Mion des Vertrags von Der- Mag U.Lltober. Uhr, Sonnenuntergang 17.13 I 15.59 Uhr, Monduntergang und Politiker Rudolf d. Sir« boren; — 1924: her franzö« tote ffrance auf feinet Le« । en. itag, U.OMtt. stings-, - 1644: der Quäler er von Pennsylvanien, in bezeugten Nichtachtung vor des begegnet, wie hier in Dr.8. Nachrichten. i die Komtesse Helga von btaotsantvaltschaltsrat & geklagte wegen schwerer Ags und Diebstahls w * 6 sechs Monaten 0« ! htm ÄÄ* LdÄ» acn schwerer Urtundensal- rrÄl n' onfi Das Sencht lligt. v-.'ZArZ WM MM «ganq hPr‘‘V'oines WiCTk.,: B«S ®eid)äfi r.™ Surfe I,b2' »Wer LHu»- WA ipteten n J^m°4er (Qflen übliche L«I,?lter. Der 7^undlich°^xgesch°st, ^geld ou A^orkt g, die man m&\9 M. Monatsge d2^" ""'"wechse?zjrk7°^? wurde öag ° h. 1 einigen Eo»i^te ct®as ab Tlanzstasj bit f lefonöt A unter dieser Rubrik 2"n* Redaktion dem innerlei Verantwortung.) csurcht! T-mutsverrohung noch vom ?. p.6tlbllbe?innunQ in n’ xQÜld) bic Menschen Je der Maiestät des Todes der Demokratie unantastbar ren Tribut fordert? Sah ich eren während meines langer, wie niemand, auch nicht >en Passanten beim Slnblick . gestern gegen Mittag mit »gstrahe durchfuhr, sich das eingedenk des Todes" ver« :n 112. 89.8 62,93 12,35 72,99 168,13 21-93 111,7 58,73 2,18 168,8 22-91 112.2 Ä «'S 62,27 12,415 73,20 odrr^, 5$, 51,435 *2.13 K l0,S Ä 4,196^ 16,475 81,10’ 62,31 2,00b o>o 58,98 1*414 ,401 3,20 3.0g 81^ >8^ 2,009. 5 445 1 .149 1.7 2 58. 112- 112.16 112,g 10.M 21,965 20,422 4,1960, 16,«J 81, 6’>63 2,oo; 0,500 58,96 Ä ß 111-80 111,9* 112-35 10, 2 21-925 20, m 4,1880 16.44 80,96 61.51 2,001 f,498 58,84 12,g 7,387 73,0» 3,033 II, tA 'S * M irt1 M^-Ml rozent, StR Srid Nr. 2 V Erstes Blatt <79. Jahrgang Montag, M. Moder <929 U.r id ■ stand auf der untersten Sprosse der Leiter und tc'-’i e gerade hinauf steigen, da ließ Bölicke einen Dachziegel auf meinen Kopf fallen, daß es nur so ^röhnte." „Und da haben Sie Dölicke etwas zugerufen, was — —" .„Nein," sagt Planke, „da habe ich ihm gar rechts zugerufen. Denn kaum hatte ich den Ziegel auf dem Kopf, da kam ein Eimer warmer Teer hinterher, und mein Gesicht, mein Haar, mein Anzug war schwarz, und verbrannt habe ich mich auch." „Aha," sagt der Richter, „und da haben Sie gerufen —“ eine neue Ä01net V*""Ä fcS&fE .'Udo-schon di« Ste *-unb s^n Z LI°S°U wurde, noch, *1 Halle in der Arbeit Lrouch svlgend, die letzten *itt LeicheL 2LM,*i Fahrbahn der Wihg ging aus der >en Aeichssarden hoch Der M m das olle Anwesen, ,»ie erhebende Feier. An- 'hung Hot Oberbüraermei- amen der Kölner Burger» Reichspräsidenten legramm gerichtet. cküüeEmspa-, Lchnung überspannt, ncn Kosten. il) Di« neue Drücke, die n mit Mülheim verbindet, auzeit von zwei Schien ierkchr übergeben werden. Technik zeigt deutlich die fier Spannung wird 1 315 Bieter Spannweite ir größten Hänge- Sie ist mit der in dm Allerdings hat sie die N alS 32 Millionen Mionen kostet die reine Start die beiden Rampen t wurden ausgegebcn, um ickenrcmM in den Delitz und um 315 Wohnungen n 75 Häusern zu schassen, ten niedergerissen werden, der Drücke nach Mcheun i dieser Ausgaben scheint • die Äotvendigke't c'neJ kssus; kommen aus NHZ, > Motor- unb *e jta cke sind es sog« .8^- die-rste D-üS-.K D€fjnung^^ei^* MW den W*' 9 (. fern. 1 «er hr nun qel em Ankleideraum «LH, das war veschenk. Sie ka ^mzessm, die vc A.m-n von e Geschäftsverlegung! Meiner werten Kundschaft zur gefl. Kenntnis, daß ich ab heute mein Geschäft von Bahnhofstr.45 nach Löwengasse 34, Ecke Bahnhofstraße Billiges GefliiWter... .. steigende Eierpreise. Geflügelhalter, nutzt diese Marktlage aus. Mit Muskat or-Eier- mehl, dem idealen Legefutter. werden Körbe voll Wintereier sogarmem Essen kochen tagte Onkel Mollig hocherfreut, als er den schönen, modernen „Oranler* mit Koch kacheln bef mir erblickte - und kaufte ihn gleich. Auch Sie sollten sich so einen Koch-„Oranler“ anschaffen. SuJ-rXpr?Ä‘?ste 2,feP. den Winter. Mit ein unefdem- «2? w Stoff h5Ix«n Si,c,lhre Stube und kochen Sie sich etwas f^ll» miT ?e’. K?k“2’ Eier’ SuPPe können Sie jedenfalls mit Leichtigkeit darin kochen und warmhalten. rf,rn Rr^L™?lt.diCac.r »Onanier" ausgezeichnet und geht mit dem Brennmaterial sehr sparsam um. h.i ,reuen* wenn Sic den Koch.„Oranler“ einmal bei mir besichtigten. S? ff Tante, tDQt Lt 6pt.Nk. ■ b ®ie M t L7L'7°- «pari Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Freitag, den 11. Oktober, abends 7 Uhr, verschied mein geliebter Mann, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Wilhelm Andres MM gesucht. (ssmD Hermann Mettenheimer Inhaber: CJferber&WJtengei Kreuzvlatz 3. |Verschiedenes| pianinos zu vermieten. 8195V Nudolvb, Seilersweg 9111, Telephon 3389. 4500II. aus neu erbaute Hosreite (Bauwert 18 000 Mk.) geg. erst- stellige Hypothek u. '/«jährl. Zinszahlung gesuchL Schr. Angeb. unter 06601 an den Giessener Anzeiger. Trauring E. 6. 14. 5. 94 Verloren. Abzug, nen. Belohnung (06599 Neuen Baue 16 p. ,0, In der Lol natömütog T LL« 4000 Menschen t kurzen blick in den -ne von Leistuxn cr wohl nicht I iü(tc lvohnten öi KderAettor && viendirektor 2li nafüim, ^urnleh Iberrealschule, J leres Bataillons, gruppen usv. un standes. Unter den Kl der Kapelle To schäften der drr -alle, an ihrer e Dill Mehen) Ausschusses, lrl schauern. 2vn der Du weiten Halbkreis entbot Leig namens des Ob and der Dürc der Stadt den guten Der auch im Damen -irektors; es sei dem Boden ei lammyisinden k wie je von j Parteien verlai treten zu lasset zuheben, und , ehernes Gesetz Reibung und werde, so fön Dettfampfes, io 'chasi zur Garste Leben ttyetytiV kehr und tzelbs Der erste 1 und Gaues He' Ai dankte der 6ta aus die lange Körperkultur e hin, die Anerk sittliche Leistm liche Tätigkeit Geld verdient. ffA.it. Proben und Druck- Schriften kostenlos von v Ihrem Händler oder dem Hersteller: Bergische« Kraftfntlerwerk G. m. d. B. Düsseldorf- Hafen Verkaufs-Büro für Süddeutschland: Robert Kleinhoax, Ludwigshafen a. Rh. Student sucht gut mööl. Simmet mit Mornenkassee zum 25. Okt. Angeb. an Kurt GracS. Köln-Deutz.Deutzer Sreihett 98. l06604 ^V/oknung8t2U8ek^ IfliifWnnng 4—5 Zimmer, varl. oder 1. St„ gegen 4-Zim. Wobng. in gesund. Lage, 3. S>L zu tauschenL gesucht. Schr.Angeb. U.8515D an den Giess. Anz. Babnbosttr. 49 X Mzvg, Paletot oaö Schatze l wenig getragen, für müll. Figur, preis» wert zu verkaufen. Anzusehen Dienstag u.Miitwochv.3-6Uhr. Zu ertragen in der GefchäftSit. d.G.Anz. I Kaukgesuoke, Gebrauchter nbev gut erhaltener SMiM für ca.75cbm Raum zu beheizen, zu kauf, gesucht. Schr. Angeb. u. 06589 a. d.Gfi.Anz. Stellengesuche Günnes, gebildetes seättleite 22 I. alt, musikal. erfahren im HauSh. und in Kinderpflege, sucht Stelle in gutem Hause bei Kam.-Anscht. Angeb. an Cbarlottc Hecht, Neustadt tOrlai, Bahnhotnr. 18511V Haus an der Bahnhofstr^ mit beschlagnahme- treier 5-Ztni.'Wohn^ auch für Geschäfts» zwecke neelgnet, bei 2d000 Mk. Anzahlg. zu verkaufen. Schr. Angebote unt. 06592 an den Gieb. Anz. 6lfenö.-®inier unO Hngen-mantei sowie Mütze und Kindcrstüblchen zu verkaufen 06603 Weftanl. 32 III. Vermietungen | Mietgesuche j bei 85-J5A Carl Ho wacker Montag, U. Oktober 1929 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhefien) Nr. 241 Zweites Blatt Turnen, Sport und Spiel Ewald Oktober 1929 x sWittmann 85I8D i6t Mm lorffeer VMUVH werden i ter ei er jo viel / MW i für ca.7öedm Raum zu beheizen, zu kau', gesucht. Schr.Anaeb. u.W»a.d.Su.Sln> erpreise. . nutzt ige aus. i-Eier- Idealen )ruck- [ob von ■ oder Gebrauchte* *x jutttljftVtmx teberer Kipper waren, da sagte sie aus ihrem Gedankengange heraus: „Ich werde in der Stadt doch keine Gesellschaft mehr geben, Kind, sondern mit dir auss Land gehen und dorthin einige Gäste einladen. Du kennst ja auch meinen Landsitz noch nicht und wirst staunen, wie schön es in Nonnenwerth ist! Sobald du alles erhalten hast, was wir heute bestellten, werden wir dorthin übersiedeln. ... Sag' mal, Kind! Tennis, Golf und Hockey hast du Wohl nicht erlernt?" Käthe schüttelte den Kopf. Sie hatte die Fremden Tennis spielen sehen, Golf und Hockey kannte sie überhaupt nicht. Die Tante war sofort Feuer und Flamme. „Ich werde dir einen Lehrer kommen lassen, der dir beides beibringt. Wir haben vergessen, die Kostüme dafür zu bestellen. Ich werde das aber gleich nachher noch telephonisch besorgen. 2a, und, Kindchen, was ich vorhin der Direktrice erzählte, das werde ich nun wohl noch oft wiederholen müssen — ich meine, daß du unmittelbar von Iava kommst. Niemand braucht zu wissen, wo du bisher hast leben müssen. Man würde sich wundern und fragen, und das darf nie bei einer jungen Dame der Fall sein. Du selbst wirst mich nicht bloßstellen, nicht wahr?" Käthe nickte stumm. Wieder machte die Vergangenheit ihre Rechte geltend. And diese Vergangenheit würde immer vor ihr auftauchen, mochte ihr ferneres Leben sich gestalten, wie es wollte. Ob vielleicht auch jener junge Herr, der ihr so freundlich geholfen und dessen leuchtende Augen sie nie vergessen hatte, zu den Brannten Tante Adelheids gehörte? Wenn sie ihn wieder- sah, nachdem er sie in jenem Cafe als Kellnerin getroffen hatte? Rein, Käthe konnte nicht froh werden. And sie atmete auf, als es wieder heimging, als sie endlich in ihrem Zimmer war. Doch die Zeit wirkte auch hier Wunder. Als die Geschäfte das Cingekaufte ablieferten, gab es Arbeit genug, alles anzuproben und unterzubringen. Käthe freute sich nun doch, daß sie so wunderschöne Sachen besah und dah sie alles von ihrem eigenen Geld bezahlen konnte. Sie war reich! Roch wußte sie nicht, was das bedeutete. Die zweitausend Mark der „Tante" hatten sie schon ein Vermögen gedünkt. Wie viele Tausende mochten ihr nun gehören? Käthe lebte sich überraschend schnell in dem Hause der Tante ein. Cs war ihr, als brauchte sie sich nur zu erinnern, wie sie das und jenes getan hatte. Es zeigte sich, daß ihre Erziehung doch recht sorgfältig gewesen war. Immer freundlicher sah Tante Adelheid auf ihre Richte, die sich so schnell zur großen Dame entwickelte. OBenn hin und wieder Besucherinnen eintrafen, wurde Käthe erst heruntergebeten, nachdem Frau vorderer Wiests Weg, 1900 qm, mit .ca.ÄMtr. Stroben» rront, als Baugelände geeignet, »u verkaulen. °60» ^en' Oktober 1929 Gebrauchs Ladeia- ‘schrank und kleine Tbcke iu taufen gelullt. U.W.u.to88 bcTmü; ereichim zwangs- zahlung: 8 Metis, Minoschi' .^idenein' reibmaschi' binen, eine -lasaufsah, Maschine, Registrier' d Selben- Ibtnbungs- arberoben, en, 1S"' jhle, einen unter, zvet , 1 eleffr. ireiblaben' rank, einen 1 Abfall' 1 Sücher- enschränle, ine. tf-8D Sieben ^on 4039. Oer große Gauwettkampf der D. T. im Kunst-Geräteturnen. Die Aeuner-Mannschast des Gaues Zranksurt siegreich in scharfem Kampf mit dem Gau Hessen. . nst bietet en sise Meres melden -7 Uhr- iS s : 1929. 18“ 1?- en. bahn 8513D tewk L Hafen chland: n 1. Hh. 8522V -o-. In der Volkshalle zu Gießen wurde aestern nachmittag der dreimalige Wettkampf der -Gaue Frankfurt a. M.. Rhein-Mosel und Hessen im Kunstturnen an den Geräten (Barren, Pferd-seit und -lang. Reck) md einer Freiübung eingeleitet. Trotz des schönen Herbsttages war der weite Raum mit rund WOO Menschen beseht, die in der verhältnismäßig kurzen Zeit von etwa vier Stunden einen Einblick in den Reichtum und die Mannigfaltigkeit ’ oon Leistungen in Kürübungen gewannen, wie I er wohl nicht so häufig möglich ist. Als Ehren- ! aaste wohnten der Veranstaltung bei S. Magnr- i izenz der Rektor der Landesuniversität Prof. Dr. Vrüggemann, als Vertreter des Provin- b ^ialdirektors Regierungsrat Dr. Krüger, als L Vertreter der Stadt Gießen Beigeordneter Dr. ' Hamm, vom Kreisschulamt Stadtschulrat Fischer und Kreisschulrat Kinkel, Oberstu- I diendirektor Angelberger vom Realgymnasium. Turnlehrer Paul als Vertreter der Oberrealschule, Vertreter des Offizierskorps unseres Bataillons, die Rektoren der Volksschul- gruppen usw. und die Mitglieder des Gauvorstandes. Anter den Klängen eines flotten Marsches r Nr Kapelle Topp hielten die Reuner-Mann- » schäften der drei Gaue ihren Einzug in die Hatte an ihrer Spitze Gauoberturnwart Wilhelm Will (Gießen) als Obmann des Wettkampf- Ausschusses. lebhaft begrüßt von allen Zuschauern. Von der Bühne, auf der die Turner im weiten Halbkreis Aufstellung genommen hatten, I entbot Beigeordneter Dr. Hamm £ namens des Oberbürgermeisters, des Stadtrats nab der Bürgerschaft den Willlvmmengruß der Stadt Gießen mit den besten Wünschen für den guten Verlauf des Wettkampfes, zugleich auch im Ramen des Vertreters des Provmzral- i direktors; es sei erfreulich, dah wir uns hier auf dem Boden eines Gemeinschaftsgedankens zu- iammensinden können in einer Zeitlage, die mehr Die je von jedem einzelnen und von allen Parteien verlangen muh, alles Trennende zurück- ij treten zu lassen und gemeinsame Ideale hervorzuheben. und zum andern, wenn es schon ein ehernes Gesetz der Menschheit sei, dah nur durch Reibung und Kampf der Fortschritt möglich werde, so könne doch die Ritterlichkeit des ff Wettkampfes, wie sie in der Deutschen Turner- - schäft zur Darstellung ringt, auch auf das übrige Leben erzieherisch wirken und dadurch zur Einkehr und Selbstbesinnung beitragen. Der erste Bert reter des Wittelrheinkreises und Gaues Hessen, Arthur Pfeiffer (wehlar) ■ dankte der Stadt in herzlichen Worten und wies auf die lange Zeit der Selbstausbildung und : Körperkultur eines durchgebildeten Geräteturners hin, die Anerkennung verdienen auch als geistig- b sittliche Leistung, und weiter auf die ehrenamt- : Cicfje Tätigkeit aller derer, die der Iugend den aus «SSSr fe’wi Ä iE. (Xt)92 ginti81 w •l I*11’- gelocht. [es»D hfflUDD 1MW Inhaber: afluboU>ll'l|i Teievbon^^-. üui tecs-"11' SS'S rTereSeJ Bottrop die Geschichte von Iava erzählt hatte. Dementsprechend war dann auch der Empfang. Damit Käthe aber die Fragen nach ihrer fernen Heimat auch beantworten könnte, hatte Frau Adelheid ihr'eine Menge Werke über Iava und namentlich über Tu.tenzorg kommen lassen und sie gebeten, eifrig darin zu studieren. Sie selbst hatte ihr dabei geholfen und sie dann auch geprüft. And jetzt konnte schon sogar ein Kenner des Landes kommen, ohne daß Käthe fürchten mußte, sich eine Blöße zu geben. Immer aber lag ihr schwer auf der Seele, dah sie doch lügen mußte. And immer wieder fürchtete sie, daß durch einen Zufall alles an den Tag kommen könnte. Sie atmete auf, als Tante Adelheid ihr verkündete, daß am nächsten Tage die Aebersiedlung nach Ronnenwerth stattfinden sollte. Als sie dann vor dem alten, schlohähnlichen Herrenhcu'e vorfuhren, von dessen Rampe aus die ganze Gegend zu übersehen war, da war Käthe wieder zum ersten Male von Herzen froh. Sie wußte, daß sie hier glücklich sein muhte. Während der nächsten Tage durchstreifte sie zu Fuß den Park und die ganze Gegend, teils allein, teils von einem Diener gefolgt, bis dann Tante Adelheid es an der Zeit hielt, den Unter» richt in Tennis, Hockey und Reiten beginnen zu lassen. And die Tante war entsetzt, als sie erfuhr. daß Käthe nicht einmal tanzen konnte! „Da mußt du viel lernen, bis wir die Einladungen hinausschicken können!" sagte sie. „Sei nur recht sleißig, daß es nicht zu lange dauert!" Käthe gab sich wirklich alle Mühe, und wieder zeigte sich ihre natürliche Anstellig^it. Es dauerte keine vier Wochen, da war sie schon fest im Sattel, kannte die alten und die modernen Tänze und spielte recht gut Tennis und Hockey. Tante Adelheid überzeugte sich immer wieder davon. And eines Abends, als sie mit ihrer Richte beisammensah, sagte sie: „Morgen früh werde ich die ersten Einladungen absenden. und ich halte es für meine Pflicht, dich vorher schon über die Leute ju unterrichten, die du demnächst wirst begrüßen müssen. In erster Linie wird das der Baron Felix von Turnau sein, einer der ersten Kavaliere unserer Gesellschaft, ein Gentleman im Sinne des Wortes und unermeßlich reich. Ich bin gewiß, daß er dir bald gefallen wird. Dann möchte ich Isolde von Kletten einladen, die Tochter eines Generals und ebenfalls reiche Erbin. 'Sie spielt eine führende Rolle in der Gesellschaft, ist anerkannte Meisterin in allen Sportarten und unbestrittene Königin der Salons. Von ihr kannst du also immerhin, noch viel lernen, obwohl sie ein wenig zu frei und zu selbstbewußt ist. Sie ist mit Turnau schon seit Iahren bekannt. Die Familien sind eng befreundet, (Fortsetzung folgt.) Modengeschäfte wurde aufgesucht. Käthe merkte wohl, wie die Direktrice etwas verächtlich auf das Kostüm schaute, das ihr selber doch als der Inbegriff aller Eleganz erschienen war. Sie fühlte sich beschämt und war Tante Adelheid dankbar, als sie sagte: „Meine Richte, Fräu lein Bernsbruck. konunt aus einem Lande, wo man es nicht so bequem hat wie hier, wenn man sich ausstatten will. Sie hat bis jetzt in Buitenzorg gelebt, wo ihr Vater große Pflanzungen besah. Run aber soll sie Deutschland kennenlernen, und ich vertraue Ihnen, liebes Fräulein, daß Sie aus dieser jungen Wilden eine tadellose Dame machen werden!" Käthe staunte heimlich, wie Tante diese Anwahrheit so ruhig aussprach, aber sie merkte sofort, wie sich das Benehmen der Direktrice änderte, wie sie die ' Vorführdamen durcheinander trieb, wie geschmeidig sie wurden. Sie war sehr müde und erschöpft, als endlich die Auswahl getroffen war. Sie hätte aber nicht sagen können, wieviel Kleider sie nun besaß. And als sie im List hinunterfuhren, da dachte sie nichts weiter als: Wenn ich doch jetzt ein Stück hinaus könnte aus der Stadt, nichts sehen als Bäume* und Büsche! Als hätte Tante Adelheid diesen Gedanken erraten, befahl sie dem Chauffeur, ein tpemg ms Freie zu fahren, nach Wildenhagen hinaus. Käthe lieh sich aufatmend in die Polster zurücksinken und schloß die Augen. Sie wollte diese Häuser und diese Menschen nicht mehr sehen, wollte die Augen erst wieder öffnen, wenn sie merkte, dah frisches Grün sie umrauschte. Frau Bottrup beobachtete verstohlen ihre Richte und lächelte dabei. Sie sah immer von neuem, wie schön dieses unschuldige Kind war. und sie freute sich schon im voraus auf all die' neugierig- erstaunten und bewundernden Blicke, wenn sie die erste Gesellschaft geben würde. Die Herren würden die junge Schöne nur so umschwärmen, Ia, die erfahrene Frau wußte, daß sie sich nicht lange ihrer wiedergefundenen Richte würde erfreuen können. Sie würde bald einem Manne folgen. Aber welchem? And insgeheim ging Frau Adelheid alle Manner durch, die in Frage kamen. Es war mancher unter ihnen, der ihr willkommen gewesen wäre und ihr auch für Käthe gut genug erschien. Aber endlich dachte sie doch nur noch an einen, an ihren Liebling, den jungen Felix von Turnau, der selber nicht wußte, wie viele Herrschaften er eigentlich besah, wie groß sein Vermögen und seine Einkünfte waren. Wenn er Käthe sah. ... Frau Adelheid baute Zukunftsschlösser und störte Käthe nicht. And als sie endlich im Freien Liebe in Ketten. Vornan von Hans Mtteweider. Copyright by Martin F uchtwanger, Halle (Saale). LI Fortietzung. Nachdruck verboten. And öiefer Gedanke verbannte schließlich alle Sorgen aus ihrem Herzen. Lächelnd schaute sie sich um, lächelnd lief sie durch die beiden Zimmer, die ihr nun gehören sollten. Ein Bade- und ein Ankleideraunr grenzten daran, und was Käthe da sah. das war ihr alles wie ein unerwartetes Geschenk. Sie kam sich vor wie eine Märchen- Prinzessin, die von einer bösen Fee verwunschen und nun von einem fremden schönen Prinzen erlöst worden war. Einige Zeit später eilte Käthe die Treppe hinunter zur Tante, die schon zur Ausfahrt fertig foar. Sie mußte sich mustern lassen und Frau Adelheid war sehr zufrieden mit dem Aussehen 3er Richte. Sie schritten hinaus und durch den Garten. 3er noch immer in hellem Sonnenschein lag. Das Gittertor sprang auf, und draußen hielt ein wundervoller Horchwagen, auf dessen Führersitz 3er Chauffeur in dunkelblauer Aniform und ebensolcher Mühe sah. Wie wunderbar war es. in diesem eleganten Geführt durch die Straßen der Stadt zu gleiten, llill und geräuschlos, in den Weichen Polstern zu sitzen und auf die Menschen zu schauen, die Hurch die Straßen hasteten oder schlenderten. Da hielt der Wagen vor einem vornehm aus- lehenden Geschäftshause. Der armen Käthe schwirrte es im Kopfe, als Ile all diese Herrlichkeiten sah, die sie nie gekannt hatte, und die doch, wie Tante sagte, unbedingt nötig für sie waren. Sie wunderte sich, daß Tante nie nach den Preisen fragte, dah sie lich immer nur das Beste vorlegen lieh. Erst als sie das Haus verliehen, wagte sie die Frage: „Tante Adelheid, machst du dir nicht zuviel kosten meinetwegen?" „Rärrchen, glaubst du. dah i ch das zu bezahlen Labe? Du hast doch selbst ein recht nettes Der- mögen. Cs war ja einst großer als es letzt ist. roch wir haben immerhin noch genug für dich retten können, daß du reicher bist als ich. Du kannst dir alles das gut leistem du hast ja bisher idchts ausgegeben. Kind, wenn ich einst abgerufen werde, so wird dir ja auch haö aufallen, was ich hinterlasse. — Rein, nein, sorge dich nicht! Vergiß, daß du arm warst und bedenke, daß auch dein Name dir Verpflichtungen auf erlegt. Da schwieg Käthe und mußte daran denken, wie sehr sie sich gefreut hatte, als Berndt Klausen ihr in dieser Stadt allerlei gekauft, was sie bis 3ahin entbehrt hatte. Die Fahrt ging weiter. Eines der ersten derer"' Dieö von auch nur 4 P.. wieder auf. Goetsch (Marburg) zeigt hier die Glanzleistung mit 29Vs P- (30 P. ist Vollwertung), und unter brausendem Beifall erhält er dabei zwei Zehnerwertungen: sein Dereinsbruder Keil (Marburg) erringt die zweitbeste Wertung mit 28 P. — In der Wertung stehen Ffm.:H. — 104:108; in der Gesamtpunktzahl wie 521:492l/2; Frankfurt schließt mit 28V° P- Vorlage. — Beim Längspferd werden die Frankfurter noch weiter zurückgedrängt. Sie schließen mit 220'/» P. ab, während die Hessen auf 234 P. kommen. Goetsch (Marburg) erringt die höchste Punktzahl mit 28, und hat damit und mit seiner Freiübung (291/2 Punkte) seine geringeren Leistungen am Darren und Seitpferd wieder ausgeglichen. Würtz (Krofdorf). Reuter. Eckhardt und Fink bleiben ihm mit 27Vs P- nahe, während die Frankfurter es nur bis auf 26Vs P- im Höchstfall bringen. Die Spannung zwischen den beiden Gauen hat sich um 13l/2 P. verringert, die Frankfurter verfügen nur noch über eine Vorlage von 15 P. — And dieser Unterschied hätte sich jedenfalls beim Reck noch etwas ausgleichen lassen, wenn nicht Karl Reuter vorzeitig seinen Abgang hätte machen müssen; es war schade; zumal Seth und Fink hier ihre Höchstleistungen mit je 29 P. erzielten, und die Frankfurter auch zwei Pechvogel mit sich führten mit je 18 P. — Irn übrigen aber waren die Frankfurter hier gut in Form, und Winter (Eintracht) schloß den Wettkampf mit einer Leistung von 30 P. Sie verzeichneten am Reck 224 P., während die Hessen mit 2141/2 P. Abstand nehmen mutzten. Die Frankfurter hatten wieder 9V» P. zugelegt und errangen den Endsieg mit 241/2 P. Aeberschuh. ©cfamfroerfung: Gau Frankfurt a. 211. 965* p.; Gau Hessen 941 p.; (Bau Rhein-Mosel 766 p. Die Gesamtpunktzahl für eine Gaumannschaft betrug an den Geräten (ausschließlich der Freiübungen) 1080 (4 X 30 X 9); dem Gau Frankfurt fehlten daran 218,5 P., dem Gau Hessen 247 P., dem Rhein-Moselgau 397 P. Die Durchschnittszahl aller Wertungen an den Geräten beträgt 88 P.; Otto Textor vom Turn» und Sportverein 1860 Marburg, mit seinen 39 Lebensjahren, der Senior aller Mitkämpfer, hat sie mit 881 P. am nächsten erreicht. Im ganzen liegen 15 Turner über, und 12 Turner unter dieser Zahl und zwar Frankfurt mit 1 unter, mit 8 über dem Durchschnitt, Hessen mit 3 unter, mit 6 über, und Rhein-Mosel mit 8 unter und mit 1 über dieser Zahl. Die Duchschnittszahl der Gerätelvertungen betragt im Gau Frankfurt 95,7 P., im Gau Hessen 92,6 P., im Gau Rhein-Mosel 76 P. — Frankfurt liegt also 7,7 P. über dem Gesamtdurchschnitt von 88 P., Hessen 4,6 P. und Rhein-Mosel liegt 12 P. darunter. Im Gaudurchschnitt liegt Hessen 3,1 P. unter Frankfurt, Rhein-Mosel 19,7 P. Dem Gaudurchschnitt der Frankfurter mit 95,7 P. steht Robert Jansen (Eintracht) mit 95 P. am nächsten und ist merkwürdigerweise auch als sechster in die Mitte seiner Mannschaft gestellt worden; 7 Turner kreisen zwischen 90 und 99! um diese Durchschnittszahl, ein Turner fällt ab auf 81 und einer (Winter, Eintracht) steigt auf zu 107 P. Zwischen diesen beiden Endpunkten 81:107 steht also eine ziemlich ausgelichene Mannschaft van Weg zu solchen Höchstleistungen bahnen Helsen. Beide Ansprachen wurden mit großem Beifall ausgenommen. Rachdem das Kampfgericht, bestehend aus den bewährten Turnerführern W. Hoffer- b e r t. Darmstadt; W. Schalkes. Wiesbaden, und W. Cray. Mainz, an der Spitze als Obmann und Vertreter des Mittelrheinkreises der Kreisoberturnwart Georg Frey, Mainz, dem Hause vorgestellt war, trat um 3.15 Ahr der erste Turner zur Parren-Uebung an. Rach Ablauf einer Stunde zeichnete sich die Wettkampflage der drei Gau-Mannschaften schon in ihren Grundzügen ab: Frankfurt a. M.: Rhein- Mosel: Hessen = 209:172V2: 201. Rhein-Mosel blieb merklich zurück, und der eigentliche Kamps schien zwischen Frankfurt und Hessen zu entbrennen. Am Anfang bleiben die Hessen zurück, aber mit Reuter an fünfter Stelle nehmen sie die Führung auf, während der entsprechende Frankfu.ter H o r n i s stark abfällt. Eckhardt, Nidda; Seth, Grohen-Linden, und S i n n w e l l, Bad-Rauheim, liegen um 25 Punkte, während es die Frankfurter nicht mehr so hoch bringen, außer Pfeiffer (Eintracht), der 28V2 Punkte vorlegt. Mit glänzender Hebung und derselben Punktzahl schließt Fink, Marburg, die Barren- Übungen ab, und mächtig steigert sich der Beifall, als auf seinem Punktfeld die erste Vollwertung mit 10 Punkten erscheint. In der Gesamtpunktzahl aber lagen die Frankfurter um 8 Punkte voraus. Run galt es für die Hessen aufzuholen. Bald liegen die beiden Gegner beim nächsten Gerät. Seitpferd scharf hintereinander, ein äußerst spannender Kampf um die Führung hält alles in atemloser Aufmerksamkeit, und Beifall regt sich ermunternd dazwischen. Zwar kämpfen beide Gaue zunächst mit wechselndem Glück, Hessen bleibt allerdings etwas zurück, aber wiederum legen Reuter, Eckhardt, Seth und Sinnwell gut vor, Pfeiffer und Winter (Eintracht) bringen es zuletzt auf die Höchstwertung von 27V» P., während Fink (Warburg), der glänzende Letzte am Darren, seine Abschluhübung diesmal — wie sagt doch der Turner! — glänzend „versaut", unter allgemeiner Anteilnahme muh er sich 13 Punkte auf der Anzeigetafel anstecken lassen. Die Frankfurter schließen mit 208 Punkten ab, gleichwertig mit ihren Darrenpunkten (239) und erhalten als Gesamtpunktzahl 417; die Helfen verzeichnen nur 183'/r P-, sind also mit 171/- P. gegen ihre Darrenpunktzahl zurückgeblieben und lesen als ihre Gesamtpunktzahl 3841/2 Punkte. — Frankfurt hat seinen Vorsprung von 8 P. auf 32'/2 P- erhöht. Damit war die Entscheidung gefallen. Allerdings ließen die Hessen den Mut nicht sinken. Del den Freiübungen die von je vier ausgewählten Turnern jeder Mannfchaft ausgeführt werden, holen sie, wenn jfo Bahnholstrafo m mich gesetzte Ver- ^wahren zu wollen. 7 Köpfen, im Städtewettkampf schon mehrfach erprobt. Dem Gaudurchfchnitt brr Hessen mit 92,6 P- teht Karl R e u t c r mit 96 P. am nächsten in seiner Riege an 5. Stelle, 4 Turner stehen z. T. erheblich über diesem Durchschnitt (98 bis 103* P), 4 Turner z. T. erheblich darunter (81 bis 88* Pll- Gau Rhein-Mosel mit Durchschnitt 76 P. indet seinen Vertreter in Willi Grifar (Wirges) mit 75* P., an 7. Stelle in der Riege, 5 Turner liegen zwischen 80 bis 84 P., und dieser ausgeglichenen Gruppe stehen 3 Turner gegenüber mit 36,56 und 103* P.; diese höchste Zahl hat Fritz Wernt- gen, Tgs. Koblenz, der Senior der Mannschaft mit 37 Ähren, erreicht. Die geringste Punktzahl überhaupt beträgt 36 (3oft, Rh.-M), die höchste 107 (Winter, Eintracht), die höchste erreichbare Einzelwertung 120 P. — Es folgen Werntgen (Rh.-M.) mit 103$ P. und Hessen mit Seth 103$ P., Sinnwell 103 Punkten und Eckhardt mit 100 P. Seth und Eckhardt find Mitglieder größerer Landvereine, ein Beweis, daß nicht nur große Städte nötig sind, um gute Turner heranzubilden. Zum Schluß ließ Gauoberturnwart W. Will (Gießen) die Riegen antreten und überreichte mit ehrenden Worten den Frankfurter Siegern den schlichten Eichenkranz unter den „Gut-Heil"°Rufen ihrer Mitkämpfer und der Zuschauer. Fußball in Hessen-Hannover. Bei den gestrigen Fußballkämpfen im Bezirk Hessen-Hannover ergaben sich folgende Resultate: Hessen 09 — Hermannia Kassel 1:1. S. C. 05 Göttingen — Kurhessen Marburg 6:0. Kußball in Süddeuischland. Dei drn gestrigen Fußball-Derbandsspielen in Süddeutschland fielen im Dezirk Main- Hessen wichtige Entscheidungen. Ramentlich in der Gruppe Main, in der die vier Tabellenersten gegeneinander spielten, erhielt die Meisterschaftsfrage eine Art Vorklärung. Die erste Anwartschaft liegt nunmehr zwischen Eintracht Frankfurt und Anion Riederrad. Eintracht schlug in einem sehr schönen Kampfe Rotweih Frankfurt knapp, aber verdient mit 1:0 Toren, und Union Riederrad besiegte F. Sp. D. Frankfurt einwandfrei mit 2:0 Toren, F. Sp. D. allerdings mit viel Ersatz. Germania Bieber schüttelte auf eigenem Platz die Sp. Dgg. 02 Griesheim mit 4:0 ab. Bei Kickers Offenbach gegen 1. F. C. 93 Hanau handelte es sich um fast dringende Abstiegsfragen. Offenbach schaffte sich durch sein 5:3-Spiel auf den 3. Platz vor, während die Lage für Hanau mehr und mehr unbehaglich wird. Die Gruppe Hessen sah in Wormatta Worms gegen S. V. Wiesbaden auch die Begegnung der beiden Tabellenersten. Wormatta hatte mit 5:1 den Sieg sicher. Reu-Isenburg gewann gegen S. D. 98 Darmstadt mit 2:0 nur recht knapp, Hassia Bingen überraschte durch sein 2:1 gegen den F. Sp. D. 06 Mainz. Der Bezirk Bayern hatte in der Gruppe Rordbayern durchweg knappe Resultate. Die Sp. Dgg. Fürth schlug den F. D. 04 Würzburg nur mit 2:1, auch A.S.V. Nürnberg gegen Bayern Hof endete 2:1, und F. C. Bayreuth gegen V. f. R. Fürth verlief 1:1 unentschieden. Der Tabellenletzte, Sp. Dgg. Hof, hielt sich gegen den 1. F. C. Nürnberg mit 0:3 Toren leidlich gut Babndosstr.491 Ni, W! M SW? wenig getragen lür mluL tztgur, preiswert zu verkaulen. Anzusehen Tienötag n.Mittwocho.3-6llbr. Ba ertragen In der GelchäftSst.d.G.An». Kaufgesuc he) 0656« In der Gruppe Südbahem setzten die Münchener Bayern mit einem 7:2 gegen Teutonia München ihren Siegeszug fort. S. V. 1860 München überraschte durch sein hohes 5:1 gegen Schwaben Augsburg. F. V. Ulm bereitete Wacker München ein ganz unerwartetes 2:1. Oberheffen. Landkreis Gießen. X K l e i n - L i n d e n, 13. Oft. Die Bautätigkeit in unserem Orte war in diesem Jahre nicht so lebhaft wie im vorhergehenden Jahre; dies ist zum größten Teil auf bi/ Geldknappheit zurückzuführen. Bezugsfertig hergestellt wurden 2 Zweifamilien- und 2 Einfamilienhäuser, während ein weiteres Wohnhaus im Rohbau erstellt wird. Weiter wird eine neue Bäckerei gebaut und ist eine Transformatorenstation errichtet worden. Ferner wurden mehrere Um- und Anbauten an Wohnhäuser und landwirtschaftliche und gewerbliche Gebäude ausgeführt. V Mainzlar, 12. Oft. Die Obsternte, die bei uns einen mittleren Ertrag lieferte, hat sich in diesem Iahre länger hinausgezogen als in sonstigen Iahrcn. Während in früheren Iahren auf unserem Bahnhof ein reger Berladebetrieb herrschte, sind in diesem Iahre bis jetzt nur zwei Waggon Falläpfel verladen worden. Hierfür wurden von den Händlern 2,00 bis 2.50 Mk. geboten und bezahlt, während diese jetzt für den Zentner guter Tafeläpfel 3,00 Mk. bieten. Die Erzeuger können sich bei einem derartigen Angebot nicht zum Absatz des Obstes entschließen, da ein derartiger Preis ihnen noch nicht einmal die Erntekosten einbringt. # Aus der mittleren Wetterau, 12. Ott. Mit der Aussaat des Winterweizens wurde diese Tage begonnen. Der Roggen ist ziemlich ausgestellt und beginnt bereits aufzulaufen. Auch die Wintergerste, die in den letzten Iahren vermehrt angebaut wird, steht schon in Reihen. — Auf allen Bahnhöfen werden gegenwärtig M o st ä p f e l eingeladen. Die auffallende Menge Mostobst ist größer geworden, als man rechnete, weil ein großer Teil des Wirtschaftsobstes so klein geblieben ist, daß es als Ehobst nicht verkäuflich ist. Der Zentner Kelteräpfel wird mit 2,50 bis 2.75 Mk. bezahlt. Die Nachfrage aus den ausgesprochenen Mostgegenden hat in letzter Zeit nachgelassen. Tafelobst wird neuerdings durch schlesische Großhändler zu den seitherigen Preisen, 6 bis 11 Mk., eingekauft. — Das Kartoffelgeschäft kommt jetzt in Gang. Der Preis ist etwas in die Höhe gegangen; es tostet jetzt der Zentner gclbfleischige Kartoffeln, Edeltraud und Industrie, 3 Mk. Kreis Friedberg. WSR. Butzbach. 12. Ott. Im benachbarten Pohl-Göns hat sich ein ähnlicher Gaunerstreich ereignet, wie dieser Tage in Wetzlar. In Pohl-Göns bot ein Motorradfahrer einem Landwirt ein Motorrad sehr billig an und erbot sich, nachdem beide handelseinig waren, den Käufer zur Bant nach Butzbach zu fahren, um dort den Kaufbetrag abzuheben. Rach Empfang des Geldes erklärte der Motorradfahrer dem Landwirt den Gang der Maschine und bat ihn. nochmals abzusteigen. Der Motorradfahrer verschwand alsdann aufRimmerwteder- sehen. Es scheint sich um denselben Gauner zu handeln, der in Wetzlar unter den gleichen Umständen denselben Trick ausgeführt hat. Kreis Büdingen. W. Dauernhe im, 12. Oft. Unsere Kirche ließ sich trotz zweier Oefen schon feit Iahren sehr schlecht Heizen, so daß im vergangenen kalten Winter an einer Reihe von Sonntagen im Rathaussaal der Gottesdienst gehalten werden muhte. Run wird soeben eine neue Luftheizung nach dem System Esch angelegt. Vor dem Altar wurde ein 2,65 Meter tiefer. 3,20 Meter langer und 1,80 Meter breiter Schacht ausgegraben, in den der Ofen kommt; die Rauchableitung geht nicht mehr, wie seither, durch hohe zur Decke geführte Ofenrohre, die eine Verunzierung des Kirchen- raumes bildeten, sondern durch Tonröhren, die in die Kirchenmauer eingefügt wurden, also unsichtbar sind. Beim Ausschachten des Ofenraumes im Schiffe der Kirche stieß man auf einige Gräber, die mit Steinplatten bedeckt waren und in denen noch sehr gut erhaltene Skelette gefunden wurden. Wir wissen aus dem ältesten Kirchenbuch, das mit dem Iahre 1558 beginnt, daß besonders die Familienglieder der einstigen Adels- gcschlechter Dauernheims hier begraben wurden, besonders die Herren von Brambach und von Hattstein. So berichtet dos Sterbeprotokoll von 1604: »Frau Glisabethe von Hattstein, Witwe des Heinrich v. H., erlitt große Armut und gab die beste Kuh aus ihrem Stall um Gottes Willen in diese Kirch allhir zu Dauernheim, darin sie ) auch begraben liegt und ward die Kuh verkauft für 14 Gulden, davon jährlich die Pension d. h. ! 'er Zins unter die Armen ausgeteilt soll werden." 3m nächsten und übernächsten Iahre steht die so notwendige, vollständige innere Restaurierung unseres Gotteshauses bevor. Die letzte geschah erst vor 30 Iahren, aber infolge der rußenden Oefen und der Feuchtigkeit sind Wände und Decke schwarz und schimmelig geworden, ferner an vielen Stellen der Verputz abgefallen, so daß der Innenraum der Kirche zur Zeit ein unwürdiges Bild darbietet. Werm die Gemeinde Dauernheim offene Hände hat, läßt sich etwas Schönes schaffen, zumal wenn die Orgel, die einst eine kunstlose Zeit, etwa um 1660, in den Chor eingefügt hat, dort entfernt und auf die gegenüberliegende Seite zu stehen kommt, so daß der wunderbare gotische Chor, der aus der Zeit von 1475 stammt, endlich sich in seiner vollen Pracht dem Auge offenbaren kann. # Echzell, 12. Oft. Der dieswöchige Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 194 Tieren zu verzeichnen. Die Rachfrage nach Ferkeln war sehr groß, veranlaßt durch die billigen Kartoffel- und hohen Fettschweinepreise. Bei glattem Marktverlauf hatten die Preise eine geringe Ermäßigung zu verzeichnen. 6—7 Wochen alte Iungtiere kosteten 33—37 Mk., 7—8 Wochen alte 36—42, ältere Tiere wurden je nach Qualität entsprechend höher bezahlt. Verhältnismäßig stark gefragt waren ältere Springer und Einlege- schweine, wofür bis zu 65 Mk. je Stück geboten wurden. Preußen. Kreis Wetzlar. <> Hochelheim, 12. Oft. 3m Winterhalbjahr verkehrt das P o st a u t o auf der Linie Wetzlar — Hochelheim wie folgt: a) auf der Strecke von Wetzlar nach Hochelheim werktags 7.30 Uhr ab Wetzlar (Bahnhof), 8.15 Uhr an Hochelheim; Mittwochs und Samstags 12 Uhr ab Wetzlar (Bahnhof), 12.30 Uhr an Groß-Rechtenbach; werktags 14 Uhr ab Wetzlar (Bahnhof), 14.25 Uhr an Groß-Rechten- bach (Mittwochs und Samstags wird diese Fahrt bis Hochelheim durchgeführt); b) auf der Strecke von Hochelheim nach Wetzlar: werktags 8.20 Uhr ab Hochelheim, 9.10 Uhr an Wetzlar (Bahnhof); Mittwochs und Samstags 12.35 Uhr ab Groß-Rech- tenbach, 13.05 Uhr an Wetzlar (Bahnhof); werktags 14.55 Uhr ab Groß-Rechtenbach, 15.25 Uhr an Wetzlar (Bahnhof), (Mittwochs und Samstags beginnt diese Fahrt 14.45 Uhr in Hochelheim). Kreis Marburg. ][ Marburg, 13. Oft. Als gestern nachmittag der zwölfjährige Sohn des Bahnbeamten P a u s ch mit seinem Fahrrade die Bahnhofstraße entlang fuhr und in eine Seitenstraße einbiegen wollte, geriet er in die Schienen der Straßenbahn und kam zu Fall. Im deichen Augenblick wurde er von einem unmittelbar hinter ihm herkommenden Lastkraftwagen erfaßt und zur Seite geschleudert, wobei er außer sonstigen schweren Verletzungen einen doppelten Schädelbruch erlitt. Schon nach einer Stunde gab der arme Junge in der Klinik, wohin man ihn verbracht hatte, seinen Geist auf. Rundsuiikprogramm. Dienstag, 15. Oktober. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Tangos. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend. Aus dem Wunderreiche der Ratur: „Antoni van Leeuwen- hoek, der erste Mikrobenjäger". 16.15 bis 18: Vach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10: Lese stunde. 18.30: „Abenteuer in der Mandschurei", Vortrag von Richard Huelsenbeck. 18.50: Von Kassel: »Was bedeutet Bayreuth für das heutige Theater und sein Publikum?", Vortrag von Walther Eggert, Bayreuth. 19.10: Funkhochschule. Kurs über erste Hilfe, 4. Vortrag: „Knochen- und Gelenkverlehungen", Vortrag von Stadtarzt Dr. Reinheimer. 19.30: „Fragen des Films". 20: Von Stuttgart: Konzert des Wend-- linquartetts. 21.15 bis 22.15: Von Stuttgart: Literarisch-Musikalische Veranstaltung. 22.30 bis 24: Von Stuttgart: Tanzmusik. Mittwoch. 16. Oktober. 13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Iugend: „Don freundlichen Heinzelmännchen", Vortrag von Rektor Wehrhan (für Kinder vom 10. Iahre ab). 16.15 bis 18: Vach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10: Bücherstunde. 18.30: Esperanto-Unterricht. 18.45: Senckenberg-Viertelstunde: „Tiergesellschas- ten", Vortrag von Dr. R. Mertens. 19.10: Von Mannheim: Reportage: „Revolutionäre unter Glas und Rahmen", Zwiegespräch anläßlich der Ausstellung des Mannheimer Schloß» museums: „Die politische Bewegung der Iahre 1848—1849". 19.20: Französische Literaturproben. 19.35: Französischer Sprachunterricht. 20: Von und nach Stuttgart: „Rorwegischer Abend". Musikalischer Teil von Stuttgart; literarischer Teil von Frankfurt. 21 bis 22: Don und nach Stuttgart: Dialekt-Austausch-Abend. 22.30: Funkstille. Wirtschaft. Normale Entwicklung am Geldmarkt. Der Ausweis der Reichsbank vom 7. Oktober ließ erkennen, daß die Rückflüsse bei der Reichsbank nach dem Quartalsultimo einen normalen Umfang erreicht haben. Allerdings zeigte sich beim Wechselportefeuille der Reichsbank nur eine zögernde Entlastung, die auf die am 10. Oktober fälligen Vorauszahlungen auf Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer zurückzuführen ist. Denn die Steueransprüche haben recht erhebliche Beträge im Ausmaß von etwa 700 bis 800 Mill. Mark festgelegt. Der Steuertermin war auch in der Derichtswoche zunächst für die Entwicklung am Geldmarkt von Einfluß, indem er mit seinem starken Geldbedarf auf die Tendenz Geldmarktes drückte. Anderseits sind die Ansprüche aus der Wirtschaft saisonmäßig zurückgegangen, und sie werden auch fernerhin eine Erleichterung für den Geldmarkt bringen, zumal die Geschäftstätigkeit im allgemeinen recht mäßig ist. Auch die Ansprüche seitens der Landwirtschaft sind stark zurückgegangen, und die Beeinflussung des Geldmarktes durch die Landwirtschaft hat damit saisonmähig ihr Ende gefunden. Die Entwicklung am Geldmarkt ist angesichts dieser Umstände in der vorigen Woche normal vor sich gegangen. Am Markte für Tagesgeld trat nach zunächst unverändertem Anhalten des hohen Satzes eine Ermäßigung ein, und zwar am Ende der Derichtswoche auf etwa 7 bis 9 Prozent. Dagegen blieben sowohl Termingeld, als auch Monatsgeld unverändert teuer. Auch am Privat- diskontmarkt ist eine wesentliche Entlastung bisher nicht eingetreten, wenn auch inzwischen eine Ermäßigung der Votierungen für Privatdiskonten vorgenommen werden konnte. Was die internationale Geldmarktlagc angeht, so sind die Aussichten immer noch ungewiß. Am Veuhorker Call-Money-Markt hat sich zwar eine Erleichterung ergeben, derzufolge auch am Berliner Geldmärkte sich wieder größeres Angebot von Auslandgeld zeigte, welches natürlich ohne weiteres Ausnahme fand. Es bleibt aber abzuwarten, ob das Geschäft an der Veuhorker Börse ruhiger wird, und sich infolgedessen durch eine Verschiebung der Vachfrage nach Geld wirklich die gewünschte Erleichterung ' am Veuhorker Tagesgeldmarkt ergeben wird. Ungünstig liegen dagegen nach wie vor die Verhältnisse auf bem englischen Geldmarkt, wo trotz der Diskonterhöhung noch immer sich nicht endgültig eine normale Entwicklung durchsetzen konnte. Trotz der Diskonterhöhung ist erneut ein Rückgang des Pfundkurses eingetreten, der wiederum Goldabgaben der Dank von England an Frankreich zur Folge hatte. Solange die Schwankungen des PfundkurseS nicht beseitigt werden können, bleibt die Lage in England für den Geldmarkt ungewiß, da dann gegebenenfalls mit einer weiteren Dis- kontmaßnahme gerechnet werden muß. * * Die amtliche Großhandels in de x- zlf fer. Die auf den Stichtag des 9. Oktober berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 137,8 gegenüber der Vorwoche (138) leicht zurückgegangen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe auf 132,8 (133,1) und diejenige für industrielle Rohstoffe und Halb- waren auf 131 (131,2) gesunken. Gleichzeitig hat die Indexziffer für industrielle Fertigwaren auf 156,7 (156,9) nachgegeben. * Rußlandauftrag für Lenz & C o. Die Firma Lenz 8- Co. G. in. b. H., Berlin, verhandelt mit den zuständigen Behörden in Moskau wegen eines Auftrags für den Bau von 400 000 Quadratmeter Asphalt- und Betonstraßen. Wie WTB.-Handelsdienst hierzu erfährt, sollen die Arbeiten im Sommer nächsten Jahres durchgeführt werden. Der Wert des Auftrages wird mit 10 bis 11 Millionen Rubel, d. h. 20 bis 22 Millionen Mk., angegeben. Die Lenz 8- Co. G. m. b. H. hat bereite in den letzten drei Monaten etwa 60 000 Quadratmeter Asphalt- und Betonstraßen in Moskau gebaut, und zwar zum Preise von 12 Rubel oder 24 Mark pro Quadratmeter. Für den Straßenbau wurde ausschließlich sowjetrussisches Material verwandt. Die Zusammenarbeit mit den Sowjetbehör- den war recht gut. * Verein für Z e l l st o f f i n d u st r i e A.-G., Berlin. Die Verwaltung schlägt für das am 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr 1928/29 nach reichlichen Abschreibungen die Verteilung einer Dividende von wieder 10 v. H. auf die Stammaktien und wieder 8 v. H. auf die Vorzugsaktien vor. Das neue Geschäftsjahr ist bisher befriedigend verlaufen. * Ufa wieder dividendelos. Die Uni- versum-Film-A.-G. erzielte im Geschäftsjahr 1928/29 einen Betriebsüberschuß von 23,10 (21,81) Millionen Mark. Abschreibungen auf Filme betrugen 12,70 (11,10), Steuern 4,10 (3,50) Millionen Mark. Der nach Abschreibungen von insgesamt 15,59 Millionen Mark verbleibende Reingewinn von 14 358 (161 216) Mark soll vorgetragen werden. Frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 14.Ott. Tendenz: geschäfts- los. — Zu Beginn der neuen Woche war an der Börse infolge des heutigen hohen jüdischen Feiertags fast vollkommene Geschäftslosigkeit festzustellen. Die Grundstimmung war jedoch nicht unfreundlich, die Kurse blieben im allgemeinen etwas behauptet, obwohl nennenswerte Anregungen nicht vorlagen. Die bestehende Zurückhaltung wurde noch verstärkt durch eine Nachricht, nach 'der bei den Verhandlungen mit dem Schwedentrust Schwierigkeiten aufgetreten sind. Im Vordergründe .standen von Elektrowerten Gesfiirel, Schuckert und Siemens, die je 1 v. H. höher lagen. Die Kursveränderungen gegen Samstagschluß gingen kaum über 1 v. H. hinaus. Durch schwache Haltung fielen Chadeaktien auf, die zum ersten Kurse 17,75 RM. einbüßten. AEG., Licht & Kraft und Elektrische Lieferungen dagegen bis 1 v. H. gedrückt. Farbenaktien bei minimalen Umsätzen 1 v. H. niedriger. Bis zu 1 v. H. schwächer lagen noch Danatbank, Dresdner Bank, Süddeutsche Zucker und Daimler, letztere auf das morgige Ende der Optionsfrist auf das bekannte Schapirosche Daimlerpaket. Am Bauunternehmungsmarkt gaben Wayß & Freytag 0,5 v. H. nach, während Holzmann behauptet blieben. Deutsche Anleihen und Ausländer waren geschäftslos. Im Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Die Tendenz blieb behauptet. Am Geldmarkt war Tagesgeld infolge der Steuertermine weiter knapp zu 8,5 v. H. Am Devisenmarkt lag Spanien weiter sehr schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,191750, gegen Pfund 20,40, London gegen Kabel 4,8670, gegen Paris 123,93, gegen Ma- drid 34,50, gegen Mailand 92,87, gegen Holland 12,0960. Berliner Börse. Berlin, 14. Ott. Nachdem schon die Kursbildung im heutigen Vormittagsfrühoerkehr. darauf oorbe- reitet hatte, daß im heutigen Börsenverkehr im Zusammenhang mit der infolge des hohen jüdischen Feiertages schwach besuchten Börse sich Geschäft in bemerkenswertem Umfange nicht entwickeln wurde, gestaltete sich auch der gesamte Börsenverkehr recht ft i 11. Es tarn hinzu, daß anregende Momente politischer oder wirtschaftlicher Art kaum vorlagen, und daß eine Auswirkung der bekannten Kontroverse in der Elektroindustrie (Ausführungen des Herrn Siemens) auf den Kursstand der in Betracht kommenden Papiere kaum zu spüren war. Entsprechend der Geschäftsstille hielten sich auch die Veränderungen nach oben und unten bei einem Aufschlag von 1 bis 3 v. H. in engen Grenzen. Polyphon aber gewannen 5,5 v. H. Dagegen Chadeaktien, anscheinend auf die Stützungsmaßnahmen für die Spanische Bank, 11,5 v. H. niedriger. Am Rentenmarkt waren auch kaum Umsätze zu bemerken. Goldpfandbriefe lagen wie bisher still. Ltquidationspfandbriefe etwas fester. Anteilscheine meist unverändert. Nur für Industrievbliga- Honen zeigte sich vereinzelt etwas Interesie. Am Tagesgeldmarkt war etwas erhöhte Nachfrage zu bemerken. Tagesgeld 7,5 bis 9,5 o. H., Monatsgeld mit 9,25 bis 10,5 v. H. unverändert, Warenwechsel zirka 7,75 v. H. Auch im Verlaufe änderte sich an der Geschäftsstille nichts, so daß die Kurse nur geringen Veränderungen unterlagen. Lediglich für Montanwerte, besonders Phönix und Stahlverein, trat bei leicht gebesserten Kursen etwas Interesse hervor. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 12. Oft. Die Stimmung am Frankfurter Eiergroßmarkt war in dieser Woche weiter fest. Der Absatz ist etwas besser geworden. Es notierten (Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, Inlandeier ab Station) per Stück in Pfennig: Bulgarische 12 bis 12,75, holländische 14 bis 15,60, jugeslawische 12 bis 12,75, polnische 10 bis 10,75, russische 12,50 bis 12,75, dänische 13,50 bis 15,50, belg.-flandr. 14,50 bis 14,75, rumänische 11,50 bis 11,75, bayerische 12,25 bis 12,50, norddeutsche 13,75 bis 14,50. Aus dem Amisverlüudigungsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt N r. 7 4 vom 11. Oktober enthält: Die Eröffnung des ordentlichen Lehrganges 1929/30 an den landwirtschaftlichen Schulen. — Vermietung von Wohn- räumen in Schulhäusern an Privatpersonen. — Friedhofsordnung für die Gemeinde Allendorf an der Lumda. — Dienstnachrichten. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent. Atanlfun a M. Berlin Schluß- i-Uln Schlub-j Unfang» KurS Kur» Kure | Kur« Datum 12-1 . 14 10. 12.1 J 14.10. 6% DU lReld)»anleU)e o. 1927 . Dl. Lal.-Ablöl.-Schulb mit 87,5 — 87,5 — loi -Rechten........ _ 50,75 9,9 Detzgl. ebne Autlol.-Rechte . . 7% Franks Hyp.-Bk Aoldps. rat 9,8 — ’ 9,75 lünbbat 614 1932...... 85,5 —— — — 4y,% Rheinische Hhp.-Bank Liqu ©olbpi........... 76,3 _ ei.tt © aba. Borkrtegr-Obttgation. rückzahlbar 1933 88,5 _ - — 4% Schweiz. iBunbetb^CnL. . 4% Oesterreichliche ©alterte.. . _ _ 27,25 _ 27,5 _ 4,20% Oeslerr. Silberne . . _ 9 <)§ 4% Oesterreich. etnhcttL Otte 2 _ 4% Ungarische ©olbrte..... _ 2? d 4% Ungarische Staatlt v. 1910 4yt°/0 öeigL Don 1913..... — — — 4% Üngaüsche KronenNc.. . . 2,05 4% Türk. Hollanleihe V. 1911 . 4% Türkische Bagbadbabn-Lnl. 7,3 — 7,3 7,5 Serie 1. . . ...... 4% bttflL Serie ll...... 7,2 7,2 — 7,3 7,45 7,65 4% tkumdner. conDtrt. Rie. . . 7,225 7,2 14,25 «t.........8 Neid**,........12 — _ 117 -- 117,65 117,75 — —- — 156,<5 156,5 109,76 — 109,65 110,5 123.5 —— 123,65 124 — 123,75 124 199,5 —— 199,75 198 > 73,75 173,5 173,5 173,5 263 262,25 262,75 262,75 161,75 162,25 161,75 161.75 161,76 — • -1 . / 5 161,75 157 156 156 156 82 - 82 284,5 stranksun a M. Berlin Schlug» Kurs 1-Uhr Rur« Schluß. Rur« Anfang. Rur« Darum 12-10. 14-10. 12.10. 14- 10. A.E.G......... Bergmann ...... (zleftr. Lieferungen. . . Licht unb straft .... Reiten & Guilleaume. . (bei. f. ©leltr. Untern.. . Hamb. Elektr. Werke . . Rhein. Elektr...... Schlei. Elektr...... Schuckert..... . Siemens & Halske . . . Transrabio ...... Va beter; ec 4 Co..... Buverus.....* Deuilche ErdSI dienet Steinkohle ... Geilenkirchener .... Zarpener....... Harsch Eiten. ..... Ilie Bergbau..... filädnerwede..... STöln-Slturiien. . . . • Manne« mann..... Manojelber...... cberjch'ei. Eilend. Bedarf CbfritfM Kottwerke . Phönix Bergbau.... Siheini,che Braunkohlen. Rheinitabi . . Riebeck Montan .... Beringte Stahl» . . Ctaoi Minen .... Kali Aschersleben . . . Rau Westeregeln. . . . Rallwen Salzdetfurth . Z- ® starben.Industrie . Dynamit Nobel . . . . Scheide an statt..... GoIMchmivt ..... Rütgerewerte..... MetallaeieLschaft . . , . . . 9 10 V' IV. 10 10 . 9 li' 11 K. . e 10 . 6 . 6 . t . 6 . O ev. 10 ; 7 . 7 ‘ 7 10 . 6 7,'- 16'/. 1- U U . 6 L 6 ' 8 184 170 185,5 126,5 181 146 205 351 172,5 69 36,5 216 110 105,5 •126,75 74 107,25 268 112 . 114 113 67,5 23,5 228 368 198,65 46,5 69 ,6,75 121 1 1 1 15! | | | | 1 1 | 1 | 1 | | 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 r5cn 1 1 ro 1 ”2» 1 o> 183,5 210,75 170,5 186,5 125,25 179 145,5 174,5 204,5 351 172,9 68 108,13 136 136 142,25 123,26 216 110,4 120 105 128,2o 73 38,25 107,25 265,75 112 116 U2.65 68 21,5 228 d66 1 198,5 — 68 76 1 121,5 183,6 211,13 170,25 184,75 181,5 145,5 172,5 205,75 352 108,25 136 123,5 216 110 119 105,5 128,75 98,9 106,75 264,5 113 112,5 68 225,5 365,5 197 75J5 strankfun a M. Berlin Schluß» Kurs i-Uhr Kurs Schluß, ' Kurs Anfang. Kurs Datum 12.10. 14-10. 12.10. 14-10. Phlltpp Hoi,mann......- Heidelberger Le ment.... 10 Clement Karlstadt.....10 Wavb » streiiag...... 8 91 124 175 88,5 91 88 90,5 89 91,4 Schultheis Patzenhofer ... 1 Osiwerke.........12 Set. Glanz stoss......18 Bömberg........ " MeUfloji Waldhos .... 13 y, Zellstoff Aschaffenburg . . x (ifjarlottenburoer Walser ... 8 Dciiauer Gar.......9 Daimler Motoren......' Deustche Maichlnen-Fobrü . . .'iblctwede Rieoet......0 274 225 219 143,5 36,5 37 36 284 220,13 273,5 220,13 218 143,5 96,75 180,25 37 49,25 37 285,5 220,5 275 225,5 219,5 97 181,5 37,75 49,4 37,25 lludw. Loewe.......1 Rat Automobil Orenftein 4 RappA.....6 Vconbaro Tiey .....10 Bamag-Megum ....... u stranki. Maschinen......4 Griyner ..... 6 Heyliaensiaedt .......■ IunghanS..... 6 Lechwerke. . .......fr Maintrajtwerke.......i Mi,43 4.41 5,445 4,49 5,435 4,141 5,445 4,149 Uru uay 1,096 4,104 4,096 4,104 Cairo 20,01 20,05 20,905 20,945