Gtresemann gegen Dauerkontrolle am Rhein Das deuffch-bchische Jarlabkommen perfett des Der neue Reparaiwnsplan Don Reichskanzler a. D. Or. W. Marx. ganz UN g bedürften und daß diese Ergänzung bei der endgültigen Lösung der Räumungsfrage geschaffen werden müsse. Als sich zeigte, daß damit an die Einrichtung eines zeitlich unbeschränkten Sonderorgans für das Rheinland und die angrenzende 50-KilomelerZone gedacht war. hat der Reichskanzler das als unannehmbar bezeichnet und sich lediglich zur Diskussion über eine bis zum Zähre 1935 dauernde Einrichtung dieser Art bereit erklärt. Alle politischen Parteien in Deutsch- land, wie noch die letzte Reichslagsdebatte gezeigt hat. haben sich geschlossen hinter diese Auffassung gestellt, und es darf kein Zweifel darüber bestehen, daß diese Stellungnahme als eine endgültige angesehen werden mutz. Lassen Sie mich den Sachverhalt, um den es sich bei der ganzen Frage handelt, noch einmal in seinen wesentlichen Punkten auseinandersehen, da es nur dann möglich ist, zu verstehen. dah es in diesem Punkte für Deutschland keine Möglichkeit einer Aenderung seines Standpunktes gibt. Der französische Plan geht, wie Ihnen be* könnt, von der Behauptung aus, dah bei einev etwaigen Verletzung der Bestimmungen des Qkr* träges von Versailles über die demilitarisierte Zone nach dem jetzt geltenden Dertragsregime allein die unmittelbare Anrufung des Völkern bundsrates in Betracht kommt, wie sie für solche Fälle im Rheinpakt von Locarno vorgesehen ist. Die französische Regierung möchte vor der Anrufung des Völkerbundsrates ein besonderes Untersuchungsverfahren einschalten, weil dieses ihrer Ansicht nach besser geeignet wäre, Fälle von geringerer Bedeutung ohne größeres Aufsehen auf gütlichem Wege zu erledigen. Dieser ganze Ausgangspunkt der französischen Konstruktion ist verkehrt. Wenn Frankreich eine Verletzung der Demilitarisierungsbestimmungen behauptet, ist es keineswegs notwendig, sofort den Dölkerbundsrat zu befassen. Zu- Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher» preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Langs. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Bietzen. Brüssel. 13. Juli. (2BB.) Die Verhandlungen zwischen den Vevollmächtiglen der belgischen Regierung und der deutschen Regierung sind heute zum Abschlutz gekommen. Das Abkommen ist heute vormittag in Brüssel unterzeichnet worden. Der wesentliche Inhalt des Abkommens ist folgender: In der Einleitung ist zum Ausdruck gebracht, daß das Abkommen unter Vorbehalt der beiderseitigen grundsätzlichen Auffassung unterzeichnet worden ist und es den Zweck hat, im Rahmen der Gesamt- r c g e l u n g der aus dem Kriege herrührenden si- nanziellen Fragen auch diejenigen Fragen zu erledigen. die bisher zwischen Belgien und Deutschland wegen der im Zusammenhänge mit der Besetzung Belgiens entstandenen besonderen wirtschaftlichen Schäden noch schwebten. Deutschland wird an Belgien während 37 Jahren folgende Annuitäten zah len: Im ersten Jahre 16,2 Millionen Mark, im zweiten, dritten und vierten Jahre je 21,5 Millionen Mark, vom fünften bis zwölften Jahre je 26 Millionen Mark, vom 13. bis 20. Jahre je 20,1 Millionen Mark, vom 21. bis 37. Jahre je 9,3 Millionen Mark. Die Annuitäten werden in der gleichen Form gezahlt werden, wie sie in dem Sachoerständigenplan vom 7. Juni 1929 für die allgemeinen Reparationsannuitäten vorgesehen ist. Die Zahlungen werden durch die Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich mitver- wallet werden. Falls Deutschland von dem in dem Sachverständigenplan vorgesehenen Moratorium Gebrauch macht, werden die Annuitäten in Form von Sachlieferungen entrichtet. Für den Fall von Meinungsverschiedenheiten ist ein Schiedsgerichtsverfahren vorgesehen. Das Abkommen tritt erst nach Ratifizierung in Kraft, die gleichzeitig mit der Ratifizierung der Staatsver- träge über den Sachverftändigenbericht erfolgen soll. Freigabe des deutschen Eigentums in Belgien. Berlin, 13. Juli. (MTB.) Auf Grund von Verhandlungen. die im Reichsfinanzministerium von Ministerialrat Fuchs mit dem belgischen Ministerialdirektor Deduytschaever und dem Rechls- beisland der belgischen Regierung, Herrn Marx, geführt wurden, ist heute ein Abkommen über die Freigabe des deutschen Vermögens in Belgien geschlossen worden. In diesem Abkommen verzichtet die belgische Regierung mit Wirkung vom 7. Juni 1929, dem Tage der Unterzeichnung des Poung-Planes, ab. auf die Liquidation und Einbehaltung des bis dahin lichen Abschluß kommt, wenn sie also keine befriedigende Lösung bezüglich der Räumung der besetzten deutschen Gebiete und der Saar-Frage findet, und wenn es ihr nicht gelingt, eine Atmosphäre des Vertrauens und des Friedenswillens in die europäische Politik zu tragen. Versagt sie hierbei, so bleibt das wahre Ziel der Pariser Konferenz unerreicht. Der damit allen teilnehmenden Rationen zugefügte Schaden wäre unübersehbar. Der englische Barmeches für Abschaffung der ll-Zoote. London, 13. Juli. (WB.) DerErsteLord der Admiralität Alexander trat heute in einer Rede in Sheffield für die v ö l l i g e A b - schaffung der Unterseeboote ein. Neue Operation des englischen Königs. L o nd o n, 14. Juli. (Täl.) Auf Grund Ergebnisses der letzten Untersuchung hat sich der englische König am Samstag einer neuen Operation unterziehen müssen. Der amtliche Bericht, der davon Mitteilung macht, ist in zuversichtlichem Ton gehalten. Unter den sechs Unterzeichnern des Berichtes befindet sich ein neuer Chirurg. AusweisungausOst-Oberschleslen Kattowih, 15. Juli. (T. U. Funkspruch^ Wie die polnische Presse berichtet, hat der techi nische Generaldirektor der Bismarck- Hütte, Kaltenborn, von der Polizeidirektion Kattowitz die Aufforderung erhalten, innere halb 10 Tagen, spätestens bis zum 21. Juli das polnische Staatsgebiet zu ver^ lassen. Das Organ des Wojewoden, dil „Polska Zachodnia", erklärt hierzu, daß allq Vermittlungsversuche seitens des deutt schen Generalkonsulats nunmehr zwecklos fein würden, da endlich dem Wunsche der p o l n i 4 schen Arbeiterschaft Rechnung getragen und der antipolnischen Arbeit des Generaldirea tors und der zahlreichen deutschen Beami ten bei der Bismarck-Hütte ein Ende bereitet worden kl noch nicht liquidierten und in das Eigentum des Staates übergegangenen deutschen vermögens, ferner auf die weitere Auslieferung deutscher Wertpapiere. auf die im Versailler Vertrag vorgesehene Befugnis zu Eingriffen in die deutschen gewerblichen Schuhrechte und Urheberrechte, sowie auf den noch unbezahlten Kaufpreis derjenigen Güter, die von ihren deutschen Eigntümern käuflich zurückerworben worden waren. Die Frage der Behandlung der Erlöse des bereits liquidierten deutschen Eigentums, ebenso wie die Frage der Beendigung des Ausgleichverfahrens und verwandte Fragen sollen späteren Verhandlungen nach Inkrafttreten des Poung-Planes vorbehalten worden. Auch dieses Abkommen soll gleichzeitig mit den Verträgen zur Inkraftsetzung des Poung-Plans ratifiziert werden und in Kraft treten. Erfreulicherweise ist es gelungen, die deutsch- belgischen Markverhandlungen in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum zu einem für beide Teile befriedigenden Ergebnis zu bringen. Wie erinnerlich, spielte gerade dieser Punkt in den letzten Stunden vor dem Abschluß der Pariser Reparationsverhandlungen insofern eine wichtige Rolle, als es nur- dem diplomatischen Geschick Owen Voungs gelang, durch das großzügige Entgegenkommen des deutschen Delegationsführers Dr. Schacht ein Gentlemanagrement mit Belgien zustandezubringen, das die endgültige Losung der Markfrage direkten Verhandlungen überließ. Das jetzt unterzeichnete Papiermarkabkommen! stellt ein Kompromiß dar, das für Deutschland, wie für Belgien Vorteile bringt. Entgegen der ursprünglichen Forderung von 925 Millionen Mark bekommt Belgien rund 600 Millionen Mk. Dabei ist zu beachten, dah es auf diese Weiss auch möglich war, die Annuitäten, die nach den belgischen Ansprüchen ursprünglich 25 Millionen Mark betragen sollten, auf rund 60 Prozent zu senken, so daß man mit einer Annuität von etwas unter 20 Millionen Mark rechnen kann. Gleichzeitig mit dem Markabkommen ist ein Abkommen über die Freigabe des deutschen Vermögens in Belgien geschlossen worden, das immerhin als eine gewisse Kompensation der deutschen Leistungen angesehen werden kann. Auch dieses Abkommen tritt nach der Ratifizierung des *3oung<4 planes in Kraft. i Belgien befriedigt. Brüssel, 15. Juli. (£il. Funkspruch.) In belgischen Regierungskreisen äußerl man sich über den Abschluß der Markverhand^ lungen befriedigt. Cs wird anerkannt, dah die deutsche Regierung den Beweis ihres guten Willens erbracht habe. Durch das Markabkom^ men sei eine Frage beseitigt worden, die die deutsch-belgischen Beziehungen stark beeinträtigte, Frankfurt a. M.. 13. Juli. (WTB.) Der auf dem Plattig bei Buehler-Höhe weilende außenpolitische Redakteur der „Frankfurter Zeitung". W o l f v. Dewall, hatte Gelegenheit, mit Reichsaußenminister Dr. S t r e s e m a n n die in letzter Zeit namentlich in der französischen Presse erörterte Frage der F e st st e l l u n g s - und Versah- nungskommission zu besprechen. Der Minister äußerte sich dazu folgendermaßen: Bei den Regierungen, die an den politischen Beratungen der bevorstehenden Konferenz beteiligt sein werden, besteht, wie ich wohl seststellen kann, keine Meinungsverschiedenheit mehr darüber, daß die seit langem erhobene deutsche Forderung nach Befreiung des Rheinlandes von fremder Besatzung nun endlich ihre (Erfüllung finden muß. Bon englischer Seite hat die Oeffentlichkeit einen Beweis hierfür durch die Erklärungen erhalten, die von autoritativer Seite vor wenigen Tagen im Unterhaus über die Räumungs- frage abgegeben worden find. Wenn heute in diese erfreuliche Aussicht auf baldige Lösung eines nun wirklich überreifen Problems noch ein Schatten fällt, so rührt er von einer Idee her, die neuerdings wieder mit besonderem Nachdruck in einem Teil der französischen Presse verfochten wird. Das ist die Idee der Errichtung eines besonderen Kontrollorgans oder, um einen dafür erfundenen schöneren Namen zu gebrauchen, einer F e st- stellungs - und Bersöhnungskommis- sion für das Rheinland. Diese Idee ist, das muß ich offen sagen, nichts anderes als ein bedenkliches Ueberbleibsel aus einer politischen Epoche, die längst überholt ist, und ich kann mir nicht denken, daß dies bei unvoreingenommener Beurteilung der Dinge von irgendeiner Seite verkannt werden könnte. Als die deutsche Initiative uns im Herbst 1925 nach Locarno führte, geschah dies in dem Be- I streben, mit deutscher Mitwirkung ein Problem zur Lösung zu bringen, das, wie sich nach der Londoner Dawes-Konferenz immer klarerer herausstellte, der Herbeiführung einer politischen B e - friedu na Europas als schweres Hindernis im Wege stand. Dieses Hindernis ergab sich aus dem Komplex jener Fragen, die von französischer Seite seit Versailles mit dem Ausdruck „Sicherheits- frage" bezeichnet wurden. Ls gelang, in den Verträgen von Locarno eine Lösung der Sicherheitsfrage zu finden, die nicht nur von den unmittelbar beteiligten Ländern, sondern nahezu von der ganzen wett als ein Wendepunkt in der politischen Entwicklung angesehen wurde. Wenn der Name Locarno in den folgenden Ersch eint täglich,außer Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Richter, scheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsfe: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrLHI'sche ilnioerfitäts-vuch- «nd Steindruckerel R. Lange in Lietzen. Schristleitung und Seschästrftelle: Schulftratze 7. Nr 165 Erstes Blatt U9. Jahrgang Montag, 15. Zull 1929 Gietzener Anzeiger Bei der Erörterung der Frage über das Für und Wider des Boung-Planes und über die künftigen Auswirkungen dieses Planes — eine Frage, die sorgfältigste Lieberlegung von feiten eines jeden unparteiischen Beobachters verlangt — ist es nicht mehr erforderlich, etwa zu untersuchen, ob die Pariser Konferenz nicht zu früh einberufen worden ist. Wir haben heute mit feststehenden Tatsachen zu rechnen. Die internationalen Industrie- und Wirtschaftskreise erblicken im allgemeinen im Poung-Plan einen wichtigen Schritt nach vorwärts, einen Schritt, der uns wenigstens eine Grundlage schafft, auf der eine klare und zahlenmäßige Schätzung der Summe möglich ist, die Deutschland zu zahlen hat. Diese Kreise haben alles Recht, den gegenwärtigen Zustand der Unsicherheit als auf die Dauer unerträglich zu bezeichnen. Die Teilnehmer an den Pariser Verhandlungen verdienen meiner Meinung nach sicherlich insofern den Dank aller Länder wegen der aufopfernden Tätigkeit und der tiefgehenden Kennt- nis wirtschaftlicher Zusammenhänge, die von den Experten an den Tag gelegt wurde. Der allgemeinen Auffassung wurde am besten durch die Erklärung der deutschen Regierung Ausdruck belieben welche die Ergebnisse als eine „nützliche Grundlage für die kommende Regierungskonfe- renz" bezeichnete. Wenn ich meine Meinung ehrlich und verantwortungsbewußt über das ®r» gebnis zum Ausdruck bringen soll, so muß ich sagen: Augenblicklich vermag ich allerdings nicht die Möglichkeit zu erkennen, wie Deutschland tue I ungeheuren, in dem Pariser Plane vorgesehenen Summen aus den Ueberschüssen seiner Wirtschaft zahlen soll, zumal sich diese Summen auf einen mehrere Generationen umfassenden Zeitabschnitt verteilen. Es handelt sich hier um Beträge, die in der ganzen Menschheitsgeschichte unerhört da- stehen, um Summen, die man noch dazu von einer in einem erschöpfenden Kriege unterlegenen Ration verlangt. Es wird daher vor allem Aufgabe der politischen Konferenz sein, die Sicherungen fest zu umgrenzen, deren Einschaltung von den Experten als Voraussetzung für die Möglichkeit einer Aufbringung der erforderlichen Summe bezeichnet wurde. Es w^rd ferner Aufgabe dieser politischen Aussprache sein, Mittel und Wege zu finden, um jene Konsolidierung und Stärkung der deutschen Industrie zu ermöglichen, die für die deutsche Wirtschaft so lebensnotwendig ist, um sie in den Stand zu sehm, die ihr auferlegten Lasten ohne die Gefahr eines völligen Zusammenbruches zu tragen. Ich erblicke in dem Vorschlag zur Errichtung einer Dank für den Ausgleich Intet«. —..... — -....... - . - .. nationaler lungen" eine der wich- Jahren hier und da manches von seinem ursprung- tiaften und wertvollsten Ideen der Sachverstän- lichen Glanze verloren hat, wenn nicht alle diaenkonferenz Dieser Gedanke ist gigantisch in Blütentraume gereift sind, ja, wenn es sogar viel- seinem Ausmaß: seine Durchführung verlangt fach zu bitteren Diskussionen über den Geist von natürlich noch eine minutiöse Bearbeitung, be- Locarno gekommen ist, so .'.st dabei doch stets eins vor die günstigen Wirkungen erzielt werden kon- unangetastet geblieben, nämlich der Standpunkt, nen. welche die Experten von ihm erwarten. Die daß von einer S' ch e r h e. t s f r a g e zwischen neue Dank wird eine historisch zu nenneiAe Deutschland und seinen Nachbarn nicht weltweite Dedeutung besitzen nicht nur für die mehr gesprochen werden könne Es »st richtig, Länder, welche direkt darin vertreten find, son- daß von einzelnen französischen Politikern auch noch dem für alle Länder der Erde. Sie kann zweifels- m den Jahren nach L o c a r n o gelegentlich Ge- vbne zu einer höchst wirksamen Hilfe für die danken vertreten worden sind, die sich in ähnlicher deutsche Wirtschaft werden, wenn sie, ohne die Richtung wie die neue Idee der ß e ft ft e I I u nig llnabbänaiakeit der deutschen Wirtschaftskreise zu und V e r s o h n u n g s k o m m i s s i o n bewegten, gefährdet die Anstrengungen dieser Kreise zur Die deutsche Außenpolitik konnte indes nicht an- Eriülluna' ihrer Verpflichtungen wirkungsvoll nehmen, daß derartige Gedanken Bestandteil der unterstützt Ich halte diese Dank in ihrer hohen amtlichen französischen P o l itlk waren. Bedeutung für einen gewaltigen Fortschritt in Dem ftanben jedenfalls gewichtige Erklärungen den Bestrebungen um eine Versöhnung der Ra- französischer Staatsmänner gegenüber. rinnen Ihr Bestehen zwingt die Politiker dazu. Es war deshalb eine unliebsame Kleber nll^u lörd^n was dem allgemeinen Interesse raschung, als bei den Besprechungen, die wah- d^Dölke? dient Tnh alles zu unterlassen, was rend der letzten VölkerbundsverSammlung in dksem Allaemeininteresse zuwiderläuft. Die Such- Genf über die Räumungsfrage stattfanden dem verstÄidiaen hab^n selbst darauf hingewiesen, daß deutschen Reichskanzler von französischer Seite es bereits dasZiel des Dawesplanes gewesen sei, plötzlich wieder der Plan: der Einrichtung eines die Reparationszahlungen aus der politischen Sonderorgans für die Behandlung derjenigen Atmosphäre in" die der Wirtschaft zu trans- Meinungsverschiedenheiten entgegengekwacht lerieren und daß man hierbei von der Annahme wurde, die zwischen Deutschland und Frankreich e^er dauernde l^nge anhaltenden Zusammen- aus den Bestimmungen des Vertrages von. Ver- a?beck zwftchrn Schuldnern und Gläubigern aus- failles über die demilitarisierte Zone entstehen aina" D?r nE Plan seht diesen Weg fort, einen könnten. Der Plan gmg dahin, dah m diesem W.' der mir als der einzig richtige und zu- Punkte die Verträge von Locarno einer Er- gleich als der einzig gangbare erscheint wie dies > — durch die Erfahrungen der letzten fünf h Sicherlich wäre es höchst zweckmäßig, wenn die wes-Plan .^gesehenen KontroIImaB* w^e voraussichtlich Ramsah Macdo- na h me na uf he b e n , sv gehrn f« üo n a[ö wieder Vorsitzender, wie damals Jeder t'gen Erw°gungen Der Teilnehmer der Konferenz vom Jahre 1924 wird ff S »ö wsCS'rSSt säfSsSKs. Wh und Bedürfnisse Suruckzustetten, um je @efanötc am ^ofe Don St.James den Verhand- intemativnalen Verpflichtungen zu erfüllen. , m;t »aum aerinaerem Interesse folgen, ist Diese Erklärung bedeutet auÄftäi» Ä m ®'(Cn d“" toÜrbC’ K M naMrNch. dah alle «unfeine gen Feinden festhielten und mit voller Offenheit wirkliche Versöhnung der europais^n und Loyalität die Erfüllung der verschiedenen Rationen herbelzufuhren, vergeblich sem werden. Derträge garantierten. wenn die kommende Konferenz zu keinem ehr- nächst kommt die Erledigung der Frage auf diplomatischem Wege in Frage. Wozu unterhalten wir die Diplomatie, wenn sie ausgeschaltet werden soll, sobald ernstere Fragen auftauchen? Sollte das diplomatische Verfahren wirklich nicht zum Ziele führen, so kann die Angelegenheit vor eine Instanz gebracht werden, die an anderer Stelle der Locarnoverträge vorgesehen ist, nämlich vor die Ver- gleicAkommission des deutsch-französischen Schiedsvertrages. Diese Vergleichskommission, deren fünf Mitglieder alsbald nach dem Inkrafttreten der Locarnoverträge ernannt worden find, steht jeden Augenblick zur Verfügung und kann jeden Tag in Funktion treten. von einer Lücke in den Locarnoverträgen kann also nicht die Rede sein. Die Schaffung einer neuen Kommission ist aber nicht nur angesichts dieser Möglichkeiten überflüssig, sondern sie ist auch politisch gefährlich. Auch bei den politischen Absichten der gegenwärtigen französischen Außenpolitik, an deren Loyalität ich nicht zweifle, kann niemand wissen, zu welchen Zwecken ein einmal vorhandenes Sonderinstrument für das Rheinland in der Zukunft gebraucht werden könnte. Bei Einrichtungen, die für u n be s ch r ä n k t e Zeit geschaffen werden sollen, must man mit allen Even - tuali täten, auch den schlimmsten, rechnen, und man darf es uns nicht verübeln, wenn wir daran denken, daß die Sonderkommission einmal als Werkzeug für alle möglichen Sch i k a n en , zum Beispiel gegenüber dem berechtigten Ausdehnungsdrang der Industrie in diesem Gebiet, gebracht werden fönnte. Es ist auch nicht richtig, daß im konkreten Fall die Einleitung eines solchen besonderen Kommissionsverfahrens im Reinland weniger Aufsehen erregen und weniger leicht zu einer politischen Spannung führen konnte, als ein Verfahren vor dem Dölker- bundsrat. Viel eher würde das Gegenteil der Fall sein. Wenn es sich wirklich um Fälle von geringer Bedeutung handelt, können sie doch unbedenklich auf den diplomatischen Weg verwiesen werden. Gelingt auf diesem Wege eine«. Erledigung nicht, wird der Fall auch nicht vor die Locarnokommission gebracht, und ist er nach französischer Auffassung von schwerwiegender Bedeutung, so bleibt es Frankreich unbenommen, sich an den Völkerbundsrat zu wenden. Man sucht uns den französischen Vorschlag mit der Behauptung schmackhaft zu machen, Haß er auf dem Grundsatz der Reziprozität aufgebaut sei. Diese angebliche Reziprozität ist aber illusorisch, einfach aus dem Grunde, weil es auf französischer Seite an einem zu kontrollierenden Objekt fehlt. Wenn die Reziprozität darin bestehen soll, daß D e u t s ch l a n d bei einer Verletzung der demilitarisierten Zone durch eine andere Macht gleichfalls die Möglichkeit der Anrufung des besonderen Kommissionsverfahrens haben würde, so ist auch das gegenstandslos. Eine solche Verletzung der demilitarisierten Zone durch eine andere Macht wäre doch nur durch den Einmarsch französischer oder belgischer Militärstreitkräfte in das Rheinland denkbar. Es versteht sich von selbst, dah in einem solchen Falle ein Kommissionsverfahren keinerlei Zweck mehr hätte. So ist es durchaus erklärlich, daß nach dem ganzen verlauf der öffentlichen Diskussion über dieses Thema die Einrichtung der neuen Kommission in der deutschen Oeffentlichkeit als ein neuer versuch aufgefaht wird, dem Rheinland ein inlernationales Sonderstatut aufzuerlegen. Man fragt sich in Deutschland vergeblich, wer denn ein begründetes Interesse an dieser Einrichtung haben könnte. Welche militärischen deutschen Maßnahmen im Rheinland hat denn Frankreich zu befürchten? Ist es denkbar, daß in diesem verkehrsreichen, offen vor den Augen von ganz Europa liegenden Gebiet heimlich militärische Borbereitungen getroffen werden könnten, die eine dringende Gefahr für Frankreich darstellen würden? Eine heimliche militärische Vorbereitung im Rheinland ist so absurd, als wenn jemand heimlich auf dem Potsdamer Platz in Berlin ein Gebäude errichten wollte. Wenn wirklich einmal ein Streit darüber entsteht, ob eine Eisenbahn- ramp'e oder eine ähnliche Anlage mit den Bestimmungen des Vertrages von Versailles im Einklang steht, bedarf es denn da einer Instanz, die man über die Locarnoverträge hinaus mit besonderen Kompetenzen ausstatten müßte? vergegenwärtigt man sich alles dies, so sollte das Ausland verstehen, daß es genug ist. wenn Deutschland für seine westlichen Grenzgebiete ohne zeitliche Beschränkung die einseitige Verpflichtung zu dauernder Entmilitarisierung hat auf sich nehmen müssen und daß diese Verpflichtung in Locarno unter die Garantie Englands und Italiens gestellt worden ist. was darüber als dauernde Einrichtung hin- ausgeht, ist für Deutschland untragbar! Hoesch bei Gtresemann. Berlin, 15. Juli. (Prio.-Tel.) Wie die „Montagspost" meldet, find der deutsche Botschafter in Paris von Hoesch und der GesandtschaftsattachS bei der deutschen Gesandtschaft in Warschau Freiherr von M a l tz a n auf Buehler-Höhe einaetrof- fen. Beide Herren hatten am Sonntag eine Unterredung mit Reichsaußenminister Dr. St^ese- mann, mit dem sie abends einen Ausflug nach Baden-Baden unternahmen. Deutsche Theaternot in Katwwih. Kattowih, 13. Iuli. (WB.) Der Deutsche Volksbund zur Wahrung der deutschen Minderheitenrechte in Polnisch-Oberschlesien hat sich veranlaßt gesehen, dem Präsidenten der gemischten Kommission für Oberschlesien eine Beschwerde über die Gefährdung deut- scherTheatervorstellungeninKatto- w i h durch die für die Lieberlassung des Katto- witzer Stadttheaters aufgestellten Bedingungen zu überreichen und ihn auf Grund des vor- liegenden Tatbestandes um seine Entscheidung zu ersuchen. Der Verband polnischer Theaterfreunde hat die Lleberlassung des Katto- Witzer Theaters für deutsche Vorstellungen davon abhängig gemacht, wieviel polnische Theaterabende in Deutsch-Oberschlesien durch Subventionierung seitens der dortigen Behörden ermöglicht werden. Da die deutsche Theatergemeinde in Kattowitz gar keine Möglichkeit hat, auf die deutschen De- höröen w diesem Sinn« einzuwirken, ist dach Severmg über Aeparaüonssrage und RepMschutz Hamburg, 15. Iuli. (WTD. Funkspruch.) Auf einer Dezirkskonferenz der Sozialdemokratischen Partei in Burg im Dithmarschen hielt gestern nachmittag Reichsinnenminister S e v e - ring eine Rede, in der er u. a. ausführte: Don der Reparationsbelastung seien alle Kreise betroffen. Es sei leicht, mit einem einfachen Rein abzulehnen, wenn man keine Verantwortung habe. Bei allen politischen Maßnahmen müsse man sich fragen, was danach geschrhe. wenn der Antrag auf Ablehnung des Zoung- Planes angenommen würde, würde damit keineswegs die Zahlungsverpflichtung aufhören, dann bleibe der Dawes-Plan in Kraft. Der Zoung-Plan aber sei in seinem Zahlungsmodus besser. Line weitere Folge der Ablehnung sei die wirtschaftliche Isolierung Deutschlands, die ;um wirtschaftlichen Zusammenbruch führen müsse. Es sei eine verbrecherische Politik, den Derständi- gungsweg zu verlassen. Solche Bewegungen, wie die nationalsozialistische, seien Erscheinungen, wie sie auch die Vergangenheit gehabt habe. Sie würden wieder vergehen. Das Gros ihrer Führer kenne nicht die Zusammenhänge des politischen und wirtschaftlichen Systems. Man müsse die Alliierten zu der Einsicht bringen, dah die Rheinlandbesehung ein Pfahl im Fleische der Völker Europas sei. Nachdem der Minister auf das Volksbegehren des Stahlhelms und die Angriffe gegen die Arbeitslosenversicherung eingegangen war, nahm er zum Fall des Republikschuhgesetzes wie folgt Stellung: Run ein Wort zum Diktaturgerede. In einem großen Teil der Presse ist gesagt worden, daß ich durch meine Ausführungen zum Fall des Republikschutzgesehes diesem Gerede neue Nahrung gegeben hätte. Das können nur diejenigen behaupten, die entweder nach der Methode des „Haltet den Dieb!" die Aufmerksamkeit von ihrem Treiben ablenken wollen, oder die mit verfassungsrechtlichen Dingen nicht vertraut sind. Ich habe lediglich eine Art Warnungstafel gegenüber denen errichten wollen, die etwa glauben, dah b:r Fall des Republikschutzgesehes nunmehr Gewalttaten zum Sturz der Verfassung ungestraft lasse. Die Anwendung des Artikel s 48 ist nicht vom Belieben eines Ressortministers, sondern nur durch Entscheidung des Reichspräsidenten, oder bei Gefahr im Verzüge durch Beschluß der Länder re gierungen möglich. Selbst der Reichspräsident ist gehalten, die von ihm auf Grund des Artikels 48 getroffenen Maßnahmen unverzüglich dem Reichstag mitzuteilen und auf Verlangen des Reichstages außer Kraft zu sehen. Wie diese Sachlage und meine Mitteilungen als Diktaturbestreben ausgelegt werden kann, ist mir unverständlich und schließlich nur durch die außerordentliche politische Verhetzung zu erklären. Ebenso unsinnig sind die Zeitungsmeldungen, daß mit der Vorlage eines neuen Republikschutzgesetzes ein Ausführungsgesetz zum Artikel 4 8 verbunden werden solle. Es ist selbstverständlich wünschenswert, daß das Verfassungs- Versprechen, die Anwendung des Artikels 48 durch ein Aus- führungsgefeh näher zu umschreiben rechtlich erfüllt wird. Aber dieses Gesetz mit einem neuen Republikschutzgesetz zu verbinden, ist sachlich und technisch eine Unmöglichkeit. Dazu kommt noch ein gewichtiges politisches Moment. Würde ich gerade jetzt eine derartige Vorlage einbringen, so »wäre hundert gegen eins zu wetten, daß dieses Vorgehen als eine Bestätigung der Nachrichten und Gerüchte angesehen würde, als ob ich persönlich oder die sozialdemokratische Partei so etwas wie eine Dikatur erstrebe. Ich halte es aus außen- und innenpolitischen Gründen aber für geboten, das törichte Gerücht zum Schweigen zu bringen und möchte meinerseits nicht dazu beitragen, es aufs neue zu beleben. Ich kann nur wiederholen, daß ich der entschiedenste Gegner jede r Diktatur bin. Sie Strafanträge im Stmnes-Prozeß. Berlin, 13.Iuli. (WB.) Im Stinnes- Prozeß stellte heute (wie am Samstag in einem Teile unserer Auflage noch berichtet wurde. D. Red.), nachdem Staatsanwaltschaftsrat Dr. Berliner sein insgesamt achtstündiges Plädoyer beendet hatte, Oberstaatsanwalt Sturm unter außerordentlicher Spannung sämtlicher Prozeß- beteiligten folgende Strafanträge: gegen Hugo Sünnes jun. acht Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 100 000 Mark, gegen die Angeklagten Nothmann, von Waldow, Leo und Eugen Hirsch je sechs Monate Gefängnis, gegen den Angeklaten Velo Groß fünf Monate Gefängnis und gegen den Angeklagten Schneid! drei Monate Gefängnis. Durch die Untersuchungshaft sollen als verbüßt gelten bei dem Angeklagten Stinnes drei Wochen, bei Noth- mann 14 Tage, bei von Waldow sieben Wochen, bei Leo Hirsch und Bela Groß eine Woche und bei Schneidt fünf Tage. Sämtliche Angeklagten nahmen die Anträge ohne ein Zeichen äußerer Erregung auf. Sodann nahm Oberstaatsanwalt Sturm das Wort. Er ergänzte zunächst in einigen Punkten das Plädoyer des Staatsanwaltschaftsrats Dr. Berliner in strafrechtlicher Hinsicht und setzte sich dann mit den Angriffen der Verteidigung wegen der Voruntersuchung auseinander. Er gab zu, daß in der Voruntersuchung Fehler vorgekommen sein mögen. Von einer Zermürbungs- taktik während der Untersuchungshaft könne jedoch keine Rede sein. Der Oberstaatsanwalt stellte dann seine Strafanträge. Zur Begründung der Strafanträge erklärte Oberstaatsanwalt Sturm, bei Stinnes sei die Staatsanwaltschaft zu seinen Gunsten davon ausgegangen, dah er nicht von vornherein, sondern erst 1926 den betrügerischen Charakter des Geschäfts erkannt habe. Zu seinen Ungunsten komme aber in Betracht, daß gerade er, ein Mann, der in der deutschen Wirtschaft eine besondere Rolle spiele, sich mit Ausländern im Ausland verbunden habe, um das Deutsche Reich zu schädigen. Daraus müsse man einen Mangel an vaterländischemEmp- finden herleiten, der bei der Notlage unseres Volkes schwer ins Gewicht falle. Bei den Angeklagten N v t h m a n n und v. Waldow komme einerseits in Betracht, dah sie den betrügerischen Vorgängen näherstanden als Stinnes, auf der anderen Seite aber, dah sie als Angestellte handelten. Verunglückte Ozeanflüge. Die Franzosen kehren um. Paris, 14. Iuli. (IBS.) Die französischen Flieger Losies und B e l l o n t e, die gestern früh in Le Vourget zrun Transozeanflug gestartet waren, haben in der Nähe der Azoren aus noch nicht bekannten Gründen kehrtgemacht. Sie sind heute früh 9.25 Uhr auf dem Flugplatz von Villacoublay eingetroffen. Lieber die Gründe, die das französische Flugzeug „Fragezeichen" zur Rückkehr nach Frankreich veranlaßt haben, hat C o st e s nach feiner Landung in Villacoublay erklärt, dah man 300 Meilen von der Küste entfernt auf starken Wind gestoßen sei, der die bisherige Geschwindigkeit der Maschine von 200 Stundenkilometern auf 70 bis 80 herabgedrückt habe. Llnter diesen Llmständen würde der Benzinvorrat nicht ausgereicht haben. Er habe, um eine Panne über dem Ozean zu vermeiden, die Rückkehr beschlossen. Der Motor habe gut gearbeitet. Die in 28 Stunden zurückgelegte Gesamtstrecke beträgt 5400 Kilometer. Er habe wohl gewußt, dah der Ozeanflug in westlicher Richtung außerordentlich schwierig sei, aber niemals habe er mit derartigen Schwierigkeiten gerechnet, wie er sie tatsächlich angetrofsen habe. Es sei zehnmal leichter, von Neuyork nach Paris als umgekehrt zu fliegen. Das französische Ozeanflugzeug hatte nach der Landung noch etwa 3000 Liter Brenn st off an Bord. Ein Vertreter des Staatspräsidenten hat die Flieger zu ihrer Rückkehr beglückwünscht. Notlandung des Flugzeuges „Marschall pilsudski". Neuyork, 14. Iuli. (WB.) Wie Associated preß aus h o r t a gemeldet wird, ist das polnische Ozeanslugzeug „Marschall pil - Zustandekommen deutscher Vorstellungen im Kattowitzer Stadttheater gefährdet. Schaffung eines Kriegsgefangenenrechts. Genf, 13. Iuli. (WTB.) Das Ergebnis der seit Anfang dieses Monats hier tagenden Staa- tenkvnferenz zur Revision der Genfer Rot- kreuzkonvention und zur Schaffung eines s u d s k i" in der Nähe der Insel G r a c i o s a (Azoren) aufs Wasser niedergegangen. Nach in Lissabon eingekoffenen Nachrichten ist die k a t a st r o p h e des polnischen Flugzeuges „Marschall pilsudski" darauf zurückzuführen, daß das Flugzeug bei der Landung auf der Insel Gra- ciosa u m s ch l ug , wobei der Motor explodierte. Idzikowski wurde dabei getötet und Kubala verletzt. Das Flugzeug ist zerstört. Paris, 15. Iuli. (WTD. Funkspruch.) „Ma- tin" berichtet aus H o r t a über das Llnglück bei der Landung des polnischen Flugzeuges folgende Einzelheiten: Trotz andauernden Motorschadens habe das Flugzeug die kleine Insel Graciosa gestern gegen 19 LIHr erreichen können und durch Funkspruch um Angabe eines geeigneten Landungsplatzes gebeten. Don Fayal aus sei ihm das Fluggelände von Dracileira angegeben worden. Die Flieger hätten noch Zeit gehabt, die Stelle ausfindig zu machen: obwohl sie f e h r f e l s i g war, hätten sie beschlossen, niederzugehen. Hierbei sei das Flugzeug umgeschlagen, als es den Boden berührte, und habe Feuer gefangen. Den Flieger Idzikowski habe man nur noch als Schwerverletzten unter den Trümmern hervorholen können, während Kubala nur leichte Der- lehungen davontrug. Beide seien eiligst in das nächste Krankenhaus gebracht worden, wo Idzikowski verschied. Das schwedische Flugzeug „Sverige" beschädigt. Ivigtut (Grönland), 14. Iuli. (WTD. Funkspruch.) Das Flugzeug „Sverige", mit dem Kapitän Ahrenberg nach Amerika zu fliegen gedenkt, wurde am Sonntagnachmittag 3 Llhr zu Wasser gebracht. Da sich herausstellte, daß der eine Schwimmer leck war,-erfolgte kein Start. Kriegsgefangenenrechts, die voraussichtlich zwei weitere Wochen dauern wird, läßt sich bereits in einigen wichtigen Punkten übersehen. Dor allem hat sich unter tätiger Mitwirkung der deutschen Delegation der Gedanke der Schaffung eines Kriegsgefangenenrechts nach anfänglichen Schwierigkeiten ziemlich allgemein durchgesetzt, so daß mit der Einführung eines internationalen Llebereinkommens statt der von verschiedenen Seiten zunächst in Anregung gebrachten allgemein gehaltenen Empfehlungen gerechnet f werden kann. Die wichtigsten Punkte des Planes sind: die Schaffung eines internationalen Strafrechts, das der besonderen tatsächlichen und psychologischen Lage der Kriegsgefangenen bei der Auffassung über strafbare Handlungen und bei Demessung der Strafe Rechnung trägt und bestrebt ist, Derfehlungen der Kriegsgefangenen in weitem Llmfange in das D i s z i - plinarrecht zu verweisen. Als Höchstmaß einer Disziplinarstrafe sind 30 Tage vereinbart, die sich auf alle zur gleichen Zeit zur Aburteilung stehenden Derfehlungen bezieht, also nicht vervielfacht werden kann. Bei dem gerichtlichen Verfahren soll stets ein die Muttersprache des Kriegsgefangenen beherrschender Verteidiger und ein Vertreter der Schutzmacht zugegen sein. Die Festsetzung der Rechte, die der S ch u h m a ch t zugewiesen werden, um eine Durchführung der Abkommen in der Kriegszeit sicherzustellen, steht vor der grundsätzlichen Annahme. Auch bei der Revision der Genfer Rot- kreuzkonvention sind bereits wesentliche Veränderungen eingeführt worden. Don Interesse ist die auch im Kriegsgefangenenrecht vorgesehene Dersorgung de r kranken Kriegsgefangenen mit Aerzten ihrer eigenen Nationalität und die bevorstehende Regelung des Derwundetdntrans- ports mit Sanitätsflugzeugen, die ebenfalls den Schutz des Roten Kreuzes genießen. Beide Abkommen werden entgegen den Bestimmungen der Haager Landkriegsordnung in Geltung bleiben, wenn ein oder mehrere kriegführende Staaten an den Abkommen beteiligt sind, während bisher die Haager Landkriegs- ordnung in diesen Fällen ihre Verbindlichkeit verlor. Russisch-chinesischer Konflikt nm die chinesische Ostbahn. Peking, 15. Iuli. (TU. Funkspruch.) In C h a r- b i n sind vier chinesische Devisionen ;um Schuhe der chinesischen Ost bahn eingefroren. Die russisch - chinesische Grenze ist noch nicht geschlossen, jedoch haben die chinesischen Generalkonsulate in Sibirien keine neuen Sichtvermerke für Sowjetrussen nach China ausgestellt. Außerdem sind in Charbin zwei neue Kavallerieregimenter eingefroren zum Schuhe des chinesischen Arsenals und der Eisenbahnlinie vor sowjekussischen Anschlägen. In chinesischen amtlichen Kreisen wird erfärf, daß die Lage an der mongolisch-chine- fischen Grenze gefährlich sei, da die chinesische Regierung nicht über genügend Truppen verfüge, um sie zu schützen. Die chinesische kom- munistische Partei In Eharbin hat die Arbeiter und Angestellten der chinesischen Ostbahn zum Generalstreik aufgerufen. Der Sonderberichterstatter des „Observer" in Schanghai berichtete: Die Beschlagnahme der chinesischen O st bahn sei auch für die chinesischen Behörden selbst eine große Ueberraschung gewesen. Gerüchtweise verlaufet, daß der Gouverneur von Eharbin, General Tschang Tsching hui, einer der militärischen Unterführer, auf eigene Verantwortung gehandelt habe und daß die Beschlagnahme nicht auf Anweisung Nankings erfolgt sei. Befristete Note der Sowjetunion an China. Moskau, 14. Iuli. (WTB.) Telearaphen- agentur der Sowjetunion. — Dem chinesischen Geschäftsträger ist eine von K a r a ch a n unterzeichnete Note der Sowjetregierung überreicht worden, in der es heißt: Ihrer Friedenspolitik treu bleibend gibt die Sowjetregierung trotz der provokatorischen Gewaltmah- nahmen der chinesischen Behörden nochmals ihre Bereitschaft kund, mit China in Der- Handlungen über den gesamten, die chinesische O st b ahn betreffenden Fragenkomplex einzutreten. Solche Derhandlungen wären jedoch nur möglich, wenn die verhaftetenStaats- angehörigen der Sowjetunion unverzüglich freigelassen und sämtliche gesetzwidrigen Handlungen der chinesischen Behörden rückgängig gemacht würden. Deinentsprechend schlägt die Sowjetregierung vor: 1. unverzügliche Einberufung einer Konferenz zur Regelung aller die chinesische Ostbahn betreffenden Fragen; 2. die chinesischen Behörden machen unverzüglich sämtliche die chinesische Ostbahn betreffenden Willkürmahnahmen rückgängig: 3. alle verhafteten Bürger werden unverzüglich freigelassen. Die chinesischen Behörden stellen alle Verfolgungen und Schikanen gegenüber Staatsangehörigen und Einrichtungen der Sowjetunion ein. Die Sowjetregierung rät der Regierung von Mukden und der Nationalregierung von China, die e r n st e n F o l g e n zu bedenken, die sich aus einer Ablehnung dieser Dorschläge der Sowjetunion ergeben würden. Die Sowjetregierung erwartet innerhalb von drei Tagen eine Antwort der chinesischen Regierung auf ihren Vorschlag. Falls sie keine befriedigende Antwort erhält, wird sie genötigt sein, zu anderen Mitteln zur Wahrung der gesetzmäßigen Rechts der Sowjetunion zu greifen. Keine Vermittlung Japans. Tokio, 15. Iuli. (T. LI. Funkspruch.) In einer Llnterredung des japanischen Außen- ministers mit dem Sowjetbotschafter über die Lage in der Mandschurei hat der japanische Außenminister erklärt, daß I a p a n zwischen China und Rußland nicht vermitteln werde. Die japanischen Belange seien durch diesen Streit noch nicht geschädigt worden. Das Flugzeug „Untin Bowler" verloren. Nach einer Meldung aus Port Burwell wird das Flugzeug „Untin B ow ler" für verloren betrachtet. Als das Eis, in dem das Flugzeug festlag, aufbrach, wurde das Flugzeug ohne Besatzung aufs offene Meer hinausgetrieben. Aus Port Burwell kommen über Ottawa heut« nähere Einzelheiten über die Umstände, unter denen das Flugzeug „Untin Bowler" verlorengegangen ist. Danach waren die Angehörigen der Besatzung in einer improvisierten Werkstätte da, mit beschäftigt. Ersatzschwimmsr kür dii Ausklang des Gießener Schützenfestes an- dunklen Hintergründe i unbestimmtem, suchen- I Verantwortlich für Politik: i. D. Ernst Blumschein. B SHIU meIl AUTOOELE aus dem SHELL Kabine**- Tanken Sie gleichzeitiq: . Zwielicht stehen die Hecken wie Gespenster. Eine Birke schaukelt ihre weichen Zweige im leisen Abendwind. Taufeucht ist das Gras, in dem verstreut Glühwürmchen wie kleine Laternchen sitzen. Andere schweben auf dem dunklen Hintergründe hin, märchenhaft gleitend in I den Fluge. ____ Aus aller Welt. Die Veräußerung des Eibsees an einen Beuyorker Klub, i er Konflikt 1 Ofibahn. M)2nq„. ^Visionen oahnmgeWm. Brenze ist noch ' chinesischen Gene- ?uen Sichtvermerke 'gestellt. Außerdem erieregimenler ein- esifchen Arfe. wr fowjetrufsifchen ichen Kreisen wird >golisch-chine- sei, da die chine. ;end Truppen oer- inesische kom- «bin Hot die Arischen Vslbahn zum >es .^bserver" in Zeschlagnohme n sei auch für die selbst eine große Gerüchtweise ver- m Chardin, General einer der militari- e veronlwor« die Befdjtagnabme rfolgt sei. ote an China. ra.) Telegraphen« Sem chinesischen ;e von Karachan Djetregierung über« it: Ihrer Friedens« > Sotojetregie« nschcn Setoaltmah« irden nochmals ihre China in 2er« Ernten, die chine« )en Fragenkomplex mgen wären jedoch ftetenStaats« ijctunion un« n und sämtliche ge- chinesischen Dehor« L Dementsprechend >r: einer Sanieren; 1« esische vstbahn be« mich-» Vslbahn belressenden sä Schikanen gegenüber Einrichtungen der »Nkstz v, tnQtib?f31 wD wll straße 58 Lahnstr. 37 Marktstr. 17 Landingstr.6 Augustinerstr.l, Markt 3 Karolinumstr. 2 wird immer gröber, wenn Sie ein schlechtsitzendes und lästiges Bruchband tragen. Durch solche Bänder verschlimmert sich das Leiden und kann zur Todesursache werden. (Es entsteht Brucheinklemmung, die operiert werden muß und den Tod zur Folge haben kann.) Fragen Sie Ihren Arzt Hat dieser eine Bandage verordnet dann muß es in Ihrem Interesse liegen, sich meine äußerst beoueme, unverwüstliche Spezial-Bandage anfertigen zu lassen. 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Die für den Monat Juni 1929 zu unserer Kasse fälligen Krankenkassen- und 2lrbeitslosenversicherungs»Beiträge können noch bis zum 20. d.M. ohne Kosten an den bekannten Zahlstellen gezahlt werden. Nach diesem Tage eingehende Zahlungen können nur unter Berechnung der Mahngebühren angenommen werden: außerdem sehen sich die Rückständigen der Zwangsbeitreibung aus. Besondere Mahnung ergeht nicht. Für die zahlreichen und so wohltuenden Beweise treuen Gedenkens und inniger Teilnahme, sowie für die reichen Kranzspenden bei dem Heimgang meines Heben Mannes, unseres guten Vaters Herrn Moritz Oswald sagen wir allen herzlichen Dank. In tieler Trauer im Namen der Hinterbliebenen: Frau Margarete Oswald geb.Hexamer. Gießen, den 15. Juli 1929. Dienstag, den 16. M1929, nachmittags 2 Lthr versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28 dahier, zwangSwe.se gegen Barzahlung: cj7od 8 Nähmaschinen, 6 Schreibtische, 30 Kisten Melin, einen Ausziehtisch mit 6 Stühlen, eine Flurgarderobe, vier Diwane, 1 Bohr- maschine, zwei Chaiselongues, einen Waschtisch, einen Regulator, zwei Vertikos, zwei Sofas, einen Tisch, zwei Gasherde, vier Klaviere, zwei Glasschränke, einen Schreib- sekretär, ein Fahrrad, zwei Teppiche, einen Bücherschrank, zwei Registrierkassen, einen Lieferwagen, zwei Standuhren, 1 Schweiß- opparat, zwei Ladentheken, eine Friseur- Ladeneinrichtung, eine Lederwalze, drei Schreibmaschinen, einen Schreibmaschinen- tisch, einen Küchenschrank, ein Küchenbüfett, ein Aktenregal, ein Büfett, vier Schweine. AoMlöI Gerichtsvollzieher in Gießen VvvVCl Dammstr. 24 I., Telephon 239. Sciltsmnöbsl besonders Friedhof-Bänke. Sessel usw. Edgar Borrmann, Eietzsn Dr. sei. MN Zahnarzt Sem Grazie und 6t Aon Heien D Stnnishn gWk Mi U» allem di. Lädier zu bann tz 8° «sh KL. widmete J? N °ber Qu^ ® halte t harten u ■ K Äff türlich .Fe- i lv. ober s^befc W jede Sle6- dvu p*. otau . «S u kir,3*« beim d-tzr betts<^ lab . M Zeitsch' tolo' ^sselbe' LZS s»'trs HL Md d-r 6™ M)\M ouv M »'1? $ »» des WW • qbr Gerechügl Twnbem Derfaüler or seiner Kolonie offenen 2 während des. sondern er. ist such, das Wirts zum Vorteil zu unterdr wurde, um J« nien zu eM wahre um in aller Deutschland len besitze." Sie selbst bez tung als völli und eifanntcn i dieselben ü sationsmach Mr damals g rett undenkbar, der Dell bestes biiiannien. Fra Italien große . man einer Hal pansionsmöglich nien ist keine Anspruch Deul Widerspruch zi zogen Sie die einige der jeh feriert Werl mals „den rach deiu von Der forderten im $ de- Prasidenter ,.M der deuisc geben, das; dei liche Stritt Diesen schön Gerechtigkeit, i die britische I den lassen. jemals mit di das auch nach Dolle auf toi Die „Times" i ousführten, daß land nur noch sei. 3m Gegen! von allen ' ’ auf das schwerst nicht wieder niale Streben i militaristische od ^rn ist ein selk Dleichberech Montag. 15. Juli 1929 Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhessen) Nr. (65 Zweites Blatt ne.„ volle Mel. mehr iu uns, lad-Mergenthelm [arolinumstr. 2 0 1111(1 den Tod tert ’etden ver Ää’ÜTJS? i genötigt ,hD““ Leiden. ll0,Mir4W^ lufff \ 0, • Zweites hessisches Sängerbundesfest Darmstadt steht im Zeichen des deutschen stadt, um die zweite große Tayuna ihres Bundes iedes. Fahnen des Reichs, des Landes, der festlich zu begehen. Herzlich ist Der Willkomm- Wundern. Ich halte es für feine Liebertreibung, wenn Gilt) de Alvarez heute als anmutigste Der- treterin des weihen Sports bezeichnet wird. Die unvergleichliche S u z a n n e bleibt natürlich ein Ideal, aber das Spiel von Lily de Alvarez ist für das Auge des Künstlers kapm weniger reizvoll. Ein sehr kluger Spieler ist Borotra, dessen hoher Schmetterball besonders schön wirkt. Borotra weih diesen an sich von Kraft und Stärke zeugenden „smash“ noch mit einer besonderen Anmut in Bewegung und Haltung auszuführen, die mich fesselte und die ich in meinen Zeichnungen von Borotra festzuhalten gesucht habe. Auch das Spiel von Lacoste wird man mit künstlerischer Befriedigung betrachten. Zunächst sieht es nicht so aus, wie man es sich von einem Weltmeister vorstellt — keine Fülle wechselnder Schläge, keine sensationellen Schmetter- und Flug- bälle, die die Begeisterung der Menge erregen könnten! Wer andererseits bildet er eine lebende Illustration dafür, daß Kunst in vollendeter Technik liegen kann; denn Lacoste hat sein Spiel so durchgebildet, dah jeder Schlag in sich mehr oder weniger ein kleines Kunstwerk darstellt. Die Genauigkeit und unfehlbare Sicherheit seiner Bälle ist bewundernswert. Er scheint aus dem Tennisplatz nicht besonders aus sich heraus zu gehen, er ist ruhig und unauffällig, aber er kommt dabei vorwärts, und wenn man ihn eine Weile beobachtet hat, sieht man, wie ihm die Punkte und Sähe zufliegen, ohne dah er sich anzustrengen scheint. Das ist wahre Kunst, und gerade dieser Zug interessierte mich an seinem Spiel, als ich meine erste Skizze von ihm entwarf. Als Deobachtungsobjekt für den Künstler und als Beherrscher der echten Tennistechnik steht Lacoste vielleicht unerreichbar da. Ich machte auf dem Tennisplcch mehrere flüchtig hingeworfene Skizzen von ihm, die ich dann zu Hause vervollständigte und ergänzte, wobei ich immer meine persönlichen Eindrücke von seinem Spiel und seiner Technik lebendig zu erhalten suchte. In C o ch e t haben wir einen weiteren wundervollen, nach meiner Meinung genialen Spieler. Er ist äußerst gewandt, verfügt über erstaunlich viele verschiedenartige Schläge und macht beim Spiel den Eindruck unerschöpflicher Energie. Dabei ist er verhältnismäßig jung, was ihm in den Augen des Malers wohl noch erhöhte An- zichungskraft verleiht. Dann werde ich auch wohl mehr Gelegenheit haben, mich in der Kunst ebenso wie im Tennis zu bewähren; der Ruhm des Tennis-Champions ist ja leider recht kurzlebig. grufi der Bevölkerung, und ebenso herzlich sind die ünsche, Die die Regierung desBolks» staales Ihrer Volks bewegung und Ihrem Volksfest cnlgegenbringt. Sangessache ist B o l k s s a ch e, Singfreude ist Bolksfreude. Denn das Lied, so sehr es dem Einzelnen auch Ausdruck der Freude, des Schmerzes, der Sehnsucht ist, zwingt die Menschen zur Gemein s ch a f t und wird ein Ausdruck für die anderen Rationen, der wirtschaftlichen Lebensmöglichkeit und der nationalen Ehre. Ein großes Wert der Versöhnung liegt vor Ihnen, möge Ihnen Vollbringen befchieden sein, das wünscht Ihnen, der Welt und uns gez. Külz. Gefühle dieser Gemeinschaft. Mannigfaltig sind die Formen solchen gemeinschaftlichen Singens. Dort aber, wo die Gemeinschaft gelockert ist, verstummt gar leicht auch der gemeinsame Gesang. Wenn das deutsche haus liederleer würde, so wären ihm damit große Gemütswerte entschwunden, und wenn die dörfliche Gemeinschaft das Band des Liedes nicht mehr hätte, wie es vielleicht einst in der Spinnstube gewoben wurde, so würde das eine Verödung des Zusammenlebens bedeuten. Manches scheint Schicksal zu werden. Es wachsen die Massen, deren Arbeit so sehr auf das Technische, das Rationelle eingestellt ist, dah sie die Stimmen des Gemüts zu übertönen droht. Da entstehen den Sängervereinigungen aller Richtungen die großen Aufgab en, an denen auch der dem Volksganzen verpflichtete Staat nicht vorübergehen kann und darf. Lied, Wort und Werkzeug müssen gleichberechtigte Diener unseres Gei st es sein. Das Wollen des Sängers gilt aber der Gesamtheit des Volkes. Cs ist ein stärkendes Bewußtsein in unserer Zeit, daß Volk und Ration die Bindung im gemeinsamen Lied trotz aller sonstigen Trennung nicht verloren haben. Wahrhaft staatsmännisch war die Tat unseres verewigten ersten Reichspräsidenten, der das „Lied der Deutschen" der gesamten Ration zu eigen gab, ein Zeichen unzerstörbaren Zusammenhaltes unseres Volkes. Die Hymne der Ration ist erwachsen aus langem, schmerzlichem Cinigungskampfe. Eine Hymne der Völker aber — als Ausdruck der Verbundenheit aller Kulturnationen —, die hin- übertönt über alle Grenzen und Fernen, und die in allen Zungen der Welt gern und freudig erklingt, harrt noch der Erstehung. Roch klingen in die Feste unserer hessischen Heimat hinein die Manöverschüsse der fremLiedes. Fahnen des Wichs, des Landes, der Hauptstadt überall, Grün der Tannen von Haus zu Haus. Das Monument, das Wa -'ichen Der Stadt, hat ein Festkleid erhalten. Tausende von Lichtern künden zur Rächt, dah Darmstadt Oie größten Schiffe. Der neue Lloyd-Dampfer „Breme n“, der sich gegenwärtig zur ersten Reise über den Ozean rüstet, ist das erste in Deutschland gebaute Schiff nach dem Kriege, das mehr als 33 000 Tonnen hat. Die „Bremen" und ihr Schwesterschiff „Europa", dessen gleichzeitige Fertigstellung durch den Brand verhindert wurde, weisen je 46 000 Tonnen auf. Damit stellt sich Deutschland im Bau großer Schiffe wieder mit an die Spitze der Völker, denn nur in England sind bisher Schiffe gebaut worden, die der „Bremen" an Gröhe gleichkommen. Auf britischen Werften sind bisher nur zwei Schiffe entstanden, die über 45 000 Tonnen haben, nämlich die „O l h m p i c" und die „Aquitania", während Deutschland fünf solcher Schiffe geschaffen hat: drei über 50 000 Tonnen, nämlich „2 mperato r", „D i s- marck" und „Vaterland", die beim Friedens- schluh abgetreten werden muhten und nicht mehr unter deutscher Flagge fahren, und jetzt „Bremen" und „Europa". Rach einer Liste der größten Schiffe, die Prof. Hennig in der Leipziger „Illustrierten Zeitung" aufstellt, ist das gröhte Schiff der Welt unsere frühere „D a t e r l a n d". die die Amerikaner „Leviathan" genannt haben und durch Aufbauten von 54 828 auf 59 997 Tonnen vergrößerten. An zweiter Stelle steht der deutsche „Bismarck", von den Engländern „M a j e st i c" genannt, mit 56 551 Tonnen; dann kommt der „I m p e r a t o r", von den Engländern „B e r e n g a r i a" getauft, mit 52 226 Tonnen. Daran schließt sich die englische „Olympic" mit 46 439 Tonnen; es folgen „Breme n“ und „Europ a" mit 46 000 Tonnen, die englische „Aquitania" mit 45 547 Tonnen, dann zwei französische Schiffe „Ile d e F r a n c e mit 43 000 und „Pari s" mit 36 558 Tonnen, dann der früher Deutsche „Columbus", jetzt der englische „Homeric", mit 34 356 Tonnen, das italienische Motorschiff „A u g u st u s" mit 33 000 Tonnen, der neue deutsche „Columbus" mit 32354 Tonnen und die englische „Maure< t a n i a“ mit 30 704 Tonnen. rung, die sie nun plant, läßt sich auch durch die Furcht vor dem Abflauen der Hochkonjunktur, sowie vor dem verzweifelten Wettbewerb der Schuldnerländer nicht erklären. An und für sich ist der Außenhandel der Union mengen- und wertmäßig nicht so hoch, als der Großbritanniens. Für Die Vereinigten Staaten ist nicht der Außenhandel die Hauptsache, sondern der innere Markt. Wenn im Außenhandel 37 oder 38 Milliarden Mark umgeseht werden, so reicht das nicht entfernt an den Umsatz im Jn- lande heran. Diesen gewaltigen Markt will sich die Industrie der Union um jeden Preis erhalten, was nur möglich ist, wenn jeder Wettbewerb ausgeschlossen bleibt. Dieser Wettbewerb wird um so mehr gefürchtet, als die Schuldnerländer einen großen Teil ihrer Zinsen in Waren bezahlen müssen, die ihren Weg zwangsläufig in Die Union finden. Wie die neuen 3oliciyb.>ungcn beschaffen sind, zeigt die Rutzan- wendung für Deutschland. Die Union hat 1928 für 2,1 Milliarden Mark nach Deutschland ausgeführt, aber nur für 760 Millionen Mark deutsche Waren empfangen. Die deutsche Ausfuhr nach der Union würde auf ein ganz geringes Maß zusammenschrumpfen, wenn tatsächlich der neue Zolltarif Gesetz werden sollte. Es wäre keine Ausfuhr von Vaumwollgeweben, von chemischen und pharmazeutischen E zeugnißen nach der Union mehr möglich. Offenbar haben bie Vereinigten Staaten keine allzu große Sorge um das Schicksal ihrer eigenen Ausfuhr. Sie rechnen damit, daß sie ja wesentlich nur unentbehrlich« Rohstoffe aussühren, die, wie Kupfer und Baumwolle, aus anderen Ländern sich nicht befchaffen lassen. Soweit aber die Abwehrmaßnahmen Europas und anderer Erdteile sich gegen die Einfuhr von Fertigwaren und Halbzeug aus der Union richfen, will sie sich Ersatz auf andren Märkten suchen, wie im fernen Osten und Südamerika. Die Rechnung kann stimmen, fie lann aber auch grundfalsch fein. Jedenfalls hat die deutsche Regierung in Washington Einspruch erhob.n, wie das zuvor schon 3 8 andere Regierungen getan haben.Deutschland kann immerhin die Einfuhr gewisser Lebensund Genußmittel mit hohen Zöllen belegen, ebenso die Einfuhr von Fertigwaren und insbesondere von Kraftfahrzeugen. Wenn auch der Präsident Hoover den Kongreß gewarnt hat, so steht dem doch gegenüber, daß sowohl Republikaner wie Demofeaten Amerikas buchstäblich von einem Taumel erfaßt find, an dem alle Vemunftgründe abprallen. Dah Die großen Autokonzerne, vor allem Packard und General-Motors, gegen Zollerhöhungen sind, ist mehr eine Geschäftsmache in die eigene Tasche, als eine Warnung vor der Ueberspannung des Bogens. Tennis und Kunst. Grazie und Schönheit auf dem Tennisplatz. Von Helen Mills, Weltmeisterin im Tennis. Das Tennisspiel kann ein Menschenleben nicht ausfüllen. Andere Interessen müssen ergänzend hmzutreten - bei mir erfüllt bie Zeichenkunst diese Aufgabe; mit Skizzen und Portrats suche ich vor allem die Anmut und Beweglichkeit aufs Papier zu bannen, die das Tennis zum gefab» Men, ästhetisch wertvollsten Sport macht. Seit meiner frühesten Kindheit bin ich eine große Verehrerin der Malerei. Wie viele andere Kinder zeichnete ich überall, wo ich nur Papier und Bleistift fand; ich besitze noch heute eine Reihe Skizzenbücher voller recht primitiver Zerch- nungen, Die ich im Alter von fünf Jahren hineinkritzelte. Tennis wurde erst spater meine große Leidenschaft. Als Zwölf-, Dreizehniahnge vernachlässigte ich meine Kunststudien stark und widmete den größten Teil meiner Zeit Dem Tennistraining. Mit etwas gutem Willen kann man es vielleicht als Kunststudium bezeichnen, daß ich mehrere Jahre lang Zeichenkurse m Kalifornien besuchte; in Wirklichkeit habe ich aber außer diesen gelegentlichen Stunden nie ernsthaften und sorgfältigen Zeichenunterricht genossen, wie er für gute Malerei unerläßlich ist. Ich halte das Tennis für eine der schönsten Sportarten und daher für besonders geeignet zur künstlerischen Darstellung. Anmut, Schnelligkeit, eine gewisse Heiterkeit des Spiels und Die abgerundeten Bewegungen der Spieler wirken höchst befriedigend für Das Schönheitsempfinden des Künstlers. Die Anhänger des Cricket, des Fußball ober des Hockeyspiels werden mich natürlich für befangen erklären. Vielleicht ist es so, aber schließlich hat jedermann — unD erst recht jede Frau — eine eigene Ansicht vöst Kunst, von Schönheit und Grazie; und ich glaube, auch objektive Zuschauer werden mit mir gleicher Meinung sein. . Die Beobachtung einiger bekannter Spieler beim Tennis ist an sich eine wertvolle Schulung des Kunstsinns. Ich habe zum Beispiel Lily de Alvarez, die spanische Senorita, unendlich ost ihren typischen, wundervollen Half-Volley- Schlag ausführen sehen, als Zuschauerin und als chre Gegnerin, und mußte jedesmal die vollendete Schönheit und Grazie ihrer Bewegungen be* Gäste willkommen heißt. Das Fest hob am Freitag an mit einem Konzert des Gaues Darrn st a d t in der Festhalle, das sich zu einer würdigen Huldigung für Arnold Mendelssohn gestaltete. In die gespannte Erwartung von 5000 Festgästen warf Kapellmeister Fr. R e h b o ck, der Dirigent des Mozartvereins, mit dem 2an- destheater-Orchester Die unvergängliche Schönheit des Meistersinger-Vorspiels, mit überlegener Gestaltungskraft die Partitur auswertend. Unter derselben Führung trug der Mozartverein Darmstadt zwei Chöre aus A. Mendelssohns „Pandora", den Hämmerchortanz und Kriege rchor, vom Landestheatcr-Orchester bealeitet, stimmgewaltig und chorisch einwandfrei, mit hinreißendem Schwünge vor. Rach dem gewaltigen Beifall hielt Der Vorsitzende des Hessischen Sängerbundes, Ministerialrat Dr. S i e g e r t, eine Ansprache, in der er das Zweite hessische Sängerbundessest in Darmstadt für eröffnet erklärte und dem Wunsche Ausdruck gab, daß diese Sängertage allen Teilnehmern zu einem starken Erlebnis werden möchten. Anschließend erschien der Männerchor des Gaues Darmstadt auf dem Plan und huldigte, vom Gau- chormeister Etzold geführt, dem Meister mit seinem Festgesang, der unter Mitwirkung des Landestheater-Orchesters zu einem gewaltigen Eindruck gesteigert wurde. Rach den jubelnden Klängen des Fe st mar sch es von R. Strauß begrüßte der Bundesvorsihende, Ministerialrat Dr. S i e g e r t. den Staatspräsidenten, die anderen Minister, den Landtags-Präsidenten, Den Oberbürgermeister Der Feststadt, die Vertreter der Landwirtschaft, des Handwerks, des Handels und der Industrie, der Presse, des Arbeiter- Sängerbundes und der benachbarten Sängerkreise. Hierauf hielt Staatspräsident Or. Adelung folgende Ansprache: Zu Tausenden kommen die tätigen Glieder des Hessischen Sängerbundes nach Darm- Zollkrieg gegen Alle. Der Zolltarif der Vereinigten Staaten, der seit 1922 in Geltung ist, ist an sich schon ein Hochschutzzolltarif ersten Ranges. Run haben die Zollausschüsse der beiden Häuser des amerikanischen Kongresses den Tarif so gründlich umgestaltet, d. h. die Sähe so beträchtlich erhöht, daß auf Grund dieses Tarifes keine Handelsvertragspolitik mehr möglich ist, sondern nur noch der Zollkrieg der ilnion gegen alle. Es kommt weiter hinzu, daß die Zölle Im wesentlichen aus Wertzöllen bestehen, wobei als Wertmaßstab entweder der Auslandwert, oder der Ausfuhrwert zugrundegelegt wird. Wenn weder das eine noch das andere genügt, so gilt der Wert in den Vereinigten Staaten, eine Bestimmung, die jeden Wettbewerb nach den kräftigen Zollerhöhungen des neuen Entwurfs ganz unmöglich macht. Gewiß hat die Union von jeher zu den Hochschuh- zolländern gehört, aber die Lieber steige- Labvurregierung und koloniale Schuldlüge. Ein offener Brief an den britischen Lchatzkanzlcr. In der Zeitschrift „Wirtschaft und Kolonien" des Bundes für koloniale Erneuerung schreibt Der -öor» sitzende desselben, der frühere Reichsminister Dr. Külz an den britischen Schatzkanzler Snomden einen Brief zur Kolonialsrage der das größte Interesse finden dürste. Der Brief hat folgenden Wort- Herr Schatzkanzler! Während der Zeit, in der ich der deutschen Reichsregierung angehort habe, äußerten Sie sich im Juni 1926 öffentlich in einer überaus bemerkenswerten Weise über Deutschland und seine Kolonien. Als RelchsmlNi- jter, als ehemaliger Kolonialdeutscher und als aufrichtiger Friedensfreund waren mir Ihre Ausführungen ein Heller Lichtblick in der sonst noch so stark verdüsterten internationalen Atmosphäre. Dars ich Sie heute, wo Sie Ihrerseits Mitglied der britischen Regierung sind, an Ihre Ausführungen von damals erinnern, in der Gewißheit, daß der Minister von heute zu den Worten des Gentleman von damals stehen und sich bemühen wird, ihnen in der Politik des Britischen Reiches zum Erfolg zu verhelfen. Ihr Gerechtigkeitssinn veranlaßte Sie damals zu folgendem Eingeständnis: „Der Teil des Versailler Friedensvertrages, der Deutschland seiner Kolonien beraubte, bildet nicht nur einen offenen Bruch der von den Verbündeten während des Krieges gegebenen Versprechungen, sondern er ist auch ein offen zugegebener Versuch das wirtschaftliche Hochkommen DeutschlanDs zum Vorteil seiner Handelsrivalen künstlich zu unterdrücken." Rach Ihrer Auslassung wurde, um die Fortnahme der deutschen Kolonien zu entschuldigen, „eine kostspielige, unwahre Weltpropaganda durchgeiuhrt. um in aller Welt den Eindruck zu erwecken, daß Deutschland keinerlei kolonisatorische Fähigkeiten besitze." Sie selbst bezeichneten damals diese Behauptung als völlig aus der Luft gegriffen und erkannten Deutschland mindestens ebendieselben Fähigkeiten als Koloni- s a t i o n s m a ch t zu wie Großbritannien. Rach Ihrer damals geäußerten Auffassung ist es „direkt undenkbar, daß friedliche Beziehungen in Der Welt bestehen bleiben können, falls Großbritannien, Frankreich, Belgien, Portugal und Italien große Kolonialgebiete besitzen, während man einer Ration wie der deutschen alle Ex- panfionsmöglichkeiten verschließt." „Großbritannien ist keineswegs daran interessiert, dem Anspruch Deutschlands nach Kolonialmandaten Widerspruch zu leisten." Aus dieser Erkenntnis zogen Sie die sehr richtige Folgerung, „daß einige der jetzt ausgeübten Mandate transferiert werden müssen". Sie verwarfen damals „den rachsüchtigen Geist, in dem der Frieden von Versailles geschlossen wurde" und forderten im Hinblick auf die Friedensbotschaft des Präsidenten Wilson, alles daran zu sehen, „um Der deutschen Ration das Bewußtsein zu geben, daß der Frieden seine wirtschaftliche Existenzmöglichkeit sichere". Diesen schönen Geist der Versöhnung und der Gerechtigkeit, der aus Ihren Worten fvricht, kann die britische Regierung heute zur Tatw e r- d e n lassen. Kein einziger Deutscher wird sich jemals mit dem ungeheuren Unrecht abfinDen, das auch nach Ihrer Auffassung dem deutschen Volke auf kolonialem Gebiete widerfahren ist. Die „Times" irrten, wenn sie vor einiger Zeit ausführten, daß Der koloniale Gedanke in 5>eutfä)- lanb nur noch in vereinzelten Kreisen lebendig sei. Im Gegenteil: das koloniale Unrecht wird von allen Deutschen in gleicher Weise • auf das schwerste empfunden werden, solange es nicht wieder gutgemacht ist. Dieses koloniale Streben des deutschen Volkes hat feine militaristische oder imperialistische Tendenz, sondern ist ein selbstverständliches Erfordernis der Gleichberechtigung Deutschlands mit den den Besahungsarmee. Wir ersehnen Töne des Friedens und der Freiheit, die die Völker erheben und verbinden. Unsere Arbeit wird von der Hoffnung getragen, daß diese Disharmonien im Völkerleben bald verschwinden, daß in Frei, heil, der keine wie auch immer benannte Fesseln auferlegt werden, das deutsche Lied allüberall im deutschen Lande ertönen kann. Rur so werden Die Voraussetzungen geschaffen, die die Mannigfaltigkeit der Völker einst zusammenllingen läßt im Chore der Einheit aller Menschen, in einen Hymnus an die Freude, wie er machtvoll-prophetisch in Schiller-Decthovens Weihegesang erklingt. Einheit in der Mannigfaltigkeit! Wie die Idee der menschlichen Verpflichtung nicht leben und nicht sich verwirklichen kann ohne das Selbstbestimmungsrecht der Völker, so schließt auch der gesunde nationale Gedanke eine gewisse Mannigfaltigkeit in sich. Für einen, dem größeren Rationalen eingeordneten heimatlichen Gedanken sind auch Sie als Sänger im Hefsengau gewichtige Träger. Ihre jetzige Veranstaltung ist Der Ehrung eines der Träger unseres hessischen Büchner- p reifes bestimmt, der Ehrung für Professor Mendelssohn, eines Meisters der Töne, der sich um das deutsche Lied unvergängliche Verdienste erworben hat. Die Kräfte, die der Ration aus ihren Landschaften zuströ- men, müssen ihr zum Segen der Gesamtheit erhalten bleiben. Wie im Konzert der Völker, so gehören auch im Chor der Ration die Einzelstimmen an den richtigen Platz gestellt. Das ist die Ordnung, die allein die Harmonie verbürgt. Bis in die kleinsten Gemeinschaften hinab, ohne deren gesunde Form die übergeordnete Gesamtheit nicht lebenskräftig bleibt, muß dieses Harmoniegesetz angewandt werden. Wenn die Harmonien der großen Verbände gestört werden. Dann wird Verantwortungsbewußtsein von unten her den Weg zur Gesundung finden. Gesunde Glieder müssen den gesunden Körper sichern. Das ist der Wunsch der hessischen Regierung für Ihre Sängervereinigung und für das Fest, das Sie nun beginnen! Ein herzliches Glückauf! Hierauf folgte Oberbürgermeister Mueller- Darmstadt mit dem Willtommengruß der Stadt Darmstadt. Sodann erklang der Vortrag von zwei Volksliedern, worin der Gau Darmstadt Bei einer Auszählung der interessantesten Persönlichkeiten des weißen Sports möchte ich Betty R u t h a l l nicht vergessen, die zusammen mit Eileen Bene tt eine Zukunftshoffnung des englischen Tennissports ist. Wenige wissen, wie jung Miß Ruthall noch ist; sie hat in diesem Iahr erst ihren achtzehnten Geburtstag gefeiert und hat schon etwas für ihre Tennis-Unsterblichkeit getan. Ihre Erfahrung im Turnierspiel ist reich und umfassend — ein unschätzbarer Vorteil der zukünftigen Wimbledon-Siegerin. Sie ist kräftig gebaut und wird körperlich der Anstrengung des erbitterten Kampfes durchaus gewachsen sein; dabei ist es auch eine Freude, ihre Beweglichkeit, ihre leichten Bewegungen, die Schnelligkeit ihrer Füße und Blicke zu beobachten. Das sind nur einige Gestalten des heutigen Tennissports. Roch zahlreiche andere wie Brug- non, Mrs. Godf ree, Miß Ryan, Mrs. M a l l o r h habe ich unter die künstlerische Lupe genommen und versucht, die hervorstehendsten Merkmale ihres Spieles abzukonterfeien. Ich habe Dabei gefühlt, wie sich das Tennis dem malerischen Empfinden erschließt und wie wundervoll Darstellungen der Grazie und Schönheit des Tennisspiels wirken können. Ich werde mich auch weiterhin im Malen üben, denn nach meinen Erfahrungen gleichen sich Tennis und Zeichnen prachtvoll gegenseitig aus; beide Künste ergänzen sich in vielen Beziehungen, schon dadurch, daß die eine im Freien ausgeübt wird — in meinem Wohnsitz, in Kalifornien, kann man das ganze Iahr hindurch, im Sommer und im Winter, unter den günstigsten Bedingungen im Freien spielen. Aber das Tennis läßt Lücken im Innern des Menschen; andere Interessen müssen sie ausfüllen, und das tut mein bißchen Skizzieren und Malen. Ich muß gestehen, obgleich es ein schönes Gefühl ist, zu den besten Tennisspielern der Welt zu gehören, möchte ich doch viel lieber eine große Künstlerin al s eine große Tennismeisterin sein. Bisher habe ich mich auch künstlerisch hauptsächlich mit Dingen beschäftigt, die dem Tennis naheliegen. Ich hoffe jedoch, mich allmählich auch anderen Objekten widmen zu können, obgleich ich bis jetzt noch nicht viel Hebung in der Oel- malerei habe. Vielleicht gehe ich nach meiner Heirat wieder auf die Universität, da ich die Hörsäle verlassen habe, ohne zu einem Abschluß gekommen zu sein. seine hohe Kunst im a-capella-®6fang offenbarte: .Liebesklage", althessisches Volkslied (1844 Groh- Bieberau), bearbeitet von dem Darmstädter Komponisten Karl Grim, und „Sie drei Röse- lein" zeigten aufs neue, welche Wirkung von der schlichten Innigkeit des Volksliedes ausgeht. „Der Triumph des deutschen Lieds", von L. Gellert. ein Chor, der ein Blasorchester den Männerstimmen zuaesellt, war zugleich ein Triumph für den Gau Darmstadt und seinen Gauchormci- ster E h o l d. Von gewaltiger Wirkung war der Schluhchor: Das niederländische Dankaebet. In der dritten Strophe drang der Helle Sopran von 600 Knaben in die Wucht der 1400 Männerstimmen, und der Gebetsruf, „Herr mach uns frei", hervorgestohen in einem Lande, das fremde Besatzung trägt, gestaltete den Ausgang des ersten Festtages zu einer machtvollen Kundgebung, die niemand vergißt und die an Höhepunkte des Wiener Sängerfestes gemahnt. Dirigenten, Sänger und Orchester wurden am Schluß durch tosenden Beifall geehrt, Arnold Mendelssohn war Gegenstand nicht endenwollender, herzlicher Begrüßungen. Der zweite Festtag. Immer lebhafter wurde es schon am Vormittag des Samstags in den Straßen der Feststadt. In den Hauptstraßen findet man kaum ein Haus, das nicht im festlichen Schmuck prangt. Der Samstagvormittag war ernster Arbeit gewidmet. Vormittags um 11 Ufjr fand eine Festsitzung des Bundesvorstandes statt, in der eine Anzahl sehr bedeutungsvoller Referate erstattet wurden. Staatsrat Balser (Darmstadt) referierte über den Anschluß von gemischten Chören an den Hessischen Sängerbund und teilte dazu mit, daß eine Anzahl von Vereinen mit gemischten Choren aus Darmstadt, Mainz, Dingen, Worms, Gießen usw. sich zum Anschluß bereiterklärt haben. Dia Bearbeitung der geschäftsordnungsmäßigen Unterlagen für den Anschluß wird die Aufgabe der nächsten Wochen sein. Musikdirektor Rohbaud, der Leiter der Mainzer Musikhochschule, referierte über die Ausbildung von Chordirigenten und teilte mit, daß die Mainzer Musikhochschule Ausbildungsklassen für Chordirigenten in ihren Lehrplan ausgenommen habe. Der Dundesvor- sitzende konnte hierzu mitteilen, daß auch die Darmstädter Städtische Akademie derartige Klassen einführen will. Kapellmeister Naumann (Alzey) referierte über Aufgaben der modernen Musik. Musiklehrer Samper (Darmstadt) berichtete über die Frage „Wollen wir Knabenchöre bilden?" Der Referent trat warm für die Ausbildung von Knabenchören auf künstlerischer Grundlage ein, die schon in der Schule beginnen müßte, und stellte eine Reihe von Leitsätzen auf, die für die Zukunft der Schulausbildung zugrunde gelegt werden sollen. Nach der Bundesvorstandssihung fand ein offizieller Preffeempfang statt, zu dem außer den Vertretern der Darmstädter Presse zahlreiche Vertreter auswärtiger Blätter und Kunstkritiker erschienen waren. Nachmittags begab sich der Gau Darmstadt- Stadt mit den Fahnen zum Hauptbahnhof zum Empfang der auswärtigen Sangesbrüder Nun rollte Sonderzug auf Sonderzug an. Die jeweils Ankommenden wurden von dem Vorsitzenden des Empfangsausschusses, Professor Dr. K ö s e r, mit herzlichen Worten begrüßt. Ganz besonders herzlich war der Empfang der Sänger aus dem besetzten Gebiet. Nach 6 Uhr abends setzte sich der stattliche, fast unübersehbare Zug der Fahnen der Dundesvereine vom Hauptbahnhof aus zum Zug durch die Stadt in Bewegung. Der Zug bot ein farbenprächtiges Bild. Wohl über 600 Fahnen wurden mitgeführt. Die zahlreichen Zuschauer begrüßten den Zug mit lauten Heilrufen. Don 19 Uhr an fanden auf öffentlichen Platzen der Stadt die Gaukonzerte statt. Auf dem Schloßhof war das Gaukonzert des Gaues Bergstraße unter Leitung des Musikdirektors Michael Döbert (Bensheim), die Ansprache hielt der Gauvorsitzende Lehrer Beltz (Seeheim). Auf dem Riegerplatz konzertierte der Gau Neckartal (Leitung Gauchormeister Peter Heberer (Hirschhorn), Redner Gauvvrsitzender Mer scher (Neckarsteinach). Der Gau Oppenheim gab sein Konzert auf dem Schulhof der Dessunger Mädchenschule (Geltung Simon Zimmermann (Dodenheim), Redner Lehrer Weber (Oppenheim). Der Gau W e t t e r a u konzertierte auf dem Kapellplatz (Leitung Gauchormeister Lehrer Hachenberger (Dorheim), Redner Lehrer Schenk (Melbach). Weiter fand das Konzert des Gaues L a h n im Herrngarten statt, Leitung Musikdirektor K a st e n (G i e ß e n), Redner Gauvorsitzender Emil Koch (Gießen). Bei allen Konzerten wurden vaterländische und Heimatlieder mit künstlerischer Vollendung zu Gehör gebracht. Leitgedanke der Ansprachen war die stärkende und aufrichtende Kraft des deutschen Liedes in schwerer vaterländischer Notzeit. Während des Nachmittags fanden die im Festprogramm vorgesehenen Konzerte statt. Den Reigen dieser bedeutsamen künstleri- ' schen Veranstaltungen eröffnete das Sonderkonzert des „Liederkranz" Michelstadt i. O. im Konkordiasaal. Im Rummelbräusaal konzertierten „Heiterkeit" Gi eßen und „Sängerbund" Neckarsteinach, im Städtischen Saalbau der Chor der Städtischen Musikhochschule Mainz und die Dereinsgruppe Etzold. Im kleinen Haus des Landestheaters brachte die Madrigalvereinigung ältere VolR- und Kunstlieder der Gegenwart zu Gehör. Ferner konezrtierte dort der Lehrergesangverein Mainz-Wiesbaden und« der OrthscA Männerchor Darmstadt. In der Otto-Derndt-Halle gaben Sonderkonzerte „Frohsinn" Neu-Isenburg, der Bauersche Gesangverein Gießen und der Unionklub Wetzlar. In der Turnhalle am Woogsplah hielten ihre Sonderkonzerte „Liedertafel" Weisenau und „Liederkranz" Darmstadt. Im Mathildenhöhsaal veranstalteten Sonderkonzerte die Dereinsgruppe Adam und „Sängerlust" Dieburg. Im Sonderkonzert des „Liederkranz". Michelstadt, gedachte der Bundesvorsitzende, Ministerialrat Dr. S i e g e r t, in warmen Worten des um die Sache des deutschen Liedes im Odenwald hoch verdienten verstorbenen Lehrers Heinrich Keidel. Unter gewaltigem Andrang fand in der neunten - Abendstunde in der Festhalle das erste Gäukonzert statt. Zuerst brachte der Mümling- und Gersprenzgau unter Leitung des Gauobermeisters Rektor Göbel, Beerfelden, und Gauchormeisters Grim, Darmstadt, eine Reihe von machtvollen Chören zum Vortrag. Hierauf folgten das Konzert des Gaues Worms unter Leitung des Gauchormeisters Lehrer Wagner, Worms, und des Gaues Mainz-Stadt und des Gaues Mainz-Land unter der Führung von Gauchormeister Kapellmeister Alfred Stauffer, Mainz. Hieran schloß sich die Liebesgabe des Bundesbanners durch den Gau Mainz an den Gau Darmstadt unter herzlichen Worten des Gauvorsitzenden Alfred Fuchs, Mainz. Vorher hatte Schulrat H a s s i n g e r eine Ansprache gehalten. Dem Mainzer Gauvorsitzenden erwiderte der Vorsitzende des Gaues Darmstadt, Herr Roth, mit einer Ansprache. Mit einem gemeinsamen Chor aller in der Festhalle anwesenden Sänger schloß diese Massenkundgebung des deutschen Männergefangs. Ein gemütliches Beisammensein auf dem Festplatz schloß sich an. 0er (Sonntag. Das Zweite Hessische Sängerbundesfest brachte am Sonntag den Höhepunkt der Veranstaltungen. Der „Tag der Treue" begann am frühen Vormittag mit einer Kundgebung des Bundes auf dem Paradeplah, ausgeführt von dem Gau Dieburg, woran sich die F e st g o 11 e s d i e n st e für die katholischen und evangelischen Sänger in der St. Ludwig-Kirche und der Paulskirche an» schlossen. Der überfüllte Orangeriegarten sah dann die große vaterländische Kundgebung bei der mehr als 20 000 Sänger des Hessischen Sängerbundes ein Bekenntnis zu Volk und Vaterland ablegten. Unter dem Stabe des Dundes- chormeisters erschollen herrliche Preislieder der Massen zu Deutschlands Ehre und Einheit. Die Spitzen der städtischen und staatlichen Behörden waren wieder erschienen. Ministerialrat Dr. ©iegert und Schulrat Hassinger hatten die Festansprachen übernommen. Ihre Worte, die besonders an die aus dem besetzten Gebiet gekommenen Sangesbrüder gerichtet waren, wurden mit stärkstem Beifall ausgenommen. Am Nachmittag rollte der große, mit künstlerischem Geschmack gestaltete Jestzug durch die Straßen der Stadt, der über 40 zum Teil ausgezeichnete Festwagen mit sich führte, von Flugzeugen in niedriger Höhe umkreist. Zum Andenken an die gefallenen Helden des Weltkrieges trat auf Fliegerbomben Halt und Schweigen ein, während die zahlreichen Musikkapellen das Lied vom treuen Kameraden intonierten. Dann setzte der Zug sich weiter durch die mit Fahnen, Girlanden und Blumenschmuck überaus reich geschmückten Straßen, überall mit herzlichem Beifall empfangen, zum Festplah in Bewegung, der auf dem alten Exerzierplatz eingerichtet war. Dort folgte dann in der überfüllten Festhalle das zweite Gaukonzert, ausgeführt von den Gauen Main, Spessart und Bingen. Dann ging im Rahmen der Gaukonzerte unter Mitwirkung des Turnvereins Offenbach, der „Harmonia" Mainz-Kostheim und des Hessischen Landestheaterorchesters die Uraufführung des „Steigers^, eines gewaltigen Werkes für Männer- und Frauenchöre und großes Orchester, das lebhaften Beifall fand, in Szene. Auf dem Festplatz hatte sich inzwischen ein lebhaftes und lustiges Treiben entwickelt, während bereits Dutzende von Sonderzügen mit dem Abtransport der vielen Tausende der zum Teil weit entfernt beheimateten Sänger abzurollen begannen. Die Sanitätskolonne muhte während des Tages in mehr als hundert Fällen eingreifen, doch handelte es sich meistens nur um Ohnmachtsanfälle infolge der großen Hitze, oder um kleinere Verletzungen. Daten für Dienstag. 16. Juli. Sonnenaufgang 4.11 Uhr, Sonnenuntergang 20.10 Uhr. — Mondaufgang 15.51 Uhr, Monduntergang 0 Uhr. 622: Hedschra (Flucht Mohammeds von Mekka nach Medina), Beginn der mohammedanischen Zeitrechnung-, — 1872: der norwegische Polarforscher Roald Amundsen in Borje geboren; — 1890: der Dichter Gottfried Keller in Zürich gestorben. Konzert derGesangschule Myer. Es ist eine erfreuliche Tatsache, daß die Gießener Gesangschulen für Sologesang von Zeit zu Zeit mit ihren Leistungen in kleinen Konzerten an die Oeffentlichkeit treten. Zweck solcher Veranstaltungen ist, einmal den Schülern Gelegenheit zu geben, vor einem größeren Kreis zu musizieren, um so die Be- fangenheit ablegen zu lernen. Andererseits möchten die Lehrenden den Eltern, Angehörigen und Kunstinteressenten Rechenschaft geben über die übernommenen Pflichten. So wichtig die gesangspädagogische Tätigkeit in rein tonbildnerischer Hinsicht für die Erreichung eines gesunden, tragfähigen Tones mit richtigem Ansatz, einwandfreier Atemtechnik, wohl- tuender Färbung und Ausgleichung der Register ist, von ebenso großer Bedeutung für die Gesangsbe- slissenen ist es, daß sie mit dem Lied selbst, und zwar sowohl mit den klassischen, als auch modernen Liedarten vertraut gemacht werden. Richt zuletzt aber dienen solche Musikveranstaltungen im intimen Kreise dazu, eine, in unserer raschlebenden Zeit leider zurückgedrängte Sitte, das häusliche Musizieren im Familien- und Freundeskreise, wieder neu zu beleben. Die mannigfachen Röte unserer Zeit auf geistig-ethisch-künstlerischem Gebiet schreien ja geradezu danach, der deutschen Seele^wieder das zu geben, was ihr ureigenstes Erbteil ist: die Reinheit und Tiefe des Gemütes. Eine Gesangschule, welche diese Aufgaben um« fassend löst, ist wohl das Ideal. Es ist erfreulich, feststellen zu können, daß die Qkranftatterirt dieses Konzerts, Frau Dr. Meyer, sich der übernommenen Verantwortung in dieser dreifachen Hinsicht wohl bewußt ist und gezeigt hat, daß chr Linterricht sowohl in tonbildnerischer Methodik, als auch in korrepetilorischer Hinsicht auf der Höhe ist. Vorweg fei gesagt, daß nichts geboten wurde, was nicht eine der Ausbildungsdauer entsprechende Reife hinsichtlich der Tongebung, Rhythmus, Dynamik und Erfassung der Absicht des Tondichters verriet. Legen wir zunächst den Maßstab einer angehenden Künstlerreife an, so müssen wir Namen nennen^ wie Frau Irene von Reckow und Frau Wölke. Bei beiden Damen kann man bereits von Konzertreise sprechen. Biegsamkeit, Modulationsfähigkeit und Steigerungsfähigkeit der Stimme sindi erreicht durch vorzügliche Ausnützung der Atem-i technik. Vereint sind diese rein technischen Er« folge mit tiefem seelischen Erfassen des Lied- inhalles. — Frl. Toni Otto singt angenehm natürlich, frei von aller Künstelei. Tonfülle und -abrundung werden durch weiteres Studium auf dem eingeschlagenen Wege sicherlich erreicht werden. — Frl. Hllde Wohlfahrt wird bei ihre« mühelosen, metallischen Tonentfaltung durch De- fleißigung einer artikulierten Aussprache die Dor- tragswirkung noch erhöhen. — Frl. Ly Höhn versügt über ein gut geschultes weiches Organ und hat einen recht schönen Grad des Könnens erreicht. — Frl. Martha Neuling besitzt gute gesangliche Veranlagung und ist in der Obhut) .ihrer Lehrerin auf dem besten Wege, das Tremolo zu verringern. — Auch der jugendlichen Anfängerin, Frl. Hanni Welter, wird cs gelingen, den Erfolgen ihrer Mitschülerinnen, näher zu kommen, wenn sie auf die Anweisungen ihrer Lehrerin sich einzugehen bemüht. War so in vokaler Hinsicht alles getan, was der Gesangspädagogin zum Lobe gereicht, so wirkte die instrumentale Vertretung in Frau Elfriede Fischers Liedbegleitung die gesamte Veranstaltung wesenllich hebend. Wie so oft sprach auch hier wieder ihr vollendetes Können zu uns, gepaart mit so vornehm bescheidener Art und Weise — ganz Dienerin der Kunst. Den dankbaren Gästen gelang es, Frau Dr. Meyer selbst zum krönenden Abschluß ihrer Der- anftattung zu bewegen durch den Vortrag von „Liebesbotschaft" von Schubert und „Von ewiger Liebe" von Brahms. Die Interpretation geschah so, wie eine tüchtige Lehrerin es ihren Pflegebefohlenen «e Michl “Ä Sm#* nicht überseh' ausjaWen den smd, ur Mchsanleihe belaltungin markterleB« einer ßerc ,atzes M Privaidislo irflem*1.. die Herab! sehr gering les als ei nicht zu Niveaus ge aber trotz Fortschritte. Beharrlich^ Die Srl Togesgelö" Tagesgeld die Sähe f auf 9 und Dechselinäri für Privat! am 4.3uli Darentoechs geringen Ur Auch an 1 Sntfpan' zeichnen, toi fchen Grldir setzung ein« weiterhin c scher Rieb seits toiebc auMnW Berichten Geldmarkt toisfe Erle zu berücksi junktur in nachhaltige IMbmarlti Andererseil WdMrvi lnaMng England deS engli Gefahr c die nächst so bedeut markt last Wicklung; markt gen Auls D mach "folk «S,s S-rff" aurgesu^- MM WWW MM. Roman von Edgar Wallace. 27. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „Mein armes Kind," schauderte er. „Das ist ja furchtbar." Seine eigene Erleichterung war so groß gewesen und so plötzlich gekommen, daß er sich direkt krank fühlte. Aber nichts war dem jungen Mädchen anzumerken, die mit jedem Augenblick ruhiger und aufgeweckter wurde. Eie hatte ihren Regenmantel übergezogen, und an der Ecke der Edgware Road hatten sie angehalten, weil sich das junge Mädchen eine neue Bluse kaufen wollte. Sie bestand darauf, erst nach dem Präsidium zu fahren, um dort ihre Erklärung zu Protokoll zu geben. „Dearborn tut mir leid," sagte Larry „Er ist wirklich eine ergreifende Figur. Bei Menschen, die wie er ihr ganzes Leben barmherzigen Werken gewidmet haben, muß man eben kleine schwache Anstrengungen für dramatische Effekte entschuldigen. Haben Sie bemerkt, wie eifrig er Ihnen die Hand schüttelte? ' Sie sah ihn scharf an. „Ja, das habe ich sehr gut bemerkt," sagte sie mit eigenartiger Betonung. „Nanu, Diana," fragte er, „was wollen Sie damit sagen?" „Ach nichts," antwortete sie leichthin. „Ich meine nur, daß er meine Hand ergriffen und sie herzlich geschüttelt hat, das ist alles." „Da ist doch nichts dabei," lächelte Larry. „Da ist sehr viel dabei," entgegnete sie. „Biel mehr, als Sie sich selbst klar machen." Er lehnte sich in dem Taxi zurück und lachte leise. „Jetzt fangen Sie auch schon an, rätselhaft zu werden," uno er drückte zärtlich ihren Arm. Sie eilte voraus nach Zimmer 47, und als er kurze Zeit später diskret an die Tür klopfte, hatte sie schon ihre zerrissene Bluse mit der neuen vertauscht. „Was ich übrigens vergessen habe, Sie zu fragen — wo haben Sie denn eigentlich die mörderisch« Waffe auf getrieben, die Sie in der Hand hiellen, als Sie die Treppe herabkamen?" „3n der Tasche des blinden Jake! ES war fürchterlich, ihn berühren zu müssen, aber ich wollte doch irgendein« Waffe haben." „Zweifellos haben Sie jetzt schon einen großen Tell des ganzen Falles aufgedsckt," begann er. „Wir wissen jetzt, daß der blinde 3ale und der Mann namens Lew —" „Haben Sie ihn denn im Heim gelassen?" Gr lächelte etwas bitter. „In dieser ganzen Sache habe ich schon zu viele Fehler begangen, um auch noch diesen hinzufügen zu können. Nein, ich hab« ihn in ein anderes Heim bringen lassen, wo er verpflegt wird. Lew und Jake waren die beiden Menschen, die mit Stuart zu tun hatten, entweder vor oder nach seiner Ermordung", fuhr er fort. „Die Bande hatte wahrscheinlich Lew in ihrer Gewalt, und er hatte entweder den Wunsch, sich aus ihren Händen zu befreien oder sich an ihnen wegen irgendeiner Verräterei zu rächen. Aus diesem Grunde schrieb er die Botschaft, die wir auf gefunden hatten, auf ein Stück braunes Papier und natürlich in Braille-Schrift. Das bringt nun unsere Nachforschungen auf einen einzigen Wann zurück, denn es gibt selbstverständlich Mittel, um Lew verständlich zu machen, daß er nun sicher und in unseren Händen ist." „Tlnd an der wichtigsten von allen unseren Entdeckungen sind Sie vorbeigegangen", sagte sie langsam. Larry stand lachend auf und lief — eine seiner Lieblingsangewohnheiten — im Zimmer auf und ab. „Sie sind ein außergewöhnliches Mädel", sagte er. „Kaum bilde ich mir ein, den Fall etwas aufgeklärt zu haben, als Sie schon wieder irgend etwas Neues Vorbringen, etwas Neues und Wichtigeres in der Form von Spuren und Entdeckungen, und meistenteils", fügte er nachdenklich hinzu, „etwas, das alle meine mühsam aufgebauten Theorien umwirft." „Das glaube ich aber jetzt nicht", sagte sie. „Ich meine nur die Frau .oben'." „Was für eine Frau .oben"?" fragte er erstaunt. „Erinnern Sie sich denn nicht, wie ich Ihnen erzählte, daß Jake mit dem Daumen nach der Zimmerdecke wies und sagte, wenn ich ein Gesicht hätte wie sie —" Sie hielt inne. „Seien Sie nicht böse", sagte er sanft. „Ich bin wirklich ein Scheusal, und noch dazu ein gedankenloses Scheusal. Aber es hat sich heute so viel ereignet, daß ich kaum noch an den Fall Stuart gedacht habe. Tlnd daß erinnert mich, daß ich telephonieren muß." Er verlangte eine Nummer, die sie als die des Trafalgar-Hospitals kannte. „Ditte, das Bureau der Oberschwester", sagte er und, während sie sich noch wunderte, was dies bedeuten sollte: „Sind Sie es, Direktrice? Ja, ich bin es, Larry Holt. Wie geht es Ihnen? — Sagen Sie, haben Ihre Auhenschwestem viel zu tun? — Ich meine, ob einige von Ihnen frei find. — So, das trifft sich ja sehr gut. — Ich möchte Sie bitten, mir eine nette, mütterlich« Schwester nach meiner Wohnung in Regent's Gate Gardens I zu schicken. — Sie wissen doch, wo ich wohne? — Ob ich krank bin? — Nein, ganz und gar nicht, aber es wohnt jemand bei mir, der nicht ganz auf dem Posten ist — jawohl» eine Dame." Er hängte den Hörer an und sah die erstaunten Blicke des jungen Mädchens. „Haben Sie denn eine Dame bei sich wohnen?" fragte sie erstaunt. „Nein, noch nicht, aber sehr bald", war die Antwort. „Sie gehen nur noch nach ihrer Wohnung in der Charing Croß Road, um sich alle Sachen Husammenzusuchen, die Sie notig haben. Tlnd Dann kommen Sie nach meiner Wohnung, wo Sie bis auf weiteres unter der Obhut einer sehr netten Schwester bleiben werden, und außerdem würden Sie mir einen großen Gefallen tun, wenn Sie vorgeben würden, durch das Wetter etwas leidend zu fein — wissen Sie, der Leute wegen." „Aber das kann ich nicht, das ist ganz ausgeschlossen, sagte pe mit blutrotem Gesicht. „Ich könnte niemals —“ „Doch, Sie könnten sehr gut,“ sagte er, „und Sie werden es jetzt genau so machen, wie ich Ihnen gesagt habe. Wenn mich t, bin ich eben gezwungen, mich jede Nacht vor Ihre Wohnungstür zu sehen, und hole mir natürlich den Tod bei der Kälte!" Endlich stimmte sie zu. Dann gingen sie beide zusammen essen, und nachher führte er sie in das Macready-Theater, wo sie sich das Stück Dear- borns ansahen. Am Ende des zweiten Aktes verließen sie völlig verblüfft das Theater. „Wie ist es nur möglich, daß irgend jemand einen solch schrecklichen Unsinn auf die Bühne bringen kann?" fragte das junge Mädchen auf dem Wege nach feiner Wohnung. „Es ist mehr als unbegreiflich,“ sagte Larry und lachte dann auf einmal vor sich hin. „Sie scheinen heute sehr leicht zum Lachen aufgelegt zu fein?“ „Ich bin sehr froh heute,“ verbesserte er sie. „lind gerade mußte ich daran denken, was Sunnh wohl zu der Schwester gesagt hat, als sie ankam." „Was wird er ihr nur gesagt haben?" lachte Diana. „Ja, das ist nicht so einfach." Larry zog die Worte lang. „Wenn die Schwester darauf besteht, daß eine kranke Dame in der Wohnung ist, wird er wohl sagen: .Jawohl, Schwester', und wird sich die größte Mühe geben, eine aufzutreiben!" Es war schon nach elf, als sie nach seiner Wohnung kamen. Die Fahrstühle waren nur bis halb elf im Dienst, und so muhten sie die Treppen hinaufgehen. „Achten Sie auf die Stufen," sagte Larry. „Die Treppenbeleuchtung ist unter aller Würde." Er ging voraus, und sie sah ihn plötzlich auf dem zweiten Treppenabsatz stehenbleiben. „Allmächtiger! Wer ist denn das?" Halb zusammengebrochen und regungslos lag ein Mann gegen feine Tür gelehnt. Larry beugte sich über ihn hinweg, klingelte, und gleich daraus öffnete Sunnh die £ü* In dem Lichtschein, der von der Diele heraus- fiel, sah Larry das Gesicht des Mannes. Sein Atem ging schwer und röchelnd; Gesicht und Kops waren mit Blut bedeckt. „Sunnh, ist die Krankenschwester gekommen?" „Jawohl, Sir," sagte Sunnh und blickte auf den Verwundeten. „Dann wird sie uns sehr nützlich sein." „Aber wer ist denn das?" fragte Diana und lugte an ihm vorbei. „Flimmer Fred," sagte Larry leise, „und nähe« dem Tode als irgendwer." 26. Sie trugen den Verwundeten in das Wohnzimmer und legten ihn auf einen Diwan. In bet oberen Etage wohnte ein Doktor, der glücklicherweise noch nicht zu Bett gegangen und in wenigen Augenblicken unten war. .„Sehr schwer verwundet," war fein Befund. „Zwei tiefe Messerstiche, und die Kopfwunde sieht aus, als ob der Schädel gebrochen wäre." „Der Mann muh vor meiner WohnungStür angegriffen worden sein," sagte Larry. „In seinem Zustand konnte er doch nicht bis hierher gekommen fein." „Unmöglich," bestätigte der Arzt. „Vielleicht hätte er noch zwei ober bret Darb laufen können, aber meiner Meinung nach ist er bort angefallen, wo Sie ihn gefunben haben: vor Ihrer Tür. Kennen Sie ben Mann?" „ö ja,“ war Larrys Antwort. „Gr ist eine alte Bekanntschaft von mir. Schwebt er in Lebensgefahr?" „In sehr grober,“ antwortete bet Doktor ernst. „Der Schäbelbruch ist das Schlimmste. Ich würde ihn sofort in ein Hospital bringen lassen, wo er genau untersucht und, wenn notig, sofort operiert werden kann." Der Krankenwagen war gekommen und wieder weggefahren, und die einzige Erinnerung an Flimmer Freds Besuch waren einige dunkle Flecken vor der Tür, als Larry erst langsam anfing, Ordnung in feinen Gedankengang zu bringen. Die Schwester erfüllte in jeder Weise seine telephonisch gegebenen Ansprüche. Sie war wohlbeleibt, gemütlich und sehr mütterlich, und in den elften freien Minuten machte Larry sie mit den Gründen bekannt, die ihre Anwesenheit in seiner Wohnung verlangten. „Es war nach den schrecklichen Erlebnissen, die Miß Ward heute durchmachen muhte, selbstverständlich ausgeschlossen, sie in ihre Wohnung in der Charing Croß Road zurückkehren zu lassen," und Schwester James, ganz und gar nicht unzufrieden, einen so leichten .Fall' zu et« hallen, stimmte ihm von ganzem Herzen bei. (Fortsetzung folgt) ' Die Ziffer. D Großhandel ist mit 137,- unverändert Ziffer für A "^gegeben, um 1,2 d. f), Ziffer für inl R auf 131 frrtifltDaren ' Die $ Die monatl ^oUsftaatt; fo'genbt H gefördert 4 25572 To wurde wei Ä. «sr* «w tote* Mil» Mw« W «L feg'« 'M D in die Seele singen soll: dem, was der Tondichter wollte, wurde hier lebendiger Odem eingehaucht. Sm. Kunst und Wissenschaft. von der Frankfurter Oper. Nach erfolgreichem Gastspiel ist Generalmusikdirektor Ewald Linden aus Freiburg i.Br. zum er st en Kapellmeister des Frankfurter Opernhauses verpflichtet worden. Damit ist die durch den Weggang von Clemens Krauß und Claus Nettstraeter entstandene Lücke wieder ausgefüllt. Wirtschaft. Fortschreitende Erleichterung am Geldmarkt. Die Erleichterung am Geldmarkt hat in der letzten Woche weitere Fortschritte gemacht. Selbst die großen Ansprüche der verschiedenen Fälligkeitstermine konnten die Fortschritte in der Erleichterung nicht aufhalten. Allerdings ist die Dauer der Geld- markterleicdterung schwer zu schätzen, da sich noch nicht übersehen läßt, inwieweit bis jetzt die Vorauszahlungen auf die Einkommesteuer geleistet worden sind, und überdies die Restzahlung auf die Reichsanleihe und die Aufbringung der Industrie- belastung in diesem Monat noch aussteht. Die Geldmarkterleichterung führte in der vorigen Woche zu einer Herabsetzung des Privatdiskontsatzes um I Prozent auf 7| Prozent p. a. Der Privatdiskontsatz liegt somit seit Anfang April zum erstenmal wieder unter der Bankrate. War auch die Herabsetzung um z Prozent verhältnismäßig sehr gering, so ist doch die Bedeutung dieses Schrittes als ein weiteres Anzeichen der Erleichterung nicht zu unterschätzen. Die Senkung des Zins- nioeaus geht gewiß nur langsam vor sich, sie macht aber trotz der starken Ansprüche immer weiter« Fortschritte, was als ein sicheres Zeichen für die Beharrlichkeit dieser Entwicklung anzusehen ist. Die Erleichterung kommt am wenigsten am Tagesgeldmarkt zum Ausdruck, trotzdem gab Tagesgeld auf 61/? bis 9 Proz. nach und selbst die Sätze für Monatsgeld gingen zeitweise bis auf 9 und 10 Proz .zurück. Die Llmsähe der Wechselmärkte waren weiterhin gering. Der Sah für Privatdiskonten, die gesucht waren, betrug am 4.3uli für beide Sichten 7s/g Proz. Auch Warenwechsel mit Großbank-Giro hatten nur geringen Umsatz, zuletzt bei 73/4 bis 8 Proz. p. a. Auch an den internationalen Geldmärkten sind Entspannungserscheinungen zu verzeichnen, was um so bedeutsamer für den deutschen Geldmarkt ist, als eine wesentliche Voraussetzung einer gebesserten Kreditversorgung auch weiterhin ein entsprechender Zustrom ausländischer Kredite nach Deutschland ist, der seinerseits wieder eine genügend flüssige Verfassung der ausländischen Kreditmärkte bedingt. Aach den Berichten aus Amerika hat sich am dortigen Geldmarkt während der letzten Woche eine gewisse Erleichterung durchgesetzt, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß angesichts der Hochkonjunktur in den Vereinigten Staaten mit einer nachhaltigen Erleichterung des ckknerikanischen Geldmarkts vorerst nicht zu rechnen sein dürfte. Andererseits machte aber auch die durch den Golbzustrom neuerdings erhöhte Liquidität der Federal-Aeserve-Danken eine nachhaltige Verknappung vorerst wenig wahrscheinlich. Auch in England hat sich die Lage durch die Besserung deS englischen Pfundkurses geklärt, so daß die Gefahr einer Diskonterhöhung in London für die nächste Zeit gebannt sein dürfte. Dies ist um so bedeutsamer, als dadurch die auf dem Geldmarkt lastende Ansicherheit über die nächste Entwicklung des Londoner Diskontsatzes vom Geldmarkt genommen ist. * Die amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 10. Juli berechnete Grotzhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 137,4 gegenüber der Vorwoche (137,5) nahezu unverändert. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,3 o. H. auf 131,2 (131,6) nachgegeben. Die Indexziffer für Kolonialwaren i t um 1,2 v. H. auf 127,3 (125,8) gestiegen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren stellte sich auf 131,5 (131,3) und diejenige für industrielle Fertigwaren ai4 157,2 (157,3). * D i e Kohlenproduktion in Hessen. Die monatliche Statt, der Kohlenproduktion des Volksstaates Hessen weist für den Monat Juni folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert 48 653 Tonnen: davon wurden verkauft 25 572 Tonnen: der größte Teil der Rohkohlen wurde weiter verarbeitet, und zwar 20 246 Tonnen zu Schwelereiprodukten und 160 Tonnen zu Briketts. Die Briketterzeugung betrug 79 Tonnen. * 3 - Millionen . Dollar ° Amerika- KreditderBewag. Ein amerikanisches Banken- y n d i a t unter Rührung von Dillon, Read & Co. hat, wie aus Ne. ort gefunkt wird, soeben mit den Berliner Städtischen Elektrizitätswerken A.°G. (Bewag) einen sechsmonatigen Kredit von 3 Millionen Dollars abgeschlossen. Der Zinsfuß beträgt 7,5 v. H. jährlich, zuzüglich 0,75 v H. Bereitstellungsprovision. Zusammen mit dem 50-Millionen-Dollar-Kredit für das Reich und 3 Millionen Dollar für die Ruhrchemie A.-G. hat Dillon, Read & Co. in den letzten drei Wochen nunmehr 56 Millionen Dollars Kredite an Deutschland gewährt. Die schon früher von diesem Bankhaus übernommenen 6,5>o. H.-Anleihen der Bewag belaufen sich auf insgesamt 35 Millionen Dollar. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 15. 3uli. Tendenz: 3m Verlaufe freundlicher. 3m vorbörslichen Verkehr unterlag die Börse zu Beginn der neuen Woche wieder einer ausgesprochenen Stagnation, die Tendenz war aber wider- st a n d s f ä h i g. Aach Feststellung der ersten Kurse nahm die Tendenz, ausgehend von einigen Favoriten, freundlicheres Aussehen an. Die Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches in der schlesischen Textilindustrie, die deutsch-belgische Einigung über die Marknotenfrage, die Mitteilung der Frankfurter 3ndustrie- und Handelskammer über die Wirtschaftslage, wonach eine Besserung der Konjunktur zu verzeichnen ist, und auch die vorteilhaften Geldmarktverhält- nifse, die heute wieder mehr Beachtung fanden, hinterließen ein günstiges Echo. Hinzu kam noch, daß heute Auslandorders Vorgelegen haben sollen, so daß sich in Svezialwerten leb- hafteGeschäftstätigkeit enf alten konnte. Aber auch die Anterbrechung des Börsenverkehrs blieb nicht ohne Einfluß und veranlaßte die Spekulation, zu Deckungen zu schreiten. Gegenüber den Schluhkursen vom Freitag waren die Kurse zur ersten Aotiz nicht einheitlich. Licht und Kraft und Schuckert eröffneten bis 1.5 Proz. schwächer. Die meisten Werte des Elektromarktes lagen bis zu 1 Proz. fester. Am Chemiemarkt waren Farben vernachlässigt und etwa 1 Prozent schwächer. Deutsche Erdöl dagegen weiter etwas gesucht. Am Montanmarkt bestand heute für Gelsenkirchen, Phönix und Stahlverein vermehrtes 3nteresse. Die Ausführungen über die Eifen- und Stahlindustrie zu Ende des ersten Halbjahres 1929 fanden geteilte Aufnahme. Mannesmann und Klöckner lagen leicht gedrückt. Aegere Aachfrage bestand noch für Glanzstoffaktien plus 3 Proz. Hier regte der stark zunehmende Absatz von Kunstseide und die Erweiterung der 3nteressen mit einem Anternehmen im Auslande an. Auch Svenska standen weiter im Vordergründe mit plus 3 Mk. Kaliaktien gewannen bis zu 2 Prozent. Am Dauunterneh- mungsmarkt lagen Wahh & Freitag 1,5 Prozent niedriger. Banken still und zumeist bis 1,5 Prozent schwächer. Am Schiffahrtsmarkt war die Amsahtätigkeit etwas reger, bei Besserungen bis zu 1 Prozent. Renten still. Ablösungsschuld leicht gedrückt. Ausländer befestigt. Aachdem nach den ersten Kursen die Amsahtätigkeit recht lebhaft war, schrumpfte das Geschäft aus Mangel an Aufträgen später wieder ein, so daß die erneuten Gewinne von etwa 2 Prozent nicht immer gehalten werden konnten. Die Stimmung war aber unbeeinflußt freundlich. Am Aentenmarkt bestand auf die Haager Schiedsgerichtsentscheidung für Serben weiterhin 3nteresse. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 Prozent wieder etwas gesucht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1985, gegen Pfund 20,353, London gegen Kabel 4,8500, gegen Paris 123,88, gegen Mailand 92,76, gegen Madrid 32,13, gegen Holland 12,0775. Berliner Börse. Berlin, 15. 3uli. Die heutige Montagsbörse eröffnete in ruhiger Haltung. 3m allgemeinen war die Tendenz nicht einheitlich, große Kursveränderungen traten aber nicht ein. Besondere Anregungen lagen nicht vor. Eine kleine Verstimmung ging von der Verfassung des Geldmarktes aus, der eine Versteifung zum Medio zeigt. Auch die Krankheit des Königs von England und die erneut notwendig werdende Operation mahnte etwas zur Zurückhaltung, obwohl die Londoner Börse die Woche in freundlicherer Stimmung eröffnete. Wie schon im Vormittagsverkehr festzustellen war. lagen die alten Favoriten (Farben-Aktien, A.E.G. und Siemens usw.) vernachlässigt und eher angeboten. Dagegen erhielt sich einige Aachfrage nach Montan- und Schiffahrtsaktien. Das Publikumsinteresse war aber sehr klein. Ausgesprochen fest eröffneten Bosnische Renten, Sarotti und Svenska. Fester lagen Lahmeyer, Kaliaktien und von Montanwerten Phönix und besonders Stahlverein. Schwächer eröffneten dagegen Adlerwerke, Dessauer Gas, Demberg, Stolberger Zink. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer geschäftslos, die bereits erwähnten Bosnier fest. Psandbriefmarkt bei völliger Geschäftslosigkeit gehalten. Der Geldmarkt war angespannt. Tagesgeld 8 bis 10,5 Prozent, Monatsgeld 9,25 bis 10,25 Prozent, Warenwechsel etwa 7,75 Prozent. Auch nach den ersten Kursen war das Geschäft still. Die Stimmung war aber eher etwas freundlicher. Svenska konnten um weitere 1,50 Mk. anziehen, wobei man von einer bevorstehenden großen Finanztrans, aktion wissen wollte. Für Elektrowerte machte sich Interesse einer Großbank bemerkbar, so daß Siemens und A.E.G. um etwa 3 Prozent anziehen konnten. Montanaktien zogen etwa 1,5 bis 1 Prozent an. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 15. 3uli. Auftrieb: Rinder 1520 Stück: darunter 337 Ochsen, 110 Bullen, 631 Kühe, 427 Färsen: Kälber 591, Schafe 58, Schweine 3968. Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 59 bis 62, ältere 54 bis 58, sonstige vollfleischige jüngere 49 bis 53; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 56, sonstige vollfleischigs oder ausgemästete 48 bis 51; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 47 bis 51, sonstige vollfleischige oder aus- gemästete 41 bis 46, fleischige 34 bis 40, gering genährte 25 bis 33; Färsen (Kalbinnen. Jung, rinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 60 bis 62, vollfleischige 55 bis 59, fleischige 49 bis 54. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 74 bis 78, mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 73, geringe Kälber 60 bis 67. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 86 bis 88, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 87 bis 89, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 87 bis 89, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 83 bis 86. M ar k t v e r I a uf : Rinder ruhig, Lieberstand. Schweine ruhig, geringer Lieber st and. Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 15. 3uli. Zu Beginn der neuen Woche konnte sich am Hauptmarkt wieder ziemlich reges Geschäft entwickeln und die Tendenz war ausgesprochen freundlich. Lebhaftere Aachfrage bestand nach wie vor für Weizen, der erneut 1 Mk. anziehen konnte. 3m Einklang damit lag auch Weizenmehl 1 Mk. fester. Roggen war dagegen etwas vernachlässigt und etwas abgeschwächt, während Roggenmehl etwas anziehen konnte. Lebhaftes 3nteresse bestand auch für Mais, der 1 Mk. anziehen konnte. Das Futtermittelgeschäft war gering. Weizenkleie etwas abbröckelnd. Es wurden notiert: Weizen 27 bis 27.50, Roggen 23 bis 23,25, Hafer, inländ. 23,25 bis 23,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 22,75, Weizenmehl, südd. Spezial 0 38,50 bis 39,75, Roggenmehl 31,25 bis 32, Weizenkleie 11,75 bis 12, Roggenkleie 13, Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 33 bis 50, Linsen, desgl. 40 bis 110, Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken, neues 10, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 5, Weizen-und Roggenstroh, gebündelt 4 bis 4,50, Treuer, getrocknet 18,25 bis 18,85. Tendenz fest. Letzte Nachrichten. Professor Hans Delbrück f. Berlin, 15. Juli. (MTB. Funkspruch.) Geslern verschied der bekannte Historiker Geh. Regierungsrat Professor Dr. Hans Delbrück im 81. Lebensjahre. Der Gelehrte war feit längerer Zeit an Grippe erkrankt. Delbrück wurde am 11. Aovember 1848 in Bergen auf Rügen geboren. 3n Heidelberg, Greifswald und Bonn studierte er Geschichte. 3m 3ahre 1873 promovierte er zum Doktor der Philosophie und widmete sich dann insbesondere dem Studium der Kriegsgeschichte. Gleichzeitig war er von 1874 bis 1879 Erzieher des Prinzen Waldemar von Preußen. 3m 3ahre 1881 habilitierte er sich in Berlin, wo er 1885 a. o. Professor und 1896 als Aachfolger des großen Historikers Treitschke o. Professor für Geschichte wurde. Gleichzeitig leitete er lange 3ahre die »Preußischen Jahrbücher", denen er auch zahlreiche Beiträge lieferte. Politisch war er von 1882 bis 1885 als preußischer Landtagsabgeordneter und von 1884 bis> 1890 als Reichstagsabgeordneter tätig. Von seinen zahlreichen Schriften, in der Mehrzahl kriegswissenschaftlichen Inhalts, find besonders zu erwähnen eine umfassende »Geschichte der Kriegskunst" in vier Bänden (1900 bis 1920), »Deist und Masse in der Geschichte" (1912), »Krieg und Politik", drei Bände, 1919. Schon während des Krieges hatte er sich in den preußischen Jahrbüchern als ein Gegner der Ludendorffschen Feldherrnkunst erwiesen. Diesen Standpunkt vertrat er auch, als er nach dem Krieg als Gutachter des parlamentarischen Llntersuchungsausschusses zur Klärung der Llr- sachen der deutschen Aiederlage im Weltkriege berufen wurde, im Gegensatz zu den beiden andern Gutachtern, General von Kuhl und Oberst Schwertfeger. 3m Frühjahr 1922 veröffentlichte er dann noch eine Schrift »Ludendorffs Selbstporträt" in der er sich mit des Generals Kriegserinnerungen auseinandersehte und ihn als Politiker, »Friedenssabotier" und auch als Feldherrn verdammte. 3n einer amerikanischen Zeitschrift wurde er daraufhin als »Der 3bolger- trümmerer“ bezeichnet. Als Fachmann wendete sich gegen seine militärische Auffassung Oberstleutnant a. D. Förster, der ihm vielfach 3rr- tümer und Bedenklichkeiten feines Llrteils Nachweisen zu können glaubte. Delbrück ist Mitglied der Historischen Kommission für das Reichsarchiv. Bei den Dezemberwahlen 1924 trat er als Redner in einer demokratischen Versammlung in Berlin aus und wiederholte dort seine Vorwürfe gegen Ludendorff. Gewinnauszug 4. Klasse 33. Preußisch-Südbeutsche (259. Prcuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr ________ Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 2. Ziehungstag 13. Juli 1929 In der Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 211540 204281 204037 389471 124266 112700 122511 In der Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 189834 219957 242585 301043 363182 48709 163893 216094 238142 287354 357208 108641 128604 159719 171703 1'79328 193733 215279 250239 285640 300703 317281 341651 356741 383785 194074 231035 238926 328830 370839 139714 163061 175321 183592 197982 227038 253054 278353 300865 328867 343719 374562 388585 231234 272416 330543 379399 141550 163169 175469 183697 204985 228509 256547 280905 305371 338160 346180 375280 390215 235622 275361 341216 381820 150620 165286 178213 185150 209139 235642 258000 284143 306821 339925 350097 376387 397127 238093 286403 341530 387811 153722 167582 178832 190195 214193 248250 260578 287895 309287 341133 355220 383030 398191 110027 134986 161753 171963 183166 195089 221116 251363 270671 300729 321384 342475 365445 387121 2 ®etolnne >u 10000 M. 307477 2 Gewinn« »u 5000 M. 3711 70 2 Gewinn« eu 2000 W. 62338 4 Gewinn« zu 1000 M. 191862 169075 --- 18 Gewinne ,u 800 M 1059 6563 26447 27077 158381 186921 224440 295622 393968 18 Gewinne zu 500 M. 40440 150809 1,83131 280985 298250 320770 321729 322416 328198 88 Gewinne zu 400 M. 10535 14382 41477 44694 — " 64087. 75361 78382.98315 108227 133541 ~234 ® Jn9i?«\9u83009S2844 2202 7051 111507 12503 14640 18121 20532 23011 30550 31174 36681 39415 53506 59420 61217 65532 68564 68654 75499 76675 77401 82714 82768 88175 86456 97526 97812.100118^00495 J 00919< 104988 105024 149143 162884 185921 218390 232832 296939 376306 115338 168226 210936 226603 261664 362119 116906 172258 216212 228271 286103 362300 203717 224532 250428 342506 387278 190591 219661 236630 299789 381514 195458 222038 242940 336020 382883 2 Gewinn« |U 50000 M. 862345 4 Gewinn« (u 3000 M. 15800 258059 6 Gewinn« gu 2000 M. 232103 271691 342271 4 Gewinn« ju 1000 M. 72602 833495 6 Gewinn« »u 800 M. 52704 259150 326514 34 Gewinne zu 500 M 2538 14805 28075 29089 37645 73885 151971 189054 200602 201595 244250 245700 258849 281931 336417 347348 371547 110 Gewinne zu 400 M. 1385 28792 29184 35806 38771 45186 47025 55300 58439 64679 64917 66070.66870.82994^97004, 1^2 ,101194 110692 389722 710 300 M. 65518 66959 75065 74234 86437 85413 85294 130496 127948 122897 389689 391489 19075 31225 286 17072 26789 35957 70718 81442 92723 1 114440 131351 143274 156362 183123 191623 209509 216138 235985 258227 266863 279839 290071 323381 352195 374747 133823 146508 167401 185304 198778 212016 221857 246375 265123 268471 283500 307553 337521 367130 386022 134240 149738 175662 185449 200802 213188 222174 254638 265812 269616 284829 312703 338675 369577 387981 2997 22965 32925 67996 75888 88227 3037 26616 34056 70494 75913 91742 135847 150008 176810 186119 203787 214088 225449 257724 266195 272294 286375 312881 360115 369687 138906 156150 177757 188666 207865 215580 232257 257939 266556 278653 288373 322296 350532 373051 115048 133238 146220 166601 184322 191806 210519 218249 239563 265041 266943 281888 294620 325163 356839 383830 17695 28329 59969 73519 2037 22280 32173 Gewinne zu 17681 27799 1 59792 I 70759 1 S7to?91 OlsSa'l110800 1ÖS824 — - - i zy cye vtoten . . . Holländische Noreu . . . » . 16,395 168,11 22,01 111,43 16,455 168,79 22,09 111,87 59,31 2,509 112,57 80,96 Dalum 15-7. 12 7. 15 7. Datum 12.7. 15.7. 12.7. 15.7. Datum 12.7. | 15.7. 12.7. 15.7. Norwegische Noten...... Deutsch-Oesterr, L100 Kronen 5% Di. Reichtonleihe v. 1927 . Dl. 8lni..Qlbld|.-Sd)ulb mit eint 87,25 87,5 _ 195 195,9 195,4 225,5 196 Philipp Holzmann..... Heidelberger Cement .... (Semen! Karlstadt..... 111,5 _ 111 .5 111 2,489 225,5 225 10 135,5 _ _ los.-Rechten....... • tHgl. ohne AuSlos.-Rechte . . ■ ’% Frankl. Hyp.-Bl. Boldpf. unkündbar bii 1932...... < >4% Rheinische Hyp^Bank Slgu. ®olöpf............ 50,75 10,1 85,5 79,05 87 ID 50,9 10,1 50,9 10,1 Elettr. Lieferungen. . Licht und Kraft . . . Fellen 4 Guilleaume. Gef. f. Elettr. Untern.. Hamb. Elektr. Werke . Rhein. Elettr. . . . . Schief. Elektr. . . . . Schuckert...... Siemens 4 HaUke . • TranSradto ..... • • . 10 • 10 216 139,5 216 214,5 216 158,75 215,5 139,5 216 154,5 236 215,13 139,5 215,5 140,25 155 235,5 . 8 10 184 102,75 416 101,25 419 103 310 248,5 419 — Schweizer Noten....... 80,64 . • . . 6 . 10 . 10 . . 9 Schultheis Payenhofer . . . ONmerle......... Bcr. Glanzstoff ...... 15 12 18 310 248 419,5 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . - Ungarische Noten...... Devisenmarkt Berlin Telegraphische 60,60 12,39 72,95 60.84 12,45 73,25 ü.E.S abg. BorkriegS-Lbligation cfldtafjfbar 1932 ...... — — — e • . 10 . . 8 . 12 . . 8 236,75 396,5 236,5 396,5 Lemberg......... Rellftojf Waldhof..... Scllftolf «ichasfenburg . . . Charlottenburger Wasser . . ....... 14 12 12 161.5 161,5 325 245,5 162 321,5 161 Auszahlung. *% Schwer,. Bunderd^LnU. . t% Oesterreichische Boldrte.. . 4,20% Dtften. Silberne. . . . 1% Oesterreich, einheiil. 8tte . 98 29,5 2,3 1,725 — — — • • 396,5 146,75 395,5 146,5 ' 8 111,25 201,25 57,75 56,5 112,25 190,75 56,5 57,5 12. Juli 15. Juli — 2,35 Buderu«...... Deutsche Erdöl . . . . . 5 171 78,25 78,75 171,4 78,5 172,5 78,5 Daimler Motoren..... Deutsche Maschinen-Fabrik . . 0 . 0 57 56,6 Amtliche Notierung «Veld 1 Briet Amtliche Notierung Geld | Briet . 23,2_5 23,2 . . 6 . . 8 120,75 120,25 143,5 120,5 142,5 Adlerwerke Kleoer..... . 5 - 49,5 48,5 Lmit.-Nott Buen.-AireS 168,43 1,760 168,77 1,764 168,40 1,759 168,74 1,763 1% Ungarische Siaattr. v. 1910 _ 10 203,5 24,5 91,5 219 de«gl. von 1913 ... — — — _ Gelsenkirchener . . . Härpencr...... Hoesch Eisen. . . . . i. y. F. 1 141,5 141,9 141,5 142,25 . 0 _ Brss.-Antw- 58,275 58,395 58,165 58,385 «% Ungarische KronenNe.. . 1% lürt. Zollanleihe v. 1911 . 4% Dürkiiche Bogvadbohn-Anl. 1,75 7.65 7,75 1,75 7,5 — • • . . 6 . . 8 . . 8 150 218 149,5 140,9 150 141 Orensiein 4 Koppel .... Leonhard Tietz ...... . 5 . 6 0 — — 91,75 218 Cbrtftiania. Kopenhagen Stockholm - 111,75 111,72 112,44 111,97 111,94 112,66 111,71 111,70 112,38 111,93 111,92 112,60 Serie 1 ...... 4% beSgl. Serie II — — 7,7 7,3 7,3 Rlödncnpcrte . . . • •. . . 7 114 113,75 114 137 125,5 137,75 114,5 137,5 126,4 137,4 110,13 Franks. Maschinen..... ©ahnet......... Heyliaenstaedi...... . 6 11 57 58 58,75 — HelstngforS. Italien. . . London. . . Neuvort . . 10,54 21,95 20,344 4,195 10,56 10,537 21,925 20,337 4,1935 10,557 21,965 20,377 4,2015 4% Rumänen conoeru Rte. . »K% Rumänen Soldanl. von 1913 8,5 _ 126,5 126 71 71 — 2o’,384 4,203 — 17,4 _ ManSfelder..... Obersch'.es. Eisend. Ded Oberichles. KokSwerkc - . . 7 . 4 CI 62 Mp. Deutsche Eisenbahn . . r. Angeb. u. 04476 a. d.Gß.Anz. ————— Tüchtiges Mädchen nicht unter 18 I.» nur für Hausarbeit »um 1. August gesucht GosklMtz zur Brone || Mietgesuche * ßlnfflö) möül. Zimmer gesucht. Schriftliche Angeb. unter 04460 an den Gieß. Anz. |Stellenangebote| Tüchtige Verkäuferin für die Delikatessen- brauche z. 1. August aes. 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