, Squl D[>n Quc Si.ßrüN-fi"? Ä v- h. «.d«. 5ur ?M fe M °'5»- chvachrr , ^onir =n ff»b«; Pkt DeuÄ"1 ««. '-"kn tag™1.:"1* >urchl°k«n 'V nnien frt beid)räntte Nafl “ÄÖbf1* Mt plus ™ ®E” öeitei^Fn Unb Ä,,725°-' gegen ho,, '^orse. t M H ju &gin, bl« $«s s-jlhN, gering, bie Orberein. \W1, io buh bic ri-J9?16'6" w- Die e'chsbankpchbrnlen hotte wngen auf eine balbige ■fonts hoben sich bnbunh * Börse, bic w. Ee nicht mehr einen We bckaimtgegebenen 'ensoesellschasiri über bie Silagen mr >Z befriebigt Man vei- ber ^Bankguthaben unb bei Ziemens. Dagegen der Beichästigtenrahl um i*montten um 1 bis 2 Äm Elettromartt nehm oben erwähnten Abschlüfle dah sich meist Sursrüd- L v. h. betrugen. EchMch Man glaubt, ^og bie am ! Aussichtsratssitzung ben :e Dividenbe zu verteilen, ein geringer Derlult au°> ung war in Waldbof, -Farben, btt angeblich pt wurden und 1 bis 3v.h. rtf machte sich etma« Nea- ir, |o doh sich meist kleine »totberger 3mf waren qe> Auf eine Mitteilung über 'if in her Zukunft waren icher. DeuW Anleihen cht ganz einheitlich, aber markt verkehrte in nW- larft war weiter M Mnatsaeld 7 bis U o. j v.h.Im BerlMse rcht en IMs 2 Warkb ollgp war etwas lebhafter, unb b bis Hfi.-Befeningen. )., Glanzstoff 6,5 o.fj. on> beobachtete man angeblich Getreidebörse. a Ian. Der Frankfurter & in festerer MemnM h-tten m zur Folge. Das 2Jj' wr sehr gemg. Ä m vorhanden undeS » Lachsrage- Auch A n^bt stärkeres onttre^ fuhren durchweg eme SfeS 8t *Ä "»»SC Btt 9 ^oMl Tb9^ Hache iS itm» tzNi^ u* Ä ur.Ä urF W.«? y,(S) .Ml-__ (69.01 >1005 112.1’ ‘•9 24 2,545 112.52 8-63 !v$ m • ?Ä litlD. 1 - ■■ xi.w lir.2 ||3.4 IU.7» IU.-59 .-2.u4 ai.42 1,211’ tu«' °r>.^ l.dO? 1,500» i».S tfi <3.405 Ui-^ ■L# „iS 5,^ <68 ü SS ll-;' J,(IO ;,..3 1,2030 |. 43 *1.905 ,8.58 1.922 ,4985 „,10 ts 5 i.if 168.5 >1,925 111.75 59.00 2,52a n-L 80.8» «■5 (2,39 73.00 Jkrf*1 „ 8U»1«1Ü11 Nr. 8 Erstes Blatt 179. Jahrgang Donnerstag, 10. Januar 1929 Erfcheint täglich,auher Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle, vezugsprei s für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten; Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: SranffliTtnm Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesten vtvS «nd Verlag: vriihl'sche Univerfilütr-Vuch- und Steindruckerei rr. Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schnl^tra^e 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Playvorfchrift 20" ,, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An- zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen. Die deulschenSachverstäudlgen für das Reparaüouskomitee ernannt DerEntwmsdesneuenGemeindebeamiengeseheS Ruhegehalts- Der Minister 1. Aprilin und Hinterbliebenenversorgung. — will das Gesetz bereits am Kraft treten lassen. Rußland und Rumänien. Ä o to n o. 8. 2an. (SIL) Wie aus Moskau gemeldet wird, nimmt die »Jswestija" zu dem etwaigen Beitritt Rumäniens zum Lit« Berlin, 9. Ian. (WB.) Die Reichsregierung hat in Durchführung der Genfer Vereinbarung vom 22. Dezember 1928 und gemäß dem Sechsmächleabkommen vom 22.Dezember 1928 zu deutschen Mitgliedern des „Ausschusses von unabhängigen Finanzsachverständigen für die Ausarbeitung von Vorschlägen für eine vollständige und endgültige Regelung des Reparalionsproblems" Herrn Dr. Hjalmar Schacht und Herrn Dr. Albert Vogler ernannt, als Ersatzmänner werden Herr Dr. Earl Melchior und Herr Ludwig kastl zugezogen werden. Die Reparalionskommifsion tritt morgen vormittag 10.30 Uhr zusammen, um die (Ernennung der von den Regierungen Belgiens, Frankreichs, Englands, Italiens und Japans für die voll- ständige und endgültige Regelung des Reparationsproblems bezeichneten Sachverständigen vorzunehmen. Der Zeitpunkt, an dem die Ernennung der Sachverständigen der Bereinigten Staaten erfolgen wird, ist nochnichlfe st gefetzt worden. lich, dah sich die Gläubigerstaaten über das Datum des ersten Zusammentreffens vorher mit Berlin benehmen werden. — Lieber die Bildung einer besonderen deutschen Kommission, die ihren Sih in Berlin haben soll und deren Aufgabe es sein soll, die deutschen Sachverständigen mit allem nötigen Material, Unterlagen, statistischen Angaben usw. zu versorgen, ist an zuständiger Stelle im Augenblick noch nichts bekannt. Es wird jedoch als selbstverständlich bezeichnet, dah eine Zentral st elle die oben beschriebene Aufgabe zu übernehmen haben wird. Llnd Amerika? Nm die Instruktionen der Lachverständigen. Reu York. 9. 3an. (Lelun.) Die Frage, welcher Art die Instruktionen sein sollen, die den amerikanischen Sachverständigen zu geben sind, ist am Mittwoch Gegenstand eingehender Besprechungen zwischen Coo- l i d g e und Hoover und später zwischen Hoover und Kellogg gewesen. Gleichzeitig hat Parker Gilbert seine Besprechungen mit führenden amerikanischen Aegierungsmitgliedern sowie mit Owen Boung, Morrow. Smith und Dawes fortgesetzt. Aus der Umgebung Hoovers verlautet, das; Hoover allergrößtes Interesse an der Reparationsfrage bekundet. Es wird in Washington erklärt, daß die Frage der K o m - merzialisierung der deutschen Obligationen zwar die Hauptfrage sei, dah aber vorläufig wenig Aussicht teftünte, dah Amerika seine Bedenken hinsichtlich der Kommerzialisierung ohne weiteres ausgeben werde. Die Ernennung der deutschen wachverständi- gen, die am Mittwoch nachmittag hier bekannt wurde, ist lebhaft begrüßt worden. Besonders die Ernennung Schachts wurde mit viel Sympathie ausgenommen. zeit angestellt werden müssen. Ähre Entlassung wird — wie bei den Staatsbeamten — nach fünft ähriger Bewährungsfrist nur noch im Dienststrafveriahren möglich sein. Auch für die auf Widerruf angestellten Beamten soll nach fünf Jahren eine Kündigung ihres Verhältnisses nur noch aus wichtigen Gründen unter Angabe derselben erfolgen dürfen, wobei ihnen das Beschwerderecht an die Aufsichtsbehörde und gegen deren Entscheidung weitere Beschwerde an den Innenminister anerkannt wird. Die Entlassung durch die Anstellungskörpecschaft ist also sehr weitgehend eingeschränkt und kann nur für den Schluh eines Kalendernronats unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten erfolgen. Bezüglich der Besoldung bestimmt der Entwurf einheitlich für Städte und Landgemeinden, dah die Besoldung derjenigen vergleichbarer Staatsbeamten angepaht fein und die an die Beamten zu stellenden dienstlichen Anforderungen, das Mah seiner Beschäftigung, sow.e die örtlichen Verhältnisse berücksichtigen solL Für die Landgemeinden, in denen der Gemeinderat von Fall zu Fall die Besoldung festzusehen Hal, sieht der Gesetzentwurf die Einführung von Schiedsgerichten vor, die im Falle von Befoldungsstreitigteiten an Stelle der bisher einzugreifenden Verwaltungsgerichte in Wirkung treten. Das entspricht einem Wunsch der Ge- meindebeamtenschcht, den der Landgemeindetag gebilligt hcll. Selbstverständlich wird dadurch die Pflicht der Aufsichtsbehörde, über die Angemessenheit der Besoldungsverhältnisse zu wachen, nicht berührt. Wie seither, soll die Ruh e- gehaltsordnung der städtischen Beamten durch Ortssatzung geregelt werden, neu ist nur, dah diese Regelung der Ruhegehaltsansprüche den für die Staatsbeamten geltenden Grundsätzen angepaht werden soll. Auherdem sind Bestimmungen über die einstweilige Versetzung in den Rrchestand vorgeseh«:. Für die Beamten der 2anbgemeinten soll sich die Ruhegehaltsund Hinterbliebenenversorgung nach dem Versicherungsgesetz für gemeindliche Beamte richten. Reu ist gegenüber dem seitherigen Zustand eine Bestimmung über die allgemeinen Amtspflichten. Hierzu war angeregt worden. Rebenbeschäf- tigun gen zu verbieten oder von ter Genehmigung der Bürgermeisterei abhängig zu machen. Aus Rücksicht auf die Gemeintebeamten. die häufig ihr Amt nur im Aebenberuf ausüben, wurde jedoch davon abgesehen; doch ist in Art. 29 des Entwurfes gegebenenfalls eine ausreichende Handhabe geschaffen. Bei den Bestimmungen über das Dienst- strafrecht ist neu die Verleihung gewisser Strafbefugnisse an die De rufsbürgermeister ter Landgemeinden. Auch die Dienststrafen sind anders gestaltet werten. Art. 30 sieht die Anhörung der Vertretung der Gemeindebeamten vor ter Beschlußfassung des Gemeinde(Stadt)rates vor bei Aufstellung des Stellenplanes, der Aufstellung einer neuen Desoldungsordnung, bei Regelung ter Lagesgelder und Reisekosten usw. und bei Regelung der Frankreichs Wirischafislage. Aeutzerst günstige Entwicklung seit Kriegsende. Berlin, 10. Jan. (Privat-Tel.) Es gibt Wohl keinen europäischen Staat, der sich von den Kriegsfolgen so rasch wieder erholt hat wie Frankreich. Während die Engländer sich abquälen, ihre industrielle Vorherrschaft zurückzuerobern, ohne damit recht vom Fleck zu kommen, während Italien nicht weih, wo es mit seinem Devöllerungsüberschuh hin soll, während Deutschland dauernd ausländisches Kapital in Anspruch nehmen muh. um wirtschaftlich nicht ganz auf das tote Gleis zu geraten, geht es den Franzosen geradezu glänzend. Alle Kriegsschäden in ihrem nördlichen Industriegebiet sind längst beseitigt, ihre ©ruhen fördern heute mehr Kohlen als früher, die Textilfabriken sind auf das beste mit allermodcrn- sten Maschinen deutscher Herkunft ausgerüstet, eener gibt es nirgends mehr Ruinen, es sei beim, dah man hier und dort aus propagandistischen Gründen Kriegsandenken erhält, wie z. B. rn Verdun und in Flandern. Darüber hinaus hat sich die Eisen- und Stahlindustrie überraschend schnell erholt, was schließlich nächt verwunderlich ist, da Frankreich das halbe Europa mit Kriegsmaterial aller 2lrt versorgt. Aber auch alle übrigen Industrien ind äußerst aktiv, so dah sich Frankreich in ter ilücklichen Lage befindet, keine Erwerbslosen zu >aben. Im März 1921, als auch die französische Wirtschaft eine Krise durchmachen muhte, ging das Erwerbslosenheer über 90 000 Köpfe nicht hinaus; jetzt hall es sich dauernd unter ter Tausentergrenze. Dabei darf nicht übersehen werten, dah Frankreich noch vielen hunderttausend ausländischen Arbeitern Beschäftigung gibt. So ist die französische Ration in einem überraschend kurzen 3eitraum wieder zu einem sehr erheblichen Wohlstand gekommen, ter sich am besten in den Beständen der Sparkassen ausdrückt, die auch bei Umrechnung in Gold die Vorkriegshöhe wieder erreicht haben. Da Frankreich seinen Kapitalveichtum im eigenen Lands nicht mehr verwerten kann, ist es längst zum Kapitalexporteur geworden, hat also seine Vorkriegsstellung als Gläubigerstaat wieder übernommen. Seinen wirtschaftlichen Aufschwung verdankt es einmal seiner rücksichtslosen Reparationspolitik — Deutschland hat allein an Frankreich Werte von vielen Milliarden Goldmark ab treten müssen, die diese günstige Entwicklung stark beeinflußt haben —, zum andern hat die Handelsvertragspolitik sehr dazu beigetragen, die eigene Wirtschaft vor fremder Konkurrenz zu schützen, ihr aber jede Exportmöglichkeit zu sichern. Auch hier war Deutschland der Hauptleidtragende, weil es Jahre hindurch französische Waren in jeder Menge aufnehmen muhte, ohne dah zum Ausgleich dem deutschen Export Erleichterungen gewährt wurden. So steht Frankreich heute als eine wohlhabende Ration da, zu ter selbst das wirklich nicht arme England mit Reid aufschaut. Dieses Frankreich aber behauptet unentwegt, dah es ohne die deutschen Reparationszahlungen nicht existieren körrne, eine Behauptung, die allein schon durch den dauernden französischen Kapitalexport widerlegt wird. Frankreich rächt sich. Der Saarindustriclle Röchling wird für seine finanzielle Unabhängigkeit bestraft. Berlin, 10. Jan. (Priv.) Dem Führer der saarländischen Grohindustriellen, Kommerzienrat Dr. h- c. Hermann Röchling wurde, wie die „D. Z." aus Saarbrücken meldet, vom V e r - kehrssteueramt in Metz auf Grund des Gerichtskostengesehes vom 20. Mai v. I. eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 14 441 410 Franken zugestellt, d. s. etwa 2,5 Millionen Mark. Die Zahlungsaufforderung nimmt Bezug auf eine Deschlagnahmever- fügung vom 21. Mai 1920 über eine Schuld von 12,5 Millionen Franken, die mit dem bekannten Kriegsgerichtsurteil von Amiens vom 24. Dezember 1919 zusammenhängt, das Röchling zu 10 Jahren Zuchthaus. 15 Jahren Landesverweisung und 10 Millionen Geldstrafe wegen „Raubes, gewaltsamen Diebstahls und sonstiger Verbrechen" verurteilte. In der Zahlungsaufforderung wird dem Kommerzienrat Röchling Zwangsvollstreckung angedroht, wenn er nicht innerhalb von acht Tagen zahlt. Das Blatt schreibt dazu: Dr. Röchling ist der einzige Saarindustrielle, der es verstanden hat, sich der französischen Kapitalbeteiligung an seinen Werken zu entziehen. Alle anderen Jndustrieunternehmungen in ter Saar sind heute fast durchweg mit über 51 Prozent französischem Kapital durchsetzt. Daher herrscht eine starke Animosität gegen Röchling in den französischen Kreisen, die sich immer Geltung zu verschaffen gesucht hat. Unter dem Vorsitz des stellvertretenden Reicds- kanzlers, Reichsaußenminister Dr. Stresemann, hat die Reichsreqierung in ihrer heutigen Kabinettssitzung jene Männer ernannt, denen jetzt die ungeheuer verantwortungsvolle Aufgabe zufällt, in dem Reparationsausschuß, der am 5. Februar in Paris zusammentreten wird, um das Reparationsproblem einer endgültiges Lösung entgegen^ zuführen, die deutschen Interessen zu vertreten. Daß an die Spitze der deutschen Delegation Reichsbankpräsident Dr. Schacht treten würde, war von vornherein vorauszusehen. Nicht nur die Sanierung der deutschen Währung hat die Gewähr für seine finanziellen Kenntnisse gegeben, auch seine Teilnahme an der Sanierung der belgischen und italienischen Valuta haben mit dazu beigetragen, dem deutschen Reichsbankpräfidenten einen internationalen Ruf zu verschaffen. Hinzu kommt noch, daß er die ganzen Jahre hindurch in einem besonders engen Verhältnis zu dem Reparationsagenten stand, was ohne Frage auch feinen Beziehungen zu dem Reparationsproblem an sich nur förderlich wogen, das Amt eines stellvertretenden Vorsitzenden einem deutschen Mitgliede anzutragen. Zwischen den Regierungen habe ferner noch eine Fühlungnahme stattgefunden über die Bestellung eines Generalsekretärs, und zwar sei von französischer Seite der Vorschlag gemacht worden, als Generalsekretär ein Mitglied der Repa- rationskommission zu bestellen. Eine solche Ernennung erscheine jedoch nicht ohne Bedenken, da dadurch zum mindesten nach der persönlichen Seite eine weitere Einschaltung der Reparationskommission geschehen würde. Die Stellvertreter. Materialvcrforgnng der deutschen Delegierten. Berlin, 9.Ian. (TU.) Wie dieTelegraphen- Tlnion erfährt, werden die beiden Mitglieder des Ausschusses von unabhängigen Finanzsachverständigen sofort von ihren Stellvertretern Melchior und Kastl begleitet werden. Die Arbeit erfolgt nicht etwa in ter Weise, daß die Sdellvertreter einspringen werten, falls eines der Hauptmitglieder aus Krankheit oder anderen Gründen an ter weiteren Teilnahme verhindert sein sollte; vielmehr werden auch die Stellvertreter.sich an den Verhandlungen beteiligen. Das geschieht schon deshalb, weil es angesichts der überaus umfangreichen und schwierigen Materie ein Unteng wäre, wenn einer der Stellvertreter oder beide in einem ge° I gebenen vorgeschrittenen Stadium ter Besprechungen einspringen müßte, ohne auf das genauste über den bis dahin genommenen Verlauf unterrichtet zu sein. In Berlin ist zur Zeit noch nichts genau bekannt, ob der Ausschuß am 5. Februar zusammen treten wird, ein Zeitpunkt, über den zwischen den alliierten Regierungen bereits gesprochen worden ist. Es ist jedoch selbstverständ- D a r m st a d t, den 10. Januar 1929. Der Minister des Innern gibt soeben nach Zustimmung des Gesamtministeriums den Entwurf des neuen Gemein debea m t en- gesetzes ter Oeffentlichkeit bekannt, in dem die Vorschriften für die städtischen und die land- gemeindlichen Beamten zusammengefaßt sind, wie auch in der in Arbeit befindlichen neuen „Gemeindeordnung" Stadt- und Landgemeinden zusammengefaßt werten sollen. Es entspricht aber den Wünschen der Gemeinte- beamtenschaft, die Reuregelung ihrer Beziehungen vorab von der Gemeindeordnung zu vollziehen. Der Minister macht in dem vorliegenden Entwurf "ten Versuch, das für das Land Hessen geltende Gemerndebeamtenrecht zeitgemäß f ortzubilden, wie er in ter Begründung sagt. Die teamtenpolitischen Probleme, die vor allem durch die heurige Ausgestaltung des Ar- bertsrechtes ausgelöst und in ten letzten Jahren lebhaft erörtert worden sind (tote die Frage der Bcamtenverkretungen, ter Einführung von Schiedsgerichten, des Kündigungsschutzes namentlich für die nicht auf Lebenszeit angestellten Gemeintebeamten und eine ten heurigen Abfassungen e.rtsprechente Ausgestaltung des Dtenst- strafrechtes), haben in dem Entwurf ihven Rieter- schlag gefunden, wenn natürlich auch nicht alle Wünsche ter. Beamtenschaft volle Berücksichtigung gefunden haben, da manche Fragen doch noch nicht genügend geklärt sind. Andererseits muhte auch den Vertretungen der Städte und Landgemeinden bei ihren Anregungen und Vorschlägen Beachtung geschenkt werten. Zu beachten bleibt aber auch, "dah die nach Artikel 129 ter Reichsverfassung vorzunehmende einheitlich e Regelung ter Grundlagen des Deamtenverhaltnisses durch Reichsgesetz noch aus steht, und sich heute noch nicht überblicken läßt, wie ihre Grundzüge aussehen werden. Außerdem war es wichtig, für die Beamten großer Städte, wie auch für die ter kleinsten Landgemeinden, für ausgesprochene Derufsteamte, wie für die nur zu einem geringen Grad beschäftigten, ein in den Hauptfragen tocnigftcnä einheitliches Recht zu i schassen. Andererseits waren die , berechtigten Wünsche ter Gemeindebeamten auf eine gesicherte Stellung, eine angemessene Besoldung und möglichste Angleichung an die Rechte der Staatsbeamten (die in Hessen auch noch nicht geregelt sind) in Einklang zu bringen mit ter in der Reichsverfassung besonders geschützten Selbstverwaltung. Der Gesetzentwurf gibt zunächst eine , Bestimmung des Begriffes „Gemeindebeamten", bringt dann Vorschriften übet die Anstellung und Entlassung (Art. 2—9), die vermögensrechtlichen Ansprüche (Art. 10—14), die allgemeinen Pflichten (Art. 15), das Dienststrafrecht (Art. 16—27) und I notwendige Tlebergangs- und Schluhbestimmun- gen (Art. 28—36). . ®cr Entwurf bestimmt, daß als Gemeindebeamter airzusehen tst, wer von einer Gemeinte als Beamter angestellt ist und eine — im Gesetz umrittene — Anstellungsurkur^x» erhalten hat. Reu und bedeutsam ist die Vorschrift, dah Beamte, deren Stellen dauernd notwendig sind und eine volle Arbeitskraft erfordern, auf Sehend- roar. I (Ls lag nahe, als zweiten Sachverständigen einen Ttann ausderJndustriezu wählen, der neben seinem internationalen Ruf doch am heften in der Lage ist, die wirtschaftlichen Möglichkeiten Deutschlands zu überblicken. Dr. Vogler, der Vorsitzende des Rheinisch-Westfalischen Kohlen- syndikates, heute ein Mann von 52 Jahren, hat in feiner Laufbahn in weitem Umfange einen Einblick in das deutsche Wirtschaftsleben nehmen können. Politisch der Deutschen Volkspartei angehörend, hat er auch in erhöhtem Umfang in den schweren Krisen- Zeiten der deutschen Schwerindustrie im Westen als Sachberater gewirkt. Entsprechend der chauptdele- qierten hat die Reichsregierung wiederum einen Bankier und einen Industriellen zu Ersatzmännern gewähll. Der Hamburger Bankier, Mitinhaber des weltbekannten Bankhauses Warburg, Dr. M eich i o r, hat in den letzten Jahren fast immer an den Verhandlungen über Reparationen teilgenommen. 1919 gehörte er der deutschen finanzpolitischen Delegation in Versailles an, lehnte aber seinerseits ganz energisch die Unterzeichnung des Versailler Fne- densoertrages ab. Und schließlich ist noch der Geheime Regierungsrat Dr. Ludwig Kastl, der 1927 vorn Völkerbundsrat zum deutschen Mitglied der Mandatskommission ernannt wurde und trotzdem nach wie vor Präsidialmitglied des Reichsverbandes der deutschen Industrie blieb, zum Mitglied der Sachverständigenkommission als Ersatzmann gewählt worden. Geheimrat Kastl gehörte bis 1925 dem! Staatsdienst an, war während des Krieges un Gene- | rnlqouDernement Windhuk tätig und wurde nach dem Kriege zuerst ans Wiederaufbauministerium und sodann ins Reichsfinanzministerium berufen. Neben diesen Männern hat die Reichsregierung natürlich noch eine Reihe von Sachverständigen bereit gestellt, die allerdings nicht, wie Diel ad) gemeldet wird, zu einer Kommission zu- sammengeschlossen werden; sie stehen lediglich dem deutschen Delegierten mit bearbeitetem UR a tert al ßur Verfügung. Die Arbeit, die diese Männer an- treten, ist ungeheuer schwer; und der Wunsch des ganzen deutschen Volkes geht gerade am Tage ihrer Ernennung besonders eindringlich dahin, daß es ihnen gelingen möge, die deutschen Interessen auch wirksam verteidigen zu können. Der Vorsitz im DaweSkomilee. Erneuter Versuch einer Einschaltung der Neparationskonnnission. Berlin, 10. Jan. (TU.) Nachdem nunmehr die deutschen Mitglieder der Reparationskonferenz ernannt worden sind, müssen, wie der Demokratische Zeitungsdienst aus politischen Kreisen erfährt, zwischen den beteiligten Regierunaen noch einige Fragen erörtert werden, die für die Arbeiten der Sachverständigen von Bedeutung sind. Dabei handele es sich einmal um die Frage des Vorsitzes in der Reparationskonferenz. Da die Sachverständigen vorerst in Paris tagen werden, so werde dem internationalen Herkommen gemäß voraussichtlich ein französisches Mitglied, also entweder der Leiter der Bank von Frankreich, M o - r e a u , oder das Mitglied des Transferkomitees, Parmentier, den Vorsitz führen. Weiter wird innerhalb ter übrigen beteiligten Reaierungen er- Wfvvw'Pakt Stellung unb erklärt, baß Vie Regierung der Sowjetunion selbstverständlich fein Angebot an Rumänien habe machen können, weil zwischen ihr und Rumänien keine diplomatischen Beziehungen bestünden und die bessarabische Frage nicht ge- l ö st sei. Der Litwinow-Pakt gebe dec Regierung Rumäniens die Möglichkeit, sich an diesen Pakt anzuschließen. wenn Rumänien wirklich Interesse daran habe, die russisch-rumän.schen Beziehungen normal zu gestalten. Die Regierung der Sowjetunion sei bereit, alles zu tun, um den Frieden herzustellen, aber der Beitritt Rumäniens könne selbstverständlich die Sowjetregierung nicht veranlassen, ihren Anspruch auf Bessarabien auf- zugeben. Die Deutschen - Verfolgungen in polen. Tic deutsche Abrechnung erfolgt in Genf. Berlin. 10. Jan. (Priv.-Tel.) Die sich in den letzten Tagen in erschreckender Fülle häufenden antideutschen Maßnahmen der polnischen Regierung, die durch das reichlich merkwürdige Interview des polnischen Außenministers noch dazu in das rechte Licht gesetzt worden sind, werden, wie wir aus politischen Kreisen Horen, von den hiesigen zuständigen Stellen mit der größten Aufmerksamkeit verfolgt. Es ist jedoch nicht richtig, daß man, wie vielfach gemeldet wird, deutscherseits bereits einen Schritt in Marschau unternommen hätte, da die zuständigen Stellen vielmehr den Standpunkt vertreten, daß es geeigneter ist, und die deutsche Haltung nut noch bestärkt, wenn in Genf deutscherseits in schärfster gönn und mit allem Rachdruck gegen diese geradezu unglaublichen polnischen Maßnahmen protestiert wird. Da die März-Tagung entsprechend dem Antrag des deutschen Reichsaußenministers sich sowieso mit der Minderheitenfrage befaßt, ist die beste Gelegenheit gegeben, einmal radikal mit den polnischen herausfordernden Aebergriifen abzurechnen. Wir glauben zu wissen, daß diesbezügliche Dispositionen bereits verbreitet werden. Das Zentrum dementiert. Noch keine Koalitionsverhandlungen. Berlin, 9. Ian. (WTD.) Bon der Zentrums- Partei ist folgende parteioffiziöse Mitte.lang verbreitet: Rach einer Rotiz des Rachrichtcnbureaus des Vereins Deutscher Zeitungsver.'egec über die Regierungsbildung soll damit zu rechnen sein, daß die LImbildung der Regierung bereits bei Wiederzusammentritt des Reichstages erfolgt sein werde: die dem Zentrum zu- fallenden Ministerien werden angegeben und auch bk Zentrumsabgeordneten genannt. die diese Ministerien überneh.r.en toürfcen. Die Zentrumspartei ist an derartigen Verhandlungen bis jetzt nicht beteiligt worden. Schon daraus ergibt sich, daß die Meldung auf haltlosen Kombinationen beruht. Der Vorsitzende der Deutschen Zentrumspartei hat am 6. Januar in Rüdeshrim die grundsätzliche Bereitwilligkeit des Zentrums zur Großen Koalition erklärt, aber gleichzeitig hinzugefügt, daß der Weg zur Großen Koalition von den anderen zu ebnen sei. Veamtenvettreter im Reichstag. Wünsche zur Besoldungsordnung. Berlin, 10. Ian. (DDZ.) Der Reichstagsausschuß für Beamtenangelegenheiten nahm heute die Wünsche und Forderungen der Beamten zur Ausführung des Reichsbesoldungsgesetzes entgegen, indem er die Vertreter der Beamtenspihenocganisationen anhörte. Direktor Lenz vom Deutschen Deamtenbund führte aus, daß sich vor allem die Beamtenschaft gegen die übermäßigen Kürzungen des Besoldung sdien st alters wende, d.e hüufig jede Möglichkeit nähmen, vor Erreichung dec Höchstaltersgrenzen in den Genuß des Cndgrund- gehaktes der Besoldungsgruppe zu kommen. Bei der Beförderung in eine höhere Besoldungsgruppe tritt, besonders bei den Beamten der unteren und mittleren Gruppen, im Gegensatz zu dem in der Gesetzesbegründung aufgestellten Grundsatz nur eine geringe Einkommenverbeise- rung ein. Rach Auffassung des Deutschen Beamtenbundes müssen daher Höchstgrenzen für die Kürzung des Desoldungsdienstalters auf- Der Buffart). Von Edmund Scharein. Der Rordost braust in kahlen Baumkronen, klappert im Geäst und singt in den Leitungsdrähten. Mit Wipfeln und Zweigen, Mensch und Tier treibt er ein mutwilliges Spiel. Der grau, die auf wintergrauer Straße ihrer Hütte zustrebt, wirft er den weiten Faltenrock über die Schultern, daß sie anzusehen ist, wie eine Vogelscheuche. Dem Hasen, der am Rain im alten Gras sein Lager gewählt hat, bläht er die dichte Wolle, daß der nackte Balg hervortritt. Der Kauz in der hohlen Weide erwacht bei dem Knarren und Stöhnen, glotzt und glotzt und kann den unterbrochenen Schlaf nicht mehr fht» den. Da kullern seine großen runden Augen und mustern neugierig den fremden adlerartigen Vogel, der seit gestern sein Rachbar ist. Ein stattlicher Bursche ist es, der da unbeweglich auf kahlem Ast in geringer Höhe über dem frost» starren Boden hockt. Dunkel ist sein herrliches, ein wenig gesträubtes Gefieder: nur an der Bauchseite schimmert es hell. Der breite Stoß hängt lang herab, und die Ständer stecken bis zu den Fängen in graugestreiften Federhosen. Aufmerksam sucht sein scharfes Auge die Umgebung ab. Er ist ein Fremdling in dieser Gegend. Das empfinden sie alle. Richt nur der Kauz. „Ein Adler," sagt einer der Waldarbeiter. „Ein Seeadler," berichtigt ein anderer. Unb schließlich einigen sie sich auf „Raubvogel". Alles in der Vogelwelt, was durch Flug und Größe und Ritterlichkeit auffällt, ist nun mal „Raubvogel". Der Förster aber, der ihn gesehen hat, weiß, daß cs ein Rauhfußbussard ist. Obschon er ein wetterfester Gesell ist, der aus nördlichen Breiten kommt, friert ihn. Karge Zeit: Kein Wurm und kein Frosch, keine Maus und kein schwirrendes Insekt. Richts, gar nichts ist da, was er kröpfen könnte. Der Hase, der da über den Sturzacker hoppelt, ist gesund, wie die Fische in den heimischen Fjorden. Dem kann er nichts anhaben. Unb auf dem Hof des Bauern halten die Hunde Wacht. steigender Beamten festge^egt oder Beibehaltung des Desoldungsdienstallers der vorhergehenden Gruppe bestimmt werden. Die Anrechnung der M i l i t ä r d i e n st z e i t vom 14. bis 19. Dienstjahr wirkt sich in den meisten Fällen nicht aus. Dazu kommt, daß die Schutzma.msdienstzeit nicht me.jr der üorigen Wi- litärdienstzcit gleich gewertet wird. Auch die Vergünstigungen für die Kriegsbeschädig- t e n sind zu eng gehalten. Die Lari.'klafsengren- Mnifter Leuschner zur hessischen Innenpolitik. Hessen und die Reugestaltung des Reichs. Darmstadt, 9. Jan. (WTB ) Der hessische Innenminister Leuschner veröffentlicht im „Volksfreund" einen Ueberblick über die hessische Innenpolitik im vergangenen Jahre. Der Minister bezeichnet als wichtigste Arbeit zunächst das Gemeindebeamtengeseh, das in moderner Fassung soeben dem Landtage zugegangen sei und den Auftakt zu der neuen Fassung der Städte- und Gemeindeordnung sein werde. Es solle alles geschehen, um dieses Gesetz möglichst noch vor den Kommunalwahlen im nächsten Herbst fertigzustellen. Hierzu komme noch die Modernisierung des Polizei st raf- gesetzbuches, ein neues Hebammenge- s e h und eine Reihe allgemeiner Reformen. Leuschner kommt dann auf die Personal- Politik der neuen Regierung zu sprechen und die Beamtenbesoldungsordnung, die erfreulicherweise auch in Hessen trotz dec Finanz- faiamität durchgeführt worden fei. In Verbindung damit betont der Minister, daß, da das Steueraufkommen aus der Massenbelastung auch in Hessen sehr groß sei, man es verstehe, daß von der werktägigen Bevölkerung spontan auch die Frage nach dem Verhältnis der Beamten zum neuen Staat aufgeworfen worden sei. Schließlich sei im Jahre 1928 auch der Anfang mit der Neugestaltung des Reiches gemacht unb von der hessischen Regierung mit Aktivität gefördert worden. Die Erörterung über die Enklavenfrage sei als untergeordnete Frage bereits in nahe Entscheidung gerückt. Cs wäre aber Selbsttäuschung, toetm man sich mit der kleinen Flurbereinigung wieder zur Ruhe begeben würde und die bei weitem größeren Interessen, besonders im Rhein-Main-Gebiet, aus dem Auge verlöre. Hessen dürfe für sich in Anspruch nehmen, daß es mit seinen Vorschlägen auf der Länderkonferenz der Diskussion, die in eine Sackgasse zu geraten drohte, neue praktische Anregungen gegeben habe. Je posi iver aber das Ergebnis dieser Konferenz sei, um so rascher werde der einheitliche Staatsgebanke in bie Wirklichkeit umgesetzt, unb auch wir am Rhein, Main unb Reckar werben zu dem Ziele kommen, dem Reich zu geben, was das einige Reich gestalten hilft. Wo bleibt das Epargutachten für Hessen? Konkrete Neformvorschlage noch nicht vcröffenttlcht. Berlin, 10. Jan. (pcio.-Iel.) Bereits vor einiger Zeit ist das vom Reichssparkommisiariat ausgearbei- lele Gutacyten iider die Verwaltungdes Freistaates Hessen und über die Reformmöglichkeiten versehen mit einem zufammenfassenden Vorwort fertiggestellt worden, wie wir hören, ist das ganze Material auch bereits der hessischen Re- gierüngunddemReichssinanzmlnlste- rium überreicht, so daß über die weitere Verwendung des Gutachtens diese beiden Stellen unb nicht mehr das Sparkommisfarlat zu entscheiden haben. Es wäre aber bedauerlich, wenn dieses inlereffanfe Dokument, das auf rund 2500 Seilen bisinalleEinzelheitendie Verwaltung Hessens bespricht, und gleichzeitig konkrete v o r s ch 1 ä g e zur Reform für jeden einzelnen Punkt enthält, stillschweigend in der Versenkung verschwinden sollte. Dies wäre um so erstaunlicher, als wohl sonst tatim ein derartig umfassendes und detailliertes Reformprogramm, dem natürlich aus Grund der gegebenen Verhältnisse von vornherein gewisse Grenzen gesetzt sind, in Deutschland existiert. Bei etwaigen finanziellen Verhandlungen zwischen Hessen und dem Reich wird bas Gutachten natürlich — unb befonbers seine Durchführung — eine große Rolle spielen. Ms Mre Zuchthaus Das Reichsgerichisurierl Leipzig, 9. Jan. (WB.) Jm Prozeß gegen ben bänifdjen Kapitän Lembourn unb die Kontoristin Helene Stegemann vor dem IV. Strafsenat des Reichsgerichts wurde heule mittag das Urteil ver- kündet. Lembourn wurde wegen vergehens nach § 1 des Spionagegesehes zu fünf Jahren Zucht- Haus, die Stegemann wegen versuchter Spionage nach § 3 des Spionagegesehes zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Bei Lembourn gelten sechs Monate, bei der Stegemann drei Monate der Strafe als durch die Untersuchungshaft verbüßt. * In der etwa einftünbigen Begründung des Urteils führte der Vorsitzende, Senatspräsident Loren z u. a. aus: Der Angeklagte, der aktiver Offizier ist, hatte Ende April vorigen Jahres U r • laub nach Berlin bekommen. In Berlin lernte er in einer Pension die Stegemann kennen. Er gab sich dabei als Kaufmann aus. Von der Stegemann erfuhr er, daß ihr Bruder Mitglied im Blücherbund sei. Er verstand es, das Vertrauen der Stegemann zu gewinnen, die ihm alles sagte, was er wissen wollte. Bei seiner Abreise teilte er ihr mit, er werde ihr, sobald er nach Dänemark zuruck- getehrt sei, Fragebogen zuschicken, die sie mit einer Schreibmaschine, die er ihr besorgt hatte, in doppelter Ausführung ausfüllen unb an die von ihm angegebene Adresse senden sollte. Die Fragebogen sind der Stegemann dann auch zugegangen. Danach sollte sie Informationen über bie Organisation der Schutzpolizei, über die B e - Ziehungen der Reichswehr zur Schupo w—»W" rriwtBM—>miii hi Twrnirii iirmmnwtnii w i- t —■ Plötzlich hebt er den Kopf. Ein Eichhörnchen rasselt am Stamm dcr nahen Tanne. Die Augen des hungrigen Boge.s hängen mrverwandt an dem grauroten Balg, mit dessen Haar der Wind spielt. Die Jagd im Holz — die liegt dem Bussard nicht. In den Lüften ist er zu Hause. Der Eichkater macht ein paar Sprünge von Zweig zu Zweig und äugt bann in das Astgewirr nach unten: Erinnerungen: dort hob er im dichten Gras an sonnigem Frühlingstag ein Vogelnest aus. Aber jetzt ist auch für ihn eine llrappe Zeit gekommen. In der Erinnerung an die leichte Beute, die ihm ward, stürzt er jählings kopfüber hinunter. Der Bussard späht mit scharfen Augen zu ihm hinüber. Hin und her huscht der kleine Waldläufer da unten im Dürrlaub. Rach oben blinzelt er, wo der Wind Wipfel an Wipfel stößt, daß es knarrt und ächzt. Keine Gefahr: Das Spiel des Windes. Aber da — ein Schatten, und gleich darauf ein Sausen. Er weiß, daß es nichts Gutes bedeutet und will fort. Aber das sperrige Geäst hindert ihn am raschen Dorwärtskommen, und ehe er weih, wie alles kam, hält ihn der Bussard mit scharfen Fängen. Lind die nächsten Augenblicke bringen dem Kleinen den Tod. Mit sanften Flügelschlägen gleitet der große Vogel über holperige Schollen und froststarrende Saaten. Auf einer Telegraphenstange am Wege bäumt er auf. Absonderliche Töne singt der Draht. Dem Bussard sind sie unbekannt. Er neigt den Kopf ein wenig zur Seite und lauscht. Immer dasselbe Singen und Brummen ... Da streicht er ab. An den Getreidediemen, die den Segen der Felder bergen, die des Bauern Stolz und Hoffnung sind, herrscht munteres Leben. Fette Zeit für die Schwärme von Ragern, die dort ernten, was der Mensch gesät und gehütet. Dünne Pfeifende Laute schrillen durch die frostllare Luft. Der Fuchs, der da im Holz schleicht, richtet feine Seher voll Verlangen nach der Richtung des Getreideschobers: aber er muß fich bescheiden: zu nahe das Dorf und die Meir- schen. Und so haben die Mäuse weiter fette Zeit, wo andere darben. für Kapitän Lemboum. für den dänischen Spion. unb über bie militärischen Hebungen bes Blücher- bunbes einholen. Diese Aufgaben hat sie in umfangreicher Weise zu erfüllen gesucht. Es ist allerdings von der dänischen Stelle mitgetzilt worden, daß ihre Arbeit ungenügend sei. Dcr Vorsitzende fuhr dann fort, in tatsächlicher Hinsicht fei festgestellt, daß diese Fragebogen nicht von Dänemark, sondern von einer anderen ausländischen Macht, und zwar von einem Offizier, der Attache bei einer ©efanbt» schaft in Kopenhagen war, und sich zur Zeit in Holland befindet, ausgegangen feien. Der Angeklagte Lembourn habe sich bamit verteidigt, daß es fich um feine Spionage gehandelt haoe. Er hätte, ba er an der Südgrenze tätig war. Erkundigungen einziehen wollen, ob die vaterländischen Verbände dort Unruhen stiften könnten. Das habe ihm das Gericht aber nicht geglaubt. Lembourn sei Instruktivnschef einer Organisation eines anderen Landes, die den deutschen vaterländischen Verbänden ähnlich sei. Auch dieser Umstand spreche dafür, daß er Spionage im Interesse eines anderen Landes getrieben habe. Er habe nicht ehrlos gehandelt. Da et seine Straftat aber nicht für sein eigenes Vaterland begangen habe, könnten ihm milbernbe Umstände nicht zugebilligt werden, und das Gericht habe die von der Aeichsanwaltschast beantragte Zuch t- haus strafe von fünf Jahren für angemessen gehallen. Was die Stegemann betrifft, so habe das Gericht ihr zugute gehalten, daß sie lediglich aus Liebe zu Kapitän Lembourn gehandelt habe. Aber mitten in die lärmende Fröhlichkeit kommt der Bussard mit breiten Schwingen und bringt den Schädlingen Tod und Verderben, Lind dann bäumt er auf der Telegraphenstange auf und überläßt sich einem Gefühl wohligen Behagens. Die warme Mittagssonne kost fein herrliches Gefieder. Die Weise der dünnen Drähte ist ihm jetzt bekannt. Der Dauer, der ihn sieht, will ihm, dem großen Raubvogel, den Garaus machen. Aber der Frost beißt ihn in die steifen Finger, und so behält er die Kugel im Rohr. Wie er aber an den Getreidehaufen kommt, stutzt er: rote Tropfen auf der weihen Decke, und dort wieder, und ba, am schneeverwehten Stein, gar die lleberrefte einer Maus. Unb er ist froh, den großen unbekannten Vogel geschont zu haben. Dec ist ihm mehr wert, als alle seine Katzen, die jetzt hinterm warmen Ofen hocken, älnd am andern Tage sieht er dasselbe. Auf der frischen Schneedecke, die die Rächt gebracht hat, sind überall die Zeichen des großen Vogels und die Deweise seiner erfolgreichen Jagd. Der Bauer wünscht ihm ein langes Leben und viel Deute. Der Bussard aber hockt auf schneebedecktem Hügel. Vielleicht gedenkt er seines hohen Horstes, der von kahlem Felsen auf aufgeregt flutende Meereswogen und weihe Segel erblickt, die der Wind bläht, und auch der wlli) zerrissenen Schären und windzerzausten Föhren. Unb — bah die Zeit kommen würbe, die Heimat im Rorven wieder aufzusuchen. Geheimnisvolle Kußspuren im Schnee. Der Winter des Jahres 1855 brachte für das britische Inselreich eine Sensation ersten Ranges. Ein dichter Schneefall hat:e über Rächt ganz England in eine weiche Decke gehüllt, und in ben „Times" vom 16. Februar des erwähnten Jahres stanb zu lesen, baß in der Grafschaft Devonshire eine Fußspur zu sehen sei, welche von einem höchst merkwürdigen, ganz und gar uwbekannten Tiere herrühren müsse. Die in den frischen Schnee eingedrückten Spuren waren beiläufig 10 Zentimeter lang und 6.5 Zentimeter breit. Allem Anschein nach handelte es sich um zen beim WvhnungSgekdzuschuh liegen teilw'ise so, daß bei einer Beförderung CB.amte in dec höheren Besoldungsgruppe den Wch» nungsgelbzuschuh nach einer niedrigeren Tarif, klasse erhalten, als ihnen beim Verbleiben in der verlassenen Besoldungsgruppe zustehen würde. Im Hinblick auf die erstrebte Vereinheitlichung der Verwaltung erscheine es notwendig, zunächst die Besoldungsgesetze des Reiches und Preußens einander anzugleichen. Hierauf erläuterte Dc. Voller die Wünsche bes Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes, von denen ein Teil sich mit den vom Vorredner vorgetragenen decke. Im einzelnen trat er u. a. für eine ben Beamten günstigere Anrechnung der außerplanmäßigen Dienstzeit ein. Eine Härte fei es, baß die Verbesserung des Desoldungsdienstalters nur denjenigen Schwerkriegsbeschädigten gewährt werden solle, deren Beschäftigung vor Eintritt in das Beamtenverhältnis geschehen sei. Auch die Bestimmungen über bie Dienstwohnungsvergütung mühten für die Beamten günstiger gefaßt werben. Senatspräsibent Spiegelthal war als Vertreter bes Deichsbundes der höheren 'Beamten in bet Lage, bie allgemeinen Forderungen der Vorredner zu unterstützen und trug nur noch eine Reihe von Einzelwünschen vor. Insbesondere bezeichnete er es als eine große Härte, bah für bie höheren Beamten eine öberrbe ft immun g bestehe, wonach ben in ber alten Gruppe X überalterten höheren Beamten im günstigsten Fall nur 14 Jahre auf das Besoldungsbien st- alter ungerechnet würden. Unzureichend seien auch die Bestimmungen über die Anrechnung des Hochschulstudiums. Oer Voranschlag -er Deutschen Reichsbahn. Berlin, 9. Ian. (TTl.) Der ReichsverkehrS- minister hat dem Reichstag den Personal- und Betriebsmittel-Voranschlag der Deutschen Reichsbahngefellschast für 1929 zugehen / lassen. Danach zählt das G e s a m t p e r s o n a l der Reichsbahn 707 000 Köpfe. Im einzelnen beträgt die Zahl der Beamten 309 287, die Zahl ber Angestellten unb Arbeiter 397 713. Für Ge- Halter unb Löhne einschließlich Pensions- lasten sind insgesamt 2952,7 Millionen Mark aus- geworfen. Im Jahre 1923 betrug die Zahl deS beschäftigten Personals 701 337, die Summe der ge-ahlten Gehälter unb Löhne 2912,9 Millionen Mark. Der für bas Jahr 1929 veranschlagte Kohlenverbrauch wird mit 14.977 Millionen Tonnen, ber für die Betriebsstoffe aufzu- wendei be Geldbedarf mit 350 Millionen Mark beziffere. An Oberbau st offmengen werden u. a. veranschlagt: 391 000 Tonnen Schienen, 175 C00 Tonnen Kleineisen, 276 000 Tonnen Eisen- schwellen, 83 000 Tonnen Weichen unb 5 900 000 Stück Holzschwellen für Gleise. Der Geldbedarf für Oberbau- und Baustoffe wird mit 283,3 Mil- Honen Mark veranschlagt. Aus aller Welt. Erste praktische Anwendung der Mehrdrcchlleilung. Die erfolgreichen Versuche, die in jüngster Zeit im Auftrage ber Reichspast mit Mehrbrahtleitungen unternommen worden sind, und bei denen es gelang, eine regelrechte Debatte verschiedener Teilnehmer an verschiedenen Orten durchzuführen, haben soeben zur ersten praktischen Anwendung geführt. In der Technischen Hochschule in Charlottenburg fand nämlich zum ersten Male eine wissenschaftliche Ferndebatte im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des Elektrotechnischen Vereins statt, an der Teilnehmer aus Berlin und Breslau sich auf fernmündlichem Wege mit Hilfe einer Vierdrahtleitung gleichzeitig beteiligten. Sowohl in Berlin als auch in Breslau wurde die Verständigung mittels Bandmikrophonen und Riffelfall- Lautsprechern mit elektrodynamischem Antrieb durchgeführt. Sie fand somit unter den besten technischen Voraussetzungen statt unb nach Angabe aller Beteiligten war die Verständigung untereinander außerordenllich zufriedenstellend. Schwere Bluttat In Selm-Beifang bei Dortmund wurde der 50 Jahre alte Bergmann Reinhard aus Dortmund, als er bei seinem dort wohnenden Sohne zu Besuch toetUe, in der Rächt zum Dienstaa von vier Hnbetanntenüberfallen und bie Fußtapfen eines Huftieres, etwa eines Esels ober kleinen Pferdes. Gegen diese Vermutung sprach aber die Erscheinung, daß das unbekannte Wesen auf einem Beine gegangen sein müßte, um diese Spuren zu hinterlassen, denn sie waren in regelmäßigen Abständen von je 25 Zentimeter in einer einzigen Linie genau hintereinander gelegen. Weiter sah man bie bei Topsham an bet Meeresküste beginnenden Spuren in von Mauern eingefriebeten Gärten sich jenseits dieser gerad- linig foctsehen: überhaupt schien es für bas geheimnisvolle Tier keine Hindernisse gegeben zu haben, ba die Fußspuren selbst auf den Dächern von Häusern zu beobachten waren. Heber ganze 120 Kilometer zogen sich diese dahin, bis sie endlich verschwanden. Wenn man bedachte, daß alte Fußabdrücke während einer einzigen Rächt entstanden sein mußten, ba früher kein Schnee gelegen hatte, so mußte die Sache jedermann- noch rätselhafter erscheinen, ba es kein Lebewesen gibt, welches eine berart lange Strecke in sö kurzer Zeit burchmessen könnte. Ramentlich bie Landbevölkerung der betroffenen Gegenden geriet in Aufregung unb vermutete in dem merkwürdigen Läufer den leibhaftigen Bösen. Riemand getraute sich mehr, nach Eintritt der Dunkelheit daS Haus zu verlassen, unb die Psarrrer hatten Mühe, ihre Leute von ber Kanzel herab zu beruhigen. Da die Rachricht sehr bald auch in andere Zeitungen überging, so zerbrach sich in bet Tat ganz England die Köpfe darüber. Auch bie Gelehrtenwelt bemühte sich vergebens um bie Lösung des Rätsels. Einer glaubte, ein im Londoner Tiergarten entsprungenes Känguruh für die Fußtapfen verantwortlich machen zu können, während ein anderer auf einen Dachs riet, und wieder andere die Erscheinung durch atmosphärische Einflüsse hervocgerufen glaubten. Eine auch nur halb Wegs wahrscheinliche Erklärung wurde nicht gefunden. Hnö so dürfen wir uns nicht wundern, daß die Anzahl jener, welche die Fußspuren dem Teufel zuschrieben, der in der Rächt Vom 14. auf ben 15. Februar 1855 über England gelaufen sein soll, immer größer wurde, bis die ganze Sache schließlich in Vergessenheit geriet kUS 'S Ava"! f* le« SSW 3« Ud lanimer-. * . Mden £ 2M * S Acht H roetöek L-- A 21nf ei u (eit Sonntat An^7° rttrnommcnfjatl von einer Sten Wand b vier Kinde: Beim Spielen r Mrr bei Mre Km Tibdecke m WhiMchuhb Mnßbeileumeen b ein unb ertranL Luschi Bit geflenmarii (fit eint Anzahl di M Sidney oera mehrere tausend c junt Opfer. 5n tos vormalige de lager in Brand, die in dem Lager riften gerettet, di Flammen ja1 Kinder nahezu u Hungers Dach einer ■ bet Gegend doi Todesfälle baten haben bc 1000 Kamelen für bie hange 1 Ein Doot, Talsperre beiter ke'and len, darunb Empfang bei des Dculfdjen In der Du Nrn liattona geordnete Di Deutsche uni politische ausschuh des Pen Vereins, darauf, ieftzi und Oefterre loar und i e r Parteiri 2envaltungSc über aus, dc em Verein, i deutsche M Mc Stijn* Alpenländer a flöt, in ganz u wurde. Lii 2ei, der pre kanntlich unläm NhtWe k J°nÄ bie bis 200 000 Aa ^bleibenden fctMrun um 1000 U, Entscheide i§t erie-Atisschi Alenlvtieri?' L^erAusschas Stellung . % von vielen S&tyerui Z®’ bamit & W . bn j, benten » treuer brk Ssgä oranWg cn Reichsbahn. gÄ 3m einzelnen be- ? 309 287, bie ^‘t« 397 713. saxg! Penlmj. K Millionen Mark oiii. HOI 337, btt Summe der ° Mne 2912,9 Millivnen 3(^1 1929 deranschlaKe 9 to'.tb mit 14,977 2HiUio» v-i Betriebsstoffe ouhu» mit 350 Millionm Marl austossmengen Verden $91 000 Tonnen Schienen, iftn, 276 000 Tonnen Eilen» :cn Deichen und 5 900 000 r ©leife. Der ©elbbetarf iftoffe toitb mit 283,3 Mi- agt S«.•ÄH**» , *u<5! Ä* fi. T--L W»ü taa“”e" d« $*n j™9 ÄM als eine qtofo Abeivn, :^!ne67et?ÄN den in bet flitL m fl 1 m ‘ Samten auf das Jefoih,??%^en eben. en übe? RCnb ^ien 1 ö,e Anrechnung Iler Welt. ibeng der Nehr-rahileilmig. rfudjt, bie in jüngfier Zeü itrfi mit Mchrdrahlleitung» inb, und bei denen es §e> Debatte verschiß.' an verschieden haben Soeben zur echrn tzesühN. w der Technischen enbutg sand nämlich M Isenichajtliche Fern- ■n einer auherordenllichen mischen Vereins statt, an der t und Srestou sich aus ferm il Hilf- einer Sier; idueüifl beteiligten. Sowohl greflau wurde die Serftfln- nilrophonen und SifffljjJ ^lkrodynamischem somit unter den besten lech- n statt und nach Angat« die Dechändigung unterem- zusriedenstellend. ere Bluttat. :gss S Cßermutunfl '■ \flft das unbdanntt rimrng, dav oa-,. Me. eine geganomie Qinfet.a'le^ o^timetn iben 6* »si-b Ä S dar r baupt f^jru gegeben ä° ine ?^f ten * uten Ä,V Hebet flN achten E, bi8 sie end- ich die!« Äi daß einet.ewj Schnee g tÄgrsS 3 . Harnen-11^ .erl,>f rt L^-^A ifltn? ?£ Plärrtet jj oa^t «ehr ,ich « !ocht^ o -e^Är. Luch D-<^Bein i- ;W bi« schriebe". jiufet i <5 geb11^ i*1* 1 Rückgabe ihres hungernden statt. Raben und Krähen. Oie Wetterlage. meter. Beschaffenheit: gekö für Skt unb Rodel im Wal >ali) und auf ber Höhe: // dteLfceXkelt. „Freischütz" und der mit feinster Nuancierung gespielten Oberon-Ouvertüre wieder einmal genießen e n ion« zu Vogelsberg (Hoherodskopf). Wetter: Rebel. Temperatur minus 6 (Arad Celsius, SchnoedrckS im Wald und auf der Höhe 20 bis 25 Zenti- "rrrt, Sportmöglichkeit Borrwtizen. — Tageskalender für Donnerstag: Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: Lichtbilder- oortrog von Prof. Dr. A. Burchard (Jena): ,,Dul» naricn — Land und Leute", 8.15 Uhr, in der Neuen Universitäts-Aula. — Volkshochschule: Bachfeier» •* Die Rückgabe des beschlagnahmten Eigentums in Rmerika. Es ist noch immer die Meinung verbreitet, daß die amerikanische Regierung frort sich aus die Rückgabe ted beschlagnahmten deutschen Eigentums veranlas- fen würde. Das ist nicht der Fall. Es noch einmal darauf hingetriesen, daß die Be- treffenden sich selbst um die Rückgabe ihres Eigentums kümmern muffen. Die Frist lauft am 10. März d. 3. ab. Streut Futter den , Vögeln im Freien! Der Vogelschutzverein Frankfurt a. M. bittet, schon vor dem Schneefall mit dein Ausstreuen fron Futter zu beginnen, damit sich die Vögel an die Futterplätze gewöhnen. Kartoffeln und Brotkrumen sind den meisten Vögeln schädlich. Man streue geeignetes Berliner Börse. Berlin, 10. 3an. (WTD. Funkspruch.) 3m heutigen Frühverkehr scheint die Tendenz wieder etwas freundlicher zu sein, wenn sich auch eine stärkere Zurückhaltung zeigt. Das leichte Geld und die feste Tendenz der gestrigen Reu- yorker Börse bieten eine Anregung. Die Kurse liegen bis 1 Prozent hoher. Siemens 421,50 bis 422,50, Waldhof 291 bis 292, und Otavi Minen 70,25 bis 70,50. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religlonsgefellschait. Sabbatfeier den 12. Januar. Freitag abend 4.25 Uhr; Samstag vormittag 8.30; Predigt; nachmittags 3.30; Sabbat- ausgang 5.40. Wochengottesdienst morgens 7; abends 4.30 Uhr. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 12. Januar. Vorabend 4.45 Uhr; morgens 9; Predigt; abends 5 und 5.40 Uhr. gut. Odenwald (Tromm und Reunkirchen): Keine Sportmöglichkeit. Sauerland. Wetter: heiter, Temperatur minus 5 Grad Celsius, 22 Zentimeter Schnee, verharscht; Ski und Rodel gut. Taunus (Kleiner Feldberg). Wetter: Nebel, Temperatur minus 11 Grad Celsius, 15 Zentimeter Schnee, verharscht; Sportmöglichkeit: Ski und Rodel gut. zu können. Richard Wagner war vertreten durch Stücke aus „Tannhäuser , wobei die sehr gute Blechbesetzung des Orchesters besonders zur Geltung kam, während in den anderen Stücken außer dem starken, gutbesetzten Streichkörper die ebenfalls oor- i üalichen Holzbläser angenehm auffielen. Der Schatzwalzer aus „Zigeunerbaron“ von Johann Strauß, dem Klassiker des Walzers, mit wieneri- chem Schneid oorgetragen, rief freudiges Echo beim Publikum hervor. Mit einem modernen Liederpotpourri „Dom Rhein zur Donau“ und dem Schu- bertschen Militärmarsch D-Dur schloß der schöne Konzertabend. Der hier aut bekannte und allseits beliebte Solotrompeter, Adolf Schwarzlose, chon beim Auftreten lebhaft begrüßt, erfreute die Zuhörer mit einem gut oorgetragenen Solo für Trompete „Der Liebestraum“ von Hoch. Bemerkt ei noch, daß ein gerade hier zu Besuch weilender Zreund und Gönner des Orchestervereins, Sammer» spiest. Der Gewinnplan enthält 3707 Geldgewinne und eine Prämie mit 20 000 Mark; der Höchstgewinn eines Loses beziffert sich auf 10 000 Mark. Die Käufer der Lose haben nicht nur beachtenswerte Gewinnchancen, sondern helfen auch mit an der Förderung des edlen Weites der Dlinden- unterstühung. Roheres über diese Lotterie ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich. ** Die BürgergeseHschaft Gieß hatte ihre Mitglieder und Freunde vorigen D neretag — wie man uns heute berichtet — „ einem Konzertabend in das Katholische Dereins- haus eingeladen. Der Orchesterverein Gießen mit feinem etwa 45 Mann starken Streichorchester hatte die Vortragsfolge des Abends übernommen und ein gediegenes Programm aufgestellt, dessen Abwicklung in meisterhafter, vollendeter Weise erfolgte. Der Orchesterverein, der in letzter Zeit mit seinen Symphonie-Konzerten wiederholt an die Oes- fentlichkeit trat, bewies auch an diesem Abend, daß er künstlerisch auf sehr beachtenswerter Höhe steht. Leider aber scheint es so, als ob die vorzüglichen Leistungen in Gießen nicht genügend bekannt oder beachtet werden, sonst hätte das Haus überfüllt sein müssen. Das Konzert wurde eröffnet mit Kretzschmers Krönungsmarsch aus der Oper „Fol- funger". Darauf folgt« die Ouvertüre zu „Figaros Hochzeit“, flott und belebt gespielt. Besonderen Anklang fand dann der aus tiefster Einfühlung in den Geist des Schöpfers oorgetragene erste Satz aus der tt-Moll-Symphonie von Franz Schubert; herzlicher und andauernder Beifall lohnte diese auf hohem künstlerischen Niveau stehende Leistung; ebenso freuten sich die Zuhörer, die ewig schönen Melodien C. M. o. Webers In einer Fantasie aus Mit Beginn der kälteren Jahreszeit haben die Freunde der heimischen Vogelwelt Gelegenheit, auch in der näheren Umgebung von Gießen interessante Beobachtungen zu machen. Bei beginnender Dämmerung überfliegen von allen Himmelsrichtungen erst kleinere, dann größere Scharen von rabenartigen Vögeln (Rabenkrähe, Saatkrähe, Nebelkrähe und Dohlen) unsere Stadt, um sich zu ungeheuren, nach Tausenden zählenden Schwärmen zu vereinigen und dann ihren Winterstandquartiere, dem schützenden Wald, zuzustreben. Dort überfliegen sie laut krächzend und schilpend die hohen Fichten, ihre Schlafbäume, auf denen sie sich dann nach langem, ruhelosem Umherirren endlich niederlassen. Abertausende dieser schwarzen Vögel suchen den Gießener Stadtwald in nächster Nähe der menschlichen Siedlungen auf. Bei strengerer Kälte und hohem Schneefall fristen die Vögel ein kümmerliches Dasein und fallen oft in Mengen dem quälenden Hunger zum Opfer. Die Raben und Krähen sind durch bas Vertilgen von Engerlingen, Würmern, Käsern, Schädlingslarven und Mäusen recht nützlich, aber auch manches Nest der kleineren Vogelarten wird namentlich von der Rabenkrähe heimgesucht und seines Inhalts an Eiern ober Jungen beraubt. Deshalb sind auf bas Vertilgen der Raben usw. Schußprämien ausgesetzt. Sehr oft werben von den verbeckt stehenben Feld- schützen mit Erfolg wohlgezielte Schü,se in die dichten Rabenschwärme abgegeben; denn bas Schießen biefer Vögel in offenem Gelänbe ist äußerst schwierig. Hierfür ein beobachtetes Beispiel. Zur Zeit ber Hühnerjagd flog ein großer Rabenschwarm in ber Nähe be9 Gleibergs, vom Wettenberg kommenb (im Volksmunb auch 'Wermig ober Napoleonsnase genannt) in (üblicher Richtung. Von Westen kamen mehrere Jäger hinter ben Hühnerhunden über einen Acker baher, und einer der Jäger hob bie Flinte ein wenig an. Wie auf ein Kommando schwenkte ber ganze Radenschwarm scharf im rechten Winkel nach links ab unb kam durch bieses Manöver sogleich aus dem Schußbereich ber Jäger. In manchen Gegenben bebient man sich zum Schießen von Raben unb anberem Raubzeug auch gefesselter Eulen (llhu), bie vor ber sog. Krähenhütte aufgestellt werben. Die angriffslustigen Krähen usw. werben bann von den in ber Deckung verborgenen Schützen abgeschossen. Morgens bei zunehmenbem Tageslicht erheben sich erst einige ber schwarzen Gesellen, umkreisen unter lautem Geschrei bie Lagerstätte, unb wie auf Korn- mnnbo erhebt sich krächzenb unb schilpenb ein großer Schwarm nach bem anbem, um jeber in einer be- fonberen Richtung davonzufliegen. So entschwinden die ungebetenen Gäste nach allen Himmelsrichtungen in bas Lahntal hinein. Interessant wären Feststellungen von Vogelbeobachtern über bas Ziel unb bie Entfernungen, welche bie Krähen zweimal am Tage von unb zur Schlafstätte zurücklegen. Daten für Freitag. 11. Januar. 1494: ber italienische Maler Domenico Ghirlanbajo in Florenz gestorben; — 1798: ber Maler Karl Rott» mann in Handschuhsheim geboren: — 1825: ber amerikanische Schriftsteller Bayard Taylor zu Kennet Square geboren; — 1841: Roß entbeckt festes Land im Sübpolargedict; — 1853: ber Dichter Gustav Falke in Lübeck geboren; — 1871: ber Kolonisator unb Verlagsbuchhänbler Hermann Meyer in Hildburghausen geboren. Diep-rr Wochenmarktpreise. Es kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt: Käse 10 Stück 60 bis 1,40; Butter Pfunb 1.40 bis 1.70; Matte 30 bis 35; Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20: Spinat 25 bis 35; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 20 bis 25: Rosenkohl 40 bis 60; Feldsalat 1-20 bis 1,50; Tomaten 80 bis 90; Zwiebeln 15 bis 20; Meerrettich 50 bis 1,50; Schwarz- wurzeln 50 bis 70; Kartoffeln 5: Aepfel 20 bis 40; Birnen 10 bis 30; Dörrobst 35 bis 40: Honig 40 bis 50; junge Hähne 1,00 bis 1,10; Suppenhühner 1,00 bis 1.20; Russe 60 bis 80: Eier Stück 18 bis 20; Blumenkohl 60 bis 1.20: Endivien 25 bis 35; Lauch 10 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 50; Kartoffeln Zentner 3.80 bis 4.50. musiker Willi Kruse, 1. Konzertmeister am Staatstheater in Kassel, es sich nicht nehmen ließ, bei diesem Konzert am erste-i Pult mitzuspielen. Der erste Präsident der Bürgergesellschaft, Prokurist Hirsch, sprach am Schlüsse des Programms Dank bem Orchcsterverein unb Herrn Kammermusiker Kruse für ben genußreichen Abend aus, unb gab dem Wunsche Ausdruck, daß der Orchcsterverein so wie bisher sich der Pflege der Vermächtnisse unserer alten Meister widme und recht oft Gelegenheit nehmen möchte, diese schöne Kunst einem größeren Kreise zu übermitteln. *» Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 1153 Kälber, 295 Schafe, 370 Schweine. Äörnerfutter. ** Die Umbauarbeiten im Bahnhofsgebäude, die bekanntlich der Verlegüng der Gepäckabfertigung und damit der Erweiterung ber Bahnhofshalle dienen, sind in ben letzten Wochen gut Dorangetommcn. Im Fürsten-Pavillon sind ,etzt bie neuen Räume für bie Verwaltungsbureaus bes Bahnhofs oollenbet, so baß in ben nächsten lagen mit bem Umzug biefer Bureaus aus bem Bahnhofsgebäude nacy bem neuen Heim begonnen werben kann. Sobald diese Verlegung beendet ist, wird mit dem Umbau dieser Räume zwecks Hineinverlegung ber Gepäckabfertigung begonnen werben. Es ist ba- mit zu rechnen, daß bie gesamten Umbauaroeiten bis etwa Anfang April beendet sind, so daß von da ab bie Bahnhofshalle um ben jetzt von ber Gepäckabfertigung in Anspruch genommenen Raum erweitert ist. Von diesem Zeitpunkt ab sollen auch bie Bahnsteigsperren unmittelbar an bie Eingänge zu den Bahnsteigen verlegt werden, wodurch dann endlich die Zugänge zu den Wartesälen von der Bahnhofshalle aus dem Publikum ungehindert offenstehen. Mit dieser Neuordnung der Dinge in unserem Bahnhofsgebäude wird bie Reichsbahnverwaltung einigen dringenden Wünschen unserer Bürgerschaft gerecht. "• Die Dfterferien. Der Hess. Minister für Kultus unb BUbungswelen gibt bekannt: Um bie Schuljahre trotz ber verschiedenen Tage des Öfter» festes möglichst gleich lang zu gestalten, wird hiermit bestimmt, baß die Osterferien im Jahre 1929 am Sonntag, 24. März 1929, im Jahre 1930 am Sonntag, 6. April 1930, im Jahre 1931 am Sonntag, 29. März 1931,. im Jahre 1932 am Sonntag, 20. März 1932 beginnen. ** E i n Siebzigjährig er. Der Haus- und Schießstandsverwalter beim Schützenverein Gießen, Anton Meurer, begeht am morgigen 11. Jan. feinen 70. Geburtstag. Meuer ist in Kakenbach im Westerwald geboren und feit Anfang der achtziger Jahre, und zwar zuerst als Bergmann, später als Steiger.in den Erzgruben in Dettingen unb Wol- meringen im Kreise Diebenhofen in Lothringen tätig gewesen. Er würbe im Jahre 1919 von ben Franzosen aus seiner neuen Heimat vertrieben unb lebt feit dieser Zeit in Gießen. Seit dem Jahre 1920 versieht er das Amt eines Schießstandverwallers bei dem hie. figen Schützenverein. Sein lebhaftes Interesse für bie Jnstanbhaltung der Scheiben und Stände hat ihm bie Anerkennung seitens bes Vorstandes unb aller Vereinsmitglieber eingetragen. Der Schichenverein hofft, baß ihm die Tätigkeit des Herrn Meuer noch lange Zeit erhalten bleibt. Urne Blinden-Wohlfahrts- Geldlotterie wird am 24. 3anuar ausge- Ein kleineres großes Los. Bei der preußischen Staatsregierung ist bekanntlich unlängst ein Antrag eingegangen, öie Höchstprämie der Preußisch-Süddeutschen Klassen- lotterte, die bis jetzt 500000 Mark betrug, auf 200 000 Mark herabzusehen. Die somit übrigbleibenden 300 000 Mark sollen zu einer Vermehrung der mittleren Gewinne um 1 000 Mark herum verwandt werden. Die Entscheidung über den Antrag liegt dem Lotterie-Ausschuh ob, der sich aus den an der Klassenlotierie beteiligten Ländern zusammcn'e.-t. Dieser Ausschuß hat bisher zu dem Anträge noch keine Stellung genommen, es ist aber auf Grund der von vielen Seiten aufgetauchten Vorschläge eine llieduzierung der größeren Gewinne vorzunehmen, damit zu rechnen, daß dem genannten Anträge stattgegeben wird. 3n d.ejem Zusammenhang bedarf es auch der Erwähnung, daß die Direktion der preußisch süddeutschen Äiaficn» lotterte sich mit dem Plan trägt, das Spiel- kapital durch eine Erhöhung des Lospreises zu vergrößern und den Preis oes Achtelloses von 3 auf 5 Mark zu steigern. Der Plan befindet sich allerdings noch im Stadium der Erwägungen, und es ist mit keiner der genannten Steuerungen fror dem Ablauf der 5.-Klasseziehung zu rechnen. von der Deutsch-vulgär Ischen Gesellschaft. Das Direktorium der Deutsch-Bulgarischen Ge- sellschaft, die nach dem Kriege ihre vielseitige Vermitllungsarbell zwischen Deutschland und Bulgarien zeitwellig eingestellt hat. wählte zum ersten Präsidenten einstimmig den General- obersten a.D. Dr. von Seeckt, der die auf ihn gefallene Wahl annahm. Unter der bewährten Leitung des Generals fron Seeckt wird die Gesellschaft, zu deren stellrer.retenden Prasr» denten der bekannte Bulgare Zenner und Betreuer der an deutschen Hochschulen studierenden Bulgaren, Hochschulprofessor Dr. Earl Kassner sowie der bulgarische Gesandte in Berlin^ Exz. Popo ff gewählt wurden, bereits m nächster Zeit ihre Arbeit auf nehmen. Den Vorstand vertreten die Herren bvlgar. General a.D. P. Gantschew und Geh. Rat Prof. Lindenberg. ES ist beabsichtigt, demnächst in das leitende Direktorium noch eine weitere Anzahl prominenter ^Persönlichkeiten des Geistes- und Wirtschaftslebens zu wählen, damit eine ersprietz- kiche Betätigung der Gesellschaft auf den vev- schiedensten Arbeitsgebieten, gewährleistet wird. Aus ber Provinriakhauptsiabi. Gießen, den 10. 3anuar 1929. Gießener Kirchenstatistik für 1928. 3m 3ahre 1 928 fanden in der evangelischen Kirchengemeinde Gießen im ganzen 7 30 Taufen statt; sie verteilen sich auf die Matthäusgemeinde mit 86. auf die Mar- hiSgcmcinbe mit 65, auf die Lukas- unb Petrus- gemeinde mit 152, auf die 3ohannes» und Luther- gemcinde mit 131; in den verschiedenen Anstalten (Frauenklinik und K.nderilinik) fanden 263Taufen statt, auf Familien, deren Väter dem Reichsheere angehören, entfielen 27. Die Zahl der Trauungen belief sich auf 222; in ber Matthäusgemeinde 36, in der Mar- tufgemeinbe 31, in Der Lukas- und Petrus- gemcinbe 57, ferner wurden 26 Angehörige des Reichsheeres getraut, eine Trau, ng sand in einer der hiesigen Kliniken statt, in der die Braut schwer krank lag. Tie Zahl der D e st a 11 u n g e n bezifferte sich auf 344: davon 60 in dir Matth -usg meinde, 48 in der Markusg".mrinde, 84 in be: Lukas- und Petrusgemeinde, 94 in der 3ohanncS- und Luther-- gemeinbe, 56 im Bezirke der Anstaltspfarrei, in zwei Fällen wurden Militärpersonen kirchlich zu Grabe gebracht. Konfirmiert wurden in der Matthäusgemeinde 66, in der Markusgem? nde 71, in der Lukas- und Petrusgemeinde 146, in der 3o- hannes- und Luthergemeinde 90, im ganzen 403 Kinder. Die Zahl der Teilnehmer am heiligen Abendmahl betrug 5222; davon 932 aus der Matthäusgemeinde. 842 aus der Markusge- meinde, 1607 aus der Lukas- und Petrusgemeinde, 1272 aus der 3ohanneS- unb Luther- gemeinte, in den Anstalt-m nahmen 583, von Angehörigen des Reichsherres 11 Personen an der Feier des heiligen Abendmahls teil. Da die Petrusgemeinde aus der Lukasgemeinde und die Luthergemeinde aus der 3ohannesge- meinde hervorgegansen ist, so fanden die statistischen Erhebungen für 1928. was die neuen Gemeinden betrifft, noch nicht für diese gesondert omiw>. o oeaetKi 9 O oeotcik • Wohnet äQrauptin. ■ MtDtl K 0twitl£r^)WiadstillcO< sdV eKntf» Oji nas$tge» sodscowcit 'n stcfimyner nord*/c$l Ott Pleite megen mit dem winde. Pie Beiden Stationen sienenden Zaf» »n geJtn die Temperatur an. Pie Linien eerpraden Orte mrt gleichem e*i is*.trtMU» «öiltW ® ScÜ der "Ni 5 Joorrnb' Jf jie Fach Achnoi flffl **• 11 ' und m einbruch. "" «SV sr» (16. Oklober 1 Sn jährlich' S™1)1 nie Wsifer und ^.bedeuten MAgen Lebe Bä ä!V Mein and. Lüstchen hat sich t W-r nid) M°lger 2 dezho tz'nü L «ML 8D?llen K i^hvle?N 8*& E^.: LZ 234A Nur Waren aus meinem ständigen Sortiment, keine für Ausverkäufe angeschafften sogenannten »Schlager« Eine erstklassige Simmentaler Milch- und Fabrkuh mit dem 3. 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Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem plötzlichen Hinscheiden uns rer lieben Entschlafenen allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Christian Fischer. Solider Kaufmann sucht sauberes, ruhig. mit Zimmer mögl.m.Schretbttsch. Schr. Angeb. unter 09273 n. d Gien. Anz. im Alter von 65 Jahren. In tiefer Trauer; Frau Marie Röhrig. Beltershain, den 9. Januar 1929. Die Beerdigung findet Freitag, den 11. Ifd. Mts., nachmittags 2l/< Uhr, statt __________________________________________ 282D Heute nacht entschlief sanft und unerwartet nach kurzem schweren Leiden mein lieber, treusorgender Mann Heinrich Röhrig Gemeinderechner Nach kurzer, schwerer Krankheit verschied unerwartet meine liebe Frau, unsere liebe, gute Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin Frau Elisabethe Feuser geb. Emrich im Alter von 34 Jahren. In tiefer Trauer: Karl Feuser, Gastwirt, nebst Kindern und allen Angehörigen. Gleiberg, Röthges, Gießen, Freiburg u.Lollar,9. Januar 1929 Die Beerdigung Hndetam Samstag, 12. Januar, nachmittags 3 Uhr, statt. Mrjoilltefoimie Diejenigen Geschäftsleute, die Ge» genstä'nde für die Lotterie geliefert haben, werden gebeten, ihre Rechnungsbeträge umgehend bei unserem Rechner, Herrn Loeb,Äahnhofstr.S2a, in Empfang nehmen zu wollen. 278 Scbanzenür. 2S I. Tüchtiges ZimoiermsiIcheD wird ausgenommen. Beugnirnbichtifien u.Ltch bild etnsenden Hotel Travv in Friedberg t-H.»,!) Stellengesuche Choulleur Jührerschetn Kl. II u. 111 b. m.gnt.Zeugn. sucht Stellung. Schr. Ang. u. 09271 an d. Gteh.Anz. erb. Junger Fahrrad-, Motorrad" u. stlutoichlosscr, 21 Jahre, Führerschein 111 b, sucht Stelle tn Autowerk- flau ober als Chauffeur. Angebote an Karl Becker, Marburg a. d. Labn, Grün 9. .....und etwas ganz Besonderes: Dam.-Strümpfe, Bemberg- sefde, l.Wahl, fehlerfrei, Mk. 2.75 Heute Abend pünktlich 8 Uhr: Wiederbeginn der Singstunden. *lD Der VorsteaÄ. Für getragene ßenekkleiser zahlt höchste Preise L. 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Zunächst glaubte man, wenigstens auf eine gemeinde- weise Abtretung spekulieren zu können, weshalb man auch ein besonderes Augenmerk auf den kohlenreichen Urwald des Warndt gerichtet hatte. Es sah auch olles sehr geschickt aus, wie man dabei vor- gehen wollte. Ueber die französischen Schulen hin- weg sollten die Bewohner der Gemeinden dieser Gegend für Frankreich gewonnen werden, indem man fügung stellte, die die Kinder täglich in die Schulen brachten. Nachdem dieser Plan somit durchkreuzt war, griff man auf die Wirtschaftspolitik zurück. Territorial soll das Saargebiet noch der Abstimmung zwar an Deutschland zurückkommen, wirtschaftlich will aber FrankreichdieOberhand behalten. Man argumentiert dabei folgendermaßen, was Gaston Roux in seinem Buche auch darlegt, was aber in der Oeffentlichkeit gor nicht richtig begriffen worden ist: die plötzliche Rückgliederung des Saargebietes sei unmöglich. Aus wirtschaftlichen Interessen solle vielmehr ähnlich dem Stahlkartell, in dem doch bekanntlich Deutschland die Führung hat, eineinternationoleKohlen- g e s e l l s ch a s t gegründet werden, an der Frankreich und Belgien einen kommanditierten Aktienanteil von 52 v. S). haben sollen, der übrige Teil dagegen auf die anderen Kohlenländer, u. a. auch auf Deutschland verteilt werden müßte. Auf diese Weife behielte Frankreich wirtschaftspolitisch die Führung im Saargebiet inne, hätte zu gleicher Zeit die Möglichkeit, einen Druck auf die Z o l l fragen auszuüben und wäre damit nochwievorHerrimLande. Das ist der Plan, der gerade, weil er jetzt mit außerordentlicher Energie von Frankreich propagiert wird, in Deutschland nicht ernst genug geprüft werden kann. Die Gefahr ist im Anzuge. Gewch war es erfreulich, daß der Reichskanzler damals in Genf von der Saar und dem Rheinlande sprach, was man ihm in Frankreich besonders übel genommen hat. Es fehlt aber leider immer noch an einer intensiven deutschen Gegenpropaganda. Man kümmert sich in Deutschland noch viel zu wenig um diese Dinge, weshalb man sich auch nicht wundern soll, wenn man eines Tages in der Saarfrage vor Verwicklungen steht, die sich in ihren Auswirkungen heute noch gar nicht überblicken lassen. Die Reichsregierung hat deshalb die dringende Pflicht, unoerzüalich Gegenmaßnahmen gegen die französische Propaganda zu ergreifen, dam t man namentlich draußen im Auslande, insbesondere in England und Amerika, dem Sitz des internationalen Kapitals, die Augen geöffnet bekommt. Es I geht um deutsches Gebiet, und die Zeit drängt. I Deshalb muß sofort gehandelt werden. Oberhessen. Lrur-kreiS Gictzen. CO Klein-Linden, 9. Ian. Im verflossenen Jahre waren in unserer rund 2000 Seelen zählenden Gemeinde 15 Sterbefälle (1927: 24) zu verzeichnen. Geburten wurden 23 gezählt (1927: 35), ohne die in den Gießener Kliniken zur Well gekommenen Kinder, Trauungen fanden 13 (1927: 11) statt, konfirmiert wurden 34 Kinder, nämlich 20 Knadev und 14 Mädchen (1927: 38). 'Daubringen.9. Ian. Am Samstag hielt der hiesige Männer- Turnvere in seine Generalversammlung ab, die sehr gut besucht war. Der 2. Dm-sitzende Heinrich Latsch erstattete den Jahresbericht. Dem Rechner Hem- rich Braun wurde für seine mustergültige Kas- sensührung der Dank ter Versammlung ausge- spwche:r. Der Verstand wurde fast einstimmig gewählt: er setzt sich wie folgt zusammen: 1. Dor- sitzender Heiirich Michel, 2. Vorsitzender August Erb, Rechner Heinrich Braun, Schrt b- führer Otto Reif, 1. Turnwart Ludwig Walter II.. 2. Turnwart Otto Hofmann, Zeug- Wart Heinrich Brusius, Beisitzer Luteng Kraushaar, Veceinsdiener Ohs. Karle.Dos TLintervergnügen wurde auf den 26. 3anuar feftCTCfeflt ' Grvhen-Duseck, 9. Jan. Sine freudige rleberraschung hat die hiesige Spar- und Leih lass« ihren alten Spa retnlegern Frankreichs Propaganda an der Saar Wo bleibt die deutsche Gegen-Aktion? So hat denn nach dw neuesten Forschung überall die Wlllenauf.asfung die Oberhand. Aber es wäre doch übertrieben, t.i der Welle schlechthin dos Wesen der Welt zu erblicken, also alles, was es überhaupt gibt — Atome, Stofs, Licht — in Wellen aufzu lösen. Dabei würden doch wichttge Eigenschaften, insbesondere des Lichtes, unerklärt bleiben, und deswegen prägte Schrödinger den Aufdruck von der Kentaurennatur des Lichtes: wie der Kentauer vorn ein Mensch und hinnten ein Pferd it und doch dabei als einheitliches Geschöpf gedacht wird, so hat auch der Lichtvvrgang seine zwei Seiten: Die eine erinnert an Wellen, die andere, nämlich die Quanten, an Geschosse. Dies alles ist gewiß nicht leicht zu verstehen: aber die Schwierigkeit rührt wosil daher, test wir immer möglichste Anschaulichkeit verlangen, das heißt erwarten, es spiele sich alles in der Aatur eöenso oder ähnlich ab wie it den Grö- tze.rverhältnissen unserer alltäglichrn Erfahrung, nach denen wir unsere Vorstellung von „Anschaulichkeit" geli det haben. Aber diesen Gefallen tut uns die Ratur nicht, und deshalb lassen sich die Raturersch.i mögen nicht vollständig in den Rahmen testen, was wir „anschaulich" nennen, einspannen. Hochschulnackrichten. Der Oberarzt an der chirurgischen Klinik der Universität Frankfurt a. TL. nichtbeamteter a. o. Professor Dr. med. Otto Goetze hat den Ruf auf den Lehrstuhl der Chirugie an der Universität Erlangen als Nachfolger von Geheimrat E. Graser angenommen und bereits seine Ernennung zum etatsmäßigen ordentlichen Professor in der Erlanger Medizinischen Fakultät und zugleich zum Direktor der dortigen Chirurgischen Klinik erhallen. Professor Goetze tritt sein neues Lehramt zum 1. April d. I. an. — Prof. Dr. O. Voß. Direktor der Univerfitäts-Ohrenkllnik in Frankfurt a. M., hat den Ruf an die Unioerfitat München abgelehnt. — Zur Wiederbesetzung der durch das Ableben des Professors B. Heine erledigten Professur für Ohrenheilkunde an der Universität München ist ein Ruf an den ordentlichen Professor Dr, WUHelm Brüning« in Jena ergangen. Am Anfang war die Wette. Don profeffor Dr. Paul Kirchberger. (Rachdruck verboten l) Die Festsitzungen des Elektrotechni sch en Der erns in Berlin, die er Semernsam mit der Heinrich-Hertz-Gesellschaft alljährlich abzuhalten pflegt, entwickeln sich mehr und mehr nicht nur zu einer Qlrt Physiker und der Elektrotechniker Berlins, sondern für bedeuten auch h-rvorragente Evergniise im aeistiaen Leben der Reichshauptstadt. Vor zwei K^n fprad) an in-,er Ste le Wert ® > n ft etn. vor einem Jahr Walter $e rn ft unb m 6i=fem '’kihre hat vor einigen Tagen der Mann ge sprachen. der augenblicklich vielleicht mehr ato iraentein anderer in Brennpunkt teS Interesscs d^deutschen Physiker steht. Zu dieser 55Ü0rer* rolle hat sich der feit Jahresfrist an der Derltner Universität wirkende Professor Erwin S ch r o- ding er nicht nur in seiner Eigenschaft als Rachfolger War Plancks emporgefchwungen, sondern deshalb. well er mit ungemem grobem Scharfsinn den schwierigsten und bedeutungsvoll sten Fragen der Raturforschung eine wesMtttch neue Seite abzugewinnen verstanden hat. Dabei W e? Me glückliche Gabe, diese.schwierigen Dinge Verhältnis natzig leicht verstanbllch und foaar mit einem gewissen Humor zu behandeln. S^n diesmaliger Dortrag galt den Aenderungen unserer Vorstellungen vom Wesen des Lichtes sowie der mit ihnen eng verbunden«, Vorstellung vom Wrsen des Stoffe- und damit der sichtbaren Welt überhaupt. __ Der große Rewton hie t das Licht — wenn wir der Verständlichkeit halber noch etwas toeüct ausholen wollen als Schrödingerm demoten erwähnteir Vortrag - für «ne ^k^ Trommelfeuer der winzig kleinen Lichtkorperchen. Diese Lichtkörperchen wurden nach seiner Wemung auS der Flamme geschleudert wie dieGeschosse einem Maschinengewehr. Mit Hrlse dteser Vor stellung konnte er vele Vorgänge vor allem me geradlinige Fortpflanzung deS Lichtes, dre Spi«' aekung usw. erklären. Aber tm ganzen 19. 2ahr- 8undät galt diese Ansicht als vollständig überwunden. Die Wellenlehre deS Lichtes war ungleich vollkommener, sie konnte in der Dal tnete Erscheinungen verständlich machen, denen die alte Rewtonsche 2lnsicht ratlos gegenübergestanden hätte. Mindestens 80 Iahve lang schien ntchts umnögsicher zu fein, als daß man jemals erne Wiederannäherung an die alte Rewtonsche Wer- nung versuchen könnte. Da wir das Lrcht als besondere Art elektromagnettscher Wellen auf- faffen und uns diese durch den Rmrdsunk vertraut geworden sind, ist es kaum notig, hieraus näher einzugehen. Aber gegen Ende des 19. und zu Anfang des 20. Iahryunterts wurden Tatsachen bekannt, die diese Sachlage doch in ctnem etwas anderen Licht erscheinen liehen. Einmal lernte man nämlich in den Kathodenstraylen Strahlen kennen, die ganz nach der Rewtonschen Vorstellung aus schnell dahinsliegenden Geschossen, den sogenannten Elelkrönen, zu bestehen schlenen. Andererseits zeigte Max Planck, daß auch das gewöhnllche Licht aus einer Art Llchtbuntel besteht, die man sich als durchaus unteiloar oenken muß, die also auch eine gewisse Wiederannäherung an Ne Vorstellung der dahinssiegenden Geschosse enchielten. , . Beide Gedanken reihen wirtten mm auch Hart auf unsere Vorstellungen vom Wesen der letzten ■Saufteine des Stosses, dec sogenannten Atome, ein Diese dachte man sich nach dem Vorgänge des dänischen Physikers Bobr als ein Planetensystem. dessen Ilmlaufkörperchen eben die von bat Kathodenstcahlen her bekannten Elektronen bildeten. während für den 'Abstand der Umlaufbahnen Größen maßgebend waren, die mit der Gröhe der Strahlen bündel im Licht, den to.ge- nanntcn ..Lichtquanten", zusammenhängen. Dieie Anschauung vom Wesen des Atoms und somit deS Stoffes überhaupt — erwies sich, tote auch Schrödinger betonte, als ganz ungemem fruchtbar. Sie drückte der Physik deS letzten Jahrzehntes ihren Stempel auf. Somit schien die Wellenauffassung überall zurückgedrängt zu sein. DaS Licht wurde zwar noch als Wrllenvorgang aufgefaßt aber doch nicht mehr ausschließlich: denn die Ltchtqucmten. die letzten, unteilbaren Einheiten des Lichts deren Bede '.tung immer größer wurde, ließen 1 ch auf Grund der Wellenaufsas.ung nicht recht verstehen. Sn den Kathotenstrah'.en sah man eine 2lrt Licht ohne Wellen. und im Atom war von Wellen überhaupt nicht mehr die Rede. Aber nun hat sich ganz neuerdings das Bild wieder gründlich geändert! Zunächst erf^ton e8 sehr merkwürdig, daß Elesiro.ren im Atom ohne jede Spur von Wellen umlaufen sollten. Rach älteren und wohlbegründeten Anschauungen hätte ein solcher Umlauf elektrischer Ladung — und eine solche führten doch die Elektronen — Wellen yervvrrufen müssen. Sodann konnte man wohl die Dahnen berechnen, in dmen dir Elektronen im Atom umlaufen, aber einen tve.eren Grund dafür, daß es gerate diese und keine anderen Bahnen sein mußten, konnte man nicht angeben. Hier setzen nun die Arbeiten Schrödingers ein. Er faßte die Wellen nicht als einen Begleitvorgang der Elektronenumläufe In Atom auf, sondern gerate umgekehrt als die Haupts-oche. Don diesem Standpunkt aus gelang es i')m, den bisher vermißten interen Grund für die Bevorzugung bestimmter Umlaufbahnen a izugebem Es ist, um einen Vergleich zu brauchen, ganz äbn- lich, wie wenn wir einen Ton hören. Der Ton klingt uns einfach, aber wir formen ihn doch in den Grundton und die Ooertöne zerlegen und dabei auch Regeln angeben, welche Obertöne vorkommen können und welche nicht. So haben wir uns vielleicht auch das Atom als klangähnii.Yen Vorgang zu denken, und nur durch unsere Zerlegung kommen die verfchietenen silrnlaufbahnen im Atom zustande, ähnlich wie die Obertöne bei der Zerlegung eines Klangs. Aber nun blieb noch eine sehr große Schwierigkeit. Wollte man nämlich die Elektronen nach Schrödingers Atomtheorto ix lauter Wellen auflösen. so bot die Auffassung der Kathvdenstrahlen Schwierigkeiten: denn oei diesen dachte man sich ja die Elektronen als feste Geschosse. Da,) aber die Elektronen ter Kathotenstrahlen und dre Elektronen der Atome dasselbe sind, ist kaum zu bestreiten: beim man kann aus allen Stoßen Kathoden Herstellen und somit Kathvdenstraylen auS ihnen erzeugen. ,, . , „ _. , Run aber kommt die allerwichttgste Destasigung der Schrödingerschen Auffassung. daß sich näm.ich in der Tat auch bei Katbodrnstrahlen Wellenerscheinungen gezeigt haben. Auch bei ihnen treten sogenannte In erferen,--e.sch:tnun^cm auf, It: abwechssi de ileberterfung von Wellenberg und Wellental, die immer als das sicherste Kennzeichen einer Wellenbewegung galt. dadurch bereitet, daß sie die bereits vor zwei Jahren mit 15 Prozent aufgewerteten Spareinlagen jetzt mit 4 Prozent verzinst hat. Damit dürfte die hiesige Stoffe hinsichtlich der Verzinsung der Aufwertung im Kreise Gießen an erster Stelle stehen, da — wie verlautet — selbst die Dezirkssparkasse nur mit 3 Prozent verzinst. Dies legt wohl beredtes Zeugnis dafür ab. daß ter Vorstand der alten Stoffe mit größter Umsicht gearbeitet hat. Daß dies bei der hiesigen Bevölkerung voll anerkannt wuröe, beweist die Wiederwahl des Direktors Gans und des Stontrolleurs Stephan im Sabre 1924 bei der Umstellung der Kasse auf einen neuzeitlichen Bankbetrieb. Wegen hohen Alters legte Rechner Schmidt damals sein Amt nieder. Aber auch fein Rachfolger. Rechner Roll, hat sich großes Vertrauen erworben, wofür als bester Beweis der heutige Stand der Kasse dienen kann. Wie notwendig ein solches Geldinstitut für unsere Gemeinde ist. geht daraus hervor, daß sich die Kasse beveits heute, nach kaum vier Jahren. ;u den größten Kreditgenossen- scha'tskassen des K ei'es ®ieten zahlen darf. Bg. Großen-Buseck, 9.3an. Die von Dem Gesangverein „S ä n g e r k r a n z' veranstaltete Abendunterhaltung nahm einen recht zufriedenstellenden Verlauf. Unter Führung des Chorleiters Konrad Nicolai kamen sowohl die Chöre, wie die Solls zu schöner Geltung. Auch die Theaterstücke und lustigen Szenen fanden re.chen Beifall. Eine Verlosung und Tanz bildeten den Schluß der unter Nachdem die Franzosen jetzt anscheinend eingesehen haben, daß sie mit einer Angliederung des Saargebietes an Frankreich nicht mehr rechnen können, haben sie in der letzten Zeit auf verschiedene Methoden sich geworfen, um wenigstens in irgendeiner Form auch über das Jahr 1935 hinaus die Herrschaft über das Saargediet zu bchatten. Dazu haben sie eine Propaganda organisiert, die an Großzügigkeit nichts zu wünschen übria läßt. An den Pariser Anschlagsäulen prangen Plakate, die in weithin sichtbaren Lettern auf das Saarproblem Hinweisen. In Poincars und namentlich in Lauch e u r, die beide ein finanzielles Interesse an den Saargruben haben, hat sich die französische Schwerindustrie zwei politische Stützen geschaffen, über die sie ihren Kampf um die Saar orgamsiert. Die Publizistik wird dabei in immer stärkerem Umfange für diese Aufgabe herangezogen. Es fei nur auf die beiden jüngsten französischen Neuerscheinungen hin- gewiesen, dem Buche von Gaston Roux: Les Alpes ou le Rhin, in dem vor allem die Dr= ganisation des geplanten Kampfes an der Saar ent- wickell wird, und dann die Bücher von dem unter dem Pseudonym Jean Revir schreibenden Dr. H ö l s y, der als Materialienverwalter in einer Saargrube tätig ist und dort gleichsam einen I n - formationspo ft cn bezogen hat. Er ist es namentlich gewesen, der den Abbs Häggy angeprangert hat. In diesem Zusammenhänge muß auch auf die bedeutsame Tatsache verwiesen werden, daß, wie uns unser saarländischer Dertrauensmann mitteilt, erst kürzlich das Saarlouiser Jour- n a l von Frankreich durch eine Subvention von 600 000 Mark wieder flottgemacht worden ist, um den französischen Interessen gefügig zu sein. Die Association aes Amis de la Saar tut schließlich iyr übriges, um die französische Saarpropaganda zu Leitung des Vorsitzenden W Seipp stehende« Veranstaltung. § Beuern. 9. Jan. 3n einem üblen Zustands bei intet sich schon seit Zahrsn die nachGrohen- B u s e ck führende Straße. Wenn auch durch die Straßenbauverwaltung anerkennenswer erweise immer wieder Flickarbeiton vorgenommen werten, wie dies erst Qln.ang Dezember wieder geschah, so kann dadurch der völlige Zerfall ter Straße doch nicht au.gchalt.m werden. Hier kann nur eine völlige Reuwalzung dem Hebel abhelfen. 3m Interesse des starken Verkehrs von der Bahnstation Großen Bufeck aus und mit Rücksicht auf Menschen und Tiere, die diesen Wcg benutzen müssen, ist dringend zu wünschen, daß in ten kommenden Monaten eine Generalin st andsetzung der Straße vorgenommen würde. T Reiskirchen, 9. Ian. Ein Teil ter nach Gießen führenden großen Verkehrs st raße soll im kommenden Sommer mit Kleinst s 1 a st e r vergehen werden. Infolg: tes überaus starken Durchgangsrerkrhr- auf c.i:,erSttaße hat sich diese Maßnahme ais untetengt nötig erwiesen. Von Gießen bts zum Ausgang des Gießener Waldes, kurz vor ter Gameburg, ist die Straße bekanntlich schon gepflastert worden. An dem neu zu pflasternden S.raßentell zwischen ter Ganscburg und dem Dahnwarierhaus an ter Gießener Straße, rund 2300 Meter, tourten in ten letzten Rtonaten große Mengen von Steinen angefahren. Z Beltershain, 9.Jan. Da unser langjähriger, verdienter Gemeinde- und Kirchen rechner, S). Röhrig, ernstlich erkrankt ist, übernimmt dieser Tage Bürgermeister Hornmann die Stellvertretung des Genieinderechners und die Führung der Gemeindekasse. Die Bürgermeistergeschäfte fuhrt während ter Zeit ter Verhinderung tes Bürger- meisters unser Beigeordneter Reitz. wn. Weickaresyarn, 8. Uan Bei der Gewerkschaft »Louise^ ereignete sich gestern ein schwerer Llnglückss all. Der Ar- beiter Otto Viehl aus Lauter war als Znn- mermann beschäftigt und machte Ausbesserungsarbeiten an tesekt gewordenen D.atztseilböckn. Dabei stürzte er aus etwa 12—15 Meter Höhe rückwärts auf die Erde ab. Sofort tourte ärztliche Hilfe von Laubach herbeigerufen. Der be- dauernswerte Wann wurde in das Hospital nach Laubach verbracht. Wie verlautet, soll er eine Verletzung ter Wirbelsäule mit leichter Gehirnerschütterung davongetragen hoben. ^Hungen, 9. Jan. Im „Darmstadter Hof" fand unter dem Vorsitz von Schäfer Philipp Wirth von Wetterfeld die diesjährige ordentllche Gene» raloersammlung des Oberhessischen Schäfervereins statt, zu der Bcrtrcter aus allen Teilen der Provinz erschienen waren. Im Hauptteil der Verhandlungen hielt der Vorsitzende des Süddeutschen Schäferverbandes, Körner, Stuttgart, einen Vortrag über „Schafzucht", der eine rege Aussprache zeitigte. Der Schäfertag soll hier in Hungen zu einer historischenEinrich- 1 u n g werden und in diesem Jahr am 8. Februar gefeiert werden. Neben einem besonderen Festzug nach Schäfertradition findet die Vorführung eines Schäferfilms statt. Schon fetzt werden die Vordere,, tungen für dieses oberhessische Schäferfest getroffen. Die Dorstandswahl hatte folgendes Ergeb ms: Vov- sitzender Philipp Wirt, WetterfeL: Stelloertretcr des Vorsitzenden Pfannkuch, Nidda: Rechner und Schriftführer Köhler, Lauboch: Beisitzer Hof- mann, Steinheim-, Rohleder, Bleichenbach, Ha der mehl, Leihgestern, Traut, Glnuberg, und K u 11 m c r, Hochweisel. . ! Hungen, 9. Jan. Dieser Tage fand tnt .Solmfer Hof die erste ordentliche Generalversammlung ter Reit- und Fahrgruppe des Hess. Landjugendbundes Hungen statt, die von Mitgliedern und Gästen von hier und aus der Umgegend recht zahlreich besucht war Rach kurzer Begrüßung gab ter 1 Vorsitzende. R. Schmidt (Steinheim), einen Rückblick über das erste Jahr des Vereins. Er schilderte dessen Entstehung aus lleinsten Anfängen heraus, weiterhin die ersten schönen Erfolge des Gesamtvereins. sowie einzelner Mtk- glieder bei dem letztjährigen Reiterfest in Hungen. dann die weitere Entwicklung im Laufe des Iah res, die recht zufriedenstellend ist. Auch die traute. Diese Herren drohten nun, daß Die Eltern einfach keine Wohnung erhalten würden, wenn sie ihre Kinder nicht in die französischen Schulen schickten. Da griff man aber rechtzeitig deutscherseits em, intern man den Bewohnern sechs Autobusse zur Der- Dölkerversöhnung. Bei Durchsicht des Aufsatzes von Herrn Universitäts-Professor Dr. Messer in Ihrer Rr. vom 4. d. Mts. steigen das Heidelberger Schloß, der Speyerer Dom, die Burgruinen am Rhein und vergilbte Chronikeinträge aus der Zeit von 1673—1796 vor mit auf. und Voltaires Aus- fpruch: ..Sie wissen nicht, daß eS im Grunde keine grausamere Ration gibt als die Franzosen." Was Rapolevn HL 1867—70 nicht gelang, nämlich Besitzergreifung des linken Rheinufers und Knebelung Deutschlands, blieb der macchia- vellistischen Staatskunft Poincares Vorbehalten. Sett der Annahme von Wilsons „14 Punkten" am 5. Rovember 1918 und der Unterschrift unter ten Raubvertrag von Versailles am 28. Juni 1919 ist die „Macht" keineswegs dem „Recht" gewichen. Schnöde hat der VölkerbundSrat uns am 14. Oktober 1921 um Ober-Schlesien betrogen, und am 11. Ianuar 1923 erfolgte ter Ruhreinbruch. Und trotz Annahme deS Dawes- planes durch den Reichstag am 29. August 1924 wurde die Kölner Zone am 10. Ianuar 1925 nicht geräumt, denn ein waffenloses Volk ist Vogelsrei. Sogar ter Vertrag von Locarno (16. Oktober 1925) und Deutschlands Eintritt in ten Völkerbund (8. September 1926) sowie die Llnterzenhnung teS KelloggpakteS (27. August 1928) brachten keinen Wandel, sondern die Rüstungen ter Mächte rings um Deutschland wachsen von Tag zu Tag. Eine unermeßliche Gefahr siir Deutschlands, das Reich der Mitte, deshalb, weil nach urewigem Gesetz jedes kraftvolle Volk sich ausdehut in der Richtung des geringsten WiterstandeS und des größten Gewinnes. Hieran vermag kein Kriegsächtungspakt etwas zu ändern. Und so erfreulich der Aufruf ter „über 100" französischen Freunde für eine Revision des Versailler Dittates ist. es sind einflußlose „weihe Raten". Wer wissen will, woher ter Wind weht, sei auf ten stenographischen Wortlaut ter Kammer- rede Driands vom 4. De-ember 1928 hingewiesen, deren Schluß dem deutschen Volle schamhaft verschwiegen wurde. 'Brianb verflieg sich zu folgender Heuchelei: . „Wenn man sieht, wie ein von seinen Lettern (1914) irregeführtes Doll heute versucht, dre Schuld am Kriege von sich abzuwälzen: wenn man sieht, wie dieses Voll mit allen Mitteln diese Verantwortlichkeit von sich abzuwälzen sucht, wenn man dre Aengste eines ganzen Volkes sieht und sein Bestreben. dieser moralische nDerur- teilung zu entgehen: was, meine Herren, würde morgen mit diesem Volke geschehen, wenn es den Pariser Vertrag (= Kellogg-Pakt) zerreißen wollte?" So sieht die französische Dersöhnungspoütrk in Wirklichkeit aus! Das deutsche Voll wird vor aller Welt rote etn räudiger Hund behandelt, weil es sich feige treten, anspeien und beschuldigen läßt, obwohl der alten- mäßige Beweis erbracht ist, daß: L Poinears den Russen bei feinem Besuch vom 20. bis 23. Juli 1914 Blanko-Vollmacht für dre Entfesselung eines europäischen Krieges gab da er einen Brief König Georgs V. von England in der Tasche hatte, der britische Hllse verhieß: und daß 2. Grey am 25. Juli 1914 von London nach Petersburg telegraphierte, die mit Deutschland und Oesterreich eingeleiteten Verhandlungen zur Bet- lequnq des Konfliktes zwischen Wien und Belgrad (eien lediglich eine List, um Rußland Zett für die Mobilmachung zu lassen. Nicht Abrüstung und pazifistische Lehren werden dem friedliebenden deutschen Volke Rettung aus der Not bringen, sondern mannhaftes Eintreten für Wahrheit und unser gutes Recht. „Friede auf Erden" gibt es für uns so lange nicht bis wir wieder frei und ehrlich dastehen. Wir haben nichts zu sühnen, wir haben mchts gut- zumachen. Friedberg (Hess.), 8. Januar 1929. Professor F. Dreher. Landwirtschaftliche Woche in Darmstadt. H 41 Sortierung Nachdruck verboten. Vornan von 3- ^choeider-Foerst!. llrheberrechtsschutz Oskar Meister. Werdau i. Sa. Oie Abnahmegewähr beim Elektrizitäts-Doppeltarif. Von der Direktion der städtischen Elektrizitätswerke wird uns geschrieben: Die Erhöhung der Abnahmegewähr bei dem für Geschäfts^ ite bestimmten Doppeltarif wird immer noch nicht richtig aufgefaßt. Es sei daher nochmals in aller Kürze hierauf eingegangen. Als im Jahre 1926 der Do p p e l t a r i f eingeführt wurde, sollte er unserer Absicht nach zunächst nur für Privathaushalte bestimmt sein, um dort einen Anreiz Zur Beschaffung stromverbrauchender Apparate zu Seit Tagen schlief Het i igen nun Nacht für Nacht In ei irr drr Baiallen an drr Arbeitsstätte. Ja-keö halt: zwar verständnislos den Kips geschüttelt, als er ihn von seinem Vorhaben In Vieöieri A» Si^*® SÄ Siemen« « foifrai dm 12 al int ollge-iE ftarfen Shwnstm in recken 3® iöjre gingen dir xrtMltimg mcht Mj-Hre Mütk. etliche Produlil (en Erstellungen die Halste eingesc des Jahres trat minbenmg b:r H anderen Genietet den als Folge auch solche Fab schränkte StüSzc struktivn und 3t nev Herstellung neue technische die Fadrlla io mangel veranlc sah hat sich w immer möglich lande au erzil mens-Aonzern aus 130000 ei den deutschen' and Arbeiter 240 Mill M. stmrgen pro $ «höht. Die 6 haben im ab dcchärktes C blefer De.'ellii Mill. Mark ' Aeuarundung werke G. m. werke sellschaft für ; Sielte einen h Die Siemens-^ k«schäftlgt. T M mit and: schreiten pwgr sind Dah sten. Die M Sabrika konsan k *•> Komma Musenen Da! Gesellschaft hu- Mr| größeren ' 2er Sender vo W der **. r-.u, „Es macht mir der Eindruck, als ob ec irgendeinen Kummer mit sich trüge,“ sprach die Kam- merzienrätin. »Hast du i)n noch nie gefragt, Kurt?" Diebvto lachte hell hinaus. „Liebeskummer! Ja — der kann ihn möglicherweise plagen, Mama! Denn in den sechs Tagen, welche die Jesko hier war, erschien er tote umgewandrlt. Ich habe ihn — als er mich damals i is Bellevue ein lud, sie kennenzulernrn, noch nie so prächtig gelaunt gesehen! Beinahe ausgelassen! Die b i den duzen sich natürlich und |te nannte ihn nie anders als „QH:in Bub". Ich hab ein biizchen aus den Busch geklopft, da gestand er, daß die Sängerin fei; Wochen die Frau des Erzherzogs Christoph sei.“ „Erlaube, Kurt," warf der Kommerzienrat erzürnt ein, „man soll dem Nächsten niemals seine Ehre schmälern. Du hättest am wenigsten Grund dazu, diesen Mann irgendwie zu verdächtigen." „Fällt mir ja gar nicht ci i, Hava! Ich maße mir nicht das leiseste Recht zu, ihm irgendwie Moral zu predigen. Komisch ftidr ich nur — daß er — kaum die Dina fort 11, schon wieder ander» wei'ig Feuer gefa igen zu haben scheint, d:nn im Bellevue wohnt eine junge, ausnehmcmd hübsche Dame, vor der er jedesmal den Hut zieht, obwohl er sie gar nicht weiter zu rennen scheint. Ich habe sie noch nie zusammen sprechen sehen!" „Du verleumdest ihn!“ Die KommerztenrLftn sah mißbilligend auf dm Sohn, der mit größtem Appetit s i i Huhn z^tegte. ..Aber Muttchen! Es ist ja blasser Neid von mir! Wenn ich Hrlti.ngen wäre, hätte ich dir längst schon sechs Schwiegertöchter ins Haus ge- bracht! Aber so habe sch noch bei fettem einzige, Mädchen Gluck gehabt!" Man lachte. Da nn war dos Thema erledigt, und man sprach von anderem. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 9. Ian. Ein Landbriefträger aus der Provinz hatte im September 1928 in mehreren Fällen Geldbeträge nicht ordnungsgemäß an die als Empfänger bezeichneten Personen abgelielert, sondern sie für sich behalten und die Änterfchrift der Adressaten gefälscht. In einem weiteren Fall hatte er einen ihm zur Einzahlung bei der Post mltgegebenen Betrag ebenfalls unterschlagen und die Annahme d'.efes Betrages nicht in seinem Buch vermerkt. Mit Rücksicht darauf, daß er im wesentlichen geständig war, erhielt er wegen schwerer Amts - unterschlagung zehn Monate Gefängnis. Ein Landwirt aus der Wetterau hatte zweimal ein zwölfjähriges Mädchen unzüchtig berührt. Da besondere Milderungsgründe Vorlagen, lautete die Strafe auf 1 Monate Gefängnis. Ein wegen Körperverle^ung mittels eines Messers vorLestraftcr, herumziehen^ec Korbmacher hatte beim ©Len mit einem anderen Händler Streit bekommen und diesem e'.r.en derart schweren Messerstich versetzt, daß längere Zeit Lebensgefahr bestand und dec Verletzte noch heute in ganz erheblichem Maße unter den Folgen des Stichs zu leiden hat. Wegen schwerer Körperverletzung wurde auf eine Strafe von 8 Monaten Gefängnis ernannt. . Ml steige^ jit ft Herbst ÄMt Afl lio^ rftfin' Gell ? ... Wort. M.? Genoss' A Anregung S3Ä Aach cine£s^fn M ’ für st ^Äaunsch ®r;lf L ün'vers Mn2ortrZ/ Änistnisse «u-Otntn Lbstior Sqt Äusspruche toirikchaft.llche Sage des Vereins ist. wie aus der Rechnungsablage hervorging, günftig. Die Borstandswahl brachte folgendes Ergebnis: Ehrenvorsitzender Gutspächter Kammer, Hungen, 1. Vorsitzender R. Schmidt, Stein- Heim, Reitlehrer Heine, Hungen, Rechner E. Hofmann, Rodhelm, Schriftführer K. Weck, Hungen, sowie zwei Beisitzer: H. Köhler, Hungen und W. K o h l h e y e r . Hungen. Der von e'nigen Mitgliedern gestellte Antrag, den Verein vom Landjugendbund loszulösen, wurde ahgeleBnt. Der Beitritt zum „Reichsvecband für ländliche Reit- und Fahrvereine" (Sitz Derlin) lourße beschlossen. Für die Zukunft plant man Den Sammelbezug von einheitlichem Reitzeug u. DgL An den kommenden Sonntagen sollen Werberitte nach Villingen, Ronnenroth, Langsdorf usw., nach jetzt noch nicht beteiligten Orlen, vorgenommen werden. Die Aeuanmeldun- gen von Mitgliedern bei der jetzigen Versam- lung — Der Derein hat jetzt über 40 Mitglieder — sowie die Zunahme der Warmblutpferde bei den Landwirten unserer Gegend lassen erhoffen, daß Der Reitsport Zukunft hat. Preußen. Kreis Wetzlar. ZL Wetzlar, 9. Ian. Die neue eiserne Brücke über die Lahn ist seit etwa 14 Tagen für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Infolge des eingetretenen Frostwetters konnte nur die Fahrbahn fertiggestellt werden, während die Bürgersteige erst im Frühjahr angebaut werden sollen. Die in ihrem Unterbau sehr massig aussehende Brücke findet in den Kreisen der Bürgerschaft, die noch an die schlanken Linien der alten Brücke gewöhnt sind, manche Kritik. Bemängelt wird besonders, daß eine wesentliche Höherlegung der Brücke emlgen mußte, dazu noch eine Wölbung von ungefähr einem halben Meter. Hierdurch mußten auch die anschließenden Straßen- Aüge erhöht werden, was bei der Enge des zur Verfügung stehenden Raumes und des direkt angrenzenden Hausertores nicht besonders günstig wirkt. Die seitlich verschobene alte Brücke ist an einen Alt- händler auf Abbruch verkauft worden und wird zur Zeit auseinander gefügt und als Schrott verladen. Vie wir hören, soll der ganze Erlös für die Brücke etwa 3000 Mark betragen. Kreis Biedenkopf. 4k Gladenbach, 9. Ian. Gestern abend gegen 8.45 Uhr brach in der Drechslerwerk st atte des Konrad Rücker, Burgstraße 30s, wahrschein- lich durch Ueberhitzen eines Ofens, Feuer aus. Rach kurzer Zeit erschien die Freiwillige Feuerwehr und nahm sofort die Lööscharbeiten auf. Durch ihr tatkräftiges Eingreifen gelang es, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken. Rach einer Stunde tonnte der Brand als gelöscht angesehen werden. Der Schaden beläuft sich auf etwa 5000 Mark »nd ist durch Dersicherung gedeckt. Maingau. * Frankfurt a. M., 9. Ian. Am Montag hielt Der Klub für Landwirte, dem auch viele hessische Gutspächter und Hofpächter als Mitglieder angeboren, seine erste Hauptver- f ammlung im neuen Jahre zu Frankfurt a. M. ab. Die Tagung war gut besucht. Den Haupt- gegenftanb Der Tagesordnung bildete ein Vortrag des älniversitätsprofessors Dr. H. K r o e - m e r vom Landwirtschaftlichen Institut in Gießen über das sehr zeitgemäße Thema: „L e i st u n a s - Prüfungen in ihrer Bedeutung für Die heutige Tierzuch t“. Der Vortrag wurde in all seinen ausgezeichneten Ausführungen mit großem Beifall ausgenommen. Auch die anwesenden Damen kamen dabei auf ihre Rechnung, da der Vortragende über die Leistungsprüfungen beim Geflügel, namentlich in der sich an den eigentlichen Vortrag anschließenden Aussprache, eingehende Aussührungen machte und schließlich den Klub zur Besichtigung der Einrichtungen in dieser Beziehung auf den Oberen Hardthof bei Gießen einlud. üSS?1’*« igy Ounbeft U-S 4S&. teeär0"^ Oer zweite Tag. WSR. Darmstadt, 9. Ian. In Den Beratungen des heutigen Tages kam vocmi.tags zunächst Prozessor Dr. Sagawe von Der ilni- versität Kiel zu Wort, Der über „Betriebswirtschaftliche Fragen im bäuerNchen Betrieb" sprach. Der Redner zeigte zunächst zwei Möglichkeiten: 1. Einstellung der Wirtschaft in möglichster Anpassung an Den Preteoeclauf, so, daß man versucht, Die günstigen Kvmun.taren auf- zu'angen und ungünstigen PreiSstanden möglichst auszuweichen, 2. Einstellung Der Wirtschaft so. Da*j man gewissermaßen eine Abwehrstellung gegen Den Einfluß Des ständigen Preiswechsels einnimmt, um ti? Wirtschaft dadurch vor allzu starken Erschütterungen zu bewahren. Der erste Weg, Der bedeute, etwa Den Preisen nachzulausen, wird als mit dem Wften des landwirtschaftlichen Betriebes wenig vereinbar mit wenigen Ausnahmen abgelehnt. Eine Verminderung des Risikos müsse gerade in Zeiten Der Geldknappheit an gestrebt werden, Da sonst bei Verlusten keine Deckungsmoglichkeit bestehe, oder neue Verschuldung eintrete. Dem Preisverlauf könne durch or- ganisatorifche Maßnahmen nur begegnet werden, wenn man mit einiger Sicherheit diesen Verlauf zu übersehen in der Lage sei und Den Er- zeugu.igsvorgang entsprechend reguliere. Die Selbsthilfe sei beschränkt, und die Absatzsteigerung führe mir langsam vorwärts. Notwendig sei sofortige Ei Stellung Der Wirtschaftspolitik auf die Bedürfnisse der Landtoi.tschaft. Kreditbewil- ligungen unD halbe Sanierungen packten das älebel nicht an der Wurzel. Der zweite Weg. die Wirtschaft den Preisschwankungen nicht ganz wehrlos auszusetzen, führe zu vielseiliger Wirtschaftsorganisation. Da auch heute noch die Voraussetzungen für intensive Wirtschaft nicht gegeben sind, müsse die Wirtschaft möglichst bodenständig eingestellt werden. Um verstärkte Ver- edrlungswirtschast treiben zu können, müsse der Staat für eine ausreichende, stetige Preislage sorgen, die vor Preiseinbrüchen der ausländischen Konkurrenz bewahre. Nach kurzer Aussnrache referierte der Geschäfts- führet beim Deutschen Landwirtschafterat, Dr. Eyrenforth über das Thema: „Wie wirkt sich die soziale Umschichtung unseres Bolkes In der Zukunft auf unsere Landwirtschaft aus?" Der Redner behandelle zunächst die verschiedenen Arten der statistischen Erfassung Der Umschichtungen der Bevölkerung auf dem Lande und in den Stadien. Er kritisierte Die Richtung der Bevölkerungsstatistik des Statistischen Reichsamte, die zugunsten der Städte sich auswirke. Der Redner glaubt, daß man in Zukunft froh sein könne, wenn Der deutsche industrielle Zustand im gegenwärtigen Umfange und in modernster unb intensivster Art erhalten werden könne. Die wirtschaflliche Bedeutung Der Landwirtschaft bleibe nach wie vor erhalten, deren Arbeitsleistung bedeutend gestiegen sei. Den Vorwurf, daß die Landwirtschaft sich der kapitalistischen Entwicklung nicht angepaßt habe, wies der Redner zurück: allerdings fei man auch in der Landwirtschaft in der kapitalistischen Entwicklung noch nicht am Ende. Trotz aller Hemmnisse während und nach dem Kriege habe die Landwirtschaft inzwischen eine sehr beachtliche Produktionssteigerung aufzuwetsen, während die gesteigert« 3luslandeinfuhr auf geenterte Konsumgewohnheiten zurückzuführen fei. Die deutsche Landwirtschaft kaufe jährlich für mehr als 800 Millionen Mark Maschinen unserer Industrie ab, wobei die Mechanisierung bet Landwirtschaft noch viel weitergehen könne. Wenn die schlechte soziale Lage Der Landwirtschaft so weiterbestehen bleibe, wäre eine neue schwere Beoölkerungsum- schichtung und die Proletarisierung der Landvevöl- kerung nicht au vermeiden. England habe diese Entwicklung bereits erkannt und seiner Landwirtschaft Prämien ausgesetzt. Der Redner behandelte dann die politischen Gründe und das Unvermögen, sich in bäuerliches Denken einzufühlem Der Achtstundentag der Stadtbevölketung fei nur auf dem Rücken der zehn« bis dreizehnstündigen Arbeitszeit der Landbevölkerung möglich. Der Redner polemisierte bann gegen die städtische Wohn- und Bodenreform, wie sie in der Reichsverfassung und dem neuen Heimstättengesetz ihren Niederschlag gefunden habe. Die Zahlen über Produktionsanteile der Land- roirt|d^ift und Industrie seien Unsinn. Im Jahrs 1925 habe aber tatsächlich die Roheisenerzeugung 25 v. H. der Milcherzeugung betragen, die der Stoin- Oedem ein^e'.nen dankte Joachim mit einem freundlichen Dicken für fein „Guten Morgen, Herr Chefingenieur I" Er hatle noch niemals eine Differenz mit einem feiner Untergebenen gehabt. Sie liebten ihn ausnahmslos und folgten ohne Widerrede seinen Anordnungen. Jankes legte ihm mit einem Lächeln die Hand aus Die Schuller. „Gucken Sie nur Die Leute an. wie die an Ihnen hängen. UnD Das andere: Sie sehen Gespenster, verehrter Baron! Es ist alles in bester Ordnung. Ihre Berechnung stimmt so genau, Daß nicht Das geringste fehlen kann." Hettingen stanD schwelge iD unD nagle an seiner, älnterüppe. Mit einem grübelnDen Zug in Den Rügen starrte er nach Dem Dunklen Loche, Das Menschenwille in Den Berg gebohrt hatte. Ein Fünftel Der acht Kilometer weiten Strecke war bereits gesprengt. Immer, trenn Der letzte Donner über Die Berge hmlief, atmete er auf. Dis heute halle er noch nicht einen ein,igen Ung ücksfall zu verzeichnen. Das war immerhin beruhigend. Gewöhn.ich ging es nie ohne solche ab, und auch Diesmal haäte er mit einem gewissen Prozentsatz gerechnet. Aber es vrr/ief alles gut! „Sind Sie Der Meinung, Bäron, Daß man weiter hinein auf größere Schwierigkeiten stoßen wird?" fragte Jankes unD suchte Vergeblich Den sinn enden Au sDruck in Hettingens Augen zu enträtseln. Ein kaum merkliches Hochheben Der Achseln. „Ich mache seit Wochen Den Letzten spät abenDs. Dann Dampft es aus Dem Inneren. Ein ganz seiner, leichter Rebel nur. Aber er ist da — Tag für Tag!" »Das ist Doch nichts BefonDeres. Baron! Das können 6te Doch am ganzen Gelände beobachten." Hettingen fchültelle den Kopf. „Das ist nicht ein und Dasselbe, Herr Kommsr'ienrat. Wenn ich morgens komme, sollte Das Doch eigentlich noch viel mehr Der Fall sein. Aber Da liegt Der Schacht ohne jeden Schleier!" »Sie sind zu gllvi/fenhaft, lieber Baron Hettingen. Ich erinnere mich genau an Ihre Worte in der ersten Stund: des Beisammens.ins. „Jedes andere Leben ist mir so heilig wie Das meine selbst. Man kann nicht mehr tun, als Vorsicht wallen lassen — und für Dis it ja unter Ihrer Lei'.ung bN zum Höchstmaße gesorgt." Joachims HanD lag für Seku idm zur Verabschiedung in Du- Des Kommerzienrates. „Möglicherweise, Daß ih Doch noch darauf komme -V‘ sagte er uib begleitete Den Eh es zu seinem Wagen, der ein wenig später der Stadt zusuhr. Jankes sah noch einmal zurück unD lüftete den Hut. Aber Het.ingen grü >te nicht mehr. Denn er war bereits Den Damm hi:ausgeklettert. Die viele Arbeit macht i)n nervös, dachte der Kommerzienrat und lehnte sich nachdenklih in die Kissen. Sowie Der Tunnel fertig l;\ soll er Urlaub haben, unD zwar einen ganzen Wonot. DaS bringt seine Nerven am ersten wieDer in völliges Gleichgewicht. An Diesem Tage kam Hellingen nach Feierabend nicht zum Nachttisch in die Villa Jankes. Dafür überbrachte einer der Arbeiter ei ten Dries. Sehr geehrter Herr Kommerzienrat! Entschuldigen Si: heute giLlift mein Fernbleiben. Der Nebel, von fern ich Ihnen erzählte, ist mehr denn je abgetreten. Ich möchte die Nacht In einer Der Baracken bleiben. Ihr ganz ergebenster Joachim Hellingen. „Wie wunderlich er schreibt,“ kritisierte Kurt. „Ich werde hinausgehen und ihm Gesellschaft leisten.' Der Kommerzienrat verneinte. „Er sucht irgendeinem Phänomen auf die Svur zu fmimen. würdest ihn nur stören. Vielleicht sieht er schon diese Nacht eil. daß es nicht Der Mühe wert war, Darüber zu reden." schaffen. Für den Haushalt war auch di« damals ge- Ioiutrte ivaiantie von 4üU kw h zay^icher Lwnahnie bemessen. Entgegen unsrer Absicht wurde jeooch dieser Hausharilanf zunächst ohne jede Aenderung auch auf gewerbliche Abnehmer ausgedehnt. Nun ist cs ohne weiteres klar, daß eine derartige Herabsetzung des Strolnpreises von 45 Pf. auf 10 Pf. nur dann gerechtfertigt werden kann, wenn Der hierbei entstehende Einnahmeausfall durch eine entsprechende Vermehrung des Umsatzes min« deftens ausgeglichen wird. Eine Herabsetzung des Strompreises ohne Die Gewähr eines finanziellen Ausgleichs könnte u. E. auch von der Stadt- verordn»tenversammlung mit Rücksicht auf die finanziellen Auswirtungen in unserem Haushalt nicht verantwortet werden. Aus diesen Erwägungen heraus mutzte Die G a - rantie für Die Geschäftsinhaber auf 1 5 00 kWh proIahr erhöht werden. Es wird nun wiederholt seitens Der Interessenten Darauf hinge- wiessn, daß viele Geschäftsleute diesen Iahresver- brauuj nicht erreichen tonnten. Wenn dies der Fall ist, und uns sind sehr viele derartige Fälle bekannt, so muß Darauf hingewiesen werden, daß sich der Abnehmer trotzdem beim Doppeltarif wesentlich günstiger steht als bei dem früheren Normaltarif. Es tna nur bei geringerer Abnahme eine aewisje Staffelung der Strompreise ein, die ja auch eine gewlsse Berechtigung hat, wenn man bedenkt, daß ja auch beim normalen Kleinkraftbetrieb, Der doch auch ge- werbl.che Abnehmer betrifft, eine Staffelung des Strompreises je nach Abnahme erfolgt. Ohne jede Gebühr, d. h. ohne jede Staffelung des Strompreifes, Den Geschäftsinhabern einfach einen Strompreis von 10 Pf. einzuräumen, würde den Kleinkraftabnehmern, die für Die ersten 1000 kWh 25 Pf. bezahlen müssen, gegenüber eine ungerechtfertigte Bevorzugung Dar- stellen. Um die Wirkung der Garantie als Staffeltarif zu veranschaulichen, sei noch ein Beispiel gebracht. Ein mittelgroßes Friseurgeschäft verbrauchte 1925/26 vor Einführung des Doppeltarifs 530 kwh im Jahr und bezahlte hierfür 238,50 Mark; im Jahre 1926/27 stieg der Verbrauch auf 706 kWh zu niederem Tarif und 343 kWh zu hohem Tarif, wofür insgesamt 224,95 Mark bezahlt wurden; im Jahre 1927/28 schließlich betrug Der Verbrauch 850 kWh zu nieDerem und 387 kWh zu hohem Tarif, wofür zusammen 259,15 Mark bezahlt wurden. Hieraus geht also hervor, daß der betreffende Geschäftsmann nach Einführung des Doppeltarifs trotz nahezu verdoppelter Abnahme (von 530 auf 1049 kWh) noch weniger bezahlen mußte, als vorher; erst nach weiterer Steigerung auf 1237 kWh überschreitet Die jetzt gezahlte Summe Die frühere um rund 20 Mark. Wäre von Anfang an, d. h. seit seiner Einführung, die jetzt beim Doppeltarif verlangte Mindestentnahme von 1500 kWh pro Jahr gefordert worden, so hätten die Zahlungen im Jahre 1926/27 304,35 Mark, im Jahre 1927/28 324,15 Mark betragen. Im ersten Jahre hätte der Durchschnittspreis für eine kWh zu niederem Tarif dann anstatt 10 Pf. rund 21,2 Pf., im zweiten Jahre statt 10 Pf. rund 17,7 Pf. betragen. Beide Preise stellen eine ganz wesentliche Ermäßigung gegenüber Dem Norrnalstrompreis Dar unb weisen selbst gegenüber dem normalen Kleinkrafttarif noch wesentliche Vergünstigungen auf. Kenntnis setzte, aber er trug sich mit der Hoffnung. die Unruhe würde sich am ersten dadurch beheben, daß -er eben einsah, wie nutzlos seine Befürchtungen waren. Da in keiner der Dretterhütten eine Schlafgelegenheit vorgesehen war, hatte sich I. achim kurzerhand zwei Holzschragea zimmern lassen, über die er Bretter legte. Alnb auf dies« noch eine Schütte Stroh. Eine große Kotze vervollständigte dies mehr als einfache Dell. Es gc-ügte ihm vollkommen. Die Nächte waren nicht kalt. Wenn die Arbeiter nach Hause gingen, aß et rasch ein belegtes Brot und trank eine Tasse Tee, die er sich selbst zubereikete. Dann kroch er aus Händen und Füßen das Ge else hinauf unD horch e, ließ sitz herabgleiten u rd verschwcuiD int Innern des gesprengten Schachtes, d-ec sich Lfimet tiefer nach der Mitte des Berges zu erstreckt-. Mit den Hand-'lächm tastete er dal Gewände ab, befühlte prüfend Die Dunstig . Dampfenden Mauern. Sie waren heiß und fchluvfrig. Er faltete die Finger zu ei-er Schale und fing die Tropfen auf, dir heraussickerten. Sie waren tote laues Schtorselwasser. das mit Phosphor vermengt toai. und schmeckten ekel- erregend bis zum Brechreiz. Er setzte sich auf eines der toter Herumliegenden Ftlstrümmer im Schachte und dachte angestrengt nach, wie sich ihm das Rätsel am ersten lösen könnte. Der Geruch, welcher sich auf seine Atmungsorgane legte, betäubte fast. Schon heute mittag war einer der Arbeiter zu ihm gekommen und hatte über starkes Itebslsein geklagt. Das hing möglitzerw iie mit dieser mehr alö eigentümlichen LurSoünstung drs Berges zusammen. Er hatte erst die ganze Nacht herinnen ver- brlnpen wollen, aber es erschi-rn i';m Nun als ztoecklos. SS war nicht das geringste zu sehen. Ins Frei: tretend, warf ihn ein jäher Schwindel gegen eines der riesigen Svrengstücke, bb sich hier zu meterhohen Haufen türmten. (Fortsetzung folgt.) kohlenerzeugung 55 v. H. Der Milcherzeugung. Es gelte, die „städtische" Gesinnung umguänbem. Denn die Wirtschaftsentwicklung gehe in den Bahnen des Imperialismus unb Nationalismus mit ben Schutzzöllen unb der Niederlage des Frsihandels weiter. Salle Deutschland auch in der Handelsabrüftung vorangehend Die Landwirtschaft habe dasselbe Recht zum Leben wie jede andere Bevölkerungsschicht. Lebhafter Beifall dankte dem Redner für seine beinahe zweistündigen Ausführungen. Präsident Hensel bedauerte, daß es nicht möglich gewesen sei, nach einer viel größeren Zuhörerschaft den Dor trag zugänglich zu machen. Der Vortrag möge aber von allen draußen auf dem Lande ousgewertet werden. Er wünsche, baß es endlich gelingen möge, die hessische Bauernschaft unter einen Hut zu bringen. Dr. Ehrenforth erklärte auf eine Anfrage u. o., daß es der Mangel an Geschlossenheit der Landwirtschaft sei, wenn sie sich politisch nicht cner< gischer durchsetzen könne. Tagung der heUchen landwirtschaftlichen Genossenschaften. In dem bis auf den letzten Platz gefüllten großen Gartensaal DeS Städtischen Saalbaues tagte nachmittags Der VerbanD Der hessischen lanDwirtschaftlichen Genossenschaften unD seiner Zentralstellen. Nach einem toarm aufgenommenen Begrüßungswort Des Ver- hanDsprästDenten Professor B i e D e n k o p f sprach Der Generaldirektor Der heslifchen lanDwirtschaftlichen Genossenschaften, Berg, über „Gegenwarlsfragen der ländlichen Gcnosseuschafteu". Er erklärte u. a., wenn auch Der Stand Der hessischen Genossenschaften ein außerorDentlich hohes Niveau aufweife, so sei Doch Das Genossenschaftswesen kein Zaubeünnittel, um plötzlich alle Rot abstellen zu können. Wie int vorigen Jahre, könne auch Dieses Jahr die Prognose gestellt toer» Den:, keine Verringerung Der Zinssätze, feint: Ermäßigung Der Steuern unD sozialen Abgaben. Die Zentralgenossenschaft umfaffe nach einem Zugang von 39 Genoßen schäften, Der sich besonders auf Die Milch-, Obst- und Gemüse-Llösatzgenossen- schaften erstrecke, am 31. Dezember 1928 1045 Genossenschaften. Bei Dem StanD Der Spareinlagen, aus Dem oft auf eine Blüte Der LanDwirtschaft geschlossen werde, sei zu beachten, Daß in Den örtlichen Genossenschaftskassen auch Die Arbeiter, Angestellten unD Beamten, sowie die Gewerbetreibenden Der einzelnen OemeinDen Einlagen Deponierten. Der Redner vertrat eine mehr individuelle Kreditgewährung und die Schaffung von Rück.agen bei Den örtlichen Genossenschaften. Trotz Des außerorDentlich verschärften Konkurrenzkampfes zwischen Dem Handel unD Den Genossenschaften. Der individualistischen und kollektivistischen Wirtschastsgebarung haben sich Die Umsatz- ziffern weiter «choht. Der ReDner gab Dann zur Ausweitung Des TätigkeitsselDes Der Genossen- schasten zahlreiche Anregungen. Er warnte vor Der Inanspinichnahme staatlicher Mittel, wenn Damit für Die Genossenschaften eine Einengung ihres Selbstvertoaltungsrechts verbunden sei. Hoffentlich erreiche man noch in Diesem Jahr Die Schaffung Der Reichsgenos enschast. Wenn in Den örtlichen Genossenschaften politische, religiöse unD personelle Streitigkeiten erst ganz ausgeschlossen seien, sei man Dem Grnvssenschaftsziel am nächsten gekommen. Die Lage im landwirlschafttichen Geldgeschäft behandelte Direktor Wager von der Zentralgenossenschaft. In seinen Ausfühiautgen war das wichtigste, daß er am Jahresende eine Entspannung von 3,4 Mill. Mk. feststellle. Die Gesamt- Haftsumme betrage heute 24 Mill. Mk. Der Gewinn würde wahrscheinlich 200 000 Mk. erreichen, woraus wahrscheinlich eine DiviDende von 6 Prozent unD eine Rücklage von 40—50 000 Mk. bewilligt werden könne. Direktor Strasburger von Der Zentral- genvssenschaft behandelte darauf in über ll/i* stündigen Ausführungen das geuossenfchafllichs Warengeschäft. Er ging auf die einzelnen Gattungen im Warerv« bezug ein und teilte mit, daß der Llrnsatz in Futtermitteln im letzten Jahr täglich 1500 Zentner betragen habe. Er warnte vor Dem Ankauf von Mais zu teurem Mifchfutter, solange Die Zentrale Dieses selbst nicht liefere. Bei Der De- hanDlung Der Düngemittel kritisierte er beson- Frankfurter Börse. Reichsbankdiskoni 7 Prozent. Loinbardzinsfuß 3 Prozent. Brief M7d ^raiihfurt a. M | Berlin Berlin Jraiikfurt a. M Datum: ' 10. I. 9. 1 137 328,5 a.m. Deoifenmartt Berlin—Frank' rt Telegraphische Auszah I u n g. ». Januar •17 12,13 12.3 146,5 ana Seundfe Äambute-ametUo Solei . . - ® Hamb -Süd>im Domvliö^ . . 8 136 io 133 148 10. Januar 137,25 134,5 12.1 U,l 11.4 53,5 i5,5 291 210 *92 210,9 5 . « 5H 10 10 10 u 11 1« 10 10 IV 9 . 8 tt 68,18 64 — 10 . 8 10 16 18 18 14 12 12 . 7 . 8 . 0 . 0 . 6 10 .0 . e . e . o . 6 11 . 0 . 4 . 8 . e to . e . 8 10 . 8 - 8 87.5 53,5 15,25 65.25 114 15 81 125.25 12O.2-> 144 26. 45 104 Ito.; 211 148 i 2.13 140.75 246 1.8 -90.Tu 173.6 168 17» 144 ■;!9 .36.25 171.25 i.2 4 «41.2. 144 146.2d 197,9 ?J1 .74 • 1,7.7. '.3-4- N .75 144.5 30 Kyifa DamvsichiH • • RotbMutfdier Lloyd . . . SUg Deuiickr ttrebNamt. . . Barmer Banlvcrrin - • Berliner HanoeivaeleML^ ■ Lommer». unD Prival-Bml £>armft u Aarionoldanl veuli»' «an! • DHIonio-tBekUldidi Lnt.. - ®iethnn Boni mitteJOfuiidK tt*e6U»onl ................. ReW»ed ..... sich deshalb gezwungen, in Zukunft eine andere Preispolitik einzuschlagen. Sie wird — wie man mitteilt — sich bemühen, die unvermeidliche Preisschwankungen in möglichst engen Grenzen zu halten. • Lieberzeichnung der30Millionen Deutsche Kommunal - Goldanleihe. Die Zeichnungsfri.t aus die 33 Millionen Mark, 8 Prozent Deutsche Kommunal-Goldanleihe von 1928. Ausgabe 3 ist am 8. Januar ob gelaufen. Dec aufgelegte Betrag ist überzeichnet worden. Die Zeichnungen auf freie Stücke können nur zum derS baS Verhalten des Vereins der Thomas- niehl-Grzeuger. Auf die ausdrückliche Vachfrage verschiedener Winzergenossenschaften nach Java- Zucker habe auch die Zentrale selbst die Lieferung dieses Zuckers in die Hand genommen. Durch die stetig steigende genossenschaftliche Gesinnung lei es im Herbst möglich gewesen, 50 Prozent meljr Getreide abzusehen Der Gesamtumsatz im -Warenverkehr habe im letzten 2ahr 20 Millionen überschritten, eine Zunahme von 3 Millionen gegenüber dem Vorjahr, was einen be- Iriedigenden Gewinn erbracht habe. In der Aussprache kamen dann zahlreiche Delegierte zu Wort, die über Fehler und Erfolge in einzelnen Genossenschaften berichteten und zahl- -reiche Anregungen gaben. In einer Parallel-Deranstaltung im Aummelbräu tagte am Vachmittag die Hauptversammlung d:s Landesverbandes ter Obst- und Sattenbauvereine Vach einer Begrüßungsansprache des Vorsihen- den von Hahn, der dem Wirtschaftsminister K o r e l l für sein Erscheinen dankte, sprach Dr. Braunscheidt vom Botanischen 2n- siilut der Universität Würzburg über ..Die Be- icuchtungsverhältnisse beim Obst und chre De- teulung für Obstbau und Obstzüchtung". Er gab n seinem mit zahlreichen Lichtbildern unter* stützten Vortrag einen Lleberb.ick über die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft im Hinblick auf die Befruchtung und Veredelung bei den ver- lchicbenen Obstsorten. Auch hier schloß sich eine kurze Aussprache an. 33.1 2,65 26,6 ßdln=Seutflen. « « iRanneemann . . • • • OTanifelhtt ■••••• CbrrfdM etienb. Bedarf. Cbericblef. ftoMroetfe und erneut bis 1 v. ch. höher waren Mannesmann, Phönix und Deutsche Linoleum. AEG. auf Rea. lisationen etwas gedrückt. Am Geldmarkt wurde der San für Tagesgeld auf 5,5 v. H. erhöht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4 2050, gegen Pfund 20,3990, London gegen Kabel 4 8514, Paris 124,07, gegen Madrid 29,71, gegen Mailand 92,64, gegen Holland 12,0840. Berliner Börse. 2.65 26,5 7.2 . 6 • eh 10 10 15 12 . 5 . 9 . 6 , . • M US,5 171 152-6 141,75 145 240,5 V'8 292.25 174,25 67.75 172.5 114,5 329, M 134.5 327.5 283.25 >34 468 5 291 207... 136 -27.2. 66 45.5 60.5 292,5 210 136,5 230 67.5 46,25 63.5 52,25 100.5 194,25 198 174 .72,2. 137 30 ... 8 ... 8 . . 10 . . 10 ... 6 . . 10 . . 10 ... 9 . . 10 ... 8 18 , , . . 8 , . . 10 , . . . 6 , . . . 6 , . . . 8 1*9 < , . . . 6 , . . . 8 , . . . 8 » • • • 7 12.6 12 4 12.45 20,9 Pereintfitf 6taM». . Otart Minen • • ertleben «tart üSeltercoeln ■ ■ ttallroerl Galiwthnt» 3 <6 t5urbrn.Jneu8tti snnamü Nobel . . Sdieltieanftalt . . • iMulbldimiBi . • • RütflerSroerle . . • • TOetallgdtfiK»* . - 53,5 100.13 192.5 65 115 80.75 ÄmU-Stoll Buen^LtreL Brg.-Amw CdrManlo Äopenbaatn etodbolm 6elfingrorS. Qtatien. . London. . - Nenvork . ■ PartS. . . . Schweiz . . Svanirn . Stwan . . *Hio de Fan öten tu Ceft abatfr Pra« . . • . Bett rav . ®uBodcQ . . Bulgarien Lrtzoboa Damtfl ■ Oonft iHtiM. »Iben tanaho ■ Ilm na». . Ptzuuw e>o>s">arm . . . Heidelberger Zement . . gement StarlRabt . • • Sav9 » fitettaa • • » Srfinlthett Datzenhof« . Cftroede . . . . • Bec. SlanzüoN . . . * Sembetg ...... BeOftpff Solbbof . . . fcellftofl Hfdtaffenlmtfl . (Sbarlottenbueger Waiia lellauer Satz . - . Daimler IRototen . . « Demag - • • « ildlerwerte Rl-vet . • « Luvw. Loewe . . . • < 97aL Slutomo&a . . . < Ctenfietn & fii-DDd . < Leondarv Dietz . • < Baml»-Meguin . . . < .Vranks. Malchin« . . < <3turnet . . • • < hevlioeoftaed! . • • < Iungbantz . . • • । Lechwerle ...... Msinktatiwerl» . • • Mtatz . . • • •J7elat1n!met . . . • •Beter3 Union . . • • Gebt. Sioedet ...» Beißt 4 Haelln« . • 6übb gucket . • • - L.E.S - Bergmann ... • ©etn. £teferungee. . Lickt und Kraft . . Kelten ck GuUlc-wme. Gel. f. Elektr. Untenu. Hamb. Oeltt fflerte . iRbeht. (Ueftt. - . . Schiel. Eleku. . . Schuckcrt ■ • • Siemens 4 6al?« , . Iransradio . . • Laümtver t ft». • • Suveru, - « • Deutsche SrbSI . . • Sllener Steinkohl» . . Sellenttrchettet . . • Harvenet . . • • poelch Eilen. . • • • .Ule Bergbau . . • « ftldtfneiroerfe . . . • grauHurt a. M | Berlin Schlutz'! I'Uhr» «Schaub^Lniang ^ur» •, Nur» I fturs I Bue« Schlutz-! I-Uhr7 Nur» ! Nur» 9. 1. ! 10. 1. • Der Stand der Svacsinlagen bei den deutschen Sparkassen betrua Ende Vovember 6728 Mil imen geien 6550 Millionen Mark Ende Oktober. S)mit ist ein Zugang von 178 MiMo-en zu verzeichn em *VoreinerVeureaelungberKunst- seidenpreise. Die Entwicklung auf dem Kunstseidenmartt hat der deutschen Discose-Kon- vention die Durchführung ihrer bisheri-TLn. mcht zuletzt im Interesse der weiterverarbeitenden TSttilindustrie befolgten Politik der Prnsstabcli- sierung unmöglich gemacht. Die Konvention sieht Dividende verteilen wird, hielt die erhöhte Ve- schaftigung der Werke, die in der zweiten Hälfte des vergangLNLN Geschäitsjahres erreicht wurde, auch in dem Berichtsjahre an. Der Umsatz wurde nicht unwesentlich gest<.'gert. Das Gewinnergebnis entspricht dieser Zunahme jedoch nur zum Teil. Auch war die Deschäst'gung nicht auf allen Arbeitsgebieten gleichmäßig günstig. Wo nur möglich, wurden Fabrikationsverbesserungen vorgenommen und zusammenfasscnde, fließende Fertigung weiterhin eingeführt. Der Maschinenvark wurde in au g d h tun Ma ze eme er . Die S ei- gerung des 11mia.es wurde im Zn an) e z el'.; i>er Auslanduiniatz macht jedoch auch we.t?rhin einen ansehnlichen Teil des Ge.amtu nsahe^ au . Dank der ausgedelin en Verlau'Lorganisat o i konnte in allen Länd.'rn b:r bishc.igr An eil Berlin, 10. 3oil (Eigener Drahtbericht des »Gießener Anzeigers".) Vachdvn bereits am Vormittag die S-i nmung zirmlich freundlich war. beobachtete man auch an der Börse verschiedentlich Deckungsneigung derSpekula- t i o n. Zn Beginn der Börse blieb die Tendenz durchaus freundlich, und wenn auch das Geschäft sehr gering war, da von außenstehenden Kreisen keine Orders Vorlagen, so konnten sich doch 1- bis 2 prozentige, vereinzeUe bis 3 prozentige Besserungen durchsetzen. Der' feste Verlauf der gestrigen Veutzorker Börse und die Erleichterung des dortigen Tagesgeldmarktes wirkten hier anregend, zumal auch der hresige Geldmarkt sehr flüssig war und man in dem fälligen VeichsbankauSweis eine starke Entlastung erhofft. Entlastend, wirkten ferner die gestiegenen Spareinlagen un Aeiche, der Schiedsspruch in der mitteldeutschen Metallindustrie und dir Besprechung der Finanz- UIU, uutu, u.__.____, Minister mit dem Veichsbankpräsidenten. Man A.-G.. Schweinsurth). genehmigte den Abschluß wollte auch von einer heutigen Sitzung der (1 116 546 M. Verlust). Die Entlastung an die Veichsbank wissen, wodurch sich die Hoftnun^ - — - ■ ------*- > gen auf eine Diskonterrnäßigung mehrten. Der Wochenbericht für Konjunkturforschung wirkte ebenfalls günstig, während drr Bericht der Vereinigten Stahlwerke über die Produktion eher zur Zurückhaltung mahnte. F.'st lagen Bayrische Motorenwerke auf die bereits gestern bekannt- gegebene Derwaltungsratserklärung mit einem Gewinn von 4,5 Prozent. Daimler waren eben,-- falls fester auf das Communiqu^, in dem aus- gesührt wird, daß leine Sanierung beabsichtigt sei und die Umsätze besser als im Vorjahre seien. Feldmühle Papier und Zellstoff Waldhof blieben weiter gefragt. Auch Montan- und Elektro^ werte lagen überwiegend fester. Kaliwerke auf die heute stattsindenden Generalversammlungen bis 3 Prozent höher. Dessauer Gas und Allg. Lokal und Kraft konnten ebenfalls mehrere Prozent anziehen. Deutsche Anleihen waren kaum gehalten. Ausländer lagen nicht einheitlich. Der Geldmarkt sah sehr flüssig aus. Lagesgeld toatf mit 4 bis 6 Prozent angeboten, Warenwechsel 6,5 Prozent und darunter-. Monatsgeld 7 bis 8,5 Prozent nominell. 3m Verlaufe blieb die Tendenz fest, überwiegend konnten sich neue Kursgewinne von 1 bis 2 Prozent durchsetzen. Berger Tiefbau und Bergmann zirka 3 Prozent fester, doch waren auch vereinzelte kleine Rückgänge bis etwa 1,5 Prozent festzustellen. ^3:0(6131 o JlalltJ legt«- 2J Ase eine -ls Kommen- 2/1 rot ,! Lnn M er ?n das tj tzrz D-re^ » ^vanbe m tastö-^ !,tt damv!^ isAKr UM t Wirtschaft. Vie Siemens'Geselischafien. Die Siemens-Gesellschaften, deren Ilbschluß- üf'.ern bereits bekannt gegeben find, legen nun- nehr ihre Geschäftsberichte vor. Die Werke der Siemens & Halske A. -G., die ihre Dividenden von 12 auf 14 Prozent erhöhen, waren im allgemeinen reichlich beschäftigt, aber mit starken Schwankungen im ganzen und namentlich in einzelnen Zweigen. 3m letzten Geschäftsjahre gingen die Veubestellungen der Reichspost- verwallung nicht nur auf einen Bruchteil der Vorjahre zurück, sondern es mußte auch die monatliche Produktionsmenge für die noch laufenden Bestellungen für längere Zeit um mehr als die Hälfte eingeschränkt werden. Erst gegen Ende des 3ahres trat eine Steigerung ein. Die Verminderung fc:r Veichspostbestellungen konnte auf anderen Gerieten großenteils ausgeglichen werden als Folge der mehrjährigen Bemühungen, auch solche Fabrikate, von denen nur eine beschränkte Stückzahl Absatz findet, durch Veukon- slruktion und Zufammenlegung der Typen moderner Herstellungsweise anzupassen und übcröieä neue technische Gebiete zu erschließen. Der durch die Faorika ionsUmstellung auftretende Raummangel veranlaßte Veubauten. Der Auslandum- satz hat sich weiter entwickelt, doch war es nicht immer möglich, die 3nlandpreise auch im Auslande xu erzielen. Die Gesamtzahl der im (Sie- mens-Konzern Beschäftigten hat sich von 110 000 auf 130 000 erhöht. Gehälter und Löhne der in den deutschen Betrieben beschäftigten Ängestcllten and Arbeiter betrugen im ab gelaufenen 3ahve 240 Mill. Mark. Die gesetzlichen sozialen Leistungen vro Kops haben sich um 11,5 Prozent erhöht. Die dauernden Beteiligungen haben im abgelaufenen Jahre ein im ganzen verstärktes Ergebnis gebracht. Der Buchwert dieser 'Beteiligungen beträgt nunmehr über 117 Mill. Mark (i. V. 97 Mill. Mk.) infolge der Reugründung d.r Vereinigten Eisenbahn-Signal- tverke G- m. b. H und der Siemens-Planta-' werke A.-G. Die Siemens-R'.i liger-Deisa. Gesellschaft für medizinische Technik m. b. H., erzielte einen höheren Umsatz als im Vorjahre. Die Siemens-Bauunion war in steigendem Maße beschäftigt. Die Arb.i'.en, dir tsilweise zusam- mSn mit anderen Firmen durchgeführt wurden, schreiten programmgemäß fort; neu hinzugekom- men sind Bahnbauten in Columbien und Persien. Die Zwittusch L Co., G. m. b. H.. hat ihre Fabrika ionsanlagen erto.itert Die OSrcin G. m. h. H., Kommanditgesellfchast. war auch im abgelaufenen 3ahre erfolgreich. Die Tel-isunken- Gesellschaft für drahtlose Telegravhis m. b. H. hat die Liebersee-Telegraphie w it’.r entwickelt. Von größeren Aufträgen aus Rundfunksender ijt der Sender von 60 Kilowatt Telephonie-Lei- stung für Oslo erwähnenswert. Auch das Rund- funk-Geschäft der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahre wesentlich gehoben und der Bedarf ist zur Zeit w iter bedeutend. Bei der Siemens-Sch uckertwerke A.-G., D - r l i n, die 10 Proz. (L V. 9 Proz.) Frankfurter Getreidebörse Frankfurt a. M., 10. 3an. 3m Einklang mit ben festeren Auslandnotierungen verkehrte der Frankfurter Produltenrnarkt in weiter befestigter Haltung. Das Geschäft war im aJtge meinen klein, doch bestand für Brotgetreide wertere Vachfrage. Auch für Weizenmehl vermehrte sich das 3nterefse und es konnte erneut 0,25 Mark anziehen. Für niederrheinische Qualität wurde sogar 0,50 Mark erhöht. Auch für Rvggenmehl. das gestern noch vernachlässigt war, bestand vermehrte Deckungsneigung bei einer Besserung bi8 zu 0,50 Mark. Am Futtermittelmarkt nahm die Landwirtschaft in Mais für Futterzwecke und in Soyaschrot weitere Deckungen vor. Mais tourte bis 0,75 Mark erhöht. Es tourten notiert : Weizen 23,25; Roggen 22,75; Sommergerste für Drau- zwecke 24; ml. Hafer 23 bis 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,75 bis 23; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33; Roggenmehl 29,50 bis 30,75; Weizenkleie 13.65 bis 13,75; Roggenkleie 14.25 bis 14,50 Mk. Teirdenz: fest. Aranksnrter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a.M., 10. Jan. Auftrieb: 176 Rinder. 1153 Kälber, 315 Schafe, 370 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 71 bis 76; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 70; geringe Kälber 59 bis 64. Schafe: Mastlämmer und jüngere Wasthämmel, Weide- mast. 50 bis 64: mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 45 bis 49, Schweine: vollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 74 bis 78; voll- fleischige Schweine von ca. 200 bis 240 Pfrmd Lebendgewicht 76 bis 79; Vollfleisch'ge Schweine von ca. 160 Vis 200 Psuird Lebendgewicht 78 bis 79; fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 70 bis 75. Marktverlauf: Schweine ruhig, Uebcrstanb. Kälber und Schafe rege, geräumt. N»t „der jus.. Asrirl' ?? vordem “9 >nög« njjj unter Nt. ^kichllgkv ^kreirtkh,, to »inoril® to «S t?n6i" ÄJft km"'-^C W desvndetz nLVemüse-Dsahgrnvssrii. 1928 1045 De. i chnb drr Spareinlagen, der Landtvirtslhasl ^beachten, das, In den ort- alm auch die Arbeiter, mtrn, sMe die Drwerbe« ’n Gemeinden Einlagen de- r vrrtrat eine inchr indivi« g mid die Schaffung von örtlichen Genossenschaften, ch dreschärsten Kcnkurrenj- handel imb den Tenossen- Milchen unb lolicktivisti- mg haben sich die Umsah- Der Tedner gab dann zur gleits'eldes der Genas Anregungen. Er warnte vor liaatücher Mitlel, wenn da« asten eine Etnengung ihres f Mtfnmben fei. Seffent' to diesem Jahr die Schaf- ischast Denn in den ort- politische, religiöse rJ erst ganz auSgcschlA ißenschastiM am nächst« rßchafivchw Geldgeschäft Lager von der Zentral, acn Msühwngen war das * Jahresende ein- Maiy U fMM. Sie Selamb S 24 2HiIL Ml 9b tolich 200 000 M erreichen, eine Dividende von S Prv' l!ge ron 40-50 000 U Lei w.to.Äi 11? daraus ift über 1 /t* en «llche Vareageschäst. nicht We- b-fon- Sch ub ! Aniang K'ir^ ! Kur» 9. 1. \ 10. 1. Schlutz-! 1-Uhr- Sch.utz iLni.mg Hur. | ftur» S"r« | ftu». -Bbömr Scrgbau Mbeinifär BrmmkoVe« .Rbetnftubl k. % gav 44 86.5 104 211 148.2. Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse ®k »intet ter, Tatieten enfltfübtten ZiN-rn geben die Sdde °-r belchl°!1°n-n Sinibenbe an. - Vanknolen. Berlm, 9. ^anua? ilmmtanildu 9iett» . . «tlaifdx Norrn . . . • Länllchr 91 ottn . . . • LugMche "Roten«•••• 9. 1. I 10. I. 87.3 I ~ 53,45 i 15,15] 90 Teil befriedigt werden. " Sunlicht - Gesellschaft A. - G., M a n n h e i m - R h e i n a u. Das Gefchäftsiahr 1927/28 dec Sunlicht-Gefellschaft 21.»®.. Mannheim-Rheinau, das mit 3uni 1928 endete, hat I noch" behauptet werten, was jedoch nur un.er I einen Gewinn von cd 600 000 Mk. ausgewiefen, Opfern mcg ich ist. 3m Zentralan ag n e.chäft wahrend die Bilanz des vorausgegangenen Ge- mit ten E^eltr z t ts.er orgungtent m" hmr ngen schüftsjahres (1926/27) nut einem ©etomn von überstieg ter Beste'lungse nganz dni de". Dor- rd. 1 ^l^wn Mk. abgeschlossen hatte. Die Ge jahres. Besonders dle Aufträge auf Großlrrri.- Winne aus diesen beiden Geschast^ahren r^ ormatoren sind in diesem 3ahre info'g: das nicht als Dividende verteilt fondern vorgetra- mmer weiter sor schre t.n en Zusam ncns lu sei) gen worden, um zur Erhöhung Öcj Betriebs- auf dem Gebiete ter En/rg ecnzeug nz e h blich kapitals verwendet zu werden. Das Unternehmen in die Höhe gegangen. Das Lampsturbinengeschäst behütet sich m guter Entwick.ung. war nicht voll befriedigend. Die mit ter Ber- • Sanierung der Riebewerk A.-G., suchsanlagc im Kabelwerk mit dem Drwonkessel Berlin. Die G.-B. der Rietewerk A.-G., qemachlen Erfahrungen se/ten die Gese'.'.schaft in in der das gesamte Mttenkapital vertreten war die Lags, nunmehr Aufträge auf derartige Höchst- (je 700 000 Mk. durch die S. K. F. Vocma A.-G. druckkesselanlagen auszuführen. Das Geschäft in unb durch die Kugellagerwerke Zichtel & I rotierenden Umformern hat infolge des Immer ic die Gesellschaft fortwährend mit wichtigen Aufgabe, die Förterkosten herabzu- Fusionen in Verbindung bringen, nicht versturn- sehen unb die Schachtleistung zu erhöhen, erfolg- | men wollen, erklären wir nunmehr in strikleftec reich wettergearbeitet. Die deutsche Eisen- und Form, daß unser Programm durch die Angliete- Stahlindustrie war bei der Beschaffung von Veu- rung j)Cr Dixiwerke in Eisenach durchgeführt anlagen stark zurückhaltend. Von der chemischen un^ ^ab wir feine anderen Pläne mehr bet- 3ndustrie des 3iv und Auslandes kamen nam- folgen, als den konsequenten, gesunden Ausbau hafte 2lu" träge, darunter solche auf Gleichstrom- unserer Werke, ter sich auch wunschgemäß voll- Maschinen und Transformatoren grüßten Aus- z^ht. maßes herein. Auf dem Gebiete ter elektrischen Stnnffurta.™., 10.Jan Te..bcn,: freunb- I für hie OHibißabn ein Austraq auf 100 elektrische I ring blieb. Die Spekulation zeigte eine gewiffe Zu 45011 ^'eicyprom erteur. , boten. Die feste Neuyorker Börse, hervorgerufen Scbattwechsel statt Vreußenanleche? durch den verhältnismäßig teidjten Geldmarkt, 1 .. ^ . .. v. . .... ,c . wurde mit Befriedigung ausgenommen. Auch die Die starke Krttik, die m der öffentlichen Erortc- g ü n , g e Lage des hiesigen rung und vor allem auch m Dlskussion der 0j6\bmJrftc9 und die stark gestiegenen Spar- Fachleute _ übereinstimmend d'e Abs cht dcr preußi- einla lm Reiche fanden eine günstige Beurtei- fchen Regierung erhalten hat, eine Anleihe in Höh« lung9 Die weiter gestiegene Arbeitslosigkeit, wenn von etwa 100 Millionen aufzulegen, scheint ihre nur in geringem Maße, mahnte anderseits zur Wirkung zu haben. Es verlautet in gut Informier- Porstcht. Das Geschäft beschränkte sich durchweg ten Kreisen, daß man oorlaufig zu einer Hilfs- mir nu| fnvorisierte Werte, die zumeist bis 3 v.H. tonftruEtion greifen wolle und den Anleihe, g^hen konnten. Im Vordergründe des Interesses plan einfttocllen vertag^ Dabet ist der Ge 0Dr aa . Nngattsche R«eo Datum M Dl »eich-anieche o 1927 ®t e»l..Äblöf.-®d)ul6 mü fiu» Wi.-Aecknei' Deral ohne AuOiol.-Rechte . . t^zranti Hov-'At Solbps- un tünotxn bte 1932 - »tdeinllche Hvp.-Boal Stau fl.tt.iB abg ®othtefl6*eb!lßatton. tüitiablbar >939 i% Hchwei- töunoeSb.'flsl-- 4% CefienelchiidK Golvne.. - 1.20% Crften SUdeme. 4% celterreicd etnbettL S®- ■ <% Unganjche Golvrte. 4% Unganidw Staat«, v 1910 4^% de»tzl von 1918 - • 4% Unyarii»e «ronenNr.. • - <% lud dollanlnbf v , 4% lürHldJ» «agvavbabn-Aul- Lene I 4% oesfll Serie II - - - 4% Rumänen tonoefl- «te. ■ • Rumänen eolDaaL 1918 168.33 169,01 .'1,93.5 22.015 H1.78 112,22 59.00 59.24 2.525 2.545 112,15 112,59 80,85 81,17 68.33 8,61 12,40 12,46 73.10 : i W 185.7.1 , 186.25 18 .<- I lb-9 b 430 L 230 231,75 178 1 178.5 246,0 — 147 ' 248 146. 146,25 146.7. 147,25 263 — 263.5 | «64 — 153.. — 174.5 173.5 174 — x32 23.3,75 25.5 5 257 2.55 75 255,75 •2i 421 120,75 421 75 160.<5 — 180 -* 180 to — — — 85,7u 86,5 159,5 I..8-5 Ia9 — >26.5 — 126.75 126,5 I26.J 127,25 137. to - 137,75 — 123.25 Ito,5 230 — 229.25 — 103.o 105,75 1'14. to, 105,25 12;.7a 123.75 129.25 130,25 I29.o 130,25 116 115 7a 116 113 *- - — 113.75 114,4 »S.2o 93,75 93 94 286.5 .89 5 286.5 .'88,25 138.5 118,5 .37.1a 138 96, to »6 96,5 70. to 70,75 70,25 70,9 200 —- lOO.i 292,5 293 _ «92.5 '"4,75 ">34.o »36 a38.o | 536,5 :65 65,5 "4,4 «65,5 — 123 — 187 — 94. to — 95 »6 104,5 104,5 105 Änulichc 'Jioii.runa Ämiliche Notierung Geld Brie' Geld Brie, KT, 68 1.7'9 169,02 1.7(3 li>8,63 1.767 168,97 1.773 >8,40 58,52 J8.18 38,50 112,00 113,22 111.99 112.31 -li.UO 112.31 112,08 112.30 112.41 HZ.73 112.35 112,37 10,569 l0.u89 10,565 10,585 22 00 «2.04 21.98 «2,02 to>...8 20.42 w\>. 2d, 41 ■,4030 4.4110 4,2010 4,2690 1 >.43 16,47 16.425 lb.405 ".905 41.065 80.825 0.985 •8.58 o8.72 68,59 -8-73 1.922 1. «26 .316 1.920 • 4985 - 5005 0,500 0.508 >o,10 69.22 59.08 59,20 12.144 <2,464 12,44 12,40 7,583 7,-197 7,-78 7,a9Z •3,265 73,405 73,24-5 78,->8» ,029 »,UJ> 3,1'29 jto 18.68 18,72 18,63 18.67 al. 46 '.62 81,45 51 it 2,053 -.057 2,043 2,047 ».425 5.4to> 5,423 Ö- 4->i 4.193 I 4.201 4,19t 1,19» 4.20.. 1 4.301 4.286 4,296 20.898 1 20.938 2O.S91 2O.'8t -r T7T§5 rzös »8.43 56.47 '11.93 U2.37 10-45 20,425 Inventur-Ausverkauf vom 14. 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Livio Pavanelli Oberst von Löbach...................Fritz Alberti Erwin Oven............................... Igo Sym Kriminal- und Detektivfllm in 6 Akten. I. d. Hauptrollen: Kari de Vogt. Ernst Reicher, Hertha von Walter, Fred Solin, P. Samson-Körner, Lien Dyers. 2VK. der BerlinerRevue „Drunter und Drüber" Nachmittags 4 Uhr: Revue bei ermäßigten Preisen. Ab morgen bis einschJ. Sonntag: MI / Hotel Schütz \ -4^ Sonntag, 13. Januar 1929 von 4^2 Uhr bis 7 Uhr: Krepp el-F ünfuhrtee Gesellschaftsanzug erwünscht Eintritt nur gegen Karten, die beim Portier erhältlich sind 276P WkMW Konstanza Ingenieurschule LMascbinenbau S ■ und Elektrotechnik, Flunzen-j- £ H bau und Automobilbau. 24sv GidBikUnlgMlIscW Am Montag, dem 14., und Dienstag, dem 15. Januar, 17-18 Uhr, spricht Herr Professor Dr. F. Enriques aus Rom Bekanntmachung. Die Stürfftdnlicferung zum Ausbau der Uhlandstratze soll öffentlich auf Grund der RBL), vergeben werden. 284C Angebote sind bis zum Montag, dem 14. Januar 1929 vormittags 10 Uhr beim Städtischen Tiefbauamt, Asterweg Nr. 25, einzureichen. Daselbst sind An. gebotsvordrucke erhältlich. Zuschlags- und Bindesrist drei Wochen. Gießen, den 8. Januar 1929. _________Städtisches Tiefbauamt._________ Bekanntmachung. Zum L April 1929 sollen die folgenden Bahnwirtschaften neu verpachtet werden: Bahnwirtschast Butzbach mit Wohnung und etwa 24 000 RM. Jahresumsatz. Bahnwirtschast Grünberg mit Wohnung und etwa 8000 RM. Jahresumsatz. Bahnwirtschaft Lauterbach-Rord mit Wohnung und etwa 7000 RM. Jahresumsatz. Bahnwirtschast Frickhofen ohne Wohnung und etwa 8000 RM. Jahresumsatz. Bahnwirtschast Steinefrenz ohne Wohnung und etwa 6000 RM. Jahresumsatz. Der Pachtzins ist für Butzbach nach Hundertteilen der Roheinnahme (Umsatz) unter gleichzeitiger Angabe einer Jahresmindestpacht, für die übrigen vier Bahn- wirtschaften mit einer festen Jahrespachtsumme zu bieten. Angebotsoordrucke mit den Bedingungen können gegen portofreie Einsendung von 2 RM. in dar vom Prä. fibialbureau der Reichsbahndirektion bezogen werden: sie liegen auch dort auf Zimmer 237 zur Einsicht aus. Bei nicht auf diesen Vordruck abgegebenen Angeboten müssen die Bedingungen dieser Ausschreibung und die allgemeinen Bedingun. gen für die Verpachtung der Bahnwirt- schäften ausdrücklich als bindend anerkannt fein. 214V Die Pachtgebote sind zum 28. Januar 1929, vormittags 11 Uhr. portofrei und verschlossen mit der Aufschrift „Pachtange- bot Bahnwirtschaft (Warne der Bahnwiri- schaft, auf die geboten wird)" an uns einzusenden. Zu der angegebenen Zeit worden die Angebote im Zimmer 519 unseres Vor- waltungsgebäudes, hier, Platz der Republik 35, m Gegenwart der erschienenen Bewerber geöffnet Die freie Auswahl unter den Bietern sowie die Zurückweisung sämtlicher Angebote bleibt Vorbehalten. Persönliche Vorstellung nur auf Bestellung. Die Bewerbung gilt als abgelehnt, wenn bis zum 15. Februar 1929 kein Bescheid erteilt ist. Unberücksichtigte Bewerber er- halten Zeugnisse usw nur gegen Frei. Umschlag mit ihrer Anschrift zurück. Deutsche Reichsbahngesellschaft Reichsbahndirektion Frankfurt o. M, ülier diB Gescbiciitß dss wissenschaft- licta Oeokens bei den Griechen imGroü. Hörsaal der U lv.. Aula, 2. Stock. 20000 Höcbitgewinu Mark lioooo | Lose zu 1 Mk. 3po%°- A. Dinkelmann, Worms Postscheckkonto 15194 Frankfurt a. M. vSKaS Hier bei: Zfgarrenhaas g, Beater trüber Buchacker, Staad. Lotterie-B un klimm. Außerdem bei Jose! Chambrä. L. Eitert, Konr. Emmerich, Herrn. Kuhl, S. Loeb, Friseur Lotz, Wiih. Semmler, Wllb. Weber. (23üV Blinden Warum quälen Sie sich mit Ihren Nerven? Weshalb gt brauchen Sie nicht mit Vertrauen das flute, bewänrte Doppelherz, das schon Tausenden geholfen hat? 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