Donnerstag, 17. Oktober 1929 Nr. 244 Erstes Blatt 179. Jahrgang des ge- der den Danzig. 16. Ott (TU.) Am Dienstag um 16 Uhr wurde von mehreren polnischen Staatsanwälten und einem Beamten der polnischen Polizei in Posen eine Durchsuchung der Bureauräume der deutschen Sejmabgeordne- ten in Bromberg vorgenommen, die bis 21.30 Uhr andauerte. Die Beamten hausten in den Räumen des Sejmbureaus wie die Vandalen. Mehrere Wagen voll Akten wurden beschlagnahmt und abgefahren. Genau wie 1923 bei der Auflösung des Deutschtum-Bundes wurden die Bureauräume der deutschen Sejmabgeordneten in der Goelhestrahe versiegelt. Polizeiposten wurden vor ihnen aufgestellt. Gleichzeitig fand eine Durchsuchung der Privatwohllungen des deutschen Sejmabge- ordnelen Graebe und des Studienrates Heiduck statt. Rach der Haussuchung wurde Studieural Heiduck noch in später Abendstunde zur amtlichen Vernehmung zur Polizei bestellt. Trotz der ausdrücklichen Versicherung, datz man ihn nicht festnchmen würde, erfolgte seine Verhaftung. Die Polizei lehnte jede Auskunft ab. in welches Gefängnis sie ihn geschafft hat. Auch in Thorn fand eine polizeiliche Durchsuchung der Geschäftsräume des Land- wirtschaftlichen Verbandes statt. Ls wurden Schränke, sämtliche Fächer und Tischschubladen untersucht. Selbst der Papierkorb wurde entleert und die Papierreste durchgesehen, von den Polizel- beamten wurden einige harmlose Notizen mitgenommen. Der Geschäftsführer des Verbandes wurde außerdem einer Leibesvisitation unterzogen. Lr mutzte nach der Durchsuchung seiner Bureau- räume zusammen mit den Beamten nach seiner Prlvatwohnung gehen, wo ebenfalls eine Haussuchung von sechs Polizeibeamten und dem Staatsanwalt vorgenommen wurde. Selbst Decken und Wäsche wurden einer eingehenden Prüfung unterzogen. Sodann mutzte der Geschäftsführer das Polizeikommissariat aufsuchen, wo ein Protokoll ausgenommen wurde. Auch an anderen Stellen ist es in Thorn zu Haussuchungen und Zwangsgestellungen gekommen. In Posen wurde der frühere Landesführer dec deutschen Jungmannschaft in Polen. Oberlehrer Dr. Walter D u r ch a r d. nach ausgedehnten Vernehmungen verhaftet. Der Jugendpfleger Fritz IN i e l e k in Bromberg wurde noch immer nicht aus der haft entlassen. Die „Deutsche Rundschau" in Polen, Rr. 237 vom 15. Oktober ist durch Polizeibeamte ohne Angabe von Gründen beschlagnahmt worden. In den deutschen Kreisen Pommerellens sieht man in der INahnahme der Woiwodschaftsbehörden eine grotzangelegte Aktion, die vor allem den Zweck verfolgt. die Schlietzung des deutschen Sejmbureaus herbelzuführen, um damit jede organisoto« rische Betätigung der deutschen 2Nio- derheit zu unterbinden. Voung°Plan für die Beteiligung der Beamten am Volksbegehren, auf Rückbeorderung des Berliner Oberbürgermeisters Bötz und auf Bekundung des Mißtrauens gegen das Gesamtkabinett wegen des Stahlhelmverbots im Westen begann am Mittwoch im Preußischen Landtag eine große politische Aussprache, die zum größten Teil außerordentlich stürmisch verlief. Sn der Begründung der Anträge suchte Abgeordneter D a e ck e r (Dn.) nach^uweisen, daß der Dawes- Berlin, 16. DEL (TU.) Das Präsidium des Rcichsausschusses für das deutsche Volksbegehren erläßt einen Aufruf: An das deutsche Volk!, in dem es u. a. heißt: Die Listen zur Einzeichnung für das deutsche Volksbegehren sind ausgelegt. Eine von der Helms zu machen. Des weiteren hat Staat sekretär Schmid in dieser Unterredung betont, datz er sich über seine Bede mit seinem Fraktionskollegen Minister Dr. C u r t i u s ins Benehmen gesetzt hatte. Reichsminister Severing hat dem Staatssekretär eingehend von den Gründen Unb^, ni9 erschien „Schern "och 'moSm lab KQEf4Äle(n“nb ? Verfasse! erA *r Keifen nn iu unterem etmo ben- Mar, ÄJT1 Unb wurden mJ£n Qn9*1115 /Strossen, nimÄ AGltmss, 4 ’ «JJ. unb 5 Monaten mit Tmbun. «Mnen. Die Meerenge ist VxüberliegendenÄ Q A Kilometer breit Kn n Gibraltar bei klarem Web oon Ceuta erkennen, man b Felsen der Rjsberge, bie J aus dem Meere erheben. enKn Stelle soll ber Tun- »ck Munbung wirb vielmehr ° die Bedingungen günstiger luberliegende Afrika weniger Seit bie Phönizier und Rö- 1 bie Ufer des Atlantischen die alte Maurenherrlichkeit ,alle, Eroberer und Kultur, die Rifberge zu kreuzen, die r lang und 80 Kilometer tief sie dahinziehen, unb bie auch tischen Kabylenstämmen be- n Europäer unb Christen als zu deren Tebirgsdöchrn nur pfade führen. Co soll denn :I das Rifgebiet umgehen und Letuan am afrikanischen Ufer altar, oder richtiger in Alge- ilinie, die via Madrid ans ius der stachen Küste, steil, igenb, ergebt fid) der genrb r beffen Gipfel, namcnll:f) eine Dunstwolke schrott. acht seine Pseise. Äm M t- Qibraltar mit einer W |r 35000 Einwohnern, bvu >nbe Garnison. Auslänb'm braltor untersagt, aber jeher e Schwierigkeiten - fei es, hen Dampfern die Mvz.g hrt von Algeciras über de tbaS «auf * betritt-, ei« M«'“® einen W**1 "t Will er übernachten, so muß fh" die MrgfN^n* mirb ein Kanonenschuß von Grenzstadt ,,U merben W in ihrem 5Pan,e. &n indischen und etet nut g . ber 2ourv nach ^n0er^en^Uei^° SÄS esset verwandel,^Q 1 KriegsM A hgesandten dc versank c abholen l u'b' cn m w“ «troa breche '(rn(mh wech» KrKS ÄK-xsr den ®eg ^„gherge- dur-h Europ^ ^eiten GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Vrvck und Verlag: vrühl'fche Univerfilälr-Vuch- und Zleindruckerei R. Lange in Stehen. 5chriftleltung und Sefchästrftelle: Zchulftrahe 7. Plan nur 30 Sahre laufen und uns mit 80 Milliarden belasten sollte, während der Poung-Plan uns 114 Milliarden auferlege. Unter heftiger Kritik der Rundfunkrede Brauns erklärte er daS Verbot des Stahlhelms als „Preisgabe außenpolitischer Gesichtspunkte“. Ministerpräsident Braun bedauerte, daß das Volksbegehren durch das Auftreten feiner Befürworter die Gegner dazu zwinge, die Vorteile des Haager Abkommens so stark in den Vordergrund zu schieben, daß es fast aussehen könnte, als hätte Deutschland nichts Besseres erwarten dürfen. Als andauernder Lärm bei den Deutsch- nationalen sich gegen feine Rundfunkrede wandte, erklärte der Ministerpräsident: Im Rundfunk habe ich an den gesunden Menschenverstand appelliert, während ich mich hier an Sie (zu den Deutsch- nationalen) wenden muß. Namens der Staatsregierung erklärte Braun weiter, daß der Beamte, der sich an einem Volksbegehren beteiligt, das die Mitglieder der Regierung ins Zuchthaus bringen will, unzweifelhaft einen V e r ft o ß gegen seine Beamtenpflichten begehe. Zur Begründung des Stahlhelmverbots erklärte Innenminister G r z e f i n f k i, unter den gcgenwär- zirksverordnete Brendel die Ansicht, die Presse.habe aus einer kommunalen Angelegenheit eine große politische Sache gemacht. Zum Ausschluß des Bürgermeisters aus der Sozialdemokratischen Partei wäre es gar nicht gekommen, wenn man nicht so dicht vor den Wahlen stände. Die Aussprache endete mit der einstimmigen Annahme eines von allen Parteien der Be- zirksversammlung gemeinsam gestellten Antrags, in welchem dem Bürgermeister Schneider die Mißbilligung der Versammlung ausgesprochen wird, weil er sich geweigert habe, sich zu dem in der Versammlung und in der Oesfentlich- keit gegen ihn gerichteten Angriffen zu äußern. Wie das „Tempo" meldet, steht die Disziplinarbehörde bereits jetzt auf dem Standpunkt, daß die Suspendierung Schneiders erforderlich sei. Cs gehe nach Auffassung der Untersuchungsbehörde nicht an, daß ein Beamter, gegen den in der Öffentlichkeit so schwere Vorwürfe erhoben sind, weiter Äenst tut. Der Disziplinarbehörde soll bekannt geworden sein, daß eine Reihe von Beamten des Bezirksamtes nicht gewillt sei, Schneider als Vorgesetzten weiterhin anguertennen. Außerdem erscheint es der Disziplinarbehörde als schwerer Verstoß gegen die De amtenpflicht, daß Schneider öffentlich seine Beziehungen zu der Familie Sklarek abge- stritten und so getan habe, als h ! beben M und es Ich rauche eine pfeife. Von Siegfried von Vegesack. Cs gibt Zigaretten-, Zigarren- und Pfeifenmenschen. Sage mir, was du rauchst, und ich sage dir, wie du bist. Das Rauchen ist keine Sache des Geschmacks, der Laune, der zufälligen Reigung, sondern Chcvrakteranlage, Schicksal. Wer Zigaretten, Zigarren und Pfeife wahllos durcheinander raucht, hat eben keinen Charakter. Oder er tut es aus Raffinement. Lim mit um fo stärkerer Leidenschaft zu seiner einzigen Geliebten zurückzukehren. Zuweilen ist man untreu, nur um an der Treue wieder Geschmack zu fin- den. Der Raucher aus Passion und der wahrhaft Liebende hat nur einen Geschmack, nur eine Auserwählte. Die große Masse raucht Zigaretten. Die Zigarette verpflichtet zu nichts, sie ist kurzlebig, kurzweillg. Du hälft sie zwischen zwei Fingern, berührst sie kaum mit den Lippen, ziehst ein toe- nig, stippst die Asche fort, und ehe der Rauch den du nachlässig zur Decke bläst, sich verzogen hat, zerdrückst du schon den qualmenden Stummel. Die Zigarette ist das wahrhafte Sinnbild un- Aer schnellebigen Zeit. Zwischen dem Auf- blihen des Streichholzes und dem Fortwersen Dtumm- Ä liegt aller ©enufi Betoloflen. ? öu öuruck: nur einen etwas bitte- ^n Geschmack auf der Zunge und einen leichten St- inl §?aCrrbcl?ct Kundin. Beides vergeht, zur nächsten Zigarette, zur nächsten Freundin. Der etwa weiterqualmende fummel der Erinnerung wird schmerzlos mit ein paar Tropfen kalten Tees gelöscht. Ganz anders steht es mit der Zigarre. Wer ihr huldigt, muß wenigstens irgendwo in einer Ecke seines Gemütes, etwas wie Ruhe, Behagen uud Treue bewahrt haben. Denn die Zigarre “Jv ?nsprüche. Du muht ihr die Bauchblnde abknopfen, die Spitze kunstgerecht abichneiden. Es genügt nicht, daß du sie zwischen zwei Fingern halst und sie dann und wann slüch- M Aunde berührst. Du mußt sie fest -wisc^n die Lippen pressen, du mußt an ihr saugen. Der rüstige Zigarrenraucher bekommt mit der Zett russelfomnge Sauglippen. Er hält am Genuß fest. Mtt Ernst, mit Würde, mit Andacht. Lind was er hält, das wirft er nicht ohne weiteres fort. Hinter der qualmenden Zigarre steckt die gesicherte, unerschütterliche Weltanschauung des behäbigen Familienvaters, soliden Bankbeamten, gutsituierten Rentiers. Mit tigen Umständen bleibe das zu Recht erlassene Stahlhelmverbot aufrechterhalten. Der Minister wandte sich hierauf gegen die Nationalsozialisten, wobei es zu fortgesetzten Lärmszenen und einer kur- aen Unterbrechung der Sitzung kam. Er werde gegen das gegenwärtige politische Rowdytum mit aller Schärfe oorgehen. In der Aussprache stimmten die Sozialdemokraten der Haltung der Regierung zu, während die Deutschnationalen eine Feststellungsklage beim Staatsgerichtshof über die Beteiligung der Beamten am Volksbegehren ankündigten. der Zigarre Im Munde hat noch niemand eine fremde Frau geküßt. Allerdings auch nicht die eigene. Aber das ist auch nicht nötig. Denn der richtige Zigarrenraucher schiebt sich die 3m- porte zu ganz bestimmten, ein für allemal festgesetzten Zeiten -wischen die Lippen: morgens, nach dem Frühstück, mittags, nach dem Kaffee oder Kognak und abends am Stammtisch. So fann sich die Frau danach richten. Lind was den Duft der Zigarre betrifft, so verfliegt er nicht, wie bei der treulosen Zigarette, sondern er bleibt für alle Zeiten in den Fenstervorhängen, Por- tieren, Teppichen haften. Deshalb ist es gut, daß der Zigarrenraucher in der Regel keine Freundin hat. Wenn er aber eine hat. dann wechselt er sie nicht so schnell. Er ist für das Soude, Beständige, für das Feuer, das nicht gleich ausgeht. Er hält, was er hat. Lind was er hat, das hält er. Und wieder anders ist es bei der Pfeife. Erst mit der Pfeife beginnt die eigentliche Kunst, das Mysterium des Rauchens. Denn ihre Ansprüche sind noch hoher, noch vielseitiger, noch kompli- zrerter, ate die der Zigarre. Das Pfeifenrauchen ist eine Wissenschaft für sich. Richt in Monaten ~ .ln Zadren kannst du sie ganz ergründen.' Lind auch das nur, wenn du die innere Berufung dazu hast. a Da ist vor allem die Pfeife selbst: der Pfeifen- Mundstück. Mundstück und pselfenkopf -kannst du voneinander trennen, wenn du Oust hast, und wieder zusammen schrauben. Und den Deckel kannst du aufklappen und wieder zuklappen, ganz nach Belieben. Lind dann gibt o^^?^^eutel. aus Leder oder aus Gummi. Am schönsten sind solche mit Reißverschluß, die °ufreißen undwieder zureißen. Lind den Tabak darin: holländischen, englischen. Dar- *annL^ schnuppern. Aber das Allerschönste U^^putzer: ein silbernes Instrument, das aus drei Teilen besteht, die wie ein Echlüssel- bund zusammenhängcn. Erstens ein kleiner run- fmit du den Tabak im Pfeifen- cth ^^opfen kannst Zweitens ein flaches Loffelchen zum Auslosfeln und Auskratzen der Und drittens ein dünner Spieß zum Durchbohren und Reinigen der Röhre. ® .Denn der Pfeifenraucher hat neben dem Rau- chen immer noch einen zweiten Genuß: er ist seiner Pfeife beschäftigt. 3rnmer gibt es N ^°psen. du kratzen, zu bohren, zu & ÄÄ&au6einan6tl'du w*nun6 die hiesige Presse, die Kirchen- und Schulbehörden von Hessen-Kassel, Rassau, Gießen und Frankfurt, sie haben sich für unsere Ausstellung eingesetzt. 3hnen allen herzlichen Dank. Lind ein besonderes Wort des Dankes den persönlichen Freunden der Sache. Es ist das Werk von Herrn Professor Rudolf Otto, was Sie hier sehen. 3ch darf gewiß in 3hrer aller Sinn unseren Dank an Rudolf Otto durch eine einfache Handlung vornehmen. Äe sämtlichen Kollegen der hiesigen theologischen Fakultät möchten in diesem Moment Herrn Professor Rudolf Otto eine persönliche Freude bereiten. Heute überreichen wir ihm als nachttägliche Gekurtstagsgabe eine Südsee-Figur aus Reu-Mecklenburg für die Religionskundliche Sammlung. Wir grüßen den Menschen und fördern das Werk. Unter diesem doppelt glücklichen Zeichen darf ich die Ausstellung „ Fremde Heiligtümer" für eröffnet erklären. Und wenn der Zigarettenmensch seine AuSer- wählte nur flüchtig berührt, der Zigarrenmensch genußsüchtig an ihr saugt, so beißt sich der Pfei- fenmensch an seiner Auserkorenen fest. Denn das Geheimnis der Pfeife ist: man muß sie emrauchen. 3mmer ist er mit seiner Geliebten beschäftigt, er wirft sie niemals fort, auch wenn ihr Feuer ausgeht. Er stopft sie immer neu, und jedesmal schmeckt sie ihm besser. 3ch rauche eine Pfeife. SUS E De Vic otfllr‘ Gene WS Bukarest, überflogen und nähert sich dem Wall der Transhlvanischen Alpen, um sie in Richtung Kronstadt zu übersteigen. Unter uns liegen die Oelfelder von Ploesti und Kam- pina. Ueber uns strahlendes Blau." Ein weiteres Telegramm laufet: „Rach wunderbar schönen Fahrt durch die herbstbunten Waldberge des Grenzgebirges erschien „Graf Zeppelin" überraschend über dem alten deutschen Kronstadt und lockt alles, was Deine hat, auf die Straßen. Tücherschwenken. Hochrufe. Sirenengeheul. Es geht jetzt bei allmählich sinkender Sonne noch nach Hermannstadt und in das Banat. Schade, daß die Lage so kurz sind." Das Luftschiff hat von Bukarest kommend um 19.45 Uhr bei der Ortschaft Artand die ungarische Grenze überflogen und hat um 22 Uhr B u d a p e st erreicht. Das Luftschiff flog in geringer Höhe, fo daß es trotz des etwas nebligen Wetters gut zu sehen war. Aus den öffentlichen Lokalen und den Prioathäusern strömten große Menschenmengen auf die Straßen, um das Luftschiff zu begrüßen. Auf den beiden Donauufern, besonders auf dem Donau-Korso, warteten große Menschenmengen seit den ersten Abendstunden auf die Ankunft des Luftschiffes. Der „Graf Zeppelin" kreuzte kurze Zeit über der Stadt und flog dann in westlicher Richtung weiter. Um 1.05 Uhr erschien er zum zweiten Male über Wien, von wo die Fahrt auf Schlesien zu ging. In Breslau erschien das Luftschiff am Donnerstag früh um 8.26 Uhr am Horizont im dichten Nebel, von der Menge mit lauten Hochrufen begrüßt. Zu gleicher Zeit traf bei der Leitung der Landemannschaft ein Funkspruch Dr. Eckeners ein, worin mitgeteilt wird, daß das Luftschiff we - gen Wetterverschlechterung, verbunden mit stark zunehmender Unsichtigkeit und niedriger Bewölkung auf der ganzen Nordstrecke leider gezwungen fei, van ein er ßanbung in Bres - lau abzusehen, um nach dem Besuch Ober- schlesiens die Rückfahrt über Wien, München noch bei Tage anzutreten. zu reiten. Leichensunt Jn einer Höhle I Hoch» mrde die in einem Sett selten in auf get gcklemmt war. Loderte W rS ist noch mcht \ Verbrechen oder e »ei allen ist. Die 2 sehr schwierig gesta tei Zeiten als v brecher bekan ik Höhlensorschunc Muierei im Vchtzehn zur De> teilung untergel zvei Schlafräumer Zensier, zertrümm bah die Säle un den und rissen die sie auf den Korr die Fensterscheilx Fenster auszul das Llebersaltkon Die Polizeibeamt und sämtliche Int zellen unterg Ermittelungen fol einer Srrenanflalt hatten sich seine 7 zum Zeichen des begangen. Erpressung! In Mors befc einem einzigartig 2irn 1. September des Generaldireli Palet gesunden, tauben befand. „Wir fordern 6ü nitzugeben, 2 eftament ma M eine tec Dr t.ncm Fluaze fing in Hochheide "annshauses n:eh Fj* * ein, fand di hiftete die jungen JJ7 Nrej und Di L beiden Derha Zu. Sie wo " batten sie »u Wurden wegen Ncheit mrt Todesai Monaten RaM gegen H JW als 130 Dr Pu?" 6j> fischen « . «et >Llen < A-ur, ^ftänöÄftatii Aufdi>> ^°rde! T Deis ^er des L r OOooom n8c= nd ^rern Streif , AK KW Die Ausstellung ^Zremde Heiligtümer^ in Marburg. Dieser Tage wurde im 3ubiläums°Kunsttnstttut in Marburg vor einem geladenen Personen- tteis die Ausstellung „Fremde Heilig- t ü m e r" eröffnet. Prof. D. Heinrich Frick führte in seiner Eröffnungsansprache u. a. folgendes aus: Die Marburger Religionskundliche Sammlung ist die Veranstalterin dieser Ausstellung. Die Sammlung ist jung. Sie muß noch wie ein Kind, das eben die ersten Schritte gehen lernt, um sich herum Hände spüren, düe hilfsbereit führen und stützen. Wir sind in der glücklichen Lage, viele solcher Hände um uns zu haben. Den Missionsgesellschaften habe ich bereits gedankt. Staatliche Museen, private Freunde und Gönner, nicht zuletzt aber die an Ort und Stelle zuständigen Autoritäten haben uns in zuvorkommender Weise geholfen. 3mmer wieder hören wir die Frage an uns gestellt: warum macht ihr eine solche Sache eigentlich in Marburg? Gibt es nicht geeignetere Plätze dafür? Darauf haben wir zwei Antworten zu geben. Eine solche Sache, wie sie uns vorschwebt, gibt es — genau genommen — bisher überbauet erst eine in der Welt, das ist das bedeutende Religions- und Missions-Instttut im Vatikan, das von Pater W. Schmidt geführte sog. Lateran-Museum. Das Thema, um das es hier geht, ist: die bildhafte Erfassung, die raumhaft-sichtbare Darstellung religiösen Lebens. Das kann nur im lebendigen Kontakt mit lebender Religion in der weiten Welt geschehen. Wir haben eine Idee. Es gibt auch interessierte Per- sonllchkerten und Material genug in Deutschlano fo werden sich auch die nötigen Räume und Geld-' mittel finden. ■ilnb zweitens: gerade Marburg, gerade diese romantische Llniversitäts-Kleinstadt ist der rich- ttge Platz dafür. Der Ortsausschuß in Marburg. tjn»- ^ntffan. 5SS*** °lgers 9fm 00,1 der i in ?. ^an U[fnL. Gewalt ch nJx Modelle &enbel tQn UlinK ,^5 ■ .^otbef?'?, ^ilah die,» "-«LL66 w ®*itt«I 2 “Ha 'SLLtz"'» k^'S'D? j*«*sry&* 'egsschq. “Ä*! ' ^inefi^en Aafen lm U| *«Ä Ä»S .unkentelegraphisch um t r r9fMOfi-tn mculerer nur« -r Abteilung amerika. n überwältigt.ZweiN n einem sofort zusommengetre- u,P.~,oileDerurtein uni 'Wesaufaehängt-Der n Schanghai erst durch die Le- hen Matrosen bekannt. ische Nachrichten. Zandtag ist eine Legierung-- .durch diedemg.Äovcm- der Charakter als gc- rtag genommen verteil ;mwärtigen Zusammensehung steht Aussicht auf Annahme 1. Mai dürste weiter tilgt- i Lachsen bleiben, wenn au- ■r Antrag vorliegt, der dieser toill tsausschuh des Leicht ängerer Deratun- der neu Entwurfes, der dem Para- ,t Zeit geltenden Kirchesch der Wstimmung mit 15 gegen ichen. Für die Ktreichunz unisten, die Kozialdemokralen d der Abgeordnete Dr. Kahl Tollspartei. t währt bereits sechs Wochen i eine Truppe von Mater > von Angestellten staatlich« rtschaftsorgane, der nun den at daß die Tätigkeit der An- nrechtmaßige Uixtet rivaten Fischindustru Ll Mau, uai s ÄÄ* ier ÄuJw O® :äSB’c abe am <-°.^gsvnskundM erklären- die in D und gang ^essor Ä'U?' * * lung zu tu* HW Wß in^ lli** ^s 2lbleb? der un das n- 7m E?" deutscher ^^e^Lehrs^I,^ordentl'ch°° 5»Ä'iS S^4S- GM ■ian,Kaya iStodOi jwr« "-mb«. .. frankt Mittv/och, fö.ÖKtoD.1929 7h 3DdS. __/2p vGf« ©7 6/6 3 Genf T Die Reuter erfährt, hat General von 2et- t)w-Dorbeck die Einladung zu einem Dan- fttt angenommen, das Anfang Dezember in Lon- kn zu Ehren aller Teilnehmer des ost afrikanischen Feldzuges veranstaltet »erden wird. General Srnuts, der die briti- stien Streitkräfte befehligte, wird das Präsi- dum übernehmen. zu retten. Leichenfund In einer Berghöhle. Aus der Provinzialhauptstadt Gießen. den 17. Oktober 1929. Gießener Banken einst und jetzt. Wit der Errichtung des Reubaues der Gewerbebank in der Goethestrahe kann das Gebiet Disrnarckstraße, Reuen Bäue, Johannes» strahe, Plockstrahen-Ecke als Bank viertel an» gesprochen werten. Es befinden sich dann in diesem Gebiet die Reichsbank, die Darmstädter und Rationaibank, die Disconto-Gesellschast, die Commerz- und Privatbank (früher Mitteldeutsche Creditbank), die Dezirks-Svarkasse, das Rank- Harrs Herz und die Gewerbebank. Welche Ausdehnung das Bankwesen in Gießen genommen hat, zeigt ein Rückblick auf das letzte halbe Jahrhundert. In den siebziger Jahren de» standen an Bankgeschäften in Gießen eine Agentur der Dank für Süddeutschland, die Gewerbebank, die Firmen S. und L. Heichelheim, Reut- Unger und eine Bertretung dcr Reichsbank. Dank» mäßige Geschäfte betrieben die Eewerbebank in beschränktem Umfange, die Sparkasse gar nicht. Angestellte beschäftigten diese Danken nur we- nige. . m So besorgten z. D. die Geschäfte der Gewerbe b a n k die Herren Ehr. Wallenfels als Rechner und Heinrich Wagner als Kontrolleur. Das aus zwei kleinen Räumen bestehende Ge- schäftslolal befand sich im Hau^e des Rechners Wallenfels am Marktplatz 17. D.e Unzu.äng- lichkeit der Geschäftsräume trat zutage, als dre Deschaffung eines zweiten Kassenschranles wünschenswert erschien. Mit dem Umzug der Dank in den Reubau an der Ostanla^e im Jahre 1881, wurden die den Verkehr hemmenden Zustande ocrichtet war, wodurch der Staat um 12 Millionen Rubel geschädigt worden ist. Die Fischhändler haben an die angeklagten Sowjetangestellten 30 000 Rudel Destcchungsgelder gezahlt. Der Staatsanwalt beantragte gegen 21 Angeklagte die Todes st rafe, gegen die ü6ri- gm 108 Angellngtcn verschiedene Gefängnisstrafen und Einziehung des gesamten Eigentums. — ^Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Die Uraufführung von Georg Kaisers „fielt- scherei" findet im Freitagabonnement am Samstag, 19. Oktober, statt. Beginn 20.15 Uhr. Spielleitung hat Intendant Dr. P rasch Die Aktualität des Problems, die Spannung, die in dem dreiaktigen Gesellschaftsspiel vom ersten bis zum letzten Satz durchhält, das sprachliche Tempo haben wieder einen echten Georg Kaiser geschaffen. Die beste Empfehlung für das Stück liegt darin, daß sich, nachdem wenige Theater für die Uraufführung abgeschlossen haben, bereits die meisten führenden deutschen Bühnen schon, ohne das Resultat der Uraufführung abzuwarten, sich zur Erstaufführung des Stuckes entschieden. So steht „Hellseherei" bereits auf den Spielplänen von Berlin, Hamburg, Frankfurt a. M., Leipzig, München, Stuttgart, Mannheim u. a. In einer Höhle bei Uftrungen (Braun- schweig) wurde die Leiche eines Mannes entdeckt, die in einem Seitengang zwischen zwei Fels- lpalten in aufgerichteter Stellung ein- geklemmt war. Reben dem Toten lagen eine vermoderte Mütze und ein Spazierstock. Die Höhle ist nur mit Lebensgefahr au begehen und es ist noch nicht sestgestellt, ob der Tote einem Säufer des Ringes befanden. >00 000 Mark Entschädigung an die Sowjelregierung. In dem Streit zwischen der Sowjetregierung mb der H a m b u r g - S ü d a m e r i k a n l s cy en Dampfschiff ahrtsgesellschaft über die mtschädigungszahlung an den Eisbrecher ^.vtra p in" für Hilfeleistung bei der Havarie der „Monte Lervantes" in Spitzbergen hat jetzt das Inler- Müonale Schiedsgericht entschieden, daß die Hom- ■urg . Südamerikanische Dampfschiffahrtsgesellschaft 600 000 Mark zahlen soll. Die Sowjetunion hatte 1,5 Millionen Mark gefordert. Aus aller Well. Verzweiflungstat eines Kriegsbeschädigten. — Tageskalender für Donnerstag. Deutscher Beamtenbund, Ortskartell Gießen: Dcffenb liche Beamtenversammlung, 20 Uhr, im Cafe Lew. D H. B.: Vortrag „Wanderung durch Thüringen , 20 30 Uhr, im Katholischen Vereinshaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Herzog Hansel und .Der Befehl zur Ehe"; auf der Buhne Inge Rana, der berühmte Star der Moulin-Rouge und Folies Bergere, Paris. — Aftoria-Lichtspiele: „Schmeling- Paolino-Weltmeisterschafi" und „Zirkus Pat und Der schwerkriegsbeschädigte Ernst B l o t t k a aus Lchterselde-Ost hatte beim Reichsversorgungsgericht thi Erhöhung feiner Rente geklagt, da sich jdn Zustand in letzter Zeit sehr verschlimmert hatte uid er seiner Arbeit nicht mehr nachgehen tonnte. Dittwochoormitiag stand vor dem Reichsgericht 3er mi n an. Blottka hatte sein vierjähriges Töchterchen zu der Verhandlung mitgenommen. 3r der Verhandlung wurde der Sachverhalt noch- nals einer genauen Prüfung unterzogen und ein östliches Gutachten zur Verlesung gebracht. Rach kurzer Beratung wurde Blottka mit seiner Klage ab geroief en. In niedergedrückter Stimmung mließ der Kriegsbeschädigte mit seinem Kinde den Lcrhandlungsraum. Er eille über die Straße z u m Jia na l und warf das Kind ins Wasser und stürzte sch dann selbst hinein. Ein junger Mann sprang den beiden nach, und es gelang ihm, Vater und Kind Gestern nachmittag gegen 4 Uhr ereignete sich au der Landstraße zwischen Reiskirchen und Gießen in der Nähe der Ganseburg ein schwerer Auto- Unfall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel Der Vertreter der Maschinenfabrik Klein & Stiefel in Fulda namens Rothe aus Lauterbach weilte zum Gallusmarkt in Grünberg und wollte von dort mit vier jungen Leuten aus Gremberg in seinem Auto noch einen Abstecher nach Gießen machen. Dicht vor der Ganseburg fuhr der Kraftwagen in schneller Fahrt gegen einen Baum. Der Anprall war so heftig, daß der Baum zur Hälfte weggerissen wurde. Rothe schlug außerordentlich heftig mit dem Kopf gegen die Flügelschraube an der Windschutzscheibe und erlitt dadurch auf der Stelle den Tod, daß die Schraube ihm in den Schädel drang. Die mit- , s I fahrenden vier jungen Leute wurden aus dem Wa- Mehr als 130 Prvhibitionsbeamte und Beamte geschleudert, wobei einer eine schwere Quet- kr Staatspolizei führten m der Stiöi Reuhorr 3 « Oberschenkel erlitt, während die drei an- und in den angrenzenden Teilen des Staates ©(ütf mit leichten Verletzungen davon- Lea-Jerseh eine wohlvorbereitete Razzia ffunen Nachdem Dr. Gengnagel, Großen- cegen den Schleichhandel mit atlv- mur€d,- b€m schwerer Verletzten erste ärzlliche Hilfe holischen Getränken aus. Jnncryaw von , tQ{te wurde dieser nach Grünberg zurück- 1!Stunden wurden in weit auseinander liegen-- « ' . Um' Ö€n bedauernswerten Toten, dessen den Gegenden der Stadt 32 Personen ver- ft . > • . . Feststellungen der alsbald an der hastet. In Highlands (Reu-Jeriey) wurde ein »-^stelle erschienenen Staatsanwaltschaft Gießen Landsitz beseht, der mit unterirdischen ' Len Neuen Friedhof zugeführt wurde, Gängen ausgestattet war und enorme Dor- t ’ fejne Frau und zwei kleine Kinder. Die täte an Muni tion und Spirituosen x ro’irbe 3Ur Bestattung freigegeben. cnthielt. Etwa V/e Kilometer von diesem Haus / 0 entfernt entdeckten die Beamten eine geheime | Funkst ation, die die Derbindu ng mit Schmugglerschiffen auf hoher See -ufrechterhielt und falls eine Ladung alkoholischer Getränke an Land gebracht Verden sollte, die nötige Anzahl von Last- automobilen an Ort und Stelle dirrgxerte. Ser Ring der Alkoholschmuggler besitzt mehrere Dampfer die Spirituosen von den Bermuda- inlcln und von St. Pierre auf Miquelon nach der amerikanischen Küste brachten. Man kam der Tätigkeit des Schmugglerringes dadurch auf Die Spur, daß chiffrierte Funkspruche der ^Heimen Radiostation aufgefangen und von Sachverständigen der Dimdesbehorden entziffert tourten. Aus diese Weise war den Behörden bekannt geworden, wo sich die Bureaus und die Lagerbeseitigt, doch mußten auch in dieiem Reubau später umsangreiche Deränderungen vorgenommen werden. — 2m Hause Marktplatz 8 befand sich eine Spezereihandlung, deren Inhaber Dietz gewissenhaft das Begehren seiner Kunden nach Kaffee, Zucker usw. erfüllte. Ebenso gew.f.en» haft aber strich er neben dem fälligen Waren- geld die Mark- und Zwanzigmarkstücke ein für fällig gewordene Wechsel, denn er war der erwählte alleinige Derwalter und Dertreler der — Reichsbank. Man vergleiche das heutige Bankgebäude in der Bismarckstraße mit dem damaligen Krämerladen. Sein Dorgänger im re in uiav xuu,l mv mvv --- । 2lmte Schwall, verwaltete die Reichsbank in Verbrechen oder einem Dlnglucksfall zum Opfer I • , . «. «-füllen Ist. Die IBergury der Leiche burf e Ml chnuk in Lr schwierig gestalten Die Hohle war,n g®^. »V Angestellten walteten rm Zeiten a l s Schlupf Winkel ^red Amtes in zwei recht bescheidenen Räumen brecher bekannt ist ^er neuerknngs für 2?”®Si&«affe 4. Damals bestand noch die Hohlenforschung bedeutsam geworde . Vorschrift, daß die Zinsen für die ein» Meuterei im Zellengefängnis Moabit. gelegten Gelder zu Reujahr beigeschrieben wer- Achtzehn zur Beobachtung in der I r r e n a b - den mußten, die Folge war ein starker Andrang tcUung untergebrachte Gefangene zerrissen in der Sparer in den 3anuartagen. besonders an itoci Schlafräumen die Betten, zerschlugen die den Markttagen, wenn die Land.ente ihre Zin- Fenster, zertrümmerten die Heizungsanlagen, so fen in die sorgfältig eingewickelten in wrer daß die Säle unter Wasser gesetzt tour- schweren Umhängetasche verwahrten Sparbücher leit und rissen die Fußboden auf. Dann stürzten eintragen ließen bzw. neue Gelder anleg en sie auf den Korridor, zerschlugen hier ebmifalls wollten. tic Fensterscheiben und versuchten, durch die Don größerer Bedeutung war das BaiMai^ Fenster auszubrechen. Inzwischen hatte man Heichelheim in der Sudanlage. Die Bank- das älebersalikommando der Polizei alarmiert. Häuser Heichelheim am Selters toeg und Reut - Die Polizeibeamten stellten die Ruhe wieder her Hnger. Rordanlage, gingen nach dem Adleven und sämtliche Internierten wurden in Einzel- ihrer Besitzer e.n. »ellen untergebracht. Rach den bisherigen Das waren die Dankverhar.tnisse in D«.r guten Ermittelungen sollte einer der Insassen nach alten Zeit, an Fusionen und Ausdehnungen nach einer Irrenanstalt übergeführt werden. Dagegen heutigen Begriffen dachte damals noch tein batten sich seine Mitgefangenen aufgelehnt und Mensch. rum Zeichen des Protestes die Gewalttätigkeiten Die Dorzeigung eines fälligen Wech e'.s zec- Mangen tigte natutgzmäß bei tm ZastlnngS»skchtlg-n . , . I damals wie heute oft Unwillen, der sich ge- Lrpressungsversuch mit Brieftauben. fegentlicf) auch in Shimpfen und Drohungen aus» In Mors befaßte sich das Schöffen-e.icht mit Ho trat eines Tages der alte Diener einem einzigartigen Erpressungs versuch. Magner an den Dankvorstand v. 2. heran mit Am 1. September d. 2. wurde vor der Wohnung Worten: „Herr Baron, zum W. bring aich des Generaldireltors Pattberg in Homberg em faa Wechsil mieh, der will mich haaoe." Palet gefunden, in dem sich zwei Brief- tau 6 en befanden und e.n Brief, der lautete: | tt>erC6 AUwUNglÜll. ,Wir fordern Sie auf, dielen Tieren 5000 Mk. mitzugeben, andernfalls können Sie 2H r Testament mache n." Die Hornberger Polizei ließ eine der Brieftauben aufsteigen und mit einem Flugzeug verfolgen. Die Taube ging in Hochheide auf dem Dach emes Berg- mannshauseS nieder. Die Polizei drang m das Haas ein, fand die Taube im Schlag und verhaftete die jungen Bergleute Wilhelm Greven (17 2ahre) und Bernhard Feldmann (18 2ahre'. Die beiden Derhafteten gaben ihre Täterschaft restlos zu. Sie wollten die Sache so darstellen, als hätten sie nur einen Scherz gemacht. Hie wurden wegen versuchter Erpressung in Tateinheit mit Todesandrohung zu acht bzw. sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Razzia gegen Reuyorker Alkoholschmuggler. Oie Weiierlaqe. unbeständig zu gestalten. WettervoraussagefürFreitag: Meist wolkiges Wetter mit Temperaturrückgang, vereinzelte Niederschläge. WitterungsaussichtenfürSamstag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, einzelne Schauer, bis 4, Wirsing 12 bis 15. Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, Aepfel 8 bis 12, Dirnen 8 bis 10 M?. der Zentner. — T a n z - G a st s p i e l i m L i ch t s p i e l h a u s. Man schreibt uns: Inge Rana, der berühmte Star vom „Moulin-Rouge" und „F'lies Bergere". Paris, gastiert zur Zeit einige Tage im Lichtsplel- Haus. Inge Rana wirkte in der Professor Max-Rein- Hardt-Revue „Artisten" im De- rd)en Schauspielhaus in Hamburg als Attraktion mit dem grnßten Erfolge mit. — Beamtenoersammlung. Die am heutigen Donnerstagabend um 20 Uhr im Saale des Cafä Leib stattfindende öffentliche Bcamtcnversamm- lung sei den Beamten noch einmal in Erinnerung gebracht. Dr. C l a ß (Darmf‘abt) spricht über „Neuaufbau des Berufsbeamtentums als Dienst am Volk". Gictzencr WochcumarLtpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: -Butter 210 bis 220, Matte 30 bis 35, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20 bis 30, Römischkohl 10 bis 12, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 60 bis 65, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 100, Schwarzwurzeln 50 bis 60, Kürbis 5 bis 8, Pilze 25 bis 30, Kartoffeln 4.5 bis 5, Aepfel 10 bis 15, Dirnen 10 bis 15, Dörrobst 35 bis 40, Preiselbeeren 40 bis 45, Pfirsiche 40 bis 60, Zwetschen 10 bis 15, Honig 40 bis 50, Rüsse 50 bis 60, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 120 Pfennig das Pfund; Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.; Tauben 70 bis 90, Eier 16 bis 17, Blumenkohl 30 bis 80, Salat 15 bis 20, Salatgurken 10 bis 30, Endivien 10 bis 15, Ober- Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 30 Pf. das Stück; Radieschen 10 bis 15 Pf. das Bund; Kartoffeln 3,50 kühl. _____ Lufttemperaturen am 16. Oktober: mittags 14,9 tßm aufgestellten I Grad Celsius, abends 7,5 Grad; am 17-Oktober: - - —«'3 morgens 9,7 Grad. Maximum 14,9 Grad, Minimum - | 6,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 ^cm Defe^am Soeben erschienen: Adreßbuch der Stadt und des Kreises Gießen 1929 Verkaufspreis 10 RM. Oberhessischer Adreßbuchverlag Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei, R. Lange in Gießen dige geladen. , Die Vernehmung des Angeklagten L. ergab, daß er über 20 2ahre in leitenden Stellen einer Großbank tätig war, die ihm nach der Inflationszeit sogar die Stelle eines Prokuristen ihrer Dank in Berlin ange&oten hatte, die L. aber ausschlug, um kurze Zeit später, Ende 1924, in Butzbach eine eigene Dank zu eröffnen. Q5ei ©nm- düng verfügte L. nach der von ihm aufgestellter Eröffnungsbllanz über ein Kapital von 63 848 Mark, wovon aber 20 000 Mk. als fremdes Der- ----- n,tnfw.r. mnr, möaen wieder in Mzug zu bringen waren, so 16. Oktober: abends 10 Grad; am 17.Ottober. mor- daß der verbleibende Restbetrag zur Gründung | gens 10 Grad Celsius. — Sonnenscherndauer 5% einer Dank recht knapp war. Zunächst ging das 1 Stunden. *♦ DomStraßenbahnbetrieb. Der erste Wagen der Straßenbahn zum Friedhof verkehrt vom nächsten Montag ab vom Bahnhof aus um 13.15 Uhr, der letzte Waaen fährt vorn Friedhof um 17.05 Uhr ab. Siehe heutige Bekanntmachung. •• Wohlfahrtsbriefmarten. 2n der Zeit vom 1. Rovember 1929 bis 15. Januar 1930 werden durch die Postanstalten und die Deutsche Rothilfe Wohlsahrtsbriesmarien mit Länder» Wappen zu 5, 8, 15, 25 und 50 Rpf. zum Preise von 7, 12, 20, 35 und 90 Rpf., sowie eine Wohl- fahrtsvosttarte zu 8 Rpf. zum Preise von 12 Rpf. vertrieben werden. Die Wertzeichen sind bis Ende Juni 1930 zum Freimachen von Postsendungen im Inland- und Auslandverkehr gültig. ** Dom (3 e r ü ft abgestürzt. Gestern nachmittag stürzte bei Anstreicherarbeiten an einem Hause in der Neustadt ein lunger Weißbinder aus ansehnlicher Höhe vom Gerüst. Der bedauernswerte Mann schlug ziemlich stark auf die Erde auf, die an der Unfallstelle aus Gartenland bestehL Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz verbrachte den Verunglückten nach der Chirurgischen Klinik. Welcher Art die Verletzungen sind, muß hier erst Owontemos O neuer. 3 naiD veoecr.i. g woimg. Q oedetet »Schnee & Graupeln, e NeDel K <>ewitter.©Windstiiie.O- 'xhr «itnte» Osi tiassige- Südsüdwest q sturmecner -tordwesl Oie Pfene fliegen mit dem Winde Die oeiden Stationen stenenden Zah» len geoen die Temperatur an. Die Linien verOmden Orte mit gleichet^ «bi neeresniveau umaerechneien Lufldruct Wettervoraussage. Mit dem Vordringen des neuen Wirbels gewinnt die Hochdruckwetterlage über Deutschland keinen Einfluß mehr. Unter Temperaturan"leg hat bereits Bewölkung und Nebelbildung sowie in Norddeutschland leichter Nebelregen eingesetzt. Die Wetterlage wird zunächst durch die Südseite der Störung beeinflußt, so daß maritime Luft weitere Bewölkung und vereinzelt Niederschläge verursachen wird. Im ganzen scheint der Witterungscharakter sich wieder Geschäft recht gut. aber schon im Jahre 1927 traten sehr erhebliche Schwierigkellen ciiu L. hatte sich an einem industriellen älnternehmen finanziell beteiligt und dabei größere Derluste erlitten. Anderseits standen auch seine monatlichen Privatentnahmen außer jc2em DerhältniS zu dem wirklichen Derdienst. Rach den sacyverstan- digen Feststellungen erreichten diese monatlichen Entnahmen durchschnittlich die Grenze von 2000 Mark. L. gibt die rechtswidrige Dersügung über die fremden Wertpapiere zu, bestreitet aber, dies im Dewußtsein seiner Zahlungsunfähigkeit bzw. Ueberschuldung getan zu haben. Im gleichen Sinn macht der Ängeklagle H. Angaben, währenL der Angellagte W. sich keiner strafbaren Handlung bewußt gewesen sein will. Der letzte Angeklagte, der der Hehlerei angeflagt ist, bestreitet entschieden, bei Annahme der Wertpapiere gewußt ober damit gerechnet zu haben, daß L. über diese Papiere nicht verfügungsberechtigt fei. In den Rachmittagsstunden wurde in die Vernehmung der Zeugen eingetreten. Es waren meistens Zeugen, die durch 2. ganz empfindlich geschädigt worden sind. Alsdann wurde die Weiterverhandlung auf morgen vormittag vertagt. preuhen. Kreis Wetzlar. C)Dutenhofen,15. Okt. Von den drei Glocken unserer Kirche mußte die kleinste im Kriege dem Vaterlande geopfert werden. Als Ersatz wurde nun bei der Glockengießerei Rinker in Sinn eine neue Glocke bestellt, die am Samstag hier eintraf und gestern morgen blumengeschmückt feierlich in die Kirche eingeholt wurde. Die neue Glocke wiegt 580 Kilogramm. Kreis Biedenkopf. L Roßbach, 15. Ott Don einem schweren llnglücksfall wurde heute ein zehnjähriger Junge von hier betroffen. Der Kleine hatte beim Stelzengehen zwei Dretter gelegt, die an dem einen Ende erhöht lagen und auf denen er mit den Stelzen spazierengehen wollte. Als er auf der höchsten Lage der Bretter cm- gelangt war, stürzte er ab und blieb bewußtlos an der älnfallstelle liegen. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß das bedauernswerte Kind eine Gehirnerschütterung davongetragen hatte, an der es noch am Abend bewußtlos lag. Der Dorgang sollte den Eltern Deranlassung geben, die Kinder zur Vorsicht bei diesem Der- gnügen zu ermahnen. Maingau. WSR. Franks ur t a. M., 16. Okt. Der Magistrat beschloß, zu Ehren des verstorbenen Reichs- auhenministers Dr. Stresemann eine wichtige Straße nach diesem zu benennen. Die Straßenbenennungskommission soll geeignete Dorschläge machen. Berliner Börse. Berlin, 17. Okt. (WTB. Funkspruch.) Nachdem auf die verschiedenen Dementis aus Brüssel aestern abend in Frankfurt eine Beruhigung und Erholung I eingetreten war und Chadeaktien wieder auf 390 anziehen konnten, ist die Tendenz im heutigen Frühverkehr schon wieder zurückhaltend und undurchsichtig. Eine Mißstimmung geht anscheinend von der I internationalen Geldmarktlage aus, auch weist man darauf hin, daß der französische Frank den Gold» punkt gegen die englischen Pfunde wieder unterschritten hat. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,88, London < egen Mailand 92,99, London gegen Spanien 33,90, London gegen Kabel 4,8685 London gegen Berlin 20,4025, Kabel gegen Berlin 4,1905 zu 4,1910. noch festgestellt werden. i ** Erhöhte Biererzeuguna 1928 in Hessen. Nach den Unterlagen des Landesftatisti- schen Amtes ist im Rechnungsjahr 1928 die Biererzeugung in Hessen um 108 396 Hektoliter oder um rund 11 v. H. gestiegen. Die hohen Wein- und Dranntweinpreise und der heiße Sommer begünstigten den zunehmenden Bierabsatz. Im hessischen besetzten Gebiet hat allerdings elsässisches und insbe- sondere Straßburger Bier dem heimschen Erzeugnis Konkurrenz gemacht. Seitdem inländisches Bier nicht mehr steuerfrei an die Besatzung abgegeben wurde, führte dieses zoll- und steuerfreies Bier aus Frankreich ein. An der erhöhten Biererzeugung find im allgemeinen alle Brauereien gleichmäßig beteiligt. Die Bierausfuhr nach dem Saargebiet ist auf das Doppelte gestiegen. An Biersteuer und Bierzoll gingen 7 857 764 (i. V. 6 966 672) Mark ein. Erweitertes Schöffengericht Gießen. • Gießen, 16. Okt Heute begann die Der- handlung gegen den Inhaber des Bankhauses L. in Butzbach, über dessen Derrnögen Ende 2lpril vorigen Jahres das Konkursverfahren eröffnet worden ist. L. ist neben Konkursverbrechen ins- besondere des Derbrechens gegen das Depotgesetz angeklagt. Es wird ihm in dieser Beziehung zur Last gelegt, daß er im Bewußtsein seiner Zahlungsunfähigkeit oder Ueberschuldung fremde Wertpapiere, die er im Betrieb seines Handelsgewerbes als Verwahrer oder Pfandgläubiger in Gewahrsam hatte, in sehr beträchtlicher Höhe unterschlagen hat. Außer ihm werden fein damaliger Prokurist H. und ein Angestellter W. der Beihilfe beschuldigt. Ferner befinden sich unter den Angeklagten ein auswärts wohnender Kaufmann, der sich wegen Hehlerei verantworten soll, weil er zur Sicherung eines von ihm L. gewährten Darlehens fremde Wertpapiere, über die L. nicht verfügen durfte, von diesem zum Pfand genommen hat. Zur Verhandlung find über dreißig Zeugen und zwei Düchersachverstän- und sehr btfäa An diesen beiden Tagen verkaufen wir Restbestände in geben. 06663 in allen Liebigstr. 33III. 'A Haus der Handarbeit Seltersweg 81 3n verkaufen ein- lunger 06664 ' i. nn /eh mw k-' BahDhois-Reslaaranl wie wasserechte DeiM O942L r Größte Auswahl! 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'»»tes Hande biii^N neben Ufl fl6 wußte eS," erwiderte Frau Adelheid. „Ja, wir fahren gleich. Ich will nur dem Voten Bescheid sagen." Sie eilte fort. Käthe horte den Oteiter wieder fortsprengen. Dann ließ sie sich von der Tante inS HauS führen. Eine halbe Stunde später fuhren -beide schon im Auto davon. Käthe wußte noch nicht einmal, wohin eS ging, sie wußte nur, daß sie ihn Wiedersehen sollte — ihn! Und er war schwer verwundet! Aber er hatte sie gerufen i Dor einem prächtigen, schloßähnlichen Gebäude, dessen beide Seiten von schlanken Türmen begrenzt wurden, hielt der Wagen. Eine sehr vornehm aussehende Dame tarn die Treppe der Rampe herab und umarmte Frau Adelheid, um sich dann sogleich Käthe zuzu- w enden „Fräulein von Bernsbruck?" „Weine Richte, liebe OHanon," erklärte Frau Dottrup. Da erfaßte die Dame beide Hände Käthes, schaute ihr bittend in die blauen Augen und sagte „Don Ihnen wird das Leben meines Lohnes abhängen." Das also war feine Mutter! Für die Ende dieses Jahres vorzunehmenden Ersah- und Reuwahlen in Gießen und Schlitz wird Termin auf Donnerstag, 21.November, bestimmt. Es find zu wählen: ein Ersatzmann für den durch den Tod aus- geschiedenen Fabrikdirektor Friedrich May, das zehnte Mitglied für den Wahlbezirk Gießen (Stadt) und das Mitglied für den neuen Wahlbezirk Schlitz. Oderheffen. öer Grünberger Gatlusmarkt. + Grünberg, 16. Oft. Zum heutigen Gal - lusmarkt waren aufgetrieben: 694 Schweine, 40 Stück Rindvieh, ein Fohlen. Folgende Preise wurden erzielt: Ferkel bis zu 6 Wochen kosteten 30 bis 35 Wk., 6 bis 8 Wochen alte 35 bis 45 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 45 bis 60 Mk.. Läufer 60 bis 80 Mk. Tendenz: flott, Markt geräumt. Beim Viehmarkt war der Handel ebenfalls flott. Jungvieh von 6 Monaten an und älter kostete 150 bis 200 Mk., Kalbinnen 400 bis 500 Mk. Die Marktkommission kaufte für die Verlosung als 1. Gewinn ein trächtiges Rind für 450 Mk. Landkreis Gießen. is. Steinbach, 16. Oft. In einer Versammlung der Ortsgruppe Steinbach des Hessischen Bauernbundes, in der man zu der bevorstehenden Gemeinderatswahl Stellung nahm, war beschlossen worden, an den Arbeiterverein wegen Aufstellung einer gemeinschaftlichen Gifte nach dem Verhältnis 8:4, wie bei den vorhergehenden Wahlen, heranzutreten. Der Arbeiterverein lehnte diesen Antrag a b, so daß der Bauernbund nun in einer erneuten Versammlung am Sonntag beschloß, eine eigene Liste aufzustellen. * Llch, 16. Oft. Der Männergesangver- ein „Cacilia", der älteste und stärkste Chor unserer Stadt, konnte gestern abend seinem alten Sänger, Ehrenmitgliede Karl Schäfer, zur 50- jährigen aktiven Mitgliedschaft gratulieren. Mächtig erklangen die vom Jubilar gewählten Chore des Vereins, die unter der sicheren Leitung des vortrefflichen Chorleiters E r n ft Ilge mächtig zur Entfaltung gelangten. Ehrenvorsitzender Heinrich Schmidt VIII., ein ebenfalls alter Getreuer der Sangeskunst, der auch noch aktiv im Chor steht, brachte die Glückwünsche der „Cä- cilia" in bewegten Worten zum Ausdruck. Wie seinem Bruder, Ehrenschriftführer Friedrich Schäfer, der dieses goldene Jubiläum vor Jahren begehen konnte, werden dem alten Huldiger des Liedes der „Ehrenbrief des Deutschen Sängerbundes", sowie die Ehrennadeln des Lahntalsängerbundes und des Vereins Überreicht werden. Die „Cacilia" kann mit berechtigtem Stolze auf ihre stattliche Zahl alter Mitglieder blicken, die über 40 und wie diese beiden Alten, über 50 Jahre aktiv als Sänger tätig sind. -li- Hungen, 16. Oft Rach dem die Ortsdurchfahrt Hungen, sowie die Dahnst o f st r a ß e dem Verkehr wieder Übergeben sind, zeigen sich die Dor,üge der neuen Straßen- befestigung im besten Lichte. Die Staubplage, unter der die Anwohner sehr zu leiden hatten, ist so gut wie beseit'gt. Gegenwärtig werden die Bürgersteige neu hergestellt. In die Mitte der verbreitert:n Fußsteige wird ein Zementplattenbelag hergericht t. — Hier herrscht in diesem Jahre eine verhältnismäßig geringe Bautätigkeit. Es wurde nur ein Haus neu erstellt und das Dienstgebäude der hiesigen Sparund Leihkasse im Innenausbau vollendet. In letzter Zeit ist noch mit dem Rohbau eines Einfamilienhauses begonnen worden- 2e ein Bauvorhaben wurde mit Hilfe der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde und der Deutschen Die niedrigen Braugerstepreise. Eine Aussprache im hessischen Wirtschafisministerium. WSR. Darmstadt, 16. Oft. In der vor kurzem zwischen der hesfischen Regierung und Ver- tretem der Landwirtschaft stattge.-abten Unterredung war auch die Frage des niedrigen Preises für Braugerste angeschnitten worden. Am Dienstag hatten sich nun auf Einladung des Ministers für Arbeit und Wirtschaft K o r e l l die Vertreter hessischer Brauereien, Mälzereien und des Braugerste- Handels im Ministerium eingefunden. Der Minister unterstrich in seinen einleitenden Worten die seinerzeit ausgesprochene Behauptung, daß bei dem seitherigen niedrigen Preis für Braugerste die Landwirtschaft nicht auf ihre Kosten komme. Dazu äußerten sich die Teilnehmer in längeren Darlegungen. Schuld an der auch von ihnen zugestandenen schwierigen Lage des heimischen Gerstenbcu.'s sei nicht die Brauindustrie, sondern die allgemeine ungünstige Lage. Die Überproduktion, die auch im Ausland festzustellen sei, sei die Hauptursache dafür, daß gleich nach der Ernte die Preise sehr niedrig lagen. Insbesondere werfe z. B. die Tschechoslowakei große Mengen von Qualitätsgerste zu niedrigen Preisen aus den Markt. Die rnch Menge u.ib Güte vor)Ügliche deutsche Ernte ^es Vorjahres bewirkte, daß man sich über Bedarf eingedeckt u.ib Vorräte in das neue Jahr herübergenommen habe. Rachdem nun die durch den langen Sommer verzögerte Malz- kampagne eingesetzt habe, sei eine nicht unwesentliche Besserung der Preise zu verzeichnen. Die flotte Abnahme bewirke, daß nach der letzten Baisse heute gute Posten mit 22 bis 24 Ml. bezahlt werden. Der gegenwärtige Preis liege um 30 bis 40 Prozent höher, als der Durchschnittspreis vor dem Kriege. Besonderer Rachdruck müsse aber daraus gelegt werden, daß als Braugerste nur Qualitätsware mit mindestens 95 Prozent Keimfähigkeit in Frage komme. Der Qualitätserzeungungmüsse im Interesse der Landwirtschaft die größte Beachtung geschenkt werden. Als unmöglich, unwichtig und abwegig wies man die Behauptung zurück, daß die Drauindustrie statt Gerste Reis verarbeite. Auch vor einer Ueberproduk- tion im Gerstenbau und vor dem augenblick- lichcn Ueberangebot des In- und Auslandes wurde gewarnt. Reben diesen Feststellungen und Ratschlägen war von besonderem und aufmunterndem Werte die Versicherung mehrerer Sprecher, daß sie für ihre Betriebe keine ausländischeGerste lez.ehen, sondern ihren Bedarf ausschließlich aus Hessen, der Pfalz und dem Rheingau eindecken. Anerkannt wurde auch die fördernde Arbeit der Braugersteringe verschiedener Landwirtschaftsämter. Von größtem Wert für die Absatzfrage seien die Verwendung ru: besten Saatgutes, geeignete Düngungs- und Pflegemaßnahmen und zweckmäßige Herrichtung der Erzeugnisse. In seinem Schlußwort dankte der Minister für die offenen Darlegungen und kündigte an, gegebenenfalls die Aussprache auch über andere Dinge fort'u'etzen. „Wie geht es ihm?" fragte Käthe mit versagender Stimme. Ein Achselzucken war die Antwort. Dann sagte die Baronin: „Darf ich Sie gleich zu dem Arzte führen, Fräulein von Dernsbruck?" „Ach ja - bitte..." Sie traten ins Haus. Käthe hatte keinen Blick für ihre Umgebung. Minuten später stand sie in einem Raune allein einem Herrn gegenüber. „Mainwald!" sagte er. Käthe hatte den Ramen noch nie gehört, und wußte nicht, daß sie dem berühmtesten Arzte des Landes gegenüberstand, von dessen Kuren man sich Wunderdinge erzählte. Sie schaute nur in sein Gesicht und suchte in seinen Augen zu lesen — ein Urteil über all ihr Glück, über sein Geben! Auch der Arzt musterte sie prüfend. Er war noch gar nicht alt, vielleicht Mitte der Vierziger, und sah selber aus wie ein vornehmer Herr, der er ja auch war — ein Fürst auf dem Gebiete seiner Wissenschaft. „Fräulein von Bernsbruck", sagte er halblaut, „ich danke Ihnen zunächst, daß Sie unserer Ditte so rasch entsprochen haben. Das Leben Herrn von Turnaus ist ernstlich bedroht. Meine Kunst würde zu Ende sein; und wenn ich trotzdem nicht alle Hoffnung aufgebe, dann geschieht es, weil ich viel von Ihrer Rähe erhoffe. Der Verunglückte ruft immer wieder Ihren Rainen. Er sehnt sich anscheinend nach Ihnen — er liebt Sie. Und nun bin ich gezwungen, Sie zu fragen, ob Sie ...“ Käthe hatte nur eins gehört! „Er liebt Sie!" Weiter gab es für sie nichts, gar nichts. Und leise, kaun hörbar, sagte sie: „Ich liebe ihn!" Da erhellte sich das Gesicht des Professors. „Welch ein Glück, das ich nicht zu hoffen wagte!" murmelte er. „Ich fürchtete schon „Führen Sie mich zu ihm, Herr Professor," bat Käthe, ihn unterbrechend, und hob bittend die gefalteten Hände. „Gleich, gnädiges Fräulein," erwiderte Mainwald. „Ich muß mich nur erst überzeugen, wie es um ihn steht. Aber ehe ich gehe, möchte ich Ihnen noch zweierlei sagen: erstens, daß Ihr Herzensgeheimnis bei mir wohlverwahrt ist, und zweitens, daß ich kaun einen Mann kenne, den ich für so geeignet halte, seine Frau glücklich zu machen!" Ec berbcujtc sich tief und ging. Käthe aber stand da, beide Hände auf das Herz gepreßt, das so voller Glück war und so voller Sorge! Sie wagte nicht au atmen, doch in ihren Augen war der Widerschein dessen, was sie empfand. Die schrak zusammen, als eine Stimme an ihr | Ohr klang — eine Frauenstimme Und sie wich erschrocken ein wenig zurück, als sie eine Gestalt in Pflegerinnentracht vor sich sah. Wer war das nur? Dieses Gesicht kannte sie doch? Und da hörte sie auch schon die Worte: „Kennen Sie mich wirklich nicht wieder, Fräulein von Dernsbruck? Ich bin Isolde Kletten. Da ich mich im Kriege als Pflegerin habe ausbilden lassen, so habe ich mich sofort der (Baronin zur Verfügung gestellt, als ich von dem schweren Unfall horte. Sie brauchen sich nicht zu ängstigen, ich habe schwerere Fälle gehabt. ..." Käthe stand regungslos. Dieses Mädchen sollte Felix pflegen, sollte ständig um ihn sein? Hatte Tante nicht gesagt, daß sie Felix geliebt hatte? Wollte Isolde von Kletten ihn nun zurückgewinnen? Doch nein, nein! Er hatte ja sie gerufen! Der Arzt hatte gesagt, daß Felix sie liebte! Und Käthe richtete sich auf. Sie erwiderte nichts, sie neigte nur leicht das Haupt und wußte nicht, daß sie dadurch Isolde Kletten um den erhofften Triumph brachte. Doch noch hatte diese andere Pfeile in ihrem Köcher. Sie hob wieder an: „Uebrigens, Fräulein von Dernsbruck, wir hatten während meines De uchs in Ronnen- werth, der mir durch die Güte Ihrer Frau Tante ermöglicht wurde, keine Gelegenheit, einander näherzukommen. Ich habe schon damals eine Frage an Sie richten wollen. Sie kamen mir sehr bekannt vor. Haben wir uns nicht schon früher einmal irgendwo getroffen. Mir ist, als wäre es in einem Cafe gewesen. ..." Käche sah die lauernd auf sie gerichteten Qlupen der anderen, sah ein hämisches Leuchten darin und wußte, daß chr hier eine tückische Feindin gegenüberstand, daß Isolde von Kletten, die ja damals in jenes Cas6 gekommen war, sie wiedererkannt, aber bis jetzt geschwiegen hatte. Und sie wußte auch, daß Isolde noch immer Felix liebte und die Hoffnung noch nicht auf- gegeben hatte, ihn doch noch zu gewinnen. Mochte fiel Sie fürchtete dieses Mädchen nicht. Und daß sie Kellnerin gewesen war, das konnte ihr niemand als Schmach anrechnen. Rur das andere! Rlemals, niemals durfte Isolde Kletten etwas davon erfahren! Käthe beherrschte sich so weit, daß sie lächeln konnte. Etwas von oben herab erwiderte sie leichthin: „Sie werden sich irren, Fräulein von Kletten. Und ich wundere mich, daß Sie diese Frage an mich richten, obwohl meine Tante selbst Ihnen gesagt hat, daß ich erst kürzlich aus Java gekommen bin.“ Roch einmal fu ckelten die Augen ihres Gegenübers, das indes keinen neuen Giftpfeil absenden konnte, feindselig auf, Da trat der Arzt ein, der, ohne Isolde zu beachten, sagte: „Wenn Sie mir jetzt gütigst folgen wollen, gnädiges Fräulein?" Sofort eilte Käthe zu ihm. Auch Isolde Kletten wollte ihm folgen, doch er winkte fast barsch ab: Dau- und Siedlungsgesellschaft Darmstadt auS- geführt. i. Ettingshausen, 16. Oft. Gestern abend fand in der hiesigen Kirche eine k i r che n m u s i k a- lische Abendfeler zum Besten des Krüppel- Heims in Nieber-Rarnstadt statt. Die Feier wurde veranstaltet von Pfarrer K a l d h e n n und Sohne aus Großen-Buseck, dem bekannten „Hornquartett Kalbhenn". Zum Vortrag kamen zwölf Programm- nummern, die Stücke echter, aller Kirchenmusik zu Gehör brachten. Die Meister: J.S. Bach, Heinrich Schütz, Phil. Nikolai und andere sprachen zu uns. Sehr dankbar wurde es auch begrüßt, daß Pfarrer Kalbhenn etwas schwerer zu verstehende Sätze vorher erläuterte. Das Gotteshaus war dicht gefüllt von andächtigen Hörem, die eine wirkliche Feierstunde erleben durften. Für den guten Zweck konnte über 70 Mark den selbstlosen Veranstaltern des Abends mitgegeben werden. Kreis Schotten. □ Laubach, 16. Olt. In der gestrigen Sitzung des Gemeinderats wurde zunächst eine Eingabe von Witwe Anna Schott vom Laubacher Wald besprochen. Frau Schott beabsichtigt, etwa 620 Quadratmeter Gelände von der Gemeinde zu kaufen zwecks Anlage eines Schuhparkes für ihre Hühnerfarm. Die Gemeinde verlangt 50 Pf. für das Quadratmeter. Die Kosten des Verkaufs trägt die Käuferin. Die auf dem Gelände eingepflanz en Fichten soll die Käuferin der Gemeinde unentgeltlich überlassen. — Rachdem das Erdreich durch die in letzter Zeit eingetretenen Riederschläge erweicht worden war, konnte man mit der Aussaat derWlnterfrucht anfangen. — Montag gegen 5 Uhr abends wurde von dem „Roten Derg" (1,5 Kilometer südlich der Stadt) eine stattliche Kette von Schneegänsen beobachtet. Die Vogel flogen in einem Haken. Ihre Zahl konnte nicht bestimmt festgestellt werden; es waren jedoch über 25 Stück. Sie kamen aus der Gegend von Freienseen und flogen in südlicher Richtung durch das Horlofftal gegen Gonterskirchen und Ulfa. * We11erfeld, 17. Ott. Am kommenden Sonntag findet die Einweihung unserer wiederhergestellten Kirche statt, so daß unsere Gemeinde bann für ihre Gottesdienste wieder eine stimmungsvolle Andachtsstätte besitzt. Zu der Feier hat Der Superintendent von Oberhessen. Oberkirchenrat Wagner aus Gießen, fein Erscheinen zugesagt. Er wird im VormittagS- gottesdlenst zu der Gemeinde sprechen, die ihm als Sohn des früheren hiesigen Pfarrers keine fremde ist. Im Rachmittagsgottesdienst sprechen Dekan Schmidt von Grünberg und der bekannte Volksschriftsteller Heinrich Raum an n von Ranzhausen. Kreis Büdingen. rL Büdingen, 16. Oft. Am 18. und 19. Oktober veranstaltet Prof. Dr. R o a ck aus Darmstadt in der Aula des Wolfgang-Emst-Gym- nasimnS einen Stimmbildungskursus für Lehrer und Lehrerinnen des Kreises. Der Stundenplan wird sich zusammensetzen aus Vorträgen über Atmung, Stimmbildung, Stimme der Schul- kinÄer, Männer-, Frauen- und Kinderstimmen, Lied- und Chorliteratur und über die Ziele des Schulgesangs, weiter aus Hebungen im Singen von Vokalen, Sätzen, Liedern, im Vomblattsingen und im Chorgesang. Außerdem finden Besprechungen unb Aussprachen statt. Kreis Alsfeld. L Rieder-Ohmen, 16. Oft. Anläßlich seines 82. Geburtstages erhielt bet Landwirt Iohs. Keil von bem Reichspräsidenten ein Glückwunschschreiben nebst Bild mit eigenhändiger Unterschrift. Der Jubilar ist einer der wenigen noch lebenden Veteranen von 1870/71 und noch verhältnismäßig rüstig. Auch der Krieger- „Ihre Gegenwart ist jetzt nicht vonnöten, Fräulein von Kletten!" sagte er. Isolde wurde blaß vor Zorn; aber sie durfte ja nicht wagen, sich gegen diese Zurückweisung aufzulehnen. Käthe jedoch atmete auf, als Mainwalb ihr unterwegs sagte: „Wir haben eine erfahrene Schwester aus meiner Kllnif hier. Und nun, gnädiges Fräulein, darf ich Sie wohl bitten, daran zu denken, daß das Leben des Kranken einzig unb allein von Ihnen abhängt. Wenn Sie sich noch einmal prüfen wollen. ...“ Da schüttelte Käthe den Kopf unb schaute ihn an, unb er wußte genug. Schweigend öffnete er eine Tür unb ließ sie an sich vorübergehen. Käthe sah in einen tierbunfelten Raum, sah ein Bett unb in ben Kissen ein blasses, ach, so blasses Gesicht, bas Haupt von Weißen Dinben blcht umhüllt. Leise, leise trat sie näher, Schritt für Schritt, Immer noch beibe Hänbe auf bas unruhig klopfenbe Herz gepreßt. Unb bann ... Sie sah ble Augen, bie sie so liebte, sah sie leuchten wie damals, als Felix sie, bas arme, frembe Mäbchen so ritterlich betreut hatte — unb sie horte seine Stimme, leise unb matt, aber so freudevoll, so rührenb in ihrem Zittern: „Käthe! Liebe, liebe Käthe!" Lautlos entfernten sich Arzt unb Pflegerin. Käthe bemerkte es nicht. Voll unendlicher Liebe schaute sie auf ben Mann nieber unb küßte ihn zärtlich, leise, ganz leise auf ben Munb. Mühsam u ..schlang er ihre Schultern unb hielt sie an sich gepreßt; aber sie loste sich aus seinen Armen und streichelte ihm linb bie Wangen. Während sie vor dem Lager nicbcrfniete, unb inbem sie bann seine Hänbe mit ben ihren umschloß, raunte sie ihm zu: „Felix, ich hab' bich lieb!" „Käthe!" jauchzte er. Da legte sie chm ihre Hanb auf ben Munb. »Still, ganz still! Werbe erst gesunb, Liebster, ganz geu.ibl Willst bu?“ „Ob ich will, Käthe?!" „Dann ist alles, alles gut, unb nun schlafe, Felix, träune von mir. ...“ Sie stand auf, strich ihm noch einmal über bie Wangen, schaute ihn noch einmal zärtlich an — unb ging leise hinaus, rückwärts, so baß sie ben Blick seiner Augen bis zuletzt auf sich gerichtet fühlte. Der Arzt, ber sie braußen erwartete, richtete keine Frage an sie. Er hatte es nicht nötig: er las ja auf ihren Zügen alles, was er zu wissen brauchte. Er erfaßte Käthes rechte Hand unb drückte sie fest. „DankeI" sagte er leise. (Fortsetzung folgt) üdiugen. Ott Am 18. und 19.0!- Dr. Ävact aus Dam- rL Wvlsgcmg-Crnst-Gym- bil-ungslurfusfür n des Kreises. Der ©tun* mmmfetzen aus Dorträgen Übung, Stimme der 6jjul» men- und Kinderstimmm, tr und über die Ziele deS ins Hebungen im Gingen eiern, im Qfontfrlaftfin-jcn lußeröem finden De/pre- m statt. Wev). n, 16. Olt Anläßlich echielt der 2anitt.it n Deichspräsidenten ein oft Dild mit eigenhändiger lat ist einer der ttemgen M von 1870/71 md noch j Auch der Krieger- -L-tzr .kannten Wt äwöl'f'^L^Nett ,r- aller t09tQ>nm< M.» »tu a,ni>ere spA' ^mti* ld) begrüß uns * *48^5 Rotten. 6»n i1"14* LdKL =n S «°»d- d°» WnTfS'V“1'» . für tan,®:»« ®e. W »J Ä*«- eingewian^^gt MZ? ^ man miisZ. Aus. 1 $ । anfangen. — m?An uöll(9. der Stadt) -IN» len beobachtet A L^ken. Ihre ZM gestellt toerden-, estvareir - kamen aus der Gegend M rn südlicher Dichtung rgen Gonterskirchen und kommenden Kirche statt, so dah y ^?.^oüesdienstc toie- Andachtsstätte besitzt -ichenntendent von Ober- D°gner aus Dießen, irr wird im Domittags- meinbe sprechen, die ihm hiesigen Pfarrers feine Itagsgotlesdienst sprvchen Drünberg und der be- c Heinrich Olaumann ; jetzt nicht vonnöten, Frau- aber sie durfte Sn3*« SudWImi "jLoj atmete auf, aus m* den Kops und schaut« A y eine Tür und lieh säS» SÄ"* 'in S" j . ■*fi Md *<* 'faul * ,41“'" UW «e’aUrf' 6 u«i , reit« ** verein lieh es sich nicht nehmen, seinem Mitbegründer und Ehrenmitglied ein Geschenk zu überreichen. — Am Sonntag hielt der hiesig« Kleinkaliber-Schützenverein, der etwa 60 Mitglieder zählt, unter Leitung von Lehrer W o l s f sein letztes. P r e i s s ch i e h e n ab. Geschossen wurde in zwei Abteilungen auf 50 Meter aus die Zwölferscheibe. 3c zwanzig zum Teil wertvolle Pre: e winkten sowohl den älteren wie den 3ungschützen. Sieger in der 1. Schiehklasse (ältere Schützen) warer: 1. Gg. Wurm (36 R.), 2. Hch. Seim (35), 3. E. Weifenbach (35), 4. Karl Becker (35), 5. Karl Habicht (35), 6. Lehrer Wolff (34), 7. Lehrer Schäfer (34), 8. Gg. Kaiser (34), 9. 3oh. Sann (33), 10. Adam Kratz (33) usw. 3n der Iungschühen- abteilung waren Sieger: 1. Hch. Kaspar (34), 2. Konrad Carle (34), 3. H. Börger (33), 4. H. Graulich (33), 5. H. Enders (33), 6. Aug. Loth (32), 7. K. Reih (32). 8. K. H a n d st e i n ll. (31). 9. W. R e i tz (31), 10. Karl Jung (30) und noch zehn weitere. — Zur Wahl von 12 Gemeinderäten im nächsten Monat sind nicht weniger als sieben Wahlvorschläge eingegangen, und zwar drei der Landwirte, einer der Nationalsozialistischen Partei, einer der Sozialdemokraten, einer der Gewerbetreibenden, einer der israelitischen Einwohner. Wahlberechtigte sind ungefähr 840 vorhanden. Kirche und Schule. Missionsfcst des Dekanats Nidda. W. Geihnidda, 13. Oft. Ein gesegnetes Missionssest konnte das Dekanat Nidda am heutigen Sonntag in unserem Dorfe feiern. Llm 2 LIHr begann der F e st g o t t e s d i e n st, der in musikalischer Hinsicht besonders verschönt wurde durch drei Kantaten, welche von der Darm st ädter Musikantengilde, die am Abend vorher in Nidda ein Kirchenkonzert gegeben hatte, gesungen wurden und schon gleich im Anfang der Feier in weihevolle Stimmung versetzte. Astprediger war Pfarrer Schäfer von der evangelischen Mohammedaner-Mission in Ober-Aegypten und Nubien, der, selber einst Missionar in Aegypten und ein feiner Kenner des Islam, im Anschluß an Colosserbrief 1, 12—14 den gewaltigen Gegensatz zwischen Christentum und Mohammedanismus und die Ueberlegenheit des Christentums klar und deutlich darzustellen vermochte. Pfarrer Siebeck von Echzell gab alsdann den Rechenschaftsbericht über das Mif- sionsjahr 1927/28. Trotz wirtschaftlicher Not sind, wie überhaupt in Deutschland, die Missionsgaben unseres Dekanats gestiegen, und zwar von 1925 Mk. in 1927 auf 2878 Mk. in 1928. Auf den Kopf im Dekanate entfällt ein Durchschnitis- beitrag von 15 Pf., wobei sich bei den Gemeinden große Unterschiede zeigen von 1 Pf. bis zu 55 Pf. auf ten Kopf. Die Nach feier fand um 4 11 br ebenfalls in der Kirche statt, wobei die Musikantengilde nochmals mit zwei sechsstimmig gesungenen Kantaten erfreute. Pfarrer Schäfer beantwortete bei einem tiefgründigen Rückblick in die Vergangenheit und Kennerblick in die Gegenwart die Frage „Warum treiben wir Mission". Einmal, wir müssen wiedergewinnen, was verloren ist, in den Nubiern Aegyptens ist uns ein ganzes, ehemals christliches Volk durch die llnterjochung von seiten des Islams verlorengegangen, sodann müssen wir wieder gutzumachen suchen, was wir als Christen einst in der Geschichte der Kreuzzüge durch Grausamkeiten an den Mohammedanern gesündigt haben, weiter, es gilt das gewaltige Vordringen des Islams besonders unter den heidnischen Negervölkern Afrikas abzuwehren, welche die Religion des Ostens, des Islams, viel mehr begrüßen als die Religion !>es Westens, des weißen Mannes, den sie hassen. Der letzte Grund, warum wir Mission treiben, ist neben der seelischen vor allem die leibliche Not. Die Beantwortung dieser Frage überlieh er dem nachfolgenden Redner, dem Missionsarzt Dr. Kallenbach, ehemaligem Operateur an der Universitätsklinik Gießen, der seit einigen Jahren sich in den Dienst der Mohammedanermission gestellt hat und bei Assuan in seinem neugegründeten Hospital, sowie auf Reisen in der Landschaft ungeheuer segensreich als gläubiger Arzt unter jenem Nubiervolk, dessen Nöte, besonders auch unter der Frauenwelt. er in ergreifenden Bildern aus eigenster Erfahrung heraus schilderte, arbeitet. Die Mohammedanermission, eine der jüngsten 25 evangelischen Missionsgesellschaften Deutschlands, zählt bereits 18 Arbeitskräfte, die draußen stehen, männlich und weiblich, darunter ein Arzt, eine Aerztin und eine Apothekerin. Das Schluß- und Dankeswort sprach Dekan S c r i b a. Die Missionsfestkollekte ergab 60 Mk. Wirischgst. Die Wirtschaftslage im September. Den Mitteilungen der Frankfurter Industrie- und Handelskammer entnehmen wir folgende Betrachtungen über die Wirtschaftslage im September: In der Automobil-, Fahrrad- und Schreibmaschi- nen-Jndustrie hat sich die Geschäftslage weiter verschlechtert. In allen Fabrikaten, ausgenommen bei Schreibmaschinen, war ein Nachlassen der Bestellungen zu verzeichnen. In der elektrotechnischen Industrie ist eine wesent- liche Aenderung gegenüber dem Bormonat nicht eingetreten. Die erwartete Besserung der Marktlage hat sich nicht fühlbar gemacht, es ist eher von einer geringen Verschlechterung $u sprechen. In der Gummiindustrie ist der Geschäftsgang noch ruhiger geworden. In der Fabrikation von Lederbearbeitungsmaschi- nen hat sich die Geschäftslage etwas gebessert, da der Auftragseingang, besonders aus dem Auslande, zugenommen hat; gleichzeitig haben sich die Lagerbestände reduziert. In der Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen stand der Berichtsmonat noch unter dem Einfluß der saisonmäßigen Geschäftsbelebung. Infolgedessen hielten sich die Umsätze des Inlandsgeschäftes auf der Höhe des Vormonats, und auch die Nachfrage konnte befriedigen. Im Exportgefchäft hielt die Belebung ebenfalls an. In der Scheideindustrie war nach der vorange- gangenen Stille eine merkliche Belebung des Geschäftsganges zu verzeichnen, die wohl zum großen Teile auf die rückläufige Tendenz des Silberpreises zurückzuführen ist. Die Förderungssteigerung Trn Eisenerzbau des Lahn-Dill-Gebietes hielt auch im September an. Der Absatz dagegen blieb weiter zurück und wird vermutlich noch weiter sinken. Wenn auch nicht zu verkennen ist, daß der Absatz durch eine Reihe widriger Umstände, so auch durch den geringen Rheinwasserstand, ungünstig beeinflußt wurde, so scheint sich außerdem doch auch ein geringerer Abruf der Hütten bemerkbar zu machen. In der Schmuckwarenindustrie brachte der September mit der einfetzenden Reisetätigkeit eine Belebung des Geschäftsganges für Juwelen, Gold- und Silberwaren, die es ermöglichte, die Arbeiterschaft im allgemeinen voll zu beschäftigen und vereinzelt mit Ueberstunden zu arbeiten. Der Auftragseingang erfuhr, der Saison entsprechend, eine Steigerung und konnte als zufriedenstellend, aus dem Auslande teilweise als gut bezeichnet werden: er blieb jedoch immer noch geringer als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Im Inland« beeinflußte die dauernde Geldknappheit den Geschäftsgang und die Zahlungsweile höchst nachteilig. In der Schuyindustrie war der Eingang von Aufträgen für spätere Lieferungen noch ziemlich schwach. Der Beschäftigungsgrad blieb ziemlich ein- heislich: die Fabrikation war mit der Anfertigung und Lieferung der Herbstaufträge beschäftigt. Ungünstige Aussichten auf dem Saumarkt. Bekanntlich ist in diesem Jahre die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe wesentlich größer, als im Jahre 1928. Wenn auch die Lage des B a u - rnarktes in den einzelnen Gegenden Deutschlands große Unterschiede aufzuweisen hat, so kann doch im allgemeinen gesagt werden, daß die Aussichten recht ungünstige sind. Diese Ungunst der Verhältnisse ist vor allem auf den Mangel an Kapital zurückzuführen, der sich besonders in der Zurückhaltung bei der Erbauung gewerblicher Gebäude bemerkbar macht. Gerade bei den Bauerlaubnissen tritt die Zurückhaltung der Industrie bei Errichtung von gewerblichen Bauten besonders hervor. Der Wohnungsbau konnte sich in diesem Jahr verhältnismäßig gut halten, da für ihn immerhin die Er- trägnifse aus der Hauszinssteuer zur Verfügung stehen. Bei der überragenden Bedeutung des Taumarktes für die gesamte Wirtschaft wird sich natürlich der Rückgang der Produktion auf dem Baumarkt, der jährlich auf etwa 8 bis 9 Milliarden Mark dem Werte nach eingefchäht werden kann, auch bei der Gesamtkonjunktur im ungünstigen Sinne auswirken. Da die Finanzierungsschwierigkeiten bei der mangelhaften Kapitalbildung in Deutschland vorerst noch anhalten werden, so ist auch für den Baumarkt vorerst keine Besserung der Verhältnisse zu erwarten. • Aufsichtsratshesprechungen b e i Opel. Der Präsident der General Motors Corporation Mr. Alfred P. Sloan, der Vizepräsident der G. M. C. Mr. Albert Bradley, der Präsident der Chevrolet Corporation Mr. William Knudsen, der Präsident der Olds Motor Corporation Mr. Reuter, der juristische Beirat der G. M. C. Mr. Smith, der Präsident der General Motors Acceptance Mr. S w a y n e sind in Rüssel->heim eingetroffen, um mit den beiden übrigen Mitgliedern des Aufsichtsrates der Opel A.-G., Geheimrat Wllhelm v. O p c l und Dr. Fritz Opel, Besprechungen ab.uralten. Mr. Sloan wird am Freitag bei einer Versammlung der Händler und Vertreter der Opel A.-G. sein Programm entwickeln. * Handelsverkehr mit Dänemark. Der Deutsche Konsul bei der Deutschen Gesandtschaft in Kopenhagen, Dr. Krüger, hält am Donnerstag, 24. Oktober, Sprechsunden für die Firmen ab, die am Handelsverkehr mit Dänemark beteiligt sind. Firmen, die an den Sprechstunden teilnehmen wollen, werden gebeten, dies, gegebenenfalls unter Aufgabe von Wünschen bezüglich der Zeit der Sprechstunde, der Reichsnachrichtenstelle für Außenhandel, Frankfurt a. M, Börse (Zimmer 43), Telefon: Römer 360, umgehend — spätestens bis zum 21. d. M. — mitzuteilen, damit eine Verteilung der Besucher auf die zur Verfügung stehende Zeit stattfinden kann. ' Die Verträge . Preag-Stadt Frankfurt a. M. Der Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. genehmigte die bekannten Verträge mit der Preußischen Elektrizitäts-A.-G. über die Gestaltung der elektrowirtschaftlichen Verhältnisse im Rhein-Main-Eebiet. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 17. Okt. Tendenz schwach. Nachdem an der gestrigen Abendbörse eine leichte Erholung eingetreten war, eröffnete die heut.ge Börse wieder in recht schwacher Haltung, und zwar werden als Ursache die Nachwirkungen der in letzter Zeit entstandenen Gerüchte angeführt. Auch die schwachen internationalen Börsen, sowie die sich erneut bemerkbar machende Geldmarktversteifung blieben nicht ohne Einfluß. Die heute ausgegebenen Dementis machten wohl zunächst etwas Eindruck und hatten im Frühverkehr eine kleine Beruhigung zur Folg«, doch war dies nicht von längerer Dauer, da sich das Angebot von Auslandseite und vorn Publikum in Spe- zialwcrien wieder verstärkte, zumal Aufnahme- lust kaum bestand. Die Folge davon waren ganz beträchtliche Kursrückgänge in Spezialwerten gegenüber der gestrigen Abendbörse. Nachteilig aufg:nommen wurde noch das Ansteigen der Arbeitslosigkeit. Das Geschäft bewegte sich bei größter Zurückhaltung der Spekulation in kleinstem Rahmen. Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde der Elektromarkt. Vor allem waren Siemens mit minus 8,5 Proz. und Licht und Kraft mit minus 6,75 Proz. von Schweizer und Brüsseler Seite angeboten. Auch Chade-Aktien, die gestern abend etwas erhöht und im heutigen Dormittagsverkehr weiter fest lagen, erreichten zmn offiziellen Verkehr mit minus 6,5 Prozent einen neuen Tiefstand. Ges- fürel gaben 4 Prozent und Schlickert 4,75 Prozent nach. AEG. waren mit minus 1,5 Prozent relativ gut gehalten. Stärker gedrückt lagen noch Deutsche Linoleum mit minus 7,5 Prozent. Aber auch am Chemiemarkt kam ziemlich Material heraus, so daß Farben 3.5 Prozent und Deutsche Erdöl 3 Prozent einbüßten. Glanzstosf-Aktien waren kaum verändert, während Bemberg 3 Prozent niedriger eröffneten. Am Montanmarkt kamen zur 'Erstnotiz kaum Abschlüsse zustande. Rheinstahl und Buderus gaben je 3 Prozent nach. Mannesmann 2 Prozent niedriger. Kali- Aktien bis 4 Prozent schwächer. Don Tankwerten lagen Berliner Handelsgesellschaft 3,5 Prozent niedriger, während die übrigen Aktien dieses Marktes bis 2 Prozent schwächer lagen. Zellstoffpapiere bis 4,5 Prozent niedriger. Renten still. Trotz des unverändert belassenen Diskontsatzes der Dank von England konnte im Verlaufe keine Beruhigung Platz greifen. Im Gegenteil. die Tendenz neigte weiter nach unten. Nach einigen Rückd eckungen kam erneut Material heraus, so daß die Kurse durchweg bis zu 1.5 Prozent einbühten. Licht & Kraft gaben 3,5 Prozent nach. Das Geschäft blieb äußerst gering. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld mit 7,5 Prozent unverändert. Der Devisenmarkt war wenig verändert. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1903, goren Pfund 20,404, London gegen Kabel 4,8685, gegen Paris 123,85, gegen Mailand 92 90, gegen Madrid 33,90, gegen Holland 12,0975. Berliner Börse. Berlin, 16. Okt. Der Beginn der heutigen Börse stand unter dem Eindruck der gestrigen schwachen Abendbörsen. Es kam wieder ziemlich überraschend erhebliches Material, besonders aus der Schweiz, an den Markt, das trotz der Interventionstätigkeit der Banken nur zu gcdrück - t e n Kursen Aufnahme fand. Obwohl die gestern über den Brüsseler Platz umlaufenden Gerüchte energisch dementiert werden, hatten diese Dementis nur vorübergehend gestern abend eine Beruhigung und Erholung zur Folge gehabt. Heute war man dagegen schon wieder sehr nervös und durch die anhaltenden Auslandabgaben unsicher gemacht. Eine gewisse Verstimmung ging auch von der internationalen, zum Medio angespannteren Geldmarktlage aus: auch hier in Berlin konnten die Sähe heute noch keine Erleichterung erfahren. Beachtung fand ferner, daß der französische Franc gegen Pfund den Goldpunkt wieder überschritten hat. Es ist mit einer Diskonterhöhung heute natürlich nicht zu rechnen. Die Rückgänge zu den ersten Kursen betrugen selten 3 bis 5 Prozent, bei Papieren wie Berger, Glanzstoff, Ostwerke, Schultheiß. Polyphon, Siemens, Licht und Kraft, Deutsche Linoleum, Salzdetfurth, Rheinstahl, Rheinische Braunkohlen und Harpener 5 bis 8 Prozent. Schubert & Salzer sind als Ausnahme mit einer Erhöhung von 3,5 Prozent zu nennen. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer abbröckelnd. Auch Pfandbriefe unverändert. Tagesgeld blieb 8 dis 10 Prozent, Monatsgeld 9,25 bis 10,75 Prozent. Warenwechsel etwa 7,75 Prozent. Auch im Verlaufe blieben die Umsätze klein. Die Tendenz war nicht einheitlich. Vereinzelt konnte man leichte Deckungen beobachten. In einigen Elektrowerten kam andererseits aber immer noch Ware aus der Schweiz heraus. Der Reichsbankausweis per 15. Oktober zeigte, obwohl die Lombardbestände um 57 Millionen angewachsen sind, eine Entlastung um etwa 360 Millionen. Die Deckung besserte sich auf 50,9 bzw. 59 Prozent. Ein stärkerer Einfluß auf die Tendenz war aber nicht zu erkennen. Frankfurter Schlachtviel-markt. F r a n k f u r t a. M., 16. Okt. Auftrieb: 40 Rinder. 972 Kälber, 629 Schafe, 443 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: teste Mast- und Saugkälber 82 bis 84 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 76 bis 81, geringe Kälber 70 bis 75. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 43 bis 46, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 42; fleischiges Schafvieh 30 bis 37. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 90 bis 92, von etwa 200 bis 240 Pfund 90 bis 92, von etwa 160 bis 200 Pfund 90 bis 92, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 86 bis 90 Mark. — Marktverlauf: Bei allen Gattungen rege, ausoerkauft. Berliner Produktenmarkt. Berlin, 16. Okt. Am Produktenmarkt bewegt sich das Geschäft weiterhin in ruhigen Bahnen. Die Meldungen von den Auslandmärkten sind für die Tendenzgestaltung von verhältnismäßig geringem Einfluß. Inlandweizen wird für Rechnung der rheinischen und Küstenmühlen infolge des Dermahsungszwanges weiter gut gefragt und konnte seinen Preisstand trotz des unbefriedigenden Mehlabfatzes behaup en. Das Roggenangebot ist infolge der Preisrückgänge der letzten Wochen etwas kleiner geworden, begegnet jedoch auch nur geringer Aufnahmeneigung. Don Stühungs- fäufen war bisher nichts zu beobachten. Am Lieferungsmarkt kam für Weizen nur eine gegen gestern unveränderte Notiz in der Dezembersicht zustande. Oktoberroggen setzte 3 Mark niedriger ein, obwohl von den heute besichtigten 120 Tonnen nur 30 Tonnen kontraktlich lieferbar waren. Die späteren Sichten eröffneten mit behaupteten Preisen. Das Mehlgeschäft bleibt weiter still, für Roggenmehl sind die Mühlen zu Preiskon- zessionen bereit. Hafer ruhig, aber ziemlich stetig. Taten für Freitag 18. Oktober. Sonnenaufgang 6.28 Uhr, Sonnenuntergang 17.03 Uhr. — Mondaufgang 17.10 Uhr, Monduntergang 6.05 Uhr. 1777: der Dichter Heinrich von Kleist in Frankfurt a. d. O. geboren; — 1914: Eröffnung der Universität Frankfurt a. M. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 19., und Sonntag, 20. Oktober: Laubhüttenfest. Samstag: Vorabend 5.15 Uhr: morgens 8.30; Predigt; nachmittags 4. — Sonntag: Vorabend 6.15; morgens 8.30; abends 5.40 und 6.10 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Samstag, den 19. Oktober, und Sonntag, 20. Oktober: Hüttenfest. 1. Tag: Vorabend 5 Uhr; vormittags 8; Predigt ; nachmittags 4. — 2. Tag: Vorabend 615; vormittags 8; nachmittags 4; Festesausgang 6 10.— Wochengottesdienst: morgens 6.30; abends 5 Uhr. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent. zrantfuri a tui. | Berlin Schluß-s I-Uhr | Schluh-l Anfang. Kurs I Kur | Kur Datum 16.1 0. 17 in. 16. 10. 17.10. 6% Dt. iRetd)6anletfo> o. 1927 . DI. Ani..-/lblöi.-Schuld mit Bur 87,5 50,05 87.5 50,25 50,25 lol.-Rechlen........ 0,25 Desgl. ohne AuSlos.-Nechte . . 7% Franlf Hhp -Bk Goldpf. im 9,25 85,5 9,25 9,25 kündbar bis 1932...... <%% Rheinische Hyp.-Bank Stau 76,5 A.E G abg. Vortriegs-Obligation rückzahlbar 1932 — — 4% Schwer BundeSb-Aul.. — -- — — 4% Oesterreichiiche Golvrie. • 27,5 — 4,20% Oeften. Stlbcrrte. . . 2,8 — 2,85 4% Oesterreich, cmheitl. Rie 2,05 — 2,05 — 4Ä> Ungarische Golvrte - 22,25 — 22.4 22,4 4% Ungarische Staat«!, v. 1910 19,65 ■ — — 4%% desgl. von 1913 . - • 21,5 — — 4% Ungarische jkronenrie.. . 1,95 2 — 4% lütt. Zollanleihe v. 1911 . 4% Türkische Bagdadbahn-Anl. Serie I. . . . / ,65 !, / 7,7 z,65. /,75 7,7 4% desgl. Serie 11...... 7,65 — 7,65 — 4% Rumänen converi. Nie - - 7.1 — 7,2 — t Vi% ^Rumänen @ol6anl. von 191 14,25 — >4.75 — tffllg Deutsche Lilenvahn 4% — — - - Hamburg-Amerika Paket 7 116,75 115 116 114,75 Hamb.-Süoom. Dompsich ■ 8 — 175 154 107,5 Hansa Dampsichill 10 Norddeutscher Lloyd ... 8 109 107,25 o5,5 109 Allg. Deutsche Credilansi. ■ w >22,75 122,5 23,25 122,75 Barmet Bankvctein 10 22,75 122,5 23,25 122,75 Berlinet HanvelSgelellsch. • 12 — 191.5 195 192,5 Lommerz- und Prioat-Barrl U i71,5 lO ,b 172 171 Datmsr. u. Rotlonalbanl 12 .60,5 — o0,25 257,25 Deutsche Bant ... 10 160,5 159,5 160,5 160 Diskonto-Gesellschaft ilnt.. - 10 160,5 — 160,5 160 Dresdner Ban!......1° 155 153 155 153,5 Metallbau ..........« — — — — Reichsbai........12 86 284 287 284 Irankfun a M. Berlin Schluß-l Kurs I i-Ut)t Kur Schluß! Kur: | Anfang- Kurs Datum 16-10. 17.10. 16.10. 17-10. .................® Bergmann.......... Elcktr. Lieferungen.....jo Licht und Kraft...... gelten 4 Guilleaume Ges. f. Elektt. Untern.. . . 10 Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. Elektr.........9 Schics. Elellr. .......» 3 ................11 «Siemens 4 Halske ..... 16 Tronsradio ....••••• 8 LolMeyer 4 Co.....- - 10 ...............® Deutsche Erdöl ....... 6 Essener Steinkohle ...... ' Gelsenkirchener.......” Zarpener......... 0 Hoejch Eisen........ Ilse Bergbau . ......1° ................... • • ......................< Mannesmann .......< Lberichles. Eilend. Bedarf . . Lberschles. KokSwerte . . 7 Phönix Betabau......6Yi Rheinische Braunkohlen... 1* R'heinstaR ... • 6 Rlebeck Montan......7 " Bereinigte Stahl» .... L tam Minen......16'/. Kalt Aichers.eben ..... i Kal> Weitereaela. ..... 1> Kaliwen SalrdetturtL ... lf> I ® starven-znollstr» ... V< Dynamit Röbel ....... 6 Scheideanltall........o RütgerSwerle..... 6 MetallgeleMchaft...... 6 176,5 176,5 122,5 >68,5 145,5 196,5 137,5 171 67 133 138,5 108,25 102,5 1 u6,65 26u 109,75 U0.25 217 222 354 .6,5 >44,5 68 75 120,5 175 169,75 164,5 191.75 329,5 64 102,75 100,75 105 106,75 214 218 193 120 177.3 209,75 162,5 175,5 122,25 168,5 13. 144 ,65.5 196,25 337,5 133 170,25 >6,75 105,5 134 134 139,25 119,75 213,5 108,25 116 103 127,75 72 97 106,65 260,5 110,65 110,5 5,25 218 224 55,; 196 93 67,5 74,75 120,13 176,25 203 159 168,13 119,25 165 143 162 192 361 130 64,25 103,5 131 131 137 116,75 212 108 114 101,25 125,25 70,25 96 105,25 255 105,5 109 65 215 221 348 193 91,5 66,5 74 120 Banknoten Frankfurt a M. Berlin Schluh- i-Ubr Schl uh-1 Anfang- Kurs Kur. 1 Kur- Datum 6.1b. 17. 10. 16.U. 17H. Wipp Hoizmann .... . . • — — 89 87 Heidelberger Eemeat . . • . 1C 124 123,5 — — dement Karlstadt .... . IC 176 —- — — Wayß 4 Freitag . . . 8 — 86 88,5 — Schultheis Patzenhofer . . . U — — 282,75 276,5 Ostwerke ....... . 12 — — 218,5 213 Bet Glanz Hoff..... . 18 263 262 266,5 260 Bemberg........ . 14 — 210 213 210 Bellftof' Waldbm ... 13 y, 14,5 210,5 214 212,13 Zellstoit Ajchasi nburg . . , z 139 134,5 140,5 137 Charlottenburger Wasser . . . 8 — 95 94 Dessauer Gas..... . . 9 — — 175,13 174 Daimler Motoren - . — 36,75 36 Deutsche Majchinen-zabrik — — 46,5 45,25 lldlerwerte Lieoer . • . . . 0 — 38 38,5 38,5 Vuoro. Loewe . .... . 1< — — 166,5 164 Rat. Automobil ..... . . c — .1,25 20 Orenstein & Koppel . . . . . 6 — — 75 74 Leonhard Tiey .... . 10 — — 176 173 Bamag-Meguin..... . . o — — — — Arant). Maschinen .... . . 4 42 — Aritzner ....... . . 6 47 — — — Heyltaenstaedt . . . . . e • ' ,75 — — — IunghanS. ...... . . 6 — —— — — Lechwerke ...... . . t 05,5 104,5 — — Maintraitwerkr..... . . 8 110 — — — Miag. . . ...... . IC 125 — — 122,5 Aetari ........... . . 8 — — — — Peters Union...... . . d — — — — Gebr Roeder...... . U 106 — Boigt 4 £ nennet . . . . . . 9 222 —- —— Süds Zucker ..... . 10 '49 — — —* Berlin, 16. Cffob. r Geld Brief Amcrtlauuche Viottn..... 4,168 4,188 Belgifche Nöten ....... 58,21 58,45 Dänische Noten ....... 111,68 112,12 Eno lisch« Noten........ 20,355 20,435 Berlin, 16. Oktober Geld Brief Französische Noten 16,432 16,492 Holländische Noten ...» 168,11 168,79 5tolten,sche Noten ..... 21,88 21,96 Norwegische Noten..... 111,68 112,12 Deutsch Oesterr,5100Kronen 58,71 58,95 Rumänische Noten .... 2,47/ 2,497 Schwedische Noten • ■ ... 112,13 112,57 Schweizer Noten . • ... 80,78 81,10 Spanische Noten ...... 60,33 60,57 Tschechoslowakische Noten . . 12,35 12,41 Ungarische Noten 72,85 73,15 Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 16. Oktober 17- Oktober Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld l Brie> Geld Briet Ami-- flott. 168,42 168,/b 168,45 168,79 Bucn.-AireS 1.753 1,757 1,751 1,755 Brss.-Antw- 58,43 58,55 58,44 58,56 Christiania - 111,91 112,13 111,91 112,13 Kopenhagen 111,93 112,15 111,94 112,16 Stockholm ■ 112,35 112,57 112,35 112,56 Helstngfors. 10,519 10,539 10,518 10,538 Italien . 21,915 21,955 21,915 21,995 London. . 20,379 20,419 20,382 20,422 Neuyork . . ,187. 4,1950 4,1860 4,1940 Paris.... 16,45 16,49 16,45 16,49 Schwei» .. 40,94a bl,103 80,955 81,115 Soa icn • . b0,34 60,4 t 60,02 60,14 Japan . . . 1,998 2,002 2,003 2,007 -Hio de Jan ,497 0,499 ,4973 0,4995 Wien in D-- Oeli. abgeft 58,83 58,9- 58,82 58,92 Prag .2,392 2,412 12,39 12,41 Bclirad • . 7,391 7,405 7,391 7,405 Budapest. . 73,07 73,21 73,08 73,22 Bul arten 3,030 3,036 3,030 3,036 Lissabon 18,80 18,84 18,80 18,84 Danzig. 81,45 81,61 81,44 81,60 Konstantin. 1,983 1,987 1,995 1,999 Athen. 5,435 5,445 5,435 5,445 Canada 4,148 4,156 4,150 4,158 Urn uay 4,096 4,104 4,091 4,099 Tatro • • 20,90 20,95 20,90 20,94 ,*******25^-1 arbeit mit einer der 0rö „.Konfektion In Zusammenarbeit Abteilung Her Sv:Snndi9aum9estent I Sämtliche Fertig^ Einheitspreisen erkauft gloB I Qualitäten zu tolgena 105.-. 75.-1 79.-1 b5. , ind die Auswahl Sie müssen die WOT P'^, gel=islet w« sehen, dann wissen nauerkunden zu machen, Tl Sie aiso Schmücker-Kunde, 'M L A 3 U I I ' -A- ;7-’v/X *.'• *, ' /• ' vv*i> * r " . vV’'■ ■ ‘' WTfl . i gehen Sie immer, wenn Sie Ihre JDWgcllllKleidungsstücke des öfteren bügeln, dämpfen und auffrischen lassen Per Anzug (im Abonnement nur Mark nur Mark 1.50) Abholen und Zusenden kostenlos Amerik. 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