rm rkauf b Bahnhofstraße 81. Toreingang itände wie; Damen- liderstotie, Weiß, h- u. Leibwäsche, Krawatten usw. auf d e bisherigen jereumt werden. Mr -AM üHM Utti EM lienW jonuor, abends 8 OH )ohamessaal iOn Pfarrer AuSfeld- flJner kaieWMÄ W.n-ku StMiW e,6(fiule unH® Mcher mitbringen Kundes milltommefl HD I ui» ED orgen vertag. teil Nr. 9 Erstes Blatt 179. Jahrgang Zreltag, si. Januar 1929 Erscheint täglick,mrtzer Sonntags und Feiertag». Beilagen Die Illustriert, Gießener FamilienblLtler Heimat im Bild Die Scholle. vezugsprei s für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter« fcheinen einzelnerRummern mfolge höherer Gewalt. Fernfprechanfchlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Eiehe». pofischecktonto: zrankfnrtam Main 11686. GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck vnd Verlag: vrühl'fche Univerfitittr-Voch- v«d $teMru 5 z Was wollen die Kroaten? (Skuptschina) erschossen wurde, verlangen nun die Einteilung des Landes in die historisch gewordenen Landesteile mit weitgehender Autonomie. Diese Landesteile sind: 1. das eigentliche Serbien: 2. Kroatien mit Slawonien und Dalmatien (bis 1918 Teile von Oesterreich-Ungarn): 3. Slowenien (bis 1918 österreichisch): 4. Bosnien und Herzegowina (bis 1918 Oesterreich-Ungarn gehörig): 5. Woidwodina (bis 1918 ungarisch): 6. Montenegro (bis 1918 selbständig): 7. Mazedonien (bis 1912 türkisch). Unsere Karte veranschaulicht diese von den Kroaten geforderte Einteilung, die in den unausbleiblichen Auseinandersetzungen der nächsten Zeit eine ausschlaggebende Rolle spielen wird. Kroatien und die Diktatur. Schärfste Opposition. - Zensur in Agram B u d a p e st, 10. Ian. (WB.) Der Kroatenführer M a t s ch e k äußerte gegenüber dem Sonderberichterstatter des „Pesti Hirlap", es sei eine Torheit, ihm eine Aeußerung zuzuschreiben, als ob die Kroaten mit der jung st en Wendung zufrieden wären. In Kroatien und im Generalstab sei die Meinung allgemein, daß die Diktatur sich gegen die Existenz des Kroatentums richte. Auf serbischer Seite gebe es kein einziges Mitglied der Regierung, das parteipolitisch nicht exponiert wäre. Um dem Ausland Sand in die Augen zu streuen,, habe man auch drei Kroaten in das Kabinett aufgenommen, die tatsächlich außerhalb jeder Partei stehen. Die Ernennung von Churlage zum Finanzminister betrachteten die Kroaten als eine Provokation. Er sei von Serbien zum Finanzminister bestellt worden, weil man glaube, daß die Auslandanleihe leichter zu erhalten sei, wenn man sagen könne, der Finanzminister sei ein Kroate. Die Kroaten, fuhr Matschet fort, erklären der Welt, daß sie die Anleihen der Diktatur nicht anerkennen werden. Verpflichtend für Kroatien ist nur eine vom kroatischen Gabor beschlossene Anleihe. Die Kroaten fühlen instinltiv, daß die Diktatur sich gegen ihre Selbständigkeit s- und Freiheitsbewegung richtet. Sie wissen recht gut, dah schwere Tage folgen werden. CS handelt sich jedoch um den letzten Unterdrückungsversuch. Mißlingt dieser, so wird es kein Mittel mehr geben, um die Kroaten im S.H.S.-Staat behalten zu können. Don kroatischer Seite wurde keine einzige Stimme laut, die sich über die Diktatur gefreut hätte. Anderslautende Rachrichten find Lüge. 3m Agrarner Bezirk wird Briefzensur ausgeübt. Den Kroaten werden Auslandpässe verwei- g e r t. Seit Ausrufung der Diktatur ist Kroatien geradezu hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen. Deshalb vermag die Diktatur im Ausland Rachrichten über eine Freude der Kroaten zu verbreiten. Die Kroaten wissen, daß die Diktatur keinen provisorischen, sondern dauernden Charakter hat und den Zweck verfolgt, mit Hilfe des Absolutismus das zu erreichen, was mit anderen Mitteln nicht möglich war: nämlich die 6erbifierung der Kroaten. DerZchlungMschlanHemianllMchling. Berlin, 11. 3an (Priv.-Tel.) 14 441,41 Franks zuzüglich 1 Frank für Porto soll der saarländische Großindustrielle HermannRöch- ling binnen einer Woche zahlen, widrigenfalls diese nicht ganz unbeträchtliche Summe durch Zwangsvollstreckung erhoben werden soll. So will es daS Derkehrssteueramt in Metz, das auf Grund ungeklärter Zusammenhänge sich dabei irgendwie auf die 1919 gegen Röchling verhängte Strafe von 10 3ahren Zuchthaus, 13 3ahren Landesverweisung und 10 Millionen Geldstrafe in Frank wegen „Raubes, gewaltsamen Diebstahls und sonstiger Verbrechen" bezieht. Run ist es nicht das erstemal, dah Röchling solche Briefe erhält, und er selbst ist der Auffassung, dah der seltsamen Aufforderung keine Weiterungen folgen werden, daß es sich vielmehr um einen formalen Aki handelt, der lediglich die Verjährungsfrist unterbrechen will. Das ändert aber nichts an dem grotesken Zustand, dah Frankreich noch heute sich auf die brutalen und irrsinnigen Urteile französischer sogenannter Militärjustiz aus der ersten Besahungszeit bezieht, in einer Zeit, in der auch die französischen Staatsmänner wenigstens mit dem Munde die Liquidierung des Krieges und seiner Folgen für das große Ziel europäischer Politik erklären. Es sieht fast so aus, als habe das Metzer Derkehrssteueramt von Paris die Aufgabe zuerteilt erhalten, diese Phrasen durch die Ausgrabung uralter Fossilien gründlich zu widerlegen. Aber seltsamer noch als die Tatsache dieser Zahlungsaufforderung an sich ist eigentlich die, dah die Regierungskommission des Saargebietes sich dazu hergegeben hat, diesen Brief an Röchling w ei t e rzu l e i ten. Ist denn diese Regierungskommissiem, deren Mitglieder in Genf vom Völkerbunde ernannt werden, und unter denen sich auch Vertreter der deutschen Saarbevölkerung befinden, ein Briefträger französischer Behörden? Oder ist sie nach dem Saarstatut eingesetzt, um die Interessen der Bevölkerung des Saargebietes wahrzunehmen? Der ganze Irrsinn des gegenwärtigen Saarregimes kann nicht deutlicher demonstriert werden, als durch dieses Vorkommnis. Der Brief an Röchling wird, be8 kann man Wohl gewiß fein, seinen Weg durch die Pvesse der ganzen Welt machen. Es ist beim besten Willen nicht möglich, ihn so zu kommentieren, daß der Leser nicht den Kopf schüttelt über das Groteske und Irrsinnige dieses Vorgangs. Das hat daS Metzer Verkeyrssteueramt sicher nicht beabsichtigt, aber das ist nun einmal das Schicksal ausgesprochener Dummheiten, daß sie andere Folgen nach sich ziehen, als ihr Urheber hofft. Auch die seyr deutlichen Worte, zu denen dieser Metzer Brief den Industriellen Röchling selbst veranlaßt hat, werden sicher weder In das Pariser noch in das Metzer Konzept passen. Man kann nicht prägnanter sein, als diese Antwort, die von den Franzosen erklärt: „©ie reden von Friedenssehnsucht und halten die größte Armee in Europa. Sie unterzeichnen den Kelloggpakt gegen den Krieg und geben gleichzeitig Milliarden und aber Milliarden für Rüstungen und Befestigungen gegen Deutschland aus. Sie triefen von Freundschaftsbeteuerungen gegenüber dem deutschen Dol e und sorgen gleichzeitig dafür, daß die haßerfüllten bornierten Kriegsgerichtsurbelle aufrechterhalten werden." Englische Kritik. London, 10. Jan. (WB ) Der „Manchester Guardian" bezeichnet in einem Leitartikel die Forderung des französischen Steueramts in Metz an den Großindustriellen Hermann Röchling als einen Mißgriff und hebt hervor, daß Röchling d i e hervorragend st ePersönlichkeitindem Saargebiet ist, dessen Schicksal 1935 durch Volksabstimmung entschieden wird. Das Blatt bemerkt: Jedermann weiß jetzt, daß die Volksabstimmung den überwältigenden Wunsch der Saarbeoölkeruna bekräftigen wird, zu Deutschland zurückzu- kehren. Zum Schlüsse betont dos Blatt, daß auf keinen Fall französische Gendarmen einen widerspenstigen Schuldner auf einem vom Völkerbund verwalteten Gebiet verhaften können. t>eira und den Kanarischen3nseln gehen. Die Fahrtdauer wird jedesmal etwa 48 Stunden betragen. Ihnen folgen im Mai bis 3uli die beiden großen Amerikaflüge, für die sowohl Fahrgäste wie Post und Pakete zugelassen werden. Sollte bis dahin die Beschaffung der erforderlichen Mengen Antriebsgas mög'ich fein, so könnte das Luftschiff nach Detriebsstoffergän- zung in Amerika den geplanten W e l t r u n b - flug über den fernen O st en antreten. Dr. Eckener erklärte zum Schluß, daß das Luftschiff stabil genug sei, um allen Beanspruchungen stand zu halten. ES sei lediglich ungeeignet für flug- planmäßige Ozeansahrten, weil feine zu schwache Maschinenanlage ein pünktliches Hinhalten der Ankunftzeitey nicht gewährleiste. Oos Wiederaufnahmeverfahren des Oberleutnants a. D. Schul; obgelehnt. Wie eine Korrespondenz erfährt, hat das Landgericht Berlin den Antrag des zu langjähriger Zuchthausstrafe verurteilten, aus dem Femeprozeß bekannten Oberleutnants a. D. Paul Schulz als unzulässig verworfen. Schulz hatte Ende des Jahres 1928 den Antrag gestellt, zur Begründung der Wiederaufnahme des Verfahrens aus der Haft entlassen zu werden. doch war dieses Gesuch von den maßgebenden Stellen a b g e l e h n 1 worden. Schulz stützte sich bei seinem Antrag darauf, dah sich im Wllms-Prozeh, in dem er bekanntlich zum Tode verurteilt worden war, neue Tatsachen ergeben und daß auch Zeugen sich nachträglich gemeldet hätten, die ihn belastende Momente erschüttern könnten. Der Verteidiger von Schulz, Professor Grimm- Essen, hat nun gegen die Ablehnung des Wiederaufnahmeverfahrens Beschwerde eingelegt, und das Kammergericht wird sich in nächster Zeit endgültig mit der Entscheidung zu befassen hoben. Der Untergang des „Malakoff", An Bord des Dampfers „Dille de Paris" sind in Marseille drei Ueberlebenbe des untergegangenen Dampfers „Malakoff" eingetroffen. Sie berichten, daß der Dampfer am 2. Januar gegen 9 plhr abends bei den Balearen auf ein Felsenriff gelaufen und rafch gefun- k e n sei. Ein Rettungsboot mit 20 Wann der Besatzung fei ausgesetzt worden. Ob später noch ein zweites Doot ausgesetzt wurde, konnten die ileberlebenben nicht angeben. Der Kapitän und der 1. Offizier des Dampfers seien auf dem sinkenden Schiff verblieben. Aber auch das erste Rettungsboot sei infolge des hohen Seeganges umgeschlagen. Den drei Ueberlebenöen fei es gelungen, sich auf eine kleine Jacht zu retten, die sich unter der Fracht des „Malakoff" befunden hatte und die sich nach dem Unglück zunächst über Wasser halten konnte. Rach sechstägigem War- t e n wurden die drei Lieberlebenden von dem Dampfer „Dllle de Paris" ausgenommen. Schmuggel aus Gefälligkeit. Bei den Berliner Finanzbehörden schwebt gegenwärtig eine Untersuchung gegen zehn Domen der besten Berliner Gesellschaft wegen gewerbsmäßigen Schmuggels zwischen Italien und Deutschland. Die Straftaten, die den Damen zur Last gelegt werden, entbehren nicht einer gewissen Tragikomik, denn alle Domen sind Mitglieder eines der vielen Bridgeclubs, die es gegenwärtig in Berlin gibt. Die Prästdentin des Bridgeclubs ist die Witwe eines bekonntcn Berliner Anwaltes und Iustizrots, die längere Zeit des Jahres in italienischen Badeorten verbrachte, wo sie regelmäßig den Besuch ihrer Bridge- freundinnen empfing. Wenn diese Damen wieder nach Berlin zurückkehrten, bat sie, die Frau Justizrat, stets um eine „kleine G e fä lI_i g f e i t", die darin bestand, daß sie einige Schals, Stickereien und Spitzen für sie mit nach Berlin nehmen, und solange aufbcwahren sollten, bis sie nachkäme. Bei der großen Zahl der Damen kamen auf diese Weise beträchtliche Mengen über die italienisch, deutsche Grenze, und die Frau Iustizrat fand dann in Berlin sehr schnellen reichlichen Absatz für die Dinge, die infolge des niedrigen Preises sehr beliebt waren. Gegen die Beteiligten ist ein Verfahren von den Finanzbehörden eingeleitet worden. Der Film „Sf< Hellseherin" bleibt verboten. Die Filmoberprüfstelle hat bas von der Film- prüfstelle ausgesprochene Verbot des FilmeS „Die Hellseherin", in dem die durch ihren Prozeß in 3nsterburg bekanntgewordene Frau Günter- Ges fers die Rolle der Hellseherin spiell, bestätigt. Kriminalrat © en n a t vom Berliner Polizeipräsidium erklärte als Sachverständiger, dah die Kriminalpolizei nach dem Kriege e i n besonderes Verfuchsdezernat eingerichtet habe, in dem alle die Fälle nachgeprüft worden seien, in denen angeblich der Tatbestand durch Hellsehereiaufgeklärt sein sollte. Die Rachprüfung aller dieser Fälle sei aber negativ verlaufen. Gerade Frau Günter- Geffers habe in der letzten Zeit verschiedentlich versucht, Kviminalfälle aufzuklären, jedoch stets ohne Erfolg. Bei jedem großen Kriminalfall werde die Kriminalpolizei von Hellsehern, Astrologen,^ Radiologen usw. überlaufen, die als unerwünschte Mitarbeiter angesehen würden und der Kriminalpolizei durch falsch? Spuren ungeheuere Arbeit verursachten. Man könne sogar direkt von einer Hellseherindustrie sprechen. Die Filmoberprüfstelle kam nach längerer Beratung zu einer Bestätigung des Verbotes, well der Film geeignet sei, die Orffent- lichkell irrezuführen. Ein haus unter Gas. In dem Hause Potsdamerftrahe 17 in Spandau erkrankten drei Personen an einer leichten Gasvergiftung. Die ganze Wohnung war von Gasgeruch erfüllt, obwohl sich in chr keine Gasleitung befindet. Die Berliner Gaswerke ermittelten spät in der Nacht den Grund für das Ausströmen des Gases. Es war ein unter der Straße liegendes Gasrohr gebrochen. Man nimmt an, daß die Leitung unter den allzu starken Erschütterungen, denen die Strotze durch den Autobusverkehr ausgesetzt ist, gelitten hat. Durch die starke Kälte ist der Boden gefroren und hat so die Weiterleitung der Erschütterungen begünstigt. Oie Wetterlage. 3eydl5f. .Nordoy i TtiörSu iStodch Freitag, d.1O.Jan.1929. 7b abds. Parti - 6 rav Jfrankt G weflrefwoi o neuer. O n,w oedettt ® wofwio. • »edtcet, • * Sehnet »Graupeln w Nchel K Grwit'rr,(g)Winlt ein z,ü' ***( t'2?*1 krt»t terleitung der Erschütte. ierlage. Körrf-fr© J m,6W<51 .»i V” Lo<"^ fluß Ä« veiler oft Samsiofl . für OudJ E g. inzellen W'sonn- chle" Mtlerlage- . .6,3 Grad ShS-S- j; am lu murdc der damals 26jährige Gelehrte Mitherausgeber der Zeitschrift für (neu-) französische Sprache und Literatur, die er seit 1891 allein redigiert. 1890 folgte Behrens einem Ruf als ao. Professor nach Jena, im folgenden Jahre als o. Professor nach Gießen, das ihm in den $8 Jahren seines Hierseins eine zweite Heimat geworden ist. Während seiner langen wissenschaftlichen Tätigkeit hat Behrens seine Kraft vornehmlich in >en Dienst der historischen Erfassung der romanischen Sprachen gestellt. Eine Reihe von mehr »der weniger umfangreichen Werken und Auf- iShen sind der Gr Forschung sprachlicher Probleme gewidmet. Die französische Mundartforschung hat durch verschiedene seiner Beröfsentlichungen bedeutende Forderung erfahren. Daneben hat den Jubilar seit seiner Habilitationrschr ft die Frage der wechselseitigen Beeinflussung des Französi- ichen und des Englischen bzw. Deutschen immer Dieder angeregt. Vor allem sind hier zu nennen (eine Arbeiten: Beiträge zur Geschichte der französischen Sprache in England! (1887), Die französischen Elemente im Englischen (1891 f.),_ Deut- 'ches Sprachgut im Französischen ,1924), Englisches Sprachgul im Französischen (1927). In den beiden zuletzt genannten Arbeiten wird die Geschichte der inS Neufranzösische ei "gedrungenen deutschen bzw. englischen Fre rter an Hand bet kulturgeschichtlichen Wicklung in anregender Weise aufgeh.- Tenr Studierenden unentbehrlich ist die in zwölf Auf° logen vorliegende, mehrfach auch ins Französische übersetzte Grammatik des Altfranzösi- schen. Dieses in seiner ersten Anlage auf Lduard Schwan zurückgehende Werk wurde nach dessen frühem Hinscheiden von Behrens _ vollständig umgearveitet und durch unermüdliche Weiterarbeit zu einem stattlichen Band ertoeitett Auf der Höhe wissenschaftlicher Forschung gehalten, gibt es auf Fragen der historischen Grammatik zuverlässige Auskunft. Neben biefen und anderen umfangreichen Werken stehen zahlreiche kleine Wortbiographien, die Einblicke in das Leben der Sprache bieten und reiche Erkenntnis ermitteln. Von besonderer Bedeutung für die Gießener Gelehrtengeschichte sind des Jubilars Leröfsentlichungen über den aus Gießen stammenden Begründer der romanischen Philologie Friedrich Diez und über die Geschichte deS neusprachlichen Unterri ch t s an der Universität Gießen. GtLndliche, gewissenhafte Beobachtung der Tatsachen, kritisch besonnenes Mrteil. Streben nach Vertiefung der Probleme zeichnen alle Arbeiten des Jubilars aus. Auf die gleichen Grundsätze gründet sich die Methode, die Behrens art seine Schüler weibergegeben hat und die in zahlreichen von ihm angeregten und mit seiner Hilfe zum Abschluß gebrachten Dissertationen angetixmbt ist. Dielen Studentengenerationen hat er das geistige Rüstzeug für ihren Beruf vermittelt, in vielen die Lust an philologischer Forschung geweckt und gefördert. Ville sind ihm über ihre Studienzeit hinaus in Liebe und Verehrung verbunden geblieben und gedenken in Dankbarkeit nicht nur des Forschers, sondern auch des Menschen. Vornehme Bescheidenheit. unbedingte Offenheit und etn feiner Humor sind die Grund- züae seines Wesens. In seinem eisernen Pflichtgefühl und in seiner hohen Auffassung von der Wissenschaft streng gegen sich und andere ist er doch im innersten Herzen gütig und wohlwollend allen denen begegnet, bei denen er ernstes Streben wahrgenommen. Die Gießener Studenten der romanischen Philologie verdanken ihm vor allem auch den Ausbau der Seminarbibliothek. den er mit Energie und Geschick durchzuführen bestrebt ist. Wögen dem Jubilar noch viele glückliche Jahre im Kreise feiner Familie, Freunde und Schüler beschieden fein, möge es ihm vergönnt fein, noch lange in rastloser und erfolgreia)er Arbeit der Wissenschaft zu bienen! Straßenbahn und Settersweg. In Nummer 300 des „Gießener Anzeigers" vom 21. Dezember 1928 berichteten wir von einem Borschlage des Polizeiamts an die Stadtverwaltung, die beiden Straßenbahnlinien vom Bahnhof bis zum Marktplatz auf einem Gleis verkehren zu lassen, und zwar entweder durch die Bahnhofstraße oder durch den Seltersweg. In dem diesbezüglichen Schreiben des Poli- zeiamtes an die Stadtverwaltung wurden weiter die Berkehrsverhältnisfe im Seltersweg erörtert. Der Vorschlag des Polizeiamts lief darauf hinaus, den S t r a ß e n b a h n b e t r i e b im Seltersweg einzu st eilen und künftig die Elektrische nur noch durch die Bahnhofstraße fahren zu lassen. Die Stadtverwaltung leitete diesen Vorschlag des Polizeiamtes dem V e r k e h r s v e r e i n zu mit dem Ersuchen um Stellungnahme. Nachdem der geschäftsführende Vorstand und der Ausschuß des 'Verkehrsvereins am Dienstagabend sich in einer internen Sitzung eingehend mit dem Vorschläge des Polizeiamtes beschäftigt hatten, fand gestern abend im Hotel „Prinz Carl" auf Einladung des 93er« kehrsoereins eine Versammlung der A n - wahner des Seltersweges statt, um zu dieser Angelegenheit die Stellungnahme derHaupt- interessent'en berbcizuführen. Die Versammlung war sehr gut oesucht. Nachdem der Vorsitzende des Verkehrsvereins, Stadto. Schwieder, zu Beginn der Sitzung aufgefordert hatte, es mochten sich — da der Vorschlag des Polizeiamtes angeblich auf einen Wunsch von Seltersweg-Anwohnern zurückzuführen sei — diejenigen melden, die diese Empfehlung dem Polizeiamt gemacht hätten, erklärte Privatier W o h l m u t h , der Vorschlag der Stillegung der Straßenbahn im Seltersweg sei vor gut einem Jahre von dem Beigeordneten Dr. Hamm gelegentlich einer Konferenz mit dem Ausschuß des Seltersweg-Dereins über die damals akute Frage der Verkehrsregelung im Seltersweg gemacht worden. Diese Anregung fei in vertrau- sicher Sitzung gegeben worden, und der Ausschuß der Seltersweger, der dem Vorschlag sympathisch gegenübergestanden habe, weil durch feine Verwirklichung angeblich der freie Autoverkehr im Selters- weg zu erlangen gewesen fei, habe den Vorschlag auch streng vertraulich behandelt. Die Sachlage habe sich nun aber vollständig geändert. Der Ausschuß des Selterswegvereins empfehle auf das dreingendste, unter keinen Umständen in hie Stilllegung der Straßenbahnlinie im Sel- tersweg einzuwilligen, vielmehr mit allen Nachdruck darauf hinruwirken, daß unsere Straßenbahn in ihrem jetzigen Betriebe in vollem Umfange aufrechterhalten, also keine derbeidenLinien st i l l g e l e g t werde. Bon den weiteren Rednern des Abends erklärte Frifeurmeister Koch, daß der Still- legungsvorfchlag eigentlich weniger von Dr. Hamm, sondern vor allem von Oberbürgermeister Dr. Kel - l e r gemacht worden sei. Der Ausschuß des Selterswegs habe ernstlich aber nicht daran gedacht, dieser Empfehlung Folge zu leisten. Als im weiteren Der- laufe der Aussprache Immer wieder die Frage aufgeworfen wurde, wie es denn komme, daß dieser Vorschlag jetzt wieder auftauche, wurde von einem Mitglied des Verkehrsoereins-Dorstan- des aufklärend bemerkt, daß kürzlich gelegentlich einer Sitzung auf dem Kreisamt über Verkehrsfragen von Polizeiamtsseite aus die Anregung zur Stillegung einer Straßenbahnlinie zwischen Marktplatz und Bahnhof gegeben worden fei, jene Anregung dann ihren Niederschlag in dem erwähnten Schreiben des Polizeiamts an die Stadtverwaltung fand und dieses nun die Grundlage der gegenwärtigen Erörterung bilde. Der her Aussprache, die sich über mehre« Stunden hinzog. kam eine große Anzahl Redner zu Wort. Sämtliche Sprecher erllärten sich mit aller Entschiedenheit gegen die Einstellung des S t r a ß e n b a hn be t riebs im Seltersweg, wie überhaupt gegen jede Stillegung einer der beiden Linien oder eines ihrerTeile. Zur Befriedigung des berechtigten Verkehrsbedürfnisses der Bürgerschaft, wie auch im Interesse der Geschäftstoelt fei es unbedingt erforderlich, daß der Stratz e n d a h n b e t ri e b in seinem gegenwärtigen Umfange auf beidenLinien aufrechterhalten bleibe. Einer etwaigen Stillegungsccktion von behördlicher Seite werde man in nachdrücklicher Geschlossenheit entgegentreten: man werde dann auch nicht versäumen, sofort beim Ministerium in Darmstadt eingehend begründete Beschwerde zu erheben. Schließlich wurde in vollster Einstimmigkeit eine Entschlietzung angenommen, die zum Ausdruck bringt, datz eine Stillegung irgendeiner Straßenbahnlinie oder einer Teilstrecke unter gar keinen Umständen vorgenommen toerden dürfe. Die einhellige und entschiedene Äunbgebung des Willens der Versammlung, die sich in dieser Stellungnah re einig weitz mit den Bewohnern der an bi. Straßenbahnlinien angrenzenden Querstraßen, soll durch den Verkehrsverein der Stadtverwaltung übermittelt toerden. Diese Stellungnahme der Versammlung entspricht auch, wie betont wurde, durchaus der Ansicht des DerkehrsvereinS. Laten für Samstag, 12. Januar. 1705: der italiensche Maler Luca Giordano in Neapel gestorben; — 1746: der Pädagoge Heinrich Pestalozzi in Zürich geboren; — 1829: der Schriftsteller Friedrich von Schlegel in Dresden gestorben; — 1833: der Philosoph und Nationalökonom Eugen Dühring in Berlin geboren; — 1842: der französische Dichter Francois Coppöe in Paris geboren. Borirotizcn. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater: „Flachsmann als Erzieher", 20 bis 22 Uhr. — Deutscher Bund für christliche Erziehung in Haus und Schule: Familienabend, 8 Uhr, im Johannes- saal. — Die Freunde der Christengemeinschaft: Dortrag „Goethes Faust (1. Teil) und die Lebensfragen des heutigen Menschen", 20.15 Uhr, im Musikzimmer des Studentenheims, Burggraben. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Scheidungsanwalt". — Astoria- Lichtspiele: „Das Geheimnis des Vulkans". — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadt» theaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Pre- miere „Flachsmann als Erzieher" beginnt um 20 Uhr. — Der Beginn der Fremdenvorstellung am Sonntag „Und das Licht scheinet in der Finsternis" ist auf 18 Uhr festgelegt. — Dienstag Gastspiel des Neuen Operettentheaters Frankfurt „Das Schwalbennest". — Mittwoch, 16. Januar, Iubiläums-Festauf- führung zu Lessings.200. Geburtstag „Nathan der Weise"'mit Dr. Ludwig Wüllner als Gast. Die Uraufführung des Schauspiels „Karl und Anna" (Regie Intendant Dr. P r a f ch) wird am 18. Januar herauskommen, — Gießener H och s chu lge sel l s ch af t. Am Montag, 14., und Dienstag, 15. Januar, finden im Großen Hörsaal der Universität (Aula 2. Stock) zwei öffentliche Vorträge des Professors Dr. F. Enriques von der Universität in Rom „Heber die Geschichte des wissenschaftlichen Denkens bei den Griechen" statt. Enriques, der bekannte geistvolle Mathematiker und Philosoph, ist der deutschen Wissenschaft kein Fremder. Seine Beiträge zu der „Encyklopädie der Mathematischen Wissenschaften" sowie Uebersehungen von zweien seiner geomllrischen Werke sind in den Fachkreisen weit verbreitet und geschäht, während in philosophisch und allgemein wissenschaftlich interessierten Kreisen feine in der Teubnerschen Sammlung „Wissenschaft und Hypothese" in deutscher veßersetzung «Mteiteiet ‘Sktfe „StoBtemt der Wissenschaft uno »Zur Geschichte der Logik' seinen Namen bekannt gemacht haben. (Man do- achte die gestrige Anzeige.) e LU. Unioersitäts-Gottesdienst. Km Sonntag, 13. Januar, 11.15 Uhr, findet in der Neuen Aula em Universttäts-Gottesdienst statt. Die Predigt hält Professor Lic. B o r n k a m m. •* Kursus für Dank- und Dörsen- wesen. Die Gießener Bankenvereinigung und die Industrie- und Handelskammer Gießen haben ■im Anzeigenteil unseres gestrigen Blattes die Teilnehmer an dem Kursus für Dank- und Dörsenwesen darauf hingewiesen, daß die erste Vorlesung nach den Ferien am 17. Januar stattfindet. Die Aufmerksamkeit der Interessen, n sei auch an dieser Stelle nochmals auf diese Anzeige gelenkt. ** Die Freie Innung der Gastwirte von Gießen und Umgegend feierte dieser Tage in sämtlichen Räumen der Lieoigshohe ihr diesjähriges Winterfest. Der wundervoll betorierte Saal entzückte die Besucher gleich beim Eintritt. Als die Militärkapelle unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Loder das Fest mit einem flotten Marsch eröffnete, war die Festesstimmung hergestellt. Bald erwies sich der große Saal der Liebigshohe fast zu klein, um die große Schar der Erschienenen aus Stadt und Land zu fassen. Der Vorsitzende der Innung, Gastwirt Hans Schmitz, begrüßte die Festteilnehmer, insbesondere das Ehrenmitglied Max I a s k o w s k i (Offenbach), und wünschte dem Feste einen fröhlichen Verlauf, damit alle Kollegen mit ihren Familien, denen es so selten vergönnt sei, gemeinsam Feste zu feiern, eine angenehme Erinnerung für lange Zeit mit nach Hause nehmen möchten. Das Ehrenmitglied I a s k o w s k i (Offenbach) dankte für die freundliche Einladung und ermahnte die Kellegen, treu zur Innung uno Organisation zu stehen, damit die schweren Kämpfe, die das Gewerbe in Zukunft zu bestehen hat, alle gewappnet finden. Ein Hoch auf die Gastwirtsfrauen, das Kollege L y n k e r ausbrachte, fand begeisterten Widerhall. Auch in diesem Jahre war es der Innung möglich, eine Anzahl Ehrungen für 25», 10- und 5jährige Dienstzeit an treue Angestellte zu verteilen. Eine vor der Bühne aufgebaute wertvolle Tombola, unter der besonders die Kochkunsterzeugnisse des Sohnes des Kollegen H. Heyne hervortraten, wirkte stark auf die Kauflust der Lose, so daß leider nicht jeder einen Gewinn nach Hause tragen konnte. Alte und neue Tanzweisen gaben dem Fest am frühen Morgen einen netten Abschluß. Wechsel im Kreisamt Singen. WSN. Bingen, 10. Jan. Wie die „Mittelrheinische Volksztg." aus sicherer Quelle ersähtt. geht am 1. April d. I. Kreisdirektor Schon nach Worms, um das dortige ftreisamt zu übernehmen, während das Kreisamt Bingen mit Herrn von Gemmingen, der jetzt am Oberversiche- rungsamt in Darmstadt beschäftigt ist, besetzt wird. Herr von Gemmingen ist Verwaltungsjurist und Angehöriger der Zentrumspartei. Brand in einer Schafstallung. WSN. Dillenburg, 10. Jan. In der abseits von D r« i t s ch e i d gelegenen Schaf- st a l l u n g des Landtvirts Schumann brach zur Nachtzeit Feuer aus, daS vermutlich durch Brand st iftung aufgekommen ist. Don der 140 Schafe zählenden Herde sind 7 0 Schafe durch Brand- und Erstickungstod vernichtet worden. Für den Schafhalter ist der Schaden sehr groß, da er nicht versichert war. Auch große Mengen Streu- und Futtervorräte sind dem Feuer zum Opfer gefallen. )eao Weitei, Giesen, bonnenetrefce 6, Telephon Nr.M Natürliches kehren Sie öle well nm! Wäsche schmutzig. Bleichen Sie solche mit Naumann'S weißer Kernsene „Ifrtrafelne Qualität". Frische Wäsche gibt Jbnen §In*'chr>n forote rvnrbe. 3593V Warum nützen nitüt aurü Sie die graßen Vorteile aus ? Der überaus starke Zuspruch im Frensdorf sehen Inventur-Ausverkauf ist der schlagende Beweis für seine überlegene Leistungsfähigkeit, Ihr eigener Schaden, wenn Sie sich nicht beeilen, das Beste vom Preiswerten herauszuholen S)as große Spezial-ScscAäft der guten JCcrrcn-Ctualitäten <1 prüft1* Kaufte Unsere 4 Fenster sagen Ihnen alles! Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser innigstgeliebtes Frau EatliarinaWagner geb. R»mpf Ernstdien nach kurzem, schwerem Leiden, im Alter von 13 Monaten, zu sich 367D gesucht in die Ewigkeit abzurufen. Cafe Amend. In tiefer Trauer: gesucht 17, Uhr, statt. elierSweg 3~>. 369D 35-5D Stellenangebote! Gießen (Frankfurter Straße 62). den 11. Januar 1929. herzlichsten Dank. [Vermietungen | Lang-Göns, den 10. 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Januar, nachmittags 313D| 141D Student. Hel-Verb. „Adetobia“ im V.D.B. 295D Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgange unserer teuren Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. 1. A. d. C: Hermann Krapp x X X. Wir betrauern tief das Ableben unseres lieben A.H. Professor Dr. Wilhelm Reel Oberstudienrat i. R. (aktiv S. S. 85-W. S. 86/87) Gestorben zu Mainz am 8. Januar 1929. Im Namen der Hinterbliebenen: Ludwig Sack VH. und Frau Margarete geb. Rinn Heuchelheim, den 10. Januar 1929. ‘Unsere Iteslß und Jtelbeslande in allen, lldeilung&i madißn den Besuch, lohnensu/erl wie an den erden lagen ! c Washington - amerikanischen • .amtliche" sind, daß die - nicht ernennen, f päischen Nation amerikanischen i gebnis der Komi roner Reaierunj PfEihe Do ragt m der 3; S*"MU » J?? ?ök>er. de । die «ff &*"■ i jÄ*?“ W? "NNI fe#: StA? •Ä v-z UMHr Zunge al» ZlglMvMM sowie ein S«W flelud» Uv Cafe Amend. JüügeS Mädchen aewandie Nahem neluchi 09291 Lchirmsabrikikevi, Eellerswe» 3; Mii Hit halbe Tage infl Haushalt fleiiidr, I Näheres Vabnbos ilrahe 29 v. MS smbtlunblflcS MM tut LuShllse ge!°tz « NlllmenbauS Tin LelierSwegU t- ®Cb. W ktfung stab- ntf te Mann’ fflto* ntät unter 18 X Nät tagsüber gckct «owufttHen Sow lag natbmitinn w 2 bis 5 Uhr w» cftaalagc 2^ Ehrliches late» ton M> ogM fflMtn rer >er 9 wirb Surcau en 8i' ing lbungs' igeiiellt- e junge »er , schrill' 10t nnl mslanl an ben baebeu. _____ B tage ln lOal'ßt- eres i« 6ii. M O-/' (sSgesucg Iungcr Miowtiii verleki mWi via lanlagen, DMZ Sohn Äzßtüllß h UMM FAbK M nicht unter üO 9- bas schon J lang war, für insr Über sofort gel *y .rtabnboiNr^-, Er. 9 Zweites Bktt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) greitag, si. Januar 1929 „Amerika erhebt keinen Einwand." Don unterem A. G. A.Zöeridjterftatter. Dachbruck auch mit Quellenangabe verboten! Washington, Januar 1929. »Die amerikanische Regierung erhebt keinen Einwand dagegen, das; amerikanische Sachverständige in den Ausschuß zur endgültigen Regelung des Reparationsproblems ausgenommen werden" . . . »Pariser Blätter ergehen sich in geradezu enthusiastischen Lobeshymnen aus die Bereitwilligkeit der amerifanHcfcen Regierung zur aktiven Teilnahme an den ReparatiouSberatun- gcn. „ . . . erhebt keinen Ciitwand." Man möchte lachen, handelte es sich nicht um eine so ernste Sache. Als ob das nicht so ungefähr das mindeste wäre, was die Washingtoner Regierung tun könnte. Man fragt sich, ob Europa wirklich guten Grund hat, Onkel Sams Selbstlosigkeit und Großmut über den grünen Klee zu loben. Denn es stimmt auf keinen Fall, daß Amerikas Zusage nichts weiter als der uneigennützige Ausdruck seiner freundschaftlichen Gefühle für die in Frage kommenden europäischen Rationen ist. Rur die die Sprache der Demagogen sprechenden Politiker behaupten noch, Amerika sei »nicht interessiert". Sie wissen es besser. Amerika ist sogar sehr stark interessiert. An den Anleihen, die es Europa bewilligt hat. An der vollständigen Re- habilliierung der europäischen Absatzgebiete für amerikanische Waren. Hnt> mit diesen ist die Regelung der Reparationsfrage auss engste verknüpft. Das wäre ein wunderlicher Gläubiger, der „Einwände" gegen die Erörterung eines Planes erbeben würde, der ihm zu seinem Gelde verhelfen soll . . . Washington „warnt", heißt es weiter, daß die amerikanischen Vertreter in keiner Weise als .amtliche" Beauftragte anzusprechen sind, daß die Regierung sie nicht Vorschlägen, nicht ernennen, sondern ihre Auswahl den europäischen Rationell überlassen wird. Daß die amerikanischen Sachverständigen mit dem Ergebnis der Kommissi^nsberatungen die Washingtoner Regierung zu nichts verpflichten, usw. Damit beharrt Amerika bei der Haltung, die es eingenommen, als die Daweskommission sich konstituierte. Es vermeidet behutsam jede amtliche Verbindung mit der anzustellenden Hntersuchung und jede Verantwortlichkeit für die Empfehlungen, die gemacht werden mögen. Damit glaubt Washington auch jeder Möglic^eit die Spitze abzubrechen, daß seinem Staatsdepartement Zudringlichkeit, Einmischung in fremde Angelegenheiten vorgeworssn werden konnte. Wenn die Arbeit der Kommission zu einem diese oder jene Partei unbefriedigendsn Ergebnis führen sollte, kann niemant) behaupten, amerikanisch-einheimische „Politik" habe die Kommissare ungünstig beeinflußt. Also haben die Vereinigten Staaken wieder einmal vor aller Welt ihr „Desinteressement" glänzend bewiesen. Dabei gibt es wahrlich keine Ration, die am Ausland, an auswärtigen Finanzen, am auswärtigen Handel mehr interessiert ist als gerade die Vereinigten Staaten, solange sie Geld auszuleihen haben und es ausleihen, solange sie Lieberschuß an Bodenerzeugnissen und Fabrikwaren haben und ihn im Ausland absehen wollen. Warum dann diese Heuchelei? Es ist ja allerdings wahr, daß die amerikanische Regierung stets den Standpunkt eingenommen hat, die deutschen Reparationen gingen sie nichts an und hätten keinerlei Beziehung zu Englands, Frankreichs und der anderen Alliierten K r i e g s s ch u l d e n. Es ist auch wahr, daß das Schatzamt diese beiden Konten nicht auf ein and derselben Seite seines Hauptbuches eingetragen hat. Aber ebenso wahr ist es, daß sie, wenn es schließlich zur endgültigen Verrechnung kommt, nicht auseinandergehalten Pfandleihe am laufenden Band. Von Heinz Medefind. Mitten in den Betrieb der Berliner Eith hinein tagt in der Iägerstrahe das Schild „Staatliches Leihhaus". Das alte, nur dreistöckige Gebäude, an dem es hängt, muß irgendwann einmal gründlich repariert worden fein. - Denn die Fußböden sind mit blankem Linoleum belegt und der Fuß spürt darunter etwas wie Beton; in dem einen Teil des Hauses wenigstens. 3m andern tritt man auf alte Holzbohlen und läuft über winklige Treppen, durch dunkle Räume, die ein wenig Licht aus kleinen hochgelegenen Fenstern bekommen. Früher war dieser Teil ein Kurfürstliches Jagdschloß — heute ist er das Lager für 1300 verpfändete Räder, die in Rech und Glied den Tag erwarten, da ihre Besitzer sie zurückkaufen, oder da sie für billiges Geld versteigert werden. 1300 Räder, verpfändete Räder in Räumen, die — ständen sie leer — an Spuk glauben lassen könnten. Aber jeder gegenwartsferne Gedanke wird verscheucht: bald wird ein lausendes Band die Gegenstände vom Verpsändungsschalter ins Lager schassen, wird modernste Technik in diesem alten Hause endgültig die Oberhand gewinnen. Laufendes Band im Leihhaus? 3a — auch das Pfandhaus wird modern, muh auf rationelle Arbeitsweisen sinnen. • denn — eö scheint kaum alaublich — sein „Kundenkreis" wird größer. Seit dem Ende der 3nflation ist die Kurve der Pfänderzahl immer mehr gestiegen. Die Rot ist größer geworden, muß man daraus schließen. Aber beruhigen kann wiederum die es: Das Geschäft wurde gleichmäßiger: was verpfändet ist. wird zum weitaus größten Teil wieder eingclöft. Vor dem Kriege kamen 6 bis 8.5 v. H. der beliehenen Gegenstände zur Versteigerung, 1926 nur 4.73 v. H. und 1927 sogar nur U6 d.H. Dorn am Schalter steht ein 3ngenieur. Er weiß nicht ein noch auS — ist stellungslos und verseht seinen Trauring. Der Taxator schätzt den Ring ab, der nur vier Gramm wiegt: vier Mark höchstens kann man daraus geben. Der Be izer läßt ihn da — obwohl ihm mit vier Mark kaum geholfen ist. — Ein Mechaniker bringt ein altes Bild. Stolz früherer Zeiten, heute wertlos, niemand würde etwas dafür geben. „Aber der Rahmen ist aus Silber." Man schätzt den Metallwerden können. England zahlt Amerika alles — abgesehen von ein paar tausend Dollar — was es von Deutschland erhält. Frankreich hat von allem Anfang an daran festgehalten, daß die Tilgung feiner äußeren Kriegsschuld von den deutschen Zahlungen abhänge. So daß die Arbeit, an der die amerikanischen Sachverständigen sich beteiligen sollen, schon jetzt und auf unabsehbare Zeit hinaus Amerika ganz unmittelbar angeht, daß man in Washingtons Haltung nichts anderes als eine Pose zu erblicken vermag, ein Kompromiß zwischen genauer Befolgung der gesetzlichen Vorschriften und der Wirklichkeit, ber die jeder Verstrickung in fremde Angelegenheiten abholden „3solationisten" im amerikanischen Senat beschwichtigem soll. Wenn es dazu kommen sollte, daß die Repa- rationsschuldverschreibungen der deutschen Reichsbahn oder der deutschen Industrie oder beide auf den Markt gebracht werden, als Folge der Entsche düngen der neuen Revisionsbehörde, dann wird Amerika er ft recht in teref fiert sein, denn die Aufnahmefähigkeit der amerikanischen Anlagesucher dürste gerade für diesen Beschluß der Kommission ausschlaggebend sein und in den Vereinigten Staaten wird der größte Teil dieser Obligationen untergebracht werden müssen. Wenn Amerika sich 1924 der Rormierung der deutschen Zahlungen nicht femhalten konnte, um wie viel weniger ist es dazu im 3ahre 1929 im Standei Es handelt sich hier nicht um eine idealistische, selbstlose Hilfe für Europa, sondern um ausgesprochenstes, unmittelbarstes Ei gen - intereffe des lieben Onkels aus oder in Amerika. 3n hiesigen amtlichen Kreisen grassiert eine wahre Kreuzworträtselwut mit den Ramen der Männer, die sich mit den Vertretern von sechs anderen Rationen zur Revision des Dawesplanes an den grünen Tisch setzen werden. Das Staatsdepartement weist immer wieder mit Rachdruck darauf hin, daß es mit der Auswahl nichts äu tun hat, läßt aber deutlich genug durchblicken, daß niemand auserkoren werden wird, der der Regierung nicht genehm ist. Die Gerüchterstaller haben ausbaldowert, daß Charles G. Dawes sein Amt als Vize- Präsident niederlegen und die Ernennung zum Mitarbeiter an der Reuformulierung des seinen (Hamen tragenden Plans annehmen wird. Dawes selbst war nicht in Washington. Sein Sekretär erfiärie, bis jetzt sei ihm nichts von einer etwaigen Einladung seitens des Deutschen Reiches und der Alliierlen bekannt. 3m Staatsdepartement hielt man es für höchst wahrscheinlich, dah General Dawes also geehrt werden würde. Seine Amtszeit läuft ohnehin am 4. März ab, auch hat er niemals besondere Begeisterung für fein Amt an den Tag gelegt, und wenn er auch bereits an die Spitze der neuen Konsolidierung der Central Trust Company in Chrkago berufen ist. so dürsten die Direktoren dieser Großbank ihm doch Hrlaub geben. And wenn Dawes ein zweites Mal sich als „Retter Europas" bewähren sollte, wer weiß, waS ihm die Zukunft dann noch bringen mag. Daß neben DaweS Owen D Voung am meisten genannt wird, ist selbstverständlich. Er war mit seinem Kollegen Hauptgestalter des ersten Reparationsplanes, und wenn dieser auch nicht feinen Rainen trägt, so weiß man doch hier ebenso gut wie in Europa, daß er genau so dafür verantwortlich ist wie Dawes. Auch ihm dürste die General Electic Company, in deren Direktorium er den Vorsitz führt, Urlaub geben. Zu diesen beiden Prominenten kommt noch eine ganze Anzahl anderer Romen. Da ist Henry M. Robinson, der Bankier aus Los Angeles, der gleichfalls an der Formulierung des Dawes- planes mitbeteiligt war. Da ist der Reuyorker Bankier 3ohn Pierpont Morgan an wert und beleiht ihn. — Gin anderer kommt mit drei neuen Fahrrädern. 90 Mark werden ihm gegeben, wenn er die Eigen tumsbescheini Zungen bringt. Dis dahin stehen die Räder im Kassen- raum. So kommen täglich 260 2eute.~ Frauen und Männer mit Pelzmänteln und Wäsche, mit Anzügen und Koffern, mit alten Uhren und Geigen, mit anderen Sachen, die sie gern oder ungern entbehren. Uni) jedes Stück schätzt der Taxator ab, für jedes schreibt man auf der Maschine einen Pfandschein, für jedes zahlt man etwas, und jedes wandert ins Lager, liegt da fünf Monate, und einen Monat, der feinem Besitzer als Schutzfrist gegeben wird. Liegt dann noch weiter ein viertel oder ein halbes 3ahr und kommt schließlich, wenn der Eigentümer es immer noch nicht cingelöst hat, in den Auktionssaal. Heute muß man die Hunderte von Sachen, die tagtäglich versetzt werden, in die Lagerräume tragen. Bald wird ein laufendes Band diese Arbeit übernehmen. Mit 34 Mann Personal ist einfach nicht mehr auszukommen. Zunächst wird dan das Tand vom Schalter in den Tresor laufen lassen, denn zwei Drittel aller Dinge, die versetzt werden, sind Silber- und Goldfachen und 3u- welen. In schweren Geldschränken liegen in zahlreichen Schubfächern 40 000 Papierbeutel, die Schmuckstücke — Ringe, Medaillons. Radeln. Edelsteine. Ketten, auch Stücke Gold, kurz: was überhaupt je in einem 3uwelierladen verkauft worden ist —, enthalten. Jedes Teil hat seine Rümmer und seinen Eigeiitumszellel. auf dem vermerkt ist, wie hoch das Pfand belieben wurde. Hnb jedes Stück ist in diken Kartothekbüchern verzeichnet. Auf hohen Regalen stehen In diesem Raum Kartons, in denen die gröberen Gegenstände verwahrt werden: Kelche, Schalen, Decher, Gläser und Karaffen, an denen Gold und Silber ist. Vorsichtig wird all dies behandelt, registriert, aufbewahrt. Mehr Arbeit für das Leihamt machen die Kleider. Große Keller hängen voll von Pelzen, die gepflegt werden müssen. Was eingeht, muß mit der Maschine grflopft und auf Motten untersucht und gegebenenfalls in einem besonderen Raum untergebracht werden. Helle Pelze werden in Leinentüchern verpackt. Hier hängt ein Persianer. auf den man 400 Mark gab, drüben ein anderer, der nur mit 70 Mark beließen wurde. Sieht man genauer hin, erkennt man bei dem europäischen Finanzangelegenheiten so stark interessiert wie wenige. Da ist — oder war bis heute — Dwight W. Morrow, Botschafter in Mexiko und vordem Mitglied des Moraan-Dank- hauses, der wie kaum ein zweiter das Vertrauen des Präsidenten Covlidge und seines Rachfolgers Hoover genießt. Aber Morrow kommt heute kaum mehr in De tracht. Staatssekretär Kellogg hat erklärt, Morrow werde zumindest bis zum Ausscheiden Cookidges aus dem Präsidm.enamte seine so außerordentlich erfolgreiche Tätigkeit in Mexiko fortsetzen. Ferner ist da Roland W. Doyden aus Boston. der mehrere 3ahre lang nichtamtlicher amerikan scher Deolachter bei der Repareckionskommifsion war. Ferner 3 e r e m i a h Smith fr. au« Doston. 1924 Eeneralkommissar des Völkerbundes in Ungarn. Und schließlich noch 3c r e m i a b Millbank. Reuyorker Bankier, der im letzten Präsidentschastsfeldzuge Schatzmeister für die Oststaaten beim republikanischen Rationalkomitee war. Seymour Parker Gilbert. Generalagent für Reparationen, ist augenblicklich in Wähinaton zur Konferenz mit Coolidge, Hoover und Schatzsekretär Mellon. Wenn er sich wieder verabschiedet, wird er über die Stellungnahme nicht nur der jetzigen, sondern auch der kommenden Regierung voll unterrichtet sein. Wenn er auch vornehmlich an der Durchführung des alten Dawesplanes und voraussichtlich auch des neuen interessiert ist, so geht man doch wohl kaum fehl mit der Annahme, daß seine 3nftru(tionen, seine Erfahrungen und Kenntnisse wesentlich zur Reu- gestaltungd es Planes beitragen werden. Landwirtschaftliche Woche in Darmstadt. Der dritte Tag. WSR. Darmstadt. 10. 3an. Am dritten Tage der Hessischen Landwirtschasllichen Woche sprach im Rummelbräu zunächst Professor Dr. Schmidt von der Universität Göttingen über „Die bäuerliche Schweinezucht und die Ansprüche dcs Marktes an die Fleifchqualitäl". Der Redner stellte fest, daß im vergangenen 3ahr die Schweineproduktion die der Vorkriegszeit wieder erreicht hätte. Der Gesamtverbrauch an Fleisch betrage allein über 60 Prozent an Schweinefleisch. Die heutigen Schweinepreise würden durch den großen derzeitigen Bestand an Jungtieren kaum über Februar/März hinaus anhalten. Marktregulierung durch genossenschaftliche Erfassung der Produktion und deren konjunkturelle Anpassung sei zunächst noch nicht erfolgreich möglich; die große Zahl der Klein- erzeuger und die Konkurrenz der Oststaaten werde dem ebenfalls ent gegen flehen. Auf die Dauer sei eine rentable Zucht nur bei günstiger Futterbasis, Verwendung passender Mastmittel und deren intensive Auswertung, Auswahl richtiger schillere und Schaffung zweckentsprechender Stallungen mit Auslauf, sowie bei verschiedener Behandlung von Mast- und Zuchttieren möglich. Der Redner empfiehlt für die hessischen Verhältnisse einen Typ. der so sein muß, daß er den weitgehenden Bedürfnissen des städtischen Konsums entspreche, also ein Ladenschwrin von etwa zwei Zentnern bei einem Schlachtverlust von etwa 20 Prozent. Auf dem Frankfurter Markt habe 1926 der Auftrieb an Tieren bis zu zwei Zentnern Gewicht allein über 80 Prozent betragen. Daneben könne für Dauerware ein Fettschwein gezogen werden. Bei Edel- und Landschweinen brächten die Heineren und tieferen Typen bei zwei Zentnern etwas mehr Fett, als die grüneren Typen; er empfiehlt daher einen mittleren tiefen Typ, der nicht allzu frühreif fern dürfe, weil mit der Frühreife die Anfälligkeit und Empsindlichkell steige. Die Kreuzungen der verschiedenen Typen möge man unterlassen. Der Redner behandelte dann eingehend die Zucht- ersordemisse bei männlichen und besonders weiblichen Tieren, zu deren Herausarbeitung die Leistungsprüfungen und LÄstungsringe eingerichtet wurden. @tn Fehler fei es. Fleischtiere über zwei Zentner hinaus zu mästen, weil dadurch alles vorher Gewonnene wieder verlorengehe durch nicht genügende Futterausnuhung. Auf verschiedene Fragen erfärte der Vortragende u. a., daß sich bei der Trockenfütterung die Beigabe von Wasser oder Dünnmilch empfehle, um die Zucht rascher vorwärts zu bringen. Der Vorteil der Trockenfütterung liege in der Ersparnis von Arbeitskräften. Präsident Hensel begrüßte in herzlicher Weise die zahlreich erschienenen Frauen und 3ungf rauen, die mit lebhaftem Beifall die folgende Rednerin, die Vorsitzende des Reichsverbandes landwirtschaftlicher Hausfrauenvereine, Frau E. Boehm (Halle) begrüßten, die über „Die Bedeutung der Hausfrauenarbeit" referierte. Durch die Industrialisierung sei die Wichtigkeit eines Teils der fraulichen Heimarbeit verlorengegangen, da viele Erzeugnisse jetzt im Laden fertig und billiger zu haben seien. 3n den 1600 landwirts chaftlichen Hausfrauenvereinen werde größter Wert darauf gelegt, den Landfrauen nur den Einkauf deutscher Waren und Erzeugnisse nahczulegen und mindestens ihre nächste Umgebung mit den ländlichen Erzeugnissen zu versorgen. Leider forme diese Aufklärungsarbeit nur sehr schwer an die Mehrzahl der Landfrauen heran. 3n den landwirtschaftlichen Hausfrauenvereinen gelte es, von der Majoratsfrau bis zur Kätnerfrau, für letzte Dcrussauftlärung ü er Obstund Gemüsebau, Geflügelzucht und Viehhaltung zu sorgen, Wirischaftsbevatung vvrzunehmen und Lehrgänge abzuhalten. Mit in den veralteten hausfraulichen Arbeitsmethoden und in dem Vorkommen ter Haushalte fei iüe Flucht der Landwirtstöchter nach der Stadt begründet. Auch dem Personal müsse der Aufenthalt im Landhaushalt zur Freude werden. Die Rednerin befürwortete warm die Haushaltungsschu'.en der landwirtschaftlichen Organisationen, in denen besonders die Mehrproduktion und die anzuwendenden Methoden gezeitigt würden. 3n den eigenen Verkaufsstellen der ostpreußischen Hausfrauenvereine sei in dem letzten Jahre einejährliche Hmsatzsteigo- rung von einer halben Million Mark zu verzeichnen gewesen. Die Mitarbeit der Hausfrau müsse sich vor allem auf die Erzeugung und marktfähige Verpackung von Standardwaren auswirken. Durch die 6 ewußte und wissende Mitarbeit der Landfrau fei ihr Ansehen in den Augen ihrer Familie und ihrer Mitwelt außerordentlich gestiegen. Die Reichsverbände der Land- und Stadtfrauen arbeiteten treulich und ehrlich zusammen. Die Rednerin regte die Einrichtung „Deutscher Wochen" an, in denen nur deutsche Erzeugnisse ge- und OerEauft werden sollen. Tagung der Raiffeisengenossenschaften. Am Rachmittag fand im Aummelbräu unter großer Beteiligung eine gemeinsame Tagung der Raiffeisen-GenossenschaftenoerDe- zirke Ludwigshafen und Frankfurt statt. Aehnlich wie gestern bei der Tagung der landwirtschaftlichen Genossenschaften wurde auch heute zunächst von dem Hauptgeschäftsführer 3olk, Frankfurt a. M., über genossenschaftliche Finanzprobleme gesprochen. Als wesentlich stellte er heraus, man möge die Genossenschaftskassen energisch unterstützen und das Geld nicht aufspeichern, sondern in den Kassen arbeiten lassen. Die Genossenschasts- kassen seien dazu da, Reinere Kredite an Landwirte zu gewähren und langfristige Kredite bei den zuständigen Danken (Hypothekenbanken« Pfandbriefbanken ufto.) zu vermitteln. geringer beliehenen schadhafte Stellen — es wird genau gearbeitet ii diesem Hause. 3n anderen Räumen hängen Anzüge und Mäntel. „Für Cuts können wir nicht viel geben — höchstens 10 bis 15 Mark, denn sie sind unmodern und niemand will sie kaufen." Hnd Smokings und Fracks? Sie können doch nicht von jedem getragen werden und bringen doch auf Auktionen nur wenig ein? “O nein, im Gegenteil, Gefellschaftöanzüge sind sehr begehrt. Kellner kaufen so etwas sehr gern. Man kann, einen Fracks getrost mit 50 bis 80 Mark beleihen." So spielt die Konjunktur, durch Mode und manches andere begründet, eine große Rolle. Sur einen hellen Sportdreß mit Kniehosen wird nie soviel gegeben wie für einen soliden blauen Anzug, und ein Mantel, der für einen besonderen Geschmack bestimmt war, kann nicht so hoch belieben werden wie ein dunkler Paletot, der der allgemeinen Mode entspricht. Vier Abteilungen hat das Lager des Leihamts: „Kleider und Wäsche", „Fahrräder" (zu denen auch Krafträder gezählt werden), „Silber, Gold, 3uweleu" und als vierte „Stutzuhren". Diese letzte Abteilung ist die interessan- leste und amüsanteste. Was hier alles auf bewahrt wird, ist unglaublich. „Stutzuhren" ist der Sammelname. Man könnte auch „Verschiedenes" sagen. Denn Stutzuhren machen den geringsten Teil dieses Lagers aus. An den Wänden hängen Dilder — Gemälde und Drucke, deren Wert zum größten Teil nur im Rahmen besteht. An der Wand zwei Oelgemälde, die einmal Kritisier gehörten. Aber was sind die Dilder in diesem Tohuwabohu, in das man mit Mühe einigermaßen Ordnung hält. Ganze Regale stecken voll von Photographieapparaten, unten an der Wand steht eine Sprechmaschine neben der anb:m, stehen Schreib- und Rähmaschinen, Koffer mit und ohne 3nhalt. Unter der Decke liegen ©eigen und zwischendurch unechtes Porzellan. Kristall, Dron- zen und Akabasterbüsten, vorn Diskuswerser bis Äum Fußballspieler und Kegelbruder, von Homer bis Wagner. Unb dann wieder sieht man neben einem künstlerischen Stück Hunderte, bei deren Anbllck einem die Augen weh tun. Was je an Kitsch fabriziert wurde, hier ist es zu finden. Für alles hat man noch ein paar Mark gegeben, um dem unglücklichen Besitzer aus der Rot zu helfen. Unb man wird, wenn das Herz des Eigentümers nicht allzu sehr an feinem Besitz hangt, schon jemand finiwn, der gerne fein Dertikow damit bereichert. Heber 71 000 Gegenstände lagern so im Staatlichen Leihamt. Wem gehören Sie? 5>/2 Millionen Mark hat man im vorigen 3ahre verliehen. Wer hat sie bekommen? Man sieht aus der Statistik, daß die Kreise, die als die am meisten notleidenden gelten, den höchsten Prozentsatz bilden. Die in den Sparkassenstatistiken in geringer Zahl vertreten sind, findet man hier in großer. 30 v. H. der Versetzenden waren Rentner und „Personen ohne Dererf". Etwa 19 v. H. selbständige Gewerbetreibende, Händler, Kaufleute, Handwerker, Landwirte. Etwa 17 v. H. kaufmännische und Bureau angestellte, Handlungsgehilfen, Ingenieure, Techniker. Handwerker, Gesellen, Lehrlinge und Kellner bilden 12 v. H. Dagegen sind Arbeiter, Hausdiener, Kutscher nur mit 4,9 v. H. vertreten. Fast 57 v. H. aller Geldsuchenden erhielten Darlehen unter 20 Mark, 26 v. H. bis 50 Mark und 11 v. H. bis 100, nur 0,36 v. H. von 501 bis 1000 und nur 0,13 über 1000 Mark. Man sieht: die weitaus größte Zahl der „Kunden" kommt nur in der äußersten Rot, um ihr Eigentum ins Leihamt zu bringen — um 2 bis 20 Mark wird der letzte Besitz verpfändet. Hm 2 bis 20 Mark gehen sie den schweren Weg zum Pfandhaus — täglich 200 Leute. Man spürt die Rot an diesen Zahlen. Das entdeckte Stradivanus-Geheimnis Nach Berichten Mailänder Blätter ist jetzt das so lange gesuchte Geheimnis des berühmten Geigenbauers Antonio Stradioarius, das dieser bei seinem Tode 1737 mit ins Grab genommen zu haben schien, entdeckt worden. Ein Antiquar in Bergamo erhielt einen alten Schreibtisch, der aus dem Nachlaß der Familie Stradioarius stammt, zur Ausbesserung und entdeckte in einem geheimen Schubfach, von dem man bisher keine Ahnung gehabt hatte, einige alte Papiere. Bei ihrer Durchsicht fand er, daß sich darunter eine eingehende Aufzeichnung von Antonio Stradioarius befand, in der die Einzelheiten der in seiner Familie vererbten Geigenbaukunst angegeben finb, darunter auch das Geheimnis des Firnisses für das Holz der Violinen, durch den sie ihren einzigartigen Wohlklang erhielten. Der Antiquar versuchte, diesen Fund im geheimen zu verwerten, und stand bereits mit einem bedeutenden Mailänder Geigenbauer in Un- : terhandlungen, als die Polizei dahinterkam unb I den Schreibtisch nebst den darin gefundenen Doku» I menten vorläufig beschlagnahmte. Nachdem Pfarrer 'Blum. DernSheim, über „Di e ethische Bedeutung der Genossenschaften für Volk und Land" gesprochen unN reichen Beifall geerntet hatte, berichtete der Verbandsvorsihende Dr. Rolden. Frankfurt a. OIL, über den Stand der Raiffeisen-Bewegung in Hessen. Aus seinen Ausführungen ging hervor, daß in Hessen inS- gesamt 235 genossenschaftliche Vereine mit 20 000 Mitgliedern bestehen, und zwar 52 in Rheinhessen. 56 in Starkenburg und 170 in Ober- Hessen. Der Gesamtumsatz der Genossenschaften im letzten 3ahr betrug 50 Millionen. Davon entfielen auf den Bezirk Ludwigshafen 32, auf Frankfurt 18 Millionen. Die Spareinlagen seien auf 4.3 Millionen Mark gestiegen, davon 3.12 im Bezirk Ludwigshafen und 1,18 Millionen Mark im Bezirk Frankfurt-Oberhessen. Die gesamten vermittelten Warenbezüge hätten den Betrag von 5 Millionen Mark erreicht (3,2 für Ludwigshafen, 1,8 für Frankfurt) erreicht. Der Getrcideumsah sei auf 100 000 Zentner (35 000 für Ludwigshafen- Odenwald und 65 000 für Frankfurt-Oberhessen) gesteigert worden. Die übrigen verkauften Produkte der Landwirtschaft in den Gebieten beliefen sich auf den Betrag von 65 000 Mk. (5000 für Ludwigshafen-Odenwald und 60 000 für Frankfurt-Oberhefsen). Auch seinen Ausführungen wurde reicher Beifall gezollt. Landespferdezuchtverein für Hessen. Am Rachmittag fand im Fürstensaal die Generalversammlung des Landespferdezuchtvereins für Hessen statt, die der stellvertr. Vorsitzende Oekonomierat Fritsch (Dilshofen) mit der Begrüßung der Ehrengäste eröffnete. Erschienen waren u. a. Provinzialdirektor Gebhardt und Ministerialrat Lucius. Aus dem von Oekonomierat D e t t w e i l e r (Kleinwinternheim) erstatteten 3ahres- h e richt ging hervor, daß in der Provinz Oberhessen 157 Züchter, in Starkenburg 165 und in Rheinhessen 72, 18 außerhalb Hessens wohnende Züchter dem Verband angeschlossen sind, außerdem in 12 Pferdezuchtvereinen über 600 Mitglieder. Mit den hessischen Reitervereinen sei eine Arbeitsgemeinschaft ausgenommen und diesen für Turnier- und Leiftungsprüfungen für hessische Zuchtpferde Prämien gegeben worden. Die Pferdemärkte, besonders in Darmstadt und Gießen, hätten sich sehr gut eingeführt. Der Verein geht mit einem Kassenbestand von 5450 Mark in das neue 3ahr. Die Regularien und der Voranschlag für 1929 wurden debattelos erledigt. Der seitherige Vorsitzende, Oekonomierat Müller (R e u h o f), wurde wegen seines jahrzehntelangen hervorragenden Verdienstes um die hessische Pferdezucht zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Bei der Vorstandswahl wurde dann zum ersten Vorsitzenden Oekonomierat Fritsch (Dilshofen), zum zweiten Vorsitzenden Oekonomierat D e t t w e i l e r (Kleinwinternheimgewählt, und zu Beisitzern Walther (Reichelsheim) und Hermann K n e l l in Heimersheim (Rheinhessen). Landstallmeister a. D. Sch orte dankte im Ramen der hessischen Reiterjugend für die Zuschüsse durch den Lanbespferdezucht- verein und die der Landwirtschaftskammer. Univ.-Prvf. Dr. K r a e m e r (Gießen) referierte darauf unter Vorführung eines reichhaltigen und instruktiven Lichtbildmaterials über die Entwicklung bei Warm-und Kaltblutpferden. 3n Hessen besäßen wir heute zwei Drittel Kaltblutpferde, der Rest verteile sich auf Halb- und Warmblüter. Bei der Züchtung müsse vor allem Rücksicht auf die Futter-, Haltungs-, Zucht- und Bodenverhältnisse genommen werden, um Fehlschläge möglichst zu vermeiden. Der Redner erläuterte dann in eingehenden Ausführungen die einzelnen Entwicklungsvorgänge bei Warm- und Kallblutpferden. Gegen abend traten die hessischen Warmblutzüchter zu einer Sonderversammlung zusammen, um Einzelfragen der Zucht zu erörtern. Turnen, Sport und Spiel. Gau-Tumausschuß Hessen D. T. —v— Unter dem Vorsitz des Gauoberturnwarts Wilhelm Will (Gießen) hielt am Sonntag der Turnausschuh des Gaues Hessen D. T.. dem die sechs Dezirksturnwarte und alle Fachwarte des Gaues angehören, eine Sitzung in Gießen ab. Der seitherige 2. Dezirksturnwart Lang iLang-Göns) wurde kürzlich von seinem Bezirk (Friedberg-Butzbach-Usingen) nach dem Rücktritt des langjährigen und verdienstvollen Leiters Fritz Hartmann (Dad-Rauheim) zum 1. Bezirks- turnwart gewählt und nunmehr in sein Amt eingeführt, wobei der Gauoberturnwart ausführte, daß dieser Bezirk durch den Zuwachs von Vereinen. insbesondere aus dem kürzlich aufgelösten Feldberggau, an Arbeitsumfang an der Spitze der Unterverbände des Gaues steht. 3n eingehenden Erörterungen nahm dann der Turnausschuh Stellung zur Entwicklung der S p i ei b e w c g u n g. die neuerdings im Mittelrheinkreis Anlaß zu schärferen Maßregeln bis hinaus zum Ausschluß aus der D. T. gegeben hat. Sm Anschluß an umfassende Darlegungen des Dezirksvertreters. Studienrat Thierolf (Friedberg), beauftragten die Vorsitzenden der Gauvereine auf ihrer letzten Tagung die technische Leitung, alsbald Richtlinien für den Spielbetrieb im Gau zu geben. Dabei kam der Turnausschuh zu der Auffassung, daß die Turnspiele und insbesondere auch die Kampfspiele in der seitherigen Weise durch die Verbände weiter zur Durchführung gelangen sollen: unter keinen Umständen aber kann der Gau Auswüchse, wie sie da und dort auf Spielplätzen in Erscheinung zu treten beginnen, billigen. Die Kampfbegeiste- rung macht bei dem Torwurf des Balles nicht halt, sondern sie wogt nicht selten darüber hinaus gegen die Person des Gegners, verschont auch den Schiedsrichter nicht, überträgt sich auf die Zuschauer und ist selbst noch in Spielberichten, mitunter schon in der Vorschau, deutlich zu spüren. Durch eine Umkehr vom Punktespiel zum Freundschaftsspiel, selbst wenn sie organisatorisch vom Gau aus möglich wäre, wird der gleiche Spielinhalt nur unter anderem Ramen. etwa des Prestiges, wieder auftauchen. Eine Lösung des ganzen Fragenumfanges laht sich daher nur durch eine straffere Spielerziehung erwarten. 3n diesem Sinne wird der Gauspielwart beauftragt, die gründliche Ausbildung der Schiedsrichter in jeder Weise zu fördern und für Uebcrwgchung iyrer Tätigkeit zu sorgen, xumal die Spielregeln in rascher Entwicklung begriffen sind und dadurch die Spielentscheidungen erschwert werden. Auf der anderen Seite wird der Gauspielwart mit Unterstützung der Gauleitung, der zuständigen Vereine und nicht zuletzt jedes einzelnen Turnspielers dahin wirien. daß Selbsterziehung und turnerische Unterordnung den Spielplatz beherrschen und daß die Spielberichte in sachlicher und nüchterner Ferm hinausgegeben werden. Schließlich sollen die D^rbandsspielrunden schon im Frühherbst begonnen werden, um den Spielern mehr Zeit und bessere Platzverhältnisse als im Winter offen zu hallen, und die Vereine sollen ihren Aufwand für die Spielabteilungen jährlich im voraus festlegen, während die Spieler einen monatlichen Sonderbeitrag billigerweise leisten können. Als volkstümliche Hebungen für das Gauturnfest zu AI s f e l d am 20. bis 22. 3uli werden Hangeln, Weitsprung und Kugelstoßen ausgewählt, für die Dezirksfeste Weitsprung, Stabhochsprung, Kugelstoßen und 100- Meter-Lauf, für das Gau-Frauenturnen 75- Meter-Lauf, Weitsprung und für die Oberstufe Kugelstoßen. Zur Reuwahl ihres Gauwartes werden die Volksturner demnächst in ihrer Uebungsstunde Stellung nehmen. Zum Schluß wurden die Pflichtübungen an den Geräten für die Gauveranstaltungen festgesetzt. Handball im Gau Hessen. Turnverein 1846 Gießen. Als nächster Gegner ist für kommenden Sonntag die Stadtmannschaft W e i l b u r g zu einem Freund- schaftsssiel gegen die 1. Mannschaft des Turnvereins 1846 Gießen nach hier verpflichtet worden. Die Spielstarke der Gäste ist völlig unbekannt, so daß eine Boraussage über den Ausgang des Spieles nicht möglich ist. Die 2. Mannschaft hat To. Wetzlar 2 im Der» bandsspiel gegen sich. Wetzlar ist sehr spielstark und hat in letzter Zeit gute Erfolge erzielt. 1846 tritt in verstärkter Aufstellung an. Lache Bajazzo r ZRoman von J. Schneider-Koerstl. Urheberrechtsschutz Oskar Meister, Werdau i. Sa. 42. Fortsetzung Nachdruck verboten. Er erhob sich taumelnd, mit einer tiefen Schramme, die ihm von der rechten Wange dem Munde zu lief. Sie blutete nicht sonderlich stark, brannte nur unangenehm schmerzhaft. Mit einer wahren Verbissenheit schritt er trotzdem noch einmal der gähnenden Oeffnung zu. Run erst rechtl Er mußte doch daraufkommen! Wenn er seine Lampe holte? Seine Fahrradlaterne mit dem großen Scheinwerfer bot genügend Helle. Die Rächt war lange, und e8 störte ihn niemand bis zum Morgen. Mehr tastend, als im sicheren Schreiten, erreichte er die Baracke. Die Türe aufstoßend, verhielt er an der Schwelle den Fuß. Von einer der Kisten, die hier aufeinandergestapelt lagen, erhob sich Maria Richt- Hofens schlanke Gestatt. Schweigend, mit hängenden Annen, ein tiefes Rot auf den Wangen, sah sie ihm entgegen. „Maria, wie konntest du das tun!“ warnte er, peinlich berührt. Es war nicht ausgeschlossen, daß sich jemand in der Rahe befand, dann waren die Folgen für sie gar nicht auszudenken. .3ch wollte nur Abschied von dir nehmen! 3ch reife morgen früh!" 3hre Stimme bebte in tränenverschleiertem Unterton. Ohne etwas zu erwidern, drückte er die Türe hinter sich zu und kam die wenigen Schritte bis zu ihr herüber. „3ch möchte kein Licht machen. Man könnte dich von draußen sehen. Vorhänge habe ich keine." Er sah dabei nicht nach ihr, sondern nach dem halberblindeten Fenster, das dem Bette gegenüber in die Hvlzwand eingefügt war. „Man darf es ruhig sehen, daß ich bei dir bin, 3oachim. 3d) habe sogar damit gerechnet." „Sprich keinen Unsinn, bitte,“ wehrte er erregt. .,3ch werde dich zurückbegleiten! Hoffentlich sieht uns niemand." „Din ich dir lästig?“ Keine Antwort. „3oachiml“ 3hre beiden Hände lagen hilflos ohne jede Regung im Schoße verschränkt. „3ch habe mir die Knie wundgelegen vor Gott, daß er dich mir zurückgibt. Er hat mich nicht erhört. Run will ich mir selber helfen. Laß mich bei dir bleiben. Rur ein paar Stunden, 3oachim —“ Mit hartem Griff hatte er ihre Arme unter* gefaßt und sie zu sich aufgerissen, noch ehe sie fertigzusprechen vermochte. Seine Augen bcannten in solch verzehrendem Begehren in die ihren, daß diese sich senkten in würgender Scham. „Hab' Erbarmen — —" Sie lag in seinem Arm wie in Eisenklammern. 3mmer enger preßte er sie an seinen Körper. „Du! Weißt du, was du gesagt hast? Weißt du das? 3ch bin nur ein Mensch, Maria! Kein ©ott! Hast du das bedacht, als du zu mir kamst? Run mußt du die Folgen tragen." Sie fühlte ihr Gesicht weit zurückgedrängt und wie fein Mund den ihren suchte und daran hasten blieb. Sein hastig jagender Atem mengte sich mit dem ihren. Mit geschlossenen Augen wartete sie, bis er sie verderben würde. Aber im selben Momente lockerte sich der Griff, mit welchem er sie umfaßt hielt. Mit klaren Augen, nur ein wundes Zucken um den Mund, sah er auf sie nieder. „Geh! 3ch weih nicht, ob es dein oder mein Engel ist, der mein (Blutt im Zaume hält. Vielleicht sind es beide gemeinsam." Und als sie wie erstarrt keiner Bewegung fähig war, strich er gütig über ihr Blondhaar. „Hast du noch immer nicht genug von mir? Run, wo du gesehen hast, was ich für einer bin. Erst wollte ich dein Geld und in der vergangenen Minute hätte ich beinahe vergessen, daß du nicht Tabellenstand der Meisterklasse am 6. Januar. Spiele gew. unentsch. verl. Pkt. Tv. Wetzlar Mtv. Gießen 10 6 2 2 14 10 5 3 2 13 To. Großen-Bufeck 7 4 1 2 9 To. 1846 Gießen 10 3 2 5 8 Tv. Bad-Nauheim 9 3 1 5 7 Tuspo Marburg 8 1 1 6 3 Tabellenskand der A-fUaffc 1 Spiele gew. Turng. Friedberg 10 9 am 6. Januar, unentsch. oerl. 1 0 Pkt. 19 Tuspo Butzbach 10 8 0 2 16 To. Wetzlar, 11 6 1 4 13 To. Heuchelheim 12 4 2 6 10 Tv. W.-N.-Girmcs 10 5 0 5 10 Mtv. Gießen 13 4 1 8 9 Tv. Nidda 8 2 2 4 6 To. 1846 Gießen 10 2 0 8 4 Tabellenstand Tv. Lauterbach der A-filaffe Spiele gew. 8 6 2. Vogelsberg, unentsch. oerl. 2 0 Pkt. 14 To. Alsfeld 6 3 3 0 9 To. B-Gemünden 7 2 0 5 4 To. Schlitz 6 1 1 4 3 Tv. Gedern 6 1 0 5 2 D. f. B. Handball. Rach längerer Pause tritt die Handballmann- schaft wieder auf den Plan. Sie trägt am nächsten Sonntag ein fälliges Rückspiel gegen die Hand- ba'lelf deS Turnvereins Garbenteich auf dortigem Platz aus. Der Gastgeber ist Weister des hiesigen Gaues des Allgemein-rn Turnerbundes. Trotzdem darf man der V, f. B.- Elf, wenn sie sich nur einigermaßen zusammenfindet und die gleichen Leistungen aufbringt wie in ihren Verbandsspielen, einen Sieg über den Turnermeister zutrauen. Spielvepeinigung 1900 Gießen. ö. Am kommenden Sonntag treten alle Senio- renmannsch asten der Spielvereinigung 1900, Gießen, auf dem Sportplatz an der Lieoigshöhe Derbandsspielgegnern entgegen. Hierbei sind die Spiele der ersten und der dritten Mannschaft insofern von Bedeutung, als sie ausschlaggebend auf die weitere Gestaltung der Wertungstabelle der diesjährigen Meisterschaftsspiele sind. Gegner der L i g a m a n n s ch a s t ist die Liga- elf vom Sportverein 1920, Herborn, eine körperliche und schnelle Mannschaft, der es gelang, im Vorspiel in Herborn eine schwache Mannschaft 1900’3 mit 4 : 2 geschlagen nach H.^use zu schickem Aber auch über die meisten anderen Teilnehmer der Verbandsrunde (Wetzlarer Sportverein!) konnte Herborn siegreich bleiben, so daß es heute mit nur sechs Derlu ftp unkten den zwei- ten Tabellenvlatz innehat, während 1900 durch die beiden Mi'jersolge vom zweiten auf den vierten Platz zurückgesallen ist. Den Schlußspielen in der zweiten Beftrlsilasse kommt nunmehr ganz andere Bedeutung zu, nachdem die Svielsystem- kommisfion des Westdeutschen Spielvervandes ein anderes Spielshstem zur Annahme gebracht hat, wodurch den vier Tabellenersten der zweiten Dezirksllasse der Auifstieg zur 1. Dezirksklasse sichergestellt ist. Man merkt dies schon allenthalben. Harte Kämpfe und zähes Aushalten schwacher Mannschaften kennzeichnen die allgemeine Lage. Die Mannschaft der Gießener ist auch im Spiel gegen Herborn infolge Erkrankungen noch nicht komplett und wird daher die größten Anstrenguingen machen müssen, am den Sieg zu erringen und damit den Gegner vom zweiten Platz zu verdrängen. Leichter dürften die Reserven 19 0 0’8 über die Zweite Herborns Sieger bleiben, da sie ja auch das Vorspiel in Herborn gewannen. Beide Mannschaften treffen sich vor dem Ligaspiel. Vormittags gibt es ein Lokaltreffen: 19 00 Dritte gegen V. f. B. Dritte. Diese Mannschaften sind die Besten in ihrer Gruppe. Die Blauweißen verloren das Vorspiel auf dem Waldsportplatz, sind aber sonst ungeschlagen. Ein Sieg 1900’6 ergebe Punktgleichheit mit D. f. D. ». f. B. Am kommenden Sonntag trägt die Ligamannschaft auf eigenem Platz das Derbands- rückspiel gegen die Liga des V. f. R. D u tz d a ch aus. Das Vorspiel endete mit einem 3: l»€ieg Gießens. Butzbach steht spielkulturell zwar nicht auf besonderer Höhe, gilt dafür aber als eine der härtesten und energischsten Mannschaften des LahnkreiseS, und versteht es auch, sich gegen technisch bessere Mannschaften mit Erfolg zu behaupten. So mußte sich vor kurzem auch die Spiel- Dereinigung 1900 mit 1:2 geschlagen bef :nnen und damit den Butzbachern zwei wertvolle Punkte überlassen. Ebenso hatte der Wetzlarer Sportverein gleich zu Anfang der Vorrunde Mühe, wenigstens einen Punkt retten zu können. Die Gäste haben vor Beginn der Saison ihre Elf stark verjüngt und sollen sich in letzter Zett im Zuspiel recht gut verbessert habm. Trotz allem werden sie jedoch kaum in der Lage fein, den Siegeszug der bis jetzt ungeschlagenen V. f. Bev zu unterbrechen. Voraussetzung für einen Sieg Gießens ist aber, daß sein Sturm bedeutend mehr Schuhkrast aufbringt als bisher, andernfalls er sich gegen die massive Vertttdigung des Gegners kaum wird durchsetzen tonnen. Wenn die übrigen Mannschaftsteile so arbeiten wie in dm letzten Spielen, werden sie auch gegen Butzbach ihrer Ausgabe gerecht werden. 3n Anb.'tracht der Bedeutung des Spiels für beide Mannschaften wird es einen scharfen Kampf geben, dessen Verlauf und Ausgang bis zu einem gewissen Grad einen Rückschluß auf das derzeitige Starkeverhältnis der beiden Gießener Vereine, die sich in einigen Wochen im Verbands rückspiel gegenüb erstehen werden, zulassen. , Butzbach hat seine Ligareservemann- schäft von den Punktspielen zurückgezogen, so daß die V. f. B.-Ligaroserve ohne Gcgner ist. 5>ie ©ritte ist auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe Gegner der gleichen der Spiel- oeretnigung und sollte im besten Falle knapp gewinnen können. Die vierte Mannschaft tritt in Steinbach gegen besten Erste an und wird g?gen die eifrige Platzmannschaft alles aufbieten müssen, wenn sie um eine Riederlage herumkommen will. Fußball in Heuchelheim. Kommenden Sonntag empfängt der Sportverein 1920 Heuchelheim die erste Mannschaft von F. C. Teutonia Laubach zum fälligen Rückspiel. Daß Laubach ein nicht zu unterschä ;ender Gegner ist, haben die Heuchelheimer bei dem Vorspiel in Laubach gesehen: lagen doch die Laubacher bei Halbzeit noch mit 4:3 Toren in Führung, und erst nach schwerem Kampfe konnten für Heuchelheim die Punkte gerettet werden. z. (£. Teutonia Steinberg. Am kommenden Sonntag tritt Lollar mit seiner 2. Mannschaft in Steinberg zum Verbands-Rück» spiel an. Der Platzverein muß sich anftrenßen, wenn er ehrenvoll gegen die im Kommen befindliche zweite Mannschaft von Lollar abschneiden will. Der Ausgang ist offen. Turnverein Lollar. Sportabtcilung. Am vorigen Sonntag hatte die Lollaver erste Mannschaft die gleiche des V. f. R. L i ch zu Gast und konnte die in Lich erlittene 2:1-Riederlage mit einem 3:0-6ieg wettmachen. Kommenden Sonntag weilen die Einh-imischen als Gast zum fälligen ‘Tkrbanbdrüdfbtd bei der gleichen des 1. F. C. Großen-Bufeck. Dieser Gegner darf nicht unterschätzt Werdern zumal er auf seinem kleinen Platz schwer zu schlagen ist. Vergessen hier die Lila-Weißen besseres und ruhigeres Zusammenspiel, sowie die Hauptsache, das Schi ßen, so werden sie die erste Riederlage in der Rachrunde nach Hause bringen. Fußballklub 1926 Großen-Duseck. F.C. 26 Großen-Buseck I — Lollar L F.C. 26 Großen-Buseck II — Ettingshausen II. Am nächsten Sonntag treffen sich diese Mannschaften zum fälligen Verbandsfpiel. LollarS Mannschaft ist als achtbarer Gegner im weiten Umkreis bekannt und dürfte am kommenden Sonntag in Großen-Buseck großes 3ntereffe Hervorrufen. Obwohl die Gaste im Vorspiel Sieger blieben und die härtere und körperlich stärkere Mannschaft besitzen, wird Gr.- Duseck alles aufbieten, um ein ehrenwertes Resultat herauszuholen. Hoffentlich wird der Schiri Hans Fischer (Gießen) das Spiel in den Händen behalten. Die zweite Mannschaft empfängt die gleiche von Ettingshausen. Beide werden sich als gleichwertige Mannschaften einen zähen Kamps liefern, bei dem der Glücklichere Sieger bleiben wird. D. f. n. Lich. Am nächsten Sonntag empfängt Lich die 1. Mannschaft vom Sportverein Ettingshausen. Das Vorspiel hatte «’nen unentschiedenen Ausgang (22). Es treten hier also zwei gleichstarke Mannschaften an, doch kann man Lich ein Plus zuschreiben, zumal es auf eigenem Platze spielt. mein Weib bist! Solch einen Menschen hättest du zum Mann bekommen, Maria! Geh, Kind, eh' es zu spät ist!“ Sie regte sich nicht. „Komm," mahnte er bittend. „Ich bringe dich nach Hause. Rimm erst noch meinen Mantel! Du frierst sonst.“ Eine unerklärliche Schwäche machte sie taumeln. Halt suchend, fiel sie gegen eine der Kisten und schlug an die eisen besetzte Kante. Er kniete schon vor ihr, fühlte warmes, rieselndes Blut, daS seine Finger glitschig machte und über seinen Aermel rann. 3n dem Dunkel, das in dem Raume herrschte, konnte er nur tasten. Er griff nach feinem Mantel und zerrte ihn vom Halen, ihn ihr als Kissen unter das Haupt zu schieben. ,.3ch hole Wasser, Maria!“ Er fuhr aus den Knien auf und drückte auf den Knopf seiner Taschenlampe. Wit geschlossenen Augen, bis in die Lippen verblaßt, lag sie vor ihm. Als er die Türe aufriß, um nach dem Brunnen zu laufen, der in dünnem Strahl Wasser aus einem Holz rohr spie, prallte er mit Diebow zusammen, der eben eintreten wollte. „Da bist du ja, mein Lieber,“ sagte dieser erfreut. Sie duzten sich seit Tagen. Alles Blut drängte Hettingen jäh nach dem Gehirn. Blitzschnell übenegte er. Maria hilflos siegen lassen, durfte er nicht: sie konnte sich möglicherweise verbluten. Gr wußte nicht, wie weit es fehlte und ob die Schramme gefährlich war. Ebensowenig durfte Diebow um ihr Hiersein wissen. 3hre ganze Weibesehre stand auf dem Spiel. „Es ist nett, daß du kommst." würgte er mit Mühe heraus und zeigte bittend nach einet roh gezimmerten Dank, welcher die Hütte als Sehne diente. „3ch hole nur eben noch den Krug mit Wasser für morgen zu meiner Frühtoilette I — Dann komme ich, und setze mich zu dir.“ „Wollen wir nicht lieber hineingehen. Achim? Es ist ziemlich kühl draußen." Hettingens Stimme kam vom Brunnen her. wo er eilig Wasser schöpfte. „Drinnen haben wir keine Sitzgelegenheit, auch kein Licht! 3ch komme im Augenblick, Kurt!“ Diebow schüttelte verständnislos den Kops. al6 Hettingen, vom Brunnen zurückkehrend, ihm die Türe vor der Rase zuschnappte. Etwas verärgert Netz er sich auf die unbequeme Bank fallen und grub mit feinem Stock Figuren in den Sand zu seinen Füßen. Plötzlich horchte er auf. Drinnen glaubte er ein leises Flüstern zu hören, dem wieder tiei?.e Stille folgte. Dann wieder halbverhattene Laute, die in Schweigen verebbten. Sollte Hettingen? — Aber nein, das war ja gar nicht möglich!. Z^rir Sorte dieser Männer gehörte er nicht. Kommentare tauchten auf und tiefen Zweifel wach: Warum schlief er seit Tagen nicht mehr in der Villa? Warum hier draußen, wo niemand sein Tun und Lassen beobachten konnte? Zu Hause konnte er keinerlei Begleitung mitbringen! Aber hier! Eine ganz niederträchtige Gemeinheit wäre das von ihm. Ob es eines der Bellinzoner Mädchen war, das sich ihm hingab? Hettingens glänzendes Bild verblaßte vor seinen Augen. Er war doch möglicherweise nicht das, als was er ihn bisher angesehen hatte, der Edelmann ohne Fehl und Tadel, für den ihn die Mutter hielt. Die Türe hinter ihm knarrte. 3oachim trat heraus und ließ sie wieder in den Riegel klappen. Diebow konnte in dem herrschenden Dämmer zwar sein Gesicht nicht genau erkennen, aber die Stimme kam ihm bedenklich schwankend vor. „T*it du nun dem geheimnisvollen Phänomen schon auf die Spur gekommen?" frug er mit leichtem Spott. Hettingen schüttelte den Kopf. „3ch muß «S erst noch herauSbringen. Hast du Lust, mit zum Tunnel hinaufzusteigen-" ' (Fortsetzung folgt.) £ ShJ 'der ofi^ °L^L «?ä£S «8*&t Ä < *A* die ** ÄAac N^"°"°' Ä16 i,m6f»m3*^; d^umkoomim will euchelheim. tzr Sports * MtMichast von % L «SJgWl AÄ unterschwEGrgner Mr bei itm ? M die L-ubachcl ^orcn m Führung, und e tonnten für Heuchel, weroen. Eteinbttg. tritt Collar mit \röa r fl -um Derbands-R^ Jfe sich anstrenacn, wenn Mmen besindllchr zweil« chneiden will. Der Sus* n Lollar. tcilung. &üt« die LollE erste !s Äf.TLichzuW nftHcne 2: l-Akvrrlage machen. -eilen die Einh.nnchLei rrbandsrüisspiel bei der snZßuici Dieser TeM den, zumal er aus feinem schlagen ist. Dergesseu seres und ruhigeres Zu* nupisache, das öchi hen Niederlage in der Aach Sroßen-Iuseck. j-Lollar I. II-Ettingshausens ressen sich diese 2Tiao -rbandsshiü. ist aiS achtbarer Erz* besannt und dürste an i Erohen'Tusech fitoW Obwohl die Säße m n und die härtere unt ischast besitzen, wird Gr.' um ein ehrenwertes > Srffcnili* vA J« Ziehen) das 6N «der st em-sängt die M . Deide werden MJJ ten einen zähen W lücklichere Sieger blsbe- ü. M . ag empfangt M 'Ssg* W™ "Jrti «d ,schreiben, J“"1“ »AS*» schnappt - ko un' f s«bfr “’S« Hj ti** . hli ui« 9«61.,. „tblrf't« ’”‘X KSV"', fW9 * GEGEN SPRÖDE HAUT REGEN. MAGGI5/ Fleischbrühwürfel 261D kuR. • JNV&NTÜR •dniwaANC -tifUMaA1 nun der lUt Oberhessen. Landkreis Gietzen. nis bringen. gck. Großen-Buseck, 10. Jan. An den beiden nächsten Mittwochen finden im Schulhaus an der Oberpforte zwei Vorträge der Volkshochschule Gießen statt. Im Einvernehmen mit landwirtschaftlichen Organisationen wird der Keschäftsführende Direktor des Landwirtschaftlichen Znstitutcs der Landesuniversität, Universitätspro- fefsor Dr. Sesfous über „Die Bedeutung der Landwirtschaft für die deutsche Dolksernährung" sprechen. Es ist zu wünschen, daß die Veranstaltungen recht zahlreichen Besuch seitens aller Schichten der hiesigen Einwohnerschaft erfahren, da der Äortragsstoff gerade in der heutigen Zeit von großer Wichtigkeit ist. O Climbach, 10. Jan. In der Nacht auf Dienstag wurde in einer hiesigen Gastwirt - schäft und Metzgerei ein Einbruch verübt. Der Iieb, der durch "ein Kellerfenster in das Haus ge- ssanate, hatte es wahrscheinlich in erster Linie auf den Kasseninhalt abgesehen. Außer dem Geld, über zwanzig Mark, hieß er ein Paar neue Schuhe, eine Strickweste, Zigarren und Zigaretten mitgehen. Außerdem scheint der Gauner sich auch an Wurst und Bier gütlich getan zu haben. Bis heute fehlt ö»n dem Täter jede Spur. er. Röthges, 10. Jan. Einen vollen Erfolg hatte Gemeinderechner Emrich von hier auf der größten deutschenGeflügel-Ausstellung in Leipzig. Auf dieser Schau waren 13 000 Tiere ausgestellt. Emrich erhielt auf deutsche Reichs- Hühner drei Ehrenpreise und zwei erste Preise. — Bürgermeister Metzger und Förster B u t t e r o n haben erneut wieder je eine große Legehalle gesaut und beabsichtigen, eine große Geflügel-Brutmaschine anzuschaffen. Kreis Friedberg. WSR. Dad-Rauheim, 10. Januar. Gin 16 Jahre lalter Bursche von hier ist gestern morgen flüchtig gegangen, nachdem er mit dem Sparkassenbuch seines Bruders 800 Mk. von der Sparkasse abgehoben hatte. Don dem Ausreißer fehlt jede Spur. -Bad-Nauheim, 10. Jan. Die im „Gießener Anzeiger" gebrachte Meldung vom Auftreten des Eisvogels bei Laubach trifft auch für hier * Rgdaen, 10.Jan. Am Samstag hielt hiesige Gesangverein „Konkordia" seine gi besuchte Generaloersammluna ab. Nachdem der erste Vorsitzende H. B e 11 o f I. die drei verstorbenen Mitglieder des Vereins geehrt hatte, erstattete er den Jahresbericht, der ein günstiges Ergebnis aufwies. Dem Rechner L. Hahn wurde für feine mustergültige Kassenverwaltung der Dank der Versammlung ausgesprochen. Die Vorstandslvahl ergab die einstimmige Wiederwahl der seitherigen Herren, wodurch das große Vertrauen, dos der Verein feiner Leitung entgegenbringt, deutlich zum Ausdruck kam. Anschließend appellierte der Vorsitzende an die Arbeitsfreudigkeit aller Mitglieder hinsichtlich der durch den im Juni geplanten G e - langswettstreit entstehenden umfangreichen Arbeiten. Nach den bis jetzt eingelaufenen Anfragen und Zuschriften zu schließen, ist mit einer starken Beteiligung an dem Wettstreite zu rechnen. Der nächsten Sonntag, 13. Januar ftattfinbenDl' Belcglertentag wird das endgültige Ergeb- xu. Der farbenprächtige Vogel nistet auch an der Ufa, allerdings selten. Aufmerksame Spaziergänger können ihn jetzt ab und zu beobachten. (»Aus der Wetterau, 10. Jan. Hier hielt sich trotz der Kälte noch immer eine Schar von etwa 100 Schneegänsen auf. Die scheuen Vögel bevorzugen die Roggenäcker und üoernachten, wie Spuren zeigen, auf den Eisflächen im Niddatal. oo Nieder-Florstadt, 10. Jan. An der Straße nach Friedberg wurde von Arbeitern ein Mann in halb erfrorenem Zu st and aufgefunden. Er mußte ins Krankenhaus nach Friedberg gebracht werden. In angetrunkenem Zustand kam er gestern abend von der Straße ab und blieb liegen. Sartafotoet übersieht hier folgerte feine Spiel- Freibauern verbürgen einen 35. f5-f4 g5-g4 38. g4-g3 39. Kg6-h7l g3-g2 40. 27. Sg4Xe3! 28. Tc7-c2+ 29. Tc2xa2! 41. Te3-e4 42. f4-f3 43. f3-f2 44. f2-flD 30. De3xg5 31. Thl-cl 32. Tel — c8 + 33. Tc8-c7+ 34 Tc7xb7 Die verbundenen raschen Sieg. 33. Kd3-d2 36. Tb7xb5 37. Tb5-b8 38. Tb8-e8 39. Te8xe64- 40. Te6-c6 41. Tc6-cl 42. 23-24 43. 24-25 44. 25-26 Weiß gab auf. Lösung des Problems Hr. 192. Don A. Derveen. 1. Dg8-g6, 16-t5 2. Lei-f2 usw. 1....., Ke5-d4 2. Dg6-f5 usw. weise: 27...... 28. De2xe3 29. Kd2-d3 Klar und sicher: weniger zwingend wäre 29..... Dxe3-r 30. KXe3, Txa2 31. Tel und Weiß Hai vielerlei Degenchancen. 36. »5-g4 37. Tg3-e3 Ke5-f4 2. c4-c5 usw. Ke5-d6 2. Dg6xf6+ usw. 30. h6Xg5 31. Ta2xg2 32. Kg8-f7 33. Kf7-g6 34. Tg2xg3+ Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom DedaktionStisch. Schnelle Hilfe. „Weißt du, was ich noch sagen wollte — ich habe unglücklicherweise meine Brieftasche zu Hause vergessen unb nicht einmal ein paar Pfennigs für die Elektrische, borge mir doch zehn Mark." „Soviel habe ich nicht bei mir, aber ich kann dir zu der Summe verhelfen." „Das wäre wirklich nett von dir." „Hier sind 20 Pfennige: fahr nach Hause und hol' dir deine Brieftasche." (Lust. Bl.) Berliner Börse. Berlin, 11. Jan. (WTB. Funkspruch.) Die Stimmung ist int heutigen FrühverLehr wieder freundlicher geworden. Bor allem regt die heutige Zentralausschußsihung der Reichsbank, von der man einen Beschluß zur Ermäßigung des Reichs- bankdiskontsahes erwartet, an. Auch die feste Aeuyorker Börse und die Entlastung in dem heute zur Veröffentlichung kommenden Reichsbankausweis befriedigten allgemein. WIND U. SCHNEI Schwäche c7 beseitigt hat, Geweihen Königsflügel energisch f3. g7. Partie Nr. 126. auf hat mit 4. Lei -g5 5. e2-e3 6. Sgl — f3 7. Ddl-c2 8. Tal-dl Da Schwarz die 16. Ld6xe5 17. Sf6-g4 18. Dd8-go 19. Lc8-d7 1. d7-d5 2. e7-e6 3. Sg8-f6 I. d2-d4 2. c2 —c4 3. Sbl -c3 4. Sb8-b7 5. c7-c6 6. Lf8-e7 7. 0-0 Rubinstein scheint die nachträgliche Annahme des Damengambits endlich auf gegeben zu haben. Weiß erhält danach ein mit bequemen Entwicklungsmöglichkeiten verbundenes chancenreiches Spiel. Wir verweisen u. a. auf die Partien Do- goljubow — Rubinstein (Kifsingen) sowie Röti gegen Rubinstein (Berlin). _____________ 20. T28-C8! erkennt sein Ziel. 21. 27-26 22. Tc8~c7 23. Tf8-c8 24. Ld7-b5! Weiß. Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. Weih: 6 Steine. Ka8; Dh4; Lc6. H2; Sa6, e5. Schwarz: 8 Steine. Kd6; Ld2, dl; Se7; Bc3, e3, Alle für die Redaktion bestimmten Mttteilun- gen, Lösungen usw sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anz.'tgers" Problem Nr. 195. Don Otto Würzburg. Schwarz. Erfolg angewandt. 1U. ...., 11. Le5-g3 10. f7 — f6 11. Sh5>-c7 26. Ld3Xb5 26. 2ÖXb5 27. b2-b3? Im „Berliner Tageblatt"-Schachturnier hat Rubinstein eine Anzahl vortrefflicher Partien geliefert: in einigen hat er zwar den Sieg im letzten Augenblick infolge von Rervofität aus der Hand gegeben. Als eine feine Positionspartie darf die nachstehende, aus dem gleichen Turnier herrühvende Partie gelten. Abgelehntes Damengambit. Weiß: Dr. Tartalower. Schwarz: Rubinstein. Falsch wäre hier der Stürmungsversuch 13. g4?, wegen 13.....fxg4 14. Txh6, Lf6l, wonach zwei weiße Figuren hängen. 13. c6xd5 14. Sd7-f6 15. Le7-d6 Hier ist schärfer und besser 10. Ld3, Sxf4 11. exf4, wonach Weih einen starken Druck den Punkt e5 behält. Diese Spielweife Bogoljubow in ähnlichen Stellungen öfter 13.. 14. Lfl-d3 15 Sr3 — e5 16. f2 — f4 ? Dies bringt den ins Schwanken. 16...... 17. F4xe5 18. Dc2-e2 19. Kel-d2 20. Thl -h4? Dieses Manöver, welches einen Angriffsversuch auf den feindlichen Königsflügel plant, ist verfehlt: der einzige richtige Plan bestände in der sofortigen Besetzung der c-Linie, z. B. 20. Tel, Ta c8 21. a3, a6 22. Sa2; Weih steht ausge- toäre Tel jetzt nutzlos. 8...... 8. H7-H6 9. Lg5-f4 Einfacher ist hier 9. Lh4. 9...... 9. Sf6-h5 10. Lf4-e5 | Verkäufe j UtMOO blute Schuhhaus Herbert GIESSEN Marktplatz 2 Marktplatz 2 \ erelne XOA chfeit Iniorleien Dring; Gewinn Kreuzplatz S ES WIRD REGNEN! durch die Zuschneide - Lehranstalten des Verbandes der Deutschen Zuschneider, Zuschneiderinnen u. Direktricen Schulen in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München Nachhilfe für Schülerin der 3. Klasse von geprüfter Levrtrait gejucht. Lchr. 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Im einzelnen haben die Bestände M Wechseln und Schecks um 526,3 Millionen aus 8101,1 Millionen Mark, die Lombardbestände um 121,9 Millionen auf 54,2 Millionen Mark und die Bestände an Reichsschatzwechseln um 51,0 Millionen i jf 0,1 Million Mark abgenommen. Die Anlage in i Effekten ist mit 92,3 Millionen Mark annähernd : unverändert geblieben. An Reichsbanknoten und Renten- ka n k s ch e i n e n zusammen sind 480,7 Millionen Mark aus dem Verkehr zurückgeflossen, und zwar hr.it sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 445,9 Millionen auf 4484,2 Millionen Mark, derjenige an i entenbankscheinen um 34,8 Millionen auf 495,1 Millionen Mark verringert. 7,1 Millionen Mark an ^entenbankjcheinen wurden in der Berichtswoche getilgt. Dementsprechend haben sich die Bestände h*.'r Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 35,1 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 619,3 Millionen Black eine Abnahme um 1 >6,8 Millionen Mark. Die Bestände an Gold und dcckungs- fähigen Devisen zusammen haben um 2,1 ' Millionen auf 2886,7 Millionen Mark zu genommen; im einzelnen sind die Goldbestände mit 2 ;29;3 Millionen Mark, die Bestände an dcckungs- sächigen Devisen mit 157,4 Millionen Mark ausge- u >iesen. _ v Die Deckung der Roten durch Gold allein j; b ksserte sich von 5.5,4 o. Sy in der Vorwoche auf 6*i,9 o. Sy, diejenige durch Gold und deckungsfahige I Oevisen von 58,5 d. Sy auf 64,4 d. Sy SeichSbanl-Siekontelmüßigung um 037» Berlin , 11. Jan. Der Z e n l r a l a u s f ch u h ■ bet Rcichsbank beschloß in seiner heutigen , Sitzung eine (Ermäßigung des Reichsbank. k> iskonlfahes und des Lambardzlns. f a ß e 9 um je 0,5 v. fy Oer Abschluß her Fried. Krupp A.-G. Dis F-ried. Krupp A.-G. in Essen l fließt das Geschäftsjahr 1927/28 nut ei asm Pe triebsüberfchuß von 40,02 Mill. Mark i B. 42,75) aa; öa^u kommen noch verschiedene Einnahmen (aus Drteiligungcm, Lizenzgebühren ' ufin.) von 3,66 (6,60) Mill. Mark, sowie der Aewinnvortrag von 1,04 Mill. Mark. Die Aus- I* neiL/cn, erreichen insgesamt 37,71 (35,31) Mill. Diarf, und zwar Steuern einschl. Industrie- b - z en mehl (süddeutsches, Spezial 0) 33, ToggenmeM 29,50 bis 30,75, Weftenkleie 13,65 bis 13,7". Roggenkleie 14,25 bis 14,50 Wk. Tendenz: fest. Berliner Produktenbörse. Berlin, 10.Jan. Die für die ChikagoerHaujift bewcgung vorliegende Begründung wurde hier zwar mit einiger Skepsis aufgenommen, das Anhalten der Preissteigerungen an den überseeischen Terminmärkten, unb bie baraiifhin erfolgten Erhöhungen der Cifosscrten für Auslandweizcn, vor allem jcboch bas sehr geringe Angebv! bes Jn- lanbes, hatten hier eine weitere kräftige Bejestigurg zur Folge. Das geringe Jnlanbangebot ist um so bemerkenswerter, als bie Druscharbeitcn rege Foite schritle machen, wenn sie auch hier unb da infolge des sehr scharfen Frostes unterbrochen werben müssen. Als Käufer sinb nach wie vor die tna; p versorgten Provinzmühlcn im Markte. Die Exporteure juchen Ware, unb auch bie Großmühlcn, deren Risiko bei den herrschenden Exportverbote nisten nur ein begrenztes ist, bekunden gute Nachfrage für Weizen und Roggen. Die geforbericn Preiserhöhungen konnten zwar nicht in vollem Umfange erzielt werben, dis zur Berichtsabfassiu g Hörle man aber von Umsätzen zu etwa 2 bis 3 Mark höheren Preisen als gestern. Am Lieferung, markte bewirkten Deckungen recht ansehnliche Pr i fteigerungen. Mehl ist in den Forderungen um etwa 50 Pfennig höher gehalten, die Nachfrage hat sich wesentlich belebt, Abschlüsse kommen auf de n erhöhten Preisniveau aber kaum zustande. Hai r liegt gleichfalls fester, aber bei ausreichendem Angebot. Gersten rußig, Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit brr Schriftleitung.) 0.2H. In der Miete finb 17 o. H. für laufende Instandsetzungskosten enthalten. Dieser Betrag muß nicht ausschließlich für die bett. Wohnung verwendet werden, sondern kann auch z. D. für die Instandsetzung des Treppenhauses, der Waschküche, bei kleineren Reparaturen des Daches nsw. Verwendung finden. Eine Regelung kann auch dahin gelten, daß von den 3nstand- fehungskoste,ein bestimmter Teil für die Wohnung und der übrige Teil für allgemeine Instante sehungcn verwendet wird. 3n Streitfällen ist ö ? Instandfetzungsste'le beim Mietciwgungsamt anzurufen. 3m übrigen ist der Hausbesitzer verpflichtet, auch von sich aus die Wohnung in bewohnbarem Zustande zu erhalten. K. K. Sch. Eine strafbare Handlung bei ter Preisbemessung für untervermietete Wohnräuine liegt nur dann vor, wenn es sich um Wucher handelt. Sie können wegen Festsetzung der Miele das Mieteinigungsamt anrufen, falls Sie sich benachteiligt glauben. A. A. Die städtischen Straßenreinigungs- und Müllabfuhrgebühren sind durch eine Gebührenordnung mit Wirkung vm 1. April 1928 ab neu geregelt worden. IH. 50. Harald Herb: Dcrkaufsbriefen Macht vcr leihen. Verlag für Wirtschaft und Verkehr, Stuttgart, Pfizerstraßc 5. Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse $raiik'uri a. TI | Berlin Devisenmarkt Berlin—Frank^ rt a.2H. Telegraphische Auszahlung v Lanknoleu. 6 U Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. Datum-. | ... 8 ,. . . s , . . io , . . io , . e . 6 . . - 10 , . . 10 , . . . V . . . 10 , . . . 8 , , . 12 , . . . 8 , . . 10 , . . . S , . . . S . . . . 8 , . . . 6 > . . . 8 > . . . 8 iLC.e. ; . . . Bergmann . . . . Elettr. Üiefrangte. . 2lebt und Krall . . Selten 4 Guilleaume. Gei. f. @thr. Untenu. Hamb. Seht. ®ede . Rhein. Elekrr. Schlei. Elekrr. . . . . Schucke» • • • • Siemens 4 Halrl» . • Lrantravlo . . • • Ladmever ft*».. . . Buderus ..... Teutsche SrdU - . • Egener Steintebie . • Selleutirchener . . . glidnetroede • »öln.gteueilen. . . . Mannesman» .... ManSfelder ..... Oberschlei. Eisend. Bedarf OberschUi. ßotfoedc . 7 . 5 . « sy» 10 Berlin. 10. Iannur (Vfamörtfcbe J,oten...... Holländische Noten atulienifdie Noten ..... Norwegische Noten . . . . DeuilchOellerr. 1100 Ärone» Rumänische Noten ..... Schwedische Noten ..... Schweizer Noten ...... Spanische Noten » Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noreu Phönix Bergbau Rheinische Braunlohlcu. Rheinsiahl «. % 3* Riebeck Montan .... 7,2 Bereinigte Stabte. .... 6 Otaoi Minen . . ... . »sh «all Asche 10 »afl Weiieregeln ..... 10 RaÜmtd SaUBetfwtil ... 15 g «. Öatben.3nt»MB ... 12 Dynamit Nobel 5 Scheide an iiall . . Goldschmidt . . Kütfleriroerte . . Metallgelells^R. 1 Oeltt 1 Stier lb,43 16,49 168,33 169.01 11,935 22,015 H1.73 112,17 59.00 59.2-1 2.5-15 2, >45 112,13 H2.57 80,79 81,11 68,33 8.61 12,40 12.46 73,05 7«, 15 FrauLsukt o. Tt Derkln Sd)lub*i 1-Uhr- flurs 1 Kur» Sch uh i Anfang fiitr* i Kur» 10. 1. | 11. 1. 10. L | 41.1. Frmldfnrt a. M Berlin Schluh-i Kur» | 1-Uhr- Kur» Schuh Kur» üiniang Kur» Datum *10. 1. 11. 1. | 10. 1. M »i »elchsanleihe o .1927 _ 87.5 - 87,5 — |:t «nl.-Sblöl.-Schuld mit AuS- L>.Rechten 53,6 53,4 53 53.4 Ml ohne AuSlos.-Kechte . . 15,13 15,15 15,25 15,2 «Franks. Hup.-Bl «oldvl. un- «ndbar bi« 1932 90 — —- !<_,% Rheiniiche Hyv.-Bank Limi - Vvidvl. 81,4 w— Li.® abg BodrlegS-Obligatton.. adiablbai 1932 —- — — 17. Schwey BundeSb.-Sm.. 96,75 - — — Lekterreichiiche ©olorte.. U0% Lesterr Silbente. . - 33,13 2,75 33,2 2,9 111 , Gelte neid) einheiU. Rle Ungarische Golvcte. 26,5 — .'i, Ungarische ElaatSr. v. 1910 -!1 ;tiäe/o de«gl von 1918 • - - , 0- 1,9 (li Ungaülche Shonenrte.. ■ 1,85 Ilillti iütl. Zollanleihe v. 1911 . — 12,6 • Türkisch« Bagvovbahp.At-l., •Gerte 1 ... —• — 12,4 i’t veSgl. Serie 11 - — 12,4 .'-^Rumänen conveN. Rte- . - ■ 11,25 *— 14X Rumänen ScltxuU. twn 1913 •20,3 20,65 ■ M tlcundJe Etien'xrhn . c» nvura-Arncrita Cafe! ... 8 134 139,5 137,5 — 140,25 vLnb.-Südam Dampssch. . 8 — 179,2o — g» isa Damvsichili - ■ - 1° ü» Ddeulscher Lloyd ... 8 139,25 170 132.4 171,75 -34,5 •jj« DeutscheCrevitanK. . . to —■ — 141,75 141,9 derme: Bankverein . • 10 ■ — 145,25 146 81 titnei Hanvelsgeiellsch. . • 13 Ummerz- unb Piivor-Bcml - 11 197,75 i98?r 247 197,75 245. j -98.75 Sarnnft. u glatten alb an! 12 — -30.7u 291 U Nsche Bant - - 173,5 — >73,75 >74 telonto-iSeieMckait Anl.. • l0 167,5 — .67.75 168 Cwlbnei Bant • • • *° 173,5 173 .73 173 fcielbeutidje ttuötibanl ... 9 — 214 2l4 IraLbant , 8 136,5 136.75 136 137,5 ....... «8 .29 -28 329.75 328 Schluh-, 1-Uhr- Schiub- Kur» *lln|ang Kur» Sirr» ! Kur» Ä Datum: 10. 1. : tt. 1. 10. 1. 11. 1. Bhilty" vo^mann . . . • e . 7 138,75 — 138,25 — Heidelberger Lemntt . , • ♦ 10 187.25 — — Cemeni ftatittüb: . . . M e . s —» Waytz ft Freitag .... • • 10 134 134,25 134.5 — Schultheis Pavenho!« . • ■ IS — 328 Cftroede .... e e 18 283,5 283,5 Set. «laniöott . . • > 18 522 522 Bemberg ...... 14 456 463 Zellte» Waldhol . . . tzellteti Aichaffenterg^. « . 12 12 . 7 ! ZL 289 209,6 .'90 209 1.36 290 135,25 Dessauer 9a£..... • M . 8 — — --29 230,6 Daimler Motoren . . . * M . 0 57 66,5 66,75 66 Demag ..... * ■ . 0 — - - 4-’>,65 44 Ldlcrwede Süeoa . . . • • . b *• 63,25 63,9 63,75 Ludw. ßoewe . • 10 — — 242,5 Rai. Automobll . . . • M M . 0 • - 52,25 52,13 Otcnftdn 4 ftcBOd . . Ä * . 5 “ - 100,4 100 Leonhard Dietz ...» e e . 8 —* 291,5 291 Vamog-Memnn . . • • Fran». Molchine» . . • . 0 . 6 >5,25 65,5 65,75 »ritzner . . . • • • 11 114 115,5 Heyliaenteedl . • • • gunghanS. . . . . • e . 0 . 4 60.8 80,5 Lechwede- ...... . 8 119,75 — — Mcrinkrastwed» . . . . M M . 8 120.25 — — — Mag. ..... e e 10 147,5 — 148,5 154 Nekarsulm« . . . • • • • . 8 26,3 —— 26,65 —— Beters Union . . . . • • e . 8 104.5 - 104 — Sebr. Roeder . . . • • • • 10 125 - Boigl 4 Haesfn« . . . e • . 8 211 - 211 «MB Sübb. fludei ..... • » . S 148,75 149,5 148,75 — 184,9 184,6 181,25 184,13 232,75 - 233,25 235,5 — 179,5 178.5 180,5 2-16.75 '46,5 247 247 246,25 146,5 147,5 263,5 — 264,5 263,25 — — 154,25 — — 175 174.5 173.75 —• — 232,75 231,5 — 256.25 254.5 255 119 — 419 419 — 16(1 . . r- 180 180,85 180 182,5 — 85 85 75 — — 139,25 139,5 126,5 127,75 127,5 127,5 127.5 136 137 137 37 — 125,25 — 231 - 229 — 105,75 105 104,75 105 — 130 124.75 130,25 130 115,25 116 115,75 116,25 — — 113 H3 ■ 114 114,4 93,75 93,5 94 93,75 287.5 287,5 288.75 (38,5 137,9 137,75 137,5 96,5 — 96,65 96,25 — 70 70 70,25 290 291.5 289 291 292 — 291 — j32 531 529,5 529,5 64 264 264.25 263,75 — •• — 124 187,5 —* 96,5 96 IM 104,5 104,5 - — 137 *■ 10. Januar 11. Januar Amtliche ’JZoti.runa Amtliche Notierun Geld Brick Geld i Brie- SrnfUgioti, 168,97 168,67 169,01 Buen.-Alrek, 1.767 1,773 l.7i>9 58,11 . Brff^-Aotw 1 u8f o8 58.50 58.53 LdrWanto i '11.99 112,21 112,04 112,26 ffopcnbaatnl 112.08 112,30 112,10 112,38 Stockdolm H2,:J5 112,57 i 12.37 112,59 HelfingiorS-! 10,565 10,585 10,569 10,589 (Italien. . ! .'1.38 2Z,U2 41,99 42.03 Loudon. . 2d, 37 20,41 20.. 88 20,4/8 Network . - 4/2010 1,2090 1.2(40 4,2120 Pori3. . . . 16.425 16.465 l . 4o 16.17 Schwel» . . 80,825 0,985 80,88 Hl,IM Svanieu - . 68,59 .8,73 >8,63 bfl .ii yavao .. . Rio de Ami. Wim tu D^ -.916 0.500 1,920 1.91(1 1.314 0.502 1.41'85 i. 0J5 CtfL abotft 59,08 59,20 59,09 59,21 Belgrad 1'2,44 12.46 12,442 12,462 7,378 7.392 7,383 7...37 Bud ave g . 73,245 73,38.5 73,29 73, 13 Bulgarieo 3,629 .,0.5 . i/2.l ö,Üj5 Wfiabon 18,63 18,67 18.48 18,52 Damig - - flonftüHttn. 81,45 61.61 51,48 ■1.64 2,04.: 2,047 .'.046 4. l.‘>0 Ät!xo . 5,425 5,4->2 .44 j,45 Tmrad« 4,191 4,199 1.195 i.203 Uru.aas 4,286 4.296 1.296 4,304 Catn 20.S91 ’n,‘31 10>905 20,94.5 Berlin. 10. Januar i»elö Betet Amrrtkamiche Nom» . . » . . 4,183 Belgische Noten o8.23 08,47 Dänische Norerr ........ U1.83 112,27 Englische Bmsr........ 20.37 '0.45 Achtung I Achtung! Saison-Ausverkauf l fr 0.65 79A «i. 0.85 3.95 Eingang Ecke Volksbad. Kein Laden. Mk. Werna Ersparnis hoher Ladentaieie 1 Trenne ho-d 's 214V ein. 4* Damen-Prinzeßröcke mit Spitze, besond. schwere 3.90 Mk. 3.90 Mk. Herren-Trik&tagen Mk. 1.65 Mk. 2.45 ...Mk. 2.75 .Mk. Alle Schweine, zurückgebliebene und 6 - 1.95 163D 5 .jetzt Mk RASSOL Mk. 2.25 Knaben-Unterjacken uwollgemischt,Größei,Mk. 1.75 Wollwaren l = 5^_-O-O Eichenstämme, N 3, 25 km Mk. 2.95 .Mk. Eichenstock. 2.95 Zusammenkunft bei der Ludwigsburg. Wiescck, den 10. Januar 1929. ..Mk. 12.50 Holzversteigerung .Mk. Dienstai 13.50 Mk. genwald versteigert werden: 3550 14.50 8. Mk. 22.00 Mk. rt 8 8 u ■ti o32A Byucfttetl desWevtes MmMmMchkeim 93 38 92 140 65 rm rm rm rm rm 507 540 685 MO 19 3 1 Auf alle Filz-Hüte 25 Prozent Rabatt Westen äusser» vieisiviirdig. 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Der Pachtzins ist für Butzbach nach Hundertteilen der Roheinnahme (Umsatz) unter gleichzeitiger Angabe einer Jahres Mindestpacht, für die übrigen vier Bahn- Wirtschaften mit einer festen Jahrespacht. summe zu bieten. Angebotsvordrucke mit den Bedingungen können gegen portofreie Einsendung von 2 RM. in bar vom Prä- sidialbureau der Reichsbahndirektion bezogen werden; sie liegen auch dort aus Zimmer 237 zur Einsicht aus. Bei nicht auf diesen Vordruck abgegebenen Angeboten müssen die Bedingungen dieser Aus- chreibung und die allgemeinen Bedingungen für die Verpachtung der Dahnwirt- chaften ausdrücklich als bindend anerkannt Lhs£2~e L-4 -Vs H : E? a4a U *4 m d A oder brennend rotes Gesicht wirken anöie naliUC unfein. Ein wirksames Büttel da« , mwawiHtmM gegen ist die kühlende, reizMilderndE und schneeig-weiße Creme Lcodor, auch als herrlich duftende Puderunterlage vorzüglich geeignet. 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Unberücksichtigte Bewerber erhalten Zeugnisse usw. nur gegen Frei« Umschlag Mit ihrer Anschrift zurück. Deutsche Reichsbahngesellschaft. Reichsbahndirektion Frattkfurt a. M. Zwangsversteigerung, Am Donnerstag, dem 7. März 1929, vormittags 9 Uhr, wird durch das Amtsgericht Gießen, Zimmer 106, das im Grunobuche von Gießen den August Körbel Eheleuten in Rauschenberg zugeschriebene Anwesen ärofborfer Straße 75 296D Fl. 33, Nr. 29 * 74 qm Hosreite, geschätzt 13 150 RM. Fl. 33, Nr. 30 - 2306 qm Grabgarten, geschätzt 4610 RM. versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Jur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 8. Januar 1929. I. A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen: _______Leo, Ortsgerichtsvorsteher.______ bringe ich eine geradezu frappante Auswahl in Masken-Kostümen für Damen, Herren und Kinder Masken-Stoffen jeder Art Masken - Schmuck, -Hüten Larven und Scherzartikeln Beachten Sie meine originell ausgestellten Karnevalsfenster Schmücker IfilA Für den Karneval 1929 t . s 0 4, M.C Ja §46 ? 9' s§-Sf 15 ähfläSu H(eW Mäuöburg 3 asa* Walltorstraße 12 k 41 2-ZZr ej^iä?=;r- E I L .2 - s s £ C • »S«s2 L 013041 » • . PicktLMltesiej werdcti in einigen J D Fe I Fl SS ragen durch das Ttintverschft- p - Li nerungsmlttel Venn» (StÄrke A) OeSICnl unter Garantie beseitigt Sie erzielen einen esmmetweichen Teint Nor tu haben bei /4<8A Drog. O. Winterboff, Kreuzpl. 9/10 Hindenburg-Drog. Seltersweg 68a il© IPROZIEMTIRAIBAXTT auf alle regulären Waren, außer Markenartikel 1 OH -■ il