o 2 - Z = E aUH0"°S-=~-9> CO-o’-RH Ö-tj 5 acf .Z8?Z 0^52. = § Tokio, 15. 2uli. (WTB.) Reuter. Die Regierung hat noch keine offizielle Bestätigung des von der Sowjetunion an China gerichteten Ultimatums erhalten. Man gibt aber in Regierungskreisen zu, dah man hinsichtlich einer friedlichen Regel u n g des Konfliktes weniger optimistisch ist, als noch vorgestern. Rach Rachrichten, die japanische Reisende aus Mandschuli mitgebracht haben, sind Truppenbewegungen und Militärzüge auf jedem Bahnhof östlich von Karimskaja, dem Vereinigungspunkt der ost- chinesischen und der Amur-Eisenbahn, zu bemerken. Das japanische Ministerium des Auswärtigen erklärt erneut, dah es eine strikte Neutralitätspolitik befolgen werde, obwohl es bereit sei, den Schutz der japanischen Interessen sicherzustellen, und nicht gestatten werde, dah die Wirren sich südlich über Tschang- tschun ausbreiten. Demonstration vor dem berliner chinesischen Konsulat. lisch wahrhaft neutral" angesprochen werden könne. Gowjetultimatum und 6 2 W ö o °-L * N* C S 2. (9 z 7- ot S fM IS 5 ;-A~ — ---3352" Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Langs. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange,- für Feuilleton vr.H.THyriotr für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler^ sämtlich in Gießen. l&h Oer neue Konflikt im Jemen Osten. Rach dem russischen Ultimatum an China weitere Zuspitzung -er Lage = .^=.=»3 = 2 ..-.2,3 2... .3 5 2% ft - C ex 2-5,2. v S-2.2 ft n 5 ft - < Der Arbeiterführer Wedgwood fragte den sichts der kommenden Reparationsverhandlungen P r e m i e r m i n i st e r, ob die britische Regierung wird dem Bericht mit der größten Spannung ent« „Signore Mussolini" erlaube, nach England zu I gegengesehen. Abgesehen von den möglichen auhen« 2_0»K 2 ~a altla London, 15. Juli. (WB.) Unterhaus.! In Beantwortung einer Frage, ob Frankreich Einwendungen dagegen erhoben habe, dah die Frage der Zurückgabe des Saarbeckens an Deutschland bei der bevorstehenden Mächtekonferenz behandelt werde, erklärte der Staatssekretär des Auswärtigen, Henderson, die deutsche Regierung habe mitgeteilt, daß sie diese Frage aufzuwersen beabsichtige. Er möchte aber das Haus daran erinnern, dah sie mit den beiden Hauptproblemen, zu deren Beratung die Konferenz einberufen werde, nämlich mit der Frage der Reparationen und der Räumung des Rheinlandes, durchaus gar nichts zu tun habe. Henderson sagte weiter, es würde nicht korrekt sein, zu erklären, dah die Regierung über die Frage, ob die f r a n - zösische Regierung chre Einwilligung zur Beratung der Saarfragc geben werde, aus Paris keine Informationen erhalten hätte, aber er könne lediglich sagen, dah sie nicht zu den Gegenständen gehöre, die auf zeden Fall erledigt werden mühten. Wedgwood (Arbeiterpartei) stellte darauf die Frage, ob diese Antwort so zu verstehen sei, dah die b r i t i s ch e R e g i e r u n g sich endgültig den französischen Standpunkt zu eigen gemacht habe, dah die Behandlung der Saarfrage bei der Konferenz abzulehnen sei. Henderson erwiderte, dah diese Schlußfolgerung n icht gerechtfertigt sei. Er selber habe etwas derartiges nicht vorgeschlagen und die britische Regierung werde die Deutschen nicht hindern, diese Frage aufzuwerfen. Was die Haltung der britischen Konferenzteilnehmer betreffe, so müsse die Konferenz selber abgewartet werden. Sodann stellte Wedgwood die Frage, ob Henderson von der deutschen Regierung die offizielle Mitteilung erhalten habe, dah sie es lieber sehen würde, wenn die britischen De» sahungstruppen im Rheinland bleiben würden, bis eine gleichzeitige Räumung durch die Truppen der drei Mächte möglich wäre. Henderson erwiderte, er habe eine solche Mitteilung nicht erhalten. Schließlich fragte Wedgwood, ob Henderson in seiner letzten Rede auf diese Frage an» >Z.Zs.° LLZL a. rr - 2, - O . 2 _5 ft ä' d 2 5 ft y 2 c l» St: Ihdf? General-Anzeiger für Oberhessen vnlck und Verlag: vrühl'sche llniverfitäts-vuch. un6 Steindrucke«! B. ränge in Sieben. Schristieitung und Selchästiftelle: Schiliftratze 7. fä?r-“e 5',W3LäSc'ä 1 2 O Ö*<=-3 O 32=5£t?S3 2 3 E 2 2 ä®. »s'g?3*!5? aS‘2 »ß =ä:~3» : S3 52 o$? ‘ Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Vezugrpreir: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. das kein Einwand erhoben werden könnte, - , . । antwortete Henderson: Ich war der Ansicht, daß CbtttCufCbe Jidltondircäicruttä. jedes ehrenwerte Mitglied des Hauses wünschte, daß 1 1 ‘ r sie in England abgehalten wird. London, 15. Juli. (WB.) Reuter meldet aus u Nanking, daß die Führer der Nationalregierung 'FVr durch das Sowjetultimatum in der Frage der chine- fischen Ostbahn nicht im gering st en b e u n - | Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers . ruhigt sind. In einer Unterredung erklärte Mi- nister W u, die Regierung fühle sich durch die drohende Haltung beleidigt, sei jedoch nicht beunruhigt. Japan will neutral bleiben. Rr (64 Erster Blatt (79. Jahrgang Dienstag, (6. Juli (929 Siebener AnMer Die russische Regierung hat auf die Besetzung der ostchinesischen Eisenbahn mit einem Ultimatum an die Adresse Nankings geantwortet: । sollte innerhalb von drei Tagen auf ihre Forderung nach Einberufung einer Schlichtungskonferenz und Freilassung der Verhafteten eine zufriedenstellende Antwort nicht erteilt werden, dann behalte sie sich weitere Maßnahmen zur Wahrung der sowjetrussischen Interessen vor. Man darf gespannt sein, welchen Weg Moskau । einschlagen wird, wenn es der chinesischen Regierung einfallen sollte, das Ultimatum in den Papierkorb zu werfen, oder wenn etwaige Bemühungen um die Beilegung des Konflikts ergebnislos verlaufen. Wir glauben nicht daran, daß Moskau zu den Waffen greifen wird, um sich Genugtuung zu verschaffen, obwohl die zahl- losen Demütigungen, die sich die Sowjetunion in den letzten Monaten und Wochen durch die Chinesen hat gefallen lassen, eine andere Möglichkeit als eine Kriegserklärung an China gar nicht mehr zulassen, wenn Rußland nicht vollends jedes Ansehen in Asien verlieren will. Moskau trägt aber selbst die Schuld an dieser Zuspitzung seines Verhältnisses zu China. Es hat sich fortgesetzt in innerchinesische Angelegenheiten eingemischt, hat bolschewistische Revoli^ tioncn angezettelt und läßt auch heute noch seine Agenten aus chinesischem Boden arbeiten. Der allgemeine Fremdenhaß im chinesischen Volke hat sehr dazu beigetragen, in jedem Russen einen Revolutionär zu sehen und jede diplomatische Vertretung als ein Derschwörernest zu betrachten. . ... Die bolschewistische Propaganda der Russen ist jetzt von den Chinesen benutzt worden, um sich ' in den Besitz der ostchinesischen Eisenbahn zu bringen, die sie gemeinschaftlich mit Rußland verwalten und die das einzige Bindeglied zwischen Sibirien und dem Kriegshafen Wladiwostok darstellt. Heute befindet sich der russische ferne Osten etwa in der Situation, in die Ostpreußen geraten würde wenn Polen den Korridorverkehr sperren sollte. China hofft, mit diesem Druckmittel Moskau gefügig machen zu können, es muß allerdings damit rechnen, daß sich Iapan einmischt, das schon jetzt erhebliche Truppenmassen zur Sicherung seiner mandschurischen Eisenbahnen auf dem asiatischen Festland gelandet hat. So gut stehen aber Iapan und Sowjetruhland miteinander nicht, daß Moskau von Tokio eine nennenswerte Unterstützung erwarten darf. Vorläufig arbeiten Russen und Chinesen nut Drohungen, die sie noch durch Truppenkonzentrationen diesseits und jenseits der Grenzen unterstützen. Moskau wird es sich aber sehr zu überlegen haben, ob es sich in militärische Abenteuer im fernen Osten einlaffen soll. Es muß immer mit Heber» raschungen an seiner europäischen Grenze denken, auch Schwierigkeiten im Lande wären nicht ausgeschlossen, warten doch die Gegenrevolutionäre nur auf einen günstigen Augenblick zum Losschlagen Gerade mit dem letzten Umstand rechnet man in Moskau sehr stark, was aus der Zurückhaltung einiger Iahrgänge ausgebildeter G.P. Tk.-Truppen hervorgeht, die für die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung da find. Ohne direkte Verbindung mit Mnkden. Moskau, 15. Juli. (D3B.) Rach einem vom Auhenkommifsariat veröffentlichten Eommunique hat heute der chinesische Geschäftsträger in Moskau 51 a Wei- Sung dem Volkskommissar 6 a c a ch a n eine Rote überreicht, In der er mitteilt, daß die Uebersehung der Sowjetnote ins Chinesische erst in der Rächt des 14. Juli vollendet und das Telegramm erst Montag nachmittag 1 Ahr aufgegeben worden sei. Da er ohne Instruktion seitens des Rankinger Ministeriums des Aeußeren und ohne direkte Verbindung mit der Mukdener Regierung sei, ersuchte 5ia Wei-Sung das Ministerium, die Sowjetnote telegraphisch nach Mukden zu übermitteln. (Eine Abschrift des russischen Textes der Sowjetnote hat Sia Wei-Sung mit der Post nach Ranking gesandt. Kein Einreisevisum nach China. Moskau, 15. Juli, (wv.) Bei der chinesischen Gesandtschaft in Moskau war der Pah für das Mitglied des Kollegiums des Verkehrskommissariats Serebriakow am 12. Juli eingereicht worden. Die chinesische Gesandtschaft hat jedoch bis heute abend die (Erteilung des Einreisevisums für Serebriakow unter Berufung auf Instruktionen aus Ranking abgelehnt. Weiterer Konfliktsstoff. Moskau, 15. Juli. (WTB. Funkspruch.) Rach hier vorliegenden Mitteilungen erschien heute chinesische Polizei in Begleitung eines diplomatischen Kommissars auf dem Sowjetkonsulat der Ost-Ehina-Bahn-Station Pogranitschnaja und erklärte, sie wolle die drahtlose Sendeanlage untersuchen. Tatsächlich jedoch plante die Polizei eine Haussuchung. Rachdem ihr der Zutritt zum - s” 8^2? 3 ? 3 = 5 BA n , 3» i c ?= - 2"»R55a.S'no. <7® ? : 3 v c 2.1 2 3 2 : 3 ~ 3 = ita-3, Konsulat verweigert worden war, entfernte sich die Jolijei. Kurz darauf umzingelten Polizeibeamte das sowjetistische Zollamt und oer- uchten, den Zutritt zu erzwingen. Einige Zeit später erschien die Polizei auf der Z o l l w a ch e, entfernte ich jedoch ohne eine Haussuchung vorzunehmen. In E h a r b i n wurde heute der Befehl, weitere 45 Ange st eilte der Ost-Ehina-Bahn zu entlassen, veröffentlicht. Moskauer Protestkundgebungen gegen China. Moskau, 15. Iuli. (Telegraphenagentur der Sowjetunion.) Auch heute fanden in den Moskauer Betrieben und Aemtern Protestkundgebungen aus Anlaß des Konfliktes wegen der ostchinesischen Eisenbahn statt. M äsen z ü g e marschierten an der von einem starken Milizaufgebot geschützten chinesischen Ge- andtschaft vorüber. Die Kundgebungen, an tenen auch Chinesen teilnahmen, dauerten am bäten Abend noch an. Zu Ausschreitungen ist es nirgends gekommen. Rußland rüst Amerika au? Berlin, 16. Iuli. (T.Tk. Funkspruch.) Die „Dosfische Zeitung" berichtet aus London u. a.: Die amerikanischen Zeitungskorrespondenten in Moskau und Riga berichten übereinstimmend, daß die Aktion der russischen Regierung gegen China einen heftigen Konflikt zwischen Litwinow und K a r a ch a n veranlaßt habe. Litwinow soll die Auffassung vertreten, dah Rußlands Hände durch den K e l - loggpakt gebunden seien. Karachan vertrete dagegen die Auffassung, dah Ruhlands älnter- schrift unter den Kellogpakt keine Verpflichtung bedeute, auf kriegerische Austragung von Konflikten, die wesentliche Interessen Rußlands zum Gegenstand haben, zu verzichten. Litwinow soll die Absicht haben, wenn China auf das von Karachan in Vorschlag gebrachte Ultimatum nicht durch sofortiges Rachgeben reagiert, Amerika zu bitten, einen Schie d s richter in dem russisch-chinesischen Streit über die ost- chinesische Eisenbahn zu ernennen. Litwinow soll sich dahin geäußert haben, dah von allen in Betracht kommenden Großmächten nur Amerika in dem russisch-chinesischen Konflikt als „mora- ft ft. ? n 5 3" 4 "-A -Sofia - c Z1 - Berlin, 16. Iuli. Der Kampf um den Tagungsort der großen politischen Konferenz der allmählich so grotesk anmutet, aber doch wiederum von tieferer politischer Bedeutung ist, kann nokb immer kein Ende finden. Die neuesten Mitteilungen berichten, dah die französische Regierung bereits für ihre Delegation in Luzern Zimmer besorgen lasse. Wie wir hören, dürfte es sich aber hier zunächst nur um eine Anfrage über die vorhandenen und verfügbaren Räumlichkeiten handeln, da Frankreich sich selbstverständlich vorher über die technischen Möglichkeiten des von seiner Seite vorgeschlagenen Konferenzortes informieren muß. Im übrigen dürfte Luzern schon mit Rücksicht auf dis bei einer solchen Konferenz so wichtigen Telephonanlagen gewisse technische Schwierigkeiten mit sich bringen. Cs zeigt sich immer mehr, daß die Hemmnisse, die ein rechtzeitiges Zusammentreten der Organisationskomitees letzt so gut wie unmöglich gemacht haben, nicht nur von Paris, sondern als Folgewirkung der englischen Taktik bedingt sind. Der Plan, wenigstens die drei Unterausschüsse des einen Organisationskomitees in Berlin tagen ö" lassen, und zwar zu einem Zeitpunkt, der den Abschluß ihrer Arbeiten nrzh vor der politischen. Konferenz gesichert hatte, ist als gescheitert zu betrachten. Hoffentlstch gelingt es, sich noch so rechtzeitig vor der großen Konferenz ubec ihren Arbeitsplan zu einigen, daß die heute Berlin, 13. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der I noch wirksamen Kräfte des Chaos das End- Rolen Fahne" zufolge versammelten sich gestern ergebnis nicht gefährden. «nuV «Xn Ku ?e Ä Die deutsche Delegation für Genf, die Rankingregierung laut wurden. Es Berlin, 15.Juli. (Privatmeldung.) Der deut« flogen Steine gegen die Fenster des Konsulats- schen Delegation für die Völkerbunds« qebäudes die sämtlich in Trümmer gingen. Versammlung in Gens werden angehören die =tlm roar bk «Te“en? PrÄ'Zaä-' Demonstration bereits beendet. durch Krankheit verhindert sein sollte, an seiner Stelle Brüning, Graf Bernstorfs, Koch« . । Weser und Professor H o e tz s ch. Konferenz- und Naumungsdebatte Oeutschnationate im englischen ünierhaus. .SÄSt , „ , l___desverband Saargebiet der Deutsch- Oie Saarfrage wird aufgeworfen, England tft nicht dagegen. — isinc mniooung nationalen Volkspartei hat nachstehende NN 'Ruftümb Entschließung gefaßt: „Der erweiterte Vor- M J v - I {taub des Landesverbandes Saargebiet der gespielt habe, und wünschte zu wissen, ob es vicht Deutschnationalen Volkspartei sieht in der Unter- besser wäre, die Ansicht der deutschen zeichnung des P a r i s e r Sachverständigen- Regierung über diese Frage kennenzulernen. Gutachtens, das eine Versklavung des deut- Hendersvn erwiderte, er habe in der Rede sch^n Volkes auf Iahrzehnte Vorsicht, die größte auf die Besprechungen angespielt, die in 2o* Gefahr und bittet die Partei, alle Mittel anzu- carno und auch letzten September in ©en f wenden, damit die Pariser Abmachungen nicht stattgefunden hätten. Strefemann habe an diesen rechtskräftig werden. Die vorbehalt- Desprechungen teilgenommen, und er, Hender- [ 0 f e (Räumung der besetzten Gebiete und die 1 o n , sei angesichts der bevorstehenden Konferenz damit unbedingt notwendige Rückgliederung befriedigt darüber, dah er dessen Ansichten kenne, des Saargebiets kann und soll nach den Im weiteren Verlauf der llnterhaussitzung fragte verschiedentlich erwähnten Erklärungen der Parein Mitglied, ob die Regierung bei der französischen ^ei neue und schwerere Lasten für das Gesamt- Regierung auf Erfüllung der Ansprüche der briti« voll nicht zur Folge haben. Die im V e r s a i l - cken Untertanen bringen werde, die die vier zwi- [ e r Vertrag verankerten Rechtsansprüchs "§3^»32.Wv : 2 2 '->3 2.3 2. ? 3 ft ft 3 )2»'- 2.° 5°’s s i '(MsÄYX chen 1915 und 1918 ausgegebenen französi» bedingen schon heute Freigabe der besetzten chen Kriegsanleihen mitgezeichnet hätten. Gebiete. Für die weitere Zurückhaltung Anscheinend würden diese britischen Anleihebesitzer, Saargebiets außerhalb der politischen Gren- die Frankreich in kritischer Zeit zu Hilfe gekommen des Vaterlandes bestehen keine Anhalts- seien, jetzt dafür geschädigt. S n o w d e n er- punkte. Das Pariser Abkommen geht in den widerte, er werde jede Gelegenheit, die sich biete, Ausmaßen der an uns gestellten Forderungen ergreifen, um der französischen Regierung die An- toeit über die im Versailler Vertrag festgelegten spräche dieser britischen Anleihebesitzer zur Er- Bedingungen hinweg und nimmt uns sogar die wägung zu unterbreiten. Sicherung des Dawes-Planes und des Londoner Henderson teilte auf Befragen mit, daß er Abkommens. Die Frage der L e i st u n g s - Über die Lage in China dem Unterhaus volle Ji^ f ähigkeit muh die Grundlage für die Ver- formationen unterbreiten werde. Er habe jedoch Handlungen bilden. Keine Unterschrift bezüglich des Berichts, daß die Sowjetregie- unter unerfüllbare Vertragspflich- rung infolge der Lage in der Mandschurei ein ten! Wir fordern den schärfsten Kamps Ultimatum an die chinesische Regierung gench- gegen die Festlegung des Pariser Derslavungs- tet habe, keine anderen als Presseinformationen, gutachtens. DieWiderrufungderKriegs- Ein Mitglied fragte den Außenminister, ob die bru s ch u l d l ü g e. der Grundlage des Versailler Ver- tische Regierung die Sowjetregierung auffordern träges und aller nachfolgenden Tributverhand- werde, den Streitfall vor den Völkerbund zu lung, muh das oberste Gesetz aller politischen bringen. Henderson erwiderte: Ich werde dies er- Mahnahmen fein.“ wägen, wenn ich offizielle Nachrichten habe. «K'UÄÄÄ Parker Gilberts Zwischenbericht. Kanäle an die britische Regierung wegen Wieder- Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers", aufnahme der diplomatischen Beziehungen herange- (Berlin, 16.Juli. (Eigener Drahtbericht.) Wie treten sei. wir von gut unterrichteter Seite hören, erwarten Aber eine Einladung, zur Erörterung des die zuständigen deutschen Stellen die Verösfentli« schnellsten verfahrens für die Regelung aus- chung des sogenannten Zwischenberichtes stehender Fragen einen verantwortlichen Bet- " R e p ara t i ons a ge n te n am kommen« tretet nach Conlon ,u lenden s an bte Sowjet- « M.tt°°ch ober -onner^.^er^tbAobe. regierung durch ble norroegifdte Regierung ge- Bedeutung des gewöhnlich um die Ähreswend« fanbt worden. erscheinenden Gesamtberichtes, aber gerade ange» ~dft & '■d&öOS o 1 ft qS"9 S rt os ■ö 3.5 * ft Z” 2:°r 2 0 rt 1C hu 1 ft p o." 2 &?• politischen und reparationspolitischen Rückwirkungen einer Kritik des Reparationsagenten am derzeitigen Finanzminister, wie sie die französische Presse angibt, dürften solche Äußerungen auch die innerpolitische Belastung der jetzigen Koalition zweifellos vermehren. Hans Delbrück f. Die in einem Teile unserer gestrigen Aas- aaüe nach gebrachte Nachricht von dem plötzlichen Tode des Geschieh tsprosessors der Berliner Universität, Dr. HansDelbrück, kommt für alle überraschend. Denn gerade in diesen Tagen hat sein Name im Mittelpunkt einer öffentlichen Diskussion gestanden, da er ursprünglich am 28. 3uni in der Berliner Universität eine groß angelegte Rede über den Versailler Friedensvertrag und die Kriegsschuldfrage halten sollte, wozu es aber nicht kam, da die preußische Regierung eine Teilnahme aller Staatsbeamten an Veranstaltungen gegen die Krie-iLfchuldfrage untersagt hatte. Die Rede ist inzwischen im Druck erschienen und stellt em historisches Dokument dar, das in objektiv wrs- senschaftlicher Form die Behauptung der deutschen Kriegsschuld ad absurdum führt. Mit Hans Delbrück ist ein Historiker aus dem Leben geschieden, der auch politisch außerordentlich regsam war. 3m besonderen trat er vor allem in der letzten Zeit für die demokratische Auffassung ein, wobei er aber einen Standpunkt einnahm, der ihm auch eine Verbindung zu den Rechtsparteien ermöglichte. 3m 3ahre 1848 in Bergen auf Rügen geboren, widmete er sich dem Studium der Geschichtswissenschaft und nahm dann als Reserveoffizier am Kriege gegen Frankreich teil. Dom Kriegsschauplätze zurückgekehrt, widmete er sich weiterhin seinem Studium und promovierte im 3ahre 1873 zum Doktor der Philosophie. 3m wesentlichen wandte er sich der Untersuchung der Kriegsgeschichte zu, wozu er vor allem nach dem Weltkriege reichliches Material fand. 3n den 3ahren von 1874 bis 1879 war er der Erzieher des Prinzen Waldemar von Preußen, habilitierte sich dann in Berlin und wurde schließlich 1896 als Nachfolger des großen Historikers Treitschke auf den Berliner Lehrstuhl für Geschichtswissenschaft berufen. Sein Name trat damals schon insofern recht stark hervor, als er als Leiter der Preußischen 3ahrbücher zahlreiche bedeutsame Artikel veröffentlichte, die großes Aufsehen erregten. Bereits im 3ahre 1882 wurde er als Abgeordneter in den Preußischen Landtag berufen, dem er bis zum 3ahre 1885 angehörte. 3m 3ahre 1884 wurde er in den Reichstag gewählt und war bis zum 3ahre 1890 als Reichstagsabgeordneter tätig. Die ersteren größeren Schriften über sein Studium der Kriegswissenschaft erschienen im Anfang des neuen 3ahrhunderts, von dem besonders die umfassende Geschichte der Kriegskunst zu erwähnen ist, die in vier Bänden in den 3ahren 1909 bis 1920 veröffentlicht wurde. Weiter ist in diesem Zusammenhang sein dreibändiges großes Werk „Krieg und Politik" zu nennen, das er im 3ahre 1919 herausgab. Sein Studium brachte ihn bald in eine erbitterte Gegnerschaft zu Ludendorff, den er in seiner Schrift „Ludendorffs Selbstporträt" als den „Friedenssabotier" hinstellte und dem er auch alle Feld- herrnkunst absprach. Seinen Standpunkt hielt er vor allem auch als Gutachter in dem parlamentarischen Llntersuchungsausschuh zur Klärung der Ursachen der deutschen Niederlage im Weltkriege uneingeschränkt aufrecht, wobei er aber in einen gewissen Gegensatz zu den beiden anderen Gutachtern, dem General v. Kuhl und dem Oberst Schwertfeger kam. Bis jetzt war Delbrück noch Mitglied der Historischen Kommission für das Reichsarchiv und trat in den Dezemberwahlen 1924 als Parteiloser für die Demokratische Partei ein. Mit dem 81jährigen Geschichtsforscher ist ein Historiker größten Formats von dem Schauplatz des Lebens abgetreten. Für die Wissenschaft bedeutet dies einen sehr schweren Verlust. Aber auch das ganze deutsche Volk hat mit ihm einen Mann verloren, dem es unendlich viel zu verdanken hat, und von dessen Forschungsergebnissen viele der folgenden Generationen zehren werden. Seine historischen Studien brauchen sich hinter denen anderer Geschichtsforscher nicht zu verstecken: was ihn auszeichnete, war vor allem die Verarbeitung des von ihm zutage geförderten Stoffes, die sich durch sachliche Kritik und lebhafte Schilderung der Ereignisse der früheren und späteren Vergangenheit auszeichnet. Die Revolution hat er niemals gebilligt, er hat aber die Republik aus reinen Dernunstgründen anerkannt und durch seine publizistische Arbeit versucht, aus der Vergangenheit entsprechende Lehren für die neue Staatsform zu ziehen. Aber noch wenige Tage vor seinem Tode muhte er erleben, daß gerade diejenigen, denen er politisch noch am nächsten stand, ihn nicht verstanden hatten: sie waren es, die ihm am 28.3uni seine Erinnerungsrede über Versailles und die Lüge von der deutschen Kriegsschuld verboten. Amtliche Beileidskundgebungen. Berlin, 15. 3uli. (WTB.) Der Herr Reichspräsident hat der Witwe des verstorbenen Geheimrats Hans Delbrück in einem persönlichen Schreiben seine aufrichtige Teilnahme ausgesprochen. Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Dr. Decker, hat an die Witwe Delbrücks ein Telegramm gerichtet, in dem es u. a. heißt: ,,3n einem reich erfüllten Leben hat der Verstorbene der h i st o - rische n Wissenschaft Antriebe gegeben, die weiter wirken werden. Heiliger Ernst und unbestechlicher Wahrheitssinn erfüllten chn, als er sich in schwerster Zeit des Vaterlandes an das Gewissen der Nationen der Welt wandte. Dankbar gedenke ich all dessen, was er in langem, segensreichem Wirken der Wissenschaft und dem Vaterland gegeben hat." Rachrufe der Berliner presse. Berlin, 16. Juli. (Priv.-Tel.) Sämtliche Blätter widmen dem gestern verschiedenen Historiker Geh. Regierungsrat Professor Dr. Hans Delbrück lange Nachrufe, in denen sie sein Wirken als Hi« storiker und als Politiker eingehend würdigen. 3n der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" wird gesagt: Als Historiker wie als Pvlitcker war Hans Delbrück der Mann der unerschrockenen Tatsachenkritik. Selbständige Nach- Prüfung und unvoreingenommenes Urteil, das hat er gelehrt. 3hm lag nicht daran, Schule zu ma- Lustschiffbau und presse. Erklärungen Dr. Eckeners. - Die Monopolberichterstattung. Friedrichshafen, 15. Juli. (WTB.) Auf einer hier abgehaltenen Tagung des Vereins Würt- tcmbergifcher Zeitungsverleger antwortete Dr. Hugo Eckener auf die Begrüßungsworte des Generaldirektors E f f e r und äußerte sich dabei über die Beziehungen zwischen Luftschiffbau und Presse. Mit Bezug auf das Zeppelinwerk sagte er: Mit ganz besonderer Dankbarkeit gedenke ich des Verhaltens der deutschen Presse, der Führerin der öffentlichen Meinung. Dank gebührt namentlich der württembergischen Presse, denn sie hat in erster Linie für den Zeppelin gearbeitet. Ls scheint dos Schicksal des Zeppelinwerkes zu sein, immer wieder von neuem um seine Existenz, berechtigung und um den Beweis seiner Eignung für verkehr und sonstige Verwendung kämpfen zu müssen. Wir waren, so fuhr der Redner fort, der Kritik des größeren Teiles der deutschen Presse ausgesetzt, weil wir ein Monopol der Berichterstattung teilweise vergeben haben. Ich bedauere. Ihnen mitteilen zu müssen, daß etwas Aehnliches sich wie der als notwendig erweisen wird bei der Weltfahrt. Dr. Eckener äußerte sich über Einzelheiten der Fahrtroute, kam auch auf die Finanzierung der Fahrt zu sprechen und sagte: Der beste Weg, um solche Unternehmungen bezahlen zu können, führt über die amerikanische Presse, die ja, wie bekannt sein dürfte, auch die verschiedensten Expeditionen durch Geldmittel ermöglichte. Von der amerikanischen presse wurde an mich herangelreten. Ls ist selbstverständlich, daß die deutsche presse nicht in der Lage ist, solche Summen wie die amerikanische zu zahlen. Trotzdem haben wir uns mit der deutschen presse ebenfalls in Verbindung gesetzt, und es werden auch einige Vertreter an der Fahrt teilnehmen. Also nicht schnöde Gewinnsucht leitet uns hier, wie auch bei den letzten Fahrten, sondern lediglich der Umstand, daß die amerikanische presse finan- ziell stärker ist, und wir naturgemäß für unser Unternehmen großer Geldmittel bedürfen. Auch der „Matin" ist an uns herangetreten, seinen Vertreter S a u e r w e i n mit auf die Fahrt zu nehmen. Herr Sauerwein weilte dieser Tage in Friedrichshafen. Auch hier zeigt sich wieder der Zeppelin als völkerverbindendes Mittel. Heue Flöge des Wgschiffes,/Äo X". Mit 25 Personen an Bord. — Oer Erbauer und seine Mitarbeiter sehr befriedigt. Rorschach, 15. 3uIL (WTB.) Don der Dornier-Werft in Altenrhein aus wurden heute vormittag die Dersuche mit dem Flug schiff „Do. X“, in dem 25 Personen waren, erfolgreich fortgesetzt. 3n Abänderung der ursprünglichen Dispositionen wurde nicht so'ort ein längerer Probeflug unternommen, sondern man stellte zunächst Dersuche an, wie sich die riesige Maschine auf dem Wasser und beim Start mit verringerter Motorenkraft verhielt. Gegen 9 Uhr begannen am Schweizer Ufer des Bodensees und schließlich auch nach der Mitte des Seegebietes zuerst einmal Rollversuche mit nur acht Motoren, wobei es sich zeigte, daß die „Do. X“ auch mit nur zwei_ Drittel Maschinenkraft exakt und sicher mcrnövrieren kann. Um 9.30 Uhr ließ Dr. Dornier mit dieser verringerten Maschinenkraft das Flugschiff starten. Zur allgemeinen Ueberraschung aller Beteiligten konnte Chefpilot Wagner die „Do.X" schon nach 28 Sekunden glatt vom Wasser abheben, brauchte also zwei Sekunden weniger als bei den am Freitag mit allen zwölf Motoren vorgenommenen Startversuchen. 3n etwa 3 0 bis 4 0 Meter Höhe flog die „Do. X“ ruhig und sicher einige Minuten lang über dem See dahin, um dann entsprechend den Anweisungen Dr. Dorniers wieder auf das Wasser niederzugehen. Die Werftleitung will nach jedem einzelnen Versuch zunächst die Ergebnisse auswerten, bevor weitere Flügeunternommen werden. Nachdem die Maschinen der „Do. X" am Vormittag in allen ihren Teilen überraschend gut gearbeitet hatten, wurde der Nachmittag zu einem größeren Fluge benutzt. Das Flugschiff hat um diese Zeit einen Rundflug über den Bodensee ausgeführt und dabei auch der Stammwerft der Dornier-Flugzeugwerke in Manzell bei Friedrichshafen am Nordufer des Sees einen Besuch abgestattet. Nach Ueberquerung der Wasserfläche in ihrer ganzen Breite landete die „Do. X*, die wiederum Dr. Dornier an Bord hatte, elegant und ohne Schwierigkeiten um 15.30 Uhr in der Nähe der Manzell er Werft, wo das Flugschiff von den Werksangehörigen begeistert begrüßt wurde. Nach kurzem Aufenthalt flog das Schiff wieder nach Altenrhein an das schweizerische Ufer zurück. Nach Mitteilung der Besatzung entspricht die Maschine allen an sie bisher gestellten Anforderungen in vollem Maße. Oie Manövrierfähigkeit des Zlugschiffes zeigte sich namentlich beim Start von Manzell aus, als es nach Wiederaufstieg sich mit einer prächtigen Schleife verabschiedete. Es wird weiter hervorgehoben, daß sich das Schiff beim zweiten, während des Vormittags erfolgten Start aus dem Wasser heben konnte, obwohl nur a ch t Motorenin Tätigkeit waren. 3nsgesamt waren mit Maschinisten, 3ngenieuren und Vertretern der Werftleitung 25 Personen auf die verschiedenen Räume des Schiffsrumpfes verteilt. Trotz des Gegendruckes erreichte das Flugschiff schon während des Steigens eine erhebliche Geschwindigkeit, denn am Tachometer konnten 210 Kilometer abgelesen werden. Es wurden dann Geschwindigkeitsversuche festgestellt und mit gedrosselten Motoren noch 18 0 Kilometer erreicht. Vor Manzell wurde unter dem 3ubel der aus dem Werk herausgetretenen Belegschaft gelandet. Wieder rollte der Riesenvogel vor dem Winde auf den offenen See mit soviel Gas hinaus, daß er mit etwa 100 Kilometer Geschwindigkeit über die Wellen des ziemlich stark bewegten Bodensees hinwegglitt. Dabei wurde mit Erstaunen festgestellt, daß man die Welleninder „Do. X"kaumverspürte und den Eindruck hatte, über völlig ruhiges Wasser hinw^gzugleiten. Kurz und leicht hob sich das Flugschiff wieder und stieg schnell auf 60 0 Meter Höhe. Nach einem größeren Rundflug, der bis zur 3nsel Mainau in der Nähe von Konstanz führte, landete der „Do. X" nach etwa halbstündigem Flug wieder glatt in der Werft von Altenrhein. Dr. Dornier, der an dem Probeflug teilnahm, zeigte sich ebenso, wie seine Mitarbeiter und Freunde von den Ergebnissen des Fluges äußerst befriedigt. chen eine blindäugige Gefolgschaft um sich zu scharen. Delbrück paßte nie in eine der hergebrachten Parteischablone, im alten Deutschland so wenig wie im neuen. Als glühender Patriot trotzte er der Ungnade, ja selbst der Strafdrohung, die ihm seine Kritik an gewissen Regierungs- mahnahmen im Vorkriegsdeutschland zuzog. Aufrecht und rückhaltslos trat er auch dann in der Republik gegen die Schäden auf, die er schärfer sah und wuchtiger bekämpfte, als irgend ein anderer. Der „Lokal-Anzeiger" ruft ihm nach: Mit Hans Delbrück hat die deutsche Geschichtswissenschaft ihren Senior verloren, den Nachfolger Treitschkes im Lehramt an der Berliner Universität, einen Gelehrten, der seinen Namen mit dem berühmten Werk über die „Geschichte der Kriegskunst" unsterblich gemacht hat, der aber auch mit heißem Herzen an den Geschehnissen der lebendigen Gegenwart teilnahm und bis zu seinem Tode nicht aufgehört hat, ihnen mit scharfer Wachsamkeit zu folgen. 3n der „Deutschen Tageszeitung" wird ausgeführt: Wesentlich für Art und Charakter Delbrücks war seine Verbindung von Historie und Politik. Der unermüdliche Wahrheitsforscher ging an die Ergründung der Krieas- schuldfrage mit der Unerschrockenheit des völlig unabhängigen Historikers heran, und er ist einer der wichtigsten und schneidigsten Vorkämpfer im Kampf geworden, den das deutsche Volk gegen die Kriegsschuldlüge zu führen hat. Die „Germania" weist darauf hin, daß Hans Delbrück als anerkannter Fachmann auf dem Gebiete der Kriegskunst schon während des Weltkrieges scharfe Kritik nicht allein am Treiben der Alldeutschen, der Extremisten und Hakatisten, sondern auch an der Kriegskunst Ludendorffs geübt hat und nach dem Weltkriege als Mitglied des parlamentarischen Untersuchungsausschusses scharfen Ausdruck verliehen habe. Auf der anderen Seite habe er sich nach dem Kriege dadurch ein großes Verdienst erworben, daß er auf Grund seiner alten Beziehungen zu ausländischen Gelehrten die Frage der deutschen Kriegsschuld geklärt und mit reichem Tatsachenwissen die Kriegsschuldlüge widerlegt hat. Das „Berliner Tageblatt" erklärt: Wissen, Urteil und Charakter verbanden sich in ihm zur Einheit und verhalfen ihm zu einer Anerkennung und Wertschätzung, die an den Grenzen der Partei, der Schule, des Landes nicht Halt machte. Sein unerwartetes Hinscheiden trifft gleich schmerzlich die Wissenschaft und das ganze öffentliche Leben. Cs reiht eine Lücke, die sich lange fühlbar machen wird. In der „V o s s i f ch e n Z e i t u n g" heißt es: Gerade an seinem 70. Geburtstage, am 11. November 1918, brach das Reich zusammen. Mit frischem Temperament nahm Hans Delbrück sich seines Volkes in dessen größter Not an. Er kämpfte für den neuen Staat, der ihn innerlich zwar wenig anzog, den er aber als die Rettung immer stärker anerkannte. Er kämpfte gegen Ludendorsf und gegen die Dolchstoß, legende, und gegenüber der Versailler Kriegsschuldthese verfocht er mit unerschütterlichem Glauben die Ueberzeugung von Deutschlands völliger Unschuld am Kriege. Der „21 b e n d" sagt: Das deutsche Volk hat einen schweren Verlust erlitten. Hans Delbrück war gewiß nicht unser Mann. Vor dem Kriege war er frei- konservativer Abgeordneter, seine bürgerliche Einstellung hat er niemals verleugnet. Aber er war ein Mann von höchster Lauterkeit der Gesinnung, ein Denker und Forscher, der im wahren Sinne des Wortes ein Vertreter der voraussetzungslosen Wissenschaft war. Spionage in Pommern? Berlin, 16. Juli. (Priv.-Tel.) Vor einiger Zeit erschien beim Landratsamt in S t o l p in Pommern ein der Kriminalpolizei seit langem spionageoerdächtiger Russe, der angab, roid)tige Mitteilungen über eine polnisch- f r a n z ö s i s cb.e Spionageorganisation in Ostdeutschland machen zu können. Er verlangte für die Preisgabe seiner Informationen 12 000 Mark. Das Anerbieten des Russen wurde abgelehnt; die Polizei überwachte aber den Russen, der bald darauf seine Rückreise über Warschau antrat. Nach einer Meldung der „Stolper Morgenzeitung" fand man bei dem ohne Mittel nach Deutschland gekommenen Rusten 32 000 Zloty und eine genaue Aufstellung der pom- merschen Garnisonen. Aus dem Gefängnis entlassen. Bützow, 15. 3uli. (WTB.) Heute nachmittag wurden aus dem Zentralgefängnis in Bützow die fünf wegen Fememords in Mecklenburg Verurteilten aus der Haft entlassen. Es handelt sich um den Oberleutnant a. D. Schöler, den Maurer N o h o n, den Landwirt Li h k a, den Feldschuhbeamten Boldt und den Schuhmacher Kala. Diese fünf waren im 3uli 1925 vom Schwurgericht Berlin wegen Fememordes zum Tode verurteilt worden. Die Todesstrafe wurde dann in eine Zuchthausstrafe umgewandelt. Auf Grund der Reichsamnestie vom vorigen 3ahre erfolgte dann die Umwandlung der Zuchthausstrafe in Gefängnisstrafe. Die nunmehrige Freilassung der fünf Verurteilten ist auf Grund eines Beschlusses der mecklenburg-schwerinschen Staats- regierung erfolgt Das Befinden des englischen Königs. London, 16.Juli. (TU. Funkspruch.) Das De» finden des englischen Königs war nach deü Operation im Verlaufe des Montagnachmittags zu- frieden st eilend. Ein amtlicher Krankheitsbericht ist nicht ausgegeben worden. Aus der Umgebung des Königs verlautete am späten Abend, daß das Allgemeinbefinden normal fei. Geheimes Konsistorium im Vatikan. 9t o m, 15. Juli. (WB.) Der Pa p st hielt ein g e • Heimes Konsistorium ab. Er kreierte den Erzbischof von Mailand, Schuster, zum Kardinal und bestätigte Monsignore T a p p u n i als Patriarch der Kirche von Antiochia in Syrien. Der Papst hat keinerlei Ansprachen gehalten, sondern äußerte nur einige Worte im Hinblick auf die Regierung. Er kündigte jedoch an, daß er später eine Ansprache halten werde. Ans aller Welt. Grubenbrand auf Zeche „Katharina" bei Efsen. In der Nacht zum Montag ist in einem Blindschacht der Zeche „Katharina" in Kray bei Esten auf der fünften Sohle aus bisher noch nicht ge- Härter Ursache ein großer Grubenbrand ausgebro« chen, der trotz sofort eingesetzter Rettungsmaßnah- men im Laufe des Montagoormittags an Ausdehnung zugenommen hat und bereits zum Hauptquerschlag der vierten Sohle eingedrungen ist. Es sind vier Bergarbeiter abgeschnitten, über deren Schicksal noch Unklarheit besteht. Nach einer Mitteilung des Oberbergamts in Dortmund sind weitere Menschenleben nicht in Gefahr. Die Belegschaft der Schachtanlage muß vorläufig feiern. Noch kein Verkauf des Eibsees. Die „Münchener Neuesten ^Nachrichten" behaupt ten, daß die von verschiedenen Blättern gebrachten Meldungen, wonach der Eibsee an eine amerikanische Privatgesellschaft verkauft worden sei und von dieser bereits Ende August übernommen werden soll, den Tatsachen nicht entsprechen. Die Familie T e r n e, in deren Besitz sich das Cibseehotel und der See befinden, stand zwar, so sagen die „Münchener Neuesten Nachrichten", in Verhandlungen mit Vertretern eines amerikanischen Klubs. Diese sind aber vor einigen Tagen, ohne einen Kaufvertrag abgefchlos- fen zu haben, aus Bayern nach der Schweiz abgereist und werden erst Ende August zur Fortführung der Verhandlungen zurückkehren. Oie Wetterlage. Scydtsf. ’d .Pani O Montag, gi5. Juli 1929,7" at>ds. =ÖU7 TL Jan naytn ■ • ~ ■ tEf __ Hofdoyaiy^/ ©Wolkenlos.© netter. © naib oedecxt ©woikiq. ® oedecut. »iteoei^ * Schnee » Graupein e Nebel K 0ewitter.(§)Wind$tilie.-O' seh» leichter Ost massiger Südsüdwest Q stürmischer «ordwes» Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stehenden Zahlen geben die Temperatur an. Die imien verbinden Orte mit gleichen! aut neeresmveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage Infolge der starken Erwärmung ist der hohe Druck etwas zurückgegangen. Es haben sich zwei Kerne herousgebildet, von denen der eine über Deutschland, der andere über dem Nordmeer liegt. Zunächst wird unter dem Einfluß des hohen Druckes das herrschende Weiter noch fortbauern. Später jedoch ist mit aufkommender Bewölkung und Gewitterneigung zu rechnen, denn über Irland zeigt sich heute morgen ein Fallgebiet, das unter allmäh- lichem Herannahen späterhin Störungen Hervorrufen wird. Wettervoraussage für Mittwoch! Noch heiter, heiß und trocken. Wettervoraussage für Donnerstag: Ueberaang zu wolkigem Wetter mit Neigung zu Gewitterstörungen, schwül. Reisewetlerdiensl der amtlichen Wetterdienststelle Gießen. Bayern (Garmisch - Partenkirchen): Gestern kühle Nacht, meist heiter: heute morgen 15 Grad. Südwestwind, heiter bis halb bedeckt. — (Berchtesgaden): Gestern kühle Nacht, meist heiter: heute morgen 14 Grad, Nordostwind, heiter bis halb bedeckt. Rheingebiet (Köln): Gestern warmer Tag. meist heiter: heute morgen 18 Grad, Ostwind, heiter. Küste (Westerland auf Sylt): Gestern milde Nacht, meist heiter: heute morgen 15 Grad, Nordwestwind. heiter bis halb bedeckt. — (Borkum): Gestern milde Nacht, meist heiter: heute morgen 17 Grad, Ostwind, heiter bis halb bedeckt. — (Swinemünde): Gestern kühle Nacht, meist trübe; heute morgen 19 Grad, Nordwestwind, heiter bis halb bedeckt. ®ifl ?*< S°n> »«MS SieM't M Jrfaub ha^ glasen. 2 früher wach, arbeiten, M denn wir b" halb muh e Urlaubs red erst. Wie l" Detter. Die nicht, daß Diesen noc nicht ersch - bai Gemüt ersten Wol oder im M schönstem 2 Lohn. 2tod stellt sich & Mittagessen Welches D Da kann if Aedonkb alle! Mr können schtviegensten besuchen. D lassen die e sundheit und Arbeit. Kon den Bergen Dir denke nun endlich kommt ja nachten bar diese Tage in der 6|/ Frankfurt a. Main. Neue Mainzer Straße 56-58 Ägay & vlUGK Teleph. Hansa 5540 / Vle-Zt-vIs der Sparkasse Heute nachmittag 4 Uhr verschied nach kurzem Kranksein unsere liebe Tante Frau Katharine Benner im 71. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen Brauner Regenmanie von Wetzlarer Wek bis OSwaldSgarter verloren.Abzuaeber Oberiörelerel Krol« dort, Feraepr. 223. Neues personen-Auio möglichst Ford [6092V in Gegenlieierung für Himmer-Etn- richtungen von erstklassigem Möbel- Haus »u kaufen gejucht. Möbel würden mit Möbel-Auto frei Wohnung geliefert. Angeb.unt.F.C.K.810 d. Rudolf Mosse, Frankfurt a. M. ?9069- 23419ir ^03 260^ Beir.: De NachL Vertretum Kreistag ii Kreises @ii Eießen, Zwischenkredite flünit. zu vergeben. F.W. Weber, Abtl.f. GrandkredltFrank- Inrt a. BI., Neckar- str.9,Tel.Hansal778 üahres-Produktion 12 Millionen Stück 497 11 Neue» Baue 7, Televb. 612. 45D 3140,- 158944- 39'— 9639- W,- Selnti® Bdjneiöer. 3nt).: Iljeo SfflneiOer Burcaubedarf, Gienen, Ktrchenvlatz o. Suche aus Prtvaih. MM fcri bestehend aus Wohnhaus mit Äureau-, Fabrik-, -Lager- und Werkstatt- räumen, ferner 10 Garagen und großem an die Bahnlinie Gießen- Gelnhausen angrenzendem Garten m sofort preiswert zu versaufe«. Interessenten erfahren Näheres durch den Konkursverwalter der Firma Oberh. Auto- u. Fahrrad-Industrie Otto Göbel, Gießen, i. K. Dr. iur. Ruckelshausen, Gießen, Goethestraße 30 aus wertvolles Haus gegen hohe Zinse« sofort gesucht. Schr. , Angeb. unt. 04493 att neuerer bzw. neucst. | den C9teh. Anz. erb, .Konstruktion. Ausf. Geschäfts - Grössuuug Oer geehrten Einwohnerschaft von Gießen und Umgebung bringe ich zur Kenntnis, daß ich Ltcher Straße 61 (Eingang an der Kaserne) ein LNanufaStuv-, ^uvz-, Voll- und tVeMwaven-Gefthüft eröffnet habe. Es wird stets mein Bestreben sein, meine Kunden mit nur guten Qualitäten zu bedienen und erwarte gern Ihren Besuch. LVMv LVevnev Smve Hlööfien bet hohem Bohn für hier u. ausw. (omm Gewerbsmänige Stellenvermittlung Sophie Tülfer, Gießen, Neuüadt 50. Kaufe gebr- besterh. etwa 12—15 P. b. Benz oder Deutz DisMor EM- Apparate, tiiÄHer, Thermometer. Gummiringe will, sucht em feines Haus geg. Anszablg. Drucksachen zu kaufen. Schrtfil. aller Art liefert die Angeb. unt. 04494 an Brührache Druckerei MM (teine Anfängerin) zur Aushilfe gesucht. Schr. Angeb. unter 6U89D a. d. Gtz. Anz. 21'5116. 18 47). 234191. Kräftiger, gesunder Metzgerlehrling aus guter Familie gesucht. 6098D Karl Volkmann, Metzgerei und Gastwirtschaft, Lollar. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme bei dem Heimgange unsrer lieben Mutter Frau Katharine Dotzenrodt sagen wir allen herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. wir warnen Sie IhrenLewerbungen auf Anzeigen ohne Namen Zeugnisse, Urkunden ob. sonst wichtige Papiere beizufügen: Abschriften genügen zur öinHtung v. AnsteUungsvcrhant^ unaen. Oft ist uns der Austraqgeber unbekannt und in biesenFällen können wir nichts tun für d. Wiedererlangung der Bewerbungsunterlagen Gießener Anzeisev Einnahme M. 2215,- 28 705,- 10,- 200,- 4 285,- Cafe Amend Morgen abend 11. Sonder-Konzert mit verstärkter Hauskapelle Sonderkonzerte finden jeden Mittwoch statt. 6I02L solide * »f; * Di« 8$*»® London । oerai Arbe^Lain Äjne SS*-- Gründe die |ra bon ins F-ld ru spricht es ganz ° hschen und der über leins der a Probleme Emst'" oon semem S an! von London erwartenden Drn lands auf eine cheuen und en jlatbonap , 20., 21. und 22. Juli 1929 Qrohe turnerisdieWeitkäniple im Geräte- und Volksturnen. Fechten und Frauen-Volksturnen. Meisterschaftskämpfe. Gau-Sondervorführungen. Wettschwimmen im städtischen Schwimmbad. comv umieWB&ss kauft [04o03 den Gteh. Anz. C. Rübiamen, Gießen ' Fernsprecher 1659. Schuhbranche Braves Lehrmädchen mit guten Umgangsformen u. angenehm. Aeuheren gesucht. Schr. Ang. u. 04487 an den Metz. Anz. Schuhhaus ksmad Weidemann Seltersweg 71 eosGA Heinrich Schön Gießen, Marburger Straße 7lr. 22 Auskunft und Beratung kostenlos - , in vrirna Qualität» —------HW. Hankel Ww. RM. 300.- von Priv.'Angest. in gesicherter gebens- itellung gesucht, schr. Angcb. unter 04j01 an d. Metz. Anz. erb. Herr wünscht die Be> kanntschast eines einfachen, soliden Mädels aller Systeme I Im Alter v. 18—23$ Heyd & SohnpM Selterswg 12. | m Bitte aufmerksam lesen: Billiger und besser aUsf Auktion ‘im* freihändigen Verkauf der u. a. der Allgemeinen Spar- und Kreditbank übereigneten ff.nH m CAh 50 Mk. zu verk. des Gietz. Anzeigers. Tonwerke Abendstem G.m.b.H. Gegründet 1888/ Bahnstation Abendstern / Telephon Nr. 84 Amt Gießen Gießen-Abendstern Doppelfalzziegel Biberschwanzziegel Firstziegel naturrot - altschwarz - altbraun Stallbodenplatten der beste und gesündeste Belag für Viehställe Ringofensteine Weidmanns Schuhe ii......................iiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiimiiiiiiiiiniiiiiiinniiiiiiiii Qualitätsware, große Auswahl, preiswert i„„mi»iiiiii>i>i>iiiiin'i»n"U">miuuiiiiiiiiiiiniiii«inininniii« Schuhe und Stiesel für empfindliche Füße/Resormschuhe Sport- und deruss-Siiesel echten Perser deutschen I®PPjcl!Sh o m Trlnil-MiMtUii _____'hr«Re:»o-«=h JranLfurt ± L. M-58 «“«nmn.m.Atae, neuen« M°d°u> Best., ged. Mädchen findet Stellung als Haustochter ohne genenf. Berg. Aäh. «trau M. Jmbeuier___ Asterweg 29. i044<31 mÄ#_ Mädchen Tenpiche ge'ucht. Vorzustellen abdS. v. 6—9Uhr.oii,i krau L»er,Ostanl.29. Wer sein Eigenheim bauen oder erweitern oder seine teuren Sollen Fliegen Ihre Gesundheit gefährden? Heim ohne Fliegenplage - weniger Putzarbeit, mehr Sauberkeit und Hygiene, Geldersparnis, appetitlichere Speisen, ungestörter Schlaf. Fly-Tox, als feiner Nebel hoch in die Luft gesprengt, tötet sofort alle Fliegen. Es dringt in alle Schlupfwinkel der Hausinsekten und vernichtet Motten, Wanzen, Schaben, Flöhe, Läuse und Ameisen samt Brut. Für Menschen unschädlich. Fleckt nicht. Aditen Sie genau auf den Namen „Fly-Tox . Blau-weiss-rote *1* Liter 'I, Liter 1 Liter Blechkanister: M. 2,50 M.3,75 M.0,50 Handzerstäuber M. Irin seht en-V ernt chtung Fly-Tox Behördlich empfohlen Chesebrough Mfg. Co. G. m. b. EL Berlin SO 16 Köpenidter Str. 127« |Stellengesuche| P Geivannsührer sucht s. fof.Stellung.! Schrift!. Ang. unter 04500 a. d. GH. Anz. Für unsere zuverL tüchtige Köchin auch in allen Haus- arbeiten bewandert, 34 Jahre alt, wird Daucrstelle wenn möglich etwas selbständig, in gutem Hause gesuch'. Emir. 1. August. Schr.Ang. U.6029D a. d. G.Anz. [ Verkäufe [ Hochträcht.Vogelsbg. rrrnd Mitte August kalbd. zu verkaufen. 04498 Wild. Hämmerle, Danbriugen, Grongasse !0'/i>. 6120 Brennabor 4 Sitze, off- in erst- klafsigem Zustande, vreiSwert zu verk. TTÄ WM sowie öovav । | Vermietungen j Garage zu vermieten 04489 Schlich, Südanl. 7. | Mietgesuche"] Zwei schön einger. Zimmer (mit Schreibtisch und eleklr. Vtdjt) sofort gesucht. Schr.Ang. u. 60851) a. d.Gn. Anz. Einfach möbliertes Zimmer von ruhigem Mieter für sofort gesucht. Schr. Ang. u. 6094D an den Gieh. Anz. [Stellenangebote! Mk. 20-30.00 Tagesverdienst wird Herren fauch Damen! durch Besuch vonPrivalkundfchatt geboten. Reicht absetzbarer Haushalrungs« artikel. Schriftliche Angeb. unter B. 649 an d. Gefchäflsst. der Sieaener Zeitung. Siegen i. W. «ogaV Schr. An fr. unter 04485 and.Gieh.Anz. ................ belebtes Hälbverdeck Verschiedenes! mit abnehmbar. Bock I —--------- ist vreiSwert zu verk. oder zu vertauschen. Homberg, den 15. Juli 1929. 3 Uhr. auf dem Friedhof zu Ober-Ofleiden. Todes-Anzeige. gefallen, heute morgen um 5 /4 Uhr Gott dem Allmächtigen hat es _ meinen lieben, herzensguten Mann , Ober-Iustuiospektor Konrad Sonn in Homberg nach kurzem, schwerem, geduldig getragenem Leiden, im Alter von 63 Jahren, zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Elisabeth Seim geb. Reitz im 75. Lebensjahr. 609 ID qRUqA1929 I In tiefer Trauer: Friedridi Opper Familie Friedrich Eckhardt Familie Heinrich Opper Familie Heinrich Kreiling Familie Karl Spuck. Heute abend 10.30 Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Fran Elisa»* Opper Seb. Rüdenhausen Wieseck, Gießen, den 14. Juli 1929. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. d. M., nachmittags 3 Uhr. vom Sterbehaus Philosophenstraße 13 aus statt. Ihre rden? jger Putz- Hygiene, Speisen, ■ch in die e Fliege^ inkcl der 1 Motten, *use und Menschen »«fy-Tox«, J,er 1 Liter Vs NLö^o -2r l,n«ch(unif Tox »plohlea Vh Mfg, Co, --L.L Dienstag, 16. ZulN92y Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. 164 Zweites Blatt Die literarische Generation, die nach dem Kriege Hofmannsthal "t Wirbel der Zeit vergessen wurde. -y- groß wurde, hat kaum einen Dichter aufzuweisen, wie jene, der ihr so unbedingt Maß und Art ihrer künstlerischen Gesinnung und ihres dichterischen Empfindens bestimmte, wie es damals Hofmannsthal und Rilke getan haben; kaum ein Buch, das so bedingungslos geliebter Besitz eines jungen Geschlechtes war wie der „Kornett" oder „Der Tor und der Tod". Es ist unendlich schwer, im Drange der Zeit sich zu sammeln und eine Formel zu finden für Wesen und Wert des Dichters Hofmannsthal in der Geschichte und der modernen Entwicklung unserer Literatur. Als Siebzehnjähriger begann er zu schreiben, zwei Jahre später schon schenkte er (1894) jener Zeit eine seiner schönsten und ganz unvergänglichen Phantasien — „Der Tor und der To^. 1894, in einer Zeit also, wo der Naturalismus das Feld weithin beherrschte, und wo eine Schöpfung wie diese, von Wien her kommend, als etwas unerhört Neues, als der Einbruch einer anderen Welt empfunden werden muhte. Man kann sich das heute kaum noch vorstellen. Vielleicht ist es aber gut, sich die Daten des „äußeren Lebens" kurz zurückrusen, die zwischen dem ersten Auf tauchen und dem Ende liegen. Privatmann seinen Neigungen leben darf. Eins Schar von Reportern folgt ihm auf Schritt und Tritt, um das amerikanische Volk dauernd darüber zu unterrichten, was sein Präsident in der Ferienzeit beginnt. Coolidge war das sehr peinlich; er hätte es vorgezogcn, einmal einige Zeit den Mund überhaupt nicht zum Reden zu öffnen, war aber in Süd-Dakota den Fragen der Reporter erbarmungslos ausgeliefert. Man erzählt sich sogar, daß er von Zeit zu Zeit gezwungen war, mehrere zusammenhängende Sähe zu sprechen, und das machte Coolidge sehr ungern. Am besten geht es in den Ferientagen und am Wochenende dem englischen Premierminister. Im Jahre 1917 stiftete nämlich Lord Lee den Ministerpräsidenten von England seinen Landsitz Chequers in nächster Nähe von London. Diese prächtige Besitzung ist von waldreichen Hügeln umgeben. Dor etwa vierhundert Jahren wurde das Schloß zum letztenmal umgebaut; eine große Halle lädt zu Besprechungen ein, und die vornehme Ruhe, die die altflämischen Gobelins an den Wänden ausstrahlen, muh selbst erregte Gemüter besänftigen. Das Innere des Schlosses birgt reiche historische und literarische Erinnerungen, die Galerien enthalten kostbare Kunstwerke. In der umfangreichen Bibliothek findet man neben vielen wertvollen Büchern historische Andenken, z. D. eine Anzahl Briefe Napoleons I. Traditionsgemäh ist ein Zimmer — wie in allen großen englischen Landschlössern — für den König reserviert, wenn er einmal unerwartet eintreffen sollte. Der frühere Eigentümer dieses Landsitzes war ein großzügiger Mann, der alles bedachte. Er hat dem Premierminister für jeden Wochenendaufenthalt, der mindestens anderthalb Tage dauert, ein Taschengeld von 15 Pfund ausgesetzt. Großfeuer in Frankfurt. Frankfurt a. 7N„ 16. 3uli. (2DIB. Funk- sprach.) heule nacht gegen 2 Uhr brach im Gallus-Viertel, in dem Gebäudeviereck, das gebildet wird von den Linien der Eisenbahn, der ha- senslrahe und der verlängerten Nidda-Straßs, aus bisher noch ungeklärter Ursache ein Brand aus, dem das ganze Viereck zum Opfer fiel. Niedergebrannt find mehrere Lagerhäuser; sie gehören den Firmen Hartmann & Schulze, Burmeister & Weih, Nordseefischerei, lll- Kriegsfolgen bietet, steht ja auch noch der Der- s u ch Briands zur Diskussion, mit dem Hinweis auf eine nebelhafte paneuropäische Aussprache die kommende Londoner oder Luzerner Konferenz unter Ausschaltung aller Räumungsfragen nur auf die Inkraftsetzung der neuen Tribute zu konzentrieren. war tief bedeutungsvoll für Hofmannsthal; Symbol feines schweifenden, sich versenkenden, zweifelnden und melancholischen Lebensgefühls. Zum Leidwesen aller Berufspolitiker läßt sich die Weltgeschichte nicht einmal in den großen Ferien anhalten. Dennoch müssen auch die Minister einmal im Jahre ihre Arbeit unterbrechen. Wenn im Hochsommer der Reichstag seine Pfoten schließt, atmen die Reichsminister auf. Es geht ihnen besser als ihren italienischen Kollegen, denen der Diktator Mus solini in diesem Jahr den Urlaub entzogen hat; der Duce meint nämlich, Ministerserien seien für den Faschistenstaat eine allzu demokratische Angelegenheit. Das ist freilich eine merkwürdige Begründung, denn unter jedem Regime haben arbeitsame Männer - und das sind die Minister — baö Bedürfnis gehabt, sich einige Zeit auszuruhen. Ob man diese Arbeitsunterbrechung nun Urlaub, Ferien oder „dienstliche Erholungsreise" nennt, ist gleichgültig. Zweiundvierzig Urlaubotage haben die höchsten Beamten des Reiches zu beanspruchen. Da aber die Minister ihre eigenen Vorgesetzten sind, kann ihnen niemand vorschreiben, wann sie sich wieder einzufinden haben, und so kommt es wohl zuweilen vor, daß besonders überlastete Politiker sich noch ein paar Tage Extraurlaub gönnen. Gewöhnlich vereinigt der 11. August, der Verfassungstag, sämtliche Mitglieder des Kabinetts vorübergehend noch einmal in Berlin, und da einige Minister ihren Urlaub nicht gern unterbrechen, reifen sie erst in der zweiten Hälfte des August in die Ferien. Reichskanzler Her mann Müller hat allerdings seinen Urlaub schon früher antreten müssen. Ein hartnäckiges Gallenleiden fesselte ihn seit einiger Zeit ans Bett, und seine Aerzte rieten ihm deshalb dringend, sobald wie möglich fortzureisen, um in Bad Mergentheim sein Leiden zu kurieren. In diesem Kurort haben,schon vor Hermann Müller viele Politiker Ausspannung und Gesundung gesucht. Auch der verstorbene Reichspräsident Friedrich Ebert pflegte dort jedes Jahr eine Kur zu machen. Ebenso idyllisch wie Mergentheim und noch viel zurückgezogener liegt Bühlerhöhe, wo der Reichsaußenminister Dr. Stresemann in einem sehr vornehmen, exklusiven Sanatorium seine Urlaubstage verbringt. Ties im Schwarzwald, nicht weit von Baden-Baden, treffen sich dort erholungsbedürftige Großindustrielle, Politiker, Diplomaten und Finanzleute des In- und Auslandes. Ob sich Dr. Stresemann wenigstens an diesem einsamen Ort einmal einige Wochen ganz von der Politik zurückziehen kann, ist sehr zweifelhaft, um nicht zu sagen unwahrscheinlich. Früher verbrachte Dr. Stresemann seine Ferien ost im Süden, denn das milde Klima schützt ihn dort vor Erkältungen, die ihn oft befallen, Locarno, San Remo, und Cannes sind die Orte, die seiner Gesundheit am zuträglichsten sind. Da aber entscheidende Konferenzen vor der Tur stehen, hat er Deutschland diesmal nicht verlassen. Vielleicht spielt bei der Wahl seines Kuraufenthaltes auch noch etwas anderes mit. Kürzlich ist bekannt geworden, daß Lloyd George eine Sommerreise in den Schwarzwald unternimmt. Selbstverständlich begeben sich Dr. Stresemann und der Führer der englischen Liberalen nur zu ihrer Erholung in „Den Erben laß verschwenden An Adler, Lamm und Pfau Das Salböl aus den Händen Der toten alten Frau ..." Wie ein Funkspruch aus Wien meldet, ist der Dichter Hugo von Hof mannsthal am Montag auf dem Wege zum Leichenbegängnis seines Sohnes Franz, der sich am Samstagnachmittag erschossen hatte, plötzlich zusammengebrochen und war kurz darauf tot; die Ursache seines Todes ist ein Gehirnschlag gewesen. Eine weitere Meldung aus Wien besagt, daß sich Franz von Hofmannsthal, der älteste Sohn des Dichters, in der Villa seiner Eltern in Rodaun bei Wien durch einen Schuh in die Schläfe das Leben genommen hat. Man vermutet, daß die Aussichtslosigkeit, sich eine Existenz gründen zu können, den jungen Mann in den Tod getrieben hat. Er hat keinerlei Abschiedsbriefe hinterlassen; das einzige, was zur Aufklärung des Motivs dienen könnte, ist der Brief eines Verwandten an ihn, in dem es heißt, daß Franz jetzt bereits 26 Jahre alt sei und darangehen müsse, sich selbst zu erhalten. Er könne nicht weiter Dom Gelde feiner Eltern leben. Der Tote war ursprünglich Bankbeamter und wurde dann Volontär im Empfangsbureau des Hotels „Adlon" in Berlin. Hofmannsthal wurde am 1. Februar 1874 in Wien geboren. Nach Absolvierung des Gymnasiums studierte er an der Universität seiner Vaterstadt Jura und romanische Philologie und promovierte zum Dr. phil. Schon im Alter von 18 Jahren veröffentlichte er unter dem Pseudonym Theophil Morren eine dramatische Studie „Gestern". Im selben Jahre schrieb er das dramatische Gedicht „Der Tod des Tizian". Das nun folgende Drama „Der Tor und der Tod" begründete mit einem Male den Ruf des Dichters. 1899 erschien der Band „Theater in Versen", der verschiedene einaktige Dramen zu- sammenfaßte („Die Frau im Fenster", „Die Hochzeit der Sobeide", „Der Abenteuerer und die Sängerin"). Dann entstand eine Neubearbeitung der „Elektra", die später von Richard Strauß vertont wurde, und „Oedipus und die Sphinx". Weiter übersetzte er „Oedipus" selbst. Ebenso bearbeitete Hofmannsthal für Max Reinhardt das mittelalterliche Spiel von „Jedermann" (1912), wie auch später „Das Salzburger Große Welttheater" (1924) für die Salzburger Fest- Schluß des hessischen Gängerbundesfestes. WSN. Darmstadt, 15. Juli. Der heutige Montag brachte unter dem Motto „T a g der Freude" den Abschluß des glänzend verlaufenen 2. Hessischen Sängerbundes- festes. Der Vormittag diente Besichtigungen der Museen und der Kunstausstellung „Der schöne Mensch in der neuen Kunst", während die Sänger zum größten Teil mit Sondertransporten dem Gau Bergstraße einen Besuch abstatteten durch eine Fahrt nach Seeheim und Jugenheim. Damit aber auch die Kleinen der auswärtigen Besucher auf ihre Rechnung kamen, brachte der Nachmittag auf dem großen Festplatz ein Kinderfest, das allerlei Kurzweil bei den Spielen und bei einem Heidelbeerkuchen-Wettessen unbändige Heiterkeit auslöste. Im Kleinen Haus des Landestheaters gab am Abend die Opern- schule der städtischen Akademie, für Tonkunst eine Sonderausführung des Mozartschen Singspieles „Bastien und Bastienne". Ein Dnl- lantfeuertoert, das eine ganze Stunde dauerte und die neuesten Errungenschaften der Feuerwerkskunst auswertete, schloß mit einer riesigen leuchtenden Lyra am dunklen Nachthimmel das Sängerbundesfest, das allen Teilnehmern in gutem Gedächtnis bleiben wird. Da sämtliche Lokale Darmstadts während des Festes die ganze Nacht hindurch geöffnet waren, ergab sich noch genügend Gelegenheit zu persönlicher Art des Abschlusses des „Tages der Freude". jeglicher Prognose für die Konferenz. Die kommen» den Verhandlungen werden sehr, sehr schwierig fein, und zu irgendeinem Optimismus für ihren Ausgang liegt auch nicht der geringste Anlaß vor. Ganz abgesehen von den Möglichkeiten, die eine geschlossene Front Frankreichs, Italiens, Belgiens und der Kleinen Entente mit ihren Anhängseln für eine Verhinderung der wirklichen Liquidation der Wenn Staatsmänner Jenen machen... Deutsche Minister im Schwarzwald. - Lloyd George reist in Stresemanns Nachbarschaft. - Oie Sommerresidenzen der republikanischen Staatsoberhäupter. Das Taschengeld des englischen Ministerpräsidenten. Don Legatus. spiele. Für Richard Strauß schrieb der Dichter den Text zu dessen komischer Oper „Der Rosenkavalier" (1911) und seiner einaktigen Oper „Ariadne und Naxos" (1912). Außerdem sind noch zu nennen: „Das gerettete Venedig", Trauerspiel (nach Thomas Otway, 1905), „Alkeste", Trauerspiel (1916), ein Lustspiel „Der Schwierige" (1920), die Komödie „Christinas Heimkehr", die Erzählung „Die Frau ohne Schatten", „Florindo"; „Buch der Freunde" (1922), „Der Turm", Trauerspiel (1925). Daneben hat Hof- mannsthal die Sammelwerke: „Deutsche Erzähler und „Deutsche Epigramme" herausgegeben und zahlreiche Aufsätze und Abhandlungen geschrieben, die zum großen Teil in einer Ausgabe „Die prosaischen Schriften" (1907) vereinigt find. Mit Hofmannsthal ist nun, nach Rilke, der zweite aus dem berühmten Dreigestirn der vorigen Generation, aus dem Kreise der „Blätter für die Kunst" dahingegangen. Und wenn es seit langem still geworden war um Hofmannsthal, so wirkt nun dieses plötzliche und unter so traurigen Umständen herein- gebrochene Ende doppelt schmerzlich auf die Zurückgebliebenen — zumal wenn sie, nicht mehr ganz jung und noch nicht vollkommen der neuen Zeit und ihren Gesetzen und künstlerischen Urteilen verschrieben sind, sondern wenn sie ihre entscheidenden geistigen, literarischen, bildungschaffenden Eindrücke und ihre ästhetischen Wertmaßstäbe noch in der Zeit vor dem Kriege empfangen Haven. Es ist schwer abzuschätzen, wieviel diese Generation ihren Dichtern verdankt; Rilke ist tot; Hofmannsthal schwieg lange vor diesem erschütternden Ausgang, und nur George, wiewohl auch er sehr einsam und sehr ab- aewandt von der Zeit, hat letzthin wieder feine Stimme erhoben. Es würde zu weit führen, Gefühl und Weltbild, aus dem feine Schöpfungen sich formten, im ein» zeknen zu deuten; sie liegen weit ab und sind sehr verschieden von dem, was die Jungen und Jüngsten auf ihre Fahnen geschrieben haben. Ihnen ist Hofmannsthal nicht entfernt mehr so Vorbild und Wegweiser, wie ihren Vätern. Unsere Zeit in» teressiert sich für ganz andere Erscheinungen des literarischen Lebens. Hofmannsthal gehörte nicht einmal der Akademie an. Immerhin wird eine spätere Zeit, die Abstand gewann und ruhiges Urteil besitzt, Hofmannsthals Persönlichkeit und sein dichterisches Werk noch anerkennen müssen, wenn mancher Akademiker schon ittt merksam. . Diese Auseinandersetzung zwischen Pans und London über eine doch recht zweit rangige Frage beweist, wie sehr sich das englisch-fran- Msche Verhältnis seit dem Regierungsantritt der Arbeiterpartei verändert hat. Denn wenn die Konservativen noch am Ruder wären, so hätte das fron» »ösjsche Kabinett sicher nicht die leisesten Bedenken geqen eine Abhaltung der Konferenz in der englischen Hauptstadt. Und während in den französischen Roten nur rein formelle Gesichtspunkte gegen die Wahl Londons angeführt werden, weiß man in Paris und London sehr genau, welche tieferen Gründe die französische Regierung dazu veranlassen, solche formalen Gesichtspunkte gegen London ins Feld zu führen. Die französische Presse spricht es ganz offen aus, daß zwischen der englischen und der französischen Regierung eigentlich über (eins der auf der Konferenz zu behandelnden Probleme Einstimmigkeit herrscht. P o i n c a r 6 hat □on seinem Standpunkt aus allen Grund, die Luft oon London z u fürchten, den zweifellos zu erwartenden Druck der öffentlichen Meinung Englands auf eine in London tagende Konferenz zu scheuen und einen in London unvermeidlichen Macdonald als Vorsitzenden für unerwünscht zu halten. In Luzern weht eine andere Lust — das Klima mancher Schweizer Gegenden ist für i Franzosen besonders zuträglich —, dort hatte Pom- corö als ältester Ministerpräsident den Vorsitz und könnte den französischen Delegierten ihre Arbeit in jeder Hinsicht erleichtern. Um sich nun auf alle Fälle gegen peinliche englische Ucberra|d)ungen zu schützen, macht die französische Regierung trotz aller inneren Schwierigkeiten verzweifelte Anstrengungen, sich die belgische und italienische Unterstützung zu sichern. Die Verabredung mit Belgien ist bereits gesichert: Frankreich unterstützte Belgien in der Frage der Einlösung der deutschen Marknoten und □Belgien wird dafür auf der Konferenz an Frankreichs Seite kämpfen. Auch die Abreden mit Italien sind auf gutem Wege. Hat doch die ! [Regierung Mussolinis nicht allzu viel Grund, sich über die in England herrschende Arbeiterpartei zu freuen. Es ist beinahe sicher, daß auch Italien recht- 1 Zeitig in die französisch-belgische Front eingeordnet werden kann. Man ist in solchen Fragen in Paris nicht engherzig und läßt sich die italienische Bundesgenossenschaft schon etwas kosten. Daß Italien nicht billig ist, weiß man. Gerade jetzt hat Musso- üni wieder auf seine kolonialen Forderungen m Afrika hingewiesen. Es handelt sich diesmal nicht nur um die Staatsangehörigkeit der ins französische Tunis eingewanderten Italiener, die auf Genera- t onen hinaus auch Italiener bleiben sollen, es handelt sich diesmal auch um die Erfüllung des alten Italienischen Wunsches, das Mandat über die frühere deutsche Kolonie Kamerun zu bekommen. Trotz des gesegneten italienischen Appe- • lites pricht man in Paris von der Annäherung ! (in Italien und von freundschaftlichen Zugestand- "‘siefes* ganzes Hin und Her während der fieber- basten Vorarbeiten zur Konferenz zeigt mit überraschender Deutlichkeit, wie sehr sich bie gejamb «uropciische Situation seit dem Amtsantritt der I reuen englischen Regierung geändert hat. Die A^ ' beitsgemeinschaft der Entente cord.ale ist praktisch schon jetzt nicht mehr vorhanden, und dies allein genügt einerseits zur Verdoppelung &er franjof^ schen Schwierigkeiten, anderseits zur Verhinderung Hofmannsthal hat nur eine ganz kleine Sammlung oon Gedichten zurückgelassen; aber es sind die wundervollsten, zartesten und adligsten Schöpfungen einer ungemein empfindlichen und kulturvollen Persönlichkeit, es ist kein falscher Ton, kein blasser und flacher Vers dazwischen; diese Lyrik wird bleiben und ihren Wert und ihre Leuchtkraft behalten so gut, wie Rilke und George über unsere aufgeregte Gegenwart hinweg Bestand und Gültigkeit haben werden. * Hofmannsthal war ferner — was oft übersehen wird — einer der ausgezeichnetsten Prosaisten, die wir seit langem besessen haben. Wer sich in die Bände Der kleinen Prosaschriften vertieft, wird es bestätigen müssen. Und es ist dem Referenten unvergeßlich: jenes ganz kurze Vorwort zu einer Anthologie jüngster Lyrik das die weitschweifige Einleitung des jugendlichen Herausgebers in feiner gelassenen Reife unendlich überstrahlte und einer der tiefsten Eindrücke des ganzen Buches war, das ja den andern, den Jungen gehören und für sie werben sollte —. Oer Bücherturm. Die Flut der jährlichen Neuerscheinungen, die in Deutschland etwa 30 000, in England 12 000, in Frankreich 11000, in Amerika 10 000, Italien 6000 beträgt, ist für die Bibliotheken hinsichtlich der Unterbringung schon seit langer Zeit ein sehr schwieriges Problem geworden, da ein erheblicher Teil dieser Neuerscheinungen alljährlich den großen Büchereien zufließt. Die Räume reichen bei vielen deutschen Bibliotheken schon heute keines- wegs mehr aus, um die neuen Bücher so unterzu« bringen, daß sie sofort erreichbar sind. Ein sehr be» achtlicher Vorschlag, der sich mit der Platzfrage in den Bibliotheken beschäftigt, wird nun im Buch« Händler-Börsenblatt von Dr. Richard Oehler gemacht, der auf einen Versuch hinweist, der jetzt in Frankfurt gemacht worden ist, und durch den man Platz für die neuen Bücher für die nächsten 100 Jahre schaffen will. Es handelt sich bei diesem Vorschlag um einen „Bücherturm". Man will die Bücher auf enger Grundfläche in einem Hochhaus« magazin unterbringen, an das sich die Be« nutzungs- und Derwaltungsräume in mehreren Stockwerken unmittelbar anschließen. Der Bücher- türm soll etwa 40 bis 50 Meter hoch und in der Lage sein, rund 2 Millionen Bände zu fassen. Wenn man annimmt, daß die Frankfurter Zen« tralbibliothek etwa 1 Million Bände enthält, so würde der Turm bei einem Zuwachs von rund 15 000 Bänden jährlich gegen 60 Jahre ausreichen, ein Projekt, das sicherlich für die übrigen deutschen Bibliotheken von allergrößtem Interesse ist. den Schwarzwald. Sollten sie sich dann wirklich an einem Orte tresten, so wird diese Begegnung ganz zufällig sein. Vielleicht handelt es sich bei einer solchen Begegnung auch nur um einen Akt der Höflichkeit, bei dem sich aber eine Ansprache über die politische Lage nicht vermeiden lassen wird. Reichsernährungsminister Dietrich hat sich übrigens ebenfalls in den Schwarzwald begeben, aber wahrscheinlich ohne politische Nebenabsichten. Er hat sich in einen kleinen Ort nach Glotterbach zurückgezogen und wird dort nur seiner Erholung leben. Fern von allen Staatsgeschäften wird sich in der Urlaubszeit der preußische Ministerpräsident Otto Braun halten. Wenn er nicht gerade in seiner ostpreutzischen Heimat weilt, hält er sich am liebsten im Jagdschloß Hubertusstock auf. Er ist bekanntlich ein leidenschaftlicher Jäger, der beim Weidwerk alle politischen Sorgen und allen Parteiärger vergißt. Ganz in der Nähe von Hubertusstock liegt die bescheidene Jagdhütte, die dem deutschen Reichspräsidenten zur Verfügung steht. Repräsentativ ist das Sommerhäuschen, das den höchsten deutschen Würdenträger beherbergt, freilich nicht. Fast unmittelbar an der Landstraße liegt dieses primitive Blockhaus, das manchem Gutsbesitzer für längeren Aufenthalt zu kümmerlich wäre. Der Reichspräsident sucht es nur selten auf; er pflegt seine Llrlaubszeit auf dem Gut einer befreundeten Familie in Bayern zu verbringen, wenn er es nicht vorzieht, seinen Stammsitz aufzusuchen, der für ihn aus einer Spende zu seinem 80. Geburtstag gekauft worden ist. Großzügiger als die deutsche Republik ist das kleine Oesterreich gewesen, das seinem Präsidenten einen schönen Sommersih in Baden bei Wien eingeräumt hat. Der Präsident der Tschechoslowakei verfügt unweit von Prag über ein herrliches Palais. Besonders gut hat man für Frankreichs Präsident gesorgt, der sich während der Sommermonate auf fein herrliches Schloß Rambouillet zurückziehen kann. Prächtige Wälder umgeben diesen Palast, wundervolle gepflegte Parks laden zum Spazierengehen ein. Doumergue liebt die Einsamkeit; in Rambouillet kann er viele Stunden durch die Wälder streifen, ohne einem Menschen zu begegnen. Eine umfangreiche Bibliothek verscheucht die Langeweile an den Regentagen, und in den großen Prunkräumen läßt es sich gut arbeiten, falls Doumergue auch in der Ferienzeit einmal die Amtsg:schäfte nicht ruhen lassen will. P oi n- care verbringt nicht nur seine Ferien, sondern auch das Wochenende gewöhnlich in ©am- pigny in den Argonnen, wo er ein kleines Schloß besitzt, während Driand sich im allgemeinen auf sein Gut Cocherel an der Eure zurückzieht. Weniger glanzvoll ist der Präsident der (Bereinigten Staaten während seiner Ferienzeit untergebracht. Zwar steht ihm ein herrlicher Landsitz zur Verfügung, und Süd-Dakota liegt weit genug von Washington, um eine Unterbrechung der politischen Tagesarbeit zu gewährleisten. Aber der Präsident darf nicht damit rechnen, daß er nun einige Wochen nur als Als Dramatiker hat Hofmannsthal dies beides vor allem entfaltet und bestrickend vor uns aufge» tan: fein — fast romanisches — Formgefühl und eine in erstaunlich vielen, bunten und immer wechselnden Masken eingefangene Wandlungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit an Stil und Ausdruck oft sehr fernen Zeiten und Völker. Wer hat wie er die Klassizität der Griechen, das deutsche Mittelalter, das gallisch-heitere Rokoko verstanden, nachempfunden und zum Leben erweckt! Und eben diese vielfältige Gestalt und das immer wechselnde Gewand, worin er seine Figuren kleidete. London oder Luzern? Don unserem L.. ^.-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Paris, 13. Juli 1929. Die Frage der Wahl des Tagungsortes der kommenden großen Konferenz hat einen schon seit drei Wochen dauernden Austausch sauersüßere n g lisch-französischer Noten veranlaßt. So oft die englische Regierung mit unzweideutigen Gelten zur Konferenz nach London aussordert und freundlichst einlädt, macht die französische Regierung mit nicht geringerem Nachdruck auf die Vorteile einer Tagung in der Schweiz, etwa m Luzern auf- rich & Strobel. Die Feuerwehr hatte unter starkem Wassermangel ,u leiden und muhte sich daraus beschränken, ein Uebergreifen des Brandes auf die großen Lagerhäuser der jkma Altschüler zu ver- hindern. Die Ursache des Brandes konnte einwandfrei immer noch nicht festgestellt werden. Man vermutet Selbstentzündung des großen Korb- lagers der Firma Burmeister-Weiß-Bilger, doch ist auch nicht ausgeschlossen, daß der Brand durch die Explosion von Denzinfassern hervorgerufen worden ist. Der Sachschaden ist ziemlich hoch und dürfte sich nach vorsichtiger Schätzung auf mehrere 100 000 Mark belaufen. Um 9 Uhr vormittags war die Feuerwehr noch immer mit vier Schlauchleitungen mit der Bekämpfung des Brandes beschäftigt, doch besteht eine Gefahr für ein nochmaliges Umsichgreifen nicht mehr. Die außerordentlich großen Korb- und Kohlenvoräte schwelen noch stark und verbreiten starkem Qualm. 500000 Deutsche kegeln. Das XVH. Deutsche Bundeskegeln in Leipzig. Don Kurt Hallberg. Bom 14. bis zum 19. 3uli findet in Leipzig das Kegeln um die Deutsche Dundes- meisterschaft statt, an dem 20 000 Kegler des In- und Auslandes teilnehmen. Helden der Witzblätter waren die gemütlichen Kegelbrüder noch vor wenigen Iahren, trainierte Spvrtsleute sind die Meister der Holzkugel heute: in dieser Feststellung spiegelt sich die Wandlung wider, die unsere ganze Generation durchgemacht hat, und die vom spielerischen Zeitvertreib zur organisierten, leidenschaftlichen Hingabe an sachliche Leistungen führte. Auch Kegeln ist längst ein Sport geworden, in dem es Rekorde, Meisterschaften, Titel und Preise zu erringen gilt. Zwanzigtausend Kegler^ von Ehrgeiz und Kampfeslust erfüllt, treffen sich vom 14. bis zum 19. Juli in Leipzia , um dort die Deutsche Kegelmeisterschaft von 1929 auszutragen. Man hat große Vorbereitungen getroffen, um die Kegelvereine würdig zu empfangen. 3n der riesigen Leipziger Messehalle sind sechzig Kegelbahnen errichtet worden, um die Abwicklung der Wettkämpfe zu ermöglichen. Das 17. Deutsche Bundes- kegeln ist aber nicht nur eine interne Angelegenheit der Kegelvereine, auch die Leipziger bekommen etwas zu sehen: ein riesiger Festzug wird veranstaltet, in dem mehr als tausend Bundes- und Vereinsbanner mitgeführt werden: außerdem sollen fünfundzwanzig Musikchöre Proben ihrer Sangeskunst ablegen. Richt nur deutsche Kegler nehmen an diesem Bund essest teil, das in Zukunft nur alle vier 3ahre stattfinden soll: der Präsident der größten amerikanischen Kegler- Vereinigung, die zwei Millionen Mitglieder zählt, ist ebenfalls in Leipzig anwesend. Der amerikanische Klubpräsident Thum ist in Deutschland geboren: er hat sein Vaterland vor vierzig 3ahren verlassen und ist in den 3ahrzehnten, die er in den Vereinigten Staaten weilt, ein eifriger Propagandist des Kegelsports gewesen. Außerdem werden schwedische, finnische, amerikanische und dänische Kegler in Leipzig ihre Kräfte mit deutschen Sportsfreunden messen. Roch vor wenigen 3ahren stellte man sich unter einer Kegelvereinigung eine Anzahl älterer, beleibter Herren vor, die nach reichlichem Alkoholgenuß einige Kugeln schoben, um dann die Würfe ihrer Klubgenossen am Stammtisch zu kritisieren. Dieses Zerrbild eines Kegelklubs ist völlig überholt. Kegeln ist heute ein Sport wie jeder andere, wie Laufen, Schwimmen oder Leichtathletik. Man könnte sogar der Meinung sein, daß der Betrieb allzu sportmäßig, die Organisation allzu straff geworden sei. Das liegt wohl daran, daß das Land der Organisation zugleich die Hochburg der Kegler ist. Man schätzt die Zahl der deutschen Kegler auf etwa 5 0 0 0 0 0, von denen 100 000 im Deutschen Keglerbund organisiert sind, der seinen Sih in Wernigerode hat. Diese große Schar von Kegelsportlern gehört zu außerordentlich zahlreichen Klubs und Vereinigungen: allein in Berlin zählt man 350 solche Bünde. Die Spihenorganisatwn der Berliner Vereinigungen ist der Verband Berliner Kegelklubs, der wieder dem Deutschen Keglerbund angehört. Dumpfes Poltern empfängt den Besucher, der das Heim des Verbandes Berliner Kegelklubs aufsuchte. Trotz der glühenden Sommerhitze üben eifrige Mitglieder auf den zwanzig Dahnen des Verbandes, um zum bevorstehenden Dundes- treffen „in Form" zu sein. Mit einem Ernst, der an Fanatismus grenzt, trainieren die „Kegelbrüder". „Die meisten Mitglieder gehen leidenschaftlich in ihrem Sport auf," versichert einer der leitenden Herren. „Seit einem 3ahr ist der Zeitpunkt festgesetzt, an dem unser Dundestreffen stattfindet, und die meisten Mitglieder haben sich mit ihrem Urlaub so eingerichtet, daß sie an dem Bundeskegeln teilnehmen können. Diele haben auf die Sommerreise verzichtet, um bei diesem Ereignis dabei zu sein. Die ^Beteiligung ist so rege, daß die Reichsbahn zahlreiche S ander z ü g e bereitgestellt hat." Die Leipziger Tagung bietet dem sportlichen Kegler aber auch tatsächlich Anziehendes genug. Das „Startbuch" ist ein kleines Werk, das nicht weniger als 46 Seiten enthält. Aus ihm entnimmt man, daß es deutsche Einzel-Bundesmeisterschaften, deutsche Senioren- und deutsche Frauen-Bundes. Meisterschaften gibt. Neben den Derbandsmeifter- schasten werden Gaukämpfe ausgefochten, und die ausländischen Teilnehmer ringen um den Wanderpreis, den Max S ch m e l i n g vor einigen Jahren gestiftet hat. Dieser Preis, ein silberner Pokal, fiel vor drei Jahren an Finnland. Die Kämpfe „rollen" sich auf ganz verschiedenen Bahnen ab. Da gibt es eine Asphaltbahn, eine Bohlenbahn und daneben eine dritte Dahnart, die „Scher e" genannt wird. Die Ausländer kämpfen meist auf amerikanischen Parkettbahnen. Die Teilnehmer an den Wettkämpfen werden es nicht gerade leicht haben, denn es sind Einzelkämpfe angesetzt, in denen hundert Kugeln hintereinander geworfen werden müssen, und die Gaukämpfe gehen sogar über 2000 Kugeln. Leichter haben es die Senioren und die Frauen, die „nur" fünfzig Kugeln zu werfen brauchen. An den Senioren-Bun- desmeisterschasten dürfen nur Mitglieder teilneh- men, die das sechzigste Lebensjahr vollendet haben. Der Kegelsport scheint den Körper geschmeidig zu erhalten, denn der älteste Teilnehmer am Seniorenkampf ist 7 5 Jahre alt, während das älteste aktive Mitglied des Berliner Kegelklubs sogar 7 9 Jahre zählt. In letzter Zeit beginnt auch die Jugend mehr Geschmack am Kegelspiel zu gewinnen: während früher das Durchschnittsalter der Klubmitglieder 41 Jahre war, beträgt es jetzt un- gefähr 38. Seitdem die großen Berufssportverbände sich Kegelabteilungen angegliedert haben, gibt es sogar Bereinigungen, die nur aus jungen Leuten von 18 oder 19 Jahren bestehen. Doch kann man das Kegeln auch jetzt noch als den „Sport des gereiften Mannes^ bezeichnen. Ob es wohl richtig war, die Kegelvereinigungen nach dem Muster der Fußballklubs zu organisieren? Roman von Edgar Wallace. 28. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Sie bewies ihre Autorität, indem sie Diana sofort ins Dett schickte, was das junge Mädchen kleinlaut genug befolgte. Aber Schlaf war unmöglich für sie. Um zwei Uhr morgens hörte Larry, der arbeitend an seinem Schreibtisch sah, das leichte Knarren einer sich öffnenden Tür, blickte auf und sah sie im Türrahmen stehen. Sie war im Morgenrock, und ihr Haar war in einen langen, goldenen Zopf geflochten. „3ch kann nicht schlafen," sagte sie nervös, beinahe schroff. Larry sah, sie war überreizt, und zog einen bequemen Sessel für sie heran. Was ihm besonders auffiel, war, daß sie mit keinem Wort ihre Kleidung oder ihren nächtlichen Desuch entschuldigte. Aber Dianas Gedanken waren mit einer so wichtigen Frage beschäftigt, daß sie gar nicht an diese äußerlichen Förmlichkeiten dachte. Sie sah still mit gefalteten Händen in ihrem Sessel. Kein Laut ließ sich hören, nur das Ticken der Uhr auf dem Kaminsims und dann das Knarren von Larrys Stuhl, als er sich ihr zuwandte. „Was bedrückt Sie, Diana?" Sie blickte schnell zu ihm auf. „Glauben Sie, daß ich bedrückt bin?“ „Wenn nicht, sind Sie wirklich ein Pracht- mädel,' sagte Larry sanft. „Sie haben heute Unglaubliches durchmachen müssen, aber, ich weih nicht warum, ich kann mir nicht mal denken, daß das Sie noch quält.“ Sie nickte. „Sie haben recht, nur die Frau .oben' läßt mir feine Ruhe." „Die Frau .oben'? — Ach. Sie meinen die Frau, von der 3ake gesprochen hat? Aber Diana, ein .oben' gab es ja gar nicht mehr. Sie waren ja schon in der obersten Etage des Hauses, und das Haus ist ein Stockwerk niedriger wie ToddS Heim." Aber Diana konnte sich nicht zufrieden geben. „Außerdem," fuhr er schnell fort, „wenn wirklich eine Frau dagewesen sein sollte, ist sie sicherlich von demselben Schlage wie die anderen De» wohner des Hauses. Die Tatsache, daß sie nicht hübsch war, wie 3ake sagte, beweist noch nicht, dah sie auch unschuldig war." „Arme Seele, arme Seele." murmelte das junge Mädchen und begann zu Larrys Schrecken leise zu weinen. „Der Gedanke an sie läht mir keine Ruhe, läht mich nicht schlafen," schl^Hzte sie. „Sie werden sie festhalten. Sie dürfen sie ja gar nicht freilassen." „Warum denn?" rief er mit stockendem Atem. „Wollen Sie vielleicht sagen, daß die Frau Clarissa Stuart ist?" Sie blickte ihn mit tränenüberströmtem Gesicht an. „Clarissa Stuart? — Rein, ich denke nicht, dah sie Clarissa Stuart ist." „Wer kann es bann sein?" fragte er. „Weir denken Sie denn überhaupt, wer sie ist?" „3ch denke es nicht — ich weih es sicher," mit qualvoller Langsamkeit suchte sie nach den Worten. „Die Frau ist Emma. Die Aufwärterin Emma aus der Pension." Larry sprang auf die Fühe und sagte dann langsam: „Die Aufwärterin! — Sie haben recht!" Wieder war das leise Ticken der Uhr das einzige Geräusch in dem Zimmer, als sie sich beide, jeder mit feinen Gedanken beschäftigt, gegenüber» sahen. „Sie glauben also, dah zwischen dieser furchtbaren Dande und dem Fall Stuart ein Zusammenhang besteht?" Sie nickte. „Auch ich glaube das," sagte Larry, „und habe meine sehr guten Gründe dafür. Und doch kann ich nicht sehen, was sie durch den Tod Stuarts gewonnen haben, falls sie natürlich nicht mit dem Mädel, das sich Clarissa Stuart nannte, unter einer Decke stecken?" Sie machte mit den Armen eine kleine hoffnungslose Bewegung und erhob sich. „3ch kann den ganzen Zusammenhang erkennen", sagte sie. „Er ist für mich ganz klar, aber —" sie lächelte schwach — „in einer Sache bin ich Ihnen gegenüber im Vorteil." „Sie werden in sehr vielen Dingen einen Vorteil über mich haben." gab Larry gutwillig zu. „Und jetzt, liebes Kind, schnell zurück ins Bett und schlafen." Aber sie schien seine Worte nicht zu hören. „Einen einzigen Menschen konnte ich in die Angelegenheit nicht hineinbringen." fuhr sie fort, „aber Sie haben mir jetzt auch dafür eine Erklärung geliefert.“ „Und wer ist das?" „Flimmer Fred! — Er ist weiter nichts wie ein gewöhnlicher Verbrecher, der in die ganze Sache mit hineingezogen wurde, ohne selbst davon eine Ahnung zu haben." Sie nickte nachdrücklich, als ob sie sich erst in diesem Augenblick über den Punkt völlig klar geworden wäre. „Aber die anderen? — Der blinde 3ake, der für einen unbekannten Herrn arbeitet? — Die Aufwärterin, das bedauernswerteste Opfer von allen! — Armer Lew, mit seinen tauben Ohren und armen, wunden Fingern — Sie haben ja die Finger nicht gesehen. 3ch wollte gerade darüber mit Ihnen sprechen, als wir von dem Doktor unterbrochen wurden." Das System der Gaue, Kreises, Bezirke und Verbände ist nicht leicht zu übersehen. Es hat außerdem zur Folge gehabt, daß die Wettkämpfe zwischen den einzelnen Abteilungen sehr langwierig sind: so wurde um einen Pokal, den ein großer Berliner Verlag gestiftet hat, ein halbes Jahr lang gekämpft. Um die wertvollsten Preise entbrennt der Streit sehr heftig, zwischen den Hochburgen des deutschen Kegelspo rts, die sich außer in Berlin in Dresden, Leipzig, Hamburg und Kiel befinden: aber auch andere «tädte besitzen tüchtige Bereine, die auf dem Plan erscheinen, wenn ein wichtiger Wettkampf bevorsteht. Die Bundes- leitung achtet stets darauf, daß keine Stadt zu kurz kommt, und deshalb werden die Bundeskegelfeste immer in einer anderen Stadt wie im Vorjahr aus- getragen. Berlin, Leipzig, Hamburg, Magdeburg, Hannover, Dresden, Braunschweig, Bremen, Chemnitz, Altona, Solingen, Kiel, Frankfurt a. M., Helzen und Mainz waren die Schauplätze der großen Bundestreffen, die bisher stattgefunden haben. Man kennt in diesen Orten die schmucke einheitliche Kleidung der Kämpfer, die aus einem weißen Hemd, aus weißen Hosen, Gürtel und weißen Sportschuhen besteht. Die Vorschriften sind in dieser Beziehung sehr streng. Selbst dem tüchtigsten Kegler würde es übel genommen, wenn er sich etwa die Aerrnel bis zur Schulter hochstülpen wollte, denn die Bundesleitung erlaubt nur, den Unterarm zu entblößen. Wie bei anderen Sportarten gibt es auch für di« Kegler ein Abzeichen, das nur durch besondere Leistungen erworben wird. Wer diese Dekoration erwerben will, wird durch seinen Sport stark in Anspruch genommen. Er muß in der Woche ein oder zwei Abende für seinen Verein zum Trainieren opfern: außerdem finden fast an jedem Sonntag interne Kämpfe statt, und die Ausscheidungskämpfe vor einem großen Ereignis nehmen Monate in Anspruch. Seit dem Januar d. I., also seit sieben Monaten, toben erbitterte Kegelschlachten. Diele tausend Kugeln sind die Bahn entlanggerollt und viel Schweiß ist geflossen, bis sich die Elite herauskristallisiert hat, die ihren Verband oder Gau in Leipzig repräsentieren soll. Oberheffen. Landkreis Gießen. (J Lollar. 15. Iuli. Vom schönsten Wetter begünstigt fand am letzten Sonntagnachmittag das Iugendfest für die hiesigen Schulen statt. Unter Vorantritt der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr marschierten die bekränzten Kinder im Zuge, dem Schulvorstand und Gemeinderat vorangingen, nach dem Sportplatz, auf dem sich die Einwohnerschaft eingefunden hatte. Rach einem Degrüßungslied der ersten Klasse und einem sehr gut von einer Schülerin gesprochenen Gedicht begrüßte Rektor Da ab die große Fest- berfammhmg mit einer Ansprache, in der er u. a. in wirkungsvoller Weise mit dem Sinn und Wesen des 3ugendfestes bekannt machte und ermahnende Worte an die Heranwachsende 3ugend richtete, unter Betonung der engen Beziehungen und der gemeinsamen Aufgaben und Pflichten von Elternhaus und Schule. Mit einem dreifachen Hoch auf Heimat und Vaterland schloß der Redner. Der erste Vers des Liedes „Deutschland, Deutschland über alles" unter Musikbegleitung erscholl darauf über den weiten Platz. Die anschließenden Spiele und Vorführungen der einzelnen Klassen zeigten gute Schulung und fanden allseits lebhaften Anklang. 3n dieser Zett erfreute die Kapelle der Feuerwehr die zahlreichen Besucher mit einem vortrefflichen Konzert. Bürgermeister Schmidt sprach gegen Ende der Veranstaltung dem Lehrkörper der Schule für die Vorbereitung und Durchführung der wohlgelungenen Veranstaltung den Dank der Gemeinde aus und gab der Hoffnung und dem allseitigen Wunsche Ausdruck, daß die Feier in gleich schöner Weise alljährlich sich wiederholen möchte. De- „Wunde Finger?" fragte er erstaunt. „Rein, ich habe sie nicht bemerkt." „Ich habe es gefühlt," schauderte sie zusammen, „als er mein Gesicht berührte. Alle seine Finger waren an den Spitzen mit Blasen bedeckt, verbrannt." „Aber, mein Gott, warum denn nur?" „Damit er weder Braille-Schrift schreiben noch lesen kann!" sagte sie langsam. „Das ist unmöglich, ganz unmöglich," rief Larry entsetzt. „Eine solche Gemeinheit kann es in der Welt nicht geben! — Liebes Kind, ich bin mit einigen der schaurigsten Verbrechen in Berührung gekommen, die je in Europa begangen wurden. Ich habe die Opfer gesehen und die Täter auf» gespürt, verfolgt und hängen lassen. Menschen können grausam, lasterhaft, gewissenlos, blut« dürftig sein, aber sie begehen nicht kalten Blutes solche Scheußlichkeiten, wie sie Ihrer Meinung nach diesem armen, blinden Mann zugefügt tour» den." Sie lächelte wieder. „Ich glaube. Sie haben sich selbst noch nicht klar gemacht, wie schlecht, wie grundschlecht diese Menschen sind. Denn wenn das so wäre, würden Sie niemals behaupten, daß dies oder jenes unmöglich sein könnte. Was nun Dearborn betrifft —“ sie lachte laut auf. „Diana, liebe Diana, Sie haben jetzt das Stadium erreicht, wo man gegen jeden Menschen mißtrauisch ist. Aber doch nicht mißtrauisch gegen den armen Iohn Dearborn, der aus reinster Menschenliebe in jener Spelunke und inmitten dieser fürchterlichen Menschen arbeitet?“ Sie nickte. „Ich gab Iohn Dearborn die Hand, als ich dorthin kam. Ich gab ihm die Hand als ich wegging," sagte sie. „Das macht ihn doch nicht zum Verbrecher, lächelte er. „Und als ich ihm meine Hand hinhielt, ergriff er sie. — Denken Sie doch, bitte, daran, daß ich zwei Iahre lang Schwester in einem Blindenheim war ... als ich meine Hand hinhielt, ergriff er sie." „3a, aber warum denn nicht?" fragte Larry verständnislos. „Weil er sie nicht sehen konnte, wenn er blind war. Und Iohn Dearborn ist ebensowenig blind wie Sie ober ich." 27. „Sagen Sie das bitte noch einmal,“ rief Larry. „Sie hielten die Hand hin, und er ergriff sie." Sie nickte. „Wissen Sie denn nicht, dah man immer die Hand eines Blinden ergreift, wenn man ihn begrüßen will, weil er doch die ausgestreckte Hand uicht sehen kann? — Aber Dearborn erhob seine sondere Worte des Dankes des Redners galten der langjährigen Arbeit des aus dem Dienste scheidenden Rektors Da ab. Eine besondere Abschiedsfeier für den verdienten Schulmann sei bei dessen endgültigem Ausscheiden aus dem Schuldienst in Aussicht genommen. Rektor Saab dankte für die anerkennenden Worte, dankte feinen Mitarbeitern im Lehramt, dem Schulvorstand und der Gemeinde, Bürgermeister und Gemeindevertretung für die stete Hilfsbereitschaft. Als Zeichen opferbereiter Arbeit im Dienste der Allgemeinheit lobte Rektor Saab die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Lollar, die sich vollkommen kostenlos für diesen Tag zur Verfügung gestellt habe, und deren Mitwirkung es zu danken sei, daß die Veranstaltung so vortrefflich gelang. Verteilung von Brezeln und Würstchen an dis Kinder beschloß die Veranstaltung. Mit klingendem Spiel ging es dann in geschlossenem Zuge ins Dorf zurück. — Ein Haferacker am Holzmühlenweg, dem Ernst Wilhelm Kutscher gehörig. findet wegen der außerordentlichen Höhe des Halmes große Beachtung. Ein uns vorgelegter Halm hatte die erstaunliche Länge von 1,76 Meter. —.— Grünberg. 15.3uli. Der Kreis- rinderzuchtverein Gießen veranstaltete dieser Tage eine 3ungviehprämiierung für den Bezirk Gründer g/ Zweck der Prämiierung ist, gute Leistungen in der 3ung- dieh-Aufzucht auszuzeichnen, um die Züchter auf die Wichtigkeit einer rationellen Iungvieh-Auf- zucht hinzuweisen. Es konnten nur solche Iung- tiere prämiiert werden, die in den Iungvieh» Registern des Landwirtschaftskammer-Ausschusses für Oberhessen eingetragen und mit Ohrenmarken gekennzeichnet sind. Zur Schau wurden sehr gute 3ungtiere vorgeführt. Als Preisrichter waren tätig: Bürgermeister Müller. Bellersheim, und Kaspar Georg Gung, Leihgestern. Zugelassen waren Tiere der hessischen Fleckviehrasse von drei bis sechs Monaten, sieben bis neun Monaten, zehn bis zwölf Monaten beiderlei Geschlechts. Erste Preise erhielten: 3oh. Reunobel, Stangenrod: Heinrich Pfaff. Weiters- hain: K. Erbil.. Bellersheim: Richard Schmidt. Kolbenmühle bei Harbach: Georg Samer. Röthges. ZweitePreise: K. Erb, Heinr. Klös III., Heinrich Knaus und Ed. Knaus. Stangenrod: Heinrich Scheid, Harbach: 52. Göbel, Londorf; W. Stork, Wirberg, K. Keller III. und W. Kaus, Weitershain. Dritte Preise: Karl Schön- Hals und K. Frank, Grünberg: Heinrich Knaus und Heinrich Dietz, Beltershain: Otto Wagner. Otto Horst, Stangenrod: L. Grohhaus. Grün- berg; August Schmidt und Rudolf Theiß, Stockhausen. Anerkennungen: Otto Hopp, Stockhausen: K. Schultheiß und Otto Becker, Stangenrod: W. Albert, Münster: Albert Schäfer Grün- berg, und Heinrich Riebergall, Göbelnrod. D L i ch, 15. 3uli. Bei schönstem Sommerwetter feierte am gestrigen Sonntag unsere Stabt ihr neuntes 3 ugendfest, ein Fest, an dem alle Parteien, alle Stände sich mit der Iugend freuten. Den Auftakt bildete der Weckruf der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr. Gegen 11 Uhr fand eine Feier in der neuen Kleinkinderschule statt, wo die Kleinen nach niedlichen Vorträgen und Spielen, die sie unter der Leitung der Schwester Lina machten, und nach einer Ansprache des Bürgermeisters der Stadt ihre Brezeln bekamen. Die würdige Einleitung zum Fest war der Fest- gottesdienst am Mittag in der Marienstistskirche, an dem sich die Vereine geschlossen mit ihren Fahnen beteiligten und in dem Stiftsdechant Kahn predigte. Rach einer Kaffeepause stellte sich um 2,30 Uhr am Rathaus ein stattlicher Festzug auf und zog unter den Klängen der Musikkapelle Sommer durch die festlich geschmückten Straßen hinaus auf die Hardt, wo im Schatten der alten Eichen die Licher von altersher ihre Volksfeste feiern. Einen herzerfreuenden Anblick bot die Schuljugend mit bunten Fähnchen und ihren von der Stadt gestifteten Brezeln in Hand im gleichen Augenblick, wo ich ihm meine entgegenhielt." Larry starrte sie fassungslos an. „Wenn er nicht blind ist, warum ist er dann überhaupt in dem Heim? — Auf jeden Fall ist er doch aber ein Geistlicher." „Es gibt feinen 3ohn Dearborn in der Lists der Geistlichen," sagte das junge Mädchen ruhig. „3 ba Kftnden lang j ihre Kunst an d Tanzplah führt- vor. Auch der Darbietungen nihgen.) Den Rungen bildet die auf einei Festplah, von gen der Musi Watt Lang Der zweite F toar zugleich •. starke Anteiln. wundervolle 2 dieses Jubelfest bleiben wird. K - Aad-Ac s-bulprosess und Darmstadt savmenkunst. D Men Einrichtu tJni9jen sich di KurhauSierrV -Bl- Goldpf. un- kündbar bU 1932 4H% Rheinische Hhp^Bank Liqu > Goldpf. t®.®. dbg. Bortriegl-DbUgatton. rückzahlbar 1932 4% Schweiz. BunMb-'ÄnL. 4% Oesterreichtsche «oldrte.. 4,20% Ceften. 6Ubtrrte. . 4% Oesterreich, etnhetll. Stte. 4% UngarW Goldrtr. 4% Ungarijdjc Staatlr. ». 1810 btigL von 1913 4% Ungarische kronentte.. . 4% lütt Zollanleihe v. 1911 . 4% Türkische Bagdadbahn-Anl. Serie I 4% deigl. Serie ll 4% Rumänen ronvert. Rte. . . . 4H% Rumänen OolbanL von 1918 tUlfl. Dermchr Etfendahn . 4% Hamburg-Amerika Palet . . . k Hamd.-Südam. Dampffch. . . 8 Hansa Dampfschiff . . 10 Norddeutscher Lloyd .... 8 ffilg. Deutsche Grtbltanü. . . 10 Barmer Bankverein . . 10 Berliner HandeUgescllsch. . 12 Commerz- und Privat-Banl 11 Darm st. u. Rattonaldanl 12 Deutsche Bank . . . 10 DUlonto-GeleMchatt ünt. 10 Dresdner Bank ... 10 Mitteldeutsch« rredttdaU ... 9 Metalldank......... «leichsbank ......U W,25 50,9 10 85,5 79 87 98 2,3 1,7 23,15 7,75 124,65 116,75 127 129,5 217 186,5 282,5 173,75 159 162 — 1 319,5 | *11 I I 1 | | | | | 1 1 | 1 Illi 13 1 1 S 1 1 1 S 1 1 I I r? 6U 50,9 10 29,5 2,5 23,25 22,13 1,75 7,6 7,35 7,65 17,25 124 168,4 116,5 127,25 129,5 216,5 186,5 281,75 174 158,5 162,5 318?5 51 10 7,9 124,25 194 169 116,25 127,25 129,5 186,25 281,6 173,75 158,25 162,5 319 Frankfurt a M. Berlin Schluß. Sure 1 i-Ubr- Kur« Schluß- Kure Anfang- Kurs Datum 15.7. 16.7. 15-7. 16.7. ti.li.®. . .......b Elektr. Lieferungen..... 10 Licht und firafi ..... 10 Felten ft Guilleaume. .... 6 Gef. f. Elektr. Untern.. ... 10 Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. Elektr.........9 Schief. Elektr........10 Schuckert..... .... 8 Siemens 4 Halske.....12 Lahmeyer L To.. ..... 10 Buderus...... 6 Deutfche Erdöl ....... 6 Effener Steinkohle ...... 8 Geilenkirchener ... s. H I. 4 harpener..........6 Hoefch Eilen.........8 Alle Bergbau...... . 8 Rlödncrmcrte........7 Küln-Reurssen. ....... 9 ManneSmann........8 Manifestier.........7 cderfchlel. Eilend. Bedart... 8 Cbcrfdilc). Koktwerke.....6 Phönix Bergbau......5% Rhcinilche Braunkohlen... 10 Rhetnstahl . . . f.'/« Jahr 4'/, Niederk Montan......7,2 Bereinigte Stahlw......6 Oiavi Minen.......2 sh Kali Aschersleben.....10 kalt Westeregeln......10 Kaliwerk Salzdetfurth ... 15 I. G. Forbcn.Jndustrie . . . 12 Dynamit Rodel ....... 6 Scheide anstatt ...... ..9 Goldfchmtdt ......... RütgerSwcrke ........ 6 Meiallgelestfchaft. ..... 11 197,25 226 216 139,5 215 236,75 396,5 172,5 78,4 120,65 143 151 219 117 127 109 303,5 132 117,25 244 249 406 232,75 81 88,5 127 197 154,5 139,75 395 79 143,25 150,5 116,5 127,6 107,9 132,6 117,75 403 231,25 197 226,5 156,9 216,5 140 215,4 141,25 154,5 193 235,5 397 148,75 173,5 79 121 144,25 142,75 151,25 142 116,5 138,25 127,4 138 92 110,75 109,13 303,5 132,25 116,9 69 245 248,75 405,25 232,25 109 80,75 88,25 127,75 19771T 226,5 216 140,5 215,5 141 152,25 235 396,13 148,5 79,5 121,4 144,5 143 151,25 141,75 116,75 138,5 127,9 138,25 92,25 110,75 109,13 302 133 117,25 68,5 403 231 79,13 884 ffronksuna.M. Berlin Schluß- Sure 1-ntir- Sture Schluß- Kur« Anfang Kur« Datum 15.7. 16.7. 15.7. 16 7. Philipp Holzmann....... Heidelberger Eement .... 10 Cement Karlstadt......8 Wayh 4 Freitag......10 Schultheis Patzenhofer ... 15 Ostwerke........ • 12 Ber. Glanzsto«......18 Bemderg.........1* Zellstoff Waldhof.....12 Zellstoff Aichafsendurg ... 12 Eharioltenbnrger Waster ... 7 Dessauer Gas.......8 Daimler Motoren......0 Deutsche Maschtnen-gadrü . . v Adlerwerke Klever......6 Ludw. Loewe...... 10 Rat. Automobil.......0 Orenstetn 4 Koppel . .... 6 Leonhard Tley ....... 6 Bamag-Meguin.......0 flrankf. Maschine«......6 Grihner...... 11 Heyliacnstardt ....... 0 Mainkrastwerke ....... 8 Miag...........10 dtekarsulmer ....... 8 Peter« Union........8 Gebr. Roeder ....... 10 Botgt 4 Haeffuer......f Südd. Zucker........» __Dan 111,5 135,5 185 101,25 417 161,5 56 50 57,5 71 62 106,25 105,25 124 120,5 114 220 149,25 knoten IIISII^IIsllSIS'IIIIIIISIIIIIH» 111,5 101,25 310,5 248 418,25 321 247 161 142,5 198,5 55,75 57,75 48,13 206,5 24 94 218,75 58 70 63 124 121 222 150 122,75 311,25 247,5 412,5 320 245,25 111,5 197,5 55,75 57,75 49 207 23,5 94.5 217,5 124,5 _______Berlm, 15. Juli Geld «rtcf Ämcrifanifdif Note» ..... Belgifche Noten...... ., Därmtbe Roten........ Englische Roten........ 4,172 58,28 111,43 20,297 4,192 58,52 111,87 20,377 Berlin, 15. Juli Geld Brief Französische Noten..... Holländische Noten...... iktolienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch Oesterr , 4100 Kronen Romanische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten imT3 168,03 21,96 111,50 59,07 2,475 112,08 80,66 60,64 12,387 72,87 16,475 168,71 22,04 111,94 59,31 2,515 112,52 80,98 60,88 12,447 73,17 Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 15. Juli 16. Juli Amtliche Notierung Geld 1 Brie> Amtliche Notierung Geld | Brie, Limite Rott. Bnrn-.AirrS Brff^Autw Cbrifttania. Kopenhagen Stockholm . HelstngforS. Italien. . . London. . . Neoyork . . Pari-. . . . Schweiz .. Spanien. Japan . . . Rio de Jan Wien in D^- Ctft. abgeft Prag . . . Bclzrad . . Badapest. . Bulgarien. Lissabon . Danzig. . . Konsunttiu. Athen. . Tanada Urnauay. Latro . - 168,40 1,759 58,165 111,71 . 111,70 112,38 10,537 21,925 20,337 4,1935 16,42 80,645 60,80 1,909 0,497 58,995 12,409 7,365 73,075 3,032 18,73 81,32 2,023 5,415 4,165 4,036 20,86 168,74 1,763 58,385 111,93 111,92 112,60 10,557 21,965 20,377 4,2015 16,46 80,805 60,92 1,913 0,499 59,115 12,429 7,379 73,215 3,033 18,77 81,41 2,027 5,425 4,173 4,044 20,90 168,37 1,760 58,255 111,75 111,68 112,40 10,535 21,93 20,335 4,195 16,42 80,64 60,76 1,917 0,497 59,035 12,411 7,363 73,10 3,027 18,75 81,35 2,018 5,42 4,168 4,076 20,855 168,71 1,764 58,375 111,97 111,90 112,62 10,555 21,97 20,375 4,203 16,46 80,80 60,88 1,921 0,499 59,155 12,435 7,377 73,24 3,033 18,79 81,51 2,022 5,43 4,176 4,084 20,905 Hr.lW SÖ? Die 3 ®lt6S« Di« 920 W- * scheinens Anschrift zraniM P°rlr. besuchtem 9 heute Dorn frage mit nes beend zent anw Schuld i den ®°J der Scho mark, da Folgen bei mit 23 2J malige An Milliarden Mfvns der scheu schuld den sei also Frankrei Planes , Grund, den jii verlanget Mlivendig para gewesen. Db sich auf be: für ben 1 hingen nur tenb berei würde, an Damit sei strebte Schulde berungi die von t einschließli erreicht to Aoung-Pl- lung tttoü Stammet, tung der Wng bet der Intel catfe aus, 1 Anregung nünfhge Q die mit b menhängei müsse aut Dawes« erfüllen ui leichtern. Im wei Kammer fi Der Jau was es do Jür eine lionen 0c am Etzra jedoch die 500 IHiUic .Herrio eine längere chen Aep, tun gen ui Plan zwA Eichungen ■ nutgege' täte führ gegei Deutschland ble-bt 5rar Amerikas S*en ebensolange Achtet ist, Amerika seif ^direkt has es e an ber ist. JJJ Är c"e bargn ungeschützt Ale wer Jorb ife NklÄ1 °ei baiäi ?.«nu & IlKfo, 'M