Montag. 18. März 1929 179. Zahrgang Hr.65 Erster Blatt veg - Telliahlungl ILLING »mobile mit schuldig sind. KW IRR3DER iiatzhekung, Dfen oder Zentral- t ausreichen oder ehmäMgen Erwär iaumes an kühlen ergaogahelrang 5 ISt. en! ist! Here Summe für verschuldete und notleidende landwirtschaftliche Betriebe hergegeben wird. Es handelt sich dabei nicht um eine Auffang-Organi- sation, wie sie von der Preuhenkasse propagiert wird, sondern um den Versuch, auf dem Wege über einen Vesiherhaltungsfonds notleidenden Betrieben zu helfen. Die sehr umfassende Hilfsaktion soll noch in der allernächsten Zeit vom Reichskabinett verabschiedet werden. Oer Achtmillionenetat des Internationalen Arbeitsamts. England verlangt größere Sparsamkeit. Genf, 16. März. (WB.) Der Berwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes hat in seiner Schlußsitzung den Haushaltsvoranschlag für 1930 genehmigt, der einen Gesamtaufwand von 8,7 Millionen Goldfranken vorsieht. Buchungsmähig hält er sich damit in den Grenzen der Ausgaben des laufenden Lahres. Da je- doch die Kosten für die verschiedenen Flüchtlings- Werke nicht mehr vom Arbeitsamt zu tragen sind, verfügt er im neuen Rechnungsjahr über rund 300 000 Goldfranken mehr, aus denen vor allem die laufenden Gehaltserhöhungen zu bestreiten sind. Der englische Degierungsvertreter, der wieder auf größere Sparpolitik drängt, hat sich erstmals der Stimme enthalten. Die übrigen Regierungsvertreter und die Arbeitergruppe stimmten für den Budgetvvranschlag, während die ^Internehmergruppe ebenfalls größere Einsparungen verlangte und, abgesehen von dem deutschen Arbeitgebervertreter, auch dieses Wal sich wieder der Stimme enthalten hat. mit der Hergabe von J dann würden die Kassen ~ ■ sein. Nach der Zusammenstellung vom 1. Juli 1928 hat das Reick Mark an D burgs. QüÄten - Mo-Halteplatz Ein diplomatisches Danketi im Vatikan Rom, 17. März. (WB.) Kardinalstaatssetre- tär Gasparri gab im Vatikan ein Frühstück zu Ehren der beim Hl. Stuhl beglaubigten diplomatischen Vertreter, die vollzählig erschienen waren. Staatssekretär Gasparri führte in einer Ansprache aus. der Papst habe diese Einladung an die diplomatischen Vertreter ergehen lassen, um ihnen für die Ehrerbietung zu danken, die sie ihm am 8. Februar erwiesen hätten. Er begrüßte die Gäste im Ramen des Papstes und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Einigkeit unter den Rationen sich festigen möge. Zum Schluß des Banketts sprach der Doyen, der Annahme von Anzeigen für die Tagesnnmmer ois zum Nachmittag vorher. preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" , mehr Chefredakteur: Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen. Oie Finanzwirtschafi -es Reichs. Ehemals großzügige Kredite aus Steuergeldern, jetzt pump bei Privatbanken. <2rfch«tnt täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte dießener Familienblätter Heimat im Blld Die Scholle. lejugspteis für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Ieichspfennig für Träger» llshn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Ternsprechanichlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnach- Richtenl Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: giranlfurtcm Main 11686. wesen entfallen 295 Mill. Mark. Für das besetzte Gebiet sind acht Millionen Garantien übernommen worden. Schließlich sind noch 2,1 Mill, für die Deutsche Beamten- genossenschaftsbank übernommen worden. Eine kurzstistige Kreditaufnahme des Reichs. 150 Millionen für vier Wochen. Berlin, 18. Marz. (prio.-Iel.) wie die „23.3 “ erfährt, hat das Reid) mit einer Reihe privater Berliner Geldgeber in diesen Tagen einen Kreditvertrag abgeschlossen. Es handelt sich um eine Summe von 1 5 0 Millionen Mark, die dem Reich bis zu vier Wochen zur Verfügung gestellt wird. Das Kreditabkommen, das zu Bot- zngszinssähen abgeschlossen worden ist, beginnt am 28. Mär; bzw. 1. April zu lausen. Die Rückzahlungsfrist ist auf höchstens vier Wochen fest- gesetzt. Es steht aber dem Reich frei, bereits zu einem früheren Termin mit der Rückzahlung zu beginnen. Dieser Modus ist gewählt worden, da dem Reich bereits ab 10. April als dem Stichtag für die S t e u e r; a h l u n g e n erhebliche Beträge zufließen werden. An dem Reichskredit sind nach unseren In- sormalionen die vier Banken, die Eom- merz- und Privatbank, das Bankhaus Mendelssohn & Co., die Berliner Handelsgesellschaft sowie die Rei chsked I tgesell s ch a f t beteiligt. ESSEN KM L Itt ‘niet Wäre man in der Vergangenheit etwas vorsichtiger Reichsgeldern umgegangen, en des Reiches noch gefüllt insgesamt 1,1 Milliarden Darlehen verausgabt, die zu einem guten Teil nicht notwe n d i g gewesen wären, hätte man sich bei Zeiten bemüht, eine Politik der Sparsamkeit zu betreiben. Statt dessen wurden an den Steuerzahler unerhörte Ansprüche gestellt, die weite Kreise unseres. Volkes in katastrophale Situationen brachten, so daß diezuviel abgenommenen Steuerbeträge als Kredite zurückgeführt werden mußten. Durch die Kreditwirtschaft, wie sie heute betrieben wird, sind aber der tollen Sozialierung Tür und Tor geöffnet worden, allerdings nicht ohne Schuld auch der bürgerlichen Parteien, die aus einer ganz falschen Einstellung heraus die verfehlte Steuer- Politik der Linken in der Vergangenheit mitgemacht haben, und infolgedessen an dem auf dem Umwege über die öffentlichen Kredite herbeigefuhrten Her- einsließen staatlicher Gelder in die Privatwirtschaft Berlin, 17. März. (VDZ.) Mit dem Reichs- Haushaltsplan für 1629 ist dem Reichstage em inanzieller Ueberblid über den Haushalt 1929 zugegangen. Von Interesse sind die bisher nicht bekannten Ausführungen über Kredite und Garantien. Rach einer Zusammenstellung vom 1. Juli 1928 sind dem Reiche insgesamt 1158 Millionen Mark Darlehen gegeben worden. Zur Förderung der Fischerei, zur Milderung der Rotlage der Winzer, zur Hebung der landwirt- chaftlichen Produktion, zur Stabilisierung des Roggenpreises und für Meliorationen sind i n s- gesamt 107 Mill. Kredite gegeben, die bis zum Jahre 1941 zurückgezahlt werden ollen. An einzelne größere I n d u st r i e u n t e r- rehm ungen (Rheinmetall, Röchling, Ober- chlesische Hüttenwerke A.-G.) und zur Wirt» chaftlichen Förderung der östlichen Provinzen Preußens sind 58 Mill. Kredite gegeben worden, deren Zurückzahlung sich zum Teil bis zum Jahre 1958 erstreckt. Zur Förderung der Binnenschiffahrt und zur Linderung der Arbeitslosigkeit auf den Werften sind 49 Millionen Kredite gegeben, die bis 1947 znrück- gezahlt werden sollen. Kredite im Gesamtbetrag von neun Millionen sind zur Förderung der deutschen Luftschiffahrt an verschiedene Flugzeugwerke ufto. gegeben worden. Im Wege der wertschaffenden Arbeit slosen- ü r f o r g e und als Darlehen an die Deutsche Reichsbahn sind insgesamt 330 Millionen Kredite gegeben. Die Rückzahlung erstreckt sich auf einen Zeitraum bis 1973. Die Kredite zur Förderung des Klein Wohnungsbaues, für landwirtschastliche Siedlungen und für sonstige Siedlungszwecke betragen 373 Millionen. Für eine baldige Rückzahlung kommen nur 187 Mill, an die Länder zur Gewährung von als Zwischenkredite gegebene Kleinwvhnungs- baudarlehen in Frage, von denen 120 Mill, bereits im Haushalt für 1929 erscheinen. Für Bauten und Behebung von Rotständen in den besetzten Gebieten sind 71 Millionen Kredite gegeben worden, größtenteils Tilgungskredite. Unter den für verschiedene Zwecke gegebenen Krediten im Gesamtbetrag von 151 Millionen befinden sich 147,5 Mill, aus dem Entschädigungsfonds gewährte Darlehen, die in der Hauptsache durch Anrechnung auf die nach dem Kriegsschädenschluhgeseh zu zahlenden Summen getilgt werden. . Außer den Krediten hatte das Reich am 1.Oktober 1928 Garantien im Gesamtbetrag von rund 1189 Millionen übernommen. Hiervon entfallen auf die Landwirtschaft 115 Millionen AufHandelund Gewerbe entfallen 700,5 Mill., 68,5 Mill, sind für die Schiffahrt übernommen worden. Auf das Wohnungs- und Siedlungsbrasilianische Gesandte A z e r e d o den Dank des diplomatischen Korps an Staatssekretär Gasparrr aus und schloß sich seinen Wünschen für die Ern- | tracht unter den Rationen an. Er trank auf Die | Gesundheit des Papstes und wünschte ihm Glück । und unvergänglichen Ruhm. Sodann trank er | auf die Gesundheit des Kardinalstaatssekretärs Gasparri. der in einer Erwiderungsansprache seinen Dank ausdrückte und seine heften Wünsche für die Wohlfahrt seiner Gäste Und deren Völker aussprach. Zwei neue Erzbistümer inOeutschland? Münster, 16. März. (T.N.) Der „Westfälische Merkur", ein Zentrumsblatt, beschäftigt sie itnien «ttemMa Ort» atl gluUce wf n*trcscivrao utiMrrrwtiM i*n4zw«e Wettervoraussage Der hohe Luftdruck gab der Wetterlage keine Sten- derung. Ein- und Ausstrahlung bestimmten weiter- hin die Temperaturen. Sie nahmen tagsüber weiter zu und erreichten in den gestrigen Mittagsstunden 14 Grad und darüber. Dagegen führte die ungehinderte nächtliche Ausstrahlung wieder einen Tempera- turrückgang bis zu — 3 und 4 Grad herbei. Wenn auch teilweise im nördlichen Deutschland mildere Luftmassen vorgedrungen sind, die dort zu Nebel- bildung und Bewölkung sowie nächtlichem Temperaturanstieg geführt haben, so wird doch die Hochdruck- wetterlage noch anhallen. Jedoch ist leichte Bewölkung oder Nebelbildung auch bei uns nicht ausgeschlossen. Wettervoraussage für Dienstag: Stellenweise neblig-wolkig, tagsüber meift heiteres und trockenes Wetter mit langsam weiter ansteigenden Temperaturen, nachts noch leichter Frost. Wettervoraussage für Mittwoch: Neblig-wolkig mit Aufheiterung, trocken, Temperaturen wenig verändert. Lufttemperaturen am 17. Marz: mittags 13,2 Grad Celsius, abends 1,5 Grad: am 18. März: morgens — 31 Grad Morimum 13,5 Grad, Minimum — 4,3 Grad. — Erdtemperaturen tn 10 cm Ttefe am 17 März: abends 3,9 Grad; am 18. März: morgens — 0,2 Grad Celsius. —- Sonnenscheindauer 8% Stunden. UM v** u manW Um L SoeiscA" ‘ G $arV zs gA Mieiiahr Air eigens H Ost seb Ä SforfW Ostern beschr ©irtung. sand tvl-oer Zu brdau'. nodjtcn, ab- UoS E "Ul Gen sich * 1 * * * * Mn die •mö ihre <5a ^Handlung tu einem i Sihcngcblicb M tun, so nicnischlosier ihrer Sie haben fr -schändlich ter den für Lbcn sehr Schule Unbi entwickeln, f die solche < Sie Schule i nil seinen . endlose Schu Munter Mg zu jur 5üt sie ist d eine notvrnd sie an sie g; blche illachrk wd ratiam, sie Dersetzun drücken. Das Ioronlreibcn zu iehen, da ihvachen Sch rüdbkiben n! lern dargche Durch Bei spräche mit rechtzeitig lx nicht recht t Miselhast das Derhal Fall sollte i Elternhaus 'trabe, Lieferns (5 A 1 1 - Stad AMHeatert Schote im nad Meichneteir p auch die W\ weiden ’HejHtjQu Bürgern jungen tn kn Distr. M «Man i!? ( .AM, 2b: "d am k Gingen, M Te,. Üh, 'ifa « ^bet6 L°h Hotz , Tie Gem Gicr/n, netto 5 2 t. Fichten ' D „ 15 „ 5 ■rs^C 1 / M W^K^M Der 4,2150. und Juweliers Karl Noll aus- en. i e 6 c n. Aus dem Verkäufe Stellengesuche 5 St. Fichtenstämme Strobenstämme 2470V bis 125 mm l. W.). Kiefernstämme Stück, Buchenscheiter Buchenknüppel Eichenknüppel Fichtenknüppel 3 65 69 20 5 rm rm rm rm rm rm rm Stück, Stück, Stück, Id-Kl. --- 23-Kl. = 26-Kl. = 3s-Kl. -- 3d-Kl. -- 4d-Kl. = 2s-Kl. = 2d-Kl. = 3s-Kl. --- 3b-Kl. -- 4s-Kl". = Is-Kl. — Drucksachen aller Art U0erl in jeder gewünschten Ausstattung stilrein and nreisweri die Brßhl'eehe Univ.-Druckerei. R. Lange- SilöPtjlotilHfes BooneifDannft- GlWngelOjitt gut erhalt , preis» wert zu oerk. Tammltr.40. 2477 I hat, doppelt so groß, als die Einwirkung von Luftwärme und Sonnenschein. Nur wenige Tage noch, und wir haben wieder offenen Boden, das Schmelzwasser versinkt in die Tiefe und das Acker- und Gartenland trocknet ab. DieS bedeutet den Beginn der Vegetation an Baum und Srrauch, Gras und Kräutern. •• Zum Schutze des Wildes hat das Kreis- amt Gießen für den Bereich des Kreises Gießen auf die Dauer von vier Wochen folgendes angeordnet: 1. Außerhalb der Ortsausgänge und geschlossenen Iikni'tiMkii nicht unter 18 9- f. loiott gesucht. 0un Srau Becker, Walltorsiratze 53. 3,60 fm. Güteklasse N: 1. Klasse 174 tief steckt der Frost noch im Die aufgetaute Erdschicht betrug am Bade-Mäntel für Herren, Damen, Kinder Bademantel-Stofie zurSelbstanfedigung elegant. Bademäntel i. größt. Auswahl neuest.Muster ModehausSalomon, Schulstr. I958A Vorstehers gestellt "Wie Boden? 16. d. M. 26,80 50,22 37,20 25,37 13,55 3,82 0,36 1,11 5,40 1,83 2,90 0,56 Bornotiz Stadttheater G möbl.5immer au vermieten 01428 KavlauSaasse 10 >. (2,4 m lang). Luche: Güteklaffe N: 2. Klasie 96 Stück, 38,95 fm; 3. Klasse 73 Stück, 39,82 fm; 4. Klasse 21 Stück, 16,67 fm; 5. Klasse 4 Stück, 6^37 *m; 6. Klasse 1 Stück, 0,85 fm. Aufmaßlisten sind durch Förster Pfeiffer, Riederweidb ch, zu beziehen. Der Bürgermeister. gang des i, lichen Wald. 17 107 136 85 23 13 310 492 Nutzhoizvertteigerung Mittwoch, den 20. März, sollen aus den Waldungen der Gemeinde Billingen aus den Distr. Mühlberg und Eisenstcinstrauch, um 9i/r Uhr anfangend, versteigert werden: 1. Eichenlang Holz II. Kl. 48 St. 38,67 fm, III. Kl. 22 St 17,10 fm, IV. Kl. 2 St. Allertshausen, den 15. Märr 1929. Bürgermeisterei Allertshausen. Reinha rdt.__________ Eiche: Güteklasse A: 3. Klasse 7 Stück, 4,63 fm; 4. Klasse 1 Stück, 0,19 fm; 5. Klosse 1 Stück, 1,09 fm; 6. Klosse 2 C‘~ *, .. gegen Abend in dem nassen, zähen Lehm des Professorenecks 12 Zentimeter. Die darunter liegende Frostschicht war 15 Zentimeter stark. Da der Boden unter der unverletzten Schneedecke aus gegrabenem Gartenland bis zur Tiefe von 60 Zentimeter gefroren war. ist der Anteil, den die Crdwärme am Auftauen gehabt WWSIkWMlklle in neuen MM! Nur eigenhändiger und vollständiger Eintrag in die Haus, und Flrmenllsten schützt vor den peinlichen Nachteilen mangelhafter Aufnahme in dem wichtigen Nachschlagewerk oder vor gänzlicher Ausschaltung. Die Sicherheit richtiger Einträge in die Listen kann von den Hausbesitzern oder ihren Stellvertretern wesentlich gesördert werden durch die Überwachung ordnungsmäßigen Umlaufs der Listen, Überprüfung der Einträge, sowie rechtzeitige Bereitstellung zur Abholung durch die Polizeibeamten. Wem die H msliste nicht vorgelegt wurde, oder wer die Firmenliste nicht erhol en hat, wolle seine Rechte wahren durch Meldunv beim Adreßbuchver.ag, Schulstraße Nr. 7, oder durch Anruf mit Fernsprecher Nr. 51. Buchenstöcke Buchen-Astreiser Eichen-Stammreiser und Fichten-Schlagraum. 2487V Kreuzplatz 6 2W 42,36 fm; 2. Klasie 436 194,51 fm; 3. Klasse 95 12,71 fm; 4. Klasse 41 Stück, 37,75 fm; 5. Klasse 9 Stück, 10,93 fm; 6. Klasse 2 Stück, 4,07 fm. — 49 rm Schichtnutzholz (Scheit); 181 rm Knüppel Nutzholzversteigerung Die Gemeinde Niederweidbach (Kreis Biedenkopf) verkauft am 22. März 1929, von vormittags 10 Uhr ab, im Saale der Gastwirtschaft Rentsch, Niederweidboch, nachstehendes Nutzholz: 2187V 1,98 fm, Grubenholz 25,65 fm. Das Eichenholz ist meistens schönes Wagnerholz. 2387 D Fichtenbauholz la-KI. 3 St. 0,69 fm, Id-Kl. 1 St. 0,19 fm, 2aÜl. 4 St. 2,32 fm, 2d-KU 3 St. 2,58 fm, 3a-Kl. 1 St. 1,48 fm. Fichtenderbstavge« 11. KU 2 St., III. Kl. Suche ver fof. tticht., ehr iches und Kinder liebendes 2486D WW das etwas kochen kann, bet gut. Lohn. Rena iration „8um Babubof Löbnberg a. Labn. lern dargestellt werden. Durch Beobachtung des Kindes und Rücksprache mit dem Lehrer erfahren die Eltern rechtzeitig den wahren Grund, warum ihr Kind nicht recht vorwärts kommt und die Versetzung zweifelhaft ist. 3e nach der ürsache muß sich das Verhalten der Eltern richten. Auf jeden Fall sollte die Verbindung zwischen Schule und Elternhaus vor üebrrraschungen schuhen. H. — Die Kraftomnibuslinie Sietzen — Steinbach — Albacb, die bis vor kurzem von der hiesigen Autofirma A ß m a n n betrieben und dann wieder eingestellt wurde, ist von heute ab in den Betrieb der Kraftverkehrsgesellschaft Hessen" m. b. H. übergegangen. Der Verkehr auf dieser Linie ist mit dem heutigen Tage wieder aufgenommen worden. •* Preisgekrönte Gießener Architekten. Bei dem von der Gemeinde Gonsenheim bei Mainz ausgeschr ebenen Jdeen-Wettbewerb zur Erlangung von Entwürs. 1 für ein Dolksschul- gebäude erhielten von 131 Wettbewerbern Stadtbaurat Gravert und Architekt Schmidt (Gießen) für ihren Entwurf den 3. Preis. Den 1. und 2. Preis errangen Mainzer Architekten, zwei weitere Arbeiten von Architekten in Darmstadt und in Griesheim bei Darmstadt wurden ongekauft. •* Iustizpersonalien. Ernannt wurden: der Justizinspektor bei dem Amtsgericht Friedberg Friedrich Wilhelm Winkler zum gcschäftsleiten- den Justizinspektor bei dem Amtsgericht Ober-Ingel- heim; der Iustizinspektor bei dem Amtsgericht Gernsheim Georg Müller zum geschäftsleitenden Justizinspektor bei dem Amtsgericht Ortenberg; der Justizinspektor bei dem Amtsgericht Friedrich Jul. D a h m e r zum geschäftsleitenden Justizinspektor bei dem Amtsgericht Ulrichstein; der Justizinspektor bei dem Amtsgericht Lich Ludwig Bolz zum geschäfts- leitenden Justizinspektor bei diesem Gericht; der Justizpraktikant Otto Ludwig zum Oberjustizsekre- tär bei dem Amtsgericht Ortenberg; der Justizpraktikant Hugo Philippi zum Oberiustizsekretär bei dem Amtsgericht Friedberg; der Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Ortenberg Ludwig Scherfs zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Nieder- Olm; der Justizpraktikant Georg Lust zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Friedberg; der Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Ulrichstein Hermann Christ zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Gernsheim. •• Beschaffung von Abendmahlsund Taufgerät. Die evangelische Gesamt- gemeinde Gießen hat für die beiden neubegrun- deten Kirchengemeinden, die Petrus- und die Luthergemeind«. Abandmahlsgeräte, für die Luthergemeinde auch eine Tausschüssel und eine Tauskanne, angeschafft; für die Petrusgemeinde wurden Tausschüssel und Tauskanne von einem Gcmeindegliede gestiftet. Die Herstellung dieser kirchlichen Geräte erfolgte in einer süddeutschen Fabrik. Von heute an sind die neuangeschafften Geräte in dem Schaufenster des Kirchen- *• Keine Lustbarkeiten in der K ar - Woche. Dom Polizeiamt wird unZ mitgeteilt: Auf Grund der Verfügungen des Ministers des Innern haben am Palmsonnlag, 24. März, und an dem darauffolgenden Karfreitag öffentliche Lustbarkeiten zu unterbleiben. Theatralische und Kinovorführungen werden nur dann zugelassen, wenn die Darbietungen ernsten, oder belehrenden Inhalts sind und der besonderen Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaßt werden. An den übrigen Tagen der Karwoche, einschließlich Ostersonntag, sind theatralische Vorführungen und Konzerte aller Art, einschl. der Begleitmusik bei Lichtspielen, zulässig, wenn sie ebenfalls 'ernsten, belehrenden Inhalts und der Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaßt sind. Oeffentliche Tanzlustbarkeilen werden für diese Tage grundsätzlich nicht genehmigt. Die für den Palmsonntag und die Karwoche vorgesehenen Programme sind dem Polizciamt zwecks Prüfung sofort, spä- testens bis Mittwoch, 20. März, in doppelter Ausfertigung einzureichen. ** Eine öffentliche Stadtverordnetensitzung findet am nächsten Freitagnachmit. - _______________ tag im Stadthaus, Bergstraße, statt. Nähere Mittei- Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die | lungen über die Tagesordnung ergehen noch. Aus der Provinzialbaupistadi. Gießen, den 18. März 1929. Nicht verseht? Unruhe und Unsicherheit sind in diesen Tagen In manchem Elternhaus, bis mit dem Schluß des Schuljahres die Entscheidung kommt. Sitzenbleiben des Schulkindes ist nach vielen Seiten unangenehm. Ein Jahr geht verloren, die vorgesehene Laufbahn kann umnöglich sein, auch das Mitleid der Nachbarn wird gefürchtet. Wie behandelt man Kinder, deren Versetzung zweifelhaft ist? Ein Faulvelz wird, zur rechten Zeit scharf angegangen, fein Ziel noch erreichen. Es gibt begabte Schüler, die nur im letzten Vierteljahr arbeiten, wenn es brenzlich wird. Die eigentlichen Sorgenkinder sind anders geartet Ost fehlt ihnen die Begabung für ein bestimmtes Fach. Sind sie sonst gut, dann soll man sie in der Schule lassen. In dem fraglichen Fach müssen Nachhilfestunden gegeben werden. Sie Nachhilfe muh aber schon früh entsetzen und darf sich nicht auf die letzten Wochen vor Ostern beschränken. SchneMuren verlieren ihre Wirkung, und nach Ostern tritt der alte Zu- stand wieder ein. Zu bedauern sind die Unbegabten, die wohl möchten, aber nicht können und doch sollen. Trotz großen Fleißes leisten sie nur wenig, und dadurcy wird ihr Selbstgefühl erschüttert, sie, fühlen sich minderwertig. Mit diesen Kindern müssen die Eltern Einsicht haben, ihr Wesen und ihre Fähigleiten zu erkennen suchen. Harte Behandlung ist hier nicht angebracht und tonnte zu einem llnglüd führen. Auch wenn solche Sitzengeblicbenen den Schritt der Verzweiflung nicht tun. so bleiben sie häufig im Leben doch unentschlossen und ängstlich, weil sie sich von ihrer Schulzeit her noch minderwertig fühlen. Sie haben den Glauben an sich verloren. Selbstverständlich gibt es auch Widerstandsfähige unter den für die Schule nicht Begabten, die das Leben sehr gut meistern. Daß so manche in der Schule Unbegabte im Leben große Fähigkeiten entwickeln, mag ein Trost für die Eltern fein, die solche Sorgenkinder in der Schule haben. Die Schule ist nicht das Leben; wer das Beste mit seinen Kindern will, soll sie nicht durch Verfügung vom 20. Februar 1929 zu Nr. M. d. I. 6789 den Bebauungsplan über die Umgestaltung der Westanlage von der Goetheschule bis zur Neustadt genehmigt. Der Bebauungsplan liegt bei dem Städt. Hochbauamt zur Einsicht offen. 2484C Gießen, den 14. März 1929. Der Oberbürgermeister. 1.23.: Dr. Hamm. Sieben, verkauft durch schriftl. Angebote: ------ -- 13-Kl. - 0,85 fm endlose Schuljahre quälen. Mitunter find Kinder auch für eine Klasse geistig zu jung, machen sich aber später recht gut. Für sie ist das zweite Jahr in derselben Klaste eine notwendige Ruhepause, ein Neifwerden für die an sie gestellten Anforderungen. Wenn eine solche Nachreise notwendig ist, dann ist es llug und ratiain, sich nicht dagegen aufzulehnen und die Versetzung nicht mit knapper Not durchzudrücken. Das rechtzeitige Sitzenbleiben ist dem Vvrantreiben mit lückenhaften Fähig'eiten vor- zu'iehen, da es besseren Enderfolg hat und den schwachen Schüler schont. Deshalb darf das Zurückbleiben nicht als Schande bei solchen Schü- Gesuch! ein 2485D Mädchen ober eine Frau von 8—111 br norm. Aul der WeiOerde 6 p. Botzuforechen ton 2—3 Uhr nachmiu. BrareS, ebrttches moutii gesucht 01425 Metzgerei Hervel, Rodhetmer Str. 45. Plane und Bedingungen liegen zur Ein- sichtnahme auf unserem Amt offen, die Leistungsoerzeichnisse können, soweit vorrätig, von uns kostenlos bezogen werden. Eröffnungstermin Mittwoch, oen 3. April 1929, vormittags 11% Uhr, auf unserem Amt. Zuschlagsfrist drei Wochen. Freie Auswahl unter den Bewerbern bleibt ausdrücklich vorbehallen. Lauterbach, den 18. März 1929. Hessisches Kulturbauamt Gießen. Nebenstelle Lauterbach. I.B.: Steinbrecher. Zagdvervachlung. TamSiag, bett 23. Marz 1929, nach- mittag* 4 Uhr, soll aus hiesigen! Rathaus ein Teil der Gemeindejagd für die restlichen 6 Jahre meistbietend verpachtet tverbett Das Teil umfaßt alles Gelände >er Gemarkung Nieber-Weifel östlich der VLain-Wefer-Bahn gelegen und ist in 5 Minuten Dem Bahnhof Butzbach und Haltestelle Ostheim erreichbar. Nieder-Weise!, den 14. März 1929. Hess, Bürgermeisterei. Winter. 2410 V f Empfehlungen] Teppiche liefert ohne Au- snblungausw.Sve- Atalbaue, zahlbar in 12 Monatsraten. (£1 bitten Ste uu> oerbtnbl. Vertreter- besuch unter 2472V an den Gtetz. An;. Bringen Sie Ihren affen Hut zum Utnvresien schon jetzt in die Hchenirale Ästerweg 12. HoizjnvmiNiorr. I BeknrltttiimrliUilk. Die Gemeinde Allertshausen, Kreis I Der Herr Minister des Innern hat durch Vergebung von Wafferleiiungsarbeiien. Die Herstellung einer Wasierverfor- gungsanlage für die Gemeinde Rimbach, Kreis Lauterbach, soll unter Zugrundelegung der Reichsverdingungsordnung vergeben werden, und zwar: 247ID Los 1. Entsäuerungsanlage, Saugbehälter (25 cbm), kleines Maschinenhaus, Hochbehälter (85 cbm). Los 2. Erd- und E.senarbeiten (etwa 2200 m Rohrleitungen von 40 bis 100 mm l. W.). Pläne und Bedingungen liegen zur Einsichtnahme bei uns offen; Leiftungsver- zetchnisie können, soweit vorrätig, von uns bezogen werden. Eröffnungstermin: Mittwoch, den 3. April 1929, vormittags 11 Uhr, auf unserem Amte. Zuschlagsfrist drei Wochen. Freie Auswahl unter den Bewerbern bleibt ausdrücklich vorbehalten. Lauterbach, den 18. März 1929. Hessisches Kulturbauamt Gießen. Nebenstelle Lauterbach. I. B.: Steinbrecher. Gehöfte müsien sämtliche Hunde dauernd mit festem Halsband versehen sein und an einer sicheren Leine geführt werden; das freie Umherlaufenlassen von Hunden ist verboten. 2. In nichtgeschlossenen Gehöften sind Hunde festzulegen (anzuketten oder einzusperren). 3. Die Verwendung von Hirtenhunden zur Begleitung von Herden, von Jagdhunden und Polizeihunden unterliegt außerhalb der Zeit des unmittelbaren Gebrauchs den gleichen vorstehenden Vorschriften. Zuwiderhandlungen sind mit Geldstrafen bis zu 90 Mark für jeden Fall bedroht. ** Auftrieb auf dem heutigen Frank- urter Schlachtoiehmarkt: 322 Ochsen, 95 ullen, 585 Kühe, 420 Färsen, 541 Kälber, 48 Schafe, 122 Schweine. Vergebung von Wasserleiiungsarbeiien. Die Herstellung einer Wasseroersor- gungsanlage für die Gemeinde Angersbach, Kreis Lauterbach, soll unter Zu- grundelegung der Reichsverdingungsordnung vergeben werden, und zwar: Los 1. Sammelkammer, Entsäuerungs- anlage, Hochbehälter (260 cbm) und Schieberschacht. Los 2. Erd- und Eisenarbeiten (rund 9000 m Rohrleitungen von 40 AM WM IN bester Geschäsls- lw äh vermieten. Schr. Angebote uni. 232 tt>a.d. Gtetz. Anz. | Mietqesuche | Junges Ebev. sucht 1 bis 2 uröbl. Zimmer mit Kochgelegenheit. Schritt!. Angev. mit Preis uni. 01426 an d. Gtetz. An», erbeten. Berlin, 18. März. (WTB. Funkspruch.) heutige Wochenbeginn brachte im Frühoerkehr noch keine ausgesprochene Tendenz. Das Geschäft blieb unentwickelt, und Kurse waren noch nicht zu hären. Zur Zurückhaltung mahnten die schon des öfteren erwähnten Geldbctrachtungen, da der Ultimo, der diesmal durch die Dfterfckrtage besonders früh liegt, langsam vorbereitet werden muß. Am Devisenmarkt nennt man London gegen Paris 124,26, London gegen Mailand 92,70, London gegen Spanien 32, London gegen Kabel 4,8532, Kabel gegen Berlin |Wohni;nqstausch| Wer tanacht In Gt.tzen nut einer s- oder 3-Zimmer- Wobug. nen. neuzeitliche 3-Ztmnier- Wobn.inFronklurt a. Alain? Schr.Ang. u.01350 a d.Gtz.Anz. ^Stellenangebote) Tüchtiger Chauffeur iür kleineren Personen - Rraslwa en für alsbald gesucht. Scbrtf l. Anaebote m. lückenlosen Heua- nteabfchitnen unter 24<3Dtub. Gietz.Anz. Id-Kl. = 22,29 2a-Kl. = 37,63 2d-Kl. --- 15,08 fern l(ll “ä äü mäh SÄ: nV inÄen Nelle r Acter Mn r4fie Qp| m um* in Berlin. 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Auf der Tagung des Hessischen Städtetages am vorigen Freitag in Offenbach wurde Gießen für die Zeit vom 1. April 1929 bis 31. März 1931 zum Vorort des Hessischen Städtetages gewählt. Damit gehen der Vorsitz und die Geschäftsführung des Hessischen Städtctages für diese Zeit auf die Stadtverwaltung Gießen über. Vorsitzender des Hessischen Städtetages für die obengenannte Zeit ist der Gießener Oberbürgermeister Dr. Keller, seine Stellvertreter sind Oberbürgermeister Rahn, Worms, und Bürgermeister Dr. Anger- meyer, Bensheim. Vorort des Hesstschen Städtetages war bisher die Stadt Offenbach a. M.» den Vorsitz führte bisher der Offenbacher Oberbürgermeister G r a n z i e n. Berliner Börse. 66 St. V Fichtenreisstangen IV. Kl. 868 St., V. Kl. 1256 St. Zusammenkunft an der Straße Vrllingen -Langd am Waldeingang. Vilkingen, den 13. März 1929. Hesi Bürgermeisterei. Pauli. Mädchen in bess. Haushalt nef. 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Die Beerdigung findet Dienstag, 19. März, nachm. 1 ’/# Uhr statt 2489V 01416 WobelfMh Gesamt-,Geld-,Picrde-uJiaoptßw.M. 5866 Geldgewinne Mark 20000 isnnn 17500 ■ » W rAut etwa IO l.o*e 23081 RbcinaUec 13. Aut etwa 1<> l.o»e s ] Besonders preiswert Edsav Vovvmann Sisenhandlung. 2476A Heringsalat FHjH % Pfund 23......Pfund Ausstellung SMeMrabe Hebbel 2479D 2249C ^SilSH 4 Prozent Rückvergütung Nordanlage 18 "424 n 1O SCHAUFENSTER Gerichtsvollzieher in Gießen Oammstraße 241, TeL 239 1928er 1927er 1927er 1927er 1927er Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sowie für die trostreichen Worte des Herrn Plärrers sagen wir auf diesem Wege unsem herzlichsten Dank. Die tieftrauernd Hinterbliebenen: Heinrich Dörr, Gastwirt Heinrich Dörr Jr. und Frau Fantble Otto Brännlng Karl Ha« 111. und Frau Emma Dörr Familie Johanne» Balser VI, und alle Angehörige. 1. Harxheimer. ........ 2. Bodenhelmer...... 3. Oppenheimer Berg.. 4. 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Credenz 3 Sessel, 1 Waschtisch mit Spieqelaussah, 1 Schrank, 1 Aktenschrank,! Hobe maschine, 2 Schreibmaschinen, 1 Schärsmuschine, eine Lederwalze, 2 Pferde. II. Voraussichtlich bestimmt: 1 weißer Herb. Heute nachmittag 3 30 Uhr entfchlief fanft nach fchwerer, mit großer Geduld getragener Krankheit meine liebe gute Frau, die treuforgende Mutter ihres Kindes,unfere liebeToch ter,Sch weiter u Schwiegertochter Für die erwiesene Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Bruders, Onkels und Schwagers herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Heinrichs. Ziehung 21. März 1929 Die beliebte K™ äwd, $ u> Pferde- Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem Verluste, der uns so schwer betroffen, danken wir auf diesem Wege herzlichst Im Namen der Hinterbliebenen: Elise Demuth Wwe. Gießen, den 18 März 1929. . ver Flasche Mk. 0.91 . ver Flasche Mk. 1. li ver Flasche Mk. 1.2i . ver Flasche Mk. 1.3< Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Louis Kröcker. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem Verluste, der uns so schwer betroffen, sowie für die zahlreichen Kranzspenden danken wir auf diesem Wege herzlichst. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fran Karl Ludwig Rinn Wme. Seb. Baker. Heuchelheim, den 18. März 1929. MW SoBimono selbständiger u. zuverlässiger Arbeiter, strebsam und gewandt, für Lureau und Reise alsbald gesucht. Herren aus der Kohlen- u. Äaumaterialienbranche erhalten den Vorzug. Schristl. Angeb. mit lückenlosen Zeugnisabschriften unt. 24730 an den Gieß. Anzeiger erbeten. emo edle folgende preiswerte Wctüe: Heddesheimer .............*/, FL o. 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Tirpitz war eine Persönlichkeit eigenster Prägung, em Mann von konservativer Gesinnung, aber mit hellstem Blick für die Zukunft begabt; ein Organisa- tot, wenn es erlaubt ist zu sagen, von Gottes Gnaden; ein Führer der seine Gefolgschaft fest in der Hand behielt, und schließlich eine Persönlichkeit, bei der sich das Arbeiten „nur für die Sache" in seltener Reinheit auswirkte. Als sechzehnjähriger Jüngling war Tirpitz im Frühjahr 1865 in die Marine eingekreten, die damals noch unter der preußischen Flagge fuhr. An Bord der Segelfregatte „Riobe" hat er als Seekadett beim Geschühexerzieren noch mit eigener Faust die Kugeln in die Mündung alter Vorderlader geschoben, er, dessen Lebensarbeit die Bereitstellung jener gewaltigen Großkampf- fchiffe werden sollte, deren technisch.'r Güte nicht zum mindesten der Waffenersolg vom Skagerrak zu verdanken war. Im Krieg^iahr 1870 befand sich Tirpitz als „ilnterlicutenant zur See" auf der Panzersregatte „König Wilhelm", jenem Schiff, das zu den mächtigsten seinerzeit gehörte und erst zwei Jahre vor Krieg, ausbruch auf englischen Werften, ursprünglich für die Türkei be« stimmt, vom Stapel gelaufen war. Das Schiff wies für die damaligen Verhältnisse derart beträchtliche Abmessungen auf, daß es nicht in den Hasen von Wilhelmshaven einlaufen konnte: die Schleusenanlagen genügten nicht. Dabei hatte der „König Wilhelm'^ bei einer Wasserverdrängung von nur 9200 Tonnen eine Länge von 108 und eine Breite von 18 Meter, während unsere letzten Großkampfschifse der „Bayern-Klasse" bei einer Wasserverdrängung von 28 000 Tonnen über eine Länge von 180 und eine Breite von 30 Meter verfügten. Auch aus diesen Zahlen ergibt sich, welche machtvolle Entwicklung die junge deutsche Marine bis zum Weltkriege durchgemacht hatte, und daß ihre Bereitstellung in der Tat das Werk eines genialen Schöpfers war, der mit umfassendem Blick dafür Sorge trug, daß der Schuh nirgends drückte, daß der gewaltige Flottenausbau an allen Ecken und Winkeln, in den Werft- und Dockanlagen, in der Ausbildung, des Personals, in der Dereithaltung von Inventar und Material und in hundert anderen Dingen mehr, selbst strengen Anforderungen entsprach. Tirpitz hat von jeher danach gestrebt, seine praktischen Kenntnisse als Seeoffizier durch Aneignung von politischem und geschichtlichem Wissen zu vertiefen. Gründlichkeit der Arbeit hat ihn auch hierbei ausgezeichnet: nicht jene Gründlichkeit, die sich im Unwesentlichen verliert, sondern die andere, die das Suchen nach der Erkenntnis höherer Gesichtspunkte anstrebt. Gerade darin zeigt sich der große Mann. Als Inspekteur der Torpedowaffe hat sich Tirpitz seine Sporen verdient. Er gab den Anstoß zu einer Entwickelung, die die Welt zum ersten Male auf döbtsche Marinefragen aufhorchen machte. Die Torpedowaffe, wie sie bei uns entwickelt wurde, kannte ihresgleichen nicht. Tirpitz hat aus ihr eine Hochseewaffe gemacht, ein vollwertiges Kampfmittel für Tag- und Machtoerwendung. Das Erreichte war derartig mustergültig, daß selbst noch im Jahre 1916 die englische Flotte nach dem Eingeständnis ihres Führers, des Admirals Iellicoe, den Nachtkampf mit uns scheute. Im Fahre 1893 wurde Tirpitz in das Oberkommando der Marine berufen. Die Entwicklung der gesamten Flottentaktik war hier sein eigenstes Arbeitsgebiet. In zweijähriger, von höci)- fter geistiger Anstrengung befruchteter Tätigkeit hat Tirpitz diese Aufgabe schlechchin meisterhaft gelöst. Seit jener Zeit war sein Ruf innerhalb der Marine fest gegründet. 1897 trat er sein letztes Frontkom- mando an, es führte ihn als Chef des Streu« zergefchwaders nach Dftafien. Das deutsche Volk kennt Tirpitz erst seit seiner Ernennung zum Staatssekretär des Reichs- marineamts. Hier entwickelten sich feine reichen Gaben als Parlamentarier, Politiker und Staatsmann zu ungeahnter Kraft. Er war der rechte Mann am rechten Ort Widerstände zerschellten an seinem Geschick, sie zu meistern, und an seiner ehernen Haltung. Alles was er leistete, geschah im Interesse der Front. Er hätte gern noch mehr gegeben als er gab, wenn er nicht von den Fesseln des Etats eingengt gewesen wäre. Ganz bewußt stand Tirpitz auf dem Standpunkt eines Diktators. Es durfte nur einer fein, der das deutsche Flottenschwert schmiedete. Die Entwicklung, wie sie ihm vorschwebte, konnte nur gelingen, wenn bis In die letzte Diensttätigkeit hinein die Einheitlichkeit des Vorgehens gewahrt blieb. Solange das Flottengesetz galt — es wäre im Frieden 1920 abgelaufen, — wollte Tirpitz die Zügel der Marine fest in der Hand behalten. Dann erst sollte jene Trennung zwischen Komandogewalt und Verwaltung eintreten. die das Heer In schärferem Maße al« die Marine kannte. Es muß als die große Tragik im Leben und Schaffen des Großadmirals bezeichnet werden, daß es ihm nicht vergönnt war, während des Weltkrieges die oberste Seekriegsleitung zu übernehmen. Er hatte sich von Anbeginn dazu erboten. Der Ausbruch des Krieges hat aber sogar feinen Einfluß vermindert. Beim losen Kriegsetat verlor eine Verwaltungsbehörde wie das Reichsmarineamt an Bedeutung, die rein militärische Stimme siegte. Hinzu kam Deutschlands politische Einstellung, die England In den ersten Kriegsabschnitten bewußt schonte. Wäre Tirpitz' Stimme im Herbst 1914 durchgedrunaen, bann hätte das deutsche Volk erkannt, daß sein gefährlichster Gegner weder an ber West-, noch an berOstfront, sondern an derSee- front ftanb. Heute sind mir um Meilensteine unserer nationalen Entwicklung Aurütfgeroorfen. Die große Prüfung, zu der ein Tirpitz sein Volk er« ziehen wollte, die Prüfung ber Weltreise haben wir nicht bestanden. Tirpitz' Ruhm bleibt deshalb ungeschmälert. Er hat litanenarbeit geleistet und darf sich selbst zum Tröste sagen, daß gegen Kurzsichtigkeit selbst Götter vergebens kämpfen. Oie flämische Frage. Don G. Arendonck, Brüssel. Fall Coucke-GoethalS rüttelte sie auf, bald nach 1870; bas waren zwei Flamen, die auf einen Mordverdacht hin verurteilt und h Inge r i ch t e t wurden, ohne ein Wort von der französischen Gerichtsverhandlung zu v e r st e h e n: mehrere Jahre später bekannte der wirkliche Mörder auf dem Totenbette sein Verbrechen. Seit einem halben Jahr etwa beginnt die Oeffentlichkeit der flämischen Frage mehr Aufmerksamkeit zu schenken als früher, ilnö wer dem Lauf der Dinge mit einiger Stetigkeit gefolgt ist, der muß zugeben, daß sich hier in der Tat manches in überraschender Weise gewandelt hat. In den ersten Rachkrieasjahren betrachtete die ösfenlliche Meinung diese vormalige Wirkungsstätte von Egmont und Alba, von Rubens und van Eyck mit denselben Augen wie vor dem Kriege. Man sagte: es gäbe keine flämische Bewegung und keinen Anlaß dazu; die Flamen hätten keine Ursache zur Unzufriedenheit. Sie hätten ja die Mehrheit im belgischen Staate, und ihre Sprache sei der französischen vor dem Gesetz gleichgestellt, die Straßenschilder seien zum Beispiel doppelsprachig. Die Flaminganten, die noch mehr wollten, seien Phantasten. Einer solchen oberflächlichen Auffassung begegnet man hie und da noch heute, auch in einzelnen deutschen Zeitungen. Die Zahl der Flamen beträgt innerhalb des belgischen Staates etwa vier Millionen, in der Tat einige Hunderttausende mehr, als das,' was französisch oder wallonisch spricht. Aber wenn sie demnach ziffernmäßig auch in der Mehrheit sind, so werden sie doch als eine Ration minderen Rech- t e s behandelt, das ist möglich, weil sie zur Zeit der belgischen Staatsgründung ein Volk von geringerer politischer Regsamkeit waren als die Welschen und es heute teilweise iwch sind. Die Urheber der belgischen Revolution, die diesen Staat 1830 ins Leben riefen, wußten, was sie taten, ihr Haupt Rogier, hat es unzweideutig ausgesprochen: Es gilt, die Wallonen und Flamen, zunächst kulturell, und dann politisch, f ü r Frankreich zu annektieren. Und der französische Generalkonsul Crozier in Antwerpen hat es öffentlich gesagt, 1909, welche Annektionen sich Frankreich in Belgien leisten kann. Die ganze Maschinerie des belgischen Staates ist daher von vornherein auf die Ausschaltung des Flämischen eingestellt. Französisch wurde als Sprache des Gerichtes, des Unterrichtes, der Verwaltung und des Heeres eingesetzt, nicht nur in den wallonischen, sondern auch in den flämischen Landesteilen. Den breiten Massen der Flamen war das niederländische Bewußtsein längst abhanden gekommen. Erst der Rach diesem Justizmorde hat der belgische Staat die Flamen durch eine Reihe von Gesetzen besänftigt, die ihnen auf dem Papier die Möglichkeit gaben, auf flämisch verwaltet, gerichtet und unterwiesen zu werden. Aber das Französische hat die höhere gesellschaftliche Geltung behalten; es ist die Sprache der feinen Leute, der Vornehmen; das flämische Volk haßt sie und blickt doch zu ihr auf wie zu etwas Höherem; Kommandofprache der Armee ist sie geblieben. Doch gerade dies hat den Grund zum Wandel gelegt. Während des Krieges bestand das belgische Heer zu 80 Prozent .aus Flamen. Und da hat sich der Fall Coucke-Goethals wiederholt: Die Statistik schweigt davon, wie viele Flamen bestraft wurden, well sie die französischen Anweisungen ihrer Vorgesetzten nicht verstanden. Und in diesem Zustande der Rechtlosigkeit mußten sie hören, wie drüben im besetzten Gebiet die Deutschen die bisher fran ösische Genter Universität in eine niederländische verwandelten und so einen alten flämischen Wunsch erfüllten — denn die flämischen Mundarten gehören der niederländischen Sprache an. Dabei wurden den flämischen Soldaten, damit sie ausharrten, von belgischer Seite erzählt, wie viele Tschechen zur Entente überliefen. War's ein Wunder, daß sich die helleren Köpfe schließlich fragten: sollen wir nicht auch zum Gegner überlaufen, da der belgische Staat unsere Sprache und Eigenart zehnmal so schlecht behandelt wie der österreichische die tschechische? Zu solchen Massenübertritten ist es indessen bei den Flamen nicht gekommen. Innerlich religiös, dabei schwerfällig von Ratur, haben sich die Flamen in der Mehrzahl gescheut, den Fahneneid zu brechen. Daheim angekommen ernteten sie als Frucht ihrer Treue nur ärgere Unterdrückung als zuvor. Die Genter Hochschule wurde wieder verwelscht. Die belgischen Gefängnisse füllten sich mit flämischen Aktivisten. Von einer Amnestie, zu der Belgien durch Waffenstillstand und Friedensvertrag verpflichtet | war, keine Rede! Aber gerade auS der Erbitterung, die dies zur Folge hatte, gewann die flämische Bewegung neue Kraft. Dazu kam, daß franzöfische Hitzköpfe den belgischen Staat zur Eroberung holländischer Grenzgebiete und in neue Kriege zu bringen suchten. Immer mehr wurde die Erkenntnis, die sich bei den flämischen Soldaten im Kriege gebildet hatte, Allgemeingut des flämischen Volkes: Wir sind Flamen und haben mit den Welschen nichts zu schaffen! Reben den drei alten Parteien des belgischen Parlaments, den Klerikalen, Liberalen, Sozialdemokraten, entstand eine neue, die nur Flamen umfaßte: die Frontpartei. Damit sie ihre flämischen Wähler nicht an diese verlören, sprachen nun auch die flämischen Abgeordneten der alten belgischen Parteien, besonders Kleri-, kale und Sozialdemokraten, im Parlament flämisch, nicht mehr französisch, wie vor dem Kriege. Die flämischen Bauern des ganzen Landes fanden sich in einer neuen Organisation zusammen, dem „D o e r e n b o n d", der heute fast eine halbe Million Mitglieder zählt. Und selbst auf einem so gleichgültigen Gebiete wie dem Touristenwesen sagte man sich von den alten, welsch-belgischen Vereinen los: der flämische Touristenbund umfaßt heute gegen 60 000 Mitglieder. Anstatt nun die Zeichen der Zeit zu erkennen, blieben die belgischen Verantwortlichen bet ihrem französischen System. Cs ist ihnen der Gedanke unmöglich, daß ein Volk anderer Art sich der französischen Sprache nicht unterordnen will. „P angermanische Propaganda" muß dahinter stecken. Und so finden wir belgische Offiziöse und Offizielle auf der Suche nach Beweisen, daß die flämische Bewegung nur — eine deutsche Mache fei. Man verschafft sich Schriftstücke, die seinerzeit zwischen den deutschen Besatzungsbehörden und den Flamenführern gewechselt wurden, übersetzt sie verkehrt (z.D.: „Deutschtum" mit „Germanisme") und sucht der Weilt weiszumachen, daß alles nur deutsche Bestechung sei. Es ist ihnen schlagend nach- gewiesen, daß sich ihre Behauptungen nur auf Fälschungen und Irrtümern aufbauen. Aber sic wagen nicht, ehrlich zuzugeben: wir haben geirrt und die Flamen durch unseren eigenen, blind- französischen Fanatismus gegen uns aufgebracht. Da schlägt es am 10. Dezember 1928 wie ein Blitz eln:®bel der Antwerpener Rachwahl erhält D o r m s die meisten Stimmen, Dorms, den die Belgier wegen „Hochverrats" zum Tode verurteilt haben und der schon zehn Jahre im Zuchthaus zu Löwen sitzt, well er mit den Deutschen zusammen gearbeitet hat — im Rahmen der Genfer Konvention. Borms erhielt 83 000 Stimmen, der belgisch-liberale Kandidat nur 44 000 und 58 000 geben weiße Stimmzettel ab. Schleunigst gewährt Belgien als allererster der dazu verpflichteten Staaten eine Amnestie (freilich nur eine halbe; denn es enthält den Amnestierten ihre staatsbürgerlichen Rechte vor). Und Dorms, freigelaffen, hält in Holland eine Rede, in der er .betont, daß im Fall eines Krieges zwischen Belgien und Holland die Flamen nicht gegen ihre holländischen Stammesbrüder kämpfen würden. Denn so oft man auch noch die Utrechter Veröffentlichungen für gefälscht erklären wird — niemand bezweifelt, daß „etwas daran" sein muh. In Flandern weiß es jeder, der offene Augen hat. Der Ausbau strategisch-wichtiger Bahnen an der flandrischen Küste; die Anlage von Waffenfabriken und Munitionslagern und die Wiederherstellung von dortigen Unterständen, die nicht von den Deutschen angelegt wurde«, sprechen eine gar deutliche Sprache. Angesichts dieser Tatsachen gewinnt die (Srflärung von Dr. August Dorms ihr besonderes Gewicht. Richt zum zweiten Male wollen die Flamen, entgegen ihrer germanischen Art und Sprache, entgegen ihrer Überlieferung, als Kanonenfutter für Frankreich mißbraucht werden. Delgien wird den Krieg an Frankreichs Seite nicht führen können, ohne den Destarid des eigenen Staates aufs Spiel „Oie Melodie der Wett." Uraufführung des ersten deutschen Tonfilms Berlin, Mitte März. Walter R u 11 m a n n . einer der fortschrittlichsten Pioniere des Fllms, dem wir den berühmten „Derlin"-Film verdanken, der auf der letzten Funkmesse seinen ersten deutschen Tri- Ergon-Film, dem Rundfunk gewidmet, mit so großem Erfolge laufen lieh, ist jetzt t>on der Hamburg-Amerika-Linie durch die Welt geschickt worden, um einen Film zu drehen, der der gemeinsamen friedlichen Arbeit und dem gegenseitigen Verständnis der Völker dienen soll. Er heißt „Die Melodie der Welt" und stellt sich mit Stolz als der erste deutsche „abendfüllende" Tonfilm vor, was sich dann als eine Länge von nicht ganz einer Stunde herausstellt, fo daß dieser junge Tonfilm, der sich so gigantisch fühlt, noch nicht einmal die Länge eines normalen Spielfilms aufweifen kann. Aber er hätte länger fein können, die Welt dürfte Stoff genug hoben. Oder hat man gefürchtet, ein auf Gefellschaftsdramen gestimmtes Publikum zu ermüden? Das war nicht zu befürchten, denn der Dessergefinnte wird diesen handlungslosen Film als eine Erlösung von dem ewigen Einerlei des normalen Filmdramas empfunden haben. Ruttmann ist durch die Welt gereift und hat Aufnahmen gemacht, nicht eigentlich die „schönen" Bilder hat er gesucht, sondern er hat die Völker bei ihren alltäglichen Beschäftigungen beobachtet. Straßenverkehr in London, in Berlin, in einer indischen Stadt: überall die Autos und Straßenbahnen und die Derkehrs- schuhleute: die Welt ist schon erheblich mecham - siert unt> nivelliert worden. Auch wo das Eigenartige, das Menschliche des Individuums heraus tommt, sind nicht große Unterschiede zu ftn- dem Ueberall finden Ringkämpfe statt, es geht in Amerika auf einem Rummelplatz ebenso zu wie im Berliner Lunapark, und die Architektur der buddhistischen Tempel kann ganz unmerklich in eine gotische Fassade oder in einen japanischen Tempel übergeleitet werden. Alle diese Bilder verschlingen sich meisterhaft ineinander, sie verwischen sich, tauchen von neuem auf, wie immer wiederholte Motive einer großen Komposition, sie ergeben in ihrem schönen und starken Zusammenklang wirklich eine Ahnung von der Melodie der Welt. Der optische und rein filmische Teil dieses Schauspiels, das auch ohne Handlung fesselt und spannt, erweist wieder die große Künstlerschaft des Regisseurs Ruttmann, aus flüchtigen Impressionen ein einheitliches Gemälde zu komponieren und aus einem handlungslosen Stoff drei Akte zu gestalten, sie zu steigern, auszubauen und mit starken Schluhakkorden zu beenden' das ist Architektur, ins Optische übertragen. Anders steht es mit dem Tonlichen. Man hatte erwartet, in diesem Film etwas von der Sprache der Dinge, von der wirklichen „Melodie der Welt" zu vernehmen, denn wie stark der Tonfilm auf diesem Gebiet der Geräusche sein Fann, ist in jenem Tri-Ergon-Film bereits erwiesen worden. Anstatt aber die Sprache der großen Städte oder die rituellen Gesänge der Völker aufzufangen, hat Wolfgang Zeller eine neutrale Musik dazu gesetzt, die zugleich mit dem Filmstreifen ausgelöst wird und also das Bild wirllich mit einer sehr großen Exaktheit begleitet. Dadurch könnte gezeigt werden, daß ein Orchester einmal entbehrlich werden kann — aber liegt darin die eigentliche Bestimmung des Tonfilms? Gewiß nicht. Schon gar nicht, wenn die Wiedergabe so schnarrt und vibriert wie ein schlechter Lautsprecher. der immer etwas von Konservenmusik in seinem Klange hat. Aber dort, wo wirllich die Maschinen stampfen, die Sirenen heulen, die Ankerketten raffeln, dort wird der Einklang zwischen Bild ynö Ton, da wird die Eharakte- ristik der einzelnen Geräusche wieder ebenso verblüffend offenbart wie bei Ruttmanns Rundfunk- Film. So geschieht es also, daß die Musik, die bisher immer ein unersetzlicher Bestandteil des Films gewesen ist, abgelöst werden kann durch die Sprache der Straßen, die Mundarten fremder Völker, das Zischen einer Kreissäge. Denn die vielberedete Krise des Fllms ist ja nicht nur wirtschaftlicher Art. Sie kommt auch daher, daß der durchschnittliche Publikumsfilm sein einmal vorhandenes enormes Stoffgebiet mit industrieller Gefräßigkeit verzehrt hat, daß feine Technik einstweilen auf einem Gipfel steht, nicht mehr zu überbieten ist und daß sich jedermann mit leiser Sorge fragt, was jetzt werden soll. Hier scheint nun Ruttmanns Film die Antwort zu geben, und es ist die gleiche, die man schon aus seinen früheren Filmen mitnahm: wie es ihm gelang mit „Berlin", einen spannenden Film von abenbfünenber Länge zu gestalten, den hand- lungslosen Film nämlich, so liegen, die Welt ist unerschöpflich, überall ähnliche Themen wie die „Melodie der Welt" sozusagen auf der Straße. Diese Dinge wirkungsvoll zu untermalen und dadurch rerzvoller zu machen, ist nun der Tonfilm erschienen. Er braucht dem stummen Film fein gefährlicher Rivale zu werden, aber er kann ihn unterstützen und ihm die neuen Möglichkeiten an die Hand geben, nach denen so verzweifelt gesucht wird. Wenn sich der Film einmal entschließen könnte, sich von der monotonen und konventionellen Handlung zu befreien, käme er von selbst zu jener „sachlichen Reportage des Lebens", die heute letzter Schrei ist. Der Film dürfte ihr geeignetstes Werkzeug werden. A- Oer Packwagen und der Esel. Auf einer kleinen Station mitten in der Eifel steigen die Leute nicht gleich aus, wenn der Zug hält, sondern sie warten ein wenig, weil sich die Dahn nach wenigen Sekunden noch einige Male in Bewegung seht, zuerst zehn Meter zurück, dann acht Meter vor. drei Meter zurück, einen Meter vor. Schließlich ist es so weit, daß man aussteigen kann, ohne befürchten zu müssen, noch auf dem Trittbrett durch einen Ruck in den Sand gestreckt zu werden. Und daran ist nur der Esel schuld, jener Esel, der seit Jahren den Auftrag hat, die Milch an die Züge zu fahren. Seit Jahren bleibt er yllt feinem Karren stets an derselben Stelle stehen, und dann muß der Lokomotivführer den Zug so lange rangieren, bis der Packwagen neben dem Milchkarren steht. Weder Güte noch Strenge, weder Zucker noch Schläge, nicht mal der Hinweis auf die Dienstvorschrift der Reichsbahn haben den Esel bewegen können, sich nach den Zügen zu richten, und es wird der Dahnverwaltung nichts anderes übrig bleiben, als die ständigen Verspätungen in Kauf zu nehmen, den Fahrplan dementsprechend abzuändem oder endlich daraus zu bringen, daß statt des Esels ein anderes Tier die Milch zum Zuge fährt. Auf den Gedanken scheint in der Eifel noch niemand gekommen zu fein. Der wenig pfiffige Kunstpfelser. Als der bekannte englifche Kunstpfeifer Edward Jekylls fein letztes Konzert in Drighton in der Corner-Hall geben wollte, bemerkte er auf der ersten Parkettreihe einen Mann mit einem Ohrseigengesicht, der jedesmal, wenn er ihn ansah, mit den Ohren wackelte und seinen Mund zu einer Fratze verzog. Ratürlich tonnte Jelylls die Lippen nicht spitz hallen, sondern mußte sie zwecks eines Lächelns in die Breite ziehen, was ihm das Pfeifen unmöglich machte. Rachdem er noch einige Male einen Ansatz genommen, aber stets aus dem Konzept gebracht worden war, trat er, ohne einen einzigen Ton herausgebracht zu haben, ab. Eigentlich mühte ein Kunstpfeifer pfiffiger fein. Warum machte er nicht die Augen zu? Muh er denn fehen, was er pfeift? Frankfurter Schauspielhaus. Carl ZuckmaherS „Katharina Knie" hat auch in Frankfurt feinen Einzug gehalten. Sie wurde im Schauspielhaus vom Publikum mit Begeisterung und lebhaftem Beifall aufgenommen. Trotzdem muh gesagt werden, was schon die Berliner Kritik hervorhob, nämlich, daß das Selltänzerstück „ÄaÜjarina Knie" nicht an die stärksten, von echter Poesie erfüllten Szenen hn „Schinderhannes" heranreicht. Der Gang der Handlung ist kurz der: die Tochter des alten Seiltänzers Knie, Katharina, liebt einen Dauern. Sie verläßt die Truppe, um bei ihm zu bleiben, und der Vater läßt sie gehen, in der Hoffnung, daß ihr Artistenblut sie bald wieder zur Truppe zurücktreiben wird. Und nach einem Jahr kehrt sie wirllich zurück, aber nur, um sich vom Vater die Erlaubnis zur Heirat mit dem Dauern geben zu lassen. Doch bevor sie ihm ihren Entschluß mitteilen kann, stirbt der alte Knie aus Freude über das Wiedersehen mit feiner Tochter. Katharina kehrt nicht zu dem Dauern zurück, sie bleibt bei der Truppe und wird ihre Führerin. — Das Leben und Treiben bei einem Wanderzirkus und die Wen- tafität der Artisten reizten den Dichter, und er hat die Szenen, die dieses Treiben schildern, echt und lebenswahr gestaltet. Man muß sich aber vor Augen halten, daß hier ein Stoff verarbeitet wurde, der heute kaum noch Aktualität besitzt, wenn auch der Konflikt zwischen Seh- haktigkeit und Wandertrieb, zwischen Liebe und Zugehörigkeitsgefühl zu einer bestimmten Menschengruppe ein altes und ewiges Motiv ist. Richt überzeugen konnte der Dichter mll den beiden letzten Akten des Stückes, und namentlich bei dem Tode des alten Knie rutscht er ins Sentimentale ab. Die gute Aufführung unter der Regie Richard Weicherts trug zu dem Erfolg des Abends wesentlich bei. Hervortratcn vor allem Constanze M e n z als Katharina und Robert Taube als der alte Knie, wenn diesem auch der hessische Dialekt einige Schwierigkeiten zu bereiten schien. Genannt seien noch Mathilde Einzig — ihre derbe Zirkusmuttev war eine prachtvolle Leistung! — Franz Schneider, Toni Impekoven und Karl Luleh. Die Seiltänzerfamilie Eichler gab dem Abend das Gepräge der Echtheit. Reben den Darstellern wurden Autor und Regisseur vom Publikum vor den Vorhang | gerufen. H. H-r. xu fetzen, es toirö des eigenen Heeres nicht sicher sein. Hierin liegt ohne Zweifel eine Bedeutung der flämischen Bewegung für den europäischen Frieden. _________________ SaSArbeit-programm des Provinzialtags. Der Provinzialtag der Provinz Oberhessen wird sich in feiner diesjährigen ordentlichen Tagung am Samstag, 23. März, vormittags 11.30 Uhr beginnend, im Sitzungs- faale des Regierungsgebaudes xu Sieben mit folgender Tagesordnung beschäftigen: 1. Diensteinweisung und Verpflichtung der neu in den Provinzialtag berufenen Mitglieder a) Professor Friedrich Müller, ^Studienrat, Büdingen; b) Fürsorge-Obersekretär Fritz Luft, Lauterbach. 2. Derwaltungsbecicht des Provinzialausschus- ses der Provinz Oberhessen über den Stand der Provinzialverbandsangelegenheiten und Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen im Rj. 1927. 3. Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen im Rj. 1929. 3n Verbindung hiermit: a) 1. Antrag des Provinzialausschusses auf Genehmigung zur Kapitalaufnahme in Höhe von 1 Million Reichsmark zur Instandsetzung von O-Straßen; 2. Antrag des Provinzialausschusses auf Genehmigung von Strahenumbauten und Drückenumbauten; 3. Antrag des ProvinzialausschusseS auf Ermächtigung, die Materiallieferung für die Unterhaltung der Provinzstraben im Rj. 1939 bereits im Herbst 1929 zu vergeben und die hierzu erfordelichen Mittel bereitzustellen; b) Antrag des Provinzialausschusses auf Genehmigung der zur Erhebung vorgesehenen Provinzialumlagen und Ausschläge und um Ermächtigung, die Gewerbesteuerausschläge festzusehen, sobald für das Rj. 1928 das Gewerbekapital und der Gewerbeertrag festgestellt ist. 4. Rechenschaftsbericht des Provinzialausschusses über die Verwaltung des Wasserwerks Inheiden und Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben des Wasserwerks Inheiden im Rj. 1927. 5. Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben des Wasserwerks Inheiden für Rj. 1929. 6. Rechnungsabschluß über die Verwaltung des äleberlandwerks Oberhessen für das Rj. 1927. 7. Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben des Ileberlandwerks Oberhessen im Rj. 1929. 8. Antrag des Provinzialausschusses auf lieber- nähme der Trägerschaft für die durch das Gesetz vom 20. Dezember 1928 der ^Unfallversicherung neu unterstellten Betriebe unö Tätigkeiten. 9. Auszug aus der Rechnung des lieberland- Werks Oberhessen (Dau) für die Rechnungsjahre 1924 bis 1927. Geh. Oberbaurat Schoberth f. Dieser Tage verstarb, 81 Jahre alt, der. in Wiesbaden im Ruhestand lebende Geheime Oberbaurat Georg Schobert h, der durch seine Tätigkeit in G i e b e n auch hier noch in bester Erinnerung steht. Er war lange Jahre Vorstand deS Cifenbahn- bauamtes in Alsfeld, wo er bis zum liebergang der Oberhessischen Eifenbahnen in die Preußisch-Hessifche Cifenbahngemeinschaft am 1. April 1897 wirkte. Von da ab wurde ihm die Leitung des Cisenbahnbetriebsamts 1 in Gieben übertragen, dem er mehrere Jahre vorstand. In Würdigung seiner groben Arbeitskraft und seiner reichen Erfahrungen auf dem Gebiete des Eisenbahnbauwesens wurde er sodann bautechnischer Oberbaurat bei der Eisenbahndireltion Mainz, Die Liebe derBrigitta Hottermann Roman von Elisabeth Ney. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale). 9 Fortsetzung Nachdruck verboten. Süll sah sie in ihrem Sessel am Fenster und grübelte mit blassem, verstörtem Gesicht vor sich Hin. Sie bemerkte nicht, tote die Zeit verging und draußen langsam die Dämmerung hereinbrach. Plötzlich stand die alte Hanna vor ihr. Dri- gitta hatte die alte Getreue nicht kommen hören. Hanna legte ihr einen großen Strauß Herbstblumen in den Schoß. „Von wem?" fragte Brigitta zusammenzuckend. „Don dem jungen Herrn Doktor; er bittet seine Aufwartung machen zu dürfen," antwortete die alte Frau zögernd. „Da. nimm die Blumen fort," rief Brigitta, wie vom Ekel erfaßt, den Strauß von sich stobend, „unö sag' ihm. daß ich ihn nicht empfangen will. Hörst du!" Da hob die alte Dienerin verstört die Blumen vom Fuhboden auf und verließ schnell das Zimmer. Am nächsten Mittag nahm Brigitta Hollermann, auf die inständige Bitte ihrer Mütter hin, zum ersten Male wieder an der gemeinsamen Mittagstafel teil. Traurig blickte sie auf den leeren Platz ihres Vaters. Sie vermochte kaum einen Dissen zu essen. Frau Evelyn konnte sich nicht genug an Liebes- bezeugungen für ihre Aelteste bctun, und lüjte wieder und wieder deren bleiche Stirn. „Wein Herzenskind, wie freue ich mich, daß du nun wieder gesund bist!" rief sie immer und immer wieder seufzend aus. „Wenn du wüßtest, wie ich mich um dich gebangt habe! Ganz elend und krank bin ich dabei geworden. Aber nun ist alles wieder gut, und wenn du erst Fritz Bei- lingers grau bist, reift du mit ihm einige Wochen nach dem Süden, wo du bald deine völlige Gesundheit wiederfinden wirst. Ich habe während deiner Krankheit schon alles mit ihm besprochen. Richt wahr, Isa?" wandte sie sich an ihre jüngste Tochter. Isa zog nur etwas mürrisch die Schultern hoch und sah gelangweilt vor sich hin. Brigitta aber war mit flammenden Augen aufgesprungen und stand nun hochausgerichtet vor ihrer Mutter. „Ich hatte geglaubt, daß mir diese Ausern- anderfetzung erspart bleibt, Mama" sagte sie, Buntes Allerlei. Merkwürdige Luftfracht. Das Flugzeug hat sich immer mehr auch für die Güterbeförderung eingebürgert, und die Schnelligkeit und Sicherheit des Transportes bringen es mit sich, daß der Luftweg gerade für wertvolle oder leicht verderbliche Waren besonders gern benutzt wird. Betrachtet man die Liste der Transporte, die in der letzten Zeit zwischen London und dem Kontinent im Flugzeug befördert wurden, dann findet man, recht eigenartige Frachten darunter. So traf kürzlich eine Anzahl von Seepferdchen für den Londoner Zoo wohlbehalten auf dem Flugplatz Croydon ein. Man hatte große Vorsichtsmaßregeln angewendet, um diese phantastischen Geschöpfe, die in der Dai von Biskaya gefangen worden waren, glücklich nach ihrem Destun- mungsort zu bringen; sie befanden sich in einem großen Wasserbehälter, dem während des ganzen Fluges in Abständen von 10 Minuten Luft zugepumpt wurde. Auch Goldfische, die ja längere Reisen schwer vertragen, werden häufig auf diese Weise nach England gebracht, aber die kostbarste Fischfracht, die durch die Luft mitgeführt wurde, war eine Anzahl von überaus seltenen ostindischen Goldfischen, die eine Regen- bogenfärbung haben und sehr hohe Preise erzielen. Ein Käfig mit schweren Eisenstäben wurde kürzlich in ein Flugzeug eingebaut, um einen auiggetoachfenen Löwen aufzunehmen, der, begleitet von seinem Bändiger, eine Reise durch die Luft von London nach Le Dvuraet unternehmen sollte. Der König der Tiere befand sich augenscheinlich recht wohl, als er mit einer Geschwindigkeit von 160 Kilometer in der Stunde durch die Wolken dahinsauste, äleberhaupt bedient man sich des Flugzeugs häufig zur raschen Desörderung kostbarer dressierter Tiere; so kamen kürzlich in einem Flugzeug von Amsterdam ein Bär, ein Affe und eine Anzahl von Papageien nach der englischen Hauptstadt. Das Flugzeug ist aber auch für den Transport von Waren nach sehr hochgelegenen Orten von unschätzbarem Wert, und ebenso ist es unentbehrlich bei der Anlage von Wegen und Bauten in den höchsten Dergspitzen. Roch vor 20 Jahren wäre es kaum möglich gewesen, einen Weg bis zu dem neuen Observatorium auf dem Mont Blanc anzulegen. Das Flugzeug aber brachte ohne große Mühe Steine und andere notwendige Stoffe bis zu einer Höhe von über 4300 Meter; der Weg, der auf diese Weise gebaut werden konnte, ist allerdings einer der teuersten, die es in der Welt gibt. Merkwürdig berührt es. daß sich unter den Frachten, die von London nach Paris im Flugzeug gebracht werden, auch Milch befindet, denn man sollte nicht glauben, daß es nötig wäre, auf so kostspieligem Wege ein auch in in welcher Stelle er bis zu feiner Pensionierung verblieb. Oberbaurat Schoberth war ein Mann von edler Gesinnung und strenger Pflichterfüllung, der aber auch an Freud und Leid seiner Mitarbeiter und Untergebenen großen Anteil nahm und die berechtigten Wünsche nach Möglichkeit zu erfüllen suchte. Seine Persönlichkeit wird allen, die ihn kannten und mit ihm gearbeitet haben, unvergeßlich bleiben. Ferierisorrderzüge 1929. Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. veröffentlicht jetzt die D e r ! e h r s t a g e der für diesen Sommer vorgesehenen Feriensonder- züge. Das Programm ist noch nicht endgültig; Aendcrungen können noch eintreten. Die Der- kehrstage und die Fahrpläne werden erst bei der Feriensonderzug-Konferenz im Mai 1929 in Baden-Baden festgelegt. Die Fahrpreise ent- sich mit aller Gewalt zur Rizhe zwingend, während ihre Lippen verräterisch bebten. „Du weiht recht gut, daß ich zur Verlobung mit Doktor Bellinger gezwungen worden bin, und daß ich niemals eingewilligt habe, dessen Frau zu werden." „Aber Brigitta, um GotteS willen, waS ist dir, tote sprichst du mit mir!" rief die Geheimrätin erschrocken unö zugleich unsicher aus. „Ich sage nur, was jetzt gesagt werden muh, Mama. Vielleicht ist es besser, wir erörtern das Thema sogleich, um Klarheit zu schaffen." „Aber Brigitta, so nimm doch Vernunft an. Doktor Bellinger ist unser Retter! Ohne ihn wären wir dem Elend preisgegeben. Wir sind ihm doch zu Dank verpflichtet." „Zu Dank. Mama? Da irrst du dich Wohl. Unsere pekuniäre Lage ist absolut nicht so nieder- drückend. daß du dafür eine Tochter opfern müßtest. Für Papas Klinik hätte sich ebensogut ein anberer Arzt als Pächter gefunden, vielleicht sogar zu viel günstigeren Bedingungen. Deilin- gers Handlungsweise entspringt niemals einer guten, wohltätigen Absicht, sondern einzig und allein seinem brutalen Egoismus; er will sich die Leitung der Klinik so schnell wie möglich sichern." „Brigllta, Undankbare, wenn du wüßtest, wie furchtbar bitter unrecht du dem QHanne, der dich liebt, tust," stöhnte die Geheimrätin fassungslos. „Er ist ein edler Mensch, dem wir nicht nur pekuniär zu Dank verpflichtet sind, sondern dem auch die Reinhaltung des Ramens deines Vaters zu verdanken ist." „Wie — wie soll ich das verstehen?" fragte Brigitta 'Hollermann, erbleichend. „So sollst du auch noch das letzte erfahren, damit du deines Verlobten Wahrhaftigkeit vollauf erkennst. Dein Vater tötete in feiner fanatischen, krankhaften Sucht von Menschenliebe einen Patienten durch Gift. Doktor Bellinger wußte von der Tat, und brachte es doch nicht fertig, deinen Vater dem Gericht auszuliefern. Er half also einem Mörder. Gut ist, daß die furchtbare Mordtat wenigstens dann durch den Selbstmord gesühnt wurde und somit für deinen armen Verlobten die Schweigepflicht nicht zu schwer wurde." Kreideweiß war Brigitta bet dieser Enthüllung zurückgetaumelt. „Du, du weiht also von allem," stammelte sie tonlos. Entsetzlich! Das Geheimnis, das nur sie alleinzu wissen glaubte, war auch schon zu Ohren der Mutter unö Schwester gelangt. „Wer hat dir daS gesagt?" „Bellinger natürlich. Wir wollten nur erst eure Verlobung bekanntgeben, bann hätte ich mit Hilfe DeillngerS deinen Vater, um ihn vor der Gerechtigkeit zu retten, in eine Anstalt bringen lassen. Denn zweifelsohne ist derjenige, der eine solche Tat vollbringt, nicht mehr zurech- Paris in reichlicher Wenge erhältliches Rah- rungsmittel zu befördern. Aber reiche Amerikaner hatten sich so an die englische Milch gewöhnt, dah sie sie auch in Paris nicht entbehren wollten, und so wurde täglich eine bestimmte Wllchmenge in fest verschlossenen Flaschen von dem Flugzeug mitgenommen. Schmuggler suchen das Flugzeug für ihre Zwecke auszunuhen. So sind z. D. durch die Luft Glücksspiel- Maschinen von London nach Deauvllle gebracht worden und wurden boEt_ eifrig benutzt, nachdem man sie den Zollbehörden von Le Bourget wohlweislich verheimlicht hatte. Die kostbarsten Waren, für deren Transport man sich des Luftweges bedient, sind Goldbarren, die fast tagtäglich auf der Frachtliste deS Flugzeugdienstes erscheinen. Die großen Dankfirmen haben diesen Weg als den sichersten und bequemsten erkannt, unö häufig geht ein besonderes „Goldfluazeug" ab. das von einem bewaffneten Wächter begleitet wird. Selbst ein Mensch ist schon auf einem Güterflugzeug mitgenommen worden. Ein Reisender, .der das letzte Passagier-Flugzeug verfehlte, aber dringend noch am Abend in Paris zu tun hatte, bemerkte auf dem Flugplatz ein Güterflugzeug, das startbereit war. Er setzte durch, dah er selbst als Frachtgut behandelt und mit der übrigen Ladung befördert wurde, und dieses sonderbare .Paket" wurde auch richtig an Ort und Stelle abgeliefert. was ein Löwenoperateur verlangen darf. Dadurch, dah es keine amtlich festgelegten Sähe für Operationen bei Löwen gibt, ist das Berufungsgericht in Rancy vor eine schwierige Frage gestellt worden. Es sollte nämlich entscheiden, ob die Rechnung, die ein gewisser Doktor De- nuler einem Zirkusdi ektor geschickt hat, zu hoch war oder nicht. In der Rechnung waren verschiedene kleinere Leiftungen aufgeführt, wie z. D. der Besuch und das Verschreiben von Heilmitteln bei einem Eisbären, die Behandlung eines Gefchwürs an dem Dein ei/.es Dromedars usw. Der beanftanöete Posten aber war die Entsernung einer Kugel aus dem Leibe eines Löwen, den fein Bändiger nur mit dem Revolver hatte in Schach halten können. Für diese gewiß nicht einfache Operation verlangte der Arzt den Hauptteil der 17 000 Franken, die die ganze Rechnung betrug. Das Gericht kam zu der Entscheidung, daß die Summe auf etwa di: Hälfte herabgesetzt werden sollte. Unter den Gründen, die dafür bestimmend waren, wurde aufgeführt, daß der Arzt durch die glückliche Ausführung dieser Operation feiten Ruf sehr verbreitet habe und daher seitdem einen größeren Zulauf erhalte. sprechen denen des Vorjahres. Von Frankfurt a. M. aus sind vorgesehen: 1. Rach München, am 13. Juli abends, am 14. Juli vormittags, am 20. Juli vormittags, am 27. Juli vormittags und am 3. August abends. 2. Rach Basel und K o n st a n z. am 14. Juli vormittags unö am 20. Juli vormittags. 3. Rach Hamburg und Bremen, am 13. Juli abends, am 16. Juli abends, und am 20. Juli abends. 4. Rach Rorddeich, am 14. Juli vorrn. 5. Rach Berlin, am 13. Juli abends und am 2. August abends. 6. Rach Stralsund unö Carlshagen- Trassenheide, am 13. Juli abends. 7. Rach Breslau unö Deuthen O. S. am 13. Juli abends und am 30. Juli abends. Räheres über diese Feriensonderzüge wird nach der Feriensonderzug-Konferenz veröffentlicht. nungsfähig und gefährlich für feine Umgebung. Oder sollte Teilinger lieber tatenlos zusehen, wie ein Geisteskranker seine Patienten tötet, um sie nicht leiden zu sehen?" „Mama, halt ein!“ schrie Brigitta, von Abscheu geschüttelt, außer sich. „Ich selbst weiß aus des armen Vaters Munde, wie sich die Sache verhalten hat!" Rach einer Pause sprach sie erregt: „Dei- (inger ist ein Schurke, ein gefährlicher Erpresser, und du konntest diesem Elenden die Hand zur Vernichtung deines Mannes reichen? Du weißt recht gut, daß Vater nicht geisteskrank war. Oh, nun verstehe ich alles, jetzt begreife ich seine Worte in jener Rächt erst voll. Papa ging, well er sich von dem liebsten Menschen, Öen er besaß, von dir, Mama, verraten sah. Er wußte, daß du und Bellinger ihn auf Grund der Mordtat, wie ihr sie nennt, für unzurechnungsfähig erklären lassen wolltet, und zog, in Einsicht der Ohnmacht diesen teuflischen„ Intrigen gegenüber, den freiwilligen Tod vor." „Brigitta, hüte dich! Wessen bezichtigst du mich?" rief Frau Evelyn gellend aus. „Verbiete Bellinger noch in dieser Stunde dein Haus, mache um jeden Preis den Pachtvertrag mit ihm rückgängig, selbst auf die Gefahr hin, daß die Klinik geschlossen werden müßte, und lasse bereits morgen öffentlich die Bekanntmachung meiner Entlobung folgen, dann — dann will ich dir glauben, daß du unwissend und schuldlos an dieser Abscheulichkeit bist," ertlärte Brigitta, vor der Mutter stehend, mit flammenden Blicken. Doch die Geheimrätin lachte schallend auf, und mit grausam eisigen Hohn antwortete sie: „Was du wünschest, wird nun und nimmer geschehen, mein Kind. Bellinger bleibt Wenn hier jemand ein Elender, ein Schurke ist, so war es der Derstvrbene, dein Vater, auf den du so baust. Zum Schluß rate ich dir noch, den Dogen nicht zu straff zu spannen. Du wirst dich meinem Wunsche fügen unö noch in diesem Jahre Doktor DeillngerS Frau werden." Fassungslos stand Drigitta Hollermann vor ihrer Mutter; dann trat plötzlich ein ängstlicher Ausdruck in ihre Augen, und sie wandte sich hilfesuchend an 2sa, die der Unterredung mit vergnügtem Interesse gelauscht hatte. „Isa," fragte fie fast tonlos, „kannst du ruhig bleiben, wenn Mama unseren Vater so schmäht Warst du nicht sein Liebling?" ,Ach was. Brigitta, laß mich doch mit der ganzen Geschichte in Ruhe; er war ja nicht einmal mein Vater", antwortete diese achsel- zuckend. „Isa!" Doll Entsetzen erklang dieser Ruf auS DrigittaS Mund. Doch auch die Geheimrätin hatte einen Schreckensschrei ausgestoßen. .Dann Oberheffen. Landkreis Gießen. 8 Aus dem Bufecker-Tal, 17. März. Infolge der jüngsten warmen Tage konnten die Dienen ihren Reinigungsflug vornehmen. Dabei zeigte sich, daß sich die Stöcke im allgemeinen trotz der starken Kälte des Winters b c f - s e r gehalten hatten, als man annahm. Unter der Voraussetzung günstig-r T:a. t.erhältni se ist also Hoffnung aus eine gute Ernte vorhanden. > Alten-Buseck, 17. März. Zum ersten Male geht man in diesem Jahre in hiesiger Gemarkung bei der Bekämpfung der Obst- baumschädlinge planmäßig vor. Der Obst- bauverein Alten-Buseck hat zu diesem Zweck mit den Obstbauvereinen einiger umliegender Gemeinden eine fahrbare Obstbaumspritze an- geschafft, wozu die Landwirtschaftskammer einen Zuschuß leistete. Unter Leitung von Daumwart H. Gruber findet feit einigen Tagen das De- fpritzen der Bäume statt, wobei man an einem Tage bis zu 200 Bäume behandeln konnte. In Anbetracht des niedrigen Preises und der großen Vorteile, den diese Behandlung bietet, wäre zu wünschen, dah alle Obstbaumbesitzer regen Gebrauch von dieser guten Einrichtung machten. 3 2111 e n ö o r f a. b. Lda., 17. März. Der jüngste Schweinemarkt war schwach befahren. Es standen nur Ferkel zum Verkauf. Diese kosteten im Durchschnitt 36 Mk. das Stück. Läuserschweine waren nicht aufgetrieben. — Bei der im hiesigen Stadtwalde, Försterei II abgehaltenen fünften diesjährigen Brennholzversteigerung wurden wieder verhältnismäßig hohe Preis: erzielt. Es kosteten: Buchenscheitholz 15 Mk., Du- chenknüppel 13 Mk., Buchenreiiholz 3 Mk., Du- chenstockhvfz 11 Mk., Eichenknüppel 9 Mk., Fichtenknüppelholz 8 Mk., je Raummeter. Für das mit zur Versteigerung gekommene Buchenstammholz reichten die Erlöse nicht ganz an die Tarifpreise heran. Die Versteigerung war von vielen auswärtigen Kaufliebhabern, besonders aus Climbach. besucht. st. Stockhausen, 17. März. Durch den Tod des Gemeinderechners Heinrich K n ö ß war die hiesige Gemeinderechner st eile frei geworden. Auf die Bekanntmachung der Bürgermeisterei hatten sich neun Bewerber gemeldet. Der Gemeinderat entschied sich für keinen der Bewerber, sondern überließ der Gemeinde die Entscheidung. Kurz vor der Wahl traten noch fünf Bewerber zurück, so daß die Gemeinde unter den vier verbliebenen wählen konnte. Der Schwiegersohn des seitherigen Rechners, Karl B i n g m a n n, erhielt im ersten Wahlgang die meisten Stimmen. Es hätte nun eine Stichwahl stattfinden müssen, da keine absolute Stimmenmehrheit vorhanden war. Auf diele Stichwahl verzichtete jedoch der zweite Bewerber, so daß Bingmann wohl bald die Geschäfte des Gemeinderechners überneh men wird. KrerS Friedberg. 5 Rieder-Weisel, 17. März. Unsere alte Orgel, die von der Orgelbaufirma Förster in Lich nach Angaben des Friedberger Seminarmusiklehrers Thurn um die Mitte des vorigen Jahrhunderts für etwa 1900 Gulden erbaut wurde, ist für 400 Mk. an die Firma Gebr. Link in Stengen (Württemberg) auf Abbruch verkauft worden. Diese Firma erstellt nun die neue Orgel, die dritte, die hier geweiht werden kann. Die erste Orgel wurde bereits 1687 von dem Licher Orgelbauer Johannes Wagner für 111 Gulden verkauft. Diese ^rste Orgel hatte eine lange Geschichte. Sie stand bis 1850, in welchem Jahre sie für 31 Gulden verkauft wurde. Kreis Büdingen. £ Ridda, 16. MKrz. Die ordentliche Generalversammlung des hiesigen Pferdeversicherungsvereins, die dieser Tage in der „Traube" ftattfanö, war stark besucht. Rach den Degrüßungsworten erstattete der Direktor des wäre, dann —", hauchte Brigitta, mit verzweifeltem, ungläubigem Blick auf die Mutter. »Gott ja, so etwas kommt, wie du siehst, in Öen besten Familien vor", entgegnete Isa Holler- mann gleichmütig. „Weshalb nimmst du auch alles gleich so tragisch? Schließlich hätte ich doch viel eher ein Recht, mich darüber aufzu- regeru Du kannst aus meinem Gleichmut ersehen, daß es mir im Grunde genommen höchst gleichgültig ist, wem ich mein Dafein verdanke." „Isa!" rief die Geheimrätin. „schweig' augenblicklich! Wie, mein Sott, wie kamst du hinter mein Geheimnis?" „Aber, Mama, beruhige dich doch! Ich hörte zufällig, wie du es Papa mitteiltest." „Du, du hast also gelauscht, du Ungeratene!" zischte Frau Evelyn, außer sich vor Zorn unö Scham zugleich. „Wenn du es so bezeichnen willst, ja. Ich ftanö zufällig an der Tür." Brigitta hörte sich diese entsetzliche Zwiesprache der beiden Frauen nicht länger mit an. Sie wußte plötzlich mit vernichtender Klarheit, daß sie in dieser Stunde Mutter und Schwester für immer verloren hatte, unö daß sie mit ihnen nichts mehr gemein haben konnte. Von Abscheu getrieben, verließ sie das Zimmer. Ihr Bleiben hier war nicht mehr möglich; sie mußte um jeden Preis das Haus noch heute verlassen. Gerade, als sie die große Vordiele zum Speisezimmer überquerte, erschien Doktor Bellinger an der Eingangstür. Zögernd blieb sie stehen, denn sie mußte, um in ihr Zimmer zu gelangen, an ihm vorüber. Bellinger aber vertrat ihr Öen Weg, unö sagte: „Liebste Brigllta, was für eine freudige Heber- raschung. Ich gratuliere xur Genesung." Damit machte er Miene, sie an sich zu ziehen. „Geben Ste augenblicklich die Tür frei! herrschte ihn Brigitta Holle.mann an. „Hallo, mein Schatz, noch immer widerspenstig!" rief Bellinger, hochrot in plötzlicher Wutaufwallung. Da trat Brigllta hart vor ihn hin, und in ihren Augen leuchtete Verachtung, vermischt mit grenzenlosem Abscheu und Ekel, als sie ausrief: „Ihr Spiel ist aus, mein Herr! Wenn Sie sich bisher auch Ihrer Sache sehr sicher fühlten. Sie sind ein Schurke, ein Erpresser, unö ich sehe in Ihnen Öen Mörder meines Vaters, denn nur Sie allein haben den Aermsten in den Tod getrieben! Wagen Sie keine Einwände! Mein Vater hat sich mir in jener Hnglücksnacht anvertraut. Einer Anzeige wäre mein Vater ruhig entgegengetreten, aber Ihren abscheulichen, hinterlistigen, abgekarteten Machenschaften war der Aermste nicht gewachsen. Kommen Sie mir nicht wieder zu nahe, denn ich verachte Sie aus tiefster Seele." (Fortlegung folgt.) Ä Verein genommen ?lstenmal l»»6 4 SÄ M gewÄ" ' denen 1 2upV. 3 mann. - -Wglledc Drost. £ wurden in meinde Eichen, sc noch ausst neubau einßir‘ schost Häuser-Hot. raloerja fflurht ems non Srutete nonunen - noch durch einskosse. . sende 2ai wurde die wirt Diehl Vorsitzende verlaufene bietenden Zuschlag s ter. Lob H. Schaf stallaiions für die ' eiff, Sr Hofman unö Tape Eichen, de Die Pslast und die ! Susiao F großen ur dein Dora Tohbau d den gefaml also feines OasD DSL 0 ut e n i vollen 2 iberv'l in Sevi 'Bcrffti vor. Druc Sen Stemt gießinstruir aus Naw derts Tert Alle Koste getragen, einer deut und würd' Spanien Jibliothek Ruppel Dutenberx die Druch habung Li Gebet DLN. ü ©eburh Gehring smders de ?n einem i| [°9- Wann! dnchtnjg rvigten un orbeitern. 9 Warburg, ( Esters ii Zedächtnj- , uch zur ( ktoe in fj, -.'"en duue SSL n? «ein Mochte, ,eir 2">S-8e dak » r»" in ®"rbf bi " X ’M ""chores'r Eis« s S?L8e«n u. W ZZL u» Ä äitrt "™68ii5t ^gen das %. 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Dorsdorf, und Hofmann, Michelnau. An Stelle des verstorbenen Mitgliedes K. Reinhard. Ridda, trat H. D r o st, dahier. Kreis Schotten. ft. Lardenbach. 17. März. Dieser Tage hielt der Kaninchen« und Geflügelzuchtoer« ein Lardenbach und Umgegend in der Wirtschaft des Dereinsmitgliedes Heinrich B a st, Stock- häuscr-Hof, eine außerordentliche Gene« rälversammlung ab. Der seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Die Beschaffung von Bruteiern und Zuchttieren hat der Verein übernommen Außerdem unterstützt er die Mitglieder noch durch einen Zuschuß von 5 Mark aus der Der« einskasse. Nach der Bcitragserhcbung für das laufende Jahr und Neuaufnahme von Mitgliedern wurde die nächste Versammlung Im April bei Gastwirt Diehl. Lardenbach, festgelegt. Darauf schloß der Vorsitzende des Vereins. L. K l i n k e l, die anregend verlaufene Versammlung. + Grob-Eichen. 17. März. 21m Freitag wurden in einer gemeinsamen Sitzung der Ge - meindevorstände von Groh- und Klein- Eichen, sowie des K i rch e n v o r st a n d e s die noch ausstehenden Arbeiten beim Pfarrhausneubau vergeben. Durchweg sind die Wenigstbietenden berücksichtigt worden. So erhielt den Zuschlag für die Glaserarbeiten Hermann Winter. Dobenhausen II; für die Schlosserarbeiten H. Schäfer. Grünberg; für die elektrischen In- stallationsarbeiten Jakob Von - Eiff. Grünberg; für die Wasserleitungsarbeiten Jakob Von-, E i f f. Grünberg; für die Schreinerarbeiten P. Hofmann, Freienseen; für die Weißbinder- nnd Tapezierarbeiten Martin Ellrich, Groh- Eichen, der auch den Rohbau fertiggestellt hat. Die Pflasterarbeiten wurden D. Lind, Laubach, und die Lieferung der Oefen und des Herdes Gustav Faust, Groh-Eichen, übertragen. Im groben und ganzen sind die Angebote unter dein Voranschlag geblieben, wie es auch beim Rohbau der Fall war. Der Voranschlag für den gesamten Dau in Höhe von 25 000 Mk. wird also keineswegs überschritten werden. Starkenburg. Das Mainzer Gutenberg-Museum in Sevilla. WER. Mainz, 16. März. Das Mainzer Gut enberg-Museum stellt, einer ehrenvollen Aufforderung folgend, auf der groben i b e r o - a m e r i t a n i s ch e n Ausstellung in Sevilla seine rekonstruierte Gutenberg- Werk st a t t aus und führt sie dort im Betrieb vor. Druckgesellen in der Tracht Gutenbergs werden Stempel schneiden, Schriften mit dem Hand- giebinstrument gießen, mit hölzernen Winkelhalen aus Manuskriptbruchstücken des 15. Jahrhunderts Seite sehen und auf der Holzpresse drucken. Alle Kosten werden von der Ausstellungsleitung getragen. Das wertvolle Ausstellungsgut ist bet einer deutschen Versicherungsgesellschaft versichert und wurde in elf Kisten und 26 Verschlügen nach Spanien abgesandt. Der Direktor der Stadt- Bibliothek und des Gutenberg-Museums, Dr. R u p p e l, reist selber nach Spanien, um die Gutenbergwerkstatt in Sevilla aufzubauen und die Druckgesellen in der ordnungsgemäßen Handhabung der Instrumente zu unterrichten. Preußen. Gedenkfeier für Emil v. Behring. WSN. Marburg, 16. März. Aus Anlaß des 75. Geburtstages des Wirkt. Geh. Rats Emil von Behring, des im Jahre 1917 verstorbenen Erfinders des Diphterie- Und Tetanus- 5) e i I f e r u m 9 , fand gestern vormittag vor dessen in einem idyllischen Nebentölchen der Marbach am sog. Wannkopf gelegenen Mausoleum eine G e - oachtnisfeier statt. Außer der Witwe des Verewigten und zwei Söhnen, vielen Freunden, Mitarbeitern, Vertretern der Universität und der Stadt Marburg, hatten sich Hunderte von Angestellten und Arbeitern der Behring-Werke eingesunden, um ihres Meisters in Dankbarkeit zu gedenken. Der Vertreter des Aufsichtsrats der Behringwerke und frühere Mitarbeiter v. Behrings, Dr. Siebert, hielt die Gedächtnisrede, in der er auf die wissenschaftlichen Großtaten v. Behrings hinwies, wodurch ungezählten Menschen das Leben gerettet wurde und wird. Auch zur Erforschung der Tuberkulose habe der Gelehrte in hervorragender Weise beigetragen und sich einen dauernden Platz in der Geschichte der Dete- linärrnedizin gesichert. Der Redner bezeichnete den Verewigten als einen großen Naturfreund und unermüdlichen Forscher, den kein Aerger oder Mißerfolg in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zu hemmen vermochte, und der nur immer das eine Ziel im Auge hotte, der leidenden Menschheit zu helfen. Das Werk des Meisters finde in den heutigen Behring- Werken feine Fortsetzung. Der Generaldirektor der Behring-Werke, Schünemann-Hofer, hob hervor, daß sich die medizinische Wissenschaft noch heute Stunde um Stunde in den Gedankengängen des großen Forschers bewege, der die Grundlage zu dem gewaltigen Bau der Serumforschung geschaffen habe. Im Auftrage des Instituts für experimentelle Therapie, dessen Gründer o. Behring ist, legte Dr. Schmidt einen Kranz nieder. Weitere Kranzniederlegungen erfolgten durch den Vertreter der Angestellten der Behring-Werke, der Medizinischen Fakultät und der Stadt Marburg, deren Ehrenbürger der Verstorbene gewesen war. Umrahmt wurde die stimmungsvolle Feier durch Trauerweisen einer Musikkapelle und Liederoortröge eines Männerchores der Behringwerke. Eisenbahnunfall bei Limburg. WSR. Limburg. 16. März. Heute vonnit- tag gegen 9.30 Uhr ereignete sich auf der Strecke Limburg — Siershahn ein Eisenbahn- Unfall. Die Lokomotive des Personenzuges Siershahn—Montabaur—Limburg sprang in einer Kurve bei Montabaur aus den Schienen und lief noch ein Stück neben den Geleisen her. Außer der Maschine entgleisten noch der Lumen, Sport und Spiel Anhängern Anlaß zu Die Ergebnisse: l.Casmir, Frankfurt 2. Becker, „ 3. Rosenbauer. „ 4. Klöckner, Wiesbaden 5. Webert, Mainz 6. Fügener, Frankfurt 7. Schickert, Mainz 6 Siege 5 „ 4 „ 3 „ 2 „ 1 „ 0 „ Beifall gaben. 3 erh. Treffer 20 „ 16 , 22 „ 25 „ 25 . 30 „ rasche Gefechte, die den zahlreich erschienenen häufigem Sandball Süddeutsch.and-M te-deutsch'and 7:10. Zu dem Zwischenrundenspiel um den DSD- Hanküal -Pokal, das auf d^m Sportplatz des Poli- zeisportrereins Darmstadt gestern ausgetragen wurde, hatten sich rund 25CX) Zuschauer eingefunden. Das Spiel stand unter der hervorragenden Leitung von Pothmann (Barmen). Die Mannschaft Mitteldeutschlands siegte verdient. Systemvolles und überlegtes Spiel trug den Sieg davon über die zwar in ihren einzelnen Teilen recht gute, aber in der Gesamtheit versagende Mannschaft der Süddeutschen. Die Mitteldeutschen waren technisch überlegen. Ihr taktisch richtiges Spiel — gutes Abdecken des Gegners und Freistellen — gab den Ausschlag. Böhme schoß allein sechs Tore. Der ausgezeichnete Gesamteindruck, den die mitteldeutsche Mannschaft hinterließ, wurde leider etwas getrübt durch Mätzchen, die sich einzelne Spieler beim Stand von 10:6 leisteten. Ein Spieler mußte sogar herausgestellt werden. Süddeutschland spielte sehr zerfahren. Die Manrschaftsausstellung war denkbar unglücklich. Der Sieg der Mitteldeutschen stand nie in Frage. Auch eine Timstellung der Süddeutschen in der zweiten Halbzeit konnte ihnen den Erfolg nicht bringen. Lilly Außem in Aizza geschlagen. Die deutsche Meisterin Cillh Außen war in der Schlußrunde des Dameneinzel im Riz - zaer Tennisturnier von Pech verfolgt. Das wieder auftretende Augenleiden fetzte ihre Leistungsfähigkeit stark herab, so daß die Engländerin Miß Covell mit 6:2, 6:3, den Sieg davontragen konnte. 3m Finale des Herreneinzel schlug der Franzose Duplaix den Wiener Artens 3:6, 6:1, 6:0. SallentenniSkamps Rheinland - Holland. Am gestrigen Sonntag wurde der Hallentennis» kamps Rheinland — Amsterdam-ten Haag ausgetragen. Das Rheinland konnte einen überlegenen Sieg mit 13: 6 Punkten, 23:13 Sähen und 239:193 Spielen erzielen. Neuer Hallenwettrekord von Nurmi. Beim Hallenfest der Kolumbus-Ritter erschien auch der finnische Meisterläuser Rurmi wieder am Start. Rurmi bestritt ein 4 M e i - len-Laufen und legte die Strecke in der neuen Weltrekordzeit von 19:27,6 zurück Er verbesserte damit den früheren Rekord seines Landsmannes Ritola um eine Fünftelsekunde. Fußball-Entscheidung in Hessen-Hannover. Sportklub 03 Sasse! — Surhessen Sasse! 3:2 (0:1). Das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft des Bezirkes Hessen-Hannover kam am gestrigen Sonntag in Kassel vor 7000 Zuschauem zum Austrag. Schon in der zweiten Minute er- zielte Kurhessen das erste Tor, und war auch während der weiteren Spieldauer zeitweise über- legen. In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel eine überraschende Wendung; in der 48. Minute konnten die 03er durch ihren Halblinken ausglei- chen. 03 kam stark auf; kurz hintereinander fielen < wei weitere Tore, denen Kurhessen nur noch ein Tor entgegensetzen konnte. Mit 3:2 errang Sportklub 03 erstmalig die Meisterschaft des Bezirks. Der Sieg ist verdient. Kurhessen hatte nur eine gute erste Halbzeit. Borussia Fulda—SP.-Bg. Kassel. In einem Privatspiel besiegte Borussia Fulda nach überlegenem Spiel Sp. V. Kassel mit 5:1 (4:0). Die süddeutschen Fußball-Verbandsspiele. Runde der Rlelster. Hier wurde die Begegnung der beiden bayerischen mit den beiden höllischen Meistern, diesmal auf bayerischem Boden, fortgesetzt und ergab wiederum den erwarteten Sieg der Bayern. Während jedoch die Frankfurter Eintracht in Nürnberg gegen den 1. F. E. Nürnbergin einem sehr guten Spiele ein rühmliches 0:2 erftritt, war Wor» matia Worms den Münchenern Bayern gegenüber völlig machtlos und verlor mit einem ver- nichtenden 0:7. Der D. f.L. Neckarau hatte, wie erwartet, mit Germania Brötzingen große Mühe und kam mit 2:2 zu einer Punktteilung. B o - russia Neunkirchen hielt gegen den K. F. V. Karlsruhe leidlich stand und verlor nur 1:3. Runde der Zweiten und Dritten. In der Gruppe Nord siegte F. Sp. D. Frankfurt gegen Saar 05 Saarbrücken 7:3, aber der große Torunterschied kam erst in den letzten 15 Minuten zustande. Der V. f. L. Neu-Isen- bürg wehrte sich verzweifelt gegen den V. f. R. Mannheim, dem er nur einen knappen Sieg von 1:2 Toren überließ. Auch der 1 F. C. Idar machte gegen den jetzigen Tabellenführer, Waldhof Mannheim, keine schlechte Figur und wurde nur 0:2 geschlagen. . In der Gruppe Süd verschwmdet nunmehr Schwaben Augsburg von der seither innege- habten Tabellenspitze, denn die Augsburger verloren auf eigenem Platze überraschenderweise gegen S. D. 1 8 60 München mit 1:2 Toren. An die Stelle Schwabens tritt nunmehr die Sp. D. Fürt h, die sich in Freiburg gegen die F. E. einen allerdings nicht allzuleicht erkauften 5:3-Sicg Holle. Die Stuttgarter Kickers hatten wieder einmal einen erfolgreichen Tag, denn sie konnten sich dem A.S. V. Nürnberg mit 3:2 überlegen erweisen. Eine große lleberraschung zeitigte Phönix Karlsruhe durch seinen ganz unerwartet hohen Sieg über den D. f. B. S t u 11 g a r t mit 4:0 Toren. Geräteturnen - Mnschaslslamps. Eintracht Frankfurt a. 211. — Turnverein Göggingen. 2lm Samstagabend kam ,im überfüllten Saal des Ludwigsbaues in Göggingen ein Mann- schastskampfimGeräteturnen zwischen der Frankfurter Turngemeinde Eintracht und dem Turnverein Göggingen zum Austrag. ^dcioc Mannschaften, die die Elite der deutschen Kunstturner repräsentieren, zeigten ganz hervorragende Leistungen und lieferten sich bis zum Schluß emen spannenden Kampf. Rach wechselnder Ilcberlegen- heit beider Vereine siegte schließlich Göggingen mit 483 Punkten vor Frankfurt mit 404 Punkten. Das Kampfgericht, bestehend aus Gauoberturnwart D e ck e r t. Frankfurt, und ®au- turnwart Apprich. Göggingen, erfüllte sein recht schwieriges Amt zur allgemeinen Zufriedenheit der -Zuschauer. Rach Schluß der Kämpfe überreichte der Vorsitzende des Gögginger Turnvereins den Frankfurter Gästen eine Erinnerungsgabe. Kunsstuni-Gtädiekanipf. koln-DüsfeldorfLssen. Die Essener wiederum siegreich. Zum 6. Male trafen sich am Samstag im überfüllten Großen Saale des Städtischen Saalbaues in Essen die Kunstturner der rheinischen Großstädte Köln, Düsseldorf und Essen. Obwohl die Essener mit einer Ausnahme jeweils als Sieger aus den Kämpfen hervorgingen, stand ein neuer- sicher Erfolg der Essener sehr in Frage. Die Vertreter der Domstadt leisteten verzweifelten Widerstand und blieben mit 1024 Punkten nur um 42 Punkte hinter Len Essenern mit 1066 Punkten zurück. Die Düsseldorfer, deren Leistungen ebenfalls aus einer ganz beachtlichen Höhe standen, erreichten allerdings nur 935 Punkte. Altmannen-Fechten in Bad-Nauheim. Der Gau Frankfurt der Turnerschaft trug am Sonntag ein Altmannen-Flo- rett-Fechten gegen die dritte Gaugruppe der Tur- nerschaft in Bad-Rauheim aus. Beide Mannschallen lieferten sich einen durchaus gleichwertigen Kampf, in dem fich G l ü ck - T. G. Eintracht Frankfurt und R o t f u ß - T. G. Bornheim als die besten Kämpfer erwiesen. Der Kamps endete mit 18:18 Punkten unentschieden. Fechten in Frankfurt. Casmir gewinnt den Wanderpreis deS ehem. GroßherzogS von Hessen endgültig. Das Haus der Fechter in Frankfurt a. M. war am Sonntag die Stätte eines Florettkampfes des Deutschen Fechterbundes um den Wanderpreis des ehemaligen GroßherzogS von Hessen. Dreimal schon hatte C a s m i r vom F. Hermannis Frankfurt sich die begehrte Trophäe erworben; auch diesmal errang er dank seiner schulmäßigen, in Angriff wie Abwehr gleichmäßig sich erweisenden Brillanz den ersten Sieg und damit für seinen Klub den kostbaren Preis. Die 24 angetretenen Fechter erledigten in je einer Vor- und Zwischenrunde die Auswahl der sieben Besten, die unter sich den endgültigen Rang aus- kämpften. Casmir fiel der Sieg leicht; seine härtesten Gegner, die mainischen Großkampffechter, hatten in Selbstbescheidung dem Rachwuchs das Feld überlassen, der sich durch schöne Gefechte als gut geübt und zu schönen Hoffnungen berechtigend erwies. Die Frankfurter Hermannen. Mainzer und Wiesbadener Fechter gefielen in der Endrunde besonders durch schulgerechte und Packwagen und die beiden ersten Personenwagen dritter Klasse. Die Schienen wurden auf einer Länge von 50 m vollständig aufgerissen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist bedeutend. Von Limburg aus ist sofort ein Hllfszug abgegangen. Während der Aufräumungsarbeiten, die bis zum Abend dauern werden, wird ein Pendelverkehr eingerichtet. Rur dem ilmftanb, daß der Zug wegen der Äurtoe nur mit einer Geschwindigkeit von 20 km fuhr, ist es zu verdanken, daß lein größeres Hnglüd entstand. Kreis Wetzlar. cd Wißmar. 15. März. Dienstag fand hier eine Sitzung der A m t s v e r t r e t u n g des Amtes Launsbach statt. Der Vorsitzende gedachte in ehrenden Worten des kürzlich verstorbenen Gemeindevorsteher; und Beigeordneten Stroh von Wißmar, die Vertretung erhob sich zum Zeichen der Trauer und des Andenkens an den Verstorbenen von den Sitzen. Zu Beigeordneten für das Amt Launsbach wurden dann einstimmig gewählt: Gemeindevorsteher B o- denkender in Salzböden und Gemeindevorsteher Pfaff in Launsbach. Kreis Biedenkopf. T Waldgirmes, 16. März. Bei der Rutz- holzversteigerung, zu welcher viele auswärtige Käufer sich eingefunden hatten, kam das Festmeter Tannenstammholz durchschnittlich auf 27 Mark, das sind 10 Mk. weniger als im vorigen Jahre; Buchenschneidstämme 28 bis 40 Mk., Eichen durchschnittlich 100 Mk. Bei einem Stimm wurde das Festmeter mit 171 Mk. bezahlt. Kirche und Schule. Oekanatstag in Grünberg. — Grünberg, 14. März. Heute fand hier der Dekanatstag für das Dekanat Grünberg statt. 3m Eröffnungsgottesdienst in der Etadtkirche predigte Pfarrer Thorn (Odenhausen) über 2. Tim. 1, 6 und 7. Die Verhandlungen fanden anschließend in einem Schul- faal der Volksschule start. Rachdem der Dekanatstag sich konstituiert hatte und die Gültigkeit der Wahlen anerkannt war, erstattete Dekan Schmidt den Jahresbericht des Dekanatsausschusses für 1927 und 1928. Er verstand es, die trockenen Zahlen der Statistik, die gedruckt in den Händen der Abgeordneten war, lebendig zu machen. 3m Personalbestand der Pfarrerschaft sind seit dem letzten Dekanatstag einige Aende- rungen eingetreten; zu Ehren der verstorbenen Mitglieder des Dekanatstages, besonders des Psarrers A h l h e i m, der seine ganze Amtstätigkeit im Dekanat Grünberg getan hat, erhob sich der Dekanatstag. Der Bescheid des Landeskirchenamtes auf die Beschlüsse des letzten Dekanatstages zu Homberg wurde verlesen. Darauf folgten die Wahlen. Da zu den Wahl der vier toelt- lichen Mitglieder des Dekanatsausschusses nur ein Wahlvorschlag eingegangen war, war eine Wahl nicht erforderlich. Die vorgeschlagenen Mitglieder: Bürgermeister Au mann (Londorf), Bürgermeister Weber (Göbelnrod), Bürgermeister Albert (Queckborn) und Konrad S a n n 1.1. (Burg-Gemünden) sind Mitglieder des Dekanatsausschusses; ihre Stellvertreter: Karl Zöckler (Orünbcrg), Wilh. Ludwig Damm (Bersrod), August Zimmer (Groß-Eichen) und Bürgermeister Lein (Lardenbach). Es folgte die Wahl des Dekanes, einstimmig wurde Dekan Schmidt (Grünberg) wiedergewählt. Da der Dekanstellvertreter, Pfarrer Georgi (Ermenrod) auf eine Wiederwahl verzichtete, wurde Pfarrer Prätorius (Homberg) ebenfalls einstimmig als Dekanstellvertreter gewählt. Als Stellvertreter beider wurde mit Stimmenmehrheit Pfarrer Graßling (Grünbeig gewöh t, Da die Zeit zu weit vorgeschritten war, mußte der Bericht über die Verhältnisse der Landeskirche ausfallen, und es wurde nur die Frage der Heiligung des Karfreitags noch behandelt. Darauf wurde der Dekanatstag von Dekan Schmidt (Grünberg) geschlossen. Oekanatstag des Dekanats Nidda. JL Ridda, 14. März. Am Dienstag tagte im Saal der hiesigen Kleinlinderschule der Dekanatstag des Dekanats Ridda. Rach der Cröffnungsandacht von Psarrer Weidner- Oberlais im Anschluß an Galater 6,4 und Hebräer 12,2 begrüßte der Vorsitzende der Versammlung, Dekan S c r i b a - Ridda, die fast vollzählig erschienenen Mitglieder des Dekanatstages, besonders den Superintendenten für Oberhessen, Oberkirchenrat Wagner- Gießen. Der weltliche Abgeordnete des Dekanats im Landes» kirchentag, Landeskirchenrat Professor ß a m - pas, war am Erscheinen verhindert. In seiner Einleitungsansprache berichtete Dekan 6 c r i 6 a über die Tätigkeit des Dekanatsausschusses. Im Anschluß an diesen Bericht wurden die Wahlen im Dekanat zum Dekanatstag für gültig erklärt. Die Wahl des Dekanatsausschusses wurde ebenfalls genehmigt; es ist nur ein Wahlvorschlag eingereicht worden, mithin sind gewählt: Alt- bürgermeister W o l f f - Berstadt, Bürgermeister Schultheiß- Bingenheim, Landwirt Louis M ö s e r - Eichelsdorf, Landwirt Karl Düppel- Wallernhausen. Die Wahl des Dekans, des Dekanstellvertreters und des Stellvertreters beider im Dekanatsausschuß hatte folgendes Ergc ' nis: Zum Dekan wurde Dekan Seriba toi ergetoählt, ebenso PfarrerLaut- Ridda als Dekanstellvertreter, und Pfarrer Landmann - Gettenau als Stellvertreter beider. Sodann wurde der vom Dekanatsausschuß für 1929/30 aufgestellte Voranschlag genehmigt. Den Höhepunkt der Verhandlungen bildete das Referat von Vfarrer Ra um ann« Schwickartshausen über den kircklichen und sittlichen Zustand des Dekanats auf Grund des dem Dekanatstag vom Dekanatsausschuß vorgelegten Berichtes. Pfarrer Ä a u m a n n sprach insbesondere über den Abendmahlsbesuch, den Gottesdienstbesuch und die christliche DarmherzigkeitS- übung. Das Bild, das er entwerfen tonnte, war im allgemeinen erfreulich. Er konnte seststellen. daß in den Dekanatsgemeinden noch guter kirchlicher Sinn besteht. Erfreulicherweise ist auch der Besuch der Christenlehre gut, manche Gemeinden haben mit Verlegung der Christenlehre auf die Wintermonate gute Erfahrungen gemacht. In sehr anregender Aussprache wurde insbesondere das Kolleltenwesen behandelt. 3m Verlaufe der weiteren Aussprache wurde die Sonntagshelli» gung, der Schutz des Karfreitags, auch der Voltstrauertag besprochen. Die Versammlung war in ihrer großen Mehrheit der Ansicht, daß der Totensonntag der gegebene Gefallenengedenktag, daß ein anderer Trauertag um die Toten des Weltkrieges nur durch reichsgesetzliche Regelung möglich sei. Eine Entschließung betr. Karfreitagsheiligung an das Ministerium wurde einstimmig beschlossen. Aach dem Schlußwort von Pfarrer Baumann schloß der Vorsitzende nach nahezu vierstündiger Verhandlung den Dekanatstag. Daten für Dienstag, 19. März. Sonnenaufgang 6.06 Uhr, Sonnenuntergang 18.10 Uhr. — Mondaufgang 10.35 Uhr, Monduntergang 3.27 Uhr. 1813: der Afrikaforscher David Livingstone in Dlantyre geboren; — 1873: der Komponist Max Reger zu Brand i. d. Oberpfalz geboren. Wirtschaft. Oie Geldmarktlage bleibt angespannt. Bereits in der ersten Märzwoche war eine Anspannung am Geldmarkt festzustellen, die rein äußerlich gesehen auf die Rotwendigkeit der Abdeckung für die zum Ultimo Februar in Anspruch genommenen hohen Lombardkcedite zurückzuführen war. Diese Anspannung hat,sich jedoch in der zweiten Märzwoche noch verschärft. Die Rachfrage ist außerordentlich stark, und die Rückflüsse zu den Danken bleiben nach wie vor ungenügend. Wenn auch infolge des in der De- richtswoche liegenden Medio als vorübergehende Erscheinung die Bedürfnisse der Wirtschaft sich stärker bemerkbar machen, so ist doch nicht zu verkennen, daß die angespannte Gesamtlage vor allem auf die starken Anforderungen deS Reiches und anderer öffentlichen Stellen zurückzuführen ist. An den Schwierigkeiten der Kassensituation des Reiches hat sich nichts geändert, im Gegenteil, der von dem Reichsfinanzminister mit 1 Milliarde Mk. angegebene Bedarf für den März- ultimo wird sich infolge der zu erwartenden Mehraufwendungen für die Arbeitslosenfürsorge noch erhöhen. Es ist,auch noch nicht klar, ob der gegenwärt ge Kassenbedarf des Deiches nur vorübergehender Art ist und ob im April eine Erleichterung eintreten wird. 3n welcher Weise das Reich seiner Kassenschwierigkeiten wenigstens zum Ultimo d. M. Herr werden will, ist noch nicht zu sagen. Bekanntlich können weder die Post, oder die Reichsbahn, noch die Preußenkasse erhebliche Geldmittel dem Reiche zur Verfügung steilem da sie bereits zum Februar-Ülltimo in Anspruch genommen worden sind. Da es so scheint, als ob das Reich eine kurzfristige Anleihe im Betrage von 500 Millionen ausgeben teilt, so beobachten die Geldgeber natürlich Zurückhaltung. Man muß auch bedenken, daß die Banken, die schließlich nur als Geldgeber in Frage kommen, die gegebenen Beträge sich nur entweder durch Rediskontierung bei der Reichsbahn oder durch Aufnahme von Auslandgeld beschaffen können. Diese Ülmstände zeigen, daß die Anspannung am Geldmarkt noch einige Zeit andauern wird. r GlL Entwickelung am Privatdiskont- markt kennzeichnet ganz besonders die Lage des Geldmarktes. Die Reichsbank muhte ganz allein das aufkommende umfangreiche Angebot aufnehmen, da die Danken keine Reigung haben, ihr Geld jetzt in Bankakzepten anzulegen. Das umfangreiche Material, welches am Privatdis- kontmarkte aufkam. zwang schließlich dazu, eine weitere Heraufsetzung der Sage vorzunehmen. Der Privatdiskontsah liegt jetzt mit 63/8 Prozent nur noch um Vs Prozent niedriger als der offizielle Reichsbankdiskont, eine Spanne, die sehr gering ist. In unserem letzten Bericht war darauf hingewiesen worden, daß in diesem Jahre der 11 l - timo März mit Ostern zusammenfällt, so daß sich der gesteigerte Bedarf für das Ostergeschäft stärker auswirken muh, als sogst. Die Situation der Reichsbank dürfte zum Ultimo recht schwierig werden, obgleich ihr Wechselportefeuille augenblicklich noch gering ist. Dabei ist zu berücksichtigen, daß der Sah für Warenwechsel schon beträchtlich über dem Dankdiskontsah liegt. Hinzu- konnnen die dauernden Devisenabgaben _ und neuerdings auch Goldabgaben, die fürs nächste anhalten werden, weil Die Reichsbank bemüht ist, ihre Golddepots im Auslande, besonders in Amerika, wieder aufzufüllen. Die Lage an den ausländischen Geldmärkten ist nach wie vor ungeklärt. in Reuyork hat der Geldmarkt fein angespanntes Aussehen behalten. * D i e amtliche G r o h h a n d e l s i n d ex- ziffer. Die auf den Stichtag des 13. März berechnete Großhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 139,9 gegenüber der Vorwoche (140,1) leicht zurückgegangen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,4 Prozent auf 135,0 (135,6) gesunken. Die Indexziffern der übrigen Hauptgruppen waren unverändert; sie betrugen für Kolonialwaren 125,4, für industrielle Rohstoffe und Halbwaren 134,0, und für industrielle Fertigwaren 158,0. • Dampfkesselfabrik vorm. Arthur Rodberg A. G., Darmstadt. Die G.-V., in der 311 700 (pon 350 000) Mk. Aktienkapital vertreten waren, genehmigte einstimmig den divi- dendenlosen Abschluß. Der Reingewinn von 1622 Mk. wird oorgetragen. Wie ausgeführt wurde, leitet die Gesellschaft noch unter der Erledigung alter, von der früheren Verwaltung in Angriff genommener, unrentabler Geschäfte. Man nehme an. mit den für die Abwicklung dieser Geschäfte in Reserve gestellten 48 723 Mk. auszukommen. Irn übrigen sei die Entwicklung des Unternehmens nicht ungünstig. • Mainkraftwerke A. - ©., Höch st a. M. In der Aufsichtsratssihung wurde der Abschluh für das Geschäftsjahr 1928 vorgelegt. Der auf den 20. April einzuberufenden Generalversammlung soll die Verteilung von wieder 8 Prozent auf 22,4 Mill. Mark Aktienkapital in Vorschlag gebracht werden. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 18. März. Tendenz: befestigt. In der neuen Woche zeigte die Börse, ermutigt durch eine günstige Beurteilung der Reparationsverhandlungen, der immer noch festen Reuyorker Börse und der unverändert belassenen Auslanddiskontsätze freundlicheresAussehen. Angeregt hiervon schienen Publikumsaufträge heute etwas reichlicher eingetroffen zu sein. Das Geschäft entwickelte, da auch noch Auslandaktien Vorgelegen haben sollen, leb- haslere Formen. Die Stimmung war wieder zuverlässiger als an den Vortagen, und die Spekulation zeigte infolge der verhältnismäßig günstigen Lage vermehrte Deckungsneigung, was sich besonders am Spezialmarkte auswirkte. Das weitere Ansteigen der Arbeitslosigkeit im Reiche und die schlechten Absatz- verhültnisse bei der Cheminindustrie wurden auf der anderen Seite nicht beachtet und konnten auch keinen nachteiligen Einfluß ausüben. Gegenüber den Schlußkursen vom Samstag waren Kurs- besferungenbiszu4v. H. zu verzeichnen. Im Vordergründe standen vor allem Elektrowerte, und das Hauptinteresse des Auslandes konzentrierte sich meist auf diesen Markt. An der Spitze standen Siemens und Bergmann plus 4 v. H. AEG. konnten 3,25 v. H., Schuckert 3 v. Sy und Licht & Kraft 2,25 o. Sy gewinnen. Chadeaktien erhöhten sich um 8 Mk. Auch Kaliwerte waren lebhafter gesucht. Salzdetfurth 7 o. Sy höher. Auch der Montanmarkt sand heute mehr Beachtung. Das Ausfallen der Feierschichten im Ruhrbergbau war hier von besonderem Einfluß. Rheinische Braunkohlen plus 3,5 v. Sy, Mannesmann plus 2 v. Sy und Ilse Bergbau plus 2,5 v. Sy Bei letzteren wurde die Dividendenerhöhung auf 10 v. Sy günstig beurteilt. Auch Kupferwerte waren im Einklang mit dem weiteren Ansteigen des Kupferpreises gefragt. Mansfelder zogen um 2 v. Sy und Otavi- minen um 1 Mark an. Von Bankwerten lagen Reichsbank und Metallbank 2 o. Sy höher. Disconto- Die Interessengemeinschaft Motors perfekt. Opel-General Das amtliche Kommunique. WER. Frankfurt a. M., 17. Marz. Der Präsident der General Motors Corporation Alfres P. Sloan übergab heute in Berlin den Vertretern der Presse eine längere Erklärung, in der es heißt: „General Motors hat durch Erwerb eines ansehnlichen Aktienkapital der Adam-Opel- Werke in Rüsselsheim eine Interessengemeinschaft geschaffen, die die Investierung von etwa 120 Millionen Mark. mit sich bringt. Eine Vereinigung der General Motors G. m. b. H. in Derlin-Dorsigwalde mit den Opelwerken ist nicht beabsichtigt. Beide Unternehmungen werden unabhängig vo..einander ihre Geschäfte fortführen. Diese Trennung bleibt insbesondere auch für den Verkauf bestehen, den jede der beiden Unternehmungen durch ihre bestehenden und gesonderten Verkaufsorganisationen weiter betreiben wird. Die Opelwerke werden unter der bisherigen Leitung eine unabhängige Gesellschaft bleiben. Durch sinngemäße Angliederung an die vorhandenen Tätigkeitsgebiete von General Motors und durch zweckdienliche Zusammenarbeit dürfte die schon jetzt führende Stellung von Opel nicht nur gewahrt, sondern erheblich gestärkt Werdern Der Beifrag von General Motors wird in technischer, fabrikatorischer, finanzieller und organisatorischer Mitarbeit und Unterstützung bestehen mit dem voraussichtlichen Erfolg, daß Opels gegenwärtige hohe Leistungsfähigkeit noch weiter gesteigert wird und der Absatz in beschleunigtem Tempo wächst. Ein großer Aufschwung kann als sicher vorausgesagk werden. Die Verbindung mit Opel wird General Motors die Möglichkeit geben, an diesem Aufschwung im allseitigen Interesse teilzunehmen. Die Tatsache des Eingehens dieser Verbindung bedeutet einen Markstein auf dem Wege der General Motors zu einer internationalen Absatz- und Produktions- Organisation. Mit Rücksicht auf die anders gearteten Wirtschaftsverhältnisse in nichtamerikanischen Ländern ist amerikanischen Wagen wegen ihrer besonderen Konstruktion nur ein verhältnismäßig geringer Teil des zu erschließenden Marktes zugänglich. Die eingegangene Verbindung bietet uns daher Gelegenheit zu einer schnelleren Ausbreitung unseres Geschäfts und zu einer Stärkung unserer Stellung dadurch, daß wir unsere derzeitigen Modelle durch solche ergänzen, die sich für Märkte, wie z. D. der deutsche, besonders eignen, wo, wie gesagt, Bedarf und die Wirtschaftslage anders sind. Die neue Verbindung dürfte die finanzielle Lage der beteiligten Gesellschaften auch für die Zukunft wesentlich verbessern. Dadurch dürften wir zugleich etwas zur Hebung der deutschen Industrie als solcher beitragen, nicht $um wenigsten durch die vermehrte Beschäftigung deutscher Arbeitskräfte und durch gesteigerten Bedarf an deutschem Mate- r i a I.“ Diese Erklärung wurde mündlich dahin erläutert, daß es sich um keinen formellen Interessengemeinschaftsvertrag handelt und die 120 Mill. Mk. nicht nur im Erwerb von Aktien. — über deren llebernahmekurs übrigens keine Auskunft gegeben wurde —, sondern zu einem erheblichen Teil auch in Investititionen anderer Art bestehen. Daß der von General Motors erworbene Anteil mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals beträgt, wurde nicht bestritten. Dagegen wurde betont, daß die Herren Wilhelm und Fritz v. Opel nach wie vor Großaktionäre und Leiter des Unternehmens bleiben. Wer als Vertreter von General Motors in den Aufsichtsrat von Opel eintritt, ist noch nicht entschieden. Die Unabhängigkeit der Opelwcrke von dem Betrieb der ©encral Motors in Berlin-Borsigwalde wurde durch den Hinweis auf die Verhältnisse in Amerika erläutert, wo General Motors für seine sieben Typen sieben voneinander unabhängige Verkaufsorganisationen besitzt. Präsiden Sloan gebrauchte in diesem Zusammenhang wiederholt die optimistischen Worte: There is business enough for all Eine Erklärung der Adam Opel A.-G. Die Adam Opel A.-G. gibt zu dem Vertragsabschluß mit den General Motors folgende Erklärung heraus: Die in den letzten Wochen in der Oeffentlich- keit viel besprochenen Verhandlungen der General Motors Corporation mit der Adam Opel A.-G. sind zum Abschluß gekommen. Die General Motors Corporation hat ein größeres Paket Aktien der Adam Opel A.-G. erworben. Die Familie Opel bleibt als G r o tz a k t i o n ä r in der Adam Opel A.-G. beteiligt und behält in der Leitung maßgebenden Einfluß. In den Opelwerken sollen auch in Zukunft ausschließlich Opelwagen gebaut werden. Line Aenderung des Bauprogramms der Adam Opel A.-G. ist nicht vorgesehen, um fo meh^ als dieses den Erfordernissen des deutschen Marktes angepaht in allen Einzelheiten vorliegt, und die Materialabschlüffe für das nächste Jahr bereits getätigt sind. Die durch Generationen bewährten und durch den Erfolg bestätigten Opeltraditionen, mit dem Rückhalt der Kapitalmacht und der technischen Erfahrungen und Möglichkeiten des größten amerikanischen Automobilkonzerns, werden die Adam Opel A.-G. befähigen, dem deutschen Automobilkäufer, wie der deutschen Volkswirtschaft gleich wertvolle Dienste zu leisten. Durch die eingegangene Verbindung dürfte Rüsselsheim zu einem der wichtigsten Faktoren für die Erschließung des deutschen und außerdeutschen Automobilmarktes werden. Die General Motors G. m. b. Sy in Berlin-Borsigwalde bleibt für sich bestehen und wird sich nach wie vor ausschließlich mit dem Dau und Vertrieb der bisherigen General Motors-Marken durch ihre eigene Organisation befassen. gesellschaft und Berliner Handel waren etwas ab= bröckelnd. Autoaktien bis 1,25 v. H. höher. Zellstoff- werte büßten eher etwas ein. Auch Svenska lagen 1 Mark niedriger. Chemiewerte ohne nennenswertes Geschäft. Farben 1,5 v. Sy fester. Scheideanstalt unsicher. Renten still. Deutsche Anlechen wieder etwas fester. Im Verlause wurde das Geschäft wieder ruhig und beschränkte sich nur auf Spezialwerte. Die Tendenz war fest, und das Kursniveau konnte sich weiter bessern. Schuckert und Siemens konnten weiter je 2 v. Sy gewinnen. AEG. plus 1,25 v. Sy J.-G.-Farben immer noch im Hintergründe mit plus 0,75 v. Sy Besonderes Interesse wandte sich den Zellstoffwerten zu. Waldhof konnten 3 o. Sy auf Dividendenerhöhungshoffnungen anziehen. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld mit 6 v. Sy unverändert. Am Devisenmarkt war Spanien mit 32,15 wieder etwas schwächer. Sonst nannte man Mark gegen Dollar 4,2150, gegen Pfund 20,457, London gegen Kabel 4,8543, gegen Paris 124,29, gegen Mailand 92,71, gegen Holland 12,12. Berliner Börse Berlin, 18. März. Zur allgemeinen ileber- raschung brachte die Eröffnung der heutigen Börse recht feste Kurse. Man wollte an der Börse von besseren Rachrichten aus Paris wissen und von anhaltendem Auslandinteresse für Elektrowerte. Man vermutet in den Käufern der Siemens- und AEG.-Aktien die General Elektric, und da einer Börse wie der gegenwärtigen bei der herrschenden Geschäftslosigkeit und dem Ordermangel der Phantasie ein großer Spielraum gelassen ist, griff man diese Vermutungen auf und beschäftigte sich lebhafter am Clektromarkt. Aber auch die übrigen Werte lagen teilweise gebessert. Kaliwerte hatten auf Käufe einer Privatbank eine 7,5prozentige Steigerung aufzuweifen. Reichsbank gewannen 2,25 Prozent, Bergmann 4 Prozent, Glanzstoff 4,5 Prozent und Polyphon 3,5 Prozent. Der Montanmarkt fiel trotz der Orderlosigkeit durch Festigkeit auf. Montecatini und Stahlwerke waren um mehrere Prozent gebessert. Im allgemeinen hielt sich das Geschäft jedoch in engen Grenzen, und von einem normalen Orderscingang konnte noch nicht die Rede sein. Deutsche Anleihen gehalten. Ausländer geschäftslos. Von den variabel gehandelten Auslandrenten kamen nur zwei zur ersten Rotiz. Pfandbriefe geschäftslos. Am Geldmarkt ermäßigte sich der Salz für Tagesgeld auf 5,5 bis 7,5 Prozent. Monatsgeld 7,5 bis 8,5 Prozent und Warenwechsel 6,5 Prozent und darüber. Rach den ersten Kursen wurde es zunächst etwas leichter. Eine neue Anregung ging von der Erklärung des Gouverneurs der Federal Reserve Boards aus, nach der vorläufig mit keiner Erhöhung des Diskontsatzes zu rechnen sei. Gewinne bis zu 2 Prozent waren tm Verlaufe keine Seltenheit. Chade-Aktien konnten sich um weitere 4 Mk. bessern. Für Wald- Hof bestand auf Käufe einer Großbank Interesse (plus 3 Prozent), man sprach von der Möglichkeit einer Dividendeerhöhung. Später konnten allerdings die höchsten Kurse sich nicht immer behaupten, die Stimmung blieb jedoch weiter freundlich. , Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 18. März. Der heutige Produktenmarkt verkehrte auf Grund der wieder schwächeren Auslandmeldungen in sehr ruhiger Haltung. Geschäft konnte sich heute am Markte kaum entwickeln, jedoch die Preisgestaltung blieb gegen vorige Woche ziemlich unverändert. Don Brotgetreide schwächte Roggen eine ' Kleinigkeit ab, ebenfalls von Futtermitteln Weizrnlleie. Es wurden notiert: Weizen 24 bis 24,50, Roggen 23,50, Sommergerfte für Brauzwecke 24, Hafer, inländ. 24,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 24,50, Weizenmehl, südd. Spezial 0 33,50 bis 34,50, Roggenmehl 30,75 bis 31,75,' Weizenlleie 14,25 Roggenkleie 15,50, Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 35 bis 65, Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 65 bis 115, Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 14,25 bis 14,75, Weizc.i- und Roggenstroh, drahtgepreßt 5,50 bis 6. Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 5 bis 5,50, Treber, getrocknet 22,50. Tendenz ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 18. März. Auftrieb: 1483 Rinder (darunter 322 Ochsen, 95 Bullen, 585 Kühe, 420 Färsen), 541 Kälber. 48 Schafe, 5122 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 54 bis 58 Mk., (ältere) 49 bis 53; sonstige vollfleischige (jüngere) 45 bis 48; (Bullen): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 50 bis 53; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 45 bis 49; (Kühe): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 42 bis 47; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 37 bis 41. fleischige 33 bis 36; gering genährte 25 bis 32; (Färsen — Kalbinnen, Iungrinder —): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 54 bis 58; vollfleischige 49 bis 53; fleischige 44 bis 48. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 74 bis 78; mittlere Mast- und Saugkälber 69 bis 73; geringe Kälber 60 bis 68. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 80 bis 82: vollfleischige Schweine von etwa 160 bis 300 Pfund 81 bis 83; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 77 bis 80 Mk. — Marktverkauf: Rinder mäßig-rege, geräumt. Schweine ruhig, Uebcrftanö. Kälber und Schafe rege, aus- verkauft. Kunst und Wissenschaft. Frankfurt-Leipziger Streit um Dr. Kronacher. WSR. Frankfurt a. M., 16. März. Die Frankfurter Theaterdeputation hat bekanntlich den Leipziger Schauspieldirektor Dr. Kronacher als Intendanten des Frankfurter Schauspielhauses berufen. Der Rat der Stadt Leipzig hat jetzt beschlossen, das Gesuch Dr. Kronachers um vorzeitige Lösung seinesVertrages, der erst vor wenigen Monaten auf weitere fünf Jahre neu abgeschlossen worden ist, abzuleh- nen, jedoch den Vertrag in einigen Punkten günstiger zu gehalten. ®cr Rat ist sich einig in der Verwunderung über das Verhalten der zuständigen Stelle in Frankfurt, die insbesondere es nicht einmal für nötig gehalten habe, sich mit Leipzig in Verbindung zu setzen, obwohl sie wußte, daß mit Dr. Kronacher noch ein langjähriger Vertrag besteht. Die von der Leipziger Stadtverwaltung der Stadt Frankfurt gemachten Vorwürfe werden von den Frankfurter städtischen Stellen als völlig unbegründet zurückgewiesen. Dr. Kronacher habe in einem Bries mitgeteilt, bah er die Lösung seines Leipziger Vertrages selbst betreiben und auch erreichen werde. Sein Wunsch, nach elfjähriger Tätigkeit in Leipzig als Süddeutscher wieder nach Süddeutschland in hervorragende Stellung zurück- zukehren. würde in Leipzig durchaus Verständnis finden, und die Stadt Frankfurt werde in dieser Beziehung mit keinerlei Schwierigkeiten zu rechnen haben. Auf Grund dieses Briefes ist die Frankfurter Theaterleitung nicht an Die Stadt Leipzig herangetreten. Roch in den letzten Wochen und Tagen wurden solche Schritte lediglich auf dringende Vorstellung Dr. Kronachers untea> lassen, Der mitteilte, ein solches offizielles Ersuchen würde in Leipzig als höchst unerwünscht empfunden. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuß 7,5 Prozent. Frankfurt a. M. Berlin chluss. Kurs l-Uljr-' flute Schluss- Kur« Anfang flute Datum 16.3. 18.3. 16-3. 18.3. 6% Dt. Reichranleihe o. i9ü, D>. Slnl^Ablös.-Schuld mif Aus los.-Rechten ....... Tesgl. ohne Auslos^Rechte . . . 7% Srantf. Hyp.-Bk. Goldpf. im kündbar bi« 1932 ... Rheinische Hyp.-Dmit Stau. G^ldps............ et.Lf.®. abg. BorkriegS-Obligation rückzahlbar 1932 4% Schwei». Bundedb.-Anl.. . 4% Oeüerreichijche Goldrte.. . . 4,20% Gefiert. Silberne. .... 4% Oesterreich, einheill. Rte. . . 4% Üngarifche Goldrte..... 4% Ungarische Staattr. v. 1010 4y,% de-gl. von 1913..... 4% Ungarische Kronenrke..... 4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . . 4% Xürfitfflf Bagdadbahn-Anl.. Serie I......... 4% btigl. Serie II...... 4% Rumänen coiwert. Rte. . . . 4%% Rumänen Goldanl. von 1013 AUg. Deutsche Eilenbadn . . Hamburg-Amerika Palet ... 8 Hamb.-Sübam. Dampssch. . . 8 Hansa Dampfschiff ... 10 Norddeutscher Llovd.....8 ölllg. Deutsche Sreditanft. . . 10 Sannet Bankverein ... 10 Berliner Handeirgesellfch. . . 12 Commerz- und Privat-Bank. 11 Darm ft. u. Nationalbank . . 12 Deutsche Bank .....10 DiLkovto-Gelellschast Ank.. . 10 Dresdner Bank . . • K Mitteldeutsche Ereditbanl . . - 0 Metallbank .................." 87,3 1 54 12,4 90 88,9 97,75 2,9 25,05 2 19,25 126,25 125,13 139,75 140 219 196,25 277 170,75 163.25 168,75 130 306 12,25 25 2,05 128,25 126 218,5 196,25 171,75 163 168,75 132 309 87,5 54,1 12,3 31 25 22,5 2,05 11 10,65 10,8 19,25 127 193 124,65 140 142 218,5 196,25 275.25 171.25 163 168,75 131 304,5 54,1 12,25 10,75 128,25 125,25 139,75 219,5 196,25 275,25 172 163,5 169 309 Frankfurts. M. Berlin Schluss- Kurs l-UÖt- Kurs Schluss- Kurs Anfang fturs Datum 16.3. 18.3. 16.3. 18.3. . 8 168,75 171.5 168,9 170,75 Bergmann..... e • . 9 208 212 208.75 211,75 Elektr. Lieferungen. . 10 163,5 — 164 165 Licht und Krost . . . 10 208 210,75 208,25 209,5 gelten & Guilleaume. Wc(. f. Elektr. Untern.» . 6 140 — 141.25 143 e 10 229 231 228 230,5 Hamb. Elektr. Werke . e e 10 — — — — Rhein. Elektr..... . 9 162,5 —- —— 163 10 —— — 201,5 203,5 . 8 217 220 216,75 219 Siemen» S Halske . • e e e 12 371,25 375,5 371 274,75 . 8 — — 151,25 151,5 Lahmeyer 4 . « • • • • 10 164 —- 163 — Buderul ...... . 5 77 — 77,25 78 Deutfche Erdöl . . . . 6 120,5 — 120,5 121,75 Essener Steinkohle . . • e . 8 — —- 123,75 125,75 Gelsenkirchener . . . f- '/» I 4 127.25 128,75 127,5 128 Harpener...... . 6 135 — 135,13 136,25 Hoesch Eisen. .... e • • . 8 — — 119,25 122 . 8 210 212,5 211 — fllvcknermerke .... * e e • » 103,5 —— 104,25 105,25 Kölu-Neuessen. . • • . v —— — 118,4 118,5 . 8 111,5 113,5 112,25 11343 Mansfelder..... 124,25 126 125,5 126 Lberschlef. Eisenb. Bedarf. e . 6 88 — —— Lberschles. Roferoctfe. . 6 —- —- 102 103,5 Bhonir Bergbau. e e b11 94,25 94,6 94.25 94,9 Rheinische Braunkoblen. 10 289,5 292 289,75 291,5 Rheinstahl . . f. =, »y, 123 125 122,9 125 Riebeck Montan . . . • • ( ' —— — Bereinigte Siahlw. . • • • . t 92,25 — 92,13 92,5 69 69,75 69 69,4 Ralf Aschersleben . • e • • 1( 212 211 214 SoH Westeregeln. . . 1( 215.5 —- 216 219 Kaliwerk Salzdetfurth • • • Id 310 318 311,5 319 3. ®. yarben.InduftrK> e e ir 245 246,5 245,75 246,5 Dynamit Nobel . . . ■ e * . 6 — — — Scheide an st alt.... e e • . 9 168 169 — — Goldschmidt . . . . e e e . 6 88 — >9.5 89.75 RütgerSwerke . . . , Metallgeiellschast. . . * M e . 6 92 — 92.5 11 188 — - Frankfurt a.M. Berlin Schluss- Kurs 1 Uhr- Kurs Schluss-lÄnfang- Kurs flute Datum 16-3. 18.3. 163- 18 3. Phinou ............... Heidelberger Eement.... 10 Eement Karlstadt ...... 9 Wayss & greitag......10 EchulthcU Patzcnhofer ... 15 Oftwerke.........12 Ber. «lanzNoff......18 Bemberg...... 14 Zellftof Daldbof.....12 Zellstoff Aschaffenburg ... 12 üharloltenburger Wasser ... 7 Dessauer ®a6........8 Daimler Motoren......0 Demag ..........o Adlerwerke Lieber ...... 5 Ludn». Loewe.......10 Nut. Automobil ....... 0 Lrenftein & floppel.....L Leonhard Tietz.......6 Bamag-Meguin ....... 0 piranlf. Maschinen......0 Gritzner.........11 Heyliaenftaedt.......o CedüDCtfe. ........ .8 Mainkraftwerke.......8 Mag...........io Nelarsulmer..... 8 Beters Union........8 Gebr. Roeder.......io Boigt 4 Haeffner......8 Südd. Zucker..... 8 Dani 121,5 139,75 126 257 183 54 57 86,25 14,75 72,5 114 119 24,5 102,5 116,4 213 145,1 noten MIM 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 IS 1 1 1K 1 1 1 1 1 IS■ 122,5 125,25 278 231,75 428,5 362 256.5 181,25 118,25 214,25 54,75 50,5 55,5 32,4 270 64 87,75 75,5 142,5 24 102,25 213 146 279,75 232,5 433 256 118 215.5 54,75 51 54,5 33 87,5 271 142,5 Berlin, 16. März Weib »-rief ttnunmnume Noten..... Belgische Noten ....... Dänische Noten . ....... Englische Roten........ 4-203 58,25 112,03 20,42 4.223 58.49 112.47 20.50 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. W. Telegraphische Auszahlung. Berlin, 16. März (Mb Brief Hranzöma-e Noten..... 16.47 16,53 Holländische Noren...... 168,31 168.99 Italienische Noten ...... 22,11 22.19 Norwegische Noten...... Demsch-Oesterr. i 100 Kronen 111,98 112,42 59.03 59,27 Nnmäuische Noten...... 2.488 2.508 Schwedische Noten...... 112,20 112.64 Schweizer Noten....... 81,01 81,33 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten .. 64,36 64.64 12,43 12.49 Ungarische Noten . . .... 73,20 73,50 16. Mar, 18- März Amtliche Notierung Amtliche Notierung «db Briet Weib Bries nm't.-Nott 168.64 168.98 168.60 168.94 Buen-Airetz 1,770 1.774 1,770 1.774 Brss.-AnM). 58,46 58,60 58.44 58,56 Cbrisliania. 112,28 112,50 112,27 112.49 Kopenhagen 112,22 112,44 112.21 112.43 Stockholm - 112,45 212,67 112.47 112.69 HelsingforS. Italien. . . 10,59 22,05 10,63 22.09 10,592 22,045 10,642 20.083 London. . . 20.434 20,474 20.439 22,479 Network . . 4,211 4,219 4,2105 4.2185 '.s «s> X c€ 16,445 16.485 16.44 16.48 80.99 81,15 £0.98 81.14 Spanten. 64,24 64.36 64.34 64.46 Japan . . - 1,875 0,879 1.873 1,877 •Hio de Ian 1,4995 0,5005 0,4995 0,5015 Sten in D-- Oe st. abgcst Seljrob • - 59,14 59,26 59,145 99,265 12.466 12,486 12,463 12.463 7.395 7.409 7,393 7,407 Dndav.'st - - 63.37 63.51 73,3. 73-51. Bulgarien 3.039 3,045 3.039 3.045 Lissabon . 18,80 18,84 18,83 18.87 81,69 81,85 81,67 81.83 2,071 2,075 5,455 4.191 2.068 5.44 4.183 2,072 5.45 4.191 Athen. . . danaba 5,445 4,183 4.266 20,96 4.274 21,00 4.276 20,97 4.284 21,01