91' • RM» 0.9$ bei iuf G* Grode lkfurter Straße 19 unter Syndikatspreis samen, Gießen nsprecher 3659. ihiite dernen Formen und allen Briten len Preisen, weil kein laden Seltersweg Wl (Eingang Wolkengasse) leditinoi*Xerbadkife i Maut sehr wohltuend.sie beseitigt. Fria Bleicher. fcb lill itd ekeln and Mit- 1 wirio erfolj- SchiuaiuhcMiS« BulOkermeytr'i i-Seili.laKün«*ir»ndieitlb«a ,L RM -.65. »’U verilirkl.Prip. chbehendlust hl Herbi-Cftm« bt- thlto-ZubibintoalM Apotheken, ’irlümtrien._____________________ anntmachung. ’rfonenftanbs« ur£ ®chj^5* nähme am 10. DHober 1929. anüebesWWWn ille Dohnungr- und Deleds- en ausqefleben, die von jedem ncr selbständigen Wohnung wo auszusüllen und alsbald •hefiftcr ober dessen Vertrete ■eSsüg LchW- ****st» SfiS-^S --ZM inert»“ * SbÄnunO erfl rifll>4e 10 0!^^ H* 6sto fStocKfr. icrdeen- :ond AM La Coruna' Donnerstaa, lO.Oktotx 1929 7h aDds. 4 iT'*lwnbg. \Lq/0 Die M b •ft* e ,, «n» fr"“. fei vorbei ' Sretchen, MM Ichne der Zchon er drilchalb Jo! ^^Longia'N niulter, uni tisch 3°^ für W c im Freren Selbstausb den Gorte, Wie stiege, logen gck Neben oe hr Nanic unb SrM unb im.®rc Ken weißen in ihre fl« Lreitseite W ihrem unrou Tchalenteile, lind, aber a da is? brn Fingerchen braune Hal der rote 2 Mutti, die Hilst berour Gretchen b Kastanie bt den Finge, Schale bis au weh!" 1 dos Kostan Sie legt die sondere W henimkollen hüpsl und bi zu lesen. Gi Wer gab einem besch unb heim. Junge war Schloß eine halte dos kolonie bat Lehrer, ein scher, ein Dienst- uni Schloßbewi dauern, bei gen, stand, rungtn, W hatte. Schie Bewegung In bet Mit schastrgebäo tiges Geäst der einzige Blüten wo lebt, besor es, daß sie wenn ihn Raiihreis l in der Wi seiner mach Blüten im kerzen bran den ersten F „nd leise hi sarbenprächt raschelnd du lebten die F er ihnen sei lohlreich, da ließen sich | verwenden, i ter hinein! U leben mit di ®on ber ®U1 Wnb atz i Jw. hatte ^brelsachrn Hjen trotz K. und Arte durch -öauinen. L '^rieben fr in ^ucksack a Heimreise jungest M Dilhk >e ®art( Zahlend ri ?°rtechöus > Grase! hm und brcn. 2^ derdn Kerriol über die Orgamsation Emopas. Ein Vortrag des ehemaligen französischen Ministerpräsidenten vor der Vaneuropäischen Union. hatte. Erbitten Berichtigung durch Berliner presse, i gerichtliches vorgehen wegen Verleumdung, Abkürzung der Reise wegen ungünstiger Schiffsverbindung schwer möglich und sachlich bedenklich. Oer Pelzkauf des Oberbürgermeisters. Gegenüberstellung Max Sklareks mit dem Buchhalter Lehmann. Berlin 10. Okt. (WB.) Wie eine Berliner Korrespondenz meldet, ist der Pelzverkauf des Oberbürgermeisters heute Gegenstand der Untersuchung durch den Dernehmungsrichter Land- gcrichtsratDr. Lubliner gewesen. Max Sklarek, der in Gegenwart des Buchhalters Lehmann hierüber vernoinmen wurde, wollte sich zunächst an den Vorgang nicht recht erinnern, und erst auf Vorhaltungen des Vernehmungsrichters entsann er sich der Einzelheiten. Sklarek erklärte, bei dem Riesenau/smaß seiner Geschäfte könne er sich an die genaue Preisstellung nicht erinnern. Wenn jedoch der Mantel für Frau Böß ihn selber 4 0 0 0 Mark gekostet hätte, dann habe er süjxerlich auch den Auftrag gegeben, dem Oberbürgermeister die Rechnung in der vollen Höhe von 4000 Mark zuzustellen. Sollte die Rechnung aber nur auf 400 Mark gelautet haben, so könne es sich lediglich um einen Schreibfehler handeln. An die Abmachung, daß der Oberbürgermeister für wohltätige Zwecke 1000 Mark stiften wolle, weil ihm der Preis für den Pelzmantel zu gering erschienen sei, konnte sich Sklarek nach seiner Behauptung gestern nicht erinnern. Der Buchhalter Lehmann widersprach den Angaben Sklareks auf das energischste, und es kam zu dramatischen Szenen, da Lehmann Sklarek mehrmals der Lüge bezichtigte. Erst dach einiger Zeit konnte Dr. Lubliner die beiden Angeschuldigten beruhigen und in der sachlichen Vernehmung fortfahren. Max Sklarek wiederholte seine Darstellung, daß er die Stadtbank keineswegs getäuscht habe. Er behauptete, daß ihm die Kredite auf Grund des Monopolvertrages von der Stadtbank x u = gesagt und daß die Rechnungen usw. lediglich Formalitäten gewesen seien. Die Staatsanwaltschaft wird schon in den nächsten Tagen aller Wahrscheinlichkeit nach den Kreis der Ange- s chuldigten weiter ausdehnen. Die Staatsanwaltschaft hofft, daß sie diese Untersuchung in sieben bis acht Tagen abgeschlossen haben wird, und will dann dem Magistrat mitteilen, daß seinen Untersuchungen dann nichts mehr im Wege stehe. Allerdings ist es fraglich, ob der Magistrat von sich aus Disziplinaruntersuchungen wieder aufnehmen wird, da inzwischen der Disziplknaroer- nehmungsrichter des Oberpräsiden- t e n Oberregierungsrat T a p o l s k i seine Untersuchungen ausgenommen haben dürfte. Ein deuischnationater Antrag im Landtag. Berlin, 10. Okt. (T.-U.) Die Deutschnationale Dolkspartei hat im preußischen Landtag folgenden Urantrag eingebracht: Bach Zeitungsnachrichten beabsichtigt der Oberbürgermeister von Berlin Dr. Böß seine Amerikareise nicht abzubrechen, obwohl aus den bisherigen Enthüllungen über die Angelegenheit Sklarek bereits feststeht, daß in der Berliner Stadtverwaltung eine grün dliche Nachprüfung darüber dringend erforderlich ist, wie weit pflichtwidriges und eigennütziges Verhalten leitender Beamten dazu beigetragen hat. daß durch unsaubere Betrugsgeschäfte Mtllionenbeträge zum Schaden der Steuerzahler verlorLngehen konnten. Sn diese Untersuchung muß auch das Verhalten des Oberbürgermeisters Dr. Böß selb st einbezogen werden, da auch ihm in der Presse öffentlich der Vorwurf bedenklicher Beziehungen materieller Art^u denGebrüdern Sklarek gemacht worden ist. Sn Anbetracht dieser Verhältnisse ruft die Absicht des Oberbürgermeisters, seinen Aufenthalt in Amerika nicht abzukürzen, stärkstes Befremden hervor, zumal ein weiteres Verbleiben im Auslände keineswegs im Interesse des Ansehens der deutschen Selbstverwaltung liegen kann, nachdem die Angelegenheit Sklarek auch in der Auslandspresse wiedergegeben worden ist. Wir beantragen deshalb, der Landtag möge beschließen, die Staatsregierung zu ersuchen, den Oberbürgermeister von Berlin auf dem Dienstaufsichtswege zur unverzüglichen Rückkehr nach Deutschland zu veranlassen. Oie Rennwetten der Sklareks. Neben dem eigentlichen Geschäftsbetrieb der Gebrüder Sklarek, der von den Büchersachverständigen gerade unter die Lupe genommen wird, erweist sich auch die Ausdehnung des Verfahrens auf den Sportbetrieb der Sklareks notwendig, insbesondere sollen die Verbindungen der Sklareks mit den Buchmachern einer Prüfung unterzogen werden. Es wird nämlich behauptet, daß die Sklareks einer Reihe von Leuten Gelder haben zukommen lassen, aber nicht durch direkte Zuweisung, sondern dadurch, daß sie bei ihnen Wetten Mitnahmen. Für diese Leute ist also angeblich von den Sklareks gewet- t e t worden. Diese Freunde erhielten aber nur ben Gewinn ausgezahlt, während sie am Verlust nicht beteiligt waren. Hier liegen ganz bestimmte Beschuldigungen vor, die von sachkundigen Beamten jetzt nachgeprüft werden. Oisziplinaruntersuchung des Oberpräsidenten. Berlin, 11. Okt. (Priv.-Tel.) Unbeschadet der strafrechtlichen Untersuchung wird jetzt auch der Oberpräsident der Provinz Brandenburg und von Berlin als Kommunalauf- sichtsbehörde in die Angelegenheit Sklarek eingreifen. Als Disziplinaruntersuchungsrichter ist Oberregierungsrat Tapvlski vom Snnenmini- sterium in Aussicht genommen. Er soll sofort seine Tätigkeit beginnen. Er gilt auf dem Gebiete dieser Spezialuntersuchungen als sehr versiert, da er erst vor kurzer Zeit die recht schwierige Untersuchung über die Geschäfte des Scheuer- Konzerns geführt hat. Der neue Disziplinar- untersuchungsrichter wird festzustellen haben, ob Beamte und solche Personen, die als Beamte bezeichnet werden müssen, wie z. B. die Direktoren der Berliner Stadtbank, Handlungen vorgenom- B er lin, 10. Okt. (WTD.) Auf einet Veranstaltung der Paneuropäischen Union hielt der ehemalige französische Ministerpräsident Edouard H e r r i o t einen Vortrag über „Die Organisation Europas" vor einem mehr als tausendköpfigen Publikum. Graf Coudenhove-Ka- l e r g i leitete den Vortrag mit einem Hinweis auf das Zusammenwirken Herriots, Macdonalds und Stresemanns auf der Londoner Dawes- Konferenz 1924 ein und verwies darauf, daß die jüngsten Genfer Erklärungen Briands und Stresemanns der Durchführung der Sdee einer Vereinigung der europäischen Mächte dienten und daß eine Paneuropa-Konferenz der europäischen Regierungen die Folge sein müsse. Sn warmen Worten gedachte Graf Coudenhove der Wirksamkeit Dr. Stresemanns, dessen Andenken durch Aufstehen der Versammelten eindrucksvoll geehrt wurde. Herriot erinnerte ebenfalls an die Wirksamkeit Dr. Stresemanns. Briand seinerseits habe die Notwendigkeit festgestettt, unter den Völkern Europas das zu schaffen, was er mit einer „B u n d e s b e z i e h u n g" bezeichnete, das heißt, die Bildung einer Vereinigung, die zwar vorwiegend wirtschaftliche Ziele verfolge, aber auch sozial und politisch zu wirken habe. Es handele sich nicht um eine so enge Union wie die der sprachlich und kulturell zusammengehöri-. gen Vereinigten Staaten von Nordamerika: auch das Beispiel Staliens und der Schweiz sei nicht schlüssig, und selbst die Geschichte des Deutschen Zollvereins müßte mit Vorsicht auf die neuen Sdeen übertragen werden. Von einer Bedrohung der Snteressen der Vereinigten Staaten sei keine Rede. Amerika verstehe sehr wohl das eigene Snteresse, das in einer Kräftigung und Gesundung und finanziellen und wirtschaftlichen Entwicklung seines großen Kunden Europa besteht. Ein zweiter Einwand beruhe auf einem Wort Chamberlains, „aus ben noch zerstreuten Lappen den kaiserlichen Mantel für das ursprüngliche Vaterland zu weben". Das fei die Auffassung eines ins Ungeheure vergrößerten Venedigs, in dem men haben, die die Einleitung eines Disziplinarverfahrens notwendig machen. Vorläufig richtet sich die Tätigkeit des Disziplinaruntersuchungs- richters nicht gegen bestimmte einzelne Personen, sondern das Ergebnis der ersten Untersuchung wird erst dazu führen, ob das Disziplinarverfahren gegen einzelne Beamte eingeleitet wird oder nicht. Preußens Giaatsvoranschtag. Ein Sparerlatz des Finanzmrnifters Höpker-Aschoff. Berlin, 11.Oft (V.D.Z.) Der neue preußische Staatshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1930 wird Ende Oktober bzw. Anfang November vorliegen. Bei den augenblicklich vom Finanzministerium mit den übrigen Ressorts geführten Verhandlungen über die Ausbalancierung des kommenden Etats hak sich ergeben, daß infolge der absoluten Auswirkung der letzten Besoldungserhöhung von 1927 hauptsächlich beim Kultusministerium für die Lehrer und beim Innenministerium für die Polizeibeamten zwangsläufige Mehrausgaben entstehen, die, im Verein mit Mindereinnahmen, namentlich bei der Forstverwaltung, die preußenregierung zwingen, abermals bei den sachlichen Aus- gaben Abstriche zu machen. Unter diesen Umständen war es noch nicht möglich, Steuer- »nilderungen vorzusehen, bei denen Preußen ja überhaupt absolut vom Reiche abhängig ist. Finanzminister Dr. Höpker-Aschoff hat in einer ausführlichen Denkschrift gegenüber dem Reichsfinanz- ministerium feine Ansichten über die nach Annahme des poung-plans durchzuführende Steuerreform entwickelt. Er hat sich dabei im wesentlichen für die Diedererteilung des Zuschlagsrechtes zur Einkommen ft euer bei den Ko mmunen eingesetzt. Es ist Voraussetzung einer Neuregelung des staatlichen Laftenausgleiches mit den Kommunen, der eine Senkung der Real- ft e u e r n bringen sollte, daß der endgültige Reichs- finanzausgleich, dessen Geburtsstunde immer noch nicht zu ersehen ist, verabschiedet ist. Dr. Höpker-Aschoff hat zur Vorbereitung des Etats für 1930 den einzelnen Ressorts Richtlinien zugehen lassen, in denen er, laut D.A.Z., den Grundsatz aufstellt: Es ist anzustreben, die Zahl der beamteten und nichtbeamteken Kräfte um 10 v. h. zu vermindern. Reber die zur Erreichung dieses Zieles zu ergreifenden Maßnahmen ist bereits bei den Haushaltsberatungen volle Klarheit zu gewinnen, damit ihre wirksame Durchführung bei Beginn des neuen Rechnungsjahres gewährleistet ist. Die in diesen Richtlinien empfohlene Sparsamkeitsmahregel stützt sich auf die Paragraphen 40 bis 43 des Besoldungsgesetzes von 1927, worin ausdrücklich vorgesehen war, daß nach Möglichkeit jede drille freiwerdende Stelle nicht wieder beseht werden soll, und wonach neue planmäßige Stellen nur mit Zu st im mu ng des Finanzmini- sters errichtet werden sollten. Diese im Reichs- geseh enthaltenen Bestimmungen gelten auch für die Länder. Dr. Höpker-Aschoff fordert die Ressorts auf, die Schaffung neuer planmäßiger Stellen grundsätzlich abzulehnen und ebenso höher- gruppierungen von Beamken und Angestellten von vornherein abschlägig zu bescheiden. Drei Berliner Hochschüler in Polen als Spione verurteilt. Lemberg, 10. Okt. (WTB.) Das Lemberger Landgericht erkannte drei Berliner Hochschüler, Kuhnke, Hahn und Franze, die wegen Erkundung der LageDerdeutschen Siedlungen t n Ostpolen im April verhaftet worden waren, für schuldig, nach Polen in der Absicht gekommen zu sein, für deutsche Regierungsstellen politische und wirtschaftliche Ermitt die Meere als Kanäle angesehen würden. Aber die eigenen Interessen Englands machten es zweifelhaft, ob diese Auffassung auf die Dauer haltbar sei, und die Aeußerungen des englischen Handelsmini- sters Graham in Genf, der für das wichtigste ■ Element der ganzen englischen Wirtschaft, die Kohle, die Schaffung eines Komitees zur Aufteilung der Förderung gefordert habe, zeige die beginnende Erkenntnis. — Der dritte Einwand endlich, der russische, ist nach Auffassung Herriots am besten mit dem Beispiel der französischen Revolution zu widerlegen, die schließlich in eine Befestigung des Privateigentums als Träger der wirtschaftlichen Kraft ausgemündet habe und sicherlich auch in Sowjetrußland Nachahmung nach dieser Richtung hin finden werde. Damit entfalle aber der Einwand gegen eine mögliche Mitbeteiligung eines künftigen Rußland an einer europäischen Konstruktion. Hcrriot gab dann Motivefür die Vereinheitlichung Europas: die Verengerung der Verkehrsbeziehungen, wie Verkürzung aller Raum- distanzen. den schon bestehenden Snternat io- nalismus der Wirtschaft. Er gab eine Ucbersicht über die bereits bestehenden inter- natiottalcn, besonders deutsch-französischen Kartelle als Beweis dafür, daß die Wirtschaft eine Verschränkung und Vereinheitlichung Europas längst begonnen, z. T. durchgeführt hat. — Das zweite Beispiel sei die internationale Reparationsbank, die in der vorgesehenen Form einen Ausgleich und eine Unterstützung kapitalarmer europäischer Länder bezwecke. — Politisch schließlich sollten Briands Vorbehalte durchaus berücksichtigt werden. Die Souveränität jedes Volkes müsse unangetastet bleiben, und die Rasseneigentümlichkeit und kulturellen Qualitäten jedes Volkes sollten sogar Förderung erfahren. Der Schicksalsschlüssel für Europa sei die deutsch- französische Zusammenarbeit. Die Kraftvergeudung. Zersplitterung und Rivalität in der heute bestehenden Form seien ein Anachronismus, der beseitigt werden müsse, wenn man nicht einen völligen Niedergang Europas herbeiführen wolle. hingen anzustellen. Das Urteil lautete a u f j e fünf Monate Gefängnis, die durch die fast halbjährige Untersuchungshaft als a b g e - büßt gelten. Sn der Begründung des Urteils wird als mildernder Umstand die Tatsache her- i vorgehoben, daß durch die Betätigung der Angeklagten dem polnischen Staat kein Schaden erwachsen ist, ferner, daß die Angeklagten nicht vorbestraft sind und sich gut geführt haben. Es ist an^unehmen, daß die Staatsanwaltschaft keine Berufung einlegen wird. Da das Urteil auch die Landesverweisung zur Folge hat, dürften die drei Hochschüler, falls die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft nicht noch Lieberraschungen bringt, schon morgen abend die Heimreise antreten. Ein deutscher Vorschlag an Moskau und Nanking. Freilassung der beiderseitigen Gefangenen. Berlin, 10. Okt. (WB.) Die deutsche Regierung hat als Schutzmacht für die Sowjetinteressen in China und für die chinesischen Interessen im Gebiet der Sowjetunion den Regierungen in Moskau und Nanking Vorschläge unterbreitet, die dahin gehen, daß beide Regierungen aus.Gründen der Menschlichkeit auf die im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Konflikt gegen Privatpersonen getroffenen Maßnahmen verzichten. Es handelt sich in erster Linie um die Freilassung der von beiden Teilen internierten oder gefangen gesetzten Angehörigen des anderen Staates sowie um ihre A m - neftierung. Den Regierungen wird dabei zur Erwägung gestellt, gegebenenfalls diesen Personen eine angemessene Frist zum Verlassen des Gebietes zu setzen ober sie in angemessener Weise i n ihre Heimat zurückzu befördern. Die Anregungen beziehen sich auf bie Behanblung des Privateigentums der in Rede stehenden Personen. Im Falle der beiderseitigen Zustimmung hat sich die deutsche Regierung vorbehalten, beiden Regierungen weitere Vorschläge für die praktische Durchführung zu unterbreiten. Aus aller Welt. Das Reichsehrenmal. Die Kommission für das Reichsehrenmal ist, nachdem Bad Berka unb bie Stabt Eisenach mit ihren vorgeschlagenen Plätzen besichtigt worden waren, am Rhein eingetroffen. Die Kommission besteht aus dem Vertreter der Reichsregierung Ministerialdirektor Kißling, dem Vertreter des Landeshauptmanns Landesrat B u ß l e y , dem Vertreter des Oberpräsidenten Oberregierungsrat Flach ferner Geheimrat Professor Bodo von Ebhardt, Architekt Professor Greil (Dresden), Maler D e 11- m a n n sowie Bildhauer Hosäus aus Berlin. Von Niederlahnstein aus fuhren bie Herren nach bem „Lichterkop f", ben bie Stabt Niederlahnstein für bie Errichtung bes Reichsehrenmals zur Verfügung gestellt hat. Von hier aus begab sich bie Kommission nach Braubach zur Marksburg unb von dort am folgenden Tage nach Ehrenbreitstein, bann nach Bopparb unb nach Lorch zur Toteninsel. Nach biefer kurzen Informationsreise werden in ben nächsten Tagen von ber künstlerischen unb praktischen Seite her bie Projekte erneut einer Prüfung unterzogen werben. Eine Stresemann-Straße in Berlin. Der Magistrat hat beschlossen, in besonderer Anerkennung der Verdienste des verstorbenen Reichsaußenministers Dr. Stresemann die König- grätzer Straße zwischen dem Potsdamer Platz unb dem künftigen Halleschen Ring in Strese - mann-Strahe umzubenennen. kein Strafantrag gegen Oberst Michailow. Wegen des Schmuckdiebstahls bei der französischen Botschaft, der von der Berliner Kriminalpolizei vollständig aufgeklärt worden ist, wird, wie der Sohn des französischen Botschafters mitteilt, gegen den ehemaligen russischen Oberst Michailow, der als Portier in der Botschaft angestellt war, kein Strafan- i trag von Herrn de Margerie gestellt werden. Michailow wurde aber aus den Diensten der Botschaft sofort entlassen. Michailow will Berlin verlassen und sich in Belgrad eine neue Existenz suchen. Deutsche Reparationsarbeiten in Südostfrankreich. Die Arbeiten zur Anlegung eines Stauwerks am Verdon-Fluß im französischen Alpenvorland zur Nutzbarmachung der Wasserfälle zur Erzeugung elektrischer Kraft, das auf Grund des Reparationslieferungsvertrages unter deutscher Beteiligung ausgeführt wird, haben begonnen. Der „Malin" schildert, wie sich die deutschen Sngenicure und Arbeiter zwischen ben Ortschaften Castellane unb Castillone a n gefiebert unb ein richtiges deutsches Dorf von 800 Einwohnern gegründet haben. Der Münchener Goldmacher. Der Goldmacherkunst Tausends wird in M ü n - chen allerschär f st es Mißtrauen entgegengebracht. Ein früherer Mitarbeiter von Tausend, F. v. Rebai, der in der „Münchener Telegramm-Zeitung" seine Tätigkeit ausführlich schildert, wurde auf Wunsch von Tausend zu den Versuchen in der Hauptmünze h e r a n g e z o g e n. Die „Staatszeitung" erfährt dazu, daß Rebai seinem „Meister" eine Schachtel Zigaretten g e - bracht habe. Es sei nicht bekannt, ob die Schachtel einer ebenso eingehenden Untersuchung unterzogen wurde, wie Tausend und v. Rebai selbst. Komtesse Monroy vor Gericht. Vor dem Großen Schöffengericht Berlin-Lichterfelde begann der Prozeß gegen die 23jährige Kom t«sse Hela Monroy wegen des Su- welenlxebstahls bei ihrer Tante, der Gräfin Hermersberg, wegen schwerer Urkundenfälschung und Betruges. Die Angeklagte wohnte in Lichterfelde in der Villa ihrer Tante, der verwitweten Gräfin Hermersberg. Sie war ohne Vermögen und empfand dies Wohl um so schmerzlicher, als sie mit dem gleichfalls vermögenslosen Rittmeister a. D. von Wedel verlobt war. Sie unternahm mit ihm kostspielige Reisen. Um die Ausgaben dafür bestreiten zu können, eignete sie sich heimlich ihrer Tante gehörigen wertvollen Schmuck an und versetzte ihn. Als dte Gräfin das Fehlen ihrer Schmuckstücke entdeckte, erstattete sie gegen den unbekannten Dieb Strafanzeige. Die polizeiliche Untersuchung führte zu dem aufsehenerregenden Ergebnis, daß Komtesse Monroy die Diebin war. Sie wurde verhaftet. Kurz danach nahm sich ihr Verlobter, der nach den Angaben der Angeklagten von dem Diebstahl nichts gewußt hatte, und aufs peinlichste berührt war, das Leben. Der Angeklagten wird ferner zur Last gelegt, ihrem alten Diener Abraham 50 Mark entwendet zu haben. Eine Nachtragsklage wegen schwerer Urkundenfälschung gründet sich darauf, daß die Angeklagte eine Bürgschaft für Schulden übernommen hatte, die von Wedel beim Bankhaus Heinrich Emden & Co. hatte. Sie erzählte bei der Dank von einer italienischen Erbschaft und zeigte den Brief eines Fürsten Hohenlohe vor, der ihr Derfügungsrecht über größere Vermögensworte beweisen sollte, in Wirklichkeit aber gefälscht war. — Zur Verhandlung sind u. a. Fürst Hohenlohe, Kammerpräsident von Kleefeld, Gräfin Hermersberg unb verschiedene Suweliere als Zeugen und Sachverständige geladen. Die Weiierlaae. Owoixenios. 0 neuer. Qnalb oedecM.9 woimg. ® oedecKt •Regen * Schnee a Graupeln. = Nebel K etf3 P»s."L-r L-»Si ®0^tnarf)cr ’tf«j" ®h. rsL-L ^'»d j» EWhw' U * »Ä"1 Sie bitt 3inj*!' Itoem ,l bekannt ob bi?'l9c’ 1 H"tersuchuna°,^iel °Nebijschst.^n Co’ °or Gericht UM L-M der verlos ■5 rto.°pl um so schmerz, h^n berniögenZ. verlobt :kostspielige Reisen. Seiten - iLtz n J' ? $Jntc gehörigen n wb versetzte ihn. M ,'hm Schmuckstücke ent. A?en unbrkamten Dieb uuhe Untersuchung führte kn Ergebnis, dass Rom- ^'ebi n tvar, Sie wurde nahm sich ihr Derlobter, n der Angeklagten von . gewußt hatte, und !kt war, das Leben, mer zur Last gelegt, ihrem 53 Marl entwendet zu klage wegen schwerer 9 gründet sich darauf, iöürgschast für Schulden von Wedel beim Tank- So. hatte. Sie erzählte italienischen erb- brief eines Fürsten ihr Derfugungsrecht über rte beweisen sollte, in l s ch t war. - Zur Drr« ich Hohenlohe, Kammer- Gräfin Hermersberg und a/s Zeugen und Sach« 7 n fier n^y. R°^Än6 mtiäen hasten D'noe .^gchst Kontinent v°r> sie »sSrs rxM- 'üd^KrlMg- (ag. 8 tüt 6flm dH' SvnntaS- io a£®*• tuii<|L Die Arbeit des Verschönemngsvereins 8.45 an 8.25 ab Gießen, täglich: stimmt. ** Von der Kraftpostlinie Gießen — Krofdorf. Seit 6. Oktober verkehren die Postautos auf der Postautolinie Gießen—Krofdorf wie folgt: a) Auf der Strecke von Gießen (Bahnhof) nach Krofdorf (Apotheke): Werktags 6.20 ab Gießen, 6.40 an Krofdorf; täglich: 8.25 ab Gießen, 8.45 an Krofdorf; werktags: 12.25 ab Gießen, 12.45 an Krofdorf; Sonntags: 12.35 ab Gießen, 12.55 an Krofdorf; täglich: 13.30 ab Gießen, 13.50 an Krofdorf; Samstags und Sonntags: 14.50 ab Gießen, 15.10 an Krofdorf; werktags 16.35 ab Gießen, 16.55 an Krofdorf, täglich 17.35 ab Gießen, 17.55 an Krofdorf; 18.50 ab Gießen, 19.10 an Krofdorf; 19.55 ab Gießen, 20.15 an Krofdorf; 22.40 ab Gießen, 23.00 an Krofdorf, b) Auf der Strecke von Krofdorf (Apotheke) nach Gießen (Bahnhof): Werktags 5.55 ab Krofdorf, 6.15 an Gießen; täglich 7.00 ab Krofdorf, 7.20 an Gießen; werktags 7.30 ab Krofdorf, 7.50 an Gießen; täglich 9.00 ab Krofdorf, 9.20 an Gießen; 13.05 ab Krofdorf, 13.25 an Gießen; 14.20 ab Krofdorf, 14.40 an Gießen; Samstags 15.15 ab Krofdorf. 15.35 an Gießen; täglich 17.00 ab Krofdorf, 17.20 an Gießen; 18.25 ab Krofdorf, 18.45 an Gießen; 19.15 ab Krofdorf, 19.35 an Gießen; 21.20 ab Krofdorf, 21.40 an Gießen. ** Der „Hubertus", Verein weidgerechter Jäger, Sih Gießen, hielt am Mittwoch im „Hessischen Hof" seine Mitgliederversammlung ab. Aach Bekanntgabe einiger Reu- anmeldungen und Reuaufnahmen wurde vor allem die Hubertusfeier besprochen, die am 2. Ro- vember im „Hindenburg" stattfinden wird und wie im Vorjahre mit einer Ausstellung „Strecke Erhaltung des Eulenkopfes als Aussichtspunkt in das idyllische Wiesecktal, die Pflege des Hardtwäldchens und seiner Umgebung, die Schuhhütte am alten Anneröder Weg, die Errichtung einer solchen auf der Hoch wart, die Aufstellung weiterer Ruhebänke usw. usw. Allgemein wurde lebhaft bedauert, daß ein Teil unserer Spaziergänger, trotz aller Mahnungen durch die Presse, trotz Ausstellung von Papierkorbcn usw. es nicht unterlassen kann, unsere Straßen und Fußsteige, die Umgebung von Ruheplätzen und Aussichtspunkten durch gedankenloses Wegwerfen von Papier, Früh- stücksresten, Zigarettenschachteln, Blechdosen usw. usw. zu verschandeln. Der Verein wird deshalb geeignete Schritte tun, um diesem Liebelstande wenigstens bei unseren Aussichtspunkten und Ruheplätzen einigermaßen zu begegnen. Aach Schluß der Verhandlungen sprach Ober» forstmcister Schüz dem verdienstvollen langjährigen Vorsitzenden. Gaheimrat Prof. Dr. Haupt, für seine selbstlose mühevolle Tätigkeit in herzlichen Worten den Dank des Vorstandes aus. Geheimrat Haupt, der kürzlich unter Anteilnahme weitester Kreise sein fünfundsiebzigstes Lebensjahr vollenden konnte, hat leider mit Rücksicht auf fein hohes Alter den Vorsitz im Verein niedergelegt. Bis zur demnächstigen Hauptversammlung hat Oberforstmeister Schüz die Leitung der Dereinsgeschäfte übernommen. Aus der provinzialhauptstadt. Gießen, den 11. Oktober 1929. Oie Kastanien fallen. Die Morgensonne kämpft siegreich mit dem wogenden Frühnebel. Da bindet Großmutter bie weihe Klammernschürze mit den roten Kreuzstichen „Schon Wetter" vor, trägt ihren Wäschekorb hinaus in den Garten und bewiinpelt die lange Waschlein«. Eben geht ihr gerade ein Stück Kleinwäsch« durch die Finger, und während sie es befestigt, bewegen sich ihre Gedanken, und diese Bewegung greift über auf den ganzen Körper; plötzlich dreht sie den Kopf zur Seite, geht ein paar Schritte weiter in den Garten hinein und eilt mit heiterer Miene an ihrem Wäsche- korb vorbei der offenen Haustüre zu. „Gretchen, Gretchen!" ruft sie in das Haus hinein, „komm schnell heraus, auf dem Hüttweg liegen wieder Kastanien!" Schon erscheint die Kleine, eine Enkelin von dritthalb Jahren, unternehmungslustig an der Flurtreppe. „Langsam, tu langsam!" mahnt jetzt die Groh- mutter, und Gretchen ist folgsam. Das Händchen flach gegen die Wand drückend, arbeitet sie sich Stute für Stus« abwärts, aber von der niedrigen Endstufe im Freien hüpst sie, als letzte Errungenschaft ihres Selbstausbildungsdranges, mit gleichen Fußen auf den Gartenweg und an die Hand der Großmutter. Wie fliegen jetzt di« Beinchen, und ohne HupfelN- lagen geht es auch nicht ab! Neben der Gartenhütte steht em junger, schlanker Kastanienbaum, der seit einigen Jahren Bluten und Früchte trägt. Da liegen sie nun auf dem Weg und im Grase, die braunen Gesellen mit den großen weißen Augen! Gretchen sammelt betriebsam in ihre große Tasche, die sich fast über die ganze Breitseite ihrer Spielschürze hinzieht, und gerat in ihrem unwiderstehlichen Drang nach Masse auch an Schalenteile, die grün nach oben liegen und — leer sind, aber auch an volle Schalen. „Deß da is, detz da is?" bringt sie ein« solche und streicht mit ihrem Fingerchen über den schmalen Riß, aus dem die braune Kastanie so wunderbar herausleuchtet wie der rote Mohn aus seiner grünen Knospenhülle. Mutti, die inzwischen auch herausgekommen ist, hilft bewundern, löst die Schalen langsam ab, und Gretchen lacht laut auf und hüpft, als die neue Kastanie da herauskommt, „genießt" aber auch mit den Fingerchen die scharfen Spitzen der stacheligen Schale bis zur eben merklichen Grenze „au weh, au weh!" Und nun gehts hinein in die Stube, wo das Kastanienkörbchen schon auf Zuwachs wartet. Sie legt die neuen aber nicht dazu, wie Mutti will, sondere schüttet alle aus, daß sie auf dem Fußboden Herumkollern, patscht in die Händchen, Ü3d)t unb hüpft und beginnt, sie langsam wieder ins Körbchen zu lesen. Gretchen hat Beschäftigung! Wer gab dir, herrlich aufstrebender Baum, in einem bescheidenen Hausgarten noch Lebensraum und Heimatrecht? Als Großvater noch ein kleiner Junge war, wohnten die Eltern in dem alten Schloß eines kleinen Landedelmannes. Die Gemeinde hatte das Anwesen erworben und eine Fremdenkolonie daraus gemacht. Da wohnten der Arzt, ein Lehrer, ein Gendarmeriewachtmeister, ein Steueraus- scher, ein Landbriefträger und die Poft hatte ihre Dienst- und Wohnräume. Den häufigen Wechsel der Schloßbewohner schien ein kleiner Saal zu überdauern, den die Gemeinde zu Gemeinderatsfitzun- gen, standesamtlichen Eheschließungen, 53erfteige« rangen, Wahl- und Impfterminen herausgeteilt hatte. Schier unwandelbar aber im Strome aller Bewegung stand ein alter, stolzer Kastanienbaum. In der Mitte des weiten Hofraumes, der von Wirtschaftsgebäuden umgeben war, breitete er fein mächtiges Geäst, beliebt bei alt und jung, zumal er hier der einzige Gast aus dem Reiche der Blätter und Blüten war. Die Jahreszeiten wurden an ihm erlebt, besonders eindringlich von den Kindern, fei es, daß sie durch die Fensterscheiben gucken mußten, wenn ihn die Schneelast drückte oder der silberne Rauhreif bis in seine zartesten Zweiglein hinaus in der Wintersonne glitzerte, sei es, daß sie unter seiner mächtigen Krone spielten, wenn seine roten Blüten im dunkelgrünen Laub wie Weihnachtskerzen brannten, ober seine großen Blätter nach den ersten Frostnächten sich bald da, bald dort lösten und leise herunterwirbelten zu einem kreisrunden, farbenprächtigen Teppich, den die Kinder so gern raschelnd durchliefen. Als wahren Freund aber erlebten die Schloßkinder ihren Kaftanienbaum, wenn er ihnen seine Früchte herunterwarf, und dazu so zahlreich, daß kein Streit entstehen konnte. Wozu ließen sich die braunen Spielkameraden nicht all verwenden, und wie lange reichten sie in den Winter hinein! Unlösbar verwuchs das kindliche Innenleben mit diesem Baum. „Gesegnet sei er allezeit von der Wurzel bis zum Gipfel!" ilnb als der kleine Junge ein Mann geworden war. hatte sich zwar vieles geändert, auch die Spielfachen für seine Kleinen, aber Kastanien muhten trotzalledem dabei fein. Dafür hatten nur die Großeltern zu sorgen. Sie wohnten auf dem Land«, und der Weg vom Bahnhof zu ihnen führte durch eine lange Kastanienallee mit schönen Bäumen. Lind wenn der Herbst ins Land kam, schrieben sie einen Brief, schickten wohl auch eine „Probe", und dann gab es kein Halten mehr. Cs ging in die Kastanienlese! Lind erst, wenn der Rucksack anständig voll war. konnte über dis Heimreise ernstlich verhandelt werden. Aun geschah es an einem schönen Frühlingstag, daß Wilhelm, der älteste der Geschwister, aus dein Garten hereingelaufen kam und freudestrahlend rief: „Vater, was denkst du. bei unserem Gartenhäuschen kommen ja Kastanienblätter aus dem Grase!" Die ganze Familie ging mit ihm hinaus und bestaunte das Wunder, denn niemand wußte, wie das zugegangen war; vermutlich hatte so ein brauner Wicht beim Spielen den Anschluß verpaßt und meldete sich jetzt auf feine bie Rolle bes Domkapellmeisters Walter Straf- f e r. Beginn ber Vorstellung 18 Uhr. **AlfrebBocksPorträt. Die Stabt Gießen hat ben Münchner Maler Hans Krauß beauftragt, A l f r e b B o ck anläßlich feines devorstehenben 70. Geburtstages zu porträtieren. Das jetzt vollendete Bilb wirb in ber städtischen Oemälbegalerie feinen Platz finben. Gegenwärtig ist es in ber Keißnerschen Buchhandlung ausgestellt. ** Trauerfeier für ©trefemann. Die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Dolkspartei veranstaltet am Montag, 14. Oktober, im Singsaal des Realgymnasiums eine Trauerfeier für den verstorbenen Parteiführer Reichsaußenminister Dr.Gustav Strefemann. Die Mitglieder der Deutschen Dolkspartei und die Anhänger Strese- manns werden im heutigen Anzeigenteil zur Teilnahme aufgefordert. Aäheres in der Anzeige. ** Uraufführung im Gießener Stabt» theater. Georg Kaisers neuestes Schauspiel „Hellseherei" würbe von Jntenbant Dr. P r a s ch zur Uraufführung für das Gießener Stabt- theater erworben. Die Uraufführung wirb noch im Laufe des Oktober zusammen mit ben Lanbes- theatern Stuttgart unb Dlbenburg, sowie bem Düsselborfer Schauspielhaus unb ben Stabttheatern Lübeck unb Würzburg erfolgen. ** Aeuherrichtung der oberen Klinik st r a h e. In den nächsten Tagen läßt das städtische Tiefbauamt eine Aeubefestigung der Bürgersteige in der oberen Klinikstraße zwischen Frankfurter Straße und Gaffkystraße in Angriff nehmen. Es sollen dort auf die Fußsteige Zement- platten aufgebracht und die Daumreihen mit Mosaikpflaster versehen werden. Gleichzeitig soN die Fahrbahn provisorisch eine neue Walzdecke erhalten, auf die im nächsten Jahre eine Kalk- asphalt-Verschleißdecke aufgebracht werden fall. ** Zwei neue Papierkorbmuster hat bas Stabtbauamt jetzt in ber Schulstraße in ber Nähe ber Stabtpost unb beim Stadttheater probeweise anbringen lassen. Die neuen Behälter sollen stabiler fein als bie bisherigen, unb es soll mit ihnen erprobt werben, ob sie bei ihrer größeren Stabilität ben unverbesserlichen Unfugtreibern besser wiber- stehen, als bie anberen Papierkörbe. Ob von biefer neuen, nierenförmigen Papierkorbart weitere Stücke beschafft werben, ist zur Zeit natürlich noch unbe- 1929“ verbunden sein soll. Aeben den besten Einzelgehörnen follcn aus irgendwelchen Gründen bemerkenswerte Abschußsammlungen einzelner Schützen, oder aus cinzelneii Revieren ebenfalls der Auszeichnung durch Medaillen freigegeben werden. Mit der Ausstellung wird ferner wieder eine fachmännische Besprechung verbunden fein. Aeben der Geweihausstellung soll diesmal auch die jagdliche Kunst zu Wort kommen, und zwar durch Ausstellung von Gemälden und Stichen aus dem Besitz von Mitgliedern. Es folgte dann ein eingehender Bericht über die 10. Hegewald- zuchtsuche des Vereins Deutsch-Drahthaar, die mit sehr gutem züchterischem Ergebnis im September bei Dutenhofen abgehalten wurde. Auf Grund günstiger Erfahrungen aus dem Vorjahr wird den Mitgliedern Gelegenheit zur günstigen Verwertung von Decken unb Bälgen vermittelt werden, ebenso wie eine Beratung bei der Wild- verwertuna vorgesehen wurde. Lebhaft begrüßt wurden Anregungen, die auf die Anlage einer Sammlung von Losung. Fährten u. ä. hinzielten. Im Anschluß an die geschäftlichen Verhandlungen wurde die Vortragsreihe „Weidmannssprache" durch einen Vortrag des 1. Vorsitzenden über „Der Hase in der Weidmannssprache" fortgesetzt. ** Die Hegezeit f ü r Rehwild in H« s- .s e n. Der hessische Minister des Innern hat gestern angeordnet, daß die Schußzeit für weibliches Reh- wild für dieses Jahr auf die Zeit vom 16. Oktober bis 30. November festgesetzt ist und bie Hegezeit für männliches Rehwild bereits mit dem 1. Dezember 1929 beginnt. Vertretertag des Deutschen Gtenographenbundes. In G oKlar tagten die Vertreter der Svihen- organifation der deutschen Einheitskurzschrift. Aus allen Teilen Deutschlands, auch aus Oesterreich, dem Saargebiet und aus Danzig waren Vertreter erschienen. Der Bundesvvrfitzende, Reg.-Rat Dr. CB la u e r t (Dresden), erstattete den Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr, die Werbetätigkeit und die stenographische Lage. Der Bund hat im letzten Jahre sich von 1492 Vereinen mit 114128 Mitgliedern auf 2054 Vereine mit 162 435 Mitgliedern entwickelt, also einen Zuwachs von 572 Vereinen und 43 307 Mitgliedern erfahren. Auf Veranlassung des Reichs» ministers des Innern hat sich ein Reichsverband der kurzschriftkundigen Beamten und AngesteUten gebildet. In Polen haben die deutschen Einheitsstenographen sich zu einem Verbände zusammengeschlossen. Der dem Bunde bisher fernstehende Saar-Mosel-Verband hatte sich zur Ausnahme gemeldet Diese drei Verbände wurden in den Bund auf genommen. 2m Anschluß an den Bericht fand folgende Entschließung einstimmige Annahme: „Die in Goslar tagende Vertreterversammlung des Deutschen Stenographenbundes stellt, nachdem die Einheitskurzschrift jetzt fünf Jahre in Gebrauch ist, fest, daß sie die auf sie gesetzten Erwartungen in vollem Umfange erfüllt. Die Einheitskurzschrist hat sich sowohl im amtlichen, wie im privaten Unterricht als leicht erlernbar erwiesen. Jrn Privatgebrauch und zum Aach- schreiben von Äktaten und Reden hat sie sich als ein allen Anforderungen gerecht werdendes System bewährt. Bei den Fertigkeitsprüfungen der deutschen Industrie- und Handelskammern hat sie bereits im letzten Jahre mehr erfolgreiche Prüflinge aufzuweisen als alle älteren Systeme $ufammengenommen, und sie wird schon in mehreren Parlamenten zur Ausnahme der Verhandlungen mit Erfolg verwendet. Die Erlernung der von den Regierungen Deutschlands, Oesterreichs und Danzigs für den Schulunterricht vorgeschriebenen Einheitskurzschrift kann daher nur jedem empfohlen werden.' Ueber die wirtschaftlichen Unternehmungen berichtete der Geschäftsführer Otto S a a k. Das abgelaufene Jahr hat eine gute Entwicklung und dem Bunde einen namhaften Lieberschuh gebracht. Zum Reichsjugendleiter wurde Oberstudiendirektor Pfaff (Darmstadt) emant. Zum Vorsitzenden des Lehrerprüsungsausschusses wurde Prof. Dr. Amsel (Berlin) gewählt. Berliner Börse. Berlin, 11. DFL (WTB. Funkspruch.) Auch heute vormittag bleibt bie Stimmung weiter freundlich, zumal einige günstige Momente oorliegen. Neu- york schloß fest, bie Maklerbarlehen haben bort erstmalig einen Rückaana erfahren, unb nach ben heutigen Zeitungsnachrichten soll bie Zündholzanleihe sehr aussichtsreich fein. Kürse finb noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt hört man London gegen Kabel 4,8665, Lonbon gegen Berlin 20,3990, Lonbon gegen Paris 123,97 unb Kabel gegen Berlin 4,1923 (Zirka). In seiner letzten Sitzung vor einigen Tagen be- 1 handelte der Vorstand des Verschöne- rungsvereins verschiedene Fragen, die für seine künftige Tätigkeit von Wichtigkeit und bestimmender Bedeutung sind. Im Mittelpunkt der Erörterungen stand zunächst die Frage des Verhältnisses z u anderen Körperschaften, deren Interessen sich mit denen des Verschönerungsvereins berühren, wie Verkehrsverein, Vogelsberger Höhenclub. Heimatvereinigung „Schifsenberg" u. a. Einmütig wurde betont und demgemäß auch be- chlossen, daß der Verschönerungsverein zwar ferne Selbständigkeit wahren, aber in enger Füh 1 ung init den betr. Vereinigungen arbeiten soll. Es ist daher in Aus- ' icht genommen, zunächst einmal eine gemeinsame Aussprache mit den in Betracht kommenden Vereinsvorständen herbeizuführen. Vertreter der obengenannten drei Körperschaften, die gleichzeitig auch dem Vorstand des Verschönerungsvereins angehören, betonten auch ihrerseits, bah eine olche Zusammenarbeit auch von ihnen begrubt wird, da nur bei einer engen Fühlungnahme der einzelnen Vereinigungen und nur bei genauer Abgrenzung ihrer Arbeitsgebiete Kompetenzschwierigkeiten vermieden unb ersprießliche Arbeit geleistet werden könne. Don diesem, von gegenseitigem Llnterstühungswillen getragenen Zusammenarbeiten erhofft man segensreiche Wirkungen im Interesse der Gesamtheit. 2m weiteren Verläufe der Derhandlungen wurden noch einige Cinzelsragen erörtert, wie die Art zur Stelle. Die Freude war groß! Er wurde mit seiner Leistung in die Hausgemeinschaft ausgenommen, und jedes versprach, sein zartes Holz und feine breiten Blätter zu schützen. So wuchs er mit den Kindern heran, brachte es zu Blüten und Früchten für — die dritte Generation. Wo ist nur das Gretchen?" ruft die Mutti aus der Küche, „es ist alles so ruhig!" Die Großmutter kommt gerade mit ihrem leeren Wäschekorb aus dem Garten zurück, aber vom Gretchen hat sie nichts mehr gesehen. Da öffnet Mutti ganz leise die Stubentüre, guckt durch den schmalen Spalt und — zieht die Türe wieder geräuschlos bei. Gretchen hat nichts gemerkt; sie ist, wie Mutti lächelnd berichtet, gerade damit beschäftigt, ihre Kastanienkerle „in ’n adde Boorb" zu lesen. R- B- Internationale Kochkunst-Ausstellung in Frankfurt. 2n Frankfurt a. M. findet vom 12. bis 23. Oktober wieder eine Internationale Kochkunst-Ausstellung statt, die — wie man uns schreibt — an Größe und fachlicher Bedeutung ihre Dorgängerinnen weit übertreffen wird. Sie umfaßt eine stehende und eine lebende Kochkunstschau, woran viele erste Häuser des 2n- und Auslandes, sowie Hunderte von Kochkünstlern, darunter eine französische, eine englische, eine Schweizer und eine österreichische Kochmannschast beteiligt sind. Auch die Diätküche ist durch ein großes Krankenhaus und mehrere bekannte Sanatorien in ihren verschiedensten Formen vertreten. 2n der lebenden Kochkunstschau sind eine Preßgas-Großküche und eine elektrische Großküche, sowie verschiedene neue ausländische Herdtypen im Betrieb zu sehen. Lieber 50 Köche kann der Besucher hier bei ihrer vielseitigen Arbeit beobachten. 2n Verbindung mit den Küchen stehen zahlreiche Vorführungen des Kochprozesses. 2n den mit der lebenden Kochkunstschau verbundenen großen Ausstellungs-Restaurants kann der Besucher die modernsten Gerichte der feinen Küche und eine ganze Anzahl deutscher und fremdländischer Aationalgerichte in ihrer Originalzubereitung kosten. Letztere werden von Köchen aus den betreffenden Ländern zubereitet, unter denen sich auch ein 2ndier befindet, der die indischen Reisgerichte herstellt. Die Rezepte sämtlicher in ber lebenden Kochkunstschau hergestellten Speisen kann der Besucher im Katalog mitnehmen. Außerordentlich reich beschickt sind auch die industriellen und kommerziellen Abteilungen, die eine Fläche von fast 10 000 Quadratmeter bedecken. Besonders stark vertreten sind darin elektrische Kücheneinrichlungen, Kühlanlagen und Großkücheneinrichlungen. Es wird auf dieser Ausstellung außerordentlich viel Reues zu sehen geben. (Siehe heutige Anzeige.) Bornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater Gießen: „Die Frau, die jeder sucht", 20 bis 22 Llhr. — Evangelisationsvortrag: „Weltgeschichte — Weltgericht", 20.15 Llhr, Stadtmission, Löberstraße 14. — Deutsche demokratische Partei: Mitgliederversammlung, 20.15 Llhr, im „Aquarium", Walltorstraße. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Wochenendbraut" und „Der Falschspieler von Mesquite". — Astoria-Lichtspiele: „Um Recht und Freiheit der Prärie" und „Dynamit an Bord". — Aus bem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Aufführung des Lustspiels „Die Frau, bie jeber sucht" von Ludwig Hirschfeld beginnt um 20 Uhr. — Am Sonntag, 13. Oktober, findet als Fremdenvorstellung eine Aufführung der Operette „Schwarzwaldmädel" von August Neibhart, Musik von Leon Jessel statt. Erst kürzlich hat sie eine fröhliche Neuaufführung in Berlin, Stuttgart, Altenburg und anderen Städten erlebt. Elf Jahre lang beherrscht jetzt bereits diese Operette ben Bühnenspielplan, und kaum eine andere hat einen solchen Serienerfolg zu verzeichnen gehabt. Die Rolle der Bärbele singt Maritta P r a ch, ein. Sie werden erstaunt sein, wie leicht das Messer schneidet und wie schnell und mühelos Sie sich ohne die geringste Schmerzempfindung und Hautreizung rasieren können. Machen. Sie den Versuch gleich morgen früh, aber nur mit Nivea-Creme; denn nur sie enthält das dem Hautfett verwandte Eucerit, und darauf beruht ihre Wirkung. Angenehmes Rasieren, X Ersparnis an Klingen durch v' t 4 JVs. Reiben Sie immer ein oder zwei Minuten vor dem ► //,'• % Qstfr k \Einseifen ein wenig Nivea-Creme gut in die Haut Nivea Creme dringt in die Haut ein und hinterläßt keinen Glane. Dosen zu RM. O 20, 0.30, 0.60 u. 1~2O, Euhen aus reinem Zinn O.6O und 1.00 Preis: 70 Pfg. den ersten 10 Jahren nur die milde, reine, nach ärztlicher Vorschrift für die zarte Haut der Kleinen besondershergestellte NIVEA KINDERSEIFE Schonend dringt ihr seidenweicher Schaum in die Hautporen ein und macht sie frei für eine gesunde, kräftige Hautatmung. Und wasdas bedeutet, merken wir Erwachsenen an uns selbst Wohlbefinden und Gesundheit hängen von ihr ab.^ W29/30 In Die Weiland und 5 werden, zuni gen Vertret Äegeliing o, damit auch l auscinanderei bleibt. Sie cn Tat; formell i bielem Qfotoi verlalfon, die rung durchs diplvmat Dorausle während Sy hat fallen Ii tive Presse vor Außlani wehr aus Presse übern bcrson auf n auch damit, £ S'bt, die Rufs Entgegenkomn Ser russifo ^ohrhundertw Vonj Dort, in jen< und alte Euro, Men tömi ^esen, war l Ausik, die cu: ®u|it unseres natudid) wie M den Ties Jbw? b-rv D schon sM Sereinic L?ssie und R ??ue der ^nn sprach N"hl des L ober ohne ®t .Don innigem f 7,/Lu fc J*neibeni Ua(c«"ta eine9 &n6*«r SZL W für uns ihre? wa;V\^ d°r £ d-°> 'm ßcJu Mh °ch toafr b°r toQt Jei doch x Und.ff ««»Mfm “*« i Stffi S- triebe unter gefallen find Äückg ang von 43,6 au L Grün' luste Werder durch die liebe Stakst als WPN Dessferung eine allmah was ja von deutschen Di es gW noa unserem oerc mehr als K, Dohnbevolte, Millionen tig, also im Wertes von ein *Rüdgo ergeben, der fammenkgun muh. Die ® und zwar so fonen, findet in der 'Behl Haupt erfreu zahlenmäßig selbstverantv steht. Der darin, daß angewachsen fonen“ mit IOC 000 Wat 100000 bis e erhöht. Und । fonen, deren mehr als ei sind von 23; wir innerhall 130 neue Mil Lack oder braun, echt Boxcalf, 2 Spangenschuhe, Original Good- yearwelt, mit eingearbeiteter Senkfußeinlage Prima Boxcalf, Herren - Halbschuhe, Original Goodyearwelt, mit eingearbeiteter Gelenkstütze, elegant, trotzdem bequem, „Marke Medikus“ Seltersweg 91 Gießen Telephon 2169 W SW Junger Mann aus guier Familie als II. Portier gekuckt. gcaD Beamtenküche eines grüneren Industrie - Umerneh» menS kuckt aorjüglidje WW durchaus ehrlich, die sich auch der Net» nigung der Kontore annimmt. Dauerstel» lung.HilsSkraftvorh. Schrtsil. Angebote mit Lohnansprüchen unter 8418D an den Gtetz. Anz. erbeten. Samstag. 12. Dkl. 29. abends 8'/, Uhr Mrnats- versammlung im [8416D Eifenbahnhotel Um zahlreiches Er- scheinen w. gebeien. Bürgenierelnigung Saöifenhaufen aegr. 1888. Sametag,12. Oktober, abends 8 Uhr, Mikgl.-versarnrnluag im Flscherhof, s^.gl) Wegen Wichtigkeit der Tagesordnung Adblr. Erscheinen er» roünfcbt Der Vorstand Oer Vorstand d438D VOM12.BiS23.OKTOBER Lichtspielhaus«™ Die Mitglieder werden gebeten, das Vereins-Abzeichen anzuheften Grösste und Fachlich bedeutendste gastronomische Ausstellung derWelt mit stehender und lebender Kochkunstschau Stärkste industrielle Beteiligung Hervorragende wissenschaftlicheAbteilung. Eintrittskarten sind unentgeltlich beim Portier zu haben. 8 170 Gesangverein Heiterkeit Samstag, 12. Oktober, abends 8 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten Abendunterhaltung mit Konzert, theatralischen Aufführungen und anschl. Ball. Hierzu laden wir unsere Mitglieder, sowie eingeführte Gäste ergebenst ein. Der Vorstand. 8415D INTERNATIONALE KOCHKUNSTAUSSTELLUNG FRANKFURTS. Hotel Schütz Morgen Samstag Familienabend mitTanz Herren-, Speise- und Schlafzimmer Küchen und Polstermöbel neueste aparte Modelle IO0/. Rabatt auf alle polierten Zimmer Carl SMrath, Kietzen, Asterweg 47 tu 26 A Sonntag, den 13. Oktober, vormittags 11.15 Uhr Frühvorstellung Einmalige Vorführung des hochinteressanten Kulturfilms Das erwachende Aegypten Das große Kulturdokument im Film zeigt des erwachenden ägyptischen Volkes Kraft in Vergangenheit und Gegenwart. — Dieser Film wurde unter Förderung des ägyptischen Landwirtschaftsministeriums.desEgyptState Railways, des Lloyd Triestino hergestellt — Noch nie gesehene Aufnahmen aus dem Lande der Pharaonen! Der Nil, das Leben der Beduinen und bellachen, die Pyramiden, die Tempel, eine Durchquerung der Wüste nach der Oase Kargha, der einzigsten unterirdischen Stadt der Welt, Fliegenplage, Wüstenstürme und vieles andere mehr. Ermäßigte Preise: Erwachsene von Mk.—.50 bis 1.50, 84iic Jugendliche von Mk. —.30 an. Vorverkauf an der Abendkasse und in der Ferber’schen Buchhandlung, Seltersweg. Trauerfeier für Dr. Gustav Gtresemann Montag, 14. Oktober, abends S Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums Oie Mitglieder der Deutschen Dolkspariei und Anhänger Stresemanns werden um ihre Teilnahme gebeien. Dunkler Anzug erwünscht Deutsche Volkspartei Drucksachen aller Art tie Drübl'kcke Universitäts-Druckerei. 8. Longe. Gießen. Sdiulftr. 7 Eintritt frei! Jedermann ist eingeladen. M26D Ortsgruppe Gießen 84U2D Vertreter! la Schlackensand Neueste Reformküche. 8351D Eintritt 20 Pfennig, bei den beiden Abendvorträgen 30 Pfennig. Bahnhofs-Restaurant Fernsprecher 3659 2303D 6942L Ter Vorstand. d43aD gesucht 06513 Gießen. [8405 V gesucht 06519 06525 Vereine 8297D der Vorstand. Hotel Prinz Carl. pro Psd. 8400D 8429V geschähe. 8434D suchen. flIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIID Braun und schwarz, la Boxcalf, 2 Spangenschuhe mit eingearbeiteter Gelenkstütze, hervorragende Paßform Haselnuß, echt Chevreaux,Spangenschuhe mit braunem Zierbesatz, eingewalkte Gelenkstütze, Trotteurabsatz, „ein orthopädischer Luxusschuh“ O- PöttcrS. Düsseldorf 109. Generalagenten! Inspektoren! Wer SeulfAl Bund für AMA EMnng in Wie nnö Ws Mle-MkMleiii dow Boten Kreuz Zweigverein Gießen Sorgfältig znsammengest. Weinkarte Preiswerte Einzel-Platten Gepflegte Biere findet gleichartige Stellung bei alter rheinischer, vollkommen selbständiger Gesellschaft, die sämtliche Versicherungsarten betreibt und z.Z. mit der Neugliederung ihrer Organisation befaßt ist. Bew., die streng vertraulich behandelt werden, erbeten unter Df. 816 an Ala- Haasenstein & Vogler, Düsseldorf, Hansahans 8413V wechseln will beste Qualität zu billigem Preis C.Rübsamen,Gießen Obfiausfiellung! Ain 13. Oktober veranstaltet der Cbit= bauvcre n Bellersheim unter Mitwirkung des Landwirtschastskammer-Ausschusses u. des Kreisobstbauvereins Gtetzen eine lokale Obstausstellung mit Preiövcrteilung im Saale der Frau Gastwirtin Angermüller. Beste Gelegenheit zur Deckung des Winter- bedaris an gutem Takel- u.Wlrtfchaflsobst, direkt vom Erzeuger, o:>ne Zwischenhandel. Erölmnngvormittags lll,2Uhr. Eintritt 30Pf. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Für die langenWinterabende empfehlen wir unsere Die Aausivarrenabtettuns des -Katb.deutschenSvauenbundsGietze» mit Unterstützung der Gießener Elektro-Installationsfirmen und einer Anzahl namhafter Firmen verschiedener Branchen veranstaltet Sonntag, den 13., und Montag, den 14. Oktober 1929, im Saale des Kath. Dereinshauses, Liebig, straße, eine Ausstellung mit Borträgen und Vorführungen. - Leitmotiv: Die Hausfrau vor 50 Jahren und die Hausfrau heute Vorträge über Rohkost, elektrische Apparate, Baumans Obstentsafter, dazu praktische Vorführungen, auch der Oioshandarbeit. 5-llhr-Tee. Abends 8 Ehr ein Spiel vor 50 Fahren und Vortrag mit Kochvorführungen und Kostproben. Eröffnung: Sonntag, nachmittags 2 Uhr; Montag, vormittags 10 Uhr. Annoncen-Expedition Germer & Wagner Neuenweg Nr. 50 / Fernsprecher Nr. 2559 5omengro6hanOiung sucht allerorts Vertreter zum Einsammeln von Samenbestel» Lungen. Hohe Pro» Vision. Schriftliche Angeb. unter i8401D an den Gtetz. Anz. 500.— Mk. monatlich verdienen nachw. meine Reisenden für Stadt und Land. Einsiellg. kann sofort eriolgen. Willibald PötterS Bestecke u. Schilder- fobrif, Barmen. Gear. 1894. 18404V Moderne LeihbiblioiM Günstige Bedingungen / Niedr. Gebühren Bttitettr für den Verkauf von I« Bohnenkaffee an Private gesucht. Verdienst ca. 1 Mk. [Vermietungen | 1 Zimmer ntöbL evtl, unmäbl., an Dauerm^ ferner eine Autoballe für ein Last - Auto und ein Raum für ein Personen ° Auio au vermieten 8427D Weftanlage 49 I. | Mietgesuche | Gut möbliertes Zimmer von ält. Herrn für 15. Oktober gesucht. Angeb. mit Preisangabe ukw. unter A. Z. 293 postlagernd tiMI. Zimmer gut heizbar, m. el. V., für 1. Nov. gefacht. Nähe Universität. Sckriftl. Angeb. unt. 84141) a.d.Gietz. Anz. [Stellenangebote) Tüchtiges Zimmermädchen gegen hohen Vo6n Soziale WM der Aufgeber v. Sterten« angeboten Ist ti, die ein« gegangen ^8 ewerbungs« unterlagen (Zeugnisse, ZeugniSabfchnft., Lichtbilder u.dgl.) fchnertsten« *urüep. E. Friedrichs, Breincn.Wäbiuann« strotze 25. 184'28V I Samstag, den 12. Oktober 4929, abends 8 5lhr spricht im großen Hörsaal der llniversität Am e. Elm ans Mettri in smiesroig-ßolfieln über das Thema: Welm In m Mille als SW gegen liraorolMi Monals-Versanimlung SamStaa, 12. Okt. 8b,. Ubr. [0652L Der Vorstand. Beit- und Fahrklnb Gießen n. Umgeb. E.V. $$Ä13agi> wird am Samstag, dem 12. Oktober, geritten. Treffpunkt: 14.30 Uhr Heyligen- staedts Maschinen« iabrtk.Halali: Waldrand südöstlich der Bergschenfe. (8433D Der Vorstand. Ullllllllllllllllllllllllllllllllü Gießener Turnerschaft Wir bitten untere Mitglieder, b.Knnst- tnrnen am Sonntag in der Volfshalle recht zahlreich zu be« Orthopädische Kinderschuhe Orthopädische Luxusschuhe Senkfuß- Einlagen Magner SPred,erNr.2559 ker wechseln will •«aas un,rDf-8iÄ' Beldorf, Hansahäu. —■ Ml'JV Mütät zu billigem Preis samen,Gießen erasprecber M 2303D »le dt ettflm. I.bitdi» trtung* NPfo I JleihigeS, zuverläff. Wn iin baiblagk für 15. Olt. ober L Noo. geiuchl 0613 Welckttftr. U I. Stellengesuche Vereine Junges Mävchcn 21 I. all, such! in ®leben, Cefl ober Umq. »um 1.11. ob. spät. Stellung als Hausmädchen i. rul). ünuSlj- im Itebit. b. ölt. ßha. E. Friedrichs. Stellung» btnfta nun Ihn pll dr> oiffltfm tftBdft jinbeul taitfta. M ltv WM Imaeisthill kauf von llkance :a”tt WOV unter Siedl-' „en W i o-Jt- leli-tei* Samstag, 12. Cft 8>,Udr. W 2cr Aoriiand. BeiTiüip5S? Gießen a. Umgeb.*-*- DiedleS-1 jährige wi'd »Ä gtfSS ronö *uöf“ Lerg'chenke. ® xer^ortland. Qöiung ortS I tter mmeln nbeitel* >tie Pro- briiilltbe er MO b. Anz. _ Ulf. mo- letbienen meine '„»en abt unb finiiellg. iriolgen. Bölter» ’djilber* rmcn. I&4MV .tBtcmen.Äwaun; -SI inane 25. i e lief rieb gut ffedaris- icf.fletcb. "V & itW !avn As tlte als fr Me seren N' nierned' Illlük Ad* isoK rautt,lfL Wir bitten £ M'tn'iedel'^izg L-olkShalle aÄw*65 Icnats- wrfofS» ZK aegr-Lter, SiO,li9J 8 b-. SS Nr. 239 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen)Zreitag, 11. Gttober 1929 Oie Verteilung der Vermögen in Deutschland. Aach dem soeben amtlich veröffentlichten Ergebnis der letzten Vermögenssteuer-Veranlagung hat das Rohvermögen in Deutschland sich um rund vier Milliarden auf 1 1 2,2 M i l l i a r- den erhöht. Drei Dermögensgruppen von insgesamt 4 Milliarden weisen allerdings einen Rückgang auf. Eo ist das landwirtschaftlich genutzte Vermögen von 26 auf 24,6 Milliarden gesunken, und zwar hauptsächlich, weil wegen der angewachsenen Schuldenlast viele kleinere Betriebe unter die Steuer-Freigrenze von 5000 Mk. gefallen sind. Auf ähnliche Gründe dürfen der Rückgang des Betriebsvermögens von 43,6 auf 46,1 Milliarden zurückgehen. Auch das Grundvermögen wird mit 25,3 gegen 26,5 Milliarden geringer angegeben. Diese Verluste werden aber ganz erheblich wett gemacht durch die Erhöhung des Kapitalvermögens von 9,5 auf 16,2 Milliarden. Die amtliche Statistik sieht in dieser Zunahme um mehr als 70"Prozent eine Auswirkung der allgemeinen Dessserung der wirtschaftlichen Lage, die wieder eine allmähliche Kapitalansammlung ermöglichte, was ja von allen maßgebenden Wirtschaftlern als erste Vorbedingung für die Wiedergesundung der deutschen Volkswirtschaft bezeichnet wird. Aber es gibt noch noch sehr viele Kapitalisten in unserem verarmten Deutschland. Dann von der mehr als 62,4 Millionen umfassenden deutschen Wohnbevölkerung waren überhaupt nur 2,4 Millionen vermögens st euerpflich- t i g, also im Besitze eines irgendwie gearteten Wertes von über 5000 Mark. Es hat sich sogar ein Rückgang der Vermögenssteuerpflichtigen ergeben, der aber wohl namentlich auf die Zusammenlegungen von Betrieben gebucht werden must. Die Masse der Vermögenssteuerpflichtigen, und zwar sowohl natürliche wie juristische Personen, findet sich mit mehr als zwei Millionen in der Desihsklasse bis 30 000 Mark, wie überhaupt erfreulicherweise der anonyme Besitz zahlenmäßig noch sehr beträchtlich hinter dem lelbstverantwortlicher Persönlichkeiten zurücksteht. Der Erfolg dieser Tatsache zeigt sich darin, dast namentlich die größeren Vermögen angewachscn sind. So sind die „natürlichen Personen" mit einem Vermögen von 30 000 bis 100 000 Mark und die mit einem solchen von 100 000 bis eine Million jeweils um rund 2000 erhöht. Unb auch die Millionäre, also Personen, deren Vermögensbesitz einen Wert von mehr als einer Million Mark repräsentiert, sind von 2335 auf 2465 angewachsen, so dast wir innerhalb von zwei Jahren in Deutschland 130 neue Millionäre fest stellen können. Bär und Walfisch. Die diplomatischen Beziehungen zwischen England und Rustland sollen wieder ausgenommen werden, zunächst nur in der Form der gegenseitigen Vertretung durch Botschafter, während die Regelung aller sachlichen Streitpunkte — und damit auch die Möglichkeit einer neuen Wiederauseinandereinigung — der Zukunft Vorbehalten bleibt. Die englischen Konservativen schreien Verrat', formell mit Recht. Denn Henderson hat in diesem Abkommen seinen früheren Standpunkt verlassen, die Russen haben sich mit ihrer Forderung durchgesetzt, dast die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen die Voraussetzung für alles Weitere sei, während Henderson seine gegenteilige Meinung hat fallen lassen. Wenn aber jetzt die konservative Presse in London von einer „Kapitulation vor Rußland" spricht, dann ist dieser Sah wohl mehr aus dem Sprachgebrauch der deutschen Presse übernommen. Sachlich jedenfalls hat Henderson auf nichts verzichtet, er rechnet vielleicht auch damit, daß, wenn er in der Form nachgibt, die Russen späterhin tatsächlich zu größerem Entgegenkommen bereit sein werden. Der russisch-englische Gegensatz, der um die Jahrhundertwende noch die europäische Politik Musik. Von Hugo von Hofmannsthal. Dort, in jenen Grenzmarken, wo sich das neue und alte Europa berühren, an diesem Grenzstrich zwischen römischem, deutschem und slawischem Wesen, war die Musik entstanden, die deutsche Musik, die europäische Musik, die wahre, ewige Musik unseres Zeitalters, die volle Erfüllung, natürlich wie di« Ratur, unschuldig wie sie. Aus den Tiefen des menschlichsten der deutschen Stämme hervorgestiegen, trat sie vor Europa hin, schön faßlich wie eine Antike, aber eine christliche, gereinigte Antike; unschuldiger als die erste. Aus den Tiefen des Volkes war das Tiefste und Reinste tönend geworden; es waren Töne der Freude, ein heiliger, beflügelter, leichter Sinn sprach aus ihnen, kein Leichtsinn, seliges Gefühl des Lebens; die Abgründe sind geahnt, aber ohne Grauen, das Dunkel noch durchstrahlt von innigem Licht, dazwischen die Wehmut wohl — denn Wehmut kennt das Volk —, aber kaum der schneidende Schmerz, niemals der Einsamkeit starrendes Bewußtsein. Richt länger in diesen Zeiten blieben die Rationen eine Einheit in sich, wie wir uns die Alten denken oder die großen Völker des Orients, wie ein einziger metallener Stab das ganze Volk, einen vollen Ton gebend unterm Hammerschlag des Schicksals; am wenigsten sie, die zerklüftete von Anbeginn, die deutsche. Myriaden Seelen lösen sich von der innigen Gemeinschaft und bleiben, Gelöste, ihr doch schwebend verbunden: unantiken Gepräges, die neueren Menschen, Vorväter uns und Brüder zugleich, denn wir sind für dieses Geschlecht wiederum, was sie für ihres waren: die Geistigen; nicht die Blüte der Ration, wer wagte das zu sagen ohne Scham? — auch nicht das Herz, aber doch wohl ihr Flügel, mit dem sie sich wagt über den Abgrund der Sonne entgegen. Richts war würdig an ihnen, zu bestehen, wofern sie sich abtrenntcn im Letzten von der Wesensart des Volkes, und doch war Vereinzelung ihnen auferlegt. Furchtbar war und ist ihr Geschick, an ihnen aber hängt doch das Geschick der Ration und sie sind die Erbvollstrecker der Jahrhunderte. Hin- und hergeworfen zwischen großem Stolz und Schwachmut, zuzeiten dünken sie sich Göttersöhne — Schöpfer; das ungeheure, fast lästerliche Wort dünkt ihnen nicht zu groß, die Fülle zu malen, beherrschte, hat ja viel von seiner aktuellen Bedeutung verloren. Damals haben die klügsten Leute in Deutschland eine Verständigung zwischen dem russischen Bär und dem englischen Walfisch für ausgeschlossen erklärt, weil beide Länder mit ihrer ausgesprochen imperialistischen Politik im näheren und ferneren Asien unmittelbar auf» einanderstiehen. Bis sie sich dann beide doch zur Riederkämpfung Deutschlands vertrugen. Durch die Revolution schied Rußland zunächst als Gegner Englands aus, der Bolschewismus hat aber, was er machtpolitisch nicht mehr erreichen konnte, p r o p a g a n d i st i s ch zu erreichen versucht. Er war durch diese neue Form des Kampfes für die Engländer in China, in Indien, in Persien wie in Arabien ein schar- fer Gegner geworden. Deshalb glaubten die Engländer besser damit zu fahren, sich mit den Russen zu vertragen, bis der Sinowjeff- Brief die Arbeiterregierung stürzte und den Konservativen den Anlaß zum Bruch gab. Sie haben sich aber doch dabei verrechnet, sie sind aus dem russischen Geschäft herausgedrängt. Der englische Handel wünscht sehnlich, daß er aus Rußland nicht ganz ausgeschaltet wird, während die russische Politik in der Anerkennung durch England den Sprung nach Washington sieht und wohl auch englische Kredite erhofft. Die Engländer wieder wollen sich politisch in Rußland eine Rückendeckung für die kommenden Flottenverhandlungen sichern. Politik und Geschäft greifen also bei beiden Kontrahenten stark in einander über und haben es geraten erscheinen lassen, nun einmal eine gütige Einigung zu versuchen. Vielleicht gelingt es, denn die Russen haben mit ihrem Petroleum eine Waffe in der Hand, die England fürchtet. Das Schreckgespenst der deuischen Wirischastshegemonie. Was Lord Isothermere auf einer Oeutfchlandreise sah. — Gefährliche Folgerungen. In drei ausführlichen Aufsätzen hat der bekannte englische Zeitungsherr Lord Rothermere in seinem Hauptblatt, der „Daily Mail", soeben die Eindrücke wiedergegeben, die er auf Grund einer 1 41 ä g i g e n Autofahrt durch Deutschland von dessen Verhältnissen empfan- ■gen hat. Eine 14tägige Schnellfahrt ist selbstverständlich eine viel zu kurze Zeit, als dast man erwarten könnte, daß ein mit den Verhältnissen ganz unoertrauter Ausländer sich in dieser Zeit ein einigermaßen richtiges Bild machen kann. Ader Lord Rothermere ist nicht der erste beste, sondern seine Zeitungen haben seit 15 Jahren diejenigen englischen Bevölkerungskreise mit Nachrichten und geistiger Nahrung gespeist, denen schärfste Deutschfeindlichkeit der Anfang und das Ende aller Dinge war. Wenn derselbe Lord Rothermere jetzt in der „Daily Mail" Ansichten äußert, die zum Teil doch wesentlich anders lauten als bisher, so verdient diese Darstellung — trotz der vielfachen Unrichtigkeiten der Schilderung — doch immerhin erhebliche Beachtung. Im ersten Aufsatz, der am 7. Oktober erschien, stellt der Verfasser fest, daß Deutschland tatsächlich Frieden wünsche, einfach aus dem Grunde, weil es durch den Krieg seine, nach des Verfassers Ansicht natürlich imperialistischen, Ziele nicht erreicht habe. Die deutsche Industrie mache ungeheure Fortschritte und suche sogar die Zusammenarbeit mit dem alten Feinde Frankreich. Im Ausbau seiner wirtschaftlichen Macht suche Deutschland eine neue Art der Weltherrschaft zu erreichen, und es sei im Grunde sehr zufrieden damit, daß die Verbündeten ihm die Waffenrüstung abgenommen hätten. Wenn man den Deutschen heute die allgemeine Wehrpflicht wieder erlauben würde, würden sie sie vermutlich glatt ablehnen. Der Verfasser mahnt seine Landsleute, vor diesem neuen wirtschaftlichen Deutschland noch mehr auf der Hut zu sein als vor dem einstigen militärischen, und für die britische Ausfuhrindustrie beginne jetzt € r ft der wirkliche Kampf mit diesem gefährlichen Gegner. Der zweite Aufsatz, am 8. Oktober, war besonders bemerkenswert durch die schon gemeldete Forderung Rothermeres, England möge den Deutschen d i e Mandate über Togo und Kamerun zurück g e b e n. Allerdings begründet der Lord seinen menschenfreundlichen Vorschlag damit, daß England an diesen Kolonialfetzen bisher keine Freude erlebt habe, sondern dabei nur Geld zusetze. Im dritten und letzten Deutschland-Artikel Lord Rothermeres heißt es, in Deutschland seien wenig Anzeichen für individuellen Reichtum zu finden, aber auch sehr wenig für tatsächliche Armut. Die einzige Bevölkeningsgruppe ohne genügend Geld zur Befriedigung ihrer wirklichen Bedürfnisse sei die berufsmäßige Mittelklasse. Das gesamte deutsche Volk arbeite mit der ihm eignen planmäßigen Tatkraft für ein großes Ziel, die völlige Wiederherstellung der Wohlfahrt des Landes, die, wie man in Deutschland hoffe, zur industriellen Vorherrschaft in Europa führen werde. Nicht für materiellen Gewinn allein werde gearbeitet, sondern um das Land als wirtschaftliche Macht wieder groß zu machen. Lord Rothermere beschreibt dann sehr ausführlich die seiner Meinung nach großen Fortschritte der deutschen Industrie sowie den hohen Stand der Gesundheitspflege, Kinderfürsorge usw. Es heißt dann: „Die unangreifbare Tatsache des fortschreitenden deutschen Wohlstandes macht es nur allzu wahrscheinlich, daß die Geschichtsforscher nach 50 Jahren feststellen werden, daß dieSiegerim Waffe n- kampf die Besiegten im Kampf um die Mär 11 e waren, daß wir durch die Entwaffnung Deutschlands von dessen Rücken eine Last nahmen, die wir selbst behielten, und dast, während wir unsere Stärke in unlohnenden Mandaten in Asien und Afrika und mit der Erhaltung einer weit kostspieligeren Waffenrüstung als vor dem Kriege zersplit- terten, die Deutschen in der Lage waren, die m ä ch- t i g ft e i n b u ft riefle und wirtschaftliche Ma ch t Europas aufzubauen. Die Artikelreihe schließt mit einer eindringlichen Mahnung an England, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die englische Wirtschaft dem deutschen Wettbewerb gegenüber zu stärken, wozu auch die Regierung mit allen Mitteln beitragen müsse, sonst könne es dazu kommen, daß die Engländer bei diesem Kampfe kei- nen „Platz an der Sonne" mehr finden durften. Diese Schlußfolgerungen sind schon deswegen außerordentlich bemerkenswert, weil der konservative Pressemaanat heute bereits mit aller Deutlichkeit die Gefahr der Wirtschaftsrivalität zwischen Deutschland und England herausarbeitet. Was heute in einer von dieser Seite überraschenden Ruhe und fast freundlicher Art fest- gestellt, kann morgen das Material z u einer neuen Hetze bilden. Das Bild, das Lord Rothermere von Deutschland auswirft, mag im ganzen schmeichelhaft sein. Es hat aber zweifellos starke Nachteile, wenn nach den zahlreichen übertriebenen Feststellungen über die wirtschaftliche Erholung Deutschlands, die in England seit einigen Jahren an der Tagesordnung sind, nun auch in einem so ausgedehnten publizistischen Rahmen die deutsche Wirtschaftsgefahr an die Wand gemalt wird. Daten für Samstag, 12. Oktober. 322 v. Ehr.: der griechische Redner Demosthenes auf Äalauria gestorben; — 1492: Kolumbus entdeckt Amerika; er land t auf Guanahani (Westindien); — die sie in sich tragen; bann aber stürzen sie toieber bahin wie Ikarus. Das Stumme, Ungesellige ber Ration, in ihnen warb unb wirb es zur glühenben Qual. Sie verzehrten sich im Gefühl ber unmittelbaren Fülle. Mitten unter ben Menschen waren sie einsam wie bie Eremiten. Ihrem Drang zu genügen, kam Werther, ber maßlos ßiebenbe, Fault, ber maßlos Begehrende: für sie warf Schiller Gestalt auf Gestalt in bie Welt, bie bem Gesetz ber Welt bas Gesetz bes eigenen einzelnen Herzens entgegenfteilte, unb heiß in kühnen Reben hochsinnig Gestalt bie Gestalt überbieten; für sie horchte Herber, begabt mit maßloser Gewalt bes Ohres, in bie Jahrhunderte unb in bie Völker. Aber ihrem Drang war ber Werther unzulänglich, ber Faust gab ihnen nicht bas Letzte; über Herders Ohr ging ihre Begierbe hinaus, bas Unhörbare zu erhorchen, unb Schillers Gestalten waren bie Berebsamkeit ihrer Träume, nicht ber Rerv ihrer Taten. Denn biefer Berebsamkeit letztes Ziel war Politik, unb banach ftanb ihnen nicht im Tiefsten ber Sinn, dazu waren sie zu unreif unb zu überreif immer toieber. Sie ringen um bas lebenbige Wort unb um bie lebenbige Tat, sehnen sich nach bem Unerreichlichen: baß bas Wort unb bie Tat eines sei. Mozarts Klänge waren ihren brangvollen Herzen zu erhaben in ihrer Harmonie, unb zu irbisch sriebvoll. Sie wollten ben Rebner, ber ihr Zerklüftetes in eins brächte unb bas Ueber- maß ber Empfindungen reinigte unb heiligte; ben Priester, ber ihr Herz hinauftrüge vor Gott wie ein verdecktes Opfergefäß; den Wortführer — aber wie sage ich es? sie wollten ben Priester ohne Tempel, ben Wortführer gewaltig wie Moses unb boch beschwerten, behinberten Mun- bes; sie wollten ben Rebner, bas Unsägliche zu sagen. Ihre ganze Inbrunst ging auf bas, was unerfüllbar schien. Da rief ber Genius ber Ration noch einen: da trat Beethoven hervor. Er trat herein in Haydns unb Mozarts Welt, wie Abam hereintrat zwischen bie vier Ströme des Parabieses. Er glich ben Engeln unb war nicht ihresgleichen, frommen, aber störrischen Gesichts; er war ber erste Mensch. Sein Verhältnis zur Musik war nicht mehr unschulbig, es war wissend. Das singende, gleichsam mit Menschen- ftimme sprechende Orchester unter seinen Händen fang nicht mehr reinen Wohllaut, verklärte Harmonie ber Schöpfung: es fang eigensinnig des einzelnen Menschen Lust und Weh. Jeder Musiksatz war ein Thron der Leidenschaft. Ihm war Brust unb Stimme gegeben, bas Heilige aus seinen geheimen Wohnsitzen zu rufen, unb er rief es zu sich, bem Einsamen, mit ihm zu ringen unb mit ihm zu spielen. Einsam führte er ein tönenbes Gespräch mit bem eigenen Herzen, mit ber Geliebten, mit Gott, ein stockenbes Gespräch, oft ein erhaben-verwirrtes. Aus unzerbrochenem, im Aufruhr noch frommem Gemüt ward er der Schöpfer einer Sprache über der Sprache. In dieser Sprache ist er ganz: mehr als Klang und Ton, mehr auch als Symphonie, mehr als Hymnus, mehr als Gebet: es ist ein nicht Auszusagendes: eines Menschen Gebärde ist darin, der dasteht vor Gott. Hier war ein Wort, aber nicht das entweihte der Sprache, hier war das lebendige Wort und die lebendige Tat, unb sie waren eins. Sein Werk ist nicht volkstümlich unb wollte es nicht sein. Aber es ist barin bas, was vom Volk emporsteigt in bie einzelnen unb bort aufs neue Wesen wirb, so wie bas ganze Volk ein Wesen ist, barum kann sich zwar bas Volk in seinen Werken nicht erkennen, aber bie einzelnen, bie vom Volk abgelöft sinb unb zu ihm gehören, können ihr unb ihres Volkes Wesen in ihm erkennen. Dem Mann aus bem Volk gleichen!), hatte er eine unzerbrochene, unzerklüftete Seele, Aber er hatte, was bas Volk als ganzes nicht kennt unb was bie vielen nicht kennen, bie bas Wort meist trüglich im Munde führen! geistige Leibenschaft, unb aus ihr machte er ben Sih der Musik. Für ewig hat das Volk der Deutschen, das späteste in Europa, das neugeborene aus dem Grab eines dunkeln Iahrhunderts, seine Stimme gewonnen, und ihr Wohllaut fließe ewig durch die aufeinanderfolgenden Geschlechter hin und sei gesegnet und das Volk erkenne in ihm den innersten Klang seiner frommen und freudigen Seele. Gießener Ferienkurse. Die Reihe der im Programm ber Gießener Ferienkurse vorgesehenen künstlerischen Abendveranstaltungen beschloß gestern im Großen Hörsaal der Universität Fräulein Lieselotte Fuhrmann vom Stadtheater mit einer Vorlesung „M e i st e r deutscher Pros a". Die mit Geschmack unb literarischem Verstänbnis zusammengestellte Vortragsfolge brachte 1855: der Dirigent Arthur Nikisch in Szent-Miklos geboren; — 1896: der Komponist Anton Bruckner in Wien gestorben; — 1924: das Zeppelin-Lustschiff L. Z. 126 verläßt Friedrichshafen zur Fahrt nach Amerika. Obersorsimeister i. R. Augst t. Wiederum ist eine schmerzliche Lücke in ben Reihen ber hessischen Forstbeamten entstauben. Vor einigen Tagen ist Oberforstmeister i. R. Gubtoiq Augst zu Friebberg an ben Folgen einer an fich ungefährlichen Operation im Katholischen Schwesternhaus zu Gießen im Alter von 67 Iahren verstorben. Kaum zwei Iahre hat er ben durch das Altersgrenzengeseh am 1. Dezember 1927 herbeigeführten Ruhestand erlebt, der ihn — noch vollkommen rüstig an Körper und Geist — aus der über alles geliebten amtlichen Tätigkeit gerissen hatte. Ludwig Augst war geboren am 14. August 1862 zu Assenheim als Sohn des dortigen Kammerrats Augst. Er besuchte das Gymnasium zu Darmstadt, nach bestandener Reifeprüfung im Herbst 188a die Universitäten Gießen und München zum Studium der Forstwissenschaft. Rach in Gießen bestandenem Schluhexamen im Frühjahr 1884 unb nachfolgendem Vorbereitungsdienst für den höheren Forstdienst, sowie nach bestandenem Staatsexamen im Mai 1886 wurde der junge Forstakzessist, außer in zwei Standesherrschaften. in elf verschiedenen Oberförstereien beschäftigt unb am 1. Iuli 1892 mit 30 Iahren als Oberförster ber Oberförsterei Altenstadt mit bem Sitz in Heldenbergen angestellt. Rachdem ber Sitz der Obcrforfterei im Frühjahr 1902 von Helbenbergen nach Friebberg verlegt unb Lubwig Augst im Iahre 1914 infolge Reuorganisation von mehreren Oberförstereien, bei ber ber größte Teil seines Dienstbezir'es der Oberförsterei Friedberg zugeschlagen wurde, zum Amtsvorstand der letzteren ernannt worden war, hat er hier, wie in seinem ersten Amtssitz eine ungemein segens- und erfolgreiche amtliche und außeramtliche Tätigkeit entwickelt. Im Iahre 1922 erhielt er die Amtsbezeichnung „ Forstrat". Seinem schönen Amte mit glühender Begeisterung anhängend, durch äußere Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue und besondere Begabung ausgezeichnet, seinen Untergebenen ein wohlwollender, an ihren Sorgen teilnehmender Vorgesetzter hat er in 36jähriger vorbildlicher dienstlicher Tätigkeit die »hm anvertrauten Waldungen in erfolgreichster Weise betreut. Den umfangreichen staatlichen Güterbesitz hat er durch den Ankauf ber Gräflich Altleiningen-Westerburgschen Standes- herrschaft Ilbenstabt zu Siedlungszwecken vermehrt unb außerbem auch bie arbeitsreiche Stellung eines Landamtmannes für ben Kreis Friebberg übernommen. Da hierburch ber Kreis seiner bienstlichen Aufgaben eine erhebliche Erweiterung erfuhr, erfolgte im Iahre 1924 seine Ernennung zum Oberforstmeister. Oberforstmeister A u g st war burch seine amtliche Tätigkeit in der ganzen Wetterau bekannt unb in allen Bevölkerungskreisen hochgeschätzt. Sein freunbliches, zuvorkommenbes Wesen, bas neben bem pflichttreuen Beamten auch ben wohl- wollenden, hilfsbereiten Menschen immer hervortreten ließ, Hot ihm hierbei zahlreiche Freunde erworben. Sein vorbildliches Wirken wurde von seinen vorgesetzten Behörden gewürdigt unb anerkannt, u. a. burch Verleihung bes Ritterkreuzes 1. Kl. Philipps bes Großmütigen am 25. Rov. 1910. Reben seiner amtlichen Tätigkeit unb seinem unermüblichen Wirken hinsichtlich ber Förderung ber Forstwirtschaft in Praxis unb Wissenschaft hat Ludwig Augst als langjähriges Vorstandsmitglied des Hessischen Oberförsterverbandes eifrig unb erfolgreich mitgearbeitet an allen Bestrebungen zur Hebung unb Förderung des Beamtenstandes, dem er als treues, kameradschaftliches Mitglied angehörte. Außer seinem reichen und anstrengenden amtlichen und beruflichen Wirken ist er jedoch auch seinen Pflichten als Staats- und Mitbürger in vollem Maße gerecht geworden. Er war langjähriges und tätiges Mitglied der frü- im ersten Teil Proben von Lessing, Kleist unb Gottfried Keller; von Lessing hörte man einige Tierfabeln („Der Rangstreit der Tiere", „Die Geschichte des alten Wolfes", „Der Schäfer unb die Nachtigall"), von Kleist aus den Erzählungen „Das Erdbeben von Chili", von Keller den bitteren Ausklang der schönen Novell? „Romeo und Julia auf dem Dorfe". Der zweite Teil des Abends war einigen Meistern der neueren und neuesten Literatur Vorbehalten: hier vernahm man zunächst eine kurze Probe aus Nietzsches „Zarathustra", dann den „Narren" aus den Kriegsnovellen Liliencrons, eine kurze Probe aus dem Vagabundenbrevier von Waldemar Bonseis, den Schluß der Novelle „Karl und Anna" von Leonhard Frank, und zuletzt aus Hermann Hesses „Wanderungen" das ernste Kapitel „Bäume". Die Vortragende las mit einem sympathischen, bühnenmäßig geschulten Organ, doch im übrigen mit einer erfreulichen Zurückhaltung und sachlichen Hingegebenheit, wie man sie bei Schauspielern im Dor- tragssaale nicht immer findet. Die stärksten und besten Eindrücke des Vortrages hinterließen die gut gegliederte und wirksam gesteigerte Erzählung Liliencrons und die Novelle von Frank; es war zu erwarten, daß diese letztere Probe der Vortragenden, die seinerzeit bei der Uraufführung des Schauspiels „Karl und Anna" die weibliche Hauptrolle gespielt hat, besonders liegen würde. Die Zuhörerschaft dankte mit lebhaftem Beifall. Hochschulnachrichien. Professor D. Karl Barth in Münster hat ben an ihn ergangenen Ruf auf ben Lehrstuhl ber systematischen Theologie unb Dogmengeschichte in ber evangelisch-theologischen Fakultät ber Universität Bonn als Rachfolger bes Geh. Konsistorialrats O. Ritschel, zum 1. April 1930 angenommen. — Professor Dr. jur. et rer. pol. Emil fieberet in Heidelberg hat ben Ruf auf ben Lehrstuhl ber Soziologie in Frankfurt a. M. als Rachfolger von Professor F. Oppenheimer, abgelehnt. — Der Bibliotheksrat Dr. jur. ct phil. Erich Auerbach.an der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin ist in gleicher Eigenschaft an bie Universitätsbibliothek in Marburg verseht worben. — Der Bibliotheksrat Dr. Max Zobel v. Zabeltitz an der Universitätsbibliothek in Marburg wurde in gleicher Eigenschaft an die Universitätsbibliothek in Berlin verseht. Neue Bücher. Heren Nationalliberalen und jetzigen Deutschen Volkspartei. Hierbei ging ihm dos Wohl des Vaterlandes über alles: dessen tiefer Sturz nach dem verlorenen Kriege griff tief in sein Leben ein: sein ganzes Denken und Fühlen galt der Mitarbeit an dem Wiederaufbau des heißgeliebten Vaterlandes. Als Mitbürger war Ludwig Augst in allen Kreisen der ihm zur zweiten Heimat gewordenen Stadt Friedberg allgemein beliebt und geachtet. Vielen Vereinigungen lieh er seine Llnterstützung und Arbeitskraft, und nach Liebertritt in den Ruhestand wirkte sich diese Tätigkeit besonders aus. Unter seinem Vorsitz blühte u. a. die Ortsgruppe des Roten Kreuzes dank seiner ungebrochenen Arbeitskraft zu segensreichem Wirken wieder auf. Rheinhessen. Aus Rhein Hessen, 8. Okt. Die Lese der frühen Portugiesertrauben ist allgemein mit der abgelaufenen Woche beendet worden. Es zeigte sich, das; die Reben unter dem strengen Frost des Winters kaum gelitten haben. Der Ertrag war reichlich und von außergewöhnlicher Güte. Es wurden Mostgewichte von 75 bis 85 Grad festgestellt. In ausgesprochen guten Lagen überstiegen sie 90 Grad. Trotz des günstigen Ernteergebnisses ist die Stimmung der Winzer sehr gedrückt, weil der Geschäftsgang sehr flau ist. Es wurden nur 13 und 14 Mark für den Zentner Trauben bezahlt, was etwa dem Vorkriegspreis entspricht. Most kostet pro Stück (1200 Liter) 425 bis 450/Äkark. Die Nachfrage ist gering. Die Lese der späten weißen Trauben hat noch nicht begonnen. Ihr Beginn ist von der Witterung abhängig. Sollten sich noch sonnige Tage einstellen, so düufte sie sich noch um 14 Tage verzögern. Der neue Jahrgang darf in seiner Güt« dem 1921er gleichgestellt werden. Der Säuregehalt ist außerordentlich gering, was für den Ausbau und die Haltbarkeit des Weines bedenklich erscheint. Auch im Obsthandel ist die Nachfrage nicht besonders rege. Dennoch liegen die Preise weit über den oberhessische n Preisen. Schüttelobst für Wein- bereitung wird hier nicht abgesetzt. Wirtschaftsäpfel werden mit 5 bis 12 Mark, Tafeläpfel mit 15 bis 25 Mark, Tafelbirnen mit 15 bis 20 Mark pro Zentner bezahlt. Es handelt sich dabei um ausgelesene Ware, die auf den Obstmärkten in und um Ingelheim zum Verkauf kommt. Wirtschaft. Oie Lage der Wettgetreidemärkte. Der der engen Verflechtung der deutschen Getreidemärkte mit dem Weltmarkt sind Versor- gungs- und Preislage für Getreide im Ausland für die deutsche Wirtschaft von großer Dedeu- tung. Das Institut für Konjunkturforschung hat in seinem neuesten Wochenbericht eine Untersuchung über die statistische und technische Lage des Weltmarktes angestellt, wobei unter statistischer Lage die reine Versorgungsanlage nach dem Verhältnis der Gesamtvorräte zum Bedarf, und unter technischer Lage das vorherrschende Verhältnis zwischen Angebot und Rachfrage verstanden ist. Danach wird die Lage der Weltgetreidemärkte zur Zeit noch mehr als früher nicht durch die Dersorgungslage für das ganze Erntejahr, sondern durch den Umstand bestimmt, daß ein außergewöhnlich großer Teil der Iahres» vorräte bereits sehr frühzeitig sichtbar geworden ist. Der Preisdruck für effektive Ware, der 'sich daraus ergibt, wird noch dadurch verschärft, daß sich ein erheblicher Teil der greifbaren Vorräte in Ländern befindet, die diese nicht durchhalten können. (Rumänien, Deutschland und andere mehr.) 3m Laufe des September ist die statistische Lage des Weltmarktes für die Verkäufer noch ungünstiger geworden. Den größten Einfluß hatte der Umstand, daß in Argentinien und Australien Regen gefallen ist. Die Dürregefahr ist dadurch in diesen Län- dem aber nicht endgültig behoben. Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika soll sich der spät bestellte Mais durch Regenfälle verbessert haben. Von Bedeutung ist endlich, daß das trockene Wetter in Europa und Kanada es ermöglichte. das Getreide in gutem Zustande zu bergen. Das trocken« Wetter beschleunigte aber auch das Herauskommen der Ware auf den Markt. Hält das trockene Wetter noch weiter an, so kann mit sehr großem Herbstexport gerechnet werden, während in normalen Jahren der größte Teil der Exportmengen erst in dem auf die Ernte folgenden Sommer herauskommt. Der für 1929/30 errechnete Weltexport in Höhe von etwa 21 Millionen Tonnen bleibt stark hinter dem von 1928/29 zurück. Trotz der Annahme ziem- — Rudolf Lämmel: Die moderne Raturwissenschaft und der Kosmos. Vollsverband der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2. (420) — Von den Sagen über die Weltschöpfung ausgehend, schildert Lämmel das Erwachen wissenschaftlicher Einsicht in den Jahrhunderten Herders, Goethes, Humboldts, Darwins, und macht die Grundfragen der modernen naturwissenschaftlichen Begriffsbildung allgemeinverständlich. Der Wissenschaftler sowohl als auch vor allem der Laie erhält aus diesem interessanten Buch« einen klaren Lleberblick über die Zusammenhänge zwischen den neuesten Problemforschungen der Raturwissenschaften und der Philosophie, aus denen sich gegenwärtig eine neue Weltanschauung, eine neue Raturphilosophie entwickelt, die mit den Ramen Einstein und Planck, Schrödinger und Heise, Eddington und De Droglie hervorragende Bedeutung erhält. Gedanken von Mach und Dergson, Hartwig und Driesch werden in selbständiger Darstellung entwickelt und fortgeführt. Das Werk eröffnet die neu eingeführte wissenschaftliche 3ahresreihe des Volksverbandes der Bücherfreunde. Vorbildlich ausgestattet, in Halbleder gebunden, kostet es nur 2,90 Mark. — Rudolf Hensel: D i e Reue Welt. Ein Amerikabuch. Verlag 3akob Hegner, Hellerau bei Dresden (265). — Es ist überraschend, wie in den letzten 3ahren die Amerikaliteratur anwächst. Man scheint zu vergessen, daß heutzutage eine Reise über den großen Teich absolut zu den Alltäglichkeiten gehört, aber immer noch fühlen unsere deutschen Reisenden das Bedürfnis, ihre Eindrücke von drüben, und wenn sie auch nur in wenigen Monaten oder gar Wochen gesammelt sind, in dicken Büchern niederzulegen. Diel Reues kann dabei natürlich nicht herauskommen, wenn nicht in besonderen Fällen der Verfasser Spezialstudien getrieben hat. Das ist bei dem vorliegenden Buch kaum der Fall gewesen. Der Verfasser ist Versicherungsfachmann und ist zweifellos gut vorbereitet hinübergegangen. Er hat dann das unternommen, was die Amerikaner einen „tri£“ nennen. Er hat viel gesehen und gehört und vielleicht noch mehr gelesen und daraus ein Duch zusammengestellt, das sich sehr flüssig und amüsant liest, aber doch, vielleicht abgesehen von dem Kapitel über amerikanisches Versicherungswesen, kaum etwas Reues bietet. lich großer Endbestände in Nordamerika erscheint es fraglich, ob die errechneten Exportmengen nicht den normalen Bedarf der Einfuhrländer übersteigen werden, denn angesichts der guten Ernten und der großen Anfangsbestände wird der Einfuhrbedarf Europas wahrscheinlich klein bleiben. Ein Ausgleich dafür, möglicherweise auch kein voller, kann aber von Außeneuropa erwartet werden, das eine rege 3mporttätigkeit aufweist. C&ei allen Getreidearten zusammengenommen scheinen die Gesamtbestände durchaus nicht übermäßig groß zu sein, wobei die Brotgetreide- Vorräte wohl reichlicher sind, als die Vorräte an Futtergetreide. Bei solchen Beständen erscheint em Preis für Plataweizen von unter 12 hfl. je 100 Kilogramm unverhältnismäßig niedrig. Die große 3uli-Einfuhr nach Deutschland und das günstige Erntewetter haben es verhindert, daß der De r m ah lu n g sz w a n g den deutschen Weizen auf Weltmarktparität gebracht hat. Die Vorschriften über den Vermahlungszwang sind daher zwischen dem 1. Oktober und 30. Ro- vember weiter verschärft worden. * Der deutsch-französische Warenaustausch vom Januar bis August. Die „Journs' Industrielle" veröffentlicht die Einzelstatistik des französischen Außenhandels. Danach sind in den ersten acht Monaten des Jahres 1929 nach Frankreich deutsche Waren im Werte von 4172593000 Franken eingeführt worden, gegen 3 046 232 000 Franken in der gleichen Periode des Vorjahres. Der Wert der französischen Ausfuhr nach Deutschland belief sich in den ersten acht Monaten d. I. auf 3148 076 000 Franken gegen 3 825 052 000 Franken in den ersten acht Monaten des Vorjahres. * Horch-Werke A. -G„ Zwickau. Die Verwaltung der Horch-Werke A.-G., Zwickau, hat mit den Arbeiter-Betriebsvertretungen eine Vereinbarung getroffen, derzufolge eine Einschränkung des Betriebs ;ftSn e|ter V^ren d?flen 0- ALE ° etbi>ri®e|Zttbbie ’WttÄ n7ch"L"d. arben ltntut 2 0 ? tro' I® «Ä.>Up^ S> 14? ™IQrtt „’/■ «o,g„ 1.8658 *3? WX'VjS1 1 HÄ wieder iu ! c^bli4 -S^en auch b ^"ren dA^bersta^ „n°ch beides * "M waren der. ^ge feste Aeukori^ in SSKLS in der bruhn^'' Ästige z7'!' tK Ä*> *Ä J* Evensla 350 S?JJ won festere mclbuL™ cte b!n‘Cn leicht Ä-'^'besfert Deu . tz^nderb Ausländ ^^Enefmarkt ruhig ^Vunderim« ÄülT-VL uchn wurde das , 5! ^oben sich im all. N°n l. ^reinzelt 2 Prvz. big 3 Proz. fester. Später o°s ruhiger, -och konnten chten. rchlachtviehmarkt. ^-Oktober, fällt der lachtviehmarttiMge ctages aus. Der nächste tamDienstag, 15.01- Zro-uktenmarlt. )ic Produktenbörse eröffnete ihiger Haltung. Tom Aus- iftere Meldungen vor, Ab- eizen blieben jedoch auf ein ft Das Angebot von 3n- 1 Hand war weiterhin ziem- > bei hiesigen Wühlen zu erfunff. flaggen bleibt da- für -as rcid)litf)c Angebot onrnafetial nitymärtif&i rige Gebote nicht mehr zu rlllche Dagzonware war ngskäufen im Preise etwa ngämortt kam anfangs nur lvtiz, der 0,50 Mark hoher c sich in den späteren Sich- ger. Weizen- und Aoagen- »eränderien Preisen kleines r wird infolge nachlasfender hiesigen Platze etwas reich- > Gebote lauten niedriger, eschäft & notierten für je M. 235 bis 237 , 1S3 Dez 194,50 bis 193,50 ®20?W S° W«. für ie 100 kg: WnmS [)■ Roggenmehl 24,50 W feie 11.63 bis 12.25 lM Mark. _ ^>zent ___ — wlo — —TTäT 168,06 21-93 111.73 ■ 58,80 1 2,48 Srief nnr 168,7 22,0 112.17 59,04 2,50 Illg 11,1* 62,30 12,*l 73,20 fluda.11- ÄÄ- L$---- Oberheffen. Landkreis Gießen. a. Klein-Linden, 9. Oft. Ein Wiener Kunstgenuß wurde unserer Bevölkerung mit dem Konzert der Darmstadt er Musikanten» gilbe in unserer Kirche geboten. Die Veranstaltung war aus unserer Gemeinde, in der die Kirchenmusik in einem Maße gepflegt wird wie nur in wenigen Orten von der Größe unferes Dorfes, außerordentlich stark befuchl. Die Darbietungen, geistliche Lieder, einige Kanons, Motetten uno Choräle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, waren Gipfelleistungen auf dem Gebiete der geistlichen Mufik und hinterließen tiefen Eindruck bei den andächtig laufchenden Zuhörern. Das Konz?rt war ein voller Erfolg für den Dirigenten und feinen Chor, wie auch für den- Solisten an der Orgel. • Leihgestern. 10. Oft. Der Tur n-Der- cin von 1893 hielt fein diesjähriges Ab - turnen im Garten seines Dereinslokales ab, das sich eines guten Besuches erfreuen konnte. Unter der Leitung des Turnwartes Wilhelm Laux fanden die gemeinsamen Freiübungen der Turner und Turnerinnen statt, die allgemeinen Anklang fanden. Die älteren Turner veranstal- teten ein Schauturnen, für die Schülerabteilung fand ein Preisturnen statt, das nachstehendes Ergebnis hatte: Oberstufe: 1. ©ieg Richard Laux mit 89 Punkten, 2. Karl Rech 88 P., 3. Willi Wardega 79 P., 4. Karl Seel 78 P., 5. Erwin Schmidt 76 P., 6. Willi Held 65 P.. 7. Karl Wagner 63 P. Unterstufe: 1. S.eg Walter Laux mit 82 P-, 2. Robert 3ung 70 P., 3. Richard Arnold 64 P., 4. Richard Faber 60 P.. 5. Ewald 11 Im 55 P. Der verdiente Turnwart W i l h. Laux, unterstützt durch die Turner Richard Belten und Richard Laux, hat eine Damen-Abteilung ins Leben gerufen, die jetzt erstmalig mit Freiübungen und Geräteturnen an die Öffentlichkeit trat. Wie schwer es ist, aus dem Lande das Frauenturnen in Gang zu bringen, kann nur der ermessen, der mit den Verhältnissen auf Land orten vertraut ist. Rach dem Turnen hielt der Tanz die jüngeren und älteren Mitglieder noch lange beisammen. Möge dem Verein, der durch die unermüdliche Tätig- feit seines Ehrenmitgliedes Diehl und des Vorstandsmitgliedes Eiss wieder der Deutschen Turnerschaft zugeführt worden ist, eine ruhige Weiterentwickelung beschieden sein. Der D.T. hat der Verein seit seinem Destehen schon ein- mal über 25 Jahre angehört. V Mainzlar, 9. Oft. Am Sonntag hielt der hiesige Turnverein, der im Lahn-Düns- berg-Gau" dem Allgemeinen deutschen Turnerbund angeschlossen ist, fein diesjähriges Ab - turnen. Die Wettfämpfe, die verbandsoffen waren, wurden bei guter Beteiligung morgens im Gerätekampf und volfslümlichen Hebungen ausgetragen, während am Rachmittag Stafetten- läufe und Faustballspiele abwechselten. Bei der Preisverteilung erhielten: im Gerätekampf'. 1. Preis mit 164 Punkten W. Bittendorf, 2. mit 160 Erich Vogel, 3. mit 159 L. Fuchs, 4. mit 157 Werner Schmulbach, 5. mit 152 Anton Wagner. 3m volkstümlichen Wettkampfe erhielt: 1. mit 110 W. Vogel, 2. mit 105 L. Zecher, 3. mit 99 P. Hans Pauly und den 4. nut 95 Peter Schürfes. 3n der Unterstufe erhielt den 1. Pr. mit 107 P. Ernst G r ö l z , 2. mit 97 Anton Wagner, 3. mit 96 Werner Sch m ulb a ch , 4. mit 88 Hrch. Kehr und den 5. mit 82 Karl Müller. 3m 800-Meter-Lauf erhielt den 1. Pr. Aug. G l a 11 h a a r, Rordeck, 2. Hermann H i l l e b r e ch t, Ruttershausen. 3m 1500-Meter- Lauf: 1. Pr. Ludwig Felde, Staufenberg, 2. Hermann Hillrbrecht, Ruttershausen. 3m 1500-Meter-Laus (3ugend): 1. Pr. Hans Krämer, Ruttershausen, 2. Willi Dehnert, Rordeck. 3m 3000-Meter-Lauf: 1. Pr. Hans Pauly, Mainzlar, 2. Hans Krämer, Ruttershausen. Bei der 4X100-Meterstaffel siegte die Mannschaft des Turnvereins Ruttershausen, während bei den Faustballspielen in der A-Klasse die Mannschaft des Turnvereins Allendorf Lda. , und in der 3ugendflasse die des Turnvereins Rordeck den Sieg für sich verbuchen konnten. Der erste Sprecher des Vereins richtete beherzigenswerte Worte an die Turner und forderte sie auf, gerade in der jetzigen Zeit mehr denn je zur Sache 3ahns zu stehen. 69 Lich, 10. Ott. Das Wohnhaus und die Stallungen des verstorbenen Geheimrats Hofrat Dr. mea. Stamm gingen in den Besitz der Das neueFmanzamtsgebäude in Grimberg. + Grünberg. 10.Ott. Im Laufe des Septembers wurde hier das neue Finanzamtsgebäude feiner Bestimmung übergeben. Das massive, aus Stein und teilweise Beton erbaute Gebäude, mit einer Frontlänge von etwa 30 Meter und einer Tiefe von etwa 15 Meter, an der Theo-Kochstraße vor ihrer Einmündung in die Gießener Straße gelegen, bietet sich mit seinem gelben Kleide dem Blicke des Beschauers als ein Monumentalbau dar, der vier ausgebaute Stockwerke umfaßt. Zwar ist der Zugang noch nicht ganz in einwandfreiem Zustande, denn dieses Stück der Theo-Kochstraße, sowie der Platz, auf dem das Gebäude steht, sind Teile des Gallmarktplahes und waren so tief gelegen, daß bei der nach Westen zu vorgenommenen Verbreiterung des Gallmarktplahes sämtliche abgetragene Erde zur Auffüllung dieser Stelle benötigt wurde. Mittlerweile ist aber die 3nstand- setzung der Theo-Kochstrahe vom Gemeinderat beschlossen worden, und so ist wohl zu hoffen, daß bald der Zugang zu dem Gebäude in passierbaren Zustand kommt. Während seither das Finanzamt und die $i" nanzkasse in zwei Gebäuden untergebracht waren, die räumlich weit auseinander lagen, vereinigt das neue Gebäude beides in sich. Abgesehen von zwei Dienstwohnungen, im Erdgeschoß, die eines Steuerwachtmeisters und im zweiten Stock die des Amtsvorstandes, sind sämtliche Räume fürDienst- zwecke eingerichtet. Das Gebäude besitzt eine Zentralheizungsanlage, die von zwei Dampfkesseln gespeist wird, sämtliche Zimmer und Gänge weisen Linoleumbelag auf. 3m Erdgeschoß, gleich am Eingang, befindet sich links das Zimmer für die Auskunft, auch ist hier die Telephonzentrale. Der hier seines Amtes waltende Steuerwachtmeister, dessen Wohnung in der rechten Hälfte des Stockes liegt, hat neben der Auskunftserteilung die Bedienung der Telephonzentrale wahrzunehmen. Weiter befindet sich in diesem Stock noch die Kasse. Dieser Raum ist wohl der größte des ganzen Hauses; er beansprucht die ganze Dreitenausdehnung an der linken Seite, so daß er von drei Seiten Licht empfängt. Der Eintritt erfolgt durch eine doppelte Flügeltür; ein tischbreiter, etwa ein Meter hoher Aufbau schließt nach drei Seiten den Raum für die Steuerzahler von den hier beschäftigten Beamten ab. Direkt anschließend ist ein Zimmer für den Kassenleiter. 3m ersten Stock, der nur Dienfträume enthält, durchzieht ein breiter Flur in der Mitte das Gebäude feiner ganzen Länge nach. Sämtliche Zimmer münden auf den Flur, außerdem find die Räume, in denen die zusammengehörenden Steuern bearbeitet werden, nochmals miteinander verbunden. Sv enthält dieser Stock drei Hauptabteilungen: 1. Reichssteuern, 2. Umsatz- und Lohnsteuer, 3. Landessteuem. 3ede dieser Abteilungen ist auf mehrere Zimmer verteilt. Der zweite Stock enthält in feiner einen Hälfte Die Räume für Grunderwerbssteuer, außerdem je ein Zimmer für Schreibmaschinen und Vervielfältigungsapparate und einen großen Sitzungssaal, in dem die Steuerausschüsse tagen. Die übrige Hälfte dieses Stockes ist als Dienstwohnung für den Amtsvorstand eingerichtet. Der dritte Stock (Dachstock) besitzt ebenfalls vollständig ausgebaute Zimmer, die jederzeit bei einer nötig werdenden Vergrößerung in Gebrauch genommen werden können. Vorläufig werden hier die alten Akten aufbewahrt. Begonnen wurde mit dem Bau im Herbst 1927, so daß bis zu seiner Fertigstellung annähernd zwei 3ahre gebraucht wurden. Handelsleute Gebrüder Julius und Ludwig Bamberger, früher in Mufchenheim, über. Bellersheim, 10. Oft. Der hiesige O b stund Gartenbauverein, der vor 3ahres- frist gegründet wurde, veranstaltet am kommenden Sonntag seine erste Ob ft au d ft eHung im Saale der Gastwirtschaft Angermüller. Hm den Forderungen des kaufenden Publikums Rechnung zu tragen, soll ein großer Teil des zur Ausstellung gelangenden Obstes in die Einheitslisten des Reichsverbandes des Deutschen Gartenbaues verpackt werden. Aus diesem Grunde wird soeben unter Leitung von Obstbauinspektor En kl er beim Landwirtschaffskammerausschuß Gießen ein kleiner Obstverpackungskursus abgehalten. Der junge Verein hat in Diesem 3ahre bereits Vorbildliches in der Baumpflege geleistet. Besondere Hnterstühung wird ihm seitens der weitschauen- den Gemeindeverwaltung zuteil. Zum Zwecke der Prämiierung wurden von der Landwirtschaftskammer, dem Kreisobst- und Gartenbauverein und der Gemeinde Zuschüsse bewilligt. LI Rodheim a. d. Horloff, 9. Oft. Der 82jährige, schon 25 3ahre dem hiesigen Kirchen- v 0 r st a n d e als Mitglied angehörende Hein- r i ch K r ö l l VI. wurde durch die Ernennung zum Ehrenkirchenvorsteher geehrt. Der Ortsgeistliche überreichte dem 3ubilar im Ramen des Kirchenvorstandes eine sehr geschmackvolle Bilderbibel und wünschte ihm einen gesegneten Lebensabend. Am vorigen Sonntag wurde das Erntedankfest gefeiert. Bereits am Freitag zogen die Schulkinder durch die drei Dörfer des Kirchfpiels (Rodheim, Steinheim und Raberts- haufen), um Crntegaben zu sammeln, die am Montag an eine Anstalt der 3nneren Mission abgeliefert wurden. 3n dem mit Blumen und Feldsrüchten aller Art festlich geschmückten Gotteshaufe fand am Sonntag der feierliche Emtedankfestgottesdienst statt. Eingeleitet wurde die Feier durch das alte Rodheimer Erntelied, das in Text und Melodie entweder von Pfarrer B. F. Müller oder noch wahrscheinlicher von Lehrer W. Reufch, die beide um die Mitte des vorigen 3ahrhunderts in Rodheim amtierten, stammt. Es folgte dann ein feinfinniges Emte- feftfpiel, das ebenfalls in seiner Hrform 1851 von Pfarrer Müller eingeführt, durch den späteren Pfarrer Schlosser erneuert und 1922 von Pfarrer Dr. Heymann wieder ausgenommen wurde. An Hand des Textes Lukas 15, V. 19 würdigte der Geistliche in tiefgründiger Predigt die Bedeutung des Tages. Verschönert wurde der Gottesdienst durch altkirchliche Gesänge einer 40 Mann starken, zu Besuch hier weilenden christlichen Pfadfindergruppe aus Frankfurt a. M. Kreis Alsfeld. I Kirtorf, 9. Oft. Wie in der Rachbar- fchaft, find auch hier in den letzten Wochen mehrere Fälle von Milzbranderkranfungen unter dem Vieh Dorgetommen. Da sie jedoch rechtzeitig erfannt und die nötigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden, konnte einer Ausbreitung dieser für Vieh und Menschen in gleicher Weise verhängnisvollen Krankheit vor- gebeugt werden. I Ober-Gleen. 10. Oft. Die Pacht- zeit für die Grundstücke der hiesigen Pfarrei läuft zu Martini nächsten 3ahres ab. Verpachtet werden auf 12 3ahre etwa 6000 Quadratmeter Grab- und Grasgarten, 75 000 Quadratmeter Wiesen und 92 000 Quadratmeter Ackerland. Die Reuverpachtung wird im Laufe des kommenden Winters voraussichtlich für die gleiche Zeitdauer, wie vorher, ftattfinben. Kreis Lauterbach. CO Schlitz, 10. Ott. Aus der jüngsten Gemeinderatssitzung: Der Bürgermeister widmete vor Eintritt in die Tagesordnung dem verstorbenen Reichsautzenminister Dr. S t r e f e- m a n n einen eindrucksvollen Rachruf, in dem er mit warmen Worten der Verdienste des so plötzlich aus dem Leben geschiedenen Staatsmannes und Menschen gedachte. — Bezüglich der Wasserversorgung konnte der Vorsitzende die erfreuliche Mitteilung geben, datz trotz der Trockenheit und des erhöhten Bedarfs nicht nur Rieder- und Hochdruckbehälter gefüllt seien, sondern datz sogar ein Heberschutz von Wasser vorhanden wäre. Für den Winter sei die Verlegung eines neuen Verbindungsrohrstranges vorgesehen. Dadurch würde sich der Druck in den höher gelegenen Stadtteilen weiterhin erheblich verbessern. — Hm der für diesen Winter sicher zu erwartenden Arbeitslosigkeit entgegentoirten zu können, wurde die Fortführung der Kanali- fationSarbeiten grundsätzlich beschlossen. Vorausgesetzt wird jedoch, datz Mittel aus der wertschaffenden Arbeitslosenfürsorge zur Verfügung gestellt werden. — Der Hm bau im Elektrizitätswerk ist beendet. Das Werk verfügt nunmehr über eine moderne «Schaltanlage von 20 000/5000 Volt, die die Verbindung des Zweckverbandes und des Elektrizitätswerkes mit dem Heberlandwerk Oberheffen sicherstellt. Die Re- feroelicferung ist durch das Heberlandwerk Fulda- Hünfeld-Schluchtern gewährleistet. — Der durch Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen. „Jetzt will ich's Dir verraten I Der Kaffee, der Euch bei unserem letzten Kränzchen so vorzüglich schmeckte, war Kaffee Hag. Er ist Euch allen so ausgezeichnet bekommen, weil er coffeinfrei und daher völlig unschädlich ist. Kaffee Hag schmeckt wirklich ebenso gut wie Jeder andere Bohnenkaffee bester Qualität. Setze Du ihn mal Deinem Mann vor. Du bekommst ihn überall. Das große Paket kostet RM. 1.90, das kleine Paket 95 Pfennig.“ die Trockenheit bedingte Ernteausfall wird wie folgt veranschlagt: Wiesen, Schaden 50 Prvz. einer Rvrmalernte, Klee 60 Prvz.. Hacksrüchte 25 Proz., Kartoffeln 20 Proz., und Getreide, 25 Proz. — Von dem Beschluß des Verkehrs- Vereins, datz am 22.3uni 1930 ein gröbere« Trachten- und Heimatfest verbunden mit Durgenbeleuchtung stattfinden soll, nahm der Gemeinderat Kenntnis. P. Schlitz, 10. Olt. Gestern feierten unter großer Anteilnahme der hiesige Schuhmacher- meister Wilhelm Hohmeier und Ehefrau das Fest der Golden ei' Hochzeit. Die Glück - wünfche der Stadtverwaltung übermittelte "Bürgermeister Dr. Riep 01h, diejenigen der evangelischen Kirchengemeinde und des Landeskirchenamts die beiden Ortsgeistlichen, die des Gewerbevereins Buchdruckereibesiher Guntrum, die der Schuhmacherinnung Schuhmachermeister H. Becker. Zahlreiche Geschenke wurden dem 3ubelpaar, das sich noch bester Gesundheit erfreut, überreicht. Preußen. OO Münchholzhausen, 10. Ott. Der Land- wirt Heinrich Weller !., welcher, wie berichtet, beim Heimfahren aus dem Felde von seinem mit Kartoffeln schwer beladenen Wagen überfahren wurde und schwerverletzt in die Chirurgische Universitätsklinik in Gießen überführt werden mußte, ist dort gestern an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. <> Hörnsheim, 9. Df. Jin Alter von 90 Jahren starb die Witwe Maria Gorr geb. Müller. Die Verstorbene war die älteste Einwohnerin des hiesigen Ortes. <> Dornholzhausen, 9.Okt. Der Autoverkehr Butzbach und Umgegend hat den Antrag gestellt, die von unserer Gemeinde bewilligte Garantiesumme um 50 v. H. zu erhöhen. Der Autoverkehr will den Autobetrieb auf der Linie Butzbach-Dornholzhausen im bisherigen Umfange auf- rechterhalten, wenn feinem Anträge stattgegeben werde. Der Gemeinderat beschloß, mit Rücksicht auf die angespannte Finanzlage der Gemeinde die Erhöhung der Garantiesumme abzulehnen. Kreis Marburg. ][ Marburg, 10. Oktober. Der heutige Schweinemarkt war mit 627 Schweinen, darunter 27 Läufern, beschickt. Bei flottem Handel kosteten 6 Wochen alte Ferkel 30 bis 35 Mk., 6 bis 8 Wochen alte 35 bis 40 Mk., 8 bis 13 Wochen alte 40 bis 60 Mk. und Läufer 80 bis 120 Mk. das Stück. M O E B E 1 INHEHAUSBAU Einrichtung von Wohn- und Geschäftsräumen Bau-Tischlerarbeiten Heinrich Vetter Gießen Wiesenstraße 4, Tel. 2456 7502A Suche Gelegenheit, englischeSpracbe au üben, evtl. Unter- rtcöt ober Austausch. Schrift!. Ang. unter 06504 a. b. Gieß. Anz. piamnos zu vermieten. 8195D Rudolph, Seltersweg 911L Telephon 3389. lillllllllllllllilllllllllllllllllll Vollwaise verlor o. Montag i. Bahnhof Gießen Handtasche m. üb. 30 Mk. Der Finder wirb um Abliefrg. a.b.Vol.-o. Bahnh.-Funbb. geb m von tüchtigem Geschäftsmann ausBrt- vathanb zu leihen gesucht. Schristllche Angebote unt. 06497 an ben Gieß. Anz. Verkäufe Beschlagnahm sreteS Btagenhaus.eehr rentabel, am Ranbe ber Stabt gelegen, bei Mk.lOOOOAnzahlung au verk. Für ftäufer 4-Zimmer - Wohnung beziehbar. ytäU.burcti bdiaumüerger & Sohn Lubwigstr. 30 [06516 Haus mit sehr groh. Platz u. breiter Elnsahrt, Franksurter Straße, Nähe Bahnüberg., billig zu verkaufen. Schrifti. Angeb. nur von Selbttkausern unter 06506 an ben Gießener Anzeiger. 2Küchen 2 Speisezimmer wegenPlatzmangeiS äußerst billig au verkaufen. 8352V Ennis Bellet Kaiserallee 15, Viersitzer-Limousine 6/25 P.S„ gut erhalt., Baujahr 1928, sehr preiswert zu verkaufen. Zu erfrag, tn ber Geschäftsstelle beS Gieß. Anzeigers. Gebrauchter Zimmerwagen zu verkaufen 06a01 Neuen Baue 7. veff. Haus i. Sübv. billig z.verk. Bet Stauf ist 1 Eiage m. 5 Zimm., Küche, Babez. beaiebb. oeye I. Baer, Ostanl. 29. Eis. Kinderbett tweiß) mit fajt neuer Matr. a. verk- 06o2° Sckillerttr- 9 V- PFEILRINGXanolin SEIFE LM, gepflegt und gefänd... 'Das macht PFEILRING Lanolin SEIFE jü/ammßn mit der bewährten PFEILRING CREME. Die rechte Jtörperpflege für VTlidter und Jtind. Besichtigen Sie bitte unsere 8 Fenster Ueberschuhe auch mit Reißverschluß in allen Farben und Absätzen eingetroffen 8.90 10.50 p.Visa 843OA III Moderne KAMINE und ÖFEN in Präzisionsausführ. zu billigsten Preisen • Emil Pistor Nacht Marktstr. Fernspr. 61 Kinder-Hütchen in vielen Formen und Farben Kinder-Kleidchen in Wolle, Samt und allen Strickarten Kinder-Mäntel auch mit passender Kopfbedeckung Kinder-Sweaters in allen Größen Kinder-Westen mit und ohne Kragen Kinder-Pullover in vielen Farben 842,A G/ESS EN x MIAUS B URG ICf Bitte bedenken Sie, daß der MielewerlieA.G. Gütersloh/Westfalen Uber 2000 Beamte und Arbeiter. fTiTcj'AWirr'. cK 1 Miele-S.taubsaug.er werden nicht durch,Haüsierer verkauft, sondern srndnur in den guten.Fachgeschäften zü.naben. Miele Staubsauge^ mit Jsoliergehäuse ff Jhnen das höchste Maß von f j Sicherheit geaen die Gefahren M s des Kurzschlusses gewährt, U/M da alle stromführenden Teile von dem Jsoliergehäuse eingeschlossen sind. = Staubkessel aus bestem Stahlblech—- nahtlos gezogen. Hohe Saug- Wirkung. Gehäuse und Kessel mahagonifarbig. Der Miele- 1 /fe Staubsauger ist in seiner |L geschmackvollen gedie- qenen Ausführung eine Zierde fürjeden Aff X'x Haushalt 8W Preis Mk 165- WW »M Bei kiaroen GelOverhältnissen ßediMii tragend Hemdentuche Sportflanelle Flockköper Rohköper Damaste Inletts Bettfedem Daunen Unterwäsche Strümpfe Bettkolter zu allerbilligften Preisen kalkuliert M17A 57« Barrabatt! bei größerenBeträgen Teilzahlung gestattet BüentodiÄ I. Sonneborn (Heften, Alicenstr. 11 He! MS Weil Sie Emmentbaler Käse o. Rinde, Schachtel 65 74 r) 74 88 -7 9 2 c) 52 .) Marinaden Diamantmebl AuSzugmcbl.. Ivtargarinc... Kokosfett..... - -1 Liter-Dose nur 82 4 -.5 Pfund-Beutel 135 > -.5 Pfund-Beutel 125 ........Pfund nur 52 4 1 Pfund-Tafel nur 56 4 denn Sie kaufen bei uns zu den umioften netto-Utelfen und erhalten noch außerdem untere beliebten SuWeive für welche Sie wertvolle Haus- haltungs - Gegenstände erhalten Unsere Veerse: Mutige Scknittbobnen 2 Pfund-Dose ounoe Brechbobncn 2 Pfund-Dose Gemüse Allerlei............2 Piund-Dofe Erbsen mit Karotten 2 Pfund-Dose 51arotten, geschnitten 2 Pfund-Dose Thams 6- Gavss Mäusbnrg 3, Walltorstrabe 12 _____________________________________________ 8425A Rotwein, griechischer '/. Flasche 100 4 Wetirwein ...................'/.Flasche 125 4 ^amoS, Malaga, Tarragona..........135 4 Unser Röstkafiec, ein Genuß */» Psd. 80, 90, 95, 100, 105 -- Machen Sie einen Versuch! denn sie ist nicht können Sie Naumann’s appetitliche Kernseife scharf. Aber Ihre Zunge würde revoltieren, wenn Sie die gleiche Probe bei einem Seifenpulver machen wollten. Vielleicht würden Sie schreien und ärztliche Hilfe anrufen. Aber Ihrer Wäsche muten Sie nicht nur flüchtige Berührung zu; nein. Sie kochen sie sogar mit minderwertigen Waschmitteln. Nun ja. sie kann ja nicht schreien: aber sie stirbt, geht in Fetzen I-Wollen Sie nicht vernünftig handeln und fortan nur noch „Naumann’s Kernseife"' nehmen? Altes, angeseh. Krankenversicherungsunternehmen sucht für seine noch sehr entwicklungsfähige Verwaltungsstelle Gießen zum möglichst fof.Eintritt einen SWilsWer ZnFrage kommt nur eine energ.zielbew. erste straft mit kaufma'nn. u. organisatorischer Begabung, die bereits mit Erfolg verant- wortl. Stellungen bekleidet hat und in der Lage und willens ist, mit ganzer Kraft sich der Leitung einer arbeitsreichen Verwaltung anzunehmen.Schr. Angebote mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Lichtbild, Gehaltsanspr. und Angabe von Referenzen sind zu richten unt. 8403V an den Gießener Anzeiger. I Ächtung! Am Sonntag, dem 13. Oktober 1929, vormittags 10 Llhr, findet im Restaurant Philofophenwald unsere diesjährige Ankörung von deutschen Schäferhunden statt. Zu dieser Veranstaltung laden wir unsere verehrten Mitglieder sowie alle Freunde u. Liebhaber des deutschen Schäferhundes freundlichst ein. 8397l Verein für deutsche Schäferhunde S.-V. Ortsgruppe Gießen und Umgegend. Hausmann sucht sich in aussichtsreiche Position zu verändern. 28 Fahre, firm in allen Sparten, bilanzsicher, Kaution möglich. Schriftl. Angeb. unt. 06514 an d. Gieß. Anz. Kinder- Schlüpfer, Kunstseide mit warmem Futter von Mk. 0.95 an Baumw. Trikot gefüttert Mk. 1.50, 0.95 Damen-Schlüpfer, baumw. Trikot gefüttert, Mk. 2.25,1.75 Kunstseide mit warmem Futter Mk. 3.50, 2.50 Damen-Unterziehschlüpfer, feinfarbig Mk. 1.10, 0.95 Kinder-Leibhosen: gute wollgemischte Qualität Größe 60 Mk. 1.40 jede weitere Größe 20 Pf. mehr prima wollgemischt Größe 60 Mk. 1.95 jede weitere Größe 25 Pf. mehr Damen-Hemdhosen feintädig Trikot, in zarten Farben Mk. 1.75,1.25 Damen-Hemdhosen .Ribana" und „Porolastik" in vielen Formen und allen Größen Herren-Normalhosen gute wollgemischte Qualität Mk. 3.75, 2.75,1.95 Herren-Normaljacken prima wollgemischte Qualität Mk. 4.25, 3.25,1.95 Herren - Einsatzhemden, wollgemischt mit waschechten Einsätzen Mk. 3.95, 2.95 Extra weite Unterzeuge 8422a in vielen Qualitäten RI pvlpc Sweater-Anzüge, Westen, Hosen, y ICo Pullover, Faltenröckchen Julius Schulze Gegr. 1859 Kreuzplatz Fernspr. 2774 MWskMMel! 3« SMurWreifkli -w Nene elegante Herren-Ulster, mit und ohne Ringsgurt, in modernen Warben, von Mk. 22.— an. Schwarze Paletots, mit Samtkragen, und Gehrock-Paleiots von Mk. 30.— an. Lodenmäntel von Mk. 10.— an. Gummimäntel von Mk. 12.— an. Burschen- und Enaben-Ulster, mit und ohne Rtngsgurt, von Mk. 17.— an. Neue elegante Herren-Anzüge, ein- u. zweireihig von Mk. 25.— an. Sport-Anzüge, 4tethg, in allen Gröhen. Frack- nnd Smoking-Anzüge in jeder Preislage. Auch Anzüge Ittr Barschen nnd Jünglinge von Mk. 18.— an. Ein grober Posten Kinder-Anzüge von 'Dif. 10.— an. Herren-Sport- Joppen und feldgraue Joppen zu staunend niedrigen Preisen. Loden-Joppen von Mk. 12.— an. Windjacken von Mk. 12.— an. Gestreifte Hosen von Mk. 5— an. Schwarze Hosen für Kellner und Musiker von Mk. 12 — an. Hosen für korpulente Herren von Mk. 12.— an. manchester-Hosen von Mk. 10— an. Sport-Hosen in jeder Art, von Mk. 8.50 an. Feldgrane Hosen au sehr niedrig.Preisen. Blaue Arbeits-Anzüge uon Mk.7.—an. Heue elegante Samen- and MAn-Wnlel von Mk. 6.— an. IW Keines versäume das günstige Angebot! Gebrauchte Ulster nnd Paletots von Mk. 10.— an. Gebrauchte Anzüge, noch sehr out erhalten, v. Mk. 12.— an, auch für korvul. Herren. Frack-, Smoking-, Gehroek- tu Cutaway-Anzüge sehr billig. Sakkos mit Westen und Hosen sowie KeUner-Westen äuherst preiswürdig. Ein Versuch lohnt! 7325A AreiWriierM'Ws £. WenMig W Sieben, Seitersweg 58.1 Nenne. Eingang Ecke Volksbad. Kein Laden. ■ Wegen Ersparnis hoher Ladenmiete 1 Treppe hoch 1 Die letzten Neuheiten in Teppichen Vorlagen Läufern Diwandecken in größter Auswahl Teppichhaus Hochstätter Mäusburg 5 Stücke aus der vorigen Saison weit unter Preis 8298A 00 Mark Verkauf im I. Stock teils kräftige Ueber- gangs-.teilsschwere Wi nter-Qualitäten, teilsBaumwolle, teils Kstseide., innen gerauht, inallenGrößen u. vielen Farben zum Einheitspreis von RM. 2.00 und SalomonäÄti Am Samstagvormittag verkaufen wir — weit unter Preis: Zirka 350 Damen-Schlupfhosen ;b«»t Freitag, Oktober 1929 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 259 Drittes Blatt Turnen, Sport und Spiel 'Hof eino2„ cÜr mit der gehören, um solche Höchstdarbietungen zu voll- Sriebhof Vr?; J®nW««n bringen. So wird auch der Drei-Gaue-Wettkamps [ofort nornpni ad)l 'M'N um Sonntag in Dietzen als ein Wettkamp erst- genommen werden klassigcr Kunstturnec seine Anziehungskraft auf a.Ile Anhänger und Freunde der Turnsache nicht Mlki Gegenstände versperrt $fl9e der Verkündigung im : Rein. teren Turnerkreisen bekannt geworden. Sportabzeichenprüfung. eine Nachdruck verboten. S Fortsetzung. Stehen. chliylhosen Hand über die Sie sah Bilder undeutlich waren, hen 3,4,8,9,10,11 bis 13, !emcinde zuwiderhandelt, wird, Gesetzen härtere Strafen ver t beftraft. Veröffentlichung im Ämi- in Kraft. Oer Kunstturnwettkampf in der Volkshatte. Speisekarte, eine Weinkarte. Käthe kam in grotze Verlegenheit. Sie kannte k«rum «ins der verzeichneten Gerichte. Aber ,ie b^ann sich, was sie damals mit Berndt Klausen Vgessen hatte, suchte die Namen fand sie und bestellte auch den Wein, den er bestellt hatte. Sie wollte wirklich einmal eine Dame sein, als * b:c sie hier behandelt wurde. Cs tat ihr unbe- I schreiblich wohl, so zu sitzen, und ihr war, als gehörte das zu ihr, als würde sie sich ganz leicht j-n eine solche Bolle finden. Sie atz mit natürlichem Anstand, was aufgetra- aen wurde. Niemand ahnte, datz sie noch gestern 'm Cafe Metropol bedient hatte. Als zum Schlafe der Kellner eine Schachtel mit ägyptischen Zigaretten vor sie hinstellte, nahm sie eine und liefe Der grofee Kunstturnwettkampf, den die Gaue Hessen, Frankfurt und Nhein-Mosel d-er D. T. am kommenden Sonntag in der Volks- Halle zu Gietzen veranstalten, wird sich zu einem großen turnerischen Ereignis gestal- ien. Seitdem nach dem Kriege diese Gaumannschaftskämpfe sich eingebürgert haben, hatte man hier noch keine Gelegenheit, ein derartiges Zusammentreffen der Besten zu sehen. Abgesehen von den spannenden Augenblicken des Kampfes ist es auch ein hoher ästhetischer Ge- itufe, dieses Gipfelturnen mit seinen vielen Bewegungsformen, mit seinen gewaltigen An- svrderungen an Kraft und Geschicklichkeit, Mut und Geistesgegenwart zu betrachten. Um die Leistungen der Kunstturner richtig einzuschätzen, mufe man sich vor Augen halten, datz jahrelange Schulung, grötzte Ausdauer und Beharrlichkeit dazu Da sie wirklich wie eine Dame aussah, hatte d^r Mann als Ziel ein vornehmes Restaurant Misaesucht. Die Kellner begrützten Käthe, die itn Auto vorfuhr, sehr hochachtungsvoll. Der Chef selber geleitete sie an einen Ecktisch, von dnn aus sie durch die grotzen Fensterscheiben eine wundervolle Aussicht hatte. Man bot ihr eine So satz sie, in ihrem Stuhl zurückgelehnt. als am Nebentisch ein eleganter Herr Platz nahm, Ser sie unauffällig musterte und immer wieder ouf sie schaute. Er hatte, ein scharfgeschnittenes, ssnngebräuntes Gesicht und kühne Augen. Käthe kümmerte sich nicht weiter um ihn, tointte dem Kellner, der schon die Rechnung ge- macht hatte, zahlte und gab e-Jn ,o reichliches Trinkgeld, datz er sie fast ehrfurchtsvoll hinaus- geleitete und sich unter tiefen Verbeugungen Liebe in Kelten Vornan von Hans Mitteweider. jetzt werden vielleicht wieder Ihnen wach. Ist das so?" Käthe fuhr sich mit einer Augen und über die Stirn. irren! Doch er sah wirklich vornehm aus, und so nickte sie. . „Ich wäre Ihnen dankbar, mein Herr! Als dann das Qluto kam und er sich erbot, sie nach der Stadt zu begleiten, wies sie ihn nicht zurück. Etwas wie Abenteuerlust war über sie gekommen. Auch der genossene Wein übte seine Wirkung aus. Sie lachte oft silberhell auf. Als der Herr sie nun fragte, ob sie ihm nicht die Ehre erweisen und mit ihm den Abend verbringen wolle, da war sie einverstanden. Auf seine nächste Frage, wohin sie wünsche, erwiderte sie, datz sie wohl ein Theater besuchen möchte, denn sie hatte noch keins betreten. Sofort gab er dem Chauffeur die nötigen Weisungen, löste die Karten und führte sie in eine Loge, in der er hinter ihr Platz nahm. In ihrer vollkommenen Unerfahrenheit dachte Käthe nichts Arges. Ihr war, als müsse das alles so sein. Als dann die Vorstellung begann, war sie für die übrige Welt sowieso verloren. Bei jedem Aktschlüsse wachte sie wie aus einem tiefen Traum auf. Viel zu früh war die Vorstellung zu Ende. Der Herr blieb bei ihr. Sie tranken noch Kaffee. Dann fragte der Unbekannte, ob er Käthe nach Hause bringen dürfe. Zerstreut willigte sie ein. Wieder bestiegen sie ein Auto. Aber als sie nun nach der Adresse gefragt wurde, kam ihr jäh zum Bewutztsein, datz sie doch nicht die Straße nennen konnte, in der sie wohnte, dieses Armeleuteviertel. Er merkte ihr Zögern, lächelte und sagte: „Wenn Sie mir die Ehre erweisen wollten? Ich sehe, datz es Ihnen unangenehm ist, zu so später Stunde heimzukommen ..." Und Käthe, die ganz benommen war, nickte wieder und fuhr mit. Dor einem grotzen Hause verliehen sie das Auto. Sie stiegen über weiche Läufer ins zweite Stockwerk. Ein Diener öffnete. Käthe trat in Räume, wie sie sie noch nie gesehen hatte. Sie kamen durch ein Arbeitszimmer mit mächtigem Schreibtisch und großem Diblio- thekschrank in einen Salon. Käthe blieb an der Tür stehen. Sie wagte sich nicht weiter. Sie kam sich so armselig und klein vor und hatte sich doch noch vor kurzem als gvotze Dame gefühlt. Mutzte dieser Mann reich sein! Er lächelte fie an. „Wollen Sie sich nicht setzen, Fräulein Käthe? fragte er. Was war das? Er kannte sie? Er nannte sie auf einmal bei ihrem Namen, nachdem er sie bisher immer als „Gnädigste" angeredet hatte? Aufs äufeerste betroffen stand Käthe da. und starrte ihn fassungslos an. Ein Verdacht stieg in ihr auf. Vielleicht hatte dieser Herr etwas mit Berndt Klausen zu tun? Er hatte ihn gekannt, für Ihre Tante hielten, in die Zeitung setzen lassen?" Käthe schüttelte den Kopf. Sie toufete nicht das geringste davon. „Vielleicht hat Herr Edelmann es getan?“ sagte sie leise. „Wer ist das?" fragte er. Sie erzählte auch, datz Frau Wohllebe gestanden hatte, sie sei nicht ihre Tante. „Dann ist dieser Förster ein sehr vernünftiger Mann, dem Sie grotzen Dank schulden", sagte der Herr, der immer noch nicht seinen Namen genannt hatte. Oder war es doch geschehen, und sie hatte es nur überhört? — „Er hat die Anzeige einrücken lassen in der Hoffnung, datz sie vielleicht von jemand gelesen werden würde, der diese Frau gekannt hat. Er hoffte, dadurch erfahren zu können, wie Sie zu dieser Frau gekommen sind. Er hat sich nicht getäuscht. Fräulein Käthe, ich will es kurz machen. Ditte, erschrecken Sie auch nicht, wenn ich Ihnen sage, datz Sie nicht allein auf der Welt stehen, wie Sie annahmen. Sie haben noch eine Verwandte." „Ich? Ach, wenn das wahr wäre!" Käthe faltete die Hände und schaute flehentlich zu ihrem t^genüber auf. mg. ■■ die innere Verwaltung und 'm 12. Juni 1874 in der Fas- 1 und des Art. 3 der Reich» küßen vorn 6. Februar 1924 Hörde und der Semeinbeoer liniftcriums des Innern vorn ne nachstehende Polizeiverock ada erlaßen. verabschiedete. , . Immer noch war das wonnige Hochgefühl in Käthe. Sie dünkte sich eine ganz andere als früher. Aber als sie aus dem Garten trat, fiel i)r ein, datz sie ja nun gar nicht toufete, wohin i'.e sich wenden sollte. Sie hätte den Chauffeur barten lassen sollen. Noch stand sie überlegend da, als hinter ihr Schritte erklangen. Als sie sich umwandte, sah fie den Herrn vom Nebentisch. „Gnädigste vermissen den Wagen?" fragte er, den Hut ziehend. „Wenn ich Ihnen zu Diensten fern kann?" Sie schaute ihn prüfend an. Wenn er es etwa ouf ihr Geld abgesehen hatte, sollte er sich war sein Freund gewesen und wollte sie nun zur Rede stellen, wei'l sie sich noch Sem au nannte. Aber das war doch Unsinn! Wie hätte er sie finden sollen? Das Zusammentreffen war doch rein zufällig gewesen! Noch einmal schaute sie ihn an; wieder lächelte er. Da wandte sich Käthe um und wollte fliehen. Sie konnte nicht, denn eben trat der Diener ein, der auf einem Tablett Wein und Biskuits brachte, alles niederstellte und sich entfernte. Kaum war er hinaus, als Käthe in einen Stuhl niedersank und aufstöhnend beide Hände vor das Gesicht schlug. Sie sah nicht, wie das Lächeln aus dem Gesicht des Herrn verschwand und einem Ausdruck tiefsten Mitleides Platz machte. Aber sie schrak auf, als er, nachdem er leise zu ihr getreten war, sie sanft an der Schulter berührte. „Lasten Sie mich!" schrie sie auf. Er wich sofort zurück, nahm eins der gefüllten Gläser, reichte es ihr und bat: „Trinken Sie einen Schluck, Fräulein! Und fürchten Sie sich nicht, 'ich werde Ihnen nichts zuleide tun...“ Sie schaute in seine Augen, und sofort wurde sie wieder ruhig. Sie war getoife keine Menschenkennerin, aber sie war ein Weib, und ein Instinkt sagte ihr, dafe sie diesem Manne trauen dürfte. Sie nahm das Glas und trank einen Schluck. Nun nahm der Fremde aus einer Tasche seines Smokings einen grotzen Briefumschlag, öffnete ihn und zog eine Kabinettphotographie heraus. Die reichte er Käthe: „Ditte, betrachten Sie dieses Dild und sagen Sie mir, ob es Ihnen bekannt vorkommt!" Käthe, die noch immer wie in einem Traume war, nahm die Photographie und schaute darauf nieder. Dann zuckte sie zusammen. Sie sprang auf und schaute den Unbekannten fast entsetzt an. „Das bin doch ich!" murmelte sie. „Als Kind! Ich kenne das Dild wieder — ich wutzte nichts mehr davon, aber jetzt..." Und plötzlich drohte sie umzusinken. Er sah es noch rechtzeitig und fing sie auf. „O Himmel!" stöhnte sie. „Was bedeutet das alles?" Er führte sie sanft zu dem Stuhl zurück und setzte sich ihr gegenüber. Scheu und fragend schaute sie ihn an. Ihr Atem ging sehr hastig. Ihr war, als müfete sie ersticken. Doch er lächelte. „Liebes Fräulein", sagte er nun endlich, „Sie verstehen das alles natürlich nicht, wissen nicht, wie ich zu diesem Dilde komme, und sollen nun alles erfahren, auch weshalb ich Sie mit Ihrem Vornamen anredete... Zunächst eins! Haben Sie die Todesanzeige der Frau Wohllebe, die Sie tasvornfrtteig “ Seit unter Preis: rtoung entscheidet unter Aus- EerntsbeW es beiden oewenden. Am kommenden Sonntag findet letztmalig Prüfung im Lauf, Sprung und Wurf auf dem Waldfportplatz des V. f. B.08 statt. Beginn 9.30 Uhr „Es ist wahr!" sagte der Herr. „Aber es ist eine Geschichte, wie sie nicht alle Tage vorkommt, höchstens in Romanen. Sie sollen alles hören. Sie kannten die Photographie wieder, die ich Ihnen zeigte und die Sie als fünfjähriges Kind vorstellt. Sie haben sie vergessen gehabt, aber Erinnerungen in Traume sagte sie: „Ich entsinne mich, datz ein grofeer, bärtiger Mann bei mir war. Wir satzen in weiten Stühlen aus Rohr unter einem Dache, aber es waren keine Wände da. — Ich sehe seltsame Pflanzen vor mir — und seltsame Menschen — gelbe Gesichter — schwarzes Haar. Die Männer hatten zwar Jacken an, aber Frauenröcke — es war sehr warm, und ich trug ein kurzes weifees Kleidchen..." „Wie auf dem Dilde!" schaltete der Herr ein. „Ia, ja, und ein fremder Mann war da mit einem Kasten...“ „Der Photograph!" „HnÖ Vater..." Doch kaum halte sie, ganz unbewußt, diese- Wort gesprochen, da sprang Käthe Fernau abermals auf. „Vater!" schrie sie. „Das war mein Vater! Wo ist er?" (Fortsetzung folgt.) vor sich aufsteigen, die noch aber allmählich Klarheit gewannen. Wie im stehende Mannschaft nach dort. Sie wird gegen die besser eingespielten Turner keinen leichten Stand haben. Handball im Lahn-Oirnöberg-Gau. Zur Fortsetzung der Verbandsspiele treffen sich am Sonntag in Allendorf a. d. Lda. Londorf 1 und Allendors I, in Wieseck Dorlar I und Wieseck I, in Staufenberg Garbenteich I und Staufenberg I. Während in den beiden erstgenannten Spielen das Ergebnis im voraus nicht zu bestimmen ist, kann man im letzten Spiel Garbenteich als sicheren Sieger ansehen. Fußballgroßkampf auf dem Waldsportplatz. Arn kommenden Sonntag hat die ßigamann = schäft des V. f. B. auf eigenem Platz die Liga der „Germania" Marburg zum fälligen Verbandsspiel zum Gegner. Das Treffen kann als das wichtigste des Sonntags in den beiden Gauen Gießen-Wetzlar und Marburg bezeichnet werden, da die Gegner zu den stärksten Mannschaften der 1. Bezirksligaklasse zu zählen sind. Marburg wird allgemein sogar, wohl auch bis zu einem gewissen Grad mit Recht, als der spielstärkste Verein ange-- sprochen, dem man auch die meisten Chancen für die Meisterschaft gibt. Dies ist natürlich nur bedingt, zumal die Verbandsspielserie kaum begonnen hat und bis zu ihrem Ende sich noch manches ändern kann. Immerhin haben die Germanen durch ihre glänzenden Resultate gegen erste Kasseler Vereine nach der Sommersperre deutlich bewiesen, datz sie wieder in Form sind. Ebenso berechtigt ihr gutes Abschneiden in den Punktkämpfen zu der erwähnten Annahme. Sie haben bis jetzt drei Spiele ausgetragen. die sie sämtlich gewannen, und stehen mit einem Torverhältnis von 11:5 und einem Punktverhältnis von 6:0 an der Spitze der Tabelle. Auf eigenem Platz schlugen sie den Wetzlarer Sportverein mit 5:2, während sie sich auf den gefürchteten Plätzen in Herborn und Breidenbach mit einem 4:2= bzw. 2:l=Sieg die Punkte sicherten. Der stärkste Teil der Oermancnelf ist der eminent schnelle und wuchtig spielende Sturm, der von einer in der Zerstörung sowohl, wie im Aufbau sehr guten Läuferreihe aufs beste unterstützt wird. Daß beide Mannschaften zu diesem wichtigen Treffen, dessen Ausgang von großer Bedeutung sein kann, in stärkstmöglichster Aufstellung antreten werden, ist selbstverständlich. V.s. B. hat bis jetzt nur zwei Verbandsspiele ausgetragen, die beide, gegen Wallau mit 4:1 und gegen Herborn mit 3:0, gewonnen wurden. Wenn die Leistungen der Platzelf in diesen Treffen auch nicht ganz befriedigen konnten, so zeigte sie doch ein spielerisches Können, das bei noch etwas mehr Kampfgeist zu größeren Erfolgen führen muß. Wohl hat sie den Vorteil des eigenen Platzes, was allerdings bei einer Mannschaft wie die der Germanen, die ihr Spielsystem stets den jeweiligen Verhältnissen anzupassen versteht, beim Abwägen der Siegesmöglichkeiten nur wenig in die Waagschale fällt. Voraussetzung für ein günstiges Abschneiden der D. f. B.-Mannschaft ist, daß sie ein geschlossenes Ganzes bildet und daß jeder Spieler unter Aufbietung aller Energie und Kraft, dabei aber stets fair kämpfend, sich völlig für den Sieg einsetzt. Nur dann ist es möglich, den alten Rivalen vielleicht knapp zu schlagen und sich die wertvollen Punkte zu sichern. Die 2. Mannschaft hätte termingemäß in Heuchelheim zum fälligen Punkttreffen antreten müssen. Sportverein Heuchelheim hat aber wegen htn Zurückziehung seiner 2. Mannschaft aus den Der- bandsjpiclen das Spiel abgesagt, so daß der B. f. B.-Elf die Punkte kampflos zufallen. Aus eigenem Platz hat die 3. Mannschaft Steinbergs Erste zum Gegner. Nach ihren Leistungen in den letzten Spielen zu schließen, sollte man ihr einen knappen Sieg über den Gegner zu- trauen, den die V. f. B.-Elf allerdings nicht unterschätzen darf. Ebenfalls auf hiesigem Platz steht die 4. Mannschaft der gleichen der hiesigen Spieloer» e i n i g u ng gegenüber. Wer hier Sieg und Punkte behalten wird, kann nicht vorausgesagt werden. Während die 1. Jugend spielfrei ist, muß die 2. nach Leihgestern, um der dortigen 1. das fällige Pflichtspiel zu liefern. B. f. B. wird sich an- strengen müssen, wenn er gewinnen will. Die 4. Jugend muß nach Butzbach Aum Pflichtspiel gegen die 1. des V. f. R. und wird Dort um eine Niederlage kaum herumkommen. Nach ihrem mageren 1:1 gegen Nieder-Girmes wird die 1. S ch ü l e r m a n n s ch a f t am nächsten Sonntag alles daransetzen, um gegen ihren Pflichtspielgegner, Garbenteichs Schüler, ein besseres Resultat herauszuholen. In kompletter Aufstel- hing sollte ihr dies auch möglich sein. Die 2. Schülermannschaft mißt mit der 1. von Burg-Solms ihre Kräfte. Beide Schülerspiele finden auf hiesigem Platz statt. Spielvereinigung 1900 Gießen. o. Die Paarung des nächsten Derbandsspiel- sonntags sieht die Spielvereinigung 1 9 0 0 mit der Ligaelf in Herborn. Für die Gießener gilt es dabei, die Niederlage vom letzten Sonntag auszuwehen. Die Möglichkeit dazu ist vorhanden, da die Mannschaft der Dlau- Weifeen in stärkerer Aufstellung als am Vor- sonntag das Treffen bestreitet. Herbom stellt eine schnelle, kampfkräftige Mannschaft, die zu Hause immer zu besonderen Taten aufgelegt ist. Degleitet wird die Ligamannschaft von der Alten-Herrenelf, die vor dem Ligaspiel mit den „Alten" vom Sportverein 19 2 0 Herborn die Kräfte im Gesellschaftsspiel messen wird. Dabei kann man ziemlich sicher mit einem Sieg der (Siebener rechnen. Auch 1 900s Reserven weilen auswärts. Diesmal führt sie die Fahrt nach Wetzlar- Niedergirmes. Punkte gibt es dort nur sehr schwer zu erlangen, jedenfalls erst nach schwerem Kampf. Der Ausgang ist vollständig offen. 1900s dritte Mannschaft wird wohl in Garbenteich gegen die dortige erste Elf zum ersten Sieg der Saison kommen. Die erste Iugend spielt in Wetzlar gegen die erste Iugend des Wetzlarer Sportvereins. Der Sieger ist nicht vorauszusagen. Ebenfalls treffen sich dort die ersten Schülermannschaften beider Vereine. 1900s zweite Schüler spielen zu Hause gegen Steinbergs erste Schüler. Fußball in Heuchelheim. Der S. D. 1920 spielt am nächsten Sonntag auf eigenem Platze gegen S. V. Ehringshausen. Heuchelheim ist auch jetzt wieder gezwungen, mit drei Mann Ersatz anzutreten. Wenn die Mannschaft sich nicht besser zurechtfindet, dann werden auch gegen Ehringshausen keine Punkte zu gewinnen sein. Die 1. Jugend spielt gegen Niedergirmes' 1. Jugend und könnte hier vielleicht ihren ersten Sieg erringen. verfehlen. Die Ausstellung der Mannschaften der drei Gaue ist bereits mitgeteilt worden. Betrachtet man sich die ’ einzelnen Turner genau, so sieht man, daß viele erprobte Kämpen bei großen turnerischen Veranstaltungen, bei den mittelrheinischen Kreisturnfesten , und bei deutschen Turnfesten sind. Die Frankfurter Mannschaft besteht mit einer Ausnahme nur aus Siegern bei deutschen Turnfesten. Georg Pfeiffer war einer der Besten im Zwölfkampf beim Deutschen Turnfest in München, außer- ' dem zweimal Kreismeister im Geräteturnen und Amerikasieger. Ernst Winter, Hch. H o l f e l d e r, Herbert Müller, Robert Jansen, Paul Sei p, Hans Helmer waren in Köln Zwölfkampfsieger, und Ludwig Hermann ging in Köln aus dem Zehnkampf als Sieger hervor. Auch von der Neun unseres Heimatgaues Hessen haben mehrere Turner ihre Kräfte auf Kreisturnfesten und deutschen Turnfesten erprobt. Karl Reuter (Gießen) war Erster im Zwölfkampf in Köln; W. Sinnroell (Bad-Nauheim) holte ich den 16. Sieg, er ist außerdem als Amerikasieger ' bekannt. Der Marburger Paul G ö t s ch nahm in ' Köln im Zwölfkampf den 34. Rang ein. Aus dem Zehnkampf in Köln gingen Adolf Fink (Marburg) als 22. und Richard Seht (Großen-Linden) als 2ti. Sieger hervor. Otto Textor (Marburg) war M'reismeifter am Pferd und öfters Kreisfestsieger. Die übrigen Turner der Hessenmannschaft (Keil- Marburg,' A. Würtz-Krofdorf, A. Eckhardt-Nidda) I si nd im engeren Heimatgebiet d«'ch ihre Leistungen gut bekannt geworden. Es darf bei der Zufammen- ■ leßung der Mannschaft erwartet werden, daß der Heimatgau in Ehren abschneidet. Die Mannschaft des Rhein-Mosel-Gaues | setzt sich im wesentlichen aus noch jugendlichen Kräf- len zusammen, die in ihrer Mehrzahl Kreisfestsieger raaren, aber auf deutschen Turnfesten sich noch nicht V bewähren konnten. Nur der Senior der Mannschaft, Zritz Wer nt gen (Koblenz), ist als Sieger auf vier deutschen Turnfesten (zuletzt in Köln) in wei- D.: Dr. kremmies. eidgeschworenen der Gemeinde vormittags. Abnahme: Sachbearbeiter für Leichtathletik im Gau Gießen-Wetzlar. Allgemeiner Deutscher Turnerbund. Der Bcrbands-Turntag des Südwestdeutschcn Turnverbandes wurde Samstag und Sonntag, 5. und 6. Oktober, zu Großen-Karben (Gau Wetterau) abgehalten. Nach vorbereitenden Beratungen des Verbandsvorstandes am Samstag nachmittag und nach Begrüßungsworten des Turners Jäckel (Turnge- meinbe Großen-Karben), sowie des Vorsitzenden des .Gaues Wetterau, Fischer zu Friedberg-Fauerbach, eröffnet der erste Verbandsvorsitzende, Lehrer Zöl - l e r aus Hausen, Samstagabend den Derbands- Turntag. Er bewillkommnete Vertreter und Gäste und würdigte die turnerische Arbeit an der Jugend als uneigennützige Aufbauarbeit, die weder metallenen Lohn, noch besondere Ehren bringt, die aber nötig sind, um den Körper der Jugendlichen zu stählen, ihren Mut zu beleben und ihren Willen zu stärken, angesichts des oft harten Kampfes ums Dasein. Der Verband zählt gegenwärtig in den drei Gauen mit rund 110 Vereinen 8000 steuerzahlende Mitglieder, 1500 Jugendliche von 14 bis 18 Jahren und über 1500 Schüler. Die turnerischen Verbandsveranstaltungen des laufenden Jahres, sowie das Bundesturnfest des A.D.T., das im Derbands- gebiet (zu Rüsselsheim) abgehalten wurde, fanden rege Beteiligung, 'glatte Abwicklung und hatten gute Erfolge zu verzeichnen. Das Verbandsturnfest 1 930 soll am 20.Juli zu Steinbach (Kr. Gießen), Gau Lcchn-Dünsberg, stattfinden. Sonntag nachmittag sprach der erste Vorsitzende bas Schlußwort, in dem er ausführte: Turnen, Sport und Spiel betreiben wir in erster Linie nicht um ihrer selbst willen, sondern pls Dienst an der Volksgemeinschaft; denn wir schassen durch die turnerische Tätigkeit Erhöhung des Volkswohls durch Vermehrung der Volkskraft. Turnen, Sport und Spiel sind uns Gesundbrunnen und Kraftquellen, aus denen uns zuströmen: Gesundheit und Schönheit, Kraft und Freude. —r- Handball her Sp.-Vg. 1900. o. Zum ersten Verbandsspiel empfangen am kommenden Sonntag die 1900er die erste Elf des V. f. L. Wetzlar. Ebenso wie die vorjährigen Begegnungen mit den Wetzlarern für die Meisterschaft ausschlaggebend waren, so wird auch diesmal das Treffen den Charakter der Vorentscheidung tragen, dies um so mehr, als der hiesige V. f. D. seine Mannschaft von den Verbandsspielen zurückgezogen hat. Der V. f. L. wird sich bewußt sein, was auf dem Spiele steht und alle Register seines Könnens ziehen. Die Form des Vorjahres scheint die Mannschaft, den seitherigen Privatspielergebnissen nach zu urteilen, allerdings noch nicht wieder gefunden zu haben. Dagegen sind die Spielvereinigungsleute verhältnis- mäfeig rasch in Form gekommen, und sie sollten bei gleichem Elan wie am vergangenen Sonntag dem Lahnkreismeister eine harte Rufe zu knacken geben. Eine Voraussage läfet sich nicht machen. B. f. B. Handball. 23. f. B. hat für die diesjährige Handball-Verbands- spielserie keine Mannschaft gemeldet, sondern will durch Gesellschaftsspiele gegen leichte Gegner fernen Spielbetrieb aufbauen. Einer Einladung der Turn- gemeinde Leun folgend fährt am kommenden Sonn- 1 tag eine aus Aktiven und älteren Jugendlichen bc= eines Naturheilparkes in Mi Barmftahl. DfftnM, - Ueberlinger Münsters; Vcv Copyright by Martin F uchtwanger, Halle (Saale). ■ Ziehungstermin: 20. Wm -rWP MZrr - sich Feuer geben. Der genossene Wein hatte ihre Wangen gerötet, ihre Augen blitzten. Sie fühlte sich wohl wie noch nie in ihrem Leben. >er- ten, teils ißen tock non zum ere 9e' mW SÄjL-- Fußballklub 1926 Großen-Buseck. Rächsten Sonntag fährt die 1. Mannschaft Großen-Dusecks nach Laubach zum fälligen Verbandsspiel. L a u b a ch steht bis jetzt ungeschlagen an der Tabellenspitze, und muß als ernsthafter Gegner bezeichnet werden, zumal sie auf eigenem Platze sehr gefährlich sind. Die körperlich schwache Busecker Mannschaft wird alles aufbieten müssen, wenn sie ein günstiges Resultat herausholen will. Trotzdem Duseck zu guten Leistungen fähig ist, muß man das Spiel als völlig offen ansehen, da beide Mannschaften Sie- gesaussichten haben. Großen-Dusecks Jugend fährt nach Büblingshausen, um der dortigen Jugend das Pflichtspiel zu liefern, äleber die Spielstärke der Gastgeber ist hier wenig bekannt. Die Dusecker werden es nicht leicht haben, den Sieg zu erringen, zumal sie mit Ersatz spielen. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Am kommenden Sonntag stehen sich in Heuchelheim Heuchelheim I und Wieseck I gegenüber. Heuchelheim, das in seinen letzten Spielen eine beachtliche Stärke gezeigt hat, wird am kommenden Sonntag den Vorteil des eigenen Platzes auszunutzen versuchen, um die bis jetzt ungeschlagenen Gaste mit einer Niederlage nach Hause zu schicken. Aber auch die "Gäste sind sich des schweren Ganges nach Heuchelheim bewußt, und sie werden alles aufbieten, um nicht zu unterliegen. Gießen I b hat auf dem Trieb di« erste Mannschaft Großen-Lindens zum Gegner. Nach den Leistungen der Gäste in den letzten Spielen muß Gießen sich sehr anstrengen, wenn es nicht unterliegen will. Wetzlar I ist in Lollar 311 Gast und wird sich trotz aller Anstrengung mit einer Niederlage abfinden müssen, wenn die Einheimischen nicht mit Ersatz antreten. 3n der zweiten Klasse ist Burkhardsfelden in H u n g e n zu Gast. Ob es ihm gelingt, abermals einen Sieg zu erringen, ist ungewiß. Dau bringen I wird sich in Oden hausen gegen die dortige I. Mannschaft abermals zwei wertvolle Punkte holen. Beuern und Grünberg werden sich in Beuern ein ausgeglichenes Spiel liefern. Hachborn wird in Oppenrod auf einen schweren Gegner stoßen, der sich, zumal auf eigenem Platze, nicht schlagen lassen wird. W i e s e ck II ist in Waldgirmes zu Gast, und wird sich, wenn es nicht wieder mit Ersatz antritt, den Sieg nicht nehmen lassen. Rödgen wird in Bellst«in auf eigenem Platze einen harten Gegner haben. Der Ausgang ist offen zu lassen. Klein-Linden tritt in Watzenborn an und wird sich sehr anstrengen müssen, wenn es keine empfindliche Niederlage erfeiben will. Rodheim I und Kinzenbach I stehen sich in Rodheim gegenüber. Der Ausgang dieses Treffens ift .offen zu lassen. In der Jugendklasse spielen: Heuchelheim gegen Wieseck I; Gießen gegen Rodheim: Naunheim gegen Treis: Watzenborn gegen Klein-Linden: Gro- ßen-Linden gegen Wieseck II, jeweils auf dem Platze des erstgenannten Vereins. * herbsikonferen; des 3. Bezirks. Am vergangenen Sonntag fand in Gießen die Herbftkonferenz des 3. Bezirks statt, die sehr stark besucht war. Bezirksvertreter Kuntzemüller gedachte zu Beginn der Tagung in ehrenden Worten der verstorbenen Frauenturnwartin Emilie Linde n st r u t h , Heuchelheim. Dann folgte die Berichterstattung über das diesjährige Bezirksfest in Heuchelheim, das einen guten Erfolg zu verzeichnen hatte. Auch die übrigen Bezirksveranstaltungen nahmen einen guten Verlauf. Hierauf referierte Kreisspartenleiter Schmidt, Frankfurt a. M. über das diesjährige Bundesfest in Nürnberg und interne Organisationsfragen. Weiter gab er Ratschläge über die Werbemöglichkeiten im 3. Bezirk. Sodann wurden die Anträge besprochen und darüber entschieden. Als Ort für das nächstjährige Bezirksfest wurde Wißmar bestimmt. Zum Schluß wurden noch einige Anfragen von Delegierten von dem Vorstand in zufriedenstellender Weise beantwortet. Neue Frankfurter Großsiedlung. WSR. F r a n k f u r t a. M., 9. Ott. Der Haupt- ausschuh der Stadtverordnetenversammlung hat nach dem Projekt der Gartenstadt 21. G., zwischen Riederrad und Schwanheim eine Großsiedlung von rund 8500 Wohnungen zu erstellen, seine Zustimmung gegeben. Vorgesehen sind 5020 kleine und billige Wohnungen, 2400 mittlere Wohnungen und 1100 größere Wohnungen. Die 2lusführung des Gesamtprojekts ist auf fünf Jahre vorgesehen. Der Ge- scuntkostenaufwand beträgt rund 120 Mill. Mk. Das Aktienkapital der Gartenstadt QL G. wurde auf 12 Mill. Mk. erhöht. Die jährlichen Aufwendungen für Zinsen usw. sollen durch die Miete ausgebracht werden. Das Ende eines städtischen Krastomnibusverlehrs. WSR. Wetzlar, 9. Okt. Das Wetzlarer Derkehrsunternehrnen geht zum l.Rov. auf die Reichsp 0 st über. Die Reichspost übernimmt einen Teil des Wagenparks und wird einen Mindestfahrplan, wie er sich aus den Derkehrsbelangen der Stadt ergibt, durchführen. Die Garagen des bisher städtischen Verkehrsunternehmens werden gleichfalls von der Post übernommen, ob pachtweise oder durch Kauf, ist nixf) nicht entschieden. Damit geht ein Unternehmen zu Ende, das vor zwei Jahren mit großen Hoffnungen ins Leben gerufen worden war. Es war trotz aller Reformen und Aende- rung der Wagenthpen nicht möglich, eine Rentabilität herauszuwirtschaften. Die Betriebsverluste erreichten schließlich monatlich annähernd 5000 Mark. Kirche und Schule. Tagung der Oorfkirchenfreunde in Nidda. Am Montag fand in Ridda die diesjährige Tagung der Dorfkirchenfreunoe für das südliche Oberhessen statt. Die Versammlung war wesentlich geringer besucht, als in früheren Jahren, da in den letzten Wochen eine ganze Reihe kirchlicher Qkianftal» tunaen abgehalten wurde. Dekan S c r i b a (Ridda) eröffnete die Sitzung. Dekan Bär, (Lindheim) hielt zunächst, kirchlichem Brauche entsprechend, eine kurze biblische Andacht. Danach berichtete der Vorsitzende über das Wachstum und die Tätigkeit unserer Dorfkirchengruppe im vergangenen Jahre. Um die breitere Oeffentlichkeit unserer Dörfer über die Bewegung auf dem Laufenden zu halten, ward beschlossen, den meistgelesenen Sonntagsblättern vierteljährlich eine Beilage anzufügen, die zumal die Kirchenvor- steher über unsere Ziele und Arbeitsweisen unterrichten soll. Hiernach ergriff Pfarrer Weber (Lampertheim das Wort zu einem von frischer Begeisterung erfüllten Vortrag über „Unsere Aufgabe in Den gegenwärtigen seelischen und wirtschaftlichen Röten des Dorfes". Er legte die Ursachen dar, die zu der gegenwärtigen Zerrüttung unserer Dörfer geführt haben, um darauf in der stillen und geduldigen Predigt vom Kreuz als der Offenbarung des Gerichtes und der Gnade des lebendigen Gottes den vornehmsten Weg zur Ueberwindung der Dorfnöte in unserem Ueber- gangszeitalter zu erblicken. Eine angeregte Aussprache tat kund, daß die angerührten Fragen die Gemüter der Zuhörer lebhaft bewegen. Rachmittags stand die Frage der Volkshochschule zur Erörterung. Die oberhessischen Dorfkirchenleute sind seit etwa Jahresfrist mit der christdeutschen Jugend in Hohensolms in enge Arbeitsgemeinschaft getreten, da ihre letzten religiösen und volk- lichen Ziele sich nahezu decken. Darum war zu der heutigen Tagung der Heimleiter von Hohensolms, Dr. Paul Kammer, gebeten worden, sich über „Die Dorfkirche und die Arbeit der Heimvolkshochschule in Hohensolms" zu verbreiten. In erquickenden Ausführungen erzählte der Vortragende, in welcher Weise man auf der romantisch gelegenen Jugendburg künftige Führerpersönlichkeiten heranzubilden bestrebt ist. Reben praktischen Hebungen steht die Beschäftigung mit den unumgänglichen Wissensstoffen. Wichtiger aber ist die Einfügung der Schüler in die von einem feinen Geiste erfüllte Lebensgemeinschaft zwischen Führern und Schülern auf der Burg. In lebhafter Besprechung gab Dr. Kammer noch manchen Aufschluß über auftauchende Fragen. So stand die diesjährige Tagung wohl an Umfang, aber nicht an innerem Gehalt unseren früheren Veranstaltungen nach. Vermischtes. Statt Hochschule technische Fakultät. Der Reichsoerband der deutschen I n - d u st r i e und der Verein Deutscher Ingenieure haben sich wiederholt sehr nachdrücklich gegen die verschiedenen Absichten von N e u g r ü n - düngen technischer Hochschulen gewandt, und ihre energischen Warnungsrufe haben in der Oeffentlichkeit allenthalben große Beachtung gefunden, so daß von den Gründungsabsichten einiger deutscher Städte 21 b ft a n b genommen wurde. Die UeberfüUung der technischen Berufe und die Aussichtslosigkeit eines beruflichen Fortkommens haben alle verantwortlichen Instanzen und Behörden Daoon- überzeugt, daß Neugründungen van Technischen Hochschulen in der gegenwärtigen Zeit geradezu unsinnig sind. In diesem Zusammenhang wird nun bekannt, daß die Universität Kiel sich mit der Absicht trägt, eine technische F a - kultät als Ersatz für eine neue technische Hochschule ins Leben zu rufen, und es ist von ihr bereits ein Ausschuß für die Einführung des technischen Studiums an der Universität Kiel gebildet worden der eine Denkschrift ausgearbeitet und an alle interessierten Stellen gesandt hat. Sie geht von dem Gedanken aus, daß die allseitig als notwendig anerkannte Reform der akademischen In- genieurerziehung am besten auf dem Boden der Universität erfolge. Nach Hervorhebung der verschiedenen Gesichtspunkte, die für die Verwirklichung dieser Bestrebungen sprechen, gipfelt die Beweisführung in dem Gedanken, daß auf diese Weise mit weit geringeren Mitteln, als sie die Neueinrichtung einer Technischen Hochschule erfordern würde, nicht nur die Verwissenschaftlichung der Technik erreicht, sondern auch die Technik als Bildungselement in die Erziehung der führenden Geistesschichten eingeführt werden könnte. Diese Denkschrift ist sowohl dem V.D.J. als auch dem Neichsverband der deutschen Industrie zugegangen, die in diesen Tagen eingehend dazu Stellung nehmen dürsten. Schon jetzt kann gesagt werden, daß sich beide Organisationen auch gegen diese verklausulierte Neuschaffung einer Technischen Hochschule mit den gleichen Argumenten wie bisher wenden werden. Eine deutsche Südamerika-Expedition. Die Südamerika-Expedition des Jndianerfor- schers Dr. Baeßler, die im Mai von Berlin aus nach Lima in Peru ausreifte, ist dieser Tage in Oroya eingetroffen. Die Expedition passierte auf dem Wege dorthin die höchste Eisenbahn der Welt, die Oroya-Bahn, die in Höhe von nahezu 4000 Meter über die erste Kordillerenkette Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 233. Don I. Hartong. 2. Preis, Keeskemeter Schachklub 1927. 6 5 4 3 2 8 7 1 h 8 5 4 3 2 1 7 6 Weiß. a b Schwarz. d e f g Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt. Weiß: 9 Steine. Kg6; Ld7, f8; Sa5, f7; Bc3, d3, e6, f3. Schwarz: 9 Steine. Kd5; Th4; Lg3; Shl, H3; Bc5, f6, g5, h6. Partie Nr. 162. Nachstehend die achte Partie aus dem Weltmeisterschaftswettkampf zu Wiesbaden, gespielt am 19. September 1929. Damenindisch. Weiß: Dogol ubow. Schwarz: Aljechin. 1. d2-d4 1. Sg8-f6 2. c2 —c4 2. b7-b6 3. Sbl -c3 3. Lc8-b7 4. f2 — f3 Soll den schwarzen Figuren den Einbruch auf e4 verwehren: die Weiße Königsstellung wird jedoch hierdurch etwas gefährdet und der Sgl hat kein nützliches Entwicklungsfeld. 4. . . . 4. d7 —d5 Jetzt am besten, da nun nicht mehr die Festsetzung des Springers auf e5 geschehen kann. 5. c4Xd5 5. Sf6Xd5 6. e2 —e4 6. Sd5xc3 7. b2xc3 7. e7-e6 8. Lfl-b5+ 8. Sb8-d7 9. Sgl-e2 9. Lf8-e7 10. 0-0 10. a7-a6 11. Lb5-d3 11. c7-c5 12. Lei — b2? Der Läufer steht hier exponiert: viel besser war Le3. 12. ... 12. Dd8—c7 13. f3 — f4 ? Dieser Zug schwächt das Zentrum und wird von Aljechin in folgendem meisterhaft ausgebeutet. 13. ... 13. Sd7-f6 14. Se2-g3 14. h7-H5 15. Ddl-e2 Hier erscheint Wohl 15. Df3 besser, um auf 15. .... h4 16.Se2 zu spielen. 15... . 15. h5-h4 16. Sg3 - h 1 Eine rosige Springerstellung. 16. . .. 16. Sf6-h5 17. De2-g4 Weih sollte sich verteidigen, anstatt anzugreifen: 17. Lei nebst evt. 18. Le3 war angebracht. 17.... 17. 0-0-u 18. Tal -el 19. f4 —f5 18. Kc8-b8 Dies schwächt die Mitte noch mehr: es hätte abwartend 19. Te2 geschehen sollen. 19.... 19. e6-e5! 20. d4 —d5 .20. c5-c4 21. Ld3-c2 21. Le7-c54- 22. Shl-f2 22. g7-g6 Die Weiße Partie bricht nun nach wenigen wuchtigen Zügen Aljechins zusammen. 23. fbxgö Etwas länger hingehalten hätte 23. f6 daS Spiel. 23. . . . 23. Td8-g8 24. Lb2-cl 24. Lb7-c8 25. Dg4-f3 25. Tg8xg6 26. Kgl -hl 26. Sh5-g3+ Ein vernichtendes Springeropfer. 27. h2xg3? Auch 27. Kgl scheitert an 27..... Lg4! mit Damengewinn: diese Spielweise war jedoch immer noch besser, als sich in drei Zügen mattsetzen zu lassen. 27. ... 28. Sf2-h3 27. h4xg3+ 28. Lc8xh3 29. g2xh3 29. Th8xh3+ Weiß gab auf, wegen Matt im nächsten Zuge. Aljechin hat diese Partie in seinem bekannten glänzenden Angriffsstile geführt, demgegenüber Bogoljubow aber vollständig versagt hat. Lösung des Problems Nr. 229. Don T. Taverner. l.Ddl—cl! usw. Aus der Schachwett. Das Budapester Schachturnier endete, wie erwartet, mit dem Siege Capablancas, der auS dreizehn Partien IOV2 Punkte erzielte. Den 2. Preis gewann Rubinstein mit 9Vz Punkten, 3. wurde Dr. Tartakower mit 8 Punkten, 4. bis 5. Sir Thomas und Bajda mit je 7Vr Punkten, 6. Steiner mit 7 Punkten: den letzten Preis teilten Colle und Havasi mit je 61/2 Punkten. Es folgen: Przepiorka mit 6 Punkten, Canal und Monticelli mit je 5V2 Punkten, v. d. Borsch mit 4Vr Punkten, Brinckmcnrn mit 4 Punkten und Prokes mit 2 Punkten. Der Schachwettkampf zwischen dem Frankfurter Schachverband und der Main-Taunus-Schachvereinigung fand dieses Jahr zum dritten Male in Bad Soden statt. Frankfurt siegte knapp mit 29:28 Punkten. Die Frankfurter haben somit zwei Siege und ein unentschiedenes Resultat zu verzeichnen. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redakttonstisch. £iebermann-2lnefbo(e. Diese hübsche Geschichte ist einem Berliner Blatt entnommen: Kurz nach dem Kriege besuchte ein russischer Graphiksammler den Direktor des Dresdener Kupferstichkabinetts, um verschiedene Bilder mit ihm auszutauschen. Er hatte es besonders auf Liebe rmannsche Zeichnungen abgesehen, mußte aber zu seinem Bedauern unverrichteter Sache abziehen: freilich nicht ohne vorher von dem liebenswürdigen Direktor eine private Empfehlung an den Berliner Meister erhalten zu haben. — Wenige Wochen später traf Liebermann den Dresdener Kunsthistoriker Unter den Linden und fragte, ob er einen Herrn Rosanow kenne. Aber natürlich, das fei ja der Russe, den er kürzlich ihm zugeschickt habe: übrigens ein höchst seltsamer Kauz, der sich nur für Millets und Liebermanns interessiere. Der Künstler entgegnete: »Wissen Se, Mittet — bet vaschtehe ick nu eejendlich nid)!“ Das Schlimmste. Paul: »Hattest du auch die Masern so schlimm, wie ich sie hatte? Ich mußte drei Wochen aus der Schule fortbleiben." Karl: „Ach, ich hatte sie noch viel schlimmer, ich hatte sie in den Serien.“ führt. In Oroya will die Expedition ihre letzten Vorbereitungen treffen und vor allem die Geschenke für die Indianer, Glasketten, Spiegel, Tücher, Angelhaken und Tabak besorgen. Dann geht es weiter zur den Cho los, den Halbindianern der Hochebene, wo in den einsamen Hohen die ersten Aufnahmen für einen großen Indianerfilm gemacht werden sollen. Die Expedition führt dann weiter über einen Teil der zweiten Kordillerenkette zu dem alten Indianerhäuptling U c u j a l i (weißer Adler), mit dem der Forscher aus früheren Expeditionen bekannt und befreundet ist. Die Expedition wird sich dann auf dem Fluß nach Cozco, der einstigen Hauptstadt des Jnkareiches, begeben. Schließlich sollen noch im südlichen Bolivien bei den Indianern des Gran Chaco, die zum Teil noch im Kannibalismus leben, Studien gemacht werden. Die Expedition wird Ende dieses Jahres in Europa zurückerwartet. 17,88 Mark Hartgeld für jeden Deutschen. Rach einer Statistik der Reichsbant beträgt das Präge-Jst heute bei Zugrundelegung einer Einwohnerzahl von 60 Millionen für den Kopf der Bevölkerung 17,88 Mk., die sich unter Abzug der bereits aus dem Verkehr gezogenen und im Asservat der Reichsbank befindlichen 50-Rentenpfennigstücken aus Bronze auf 16,93 Mark auf Den Kopf der Bevölkerung herabmin- dern. Im einzelnen waren bis Ende Aprll 1929 nach Abzug der wieder eingezogenen Münzen geprägt : 259 Millionen in Fünfmarkstücken, 155 Millionen in Dreimarkstücken, rund 200 Millionen in Zweimark st ücken und 292,6 Millionen in Einmarkstücken. Dis Ende 1929 werden 60,8 Millionen 50-Pfennigstücke, und 87,3 Millionen 50-Pfennigstücke aus Bronze vorhanden sein. An Kupfermünzen werden Ende dieses Jahres 5 Millionen in Zweipfennigstücken und 3,6 Millionen in Einpfennigstücken ausgeprägt sein. Fröhliche Gesichter auch am Waschtage, nachdem die Miele-Elektro-Waschmaschine die Schrecken des Waschtages gebannt hat. Die Miele-Elektro-Wasch- maschine wäscht für 20 bis 30 Pfennige die Vierwochenwäsche einer fünfköpfigen Familie ohne Vor- und Nachwaschen blendend sauber. Der Wäschesatz behält bei der schonenden Behandlung durch die „Miele" lange seinen vollen Wert. Und dabei ein Preis für die „Miele-Elektro", der es in der Tat jeder Familie möglich macht, elektrisch zu waschen! 2769v Für die Gefundheit Jean Weisel, Giefien, Sonnenstrabe 6, Telephon Nr. MM Wntfatasse Natürliches befolge den Rat einer Mutter,die uns schreibt: 1 Pfund 55 Pfennig Dahernur„Sceli9’s kandierten Kornkaffee"das gesunde deutsche Familiengetränk Stdckn’cficri 8420A Aeufoerste Preise Grrohe Auswahl ZEIL 109 FRANKFURT A. M. Frdr.Teipel 7437 V Hillebrandstr 2 Markt 16 Bahnhofstr. 45 Beachten Sie bitte meine Spezialienster Markt 16 06503 1500 qm Saugelande 817IA RASSOL '^Cenner tragen ihn Bai Onkel Na Hi i ll 8423A ocr, t>.5°nl Schmücker-Kleidung 4^/^ Großes Lager In Junker 6 Ruh- und Esch-Oefen. 833 >A 7D86A igetränK doppelt so gut Seltersweg ecke plockstr. dc/tuh(lauS Für die Ge[Undheii Damen und Herren ist Gelegenheit geboten durch Reisetätigkeit viel Geld zu verdienen. Vorzustellen Samstag, den 12. Oktober, 4—6 Uhr, Botel Schflti, bei Münch. dazu passende Hütchen Pullover Kühler-Anzüge Reizende Neuheiten in Stoff- u. Strickkleidchen Kinder-Mäntelchen 1 gr. Fl. Mk. 1.75 ein NORD-WEST SCHUH Kaufhaus Schmücker Ist das größte und bedeutendste Kaufhaus Oberhessens. mengen. Verlangen Sie nur echtes Raffo! in Origmalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Lngel- apotheke ©leben. 3» haben in allen Apotheken. auch alS Lagerplatz geeignet direkt am Bahnhof gelegen .ötfl^ioert abzugeben. Wo? sagt die Ge- sjü l-stelle des Gießener Anzeigers. Herren edeldenkend, ideal veranlagt und in gesicherter Position, die sich nach einem uneigennützigen, geistig vorwflrtsstrebenden Freundeskreis sehnen, ist Gelegenheit geboten, einem Bunde mit sehr großer Verbreitung, der die obigen Ziele verfolgt. beizutreten. Alter nicht unter 30 Jahre. Zuschriften erbeten unt. 06499 an den Gießener Anzeiger. Für denWinterbedarf la Speise- and Sälalkarlolieln Zwiebeln haltbare Ware, zum billigsten Preis W. Hanke! Iw. Reuen Baue 7, Televb. 2612. 242D J. B. HAUSER. GIESSEN AM OS WAL DSCARTEN Margarine Rama im Blauband Schmücker dient heute auch der verwöhnten Dame und dem gut angezogenen Herrn als vorbildliche Ein- kaufsstätte. Deshalb rate ich Ihnen, tragen Sie die gute Alle Schweine, zürückgebllebene?nd solche mit steifen Deinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes J. Pfeffer Spezialhaus für Damenkonfektion Mantelstoffe In allen Stoffarten und Preislagen Mantelfutter sowie Fell-Plüsche für Mäntel und Besätze in riesengroßer Auswahl zu meinen bekannt niedrigen Preisen Ul«! Mffi! Besucht morgen den Wochcnmarkt und Sie kaufen günstig: uo524 schueeweltzsn MumenkohS ausnahmsweise grobe Exemplare ditke, sütze Trauben sowie soldseSbe Bananen. PinksBananenftand gegenüber der Reithalle. Als größtes Pelzhaus mit der größten Maßkürschnerei bieten wir durch direkten Roheinkauf außergewöhnliche Vorteile ist alles Stilgerecht Vom Klubsessel angefangen bis zum Ofen hat alles moderne Linie. Jawohl auch der Ofen. Man hat doch heutzutage nicht mehr die verschnörkelten und verzierten Oefen von früher. Frank und frei sollen alle Gegenstände sein, nur dem Zweck angepaßt. Und so sehen die modernen „Oranier“ - Oefen aus, die dazu - und in erster Linie natürlich - vorzügliche Wärmespender sind - bei geringem Verbrauch an Brennmaterial. Sehen Sie sich einmal so einen mod.,Oranier*, wie Ihn Onkel Mollig hat, bei mir an. Jetzt zum Winter können Sie gut einen gebrauchen. Men dem Frankfurt«"' 1 der Mam-Taunus-Lchachver, - es2ohr zum dritten Male n I Frankfurt siegte knapp mii Sic ürankfurter haben [omilj n unentschiedenes Resultat z: Narrenkappe. Parren dvm RedakttonStisch, imnanll-Anekdale. Echte ist einem Derlins Kriege besuchte ein russische den Direktor des Dresden- ts, um verschiedene Dilder n. n. Er hatte es besonders c. ch e Zeichnungen abgesehen wem Deöauern uMrrich!^' rei/kch nicht ohne vorher :n Direüor eine prifa/c £"•’ berliner Weister «W" > Wochen später tras 2uLx:< ict KunMvriler Unter ta ob er einen Herrn Ivsanc- dich, bo8 sei ja tet M ner Stau», der sich nut Jl Liebermanns mteresim iconete: .Dissen S^, Met- . ick nu eejendlich nichk Vas Schsima-stc- im auch die Masern so MM mußte drei Wochen aus M ich Me sie in bei Serien ier «chachwelt, Schachturnier endete foi» 10 / 2 Punkte erzielte ymftem mit 9‘/. bkm6 Ht.229. •• Tadtrner. ’8' Xc8.bg 20 «'ti! n 4^ UZ 1 s4c& IN a"lh 5 ^S'rrfen te •t tot -sMSi ;;5'ä Gunschnh-Besoliluiig sowie jegliche Reparaturen an Luft- und Wasserkissen werden gut und preiswert ausgeführt in der Eetmhinstafldselzangswerkstätte „Hansa“ Inhaber: K. Sdieuerlein Brandgasse 5. |)651U WmWl zu verkaufen in Hessen, Nähe Gießen. Größe des Grundstücks 791 qm, davon bebaut 253 qm. Neubau, ca. 60 Arbeitsplätze und Nebenräume. Arbeitskräfte am Ort vorhanden. Schrift!. Anfr. erbeten unter H. Z. 7616 (8412V) an den Gieß. Anz. L mim Plockstraße 16 STOFFSPEZIALHAUS 842IA slirhniknmlaflE Ihbenieur-Schule uTm Mascn/nenoanEleKfro. Hnrh.ii Tief bin. Toninuustrie Wirlmtlttar-AbttllMft* Shi'Kni*». Lehrpläne frei. Verbindungs stücke in schöner Auswahl besonders preiswert im großen Ausverkauf Tapetenhaus Ferd.Nennstiel I Plockstraße 14 8349A GegenHaaraussatt Schuppen, Jucken der Kovshaut, das altbewährte echte Brenneffrlbaarwasfer v. Hosavotheker Schaefer, fein vartüintert. Flaschen mitbringen. l/4 Liter 0.75 tR’DL Liter 1.25 RM. Aü.-Vertretg.: Kosm. I Abt. Engel-Apotheke.1256V Bananen täglich frisch Pink Schulstr. 5. Tel. 2103 neben Gieß. Anz. 6 wöch. Kochkorse iüp Haos and Beroi Bad-Nao heim, Kurhelm Paul. Küchlerstr. 4. M(II Betr.: Vergleichsverfahren über das Vermögen der Firma Gebr. Weil in Gießen und ihrer Inhaber Frau Witwe Weil und Emil Mannheimer in Gießen. 8439D Beschluß. Das allgemeine Veräußerungsverbot vom 21. September 1929 wird aufgehoben. Gießen, den 30. September 1929. _________ Hessisches Amtsgericht.__________ I()=Q sehr gute Qualität 1 Paar Handschuhe für Damen mit Stulpe 2 m Grubentuch 1 Serviette 1 Frottiertuch 1 Halskette 1 Büstenhalter 1 Knabenschürze 1m bedruckte Crepe de-Chine-Band 3 Gläsertücher 1 m Sportflanell 1 ovale Decke 2 m Hemdentuch 4 Taschentücher mit Häkelkante 1 Wildledergürtel imitiert 2 m Handtuchstoff 1 Armblatt 3 m Stickerei 1 Ansteckblume - 1 Strumpfbandgürtel 1 Paar Socken 2 Ripskragen 1 Kinderschlupfhose 1 Korsettschoner 1 Paar gestr. Kinderhandschuhe 1 Milieu 1 Kapuzinerkragen aus Bretonnespitzen, ganz moderne Form 1 Lackgürtel 3 m Klöppelspitze 5 m Barmer Bogen 3 m Wäschebesatz 5 Knäuel B’wolltwist 4KnäuelSeidentwist 1 Dutzend Wäscheknöpfe 1 Spültuch i 1 Kinderhemd 1 Kinderjäckchen 2 Taschentücher mit Häkelkante 36 Stück Sicher- L heitsnadeln Dtzd.Zierknöpfe 1 Bettvorlage U in schönen Dessins U 1 m Schürzenstoff U waschecht, gute Qualilät, W 6 St. Damentaschentücher W mit Hohlsaum W'l eme ■ # V zü T;7^: j ' ... Vu'-v. • V * Besuchen Sie die große Handarbeits-Ausstellung I im Hotel Prinz Carl, Gießen, Seltersweg 40 8303A Eintritt frei! Gßöffnpt* Freita9. denn. Oktober UlllUIll llöi. ^eunnei. Samstag, den 12. Oktober Sonntag, den 13. Oktober jeweils vormittags 11-1 Uhr nachmittags 3-7 Uhr Besichtigung zwanglos! Kein Verkauf! Fulda Marktstraße 17 Würzburg Augustinerstraße 1, Markt 3 _____8J84A Aschaffenburg Landingstraße 6 8431A Sommerprossen auch in den hartnäckigsten Fällen, werden in eininen Tagen unter Garantie durch das echte, unschädl. Telntverschvnerungö- mittel „Venus" Starke B. beseitigt. Meine Schälkur. Preis J<> 2.75. Nur zu haben bei Drogerie O. Winterboff, Kreuzvl. 9 10 Hindenburg Drogerie, Seltersweg 68a. Gießen: Bahnhofstraße 58 Wetzlar (Lahn) Lahnstraße 37 Warme Schuhe Große Auswahl / Billige Preise M iflöB im WWMiiiie neuem sei»? Er muß gut heizen, sparsam brennen, muß preiswert und dabei eine Zierde für das Zimmer sein! Solche Oefen finden Sie in reich- haltiger Auswahl bei August Lotz Eisenwaren Wieseck / Fernspr. 3079 Fachmännische Beratung über Heiz, leifiung, Naumgröße, Kalteeinwir- kung usw. Zeder Ofen wird ohne Mehrberechnung garantiert rauch- und rußsicher aufmontiert mu9d durch eleganteStriimpfe in Wolle, Flor u. Seide Nur erprobte,haltbare Qualitäten in allen Modefarben, bei Karl Jöckel Plockstr.11 • Fernsprecher 2449 Verlangen Sie meine Strumpf-Gutscheine ____________________ 8407U Damenfrisieren Shampoonieren mit prima Ondulation Bubikopf-Schneiden (vollendeteAusführung) sowie Maniküre und Vibrationsmassage 244d Beruh. Dosch Damen - und Herren - Friseurgeschäft Neuen Baue 12, Ecke der Weidengasse 7 o u »=.. t ZD braun 095 16.50, 14.50, 12.50, U Damen-Lack-Spangenschuhe £95 viele mod. Ausführungen, 15.50,12.50, 9.50, U Modefarbige Damen-Schuheaparte 075 neue Kombinat., 16.50,14.50,13.50,12.50,10.90, W Herren-Lack-Halbschuhe 075 mod. Formen, weiß gedopp., 18.50,14.50,12.50, V Herren-HalbschuhebeliebteAusführung 095 schwarz.................... 16.50, 12.50, V SCHMUCKER.