tut n s K ^öiicn, . ;a°-c ‘“^ÄS «A^d« "Hm. Brama m,. ■ 7r Fi rn BjrX ‘5" egst, I« 3 ^ich.'aich ju '»Mtion W nodjmiitajj, Qn bi4 ^nulttipi, rb keine Sewch ÜhbfV^ Votifiit ^üdjbiwf Mrbofta — —. — lw-d bk! gicidj] M' it einer I k m den beb;n| Ml I U frhiidi I0-J9 '»’i'en (5t iw i^tn i 9 281806 330088 17308 02488166085 19283 21338 62001 113 241081 252020 48 357145 366801 7360 17059 27315 27 67669 Hl671 il 134736 147877 0 184969 191807 >3 . 223204 260793 38 316'228 323'261 74 373460 373907 116260 138128 147171 169 >56 193019 228141 254048 260406 277741 115823 141989 148862 160917 194901 230681 254^4 261430 282893 299’70 325400 351353 370042 70 326 123 587 495 647 879 569 336 67 M8 58 1001 175544 112832 187949 252924 18402« 136'293 197284 1999 12684 12862 17777 40157 42639 18850 50.574 65655 14821 83928 90271 rruTben lAoyen 124 293689 58 324231 II 350746 99 360236 134 391"6 130 , 140031 180100 K SB 'S Bis» M»S S S Ä 64'64 S »»'7 fi? M2 12/608 1.S 4 S S 70 >79439 \ 3 'M 2 '929 U 0 >46 291333 Z ML jnoiHHi, r i" ’ ifVKlO, 6 b 7 J >U-N0" "imR hM 24.0J in-«* u/'jj 81." Ii4 73.50 n fiert, Ift». » 22,01 III,W 59,04 2,51 tw.y 5,9 12," ti.bi* jvJ" e.ri^ io.^ rti-a 1.^ ,,io» Lut "iit SS 7&.51 I I »•<$ Fi Sh 1,2k4 iu,1" 60,^ uU<'& i.iM U>" y 141 Nr. 41 Erstes Blatt 179. Jahrgang Montag, 18. Februar 1929 CEr|d)tint »ügl'ch, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die 3duftriertt Gießener Jamilienblättet Heimai im Bild Die Scholle Vezvgrprels für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Trüge» lol)n, auch bei Nichterscheinen emzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechanlchlliff«: 51, 54 und 112. Anfchrift für Drohtnach- richten Mnjeiger Siebe». pofifchecNonto: granlfurt am Main 11686. Siebener Tintiger General-Anzeiger für Oberheffen Vrvck vnd verleg: vriihl'sche Unloerfilülr-Viich. und Steinöniderei R. tanze in Gietzen. Schriftleitnng und Seschäftsstelle: S^ul^tra^e 7. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bi« zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8. auswärts 10 Reichspsennig; für Re- hlameantetgen von 70 n m Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 2OU , mehr. Chefredakteurs Dr. Friedr With Lange. Derantwortlich für Politik Dr Fr Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tbyrwt; für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Biegen. Nach den Faschingsferien. Don unserer 'Berliner Redaktion. Die alljährlichen Faschingsferien des Reichstags, die nach und nach im Interesse vor allem der sub- deutschen Abgeordneten zu einer Gewohnheit geworden sind, sind zu Ende. Die Ruhepause hat, das mutz festgestellt werden, der innerpolitischen Situation ordentlich wohlgetan. Aus dem unüberbluf- baren Chaos der Stoalitionsbebatte hat sich ein Zuftand geordneten Stillschweigens um dieses Problem entwickelt. Allerdings ist der Kampfesmut schon wieder sichtbar geworden, indem man gleichsam als Auftakt das Konkordats- problem aufrollte. Trotzdem wird vor der ftanb öte Abkühlung der erhitzten Gemüter die Lage beherrschen. Zum Kamps dürfte es erst am 28. Fe- bnrnr kommen, wenn das Parlament endlich nach mehrwöchiger Verspätung den Haushaltsplan zu behandeln hat. Immerhin hat die Ruhe wenig- ftens insoweit gut getan, daß das geradezu verhängnisvolle Anwachsen der Mißverständnisse aufhorte und eine Klärung herbeigeführt werden konnte. Der Reichstag wird die Sage zwar wieder so oorsinden, wie vor den Faschingsferien, trotzdem aber etwas weniger beunruhigt von dem Koalitionsgespenst sein. Seine ersten Arbeiten werden weniger politisch bestimmt sein, wenn auch die Beratung der Kleinrentnerfürsorge schon Veranlassung geben wird, Parteinanfichten und -Meinungen gegenüberzu- stellen. Doch daraus kommt eS Im Grunde genommen gar nicht so sehr jetzt an. Krise des Parlamentarismus. ja noch mehr, Zerfall des Parlamentarismus. so resignierte in diesen Tagen Dr. Wirth. Es war dies eine einseitige Auslassung, eine Auffassung, die ohne Frage von dem persönlichen Erleben diese» Manne« diktiert war. der. einstmals mitbestimmend, heute vor allem In seiner Partei einsam geworden ist. Dieser Parlamentarismus, und das ist das Wesentlichste, was man im gegenwärtigen Augenblick beim Wiederzusammentritt des Reichstags und In bezug auf feine nächstliegenden Aufgaben festhalten muß. wird ganz bestimmt in den nächsten Wochen und Monaten eine schicksalsschwere Zeit durchzumachen haben. Der Parlamentarismus mutz beweisen. dah er auch in der Lage ist. über da» Mannigfaltige der Parteianschauungen und Parieidoktrinen hinweg zu klaren und Der- antwortungsbewutzten Enischctdun- gen zu kommen. Kann er diese Entscheide treffen. kann er den Haushaltsplan ohne innerpoli- iische Erschütterungen erledigen, kann er sich zu einer starken geschlossenen Macht zusammenfinden, um den eventuellen Reparationsentscheiden eine Basis zu geben, bann wird die Koalitionsfrage ohne gröbere Schwierigkeiten eines Tage» ganz von selbst gelöst werden. Diese Vorurteile, diese gegenseitigen mitztrauischen Vorbehalte, die das Gespenst der Grotzen Koalition bi» jetzt immer belasteten, werden alle in ein Richt» zerrinnen, wenn die praktische Arbeit, die notwendigerweise unbedingt gelöst werden muh. auch gelöst werden kann. Seien wir unS doch klar darüber, daß die Lösung einer konkreten Aufgabe viel schneller zu einer Klärung führt, als da» Herumbasteln an Ideologien, eben weil die Praxi» keine Zeit zu solchem Phrasen- geschwelter hat. sondern nur Handlungen. Taten sehen will. Lassen wir deshalb die endlosen, nur zu typischen deutschen Erwägungen beiseite, dann werden wir auch zu einer klaren Innenpolitik, wie sie sich aus der innerpolitischen Lage ergibt. Emen. Rach dem Fasching an die prak- che Arbeit. daS mutz und dars nur die ung sein. Konkordat und Koalition. Eine neue Situation - Berlin. 18. Febr. In der immer weiter fortgesetzten Aussprache über die Regie- rungs Umbildung in Preußen und im Reich ist neuerdings ein überaus störendes Moment hinzugekommen. Von volksparteilicher Seite wurde nämlich in der Debatte ein Gesichtspunkt hineingeworsen, der die allergrößte Beachtung verdient. Es wurde schon beim Abschluh des italienischen Konkordates darauf hingewiesen, dah sich durch die Wiederherstellung der weltlichen Macht des Papstes vielleicht ein ganz neues sttaarsrechtlicheS Verhältnis Insofern ergäbe. alS künftig für den Abschluh von Verträgen mit dem päpstlichen Stuhl das Reich allein zuständig sein müsse. Zwar haben die offiziellen volksparteilichen Stellen ein Bekenntnis zu dieser Auffassung einstweilen »bgelehnt. wahrscheinlich um die Verhandlungen Iber die Regierungsbildung nicht noch weiter zu »schweren, aber zweifellos hat der Hinweis auf tin Reichskonkordat beim Zentrum sehr unangenehme Gefühle auLgelöst, denn die gegen mär- tige politische Situation des Zentrums ist doch die, ^aß es seine Truppen im Reich aus der politischen Jeuerlinie zurückgezogen hat, um sie nach dem «rlustreichen Wahlkampf neu zu ordnen, daß belegen bas Zentrum an dem Brennpunkt seines po- ütischen Interesse», in Preußen mit in vor- ) e r ft e r Linie steht, wo es gilt, ein Konkorbat in seinem 6Inn unter Dach und Fach zu bringen. Pessimisten behaupten übrigens, daß diese Konkordats Verhandlungen noch monatelang anbauern können, woraus sich die betrübliche Tatsache ergibt, daß iine Festigung unserer Reichspolitik wesentlich wegen )er Kontordat-meinungsoerschiebenheiten zwischen Zentrum und Deutscher Dolkspartei nicht zustande- kommt. Diese unselige Verquickung zwischen preu- Mischer Politik und Reichspolitik die sich immer wieder lähmend auf das Gesamtschicksal der deutschen Ration auswirkt, kann nur durch eine einschneidende Reichsreform beseitigt werden, bte pariser Stimmungsmache um die Sachverständigen. Wenn sich auch heute noch keineswegs ein Urteil über den Verlauf der Pariser Sachverständigenkonferenz zur Reparations^rage fallen läßt, und wenn auch, was man trotz der spärlichen Äommuniquvd zuverlässig feststellen kann, der Verkehr der Sachverständigen untereinander ein durchaus verbindlicher, sachlicher und vielleicht sogar herzlicher ist. so zeichnet sich doch immer deutlicher der Kamps ab. der fchlietzlich um das Ergebnis der Verhandlungen, also u m das Sachverständigen-Gutachten geführt werden wird. Die Begleitmusik der Presse, besonders der französiichen Zeitungen, ist wohl vielfach eine von dem Rachrichtenbedürfnis beeinflußte, und sie beruht nur zum kleinsten Teil auf wirklichen Informationen, obwohl es ja nach den mehrfachen diesbezüglichen Zwischenfällen nicht allzu schwer zu fein scheint, auch als Journalist gelegentlich in den Verhandlungsfaal zu geraten. Aber diese Begleitmusik zeigt doch, was gespielt wird oter was, mindestens von französischer Seite, als Tonart gewünscht wird. So erwartet man bereits am Montag die Nennung von Zahlen. Der Malin versteigt sich in dieser Beziehung zu der Phantasie, dah die ehemaligen Alliierten 3>/r Milliarden, die Deutschen kaum ly2 Milliarden, die Amerikaner eine mittlere Ziffer nennen würden; die e werde sich zwischen 2,2 und 2,4 Milliarden bewegen. Wir glauben nicht, dah ein derartiger Schematismus Platz greifen wird. ES wäre töricht, vor einer ziffernmäßigen Würdigung aller Unterlagen. die bisher ja nur symptomatisch und im Zusammenhang mit Gesamtdarstellungen der deutschen Finanz- und Wir.schaftelage. der besonderen landwirtschaftlichen Krisis, der Kapitaleinfuhr usw. erörtert wurden, mit Gesamtziffern zu kommen. Und noch törichter wäre es, dabei so plump zu verfahren, daß man einerseits dir Forderung nach einer Erhöhung der ohnehin schon so drückenden und nach allgemeiner Ansicht revisionsbedürftigen vollen Dawesannuität um ungefähr den Betrag fordern sollte, von dem man erwartet, dah ihn die Gegenseite von der bisherigen Höhe der Annuitäten a b g e s e tz t wissen mochte, um dann den wirklich oder vermeintlich Neutralen der Konferenz die Aufgabe zuzuweisen, aus der Mitte zwischen diesen beiden Postulaten die bisherige Ziffer ungefähr fest zuhalten. Die so prophezeien stellen sich die Abfassung eines Sachverständigen-Gutachtens als einen Vorgang nach dem Muster diplomatischer Verhandlungen vor. verkennen also vollständig das, worum es seht in Paris geht. Denn diese diplomatischen Verhandlungen sollen ja auf Grund eines objektiven Gutachtens hinterher kommen. Man würdigt die Tätigkeit der Experten herab, wenn man ihnen unterstellt, dah sie nach wenigen Tagen des Beisammen eins und bevor sie noch in eine gewissenhafte Prüfung detaillierter Unterlagen. ja, überhaupt in Ko.nmi siionSarbe.ten eingetreten sind, sich auf ein Aushandeln von Gesamtzahlen einlafien könnten, die erst am Ende ihrer abgesch'-ossenen Arbeit stehen dürfen. Außer- dem ist dieser Gesichtspunkt sehr engherzig. Denn in dem Augenblick, wo es sich um die Festsetzung einer deutschen Gesamtschuld handelt, tritt die Frage bet Jahresraten in den zweiten Plan. Wenn man eine bestimmte Milliardenschuld fest- seht und. wie das in Frankreich geschieht, mit ihrer börsenmätzigen Flüssigmachung wenigstens in gewissen Teilbeträgen rechnet, so ist eS belanglos, ob die Tilgung in größeren ober geringeren Jahresraten erfolgt, ob sie etwas länger oder etwas weniger lange laufen, vorausgesetzt, dah man die Gewißheit schafft, dah die Zahlung wirklich pünktlich und ohne Schwierigkeiten, vor allem ohne Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichen Gesundheit deS Schuldners geleistet werden kann. DaS muh der leitende Gesichtspunkt fein, und daS i st er wohl auch mindestens bei bet Mehrheit ber Sachverständigen. Man sollte al o den Pariser Leitartikeln mit ihrer mehr politischen als wirtschaftlichen Sachkunde und Orientierung wenigstens vorläufig kein übertriebenes Gewicht bei- messen, denn ihr Versuch, die Finanzmänner von Paris zu beeinflussen, ist zu plump und einseitig, um Erfolg zu haben. Die ersie Woche. „In vollkommener Offenheit und Sach- lichkeit" pari», 16. Febr. (7DIB.) Rach Beendigung ber ersten verhanblungswoche kann über den Verlauf ber Beratungen des Sachverständlgenausschusses von unterrichteter deutscher Seite folgendes gesagt werden: Vie Erörterungen, die zum Zweck haben, eine endgültige und vollständige Lösung des Heparationsproblemd zu suchen, haben sich mit den Erfahrungen beschäftigt, die In den Berlin. 16. Febr. (D. D. Z.) 3m Haupt- ausschuh des Preußischen Landtags «Härte der Abg. Heilrn a n n (Ö.) zur Konkordats- f r a ge . alle Parteien, von den Deutschnalio- nalen bis zu den Kommunisten, seien sich darin einig, dah die staatliche Schulhoheit nicht angetastet toerben dürfe. Auch das Zentrum werde keine andere praktische Politik treiben können. Abg. Dr. Leidig (DVP.) stimmt dieser letzten Auffassung zu, fordert aber, daß vor dem endgültigen Abschluh ber Konkordatsverhand- lungen der Landtag gehört werde, weil sonst ohne Aend«ungsmöglichkeiten nur noch Annahme oder Ablehnung bleibe (Zustimmung). Er könne die These nicht vertreten, dah die Arbeiter nach Klärung der Schuldfragen kein Interesse mehr daran hätten. Insbesondere die religiösen Sozialisten würden wohl doch eine andere Auffassung vertreten. In den Konflikten zwischen Reich und Ländern liege die Schuld nicht an Preußen. sondern besonders bei Bayern. Es sei nicht ganz richtig, den Hofbräuhauston in diplomatische Verhandlungen zu übertragen. Ministerpräsident Dr. Brann. Ich möchte doch die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne zu betonen, dah die Frage, ob es mit der Stellung des Beamten noch zu vereinbaren ist. wenn er sich aktiv im Stahlhelm betätigt, jetzt ernstlich im Schoße vier Jahren des vawesplanes sich füt Deutschland und die Weltwirtschaft aus der Durchführung der Reparationszahlungen ergeben haben. Unter stärkster Beschränkung auf die konkreten auf die Lage zurückzuführenden Probleme sind die aus der bisherigen Verhandlung bereits bekannt gewordenen Gegenstände in vollkommener Offenheit und Sachlichkeit behandelt worden. Irgendwelche Beschlüsse oder Vorschläge sind bisher nicht vor die Konferenz gebracht worden. Es entspricht auch nicht den Tatsachen, daß es sich etwa im Lause ber ersten Verhandlungswoche nur um Erörterungen von deutscher Seite gehandelt habe. Immer stärker seht sich die Erkenntnis durch, dah es sich hierbei um eine alle Beteiligten gemeinsame Angelegenheit handelt. Da die Generaldebatte abgeschlossen Ist. dürfte ohne Zweifel im Lause der kommenden Woche mehr eine Erörterung von Spezialfragen flattsinden. Bei dieser Erörterung werden, wie bisher, die Experten vom rein ökonomischen Gesichtspunkt aus die Möglichkeiten prüfen, die sich aus bet gegenwärtigen internationalen Wirtschaftslage ergeben, wenn die Verhandlungen in der gleichen weise wie biefjer sich fortsehen sollten, bars mit einer Klärung ber Frage, ob überhaupt eine Lösung möglich sein wird, in verhältuimäßig kurzer Zeit gerechnet werden. der Gtaatsregierung erörtert wird. Der Stahl« Helm hat seinerzeit eine programmatische Erklärung Herausgaben lassen, in der es heitzt. dah er „mit seiner ganzen Seele den augenblicklichen Staatsaufbau, seine Form und feinen Inhalt und sein Wesen hatzi". In der Konkordatsfrage ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen, der breiteren politischen Oefsentlichkeit über daS Ergebnis der Verhandlungen etwas zu sagen. Von Geheimniskrämereien kann dabci leine Rede fein. Wenn wir mit dem Vertragspartner einig sind, werden wir zweifellos zu ermitteln haben, ob der Vertragsentwurf auch Aussicht auf Annahme im Parlament hat. Hierauf kam der Ministerpräsident nochmals auf den preußisch-bayrischen Konflikt zu sprechen und bezeichnete die Ausführungen der Bayrischen volkspartellichen Korrespondenz, die die Tatsache des bayrischen Bedauerns bestritten habe, als unverständlich. — „Ich muß," so erklärte er, .demgegenüber feststellen, dah das. was ich durch den Amtlichen Preutzi- schen Pressedienst in dieser Frage veröffentlichen lieh, Wort für Wort richtig ist. Herr v. Preger hat mit dies im Rainen seines Ministerpräsidenten wörtlich gesagt, und amtlich ist eS bis heute auch nicht bestritten worden. Damit erscheint für mich der bayrisch-preußische Zwischenfall erledigt." Zur Frage der Auflösung oct preußischen Gesandtschaft i n München erklärte der Ministerpräsident, er Braun verteidigt den preußischen Kurs. Beamte und Stahlhelm. — Das Konkordat. — Länder und ^eichsreform. den Dualismus zwischen Preußen und Reich und das Bestehen zweier Zentralregierungen in Berlin an der Wurzel abfchneibet. Der Verrat der Groener-Oenkfchrift. Als Hintergrund das Lstlocarno. Berlin. 17. Fcbr. Der Berliner „Borwärts". der bekanntlich als erster in der Lage war. die Rachricht von der Deröfsentlichung der geheimen Groener-Denkschrift in London zu bringen, teilt in seiner Sonntags-Ausgabe mit, au« welchen Gründen der Herausgeber der englischen Zeitschrift „Review of ceviews", Mr. Wickham S t e e d diese Veröffentlichung unternommen hat. Offenbar hat sie die Absicht gehabt, eine Erörterung zwischen Deutschland und Polen über die Ostgrenze herbeizufüh- ren. Steeb hat angeblich Zale fki zu einer Rückäutzerung über die Groenersche Denkschrift aufgeforbert und hierdurch gewinnt die ganze Angelegenheit erneut ein hochpolitisches Interesse. Denn Zaleski erklärt in feinem Antwort-Telegramm, selbstverständlich, daß kein vernünftiger Mensch in Polen an eine Eroberung Ostpreußens denke. Der Pferdefuß der Zaleskischen Antwort liegt aber in dem Schlußsatz, der wörtlich folgendermaßen lautet: „Um jedweden Zweifel bezüglich, ich weih nicht welcher polnischer, angeblich gegen Deutschland gerichteter Eroberungspläne wegzuräumen. kann ich Sie versicherrn, dah die polnische Regierung bereit wäre, mit Deutschland einen Vertrag abzuschlietzen. der die territoriale Unantastbarkeit der beiden Staaten gegenteilig garantiert“ Roch deutlicher wird der Sinn dieser engllschen Aktion durch die Bemerkung des Herrn Steeb, dah es nunmehr an Deutschland fei. auf dieses Angebot sich zu äutzern. Bei der flutorganifierten Zusammenarbeit der englischen amtlichen Auhenpvlitik und privaten Publizisten und Politikern darf man ohne weiteres voraussetzen, dah es sich hier um die Tendenzen ber englischen Politik handelt, die im engen Zusammenarbeiten mit Polen nunmehr Deutschland auch veranlassen wollen, jene Garantie der Ostgrenze freiwillig nachzuholen, gegen die es sich in Lugano mit Erfolg gewehrt hat. Keine deutsche Regierung kann einen solchen Plan auch nur erwägen, um so verwerflicher ist das Spiel jener Kreise, die die Denkschrift in die Hände Englands haben gelangen lassen. Leider hat trotz der erneuten Haussuchungen die Rachsor- schung noch kein abschliehendesErgeb- nis gehabt. Oer Fall lllitz. ZaleM verkeidittk die Verhaftung. — Die Klage beim Völkerbund. Warschau. 16. Febr. (WB.) Der polnische Außenminister Zaleski empfing gestern polnische Pressevertreter zu einer Besprechung, in der er sich zur Klage deS Deutschen BolkSbundes äußerte, ällih fei angeklagt, Dokumente gefälscht zu haben, die Stel- lungSpflichtigen die Flucht i n S Ausland erleichterten. Wenn jemand von den Gerichtsbehörden festgenommen werde, so kann sich außer den Gerichtsbehörden sonst niemand in diese 2Iw gelegen^eit mengen. Wenn der Völkerbund auf dem Standpunkt stehen sollte, dah er hier eingreifen kann, so würde eine derartige Argumentation, logisch durchgeführt, zu dem Schlüsse führen, dah es für einen polnischen Bürger genügt, nichtpolnischer Rationalität zu fein, um Verbrechen begehen zu können, ohne die Konsequenz der Festnahme fürchten zu müsien. Zu diesen Aeußerungen Zakeskis liegt noch ein inspirierter Kommentar vor, in dem behauptet wird, daß die Arretierung des Abgeordneten Ulitz keineswegs int Zusarnrnenhana mit der Tätigkeit des Volksbundes steht. Der zuständige Untersuchungsrichter in Kattowitz hat den Antrag auf Haftentlassung des tlb- gcorbneten Ulitz gegen Sicherhellsleistung abac- lehnt. Die polnische Presse wendet sich heute sehr scharf gegen die Wünsche der reichsbeutschen Presse, welche fordert, ber Völkerbund möae einen Spezialdelegierten nach O st o v e r s chle s i e n zur Untersuchung der deutschen Minberheitsoerhölt- Nisse entsenden. Die polnische Presie betrachtet die Entsendung eines solchen Delegierten als eine schwere Verletzung ber polnischen Staatsautorität, betont jedoch, daß es etwas anderes wäre, wenn die polnische Regierung sek bst. an den Völkerbund ein derartiges Ersuchen stellen würde. Keine Konsequenz aus dem KeUogg-patt. Washington, 16. Febr. (WB.) Staatssekretär Kellogg äußerte sich über den von dem Mitglied des RepräfentantenhauseS P o r - t e r geflelLen Antrag, der den Präsidenten ermächtigen soll, gegen eine Ration, die in Verletzung deS Kelloggp^ k :i eine andere Ration an- ?;reift. ein Waffenausfuhrverbot zu er» assen. Der Staatssekretär enl-irte, bah es eine unneutrale Hanblung barstellen würbe, wenn ber Präsident bei einem kriegerischen Konflikt eine bet krieg führenden Rationen a l s de» Angreifer bezeichnen wollte. ES sei nicht unstatthaft für den Präsidenten, die Aus.uhr von Waffen nach zwei krieg ährenden Ländern zu verbieten. Der Wert eines solchen Verbots fei jedoch zweifelhaft, da daS Kriegsmaterial auch von anderer Seite geliefert werden könne. (Amerika wünscht also feine eig.ne Waffen» und Munitionsindustrie in jedem Fall« im Geschäft zu erhalten!) persönlich meine, bah im heutigen Staat diese Gesandtschaft nicht mehr notwendig sei. Wenn man mit Mehrheit die wieder vorliegenden Anträge auf ihre Beseitigung annehme, werde er dieser Position keine Träne nachweinen. Bei den Abmachungen mit Hamburg hat sich gezeigt, daß bei beiderseitigem guten Willen sich eine gewisse Vereinheitlichung im Reiche durch organisch-zweckmäßige Gestaltung erzielen läßt, ohne daß deshalb neue Behörden aufgezogen werden. So stelle ich mir auch die weitere Entwicklung der ganzen Reichs - r e f o r m vor. Es geht jedenfalls nicht so weiter, daß vom Reich durch Reichsgeseh nicht nur Befugnis >e den ßänöcrn abgenommcn, sondern daß auch für ihre Durchführung immer wieder neue Reichsbehörden ausgemacht werden. (Zustimmung.» Der Dualismus wird immer schlimmer, wenn auf immer weiteren Gebieten Reichs- und Länderbehörden nebeneinander stehen. Augenblicklich haben wir aber noch eine Menge Zwergländer, die ihrer Struktur nach nicht imstande sind, die ihnen vom Reich zu übertragenden Aufgaben zu erfüllen. Es ist nicht das Bestreben Preußens, sich solche kleinen Länder anzugliedern: aber es dürste zwang-- läufig sein, daß diese kleinen Länder, die innerhalb Preußens noch bestehen, allmählich zu Preußen kommen. Wir drängen die kleinen Länder nicht, entziehen uns aber auch nicht den Rot- wendiglcitcn, wenn in den Ländern die Erkenntnis von der Zweckmäßigkeit des Anschlusses selbst gereift ist. Der Beamte ist aber auf Grund seine- Diensteides zur Treue zur Verfassung, zum Gehorsam gegenüber den Gesehen und dazu verpflichtet, die Verfassung gewissenhaft zu beobachten. Wei- 1er ist dem Beamten durch daS Gesetz zum Schuhe der Republik untersagt, in der Oeffent- lichkeit gehässig oder aufreizend die Bestrebungen zu fördern, die auf Wiederherstellung der Monarchie oder dem Bestand der Republik go- richtet sind, und eS ist ihm weiter untersagt, Bestrebungen auf Verächtlichmachung der republikanischen StaatSform oder ihrer Repräsentanten zu unterstützen. Wenn Sie sich die Haß-Parole des Stahlhelms vergegenwärtigen, und weiter den Kaiser-Geburtstags-Artikel deS Organs diese- Bundes „Slahchelm", so hat der Stahlhelm selbst die Frag« aufgeworfen, daß die Regierung sich sehr ernstlich damit zu ^beschäftigen hat, ob sie Beamt«, die dem heutigen Staat den Treueid g> leistet haben, sich im Stahlhelm noch betätigen lassen will. Oes Stahlhelms Antwort an Braun. Eine Entschlictzung des Bundesvorstand-. Magdeburg, 18. Febr. (Tel.) 3n der Dun- desvorstandssitzung des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, wurde einstimmig eine Entschließung gefaßt, in der eS u. a. heißt: Der preußische Ministerpräsident Braun hat der Öffentlichkeit mitgeteilt, im Schoße der preußischen Staatsregierung werde ernstlich die Frage erörtert, ob e- mit der Stellung der Beamten noch weiter vereinbar sei, wenn sie sich aktiv im Stahlhelm betätigten. Er beruft sich dabei auf ein« Kundgebung des Stahlhelm-, Landesverband Brandenburg, in welchem dem augenblicklichen Staatsaufbau der Kampf angesagt wurde und auf einen Kaifer- GeburtstagS-Artikel der Stahlhelm-Zeitung. in welchem da- TreueverhältniS des nationalen Frontsoldaten zum ehemaligen Obersten Kriegsherrn unterstrichen wurde. Die in Magdeburg zur Bundesvorstandssitzung versammelten Führer des Stahlhelms erklären dazu, daß sie den Kamps um die verfassungsmäßig sestgelegten Rechte des Beamtentums auf freie politische Betä 1 igung rücksichtslos aufnehmen und durchkämpfen werden. Ein Recht, das die sozialdemokratischen Machthaber den Kommunisten einräumen, kann den Beamten, die aktiv im Stahlhelm Mitwirken, nicht vorenthalten werden. Ein Treucverhältnis, das den höchsten Repräsentan- ten des Reiches, den Reichspräsidenten von Hindenburg, an den früheren Monarchen innerlich bindet und ihn zu einem Geburts- lagöglückwunsch veranlaßt hat, kann den Beamten des Reiches und der Länder nimmermehr zum Vorwurf gemacht werden. 3m übrigen sind die sozialdemokratischen Machthaber besonders ungeeignet, sich als Schützer des Staates aufzuwerfen, da sie in jahrzehntelanger Arbeit den früheren Staat hochverräterisch-revolutionär unterwühlt haben und auch heule kein Hehl daraus machen, daß sie den gegenwärtigen Staatsaufbau in der Richtung der Diktatur des sozialdemokratisch en Proletariats, d. h. in der Richtung zum bolschewistischen Staat .weiter umformen wollen * Ein Steuerkompromiß? Berlin, 18. Febr. (Priv.°Tel.) Der Ausschuß des R e i ch s r a t e s hat sich nach seiner Tagesordnung dieser Woche mit den Steuervorschlä- g e n des Reichsfinanzmini st ers zu beschäftigen und dabei endgültig die Frage der Steuererhöhungen zu klären. In diesem Zu- sammenhange wird uns mitgeteilt, daß man bereits in Kreisen des Reichsrates ein Kompromiß ausge- arbeitet hat, das, vorausgesetzt, daß es angenommen wird, geeignet sein Dürfte, die Parteien des Reichsrates doch unter einen Hut zu bringen. Wir glauben zu wissen, daß sich dieses Kompromiß aus Kürzungen des Haushaltsvoranschlages, Herabsetzung der geplanten Diersteucrerhöhung, um damit Bayern und die Bayerische Dolkspartei geneigter zu machen, weitere Erhöhung des Branntweinmono- p o l s, evtl. Weglassung der Erbschaft», und 23er- mögensstcuer, zusammensetzen soll. Di« endgültige Verabschiedung des Etats im Reichsrat wird in der letzten Fcbruarwoche vorgenommen werden, da die erste Lesung des neuen Haushaltsplanes bekanntlich am 28. d. M. mit einer großen Rede des Reichs- sinanzministers eröffnet werden soll. Da nach den neuesten Dispositionen für die nächsten Wochen mit keiner Fortsetzung der Koalitionsverhandlungen sowohl im Reiche als auch in Preußen zu rechnen ist, gehen die Etatsbera- hingen in der derzeitigen losen Par- ieibilbuno vor sich. b. h. die einzelne Entscheidung muß von Fall zu Fall getroffen werden. Trotzdem kann schon heute damit gerechnet werden, bah bei aller Schärfe der Debatte ein« Einiaung über die Frage des Etat- erzielt werden wird. Fortdauer der Kälteperiode. Der Eisstand auf dem Rhein. Die Rheinstrombauverwaltung teilt mit: Die auf dem Oberrhein bei Gernsheim südwestlich Darmstadt beginnende Eisdecke hat sich über Mannheim hinaus bis Germersheim ausgedehnt. Oberhalb herrscht mittleres bis starkes Eis - t reiben. Der Sisstand im Mittelrhein reicht nunmehr von der Loreiey bis Erbach (Rheingau) und, abgesehen von der hier beginnenden etwa einen Kilometer langen eisfreien Stromstreckr über Mainz hinaus bis Rackenheim. Bis Unckel traten zweimal Eisstockungen ein, btt aber zu keinem dauernden Eissland führten. Im übrigen herrscht im Mittel- und Niederrhein Eistreiben, das stromab an Stärke zunimmt, bis zu der oberhalb Orsoy (bei Hamborn) beginnenden und bis Nymwegen durchgehenden Eisstockung. Die Zurückhaltung des Wassers oberhalb der gewaltigen Eisversetzung im Mittelrhcin bewirkt vor- übergehend ein bisher noch nicht beobachtetes Fallen der Pegel stände unterhalb St. Goar. Der Koblenzer Pegler, dessen bisher bekannter Tiefstand 0,62 Meter betrug, zeigte Samstagmorgen 0,06 Meter, stieg jedoch bis 20 Uhr wieder auf 0,41 Meter. Nach der Sondermeldung der Aachener Wetterwarte wird die am Nieder- und Mittelrhein bei Kälteabnahme herrschende Neigung zu geringen Schneefällen burd) eine neue Ostströmung eingeschränkt, so daß wieder eine Abkühlung zu erwarten ist. Der Rhein halte in Köln am Sonntagabend einen Pegelstand von 0,28 Meter, d. b., 34 Zentimeter unter dem bisher bekannten tiefsten Stande. (Schwere Schneestürme in polen. 3nfolge der in Polen wütenden Schneestürme und Schneeverwehungen ist der Dahn-. Autobus- und Automvbilvcrlehr lahmaelegi. 3n O st - ga lizien, vor allem zwischen Lemberg und StaniSlau, ist der Dahnverkehr ganz eingestellt worden. Der nach Lemberg entsandte Sonderzug, mit dem sich der Sektionschef im Eisenbahnministerium, Cn.-enieur Ezechanows i, zur Reuregelung des Verkehrs nach Lemberg begeben wollte, ist auf der Strecke stecken geblieben. Etanislau ist von der Welt a b g e » schnitten. Auf der nach Lemberg führenden Strecke zwischen Przemysl und Rzeczow liegen ganze Güterzüge fest. Tarnopol, der wichtigste Knotenpunkt im äußersten Teil des südöstlichen Polens mit der Wojwodschast und zahlreichen Aemtern, steht seit einer Woche nur mittels Radio mit den Warschauer Ministerien in Verbindung. Demnächst soll durch Militärflugzeuge eine Rotverbindung hergestellt werden. Norwegen — das Land ohne Rekord« froste. Oslo. 16. Febr. (WTD.) Bisher ist Ror- toegen im allgemeinen von den tiefen Temperaturen und den bajj.i verursachten großen Der- sorgungsschwierigkei.en verschont geb.Lben, die die anderen Länder heimgesucht haben. Rur im südlichen Teil des Landes, in der Gegend von A r e n d a l, hat in den letzten vier Ligen ein furchtbarer Schnee sturm gewütet. Arendal ist fast vollständig eingeschneit: jeglicher Eisenbahn- und Autoverkehr ist unmöglich geworden. Seit Donnerstag hat die Stadl keine Post mehr erhalten: und jetzt beginnt auch das Fehlen von Lebensrnitteln fühlbar zu machen, da die Fleisch- und Fischzufuhren vollkommen eingestellt werden muhten. Nordseeinscln werden durch Flugzeuge verproviantiert. Die 3nfeln Wangeroog, Aorderney und Borkum find vollkommen vom Eis eingeschlossen. Ton Dilhclmshaven-Rüstringen aus werden sie durch Flugzeuge mit Lebensrnitteln und Post versehen. Kabclslöruug als Folge des Frostes. Ungefähr 800 der Fernsprechteilnehmer E s - fens wurden am Sonntag durch eine plötzlich gegen Mittag aufgetretene Kabelstörung, von der besonders daS Rord-Süd- und ein DerbindungS- kabel betroffen wurden, ausgeschaltet. Die Störung ist auf den Frost zurückzuführen. Die Folgen dieser Störung werden sich erst im Lause des Montag auswirken, da der Schaden so bald nicht behoben fein dürfte. Aus aller Wett. Explosion eines Gasbehälters in Berlin. Am Sonntag gegen 3 Uhr morgens wurde auf der Gasbehällerstation Seilerstraße einer der vier Gasbehälter durch Explosion aus bisher noch nicht bekannter Ursache zerstört. Ren- nenswerte Beschädigungen an den umliegenden Gebäuden sind nicht eingetreten, insbesondere sind die drei übrigen Gasbehälter völlig unbeschädigt geblieben. Glücklicherwei e sind auch Menschenleben nicht zu beklagen. Soweit bisher feststeht, sind zwei Straßenpassanten in das Dirchow-Kraickenhaus ein geliefert worden, und zwar der eine mit einer Handverletzung, der andere mit einer Rückenverlehung. während nach Angabe des Rettungsamtes vier weitere Personen in ihre Wohnungen entlassen toorben sind. Der explodierte Gasbehälter hatte ein Fassungsvermögen von 27 000 Kubikmetern. Die Explosion war so stark, daß zentnerschwere Steinblöcke bis auf die Straße geschleudert wurden und infolge des eminenten Luftdruckes die hohe Grundmauer auf einer Strecke von etwa 50 Metern sich umlegte. Rach den übereinstimmenden Bekundungen der Bewohner ter Gegend am Wedding, die aus den umliegenten Häusern größtenteils panikartig flüchteten, kündigte sich die Katastrophe durch ein unheimliches weithin vernehmbares Zischen an. 3m nächsten Augenblick e:t5nte eine ungeheure Detonation. Während von allen Seiten Mauersteine, Zementblöcke. Eisenträger usw. auf die Straße und die umgebenden Wohnviertel prasselten, klirrten bis zur Chaussee- und Fennstraße die Fensterscheiben ans Vorderhäusern. Hintergebäuden, und von allen Seiten ertönten die Schreckensschreie der größtenteils nur notdürftig begleiteten Bewohner, dir in wilder Panik aus den Häusern auf die Straßen eilten und kopflos umherirrten. 3m ersten Augenblick wußte selbst die Feuerwehr nicht, ob eS ratsam wäre, die Löschmannschaften unmittelbar an der Trümmerstätt« anzusetzen, da man in jedem Augenblick die Explosion auch des zweiten, nur 50 Meter entfernt liegenden Behälters befürchten muhte. Das -Kommando .Freiwillige vorl' ertönte und trotz der ungeheueren Gefahr taten die Feuerwehrleute ihre Pflicht, und legten von den vereisten Hydranten her über Mauertrümmer ihre Leitungen und begannen riesige Wassermcngen in den Trichter zu schleudern, in die Trümmer des Gasbehälters, di« ein Flammenmeer bildeten. Gleichzeitig wurde das Hauptaugenmerk auf den Schutz deS zweiten Behälters gerichtet, besten Zuleitung schleunigst abgesperrt wurde, während die dem Brande zugekehrte Seite ständig unter Wasser gehalten wurde. Tragische Folgen einer Gewaltkur. Ztoei junge Mädchen aus Damerow in Mecklenburg kamen von einem Tanzvergnügen mit vollständig erfrorenen Füßen naa) Hause. Als die eine versuchte, ihre Füße m i t heißem Wasser aufxutauen, platzten Lj re Waden auf und sie starb an den 'Folgen ihrer vernunftlosen .Kur". Dem anderen Mädchen mußten in der Klinik zu Greifswald beide Deine amputiert werden. Gin französisches Schloß durch Feuer zerstört. Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Schloß Du Moisnie bei Wattignies, in der Nähe von Lille, ist durch Feuer zerstört worden Infolge des Wasiermangels war es unmöglich, das Schloß, das wertvolle Kun ft schätze, darunter kostbare alte Wandteppiche und alte Möbel enthielt und u n • ter ft a a 11 i d) e r Verwaltung stand, zu retten. Der Schaden soll sich auf 4 bis 5 Millionen Franken beziffern. Die „Emden In Konstantinopel. Ein« Oloorbnunj der „Emden" unter Führung des Kommandanten legte einen Kranz auf dem Eh renf riebhof in Therapia nieder in Anwesenheit des deutschen Botschafters und seiner GaUin und von Vertretern der deutschen Kolonie. Marinepfarrer Ronneber,t hielt (ine Ansprache- RachmittagS war Bordfest auf der „Emden" für die deutsche Kolonie, abends gab der deutsche Botschafter einen Ball für die Offiziere und d'.e Kadetten der .Emden", an dem di« Spitzen der städtischen Behörden, die deutsche Kolonie und die österreichische Gesandtschaft teilnahmen. Die »Emden" ging um 4 Ufjr morgens unter türkischem Salut in See. Thealerfkandal in Nenyork. 3n einem Reuyorkec Theater hat bte Polizei sämtliche Darsteller eines Theaterstücks wegen groben Unfug» verhaftet. Die Behörden sind mit einer Balteszene nicht einverstanden, wo einige Mädchen im Dadekostüm auf- treten und andere ihre Schuhe und Strümpfe auszießen. Die Polizei erklärte aber, daß sie bei der Erofsnungsaorstellung erheblich mehr au-gezogen haben, worauf zahlreiche Prot^t- brief« bei den Behörden eingegangen seien. Unter dem verdacht der Spionage festgenommen. . In Kempten (Allgäu) wurde ein tschechischer Offiziersschüler, der sich seit Mitte Januar hier unter falschem Namen aufhielt und an- gibt, daß er aus dem tschechischen Heere desertiert sei, unter dem Verdacht der Spionage feftgenommen. 25 Millionen AnsalldersiHerte. Rach der letzten amtlichen Zählung des Reichs- Versicherungsamtes sind im 3ahre 1927 rund 25 Millionen gegen Lin fall versichert gewesen. Dazu kommen noch die in dieser Summe nicht erfaßten Versicherten bei den 14 Zweiganstalten der Baugewerts-, Tiefbau- und Seeberufsge- no?senschaiten. 3m gteichen 3ahr bestanden zum Zweck der Durchführung der Unfallversicherung 106 Derusszeno.senschaften, von denen 40 land- und forstwirtschaftlicher und 66 gewerblicher Ra- tur waren. Zu diesem ungeheuren Apparat kommen aber noch 164 Ausführungsbehörden für De triebe des Reiches und der Länder und 335 provinziale Kontrollstellen, so daß im ganzen nahezu 500 Ausführungsbehörden im Bereich der Unlackversicheeung bestehen. Der Unfallverfiche- rung unterlagen bei den gewerblichen Berufs- aenofsenschaften 875 874 Betriebe und bei den land- und forstwirtschaftlichen 4 604 900 Betriebe, so daß im ganzen nahezu 5,5 Millionen Betriebe in den Dere.ch der Unfallversicherungen gehören. Dazu kommen aber noch di« Reichs- und Staatsbetriebe, die allein noch einmal an 900 000 versicherte Personen zählen. Ein Prinz al- Obdachloser. Auf dem Transport nach der Berliner städtischen Krankenanstalt Wuhlgarten ist der mittel- und wohnungslosc Prinz Alexander von H o h e n l o h e - O e h r i n - gte n plötzlich verstorben. Er hatte seit etwa fünf Monaten bei einem Restaurateur in der Bülowstraße Unterkunft und Verpflegung gefunden. Als ihm nun bekannt wurde, daß der Restaurateur am 1. Februar das anderwärts verpachtete Lokal verlassen sollte, erlitt Hohen» lohe-Oehringen einen Tobsuchtsanfall und ist auf dem Wege zur Krankenanstalt an epileptischen Krämpfen gcstorben. Die „D. Z." erinnert daran, daß Prinz Alexander v. Hohen- lohe-Oehringen, der 1871 in Lindau als Sohn des Prinzen Felix v. Hohenlohe und einer Prinzessin von Hanau geboren worden ist, schon seit 3ahrzehnten aus dem standesherrlichen Hause ausgeschlossen war. 3m Fahre 1923 ist der Verstorbene in einer Betrugsangelegenheit von Wien aus steckbrieflich verfolgt und trotz des in dieser Sache erfolgten Freispruchs aus Oesterreich a u 8 g e to i e f e n worden. 3m März 1926 wurde er bei einer Polizeirazzia in Budapest in völlig verwahrlostem Zustand aufgegriffen, ebenso später in ähnlichem Zustand in Frankfurt a. M. Fünf Schmuggler von einer Lawine gelötet. Wie die ,Lnnsbrucker Nachrichten" vom Brenner melden, unternahmen am 31. Januar 5 Schmuggler einen Gang von Pfitsch aus den Wolfe n d o r n im Brennergebiet, um Waren nach Oesterreich zu schmuggeln. Sie kehrten jedoch nicht mehr in ihre Heimat zurück. Am 9. Februar wurde einer der vermißten Schmuggler südlich des Wolfendorn unter einer Lawine als Leiche a u f g e f u n b e n. Ohne Zweifel sind auch die übrigen vier Schmuggler brr Lawine zum Opfer gefallen. Ihre Leichen konnten bisher noch nicht ge- orgen werden. Aus der provinzialhaupisiadt. Gießen, den 18. Februar 1929. Oie Streupflicht bei Glätte. Trotzdem im allgemeinen die Haftung des Haus» eigentümers bei Unfällen, die dadurch entstanden find, daß bei Glatteisbildung vor dem Hause nicht rechtzeitig gestreut wurde, bekannt ist, wird diese gesetzliche Verpflichtung oft genug überfehen. Von großer Wicht gkeit für alle Streu- pflichtigen ist nun eine neue Reichsgerichtsentschei« duna vom 24. Januar d.I. Ein Polizeibeamter in Kassel kam am 11. März v. I. auf dem Bürgersteig vor der Artilleriekaserne infolge von Glätte zu Fall und zog sich einen Bruch des Fußgelenks zu. Der Verunglückte hat gegen bie Stadtgemeinde als Mieterin der im Eigentum des Reichsftskus stehen, den Kaserne, Schadenersatzklage erhoben und außer Ersatz des bereits entstandenen Schadens ein Schmerzensgeld von 300 Mark und'die Feststellung der Beklagten zum Ersaß allen weiteren Schadens verlangt. Das Landasricyt erkannte die Klage an, das Oberlandesgericht Kastel wies die Klage ab. Das Reichsgericht hat das Urteil des Obcrlandesge- ridjts aufgehoben und die Entscheidung an einen an» deren Senat des Oberlandesgerichts überwiesen. In den Entscheidungsgründen dieser Instanz heißt es nun: Die Streupflicht der Stadtgemeinde ergibt sich schon daraus, daß sie das Kasernengebäude zur Einrichtung von Notwohnungen als Ganzes vom Eigentümer gemietet hat. Rechtsirrig hat das Oberlandesgericht aber angenommen, daß die Stadtgemeinde schon dadurch entlastet sei, daß sie mit der Streupflicht einen als geeignet erscheinenden Klempner — der neben anderen Mietern zu den Hausverwaltern der 90 Notwohnungen gehörte — beauftragt halte. Der Streupflichtige hat vielmehr die betreffende Person auch in der Ausführung ihrer Pflichten fortlaufend zu überwachen. Sofern eine juristlsche Person als streupflichtig in Betracht fomtfit, haben ihre verfassungsmäßigen Vertreter für eine Kontrolle hinsichtlich der Ausübung der Streupflicht zu sorgen. Wenn der betreffende Haus- Verwalter sich auch bisher als zuverlässig bewährt hatte, so ist doch nicht festzustellen, daß er in bezug auf die Erfüllung der Streupflicht kontrolliert roor- den ist. Kreiskassedirelior Kauß t- Nach kurzer Krankheit ist am Freitagabend infolge eines Herzschlages der Direktor der Gießener Kreiskasse, Herr Adam Kautz, im Alter von 59 Jahren verstorben. Der Verewigte wurde am 8. Juni 1869 in Weitershain (Kreis Gietzen) geboren. Am 7. Juni 1883 trat er bei der Provinzialdirektion Oberhessen und dem Kreisamt Gießen als Gehilfe ein. Vom 10. März 1885 bis 29. August des Jahres war er beim Unioerfitätsrentamt beschäftigt, nein 1. September 1885 bis 31. Dezember 1836 arbeitete er bei dem Kreisamt Alsfeld, vom 15. Januar 1887 bis Ende Februar 1890 bei dem Provinzial- und Kreiskasterechner Grüneberg in Gießen, vom 1. Mörz 1890 bis 30 September 1894 als elfter Gehilfe b?i der Stadtkaste Gießen. Am 1. Oktober 1894 wurde er als Kreiskasterechner angestellt und erhielt bann am 19. Dezember 1901 auch die Provinzialkasse übertrageif, deren Rechner er bis Ende Mai 1919 war. Am 1. Juni 1919 erfolgte die Trennung dieser beiden Kassen, da der Umfang der Rechnerae schäfte der Kreiskasse die Bestellung eines besonderen Rechners notwendig machte. Herr Kautz war außerdem vom l.Mai 1901 bis 8. Juni 1C04 Rechner der israelitischen Religionsgemeinde in Gießen und seit 6. Januar 1903 Rechner der Landjudenschaft der Provinz Oberhessen. Weiter verwaltete er in früheren Jahren die Quäftur unserer Universität, oen geistlichen Landkasten, außerdem bis zuletzt die Kastengeschäfte des Gleibergoereins. Von 1917 bis 1928 gehörte er auch dem Kirchenvorstand der Mor- kusgemeinde an, 1928 wurde er auf feinen Wun'ch von diesem Amte entbunden. In allen feinen Obliegenheiten handelte er stets mit ganzer Hingabe seiner Persönlichkeit und m:t größter Gewissenhaftigkeit und Treue. Daher erfreute er sich sowohl als Beamter von vorbildlichem Pflichtbewußtsein, wie auch als allezeit entgegenkommender und liebenswürdiger Mensch überall der größten Wcrtsch^ung. Das Andenken an diesen ausgezeichneten Mann wird bei allen, die mit ihm dienstlich oder gesellschaftlich Beziehungen hatten, stets in hohen Ehren fortleben. Die landwirtschaftliche Umstellung im Vogelsberg. Am nächst«« Samstag findet m Ulrichstein in der Gastwirtschaft von Groh eine Versammlung der Landwirt« im westlichen Vogelsberg statt, die sich, ebenso wie die kürzliche Versammlung in Hartmannshain, mit der Frag« der landwirtschaftlichen Umstellung im Vogelsberg beschäftigen soll. Minister Korell wird auch hier die Verhandlungen persönlich leiten. Daten für DienStaq, 10 Februar. Sonnenaufgang 7.07 Uhr, Sonnenuntergang 17.21 Uhr. — Mondaufgang 11.43 Uhr, Mond- untergang 4.29 Uhr (Nordwende). 1473: der Astronom Nikolaus Kopernikus in Thorn geboren (gestorben 1543); — 1731: Frau- Rat Goethe, Goethes Mutter, in Frankfurt a. M. geboren (gestorben 1808); — 1745: der Physiker Alexander Gras Volta in Como geboren (gestorben 1827); — 1859: der Astronom und Physiker'Svantc Arrhenius in Wyk bei Upsala geboren (gestorben 1927^; — 1865: ter Forschungsreisende Sven Hcdin in Stockholm geboren; — 1927: der Literatur- Historiker Georg Brandes in Kopenhagen gestorben (geboren 1842). Borrwtizen. — Tageskalender für Montag. F.G.F.. Monatsversammlung, 8.30 Uhr, bei Kamerad Dippel. L chtspielhavs, Bah, hosstratze: „Liebfraumilch— Astoria-Lichtspiele: „Der Gefangene auf der Teufels- insel". — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadtthcaterburcau wird uns geschrieben: Morgen Dienstag. 19. Februar, geht zum letzten Male Otto Ernsts »Flachsmann als Erzieher" durchs Abonnement. Die Rolle des Schulrat Prell hat wegen Erkrankung des Herrn Volck Herr Ebert-Grassow. — Franz Molnar- „Olympia" wird am Mittwoch, 20. Februar, zum zweiten Male wiederholt. — Als allgemeine Volk-vorstellung geht am Freitag. 22. Februar, außer Abonnement zu ermäßigten Preisen Dayard DeillerS .Der Prozeß Mary Dugan" in Szene. —.Die letzte Aufführung von .Karl und Anna" ist am Sonntag, 21 Februar, als Fremdenvvrstellung. - Für die dritte Veranstaltung des KammerzylluS ist e? der 3nlendanz gelungen, das Theater der musikalischen Komö- Bekni Aus Orunb oerbingungsoi jungen füi bouaml unte Zeit vom 1. r in scchr Losev Die Unterlc I'chi c'fen. ungebole si nvn am Wiivoch, 2Z.' ^lst'.osjen, vc ^.vusschiist 'Kfoauamt, A Schlags- u Mep, den ans dem c™ Sttilaa, ; (jUlogs 9 t v 135 Cich . ^50 Im. I A Buch , 30,50 fm I I 14 Olafen ‘ -.UAZ., | rm 6 rm 3; rm ?au| kr ( f HÜNn i E k-'L S! SSt*’?' te ■w her bre: in,les oer «, uh, im Zitier doe „ liegt an guter Abfahrt an taatfirn^ Frankenboch—Eisemhandt. Willy Klein Ottilie Klein geb. Schwabe mit Lichtbildern 6 ä s t e willkommen! 144,85 81,33 18,06 4,74 3,61 Abgewiesene Klage gegen Hessen. WER. Darmstadt. 16. Febr. Am 1.3a- nuar 1921 war der damalige Kommandeur des hessischen Gendarmcriekorps. Oberst Mootz, in den Ruhe st and verseht worden. Sein Ruhegeld wurde nach seiner Gehaltsstufe 12. höchste Gruppe, ohne Ortszulage, unter Zugrundelegung von 44 Dienstjahren auf 6739 Mk. festgesetzt. Las Höchstgehalt der Gruppe 12 betrug dabei 14 5C0 Ml. und die Ortszulage 3420 Mark, so das) er seit Mai 1920 17 920 Mk. Gehalt bezog. Auf dem Klageweg verlangte Oberst a. D. Wootz nun vom hessischen Staat einen Teilbetrag von 1000 Mk. unter der Behaup- tnug. das) sein Ruhegeld seit dem 1. Januar 1921 fortlaufend z u niedrig bemessen worden sei. Seine Klage war vom Landgericht und später vom Oberlandesgericht in Darmstadt zurückgewiesen worden. Die eingelegte Revision ist jetzt vom 3. Zivilsenat des Reichsgerichts ebenfalls verworfen worden. ArbeitsvergcbrrrlH. Die Arbeiten zur Regulierung des Moosbaches und zur Entwässerung der Wiesen in Gemarlung Niedermoos, Kreis Lauterbach, sollen öffentlich zusammen oder in einzelnen Losen vergeben werden. Es enthält: 1466t) Los 1: Moosbachregulierung und Aushub der Seltengräben, rund 8000 Kubikmeter Erdbewegung. Los 2: Chaussierungsarbeiten. Los 3: Erbauung einer kleinen Eisenbetonbrücke. Angebotevordrucke sind, soweit vorrätig, gegen eine Gebühr von 1 Mark für Los 1 und je 0,50 Mark für Los 2 und 3 beim Kulturbauamt Gießen, Nebenstelle Lauterbach. Lindenstraße, erhältlich, woselbst auch die Pläne und Bedingungen in den Dienst- Die Geburi eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Gustav Müller und Frau Else geb. Schneider Berow do» MMMlen. Die bei Erbauung eines Dienslgebändes für die Spar- und Leihkasse zu Hungen vorkommenden Arbeiten des inneren Ausbaues sollen auf Grund der Reichsverdin- gungsordnung im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden: 1464D 18 rm Nutzscheit Kiefer. Bedingungen werden beim Verkauf 1. 2. stunden zur Einsicht offen liegen. Angebote sind bis Montag, den 4. März d. I.. 12 Ahr vormittags, in geschloffenem Umschlag m.t der Aufschrift „Moosbach- regulteruna" bei uns einzureichen. Die Oeffnung der Angebote findet in Gegenwart der erschienenen Bewerber statt. Freie Auswahl bei Erteilung PsrMoter.Ngenaclis Zuschlages bleibt vorbehalten. Lauterbach, den 15. Februar 1929. hessisches Kulturbauamt Gießen. Nebenstelle Lauterbach. 3. 23.: Steinbrecher. hr UmMmg >vg. Xt i- Ll-i«-!', Äst«*1" 1. aom 15. Januar W dem Provinzial, uni Mehrn, vom 1. Mn, als elfter Eehilje td l. D'tober 1894 murtt (teilt und erhielt bor.n die Provinzialtal!! r bis Ende Dlai 1919 te die Irennuna biefir nfang der Sfdjnergt Mng eines betonteren Herr Kautz war js 8. Juni 1C34 M «gemeinte in tr btt Uet verwaltete er in r unserer Uniwrfilct, cherdem bis zuley d'e )ereins. Son 1917 bie :chenvorstand der Man er auf (einen ®un'4 . 3n allen seinen OS' 5 mit ganzer hmM größter DewissenhasuS' ute er sich sowohl m Pslichtbelvvßtsein, wie mmenberunH^ s» J Ausführung Mp- .Meral l,lld)t'9 m PekÄ. [UsmaKflen Settata ’ Der Ausübung [w betreffende Jx«. lut etniteiien muy:en. nocy nicyi, oen ütyaunn »i i.VL1'1 ki“9 lrhcben. Seit heute fcü) sind die Wiederherstel- |i»yr lontwliert war- > - ~ r •** 1— Holz). i. Aeußere Verputzarbeiten (420 qm). Sternpuh (43,50 lfd. m Fensterbankgurt, 98 lfd. m Fensterumrahmung, 40 lfd. m Fensterbänke, 5 lfd. m Tür- bnHsarbeiten erneut im Gange. Man hofft, den 2o|rbrud) bis heute abend beseitigt zu haben, ki^erheitshalber haben die Bewohner der heilen Häuser auf Anraten des Gaswerks aber auch , heute noch nicht i)re Wohnungen betreten. Drei weitere Undichtigkeiten an Gas- wh r e n. bei denen es sich jedoch nicht um Rohr- iiü.che handelt, wurden im SelterSweg vor den fünfem des Kunsthändlers Hirz und dcs Bäckermeisters Müller, sowie in der Reuen trage von etwa 2000 Mark). 8. Elettrlsche Lichtanlage (54 Stück Brennstellen). 9. Steinholzfußböden (190 qm). 10. Platlenarbe.len (30 qm Wand» und ußbodenplättung). 11. Slockwerkslreppcn (36 Stück Stufen). Angebotsvordrucke sind bei Architekt Karl Emrnel in Hungen erhältlich. Zeichnungen und Bedingungen können bei dem Genannten eingesehen werden. Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind verschlossen und postfrei bis zum 27. Aebruar L 3., nachmiilags 2% Ahr, bei der Spar- und Leih- kaste Hungen einzurelchen. Die Eröffnung der 2Xrr £ Schwere Gasvergiftung in Oberrad. WSR. Frankfurt a. M., 17. Febr. Als heule gegen Mittag eine Verwandte die Familie des in der Speekgasse in Oberrad wohnenden Baurats Christ besuchen wollte, bemerkte sie beim Betreten des Hauses starken Gas- g e r u ch. Richts Gutes ahnend, alarmierte sie die Rachbarfchaft. Man fand den Bau rat und dessen Frau in ihrem Schlafzimmer, sowie den 22 Jahre alten Sohn in einem andern Zimmer bewußtlos auf. Alle drei Personen wurden sofort in das Städtische Krankenhaus gebracht, wo nach längeren Wiederbelebungsversuchen die Bewußtlosen wieder ins Leben zurück- gerufen werden konnten. Ob das Gas aus einer defekten Stelle der Gasleitung innerhalb des Hauses ausgeströmt oder von der Straße her in das Haus eingedrungen ist, konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Ne Die perfekt in Steno- ntapbie u. Schretb- inntctime, iür nitnem. BnreaunrVenen für fofoitfleindn. \ öh.re Sdinlbildiinn wird üorancflcfcut. Schr Anaeb. U.1478D an ren Gien. Anz. öletüifleö, in allen f?ausarbeuen ert Edgar Vorrmcnri, Eiscnhandlung Dienstag, den 19. Februar, nachmittags 2 Uhr versteigere ich im „Cötoen“, Reuenwcg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 2 Kassenschränke, 3 Büfetts, 2 Äre- d:nzen, 3 Divans, 4 Rähmaschinen, 1 Leder'essel, 2 Registrierkasien, einen Bücherschrank, 1 Standuhr, 3Auszieh» lische, 6 Stühle, 2 Chaiselongues, 2 Schreibtische. 1 Ladeneinrichtung. 2 Schreibmaschinen, ■ 1 Motorrad, 1 Flurgarderobe. 4 Solas, 1 Regu- latur, 1 bild, 17 Bände Brockhaus- Konversations - Lexiton. I Klavier, 2 Kleiderschränke, I Wäschekommode. 6 Dutzend Handtuchsgebilde, 2 Vaöcn» theken, 2 Schreibladenlasien, 3 Fahrräder, 1 Strickmaschine, 1 Spiegel- schrank, 2 Waschtische, 1 Schrank, 8 Pferde. Hebbel, Gerichtsvollzieher, Gießen. Dammstr. 241. tung des Stromes eintritt, während die ausgespeicherte Wärme zur Weiterbereitung der Speisen verwendet wird. Hierdurch sei es möglich, mit vor» bältnismäßig wenig Strom (ein Mittagessen für fünf Personen koste mit drei Gerichten eine halbe Kilowattstunde gleich 0,05 Marl), mehrere Speisen auf einmal herzurichten. Außerdem ermögliche der Apparat eine etwa fünfzigprozentige Fettersparnis, ganz abgesehen davon, daß die Nährstoffe bei dem Dämpfungsprozeß wesentlich besser onsgenützt würden. Besonders wichtig sei auch, daß die Hausfrau insofern viel Zeit gewinne, als die Speisen ohne Aufsicht vollkommen eßfertig zubereitet würden, ohne die Gefahr des Anbrennens. Im Anschluß an den Vortrag zeigte die Rednerin die vielseitige Verwendung des ..Etektro-Oekonoms", indem sie mehrere Speisen und Backwerke zubereitete. Auch die praktische Vorführung der mit dem „Elektro- Oekonom" verwendbaren Schnellbratpfanne zeigte große Vorteile für die Hausfrau Zum Schlüße erläuterte die Vortragende noch die Verwendbarkeit des Apparates als Heißwasserspeicher und Sterilisierapparat. An die praktischen Vorführungen sch'oh sich eine Verteilung von Kostproben, die den zahlreichen Besuchern vortrefflich mundeten. Die Verlosung mehrerer elektrischer Gegenstände bildete den Abschluß der Veranstaltung. weitere Lokalnachrichten im zweiten Blatt. Engel-Bronchia-Mlen voroeugena una nndemdi werden fett Jahren mit bestem Ariola bet allen Erkrankungen ) yltniuiifldoraan:.ucfon£>.*rd bet .lüsten, flslhma, Grims sie. und ieöet tirtaltunn mit beitem «rr-otq angewandt, schachtel 1.5 i ranko bei Vorctnienduna öeJ etetraaes au' üoitscheckkonta rim. UM7 Beitelten sie »cute noch bet Der cnMitoiß rramiirl a. M «. q, IS FtbM. kolaus 543)i dt? !t, in yIQl mhnbltf - lU5: ? imo seboÄ? Lvooi- n und A MM iota ß«1! r njtera!i>n Oberhess. Geschichtsverem Donnerstag, den 21. Februar 1929, abends 8'/« Uhr im Hörsaal des Physikalischen Instituts der Universität Vortrag von Herrn Prof. Dr. Vonderau, Fulda über Büraberg bei Fritzlar (Sestern vormittag gegen 9 Uhr wurde dem pülischen Gaswerk ein Gasrohrbruch in lei Stein st raße gemeldet. Das sofort ent- mLte Personal des Gaswerkes stellte fest, daß i ten Häusern Steinstraße 23 und 25 erheblicher tzaSgeruch zu bemerken war. Auf Empfehlung Wettervoraussage. Wettervorhersage für Dienstag. Meist heiteres und trockenes Wetter, Fröste teils wenig verändert, teils verschärfend. WettervoraussagefürMittwoch. Noch wenig Aenderung der Wetterlage wahrscheinl.ch. Lufttemperaturen am 17. Februar: mittags —5,8 Grad Celsius, abends —9,9 Grad Celsius: am 18. Februar: morgens —14,3 Grad Celsius. — Maximum —4,5 "Grad Celsius, Minimum —15 Grad Celsius. — (frb'emperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 17. Februar: abends —5,1 Grad Celsius, am 18. Februar: morgens —5,7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 7‘a Stunden. ?‘*N 1928 «Glätte ’ M0Dor2la> Nlung ölt onn' few alle » S ?5,n*' LU. Don der Lander-Universität Gießen. Der ordentliche Professor für Kirchengeschichte an unserer Universität, Lic. Heinrich Sornfamm, wurde von der Theologischen Fakultät der Universität Berlin ehrenhalber zum Doktor der Theologie ernannt. ** Personalien. Ernannt wurden der Lehrer an der Volksschule zu Alsseld Karl Dotter zum Oberreallehrer an der Oberrealschule in Alsfeld mit Wirkung vom l.Febr. ab: K. Hardt aus Altenkirchen zum Pfleger bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt bei Gießen mit Wirkung vom l.Febr. an — 3n den Ruhestand versetzt wurde auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten ab 1. März der Lehrer an der Volksschule zu Gießen Friedrich Görlach. •• Goldene Hochzeit. Am morgigen Dienstag können die Eheleute Konr. Schmidt, Reuenweg 40, daS Fest ihrer Goldenen Hochzeit begehen. "DerLlnterricht in berBolksschule vorübergehend geschlossen. Rachdem die Schillerschule wegen starker Grippeerkrankungen der Kinder bereits ab Samstagmorgen für den Unterricht geschlossen blieb, sind von heute ab auch die Pestalozzischule und die Goethefchule, zunächst bis übermorgen einschließlich, geschlossen wordeiu Rach den vorläufigen Disposi.ionen foH der Unterricht am kommenden Donnerstag wieder ausgenommen werden, ob das aber möglich sein wird, hängt natürlich von dem Stand der Erkrankungen ab. Zur Zeit liegen etwa 40 Prozent aller Kinder an der Grippe darnieder. •• E i n Berkehrsunsall ereignete sich am Freitagabend bei der üblichen Fahrt eines der Kraftwagen des »Gießener Anz igers" auf der Alsfelder Straße bei Grünberg nahe der Brücke, über den der »Grünberger Anzeiger" folgendes berichtet: Der Landwirt H. Schultheiß aus Weickartshain geriet auf dem Rachhauscweg vor den ihm entgegenkommenden Lieferwa'en des ^Gießener Anzeigers" und wurde zu Boden gestoßen und über,ähren. Die sosort benachrichtigte Gendarmerie ließ den Berunglückien schnellstens in ärztliche Behandlung bringen. Außer einem Bruch des linken Oberschenkels wurden zunächst keine Terletzungen festgeste.lt. Rach ärztlicher Einrichtung des Beines verbrachte der Lieferwagen den Derunglückten noch am Abend in seine Wohnung in Weickartshain. Rach den polizeilichen Feststellungen trifft den Kraftfahrer keinerlei Schuld. Schultheiß war ihm unbegreif- licherwcise direkt in den Wagen gelaufen. ** Elektrische Koch Vorführungen. Das städtische Elektrizitätswerk veranstaltete am Freitag- abend im Saale des früheren Hotel Einhorn einen Vortragsabend über die Verwendungsmöglichkeiten der Elektrowärme in der Küche, verbunden mit praktischen Vorführungen. Die Vonragende, Frau O b e r r e i ch, erwähnte zunächst kurz die Anwendung der Elektrizität als Licht- und als Krafterzeu- gung, um sich dann einaehend mit den Vecwer- tungsmöglichkeiten der Elektrizität als Wärmeerzeuger zu beschäftigen. Sie wies auf die gute Heizung des Saales hin, die einzig und allein durch Elektrowärme erzielt worden fei. Zu dem Hauptthema übergehend, zeigte die Rednerin die Nutz- barmachung der Elektrowärme in der Küche, wies auf die anfangs gemachten Fehler hin und stellte fest, daß bereits vor dem Kriege in dieser Hinsicht ein entscheidender Wendepunkt eingetreten war. Durch den Krieg sei Deutschland gegen das Ausland in der Elektrowirtschaft zunächst zurückgeblieben, heute stehe es auf diesem Gebiet aber fast an erster Stelle. Ein vorzügllches deutsches Erzeugnis fei der „Eleklro-Oekonom", bei dem wäh- reno der Zubereitung eine automatische Ausschal- ttn. zwei weitere W a s s e r r o h r b r ü che k-ineldet, und zwar je einer im Ricgelpsad und i» der Wolkengasse. Da die Anwohner den Dasserschaden alsbald bemerkten und das Ta'ifcttoctt umgehend benachrichtigten, konnten Nachteile für diese Mitbürger dadurch ver- nieien werden, daß die Wasserleitung sofort cbgestellt wurde. Die Sperre dieser Wasser- jjjLibr muß solange ausrechterhalten werden, bis i Ne Gasrohrschäden, die natürlich wegen der rtcutucHen Lebensgefahr für Mitbürger bei den Reparaturen den Borrang genießen müssen, be- , kiLigt sind. Die Wasserversorgung in den hißen Straßen wird einstweilen aus der Rach- kcschalt durchgesuhrt. Bekanntmachnng. Suf Grund der Vorschriften der Reichs- ttrtingungsDrbnung sollen die Fuhrlei- Ölungen für die dem Städtischen Tief- i.namt unterstehenden Betriebe für die acü vom 1. April 1929 bis 31. März 1930 i ffcchs Losen vergeben werden. 1470C Die Unterlagen liegen bei uns zur Ein- scdti Dffen. Ungebote sind bis zum Eröffnungster- him am Himwoch, 27. Februar 1929, vorm. 10 Uhr, ttrssHlossen, oerfiegelt und mit entsprechen- kr Aufschrift versehen, an das Städtische !i( sbauamt, Asterweg Nr. 25, einzure.chen. Zuschlags- und Bindefrist vier Wochen. Gießen, den 15. Februar 1929. Städtisches Tiefbauamt: Braubach. ta. Brandl b”™ Sonn, tnöbl. Zimoor, GuteKttcj». Tel. 1085 |Stellenangejote| Sereroigte rourbe am stü-che handelt, wurden im SelterSweg vor den treis ©iefeen) geboren. Säufern des Kunsthändlers H i r z und dcs er ^roDinjialöitefrion 2äie Gemeinde Jramenbaaj versteigert IlKtwoch, den 20. Jebruar 1929, 10 Uhr lomüitags, auf dem Gemeindehaus sollendes Kiesern-Nutzholz: 1410D Klass lb 159 Stück, 54,47 fm , 2a ““ ..... Gastspiel zu gewrnnen. - Bom Orchester verein totrb uns ge- Ur JcLen: Am Donnerstag, 21. d. M , veransta.tet So Orchesterverein sein dritte- Symphonie-Kon- yt in dec Reuen Aula der Universität. (Siehe Hi/:ge vom Sa.ns.ag.) Zum Bortrag kommen ^.ike von Beethoven und Mozart. A.s Dir.gent ffr dieses Konzert wurde Professor Oscar fjridncr, Wiesbaden, ein Musiker und Siri» Sil ersten Ranges, gewonnen. Als Solist totrb ier heimischer Künstier, Herr Franz Dauer ^-iior das dritte Konzert für B'wltne (mit Hesterbegleiiung) von Mozart spielen, um . weitesten Kreisen (besonders auch den wirt- Kastlich schwächeren) den Besuch guter Orchester» . rmzerl« zu ermöglichen, wurde auch diesmal f i äußerst niedriger Eintrittspreis auf allen «fäLen festgesetzt. Der Orchesterverein will mit i t Te.ansta.tung solcher Kon erce cls Liebhaber- Ttxfoe'Ler nicht berufsmäßig in den Dien t der inft treten, er will echte Bollskunst pflegen und kmlikverständnis in allen Schichten des Bolles V rbreiten. Der Orchesterverein bedarf für seine OIU0 nn3 »■<; >um jv r» »Sä Eflr Dies hie ................ .... 1 des OtortanL? ^tarebungen der Mitwirkung und des Derständ- an fin,h •" - M der breitesten Bolksschichten und erhofft M. L. . .en «V gu^n Besuch dieses mit hohen Llnkostrn 3rcu Dr. Boa Nordanlafl» 41. Tiichltacs Mädchen nicht unter 20 .V. tnfolne Erkrankung des fcubcnaen'Di -d- eben> iür >oiori ober l.'-Uiär^ fiel. 1477M Stau Pfarrer UlaQt Mtrdntia e l. Ehrliches MWl! vom Yonbc, ntd): unter 20 3abicn, das schon tn Sl.lltinfl war, für tageü et i fleinrftt 1486i | VMÜM. 45 I. I Verkäufe | Eichenes SNiüzmffer Umstände halber weit unter Prcls abAitflCben. I<71U -tetultrade 7 . Ladeneinrichtung o. kletn. Laden, nett, Umstande halber btlttfl abtufleben. Zu erftaa.tn oet (Sc- schftsst.d.(S.An».067v M u. Vrennholzverkaus aus dem Gemeindewald Ahdach m Freitag, dem 22. Februar 1929, vor- ulilags 9 Ühr, in der Gastwirtschaft Tasch Drw. zu Ahbach: 14720 1. 135 Eichenstämme 2. bis 7. Klasse, 83,50 fm. 2 34 Buchenstämme 3. bis 4. Klasse, 30,50 fm. 3.. 55 rm Eichennutzholz, 2 und 4 m lang. L 4,5 rm Lärchen- und F.chtennutzknüp- pel, 2,5 m lang. 5- 94 Ftchtenstangen 1. Klasse, 95 2. Klasse und 23 3. Klasse. 6- 165 rm Eichenscheit und knüppel. 210 rm Buchenscheck und -knüppel. 67 rm Nadelholzknüppel. 2700 Laub- und Nadelholzreiser. 2er Verkauf des Nutzholzes beginnt um !- Uhr. Atzbach, den 16. Februar 1929. Der Gemeindevorsteher. Brückmann. Ä heißt °5 ft» 'ÄM fit mit dn S«n nfn k? _____ Vn gehörte ^Gaswerks verliehen die Bewohner dieser ge hat üitIm»S k'Dcn Häuser ihre Wohnungen, um einer Ge- ' smLheilSgcfährdung oder -Schädigung vorzubeu- tn. Die Arbeiten zur Behebung des Roorscha- tnd wurden sofort mit großer Tatkraft in An- riff genommen und dauerten den ganzen Tag her biS nachts 12 älhr. Trotz dieser eifrigen !c»nühungen gelang es aber bis Mitternacht, als ic Arbeiter wegen der starken Kälte ihre Tätig- dl einstellen mußten, noch nicht, den Schaden zu Die beim Brand in unserem Laden beschädigten und beschmutzten Waren gelangen zu ganz besonders niedrigen Preisen zum Verkauf. GEBR. WEIL Neustadt 10. 1454A,' '..Kräuterhaus Jung, Schulstr. 5 ! Tee - Honig bei Grippe und Erkältung! Stadttheater Giefeen Allgemeine Vorstellung Sreitag, 22. Februar, Veiinn 8 Ubr Es gelang, aut 'jlu'füjritn«: „Der Prozeß Mar? Do^an“ Llar.eit tocrbrn an jede Perlon in nach- ftcbenbcn Siellen abgegeben: [1tab Allß.DeatlclierOewefldcliaitslinnil Schanzeunra e 18 A116. freier AngestelHenbnnd Iobannesstrane 15 GewerMiüaflsöanild.AngefielMen Dahnboiitrage 92 und an der Theaterkaffe. Preise der Plätze: Orchester, Reu e 1 bis 2.........Mk. 1L0 Soeirfiu, Reibe 1 Ins >4........Mk. 1/.0 Loerriitz. Reibe 15 biS IS.......Ml. 0L i. Rang uns \$o.ien..............Pik. 1.20 II. Rang..Mk. 0.01 Galerie... Mk. 0.30 Die ordeBll. Mil; lieder-Versammlw stutzet DlcuStag. den 26. Februar 1929 um 20.30 llbr. tu, ttolleaieugevändc. Universität. Vubreißfir. 23. HSrsaab statt. TageSordnunr: t. Bericht de) Borhandes 2. Kassenbericht, 3. EuUauuna des Vorstandes und Ka'sterers, 4. Ren» tdnbi mchtnusen ischer 2tnsschuh- mtiflheöer. L BerschredeneS. Ut.D Gießener StudenlenhUse e. D. VogelSbereec Fahrkuh siischuiclkens, m,' brm 3. Snl > -n vcd. Henchelbeiin., Wilbeluistra >e « eletb. 827. j Verschiedenes Stadttheater TienSta^lll.FetL ZO.ßi.nsrjfl-lio.Dtl von 20 b>s 22* < H Fl chsmannasErze» Komödie in 3 $>**• von Otto Ernst Wesen lseröe, Kefid fiaus- und llüchengerA Konkurrenzlos Wünch, Asterwes,..^, relevb. 1192. ^5 Besuch, die Feudel*’’ schale KnnsehMgjJ Ruttershausen, den 17. Februar 1929. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 20. Februar, nachmittags 1*/, Uhr statt U67S ablehen zu wollen. 1482D Gießen, 18. Februar 1929. 148 )D Porto wird gern erstattet I47IV ’/ Frietth Böll, Bad Oldesloe B 0678 Rumänische Anleihen IN I467D sowie Picssermiiii 11481V TechniFümlaoe Inbenieur-Schule MäscfHnenoaaEiertro- t rennt r, Hocd-u. Ttttoto, H7C T'l DRUCKSACHEN aller Ar, liefert die BrOhl'eehe Druci ere Gießen (Frankfurter Straße 150), Messel, Mainz. Darmstadt Frankfurt a. M-, Gostin L Poleo, den 18. Februar 1929. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 20. Februar, nachmittags 2 Uhr, aut dem Neuen Friedhol statt In tiefer Trauer: Philippine Kaub geb. Walz Dr. K. W. Schmidt und Frau Marie geb. Kaub Pfarrer K. Ramge und Frau Helene g°b. Kaufe Paul Will und Frau Elifabeth geb. Kaufe Franz Neumeier und Frau Lore geb. Kaufe Gertrud Kaufe und 6 EnkeL Alle rumänischen Anleihen sind zur Erhebung der neuen Urkunden einzureichen Zur Erhebung der Zinsrückstände sind alle nach dem 27. August 1911 fällig gewordenen Koupons einzuliefern 6 Akte nach dem bekannten Bühnenwerk »Lea Lyon* von Alexan'l. Biody. Ein Film.der in unerhört selten starken Bildern nie Lienesgeschichie einer Raböinerstochter und eines russ Prinzen schildert Sowie: Die neueste Ufa-Wochenschau Gießen. Duisburg-Ruhrort, Bieber (Kreis Gelnhaufen), Weitershain, den 18. Februar 1929. Die Beerdigung findet Mittwoch, 2O.Febr .nachm 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhols aus ftatt - Man bittet, von Beileidsbefuchen gev *tsci. Teter Nr. 34X172 übernommen hat Herr Karl Heidt, Giefeen, LAber- »trabe 15, ist aus meinem Betriebe ausgescineden und ist nicht berechtigt meine Sparkarten einzuziehen. Meine Sparmarken haben weiterhin volle Gültigkeit Ferner warne ich davor, sich von Konkurrenzuntemeh- mungen meine teilweise beklebten Karten abnehmen zu lassen. Diejenigen meiner werten Kunden, welche in diesen Tagen nicht besucht bzw. beliefert sind, wollen sich bitte an meinen Bez.-Vorst. Herrn Richard Beinhorn, Groben - Linden, Bahnhofstraße 98, wenden. Nachruf! Am 15. Februar 1929 verschied unerwartet Herr Kreiskassendirektor Adam Kauß. Der Entschlafene hat mehr als 25 Jahre das Amt eines Rechners der Landjudenschafl für die Provinz Oberhessen bekleidet und in nie ermüdender Arbeitskraft, gepaart mit ausgezeichneten menschlichen Eigenschaften, sein Amt in vorbildlicher Weise verwaltet. Wir werden dem Verstorbenen stets ein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorsteher der Landjudenschaft für die Provinz Oberhessen: Louis Marcus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Schreiner geb. Schlapp nebst Kindefti Größeres technisches Bureau in Gieren sucht einen durchaus gewiffenbaueii jung. Hochbautechniker mit inebiercn Jahren Praxi). Bewerber muh in Bauf.chluua und Be»l) mdlnn.en mit oaubenn und U.leineüin rnerfahren teilt Schriiniche Angebote nm Zeugnis, Lichtbild. Bcichiiungsiiuteriagen Veücnd* lauf u itei lin7i) an den (jiieii. Anreiner. Altersvereinigung 1869-1919 Wir erfüllen hiermit die traurige Ptlicht. unsere Mitglieder von dem Ableben unseres Alterskollegen Herrn Kreiskassendirektor Adam Kaufe Vorstandsmitglied und Rechner unserer Vereinigung geziemend In Kenntnis zu setzen. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. denn er war einer unseier Besten. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 20. Februar, 3 Uhr nachm. von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus. Wir bitten ihm recht zahlreich die letzte Ehre erweisen zu wollen. Der Vorstand. 14851 ZMlSWlLMW aus guter FauitUe, zur selbständigen Uebernahine uoit Ucbcriandivc'ttioneu von grvnein Uu ernchuien der Vcbcaa- eutttelbrunche gesucht, käuflich zu über» nehmender Vicferiunneu wird bet 77 an teil l^ieftener Anzeiger. Todes-Anzeige. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, unseren lieben Vater. Schwiegervater und Großvater Herrn Marcellus Balinski Stellwerkschlosser i. R. am Freitagabend, 11*4 Ubr im Alter von 74 Jahren zu sich zu rufen. Die trauernden Kinder. Illll!lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Erft kl. riiickcrwartuiabrik fucht für ihre bewahrt. z. T. toiitutrcnU. Lver- Milch- u. ^.nbnc-s.aianiclleit, Toffees. Huuen-Erlrifchiings-Bonbons-DrovS. tüchtigen Sevteetev welche» bei Grounbiiebm. d. Süuwar.' u. ^ebenLnruielbranche gut einge». tu. xUibnuev von 'Auto bcuoiAiint. Anacb. nut Reier. uni. W. V. 3754 an die Ann.- Erv. Hugo Bekers jerg, htt.u-Braunslild. Illllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllß Bölc schweren Dunser len: Indern. Mittags U67S zur Kenntnis, dalv.r \ ttöWk Ie anderer rog mir .36172 eidt, Gie&en, Uber iebe ausgesciueden int irten einzuziehen. eiterhin volle GüUigke m Konkunenzuntemti en Karten abnehmen i len Kunden, welcher w. beliefert sind, wolle Herrn Richard Bei» hnhofstraße 98, wendet MM WM Id in unserem jnd beschmutzten ngen zu M8Ü Proto kauf. WEIL ben (le* ’V$. 16,3cnuiau. loniS , j erkält**1® Nr. 41 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Montag. (8. Februar (929 Gießener Gtadttheater. „Ter Mikado." „Der Mikado" (oder: „Ein Tag in litipu"), ältere Operette von Gilbert, Musik von Sullivan, erlebte in der stimmungsvollen Inszenierung von fiand Baars (a. (93 und unter der sorgfältigen Orchesterleitung von Gustav G ö r l i ch eine hübsche Neuausführung, die man ruhig durchs Abonnement laufen lasten sollte. Die zweiaktige, burleske Operette erscheint in modernem Gewände, als ein Ausstattungsstück und gewissermaßen ein Mittelding zwischen phantastisch- romantischer Oper und Tanzrevue. Bunte Drachen- und Blumenvorhänge, Kimonos, Laternen und Sänften deuten stilgerecht die fernöstlichen Schau- Plätze Nippons an, geben Rahmen, Kulisse und Hintergrund für eine Handlung, die in manchen Motiven an das „Kirschblütenfest" erinnert, hier aber ganz ins Opernhafte, Unwirkliche, Groteske und Arodistische gewendet ist. In schnellem, fliehenden Wechsel folgen vieren bewegte Silber aufeinander, mit Tan^ Gesang, Re- zitativ, mit Solo-, Gruppen- und Mastenszenen. Im Mittelpunkt nicht nur dieser, sondern wohl jeder Aufführung, steht, dem Libretto entsprechend, seltsamerweise viel weniger die im wesentlichen repräsentative Figur des Mikado, als die groteske Erscheinung des Ro-fio, Iustifizierungs-Oberscharf- richters und beeidigten Hauptoperateurs in Tttlpu. Karl Reul, der sich nachgerade und verdientermaßen zum Liebling auch des hiesigen Operetten- Publikums entwickelt, machte aus seiner PaUenberg- rolle mit Parodie und Frankfurter Dialekt-Improvisationen im Februar etwas sehr Drolliges: das berühmte Bachstelzenlied (zweiter Akt, 13. Bild), sang er virtuos. Jenö N a b o r, lyrischer Lautensanger und sentimentaler Liebhaber, war stimmlich in großer Form, befriedigte aber weniger in den kurzen Dialogpartien: »in Höhepunkt seiner Darstellung war die schwärmerische Einlage „Ich weiß ein kleines Haus am Michigansee". Don den drei Schwestern und Mündeln Ko-Kos gefiel besonders die anmutige Steffi Domes- Orth in der Rolle der bräutlichen Vum-Pum; ihr zur Seite Käthe Itter und Elfe Mil berg. Fritz D i e st e l als würdiger Mikado, Nuschi Wiesner, eine drastische Katisha, und die SoloII papa italianissimo. Oie Aussöhnung mit dem Königreich Italien. Bon unserem ^-Korrespondenten Rom, 12. Februar. Als der Kardinal Ratti vor sieben Jahren zum Papste gewählt wurde, durchbrach er mit dem ersten Schritte die Tradition zweier Menschcnatter. Seit dem 20. September 1870, da die Truppen Viktor Emanuels die Bresche in die Mauer bei der Porto Pta schlugen und den Kirchenstaat zertrümmerten, hat kein Papst mehr die Arme gegen die Stadt der sieben Hügel, die in Wirklichkeit dreizehn sind, geöffnet. Schweigender Krieg herrschte zwischen Rom und Rom. Einmal ober, so ging die Legende, werde die Stunde kommen, wo der letzte zürnende Papst die Augen schließt und weißer Rauch aus dem Kon- klaoe die Wahl des großen Kirchenfürsten verkün- bet. Der wird bie Fenster öffnen lasten, bie zur äußeren Loggia über betn Portal bes Peters- domes führen, und wird hinaustreten und stehen über dem knienden Volk, umgeben von den Würdenträgern bes apostolischen Hofes mit ihren Bannern und Fahnen, zur Seite bie rotgekleideten Kar- binäle, die das Violett der Trauer abgelegt hoben, und während bie Schweizergarben die schweren Hellebarden aufsetzen und die Nobelgorden den blanken Degen nicht mehr verbergen, werden drunten die Soldaten des Königs die Waffen prüfen- Heren. Dann wird der neue Papst wie in alten Zeiten die Arme heben und den großen Segen aus- sprechen, über Stadt und Erdkreis. Und dann wird Frieden werben zwischen Kirche u n b Staat, zwischen König und Papst unb zwischen den Völkern, die guten Willens sind. So wollte e» bie Legende und sie erfüllte sich vor sieben Jahren, nach den sieben Jahren, die der Krieaspapst Benedikt XV. auf dem Stuhle Petri gesessen war. Pius XL schritt an der vorbereiteten inneren Loggia vorbei, ließ die Fenster zur äußeren öffnen, kaum daß der weiße seine Rauch aus dem Konklave aufgestiegen war, der verkündete: II Papa - fattof Das Teppichbanner mit dem Wappen des neuen Statthalters Christi wurde über bie Brüstung gehängt unb Kardinal Bisleri verkündete die frohe Botschaft: Nuncio vobia gaudium magnum! Ha- bemua pontificem ... Urbi et orbi, her Stadt und dem Erdkreis — wahrhaftig — dos Volk fiel auf bie Knie — der Papst hebt die Arme ... gegen Italien ... gegen Rom! Und die Soldaten des Königs erwiesen dem Pontifex die militärischen Ehren unb bie Glocken dröhnten über dem Grabe des ersten Apostels. Eine Woche später, am 12. Februar, der zweite historische Augenblick: die feierliche Krönung. Unb am 12. Februar bicses Jahres wird der Papst abermals in die Peterskirche herabsteiaen unb bann, so hofft man, abermals auf bie äußere Loggia hin- oustreten, biesmal aber zum Zeichen, daß na* siebenjährigem Kampfe der Friede nun tatsächlich gesch^xi sei. Bliebe nur noch der Friede zwischen den Völkern ... Nichts Neues also unter der römischen Sonne, denn diese Aussöhnung mit dem Quirinal wurde damals schon in die Wege geleitet. An Kraft unb Entschlossenheit allen Vorgängern seit hundert Jahren weit überlegen, betritt mit dem neuen Papste, so schrieb ich unter dem Eindruck feiner Persönlichkeit unb seiner ersten Hanblungen, ein Mann bie vatikanischen Gemächer, der sich der Macht feiner Stellung wohl bewußt ist. Mit ihm zieht der Wille zur außerkirchlichen Politik ein, dem wohl bie Tiara ansteht, ber aber auch das Zepter der weltlichen Stärke aus dem Staube ber Ideologie hervorzuholen gesonnen ist. Das ist der Sinn dieses Papstwechsels, das bte Bedeutung dieses Bruches mit ber Trabition, bie fein italienisches Rom kannte. Denn wenn Pius XI. gibt, so wird er auch fordern. Er wird der politische Papst aus Dillen werden, wie Benedikt XV. der Kriegspapst aus Schicksal wurde. Habemus papam: wir müssen das Wort wieder mit einem Anklang an die historische Zeit der großen Päpste oussprcchen. Heuft kann man sagen, daß Pius XL, wenn bie Zeichen nicht länger trügen, wenn nicht im letzten Augenblick ein Blitzstrahl aus heiterem Himmel ein mühsames Werk zerstört, sein erstes Ziel erreicht hat: die Aussöhnung mit dem König- reich Italien, wie sie diesem Papa italianissimo, wie ihn das Volk sogleich nannte, von Anfang an vorschwebte. Freiliiy darf man, um gerecht zu fein, nicht übersehen, bah schon sein Vorgänger auf dem Sterbebette ausgerufen haben soll: Mit Gottes Hilfe wirb es meinem Nachfolger gelingen, mein Werk zu vollenden! Das Werk ber Wiederannäherung an Italien. Anbere sagen aüerbings, Giacomo della Chiesa habe von dem Tage an, da er Benedikt XV. wurde, Italien völlig ignoriert und Gasparri, fein Staatssekretär, fei dabei sein Einbläser gewesen. Ganz Eingeweihte wußten dagegen, daß der scharfe Gegensatz nicht zwischen Papst unb König, sondern zwischen Benedikt unb Gasparri bestand. Wie dem auch sei, jedenfalls ist es jetzt Gaf parri, ber unter dem Schweigen bes Palazzo Chigi bie bevor- stehende Lösung ber römischen Frage verkündet. Unheimlich, dieses Schweigen des Partners. Noch nie ist wohl von ber Presse eines ganzen Landes soviel Disziplin verlangt und gehalten worden, wie in dieser Sache von ber italienischen. Das heißt: sie schweigt nur, seit bas Ringen zwischen Kurie und Faszismus in seine letzte, entscheidende Phase eingetreten ist. Vorher konnte man, wie erinnerlich, einer oft recht fdjarfen Fehde zwischen dem Osservatore Romano unb bem Popolo d'Italia beiwohnen, einem Kampfe, ber zuweilen durch ein Duell zwischen Arnaldo Mussolini, dem Bruder des Duce, unb Gasparri ausgefochten wurde. Aber seit dem Herbste des vorigen Jahres blieb die öffentliche Behandlung des Streites der — ausländischen Presse, den Gerüchtemachern und Friedensstiftern überlassen.Wir erleben bis zu dieser Stunde bas groteske Schauspiel, baß in einer Frage, bie bas gesamte Christentum bewegt, bas italienische Volk völlig aus dem Spiele gelassen, „wie ein unmündiges Kind behandelt wird", um mit dem alten Giolitti zu sprechen. Während außer- halb Italiens die Spatzen auf allen Dächern von einem neuen Kirchenstaat pfeifen, jeder freilich auf feine besondere Weise, härt man im Lande, das den Papst beherbergt, keinen Laut. Dreifache Herrschaft über Rom: Zepter, Tiara und Liktorenbün- Del — aber über die Teilung ber Herrschaft wirb nur hinter den Kulissen verhandelt. Wie ist das zu erklären? Nun, ganz einfach mit bem Wunsche bes Faszismus, sich keiner Niederlage mehr auszusetzen, noch- dem ber Vatikan auf alle direkten Annäherungsver- suche so grob geantwortet hatte. Erst mit bem Faktum wird Mussolini vor sein Volk treten unb bamit mit einem Siege, wie ihn keine Regierung vor bem Faszismus aufroeifen konnte. Es würde zu weit führen, alle Erfolge und Rückschläge, wie sie beide Lager kennen, aufzuzählen. Der durch die äußere Loggia symbolisierte Gedanke bes Papstes stieß noch im gleichen Jahre, im Oktober 1922, auf ein schweres Hindernis: die Einnahme Roms durch bie im Grunde kirchenfeindlichen Faszisten. Bald aber erkannte Mussolini, was eine Versöhnung mit dem Papste für sein Prestige bedeuten mußte. Er führte alfo das Kruzifix wieder in die Schulen ein, in das Kolosseum und auf das Kapitol zurück. Auf der anderen -Seite aber zerstörten feine Schwarz- Hemden rücksichtslos alle katholischen Zirkel und Kultstätten, so daß der Papst noch im heiligen Jahre, 1925, in einen wahren Derzweiflungsschrel ausbrach. Nach langem Hin und Her sand man sich aber wieder. Der Faszismus führte im Inneren eine Art Zentrumspolitik durch, die schärfsten Gesetze gegen bie Geburtenbeschränkung, bie Sitten- losigkeit, ben Schmutz unb Schund auf allen Gebieten, die familienzersetzenden Kräfte: der Vatikan seinerseits schwieg zu ben Dingen in Südtirol. Man verstand es allmählich, sich gegenseitig in die Hände zu arbeiten, der Zeit, bie seit 1870 stille geftanben war, einen neuen Impuls zu geben. Der Papst gab unb forberte. Es wird sich wohl bald zeigen, daß vor dem vermeintlichen neuen Kirchenstaat ein Konkordat steht, bas tief in die kirchenpolitischen Verhältnisse Italiens eingreift, unb das ist wichtiger als die vielen Quadratkilometer italienischen Territoriums, mit denen jetzt soviel phantasiert wird, bie Musso- lini aber nun unb nimmer hergeben wird Sicher scheint nur das zu sein, daß das bisherige Nutz- niehungsrecht des Papstes an ben vatikanischen Palästen in ein souveränes Eigentums- recht umgewanbelt, also ein schon praktisch tänzerin Elly Herley sind aus bem großen En- femble mit Anerkennung zu erwähnen. — Au-stat- tungschef: Hans Mohr; Tanzregie: Hans-Heinz K l ü f e r. Die Neuerscheinung fand vor schwachbesuchtem Hause eine freundliche Aufnahme. Wiederholungen werden empfohlen. Dr. Th. Oberhessischer Kunstverein. Conrad Felixmüller und Otto Jung. In der gestern, am Sonntag, eröffneten neuen Ausstellung des O b e r h e f s i s ch e n Kun st Vereins findet man neben einzelnen, aus ber vorher gezeigten Kollektion übernommenen Arbeiten — von Lenz, Spengel, Hecht unb Achenbach — Delgemälbe und Aquarelle von Otto Jung (Stuttgart) unb Aquarelle, Zeichnungen und Holzschnitte von Conrad Felixmüller (Dresden). e Beginnen wir mit Felixmüller, besten Arbeiten sich über ben vorderen Teil des Saales verteilen. Da sind zunächst acht große Zeichnungen figürlichen Inhalts — Porträt und Akt —, deren Eindruck vornehmlich von ihrem ausgesprochen linearen Charakter bestimmt wird. Kopf- und Körperprofil werden in großen, festen, z. T. ausfallend sicheren Konturen gehalten, bei fast völligem Verzicht auf irgendwelche plastische Rundheit, figürliche Fülle ober perspektivische Raumbeziehungen. Nur hier unb da die notwendigsten Strichschatten unb leichte Wischer. Die allenthalben stark betonte Augen- unb Mundpartte gibt in den meisten Fällen den Bilbern einen über die trockene Modellwiedergabe hinausreichenden Eigencharakter, ein wenig von ber berühmten „persönlichen Note". Dennoch interessieren bie Stücke — in ihrer Eigenschaft als Atelierstudien und Fingerübungen — mehr formal als gehaltlich; die gefühlsmäßige Annäherung des Beschauers wird auch durch eine gewisse, manchmal fast brutal wirkende Härte bes Ausdrucks — bie in ber„2Irbeiterfrou mit Kind" merkwürdig an Dix erinnert — nicht unwesentlich erschwert. Noch härter und unoermitielter stellen sich bie vorwiegend figürlichen und szenischen Kompositionen der Federzeichnungen bar, die im Gesamteindruck teils chaotisch und aufgewühlt, teils trocken unb gegenständlich tat Sinne ber neuen Sachlichkeit er» vorhandener Zustand jetzt legalisiert wird. Es bleibt bann jedermann unbenommen, bie schon in päpstlichen Besitz besinblichen Liegenschaften hinzuzu- nehmen und das Ganze als einen Irchen - ft a a t" zu bezeichnen. Man wirb auch in ber Folge darüber streiten, ob nun bie römische Frage endgültig gelöst ober nur ein wodns vivendi gefunden ist, ober es kann kaum mehr daran gezweifelt werden, daß Pius XL nun auch ben Weg von der äußeren Loggia herunter auf die Straße, zum Quirinal und Palazzo Chigl finden wird. Papst und Duce Arm in Arm — fia fordern ein Jahrhundert in bie Schranken. Der Rhein stehi! 3« -er Eiswüste zwischen Mainz und Loreley. — Ein seltenes Aaiurschauspiel. Zu Kuh zur Pfalz bei Eaub. — Hochwassergefahr bei Oberwesel. Don X A. Zichner, Regierungsbaumeister. Wiesbaden, 17. Febr. 1829. Der Rhein steht! — Da, wo sonst jahraus jahrein der Rhein feine Wasfermassen durch die hochragenden Derguser des Mittelrheingebietes zu Tal wälzt, wo sonst reger Verkehr herrscht von Frachtdampsern, langen Sch'e-pzügen mit sechs und mehr Kähnen, mit Kohlen, Holz, Erz, Oel und vielen vielen anderen Waren schwer beladen, im Sommer viele srohZestimmte Reisend«, Fremde und Einheimische, aus den Dampfern fahren und die alten, malerischen Rheinstädtchen mit ihren Türmen und den Burgen und Ruinen voll Lust und Freude am Sehen an sich vorbeiziehen lassen. — da ist jetzt Winlertod. Statt des immer gewohnten Rauschens ist jetzt Stille, lautlose Stille, so daß man erstaunt sein Ohr anstrengt, aber eS ist alles still, — nur hin und wieder bange jammervolle Schreie von Enten und TRö- ven, die keine Rahrung mehr finden können und ängstlich suchend über dem Gis schwebend, plötzlich in der irrigen Hoffnung, Was'er und Rahrung zu finden, abwärts niederstoßen auf eine dunkle Stelle in dem wild durcheinander getürmten weihen Schollenmeer. Totenstille ist eingetreten nach den Tagen, an denen sich die Schollen krachend gegeneinander fttehen. Mit donnerähnlichem Getöse barsten manche: an den Userrändern schoben sie sich zusammen, drängten übereinander, stellten sich schräg, hoch, senkrecht und die nachfolgenden rannten dagegen — und so türmte sich das grausige Meer mit seinen zahllosen Zacken und Spitzen, seinen Spalten und Rissen. 2ln den Felsen im westlichen Lauf neben der Pfalz bei Taub hat sich solch ein Eisberg aus Schollen zusammengeschoben, über zwei QKeter hoch ragt er au8 der zerklüfteten Eismasse empor, llrfraft der Raturgewalten! Bei Oberwesel sank in der Rächt von Mittwoch zu Donnerstag das unter der Eisdecke fliehende Wasser um etwa zwei Meter — und mit Krachen barst die große Eisdecke des Rheines an den Ufern, die große Mittelmasse senkte sich — und am Rand entstanden tiefaufklassende Spalten von zwei bis drei Meter Tiefe. Glatt gebrochen ist die Wand, zerplatzt, und man kann erkennen, wie die Eisdecke dicker und dicker wurde, wie sich die Schollen, durchschnittlich 15 bis 23 Zentimeter stark, übereinander geschoben haben, dann zusammengefroren sind — und so sieht diese abgeborstene Eiswand aus wie eine Detvnmauer, an der man die Spuren der Schalungsbretter noch erkennen fann. Reun, elf, ja dreizehn solcher Schollew- schichten konnte man am Fuße des Rohkopses vor den Felsen der 3ungfrauen gegenüber von Oberwesel am Donnerstag zählen, — und einen Einblick tun in das geheimnisvoll-gewaltige Schaffen der Ratur. Run steht der Rhein! Dor dem türmereichen Mainz, daS in früheren Jahrhunderten seiner Pracht wegen das „goldene" genannt wurde, gleiten gemächlich breite, tellerförmig rund ge- stoßene Eisplatten von vier, sechs, zehn und mehr Meter im Durchmesser zu Tal, dazwischen Heinere Stücke, und stoßen gegen die kantigscharf im Strom stehenden Brückenpfeiler. Der Main steht schon länger, kein Eis strömt von dort in den Rhein. Unb um die großen Inseln des Rheingaues haben sich breite, zehn bis zwanzig Meter breite Eisgürtel gebildet. Dichter und dichter wird das weihe Geschiebe, je weiter abwärts man kommt, und nur ein dunkler Streifen in der Witte verrät, daß dort noch der Rhein flieht. Die Heineren Seitenarme sind fest au- zugefroren wie eine breite, breite Strohe für Riesen mit zackigen scharfen Schottersteinen aus zerbrochenen Glasscheiben frisch hergerichtet, bie der glättenden Dampfwalze harrt, so sieht solch ein gefrorener schmaler Rheinarm von weitem vorn erhöhten Ufer auS. Lllles drängt sich mehr unb mehr zusammen. Bei der Hindenburgbrücke staut es sich — unb eS hat ben Anschein, als ob man schon einen zusammenhängenden Weg über bie Schollen finden könnte. Zwischen RüdeS- heim und Bingen ist noch viel Wasser zn sehen. Die Rahe ist schon längst eine glatte Eisfläche, zum Rhein hin mit abgrenzenden Pfosten abgesteckt, beim dort schieben sich noch Die Schollen. Am Mäuseturm und am Dinger Loch staut sich daS Eis: über die Felsen befl Dinger Loches türmen sich die Schollen hoch — und sausen mit Krachen und Donnern, denk Drängen der nachfolgenden nachgebend, über bie FelSbarriere rheinabwärts. Die dunllen Flecke, letzte Spuren deS Wassers, werden immer seltener. Lei AhmannShausen sind keine mehr zu erspähen, und schon kann man waghalsige Dorschen sehen, die, über die Schollen hin unb her springend, sich einen Weg suchen zum aiw deren Ufer. Run steht der Rhein! Kein Schieben und Krachen und Reiben der Schollen mehr! Allent- halben sieht man schwarze Strichlein über bem Eise tanzen. Meist ZungenS von 15 bis 18 Zähren klettern unb springen jubelnb in den zackigen und kantigen Eisbergen herum, lleberall, wo eine Ortschaft ist. sind viele Einwohner trotz ber scharfen Kalte von 20 Grad Celsius am Ufer, manche steigen auf bem Eife herum, vorsichtig — staunend — zaghaft, denn eS ist nicht nur das seltene Raturschauspiel, es ist auch das zu Dewußtsein kommende Unfaßliche, daß der gefürchtete Strom nun in Eisseffeln gebän- dicht sei! — Bei Drcchtingshaufen sind am Rande noch viele Wasserlöcher von dem Einsinken und Drechen der Eisdecke während der letzten Rächt. Strudelnd quirlt daS Wasser unter dem Eis hervor — unb überflutet die Ränder, wenn solch ein Gisstück berstend sinkt. 3n Riederheimbach sieht man ein damp- sendeS Wasserloch: ob hier aus dem Grunde des Rheines eine warme Quelle entströmt, tote sp manche kohlensauren Sprudel weiter rhein- «abwärtS bei Rhens, bei Andernach — wer weiß es? Der sonst so bekannte Rhein ist plötzlich gleichsam ein ganz neues, interessantes Stück Erde, ein neues Forschrmgsgebiet, geworden. Don Lorch über die Inseln nach Riederheimbach hat sich scheinbar eine Verbindung gebildet, eine Linie von kleinen, schwarzen Strichen, springende, winzige Menschen, tanzen dort hinüber und herüber. Es ist ein toilber Weg, aber jeder will es versuchen, alt unb jung, ein Vater mit seinem kleinen Zungen von etwa 4 Zähren klettert behend von Scholle zu Scholle, unb dem Dübchen wird erst später, nach Zähren, in der Erinnerung die Wichtigkeit dieses seltenen, eigenartigen Spazierganges voll zum Dewußtsein kommen. Denn solches bleibt unvergessen, und selbst In einem ganz jungen Kindergehirnchen wirb ein berartiges Ereignis sehr scharf registriert. Wie gut erinnere ich mich noch an den Tag im Winter 1892/93, wo ich als fünfjähriger Zunge über ben Rhein gehen durfte! scheinen. Einige (,,Moulin Rouge" z. B.) muten wie expressionistische Restbestände an, die noch nicht überwunden oder modifiziert werden konnten. Alles übrigens fehr energisch, z.T. minutiös in der Technik. Sehr gut das ausdrucksvolle Bildnis eines Musikers, an der Settenwand. Wie weich und mit welchem subtilen Farbengesühl Felixmüller zu arbeiten versteht, zeigen einige der hiernach und demgegenüber beinahe Überraschenden Aquarelle: etwa der fast empfindsam gemalte „Segler vor Helgoland" und ein vortreffliches Selbstbildnis, sehr fein im Ton, übrigens auch noch mit Nachklängen vom Expressionismus her im Kolorit. In anderen, benachbart hängenden Stücken wirkt sich die Freude am Farbenspiel für unser Empfinden zu stürmisch und unharmonisch aus, zumal hier die oft weich ineinanderfließende, typische Aquarelltechnik nicht überall angewandt ist, am wenigstens gerade da, wo sie die Temperamentsausbrüche einer ziemlich undisziplinierten Palette wohltuend hätte ausgleichen können. (Waldlandschaft z. B.) — Gut und charaktervoll sind hie Holaschnittbildnisse von Rohlfs, Kreis und Felixmüller felbft — MS ein ausgezeichneter Porträtist erweist sich ber Stuttgarter Maler Otto Z u n g. ber mit einer Reihe von Dilbnisfen (vorwiegend aus Gießener Privatbesih) vertreten ist unb im Hinteren Raum außerdem eine Kollektion von Freilichtstücken vorführt. Unter den Porträts besticht vor allem das sehr reife Dildnis Prof. M. im Profil nach rechts: ber markante Kopf vor einem ruhigen, dennoch kräftig heraushebenden Hintergrund pointillistisch aufgelodert, in un- gemeiner Lebendigkeit und Raturtreue. Wir halten dieses Bildnis für bas beste Stück der ganzen Ausstellung. Eine ähn iche. leicht pointill erenbe Manier zeigt auch daS benachbarte Freilichtporträt emes Kindes. Ueberhoupt beweist Zung eine leichte unb glückliche Hand gerade für Ätnberbllbniffe, wie mehrere, sehr gelungene Beispiele beweisen. Der Eindruck ist um so überzeugender in jenen Fallen, wo bet Deschauer auf Grund persönlicher Dekanntschast Dildnis und lebendes Modell zu vergleichen in ber Lage ist. Zwei liebenswürdige Frauenporträts unb zwei koloristisch ein wenig an Zumbusch erinnernde Kinderköpfe seien noch genannt Die gleiche vornehme Faroenkultur findet sich in einer größeren Gruppe von heimatlichen Landschaften, Architekturstücken und Etädtebildern wieder. Wir notieren hier etwa das in Beleuchtung, Farbton und Gesamtstimmung sehr eigenartige, große Stuttgarter Strahenbild, den stillen, beruhigten „(Sbätfommertag an der Elbe", bie „Schwäbische Alb" und eine weiträumige Lahn- landschaft. hth. Kunst und Technik. „Gemeinsam ist Kunst unb Technik die Gestaltung, wobei die technische Form nicht selten ein ebenso starkes Vorstellungsoermögen erfordert wie die Kunst: aber diese Gestaltung ist verschiedener Art, hat andere Ziele und Mittel, damit einen anderen Gesamtcharakter. Die Kunst bleibt auch dort, wo die Technik in sie eingreift, oder sich mit der Technik verbindet, in weitgehendem Maße selbständig, benützt jene nur als Mittel zum Zweck und beeinflußt deren Form als Form im künstlerischen Sinn. Die Technik ist eine wissenschaftlich-praktische Leistung, die sich der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse, Er- kahrungen und Gesetz« wie der Mathematik bedient, um mit vorzugsweise mechanischen Hilfsmitteln ihre Zweckaestaltuug durchzuführen. Die Kunst ist eine sinnlich-geistige Schöpfung, die den ganzen Men- fchen sinnlich-geistig-seelisch erfaßen will — nicht für einen realen Zweck, sondern für eine durchaus ideale Wirkung: sie ist in praktifcher Hinsicht vollständig interesselos. Die Technik hat aus sich keine ästhetischen Absichten, diese eignen ihr nur zufällig: ihr Fehlen beeinträchtigt deshalb auch nicht chren Wert. Für die Kunst ist das Aefthettsche Wesens- sorderung." (Entnommen einem Aufsatze „Kunst und Technik" von Josef Popp im Februarheft des „Ä u n ft m a r t s", München, Verlag Georg D. W. Callwey.) Lochschulnachrichten. Bon der Medizinischen Fakultät der Universität Frankfurt a.M. sind als Privatdozenten zuge- lassen worden: der Assistent Dr. med. Helmut Mommsen für das Fach der Kinderheilkunde und der Abteilungsvorsteher am Sozialhygienischen Untersuchungsamt Dr.med. Ernst Srmonson für das Fach der Arbeitsphysiologie. Seitdem hat sich daS CiS beS RheineS nie mehr gefetzt. Man rechnete in Anbetracht der verbesserten Stromregulierung ja eigentlich gar nicht mehr damit, daß das Eis des Rheines sich sestfetzen würde. 3m De.gieich mit früheren Jahren muhte also schon eine erheblich starke Kälte kommen, um ein« so gefährliche ©Lauung zu verursachen. Denn recht bedeutend ist der Unterschied in der Dew> gung der Oberflächen des Rheines, des großen Stromes, und seinen Rebenflüssen, die wesentlich kleiner sind, deren Strömung nicht so stark, die ruhiger mit weniger bewegter Oberfläche dahinfliehen, so dah sie leichter festfrieren können. Der zur Zeit herrschende niedrige Wasserstand, ein Glück im Hinblick auf die bei späterem Tau- Wetter eintretende Hochwa sergrsahr. brachte -eine Verengung des Flußbettes. wodurch die Mögl.ch- feil einer ©Lauung natürlich größer wurde, denn die RandschoLlen, di« sich zuerst am Ufer gebildet hatten, brachen ab, trieben vn die offene Strömung. stiehen sich in dem enger und enger werdenden Flußbett und klemmten sich endlich an der engsten Stelle, an der Loreley fo fest zusammen, daß der Rhein stand. An dieser engsten Stelle, an der Loreley, sind die Ufer kaum 9) Meter voneinander entfernt, während der RheLn oberhalb Dingen, zwischen Geisenheim und Winkel annähernd 600 Meter breit ist. Erschwerend und besonders bei niedrigem Wasserstand gefahrvoll sperren in diesem vom Rohstem, Kammereck und Loreley eingeengten Tal unterhalb Oberwesel die Klippen der „Sieben Jungfrauen" den Flußlauf. Hier staute sich das Treibeis zuerst und Oberwesel sah di« ersten Fuh- gängec über das Rheineis gehen. 3nzwifchen hat sich das nachtreibende Eis Weiter auswärts.ebenfalls sestgefetzt. Don Lorch- Ha u l c n führt ein Weg hinüber nach dem Dacharacher Ufer, ein Weg. der in vielen Zickzackfuhrungcn durch kleine Stecken mit Fähnchen gezeichnet ist, etwa wie man im Hochgebirge mit Farbfleckcn den Wanderer durch das Steinmeer zu führen versucht. Unterhalb Dacharach sieht man aber vom Ufer aus noch dunkle Waficrlöchcr, an deren Rändern hundert und mehr Enten und Möven fitzen. Don Eaub zur Pfalz und weiter zum linken Ufer ist ein reger Fußgängerverkehr. Und wenige Meter weiter unterhalb sieht man wieder Wasserlöcher, die bei der anhaltenden Kälte wohl bald zu- fricrcn oder sich mit Windeis bedecken werden, dann für Waghalsige sehr gefährlich sind, wie überhaupt das Ueberschreitm des Rheines sicherlich nicht ohne Gefahr ist, es sei denn, daß man die von den Fährleuten meist an den Stellen der sonstigen Fähren angelegten Wege benutzt. Unterhalb des Blücherdcnkmals ist ein solcher Weg, und der beste und breiteste ist bei Oberwesel. Hier ist der Weg mit kleinen Fichtenbäumchen abgesteckt, in g.rader Linie hat der Fährmann einen ebenen etwa anderthalb Meter breiten Weg durch das Cis geschlagen, an den Ufern wehen Fahnen und drüben am Roßstein hat sich ein fliegender Händler installiert, der Glühwein und Grogs verschenkt. Auf dem Eise steht ein Photograph, der Dilder zur Erinnerung macht- kühn auf den Eisschollen inmitten des Stromes, im Hintergrund das malerische Rheinstädtchen Oberwe el mit seinen prächtigen Türmen und Kirchen läßt sich manche Gruppe phctographieren — den bequemen Weg sieht man ja nicht — und der Photograph hat dauernd Arbeit, kamen doch schon in den beiden Tagen, seitdem der Rhein steht, mehrere hundert Fremde, um dieses Schauspiel zu sehen. So hat die altertümlich« ©Ladt Oberwesel plötzlich einen regen Fremdenverkehr, und man kann diese kurz« Elückszeit der emsigen Stadt wohl gönnen. Aber die Freude ist getrübt, denn die Furcht und Sorge vor dem kommenden Unheil lastet schon schwer auf dem Bürgermeister und den Einwohnern. Da sieht man. wie die vor dem Bahndamm stehenden Schuppen bereits Das große Grauen. Vornan von H. A. von Byern. Urheber-Rechtsschutz d rch Verlag Oskar Meister. Werdau. 10 Fortsetzung. Nachdruck verboten Ein zweiter Fansarenstoß. di« Flügeltüren nach dem riesigen S^ei'esaal wichen geräuschlos zurück, und ich bot meiner Tischdame den Arm. 3n den breiten goldgeränderten Sektschalen perlte der prickelnde Schaumwein, ein alter Herr mit burgunderfrohem, borteauxro «in Gesicht und wehendem, weißem Schnurrbart klingelte an sein Glas. ^Wec ist das, bitte, ©täfln?“ fragte ich flüsternd. „®raf Erdödy Ianos...“ Der Typ eines Grand-seigneurs der alten Schule, straff, sehnig wie ein Vollblutpferd. Die Schnurrbartenden hingen herab, daß es aussah, als seien zwei Polarfüchse, deren buschige Lunten herausragtcn. in der scharf gebogenen Hakennase zu Dau gefahren. Knittelverse aus dem 6tcgreif: „llnb ich sehe sie schon von weitem Auf Eseln und Kamelen reiten!“ Aber die Hauptsache wat da, Stimmung! Run mußte auch ich als Braut,ühtet ein paar Worte sprechen, keine lange Rede, nur einige pro verbes, die in ein »Weidmannsheil auf allen Wegen" audLlangen. Gräfin Sophy drückte mir die Hand, fest, hir$: „Weidmannsheil, ja, was Lieber s hätten Sie mir nit wünschen können!" „Und daß Sie und Vinzenz glücklich werden!" tagte ich ernst, dann klangen mit feinem, Hellem Bitbcrton unsere Römer aneinander. „Glück... was verstehen Sie darunter?“ 3ch beugte mich vor, sprach leise, hastig: „Das Cinswifen zweier Menschen in guten und schweren Tagen, in frohen und trüben Stunden, eine Liebe, die tief ist wie das Meer und lauter wie Gold, die das Höchste und Einzige sein muß im Leben und Sterben!" „Das... Einzige?" Cs war nur wie ein Hauch. „3a, Gräfin, — das Einzige, was Bestano hat, wenn alles andere zusammenbricht, wenn der Alltag grau in grau erscheint und das Herz müde werden will auf dem steilen, steinigen Lebensweg. Dann zu toifien; Einer steht bei mir als mein treuer Kamerad, einet, öefien Hand ich fassen und halten kann, der mir Schutz und Schirm ist. dem ich mein Höchstes gebe, meine Liebe und Treue!" Ganz tief neigte sich das Haupt mit der gölte schimmernden Flechtenfrone, dem spinnwcbseir.en Schleier unter dem grünenden Myrthenkranz, und abgebrochen werden, die Landebrücke der stolzen Rheindampfer ist schon in Sicherheit gebracht, und die Bäume der Anlagen werden einen schweren Stand haben, wenn das Cis bricht und sich in Bewegung setzt! Rur mit Grausen kann man daran danken, was da kommen wird! Wenn das TauweLler plötzlich kommen sollte, wenn sich die Schollen hochbäumen, so wie ein Bild in der Stadtchronik aus dem 3ahre 1833 zeigt, wo die Eisberge vielfach hoch übereinander geschichteter Schallen bis zum Bahndamm standen, wenn sich an der Loreley ein Eis- Wall höher und höher schiebt, das Tal gleichsam wie eine Talsperre verriegelt und aus den dahinterliegenden vier Kilometern einen Stausee machen würde, bann kämen Hochwasser und Cistreiben über die Stadt und kein Keller, fein Haus bliebe davon verschont. So sorgt man vor — und sucht dem Unheil zuvorzukommen. Die Strombauverwaltung sprengte an der Loreley bereits ein etwa 200 Meter großes Stück ab, ein Versuch, der bei einer gefahrdrohenden Stauung bann wiederholt werden fort, um so die Bildung eines hohen Ciswalles zu ocr, intern, zu verhindern, daß sich das enge Tal auf viele Kilometer hinauf in einen Stausee verwandelt und Hochwasser die Stadl Oberwesel überflutet und das gigantisch« Raturschauspiel des in Eis gebändigten Stromes nicht zu einer Katastrophe wird, deren Ausmaß man nicht auszudenken vermag. Denn bet gefesselte Riese könnte seine F:s- seln sprengen und sich für die angetane Fesselung schwer rächen. So ist bereits überall die Stromwache eingerichtet und im Falle dar Gefahr gibt es viel Arbeit und Mühe. Einstweilen aber freut man sich noch des seltenen Schauspiels, genießt den sonderbaren Anblick und wandelt auf dem Promcnatenweg ruhig plaudernd über den Rhein, hinüber und herüber, und ist sich des geradezu historischen Augenblickes bewußt, des Ereignisses, daß man über den Rhein geht! Aus der Pwvinzialhauptstadt. Gießen, den 18. Februar 1929. Kälte Erinnerungen. Aus Ranstadt (Kreis Büdingen) wird uns geschrieben: Die nunmehr über sechs Wochen anhaltende Kält« weckt die Erinnerung an ä.jn* sich« lange Frostperioden. Schon mehrmals wurde in dieser Zeitung des den älteren Leuten nur zu gut noch bekannten Winters 1879/83 gedacht, der vielen Schaden anrichtete, besonders auch an Bäumen, die noch zu sehr im Saft standen, so baß bie stärksten Buchenbäume im Walde an besonders kalten Plätzen mit bonnerähnlichem Krachen aufeinanderbarften. Der Chronist von Dauern he im bei Ranstadt berichtet darüber: „Rachdem am 19., 23. und 21. Rovember 1 bis 2 Grad Reaumur Kälte herrschte, begann bereits am 26. Rovemter bis 28. Dezember (in£L), also 4y2 Wochen lang, eine Kälte, die bis zu 18 Grad Reaumur stieg. Bis zum 10. Januar herrschte Tauwetter. Becev.s am il. 3anuar 1880 s:hte Die Kaur erneut em unv hielt vrS zum 8. Februar (infL), also volle vier Wochen, an. Der kälteste Tag war der 20. 3anuar mit 19 Grad Reaumur." Doch sei hier auch noch des Winters 1829/30 gedacht, der e.enfalls ungewöhnlich lang und hart war, über den uns der Chronist von Ranstadt erzählt: „Cs fror 80 Rächte hintereinander, so dah das Thermometer nicht eine Minute während dieser Zeit über Rull stieg. Der Schnee lag 2 Fuß tief. Die Mühlen, die kein Quetltocf er hatten, standen aber in dieser Zeit stille, und di.se mußten täglich geeist werden. Einige Wochen hatte man nur geschroten Brot, viele hatten gar keins und lebten von Kartoffeln. Aus der Wetterau ließen viele, namentlich die Bäcker, in dem Dörfchen Merkensritz im Vogelsberg bei Gedern mahlen. Das Holz war teuer, zu Frankfurt galt der Stecken (ein klein wenig wieder fühlte ich einen Händedruck, leidenschaftlich. heiß... Ein schwirrender Ton flog auf, das Lachen und Gläserklingen verstummte... Zwei Lakaien zogen an vergoldeten Schnüren einen weinroten Vorhang zurück, der den Saal nach einem zweiten, kleinen Raum hin abschloß. Auf einem erhöhten Podium saß eine Zigeunerkapelle, braune, sehnige Gesellen, hochaufgerichtet stand der Primas, die Geige am Kinn, und nun sang und schluchzte es, dazwischen raste das Cimbal, eine wilde, alle Sinne und Rerven aufpeitschende Weise — Tschardasch. Wie die Augen der Frauen blitzten, die Stirnen der Herren glühten! Das war nicht der Wein allein, war ein Erbteil, bas im Blute lag — Pußtaluft! Mit einer schrillen Dissonanz brach das Spiel ab. langsam stieg der Primas herab, ging hoch- ausgerichtit, den scharf geschnittenen Kopf leicht zurückgeworsen, auf meine Tischdame zu und beugte das Knie. Ein paar ungarische Worte, die ich nicht verstand. dann wandte sich das junge Mädchen lächelnd zu mir: „Kennen Sie die Sitte des 3ns-Ohr-Geigens? Es ist die zarteste Huldigung, die ein Ungar einer Dame erweisen kann.. So still war es geworden, bah man bas leiseste Knistern der Fkammenke.zen in den hohen, sechs- armigen, aus Si'ber getriebenen Armleuchtern hören konnte. Und nun klang ein Ton auf, süß, sehnsüchtig, werbend... die „Daccarole" aus „Hoffmanns Erzählungen". „Schöne Rächt, du Liebesnacht, Komm', stille das Verlangen! Süßer als der Tag uns lacht Tie holde Li:besnacht! Es entflieht die Zeit mit Macht Der zarten Liebe Dangen, Ferne dieses Ortes Pracht Entflieht die Zeit mit Macht. Zephyre lind und sacht. Die uns kosend um angen, Zephyre lind und facht. Haben uns Küfse gebracht!" 3ch fühlte einen Schauer der Erregung, heißer, schneller rann baS pul ende Dlut durch die Adem. Aber da tönte auch schon Händellat chen: „Cljen! Eljen!" 3d) blickte auf: die Türen standen weit offen, ein Dutzend Durschen und Mädels in grün- rotweißen Kostümen schritten paarweise in den Saal, und nun raste Droben aus dem Podium wieder ein Tschardasch los. knallten die Sekt- pfropfen. - Der Vinzenz trank mir zu, nach allen ©eiten hin mußte ich Bescheid tun. Gras Pernegg hob sein Glas: „Baron, wenn's 3hna recht is. mach' ma halt Bruderschaft!" Und Der Poldi Pürkstcin tat's ihm nach. Die jungen Damen wiegten sich in mehr als V/i Meter) 12 bis 13. ja 18 Dulden, hier 9. (Das sind knapp die heutigen Preise, nur mit dem Unterschiede, bah bas Geld damals einen vielleicht dreifachen Wert hatte. D. D.) Weil infolge bes langen Frostes bar Main und alle Flüsse zugefroren waren, fo baß nach Frankfurt Den Main herao fein Holz aus Bayern zuslos.en war. so wurde von Lande her, auch aus ur.farer Gegend viel Holz nach Frankfurt gebracht. So fuhren di« Reinstädter Dauern mit ihren Karren etwa 500 ©Leden dorthin. Die schwersten Frachten gingen über ban Main und große Fässer wurden von Den Küfern über Dem Feuer Darauf gebunden. Bei dieser großen lang- andauernden Kälte blieben aber Me. schon und Vieh, nur die Schafe ausgenommen, bi* fast alle zugrunde gingen, recht gefrnb.“ — Die jetzige Kälte bringt stark in bie Gebäude ein, überall in unseren Dörfern entstehen Waffe.'laitungsrvhr- drüche. Heule wurde der ganze Keller eines hiesigen Hauses in Wasser gesetzt, so daß bi? Hauptleitung abgestellt werden und bie Bewohner Ranstadts wieder, wie ehemals, an Den paar Brunnen, die f:it Anlegung Der Wasserleitung übriggeblieben, ihr Was er i * Eimern holen mußten. Selbst in Felsenkeller "ß.'ingt bie Kälte ein und sind schon Kartoffeln und Dickwur^eln erfroren. Die Schäden für bie Landwirtschaft ( 2000 n« .u 1000 TT. 4989 35953 37753 43664 146277 150062 152985 154238 176142 189696 275884 319433 340828 344672 392251 78 ©,h"m.e m 500 TL 3669 7917 36718 40734 48091 57399 60931 77152 77791 79866 83.65 92583 96114 102692 114261 115227 120052 32740 147672 152962 154497 1551.38 167918 171031 196586 220878 221213 231769 236944 239151 256282 264456 266661 273425 288248 288441 361286 368016 381741 gen&et Rachfrage in die Höhe. Der Zentner gutes f leisten tarnt. — Gastwirt und Mejzgermeister Ruü. Bergheu ist nicht unter 6.50 bis 7 Mark zu, Ringshausen, Besitzer des Gasthauses „Zur haben. Stroh zu Futterzwecken (Gersten- und Alten Post' hier, verlauste seine kleinere Wirtschaft Hascrdrusch) kostet bereits 1,83 bis 2 Mart am Marktplatze dahier an Bäckermeister W. P f l u g « •= c- • aus Neuenhain im Taunus für 15ODO Mark. Die Kreis tytutuberg. Uebernahme soll am 1.März erfolgen. 185705 235447 238200 259879 368858 20 Gew..'»« in 1000 9H. 78 >5 43267 162753 173153 210606 2122.30 235230 255987 335609 363294 74 »etoinnc .u 500 52769 60186 696.34 91338 ----- ------ ------ 137499 189074 2785,5 320438 362848 2 Vetomne in 10000 TI. 220733 2 Gewinne ,u 5000 DL 90502 ------ 6677 r. Dobenhausen. 16. Febr. Am 1., 2. und 3. Juni findet hier das Sänger fest des Vogelsberger Sängerbundes statt,mit dem die Fahnenweihe des hiesigen Verc.nS verbunden ist. Da das Fest mit 53 Dundesvereinen und über 23 Gastvercinen. sowie verschiedenen Turn-, S^ort- und Radfahreraereinen bed.utende Ausmaße annehmen wird, ist der Verein eifrig tätig, die Vorarbeit zur Zufriedenheit aller zu 20 (Seiptnue >u 3000 M. ---- 201131 213843 226488 311410 334072 3C6077 172 »etnn.ne »n 300 M 73 10736 17755 24884 2998» 30795 31184 31550 36595 40140 40768 4738» 50965 53462 55'91 61752 65445 67957 68774 68^63 103138, I11893 119057 -----0 134198 1 1222 Oberheffen. Landkreis Gics;crr» w Klein-Linden, 16. Febr. Der hiesse Geselljchastsoercin „Burgundia", einer der ältesten Gcselljchaftsoereine der näheren und weiteren Umgebung, feiert am 14. und 15. Juli sein SOjähriges Bestehen. Die Vorbereitungen zu dem Fest sind eifrig im Gange. Die Musik wird ausgeführt von dem Musiktorps des 1. Vati. Inf.- Regis. Nr. 15 in Gießen. Eine große Anzahl aus- wärtiger Bereinigungen haben ihre Teilnahme an dem Feste bereits zugesagt. ___. - Hattenrod. 15. oebr. 3m Herbst vorigen IahrcS wurde in unserem Orte ein (Sfef luige• I- »uchtverein unter dem Vorsitz des Lehrers D r a u t gegründet Der Verein hat bereits einen guten Aufschwung genommen Aus den letzten Geflügelschauen des Verbandes oberhessischer Ge- slügelzuchtvcrcine und der verschiedenen (Bezirke konnten einige Mitglieder Ehrenpreise erringen. Die Freude an der Geflügelzucht ist dadurch unter den Mitgliedern stark erhöht worden. Der Verein ist dem Verbände oberhefsischer Geslugel- zuchtvereine beigetreten. Der erhebliche Aufschwung des jungen Vereins ist vor allem der tatkräftigen Führung durch den Vorsitzenden zu verdanken.. 5ebr gestrigen Au h - Holzversteigerung im Sicher Stadt- Walde wurden folgende ^Erlöse erzielt. Stämme: Buchen 3. Klasse 27 bis 29 Ma^. 4. Klasse 30 bis 34 Wk.. 5. und 6. Klas.e 3o bis 40 Cmt ; Eichen 1. Klasse 20 bis 22 Wk.. 2 Klasse 25 bis 29 Mt. 3. Klasse 31 bis 40 Mt. 4. 5Aasse 52 bis 60 Mt. 5. Klasse 65 bis 70 Mk 6 Klasse 74 bis 90 Mt: Fichten la-Klas e 18 bis 23 Mark. Ib-Klasse 2l bis 25 Mt. 2a-Kla e 26 bis 27 Mt. 2b-Klasse 28 bis 29 Mt, 3a-St a fe 30 bis 45 Mt. 4a-Klasse 45 Mt. 4b-Älahe 45 Mt, 5a-Klasse 45 Mt: Kiefern 2. Klaste 20 bjS 27 Mt. 3. Klasse 29 bis 31 Mt. 4. Klasse 35 bis 40 Mt: Eschen 1., 2. und 3. Klasse 20 bis 25 Mt: Birken 1., 2. und 3. Klasse 19 biS 21 Mk. je Festmeter. D e r b st o n g e n. Achten 1. KIasie 2 Mt. 2. Klasse 1.50 Mt. 3. «lasse 0.80 Mk.ie Festmeter: Dohnen st angen: Fichten 3X0 St. je 8 Pfennig. T # Aus dem oberen Horlofftal, 17. Febr Die ungewöhnlich st a r k e n F r o st e es wurden - 26 Grad Ce sius gewesen — der letzten Woche haben größer en Sch aden verursacht. 3n vielen Hauskellern sind die Xar- tofsclvorräte teilweise oder ganz ersrorem ob- wohl die Besitzer durch Stroh- und Mistpackun- gen Schutzmaßnahmen getrof.en hatren. Da die Haus- und Scheuer.ellec wegen des verhältnis- mäßig hohen Grundwosserstanl.eZ im allgemcinen nicht besonders tief sind und die Kalte bereits 80 bis 90 Zentimeter tief ins Erdreich ernge- drungen ist. sind auch die äußeren Schichten der Dickwurzvorräte dem Frost zum Opfer gefallen. Man sucht den weiteren Frostschäden vorzubeugen, indem man Oefen in ine Keller bringt und langsames Drikettfeuer unterhält. Der Frost hat auch in den Dickwi^z- und Kartoffelmieten im freien Feld großen Schu- den angerichtet, nur da. wo rechtzeitig starke Strohabdeckungen aufgeschichlet wurden, sind feine Frvsteinwirkungen entstanden. Auch unter dem Jungviehbestand hat der Frost Opier gefordert: besonders erstgeborene Ferkel sind wenig widerstandsfähig. so daß auch in den Stallungen Cc en zur Aufstellung gekommen sind. Die Preise für Ferkel find in stetem 6tci ;en begrif en, das Stück, sieben Wochen alt. kostet jetzt 25 bis 30 Mark, gegen 18 bis 20 Mark um die Jahreswende. Auch die Futtermittelpreife gehen infolge stei- 93195 95362 '22167 130593 153616 164177 167980 173146 178779 201764 235333 231946 282446 330632 349571 355922 357079 371343 82 ®»®inne jn ROO T'. 13350 23811 32152 38930 - " 51123 62020 66343 85004 112403 116161 ----- ------ ------ -------- 165936 2274<7 257992 310132 399391 224 Ont-ume ro 300 «Hl 5837 8695 10786 1371» ---- 27123 31532 32659 39235 52271 68083 64133 70290 80934 81280 88064 93240 102985 gn |UQ 11 e xjvj v f w. ___ 83:164 84358 94748 I 00168 107835 109168 ....... 116635 119464 >22030 ec'na’u^i'ü 1000 M. 14187 41269 63487 87541 84106 125598 170801 259566 260684 265483 30f60 6002öfD 1169 6068 10963 16050 06573 30954 38867 40886 42193 42451 46290 49401 66351 66825 128137 150651 174638186197 238218 277578 287892 318793 339108 33972» 342176 349982 351646 371367 374324 389085 184 (ftctvume au 300 rn 64 77 12021 17238 22824 28546 37855 42278 45560 48323 51200 58679 62766 67583 75572 76923 78'24 7879J Auf jede gezogene Nurmr.er sind zwei gkidi hohe Een inne gefallen, und -war se einer aus die Lose gleicher Nuinmcr in den beiden Abteilungen I und H Kreis Büdingen. H Aid da. 16. Febr. In der jüngsten Ge- meinderatssitzung wurden u. a. folgende Beschlüsse gefaßt: Der Zuschlag der Arbeiten für die Errichtung eines Sechsfamilien- hausessür Beamte der Reichsfinanz- i Verwaltung, wie er in der Sitzung vom 23. Dezember v. I. beschlossen worden ist, war ausgesetzt worden, weil inzwischen das Kreisamt Bü» dingen die Genehmigung zu der Aufnahme eines Kapitals zur Vestre tung der Kosten für Wajser- leitungserweiterungsarbeiten in Höhe von 30 000 Mark mit der Begründung abgelehnt hatte, daß I mit der Genehmigung der erforderlichen Kapitalaufnahme für das Sechsfamilienwohnhaus der Kredit der Stadt Atdda auf Jahre hinaus erschöpft sei. Aachdem aber das Kreisamt die Kapita.'aufnahme von 30 000 Mk. nachträglich genehmigt und außerdem die Genehmigung weiterer Kapitalausnahmen zum Zwecke der Durchführung von anderen Projekten, insbesondere des Kanalisationsprojektes. unter der Voraussetzung, daß die'e Kapita.'aufnahmen eine Erhöhung der Umlagen nicht im Gefolge haben, in Aussicht gestellt hat. soll der endgültige Zuschlag der Arbeiten erfolgen. — Es lagen eine Anzahl Anträge auf Ermäßigung der Sondergebäudesteuer für das Jahr 1923 vor, die sich sämtlich darauf stützten, daß zwischen dem Mietwert les Anwesens und einer fünfprozent.gen Verzinsung deS Steuerwertes ein erheblicher Unterschied besteht. D'.e Anträge wurden ebenso wie d'.e bereits früher gestellten zahlreichen Anträge ähnlicher Art abgelehnt, weil nach Ansicht des Semeinderats von einem Härteausg'.eich im (Sin-e[falle nicht mehr die Aede sein kann und im übrigen die Steuerermäßigungen für die Stadt finanziell nicht tragbar wären. -- Ein Gesuch um teilweisen Erlaß des Anlieger- beitrages zu den Kosten für die Anlage von erhöhtem Fußsteig wurde aus prinzipiellen Gründen abgelehnt, dagegen soll dem an sich bedürftigen Gesuchsteller auf Antrag die Zahlung in Teilbeträgen aestattct werden. △ Nidda, 18. Febr. Heute begeht hier, wie schon kurz berichtet, der Bäckergeselle Peter Spangenberger sein golbenesArbeits- j u b 11 ä u m. Ununterbrochen ist er in ein und demselben Bäckereibetrieb seit fünfzig Jahren beschäftigt und hat während dieser Zeit drei Meistern treu und fleißig gedient. Als 15 Jahre alter Junge trat er bei Bäckermeister Karl ß u p p hier in die Lehre und führte nach dessen Tode das Geschäft der Witwe selbständig weiter, bis deren Sohn, der jetzige Inhaber, Philipp Rank, es übernahm. In Freud und Leid hielt Spangenberger treu zu der Familie seiner Arbeitgeber. Sein charakterfestes Verhalten, sein Fleiß und sein bescheidenes Wesen haben ihm die Achtung und Wertschätzung aller, die ihn näher kennen lernten, erworben. Deshalb wurde ihm auch zu seinem Ehrentage von vielen Seiten herzliche Glückwünsche, Geschenke und sonstige Anerkennun- gen zuteU. Der Vorstand der Bäckerinnung des Kreises Büdingen übersandte durch seinen Dorsttzenden, Obermeister D i l l e m u t h in Büdingen, dem Jubilar ein herzlich gehaltenes, höchste Anerkennung zollendes Glückwunschschreiben. Der Jubilar erfreut sich trotz seiner 50jährigen anstrengenden Tätigkeit noch einer bewundernswerten Rüstigkeit, so daß die günstigste Aussicht besteht, daß er noch lange Zeit seinem Dienscherrn wertvolle Unterstützung ist im Vergleich za den großen Seeriesen, die mehr als 45 000 Tonnen haben, eine armselige Barke. Wan betet viel für dieses Schiff, damit eS immer g.ücklich feinen Bestimmungsort erreicht. Venn die eS Schiff Labrador erreicht hat, stimmt die am User versammelte Gemeinde ein Lob- und Danticd an. Gut nat morilla nut (Aun danket alle Goll) heißt es. Drei bis vier Tage x>rc* bleibt das Schiss. 3n diesen Tagen werden Die Brief« für die Heimat zurechtgemacht. Auf der Insel lebt ein alte- frommes Paar, Josua und Berta. Viel GutcS wird von ihnen gestiftet Hier sieht man. daß der Friede GolteS auf ihnen ruht. DaS Land bewirtschaften tonnen die Eskimos nicht. Sie leben fast nur von Jagd und Fischfang. Dor allem hat man es auf See- hund?aUe!e?en, die im Herbst bei ihrer Wände- rang abgesangen werden. Hat einer vie.e Tieve aesangen so ist er em reicher Mann. Don solchen Tieren erhält der SSklmo Kleidung. Nahrung und Drand. Dicht wahr ist. daß der Eskimo in der (Regel nur von Tran lebe. Die Missions- reisen sind immer mit Gefahren verbunden. Da das Land aus Derg und Tal besteht, gibt es hier leine Wege. Im Sommer benutzt man das Doot, im W.nter den Schlitten. Auf diesem von fünfzehn Hunden gezogenen Schlitten wird das ganze Gepäck. Hundefutter, Lebensmittel. Schlaf- sack. Schncemesse. Hundepeitsche. Hemmschuh und Schneeschuhe mitgeführt. Darüber ist eine Eis- bärendecke gespannt, die bei der Aast als Teppich dient. Während der Missionar die Dewohner besucht, baut der Führer die Schneehütte, die in einer Stunde sert.ggestellt ist. Dann werden in der Hütte Gottesdienst und Vorträge gehalten. (Beim Fortgehen sagen die Eingeborenen ihr Lakko meg (danke schön). Dann geht es wieder zurück zur Station K.llemel. Es ist unsere Pflicht, zu helfen, daß die Heiden leben können. Eine Mutter pfiegt ihr K.nd als ein teures Kleinod, und fo sollen auch wir die Mission Pflegen. •• D. H. D. - Iugendtag in Danz i g. Man schreibt uns: Es mehren sich die Falle, in denen größere Verbände und Dünde ihre Tagungen in den großen Städten und geschichtlich bedeutenden Stätten des Ostens abhalten. Diese Maßnahmen sind sehr zu begrüßen da daZ Deutschtum in den Grenzlanden heute besonderer Unterstützung bedarf. Dies gilt vornehmlich auch für die vom Mutterlande getrennte Provinz Ostpreußen und für das in jeder (Beziehung vom (Reich gelöste Danzig. Diese Gebiete ringen schwer um die Erhaltung ihrer deutschen Art. Deshalb sind alle Gelegenheiten zu begrüßen, die bezeugen, wie stark wir im (Reich und unsere deutschen Volksgenossen im fernen Osten einander verbunden fühlen. Anfang Juli will nun der Deutsch- nationale HandlungSgehillen-Derband fernen (Reichsjugendtag in DanzigS Mauern abhalten. CS ist erfreulich, daß auch dieser Verband feine Tagung nach Osten einberuft, sind doch zu ihr viele Tausende jetzt ind Leben wachsende 3ung- lauslcute aus allen Teilen des Aeiches und aus Deutlchcstcrreich zu erwarten. Der Veranstaltung ist um so größere Dcdeutung beizumessen, als mit ihr eine Deihe von Lehr- und Wanderfahrten durch das gesamte Grenzgebiet verbunden ist. Q Alsfeld, 16. gebt. Die in der jüngsten Stadtverordnetmsitzung zur Vor'age g komi.ene Dechnung der Stabtkafi'e vom Rechnungsjahr 1927. die für die Abteilung „B:trieb" mit einem Dcch- nungsrest von 93 038 Mk. abfchließt, gibt ein I bemerkenswertes Dild über die auch im Dech- 1 nungsjahr 1927 von der hiesigen Stadtverwaltung entfaltete rege Tätigkeit. Von der All- I gemeinhcit wird anerkannt, daß in den Jahren nach dem Kriege recht erhebliche Deue- rungen und Verbesserungen geschasicn worden sind. Es wurden drei neue Straßen ausgebout und in verschiedenen Straßen neue Bürgersteige angelegt. Die Kanalisation wurde im größten Teil der inneren Stadt durchgeführt. Die Mehrzahl dieser Straßen wurde zugleich neu gepflastert, und zwar die hauptsächlichsten Straßenzü^e mit Kunst-flasterstcmen. die ein besonders gutes Pflaster gewährleisten. Auch auf dem Gebiete des Wohnungswefens ist seit dem Kriege recht erhebliches geleistet worden. Wäh» I rend vor dem Kriege die Stadt als städtische Gebäude nur das Dcthaus. Wei-Haus, Hochz'il - Haus. Dle ick Haus. D ntirrt Herb rge. a'te Lta' > und a'te De.i schule mu hnjto rt cha t ihe (Em- tcrschule in Verwelt^.-.g h'.tle un) i.i d efen G - bäuden nur vier Wohnungen und drei Burea 's vorhanden wrr.n, hat die Stasiaerw I ung bil Ende des Dcchnunosjahres 1927 in ga ze.i 75 Familien in start scheu Gebäuden unt rg druckt. wurden neu von der Stadt gebaut da) Zwö f- | sa nilicnhaus. 2 Zweifem l cnhäufcr ii d r Sil - mann-Schnabelflreße, 2 Secks a e i ienhau^.r daselbst. ein Zweifam'.lienhaus in der Damdach. ein Doppelhaus, sowie ein Dreifami ien^aus am Sandweg und das Deichsf'.na^zbecmt nhaus in der Dambach. Für den privaten Wohnungsbau wurden 103ODO Mark zur Ver uzung gestellt. Ferner wurde der Sportplatz a.n Lind-.nplatz a .- gelegt, ein nach den modernsten Grunds, tz.n cia- | gerichtetes Schwimmbad erbaut, die neue Fest- ; Halle, sowie die Unterste! hrl e für Vieh errietet und der ErweiterungZbau der Gewer esckule aus- ceeführt. Außerdem warde da) Het l ,Deutsches Haus" erworben unD umgebaut und der Bau des neuen Postgebäudes in Angriff g n-mmen. Für die kommenden Jahre stellen der Stadt noch weitere größere Aufgaben bevor: die FDrtführung der allgemünen Kanal.satlon. di: Errichtung einer Kläranlage und ein Erweiterungsbau für die Stadtschule. Diese Au'gaben können allerdingZ. soweit solche nicht unbedingt als dringlich a.izusehen sind, nur im Dahnen der fortschreitenden Entwicklung zur Aus.üh- rung gelangen, um eine übermäßige Belastung der Steuerzahler zu vermeiden. Erwähnt sei noch, daß nach den Feststellungen dec hessischen TreuhänderstUle für die Ab ö.ung der Markanleihen der helsi chen Gemeinden und GLmelnde- verbände die Steuersätze der Stedt A sfeld nicht übermäßig angespannt sind, sondern als normal angesprochen werden können. tefr Alsfeld. 16. Febr. Tei -er gestern ab- gehaltenen Dren nholz Versteigerung aus dem städtischen Walde Dümmling wurden im 'Vergleiche zu der letztjähri'en Versteigerung wesentlich höhere Preise erzielt. Die Preise für Duchen- und Eicheicknüppel stellten sich im Durchschmtl auf 10 bis 11 Mark für den (Raummeter, für Kiefernstöcke wurden durchschnittlich 550 Mark für den Meter erzielt, für Fich'.en- stöcke etwas weniger. Das anfallende Dutzholz wird im Wege der Submission verwertet. — Gestern sand auf dem Aathaule die Aeuver- pachtung der Jagd in derGemarlung Alsfeld auf die Dauer von 9 Jahren statt. Der Erlös für die in vier Dezrrcen verpachtete Jagd betrug insgesamt 1795 Mark, gegenüber 1052 Marl in der Pacht Periode von 1923 bis 1929. — Dei der an der hiesigen Qberreal- schule unter dem Vorsitz von Oberstudlendirektor Angelberger von Grünberg als Vertreter WSN. Friedberg, 16. Febr. Die hiesige $ Geiß - Nidda , 17. Febr. Die hiesige Ge- Schillerschule wurde auf Anordnung des meindejagd, die 486 Hektar Feld und 40 Hek- Krcicgcsundheitsamtes wegen Grippe bis zum tar umfaßt, wurde zum zweiten Male oer- 25. Februar geschlossen. Mehr als die Hülste pochet, ba die erste Verpachtung vom Geme'mdcrat der Schülerinnen ist an Grippe erkrankt. nicht genehmigt worden war. Bei der zweiten Vcr- ss. Friedberg, 16. Febr. Der Zuchtverein pachtung wurden 100 Mark jährlicher Pachtbetrag für schwarzbuntes Niederungsvieh j mc()r erzielt so daß mit 500 Mark Höchstgebot im Kreise Friedberg hielt giftern hier seine Steinbruckbesitzer Nickel in Ober-Widder:heim Hauptversammlung ab. Der stellvertretende Vor- ^nd Hospächter Schuch junior auf Hof-Schlcifeld sitzende, Oberamtmann Güngerich. Hof Engel- ~ - tal, begrüßte die Erschienenen, besonders den Vertreter des Kreisamtcs, den Direktor des hiesigen Landwirtschaslsamles, den Kreisoelerinärarzt, den Vertreter der Gutsreform und den Vorsitzenden des Landwirtschaftskammerausschuffes Oberheffen. Den Geschäftsbericht für das abgclaufcne Jahr erstattete Ockonom-erat Spieß. Die Entwicklung der Zucht hat erfreuliche Fortschritte gemacht. Zu fordern ist, daß die Leistungsprüfungen durchgcfuhrt werden, was seither in weiterem Nahmen aus Mangel an Mitteln nicht möglich war. Da wegen der Konkurrenz der Milchkonservensabriken m.t einer wesentlichen besseren Gestaltung der Milchpreislage nicht zu rechnen ist, gilt es, die Produktion mög- I bewältigen. lichst zu verbilligen. Landwirtschaft rat Dr. S ch a d Glashütten. 16. Febr. In den letzten berichtete über die Lcistungsprufung der Niede- mu6^te vormittags die Schuleaus- rungstiere, die von dcm hie 'gen.^ndw.^schasisamt fallen, da die Zentralheizung nicht in der Lage jetzt auf dem Hofgute Wlckstadt durchgcfuhrt werde, toQr 6ä € durch uwärmen. Die Temperatur und deren Refultat wohl in etwa einem Jahre end- nur _L 4 Grad gültig vorlicge. Oekonomierat Breidenbach wies 3 _ . 1R b-uliaan auf die Wichtigkeit dieser Aktion hin Die Landwirt- I Ober-Lais. 16. Febr. De^ der heutigen schastskammer werde in dieser Richtung tun, was in H ? e r st « l 6 er u n g e ihren 6'rnften {fr>hn 71 jo frithcr erhielten Rcfultate I D idda in unserem Otte wurden für Brennho.z hi en Kräften stehe. Die scltyer erzicuen aiciuilale | nuf)(>rnr^^tIifh 93ror> rr Vielt. Buckenscheit- fcien befriedigend. Oberreallehrer Ringshaujen erstattete die Rcchnurasablage. Die Einnahmen belaufen sich auf 3842 Mark, die Ausgaben auf etwa 1900 Mark, lieber den Voranschlag für das kom- menbe Jahr äußerte sich Oekonomierat Spieß. Wenn sich her Voranschlag auch an die Rechnung Weibcbenutzuna 300 Mark unb für Ankauf von ilmgebung und füi ö.e Erwach, mi^n öen ©r du Zucht, unb Nutzvieh 1000 Mark. Beibe Betröge sol- f tlm „Chang vor. Der in Himerind.en auf- len in der Hauptsache dazu dienen, den Mitgliedern genommene Fum war der vraLckvollen die Frachtkosten ganz oder teilweise zu ersetzen. Bei Kuttursilmstelle bis letzt a^gt^ In ^acktvollen genügender DcteÜiguiig wird in diesem Jahre wie- Ausnahmen wurven die Land.chaft und d: Aietc der ein gemeinsamer Einkauf in Oslfriesland vorge- gezeigt. Jüt d.e Etdkunde wurde den Schulern nommcn werden. Zum Schluffe betonte Regierungs- hwr unschatzba.es Anschauungsmater.al geooten. asscssor Baltz als Vertreter des Kreisamtes, daß |_ ©too-(Sieben. 16. Febr. L/.e große Kalte bic Regierung ben Bestrebungen bes Vereins jetzt wirkt sich auch auf die DrennholzprÄse aus. Bei geneigter gcgenüberstehe unb ihn gern unterstützen der gestern hier statt-ehabten H o l z v e r st e i- _ * gerung wurden für Buckenvrugel 14 Mark, für Dad-Dauheim. 16. Febr. Hotelier Duchenscheitholz 18 Mark je Raummeter geboten. Lorenz Jeschke. Mitbesitzer des hiesigen Ende Januar konnte man das Raummeter Grand-Hotels, ist in Frankfurt a. M. nach schwe- Duchenscheitcr noch für 12 bis 12,50 Mark er« rem Leiden im Alter von 53 Jahren verstör- | halten, ben. Er war einer der anertanuMten d:u"chen und internationalen Ho elsachleute. Er war früh-er in der Direktion des Streitschen Hotels in Hamburg. des Adlon-Hotels in (Berlin und in anderen Häusern von Weltruf tätig. Seit 1912 führte er gemeinsam mit Hole ier Zorn ta3 h e'ige Grand- Hotel zu seiner heutigen internationalen D:deu- tung empor. Sein« Tätigkeit hack wesentlich zum Aufschwung unserer Dadestadt 6eigetragen, weshalb Bürgermeister Dr. Abl auch in einem besonderen Schreiben an die Angehörigen W Verstorbenen das Beileid der Stadt ausgesprochen hack. Hessen im Betrage von zwölf t wesentlich überzeichnet D f V Berlin. 14. .^ebtnnr Devisenmarkt Berlin—Aronksurt 2 : I e l e q r a । hisch Auszahlung. die Ab- Hand der vor- n P. Letzte Nachrichten. 1 SOOOperfonen ,u!?uß über denMein. Cleve, IS.Febr. (IVTV. Juntfprud).) Vas an- gewöhnliche Erlebnis, den Rhein an seiner b r e i l e st e n Stelle auf deutschem Gebiet zwischen Eleve und Emmerich zu Jufi überschreiten zu können, hatte gestern große Menschen- massen angelockt. Die Straßenbahn hatte einen Sonderverkehr bis zum Rhein eingerichtet, der aber nicht ausreichte. Viele Hunderte legten infolgedessen den zwei Stunden weilen Mcg zum Rheinuser zu Fuß zurück. Da au» Besorgnis vor etwaigen Katastrophen der Verkehr über da» Rheineis geregelt war und Passierscheine ausgegeben wurden, lieh sich feststellen, dah gestern etwa 15 600 Personen den Strom auf diesem un- gewöhnlichen Wege überquert haben. Ein polnischer Antrag ans Auflösung LeS Deutschen Doltsbundes? Kaltowlh. 18. Febr. (WTV. Funkfpruch.) Wit die „Polonia" von gut unterrichteter Seite ersah- ren haben will, wird die polnische Regierung auf der Märztagung des Völkerbundsrates einen besonderen Antrag auf Auflösung de« Deutschen Volksbundes wegen seiner »antistaatlichen Arbeit" stellen. Keine Spiele. Die grimmig« Kälte machte gestern Haltung sämtlicher Fußball- und ballmeisterschaftsspiele trotz handen«n Terminnot unmöglich. Der gestrige zweite Tag begann mit einer 4xl00-Meter-Lagenstaffel, die Hella« Magdeburg gegen Sparta Köln gewinnen konnte. Weltmeisterin Hilde Schrader ließ sich das 2^0-Meter-Damn'en-Drustschwimmen nicht nehmen. 3m 46>Meler»Freistilschwimmen wurde bet drei Startenden der Göppinger Pa Ick Sieger vor Schrader, Hildesheim. Ein zweites Unentschieden erzielte die Berliner Städte- Wasserballmannschaft mit 5:5 gegen London. Das Länder-Wasserball- spiel Deutschland — Frankreich endete mit einem 8.1 (4:1)-Siege der Deutsch.n. Europameister Riebschläger, Zeih siegte im Springen vor dem Spandauer Neumann. De- r i ch s, Köln, gewann das 1. Freistilschwimmen 100 Meter mit Handschlag ge^en den Magdeburger Arendt. Ebenso knapp war das Ergebnis im 200-Meter-Drustschwumnen zwischen Sietas, Hamburg, und D u d i g, Köln, wobei der Hamburger das belfere Ende für sich hatte. Er erzielte die gute Zeit von 2: 53 und war damit s/io Sekunden besser als Dudig. Meister Küppers ließ sich das 100-Meter-Rückenschwimmen nicht nehmen und siegte überlegen in 1:11,6. Gute Leistungen zeigte Grothe, Poseidon Berlin, im Turmspringen, das er sicher vor seinem Klubkameraden M a r a u h n gewann. Unter 28 Teilnehmern wurde Schrader, Hildesheim, im 2. 107-Meter-Freistilschwimmen Sieger in 1: 04 vor Langer, D. S. S. B., 1:04,2 und Schweitzer, Magdeburg 66, 1:04,8 und benötigte damit nur 4 'n Se.. mehr als der Kölner Derichs. Reue deutsche Hallenbestleistung. Bei dem am gestrigen Sonntag vom EimS- bütteler Turnverband veranstalt.ten 7. Hallensportfest stellte dcr deutsche W.Itrckerdrnann und Olympiasieger Hirsch seid (Allenstein) im Kugel st oben m'.t 15,12 M:t:r e ne deutsche Hallenbestleistung auf. Zweiter wurde Siebert (Eimsbüttel) mit 13.40 Meter und Drittes Boß (Victoria) mit 13,15 Meter. Vom Wintersport. 3n den Kämpfen um die Schwarzwald- Skimei st «rschaft siegte gestern im Gesamt« klaffement der Norweger Dlomseth vor Stei- ert, Lenzkirch. In Nürnberg erzielte gestern die Eishockeymannschaft des S. C. Riehersee mit 15:1 einen überlegenen Sieg über die Eishockeymannschaft des l.F. C. Nürnberg. Auch die Hockey- Gesellschaft Nürnberg wurde mit 7:1 von den Gästen abgefertigt. An der Terg-Isl-Schanze bei Innsbruck stellt« gestern bei einem Länderspringen Deutschland — Oe st erreich der norwegische Olympiasieger Andersen mit 63 Meter einen neuen Schanzenrekord auf. 2« = ? E g 3 o : Wz Uh e au. 1.1» Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angetübrten Zistern geben die Höhe der zuletzt belchlostenen Dividende an. — NeichSbankdiskont 6,5 Prozent. Lombardzinsfuß 7,5 Prozents worden. Verlangsamter Anstieg derAibelirlofigleii Dom 15. bis 31. Januar hat die Zahl der Hauptunterstühungsempfäntzer in der Arbeitslosenversicherung (emfchließlich d«r S o n - derfürsorge bei berufsüblicher Arbeitslosigkeit) um weitere 176 000, oder 8,6 Prozent zugenommen. Die Steigerung ist also g er in - ger als in den tior auf gegangen en Wochen. Insgesamt gab es Ende Januar in der Arbeitslosen- versicherun z rund 2 222 000 Unterstützte. Hierbei ist zu be...ecken, daß in einer Neihe von Bezirken die Zahl der Unterstützungsempfänger in der Sonderfürsorge bei bemssüblicher Arbeitslosigkeit vorläufig nur geschäht werden konnte. Auch die Hauptunterstühungsempfänger in der Krisenunter st ützung haben weniger zugenommen, als bisher. Ihre Zahl betrug Ende Januar rund 145 000 Personen, gegen 138 000 in der Mitte de« gleichen Monats. Kün-iqung -es Lohnabkommens in -er Frankfurter Metallindustrie. WSA. F r a n k f u r t a. W.. 16. Febr. Der Ber- band der Metallindustriellen für Hessen und Hessen-Nassau hat an die hiesigen Metallarbeiterverbände ein Schreiben gerichtet, in dem er das am 1. April 1928 in Wirkung getretene Lohn- und Akkordabkommen zum Wlauf der zweiten Woche nach der letzten Lohnwoche im März 1929 kündigt. Als ®runö der Kündigung wird angegeben, bas bestehende Lohnabkommen möglichst langfristig vereinbarungsgemäß zu verlängern, um für diese Zeit wenigstens eine stetige Äaltu- lationsbasis und sichere Arbeitsweise auf Grund der gleichbleibenden Löhne auch der Metallindustrie zu gewährleisten. Die Metall- industriellen haben weiter den Wunsch ausgesprochen, dah hinsichtlich der Akkordregelung die Wiederherstellung des früheren Zustandes der Berechnung der Akkordbasenstaffelung nach den Altersklassen des Lohntarifs verwirllicht wird. Die 'Derhandlungen über die Vorschläge sollen am 28. Februar stattfinden. Oie Regierung hat keine Beanstandungen in Wetzlar. WSN. Wetzlar, 16. Febr. Die Koblenzer Negierung hat jetzt der Stadtverwaltung Wetzlar einen 40 Schreibmasthi- nenseiten umfassenden Bericht über die Prüfung der städtischen Frnanz- und Vermögenslage z^r A.-uherung em- gereicht. Die Prüfung erfo.gie bekanntlich, well erhebliche Llebcrfchreitungen bei gojeren stab tischen Projekten Beunruhigung in ore Bürgerschaft getragen hatten, so dah in einer öffentlichen Versammlung schwere Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung erhaben wurden. Das Wesentlichste des Prüfungsberichts ist, dah er diese Vorwurfe nicht nur entkräftet, sondern außerdem feststellt, dah zu der Finanzgebarung der Stadt Wetzlar begründete Beanstandungen nicht zu machen sind. Zur Prüfung der Frage der Dauüberschreitungen erllärte sich die Nevisionskommission nicht kompetent: dies wird wohl noch den Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen Dauamt und Stadtverordneten bilden. Cs wird festaeitellt, dah eine erhebliche Schuldenlast von der Stadt ausgenommen wurde, jedoch mit Zustimmung der Stadtverordneten und des Bezirksausschusses. Abgesehen von in einer großen Verwaltung stets vorkommenden formalen Beanstandungen und der Feststellung, daß in den letzten Jahren zuviel Gelder für unproduktive Zwecke festgelegt worden sind, entspricht das Prüfungscrgebnis keiner der sensationellen Vermutungen, wie sie zuerst gehegt wurden. Die Stadtverwaltung ist zur schriftlichen Aeuherung zu diesem Bericht aufgefori>ert worden. ____________________ Die von einem Konsortium unter Führung der Deutschen Bank. FUiale Frankfurt a.M. zur Zeichnung aufgelegte 8prozentige Anleihe des D o l k s st a a t e » C " * “ ' m*1 * x,c Millionen Mark ist , . Kandels, und «Sewerbebaul Gieße«. In der am Freitag stattgehabten Bilanzsitzung der Handels- und Gewerbebank, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, wurde beschlossen, der auf Freitag, 8. März einzuberufenden Generalversammlung der Bank die Verteilung einer Dividende von wiederum zehn Prozent vorzu- schlagen. Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäfts- jahres wird als befriedigend bezeichnet. Lleberzeichnung -er neuen hessischen Anleihe. genüber den Schlußkursen vom Samstag gingen die Verluste durchschnittlich bis zu 3v.H. Stärker unter Kursdruck standen vor ollem Soenfka mit minus 7 Mark. Auch Deutsche Linoleum waren mit minus 4,5 v.H. und am Elektromarkt Siemens mit minus 3,5 o.H., Schuckert mit minus 3v.H. und Chads mit minus 4 Mark stärker angeboten. Am Kalimarkt verstimmte eine Meldung, in der die Kaliabsatzsteigerung für Februar dementiert wurde, und Westeregeln eröffneten bei größerem Angebot 4,5 d. H. niedriger. Autowerte uneinheitlich. Adlerwerle gut behauptet, Daimler etwas schwächer. Schiffahrtswerte bis etwa 2v.H. nachgebend. I.-G.-Farben waren vernachlässigt, eine Notiz kam erst spät zu- stände, doch blieb der Verlust mit minus 1.25v.H. verhältnismäßig klein. Am Montanmarkt gingen die Verluste kaum über 0L v. H. hinaus. Nur Mannesmann lagen 1,5 v. H. schwächer. Banken ohne nennenswerte Umsätze. Renten still. Don Ausländem. Zolltürken etwas gefragt. Auch nach den ersten Kursen konnte sich keine Geschäftsbelebung durchsetzen, die Kurse blieben jedoch bei weiter bestehender Unsicherheit gut behauptet. Einiges Inter- esse machte sich für Kohlenwerte bemerkbar. Rhei- nische Braunkohlen mit 2 v. H., Harpener 1,25 v.H., und auch Schuckert 0,75 v.H. gebessert. Der Satz für Tagesgeld erfuhr mit 5 v. H. eine weitere Anspannung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.2150, gegen Pfund 20 451, London gegen Kabel 4,8530, gegen Paris 124,28, gegen Mailand 92,79, gegen Madrid 31,00, gegen Holland 12,1170. Frankfurter Getreiv-ttörse. Frankfurt a. M.. 18. Febr. Der Produkten- markt verkehrte heute in äußerst ruhiger und fast geschäftsloser Haltung: die allgemeine Tendenz ist als stetig zu nennen. Die Prnfe erfuhren im allgemeinen keine Veränderung, nur von Futtermitteln war Mais angeöoten und 0,25 QKarf niedriger. Auch baß Mehlgeschäft ist etwas vernachlässigt und Roggenmehl verlor ebenfalls 0,25 Mark. Es wurden notiert: Weizen 24 bis 24,25; Roggen 23,75; Sommergerste für Drau- zwecke 24,50; inL Hafer 2425 bis 21,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 24; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 34 bis 34,75: Roggenmehl 31 bis 31,75; Weizenklcie 14,25; Roigenkltte 15; Erbsen 35 bis 55; Linsen 65 bis 110; Heu 13,25 bis 13,75; Weizen- und Roggenstroh, dcahtge- preßt. 4,50 bis 5; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt,, 4 bis 4,53; Treber, getrocknet, 22 bis 23 Mark. Tendenz: stetig. frankfurter Schlachtv'rchmarkt. Frankfurt a. M., 18. Febr. Auftrieb: 1440 Rinder; darunter 342 Ochsen, 70 Dullen, 610 Kühe, 390 Färsen; 463 Kälber. 149 Schafe, 3967 Schweine. Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: 1. jüngere 53—56, 2. ältere 49—52, 44—43. Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts, 49—52; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 46—48. Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 41—46; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 36—40; fleischige 32 bis 35; gering genährte 25—31. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollflcischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 53—57; vollflcischige 48—52; fleischige 43—47. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 71—75; mittlere Mast- und Saugkälber 66—70; geringe Kälber 60—65. Schweine' vollsleischige Schweine von zirka 240—300 Pfd. Lebendgewicht 78—80; von zirka 200—240 Pfd. Lebendgewicht 78—80; von zirka 160—200 Pfd. Lebendgewicht 78—80; fleischige Schweine von zirka 120—160 Pfd. Lebendgewicht 75—77. Marktverlauf: Schweine rege, Rinder, Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. fit1- p-- ta e Frankfurter Genossenschaftsbank e. G. m. b. H. Auf 2 Millionen Mark werden wieder 10 v. H. Dividende vorgeschlagen. • Frankfurter Hypothekenbank. Wie WTD.-Handelsdienst erfährt, fand am 16. Febr. die Bilanzsitzung der Frankfurter Hypothekenbank statt. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 1928 gestattet es. der Generalversammlung eine Erhöhung der Dividende von 9 auf 10 Prozent Vorschlägen. Hierbei ist neben den sonstigen Rückstellungen eine Erhöhung de« gesetzlichen und außerordentlichen Reservefonds auf 5,5 Millionen Mark, gleich 55 Prozent be« Stammkapitals, vorgesehen. Der Pensionsanstalt der Dank sollen wiederum 100 000 Ulf. überwiesen werden. Die Generalversammlung wird wahrscheinlich am 20. März stattfinden. frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 18.Febr. Tendenz: schwä- cher. — Die (Einberufung einer Sondersitzung der Neuyorker FederalReserve-Bank, in deren Zusammenhang wieder Befürchtungen einer Diskonterhöhung in Börsenkreisen auftauchten, die Baisse an der Neuyorker Börse vom Samstag, sowie das weitere Ansteigen der Arbeitslosigkeit, jedoch in einem beträchtlich verlangsamten Tempo, mahnten zum Wochendeginn allgemein zur Zu- rückhaltung und Vorsicht; das Geschäft war äußerst gering. Bei der ersten Notiz kamen nur wenige Papiere zur Notierung. Auch die immer noch bestehende Reserviertheit des Publikums und die sehr spärlich cintrcffenben Orders von Auslandseite übten einen starken Druck aus. Die Spekulation war daher sehr interestelos, und d'.e Tendenz neigte im allgemeinen zur Schwäche. GeiüTSTo" 168,91 22.13 112.47 59.28 2.53 112,67 81.13 35. rs 12.505 73,50 0. öl. (MC ID ■OT 168,2 22,04 112,03 59,04 2,50 112,23 80,81 >5.91 13.445 7.i 20 Turnen, Spott und Spiel. IniemaiionalesGchwimmfest in Berlin. Da« Internationale Schwimmsest in D e r l i n brachte am Samstag der deutschen Weltmeiste r-W a s s e r b al l ma nasch a f t einen überlegenen 11 : 4 - Sieg über England. Tas Städte-W-s e.ba l Piel Der- l i n - P a r i s endete unentschieden 4 : 4. nachdem Varis bei Halbzeit mit 2 : i geführt hatte. Poseidon Leipzig siegte in der 3 mal 1 0 0 - Me - ter-Freistill staffel überraschend gegen Hellas Magdeburg, Eckstein, Poseidon Leipzig, wurde erster im 200-Meter-Freistilschwimmen vor Schrader- Hildesheim. Ter Kölner D e r i ch s versagte gänzlich und muhte sich mit dem vorletzten Platz begnügen. A.S.B. Breslau holte sich die 10 mal 100-Meter-Druststafsel gegen Hellas Magdeburg. Berlin. 16- Aejiruär .anurttamicne Woien . . Belgische Noten..... Dänische Noten..... Englische Noten..... >VIU .juiuaJL . Oil’ll ...... holländische Noten...... tu. lienische Noten...... Norwegische Noten...... 2)?nifd) Ecfterr ,ä 100Kronen Numänilche Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanisch: Noten....... Tschechoilowalische Noten . . Ungattsche Noten . . . Wirtschaft. Der Geldmarll Im Zeichen der Stagnation. Die Derichtswvche hat am Geldmarkt, wenn man von der infolge des Medio eingetretenen Versteifung, die auch zum Teil auf den Stichtag für die Vermögenssteuerzahlungen zurückzufuhren ist. absieht, nur sehr geringe Der- Änderungen gebracht. Tie Sähe für Tagesgeld sind erneut auf 4 bis 6 Prozent zurückgegangen, während Monatsgeld, das mit etwa 7 bis 8 Prozent angeboten war. umsatzlos blieb. Auch am Markte für Privatdiskonten, desgleichen im Warenwechselgeschäft, trat die Materiallnappheit offen zutage, so dah fast Umsatzlosigkeit herrschte. Eine der bevorstehendsten Erscheinungen war die Tatsache, die man seit der groben Geldflüssigkeit von 1926 nicht mehr beobachtet hatte, daß sich Mark und Dollar zins- mäßig gleichgestellt haben, und dah als Folge davon Dreimonatsmark erstmalig billiger war als Dreimonc-tsdollar. Es zeigt sich also, dah die sinkende Unternehmungslust in unserem Wirtschaftsleben bzw. die im Vergleich zu den Vorjahren sehr geringe wirtschaftliche Tätigkeit sehr weit fortgeschritten ist, und so zu der auherordenllichen Geldabundanz beigetragen hat. Hierzu kommt, dah sich die Diskonterhöhung der Dank von England, wenn man von den erhöhten Forderungen für Leihdevisen und im besonderen für englische Pfunde absieht. . auf den deutschen Geldmarkt bisher jedenfalls ohne wesentliche Wirkung geblieben ist. Selbst die Kündigung ausländischer Kredite oder die Hinterlassung von Prolongationen von Aus- landsgeldem in Anbetracht der verlangten höheren Zinssätze ist bei den geringen Ansprüchen, die die Wirtschaft im Augenblick an den Geldmarkt stellt, nur von geringer Bedeutung. Anderseits sind langfristige Auslandsgelder im Zusammenhang mit den Transaktionen der De- richtswoche (10 Millionen Dollar-Anleihe der Harpener Bergbau Ql.»©., Verkauf der Sachschadengesellschaften des Iduna-Konzerns u. a. -m.) zu erwarten. Es ist daher kein Wunder, dah auch die Danken selbst die fortdauernd zurückgehenden Ansprüche der Wirtschaft als den besonderen Grund für die herrschende Geldfülle ansehen. Was die Lage auf den ausländischen Geldmärkten anbelangt, so ist nach der Diskonterhöhung der Dan! von England auch in anderen europäischen Ländern, vornehmlich in der Schweiz und in Holland, die für uns als Geldmärkte besonders in Detracht kommen, mit Diskonterhöhungen zu rechnen. Außerdem steht es noch nicht fest, cb die Dank von England mit ihrer Diskonterhöhung, die, sich ausschließlich gegen die amerikanischen Goldkäufe richtete, wirklich auskommt. Somit stellt sich die Lage auf den internationalen Geldmärkten noch ziemlich unübersichtlich, was natürlich auch für den deutschen Geldmarkt zu beachten bleibt Banknoten. I teto ..1 w . . . . 58.36 > . . . I 112.03 . . . | 20,397 ’^r.c 4.2tli 58,60 112,47 20,477 F-audiurt o. M Berlin Schtutz-! K-re 1 1-llhf Kur, Sch uh 1 1 'hniang Äur» Damm: 15. 2 | 16 2. 15. 2 16. 2. Philipp vvijmann .... Heidelberger Eement . . . Eement Karlstadt .... Wayb 4 Freitag..... Schultheis Patzenhoser . . Ostwerke........ Ber. Glanzstoff..... Bembcrg........ Zellstoff Waldhos .... Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Dessauer Gas...... Daimler Motoren .... Demag ........ Adlerwerke Kleber .... Ludw.Loewe ...... Rat. Automobil..... Orenstetn 4 Koppel . . . Leonhard Tiev..... Bamag-Meyuin..... Franks. Maschinen . . . . Gritzner........ Heyltaenstaedt..... IunghanS........ Lechwerke........ Mainkrastwerke..... Miag.......... Nekarsulmer...... Peters Unton...... Gebr. Roeder...... Voigt 4 Haesfner . . . . Südd. Zucker...... . 10 . . 8 . 10 . 15 . 12 . IS . 11 . 12 . 12 . . 7 . . 8 . . 0 . . 0 . . 6 . 10 . . 0 . . 5 . . 6 . . 0 . . 6 . 11 . . 0 . . 4 . . 8 . . S . 10 . . 8 . . 8 . 10 . . 8 . . S 125.3 159 131,5 260 195 58,5 55 106 14 71,1 113,5 25,7 101 126,5 212 144 i 1 i I ü i i I i i i . 2. 15 2. 16.2 Damm. | 15.2 | 16. 4. 15. 2. 16.2. 5A> Dt. Rerchsameche >. VJz. . Dt. Anl..Ablöi..Schuld mü 3uj 87,2 ' — 87,5 — ................» Bergmann.........9 177.2a 215,5 175,0 176,5 215 175 ■213 los.-Atechlen........ 54 ! 13,9 | —- 51 54,1 Cleklr. Licfrrungrn.....10 166 — 166,5 164,5 Tesgl. ohne Au4Ios.-Rechte . - - — 13,9 13,75 Licht und Itrast......10 21 ,5 214 216 214 0 7% Frants. Hyp.-Bk. Goldps. un Fellen & Guilleaume.....6 140,5 — 141 13 140. kündbar bis 1932...... 90 — — Ges. f. Elektc. Untern.....10 238.5 — 238,25 235 i%% Rheinische Hyp.-Bank Liqu Goldps............ 81,55 —- * Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. Elektr.........9 166,5 — 166 166 A-E-G. abfl. Borkriegi-Obligation. rückzahlbar 1932 ...... 86 - — , Lchles. Elektr........10 Schuckert..... 8 Siemens & HalSke ..... 12 Trantradio...... 8 Lahmcyer 6 (£0...... • 10 231 228 202 229.9 208 228.25 4% Schwerz. 13ur.oeib.-21nl.. . •1% Leiterreichiiche Goldrte.. . 4,20% Leiterr. Silaerrte. . . . — 31,6 3,13 — •84 166 180,5 382 '65 u80 152 4% Lestecreich. embeilL Rte. . —• — - Buderus..........s 84,5 — 84,7.) — 4% Ungariiche Goldrte..... 25 — 24,9 24.9 Deutsche Erdöl.......6 - 126 126,13 1 %, 13 119,25 4% Ungariiche Staatsr. 0. 1910 — 21.25 —» Essener Steinkohle......8 — - 125,5 4ii% beogl. von 1913 .... — — 22,4 —• Gelsenkirchener . . . f. '/» 3- * 131,75 130,25 Ul,4 130,5 4% Ungariiche Krvnenrte.. . - 2.25 — - — Harpener..........6 — — 137 136,3 4% Türl. Zollanleihe v. 1911 . 11 10,75 11,25 11.8 Harsch Eilen. . .......8 — - 125.25 124,5 4% Türktiche Bagdadbahn-Anl. Ilse Bergbau........8 216 — 215 213,4 Serie 1.......... — — 10. — stlvcknerwertc ........' 107 — 108 10?,25 4% be-sgL Serie II...... — — 11,13 10,9 Söln-Neuessen........9 — 125,75 125,lu 124,25 ,% Rumänen converl. Rte. . . 9.13 — Mannesmann........8 127,25 126,9 125.7a Bumänen (SoibanL von 1912 19 — 19,25 — Mansfclder.........7 Lberschles. Etsenb. Bedarf... 5 114,5 — 115,13 114,75 95,5 — 9b “5 Mg. Dcullche Eisenbahn . . 4'A Hambura-Amcri'.a Palet ... 8 Hamb.-Sstdam. Damvfsch. . . 8 Hansa Tampfschi'i.....1° Norddeutscher Lloyd.....8 Ällg. Deutsche Ereditanst. . . 10 tzarmer Liankveretn .... 10 yeritnet Handelegesellsch. - 12 Sommers» und Privat»Banr . 11 Tarmst u. ?to^vnalbani . . 1- 125,5 124 139 14b 2-6 .99 x80 123.13 198.25 125 163 123.;5 140 140.25 235 6 19» 279.5 124.75 I6l,i. 143,25 14o 2:4.5 198,75 278,2u cberschles. Sokswerk.....6 Phönir Bergbau......Wt Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinstahl . . . s.Jahr 4N Rtebeck Montan......7,2 Bereinigte Stahlw......f Lravt Minen.......9 »b Last Aschersleben.....10 Kalt Westeregeln......1" Kaliwerk Salzdetfurth ... 15 97 284,5 130,5 8.5 68,5 o34 96,6 IvO 227 105,4 97.13 283,5 131 99.13 -8.5 .'25,75 2.10,5 29.5 105.4 69,75 282,5 131 38,25 220.5 22b L26 Deutsche Baill...... l Bu'n.-Airr- Brst. ^lntiv IÜ8.55 1,772 | »8.4SJ 168.12 1,776 58,005 168.61 1.771 o8.48 168.9.5 1,775 •■>8,60 Christtania .Ropv-nbaaai Stockholm HelnngforS xklallen. . 112,29 113.29 1'2,48 I0,o8 22,025 -U.4-4 112,51 112,51 112,10 10,009 22,075 20,474 112,26 112.26 112,47 10,587 22,015 60.43 IU. 48 112,48 11:.69 10,6.1? 22.055 20,47 Neuyork . . sttorich. . . l,2li>4 4,21*5 4,2100 4,21eO 16,445 16,485 16,435 16.475 Schweiz .. 80,9o5 ob,76 1.904 81,1.5 66,90 60,95 >5..8 öl,11 65,^2 Japan . .. 'N io de ftnn 1,908 1,903 #.501 1,907 o.5tl5 »,5a 5 U.503 Wien in D-- e'eft abgest Prag - - - Bclirad . 59,15 12,47 59,27 12.49 59,12 12,4b 39.24 12-50 7.388 7,402 7..88 7.402 Budav-'st - <3.dd 73,5a 73.37 73.ol Bul arien -,038 ,044 -,0-8 -.044 Lissabon 18.08 18,02 13.58 18.64 Tandfi - - ■ 81,615 51,79 Bi.‘4 öl.80 fipnft ntin- 3,081 2,085 2.086 2.090 5.445 21 wen. . . 5,4.5 5,44a 5,435 Canada . . 4,195 4,202 4.19, 4,201 Hrn nay. . 4,316 4.326 4.511 4.819 Larro • • • 20.955 20,995 20.945 21L8S