Samstag, 16. März 1929 179. Jahrgang Nr. 61 Erstes Blatt Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mro höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°/. mehr. Chefredakteur: Dr. Friede. Wilh. Lange. Derontwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Tett Ernst Dlumschein; für den An« zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen. tkrlcheint täglich,außer A AO Sonntags und Feiertag». JHHr ra ▼ Kichenn Anzeiger lohn, auch bei Richter« N ff BJ scheinen einzelnerRummern LAE General-Anzeiger für Oberhessen richten/ Anzeiger Sieben. v ’ SronlftMamMa"n°ii6«6. vrvS vnd Verlag: vrühl'sche UniverfitStL-vllch' und Steinörndcrei R. Lange in Sieben. Zchriftleitnng und Gefchäftrstelle: Zchulftrabe 7. EtainoL. Endlich sind nun Reichsfinanzminister und Reichskabinett, Reichsrat und Reichstag so weit, daß mit der Beratung des Reichshaushaltsvor- anschlags begonnen werden kann, der, wenn es bei uns mit rechten Dingen zuginge, schon am 1. April in Kraft treten mühte. Aber leider ist das nicht der Fall und so sieht sich die Reichsregierung genötigt, einen Rothaushalt einzubringen, der ihr die Möglichkeit gibt, auch im neuen Haushaltsjahr weiter zu arbeiten, bis eben der reguläre Haushaltsplan von den gesetzgebenden Körperschaften verabschiedet ist. Die ülrsachen dieser immerhin außergewöhnlichen Verzögerung in dem Einbringen des Etats suchte Rcichsfinanz- minister Dr. Hilferding, der am Donnerstag im Reichstag die Elotdebatte mit einer sehr zurückhaltenden und sachlichen Rede einleitete, wesentlich in der innerpolitischen Lage, wenn er auch zugab, dah die außerordentlichen Schwierigkeiten, . die dem Versuch, diesen Haushalt des ersten Rormaljahres des Dawesautachtens und der absteigenden wirtschaftlichen Konjunktur ins Gleichgewicht zu bringen, entgegenstanden, bei der Verspätung eine nicht unerhebliche Rolle gespielt hätten. Immerhin wird man einwcnden dürfen, dah gerade im Hinblick auf diese Etatnöte es Pflicht des Reichskanzlers als Chef der Regierung gewesen wäre, Hand in Hand mit dem für die rechtzeitige Vorlage des Haushalts in erster Linie verantwortlichen Reichsfinanzminister die Parteien rechtzeitig zu einer entschiedenen Stellungnahme zu zwingen und eine klare politische Lage zu schaffen, statt sich selbst von den sich immer mehr auseinander verhandelnden Parteien treiben zu lassen und dem erschreckenden Mangel an Verantwortungsgefühl Vorschub zu leisten, mit dem Erfolg, dah nun zu Beginn der Etatberatungen alles in dichte Rebel gehüllt ist und heute noch niemand weih, wie und woher eine Mehrheit für diesen Haushaltsplan zustande kommen soll. Der Reichsfinanzminister hat dieser völlig ungeklärten Lage geschickt Rechnung getragen, indem er alle Polemik vermied und sich damit begnügte, die gespannte Kassenlage des Reiches zu begründen, die Ursachen des Defizits im neuen Haushalt nachzuweisen und in kurzen Grundstrichen seine Deckungspläne ouseinandcrzusetzen. Die in den letzten Monaten sich zusehends verschlechterte K a s s e n l a g e des Reichs hat ihre älrsache wesentlich in der Gestaltung des auherordentlichen Haushalts, in dem nicht zuletzt durch verfehlte Anleihepolitik früherer Jahre ein Fehlbetrag von mehr als 700 Millionen mitgeschleppt wird. Die Lage des deutschen Kapitalmarkts macht die Deckung durch neue langfristige Anleihen unmöglich, so entstand eine von Jahr zu Jahr wachsende Verschuldung des auherordentlichen Haushalts beim ordentlichen durch die ülebernahme von Lleberschüssen des letzteren. Dieses, sowie notwendige Kursstützungsaktionen für die Reichsanleihen, Darlehen an Reichsbahn und Preuhenkasse, und sonstige Kassenvorschüsse haben der Reichskasse ein Defizit von 500 Millionen gebracht. Dazu kommt nun noch die betrübliche Tatsache, dah die infolge der rückläufigen Konjunktur und des langen Winters gewaltig angeschwollene Arbeitslosigkeit die Mittel der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung so angespannt hat, dah diese die ihr gesetzlich zustehmide Möglichkeit der Kreditaufnahme beim Deich schon in weitem Mähe in Anspruch nehmen muhte. Der Reichssinanzminister lieh dabei einfliehen, dah die Regierung eine baldige Reform der Arbeitslosenversicherung ins Auge gefaßt habe, in welcher Richtung, wurde leider nicht hinzugefügt. Run müssen die dringend notwendigen Betriebsmittel vorerst durch kurzfristige Anleihen bei der Reichsbank und den Versicherungsträgern beschafft werden, bis es die Finanzgestaltung dem Reich wieder erlaubt, den dringend notwendigen Betriebsmittelfonds aufzufüllen. In Zukunft soll durch ein Veto des Reichsfinanzministers verhindert werden können, dah über den auherordentlichen Haushalt Ausgaben ohne Deckung erfolgen. Richt toentger unerfreulich ift bas Bild, bas der Rcichsfinanzm nister vom ordentlichen Haushalt entwarf. Die Ursachen des Deft- zits sind schon vielfach erörtert. Sie liegen einmal im Anwachsen der Reparationslast um 312 Millionen im ersten Dorrnaljahr der Dawes-Zahlungen, zum andern im Ausfall von 300 Millionen Mindereinnahmen aus Münzgewinnen und vorjährigen äleberschussen. Es wird keinen einsichtigen Kritiker elnfallen, nun dem gegenwärtig amtierenden Reichsflnanz- minister allein die Schuld für diese prekäre Lage der Reichsfinanzen zuschieben zu wollen. Seinen Vorgängern fällt gewih auch ein Teil zu. Reinholds älmsatzsteuersenkung nach der so teHtg an- ghseindeten „Thesaurierungspolitik" Schllebens, it sich heute vielleicht als voreilig erwiesen. Köhlers an sich ohne jeden Zweifel bring«™ otwendige Besoldungsvorlage war ohne die .'.benso notwendige Verwaltungsreform an Haupt ind Gliedern für den Reichssäckel eine schwere Belastung. Aber Herr Hilfcrding hat in dem Dreivierteljahr, seitdem er aus der gesicherten Stellung des Finanzkritikers der Opposition in Oab verantwortliche Amt des Reichsfinanzmini- ters gerückt ist, nichts Sichtbares getan, um nun 'einerseits der immer bedrohlicher werdenden Finanzlage des Reichs, die bei der abgleitenden Tendenz der Wirtschaftskonjunktur und den machseÄen Reparationslasten vorauszusehen war, rechtzeitig Herr zu werden. 3m Gegenteil, als Morgengabe mußte die zur Regierung gelangte Welche Annuitäten soll Deutschland leisten? Die Frage der deutschen Jahresleistungen auf der pariser Reparationskonferenz. Paris, 15. März. (WTD.) 3n einer Betrachtung über den Stand der Verhandlungen der Reparationssachverständigen schreibt die Agentur HavaS: Man hebt in Konferenzkreisen die besonders günstige Atmosphäre hervor, in der gegenwärtig die Sitzungen verlaufen. Wegen dieser glücklichen Tendenz darf man annehmen, dah sehr bald die Frage der Höhe und der Anzahl der Annuitäten der deutschen Schuld in Angriff genommen werden kann, llebrigens scheint man bei gewissen Delegationen geneigt zu sein, die Annuitäten inzweiTeilezu teilen. Der eine, der bedingt sein würde, könnte mit 900 Millionen Marl beginnen, um wl hrend e ner Periode von 58 Jahren 1700 Millionen Mark zu erreichen. Dieser Teil würde für die Bezahlung der Kriegsschuld bestimmt sein. Der andere sog. unbedingte Teil würde für die Zahlung der Reparationen bestimmt sein und sich auf eine Milliarde Mark belaufen, könnte aber schneller in Form einer Anleihe mobilisiert werden. Dieser Annuitätenteil würde auf diese Weise ziemlich schnell abgetragen sein, während der andere bedingte sich progressiv erhöhen würde. Wohlverstanden tragen diese Hinweise vorläufig noch rein hypothetischen Charakter, da ja die Frage der Höhe und der Anzahl der deutschen Annuitäten offiziell in den Sitzungen des Sachverständigenausschufses noch nicht in Angriff genommen ist. lieber die schon wiedergegebenen allgemeinen Linien der Lösung, die man angeblich in gewissen Delegationen der Reparationskonferenz ins Auge gefaßt hat, glaubt der „Petit Parisien" noch mit- teilen zu können, der ungeschützte Teil der deutschen Zahlungen würde zur Deckung der von den alliierten Ländern, hauptsächlich von Frankreich, für den Wiederaufbau des ehemaligen Kampfgebietes gemachten Ausgaben dienen. Dieser Teil würde mobilisiert und das Kapital würde auf dem Anleihewege den inter- effierten Ländern in einigen Fahren eingehändigt werden. Die Amortisation dieser kommerzialisierten Schulden könnte in 37 Fahren (Dauer der Dawes- Obligationen) erfolgen. Dieser Teil der Zahlungen würde sich einschließlich der zu zahlenden Zinsen auf 1500 Millionen Goldmark jährlich belaufen. Es würde auf diese Weise eine Art Priorität für d i e Reparationen im eigentlichen Sinne des Wortes geschaffen und dieses System hätte den weiteren Vorteil, daß die finanziellen und moralischen Spuren des Krieges rascher getilgt würden. Der durch ein Transfermoratorium geschützte Teil der Zahlungen würde zur Begleichung der interalliierten Schulden verwendet werden. Die Dank für internationale Zahlungen, die diese Summe von Deutschland erhalten würde, würde sie den Vereinigten Staaten gutschreiben, was eine bankmäßige Verschmelzung der deutschen und der alliierten Schulden ermöglichen würde, ohne daß irgendeine politische Verschmelzung vorgenommen würde, auf welchen ülnterschied die Amerikaner betonteren Wert legten. Diese Zahlungen würden progressiv gestaffelt werden, in einem Zeitraum von 58 3ahren entsprechend den alliierten Schuldenabkommen mit Washington. Die Höhe der alliierten Schulden belaufe sich gegenwärtig auf über 900 Millionen Goldmark jährlich und werde in 15 Fahren 1700 Millionen erreichen. Rach dem geplanten Projekt würden die deutschen Annuitäten dieser Kategorie einer gleichen fortschreitenden Erhöhung unterworfen werden. Der ,Petit Parisien" will übrigens erfahren haben, dah man in der gestrigen Sitzung als Kapital für die geplante Zentralbank eine Summe von annähernd 100 Millionen Dollar genannt habe. Die Reparationsbank. England macht wcitergegenLachlieferungen Stimmung. London, 16. März. (WTB.-Funkfpruch.) „Daily Telegraph" berichtet aus Paris über eine hoffnungsvollere Stimmung in den Besprechungen der Sachverständigen für die Reparationsfrage. Die Arbeit am Ausbau des Gefüges der geplanten internationalen Dank schreite, so heißt es in dem Bericht, ohne wirkliche Meinungsverschiedenheit fort. Außer den Deutschen, sieht jedermann Sachlieferungen als unangenehme, wenn auch vielleicht notwendige Zahlungsart an und daS Bestreben geht aus ihre schrittweise Verminderung hin. 3n amerikanischen Kreisen wird ter Gedanke, daß die geplante Bank eine „lleberbank" sein werte, als falsch bezeichnet. Es wird erklärt, ter wahrscheinliche AnteilAmerikas am Dankkapital werde einen so geringen Teil des Gesamtkapitals ausmachen, daß die Befürchtung einer amerikanischen Beherrschung hinfällig wird. .TimeS" meldet auS Paris, es bestehe guter Grund zu der Hoffnung, daß die Organisation der Bank zur Behandlung ter Reparationen vor Ostern vollkommen entworfen und daß damit das Stadium erreicht sein werte, die entscheidend« Frage ter Höhe und der Zahl der deutschen Annuitäten zu erwägen. Die Reichsreform im Rhein-Min-Gebiei. Oer preußische Innenminister Srzesinsti antwortet auf die Vorschläge Minister Leuschners. - preußisch-hessische VerwaltungSgemeinschast auf vertraglichem Wege bei voller Wahrung der hessischen Rechte. Frankfurt a. M., 15. Mär;. Unter dieser Ueberschrsft veröffentlicht die „Frankfurter Zeitung" einen aus der Feder des preußischen Innenministers G r; e s i n s k l flammenden Artikel, der ein konkreter Gegenvorschlag auf die Anregung des hessischen Innenminister» L e u s ch n e r. ein Rheinmainische» Reichsland unter teilweiser preußischer Verwaltung ;u schaffen, ist. Rach einem kurzen Ueberblick über die Stellungnahme der Länderkonferenz. die den Gedanken. Reichsländer zu schaffen, einmütig a b g e l e h n t habe, warnt der Minister vor einer Komplizierung des ganzen Problem» durch Sonbe (formen. Vie Ablehnung hätte aber auch noch einen zweiten Grund: man wollte vermeiden, daß sich neue Formen in neuen Gebieten entwickelten, die sogleich starr werden und der endgültigen Regelung gegenüber Hindernisse bedeuten könnte. Das sei auch der Hauptgrund für seine Bedenken gegen den Leuschnerschen Vorschlag. wenn im Rhein-Maln-Geblet ausdrücklich territoriale Umgliederungen erfolgten, fo würde diese» Verfahren unzweifelhaft ganzzuLastenPreu- h e n s gehen. Aber, so fragt der Minister, ist e» denn wirklich nötig, das Hauptgewicht auf die innerbeutfdjen Cänöergrenjen ju legen? Gibt es keine andere Möglichkeit, ethnisch und ökonomisch zusammengehörige» Gebiet von den Hemmungen zu befreien, die ihm aus der staatlichen Zerrissenheit erwachsen? Hessen würde mit dem Vorschlag. eine vorläufige Lösung zu versuchen, die gerade in territorialer Hinsicht keine vollendeten Tatsachen schafft, sicherlich alle» Verständnis und alle Mitarbeit bei Preußen finden. Ls fei bekannt, daß für Hessen keine Lösung In Betracht komme, die nicht eine wesentliche finanzielle Entlastung für Hessen bedeuten wurde. Unter den heutigen Verhältnissen komme e» für alle deutschen Länder aber nicht auf höhere Einnahmen, sondern auf verminderte Ausgaben an. Den Verwaltungsapparat zu vereinfachen, bestehende Einrichtungen besser auszunuhen, Reibungen mit den benachbarten Instanzen zu verhüten, da» seien praktische Wege zu diesem Ziel. Hessen könne in feiner Eigenschaft al» Land selb ständig Verträge mit Preußen schließen, durch die e» die Verwaltung in der bisherigen Regierungsinstanz an Preußen überträgt Preußen seinerseits könnte vertragsmäßig zusicheru, diese Verwaltung mit feiner eigenen Verwaltung In der Instanz de»Oberpräsidenten zufarnmenzufaffen. Dem hessischen Gebiet bliebe seine eigene Verwaltung mindestens in der Lokalinstanz, der hessischen Bevölkerung bliebe da» hessische Staatsvermögen erhalten. Diese Verwaltungsgemeiufchast ließe sich in allen möglichen Formen — von einer losen Annäherung bi» zu festen Bindungen auch für die Gesetzgebung — ausbilden. Da» hessische Volk behielte auch seine Vertretung Im Reichsrat seine eigene Vertretung in einem Bezirksverband, im ganzen also mehr Mitbestimmung und Selbständigkeit, als mit anderen Gebieten zusammen ein Reichrlaud, also tatsächlich eine Reichvprovin; zu werden. Ls fei klar, daß Preußen daraus bedacht sein müsse, bei einer Reuordnung im Rhein-Main-Ge- biet der beteiligten preußischen Bevölkerung möglichst wenig Opfer aufanerlegen und eher Ihre besonderen wünsche zu erfüllen, vor allem habe Frankfurt, das Im Mittelpunkt de» Planes stehe, einen Anspruch darauf, aus mancherlei Schwierigkeiten des jetzigen Zustande» befreit zu werden. 3n einem Punkte allerdings ist Minister GrzefinfN mit dem hessischen Minister einig, und zwar darin, daß Hessen weder unmittelbar noch mittelbar— durch finanziellen und anderen Druck — gezwungen werden könnte oder dürfte, feine Selbständigkeit aufzugeben. Es könne aber auch nicht verlangen, daß ihm feine Selbständigkeit auf ft o ft e n der anderen Länder künstlich erhalten würde. Gerade darum liege ihm der Gedanke der freien Zusammenarbeit mit Preußen und der Anlehnung an die preußische Verwaltung viel näher als die Schaffung eine» Relchs- landes. Sozialdemokratie im vergangenen Frühsommer ihren Wählern die Senkung der Lohnsteuer bescheren, eine Maßnahme, die für den einzelnen Steuerzahler kaum spürbar war, für den Reichssäckel indes eine empfindliche Einbuße bedeutete. Run steht Herr Dr. Hilferding mit leeren Händen vor dem Reichstag, ülnd nicht nur das, um den Zehn.Mllliarden-Etat des Reiches ins Gleichgewicht bringen zu können, wurde es notwendig, ein Defizit von 600 Millionen zu beseitigen. Das kann natürlich auf der Seite der Einnahmen sowohl wie auf der Seite der Ausgaben geschehen. Der Reichsfinanzminister hat selbstverständlich auf der letzteren angefangen, leider mit nur geringem Erfolg, denn auch nach seinen Streichungen an den Ausgaben glaubt er die lleberweisungen, die nach dem vorläufigen Finanzausgleich den Ländern und Gemeinden aus dem Ertrag der vom Reich erhobenen Einkommen- und Körperschaftssteuern zustehen, um 120 Millionen Mark kürzen und außerdem noch 379 Millionen an neuen Steuern Vorschlägen zu müssen. Wie sich der Reichsfinanzminister die Verteilung dieser Steuercrhöhungen denkt, ist bekannt. Es sollen aus der Biersteuer 165 Millionen, aus dem Branntweinmonopol 90 Millionen, aus der Erbschaftssteuer 20 Millionen und aus der Vermögenssteuer 104 Millionen mehr an Steuern eingetrieben werden. In der Begründung seiner Steuerpläne wandte sich Hilferding vorwiegend an seine eigenen Parteigenossen, denen er die als Belastung des Masten- tonfums empfundene Biersteuererhöhung mit dem Hinweis auf die weit stärkere Alkoholbesteuerung in England schmackhaft zu machen suchte. Im übrigen raunt man bereits von einer engeren Liaison zwischen Sozialdemokratie, Bayrischer Dolkspartei und Zentrum um den Preis eines Verzichts auf die Biersteuererhöhung. Also hier scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen zu sein. Hochinterestant war bann das kleine volkswirtschaftliche Privatissimum, das Herr Hilferding seinen sozialistischen Parteigenossen über die zwingende Notwendigkeit der Kapitalbildung hallen zu müssen glaubte. Auch er hat es schon spitz, daß die Frage ausreichender Kapitalneubildung aus eigenen Mitteln dos A und O unserer Wirlschastsentwicklung ist und auch im wohlverstandenen Interesse der deutschen Arbeiterschaft liegt, da nur genügendes Eigen- kapital eine Erweiterung der Produktion und Beschaffung ausreichender Arbeitsgelegenheit zuläßt. So plaibicrte der Minister für einen teilweisen Aus- gleich des Haushalts durch Erhöhung der Konsumsteuern, um später genügend Bewegungsfreiheit zu haben, vor allem einmal die auch von ihm als notwendig erkannte Senkung der direkten Steuern in Angriff nehmen zu können. Für einen sozialdemokratischen Finanzminister gewiß ein erfreulicher Beweis von Unvoreingenommenheit. Leider will dazu allerdings fein Vorschlag auf Er- Höhung der Vermögenssteuer schlecht passen. Das geringe Zugeständnis, das das Reichskabinett den bürgerlichen Parteien durch die Steuersenkung für die mittleren Vermögen bis 25 000 Mark gemacht Halle, hat der Reichsrat wieder beseitigt. Es wird sich nun zeigen müssen, was ter Reichstag dazu zu sagen hat. Wie überhaupt das Schicksal des Etats und der Hilferdingschen Deckungsvorlage im Ganzen noch in höchstem Maße ungewiß ist. Die Deutsche Dolkspartei hat die Forderung ausgestellt, den Haushalt ohne jede Steuererhöhung in» Gleichgewicht zu bringen, sie hat sich allerdings ihre Vorschläge für die Streichung von Ausgaben — das dann ja allein noch bleibende Mittel zur Ausbalancierung des Etats — für die Beratung im Reichstag selbst ausgehoben. Von diesem erfreulich mutigen und energischen Vorstoß angeregt, hat geradezu «in Wett' lauf von Einsparungsprogrammen der Parteien und Wirtschaftsverbänte eingesetzt. Dürfen wir das als ein erstes schwaches Zeichen für die Rückkehr zur Vernunft nehmen, für die Rückkehr zu den Praktiken ter in diesem Falle wirklich einmal „guten, alten Zeit", in ter die Regierung der Volksvertretung jeden Pfennig aus dem Volksvermögen In zähem Kampfe entreißen mußte, in ter das Par lament sich noch seines vornehmsten Rechts der Finanzkontrolle bewußt war und, wenn auch gelegentlich kurzsichtig und unheilvoll, so doch im allgemeinen zu größter Sparsamkeit zwingend, die Hand auf dem Staatssäckel hielt? In den Nachkriegsjahren hatte sich dies Verhältnis zwischen Regierung und Parlament merklich verschoben, ja geradezu u m - gekehrt. Waren schon in der Inflation die Zahlenbegriffe bedenklich ins Wanken geraten, fo überboten sich bald dis Parteien mit einem Blick auf ihre Wähler in kostspieligen Anträgen, es willig der Regierung überlastend, woher sie die Mittel zur Durchführung all ter vielgestaltigen und teueren Wünsche eines stets bewilligungssreudigen Parlaments nehmen sollte. Wir möchten wünschen, daß mit dieser Hebung nun endgültig und gründlich aufgeräumt werte, und die Etatdeballe des Notjahres 1929 ein ernstes Besinnen des Parlaments auf feine Rechte, aber auch auf feine ernste Pflicht fein möge. Auch das wird ein Schritt, und ein nicht zu unterschätzender, zur Gesundung unserer öffentlichen Finanzgebarung jein. ein Oie Wetterlage. LlmBraunschweiqsAnschlußanpreußen Braunschweig. 15. März. (WB) In einer aus dem ganzen Londe, aus Kreisen der Industrie. des Handels, des Gewerbes und der Landwirtschaft stark besuchten Versammlung des Landesverbandes der Deutschnationalen Dolkspartei des Landes Braunschweig wurde nach eingehender Aussprache der Beschluß gefaßt, die Landtagsfraktion zu beauftragen, unverzüglich im Landtag den Antrag einzubringen, die Regierung zu e^uchen, sofort mit Preußen in Verhandlungen einzutreten wegen des An- schlusses Brauns chweigs an Preußen. meinden das Zuschlagsrecht zur Einkommensteuer gegeben wird. Sonst wurden nämlich die ungerechten Real steuern noch weiter erhöht werden. Aus diesem Grunde können wir auch der Kürzung der Heberwersungen an die Länder und Gemeinden nicht zustimmen. Abg. Schlange-Schöningen (On.) •woatc’ifv» oBeite», o «em oeaeeii. 9 -om* 9 otautv • $chncc g «raupein. • Netxi HGrwiner^wnwiiee.^. *• «irotr» On $ mssiot' ivdwwHt q Huf machet tgrd-m en Weite fliegtn mit dem viele. PK oeioeti SUMflC« jteitenoee Za» re geien die Temperatot «a Pk Limen eeromdeo Ort» eit 1KKMM Oie Parteien und der Reichsetat. Oie Gparvorschlage der Dolkspartei und der Demokraten. — Ein Rededuell zwischen Reichskanzler Müller und Schlange-Schöningen. Besatzungsdebatte in der pariser Kammer. Heftige Angriffe auf Kriegsminifter Painlevs. Paris, 16. März. (WTD.) Die Minister haben einen Kabinettsrat abgehalten, der sich ausschließlich mit der Frage beschäftigte, welche Strafmahnahmen der Kriegsminister bei der Interpellationsdebatte über die Gesund - heitsverhältnisse bei der Rheinlandarmee anlündigen wolle. Diese Interpellationsdebatte hat dann heute nachmittag unter sehr starkem Andrange des Publikums begonnen. Als erster Interpellant wies der Sozialist Barthe darauf hin. daß die Zahl der Todesfälle unter den Soldaten viel größer lei als bei der Zivilbevölkerung. In den Garnisonen, in denen die notwendigen hygienischen Maßnahmen getroffen worden seien, sei leine ungewöhnliche Sterblichkeit au verzeichnen. Der Redner fragte, ob es wahr sei, daß die Sanitätsbehörde dem Kriegsministerium den Ernst der Lage zu verheimlichen versucht hätte. Barthe verlieft darauf Schreiben von jungen Soldaten, die sich über die schlechte Ernährung beschwerten. Barche behauptete, daß in Trier eur Maskenball stattgefunden habe, als bereits 40 Soldaten gestorben waren. Einige Offiziere hätten nicht zu dem Fest gehen wollen, hätten aber Defehlerhalten,zuerschel- nen. Als der Besuch der Llntersuchungs- kommis ion. an deren Spitze Warscyall P e t a i n stand, angekündigt wurde, sei plötzlich befohlen worden, alles in Ordnung zu bringen, namentlich die Küchen und Spitäfer. Es kommt dann wiederholt zu außerordentlichen Lärm- s z e n e n. als die Abgeordneten der Linken einem Abgeordneten der Rechten vvrwerfen, er lache über die traurigen Vorfälle. kriegsminifter Palnlevs erklärte, sofort nach Eintritt der Grippeepidemie habe er einen Generalinspektor ins Rheinland entsandt, um für die notwendigen Maßnahmen zu sorgen. Allerdings sei das Sanitäterpersonal für die ganze Armee unzureichend, und wegen der auch In Innerfrankreich herrschenden Grippeerkrankungen habe man nicht die notwendigen Zivilpersonen rekrutieren können. Die festgesetzten Einzelfälle seien teilweise übertrieben worden. Soweit sie zutreffen, würden Sanktionen getroffen werden. Beispielsweise habe der Kommandant von Trier die moralischen Fehler begangen, Festlichkeiten zu organisieren und dadurch die Trauer der heimgesuchten Familien noch erhöht. Er werde bestraft werden. Auch in der Epidemiezeit vorgenommene Klebungen. wie Appelle. Märsche trotz großer Kälte usw. würden Strafen für die verantwortlichen höheren Offiziere nach sich ziehen, ebenfalls die Verfehlungen gegen die Vorschriften über die ausreichende Versorgung mit Kohlenvvrräten. Die Familien der Opfer würden durch Pensionen, die durch besondere steuerliche Maßnahmen auszubringen seien, entschädigt werden. Im weiteren Verlaufe der Kammerdebatte wurde von Ministerpräsident Poincare folgende Tagesordnung angenommen: Die Kammer gedenkt mit Bewegung der im Rheinland gestorbenen französischen Soldaten, sie entbietet der Armee der Republik den Ausdruck der Sympathie des Landes und rechnet damit, daß die Regierung den durch die Todesfälle betroffenen Familien die Anteilnahme des Landes durch Fürsorge bezeugt, die gerechtfertigten Maßregeln ergreift und die Gesundheit der französischen Truppen mit allen möglichen Mitteln schützt. (Beifall rechts.) Reichskanzler Müller erklärt, Schlanges Kritik an dem parlamentarischen System richte sich eigentlich gegen die Hohenzollern. die dieses System am 28. Oktober 1918 «ingefuhri hätten, weil das alte System völlig zusammengebrochen war. Bei besserem Gedächtnis hätte Schlange die alten Kamellen wohl nicht aufgewärmt. Er solle lieber die Frage erörtern, warum er und seine Freunde damals die Revolution nicht aufge- halten haben. Demnächst wird das Ostpreußen- Programm verabschiedet; da sollte Herr Schlange, wenn er von der Not des Ostens spricht, diese, Not doch nicht noch vergrößern dadurch, daß er so maßlose Angriffe gegen die deutsche Regierung richtet. Der ostpreußische Prooinziallandtag hat in einer Entschließung der preußischen Regierung und der Reichsregierung den Dank Ostpreußens für die Hilfsmaßnahmen ausgesprochen. Diese ostpreußlsche Stimme wiegt mehr als die pommersche Stimme des Herrn Schlange. Ich denke von den Ostpreußen viel besser als Herr Schlange. Diese kerndeutsche Bevölkerung wird ebenso wie die an Rhein und Saar so treu zum Reiche halten, daß wir gar keme Sorge haben, sie würde sich durch irgendwelche ausländischen Einflüsse abspenstig machen lassen. Wir lehnen es ab, nach deutschnationalem Rezept, einen Defizitetat vorzulegen. Wird von der Opposition hier die Annahme eines balancierten Etats vereitelt, dann darf diese Opposition nicht die Verantwortung ablehnen, selbst eine Regierung zu bilden und einen anderen Etat vorzulegen. (Beifall bei der Mehrheit.) Der Haushaltsplan und der Notetat werden dem Haushaltsausschuß überwiesen, die Deckungsvorlagen dem Steuerausschuß. Die Abstimmung über den nationalsozialistischen Mißtrauensantrag gegen den Reichsinnenminister findet am Montag statt. Wettervoraussage. Das seit letztem Samstag über den britischen In« seln lagernde stationäre Hochdruckgebiet, besten Aus- laufet sich über Mitteleuropa erstreckten, wandert in südöstlicher Richtung über den Kontinent weiter. In seinem Kern, der heute morgen den größten Teil von Deutschland mit in seinen Bereich nimmt erfolgte weiterer Luftdruckanstieg bis über 775 Millimeter. An der Vorderseite des Hochs haben kältere Luftmassen sowie Aufklaren zu leichterem Nachtfrost geführt. Die Frostgrenze erstreckte sich von her Leine ab über das östliche Deutschland. Hrer lagen die Temperaturen in den heutigen Morgenstunden ein bis zwei Grad unter Null und in Königsberg sogar sieben Grad unter Null. Westlich der Leme liegen die Werte über Null und erreichten dort Morgentemperaturen von plus drei Grad. Obwohl sich der hohe Druck weiter über den Kontinent forb bewegen wird, so führt sein Einfluß vorläufig noch zu trockenem und aufheiterndem Wetter Da d>e Nebeldecke lichter wird und mehr lokale Bildungen auftreten, so besteht während der vielfach klaren Nacht die Gefahr eines Temperaturrückgangs b,s unter Null Grad. Wettervoraussage für Sonntag- Trockenes, morgens nur stellenweise neblig-wolkiges, tagsüber aufheiterndes Wetter mit Erwärmung, nachts Gefahr leichter Sttahlungsfröste. Wetterooraussaae für Montag: Noch vorwiegend trockenes Wetter, teilweise leicht bewöttt, tagsüber mild. ßufüemperaturen am 15. März: mittags 4,9 Grad Celsius, abends 3,5 ©rat); am 16. März: morgens 2,3 Grad. Max.mmn 5,7 Grad, Minimum 1,1 Grad. — Erdtemperaturen am 15. März: abends Grad; am 16. März: morgens —-0,2 Grad Celsius im besetzten Gebiet zu erhalten. Der erste Flugplatz wird noch im Laufe dieses Jahres in Erbe n h e i m eröffnet werden. In Koblenz kann mit dem Dau noch nicht begonnen werden, da das einzige geeignete Gelände vom französischen Militärbefehlshaber nicht freigegeben wird. In Kaiserslautern ist man eben dabei, einen Bauplan zu entwerfen. Die Entwürfe werden von der Besatzungbehörde einer scharfen Rach- prüfung unter dem Gesichtspunkt unterzogen, ob sie mit den Entmilitarisierungsbestimmungen des Versailler Vertrages in Einklang zu bringen sind. Der Herzog von $orf inBerlin Ein intercsjanter britischer Kommentar. Berlin, 15.März. (Privat.) Der Herzog von Pork, der zweite Sohn des Königs von England, weilt augenblicklich in Berlin. Er kam auf dem Wege nach Oslo, wo er an der Hochzeitsfeier des norwegischen Kronprinzen teilnehrnen wird, über Berlin und benutzte diese Gelegenheit dazu, sich in der deutschen Reichshauptstadt umzusehen. Der Herzog hat bei dem Herrn Reichspräsidenten seine Karte abgegeben, die dieser durch Staatssekretär Dr. Meißner erwiderte. * Unter der Ueberschrift „Der Herzog von York in Berlin — ein verändertes Deutschlan d", führt „Daily Chronicle" in einem Leitartikel aus: Es war ein glücklicher Gedanke, der den Herzog und die Herzogin von York veranlaßte, auf dem Wege nach Oslo zu den Vermählungsfeierlichkeiten im norwegischen Königshaus Berlin einen inoffiziellen Besuch abzustatten. Die Stimmung in England gegenüber Deutschland und im großen Maße die Stimmung in Deutschland gegenüber Großbritannien haben das Stadium erreicht, wo man wünscht, das Vergangene zu vergessen, und es müßte ebenso natürlich für einen britischen Prinzen fein, die Hauptstadt der deutschen Republik zu besuchen, wie in Parts oder Neuyork vorzusprechen. „Daily Chronicle" ist überzeugt, daß das Herzogspaar aus Berlin den Eindruck mit» nimmt, daß die Republik in Deutschland eine greifbare Tatsache ist. Das Blatt schließt: Wir sind der Ansicht, daß eine engere englisch-deutsche Freundschaft (die nicht im geringsten der englisch-französischen oder der englisch-amerikanischen entgegengesetzt ist) von vitaler Bedeutung für den Fortschritt der Zivilisation und für den Frieden in Europa ist, und wir begrüßen jede Episode, die in ihrer Richtung deutet. Flugplätze im besetzten Gebiet. B e r l i n. 16. März. (Priv.^el.) Rach schwie- *aen Verhandlungen ist es gelungen, Die 3 u - strmmungderInteralltiert e nD her n- landtommifsion zum Dau von Flugplätzen Abg. Reinhold (O.): Die Entwickelung der deutschen Wirtschaft hat gezeigt, daß die optimistischen Erwartungen der Experten beim Abschluß des Dawes-Paktes sich in keiner Weise erfüllt haben. Die deutsche Wirtschaft hat ein starkes Kapitalbedurf- nis aber sie kommt durch die starke Belastung, der sie ausgesetzt ist, nicht zu der erforderlichen Kapitalbildung. Der deutsche Unternehmer muh 646 000 Ml. für Steuern und soziale Abgaben aufbringen, während unter gleichen Verhältnissen ein schweizer Unternehmer nur 125 000 Mk. dafür aufbringen muß. Der deutschnationale Abgeordnete Dr. Oberfohren hat mich ganz unrecht für die Entstehung des Defizits verantwortlich gemacht. Die vor mir eingeleitete Steuersenkung war notwendig. Vorher hatte der deutschnationale Finanzminister eine Thesaurierungs- I Politik getrieben, bei der die Substanz der Wirtschaft angegriffen wurde und überflüssigerweise | so große Summen in die öffentlichen Kaffen flössen daß infolgedessen die deutsche Dawes- Abgabe an das Ausland um 300 Millionen erhöht wurde. Diese 300 Millionen jährlich sind ein wirklicher Verlust für die deutsche Wirtschaft. (Lebhafte Zustimmung bei der Mehrheit.) Es ist auch nicht richtig, daß durch die Stützung der sogenannten Reinhold-Anleihe das Reich Geld verloren habe. Dabei haben nur die Banken Geld verloren. Mit dem Finanz- minister haben wir den Willen, einen wirklich ausbalancierten Etat zu erreichen. Eine Vereinfachung der Verwaltung wird sich nur bei einer organischen Reichsreform durchführen lassen. Der Aufruf des nordamerikanischen Präsidenten Coolidge an alle Regierungsstellen, einen einschneidenden Feldzugsplan zugun st en der Steuerzahler zu entwerfen, hat tn wenigen Jahren zu großen Ersparnissen geführt. Zu einem solchen Feldzug hätte das arme Deutschland mehr Veranlassung als das reiche Amerika. Wir sollten die Regierung noch einmal auffordern, den Etat daraufhin duichzuarbeiten, wo weitere Abstriche gemacht werden können. Beim Derkehrs- minifterium könnte geprüft werden, ob die Subventionen für die Luftschiffahrt tn dieser Höhe notwendig sind. Bei den Kanalbauten könnte gespart werden, zumal sie den Arbeitsmarkt wenig entlasten. Die vielen kleinen Druckereien der einzelnen Verwaltungsstellen arbeiten unwirtschaftlich. Beim Reichswehrministerium kann viel gespart werden. 120 bis 150 Millionen würden sich nach unseren Vorschlägen vom Gesamtetat abstreichen lasten. Die Kürzung der Zuweisungen an die Länder und Gemeinden darf ein gewisses Maß nicht überschreiten, well wir eine Erhöhung der Realsteuern unter allen Umständen verhindern wollen. Im Finanzausgleichsgesetz sollte endlich der §35 beseitigt werden, der leistungsunfähigen Ländern die Selbständigkeit auf Kosten der übrigen gewährleistet. Das Minifterpensionsgesetz sollte endlich vorgelegt werden. Reichsbahn und Reichspost wären durchaus in der Lage, w e i t g r ö ß e r e B e t r a g e I aus ihren Gewinnen an das Reich abzuführen als bisher. Die Sozialversicherung kann so umgestaltet werden, daß nicht die hohen Mlllionenbeträge in den Kassen liegen, sondern der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Die Arbeitslosenversicherung darf nicht weiter so aucgenuht werden, wie es jetzt beispielsweise dadurch geschieht,, daß die Dauern ihre Söhne als „Arbeiter austauschen, damit sie im Winter Arbeitslosenunterstützung beziehen können. (Hört! Hört!) Der Finanzminister hat vor sich einen Reichstag, der einig ist in dem Bestreben, die Sparsamkeitspolitik zu unterstützen. Möge er seine Stunde nutzen. Abg. Drewitz (W.P.) meint, bie Wirtschaftspartei betrachte Reich, Länder und Gemeinden nicht als Versorgungsmstt- tute. Mit den Deckungsvorschlägen der Regierung sei die Wirtschastspartei nicht einoerftanben. Die Besteuerung der öffentlichen Betriebe würde bedenklich fein, wenn nicht gleichzeitig den Ge- Aus aller Wett. Die Psiugstlagung des B. D. A. in Kiel. In besonders weit gespanntem Rahmen findet vom 16. bis 21. Mai die 48. Jahrestagung des Vereins für das Deutschtum im Ausland in Kiel statt. Die Beteiligung dürfte besonders stark werden. Mindestens 20 000 Jugendliche aus dem Reich, Oesterreich und den deutschen Außengebieten nehmen an der Tagung teil. Aus der großen Fülle der Sitzungen und Besprechungen seien hervorgehoben: 17. Mai: eine Frauentagung und Hauptvorstandssitzung, am 18. Mai: Hauptausschußsitzung, Hauptversammlung, Presseoertretersitzung, Schleswig • Holstein • Abend, Soortkämpfe von etwa 3000 Jugendlichen. Der Pfingstsonntag wird wieder durch Festgottesdienst und eine Morgenfeier am Ufer der Kieler Förde eingeleitet. Es folgen Studententagung, Jugendtagung, Wettspiele und Singestunde der Jugend. Der Pfingstmontag bringt Tagungen der Berufsgrup- penoertreter, eine Bauern-, Handwerker-, Arbeiterund Angestelltentagung. Eine „Stunde der Volksgemeinschaft" vereinigt zu Vorträgen und einem Mos- senkinderchor aller Kieler Schulen die Tagungstell- nehmer in der Nord-Ostseehalle. Feftzug und Fackelzug folgen. Der Dienstag bringt Einzelbesprechungen und Ausflüge. Die Kieler Tagung verspricht unter besonders starker Anteilnahme des gesamten Deutschtums ein gewaltiger Auftakt für die große Jubi - läumstogung 1930 zu werden, die auf Einladung des Deutschen Schuloereins „Südmark" wahrscheinlich in Salzburg stattfinden wird. Arbeitsztrang in Amerika. Wie bi« ,^imeS" melden, hat sich die Reu- Yorker Polizei, um die wachsende Kriminalität zu bekämpfen, zu einer radikalen Maßnahme entschlossen. Der Eommissioner Wha len hat jene aus der Zeit deS Krieges flammen be Verfügung wieder in Anwendung gebracht, die jedermann eine Beschäftigung oder einen Entschuldigungsgrund für Müßiggang vorschreibt. Also kann jetzt jedermann, auch der elegant geklÄdel-e Mister, darauf gefaßt sein, angehalten, verhört und vielleicht gleich von der Straße fort verhaftet zu werden. Die Polizei frohlockt über das neue System, denn eS hat erstaunliche Erfolge zu verzeichnen. Berlin, 15. März. (VDZ.) Die allgemeine Aussprache über den Etat für 1929 wird fortgesetzt. Abg. Dr. Cremer (D.Dp.) erklärt: Der gegenwärtige Zustand der Wirtschaft mache es ganz unmöglich, ihr weitere steuerliche Lasten aufzuerlegen. Schon 1927 habe die steuerliche Belastung der deutschen Wirtschaft mehr alseinDiertel des ganzen Rationalvermögens betragen, zusammen mit den sozialen Lasten mehr als ein Drittel. Inzwischen habe sich das Verhältnis noch ungünstiger gestaltet. Alle Kenner der Wirtschaft seien einig mit der Deutschen Volkspartei, daß der Etat nicht neue Belastungen der Wirtschaft bringen dürfe. Es handele sich also bei dieser Forderung nicht um das Ultimatum einer Partei an andere Parteien, sondern um daS Ultimatum der deutschen R o t und des Wirtschaftszusammenbruches an die Gesamtheit aller verantwortlichen Stellen. Es ist durchaus möglich, über 200 Millionen bei den verschiedensten Etatspositionen zu ersparen. Die Volks- Partei hat gut durchgearbeitete Vorschläge dieser Art schon gestern der zuständigen Stelle überreicht, die noch ergänzt werden sollen. Bei der Kürzung der Ueberroeifungen an die Länder und Gemeinden muß verhindert werden, daß die Folge eine Erhöhung der Real- flenet ist. Ls ließe sich leicht nachweisen, daß die Länder und Gemeinden sehr gut in der Lage sind, auf 3,5 v. h. ihrer Einnahmen zum Reich zu verzichten. Eine Erhöhung der Realsteuern wäre deswegen nicht notwendig. Angesichts der Steigerung der Reparationslafl muß nicht nur das Reich, sondern müssen auch Länder und Gemeinden ihre Ausgaben einschränken. Die von uns vorgeschlagene Besteuerung der öffentlichen V e r s o r g u n g s b e t r i e b e ist eine Forderung der Gerechtigkeit, denn bei der Steuerfreiheit der öffentlichen Betriebe ist ihre Kalkulationsgrundlage ganz anders als bei den privaten Gas« und Elektrizitätswerken. Die Besteuerung der öffentlichen Betrieb« brauckte keineswegs zu einer Erhöhung der Realsteuern zu führen. Diese Besteuerung würde aber dem Reich eine Mehreinnahme von siebzig bis achtzigMillionen bringen. Wenn wir in diesem Jahre ohne neue Steuern auskommen, so wäre das schon ein großer Erfolg, denn die Zukunft liegt noch im Dunkeln. Wir werden freilich jetzt sckon Sparmaßnahmen für die Zukunft vorbereiten. Die jetzig« finanziell« Gestaltung der Arbeitslosenversicherung ift jedenfalls unhaltbar. Es wird zu prüfen fein, wie die Leitungen der Versicherung in Beiträgen angefaht werden können und wie verhindert werden kann, daß die Leistungen auch solchen Leuten zufließen, • die im gesetzlichen Sinne nicht unterstühungs- berechtigl sind. Ein Umbau der Alters- und Inva- liditätsversicherung wird sich nicht mehr lange aufschieben lassen. Wir wollen durch eine Stärkung des Einflusses des Finanzminifters eine Sparsamkeitspolitik ermöglichen. Der jetzige Zustand ist nicht von uns geschaffen worden. Wir haben keine Koalitionsregierung, sondern wir sind aufgefordert worden, in ein Kabinett der Köpfe einzutreten. Hier (auf den Regie- rungstisch weisend) sitzen diese Köpfe (Heiterkeit.) Die Teilnahme prominenter Parteimitglieder an der Regierung bindet die Parteien nicht an die Regierungsbcschlüsse. Wir wollen uns nicht in ein Schiff setzen, dessen Kurs wir nicht kennen. Wir fordern Sie ehrlichen Herzens auf, und nicht durch Ultimatum Schwierigkeiten zu machen, sondern, um die Situation zu erleichtern, unsere Ersparniswünsche ernsthaft zu prüfen unter der Führung der Regierung. Die Regierung ist verpflichtet, ihrerseits führend die Möglichkeit und das Ausmaß dessen zu zeigen, was wir alle gemeinsam erreichen wollen. erklärt, die Regierung habe das SOS-Zeichen aufgezogen. Sie liege vor dem Hasen tote ein Panzerkreuzer mit schwerer Schlagseite, dessen Kapitän hilflos auf der Drücke steht, wahrend die Seeleute unter bewährter Führung von Dttt- mann und Wels meutern und die Passagiere fluchtartig das sinkende Schiff verlassen. Der Redner erinnert an die große nationale® e- f ahr im Osten, wo eine tausendjährige deut- sche Kultur versinke, während überlebensgroße Phantasten bei uns es für notwendig halten, der Welt ein Beispiel kultureller Großmut zu geben. Man fühle sich im Osten verraten und verkauft, im Zustand permanent drohender Kriegsgefahr. Es würde ein Aufatmen durch die Ration und ein Aufhorchen durch die Welt gehen, wenn wir einmal aufhörten, die Sprache der grundsätzlichen Demut zu sprechen. Der grundsätzlich« Gegensatz bestehe dann, daß an der Schwelle großer Revolutionen der Weltgeschichte der gepanzerte Krieger zum Schutz der nationalen Eigenart gestanden habe, an der Schwelle der deutschen Revolution aber der internationale Phantast mit der Flagge der Kapitulation. Für den Augenblick werde man über das Schlimmste Hinwegkommen, indem die Menschen sich zu einer großen Fraktion der Vernünftigen zusammen chtteßen, die gesinnung-mäßig zusa.nmeng h ren und zum Handeln entschlossen sind. Für die Dauer werde man aber immer wieder vor der Entscheidung stehen: Entweder g:ht Deutschland zugrunde an der Unvernunft des Systems, oder dieses Sys^m geht zugrunde an der Vernunft des deutschen Volles. Wir Deutschnationalen stellen an bie Spitze dieses Etats der Hilslosigkeiten den Satz: Wir wollen, daß dieser übertriebene Parlamentarismus ft erbe, damit Deutschland leben kann. ■Jan nayei Röst -2 W frtnKl 320 Freitag. d.15.Marz 1929,7» aöds. o I O Pertn/ c 4 O d Der klage. B i ® Die IWW 0 Fernsprecher 51 Schulstrahe 7 Adreßbuch derStadt und des Kreises Gießen 1929 Oberhessischer Adrehbuchverlag Brühl'sche Univ.-Buch- und Steindruckerei R. Lange, Giehen statt. Die 264 .Mit 2. Ouver- Bagdad", Romanze, Grünkohl 50 bi« 60; Rosenkohl 75 biS 80; Feldsalat 250 biS 300; Endivien 150; Tomaten 80 bis 100; Zwiebeln 25 biS 30; Meerrettich 50 bis 150; Schwarzwurzeln 90 bis 100; Kartoffeln 7; ausländische Aepfel 60 bis 90; inländische Aepfel 30 bis 40; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 100 bis 110; Suppenhühner 100 bis 120; Tauben 80 bis 85; Düsse 70 bis 80; das Stück: Eier 17 bis 18; Blumenkohl 80 biS 160; Salat 40 bis 45; Salatgurken 140 bis 150; Lauch 25 bis 50; Rettich 20 bis 30; Sellerie 20 bis 100; das Bund: Radieschen 40 Pfennig; der Zentner. Kartoffeln 6.50 Mark. Bornotizen. — Tageskalender f ü r Samstag. Vogelsberger Höhen-Club (D. H. C ): 21. Stiftungsund Auszeichnungsfest, 8,30 Uhr, im Cafs Leib. — Gesangverein .Frohsinn": Kommers anlässlich des 45. Stiftungsfestes, 9 Uhr, .Stadt Wetzlar". — Wandervogel Höhenflug: Lichtbildervortrag, 8,30 Uhr, Frankfurter Hof. — Gießener Ruder- Gesellschaft 1877 e. D.: General-Versammlung, 9 Uhr. — Giehener Schwimmverein: Wonatsver- sammlung. 8,30 Uhr, im Hotel Köhler. — Geflügel- und Vogelzucht-Verein: Monatsversammlung, 8.30 Uhr, im .Hessischen Hof". — Oberrealschule Giehen: Zeichen-Ausstellung, 16 bis Die Hauslisten werden wahrend der nächsten Zeit bei den Hausbesitzern oder ihren StelVertretern durch Polizeibeamte abgegeben. Zur Erlangung einer einwandfreien Einwohner- ausnahme ist es erforderlich, dah jeder selbständige Hausbewohner seinen Eintrag eigenhändig vornimmt, und zwar muh der Eintrag in der Reihenfolge der Stockwerke erfolgen; der Hausbesitzer tragt sich jedoch zuerst ein. Rach einigen Tagen werden die Listen von der gleichen Stelle wieder eingefordert, bei der sie n'rederc;eleg1 wurden. - Die Einwohnerschaft Giehens wird dringend darum gebeten, die Aufnahmearbeit durch sorgfältige Einträge und pünktliche Berei stellung der Listen freundlich t zu unterstützen. Rur so kann die dem Vorteil der Allgemeinheit dienende Genauigkeit des wichtigen Nachschlagewerkes erzielt werden. Der Bezug des Adrehbuches wird nur bei vorheriger Bestellung durch die Hausliste gesichert. Geschäftswelt zur Benachrichtigung, dah neben der Hausliste eine Firmenliste abgegeben wird, die d:n geschäftlichen Notwendigkeiten für die neue Adrehbuchausgabe eingehend Rechnung trägt. Der eigene Vorteil aller Geschäftsleute ist es, dah sie diese Sonderliste sofort und vollständig ausfüllen; sie wird gleichfalls nach einigen Tagen wieder abgeholt werden. Wie in großstädtischen Adreh« büchern werden Zusatz- und Fettdruckzeilen sowie Empfehlungs- Kästchen im Einwohner- und im Gewerbeverzeichnis eingefügt werden. Darüber hinaus steht geschäftlichen Unternehmungen der Anzeigen-Anhang offen. Vereins- und Kassen-Vorstände sowie andere am Derernswefen Dekeiligte wahren die Belange ihrer Vereine durch entsprechende Einträge in die dafür vorgesehene Abteilung der Hausliste oder durch unmittelbare schriftliche Meldung beim Adrehbuchverlag. Diese Meldungen müsien mindestens enthalten: 1. Name des Vereins oder der Kaffe, 2. Namen des Vorsitzenden, Schriftführers und Kassiers, 3. Angaben über gufammenkünste, Uebungsstunden u. dgl. m. Dis zu 5 Zeilen find kostenlos. stiger Witterung am Liebigdenkmal Mufikfolge ist: 1. Armeemarsch II, Bomben und Granaten", B. Dilse. türe zur Oper „Der Kalif von Boitzldieu. 3. .Frühlings-Erwachen", Mi BÄÄ jton Reich, oe|t 1 vulle der Simin. Woben: 17. t V^sitzung, am Der' utd) MottisM n9?r W Wim, Äugend, der Jugend. Der en der Berus-grup. mdwerker-, Arbeiter- «tunde der Lollsge- gen und einem Mas- die lagungsleü: ■ Ksizug und 5adeb * Einzeibefprechungen R6 versprich, unter des gesamten Deutsche w die große Äubj. oerden, die aus Ein- inr Mdmark' wahr: tlfinben wird. Dwrrila. . hat sich die Reu- chstnde Kriminalität iMlalen Maßnahme inet Whclen Hal ges ftammanbe Dn- j gebracht, die jeder- er einen Entschuld!- } vorschreibt. Alsa er elegant geklsdeie angehalkn, verhört >t Straße fori vev> vlizei frohlock! über hat erstaunliche 6t» die wundervolle goldklare Haarwatchseife für jedes Haar, auch als Shampoon 3> biS 22 Ubr: Der mufiergone tiuftfutel in 3 Aus». vonAvern voDrooob, iüt d. deutsche Bühtre bearb. v. B. 'l'ogfon. 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März 1929 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Nr. 64 Zweites Blatt 'M« D Tt 1206 auttit djt S#: SÄ enßS älr'v arl Ti. iWaldlvorivlatzi i.SdjQler.Oufltnt' liebt il Aktive. TielyottlMnu ntum d)L en. m in» R2 er o Pb. 11 rn u m M na- lernen otf- 1398 ’itfl 36U IenfettS der Karawanken und Karmischen OH- pen, wildem Kalk, beginnt schon fremdes Land: Königreich der Serben, Kroaten. Slowenen und Königreich Italien. QIn den Grenzen des kleinen Landes Kärnten endet das grobe Vaterland Deutschland. Dies muh dem deutschen Bewußtsein ganz nahe gerückt werden. Der Frciheitskampf der Kärntner nach dem Weltkriege, der erst mit der Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 sein glückliche- Ende fand, war nicht nur die Episode einer begrenzten Landschaft. Er war zu einer Zeit in der die ganze Station in schwerem Fieber lag.'ein Manifest für die Gewalt deS deutschen Geistes, für die geheimnisvolle Kraft der deutschen Seele. Daß das Schicksal des gröberen Vaterlandes damals gerade in dem äußersten südlichen Winkel ein Beispiel schuf und von dort unten einen Strahl neuer Hoffnung sandte. daS darf dem kleinen, schönen, deutschen I Lande Kärnten nicht vergessen werden. MM 1- te Wett SRubttödtUlM HhB.&mnLÜ1 iUvt: IS. , Spe lreis pro 5rblll»g!üS «nM-6700 ■”RHö88a' ••"^ 7880 ' Arterienverkalkung Moderne Beleu tuns 15 Bestelle Wilhelm Schumann 13ö7 Gefütterte la Seidenschirme auf dem Neuen Friedhof. 2449D 24561) Näheres durch Bnchdruckerel H. Kobert.Crflnberg. U412D im 70. Lebensjahr. 24I9D Gießen. Bleidistr. 11, den 16. März 1929. 0133? 01340 Für die Beweise herzlicher Teilnahme beim lieben Vaters, sowie iür die Heimgang unseres aut diesem Wege Lollar, den 15. März 1929. 246t Heinz Schmidt und Schwestern. 45,22 43,96 17,16 9,38 ncäen nme Sicherh. mit Ocrotnnbeteilin. au öcrlctjcn. Lehr. Ana. unt. 01388 an d.Gie:. Anzeiger. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Marie Haas geb. Roth vielen Kranzspenden sagen wir Danksagung. Für alle Beweise der Teilnahme bei dem Tode unserer Heben Mutter herzlichen Dank. kalknna. Normalerweise tritt 2htenenreitalfnnnerft tm höhere» Al er ein. heuizutaae ntbt eS ober ict on IHcnfdjen tm besten Alter, die timet Berkalkunas- erschein, naen leid n ES empfiehlt »ich dec halb. rechtAeltta geaen die Slriericnvcifnltnnn eiwao zu iintctnehnien Am beiten sorat man durch den O'cn n des bekannten PhtlivvSburger Oerbarta- A r i erienverkalkungstee da>ü,. dan das Blttt von 2 loffwechfeiriickiianden ..ländlich sie» etr.KU, dünuflüiiia gemacht, dadurch die BirkulaiionSiähig- fett erhöht und ein Aottfdncitcn der S cifollmifl verhindert wird. Tie nachstehend nl-gebTtirften Dank- fr! reiben, etniae wentee von den vielen, die wir te- allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Louise Häuser Seb. Brosins. Danksagung. Für die wohltuenden Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgänge unseres Heben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen Minnie Oppenheimer. Gießen, den 15. März 1929. N. Id-Kl. 133 N. 2a*Sil. 69 N. 2d*Kl. 19 N. 3a*Kl. 9 N. 3d*Kl- 1 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscueiden mei ,er lieben Entschlafenen, sage ich hiermit meinen Dank. (rieben, 15. März 1929. ist fetr verbreitet. Pros. T. C- DSndigeS. eine wissen- schai liebe Automat, schreibt darüber: »Die '.'irterien- »erkalkuna tu teider in unserer Zett ebrnfolebr ver- breitet rote die Nervosität.- Ter beste Beweis dafür ist. das, ihr von 100 Menschen 25 Altin Löfer fallen. Artertenverkaltuna entsteh; durch übcxnormole Ablagerung von - lonwechselrückstanden. besonders MnltlolAtn. tn den Arterien. Vebteie werden dadurch ihrer (HaifAtiät beraubt, eS tritt alsdann Blutan- trnna Sdirotnö, Inefübl. Gedächtnisschwäche. Stopf- »netA und -.tat te tieeintrodjunnna bce »ctA- unb Jkxoenhutcme ein, Autoitlcit sind auch Schlaganfalle, die mitunter tödlich verlaufen, die »vvlae der er* sitzen, sollten auch ^bnen rreranlassnna neben, dieses abfolut nmncie und unschädltcheNaturgetrank teueb mäüiß zu nehmen: . . . bin in- 70. Lebensjahre und benutze Ihren Artertoscierofe'Tee lett einigen Wochen. Der drtola ist fiberrofd enb gilt, die Durchblutung des Körpers ist bedeutend besseraeworden, die Schwtndelaniaile sind fortgeblicbcn. Der mich del andelnde ArAt emp- fichlt mir, die Kur möglichst lange sortAusetzen. gez. E. Bartel», BerltN'Wei:;ensce. . . . Der Tee Hai mir gegen Arterienverkalkung sehr rooblnttan, die andauernden KovsschmerAen und Mißt? Wirtschaft mit und ohne Metzgerei Kolonialwaren geschalte l Bäckerei Landgüter nsw. bei billigen Preisen, so wen den Sie sich an W. Weeber, Immobilien. Butzbach. Steinbach. Frankfurt a- M. 15. März 1929. Die Beerdigung findet Montag. 18. März, nachmittags 3 Uhr statt __2434D Heute nachmittag 4% Uhr entschlief plötzlich und unerwartet Infolge Herzlähmung meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter. Schwiegermutter, Großmutter. Schwester. Schwägerin und Tante Frau Lisette Nicolaus geb. Gerhard 11 Tage vor ihrem 61. Geburtstag. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Nicolaus IV. Karl Nicolaus L und Familie Karl Huber und Familie. Steinbach b. Giehen. Großen-Buseck. den 14. März 1929. Die Beerdigung findet Sonntag. 17. März, nachtrt 3l/t Uhr statt. ofensertig. Antcuer lrolr, eichene Eartenvsostcn. 3. WeUhöfer, Scrnivr.743. Kicseru-Laughol; und .Abschnitte. Gütell. N. la- und 2b-Kl. 5 St. =--= 1,71 km „ N. 2a-Sl. 18 St. -- 9,56 fm n N. 2b»ÄI. 6 „ = 3,82 n H N. 3a-Kl. 1 „ = 1,31 „ Angebote skrrd bis zum Dienstag, dem 19. März, nachmittags 2 Uhr, nach Massen getrennt, pro Festmeter, bei unterzeichneter Bürgermeisterei cinzureichen, woselbst die Kaufbedingungen bekanntgegeben werden. 2369 D Steinbach, den 13. März 1929. Bürgermeisterei Steinbach. Lrämer. Holzverkauf. Die Gemeinde Steinbach fit. Gießen verkauft im Wege des schriftlichen Angebots im Dist. Gesang, Hutgenwald, Todenzipfen, Embach und Hangheck: Fichten-Langholz und .Abschnitte. Gütell. N. la-Kl. 171 St. = 27,88 fm Bülaltöeliieli Oberhess.Reichsb.. Stat.» neue Masch., bcirteb6fert; stiller ob. läiiicr 01351 Teilhaber bt» co. Mk. IOOoi Kavu. tonn zn nün t. Bedma. etntr. oder Betrieb kaufen. An reb. u. 9tr. 845 an Bitieid. Annoncen- Ex# *4. BleBtfX. 000 7.- 400 10.- 450 11.- 350 7.^ 50- ft- 50- 13 - 55- 15.- 40- ft*> Weinstube Raal’s ßäiiscten Wolltorstr. 34 Tel. 1520 28or Edenkobener ü).3O 27er Edenkobener Gl.40-a 26er Horheiraer .61.504 27erMosel(Zeller)GI.50A 26er Rotwein . .61.504 HanSlieferimg and) in klein'en Älenaen Sämil. Weiue sind tclntönlfl n. bestens gevilegf. 24ssu 3üt Samsiag und Sonnt, g In Aoanas-Bowle Glas 6) 4 Wein in billiger u bekömml. u,s Bier. 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März 1929,20% Llhr, im Caf6 Leib in öffentlicher Versammlung über die innen- und außenpolitischen Ziele des Zungdeulschen Ordens Den politischen Parteien und Verbanden ist Gelegenheit zu freier Aussprache gegeben. Eintritt 50 Pf. Zungdeutscher Orden e. V. D uderschaft Gießen. 3 Hapag-Nordkapfahrten mit dem Vergnügungsrelsen-Dampfer „Oceene“ vom 14. Juni bis 2. Juli, vom 4. Juli bis 22. Juli, vom 24. Juli bis N. August Fahrpreis .ftÄ 500.- und aufwärts. Hapag-Fjord- und Polarfahrt mit d. Dreischrauben-Luxusdampfer „Resolute" vom 11. Juli bis 3. August Fahrpreis A<850.- und aufwärts. Hapag-Island-, Spitzbergen- und Norwegenfahrt mit d. Doppelschrauben-Motorschlff „Orlnooo" vom 18. Juli bis 13. August Fahrprols 3LK. 825.- und aufwärts. 2 Ostsee- und Skandinavienfahrten mit dem VorgnUgunasreisen-Dampfer „Oceana" vom 14 August bis 4. September vom 6. September bis 22. September Fahrpreis .Z* 500.- bzw. Jtx 650.- und aufwSrts. Auskünfte u. Illustr. Prospekte kosten), durch die HAMBURG-AMERIKA LINIE HAMBURG und die Vertretungen an eilen größeren Platzen. Gießen: Reisebüro Loeb Seltersweg 93, Ecke SOdanlage. 443D HAPAG FÄHRTE So sind die „Odeon" - Kotierapparate Im Aussehen — ein Kofferepparat in Wirkung und Klang—ein großes Musik-Instrument. Bevor einen Musik-Apparat lassen Sie sich einen „ODEON* vorführen. Hören Sie sidi audi unsere SdiaUplatten- Neuheiten an, von denen wir ganz besonders empfehlen: 0-8734. Fledermaus, II. Akt KlchardTauber, Lotte Lehmann, Karin Branz#ll, Dr. Waldemar Staegemann, Grete Merrem-Nikledi. Chor and Orchester der Staatmper Gcaarntleltung t Dr. Weinmann. O-6678. Berliner Lehrer - Gesang- Verein tAn der ediönen blauen Donau* 0-6686. Paraphrase über „Ich küsse Ihre Hand, Madame* Kttnstlerordierter Dajoe Mia kaufen, DIE QLAL11A1SMARIF Odeon M isikapparafe und -Platten werden in allen besseren Faxhgcs^.äften bereitwilligst ohne Kaufverpfiiditung vorgeföhrt. CARL LINDSTROM A.-G., BERLIN SO 36 Bekanntmachung. TamStaa, 23. März, abends 8'1,Ubr, findet bet uiaitroirt Wtlb. Grölz HL die Generalvereammluner des Svar- u. BoridrnnvcreioS Staufenberg halt. Tagesordnung: 1. $orlaae der Rechnung und Bilanz für 1628. 2. Lertetluna von Relnqennnn. 3. Wahl eines Direktors. 4. Wahl von Auisichtsrarsmitgliedern. 5. Verschiedenes. 2445U Staufenberg, den 16. Mürz 1929. Jung. Becker. Der sparsame Kleinwagen für jedermann! neue Günstige Teilzahlungen Lieferbar offen und Limousine Verlangen Sie Vorführung 2i72D 0. Faber / Fahrzeuge Mühlatrahe 22 Telephon 1096 Bekanntmachung. Dienstag, de» 19. März 1929, findet Rindvieh. (Nutzvieh-) Markt statt; samt- licheS Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. Auftriebszeit am Markttage von 8—9% Uhr vormittags. Der nächste Schweinemarkt ist am 10. April 1929. Am Mittwoch, dem 20. März 1929, vormittags 7 l/, Uhr, wird ein Pferdcmarkt — auf dem Viehmarktplatz an der Rod- Heimer Straße — abgehalten werden. Gießen, den 16. März 1929. Der Oberbürgermeister. I. V.: Klingspor. 2386 C Bierhaus Onltel Franz Heute und morgen Große Familien Konzerte Salomon, Schulstraße 4 Bekanntmachung. Samstag, de» 23. dS. M1S., abends 8 Uhr, findet in der Wirtschaft des Albert Ranft, dahier, die diesjährige ordentliche Generalversammlung des Spar- und Vorschußvereins Beuern II statt, wozu wir olle Mitglieder hiermit einladen. 2367 D Tagesordnung: 1. Vorlage der Rechnung per 1928 und deren Genehmigung. 2. Beschlußfassung über Verwendung beS Reingewinns. 3. Vorlage des Revisionsbericht-. 4. Verschiedenes. Die Rechnung liegt 8 Tage, vom 16. bis 23. III. ds. Js., im Lokale deS Rechners zur Einsicht der Mitglieder offen. Beuern, den 13. März 1929. Der Aufsichtsrat deS Spar- und VorschußvereinS Beuern II e. G. m. b. H. PH. Sommerlad VI., Dorf. 10/40 Opel- MUM-MsM Baujahr 192x ca. 12000 km gelaufen, fast neu, versteuert und versichert,zu verkaufen. Schriftliche Angebote unter 2442D an den Gießener Anzeiger erbeten. 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Wir haben in unierec Ausgabe vom Donnerstag die wichtigsten Zah'en aus dem neuen Haushairs, cnttourf bereits milgeteilt. ör schließt in Gm- imhme und Ausgabe der Betriebs- und der Der- P1r>n»n#i'ir>'<'ilnn3 insgesamt mit 5 844 609 Mk. ab, geaen 5 775 021 ML. im Rechnungsjahre 1928. Mithin ist der Voranschlag in der Endsumme um 69 585 Wk. höher, als im Vorjahre. Für di« beiden Abteilungen — um das hier noch einmal kurz zu wiederholen — sind vorgesehen: Betriebs- rcchnung für 1929 insgesamt 5 597 473 Wk.. gegen 5 567 270 OHL im Vorjahre: Dermögensrechnung 247 136 Mk., gegen 207 754 01U. im Rechmmgs- fahre 1928. Der Abschluß des Voranschlags für 1929 läßt erkennen, bah die Provinzialverwaltung den schwierigen Zeitverhältnissen in anerkennens- werter Weise Rechnung getragen hat. Aus dem Haushaltsentwurf ist ernstes Streben nach Sparsamkeit zu erkennen, das seinen sichtbaren Riederschlag nach außen hin darin gesunden hat, daß der Entwurf für 1929 nur in mäßigen Grenzen über seinen Vorgänger von 1928 hinausgewachsen ist Die Steigerung um 69 585 Mk. bei einem Vi rj ihrigen Haushalt von rund ö3/« Millionen Mark ist nicht übermäßig; sie findet zum Teil allein schon in den zwangsläufigen Erhöhungen aus dem Gebiete ter allgemeinen Verwaltungs- kosten und in verschiedenen Teuerungsfaktoren fachen und Feststellungen der historischen Rachforschung über die älmstände, die zu dem Ausbruch der Kriegskatastrophe im August 1914 geführt haben. Er erinnerte xu- nächst an die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand und seiner Gemahlin in Serajewo durch serbische Mordbubcn und an die Zusammenhänge amtlicher serbischer Stellen mit dieser Vluttat, deren Zweck war, in dem ermordeten Thronfolger das stärkste Hindernis gegen die Zertrümmerung der Dcnaumonar- chic zu beseitigen. Der Redner schilderte dann die bekannten Vorgänge bei dem österreichischen Ultimatum an Serbien und die daran anschließende politische Entwicklung zwischen diesen beiden Staaten. Er zog weiter die damaligen Handlungen der Staatsmänner von Paris, London, Petersburg und Verlin in den Kreis seiner umfassenden, geschichtlichen Betrachtung und konnte, gestützt aus die einwandfreien historischen Feststellungen klarlegen, daß von den damaligen Machthabern in Rußland und Frankreich unter Führung von Sasanow, Poincare, Iswolsky usw. planmäßig auf den Krieg hin- gcarbeitet worden ist, daß England unter Führung seines damaligen Außenministers Grey zwar nach außen hin den Friedliebenden spielte, in Wirklichkeit aber mit den Kriegstreibern in Paris und Petersburg unter einer Decke steckte, und daß endlich die deutsche Regierung unter Kaiser Wilhelm II. mit aller Tatkraft sowohl in Wien bei dem österreichischen Bundesgenossen, wie auch in Petersburg und in London, um die Verhütung der furchtbaren Weltkatastrophe bemüht war. 3n seiner großen Friedensliebe ging Deutschland dabei sogar soweit, daß es die elementarsten Sicherungsmohnahmen für das Reich allzuweit hinausschob und schließlich erst dann zur Mobilisierung der Armee schritt, als in Rußland die Gesamtmobilmachung sich schon längst im Gange befand und auch in Frankreich bereits die Entscheidung für den Krieg gefallen und das Heer mobilisiert worden war. Lediglich die Tatsache, daß Deutschland zur Abwehr des ganz unmittelbar bevorstehenden feindlichen Ueberfalls zuerst zum Angriff schritt, läßt Deutschland rein formell, aber auch nur s o, als Angreifer erscheinen. 3n Wirklichkeit sind die Angreifenden auf Grund der ganzen damaligen Vorgänge die Staaten der Entente gewesen, und zwar sowohl Rußland, wie Frantreich und England samt ihren Trabanten. Der Redner konnte die zum bewasf- Kamps gegen die Kriegsschuldlüge August Abel. • Wenn auch August Abel, der, wie man uns mit- teilt, am Mittwoch, dem 20. März 1929, im Auftrage der hiesigen Bruderschaft des Jungdeutschen Ordens sprechen wird, kein Unbekannter mehr ist, so erscheint es doch angebracht, seine bisherig« journalistisch-politische Tätigkeit etwas genauer zu be- leucyten. Den Weltkrieg machte Abel als Frontsoldat mit, später, jedoch noch während des Krieges, fand er im Auftrage der O. H. L. Verwendung im besonderen Dienste. 1918 bis 1919 war Mel als Vertreter rechtsorientierter deutscher Zeitungen in Versailles und dort Zeuge jener brutalen Vergewaltigungen unseres Vaterlandes. 3n rechtsgerichteten Kreisen hat sich August Abel gleich nach dem Kriege infolge seiner außerordentlichen Fähigkeiten als Journalist und Politiker einen guten Ruf verschafft. In weiteren Kreisen hörte man von Abel aber erst, als er in seiner Eigenschaft als Vertreter des Iungdeutschen Ordens am 5. November 1927 einen öffentlichen Vortrag in Paris hielt und dort gegen die Friedcnsdiktate sprach. Unter Preisgabe seiner bisherigen Stellungen trat Abel dann später dem Jungdeutschen Orden bei und ging als Reichspressewarl biejes Verbandes, nachdem er in London gesprochen hatte, nochmals am 9. Februar 1928 und am 12. Januar 1929 nach Paris. Dort nahm er in öffenllichen Versammlungen mit aller Energie Stellung gegen die Kriegs- schuldlüge, die Rheinlandbesetzung, den Weichselkorridor und das Friedensdiktat. Namentlich fein letzter Vortrag, in welchem er vor namhaften französischen Politikern die Anschlußfrage eingehend erörterte, fand größten Widerhall in der Presse. Alle Freunde und Gegner begegnen August Abel mit der Hochachtung, die ihm selbst als Grundlage seiner ihre hinreichende Erklärung. Mit besonderem 3nteresse wird von den verschiedenen Kapiteln Dc3 Voranschlages vor allem das Kapitel Straßenbauwesen anzusehen sein. Hierfür sind auf der Au5gabenseite für das neue Rechnungsjahr 4936500 Mk. (im Vorjahre 4 940 000 Mk.), auf der Einnahmeseite 3 663 800 Mk. (im Vorjahrse 3 616 500 Mk.) vorgesehen. Aus allgemeinen Mitteln sind 1 329 700 Mark, gegen 1 323 500 Mk. im Vorjahre, aufzubringen. Don den Ausgaben entfallen (die entsprechenden Zahlen des Vorjahres sind in Klammern beigriügt) auf: Verwaltung ^kosten 252 000 Mk. (241000 Mk.); allgemeine Unter- Haltung-kosten für B- und O-Straßen 611 500 Mk. (667 000 Mk.); B-Straßen 831000 Mk. (612 500 Mk.); O-Straßen 211 500 Mk. (243 500 Mk.): betautere Herstellungen auf O-Straßen 3000020 Mk. (3 007 000 Mk.); Daumvflanzungen 40 000 (40 000 Mark); Reubau und Umbau von Provinzstraßen und Drücken 47 500 Mk. (125 000 Mk ); Rücklagen für die bei Uebernahme der Straßen entstehenden ersten Kosten, Kapitalausleihung. 3000 Mk. (4000 Mk.). An Einnahmen sind veranschlagt: Allgemeine Unterhaltungskosten für B- und O-Straßen 378 000 Mk. (377 000 Mk), darunter der Staatsbeitrag in Höhe von 370 000 Mk. wie im 3ahre vorher: für die B-Straßen 150 000 Mk. als außerordentlicher Zuschuß aus dem Wasserwerks! onds zur besseren Unterhaltung der B-Straßen: besondere Herstellungen auf O- Straßen aus Anleihemitteln für Die Durchführung des Dauprogramms eine Kapitalaufnahme von 2 000 000 Mk. (2 100 000 Mk), aus Mitteln der Krastfahrzeugsteuer 1 003 000 Mk. (890 000 Mk.); Darunpslanzungen (Erlös aus Obst und i aus Baumfällungen 63 000 Mk. wie im Vorjahre; Reu- und Umbau von Provinzstraßen und Drücken 42 503 Mk. (115 530 Mk.); Rücklagen für die bei Uebernahme der Straßen entstehen- d-n ersten Ko''en, V'rmögm zinsen und Kapital- rückemp'ang 33 030 Mk. \51C0J Wk). tu etircuiiQ, day die Provinztalverwaltung auch für bas neue Rechnungsjahr wieder umfangreiche Mittel für den Straßenbau bereitstellen will und zu diesem Zwecke einen außerordentlichen Zuschuß aus dem Wasserwerks- fonds heranzieht. Daß dabei nicht nur an dte O-Straßen, sondern auch an die B - S t r a - ß e n in weitgehendem Maße gedacht ist, dürfte sicherlich allgemeine Anerkennung finden, vor allem bei der Landwirtschaft und bei dem am Fährverkehr im engeren Heimatgebiete interessierten Kreisen. „ „ Für die O-St raßen wird dte Herstellung von 25,4 Kilometer Kleinpflaster unter Aus- neten Konflikt mit Deutschland führend« Politik Englands, Frankreichs und Rußlands weiterhin sehr wirlsam kennzeichnen durch eine Schilderung des weltpolitischen Handelns dieser Staaten schon lange vor dem Kriege. Er erinnerte an die Poltttk jener Mächte in Afrika, im nahen und im fernen Osten, wo überall deullich das Bestreben nach Schädigung und Zurückdrängung Deutschlands erkennbar wurde, an die Einkrcisungspolitik Eduards VII. und Poincarös, die nur den Zweck verfolgte. Deutschland politisch, wirtschaftlich und militärisch lahmzulegen. Auf Grund aller dieser Tatsachen konnte der Redner mit Recht die Schlußfolgerung verlünden, daß nieytDeutsch- land der Schuldige an der großen Kriegskatastrophe ist. sondern daß die Schuld auf feiten unserer Kriegsgegner gesucht werden muh und daher das im Artikel 231 des Versailler Diktats und in dem dazu gehörigen Ultimatum enthaltene erpreßt« Bekenntnis Deutschlands zur Kriegsschuld ein Verbrechen am deutschen Volke ist. das der Sühn« bedarf. Unter Hinweis darauf, daß auch im Ausland« diese Erkenntnis der Tatsachen und Wahrheiten sich immer mehr ausbreitet, auch im ehemals feindlichen Ausland« und in Amerika, forderte der Redner zum nachdrücklichen Kampfe gegen Die Kriegsschuldlüge auf und verlangte von der ReichSrcgierung, daß sie diesen Kampf zur Wahrung der deutschen Ehre unverzüglich durchführe unter der Losung: LoS von Versailles! 3m Anschluß an den mit langanhaltendem, lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag und an den Dank des Vorsitzenden an den Redner wurde einstimmig die nachstehende 6nffd)tiefhrg angenommen: 3eder Deutsch« muß wissen, daß das ganze Diktat von Versailles nur auf Grund der K r i e g s s ch u l d l ü g e zustande gekommen ist. Ehrenpflicht jedes Deutschen ist, gegen diese Lüge mit allen Mitteln anzukämpfen! Faulheit und Gleichgültigkeit werden zum Verbrechen am ganzen deutschen Voll und am Andenken an unsere teueren, auf dem Felde dec Ehre gebliebenen Kameraden. Mit der Kriegsschuld luge muß auch das Diktat von Versailles fallen. Diene daher jeder Deutsche seinem geliebten Vaterland« mit allen Kräften' wand von 1 360 000 Wk. vorgeschlagen. Die Erwägungen über das Strahenbauprograinm unter Verwendung mitlelschwerer Decken sind noch nicht endgültig abgeschlossen, es kommen etwa 15 Kilometer in Betracht unter Aufwand von 540000 Mt. Diese Strahenbauten sollen aus den obengenannten Anleihemitteln in Hohe von 2 Mill. Mk. finanziert werden. Don der einen Million aus Mitteln der Kraftfahrzeugsteuer sind 859 000 Mk. für den Kapitaldienst an An- leihen aus 1927 und 1923, sowie für eine 1929er Anleihe vorgesehen. Für besondere Herstellungen und Oberflächenbehandlungen der Sirayen sotten 126 000 Mk. ausgegeben werden, sednch b-dält sich der Provinzialausschuh eine Aenderung, so- wie eine Ausdehnung des Programms über den jetzigen Stand hinaus für den Fall vor, daß die Kraftfahrzeugsteuer mehr als 1 Million Mk. einbringt. Für di« Aufstellung von Warnungs- tafeln auf Durchgangsstrahen und auf O-Straßen sind als zweit« Rate vorläufig 15 003 Mk. vorgesehen, die ebenfalls aus Mitteln der Kraftfahrzeugsteuern gedeckt werden sollen, ilntcr dem Titel „Besondere Herstellungen auf O-Straßen" wird in Dem Voranschlag Darauf hingewiesen, daß der Provinzialtag in seiner Tagung vom 23. Mai 1927 bereits den Provinzialausschuh ermächtigte, zu Zwecken der Kleinpslasterung oder einer gleichartigen Befestigungsweise auf O-Straßen ein Kapital bis zu 3 Millionen Mk. zu den bestmöglichen Bedingungen aufzunehmen. 3n 1923 sind 2 Millionen Mk. ausgenommen worden. Runmehr wird von der Provinzialverwaltung beim Provinzialtag beantragt, den Provinzial- auSschuß zu ermächtigen, noch ein weiteres Darlehen von 1 Million Mk. auszunehmen. Ferner wird um die Ermächtigung nachgesucht, wenn es die Verhältnisse auf dem Geldmarkt erlauben, eine langfristige Anleihe von etwa 6 Millionen Mark netto aufzunehmen und aus ihrem Reinerlös die Tllgung der bis jetzt aufgenommenen kurzfristigen Anleihen ganz oder zum Teil vorzunehmen. Auf den B-Straßen sollen für Walzungen im Umfange von insgesamt 21 Kilometer 171000 Mk. ausgegeben werden, während für besondere Her- fteUungen und Oberflächenbehandlung auf Bezirks- ft raßen im Umfange von 35,2 Kilometer 176 000 Mark vorgesehen sind. Cc*.'~:f?b?r b-rn Vorjahre 1928 mit 150 000 bzw. 89 000 Mk. Auswenoui.gen sind also diesmal erfreuliche Erweiterungen in diesem Telle des Straßenbauprogramms der Provinz zu verzeichnen. An Walzmaterial sind für die B-Straßen und die O-Straßen Im Gegensatz zum Jahre 1928 mit 40 000 Kubikmeter, jetzt 50 000 Kubikmeter vorgesehen. Neben diesen erheblichen Aufwendungen für Die Erneuerung unseres Prooinzstraßennetzcs stehen natürlich noch die ebenfalls recht beträchllichen Ausgaben für die laufende Unterhaltung der Straßen. Wenn es auch erhebliche Opfer sind, die im neuen Rechnungsjahre wiederum von der Bevölkerung gefordert werden, so wird man sich doch der Erkenntnis nicht verschließen können, daß diese Opfer not- wendig sind zur Befriedigung unabweisbarer Bedürfnisse des Verkehrs und zur weiteren wirtschaftlichen Aufwärtsentwickelung unserer Provinz. Anschließend an die seit einiger Zeit im ganzen Reiche erneut auftretende Bewegung zu m Kampfe gegen Die Kriegsschuldlüge sand, wie gestern schon kurz berichtet, am Donnerstagabend auch in unserer Stadt eine Kundgebung gegen Die schmachvolle Anschuldigung von Der Deutschen AlleinschulD am Weltkriege statt. Zu Dieser KunDgebung hatte Die Arbeitsgemeinschaft Der Militär- unD Regiments vereine von Gießen in Den Saal Des Cafe Leib aufgerufen. Der Einladung war ein sehr zahlreiches Publikum aus allen Kreisen Der Bürgerschaft gefolgt. Landgerichtsrat Trümpert hieß als Vorsitzender Der Arbeitsgen- injdjaft Die Versammelten willkommen unD bcg..chnete als Zweck Dieser KunDgebung unD Der gleichartigen Veranstaltungen im ganzen Reiche Die Absicht, Dadurch auf die R e i ch s r e g i e r u n g dahin einzuwirken, daß sie erneut gegen Die KriegsschulD- lügc v o r ae h e unD dabei Die Ueberzeugung habe, bei Diesem Schritt Das ganze Deutsche Volk hinter sich zu wißen. Hier hanDele cs sich für unser Volk um eine lebenswichtige Angelegenheit unD um eine Ehrenfrage. Mit Recht hätten P o i n c a r e unD LloyD George schon vor Jahren erklärt, Daß mit Dem Bekennt- n i 9 Der Deutschen Schuld am Weltkriege Das ganze Versailler Diktat st ehe oDer falle. Durch Das Deutsche Vorgehen müsse Dieses e r • preßte SchulDbekenntnis aus Der Welt geschossen werDen. Das sei nicht nur eine Ehren- psl.cht für Die IcbenDen Deutschen der kommenden Generation gegenüber, sondern auch für Die Ehre unserer auf Den SchlachtfelDern gefallenen SolDaten DringenD notwenDig. Der Redner wies weiter auf Die bekannte Zurückweisung Der Luge von der Deutschen Kriegsschuld Durch Den ReichspräsiDenten, Generalfelömarschall o. i n D e n b u r g bei Der lannenbergfeier hin, ebenso auf Die Erklärung Des ersten Deutschen Reichspräsidenten Friedrich Ebert, daß das Deutsche Volk nur zur VerteiDi- gung seiner Grenzen in Den Krieg gezogen sei. Auch Die französische Forderung in Dem Versailler Diktat auf Auslieferung Der Deutschen „Kriegsoerbre- chcr" sei für jeden Deutschen ein Schlag ins Gesicht. Gegen diese Ungeheuerlichkeiten müsse mit allem Nachdruck vorgegangen werden, und hierin Die Deutsche Reichsregierung zu stützen, liege im Interesse Des gesamten Deutschen Volkes. Oberst a. O. K ein- ans behandelte hierauf in etwa einstündiaem, übersichtlichen Vortrage Die geschichtlichen Tat» Gießener Stadttheater. Vernarb Shaw: „Cäsar und Kleopatra". Das ist Der Sinn Des Stückes: Entschleierung Des Heroischen ... Rückführung Des übermenschlichen, batbgJtlidjen Umrisses Der welthistorischen Gestalten auf ein Mensch.rches Maß. Weil es aber Dabei nicht — oDer wenigstens nicht ausschließlich und endgültig — auf Verkleinerung, Verzerrung unD Vcrulkuug abgesehen war, ... weil Das Menschliche, Das unter Der Heroenmaske zum Vorschein kommt, in entscheidenDen Augenblicken seine WürDe be- wahrt: Darum ist Dieses Stück eine K o m ö D i c. Man sieht Den Helm, aber auch Das Antlitz Darunter — man sicht Das Staatskleid, aber man hört auch Das Herz Dahinter schlagen. Wenn Cäsar Den Lorbeer vom Haupte nimmt, erblickt man seine Glatze und lächelt Darüber mit Der Aegypterin; Dennoch verliert auch Dieser kahchäuptige Caesar nur in unwichtigen Momenten Format unD Umriß Des großen Menschen, Der er war. Man sicht freilich auch Den Helm und Die Rüstungen, man hort Den festen ruhigen Tritt Der roelterobernDen Legionen Des Imperiums, Die Namen Rom. Pharsalus, AlcxanDria find mehr als Kulisse, sie haben hier ihr spezifisches Gewicht, sie spielen mit. Darum Darf Das Stück mit tfug eine historische Komödie genannt werden. Wenn in dieser historischen Komödie, von deren ernsterem Urbild und Anlaß uns fast zwei Jahrtausende trennen, ein Mensch namens Britannus in Cäsars Gefolge erscheint, Der nur Dazu Da ist, Den EnglänDern von heute einige Liebenswürdigkeiten zu sagen — so ist Das ein harmloser Ulk, Der Shaw sehr ähnlich sah. (Man möchte glauben, er fei m Diese Figur verliebt, unD sie sei ihm wichtiger als Das ungleiche Paar Der „Heroen".) UnD wenn zu Beginn Der Prologsprecher erscheint in Gestalt des fperbertopfigtn Aegyptcrgottes Ra, io lacht man, wenn cc Den Männern im Parkett gebietet, nicht zu husten, — und Die Frauen beschwört, nicht mit Dem Butterbrotspapier zu rascheln. Wer man wird nachdenklich bei seiner wunderlichen Verkündigung- daß Die Menschen vor zwanzig Zahr- bunDerten genau so waren, „wie chr heute |eiD, so sprachen und lebten, wie ihr sprecht und lebt, nicht schlechter unD nicht besser, nicht klüger und nicht Dümmer". Dies ist nickt nur Der auf Den ersten Blick verblüffende Kunstgriff, Den fernen Stoff mit einer leichten Geste an uns heranzubringen, ihn uns vertraut zu machen, — fonDern auch hierin offenbart sich Der tiefere Sinn Des Hiftorienfpiels, jener Vermenschlichung, ohne welche Die echte Komödie nicht zu leben vermag. Die Handlung? Eine Episode zwischen zwei welthistorischen Augenblicken: Pharsalus und jener denkwürdigen Senatssitzung im Jahre 44 Cäsar bleibt auch hier, was er war: Staatsmann, Feldherr, Schriftsteller, Philosoph. Gut, so kennen ihn alle. Aber nicht alle waren Darauf gefaßt, ihn sich als einen gutmütigen DrigaDegeneral oorzu- srcllen, Der auch einmal ein paar Stunden mit einem kleinen Mädel vertändelt, seinen Spaß mil ihm hat und im Augenblick, da der Spaß blutiger Ernst zu werden droht, bas Spielzeug beiseite wirst und geht und heimkehrt nach Rom . der selbe, der er war: Staatsmann, Feldherr, Schriftsteller, Philosoph. Ein bedeutender Mensch, dem es nicht geschadet hat, daß er seine Glatze sehen und sich für eine kleine Frist einen Onkel nennen ließ. Kleopatra wird erst Die, als Die Die Geschichte sie kennt. Sie ist roeDer eine große Königin, noch eine große Kokotte, unD man braucht sie sich auch nicht DauernD mit einer giftigen Solange in Der HanD vorzustellen. Ehe sie nämlich Die große Königin und Kokotte rourDe und zur Schlange griff — seht her! — war sie ein kleines Mädchen, ein äthiopisch gefärbter Backfisch, der sich fürchtet und schmollt und vor Der Kinderfrau noch fast ebenso zittert wie vor den Römern, die in ihrer kindlichen Phantasie als Menschenfresser leben. Rachdem dies gesagt ist, braucht die Handlung im einzelnen — was ohnehin zu weit führen würde — nicht mehr erzählt zu werden. Rur einige Motive seien herausgepsluckt: die erste Begegnung zwischen dem alternden Mann und dem jungen Weib, das fast noch ein Kind ist. zu Füßen der Lphin? bei Dacht: vielleicht die feinste Szene im Drama, von ernsthaftem Humor überspielt, menschlich empfunden, dichterisch gesehen. Schon derber der Spaß, wenn die Afrikanerin im alten Onkel nicht nur den Römer, sondern auch zugleich den Allerobersten der Römer erkennt. Wenn der Dann nicht nur die Herrscherin, sondern auch daS Weib in ihr weckt und selbst das Tier ein wenig aus ihrem menschlichen Wesen hervorlockt. Grotesker Ulf: wenn sich das erweckte Weib in einen Teppich gewickelt zum Caesar _ auf den Leuchtturm schmuggeln läßt, wenn Cäsar, von Den aufsässigen Aegyptem bedrängt, ins Meer hüpfen muh, sich schwimmend zu retten, wenn das Weib ihm nachgeworfen wird und zuletzt Der unvermeidliche Britannus die nahende Rettung mit dreifachem .hipp hipp hurraI" tropen- helmschwenk«nd begrüßt. Eine stille, gütige Heiterkeit der Komödie aber ist über die Szene gebreitet. Da Caesar Abschied nimmt pon der jungen Königin, mit Zartheit und leisem Verzicht und dem lächelnden Versprechen. einen 3üngem zu schicken an seiner statt: Mare Anton soll er heißen, den Kleopatra wahrhaft lieben wird. — • Wofern wir recht berichtet sind, hat die Generalprobe gestern bis morgens um 3 gedauert; man muß anerkennen, daß sich die Mühe gelohnt hat. Die Ausführung, die man — unter Tannerts Regie — zu sehen bekann war in einem großen Rahmen gemacht, weiträumig, ja von einer gewissen Monumentalität; das Ganze hatte (Stil und Haltung, und man verzichtete dankenswerterweise Darauf, Die heitere, manchmal ausgelassene Tonart, das Scherzo in Der Historie etwa mit billigen Vorzeichen äußerer Art zu verzieren. Don Den großzügigen Dekorationen Löfflers seien Die Bilder mit Der Sphinx, am Kai und am Leuchtturm als besonders gelungen hervorg:hoben. Was die Darstellung angeht, so war sie beweglich. belebt und vor allem auf die Heraus» arbeitung und Schattierung der ipedjirfnben Stimmung und Tonlage des Dialogs, auf bewußte Ruancicrung Deä Shawschen Komödien- stils und feiner umspringenden Humor« mit Erfolg bedacht. Gareis war Caesar. An ihm ist zu rühmen eine verblüffende Maske und Die gütig-heiter«, gelassene lieber! egenljeit seines Wesens. ES war die Mischung getroffen, auf Die es ankommt und von Der Die Rede war. Für unser Empfinden wurde Die Rolle vielleicht ein wenig zu bewußt und betont im Sinne Shaws gespielt: zu lehr auss Einfache, Unpathetisch«. Rurmenschliche hin; dieser Cäser darf gelegentlich, nicht nur ganz zuerst und zuletzt, durchaus auch, Spatz beiseite, als der empfunden werden, Der er war und als Den man ihn au« Der ilebcrlieferung kennt. Sehr hübsch, sehr amüsant, sehr geeignet für Die Aufgabe: 3nge Scherer als Kleopatra. Auch hier eine Mischung; sie wurde dargestellt, aus ganz menschlichen Zügen und ganz barbarischen, fast tierhaften Instinkten. Auch hier eine Wandlung: vom verängstigten Mädchen zum Weib, säst bis zum Weibsteufel; vom kichernden Backfisch zur bewußten, halb spielerischen. halb grausam-verschlagenen Herrscherin. Wan spürt im Laufe Der Ereignisse das spätere, bekanntere Bild sich formen und ankündigen: Die große Königin, Marc Anton und die Schlange. — Eine tüchtige Leistung. « Vortrefflich war ferner Gbert-Grassow als Der römische Befehlshaber Ruf io; eine ganz gerade gezeichnete Gestalt: echter Frontsoldat, kernig, trocken, zuverlässig, brummig und nicht ohne Mutterwitz. — Zwei Drollige Chargen: Luise 3 ü n g l i n g, die Reichsamme mit dem unaussprechlichen Ramen Ftatateeta und einer beängstigenden Formenfülle: Ricardo de Castro als der Sekretär Britannus, der die giftigen Rebenbemerkungen Shaws mit steifer Gemütsruhe und einem pomadigen Wasserkantendialekt unter Die Leute bringt Auch Haeser (Prolog), Gannett (Apollo- dvrus) und V o 1 ck (Pothinus) stellten abgerundete Chargenpartien heraus. — Der Beifall klang - vor lauter Verblüffung? — nicht so kräftig, wie er verdient war; ein amüsanter und zugleich besinnlicher Abend. Qg. TU Vorträge dient. Läßt er doch als obersten Grundsatz gelten, daß auch der politische Gegner, wenn er ehrlich und aufrichtig ist, in seiner Gesinnung zu achten sei. Abel spricht ruhig, klar und sachlich. So wird man es begrüßen dürfen, diesen gewandten Redner nun auch in Gießen kennenzulernen. 17. Zuchtvieh-Ausstrllung uno Versteigerung. Der Verband Mitteldeutscher Rot - viehzüchter hatte mit seiner Veranstaltung auf dem Gießener Viehmarktplahe an der Margarethenhütte in bezug auf Auftrieb und Besuch einen guten Erfolg zu buchen. Es waren rund 60 Tüllen gemeldet, von denen 25 verkauft wurden. Besonders stark vertreten waren die bekannten oberhessischen Zuchtgebiete, z. D. Hof- -Zwiefalten. Rudingshain, Llnterseibertenrod, der Kreis Wetzlar: z. D. Hörnsheim, Ahbach, Reiskirchen, der Kreis Biedenkopf und Kurhessen. Die Ausstellung und Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: Klasse I, Dullen mit Leistungsnachweis: 2a»Preis Züchter Th. Fischer (Hof Zwiefalten), 2b-Preis K. Watz Witwe (Reiskirchen, Kr. Wetzlar), 3i-Preis Hch. Landau (Rodenbach), 3b-Preis Th. Fischer (Hof Zwiefalten), 4a»Preis W. Jung I. (Aßlar), 4b-Preis Otto Lenz (Hof Haina). Klasse II, Dullen ohne Leistungs- nachweis: 2a-Preis K. Georg (Grindelbach), 2b-Preis Ant. Schmidt V. (Hörnsheim), 2c-Preis W. Altheu (Reiskirchen), 3a-Preis cv^. Hot- manu I. (Hörnsheims 3b-Preis Anton Zorb (Hörnsheim), 3c-Prcis Hch. Horst \ i. (Auwr- Seibertenrod), 4a-Preis gerb. Engel (Hörnsheim), 4b«Preis Anton Depler IV. (Hörnsheim), und 4r-Preis K. Ludwig Deubel (Rudingshain). Anschließend fand die Dullen-Auktion statt. Auf den Verlauf der Versteigerung hatten die derzeitigen schwierigen Geldverhallni,se insofern Einfluß, als der Gang des Verkaufs etwas langsam und schleppend war und die Ergebnisse nicht im vollen Umfange den Erwartungen entsprachen. Die Verkaufspreise waren als gut zu bezeichnen. Obgleich die Höchstpreise von 1003 Mk. und 1100 IRL bei den vorjährigen Auktionen diesmal nicht erzielt wurden, kam doch der Durchschnittspreis pro Tier auf rund 710 Mk., ein Betrag, der auch bei den letzten Versteigerungen erreicht worden war. Rachstehend das Ergebnis der Versteigerung: Züchter Wilh. Atheu (Reihkirchen, Kr. Wetzlar) für 800 Mk. an ©emeinbe Queckborn, Züchter Hch. Hofmann I. (Hörnsheim) für 900 Mk. an Gemeinde Birkenau (Kr. Hev'renheim^. Züch'er Ant. S.'midt V. (Hörns'e m für 870 Mk cnGemeinde Lützellinden, Züchter Hch. Horst VI. (Llnter-Sei- bertenrod) für 833 Wk. an Gemeinde Holzheim, Züchter Th. Fischer (Hof Zwiefalten) für 823 Mk. an Dullenstation Warthof bei Grünberg des Landwirtschaftskammer-Ausschusscs für 02er-, Hessen, Züchter Anton Zörb (Hörnsheim) für 820 Mk. an Gemeinde Salzboden, Züchter K. Georg (Grindelbach) für 770 Mk. an W. Kühn IV. (Steindorf), Züchter W. Jung I. (Aßlar) für 760 Mk. an Gemeinde Ober-Kleen, Züchter Th. Fischer (Hof Zwiefalten) für 723 Mk. an Schloßgut Ernsthofen (Kr. Dieburg), Züchter K. Deubel (Rudingshain) für 663 Wk. an Gemeinde Lindenstruth, Züchter Ldg. Engel Witwe (Hörnsheim) für 650 Mk. an Gemeinde Aßlar, Züchter Hch. Paulus (Wangershausen) für 6,33 Mk. an Gemeinde Heuchelheim bei Gießen, Züchter K. Watz Wltwe (Reiskirchen, Kr. Wetzlar) für 633 Mk. an Gemeinde Schröck (Marburg), Züchter Hch. Landau (Rodenbach) für 620 Mk. an Gemeinde Argenstein (Marburg), Züchter Ant. Depler IV. (Hörnsheim) für 623 Mk. an Gemeinde Rödgen, Züchter Frd. Engel (Hörnsheim) für 623 Wk. an Gemeinde Aßlar, Züchter Th. Fischer (Hof Zwiefalten) für 630 Mk. an Gemeinde Königsberg, Züchter W. Lasch (Ahbach) für 633 Mk. an Gemeinde Kahenfurt, Züchter K. Rhiel (Mardorf) für 560 Mk. an Gemeinde Waldgirmes, Züchter Hch. Müller (Klein-Rechtenbach) für 433 Mk. an Gemeinde Müder Bach, K. Walter (Ober-Mock- stadt) für 463 Mk. an Gemeinde Klein-Rechtenbach, Otto Lenz (Hof Haina) für 500 Mk. an Gemeinde Erda, Züchter Th. Fischer (Hof Zwiefalten) für 560 Mk. an Gemeinde Derghausen, Züchter Hch. Stein VII. (Llnter-Seibertenrod) für 550 Mk. an Gemeinde Dusenborn. Außerdem erwarb die Gemeinde Göbelnrod einen Dullen von Hch. Schneider (Llnter-Seibertenrod). Erledigung des KommunallonflilteS in Wehlar. WSR. Wetzlar, 15. März. Gestern nachmittag weilte der Regierungspräsident 5>l Brandt aus Koblenz mit einer Regie- rungsko mm ission tn Wetzlar und erstattete den Stadtverordneten Bericht über die von den Stadtverordneten beantragte Prüfung der städtischen Vermögenslage durch eine RegicrungS- kommission. Die von ben Stadtverordneten gewünschte Aufklärung wurde gegeben, und die von der Regierung festgestellten Mängel eingehend geprüft. Als Ergebnis der Konferenz kann festgestellt werden, daß die Vermögenslage der Stadt Wetzlar zwar angespannt und e r n st und der Schuldenstand in den letzten Jahren durch zahlreiche Unternehmungen erheblich gestiegen ist, daß aber ein Grund zur Beunruhigung nicht vorliegt. In mehrstündigen Verhandlungen wurden die zwischen der Verwaltung und den Stadtverordneten bestehenden Meinung verschi:denh:i- ten und Mißverständnisse aufgeklärt. Der Regierung .'Präsident schloß die Verhandlungen, indem er unter Zustimmung der Versammlung der sicheren Erwartung Ausdruck gab, daß i n Z u - kunft einenges Einvernehmen zwischen Stadtverwaltung und Stadtverordneten herrschen möge, daß insbesondere Heber» schreitungen ohne vorherige Anhörung und Genehmigung durch die Stadtverordneten vermieden würden. Turnen, Sport und Spiel. Handball im Lahn-Oünsberg-Gau. Am kommenden Sonntag tritt zum ersten Der« bandsspiel der Nachrunde Kesselbach I in Gar- benteich gegen die 1. Mannschaft Garbenteichs an. Nach der bisherigen Spielstärke zu urteilen müßte Garbenteich sicherer Sieger bleiben. $. C Teutonia Steinberg. Nächsten Sonntag fährt die 1. M a n n s ch a f t nach Großen-Duseck. Die ^--Klassenmann- schaft Großen-Dusecks wird wohl den Sieg davontragen. Die 1. Jugend trägt gegen die gleiche Mannschaft des Sportvereins 1926 Steinbach in Steinbach ein Gesellschaftsspiel aus. Steinberg wird wohl gegen die Steinbacher Sieger werden. Vundfunkprogramm deS Frank urter S-nderS. (Aus der ..Radio-Umschau".) Sonntag, 17. März. 8.20 bis 9.30 Li.hr: Katholische Morgenfeier. — 11.20 bis 12: Elternstunde. — 12 bis 13: Von Kassel: Ein Gang durch die staatliche Gemälde- gaierie zu Kassel. — 13.10: Englische Dichtungen. — 14.45 bis 15.45: Stunde der Jugend: Aus dem deutschen Miirchenborn, vorgetragen von Hanna Lüngen: Wunschstunde. — 15.45 bis 16.30: Stunde des Landes: Eine Spinn st ube in Oberhessen (Spinnherr: Georg Heß von Leihgestern bei Gießen). — 16.30 bis 18: Konzert des Rundfunkorchesters: Walzer. — 18 bis 19: Bon der Deutschen Welle: Gedanken zur Zeit, „Das Problem des Einheitsstaates", Vorträge von Prof. Dr. Spahn. M. d.R. (18 bis 18.30), und Reichskanzler a. D. Dr. Luther (18.30 bis 19). — 19 bis 19.45: Stunde des Rhein-Maini- schen Verbandes für Volksbildung: „Die Farbe in Kunst und Leben", Vortrag mit Vorlesung aus Goethes Farbenlehre von Privatdozent Dr. Hans Stoltenberg, Gießen. — 20.15 bis 20.30: Sportnachrichten. — 20.30: Konzert des Rundfunkorchesters. — Anschließend: Dunter Abend. — Darauf bis 0.30: Tanzmusik. Montag, 18. März. 6.30 Ahr: Morgengymnastik. — 12.30: Schallplattenkonzert: Aus Operetten und Revuen. — 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Von fremden Ländern und Völkern, vorgetragen von Lehrer Fr. Voigt: „Ein Robinson im ewigen Eise". — 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. — 16.35 bis 18.05: Nach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters: N. Rimskh-Korsakoff. — 18.10 bis 18.30: Lesestunde. — 18.30 bis 18.40: Zehn Minuten Ratschläge für Mutter und Kind. — 18.40 bis 19: „Pompeji". Vortrag von Prof. Vittorio Macchioro. Direktor dcS Nationalmuseums Neapel. — 19 biS 19.20: „Polizei", Vortrag von Oberregierungsrat Karl Fahr vom Polizeipräsidium Frankfurt a. M. — 19.20 bis 19.40: „Fluch und Wette in GoetheS Faust II“, Vortrag von Pfarrer Taesler. — 19.40 bis 19.50: Englische Literaturprvben. — 19.50 bis 20.15: Englischer Sprachunterricht. — 20.15: Von Stuttgart: „Aus der Vierten Dimension", ein Abend im Hause Prof. Lebruns. — Anschließend: Schall» platten-Konzert: Aus „Tristan und Isolde", Mufikdrama in drei Akten, Text und Musik von Richard Wagner. Dienstag, 19. März. 6.30 Uhr: Morgengymnastik. — 13.30: Schall- Platten-Konzert. Konzert des Domchors München. — 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Unser Senckenberg-Museum, Vorträge von Prof. Dr. Fr. Drevermann: „Tiere der Eiszeit". — 15.55 biS 16.05: Hausfrauendienst. — 16.35 biS 18.05: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters: Operettenmusik. — 18.10 bis 18.30: Lesestunde. — 18.30 bis 18.50: Don Kassel: Peter Flamm, Vorlesung eigener kleiner Novellen. — 18.50 bis 19.10: „Was müssen alle Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen über ihre Dersorgungs- ansprüche wissen?", Vortrag von Hans W sthoff. — 19.10 bis 19.30: Schachstunde. — 19.30 bis 19.50: Funkhochschule: „Vom Berus des Arztes", Vortrag von Prof. Dr. Erich Stern, Gießen. — 19.50 bis 20.15: Vortragszyklus des Gewerkschastsbundes der Angestellten: „Konzentrationsbewegung in der deutschen Wirtschaft", Vortrag von Oswald Schleinitz. — 20.15: „Abenteuer". — Anschließend: Zweite Konzertoper: „Lucia von Lammermoor", von Gaetano Doni- zetti. — Darauf: Von Kassel: „Das Publikum und wir". Mittwoch. 20. März. 6.30 Uhr: Morgengymnastik. — 12.45 bis 13.15: Schulfunk: Musik, vorgetragen von Studienrätin Cilla Geis: „Rhythmische Grundbegriffe". — 13.15: Schallplatten-Konzert: Orcheftersiücke. — 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend. Aus dem Buch der Sage und Geschichte, vorgetragen von Rektor Wehryan: .Vom Gerichtswesen alter Zeit — am Pranger" — Für Kinder vom 10. Jahre ab. — 15.55 biS 16.05: Haussrauendienst. — 16.35 bis 18 05: Konzert des Rundfunkorchesters: Johann Sebastian Bach. — 18.10 bis 18.30: Tücher stunde: Fünf Biographien. — 18.30 bis 18.40: Zehn Minuten Technik. — 18.40 bis 18.50: Französische Literaturproben. — 13.53 bis 19.15: Französischer Sprachunterricht. — 19.15 bis 19.30: Senckenberg-Viertelstunde. — 19.30 bis 20.00: Unterhaltungskonzert des Schlierseer Virtuosen- Trios Carl Schwarz. — 20.00: Vom Dr. Hoch- schen Konservatorium: „Dal musikalische Opfer" von Joh. Seb. Bach. — Anschließend: Irischer Abend (literarisch-musi'a i'che Veranstaltung). Donnerstag, 21. März. 6.30 Uhr: Morgengymnastik. — 12.33: Schall- platten-Konzirt: Wa zer und Charakterstücke. — 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Führung ins Derussleben durch das Städtische Berussamt Frankfurt a. M. — „Funker und Flieger (Sport- und Verkehrsflieger)", Vortrag von Direktor Menne. — Für Kinder vom 13. Jahre ab. — 15.55 bis 16.05: Haus'rauendtenst. — 16.35 bis 18.05: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. — 18.10 bis 18.30: Lesestunde. — 18.30 bis 18.50: Von Kassel: „Josephine, die Gemahlin Napoleons I.", 3. Vortrag von Ernst Berg im Rahmen des Zyklus „Frauen der Geschichte. — 18.50 bis 19.10: „Japanische Kurz- gedichte in eigener Uebertragung", vorgetragen von Dr. Ludwig Harald Schütz. — 19.10 bis 19.30: „Beitrag zum Verständnis der neuen Musik", Vortrag von Bruno Otto. — 20.00: Dom Plenarsaal des Reichstages: Oefsentliche Kundgebung zum „Tag des BucheS". — 21.33: ©e- sangS-Konzert Paula Lindberg. — 22.03: Von Mannheim: Kammermusik-Abend des Kergl- Quartetts. Jrtitog, 22. Marz. 6.30: Morgengymnastik. 12.15: Schallplatten- Konzert : Franz Schubert. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Aus der Technik des Alltags, vorgetragen von Studienrat Dr. G. ©läge: „Gal- vani und Volta". Für Kinder vom 12. Jahre ab 15.55 biS 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 17.15: Hausfrauen-Nachmittag, veran- fta tet vom Hausfrauen-Verein gtanffurt a. W. Don der Äo<6tante: „Ostereier und anderes vom Ci". 17.15 bis 17.45: Don Kassel: Vortragszyklus des Frauenverbandes Hessen-Nassau und Wal deck: „Schulkinder und Elternhaus", Vortrag von Olga Klause, Kassel. 17.45 bis 18.30: Don Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.30 bis 19.10: Zum „Tag des Buches": „Das Buch", ein Dreigespräch zwischen Dichter, Buchhändler und Leser. — Vortragende: Ernst Glaeser, Walter Schahki und 'e' 19.10 bis 19.33: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 19.30 bis 19. 0: Fiim-Wochenschau. 19.40 bis 20.15: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 20.15: „Zapfenstreich", Drama von Franz Adam Deyerlein. 0.33 bis 1.30: Nur für Frankfurt: Nachtkonzert des Rundfunkorchesters. Samstag, 23. März. 6.30: Morgengymnastik. 12.45 biS 13.15: Schulfunk: Aus landdeut sch tum, Dor getragen von Dr. Franz Lüdtke: „Der deutsche Ostlanüzug". 13.15: Schallplatten-Konzert: Buntes Programm. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Aus dem deutschen Liederkranz, Liedervorträge Frankfurter Schulen: Liebfrauenschule. 15.55 dis 16.05: Haussrauendienst. 16.35 bis 18.05: Konzert des Rundfunkorchesters: Französische M:sik. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.30 bis 13.40: Briefkasten. 18.40 bis 18.55: EsperanB-Llnter- richt. 18.55 bis 19.15: „Ausgeplauderte Schmuggler-Geheimnisse", Vortrag von Otto Schwerin. 19.15 bis 19.35: Stunde des Kulturkartells der modernen Arbeiterbewegung: „Künstler und Volksbildung", Vortrag von Alfred Auerbach. 19.35 bis 19.55: Vortragszyklus des Nassauischen Landesjugendamtes Wiesbaden — „Pflegekinder- wesen", Vortrag von Fr. Apel. 19.55 bis 20.15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Geschäftiges Leben und Welt der Bücher". Vortrag von Dr. Helene Sarnau. 20.15 bis 21: Claire Waldosf. 21: Nach Stuttgart: „Das entführte Mikrophon". Ein luftiger Ausflug mit Toni Impekoven. Anschließend bis 0.30: Don Berlin: Tanzmusik. SPielPlau der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 17. März, von 17 bis gegen 22 älhr: Parsifal. Montag, 18., von 19.33 bis 22.30 älhr: Don Juan. Dienstag, 19., von 19.30 bis nach 22.33 Uhr: Pulcinella: hierauf: Der Jahrmarkt von Sorotschintzi. Mittwoch, 23., von 23 bis gegen 22 Uhr: Die toten Augen. Donnerstag, 21., von 19.33 bis 22.45 Uhr: Die Fledermaus. Freitag, 22., von 19.30 bis nach 2230 Uhr: Di" Jüdin. Samstag, 23.. von 19.30 bis 22.33 Uh Othello. Sonntag, 21., von 19.30 bis nach 22 Uhr: Unter musikalischer Leitung von Dr. Richard Strauß: Intermezzo. Montag, 25., von 19.30 bis gegen 22.30 Uhr: Die verkaufte Braut. Schauspielhaus. Sonntag, 17. März, von 23 bis gegen 22.33 Uhr: Katharina Knie. Montag, 18., von 23 bis gegen 22 Uhr: Austauschgastspiel Frankfurt-Darmstadt: Fatme. Dienstag, 19., von 23 bis gegen 22.30 Uhr: Katharina Knie. Mittwoch, 23., von 20 bis gegen 22.30 Uhr: Katharina Knie. Donnerstag, 21., von 20 bis gegen 22.30 Uhr: 1. Ensemble-Gastspiel Eugen Klöpfer: Wann und Frau. Freitag, 22., von 23 bis gegen 22.30 Uhr: 2. Ensemble-Gastspiel Eugen Klöpfer: Wann und Frau. Samstag, 23., von 20 bis gegen 22.30 Uhr: 3. Ensemble- Gastspiel Eugen Klöpfer: Mann und Frau. Sonntag, 24., von 15 bis 17.30 Uhr: Alt- Heidelberg: von 23 bis gegen 22,30 Uhr. Katharina Knie. Montag, 25., von 20 bis nach 22 Uhr: Stein unter Steinen. Bei Husten mit Auswurf nehmen Sie alle B bis 4 Stunden ’/, ©' löffel voll d a n u v i n, das Sie mit genauer Beschreibung tn Avoibeken erhalten. 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Jeder gute Buchhändler ist in der Lage, die von diesen und anderen Organisationen herausgegebenen Verzeichnisse empfehlenswerter Bücher zu beschaffen. Den besten Wertmesser hat jedoch jeder in seiner eigenen Brust. Kaufe dir die Bücher, die dir wirklich mehr zu sagen ha- den, als was dir sonst Klatsch und Tratsch der Straße zu sagen haben, und bei denen du daS Gefühl hast, dah du dieses Buch mehr als einmal und mehr al 5 zweimal lesen wirst. Denn ich nestme an, dah du mit deinem Geld sparsam umgehen muht. Ha- Wirtschaft. TJr. Sloans Besuch in den Opelwerken. Rüffelsheimer Zukunflsprojekle. WSA. Mainz, 15. März. Eine hiesige Zei- tung läßt sich aus Rüsselsheim berichten: Am Donnerstag nachmittag um 2 Llhr traf, von Wiesbaden kommend, der Präsident der General Motors, Mr. Sloan, von einem Stabe amerikanischer Ingenieure begleitet, in den Opel- werken «in. Begrüß* und geführt wurden die Amerikaner von dem Smiorchef der Ope.wer.e. Gehe mrat Dr. h. c. Wilhelm von Opel, Dr. Frih OPel und Dr. Fritz von Opel jr. Die mehr als dreistündige Besichtigung erstreckte sich nur auf die Abteilungen des M o - lorwagenbaues. nicht aber auf diejenigen des Fahrradbaues. Letzterer soll, wie ein Ge» rücht in den Opelwerken besagt, in die im Besitz von Dr. Fritz von Opel jr. übergegangenen Diamant-Fahrradwerke in Siegen (Sachsen) verlegt werden, weil die Amerikaner angeblich auf die Fabrikation von Fahrrädern in Rüsselsheim keinen Wert legen sollen. Um 5 Uhr verliehen die Amerikaner die Opelwerke und begeben sich nach Wiesbaden zurück, wo der Abschluß der Fusionsverhandlungen stattfinden soll. Mit den umfangreichen baulichen Erweiterungen ter Opelwerke soll auch eine Verlegung der durch die Opelwerte larsen^n S aatsbchnlinie Mainz—Frankfurt, und des etenfalS jetzt in der Mitte der S adt Rüs- fe shelm gelegenen Staatsbahnhoss um etwa einen Kilometer nach Süden in Aussicht genommen fein. Mit der Verlegung der Bahnlinie und des Bahn- Hoss ist das Projekt verbunden, unter Umgehung des Slaatsbahnhofs Bischofsheim eine direkte Bahn.inie Rüs'e s'feim—Kömgstädten—Raufe m (Bahnstrecke Mainz—Darmstadt) zu erbauen, um so deii Personen- und Güterverkehr in Richtung Darmstadt—Mannheim vom Bischofsheimer Bahnhof unabhängig zu machen. Weiler sollen seitens der Amerikaner in Rüsselsheim großzügige Wohnungsbauprojekte erstehen. Mik einem Kostenaufwand von etwa 10 Mill. Mk. sollen der sog. Terggewann im Südosten der S adt in großem Umfang Werkwohnungen für Arbeiter und Ang^lellte der neuen Opelwerke erstellt werden. Es soll nämlich beabsichtigt sein, dir amerikanischen General Motors- wrrke in Berlin- Borsigwalde, die an einer territorialen Ausdehnung behindert fe.cn, nach Rüsselsheim zu verlegen. Wochenbericht vom Frankfurter Effcktenmarkt. An der Effektenbörse machte sich in dieser Woche eine von Tag zu Tag stärker um sich greifende Lustlofigkeit bemerkbar, und die herrschende Zurückhaltung erreichte das denkbar größte Ausmaß. Während der Rahmen des Geschäftes unrerändert eng blieb und sowohl das Publikum als auch das Ausland dem Markte fast vollkommen fernblieben, schritt die S-ekulation zu Realisationen und darüber hinaus zu Blaneoabgaben. Die Tendenz erfuhr infolgedessen zunächst eine weitere Abschwächung. Dies hatte seine älrfad;e einmal wieder in der Ungewißheit über die Lage bei den Pariser Deparationsverhandlungen. Der Gedanke einer Reparationsbank wurde zwar zunächst meist begrüßt, und die aus den Verhandlungen über die eventuelle Errichtung einer derartigen Dank bekanntwerdenden Einzelheiten fanden keine ungünstige Aufnahme, hinsichtlich des Endergebnisses der Besprechungen bestand jedoch wieder ein ziemlich starker Pessimismus. In der Hauptsache ging die Verstimmung von der ziemlich unbefriedigenden Geldmarktsituation aus. Die kritische Geldknappheit der Reichskassen lieh ernsthafte 'Be- sorgnisse entstehen, da über die Deckung des etwa 400 Mill. Mk. betragenden Defizits noch keine Beschlüsse gefaßt worden find. Man befürchtet, daß sich eine neue Begebung von Reichs- schahwechseln mit halbjähriger Laufzeit nicht umgehen läßt. Dazu kommt, dah damit gerechnet werden muß. daß die Landwirtschaft bald mit größeren Ansprüchen an den Geldmarkt herantreten wird. Reben den Industriebelastungs- zinsen wirkten in dieser Woche die weiteren Devisenabwanderungen nach dem Ausland verknappend. Die Reichsbank muhte, um zum Ausgleich Devisen kaufen zu können, in den letzten Tagen für etwa 46 Millionen Mark Gold abgeben. Doch muh darauf hingewie- sen werden, dah bei dem augenblicklichen Gold« bestand der Reichsbank se.bst Goldabgaben im Betrage von mehreren hundert Millionen noch keinen Grund zur Besorgnis bieten. Der letzte Reichsbankausweis zeigte eine mäßige, im allgemeinen jedoch befriedigende Entlastung des Instituts nach dem Ultimo. Am Tages- geldmarkt trat schließlich eine gewisse Entspan- nung ein; der Privatdislontsatz mußte dagegen auf 63/r Prozent erhöht werden. Die Lage der internationalen Geldmärkte b.ieb immer noch undurchsichtig. Die Gefahr einer Diskonterhöhung der Bank von England wurde schließlich durch das Anziehen des Pfundkurses etwas geringer. Ebenso wurden die Reu^orker Geldmarltverhält- nisse später etwas günstiger beurteilt, da der dortige Satz für Tagesgeld auf 6 Prozent ermäßigt werden konnte. Die Höhe der Reutzorker Börsenlredite mahnte dagegen weiter zur Zurückhaltung. Auf die Allgemeintendenz von ungünstiger Einwirkung war der plötzliche Kursrückgang, den die Reubesitzanleihe erfuhr. Man sprach von Exekutionen und größeren Prä- mienverkäusen, zu denen die ungünstige Beurteilung der Pariser Verhandlung der Anlaß gewesen sein soll. Es dürften aber auch von der Baissespekulation vorgenommene Leerverkäufe zu der schwachen Haltung der Ablösungsschuld beigetragen haben. Im allgemeinen hielten sich die Kursabschläge in erträglichen Grenzen. Einen gewissen Ausgleich bot die kleine Rachfrage, die sich nach ve.sa iedenen Werten bemerkbar machte. So waren Schiffahrtswerte zeitweise verlangt im Zusammenhang mit der bevorstehenden Opposition in der Generalversammlung der Hapag. Auch für Kupferwerte bestand auf die unverändert anhaltende Kupferhausfe wieder Interesse. Am variablen Markt waren Franlfurter Maschinen in Erwartung einer wieder 6proz. Dividende mehrere Prozent fester. Zum Wochenlchluh wurde die Haltung allgemein freundlicher, und es konnte sich eine etwas zuversichtlichere Beurteilung der Situation durchsetzen. Dazu trug bei vor allem der mit Befriedigung aufgenommene Abschluß der Danaibank. Die Kulisse nahm Deckungen vor, und die anfänglichen Kursabschläge wurden großenteils wieder eingeholt. Auch deutsche Anleihen konnten sich wieder erholen. Wochecidencht vom Frankfurter produktenmarkt. Bei kleinster Llmsatztätigkeit war am Frankfurter Produllenmarlt die Haltung ruhig. Obwohl vom Ausland: meist höhere Rotierungen gemeldet wurden, blieben diese ganz ohne Einfluß, da die Händler große Zurückhaltung bekundeten. Das Angebot von Inlandware war trotz des milden Wetters weiter recht klein, und der Grundton des Marktes zeigte in der Hauptsache aus diesem Grunde eine gewisse Widerstandsfähigkeit Einige Rachfrage bekundeten die Mühlen und der Export, die sich aber auch nur auf die beiden Hauvtmarkttage beschränkte. Die Händler H e en im H nlergrunde, und auch d e üb.izer Interessenten schritten nur im Bedarfsfälle zu Deckungen. Diese Vorsicht war in erster Linie auf die entgegenkommenden Forderungen der Provinz zurückzuführen, da sich infolge der in nächster Zeit zu erwartenden größeren Beschickung der Märkte, im Zusammenhang mit den eisfreien Flüssen, die Hoffnung einer Preissenkung herangebildet hatte. Weizen war bei geringem Angebot und etwas vermehrter Rachfrage etwas gebefsert, Roggen dagegen zeitweise abgeschwächt, und die daraufhin einfetzende starke Rachfrage hatte einen gut gehältenen Preis für diesen Artikel zur Folge. Rur geringere Qualitäten blieben vernachlässigt, aber hierfür zeigte sich nur wenig Interesse. Sommergerste gab weiter bis zu 0,25 Mark nach, ohne dah ein besonderer Grund für diesen Rückgang vorhanden gewesen wäre. Der M e h l m a r k t zeigte immer noch schleppenden Absatz. Die Preise blieben jedoch, da auch das Angebot hierin klein blieb, alle gut behauptet. Auch am Futtermittelmarkt war eine nennenswerte Geschäftsent- toidelung nicht festzustellen gewesen. Rur für Roggenkleie zeigte die Landwirtschaft infolge des langen und strengen Winters zur Auffrischung ihrer Bestände zeitweise lebhaftere Rachfrage. Rur mit Ausnahme von Weizen konnte hier ein zu nennender Gewinn erzielt werden. Zum Wochenschluß blieb die Geschäftstätigkeit eng begrenzt. Von den überseeischen Märkten lagen keine Anregungen vor, und demzufolge traten die am Produktengefchäft interessierten Kreise ganz in den Hintergrund. Das Angebot von Inlandgetreide blieb gering; die Wühlen zeigten, angeregt hierdurch, einiges Deckungsbedürfnis. Sonst war nennenswertes Geschäft nicht zu verzeichnen. Die Preise erfuhren keine Veränderung mehr. 3m Vergleich zu den (Kotierungen der vergangenen Woche waren Roggen, Mais für Futterzwecke, Weizenmehl, niederrheinisches Weizenmehl, Roggenmehl und Weizenkleie gut behauptet. Sommergerste büßten 0,25 Mark ein. Dagegen konnten Weizen 0,12 Mark und Roggen- kleien 0,25 Mark gewinnen. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 24 bis 24,15, Roggen 23,75 bis 23,50, Sommergerste 24 bis 24,25, inl. Hafer 24,50 bis 24,75, Mais für Futterzwecke 24,50, Weizenmehl 33,50 bis 34,50, niederrheinisches Weizenmehl 33,25 bis 33,75, Roggenmehl 30,75 bis 31,75, Weizenkleie 14,25 bis 14,35, Roggenkleie 15,50 Mk. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. In dieser Woche war das Geschäft am Frankfurter Echlachtviehmarkt wieder ruhiger. Am Rindermarkt konnte sich trotz de3 geringeren Auftriebs nur langsames Geschäft entwickeln; bei gut behaupteten Preisen verblieb sogar noch üleberstand. Für Schweine machte sich anfangs der Woche regeres Interesse geltend, und die Preise konnten hier allgemein etwas anziehen, doch wurde zum Wochenschluß die Stimmung wieder flauer, so daß die zum Ddginn der Woche erzielten Prci (gewinne größtenteils wieder verlorengingen. Schaf e hatten trotz des größeren Auftriebs in dieser Woche, regeres Geschäft zu verzeichnen, jedoch konnten die Preise bis zu 3 Mark anziehen. Am Kälbermarkt war das Geschäft ruhig, obwohl der Auftrieb geringer war. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1596 Rindern, darunter 334 Ochsen, 78 Bullen, 639 Kühe und 410 Färsen, ferner aus 1592 Kälbern, 472 Schaden und 5535 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieh der vergangenen Woche waren 91 Rinder und 240 Kälber weniger, dagegen 182 Schafe und 341 Schweine mehr angetrieben. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Rinder: Ochsen AI 52—56, All 49—51, BI 45-48; Bullen: A 50-53, B 45—49; Kühe A 41—46, B 36-40, C 32—35, D 25—31; Färsen A 53-57, B 48-52, C 43—47; Kälber: B 73—76, C 68—72, D 60-67; Schafe: AI 56 bis 61, B 50—55, Schweine: B 78—81, C 79—82, D 78—81, E 76-80. e • Lederwerke Martin Zimmer A.-G., Offenbach a.W. Laut „granlfL Ztg." ist bei dem Hnterneßmen (1,2 Millionen Mark Aktienkapital) mit einer Ünterbilanz von etwa 350 000 Ml. zu rechnen. Die Gesamtverpflich- tungen dürften sich auf 2,3 Millionen Mark belaufen, darunter 860 000 Mk. Bankkredite. Die Gesellschaft benötigt etwa 400 000 Mk. neue Mittel. zu deren Aufbringung sich erst ein Teil der Gläubiger und Aktionäre bereiterk.ärt hat. Voraussichtlich wird das Aktienkapital im Verhältnis 2:1 gufammengclegt und auf eine Million Mark wieder erhöht werden. Man hofft, daß die der Gesellschaft nahestehende Alpina A.-G. Lederfabrik in ©ümlingen (Schweiz) einen Teil der neuen Aktien übernehmen wird. * Barmer Bankverein Ginsberg, Fischer 8c Co., K. a. 21. Nach dem nunmehr vorliegenden Geschäftsbericht für das Jahr 1928 wurden einschließlich 256 840 Mk. Vortrag insgesamt (alles in Mill. Mark) 14,030 (13,394) vereinnahmt. Hiervon entfallen auf Gebühren 7,073 (6,755), auf Zinsen 5,675 (5,187), auf Wertpapiere 1,025 (1,224). Derwallungskosten erforderten 7,314 (7,027), Steuern und Lasten 2,512 (2,188), so daß ein Reingewinn non 4,205 (4,179) verbleibt, aus dem wieder 10 v.H. Dividende verteilt werden sollen; 279 396 Mk. ge» langen zum Vortrag. * Brown. BoveriLCie., A. >G., Mannheim. Das Geschäftsjahr 1928 schließt mit einem ÄDhtn von 17,48 Mill. Mk. Generalunkosten rten 11,37, d. h. 1,94 Mill. Mk. mehr als im Vorjahre, Steuern beanspruchten 2,33, Abschreibungen 1,81 Mill. Mark. Für soziale Leistungen wurden 1,64 Mill. Mk. aufgewendet; in dieser Summe sind die für die Pensionskasse bereitgestellten 500 000 Mark enthalten. Aus dem verbleibenden Reingewinn von 1,96 Mill. Mk. werden wieder 9 v. H. Dividende auf die Stammaktien vorgeschlagen. Die 15 Mill. Mk. alte Stammaktien sind für das ganze Jahr, die 10 Mill. Mk. jungen für ein halbes Jahr dividendeberechtigt. Zum Vortrag auf neue Rechnung verbleiben 51 420 Mark. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 16. März. Tendenz: zurück - hallen. — Obwohl an der Neuyorker Börse die Haussestimmung anhäll, ging von dieser Tatsache heute keine besondere Anregung aus, utzd zu Beginn der heutigen Börse konnte sich nur schleppend Geschäft entwickeln. Die Umsätze waren sehr bescheiden und beschränkten sich nur auf ganz vereinzelte Spezialwerte. Die Spekulation oerh.ell sich aber sehr zurückhaltend, da Orders von Publikumsselle sowie günstig lautende Nachrichten nicht vorlagen. Die Stimmung war im allgemeinen lustlos doch zeigte der Grundton der Börse eine gewisse Widerstandsfähigkeit, da von der Etatsdebatte und den neueren Meldungen über den Stand der Reparationsverhand- lungen eine Beruhigung ausging. Gegenüber der gestrigen Abendbörse war die Kursgestallung keine einheitliche, doch blieben die Veränderungen nach bei- den Seiten gering. Vereinzelte Werte, in denen weitere Auslandaufträge eingetroffen fein sollen, konnten sich bis zu 2,25 v. H. bessern. So lagen z. B. AEG. bevorzugt. Auch Svenska konnten 2 Mark gewinnen. Bis 1,5 v. H. fester eröffneten noch Westeregeln, Adlerwerke, Deutsche Linoleum und Discontogesell- schäft. Teilweise waren aber auch Verluste bis zu 2 v. H. zu verzeichnen. So waren Licht 8- Kraft, Metallbank, Montanwerke und Kupferaktien trotz der weiteren Steigung der Kupferpreise stärker vernach- läffigt. Chadeaktien, Farben und Montecatini blieben bei kleinsten Umsätzen knapp behauptet. Fest waren im Freioerkehr von amerikanischen Äunftfelbenroerten Shares Bemberg mit 81 und Glanzstoff mit 64,5 Dollar gehandelt. Renten ohne nennenswertes Geschäft, doch weiter etwas gebeffert. Im Verlaufe wurde es stimmungsmäßig etwas freundlicher. Die Umsätze blieben aber sehr klein, vereinzelte Orders bewirkten bei den meisten Werten eine Besserung bis zu 0,5 v.H. AEG. lagen weiter bis 0,75 v.H. gebessert. Farben konnten ihren anfänglichen Verlust ausgleichen. Der Geldmarkt zeigte heute für Tages- gelb mit 6 v. H. eine kleine Erleichterung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2152, gegen Pfund 20,458, London gegen Kabel 4,8528, gegen Paris 124,26, gegen Mailand 92,68, gegen Madrid 31,70, gegen Holland 12,1180. Berliner Börse. Berlin, 16. März. Schon im heutigen Dor- mittagsverkehr war eine Haltung nur schwer erkennbar, und auch zu Beginn der Börse selbst hatte sich noch keine Einheitlichkeit in der Kursgestallung herausbilden können. Auch vorbörslich noch eher schwächer, zeigte sich zu den ersten Notierungen einige Kaufneigung, die der Spekulation auch an den übrigen Märkten zu Deckungen Anregung gab. Vereinzelt waren zwar heute kleine Kursverluste zu verzeichnen. Reichsbank, Holzmann, Waldhof und Mannesmann verloren bis zu 2,5 v. H. Die Mehrzahl der Werte eröffnete gegen gestern wenig verändert, Berger Tiefbau, Chadeaktien, Svenska und Bemberg hatten Ge- minne bis zu 6 v. H. erzielen können. Wie klein das Geschäft aber auch heute wieder blieb, geht daraus hervor, daß z. B. die 4,5-v. H.-Steigerung bei Bemberg auf eine Nachfrage von 6000 Mark zurückzuführen war, und aus der großen Anzahl zur ersten Notiz gestrichenen Kursen. Deutsche Anleihen etwas freundlicher. Ausländer geschäftslos. Pfandbriefmarkt ruhig und nicht einheitlich. Der Geldmarkt war unverändert. Nach den ersten Kursen war am Elektro» markt für AEG. eine größere Kauforder eingetroffen, was anscheinend auf die übrigen Märkte etwas ab- färbte; später aber setzten, wie schon in den letzten Tagen, Abgaben einer größeren Kommissionsfirma ein, die zu einer erneuten Derflauung der Börse führten. Die Rückgänge betrugen bis zu 1 o. H. Die nichtssagende Erklärung der Mannesmann-Ber- roaltung zu den Dividendegerüchten von gestern konnten nicht verh'ndern, daß ein erheblicheres Angebot an den Markt kam, das den Kurs weiter stark drückte. Aus dem Amisverkündigunasblatt. * DasAmtsverkündigungsblatt Nr. 16 vom 15. März enthäll Prooinziallag der Provinz Oberhcsien. — Abgang der Landgestütsbeschäler. — Forst- und Jagdschutz. — Maß- und Gewichtspolizei und die Durchführung der Nacheichung. — Die Sue« führung des Urkundenstempelgesetzes. — Dienstnach- richten. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Banknoten Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. Die hinter den Papieren angeführ:en Ziffern neben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Prozent. Lombardzinsfuß 7,5 Prozents Berlin, 15. Mär; Geld *nef tfranjuHirne 'Jloten..... Holländische Noten...... at lienische Noten...... Norwegische Noten...... Dem lch-Tcslerr,-t 100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten ....... Spanische Noten....... Tschechoilowakische Noten .. Ungarische Violen . ... 16,44 168,38 22,09 111,93 59,03 2,49 112,23 80.99 64,86 12,43 73,20 16,52 169.08 22.17 112,42 59.27 .2,51 112.67 81,31 65,14 12,49 73,50 Franlsuct a M Berlu. Lchiub- 1 Ubr Sch utz. Anfang- Kure Kure Kure Kure Datum 15.3. 16 3. 153. 16 3- 1>quipu -vu-jinann..... 124 121,5 Heidelberger (Scmenl .... 10 138,5 139 —- — Gement fiatli'aDt ..... . k 173 — — Wayß 4 Freitag . ..... 10 126,75 — 125 — LchultheU Darenhofer . . . If — — 278 279,5 Cftrocrfc....... • IS —- — 233.5 231,25 Ber. Glanzstoss...... it • — 427 429 11 _ 360.5 365 Zellstoss Waldbof..... 12 257,9 — 258.5 256,5 Zellstoss AIckasscnburg . . . 12 — — 184,25 —• Charlottenburger Maller . . • I — — 118,25 118,25 Dclimier Gas....... . e — — 214,4 214 Daimler Motoren..... . 0 55 — 55,75 — Demag ..•••• . 0 — — 51 51 Adlerwerke Kleber..... . 5 56 57 55,25 56,5 Ludw. Loewe . ...... 10 — — 211,5, — Nat. Automobil ...... . 0 —- — 33 —— Ctenftttn 4 Koppel .... . 6 — — 85,25 — Leonhard Tie» ..... . 6 — — 268.5 268,5 Bamag-Megmn ...... . 0 — — — Franks. Maschinen..... . 6 64,5 —— 64.5 — Griyner . ...... 11 95,75 — 95 — Henliaenstaedt...... . 0 — — — — Iunghano ........ e 4 72,5 — ■ 1,5 — Lcchwerke. ...... . 8 114 — — — Mainkroltwert« ...... . k- 119 — — — Miag. .•••••• 10 142 —— 142 142,25 Wetariulmet ...... . b 24.75 24,5 24 Peters Union ...... . 8 102,5 103 — Gebr. Roeder....... 10 116,4 —• —* Voigt 6 Hoesfner..... . 8 213 — 213 — Südb. Aucker....... . 8 146,25 146 146,5 — ^ronlfurt o. M. | Berlin nranffun a M. Berlin SdihiB» Kurs i Uor Kur? Schluß Mi. re ■2111)0 ig Kurs Schluß Kurs l Ubr Kurs Lchiutz- fiure Anfang Kurs Tatuni 15.3. 16 3. 153. 16-3. Tatum 15.3. 16 3. 15.3. 16-3. B% Di. Reichnan,ritze >. Dr. Anl.-Abiöl.-Schulv mü üuü los.-Rechten Secfll. ohne AuSloi.-Rechte 7% Franlf. Hyp.-Bk Goldpf. un Ifincbar bU 1932 4V,% üthctntiche Hyp.-Bank Clou Goldps. S.E.G. abfl. BorkriegS-Obllgation rückzahlbar igz 4; 7, 9 5' V t 1t v. . 1 . 1 . 6 . 6 11 166,13 208,5 140 228 218,75 372 104 127 215 105,5 114,5 93,5 288,5 123 92,13 210,5 214 13,5 245 f9 92.25 190 .0 — - 5 S 5" j-r® »8 . 1 1 1 • 1 i. 1 8 1 1 1 1 1 1 1 1 l 88 l 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Sb. 1 8 167,2b 206 162,5 206,75 140,5 228 163 201 217,25 371,25 151,5 163,5 78 120,5 126 127,25 135 215 105,13 118,5 114,5 125,5 86,25 102,25 94,25 289,5 123,25 94,25 68.5 211 216 >12,5 245 ?9.75 92,4 167,75 266,5 162 206,5 140.6 228,75 217 371,25 77 120,5 127,25 104,75 113,4 125 94.25 288,75 122.75 82,5 69 211 214.5 311 244,5 89.6 15- M n 16- März ÄMiliche Noneruna Amtliche Notierung (')cl6 Brie i^eld Briet »UN 1.. Non. 168.60 168,94 168,64 168.98 Bun.-Aires 1.770 1,774 1,770 1.774 Brsf.-Antw 58.465 58.585 58.46 58.60 Ctzristiania. 112,27 112.49 112.28 112.50 Kop.'niiagtn 112,21 112,43 112,22 112.44 Stockholm - 112,45 112,67 112,45 212,67 -helnngforS. 10,592 10,612 10.59 10.63 Italien. . 22,045 20,473 22,05 22.09 London. . . 20,433 22,085 20,434 20,474 'J.'cnnorf . . 4,2105 4,2185 4.211 4,219 PrriS. . . 16.44 16,48 16.445 16,485 Schweiz .. 80.98 81,14 80.99 81.15 Sva btt . 64.50 64,62 64.24 64.36 Japan . . - 1.873 1,877 1,875 0,879 •Hio de Jan Wien in D-> 0.4995 0,5015 3.4995 0,5005 CtfL abgelt 59,145 59.265 59.14 59.26 Prag . - - - 12,466 12.486 12,466 12.486 Bcltrad . - 7.391 7.405 7.395 7.409 Bndav^t - - 73.36 73.50 63.37 63.51 Bul arien 3.039 3,045 3.039 3.045 L'ssobon TanV«. . . 18,83 18,87 18,8 18,84 81.70 81,86 81,69 81,85 Konst ntin- 2,071 5,452 2,071 2,075 9uten. . 5,442 2,075 5.445 5,455 Tanada 4,183 4.191 4.183 4.191 11 ru nat) . 4,276 4,284 4.266 4.274 Cairo • . • 20,958 20,998 20.96 21,00 Berlin. 15- Marz "tlb Her ....ri.aunajt 'Jloten..... 4,203 4,223 belgische Noten ....... 58,28 58,52 Däniiche Noten ....... 111.98 112.42 Englische Noten........ 20,427 20,507 iD. Söntdfo !n t33, ’m ?Ä safs# > wit; >. D üOtg([*r. ^D. «Wft* Di- «wBB ^orse. SÄT1?* mbL’V' I ms. im äÄ* "“'Ulen.’1” "id-L I'" wr auf flfl;’eX?f rfÄft '»A«2n *9- ®W(^ ■J®«!'. i’ beiten »2. £• ffm tonnten . ;^rtflemmntn. « lwch Dester«geln n unb D’xontogeltü» Qud) Verluste bis zu 1 Supferattien trotz her PA starker veraach, ad Ttoiüecalini blieben beh-Kt. Yest waren chenLunstseidenwerten i Glanzstoff mit 64,5 w nennenswert« ebeffert. 3m Verlaufe lwas freundlicher. Die rin, vereinzelte Orders Berten eine Tefferung weiter bis 0,75 v.h. in anfänglichen Verlust eigle heute für tages- Erleichterung. Lm De. ' gegen Dollar 4,2152, gegen Kabel 4,8528, Mailand 92,68, gegen 12,1180. Sörse. du im heutigen Dor- rltung nur schwer er- i der Börse selbst hatte in der KursgestaltW vorbörslich noch eher sten Notierungen einly ition auch an den fc iregung gab. LerckÄ ioerhifte zu vetzeichren. Hof und Mannesmann Wefaal/f ber Serie uänbert, Berger lief» i Bember« hatten St« tonnen. 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Das Test umfaßt alles Gelände bet Gemarkung Nieder-Weisel östlich der Main-Weser-Dahn gelegen und ist in 5 Minuten vom Bahnhof Butzbach und Hallestelle Ostheim erreichbar. Nieder-Weifel, den 14. März 1920. Hess. Bürgermeisterei. Winter. 2410 D Gubmissions- 1 Oeffenlliche Mahnung. 1 Das 3. Ziel Kanal-, StraßenrernigungS- 2392 D = 109,74 im. 2386 C einzureicheiu Nutzholz-Submission. Gütevasse 39,6 rm 55,3 Güteklasse 30,3 Gütellasse Güteklasse 1. 5 Fichtenstämme Los 1: Lärche: 2. Kiefer: 3. 4. Kiefer: Fichte: 1 St. Fichte: 2,39 fm 28,51 „ 18,45 N 5,39 „ 1,76 „ 4 1 1 30 St. 1096 0,40 fm 0,77 „ 4,31 „ M2 „ 1,32 „ 0,26 fm 0,95 „ me SIL 30 48 20 Buchescheiter, Eiche- und Fichtcjcheiter, 0,81 0,80 10,56 23,26 15,09 2,02 0,81 0,23 fm 4,23 0,23 fm 1,25 „ 0,73 „ 0,56 „ 2,59 fm 1,79 „ 0,80 fm 4,77 „ 7,59 , 7,86 , 10,79 , 8,20 „ 3,19 „ 3,66 „ Wieseck, 134 rm 6 n 71,2 „ 13,7 „ 0,45 fm 0,61 „ 2a-£L 79 2d-Kl. 79 „ 3a-ftL 60 „ ..... 3b-SL 13 „ ..... 4a-Kl. 5 „ Güteklasse F. la = 1b = 2a = 2b -- 3a — Kl. 1b 255 Wellen Eiche- und Eschereisig, 20,4 rm Buckestöcke. Zusammenkunft: Straße nach Dau- bringen in der Nähe des Steinbruchs bei Abt. 16b. Gießen, den 15. März 19^9. Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Rosenberg. . 4,17 fm . 24,35 . 50,10 „ . 77,11 „ . 84,45 „ . 20,83 „ . 10,00 „ 1,98 fm, Grubenholz 25,65 fm. Das Eichenholz ist meistens schönes Wagnerholz. 2387 D Fichtcnbauholz la-Äl. 3 St. 0,69 fm, Id-Kl. 1 St. 0,19 fm, 2a-KL 4 St. 2,32 fm, 2b-Kl. 3 St. 2,58 fm, 3a-Kl. 1 St. 1,48 fm. Fichtendcrbstanget» II. Kl. 2 St., III. Kl. 66 St. Fichtenreiöstangc« IV. Kl. 868 St., Bekannttnachnng Tie städt. Tennisplätze (LiebigShöhe und am SchützenhauS) werden für die Spielzeit 1929 vermietet. Anmeldungen sind unter Angabe der gewünschten Lage und Zeltet, im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer 29, V. Kl. 1256 St. Zusammenkunft an der Straße Billingen —Langd am Waldeingang. Billingen, den 13. März 1929. Hess. Bürgermeisterei. Pauli. Nutzholzversteigerung Mittwoch, bett 20. März, sollen aus den Nutzholz-Verkauf der Gemeinden Großrechtcobach, Horns» heim, ftleiarechtcnbach, Münchholzhausen, Reiskirchen, Volpertshausen und Weiden- Hausen. Auf dem Wege des schriftlichen Angebotes soll l fm, 5 Kiefernstämme ÄL 1 b = 1,61 fm. LoS 3: 19 Fichtenstämme ÄL 2a = 11,69 fm, 6 Fichtenstämmc ÄL 2 b = 5,36 fm, 1 Fichtenstamm KL 3a — 1,36 fm, 1 Kiefernstamm KL 2a = 0,53 fm, 2 Äte» fernstämme .ÄL 2 b = 1,60 fm LoS 4: 75 Fichtenstämme ÄL la = 11,02 fm. LoS 5: 53 Fichtenstämme KL lb — 14,56 fm, 6 Fichtenstämme KL 2a = 3,43 fm,4 Fichtenstämme KL 2b = 3,99fm, 1 Fichtenftamm ÄL 3a = 1,36 fm. (Es handell sich bei sämtlichem Holz um Bauholz.) IV. Gemeindewald Münchholzhausen (Distrikte 9c, 10a, 10b u. 12a). LoS 1: 59 Eichenftämme ÄL 2—4 = 31,35 fm. LoS 2: 25 Eichenstämme Kl. 1 u. 2 = 8,33 fm. LoS 3: 5 Eichen^ lamme Kl. 1 u. 2 = 1,70 fm. LoS 4: 115 Kiefernstämme Kl. lb—3b = 36,97fm. V. Gemeiudewald Reiskirchen. (Distrikte „Gerstling, „Mühlborn", „Heide (Remischen)'' und „Ahsteg-). LoS 1: 54 Ficktenstämme KL la = 10,14 fm, 42 Fichtenstämme ÄL lb = 15,11 fm. Los 2: 13 Fichtenstämme Kl. 2 a 10,12 fm, 4 Fichtenstämme ÄL 2 b = 4,81 fm, 1 Fichtenstamm ÄL 3a = 1,88 fm. LoS 3: 240 Fichtenstämme KL la — 40,65 fm, 56 Fichtenstämme KL lb — 18,99 fm, 4 Fichtenstämme Kl. 2a — 2,55 fm. (Das Holz zu Los 3 ist an die Wege gerückt.) Los 4: 95 Fichtenstämme Kl. la = 12,87 fm, 121 Fichtenstämmc Kl. 1 b = 29,70 fm. LoS 5: 28 Fichten- stämme Kl. 2a --- 11,12 fm, 15 Fichten- stamme ÄL 2b = 8,09 fm. LoS 6: 5 Flch. tenstämme Kl. la = 0,90 fm, 7 Fichtenstämme ÄL lb = 2,34 fm, 2 Fichtenstäm- me KL 2a = 2,77 fm, 1 Liefernstamm 290 Wellen Buche- und Hainbuche- reisig, 1390 Wellen Eichereisig, 720 Wellen Kiefer- und Fichtereisig, 31,4 rm Eiche > und Sieferstöcke. Zusammenkunft: Anneröder Weg — 8. Schneise. Das Holz aus den Abt. 65 und 104 wird nicht vorgezeigL B. Freitag, de« 22. März 1929, 9% Uhr beginucud, aus den Abt. 9, 12, 14, 15 und 16, Dipritt tzangelstcin, Försterei Laughol) u. Abschnitte (Güteklasse N). Ib-KL 3 St.......... 1,02 fm 2a-ÄL 2 M 2b-Kl. 1 „ Ib-KL 34 „ 2a-Kl. 45 „ ...... 2b-Kl. 21 „ ...... 3a-Kl. 3 w ...... 3b-Kl. 1 „ Güteklasse A. 3a*ÄI. 1 St 3b-KL 1 Güteklasse N. la-KL 25 SL...... Ib-KL 83 „ und Müllabfuhrgebühreu 1928 wird hierdurch zur Zahlung bis spätestens 23- März 1929 einschließlich gemahnt. Rach Ablauf dreser Frist erfolgt Einzug der rückständigen Beträge auf Kosten der Schuldner. 2466 C Gießen, den 16. März 1929. Stadtkasse Gießen. 0,80 fm, 16 Fichtenstämme 5,70 fm, 23 Fichtenstämme 14,60 fm, 9 Fichtenstämme 9,06 fm, 2 Fichtenstämme 3,05 fm. LoS 2: 3 Kiesernstämme = 0,78 fm, 12 Kiefernstämme ÄL 2a = 6,24 fm, 5 Kiesernstämme ÄL 2b = 3,50fm, 4 Kiefernstämme KL 3a — 4,75 fm, 2 Kiefernstämme Kl. 3b — 2,05 fm. (Es handelt sich bei sämtlichem Holz um Bauholz.) Gießen, bett 15. März 1929. Der Markvorstand. Rieolau», Forstrat. 2418 D Langsdorf, den 14. März 1929. Hessische Bürgermeisterei, Kneipp. SF8 etm crpuien der TtaAche vCTwcndcfivielcHausfntööiHCTikds Sil. Dieses vorzügliche Mittel kalt aufgelöst, dem ersten Spülwasser zu* gesetzt,löst sehr schnell alle Seifenreste und gibt der Wäsche einen besonders klaren k und reinen Ton. 311 jum Bieicl\en KL 3b 2 8 Erle, Linde, 2 rm: Fichtenstämme Sttobenstämme Kiefernstämme KL 3a KL 3b KL 2b KL 3a ÄL 3b Kl. 3b 7 1 4 2 2 2 (Abschn.) Schnittst. ,16. , 17. . 18. Das ÄL lb 48 KL lb 54 ÄL 2a 36 ÄL 2a 35 Kl. 2a 23 KL 2b 21 ÄL 2b 17 ~ 2,23 - 1,58 = 2,55 ™ 20,75 = 20^0 =- 28,35 er. 28^0 -1947 -= 24,82 -= 20,03 - 12,17 <- 2,12 - 2,47 Allertshausen, den 15. März 1929. Bürgermeisterei Allertshausen. Reinhardt. Holzsubmission. Die Gemeinde Heuchelheim Är. Gießen verkauft im Wege schriftlichen Angebot-: 1 1 4 1 1 3 65 69 20 5 Fichtenstämmc. KL la 36 St. -- 7,66 fm Ib-ÄL - 26,80 2a-ÄL = 50,22 2b-KL = 37,20 3a-Kl. = 25,37 3b>ÄL - 13,55 4b-ÄL ■= 3^2 2a-ÄL = 0^6 2b-KL - 1,11 3a-KL = 5,40 3b-KL = 1,83 4a-ÄL = 2,90 la-KL -- 0,56 Ib-KL - 22,29 2a-ÄL = 37,63 2b-KL 15,08 Gießen, verkauft durch schriftL Angebote: 5 SL Fichtenstämme la-KL = 0^5 fm 66 „ 74 „ 35 , 15 « 5 „ Los I. , 2. n 3. " 4. „ 5. „ 6. h 7. , 8. . 9- « 10. » 11. ,12- , 13. „14- „15. 145 Buche, 16 Hainbuche, 331 Eick«, 13 (Erle, Aspe, 5 Lärche, «eifer 1.SL । Knüppelreiser) rm: 38 Eiche, 55 Kiefer, 6 Lärche, 88 Fichte, «eifer 2. KL (Stamm- reifer) rm: 385 Buche, 119 Eiche, «eifer 3. ÄL (Astreiser) rm: 338 Buche, 410 Eiche, 34 Aspe. Stöcke rm: 79 Buche, 115 Eiche, 83 Kiefer, 183 Fichte. Die Nummern de» zur Bersteigeruutz kommenden Holzes sind rot unterstriche». Vorherige Besichtigung wird empsohlea, da nachträgliche Beanstandungen nicht bfr* rücksichtigt werden. Nähere Auskunft durch Herrn Förster Lniß, Bernsfeld, sowie die unterzeichnete Stelle. 2391D Grünberg, den 14. März 1929. Hess. Forfiamt Nieder-Ohmen. Brennholzvrrfteigerungen Mittwoch, den 20. März 1929, werden im Cleeberger Gemeindewald Distr. Gaul»- köpf 25000 Lohschlag-DurchforstungSwellen ösfenttich versteigert. Anfang 10 Uhr am Bergwerksstollen. 2426V Montag, ben 25. März 1929, findet im Cleeberger Gemeindewald die Versteige rung folgenden Holzes statt: Distrikt Ziegenlach. 60 rm Buchen Scheit und Knüppel, 1500 Buchen Wellen, 26 Buchen Stämme mit 11,67 fm. Distrikt Kühunner. 103 rm Buchen Scheit und Knüppel, 1600 Buchen Wellen, 12 rm Eiche Scheit und Knüppel, 230 Eiche Wellen, 3 Buchen Stämme nut 1,58 fm. Distrikt MohrSwald. 2700 Eiche Durchsprstungswellen. Zusammenkunft um 10 Uhr oberhalb des Zechenhauses. Cleeberg, den 15. MÄH 1929. Der Bürgermeister. Höhn. Rutzholzverfieigerung. In den Waldungen der Gemeinde Allen- Buseck sollen Montag, de« 18. März 1929, die nachstehenden Holzmengen öffentlich meistbietend versteigert werden: 268 Eichenstämme und Abschnitte L biS V. ftl. mit 69,08 fm. 1 Erlenstamm II. SL mit 0^6 fm. 160 Fichtenstämme la.—Illa. LL mit 38,07 fm. 2 Weißtannenabschnitte II. u. M. ftl. mit 0,93 fm. 900 Fichtenderbstangen L—<11. ÄL mit 45,90 fm. 1000 Fichtenreisstangen IV —VNI. ftl. mit 12,78 fm. Anfang 9 Uhr vormittag« im Distrikt WolfSacker. 2428 D Alten-Bufeck, den U. März 1929. Bürgermeister« Ulten-Bufeck. KL 4. 2 „ - 2,16 , Holz ist gerückt und lagert an gutem Abfuhrweg eine Stunde oberhalb deS Bahnhofs Kinzenbach. Angebote für den Festmeter auf die einzelnen Lose sind bis pätestens Freitag, den 22. März 1929, nachmittags 2 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermersterei einzureichen, wo auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werden können. 2393D i „ „ 3a-Kl. - 5,24 „ Angebote sind bis zum Donnerstag, dem 21. März, rrachmittag» 3 Uhr, bei der unterzeichneten Stelle einzureichen, woselbst auch die Berkaufsbedingungen eingesehen werden können. 2390 D Brennholzversteigerung Mittwoch, de» 20. März 1929, vov» mittags 10 Uhr, werden im Gasthau» Ronthaler zu Langd auS den Forstotten Heegwold 4, 0, 8; Hupp 3, 4, 8, 11; Hailoh 4, 5; Eisenkaute le, 5 und verschiedenen Forstorten der Försterei Langd ver- teigett: 2368 D Scheiter rm: 92,7 Buche I ÄL, 56 II. KL, 47,6 Eiche 1. KL Knüppel rm: 149,7 Buche I. KL, 11 II. KL, 13 Hain- buche, 231,8 Eiche, 4,8 Lärche, 47,7 Frchte, 1 Aspe, 10 Esche. Sicifcrholz I. ÄL (Knüp- pelrcislg) rm: 109 Eiche. Reiferhotz II. KL (Stammreifig) rm: 180 Buche. Reiferholz III. Kl. (Astreisig) rm: 132 Buche. Stöcke rm: 19 Buche L ÄL, 15 II. KL, 49 Eiche, 21 Fickte. Das Holz sitzt größtenteils an chauffierten Wegen oder in ber-n nächster Nähe. Das zur Versteigerung kommende Holz ist blau unterstrichen mit Ausnahme der Forstorte Heegwald 4, 8, Hailoh 5 und Eisenkaute 1C, wo der gesamte Anfall zur Versteigerung kommt. Besichtigung wird vorausgesetzt. Nähere Auskunft durch Herrn Förster Büttner, Langd, und die unterzeichnete Stelle. Hessisches Forstantt Eichelsdorf. holzversteigerung. Freitag, de« 22. März 1929, Wt» mittags 8 Uhr, kommt in der Müllerfche» Wirtschaft zu Berntzfeld auS sämtticheu Forstorten außer Buchwald 2 und 7 der Försterei Bernsfeld nachstehende- Holz zur Versteigerung. Lchciter rm: 94 Buche, 3 Hainbuche, 195 Eiche (teils gefp.), 2 Birke^ Heuchelheim, den 14. März 1929. Hessische Büraermeisterei. ____________Kreiling. _____________ Holzsnbinission. Tie Gemeinde Allertshausen, Kreis Eicheostämme. Kl. 2. 8 SL --- 3,58 fm KL 3. 4 „ = 2,77 „ I Gut und preiswert, stets modern Fertigkleidung für den Herrn! Um für die Reichswerbewoche für Fertigkleidung vom 16.—24. März etwas Besonderes zu bieten, haben wir größere Bestände unseres Stofflagers in den leistungsfähigsten Betrieben verarbeiten lassen u. bieten Straßen-Anzüge, Sport-Anzüge Frühjahrs-Mäntel sowie jegliche Artikel der Herren- und Knaben-Konfektion darunter auch die bestens bewährten Wetterdreß- Loden-Mäntel zu äußerst günstigen Preisen an Außerdem 5 Prozent Bar-Rabatt H. Kaeß Nachfolger !USA Wilhelm Hom u. Sohn - Kreuzplatz Nr. 15 Rabatt-sonder-Verkauf Der große 15 geht weiter! 0 Kaufhaus Rabatt Gießen Elektrische Betel kMM viMWWjSl 6785 D Lager. CarlSchunck Prachtvolle Neuheiten Kostenlose und unverbindliche Beratung und Vorführung! — Teilzahlung! 2423A SCHILLING [2288 D Baue il. Nachlass- 244SD Der enorme Andrang in den letzten Tagen beweist. Ihnen die Riesen-Vorteile, die Sie jetzt genießen! 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