'richten. vrus und Verlag: SrühNche Uni°erMt5-vuch- und Skinörutfmi B. Lang« in Sieh-n. Sriftleitung und S-!chä,t-ftelle: Schulftratz- r. 266605 268317 0.®. 217119 268447 276206 301960 349478 267493 308902 320657 343808 358415 371801 383607 146665 114828 102065 293003 309534 323169 347603 361659 372608 387046 196258 139381 118589 269870 294111 312096 324188 352492 363032 37438’ 392394 220247 270489 276822 302455 351842 176634 233836 273063 280492 304198 359661 312948 316377 322380 nehmen oder sonst wichtige Änderungen der vertraglichen Bestimmungen zu schlucken. Bein, so ungeschickt ist man nicht. Aber man hat so viele angebliche „Rebensächlichkeiten , in denen man die Deutschen zum Rachgeben veranlassen möchte! Nebensächlichkeiten, die aber eben entweder Geld kosten oder den Verzicht auf deutsche Gegenforderungen bedeuten. , . So zeichnet sich denn die erste Phase der Haager Konferenz bereits als ein Gewitter ab. dessen Blitze sich wieder über Deutschlands Haupt entladen sollen, wenn Deutschland den Alliierten seinen Widerstand entgegensetzt. Denn so interessiert Deutschland an den Haager Fragen ist, so sehr sieht die übrige Welt die Fragen der Haager Konferenz leider als eine auherdeucsche Angelegenheit an. „Deutschland hat den Voung- englischen Delegation b e st i m m l e finanzielle Vorschläge unterbreitet werden können, die ein beträchtliches Entgegenkommen gegenüber den bekannten englischen Forderungen bedeuten. In einer Besprechung zwischen Loucheur und den Vertretern der französischen Presse ist diese Feststellung in vorsichtiger Form im wesentlichen betätigt worden. Die englische Auffassung. Die Italiener machen Schwierigkeiten. Haag, 14. Aug. iWTB.) Don englischer Seite wird erklärt, die Rede Loucheurs habe den Eindruck erweckt, daß die französische Dele- gation bereit sei, den englischen Forderungen gegenüber eine versöhnlichere Haltung einzunehmen. Es sei Aussicht vorhanden, dah aus dem Lieberschuß von 52 Millionen Mark, der nach dem Boungplan für die internationale Bank bestimmt sei, etwa 30 Millionen England zufliehen sollten. Frankreich und Belgien sollen Geneigtheit zeigen, auf den Boden dieser Anregung zu treten. Reuter erfährt von maßgebender Seite, von | einem Schwächerwerden der Haltung Snowdens abgesehen davon, dah praktische Kontrollen, die nach vollzogener Räumung vorgenommen würden, meist Zwischenfälle s ch a f - f en könnten, die der erstrebten Befriedung scharfe Rückschläge versetzen würden. Rur als völlig freies und durch keinerlei Kontrolle gedemütigtes Land könne Deutschland auf die Dauer den Willen aufbringen, die grohe Summe des Young-Planes zu erarbeiten. An diesem Willen müsse Frankreich selbst das größte Interesse haben, und deshalb müsse es nach rheinischer äleberzeugung gerade Frankreich sein, das am eifrigsten nacheiner Knegsliqui- dierung ohne Hintertüren strebt und alles weit von sich weist, was nach Radelstich und Hieb aussieht. r . , , Der Rheinländer könne demnach in der trän* -H-ftfchen Forderung nach der KvEvNkommAivn nur den geheimen Wunsch Frankreichs erblicken, auch nach der Räum ung noch mit einem Fuh am Rhein zu bleiben, um den anderen jeden Augenblick wieder nachzuziehen. Dertrauen müsse wachsen und könne nur wachsen aus der Freiheit, die hüben und drüben an der Grenze die gleiche sein muh. Deshalb sei die volle Räumung und eine befriedigende Lösung der Saarfrage notwendig. Es ist, so schloh Fuchs, die Derantwortung für den Frieden, es ist die Verpflichtung gegenüber dem Gedanken der Versöhnung und der Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich, die das Rheinland seine warnende und ablehnende Stimme gegen jede Kontrollkommission erheben läßt. Dem Frieden will das Rheinland dienen, und deshalb fordert es seine Freiheit. 369100 116577 69127 99392 27816 19 4423 11553 11720 35 26382 26505 28580 ?1 42074 42426 44265 >6 70093 70876 78068 •95528 95533 102738 108005 110252 112191 121738 126988 127091 139831 149914 155042 164025 166895 173359 178068 181399 184539 797023 201898 206305 215636 117957 222568 241702 244548 246526 22,04 111.97 59,35 2.49 112,K 80,91 6b 12.453 73,25 oder schätzt ihn überaus niedrig ein. Damit, dah die Reichsregierung den Vcmngplan, wenn auch nur als Verhandlungsgrundlage, angenommen hat, ist das Interesse des Auslandes an der deutschen Position im Haag auf ein Minimum zurückgegangen, wie überhaupt ein Deutschland, das sich nicht wehrt, als Subjekt der Wellpolitik ausscheidet. Die Reichsregierung hat es für richtig gehalten, sich nicht in großen Fragen, sondern nur in relativ kleineren Fragea zur Wehr zu sehen. Das rächt sich nun bitter. Denn, wenn es hart auf hart kommen sollte, so wird man für diesen deutschen Widerstand in fogenannten „kleinen Fragen" kein Verständnis haben und Deutschland eine schlechte Presse Voraussagen können. Für die Heimat gibt es angesichts dieseZ Spieles daher auch nur eine Lösung: Kampf jedem Kompromiß, der Deutschland neue Opfer auferlegt. Günstige Aussichten für eine Beilegung des Quotenkampses rund L7g 58,43 11,91 11,g 12-56 0,553 1,975 0,376 4,203 13,44 Ü.8I5 61,64 1,974 ,4995 59,1’ 423 3 79 •3,31 l,G« ü Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Rcichspfennig, Plahvorschrift 20" , mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Miiilie 'ieTÖT 1,7« 58,35 11h 111,6 112.35 10,54 riL 20,334 41« ftS 0,497 59,035 12,412 7,366 ,18 ,031 18,7 81,« 2,008 5,425 4,1« Punkte aus ist die weitere Route noch nicht klar zu übersehen, da im Rorden in der Gegend des Weißen Meeres eine kleine Depression steht, die es vorteilhaft erscheinen läßt, nach Süden auszubiegen. _ Bei der Fahrt über Rußland wird Dr. Eckener nach Möglichkeit den Wunsch der russischen Regierung erfüllen und Moskau zu überfliegen suchen. Sollte diese Absicht aber aus navigaton» schen Gründen nicht verwirklicht werden können, so wird das Luftschiff entweder den südlicheren Kurs über Tomsk—Irkutsk oder, was wahrscheinlicher ist, den nördlichen Kurs über Jakutsk —Ochotsk wählen. Der Ural 13.^1$) ”9 »utbtn (Stwinnt l- gezogen ‘ Glatter Start im Morgengrauen. Friedrichshafen. 15. Aug. (MTB. Funk- spruch.) Vor dem Eingang zur Hauptgondel versammeln sich nach und nach die Passagiere und die übrigen veoorzugken, die Einlaß in die streng behütete Halle gefunden haben. Bald steht die Menge dichtgedrängt Kopf an Kopf um den zu den Kabinen führenden Steg. Die Passagiere besteigen unter scharfer Kontrolle das Luftschiff. Inzwischen haben die Maschinisten die Motoren zu einem nochmaligen kurzen P r 0 b e l a uf in Gang gesetzt. Am 4.11 Uhr werden die Ballastsäcke ab- gchängt. Immer wieder müssen die Polizisten die Menge zurückhalten. Dann wird das Schiff ausgewogen. Man muß viel wafferbalaft abgeben. Um 4.23 Uhr wird die Holztreppe von der Gondeltür gezogen. Draußen beginnt der Morgen zu grauen. Endlich um 4.24 Uhr wird das Signal zum Ausfahren aus der Halle gegeben. Die letzten Abschiedsworte werden zwischen den Schiffsinsassen und der zurückbleibenden Menge gewechselt. Um 4.28 Uhr werden die Laufkatzen abgehängt und „Graf Zeppelin" von der Halle weg mit dem Bug nach Südosten gedrängt. Einige Minuten nach 4.30 Uhr ertönt das Kommando „Lei- n e n a u s s ch ä r e n". Das Schiff ist frei. Es wird nochmals ausgewogen. Jetzt springen die Motoren einer nach dem anderen an. Die Maschinentelegraphen rasseln, die letzten Befehle schwirren hin und her. Um 4.35 Uhr kommt das Kommando „Luftschiff hoch". Die Haltemannschaften sto- ßen mit einem gewaltigen Ruck den Schiffskörper in die Luft und langsam aber stetig hebt sich das schwer beladene Schiff höher und höher, begleit?I von den nicht endenwolienM WAWK cn zurückgebliebenen. Ein letztes winken von Bord zum Land und umgekehrt, dann entfernt sich „Gras Zeppelin" in langsamer Fahrt nach Rordosten. Heber Berlin. Friedrichshafen, 15. Aug. (WTB.Funkspruch.) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" hat um 6.45 Uhr die Stadt Nürnberg, 7.15 Uhr Bayreu l h und um 7.45 Uhr Hof passiert. Von Gera kommend überflog das Luftschiff kur; nach 9 Ahr Leipzig. Das Luftschiff erschien um 10.20 Uhr über Potsdam und um 10.30 Uhr über Berlin. Durch die allstündlich verbreiteten Meldungen über den Verlauf der Fahrt war ganz Berlin alarmiert. Besonders auf den großen Plätzen und an den Straßenkreuzungen, auf den Dächern und aus den Fenstern der obersten Stockwerke suchten die Berliner, vielfach mit Fernstechern bewaffnet, den im hellsten Blau leuchtenden Himmel ab nach dem sehnlichsl erwarteten Luftschiff. Genau um 10.30 Uhr erschien das Luftschiff über den westlichen Bororten der Stadt, überall von der Menge mit Jubel begrüßt. Oie Route. Günstige Winde bis nach Rußland hinein. Friedrichshafen, 14. Aug. (WB.) Die an der Weltreise des Luftschiffes „Graf Zeppelin teilnehmenden Passagiere und die hier anwesen- den Pressevertreter versammelten sich Mntwocy abend in den Räumen des Kurgarten-Hote.s zu einem Abschiedslee. auf dem Dr. Eckener über die Route, die der „Graf Zeppelin" auf der Fahrt nach Tokio einschlagen wird, sowie über die Wetterlage, die das Schiff antrefsen öünte folgende Angaben machte: Für den ersten Teil der Fahrt bis nach Rußland hinein, sind die Wetteraussichten dergestalt, daß das Luftschiff wahrscheinlich immer mit sehr günstige m Schiebewind zu rechnen haben wird- Von Friedrichshafen wird der „Graf Zeppelin" zu- nächst die R e i ch s h a u p t st a d t ansteuern. Das Luftschiff wird etwa gegen 10 Ufjr vormittags Berlin erreichen. Rach dem Passieren der Hauptstadt wird das Luftschiff feinen Weg über D a n - Aia und Königsberg nehmen, rann die russische Grenze überfliecen und tn Richtung auf Dünaburg weiterfahren. Von diesem M" । Ä 111, »1'8 : »2F 10,54' ! 21,9? । 20,376 ; 4,2035 445 SO US j 61,6 1,9« f 0,499 ' 59,205 12,43z 7,380 73,» 3.H 18,82 1,49 1 435 »012 4.1 . 4,1 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter . Heimat im Bild Die Scholle. monat$Be$ugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger-, lohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Hernsprechanschliisse Unter5ammelnummer2251. Anschrift Äpr Drahtnachrichten. Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686. Oie Verwendung der houng- Gelder. Man wünscht England cnlgegenzukommen. Paris, 14.Aug. (D3B.) Wie havas aus dem Haag meldet, haben die Führer der französischen, belgischen, italienischen und japanischen Delegation in einer heute nachmittag abgehaltenen gemeinsamen Sitzung einen Meinungsaustausch über die sogenannten Disponibilitäten, d. h. die verfügbaren Gelder, des Poungplanes und ihre eventuelle Verwendung gepflogen und ihre Sachverständigen beauftragt, unverzüglich eine Aufstellung dieser Disponibilitäten auszuarbeiten. Eine weitere Zusammenkunft dieser vier Delegationen wird morgen slattsinden. In französischen Kreisen wird die zwischen der belgischen, französischen, italienischen und japanischen Auffassung weiterhin bestehende Uebereinstimmung betont. Diese Aussprache soll morgen fortgesetzt werden, nach Aeuße- rungen aus französischen Kreisen besteht die Hoffnung, daß von feiten der erwähnten Mächte am Freitagabend oder spätestens am Samstag der Köln. 14. Aug. (WTB.) In einer Unter- redung, die ein Redaktionsmitglied der „Köln. Volksztg." mit dem Oberpräsidenten der Rheinlands Dr. Fuchs, hatte, erklärte Dr. Fuchs u. a.. daß der Aufgabe, Mittler zwischen Frankreich und Deutschland zu sein, das Rheinland, fest verwurzelt im Reich und treuergeben der zu- kunft-weisenden Idee der Völkerverständigung, nur dienen kann, wenn die Liquidierung des Krieges keinen Stachel in seinem eigenen Fleisch zurückläßt. Der Grundstein des wirklichen Friedens sei und bleibe die volle Räumung, und deshalb müsse das Rheinland, um mitzuhelfen, dem Frieden eine Gasse zu bahnen und die Zukunft der deutsch-französischen Beziehungen aus versöhnlichem Geist zu gestalten auch jede Kontrollkommission & r bW-Sirnf« vb *' lehnen. Was sich aus einer Kommission machen lasse, habe das Rheinland an der Rheins landkommission erlebt, der es gelang, praktisch eine Art Oberverwaltung des Rheinlandes an sich zu reißen. Die Erinnerung an diesen Kommissions - Anschauungsunterricht, den Frankreich der rheinischen Bevölkerung erteilt hat. sei noch nicht erloschen und werde niemals erlöschen. Durch die Erfahrung gewitzigt, muffe das Rheinland hinter jeder Kommission, so wohlklingend auch ihr Rame sein mag. die Gefahren wittern, daß es eines Tages nicht mehr bei dem kleinen Kommissiönchen bleiben würde, und daß sich wiederholen könnte, was sich einmal abgespielt habe. Diese dauernde Beunruhigung des Gefühls der Rheinländer wurde tote Gift auf den Friedensgedanken wirken, ganz Hecht im Karpfenteich. Drahtbericht unseres s-Sonderberichterstatters. Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Den Haag, 14. August 1929. Die große Haager Konferenz zur endgültigen Liquidierung des Krieges tagt nun bereits bald 14 Sage. Wer der Ansicht gewesen war, daß dieser Zeitraum ausreichen würde, um alle wichtigen Fragen zu lösen, sieht sich also getäuscht. Ein Ende der Beratungen ist vorläufig noch nicht abzusehen. Es kann noch sehr lange dauern, bis die Alliierten sich untereinander, bzw. Deutschland sich mit ihnen geeinigt hat, da die Fülle der Probleme, die die Konferenz zu losen hat. nun doch größer ist, als man es erwartet hatte. Die allzu einfache französische Formel, daß man „nur den Boung-Plan anzunehmen" brauche, und daß „hernach die Räumungs- und sonstigen politischen Fragen" besprochen werden könnten schien zwar von klassischer lateinischer Klarheit zu sein — aber sie entsprach diesmal wenigstens nicht den Tatsachen. ., *. t Der Hecht im Karpfenteich, der an dieser Trübung der französischen Hoffnungen die Schuld hat ist zweifellos die englische Abordnung, vor allen Dingen der Schahkanzler S nowde n. per mit zäher Energie die englische Außenpolitik «um ersten Male seit langen Iahren tote der auf eigene Wege zwingt und der dafür von der französischen Presse auch entsprechend beschimpft wird. Snowden, der Mann, der ständig in aller Munde ist, ist dabei ein Krüppel, der nur auf Stöcke gestützt sich fortbewegen kann, dessen körperliche Gebrechlichkeit aber von einem intelligenten Kopf aufgewogen wird, der an Willensstärke und Charakterharte nichts zu wun-, schen übrig läßt und neben dem die anderen Europa ach so bekannten Figuren im S)aag als wenig markant erscheinen. Seine bestechende Dialektik und die rücksichtslose Schärfe feiner Formulierungen ist es denn auch, die die Konferenz immer wieder in „Krisen" bringt, da die Eitelkeit der Gallier Snowdens bittere Wahrheiten schlecht verträgt. Henderson, der englische Staatssekretär des Qleußeren. hat alle Hande voll zu tun. wenigstens im Formalen , durch Kompromisse die Spitzen wieder auszugleichen die die Konferenz an den Rand des Abbruches Aö 15831 16266 2381VI ’Mfl ... IWlIerie UbU *teN. 11 plan grundsätzlich angenommen", so argumentiert man, „was will es denn noch mehr?" Daß sich die Alliierten streiten, ist eine Angelegenheit. die nach der Weltmeinung Deutschland nichts angeht, „da es doch dem Schuldner gleichgültig sein konnte, an welchen feiner Gläubiger er zahlt, nachdem feine Verpflichtungen einmal festgesetzt sind." älnd die Rheinlandräumung? Das ist nach alliierter Auffassung ein Geschenk der Alliierten an die Deutschen, für das Deutschland sich zu bedanken hat und für das es etwas zu geben hat. So daß es nach den Ansichten dieser Leute eigentlich noch etwas dazubezahlen muß, damit es die ..Erleichterungen" des Voungplanes und die „Erleichterung der Rheinlandräumung ' sich zugeftehen lassen kann Man hat den deutschen Widerstand gegen die ungerechte Tributregelung entweder vergessen, treiben. _ Gegenüber dieser von Energie erfüllten Haltung der englischen Abordnung erscheinen diesmal die F r a n z o f e n als lau und matt. B r i - and „verzögert" immer wieder. Er hat Einwände, und für alles ein „noch nicht • ®ei es, t>aß er die Rheinlandräumung von dem Ergebnis der finanziellen Verhandlungen abhängig machen will, oder daß er in dem Streit um die Deute mit den Engländern darauf wartet, daß ihm Deutschland durch irgendwelche Sonderzuwendungen. vielleicht anläßlich des Rückkau.es der Saar- gruben. die Möglichkeit gibt, nach außen hm so w tun. als ob er seinen Standpunkt au,recht erhalten habe, um nach innen den Engländern doch nachqeben zu können. Wobei er allerdings auf die Begehrlichkeiten all der sogenannten- k leinen Mächte stößt, die sich diesmal von .Frankreich doppelt verlassen suhlen, weil sie auf englischen Wunsch zu den politischen Beratungen nicht zugelassen wurden, trotzdem Herr Zalesk^. Polens Außenminister, es sogar auf sich na^m, sich vom Generalsekretär der Kon.erenz zurecht- weisen zu lassen. . , Die Haager Konferenz steht somit, toie kaum ie eine Konferenz seit den Verhandlungen m Versailles, unter dem Zeichen des französisch-englischen Gegensatzes. Aber wer in Deutschland erwarten sollte, daß dies für die deutsche Sache günstig ausfällt, dürfte sich einer großen Täuschung hingeben. Man muß die Gegensätzlichkeiten zwischen den Engländern und ren Franzosen auch nicht überschätzen. Beide Parteien sind bereit, Kompromisse zu finden, und. wo es ihnen nur möglich ist. die Angelegenheit so zu regeln, daß sie nach außen hin so tun können als ob sie von ihren Forderungen nicht nach- gelassen hätten, da ihre Haltung ja auch weitgehend durch die Tatsache bestimmt wird, daß sie Rücksicht auf ihre innerpolitischen Gegner nehmen müssen. D r i a n d , der unter dem Druck der französischen Rechten und im Schatten des wiedergenesenen Poincare operiert, „darf einfach nicht mit einer Schlappe nach Hause kommen oder mit einem Ergebnis, das nach einer Schlappe aussieht. Snowden „braucht' die vom ihm geforderten Zahlungen zur Durchführung seines Finanzprogramms. zumindest für die Ermäßigung einiger Steuern und den Abbau der Kohlenfachlieferungen, um eine Wiederbelebung pes englischen Bergbaues herbeiführen zu können. Wären England und Frankreich allein auf weitem Felde und handelte es sich bei den Streitfragen nur um solche, die ausschließlich zwischen ihnen zu verhandeln wären, so wäre die Krise im Haag von heute auf morgen so ernst daß man mit hundertprozentiger Sicherheit das Scheitern der Konferenz Voraussagen könnte. Da aber im Haag und bei den angeschnittenen Fragen auch stets D e u tsch la n d be- troffen wird, liegt die Situation anders. Es ' liegt doch überaus nahe, daß man den^Dritten und Schwächeren bei den Verhandlungen und das ist doch de facto Deutschland — dazu veranlaßt, durch eine generöse Geste den zwei- ten Apfel auf den Tisch des Hauses zu legen, der den Streit um den einen bisherigen überflüssig macht. Richt, daß dies etwa in Der Sonn geschah-, dab man offen an D-Eland heranträfe und ihm offen zumutete, den 4)oung plan in wesentlich abgeänderter Form anzu Cbtili|d)ebnTlnn| bt» 17 Uhr e ’r' sam$lai le”" an * '""SO dürfte etwa in der Mitte überflogen werde.. Die weitere Fahrtroute hängt von der Wetterlage ab. wie sie sich im Laufe des Freitag darstellen wird. Dr. Eckener rechnet bei günstigen Winden mit einer Fahrtdauer von etwa 4Vt bis 5Tagen. Um Brennstoff zu sparen, wird versucht werden, möglichst nur mit vier Motoren zu sahren. An Betriebs- stoss werden sich 9000 Kilogramm Benzin, 2oOOO Kubikmeter Triebgas und 1500 Kilogramm Oel an Bord befinden. Die Traggaszellen des Luft- schiffes sind mit etwa 70 000 Kubikmeter Wasser- st off gas gefüllt. bung mürben Gewinnt iH. gezogen 43520 112331 141671 218380 56641 161767 160318 k mw» ®3$ S 23922 4&13 wsg 187664 228725 232172 342640 348360 349116 3799 19041 20046 20403 S 45413 W S 1963 64081 64218 64240 W 164903 j|g j 87707 190150 19668S egS 395163 . eben: 2 500000, 2 iu ft W SMVi'.S' Oegen jede Arl von Kontrolle imRheinland Oberprösident Fuchs für eine Kriegsliquidierung ohne Hintertüren. Nr. 190 Erstes Blatt 179. Jahrgang Donnerstag. 15. August 1929 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen „Graf Zeppelin" zur Wettfahrt gestartet. Oie zweite Etappe Friedrichshafen-Tokio. - Heber Mrnberg-Leipzig-Berlin der russischen Grenze zu. — Or. Eckener rechnet mit vier bis fünf Tagen Zahrtzeu. »ent. 167,76 21,96 111, 59,11 2,47 112,18 80,59 61,38 12,393 72,95 Sriti fei kerne Rede. Zweifellos Labe sich die Lage insofern gebessert, alS die britischen Forderungen ihrer Annahme näherge- 1 ommen seien als vorige Woche. Zugleich wird aber gemeldet, dah zwar die Franzosen einen versöhnlichen Geist zeigen und sich bemühen, den britischen Schahkanzler mindestens teilweise zufriedenzustellen, dah aber die Italiener keine derartige Neigung bekunden und von Rom ermutigt werden, an den im Voung- plan Italien zugesprochenen Prozentsätzen festzuhalten. Es ist nicht sicher, ob Snowden darauf bestehen wird, daß ein Unterausschuß zur Prüfung der Möglichkeit einer Revision der Verteilung eingesetzt wird, denn wenn in den privaten ^sprechungen eine Vereinbarung zustande kommt, würde kern Grund bestehen, auf diesem Unterausschuß zu beharren. Die Gachlieferungen. Loucheur gegen die englischen Bedenken. Haag, 14. Aug. (WD.) Die heutige Sitzung des Finanzausschusses brachte die angekündigten ausführlichen Darlegungen L o u ch e u r s , die eine Reihe zahlenmäßiger Einwände gegen die englischen Besorgnisse in der Sachlieferungsfrage enthielten. Der gesamte Lohnwert, der in der denkbar höchsten Sachlieferungsguote steckt, mache nicht mehr als ein Zehntel (nämlich 1,5 Milliarden gegen 15 Milliarden Francs) der Lohnsumme aus, die für die Beschäftigung der englischen Arbeitslosen aufzuwenden wäre, d. h. also, daß die Kohlenlieferungen auf Reparationskonto nur eine relativ geringe Rolle für die englische Wirtschaft und das englische Arbeitslosenproblem spielen. Trotzdem ser Frankreich bereit, auf diese englischen Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen, namentlich in der Frage des Reexports, auf den verzichtet werden sollte und in der Frage einer Beschränkung des Sachlieferungsvolumens für den Fall eines im Voung-Plan vorgesehenen deutschen Moratoriums. Weiter setzte sich Loucheur stark für eine internationale Verständigung der Kohlenwirtschaft ein, die nicht durch Sachlieferungen, sondern durch Ueberproduk tion und verminderte Nachfrage, im ganzen durch dieRegellosigkeit ihr erPro- duktionsverhä ltnisse in Schwierigkeiten gekommen sei. Das Sachlieferungsproblem als solches habe in der Tat manches Bedenken, die aber schon seit seinen Verhandlungen mit Rathenau im Jahre 1921 bekannt seien und die nicht abgestellt werden könnten, solange man nichts Besseres gesunden habe. Das Hauptergebnis der Aussprache war, daß am Samstag die verschiedenen geplanten Unterausschüsse zu den Finanz- und Wirtschaftsfragen und die Organisationskomitees, die nach dem Voung-Plan für die verpfändeten Einnahmen, für die Frage der Reichsbahn und diejenige der Reichsbank vorgesehen sind, eingesetzt werden sollen. Das Organisationskomitee für die Internationale Bank bleibt zunächst noch offen. Damit ist der Widerstand Snowdens gegen die Verwirklichung des Voung- Planes in seinen Einzelheiten vor Erreichung einer Verständigung über die drei bekannten englischen Einwände auf gegeben. Der Finanzausschuß selbst hat sich bis Samstag vertagt. Inzwischen finden in verschiedenen Gremien Ein- zelbesprechmrgen dieser Fragen statt. Die Räumungsfristen. Keine finanziellen Zusagen Deutschlands. Haag, 14. Aug. (Privatmeldung.) Zu der gestrigen Besprechung der Vertreter der Vesahungsmächte zusammen mit den deutschen Delegierten hören wir von unterrichteter Seite, daß in den mit dec Räumung des besetzten Gebietes zusammenhängenden finanziellen Fragen deutscherseits noch keinerlei Zusage gemacht worden ist. Ls handelt sich bei den ganzen Besprechungen nur um vorbereitende Erörterungen. Zu den von der anderen Seite ausgesprochenen Wünschen nach einer spontanen G e st e Deutschlands bezüglich der Entschädigung und der vesahungskosten ist deutscherseits darauf hingewiesen worden, daß Deutschland ein Recht auf die Räumung habe und daß die in Frage stehenden Summen für die deutsche Finanzlage von Bedeutung seien, ifian rechne damit, daß spätestens am Samstag von England, Belgien und Frankreich d i e genauen Räumungsdaten bekanntgegeben werden. lieber die voraussichtlich von Briand zu nennende Frist für die Räumung verlautet in französischen Kreisen, daß auch die Franzosen in der zweiten Septemberhäl,te mit der Räumung beginnen, sie für die zweite Zone in der ersten Dezemberhälfte beenden und für die dritte Zone, mit der ebenfalls bereits vorher ein Anfang gemacht werden soll, etwa die gleiche Frist beanspruchen wollen. Das würde bedeuten, dah die Räumung in etwa acht Hs zehn Monaten von heute ab beendet sein würde. Abgesehen von den weniger stichhaltigen Bedürfnissen des Abtransports, der Unterbringung der Truppen ufro., soll diese Frist vermutlich dem Zweck dienen, in der Zwischenzeit die erste Tranch? der Anleihe auf Grund der deutschen Poung-Zahlungen unterzubringen. Natürlich wird von französischer Seite betont, daß diese Fristen, wie die Räumung überhaupt, von der Annahme des Poung-Planes abhängen. Opfer französischer Mlitärjustiz. Freilassung der Angeklagten in der Mainzer Spionageaffäre. ■Berlin, 15. Aug. (Priv.-Tel.) „3n aller Stille" ist wieder einmal ein deutsch-französisches Abkommen geschlossen und ausgeführt worden: vor dreiviertel Jahren wurden neunDeamte der Reichsvermögensämter in Mainz und in Koblenz wegen angeblicher Spionage vom französischen Geheimdienst verhaftet, wobei ihnen zum Dorwurf gemacht war, dah sie in den Wohnungen französischer Offiziere eingebrochen und Akten gestohlen, selbstverständlich auch photographiert haben sollen, um auf diese Weise Geheimnisse der französischen Maschinengewehre sowie der technischen Automobilmanöver in die Hand zu bekommen. Die Verhafteten sind mit allem Raffinement einer seelischen Tortur mißhandelt worden, bis sie zuletzt zusammen- hrachen. Zu einer VeiHandlung ist es nicht ge- Das Ende des Garoparundflugs. Am Mittwochnachmittag um 15 Uhr wurde auf dem Zivilflughafen in Orly bei Paris die A n k u n f t s k o n t r o 11 e für die Teilnehmer am Europaflug eröffnet. Der Flughafen, der von Paris aus nur mit großen Schwierigkeiten zu erreichen ist, wies verhältnismäßig wenigs Besucher auf, von denen viele auf Fahrrädern aus den umliegenden Dörfern herbeigeeilt waren. Schon eine halbe Stunde vor Eröffnung der Kontrolle zogen vier Flugzeuge ihre Kreise über dem Flughafen, der im Glanz der Augustsonne lag. Die vier Flieger waren die Deutschen Röder, Kneer und Kirsch und der Tscheche K l e p s. Wenige Minuten später trafen die ersten italienischen Fiatmaschinen und der Franzose Weiß ein. Pünktlich kündete eine Leuchtrakete den Beginn der Abschlußkontrolle an. Als Erster überflog der Italiener Battista das Zielband. Ihm folgte als Zweiter der Deutsche Röder, als Dritter der Franzose Weih, dann die Engländerin Spooner. An fünfter Stelle folgte immer noch in der Minute von 15. bis 15.01 Uhr der Deutsche S i e b e l auf einer Klemm-Maschine, wenige Minuten später hatten im ganzen 18 Flugzeuge das Zielband überkreuzt, darunter zehn deutsche Apparate. Die vorläufige Liste der an» gekommenen Flugzeuge des Europarundfluges zeigt, dah noch drei deutsche, zwei schweizerische, zwei französische, ein belgisches und neun italienische Flugzeuge ausstehen. Havas berichtet, daß die Wertungsliste des Europafluges erst in einigen Tagen nach Vergleichung der einzelnen Punktwertungen festgestellt werden könne. Als vermutlicher Sieger der ersten Kategorie wird jedoch der tschechische Flieger K l e p s und als vermutlicher Sieger in der zweiten Kategorie der deutsche Flieger Ingenieur L u s s e r genannt. Die offiziellen Ankunftszeiten liegen bisher noch nicht vor. Die Erfahrungen. Paris, 14. Aug. (Tel.-Un.) Sämtliche Flieger äußerten sich in anerkennenden Worten über die tadellose Vorbereitung, die auf allen Zwischenlandungsplähen beobachtet worden war, sowie über die freundliche Aufnahme, die ihnen von feiten des Publikums überall zuteil wurde. Der Besitzer der Klemm- Flugzeugwerke, die mit vier Apparaten in Front eine hervorragende Leistung vollbracht haben, erklärte einem Vertreter der Telegraphen--Union, dah es nach seiner Meinung falsch sei, auf einem Wettbewerb für Tourenflugzeuge von 160 Punkten allein 70 Punkte für reine Geschwindigkeit der Flugzeuge vorzubehalten, während die Landung und Aufstiegs- g e s ch w i n d i g k e i t, die für die private Fliegerei von erheblicher Bedeutung ist, nicht mit einem einzigen Punkt berücksichtigt sei. Auch die Regelmäßigkeit des Fluges sei bei der Bewertung zu kurz gekommen. Der Gesamteindruck des Fluges sei angesichts der erheblichen körperlichen und geistigen Anstrengungen an die Flieger und der technischen Anforderungen an die Apparate außerordentlich gut. Eine bemerkenswerte Leistung hat das Klemm- Flugzeug des Fliegers Siebet vollbracht, der mehrere Male unterwegs vom Mißgeschick verfolgt wurde. So setzte ihm auf der Fahrt zwischen Venedig und Triest der Motor aus, so daß Siebei mit nichtarbeitendem Motor im Gleitfluge nach Venedig zurücksegeln muhte. Später platzte ihm die Oelzuleitung, was wiederum einen unfreiwilligen Aufenthalt verursachte. Trotzdem hat der Klemm-Apparat in den letzten drei Tagen mit regelmäßig 1200 Kilometer langen Flügen den Rückstand aufgeholt und erreichte unter den Ersten das Zielband in Orth. Ein Vertreter der Junkers werke äußerte sich dahin, daß man auf Grund der Erfahrungen des Tourens luges nunmehr w einer eindeutigen Scheidung zwischen Sport- und Tourenmaschine kommen müsse, da seiner Meinung nach die Mehrzahl der teilnehmenden Flugzeuge eher Sport- als Tourenmaschinen gewesen find, lieber die Schwierigkeiten, die der Flug bot, werden die verschiedensten Angaben gemacht. Besondere Anforderungen stellte die Strecke von Lyon nach Marseille, sodann über den Kar st, aber auch über dem flachen Lande zwischen Breslau und Warschau und zwischen Berlin und Hamburg machten starke Gegenwinde den Fliegern das Vor- wärtskommen schwer. kommen, weil zwischendurch Austauschverhandlungen eingeleitet wurden, die schließlich zum Erfolge führten. Die deutschen Beamten sind jetzt alle freigelassen, dafür aber hat Deutschland auch zwei Franzosen herausgeben müssen, die bei uns verhaftet waren. Wir verstehen es durchaus, dah die deutsche Regierung im Interesse der unglücklichen Opfer dieser französischen Justiz sehr weitgehendes Entgegenkommen gezeigt hat. wir verstehen aber nicht, daß derartige Dinge diplomatisch geheim erledigt werden. Es ist doch eine Ungeheuerlichkeit, dah auf deutschem Boden deutsche Beamte in Ausübung ihres Berufes verhaftet werden können, in Untersuchungshaft sitzen und monatelang auf die Anklage warten müssen. Das mehr als zehn Jahre nach dem Krieg im Zeichen des Völkerbundes und von Locarno. Machtpolitisch sitzen wir zwar am kürzeren Arm des Hebels, a5?f wir haben doch gerade jetzt während der Haager Verhandlungen alles Interesse daran, wenigstens propagandistisch zu zeigen, zu welch ungeheuerlichen Folgerungen das System der Desatzungs- justiz führt. Das Zentrum zur Vsrsicherungsresorm. Gegen jede Verschleppung. Berlin, 14. Aug. (WTB.) Der Vorstand der Reichstagsfraktion des Zentrums kam zu dem einmütigen Beschluß, daß die in der Presse erörterte Verschleppung der Verhandlungen über d i e Reform der Arbeitslosenversicherung aus einer Reihe entscheidender politischer Gesichtspunkte nicht erträglich sei. Eine sofortige Erledigung dieser Fragen scheine vor allem deshalb nötig, um die Grundlage zu schaffen für die Vorbereitung einer F i n an zr e f o rrn , da ohne eine klare Regelung der Finanzverhältnisse der Arbeitslosenversicherung ein Finanzprogramm für die nächsten Jahre überhaupt nicht aufgestellt werden kann. Der Rahmen der Abeitslosenver- sicherungsreform ist durch die Notwendigkeit einer Reihe von Ersparnissen gegeben, wie sie zum Teil die Vorlage des Reichsarbeitsministers vorsieht. Von der Lösung dieser Frage hängt auch die Frage der Beitragserhöhung ab. Preußens Verhandlungen mit der evangelischen Kirche. Das Berhandlungsprogramm. Berlin, 15. Aug. (Priv.-Tel.) Heber die bei den Verhandlungen zwischen Preußen und der evangelischen Kirche zur Beratung gelangenden Punkte teilt der Demokratische Zeitungsdienst u. a. mit: In erster Linie soll eine paritätische Sicherung der Religionsübung, des kirchlichen Eigentums und anderer kirchlicher Rechte, weiter eine Umgestaltung des preußischen Gesetzes von 1924 geprüft werden, die den Grundsätzen der Reichs- verfassung entspricht, und zwar im Sinne einer Sicherung der Selbständigkeit der Kirchen in ihrer inneren kirchlichen Gesetzgebung und Verwaltung. Dabei ist auch an eine Befreiung von Bedingungen gedacht, die der katholischen Kirche nicht auferlegt sind. Alsdann wird verhandelt über eine vertragsmäßige Sicherung der D o t a t i o ne n für die allgemeine kirchliche Verwaltung. Der Inhalt des Kirchenvertrages wird alsdann eine Bestimmung enthalten über die Mitwirkung des Staates bei der Besetzung der leitenden Aemter in der evangelischen Kirche, und schließlich wird au prüfen fein, ob die bisherige Rechtslage bei der Besetzung der theologischen Lehrstühle vertraglich festgelegt werden kann. WlienischerJlottenbesuch inKiel. Berlin, 15. Aug. (Priv.-Tel.) In Kiel ist ein italienisches Geschwader eingelaufen und von den deutschen Behörden herzlich begrüßt worden. Der italienische Admiral hat in Berlin auch im Hause des Reichspräsidenten seine Karte abgegeben. An freundlichen Trinksprüchen hat es in Kiel nicht gefehlt, ob allerdings Flotten- besuche gerade so ein besonders geeignetes Mittel sind, die Beziehungen der Völker untereinander zu verbessern, darüber kann man nach früheren Erfahrungen — der Kieler Hafen barg noch wenige Tage vor Anbruch des Krieges ausländische Gäste — zweifelhaft sein. Gewiß ist Deutschland gern bereit, mit den Ital.e:ern in Frieden und Freundschaft zusammenzuarbeiten. Es bleibt dafür aber immer die erste Voraussetzung, dah die Italiener für die Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes wie der deutschen Kulturgemeinschaft Verständnis haben. Daran lassen sie es wenigstens in Südtirol fehlen. Wenn sie die Absicht haben, mit dem Kriege wirklich ein Ende zu machen, dann besteht dafürJn Bozen für sie die beste Gelegenheit. Diktatur und Verfassung in Spanien. Madrid, 13. Aug. (TU.) Das „ABC" veröffentlicht eine Unterredung mit Primo de Rivera. Primo erklärte, er habe fein sorgfältiges Studium der neuen konstitutionellen Gesetzentwürfe beendet und werde sie demnächst dem M i n i st e r r a t vorlegen. Die Nationalversammlung werde sodann die Erörterung her neuen Gesetze bis zum Juli 1930 beenden. Dann werde in den kommenden zwei bis drei Monaten die Regierung ihnen die endgültige Form geben. 2m Oktober oder November 1930 werde ein Volksentscheid über die neue Verfassung erfolgen. Man werde darauf gleichzeitig zu Stadt-, Provinz - und Landeswahlen schreiten. 1931 werde d i e Diktatur der Kammer ihre Rechte abtreten und dann verschwinden. Primo erklärte zum Schluß, daß auch die Vorzensur in dem Augenblick abgeschafft werden würde, wenn die Regierung ausreichende Sicherheiten besäße. Doch sei er der Auffassung, daß die Presse in gewisser Beziehung ein öffentliches Unternehmen sei, so daß der Staat niemals ganz auf die Kontrolle über die Presse verzichten dürfe. Der Regierung müßte stets ein gewisser Raum in den Zeitungen zur Verfügung stehen, um gegen Angriffe der Presse, wenn sie es für nötig fjalte, antworten zu können. Das wachsende Rußland. Berlin, 14. Aug. (Priv.-Tel.) In diesen Tagen wird eine Statistik verbreitet, die für die Betrachtung der weiteren Entwicklung der Sowjetunion von großer Bedeutung ist. Auf Grund von Erhebungen, die selbstverständlich keinen peinlich genauen statistischen Charakter haben, ist festgestellt toorben, daß Rußland, während es 1923 noch eine Einwohnerzahl von 135 Millionen Menschen hatte, heute bereits über 153 MillionenMenschen in feinen® ren» z en beherbergt. Diese Feststellung besagt, daß Rußland einen jährlichen Bevölkerungszuwachs von rund 3,25 M i l l i o - n e n zu verzeichnen hat. Schon im Jahre 1944 würde die Sowjetunion von 200 Millionen Menschen bevölkert sein. Diese Tatsache stellt zunächst für die Sowjetregierung ein innerpolifisches Problem dar. Die katastrophale Wohnungsnot belastet die russische Devölkerungspolitik auf das empfindlichste. Der Nahrungsmittelmangel wird zudem von Tag zu Tag schlimmer, und aus diesem Grunde erwächst aus der zunehmenden Bevölkerung eine innenpolitische Gefahr. Aber auch in außenpolitischer Hinsicht verdient die statistische Feststellung Beobachtung. Das wachsende Rußland wird Bewegung erzeugen, und aus diesem Grunde besteht die Gefahr von Russe n w a nd erungen, die im Zeichen des Bolschewismus bedenklich erscheinen müssen. Das Experiment des Bolschewismus wird deshalb immer gewagter. Man darf gespannt sein, wie sich die Machthaber von Moskau wieder zur realen Politik zurückfinden werden. Aus aller Welt. Die Bluttat im Personenzug Berlin—Breslau. Breslau, 14. Aug. (WTB.) Wie die Kriminalpolizei meldet, haben die beiden in Frankfurt a. d. O. verhafteten Reichsbannerleute nur die Mithilfe bei der Bluttat im Personenzug Berlin—Breslau zugegeben. Als Täter, der dem Fleischer Rademacher den tödlichen Stich in den Oberarm beibrachte, wurde gestern abend in Breslau der Reichsbannerangehörige 3a- schek festgenommen. Die Reichsbannerleute waren mit Rademacher in Streit geraten, in dessen Verlauf Iaschek zum Dolch griff. Der Dolch ist am Bahndamm bei Jakobsdorf gefunden worden. Politische Motive scheiden bei der Tat aus. Der Leichenfund bei der „Darmftäbter hülle". Von der Landespolizei wird zu dem Mord in her Nähe der „Darmstädter Hütte" mitgeteilt. Der ermordete Rechnungsrat Karl Wendt aus Berlin-Neukölln war im Besitz einer Brieftasche mit einem größeren Geldbetrag und einer Taschenuhr, die bei der Leiche nicht mehr gefunden wurden. Die Tat dürfte zwischen 17 und 18 Uhr am 1L August verübt worden sein. Der Tat dringend verdächtig ist ein fremder Wanderbursche, dessen Personalbeschreibung vorliegt. Schweres Eisenbahnunglück bei tob). Bei Lodz sind zwei Lastzüge, von denen der eine Militärgüter führte, in voller Fahrt zusammengestoßen. Die Autos der Lodzer Nettungs- gesellschast und drei Abteilungen der Lodzer Feuerwehr sind auf die erste Meldung über die Katastrophe ausgerückt, um die Verletzten und Toten zu bergen. Nach den bisherigen Feststellungen sind acht Persönen getötet, und sechzehn verletzt worden, hiervon die Mehrzahl Soldaten, die den Militärtransport begleiteten. Das Eisenbahnunglück ist durch schlechte Weichenstellung verursacht worden. Erst nach langer Arbeit gelang es, den Zugführer des einen Zuges und einen Maschinisten schwer verletzt aus den Trümmern zu befreien. Um den Brand der Trümmer zu löschen, mußten mehrere Feuerwehrzüge aus Lodz heran gexogen werden. Der Weichensteller, durch dessen Verschulden das Unglück hervorgerufen wurde, ist verhaftet worden. Zwei Knaben verbrannt. 3n Lauenburg entstand in einer mit Stroh gefüllten Scheune des Händlers Holznagel ein Brand, bei dem zwei Knaben, der Sohn des Besitzers und sein Spielkamerad, mitverbrannten. Die Kinder haben anscheinend in der Scheune mit Streichhölzern gespielt. keine Sängerroetfftreife mehr. Wie wir hören, sind beim Deutschen Sängerbund verschiedene Anträge eingegangen, in denen die Abschaffung des 'S ä n g e r st re i t e s gefordert wird. Die Initiative ist von dem Mannheimer Schubertbund ausgegangen, der fio dann bald mehrere andere große deutsche Sänger- bünde angeschlossen haben. So u. a. der Badis ch c Sängerbund. Alle Anträge werden auf brr nächsten Tagung des Deutschen Sängerbundes zur Beratung stehen. Es heißt, daß als Ersatz für d.' Sängerwettstreit in Zukunft ein Wertungs- fingen veranstaltet werden soll. Jm Sleinbrudf) verschüttet. 3n einem Cteinbruch bei Rom wurden sechs Arbeiter verschüttet. Bisher sind vier Leichen geborgen worden. DaS Schicksal der beiden anderen ist noch nicht bekannt. Oie Wetterlage. 7LabdS, -Jan May err Shörsn. Oslo Owomenros o netter. oeaeort. ® «rofxtg. ® oeaetxi «Wegtix * Schnee a Graupeln. - Nebel K 6e«titl£r,(g)Uuusiille.^>. sei® mi meeresnivoav umoeHctmete» Luftdruck. Wettervoraussage. Durch den Ausläufer des Nordmeertiefs ist es auch in Deutschland vielfach zu Bewölkung gekom- men, aber trotzdem blieb der sommerliche Witterungscharakter erhalten. Der Einfluß der Südseite der nördlichen Störung wird mit den vordringenden ozeanischen Luftwaffen es noch zum Auftreten von Bewölkung kommen lassen. Im allgemeinen bleibt jedoch durch den hohen Druck das vielfach heitere und trockene Wetter bestehen. Eine Beeinflussung der Temperaturen, die sich stärker auswirken wird, ist zunächst ftidjt zu erwarten. Wettervoraussage für Freitag: Zeitweise bewölkt, sonst aufheiternd, ohne wesentliche Temperaturänderung, trocken. Witterungsaussichten für Samstag: Teils wolkig, teils aufheiternd und durchweg trocken. Lufttemperaturen am 14. August: mittags 26 Grad Celsius, abends 16,8 Grad; am 15. August: morgens 14,8 Grad. Maximum 26,4 Grad, Minimum 12 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. August: abends 25,8 Grad; am 15. August: morgens 18,8 1 Grad. — Sonnenscheindauer 12 Stunden. fertage. Dch. e beib^. die fo. ** Als j%r,on«n. . lt^ geftehi '? । SjÄet14 ! 1 W ä1- in tM&fi Der Wie'. «Karl » L'ld- Wz ««L tijÄ. 'düng über die L, irlehten und loten Ji H „jungen |lnT r *■ und [ e (h i # h n die Mehrzahl 6o(. ^port begleiteten. Sag $cd)le Weichenstellunq 'M« Arbeit gelang Suges und einen Tia= oen Krümmern zu be- inimmer zu löschen M« aus Lodz heran- 'chen stell er, durch M,uct hervorgenisen «branul. ii> in einer mit Skoh Eers Holznagel ein wen, der Sohn des «ab, mitverbrannlen. icnb in der Scheune zespielt. streite mehr. Deutschen Tängcrbund gangen, in denen die ngerstreites gesor- isl von dem Mann- d ausgegangcn, der (io große deutsche Läng.r 5o u.a. der Badische iträge werden aus bc* chen Sängerbünde- zur daß als Ersatz für d. ft ein ffieriuncjL- foll. erschüllet. Ävm wurden W> er sind vier Sei« n. DaS Schicksal ler d)t Wannt nlto ** Ws 6 * „.«eit- -^is'ÄugckArad- SS« »r> Pilzvergiftungen von Hutpilzen, welche Als Nachdruck verbot« Ohne Gewahr 14. August 1929 6, Ziehungslag 143992 140167 128069 271873 173537 310768 Unter den Hunderten in Deutschland wachsen. 86222 123075 162255 178986 201191 206609 220193 241900 257512 270320 293684 316851 331834 366832 389297 127043 166884 184968 201208 207119 221243 242556 260265 273816 306386 319741 336306 372821 389710 183502 208776 243874 269785 279619 299792 349891 365423 393520 146131 182083 206667 231724 250496 270253 286063 339604 363633 380002 183251 207918 236697 263187 275003 298223 349829 363794 387787 168562 186841 201888 208440 223638 242828 260314 275263 307024 321648 335516 374679 170866 187229 204671 215673 230546 246049 261904 280597 307040 323799 363996 374692 192636 211286 245977 262093 282342 305888 355844 371570 398198 175824 193525 205669 219254 239148 256928 265843 290890 308119 329078 361684 380711 Vermischtes. Der Hund als Lebensretter. 186691 210318 244162 261185 280749 303900 353467 370491 394982 172608 189896 204955 218419 236758 255995 263147 286465 308046 324291 354334 376917 200905 22272t 249841 262951 284946 306545 860460 371597 wenn dieser die Ueberweisung oder den Scheck vom Aussteller erhalten hat, durch den auf der Lieberweisung oder dem Scheck unten links anzubringenden und von ihm zu unterschreibenden Vermerk: „Eilauftrag" gestellt werden. Cs empfiehlt sich, den Vermerk „Eilauftrag' auch auf die Anschriftseite des Scheckbriesumschlags zu sehen, in dem der Auftrag dem Postscheckamt übermittelt wird. Die Gebühr trägt der Antragteller. Sie ist bei Zahlkarten außer der Zahl- kartengebühr durch Aufkleben von Freimarken auf die Zahlkarte zu entrichten. Bei Ueberwei- ungen wird die Gebühr vom Konto des Antragstellers abgebucht: bei Schecks wird sie, wenn der Aussteller die Eilbehandlung beantragt, ebenfalls von seinem Konto abgebucht, hat aber der Empfänger des Schecks den Antrag gestellt, so wird sie bei der Auszahlung des Betrags em» behalten. , , *• Bildungsverband der Deutschen Buchdrucker. Ortsgruppe Gießen. Gewerbeoberlehrer W. Lesemann von der staatlichen Kunstgewerbeschule Dielefeld spricht am kommenden Freitag, 16. d. M., im Gewerkichaftshaus über „Zukünftiges typographisches Gestalten". Herr Lesemann wird an Hand einer Ausstellung von Arbeiten der Kunstgewerbeschule Bielefeld das interessante Thema eingehend behandeln. Interessenten seien auf die heutige Anzeige ver- wiesen, aus der alles Nähere zu ersehen ist. sind über sechzig gute die als wohlschmecken- 2 ©tiolnne zu 6000 M. 209174 10 (Betoiniiz zu 3000 M. 137410 149506 Gewlimavszug 5. Klaffe 33. PreMch-Süddeutsche (259. Preuß.) Klaffen-Lotterie abzusehen. . r , , .. Cs kann hierbei gesagt werden, daß durch die Wettbewerbe der Blumenschmuck an Häusern, Ballonen und in Vorgärten in erfreulicher Weise gefördert wurde und damit eine Belebung und Verschönerung des Stadtbildes erreicht werden konnte. Andere Städte und Orte folgten dem Gießener Beispiel und erbaten Bat und Mit- hilfe. Wir hoffen und wünschen deshalb, daß auch künftighin wieder ein Blumenschmuck-Wettbewerb zur Durchführung kommt. Daten für Freitag, 16. August. Sonnenaufgang 4.40 Uhr, < Sonnenuntergang 19 21 Uhr. — Mondaufgang 17.55 Uhr, Monduntergang 0 Uhr (Mond in Erdferne). 1743- der Chemiker Laurent Lavoisier inParis geboren; - 1832: der Philosoph WilhelmWundt in Neckarau geboren; — 1899: ber ®f)enutct Robert Wilhelm Dunsen in Heidelberg gestorben. Gicszener Wochenmarktstreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stuck) 60 bis 140, Wirsing 20 bis 25, Weißkraut 15 bis 20, Notkraut 20 bis 30, gelbe Ruben 15 bii 20 rote Nüben 15 bis 20, Spinat 20 bis 30, Nömischtohl 12 bis 15, Bohnen, grüne und gelbe 20 bis 25, Erbsen 15 bis 20, Tomaten 20 bis 35, Zwiebeln 10 bis 20, Pilze 35 bis 40 Kartoffeln 6 (Ztr. 5 bis 5,50 Mk.), Frühapfel 25 bis 30, Falläpfel 4 bis 5, Birnen 10 bis 30, Sauerkirschen 35 bis 45, Aprikosen 40 bis 50, Pfirsiche 60 bis 65, Heidelbeeren 35 bis 40, Stachelbeeren 20 bis 25, Johannisbeeren 20 bis 25. Himbeeren 45 bis 50, Pflaumen 15 bis 20, Zwctschen 25 bis 30. Mirabellen 25 bis 30, Reineclauden 25 bis 30, Honig 40 bis 50. junge Hahne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund, Tauben 70 bis 90, Eier 14, Blumenkohl 30 bis 80, Salat 10 bis 15, Salatgurken 15 bis 40 Ern- rnachgurken 2 bis 4, Endivien 15 bis 20, Ober* Kohlrabi 10 bis 12, Lauch bis ^5 Rettich 10 bis 20. Sellerie 10 bns 15 Pf. das Stuck, Radieschen Bd. 10 bis 15 Pf. Bornotizen. _ Taae^kalender für Donnerstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ''Kameradschaftsehe und „Chikagocr Polizei in der Unterwelt . Auf^der Bühne Gastspiel des bekannten Humoristen tfrifc Taschauer. , Speisepilze, d. h. solche, die als wohlschmeckendes Nahrungsmittel in Betracht kommen können. Eine beinahe ebenso große Zahl kann ohne Schaden genossen werden und nur sechs Arten sind unter allen Umständen als giftig anzusehen. Es sind dies: K n o l l e n b l 2 t t e r s ch w a m m Fliegenpilz, Speiteusel, Giftreiz- ker, Satanspilz und Kartoffelbo- v i st. Andere, als giftig geltende, wie der Schweselkops, Pantherpilz, Wolfsrohrling oder die Giftmorchel können gelegentlich Wohl Unwohlsein erzeugen, doch sind Todesfälle kaum zu verzeichnen gewesen. Cs ist auch anzunehmen, daß diese Vertreter des Pilzgeschlechts leicht erkennbar sind und kaum von jemandem genossen ,41863 149309 163233 166984 lbbb4"2 iboutw 170385 172264 203963 209361 231064 234713 247616 267316 276833 282444 302968 304588 323268 331667 340000 359098 365617 369676 ___ ein Häusler aus Hobro in 5ütla n mit Arbeiten in einer Sandgrube beschäftigt war, wurde er plötzlich von nicderstürzenden Sand massen begraben, so daß nur ein Teil des Gesichte: freilag. Sein Hund begann, als er sah, daß fein Herr verschüttet war, den Sand fortzuschar r en, um ihn zu befreien. In kurzer Zeit gelang cs dem treuen Tier, den Kopf und den Arm des Städtische Krankenkraftwagen. Die Benutzung eines städtischen Krankenkraftwagens erfolgt worauf in einer Bekanntmachung der Stadtverwaltung im heutigen Anzeigenteil hingewiesen wird, auf eigene Gefahr der zu befördernden Personen. Die Stadt haftet für keinerlei im Betriebe entstehenden Personen- oder Sachschaden. Näheres ist aus der heute veröffentlichten Benutzungsordnung er^tI,^) e r f o n a [ i e n. Ernannt wurden: der Polizeiverwaltungssekretär Karl Hobler zu Friedberg zum Polizeiverwaltungsobersekretar mit Wirkung vorn 1. August 1929; der Gen- darrneriehauptwachtmeister Karl H ir t h du *-on* borf zum Gendarmeriemeister mit Wirkung vom 1 August 1929 ab. — In den Ruhestand versetzt wurde auf Grund des Polizeibeamtengesehes vom 31. März 1929 der Gendarmeriekommissar Ludw. Werner in Schotten, mit Wirkung vom 1. September 1929 an. ♦* Arbeitsjubiläum. Frau Emma Ge r ndt, hier, kann heute auf eine zehnjährige Arbeitszeit im Hause ber Firma Karl ’r-aber Marktplatz, sowie bet der Firma Ludwig Höhn, Bergstraße 22, zunickblicken ** Eilauf t r ä ge i m P o st s ch eckver keh r. Eine Neuerung im Postscheckverkehr ist kurzbch in Kraft getreten. Cilbehand ung kann feit dem 1 August bei Zahlkarten, Überweisungen und Schecks gegen eine Gebühr von 1 Mk. verlangt werden. Die Cilbehandlung besteht barm, baß bie beim Postscheckamt bis 13 iUjr (<5$Iufoeit für Eilaufträge) eingehenden ober emgelieert^ Zahlkarten, Verweisungen unb Schecks sofort ^bucht werben. Das Verlangen der Eilbehanb- lung stellt bei ZS"arten Melber ^urch feen am oberen Rande der Zahlkarte meoe. guschreibenden Vermerk: »Sofort gutschreiben > bei ikbertoeifungen und Schecks kann bet: Eintrag zotoohl vom Aussteller als auch vom Empfänger, In der Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 2R. gezogen werden. Wenn trotzdem alljährlich zahlreiche Menschen an Pilzvergiftungen eines qualvollen Todes sterben, so liegt das meist an der .ilnad)tfamfeit ber Sammler. Wer barum Pilze für feine Angehörigen ober zum Verkauf sammelt, merke sich folgende Regeln: 1. Man samwle leinen Pilz, den man nicht ganz genau als Speisepilz kennt. 2. Man sammle keine jungen, an denen: bie Merkmale ihrer Art noch nicht genau erkennbar ausgeprägt sind, aber auch keinen alten unb von Maden angegangenen. 3. Der gesammelte Vorrat ist am gleichen Tage ober bei solchen, bie am Nachmittag gesammelt worden sind, am nächsten Mittag aufzubrauchen. 4. Man sammle nicht bei Regenwetter, weil nasse Pilze leicht der Zersetzung anheimfallen unb hebe Pnz- 3723122€«t£3^300 M. 1964 6066 8046 9907 21653 21848 24668 26991 28048 30348 34453 33579 40906 46739 64937 57684 59869 66416 67804 * 67297. .67901,-96869 96921 112070 1J3586 3?68 ©dotnne m 300 ö. 185 10893 13081 17716 19364 24658 27226 42063 42645 45458 69453 60533 65604 71026 75021 77759 78930 843^3 93779 93951 107060 112646 120119 139377 139604 ------ 183177 165552 1 68774 1 73342 176172, auftoeifen. Die Angabe, ber Knollenblätter- schwamm wachse im Walde, ist unter Uniftanbcn irresichrenb. beim man habet ihn auch, wenn auch seltener, auf moosigen Walbwiesen, an Walbränbem unb auf Heiben da, wo die weit- auslaufenben Wurzeln von Eichen ben Boden durchziehen. Aus Geruch und Geschmack ist erst recht nichts zu geben, beim ber Knollenblatter- schwamm riecht und schmeckt angenehm. Ein weiteres Merkmal ist bie Knolle am unteren Ende des Stieles, von welcher er feinen Namen hat. Sie ist oft vorhanden, oft auch fehlend. So bleibt demnach, wenn man Gefahren vermeiden will, nichts übrig, als alle noch geschloffenen Pilze stehen zu lassen, unb feinen Champignon zu sammeln, dessen Lamellen nicht unzweifelhaft rot gefärbt sind. 2 ..., __ _ Gegenüber einem so lebensgefährlichen Gewächs. wie es ber Knollenblätterschwamm ist, er- scheinen bie übrigen Giftpilze, in benen bie Chemiker ebenfalls schwere Gifte entdeckten, nahezu harmlos. So .ist bei unferm bekannten F Ite- aenpilz. der im Herbst eine Zierde ber Birkenwälder ist, eine Verwechselung so gut tote ausgeschlossen. (Der ihm ähnliche Kaiserling, ber ; im südlichen Baden seine Nordgrenze erreicht, kommt bei uns nicht vor.) Außerdem äußert sich beim Fliegenpilz wie auch bei den übrigen giftigen Pilzen die schädliche Wirkung schon nach kammer für Hessen angeschlofsene Hessische Siloring entfaltet eine rege Tätigkeit. Es ist gelungen, alle hessischen Silobesiher und solche, die ein Interesse an der Erstellung eines Silos haben, im .Frühjahr dieses Iahres im Ring zusammenzuschließen. Siee Geschäftsstelle führt bei verschiedenen Mitgliedern zahlreiche interessante Versuche durch. Zahlreiche Silofutterproben wurden bereits untersucht und beurteilt. ** Schweine z wische nzählung. Am 2. Sevtcmber d. I. findet in Preußen auf Anordnung des Preußischen Lan: Wirtschaftsministeriums eine Schweinezwischenzählung statt. Die starken Schwankungen der Schweinebestände taffen es zur Erlangung eines zutreffenden Bildes über die Lage dringend geboten erscheinen, daß die Angaben mit größter Genauigkeit erfolgen. ** Eine Auto-Gesellschaftsfahrt zur Edertalsperre (Waldeck) im Geselljchafts-Auto- bus veranstaltet das hiesige Hapag-Reisebureau am kommenden Sonntag, 18. d. M. Interessenten können Näheres aus der heutigen Anzeige ersehen " Tötet die Fliegen! Das Ende der Fliegenzeit ist jetzt herangeiommen. In den Wohnungen halten sich, noch eine Anzahl dieser Tiere auf. Cs wäre verkehrt, sie aus falschem Mitleid leben zu lassen. Iede vernichtete Fliege vermindert die sommerliche Massenvermehrung im nächsten Iahr. Man sollte darum bie vielfach noch geschonte Winterfliege („Tausendtalerfliege") vernichten. Am besten geht man gegen die Fliegenplage morgens vor, wenn die Tiere infolge bet leichten Erstarrung über Nacht noch fast unbeweglich sind. Man vergesse nie, daß mit jeder getöteten Fliege im kommenden Iahte vielleicht ein Mensch weniger an Ruht, Kindbettfieber ober Blutvergiftung erkrankt. kurzer Zeit. _ _ m.. Sobald jemand nach dem Genuß von Pilzen Ucbelfeit, Brennen im Halse, Schwindel- und Ohnmachtsanfälle bekommt, schicke man säumt unter Angabe des Grundes zum nächsten Arzt, der eine Ausspülung des Magens und Darmes vornehmen unb die notwendigen Gegenmittel verabreichen wirb. Bis bahin ist Brechreiz zu erregen, bainit die giftigen Substanzen so rasch wie möglich ben Körper verlassen. UcbrigenS ist bie Wirkung ber Pilzgifte auf ben einzelnen Menschen durchaus verschieben. Ebenso wibersprechenb sinb barum auch die Angaben über die Giftigkeit des S p e 11 e u f e l s , ber zu den Täublingen zählt und der wohl kaum Veranlassung zu Vergiftungen geben kann, weil man bie Täublinge in unserer Gegend nicht sammelt. Sie sind immer, auch in jungem Zustande, madig. Der Satanspilz, ein roter Röhrling, ist selten unb leicht erkennbar. So bleiben noch Giftreizker unb Kartoffelbovist. Der erstere ist ebenfalls leicht zu erkennen, unb soll nach verschobenen Angaben wenn auch nicht harmlos, sv boch nicht lebensgefährlich sein. Den Kartoffelbovist aber wird man seines häßlichen Aussehens und des widerwärtigen Geruchs nach i rohen Kartoffelkeimen nicht als Speisepilz sammeln wollen. t c. . .. ileberauS ernst zu nehmen dagegen sind die Gefahren, welche Gesundheit und Geben bedrohen, wenn Speisepilze jeder Art in Zersetzung übergehen Es bilden sich bann bie gleichen Giftstoffe, wie in oerborbenen Fischen ober I verwesenden Fleisch- unb Wurstwaren. Alte ober gar schon schimmelig geworbene Pilze sind schädlich und dürfen auch zum Trocknen keine Verwendung finden. D. G. Aas der Pwvinzialhauptstadt. Gießen, den 15. August 1929. Blumenschmuck-Wettbewerb und Berschönerungsverein. Zu den am 12. d. M. an dieser Stelle erschienenen Ausführungen über „Blumenschmuck- Wettbewerb und Verschönerungs-Verein" erhalten wir vom hiesigen Verkehrsverein folgende Zuschrift, mit deren Widergabe wir bie öffentliche Diskussion dieses Themas in unseren Spalten beenden möchten. Der Der kehr sverein hatte es in ben letzten Iähren übernommen, zur Berschönerung des Stadtbildes den Blumenschmuck-Wettbewerb durchzuführen, und auch an die Stadtverwaltung und sonstige zuständige Behörden eine Reihe von Eingaben gerichtet wegen Anlegung von Rasenplätzen und dergleichen (Platz vor dem Hotel Kühne, ©ü&aiüage, städtische ®ebäube u. a ) die auch in den meisten Fällen Berücksichtigung und Erledigung fanden. Diese Arbeiten hatte der Derkehrsverein übernommen, weil der Terschönerungs-Derein nicht in die Oesfentlich- keit trat und unser Verein es nach dem Kriege als eine Hauptaufgabe ansah, dem Stadtbild ein freundliches Aussehen zu geben. Da der Verkehrs-Verein jedoch die ihm zur Verfügung stehenden Mittel in erster Linie für praktische Verkehrswerbung (Herstellung, Verteilung unb Dersanb von Werbematerial ins In- und Ausland, Druck von Stadtplänen, Insertionen in Zeitungen unb Zeitschriften) benötigt, würbe im Frühjahr vergangenen Jahres mit bem Verschönerungs-Verein wegen Verschmelzung mit dem Verkehrs-Verein verhanbelt. Hierburch sollte eine Stärkung bes Verkehrs-Vereins erreicht werden; eine Anzahl Mitglieder bes Verschönerungs- Vereins gehört bereits lange Zeit bem Derkehrs- 03crein an. Bon feiten des Verschönerungs-Vereins wurde jedoch diesem Vorschläge nicht beigetreten und ein definitiver Bescheid für nicht lalljuferne Zeit in Aussicht gestellt. Da diese Antwort bis zu diesem Frühjahr nicht emge- gangen war und ber Verkehrs-Verein, wie bereits bemerkt, gezwungen ist, nick seinen Mitteln zu rechnen, unb man ferner ber Ansicht war, daß ein Dlumenschmuckwettbewerb Aufgabe bes Der- schonerungs-Dereins sei, wurde beschlossen von einer abermaligen Veranstaltung eines solchen On btt Nachmittagsziehung wurde» Gewinne über 150 M. gezogen 4 setptane n 5000 M. 139571 387821 ____ 6 T 3000 M. 125092 172945 301090 6 xn 2000 SHL 46699 254092 398416___ 1000®. 65016 127864 1404» S l6758 ro 500 ®- 8838 8065 19328 81174 85548 104808 109206 109612 120168 128201 130676 147056 163532 164424 180405 182846 87862 192868 211091 231979 237446 240869 256720 261706 272072 273965 286602 8380» Gießener Jugendgericht. In der letzten Sitzung des Iugendgerichts wirkten als Iugendschoffen mit Lehrer OK a ltem unb Arbeiter Lubwig Mehl, beide von Gießen. — Cs standen vier Falle zur Verhandlung. Ein junger Mann von auswärts hat gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt. Er soll sich mit etlichen anderen jungen Leuten in ber Eisenbahn auf der Fahrt von Gießen nach Garbenteich ungebührlich benommen und. bas Mitreisende Publikum belästigt haben. Die Sache wurde zur Ladung weiterer Zeugen vertagt. — Gegen einen ordnungsmäßig geladenen jugendlichen Angeklagten wurde Haftbefehl erlassen; er ist ber Hehlerei angeklagt und wiederholt nicht erschienen. — Eine größere An- zcchl junger Mädchen hat sich im Betriebe einer Schneiderei, in ber sie teils als Lckbrrnädchen teils als Gehilfinnen tätig waren, Ende 1928 und anfangs 1929 dadurch Lknredlichkeiten zuschulden kommen lassen, daß sie in zahlreichen Fällen, Stoffe, Spitzen u. bgl. entwendet oder gehehlt haben. Da die bei Haussuchungen gefundenen Sachen einen nicht unbedeutenden Wert hatten, unb zahlreiche Diebstähle begangen worben sind, wurde auf Frei heits straf en erkannt, jedoch unter Aussetzung der Vollstreckung bei vierjähriger Bewährungsfrist. Gleichzeitig wurden Erziehungsmahregeln angeordnet, deren Anordnung und Auswahl der Dormundschaftsrichter treffen wird. Eine im Zusammenhänge mit dieser Sache der Hehlerei angeklagte Schneiderin wurde trotz schwerer Verdachtsmomente mangels ausreichenden Beweises Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500000, 2 Gewinne zu je 600000, 2 zu je 800000. 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 4 zu je 76000. 6 zu je 60000, 10 zu je 26000, 76 zu je 10000, 126 zu je 5000, 856 zu je 8000, 642 zu je 2000, 1698 zu je 1000» 8744 zu je 600, 9810 zu H300M. geeichte nicht auf. I Der gefährlichste aller Giftpilze ist der Knollenblätterschwa mm. Es ist derjenige, welcher die Speisepilze in Verruf gebracht hat. Schon ein ober zwei Exemplare genügen, um durch ein Pilzgericht eine Familie zu vergiften. Das Gift wirkt erst nach Verlauf von | 6 bis 16 und mehr Stunden, also zu einer Zeit, wo Brechmittel und Magenauspumpen zwecklos sind unb die Zersetzung des Blutes, bei welcher ber Blutzucker fast vollkommen verschwindet, schon so weit vorgeschritten ist, daß ärztliche Hilfe versagen muß. Man kennt vom Knollenblätterschwamm drei Abarten, von denen die eine bereits im Mai erscheint, unb bie bei Gießen unseres Wissens noch nicht beobachtet wurde, wahrend die beiden anderen in allen Wäldern der Umgegend von August bis Anfang Oktober nicht allzu selten vorkommen, in manchen Iahren sogar recht häufig erscheinen. Der Hut ist weih, gelblich oder grünlich, das Aeußere des ganzen Pilzes so, daß sich nicht so leicht jemand an ihm vergreist. Die verhängnisvolle Verwechselung ist nur im unentwickelten Zustande möglich, wenn der Hut noch fest geschlossen ist. Ein untrügliches, für alle Fälle sicheres Unterscheidungsmerkmal gibt es leider nicht. Früher nahm man an, daß die Farbe der Lamellen ein solches sei, die beim Champignon rosa gefärbt sind, während die des Knottenblätterschwammes weiß erscheinen. Aufmerksame Beobachter wollen jedoch schon junge Knollenblätterschwämme gefunben haben, bie ebenfalls eine leichte Rötung der Lamellen Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je dnet auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II ** Der Hessische Landes verein für Innere Mission veranstaltet im September zwei größere Tagungen. In Friedberg findet im Gemeindehaus am 11. und 12. September ein Lehrgang für Volksmission statt, bei dem Professor Veidt (Frankfurt a. M.) über „Die Volksmission im Kampf mit dem Aberglauben unserer Zeit" und Pfarrer Müller (Schwefe) über „Die besonderen Aufgaben der Volksmission in unserer Zeit", „Die Lage der Kirche als Nus zur Volksmissionsarbeit" und „Wege und Irrwege der Apologetik in der Volksmissionsarbeit" sprechen werden. Vom 24. bis 26. September hält der Verein eine Rüstzeit für Pfarrfrauen und Pfarrbräute in Worms ab. Frau Pfarrer Sta n g e (Kastel) spricht über die Themen „Die Ehe im Wandel der Zeiten", „Die Ehe als heilige Gemeinschaft" und „Unsere Aufgabe in der Eh»*' Weltbund für internationale Freundschaftsarbeit der Kirchen. Die deutsche Vereinigung des Weltbundes für internationale Arbeit der Kirchen hält ihre diesjährige Jahresversammlung vom 23. bis 25. Augustz in Kassel ab. Der erste Verhandlungsgegenstand „Was haben die deutschen Kirchen von den britischen unb bie britischen von ben deutschen empfangen?" wird von Geh. Konsisto- rialrat Professor D- Dr. Deismann (Berlin) und Univ.-Professor Principal A. E. ©arbie M. A. D. D. (London), der zweite: „Die Kirche und ber Weltfrieben" von Oberpräsibent D- Dr. Schwander (Kassel), Metropolit ® e r m a » nos-Thyati r a, Lorbbischos von Ripon (Eng- lanb), Professor D- Fischer (Oesterreich) und Präsibent D- Dr. Burghart (Berlin) behandelt werden. Die Tagung wird dadurch besonders bedeutsam werden, daß bie Delegation von zwanzig führenben Geistlichen Englands, die sich zur Zeit in Deutschland auf halten, sowie eine Reihe führender Kirchenmänner des Auslandes an ihr teilnehmen werden. •• Hessischer (Siloring. Der der Ackerbau- unb ©rünlanbabteUung ber Landwirtschafts- Serlmer Börse. Berlin, 15. Aug. (WTB. Funkspruch.) Die freundliche Stimmung von gestern hat im heutigen Frühverkehr keine Fortsetzung gefunden. Da Der überraschend hohe Goldverlust der Bank von England gestern (über eine Million Pfund) neue Be- ürchtungen hinsichtlich der heutigen Diskontsitzung hervorrief, taxierte man eher schwächere Kurse und wurde wieder unsicher. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,98, London gegen Mailand 92,72, London gegen Spanien 33,04, London gegen Kabel 4,8484, London gegen Berlin 20,3590, Kabel gegen Berlin 4,1988. Verantwortlich für Lokales: i. 93. Dr. Thyr iot. vom Sln^McWr frct gcspr °chen. — Fortbildungsschülerin, die früher die H.lfsklasse besucht, unb ihren Eltern schon oft Sorgen bereitet bat, ist bes Diebstahls einer Uhr und eines Portemonnaies angeklagt, und letzt, nach anfänglichem Leugnen, geständig. DaS Iugend- gericht verfügte die sofortige Fürsorgeerziehung bes sonst der Verwahrlosung ausgesetzten Mädchens. Verschütteten frei zu legen. Der Verunglückte hatte inzwischen das Bewußtsein verloren, Das Bellen des Hundes wurde jedoch von einem Knaben ge- hört, der Hilfe herbeiholte, fo daß eine Rettung des Häuslers möglich war. Eine berühmte Kneipwirtin. Im hohen Alter ist in München Kathi Ko - b u s gestorben. Ihr Name ist durch die jahrzehntelang von ihr geleitete Künstlerkneipe „Simpli- cissimus" in München (Schwabing), in der oiele Jahre hindurch Maler, Dichter und Schauspieler, Musiker und Literaten aus- und eingingen, in aller Welt bekannt geworden. Ein Öberösterreichischer weiter niedergebrannt. In dem oberösterreichischen Weiler Hundorf (bei Passau) wütete ein großes Schadenfeuer, dem fast der ganze Weiler zum Opfer fiel. Das Feuer war in einer Scheune durch eine fortgeworfene Zigarette e n t ft a n b e n und der starke Wind hatte die Funken über den ganzen Weiler getragen. Acht Feuerwehren waren am Platze, doch konnte nur ein Anwesen gerettet werden. Die übrigen sind bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der schuldige Arbeiter, der die Zigarette fortgewor- fen hatte, wurde wegen fahrlässiger Brandstiftung in das Bezirksgericht in Engelhartzell eingeliefert. Schwere Wolkenbrüche in vstgaiizien. In Ostgalizien gingen furchtbare Wolkenbrüche nieder, so baß einige ostgalizische Flüsse in wenigen Stunden über drei Meter gestiegen sind. Einige Städte pnb weite Strecken Landes sind überschwemmt. Den Wolkenbrüchen gingen starke Stürme voraus, die in den Waldbeständen große Schäden anrichteten. Durch einschlagende Blitze sind nach bisherigen Feststellungen sechs Personen getötet worben. 27M3®eänn?3£ 2000 QJL 93487 1 307M 177217 203338 229386 241397 301047 3255f®eto3?n3;3100604S°8994 17929 25447 69776 ^188?^rr75^6%VoOO72472» Ä 294676 351775 353276 360486 379292 88® JmieiueOO-m. 989 7634 26036 30842 31744 33887 38069 42409 46061 66712 58477 63259 81336 90828 121609 124055 132113 140515 ------ 149309 163233 166984 168642 168989 Bademäntel, Badeanzüge von Salomon ^'*V's/e*Vse#***V*V**^^'*V*V,*VS^«*V,*V*»V*w*'*-^'*sZe*V*^<*^*Ve*^, I Bahnhofs-Restaurant Wi Gießen (Bismarckstr. 16III), den 14 August 1929. 678'iD Die Beisetzung findet in der Stille statt hoher Verdienst. 6752V 05159 wiij’ i»*1 * 05148 bortiflcn Bezirk ihre 16750V U WERK an WERK 6789V Leihgestern, den 15. August 1929. HL 67o6A 6g. Haubach, 2. Vors. Verschiedenes 6786C nur bei 6785 D u. n. v. a. 6787D Heuenweg 28 Telephon 3414. Die Beerdigung findet Samstag, den 17. August, nachmittags 3V< Uhr statt. Familie Familie Familie Familie Bewerbungen mit Neferenzaufgabe u.FVS 238 durch Rudolf Mosse,Frankfurta.M. Ludwig Wehrum, Saasen Georg Klös, Grünberg Ferdinand Bott, Burkhardsfelden Heinrich Bott, Lenheim. WE In tiefem Schmerz: Käthi Buß. D. u. Oe. A. V. Sektion Gießen. Sonntag, ö. 18. Mg.: 8. Wanderung. Abf. 8". Sonntag-' karte Nidda. [. Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß heute morgen plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herr Konrad Bott im Alter von 67 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Bott Wwe. geb. Keßler, Saasen Setzt sät man Ml Feldsalat • W.-Kopfenlat • W.-Welßkrant • W.-Rotkraut • W.-Wirsing auS der Samenhandlung Eugen Scheel, Mäusburg 17. Erfurter Blumenkohl der Kops 40—60 riet) Bonn, Karl Weber und Friedrich Hundt zu Groß-Rechtenbach. Medizinalrat Dr. Schulte gab feiner Befriedigung darüber Ausdruck was die Kolonnenmitglieder in der kurzen Zeit ihrer Ausbildung in bezug auf die erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen gelernt hatten. Anschließend fand ein gemütliches Zusammensein statt. Kreisinspektor D r e Y d o p p e l betonte m feiner Ansprache, daß die im Kreise Wetzlar zuletzt gebildete Sanitätskolonne des Amtes Rechtenbach die erste sei, welche sich der Abschlußprüfung unterziehen könne. den er mehrere Wochen arbeitsunfähig war. Obwohl jener entschieden bestritt, gestochen zu haben, kam das Amtsgericht Büdingen doch zu Der Ucberjeugung, daß nur er Der Täter sein kann. Wegen gefährlicher Körperverletzung wurde et zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil verfolgte der Angeklagte Berufung. Aber auch jetzt kam das Gericht auf Grund eingeheiider Beweisaufnahme zu der gleichen Ueberzeugung wie die erste Instanz und verwarf kostenfällig die Berufung, was zur Folge hat, daß der Angeklagte auch die Kosten der Rebenklage tragen muß. r Ein in der Zellenstrafanstalt Butzbach Strafe verbüßender Gefangener hatte sein Zelleninventar zusammengeschlagen und Den ihm entgegentretenden Strafanstaltsbeamten Widerstand geleistet. Durch das Amtsgericht Butzbach war gegen ihn deswegen auf eine Gesamtstrafe von 2 Mo - naten Gefängnis erkannt worden. Seine hiergegen eingelegte Detufuna wurde jetzt als unbegründet kostenfällig zurückgewiesen. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 15. Aug. Am heutigen Rebenmarkt konnte sich die Tendenz allgemein etwas bessern. Für Brotgetreide war Die Rach- frage etwas reger und das Airgebot fand bessere Aufnahme. Weizen neuer Ernte konnte daher im Preise etwas anziehen. 3m übrigen blieben Die Rotierungen unverändert. Am Mehlmarkt war das Geschäft weiter still. Auch Futtermittel waren vernachlässigt. Es wurden notiert: Weizen, neuer Ernte, 26,35 bis 26,50; Roggen, neuer Ernte, 20 75 bis 20,90; inl. Hafer 21,50; Mais 21,50; Weizenmehl 38,25 bis 41: Rogaenmehl 29,75 bis 31; Weizenkleie 10,50; Roggenkleie 11,Zo Mk. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 15. Aug. Auftrieb: 181 Rinder. 1164 Kälber, 139 Schafe. 745 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 74 bis 78 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 73; geringe Kälber 63 bis 69. — Schafe: Mastlärnrner und jüngere Mast- i hämmel (Weidemast) 50 bis 58; mittlere Mast- lämnier, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 49. — Schweine: vollsleifchige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 87 bis 90; von etwa 160 bis -240 Pfund 88 bis 91; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 86 bis 89 Mk. — Marktverlauf: Bei allen Gattungen ruhig, ausverkauft. Berliner Börse. Berlin, 15. Aug. Die freundliche Stimmung, die seit einigen Sagen an Den deutschen Effektenmärkten herrschte, erfuhr heute vormittag eine Unterbrechung. 13 bekannt wurde, daß die B a n k v^> n C n al a n D gestern einen überraschend großen Goldver- lüft (über eine Million Pfund) erlitten hatte, wobei wieder Befürchtungen hinsichtlich ter Er» Höhung Der Diskontrate für heute akut wurde. Sofort nach Bekanntwerden des unverändert gebliebenen Diskontsatzes trat dann aber wieder eine merkliche Beruhigung ein, und die ersten offiziellen Rotierungen der heutigen Börse waren im allgemeinen nicht allzu stark gedrückt. Das Geschäft war ziemlich still und wurde außerdem durch den heutigen katholischen Feiertag ungünstig beeinflußt. Die Stimmung wurde aber zusehends freundlicher, zumal man erfuhr, daß die Dank von England einen 250-Milliv° nen-Dollar-Kredit abgefchlosfen habe, über den sie jederzeit innerhalb 24 Stunden disponieren kann, so daß in absehbarer Zeit eine Diskonterhöhung in England kaum noch in (trage kommen Dürfte. Der unter Schwankungen schwa- । chere Verlau, der gestrigen Reuyorker Dorfe blieb demgegenüber ohne Eindruck, dagegen regle ein Maschinenbau - Industrie - Bericht für Iuli, Der von steigendem Erport spricht, ab. Die Kursveränderungen waren gegen gestern mittag allgemein gering. Aei chsb ank, Elektrowerte Schlesien und Motoren I Deutz waren um 2,5 bis 3 Prozent gebessert, dagegen zeigten Kunstseidewerte schwächere Veranlagung. (Bemberg minus 4 Prozent und Glanzsto^s minus 8,5 Prozent.) Deutsche An lei he st unverändert. Ausländer gc- schästslos. Pfandbriefe still. Der Geldmarkt war heute wieder etwas steifer. Tages- geld 6,5 bis 9,5 Prozent; Monatsgeld 9 bis 10,5 Prozent: Warenwechsel etwa 7,75 Prozent. Rach den ersten Kursen wurde es, von Montan- w er ten ausgehend, überwiegend etwas icfter. Man konnte erneute Kursgewinne von 0,3 bis 15 Prozent auf fast allen Gebieten feststellen. Reicks'bank zogen um 2.5 Prozent an und Berlin - Karlsruher -Industrie bet lebhaftem Geschäft um etwa 2 Prozent. «rief 4,194 58,49 111,89 20,39 Gdilufe»! i»Uht ftur? I ftnro «.EG....... Bergmann . . . • Gleltt. Lieferungen. Licht und fitaft - • Felten 4 Guilleaume (Bei. f. Eiektr. Untern. Hamb. Elettr. Werte Rhein. Eleltr. . . • Schlei. Elettr. . - - Schuckerl . . . - - Siemens 4 Hal-te . TranSradio - - - - Lahmeyer 4Co. - • ..... Dcutiche Erdöl . . Ebener Steinkohle . Gelienttrchener . » Harpener Hoeick Eilen- . . • Ilie Bergbau . . . ftlödnciroede . . . fl&In .«Reucfieft. . . Mannesmann. . • «eilt» Schluh- Ansang. Kurs | Bure | Geld 16.415 167,80 21,98 111,44 59,08 2,47 112,15 80,69 61,42 12,392 73,00 Berlin, 14. August Französische Violen..... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten DeurschLesterr.äiao Kronen Rumänische Noten Schwedische Noten ..... Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten....... Geld 4,174 58,25 111,45 20,31 AO! Schweiz. BundeSb.-Anl.. . . 4% Oesterreichische Goldrte.. . - 4 20% Ceflen. Silberrte. . - - - 4% Oesterreich- einheill. Rte. . - 4% linaarische Goldrte. - - - - • 4% Ungarische StaatSr. v. 1910 - 4'/2% desgl. von 1913 . • 4% Ungarische Kronenrte.. - - - 4% Tück. Zollanleihe v. 1911 - - 4% Tückische Bagvadbahn-Anl., Serie I-. - - ' 4% desgl. Serie 11 • • • • • • Hamb.-Südam. Dampflch- • • Hansa Dampsschiss - - - Norddeutscher Lloyd - - - • ” 91110. Deutsche Grebitanft. • • 1" Barmer Banlverem . - - • Berliner HandelSgesellsch. . . " Commerz- und Privat-Banl . N Lärmst, u. Nationalboni . . 1- Teutsche Bant .... i" Distonto-GeseUichast Ant.. . 10 Dresdner Bant ..... Metallban » ..................12 Berlin, 14. August Amcrilaniiche Noten . . . Belgische Noten Dänische Noien ..... (fauilücbc Noten>iih< Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. angc|ü6tlen Siffetn geben di- to »uletjt Dividende an. - Leichsbanldis,°n. 7.5 Pr°»eni. Lombard,insfub 8.5 P»»en,. 6 k 0 8 Mansselder ••••••• • • Oberjch'ei. Eiienb. Bedarf. . . b Oberschlei. «okswecke. . . . . o Phönix. Bergbau .... bV, Rbeinilche BraunloVen. . . 10 Rheinstabl ... VY* Jahr ih'iebed Montan f Bereinigte Stahlw. Otavi Minen . . Der Streik in der englischen Baurn- Wollindustrie, der zur Ausfperrung von 500 000 Arbeitern führte, rückt die Frage »rrcts Lieder einmal in Den Vordergrund, tote cs heute ? Wetzlar, 14. August. Auf dem heutigen überhaupt noch mit dieser Industrie in Europa Schweine markt waren aufgetrieben 211 beschaffen ist. In Deutschland ist ein starker Ferkel und 5 Läufer. Infolge schwachen Käufer- Rückgang dieser Industrie zu verzeichnen. unD befuchs gingen die Preise leicht zurück. Bei man kann beinahe sagen, daß sie in DeutschlanD schleppendem Handel wurde bezahlt für 5 bis heute nur noch mit knapp Zweidrittel ihrer 6 Wochen alte Ferkel 38 bis 42 Mk., für 7 b is Leistungsfähigkeit arbeitet. Das hat fernen 8 Wochen alte Ferkel 44 bis 52 Mk., für 9 bis Grund vor allem Darin, daß Die Baurnwoll- 10 Wochen alte Ferkel 52 bis 60 Mk. je Stück. Industrie Europas früher in großem Umfange Es verblieb ein geringer ileberftanD. für Ostasien arbeitete, das heute eigene on» » »ES KSVSNZtzPZ dem Kriege bereits bestehende Baumwollspinnerei 88,25 108,4 1 108,5 108,9 1 108,4 ftrahtfutt a M. Berlin Schluß Rurt i-Uhr | ftUt? Schlutz.1 Ansang. Kurs I Kur« Datum 14.8. 15.8- 14-8. I 15-8. Frankfurt a M. | Berlin Schlub-! flur? 1 1-Uhr 1 Kure | Echlutz-> Kurs I Ansang. Kur? Datum 14.8. 15-8. 14 8. 15-8. f,o/n Di. Reicheanleihe v. itix< ■ - DI. Anl..Ablös.-Schuld mU Au»- 87,5 51,75 11,6 87,5 51,65 51,8 los.-Nechten. . ■ • - - - Teögl. ohne Auslvs.-Rechte . . - 11,6 11,4 11,5 -7^. Frani,. Hyp.-Bl. Goidps. un- lünbbat bU 1932. . . - - - 41/,% Rheinische Hyp.-Banl Liqu.- 85,5 — — — 77,1 -- — — El E G-abg. BockriegS-Obligatton., rückrahlbar 1932 ....... 88 — — — 14. August 15. August Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld 1 Briet Geld i Bries »mit.-Nolt. 168,08 168,42 168,01 168,25 Buen--AireS 1,760 1,764 1,759 1,763 Brss-'Antw- 58,35 58,47 58,305 58,425 Christiania - 111,76 111,98 111,69 111,91 Kopenhagen 111,66 111,88 111,67 11s, 89 Stockholm - 112,36 112,58 112,34 112,56 Helkingfors. 10,541 10,561 10,543 10,563 Ftalien. . . 21,93 21,97 21,935 21,975 London - . . 20,336 20,376 4,2035 20,338 20,378 91 ent) ort • . 4,1925 4,1945 4,2025 Paris.... 16,405 16,445 16,40 16,44 Schweij » . 80,685 80,845 80,67 80,83 Spanien. - 61,48 61,60 61,53 61,65 Japan .. - 1,534 1,968 1,953 1,962 Nto de Jan. Men in D-- 0,497 0,499 0,4975 0,4995 Lest- abgest. 59,085 59,205 59,07 59,16 Prag - - - - 12,412 12,432 12,411 12,431 Belzrad - 7,366 7,380 7,365 7,379 Budapest. 73,18 73,32 73,17 73,31 Bulgarien 3,034 3,040 3,034 3,040 Lissabon 18,78 18,82 18,77 18,81 Tamig -.- 81,30 81,49 81,32 81,58 Konstintin- 2,008 2,012 ",005 ,C09 Alben. . 5,425 5,435 5,425 5,435 Kanada . 4,168 4,176 4,171 | «,179 1 Uru map. 4,116 4,124 4,106 | 4,114 1 Tairo . . 20,87 I 20,91 I 20,86 1 20,95 WERBETAGE Plantagen-Kaffee-Tengelmann von Mark 2.10 bis Mark 4.40 das Pfund 3 Spezialitäten in neuer Kombination von besonderer Güte Hausmarke II das Pfd. 3.00 Mk. Hamburger Mischung „ „• 3.60 „ Hausmarke I „ „ 4.00 „ o a\\ Zugaben vom 1. August bis 7. Sept, jeden Freitag und Samstag: auf l/< Pfund Kaffee eine Probepackung Schokolade, Keks oder Bonbons auf */, Pfund Kaffee eine 3teiligeTafel Schokolade, oder'/, Pfund Zucker, oder Gutschein auf eine Kaffee-Dose auf 1 Pfund Kaffee eine Kaffee-Dose,od. 2 dreiteil.Tafeln Scho- kolade, od. 1 Schachtel Pralinen, od. 1 Pfd. Zucker Gießen Seltersweg 6 Tonwerke Abendstem g. m. b. h. rmr»™iiiiiiiiiiiiei Gegründet 1883/ Bahnstation Abendstern / Telephon Nr. 84 Amt Gießen Gießen-Abendstern Doppelfaizziegd Biberschwanzziegel Firstziegel naturrot - altschwarz - altbraun MMenplatten der beste und gesündeste Belag für Viehställe Ringofensteine Jahres-Produktion 12 Millionen Stück 4971Ü Fruchtbranntwein R; u“ Carl Küchel Nachfolger,Weinhandlg.u.Likörfabrik 6774A Gießen, Kaiserailee 1 (kein Laden) ABTIBesellstiallslalrl zur Edertalsperre (Waldeck) Im Gesellschafts-Antobos am Sonntag, dem 13. Angast 1929. Abfahrt 8 Uhr morgens. Preis Mk. 10.- pro Person. Auskunft und Anmeldung durch: Hapag - Reisebüro / (Heften Seltersweg 93 — Telephon Nr. 4197 6782A Große Flash- u. Hindernis-Rennen 5 zu Frankfurt a. M.-Miederrad (direkte Straßenbahn Verbindung! Sonntag, 18., n. Dienstag, 20. Aug., nachm. 3 Uhr. Täglich 7 Reunen, u. a. am 18. August: Großer Preis von Frankfurt a. M„ Landgrafen-Rennen, Verlosungs-Rennen. Jeder Rennbahnbesucher nimmt ohne weiteres an der Verlosung teil. — Eintrittspreise von Mk. 1.— bis Mk. 10.—. Auskunft: Sekretariat Rennklub Frankfurt a. M.. Niedenau 47 (Tel. Maingau 75808». “"V Miele I Nr. 45 I die neue elektrische ■ Waschmaschine! deren günstiger Preis es gestattet, in jedem Haushalt elektrisch zu waschen. Stromverbrauch am Waschtag 20-30 Pfg. Jn den einschlägigen Geschäften zu haben. Auf Wunsch Ratenzahlung. I^fiaelewerlke A.(jl Größte Waschmaschinen-Fabrih Deutschlands Crtiiex?® loh/Westfalen Über 2000 Beamte tin'd Arbeiter. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 6773V Am 29. Juli 1929 die Firma Heinrich Hermann in Steinbach. Inhaber ist Johann Heinrich Hermann, Maurer, in Steinbach. Angegebener Geschäftszweig: Hoch- und Tiefbaugeschäft. Am 2. August 1929: -) bei der Firma Moritz Rah in Gießen: Der Moritz Katz Ehefrau, Erna geborene Strauß, in Gie- zen ist Einzelprokura erteilt, b) Bei der ^irma Klingelhöffer & Dilges in Gießen: Vie Prokura des Kaufmanns Wilhelm Lich und des Kaufmanns Emil Bär, beide in Gießen, ist erloschen. Am 6. August 1929 bei der Firma Carl Horn zu Gießen: Das Geschäft ist ab 1. Juli 1929 unter Ausschluß der seither im Geschäftsbetrieb begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten aus den Kaufmann Karl Horst in Gießen über- gegangen der dasselbe unter der seitherigen Firma weiterführt. Die Prokura der Carl Horn Ehefrau, Julie geborene Eoertsbusch, in Gießen, ist erloschen. Der Karl Horst Ehefrau, Maria geb. Werner, in Gießen, ist Prokura erteilt. Am 7. August 1929 bei der Firma herz & Lo. in Gießen: Der Moritz Herz Eherau, Hannah geborene Meyer, und dem Bankbeamten Emil Dietz, beide in Gießen, ist Gesamtprokura erteilt. Gießen, den 9. August 1929. __________Hessisches Amtsgericht.__________ Benutzungsordnung für die Krankenkraftwagen der Stadt Gießen. I. Städtische Krankenkraftwagen dürfen außer dem Krastwagenführer, Sanitäter und einem Kranken nur noch zwei Begleitpersonen befördern. Bei größeren Unglücks- ällen kann die Mitnahme eines weiteren Kranken ausnahmsweise zugelassen werden. 6746C II. Das Besteigen oder Verlassen eines Krankenkraftwagens während der Fahrt ist verboten. Solange sich ein Wagen in Fahrt befindet, ist ein Oeffnen der Türen nicht gestattet. Während der Fahrt sind die vorhandenen Sitze einzunehmen; das Stehen im Wagen ist verboten. III. Eine Verunreinigung des Wagens durch Ausspucken, Wegwersen von Papier usw. ist verboten. Bei Verstößen gegen dieses Verbot erfolgt die Reinigung des Wagens auf Kosten derjenigen Person, die die Verunreinigung herbeigeführt hat. IV. Werden in einem Krankenkraftwagen Personen mit ansteckender Krankheit befördert, so erfolgt nach beendeter Fahrt eine Desinfektion des Wagens durch die Stadt Gießen. V. Die Benutzung eines städtischen Kran- kenkrafiwagens erfolgt auf eigene Gefahr der zu befördernden Personen. Die Sladl Gießen Haftel nicht für: a) Personen- oder Sachschäden, die in ursächlichem Zusammenhang mit dem Betriebe des Kraftfahrzeugs flehen; b) für Perfonen- oder Sachschäden, die dadurch entstehen, daß dem Kraftfahrzeug selbst ein Unfall durch ein von außen her plötzlich einwirkendes Ereignis zuflößt. VI. Durch Benutzung eines städtischen Kran- kenkraflwagens unterwerfen sich die Benutzer der vorstehenden Benutzungsordnung; sie erkennen die Ordnung durch die Benutzung als für sich verbindlich an. Gießen, den 3. April 1929. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. V.: Dr. Hamm. Arbeitsvergebung. Unter Zugrundelegung der Reichsoer- dingunasordnung sollen für den Neubau eines Wiegehaufes an der Westanlage nachfolgende Arbeiten vergeben werden: 1. Erd- und Maurerarbeiten. 2. Zimmerarbeiten. 3. Dachdeckerarbeiten. 4. Spenglerarbeiten. Angebote auf Vordruck sind bis zum Eröffnungstermin am 6755C Donnerstag, dem 22. August 1929 vormittags 10% Uhr bei uns einzureichen. Zeichnungen und Bedingungen liegen bei uns während der Dienststunden zur Einsicht offen. Zuschlags- und Bindefrist vier Wochen. Gießen, den 13. August 1929. Städtisches Hochbauamt: Graoert. Der Plan über die Herstellung einer oberirdischen Telegraphenlinie in Großen- Linden (Kreis Gießen) am neuen Feldweg zwischen Wirtschaft Schaum bis zur Einmündung in die Landstraße Großen- Linden—Lang-Göns liegt bef dem Telegraphenamt in Gießen von heute ab vier Wochen aus. 6780V Gießen, den 15. August 1929. _________Telegraphenbauamt.__________ Sie Holzabfuhr in den Staats- und Gemeindewaldungen muß bei Meidung forftgerichtlicher Anzeige bis 1. Oktober 1929 beendet fein. Gießen, den 14. August 1929. 6781V _______Hessisches Forstamt Gießen._______ Arbeitsvergebung. Unter Zugrundelegung der Reichsver- dingunasordnung sollen für den Reubau eines Transfarmalorenhaufes am Wart- roeq nachfolgende Arbeiten vergeben werden: 6755C 1. Erd- und Maurerarbeiten. 2. Dachdeckerarbeiten. 3. Spenglerarbeiten. 4. Schlosserarbeiten. Angebote auf Vordruck sind bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, dem 22. August vormittags 10 Uhr bei uns einzureichen. Zeichnungen und Bedingungen liegen bei uns während der Dienststunden zur Einsicht offen. Zuschlags- und Bindefrist vier Wochen. Gießen, den 13. August 1929. Städtisches Hochbauamt: G r a v e r t. Mahnung. Die für den Monat Juli 1929 zu unserer Kaffe fälligen Krankenkassen- und Arbeitslofenversicherungs'Beiträge können noch bis zum 20. d.M. ohne Kosten an die bekannten Zahlstellen gezahlt werden. Nach diesem Tage eingehende Zahlungen können nur unter Berechnung der Mahngebühren angenommen werden; außerdem letzen sich die Rückständigen der Zwangsbeitreibung aus. Besondere Mahnung ergeht nicht. Gießen, den 15. August 1929. 6765D Allgemeine Ortskrankenkasse des Landkreises Giehen. Geschäfts-Empfehlung Der verehrl. Einwohnerschaft von Lollar und Umgebung zur gefälligen Kenntnis, daß ich in Lollar, Hauptstraße 105, eine L9Dtapiliita-Wliiiii| betreibe. Zum Verkauf kommen Mehl, sämtliche Futter- und Düngemittel und Sämereien, ebenso Tausch und Ankauf von Getreide. Es wird stets mein Bestreben sein, meine Kundschaft gut und reell zu bedienen. 05146 E. Breitenbücher Infolge DetrtebSzusmnmenlegung sind zu verkaufen: 10 lheln.Stüüfaß (5 davon mit Türchen», tuetnnrün und reparaturfret 20 Lagersäffer von 2800 bis 5000 Liier, ebenfalls in bestem Zustand 1 Aundkelter, 1 Kastenkelter 1 Obstmühle Hand-und Motorbetrieb 1 Siegsüller.l Seitz-Slmplon-Filter 1 Hellänherstlter,alles gebrauchsfertig Anfragen unter 4221 an Annoncen- Expedition Adolf Möller, Friedberg H. Die Enthüllung des Ehrenmals für das Kurmärkische Oragoner-Regi. Nr. 14 auf dem Gckartsberge bei Breisach (Baden) findet am 8. September statt. Alle ehemaligen Kurmärker Dragoner sind zur Feier herzlich willkommen. Anmeldungen mit Angabe, ob Unterkunft In Breisach oder Ihringen gewünscht wird, an Rittmeister a. O. Schragmüller, Freiburg i. B., Schwaighof- straße 8 erforderlich, der auch Auskunft erteilt. Zur Ausgestaltung der Feier dringend erwünschte Spenden auf Vosischeckkonto Berlin 90825 Ludwig Lach, Denkmals- fonds Dragoner 14, erbeten.6767V ffeebnikum Konstanzs: Hl Ingenieurschule f.Maschinenbau L W und Elektrotechnik. Flugzeuc- cl ■ bau uud Automobilbau. 24«v Bohner» eins, zwei, drei, im Handumdrehen haben Sie einen Korb Bohnen ohne Anstrengung geschnitten. So eine Bohnenschneidmaschine gehört einfach in jeden Haushalt. Warum wollen Sie sich auch immer die Mühe machen, die Bohnen mit dem Küchenmesser zu schneiden und sich dabei die Hände verderben? Denken Sie auch an die kostbare Zeit, die dabei verloren geht? Sehen Sie sich meine Bohnenschneidmaschine neuester Konstruktion an, lassen Sie sie sich im Gebrauch vorführen und ihre besonderen Vorteile erklären. Sie werden über die Leistung erstaunt sein. Meine Bohnenschneidmaschine ist trotzdem nicht teurer wie weniger gute, und ist mit ihrer Emaillelackierung ein Schmuckstück für Ihre Küche. b476A J. B. 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