Ansatz Ä d- Ws» 1» aS“1 LAr .dchL Su-feV&f “.“'TiÄ: ‘?r"«'Ofe ?««» logQt,f p**«s {T11 to« r tc L-?L $?*?£ feg 6.12 Pro- 'Üblich K »etirenf) btfonfai Ö’g’M- 6alM 1 ®Moff üg« Se&ngen der mer hervor. Im ch Höchstkurs, W wurde rch. ?lte eher wieder idebörse. tebt Der heutige ruhiger Nhmg r unb die festeren m efodi freund' ?. doch blieb dar die Händler stack x im Marfsfallc Preise blieben im rc für Deizen deiner Schöhung für Doggen geringere? i ottigmmg. Er yt, gesund, troden, Hs. 23.75; DvM auMäe 2450 bi? 24.00-2450; Mau W-24.00; DeiM 33.25-34.25; M ttflcic 14.25; Dog senschast vif. Mrri Ttci Meldung zusvl; ziger Krankheit • ig gestorben. ü, München sM unter verschiede«' Lodert. Tocno^ ijuiichneterSharMN Sn und eine »ul' - Steinrüo ob Liebhaberei auch ® chflichem Können - cheater gast>^ rfte sein "Home- n her gelang J m ersten Lell--r> tmg vollbracht; i Schauspiel * acht vergess^ (mit ta NW |on in «SJ; in .Sr°uD°2 1/.® ■j, t»L K 5 s fiS ÖS M H l U.4> Ti 73.1» itcnflurt 1 W lika war bis auf den letzten Platz gefüllt. Zahlreiche Korporationen und die katholische Studen- teirschast in Wichs waren mit ihren Fahnen erschienen und boten ein lebendiges, farbenprächtiges Blld. Als Vertreter des Reichs- Präsidenten war Reichsminister Schätzet, für den Reichskanzler Staatssekretär P ü n d e r. und für den Reichsminister des Auswärtigen Staatssekretär Dr. von Schubert aiüoesend, ferner vom Auswärtigen Amt der Valllan-Ae- ferent Meher-Rodehüser. weiter bemerkte man den früheren Reichskanzler Qllatj, die Minister von Tuärard, Giesberts und Steiger, vom diplomatischen Korps den französischen. den italienischen, den japanischen und den türkischen Botschafter, sowie den polnischen Gesandte,: und zahlreiche Mitglieder dieser diplomatischen Vertretungen. Den feierlichen Akt umrahmten Gesänge des St. Hedwigs-Kirchenchors unter der Leitung von Pius Kalt. JrankreichunddierömischeArage. Eine Niederlage der Pariser Diplomatie. Basel, 12. Febr. (TU.) Die gesamte schweizerische Presse läßt sich in spaltenlangcn Berichten über die Vorgänge in Rom und die Unterzeichnung des Abkommens zwischen dem Vatikan und dem Quirinal unterrichten, wobei übereinstimmend die außerordentliche Bedeutung des Abkommens für die Stellung Italiens als künftige Schutzmacht der katholischen Christen- heit int Orient an Frankreichs Stelle beroorgehoben wird, Hierbei wird einheitlich zum Ausdruck gebracht, daß die Auswirkungen dieses Abkommens sich unmittelbar gegen die Stellung Frankreichs im Orient richten werden. Von besonderem Interesse ist hierbei die Auffassung der sonst Frankreich ausgesprochen freundlich gegenüberstehenden „Basler National- Zeitung", die schreibt: Frankreich hat eine schwere politische Niederlage erlitten. Alle in Paris fühlen sie; fast niemand aber wagt dies offen auszusprechen. Der Friedensschluß zwischen Ouirina! und Vatikan verschiebt nicht bloß sehr wichtige Faktoren der politischen Richtung zuungunsten der Franzosen, sondern er erschüttert auch viele Voraussetzungen, auf denen die französische Diplomatie baut. Aufhebung desGendeverbois? Postalische und politische Bedenken gegen die Freigabe deS Amaieursendenö Berlin, 12. Febr. Bei der Reichspost sind augenblicklich Erwägungen darüber im Gange, ob eine grundsätzliche Freigabe des Amateursendens, das bisher wegen des Telegraphenmonopols unö aus politischen Gründen verboten war, durchgeführt werden könne. Bisher ist schvit auf ‘Betreiben des Aeichsinuemninisterrums hinsichtlich der illegalen Besitzer von Sendeavpara- ten. deren es nach den amtlichen Ermittlungen rund 500 gibt, allzu strenge Verfolgung Nr. 37 Erstes Blatt 179. Jahrgang Mittwoch, 13. Zebruar 1929 Erscheint täglich,autzei Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte lyietzener Familienblättci Heimat im Blld Die Scholle. Bez»g»pretrfÄr2Mochcit: l Reichsmark und 15 Reichspfennig für Träger lohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern '»folge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 and 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehert Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vruck vnd Verlag: Vrühl'lche Umverfitüts.V«ch- und Stcmörutferei v. Lanze in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: rchEahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 nun Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfcnnig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Rcichspfennig, Platzvorschrift 2O°/o mehr. Chcfredaklew.: Dr. Friedr. Wilh. Lange. DerairtworUich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilletön Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen. Amerika und der Kellogg-Patt. Steine Neigung für ein rk-asfenausfuhrverbor imÄricgSfatt. Washington, 12. Febr. (WB.) 3m Weißen Haus wird erklärt, daß eine vom Senator Cap- per eingebrachte Entschließung, die ein Embargo t Beschlagnahme. ^luSfuhroerbot) auf Waffen. Munition und sonstiges Kriegsmaterial gegen olle Staaten fordert, die den Kellogg Pakt verletzen, vom Präsidenten dein Prinzip nach sehr sympathisch begrüßt wird. Coolidge hält jedoch die praktische Durchführung eines derartigen Embargos für ein Problem, das einer sorgfältigen Prüfung bedürfe, ehe die Regierung dazu Stellung nehmen könne. Zu berenten sei iebenfalls die Erwägung, daß durch ein solches Embargo die kleineren Staaten, die selbst feine Waffen Herstellen, gegenüber den großen Rächten unter Llmstänten benachteilig t werden. 3n den Kreisen des Dundessenais spricht sich die Mehrheit gegen die Resolution Copper .ms, da man sie als Wiederbelebung des Dom Bundessenat bereits ab gelehnten Grund- sahes der Sanktionen bezeichnet und man sie auch deshalb für gefährlich hält, well die Entscheidung darüber, ob bei einem Konflikt ein bestimmter Staat der Angreifer sei, .eicht als u nn ou t ra l e H a n d l u n g ausgelegt werten könne. Afast-Lothringen und derB.S.A. Berlin 12. Febr (WTB.) Der Verein 'n r das Deutschtum im Ausland teilt mit: 3n seiner letzten ftaimnvrrete über die .lsah-lothringische Frage hat ter frmizösische Ministerpräsident Poincure. wie sich aus dem nunmehr vorliegenden amtlichen Text er= aibt, Aeuherungen getan, die auf eine Verbindung des Vereins für das Deutschtum im Auslande mit der autonomistischen Bewegung hindeuten sollen. Der VDA weist diese unwahren Unter Adlungen mit aller Schärfe zurück und stellt mit aller Gnt- schiedenheit und ohne iede Einschränkung fest, baß er keinerlei .Unterstützungen für üe autonomistische Bewegrmg gegeben hat unö uch in keiner Verbindung mit dieser Bewegung steht. Der durch den Colmarer Prozeß bekannt ge- -aorbene, berüchtigte Polizeispitzel RieHk hat seinerzeit versucht, durch ausgesprochen fran- .vsenfeindliche Briefe den VDA festzulegen, na- -lürlich ohne reden Erfolg. Trotzdem ist anläßlich des Colmarer Prozesses die Behaich- aing einer Unterstützung durch den VDA wieder aufgetauchl. ohne daß irgendein Be- •o e t 3 d u für erbracht werden konnte. Der 7>DA sieht bas Verhältnis der Elsaß-Lothringer -ii Frankreich als eigenste Angelegenheit des c-'lfaß-lothringischen Voltes an. Orst Johann von Liechtensteins. "Wien, 12. JcUv. 2t m 2Ron(üg ist J.ü r ff 3o- 13a n n II. von Liechtenstein im Alter von 89 Jahren aus feinem Schlosse Felsberg gestorben. Zürst Johann ist im Jahre 1840 geboren und folgte i-rinem Vater im Jahre 1858 tu der Regierung i'tlnes Landes. Fürst Johann hat also über 70 Jahre negiert, was wohl kaum ein Gegenstück in der Ge- jchichte der regiecendeil Häuser haben dürfte. Der Fürst war e i n c r ö c r r e ichste n R e - qc iiten (v 111 0 pa 5, zugleich Besitzer eines der ' hönsten weltbekannten ÄZiencr Barock-Paläste und L*:r darin untze des Prcprygarida^l 4 % beB unttldMbten Otntxnl Sttschgrstchrt »orfie», ha dieses auf dem Standpunkt steht, daß, wenn dnS Senden erlaubt ist und lediglich an eine Anmeldepflicht gebunden ist. viel leichter ehre Kontrolle über Geheimsender möglich wäre. Die bestehenden politischen Bedenken — man weist amtlicherseits genau, dast nicht nur kommunistische, sondern auch rechtsradikale Geheimsender existieren — sind bei der eventuellen Freigabe recht gering. Erheblicher allerdings sind diejenigen der R e i ch S p o st . die für ihr Telegraphenmonopol fürchtet. Die in diesem Zusammenhang geführten unverbindlichen Besprechungen werden noch einige Wochen an’ dauern. Organisaiionsmißstände im Flugwesen. Rationalisierung der Flughafenbetriebe. Zuviel Luftpolizei. Berlin, 13. Febr. (Priv-Tel.) Dieser Tage hat sich der Berliner Stadtbaurat Dr. Ad ° l e r über unbedingt notwendige Rationalisier runasmahnahmen der deutschen Flughafenbc I riebe ausgelassen, wobei er ausführte, dast ge genwärtig in Deutschland 108 Flugplatz anlagen existieren, die keiner einheit-- lichen Organisation unterstehen, viel mehr -um großen Teil neben- und gegeneinander arbeiten und dadurch für bas deutsche, Luft- wesen hemmend sind und den Vereinheit- lichungsbestrcbungen in der deutchen Luftfahrt kraß entgegenstehen. Es wird von Dr. Adler vor allen Dingen beanstandet, dast auf den einzelnen Flughäfen eine Heberfülle von Personal beschäftigt ist, was darauf zurückzufuh- i-en ist, dast die deutschen Flughafen sich In je dem einzelnen Fall in vier voneinander getrennte Betriebe gliedern. Es ist einmal die Flughafenverwaltung, die mit den Luftverkehrsgesellschaften den Absertigungsdienst versieht, dann die Flugverkehrslei- lang, die der Luft Polizei untersteht, unb schließlich ist die Flugsicherung mit Ihren An° gestellten zum Lei! dem Relchsverkehrsmim- sterium und zum Teil der Deutschen Lust-Hansa unterstellt. Es ergibt sich aus dieser Tatsache natürlich ein Nebeneinander von verschiedenen gleichen K o m p e t e n z e n . die durchaus entbehrlich sind und gewist nicht im Znteresfe eines einheitlich organisierten Flug’ wesens liegen. Es ist unverständlich, warum die einzelnen Kompetenzen nicht der Deutschen Luft-Hansa unterstellt werden können, die doch schliestlich auf Grund ihrer organisatorischen Erfahrungen und der von ihr auch im Xusland gemachten Studien am ehesten in der Läge wäre, dem gegenwärtigen Derwaltungs-- nürrwarr zu begegnen. Auf Grund der gemachten Beröffentlichung über die herrschenden Mißstände wird man, wie wir hören, in Kürze die beteiligten Instanzen, verschiedene Vertreter der Polizeiorgane, der Konnnunalbehörden, der Luftsahrtkreise yi einer Konferenz zusant- mcnrufen, um in eingehenden Besprechungen die imßaltbaren Zustände zu bereinigen. Aus oller Welt. Das Schnellzugsunglück bei Bitterfeld. Halle, 12. Febr. lWTB.) Zu dem gemeldeten Zngznsammenstost bei Bitterfeld in der vergangenen Nacht teilt die Pressestelle der Reichsbahndirektion Halle weiter mit: Soweit die Ermittlungen reichen, trifft außer Dem Lokomotivführer, der das auf Halt stehende Ausfahrtssignal in Gräfenhainichen überfahren hat, auch den Weichenwär- 1 e r vom Stellwerk OP in Gräfenhainichen die Schuld an dem Hnglück, da er das Einfahrts- 'ignal gezogen hat, bevor der U-Zug 70. ' zum Halten gekommen oder das Llusfahrtssignal gezogen war. Freiherr von Schcenck-Nohing t» Der llllünchcner Gelehrte Freiherr von Schrenck- Notzing verstarb am Dienstag an den Folgen einer Blind'oar.nopcration. Der Verstorbene war durch seine Arbeiten auf para Psychologie s ch c m Gebiet weiten Kreisen bekannt geworden. Erinnerlich sind seine sich über 16 Jahre erstreckenden Versuche mit dem Medium Eusapia Paladino und anderen Medien. Heber seine Ce- perimente hat Schrenck-Nohing auch mehrere Bücher geschrieben, die namentlich hinsichtlich seiner Bewcisversuche für die Echtheit Der Materialisationsphänomen'' viel umstritten sind. Der Verbene stand im 67. Lebensjahre. Das Leidener Rathaus abgebrannt. Das aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammende Rathaus dec alten holländischen Stadt Leiden ist durch ein Feuer so gut wie vollst ä n b i g vernichtet worden. Mit dem berühmten Renaissancebau sind gleichzeitig die in ihm ausbewahrten wertvollen Archive und zahlreiche seltene Kunst schätze den Flammen zum Opfer gefallen. Die Leidener Feuerwehr, die durch eine Airzahl Wehren aus dem Haag, Voorschoten und Warmond unterstützt wurde, stand dem Brande ziemlich machtlos gegenüber, da die Löscharbeiten durch die strenge Kälte sehr erschwert wurden. Das Rathaus war für eine Million Gulden versichert. Gasexplosion. 3n Wald bei Solingen erfolgte in dem Lauter- bachschen Hause, auf dem Wege nach ®iaen am Berge, eine Gasexplosion, der das Gebäude zum Opfer fiel. Die Hmstände lassen daraus schließen, das; sie an dem Hause vorbeiführeirde Ferngasleitung undicht geworben ist. Als der Hauseigentümer morgens Licht anzünden wollte, kam es zur Explosion. Diese riy einen Hausgiebel heraus, verletzte den Eigentümer Lauterbach glücklicherweise nut leicht, zündete aber daS Gebäude an, das bald lichterloh brannte. Die Feuerwehr war dem Brande gegenüber machtlos. Es blieb zum Schutz der an- liegenden Gebäude nichts anderes übrig, als durch beschleunigten Abbruch des brennenden Hauses das Feuer einzudämmen. Die Gasflammen schossen später rroch immer aus der Erde. Schulkreuzer „Emden- in Konstantinopel Schultreuzer „Emden" ist trotz des schweren Schneegestöbers pünktlich in Konstantinopel ein- getroffen. Die deutsche Kolonie aab aus diesem Anlaß einen Enrpfang in Anwesenheit de« auS Angora cingctroffencn deutschen Botschaster- vaareS und der Spitzen der türkischen Militärbehörden. An den Reichspräsidenten wurde tele- qraphisch der Dank für die Errtsendung de« Kreuzers übermittelt, an den türkischen Staatspräsidenten wurde ein HuldigungStesegramm gesandt. Haben wir den Höhepunkt der Jrostperiode überschritten? Sie kalten Lustmassen ziehen südwärts. Berlin, 12.Jebt. (WB.) Obwohl augenblicklich fast überall in Deutschland noch Temperaturen von über 20 Grad gemessen werden, scheint nach den Beobachtungen der Wetterstationen der Höhepunkt des Fro st weiters überschritten zu sein, wenn auch vorläufig noch weiter große Kälte zu erwarten steht. Die Oslwinde aus Ruhland versprechen un» auch für die nächsten läge noch klares Wetter. Schneefälle sind nicht zu erwarten. 3n ganz Ostdeutschland ist eine geringe Milderung des Wetters eiugelceten. In Berlin wac die tiefste Temperatur der vergangenen Rocht in der Innenstadt minus 22 Grad, in den Außenbezirken minus 24 Grad. 3n Breslau maß man minus 28 Grad, in Ostpreußen durchschnittlich 22 bis 24 Grad. Die kalten Luftwaffen ziehen immer weiter westwärts mit geringer Drehung nach Süden, so daß in Süddeutschland zur Zelt, besonders in dem Gebiet der oberrheinischen Tiefebene, verschärfter Frost herrscht. 3n Karlsruhe war die Minimaltemperatur minus 23 Grad, in Frankfurt a. TR. minus 22 Grad. Am kältesten war es in München mit minus 31 Grad. Aehnliche Temperaturen wurden in ganz Süddeutschland gemessen. An den beutfdjen vstsee- und Nordsee- k ü sl e n lagen die Temperaturen in Pommern durchschnittlich minus 25 Grad, in Mecklenburg minus 15 Grad und auf den Nordseeinseln zwischen minus 7 und minus 10 Grad. 3n Mitteldeutschland herrschten noch immer 21 bis 25 Grad Kälte, stellenweise, wie z. B. in der Gegend von Weimar, maß man noch erheblich tiefere Temperaturen, bis unter 30 Grad. Allmählich wird auch Frankreich von den kalten Cuffmaff-zn heimgesucht. 3n Paris herrschten 12, in Tours 11 Grad Kalte. Die Bretagne, von der gestern noch milderes Wetter gemeldet wurde, meidet heute Schnee bei 2 bis 3 Grad unter Rull. (Eigenartige Temperaturerscheinungen machet» sich in den nördlich st en Gebieten Europas bemerkbar. Dort maß man anscheinend infolge dec durch Südwind verstärkten Einwirkung des Golfstromes Temperaturen von 2 Grad Wärme. Selbst auf den Bäreninseln nahe bei Spitzbergen wurde noch 1 Grad über Rull gemessen. Bedrängte Lage der Ostseeschiffahrt. Hilfsaktion deutscher Kriegsschiffe und Flugzeuge. Berlin, 12. Febr. (WTB.) Don der westlichen Ostsee kommen beunruhigende Nachrichten. Etwa 30 Dampfer, von denen die Mehrzahl die englische, schwedische, norwegische, estnische und polnische Flagge führen, sind im Eis fe ft geraten und signalisieren um Hilfe. Sile hoben zum Teil keinen Proviant, z. T. haben sie Havarie erlitten und können nicht mehr manövrieren. Die Linienschiffe ^Schlesw i g - Holste! n" imt> „Elsa tz" sind am 12. d. wieder ausgelaufen und setzen ihre Bemühungen, die Schisse aus dem Eis zu befreien und ste in GeleUzügen nach dem nächsten Hasen zu bringen, fort, obwohl die Eis- zersehung ein O3ort>ringen außerordentlich er* schwerst. Nachdem der Verband Deutscher Reeder - Wann« Tage auf den Läeeninseln. in Hamburg die gefährdeten Schisse mit Flugzeugen zwei Tage lang mit Proviant auf den Beständen Der großen Reedereien versorgt hat, werden nunmehr von der Reichsregierung Flugzeuge der Lufthansa eingesetzt, um die Mannschaften der bedrohten Schiffe mit den notwendigsten Lebensmitteln zu versorgen. Die Hilfsaktion liegt in den Händen der Marinedtenftstelle in Hamburg und des Oberpräsidenten der WasserbaudireUion in Stettin und wird für alle Schiffe ohne Hnterschied der Nationalität durchgeführt. BerkehrSschwierigleitenimSoden'eegebiel Konstanz, 12. Febr. (WTB.) Der Verkehr auf dem Unterfeee ist nach dem starken Sinken der Temperatur nunmehr vollkommen eingestellt worden, während die Dampfsch.ffkurse auf dem Obersee mit Ausnahme von Bregenz und Lindau noch zur Durchführung gelangen können. Auch der Heber* linger See ist noch offen, Dagegen ist der Ober- r h e i n zwischen Konstanz und Basel auch infolge des sehr niedrigen Wasserstandes teilweise vollkommen zugefroren, so daß man über das Eis vom bad.schen nach dem schweizeriscken User gehen kann. 5m internationalen Eisenbahn- v e r k e h r hat der nunmehr auch in Oberbaden eingetretene sehr scharfe Frost für die aus Norden kommenden Züge erhebliche Verspätungen verursacht. Der Verkehr auf den Schiffsbrücken zwischen Sa fei und Mannheim ist wegen starken Eisganges des Rheins größtenteils c i n geteilt, der auch für die Brücken selbst eine große Gefahr bedeutet. Bis 28 6>raö Kälte in her Schweiz. Bern. 12. Febr. (WB.) AuS der ganzen Schweiz wird ein rapider Rückgang der Temperaturen gcnreldei. So ist in der vergangen eir Nacht in Solothurn die Aare auf eine lange Strecke vollständig zugefcown. 3n fr*n Städten Bern. Schaffhausen und Zürich und in Davos beträgt die Kälte 24 Gvad. AuS Unter- ägen im Kanton Zug meldet man 37 Grad Kälte. Boi Erlen im Kanton Thurgau toaren eS 34 Grad. Der Kanton Basel-Laird meldet Kältegrade von 25 bis 28 Grad. 3n Münster im Kanton Luzern ging das Thermometer auf minus 38 Grad, dagegen sind im Neuenbuvgischen La Drä- vins, daS toegen feiner tiefen Temperaturen bekannt ist. heute 19 Grad Kälte gemessen worden, in Zermatt nur 12 Grad. Sogar Locarno und Lugano hatten 7 und 8 Grad Kälte. Polarschnee in Berlin. Berlin, 13. Febr. (Priv.^Tel.) Berlin hätte gestern eine merkwürdige Wettererscheinung. 2n den Abendstunden fing es an zu schneien. SS war ein ganz dünner Schnee. Während dieses Schneefalles waren die Sterne zu sehen, ein Beweis, daß die Niederschläge nicht au« einer Wolkendecke kamen, sondern au« freier, nur etwa« dunstiger Luft. Die Erscheinung war außer in Berlin nur noch in Schlesien wahrzunehmen. Wie die Wetterdienststelle mit teilt handelt eS sich um Polarfchnee, so genannt, weil er für gewöhnlich nur in den Polargegenden vorkommt Er beweist, daß das Wetter in unseren Gegenden in den letzten Tagen einen fast arktischen Charakter angenommen hat. Die eingefrorene deutsche Wirtschaft Millionenschäden durch die starke Kälte. - Oie Schwierigkeiten im Warentransport In Sibirien könnte das hochentwickelte deutsche Wirtschaftsleben auf die Dauer nicht bestehen. Das lehrt die Kältewelle, die nicht nur viele Unalücksfälle verursacht, sondern den komplizierten Mechanismus der Wirtschaft ins Stocken bringt und Schäden hervorruft, die in Monaten nicht wieder gutgemacht werden können. Am stärksten ist die gesamte Transportindustrie durch die Kälte geschädigt roorben; werden doch viele frostempfindliche Waren seit einigen Tagen nid)t mehr zum Versand gebracht. „Seit vielen Sabre» hatten wir keinen solchen Rückgang der Aufträge zu verzeichnen", berichtet der Direktor einer der größten deutschen Transportgesellschaften. „Selbstverständlich bemühen wir uns, einen E l l d i e n st für olche Waren einzurichten, die besonders stark unter der Kälte leiden. Die Abwicklung des Transportes wird durch die augenblickliche Witterung stark verzögert! wenn unsere großen Lastautos längere Zeit halten, friert der Kühler ein, und es dauert eine geraume Weile, bis die Wagen wieder in Gang gebracht werden können. Noch schlimmer geht es den Pferdefuhrwerken, da die Tiere auf den vereisten Straßen leicht zu Fall kommen. Die Leistungen des Personals sind in diesen Tagen stark zuruckacgangen, denn die Kutscher können nicht längere Zeit hintereinander auf offener Straße arbeiten, ohne sich zwischendurch In einem geheizten Raum ein wenig aufzuwärmen. Außer den entgangenen Aufträgen haben wir aber noch manchen anderen großen Schaden durch die Kälte erlitten. Zn ausgedehnten Kellerräumen lagern bei uns große Warenmengen. Durch diese Räume laufen nach polizeilicher Vorschrift Wasserrohre, damit bei Feuersgefahr sofort Wasser zur Hand ist Die Rohre sind nun geplatzt und haben die leicht verderblichen Waren überschwemmt. Wir haben es nie für möglich gehalten, daß die besonders starken Wasserrohre schadhaft werden könnten. Auch die Der- sicherungsgesellschaften dürsten durch den Frost nicht angenehm überrascht fein; nach meiner Meinung wird ein großer Teil der kälteempfindlichen Lebensmittel verderben, die sich augenblicklich auf dem Transport befinden, und da fast alle diese Sendungen versichert sind, werden beträchtliche Summen ausbezahlt werden müssen." Besonders unangenehm wird sich die Kälte in kurzer Zeil auf dem Lebensrnittel» markt außtoiricn. Die Frühgemüse, die täglich in großen Sendungen aus Holland kamen, sind in den letzten Tagen fast völlig auSgeblie- ben. Die Apfelsinensenoungen und die Caöungen amerikanischer Aepfel, die augenblicklich rollen, werden durch den Frost so angegriffen, daß sie für die menschliche Ernährung kaum noch in Frage kommen Die Versender werden weiter« Transporte natürlich z u r ü ck h a 11 e n , da die Reichsbahn keine heizbaren GüterwaggonS für den Transport von Lebensmitteln besitzt. Eines der wichtigsten Nahrungsmittel, die Kartoffel, wird selten und teuer werden, denn die Landwirte können bei dem scharfen Frost nicht einmal die Mieten öffnen, in denen der Vorrat an Winterlartoffeln lagert. Hnter diesen Zuständen leidet zunächst der Großhandel, dem die Waren ausgehen. Die Zufuhr stockt, und die Vorräte sind durch die Kälte bereits stark angegriffen oder verdorben. Schlimm ist auch der Kleinhandel daran, dessen Vorräte im Laden erfrieren. Aber nicht nut die frischen Lebensrnittel, auch die Konserven werden von der Kälte sehr angegriffen. Bei starkem Frost zerspringen die Konservenbüchsen, und ihr Anhalt ergießt sich in das Innere des Waggons. Deshalb sind auch diese Transporte eingestellt worden. Die Freunde eines guten Tropfens werden ebenfalls eine Milderung des Frostes herbei-« sehnen, wenn sie erfahren, daß der Trans- portvon Wein und Sekt völlig ins Stocken geraten ist. Es ist jetzt unmöglich, Weinflaschen — mögen sie noch so gut mit Stroh verpackt sein — heil und wohlbehalten an ihren Bestimmungsort zu bringen. Selbst in Fässern ist der Transport nicht zu bewerkstelligen, denn auch diese halten dec Kälte nicht stand. Auf bayerische- Bier werden wir wahrscheinlich ebenfalls verzichten müssen, da München den Versand eingestellt hat. Nur wer sich Sekt leisten kann, braucht sich feine Sorgei' zu machen, denn «ine große deutsche Leitfirma besitzt eigene heizbare GüterwaggonS, in denen sie ihre Erzeugnisse verschickt. Aehnllch wie bei dem Alkoholversand liegen die Dinge bei der Beförderung von Parfüms. Man kann heute nicht wagen, die teuren Flacons und GlaSflaschen der Eisenbahn anzuvertrauen, denn der kostbare Inhalt der Flaschen würde wohl tato die Güterwagen parfümieren. 2n derselben pem- lichen Lage befinden sich die großen Tinten- fabriken: auch sie stellen den Dersand ein. nachdem in diesen Tagen eine ganze Wag- gonladung geplatzt ist und die Transport- wagen verunreinigt hat. Unabsehbaren Schaden bat die außergewöhnliche Kälte der Binnenschiffahrt zugefügt. Während im vorigen Winter die Schiffahrt nur wenige Wochen ruhte, ist es in diesem Iahe bei der starken Eisbildung noch gar nicht abzusehen, wann wieder Waren auf dem Wasserweg beförderst werden können. Selbst nach dem Eintritt miider Witterung kann es viele Wochen dauern, biS die Schiffahrtswegr wieder eisfrei find. Biete schwerbeladene Fahrzeuge sind während der Fahrt von der Sttoe überrascht worbe» und eingefroren, imb die Waren, die die Schiffe geladen hatten, verderben. Don allen großen Industriezweigen geht es der Bauindustrie augenblicklich wohl am übelsten. Bei mildem Wetter wurden sonst um dies« Jahreszeit schon Neubauten in Angriff genommen, während jetzt nicht einmal Erde ausgeschachtet werden kann. Hnter dieser Kalamität leiden natürlich auch alle Gewerbe, die vom Dau abhängig sind. Den Firmen, die Ziegel und andere Baumaterialien Herstellen, geht es schlecht, und in schwieriger Lage befindet sich auch dte Möbelindustrie. Wenn aber die Möbelfabriken keinen Absatz haben, leiden die Tischler darunter. Da nicht gebaut wird, befind« sich auch die deutsche Kleineisenindustrie in großen Schwierigkeiten: niemand braucht ihre Türbeschläge und Türschlösser! Besonders trübe sehen die Landwirte in die Zukunft. Ist der Boden doch oft bis zu einer Tiefe von einem Meter gefroren, während der Frost Im letzten Winter nur ungefähr 20 Zentimeter in den Erdboden eingedrungen war. Schon ist die Zeit gekommen, in der die Vorbereitungen für die Düngung der Felder getroffen werden müßten: aber vorläufig ist an diese Arbeit noch gar nicht zu denken. Selbst wenn der Frost bald aufhören sollte, wird eS noch geraume Zeit dauern, bis die notwendigen Arbeiten vorzenommen werden können. Das tief gefrorene Erdreich macht auch den Gas - und Wasserwerken große Sorgen: Rohrbrücke sind an der Tagesownung und verursachen erhebliche Kosten. Wenn auch einzelnen Industriezweigen die kalte Witterung zu einem kurzen Aiftschwung verhilft, darf man doch nicht vergessen, daß der starke Frost dem deutschen Wirtschaftsleben im ganzen sckwere Schäden zufügt. Die Kohlern Händler, die augenblicklich einen Rekordabsah zu verzeichnen haben, würden wahrscheinlich gegen eine Fortdauer des Frostes nicht- einzuwenden haben. Auch die Kaufleute sind mit der herrschenden Witterung zufrieden, die ein größeres Lager warmer Hnterwäsche besitzen Ausgesprochen gut geht es den Gesellschaften, die elektrische Oefen und Heizsonnen Herstellen, demt ihnen wird die Ware fast aus den Hard gerissen. Selbstverständlich erhöht sich bei tret eisige.i W t.erung auch der Alkohollvnsum, so daß die Likörfabviken ihre Läger räumen können. Allerdings stehen die Transportschwierigkeiten einer ausgesprochenen Konjunktur im Wege. Weniger zufrieden, als man annehmen könnte, ist die Pelz- tnbuftrte, da nur wenige sich den Luxus eine# schönen Pelzmantels leisten können. Den wenigen Industriezweigen aber, denen es augenblicklich besser geht, steht die Mehrzahl der Bevölkerung gegenüber, die unter der außergewöhnlichen Kälte auch wirtschaftlich leidet. Eine längere Dauer der starcken Frostes würde für die deutsche Wirtschaft und damit für jeden einzelnen sehr peinliche Folgen haben. Drei Todesopfer einer Korbidexplofion. 3n Barmen ereignete sich in der Horather- Llraße. bei der auf der nördlichen Anhöhe gelegenen fteffelfabrlf und Eisenkonstrukttonswerke ber Firma Siner & Damart eine folgenschwere Explosion in der Acetylenanlage. Kilometer weil wurde eine heftige Bodenerschüllerunq wahr genommen, die einem leichten Erdbeben glich. Vie Acetylenanlage wurde völlig zerstört. Die lüden Mauern des Gebäudes sind in einer Breite von zehn Meter eingestürzl. Aus den Trümmern wurden drei Tote und fünf zum Teil schwer- verletz le Arbeiter geborgen. Weitere verunglückte sind nicht zu beOagen. lieber die Ursache be* Unglücks ist noch nichts Genaues festznstellen, da die drei Arbeiter, die darüber hätten Ausschluß geben können, (ot sind. Man nimmt an, daß das Karbid gefroren war und daß bei dem versuch, ev anszutauen, die Explosion erfolgt ist. Oie Wetterlage. Wsi Sft 2< S5 Dienstaa, d.12.ret).1929, T atxJS. -6 jyx *7W_£-7 © -23 -rk < OJ» -y, " 1 u twmtwei <3fitnn. Celsius. Marimum —14,1 Grad Celsius, Minimum — 20,8 Grad Celsius. — Erdtemper atu r^n. am 12. Februar: abends 5,8 Grad Celsius. — 13. Februar: morgens —6,8 Grad Celsius. — «on* nenscheindauer 7.45 Stunden. tu--< .!i x<; DM ij-, (jjjilfct Ip; ^unbi Mi6# | Hl ö , !, MM. I Sä i- t MM llljl ZMN1 proflfd KtnJM Ij jfie von I PlülUNtN \\ unb Lufltrc tuatz 5tofl 7-rofts fttoumi *e: yiinbi bfcnier ols .ilon (Irene BNirti bic Tii'i.'r filnfi flki'p auf. irtnnt und bA’ Älndcnl Urslttap W’teunigft »rb Lchmd Dunen zcl M frntcr. bie Tli ' ft« zu bil ‘trhre lang! t/.- kzauezr fvr ftutoe EnlVn nod Witters 1! fn: c arm trcdiwm u 7* bylz ’Rhigcr gci M Ardn ifcu ai ;n' ÖS an /anlit 1 Hande mir L ’ unfet ,e zuerl Ä Sie, :r 3r Mnixai '"''-afli —15 tote f M R.n,.|' EU tzt! Ijtontten i JP geb mh feines »te bvt di täte *9 fei S Sv9- fe K- r9qhg 2 der Entstehung von y r umin unter schußähnlichem rrlage. IS 4% ltrjssen platzt der tnall als Folge von »us der Vrovinpashauvistadt. Diehen. den 13. Februar 1929. Frostschäden an Bäumen. ^icseSchäden äußern sich bei strenger Kälte im Lus ls c?i von Frostrissen, Frostplatten und Frostlappen. ttnrnai S*' «r. r LichxB «•* rflft bi« oi;X( N L^r nÄ A9aT ni<6ft dauern, bi« ässft ^YVeiM k, Äufschvung vnMrn, bah bet -w rusugi. Ae fofat Aesvrdabsatz i luahtscheinlich geg> cinzuvend- !>nd °lit der bw a. die ein grötze« buchen. Auz^sbv *, die (kfirito W dem ih^. Md gerissen. Odbt. tt eisigen U t.tnr; 4 die LilorsabÄe llerdingS stehen bh eiten eirer auig* Drge. Deniger p knnle, ist die M ch bat Luxus etw Eömten. Den toeuij- M es augenbliG ahl der 2:völkrwi MgevöhnlichenA^ L tangere Dauer bd ie deutsche Dirls^i einen schr deiM herein der Freunde s humanistischen Gymnasiums Mll. Sie zweite Veranstaltung deS Vereins 'De Freunde des humanistischen 'Ul n a s i u m s (im Hörsaat dcs physikalischen i :utS' am vorigen Samstagabend bot einen ag keS (Symnasial-Direktocs Dr. H. Wein- i': r (.'ranksurt a. M> über „Sic Antike •. r bic Aufgabe unsrer Grziehr« ng'. ' llrdner betonte, daß der Rückgang des In- e v'tS am Altertum im Verlause deS 19. 3abr- r.-'i ' erts durch die historisch-kritische Richtung der ‘ 1 »nschaft bcrbeigesührt worden sei. Die Qlut- n'o ,z Gd'thcs und Humboldts, wie sie der !?'; 1 jamanißmnß lehrte, an der edlen Größe und OIL.'i. Eiu'alt dec Antike, ward zur Legende. ’Ti 'flibc. der itm inerter aller Werte, hat die des Histo rismus zuerst erkannt. Das Z.-.irmcIn der historischen Tatsachen, ohne chre Anwendung, öffnet zwar weit die Tore zum "f-ftinerv» c'n:: Kult.-.rperiode. die rein ge- ijf’i”lixe ^e'.> achtungsweise an sich aber lähmt tos handeln. Gesck stbte. auch die der Antike, i«t' ’T.u.r Wert, wenn sie ein Heilmittel für die Ar unserer Zeit sein soll. Der Humanistnus )«eüe zuerst die Persönlichkeit aus der Masse «ri^geboben. 'llnd dieS war ein Fortschritt ge- ■Hrfm. denn die Masse war kirchlich und staat- !iiiö «ebunden und n cht geeignet. Einzelindivi- jAn zu fördern. Sich Heraushebung hat frei- IM i i d?r europäischen Gesamckultur. insbefon- votr 5ci den Deutschen, die an sich zum Jndivi- Vwstzmus neigen, ein wildes Chaos herbei- ii-t'jh ». Kann die smarte Geschästs'.üchiigkcit des nrti':fan?rhtm8, der Duietismus. die Weltent- npn-g des fernen Ostens oder der VolschewiS- m ni8 das Heil bringen? Oder wird uns die aLF:I)r zur Gebundenheit der -gotischen Zeit", i.il f e Kirche und auch nationale Richtung for- Üh, fördern? Rein' Rnr die Griechen lehren 7: wie sich Freiheit und Form. Einzelwille uiinC oemeinschaft zum harmonischen Menschen zu- lo'ittmimiüacn. 51nb dieses Bild schwebte dem qimri Künstler. Dichter und Staatsmann der !l»rq n a's Menschheitsideal vor. Homer hat ■nrfff in feinen Göttern die Menschen heilig ge- fflkir'.’n. het alles Menschliche verherrlicht, aber rint 'ne an den Menschen geschaffenen Dindun- ■-'-t 'amilie, Staat und Recht herausgehoben. ' ‘V Tragödie, geboren aus irrationellen Tiefen 3 st r?fc. den faustischen „Müttern" zeigt das 'Weben dem si< llichen Gebot unterlegen. So- >4'? und Plato läutern die naive Menschlich- 'eS homerischen Menschen zu bewußter T:i,Jirf)Ha:bif. Plato begründet den Idealismus. Weltanschauung, die den Menschen aus den -Üikh-rinungen Irrung und Wirrung erhebt und I »I m das Sittengeseh bindet. And daran sich auch Platos Forderung, daß der ’Vfe s'ch cinocbne in die sittliche Gemeinschaft 'l!s k-rrantworiisngsbewußter Staatsbürger. Die Lwier aber erfüllten diese Forderung vorbildlich rrat Hierin liegt ihre Bedeutung für unsere Er- W’t’g. 'ür diese Erziehung zum neuen Idealis- W. nicht für die Form sklavischer Rachahmung t»rrtv^ichlten Experiments des Klassizismus, für eilte und heute doppelt notwendig humani- i’ih Gymnasium fand der Redner zum Schluß ooc Worte bekennender Lieberzeugung. 5ci her Veisall schloß die anregende Ver- ’«i"bnilung. ,taten für Dtmuersia^, 14. ^eOruai, tor men auf gang 7.17 älhr, Sonnenuntergang Ifll'l' Uhr. — Mondaufgang 9.20 Llhr, Mond- imnfrgang 22.58 Uhr. *|: bllbung im Gewebe des Holzes und der um Hieben Zusammenziehung in der Lanas- und Quer- I (jf-Ring auf, und es entsteht eine klaffende Wunde, I manchmal so weit ist, daß man die flache Hand inlegen kann. Beim Nachlassen des Frostes iaht sie sich von selbst und verheilt. Diese Der- \. mq bleibt jedoch oberflächlich, wenn in den hwlgenden Jahren wieder strenge Kalte eintritt, 3 iin Wiederaufreißen zur Folge hat. Durch die t vtederholte Verheilen und Wiederzerstören der 4 ^.bildeten cholzmasse entstehen jene oorstchen- * | Diindränder. die der Forstmann als Holzleisten I !)nct. Cie schaden dem Daum, wenn Feuchtig- |Bi und baumlötende Pilze eindringen, was be- Rib-trs bann bedenklich ist, wenn der Riß in einer r* , bei endet, wie man das am häufigsten bei "friem beobachtet, die bann immer wieder auf- lan, 'obalb das eingedrungene Wasser gefriert. ' Heilung kann durch wasserdichtes Verstreichen , Zementmörtel, dem Teer zugesetzt ist, begun- 61 ,t werden. Weiden leiden bereits als junge ■inane von Frostrissen. Als Nutzholz sind Stämme in Frostschäden minderwertig, häufig auch schon iigaiii. Das Ausstichen einer jauchiaen Brühe am i]< von lUmenftämmen ist eine Folge von Frost- it*ni. Das Abblättern großer Rindenplacken von .; lein en ist eine unschädliche Wirkung von Frost ) Lufttrockenheit. Am meisten leiden ältere Eichen :i> Frostrisse. :o ft platten sind häufig an jüngeren Kern itonmen. Die durch Frost abgetöteten Stellen Xinde trocknen ein und offenbaren sich erst i c । als eingesunkene Stellen. Zusammenwirken : strenger Kälte mit nachfolgendem Auftauen t, die Wintersonne und Wiedergefrieren ist in i-?r Hinsicht besonders nachteilig. Kalkanstrich setzt Ocfah" beträchtlich herab. Platzt die Rinde :jig auf, so daß die Rinde platt vom Holze ge- rnrt: und dieses entblößt sichtbar wird, während ; Fsndenlappen abstehen, bann spricht man von ro ft lappen. Wo man sie bemerkt, wird man .iinigst einen festen Verband durch Leinwand ) ^chnibrei anbringen müssen. Bei älteren Obst- men zeigt sich die Nachwirkung des Erfrierens i später. Die Bäume treiben noch aus, haben ■■ die Neigung, von unten nach oben viel dürre ,(te zu bilden, und gehen im Verlauf der nächsten -ÜVc langsam ein. Dies trifft man sehr viel bei Hauszwetsche in der Nähe des Wassers, ober inii feuchtem Boden. Alle unsere Zwetschendäume lWir noch unter ben Nachwirkungen bes kalten .Giers 1023/24. gti«“ a# «S MT*1 efte»-1 - . - A ' abrnt* Ä? irvstwirkungen aller Art sind nach nassen, Ifü e armen Sommern weit schwerer, als nach ÖarltihMdflfitf H:r Utem und sonnigem Sommer- und Hcrbstwetter. ZrorvweMB ? „ist dann besser aus und ist widerstanbs- sich iv der heviise ?i1cr geworden. R- bliche» rtahöhe zch ßoflroffionsratdi V 'olgkvjchmreLrsti anlagt Ailant Tierfd)ül(trott% v txMm güt: j zechört Vie * m einer Breit r ben IrümMni r jomldH*®1' «argen, weilett Btw , Heber bk W* iue> sesh°M^ fjäften MuWf il an, dah dar »-: daß bei dem W i erfolgt ist. vif £dT / 1468: Johann Gutenberg, der Erfinder btt Duchdruckertunst, In Mainz geft.; 1766: der englische Rationalökononi Thomas R. Malthus aus Ruckery bei Dorking (Surrey) geb.; 1779: der englische Seefahrer Hames Cook auf Hawai ermordet ; 1830: der Theologe Richard Adalbert LitfiuS in Dera geb. Bornotizen. — Lageskalender für Mittwoch. Stadttheater: „Die Tanzgräfin", 19.15 bis 22.15 Uhr. — Lichtspielhaus. Vahnhosstrahe: ,Stolzenfels am Rhein". — Dstoria-Lichtspiele .Wespennest". — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute 191/4 Llhr gastiert baS Reue Operettentheater Frankfurt mit der Operette .Die Tanzgräfin". Die letzte Ausführung Der Operette ..Das Schwalbennest" ist wegen Erkrankung verschoben. Am Freitag, 15., findet die erste Wiederholung von MolnarS ^Olympia" (Gastspiel Auguste Prasch- Grevenberg) statt. Samstag, 16.. ündet die letzte Ausführung von Lesiings ..Rathon der Weise" als Schulervorstellung statt. Die Operette „®cr Mikado" wird am Sonntag/ 17., in ganz neuer Ausstattung und modernisierter Art in Gießen erstaufgesührt werden. — Verein für D.a8 Deutschtum im Ausland. Morgen, Donnerstag, 20 Uhr. hält cand. med. vet. Scheel in der Aula des Gymnasiums einen Lichtbildervortrag über ..Die Siebenbüraer Sachsen und ihr Land". Da Herr Scheel, selbst ein Siebenbürger, ein genauer Kenner des dortigen Deutschtums ist, dürfte der Besuch des Vortrags, zu dem die Lichtbilder vom Deutschen Aus andinstitut in Stutigart zur Verfügung gestellt wurden, zu empfehlen sein. Man beachte die heutige Anzeige. — Vorträge mit elektrischem Kochen veranstaltet das Elektrizitätswerk morgen abend im Saale des früheren Hotels Einhorn. Man beachte die heutige Anzeige. ** Personalien. Ernannt wurden der Regierungsassessor Adolf G ü n g e r i ch aus Hof- Oppelshausen zum überplanmäßigen Kreisamt- mann mit der Amtsbezeichnung „Regierungsrat"; der überplanmäßige Kreisamtmann Regierungß- rat Ludwig Schmidt in Gießen unter Belassung der Amtsbezeichnung ..Regierungsrat" zum KreiSamtmann; beide mit Wirkung vom 15. Januar 1929 an, Johann Vogel in Gießen zum Pfleger bei der Landes-Heil- und Pflege- anftalt bei Gießen mit Wirkung vom 1. Februar 1929 an; der Medizinalrat Dr. Heinrich Wagner in Büdingen zum Kreisarzt des Kreisgesundheitsamtes Mainz mit der Amtsbezeichnung „Obermedizinalral" mit Wirkung vom 1. März 1929 an. — Auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten tritt der Kreisarzt Obermedizinalrat Dr. Emil S ch ä f- f e r in Mainz am 28. Februar in den Ruhestand. ** Gießen a 1 s Tagungsort. Die dritte Wanderversammlung Deutscher Entomologen findet in der Pfingstwoche 1929 in Gießen statt. Der Empfangsabend wird der 22. Mai sein. Am 23., 24. und 25. Mai werden wissenschaftliche Tagungen stattfinden. Für Sonntag, den 26. Mai, ist ein gemeinsamer Ausflug in die schone Umgebung der Stadt geplant. Den Vorsitz übernimmt Universitätsprofesfor Dr. M. D i n g I c r , Gießen. Ständiger Sekretär der Wandcrversammlungen Deutscher Entomologen ist Dr. W. Horn. Bcrlin-Dahlem. Der erste orientierende Prospekt wird an Interessenten gegen Ende Februar versandt werden. Schon heute sei mitgeteilt, daß sowohl die Hessische Regierung, als auch die Stadt Gießen zugesagt haben, sich am Empfang der Wanderversammlung zu beteiligen. Auch ist eine Feltvorstellung im Gießener Stadtthealcr in Aussicht genommen. Alle Vergünstigungen während der .Kongreßtage stehen sowohl Mitgliedern, als Gästen zu. "* Der Karneval i st vorbei! Vom Polizeiamt wird mitgeteilt: Das Polizeiamt weist daraus hin, daß von Aschermittwoch ab alle öffentlichen karneva'istilchen Veranstalimngen, wie Maskenbälle, Kostüm- und Trachtenfeste. Kappen- abendc ufto. verboten ’irtb. Die Polizeibeamten sind angewiesen, die Einhaltimg der vorstehenden Bestimmung aufs strengste zu überwachen und gegen Zuwiderhandlungen jeder Art unnachsichtlich einzuschreiten. ** Der Fastnachtsdienstag blieb in diesem Jahre hinsichtlich des öffentlichen karnevalistischen Treibens erheblich hinter den Erscheinungen des Vorjahres zurück. Gestern gegen Mittag konnte man, vom ..Postkeller" ausgehend und dort wieder endend, einen kurzen karnevalistischen Zug einiger student scher Korporationen unter Vorantritt von Musik durch die Straßen wandern sehen, natürlich begleitet von der begeisterten Fugend. 3in Laufe des Nachmittags konnte man auch einige Maskengruppen und eine Anzahl maskierter Jugend bemerken, die die Hauptstraßen, insbesondere den Seltersweg, mit ihrem Treiben und Spektakel erfüllten. Die strenge Kälte bewirkte aber, daß viele cs vorzogen, daheim zu bleiben, anstatt sich in einem luftigen karnevalistischen Kostüm in den falten Straßen einen Mordsschnupfen und einen Riesenkatarrh zu holen. Die Abendstunden zeigten die Straßen ebenfalls verhältnismäßig leer, bei dem eisigen Wind allerdings auch kein Wunder. 3m ganzen betrachtet kann man sagen, daß der karnevalistische Betrieb dieses Jahres infolge der starken Kälte einen recht flauen Llbschluß gefunden hat. ** Fro st schaden an unseren Straßen. In zahlreichen Straßen, die mit Asphaltbelag versehen sind, kann man gegenwärtig Risse in der Fahrbahn und in den Bürgersteigflächen bemerken. Cs handelt sich hierbei um Einwirkungen des starken Frostes, durch die eine gewiße Zusammenziehung des Straßenbelagmaterials erfolgte, wobei es zu den Riffen kam. Die Dauerhaftigkeit der Straßenbelägc wird durch diese Frostschäden natürlich stark beeinträchtigt. *■* Weitere Wasserrohrbrüche. Infolge des starken Fros. 3 entstanden gestern abend und im Laufe der heutigen frühen Morgenstunden wieder einige Wasserrohrbrüche. Der Rohrbruch am gestrigen Abend ereignete sich im Neuenweg, wobei das Master so stark ausftrömte, daß der Keller des Hauses nahezu vollständig unter Wasser gesetzt war. Die Feuerwehr mußte die Wassermengen durch Sluspumpen beseitigen. Die beiden anderen Rohr brüche ereigneten fick) heute früh im Seltersweg: auch feier mußte die Feuerwehr zur Hilfeleistung herangezogen werden. Die Instandfetzungsarbeiten wurden in allen Fällen sofort in Angriff genommen. ** Opfer der Kälte. Gestern wurde der 60 Jahre alte Arbeiter Schwan aus Dornholzhausen von der Freiwilligen Sanitatskolonne vom Roten Kreuz in Gießen der Lhirurgischen Klinik zugeführt. Der Mann war In der Rächt zu gestern auf dem Heimwege mehrfach fein- gefallen und in der strengen Kälte längere Zeit liegen geblieben. Hierbei hat er beide Hände erfroren und außerdem auch an den Ohren erheblichen Frostschaden davongetragen. Die Frost- toirhmg an den Händen des bedauernswerten Mannes ist so stark, daß unter ümftänben die Gefahr der Amputation beider Hände besteht. Ferner hat gestern morgen ein Arbeiter aus Heuchelheim, der sich von seiner Wohnung zur Arbeit nach Gießen begab, auf diesem Wege durch den Frost ebenfalls empfindlichen Schadeir an den Ohren erlitten. Die Frostwirkung in diesem Falle war so erheblich, daß an den Ohren große Blasenbildungen auftraten. Rach erster Hilfe mußte sich der Mann in ärztliche Behandlung begeben. Er hatte allerdings den Fehler gemacht, mit seinen stark gefrorenen Ohren unmittelbar in einen geheizten Raum zu gehen, anstatt zunächst nur eine mäßige Zimmertemperatur aufzusuchen. Der Vorfall möge anderen zur Lehre dienen. Wem der Frost so stark zuseht, daß er die Ohren oder Finger erfriert, der möge zunächst nur einen mäßig temperierten Raum aufsuchen, nicht aber sofort ein gut geheiztes Zimmer, da hier die Gefahr besteht, daß durch den plötzlichen Temperaturwechsel die Gewebe in dem betreffenden Körperteil zerstört werden. *• Der Zughund im Winter. Man nehme für unterwegs eine trockene, warme Decke zum Uebcrbreiten und zum Unterlegen etwas Geeignetes (alten Teppich, Kistendeckel) mit, um in den Ruhepausen am Haltepunkt das Tier warm zu erhalten. Gleich allen anderen im Freien sich bewegenden Qlrbeitdtieren haben auch die Zughunde im Winter zu ihrer Ernährung mehr Futter nötig, als im Sommer. Ein Raps voll warmen, wohlschmeckenden Futters (am besten aus Tischabfallen mit Hundekuchen oder Maismehl vermengt) muh dem Zughunde täglich zweimal gereicht werden. Biel lauwarmes Trink- wasser ist nicht zu vergessen! ** D i e Heizung in der Iohannes- k i r ch e. Am bongen Sonntag funktionierte wegen der starken Kälte die Heizung in der Iohannes- kirche sehr mangelhaft. SS sind Vorkehrungen getroffen worden, daß die Kirche heute abend um 6 Ufer bei dem Pafsionsgottesdlenst genügend geheizt ist. Sollte dies nicht gelingen, so wird der Gottesdienst im Iohannesfaal ab* gehalten werden. ** Gin Schadenfeuer entstand gestern abend gegen 10 Uhr in dem Betten-Spezialgeschäft von Gebrüder Weil in der Neustadt. Dort waren im Laden in der Nähe des Ofens auf bis jetzt noch ungeklärte Weise eine Anzahl Berkaufsgegenstande in " Brand geraten. Die starke Rauchentwicklung lenkte die Aufmerksamkeit der Hausbewohner und der Nachbarn alsbald auf den Brand. Die sofort alarmierte und sehr schnell herbeigeeilte Feuerwache hatte etwa eine Stunde zu tun, bis die Flammen gelöscht waren. Der rechtzeitigen Entdeckung des Feuers ist es zu danken, daß ein größerer Brand verhütet werden konnte. Der Brandschaden ist durch Bersicherung gedeckt. '■* Verkehrssünder. Sn der Zeit vom 1. bis 31. Sanuar sind folgende Anzeigen gegen Fahrzeugführer bzw. Kraft- oder Radfahrer wegen Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht erhoben worden: 14 Anzeigen wegen Fahrens zur Rachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 5 wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 4 mit übermäßiger Geschwindigkeit, 5 ohne die rechte Straßenseite einzuhalten. 2 bunt) gesperrte Strcchen, 11 wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. •• Submisfionsholzverkauf. Bei einer am Montag im Gasthaus Hindenburg stattgehabten Holzsubmission, bei der Holz aus hessischen Staats- und Gemeindewaldungen verschiedener Forstämter der Forstbezirksgruppen Gießen und Ridda zum Verkauf kam, wurden folgende Preisgebote abgegeben: Klasse la: Fichten 20,50 bis 23,15 Vtt.. Kiefern 16 bis 18 Mk. pro Festmeter: Klasse 1b: 22,50 bis 26,10 bzw. 16 bis 20 Mk.; Klasse 2a: 25 bi« 28,15 bzw. 20 bis 23 Mk.; Klasse 2b: 26 bis 30,50 bzw. 25 bis 28 Mk.; Klasse 3a: 27 bis 33 bzw. 28 bis 32 Mk.; Klasse 3b: 30 bis 33,90 bzw. 29 bis 36 Mk.; Klasse 4a: 32 bis 35 bzw. 32 bis 35 Pik. Klasse 4b: 32 bis 38 bzw. 32 bis 35 Mk.; Klasse 5: 31 bis 38,50 bzw. 35 bis 37 Mk pro Festmeter. Oberheffen. Streik Friedberg. 4 Bad-Rauheim. 12. Febr. Die Zahl der Gasrohrbrüche hat sich in den letzten Tagen weiter vermehrt. Sie entfallen olle aus die Altstadt. 3n den davon betroffenen Häusern wurde der Gasgeruch so zeitig bemerkt, daß Ain- glückssälle und Gefundheitsfchädigungen nicht ein» treten tonnten. Mit der Aufdeckung und Ausbesserung dec geschädigten Rohrleitungen waren mehrere Arbeitskolonnen Tag und Rocht beschäftigt. Die Arbeit wurde zuletzt dadurch etwas erleichtert. daß man dazu über gegangen ist, das tiefgefrorene Erdreich mit Koksöfen auf- zu10 uen. Kreis Viidingcn. !! Büdingen. 11. Febr. Der Pstri- Markt wird durch die enorme Kälte ganz erheblich beeinträchtigt. Heute wurden in Büdingen 20 bis 24 Grad Eelfius gemessen. Selbstverständlich ist es unmöglich, bei dieser Kälte einen offenen Viehmarkt abzuhalten. Die wenigen Tiere, welche aufgetrieben waren, konnten in Ställen untergebrocht werden. Um die Mittagsstunden lebte der Marktverkehr etwas auf. Schöne Pferde wurden von Händlern vorgesührt. Das Geschäft ging sehr schlecht. Die Prämiierung mußte wegen der strengen Kälte ebenfalls verschoben werden, do es den Landwirten unmöglich ist, bei diesem Wetter ihre wertvollen Tiere vorzuführen. Rur wenige Tiere konnten der Kommission vorgestellt werden. Jedenfalls wird man auch die Verlosung verlegen müssen. Preußen. Äreis Marburg. II Marburg, 12. Febr. In her Gtsselberger Straße wurde vergangene Nacht ein Einwohner aus Ockershaufen von einem jungen Burschen überfallen und seiner Barschaft in Höhe von 50 Mari beraubt. Dem mutmaßlichen Täter ist man auf der Spur Maingau WSR. Frankfurt a. M., 12. Februar. Die Franks urterOrtskrankenkafse schließt, wie bereits mitgeteilt, für das Safer 1928 mit Wenn Ihre Emvsenlungsanzeigr in derSamstagsnummer desGießenerAnzeigers durch sorgfältige und lvirffame Sahausstattuag werben sott dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Donnerstag in der Geschäftsstelle auf! einem Fehlbetrag von 1,1 Mill. Mk. ab. 3n Anbetracht der schlechten Finanzlage der Kasse hat daher daS BersichcrungSamt verfügt, daß ab 11. Februar die Leist ungen der Kass« herabgesetzt und gleichzeitig die D e i t r ä g e von 71/8 auf 8 Prozent erhöht werden. Die Leistungsherabsetzung bringt voraussichtlich eine jährliche Ersparnis von rund 840 000 ML, die Beitragserhöhung erbringt ein Mehr an Einnahmen von rund 1,14 Mill. Mk. Dos bedeutet ein Plus von rund 2,3 Mill. Mk. pro Jahr gegen den bisherigen Status. - Die Franks ur ter Feuerwehr hatte heute eine Rekordleistung zu bewältigen. Einschließlich der Be- kämpsung des großen Feuers in der Hanauer Landstraße mußte sie am heutigen Sage insgesamt 25m a I in Aktion treten. Großfeuer in Frankfurt. WSR. Frankfurt a.M, 12. Febr. Heut« morgen gegen 4 Ufer brach In der Hanauer Landstraße ein G r 0 h f e u e r aus durch dos die L a ck- u n 6 Farbenfabrik Mainzer & C 0. vollständig und die Wagenhölzerfabrik Erich Mann zum Teil zerstört wurden. Außerdem wurden einige Dureauräume der Firma Eisen- Mathes stark in Mitleidenschaft gezogen. Die mit mehreren Löschzügen ausgerückte Feuerwehr hatte bei der herrschenden Kälte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Erst gegen 10 llfer war daS Feuer, das in den Oel-- und Lack- Vorräten reiche Rührung fand, soweit eingedämmt, daß die über und über mit Eis bedeckten Feuerwehrmannschaften abrüden konnten. Ein Feuerwehrmann mutzte während der Lösch-' arbeiten wegen erfrorener Hände abtranS- hortiert werden. Die Brandstätte bildet einen lüften Trümmerhaufen, aus dem nur noch einige, Gestänge, sowie die mit Eis überzogenen eisern-m Oelfäffer hervorragen lieber die EntstehunaS- ursache ist bisher noch nichts bekannt. Der Schaden ist bei sämtlichen Betroffenen durch Versicherung gedeckt. (Starfenburg Freiballon „Darmstadt" ausgefunden. WSR. Darmstadt, 12. Febr. Der am Sonntagvormittag durch eine Boe den Haltemannfchaften entrissene Freiballon »Darmstadt" ist gestern vormittag zwischen Michelstadt und Amorbach im Odenwald niedergegangen und geborgen worden. Süchertisch — 3n der Serie: „Musterbetriebe deutscher Wirtschaft" erscheint als zweiter Band ein reich illustriertes Büchlein „-Die Zigarettenwerke der Reemtsma A.-G., Organisa- tionSverlagsgesellschaft m. b. H., Berlin. Preis 2,75 Mark. (22) — Es ist auch für den Laien interessant, die Entwicklung der Reerntsma-Werke bis zu ihrem jetzigen Stand zu folgen. Wie wenige Menschen wissen heute, wieviel unendliche Sorgfalt aufgewendet wird und wievieler langjähriger unermüdlicher Versuche es bedurfte, um das heute so außerordentlich weit verbreitete Genuhmittel, die Zigarette, in ihrer jetzigen Vollkommenheit herzustellen. M. Voigt schildert mit beredten Worten, wie das heute so gewaltige Werk aus kleinen Anfängen entstand. — Ala Zeitungskatalog 1 9 2 9. Die 54. Ausgabe des Zeitungs-Kataloges der Ala Anzeigen-Aktiengefellschast für das 2ahr 1929 gibt in sorgfältiger Bearbeitung Kenntnis von den auch im verflossenen Jahre zahlreich erfolgten Reuerscheinungen, Abgängen und Verschiebungen auf dem Gebiete des Zeitungswesens deS 3n- und Auslandes. Heber Ausstattung und Wert des Werkes erübrigen sich weitläufige Ausführungen. Die gediegen ausgestattete, sachkundig bearbeitete und trotz des reichen 3nfealt8 handliche Band ist, wie die früheren Ausgaben, ein zuverlässiger Ratgeber für jeden Interessenten und ein Schmuck für jede Bücherei. Im Vorwort ihres Kataloges sagt die Ala: „Die Zeitungsanzeige ist eine Lebensnotwendigkeit für jeden Geschäftsbetrieb." Treffender kann der hohe Wert der Zeitungsanzeige nicht umschrieben werden. Dieses Wort von berufener Seite verdient daher besonders hervorgehoben zu werden. — Zeitungs-KatologRudolfMosse 19 2 9. Die 55. Ausgabe des Rudolf Mosse- ZeitungS-Kataloges für 1929 ist soeben erschienen. Wie die lange Reihe feiner Vorgänger, so ist auch dieser Führer auf dem ©ebiete der Zeitungs- und Zeitschriften-Reklame ein unerläßliches Rachschlagewerk für jeden, der mit Zeitungsreklame zu tun hat. Die Tageszeitungen sind, um keine Mißverständnisse über den Wert der Zeitungen aufkommen xu lassen, innerhalb ihrer Erscheinungsorte in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Der redaktionelle Teil bringt in mustergültiger Anordnung dem Inserenten alles Wissenswerte über den Anzeigenteil der Zeitungen und Zeitschriften. In einem besonderen Anhang haben die Verleger die Gelegenheit wahrgenommen, den Firmen, die für Rek^me Interesse haben, die Vorteile ihrer Organe für die jeweiligen Zwecke zu schildern. Das 30 Seiten umfassende Kartenwerk, das legteS Jahr großen Anllang fand, ist auch dieses Mal wieder beigegeben und umfaßt die Länderkarten deS Deutschen Reiches, sowie des gesamten europäischen Kontinents. mit Menthol *1*^57 wirken schleimlösend wSOffener und erfrischend JtBy Ihr Hüften quält Sie immer noch, darum machen Sie fofort einen Versuch mit iva- S u v 1 n. Nebnien Sie von diesem oft geradezu ver° blünend schnell wirkenden Soe^iaimluet dreimal taalrch einen halben Eßlöffel voll »Vonuom erhalten etf in Apoiheken. koQS Ihre Ävoibeke Aaguotti "och nicht iübit. laßen Sie es sich durch Aoottzete fofort besorgen. Bestandteile sind auf der Packung angegeben ftOSV Gießen, den 12. Februar 1929. 0600 1320D Gießen, den 12. Februar 1929. Schlitz, den 14. Februar 1929. L,23D i^yp 3 Uhr, auf dem Friedhof Kastell statt. 13320 | Mietgesuche ”“D Leib-rmdWarmjlaschen Bekanntmachung. T ' Es wird hiermit daraus aufmerksam m «ÄSÄfflÜ« ** gemacht, da» Rechnungen über Liefert und Badewannen cmnflebtt Umgebung Gießens ^xlene Lradnheater- lieicrt in iederGröne Schellfisch -bne Kars 0.10 ~ ~ ~ »•««« SnineHermge0.lZ Lehrling ISHSBI Ou97 Menen. i3i4l> 1 6Ufleben. Bingel 1327V für Wort oh. üitern sucht 11228V Familie Familie Familie Familie Familie Wilhelm Schäfer nebst allen Angehörigen. Finder wird gebeten, dieselbe gegen nute Belohnung Kotier allec 14 a patt. nbe Schiefen Gräne Herinie Mainz-Kastel (Blücherstr. 2), Gießen, den 13. Februar 1929. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 13. Februar 1929. nachmittags plötzlich und unerwartet nach einem arbeitsreichen Leben im Alter von 68 Jahren zu sich in die Ewigkeit. In tiefer Trauer: Ludwig Seuling Christian Käs Heinrich Schäfer II. Karl Schäfer Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Georg Beimborn, Feldschutzmeister Georg Beimborn Marie Beimborn geb. Pfaff und 2 Enkel. la Schellfische e K. „ Kabeljau o. 1 „ Seehecht Boizanfien Porüonsscbellfisdi Fischfilet Fischkotelell Räocheiwen lebende Karpfen und Samenhaus Heinrich Hahn Bahnhofstraße / Ecke Wolkcngasse /Telephon 1403 Albert Knarr Ettenüandlung Frankfurter Str. 36. Wirtschaft des Wilhelm Konrad in Grüningen. Gießen, den 12. Februar 1929. Der Mark vorstand. Nicolaus, Forstrat. Limousinen-Aufsätze kombinierte Karosserien als Limousine u.Lieferwagcn fahrbar Autolackierung und -Sattlerei Verdeeke,SteekeeH«Btelle,Scheebeiftge Lieleraag kompletter Febrzeoge Autoreparaturwerkstätte Otto Faber Mühistrabe 22, Telephon 1096 3*4D sowie ein kaufmännischer Kehrling aesuckt. Schrtitllche Angeb, unt. 1321D an den Wien. An,, erb. Anfchhehend findet eine Gratis - Verloiuiig elektrifcher Apparate ftatt. - Wir laden unferc Mitglieder zu diefer Veranftaltung ein Giefeener Frauenvereine Daaksaguüg. Da es uns unmöglich ist, für die vielen Beweise innigster und herzlichster Teilnahme sowie Kranz- und Blumenspenden und Nachrufe bei dem Heimgänge unseres lieben unvergeßlichen Entschlafenen einzeln zu danken, bitten wir, auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank entgegenzunehmen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ernst Heller. Lang-Göns, den 13. Februar 1929. Für die trauernd Hinterbliebenen: Oberpfarrer Boeckner u. Familie. Mein neuer Katalog über Blumen-, Gemüse- und landwirtschaftliche Sämereien / Vogellutter Elumenknollen / Garten werk zeuge Düngemittel usw, ist erschienen und steht Interessenten kostenlos zu Diensten Statt Karten, Für alles liebevolle und teilnehmende Gedenken beim Heimgang unserer guten Mutter sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus. Wo wird demnächst Mm MMS frei? Neuherrichlungs- kosten werden evil. übernommen. Drmg- ltchkeitSschetn vor- banden. Schriftliche Angeb. unter (Man den Gtetz. Anz. erb. Heule nachmittag wurde nach langem schweren, mit großer Geduld getragenem Leiden meine herzensgute Frau, meine liebe, ireubesorgte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin, Tante und Kusine Frau Katharine Beimborn geb. Kirchner jm 62. Lebensjahre aus ihrem arbeitsreichen Leben abgerufen Alten-Buseck Allendort a d. I da., den 12. Februar 1929. Die Beerdigung findet Freitag, den 15. Februar, nachmittags um 2 / l Ihr statt. Das Elektrizitätswerk Giefeen veranftaltet am Donnerstag, 14. Febr. 1929, 16 Ubr, im Saale des früh. Hotels Einhorn Vorträge mit praktifchen Kodivorführungen Todes-Anzeige. Gott der Herr nahm unsern lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel HerrnHeinridi Schäfer Drescbmaschinenbesitzer Ä® Sonntag. 17.fttbT-: (Stehen SL-t'mbrr Duienvoten irevln 3". Ltd. A nuuf* .10 Ubr. vom Hfl1’ LerelN?h.iuS. 13161" Montagmorgen 5 Uhr entschlief sanft nach fünftägigem schweren Krankenlager mein innlgstgeliebter Gatte, unser treubesorgter Vater. Bruder, Schwager und Onkel Herr Ludwig Scherff !m 53. Lebensjahre. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. mögßcbt das Reinigen nn6 i Weitzputzen der Zähne auch an den Seitenflächen. Nur echt fit blau* I welh-grüner Originalpackung in allen Chlorodont'Veriaufsftellea. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sajren wir allen auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank. Julie Roeee geb. König Familie W. Boese Familie W. Hahn. Gießen, Hanau, den 12. Februar 19J). Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme b«?i dem Hinecheiden unserer lieben und guten Mutter und Großmutter Frau Luise Mecke geb. Oauernheim sprechen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank ans. Hie trauernden Qlnterblicbpncn. I. d. N-: Carl Mecke. Die Beerdigung findet am Freitag, dein 15. Februar, nachmittags 21 /, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. ogjg Auto- Möbel wägen zur Mitnahme von Gütern von Frankfurt a. M. nach Sietzen bietei zum ift 6. M. au ”»D »krali 4 Benöw 9, m.b. P. MöbeitranSvott Walltorttrahe 4«b Teteovon 1519. nungen beigefügt sind. 1317D Gießen, den 11. Februar 1929. Direktion der Elektrizitätswerke, Ueberlandanlage und Straßenbahn der Stadt Gießen, to f o 11 e. tono. Aitoilsgemelnschaft *r ■ flleß»ner Jugend- um ! Schulgruppen A. V. D.I- „ _ gen und Leistungen nur dann anerkannt War SmniM. WnDinölnng. und bezahlt werden, wenn hierfür die von ---- der unterzeichneten Verwaltung ausge- j: stellten Bestellscheine oorliegen. 1 ' tRoAnnnnon finh irmpifc. in Miiiucuuiiy EM--fSL---Ä .iw. y.i. u. 0596 att b. ®. Mn», j «Sy-MS. Damenuhr 4Lege Stabttbeater- ren. Der ehrliche . MIen ciö ihr EngeJHrönchia.-Paltillen vortieuuena una lindomdi werden fett Satiren nut bestem (Sriolfl bet allen Erkrankungen D ÄtmultqSoraane, besonders bet Husten, flslta, Gn.ne etc. und leöer Erkaltung mit beitem i^r-olq anacwandt. s.tiacbtel I.öii -ranko bet tioretnfcnbuno des ^etraaeö aur Postscheckkonto Vf in. )387 tieitellcn *tc heute noch bet der Itnww. fmüiiniM. 4i. unfi Bäiishallnnös-Wönöe! \m 20. Februar 1929. abends d Uhr. findet in der Aula der Universität ein Vortrag der Frau von Nettelbladt statt. — Thema: „Wie gestalte! M Elektrizität Ihren Haushalt ßssAüer sowie augenehmer? Kochen, Braten, Backen. Waschen, Wohnungs- rcinigen, Gesundheitspflege usw. durcli den elek- frischen Strom wird im Vortrag erlSutert und an Musterapparaten demonstriert. Wir laden alle, die sich für die Verwertung der elektrischen Kraft tat Haushalt interessieren, zu diesem Vortrag freundlichst ein. Die Mitglieder der Haus- frauenverelne werden außerdem besonders eingeladen. Filmvorführung, Verlosung wertvoller Apparate. — Eintritt frei. 12270 Heiüisf eriiand d.deiitsiiien Elekiro-liisiallalions-fiewerhes e.L Ortsgr. fiiehen. k.U!Mm Äahnhofftraße 59 Telephon 66. Verschiedenes] Besticht die Findels- schrie Kunxelmain t Wo findet vastton. Jäger tn nächster Rechnungen sind jeweils in doppelter Ausfertigung etnzureichen. Hierbei ist Bedingung, daß die Bestellscheine den Rech- Stellengesuche] Sofia flititü. Ettern der aut einer Kasse die Lehre beendet hat, sucht z. 1* Mai eine Stelle in Gießen oder Umgegend, möfll. auch aus einer Kasse. Schr. Ang. unt. 059t» a. d.Gteß. An^.erbet. [ Verkäufe | A«S dem Nachlaß eines it’hifiluöxüt« steuer s ftamntende wertvolle alte Geige zu VC. kaufen. Auer»r.r d.tYeschättS- ttelle d. G. Anu 0607 | Empfehlungen, Hmvrägnterfe wasserdichte Wappiieo sowie wasserdichte pserdedkcken Zagdverpachtung. Die Verpachtung der 3agb des (Brü- ningec Martwalds ist nicht genehmigt. । Nochmalige Verpachtung um Dienstag. 19. b 7N, nochmitlogs 2 Uhr in der Gießener Konzertverein Sonntag, 17. Februar 1929, 17 Uhr, Universitätsaula: ACHTES KONZERT Paula Hegner (Klavier) Dasßewandhaus-Quarielt Kontrabaß: Albin Findeisen vorn Gcwandhaus-Orch., I eipzj^ Franz Schubert: Streichquartett A-Moll op.29 --Wandere, Fantasie op. 15 (für Klavier) — Fo rellenq u intett A-Dur op.i 1 Eintrittskarten: RM: 4.-, 3.- und 2.- bei Ernst Chaliier (Tel. 671 > und abends an der Kasse. Studentenkarten RM. 1.- bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweis. iaMl Mkiisß für meine Bäckeret zu Ottern aef. t«»D Albrecht Buch, __Bleidenrod. Putzfrau oder Mädchen für täglich 2 bis 3 Stunden gesucht. Zu erfr. in ö. Äeschst. d.Gietz. Anz. 1324D inniiiiimiiiiiiiiimiuiiniiH Hess. Midchen das Zeugnisse aui- wetseu kann, f. tagS» über für Hausarbeit gesucht. Soiorttger Eintritt. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. 13280 iiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiimimiiii TüchltgeS, ehrliches Mä-ch-n tüt glutz sofort gesucht, evtl. t. ragsüb. Schauß, BiSmarck- ttraße 17 1. «92 Ehrliches, sauberes Mädchen in kleinen Haushalt idrct Personenl für 1. März gesucht. Zu erfragen i. d.Geichtt. d. Gieß. Anz. 0599 prima Gee- n. Flußfische Feinste Kisch-Kileis Grüne Heringe, Seemuscheln. Fisch-Spezialhaus Cuxhaven Marktat r. 14 GieBen Teleph.2417 Donnerstag, 14. ffebr. 1929, nachmittags 2 M versteigere ich im ^Löwen", Reuenwcg dahier, zwangsweise gegen Darzahlunq zwei Gchreibiische, zwei Diwans, eine Chaiselongue, einen Rauchtisch, ein (Sofa einen Äticherschranl, einen Kassenschronl drei Äüfetts, drei Schreibmaschinen, fünf Warenschränke, eine Tadenlasse,zwei Gram mophone, einen Küchenschrank, ein Äertike. einen Sessel, einen Spiegel, zwei pserdc, einen Kastenwagen, 73 wollene Kinder« anzüae, 85 Meter Kleiderstoff, zwei Tisch' decken, 12 Damast-Handtücher, 50 Meter Kretonne, 20 Meier tzisenfest, drei Aade- mänfel, 20 Meter Hemdcnflancll, eine Frifeurtoiletie, ein Älld mit Goldrahmen, 22 Äänbe Meyers Lexikon. 13330 Nerm Gerichtsvollzieher in Gießen, Steinstraße Viund 0.4U, Kitte (2*;, Mv. Znhall, 0.90. IXT* Lonnerstaa aal dem Markt *ui SiM-Lövsens Weiermttude, Stschereivasen. uaw Mch-Fttets grätenloleö, blutfrtiches Ftschfiedch iBra, I und Backrc»eote auf der Vackung» 0,15. Kabeljau o.K. 0.25, TeelarbS o.K. 0.30 Rotbarich o.K.0.35, Leeaal o.K. 0.35 holzverfteigerung. Die Furstli' Solmsische Oberförsterei Hohensolms versteigert am Samstag, dem 16. Februar, im Saale des Gastwirts Führer in Hohensolms: a) Nutzholz aus dem Distrikt Eichelsberg Eichenstammholz 1. und 2. Klasse 44 Stück mit 11,12 tm (Wag- nerholz), Nutzrollen (2 m lang) 4 rm; Fichtenstammholz la^ und lb Klasse 21 Stuck mit 2,83 tm, Derbstangen 1. Klasse 10 Stück, 2. Klasse 238 Stück, 3. Klasse 550 Stuck, Reisstangen 4. Klasse 350 Stück, 5. Klasse 190 Stück; aus dem Distritt Sinne- wald Abt. 4 (am Bubenroder Feld) Eichenstammholz 2. Kl. 34 Stück mit 7,76 fm (Wagnerholz), Nutzrollen (2 m lang) 10 rm. b) Brennholz aus den Distrikten Eichels- bcrg, Scheuerwald, Annewald und Grund- ivald: Schcicholz: Bucke 100 rm, Eic)e 25 rm, Fichte 4 rm; Prügelholz: Buche 246 rm, Eiche 98 rm, Kiefer 26 rm, Fichte 23 rni; Stockholz: Eiche 25 rm (Annewald) : Reisholz Hundert Wellen: Buche 09,30, Eiche 38,60, Kiefer 2,30, Fichte 3,60; aus dem Distrikt Attenberg zirka 20,00 Hundert Schlagwcllen. 1270D Anfang -1 Uhr. Das Nutzholz wird zuerst verkauft. Bekanntmachung. Die Rechnung der Ä>raelitischen Religionsgemeinde Gießen für das Rechnungsjahr 1927, und der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1929 liegen zur Einsicht der Beteiligten acht Tage lang auf dem Bureau des Unterzeichneten, Alicen- ftraße 2, offen. 1318D Rur während dieser Frist können Einwendungen gegen die Richtigkeit erhoben werden. Gießen, den 12. Februar 1929. Der Vorstand der Israelitischen ReligionsgemeiiiLe Gießen. Louis Marcus. | Vermietungen | In bester Lage Gießens find 3 leere dimmet mitKüchenbenutzung ab 1. Mär? zu verm. Näh. in d. Gefchttelle d. Gwk. Ans. 0608 Pens. BraodleÄ Sosn. tnöbi. Zimmer, goto Klette. Tel. 1685 Dauer mieten! Gut niöbG behagl. Wohn-Q.Sßhläfziffliu8F »u vermieten 0603 Löbcrttr. 12 II. Ab 1. März mObl. Zimmer an Herrn lDauerm.) au vermieten 0601 mathnr-jer5tr.26Ä.L Gut tndbL sonniges Zimmer (clcttr. Lichtl zu ver- mieicu 1326!) Wilbclmstr. 17 III. [Stellenangebote Berichterstatter gesucht von großer -Vanbroci f erlSodif n» schritt für den hiesigen Malz u. nähere beim, wertere Umgebung. 8crt«h'j0: tackmann bevor- Aug:. S’.ifdiTiften u. • fr» IQ 4241 betör1 i den Rudolf Moste, ! Hannover. (Ul )V Junger I Kontorist Nr. 57 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Merheffen) Mittwoch. 3. Februar 1929 Die Handtverkemovelle. Der Reichstag hat in verhältnismäßig kurzer Zeit die Handwerkernooelle verabschiedet und damit den dringenden Wünschen des Handwerks endlich Rechnung getragen. Die Förderung der Erledigung ist in erster Linie dem Wirken des Wirtschastsministers Dr. Curtius zu verdanken, der, nachdem der Reichswirtschaftsrat eineinhalb Jahre für die Beratung gebraucht hatte, auf schleunige Erledigung gedrängt hat. Die Handwerkernooelle bezieht sich auf Titel 6 der Reichsaewerbeordnung von 1897, bringt also neue Vorschriften über Innungen, Innungsausschüsse, Handwerkskammern, Innunasverbände. Die Umänderung dieses Titels wurde schon im Jahre 1920 durch den Entwurf der sogenannten Reichs- handwerksordnung beabsichtigt. Sie forderte als Hauptstück die Pflichtzugehörigkeit jedes Handwer- kers zu einer Pflichtinnung. Von dieser Forderung ist in der neuen Novelle im Einverständnis mit der Spitzenorganisation des Handwerks abgesehen worden. Sie hat aber insofern erhebliche Bedeutung für den gesamten Berufsstand, als eine vollkommene Zusammenfassung allerHand- werksbetriebe erfolgt ist. Bei der Abgrenzung des Begriffs des Handwerksbetriebes ist man davon ausgegangen, daß unter keinen Umständen eine Einschränkung erfolgen solle. Man hat vor allem an dem Begriff des Großhandwerks festgehalten, so daß auch beispielsweise die Maßwerkstätten der Warenhäuser, die ihrem Wesen nach Handwerksarbeit leisten, in die Handwertsrolle ausgenommen und damit zur Mitarbeit an den Handwerksfragen und zur Bei- tragdleistung herongezogen werden. Die Handwerksrolle, d. h. die Frage, weiche Betriebe als handwerksmäßig anzusehen sind, hat erhebliche Meinungsverschiedenheiten in den Ausschüßen und auch im Plenum des Reichstags hervorgerufen. Läßt sich doch der Begriff des Handwerks gesetzlich wegen der Vielgestaltigkeit der Detriebsformen nicht fest- legen. Seine Festlegung muß von Fall zu Fall durch die Rechtsprechung des Reichsverwaltungsgerichts erfolgen. Der Entwurf ändert an den bisherigen durch Rechtsprechung und Praxis stehenden Begriffsbestimmungen des Handwerks nichts, sichert aber daß das Großhandwerk an der Mitarbeit im Handwerk festgehalten wirb. Der Gesetzentwurf bestimmt, daß Handwerksbetriebe, die mit einem Unternehmen der Industrie, des Handels oder der Landwirtschaft verbunden sind, nur dann eingetragen werden sollen, wenn sie dem Gesamt- unternehmen gegenüber soweit selbständig sind, daß in ihnen nicht überwiegend Neuanfertigungen« Aen- derungen und Reparaturen für das Gesamt- unternehmen ausgeführt, sondern überwiegend Waren zum Absatz an Dritte auf B e - stellung hergestellt oder Handwerk- liche Leistungen auf Bestellung Dritter bewirkt werden. Hiermit sind viele In- buftrie. und Handelskammern, die Hauptgemein- schäft des deutschen Einzelhandels usw., nicht ein- verstanden: sie haben vielmehr beantragt, daß die Eintragung nur dann erfolgt, wenn der Betrieb im Rahmen des Gesamtunternehmens einen erheblichen Umfang einnimmt und überwiegend und unmittelbar Daren zum Absatz an Dritte herstellt oder handwerkliche Leistungen auf Bestellung Dritter ausführt. Eine wesentliche Sorge war es, die Destimmun- Fen bet Handwerkernovelle so zu fassen, daß e i n e angjährige ungestörte Arbeit gewähr- leistet werden kann. Man hat infolgedessen darauf Bedacht genommen, alle etwaigen Angriffspunkte vorausschauend aufzuräumen. Diesem Gesichtspunkt entspricht vor allem die Gestaltung des Wahlrechts: Listenwahl auf Grund des allgemeinen, gleichen, unmittelbaren und geheimen Wahlrechts. Aus dem gleichen Grunde wurde an der Altersbestimmung der Vorlage für das aktive Wahlrecht auf 21 Jahre festgehalten, wobei der Gesichtspunkt ausschlaggebend war, daß jeder Beitragspflichtige auch das Wahlrecht haben müße. Auch in der fchwierioen Frage der Mitarbeit der Gefellenausschüffe in den Handwerkskammern konnte eine Einigung herbcigeführt werden. Gerade von sozialdemokratischer Seite ist mit zäher Gießener GtaMheater. Fran; MotnLr: „Llympia", Diese pikante Angelegenheit, die sich soeben in Berlin .zum 75. Male" ereignete und vermutlich eine ähnlich phantastische Au'führungSzisfer erleben wird wie das ^Spiel im Schloß", hat nichts mit Amsterdam 1928 zu tun. Sondern mit der Kaiserstadt Wien vor dem Kriege. Auch nichts mit Sport. Sondern mit Liebe. Oder mit dem, was Molnär sich so darunter vorstellt. Wenn die Liebe nicht wär', die große oder die alltägliche, die wahrhafte oder die eingebildete, dann könnte man wirklich auf jeden neuen Molnär gespannt sein. Ohne Liebe oder „Liebe" würde er wahrscheinlich in einiger Verlegenheit um den nächsten Schlager sein. Aber so kann man nur daraus gespannt sein, wie er chn serviert. (Liebe versteht sich bei ihm von selbst.) Er serviert ihn so: mit dem ganzen durchdringenden Hautgout, den Molnars erso'greiche Kochkunst bisweilen an sich hat, und mit der bissigen Boshaftigkeit, die er über der habsburgischen Vorkri.'gs cuda i ät au'g.eßt. Cbm ist es nur um die Episode zu tun — uns sind die sämtlichen Detei.i^ten an dem Abenteuer äußerst gleichgültig. Olympia, Generalstocht:r und fürstliche Witwe, den obersten Fünfhundert in der ehemaligen Donaumonarchie angehörend, treibt ein oberflächlich verliebtes Spiel mit einem netten, aber leider ^bürgerlichen" Rittmeister. Der meint_ es ernst, riskiert einen Heiratsantrag und fährt selbstredend fürchterlich ab. Trotzdem, schwer gereizt, riskiert er noch mehr: weiß den Anschein zu erwecken, als sei er nicht einmal ein Konzesfionsschul e, sondern sogar ein aus dem Zuchthause enthüpster Hochstapler.... mit welchem auch nur von ferne sich eingelassen zu haben, die fürstliche Olympia allerdings heftig kompromittieren würde. Fort muß er, seine Uhr ist abgelaufen. Der Preis für diesen in her Schundliteratur beliebten Abgang ist eines echten Hochstaplers würdig: Olympia. Am andern Morgen stellt sich dann der Betrug heraus^ eine gewaltige moralische Hartnäckiokeit gefordert worden, daß die Parität bei allen iyraaen, die überhaupt ein allgemeines volkswirtschaftliches Interesse oder befonbere Fragen bes Handwerks behandeln, hergestcllt werden müsse. Der Antrag o. Raumer-Findeisen forderte im Gegensatz hierzu die Parttät nur für die Abgabe von Gut- achten über sozialpolitische Fragen und bei Erstattung von Berichten über Angelegenheiten, welche die Verhältnisse der Gesellen (Gehilfen) und Lehrlinae berühren. Dieser Antrag gab den Ausschlag, fein Wortlaut wurde als Ziffer 2 des § 103k in her Reichsgewerbeordnung ausgenommen. Damit ist die Forderung der Sozialdemokratie, den Gesellenausschuß paritätisch mit der Zahl der Meister- sitze zu gestatten, abgelchnt worden und die Sicherheit der Arbeitsfähigkeit der Handwerkskammern auch für die Zukunft gewährleistet. Einen besonders starken Streit hat die Behandlung des ursprünglichen §7 der Novelle in dem Reichstagsausschuß heroorgerufen, nämlich die Vorschrift, daß Mitglieder einer freien-gemischten In- nung, die zu einer Zwangsinnung herangezogen werden, in der nicht aufgelösten freien Innung freiwillig verbleiben können. Durch diese Bestimmung sollte das Fortbestehen der Innungs- krankenkassen der freien Innungen Maulschelle für die hochgestochene Olympia. Der Rittrncister, dessen Rachedurst in fo edler Form befriedigt wurde, verschwindet nun prompt. Den Dank, Dame, begehrt er nicht. * Die Aufführung unter Tannerts Regie: zwei Akte lang witziz, spritz'.g, pointiert: der dritte und schwächste schleppte bedenklich und war stellenweise recht uralt; er müßte gekürzt und beschleunigt werden. 3m ganzen: ein Rest von Peinlichkeit war mit aller Routine nicht zu tilgen: die Gefühlsleere und raffiniert auss Parkett spekulierende Mache Molnars verstimmt auch dann noch, wenn man den polierten Dialog und das gepflegte Theater anerkennt, als das der größere Teil der Aufführung sich präsentierte. Maria Koch hat mit der Olympia eineParade- rolle erwischt: aus ihr ist ungemein viel zu machen. Schwankend zwischen großer Dame und großer Kokotte, läßt sie spielende Glanzlichter auf die schillernde Gestalt fallen, alle Minen läßt sie springen wie die (weit edlere) Milford — die ihr sehr liegen müßte — und findet noch nach der großen Blamage einen respektablen Abgang. Auguste Prasch-Grevenberg war Mutter Eugenie, die Generalin: es kann kaum eine bessere Besetzung für die e Rolle g. fanden werd n. (3n Berlin spielt sie die Bleibtreu.) Her. bei uns, sah man alle Vorzüge einer kultiviertem Theatertradition in überaus humorvollem und filigranhast ausgearbeitetem Konversationsspiel sich entfalten. ♦ Den bäuerisch-bürgerlichen Rittmeister und Pwubrhichstaplcr gibt Tannert selbst: gefundenes Fressen für chn, sozusagen und mit Verlaub. Er (niet sich in diese von Impertinenz strotzende Rolle hinein. Er fischt sich d.e Trümpfe und knallt sie grinsend auf den Tisch des erlauchten Hauses. Er gibt es ihr, der ebzln Dame: elegant, frech, rabiat. Eine ergötzliche Leistung. Die Chargen: Goll und Fuhrmann sehr lustig, Dolck (als idiotischer Gendarmer.eoff.zier) stellenweise zu übertrieben. Gareis (Salongeneral der weiland K. und K. Armee): eine Lust- Sesichert werden. Wie erwartet, hat sich die gesamte Linke gegen diese Begründung gewandt und die Be- feitigung der Bestimmung verlangt. Dies hatte zur Folge, daß der §7 des Entwurfs in der zweiten Lefung mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt wurde, und daß bann eine erhebliche Mißstimmung In weiten Kreisen des Handwerks Platz griff. Die bürgerlichen Parteien haben daraufhin sofort Front- &'Hung bezogen unb burchzufetzen vermocht, daß eser Beschluß, der nur durch eine Zufallsmehrheit entstehen konnte, durch spätere Abstimmung wieder richtiggestellt worden ist. Dies sind in kurzen Hauptzügen die wichtigen Streitfragen, die bei der Behandlung der Novelle im Reichstag eine wesentliche Rolle gespielt haben. Die Regelung der ganzen Angelegenheit ist in einer solchen Form erfolgt, die die Zustimmung und Befriedigung der interessierten Handwerkskreise ersah- ren hat. Nicht immer bei Gesetzesvorlagen ist ein solches Endergebnis zu erzielen. Die Beratung der Handwerkernovelle hat aber gezeigt, daß eine bei Seiten einfetzende fachliche Klärung der strittigen Fragen und ernsthafte Zusammenarbeit zwischen Berufsoerbänden und Parlamentariern unter Ausschaltung jeglicher Agitation durchaus befriedigende Ergebnisse herbeiführen können. spieksigur mit possenhaftem Einschlag, deS Dialektes nicht ganz sicher. — Ter Beifall, anfangs stark, schien zuletzt abzu- f lauen. Immerhin: unbestrittener Publlkums- ersolg. Dr. Th. Grundsätzliches über Lerrenkleidung. Von Richard von Echaulal. Für den Mann von Geschmack und Weltläufigkeit gibt eS in der Herrenkleidung daS nicht, was als Mode, das ist Laune, Willkür, Äniff und Torheit, den Reuling blendet, den Emporkömmling unwiderstehlich lockt. Der vornehmsichere Träger der Kleidung, der den Rock macht, nicht von ihm gemacht wird, kennt keine Schneider- vorschrist batübet, was er und wie er es aiuu- legen habe: im Gegenteil: von ihm emvfängt der aufmerksame und gelehrig? Gew:rb?ttnib.nbe die maßgebenden Anregungen, die ihn allmählich aus der Masse der Allerweltsbesritzdiger herausheben. Ein Mensch, der sich nach vornehmem Herkommen und aus angeborener Begabung gut zu kleiden versteht, wird nicht heute lange, morgen kurze, heute enge, morgen weite Hosen, nicht heute eine bis an den Hals geknöpfte, morgen eine bis auf den Habd. ausgeschnittene Weste, nicht bald einen gerade- und breitschultrigen, bald einen Rock mit rund abfallenden Schultern anlegen, am allerwenigsten aber der albernen Flucht der sogenannten Modewesten und Mode- hosen, der bald schmalhüftigen, bald wallenden ilebettleiber nachlaufen. Wenn man, wie das seit einigen Jahren bei uns (nicht in England) leider Brauch ist, dem lleidsamen Schoßrock, dem einzigen anständigen Mittagsgewande, den nachlässigen sackförmigen, dem ebenso gefälligen wie bequemen hohen Sei- denhut (Zylinder) den steifen schwarzen Rundkops vorzieht, wird er. der aufzufallen scheut, seine Schoßröcke, seine hohen Glanzhüte im Kasten belassen und sich dem Straßenbild, der — unartigen — Besuch sitte einet verpöbelten Zeit gelassen einfügen, unüberzeugt, aber niemals auf- begehrend, unterwerfen, ansonsten jedoch z. B. seinen erprobten Hosenschnitt, den die unerfreuliche Hosenröhre am besten dem Dein gemäß gestaltenden, den verlausenden, dem Schuh in leichter Glockenform aufliegenden beibehalten, ebensowenig feine Schultern aus stopfen noch die Hüften zwängen, dagegen die größte Sorgfalt darauf wundersamste Regie, erprobt durch Iahchunderi» hindurch... Pater sanctc, sic transit »Iona mundi — Orgelt es von der Höhe? Mahnen es bie Lüfte? Wer klagt daS Domino, non sum dignus mit dieser einsamen Stimme? Es ist der Sßapft. Er hat den Altar bestiegen und hält mit fester Hand die Messe ab. Zur Öinlen steht zweimal eine gold^ewirkte, edelsteinbesetzte Mitra, zur rechten zweimal eine goldgleihende Tiara. Dahinter die Kerzen, dazwischen die heftigen Geräte. Dingend liest der Pontifex aus einem goldenen Buche mit ftngergrvßen Buchstaben. Flammen und Rauch. Feierlich amtende Priester. Kniendes, sündiges Volk. Groß ist die 6tunbc. Dreimal durchschreitet der Geheiligte den Triumphzug zwischen Altar und Thron, dreimal fallen die mit blanker Waffe Spalier bftdenden palatinischen Truppen in den Staub. In Ekstase küssen die Kardinale dem Rachfolger Petri Hände, Knie und Füße. In Ekstase schwingen Chor und Orgel: Tu es Petnrs... Da aber die Stunde ihren Höhepunkt erreicht und einer aus der Schar der Kardinale heraus- tritt: Empfange die dreikronige Tiara und wisse, daß du Vater bist der Fürsten und Könige, H«n> scher über die irdische Well — da. da fällt durch daS eine unverhüllte Fenster der ßaterne ein Sonnenstrahl, senkt sich herab wie eine weiße Taube auf Parsifal. Corona aurea super caput eius... » Die Tiara aus dem Haupte hat Pius XI. sein Pontifikat angetreten. Wiederum tritt er hinaus auf die äußere Loggia der Petersttrche und sieht ein Meer von Menschen zu seinen Füßen. Die päpstliche Hymne ertönt und--die Fanfaren des Königs antworten. Das ist der Papst Italiens! II papa italia- nissimo! Ein Orkan hebt das Meer, eS rast und jauchzt. Es Erriet und weint. Unb dann hängen sie Karten mit dem Bild deS Heiligen Vaters an die bunten Luftballone unb lassen sie Hineinsliegen in den lächelnden römischen Himmel... Oberhefsen. Landkreis Grefte». 00 Klein-Linden, 12. Febr. Mit einem reichlich ausgestatteten Unterhaltungsabend traten am Samstag im Saale des Gasthauses »Zur Deutschen Eiche" die beiden hiesigen Iugendver- einig un gen an die Oeffentlichkest. Der Ein-- ladung hatten viele unserer Gemeindemitglicdcr und auch Mitglieder der Gießener Iugendocre.ini- gungen Folge geleistet. In seiner Ansprache schilderte der Vorsitzende der Vereinigungen, Pfarrer Dremmtzr, Zweck und Ziele der Organisation. Die Veranstaltung war umrahmt von vortrefflichen Musikvortragen der Iuaendvereinigungskapelle unter ihrem Leiter Musiker Willi Lenz. Großen Beifall errangen die von dem Burschenchor unter Leitung von Willi Lenz oorgetragenen vier- stimmigen Choriieder, ebenso dankbare Aufnahme fanden die Chöre der Mädchenoereinigung unter Leitung von Lehrer Rau. Zwei reizende Volkstänze Der Mädchen, von Fräulein Siebert eingeübt, trugen viel zum guten Gelingen der Feier bei. Das reichhaltige Programm vervollständigten drei gut gespickte Theaterstücke. Y Mai nzlar, 12. Febr. Arn SarnStag fand die diesjährige erste Drennholzversteige- rung in unserem Gemeindewalo statt. Sehr zahlreich waren auch Käufer von auswärts erschienen. ES kosteten: Buchenfchri^er 30 bi« 42 Mark, Buchenknüppel 24 bis 32 Wk., Eichen- scheiter 18 bis 24 Mk. und Eiche knüppel 14 bis 21 Mk. je zwei Raummeter. Duchenreiser kamen je nach Güte auf 2 bis 4,50 Mk., Eichen-- reifer da.egen auf 1 bis 3 Mk. je Raummeter. Die zweite Qkrfteigctung; bei der ebenfalls noch eine Menge Brennholz zum Ausgebot kommt, dürste in Kürze statt inte.u — Dieser Tage feierle in der Wirtschaft von Hch. Vogel der hiesige Frauenverein fein diesjähriges Winter- kränzchen bei sehr zahlreicher Beteiligung. 2luch verwenden, daß die tadellose Wäsche, der niedrige feste Kragen unb die weder zu breiten noch zu engen halbsteisen Manschetten mit Rockkragen unb Aermelende auf das Genaueste übereinstimmen, nicht hervorragen noch sich verstecken. An Farben für sein Strahenkleid wird er unter den seit jeher üblichen von Blau über Braun bis Grau kaum mehr viel zu wählen haben, da er die drei, vier, fünf Anzüge, mit denen er nach Jahreszeit unb Witterung dem llebcrrocf gemäß wechselt, so oft es seine Mittel gestatten und der Bedarf ihn dazu nötigt, den alten gleich erneuert. Auch wird er für feine ^Halsbinden" stets die unscheinbaren ewigen Muster in Schwarzweiß, Blau- weiß, Rostbraun und anderen bei gediegenen Händlern zur Verfügung haben. Ruhige, ltzicht abgeschattete Einheitlichkeit, ja Einförmigkeit kennzeichnet den Anzug des Men- fchen. der ihm, ohne seine Gedanken damit zu beschäftigen, die Achtung zuwendet, die er sich selbst, feiner Erscheinung schuldet. Auf hundert Schritte erkennt der geübte Blick den seltenen Fußgänger, der, wie bescheiden seine Einkommensverhältnisse sein mögen, das selbstverständliche Mitglied einer einst besseren Gesellschaft nicht verleugnet. Ob feine Kleidung einen mehr städtischen oder einen mehr sportlichen Eindruck macht — die strenge älnierschridung der scharf voneinander abgehobenen „Saisons" ist heute verwftcht —, er wird sich stets so ausnehmen, daß vom Kopf bis zum Fuß alles zusammenstimmt, den Einllang sicheren Gehabens vernehmen läßt. Hochschulnachnchien. Professor Dr. Benno Bleher in We ihen- stephan hat den Rus auf den Lehrstuhl der pharmazeutischen und Lebensmitt:lchemie an der Universität München als Rachfolger von Geheimrat Th. Paul zum 1. April 1929 angenommen. — Der Privatdozent Dr. Herbert Huscher in Köln hat einen Ruf als außerordentlicher Professor für englische Philologie an der Universität Rostock als Rachfolger von Prof. R. Immelmann erhalten. — Zum Leiter des Deutschen Instituts für ägyptische Altertumskunde in Kairo als Rachfolger von Geheimrat Prof. L. Borchardt ist der ordentliche Professor der Aegyptologie an der Wiener älnioerfität Dr. Hermann Lkunker berufen toorben Wie Papst Pius XI. gekrönt wurde. Don unserem römischen ^-Korrespondenten. Rom, 12. Februar 1929. Es war eine eisige Rächt, die vor sieben Jahren an die fünfz'g tausend Menschen auf dem Pnersplatze verbrachen, umflammert von den urgewaltigen Säulenarmen. Sie wachten, die Fünfzigtausend, sie wankten unb wichen nicht, dis endlich metallene Stimmen die vierte Morgenstunde verkündeten unb die Bronzetüren sich öffneten, die schon vor Jahrhunderten alt gewesen waren. Zum dritten Male im Verlaufe weniger Wochen brach nun diese Lawine in die Basilika ein. Das erstemal, um den toten Papst zu sehen, der da drinnen aufgebahrt war, hingerafft von der Grippe, die damals wie heute nicht Hoch unb Rieder verschonte. Das zweitemal. um dem neuen Papst zuzujubeln, den der zarte, blauweitze Rauch aus dem Konklave angekündigt hatte. Unb um dabei zu fein, wenn er btc Mitra mit ber Tiara vertauschte, der dreifachen Krone, um eine Papst- krönung zu erleben, da opferte nun mancher zu dem Schlaf die Gesundheit... Man sagt, im Kolosseum hätten sechziglaufend Zuschauer Platz gehabt. Mindestens eb.msoviele füllten um 8 Uhr, al3 die Türen geschlossen wurden, den größten Tempel der Christenheil. Die haben die Denkmäler überflutet, die Beichtstühle sind schwarz davon, auf den weißen Armen der Heftigen wimmelt es wie von Ameisen, in Trauben hängen sie von den Emporen herab. ilnb sie müssen hängen und stehen bis in den Rachmittag hinein. AIS die Silbertrompeten ertönen, ist es, a!5 ob sechzigtausendfaches Leben durch den Stein ströme, als ob der gewaltige Raum selber lebendig würde. Und die Zeit versintt, die Gegenwart fließt ab, um daS Mittelalter auS tief ruhenden Schichten emporsteigen au lassen. Eines der färben- und figurenüberladenen prä- vaffaelttischen Gemälde löst sich plastisch auf, ein großes Konzil tritt zusammen. Da fehlt fein Ton unb kein Faltenwurf. Schwere Schranken und Landsknechte hallen das einfache Schwarz der Menge in angemessener Entfernung von dem Kreuzgang unter der Kuppel, wo das Große vor sich geht. Die Aristokratie hat ihre schwarzgold ausgeschlagenen Tribünen, ein rotes Podium vor der Konfession nimmt die Verwandten d?S Papstes, des Bauernsohnes aus Desto, auf. Die Priesterschast in Weiß und Violett s.ht auf langen Dankreihen vor dem Hauptaltar. In glänzende Gala hat sich das diplomatische Korps geworfen. Frei im Vordergrund bewe.en sich die Mtter tn kostbarem Wams, ausdrucksvolle WallensteinLpfe liegen auf gesteiften Halskrausen, Galanteriedegen schlagen um trikotschlanke schwarze Beine. Dazwischen undefinierbare Herren in Frack, die einzige Dlilloidrigkeit. Blonde und schwarze Roß- schweise wehen von den Helmen der Robägarden in ihren enganliegenben weißen Rapoleonshosen. Schwergoldene Ketten vermögen den Racken selbstbewußter Würdenträger nicht zu beugen. Blechhftme. Rüstungen. Blau gelb rote Schweizer. Die Frauen haben ohne Ausnahme schwarze Spitzenschleier auf dem Haar liegen, was gut zu den frommen Kerzen paßt. Der märchenhaft große Teppich ist grün, die Heftigen, oder finb es nur Bischöfe, wie Immer bunt, gleich den Aposteln an den Pfeilern alter Kirchen, der Heftige Vater schneeweiß und goto... • 3a, da kommt, nein, da schwebt er heran Dreihundert Bischöfe eröffnen den Zug, Kardinäle folgen, schwarte Ritter deS apostolischen Hofes, grellrote Robetgarden. Da — voraus die flackernde Flamme, Sinnbftd des verlöschlichen Lebens — ein leise schwankender Thronhimmel, Weiße Strau- ßenfächer zur Seite — i! papa! Der Ruf braust auf. brandet gegen die Gewölbe, schmettert zurück: posaunenbast: Ewiva il papa, cwiva! Sechzigtausend Menschen, nein, fünfzigtausend, denn es gibt auch gesetzt tuende darunter, geraten außer sich vor Freude: Wir haben wieder einen Heftigen Vater! (Eine Regierung hatte Rom um 5ie Zett des Papstwechsels nicht.) Pius XL aber thront. Der Well entrückt. Weit hinter ihm liegt der Kardinal. Er ist Fürst. Statthalter Christi. Llnendliche «Entfernung trerati ihn von denen, die ihm armwett nahe zu sein glauben. In diesem Papst soll wieder erstehen die Macht und die Pracht und die Herrllchörit der Kirche. Vor dem Hochaltar, an dem nur er die Messe lesen darf, hall der TragstuhL Weiß ist das Gewand des Erwählten, gleich sein Geficht, unnatürlich ruhen Brillengläser auf dieser Statue. Zuweilen hebt sich feierlich und gemessen seine segnende Hand, dann blitzt der Fischerring auf, Blei und Papier verstohlen in den Händen, ab unb zu eine Hellebarde schmerzlich tn bet Seite, stehe ich vor dem Altar. Der Blick wandert hinauf über die phantastisch verdrehten goldbraunen Säulen, wandert hö>r unb höher bis hinauf zur obersten Kuppel, zur Laterne. Alle ihre Fenster find verhängt bis auf eines. Das fyat seine wohlberechnete Bedeutung. Das ist Bet der hiesigen zweite tung aus dem Grüni mit dem billigeren Nutzholz decken. Stirnen, Sport und Spiel Nachdruck verboten 6 Fortsetzung. Ich beugte mb vor — wahrhaftig, keine fünf Das große Grauen, Roman von A. A. von Byern. .Uih.'ber-Aeä.tsschuh b-:rdj Verlag Oskar Weister. Werdau. In den Aluminivinbcchern duftete der aromau° sche Trank: „Muht halt fürlieb nehmen. Merle, und leg' an ordentlicher Grund, vor Mittag san ma nct z'ruck, geh', steck dir noch a Paal ein." THein Freund legte ein dünnes, festes Hanfseil in Klängen über die Schultern. „38 nur für den Notfall..dann huckte er den Rucksack auf und blickte noch einmal prüfend durch die spiek,elblanlen Läufe dec Doppelbüchse. „Don mir aus kann's losgehn, bist serti?" Ein Gust Walser auf das zischende Herdfcuer, kreischend drehte sich der Schlüs.el in dem verrosteten Schlost. und nun lag die Hütte finiter und schweigend da, nur über das steinbeschwerte Schindeldach spielten silberschimmcrnde Reflexe. Ich tapNe dicht hinter dem Vinzenz drein. „Hin Weilchen hätten wir vuhig noch liegen bleiben können, es ist ja stockdunkel, man sieht kaum hie Hand vor den Augen!" ..Macht nix, in ar halben Stund' Ham ma Düchsenlicht, droben wird's bald hell." Run schwiegen wir beide, nur die Eisenspitzen dec Bergstöcke knirschten auf dem Geröll, und bei jedem Schritt flirrten Feuersunken auf unter den grobgenagelten Sohlen. Steiler wurde der Hang, ging über ein breites Felsband, auf dem spärlicher Graswuchs wuchert«. Und dann zuckte das erste fahle Leuchten über den östlichen Horizont. „Schau!" Mein Freund deutete in hie Höhe. Gleich dem Kelch einer Riesenblume hob sich die von rosigen Tinten überhauchte Rheiderspitze aus dem dämmernden Grau, feurige Lohe flutete über das Urgestein^ rann wie flüssige Lava her- nieder, vergoldete bte Zacken und Zinnen, Schrof- sen und Schrunden. Und sieh': nun flammte es auch drüben am Hochkogel auf, Frühlicht witterte um die Derghäuptec, leuchtende Strahlengarben schossen empor, zuckende, sprühende, tanzende Flammen, die das Auge blendeten, die Schleier der Rächt hjnwegzogr.a und immer neue Sachen- spiele entzündeten. Rur drunten im Tal wogte und wallte noch der Rebel, ein gischtendes grauweißes Meer, dessen Vellenlämme der Morgen- wind peitschte, sturmze.zauste Wipfel barm gleich Dunklen Inseln. Gin dumpfes Rau chen klang h r- aus, schäumend, in tosenien Wirbel ergos en sich die Passer der Wifdach in die Klamm, bildeten in strudelndes Chaos vnd jagten dann zwischen p -nmelanragenlen Felswänden hinah kv-rch die C' :lucht dem See zu. mit dem Mund und mit der Körperkraft. Sin Moment verdient hier besonderer Erwähnung. 3n der Gchlustminute erhält 1930 einen Freistoß drei Meter vor dem V. f. D.-Tor yige» sprochen. Der Schiri pfeist an und prompt führt der V. f. B--Tormann den Fre.stvh aus, den er selber verwirkt hat. Der Schiri merkte das gar nicht. Allgemeines Kopfschütteln beim Publikum. 1900'8 zweite Jugend wartete auf Steinbergs erste Jugend vergeblich. Die dritte Jugend weilte zum Rückspiel in Queckborn. Die große Kalte lieh das Spiel nicht ganz zur Durchführung kommen. ES wurde auf allgemeinen Punsch vom Spielleiter vorzeitig beendet, da schon vorher mehrere Gießener wegen der Witterung ausscheiden muhten. Daß dadurch Queckborns erste Jugend mit 3:0 in $ront kam, nahm weiter kein Wunder. Die ebenfalls in Queckborn spielende dritte Seniorenmannschaft erzielte ein Unentschieden 22 (Halbzeit 2:0 für 1900). Queckborns erster Mannschaft sagte der hohe Schneeboden und die große Kälte anscheinend besser zu und lieh sie besser durchstehen. B. f. Ä Die Ligamannschaft verlor am Sonntag im dreizehnten Spiel der Derbandsfpielserie drn ersten Punkt, indem sie sich in Riedergirmes mit einem mageren 1:1 begnügen mußte. DaS Resultat, das im Dau Dießen-Wetzlar die lieber« raschung des Sonntags bildete, kann keineswegs als Maßstab für das Können beider Mannschaften angesprochen werden. Wohl zeigte die Gießener Mannschaft in technischer Beziehung bedeutend mehr alS der Gegner. Der Sturm, in dem einige Spieler gänzlich versagten, lieh jedoch in seiner Gesamtheit die Snergie und bamii die Durchschlagskraft, die eben zum Sieg gegen eine Mannschaft wie Niedergirmes unbedingt notwendig ist, stark vermifsen. Die Läuferreihe war nicht schlecht, sie hat aber auch schon bessere Spiele geliefert- So wenig sich der Sturm durchzusetzen vermochte, so erfolgreich und sicher war Gpielveremigung 1900 Gießen. ö. Die Butzbacher Rasenspieler weilten am Sonntag zum Meisterschafts-Rückspiel bei her Spielvereinigung 1933. Das Tressen endete 2:2 (Halbzeit 2:0 für 1930). Dem Spielverlauf nach ein recht schmeichelhaftes Resultat für die Gäste. 1900 spielte von Anbeginn an mit größtem Elan, so daß es um die Butzbacher schlecht bestellt schien. Aber trotz starker Feldüberlegenheit konnten die Platzbesitzer nur zwei Treffer erzielen, da die Stürmerreihe in Toresnähe fast vollkommen versagte und günstige Torgelegenheiten ausließ. Beide Tore erzielte Balser durch schöne scharfe Flachschüsse. Auch nach der Pause hatte 1900 mehr vom Spiel, wenn auch Butzbach jetzt mehrmals in bedrohliche Nähe beS Gießener Tores kam. Die Dlauwrißen traten nach der Pause nur mit zehn Spielern an, da Heilmann als Ersaymittelläufer vor dem Wechsel verletzt wurde. Dein sehr guten und erfolgreichen Spiel dieses Gießeners hatte 1930 in der Hauptsache feine große Feldüberlegenheit zu verdanken. Er wurde allerdings von feinen freiben Rebenleuten sehr wirksam unterstützt, besonders der Rechte zeigte großen Eifer. Wenn auch der Gießener nach einiger Zeit wieder eintrat, so war er für die Folge doch in feinem Können stark beeinträchtigt. Waren bei Butzbach Querlatte und Pfosten mehrmals Retter in letzter Rot, so waren Die Gäste in dieser Hinsicht glücklicher, da eS ihnen gelang, einen vom Pfosten zurückprallen- den Ball durch die Beine zweier Gießener hindurch einzulenken. Der bald oosigatorische Elfmeter brachte dann ben Gästen den Ausgleich, dec dem Spielverlauf nach nicht verdient war. Degen Schluß ließ der Kampfgeist bedeutend nach, wozu der fwhe Schnee und glatte Boden viel beitrugen. Vorher war das kleine Gießener Lolaltressen. 1 9006 1. Jugend kämpfte gegen die 1. Jugend vom DereinfürDewegungsspiele. Auch dieses Spiel endete 2:2 (Halbzeit 2:1 für 1900). Sportlich wurde, mit Ausnahme der ersten Hälfte, wenig geboten, dafür aber um so mehr gescheucht. Seit dieser Zett versuchte schon mancher, den Gast aus dem Norden zu Gesicht zu bekommen. Zum Gluck ist er dadurch nicht vertrieben worden. Hossentlich findet sich kein Jäger, der hier sein Jagdglück versucht und die Gans ab- schießt. — Am Samstagabend zeigte h unserer Kirche Missionar Laut aus Frankfurt den Indiens ilm .Bon Heiligtum zu Heiligtum". Nach einem gemeinsam gesungenen Lied wußte er in trefflichen Brgleitworteu die Bilder zu erklären und zu vertiefen. Mit besonderem Interesse wurde der erste Teil des Filmes verfolgt, wo man die 6ingcb r nen bei ihrer Alltagsarbeit sehen konnte. Auch die übrigen Teile machten einen nachhaltigen Eindruck auf die Zuschauer. Für Missionszwecke konnten der Basler Mission 95,80 Ml. zugeführt werden. - Winnerod, 12. Febr. Pfarrer Marauth ist vorige Woche noch Södel verzagen. Da ts nicht nach dem Sinne unseres Pfarrers ist, Ruhm zu empfangen, soll hier nur kurz berichtet werden, daß sein Wegzug allgemein bedauert wird. Die Liebe und Dankbarkeit der Gemeinden des Kirchspiel», dem er fast elf Jahre in großer Treue gedient hat, zeigte sich bei feinem Abzüge in vielen einzelnen Beispielen. An dieser Stelle soll berichtet werden, daß der Frauenverein Lindenstruth in Anerkennung dieses, was Pfarrer Marauth dem Verein war, ihm in einer kleinen Avfchichsfeier einen Sesfel als Zeichen der Dankbarkeit überreichen ließ. Ebenso fand am Sonntag "in« Pbschiedsfeier in Bersrod statt. Hier hat der Fvauenoerein in dankbarer Anerkennung für die Dienste des Pfar« cp Grüningen, 12. Febr. Der Gesangverein „Eintracht" feierte am Sonntagabend im vollbesetzten Denderschrn Saale sein diesjähriges Stistungssest, das einen schöne-n Verlauf nahm. Gut vorgetragene Chöre deS Der- eins, schön gespielte Theaterstücke und Musik- Vorträge füllten den Abend in bester Weif« aus. Rach Ablauf des reichhaltigen Programms folgte der übliche Tanz, der di« Besucher noch einige Stunden in bester Stimmung beisammen hielt. — Bei der hiesigen tinetten Holzversteigerung aus dem Grvningrr und Dors-Eiller Markwald kamen außer Brennholz größere Mengen Nutzholz zum Aus. edot. Wahrend die Preise für B ennholz sich aus der bei der ersten Versteigerung erreichten Höh? hielten, konnte bezüglich der Preise für Nutzholz eine erhebliche Abschwächung festgestellt werde,:. Diele Käufer konnte« infolgebrfen ihren Bedarf an Brennholz Fuß unter uns hing der Dpck in einer Latsche — Gott sei Dank, bte Krücke war heil und unversehrt! Wart amal, i seil' mi an!“ Der Vinzenz schlang das Geil doppelt um einen Felsblock. kletterte vorsichtig hinab und stemmte sich mit Knien und Rücken gegen die Wände des Kamin. .Ziag a öisserl an!" Mit beiden Füßen verankerte ich mich an einet Steinplatte, zerrte, daß die Muskeln zu bersten drohten. „Hjuooal" „Weidmannsheils Gnat is gang«, i gralul er’!“ Da lag es vor mir, mc jn erstes Gams, ich kniete nieder, betastete immer von neuem die dicht mit Latschenpech überzogenen Schläuche, den am Halsansatz sitzenden Einschuß. Mein Freund holte ein Bandmaß aus der Joppentasche. »Zeig mal — Sakra, neunzehn Zentimeter in der Hrhne, siebenundzwanzigeinhalb in der Krümmung, zehn Zentimeter Umsang und sechzehn Zentimeter Auslag', so a Kruckn hab i noch net an der Wand st' .Mir wär's lieber gewesen, hu hättest ihn ge* schpssin!" »Bist halt a g«ate¥ Kerl, i hab' dir'S aber glei g sagt, den Bock vergunnt mir der anb’re net!“ .VinArnz!" ,3s schon so. Schau', siehst da drvb-en hie Steindohl' sitzens" „da, yllndertundfünfzig Schritte schätze ich. »No, dann paß' mal auf." Mein Freund griff nach seinem Stutzen, entsicherte, ging freihändig in Anschlag: „Pang!" Wie ein Lappen fiel der Dogs! zusammen. „®bi. am Zeugl hats also net glegen und an mir aa net!" »Aber vielleicht am 3agbfie&er, beim Schuh auf ein kapitales Stück Wild tritt einem doch zuweilen das Herz in Hand und Auge." .Haft d' dös fqjon amal bei mir erlebt?“ Das stimmte, der Dinze:iz von Andrian war die Kaltblütigkeit selbst, setzte einem Kudu oder einer Rap enantiloge die Kugel ebenso sauber aufs Blatt wie einem Rehbock. Er wies mit der Hand nach bet Wildacyklamm, in der auf" steigende Rebelschwa den brauten. „D' Leut sagen, ber Hubertus Silvester liegt da drunt, weih net, ob s wahr ist. g'sirnden hat ihn koaner..." Dam, verstaute er mit ein paar raschen, sicheren Grifsen ben Kapitalen im Rucksack. »Komm', Alterle, bist wohl rechtschaffen müh', han?" Nun merkte ich erst, haß mir die Knie von per ungewohnten Anstrengung zitterten, feucht klebte mir das Unterzeug qm Leib. Und der Vmzcnz schritt so elastisch vor mir h-r, als gme« er auf Stahlfedern, nur einmal beugte er sich weher, hrockle ein paar braune Almröserl: »Hast ja noch kein' Bruch, np, bist d z'frishen?" »Ich danke dir!" war alles, was ich sagen konnte. »Ich banke dir, Vinzenz!" Und er lächelte fein strahlendes, sonniges Lächeln, Has ich noch heute vor mit sehe... Der letzte Tag, der letzte Morgen. — Ge^ fühlsbuselei ist sonst nicht meine Sache, aber bas Herz wurde mir schwer beim Abschied. Roch einmal blickte ich nach den blauenden Bergen hinüber, die ich liebgewonnen hatte, denen ich unvergeßliche Stunben weibfroher Erinnerung perbankte. Ändert hatte meine Koffer schon in die Halle getragen, nur bas sorgfältig verpackte Eiweiß und -in Kistchen, in dem sichele Krücke befand, lagen noch au, dem Tisch — PW Schatze vertraute ich den Clsenbahnftskus nicht an, fuhr lieber die ganze Strecke lang 3, Klasse, um mich nicht pon ihnen trennen zu müssen. Ein leises Klopsen. Wirb wohl her Ändert sei«, dachte ich, »dank' dir noch. »Ao, schon g stief tt und g'spornt?" Mein Freund zog die Tür hinter sich zu: .Wollt dir gleich hier leb' wohl und auf Wieberschaup sag n, weißt ja, heut' kann i net mttfqhr'n bie> Bregenz, rnuaß noch packn." .Aber Vinzenz, das ist doch selbstverständlich. — hu und ich dank' dir noch. —** »Ah haß, wofür denn nacha?" (Fortsetzung folgt) Der Vinzenz klopfte mich auf die Schulter: „Komm, Alterle. jetza muff n ma einisteig n ins Wander!!" Damit schwang er sich auf einen Tritt und klomm Imigfam empor. Ich fah mir die Geschichte erst einmal von unten an hm — aber da hals nun alles nichts, blamieren durste ich mich nichtI Es ging besser, als ich gedacht hatte: überall fand der suchende Fuß Halt, hier einen Riß, da einen Vorsprung, nun noch zwei Met.r, bann war ich glücklich drobe n Vor uns laj eine kleine, zum Teil mit Latschengestrüpp bewachsene Terrasse. Mein Freund suchte mit dem Glas das Gewänd ab: „Schau amal, dort drüben!" Ein — zwei — drei — vier — fünf — sechs gelbbraune Punkte... „Donnerwetter ia. Gemsen!" „Gams!" verbesserte der Vinzenz schmunzelnd. „Rik G'schcit's, lauter G ras el, Eunnt aber fei’, daß irgendwo noch a guater Bock bei dem Schari steht." „Können wir denn da hinüber?" „Wann b" a Schneib hast?" _Allemal, wird schon gehen," entgegnete ich, ohne das Pcrspesiiv von den Qiagen zu nehmen, „müssen wir über ben Kamm?" „Koa Spur net, da weih i an nähern Weg. z'erst am Grasband hin, nachat schräg aufsi und die Reitz'n ’nunto, no wirst'- scho sehn, pack' ma's halt an!" Lieber die ersten fünfhundert Meter bot der Aufstieg feine Schwierigkeiten, wenn man schwindelfrei war, doch dann kam eine unangenehme Stelle, mit dem rechten Bein mußte man nach einem Vorsprung tasten, schwebte dabei für den Bruchteil einer Sekunde frei in der Luft über den wohl an taufend Fuß tiefen Abgrund---- .Wolln ma anfeil'n?" Ich schüttelte nur den Kopf, atmete aber doch auf, als ich drüben war- Und nun begann wieder die Kletterei, dabei muhten wir darauf achten, dah kein Steinschlag die Dams vorzeitig rpglig machte. Endlich war die zweite Terrasse erreicht, von der sich ein Wasserriß schräg abwärts zog. Aber Plötzlich fühlte ich, wie mein Freund mich yiekerzog. „A Fetzenbock! Er iss!' Gerade auf uns zu zog der Gants, feine zwei? hundert Gänge entfernt, ein kohlschwarzer Teusel, die Krücke weit gehakelt. »Vinzenz! Den Mehr Pur .Äpa Gedanke -1' „Doch! Ich Wil! dich von deinem Aberglauben kurieren, daß du im Serofaler Revier kein Weidmannshell hast!" „Ah so!" „3a, tu' es mir zuliebe, bitte!“ »Ro - meinetwegen - Fast ohne Deckung lagen Wir hinter einer I schrägen Fslsplatte, schätzten in Gedanken die rett ihm ein Chaiselongue verehrt Die besten Wünsche aller Gcmeinbeglieder begleiten ben ab- ziehenden Seelsorger zu seiner neuen Arbeit. Das Spezialvikariat unserer Pfarrei hat Pfarrer Döll (Wirberg) übernommen. 2n Lindenstruth übernimmt Pfarrer Frank (Reiskirchen) die Gottes- dienste, in Winnerod und Bersrod wird abwechfelnd Gottesdienst gehalten. Alle Derwattungsgefchäfte und die Konfirmanbenstunde übernimmt der Spezialoikar. bei dem auch die einzelnen Amtshandlungen anzumelden sind. D. f. A. lieft. Die Zweite hatte am Sonntag gegen Larr- bachs Zweite spielen müssen. Da aber Lich keine 11 spielberechtigte Spieler zur Verfügung hatte, schrieb es dem Gegner ab und verpflichtete sich dafür die erste Mannschaft von Steinbach zu einem Gesellschaftsspiel. Da die Gaste lieber gegen Lichs Erste hatten spielen wollen, verstärkte man die Zweite durch drei Spieler aus der Ersten. In der ersten. Spielhälstr war ausgeglichene- Spiel (0:0). Nach bet Pause nahmen die Rasenspieler das Heft in die Hand und liehen die Gäste nur noch vereinzelt in Lichs Hälfte kommen. 3n regelmäßigen Abständen wurden bis zum Schlußpfiff fünf Tore geschossen und fp dos Resultat auf 5:0 für Sich gestellt. B» f. B. Sandball. Die Handbalkmannfchaft muhte sich der 2. Kompagnie mit 11:1 geschlagen bekennen» Das Resultat entspricht dem ungleichen Kräfteverhältnis, kann aber von D. f. B., komplette un- stärkste Aufstellung vorausgesetzt, korrigiert werden. Vor ollem war B. f. B. durch oaS Ausbleiben zweier plötzlich erkrankter Spieler zahlen- mähig unterlegen, bann aber auch burch die Einstellung von Ersah für bte in der Militärmann- schost mitwirkenden und anderer verhinderten Spieler stark geschwächt. Die Gäste lieferten ein sehr gutes Spiel und zeigten ein beachtenswertes Können, dem die von vornhsrein im Hinter- treffenden liegenden D. f. B.er nur ihren Eifer entgegenstellen konnten. die DerteiDigung. Di« MgewShnllch« Kälte eft per g atte Schneeboden stellten an beide Wann- fchaiten sehr hohe körperliche Anforderung«^ Zum Tell kann dies für die D. f. D.-Mannschaft o.s EurfchuWigung für ihr wenig günstiges Abschneiden angeführt werden, da sie infolge der physischen Änstrengungen ntibt auch noch bie übrigen Schwierigkeiten und Hemmnisse, wie bi« unzu.änglichen Platzrschälttttsse usw-, überwinden konnte und lücht mehr in Per Lage war, sich entsprechend einzustellen. Trotz alledem hätte V« soviel an W lleu aufbringen müssen, wenigstens einen knappen Sieg herauSzuholen Die Platzmannschaft spielte primitiv, kämpfte aber hart, energisch und vor allem zähe. Sie darf mit: Rechl stolz sein auf diesen Erfolg, ben das Unentschieden 1:1 für sie unstreitig bedeutet. Schon bet Hagelt stand das Spirl 1:1. Nach dem Wrchiel g.aubtc man Gießen, zumal es den Wind im Rücken hatte und sich auch schon vorher m vielem der Platzelf überlegen gezeigt hatte, in Front zu feßen. Man sah sich jedoch getäuscht. Der Gegner wog durch verdoppelten Eifer das bessere Können Gießens auf und hielt das Spiel bis zum Ende offen. Gerade in bet zweiten Halbzeit boten sich dem D. f. B.-Slurm bei der Unsicherheit beS Niederg:rmeser ttormannd einige sehr sichere Chancen, dir er unbedingt hatte ausnutzen können wenn er energisch nqchgesetzt wär,. Trotz biee$ Unentschieden und des Veriustpunktes bleibt dir Spitzenste-lung des V. f. B. mit großem Vorsprung weiterhin behauptet. Schiedsrichter Busch, Butzbach, leitete das Spiel gerecht und umsichtig. Auch die Ligareserve zeigte sich nicht auf der gewohnten Höhe, errang aber immerhin einen in Anbetracht Per BrrhältMe als angehende Leistung zu wertenden klaren 4: 2-Sieg. Die Pierre Mannschaft trat infolge unent- schuldigten Ausbleibens einiger Spielet zum Vet- bandSsPiel gegen Lollars Zweite nicht an. Die zweite Jugend hatte sich zu einem Gesellschaftsspiel Leihgesterns erste Jpgenv nach hier etngelabsn und auch dessen Zusaae erhalten. Die Gäste ließen jedoch vergeblich ruf sich warten. Auch dir erste Schülermannschaft Mltf* ohne Spiel, da Heuchelheims Schüler ohne vorherige Absage zum fälligen Pflichttreffen nicht antraten. Entfernung, — biS zu dem hellen Stein, bann mochte es reichen... Der Bock äugte zurück, sicherte, drüben zog ein Jährling aus ben Latschen, eine Geiß... Mein Freund lag längst im Anschlag. Aus- konlmen konnte das Gams nicht mehr, aber bet Schuß* spitz von vorn war gewagt, es hieß abwartcn. Hundettzwanzig Meter, hundert Meter, achtzig Meter — bä stellte sich bet Bock breit... „Pang!" Eine Spanne zu hoch spritzten die Steine... „Pang!".. „Hi.nmelhöllsakra!" Kerngesund flüchtete der Kapitale schräg aufwärts, ich riß die Büchse hoch, fuhr mit, faßte vorn an. „Pang! — Klatsch!" Im Knall warf es das Gams zusammen, der Bock überschlug ficb, kam ins Rutschen, Steine lösten sich, pulvernder Staub, bann in die Reih n hinein, unb nun war nichts zu sehen als eine graubraune Wolke. „Teisi, Trift, wenn er sich nur net verfallt in der Wildachflamm, hätt'st halt glei g'schofs n, jetzt müss'n ma seh n, wie die G'schicht' ganga is-" Ein übermäßig geistreiches Gesicht habe ich schwerlich gemacht, schweigend stiegen wir in den steil abfallenden Wasserriß unb stemmten die Bergstöcke em Schon von weitem konnte man die Rotfährte erkennen, nun kam ein enger Kamin und bann... „Alterle, da liegt er!" dir Vereine der benachbarten Dörfer hatten Mt- glieder al6 Vertretung entsandt, und so verUcsen bei Kaffee und Kuchen die Stunden frofrm Beisammenseins viel zu schnell. Allgemein wurde bedauert, daß die frühere Vorsitzende beß Vereins, Frau Lehrer Kurz, die ihren Wohnsitz seit einigen Wochen nach Gießen verlegt hat, an diesem schönen Abend nicht teUnehmen konnte. > ®aubringen, 12. Febr Am SamStag hat der hiesige O b st - u n d G - r t e n b a u v e r - eia einen erfolgreichen Werbetag veranstaltet. Nachmittags sand ein Gemartungsrunk^ang durch die Obstanlagen unter Führung be» Obst- bauinspektprS Enkler, Geßen. statt. Es wurde zunächst die vor einigen Jabren gepflanzte größere Baumanlag« der Gemembe an der Alten- Busecker Straße begangen, wobei der Ftzhrer e n auteS Urteil über die fach- und fachgemäße Ansage, sowie über Pflege. Schnitt und Behandlung der Jungbäum« abgeben konnte. Deun Durchschreiten der privaten Baumstucke gab Obstdau- inspektor Cnkler auf Anfragen praktische und anregende Belehrungen. Sine am gleichen Abend veranstaltete Versammlung war noch stärker besucht alS Per Lundgang. Seit Bestehen PeS Vereins Dürfte e n Prrartiaer Abend keinen größepen Besuch auszuweisen gehabt haben. Nach der Begrüßung durch ben Borsitzenben Wi helm^D a l - Iber VII. hielt Herr Enkler einen Vortrag aus bem Grbie.e des Obstbaues. Erne Aussprache folgte Dem Dortrage. Den Schluß PcS wohl- gelungenen Tages bildete eine Verlosung. 3»^des WitslieP erhielt Purch Freilos einen Preis. Als Zugabe konnte jeder Gewinner noch mit einem Päckchen Gemüse- ober Blumenfamen bedacht werden. Die Zahl Per Mitglieder hat sich an diesem Tage um 8 erhöht und beträgt nunmehr 46. Für ben Herbst ist eine ObstauSstellung geplant. - Großen-Bufeck. 12. Febr. Der Gel ang- pere in „Germania" Großen-Dufeck beging am Sonntag fein 66. & t i f I u n flöf e ft im überfüllten Saale des Mitgliedes W. Wagner V. Nachdem der Derein einige Chöre unter der Leitung seines bewährten und 'beliebten Chormeisters, Musiklehrcr Alhert Äaften (Gsitzen) gut zu Gehör gebracht hatte, begrüßte der Präsident Karl Donarius die Anwesenden unb gab einen kurzen Rückblick auf da- verflossene Ver- einsjahr. Er dankte, und dies mit Necht, den Sängern für ihren aufopfernden Fleiß, und erwähnte auch Die Untefchjede Zwilchen Wri streiten einerseits und Wcrtungssingen in größeren Sängerorganifglipnen ander eits. Ansch iehend wurden ein aktiver unb sechs passive Sanger zu Ehrenmitgliedern ernannt Auch aus dem Gebiete der Theateraufsührung, durch altere und jüngere Sänger, zeigte der Verein ein großes Können, das durch reichen Beifall der Zuschauer anerfamu wurde. Weiter konnte der Verein seine Mitgsic'aer durch eine mit schönen und wertvollen Gcbrauchsgegenständen ausgestattete Ber^osung überraschen. Die Gegenstände waren sämtlich Stistungen der Sänger und Gönner des Vereins. Wie alljährlich, hielt der zweite Teil Der Veranstaltung Die Anwesenden - alt wie jung - bei Tanz und Schmaus tu aemütlicher Stimmung bis in die frühen Morgenstunden beisammen. Z Rödgen, 12. Febr. Seit etwa 14 Tagen ist in der Nähe unseres Dorfes an einem offenen Wiesenbächlein eine Wi IdganS, im DolkS- mund oft SchneeganS genannt, zu beobachten. Sie ist etwa so groß wie eine HauSgans, qber etwas schlanker unb hat einen längeren Hals. Das Gesieder ist gtau, die Fittiche haben zwei schwarze Bänder Selbst bei vorsichtiger Annäherung erhebt sich das Tier rasch und gehl tn leichtem, schlanken Fluge etliche hundert Meter oberhalb ober unterhalb des Beschauers nieder. Verschiedentlich wurde behauptet, eS wäre noch ein zweites Tier am Anfang gesehen worden, aber nach einigen Tagen sei es verschwunden gewesen. Holzarbeiter haben die Wildgans nach einer Holzversteigerung zum erstenmal zufällig auf- Aus Natur und Technik. Srdkälie und Weltraumkälle Von Arthur Stenhel. Die ungewöhnlich strenge FrostperioLe des gegenwärtigen W nterS. die, vom kontinentaleir Osten hereinbrechend, mit Jahresanfang begann und, sich über fast ganz Europa ausbreitend, in den ersten Februartaacn die größte SolU mit exorbitant niedrigen Temperaturen — Blnnen- unb Ostdeutsch and unter - 25 Grad. Rußland 33 Arad CeliiuS — brachte, gibt Meder 2ln- kgh zu den Fragen, tpie kalt es aus Erden über- Haupt werden kann und wie kalt es im Raume guherha b des Erdkörpers ist. Die Beantwortung der zweiten Frage, d. h. die Kenntnis der Weltraum- kalte, ist deshalb wichtig, weil alle Erdenkälte unmittelbar aus dem unseren Planeten umgehenden freien Raume stammt: denn das ganze Innere des Grdkörper- ist Heist, sogar sehr Heist, so hast sich in gröberer Tiefe alle Stoffs in glühend-flüssigem oder gasförmigem Zustande be- fiaden. Um diese Beziehungen zu verstehen, müssen wir zuvor noch eine andere Frage beantworten, hie Frage: was ist Kälte? Wenn wir im täglichen Leben von Kälte reden, sy bezeichnen wir damit vorwiegend Tempe.aturen, die unter dem Gesri-:r- Punkt pes Walsers liegen. Da das Wasser eines der wicht gst«n E.emente unseres Dasein- bildet, hat diese Normierung des Nullpunkte- am Thermometer unh die Zählung der Grade nach oben a.6 Wärme, nach unten dagegen als Kälte praktisch ihre volle Berechtigung. 3n der exakten Physika.ischen Wissenschaft gibt es aber ftreng- aenommen keinen Degr.ss Kalte, sondern nur den Begriff Wärme, deren jeweiligen Stand in Temperaturgraden man oberha.b des Gefricrpunttes des Wa.sers mit einem positiven Dorzeichen (+), unterhalb mit einem negativen Dorzeichen (—) pyrsieht (Plus- und Wrnusgrade her Wärme) und deren Intensität man in Wärme-Einheiten oder Kalorien . usdrückt. Da nun Wärm« in Bewegung der kleinsten Stoffteilchen, der Molekeln und Atome, besteht, steigt fee um so höher, je heftiger dies« Bewegung ist. und sinkt um so tiefer, je schwächer die Bewegung vor sich geht, bis sie schließlich ganz aufhört, wenn die Teilchen zum Süllstand kommen. Das aber geschieht erst bei einer Temperatur von — 273 Grad Celsius, d. h. an einem Punkte, der 273 Grad unter dem Gefrierpunkte des Wassers liegt, der also nach üblicher Auslassung b;e größtmögliche Kälte bezeichnet. In der Physik heißt dieser Punkt der absolute Nullpunkt. Man kann daher sagen: Has EiS schmilzt bei einer Wärme von 273 Grad absolut (0 Grad des Thermometers), Wasser kocht bei 373 Grad l-s- 100 Grad) Quecksilber wird fest bei 234 Grad (- 39 Grad). Kohlensäure bei 195 Grad (— 78 Grad), Wasseo, stoss bei 14 Grad (— 259 Grad) ober auch Blei schmilzt bei einer Wärme vpn 601 Grab (+ 328 Grab) absolut. Eisen bei einer solchen von 1373 Grad i-s- 1100 Grad) usw. Ebenso bedeutet die kürzlich in Rußland beobachtete Kälte von., 33 Grad, vom absoluten Nullpunkt an gerechnet, immer noch eine Wärme von 240 Grad absolut. Kälte entsteht insolgedessen durch Wärmeverlust oder Wärmeausstrahlung, ist die Ausstrahlung des (warmen) Erdköxpcrs groß, so sinkt die Temperatur seiner Oberfläche entsprechend stark herab. Den weitaus größten Betrag bet Bodenwärme liefert die Sonne: ihre erhöhte Strahlung im Sommer steigert die Wärme über den Mittelwert. ihr« verminderte Strahlung im Winter senkt si« unter diesen In hohen geographischen Breiten, wo die Sonnenstrahlen das ganze Jahr hindurch tixgen ihres schrägen Einsalls oder zeitweise gänzlichen Fehlens nur geringe Wirkung haben, herrschen deshalb auch die niedrigsten Temperaturen. Man hat hier jedoch zu unterscheiden zwischen mittlerer Temperatur, die aus Durch chnittswerten ganzer Jahre sich ergibt und ab oluter Temperatur, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem Orte auf- | tritt (absolut in diesem Zusammenhänge nicht in Bezug aus den wahren Nullpunkt. sondern als Gegensatz zu mittlerer Temperatur gebraucht). Da ergibt sich nun die Tatsache, dast die niedrigste mittlere Temperatur, d. h. die gröstte durchschnitll.che Kalte der Erde, das S u d p o l a r- gebiet mit mehr als — 25 Grad Celsius aus- weist. D« absoluten Temperaturen scheinen dort aber kaum viel unser 50 Grad Kälte herabzu- gefoen. Demnächst folgt bas Rordpolargebtet mit einer Mitteltemperatur von — 25 Grad und niedrigsten absoluten Temperaturen von einigen 40 Grad. Weit weniger tiefe mittlere, dagegen bedeutend niedrigere absolute Temperatur ftn» den sich in Aordostsibirien, wo sehr lange äuhecst strenge Winter und kurz« heihe Sommer Herrchen. Bis in die jüngste Zeit galt die Gegend von Werchojansk für die im Winter kälteste, weil dort Temperaturen biS zu — 68 Grad (Januar 1885) und — 67.8 Grad (Januar 1392) gemessen worden sind. NeuerdingS ist aber sest- geftellt worden, tag in dem südöstlich von Wercho- iansk gelegenen Gebiet von Oemikon noch tiefere Temperaturen vprzuloinmen scheinsn: der russisch« Forscher Obrutschew beobachtete dort bereit- im November 60 Grad Kälte. Gelegent- ' ch mögen ii jenen Bezirken auch 70 Grad unter Aull Vorkommen, wir haben sie demnach als die kälteste Gegend der ganzen Erde qnzulrhen. Gegen wir jetzt wieder den physikalischen Begriff des absoluten Nullpunktes ( — • 273 Grad) zu Grunde, so entspricht die für Mensch und Tier erschreckend niedrige Temperatur von — 70 Grad noch einer Wärme von 203 Grad. Wie wir aus Beobachtungen auf hohen Bergen, in Luftschiffen und Flugzeugen und besonders mit Registrierballons wissen, nimmt bk Temperatur der Atmosphäre mit wachsender Höhe ab, in den unteren Schichten zwar nicht regelmäßig wegen der Jnverswnen, im allgemeinen aber doch beständig. Öie bet.ägt in 16 Kilometer Höhe je nach der geographischen Breite — 54 Grad (über Europa) bi- — 70 Grad über dem Aequator. In der tropischen Zone nimmt sie schneller ab als in höheren Breiten und über den Po en. Als tief st e Temperaturen überhaupt wurden nach Hann-Sürlng über dem Diktor-a-Ryanza in 19 Kilometer Höhe — 84 Grad und über Batavia schon in 15.5 Kilometer Höhe 91.9 Grad gemessen. Soweit sich die über ter Troposphäre lagernde S.ratosvhäre erstreckt. ist immer noch Wärme, d h. sich an den Stofs knüpfende und von uns empfundene leitende Wärme, vorhanden: wo es keinen Stofs, kein noch so feines Gas mehr g.bt, in mehr alS tausend Kilometer über der Erdoberfläche, hört schließlich alle Wärm« auf, der freie Weltraum selbst besitzt a so gar keine Temperatur mehr ober, man kann auch lagen: eine Temperatur von — 273 Grad, entsprechend dem absoluten Nullpunkt der Physik. Den fr« en Raum durcheilt nur strahlende Warme, die von der Sonne und von den Fixsternen ausgesandt wird. Erst auf der Erde verwandelt sich di« strahlende Sonnenwärme in leitende Wärme. Daß diese von der aus dem Erdinnern nur noch sehr wenig erwärmten Erdoberfläche nicht wieder an den kalten. Weltraum verloren geht, sondern auf einem mittleren Stande von runb 15 G-ad EelsiuS ober 288 Grad qblo ut für die ganze Erde erhalten bleibt, dafür sorgt hie schuhende Atmolphäre, unter der wir wie in einem G.aShause leben. Das Junkers-Riesenflugzeug. Von Max Fischer. NacPruck verboten. Schneller, als es nach den letzten Mitteilungen der Iunkerswerk« in Dessau zu erwarten war, haben sich diese Werke entschlossen, eine Veröffentlichung über das Aussehen ihres Riesenflugzeugs 3 38 zu gestatten. Das Flugzeug wird eine Flügelfpannweite von 45 Meter haben. Gs hat vier in die Flügel eingebaute Motoren. deren Schrauben unmittelbar vor der vor- kanntlich dazu dienen, daS Flugzeug um seine Längsachse zu steuern, das heißt die Flügelenden in gleicher Höhe zu erhalten, liegen wie schlich an der Hinterkante der Flügel und find sehr lang. Heber dem an «Stelle eines Sporns durch ein Rad mit Luftreifen gestützten Schwanz sitzt ein hohes Leitwerk mit zwei wagerechten Höhensteuerttächen übereinander, zwischen denen Drei senkrechte Seitensteuer angeordnet sind. F 13 für S Personen. 3 deren Flügelkante sitzen. Die Motoren sind während des Fluges zugänglich; sie können also überwacht und gewartet, und es können auch kleinere Instandsetzungen im Fluge daran vorgenommen werden. Dte Fluggäste sind zum Teil in einer riesigen Rumpfkabine. zum Teil aber entsprechend dem grundlegenden Patent von Junkers aus dem Jahre 4910 auch im anschließenden Teil der Flügel untergebracht, aus denen sie durch in der Stirnfläche angebrachte große Fenster einen freien Blick vorwärts haben. Aeuherlich hat das natürlich ganx aus Metall bestehende Flugzeug die gewohnte Form. Die vprn sehr dicken Flügel von gewaltiger Breite reichen mit ihrer vorderen Wölbung bis an die Decke der Kabine und sitzen mit ihrer Hinterkante in der Höhe des Kabinenbodens: sie werden nach den äußeren Enden zu erheblich schmaler. Die Derwindungsklappen, die be- 38 für 30 6i6 35 Personen- Das mit stromlinienförmigen Mänteln umgebene Fahrgestell stützt sich auf vier Räder ab. die paarweise hintereinander liegen; der Luftwiderstand jedes der beiden Räderpaare ist durch einen tropfenförmigen Mantel vermindert. au« dem die Räder unten nur wenig herau-schouen. Das ' Flugzeug wird einschließlich der Besatzung 30 bis 35 Personen tragen. Um unseren Lesern einen Eindruck von der gewaltigen Gröhe dieses Flugzeuges zu geben, haben wir das Bild eines Junkerflugzeugs F 13 für 6 Personen neben das Bild der I 38 gesetzt. Es sieht neben dem Riesenflugzeug wie ein Ponyfohlen neben einem ausgewachsenen, gewöhnlichen Pferd aus. Im Sommer wird das Riesenflugzeug fliegen. Ich hoffe. Ihnen dann weiteres darüber berichten zu können. 11 1 J 1 Das schöne Aviv. ll.LnternakionalerAutomobil-Salon in I^om. Äon Dr. Gustav W. Eberlein. Rom, im Februar. Eine Modenschau, eine königliche Schau, der Ähnig selber hat sie eröffnet. Und den Ehren» Vorsitz lübrt Mussolini. Man hat den Meisterwerken der Techntk da- würdigste Heim zur Derfügung gestellt, das der Meisterwerke dec Kunst, den Ausstellungspalast im Herzen des modernen Roms, in der Dia Razionale. Zehn Tage lang, bis in die Dacht des zweiten Februarsonntags hinein, strömt in die feierlichen Säle, waS gerne ein Auto hat oder haben möchte. Und die andern, die sonst bloß schmälen, strömen erst recht. Denn zwei Dmge gibt es auf dieser Welt, denen kein Irdischer widerstehen sann: schönen Frauen und schonen Tragen. . _ Ci Tinge, die übrigens zusammenzuaehoren scheinen wie ein Paar. Wo sonst die Dame kritisch und gelassen die Lorgnette an tie Augen führte oder gelangtoeift den Stift an die Lippen, wo sie kein Derhältnis zur modernen Malerei finden konnte, da kehrt sie jetzt zur Natur zuruck, wird ein ausgelassenes Kind, daS in Hellem Derzucken in die Hände patschen kann und. ehe man sich s versieht, in einem Coupe Royal sitzt, nach den Pedalen angelt und das Steuerrad nut jener unsagbar graziösen Sicherheit umsaht, die in den illustrierten Zeitschriften so faszinierend und auf der Landstraße so fluchterweckend wirkt. Man steigt die Himmelsleiter hinauf, die große Freitreppe, und kaum haben sich die Wolken geteilt. von galonlerten Dienern eilfertig Zurückgezogen, blinkt der erste Stern qm Himmel der Erwartung auf und siehe, e- ist ein deutscher Stern, der Mercedes-Stern. Als einziger muh er die ganze deutsche Industrie vertreten, da ist man doppelt froh über feinen strahlenden, überstrahlenden Glanz. Er hat einen gesä rlichen Platz, so gleich am Eingang, den ersten Blick fangend, umgeben von den berühmtesten Gehirnen Amerikas, Englands und Frankreichs. Aber er hat gesiegt. jlnd nicht nur bildlich. Gerade treffen die Sportmeldungen vom Sonntag ein, von dem erbitterten Merluzza-Htrahenrennen. veranstaltet vom römischen Automobilklub, und man klebt die SiegeLnachricht an die Windscheibe deö Kompressormodells: Las lisch hat aus Mercedes einen neuen Rekord aufgestellt und auch der Zweite in der Kategorie über 3)00 ccm fuhr denselben Typ. Das Sportmodell S steht mit einer hinreißenden Keibl-Karosserie da, neben dem Fahrgestell des Achtzylinders „Nürburg". der seinen Namen von einer ununterbrochenen zwöls- tägigen Fahrt hat, die auf der schwicriosten Prüfungsstelle der Welt stattsand: 20 000 Kilometer, die Hälfte des Erdumfangs, ohne Panne! Eine fiebeniUige Pullman - Limousine zeigt, daß dieser 4,6-litrige ungemein bequem karossiert werden kann. Aber der Salonlöwe ist das noch nicht. Der Salonlöwe, immer umlagert von den schönsten der Frauen, den diplomatischsten der Diplomaten, den exzellentesten unter den Exzellenzen. das ist ein kurzes, viersitziges Eabriolet. LuxusauSsüh- rung, heißt es. aber offensichtlich zu keinen anderen Zweck hergestellt als $um Derlieben. Rot Wie die berühmte große Liebe, die einmalige. Kommt ein Fürst, der letzte Gouverneur von Rom, sieht das Ding und liegt schon in feinen Armen. Man sagt ihm, das sei der verbesserte „Stuttgart"-Typ, Modell 260, mit stärkerem, 2,6° litrigen Motor, 8 38 PS — aber der Fürst scheint nicht zu Horen, er hält den Dolante umklammert und rast durch die Gefilde der Seligen. An dem Schwestermodell, einem vier- bis fünf» sihigen Jnnenlenker mit sechs Fenstern, vorbei und man steht vor dem sagenhasten Rolls Royce, steht und staunt. Heber das konservative England, über das leich.mwagenhaste schwarze Ungetüm, am meisten aber über das frit llofe Nachplappcrn, das diesem Uiv'.terwagen noch immer die Gloriole des teuersten und damit, wie dumm, elegantesten verleiht. Wie seit am, wie - kolonial England den Kontinent cinschätzt. geht noch deutlicher aus einer Gruppe von Kleinwagen oder Kinderwagen hervor, die unfehlbar zum Lachen reizen. Den Ramen der Fabrik wollen wir aus sportlicher Rächstenliebe verschweigen. Wenn man in England ober British Guyana fp herumlut chiert. viel Vergnügen! — aber in dem vermeintlich so rückständigen, in Wirklichkeit aber überaus vornehmen Italien wird sich kein Käufer finden. Rennen wir an dieser Stelle noch, wegen des nicht minder konservativen Stolls auf eine unmodern gewordene Rase, Pen französischen Renault, so sind die Marken aufgezählt, hie mit diesem Salon der schönen Wögen nichts gemein haben. Alle anderen halten auf feine, die meisten auf prunkvolle Kleidung. Erwihnen wir den Austro-Daimlyr und - auch die Liste der technischen Steuerungen ist erschöpft. Der Austra-Daimler paßt nicht recht herein, weil er ein ungewöhnliches, nacktes Fahrgestell zeigt, das aber so interessant ist. daß «s eine besondere fachtechnische Abhandlung verdient. Der Wagen der Zukunft, wenn er es wird, hat also keinen Rahmen mehr, die bisherige Urform des Autogcrippes. sondern nur noch ein einziges Rückgrat, wi« der Mensch. Daran hängen als Glieder die Räder. Brücke und Differential find in konsequenter Foröetzung der Anatomie aus- gefchält. Ein solches Auto soll kreiselartig in den Kurven liegen. Wir werden ja sehen und fühlen. Modeschau. Das Auto ist längst keine „einmalige Anschaffung" mehr. Es wechselt viel rascher als die Rocklänge, nach ein paar Jahren ist es schon unmodern. Gegenüber der Amortisation spielt der Benzinverbrauch gar keine Rolle mehr. Me amerikanische Industrie kann sich, nachdem di« Aufnahmefähigkeit des Landes erschöpft ist. überhaupt nur noch durch die Mode halten, ist also an ihrem raschen Wechsel mindestens so intereffiert wie an dem Fernhalten de- künstlichen deutschen Benzins. Das Massenaufgebot der stählernen Mannequins zeigt das. Alle haben denselben Motor im Leibe, jeder will aber den andern an Elegattz übertrumpfen. Sie müssen so tun, als ob sie sich gegenseitig Konkurrenz machten, in Wirklichke t liebäugeln sie schon mit deutschen und italien.schen Teilhabern. Wenn man diesen Rummel sieht, dann wird es einem erst so recht klar, was es für ein selbständige- Werk, wie Mercedes-Benz, h.ißt. sich nicht nur mit einer gediegenen Werlrnannsarbeil im römischen Salon, sondern auch auf dem rück» sichtslosen Kampfjelde des Geschäftes zu behaupten. Dann begreift man leichter das Unterliegen so mancher ehrwürdigen Fabriken. Amerika ist in den entgegengesetzten Fehler jenes oben nicht genannten englischen Unternehmens verfallen: es schickte lauter Wagen für Dollarprinzessinnen. Italien nahm den Kamps um hie Karosserie auf. Reben fainen bewährten Gebrauchs Modellen, unter denen Fiat das unbestrittene Primat hat, stellt es Wagen, von einfach berückender Schönheit: bis zu pompösen Aufbauten aus, die den Zweck eines Automobils vergessen haben. Di« an sich schon mächtigen 3 f ot t av Fraschini gleichen mit ihrem riesigen walzenförmigen Vorbau unh dem ungeliebten Fühverstcnd mit den zwei Guck" sensterchen schon eher Lolomotiven, andere eher einem Teesalon als einem Fahrzeug. Je billiger die Maschinentechnik arbeitei. um so phantastischer wütet der Lurus. um durch di« Karosserie einen Ausnahme ress zu erreichen. Farben fieren herum, wie Detrunlene. Man geht durch diese Sonderausstellung und fragt sich kopfschüttelnd, wo denn im Lande die Straßen zu diesen Wagen seien. Wie eine Eisen-- bahn ohne Schienen mutet das an. wie eine schöne Frau, die keine Gelegenheit hat, sich in e.nern Salon zu zeigen. Technische Rundschau. Von Dr. Kran- flittter. Betrachtet man den Jordan ausschließlich mit den Augen des nach neuen Energiequelle« suchenden Elektrotechniker-, so findet man hier geradezu ideale Derhältnisf«. Der eine feiner beiden Quellslüfte entspringt am Westabhang des Hermonge tedirges in einer Höhe von 523 Meter Bis zur Mündung am Toten Meer, Öle sich 394 Meter unter dem Spiegel des Mittel«' mecreS befindet, ergibt sich also ein Gefälle von 914 Meter. In der Tat strömt der Fluß an einzelnen Strecken in starkem Fall dahin. Sr stürzt ziemlich jäh über verschiedene Stufen herab und erweist sich auch sonst noch in vielfacher Hinsicht als günstig zur Ausnutzung. Der Ingenieur Rutenberg hat deshalb der Regierung von Palästina einen Plan zur Derwertung der Wasserkräfte des Jordans und seiner b iben hauptsächlichen Rebenflüsse, des Barmuk und d«s Jabbok. unterbreitet, der von ihr gebilligt wurde Die Arbeiten zu seiner Ausführung bqben eingesetzt. Bereits Ende 1929. spätestens Anfang 1930, wird ein Teil d«S heiligen Landes mit Elektrizität versorgt sein. Der Rest durfte halst folgen. Die Einzelheiten daS Ruienbergschen Planes bieten in technischer Hinsicht vielerlei Interessantes dar. In Palästina drängen sich die Regensalle auf eine kurze, in den Winter sal endv Zeit zusammen. Infolgedessen herrscht hier ein Äebersluß an Wal ec. Die Flüsse schwellen ungeheuer an. 3m Sommer hingegen trocknen sie bis zu einem gewissen Grad« aus. Es tritt Wassermangel ein. Will man daher die int Winter zur Derfügung stehenden Dorräte an Energie während des ganzen Jahre- gleich'' mäßig für die Zweck« der Kraftversorgung unst der Bewässerung ausnütz-n, so läßt sich die Er- rtchtung eines ober mehrerer Stauwerke nicht umgehen. Mit der Errichtung dieser Werke tritt dann auch die Frage in den Dordergrund, ob man den Jordan und vielleicht den einen oder anderen seiner Nebenflüsse nicht schiffbar machen könnte. Bei dieser Lage her Sache und der unumgäng*1 lichen Notwendigkeit des Aufstauen- der Gewässer hat man nicht davon absehan können, den Hee von Genezareth alS DorratSbehältep zu verwenden. Die erste Gesäll-stuse. mit der man begonnen hat und an der man jetzt arbeitet, wird dazu dienen, di« im See auf geflauten: Wassermassen zur Erzeugung elektrischen Stroms' zu verwerten. DaS vom See abfließende Wasser wird zu diesem Zweck in zwei Teile gctellf. Jeder Teil flieht durch ein anderes Becken ab. Der eine nach Abadieh, das etwa vier Kilometer" südlich des Sees liegt, der andere nach Iisr-^te Mujameh, das In einer Entfernung von etwa zwölf Kilometern gelegen ist. Der audnüftbqrc Höhenunterschied beläuft sich auf etwa 55 Meter. Bei Jisr-eteMujameh wird daS erste der drei vorgesehenen Kraftwerke entstehn Es wird sich an einer Stelle erheben, die bis jetzt vvllkommer wüst war und wo es weder Anpflanzungen noch irgendwelche für die Erschließung d«S ßanbe# wichtige Siedlungen gab. Dorerst wird dort ein einstweiliges kleines Kraftwerk erbaut, das «tw« 1000 Kilowatt liefert und lediglich dazu dienen! sott, die bei der Arbeit verwendeten Maschinen mit Strom zu speisen. Diese Arbeiten beginnen damit, daß quer über den Jordan und über den Bärmuk hinweg HtäU" dämme errichtet werden. Der eine Staudamm am Jordan wird den See nach Süden ab-' schließen. Der über den Barmuk wird die ffint • stehung eines neuen Stausees bewirken, dem sich später ein weiterer künstlicher See anschließen wird. Dieser wird sich wieder am Jordan beftnj den und die Folge der Errichtung eine- Siau- dammes bei Delhamieh sein. 6r sott mit dem. Stausee des Barmuk mit einem Kanal von zwei Kilometer Länge verbunden sein, der unter Die meisten Besucher begnügen sich denn auch, in Gedanken zu fahren. Dielleicht wird der große Traum sich verwirklichen, wenn einmal MussolimS Straßensystem Tatsache geworden ist... oder der Dreizehnzysinder... Die Fahrer haben bald festgestellt, daß dec Dolante allgemein nach links rückt, daß dte Stoß" fänger j.ht schon mit dem Ch-ssis geboren Werken, daß Ford tot ist und lcidergottes auch dec rassige „Herrenwagen", der offen«, immer mehl verdrängt wird, dqh für jeden Geschmack gesorgt ist und immer ein Modell übrigbleibt, das man eigentlich unbedingt haben müßte. Der Fürst sitzt übrigens, wie ich beim zögernden Verlassen des Salons nicht umhin konnte zu. bemerken, noch immer in dem roten Cabriolet. Ein neues Werkstoff-Prüfverfahren. Auf der amerikanischen Werkstofftagung in Atlantic City wurde ein neues Werkstofsprüfverfahren Dorgefübrt, das den Namen „M a g n e t a n a i y s e" führt. Mit einem hochempfindlichen Galvanometer kann man jn Stahlstücken von bis zu 15 Zentimeter Dicke alle gehler und Luftbläschen bi» herab zu Stecknadelkopfgröße einwandfrei fcftfteHen. Dies ist von bßfpnderer Wichtigkeit bei Mafchinentetten mit hohen Drehzahlen bet von Haifa nach ‘SamaSbiS führenden Eisenbahn hindurchgeführt wird. k-tn weiterer Kanal von 55 Meter Länge wird die am 'Satmul aufgespeicherten Wassermengen dem bei Iisr-el-Mujam«h zu errichtenden Kraftwerk zuführen. Dieses Werk wird ständig etwa 20 000 Kilowatt liefern, die von drei Turbinen- sätzen und den zugehörigen Generatoren geliefert werden. Ein weiteres Kraftwerk wird zu Aba- dieh entstehen. Dann ist noch eins im Norden des Sees von Genezareth in Aussicht genommen, das dazu bestimmt ist, das hier ganz besonders starke Gefälle des Jordan-Flusses auszunützen. Durch die Zusammenarbeit dieser Werke wird ganz Palästina mit elektrischer Energie versorgt werden. Es werden aber auch weite Teile bewässert und soweit als möglich wird vielleicht sogar ein Schiffsverkehr eingerichtet. Aus den durch die Bewässerung erschlossenen Landstrichen soll außer tropischen. Früchten vor allem Baumwolle gepflanzt werden. Versuche haben nämlich gezeigt, daß diese hier ganz besonders gut gedeiht und reichliche Ernten liefert. Hnfer hochentwickelter Verkehr macht eS möglich, daß wir im Winter Obst genießen, das weit drüben in Amerika an der Küste des Stillen Ozeans, das in Kalifornien gewachsen ist. Andere Früchte kommen aus anderen fernen Ländern. Bei derartig weiten Wegen geht erfahrungsgemäß nicht selten ein erheblicher Tell dadurch zugrunde, daß in ihm Waden ihr Zerstörungswerk verrichten. So sorgfältig die Früchte auch vor der Beförderung auf weite Strecken ausgewählt und betrachtet werden, so läßt sich doch nicht immer erkennen, ob nicht im Innern bereits der schädliche Gast sitzt, der unterwegs infolge seiner Frehlust zum Verhängnis wird. In Anbetracht dieser Verhältnisse erwächst der Technik die Aufgabe, Mittel und Wege zu finden, um die im Obst befindlichen Maden zu vernichten. In Amerika hat man jetzt eine Einrichtung geschaffen, die diese Frage in ziemlich einfacher Weise löst. Die Beförderung von Obst findet hier zunächst in gekühlten Eisenbahnwagen statt, die mit eigenen Kühlvorrichtungen ausgestattet sind. In diese Wagen werden große Stahlzylinder gegeben, die mit flüssiger schwefliger Säure gefüllt sind. Die schweflige Säure strömt in geringer Menge aus und mischt sich der Luft bei. die während des ganzen Weges in ständig gekühltem Zustande durch die Wagen hindurchstreicht. Wie sich gezeigt hat, dringt die schweflige Säure durch die Haut der Früchte hindurch unö tötet dort mit Sicherheit alle Maden ab, die sich im Innern aufhalten. Aach einiger Zeit wird der Zustrom der schwefligen Säure abgestellt, da man sicher ist, daß sich nunmehr kein lebender Schädling mehr in den Wagen befindet. Die weiter zuströmende Luft nimmt die noch vorhandene schweflige Säure mit. An dem Obst, das auf den Markt kommt, ist nicht die geringste Spur der vvrgenommenen Behandlung mehr zu merken. Es riecht und schmeckt in keiner Weise nach schwefliger Säure. Die Vermengung der Luft mit dem Gas erfolgt durch eine eigene Vorrichtung, deren Herstellung einige Schwierigkeiten bereitet. Wenge und Temperatur der Luft müssen nämlich mit der Wenge und Temperatur der Säure in einem gan$ bestimmten Verhältnis stehen. Schließlich gelang es, felbsttätige Regler zu bauen, die auf dem Wege elektrischer Steuerung zwangsläufig zusammenarbeiten. Durch dieses Verfahren hofft man große Mengen von Früchten zu retten, die sonst zugrunde gehen würden Wirtschaft. Oie Vorgänge an der Aeiryorler Börse. Die Reise des Leiters der Tank von England nach Amerika und seine Besprechungen mit den Organen des Bundesreservebaik.ystems, schließlich als Ergebnis dieser Besprechungen die Disko nterhöhung der Bank von England und gleichartig d e Erklärung des Federal Reserve Boards übe: de Einschränkung der Reudorker Börsenkredite Halen auch in Deutschland Intere se unö Aussehen erregt. Mit den gegenwärtigen Borgärgen in Amerika kann man sogar eine Parallele yi dem aufstellen, was sich in Deut'chland vor Iahressrist e.eignet hat, als der Börse durch die Kreditrestriktion der Reichsbank auf die Initiative ihreZ Präsidenten Dr. Schacht ein schwere: Schlag versetzt worden ist. Die Vorgänge in Reuyork haben aber bereits weitere Kreise g'zv'en info'em, als sich auch die Politik mit ihnen beschä igt und bereits im Bunde'se"at stärmifche Debatzen über die (Srffänmg des 7e c al Reserve Toa-ds, für und w'der sei e Ma',nah-er, stattgesunden haben. Dabei ist es interessant, daß das Bundes- reserveamt für den Augenblick von den in der letzten Zeit immer wiederholt.m Drohungen noch nicht zu positiven Maßnahmen Übergebungen ist. anderseits geht seine Propaganda gegen die Spekulation, die von einem großen Teil der Oef.entllchkeit unterstützt wird, wei.er, und man kann heute sogar von einem Kesse I* treiben gegen bie Re uy orker Börse, gegen Wallstreet sprechen, das natürlich b, 4 zu 7500". 6 zu 50000. 12 zu 250-0, 80 zu 10000, ihü v 5000, 398 zu 3’4)0. 710 zu 2W0, 1512 zu 1000. 4100 zu 500, 10738 zu 300 ML Ön der Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Ortolnn» v» 25000
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