Freitag, 9. August 1929 179. Jahrgang Nr. 185 Erstes Blatt Sturm im Finanzausschuß niemand an eine 8. anguft betrachtet. seien nicht nur Locarnovertrag 2 0 7 2 !1 M 7 3 )5 )5 58 55 16 J3 II H 15 19 7 5 9 3 6 'rage betrifft, so wiederholte Deutschland abgcrüstet sei und Revanche denke. Die Mestgrenzen Deutschlands freiwillig von Deutschland im 61-06 12,405 72,98 Deutschland vertreten sein solle. Man könne allerdings über die Ausgaben und Tätigkeit eines solchen Ausschusses verschiedener Auffassung sein, aber der Gedanke eines derartigen Ausschusses etwa eine Stunde. Die Teilnahme Amerikas. Kein Interesse an den Politischen Fragen. Haag, 8. Aug. (Tel.-Un.) Die Teilnahme der amerikanischen Regierung an den Arbeiten der beiden Ausschüsse der Konferenz steht noch nicht fest. Doch wird damit gerechnet, dah der amerikanische Beobachter Wilson an den Arbeiten des Finanzausschusses teilnehmen wird, da die Regierung der Vereinigten Staaten anteilmäßig an der Verteilung der deutschen Tri- 1,758 58,29 111. 11 'Z 112Z 10,536 20,31} 4J94 1M' 86,6/ 61,30 ,970 0^75 butleistungen beteiligt ist. Dagegen wird eine Teilnahme der Amerikaner an den Arbeiten des politischen Ausschusses nicht angenommen. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat bekanntlich bsher auf dem Standpunkt gestanden, daß die politischen Fragen dieser Konferenz (Rheinlandräurnung, Vergleichskommission, Saarfragc) rein europäische Angelegenheiten seien, an denen Amerika nicht interessiert sei. Don amerikanischer Seite ist bisher das hier im Umlauf befindliche Gerücht nicht bestätigt worden, wonach die Regierung der Vereinigten Staaten in gleicher Weise wie die englische Regierung eine Berücksichtigung ihrer Tributforderungen bei der Festsetzung des ungeschützten Teiles der Tributzahlungen verlange. Die amerikanische Regierung soll, wie verlautet, im voraus die Forderung einbringen, daß der Teil ihrer gesamten Forderungen von etwa 66 Millionen Mark, der sich auf die Wiedergutmachung von Schäden bezieht (general-claims), in den ungeschützten Teil der Zahlungen einbezogen wird, während die Besahungskosten wie bisher im Rahmen des geschützten Teiles geregelt werden. rlusrahlE.—. Handlungen im Haag wiesen am Donnerstag zwei Krisenpunkte aus. Reben den hart aufein- ondergeprallten Gegensätzen ^zwischen den Gläu- bigermächtcn im Finanzausschuß steht der große Redezwei kainps zwischen Stresemann und Driand in der ersten Geheimsitzung des Politischen Aus schuf - les im Vordergrund des Interesses. Beide Minister haben ihre gegenseitigen Auffassungen hauptsächlich zu der Frage der Rheinland- r ä u m u n g in aller Breite und Deutlichkeit targelegt, und das Ergebnis ist, daß heute noch Auffassung gegen Auffassung steht. Siresemann hat etwa folgendes ausgeführt: Die Desehthal- fung deutschen Gebietes zehn Jahre nach dem Kriege entbehre jeder moralischen, rechtlichen und politischen Grundlage und stehe im Wider- I p'r u ch zu dem gerade von der französischen Regierung vertretenen Gedanken einer europäischen Solidarität. Auch mit dem Locarnopakt und der Satzung des Völkerbundes lei die Rheinlandbesetzung unvereinbar. Dr. Stresemann wies ferner darauf hin, daß der Versailler Vertrag eindeutig der deutschen Regierung c in Recht a uf Räumung des Rheinlandes gebe, nachdem Deutschland seine gesamten Verpflichtungen uneingeschränkt erfüllt habe. Bittere Klage führte er darüber, dah in den vier Jahren seit dem Abschluß des Locarnopaktes die damals gegebenen Versprechungen nicht erfüllt worden seien. Die deutsche öffentliche Meinung sei mit Recht aufs tiefste enttäuscht. Alle Versprechungen seien bisher leere Worte geblieben. Er müsse ganj offen die Frage stellen, ob man nun endlich ernsthaft daran gehen wollte, die Folgen des Weltkrieges zu liquidieren, dos Rheinland zu räumen, die Reparalionsfrage zu klären und die Grundlagen eines wirklichen Friedens und einer wirklichen Verständigung zwischen den Völkern zu schassen. Bisher seien nur unzulänglicheSchritte getan worden. Das Anrecht Deutschlands auf Räumung des Rheinlandes nach Artikel 431 des Versailler Vertrages sei von den alliierten Regierungen bereits vor zwei Jahren anerkannt worden, da Deutschland völlig abgerüstet sei und die militärische Kontrolle auf- men zu treffen, um 50 000 Mann abzutransportieren. V^an gewinne also nur Zeit, wenn man sofort die Techniker an die Arbeit führe. Unter diesen Umständen hätte Stresemann gegen diesen Plan nichts mehr einzuwenden gehabt. private Besprechungen. Stresemann bei Briand. — Hilferding bei Snowden. Haag, 8. Aug. (TU. Funkspruch.) Im Laufe des heutigen sitzungsfreien Vormittags haben fortlaufend Verhandlungen zwischen den einzelnen Abordnungen Verschärfung der Gegensätze. England und Frankreich verharren auf ihrem Standpuukt. Haag, 8. Aug. (TU. Funkfprilch.) Die erste Geheimsihung des Finanzausschusses am Donnerstagnachmittag hat einen sehr stürmischen Verlauf genommen. Die Vertreter Englands und Frankreichs haben ihren Standpunkt uneingeschränkt und teils sogar unter wesentlicher Verschärfung aufrechterhalten. Die übrigen Vertreter haben die gleichen Erklärungen abgegeben, wie in der Vollkonferenz, doch sind sie hierbei mehr in die Einzelheiten der angeblichen großen „Kriegsopfer" eingegangen, die ihre Länder zu tragen gehabt hatten. Der englische Schahkanzler hat noch einmal, und wesentlich eingehender, als in der Vollkonferenz, ziffernmäßige Angaben über die finanziellen Opfer Englands während des Weltkrieges gemacht und hat sogar die Bildung eines Unterausschusses vorgeschlagen, der Vorschläge für eine Regelung der Beträge und der Zahlungsmethoden der alliierten Anteile aus den deutschen Tributen ausarbeiten sollte. Diesem Ausschuß sollen ausschließlich die Gläubigerstaaten angehören, dagegen nicht Deutschland. Der Vorschlag Snowdens stieß jedoch auf den Widerstand Belgiens, Frankreichs und Italiens und wurde daher abgelehnt. Der französische Finanzminister Chäron gab eine scharf gehaltene Erklärung ab. Frankreich halte ebenso entschieden an seinem Standpunkt fest, wie die englische Regierung. Cs bringe moralische Opfer, die schwerer seien als die finanziellen, wegen einer einfachen finanziellen Frage zerstöre Snowden den ganzen Voungplan. Alles in allem läßt sich sagen, daß in der ersten Sitzung die Gegensätze insbesondere zwischen England und Frankreich, die bereits zu Beginn der Konferenz zutage getreten waren, ganz besonders verschärft worden sind. Der Kampf der Gläubigerstaaten um die deutschen Tributzahlungen ist in voller Schärfe entbrannt und bietet ein wenig erfreuliches Schauspiel für die internationale Oefsentlichkeit. Von einem Rachgeben ist bisher von feiner Seite etwas zu verspüren. Der amtliche Bericht. England lehnt erneut den Uoung-Plan ab. Haag, 8. Aug. (IDB.) Heber die Sitzung der Finanzkommission wurde folgendes amtliche EommuniquL ausgegeben: Die Finanzkommission trat heule nachmittag um 4 Uhr unter dem Vorsitz des Barons h o u t a r d zusammen. Rach Regelung einiger Verfahrensfragen trat die Kommission in eine Generaldiskussion des Zoungplanes ein. Snowden betonte von neuem die Unmöglichkeit für die britische Regierung, den Expertenbericht anzunehmen, bevor er mit Bezug auf die Verteilung der Annuitäten modifiziert sein würde. Er legte Rachdruck auf die Bedeutung, die der Frage der S a ch l i e s e r u n g e n für Großbritannien als Ausfuhrland beikomme. Er fchlug vor, die Schaffung eines Unterkomitees von Sachverständigen in Betracht zu ziehen, das u. a. die Rachprüfung der Verteilungsgrundlagen vorzunehmen hätte, um sie mit den bestehenden Abkommen in Einklang zu bringen. Henri Ehsron stellte fest, daß es für die französische Delegation unmöglich sei, Snowdens gehoben wurde. Deutschland habe aber mehr noch als dies getan. Obwohl .sich die deutsche Wirtschaft in einer schweren Rotlage befinde, habe die deutsche Regierung den Voungplan als Grundlage c;ner endgültigen Regelung der Reparations- sroge angenommen. Was die Sicherheits- Stresemann, dah Vorschlag anzunehmen. Die Experten seien im Einklang mit dem Genfer Protokoll eingesetzt worden. Sie hätten ihre Mission ersüllt. Füns Regierungen von sechs hätten ihren Vorschlag gebilligt. Mit dem Vorschlag einer neuen Aufteilung der Zahreszah- hingen sehe Snowden den plan der Sachverständigen geradezu einem Mißerfolg aus. Dieser Vorschlag sei nicht annehmbar. Alle Anregungen könnten geprüft werden, die den Mechanismus des planes nicht berühren, aber man könne nicht daran denken, entweder den Anteil, der Frankreich zu- komrnt, in Frage zu ziehen, ober die Form, unter der er Frankreich zugestanden wurde. Das fei eine sehr klare Stellungnahme, von der sich die Delegation nicht entfernen könne. Pirelli unterstrich die Vorteile, die gesichert worden seien, und die Opfer, die jedes der Länder einschließlich Italiens habe bringen müssen. Er erwähnte die Vorteile, die Großbritannien nach den Bestimmungen des planes genießen würde, und richtete an die Konferenz einen Appell zugun- ften feiner einstimmigen Annahme. Er wies auf die Vorteile hin, die aus einer Erhöhung der allgemeinen Sicherheit und Stabilität erwachsen würden: Entwicklung des internationalen Handels und entsprechende Verminderung der Arbeitslosigkeit. 3 a f p a r schloß sich dem Appell an, den Pirelli ausgesprochen hatte. Es würde vergeblich und unmöglich sein, das werk der Experten noch einmal zu vollbringen. Die belgische Delegation sei bereit, gewisse Einzelheiten zu erörtern, aber der Poung- plan stelle ein vollständiges Werk dar, das unmöglich von neuem durchgeprüft werden könne, ohne daß seine Grundlagen erschüttert würden. 3afpar will nicht auf die Opfer und das Elend Belgiens zurückkommen, die genügend bekannt und eben so schwer wie unvergänglich seien. Der Weg, auf dem Snowden uns führen möchte, würde in einer Sackgasse enden. 3afpar schlägt vor. den Delegierten Zeit zum Rachdenken zu lassen und die Generaldiskussion zu vertagen. Die Kommission vertagte sich dann auf Samstag. Heftige Angriffe gegen Snowden. „Niemals ein heftigerer Streit zwischen Paris und London." Paris, 9. Aug. (WTB. Funkspruch.) Die gesamte Presse spricht von einer Krisis der Haager Konferenz und ergeht sich in schärfsten Angriffen gegen Schahkanzler Sn ow- den. So schreibt „Matin", Snowden widersetzte sich wegen einer geringfügigen Geldsumme der Befriedung Europas. Er habe gestern wie der schärfste Rationalist gesprochen. Wenn die Haager Konferenz einen Mißerfolg erleide, dann werde man diese unerwartete Tat der zweiten Internationale zuschreiben. — 2m „Journal" wird aus dem Haag berichtet: Der dritte Konferenztag endete mit einem Theaterkoup und mit was für einem! Cs handelte sich nicht etwa nur um eine auffordernde Mahnung Snowdens, sondern um eine Provozierung und um eine Erpressung. Ueberdies habe sich der Schahkanzler auch noch seinen Rückzug selbst abgeschnitten, indem er nachdrücklich auf der Veröffentlichung dieser Maßnahme bestand. — „Echo de Paris" erklärt, man könne sagen, dah niemals ein lebhafterer Streit zwi- schenLondonundParis entbrannt sei und dah die Konferenz im Haag sich in Gefahr befinde. — Das „Petit Journal" fragt, ob es Erste Aussprache über die Räumung im Haag. Scharfes Rebeduett Gtresemann-Briand. - Der deutsche Außenminister fordert als endliche Erfüllung des Locarnoversprechens sofortige und bedingungslose Rheinlandräumung.—Briand verlangt Sicherheit gegen die angeblich ungenügende „moralische" Abrüstung Deutschlands und gesteht nur etappenweise Räumung zu. richten. Stof tB. Blinkspruch.) Das 16, reif gemeldet, um überflog Neuyorl lief, duh Dr. Lckenn iblanb, die Subtujfe iriebrilhrhastn s°hre° jagiere beträgt 22. 8» ch wieder ein blinder Die Suntflafion Porten Zunkspruch, in de« 30 Uhr Mitteleuropa'' der Sl-Seorgs- Schisser ist aller wohl- ei keineswegs abzulehnen. Frankreich besitze gegenwärtig zwar eine relative, aber keineswegs eine absolute Bürgschaft für feine Sicherheit. (!) Aus diesem Grunde könne das Rheinland nur etappenweise entsprechend der Annahme und Durchführung des Poung- Planes und der Einsetzung des Vergleichsausschusses geräumt werden. (!) Damit hat Briand eine Auffassung vertreten, die die schlimmsten Befürchtungen rechtfertigt und geeignet ist, das bisherige Ansehen Briands als eines Schrittmachers für den Frieden, der er doch sein will, auf das tärkste zu erschüttern. Diese Tatsache kann auch nicht darin eine Entschuldigung finden, dah Briand gegenwärtig mit einer parlamentarischen Rechtsmehrheit zu arbeiten gezwungen ist. Der Fortsetzung der Aussprache im Politischen Aus- schuh am morgigen Freitag sieht man mit der größten Spannung entgegen. Das amtliche Kommunique. jEin technischer Unterausschuß für die Nheinlandräumung. Haag, 8. Aug. (WB. Amtlich.) Die politische Kommission tagte um 4 Uhr nachmittags unter dem Vorsitz Hendersons in Anwesenheit folgender Mitglieder: Deutschland: Dr. Stresemann und Dr. Wirth: Belgien: Hymans und van Langenhove: Frankreich: Briand und Derthelot: Großbritannien.' Sir Erie Philipps und Roel Baker: Italien: Dino Grandi und Marquis Durazzo: Japan: Adatei und Hirota. Henderson eröffnete die Sitzung, indem er darauf hinwies, daß die Kommission ihre Arbeiten auf die Genfer R e s o l u t i on vom 16. September 1928 stützen sollte und unterstrich die besondere Bedeutung, die ihr Ergebnis für die Zukunft haben würde. Driand und Stresemann setzten wechselseitig ihre Ansicht über das allgemeine Räumungsproblem und die Zusammenhänge auseinander, die zwischen den Arbeiten der politischen und Finanzkommission bestehen. Sie versicherten beiderseits ihren Willen, zu einer praktischen Lösung zu gelangen, wobei nach Rotwendigkeit Sachverständige zugezogen werden sollen. Für technische, mit der Rheinlandräumung zusammenhängende Fragen ist die Schaffung eines Unteraus- s ch u s s e s in Aussicht genommen. Die Aussprache wird morgen nachmittag 4 ilfjr im politischen Ausschuß weitergeführt. In Berliner politischen Kreisen beurteilt man diese Einsetzung eines technischen Unterkomitees dahin, daß es natürlich zunächst notwendig ist, alle die sachlichen Fragen zu besprechen, die mit der Räumung zusammenhängen, wie die Zeit, in der die Räumung rein technisch durchzuführen wäre, die Liebergabe von Gebäuden, die jetzt zur Verfügung der Besahungsarmee stehen usw. Erst wenn dieses Komitee seine Arbeiten abgeschlossen und dem Ausschuß einen Bericht vorgelegt hat, wird der Ausschuß eine feste Grundlage haben, auf der auch die politische Seite des Problems geregelt werden kann. Der technische Unterausschuß. Nach Pariser Presseberichten. Paris, 9. August. (WTB. Funkspruch.) Der im Haag weilende Korrespondent des „Matin" berichtet, es sei in Zukunft die Ernennung eines Sachverständigenausschusses ins Auge 6 « 10*> "S D Mn nm ;”” * «ÄSro* Ncit Act' ubet*tieben ibtn Elfisch Z Um aft9' Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 2Ou/o mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Lrnst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. N. Lunchen) fjnö Wmet? Dj? »s- t ** Elchen ZivM« rseedeutschtiim" be- gut orientierenden ‘die Dell. I dem tzpiel sE auf das Lebersee- ^nDMssion der ,°uf der Tages- Mht sich mit Sjj Stanges (Bei, küburgertum". Ola. haben unser Dol! spalten. Der Ter- 4ers Predigt über haben ihm für Nr aus der Zeit Knechtschaft dank- lnke ist heute das gierender Herrscher, Schicksal Arabiens von hedschas und Kvnig von Jemen, >e Asienpolitik, die tz zu Sowietrutzland r Wichtigkeit. Ein Wesen und Macht- lichräsentanten Pan- ulihest der „E u r o - Derlag Dr. Walther oald) Ameen Ai- Kenner Arabiens chältnisse, der selbst : Entwicklung ein- )eres Hauptproblem Doröerasien bildet n tyaläftina, das Mischen Krise ver- Bebeutung für ba8 einem Aussatz über lnivn" erörtert Kurt Für und Wider des ndenz der britischen sch ist, durch engere jebiete mit dem Em- s im Sinne der engen. anerkannt, sondern auch von England und Station verbürgt worden. 3eht sei die Stunde gekommen, wo di. Versprechungen von Locarno in die Tat umgeseht werden müßten. Die Besehthaltung des Rheinlandes sei keines- l»cg8 eine Bürgschaft für die Leistungen der deutschen Tributzahlunaen. Deutschland habe jedoch, um seinen Willen zu beweisen, sich im September vorigen Jahres bereit erklärt, gleichzeitig mit der Reparationsfrage auch über die Frage der Räumung zu verhandeln. Briand erwiderte etwa folgendes: Er zweifle nicht an i^m guten Willen der gegenwärtig Deutschland führenden Männer, doch gebe es keine Bürgschaft dafür, daß diese Männer noch lange am Ruder blieben. Riemand könne Leugnen, daß in Deutschland breite Schichten und einflußreiche Parteien bestünden, die die Politik der Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. monatsBeiugsprets: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter- , scheinen einzelner Nummern ^infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 2251, 2252 und 2254. Anschrift für Drahtnachrichten- Anzeiger Sichen. Postscheckkonto: Stanlfurt am Main 11686. W--^Ur8 1,762 58,<1 11b« 111$ icA5 21,96 20,38» 16,45 80.83 61,42 1,974 0,4995 59,20 12,428 7,377 73,39 S 4,168 4,134 20.906 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Zteindruckerei K Lange in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. gegenwärtigen Regierung ablehnten und ihre bisherigen Entscheidungen nicht rnitrnachten. Er, Briand, gebe allerdings zu, daß Deutschland m a° t erteil abgerüstet habe, aber dafür sei eine sehr lange Zeit notwendig gewesen. (!) wenn Deutschland materiell abgerüslet sei, so sei es dies noch lange nicht in moralischer Hinsicht (!), und die moralische Abrüstung sei für die Verständigung der Völker mindestens ebenso notwendig wie die materielle. Allerdings unterließ es Briand, die sogenannte .moralische" Abrüstung auch für sein eigenes Land zu fordern. Frankreich habe außerordentlich durch den Krieg gelitten. Es habe den Weltkrieg nicht gewollt und man könne sich nicht darüber wundern, wenn das französische Tolk gewisse Sicherheiten für die Zukunft »erlange. Don den Sicherheiten, die dem abgerüsteten Deutschland in der Mitte eines Ringes von wasfenstarrenden Rachbarn zu geben wären, sprach Driand natürlich nicht. Aus diesem Grunde, so fuhr Briand fort, habe er in Senf die Einsetzung eines Feststel- Mf w 168,36 22,06 112,02 59,27 2,495 112,62 81,01 61. 12.465 73,28 gclv 167.68 21,98 111.58 59,03 2,475 112,18 80,69 Haag 8. Aug. (TU. Funkspruch.) Die Der-Ilungs- und B e r g l e i ch s a u s s ch u s s e s I stattgefunden. Der Reichsfinanzminister Hilfer- hanblunaen im Haag wiesen am Donnerstag > für die Rheinlande gefordert, in dem auch > ding hatte eine längere Unterredung zuerst nut dem - --- - ....... ~~ belgischen Minister ffrancqui, dem ersten belgischen Sachverständigen auf der Reparationskonferenz. Sodann sand anschließend eine längere Unterredung hilferdings mit Schatzkaniler Snowden tatt. Auch zwischen der englischen und der franzö- ischen Abordnung und dem amerikanischen Beobachter Wilson sanden heute vormittag fortgesetzt private Zusammenkünste statt. Reichsminister Dr. Stresemann suchte den französischen Ministerpräsidenten Briand um 10.30 Uhr im Hotel des Indes auf, wo etwa eine halbe Stunde später auch V e n i s e l o s eintraf. Die Besprechungen dauerten 59,08 ,2,408 7,363 3,19 3,034 18,78 81,3 2,0'3 5,42 4,180 4, 26 I 20.865 gefaßt, der zwei Aufgaben hätte, nämlich den für das Rheinland vorgesehenen Feftstellungs- und Ausgleichsausschuh zu studieren, und ferner für den gegebenen Fall die Modalitäten und dasTempoder Rheinlandräumung fest, zusetzen. Der Berichterstatter des „Journal" erklärt, daß Driand die sofortigeEinsehung eines militärischen U n t e r a u s s ch u s - ses gefordert habe, der die Bedingungen, unter denen die eventuelle Räumung erfolgen solle, prüfen solle. Stresemann habe diesen Vorschlag als einen Vers uch, die Dinge auf die lange Bank zu schieben, Briand habe sich energisch dagegen verwahrt und erklärt, es sei absolut unerläßlich. Maßnah- denkbar fei, bah der englische Sozialismus seine. Grundsätze internationaler Doktrin vergesse und die ganze Entspannung in Europa gefährde, um an die demokratischen Auffassungen und an den Chauvinismus des Portemonnaies zu appellieren. Man suche vergeblich eine vernünftige Erklärung für den Faustschlag Snowdens. — Die „Volonte" schreibt, in einem unglücklichen Augenblick, in dem gegen eine kontinentale Solidarität die Wortführer Großbritanniens einen scharfen Angriff gegen den lgoungplan führen, empfänden Franzosen und Deutsche das Bedürfnis, einander näherzurücken. Schon vor längerer Zeit erklärten wir, daß die französisch-deutsche Zusammenarbeit die Grundlage des kontinentalen Gebäudes sei. Driand und Stresemann haben sich dahin verständigt, den Erfolg der Haager Konferenz üby alles zu stellen. Die französischdeutsche ZusaEnenarbeit wird sich aber bemühen, nicht antibritisch zu sein. „Am Rande des Abgrundes." Pessimistische Stimmung in London. London, 9. August. (WTB. Funkspruch^) Aach der „Daily Mail" ist es allen klar, daß die Engländer nicht nachgeben werden. Wie „Morning Post" schreibt, hat Snowden die britische Fahne an die Mastspihe genagelt und die Konferenz an den Rand des Abgrundes gebracht. „Daily Chronicle" spricht, wie verschiedene andere Blätter, von einem Ultimatum und sagt, in den meisten Kreisen werde angenommen, ein Abbruch der Konferenz ser unver- m e i d l i ch. Rach dem „Times"-Bericht aus dem Haag, ist man dort insbesondere in der britischen Delegation der Ansicht, daß bon einer Krisis, einem Stillstand oder Ultimatum keine Rede sein könne. „Daily Expreß" berichtet, die Franzosen seien wütend. Ebenso die Italiener und die Belgier. Es scheine sehr zweifelhaft, ob die britische Delegation während des Wochenendes im Haag bleiben werde. Immerhin sei es möglich, daß em Ausweg gesunden werde. Rach dem Bericht des „Daily Herald" beeinträchtigt Snowdens Offenheit bie Konferenz; britische Kreise wiesen jedoch jeden Gedanken an einen Ab- 6nid) der Tagung zurück. „Daily Mail" weist darauf hin, daß auf deutscher Seite Besorgnis wegen Snowdens unnachgiebiger Erklärung und ihrer gereizten Aufnahme in französischen Kreisen herrschte. Rach „Daily Mail" hat Macdonald entgegen anders lautenden Meldungen nicht die Msicht, sich nächste Woche zur Teilnahme an den Sitzungen nach dem Haag zu begeben. Die Reform der Arbeitslosenversicherung. Keine Mehrheit im Kabinett für den Wisfcllschen Gesetzentwurf. Berlin, 8. Aug. (Priv.-Tel.) Wie wir soeben erfahren, ist nunmehr der Gesetzent Wurf zur Arbeitslosenversicherungsre- f o r m fertiggestellt worden. Aller Voraussicht nach wird er noch im Laufe des heutigen Tages dem Kabinett zugeleitet werden. Es steht bis zur Stunde aber noch nicht fest, ob sich das Kabinett bereits morgen mit diesem Gesetzentwurf befassen wird. Rach Lage der Dinge dürfte die Möglichkeit bestehen, daß der Reichsarbeitsminister überstimmt wird. Denn die sieben anwesenden Minister sind in der Mehrzahl gegen den Gesetzentwurf des Reichsarbeitsministers, der, wie wir erfahren, die Vs pr ozen ti ge Beitragserhöhung beibehält. Für den Gesetzentwurf würde neben Reichsarbeitsminister W i s s e l l nur noch der Reichsinnenminister S e v e r i n g stim« men, während die Haltung des Reichsverkehrs- Ministers Stegerwald noch sehr umstritten zu fein scheint. Auf jeden Fall dürften die Minister Groener, Dietrich, v. Guörard und Schätze! gegen den Entwurf stimmen. Das bedeutete, daß der Gesetzentwurf bereits im Kabinett zu Fall käme. Aus diesem Grunde scheint man die Absicht zu haben, vorher noch einmal mit dem Haag in Verbindung zu treten, da die dort weilenden 'Minister ja an der Abstimmung nicht beteiligt sind, sonst dürfte dem Reichsarbeitsminister nichts anderes übrig bleiben, als doch noch gewisse Abänderungen seines Gesetzentwurfes zu treffen, um vielleicht auf diese Weise eine, wenn auch sehr geringe, Mehrheit im Kabinett durchzüsetzen. Aus dlesem Grunde nimmt man in hiesigen politischen Kreisen an, daß die Kabinettsihung erst in der kommenden Woche stattfinden wird. Kommunale Finanzpolitik. Der Deutsche Städtetag als Finanz« beratungsstclle. Berlin, 9. Aug. (Priv.-Tel.) Auf Anregung des Präsidenten der Girozentrale beabsichtigt der Deutsche Städtetag nunmehr von sich aus gleichsam eine Zwifchenberatungs stelle in Anleihefragen zu schaffen, die auf der einen Seite eine bessere Regulierung des Anleihemarktes herbeiführen könnte, und andererseits aber ohne Frage zur Unterbindung von unsicheren Geldquellen geeignet wäre. Der Deutsche Städtetag, der seine Pläne in einem längeren Rundschreiben an die angeschlossenen Gemeinden dargelegt hat, ist überzeugt, auf diese Weise eine wesentliche Erleichterung der kommunalen Finanzpolitik herbeiführen zu können. Es läßt sich nicht leugnen, daß nur eine sorgsame Behandlung der sowohl im Inlande als aber auch im Auslande zur Verfügung stehenden Geldquellen zu einer gesunden kommunalen Finanzpolitik führen kann. Dazu gehört in allererster Linie die Einschränkung sogenannter kommunaler Zwerganleihen, und es wäre wirklich zu begrüßen, wenn es dem Deutschen Städtetag auf diese Weise neben meiner planmäßigen Kurspflege, die bisher noch sehr zu wünschen übrig lieh, gelingen würde, für die Zukunft eine Grenze durchzusetzen, die nicht unterschritten werden darf, und die zumindest in der Höhe von einigen Millionen liegen mühte. Rur auf diese Weise wird es möglich sein, die Wiederher st ellung der Lombard- fähigkeit der Kommunalanleihen zu erreichen. Diese Cebsthilfe der Kommunen wird es andererseits gewih auch leichter ermöglichen können, die geplanten finanzpolitischen Mah- ncchmen des Reiches in einer Weise durchzuführen, die neben der Sicherung des den Kommunen zustehenden Anteils an der Reichsüber- weisungsstcuer endlich zu einer auf der ganzen Linie sanierten städtischen Finanzpolitik führen kann. „Graf Zeppelin" auf dem Wege nach Friedrichshafen. Das Flugwetter für „Graf Zeppelin". Hamburgs. Aug. (WB.) Das Seeflugreferat der Deutschen Seewarte zu Hamburg gibt folgende Uebersichl über die Wetterlage auf dem Ozean in der Fahrtlinie des „Graf Zeppelin": Das Tiefdruckgebiet im Raume zwischen Neu- fundlandundGrönland entwickelt sich unter langsamer Ostwärtsverlagerung weiter. Da jedoch das ausgedehnte Hochdruckgebiet über dem Atlantik, das sich von der Biscaya bis zu den Bermudas erstreckt, nur eine geringe Aenderung aufweist, so verstärken sich zwischen 45 und 55 Grad Nordbreite die Luftdruckgegensätze, wodurch dort Winde in westlicher bis südwe st kicher Richtung mit einer Stundengeschwindigkeit von 30 bis 60 Kilometer auffrischen. Allerdings herrscht in der fördernden Westströmung vielfach schlechtes Flugwetter, indem aus tiefen Wolken Regen fällt, strichweise sogar Nebel auftreten. Südlich des 45. Grades nördlicher Breite ist das Wetter besser, die Windgeschwindigkeit geringer. lieber den britischen Inseln macht sich jetzt zunächst ein Tiefdruckgebiet bemerkbar, das südlich von Island in Bildung begriffen ist, so daß über Westeuropa veränderliches Wetter angetroffen werden wird. Letzte Gtandortmeldung. Reuyork. 9. Aug. (WTB. Funkspruch.) Ass. Preß meldet aus Washington, das Marinedepartement fing einen Funkspruch vom „Graf Zeppelin" von 11.30 Uhr nachts MEZ. auf, in dem die Position des Luftschiffes mit 41 Grad nördlicher Breite und 52 Grad westlicher Länge angegeben wird. Rach einer weiteren Meldung der Associated Preß hat das Marineamt in Washington einen Funkspruch des „Graf Zeppelin" erhalten, aus dem her- vorgeht, daß sich das Luftschiff um 5 Uhr früh MEZ. auf 41,20 Grad nördlicher Breite und 45,05 westlicher Länge in einer Entfernung von ungefähr 1500 Meilen von Reuyork befand. Die Geschwindigkeit beträgt etwa 125 Kilometer die Stunde. U m 8 llhr MEZ. befand sich das Luftschiff auf 42 Grad nördlicher Breite und 40 Grad westlicher Länge. An Bord ist alles in Ordnung. Die deutsche Delegation durch die holländische drille Der Amsterdamer „Telegraaf", der sich im Kriege durch seine fanatische Deutschfeindltchkeit auszeichnete, inzwischen jedoch zu einer wesentlich sachlicheren Haltung zurückgekehrt ist, entwirft in einem längeren anschaulichen Artikel ein Bild von den deutschen Persönlichkeiten, die an der Haager Konferenz teilnehmen. Stresemann und Schacht seien die markantesten Figuren. „Beide sind groß gebaut und für das neue Deutschland typisch. Ebensowenig wie Dr. Stresemann es unter der alten Regierung zum Reichsauhenminister gebracht hätte, wäre Dr. Schacht unter der Regierung des Kaisers zum Reichsbankpräsidenten ernannt worden. Die Kraft des einen liegt in seiner starken parlamentarischen Stellung, die des anderen in seinen sehr engen Beziehungen zu den deutschen Großbanken, wo er seine ganze Ausbildung durchmochte. Unter der kaiserlichen Regierung wären ihm diese beiden Faktoren eher im Weg gewesen. 3m übrigen zeigen Stresemann und Schacht, deren Zusammenarbeit nicht immer vorbildlich gewesen ist, die größten Gegensätze. Or. Stresemann ist durch und durch Parlamentarier. Er ist weich und dehnbar, ohne sich jedoch von seinen großen Zielen, die er verfolgt, abbringen zu lassen. Kleingeisterei und Pedanterie sind ihm ein Abscheu. 3n der inländischen Politik ist es ihm gelungen, Handel und Industrie wieder Einfluß auf den Gang der Dinge zu verschaffen, nachdem jahrelang die Sozialdemokraten, vom Zentrum und den Demokraten unterstützt: allmächtig gewesen waren. Auf dem Gebiet der Auslandpolitik wünscht er eine herzliche Verständigung mit Frankreich und England auf Grund der im Versailler Vertrag festgelegten Grenzen. Er hofft auf die vollständige Räumung des deutschen besetzten Gebietes, um sich damit den Ehrennamen zu erwerben, den im 3ahre 1873 die Franzosen ihrem Thiers gegeben haben, noch- es ihm gelungen war, die deutschen Truppen früher vom französischen Gebiet zu entfernen. Er verlangt die Räumung in der möglichst kürzesten Zeit, wird wegen der Kontrolle über das Rheinland zu dem einen oder anderen Kompromiß geneigt sein und zufrieden sein, wenn die Saarfrage nur angeschnitten wird. Er wird der hauptsächlichste deutsche Wortführer sein, wobei ihm seine vertrauliche Zusammenarbeit mit Briand große Dienste leisten wird. Der hauptsächlichste Sprecher und Verhandlungsleiter in finanziellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten wird Dr. Schacht fein. Er hat nichts von der äußerlichen Weichheit, die dem Außenminister die Verhandlungen erleichtern. Seit der Inflation nimmt er in finanziellen Fragen In Deutschland mehr oder minder die Stellung eines Diktators ein. Seine Maßnahmen sind kurz und scharf, aber immer logisch und folgerichtig. Er ist wahrscheinlich der befähigtste Reichsbanspräsident, den Deutschland je besessen hat Daß auch er zu Kompromissen geneigt ist, hat die letzte Konferenz In Paris bewiesen, wo er „lieber das halbe Ei nahm, als die leere Spitze". Um die zwei Hauptfiguren gruppieren sich dann kleinere Gottheiten, deren Bedeutung stark wechselt. Da sind an allererster Stelle die Politiker, die bei einem günstigen Ergebnis der Konferenz sich die Verdienste teilen wollen. Zu diesen gehört der Zentrumsminister Or. Wirth, der an den Verhandlungen als Minister für die besetzten Gebiete teilnimmt. Aus dem eigenartigen Briefwechsel, der zwischen ihm und dem Vorsitzenden der Zentrumspartei, Herrn Kaas, geführt wurde, war ersichtlich, daß das Zentrum seine Fordernden noch höher stellt als Stresemann. Dr. Wirth ist in der deutschen Politik ein verdienstvoller Mann. Er hat den Grundstein gelegt zu dem System, das jetzt auf der Haager Konferenz seine Krönung finden soll. Er empfindet es mehr oder minder als Unrecht, daß andere die Früchte seiner Saat ernten werden. Seine offizielle Aufgabe besteht in der Regelung der technischen Angelegenheiten der Räumung. Don größerer Bedeutung ist aber seine Anwesenheit aus politischen Gründen, da er bei möglichen Entscheidungen die mächtige Zentrumspartei binden kann. Or. Httferding, der Finanzminister, sollte theoretisch auf dieser Konferenz eine sehr große Rolle spielen können, da doch sicher viel über Finanzangelegenheiten gesprochen werden wird. Dennoch ist es unwahrscheinlich, daß seine Persönlichkeit den Verhandlungen den Stempel aufdrücken wird. Hilser- ding gilt im allgemeinen als intelligenter und angenehmer Mensch. Er war früher, nachdem er feine Praxis als Arzt an den Ragel gehangen hatte, ein bekannter Journalist mit ausgesprochen revolutionären Reigungen. Doch wachsen ihm die Ereignisse sehr schnell über den Kopf. So wenig wie er imstande war, die Inflation aufzuhalten, konnte er es verhindern, daß während seiner gegenwärtigen Ministertätigkeit ein bedenklicher Fehlbetrag in der 'Reichslasse entstand. Die Maßnahmen, die er dagegen ergriff, so die Reichsanleihe,'waren wenig glücklich. Auch er ist der Mann einer großen Partei — er vertritt die Sozialdemokratie —, und seine Verantwortlichkeit wird um so größer sein, als der Reichskanzler Hermann Müller durch Krankheit verhindert ist, nach dem Haag zu kommen. Man wird aber zweifellos das Schauspiel erleben, daß der revolutionäre Sozialist hinter der Autorität des Reichsbankpräsidenten Schuh suchen wird. Auch die Rolle des Ministers Or. Curtius für Wirtschaftsfragen wird nicht welterschütternd sein, er unterstützt auf verdienstliche Weise feinen Freund und Parteigenossen Dr. Stresemann. 3m besonderen sind ihm die Belange der Großindustrie anvertraut, aber gerade in diesem Lager sind nur wenige, die nicht davon überzeugt sind, daß sie ihre Belange am besten selbst vertreten können. Oer gekürzte Etat der Technischen Nothilfe. Berlin, 9. Aug. (Prlv.-Tel.) Die Haupt- stelle der Technischen Rothilse hat soeben eine Llebersicht über die Folgen der Kürzungen am Etat der Technischen Rothilfe, die bei der letzten Rclchstagsberatung vorgenommen wurden und nach denen ihr nur noch ein De trag von 1 Million Mark bewilligt wurde, veröffentlicht, der immerhin recht interessante Zahlen aufweist. Während die Haushaltsmittel im 3ahre 1925 noch 3 Millionen und im 3ahre 1928 2,25 Millionen betrugen, belaufen sie sich im jetzigen 3ahre nur noch auf 1 Million. Aus diesem Grunde mußte auch ein starker Abbau in der Zahl der Dienststellen erfolgen, von denen 1925 68 Stellen, 1928 30 Stellen und 1929 17 Stellen existierten. Der Stand des hauptamtlichen Personals wies 1925 371 Köpfe, 1928 150 und 1929 weist er nur noch 70 Köpfe auf. Die Zahl der neben- und ehrenamtlichen Dienststellen und Or- ganlsationSeinheiten ist nach und nach von 2230 Sonder gruppen auf 895 Ortsgruppen zusammengeschmolzen. Trotzdem kann der Katastrophenhilfsdienst aber für die Zeit vom 1. Oktober 1928 bis zum 30. 3unl 1929 immer noch 83 Einsahfälle aufweifen, wobei Brandenburg-Magdeburg 17, Bayern 15, Hannover- Braunschweig 12 und Sachsen-Anhalt-Thüringen 10 Fälle zu verzeichnen haben. ES wird beä- balb zu prüfen sein, auf welcher Basis die Existenz der T. R., die ohne Frage allein schon in dem Katastrophenhilfsdienst ihre Berechtigung findet, in der Zukunft ausgebaut werden kann. Aus aller Welt. Der internationale Europa-Rundslug. Der erste der am Europa-Flug teilnehmenden Flieger, der in Lyon angekommen ist, ist Carberry, der Mittwoch um 14,40 ilfjr landete und um 15,19 ilbr weiterflog. Als letzter der Flieger, die den Weiterflug antraten, berührte Hagemeier um 16,52 älhr die" Ctappenlinie und stieg um 17,24 älhr zum Weiterflug auf. Eine Reihe anderer Flieger, die zwischen 18 und 20 ilfjr an- tarnen, flog nicht weiter. Der italienische Fliegerleutnant Ciberrati beschädigte beim Start um 16,36 Llhr die Lauf rüder seines Flugzeuges. Wahrscheinlich kann er morgen aufs neue ft arten. Bis Donnerstag 3 Uhr nachmittags hatten die folgenden der am internationalen Enropa- rundflug teilnehmenden Flugzeuge dieZ w a n g s- etappe Mailand mit Richtung auf Venedig verlassen: sechs deutsche Teilnehmer, nämlich die Flugzeuge des Aero-Clubs von Deutschland, des Luftfahrtvereins Essen, von Raab-Kahenstein und der Akademischen Fliegergruppe Darmstadt, sowie die beiden 3unkersslugzeuge. Von ausländischen Teilnehmern sind die beiden englischen „Motten" unter Führung von Droad und Miß Spooner sowie sechs italienische und ein französisches Flugzeug gestartet. Die übrigen Teilnehmer befanden sich noch im Anfluge auf Mailand. In A g r a m kam am Donnerstagmittag als erster Teilnehmer des Europa-Rundflugs auf dem Flug- platz der englische Flieger B r o a d an. Um 14.44 Uhr machte Broad sich wieder auf den Weg in Richtung Belgrad. Um 14.41 Uhr traf Miß Manfred Spooner ein. Um 15.22 Uhr flog sie mit Ihrem Apparat weiter. Carberry traf mit dem Flugzeug B3 um 14.47 Uhr ein und Graf stieg um 15.20 Uhr wieder auf. Nehring kam auf dem Apparat B 5 um 15.17 Uhr an, flog aber wegen eines Schadens an dem Tank nicht weiter. Belmotte traf auf E 7 um 15.52 Uhr ein. — In Belgrad traf als Erster am Donnerstag um 17.03 Uhr der Engländer Broad auf dem Apparat H 5 ein. Die „Bremen" hält den Rekord. Der Cunard-Dampfcr „M a u r e t a n l a‘* hat die Fahrt Cherbourg—Reuyork in vier Tagen 23 Stunden zurückgelegt. Es ist dem Dampfer damit gelungen, feinen eigenen früheren Rekord um drei Stunden und 34 Minuten zu schlagen. Er ist jedoch um fünf Stunden und 18 Minuten hinter dem Rekord des Lloyd-Dampfers .„Bremen" zurückgeblieben. Die „Bremen" wird bereits am 14. August ihre zweite Amerika-Reise antreten. Schon jetzt sind alle Plätze a u 81> erlauft Gegenwärtig wird in Bremerhaven an der Erhöhung der Schornsteine des Schiffes gearbeitet, um die Rauchbelästigung der Passagiere auf dem Sportdeck zu beseitigen. Raubüberfall auf einen Kraftwagen. Gin Autounfall, der sich in der Rächt zum Sonntag auf der Gablonz—Reichenberger Straße (Böhmen) bei Kunnersdorf ereignet hatte, hat sich als verbrecherischer Anschlag her- ausgestellt. Bei der Untersuchung fand man nämlich unter dem zertrümmerten Auto eine Browning-Pistole. Dieser Revolver wurde als Eigentum des Mitfahrers Mi- zera erkannt. Die Leiche des Kraftwagenführers Klemm wies zwei Steckschüsse im Kopfe auf, die seinen Tod herbeigeführt hatten. Mizera hat, wahrscheinlich in der Absicht, K^mrn zu berauben, auf diesen geschossen, der sofort getötet wurde, wodurch der Wagen führerlos wurde. Das Auto stürzte dann über eine acht Meter hohe Böschung hinab, wobei auch Mizera schwere Verletzungen erlitt, denen er erlag. Der zweite Mitfahrer Hartig wurde leicht verletzt. Bei seiner Vernehmung beteuerte Hartig unaufhörlich seine Unschuld. Er erklärte, Mizera überhaupt nicht zu kennen. Der ermordete Klemm sei sein Freund geivesen. Zwei schwere Berkehrsunfälle. Ein Lastauto einer Brauerei fuhr bei Beckingen an der Saar gegen einen mit Stangenholz beladenen unbeleuchteten Wagen. Mehrere Stangen drangen dem Chauffeur in den Leib und töteten ihn. Die Frau des Verunglückten wurde in der gleichen Nacht von einem Kinde entbunden. — Bei Saarfeld gerieten zwei Arbeiter unter einen mit Ziegelsteinen beladenen Lastkraftwagen. Einer wurde getötet, der andere schwer verletzt. Oie Wetterlage. Donnenstaq» r«! Kl« ®irt|1 •f iS« 2a,f SW Fr aniixute LiM »t war M °der st kann'N LttaöSafi fct rag sür - tn allen Du K als das sä nun Io» ,0 LS ri-h Sin etgenart tai. « wag mmg Floren ar. alte hiebet een der sonntc 6cu6badcncn ern einst dur ki( hineintra. sich verloreng« hoch geblieben, bnmt doch ü itung hinein, Arbeitstagen bemühen mög nin einmal । Arbeit -um ' nicht völlig, 6;genart, fei mögen vir ui graben und A vielleicht vc richtig, diesen i vielleicht M Möglichkeiten, vermögen es i kraue zurückzu strömen zu la1 eonntaMmm iit gut so, b bedürfen M ring, und loen sie sogar mit nachdrücklicher entfernen für ■ Kraftspannuni gehören und vieder den vik wallen, und i dient, je besser 3t Im DleuW nein Huy buxe Tempo hasten 6ern im gern Station zu 6 dort ein Win Minuten Au dem Zaun d scheu, meist ' «Heu die A den im Zug ihr Glückliche Einerlei entsl fen, so erM mteneS Erleb Ichcn sich -je M sich in i 1« BÄ4“' n fltakroegtn. holder rvuede i Mi, W&. pfe bann über eine ^.b'nab, toobei auch ??eN' Der ermorbete bxfen. lchrsunfSlle. swi fuhr bei bedingen en mit Stangen, leuchteten Da. rangen dem Chauffeur 'bn. Die Frau bti sr gleichen Aacht von ~ 2ei Saatfelö gc« ■t einen mit Ziegel, vagen. Einer wurde er verletzt. Alleinverkauf bei Julius Schulze erdienst . x- Mststelle anj)'- 5 11 Srad, heute morgen » bedeckt- Jahres' eta^ ?bii gan- ’S fille.^aaund'n^ 1g Grad, . Aeftern 1° Freiburgs sraf, i- 2ute mar9enl hlechter Z U vind. Hessische Zamilieniage. Die bekannte hessische Pfarrsarnllie Knodt (Knott) beging dieser Tage in ihrer alten Stamm« Heimat Salzhausen, Atdda und La i i unter fast vollzähliger Beteiligung ihrer heute weit über Hessen hinaus verbreiteten Famme ihren 50jährigen Familientag. 3m Hotel „Zur Traube" in Aidda trafen sich am Samstag die Familienglieder zum frohen Wiedersehen, und fuhren am Sonntagvormittag in einem Autobus nach der alten Heimatkirche in Hnterlais zum Gottesdienst, der durch Mitwirkung des dortigen Bläserchors (Leiter Herr H i r h) und Gesangvereins (Lehrer Streb- finger) sowie durch Blumenschmuck des Al- tares zu einem Festgottesdienst der ganzen Gemeinde gestaltet war. Die Predigt hiett Pfarrer Hermann Knodt von Bad-Aauheim über Psalm 26,8: „Was unsere Heimatkirche und sein will im Kampf des Lebens''. Das Schlußwort sprach der Ortsgeistliche. Pfarrer Weidner, in dem er der Pfarrfamilie Knodt dankte für ihre vorbildliche Heimatliebe und die verschiedenen Stiftungen zur Ausschmückung der alten Heimatkirche der Väter und versprach, die alten Grabdenkmäler der Familie stets in Ehren zu halten. Aach dem Gottesdienst, der überaus stark besucht war, begrüßte der Kirchenvorstand die Familienglieder, woran sich eine Besichtigung der Kirche mit dem von der Familie Knodt gestifteten Fenster und eine Kranzniederlegung auf dem alten Erbbegräbnis anschloh. Dann eröffnete der Senior der Familie, Pfarrer Emil Knodt von Berlin im alten Stammhaus in Oberlais, das 1808 von dem fürstlichen Ge- richtsschultheißen 3ohann Konrad Knott erbaut war, den Familienrat, gedachte des verstorbenen Seniors Dekan August Knodt und sprach von dem festen Grund, auf dem die Väter gebaut, ihrer wahrhaft deutschen und christlichen Lebensanschauung. Er gedachte besonders auch des Stammvaters der Pfarrfamilie, Pfarrers 3o- hann Adam Knodt, der in diesem Raum geboren, und seine Hochzeit gefeiert habe, und vor 50 3ahren den Knottischen Familientag begründet hat. Aus dem alten Kristallpokal vom ersten Familientag trank er Minne den vollendeten Vätern, den Lebenden und den Kommenden. Aach mancherlei Beratungen und Beschlüssen und einem Festmahl im Gasthaus Werner brachte der Autobus die Familienglieder nach der ältesten Knottenheimat Salzhausen, wo an dem Knottenstein, der dem Gedächtnis des ersten Besitzers der Sode Salzhausen, dem Pfänner Ludewig Knott (1495 bis 1511) im 3ahre 1911 errichtet wurde. 3n der morgigen Ausgabe unseres Blattes bringen wir den Albdruck von Wallaces jüngster Kriminalerzählung „Die toten Augen von London" zu Ende. 3n der gleichen Ausgabe werden wir die Veröffentlichung eines neuen Romanwerkes beginnen, mit dem ein beim großen Lese- publikum vortrefflich eingeführter und geschätzter kommenden Sonntag. 11. d. M., anläßllch der Der- fassungsfeier, die Häuser festlich au schmücken. Es sei auch an dieser Stelle auf die Aufforderung hingewiesen. •• H r I a u 6 der Staatsbeamten. Die obersten Reichsbehörden haben untereinander die Vereinbarung getroffen, daß den Reichsbeamten, Angestellten und Arbeitern künftighin ein Sonder urlaub zur Teilnahme an Tagungen von Vereinen und Verbänden nur noch unter Anrechnung auf den allgemein geregelten Erholungsurlaub gewährt werden wird. Das Hebereinkommen erstreckt sich auch auf die Teilnahme von Deamtenvertretern an Tagungen von Beamtenverbänden. Das Hessische Gesamtministerium hat sich dieser Regelung angeschlossen. " VerkehrsunfaN. Gestern stürzte gegen 17 Hhr in der Reuen Däue eine Dame vom Fahrrad. Sie erlitt einen Bruch des linken Armes und noch einige leichtere Verletzungen. Die Freiwillige Sanitätskolonne leistete die erste Hilfe und brachte die Verletzte in die Chirurgische Klinik. *♦ Festgenommen. Der Polizeibericht meldet: Wegen ZechbetrugS wurden Kaufmann Emst Gr oh köpf aus Wülfel und der Mechaniker 3ohann R e t s ch aus Riga festgenommen. •• Allerlei Diebstähle. Der Polizeibericht meldet: Gestohlen wurden aus einem offenen Hofe ein vierräderiges Kastenwägelchen mit grünem Anstrich. Auf dem Stirnbrett waren die Buchstaben L. B. schwarz aufgezeichnet. Ferner aus einem Hose ein Federkarren ohne Anstrich (für Wiederbeschaffung 5 Mk. Belohnung), vor der Stadtpost ein Handleiterwagen, aus einem Hause ein Mülleimer mit dem Zeichen J. M. und der Rümmer 720, außerdem ein Damenfahrrad, Marke „Bismarck". — Sichergestellt wurde ein Herrenfahrrad Marke „Panther". *' Vermißte Kinder. Der Polizeibericht meldet: Seit bem 24. 3anuar werden die beiden J. Zörb Wwe. Telephon 2613. Frühkartoffeln laaelbfl.Wetlerauer Ware, p. Ztr. 4.00 Hk. IncL Sack versendet ab Station Echzell gegen Nachnabme Ludwig Erb, Kartoffeloersand in Echzell (Wetterau). Rasche und reelle Bedienung. 6592D Klus der provmzlalhaupistadt. Gießen, den 9. August 1929. Auf den Sonntag zu. Fan könnte glauben, daß der Sonntag nur Ütiitn besonderen Eindruck zu machen vermag, leim er wirklich Feiertag, Ruhetag ist. Wenn man sechs Tage in harte Pflichten eingefpannt vor, für sich selbst keine Zeit hatte, sondern fast ybe Minute der Arbeit widmete, wenn Die locuigen freien Stunden der Woche ebenfalls ongefüllt waren, seien es Erfordernisse für den 7cruf ober sonstige Verpflichtungen, dann besitzt - so kann man denken - der Sonntag seinen Tert als Tag der Befreiung von Lasten aller Aber der Sonntag ist noch weit mehr. Man Ira.iicbt nur einmal daran zu denken, wie ein «onntag verläuft in den Ferienwochen. Man htt Tag für Tag Feiertag, Ruhetag, ist befreit wn allen Bürden und Pflichten hat nichts zu tut, als das eigene liebwerte 3ch zu pflegen, äid nun kommt der Sonntag. Da ist doch etwas oideres vorhanden, das diesen Tag von allen aideren unterscheidet. Man kleidet sich forg- liiner an, man hat besondere Pläne und Erwartungen, richtet sich den Tag ein anders als Bc anderen Tage. 3eder einzelne handelt so, Aid ganz unwillkürlich wird auch der Gleich- oiltige mit fortgerissen, in eine feiertägliche emnmung hinein, die er während der anderen Soge nicht hatte. Ein eigenartiger Reiz schwebt um den Sonn- Icg. Es mag vieles von seiner früheren Stimmung verlorengegangen fein. Man denkt zurück Ai alte biedere Holzschnitte, die Zeugnis geben tDit der sonntäglichen Stimmung in einer kleinen, hnrSbackcnen Welt, sieht, tote sich die Menschen von einst durch den Sonntag in eine Gehobenhit hineintragen ließen, die uns Heutigen ziemlich verlorengegangen ist. Aber etwas davon ist hoch geblieben, und ein Geringes der Gehobenheit kommt doch über un-, führt uns in eine Stim- mung hinein, die wir vergeblich suchen in den Arbeitstagen der Woche, wie sehr wir uns auch bemühen mögen, eö zu finden. Hnd selbst toenn man einmal gezwungen ist, den Sonntag durch 2rbelt zum Wochentag zu machen: es gelingt nicht völlig, er behält seinen Charakter, seine Eigenart, seinen besonderen StimmungSreiz, mögen wir uns noch so sehr in Pflichten vergraben und Arbeit. Vielleicht verstehen wir Heutigen nicht mehr richtig, diesen Stimmungswert für uns zu nützen. Sielleübt schleppen wir alle zu sehr an den Alltäglichkeiten, die uns die Wochentage zuführen, vermögen es nicht mehr, daS Beengende und Traue zurückzuschieben und Sonne frei zu uns Aromen zu lassen. Aber ganz können wir die (onntagsstimmung doch nicht fernhalten. Hnd bad ilt gut so, denn wir alle brauchen sie. Wir bedürfen zuweilen der Gehobenheit, der Befreiung, und wenn sie noch so gering ist, wir sollten sie sogar mit Eifer suchen, und je weiter und nachdrücklicher wir uns von den Alltäglichkeiten entfernen für eine kurze Weile, mit desto größerer -rastspannung werden wir wieder dem Alltag gehören und seinen Pflichten. Sie dient dann Lieder den vielen Verpflichtungen, die erfüllt fein vollen, und deren Erfüllung uns um so mehr bient, je besser wir sie erfüllen. S. ^tagnetslrimmfe In allen Modefarben 'Wort kommen soll: „Dämonen der Zeit" von Arthur Brausewetter. Es handelt sich hier um einen Gegenwartsroman, welcher in den von uns allen eindringlich miterlebten 3ahren der Aachkriegszeit spielt. Die in flüssigem Etil geschriebene und wirksam auf- gebaute Handlung schildert mit großer Anschaulichkeit die mannigfachen Lebens- und Liebes- schicksale eines GroßkaufmannS und ehemaligen Offiziers, dem eine aus allen Fugen geratene Zeit seine für unangreifbar gehaltene bürgerliche Existenz zerbricht und ihn einem erbitterten Kampf ums Dasein preisgibt, einem Ringen auf Leben und Tod mit den dämonischen Mächten seiner irrsinnigen Zeit. Die lebendige, gegenwartsnahe Schilderung ist von beträchtlicher Spannung getragen, und zeigt allenthalben, in der Fabel wie im Stil, bur ausgeprägten Merkmale schriftstellerischer Eige.rart, die den Autor bekannt und beliebt gemacht h iben. Wir hoffen zuversichtlich, daß auch dieser nc* Roman eine freundliche Aufnahme in unserem Leserkreise finden werde. Vornotizen. — Tagestalenber für Freitan. Deutscher Bauschulbund: Monatsversammlung, 20.15 Uhr, im Hotel Köhler. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die wunderbare Lüge der Nina Petrowna". — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Dienstag, 13. August, wird der Spielplan des Stadttheaters durch eine Reuerscheinung auf dem Gebiete des Lustspiels bereichert werden. Es kommt als Erstaufführung „Desir6", Komödie in 3 Akten von Sacha Guitry heraus. Diese Komödie wurde in Wien, in Max Reinhardts Theater in der 3osefstadt, mit großem Erfolg bereits 50mal aufgeführt. Der Luciussche Familientag fand vor kurzem auf dem Forsthaus bei Echzell in dem über 100jährigen 3nstitut Lucius statt und war von über 50 Familiengliedern aus ganz Deutschland besucht. Er stand unter Leitung des derzeitigen Vorsitzenden des Luciusschen Familienverbandes, Pfarrer Ferdinand Lucius in Breitungen, während der derzeitige Leiter der Knabenerziehungsanstalt, Dr. Eberhard Lucius, der Sohn und Nachfolger des bekannten Präceptors Lucius allen Familiengliedern die Pforten des Forsthauses gastlich geöffnet hatte. Die hessische Pfarrfamilie Lucius, früher Loh, stammt aus Lich in der Wetterau und blüht heute in vielen Linien in Hessen, Thüringen und Bayern und umfaßt alle männlichen und weiblichen Nachkommen des Pfarrers Georg Friedrich Lucius (1787 bis 1863), des Begründers des 3nstituts ßueiud zu 3ugenheim bei Mainz, das 1878 auf das Bingenheimer Forst- Haus bei Echzell verlegt wurde. Verantwortlich für Lokales: i. V. Dr. Thyriot. MtolM Marke Prima feurig gefärbt, sowie [wsoA Iota# zum Auibinden der Bäume empfiehlt Heinrich Hahn Babubof st ratze. Telephon 3403. Speise-und Saiai- karioffeln IN prima Qualität, empfiehlt billigst W. Mel Ww. Neuen Baue 7, telepb. 612. 45D Nrfhflches Mtoeratwssc - ßesMände von Sommenvaren! Meter 50 Pf. Achtung! Achtung! An die Einwohner von Stadt und Kreis Gießen die Häuser festlich zu schmücken! 6596D gesucht. Zum Ausschank gelangen nur ff. Export-Biere Oer Oberbürgermeister. Oer Provinzialdirektor. 6637C Strumpfwerbetage Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Gießen (Landgraf-Philipp-Plah 10), 10. August 1929 auf alle Strumpfwaren M.6.6rode Frankfurt. Spezial Straße 19 6643D Geschäft Deshalb nur nehmen: 6451A 05008 Unsere Franko-Lleferung Billigste Preise Zahlungs-Erleichterung Cfcfhmoinp besonders auch kränkliche, «aue öujweme, zurückgebliebeneund 6 >47 A 163D Luftkurort Münster 6640V bei Butzbach. RASSOL Tel. 3673. ommer Vereine | Ein Verttnch lohnt! 58UIA 6159V Eingang Ecke BolkSbad. Kein Vttben. Wegen Ersparnis hoher Ladenmiete 1 Treppe hoch Oie Einwohner von Stadt und Kreis Gießen werden gebeten, anläßlich des Versassungs- tages am Sonntag, dem 11. August d. Zs. ist überall erhältlich das250 Gr. Stück Ich veranstalte diese Tage, um meiner werten Kundschaft immer und immer wieder zu zeigen, daß sie bei mir nur Qualitätswaren zu niedrigen Preisen bekommt I 1 gr. Fl. Mk. 1.75 Seife ist das anerkannt ~ beste Reinigungsmittel u. Suchen nach einem ..Seifen-Ersatz" wäre vergebliche Liebesmühe. 300 Meter starkfädiger Nessel und Hemdentuch, 80 cm breit SmeWkilMe-Ws t. WeuWig Stehen, sellersweg 58. i Trenne, Alle Waren sind übersichtlich zum Aussuchen im ersten Stock ausgelegt Am Samöiag, dem 10. August 1929 Monats-Versammlung im BereinSlokal. ^'v Der Vorstand. Die amisgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht angeschlagen. Gießen, den 16. Juli 1929. 9.21.: des Hess. Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsoorsteher. solche mit steifen Beinen, gesunden und entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes Am Samstag vormittag verkaufen wir nebenstehende Restbestände, die alle einen weit größeren Wert repräsentieren, zum Einheitspreis von Verkauf: 1 Cbaiien - Kum- mctgeichirr, plan., 2spännig, 1 Wagen- gcschirr, gelb. Leder, Brustblatt mit Umgang, 1 Reitiattcl, fomylett, alles in gutem Zustande, preiswert z. verkauf. Näheres Schanzen- strafte 3, Bureau. Heinz Schmidt und Frau Frieda geb. Baum Elektro-MoDteor der selbständig arbeiten kann, s. sofort Kommersllger Eoüinat erfahren.o-achmann, kommt wieder nach Gießen u. Umg. und vertilgt unter schriftlich. Garant. Ratton, Illänseu.fämtl.Uiuje- zleter. Tunffcbr.auä ganz Deutschland. Bestellung, erb. sof. unt. „Loblnat" a. d. Geichst. d. W.9Lm Ca. 100 Paar waschseid. Strümpfe m. Naht u. Laufmaschenfang. grau. beige.Wertb.RM.1.25 Paar 50 Pf. 200 Meter Wasch-Zephir. 70 cm breit, kariert und gestreift für Kleider Meter 50 Pf. Ca.100 Paar Seidenflor-Strümpfe, grau, beige und schwarz, Wert bis RM. 1.25 Paar 50 Pf. Ca. 100 Paar Herren-Socken, Mako, Selden- flor und Schweißsocken, Wert bis RM. 2.00 Paar 50 PL Ca. 200 Kinder-Söckchen, schwarz, braun oder schw.-bunt, t. 1 bis 3jährige 2 Paar 50 Pf. für 4 bis 6jährige, alle Größen Paar 50 Pf. Für die vielen Glückwünsche und erwiesenen Aufmerksamkeiten seitens unserer Freunde und Bekannten sowie der Turn- und Sportgemeinde und des Kriegervereins anläßlich unserer Silberhochzeit sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Will). Hofmann II.,Weißbindermsir., u. Frau Rodheim an der Bieber Karl Stückrath/Gieren Möbelfabrik Asterweg 47 / Gegründet 1868 Wohnungs-Einrichtungen und Einzel-Möbel in aparten Modellen und gediegener Arbeit Ca. 500 Steh- u. Stehumlege-Kragen Mano, 4fach, auch gute Rips-Sportkragen. alle gangbaren Weiten, Wert bis RM. 1.25 Stück 50 Pf. Ein großer Posten baumwolleneGerstenkorn- Handtücher, gute Qualität, 1 Meter lang Stück 50 Pf. SamStag, lv.d.M. Versammlung bei Manierqö 0600 Adolt Schrader. Vollzähliges Erschetueuerwiinschl der Vorstand. Junger, tüchtiger Bietogehile nicht über 20 I. alt, bei guter Behandlung gesucht. 05004 Damvsbäckerei Karl Schmitz, Kl. • Ältcnstädten lbet Wetzlar). prassen auch in den hartnäckigsten Fällen, werden in einigen Tagen unter Garantie durch daö echte, unschädl. Teintverschönerungs- mittel „Venus", Stärke B. beseitigt. Keine Schälkur. Preis 2.75. Nur zu haben bei Drogerie C. Wintcrboff, Kreuzvl. 910 Hindcnburg-Trogcrie. Seltersweg 68a. Modehaus Salomon 6634A mengen. Verlangen Sie nur echtes Nassol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engelapotheke Giehen. Zu haben in allen Apotheken. Geld verdienen kann jeder, wenn er im Bekanntenkreise oder anderswo (beb spielsweise in Vereinen,Fabriken usw.) einen Artikel öertr„ der ied. Verbraucher groß. Nutzen bringt. Interessenten rooll. ibreAdr. fenb.a.Carl- Heinz Kochenrath, Frankinrt/H.-S. 1O.„U Zwangsversteigerung. Am Donnerslag, dem 5. September, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude, Zimmer 106, die nachstehenden im Grundbuche von Gießen der Ludwig Groh Ehefrau Sophie, geb. Rinn, in Atzbach zugeschriebenen Grundstücke: Flur 36 Nr. 230 = 707 qm Acker, geschätzt 707 Reichsmark: Flur 36 Nr. 231 = 707 qm Acker, geschätzt 707 Reichsmark: Flur 39 Nr. 429 = 628 qm Wiese, geschätzt Kinnes in Fillinijsliiseii findet nicht 11. u. 12. Ang. statt, sondern am IS.und 19. August Gasthaus Heinr. Hans. Fellinöshausen. Einheirat Fleischer Geselle, 200- wünscht hübsche Dame zwecks Heirat kennenzulernen. MelsterStochter oder Verkäuferin bevorz. AuSfübrl.Bildossert. u. H. W. 235 hauvt- vostlag. Gießen, »j* Billiges Obsl Samstagsrüb eintreffend: Pflaumen *3fb. 25 Pf. Birnen Pfd. 20 Pf. Aepfel Pfd. 25 Pf. Mirabellen Pfd. 35 Pf. Prinellen Pfd. 10 Pf. Trauben Pfd. 45 Pf. 8«. KRIM Liebigs.i. 71 Tel. 3685. s6652O Möbel aller Art wegen Haushaltsausgabe zu verkauf. Anzusehen ab 3 Uhr nachuntiagS 04940 Ottanlage 29 II. Molorrai D. K. W. mit elektr.Aündlicht. Umstände halb.billig zu verkaufen. [05017 Heinr. Schäfer wiesest. Gletz.Stt.128. 314 Reichsmark versteigert. Sozial« btr Aufgeber v. GteNrn» angebotm Ist ed, die ein« gegangen ^Lewerbungd- unterlagen (Zeugnisse, Zeugntdabfchrlft., Ltcht- bilber u.bgl.) fchnessssmd xurürfuif. Die Etcltung- luchenbm find dankbar dafür, wenn man ihre Bemühungen zur Erlangung ein. geeigneten Tütigkil auf diele Welfe unterstüht und ssnd auf diese selbstverständliche pfitchl auch angewiesen. GSeflenev Slnreigev Nächsten Sonntag, den 11., u. Montag, den 12. August findet die Kirchweihe auf „Burg Staufenbergs statt. Herzl. freundliche Einladung nach allen Richtungen. Kleine Preise. Eintritt frei. Tanzgeld für Damen 50 Pf. Verheiratete frei. [6638D GegenHaarausfall Schuppen, Jucken der Kopfhaut, das altbewährte echte Brennefsctbaarwasser v. Hosavotheker Schaefer, sein parfümiert. Flaschen mitbringen. "4 Liter 0.75 RM^ '/; ßtter 1.25 RM. All.-Vertretg.: Kosm. Abt. Engel-Apotheke.[256V 50 Pfennig wozu freundlichst einladen die Gastwirte: Wild. Darleid / Heb. Braun / M. kraut MWkltzSstM! Nene moderne Herren • Anzüge, ein- und zweireihig, Mk. 25.—, 35.—, 48.—, 52.— und höher. Frack- und Smoking • Anzüge in großer Auswahl zu niedrigen B Preisen. Sport- nnd Manchester-Anzüge v. Mk. 35.— an j® Vuvfchen-SInzüse ein- und zweireihig, in allen Farben, von Mk. 20.— au B Moderne Frühjahrs-Mäntel von Mk. 25.— an. Leichte B Marcngo-Paletots von Pik. 30.— an. Gummi-Mäntel von I Aik. 15.— au. Windjacken tu Lodenjoppen v.Mk. 12.— an. Sa Schw. Hosen LKellner n.Eisenbahner v. Ntk.il.- an. Gestr. B Hosen in all. Farben u. Grünen, v. Mk. 5.— an, auch für B korvili. Herren. Manch.- n. feldgraue Hosen v. Mk. io.— U an. Sport-Hosen v.Mk.8.- an. Knickerbockeru.'1)11.12.-an I Eisenfeste Hosen v. Mk. 6.— au. Kinder-Hosen ,Größe M 7—10) Mk. 1.90, auch Kinderanzttne in großer Auswahl B zu Schieudervretsen. Nene Herren-Westen Mk. 3.50. B Blaae Arbeitsanzüge v. 'Mk. 7.50 an. WeiBbinderanztige Bffl sDlt. 10.—. Sommerjoppen v. Mk. 5.— an. Auch schwarze B Sommerjoppen für Eisenbahner. Liane nnd schwarze gffl Lüsterjacken von 'Mk. 10.— an. Getragene Anzüge tu allen Grüßen, auch für korvui. I Herren, von Mr. 12.— an. Frack-, Smoking-, Gehroek- nnd Cutaway-Anzüge, äußern preiswert; auch gebr. B Hosen und Kellner-Westen in allen Preislagen. Omnibusverkehr Butzbach-Münster. Telephon Butzbach 73. Nahe gr. Buchen- und Tannenwald und Jsseltal. Große ge deckte Terrasse, Bad im Hause. Prima Verpfieaung. Pensionspreis, 4 Mahlzeiten, 4.50 Mk. Neuer Pächter. P. Braun. Televbon Butzbach 73.__ Verkäufe | Haus mit freiwerdender 4-Zimmer-Wohnung zu verkaufen. Schr. Angeb. unter 05009 an den Gieß. Anz. Ein sehr gut erhalt, offener Hanomag, 2/10 PL.. Modell 19Ä, zu verkaufen. Das. ein4-Sitzer. offener Wagen, zu faulen gesucht. W. Freitag, Wetzlar, BraunielserStr.38a Tel. 2956. [ai,D Cbr. Adami, Nieder = Weisel. Ein junger Väcker kann sofort eintreten Hermann Kösterich EckartSbauien 'Hessen». ,tilD SWfN der schon Rohrleitungen gelegt bat für den Bau von Tankanlagen gesucht. Schr.Angeb.u.6654l) an d. Gieß.Anz. erb. Zuverlässiges Mädchen s. sofort gesucht 01006 Mtiblstr. 33 v. Für kleinen Haush. fonierellnsOllfe s. vormittags gesucht. 3u erfr. i. d. Geich st. j d. Gieß. Anz. 05011 jStellengesuche| Fräulein 33 Jahre, perfekt in Küche nndHaushalt, sucht für sofort ob. 1. Sept. Stellung in klein. Haushalt. Näh. 5d)iUcrftr.29I.os*)3 Sonntag, den 11., und Montag, den 12. August 1929 Kinnes in Wieseth | Vermietungen | Schöne, abgeschl. Wohnung von 2 Zimmern u. ftüdtei. neuerbauter Villa an der Bergstraße, beste Wohnlage u. Schnellzugsstation, fürmonatlich 50 Mk. sofort nur an unbedingt znverläss. Dauermieter zu vermieten. Schr. Ang. u. 66531) a.d. Gieß. Anz. Sfflön iiiöbl. IBohn- uno smiohimmer 12 Betten> mit oder ohne Pension, eignet sich auch für Bureau oder Praxisräume, mit sev. Eingang, für sofort zu vertu, osoo? Müblstr. 33 p. Möbl.Bansardenxlm. billig zu vertu. Wo? sagt die Geschst. des Gieß. Anz. 05018 [Stellenangebote! Für Friseur (Friseuse) 2teilige weiße Frisiertoilette, 1 schön, w. Warcnichrank, Stühle, Schilder Sufto. gut erhalten, preiswert zu oerk. SdtriftL Angeb. unt. 05013 a. d. Gieß. Anz. 3 Sevde ztt verkaufen. 05015 AmMahrnnpsbero 161 Ein Baum Frühbirnen zu verkaufen. Wo? sagt die GeschäftSsf. d. Gieß. Anz. 05000 Gul erb. Pußpenwägen zu kaufen gesucht. Schr. Ang. m.PreiS- ang.u.05014 g. d. G.A. | Verschiedenes! Pudel - Pointer fHünditü grau-braun zugelauien. Abzm holen bet (05016 Emil Sckmall, Bter-Großhandlung 1 (Sichen. Zusammentunst bei Mitglied Weber SamStag, d. 10.8., abends 20.30. Sasol) Der Vorstand. ÄllMMkWM 1875-1925 Sonntag. 1 l.Aug. nachmittags Ausflug m.Famtlie nachTutcnhoicttbci AlterSkoll Gg. Peil Bereinigung eDem. 05J22 SS ift " fcfet ®"' P-rler ® Sfi* ÄS den genommen lands ma Haltung^ noch ist seit $ Dcrhälinill nicht oerge male N Stand H crrciii* Ae S -t rind "lte'l & Derb SaderM fache, bah abgobcntui für die de> pfändet dieser Gen kann man geht dara Genuhmitt aber in Nur der ' gen verlor daraus zm Methoden Jahre 19 Kops der Jahr 192 aramm. 2 Dorlriegs! Jahre 191 Devölkerui 2 Kstograt groben Te Ievölkerun rette leben die andere wird. Gage 81 Prvz.'d 1913/14 tat der 'SeDöl' 83 Liter. ( der Dra nen, der brauchet 1912/13 h Liter, wäk tranl. Eelbstve diesen Za deutschen sich berück! zahlen imn nahmen ix Dichtung h Mi ivird Weiten 1 Die Last dasür, dr kommen, Urteil ü' Volkes muß. G $ai Sonnen Uhr. - 2 21.48 Uhr 955: ß/f ßed)felbe; mung der 1912: der 1 doch gestorl «ich; an 0 .Drrtza °rn vorn Europas, miete,|an ländischen Der §aac würdiges Landes g( einet M«. Ei ^läufig, Msed Ksnin, Dar bew »OB a u t: ■Äembtan , Die 6o «alb so Sfo leich larste $ b°n Po Monotone •& Adlern/ ali Sobelj ,,^e Tai, 8* derk in k ,lnb di« SÄ Ziehen Wstrahet tuns! tust 1919 dt50p^ ’ br=lt. ki. er 50 Pt ndH=md,n. 'er 50 Pj, M itwirte: Um» Export-Biere M anjujeigcn di ib. Saum 0), 10. August 1929 O5J22 piefenen Aufmerksam' Mnnlcn sowie der i firitgeroertine an« vir auf Ntftm ZDtgc tbt*,u.5rau liebet 66ÜDI l/Kiedev rik indet 1868 •tanken und iparten Mo- euer Arbeit Franko-LieferuDg erung 6M7A e dein 1929 ®W ►♦♦I -at teüc.i ibiche )eiral "oder leooTi' lofict' ljOUP1' X. ’M1* SawA'^o S »='»*10.6 'B- «A8 l9* u. 3(110 ZN y;utibfld). ÄS aitet -s Äiextxet frsWÄg spotd-ZL-— Lebenshaltung. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Gerade dieser Grundsatz muhte bekanntlich im Dezember des vergangenen Iahres dem Generalagenten Parker Gilbert vorgehalten werden, der feststellen zu können glaubte, dah Deutschlands Wohlstand in einem Mähe zugenommen habe, das zu einer Fortführung des Dawesplanes alle Veranlassung gäbe. Dabei hatte sich Parker Gilbert, gewohnt, die Reihen der Statistiken zu überfliegen, von den glänzenden Fassaden und den hos^n Zahlen täuschen lassen, die rm Grunde genommen eben nur für ganz kleine Teile Deutschlands maßgebend sind, während die Lebenshaltung der Massen des deutschen Volkes immer noch außerordentlich ungünstig ist. Ohne Frage ist seit der Inflation eine Stabilisierung der Verhältnisse eingetreten, doch darf man dabet nicht vergessen, dah im Iahre 1924 völlig anormale Verhältnisse vorlagen und dah der heutige Stand höchstens 75 Proz. des Vorkriegsstandes erreicht hat. Die Statistiker bedienen sich zur Feststellung eines Llrtcils über die Lebenshaltung vor allem des Verbrauches an Genuhmitteln. Da der Reparationsagent in Anbetracht der Tatsache, dah die Erträge aus den Verbrauchsabgaben für Branntwein, Bier, Tabak und Zucker für die deutschen Zahlungsverpflichtungen verpfändet sind, die Bewegungen im Verbrauch dieser Genußmittel in seinen Statistiken verfolgt, kann man sich auch dieser Zahlen bedienen. Run geht daraus hervor, dah der Verbrauch dieser Genuhmittel zugenommen hat. Die Zunahme steht aber in keinem Verhältnis zur Vorkriegszeit. Rur der Z u ck e r wird heute in gröberen Mengen verwendet als vor dem Kriege, was aber darauf zurückzuführen ist, dah die Ernährungsmethoden andere geworden sind. Während im Jahre 1913/14 rund 19 Kilogramm auf den Kopf der Bevölkerung kamen, beträgt für das Jahr 1927/28 die entsprechende Zahl 23 Kilogramm. Auch der T a b a k v e r b r a u ch hat den Vorkriegsstand überschritten, denn während im Jahre 1912/13 1,7 Kilogramm auf den Kopf der Bevölkerung kamen, sind im Jahre 1927/28 2 Kilogramm berechnet worden. Dies liegt zum großen Teil daran, daß jetzt auch die weibliche Bevölkerung nicht mehr ohne obligater Zigarette leben kann, und daß im übrigen heute durch die anderen Lebensgewohnheiten mehr geraucht wird. Dagegen hat der Bierverbrauch erst 81 Proz. • der Vorkriegszeit erreicht. Im Jahre 1913/14 kamen 102- Liter Bier auf den Kopf der Bevölkerung, und im Jahre 1927/28 nur 83 Liter. Einen ganz erfreulichen Rückgang hat der Branntweinverbrauch zu verzeich- nen, der heute nur noch 50 Proz. des Verbrauches vor dem Kriege beträgt. Im Jahre 1912/13 trank jeder Deutsche durchschnittlich 2,8 Liter, während er im Jahre 1927/28 nur 1,4 Liter trank. Selbstverständlich wäre es verfehlt, allem aus diesen Zahlen Schlüsse über den Wohlstand der deutschen Bevölkerung zu ziehen. Man muh nämlich berücksichtigen, daß die Lebenshaltungsindexzahlen immer weiter ansteigen, während die Einnahmen der deutschen Bevölkerung nach dieser Richtung hin kaum Schritt halten können. Die Kluft wird dadurch immer größer, und die Möglichkeiten der Kapitalbildung immer geringer. Die Last der Reparationen sorgt zudem noch dasür, daß keine Lieberschüsse zustande kommen, so dah bei näherer Betrachtung das Urteil über die Lebenshaltung des deutschen Volkes außerordentlich ungünstig ausfallen muß. Talen für Samsttag, 10. August. Sonnenaufgang 4.37 Uhr, Sonnenuntergang 19.33 Uhr. — Mondaufgang 11.10 Uhr, Monduntergang 21.48 Uhr. 955: Otto der Große schlägt die Ungarn auf dem Lechfclde; — 1792: Revolution in Paris, Erstürmung der Tuilerien, Absetzung Ludwigs XV.; — 1912: der Architekt Paul Wallot in Langenschwal- bad) gestorben; — 1914: Kriegserklärung Frankreichs an Oesterreich. Stirnen, Sport und Spiel. Deutsche Tennismeisterschaften. Im weiteren Verlaufe der Tennismeister- ch a f t e n gab es auf der ganzen Linie spannende Kämpfe, besonders das Zusammentreffen von Moldenhauer und Kuhlmann begeisterte die Zuschauer. Kuhlmann war in b'en- Iiender Form; er konnte den Kampf nicht nur offen gestalten, sondern im entscheidenden fünften Sah sogar mit 3:1 in Führung gehen. Dann aber riß sich Woldenhauer zusammen und, eine Schwäche seines Gegners ausnuhend, entschied er den Kampf 3:6, 6:2, 10:8, 5:7, 6:3. Auch der Hamburger Frenz und der Franzose d e Du - zelet lieferten sich einen scharfen Kampf. Der Franzose mußte sein ganzes Können einsetzen, um in vier Sähen 4:6, 6:2, 6:4, 9:7 zu gewinnen. Bei den Damen wäre besonders der glatte 6:3-, 7:5-Sieg von Frau v. Reznicek über die Engländerin Mrs. Haylock hervorzuheben. In den Doppelspielen konnten sich besonders die englischen Damen weiter erfolgreich durchsetzen. 3m Damendoppel errangen Frl. Fry- Colyer einen leichten Sieg über Fr. P l ü - macher—Fr. Dormann 6:1, 6:2, und im Gemischten Doppel behaupteten sich die Engländer Frl. Colyer —Lee über Fr. Stihel —Zander 6:2, 6:4, ferner schlug die englisch-französische Kombination Frl. Thomas— Landry das Ehepaar LI hl 6:2, 6:2. Im Herrendoppel griffen erstmalig die Franzosen Drugnon — Boussus ein, die un ersten Spiel Remmert —Zander 6:3, 6:8, 6:1, 6:4 und anschließend Lorenz —Heydenreich 6:2, 6:2, 7:5 ausschalteten. Auch das zweite französische Paar de Buzelet — Glosse r kam durch einen Sieg über Ohta—Rogers mit 6:3, 5:7, 7:5, 6:3 in die dritte Runde. Die weiteren Ergebnisse: Herreneinzel: Froihheim-Marsalek 6:1, 6:1, 6:4, Landry— Lindenstaedt 7:5, 6:3, 6:4, Dr. Fuchs-Mikhailoff 8:6, 6:4, 6:3, Malecek—Lund 6:4, 6:1, 6:3, du Plair—Chiesa 6:2, 6:1, 6:1. Dameneinzel: Fr. Reppach—Frl. Reufeld (Frankreich) 6:0, 9:11, 6:2, Frl. Rost-Fr. Deutsch (Tsch.) 6:2, 6:4, Fr. Schomburgk—Fr. Holzschuh (Frankreich) 4:6, 6:2, 6:3. Herrendoppel: Lee—David—Chiesa— Bräuer 6:3, 6:0, 6:4, Dr. Dessart—Frenz—Bergmann—Rahe 6:4, 6:3, 4:6, 6:4, Spence—Landry- Mackenthun—Eberstein 6:3 6:1, 6:3. Gem. Doppel: Frl. Kallmeyer—Hartz—Frl. Lorentz— Mackenthun 6:3, 6:3, Fr. Plümacher—Ohta—Fr. Fritsch—Lorenz 7:5, 2:6, 6:2, Fr. v. Schreder— Menzel—Frl. Hoffmann—Rahe 6:3, 7:5, Frl. Buh—Dr. Dessart—Frl. Sander—Tübben 6:2, 6:4, Frl. Weihe—Heydenreich—Fr. Dam—Mar- salek 3:6, 11:9, 6:2. Damendoppel: Frl. Kallmeyer—Frl. Hoffmann—Frl. Swane— Frl. Esche 6:1, 6:2, Frl. Hammer—Frl. Menges—Fr. Dubienska—Frl. Reufeld 6:0, 6:1, Frl. Peitz— Frl. Krahwinkel—Fr. Dam—Frl. Stoeckel 6:1, 4:6, 6:0. Radklub „Germania" 1899 Gießen. Der Radklub „Germania" empfängt am kommenden Sonntag den „Radfahrerklub 1895" Frankfurt-Oberrad zur Austragung eines Gesellschaftsspieles im Sechser-Rasenradball. Oberrad ist Gaumeister des Gaues 72 im B.D.R. Auch stehen Spieler in seinen Reihen, die bereits mehrmals gegen Spieler des Auslandes im Kampf gestanden haben und fast immer siegreich bleiben konnten. „Germania" tritt Oberrad möglichst in stärkster Aufstellung gegenüber, und es ist hier ein spannender Kampf zu erwarten. Die beiden Mannschaften standen sich im vorigen Jahr schon einmal in Gießen gegenüber und zwar im Vorspiel zur „Deutschen Meisterschaft". V. f. B. Am Samstag tritt die Ligamannschaft zum erstenmal nach der allgemeinen Fuhballsperre auf den Plan. Als Gegner hat sie sich die Liga- mannschast des Sportvereins Klein-Steinheim bei Hanau verpflichtet. Die Gäste gehören der Ostmainkreisliga an und gelten dort als recht spielstarke Mannschaft. In welcher Aufstellung die D.f.D.-Elf spielen wird, ist noch nicht bekannt; jedenfalls kann man auf Grund des bisherigen intensiven Trainings annehmen, dah die Mannschaft imstande sein wird, ein gutes Spiel zu liefern. Man darf auf den Ausgang des Treffens gespannt sein. Die Ligareserve fährt nach Homberg, um dort eine Rückspielverpflichtung einzulöfen. Das Vorspiel verlor Homberg mit 3:6; ob es ihm diesmal gelingt, auf eigenem Platz die Riederlage wieder wettzumachen, wird davon abhängen, in welcher Besetzung V.f.D. antritt. Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Am Samstag hat die Ligamannschaft der Spielvereinigung 1900 den Spielverein Germania 09 Fulda zum Gegner. Die Siebener erledigen hiermit eine alte Rückipielverpflichtung. Die Mannschaft der Gäste gefiel seinerzeit durch ihr sympathisches Auftreten. Technisch gutes Können, dazu sehr faires Spiel verschafften den Fuldaern die Zuneigung des Publikums, obwohl die Elf beidemale in Gießen unterlag. Seitdem untersteht die Fuldaer Elf einem intensiven Training und soll gute Fortschritte gemacht habqn. Für die Dlauweißen wird die Begegnung am Samstag also eine erneute große Kraftprobe für die kommenden Derbandsspiele sein. Die 1900er gehen aber, auf Grund der seitherigen Leistungen, nicht ohne Chancen in den Kampf, wenn auch vielleicht einiger Ersatz in den Reihen steht. Die Ligareserve und dritte Mannschaft fahren zu Gesellschaftsspielen nach Cappel bei Marburg, um alte freundschaftliche Beziehungen wieder aufzuftischen. Bei den letzten Begegnungen in Gießen blieb 1900 nach schönen fairen Wettkämpfen in beiden Treffen Sieger. Diesmal hält man den Ausgang jedoch vollständig offen. Die Gießener können wegen der Ferien zur Zeit noch nicht die stärksten Vertretungen entsenden, was sehr ins Gewicht fallen dürfte. Die aus ehemaligen Iugendlichen gebildete vierte Mannschaft ist spielfrei. Die Iugendfußballabteilung bestreitet auch die ersten Spiele. Die 1. Jugend und eine kombinierte Iugend- mannschaft spielen auf dem 1900-Plah an der Liebigshöhe Schiedsrichterbelehrungsspiele gegen den Wetzlarer Sportverein für Jugendliche, die sich diesem verantwortungsvollen Beruf widmen wollen. Die 2. Jugend empfängt nachmittags die 1. Jugend vom Sportverein Lollar hx einem Gesellschaftsspiel. Fußballklub 1926 Sroßen-Buseck. Es ist zwar schon lange her, dah Grohen- Buseck mit seiner ersten und zweiten Mannschaft in Burg (Äillkreis) weilte, um gegen die beiden Mannschaften des Spiel- und Sportllubs 1921 Burg zu spielen. Rach verschiedenen Verhandlungen wegen der eingegangenen Rückspielverpflichtung ist nun endlich der Termin zustande gekommen, dah Burg mit beiden Mannschaften am kommenden Sonntag in Grohen-Duseck antritt. Burg hat sich inzwischen zur Ligaklasse emporgearbeitet und wird selbstverständlich einen härteren Gegner abgeben als damals, als Gro- Hen-Duseck mit seiner ersten Elf das Spiel, das -mit zu den schönsten seit Bestehen des Vereins gehört, für sich entscheiden konnte. Burg hat durch seinen Aufstieg in die befähigte Klasse an Spielaufbau und systemvollen Arbeiten bedeutend gewonnen. Besonders tüchtig zeigte sich von jeher die Verteidigung, der Sturm wird hauptsächlich von den beiden Flügelstürmern nach vorne geschickt. Der F. C. 1926 Grvhen-Buseck hat sich eine schwere Verpflichtung auferlegt, doch darf man sagen, dah auch dieses Spiel gut zu Ende gehen wird, wenn alle auf dem Damm sind und alles aufbieten, um zu zeigen, dah auch gegen stärkere Gegner gespielt werden kann. Dor diesem Spiel treten die zweiten Mann- schasten an, um ebenfalls einer zurückliegenden Verpflichtung zu genügen. $. G. Teutonia Steinberg. Steinberg l — Leihgestern l 1:0 (0:0). Am vergangenen Sonntag weihte der Fußballklub Teutonia Steinberg seinen Sportplatz ein. Als Gegner verpflichtete er sich den 6-Klassen- meister der Gaullasse II, Spielvereinigung Leihgestern I. Bon Anfang an war das Spiel sehr hart. Die Gästemannschaft war körperlich überlegen, aber die Einheimischen stellten eine junge und flinke Mannschaft ins Feld; nur der Sturm vergaß oft das Schießen. Die 1. Jugend der Teutonen trugen em Gesellschaftsspiel gegen die gleiche Mannschaft des Sportvereins 1926 Steinbach aus. Die Steinberger waren technisch besser und konnten das Spiel mit 2:1 für sich buchen. Schiedsrichter Kreiling war bei beiden Spielen ein gerechter Leiter. Sportverein 1928 Garbenteich. Garbenteich H — Ettingshausen II 10:1. Am letzten Sonntag weilte die 2. Mannschaft des Sportvereins 1921 Ettingshausen in Garbenteich. Sie lieferte der dortigen zweiten Elf das noch fällige Gesellschaftsrückspiel. In Ettingshausen muhte Garbenteich eine 3:l°Riederlcge einstecken, worauf sie sich hier durch einen 10:1- Sieg revanchierten. Bei dem Gastgeber konnte dieses Mal die Stürmerreihe gut gefallen, welche durch das aufopfernde Spiel der Läuserreihe zehnmal einsenden konnte. Hauptsächlich tat sich hier der Halblinke Stürmer hervor, der durch seine reife Spielweise dem Schluhmann von Ettingshausen sechsmal das Rachsehen gab. In der ersten Halbzeit svielte Garbenteich gegen den Wind und konnte hier das Spiel 2:1 für sich gestalten. Rach der Pause hatte Garbenleich den Wind zum Bundesgenossen, worauf die Mannschaft noch acht schöne Erfolge erzielte. Zu erwähnen ist, dah die Gäste zu diesem Spiel nur mit zehn Mann antraten. Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900. b. Rach 14tägiger Pause treten am kommenden Sonntag die 1900er Leichtathleten wieder bei den vom V. f. B. Diez (Lahn) veranstalteten 2. O r a n i e n - K a m p f s p i e 1 e n auf den Plan. Die Wettkämpfe erhalten in diesem Jahr eine besondere Bedeutung dadurch, dah sie im Rahmen der 600-Jahrfeier der Stadt Diez abgehalten werden. 2m Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Olympische Staffel, für die der Prinz der Riederlande, Herzog zu Mecklenburg, einen wertvollen Wanderpreis gestiftet hat. Die Spielvereinigungsleute können diese Staffel zwar nicht in stärkster Aufstellung bestreiten, ih.er Vertretung wird man aber trotzdem eine gute Rolle zutrauen dürfen. In den Cinzelkonkurren- zen sind in Anbetracht der Tatsache, dah die Wettkämpfe nur nachmittags abgewickelt werden, von feiten der 1900er verhältnismäßig wenig Meldungen abgegeben worden. Bon den Sprintern sind G u y o t und Hopfenmüller mit von der Partie, über die Mittelstrecken gehen Beppe rling und T ö n g e s. P au l bestreitet die 3000 Meter, Seipp den Weitsprung. Da in das Programm der Oranienkampfspiele auch einige Damenkonkurrenzen (100-Meter-Lauf, Hochsprung, Kugelstoßen und 4X100-Meter-Staf- fel) ausgenommen sind, hat man sich auf Grund des guten Abschneidens der Frauenabteilung der Sp.-Vg. 1900 bei den Dezirksmeisterschaften entschlossen. einige Vertreterinnen in die alte Oranierstadt zu entsenden. Eine Voraussage läßt sich kaum treffen, da keine Anhaltspunkte für die Stärke der Gegner vorhanden sind. Immerhin ist bei dem Eifer, mit dem die 1900erinnen bei der Sache sind, zum mindesten mit Achtungserfolgen zu rechnen. Sprechstunden der Liedaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16* bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen Anzeigenaufträge sind lediglich an die G e s ch ä f ts st e l l e zu richten. Eindrücke tm Haag. Besuch im Mauritshuis. Don Hans Bethge. Der Haag gehört in seinem Aeuheren nicht zu den vornehmen und eleganten Residenzstädten Europas. Er gehört auch durchaus nicht zu den interessantesten Städten Hollands. Er ist eine ziemlich nüchterne, rötliche Häusermasse, in der das Wasser, im Gegensatz zu den anderen holländischen Städten, nur eine geringe Rolle spielt. Der Haag hat nichts Repräsentatives oder Ehrwürdiges, er besitzt keine durch die Geschichte des Landes geadelten Gebäude. Er macht den Eindruck einer etwas trägen Provinzstadt mittlerer Gröhe. Er besitzt den „Haagschen Dusch", eine weitläufige, alte Parkanlage mit schönen Bäumen, aber dieser Dusch entschädigt nicht für das Reizlose der Stadt. Dennoch blieb ich einen Tag länger im Haag, als ich mir vorgenommen hatte. Das bewirkte die berühmte Gemäldegalerie im „M auritshuis" oder besser: die Malereien Rembrandts in dieser Galerie bewirkten es. Die Sammlung des Wauritshuis ist schon deshalb so sympathisch, weil sie nur mäßig groß, also leicht zu übersehen ist. Das in Holland populärste Dild der Galerie ist „Der junge Stier" von Potter. Es ist eine große, freilich etwas monotone Tafel, von dem Künstler gemalt, als er 22 Jahre alt war. Cs gibt schönere Dilder von Potter, aber feind, das in Holland so volkstümlich wäre. Es gibt kaum ein Haus, in dem ed fehlte, man sieht Kopien bei allen Kunsthändlern, und in meinem Hotelzimmer hing es, als Gobelin schlecht gewebt, über dem Sofa. Die Galerie hat schöne, holde Dilder von dem so lange verkannten 3an Vermeer aus Delft. Man sieht gute Sachen von 3an Steen, 2er« bord) Ruisdael und den anderen Holländern der klassischen Zeit. Aber das Größte, was das Mauritshuis besitzt, alles überstrahlend, sind die Dilder von Rembrandt. Es sind sechzehn an der Zahl. Elf davon fallen in die frühere Periode des Meisters und bringen sie glänzend zur Anschauung. Zu ihnen gehört die bekannte „Anatomie des Doktor Tulp", jene figurenreiche Malerei, die das Publikum unter Rembrandts Werken im Haag sichtlich bevorzugt. Aber so vortrefflich sie ist, sie ragt nicht an die wundersamen, unergründlichen Werke des QUterd, die in einem anderen Saale hängen, und nicht so nach dem Geschmack der Leute zu fein scheinen, denn viele gehen an ihnen vorüber, während man vor der Anatomie sich drängt. Von diesen Werken des Alters ergreifen besonders drei: ein Homer; ein Porträt von Rembrandts Bru- der unb vor allem eine biblische Darstellung: „David, vor Saul die Harfe spielend", zum Größten und Tiefsten gehörig, was Menschenhände je gebildet haben. Saul sitzt erhöht, David hockt ihm zu Füßen und spielt die Harfe. Da greift Saul voll tiefer Melancholie in den Vorhang, der hinter ihm wallt, zieht ihn vor das Gesicht und weint hinein. Rur den weinenden König und den harfespielen- den 3üngling enthält das große Dild, aber wie sind diese ©eftalten gemalt, und besonders der König. Wenn wir vor diesem Dilde sitzen, sehen wir viel mehr als die beiden Gestalten. Wir tun voll Ergriffenheit durch alle Schwermut des Lebens hindurch einen Dlick in die Schauer der Ewigkeit. 3a, wir meinen, wenn wir dieses Dild betrachten, für einen Moment, daß sich die letzten Dinge und enthüllen wollen, denen wir immer vergebens mit dem Verstände beizukommen suchten hier taucht es blitzhaft wie ein Verstehen auf, rein in dem Andrang heftigen Gefühls. Wir sind hingenommen von einem Werk, das als Malerei vollendet ist, und das doch viel mehr ist als vollendete Malerei. Denn es ist höchstes Men- schentum zugleich, es ist eine Erhellung des Unnennbaren, ein Mysterium. Der Homer und das Porträt von Rembrandts greisem Bruder lösen ähnliche Gefühle aus. Auch hier scheinen die Schleier des Lebens zu versinken, und eine schwermütige Aussicht in das Lin- endliche scheint sich aufzutun. Der Homer ist leider in verstümmelter Gestalt auf und gekommen. Rembrandt malte ihn nach einer antiken Düste, die sich in seinem Besitz befand. Man verläßt den Haag mit schwerem Herzen, denn wer weih, ob man die Dilder Rembrandtd, die er in seinen Mauern birgt, je Wiedersehen wird. Um ihretwegen wird man sich immer nach dieser Stadt aurüdfefjnen, die einem sonst so gleichgültig ist. Striegel, Oel und Shanwooinü. Vom römischen Badeleben. Von Gustav W. Eberlein, Rom. Ein teures Vergnügen ist es nicht, wohl aber das schönste, das der Römer kennt. Man zahlt am Eingang einen Soldo, das ist ungefähr ein Pfennig, und erhält dafür eine Marke für zwei Dädcr. Richts von Stundenberechnung und ähnlichen Schikanen, um 3 Llhr nachmittags wird geöffnet und erst in der Dämmerung geht man nach Hause. Auch riesige Freibäder sind vorhanden und auch dort findet man Badegäste, die eigene Diener mitbringen, muskulöse Kerle, die außer Essen keinen Lohn verlangen. Das Bad ist in Rom keine Angelegenheit der Sauberkeit, es gehört zu den Lüsten des Mannes, wie Wein und Frauen. Bäder, Wein und Frauen sind es nach dem Sprichwort, die unseren Leib zersehenl Venari, lavare, ludere, ridere — hoc est vivere — sagten schon die Alten. Lieben und baden, spielen und lachen — das heißt leben. Ein Tag in den römischen Bädern lehrt das Wort in seinem ganzen Umfang verstehen. Das sind keine spielerischen Schwimmhallen, in denen sich die Begeisterung zwischen Aus- und Ankleiden in einem mehr oder minder langen Geplätscher erschöpft, das sind riesige Anlagen, größer als das Kolosseum, in denen man von Himmel zu Himmel schreitet. Wer weiß, ob sie nicht nach den sieben Himmeln Allahs entstanden sind. Wenn man die Kleider abgegeben hat, ist man nicht mehr Herr Lehmann oder Signor Scävola, sondern einer der vielen Seligen im Paradiese. Alles, was gefällt, ist auch gestattet. Die Besucher haben verschiedene Gewohnheiten und meistens die Lust bis zum Raffinement gesteigert. Man kann mit einem Hechtsprung im kalten Schwimmbecken — es ist 2400 Quadratmeter groß — untertauchen oder auf den Wellen treiben, Blau um sich, Blau über sich, ober im Warmbad schwitzen und langsam ins Laue übergleiten, man kann sich kneten und ölen und par- siimieren lassen, nach einem gründlichen Sham- pooing unter die Dusche eilen, ober auch nur durchs Diumo bummeln, spielen und lachen und was sonst das Sprichwort empfiehlt. Die eigentliche Körpersäuberung wird freilich auch nicht vergessen. Die meisten Besucher bringen ihre Wäsche, Oel, Striegel unb Seifen mit. Den Striegel, einen Schaber, den wir aus der bekannten antiken 3ünglingsstatue kennen, benützt vor allem die sportlustige 3ugenb, um die Oel- und Sandschicht, die sick) beim Ringkampf anseht, vor dem Betreten des Wassers abzu- krahen. Auf die Haarpflege wird das größte Gewicht gelegt, die Männer geben da den Frauen, deren Abteilungen übrigens streng getrennt von den Männerhallen liegen, nichts nach. Reich und arm sind in den Thermen des Lebens versammelt. Als dieser Tage einmal Mussolini einen alten Veteranen erblickte, der wegen seiner vielen Rarben Mühe hatte, sich richtig zu pflegen, fragte er ihn, warum er sich keinen Badediener nehme. Weil er nichts als Wunden äud dem Kriege heimgebracht habe, antwortete der Soldat schlagfertig. Ratürlich gab ihm der Cäsar darauf seine Börse, und ebenso natürlich standen am andern Tag die alten Männer Kops an Kopf, die sich unter schrecklichen Mühen selber massierten. Als Mussolini das sah, wies er sie ab: Soll eben einer dem andern helfen! Auch für Leute, die einsam bleiben wollen, ist durch Privatbäder gesorgt. Wer will, kann seine Geschäfte im Bademantel abwickeln, in Bibliotheken sich vertiefen, Vorstellungen und Konzerte anhören, in die Bar gehen. Man braucht im Sommer nie ein Stelldichein zu verabreden, es ist selbstverständlich, daß sich alles im Bade trifft. Ein Leben voller Wonne, So badete man in Rom. Bade t e, der Ton liegt leider Gottes auf der letzten Silbe. Statt Mussolini muh Hadrian gesetzt werden. Die heutigen Römer, die den Fremden vor die gewaltigen Ruinen der Thermen führen, merken kaum, wie unangebracht ihr Stolz ist, wie bitter diese alten Mauern den Rückschritt der Zeit ironisieren. 3n ganz Rom gibt es nicht eine einzige Schwimmhalle. Wer baden will, der muß in die einzigen Wasserbecken gehen, die den Verfall der Zivilisation überdauernd, seit zwei 3ahrtausenden unverändert geblieben sind: in den offenen Tiber oder ins Meer. Oberheffen. Landkreis Gießen. chAusdemmittlerenLumdatal, 8. Aug. Gegenwärtig sind die Preise für fette Schweine im Steigen begriffen. Die Händler und Metzger bezahlen durchschnittlich 86 bis 88 Pf. für das Pfund Lebendgewicht. Es besteht große Nachfrage, während das Angebot sich sehr vermindert hat, ein Zeichen dafür, daß im zeitigen Frühjahr infolge der hohen Ferkelpreise nur wenige Schweine zum Mästen eingelegt wurden. Auf der seitherigen Höhe befinden sich immer noch die Preise für Ferkel. Für das Stück 6—7 Wochen alter Jungtiere werden 39 bis 43 Mk., für achtwöchige Tiere bis 45 Mk. geboten und bezahlt. — Schneller als in den seitherigen Jahren ist die Frucht herangereift. Bereits sind Korn und G e r st e im Seil. Weizen und Hafer werden gegenwärtig geschnitten. Obwohl der Halm noch nicht völlig ausgereift ist, sind die Kolben und Rispen in der Reife schon so vorangeschritten, daß beim Schneiden bereits die Körner ausfallen. Sollte die ttockene Witterung noch einige Tage anhalten, so wird mit Ende der laufenden Woche das meiste Getreide auf Haufen stehen. Man macht auch in diesem Jahre die Beobachtung, daß unsere Landwirte sich immer mehr mit Erntemaschinen versehen, um die teuren Arbeitskräfte zu sparen, die sich heuer die Landwirtschaft nicht leisten kann. Im allgemeinen ist die Ernte gut ausgefallen und ist mit einer guten Mittelernte vergleichbar. Bereits sind in einzelnen Gemeinden unseres Tales die Dreschmaschinen in Drttieb genommen worden. 2m allgemeinen ist man mit dem 'rttag an Körnern und Sttoh zufrieden. In den Gärten haben Bohnen und Gurken das rückständige Wachstum aus den kalten Wochen nachgeholt und zeigen recht schönen Stand. Leider treten die K o hl- wei h l i n g e auch in diesem Jahre erheblich auf, und es richten die ersten Raupen bereits großen Schaden an. — Die Ob st Pflanzungen, die im Borjahre keine nennenswerte Ernte brachten, zeigen Heuer einen recht guten Behang. — Die Hackfrüchte, Kartoffeln wie Dickwurz, sehen vielversprechend aus. In der letzten Zeit wurden die ersten Frühkartoffeln geerntet. „Odenwälder Blaue" und „Allerfrüheste Gelbe" bringen befriedigende Erträge. # Hungen, 8. Aug. Die Fünfzigjahr- feier der Schulkameraden vom Jahrgang 1879 nahm einen in allen Teilen wohlgelungenen Verlauf. Es hatten sich dazu alle hier wohnenden und nahezu alle nach auswärts verzogene Schulkameraden und Schulkameradinnen eingefunden; an der Feier beteiligten sich 14 Männer und 17 Frauen. Noch Eintreffen der letzten Fünfziger wurde ein Festgottesdienst abgehalten. Auf Wunsch der Feiernden hielt Kamerad Pfarrer Bender, jetzt in Nieder-Saulheim, die Festpredigt. Der Nachmittag war dem geselligen Beisammensein gewidmet. Alterskamerad L. Schneider trug einen selbst- verfaßten Prolog vor, der lebhaften Beifall fand. Später stattete man auf dem Friedhof den vorher mit Blumen geschmückten Gräbern der bereits Heimgegangenen Kameraden einen Besuch ab, besichtigte das Schloß und die Parkanlagen und überzeugte sich von der Schönheit des hiesigen Kriegerdenkmals. Der Abend wurde durch Ein- zeloorträge, Gesänge, Zitherspiele und humoristische Gedichtvorträge verschönt < Kreis Friedberg. WSR. Friedberg, 8. Aug. Der Maurer Georg Wolf aus Rieder-Florstadt, der infolge eines Dohlenbruches von einem Reubau a b g e - stürzt ist, ist im hiesigen Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. WSR. Wölfersheim, 8. Aug. Am Schwelwasserbehälter des hiesigen Kraftwerkes wurden gestern abend Schweitzarbeiten ausgeführt. Durch einen Zufall entstand eine Explosion, welche den Deckel des Wasserbehälters in die Höhe schleuderte. Der Arbeiter Schutt aus Dorheim wurde dabei derart schwer an den Deinen und am Kopfe verletzt, daß er tnS Friedberger Krankenhaus übergeführt werden mußte. Kreis Büdingen. ? Aidda, 8. Aug. In den Kleinstädten Oberhessens gastiert zur Zeit der Zirkus Hagen- beck-Althoff. Es ist ein größeres Unternehmen, dessen Darbietungen das weit übersteigen, was man sonst auf diesem Gebiete im Lande sehen kann. Trotz der Erntezeit sind die Borstellungen sehr gut besucht. Der Zirkus verfügt über ein erstklassiges Pferdematerial und hat vorzügliche Artisten. Außerdem werden Elefanten, Löwen, braune Bären, Eisbären und andere Tiere vorgeführt. Aus dem Riddatal, 8. Aug. Die übermäßig hohen Ferkelpreise in Verbindung mit guter 'Bezahlung der Mastschweine veranlassen die Landwirte, die Zahl der Zuchtttere zu vermehren. In dieser Maßnahme liegt eine große Gefahr, vor der nicht ernst genug gewarnt werden kann. Trotz starken Rückganges des Schweinebestandes haben sich die Zuchtschweine im allgemeinen nicht vermindert. Es darf erwartet werden, daß der seitherige Bestand ausreichend ist, die Wiederauffüllung der gelichteten Schweinebestände in absehbarer Zeit vorzunehmen. Eine Lieberfüllung der Stätte mit Zucht- und Mastschweinen würde dazu beitragen, einen Preissturz herbeizuführen, wie ihn das Jahr 1927/28 zeigte, das der Landwirtschaft schwere Erschütterungen brachte. * Stockheim. 8. Aug. Beim Ausladen von Zementröhren auf dem Bahnhof Stockheim wurden zwei Arbeiter dadurch schwer verletzt, daß eine der Röhren ins Rutschen geriet. Der Arbeiter S ö p p erlitt einen Bruch des linken Armes, der Arbeiter LImsonst einen Schädelbruch und ebenfatts einen Armbruch. Rach der ersten ärztlichen Hilfeleistung wurden beide durch die Freiwillige Eanitätskolonne vom Roten Kreuz nach Gießen in die Chirurgische Klinik verbracht. Kreis Schotten. cP Aus dem Kreise Schotten, 8. August. Dis hinauf zu den höchsten Höhen unseres Kreises hat man mit dem Schnitt derHalmfrüchte begonnen, äleberall erscheinen auf den Feldern die bekannten „Puppen". Wenn sich auch in der letzten Zeit das Getreide etwas gelagert hat, so ist man mit dem Ertrag sowohl hinsichtlich der Körner wie des Strohes sehr zufrieden. Kreis Wetzlar. • Wißmar, 8. August. Bei den Ernte- arbeiten verunglückte hier eine Frau. Sie erlitt einen Oberschenkelbruch und mutzte der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden. Kreis Marburg. ][ Marburg, 8. Aug. Der in den 40er Jahren stehende Fuhrunternehmer Louis Peilst ö ck e r aus dem nahen Dorfe Ockershausen wottte heute früh aus einer Lehmgrube an der Straße nach Cyriaxweimar einen Wagen Lehm abfahren. Plötzlich brach eine steile Erdwand in sich zusammen, wobei Peilstöcker so unglücklich von den Stein- und Erdmassen getroffen wurde, daß er auf der Stelle verschied. Der Verunglückte trug sich mit dem Gedanken, sein Fuhrwerk in den nächsten Tagen aufzugeben. Er hinterläßt eine Frau mit sechs zum Teil noch unmündigen Kindern. — Auf der Landstraße nach Cölbe, in unmittelbarer Rähe der Stadt, rannten gestern nachmittag drei Autos ineinander. Von den Insassen wurden zwei schwer und sechs leichter verletzt. Es entstand beträchtlicher Materialschaden. — In der Rähe der Llniversität, am Rudolfsplah, stießen ein Motorradfahrer und eine Radfahrerin zusammen. Die letztere trug einen Beinbruch davon. Maingau. WSR. Frankfurt a. M., 8. Aug. Gestern mittag ereignete sich bei der Deutschen Asphalt- Gesellschaft ein eigenartiger Betriebsunfall. Die Firma ließ durch drei Arbeiter einen großen Kessel innen von Kesselstein befreien und mit rostfreier Farbe bestreichen. Um diese Arbeiten vornehmen zu können, mußten die Arbeiter in das Innere des Kettels steigen, wo sie nach kurzer Zeit Atmungsbeschwerden bekamen und aus ihrer Lage befreit werden mußten. Die Rettungswache trat in Tätigkeit, konnte jedoch einen der Arbeiter nicht erreichen. Dieser mußte durch die Feuerwehr, die mit Gasmaske und Sauerstoffapparat den Kettel bestieg, her- ausgeholt werden. Ein Feuerwehrmann wurde hierbei bewußtlos. Das weitere Betreten des Kessels wurde untersagt. Der ebenfalls bewußtlose Arbeiter Claus wurde nach dem Krankenhaus verbracht. Anscheinend handelt eS sich um Vergiftung durch Farbgase. Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktton des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 224. Don 3. Scheel. Schwarz. 8 6 5 4 3 2 1 % 8 7 6 5 4 3 2 1 Weiß zieht und 8 h a b ab c d e f d e f g h Weiß. seht in zwei Zügen matt. Weitz: 10 Steine. Kg2; Dbl; Td7; La8; Sg6; Bc3, c6. d6, e2, f5. Schwarz: 8 Steine. Kd5; Da2; Le3; Sal, b5; Bc4, c5, e7. Die beiden folgenden Partien wurden im Duisburger Meisterturnier gespielt: Partie Nr. 145. Damenbauernspiel. Weiß: Samisch. Schwarz: Mieses. 1. d4, d5. 2. c4, c6. 3. Sc3, Sf6. 4. e3, eb. 5. Sf3, dxc4. 6. Lxc4, b5. 7. Ld3, ab. 8. 0-0, c5. 9. dx c5, Lxc5. 10. e4, Lb7. 11. Lg5, Le7. 12. De2, Seb. 13. Tfdl, Da5. 14. e5, b4. 15 exfb, gxfb. 1b. Ld2, bxc3. 17. Lxc3, Dh5. 18. Sei, Dxe2. 19. Lxe2, Sb4. 20. Lxb4, Lxb4. 21. Lf3, Tb8. 22. Tacl, 0-0. 23. Lxb7, Txb7. 24. Sd3, Le7. 25. Kfl, Td8. 2b. Ke2, e5. 27. b3, Tbd7. 28. f3, a5. 29. Sf2, Lb4. 30. Txd7, Txd7. 31. Sd3, Sdb. 32. Tc8+, Kg7. 33. Ta8, Lb4 Remis gegeben. Partie Nr. 146. Englisch. Weiß: Dr. Anhe. Schwarz: Foerder. 1. c4, Sfb. 2. Sc3, eb. 3. e4, d5. 4. e5, d4. 5. eX fb, dxc3. b. bxc3, Dxfb. 7. d4. e5. 8. Dc2, Ldb. 9. f4!,e4. 10. Dxe4+, Kd8. 11. Sf3, The8. 12. Se5, Deb. 13. Ld3, fb. 14. 0-0, fxe5. 15. fxe5, hb. 1b. DH7, Le7. 17. Dxg7, Tg8. 18. Dxgb, Dxhb. 19. Lxhb, c5. 20. d5, Lh3. 21. Le4, Sd7. 22. db, Lg5. 23. Lh7!,Le3+. 24. Lxe3,TXg2+- 25. Khl, Tg4. 2b. Tgl, Sxe5. 27. Lg5+, Kd7. 28. Lf5+, Kxdb. 29. Lxg4, Lxg4. 30. h4, Lf3+. 31. KH2, Sxc4. 32. Tgfl, Le2. 33. Tf2, Tae8. 34. Tael, Lh5. 35. Txe8, Lxe8. 3b. Tf8, Kd7. 37. Lf4, Sbb. 38. Tf5, Kcb. 39. h5, Sd5. 40. Kg3, b5. 41. Kh4, a5. 42. Kg5, Lxh5. 43. Kxh5, Sxc3. 44. Ld2, Sxa2. 45. Le3, b4. 4b. Txc5+, Kbb. 47. Tc2+, Kb5. 48. Txa2, a4. 49. Lei, Schwarz gab auf. Lösung des Problems Ur. 220. Don G. W. Schandler. 1. De7—e8! usw. 26. Deutscher Schachkongretz zu Duisburg. Ahnes Schachmeister von Deutschland. In dem in der Zeit vom 8. bis 22. Juli abgehaltenen Schachmeistertumier um Hie Meisterschaft von Deutschland siegte der Berliner Schachmeister A h u e s mit 9 Punkten aus 13 zu spielenden Partien. Ahues war in manchen Partien vom Glück begünstigt. Rach dem ersten Surm sah es so aus, als wenn Orbach und Dr. An:,, die ersten Plätze belegen würden, denn beiü: standen nach der sechsten Runde mit 4Vz Puntten an der Spitze; im zweiten Teil des Turniers versagten jedoch beide Spieler infolge Indisposition vollständig: Orbach konnte in den folgenden sieben Runden nur l1/« Punkte! und Dr. Anhe 2V» Punkte erzielen; dabei verschenkte Orbach die Mehrzahl der Partien in besseren Stellungen. Der Schluhstand ist folgender: Ahues 9, Leonhardt 81/», Sämisch 8; Helling, Wagner, Richter und Dr. Seitz je 7Vs. Dr. A n tz e und Mieses je 7, B l ü - mich 61/«, Orbach 6, v. Holzhausen 41 /2, Foerder 4, Babel 1/i. In der Siegergruppe des Hauptturniers A touröe 1. und zugleich Meister des Deutschen Schachbundes: R o l l st a b, Berlin, mit 7 Punkten; 2. Ripke, Elberfeld,61Z2; 3. Weihgerber, Saarbrücken, 6; 4. bis 5. Platz, Köln, und Gebhardt, München, je 3l,'2; 6. Kapfer, Hamburg, 3; 7. Rodah, Blankenese, *2>U\ 8. bis 9. Kroll, Bochum, und Hussong, Ludwigshafen. 2m Hauptturnier B erzielten Gleichstand: Rödl, Rümberg, Dr. v. Ruß, Düsseldorf, und Engels, Düsseldorf, je 6 (diese Spieler müssen einen Stichkampf um den Deutschen Meistertitel austtagen); 4. Kapitänleutnant von Hennig, Borkum, 5x/2; 5. K r a m e r, Breslau, 4; 6. W. Koch, Berlin, 3'/-: 7. Epp ers, Hannover, 2; Sikor ski, Gleiwih, 1. Dimer, Hamburg, war ein vortrefflicher Turnierleiter. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonStifch. Grillen. Der Farmer und seine Frau wohnten dicht an der Dorfkirche. Eines heißen Sonntags saßen sie unterm Torweg und hörten das Gezirp der Grillen ringsum. „Ich höre sie so gern zirpen," sprach der Farmer und fing sacht an einzunicken. In diesem Augenblick begannen in der Kirche die Chorsänger eine Motette. „Klingt es nicht wundervoll?" sprach die Frau des Farmers. Er antwortete, halb im Schlaf: „2a, und das machen sie mit den Hinterbeinen." 3m Speisehaus. 1. Gast: „Obei^einmal Schellfisch mit Mostrich- tunle!" * 2. Gast: Ober, mir auch!" 3. Gast: „Ober, mir auch, aber frisch muß er sein!" Ober (ruft zur Küche): „Dreimal Schellfisch mit Mostrich tun le, einmal muh er frisch sein!" (Lust. Dl.) mm Mn m Mm. Roman von Edgar Wallace. 49 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Sie fuhren nach Scotland Bard zurück, und Larry war während der ganzen Fahrt sehr schweigsam. Er sah an der Seite des jungen Mädchens, hielt ihre Hand in der seinen, uiid antwortete auf die Fragen des Kommissars in kurzer Weise und ohne weiter auf diese einzugehen. Erst im Bureau des Kommissars gab er seinen Gedanken Ausdruck. „2ohn, ich hoffe, du wirst in deinem Rapport an die Regierung nicht behaupten, dah ich diesen Fall zu einem so günstigen Ende gebracht habe." Sir 2ohn blickte ihn stirnrunzelnd und fragend an. „Aber selbstverständlich werde ich das tun. Wer sollte es denn sonst gemacht haben?" Larry legte seine Hand auf die Schulter des jungen Mädchens. „Hier steht der beste Detektiv, den wir seit 2ahren in Scotland QJarö gehabt haben," sagte er einfach. Diana lachte. „Bist du aber dumm," neckte sie ihn, „ich soll es sein! Wer war denn wirllich der beste Detektiv, den du für die ilebemafjme dieses Falles hättest haben können?" „Du," war seine Antwort. Sie schüttelte den Kopf. „Der beste Detektiv wäre Dr. 2udd gewesen, wenn du seine Dienste hättest in Anspruch nehmen können. Er war der beste, weil er mehr über diese Angelegenheit wußte, als wie wir alle, weil ihm alle die Geheimnisse bekannt waren, die wir aufzuklären versuchten, Lind ich war beinahe in der gleichen Lage wie er; ich hatte sozusagen meine Hände im Spiel. Als ich selbst erst einmal wußte, daß ich die gesuchte Clarissa Stuart war. machte es mir keine Schwierigkeiten, euch im Dunkeln zu lassen. Denn als sich herausgestellt hatte, daß die arme Emma — beinahe hätte ich ,Tante' gesagt —, die arme Emma Ward die Aufwärterin war, die meinen — meinen Vater gesehen und in einer solchen Aufregung ihre Stelle verlassen hatte, bestand für mich nicht der geringste Zweifel mehr, daß es sich wirllich um meinen Vater handelte. Hnb als das erst einmal feststand, war der Rest nicht mehr schwierig. Ich wußte, dah die Bande es auf mich abgesehen hatte. Rein, Larry, du hast wirklich Grotzartiges geleistet." Larry schüttelte lächelnd den Kops. „Schließlich ist es ja auch ganz gleich," sagte der Kommissar trocken, „wer die Lorbeeren einheimst." „Wieso?" fragte Larry verwundert. „Wenn sie man in der Familie bleiben, meine ich," war Sir 2ohns kurze Antwort, und das junge Mädchen errötete. „Da steckt viel Wahres darin, Sir John," sagte sie. „Lind jetzt bringe ich ihn erst mal nach Haus." Wenige Stunden später, sie war schon zu Bett gegangen und Larry saß mit seiner geliebten Pfeife friedlich und ruhig vor dem Kaminfeuer, kam Sunny mit einem Arm voll Wäsche in sein Zimmer. „Zwei Kragen von Ihnen sind verloren gegangen, Sir." „Lind der Mann, der die Kragen trägt, wäre beinahe auch verlorengegangen, Sunny," sagte Larry lachend. „Wissen Sie, was ich zuallererst in dem verwünschten Loch gedacht habe? Ob Sie auch die Rachricht zeitig genug erhalten würden, um die Morgenzeitungen abzubestellen." „2ch hätte sie auf jeden Fall zurückschicken können," sagte Sunny nachdrücklich. „Sie sind wirklich ein Gemütsmensch. Man hat Sie mit vollem Recht Sunny genannt. Lind, Sunny, was ich noch sagen wollte: ich werde bald heiraten." „Ja, Sir," antwortete Sunny und zog die Brauen gedankenvoll zusammen. „Run?" fragte Larry. „3a, Sir", sagte Sunny bedächtig. „Ich glaube, Sie müssen sich neue Socken anschaffen. Man trägt sich in Monte Carlo sehr elegant." „Weih Gott!" rief Larry, fügte aber schnell hinzu: „Wir können doch nicht im Sommer nach Monte Carlo reisen, Sie Schafskopf I Da ist es doch viel zu heiß. Rein, ich werde nach Schottland fahren, wenn — hm — wenn ich verheiratet bin.“ Sunnhs Interesse war erweckt. „Dann werden Sie aber einen Kiltt) nötig haben, Sir", sagte er. 43. Zwei Monate später sah Dr. Judd auf dem Rande eines sehr schmalen Bettes und rauchte drei Zigaretten nacheinander. Cs war ein regnerischer Morgen, und das kleine Viereck Glas, durch das das Licht in die Zelle fiel, schien alle die trübe Melancholie eines grauen Morgens in sich vereinigt und das schwache Tageslicht in Blei verwandelt zu haben. Der Doktor rauchte mit größtem Wohlbehagen x) Kilt — der kurze Rock der Dergschotten. — seit beinahe zwei Monaten hatte er keine Zigarette mehr gekostet. Jetzt öffnete sich die Zellentür, und Larry kam herein. Der Doktor sprang auf und grüßte ihn lächelnd. „Es ist außerordentlich nett von Ihnen, daß Sie gekommen sind, Holt", sagte er. „Ich hatte eigentlich die Absicht, keinerlei Aussagen zu machen, aber in Hinsicht auf die besonderen Limstände scheint es mir nur billig zu sein, einem Mann in Ihrer Stellung, der eine so langwierige, schwierige» und ernsthafte Arbeit geleistet hat, volle Aufklärung zu geben." Er war vollkommen aufrichttg, und Larry wußte dies. „Don frühester Kindheit an lebten mein Bruder David und ich in dem bestmöglichen Verhältnis zueinander. David war meiner Sorgfalt anvertraut, war meine Verantwortung, war aber auch meine höchste Freude. Wir waren noch sehr jung, als wir unsere Mutter verloren, und unser Vater war ein exzentrischer Herr, der wenig mit kleinen Kindern anzufangen wußte. So wuchsen wir zusammen auf, besuchten dieselbe Schule, gingen zusammen auf die Liniversitctt, und ich glaube mit Recht sagen zu können, daß wir einander völlig genügten, daß wir niemand anders benötigten. Ich hatte eine Liebe, eine Bewunderung für David, die weit über menschliche Begriffe hinausging", sagte der Doktor leise und senkte das Haupt. Larry nickte. Dieser hervorstechendste Charakterzug der beiden Manner war ihm bekannt. „Hoffentlich nehmen Sie nicht an, dah ich Ihnen den Tod Davids nachtrage", fuhr er fort. „Ganz und gar nicht. Ich habe die Linvermeid- lichkeit erkannt und weih in meinem Innern, dah nichts David hätte retten können. Er starb so, wie er es selbst gewünscht haben würde, und in gewisser Hinsicht bin ich sogar froh, dah alles so gekommen ist, wie es eben kam. Bei den Verhandlungen habe ich die größten Anstrengungen gemacht, um dem Richter und den Beisitzern zu beweisen, dah ich geistig völlig gesund bin, und Ihre Ausführungen haben geholfen, eine Verurteilung herbeizuführen, die, wie ich wußte, unvermeidlich war. Wie ich schon sagte —" er kam noch einmal auf seine Jugendzeit zurück und erzählte Einzelheiten aus seinem Leben. „Als mein Vater starb," fuhr er fort, „hinterlieh er uns die Greenwich-Versicherungs-Gesell- fchaft, eine kleine, heruntergekommene Firma, die kurz vor dem Zusammenbruch stand. Ohne weiteres und in vollkommenem Ernst gebe ich zu, dah ich niemals die LInverlehlichkeit des menschlichen Lebens respektiert habe. Für mich ist ein Mensch nichts weiter als irgendein animalisches Wesen — so eine Art wie der taube Lew", erklärte er leichthin, und Larry konnte kaum einen Schauder unterdrücken, als er ihn in so gleichgültiger Weise diese menschliche Ruine erwähnen horte. „Ich erzähle Ihnen das deswegen — bevor ich weitergehe —, damit Sie nicht eventuell irgend etwas wie eine Art entschuldigender Haltung von mir erwarten. Sollte dies der Fall fein, so werden Sie sicher enttäuscht werden. Das Geschäft, das mein Bruder und ich übernahm, war, wie schon erwähnt,, beinahe bankrott, und ich glaube, wir kamen zum erstenmal auf die Idee unserer späteren — hm — Operationen, als wir eine Versicherungssumme auszuzahlen hatten, die unser exzentrischer Vater niemals hätte übernehmen dürfen. Die Grundidee unseres Planes stammt zu gleichen Teilen von David und von mir. Wir setzten dann drei Monate später unsere Ideen in die Praxis um, als wir einen Mann ertränkten, dessen Ramen zu erwähnen ich für unnötig erachte, da dies doch zu nichts führen würde und niemand durch seinen Tod in Verdacht gekommen ist. Wir hatten ihn in unserem eigenen Geschäft versichert — eine sehr einfache Sache —, ohne dah er die geringste Ahnung davon hatte. Der ärztliche Rapport stammte von mir, und David, der ein hervorragender Ingenieur, das war sein eigentlicher Beruf, und geschickter Zeichner war, zeichnete und unterschrieb alle die notwendigen Formulare im Rainen unseres Klienten. Wir hatten den Mann sehr sorgfältig ausgesucht. Er hatte keinerlei Freunde und stand im Rufe eines Einsiedlers und Sonderlings. Die Versicherungssumme war an einen fingierten Ramen zu zahlen, unter dem mein Bruder in Schottland lebte, wo er ein kleines möbliertes Haus gemietet hatte und nur zu dem Zweck dort lebte, um die Summe einkassieren zu können. Mit seinem Tode machten wir ein außerordentlich gutes Geschäft, denn wir hatten sein Leben rückversichert und hatten daher weiter nichts zu tun, als von den anderen Gesellschaften das Geld einzuziehen. Mein Bruder war von flein auf poetisch veranlagt und schrieb während seines Aufenthaltes in Oxfort zwei oder drei Stücke, die aber von den Londoner Theatern abgelehnt wurden. Ich brauche wohl Ihnen gegenüber nicht besonders zu betonen,“ fügte er mit äußerstem Ernst hinzu, „dah diese Stücke ganz hervorragend waren, wenn auch natürlich nicht ganz so gut wie die, die ich dann im Macready-Theater zur Aufführung brachte". „Das Macready-Theater war doch Ihr Eigentum, nicht wahr?^ fragte Larry, und der Doktor nickte zustimmend. (Schluß folgt) Storni ®cr 'S .u w; lid) in n d°. »•; eatah»«» hiati»" fei’ fielen6'' handel. land stsst zahl von seinen er bei das und delst und fof dustrie ka> lisielU' ist pffenW aellM. u raum c'nc kMen । haben ihm \ähe h-l erhöhunge gen eine solch deutsche ' sicheren Dirtschai .Forderur stimmen. Data n ton errich können. - Arbeiter terial in Volkswirt Batas ei ser in ! Gedars, 1 essen j>rc vor wen tienge die Ausm Zu gleich den Tsche handel g« eigenen Deutschlan aus ©tun dandelssir schuhe zu Lchuhgrv' gegen lionenobj endeten, scher Gr pflichtete, raumes direkt au1 Partner ansprüche Abnahme; nur noch ten deutle \n Ächdi Geschähe kachvnh und d:m und uns dieser 1 Kampf i Sein Ai die deut Alahnah ohne 0t bewerbsf Maße o und sons Unterstütz * Von lassung bet der 3M Nmigt 'Der' Frantr Aach der statistit fi 1929 bett otenlteic Frank- ? JM&: Ceftt N^gl. K Wirtschaft und Rrantfurt a M. 98. 8.8. 108 106,5 107 101 422 156,5 49,5 206 56,5 124,5 Banknoten. 53,5 50 125,5 120 222 152 221 152,75 406 235 155,5 ein. heit und io . 8 10 15 12 18 14 12 12 . 7 . S . 0 . 0 . 5 10 . 0 . 5 . 6 . 0 . 6 11 . 0 . 4 . 8 . 8 10 . 8 . 8 10 . 8 . 8 Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 302,5 235,75 421 325 239,5 156 108,5 194,13 53,5 56,5 50 203,5 22,75 91 206,75 56 64 64,25 MM. >m ÄedaktioMfch. sechs Monaten des Jahres 1928. Die Ausfuhr aus Frankreich nach Deutschland belief sich in dMl ersten sechs Monaten dieses Jahres aus 2 339 651 000 Franks gegen 2 960 638 000 Franks im gleichen Zeitraum des Vorjahres. * Diskonterhöhung der Neuyorker Bundesreservebank. Die Neuyorker Bundes- referoebank erhöhte ihren Diskontsatz von 5 Prozent auf 6 Prozent, also um ein volles Prozent. * Aus der saarländischen Maschinenindustrie. Die Rheinische Armaturen- und Maschinenfabrik vorm. Keuth & Zenner G. m. b. H., Saarbrücken, hat das Fabrikanwesen der in Konkurs geratenen Saarländischen Maschinenfabrik und Eisengießerei A.-G. in Rohrbach käuflich erworben. Die Firma beabsichtigt, ihre Eisengießerei, sowie die Fabrikationsabteilungen für Groharmaturen dahin zu verlegen. Die Fabrik in Saarbrücken bleibt weiterhin in Betrieb, und die freiwerdenden Räume sollen zum Ausbau der Dampf- und Wasserarmaturenfabrikation und der Metallgießerei verwendet werden. * Don der Frankfurter Börse. Die Zulassung der 1,40 Millionen Reichsmark neue Aktien der I. Brünina & Sohn A.-G., Potsdam, wurde genehmigt. i Der Warenverkehr Deutschland- Frankreich im ersten Halbjahr 1 92 9. Aach der französischen Ein- und Ausfuhreinzelstatistik für die ersten sechs Monate des Fohres 1929 betrug die Einfuhr aus Deutschland nach Frankreich in diesem Zeitraum 3 027 538 000 Franks gegen 2 176 469 000 Franks in den ersten tau wohnten dicht on n Sonntags sahen sic ten das Gezirp der pen," sprach der Far- uniden. tannen in der Kirche T?“ sprach ine fitau Hsch ,3a, Md das MN." Haus. chettsisch mit Mostrch- 295,6 231 408 312 236 105,6 191,25 51,5 54,5 Letzte Nachrichten. Eckener will über England fliegen. Hamburg, 9. Aug. (2DI23. Funkspruch.) Rach einem bei der Hamburg-Amerika-Linie eingelausenen Telegramm von Lord des „Graf Zeppelin" befand sich das Luftschiff heute früh 9 Uhr 2NLZ. auf 42,2 Grad nördlicher Breite und 40,4 Grad westlicher Länge. „Daily News" berichtet, Dr. Eckener habe der Zuversicht Ausdruck gegeben, daß der Zeppelin innerhalb von 45 bis 50 Stunden nach dem Abflug, also Samstag früh, sich über Südengland befinden werde. Lr habe erklärt, er beabsichtige über London zu fliegen „als freundschaftlichen Gruß für diese Stadt, und um der Londoner Bevölkerung Gelegenheit zu geben, das Luftschiff zu sehen". Um den Wetzlarer Landratspoflen. I Wetzlar, 9. Aug. Der Kr e i s t a g hat es in seiner heute vormittag stattgehabten Sitzung mit 14 gegen 13 Stimmen abgelehnt, den kommissarischen Landrat Miß für die endgültige Besetzung des Landratspostens Wetzlar dem Staatsministerium inBorschlagzubringen. Da der Kreistag nur Vorschlagsrecht hat, bleibt abzuwarten, welchen Beschluß das Staatsministerium in Berlin hinsichtlich der Besetzung des Landratspostens fassen wird. Heinrich Zille t- Berlin, 9. Aug. (WTB. Funkspruch.) Heinrich Zille, der Zeichner und Maler, der als Schilderer des Lebens im Berliner Proletariat bekannt wurde, ist -heute vormittag im 72. Lebensjahre gestorben. Eingesandt. 's -r Form und Inhalt alle»- unter dieser Rubrik 'sehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Rücksichtslose Radfahrer. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 6.5. 1. Nach § 111 des Zwangversteigerungs- gesetzes gilt ein betagter Anspruch als fällig. 2. Die gesetzlichen Versteigerungsbedingungen sind abänderlich. Die Beteiligten können vereinbaren, daß Aus- wertungshypotheken, auch wenn sie herausgebotcn worden sind, bestehen bleiben und deshalb im Vertilgungstermin nicht zu bezahlen sind. Die Vereinbarung müßte spätestens im Verfteigerungstermin getroffen werden. Wenden Sie sich zunächst vorsorglich an das Vollstreckunasgericht. Steinstrahe. 1. Aon den bei der Hausübernahme vereinbarten Rechten und Pflichten können Sie sich nicht einseitig loslösen. Der Einsitz bleibt also für den Verkäufer oder Uebergeber bestehen. Kommt es wegen der vereinbarten Verpflegung (gemeinschaft- sicher Tisch) im Falle Ihres Wegzugs zu keiner Eini- gung über die höhe des zu leistenden Kostgeldes, so müßte letzten Endes das Prozeßgericht entscheiden. 2. Sie können jederzeit Ihr Anwesen verkaufen, je- doch unbeschadet des bestehenden Einsitzrechtes und der sonstigen Rechte des Voreigentümers. Amst.»Rott. Boen.-AireS Brst-Antw- Thristiania. Kopenhagen Stockholm . HelimgforZ. ata (ten . . . London. . . Neuyork . . Paris. . » • Schweiz ». Spanien. . Japan . . . Dio de Jan. Wien in D- Lest- abflcft. !&>•:: Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Danup. . . Konstantin. Athen. . . Tanada . . Uru wat). . Cairo . . • h, aber frisch muß er ■ „Dreimal muh er M lm' sLust. Dl.) 18 tit.220 miet. Mtonb. ■ um 5»--i ab. 1 jmtien $arHcn 7 erste« und 5)r 21 n' an !Jun,w * SÄ’*"** ^ath«n in besseren Samisch 8- ^er und Dr. Seih ."esse 7, CBlü. vvlzhausen 41; oer Siegergruppe r "■ und zugleich >Mc3:0lollltab rpke, Elberseld,8>'.^ Ä6: 4 bis 5^ ", München, je 3l,y, ■ Dodah, Tlankenese um, und ßussvng furnier B erhielten usseldorf, ie 6 (biefe 'Pf M den Deutschen apitänleutnant v o n ramer,Dreslou,4: I Eppers, Han- ), 1. Dimer, Ham« Zutnietleikr. Kessel beik & rrh konnte kaum einen er ihn in so 9* chliche Duine erwah- deswegen - bevor ich nidjt eventuell irgend huldigender HalMg dies der 8 H gj tauscht werden, w , und ich übernahm, ai* " m erstenmal aus °>e Nm - Qüeiahoncn, id SesE notwem ;rieb Klienten, nen u« ausge- sehr ^ot9'„s ftanö «" chlen ®'V 6#" Ä Saat«’ t “'S i-b xdOS Larry- u ^ngetrvfsen, was darauf zurückzuführen war. daß die außenstehenden Kreise von dem Vorkommnis noch nicht informiert zu sein schienen. Stärker unter Druck lagen Glanzstosfaktien, bei einem Spitzenverlust von 6 Prozent. Aber auch Elektrowerte hatten stärker unter der un- günstigen Situation zu leiden. AEG., Licht & Kraft, Bergmann und Gesfürel gaben bis 5 Prozent nach: Siemens eröffneten sogar 7 Prozent schwächer. Am Chemiemarkt lagen I.-G. - Farben 4 Prozent schwächer. Stark angeboten waren noch Deutsche Linoleum mit minus 10,5 Proz., und Kaliaktien, die bis zu 6 Prozent einbüßten. Am Montan- markt waren die Rückgänge nicht so umfangreich. Die Verluste gingen kaum über 1,5 Proz. hinaus. Zellstoff Waldhof verloren 4,5 Prozent, während Aschaffenburg er knapp gehalten waren. Renten still, Ausländer leicht nachgebend. 2m Verlaufe war eine geringfügige Beruhigung festzustellen. Vereinzelte Rückdeckungen führten zu Besserungen um Bruchteile eines Prozentes. Glanz st offaktien konnten sich um 5 Prozent erholen. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld mit 7,5 Prozent etwas angespannter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1998, gegen Pfund 20,366, London gegen Kabel 4,8500, gegen Paris 123,94, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 33,60, gegen Holland 12,1160. — Tendenz: schwach. Berliner Börse. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". stellt, kann man noch eine freche Antwort bekorn- men. Dos Schild „Für Radfahrer verboten!" gehe sie nichts an. Es wäre angezeigt, daß das Feld- schütz- und Forstwersonal hier eingriffe und die Betreffenden zur Anzeige bringen wollte, damit dem Unfug gesteuert wird. Gr. Kampf um den deutschen Schuh. Der tschechoslowakische Schuhindustrien«» Bata, auf seinem Gebiete ein kleiner Ford, hat ferner IFirma in den letzten Zähren einen großen Teil des deutschen Schuhmarktes erobert. Er gehört zu denjenigen ausländischen Industriellen, die , sich in erster Linie an der Uebe rf re m düng der deutschen Wirtschaft und der Aus« Nutzung unserer durch Krieg, Inflation und Reparationspolitik geschwächten wirtschaftlichen Situation beteiligen. Herr Data bat eine M a | * senschuhprodukkion, sozusagen am laufenden Bande, aufgezogen und übersmtt diesen billigen Erzeugnissen den deutschen Schuhhandel. Es ist ihm bereits gelungen, m Deutschland festen Fuß zu fassen und eine sehr große Anzahl von Schuhgeschäften in der Achtfache rntt seinen Erzeugnissen auszustatten. 2hm kommt dabei das niedrigere Lohnniveau seines Landes und dessen geringere Vorbelastung mit Steuern und sozialen Abgaben zugute. Die. deutsche 2n- dustrie kann dem nur eine intensive Ratio n a- l i s i e r u n g entgegenstellen. 2n dieser Hinsicht ist offenbar noch nicht genügend geschehen, denn sonst wäre es den Tschechen sicherlich nicht möglich gewesen, in einem verhältnismäßig kleinen Zeit- raum einen so weitgehenden Einfluß auf den deutschen Schuhmarkt zu gewinnen. Allerdings haben ihm die niedrigen deutschenZoll- sätze Hilfe geleistet. Man droht jetzt mit Zoll- erhöhungen. um dem deutschen Schuh den nötigen Schuh zukommen zu lassen. 2n der Tat dürfte eine solche Maßnahme allein geeignet sein, die deutsche Schuhindustrie vor dem langsamen aber sicheren Untergang zu bewahren. Wer diesen Wirtschaftszweig aufrechterbalten will, muh der .Forderung erhöhter Ähuhzölle unbedingt zustimmen. Falls sich daraus ergeben sollte, daß Data nun in Deutschland selbst Produktionsstätten errichtet, so wird ihn daran niemand hindern können. 2n diesem Falle fänden aber deutsche Arbeiter Deschäftigung und würde deutsches Material in größerem Maße verarbeitet, so daß volkswirtschaftlich nichts gegen derartige Absichten Batas einzuwenden wäre. Außerdem wurde dieser in Deutschland nicht nut für den hiesigen Bedarf, sondern auch für bestimmte Exportmter. essen produzieren. Die Firma Data hat bereits vor wenigen Tagen in Deutschland eine Aktiengesellschaft gegründet, der eigens die Aufnahme der Schuhproduktion obliegen soll. Zu gleicher Zeit ist das Verhältnis zwischen den Tschechen und dem deutschen Schuhgroß- handel geklärt worden. Die Errichtung von eigenen Verkaufsstellen Datas in Deutschland hat gegen den Vertrag verstoßen, auf Grund dessen große und bekannte Schuh- Handelsfirmen ständig erhebliche Mengen Data- schuhe -um Vertrieb übernahmen. Die deutschen Schuhgroßhändler strengten deshalb P r 0 z e s s e gegen Data an, bei denen es sich um Millionenobjekte drehte und die schließlich damit endeten, daß Bata eine bestimmte Anzahl deutscher Großstädte kampflos hergab und sich verpflichtete, dort während eines bestimmten Zeitraumes keine eigenen Filialen direkt oder indirekt aufzumachen. Dafür haben sich die deutschen Partner bereitgefunden, von ihren Schadenersatzansprüchen abzusehen. Gleichzeitig sind aber ihre Abnahmeverträge aufgelöst worden. 2eht bestehen nur noch Lieferverträge Batas mit zwei kleineren deutschen Schuhhandelsfirmen, so daß wohl in absehbarer Zeit das Derkaufsneh durch eigene Geschäfte verdichtet werden wird. Das ist der Sachverhalt, der dem Abkommen zwischen Bata und d:m Klausner-Konzern zugrunde liegt und unseres Wissens bisher noch nirgends in dieser Deutlichkeit bekanntgegeben wurde. Der Kampf um den deutschen Schuh ist also im Gange. Sein Ausgang wird davon abhängen, wie weit die deutsche Schuhindustrie selbst bereit ist, durch Maßnahmen innerhalb ihrer Betriebe — die nicht ohne Opfer abgehen können — an ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu arbeiten und in welchem Maße andererseits die Regierung durch Zoll, und sonstige Maßnahmen diesen Bestrebungen Llnterstühung angedeihen läßt. «rief 4.191 58,52 111.92 20,388 Die hübschen Spazierwege in der näheren und erneren Umgebung der Stadt, im Philosophenwald, die schönen Wege im Schiffenberger- und Bergwcrkswald, der herrliche Anneröder Weg (Butterweg), das sog. Nizza, werden täglich von vielen, namentlich älteren und alten Leuten aufgesucht. Man will sich hier im kühlen Schatten des Waldes, in der frischen, gesunden Luft erholen und tärten und ist nicht dem lästigen Staub und Rauch )er Autos und Motorräder ausgesetzt. Dazu laden die Ruhebänke den Ermüdeten zur bequemen Rast Leider wird aber zur Zeit die alte Gewöhn- immer mehr allgemein, daß die Erholung Ruhe suchenden Spaziergänger auf diesen Wegen durch viele Radfahrer häufig erschreckt, gestört belästigt werden. Die Arbeiter mit ihren Rä- dern bleiben ja zumeist auf den neben den schmalen Spazierwegen hinziehenden Fahrwegen, oder steigen auf den Fußwegen vom Rad ab, bis sie vorbei sind. Aber die jungen Leute mit ihren Spa- zierfahrten sind vielfach sehr rücksichtslos; höchstens daß sie ganz in der Nähe ein kurzes Klingelzeichen geben, so daß ältere Damen mit Schrecken kaum noch rasch zur Seite, womöglich in den Graben treten können, um nicht umgefahren zu werden. Wenn man die Betreffenden zur Rede Berlin Schluß Anfang. Kurs ! Kurs Datum Phillvo Hoizmann Heidelberger Cement Tement Karlstadt...... Wayb 4 Freitag - Schultheis Patzenhofer . - • ; Cßroerte........ • ; 8et. Glanzstosf......: Bemberg...... • • BWaldhos.....' Aschaffenburg . . . enburger Wasser . . . Dessauer GaS........ Daimler Molaren...... Deutsche Maschinenfabrik . . Adlcrwerte Stiener Ludw. Loewe ...... Nat. Automobil . ..•••• Lrensletn & Koppel..... Leonhard Tietz Bamag-Meguin Franks. Maschinen Gritzner Heyligenstaedt Fungyan» Lechwerke Mainkrastwerke Nekarsulmer Peter« Union Bebr. Roeder Voigt 4 Haesfner...... Siidd. Zucker........ Geld 4,171 58,28 111,48 20,308 Schlub-1 1-Uhr Kur» \ Kurs 8.8. I 9- 8. 9. August Amtliche Notierung Geld ! Brie _______Berlin, 8. August Amerikanische Noten . . Belgische Noten . . . . . Dänische Noten . . . . » Eualische Noten... .» Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosteneti Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent. * Die Auslandanleihe der 5) e a g g e • nehrnigt. Das hessische Gesamtministerium genehmigte der Hessischen Eisenbahngesellschast A.-G., Darmstadt (Heag) die Ausgabe von 6,5proz. Schuld- Verschreibungen im Gesamtbetrag von 5 Millionen Schweizer Franken zum Zwecke der Deckung des Geldbedarfs für den weiteren Ausbau ihres Straßen- - , n w nr . , . bahnnetzes und die Ausdehnung der Hochspannungs- Berkin, 9. Aug. An der heutigen Dorfe leitung sowie für den Neubau von Transformatoren- traten natürlich alle Momente hinter der Jlicl- ftationen und für die Verbesserung der Stromoer- düng von der plötzlichen Erhöhung der Inrauna Reuhorker Diskontrate vonöauf Behringwerke 21.-®., Marburg. 2n 6 Prozent weit zurück. Diese Maßnahme der der G.-D. der Dehringwerke A.-G. in Marburg Reuhorker Federal-Reservebank wirkte wurde der dividendelose Abschluß für das Ge° wie ein Blitz aus heiterem Himmel, und man schäftsjahr 1928 29 genehmigt. Zu dem auf der versuchte, sich über die augenblickliche Lage klar Tagesordnung stehmiden Abschluß eines De- zu werden. Die große Frage ist, ob vielleicht im triebsübernahmevertrpges mit der 2.-G.-Farben- Zusammenhang mit der Haager Konferenz industrie wurde mitgeteilt, daß gemäß einer Der- politische Momente ausschlaggebend waren, oder einbarung mit den bisherigen Aktionären über ob auf diesem Wege, welcher über die amcrifani- 90 Proz der Aktien in das Eigentum der2.-G. sche Wirtschaft führen würde, gegen die Reu- übergeben und die 2. G. sich verpflichtet, für Yorker Dörse vorgegangen werden soll. Die Dör- die noch ausstehenden Llktien eine Dividende senkredite hatten nämlich in der letzten Woche von 6 Proz. für die Zukunft zu garantieren, drüben eine Anspannung erfahren und in den Es ist in Aussicht genommen, die Marburger letzten Tagen die 6-Milliarden-Grenze über» Betriebe der Dehringwerke bis auf weiteres schritten. Wie dem auch sei, die Tatsache der Dis- unverändert fortzuführen, während der Verkauf konterhöhung wirkte nach und man mußte nut ber Marburger Produktion in die allgemeine Auswirkungen auf die übrigen Geldmärkte rech- pharmazeutische Verkaufsorganisation der Lever- nen. Dor allem wurden wieder Befürchtungen kusener Fabrik der 2.-G.-Farbenindustrie ein- hinsichtlich der Londoner Diskontrate bezogen wird. Zweck der Zusammenfassung ist laut, und man hält es sogar für wahrscheinlich, die einheitliche Handhabung und Rationalisie- daß die Bank von England nicht mehr rung von Produktion und Berkaus auf dem bis nächsten Donnerstag zusehen wird, Serumgebiet. I sondern sich eventuell schon früher in 'Die gegen fteriums für Handel und Industrie wird die iigen toirö. Schon ^^örslichkonnte man recht Verschmelzung der rumänischen Petroleumgesell- I schwache Kurse hören und die ersten Rotie fAnfkm in OhtÄfifhf nolicllt und die Leiter der rungen entsprachen dann etwa den Erwartungen. Wstrie^Än «Ästarke Verkaufsandrang des Pu- naucn Studium zu unterziehen. Die Petroleum- I blikums blieb aber aus und es handelte sich bei im Vnnnt 3un 1929 verteilt sich auf der herauskommenden Ware in erster LiNle um die verschiedenen Gesellschaften wie folgt: Steaua Glattstellungen ^^Äe se^st, die sich gestern '"Pnmnnn 7im i'?nni 6RO41 DZaaaOns Sßetrol I noch cm verschiedenen Riärkten stärker nach oben Block 300 (301) Waggons, Colornbia 1400 (1493), beteiligt hatte. Die Kursrückgänge behmgen 1 bis Rournano Delge 510 (374) Waggons. Bei den 4 und bei bai f^^toeren CS^ten toie letzten Submissionen haben u. a. die Astra Ro- Reichs bank, Salzdetfurth, Deutsche mana und die Concordia teilgenommen .Für Linoleum, PolY Phon ' Schultheis toUCbm 140 000 M ™3 $t8oi. = Ä fQln 1 e®6 = n 'ruSig. OBaggon erzielt. Llblösungsschuld mit Auslosungsrecht schwächer. Frankfurter Börse. I Ausländer wenig verändert. Pfand- Gigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". briefe leicht nachgebend. Am hiesigen Geld- Frankfurt. 9. Aug. Die plötzliche und un- mar ft war eine Auswirkung der ^euhorker erwartete Erhöhung des Diskontsatzes hör -Reserve-Dank vonReu- blieben unverändert. Auch nach den ersten Kurien * » die war Mc Stimmung weiter ,-^-tch dm Kur e einen nachteiligen Einfluß ausübte. Man hatte gmgen bet geringen Umsätzen erneut um 1 bis die Befürchtungen einer Diskonterhöhung der 2 Proz. zuruck. Selbst der Wtge SjiSjL CBanl von England in den Hintergrund gestellt, I banka u s w e i s für die erste August Woche, so daß man schon recht ^sichtlich in die Zu- der eine Entlastting um 325 Millionen bei einer funft zu sehen glaubte. Aber dieses Vorkommnis Defferung der Deckung um 3 Proz. verzeichnete, drückte stark auf die Stimmung, und ganz er- I konnte hieran nichts andern. hebliche Kurseinbrüche waren die Folge. Frankfurter Getreidebörse. Die Spekulation blieb zwar abwartend, kam aber " später mit dem Material an den Markt, so daß Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers. die Rückgänge beschleunigt wurden. Die Rach- I Frankfurt a. M., 9. Aug. Zum Wochenwirkung auf die allgemeine Lage läßt sich bis schluh blieb die Stimmung lustlos und zur jetzt noch schwer überblicken, zumal die gestrige Schwäche neigend, obwohl das Angebot aus Reuhorker Dörse trotzdem fest schloß. Die Daisse- dem 2nlande nicht größer geworden ist. Drot- Partei hatte Grund, einen Vorstoß zu unter- getreiöe blieb behauptet, dagegen gab am Mehl- nehmen, was sich in 6en sonst bevorzugten Pa- markt Roggenmehl erneut 0,50 Mk. nach. Futter- Pieren stark auswirkte. Abschwächungen! mittel lagen vollkommen geschäftlos. Cs wurden bis zu 8 Prozent gegenüber der gestrigen notiert: Roggen 21,50 Mk„ Hafer (im.) 22, 2lbendbörse waren keine <^ltenheit. Eine beson- I Mais (gelb) 21,75 bis 22, Weizenmehl (fud- öere Deunruhigung war aber noch nicht zu et- I deutsches, Spezial 0) 38,50 bis 41,25, Roggenfennen. Das Geschäft bewegte sich in sehr kleinem | mehl 30 bis 31, Weizenkleie 10,50, Roggen- Rahmen. Größere Verkaufsorders waren noch nicht fiele 12 Mk. — Tendenz: ruhig. Berlin. 8. August Französische Noten..... Geld 16735 167,65 Brief 16,495 168,33 Italienische Noten...... 21,96 22,04 Norwegische Noten...... 111,58 112,02 Deutsch-Oesterr-, a 100 Kronen 59,08 59,32 Rumänische Noten...... 2,48 2,50 Schwedische Noten...... 112,13 112,57 Schweizer Noten ...... . 80,62 80,94 Spanische Noten..... . Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten....... 61,13 61,37 12,405 12.465 73,08 73,38 Frankfurt a M. Berlin Franyurt a M. | Berlin Gd)luB-l 1-Uhr Kur» 1 Kur» Schluß Kur- | ilnsang» Kure Schluh» Kurs 1-Uhr Kurs Schlutz-i Anfang» Kur« \ Kurs Datum 8.8. 9. 8. 8 8. 9.8. Datum 88. 9.8. 8-8- 9-8. 5% Dt. Retchtzanleihe v. i'Jz< . Dt. Anl.-Abiöf.-Schuld mit Au»- los.-Rechten......... Detgl. ohne Auklos.-Rcchte . . . 7% Franlf. Hyp.-Bt. Goldps. un- kündbar bl4 1932....... 87,5 52 10,4 2,4 1,925 22.55 19,75 21,9 1,85 7,6 7,525 7,525 122,5 114 126,5 128,25 210,5 184 277 169 154 160 306 52,1 10,6 1,9 - 120,25 113,25 182,5 159 299,5 87,5 51,7 10,65 2^5 22,75 1.85 7,7 7,85 7,85 122,25 114,4 126,5 128,25 211 184 277 169 153,75 160 306 51,9 11,6 1,85 L5 208 182,5 275 168 153 159 299 .................* Bergmann.......... Elektr. Lieferungen.....1» Licht und «rast......™ Felten & Gullleaume.....o Ses. s. Elektr. Untern.....10 Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. Elektr.........» Schics. Elektr........ 205,75 231_ 212,5 143 215 231,5 388 172 76 136,5 145 218 111,5 118,5 104 288 124,75 112,5 232,5 238 394 226,13 156 75 85 126,25 201,6 226,5 165 207,75 210 226,5 381 117,25 102,25 122,9 111 233,5 388 222,25 74?5 83 125,5 205 231,75 170 212,25 143,5 215 143,25 153,5 231,5 388 146 172 75,75 113,5 137,25 136,25 144 130,75 112,75 127 118,75 140,75 107,4 104 288,5 124,75 112,5 65,9 232 238 395 226,5 107 84,75 126 202,5 227,6 166,5 208,5 141 211 15? 226,6 381,6 171,5 74,13 111,5 134 134,25 128,5 213 110,25 124,25 116,13 139 84,5 106,9 102 285,25 122,25 110,5 65 229,5 234.5 389 I 222 105,5 82,75 I 125,13 4¥i% Rheinische Hyp^Bank Liqu.» (Kolbpf........... A.EGabg. Vortrieg». Obligation., 4% Schweiz. Bunderb^Anl.. . . 4% Oestcrreichische Goldrte.. . . Siemen- 4 Halske ..... 1* ................. Deutsche ErdSI ....... 6 Essener Steinkohle . . k Gelsenkirchener ... f. Vi 3- < Harpener..........« Hoesck Eisen. ...... ..8 Ilse Bergbau........» Kiöckncrwerke ......' Köln-Neuessea........» ManLselder. •••••• • • ’ Oberschlei. Ellenb. Bedarf. . . b Oberfchles. Kottwerke.....6 PhSntr Bergbau......5Vi Rheinische Braunkohlen... 10 Rhcinslabl . . . s.'/« Jahr Riebeck Montan......7,2 Bereinigte Stahl»......t Otavi Minen.......8 *h Sali Aschersleben.....10 Sali Westeregeln......10 Kaliwerk Salzdetfurth ... 15 I. <3. Farben-Industrie ... 12 Dynamit Nobel.......5 Scheide an statt..... 9 Goldschmidt.........5 4% Oesterreich, einheitl. Rte. . . 4% Ungarische ©olbtte.. . . . . 4% Ungarische Etaatir. v. 1910 . 4% Ungarische Lroncnrte..... 4% Zürf. Hollanleihe «.1911 .. 4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie I........... 4% deLgl. Serie II. ... • - - 4°/» Rumänen convert.Rte. . . - 4 i/j % Rumänen Goldanl. von 1913 ölig. Deutsche Eisenbahn . . 4Vi Lambuig-Amcrika Paket ... 6 Hamb.-Südam. Tampftch. . . 8 Hansa Dampsschiss.....10 Norddeutscher Lloyd.....8 Allg. Deutsche Credilanst. . • 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellsch. . . 12 Commerz, und Prioal-Bank . 11 Darmsl. u. Nationalbank . . 12 Deutsche Bank......10 Di-konto-Gesellschaft Ant.. . 10 Dre-dner Bank......10 Metallbau k......... ö ReichLbank........12 Metallgesellschaft......11 8. August Amtliche Notierun Geld 1 Brie 167.94 168,28 168,00 168,34 1,758 1,762 1,759 1,763 58,29 58,41 658,29 58,41 111,70 111,92 111,72 111,94 111,71 111,93 111,81 111,93 112,33 112,55 112,36 112,58 10,536 10,556 10,538 10,558 21,92 21,96 21,939 21,975 20,344 20,384 20,346 20,386 4.1945 4,2025 4,196 4,204 16,455 16,41 16,45 16,415 80,67 80,83 80,885 80,845 61,30 61,42 61,33 61,45 1,970 1,974 0,4995 1,970 1,974 0,4975 0,4975 0,4995 59,08 59,20 59,095 59,205 12,408 12,428 12,414 12,434 7,363 7,377 7,365 7,379 73,19 73,39 73,20 73,34 3,034 3,040 3,034 3,040 18,78 18,82 18,78 18,82 81,35 81,51 81,33 81,49 2,013 2,017 2,008 2,012 5,42 5,43 5,42 5,43 4,180 4,188 4,180 4,126 4,188 4,126 4,134 4,134 20.865 20,905 20,865 20,905 Kunst und Wissenschaft Gebür sch (Berlin) Magnetzündung. 6571v Der billige Samstag in der Weißen Woche bei Rosenau 6642A K Matödxmarsdi Tisch- u. Bettwäsche Damen-Wäsche Stück Stück Stück Stück Meter 2.95, 2.45, Stück Stück Stück KoltertQcher.Größel 50x250, Hohl Stück säum und ausgetfogt Stück Stück Meter 0.68, 0.58, 0.48, Stück Stück 1.25, 0.95, Sportkragen 4.75, 2.75, Stück Meter 0.48, 0.38, Meter 1.25, 0.98, Stück 3.95, 2.95, gute Qualität Stück 5.90, 4.90, Kretonne Auf alle anderen Bade-Artikel 6541A Himbeersaft Thams&Garfs Seltersweg 28 Seltersweg 28 Mäusburg 3 Bettdamast 160 cm breit.. Bettdamast Damen-Hemdhosen unter Preis, la Qualität . Stores in Etamin mit Einsatz und Spitze. Madras-Garnituren dreiteilig, hellgrundig .. TOIIborden extra billig...... Spannstoffe bis 130 cm breit Haustuch-Bettücher gute Qualität.......... Damen-Trägerhemden mit schönen Stickereien.... Damen-Trägerhemden mit guter Stickerei......... Damen-Hemden Schulterschluß, mit Stickerei Damen-Nachthemden kurzer Arm, breite Stickerei Damen-Nachthemden in guter Ausführung....... Nachtjacken aus kräftigem Kretonne.... Damen-Beinkleider offen, mit breiter Stickerei.. Damen-Beinkleider geschlossen, beste Qualität. Stehumlegkragen Stück ..................... Halbsteife Kragen Stück...................... Herren-Einsatzhemden 130cm breit, Meter 2.95, 2.45,1.95,1.65, Haustuch, 150 cm breit für Bettücher geeignet, Meter 1.95, T.65, Handtuchstoff Gerstenkorn, la Qual., Meter 0.65,0.45, Nessel Die schönsten Schuhe zu niedrigsten Preisen finden Sie im Kissen aus kräftigem Kretonne Kissen Damen- und Kinder- Sommer-Konfektion bis 50 Prozent ermäßigt! Herren-Schlafanzüge in aparten 40 *7E Farben, prima Qualität.............IU. lu K'seidene Wäsche Damen-Schlüpfer 4 Q in glatt u. gestreift, 4.50, 3.75, 3.25,2.95, I • v Damen-Prinzeßröcke t) 1 mit u. ohne Spitze, 6.50,5.50,4.75, 3.75, Z» I Auf Frottierstoffe u. Bademäntel 50% Rabatt Tupfen-Mulle, ca. 120 cm breit gute Qualität........Meter 1.75, 1.45, Landhaus-Gardinen tin großer Auswahl.. Meter 0.95, 0.58, Landhaus-Gardinen mit farbigen Effekten, teils Voils.. Meter 1.95, 1.75, Ein Posten Künstler-Decken in modernen Mustern, indanthrenfarbig, Stück 5.90, 4.90, 3.90, Bohnen-^ Schnaidaniasdimc Der Typ MLA für 3,5 Tonnen Nutzlast ist mit einer hervorragenden langjährig bewährten 6-Zylin- der-Maschine von 70 P. S. Leistung (Lizenz Maybach eigener Bauart) ausgerüstet. Außer diesen serienmäßigen Modellen baut Ma- girus auch schwerere Nutzsahrzeuge für jeden Zweck. Unter ihren weiteren Erzeugnissen nehmen Magirus- Omnibusse, Magirus-Aussichtswagen und Magirus- Feuerwehr-Fahrzeuge eine vorherrschende Stellung ein. Auf letzterem Gebiete hat sich Magirus die ganze Welt erobert. Herren-Oberhemden, weiß, erstklassige Fabrikate... .Stück 5.90, 4.90, Herren-Nachthemden aus gutem vor, die beide mit 6-Zylinder-Motoren ausgerüstet sind und konstruktiv alle Erfahrungen der letzten Zeit berüdfidjtigen. Der Typ M 1 für 2 Tonnen Nutzlast ist ein leichter, schneller und wendiger Lastwagen mit Magirus- Sechs-Zylinder-Motor von 55 P. S. Leistung mit Walltorstraße 12 t>6«A ausgebogt, sehr preiswert, Stück 1.45, Kissen bestickt, besonders preiswert.. .Stück Nessel-Bettücher Gr. 150x220, Gelegenheitskauf, Stück Meyer Gießen Bahnhofstr.30 richt erkennt unter Hinzuziehung einer kürzlich ausgesprochenen Strafe von einem Jahr zwei Monaten, auf eine Gesamtsi rase von zwei Jahren zwei Monaten Gefängnis. Längere Zeit nimmt die Verhandlung gegen drei frühere Postgehilfinnen und den Vorsteher eines oberhessischen Postamts .wegen Amtsverbrechens in Anspruch. Die weiblichen An. geklagten werden beschuldigt, eingegangene Fernsprechgebühren mit geringeren Beträgen verbucht und die Differenzen zur Deckung von bei ihnen entstandenen Fehlbeträgen verwendet zu haben. Dem Vorsteher wird zur Last gelegt, daß er die Beamtinnen zu diesen Unterschlagungen und Falschbuchungen verleitet habe. Aach der umfang, reichen Beweisaufnahme beantragt der Staatsanwalt Verurteilung der drei Postgehil,innen zu der Minimalstrafe von je sechs Monaten Gefängnis: bezüglich des Vorstehers erklärt er, er könne den Beweis für dessen Schuld nicht als voll erbracht ansehen, und stelle die Entscheidung ins Ermessen des Gerichts. Aach längeren Aus. sührungen des Verteidigers spricht das Gericht eine Beamtin frei, gegen die zwei anderen erkennt es auf die beantragten Strafen von je sechs Monaten und gegen den Vorsteher auf zehn Monate Gefängnis. Trotz einiger Bedenken habe das Gericht die Ueberzeugung von der Schuld dieses Angeklagten gewonnen. ifl Irich -Sal L SeitlOO Jahren unübertroffen geg. alle Verdauungsstörungen, Magenbeschwerden, Sodbrennen etc. 250 g 0.60, Tablette 0.25 u. 1.50. Nur echt m. d. Bilde des Erfinders. Berlin W 57 Neue Magirus-Laslkreflwagen mit 6-Zylinder-Motoren. Das Fabrikationsprogramm der Magirus-Werke n Ulm a.d. Donau sieht serienmäßig zwei Typen Orlowski (Berlin): von Paul S t r e ck e r eins, zwei, drei, im Handumdrehen haben Sie einen Korb Bohnen ohne Anstrengung geschnitten. So eine Bohnenschneid- maschine gehört einfach in jeden Haushalt. Warum wollen Sie sich auch immer die Mühe machen, die Bohnen mit dem Küchenmesser zu schneiden und sich dabei die Hände verderben? Denken Sie auch an die kostbare Zeit, die dabei verloren geht? Sehen Sie sich meine Bohnenschneidmaschine neuester Konstruktion an, lassen Sie sie sich Im Gebrauch vorführen und ihre besonderen Vorteile erklären. Sie werden über die Leistung erstaunt sein. Meine Bohnenschneidmaschine ist trotzdem nicht teurer wie weniger gute, und Ist mit ihrer Emalllelackierung ein Schmuckstück für Ihre Küche. 0476A 3. 3. HA U3ER. GIESSEN AM OSWALDSCARTEN______ Weißwaren Hemdentuch O gebrauchsfähige Ware, Meter von U. Mako, imitiert fi f. bess. Damen-Wäsche, Meter von U« Linon, prima Qualität Meter 1.10, 0.95, 0.88, 0.75, '/, Fl. 95 Pf., 7, Fl. Mk. 1.70 Gardinen Schelben-Gardinen mit schöner Spitze... Stück 0.58, 0.48, Stores in geschmackvoller Ausführung.........Stück 5.90, 350, Erweitertes Schöffengericht Gießen. • Gießen, 7. August. Ein mehrfach wegen Betrugs vorbestrafter Musiker in bereits vorgerückten Jahren hat sich wiederum wegen Be. trugs und zwar im Rückfall zu verantworten. Er soll sich auf eine von ihm angefertigte Sammelliste zugunsten der Mitglieder der Kurmuslk in Bad-Aauheim kleinere Beträge erschwindelt haben. Er ist erst vor kurzer Zeit wegen ähnlicher Betrügereien zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Da der Beweis lückenhaft bleibt, auch eine Verurteilung wegen der neuen Straftaten um deswillen nicht eintreten kann, weil letztere mit den zuletzt abgeurteilten Detrugsfällen eine fortgesetzte Handlung bilden würden, erfolgt Freisprechung. Ein trotz seines jugendlichen Alters schon wiederholt wegen Diebstahls vorbestrafter auswär. tiger Bäcker ist eines weiteren einfachen und schweren Diebstahlsim Rückfall angeklagt. Er hat Uhren, Kleidungsstücke, eine Geldbörse mit Inhalt ufto. gestohlen, teilweise durch Aufbrechen von Behältnissen. Der Angeklagte ist in vollem Umfange geständig und bittet, ihn m>ch einmal mit einer Zuchthausstrafe zu verschonen. Das Ge. Damast-Bezüge, Größe 130x180, Ä Qß besonders vorteilhaft...........Stück "teuU Handtücher Gerstenkorn-Handtücher.. .Stück O.5O Damast-Handtücher........Stück 1.13 Gläsertücher, extra billig......Stück 0.20 Gläsertücher, prima Qualität. .Stück 0.58 Spültücher..................Stück 0.20 Staubtücher.................Stück 0.22 Herren-Artikel tempera von Hcms „Jünglinge", Oelbild (Paris). Das Oelbild „Frau in Gedanken" von Mario Tozzi (Paris) wurde von der Städtischen Kunsthalle in Mannheim (Dr. Hartlaub) er- Damen-Strümpfe Flor-Strümpfe, gute Qualität, 0.68 u. 0.48 Mako-Strümpfe..............1.25, 0.95 Künstliche Waschseide.....1.25,0.98 Bemberg, Blaustempel.............1.95 Damen-Sportstrümpfe..........0.85 Herren-Socken............von 0.62 an worben. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 10. August. Vorabend 7.30 Uhr: morgens 8.30; Dersas- sungsseier; abends 8.05 und 8.45 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 10. August. Freitag abend 7.20 Uhr; Samstag vormittag 8; Feier des Verfassungstages; nachmittags 4; Sabbatausgang 8.45. Wochengottesdienst morgens 6.15; abends 7.15 Uhr. Ausstellung „Der schöne Mensch" in Darmstadt. Cs sind folgende Verkäufe zustande gekommen: „Weiblicher Halbakt", Oelbild von 3ofe Togo- res (Barcelona); „Franziska", Oelbild von Theo Akte vor Bergen", Oel- Einen schönen Gummiball erhalten Sie solange Vorrat reicht Freitag ♦ Samstag ♦ Montag beim Einkauf von '/, Pfund unseres Qualitäts-Kaffees Stets frisch geröstetI Konsum-Mischung.........Pfund Mk. 1.60 Perl-Mischung .............*/, Pfund Mk. 1.80 Spezial-Mischung.........*/, Pfund Mk. 1.90 Wiener Mischung.........*/, Pfund Mk.2.00 Westindische Mischung Pfund Mk. 2.10 Mexiko Riesenbohne.....Pfund Mk.2.40 Bananen Pfund 50 Pf., Zitronen 3 Stück 25 Pf- DiiriHinnniihinr Vanille, Mandel, Zitrone, Him- rUOuingPUIVer beer.Erdbeer,' . Pfd. nur25 Pf.