Ur. 157 Erster Blatt 179. Jahrgang Sreltag, 14. Juni 1929 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätler Heimat im Bild Die Scholle. Bezugspreis für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vnick und Verlag: vrühl'lche Unlverfitätr-Vuch. und Steindruckerei B. Lange in Siegen. Schristleitung und Geschästiftelle: Schlllftrahe 1. Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bi» zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm H^he für Anzeigen von 2 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrist 20°/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. DerVölkerbundsrai stimmt demMinderheitenbericht zu Stresemann wahrt Deutschlands grundsätzliche Stellungnahme zum Minderheitenproblem. Das Rheinland lehnt die Verewigung der Kontrolle ab. Eine Entschließung der bürgerlichen Parteien gegen die geplante „Feststellung«!- und Vergleichskommission". das Zusammenleben der Völker betont und dis Souveränität als Grundpfeiler des Friedens bezeichnet. Das deutsche Ratsrnit- glied konnte diesem Gedanken um so lebhafter zustimmen, als auch Deutschland gerade jetzt begründete Hoffnung hat, die volle Souveränität über sein gesamtes Gebiet endlich wieder zu erlangen. Madrid. 13. Juni. (WTD.) Nachdem der Dölkerbundsrat vor Eintritt in die Tagesordnung eine Mitteilung des chilenischen Ratsinit- gliedes über die Beilegung des Tacna- Arica-Zwischenfalles entgegengekommen und alle Mitglieder ihren Beifall hierzu ausgesprochen hatten, verlas 2l d a t s ch i den Bericht über die Verbesserung des Verfahrens bei Behandlung von Minder- heitenbeschwerden. Vach einer Erklärung Dandurands, der auf die erzielten Verbesserungen, insbesondere hinsichtlich der Erweiterung der Informationsquellen des Völkerbundes hinwies, erklärte Reichsaußenminister Or. Stresemann: Der Bericht, den Sie, verehrter Herr Präsiden, in Ihrer Eigenschaft als Berichterstatter uns heute unterbreitet haben, wurzelt in den Beschlüssen, die der Rat als Kommission gefaßt hat und die eine wesentliche Verbesserung der bisherigen Behandlung der Minderheitenfrage in sich bergen. Wenn die mit der Vorprüfung der Petitionen beauftragten Komitees von jetzt ab die Pflicht haben, das Ergebnis ihrer Arbeit den einzelnen Ratsmitgliedern m i t- zu teilen, so wird dadurch den Ratsmitgliedern die Entscheidung darüber, ob sie wesentliche Fragen vor den Rat bringen wollen, wesentlich erleichtert werden. Der vom Rat ausgesprochene Wunsch, daß das Ergebnis der Verhandlungen so oft wie nur möglich der Oeffent- keit bekanntgegeben wird, wird wesentlich zur Beruhigung beitragen, da, wenn das Komitee sich diesen Wunsch bei jedem einzelnen Falle vor Augen hält, die Möglichkeit gegeben wird, daß die Petenten schon nach Abschluß des Vorverfahrens wenigstens auf diesem Wege von dem Schicksal ihrer Beschwerde Kenntnis erhalten. Wenn dank der Intervention des verehrten Vertreters von Kanada weiter zweifelsfrei klargestellt worden ist, daß die Komitees hinsichtlich der De- schasfung des nötigen Materials für die Aufklärung der vorliegenden Fälle keinerlei Beschränkungen unterliegen, also ergänzende Informationen in geeigneter Form auch von den Beschwerdeführern einholen können, so scheint mir auch dies ein wertvoller Gewinn unserer Beratungen zu sein. Ich verkenne in keiner Weise die tatsächliche und psychologische Wirkung dieses unzweifelhaft verbesserten Verfahrens. Ich bedauere jedoch, daß eine Anregung, die in der deutschen Denkschrift begründet worden ist, nicht die Zustimmung des Rates gefunden hat. Sie betrifft die Frage der Ausschließung der Vertreter stammverwandter Länder von der Teilnahme an der Vorprüfung der Beschwerden. Die Anregung der deutschen Regierung entspricht dem Geiste des Völkerbundes. Untere Arbeit wird stets zum Mißerfolg verdammt sein, wenn wir von dem Mißtrauen der Dölkerbunds- staaten ausgehen und wenn wir nicht Wunsch und Pflicht der Objektivität untereinander anerkennen. Die Arbeit der Mächte, die hier im Völkerbundsrat vereinigt sind, kann nicht darin bestehen, Interessenkämpfe untereinander auszukämpfen. Sinn und Geist des Völkerbundes ist, darüber hinaus Wege zu finden, um unter Anerkennung überstaatlicher Gedanken neben dem naturgemäßen nationalen Empfinden den Ausgleich zwischen den Aufgaben der Staaten und Völker zu suchen. Ich versage es mir, auf die vielfache irrtümliche Auffassung hinzuweisen, die sich an die deutsche Anregung knüpft, eine ständige Kommission zur Verfolgung der Minderheitenfrage einzurichten, und beschränke mich auf das, was darüber auf deutscher Seite in der Sitzung der Kommission selbst ousgeführt worden ist. wenn Ich dem Bericht zu st Imme, weil ich die Verbesserungen anerkenne, die er mit sich bringt, so muh ich doch gleichzeitig feststellen. dah der grundsätzliche Standpunkt, wie er in der deutschen Denkschrift und in den Erklärungen in der Kommission niedergelegt ist, in vollem Umfange aufrecht erhal- t e n wird. Ich darf darauf Hinweisen, daß die Anregung der deutschen Denkschrift auf Einsetzung eines ständigen Komitees auch in einer Tagung der Völkerbundsligen zum Ausdruck gekommen ist, ein Wunsch gerade derjenigen Organisationen, die sich die Propagierung des Völkerbundsgedankens in allen Ländern zur Aufgabe sehen und die diejenige organisierte Bewegung darslellen, von der der Völkerbundsgedanke bei unseren Völkern getragen wird. Es ist von einer Körperschaft wie dem Völkerbunds- rat zu erwarten, daß die jetzt beschlossene Regelung durch weitere Verbesserungen ergänzt werden wird, wenn die praktische Durchführung den gehegten Erwartungen nicht entsprechen sollte. Nach dieser Richtung hin wird jedes Ratsmitglied sich v o l l e F r e i - he i t für die weitere Behandlung der jetzt zur Durchführung gekommenen Anregung vorbehalten müssen. Der Bericht bedeutet in seinen praktischen Folgerungen einen Lösungsversuch, der dem Dölkerbundsrat eine wertvolle Handhabe für die Praxis gibt. Er wird denjenigen, welche die dem Bericht beigegebenen Unterlagen studieren, zeigen, welche großen Probleme sich hinter dieser praktischen Arbeit verbergen. Eine grundsätzliche Einigung der Auffassungen über Umfang und Begrenzung der dem Völkerbundsrat zustehenden Rechte und Pflichten ist nicht erfolgt. Der Beschlußtz des Rates, dieses gesamte Material allen Mitgliedern des Völkerbundes zuzustellen, wird diesem Gelegenheit geben, zu prüfen, ob nicht in dieser Frage eine Einigung erzielt werden kann und erzielt werden muß. Auch denjenigen Mächten, die dem Rat nicht angehören, die aber ihr Interesse an der Behandlung des Problems bereits bekundet haben, steht selbstverständlich das Recht zu, ihrerseits zu dem ihnen übermittelten Bericht Stellung zu nehmen, ebenso wie jedes Mitglied des Völkerbundes sich Vorbehalten muß, alle in den Satzungen des Völkerbundes gegebenen Möglichkeiten zur Klärung dieser Frage in Anspruch zu nehmen. Dem Bericht in der jetzt vorliegenden Form und Fassung stimme ich zu!" Oer französische Außenminister Briand beglückwünschte den Völkerbund zur Lösung einer Frage, die vielleicht die heikelste sei, die ihm Vorgelegen habe. Er wiederholte seine Erklärungen vom März über die Heiligkeit der Minderheitenrechte, denen aber der Grundsatz der Souveränität der Staaten als Grundlage des gesamten Völkerbundes gegenüberstehe. Er sprach die Befürchtung aus, daß die Minderheitenfrage wie in der Vergangenheit auch künftig im Dienste politischer Interessen als Operationsfeld zur Schaffung und Ausbeutung von Unbehagen und Tlnzu- friedenheit benutzt werden könnte, woraus sich eine Erschütterung des Völkerbundes ergeben würde. Niemand verlange vom deutschen Ratsmitglied die Preisgabe seiner Tleberzeugungen. Er danke dem deutschen Vertreter für den von ihm bewiesenen Geist der Versöhnlichkeit und des Entgegenkommens, der für das Bestehen des Völkerbundes unerläßlich sei. Dr. Stresemann stimmte in einer kurzen Erwiderung Driand darin zu, daß es sich bei der Minderheitenfrage um eine sehr heikle Angelegenheit handle. Er erinnerte ferner daran, das Chamberlain im März d. I. ausdrücklich von der chm zugeschriebenen sogenannten A s s i - milationstheorie abgerückt sei und erklärt habe, daß seine früheren Aeuherungen mißverstanden seien und er niemals gesagt habe, daß die Minderheiten kulturell in der Mehrheit aufgehen sollten. Er hoffe, die Worte Driands dahin verstanden zu haben, dah unbeschadet der selbstverständlichen Loyalität der Minderheiten gegenüber ihrem Staat ihre sprachliche, kulturelle, religiöse und ethnische Eigenart gewahrt werde. Was die Notwendigkeit betreffe, die Souveränität des Staates zu achten, so stimme niemand mehr als der Vertreter des Deutschen Reiches den Worten Briands zu. Damit war die Debatte geschlossen. Der Vorsitzende stellte fest, dah Einmütigkeit über den Bericht erzielt sei, dessen Vorschläge sofort in Kraft treten und bereits heute nachmittag bei den Arbeiten eines Dreierkomitees zur Anwendung kommen werden. Oie Auffassung der deutschen Oelegation. Madrid, 13. Juni. (WB.) Mit seinem heutigen Beschluß zur Minderheitenfrage hat der Völkerbundsrat den dritten der von Dr. Stresemann am letzten Dienstag empfohlenen Wege für die weitere Behandlung des Minderheitenproblems beschritten, nämlich den der Verabschiedung der Verbesserungen, über die eine Einigung erzielt werden konnte, während alle Fragen grundsätzlichen Charakters der Zukunft vorbehal- t e n bleiben sollen. Die deutsche Delegation sieht, wie dies Dr. Stresemann heute ausdrücklich erklärte, die Entwicklung nicht für abgeschlossen an. Die jetzt beschlossene Regelung wird durch weitere Verbesserungen ergänzt werden müssen, wenn ihre praktische Durchführung den gehegten Erwartungen nicht entsprechen sollte. Was die Lage selbst anlangt, so kann kein Zweifel bestehen, daß Deutschland in der grundsätzlichen Frage ziemlich allein steht. Trotzdem wurde eine Aenderung des Verfahrens erreicht, aus der bei richtiger konsequenter Anwendung für die Minderheiten erhebliche Vorteile erwachsen können. Vor allem werden die Arbeiten des für die Prüfung der einzelnen Beschwerdefälle eingesetzten Dreierkomitees aus dem bisherigen Dunkel in das volle Licht der Oeffentlichkeit gerückt werden. Die Tatsache, dah künftig die Oeffentlichkeit mit ihrer Kritik einsehen kann, wird die Dreierkomitees stark dahin beeinflussen, sich mit der Intensität und Objektivität an die Arbeit zu machen, die diese wichtigen Fragen verdienen. Weiter wird der älmstand, daß das Völkerbundssekretariat jährlich über die Verhandlungen der Dreierkomitees Bericht erstatten muh, dazu beitragen, immer weitere Kreise am Minderheitenproblem zu interessieren und die ganze Frage in Fluß zu halten. Bei diesem Charakter der heute beim Dölkerbundsrat beschlossenen Verbesserungen kann gesagt werden. daß der im Kampf um die Wahrung der Rechte der Minderheiten in Madrid erreichte Abschluß natürlich nur eine Etappe bedeutet. In seiner Antwort an Briand fand Dr. Stresemann übrigens eine sehr glückliche Wendung. Der französische Außenminister hatte gegenüber den Rechten der Minderheiten die Bedeutung der vollen Souveränität der einzelnen Staaten für Köln, 13. Juni. (TU.) Fünf große politische Parteien des Rheinlandes, die Zentrumspartei, die Deutsche Volkspartei, die Deutsche nationale Volkspartei, die Deutsche Demokratische Partei und die Reichsparlei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschafts- Partei) faßten zur Rheinlandräumung folgende Entschließung: „Die nach Abschluß dec Reparationskonferenz in den Vordergrund des öffentlichen Interesses tretende Frage der Rheinlandräumung veranlaßt die unterzeichneten politischen Parteien des Rheinlandes erneut, dem einmütigen Willen der rheinischen Bevölkerung feierlichen Ausdruck zu verleihen. Das Recht Deutschlands auf sofortige Räumung des gesamten besetzten Gebietes kann ernsthaft nicht bestritten werden. Auch nach vollzogener Räumung bedeuten die einseitigen Enlmilltari- sierungsbestrebungen des Friedensdiktates eine untragbare Belastung des Rheinlan- des. Widerrechtlich ist Frankreichs hartnäckiger versuch, die Einsetzung einer ständigenFest- stellungs- und Vergleichskommission London. 14. Juni. (WTB. Funkspruch.) In großer Aufmachung und unter der Ueberschrlft „Kriegsakt der Sowjetregierung in China" berichtet „Daily Expreß" aus Peking: Rußland Hal den ersten direkten Kriegsakt gegen China unternommen als Folge der kürzlichen chinesischen Herausforderungen in der Mandschurei, wo der Kamps um den Besihder chinesischen Ost bahn gehl. Sowjellruppen haben bereits die sibirische Grenze überschritten. Posten sind in Khailar (Mongolei) errichtet worden und Sonderzüge eilen mit Verstärkungen auf der Transsibirischen Eisenbahn herbei. Diese neuen Truppen werden an der russisch-chinesischen Grenze zusammengezogen werden. Der Diktator der Mandschurei, Tschanghsüliang, der Sohn und Nachfolger Tschangsolins, hat einen dringenden Appell nach Nanking gesandt, in dem er Maßnahmen zum Schuhe seines Gebietes fordert. Eine Vollsitzung des Zentral- oollzugsrats ist in Eile einberufen worden, um die drohende Lage zu erwägen. Die Regierung in Nanking erhielt auch Telegramme von chinesischen Konsuln in Rußland, wonach die chinesischen Konsulate von russischen Truppen umstellt sind. Nach einem Bericht des „Daily Telegraph" aus Peking hat Tschanghsüliang der Nanking-Regierung versichert, dah er die Grenze ausreichend zu schützen vermöge. Tschanghsüliang schätzt die Zahl dec nördlich der Großen Mauer stehenden chinesischen Truppen auf 300 000 voll ausgerüstete Mannschaften, die Heute Unterzeichnung des Konkordates. Berlin, 14. Juni. (Priv.-Tel.) Rach dem Abschluß der Verhandlungen zwischen dem Vertreter des Heiligen Stuhles Nuntius P a c e l l i und dem preußischen Ministerpräsidenten Dr. Braun wird Freitag im preußischen Staatsministerium der zwischen beiden Teilen vereinbarte Vertrag unterzeichnet werden. Der preußische Staat wird außer vom MiniflerprLsi- oenten durch den Kultusminister Becker und den Finanzminister Höpker-Aschoff vertreten sein, die Kurie außer durch den Nuntius Pacelli durch den Nuntiaturrat Alois C e n t o z und P. Gehrmann. Der Vertrag wird im Wortlaut nach älnterrichtung der Presse durch den preußischen Ministerpräsidenten und Kultusminister Becker im Laufe des Freitags veröffentlicht werden. im Rheinlande gegen die Räumung einzuhandeln. Die Einsetzung einer solchen Kommission würde eine weitere Einschränkung der deutschen Souveränität und eine neue dauernde Entrechtung des rheinischen Gebietes bedeuten. Auch die wirtschaft- liche Freiheit und damit die wirtschaftliche Kraft dec Rheinlande würden hierdurch auf das schwerste betroffen. Line solche Kommission entspricht, wenn sie auch den Namen „Versöhnungskommission" trägt, nicht dem Streben nach Frieden, indem sich alle vernünftigen Menschen einig sind, sondern sie bedeutet die Verewigung des 21 n f r ie- b'e n s. Mit einem solchen untragbaren Opfer will die rheinische Bevölkerung die Räumung niemals ertauft wissen. Sie lehnt eine solche Kontrollkommission einmütig und einschränkungslos ab. hierin ist sie sich einig mit dem ganzen deutschen Volke. Die Reichsregierung wird bei der Ablehnung dieser neuen Bindung über alle Parteigrenzen hinaus st ä r k st e n Rückhalt in der gesamten Bevölkerung finden." über Feldgeschütze, Haubitzen und reichliche Munition verfügen. Die Nanking-Regierung hat jedoch, nach dem Bericht des „Daily Telegraph", den Zentralvollzugsrat einberufen, um über diplomatische Aktionen Beschluß zu fassen. Die Haltung Japans werde eingehend verfolgt. Man nehme an, daß Tokio eingreifen werde, wenn Beweise vorhanden seien, daß die russische Invasion ein Ausmaß annehme, das die ganze Mandschurei gesährden könne. Die chinesischen Truppen seien bereits in einer Art Mobilisierung begriffen. In einem Leitartikel führt „Daily Telegraph" aus, wenn die Information des Gouverneurs der Mandschurei den Tatsachen entspreche, könne sich die Lage sehr ernst gestalten, abgesehen davon, daß diese Aktion die Aufrichtigkeit der Annahme des Kelloggpaktes von feiten der Sowjetregierung in merkwürdiger Weise beleuchte. Rußlands Absicht gehe vielleicht dahin, die äußere Mongolei zu annektieren, die eine nominell unabhängige und hilflose Republik bilde, und ferner einen Teil der chinesischen Mongolei zu besehen, bis Genugtuung für die 21 e b e r f ä 11 e auf die russischen Konsulate gegeben werde. Sollte die Mandschurei selbst angegriffen werden, so könne dies ein Eingreifen Japans zum Schuhe feiner ausgedehnten Wirtschaftsinteressen in dieser Provinz zur Folge haben. Wenn es wirklich zu Feindseligkeiten komme, so könne dadurch die gesamte internationale Lage im fernen Offen in die ungewisse und gefährliche Lage zurückgeworfen werden. aus der sie herausgelangt zu sein schien. Die Deutsche Demokratische Fraktion des Preußischen Landtags hat folgendes Schreiben an den Ministerpräsidenten gerichtet: Die Deutsche Demokratische Landtagsfraktion ist bereit, an der Verabschiedung einer Vereinbarung mit der Kurie mitzuarbeiten. Sie seht dabei voraus, daß dem Landtag nach Bekanntgabe des Wortlautes des Vertrages ausreichende Gelegenheit gegeben wird, in eingehenden Ausschußberatungen zu den Einzelheiten deS Vertrages Stellung zu nehmen. Die Fraktion seht weiter voraus, daß ohne Verzug Verhandlungen mit den evangelischen Kirchen eingeleitet werden. Sie wird den Vereinbarungen mit der katholischen Kirche mit Rücksicht auf die Wahrung des konfessionellen Friedens und der Parität nicht zustinnnen tönneru wenn nicht das Zustandekommen auch dieser Vereinbarungen gesichert ist. Die Fraktion bereitet entsprechende Anträge vor. Kriegsgefahr im Fernen Osten. Russische Truppen überschreiten die Grenze der Mongolei. — Um die chinesische Ostbahn. — Waö macht Nanking? — Oie japanische Sphinx. Jan Hffftrr Mapar'lnoa Donnerstag, .1$ Juni 1929.7" abds. S Arbeiten o kchössenral lern Kolik Oie Wetterlage. Kons B'G.m rod) Daro tie dm ' pi machen Ctomelet Wien, bie träten P tenhersah Am O| ä auf b tinige Di laufe zuf. ltgicnmg Minfam si^men. Aak be1 uni zühei Srfolg h Kreatur < Ähloeine bti Jahr Deiöeplät lenbcti: , Stieb hei tzaussenS Hüten un bie §chw ieico/jnlen Äbet ben dem SS«! geachtet, zurück y wallt un Ein Gartenfest bei König Fuad. Berlin, 14. 3uni. (Telun.) Der abschließende Glanzpunkt des Besuches des Königs Fuad in Berlin war ein Gartenfest., das die ägyptische Gesandtschaft im Auftrage des Königs im Palais der ägyptischen Gesandtschaft im Grünewald gab. Die milde Witterung gestattete, einen Teil des Festes in dem wundervollen Garten, der zu dem Hause der ägyptischen Gesandtschaft gehört, obzuhalten und insbesondere ein selbrst für Berliner Verhältnisse imposantes Feuerwerk abzubrennen. Die Gäste wurden von .dem ägyptischen Gesandten in dem Hause der Gesandtschaft, dem Palais eines Berliner Kunstmalers, empfangen und zuerst in das stimmungsvoll zu einem kleinen Theatersaal umgebaute Maler-Atelier geleitet. Dort fand eine Aufführung der Ballett-Komödie „Der Geizige" mit der Musik Joseph Haydns durch das Ballett der Berliner Staatsoper statt, das bei der zahlreichen Versammlung starken Beifall fand, ebenso wie das auf dem See abgebrannte Feuerwerk. Der ganze Garten war elektrisch mit bunten Lampen und Laternen beleuchtet. König Fuad selbst empfing unmittelbar nach Beginn des Festes den Reichspräsi- denten von Hindenburg mit Gesolge. Weiter sah man sämtliche in Berlin anwesenden Minister, das gesamte diplomatische Korps mit dem Doyen Nuntius P a c e l l i an der Spitze, die Rektoren der Berliner Hochschulen, zahlreiche Vertreter aus der Berliner Industrie- und Geschäftswelt, Vertreter der Berliner Stadtverwaltung und der Presse. Gin besonders malerisches Bild bot die mit dem König aus Aegypten gekommene ägyptische Dienerschaft, die zum Teil in blauen, zum Teil in roten goldgestickten Llni- fonnen den Gästen servierten. Das Gefolge des Königs war in großer Uniform erschienen. — Mit dem Empfang hat der offizielle Teil des Besuches des ägyptischen Herrschers sein Ende gefunden. Rach Beendigung des Staatsbesuches wird König Fuad zwölf weitere Tage in Deutschland verbringen, um wichtige Handelsund Industriezentren, Hamburg, das Ruhrgebiet, Halle, München, zu besichtigen. Berlin, 13. Juni. (D. D. Z.) Der Reichstag beginnt mit der Beratung des Iustizetats. Abg. Dr. Levi (Soz.) führt aus: Das wachsende Interesse der Prozesse an der Justiz hat die gute Wirkung gehabt, die Entfremdung der Justiz vom Volksempfinden zu vermindern. Wir würden den Liebergang zum englischen Verfahren begrüßen, wo der Richter unbeschwert vom Akteninhalt in mündlicher Verhandlung den Tatbestand ermittelt. Beim Zusammenwirken der Berufsrichter mit dem Laienelement muß manches besser werden. Abg. Dr. Hanemann un9 ist Montagmittag fchen Wirtschaft haben sich außerordentlich vermehrt. Hier müssen die Strafbestimmungen vervollkommnet werden. Der Schutz der Arbeitskraft muß auch auf die gesamte deutsche Wirtschaft ausgedehnt werden. Dieses Teilgebiet sollte noch vor der allgemeinen Strafrechtsreform geregelt werden. Die Aufwertungshypo- theken müssen im allgemeinen am 1. Januar fällig bleiben. Wir würden ein gut Stück Vertrauenskrise verlieren, wenn wir ein engeres Zusammenarbeiten zwischen Justiz und Presse herbeiführen könnten. Jetzt fehlt es noch daran. Von der Selbstdisziplin der großen Presse mutz man erwarten, daß sie auch den Belangen der Rechtspflege Rechnung trägt. 2lbg. Dr. Iörissen (W.-P.) fordert eine gründliche Rationalisierung der Rechtsprechung. Ein Abbau der Verwaltung ist nicht möglich, ehe der Ballast unnützer, unhaltbarer und unwirtschaftlicher Gesetze und Verordnungen verschwunden ist. Solange das Volk sich in der ^leberfülle der Gesetze nicht zurechtfindet, solange hat es kein Vertrauen zur Rechtspflege. Notwendig ist eine Beschleunigung der Versteigerung durch Wiedereinführung der freien Wahl der Gerichtsvollzieher. Bei den Gerichtskosten mutz aufgeräumt werden mit den bureaukratischen und vlutokratischen Vorschriften. Die Gefängnisse und Zuchthäuser dürfen nicht zu Wettbewerbsbetrieben gegenüber dem mittelständischen Handwerk werden. Die Zwangswirtschaft muß endlich aufgehoben werden auch im Wohnungswesen. Dann werden wir zu einer besseren Verteilung des tatsächlich vorhandenen Wohnraums kommen. Das Republikschuhgeseh wird gemihbraucht zu schikanösen Denunziationen. Wir wünschen eine Abänderung und würden höchstens mit einer Verlängerung bis 1930 einverstanden sein. Aba. Koch-Weser (Dem.) erklärt: Es darf nicht für jeden vermeintlichen llebelstand ein neues Gesetz gemacht werden. Dringend notwendig ist eine schleunige Sammlung und Sichtung unserer Gesetze. Dazu kommen Millionen Polizeiverordnungen. Bald wird der Schrei erfüllt fein: „Jedem Deutschen seine eigene Polizeioerorb- nun g!" (Heiterkeit!) Wir brauchen die Verreich, lichung der Justiz. Dann würde auch die unerträg- liche Buntscheckigkeit des Strafvoll- zugs in Deutschland endlich aufhören. Durch den gegenwärtigen Zustand wird uns der Weg zu gro- tzen Reformen ganz verschlossen. Die Rationalisie- rung der Rechtspflege ist eine wichtige Ausgabe. Wir haben zu viele Instanzen auf allen Gebieten, und es fehlt an der klaren Abgrenzung der Instanzen. Die Auswahl der Schöffen und Ge- schworenen für die zweite Instanz muß sorgfältiger werden. Die tüchtigen Menschen aus allen Volks- schichten müssen dazu herangezogen werden. ‘ Die Oberlandesgerichte müssen endlich wieder mit fünf Richtern besetzt werden. Die Anrufung der höheren Instanz darf nicht länger als ein Glücksspiel gelten, sondern die Bevölkerung muß Vertrauen in die bessere Einsicht der höheren Instanz setzen. Die gleichmäßige Ausbildung der Juristen ist . notwendig, aber die Ausbildungszeit darf nicht ver- länger! werden. Wir überschätzen jetzt den Wert der Vorbildung und unterschätzen den Wert der Fortbildung. Ohne Vorbildung kann man in Deutschland nur Reichstagsabgeordneter, Reichsminifter oder Reichspräsident werden. (Heiterkeit!) Die Frei- Zügigkeit der R e ch t s a n w ä l t e ist notwen- dig. In höhere Richterstellen müssen auch bewährte Rechtsanwälte und Regierungsräte berufen werden können. Die Besoldung der Richter ist ihrem hohen Amte nicht angemessen. Abg. Dr. Kahl, der in den nächsten Tagen unter der jubelnden Begeisterung des ganzen deutschen Volkes seinen 8 0. (Beburts- tag feiert, ist uns in der Intensität, Objektivität und Gerechtigkeitsliebe, mit der er die Strafrechts- «form leitet, ein leuchtendes Vorbild (Beifall). Dringlich ist vor allem eine Reform der unhaltbaren Ehefcheidungsbestimmungen herbeizu- zuführen. Der Justizetat wird in der Ausschußfassung a n - genommen. Ein sozialdemokratischer Antrag auf Erhöhung der Mitgliederzahl bei den Senaten der Oberlandesgerichte und des Reichsgerichts wird an- genommen. Der von den Deutschnationalen eingebrachte Amnestieentwurf wird dem Rechtsausschuß überwiesen, ebenso verschiedene andere Anträge und Entschließungen. Dolkspartei midLandwirtschast Für die Anträge der Reichsbauernfront. Berlin, 13. Juni. (VDZ.) Die Fraktion der Deutschen Dolkspartei hat einen Beschluß gefaßt, wonach die Deutsche Dolkspartei unter Verzicht von eigenen Anträgen die Linie der dem Reichstag vorliegenden Anträge der Reichs- bauernfront einhalten und die Verabschiedung mit allen Kräften fördern wird. Zum Schutz der deutschen Getreidewirtschaft und der deutschen Vieh- und Fleischproduktion sind Zollerhöhungen nicht zu umgehen. Die Deutsche Dolkspartei ist für Aufhebung der Schwedenzölle auf Getreide, Dieh und Fleisch. Sollte diese freundschaftliche Regelung nicht möglich sein, so ist der schwedische Handelsvertrag alsbald zu kündigen. Da diese Kündigung frühestens in sechs Monaten zum Ziele führen würde, sind noch vor derErnte alle sofort wirksamen Mittel zum Schuhe des deutschen Getreides und der Viehzucht in Anwendung zu bringen. Dabei ist insbesondere der Vorschlag einer vorzugsweisen Vermahlung inländischenGetreides zu prüfen. Eine Reichsforschungsstette für landwirtschaftliches Marktwesen. Berlin, 13. Juni. (WB.) Zur planmäßigen wissenschaftlichen Erforschung der mit der Absatz- und Preisbildung landwirtschaftlicher Erzeugnisse zusammenhängenden Fragen hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft eine dem Ministerium unterstellte Reichsforschungsstelle für landwirtschaftliches Marktwesen errichtet. Zum Leiter der Stelle, die ihren Sitz in Berlin hat, ist Dr. Fritz Baad« ernannt worden. Die neue Stelle soll in keinerlei Konkurrenz zu den bisher auf dem Gebiete dek Marktbeobachtung tätigen Stellen treten, wird vielmehr ihrer Zweckbestimmung entsprechend mit ihnen in enger Fühlungnahme zu arbeiten haben, insbesondere mit jenen, die sich mit der täglichen Marktberichter st att^ng, d. h. einer für die praktischen Tagesbedürfnisse bestimmten Sammlung von Marktnachrichten und ihrer Weiterleitung an die beteiligten Kreise befassen. Das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird auch diesen Stellen für die Förderung und den Ausbau ihrer Arbeiten namhafte Mittel zur Verfügung stellen. Gießen und die Notgemeinschafl. In einer Rebe zum Etat des ReichsministerimnS des Innern hat der Abgeordnete Dr. MoseS (Soz.) im Reichstag gefragt, warum einem Siebener Professor aus Mitteln der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft eine Reise nach Wien zur Untersuchung der Röntgeneinwirkungen auf Ratten bewilligt wurde. Das hätte man auch in Gießen untersuchen können. Dazu bemerkt das Rektorat der Landesuniversität in einer Zuschrift, daß es sich um einen Privatdozenten der Gießener Universität handelt. Wir wissen, daß die Röntgenstrahlen schädigend auf den Menschen einwirkcn können. Um diese Schädigungen zu vermeiden, muß map sie kennen. Diesem Zweck dienten diese Untersuchungen, die sich mit der Einwirkung der Röntgenstrahlen auf das Blut befassen. Das konnte natürlich nicht am Menschen, sondern nur an Tieren untersucht werden. Zur Durchführung dieser Untersuchun- 6en warm Apparate erforderlich, die in Gießen nuljt oorfjan&en waren, so daß man an ein auswärtiges Institut gehen muhte. Ganz abgesehen von der eminent praktischen Bedeutung dieser Untersuchungen ist es natürlich von größtem Nutzen für die Gießener Universität, wenn einem Siebener Forscher die Möglichkeit gegeben wird, an einem Institut zu arbeiten, das, wie das Holzknechtsche in Wien, einen Weltruf besitzt. Qwoixenios. Q ntittr. 3 nafD DtdccM, 3 voikiq. • Dtdecu Oletffix * Schnee a graupeln, s «et>ei K Gewiitfr.^)wind$iiiie«C-. sehr fehle- Osi .p massige- Südsüdwest, q stürmischer «ordwest Oie Pfeile fliegen mn dem Winde. Die oei den Stationen stellenden Zahlen geben die Temperatur an. Die Limen verbindet» Orte nut gleichen} mH Meeresniveau umgertehneteo Lultdruct Wettervoraussage. Erneute Warmluft bringt unter Barometerfall nach dem Kontinent vor, so daß der Einfluß hohen Druckes wieder beseitigt wirb. In Deutschland ist das Gebiet westlich ber Lein« bis nach Mitteldeutschland hin unter Zurückdrehen der Winde nach Süden bereits von der neuen Warmluftstaffel berührt. Sie führt uns erneute Bewölkung zu, und stellenweise treten dabei Gewitter und auch Niederschläge auf. Die der Warmluft folgenden, etwas kühleren ozeanischen Luftmassen yalten zunächst den Witterungscharakter unbeständig. Wettervoraussage für Samst.ag: Warmes und wolkiges Wetter mit Neigung zu Ge- witterstörungen und zeitweisen Niederschlägen/ Wettervoraussage für Sonntag: Temperaturen schwankend, wechselnde Bewölkung mit Aufheiterung. Lufttemperaturen am 13. Juni: mittags 21,3 Gxad Celsius, abends 17,4 Grad; am 14. Juni: morgens 17 Grad. Maximum 22,2 Grad, Minimum 10,9 Grab. — Erdtcmperaturen in 10 cm Tiefe am 13. Juni: abends 22,1 Grad: am 14. Juni: morgens 17,2 Grad. — Sonnenscheindauer VA Stunden. Reisewetlerbiensk. Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern kühle Nacht, regnerisch: heute morgen 14 Grad Cel- ftus, Südwind, heiter. — (Berchtesgaden): Gestern vorherrschend kühl, regnerisch: heute morgen 15 Grad, Windstille, heiter. — (Bad Tölz): Gestern warmer Tag, regnerisch: heute morgen 14 Grad, Südwind, heiter. Küste (Westerland a. Sylt): Gestern warmer Tag, meist heiter: heute morgen 15 Grad, West- wind, wolkig. — (Swinemünde): Gestern der Iah- reszeit angemessene Temperatur, teils heiter, teils wolkig: heute morgen 19 Grab, Südwestwind, hei- ter. — (Borkum): Gestern warmer Tag, meist heiter: heute morgen 15 Grab, Südwestwind, wolkig. . n (haften-CB oben): Gestern warmer Tag. teils heiter, teils wolkig, heute morgen 16 Grab, Ostwind, heiter. - (Freiburg): Sestern kühle Nacht, meist heiter: heute morgen 16 Grad, Windstille, heiter. Rhein gebiet (Köln): Gestern warmer Tag, del r Aich ii lleiW i««,. i" ton W. Jp 6‘ab cü; di- . iviipa' 3ii 3< iet 3d)W ! nif )er N ibcrnoi^1 ■ -M« " i graben » I Meiden V hierzu .« || utf dem 1 |i hm dies I -.ehmigi, . । ßinwendir . J volle dies ,lustiger i vvrden t Wicht ir . sei als 3i ■ ter Dies ZulluiM cuherdem nit)L Um kerelinteressen als Hauptpunkt auf der Tagesoro« nung. Dem Verbandstag voraus geht eine besondere Obermeistertagung. Dem Verbände gehören sämtliche Klein- und Mittelmühlen Hessens an. •* Kundgebung des Zungdeutschen Ordens. Der Jungdcutsche Orden wird sich am Sonntag, 16. Juni, zu einer großen Westdeutschen Kundgebung in Dortmund vereinigen. Reben einem Vorbeimarsch der Massen vor dem Hochmeister sinden —wie man uns schreibt — Presse-, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberkonferenzen usw. statt. Besondere Bedeutung wird in politischen Kreisen der Rede des Hochmeisters, Artur M a h- rautt, beigemessen, da von ihr ein neuer starker Antrieb für die volksnationale Aktion des Ordens und der jungen Erneuerungsfront überhaupt erwartet wird. Die Bruderschaften der Dallei Oberhesfen und Umgebung verlassen Gießen Samstagnacht im Sonderzuge, während noch zahlreiche Abteilungen unsere Stadt in anderen Sonderzügen und Kraftwagen berühren werden. Berliner Börse. Berlin, 14.3unL (WTB.-Funkspruch.) Rach- dem an der gestrigen Frankfurter Abendbörse kaum nennenswerte Kursveränderungen eingetreten waren, lag der heutige Frühverkehr genau so ruhig wie in den letzten Tagen. Biri den Danken sind zwar bisher noch keine neuen Orders eingetroffen und eine besondere Beranlassung zum Optimismus liegt auch sonst nicht vor. Man beurteilt aber die börsentechnische Situation eher günstiger und rechnet mit Deckungen der Spekulation. Vorläufig werden Farben mit 258 und Siemens mit 403 taxiert. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 124,04, London gegen Mailand 92,69; London gegen Spanien 33,90 bis 33,93; London gegen Kabel 4,8480; London gegen Berlin 20,3350 zu 20,3375; Kabel gegen Berlin 4,195250. *•« NLZ H.D°ir Quf - untersucht .j^Ittsuchuu. J 011 ein aus- 2 ^gesehen Mutung die^ von größtem >uenn einem gegeben toitfi H toic das besitzt. ^unistischen rahburg, neue " hatte bei der toty.bes L-Mil- UA für die neue Ministerprä. "hnt unb erben kommuni- b bei den Dah. gramm und in miiden Au. ihren Sie also 3 Sie ihren den. Zeigen Eie >r Republik unb sch e n. Sie mür. :ie jetzt aus ein- lern französischen rgünstiaun. im Widerspruch ben.“ >4 2,Vfc ncr QUil’ISt'UtO' ** SSS5 gt. ,, -.. ra Allen anderen voraus Chevrolet heute Günstige Verzinsung von Spargeldern Konto-Korrent- und Scheck-Verkehr Verwahrung, Verwaltung von Wertpapieren Hypotheken-Vermittlung Vermietung vyn Tresor-Schrankfächern zum Preise eines 4 4835D Konsumverein ßießtm u.Umg. | e. G. m. b. 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Sturm im Wafferglase. Ein heiteres Kapitel aus der Geschichte der Gießener Schützenkompagnie. Von Heinrich Bechtolsheimer. Auch in der „guten, alten" Zeit gerieten die ONenschen. die in Staat und Gemeinde die Oberamtsverwalter Suß gemeinsam hinaus, um eine Ortsbesichtigung vor- mnehmen. Die Ra-t^mitglieder stießen dort den Aasen, der über Öen Gräben lag, mit Stocken und Füßen hinunter'. Als das nicht den rechten Erfolg hatte, nahnl man die unvernünftige Kreatur zu Hilfe, war Abend, und die Schweine und Kühe lehrten, wie das noch um das Jahr 1850 in Gieß en der Fall war von den Weideplätzen zurück, $Tn den Akten steyt folgendes: „Endlich kam die Schweine Heerde den Trieb herunter, und die sämtlichen Glieder des Haufsens fanden für gut, denen Hirten mit ihren Hüten und Stöcken zu winken, auch sie zu rufsen, die Schweine nicht über den nun schon einmal gewohnten Weg neben Äzm Platz her, sondern über den Quer-Graben zri treiben, welches auch dem Verbot! des Regiere gs-Rath. Suessen un- geachtet, welcher den Hirten entgegen geruffen, zurück zu bleiben, mit großer Mühe unb Gewallt und mit den Zuthu n der Baths Glieder Badeeinrichtungen in jeder Ausführung mit Gai-, elektr. and Kohlealenerug Rudolf Rüdiger/Gießen Walltorstraße 35 4925A vollzogen. Wiewohlen die Schweine nicht nur arößtentheils nicht hinüber gingen, sondern auch die hinüber gesprengte unten wieder auf ihrem gewohnten Weg ausbrachen. Dem einen Hirtenjung Christian Reitschmidt befahlen die Raths Glieder sogar, die Erde und Raasen vom Graben mit den Händen herunter in den Graben zu reißen, angeblich um den kleinen Ferkeln einen liebergang zu machen, welches auch derselbe durch Herabtretung der Erde mit den Füßen befolget hat. ilm aber auch mit der Küh Heerde den possessions-Stand zu exerciren, deputierten die Raths Glieder denen Hirten entgegen, um die Heerde über den eben bemelbcten Graben zu treiben. Dieses ward ebenwohl mit großem Lärmen und Mühe jedoch mit dem Erfolge, wie bei der Schweine Heerde vollzogen." Süß ritt, unwillig über das Betragen des Stadtrates, nach Hause. Die beiden Sechzehner, Busch und Bogt, sollen gesagt haben, sie liehen es nicht dabei, sie wollten sich nach Pirmasens wenden: „Das dörfste auf einem Dorf nicht geschehen, da würde so ein Mann, der von einem gemeinen Platz etwas hinweg nehmen wolle, tobt geschmissen." Der Vorgang rief in der Stadt große Erregung hervor, die sich namentlich an den beiden Oftertagen geltend machte. Cs verlautet, man habe die Zünfte aufgestachelt und diese zu einer förmlichen Revolte bewogen; erfreulicherweise kam diese nicht zum Ausbruch. Vom 15. August des Jahres 1778 liegt ein Bericht der Fürstlichen Regierung zu Gießen an das Geheime Ratkollegium in Darmstadt vor. Darin war der Antrag gestellt, daß die Ratsmitglieder Kempf, Ahmus, Dusch und Vogt mit allen Kosten für Balser belastet werden sollten, außerdem sollte ihnen eine Strafe von 100 Dukaten „aus ihren eigenen Seckeln" zudiktiert werden. Weiter war der Antrag gestellt, daß die Kuhhirten Frank und Faber im Winter, wenn nicht ausgetrieben werde, mit Gefängnisstrafen belegt werden sollten, und zwar war beantragt, für Frank acht bis vierzehn Tage, und für Faber vier Wochen im Stockhause. Balser solle einen Verweis bekommen, weil er gesagt hatte, der Regierungsrat Süß bekomme als Entlohnung für seine Tätigkeit bei der Sache ein Stück Grabland. Am 17. September 1778 erging eine Verfügung des Landgrafen, in der Süß in das Unrecht gesetzt wurde. Die Regierung zu Gießen solle ihm „fein tumultuarisches, das Recht und Cigen- thum sothaner Stadt kränkendes Zufaßen scharff verweisen". Es wurde diesem Beamten weiter empfohlen, dem Stadtrat mit Sanftmut und Freundlichkeit den Ruhen der von Balser geplanten Anlage begreiflich zu machen. Endlich erklärten sich Bürgermeister und Rat mit dem Projekt einverstanden. Der Stadtrat war sogar erbötig, links der Grünberger Chaussee eine Lindenallee anzulegen und auch andere schickliche Bäume anzupflanzen. Das übrige Gelände sollte zu Grabstücken aufgeteilt werden. Ein Aktenstück aus dem Jahre 1780 besagt, daß der Platz auf beiden Seiten mit Obst- und anderen Baumen besetzt und zu Gemüsebeeten gemacht worden war. Das bestätigen auch die Abbildungen des Schühenhauses, die uns aus den 1780er Jahren erhalten find. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Weg allen Fleisches". — Der Goethe-Bund bittet uns, mitzuteilen, daß der für heute abend angesetzte Vortrag des Redakteurs Max Geisenheyner nicht stattfindet. Gelöste Eintrittskarten werden in der Musikalienhandlung Challier zurückvergütet. (Siehe heutige Anzeige.) LU. Von der Landesunlversltat Ole« ßen. Zum Rektor der Landesunioersität wurde der ordentliche Professor für Hals-, Rasen- und Ohrenheilkunde Dr. Alfred B r ü g g e m a n n für die Zeit vom 1. September 1929 bis 31. August 1930 gewählt. — In der Juristischen Fakultät wurde folgenden Herren die venia legendi erteilt: Dr. Karl E n - gi s ch für das Fach der Rechtsphilosophie, des Straf- und Zioilprozeßrechts und Dr. Hans von H e n t i g für das Fach des Strafrechts, Strafprozesses und der Kriminalwissenschaft. LU. Universitäts-Gottesdienst. Am nächsten Sonntag, 16. Juni, vormittags 11.15 Uhr, findet in der Reuen Aula ein Universitäts-Gottesdienst statt. Die Predigt hält Professor Dr. Schumann. ** Straßensperrungen. Dom Ober- hessischen Automobil-Club (A. v. D.), Gießen, wird uns mitgeteilt: Die Straße Gießen — Marburg von Abfahrt nach Odenhausen bis Landesgrenze (Kilometer 11,5 bis 12,0) ist ab 14. 3uni für jeden Verkehr gesperrt. Umleitung über Odenhausen. — Die Straße Herborn- Hachenburg ist von Kilometer 34,3 bis 34,6 vom 19. bis 22. Zuni gesperrt. Umleitung über Schönbach. — Die Straße Niederrnörlen — Reichelsheim ist vom Ossenheimer Kreuz bis Assenheim ab 21. 3uni bis auf weiteres gesperrt Umleitung über Bruchenbrücken. — Die Sperrung der Ortsdurchfahrt Rödgen ist auf- gehoben. ** Ihren 84. Geburtstag begeht morgen in voller Frische Frau Karoline Hirsch W w e., Marktstraße 32 wohnhaft. •* Das Fest der goldenen Hochzeit be- gehen morgen in körperlicher und geistiger Frische die Eheleute Jakob W a l d s ch m i d t und Elisabeth geb. Schneider, Hammstraße 14 wohnhaft. ** Dom k o m-m enden Schützenfest. Am Dienstagnachmittag hatte — wie man uns berichtet — Oberbürgermeister Dr. Keller als Vorsitzender den Festausschuß für das 30. Verbandsschießen vom 6. bis 14. Juli zu einer Sitzung in den Stadt- ratssaal geladen. Für den verhinderten Oberbürgermeister leitete Bürgermeister Dr. S e i b die Versammlung, die ohne Debatte den vom Vorsitzenden des Geschäftsführenden Ausschusses, Architekt Nicolaus, vorgetragenen Haushaltsplan und die vorgesehene Festfolge genehmigte. Er- wähnenswert ist aus dem reichhaltigen Programm, daß sich während des achttägigen Schießens ab- wickelt, der Begrüßungsabend mit der feierlichen Bannerübergabe, der mit Unterstützung der Mehrzahl der Gießener Vereine geplante Festzug, das Festessen, zu dem der Protektor des Festes, Staatspräsident Dr. Adelung, sein Erscheinen zugesagt hat, weiter ein Ehrenabend für die Gäste aus dem besetzten Gebiet, ein Varieteabend, ein Rheinischer Abend, Militärkonzerte, turnerische und sportliche Vorführungen usw. Daneben findet auf dem Rummelplatz täglich Konzert und Tanz statt. •* Filmvorführungen in der Aus- stellung „Der Mensch finden am morgigen Samstag und am Sonntag statt. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. *• E i n Militärkonzert in der Heilstätte veranstaltete, wie man uns berichtet, vor einigen Tagen unsere Militärkapelle unter der Leitung des Obermusikmeisters Löb er. Die Patienten wurden durch diese hochherzige Tat unserer Militärmusiker, die eine ganze Reihe vortrefflicher Darbietungen zu Gehör brachten, in hohem Maße erfreut und sind der Kapelle und ihrem Leiter von Herzen dankbar. ** Müller-Verbandstag in Gießen. Der Hessische Müller-Jnnungsverband hält am morgigen Samtztag in Gießen seinen vierten ordentlichen Verbandstag ab. Neben der Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten steht ein Vortrag über Mül- LINOLEUM und STRAGULA Stückware, Teppiche, Vorlagen, Läufer RESTE besonders billig H. Hochstätter Brandplatz Schloßgasse 4713A 1000sc”ne Sommer-Kleider ■ finden Sie bei uns zur Auswahl. — In den neuesten Mustern sowie in allen modernen Stoffen, wie: finden Sie bei uns zur Auswahl. 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Das ist nun eine Behauptung, deren Unrichtigkeit auf der Hand liegt, und mit einer solchen Ausflucht kann Dr. Benesch vielleicht zu Hause Staat machen, kaum aber, sobald es ernstlich zu einer Behandlung der Anträge Stresemanns vor einem Forum kommen wird, in dem nicht ausschließlich Dovq eingenommenheit regiert. Beneschs stereotyp gewordene Philippikade ge- gen den Minterheitenschutz wird einer rechtlichen Prüfung des Problems nicht standhalten können, und fein Ceterum censeo wird kaum den Erfolg des llassischen Vorbilds erreichen. Denn der Minderheitenschutz ist nicht Karthago — und Denesch ist fein Cato. Turnen, Sport und Spiel. Verein Auderspori Gießen 1913 Vom Verein Rudersport Gießen 1913 wird uns berichtet: Das Training beim Verein Rudersport nimmt seinen normalen Verlauf. Unter Leitung des Ruderlehrers Wenzel arbeiten jeden Abend außer der vom letzten Jahre her bekannten Achtermannschast ein Iungmannvierer, ein Anfängervierer, zwei Schülervierer, sowie ein Skuller. Lieber die bisherige Arbeit dieser Doote läßt sich folgendes sagen: Der Achter hat seine vorjährige Form bedeutend verbessert. Die Mannschaft verfügt über gute Körperkräfte und ist vorzüglich aufeinander eingespielt. Die Wasserarbeit ist recht vielversprechend, und der Fortgang des Dootes als gut zu bezeichnen. Diese Mannschaft geht in diesem Jahre zum ersten Male am 23. Juni in Kassel an den Start. Außer 2. Achterrennen wurde von der Leitung noch der Leichtgewichtsvierer und ein Iuniorvierer belegt. Lieber den Desuch weiterer Regatten mit dieser Mannschaft läßt sich zur Zeit noch nichts sagen, da die Leitung erst das Abschneiden dieser Mannschaft in Kassel ab- warten will. Der Iungmannvierer hat sich ebenfalls gut entwickelt, wird jedoch zur Zeit noch nicht an den Start gehen. Die Mannschaft als solche ist gut entwickelt und verfügt auch über guten Sportsgeist, doch ist die Zusammenarbeit noch nicht ganz befriedigend. Dor allen Dingen muß der Gesamteinsatz noch präziser und härter werden. Lieber den Anfängerführer, welcher erst kurze Zeit zusammensitzt, läßt sich zur Zeit noch nicht viel sagen. Die Leitung hofft jedoch auch diese Mannschaft noch für die Herbstregatta am 1. September fertig zu machen. Sehr gut arbeiten auch die Sch Üler des Vereins. Auch diese gehen bei weiterem Fortschritt noch im Laufe des Sommers an den Start. Der Verein hat von jeher in klarer Erkenntnis des Wertes und der Dedeutung der Schülerruderei speziell dieser Abteilung besondere Deachtung geschenkt und den Schülern eine besonders gute Ausbildung zuteil werden lassen. Die beim Ruderwettbewerb tm letzten Jahre geruderten Punkte mögen als Beweis hierfür dienen. Außer der Ruderei wird von den Mitgliedern auch der Paddelsport fleißig ausgeübt. Die bisher von dieser Abteilung unternommenen gemeinsamen Wanderfahrten fanden guten Zuspruch und endigten stets in voller Harmonie. Die Abteilung hat in diesem Frühjahr dauernd Zuwachs bekommen, so daß der Verein gezwungen ist, um Platz für die noch zur Zeit angemeldeten Boote zu schaffen, eine neue Halle zu bauen. Wir hoffen, daß diese Halle in Kürze fertig stehen wird. Alsdann sind wir in der Lage, etwa 60 Paddelbooten Lagerung zu gewähren. Boxsport. Gießen gewinnt gegen vuhbach den Slädtewetlkampf 7:5. Der Boxwettkampf der Boxabteilung des Turn- und Sportvereins Butzbach gegen die Stellung von besonders hohem Rang erhalten. Die Freunde guter, bester Filmkunst sollten sich diesen Film nicht entgehen lassen. B. „Oer spanische Pachthof." Ter erste englische Kriegsroman. Der Woge der deutschen Kriegsliteratur begegnet der erste englische Kriegsroman, den wir kennen, ein nicht nur des Stofflichen wegen sehr bemerkenswertes Buch. Ralph H. M o 11 r a m hat ihn geschrieben, einer von denen, die „draußen" waren und der dazu noch erzählen, aufbauen und gestalten kann. Der, da ihm die Fülle der G/sichte die Form des herkömmlichen „Romans" sprengte, sich unbedenklich eine neue schuf. Was unter dem Titel „Ser Spanische Pachthof" (deutsch im Insel-Verlag, Leipzig 181) vorliegt, ein Band von über siebenhundert gedrängten Seiten, ist eigentlich ein Tryptichon von drei Erzählungen und etlichen Einlagen, zusammengehalten nur durch den Rahmen der ferme espagnole, die, zwanzig Kilometer hinter der französischen Front, noch von Madeleine Vanderlhnden und ihrem alten Vater gehalten wird. Die Divisionen, die- Batterien, die Stäbe fluten durch ihn, quartieren sich ein, ziehen wieder ab, neue kommen, die Deutschen stoßen vor, er wird beschossen. Er steht noch aus den Zeiten des Herzogs Alba da, solide und sauber. Aber in diesem Kriege muh auch er an die Vergänglichkeit glauben lernen, sein Gelände wird zerstampft, eine Granate durchfährt sein Türmchen und sein altes Schindeldach, auf dem Goldlack wächst, wird zerschossen. Doch seine Herrin ist Madeleine Van- derlynden, Geschöpf einer unbeugsamen Bauernrasse, mit nimmer müdem Instinkt für Entschädigungen und Geschäft — der Krieg ist nun vorüber, die Truppen sind abgezogen, aber immer noch steht Madeleine vor der Tür des Spanischen Pachthofes, kreuzt finster die Arme, und wartet auf die „Reparationen". Da ist die ferme espagnole mit ihren Bewohnern und Schicksalen schon Sinnbild geworden. Sie wird es ganz langsam und allmählich, kraft einer breiten, fülligen, wahrhaft epischen Darstellungskunst. — Remarque und Renn wollen in ihren Büchern Aufzeichnungen unbekann- Boxabteilung des Männerturnvereins Gießen wurde in der Turnhalle der Gießener Oberrealschule vor einem zahlreichen Publikum ausgetragen. Im ersten Kampf zwischen Theiß, Butzbach (100 Pfund), und Seipp, Gießen, (97 Pfund), gab Seipp in der zweiten Runde auf, wodurch der Butzbacher den Sieg davontrug. Im zweiten Kampf zwischen Grießfeller, Butzbach (119 Pfund), und Klotz (Gießen (121 Pfund), kam ein Unentschieden heraus. Im Treffen zwischen Freitag, Butzbach (128 Pfünd), und Wagenpfeil, Gießen (128 Pfund), wurde letzterer durch k. o. über den Butzbacher Sieger, Zeit 1,44. Der Kampf zwischen Beyer, Gießen, und Hardt, Gießen, endete mit dem Punktsiege Hardts. Im Kampfe Becker, Butzbach (132 Pfund), gegen Karl, Gießen (128 Pfund), wurde Karl. Sieger durch k. o. über Becker, Zeit 1,10. Den Kampf zwischen Schmidt, Butzbach (137 Pfund), und Geißler, Gießen (136 Pfund), gewann letzterer sicher nach Punkten. In dem Treffen Schwarz, Butzbach (140 Pfund), gegen Somme r l a b , Gießen (134 Pfund) gab letzterer nach 20 Minuten auf. Handball Steinbach-Severn 1:3 (0:1). Am vorigen Sonntag trafen sich die beiden Mannschaften zu einem Gesellschaftsspiel in Steinbach. Sofort nach Beginn bemerkte man eine Feldüberlegenheit der Gäste, die jedoch erst kurz vor Halbzeit zu einem Erfolg kamen. Rach der Pause konnten die Gäste noch 2 weitere Tore erzielen, denen die Einheimischen durch einen Dreizehnmeter eins entgegensetzen konnten. Oer Sport am nächsten Sonntag. Feldbergfest. = Das 76. Feldbergfest findet kommenden Sonntag auf dem Gipfel des höchsten Taunusberaes statt. Die Wettkämpfe, ein Vierkampf für Männer, Jugendliche, Aeltere und Turnerinnen, find r e i ch s o f f e n. Großem Interesse begegnen die Mannschaftskämpfe um das Hölsungenhorn, den Jahn-Schild und den Brunhilde-Schild. Erstmalig wird zur Erinnerung an den langjährigen früheren Kreisvertreter des Mittelrheinkreises die E m a n u e l» Schmuck-Staffel ausgetragen (5X100-Meter- Pendelstaffel). Auch aus unserem Heimatgau Hessen werden sich nach altem Brauch wieder die besten Volksturner an den Wettkämpfen beteiligen. Viele Vereine unternehmen aus Anlaß des Festes Turnfahrten nach dem Feldbera. Mit Rücksicht auf das althergebrachte Bergfest finden am Sonntag andere turnerische Veranstaltungen in den Organisationen der DT. nicht statt. Die deutsche Fußballmeisterschaft. Weitere Vorrundenspiele. Die Punktspiele sind schon lange beendet, die Vertreter der verschiedenen Verbände an den Endspielen ermittelt, der Kampf um die Deutsche Fußballmeisterschaft beginnt. Bereits am 9. Juni wurden die ersten Treffen ausgetragen. Von den 16 Teilnehmern waren dabei nur vier eingesetzt. 3n Gleiwih holte sich der Berliner Meister Hertha 'BSC. gegen Preußen Zaborze einen klaren 8:1-Sieg, während in Königsberg überraschenderweise der VfB. Königsberg sich mit 1:2 von Breslau 08 geschlagen bekennen muhte. Der kommende Sonntag ruft alle Gegner in der Vorrunde auf den Plan. Er wird ein Kampftag erster Ordnung werden, an dem es sehr wahrscheinlich auch manche Lieberraschungen geben wird. Die Anordnung der Spiele ist folgende: in München: Bayern München — SC. Dresden; in Nürnberg: Sp. Dg. Fürth — Fortuna Düsseldorf; in Hamburg: Holstein Kiel — 1. FC. Nünv berg; in Berlin: Tennis-Borussia — Titania Stettin; in Leipzig: Wacker Leipzig — Schalke 04; in Duisburg: Meidericher Sp. D. — SV. Hamburg. Bayern München empfängt auf seinem Platz in München den Dresdner SC. Von einem Weggenossen eines 1. FC. Rürnberg und einer Fürther Spielvereinigung sollte man eigentlich einen knappen, doch verdienten Sieg gegen die Mitteldeutschen verlangen können. Doch ist die Form der Bayern in ihren letzten Spielen nicht so stabil gewesen, als daß man von ihrem Sieg so ganz sicher überzeugt fein kann. Fortuna Düsseldorf wird in Nürnberg gegen die Lpielvereinigung Fürth wenig zu bestellen haben. Die Fürther wissen, um welchen Preis es in diesen Kämpfen geht, und werden sich dementsprechend zu verhalten wissen. Auch der 1. FC. Nürnberg, der die weite Reise nach Hamburg unternehmen muß, wird sich von Holstein Kiel nicht aus dem Rennen werfen lassen. Er wird einen sicheren Sieg mit nach Hause bringen. Berlin sieht die Begegnung zwischen Tennis- Borussia und Titania Stettin. Selbst der größte Eifer und die unermüdlichste Aufopferung der Stettiner sollte eigentlich eine Niederlage gegen die Tennis-Borussen nicht vereiteln können. Oder wird vielleicht hier die erste LIeberraschung der Vorrunde fällig sein? In Leipzig startet Wacker Leipzig gegen Schalke 04. Wacker Leipzig besitzt eine Mannschaft von gutem Durchschnitt, die in Schalke 04 auf einen überlegenen Gegner trifft, der sich seinen Sieg zu sichern wissen wird. Den Reigen der Vorrunde beschließen in D u i s- burg der deutsche Altmeister S.Hamburg und der Meidericher Spielverein. Hamburgs Können war in letzter Zeit nicht gerade überzeugend ge- ter Soldaten geben (die höhere, weil tendenziöse, aussondernde und straffende Kunst der Erzählung ist bei Renn). Aber der Engländer verfährt unter dem Zeichen dieses Spanischen Pachthofs. Tausende sind durch ihn marschiert, haben in ihm quartiert — von diesen Nieten sucht er sich zwei Engländer heraus (keine Berufssoldaten) und seht sie zu den Bewohnern der Ferme in Beziehung. So wird dieser Krieg aus immer anderen Augen betrachtet: von Madeleine aus, von Geo (Diene, von dem Hauptmann Dormer. Ihre Schicksale aber kreisen immer, ob freundlich, ob feindlich, um Madeleine. So entsteht das Tryptichon dieses Buches, das viele Möglichkeiten bietet. Wie erzählt Ralph H. Mottram? In einer breiten Sachlichkeit, die bisweilen von einer grimmigen oder ergebenen Ironie getränkt wird. Man hat alles, was er haben will, sofort sinnlich, man hat es in der Nase und an den Händen: den Schmutz der versumpften Gräben, den Kloakendust nach Teer, Karbol und Tabak. Er hat die Gabe, aus Andeutungen Anschauung zu machen. Wie weit diese Gabe bei denen versagt, die nicht „draußen" waren, läßt sich kaum feststellen. , Da die Handlung nicht an einem Menschen hängt, verzweigt sie sich, sie taucht in die Nebenadern des Krieges ein, sie ist bei den „höheren Stäben" ebenso zu Hause wie in den Schlachten an der Somme und bei Arras, sie hat in ihrer Eintönigkeit die große Vielfalt, die Stufung, die Steigerung. Bisweilen ist sie sorglos hingelegt, sie gefällt sich auch in reinen Episoden, die den Aufbau nicht fortführen, nur um sagen zu können: so war es, das habe ich erlebt. Den Deutschen fesselt, was Mottram von den Deutschen sagt. Es ist nicht viel. Natürlich, der Feind ist immer anwesend, seine Artillerie wird gerühmt, feine M.G.'s schießen sicher, aber er wird nicht sichtbar, die Leere des Schlachtfelds verschlingt ihn. Einmal auf diesen siebenhundert Seiten, am Schluß der Somme-Schlachtschilderung tauchen zwei Feinde auf; sie werden beim „Aufräumen" in einem Keller gefunden: „Der erste Deutsche hob die Hände hoch; der zweite feuerte sofort sein Gewehr ab und Skenes Begleiter fiel. Instinktmäßig drückte ©lene feinen Revolver ab, und der Deutsche rollte in ein Granalloch; die linke Hälfte seines Gesichts war weg, aber das glasige rechte Auge richtete sich starr auf ©lene, der — er wußte nicht wie lange — hinstarrend dort sah und immer laut vor sich hinsagte: „Nein, das hättest du wohl nicht tun sollen!", während seine Selbstbeherrschung und seine ©inne ihn allmählich verliehen." Die Menschen des „Spanischen Pachthofs" sind keine „Helden", sondern nüchterne Engländer ohne Ueberschwang. Auch der Leutnant ©lene hat die Empfindung: „Nach Hause! Aber in feinem Herzen war ein häßlicher Zweifel, ein Gefühl, daß es nicht wirklich nach Hause ging, daß sein „zu Hause" hinter ihm läge, in dem armseligen, ungepflegten Kasino-— ja noch weiter hinter in einem sauber angelegten Friedhof an der belgischen Grenze, wo die meisten seiner Kameraden lagen.“ Aber bald siegte ein anderes Gefühl: „Tief im Innern hatte er ein Bedürfnis erfüllt, ein Schicksal gelebt. In welchen Abgrund der ©elbstverachtung würde er jetzt versunken sein, wenn er nicht in den Krieg gezogen . wäre — er, tauglich und im richtigen Alter? — Da war es: der Ruf war gekommen, und er war ihm gefolgt; fein Lohn bestand darin: ich war dabei!" Als dann der „Sieg" kommt und mit ihm der „Ruhm", hat kein Mensch eine Freude daran, zu lange dauerte der Krieg, zu nahe waren sie alle am Untergang. „Ich glaube,“ sagt ein englischer Hauptmann, „daß wir in einer Woche auf beiden Seiten einfach die Waffen niedergelegt haben würden!" Eine schwere Herbststimmung lagert über den abziehenden Engländern, zu viel hat der Krieg gekostet. Sie fühlen sich fremd in diesem Lande, das sie zur Hilfe rief. Dennoch. Ganz am Ende des Buches erscheint in der Landschaft des ©panischen Pachthofs einer der verrückten Engländer, die noch einmal die Stätte ihres Krieges besuchen wollen. Seine Spuren sind jetzt verwischt — aber er erlebt noch einmal in einem Wachtraum das Gesicht des Krieges. So wie wir es alle noch immer erleben, als eine Erscheinung, die wie ein wüster Spuk versank und doch immer noch gegenwärtig ist, es immer bleiben wird. Dieser Abschluß, das alles wie hinter Schleiern wieder auftaucht, ist die reinste und menschlichste Epi» sode des DucheS. Q.Bu Wesen. Doch wenn es galt, war der alte Kampfgeist der Mannen um Tüll Harder stets zur Stelle. In Duisburg wird es wohl wiederum der Fall sein. Der Sieg der Hamburger dürfte nicht in Frage stehen. Das Finale im Handball. Polizei SP. Darmstadt—Polizei TP. Berlin Im Handball ist die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft schon weiter herangereift, als dies bei seinem größeren und älteren Bruder, dem Fußball, der Fall ist. Hier stehen sich in Halle der Polizei.S p. V. Darmstadt und der Polizei.S P. V. Berlin gegenüber, also Polizei gegen Polizei. Es ist dies kein Zufall, denn die Polizisten waren es, die sich um die Verbreitung des Handballsportes gaiu besondere Verdienste erworben haben. Berlin war bereits mehrmals Deutscher Handballmeister und ließ sich nur im Vorjahre von seinem Ortsrivalen, dem D.H.C. Berlin, aus seiner Spitzenstellung verdrängen. Sein diesjähriger Gegner wird ihm dabei kein Hindernis sein, das nicht zu überwinden wäre. Doch verdient Darmstadt alle Anerkennung, daß es sich aus der Position eines süddeutschen Zweiten unter der Führung seines alten Kämpen Ians bis zum Schlußkampf durchgerungen hat. Seine Elf wird für Berlin einen würdigen Gegner abgeben und sich auch zu wehren wissen. S. C. Charlottenburg — Viktoria Hamburg (Frauen) Ebenfalls in Halle fällt auch die Entscheidung in der Handballmeisterschaft der Frauen. Dort hat die Elf des S.C. C harlottenburg gegen die von Viktoria Hamburg das Endspiel zu bestreiten. Es sind dies zwei gleichwertige Gegnerinnen, bei denen die Voraussage auf die Siegerin schwer fällt. Beide besitzen das Können und die Spielkultur, um den deutschen Meistertitel mit Würde zu tragen. Handball der Sp.-Vg. 1900. Rot-Weitz Darmstadt in Gietzen. ö. Der Spielvereinigung 1900 ist es gelungen, für Samstagabend eine der führenden süddeutschen Handballmannschaften, den V. f. L. „Bot- Weih" Darmstadt nach Gießen zu verpflichten. Die Mannschaft hat in letzter Zeit verschiedene Spiele gegen erstklassige Gegner aus- getragen und dabei sehr beachtenswerte Ergebnisse erzielt. So spielte sie gegen den Meister des Rhein-, Pfalz- und Saargebietes, V.f.R. Kaiserslautern, 2:2, gegen den am vergangenen Sonntag sich für das Endspiel um die Deutsche Handballmeisterschaft qualifizierenden Polizei- sportverein Darmstadt blieb sie nur 5:8 im Hintertreffen. Zwei überraschend hohe Siege errang „Rot-Weiß" gegen Fuhballsportverein Frankfurt, welcher 7:2 geschlagen wurde, und gegen Wormatia Worms, die mit 5:1 den Kürzeren zog. Raturgemäß sind die Siegeschancen der 1900er bei einem solchen Gegner gleich Rull. Es wird für die Gießener schon einen großen Erfolg bedeuten, wenn das Treffen mit einer knappen Riederlage endet. Die SPielvereinigungs- leute werden aller Voraussicht nach die Hintermannschaft in ihrer seitherigen Aufstellung belassen, der Sturm wird allerdings durch Hm. und Reuaufstellungen ein verändertes Gesicht bekommen. Leichtathletik der Gp.-Vg. 1900. ö. Auf der Hessenkampfbahn in Kassel kommen am nächsten Sonntag die l e i ch t a t h l e t i * schen Bezirksmeisterschaften von Hes. sen.Hannover zum Austrag. Wie in den Vorjahren, so werden auch diesmal die 1900er mit der übrigen Elite des Bezirks um die Meisterehre kämpfen. Allerdings muß die Expedition für kommenden Sonntag auf eine kleinere Zahl Vornan von Edgar Wallace. 1. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Larry nahm eine frühe Abendausgabe und überflog die Spalten. Verschiedene Einzelheiten erinnerten ihn an seinen Beruf und dessen Anforderungen. Ein großer Dankeinbruch in Lyon, bewaffnete Räuber hatten in Belgien.einen Postwagen aufgehalten, und dann ein Artikel: „Der Mann, den man auf den Stufen des Themse Embankment auffand, ist als ein Mr. Sordon Stuart, ein reicher Kanadier, identifiziert worden. Man nimmt an, daß es sich um einen Selbstmord handelt. Mr. Stuart hatte den Abend mit einigen Freunden im Theater verbracht, verschwand im Zwischenakt und wurde nicht wieder gesehen, bis sein Leichnam gefunden wurde. Die amtliche Totenschau findet in den nächsten Tagen statt." Er las den Artikel zweimal durch und runzelte die Stirn. „Gewöhnlich geht man eigentlich nicht während der Pause aus dem Theater und begeht Selbstmord — oder das Stück müßte ausnehmend schlecht gewesen sein," sagte er, und der gehorsame Sunnh antwortete: „Rein, Sir." Er warf die Zeitung fort. „Sunny, ich nehme schlechte Gewohnheiten an. Ich fange an, mich für Verrücktheiten zu interessieren, und aus dem Grunde fällt es mir übrigens auf, daß Sie meine Hosen falsch zusammen- gelegt haben, die Bügelfalte liegt ja auf der Seite. Legen Sie sie mal ordentlich, Sie fauler Schlingel" Der Rachmittag war mit den Vorbereitungen für die Abreise ausgefüllt, und um halb sieben stand er im Hotelbureau, um seine Rechnung zu bezahlen — Sunnh mit seinem Mantel über Dem Arm, der Gepäckträger mit den Koffern hinter ihm —, als ein Page auf ihn zukam. „Monsieur Holt?" fragte er. „Der bin ich," sagte Larry und sah argwöhnisch auf das Kuvert in der Hand des Pagen. „Ein Telegramm? — Ich will's nicht sehen. Trotzdem nahm er es und las mit recht gemischten Gefühlen: „Sehr dringend. Spezial Polizeidienst. Alle Linien frei machen. Larry Holt, Grand Hotel, Paris. Fall Stuart sehr verwickelt stop wäre persönlich dankbar wenn Sie sofort zuruckkommen und Fall übernehmen." Der Oberkommissär, der nicht nur Vorgesetzter, sondern auch ein persönlicher Freund Larrys Wettkämpfer als seither beschränkt werden, da die guten Sprinter zurzeit alle nicht voll ak- tionsfähig sind und dadurch höchstens Plah- chancen vorhanden wären. Die 1900er, die in der Lage sein sollten — vorausgesetzt daß sie für Kassel abkommen können —, ein ernstes Wort um die Meisterwürde mitzureden, sind: Schäfer Emil, im Kugelstoßen: Peters über 1500 Meter: Bepper ling und T ö n g e s über 800 Meter. Falls für die 4 mal 1500-Meter-Stasfel noch ein Mittelstreckler mit von der Partie ist, der den bereits angeführten in seinen Leistungen nicht allzu weit nachsteht, kann man sich auch hier einige Hoffnung machen. Placierungen erwartet man noch von Schäfer im Kugelstoßen, dem zwar technisch recht guten, durch geringe Körpergröße aber benachteiligten Hop- fenmüHer über 110-Meter-Hürden und dem Langstreckler Paul. Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Am nächsten Sonntag empfängt hier die Ligaelf die gleiche des Vereins für Rasen- fpiele 1 900 Offenbach a. M., die in ihrem Kreis (Südmain des Bezirks Main- Hessen) eine führende Rolle spielt und bei Beendigung der diesjährigen Verbandsspiele in der Spitzengruppe nur einige Punkte hinter dem Meister „Kickers-Victoria" Mühlheim rangierte. Die Elf rekrutiert sich in der Hauptsache aus jungen Spielern, die einen technisch schönen, flachen Kombinationsfußball vorführen. Der Platzverein bestreitet das Spiel voraussichtlich wieder in der seither bewährten Aufstellung. Der Spielausgang ist vollständig offen. Die Ligareserve 1900s folgt einer Einladung des Sportvereins Braunfels zu einem Werbespiel. Die Aufstellung der Gießener ist stärker als am Vorsonntag, so daß man bei einigermaßen günstigen Plahverhältnissen mit einem Erfolg der Blauweißen rechnen kann. S t e i n d o r f bei Wetzlar kommt mit der 1. Mannschaft nach Gießen, um den 1900ern ein schuldiges Rückspiel zu liefern. 1900 wird es mit seiner spielstarken dritten Elf bestreiten. Der Ausgang ist nicht Vorauszusagen. 1900s 1. Jugend empfängt Dillenburgs 1. Jugend im Rückspiel, das einen spannenden Kampf auslösen wird, da die Blauweißen auf Revanche für die im Vorspiel erlittene Riederlage drängen. 2. und 3. Jugend kombiniert spielen in Gießen gegen die 1. Jugend Steindorfs. Die 1. Schülerelf empfängt die Schüler von „Teutonia" ©teinberg im Rückspiel. B. f. B. Am kommenden Sonntag findet hier das letzte Ligatreffen vor der Sperre statt. Als Gegner ist die Liga von „23 i 11 o r i a 1 9 1 2" Eckenheim verpflichtet, die damit eine Rückspielverpflichtung einlöst. Das vor einigen Wochen dort ausgetragene Vorspiel endete mit einem 4:3-Sieg Eckenheims. Die Gäste gehören zur Nordmainkreisliga und stellen eine gute Mannschaft, deren Stärke in ihrer Härte und Ausdauer liegt. Ob es der V. f. B. - Liga gelingt, die Niederlagen der zwei letzten Sonntage durch einen Sieg wieder wettzumachen, erscheint fraglich. Sie sollte alles daranfetzen, um das letzte Spiel auf eigenem Platz und vor eigenem Publikum siegreich zu gestalten, oder wenigstens mit einem gefälligen und zufriedenstellenden Spiel aufwarten. Aller Voraussicht nach wird die Mannschaft am Sonntag in stärkster Aufstellung antreten können, so daß man auf ein günstiges Abschneiden hoffen darf. Die Ligareserve fährt nach Wetter, um der bärtigen Ersten ein schon lange fälliges Rückspiel zu liefern. In dem vor etwa Jahresfrist hier aus- getragenen Vorspiel mußte sich die V. f. B. - Mannschaft ihrem Gegner, dessen Spielftärke sie gewaltig unterschätzt hatte, mit 1:8 beugen. Sie wird sich sehr anftrengen müssen, wenn sie auch diesmal, zumal auf fremdem Platz, nicht wieder hoch verlieren will. war, hatte das Telegramm selbst unterzeichnet, und mit einem schweren Seufzer steckte er es in die Tasche. „Wann kommen wir in Monte Carlo an, Sir?" fragte Sunny, als sein Herr auf ihn zukam. „Hngefäßt heute in zwölf Monaten," antwortete er grimmig. „Wirklich, Sir?" fragte Sunny mit höflichem Interesse. „Das muß ja recht weit weg sein." 2. Flimmer Fred, der eigentlich Grogan hieß, hatte einen berechtigten Grund, sich zu beschweren: Ein angesehener Iustizbeamter hatte ihm feier- lichst versichert, er hätte die Absicht, nach Monte Carlo zu reifen, und nun mußte er ihn auf dem Pariser Dampferzug wiederfinden. Wenn er ihm auch sorgfältig aus dem Wege ging, wußte er doch genau, daß es Larry bekannt war, wer sich unter den Mitreisenden befand. Fred verließ den Viktoria-Bahnhof in außerordentlicher Eile und war sich noch gar nicht sicher, ob Larrys plötzliche Geschäfte in London nicht vielleicht doch mit seinen (Freds) eigenen Geschäften zusammenhingen. Larry sah gerade noch den Hochstapler in der Menge verschwinden und lächelte zum erstenmal feit seiner Abreise von Paris. „Dringen Sie meine Sachen nach Haus," sagte er zu Sunny. „Ich fahre direkt nach Scotland Bard. Vielleicht komme ich heut abend, vielleicht auch erst morgen zurück." „Soll ich den Gesellschaftsanzug bereitlegen?" fragte Sunny. Was ihm in erster Linie am Herzen lag, war das elegante Aeußere seines Herrn. Für Sunny war ber Tag in drei Teile geteilt — Straßenanzug, Gesellschaftsanzug und Pyjama. „Rein — ja — machen Sie, was Sie wollen." „2a, Sir," sagte Sunnh entgegenkommend. Larry fuhr sofort nach dem Polizeipräsidium und hatte erst einige Mühe, hineinzukommen, da er den dortigen Deamten noch unbekannt war. Schließlich ließ man ihn in das große Dureau Sir John Hasons hinein, der sich von seinem Schreibtisch erhob und ihm mit ausgestreckter Hand entgegenkam. „Mein lieber Larry," sagte er, „es ist zu nett von dir, auf deine Ferien zu verzichten. Du bist wirklich ein famoser Kerl! Ich habe übrigens gar nicht an deinem Kommen gezweifelt und dir Zimmer 47 einrichten lassen. Außerdem habe ich dir den feinsten Sekretär zur Verfügung gestellt, den ich jemals im Präsidium gehabt habe." John Hason und Larry Holt waren alte Freunde und Schulkollegen, und zwischen den beiden bestand aufrichttge Zuneigung und ein Vertrauen, wie man es eigentlich selten zwischen zwei Leuten des gleichen Berufes findet. „Rümmer 47 ist mir unbekannt," sagte Larry lächelnd und legte seinen Mantel ab, „aber ich Anders die A. - H. - M a n n s ch a f t, die einer Einladung ber 21. S). Wetters folgt unb ebenfalls nach dort fährt. Nach ihrem letzten 8:1-Sieg über Wetter zu urteilen, sollte sie auch biesmal ihrem Gastgeber bas Nachsehen geben können. Für die Jugenb beginnt bie Sommersperre schon am 17. b. M.: am kommenben Sonntag, ber also ber letzte Spieltag vor ber langen Pause ist, treten des- halb alle Jugenb- unb Schülermannschasten auf ben Plan. Die e r ft e Jugenb empfängt zum Rückspiel die gleiche von Wetter, gegen bie sie vor acht Tagen einen beachtenswerten 3:0 - Sieg erringen konnte. Erwartungsgemäß sollte sie auch am Sonntag, zumal auf eigenem Platz, gewinnen. Die zweite Jugenb trägt ebenfalls auf eigenem Platz ein Rückspiel aus. Ihr Gegner ist bie erftc Jugenb Burgs. Ob V. f. B. feinen Dorfpielsieg von 3:2 wiederholen können wird, ist ungewiß. Die dritte Jugend hat die zweite Wetters zu Gast, der sie an Wettspielerfahrung überlegen ist und die sie daher schlagen kann, vorausgesetzt, daß das körperliche Kräfteverhältnis nicht allzu ungleich ist. Einen sicheren Sieg darf man der ersten Schü - ler Mannschaft Voraussagen. Sie steht in Nieber-Girines der dortigen Schülerelf im Rückspiel gegenüber. Das Vorspiel gewann sie mit 4:0. Weniger Aussicht auf einen Sieg hat die zweite Schülerelf, die ein Gesellschaftsspiel gegen die Schüler Garbenteichs gegenüberstellt. Arbeiter-Turm und Sportbund. Am kommenden Sonntag fährt Wieseck i nach Alsfeld. Wieder ist Wieseck gezwungen, die Reise mit Ersah anzutreten. Cs dürfte jedoch Sieger im Spiele bleiben, wenn es den Gegner nicht unterschätzt. Lollar I hat ein rückständiges Spiel gegen Wetzlar! in Wetzlar auszutragen. Auch hier werden die Gäste Sieg und Punkte mit nach Hause nehmen. In der zweiten Klasse hat Watzenborn Kinzenbach zum Gegner. Watzenborn wird abermals eine Riederlage hinnehmen müssen. Wieseck II hat Beilstein II zu Gast und wird auch dieses, sein letztes Spiel der Vorrunde, mit einem Sieg abschließen. Gießen 11 wird sich in Rodheim abermals eine Riederlage gefallen lassen müssen. Daubringen und Hungen werden sich in Daubringen ein spannendes Spiel liefern, bei dem der Plahbesitzer die meisten Siegesaussichten hat. Treis wird im Spiele gegen Burkhardsfelden in Burkhardsfelden dem Plahbesitzer Sieg und Punkte überlassen müssen. Rodheims Jugend wird gegen Heuchelheims Jugend in Heuchelheim den kürzeren ziehen. W i e s e ck s Jugend wird die Jugend Wißmars ebenfalls mit einer Riederlage heimschicken. Am kommenden Sonntag findet in Heuchelheim die Vorprobe zu dem am 29. und 30. Juni stattfindenden Bezirksfest statt. Reben der Probe der Freiübungen werden die Geräteübungen durchgeturnt, um den Kampfrichtern den Gang der Hebungen einzuprägen. Die Kampfrichter für Leichtathletik werden eine theoretische und praktische Prüfung damit verknüpfen. Außerdem wird mit dieser Veranstaltung das Ausscheidungsturnen der Geräteturner zum diesjährigen zweiten Dundesfest des Ar- beiter-Turn- und Sportbundes, welches vom 18. bis 21. Juli in Nürnberg stattfindet, vorge>- nornmen. Gießener Tennisklub 1922. Auf ben Gießener Plätzen findet am nächsten Sonntag ein Klubwettkampf gegen „Rot-Weiß" Kassel statt. Die Gäste werben eine spielstarke, in letzter Zeit immer besser geworbene Mannschaft ben Gießenern gegenüberstellen. werde mich außerordentlich freuen, die Bekanntschaft des feinsten Sekretärs von Scotland Bard zu machen. Wie heißt er denn?" „Es ist kein .er', es ist ’ne ,sie<," lächelte Hason. „Miß Diana Ward. Sie hat sechs Monate hindurch bei mir gearbeitet und ist wirllich das geschickteste und vertrauenswürdigste Mädchen, das ich jemals in meinem Dureau gehabt hab." „Allmächtiger! Ein weiblicher Sekretär!" sagte Larry gedrückt, fügte aber gleich lebhafter hinzu: „Selbstverständlich bleibt's, wie du es angeordnet hast, John, und selbst dieses Muster aller Tugenden soll mir keine Angst einjagen. Höchstwahrscheinlich hat sie ’ne Stimme wie eine Raspel und kaut Gummi?" „Ihr Aeußeres ist nun gerade nicht besonders einnehmend, aber das ist doch schließlich nicht die Hauptsache," antwortete Sir John trocken. „Seh' dich hin, alter Freund, ich habe viel mit dir zu besprechen. Cs handelt sich um den Fall Stuart," begann er und reichte Larry sein Zigarettenetui. „Erst gestern haben wir herausgefunden, daß Stuart ein sehr reicher Mann gewesen ist. Seit neun Monaten ist er in England und hat die ganze Zeit über in einer Pension auf dem Rottingham Place — Marlybone — gewohnt. Er war ein rätselhaftes Individuum, ging nirgendwohin, hatte fast aar keine Freunde und war außerordentlich zurückhaltend. Es war natürlich bekannt, daß er vermögend war, und nur seine Londoner Bankiers, die uns seinen Ramen mitteilten, als sie herausgefunden hatten, daß er der unbekannte Tote war, waren von ihm ins Vertrauen gezogen. Mit ,ins Vertrauen ziehen^ meine ich nur, daß ihnen sein Rame und seine Vermogensverhältnisfe bekannt waren." „Was meinst du damit, wenn du sagst, er ging nirgendwohin? War er denn die ganze Zeit über in feiner Wohnung in der Pension?" „Darauf komme ich jetzt," sagte Sir John. „Er ging aus, aber kein Mensch weiß, warum. Jeden Rachmittag ohne Ausnahme machte er eine Autofahrt und hatte unweigerlich dasselbe Ziel — ein kleines Dorf in Kent, ungefähr fünf« undzwanzig Meilen von hier. Er ließ den Wagen an einem Ende des Dorfes warten, ging durch das Rest hindurch und war für einige Stunden verschwunden. Hnfere Nachforschungen ergaben, daß er sich lange Zeit in der Kirche aufhielt, übrigens ein altes Gebäude aus der Zeit der Saxonen, dessen Fundamente vor etwa tausend Jahren gelegt wurden. Genau nach zwei Stunden, pünktlich wie ein Hhrwerk, kam er zurück, stieg in den Wagen — er hatte ihn gemietet — und fuhr na<$ Nottingham Place zurück." „Wie heißt das Dorf?" „Beverley Manor," sagte der Oberkommissar. „Also, weiter. Am Mittwochabend brach er zum Turn- und Sportabzeichen. Morgen Samstag, 18 Hhr, Abnahme der Prüfung für das Turn- und Sportabzeichen im Schwimmen in der Müllerschen Badeanstalt. Sund Deutscher Zugendvereine (9.9.3.) Am kommenden Sonntag findet in Frankfurt a. M. das Sportfest des Landesver-, bandes Hessen und Nassau des B.D.I. statt. Erstmalig wird sich auch die Iungenschaft der Matthäusgemeinde Gießen daran beteiligen, die zwanzig zum Teil sehr gute Leichtathleten entsenden wird. Ob sie sich Dort durchsetzen können, erscheint sehr fraglich in Anbetracht der außerordentlich starken Konkurrenz aus Wiesbaden, Bad Ems, Frankfurt, Höchst, Hanau, Darmstadt und Mainz. Die Gießener werden zum Dreikampf und in den Staffeln starten. Ebenso wird sich die Handballmannschaft an den Spielen beteiligen, wo ihr angesichts ihrer augenblicklichen Spielftärke wohl einiger Erfolg befchieden fein dürfte. Motorradrennen „Rund um Schotten"". Der 4. Laus um die Deutsche Meisterschaft für Motorradfahrer, das am nächsten Sonntag zum Austrag kommende 5. Rennen „Rund um Schotten", hat ein Rekordergebnis von 85 Fahrern gezeigt, während das Rennen im vergangenen Jahre nur mit 28 Fahrern beseht war. Die einzelnen Läuse sind ganz hervorragend besetzt: In den Meisterschaftsläufen sind 25 Fahrer am Start, in der Beiwagenklasfe 9 Maschinen, ferner starten 29 Ausweisfahrer und 22 internationale Fahrer in der Klasse der Maschinen von 500 und 1000 ccm. Oberhessen. Landkreis Gietzen. Klein-Linden, 13. Juni. Das 11. Bun- b e 5 f e ft bes Radfahrerbunbes Oberhessen wirb hier anläßlich bes 25jährigen Jubelfestes des Rabfahrervereins 19 0 4 vom 22. bis 24. Juni abgehalten. Es treffen dazu etwa 40 Radfahrervereine aus allen Teilen Oberheffens unb bes Lahntales ein, barunter auch Vereine aus Alsfeld, Hungen, Lich, Laubach, Londorf ufro. Das Rennen findet in drei Klaffen zu 77, 60 unb 25 Kilometer statt. Zahlreiche Ehrenpreise unb Wertpreife kommen zur Verteilung. ^Watzenborn-Steinberg, 13.Juni. (Ein- gefanbt.) Bei ber Durchführung ber Felbbereinigung in unserer Gemarkung würben zahlreiche schöne Wege geschaffen, von denen einige chauffiert wurden, während diese Ausgestaltung bei einigen anderen noch vorgenommen werden soll. Zur Durchführung dieser Arbeiten ist vor einigen Tagen eine Steinklopfmaschine in Betrieb genommen worden, an den erforderlichen Steinen ist hier ebenfalls kein Mangel. In ber Einwohnerschaft ist nun ber Wunsch immer stärker geworben, baß bei dieser Gelegenheit auch der Watzenborn er Weg chauffiert werden möchte. Das Material hierzu unb bie erfor« berlichen Arbeitskräfte finb vorhanben. Man hofft, daß unsere Gemeindevertretung diesem Wunsche Rechnung trägt. 2. Rödgen, 13. Juni. Die Kanalisierung ber Langen Orts ft raße ist setzt durchgeführt. Die Arbeiten wurden nach Möglichkeit beschleunigt, damit die Straße am kommenden Sonntag, an Dein hier ein Sängerfest ftattfinbet, ungehindert benutzt werden kann. Gleichzeitig mit ber Kanalisierung mürben auch bie Hausanschlüsse in biefer Straße neu gelegt. Außerdem ist bie Wasserleitung bis zum Friedhof weitergeführt worden. I Staufenberg, 12.Juni. Unser herrlich gelegenes Städtchen vereinigte am Sonntag in seinen Mauern eine stattliche Anzahl Sänger. Feierte doch der „Gesangverein Staufenberg" erstenmal mit seinen Gewohnheiten und nahm die Einladung eines gewissen Doktor Stephan Iudd zur Hrausführung einer neuen Revue im Macready-Theater an. Doktor Stephan Iudd ist der leitende Direktor der Greenwich-Versicherungsgesellschaft, eine kleine Gesellschr-st — so eine Art Familienkonzern —, hat aber in der City einen sehr guten Rus. Mr. Iudd ist Kunstliebhaber und Besitzer eines sehr schönen Hauses in Chelsea. Iudd hatte für die Erstaufführung eine Loge — nach den Zeitungen zu urteilen, war, nebenbei gesagt, das Stück einfach fürchterlich —, und zwar die Loge A. Stuart tarn und war, wie Iudd aussagte, auffallend unruhig. In der Pause zwischen dem zweiten und dritten Akt verschwand er unbemerkt aus dem Theater, kam nicht zurück und wurde erst wiedergesehen, als man seinen Leichnam an dem Themse Cmbank- ment fand." „Wie war denn das Wetter in der Nacht?" fragte Larry. „2m Anfang klar, dann aber dunstig mit Neigung zum Nebel," antwortete Sir 2obn. „Tatsächlich hat ja auch der Schutzmann, der in dem betreffenden Viertel Dienst hatte, wo der Leichnam gefunden wurde, zu Rapport gegeben, daß zwischen halb vier und halb fünf sehr dichter Nebel lag.“ Larry nickte. „Besteht vielleicht die Möglichkeit, daß er im Nebel seinen Weg verfehlt hat und in den Fluß gefallen ist?" „Gänzlich ausgeschlossen," sagte Sir 2ohn nachdrücklich. „Von der Zeit seines Verschwindens bis halb drei Hhr morgens war das Embankment frei von Rebel, und niemand hat ihn bemerkt. 2ch wiederhole: bis zu der Zeit war die Rächt völlig klar." „Hnd jetzt kommt noch ein merkwürdiger Hm» stand," fuhr der Kommissar fort. „Als er gefunden wurde, lag er auf den Stufen, nur die Füße hingen im Wasser — und," fügte er langsam hinzu, „die Flut war noch im Steigen." Larry sah ihn erstaunt an. „Willst du damit vielleicht sagen, daß er nicht von der Ebbe dort angeschwemmt worden ist?" fragte er ungläubig. „Wie sollte er denn sonst dorthin gekommen fein, mit den Füßen im Wasser, noch dazu, wenn das Wasser stieg? Hnd doch muß es Ebbe gewesen sein, wie hätte er sonst auf die Stufen kommen tonnen?“ „Das sage ich ja auch," nickte Sir 2ohn. „Wenn er nicht unmittelbar nach Verlassen des Theaters ertrunken ist, als die Flut am höchsten stand und anfing zu fallen, scheint es mir beinahe unmöglich, daß er bei Tagesanbruch, als die Flut erst wieder begann, auf den Stufen angeschwemmt werden konnte." Larry rieb nachdenklich das Kinn. Kortsetzung folgt) i tLBim ts Ober« rifttn Äubel' 1904 oom n boyi etwa i Oberhessmi Vereine aus lonborf u|ro. i 77, 60 und mprei|e und illfierung frurdfflfufrt. 1 btfdjkunifii, niatz, an dem Wx\. W,t Wtfwning dieser Strafet >itung bis jum [er herrlich gt- inlofl ifi l,inrn nfler, Feierte Heißer* das am ibti.M. 'kdngebms kennen im rern beseht ln> hervor. Nm sind "vagenllalse lstveitsahrer c Slallt der 3. Juni, (Gin« ’lbbertinigung lreiche schöne -au[[ieri mur< i einigen an« , v)ur Lurch- i lagen eine inen worden, ebensoils kein in der Wunsch tr Telegenheit chnussiert und die erfor« n. Man hasst, iseni Wunsche a und nahm Hot Stephan en Dvue m -te-han 3tM wich-ReE »llschast - l° t aber in der schönen ^useS Erstausführung m iu urteilen, infach sülchter' tuari kam gj llend unruhig, en und dritten i dem Thea»«, w'-derge^^ ^nseSmba"^ in der rr fcÄj? de 6-r 3ofc ML w° l«:s se*5 S. «L StuseN' (ang, «« »j Z <7ohN. X °L'° 5.3.1) Sranlsur» >esver, 8 R.D.J. "genschast f J daran Kc A 7 An. Konkurrent /LW ■ isichrner ddallrnamu, .'dr ange. irre tco&l IWÜWMe elegante Ausführung in weiß — farbig LN. G. Gvode frankfurter Straße 19 5M2A Marktplatz 2 .12.1'25 RASSOL // Ein Versuch lohnt! 604 7 A 1 gr. 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Sonnenaufgang 3.43 Uhr, Sonnenuntergang 20.17 Uhr. — Mondausgang 13.10 Uhr, Monduntergang 0,56 Uhr. 1843: der Komponist Edward Grleg in Bergen geboren: — 1905: der Asrikasorscher -ermann von Wißmann in Weihenbach gestorben. Sxßevd Hemden sind eingetrossen und wieder in allen Weiten und Preislagen vorrätig. Dazu passend die unsichtbaren Hemekre-SosentrLger. Äit6fet? 5239D Herrenmoden, Neuen »flue 3 fativnVprvj-kt für die Stadt Ridda soN in einer der nächsten Demeinderat-sitzimgen zur Vorlage kommen. KreiS MSfeld. • Romrod. 13. Iuni. 3n seiner Sitzung vom 8. Vlai hatte der hiesige Gernetnderat einstimmig den Beschluß gesatzt, den leider durch Versetzung nach Dietzen auS unserer Gemeinde scheidenden Forstrat RikolauS zum Ehrenbürger der Stadt Vom rod zu ernennen. Dazu wurde nun eine besonder» einberusene De- meinderatösitzung al>gehalten. Bürgermeister Schmidt überreichte mit einer kurzen, kernigen Ansprache dem Scheidenden die von der Stadt gestiftete Urkunde. Der Gemeinderat hat sich zu dieser Ehrung de» Forstrat» Rikolan« entschlossen. weil dieser während seiner 15jähriaen Tätigkeit in Romrod sich die Wertschätzung der ganzen Gemeinde nicht nur im Dienste, sondern auch al« Privatmann erworben hatte. Er hat immer die Interessen und da« Wohl der Gemeinde gefördert, soweit e« in seiner Macht stand, er hat etliche neue, für die Verbesserung, de« Verkehr« wichtige Wege und Stratzen anlegen lassen, für Verbreiterung und Verschönerung derselben Sorae getragen, kurz überall da, wo e« für da« Wohl der Gemeinde wa« zu tun gab, hat man bei ihm Unterstützung gesunden. Jedermann sand ein offene» Ohr bei ihm, ohne Rücksicht auf Stand oder Herkunft. Vach lieber- reichung der künstlerischen, gerahmten Ehrenurkunde wurde ihm der Ehrentrunk der Gemeinde Romrod in einem der beiden historischen Becher gereicht, welcher nach alter Sitte in einem Zuge zu leeren ist. Forstrat V i k o l a u « dankte für die ihm bereitete Ehrung in warmen Worten und versprach, auch in feinem neuen Wirkungsbereich Romrod nie zu vergessen, denn e« sei ihm eine zweite Heimat geworden. An- schlletzend war man noch längere Zeit bei einer kleinen AbschiedSfeier im Rathaus beisammen. Preußen. KrciS Wetzlar. (ALTES SCHLOSS) > * mengen. Verlangen Sie nur echtes Raffo! in Originalslaschen n. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: (Engel, apotheke (Bieben, gu haben tn allen Apotheken. fein 50. Stiftungsfest, mit dem der .Lurndatal-Sängerbund" sein dieosahrigeo Bundes fest verband. Am Vormittag vetsammel- ten sich die Bundesvereine im Saale der „Burg Staufenberg" zum W e r t u n a s s i n g e n. Nachdem der Bundesvorsitzende, Lehrer Ziegler (Kesselbad;), die Erschienenen begrüßt und aus Zweck und Werl der Veranstaltung hingewiescn hatte, trtig jeder Bundesoerein zuerst den Psiichtchor „Schenkcnbachs Reiterlied" von G. Weber und hierauf ein selbst- gewähltes Lied vor. Durch das Los wurde ferner nach bqn Beschluß des Bundestages ein Verein zum Vortrag des für Darmstadt bestimmten Liedes „Wo gen i)inuncl Elchen ragen" von Heinrichs, bestimmt: es traf den Gesangverein „Teutonia" (Nordcck). Als Kritiker war Studienrat Ku h n aus Friedberg tätig. In seiner nach dem Singen stattfindcnden Kritik konnte er erklären, daß die Leisttmgcn der Vereine sämtlich aus bcachienowcrier Höhe standen. Eine eingehende schriftliche Beurteilung wird den beteiligten Vereinen noch zugcstellt. Der als Gastverein anwesende Gesangverein „Heiterkeit aus Gießen brachte nach dem Wertungssingcn unter seinem Dirigenten Schüttler drei Ehöre in vorzüglicher Weise zu Gehör, von denen besonders „Die Toten der Heide", ein Werk, das an Sänger und Dirigent hohe Anforderungen stellt, großen Beifall fand. Der Bundesvorsitzende gab dem Dank der Zuhörer für den Genuß in beredten Worten Ausdruck. Mit einer Probe der Mafsenä)öre „Sä-en- kcnbachs Reltcrlied" und „Wo gen Himmel Eichen ragen", schloß der Vormittag. Am Nad-mlttag bewegte sich bei herrlichstem Wetter ein großer F e st z u g , an dem siä) außer den Vereinen des „Lumdatalsängerbundes" sämtliche Ortsoereine und eine ganze Reihe von Gastvereinen beteiligten, durch unser festlich geschmücktes Städtd)en. Nach der Ankunft auf dem schön gelegenen, sehr geräumigen Festplatze sang der Festvcrein zunächst einen Be- arußungschor, worauf der Vereinsvorßtzende Dietz Worte des Willkommens und eine Festjungfrau einen Prolog fprod)cn. In seiner Festrede machte der zweite Bundcsvorsitzende und Bundcschormeister, Berussschullehrcr Eberle (Lollar), zunächst mit der Geschichte des Jubelvereins bekannt und zeigte dann, nwld)e hohe Bedeutung dem deutschen Lied als wertvolles Kulturgut zukommt. Er betonte ganz besonders auch, daß sich auf dem Boden der Pflege dieses Kulturguts alle Bolkskreise finden könnten. Hieraus verlas der Redner einen Glückwunschbrief des S t a a t s o r ä s i d e n t e n und überreichte dem Verein als Ehrengabe desselben ein Schubcrtbild. Der „Lumdatalbund" ließ durch seinen Vorsitzenden, Ziegler (Kesselbach), einen Fahnennagcl übcrrei- dxn, ebenso die Militärgesangsabteilung Gießen. Der Vorsisiende des „Lahngaues im Hessischen Sängerbund", Koch (Gießen) Überbrachte Grüße und Wünsche des Gaues, sowie des „i)elslsd)en Sängerbundes" und brad)te ein Glückwunschschreiben des „Deutschen Sängerbundes" zur Verlesung, das er dein Festerem überreichte. Die Frauen und Jungfrauen des Vereins stifteten eine Fahnenschleise. Die drei noch lebenden Mltgründe.r des Vereins, Heinrid) Becker II., Ludwig Braun II. und Ludwig Vogel V1IL, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt, worauf einer derselben für die Ehning in beivegten Worten dankte. Der Festakt schloß mit dem Vortrag des Massenchors. Anschließend sangen tkinn alle anwesenden Vereine se ein Lied. Aus dem Festplatze entwickelte sich hierauf ein fröhliches Treiben. Kreis Büdingen. P A i d d a , 13. 3uni. 3n der jüngsten Aid. daer Gemeinderatssitzung wurde sol- gende« beschlossen: Der Waldwirtschast«- p l an für da« Jahr 1930 wird genehmigt. Außerdem wird die Anpflanzung des GrohbergeS, HelmSberges und Kiffelberge«, die mit 4800 Vkk. veranschlagt ist, beschlossen, und zwar soll die Anpflanzung in 5 Jahren zur Durchführung koinmen. Die Entscheidung der Frage, ob die Anpslanzung de» ObsibauinstückeS am Grohberg mit Fichten zum Zwecke der späteren 'Verwertung al» Christbäume zweckmäßig ist, oder ob dieser Teil de« GrohbergeS als Schasweide benutzt werden soll, wird einer späteren Beschlußfassung Vorbehalten. — Die Rohbauarbeiten sür den Kleinwohnungsbau In der Hopsengasse werden grundsätzlich an die Wenigstnehmenden vergeben, und zwar die Erd- und Maurerarbeiten dem Th. Bach (Wallernhausen), die Zimmerarbeiten dem Fr. äl ß n e r (ilntec-ödjmltten), die Hausteinlieserungen dem H. Drott und A. Lupp (Ridda), die Großschlosserarbeiten dem Schmiedemeister H. Schneider (Ridda), die Spenglerarbeiten dem Herrn. Paul II. (Ridda), die Trägerlieferung der Fa. Ferd. 3 o ft (Ridda) und die Dachdeckerarbeiten dem Aug. A ß m u S zu Ridda. — Für das Rechnungsjahr 1928 (1. 4. 28 bis 31. 3. 29) kommt als Wassern gelb 20 Pf. pro Kubidneter zur Erhebung. Die Erhöhung deS Wassergelde« hat sich wegen der Kosten für die Erschließung neuer Quellen und der bedeutend gestiegenen laufenden älnterhal- tungskosten der Wasserleitung al« unumgänglich notwendig erwiesen. — Da« von dem Kulturbauamt Friedberg fertiggestellte K a n a l i - Gelegenheitskauf in Scliuliwaren Ein Posten Damen Halb und -Spangenschuhe Sorlo I, Paar Mk. 0.50 Serio II, Paar Mk. 8.50 SorloIII, Paar Mk. 10.50 Es handelt sich um gute zuverlässige Qualitätsware, die ■zu obig, äußerst günst. 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Zuni 1929 Wirtschaft. 'International S ch i e n e n k a r te l l. Die am 19. Juni stattfindende Sitzung des Internationalen Schienenkartells (Irma) wird sich mit der Gestaltung der Preisfrage zu beschäftigen haben, da einzelne Beteiligte eine Erhöhung der Preise anstreben. Diese Wünsche werden mit der inzwischen erfolgten Erhöhung der Drenn- stoffvreise und der Löhne in den meisten europäischen Ländern begründet. ' Ludwig Gans 21.-®., Mainz. Bach dem Geschäftsbericht für 1928 haben sich die Erwartungen infolge der 2lussperrung im Ruhrgebiet und der ungeklärten Reparationsfrage nicht völlig erfüllt, wenn auch die Llmsahsteige- rung des Vorjahres erhalten werden konnte. Cs muhten weitere langfristige Kredite ausgenommen werden, da weitgehende Zahlungs- crleichterungen im Hinblick auf die allgemeine Wirtschaftslage nicht zu vermeiden waren. Die Kapitalerhöhung auf 2 Millionen Mark ist einstweilen nur um 600 000 Mk. auf 1,1 Millionen Mark durchgeführt worden. 2lus einem Reingewinn von 124 118 (91 776) Mk. werden wieder 10 Prozent Dividende auf die 500 000 Mk. alte Aktien vorgeschlagen, während die neuen 600 000 Mark Aktien 5 Prozent erhalten sollen. Das laufende Geschäftsjahr habe in den ersten Monaten nicht befriedigt, der Umsatz sei in der letzten Zeit jedoch wieder erheblich gestiegen. Das Herbstgeschäft verspreche besser zu werden. • 21.-0. für Zellstoff- und Papierfabrikation, Aschaffenburg. Wie der W.T.D.-Handelsdienst von Verwaltungsseite hört, ist der Gesellschaft ein größeres Paket von Aktien der 21.-®. für Zellstoff- und Papierfabrikation Memel zum Kauf angeboten worden. Der am 17. d. M. stattfindenden G.-V. der Aschaffen- burger Gesellschaft soll der Vorschlag unterbreitet werden, diesen Posten zu erwerben. * Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 14. Juni. Tendenz: still. — Nachdem schon an der gestrigen Abendbörse starker Orderinangel geschäftshemmend wirkte, lastete dies auch heute stark auf der Stimmung, und das Geschäft nahm nur ganz geringen Umfang an. Der feste Schluß der gestrigen Neuyorker Börse und die Erleichterung des dortigen Geldmarktes blieben ohne Einfluß, die Spekulation übte st a r k e Z u - ruckhaltung und schritt zu Abgaben, so daß sich gegenüber der gestrigen Abendbörse Verluste von 1 bis 3 v. S). ergaben. Die Tendenz neigte zur Schwäche. Material kam al'erdings im großen und ganzen wenig an den Markt. Nur am Elektromarkt waren Siemens mit minus 4,5 v. H. stärker angeboten. Schuckert büßten 3 v. H., AEG. 1,5 v. $). und Ehadeaktien 1 Mark ein. Bergmann blieben knapp behauptet. Einiges Interesse bestand dagegen für Licht und Kraft, bei leicht anziehendem Kurse. Am Ehemiemarkt verloren J.-G.-Farben 2,25 v. S). Am Montanmarkt kamen heute Umsätze kaum zustande. Bei der ersten Notiz konnten nur Rheinstahl mit minus 1 v. H. zur Notierung gelangen. Bon Kaliaktien verloren Aschersleben 2 v. $)., Westeregeln 3 v. $). Bankwerte waren verschiedentlich etwas reger gefragt, doch gingen auch hier die Verluste bis zu 1,5 o. Sj. Erwähnenswert sind noch Glanzstoff mit minus 5,5 v. H. und Süddeutsche Zucker mit minus 3,90 v. j). Am variablen Markte konnte sich für Junghans bei etwas höherem Kurse einiges Interesse erhalten. Der Rentenmarkt war fast geschäftslos. Von Ausländern Türken bevorzugt. Im Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Eine sich bemerkbar machende Geldverknappung wirkte ungünstig, doch kam Material fast nicht Heraus, so daß die meisten Werte gut behauptet blieben. Die Börse zeigte eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Lebhafteres Interesse trat für Deutsche Linoleum mit plus 3,5 v. S). hervor. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1939, gegen Pfund 20,342, London gegen Kabel 4,8480, gegen Paris 124,04, gegen Mailand 92,68, gegen Madrid 33,94, gegen Holland 12,0760. Berliner Börse. Berlin. 14.3uni. Die gestrigen Prognosen, die man für den heutigen Vormittagsverkehr der Banken stellte, sind nicht in Erfüllung gegangen. Cs lagen zwar im allgemeinen kaum ungünstige Orders vor. der herrschende Ordermangel lieh aber keine größere älnternchmungs» I u st aufkommen, so daß die Kurse zwangsmäßig abbröckelten. Man beachtete die Rochrichten über den Rcuhorker Effektenmarkt und besonders die über die Erleichterung des Geldmarktes drüben. Man konnte ziemlich optimistische Auslassungen in den Abschlußberichten einiger Industrie-Gesellschaften lesen; man erfuhr von neuen 2Birt- schaf ^Verhandlungen mit der Tschechoslowakei und das Programm der englischen Liberalen Partei betreffs der Rheinlandräumung. Die Festsetzung der ersten Kurse wurde in den meisten Fällen, wenn überhaupt, bei Mindestumsähen borgenommen. wobei sich, ob kleine Kauf- oder Verkauforders auszuführen waren, gegen gestern kleine Differenzen nach oben und unten ergaben. Mit stärkeren Abschwächungen traten einige Werte hervor. So verloren Glanzstoff 6.5 Prozent, Berger 4,5 Prozent, Deutsche Atlanten 3,25 Prozent, Salzdetfurth 5 Prozent, Accurnula- toren 4 Prozent, R. W. E. 3 Prozent, Schuckert 3,75 Prozent, Siemens 3,5 Prozent usw. Fester lagen Reichsbank, Deutsche Ton- und Steinzeug, Junghans und Rheag. doch hielten sich die Gewinne in bescheidenen Grenzen. Deutsche Anleihen neigten zur Schwäche. Ausländer behauptet. Mexikaner 0,5 Prozent höher. Pfandbriefe uneinheitlich. Der Geldmarkt war unverändert leicht. Tagesgeld 6,5 bis 8,5 Prozent und darunter. Monatsgeld 9,5 bis 10,5 Prozent. Im Verlaufe bröckelten die Kurse durchweg um 0,5 bis 1 Prozent ab. Der Markt erfuhr keine Belebung, allerdings war das Herauskammende Material nur gering. Einerseits tauchten Befürchtungen auf, daß im Zusammenhang mit den zu erwartenden Reparationszahlungen innerpolitische Schwierigkeiten entstehen könnten, anderseits verstimmte, daß der Auslandkredit des Reiches immer noch nicht zu einem Abschluß gekommen ist. Auch später bewegten sich die Kurse unter Anfang, doch trat auf dem erreichten ermäßigten Kursniveau eine gewisse Widerstandskraft hervor. Schubert & Salzer und Salzdetfurth erholten sich um etwa 1 Prozent, dagegen hatten Reichsbank einen Verlust von 1,5 Prozent gegen die erste Rotiz aufzuweisen. Tietz büßten 3 Prozent und Polyphon 4 Prozent ein. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 14. Juni. Zum Wochen» schluh verkehrte der Produktenmarkt in sehr ruhiger Haltung. Die etwas höheren überseeischen Votierungen machten nur wenig Eindruck, da heute morgen wieder schwächere Meldungen aus Liverpool eintrafen. In der Grundstimmung war man jedoch etwas optimistisch veranlagt. Die Umsätze bewegten sich jedoch in allerengsten Grenzen bei ganz unveränderten Preisen. Es wurden notiert: Weizen 23,50; Roggen 21,75; Sommergerste für Brauzwecke 23; Hafer, inl. 22; Mais (gelb) für Futterzwecke 20 bis 20,25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 32 bis 32,50; Roggenmehl 28 bis 28,50; Weizenkleie 10,75; Roggenkleie 11,50. Tendenz: ruhig. Buntes Allerlei. Arbeitsgemeinschaft der Konfessionen für den Frieden. Aus der Erkenntnis des besonderen Wertes der religiösen und moralischen Antriebe für die Völkerverständigung heraus, sind vor Jahren weltumspannende, katholische und evangelische Friedensorganisationen entstanden, die bis jetzt ihre Ausgaben gesondert voneinander verfolgt haben. In Deutschland werden die religiös-sittlichen Friedensbestrebungen hauptsächlich durch die „Deutsche Vereinigung des Weltbundes für internationale Freundschaftsarbeit der Kirchen", sowie durch den „Friedensbund Deutscher Katholiken" vertreten. In jüngster Zeit ist auch ein „Jüdischer Friedensbund" ins Leben gerufen worden. Diese drei Organisationen sind nun zu einer „Arbeitsgemeinschaft der Konfessionen für den Frieden" zusammengetreten. Die Arbeitsgemeinschaft wird von einem Rat geleitet, in dem die einzelnen Organisationen wie folgt vertreten sind: Deutsche Vereinigung des Weltbundes: D. h. c. F. 21. Spiecker, Dr. E. ®. von Stauß, Direktor der Deutschen Bank, Pros. O. Siegmund- Schultze, D. Steinweg, Direktor des Zentral- ausschusscs für innere Mission, Superintendent llngnaö. Friedensbund Deutscher Katholiken: Stadtbaurat Dr. Adler, Msgr. D. Lichtenberg, Päpstlicher Kammcrherr, P. Franciskus Strat- mann O. P., Curatus Hinz, Reichsarchivrat Dr. Schäfer. Jüdischer Friedensbund: Oskar Wassermann, Rabb. Dr. Baeck, R.-A. H. Stern, 21. 21. F. Marcus, Dr. 21. Rassig. Jubelfeier bet Königin-Muller von Holland. Zu Ehren des 50jährigen Jubiläums der König i n - M u t te rE m m a als niederländische Fürstin fand in der großen Kirche von Amsterdam in Gegenwart von 2000 Personen, und zahlreicher hoher Würdenträger ein feierlicher Gottes- 6 i e n ft statt, dem die gesamte königliche Familie beiwohnte. Der Bürgermeister von Amsterdam richtete eine Rede an die Königin-Mutter, in welcher er d i e großen Verdien st e hervorhob, die sie sich seit den Tagen, da sie, eine Prinzessin von Waldeck-Pyrmont, als Königin von Holland hier eingezogen war, erworben hat. Die Feierlichkeit wurde in der ganzen Stadt durch Lautsprecher verbreitet und durch das Radio selbst nach den indischen Kolonien gesandt. Kunst und Wissenschaft. „Der schöne Mensch". DieAusstellung „Der schöneMensch" Mathildenhöhe 1929Darmstadt. wird am Sonntag, den 16. 3uni, 11 Vs feierlich eröffnet werden, wozu besondere Einladungen ergangen sind. Für das Publikum ist der Eintritt an diesem Tage von 14 ilfjr, vom 17. 3unt alsdann täglich von 10 Uhr. Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 216. Don S. Lewmann. 3n 5. g7-g6 6. Lf8-g7 7. Sf6-d7? Diese Umgruppierung verliert zu viel Zeit Königsflügel ungestört durch, 27. H4-H5 2. 3. 4. 5. 6. 7. d7-d5 c7-c6 Sg8-f6 e7-e6 h- 2. 3. 4. 11. b7-b6 12. Sd7-f6 13. Sf6-e4 14. c5 —c4? Riegelt den Damenflügel, hier doch die einzige Angriffsmarke, ab, wodurch natürlich der Weiße 11----- 12. Ddl-e2 13. Kgl-h2 14. Tf 1 —gl Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. Weiß: 6 Steine. Kb7; Da6; Te3, g2; Se2; Bc5. Schwarz: 8 Steine. Kf5; La2; d2; Sh2; Bc3; d5, e5, f6. seine Pläne auf den führen kann. Sgl — f3 d2-d4 c2-e3 Lfl-d3 Sbl-d2 0-0 Sf3-e5 1. Preis im Turnier d'3talia Scacchist. 1926. Schwarz. Partie Nr. 139. der Schlußrunde des Meisterschaftsturniers zu Bad Ems am 21. Mai 1929 gespielt. Damenbauernspiel. Weiß: Dr. Bechstedt, Wehlar. Schwarz: Sbenson. Wiesbaden. und erlaubt dem Weißen später durch den Verlust der vielen Tempi einen nachhaltigen Angriff einzuleiten; besser 7.....Sbd7. 8. f2-f4 8. c6-c5 9. c2-c3 9. f7-f5 10. Sd2-f3 10. 0-0 11. h2-h3 Bereits die Einleitung zu dem später beginnenden Bauernsturm. 15. Ld3 — c2 15. Sb8-d7 16. g2-g4 16. Sd7xe5 17. d4xe5 17. a7-a5 18. e2-a4 18. Se4-c5 19. Sf3-d4 19. Lc8-d7 20. De2-g2 20. Tf8-f7 21. Lei - d2 21. Dd8-e7 22. Ld2 —el 22. Kg8 —118 23. h3-H4 23. Lg7-h6 24. Dg2-h3 24. f5Xg4 25. Tglxg4 25. Ta8-g8 26. Lei — g3 26. De7-e8 8 7 6 5 4 3 2 8 7 5 6 3 4 2 g h ab c d e f g h MM M a b c d e Weiß. 27. g6-g5 28. Tg8-f8? Ein hübscher Entscheidungszug. Schwarz gab endlich auf. 29. De8-e7 30. Tf8xf7 31. Tf7-g7 32. Tg7xg5 33. Lh4! 33. Sc5-e4 34. Se4-f2 27. . . ., 28. Tal —fl 29. Lc2-g6! Die Zertrümmerung des bedenklich aussehenden schwarzen Königsflügels wird nun von Dr. Bechstedt in wenigen Zügen durchgeführt. 29..... 30. LgöXf? 31. Tel-gl 32. f4xg5 oder 32.....Lxg5 33. Lg3-h4 34. Sd4-f3 35. Lh4xf2 Lösung des Endspiels Rr. 74. Don Dr. E. Lasker. 1. Kc8-b8!, Tc2-b2-p 2. Kb8-a8, Tb2-c2 3. Tf7 — fö-f-, Ka6-a5! (Schlecht wäre natürlich 3.....Ka6-b5?, weil noch 4. Ka8 - b8 der T. kein Schach auf b2 hatte.) 4. Ka8 — b3, Tc2 — b2-f- 5. Kb8 — al. Tb2-c2 6. Tf6 - f5+, Ka5-a4 7. Ka7 - b7, Tc2 - b2+ 8. Kb7-a6, Tb2-c2 9. Tf5-f4+, Ka4-a3 10. Ka6-b6, Tc2-b2+ 11. Kb6-a5, Tb2-c2 12. Tf4-f34-, Ka3-a2 13. Tf3xf2; und gewinnt. Es ist sehr originell, wie der schwarze König durch Tempozüge des weihen Königs in Verbindung mit Turmschachs auf die zweite Votzlust- reihe getrieben wird. Lösung des Problems Rr. 212. Don 5. Sackmann. 1. L£6-c4! Db4xd6+ 2. Sc4-e6 matt 1. . . ., Db4-b7 1. . . ., Db4-bl 1. . . ., beliebig 2. Lc4-b5 malt 2. Lc4-b3 matt 2. Dd7-g4 matt Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Ultimatum. 2n der D. A. Z. liest man folgende hübsche Geschichte: „Rheingold" — Drama in einem Aks, frei nach Richard Wagner — wurde in einer kleinen Stadt gegeben. Im Hintergrund der Bühne floh der Rhein; eine blaue Leinwand, unter der Arbeiter steckten und durch Heben und Senken ihrer Körper „Wellen" markierten. Als der Regisseur in den Kulissen erschien murmelten die Leute: „Wa wollen Zulage haben, sonst streiken wo und machen leene Wellen nich mehr!" „Ja doch, ja doch," flehte der Regisseur, „Ihr sollt sie nach der Vorstellung haben." Erfolg: der Rhein schäumte fast über. Vach einer Weile flüsterte der Regisseur: „Aufhören, Leute, aufhören! Jetzt läßt der Sturm nach und der Rhein muß ganz ruhig fließen." Stimmen unter dem Tuche: „Wa wollen unsere Zulage sofort haben, sonst wogen wa toeita!" K. A. P. Das Orchester. Josef Joachim hatte wieder einen seiner berühmten Quartett-Abende gegeben. Die Zuhörer waren begeistert, die Kritiker glänzend. Am zweiten Tage nach dem Konzert erhielt Joachim den Brief einer „kunstsinnigen" Dame, dem ein Scheck über tausend Mark beilag. In dem Briefe stand geschrieben: „Falls andere, wie ich hoffe, meinem Beispiele folgen, so werden Sie, verehrter Meister, bald imstande sein, Ihr Orchester zu vergrößern, zur Freude aller derer, die schon jetzt so gerne Ihrem Ensemble lauschen." Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Banknoten. Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent. Frankfurt a.M. Berlin ffranksurl a. M. Berlin Schiub»! 1-Uh» Kurs । Kurs Schlutz- Kurs Anfang Kurs Schluß- Kurs i Uhr- Kurs Schlub- Kurs Anfang- Kur- Datum 13-6. 14-6. 13.6. 14 6. Datum 13-6. 14-6. 13.6. 14.6. 6% Dt. Seldjäanletbc v. 192? . - Dt. Anl.-Ablös^SchuId mit faufr los.-Rechten......... Desgl. ohne Auslos.-Rechle . • - 7% graust. Hyp.-Bk. Goldpf. unkündbar bis 1932....... iyt% Rheinijche Hyp.-Bank Ligu Goldpf............ D.E.G. abfl. VorkriegS-Obligation., rückzahlbar 1932 ....... 4% Schweiz. Bunvesb..Anl.. . . 4% LeNerrcichifche Goidrle.. . . 4,20% Ocstcrr. Silberrte..... 4% Oesterreich. einheiU. OUe. . . 4% Ungarische Goldrie...... 4% Ungarische Staatsr. v. 1910 . 4'/3% 6e»0l.bon 1913..... 4% Ungarische fironenrte..... 4% Türk. Hollanleihe v. 1911 . - 4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie l........... 4% desgl. Serie II....... 4% Rumänen unwert. Me. . . - *y,% Rumänen öolbanL von 1913 SNg. Deutsche Eisenbahn . . VA Hamburg-Amerika Paket ... 8 Hamb.-Südam. Dampssch. . . 8 Hansa Dampfschiff.....10 Norddeutscher Lloyd.....8 Allg. Deutsche Creditanst. . . io Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellsch. . . 12 Kommen- und Privat-Bank . 11 Darmst. u. Nationalbank . . 12 Deutsche Bank Dtskonto-Gesellschost Ant.. . 10 Dresdner Bank ...... 10 Mitteldeutsche EredÜbcuU . . . 9 «eichsbaul . «•••••• U 87,3 50,9 10,7 2.55 1,9 23,775 20,75 1J 8,5 120 111,5 128,75 226 190 280 174 158,5 164,75 32S?5 I II I 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Illi 1111 = 11121ER31 1 1 ______!_______ 8/,d 51 10,75 29,65 23,75 20,75 22,65 8,6 8,75 8,45 17 119,75 151,25 112,25 129,13 132 226 189,5 280,5 174,2 158 164,4 328,25 51 10,6 23,75 1,95 8,3 119 149,5 111,13 129,25 131,5 226,75 189 280 174,13 157,5 163,5 330 A.E.G............s Bergmann..... 9 Elektr. Lieferungen. .... 10 Licht und Kraft ...... 10 Gelten 4 Guilleaume. .... 6 Gef. f. Elektr. Untern,. ... 10 Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. Elektr.........? Schief. Elektr.......10 Schuckert..... 8 Siemens 4 Halske . • • • • 12 Transradio . ........ 8 Lahmeyer & Co...... . 10 Buderus..........5 Deutsche Erdöl.......6 Essener Steinkohle......8 Gelsenkirchener ... |. % 3- 4 Harvener. ...... ...6 Hoesch Eisen. ........ 8 3>se Bergbau ....... 8 Klöcknerwerke ........ 7 Köln.Neuessen. ....... 9 Mannesmann........ 8 Mansfelder .........7 £betfrf>Ief. Eisend. Bedarf... 5 cborschiej. Kokswerke.....6 Phönix Bergbau......6Yi Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinstahl . . . f.Jahr sz'- Riebeck Montan......7,2 Bereinigte Stahlt»......6 Olavi Minen.......2 sh Kali AscherSleöen.....10 Kaki Westeregeln......10 Kaliwerk Salzdetfurth ... Id 3. G. Farben-Invustrle ... 12 Dynamit Nobel ....... 5 Scheide an sialt . ....... 9 Goldschmidt ....... b Melallgesellschaft. ..... U 192,75 219,5 137 226,9 E - 72,5 136 105 117,75 93,75 294 244 250 414 258,25 80 93 SP1 1 1 "22'1 1 " 1 1 11 1 11 1 1 11 Igi 1 'Ss' 8' 1111 CT> C4if> CMCO 193,25 224 220,75 137,5 226 143,5 244,25 402 170,13 72,25 113 127,75 136,25 144,75 126,5 216,5 105 124,5 117,5 130,75 110,9 93.9 294 128 100 69,25 244,5 250 414 258 119 79 93,65 129,5 191.9 223,5 160 220 136 224.25 143 163,13 195,25 240,5 398,5 112 136,13 144 104,13 124,5 117,6 130,5 110,75 93,5 292 127,5 148,25 100 69,25 243 249 409 256.75 119 93 Frankfun a. M. | Berlin Schlug- i UKr- Echlutz- Anfang. tture Kurs Kurs Kurs Datum 13.6. 14-6. 13.6. 14 6. Pyuivv Pvtzmann..... 113 — 112,75 —— Heidelberger Eement .... 10 137,5 _ Gement Karlstadt..... . 8 — — — Wayb & Freitag...... 10 — — 105 — Schultheis Pahenhoser . . . 15 — — 313,75 313 Ostwerke......... 12 — — 254 252 ycr. Glanzstofs...... 18 256.5 451 458,5 452 14 — — 358 356 Zellstoff Waldhos..... 12 — 254 255 254 Zellstoff Aschaffenburg . . . 12 — — 195 — Gbatlottenburger Wasser . . . - — — 114.9 113,75 Dessauer Gas....... . 8 - — 213,5 211,5 Daimler Motoren..... . O — — 61,65 60.75 Deutsche Maschinen-Fabrik . . 0 — — 51,65 51.13 Adlerwerle Klever..... . 5 52,75 — 52 Ludw. Loewe....... 10 — — 209 — Rat. Automobil ...... . 0 — — 28,25 28 Lrenstein & Koppel .... . 5 — —— 94 93 Leonhard Tieg ...... . 6 — — 289 287 Bamog-Meguin ...... . o — — — — Franlf. Maschinen . . . . . . 6 52 —— 54 — (9eigner . . ....... 11 72,5 — 70,25 — Heyligenüaedt ...... . O — — — — Junghans. . ....... . 4 76,5 78 77,5 — Leckwerke. ...... . 8 106,5 — _ Mainkrastwerke ...... . 8 106.5 — — _ Mag........... 10 123 —— 123 122,75 Nekarsulmer ....... . 8 — Peters Union ....... . 8 126,25 — 126 _ Gebr. Roeder ....... 10 115,5 — Voigt & Haeffner ..... . 8 223 — 223 Südd. Zucker....... . v 149,9 — 146,5 — Berlin, 13. Juni Geld Brief französische Noten..... 167355 16,415 Holländische 9ioten...... 167,93 168.61 Italienische Noten...... 21,93 22.01 Norwegische Noten...... 111.43 111.87 Deutsch Ceflcrr-, ä 100 Kronen 58,78 59,02 Nnmänische Noten...... 2,49 2.51 Schwedische Noten...... 111,83 112.27 dl tue her Noten....... 80 50 Spanische Noten..... . 59 fi? Tschechoslowakische Noten . . 12,425 12.485 Ungarische Noten....... 72.85 73,15 13. Juni 14. Juni Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Briet Geld Brief AmN-NoN- 168,26 168.60 168,21 168,55 Buen-Aires 1,754 1.758 1,753 1,757 Brss.-Antw 58,19 58,31 58,16 58,28 Christiania. 111,64 111,80 111,71 111,93 Kopenhagen 111,64 111,86 111,63 111,85 Stockholm - 112,12 112,34 112,09 112,31 Heliingfors. Italien. . . 10,529 21,93 10,549 21,97 10,523 21,915 10,543 21,955 London. . . 20,313 20,353 20,316 20,356 Neuyork . . 4,1905 4.1990 4,1935 4,2015 Paris.... 16,38 16,4'2 16,37 16,41 Schweiz . . 80,61 80,77 80,59 80.75 Spanien. 59,88 60.00 59,91 60.03 Japan . . - 1,841 1.845 1,840 1,844 Nio de Jan. Wien in D-- 0,496 0,493 0,437 0.499 Oest- obgeft 58,865 58,985 58,855 58,975 Belgrad ! 12,405 12,425 12,401 12,421 7,363 7,374 7,365 7,379 Budapest. . 73,05 73,19 73,07 73,21 Bulgarien . 3,031 3,034 3,029 3,035 Lissabon . . 18.73 13,77 13,73 18,77 Danzig. . . Konstantin. 81,22 81.38 81.18 81,34 2,018 2,012 2,023 2,027 Athen. . . 5,435 5,445 5,44 5,45 Kanada . . 4,156 4,164 4,159 4,167 Uruguay. . 4,036 4,044 4,086 4,044 Hgirg . . , 20,845 20,885 70,85 70,89 Berlin, 13. Juni Geld Brief 2Uncrttant(c6e Noten ..... Belgische Noten........ Tmrische Noten........ EoMä» Staffle* 4,20 58,08 111,38 20,287 4,22 58,32 111,82 80,367 Badehosen, la Trikot, schwarz für Herren für Knaben F antasie-Bademützen 0.35 0.75 0.85 0.95 1.05 1.15 1.25 0.95, 0.75, 0.60, 5223D nachmittags eine 1.30 1.40 1.50 6.00 3.75 Größe 85 schwarz Größe 42 Einfaß Damen-Badeanzug ,Forma' 5.25 Vortrag von 5242 D 1.65 1.80 1.95 13.00 farbigen H Seltersweg 31 Dortmund Gießen Empfang: Samstag, den 15. 3uni 1929 von nachmittags 3 Uhr an 5240D und an der Abendkasse. 03791 Eintritt für Mitglieder frei. Nichtmitglieder 30 Pfennig. 00 /. Pfd. 42 H Lahmläse /.pfd. 42 H Handkäse. an: Festplatz. 52350 Alle Freunde und GtöniMT des Gesangs sind herzlich Der Festaueschufi. «Ingeladen. IjermannstfroiWim Bade-Wasdie und alle anderen Dade-Ausrustungen müssen von Hermanns D Froitzheim sein - denn wo gibfs die schöner? wo besser? wo billiger? vollfett..... Tilsiter, vollfett. Herren-Badeanzüge la Trikot schwarz, Größe 80 in eleganter Ausführung la Trikot Größe 42 bis 46............... Dam.-Ba deanzug „Kühler" 1.10 1.20 ff. Schweizerkäse, vollfett....Pfd.44 u. 48 H Emmentaler o.Amde, '/