neine Kunden lacöb .ahnhofstr. 54 249D M 1 ■ 1919, mit D iK W* S--ä5. ^*2 ....................... '! per^tfltIi<6I 61^' ,«j 61,0,C,eMtL Oti4" * .okbe" fi*8< »ergottlief Apfelsast ' Garantiert ndlumW ;&r = 3pfM#* ,f ab jetterjett «f*J mnbßmbolloge®*6 lurüdMSÜftt • werlee.S.n>.U Am Zahahos. ■ön Alckv, >ch in* * * 4 sÄ '^«>8 khk rt n toQcf ^(n JS^ntt 4$te- ®5 R^F* ML ^nen Ai-r r..KL.'-t SySar« L-2S8Z 5k****taW W SkidL«, ‘.. ® unb hing 9 tole ein TvZ SS?“**’- ^er Seite föit o > Mre ®, k 9» Nutlfl folgt) Nr. 15 Erster Blatt 179. Zahrgailg Sreitag, 18. Zanuar 1929 (Er|d)eini täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Bezugspreis für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspjennig für Trägerlohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrriS vnd Verlag: vrühl'sche Universitäts-Buch- und Lleindruckerel N. Lanze in Gietzen. 5chrifL!eUung und Geschäftsstelle: 5chu!ttrahe 1. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- Klameanzeigen von 70 >i.m Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20u , mehr. Chefredakteur Dr. Frredr. Wich. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyr>ot; für den übrigen Tett Ernst Blumschein: für den An- zeigenteU Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen. Jugend und Staat. Zum 18. Januar. Don Frank Glahel. Zwischen Jugend und Staat besteht heute eine Spannung, weil der Staat ein kompliziertes Gebilde geworden ist, seine Ausführungsgestaltung nicht durchsichtig ist, seine Methoden und sein Unterbau, die Parteipolitik, es nicht ermöglichen, einem klaren, begeisternden Ziel zu dienen uno sich hin- zuaeden. Biele meinen nun, die Jugend sei heute gar nicht bereit zu solchem Dienst. Sie sei dem Ideal weniger zugänglich, sie sei krititsüchtig und habe zu wenig Verantwortungsgefühl. Manche Erscheinungen scheinen das zu bestätigen. In Wahrheit macht der schwankende Charakter unserer Ueber- gangszeit, in der die alten Ideen keine Glaubenskraft mehr besitzen, während die neuen ihre Prägung noch nicht gefunden haben, einer Uebergangs» zeit, in der vor allem die bürgerlichen Parteien ihre aus der Tradition der Dortriegspolitik stammenden Ideen von wirtschaftlichen Gesichtspunkten verdunkeln lassen, der Jugend den Zugang zum Staatsgedanken um so schwerer, als manche dieser Ideen überhaupt nur noch formale Geltung haben. So muß man feststellen, daß die Kritiksucht der jüngeren Generation imb ihr Unglaube gegenüber den Idealen der älteren Generation kein Mangel an Idealismus ist, sondern in der Richtungsunsicherheit der breitesten Schichten gerade der älteren Generation ihren Grund hat. Die Bildung von rein wirtschaftlichen Interesfen-Parteien sowie die interessenmäßige Orientierung alter Weltanschauungsparteien, die Wirkung des Klassengegensatzes bis in die heutige Politik hinein, hat auch das Ideal des Volksgedankens in Rebel gehüllt. Die Jugend steht daher dem Staatsgedanken gegenüber, wenn man ein Bild gebrauchen darf, ge= wistermaß en am Fuße eines Berges, dessen Gipfel dem suchenden Blick durch den Dunst der Atmo- späre verborgen bleibt. Das Leben des Staates wirkt sich in der praktischen Politik aus. Die deutsche praktische Politik besteht heute mehr oder weniger aus Zwangsläufig- Feiten. Ihr Weg ist zögernd und guälend. Dazu kommt, daß nicht einmal die Gebildeten die Geschichte des letzten Jahrhunderts und das geistige Schicksal der Ereignisse von 1848, 1870, 1914 bis 1918, und der noch viel wesentlicheren, nicht durch beftimrtTte Jahreszahlen gekennzeichneten allmählichen Verschiebung des sozialen Aufbaues der Bevölkerung in ihrem Bewußtsein zur Einheit verar- beitet haben. — Die Deutschen der verschiedenen Schichten leben vielmehr in ihrem Denken jeweils nur in einem Teil bezirk des deutschen Schicksals und der deutsckzen inneren Entwicklung. Daher sprechen sie eine verschiedene Sprache bis zu dem Ausmaß, daß das Wort „national“ für die eine Gruppe die Verkörperung eines Ideals ist, während der andere Teil es immer noch nicht verlernt hat, in diesem Begriff das Stichwort seiner politischen Gegner zu erblicken. So kam es zu dem künstlichen Versuch, nach der Revolution das Symbol des Volkes durch ein neues zu ersetzen, psychologisch begründet doch nur dadurch, daß die innere Bereitschaft proletarisch geführter Schichten sich zum Staatsgedanken hindurchzufinden, nicht klar genug war, um geistig die Tradition des Gesamtvolkes zu bejahen. So haben wir heute genau gesehen weder einenStaatsgebanFen, noch ein nationales Symbol. Jedenfalls findet die Glaribenskraft der Jugend keinen konkreten Punkt, an dem sie sich entfalten kann. Und doch herrscht in dieser jüngeren Generation, die manche Illusion stürzen sah, nicht nur Neigung zur Kritik und Mißtrauen gegen die von der älteren Generation ausgegebenen Pirolen, sondern auch eine glühende Leidenschaft uno die Begeisterung, für ein Kampfziel sich einzufetzen'. Es ist ein Zustand, der treffend gekennzeichnet wird durch das Wort eines Führers der akademischen Bewegung, der unmittelbar nach der Revolution folgendes sagte: „Wir lauern heute mit dem Gefühl herum, ein Brecheisen in die Fäuste nehmen zu müssen. Aber wir wissen nicht, wo wir ansetzen sollen." Daß ein Teil dieser jungen Generation in extreme Gruppen ab gedrängt worden ist, dort zur Utopie flüchtete und vom unbrauchbaren Extrem aus diejenigen verleumden hilft, die die praktische Leistung der Verantwortung im Staat auf ihre Schultern übernommen haben, ist doch schließlich nur eine andere Wirkung dieses inneren Dranges zur Leidenschaft und zum Ideal, das heute einen positiven Ansatzpunkt nicht ;u finden scheint. Aber muß denn der Ideali-mus der Ju»md zu diesem Extrem einer U e b e r ft e i =■ gerung des Nationalismus führen, die dem Staat )urd) unalückliche Verkettung Kräfte entzieht, die ihn tragen sollten? Nein, ich glaube, daß in einem Teil der jungen Generation — in dem sich llktivismus nicht in Kurzschlüssen entlädt, sondern iur Energie geballt hat — sich die aus unseren po- itischen Verhältnissen der Gegenwart notwendig mtftanlxne Kritik zu einer nüchternen realpolitischen Einschätzung der Dinge und zu einem damit verbundenen unbedingten Tatfachenmut entwickelt. Dieser Teil der jungen Generation ist dagegen gefeit, der Phrase anheimzufallen. Instinktiv hat dieser Teil der Jugend erkannt, daß die Zukunft 2eutschlak^ds nicht im Lager derjenigen ist, die stark in nationalen Worten sind, sondern dort, wo die «us zähem und schwerem Entschluß geborenen Taten für die nationale Zukunft geleistet werden. Man kann, wie es scheint, feslstellen, daß in der Einstellung der jungen Generation sich eine Wandung vollueht. Lief sie, wie das verständlich ist, im vaioen Glauben ursprünglich dem starken Wort rach, Jo ist dieser Glaube nachgerade abgenutzt. Das gilt als Wirkung der Agitation beider Flügelgrup- gen; hat doch die eine den nationalen Gedan- Hessen als Schrittmacher der Reichsreform. Ein Reformprogramm des Innenministers Leuschner.—Hessen im Besitz der Schlüsselstellung zwischen Nord und Süd. — Das rhein-mainische Wirtschaftsgebiet als Musterbeispiel der künftigen Mittelinstanz im neuen Reich. Die Verhältnisse im Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebiet, dessen enge wirtschaftliche Verflechtung durch die preußisch-hessifch-bayrisch-badisch- pfälzischen Grenzpfähle mancherlei Hemmungen erfährt, haben die Frage der Reichsreform gerade in diesem Gebiet in den Mittelpunkt der Erörterungen gerückt. Besonders von hessischer offizieller Seite ist diese Frage in letzter Zeit wiederholt eingehend behandelt worden. Jetzt tritt der hessische Minister des Innern Leuschner mit einem Vorschlag an die Oeffenklichkeit, der einen Weg weisen soll, wie man zu einer endgültigen Gestaltung und Gliederung des Reichs, insbesondere im Rhein-Mainischen W.rlschaftsgeb'.et, kommen kann. Die unferm Darmstädter Parlamentsvertreter zur Veröffentlichung übergebenen Anregungen des Ministers besagen u. a.: Die geographische Lage hak Hessen unter den Landern auf einen besonderen Platz gestellt. Es ist im Besitz der Schlüsselstellung zwischen Horb- und Süddeulschland. Der Weg zum Einheitsstaat führt über den Main. Das Hessen tut, ist deshalb von gesamtdeutschem Interesse. Die Besonderheit des hessischen Problems besteht ferner darin, daß hier die Stage der verwallungsresorm aufs engste mit dem Erfordernis territorialer Reugliederung verknüpft ist. Eine einfache Liebergabe der hessischen Verwaltung an das Reich käme auf die Verlegung der hessischen Regierung nach Berlin heraus, wo mangels der Exekutive des Reiches auf vielen Derwaltungsgebieten erst der dazu erforderliche Verwaltungsapparat neu aufgezogen werden müßte. Dennoch ist eine Lösung denkbar, die immer noch genug Schwierigkeiten in sich schließt, aber keineswegs unmöglich ist. Ausbauend auf den Gedanken der differenzierten Endlbsung (d. h. eine Regelung in verschiedenen Teilen des Reiches je nach Der Verschiedenartigkeit der jeweiligen Verhältnisse), der Auftragsverwaltung und der Konstruktion der künftigen Mittelinstanz im neugestalteten Reich, ergäbe sich folgender Weg: 1. Das Land Hessen erklärt sich offiziell zum R e i ch s l a n d. Für die Zeit bis zur Gesamtlösung der Reichsrcform delegiert die Reichs- regierung im Einverständnis mit dem Land Hessen gewisse Defugnisse derjenigen Verwaltungszweige, in denen das Reich jetzt noch keinen eigenen Verwaltungsapparat besitzt, zur auftragsweisen Ausübung an ein größeres Rachbarland, in diesem Falle angesichts der Gemengelage mit preußischem Gebiet an Preußen. Damit wäre der Anschluß an einen größeren Verwaltungsapparat gefunden, was im Interesse einer rationellen Arbeit der Verwaltung erstrebenswert ist. 2. Das Land Preußen gliedert dafür seinerseits diejenigen Teile der bisherigen Provinz Hessen- 71 a s s a u, die unter w'rischasilichen Gesichtspunkten organisch zu dem Rhein-Main.Gebiet gehören, aup, damit daraus unter Verschmelzung mit dem bisherigen Gebiet des Landes Hessen e i n einheitliches, in jeder Hinsicht leistungsfähiges Selb st verwaltungsge- biet geschaffen wird: das neue Land hess e n. Vie genaue Abgrenzung müßte nach sorgfältiger Prüfung der wirtschaftlichen Zusammengehörigkeit und organisatorischen Zweckmäßigkeit erfolgen. 3. An der Spitze dieses Landes steht ein Landespräsident mit dem Landespräsidium, neben ihm der Landtag. Der Landespräsident würde von der Reichsregierung im Einvernehmen ober auf Vorschlag des Landtags oder eine» Teils davon sLandesausschuß) auf Zeit b eft e 111 (8 bis 12 Jahre). Er ist der Reichsregierung verantwortlich. Das Maß der ihm zustehenden Kompetenzen wird bestimmt unter dem Gesichtspunkt, daß er die Spitze der künftigen M i 11 e l i n st a n z des dezentralisierten Reiches im Rhein-Main-Gebiet bildet. Das ist weniger als ein bisheriges Land insofern, als nicht parlamentarisch regiert wird, aber weit mehr als etwa die Kompetenz eines jetzigen preußischen Dberprä» sidenten. Auch hinsichtlich der Gestaltung der Selb st Verwaltung ist dieses neue Land mit Rechten auszustatten, die den Gedanken der Dezentralisation der neuen 23erroaltungsorganifation deutlich zum Ausdruck bringen. Der Landespräsident bildet als Derwaltungsinstanz von nun an den Schnitt- und Knotenpunkt zwischen bisheriger Län- derverwaltung und reichseigener Verwaltung, die zur Zeit auseinanderklaffen, so daß der Uebelstand des bisherigen Nebeneinander und Ueberelnanber von Reichs- und Länderverwaltung beseitigt wird. Berlin, 17.Jan. (MTB.) Vas Reichskabinett verabschiebete heute den ReichshaushaU unb die seine Deckung betreffenben Vorlagen. Er wirb unverzüglich bem Reichsrat bzw. dem Reichswirt- fchaftsrat zngeleitet werben. Das Ergebnis der Beratungen ist durchaus im Sinne einer grundsätzlichen Billigung der hilferding- schen Vorschläge zusianbegekommen, man hat sich bei ben einzelnen Etatsposilionen auf kleine Abänberungen beschränkt, währenb dem kiaushaltsoorschlag in seiner Gesamtheit in allen wesentlichen Punkten z u g e st i m m l würbe. Die lange Dauer ber Kabinettsberatungen erklärt sich daraus, daß die einzelnen Ressortminister mit großer Energie die Jorberungen ihres Etats burchzusehen suchten. In ber letzten Sitzung würben schließlich fragen grundsätzlicher 7t a tu r erörtert, die sich auf die Etats- gebnrung im allgemeinen erstreckten. Tleben den geringfügigen ütenberungen im Etat selbst hat das Kabinett auch einige Beschlüsse zur a n b e r ro eilig e n ©eftaltung ber haushaltsorb- n u n g gefaßt. Diesen Entschließungen kommt aber im wesentlichen nur formale Bedeutung zu. von der TU. kann mitgeteilt werden, baß für bie Deckung des Fehlbetrages folgenbe Mehrerträge vorgesehen waren: 1. Durch Steigerung ber Einnahmen aus dem Branntweinmonopol rund 100 Millionen Mark. 4. Das Reich gibt feinerseits zu diesem Zwecke und damit auch zur Erhöhung der Machttompeteuz des Laubespräsidenten und zur Dezentralisation des künftigen Einheitsstaates auf dem 2D ege der Auftragsverwattung diejenigen Angelegenheiten, die heute verfassungsmäßig der Reichsverwaltung zustehen, an die neuen Landes- undGemeindebehördenzurAusübung zurück, so daß es einen Einsluh auf die Exekutive behält, ohne, wie es jetzt der Fall ist, neue Reichsbehörden neben die alten Länderbehörden zu stellen. Hierher gehören neben der Wasserstraßenverwaltung u. a. Reichsforstverwaltung und Reichsbauverwaltung, sowie die Finanzverrvaltung, so daß hier eine sehr wertvolle Verschmelzung mit ben alten erfahrenen Länderbehörden stattfände. Die Notwendigkeit des Ein- und Umbaues der neuen Reichsardeitsoerwaltung, deren Konstruktion heute völlig in der Luft hängt, ergibt sich von selbst. ö. Hinsichtlich der Derwuliungszweige, die heute noch nicht zur Reichsexekutive gehören, wird eine Verbindung mit der preußischen Verwaltungszentrale geschaffen, aber ebenfalls so, daß der Grundsatz der Dezentralisation streng gewahrt bleibt. Die noch verbleibende Einflußnahme dieser Stellen auf das neu« Verwaltungsgebiet war« also im Vergleich 2. Durch Erhöhung der Blerstener etwa 165 Millionen Mark. 3. Durch Besteuerung des Gattenerbes 50 bis 100 Millionen Mark. 4. Durch Erhöhung der vermögens- steuer (unter Fortfall der Dertzuwachs- fteuer) 100 Millionen Mark. Zur Deckung sind also 415 bis 465 Millionen Mark vorgesehen. Es ist anzunehmen, daß bas Reichskabinett biese Vorschläge mögttcherwcise unter Herabsetzung bcs aus ber Erhöhung der Biersteuer erwarteten Preises gutgeheißen hat. 3n parlamentarischen Kreisen glaubt man jeboch, baß auch bie Reichsregierung von vornherein mit Abänderungen ihrer Vorschläge rechnet, bie sich aus ben bevorstehenben verhanblungen ber Parteien ergeben werben. Man wird damit rechnen müssen, daß die Deckungsvorschläge des Reichskabinetts auf ben erheblichen BJiberftanb ber Parteien stoßen werben, so bah noch gar nicht abzusehen ist, wie bie Deckung bes Fehlbetrages im E n b ergeb n i s aussehen wirb, verschiebentlich war auch der Gedanke einer Heraufsetzung der Umsatzsteuer ausgetaucht, bie bekanntlich erst vor anderthalb Jahren herabgesetzt worden war. Die Herabsetzung hat damals einen Ausfall von 500 Millionen gebracht. Gegen eine neuerliche Heraufsetzung ber Umsatzsteuer machen sich felbftoerftänb- lich in allen Lagern bie größten Diberstände geltend. Sas Reichskabmeli verabschiedet den Etat. Billigung der Hilferdingschen Deckungsvorschläge. ken mißbraucht, wie die andere den sozialen. Heute entwickeln sich daher aus der jungen Generation heraus Kreise, die zwar nicht überall schon bereit sind, sich auch in die Kampfgemeinschaft einer politischen Partei einzuordnen, die ober doch zu begreifen beginnen, daß es gilt, sich der prakti- s ch e n Politik zur Verfügung zu stellen, wenn man überhaupt dem Staate dienen will. Gerade der Generation, die man als die Schicht der Zwanzig- bis Vierzigjährigen zu bezeichnen sich gewähnt hat, liegt an sich die Aufgabe ob, bie Brücke zwischen der Vor- und Nachkriegsgeneration zu bilden und die Synthese zwischen der Vergangenheit und dem künftigen Staatsgedanke n zu schaffen. Leider bat der Krieg in diese Generation ungeheure Lücken gerissen. Daß aber aus diesen Kreisen, je mehr sie in die praktische Politik hineindränaen, eine Reform des bürgerlichen Denkens gefordert wird, ist eine logische Folge aus der geschilderten Ausgabe, die ihnen zugefallen ist. Ihr Ideal und das Ideal der noch jüngeren Generation bes deutschen Volkes ist nicht mehr ber bürgerliche Nationalismus, sondern die Volksgemeinschaft schlechthin. Die besondere Aufgabe dieser Zwischengeneration ist es tatsächlich, der Jugend wieder einen Weg in die praktische Politik und in die Parteien zu bahnen, unb es ihr zu ermöglichen, in der Politik: Kamps für Volk unb Vaterland, nicht aber nur das Ringen zwischen Interessen zu sehen. Allmählich wächst aus der Leere und Gebe, die nach dem Fortfall des dynastischen Staates sichtbar wurde, keimhaft der Gedanke bes selbstverantwortlichen Volkes empor. Diesen Gedanken wird die Jugend erfassen. Die Unzufriedenheit unb bas Gequälte dieser Jahre nach der Revolution erscheint mir als Vorbote ber Geburt des neuen Staats- und Dolks- gedankens. Die Jugend ist nur dem formalen Staate fremd, der den Glauben an sich selbst nicht hat. Die Gärung dieser politischen Jugend und ihre Unzufriedenheit mit dem Staat ist zugleich ihr Ringen mit dem Staat Darum will sie Träger des Staatsgedankens fein. Aber sie will den Kampf, sie will die eindeutige und ehrliche Idee, sie will die klare und durchsichtige Konstruktion der Partei unb des Staates. Mittelstand in Rvt! Ein Protest des Rcichskartells des selbständigen Mittelstands. Berlin, 18. 3an. (Priv.°Tel.) Das Reichskartell des selbständigen Mittelstandes beschäftigt sich in einem Aufruf mit der Rot der selbständigen erwerbstätigen Schichten unseres Volkes. „Seit Zähren haben die verantwortlichen Stellen in Reich, Staat und Kommunen Abhilfe versprochen. Es ist jedoch nicht besser geworden. Mehr und mehr wird es offensichtlich, daß die Wirtjchaf.'s- polisik der Rachkriezszeit auf die restlose Enteignung des Mittelstandes hinausgehen wird. Reich, Länder und Gemeinden verwenden die Steucrgelder dazu, Regiebetriebe und andere gemeinwirtfchaftliche Unternehmungen einzurichleit und Konsumae- nofsenschasten durch Erwerbung der Mitgliedschaft zu unterstützen, Einrichtunzen, die den Mittelstand immer mehr aus allen seinen Positionen verdrängen. Der enbjüLige Finanzausgleich. der dem Mittelstand steuerliche Erleichterungen bringen sollte, wird wahrscheinlich wiederum verschoben. Großkapitalistische Konzerne und Truste, kommunale Betriebe, Warenhäuser und Konsumvereine erdrücken den Mittelstand, der nicht mehr weiß, wie er leben soll. Der Ausruf schließt mit der Forderung, nicht untätig und gleichgültig zu bleiben, heraus zum Protest! Die Groener-Denkschrist. London, 17. Jan. (VTB. Funkspruch.) Der Herausgeber der „Review of Reviews", Wickham Steeb, gab gestern abenb eine Erklärung darüber ab, wie bie deutsche Denkschrift über den Bau des Panzerkreuzers in seinen Besitz gekommen fei. Er sagt: Die Denkschrift ist nicht ein geheimes Staatsbofument, aber sie ist sehr wichtig. Die ganze Sache war eine deutsche militärische Erklärung, die den Parteiführern vertraulich abgegeben wurde. Sie ist durchaus authentisch unb sie ist nicht g e st o h l e n worden. Sie ist in bet üblichen Meise an mich gelangt, auf einem Wege, ben ich kenne und zu bem ich vertrauen habe. Ich habe die Ueberzeugung erlangt, daß sie authentisch ist. Auch Innere Ueberzeugungskraft spricht so stark für die Echtheit, daß kein oevnt- wortlicher Journalist zögern würde, bah Dokument iu veröffentlichten. Das Dokument istnichlsoge- heim geblieben, wie gewünscht worbe n w a r. Zu ber Berliner Melbung, bah von ben deutschen amtlichen Stellen eine Untersuchung an- georb^et worden fei, bemerkte wickham Steeb: „Soweit ich in Frage komme, können sie soviel or-ter- suchen, wie sie wollen". mit dem heutigen Zustand gegenüber den Provinzen und Regierungsbezirken ganz wesentlich beschränkt. Besonderer Wert mühte bei einem Rhein-Main-Gebiet auf die Kompetenz- regelung in allen kulturellen Angelegenheiten gelegt werden — in andern Dellen des Reichs vielleicht auf andere Fragen — nicht zuletzt im Hinblick auf die wertvolle Homogenität des Schulwesens im Rhem- Main-Gebiet. 3m Gegensatz zur preußischen Verwaltung wäre das neue Land nach dem sehr viel klareren und einfacheren Schema der hessischen Staatsorganisation nur auf zwei 3 nstan - z e n aufzubauen, so daß im Grundriß der kommenden Reichsverwaltung der allein zweckmäßige Drei-Instanzen-Zug: Kreis — Land — Reich bereits hier sichtbar würde. 6. Dom Landespräfidenten würde also eine Verbindung nach zwei Richtungen bestehen, jedoch nur für die Dauer des Ueberganges bis zur Cnd- lösung im ganzen Reich. Einerseits die Verbindung zum Reich, anderseits die Verbindung zu 'Preußen, je nach den in Frage kommenden Derwaltungsgebieten, wobei schon infolge der Ernennung des Landes Präsidenten durch die Reichsregierung die Verbindung zum Reich den Vorrang hätte. Beide Verbindungen unterliegen außerdem zwei verschiedenen Tendenzen. Während die Verbindung zum Reich sich wachsend ..anreichern" wird, um nach vollbrachter Gesamtlösung nur noch allein zu bestehen, unterliegt die Verbindung zur preußischen Spitze der umgekehrten Tendenz, langsam schwächer zu werden, um am Tage der Lndlösung völlig oufgehört zu haben (weil dann ohnehin preußische und Reichsrcgierung miteinander verschmolzen sein werden). Das Bestreben. Reichsreglerung und preußische Regierung immer stärker einander zu nähern, damit endlich der „Schwibbogen über die Wilhelmstraße" geschlagen wird, um mit Dl Brecht zu reden, würde daun von der Miltelinslan; her eine natürliche dauernde Unter- stühung erfahren. Soweit der Vorschlag in großen Umrissen. Gelänge es. auf dieser Grundlage aufbauend, im Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebiet ein Musterbeispiel der künftigen Mittelinstanz im neuen Reich zu schaffen, so wäre der Idee des dezentralisierten Einheitsstaates ein neuer Antrieb gegeben. Alle Beteiligten müssen etwas hergeben (vgl. Ziffer 1. 2 und 4). aber alle würden dafür auch etwas bekommen. Grundlegende Voraussetzung für das Ganze bleibt, daß Hessen durch keinerlei Umstände, vor allem nicht auf fiNMrziellem Gebiet, in seiner Willensfreiheit eingeschränkt ist. 3n dem Augenblick, wo durch eine Politik der finanziellen Einschnürung Hessen etwa in eine Zwangslage geriete, wäre jeder Gedanke an die Durchführung einer politischen Umorganisallon von solchem Ausmaß ausgeschlossen. Nie Reformvorschläge des Lutherbundes. Keine Neubelebung der Mainlinie. Berlin. 17. 3an. (WB.) Der Bund zur Erneuerung des Reiches veranstaltete heute abend anläßlich seiner ersten Mitglieder- yauptvecsammlung in den Räumen der Deutschen Gesellschaft einen Empfang. Zunächst begrüßte der Vorsitzende des Bunde-, der frühere Reichskanzler Dr. Luther, die Erschienenen. An Stelle des Plötzlich erkrankten Grafen v. Roedern sprach der Geschäftsführer des Bundes, Oberregierungsrat a. D. Dr. A d a m e h, an Hand des Manuskripts des Grafen v. Roedern über das Problem der Reichsreform. Er wandte sich den Haupteinwänden gegen die Vorschläge des Bundes zu. die man in die Schlagworte „Zwischenlösung, Mainlinie und Zerschlagung Preußens" zusammenfassen könne. Er betonte dabei, daß es in einer Verfassungs- und Verwaltungsfrage keine Cndlösung geben könne. Gegenüber dem Einwand einer Reubelebung der Mainlinie durch den Vorschlag des Bundes wies der Vortragende darauf hin, daß dieser nichts enthalte, was gegenüber dem heutigen Zustand den Süden stärker vom Rorden trenne. Hingegen sehe er eine bedenkliche Wolke zwischen Rord und Süd aufziehen, wenn man die kleinen und leistungsschwachen Länder zum mehr oder weniger freiwilligen Anschluß an Preußen nötige, und dieses Gcoßprcußen ohne jede organische Verbindung mit dem Reiche dann nur noch Sachsen, Bayern, Württemberg und Baden gegenüberständen, die im Reichsrat mit ihren 3/6 Stimmen Großpreußen überstimmen würden. Es würde ferner eine neue geistige Mainlinie entstehen, wenn man Bayern und die größeren wohl abgerundeten Länder wie die Provinz Brandenburg von Berlin aus verwal-ten würde. Daß der älcbergang der Staatsgewalt Preußens in die Hände des Reiches keine Zerschlagung Preußens bedeute, sei ja schon in der Denkschrift des Bundes begründet worden. Das Gutachten des Reichssparkommissars. Noch nicht erschienen. Darmstadt, 17. Dez. Das Gutachten des Reichssparkommissars über die hessische Staatsverwaltung ist, wie amtlich verlautet, noch nicht erschienen. Wohl aber ist in diesen Tagen beim Staatspräsidenten ein Schreiben des Reichssparkommissars eingegangen, das umfangreiches Prüfungsmaterial seiner Beamten enthalt. Der Reichsiparkommissar bittet darin ausdrücklich um streng vertrauliche Behandlung, da er sich selbst erst ein Urteil bilden müsse. Die hessische Staatsregierung hat bereits vor Wochen dem Ae l test e n r a t des Landtages eingehende Mitteilungen über die Sachlage gemacht und bei dieser Gelegenheit ausdrücklich betont, daß sie, sobald der Bericht des Reichssparkommissars eingegangen sein werde, dem Landtag das Gutachten des Kommissars zur Kenntnis bringen werde. Aus dem Gesehgebungsauöschuß des Hessischen Landtages. WHP. Darmstadt, 17.3an Der Gesetz- gebungsausschuß des Hessischen Landtages konnte in seiner heutigen Sitzung daS Gesetz zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens in erster Lesung verabschieden. — Eine Eingabe Woldt, Kreuter und Pfaff (sämtlich in D'.ehen) k wegen Genehmigungsversagung für einen m i t Ausländern abgeschlosfenenHäuser- kauf wird durch die Regierungsantwort für erledigt erklärt, in der darauf hingewiesen wird, daß zunächst die ordentlichen Gerichte eine Entscheidung zu fällen haben. Dadurch wird auch ein Antrag des Bauernbundes, die Regierung möge sich für die Wahrung der 3nterefien der deutschen Staatsbürger im Falle der Genehmigungserklärung durch die ordentlichen Gerichte einsetzen, für erledigt erklärt. — Der Ausschuß begann noch die Generaldebatte zumGe- meindebeamtengesetz. 3n der allgemeinen Aussprache wurde von verschiedenen Seiten die alsbaldige Verabschiedung für dringend notwendig erklärt. Von feiten der Regierung wurde u, a. darauf hingewiesen, daß es wünschenswert gewesen wäre, das Beamtenrecht gleichzeitig jnit der neuen Landgemeinde- und Städteordnung zu behandeln. Da aber auch die Regierung sich für alsbaldige Verabschiedung des Gesetzes ein setzte, wird die Cinzelberatung in der nächsten Sitzung des Ausschusses am Dienstag, 29.3anuar, beginnen. DerWiederaufbau derAeichsmarlne. DaS erste Banprogramm erschöpft. Die neuen Kräfte des Jahres 1929. Berlin. 18. 3an. (Priv.-Del.) Die Reichsmarine wird in diesen 3ahre ihr erstes großes Bauprvgramm der Rachkriegsze'.t so ziemlich durchgeführt haben. Gin neuer Abschnitt kann beginnen! Der erste kleine und bescheidene Anfang mit dem Wiel.erau,bau der Äotte, die uns mit dem Unglücke.igen Kriegsausgang gänzllch verloren ging, ist beendet. 3m Mittelpunkt dieses Wiederaufbaus steht, und damit zeigt sich schon die ganze Bescheidenheit unseres Marinebauprogramms, die K lasse der kleinen 6000-Tonnen-Kreuzer. Don ihnen wurde die „Emden" als erste 1921 auf Stapel gelegt, die bann nach allerlei Verzögerungen im Januar 1925 zu Wasser gelassen wurde und heute -bereits auf eine größere und erfolgreiche Auslandreise zurückblicken kann. 3m ganzen sind von den kleinen Kreuzern bereits vier Schisse vom Stapel gelaufen. Die „Königsberg" wird im Frühjahr fertig, die „K a r l s r u he" aller Wahrscheinlichkeit nach im Sommer, während die „K ö l n“ wohl nicht vor Anfang Herbst in Dienst gestellt werden kann. Bei diesem Schiff machten sich verschiedene Verzögerungen bemerkbar, die Maschinen z. B. konnten Don der Privatindustrie nicht so rechtzeitig geliefert werden, wie ursprünglich vorgesehen war. 3m Herbst d. 3. wird also die Reichsmarine im garre.i über vier kleine 6020- Tonnen-Kreu^er verfügen, zu denen dann noch der im Frühjahr 1928 begoni ene kleineKreu- 8 c r E kommen wird. Dieses Schiff vom selben Typ wie die „Emden" — die Klassifikation und Größenordnung, wie auch die Bestückung ist uns ja vorgeschrieben —, dürste erst im Herbst d. 3. vom Stapel laufen unb erst Anfang 1930 in Dienst gestellt werden. Damit erschöpft sich zunächst einmal der Kern des ersten Rachkriegs-Vauprogramms. Auch die vorgesehenen Torpedobootbauten sind im wesentlichen abgeschlossen, die Boote sind alle fertig. Rur die von den Ententemächten uns seinerzeit zugestandenen 16 kleinen Torpedoboote von 200 Tonnen sind noch gar nicht in Angriff genommen worden. Man hat zwar vor zwei Zähren Berechnungen und erste Versuche- für diesen Schifsslyp angestellt, muhte aber angesichts der notwendigen Etalseinschränkungen auch die Voruntersuchungen fallen lassen, so daß diese Schisse wohl einstweilen nur ein Projekt bleiben und nicht Wirklichkeit werden. Damit ist die erste Rate abgeschlossen. Ein neues Kapitel beginnt mit dem Dauanfang dcs Panzerkreuzers A auf der deutschen Werft in Kiel. 1929 wird für die zukünftige Marine als 3ahr der Volleirdung und neuer Anfang gewertet werden. Auch Mecklenburg-Schwerin flogt gegen das Reich. Berlin, 18. Jan. Während man sich in Mecklenburg-Schwerin inmitten der Sorgen um die Balancierung des Haushaltsplanes befindet, bringen mecklenburgische Blätter die überraschende Mitteilung, daß auch Mecklenburg- Schwerin gleich wie Sachsen Millionenfor- berungen an das Reich geltend machen soll, die sich aus dem Staatsvertrag über die Derreich- lichung der mecklenburgischen Landeseisenbahn ergeben. Der Finanzminister soll entschlossen sein, eine Kapitalforderung an das Reich von über vier Millionen geltend zu machen. Die Deutschen in Güdslawien unter der Diktatur. Eine Unterredung mit Stephan Kraft. Berlin, 16. 3an. (TU.) Der Führer der Deutschen Südslaw'ens, Dr. Stephan Kraft, erklärte einem Korrespondenten u. a. folgendes: „Die Reuordnung dec Dinge berührt an sich die rechtliche Grundlace des Minderheitenschutzes nicht, da dieser völlerrechklicher Ratur ist. Den Minderheiten bleiben von allem die ihnen garantierten Rechte, „auf eigene Kosten humanitäre, religiöse und soziale Einrichtungen Schulen und andere Dildungsanstalten zu errichten, zu verwalten und zu beaufsichtigen und sich in diesen frei ihrer Muttersprache zu bedienen", grunbsätz- lich offen. Ebenso bleibt ihnen unter auen Umstanden bet Anspruch erhalten auf Gewährleistung und Sicher st ellung des muttersprachlichen Unterrichts auf allen Stufen der staatlichen Volksschule und der Anspruch auf einen gerechten Anteil an den Zuwendungen auS öffentlichen Fonds. Dieser Kem der Minderheitsrechte wird durch das neue Regime grundsätzlich um so weniger in Frage gestellt, als es sich zur Aufgabe macht, durch unparteiische, ohne Unterschied der Stammes- und Parteizugehörigkeit, die so unheilvoll verschärften politischen Gegensätze wieder gesunden konstitutionellen Zuständen zuzuführen. Die Minderheiten haben also z u n ä ch st f-e t n e Ursache, sich der Reuordnung mit besonderer Besorgnis entgegenzustellen. Die kulturell und wirtschaftlich fortgeschrittene, 600 000 Menschen zählende, deutsche Minderheit im Rorden des Staates, die zur Staatssteuer toeit über das Verhältnis ihrer Zahl beiträgt, ist besonders auf dem Gebiete des Schulwesens durchaus nicht befriedigt worden. Auch das Recht der kullurellen Selbsthilfe war bisher praktisch so illusorisch, daß die Einrichtung von Kindergärten und Winterschulen in der Muttersprache unmöglich gemacht und eingerichtete häusliche deutsche muttersprachliche Äurje auch nur für drei Kinder als ..Winkelschulen" verboten wurden. So kann es nicht Wunder nehmen, daß Tausende deutscher Kinder aufwachsen, ohne auch nur deutsch lesen und schreiben zu lernen. Hier bietet sich der neuen Regierung ein weites dankbares Gebiet zur Betätigung. 3n einer Eingabe, die Dr. Kraft an den Minister des 3nnern eingereicht hat, macht er den Minister darauf aufmerksam, bah die untergeordneten Organe i n der Woiwodina nicht nur Ortsverbunde der Partei der Deutschen a u s l ö s e n, obwohl deren Auflösung von der Regierung nicht dekretiert ist, sondern auch Ortsgruppen des deutschen Kulturbundes, der absolut unpolitischen Charakter trägt. Sogar gegen deutsche landwirtschaftliche Genossenschaften wird vorgegangen unb von ihnen verlangt, daß sie ein Gesuch um die Genehmigung ihres Bestandes einreichen. Dr. Kraft bittet den Minister, diesen Mißständen abzuhelfen. Neuer llmflurz in Afghanistan. Der Führer der Aufständischen BaNcha-c-Salao übernimmt die Negierung. fiorono, 17. 3 an. (TU.) Vie aus Moskau gemeldet wird, befand sich Kabul am 15. Januar. 10 Uhr vormittags in den Händen der Aufständischen. Der grbßte Teil der Regierungstruppen hat sich ergeben m-d wurde entwaffnet. Rur geringe Truppenteile hielten noch einige Befestigungen. Der Flugplatz sowie alle Artillerle- stellungen sind von den Aufständischen beseht. Die Residenz des Königs, wohin sich König Jnayatullah mit einem geringen Truppenteil z u - rückgezogen hat, ist von den Aufstän- dischen umzingelt. 3n den Straßen Kabuls patroullieren starke Truppenteile der Aussiändischen, die die Ordnung ousretbtrrhalten. Die Truppenführer der Aufständischen haben den ausländischen Vertretungen und Kolonien volle Sicherheit ge- währleistet. Der Führer der Aufständischen, B a t s ch a - e - S a k a o hat die Herrschaft des Landes unter dem Ramen habibullah-Khan Gast übernommen. 3nayalullah hat sich am 17. Januar um 10 Uhr gegen die Zusicherung des Schutzes für seine "Person ur.b sür alle Personen, die sich in der Residenz befanden, ergeben und hak ab gedankt. In der Stadt herrscht völlige Ruhe: die Bazare sind geöffnet, die tikbäube der ausländischen Gesandtschaften werden von Truppen der Ausstand':? hen bewacht. Die Haltung der Rebellen gegenüber den Ausländern ist durchaus freundlich. Während der Kämpfe in unb um Kabul hat kein Ausländer irgendwelchen Schaden erlitten. Oer Flamenführer Börms fteigelassen. Brüssel, 17. San. (WB.) Der Flamenführer August Borm, der nach Kriegsende zum Tode und dann zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden war, ist auf Grund der vom Senat beschlossenen A m n e st i e heute vor- mittag freigelassen worden. Borms erklärte, er gedenke den Kampf für die Rechte der Flamen f o r t z u s e tz en. Aus aller Welt. Acht holländische Seeleute bei Rettungsversuchen ums Leben gekommen. Die aus 26 Mann bestehende Besatzung des südwestlich von Hoek van Holland gestrandeten lettischen Dampfers „Balk a“ ist von dem Rettungsboot „Komngin Wilhelmina" aus Stellen- dam in Sicherheit gebracht worben. Da die „Äoningin Wilhelmina" während des ersten Rettungsversuches auf einer Sandbank strandete und erst bei eintrelender Flut wieder flott kam, hatte die Besatzung 17 Stunden ununterbrochen auf der stürmischen See zugebracht, als f";e auf erbeute dringende S. O. S.-Rufe der Besatzung der „Balra' sofort zu deren Rettung wieder auslief. Das Motorrettungsboot „Prins der Reder- lande" von Hock van Holland. das in der Rähe des geftranbe.cn Dampfers „Balka" verunglückte, konnte noch nicht geborgen werden. Von der umgekommenen achtköpfigen Besatzung des „Prins der Rederlande" wurden inzwischen bei der Ortschaft Rockanje fünf Leichen angespult. Die umge.ommenen Seeleute waren alle verheiratet. Der Untergang der „hsinwah". Die Suche nach lleberlebenben des untergegangenen chinesischen Dampfers „hsinwah" war bisher ergebnislos. Eine große Anzahl von Leichen ist geborgen worden. Der Kapitän des Schiffes, der Belgier Jensen, blieb bis zu in letzten Augenblick auf der Kommandobrücke unb sandte Notsignale aus. Unmittelbar nach der Havarie des Sch sfes brach an Bord eine Panik aus. Es begann an Deck eine wilde Jagd. Unzählige Personen schlugen sich unter lautem Geschrei um d i e Rettungsboote, die überladen waren und daher nicht frelgemachi werden konnten. Diele Passagiere sprangen über Bord unb ertranken. 3m Schnee verirrt unb erfroren. Das Tschechoslowakische Pressebureau teilt mit, daß sein administrativer Direktor Richard Kalman Im Riesengebirge ums Leben gekommen ist. Direktor Kalman, der am Montag seinen Urlaub angetreten hatte, traf am selben Tage in der Bärenbaude ein, wo er Wohnung nahm. Am Dienstagnachmittag unternahm er einen Sklau s f l u g zur Peterbaude unb trat während eines heftigen Schneesturmes den Rückweg an. Gleich hinter der Peterbaude verirrte er sich aber: als er nicht zurückkehrte, gingen ihn Leute aus der Bärenbauds juchen, konnten ihn aber, da nachts mehr als ein Halder Meter Schnee gefallen war, nicht finden. Erft während der heutigen Nacht wehte der Wind den Schnee fort, und es wurde eine neue h i l f s e x p e d i t i o n ousgesandt. Auf dem Wege zur Peterbaude begegneten sie preußischen Skifahrern, die ihnen die Mitteilung machten, daß sie In dem Sattel zwischen dem Mann- ftein und dem hohen Rade einen erfrorenen Skifahrer bemerkt hätten. Die bei dem Toten gefundenen Papiere ergaben, daß es sich um Kalman handelte. Schweres Erdbeben in Venezuela. Die in der Provinz Quero gelegene venezuelanische Hafenstadt Eumana ist von einem heftigen Erdbeben heimgesucht worden, daS beträchtlichen Schaben anrichtete. Die Drahtvcrbin- bung mit Eumana ist unterbrochen. Die Erschütterungen sinb auch in Carraras unb anberen venezuelanischen Städten verspürt worben. Präsi- bent Gomez hat einen Hilfsbampfer nach Humana entfanbt "Bei bem Crbbeben in Eumana sinb 25 Personen ums Leben gekommen. Eine große Anzahl Verletzter würbe auS den Trümmern ber eingestürzten Häuser geborgen. Der Gouverneur von Cumana hat bem Präsidenten von Venezuela telegraphiert, baß sämtlilche Häuser ber Stabt zerstört sinb. verwegener Roubüberfall in Reuyork. In ber vornehmen Park-Avenue in Neuyprk wurde vormittags ein verwegener Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft ausgeführt. Fünf bewaffnete junge Burschen drangen in das Geschäft ein, entwaffneten den Privatdetektiv des Geschäfts, knebelten die übrigen fünf Personen, die sich im Laden befanden, unb sperrten sie in einen hinterraum ein. Sodann plünderten sie" den Laden, nahmen Schmucksachen, und zwar hauptsächlich Diamanten im Werte von etwa 200000 Dollars an sich und entkamen. Mehrere Solitäre im Werte von 500 000 Dollar hatten die Dandtten in ber Eile übersehen. Schwere Grubengasexplasian bei Preßburg. In einer Kohlengrube in handslowa fielen einer Gasexplosion drei Menschenleben zum Opfer. Bei der oorgcschriebenen Untersuchung der SlrbciUftät tcn stellte der Aufseher an einer Stelle mehr als 3 Prozen t Metangas fest und ordnete deshalb die sofortige Einstellung der Arbeit an. Der Steiger befolgte jedoch diese Anweisung nicht, und die Arbeiter setzte n ihre Arbeit fort. Plötzlich entstand eine Gasexplosion, durch die drei Arbeiter getötet wurden. Außerdem erlitten drei Arbeiter schwere und drei weitere leichte Verletzungen. Oie Weiterlage. Kost- .Hör do an. ST md. 3* it: 1.« M ' jTiejc am ]«' / grd) tv‘ tss-SLS yntM® Wf, S c '1., schatt, %■, iP? 63 & .1 rurJ\ u 6ii - «x »te w* Aus der Provinzialbaupisiadi. Gießen, den 18. Januar 1929. Oer Wert des Zugendrvanderns. Unsere heutige Iugsnd treibt bei weitem mehr Sport und wandert viel mehr, als dies die vorhergehende Generation tat. Während aber der Sport in vielen Kreisen Interesse begegnet, ist dies leider dem Iugendwandern gegenüber bis jetzt nicht in gleichem Maße der Fall. Zwar hat man für die Schulen den monatlichen Wandertag eingeführt, zwar unterstützen Behörden und Vereine die für die Jugend so nötige, wohltuende körperliche Betätigung, doch steht ein großer Teil der Devilkerung dem Iugendtoan- oern noch — wenn auch vielleicht nicht ablehnend, — so doch teilnahmslos gegenüber. Fragt man sich, woher das kommt, so erkennt man, daß der Reiz des Sports für sich darin liegt, daß er mit seinen Wettkämpfen, auf die er leider doch nur zu oft hinausläuft, jedem eine gewisse Sensation verschafft, weil er, auch wenn er selbst nicht dabei tätig ist, doch als ^passives Mitglied", als Zu- ichauer an all der Aufregung eines Kampfes leilnehmen kann. Das ist allerdings beim Iugend- wandern nicht möglich. Aber kann nicht auch hier jeder einzelne Freude empfinden und sich selbst jung fühlen, wenn er eine Schar frischer und froher Mädels oder Iungen auf ihren Wanderungen sicht, sonnengebräunt, kräftig und gesund, die Augen hell und strahlend? Und noch etwas: Während der Sport auch bei Den daran Beteiligten oft doch nur zu sehr zu einer einseiligen Betonung körperlicher Geschick, lichkeit, ja oft zu einer Rekordsucht wird, fällt das beim Wandern ganz fort. Hier sind es — abgesehen von der körperlichen Ertüchtigung — ungeheuer starke innere Werte, die geschaffen werden. Pflege deö Kameradschaftslebens, innere Erhebung und Freude im Erleben der Natur, Kennenlernen der verschiedensten Teile deS Vaterlandes. Eindringen in Volkscharaktere, Rückkehr zur Einfachheit und Dolkssitte, z. B. in alten Volkstänzen. All das bewahrt unsere Iugend vor der leider zu oft in Erscheinung tretenden Ueberkultur. ilnö dieses „Hinaus in die Natu r", daS seinen Ursprung in der Wandervogelbewegung hat und von dem Verband für Deutsche Jugendherbergen planmäßig weiter aud- aebaut wurde, hat unsere Jugend heule tatsächlich ergriffen. Ihr dabei zu helfen, ist Pflicht der Allen. Diel Gutes ist mit der Schaffung von Jugendherbergen bereits geschaffen; man hat alte Schlösser und Burgen auseöaut und unferer Jstrgend dort im Zauber der allen Romantik eigene Heime gegeben. Andere Herbergen aber lassen doch manchmal noch allerlei zu wünschen übrig, da der Verband für Deutsche Jugendherbergen trotz größter Anstrengung oft die nötigen Mittel nicht ausbringen kann, um allen Wünschen gerecht au werden: das Aeutzere oft kalt und nüchtern, o-a man sich ja häufig mit alten Kasernen, Baracken usw. begnügen mußte; innen oft Mangel an Beleuchtung und Heizgelegenheit, die älebernach- tungSgelegenheit noch nicht überall hygienisch ein- waichfrei (Bettwäsche oder Schlafsack), und letzten Endes das, wodurch sich die Jugend dort erst wohlfühlen kann: Helle, lichte, farbenfreudige Räume, gemütliche Einrichtung, einfacher, aber künstlenscher Bilderschmuck. Jeder, der ein Herz für die Jugend hat, kann hier mllhelfen, daß es besser werde. K. NEU NEU r "'•••■ 7 m in all. ^reisl igen. Frack- and Smoking-Anzüge enorm billig. Knaben-n.Jünglnns-Anzüge, auch in Man bester, W in allen Preisiaaen. Lodenjoppen and Windjacken von W 'Jlit. 12.— an. Gestreute Losen von Mk. 6.50 an. 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Tu- 009 TOÖ wo 0 caÄ»' ie* rin» uafr en •Vitfi »le« 0* rfiit.fr Na,Rropt3er;alfimg, -Srnnkibtn usw. Sefttr inppe. Für (rank mb lv'-rtt nie JJ Ladern lünchJIed.Dochenschch. pitiennbtlnnenmafage. ityr.im Llpitl Prinz Cml igorfrb gerne eingtrduml. Telephon 44 > wertvollen Kursus. 0i8 1929 Die ungünstige Gestaltung der Arbeitsmarktlage kennzeichnet sich auch in dem Hüdgang der Dermittlungstätigkeit des Arbeitsamtes. Es hat nur 307 männliche und 64 weibliche Personen im Monat De» zember in Arbeit vermitteln können. 3m 3n* 3m Bereich des Arbeitsamt.bezirks Gießen hat sia) die Lage desallgemeinenArbeits- Marktes im Monat Dezember zwar weiter verschlechtert, doch ist die Verschlechterung in ihrem Tempo gegenüber dem Monat November um über die Hälfte zurückgeblieben. Die Arbeils ojgteU hatte im Novcm- ver insgesamt um 133 Prozent zugenommen, während für Dezember eine Zunahme von 63 Prozent zu verzeichnen ist. Gegenüber allen anderen Berufsgruppen ist das Baugewerbe und die Berufsgruppe Lohnarbeit wechseln- aqner initiP1, tiroB- Schmutz verkrustet. Unö aus den Pfoten des völlig erschöpften Tieres, das auf einmal, gesenkten Hauptes, durch die Türe schleicht und. im Hause angelangt, heftig atmend umsinkt, sickert Blut. Was ist geschehen? Tumini ist nach Hause gegangen — weiter nichts. Tumini hat mit jenem tierhasten Spürsinn, dessen Geheimnisse der menschlichen Forschung verschlossen sind, den Heimweg gesucht und gefunden und ihn, diese vierhundert Kilometer zwischen Cardiff und Aipon, in einem Zeitraum von zehn Tagen hinter sich gebracht. Tumini ist. um so schnell wie möglich wieder nach Hause zu kommen, dorthin nämlich, wo sie aufgewachsen ist und wo sie ihrem innersten Gefühl nach hingehärt, am Tage rund vierzig Kilometer gelaufen — am Tag, das besagt, genau genommen, wahrscheinlich zur Nachtzeit, wo das schwarze Geschöpf in einer ihm selbst unbekannten, doch vollkommen richtigen Dichtung durch halb England gelaufen ist, um sich am Tag vor Menschen und Hunden zu verbergen, bis es endlich, wenn auch nur mehr ein kärglicher Rest seiner selbst, am Ziel einzutreffen, von der Last einer unheimlichen Angst befreit. Die mystische, die ganze Natur durchdringende Anziehungskraft der Heimat gibt einem schwachen Tier den Willen und die Fähigkeit, vergleichsweise mehr als Menschenmögliches zu tun; die Sehnsucht nach dem Ort, wo es für sein Sil!un$ ;banch Konzes! xeinefjt. nv erb. f 19.Dezbr. 1928 ‘aus am-Q den ll Draudplatz unbeirrbares Gefühl daheim ist, macht ein Tier, das der Mensch gemeiniglich als lebendes Schmuckstück betrachtet, zum Helden. Das ist der Sinn dieser ebenso wahren wie kurzen Geschichte; denn im Grunde liegt in jeder Katze lichkeit, was diese eine, den Menschen erstaunend, verwirklicht hat — diese mim, der kleine schwarze Held. S.Dazbr- Li.Dezbr. ^7 rf LauiStan.^«. Heg. 0>>i. Monats« oersann^A 500 400 Kctall-n.Hasohl- joq neninduatri»— " Jndustijls der 200Stetiw ><üd Erden 100 taad- end ----•' Forstwirtschaft e^oränUDSen Ä'Ä** «d söffaet U 3 bls 5 Uhr LS^UederMP/ Der Gefreite H. Don Max Mohr. Diese Geschichte hat nichts mit unserem Zeitgeist zu tun, auch nichts mit Krieg und Frieden, es ist eine einfache Geschichte, eigentlich nur ein Bild, das ich sah am 21. September 1917. Wie es kam. daß wir, unser sechs, an diesem Tage zum Tode verurteilt wurden, hat auch nichts mit unserem Bilde zu tun, eS war kurz nach unserer jenes) leiii i nn ie.n- ,,Tack' liriol Sonntag. 20' VB« «SS Nb/IIlllick'° uetaD üfl otn f,a,SÄ< SfioffiSfe Gefangennahme, es war sogar der einzige Funke Necht. der im Kriege genügt hat. auf feiten unserer Feinde und Dichter. Zwei waren schon an die Wand gestellt und erschossen, dann kam der dritte, das war der Gefreite H.. wir drei letzten wurden begnadigt — aber hier handelt es sich nur um das Bild des Gefreiten H.. wie er an der Wand stand und auf seine Kugel wartete. Er hatte um Gnade geschrien, jetzt stand er still, gleich darauf war er tot. in diesem Augenblick begab sich unser Bild: H. steht still, die Salve wird angelegt, einer von den Richtern tritt noch schnell zu H.. nimmt ihm den Stahlhelm ab. ich weiß nicht warum, vielleicht will er seinen lieben Kinderchen einen schönen und neuen und völlig unversehrten und undurchlöcherten Helm als Souvenir de la guerre mit nach Hause bringen, in der Eile läßt der Mann den Helm fallen, vermutlich ist der Diemen aufgesprungen oder sonst eine älngeschicklichkeit geschehn, bestimmt war es nicht das „Zittern seiner Hände", denn das war ein fester Kerl, ein betrunkener Diesen-, kerl. das Souvenir gleitet jedenfalls zu Boden, fällt gerade vor die Füße des Gefreiten H., der bückt fich schnell und hebt es aus und reicht es dem Riesenkerl hin. der sagt danke, tritt zurück, die Salve kracht los. und hier ist unsere Geschichte zu Ende: wie der Gefreite H. sich bückt in dieser langen Minute, wie er das Souvenir de la vie aufhebt und es dem andern Menschen hingibt, in dieser langen Minute — das ist unser ganzes Bild. bezirks haben ihre Zustimmung gegeben, daß die für die Berufsberatung als Grundlage dienenden Schüler-Personalbogen an alle Schulen hinausgegeben werden können, aus denen Knaben oder Mädchen zur Entlassung kommen. Handwerksund Hank^lskammern. sowie die Arbeitgeberverbände unterstützen das Bestreben, damit künftig möglichst alle offenen Lehrstellen bei der De- russberatung angemeldet werden. teresse der Derminderung der Arbeitslosigkeit wäre es sehr zu begrüßen, toemi die Arbeitgeber bei ihren Einstellungen sich des Arbeitsamtes bedienten. Eine solche Benutzung des Ar-, beitscuntes trägt zweifellos mit zur Entlastung der Gesamtwirtschaft bei. Seil Dezember besteht beim Arbeitsamt auch eine besondere Abteilung für Berufsberatung, die mit einem hauptamtlichen Berufsberater und mit einer hauptamtlichen Berufsberaterin besetzt ist. Da der Arbeitsamtsbezirk räumllch sehr groß ist und sich fast mit der Provinz Oberhessen deckt, so sollen nach und nach abeiiv Hochschulnachrichten. Der durch das Ableben des Prof. 3uliu5 Köael an der Universität Kiel erledigte Lehrstuhl der Neutestarnentlichen Theologie ist Professor 0. Dr. Hans Win di sch an der Universität Leiden (Holland) angeboten worden. Der Professor in der Leipziger 3uristen- fakullät Dr. jur. Erich Molitor hat einen Rus an die Universität Graz erhalten. — Der mit dem Titel eines ordentlichen Professors bekleidete Extraordinarius an der Wiener Universität Dr. mcd. Otto Fürth ist zum ordentlichen Professor für angewandte medizinisch« Chemie ebenda als Nachfolger des verstorbenen Prof. Emil Fromm ernannt worden. ihre Eltern. Die sind natürlich "ehr beglückt durch den Besuch ihrer Tochter und haben auch viel Freude Über Tumini. die schwarz dem weißen Korb entsteigt und sich die ungewohnte Fahrt im engen Gelaß zunächst einmal gähnend au? den Knochen reckt. Dann schaut sie sich um und beäugt und beschnuppert mit der den Katzen eigenen Vorsicht ihre neue Umgebung. Ob sie ihr gefällt, ist ungewiß. Sie wird sich schon gewöhnen, denkt Frau White und streichelt aufmunternd das schwarze, knisternde Fell, und die alten Herrschaften lind ebenfalls davon überzeugt, daß Tumini sich wohl bei ihnen fühlen wird. Aber Mensch und Tier sind zweierlei, nicht nur von außen besehen, sondern auch im Fühlen und Denken. Der Mensch meint freilich, sein Denken und Fühlen sei von solcher Vollkommenheit, daß das Tier sich dem ohne weiteres unter- ordnen müsse. Das Tier jedoch ist manchmal anderer Meinung. Tumini gibt einem selbst in öen Annalen der zoologischen Wissenschaft erstaunlichen Beweis davon. Als Frau White unö ihre Eltern am nächsten Morgen ausstehen unö sich Der Katze erinnern, ist Tumini nicht mehr da. Sie ist nirgends zu finden, die Schwarze, weder in der 'Wohnung noch im Keller oder im Garten. Sie ist durchaus unsichtbar geworden, denn auch in der Nachbarschaft findet sich keine Spur. Lediglich ein paar Leute, die an der übrigen nahe vorüberführenden Bahnstrecke wohnen, glauben auf oder an den Schienen etwas Schwarzes gesehen zu haben, das auch eine Katze gewesen sein kann. Mehr ist indes nicht zu ermitteln. Und als mehrere Tage vergangen sind, wird die Hoffnung, daß Tumini doch noch einmal auf tauchen werde, endgültig begrabem Die Trauer um das verschwundene Tier währt die unter Menschen übliche. währt kurze Zeit. Wer wird auch wohl um eine Katze viel Wesens machenI Nach zehn Tagen kommt eine merkwürdige, kommt eine höchst sonderbare Nachricht von Ripon nach Cardisf: Tumini ist wieder dal Tumini. die Sd;warze mit den gewaltig grünen Augen, hat sich zu Hause eingesunden. Sie sieht nicht so schön und glänzend aus wie bei der Abreise, nein, wahrlich nicht. Sie ist so abgemagert, daß ihre Rippen durch das Fell zu sehen sind, und was dieses Fell, der Stolz des Hauses White zu Ripon, anlangt, so ist es arg zerzaust, ja teilweise sogar zerfetzt und von Staub und der Art von der Arbeitslosigkeit im Dezember besonders empfindlich betroffen worden; das hängt in erster Linie mit von den Witterungseinflüssen ab. denn der Baumarkt ist an sich verhältnismäßig gut beschäftigt. Die Arbeitslosigkeit in diesen beiden Derufsgruppen wird deshalb sofort wieder erheblich zurückgehen, wenn die Witterung die Fortführung der Bautätigkeit gestattet. 3n der folgenden Uebersicht zeigen wir die Zunahme der Arbeitslosigkeit in einigen typischen Derufsgruppen. Aus dieser Uebersicht ist die sprunghaft zugenommene Arbeitslosigkeit in den bereits genannten Derufsgruppen ersichtlich. 3m einzelnen suchten am Schluß des Berichtsmonats Arbeit in den Berufsgruppen: o.3flO' 8 UÖf- .gbflUt - SS® Dat *"*Uk W'n j.°"> Horh? "LW|i finb' % tft-Ä !W»r bh ■ffisfiSS »Ä£ KÄE len- auch wenn Ersatz in Großen-8u[erf. Sj, «wen, über die 2. Mann- triumphieren. angelten tunend- 1 und 1900 11 - Stein, iterung vom Verband ab- 6 0*t8iiM, - Mai \ 1:2. 6liingthau|en 1 M. i bet obengenannten Nest ihr fälliges $eibini)5|piel zeit waren beibt Wann- ar erzwang sich In b« i, iedoch gfui) Archen« te au3. 3n der ztveil« hält etwas besser mb indchmeter den Sieg ai tibigungen beider Dam- Das durchweg sehr hark i|er, 2.|.D.Sichen, g» ift konnte einen Z:l«6ieg rringen und |o ihren La« M die l. Mannschaß LIedevW-iskl M r dückn Sen SeM M je auch noch *\\gt &wt Dolspie! tonrte W* Mer Sieger PI«M TwhenAeÄ M 19t die IW?* Sieben -um 2erb^ , vrhl als der W® je« d in hm letzten SM g geejigl und wird - Gegner sein. H Lich. mm Spiel gegen SM LxS »!** J1 * bck!^ «rrnente D « dl lviderE baron' SZK°-, sZsF ’,4S Herr ** ^ch A-"1 A teÄ SS*1 , w <«>y* Ift* Erscheint die Sicher Mannschaft in kompletter Aufstellung, so Wird es Wohl einen heißen Kampf um die Punkte geben. Oie westdeutsche Hochschulmeisterschast im Jußball gewann am Mittwoch die LI n i v c r f i t ä t Bonn im Aachener Waldstadion mit 6 :0 (1 :0) gegen die Llniversität Köln. Handball der Sp.-Vg. 1900. o. Am kommenden Sonntag empfängt 19006 erste Handballelf die gleiche Mannschaft der Llniversität Marburg zum fälligen Rückspiel. Das Borspiel kam vor Jahresfrist im Marburger Stadion zum Austrag und sah die Studenten 9:3 siegreich. Die Gießener Mannschaft war zwar ersatzgeschwächt, spielte aber keineswegs unter Form. Das Resultat spiegelt daher in erster Linie die Stärke der Marburger wider. Dieselben Berhältnisse werden Wohl auch am nächsten Sonntag vorliegen. Die LIniversitätself ist eine gut eingespielte Mannschaft, die sich in der Hauptsache aus westdeutschen Großvereinen entstammenden Spielern zusammenseht. So wirkt z. B. im Sturm der bekannte Westdeutsche Rc- präsentative Dretthauer (Sportfreunde Siegen) mit. Die Sptelvereinigungslcute werden das Treffen in etwas veränderter Ausstellung bestreiten: es werden einige Leute unter Beweis zu stellen haben, ob man sie auch zukünftig zur ersten Garnitur zählen kann. Was den Sprel- ausgang angeht, so dürfte ein sicherer, wenn auch nicht hoher. Sieg der Marburger zu erwarten sein. Handball im Lahn-Oünsberg-Gau. Kommenden Sonntag treffen sich Londorf und K e s s e l b a ch zum volletztm Verbands Piel der ersten Spielrunde in Londorf. Den letzten Resulta.en nach zu urteilen, wird Londorf alles hergeben, um einen Sieg für sich zu buchen. Wie alljährlich, so häll auch dieses Jahr der Lahn-Dünsberg-Gau sein Winter-Geräte» Wertungsturnen an einem noch nicht festgelegten Termin in Lollar ab. Zu diesem Zwecke treffen sich am nächsten Sonntag die Der-einsturnwarte und Vorturner des 1. Bezirks in Kinzenbach zum Ducchturnen der Frei- und Geräteübungen. 3m Anschluß an die Bezirksvorturnerstunde m^'sen die Besten des Bezirks in einem kleinen Schau- und Werbeturnen ihre Kräfte. Fechten. Slädkemelkkampf ^.ledberg—Dad-iNauheim. — Bad-Rauheim, 17. Jan. 3n der Turnhalle des Turnvereins 1860 fand gestern abend vor zahlreichem Publikum ein S t ä d t e w e t t - kampf F r i e d b e r g — B a d - V a u h e i m i m Florettfechten statt. Die Friedberger Mannschaft (Brack. Jrankenberger, Feuther. Kühn. Lemke, Stassen) war gestellt von der Arbeitsgemeinschaft. die die Fechterabteilungen der Turngemeinde und des Amtes für Leibesübungen am Polytechnikum zusammen bilden: die Vauhcimer Mannschaft (Terlich, Gröninger, Hahn, Hoffmann, Pfeffer, Reichwein) gehört dem Turnverein 1860 an. Die Leitung der Veranstaltung lag in den Händen des früheren Gaufechtwarts Rietz sch: das Kampfgericht stellten die Fechter unter sich. Deidc Mannschaften lieferten sich durchweg klare, gleichwertige Gefechte. Rauheim lag anfangs in Führung, Wurde aber von Friedberg eingeholt. Letzteres konnte nach spannendem Verlauf der Kämpfe Sieger werden. DaS Ergebnis lautet: 2 0 Siege (mit 87 Minustreffern) für Friedberg, 16 Siege (mit 74 Minus- tresfern) für Bad-Rauhe im. Der Turnverein 1860 überreichte der Friedberger Mannschaft zur Erinnerung an das wohlgelungene Treffen eine kunstvolle Radierung der Burg „M ü n z e n b e r g". hergestellt von dem heimischen Graphiker Kutscher. Berichlerstattungssperre gegen Wormatia-Worms. Die Ortsgruppe Mainz des ReichZverhandes der Deutschen Presse hat am Dienstag in einer außerorden lichen Sitzung beschossen, über alle Beran st altungen des D. f. R. Worma- t i a in Worms völlige Berichter st at- tungssperre zu verhängen. Anlaß zu dieser Maßnahme, der sich eine Reihe von führenden Blättern Hessens und Hessen-Rasiaus angeschlossen hat, bot die Tatsache, daß der Vorstand der Wormalia versucht hatte, die Berichterstattung eines Mainzer Sportredakteurs zu unke r b i n d e n. Die Sperre wird bis zu einer ausreichenden En schuldigung des Wormotia- VorstandeS ausrcchlerhalten werden. Wirtschaft. Zur Wirtschastslage. Die Direktion der Diskonto-Gesellschaft bekämpft in ihrem soeben erschienenen Halbmonatsbericht den in roeiten Kreisen, namentlich des Auslandes, herrschenden Irrglauben von Deutschlands wirtschaftlicher Blüte. Rach eingehender Darlegung und Würdigung der tatsächlichen Verhältnisse kommt die Betrachtung zu nachstehenden Schlußfolgerungen: Finanziell betrachtet hat Deutschland bisher weder nach innen, noch nach außen hin seine Wirtschastsbilanz aus eigener Kraft ins Gleichgewicht bringen können. Die augenblickliche Lage seiner Wir.schäft weist u. a. folgende nicht gerade als Zeichen einer „R o r m a l l a g e" zu deutende Symptome auf: enorm gestiegene Arbeitslosigkeit. industr'cl e Depression, Llnmöglich- keit ausreichender Ausfuhrsteigerung trotz beschränkter Aufnahmefähigkeit des 3nlandsmark- tcs. kritische Lage der Landwirtschaft, unzureichende Verzinsung des gewerblich investierten Kapitols, unerträg siche Höhe steuerlicher Belastung mit der Gefahr weiterer Steigerung zwecks Sicherung der Aufbringung der ..Rormal- last" des Dawes-PlaneZ. All das läßt zufam- mengenommen nicht die Annahme berechtigt erscheinen, daß Deutschland in schnellem Aufstieg und in naher Zukunft den Zustand erreichen wird, den die Sachverständigen des Dawes-Planes im Auge halten, als sie feststellten, daß ein Land Reparationszahlungen an das Ausland nur aus einem wirlscha tlichen Lieberschub seiner A-beits- leistung zahlen kann. Wir befinden uns noch durchaus in dem ebenfalls schon im Sachverständigengutachten vorausgesehenen Zustande der Verschleierung der eigentlichen Sachlage durch Anleiheoperatipnen, durch die an den Grundtatsachen nichts geändert wird. Trotz aller zugegebcnen wirlschastlichen Erholung Deutschlands in den letzten 5 3ahren sind die Berhältnisse, unter denen das bisherige System der Aufbringung und Liebertragung der Reparationen gearbeitet hat, bei Licht betrachtet noch so künstlich und labil, daß Deutschland den Schuh, den die Transferklausel für den Fall einer Llnterbrcchung des fremden Kapitalzustroms bedeutet, bei Aufrechterhaltung der jetzigen Deparationshöhe nicht entbehren kann. Oie Ncichöban? Mitte Januar. Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. 3 a n u a r hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Scheck?. Lombards und Effekten in der zweiten Januarwoche um 442,6 Mill, aus 1805,1 Mill. Mark verringert. 3m einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 443,9 Mill, auf 1657,2 Mill. Mark abgenommen, während die Lombardbestände um 1,5 Mill, auf 55.7 Mill. Mar, angewachfen sind. Die Effeltenbestände sind mit 92,3 Mill. Mark annähernd unverändert geblieben. An Reichsbanknoten und Renten- bonkschcincn zusammen sind 418.8 Mill. Mark aus dem Verkehr zurückgeflossen. Der Umlauf an Reichsbanknoten hat sich um 403.8 Mill, auf 4080,4 Mill. Mark, derjenige an Rentenbank- scheinen um 16,1 Mill, auf 420 Mill Mark verringert. Unter Berücksichtigung daß in der Berichts- Woche Rentenbankscheine in Hohe von 7,9 Mill. Mark getilgt worden sind, haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 42,2 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 609,8 Mill. Mark eine Abnahme um 9,5 Mill. Mark. Die Bestände an Gold und beckungs- fähigen Devisen zusammen haben um 1,2 Mill, auf 2885,5 Mill. Mark, im einzelnen die Goldbestände um 63000 Mark auf 2729,3 Mill. Mart aögenommen. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 60,9 Proz. in der Vorwoche auf 66.9 Proz., diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 64,4 Proz. auf 70,7 Proz. • • Die deutsche Rohstahlgewinnung 19 28. 3m Klj. 1928 wurden insgesamt 14 517 100 Tonnen Rohstahl in Deutschland hergestellt, d. h. im Durchschnitt arbeitstäglich 4? 442 Tonnen. Dies ist 17,5 Prozent weniger als die durchschnittliche arbeitstägliche Rohstahlgcwinnung des 3ahreS 1913 im Deutschen Reich damaligen Llmfangs. 1927 waren arbeitstäglich durchschnittlich 53 303 Tonnen, d. h. nur 71/« Prozent weniger als 1913 hergcstellt worden. • Gründung einer internationalen Holding-Gesellschaft. Ein Banlen-Syn- dikat unter Führung der Henry Schroeder Banking Co., Reuyork—London, hat in Wilmington im Staate Delaware eine internationale Holding- Gesellschaft unter der Firma ..Prudential 3n- vestors" gegründet. Als Geschäftsgebiet ist der internationale und heimische Effektenhandel vorgesehen. Die Gesellschaft verfügt zunächst über ein Gesamlkapital von 75 Millionen Dollar. • „Torpedo" Fahrräder- und Schreibmaschinen Weilwerke QL-®., Frankfurt a. M.-R ödelheim. Die G.-V. beschloß die Qkrleilung einer Dividende von 6 (im Vorjahr 8) Prozent. Lieber die Geschäftslage wurde ausgesührt, daß sich das Schreibmaschinengeschäft weiter befriedigend entwickelt habe infolge der Anerkennung, die sämtliche Typen gefunden Habern Lieber das Fahrradgeschäft lasse sich dagegen noch nichts Bestimmtes sagen, da die Saison noch bevorsteht. Das Duch- haltungsmaschinengcschäft habe sich günstig an- gelassen. Auch für das neue Motorrad seien bis jetzt besriedigende Bestellungen eingegangen. * Keine Preisveränderung für Thomasmehl. Ter Verein der Thomasmehlerzeuger teilt mit, daß trotz der anhaltenden, sehr lebhaften Rachfrage nach Thomasmehl der Fe- bruarpreis gegenüber Januar keine Veränderung erfahren wird. Die Preise zur Lieferung im Februar betragen also, wie im Januar, 32 Pfennig je Kilogramm °/0 zitrsl. Phosphorsäure und 27i'j Pfennig je Kilogramm Gesamtphosphorsäure Frachtgrundlage Aachen-Rothe Erde einschließlich Verpackung im 100-Kilv'ramm-3utesack. * Magdeburger L e b e n s - D e r s i ch c - rungs-Gesellschaft. 3n der Lebensversicherung tc-aren im Jahre 1928 zu erledigen 7581 Anträge Ü2er 38 095 500 Mk. Versicherungssumme. Abgeschlossen wurden 6492 Versicherungen über 31 723 900 Mk. Der Versicherungsäestand belief sich Ende 1923 auf 27 543 Versicherungen über 150 175 350 Ml. Versicherungssumme. 3n der Unfallversicherung wurden im Jahre 1928 abgeschlossen 1437 Versicherungen mit einer Prämien« einnahrne von etwa 255 030 und in der Hast- pflichtve.sicherung 5713 Versicherungen mit einer Prämieneianahme von et.va 560 000 Mk. Die Teilungspläne für die aufzuwertenden Versicherungen der „Magdeburger Lebens-Bersicherun.-s- Gefe.lschaft" sind vom Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung genehmigt worden. Die auf den 14. Februar 1924 berechnete Aufwertungsquote beträgt für die Lebensversicherungen 17 Prozent, für die LInfall- und Haftpflichtversicherungen 20 Prozent. Durch den Zins hat sich die Aufwertung für die bar zu befriedigenden Ansprüche bis zum 1.3anuar 1929 auf 20,6 Prozent, bzw. 24,2 Prozent erhöht. Fran urter Börse. Frankfurt a. TI., Tendenz: freundlich. — Zu Beginn der heutigen Börse erfuhr die Tendenz eine weitere Befestigung. Die Spekulation verhielt sich jedoch sehr zurückhaltend und schritt nur ganz vereinzelt zu Deckungen. Die sehr feste Neu- yor.er Börse, sowie die enorme Entlastung der Reichsbank und der wieder sehr flüssige Geldmarkt gaben dem Markte eine starke Stütze. Als jedoch verschiedentlich Auslandorders eintrafen, ging die Kulisse aus ihrer bisherigen Reserviertheit heraus und nahm besonders in S p e z i a l w e r t e n I n i e r e f fe n f ä u f e vor. Das Fehlen von Publikumsaufträgen hatte eine allgemeine Vernachlässigung der Re- benmärkte zur Folge. Im Vordergründe standen die bevorzugten Werte, die recht lebhafte Umsätze bei K u r s b e s s e r u n g e n bis zu 3 o. H. gegenüber der gestrigen Abendbörse zu verzeichnen hatten. Starkes Interesse bestand vor allem weiter für Svenska mit plus 3L v. H. Man verwies hierbei auf die starke Steigerung der Kreuger- und Zoll- werte. In Nachwirkung der Gründung einer Holdinggesellschaft der I.-G -Farbenindustrie in Amerika tonnten auch I. > G. - Farben lebhafteres Geschäft entwickeln (plus 2,5 y. H ). Von Llektro- werten waren noch Siemens mit plus 2,5 v.H., Schuckert mit 1,75 v. H., A. E. G. mit plus 1,5 v. f). reger gehandelt. Chade-Aktien, Licht & Kraft und Gesfürel lagen Dagegen angeboten und etwas schwächer. Die günstige Lage der internationalen Eisenmärkte Haie am Montanmarkt für einzelne Werte lebhafteres Geschäft zur Folge. Rheinstahl waren 2 o. $)., Mannesmann 1,5 v. H. und Rheinische Braunkohlen 3,75 v. H. gebessert. Salzdetfurth plus 5 v. S). Bankwerte und Schiffahrtswerte waren vernachlässigt und etwas gedrückt. Autowerte fast ohne Geschäft. Adlerwerke gut ve- hauptet. Daimler etwas niedriger. Die Rentenmärkte lagen still. Deutsche Anleihen eher etwas fester. Von Ausländern Türken vernachlässigt. Ungarn gefragter. 9m Verlaufe blieben Spezialwerte weiter lebhaft gesucht bei erneuten Kursbesserungen bis zu 1,5 v. H. A. E. G. mit plus 2,75 v. H. traten besonders in den Vordergrund. Auch Rheinische Braunkohlen wurden auf rheinische Käufe stärker aus dem Markt genommen. Der Satz für Tagesgeld stellt sich auf öd.fi. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2050, gegen Pfund 20,3960, London gegen Kabel 4,8505, gegen Paris 29,72, gegen Mailand 92,69, gegen Madrid 29,72, gegen Holland 12,0970. Br .»ucr Börse. Berlin, 18. Ian. Nachdem schon im Verlaufe der gestrigen Frankfurter Abendbörse auf Grund der festeren Neuyorker Meldungen eine Erholung Platz gegriffen hatte, blieb die Tendenz auch im heutigen Vormittagsvertehr und zu Beginn der Börse freundlich. Als stimulierendes Moment tarnen die äußerst günstigen Zahlen des heute erschienenen Reichsbankausweises per 15. d. M. hinzu. Die Gesamtentlastung von 442 Millionen, die Abnahme des Notenumlaufes um rund 420 Millionen und die Besserung der Deckung um etwa 6 v. H. haben Zahlen ergeben, die schon lange nicht erreicht wurden, und haben Hoffnungen auf eine neue Diskontsenkung ausgelöst. Sonst lagen allerdings keine nennenswerten Anregungen vor. Der lltzirtschaftsbericht der Discontogesellschaft brachte nichts wesentlich Neues und beschäftigte sich in erster Linie mit dem besonders im Auslande herrschenden Irrglauben von Deutschlands wirtschaftlicher Blüte. Die Hauptbewegung hatte auch heute wieder de» F a r b e n m a r f t, für den sich anscheinend auch die Provinz in Nachwirkung der in den letzten Tagen durch die Presse gegangenen Mitteilungen interessiert. Die Spekulation, die an diesem Markt besonders interessiert zu fein scheint, schritt vermehrt zu Deckungen. Auf die Kupferbewe- gung in Amerika konnten Otavi-Minen auf 69,5 o. H. anzichen. Kaliwerte und Kunftseidenaktien gewannen bis zu 5 v. H., Svenska plus 5,50 Mark, Siemens, Feldmühle usw. waren bis zu etwa 3 v. H. gebessert. Die anderen Märkte profitierten von diesen Sonderbewegungen meist nur stimmungs- mäßig, die Kursveränderungen hielten sich hier in engen Grenzen. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer uneinheitlich. Anatolier und Rumänen leicht ä:rt. Bosnier bis 0,5 v. H. schwächer. Der briefmerft lag uneinheitlich. Der Geldmarkt war unverändert. Nach den ersten Kursen konnte sich die Befestigung bei den Spezialwer- t e n fortsetzen. Otavi lagen lebhafter und bis 0,75 v.H. höher. Glanzstoff, R.W.E., Berger Tiefbau, I.-G.-Farben, Salzdetfurth, Buderus, und die übrigen Montanwerte zogen weiter an. Frankfurter Gerreivebörse. Frankfurt a.M., 18. Jan. Der hiesige Produktenmarkt verkehrte zum Wochenschluß in ruhiger Haltung bei weiter sehr kleinem Ausland- angebot. Das Geschäft war klein. Rur in Roggenmehl war etwas lebhafteres Geschäft festzustellen. Roggenmehl konnte erneut um 0,50 Ttlt anziehen. Die übrigen Artikel sind unverändert. Es wurden notiert: Weizen 23,50: Roggen 23; Sommergerste für Brauzwecke 24,25 bis 24,50; Haser inländischer 23.25 bis 23,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 23 bis 23,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 32,75 bis 33.25; Roggenmehl 30 bis 30,50; Weizenkleie 13,70 bis 13,75; Rog- genklcie 14,25 bis 14,50. Zeitschriften. — „Philosophieund Lebe n". (Herausgeber: Prof. Dr. August Messer, Gießen; Verlag Felix Meiner, Leipzig CI). — 3m 1. Heft des V. Jahrganges (vom Januar d. 3.). das sich inhaltlich so großzügig wie abwechslungsreich dar- stellt, interessiert u. a. eine sehr klare, von posi-- tiver Kritik getragene Auseinandersetzung deS Herausgebers mit Rudolf Maria Holzapfel, dem Schöpfer des „Panideal"; recht beachtliche Gesichtspunkte fördert auch ein Aufsatz „Der Dilettantismus und seine Beziehung zu Wissenschaft und Philosophie" von Gerhard Klamp zutage; vielseitige Anregung bietet die ständige Rubrik „Aussprache"; wir verweisen vor allem auf die Beiträge „Rot eines Mädchens von heute", „Lichtfeste" (sehr bemerkenswert!) und „Konnersreuth". 3m Desprechungsteil wird u. a. auf ein neues Werk von Lindsey aufmerksam gemacht, „Die Revolution der modernen 3ugend". — „Das Theater" (Herausgeber: Arthur Kürschner; „Das Theater", Derlagsges. m. b. H.. Berlin) bringt in seinem ersten 3anuar-Heft u. a. einen interesianten Bericht über eine italienische Faust-Dichtung des modernen römischen Theater- drrektors Bragaglia. 3n diesem Faust-Drama- gibt es gleich „ein Dutzend Fauste und mehrere Mephistophelesse", ferner im zweiten Akt ein Kabarett und später sogar ein Kino. Trotz dieser Extravaganzen ist das Stück mit schwierigen Analysen und Gedanken geladen. Ein Brief über das „3apanische Theater in Moskau", Kritiken aus Stockholm, Prag und Konstantinopel bereichern unsere KennMisse über das Theater des Auslandes. Kurszettel der Berliner und Franksutter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höbe der zuletzt beichlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinssilh 8 Prozent. J a' h'uri q. M Berlin Sa)luB l.Uljr. !5-h uti ion.ang ft'TS fi-ir» 1 fi"r» flur- Datum 17. t. 18. 1. |>7 1. | 18. t. e% et edd^jnieih. > Dl- «ni.-abidi -«diulr mb 87.3v - 87.5 >3e j3.75 t-l.-Wrcbicn 30,6 53,9 WmsI ehnr Äuilp). :Kfdbf »X aranli H«p. «t (Molbtrf U.9 — 14.8 14. U un 90 ftat>bai tu 1932 — * 4H% «bfiniidif Pvv-Saal Ctau •oibDl 81,75 — - — n 1913 »^Üngantche fironenne. <*i Zsrt Äollanleibr o 1911 24.8 2,175 2.2 2,2 2,2 — 12,25 —• *% lürMfr Bagvavdadn-Lnl.. Serie 1 — — 12,3 w— •% «"gl Serie II * * — — 4% Rumänen conven tWte. 11,2 - — Rumänen (Moltwnl ntra 1913 4),4 — '20,25 — Lll- DeunSe »!eu'x-hu «h - — 6ombutfl-iämrnlo flutet pamb -eübiim tamuii* 136.25 136 1.46,2,5 136 e — - 177 25 176.5 hanlo tampffdillf . . 10 - li>8 75 Rorbbeudttet c'loyt 6 131,4 i-i.25 131,Id <31 UIq Deutidx (ireDitanft. 10 .40.20 — 110,75 141 Barmer ivankoecem 10 - 144 143.. Berliner vanvelogeieMck 12 — — :a5 236 totnmetfr und 'flriooi-Bant 11 ‘‘•>8 • -'7.75 198 197.7a Catmfi u Nationaldan! 12 WM 26,25 Wl teutldx Bunt 10 — 1.2-5 72 .. tttlontiXÄeiellKhctt SIM.. 10 167 167 -06,9 1 >7,25 Brunne« Bant 10 174 2a 17c 1.2 |7: RttteiBeurj»# «tieeuiwal - . ti — Uti 25 269,2. Re tollten! . f 133 133,5 132,5 138 Mttu! . 11 319 318 19.9 ftianiriurt o. 2)1 Berlin Sa)iu6‘ K r» 1-Uhr- fi'irs bd) uu 'Ln ang fiur*- Datum: | 17.1. 18 1. 17. 1 | 18. 1. a.ü.w . . ... B 178.0 179.7.1 176.40 179,4 Bergmann . . . .... 9 — .32 229,20 231.20 173 Itlefn L'leferunge« . . ... 10 — 238 25 171.5 ViAl und ßtafi ... 10 .'38.5 257.5 237 .leiten & ®uilieaume. Gei. 1 iSletrt Untern.. ... 6 14'2 • 141.1 '43 ... 10 '2.58, j 257.5 -58 257,4 vamb (Slefrt Stierte . ... 10 - 151 75 15«.tü Sdilel. Elekrr. . . . .... 9 — 170 169.5 170.0 ... 10 223 325 Sdiudert . . . .... 8 ■24 '2 243,75 242 243,9 Siemens 6 HalLki . • ... 12 107 eu9,v 105,7o 409 IraneroDto . . • . . . . 8 — — |59 — L'abmeuer 4 H». . . . . . 10 176 — 175 Buveru» . . • . . . . b 88 — 87.5 88,5 Deutsche (hoM . . . . . . . 6 — — 137.25 137.5 diener Steinkohl» . . ... 8 8.H3 4 — Geilenkirchener . . 1'28,5 128.75, 128,4 128,9 harpener . • . .... 6 137,5 137,23 138 1^6.75 voelch Eilen. .... . . . . 8 - 122.0 143.20 Zlle Bergbau . . • . . . . . 8 224 — 22.1 223,75 Rldtfnetroerfe . . . . $Voln-9Zeueflea. . . . . 7 . . . . 0 108,5 — 108.5 121.65 109 122,75 Mannesmann . . . .... 8 129.75 131 149.6.» >30,25 iManofelDer . . . .... 7 115 114 115 Cberlchlel Eilend Setext ... 6 L berichte! floteroede . . 6 — 110.0 H2.25 110,1.» 113.25 •libönir Bergbau 6h 94,75 5 H5 Oj •Hheiniidir Prauntoblei 10 283.25 287 183 284 •Hbfinfiabl l. % 3<* V/t OHebrd Montan ... 7.2 136 18 I36,7o 138.45 Bereinigte Giablflk . . . . 6 -8,5 "8 5 j8.65 o8,75 C’tatri Minen . . . . - «eh — 69.6 68 9.5 aalt Älchersiedet» ... 10 .89 290 290,25 ft oll Westeregeln . . ftaliweri SäUterfwtfl ... 10 .91.5 293 291,5 -V3.9 . . 15 521 o26 o2l oZ6 3 G tyarben.JnOuttM . . . 1Z 262,4 164.5 261 263,75 pynamit Nobel . . Zcheivcanktalt . . . . . . . 6 .86,75 187.5 - 124 Golbschmlvt . • e . . . . 6 94 — 94 93.6 «ütgerswede . • • 0 0 a , { 102,25 102.25 Iu2,4 102,75 MetaltgeselllchM. . . .. . u — — -- - 3-iankfurt a M Berlin Schlugt i.ut)f Sch uß •hn.ang flt» Kur, K r. ÄUTA Datum: 17. 1 18 1. 17. 1 | 18. i. •flöntüv vu.juiQnn .....7 135 35.^ — heivelberger CcmerU .... 10 135.5 — kSemem ftarlitaot ..... 8 - * Sauß 4 Freitag .... 10 133 133,25 134.9 — LchulIdeU 'ßoeenbota ... 15 — * 303.5 302 Lftrorrfe ..... 12 • 200, 258.5 Ser. eianifloM .....18 • - 188.. 492 Bemderg .....14 — <34 4.11t Zellstoff Daldbof .... 12 • — 284.0 Zellstoff «Ichassenburg ... 12 — — -01,7. 202,2.) iSharlottenburger 3Baiiei ... 7 — — 13'4 133,25 Dessauer ®ai .....6 — -• 224.75 246 Daimler Motoren ...... 0 59,25 59 .59,9 59 Demag .......0 — 43,75 44 üblerroerte »Ieva ...... 6 60 60 •A. )0.2o VuDrv. 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Berlin, 17. tYanuar '-'ic> ’-örie ■ Amertlantiche J/ott» ..... 1.184 4.204 Belgische ’Jloten ....... u8.45 58.49 Dantiche Noten ...... 1 .78 H2.22 6noltfd)t Sloten .»••••«. 30 347 .0,427 löeritu 17. ;7rtiutiir oieiö | Briet itronio.d te j.425 1.191 4.29, 20.897 169,74 1.771 59.47 112,19 ' 112.29 114,53 10,586 42,025 40,414 1,2085 lo. <6 80,945 66.70 1.017 0, >03 59,135 12,452 7. uti« 73,39 3,0.8 16.57 81.58 2.1-43 a.485 1.199 4.804 40.93T Preußen. Kreis Wetzlar. WEN. Wetzlar, 17. Jan. In der letzten Voll- oersammlungder Industrie - und Handelskammer Wetzlar wurde Kommerzienrat Dr. Köhler, Generaldirektor der Buderusschen Eisenwerke, zum Vorsitzenden der Kammer gewählt. Die stellvertretenden Vorstandsposten aingen in die Hände von' Fabrikant Arthur Pfeiffer und Apotheker Bahr über. In den Berichten über die wirtschaftliche Lage der einzelnen Gewerbezweige im Kammerbezirk kam allgemein zum Ausdruck, daß die zu Anfang 1928 bestandenen Hoffnungen sich nicht erfüllt hätten und daß ein allgemeiner Rückgang der Wirtschaftslage zu ernsten Besorgnissen für das Jahr 1929 führen müssd. — Das tädtis che Museum hat jetzt einen Seifer- a a l eingerichtet. In einem stattlichen Oberlichtaal sind viele Oelgemälde der heimischen Maler Friedrich, Johannes und Carl-Friedrich 2)cifer vereinigt. Die Deikers waren eine Malergeneration, deren Vertreter von 1772 bis 1895 teils in Wetzlar, teils in Braunfels ansässig waren Am bekanntesten sind wohl die wundervollen Iier> und Jagdstücke von Johannes Seifer, des früheren Hofmalers des Fürsten von Braunfels, dessen technische Virtuosität Werfe von bleibendem Wert geschaffen. Sas Wetzlarer Museum ist mit diesem Saal um eine interessante Abteilung bereichert. Jt, Krofdorf, 16. Ilan. Am vorigenSonntag wurde Frau Sophie Leib 80 Jahre alt. Frau Leib, die sich noch voller geistiger und körperlicher Frische erfreut, konnte diesen Tag im Kreise ihrer Angehörigen festlich begehen. Kreis Biedenkopf. + Gladenbach, 15. Jan. Unsere Nachbar- gemeinde A m m e n h a u s e n, die in ihrer kommunalen Verwaltung seit jeher von Gladenbach betreut wurde, ist jetzt letzterer Gemeinde e i n v e r l e i b t worden. Seit mehr als dreißig Fahren schwebten Verhandlungen verschiedener Art, den Verwaltung'apparat durch eine Eingemeindung zum Wohle beider Ortschaften zu vereinfachen und in wirtschaftlicher Beziehung vorteilhafter zu gestalten. Fetzt ist es den Bemühungen des rührigen Bürgermeisters Müller (Gladenbach) endlich gelungen, unter ver- ständni.'voller Mithilfe der Gemeindevertretung von Ammenhausen diese für beide Teile nur vorteilhafte Angelegenheit zum Abschluß zu bringen. Das Preußische Staatsministerium erteilte Ende v. F. die endgültige Genehmigung zur Eingemeindung, und so können sich Gladenbach und Ammenhausen von jetzt ab als ein geschlossenes Ganzes fühlen. Diesem Gedanken gab auch der Vertreter des Kreises, Landrat Cohmann, dieser Tage im vollbesetzten Saale Elm-Häuser, wohin zu einer würdigen Anschluß f e i e r eingeladen worden war, beredten Ausdruck, nachdem als erster Redner Bürgermeister Müller auf die Wichtigkeit des Abends hingewiesen batte. Der Vertreter von Ammenhausen, Reinyardt G e h n e r, nahm in fein durchdachter Rede Abschied vom alten und brachte den Wunsch zum Ausdruck, daß die Gemeinde Ammenhausen sich auch unter der neuen Regie in jeder Beziehung wohlfühlen möchte. Reicher Beifall wurde dem Redner zuteil, ebenso den mit feinem Humor gewürzten Ausführungen des Ortsgeistlichen, Dekan Lehr, der durch seine Anwesenheit bewies, daß auch ein Geistlicher an einer öffentlichen Versammlung, wenn sie dem Wohle des Volksganzen dient, teilnehmen kann, ohne seiner Würde Abbruch zu tun. Den gemütlichen Teil des wohlgelungenen Abends halsen verschönern der hiesige Musikverein, der unter ausgezeichneter Leitung packende Beweise instrumentalen Könnens gab, sowie der Männer- Gesangvercin Gladenbach, der durch gut zum Vortrag gebrachte Chöre erwarten lieh, daß er unter der Führung seines Dirigenten Haupt- lehrcrs Meinhardt noch manches Schöne leisten wird. Möchten die gemütlich verbrachten Stunden des Verbrüderung "abends ein gutes Omen sein für ein weiteres Wachsen, Blühen und Gedeihen der vereinigten Gemeinden unter der Devise: Einigkeit macht stark! Kreis Limburg. WER. Limburg, 17. Fan. Der Landrat des Kreises Limburg hat die Ortspolizei- behörden angewiesen, die Lustbarkeiten auf ein Mindestmaß einzuschränken. So soll den ortsansässigen Deveinen und Saalbesitzern in der Regel höchstens einmal im Fahre (die Kirmestage bilden «ine Ausnahme) die Genehmigung zur Abhaltung einer Tanzlustbarkeit gegeben werden. Fm übrigen ist diese Genehmigung zu versagen. Maingau WSN. Frankfurt a. M., 17. Jan. Bei den Beratungen zum neuen Etat hat sich ein voraussichtlicher Fehlbetrag von rund 6 Mil (tonen Mark ergeben. Zur Deckung dieses Fehl- betrage ist u. a. vorgesehen, die Tarife für Wasser und evtl, auch für Elektrizität zu erhöhen. Ferner ist in Aussick' genomme.., die Gewerbesteuer von 400 auf 460 v. S). zu erhöhen. Tirnjmiini ■» j —bmmi—■■——— Schach-Ecke. Bearbeitet von W Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 196. Don A. Oklinga. Schwarz, a b c d e f g h - ■ B ■ ■> '■xaiaii ■ 8 8 6 6 5 5 3 3 abedefgh Weiß. Weih zieht und setzt in zwei Zügen matt. Weiß: 9 Steine. Kh6; Df7; Ldl; Sd7, f4; Bc3, d2, e5, h4. Schwarz: 8 Steine. Ke4; Tfl; Lbl; Bd6, f2, g4, h5, b7. Partie Nr. 127. Fm zweiten Wettkampf Bogoljubow gegen Dr. Euwe zu Amsterdam gespielt. Indische Partie. Weiß: Bogoljubow. Schwarz: Dr. Euwe. 1. d2-d4 1. Sg8-f6 2. c2-c4 2. g7-g6 3. Sbl —c3 3. U8-g7 4. e2-e4 4. d7-d6 5. Sgl — f3 5. 0-0 6. Lfl-c2 6. Sb8-d7 7. 0-0 7. e7-e5 8. d4-d5 Ueberläßt dem Springer den Punkt c5; doch ist dies ungefährlich. 8..... 8. Sd7 - c5 9. Sf3-d2 9. a7-ab Um sich den Stützpunkt c5 zu erhalten. 10. Ddl -c2 1U. Sl6-d7 11. Sd2-b3 11. f7 - f5 12. c4xf5 12. Tf8xf5 13. Le2-g4 • 13. Tf5-f8 14. Lel-e3 14. b7-b6 Wohl notwendig, aber jetzt wird der Bauer a5 vereinzelt und geht schließlich verloren. 15. Sb3xc5 15. Sd?Xc5 16 Lg4xc8 16. DdSxcS 17. Le3xc5 17. b6*c5 17. ..., d6xc5 wäre natürlich ganz schlecht. 18. Tfl —el 18. Lg7-h6 19. Tel -e2 19. Dc8-d7 20. Tal-dl 20. Tf8-f4 21. Sc3-e4 21. Dd7-f5 22. f2-f3 22. Df5-d7 23. Tdl-d3 Es beginnt nun der Angriff auf den isolierten Dauern a5. 23..... 23. Tf4xf8 24. Td3-a3 24. Kg8-g7 25. Dc2-c3 25. a5-a4 26. Dc3-c2 26. Ta8-a5 27. Se4-c3 27. Tf8-a8 28. Te2-e4 28. Lh6-f4 29. Sc3-b5 29. h7-h5 ' 30. Dc2-e2 30. Ta8-f8 31. De2-el Sehr stark erscheint hier die Fortsetzung 31. g3, Lg5 32. f4, Lf6 33. fxe5, Lxc5 34. Txe5l, dxe5 35. Dxe5 +, nebst 36. Sxc? und evtl. Se6, mit chancen reich em Spiele. 31..... 31. Ta5-a6 32. Del-dl 32. Tf8-a8 33. Ddl-c2 33. Lf4-g5 34. g2-g3 34. Ta8-f8 35. Kgl-g2 35. Ta6-a8 36. Dc2-dl Fehlerhaft wäre hier sofortiges Schlagen auf a4 wegen 36.....Txa4 37. Dxa4, Txf3I 38. Kxf3, Df5 + usw. 36..... 36. Ta8-a5 37. H2-H4 37. Lg5-f6 Gestattet Weiß jetzt das Schlagen auf a4; da nun das Turmopfer nicht mehr droht, er hätte deswegen Le7 ziehen sollen. 38. Ta3xa4 38. Ta5Xa4 39. Ddlxa4 39. g6 —g5 40. h4xg54- 40. Lf6xg5 41. Da4-dl 41. Tf8-f6 42. Sb5-c3 42. Dd7-f5 43 Te4-el Macht dem Springer Platz. 43..... 43. Tf6-g6 44 Sc3-e4 44. Lg5-f4 Etwas mehr Chancen gewährte 44. ..., h4, worauf nach 45. g4, Df4 die weißen Figuren etwas gefesselt sind. 45. Kg2-tz 45. Df5-h3 46. g3Xf4 . 46. h 5 —114 Was bezweckt dies? Besser ist hier exf, obwohl auch Schwarz dann nach 47. Ke2 nicht mehr viel zu hoffen hat. 47. f4xe5 47. Dh3-h2 48. Kf2-e3 48 d6Xe5 49. Ke3-d3 49. H4-H3 50. Tel-hl 50. Dh2xb2 51 Ddl—al! Dies bereitet der Partie ein sofortiges Ende. 51..... 31. Db2-g2 52. Dalxe5-s- Aufgegeben. Losung des Problems Rr. 193. Don 3. Möller. 1. b3 — b4!. c5xd4 2. Db2xd4+ usw. 1..... c5xb4 2. Td4-c4-4- usw- 1. ...LbS — a7 2. Db2 —c3 usw- 1. ...., g6 - g5 2. Ld8-f6+ usw. 1....., beliebig 2. b4xc5 usw. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Gestalten Sie eine Frage — .Welches Tier ist der gierigste Fresser?" »Der Hase, denn er frißt mit — zwei Löffeln." (Lust. Dl.) Ungewohnte Umgebung. 3n einem Berliner Hotel erscheint eine ältere, einfache Frau aus der Provinz, ein lleineS Zimmer verlangend. Der Portier weist sie mit bestrickender Höflichkeit Weiler. Plötzlich hört man sie energisch protestieren. „Rein, das ist mir denn doch zu klein und bescheiden, bloß ein Ledersofa und ein Tischchen —.“ .Ra, beruhigen Sie sich man," erklärt der Portier, .det is ja ooch erst der Fahrstuhll" (Lust. Dl.) Starkes Stück. .Wir haben einen Papagei zu Hause, das ist ein unglaublich schlaues Tier. Reulich sitzt meine Frau beim Kreuzworträtsel. Sie sucht krampfhaft nach einem deutschen Waldvogel von sieben Buchstaben. Plötzlich ruft der Papagei „Kuckuck!" Lind es hat auch tatsächlich gestimmt." „Ra, nun sollen Sie mal erst unseren Papagei sehen. Sowas von Schlauheit, das hält man einfach nicht für möglich. Gestern kommt unsere Katze in das Zimmer rein, wo der Papagei sitzt. Die Katze springt nach ihm, der Papagei entwischt, fliegt nach dem Telephon rüber und ruft das Tleberfallkommando an." (Lust. Dl.) Wen Sie die Wi um! 8Ä7Ä Wäscbe schmutzig. Bleichen Sie solche >> ti Naumann'S roctüer Sternfeiie „Extrafeine Qualität", ßtifebe Wäsche gibt Ihnen An'ehen sowie Farbe. 3593V Das SeiDnihellswaDer Jean Weiset, Giefeen, Sonnenstrabe 6, Telephon Nr. 88 Natürliches HWlMllen in Dos Maier- Worigeiönöe Des SahersvslsDses über Grünberg, Ulrichstein bis Poppen- struch. bei genügender Beteiligung. - Abfahrt Samstag 14 Uhr (2 Uhr nachmittags) und (Sonntag 7 Uhr vormittags vom Ludwigsplatz. Rückfahrt beider Wagen Sonntag 17 Uhr. 536D Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt 5 RM. für jede Person. Sportgeräte gebührenfrei. Teilnehmerliste und Platzbestellungen Postamt I, Schalter 4, Postamt II, Schalter 5. Meldeschluß für die Samstagfahrt am Samstag 10 Uhr und für die Sonntagfahrt am Samstag 13 Uhr. Vrennholzversteigerungen TNittwoch, 23. d. 211., von vormittags 9.30 Uhr ab, werden im Saale des Gastwirts Faitz zu Grebenhain aus den Forst- orten Rohrbrücher 71, Ruhlwiesenwald 76, Buselseifen 78, Spitzesteinshege 84,85,86, Hinterster Hoherain 88 und Uhlmüllerswald 92, 93, 94 und 95 versteigert: Scheiter, rm: Buche 1. Kl. 454, 2. Kl. 59, Ahorn 32, Erle 42. Knüppel, rm: Buche 1. Kl. 158, 2. Kl. 5, Eiche 4, Ahorn 16, Erle 32, Vogelbeere 3,7, Fichte 18. Reifer, rm: 1. Kl. Erle 76, Fichte 14, 3. Kl. Buche 546. 533D Stöcke, rm: Buche 82, Erle 17. Aus dem Forstort Ahlmüllerswald kommt nur das Holz vom Villaweg und dem unterem Randweg zur Versteigerung. Sie blau unterstrichenen Nummern vom Erlenabtrieb im Spitzestem 86 kommen nicht zum Ausaebot. Nähere Auskunft durch das Forstamt und Herrn Förster Georg (Grebenhain). Donnerstag, 24. d. 2H., von vormittag» 9J0 Uhr ab, werden im Saale des Gastwirts Stier zu Ilbeshausen aus den Foistörten Verbr. Strauch, Nesselberg 5, Hetges- hain 10,11, Hetgeshainer Heege 11, Schel- geswlesenwald 15, 17, 18, 25, Heegholz 19 bis 21 und Hassel versteigert: Scheiter, rm: Buche 1. Kl. 208, 2. Kl. 44, Ahorn 87, Eiche 11, Erle 3. Knüppel, rm: Buche 185, Eiche 8, Esche 4, Ahorn 58, Erle 5, Lärche, Fichte 9. Reiser, rm: 1. Kl. Buche 123, Eiche 5, Esche 40, Ahorn 34, 2. Kl. Buche 29, 3. Kl. Buche 47. Stöcke, rm: Buche 13, Eiche 1. Aus dem Forstort Hassel kommen nur die Scheiter 2 Äl.f Reiser und Stöcke zur Versteigerung. Nähere Auskunft erteilt Herr Forster Nagel zu Ilbeshausen (Telephon Herbstein 14), sowie die unterzeichnete Stelle Hessisches Forstamt Grebenhain. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 8. Januar 1929 bei der Firma verbondkastenfabrik, Gesellschaft mit be- fchränkter Haftung in Gießen, folgendes eingetragen: Der Sitz der Gesellschaft ist nach Frankfurt a. M. verlegt. 505D Gießen, den 12. Januar 1929. _________Hessisches Amtsgericht.__________ Hotzversteigerung. Dienstag, den 22. Januar, werden in der Willfchen Wirtschaft zu Treis a.d.Lda., von X-19 Uhr an, aus den Staatswalü- Forstorten Hainbuch, Hege und Aste Unner versteigert: 5140 Ruhknüppel: Eiche (2 m lange Gartenpfosten) in Hainbuch Nr. 52, 60, 63, 68, 72, 77, 78, 79, 82, 86, 92, 93 zusammen 22 rm. Eiche-Derbstange (Deichsel) in Hainbuch Nr. 96 1 Stück. Scheiter rm: 70 Buche, 7 Eiche, 6 Kiefer, 2 Fichte; Knüppel na: 88 Buche, 10/ Eiche, 81 Kiefer, 5 Fichte; Knüppelreisig rm: 34 Kiefer; Gew. Reisig, 3. Kl., rm: 35 Buche, 172 Eiche; Stöcke rm: 32 Buche, 21 Eiche, 13 Kiefer. Buchen-Reisig mit blau unterstrichenen Nummern kommt nicht zum Verkauf. Auskunft erteilen Herr Forster Bing zu Treis und Hilfsförster Forster zu Allendorf a. d. Lda., sowie das Forstamt. Gießen, den 16. Januar 1929. Hessisches Forstamt Gießen. Holzverftetgerung. Die Fürstlich Solmsische Oberförsterei Hohensolms versteigert an Ort und Stelle: Am Dienstag, dem 22. Januar, aus dem Distrstt windeibach: Bucheu-Scheit- und -Prügelholz 151 fm, Reisig 64,40 Hundert Wellen; Eichen-Prügelholz 60 rm, Reisig 34,70 Hundert Wellen; Fichten-Prügelholz 8 rm. Anfang 11 Uhr bei Brennholz Nr. 1. Arn Donnerstag, dem 24. Januar, aus dem Distrikt Jfselscheid: Eichen-Stammholz 2. und 3. Klasse 8,87 fm (Wagnerholz), Nutzrollen 10 rm (2,20 m lang); Fichten- Stammholz 2,17 fm, Derbstangen 1. bis 3. Klasse 105 Stück, Reisstangen 4. bis 6. Klasse 770 Stück, 7. Klasse 2500 Stück; Buchen-Scheit- und Prügelholz 28 rm, Reisig, 9,50 Hundert Wellen; Eichen-Prü- gelholz 8 rm, Reisig 20,0 Hundert Wellen; Fichten-Prügelholz 8 rm, Reisig 255 rm. Anfang 11 Uhr bei Brennholz Nr. 1. (510D Drucksachen allerArt liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die ßrübl'icbe Univ.-Druckerei, R. Lang» i Limousinen-Aufsätze kombinierte Karosserien als Limousine u.Lieferwagen fahrbar Autoladderung und -Sattlerei Verdocko,Steckseitenteile, Schon'jezügo Lieferung kompletter Fahrzeuge Autoreparaturwerkstätte Otto Faber Mühlstrabe 22, Telephon 1096 2-4D Nutz-und Vrennholzversteigerung aus dem Gemeindcwald Salzböden. Arn Samstag, dem 26. d.M., nachmittags von \XA Uhr ab, kommt im Saale der Gastwirtschaft Deißbrod, dahier, nachstehendes Holz zum Verkauf: 1. Nutzholz. Aus den Distrikten la, 1b Rainbach, 2c Austück: 522D 1 Eichenstamm 2. Klasse. 43 Eichenstangen 1—3. Klasse. 4 rm Schichtnutzholz. 5 Buchenstämme 3 —5. Klasse, 6 Fichtenstämme Klasse la—2a. 1 Fichtenstange 1. Klasse. 16 Kiefernstämme Klasse 1b—3a. 1 rm Nutzknüppel 2. Brennholz. Aus den Distrikten la, 1b Rainbach, 2b, 2c Austück: 1 rm Fichtenschcit. 22 rm Fichtenknüppel. 85 rm Fichlenreiser. 236 rm Buchenscheit. 73 rm Buchenknüppel. 989 rm Buchenreiser. 6 rm Kiefernscheit und -knüppel. Sämtliches noch im Wall» lagerndes Holz aus vorjährigen Versteigerungen wird, falls es bis zu der Anfangs Februar ftatt- [inbenbyi zweiten Holzversteigerung nicht abgefahren ist, in diesem Termin nochmals versteigert. Salzböden, den 16. Januar 1929. Der Gemeindevorsteher. Bodenbender. /ü mistoRe X /Hygienische Artikeln sämtliche Gummiwaren iDroßerie WinlerhotM Kreuzplatt iO J Hygiene Verkäufe 5- und 6=3inimcc' Etagenhäuser mit bezieh ar. Wob- mmnen, sow. behebbare Ciufamilicn- bäufer u Vanbban« icr, preiswert unter flüniün. Beding, au verkauf, durch 037 ti. Katz Ludwinüraße 45. Wiese im „Alienield". 550) qm. au verkauf. Reflektanten wollen kbrinl. Anqeb. uni er 5l8l>o.d G.A>n einr. Zrachtschlitten verseh. Wagen Kederrolle Schrotmühle für elektr. Betrieb. Mällinaichine und and. landw. (Geräte lueflcn SL'hiabe dcS Fuhrwerksabutieb. Wa: lentelt*. 5'.8D Braunasse 6. Laune BeijgainliDt tCuoü nu, 1 'ISaar leine Damcnstiefel, Gr. 3s. biUin a. verk. Älüerwcn R5 II. 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