 0,5 öj deutschen rx sind, scheit -u sein, angespannt gegentoärt’ eine weil« end« vor; Das Ergebnis aus dem Kreise Friedberg steht bei Redaktionsschluß noch aus. Das Lokal-Wahlergebnis in den oberhessischen Städten. WSN. Friedberg (Stadtrat). Scz 9(7), Komm,. 1 (1), Dem. 2 (3). Ztrl 3 01, D. Bp. 3 3). Dnt. 2 (3), Evang. Bolksgem. 1 r(O), Mieterlrste 0 (3), Bürger!. Liste 1 (2), Bereinigte Handw.- Liste 2 (0). 4 D a d -N a u he r m (Stadtratswahl). Es erhielten: Sozialdemokraten 826 Stimmen =• 5 Sitze (6). Kommunisten 289 Stimmen — 1 Sitz (1), Zentrum 408 Stimmen — 2 Sitze (1), Demokraten 330 Stimmen = 2 Sitze (1), Deutsche Volkspartei 372 Stimmen = 3 Sitze (2) durch Listenverbindung, Deu'schna ionale Bolkspartei 496 Stimmen --- 3 Sitze (4), Wirtschaftspartei 685 = 4 Sitze (2), Dürgerblock 221 Stimmen --- 1 Sitz (2). Alsfeld. (Stadtratswahl.) Wahlberechtigte 3425, gültige Stimmen 1826, ungültige Stimmen 54. Sozial e nokraten 373 — 8 Sitze Volkspartei und Deutsche Volkspartei 4514 Sti = 12 Sitze (14), Demokraten 363 Stimmen =1 Gewerbetreibende 960 Stimmen = 2 (0), Blei ner 382 = 1 Sitz (0), Unpolitische Liste 546 - 1 (0). einer* konischen ostentatl-e • Vertrauen tcidlung ®an fatan handnch.n der Bezeichnung „Vereinigte Bürgerliste" aufgestellt und darauf ihre 14 Mandate errungen. Bei der gestrigen Wahl ging jede Partei selbständig vor. 0er neue Gießener Stadtrai. Nach dem Ergebnis der gestrigen Stadtratswahl setzt sich das neue Stadtpurlament der Stadt Gießen wie folgt zusammen (nach der Reihenfolge der Wahlvorschlagsnummern geordnet): Sozialdemokratische Partei: Beckmann, Georg, Angestellter. Mann, Albin, Gewerkschaftsbeamter. Noll, Christine geb. Simon, Hausfrau. C h r i st, Wilhelm, Schlosser. Vetters, Friedrich, Redakteur. Diener, Franz, Geschäftsführer. Schmidt, Hermann, Rektor. Häuser, Heinrich, Parteisekretär. G u m b e l, Dr. Konrad, Volkswirt. Maier, Josef, Sekretär. Homberger, Paul, Rechtsanwalt. Reh, Marie geb. Stieglitz, Hausfrau. Weißbeck, Christian, Trichinenschauer. Baum, Heinrich, Glasermeister. kommunistische vartei: Lepper, Wilhelm, Kraftfahrer. Kästner, August, Bäcker. Zenkrumspartei: Goerz, Heinrich, Lehrer. Grobe, Peter, Bauoberinspektor. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterparkei: Lotz, Adam, Postbetriebsassistent. Deutsche Demokratische Partei und Volksrechtpartei: Fischer, Martin, Stadtschulrat. Reiber, Christian, Rentner. Ttutf*, । 1920 **• tii'i.’äblöf Xn M ix *£.&*■ , °°° Ito"’'4» •hsi11 Partei (bish. nur Demokraten) 4 Deutsche Dolkspartei 8 Deutschnationale Dolkspartei 3 Mittelstandsoereinigung 8 Bei der vorigen Stadtratswahl am 15. November 1925 hatten die Deutsche Volkspartei und die Deutsch, nationale Volkspartei eine gemeinsame Liste unter 0-r< In der vc SSM tr.e ^Yc W 8r- sSg Sti, DareE tctung mj) Sie hat duch° kontsches u mäW ’ Dr. TI a r x, ''le geb. Plank, praktische Aerztin. Mayer, Leopold, Kaufmann. Deutsche Volkspartei: Horn, Wilhelm, Kaufmann. S ch u d t, Emma geb. Weisfenbach, Hausfrau. Appel, Richard, Oberreallehrer. L o e b e r , Wilhelm, Bäckermeister. Schneider, Ernst, Rechtsanwalt und Notar. Wenzel, Fritz. Dreher i. R. S ch w i e d e r , Theodor, Rentner. Kirsch, Friedrich, Prokurist. / Deulschnationale Volkspartei: Lenz, Dr. Otto, Studienrat. Becker, Georg. Bauunternehmer. Klewitz, Fri'->a geb.Blindow, Hausfrau. Mittelstandsvereinigung (Dirkfchaftsparlei): Nicolaus, Philipp, Architekt. Launspach, Heinrich, Malermeister. Ringel, Alexander, Kaufmann. Kurz, Adolf, Oberingenieur. Ra h n e f e l d , Albert, Gastwirt. Balzer, August, Weinhändler. Sch m i d t, Adolf, Handelsvertreter. Lenz, Friedrich, Schreinermeister. Kreistagswahlergebniffe ans Oberheffen. Kreis Alsfeld. Wahlberechtigt 24413, gültige Stimmen 11814, ungültige 681, insgesamt abgegeben 12 495. Sozialdemokraten 3198 Stimmen = 6 Sitze, Nationalsozialisten 2429 Stimmen = 4 Sitze, Vereinigte Stadt- und Landliste, Deutschnationale und Deutsche Bolkspartei 5056 Stimmen = 9 Sitze, Freie Bürger- und Bauernpartei 1131 Stimmen = 2 Sitze. Kreis Büdingen. Wahlberechtigt 28 180, gültige Stimmen 13 689, ungültig 1181, insgesamt abgegeben 14 870. Sozialdemokraten 4606 = 8 Sitze (7), Kommunisten 935 = 1 Sitz (1), Ev Bolksaemein- schäft 518 = 0 Sitz (1), Hess. Landbund und Deutsch- nationale Volkspartei 4502 = 8 Sitze (8), Demokraten 881 Stimmen = 1 (2), Deutsche Volkspartei 995 = 1 Sitz (2), Handwerkerliste 1252 Stimmen = 2 Sitze (0). Kreis Lauterbach. Wahlberechtigt 19537» gültige Stimmen 9750, ungültige Stimmen 556, So« zialdcmokraten 2322 Stimmen = 5 Sitze (6), Kommunisten 276 Stimmen = 0 Sitz (0), Zentrum 530 Stimmen = 1 Sitz (1), Nationalsozialisten 1319 Stimmen = 3 Sitze (0), Vereinigte Stadt- und Landliste, Hess. Landbund, Deutschnationale Volkspartei und Deutsche Volkspartei 5303 Stimmen = 12 Sitze (13), Eo. Volksgemeinschaft 0 (1). Kreis Schotten. Wahlberechtigt 18137, gültige Stimmen 8722, Sozialdemokraten 1721 =• Kommunisten 0 (0), Ev Volksgemeinschaft 236 men = 0 Sitz (2), Hess. Landvund, Deutschno ) Lich (Gemeinderatswahl). Wahlberechtigt 1820, abgegebene Stimmen 1018, ungültige Stimmen 60. Es erhielten: Beamtenliste 161 Stimmen — 2 Sitze (2); Liste der Landwirte 187 Stimmen = 2 Sitze (3); Bürgerliche Liste „Handel" 191 — 2 Sitze: Mit.elstandsliste „Gewerbe" 126 Stimmen = 2 Sitze (die vorstehenden beiden Listen hatten bisher zusammen 4 Sitze): Sozialdemokratie 286 Stimmen — 4 Sitze (3). Die Beamtenliste und die bürgerliche Liste „Handel" waren verbunden, ferner bestand Listenverbindung zwischen der Liste der Land- torite und der Mittelstandsliste „Gewerbe". (6), Nationalsozialisten 157 Stimmen (0 , Nationale Dürg.rl ste 633 Stimmen (9 , Demokraten 253 Stimmen = 2 Sitze (3). Abstimmungsbezirk 10: Ludwigsplatz, Ludwiastraße, Am Riegelpfad, Wilhelmftraße, Wart- weg, Rontgenstraße. Ab st immun as bezirk 11: Am Nahrungsberg, Bergstraße. Bruchstraße, Gartenstraße, Georg- Philipp-Gail-Straße, Landmannstraße, Löberstraße, Steohanstraße, Karl-Dogt-Straße, Wolfstraße. Abstimmungsbezirk 12: Bleichstraße, Gnauthstraße, Goethestraße, Henselstraße, Lessingstraße, Lonystraße. Abstimmungsbezirk 13: Alter Schiffen- berget Weg, Bismarckstraße, In den Eichgärten, Eichweg, Großer Steinweg, Gutenbergslraße, Hessen- strahe, Keplerstraße, Roonstraße, Schiffenberger Weg, Gemarkung Schiffenberg mit Herrnwald. Abstimmungsbezirk 14: Am Kugelberg, Anneräder Weg, Doringstraße, Friedensstraße, Grün- berget Straße, Heyerweg, Lichet Straße, Rodgener Straße mit Flughafen. Abstimmungsbezirk 15: Alter Nödaer Weg, An der Kaserne, Gutfleischstraße, Kaiserallee, Moltkestraße, Ostanlage, Wiesenstraße, Zeppelin- straße. Abstimmungsbezirk 16: Brandgasse, Brandplatz, Braugasse, Diezstraße, Dreihäusergasse, Etlengasse, Kanzleiberg, Kaplaneiaasse, Landgtafen- straße, Landgras-Philipp-Platz, Marktlaubenstraße, Neuen Bäue, Schloßgasse, Schulstraße, Senckenbergstraße, Sonnenstraße, Ttilletgasse, Wagengasse, Weidengas e. Ab timmungsbezirk 17: Kteuzplatz, Lö- roenga se, Maiaasse, Mäusbutg, Riteraasse, Selters- weg, Teufelslustgärten, Wettergasse, Wolkengasse. Abstimmungsbezirk 18: Alicenstraße, An der Fohanneskirche, Johannessttaße, Kaplansgasse, Katharinengasse, Neuenweg, Plockstraße, Südanlage. Oer Mandats-Gewinn und -Verlust. Neuer Stadt- Alter Stadt- Wahlberechtigt 1134, gültige Stimmen 761, ungültige 18. Sozialdemokraten 173 Stimmen =» 3 Sitze (3), Beamten- und Angestellten-Liste 124 Stimmen = 2 Sitze (3), Handwerk und Gewerbetreibende 103 = 2 Sitze (3), Landbund 132 — 2 (3) Sitze, Bereinigte Liste 174 = 3 (0) Sitze. Nationalsozialisten 50 — 0 (0) Sitze. Laubach (Gemeinderatswahl). Wahl- berechtigt 1325, gültige Stimmen 567, ungültige Stimmen 28. Liste Emmelius 99 Stimmen, 2 (0), L.ste „Einigkeit macht stark" 51, 1 (0), Liste „Arbeite mit Fleiß" 70, 1 (2), Liste Gerhard 82, 2 (3), Liste „Arbeit, Recht und Sparsamkeit" 85, 2 (2), Gewerbe und Mittelstand 110, 3 (2), Bauernbund 1 (1), Arbeiterpartei 0 (2) Sitze. Schotten (Ge m e i n d e r a t). Wah'bercch- tigt 1600, abgegeben 1300 Stimmen, ungültig 18. Sozialdemokraten 217 Stimmen = 2 Sitze (2). Beamtenliste 266 Stimmen — 3 Sitze (0). Landwirte 167 Stimmen — 2 Sitze (2), Bereinigte Dürgerliste „Handel und Gewerbe" 358 — 3 Sitze, Bürgerliste „Handwerk" 199 Stimmen -----> 2 Sitze: letztere beiden zusammen hatten bisher 6 Sitze. EtJ Nidda (Gemeinöeratswahl). Wahlberechtigt 1550, abgegebene Stimmen 926, ungültige Stimmen 27. Es erhielten: Sozialdemokraten 199 — 3 Sitze (5), Gvang. Volksgemeinschaft 168 = 2 Sitze (0), 4 lokale Listen: Liste „Sport" 105 — 1 Sitz, Bürgerliche Liste 1 119 = 1 Sih, Bürgerliche Liste II 185 — 3 Sitze, Parteilose Mittelstandsliste 123 -- 2 Sitze: 1925 hatten diese 4 Listen zusammen 7 Sitze. • Büdingen (Gemeinderats w a h l). Wahlberechtigte 2333, ungültig 16. Es erhielten: Sozialdemokraten 591 Stimmen = 5 oder 6 Sitze: Bereinigte Bitterliche Liste 892 Stimmen — 8 oder 9 Sitze: Beamtenliste 174 Stimmen = 1 Sitz: Gewerbetreibende 53 =■ 0 Sih«. 3n einem Wahlbezirk ist noch eine Stimmen-Difserenz vorhanden, durch die cs voraussichtlich eine Aen- derung der Mandatszahlen bei der Sozialdemokratie oder der Bereinigten bürgerlichen Liste geben wird. 4- Grünberg. (G e m e i n d e r a t s w a h l.) Wahlberechtigt 1517, abgegebene Stimmen 1099, gültige Stimmen 1084. Wahlvorfchlag 1 (iln- abhängige und Fortschritt) 156 Stimmen (1 Sih): Fabrikant Karl Repp. (1925 war der Wahlvorschlag nicht vorhanden.) Wahlvorschlag 2 (Mit- telstandsvereinigung): 350 Stimmen (4 Sitze): Schlossermeister Heinrich Schmidt 11., Studienrat Eeybold, Wagnermeister Ludwig Zinßer, Installateur von Eiff. (1925 wurden für diesen Borschlag 501 Stimmen (6 Sitze) abgegeben. Wahlvorfchlag 3 (Sozialdemokraten): 206 Stimmen (3 Eitze): Wilhelm Schmidt, Angestellter, Heinrich Schmidt IV., Steinhauer, Heinrich Stock, Weber. (1925 waren für diesen Vorschlag 171 Stimmen (3 Sitze) abgegeben.). Wahlvorfchlag 4 (Hess. Landbund): 182 Stimmen (2 Sitze): Meh- gcrmeister und Landwirt Karl Böß: Christian Bück. Landwirt (1925 205 Stimmen mit 3 Sitzen). Wahlvorschlag 5 (Einheitsliste): 190 Stimmen (2 Sitze): Nicolaus Krohl. Gewerbelehrer; Ernst Schellhaas, Reichsbahnassistent. ( 1925 bestand diese Liste nicht. Es waren dafür die Listen „Gerechtigleit".) Diesmal waren verbunden die Listen 2 und 4 und 3 und 5. • Lauterbach (Gemeinderatswahl.) Wahlberechtigt 3196, abgegebene Stimmen 2105, ungültige Stimmen 27. Es erhielten: Sozialdemokraten 768 Stimmen = 6 Sitze (6); Kommunisten 86 = 0 (0); Beamtenliste 246 Stimmen = 2 Sitze (2); Bürgerliche Liste Konrad Feick 371 Stimmen = 3 Sitze: Bürgerliche Liste Duch- hardt 302 Stimmen = 2 Sitze (die vorstehenden beiden Listen hatten bisher 7 Sitze): Nationalsozialisten 305 Stimmen = 2 Sitze (0). xp Schlitz (Gemeinöeratswahl.) Wahlberechtigt 1800, abgegebene Stimmen 1216, ungültig 41. Es erhielten: Sozmldemokratie 294 Stimmen = 3 Sitze (wie 1925), Dürgerliste Deutsche Dolkspartei 415 Stimmen =» 5 Sitze (4), Standesherrschaft 130 Stimmen = 1 Sih (2), Liste .. Mrforge" 121 Stimmen = 1 Sitz (0), Handel und Gewerbe 215 Stimmen = 2 Eitze (2), Gemeinden Stimmberechtigte Abgegebene Stimmen Ungültige Stimmen Gültige Stimmen Sozialdem. Partei Kommunist. Partei Zentrum Evangel. Bolksgem. Bolksrecht- partei Hessischer Landbund Demokrat. Partei Deutsche Volkspartei Deutschnat. Volkspartei Drittelst.- Vereinig. Albach................ 236 124 _ 124 42 1 — — e— 78 — 2 — 1 Allendorf a. d. Lahn.......... 539 376 16 360 164 12 — 33 1 87 1 7 18 37 Adendorf a. d. Lda............ 832 505 25 480 113 6 3 35 6 238 25 40 8 6 Allertshausen............. 217 84 — 84 52 — — — — 30 1 1 — — Alten Busect.............. 812 592 23 569 259 65 — 14 3 171 8 5 15 29 Annerod............... 460 289 19 270 138 2 — 7 2 108 7 2 3 1 Bellersheim.............. 427 240 8 232 20 — — — 1 210 1 — — — Beltershain .............. 217 87 — 87 18 — — — — 62 — 4 3 — ii • i > •; j । Winnerod............... \ 25 Bersrod................ )291 157 1 156 69 — — 1 — 76 1 2 7 — Bettenhausen........... . 248 150 1 149 1 1 — — — 146 — — — 1 Beuern................ 745 498 68 430 185 12 2 27 1 154 13 11 20 5 Birklar................ 330 187 16 171 76 2 — 4 — 79 1 2 2 5 Burthardsfelden............ 453 214 6 208 113 1 —— 10 1 80 2 1 — — (ilimbnd)............... 162 101 23 78 38 2 — 2 —— 33 2 — 1 — Düubxingen.............. 614 384 63 321 180 20 — 10 2 34 27 21 19 8 i.n'M* ■ 111 ‘« * Torf-Gill............... 286 246 6 240 17 1 1 2 2 203 — 2 12 — Eberstadt mit Arnsburg......... 379 236 18 218 25 2 — 2 — 186 — 3 — — . <.'*4, . • .1, Ettingshausen............. 387 212 3 209 16 1 — 7 — 174 2 — 6 3 Garbenteich.............. 646 379 14 365 227 7 — 4 — 106 5 5 3 8 Geilshausen.............. 353 112 3 109 12 — — 1 — 74 2 20 — — Gießen................ 23502 11537 224 11313 3615 561 634 446 206 53 847 2050 993 1908 Göbelnrod............... 190 86 — 86 7 — — — — 75 — 2 — 2 4 • >1 i Großen-Duiect............. 1392 999 68 931 310 15 2 11 7 367 120 13 50 36 Großen-Linden ............ 1577 1300 57 1243 735 11 2 44 3 190 32 48 107 71 ?- / *• . Grünberg............... 1516 1025 2 1023 234 17 11 •51 63 191 24 204 96 132 1 J1 Grüningen.............. 496 264 7 257 82 3 — — 1 115 7 2 46 1 • Harbach................ 272 106 — 106 12 —— —— 1 2 89 1 —— 1 — Hattenrod............... 284 177 9 168 39 1 — 2 2 113 4 — 6 1 .1 < »Ja 1' * Hau'eic................ 367 255 41 214 146 3 — 6 — 47 1 6 4 1 Henchelheini.............. 1825 1336 95 1241 707 ■ 36 2 17 8 190 71 72 90 48 ' i . Holzheim............... 815 536 8 528 128 1 — 30 1 325 7 4 25 7 Hungen ............... 1134 779 90 689 200 6 10 43 5 168 92 114 38 13 • * * i* Inheiden............... 312 232 11 221 114 3 — — 1 87 10 3 1 2 Keiselbach................ 300 180 25 155 78 3 — 1 3 26 18 10 11 5 •' ri i 1 1 Klein-Linden............. 1330 735 35 700 348 6 1 136 3 103 26 26 37 20 Langd ................ 391 294 17 277 25 3 — 6 — 238 3 — 1 1 Lang-GönS.............. 1250 945 83 862 297 8 3 56 8 369 14 12 28 67 Langsdori............... 645 331 31 300 65 5 — 1 1 194 5 12 5 12 Lauter................ 319 179 7 172 23 2 — 4 — 136 — 2 2 3 Leihgestern.............. 1135 703 69 634 275 19 6 69 1 171 16 7 22 48 Lich mit Hoi Albach, Colnhausen und Mühl- iachsen............... 1818 1002 83 919 343 3 17 41 13 126 57 148 43 92 Lindenstruth ............. 240 116 — 116 70 6 — 1 — 35 — 2 — 2 Lollar................ 1479 1187 70 1117 683 19 10 15 6 88 67 150 13 66 ' k . r iri Londorf............... 626 466 54 412 164 4 1 14 1 70 84 25 24 25 Lumda................ 266 206 29 177 71 1 — 5 4 82 — 7 5 2 Mainzlar............... 429 325 7 318 123 — 8 2 4 156 5 16 1 3 l -*Lv 1 r‘ "V ' , " Münster................ 223 63 1 62 11 2 — 7 1 37 1 — 3 — 1 «• u, ’ ’ ||, Muschenheim mit Hof-Güll....... 431 187 2 185 24 — — 1 — 152 2 2 3 1 h Ä • • • 1, 214 154 10 144 48 11 — — — 82 1 — — 2 Nonnenroth.............. 220 162 8 154 39 — — — — 104 3 7 — 1 Obbornhofen ............. 430 256 9 247 134 2 — 4 1 103 1 — 2 — Ober-Beüingen............ 234 143 19 124 16 2 — 4 — 81 3 5 7 6 Ober-Hvrgern............. 231 185 6 179 2 — — 3 1 169 — 2 1 1 Odenhausen mit Appenborn....... 205 66 — 66 15 1 —— 7 —— 39 1 — 2 1 ,1 . u! r • '< Oppenrod .............. 209 58 — 58 16 2 — 2 — 36 —- — 2 — Oueckborn .............. 422 125 — 125 13 — — .— 4 106 1 — — 1 Nabertshaiüen mit Ringelshausen .... 124 22 — 22 — — — 1 — 19 1 1 — — Reinhardshain............. 192 66 — 66 ] 1 — 2 — 62 — — — — Reiskiräien.............. 685 416 24 392 175 7 2 2 5 142 27 4 7 21 Rodheim mit Hoi Graß......... 240 103 — 103 17 — — — — 84 1 — 1 — Rödgen................ 580 323 18 305 181 5 — 1 3 100 4 5 — 6 Röthges................ 164 37 — 37 8 1 — — — 28 — — — — Rüddingshaufen............ 484 309 43 266 116 6 — 11 — 106 15 5 5 2 Ruttershausen mit Kirchberg....... 306 236 22 214 118 5 — 2 — 79 3 2 1 4 Saasen mit Bollnbach, Beitsberg und Wir- berg................ 364 248 30 218 91 1 3 1 1 110 1 3 3 4 L'ffl’jr, h 1t (i! Stangenrod .............. 218 184 15 169 65 2 — 1 — 87 2 —— 9 3 Staufenberg mit Friedelhaüsen...... 595 376 27 349 226 8 — 11 1 60 6 9 6 22 Steinbach............... 736 457 9 448 147 4 — 2 —— 276 5 4 4 6 Steinheim............... 336 139 5 134 41 — — — _ 88 1 3 1 — Stockhausen.............. 96 51 — 51 2 — — —— — 47 — 2 — — Trais-Horlofi............. 290 248 15 233 153 2 1 1 1 48 13 8 2 4 Treis a d Lda ............ 809 533 35 498 232 6 15 2 157 41 16 6 23 Trohe................ 153 137 5 132 63 39 3 1 — 11 4 1 — 10 Utphe................ 329 181 11 170 57 2 — — — 105 1 1 2 2 B'Hingen ............... 710 446 51 395 157 10 2 21 3 186 3 7 1 5 Wahenborn mit Steinberg ....... 1559 1054 84 970 638 13 1 70 2 178 19 14 10 25 Weickartshain............. 249 68 — 68 2 — — 3 — 60 — 1 2 — Wei'ershain . ............. 345 111 — 111 — _ — 1 — 101 5 — 4 — Wie'eck...... . . . 2431 1958 163 1795 1128 230 16 18 13 197 61 51 14 57 Insgesamt: | 67383 | 39576 | 2047 37529 | 14595 | 1233 741 1353 | 400 9409 1829 3226 1854 | 2879 Tie Vergleichtzziffern: Ergebnis der Wahl am 15.11.1925 . . . . I 62751 ! 34564 1 33158 I 11491 1 812 1 612 1 762 1 12023 1 2457 1 f- Hess. 1 1 | 1406 1 1 1 1 1 1 1 | 3373 | Ldbd. | 1628 Frankfurter Börse Wirtschaft Der Geldmarkt »eiter flüssig. Kunst und Wissenschaft ^könig jn theorie. terung nicht durchsetzen. Gewinnavszug Gewinnauszug Nachdruck verboten Ohne Gewähr Ohne Gewähr um zu erkennen, daß hier feiten- der Neuhofer 16. November 1929 15. November 1929 1. Ziehungstag MI.) Dahl. 111748 104393 173177 Frankfurter Schlachtviehmarkt 299076 366708 338676 970 2904 Gewinn« |v 121983 117999 113691 106937 116845 103876 114991 130764 128074 3455 6768 6997 Frankfurter Getreidebörse ende vorgenommen wird. 126604 117611 110332 116303 Die 281167-282375 rinne von je l(X)(xx> 'Du Abteilung I nach Berlin. «len auf Nr. 226 984 in Lbteilung nach Berlin. 0 Sih«. 3n Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse — Reichsbankdiskont 7 v.H., Lombardzinsfuß 8 v.H. Banknoten. Berlin Itranlfurt a M Berlin ^rantfurt a M BHeT Berlin, 16. November cchiup- 18- 11 16 11. Damm 18 II. 16. 11 18. 11 Datum 16. 1b 16 11 18 11. eu lebe iMcidieanienj ii Studien u». r... an* I' 87,5 87,25 10 99 99 8,7 89 89,5 47,25 o. M. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt 47 47,13 96,5 E 85 80,75 98 98 95 95 89 89 2,8 1,85 ül 1,85 47 103,5 104 120,5 120 9,15 9 157,5 7,425 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. 97895 166308 226221 295768 21,25 19,5 21 21,7 19,7 184321 210079 227962 247326 270515 289030 316929 325191 340609 360682 363460 365863 373032 30830 69630 94390 119207 168620 262339 328635 136258 143815 177097 192146 206789 223129 242560 264646 280093 295385 307907 319209 336686 346091 357408 384811 397948 162363 232263 293054 337080 374683 65221 95274 165491 229938 255566 307046 351504 266 9444 29715 45596 66093 79892 I 106998 127915 152780 113736 142085 175090 230971 274890 334611 395141 46053 74826 98775 118554 124816 164672 160346 185938 198720 209371 229908 252157 271176 291176 325076 344571 360904 369018 389754 105043 118760 136302 166317 163699 187178 200699 214263 232449 257560 275581 295628 326537 346796 364680 370257 390328 123139 157469 190101 240824 276922 366067 136089 194064 242806 280718 321703 361566 180 M. 107067 118903 141899 156413 172435 187920 201232 219430 237072 261042 135880 159453 189234 216476 233572 265516 273860 293395 317666 333623 340984 357525 364507 368535 391596 127526 164553 190639 249925 287512 374008 300358 329874 349250 365360 371348 392630 148992 197965 246391 283859 324816 385167 136427 167934 196380 221884 233997 265950 276993 296463 319972 333931 341577 361966 365715 370629 396464 167048 197067 259023 299627 388579 120580 144520 158237 174912 192742 206343 220663 245068 264273 301087 340342 357202 365719 379083 392735 122,5 105 222 158 120971 144627 158282 175385 197876 207112 221811 248389 265142 287243 309754 340591 257518 366060 383484 396565 6626 25359 33822 55064 78002 224449 249096 291884 334824 9147 28136 33959 60231 79750 104392 126654 141783 180100 207854 226721 246689 267533 281886 306031 324881 337824 349239 363073 365848 372341 45,5 \ 47,75 136454 252767 330461 25633 57839 108087 134062 174702 230427 274135 315578 393730 111822 134782 162478 202916 216335 224650 249694 263370 284210 319961 351853 366202 382435 100631 139224 222907 276627 329529 349856 105943 133061 143150 176933 191235 200866 222986 241231 260280 275313 286555 307553 319026 329390 344505 353373 383138 393706 300645 332045 102208 160481 229407 284644 336111 358260 136288 147869 183699 192216 208747 231604 243218 265842 280923 297689 308355 324272 338921 346354 357519 386085 149713 178362 208768 220501 240203 254368 281410 298869 339572 356219 370967 393291 136728 173054 185213 193402 209885 233362 246127 267929 283587 297996 313868 325985 340497 348316 357606 387687 152762 240810 307402 344376 379987 156418 183462 210248 220967 245557 255374 283273 299101 339697 361432 375413 396845 137893 173520 186311 199010 222363 240207 253802 270032 283922 303111 318328 327709 341275 349041 362707 391483 163886 259467 313006 346433 394862 160701 183764 212855 222765 247654 257989 283838 317045 347258 362796 382356 117831 187235 237833 263637 309272 351793 171681 222755 267659 303872 390046 123276 148623 159924 179290 198328 208656 224804 251189 270276 288892 320608 340963 359784 367747 387984 397184 104090 128862 140566 176152 187642 200064 222761 240335 254064 270537 283977 305616 318670 327713 342769 350048 364514 393553 5 6 113427 129563 159407 188743 213441 228062 263793 271666 290604 317579 326325 340876 351250 364201 367365 377124 222 157,75 222675 246460 290484 326425 4,184 58,50 112,12 20,43 16,475 168,84 21.89 112,02 58,72 2.495 112.44 81,26 58,57 2,39 73,10 . 7 «Vi in IV, in 11 16 , 8 lu . 8 . 0 kK 1U ll ic . 6 . 0 . 6 . 8 . 8 io io 1,8 8,45 giire 139149 171185 198227 226354 244618 266233 278728 303769 322523 334634 343659 362017 365723 372152 Auf jede gezogene Nummer stad zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II x bürgerliche" ilnfüng« Sur» 50017 52451 60035 66516 67383 74659 85126 88498 89170 92364 93245 95007 Lchlub Kur» 1,8 21,3 31522 33702 36101 47900 48728 52615 66659 66746 68699 74468 80073 83044 5rleh>"o>Nt i-uhi Sur. . 9 10 • - UUr Sur» 34290 Gewinne »u 300 M 36879 45807 49260 49414 4,164 58,26 111,68 20,35 16,415 168,14 21,81 111,58 58,48 2,475 112,00 80.94 58.33 12,33 72,80 Butterns Deutsche Erdvl . . . (Wiener Stelntoljle . . Gelsenkirchener . . . < ßflTpenet....... Voesch Eisen 9l|e Bergbau . . . . Slöchierwerie ... Süln-Reuelien Mannesmann-Rbhreo Maneseltter Bergbau . Cbcnchlel. Eiien^eoars Oberschles. RoWroette. a Bergbau . . . che Braunkohlen Sihetnstahl..... Riebe ct Montan . . - Sranks. Mchchtnen ritzner....... . . Heyllgenstaettl Aunghan« Leckwerte. Mawtraiuoerie Hvchv a. M. Mlag. . . Gebr. Roeder Boigi * Haessna..... Süttv Lucka Pianoorrese m. ..... avg. ovrirregs-ObUgation rückzahlbar 1932 ...... 53 =. 0 V1Y*. 8,5 8,4 2. Klasse 34. Preußisch-Süddeutsche (2G0. Preuß.) Kiassen-Lotterie 1 <5fö6(et|, J M Aieteriisi» killte rL ,85 8,4 X> Pr. Lantterplandbrielannan. fiomm.-Cbl. 81. 16 . . • • • 7% Pr. LantteevlanvbrtelanflaU, Psanttbriese R. 10 . . 8,6 8,6 65836 82401 85271 85849 89788 89968 ------ ------ - — 157958 159598 8,6 8,6 321577 323904 324820 ------ ------ 370802 183253 1uv«** _____ 228180 231816 257720 261970 279087 von 1918 4% ViumanUch« wrefnb. Ren e - Amerikanische Noten Belgische Noten. ..... Dänische Noten ........ Englische Roten ...... Yronzosische Noten ....... Holländische Noten ...... Italienische Noten • Norwegische Noten....... Deutsch.Oesterreich, A 100 Schilling Rumänische Noten....... Schwedische Noten ...... Schweizer Noten ........ Gpani|d)c Noten ........ Tschechoslowakische Noten .... Ungarische Noten ....... der bei dem bestehenden, für Deutschland günstigen Zinsgesälle anhalten. Es liegt auf der Hand, daß unter diesen Umständen, besonders durch die starken Derflüssigungstendenzen am internationalen Geldmarkt, die Frage e ner weiteren Herabsetzung des deutschen Diskontsatzes bereits erörtert wird. Die Gründe, die seinerzeit schon an dieser Stelle gegen eine genommen. Natürlich muß man d'.e erneute Diskontherabsetzung 21.: er.fa« in Zusammenhang mit den in der Berich tswoche wiederum starken Kurseinbrüchen an der Reuyorker Börse bringen, gut, gesund, trocken 11 bis 11,50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 6; Merzen- und Roggenstroh, gebündelt 5,75 bis 6; Treber, getrocknet 16,25 bis 17,50 Mark. Tendenz: fester. 2 •ttoinne jn 5000 M. 105983 4 CetDinne *u 2000 M. 126779 343633 6 ®c»tnn« »u 1000 M. 115091 227833 371933 14 »etsinne in 800 M. 16832 32250 68543 194338 277466 288173 381161 20 eetoinnt ,u 600 <7K 27082 31413 62993 75243 245582 246511 293719 365197 366810 377682 108 ®etoinnt 6u 300 M. 17878 21355 23665 28313 "'254 Gewinne en 180 M. 4944 7563 14148 16578 17983 21206 22491 23224 25107 34753 40263 327445 341267 34 Gewinnt >n 500 M. 61864 93019 130573 143338 162995 223696 226033 246432 254905 274022 279385 307667 318453 ratswahl).Dck' > Stimmen 926, un« gelten: 6o}ialW i lokale M'li. Ate ’n ijö = 3 "itze, Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer In den beiden Abteilungen I und II Hambura-Amerila Palet . . Hamb.-Süvam. Tampslch- • Hansa Dami sschssl Rortttteutichrr Liovtt •••• Allg. Deutsche Errchianfl. . • Barmer Bankverein . . . • Berliner Hanvcisgc^llsch. . • Eommen- unö Prival-Bam. Tarmfl. u. Nationalbanl . • Deutsche Bonk . . ... • Dbronto-Gesellschast, Änt . Droovner Bank...... Reichäbanl "S, 892 Stinnnen •ablDotidllag Stimmen l» ■ Bormittagsziehung gezogenen beiden Hauptgewinne von je 10000O uJL 346917 ~ 220 ©etoinnt au 180 M. 2004 3119 —---- - - 14375 16781 17278 17732 22428 35662 35839 36143 36365 36716 37123 43213 45324 65012 56685 58917 65065 68947 69879 70952 74307 76695 78723 92684 100836 108649 109123 110408 126164 126328 125601 L Klasse 34. Preußisch-Süddeutsche (260. Preuß.) Klassen-Lotterie Nachdruck verboten A.E.G. . . • ■ • Bergmann . . Cieltr. Liekerungrgeielllchast Ulcht und Ärajt...... Reiten 4 Gullteaume.... flfel. f. eieltr. Untern.. . . . Hamb. Elekw.-Werke . . . . Rhein. Elektr........ Schlei. EleN- EchuckeN 4Eo. ..... Steinen» 4 Halske . . • • . Transrattio . ...... Lahmeyer 4 Lo....... men werden. Solange sich kein erhöhter Geldbedarf der amerikanischen Industrie — die Börse braucht wohl drüben vorläufig ke.n neues Geld — zeigt, wird der Zustrom ausländischer Gel- über 0,5 v. H. hinausgehende Herabsetzung des deutschen Diskontsatzes ausgesprochen worden sind, scheinen jedoch nalh wie vor berechtigt zu sein. Die Reichsbank rechnet mit einem angespannten Jahresultimo und hält auch d'.e gegenwärtige Geldlage nicht für so flüssig, daß eine weitere Diskontherabsetzung vor Jahres- 113909 144168 169692 207518 217021 234117 251813 266595 295853 328945 352613 366272 387865 in der In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 90 M. gezogen 2 »etoinnt ,u 60000 M. 192542 2 »etoinnt »u 10000 M. 173195 4 Gewinne tu 3000 M. 253299 388034 2 Gewinnt zu 2000 Dl. 221057 10 Gewinnt zn 1000 W. 14853 180193 809734 337967 380587 10 Gewinne zu 800 W. 20155 77087 205485 232320 319356 22 Gewinne tu 500 M. 4759 146462 170115 200839 204099 254375 271106 306784 321531 327311 393408 110 Gewinne 300 W. 5164 7786 7848 28055 44385 46874 49924 52884 55951 62521 68744 78893 90401 97997 10o645 tat). Dch'hmtz« .inmM, ungültig 18. nen - 2 Sitze (2), = 3 Sitze (0), Land- Sitze (2), Vereinigte Aewerbe" 358 - 3 rf" 199 Stimmen = mimen hatten bisher jüngere Masthämmel (Weidemast) 44 bis 46, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 43; Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 83 bis 86, vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 83 bis 86, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 84 bis 87, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 83 bis 86, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 80 bis 84 Mark. — Marktverkauf: Rinder ruhig, Aleberstand, Schweine schleppend, geringer Aleberstand, Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. 4% Cdterrettfitldie «oittrtt.. . 4 20% Ceflerr Silbern- 4% Ccfteneidiftoe Einheitliche Rente.......... 4% Ungariiche »olttrte.. ... 4% Ungarische Staat«r. v. 1910 4K% de »gl. von 1918 . . - 4% Ungarische eronentte. . . . 4% türi. Zollanleihe v. 1911 - 4% »ürtiTdje Bagt>avbatzn-«nl 116464 144609 176816 207831 218691 238844 252221 278038 297453 337917 354804 367448 390204 heutigen In der vorigen Woche setzte sich am Geldmarkt zunächst eine weitere Erleichterung durch, die besonders in einer starken Vermehrung des Angebots von Tagesgeld und auch von Monatsgeld zum Ausdruck kam. In die Derichtswoche siel der Mediozahltag, der 4%% «belnildie Hyv -Bank CIqu. «olttpte. . - B% Dr- ScnbeipfanttbriefanRali «ßfanttbtlefe SR. 1? ••••,; 8% Pr. eontteepfanttbriefanfialt. WM )• 12 Cltz, 14,75 7,5 kekule Feier In Darmstadt. Anlählich der Hundert ahrseier des Geburtstages von August K e k u 16 hatte die Stadt Darmstadt, die Technische Hochschule zu Darmstadt und ihre Ghemische Abteilung, die Vereinigung Liebighaus, und die Vereinigung von Freunden der Technischen Hochschule zu Darmstadt zu einer internen Feier eingeladen, an der u. a. als Ehrengäste Staatspräsident Dr. on ....... 7% Deutsche Retchraiüethe von 1929 ..... • • Li. ein .-Äblöl -Schultt mit «uu los.-Reckten ....... Tr-.ol nhn- v'»^'k>l..Recht- 8% Hell. Volttflaat von 1929 (tüdjnblb. 102%) - ■ - vberhellen Provinz -Anlkthe mti «u-lol.-Reckten . - Deutsche Komm. Sammelobl. 'Futterzwecke 19 biS 19.25; Weizenmehl, füb- deutsches, Spezial 0 37,25 bis 38,50; Roggenmehl 26 bis 27,50; Weizenkleie 9,60 bis 9,7o; Roggenkleie 9,75; Erbsen, je nach Qu<^ität für Speisezwecke 31 bis 44; Linsen, je nach Qualität für Spcisezwecke 55 bis 100; Heu. süddeutsches 382048 383?72 384640 385970 386646 260 Getotnne in 180 M. 710 8730 16432 18955 24807 28486 32965 33728 38965 47154 47215 47746 60344 62681 62986 63074 63169 70'195 74277 87529 95249 95290' 99111 99132 100797 Anleihe Serie 1 - 8% »Sranfl. Hvp.-Bank GoldPle XIII unlünttbai bi« 1934 . . T% 'yrantl. Hnp.-Bank Golttple unkündbar bi« >932 * Zahlungsverbot der Favag. In Sachen der Frankfurter Allgemeinen Versicherungsgesellschaft hat der Senat des Reichsaufsichtsamts für Privatversicherung entschieden, dah der Gesellschaft bis auf weiteres alle Arten von Zahlungen verboten werden, außer solchen, die wesentlich sind für die Erhaltung des Gesellschaftsvermögens, Verwaltungskosten, Steuern, Versicherungsprämien an die Allianz und Versicherungsleistungen. Dieses Verbot ergeht in der Absicht, der Verwaltung eine ruhige ungestörte Abwicklung der Geschäfte zu ermöglichen, insbesondere auch um zu verhindern, dah eine Befriedigung eines einzelnen Gläubigers oder mehrerer Gläubiger zum Rachteil anderer Interessengruppen erfolgt. Frankfurt a. M., 18.Rov. Tendenz: schwacher. — Zu Beginn der neuen Woche fehlte wieder iede Unternehmungslust. DaS Geschäft war sehr klein, zumal Anregungen nicht Vorlagen. Die Reuyorker Börse war am Samstag geschlossen. Diel besprochen wurde das Ergebnis der Stadtratswahlen; die Ansichten waren geteilt. Das Zahlungsverbot bei der Frankfurter Allgemeinen Dersicherungs-Aktien-Ge.ellschaft blieb nicht ohne Einfluß, und die Tendenz wurde hiervon nachteilig beeinflußt. Material kam aber Frankfurt a. M., I8.R0V. Auftrieb: 1499 Stück Rinder; darunter 324 Ochsen, 70 Dullen, 652 Kühe, 405 Färsen, ferner 389 Kälber, 255 Schafe, 4287 Schweine. Cs notierter: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 58 bis 60 Mark, ältere 55 bis 57, sonstige vollfleischige (jüngere) 48 bis 54; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 57 bis 59, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 52 bis 56; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 48 bis 50, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 43 bis 47, fleischige 34 bis 42, gering genährte 28 bis 33, Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 58 bis 61, vollfleischige 55 bis 57, fleischige 48 bis 54; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 82 bis 85, mittlere Mast- und Saugkälber 77 bis 81, geringe Kälber 68 bis 76; Schafe: Mastlämmer und für die ganze Wissenschaft hinwies. Der ^ckwr der Technischen Hochschule Darmstadt. Prof. Or. Roth, überreichte dem Sohne Kekules, dem Genealogen und Heraldiker St. Kckulä, die Urkunde über die Würde eines E h r e n f e n a - t 0 r s der Technischen Hochschule zu Darmstadt. Herr Kekuls dankte in bewegten Worten und versprach, dem Kekule-Museum zu Darmstadt noch zahlreiche Erinnerungen zum Gedenken an seinen Datcr zu vermachen. Die Festrede über das Thema »August Kekuls und seine Bedeutung für die Chemie" hielt Geheimrat Dr. ing. e. b. A. v. Weinberg. In feiner Rede wies er auf die wissenschaftliche Bedeutung Kckulös hin und besonders auf seine Arbeiten über die Dicr- atomigkeit des Kohlenstoffs und seine Benzol» ind die bürgerliche den, ferner beftanb : Liste der Land- ’te .Gewerbe". nderatSwahl.) Stimmen 761, im- i 173 Stimmen = > Angesiellien-Lisie 3), Handwerk und Sitze (3), Landbund te Liste 171 = 3 (0) = 0 (0) Sitze. ratswahl). Wahl« nmen 567, ungültige 99 Stimmen, 2 (0), , 1 (0), Liste „Arbeite rhard 82,2 (3), Liste 'eit* 85, 2 (2), Setz Bauernbund 1 (l), 2. Ziehungstag 3n der heutigen Vonnittagsziehung wurden Gewmae über 90 M. gezogen 0n der heutigen Nachmittagszlehung wurden Gewinne, über 90 M. gezogen trotzdem nur wenig an den Markt, doch ergaben ich gegenüber den Samstagschluhkursen in Spe- jalüxrten ganz erhebliche Abschwächungen. Die ich wieder bemerkbar machende Anspann ung der internationalen Geldmärkte verstimmte. Stärker angeboten waren von internationalen Werten Chace-Aktien mit minus 20 Mk. Don den sonstigen ElektropaDieren verloren Sie- 15467 15560 18821 25151 30760 31217 33281 33527 46741 48111 48908 53913 69604 73114 76774 77017 80050 89527 100623 100901 103738 ------ 121269 121820 122636 2 »ttolnne ,u 100000 M. 226984 2 ®ttoinne in 5000 M. 266812 2 ©ctolnn» zu 3000 M. 160795 4 «ttotnnt in 1000 W. 153096 214391 4 öttoinne zu 800 M. 33026 332156 24 Sttpinne «u 500 M. 13839 28257 123789 146433 210368 249459 272547 317881 333634 337808 34 e0287®etr3n®8?u5300 M 1416 24911 27573 32431 50,1 8.6 Adelung, Oberbürgermeister Dr. Muller der Rektor der Technischen Hochschule und der Sohn des Forschers teilnahnien. Die Begrüßungsansprache hielt Oberbürgermeister Muller, in der er auf die Bedeutung Kekulös für Darmstadt und für die Technische Hochschule tote 50 8,8 £d>lufr itiniang» thir-1 | fturc mens 8 v. H., Schuckert 5 v. H. und AEG. 2 v. H. Am Kunstseidenmarkt lagen Aku 5 v. H. niedriger. I.-G.»Farben eröffneten 3,25 v.H., und Deutsche Erdöl 2 v. H. schwächer. Montanpapiere bis 2,25 v. H. abgeschwächt. Am Dankenmarkt büßten Reichsbankanteile 5,75 v. H. ein. Commerzbank verloren 3,75 v. H. Schiffahrtsaktien bis 1.5 v. H. niedriger. Zellstoff werte und Dauunter- nehmungen büßten bis 2,5 v. H. ein. Deutsche Linoleum minus 4 v. H. Renten still, geschäftslos und durchweg etwas schwächer. Im Verlaufe nahm die Verstimmung weiter überhand. Einen ungünstigen Eindruck machte der Zusammenbinich der Haldy-Dank in Saarbrücken. Der g ü n ft i g e Reichsbankausweis, der heute zur Veröffentlichung gelangte, konnte kaum einen Ein^ druck machen. Cs kam von Auslandseite etwas Material heraus, so dah sich zumeist erneute Abschwächungen ergaben. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld mit 7 v. H. etwas leichter. Am Devisenmarkt war die Mark etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1825, gegen Pfund 20,402, London gegen Kabel 4 8760, gegen Paris 123,86, gegen Mailand 93,17, gegen Madrid 34,80 (etwas schwächer), gegen Holland mit 12,09 (etwas fester). Die internationale Geldmarktlage hat durch die Herabsetzung des Reuyorker Dis- kontsatzes um 0,5 v. H„ die sehr schnell der Ermäßigung um 1 v. H. am Oitober-illtimo gefolgt ist, eine verstärkte Entwicklung in der Richtung zunehmende r Derflüssig ung Die Geldmarkterleichterung in Reuhvrk hat einen wieder reichlicheren Zufluß amerikanischer Gelder an den deutschen Geldmarkt zur Folge gehabt, und es konnten Eindeckungen zu verAltnismäßig billigen Zin- sähen vorgenom- r LudwlS L diesen 1 abgegeben- (6 Sitze . F stim- I -ni°kr°ten)^gestBer, St°L nhauer. M Karl 3 Hitzen). Stimmen s stimmen 'S«* i&Ä* i e. «rl 8a der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 90 M. gezogen 2 öttoinne zu 3000 M. 66040 4 Gewinne zu 2000 W. 170095 191021 12 ©etoinnt .u 800 SOL 65962 87651 212768 257747 ?°™. 6!??ä..6441619485g5BI4093320146MS 188822 197819 212363 50,1 8.8 allerdings einen ziemlich festen Verlauf nahm. Das Angebot von Privatdiskonten hatte einen nicht erwarteten großen Umfang anr genommen; die regulierende Stelle war jebod) in der Lage, dieses stark erhöhte Angebot aufzunehmen, ohne daß eine Erhöhung des Pri- vaidiskontsahes Dorgcaommen zu werden brauchte. Dieses größere Angebot stammte besonders von kommunaler Seite. Am Markt für bantgirierte Warenwechsel konnte sich eine weitere Erleich- Bundesreservebank mit dem au -gesprochenen Ziel einer psycho'ogischen Teein'lussung des amerikanischen Publikums, mit anderen Worten eine ostentative Maßnahme vorliegt, mit der das Vertrauen in die weitere wirtschaftliche Entwicklung A'.^ikas zum Aufdruck kommen soll. Man hat anscheinend in Amerika ein AI e 6er- handnehmen der Panikstimmung befürchtet, die schließlich auch auf die Wirtschaft hätte übergreifen können, und wollte dieser Entwicklung der Dinge zur Katastrophe durch eine Diskontermäßigung und damit einer Gelderleichterung Vorbeugen. Hieraus erklärt sich die Schnelligkeit, mit der der Reuyorker Diskontsatz ermäßigt worden ist. Zu bedenken bleibt, wenn man sich ein Airteil über die weitere Entwicklung der amerikanischen Geldverhältnisse bilden will, daß die Reinigung von den spekulativen Elementen, auf die vdn den Bundesreservebanken bewußt eknd anscheinend mit Erfolg hingear- beitet wird, vorerst nur die Börse erfaßt hat, ohne Auswirkungen auch bei Industrie und Konsum hervorgerusen zu haben. Serie I <% brtfll. Serie 11 6% SumSnlfdw vereind. «enie von 1903 ‘ • • • iH'imäntldx vereind Rente Franf urt a. M., 18. Rov. Am Produktenmarkt war die Tendenz heute infolge der beträchtlich erhöhten Auslandnotiarungen fester. Das Geschäft bewegte sich aber trohdem in kleinem Rahmen. Die Forderungen der Provinz gingen bis zu 1 RM. höher, die auch spater bewilligt wurden, da das Angebot verhältnismäßig gering war. Besonders Weizen und im Einklang hiermit Weizenmehl konnten von der Preissteigerung profitieren. Aber auch Stopgen» mehl konnte bis zu 1 RM. anziehen. Etwas Interesse bestand noch für Futtermittelartikel, von denen besonders Mais für Futterzwecke, bei einer Besserung von 1,25 Mk. gefragt war. Die Stimmung war im allgemeinen zuversichtlich. Es wurden notiert: Weizen 22,50; Roggen 18 bis 18,15; Sommergerste, für Brauzwecke 19 bis 19,50; Hafer, inländischer 18; Mais (gelb) für 5 Titze Ä so. (0), <3 s«m. Ä« J2° Stimmen =.' Stimmen = Zj^e.ll), Dem! .(!)» Rutsche durch "K Volkspaciei Dirtschastspartei 1221 Stimmen = dSrS 0#« (ol'hn üM1' 2 • i ed)Hgt Izzo, . AW 1826, unqiü» ■flien 373 = 8 Sitze stimmen = 1 Siitranen = 7 Sitze, ■ = 2 Sitze (3). swahl). Dahlbe« mmen 1018, ungul» eiten: Deamtenliste Sifte bet Landwirte J Ärgerliche Liste it.elslandsliste .Ee- ^itze (die vorstehen« bisher zusammen 286 Stimmen = 4 Frankfurt a M Berlin ^d)iu6»l Sur» 1 i-UDi Sur Schiug Kure Mulang« Sur» Darum 16 11- 18 11. 16- 11. 18. 11 Bereintflie Slahlw - - 16 •/. 105 — 105 104 55,5 Ctaoi Minen 56,65 — 57,4 Rai werke A>cker»iebea . . 1 200.5 — 201 — Hai werke Ucftetegdn . . 10 206 — 207,5 320,5 — Raliroet e SaUttcnurttt ■ . 16 323 — 313,25 I. @ Forden-InvuSri« . . 12J 180.5 177,25 180,5] 177.25 Dynamit Nobel .... . . . 6 — — 86 . . . ll 138,5 — Äoivlchmlvt ..... . . . 6 66,5 — 65,5 — Rüigerowerte ..... MetallgeieUichast- . . . . . . 6 . . . s 74 115.25 115,5 72.75 115.25 73 114 Philipp »oumann . . . 7 88.25 89 — Semen werk brittelbetg . . . 10 121,5 122.5 - — Ecmeniwerk «Tarlftattt . . . 10 — * öagfee liteti an . . . 8 64,5 82 83 Sckulthet- Patzenhot» . Ostwerke....... . . 15 . . 12 — 2 279 5 219,75 276,5 219 Ber. Giamfloft . . . . Bemberg....... HeUflofi Wcktthof . . . gellftoü «icha|j:nbura . . . 18 . . 14 . 18 Vi 196,5 197 203 195,75 195 192.25 . . xt 142 139,75 142,75 140 EbarioNenburger toafi« ... 8 — 95,75 94 Deflauer ®ai..... .. 1 — — 167 162,75 Daimler Motoren . . . . . . L 42,5 —• 43 42 Dcutiche Linoleum . . 249 245,25 249 242,50 Molchinenbau A.-G. . . . . . — — 46 46,25 Sl>i tro ci.' Hl Q t . . • ituow. roew . . . . ll 168,5 166 Rat. AutomobU . . . . . , . — — 21,5 — CTrnltetn 4 Koppel . . . . . < - — 75,75 72,13 Vrontbntt Dletz . . . . . . 1 — 163 157 Sveniko ...... • • • 330 — 330 332 06,25 105 106,4 104,9 — 162 — — — I49 — 01.65 100,75 101 100,5 117,5 —— 116,5 117.5 119 — 119.5 139 181 — 181 178 60,75 157 159,25 157 240 — 239 237 52,75 — 152 152 52,75 — 152 152 149,5 148 148,5 148 256,25 250,5 255 248,5 163,5 161,5 163,75 161 203 — 204 201,5 — 164,75 161 171 — 171 169 119 — 119.9 — 169 — 170 — 130 129,5 148 — 146.5 146 — 159 156 5 189,4 185 189 185,13 303 295 303,5 293.75 — 129,5 160 — 160 159 65,5 65 64,13 98 96 97,75 95,75 — 128 125,75 — 125.5 125,13 134 131.25 134.25 130,5 119,25 117 210 — 211.25 210 — 97 95,25 — — 117 75 114,25 98.25 95,75 97,9 96,60 108.75 107 108 106,25 69 72 70.25 — 98 97 104 — 104 102,60 24k — 246 — 04,5 — 04,9 102,25 103,5 — 105 — 16. November 18. November Amtiicke Notierung Ämiitcke Kotierung Geld Briet Gelb Brief 168.50 168.84 168.50 168,84 Bucn-'Aires 1.725 1,729 1,724 1,728 Brss-Antw 58.42 58.54 58.415 58,535 Christtania. 111,91 112,13 111,91 112.13 Kopenbag-n 111,96 112,18 111,94 112,16 Stodbolm ■ 112,25 112.47 112,26 112.48 HcttrngforS. 10,50 10,52 10,493 10,518 Atollen. . 21,86 21,90 21,86 21,90 London. . . 20,378 20,418 20,374 20,414 Neuvork . . 4,1780 4.1860 4,1790 4,1870 Paris.... 16,45 16,49 16,445 16.485 Schwei, . . 81,005 81.135 81,03 81,19 Spanien . 58,49 58.61 58,47 58,59 Japan . . - 2,048 2,052 2,038 2,042 'Hio de Jan 0,494 0,496 0,490 0,492 Wien in 2)-* Ceft abgest 58,735 58,855 58,735 58,855 Prag . . • 12,378 12,308 13,382 12,402 Belgrad - 7,393 7,404 7,396 7,410 Budapest. 73,015 73,155 73,07 73,21 Bulrarien 3,014 3,020 3,014 3.020 Lissabon 18,78 18,82 18,80 18.84 Danzig. - 81,46 81.62 81,41 81.64 1 .Honftantm 1,977 1.981 1,968 1,972 1 Alben. . 5,425 5,435 5,425 5,435 1 Lanada - 4,096 4,104 4,096 4,104 | Nrn aat) . 4.046 4,054 4,046 4,054 1 Tatro . - 20,895 20,935 20,895 20.935 Aus der Provinzialhauptsiadt. Gießen, den 18. November 1929. Unter grauem Himmel. Man kann den Herbst in allen Tonarten Preisen, wie er ja auch alle Tonarten anwendet, um den Abschied, den er nun einmal bedeutet, einigermaßen angenehm zu machen. Man kann sich von seiner Farbenpracht und seiner Stimmung begeistern lassen und kann unendlich vieles schön finden von dem, was er uns darbietet. Aber man kann doch nicht übersehen, daß er auch seine Mängel und Widrigkeiten hat. Wenigstens bei uns, und da sogar in stark ausgeprägtem Maße. Wir haben es ja in den letzten Wochen erfahren. Da wechselt einmal ein Sonnentag zu einem grauen oder Regentag hinüber. Run, das ist nicht schlimm: auch solche Tage muh es geben. Alnö morgen, so denkt man scheint die Sonne wieder. Aber der morgige Tag steigt genau so ichgernd und unwirtlich und griesgrämig aus dem Bett wie der vergangene. Tief hängen die Wolken herein, feuchte Rebel ziehen, Regen fällt. Man schaut nach der Sonne aus, aber sie bleibt fern. Man prüft das Barometer, aber der -Zeiger sinkt, man klopft daran herum, und er sinkt noch ein Stück tiefer, man steckt den Kopf zum Fenster hinaus und prüft Wolkenbildung. Luftströmung und Temperatur, alles in der Hoffnung, daß die Welt wenigstens am andern wieder etwas freundlicher aussehen wird. Und kommt nun der andere Tag, so sieht eS noch weniger erfreulich aus als vorher, noch weniger trostvoll und noch mehr niederdrückend, denn nun wirft ein unfreundlicher Wind Regentropfen gegen das Fenster, durch die Luken Pfeift es, im Karnin rumort es, und der Himmel ist noch drückender und schwerer geworden als vorher. Da legt es sich auf das Gemüt, ganz un- merklich, aber doch erkennbar in den Wirkungen, die sich einstellen, denn nun wendet sich die Der- drossenheit, gegen die man vergeblich kämpft, gegen alles, was uns umgibt. Die Arbeit wird unwillig getan, jede Schwierigkeit, die sich einem in den Weg stellt, wächst zu einem Ungeheuer aus, das alle Lebensfreude zu erschlagen scheint, und kleine Freuden, die man sonst sehr wohl wahrgenommen hätte, bleiben unbeachtet. Ist man aber endlich ledig der Pflichten, so ist es auch nicht besser, denn nun weist man erst recht nicht, was man beginnen soll. Es fehlt an Triebkraft zu allem, was man beginnen, womit man die Stunden angenehm gestalten könnte. Sogar die Unterhaltung stockt, mag man sonst noch so gesprächig sein, und wird gesprochen, so ist meist der Inhalt gering. Tlnd das ist das Unangenehme, daß der vielgepriesene Herbst, wenn er einmal begonnen hat, seine graue Himmelsdecke auszubreiten, nicht. mehr Daran zu denken £1)2 int, sie mit einer anderen zu vertauschen. Wochenlang kann er sie behalten, tagtäglich erneuern. Die verschiedensten Variationen entdeckt er, bald überrascht er mit einem Schieferblau, dann mit einem Hauch von Schwefelgelb, bann wieder ist er mausgrau, in kurzem läßt er sich bewegen, einige Andeutungen von Wolkenbildungen hervobzuzaubern, aber bald hat er wieder eine andere Laune entdeckt. Rur die Decke ganz wegzunehmen, wieder einmal blauen Himmel zu zeigen und strahlende Sonne, daran denkt er nicht. Freilich — einmal muh auch er wieder daran denken. Dann allerdings erscheint er uns doppelt und dreifach schön, und wir sind, wenn wir , nicht gerade sehr abgehalten sind, drauf und dran, uns der milden und matten Sonne des Spätjahres mit vollem Dewusttsein zu freuen. Wie man ja meist erst richtig schätzt, was knapp geworden ist. S. Daten für Dienstag, 19. November. Sonnenaufgang 7.23 Uhr, Sonnenuntergang 16.07 Llhr. — Mondaufgang 17.42 Uhr. Monduntergang 10.45 Uhr. 1770: der Bildhauer Bertel Thorwaldson auf See, zwischen Irland und Dänemark, geboren; — 1805: Ferdinand Vicomte de Lesseps, Erbauer des Suezkanals, in Versailles geboren; — 1828: der Komponist Franz Schubert in Wien gestorben; — 1869: Eröffnung des Suezkanals. Vornotizen. — Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus Dahnhofstraste: „S)er Günstling von Schönbrunn"; auf der Bühne Gastspiel Rinon und Joe Berno Derlost. — Astoria-Lichtspiele: «Die Tochter der Steppe" und „Die Tänzerin von Frifto". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Mittwoch, 20. Ro- vember, finden zwei Vorstellungen statt: Um 16 Uhr zu ermäßigten Preisen der erfolgrerche amerikanische Schwank „Hochzntsrcise" von Mathews unü Richols. Abends findet als Sondervorstellung „Poganini". Operette in 3 Akten, von Lehar statt. Die Mittagsvorstellung ist zu bedeutend ermäßigten Preisen. Die Operette „Paganini" ist eine der musikalischsten modernen Operetten. Das Schicksal des großen Geigenvirtuosen ist durch Lehars Werk sehr populär geworden. Beginn der Abendvorstellung 19.30. — Der Goethebund schreibt uns: Am Mittwoch, 20. Rov., hält in der Reihe der volksbildnerischen Vorträge Georg Weidhaas, Greiz, einen Lichtbildervortrag über das Thema „Aus der Wunderwelt der Blumen". Der Vortrag will in die Farbenwunder und Blütengeheimnisse der Pflanzen einführen. Die Bilder sind farbenphotographisch ausgenommen und vermitteln ein naturgetreues Bild von der Schönheit der Flora. Interessenten seien auf die Veranstaltung hingewiesen. — Sonntag, 24. Rovember, 20 Uhr, wird Universitäts-Professor Dr. med. Olpp, Dozent für Tropenheilkunde in Tübingen und Leiter des dortigen missionsärztlichen Instituts und Tropengenesungsheims in der Aula der Universität einen Vortrag mit Lichtbildern und Laufbildern halten über das Thema: „R e u e st e Ergebnisse der Tr op e n h ei lku n d e und ihre Anwendung in der ärztlichen M i s s i o n.“ Professor Olpp ist selber nahezu ein Iahrzehnt als Rheinischer Missionsarzt in Tung- kun (Südchina) gewesen und kann daher aus eigener Erfahrung über die exotischen Krankheiten und die segensreiche Tätigkeit der ärztlichen Mission berichten, wie er dies kürzlich auch in den Universitätsstädten Freiburg, Köln, Rostock und Würzburg mit Erfolg getan hat. Außer zahlreichen bunten Lichtbildern, die er zum Teil selbst ausgenommen hat, wird er interessante Laufbilder über den Entwicklungsgang des Malariaerregers im Menschen und im Moskito, über die Pest in Iava und über die Aussähigen-Asyle der Mission in Sumatra, Britisch-Indien und Ostafrika vorführen. (Vgl. die Anzeige in der Samstagausgabe.) ** Schützt die Hunde vor Kälte! Die Zeit rückt heran, in der die Nächte bitter kalt zu werden beginnen. Der Mensch läßt es sich am Ofen wohl sein, während der Sturm an den Fensterläden rasselt. Da sollte man auch an die Tiere draußen denken, vor allem an den, der dem Menschen der treueste Wächter ist: den Hofhund. Man sorge dafür, daß die Hundehütte auf dem Hofe öfters frisches Stroh erhält. Um die Wärme zu halten, tut man gut, ein paar alte Decken in die Hütte hineinzulegen. Das Dach muß sorgfältig gegen Zugluft und Nässe abgedichtet sein. Vor den Eingang hängt man zweckmäßig einen Sack. Die Fütterung hat etwas reichlicher zu geschehen. Sehr wichtig ist auch Reinlichkeit in der Umgebung der Hütte. Ein so gehaltenes Tier wird die Aufmerksamkeit des Menschen stets lohnen. Auch für die Zughunde, die tagsüber lange im Freien warten müssen, nehme man Decken mit, damit sie bei feuchter und kalter Witterung warm bleiben. Das Trinkwasser wird am besten lauwarm vorgesetzt. ** Aus dem GießenerStandesarnts- re gift er. Es verstürben in der Zeit vom 1. bis 15. Rovember: 1.: Christian Hüttenberger, 7 Stunden alt, Rodheimer Straße 53; 3.: Marie Heck, geb. Mattern, 49 Iahre alt, Schützen- sirahe 62; 4.: Marie Schneider, geb. Schneider, Witwe, 64 Iahre alt, Wilhelmstraße 35; Friedrich Kühn, Mehgermeister, 63 Iahre alt, Marktstraße 23; 6.: Marie Lehmann, geb. Schuster, 39 Iahre alt, Iheringstrahe 9; 9.: Margarete S t ü h l e r, geb. Schäfer, Witwe, 87 Iahre alt, Wolfstraße 16; 10.: Anna Iakobine Horn, geb. Hubeler, Witwe, 70 Iahre alt, Steinstr. 33; 13.: Margarete Klotz, geb. Dorfeld, Witwe, 67 Iahre alt, Wehsteingafse 18; 14.: Elisabeths Köchlin, geb. Böh, Witwe, 71 Iahre alt, Wolfstraße 15; Karl Buschmann, Ingenieur, 53 Iahre alt, Reuen weg 31; 15.: Karoline Senner, geb. Roll, Witwe, 82 Iahre alt, Dergstr. 7. ** „Im Reiche des Humors". Der Deutsch- nationale Handlungsgehilfenoerband bot am letzten Donnerstag seinen Mitgliedern und deren Angehörigen im Katholischen Vereinshaus einen wohlgelungenen heiteren Abend. Ministerialrat a. D. Dr. Erich F o r t n e r (Berlin), der bereits im vorigen Jahre an gleicher Stelle mit sehr beifällig aufgenommenen humorvollen Darbietungen aus alter Zeit aufwartete, bot auch diesmal wieder Vorzügliches. Es war eine Freude zu sehen, wie dieser so ernst aussehende Künstler die zahlreicher Besucher im Handumdrehen in die richtige Stimmung zu versetzen verstand. Seine Leistungen erreichten ihren Höhepunkt bei mimischen Darbietungen. Besonders erfrischend wirkten auch die Vorträge und Erzählungen in den verschiedenen Mundarten. Was hier, insGeschäfts-Übernahme! Zur gefälligen Kenntnisnahmel Den verehrten Einwohnern von Gießen und Umgegend teile ich höfl. mit, daß ich ab 20. November 1929 die seither von Herrn Greilich, Steinstraße 23, früher Sommer, geführte Metzgerei und Gastwirtschaft übernommen habe. Betrifft Metzgerei: Der werten Kundschaft empfehle ich l. Qualität Rind-, Schweine- und Kalbfleisch, Schinken, Rauch-Dauerwaren, sowie sämtliche Wurst- und Aufschnittwaren in bester Güte. Bestellung erbeten: Telephon 2923. Betrifft Gastwirtschaft: Meinen werten Gästen und Gönnern empfehle ich: Beste Exportbiere, gutgepflegte Weine, reichhalt gute Küche. Reelle Bedienung zugesichert I Geneigten Zuspruch erbeten Karl Scherer, Steinstraße 23 |J7<32 Dienstag, den 19. November 1929 nachmittags 2 Llhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 6 Schreibtische, 1 Aktenregal, ein Fahrrad, 3 Klaviere, 2 Ledersessel, 9 Büfetts, 3 Sofas, 1 Tisch, einen Kleiderschrank, ss Wasch-Apparate, 4 Bierleitungsreinigungs-Apparate, 2 Bohrmaschinen, 2 Schreibmaschinen, 1 Vertiko, 2 Kaffeetische, ein Schrank. Grammophon, T Kaffen- schrank, 1 Küchenbüfett, 1 Harmonium, 5 Kredenzen, 2 Ausziehtische, 6 Stühle, 1 Regulator, 1 Registrierkasse, 3 Diwane, 5 Nähmaschinen, 2 Warenschränke, 2 Büsten, zwei Schreibladenkassen, 1 Waschtisch mit Spiegelaufsatz, T Schrank, 3 Stand- uhren, 2 Glaskasten, 1 Eistransfor- mator, 2 Instrumentenschränke, ein Entbindungsbett,TTeppich,Ehaise- longue,! Gehrungsschneidmaschine, 1 Amboß, 1 Bücherschrank, 1 Kom- mode.9 Schweine, 3 Pferde, 1 Kuh. Aofthpf Gerichtsvollzieher in Gießen y VVv vl Oammstr. 24 1, Telephon 4039 Wir suchen zum Besuch v. Prioatkundschasl tüchtige Werbedamen welche an Inteniioeö Arbeiten gewöhnt nnd. Schriftliche Angebote unter 9502D an den Gießener Anzeiger erbeten. besondere an bayerischem Dialekt geboten wurde, ließ an Natürlichkeit nichts zu wünschen übrig. Der Künstler brachte diesmal meist Darbietungen aus Werken neuerer Zeit. Besonders ansprechend gelangen „Der Schnurrbart" (Humoreske), „Hartnäckige Liebe" (Gedicht von Otto Ernst), „Der wandernde Esel" (Karl Hans Strobl), „i Tiroler Adler" (Rud. Greinz), „Aus dem Aufsatzheft einer neunjährigen Schülerin", „Das verlorene Täschchen (Roda Roda), „Schwäbische Kund" (mimische Studie), sowie Wiener Geschichten und Anekdoten. Prachtvoll war auch die Darstellung verschiedener Charaktere beim Vortrag des „Liedes von der Glocke". Der Künstler erntnte für feine Darbietungen reichen Beifall, so daß er sich schließlich zu einer Zugabe entschließen mußte. Oer neue provinzialdrrektor für Rheinhessen. WSN. D a r m st a d t, 16. Nov. Mit Wirkung vom 30. November d. I. ab tritt der verdiente Provinzialdirektor der Provinz Rheinhessen und Kreisdirettor des Kreises Mainz, Geheimerat Dr. Karl U s i n g e r, in den R u h e st a n d. Zu feinem Nachfolger wurde der Ministerialrat Dr. Wilhelm Wehner aus dem Ministerium des Innern ernannt. Geheimerat Dr. Karl U s i n g e r ist jedoch beauftragt, die Dienstgeschäfte als Landeskommissar für das besetzte hessische Gebiet bis auf weiteres zu versehen. Bürgermeister Ringshausen, Nidda t- • Ridda, 17. Rov. Bürgermeister Rings- Hausen, Ridda, ist gestern nach längerer Krankheit verstorben. Der Verewigte hat viele Iahre lang im öffentlichen Dienste gestanden, u. a. als Direktor der für unser Gebiet wirtschaftlich außerordentlich bedeutsamen Bezirkssparkasse Ridda. Auch durch ehrenamtliche Kommunalarbeit betätigte er sich aufopfernd und erfolgreich im Dienste der Allgemeinheit, bis ihn der Wille der Bürgerschaft vor einigen Iahren als Bürgermeister an die Spitze der Stadtverwaltung stellte. Der Heimgegangene konnte sich allgemein der größten Wertschätzung erfreuen. Seine Werke sichern ihm über das Grab hinaus für alle Zeiten ein ehrendes Gedenken. Ein fesselndes Stück Heimatgeschichte. df. Langsdorf, 10. Rov. Am Donnerstag fand auf Veranlassung unseres Ortsgeistlichen Dr. H e y m a n n w.e. erum ein Gemeindeabend statt, der sich eines starken Besuches erfreute. Wie schon im vorigen Herbst machte Pfarrer Dr. H e h m a n n mit einem Stück Ortsgeschichte bekannt. Er führte die Erschienenen zurück in die Zeit um 1700. Im Laufe des Sommers hatte Dr. Heymann Stöße von Akten und Rechnungen des Braunfelser Archivs durchgearbeitet und daher eine Begebenheit zutage gefördert, die er diesmal zu Gehör brachte. Es handelt sich um einen Prozeß, den die neun Gemeinden dec Grafschaft Solms-Braunfels mit ihrem damaligen Landesfürsten, dem 1694 bis 1724 regierenden Grafen Wilhelm-Moritz führten und der sich über die Zeit von 1705 bis 1724, also 21 Iahren, erstreckte. Die neun Dörfer hatten, wie damals allgemein üblich war, ihrem Landesherrn Abgaben und Dienste zu leisten, und zwar nach Hungen, dem Witwensitz der Grafen von Braunfels. Iahrelang waren diese nic,t verlangt wordern Als nun Graf Wilhelm- Moritz dieselben in Geld umwandelte, entbrannte der Streit. Die Dörfer, von denen Hungen und Langsdorf infolge verbriefter Vorrechte eine Sonderstellung einnahmen, so daß sie von der getroffenen Maßnahme des Grafen unberührt blieben, schlossen sich zusammen und verweigerten hartnäckig die geforderte Abgabe. Hungen und Langsdovf erklärten sich bald mit den sieben anderen Dörfern solidarisch, ja sie stellten sogar, neben Tettenhausen mit seinem raffinierten Diemer Rickel, die Haupträdelsführer. Iahrelang wogte der Kampf, gewissenlose Advokaten und der Erzbischof von Mainz schürten, viele tausend Gulden wurden verprozessiert, Militär wurde auf geboten, die Dörfer bekamen Besatzung, die Rädelsführer wanderten zeitweise ins Gefängnis, es half alles nichts, der Starrsinn der einmal rebellischen Bauern war so schnell nicht zu brechen. Sie sandten sogar ihre Vertreter nach Wien an das Reichshofgericht. Der Graf Lau- bach suchte zu vermitteln, aber die Bauern waren nicht zu Äterzeugen, dah ihr Landesherr im Recht war. Auf beiden Seiten arbeitete man natürlich mit allen Mitteln. Die Dauern bestachen die gräflichen Llnterbeamten und erfuhren somit die Maßnahmen des Landesherrn rechtzeitig, umgekehrt machte es der Graf. Er hatte in jedem Dorf seine Spitzel. So wogte der Kampf fast zwanzig Iahre. Da wurden die Bauern doch nach und nach mürbe, einer nach dem anderen wandte sich ab und gelobte den Treueid, bis auf einige wenige, unter ihnen auch Langsdörser, die ihren Kopf a-ufsetzten. 3m Kamps um ihr vermeintliches Recht nahmen sie alles auf sich. Aus Wien kam dann endlich der Bescheid, wonach der Landesfürst im Recht sei, doch wurde ihm anempfohlen, mit seinen Landeskindern gnädig umzugehen und von Strafe abzusehen. So ging der Kampf aus, wie nicht anders zu erwarten war. Aber die Grafschaft hatte unsäglich gelitten. Die Dörfer und ihre Bewohner waren auf Jahrzehnte verarmt und das Vertrauen zur Herrschaft für immer zerstört. Im Lau e des noch säst hundertjährigen Writerdeftehens dieses Kleinstaates ist es nicht wieder zu erringen gewesen, so daß kein Landeskind dem angestammten Fürstenhaus eine Träne nachweinte. Der Vortrag zeigte, wie Starrköpfigkeit und blinde Prozeßwut eine ganze Gegend ins Verderben führte, zum Teil verursacht durch die unglückseligen politischen Verhältnisse der damaligen Zeit. Vielleicht dürfte ein solcher Prozeß in der Geschichte unserer Dörfer einzig- stehen. Die neun Dörfer, die sich 21 Iahre gegen ihren Landesfürsten auflehnten, sind: Hungen. Langsdorf, Bellersheim, Bettenhausen, Dirilar. Vil- lingen, Roirnenroth, Röthges und Ober-Dessingen. Langsdorf zählte damals etwa 400 Einwohner. 3m Ramen der Erschienenen sprach Bürgermeister Kneipp dem Redner für seine interessanten Ausführungen herzlichsten Dank aus. Oberhessen. Landkreis Gieften. ^s-Grünberg, 16.Rov. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt dieser Tage ihre Schluhübung ab. Rach einer Geräteübung sand in der Bahnhofstraße ein Brandangriff statt. In der anschließenden Rachversammlung konnte der erste Hauptmann, Seilermeister Carl Seifart, die Leistungen als vorzüglich bezeichnen. Der erste Obmann der Steigmannschaft. Zimmermeister Gg. Dan. Haas, h?.elt dann einen Vortrag über die im Iahre 1927 im Dolksstaate Hessen ausgebrochenen Brände. Danach ist deren Zahl immer noch eine recht hohe, und all- jährlich wird auf diese Weise wertvolles Volksvermögen vernichtet. Hier dürfen die Freiwilligen Feuerwehren für sich das Verdienst in Anspruch nehmen, durch ihre Tätigkeit t>iel_ zur Verhütung und Verminderung der Feuersbrünste beizutragen. Kreis Schotten. -> Schotten, 15. Rov. Die Gedenkfeier der Schule für die Toten des Weltkrieges soll. in diesem Iahre zum erstenmal in der hiesigen Kirche am Tage vor Totensonntag abgehalten werden. Man läßt sich dabei von dem Gedanken leiten, daß eine Feier im Gotteshaus ernster, tiefer und nachhaltiger auf die Kindesseele einzuwirken vermag. Cii beteiligen sich daran die Oberklassen der hiesigen und der benachbarten auswärtigen Schulen. Die Gedächtnisrede hat Schulrat Hasenzahl übernommen. Sie wird umrahmt sein von gemeinsamen Liedern der Dolksschulllassen („Wir treten zum Beten" und „Herz, laß dein Sorgen sein"), sowie von geeigneten Musikstücken für Orgel, Violine und Cello. Kreis Lauterbach. 4k Lauterbach, 16. Nov. Gestern abend gegen 8.15 älhr ereignete sich in dec Vogetsberg- S kraße ein Zusammenstoß zwischen einem Moto*rrad und einem Fuhrwerk. Wahrscheinlich konnte der Motorradfahrer dem Fuhrwerk, dessen Pferd durch das Rattern des Motors scheu geworden war, nicht mehr rechtzeitig ausweichen und führ dem Wagen in die Seite. Durch den Zusammenprall wurde der Fuhrwerkslerrker vom Sitz geschleudert und blieb bewußtlos auf dem Straßenpsla" er liegen, während der Motorradfahrer und sein Sozius zur Seite flogen, ohne erhebliche Verletzungen davonzutragen. Wem die Schuld an dem Unfall trifft, ist noch nicht geklärt; beide Fahrzeuge sollen vorschriftsmäßig beleuchtet und auch gefahren sein. Winterkur für Nervenkranke u.Nervös-Erschöpfte. Spezlalkuranstalt Hof beim Im Tannas bei Frankf.a.M. — Prospekte durch San.-Ral Dr. M. Schulze-Kah'eyss, Nervenarzt DM MM.MM.NM WMlMl MMM tz. Ml. 950 iU Sichere Exiftenz Fetten Wecheniohnvon 40 Mk.a.hohe Pmiüon zahlen wir an strebsames.sauberes junges Ehepaar bei vertraulicher Anstellung für Belieferung der von uns nachgewieseneu Privatkundschaft mit Lebensmitteln. (Nicht nebenberuflich.! Vorkenntnisse nicht erforderlich, da Anlernling durch unser Personal. Alle notwendigen Utensilien. Transportmittel usw. werden zur Verfügung gestellt. 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