Seit 1895 Wl6 s^Pfd. -yx4 _ fürjllk MM Z|’?«W5 TekHemWUj Büfetts ten-Elnrichtungen rräder lkommrch unö Vrsie k Ot. !8er tm HeMwü n billigeren pllise am rma rtefl, Senn: 6 Ma nur 63#, gm pa if ntuil Do tam Ma, I [d ou| ta H mmani ttooe fdiraftn.' ecsiklassigeL ZahuaS in Sa i Cunütfll öes HWMtd r einen cüM Wem Peri- irr öajür ök ßtioatji, öaß :tü in dem Egen Ott, Alle „W'ttyugit -hvheLftvMunbcibsM 10116. «werke&G. loh/Westfalen fabnkinBid^ len »eiten trahe.-^; iatratze--Mk'®' matratzeMk9'" qcii ..... .....>t.Mk.0.5° nio$, *ä>" ibel ~ 5851A araud«1' n# seh TelePhon211 Nr. 157 Erster Blatt 179. Jahrgang Montag. 8. Juli 1929 Erscheint täglich.außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener FamilienblLtler Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Siehrn. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. GietzenerAnzeigek General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfilätr-Vuch- und Zteindruckerei «.Lange in Gietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratzel. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Will). Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriotx für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Hilfe für die Landwirtschaft. Don Dr.-Zng. Gothein, ehem. Michsschah- minister. Nachdem der Enquete-Ausschuß seinen Bericht über die landwirtschaftlichen Verhältnisse veröffentlicht hotte, war für den ihn ernsthaft Studierenden kein Zweifel mehr über die furchtbare Notlage der deutschen Landwirtschaft. Im „Deutschen Volkswirt" l)abe ich seine Ergebnisse damals unter der Ueber- schrift „Katastrophe der deutschen Landwirtschaft" ausgewertet. Die seitherige Entwicklung hat mein damals stark bestrittenes Urteil leider bestätigt. Aus der Tatsache, daß die landwirtschaftlichen Klein- unb Mittelbetriebe eine weniger gefahrdrohende Verschuldung auswiesen, als die Großbetriebe, glaubten damals weite Kreise schließen zu können, daß in jenen kein Notstand besteht und man allein durch Aufteilung der Großbetriebe gesunde Verhältnisse zu schaffen vermöge. Inzwischen hat man erkannt, daß es auch diesen überwiegend sehr schlecht geht; daß der Bauer sich meist nur dadurch zu hallen vermag, daß er seine und seiner Familienmitglieder Arbeit weit niedriger als die eines gelohn- .i«n Landarbeiters bewertet. Daß darüber aber auch gerade aus diesen Kreisen die Landflucht rapid wächst. Ursache der Notlage der Landwirtschaft ist, daß die Preisschere zu ihren Ungunsten klafft, d. h. daß der Großhandelsindex für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Mai d. I. bis auf 122,3 gesunken war, der für die von ihm benötigten Produktionsmittel aber 138,2 und für industrielle Fertigwaren - Konsumgüter 172,3 stand. In Wirklichkeit stellt sich das Verhältnis noch weit ungünstiger, da bei den gestiegenen Frachten und Zwischenhandelsspesen die Erzeugerpreise beträchtlich unter den Großhandelspreisen des großen Marktes liegen, während aus den gleichen Gründen die Preise für die vom Landwirt bezogenen Konsumgüter noch weit mehr gestiegen sind, als deren Großhandelsindex erkennen läßt. Ueberall in der Welt klafft die Preisschere zu Ungunsten der Landwirtschaft. In den Vereinigten Staaten, in Kanada, in Argentinien, in Rußland, Polen, den Balkanstaaten usw. wird darüber aufs lebhafteste geklagt und man ist namentlich in den ersteren ebenfalls bemüht, ihr von Staats wegen a * °uiouref k RQn* Senina?;.M n wollte nho, .,einem «tainitium S,lil ^Parat n Q ch Ä3-te 'S1-»* ufammen. Da'Z^^ ibifc".?; ®"r* “woitii*” ™ onHetSüfieauf " ™ “«em giUeüog't ’rtfeft in Wrnerita. rl Verlehte. »ÄM 4 emen Brand, der ündung von ®a- en hvlzgalerien töen war, eine Pa. auscnd Zuschauer slüch. ^e von den Galerien. ertPersvnen bet« 0 haben schwere Am», erlitten. Frauen und dergetreten. Biele lehungen, als sie den ersteigen versuchten, der 'Sorte. B. Funkspruch.) Nach der vamstag kam im heutigen t nur zögernd in Tang, r weiter freundlich zu (ein, ffe für Montanwerk fest- n günstigen Rheinstahlbe- regt eine weitere leichte rttes an. Mm Seoifen- in gegen Paris 123,96, 2,68 bis 92,12, London bon gegen Äabel 4,8490, Herla^e. 1QS £ w etoA .............- nw'“c’ lu . .cä V ■Art** „I [Uifl9 @r°D ratlSlügk- < unter ’Äfe -S'-As •.-.SÄ’S •S&ä Gießener Hochschulgefellfchast Licht« iitroer". — Tageskolendcr für Monta spielhaus, Bahnhofstraße: „Der lustige „Tommy der Filmstar" und „Liebe inacht seekrank". — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterburecru wird uns geschrieben: Mit dem Konzert, das die Intendanz des Stadt- thectters mit den Kuban-Kosaken in der Volkshalle veranstaltet, steht dem Gießener Kunstpublikum ein besonderer Genuß bevor. Das Konzert findet Dienstag, 9. Juli, abends 8 Uhr statt. aich aach, trotz meine 70 Soafjr, die aich in-* zwische uff de Buckel geerwet hun. Hannes aus Owerhesse. P o st s ch t r i k t r u m. Den Zug von gest hun alch mer aach aageseh, doch brach aich dodriber naut zc berichte — das überlaß aich dem Berichterstatter vum Gäißer Anzeiger. Taten für Dienstag, S. Juli. Sonnenaufgang 3.53 Uhr, Sonnenuntergang 20.16 Uhr. — Mondoufgang 6.45 Uhr, Monduntergang 22.29 Uhr. 1440: der holländische Maler Ian von Eyck in Brugge gestorben: — 1826: Schillers Gattin Charlotte, geb. von Lengefeld, in Bonn gestorben. Bornotizen. Nervenkranke u.Nervös-Erschöpfte. Spezlalknranstilt Hof heim Im Taunus bei Frankf.a.M. — Prospekte durch Aus Oer provinzialhaupistadt. Gießen, den 8. 3uli 1929. Zom Gäißer Schitzefest. Es sein geroade dreißig Iouhr seit dem letzte Gruße Schihefe st verstriche. Aich will veyzehle, woas mir vun damals noch in Erinnerung is. „Schosch", saht aich gou meint Rachbvar, „aich giehn morse nach Gäiße uffs Schihesest, wann de mitwillst, dann richt dich druff, um väire Auer morje frieh treffe mer uns oam Dahnhob." Schosch war aach pünktlich am Bahn- hob. hott sei Leddertasch imhänge, sei Tuwacks- peif guckt aach aus'm blohe Kittel, un wäi mer ingestigge sei, kom aach scho dem Schosch srt Drannteweibuddelche zom Dorschen „Mer kann nett wisse, ob mer bei dem Gedräng in Gäiße ebbes krieht, e Worscht un Dotterbrut hun aich in meiner Tasch: aich denk, mer haales aus, bis mer Widder derhaam sei." In Grünberg mußte mer imsteihe, der Zug war abber schoo su ge- schtobbte voll, daß mer kaan Platz mieh krooche. Dix wäi enuff in e offene Guterwage. wäi der in Gäiße ankam. mahnt mer, es wär e Waggon voll Manns- und Weibsleutsköpp druff, so hawe se obe raus geguckt. Rooch em kortze Frühschtick im Schipkapaß hun mer tms dann däi Alff- stellung des Festzugs aageseh: wäi er aber kaum sich in Bewegung gefaßt hott, da gung e Regewetter lus, wäi mir Bauern es uns väier Woche vor der Heuernt nett besser winsche konnte. Gedretscht hott es, sahn aich, daß den Leute im Zug ind den Kinnern uff den Festwage de Klaader am Leib gepappcht sei. Der ganze Festplatz uffn Tribb war e grüß Psih, un etge» sunke in Schlamb is mer bis über die Knöchel. Der Festzug war recht schee un lang, die Musiker habe geblvoße, als wollte se de Regewolke f ortbloohe, aber es hott all naut gebatt, der Rege hott nett uffgehiert, aach die folgende Täg nett. Ob sich der Herr Regegott über den Reptun geärgert hott, der mit seiner Gabbel uffm Festwage gehockt hatt un en Zwicker uff der Ras' trug, domit er die viele patschnaß gewordene Zug- teilnehmer un Zuschauer ordentlich sehe könnt, scheint mer möglich gewese ze sei. (Daß mer nach bei Uffftcllung des Festzugs uff ahle Zette zurückgegrifse hott, is mer im Hinbuck uff des letzte Gleibergfest erinnerlich. Do woar zu sehe wäi se mit ihrer nach dem Sturm uff de Gleiberg eroberte Deute abzoge, en ganze Wage voN allerhand Zeug in Kiste un Sack verpackt. Do war aach e Kist uffm Wage, do stand druff „Maggis Suppenwürze". Aich hun wahrhaftig nett gewißt, daß mer im 13. Jocchr- hunnert die Supp' schonn mit Maggi gewerzt hott. Da sieht mer Widder, daß mer alt toerrn kann wäi e Kuh un immer noch dazu lerne muß. Tlnser Päcmer. den aich die Geschicht von der Suppewerz verzehlt hunn, saht, so e Anna Krohnismus (woas dos sir e lateinisch Weibsbild is, Waas aich nett) käme alsemool vor. Däi Geschicht vum ahle Fritz, der sich beim Bahnwärter e Kapp' gelehnt hätt, damit sei nauer Hout nett nah geworde is, is noch lang nett däi schlechtste.) Ra, mer hun uns doch amefiert uff dem Schäkßplatz, aan Schuppe nach dem annem getrunle, un fein dann owends, mit t>em letzte Zug haamgefoahre, aber nett im Osse- toage, sondern im Kubbee dritter Klaff un hun dehaam verzehlt, woas mer all gesehe hatte. Doah nach dem Schitzefest die grüße Fest- hall' abgebrannt is, bis uff die Stumpe von bene Dank- und Tischbaa, hun aich im Gäißer Anzeiger gelefe. Hoffe mer daß beim jetzige Schitzefest gout Werrer is, dann kurnrn Am Samstagnachmittag hielt die Gesellschaft von Freundenund Förderern der Uni« cerfität Gießen (Gießener Hochschul« g e s e l l f ch a f t) unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Prooinzialdirektors Graes (Gießen), im Uiiiversitätsgebäude ihre diesjährige Jahres- t a g u n g ab. Oie geschäftliche Hauptversammlung sand in der kleinen Aula statt. Nach Begrüßungsworten an Se. Magnifizenz den Rektor der Landes- - Universität, Prof. Dr. Herzog, und die übrigen Mitglieder erstattete der Vorsitzende, Provinzial- direktor Graes, den Jahresbericht des Vorstandes. Den Ausführungen entnehmen wir folgendes: Zu- nächst wird in dem Bericht mit ehrenden Worten der im Geschäftsjahre 1928 verstorbenen Mitglieder Geh. Medizinalrat Prof. Dr. B o st r o e m (Gießen), Geh. Kommerzienrat Adolf Clemm (Mannheim), Prof. Dr. K n e l l (Gießen) und Bankdirektor König (Gießen) gedacht. Die Zahl der Mitglieder ist erheblich gestiegen. Die Hochschulgesellschaft trat | mit 637 Mitgliedern in das Jahr 1928 ein, am 31. Dezember 1928 verzeichnete sie 757 Mitglieder, eine Zahl, die die bisher erreichte Höchstzahl des Jahres 1922 um annähernd 100 Mitglieder übertraf. In dem Bericht sagt der Vorsitzende dem Exrektor Prof. Dr. Rosenberg, der anläßlich des Jubiläums der Hochschulgesellschaft im Jahre 1928 dieser eine große Zahl von neuen Mitgliedern aus dem Lehrkörper der Landesuniversität zugeführt hat, herzlichen Dank. Weiter wird in dem Bericht u. a. gesagt: Das Jahr 1928 war für unsere Gesellschaft insofern von besonderer Bedeutung, als am 30. Juni 1928 das 10jährige Bestehen der Gießener Hochschulgesellschaft gefeiert werden konnte. Bei der Tagung wurde der Landesuniversität eine Jubiläumsspende in Höhe von 61000 Mk. überwiesen. Don diesem Betrag waren 31 500 Mk. bon den Spendern für genau bezeichnete Zwecke sestgelegt, während der Restbetrag mit 29 500 Mk. der Landesuniversität zur freien Verfügung überwiesen wurde. Rach einer Mitteilung des Herrn Rektors ist über diesen Betrag in folgender Weise verfügt worden: Zur Errichtung eines Instituts für hessische Landesforschung wurden 22 500 Mk. bestimmt: ' dem Juristischen Seminar wurden, insbesondere zur Förderung der deutsch-oster- reichischen Rechtsangleichung, 5000 Mk. überwiesen: Herrn Professor Cßictor wurden für fein Seminar 2000 QTlt. zur Verfügung gestellt. Der Vorstand der Gießener Hochfchulgefellschaft hat sich mit dieser Verwendung der Mittel einverstanden erklärt. Das Jahr 1928 ist als ein Jahr langsamen und gesunden Ausstiegs zu bezeichnen. Linser Dermögensstock, den wir nach den Jahren der Jnslation wieder sammeln konnten, tft von 27 595,12 Mk. am 31. Dezember 1927 auf 30 357,90 Mk. am 31. Dezember 1928 angewachsen. Die Mitgliederbeiträge haben ebenfalls eine Steigerung erfahren, und zwar von 9790,40 in 1927 auf 11520,50 in 1928. Während wir in 1927 nur 7060 Mk. an Spenden und einmaligen Beiträgen zu verzeichnen hatten, flössen uns im Jahre 1928 15 100 Mk. dieser Art zu. Die erhöhten Mitgliederbeiträge, Spenden und Zuwendungen sehen uns in den Stand, der Universität und ihren Instituten reichlichere Unterstützung zuteil werden zu lassen wie in früheren Jahren. So konnten an einzelne Seminare, Institute, für die Ferienkurse und zur Veranstaltung eines wissenschaftlichen Höhenfluges vom Flughafen Gießen 9875,25 Mk., ferner für das Kunstwissenschaftliche Institute 10 000 Mk., und für musikwissenschaftliche Zwecke 2400 Mk. zur Verfügung gestellt werden. Der Abschluß des Jahres 1928 laßt uns hosscn, daß auch das laufende Jahr eine weitere Stärkung der Hochschulgesellschaft bringen wird, wenn wir alle unsere Schuldigkeit tun. Wir dürfen uns mit dem bis jetzt Erreichten nicht zufrieden geben, denn hierdurch würde unsere Werbearbeit erlahmen. Helfen Sie alle mit, daß es vorwärts und aufwärts geht. Der Jahresbericht wurde ohne Aussprache genehmigt und dem Vorstand und Verwaltungsrat einstimmig Entlastung erteilt. — Bei den Wahlen wurde der turnusmäßig aus dem Vorstand ausscheidende Fabrikant Rinn (Gießen) einstimmig rote- dergewählt; ebenso einstimmig wurde auch eine große Zahl turnusmäßig aus dem Verwaltungsrat ausscheidender Herren wiedergewahlt. An Stelle der verstorbenen Verwaltungsratsmitglieder Prof. Dr. Leu tert (Gießen) und Fabrikdirektor May (Gießen), sowie zweier weiterer ausgeschiedener Mtt- alieder wurden einstimmig neu in den Verwaltungsrat gewählt: Prof. Dr. Junkers (Dessau), Dr. Alfred Bock (Gießen), Prälat D. Dr. Diehl (Darmstadt) und der Bischof von Mainz, Dr. H u g o. Damit war die Arbeit der Hauptversammlung erschöpft. ___________________ Nach etwa halbstündiger Pause schloß sich dann im großen Hörsaal die außerordentlich stark besuchte Festsitzung an. Nach kurzen Begrüßungs- und Einführungsworten des Vorsitzenden brachte das Collegium musicum der Universität unter der Leitung des Universitätsmufikdirektors Dr. T e rn e s v a r y G. B. Pergoleses Orchester - Trio 6-Dur zu Gehör. Hierauf folgte der Festvortrag von Prof. Dr. Aubin, Gießen über das Tbema „Völker und Staaten an der deutschen West grenze". Hier, im Westen, hatte man sich bis zum Weltkrieg, in einer gewissen Saturierlheit, um diese Fragen nicht mehr gekümmert, nachdem der Friede von 1870 anscheinend die Lösung gefunden hatte. Im Osten, wohin die schweren, aber auch befruchtenden Gewitterwolken des Nationalitätsprinzips, von Westen heranziehend, am spätesten gelangt waren, blieb das Problem immer lebendig. Seine Struktur aber hat sich heute gewandelt. Das Nationalitätsproblem ist ein oolks- und politisches, kein taatliches Problem mehr. Die durchgehende Tendenz in der neueren Oe« chichte geht zunächst sichtlich auf eine Entwicklung zum Nationalstaat hin, auch wenn dies zeitweise durch andere Strömungen (Imperium, sacerdotium) verschleiert wurde. Frankreich hat diesen National- taat früh, Deutschland relativ spät ausgebildet. Allerdings ist der Begriff der Nation bei den beiden Völkern von Grund auf verschieden. Für den Deut- chen bedeutet die Zugehörigkeit zum gleichen Sprachoerband, Verwurzeltfein im Heimatboden und Verwandtschaft des Blutes, den Begriff „Nation" (so etwa wurde er von der Romantik geschaffen): für den Franzosen heißt Franzose fein, nur „parti- ciper ä la gloire de la France", nichts weiter. Infolgedessen hat Frankreich auch niemals den Versuch einer Lösung der Nationalitätsfrage angeftrebt, ist nie darauf bedacht gewesen, die Probleme, die sich durch Andersartigkeit der Sprache und Rasse ergaben, befriedigend auszugleichen. In Deutschland weiß man erst seit Ernst Moritz Arndt, und auch da vorläufig nur vereinzelt, daß es deutschen Volksboden, eine deutsche Nation gibt, „so weit die deutsche Zunge klingt". Der Friede von 1870 brachte die dem Ideal, Sprachgrenze identisch mit Staats- grenze, am nächsten kommende Lösung, die aber noch ein Kompromiß aus Nationalitätsprinzip und Sicherheitsprinzip darstellte. Je nach seiner Struktur hat der Staat zur Frage der Nationalität eine verschiedene Haltung eingenommen: Das lockere Gefüge des mittelalterlichen Staates, der so viele fremdartige Elemente in sich vereinigte, ist zumeist in Einzelterritorien, in Ein- zelkorporationen, mit Sonderrechten aufgelöst. Das Nationalitätsrecht, das man besonders unter dem Gesichtswinkel des Sprachenproblems zu betrachten hat, bleibt unangetastet. In zweisprachigen Grenzgebieten bedient man fick), den lokalen Verhältnissen entsprechend angepaßt, jeweils der einen ober der anderen Sprache. (Deutsch ober französisch.) Der absolutistische Staat hingegen hat alle regionalen Strömungen ifnterbrürft; allerbings mehr zugunsten eines absoluten Zentralismus, als aus vorgefaßter Feindseligkeit gegen bas Nationalitätsprinzip, Lubwig XIV. erläßt die ersten rigorosen Edikte, die allen, auch den anders sprechenden Be- Dölferungsfreifen (Deutsche, Katalaner u. a.) Französisch als alleinige Amtssprache vorschreiben. Diese Tendenzen werden, so merkwürdig dies auf den ersten Blick scheinen mag, von der französischen Revolution i. a. von einem kleinen Zwischenspiel abgesehen — fortgesetzt. Echte „Fraternite" verbürgt nur eine allgemeine Spracheinheit aller, nur sie ist bas Bollwerk gegen Pfaffenwirtschaft, Aberglauben unb Abelsherrschaft (Konventsrebe ClaparLdes, 1794). Der moderne parlamentarisch-demokratische Staat hingegen möchte allen Bevölkerungsgruppen, auch den Minoritäten, zu ihrem Recht verhelfen. In einem großen historischen Ueberblick. der mit der Teilung des Karolingerreiches (843) begann, und der die großen Urnrihlinien bis zum heutigen Tage zeichnete, entrollte Professor Aubin die Hauptsakta des wechselseitigen Kampfs um die Westgrenze. Rachdem er den Verlauf der Sprachgrenze, die fast durchaus konstant btteb, geschildert hatte, zeigte er die stetigen Verschiebungen an der Staatsgrenze. Die Romanen waren zunächst im Hintertreffen: es gehörten weit mehr romanische Gebietsteile zu Deutschland, als umgekehrt deutsche zu Frankreich. Der germanische Vorsprung wird aber bald wettgemacht und seit der Besitzergreifung von Metz, Toul, Verdun (1552) und dem Erreichen der Dierströmegrenze (Schelde, Maas, Saöne, Rhone), geht die Ausdehnungstendenz Frankreichs in einem unerhörten Expanfionsbedürfnis bis an den Rhein (Gewinnung von Elsaß im Westfalischen Frieden), und darüber hinaus (Rapoleon). Einen solch unersättlichen Trieb nach Gebiets- ertoeiterung, der von geographischen, nicht von rechtshistorischen oder sicherheitspolitischen Erwägungen getragen war, kannte man in Deutschland, das sich mehr mit dem Süden und Osten beschäftigt hatte, in bezug auf Frankreich nicht. Gegen dies Vordringen Frankreichs ist von deutscher Seite ein zweimaliger Rückstoß erfolgt, 1813/14 und 1870. Der Friede von 1919 hat die glücklich angebahnte Lösung der Rationalitäten- frage zunichte gemacht, obwohl er vorgibt, auf dem Rationalitätsprinzip aufgebaut zu sein. Es ist jedoch nicht zu verkennen, daß nicht nur bei uns, wo die Gesetzgebung zum Minoritäts- Problem vorbildlich genannt werden darf, sondern auch in anderen Ländern diese Fragen eine Rolle spielen. Der belgische und der französische Regionalismus, die Forderungen der Kroaten, die Autonomistenbewegung im Elsaß sind sichtbare Zeichen dafür. So kann man auf einen sich anbahnenden Ausgleich und eine gegenseitige Anerkennung des Rationalitätenprinzips hoffen. Dr. G. E—. Mit G. B. Pergoleses Orchester-Trio B-Dur, vom Collegium musicum der Universität unter Dr. T e - m e s o a r y vorgetragen, fand die eindrucksstarke geistige Feier ihren Abschluß. Am Abend trafen sich die Mitglieder mit ihren Damen zum Abendessen im Klub. ♦* Schützenfest unb Reich sbahnver« kehr. Der Beginn des Gießener Schützenfestes am gestrigen Sonntag brachte für die Reichsbahn einen, gegenüber den gewöhnlichen Sonntagen erhöhten Fern- und Nahverkehr, der jeboch keine außergewöhnlichen Ausmaße annahm, unb — wie wir von zustänbiger Seite hören — reibungslos bewältigt werden konnte. Die Einlegung von Sonderzügen aus Anlaß des Schützenfestes in Gießen war nicht erforderlich. •• Aus dem Gießener Standesamt s- re gift er. Es verstarben in Gießen in der Zeit vom 15. bis 30. Juni: 16. Juni: Elisabelhe Karpf, geb. Wießner, Wwe., 76 Jahre alt, Löwengasse 11. 18.: Lina Decker, geb. Schlau, 46 Jahre alt, Steinstraße 76. 19.: Philipp Wilhelm Decker, Kaufmann, 40 Jahve alt, Dammstrahe 36. 20.: Johanna Windisch, ohne Deruf, 62 Jahre alt, Frankfurter Straße 29. 22. Bernhard Karl, Kaufmann, 22 Jahve alt, Kveuzplatz 3. 24.: Karoline Schmidt, geb. Pfeiffer, 57 Jahre alt, Schloßgasse 15. 26.: Frida Lina Hildebrandt, geb« Ostevtag, 33 Jahre alt, Gnauthstratze 24. Elisabeth Weber, geb. Schuchmann, Ww., 58 Jahre alt, Wetzlarer Weg 17. 27.: Elvira Karola Henriette Luise Klara Reinschmidt, ohne Berus, 19 Jahre alt, Alicenstraße 16. 30.: Anneliese Gebhardt, 2 Monate alt, Kai.se rallee 105. Justizrat Otto Hamburger, Rechtsanwalt, 59 Jahre alt, Seltersweg 35. Christian Johannes Weih- beck, Schlosser, 22 Jahre alt, Dleichstraße 12. ** Der Frauenverein der Petrus« gemeinde veranstaltete am Donnerstagnachmittag zu Ehren seines 100. Mitgliedes einen Ausflug nach der Bergschenke, wo die Mitglieder unter der Leitung von Pfarrer Lic. Waas bei Kaffee unb Kuchen eine wohlgelungene Feier veranstalteten. Pfarrer Waas teilte in einer Ansprache mit, baß die Mitglieberzahl bes Vereins mittlerweile auf 132 angewachsen fei. Bei Gesangsvorträgen, Deklamationen unb instrumentalen Darbietungen verliefen die Stunben zur allseitigen Zufriebenheit. •• Der vierte Reichsjugendtag des D. H. V. i n D a n z i g. Am letzten Freitag wurde in Gießen der Sonderzug für die Teilnehmer aus dem Rhein-, Main- und Rahegebiet und Gießen abgelassen. Es hatten sich an 450 junge deutsche Kausmannslehrlinge mit ihren Führern eingefunden. Rach der Einnahme von Erfrischungen wurde die Stadt Gießen besichttgt. Man hörte frohe Wanderlieder und sah die verschiedenen Wimpel des Bundes der Kaufmannsjugend des D. H. V. im Winde flattern. Der Anmarsch der Danzigfahrer zum Sonderzug vollzog sich in guter Ordnung. Die Verabschiedung wurde durch den Kreisgeschästsführer D r z e z i n s k i und den Vorstand der Ortsgruppe Gießen vorgenommen. In der Zeit vom 6. bis 8. Juli führt der Bund der Kaufmannsjugend im D. H. V. sein viertes Reichstreffen in der alten Hansestadt durch. Aus allen Teilen des Reiches, aus dem Sudetenlande rollen die Züge ostwärts. Der Bund, der 56 000 junge deutsche Kaufmannslehrlinge vereint, will sich mit 6000 seiner Gefolgschaft unter den ragenden Türmen von St. Marien versammeln ' ** Auftrieb zum heutigen Fra nkf ur- t e r Schlachtviehmarkt : 85 Bullen, 371 Ochsen, 588 Kühe, 440 Färsen, 593 Kälber, 28 Schafe, 4728 Schweine.______________________________• Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein. SHELL fES Sies* Sie kaufen BEQUEM «.PREISWERT Sie werden SCHNELL und SAUBER bedient! tf^SHELL-FÖHBEa ** wiiii« iiinu«»>«*m Ainooei AUTOOEL > । n—> SHELL- autooele AUSZUWÄHLEN NACH DEM SHELL-FÜHRER FÜR DIE SCHMIEDUNG VON KRAFTFAHRZEUGEN BHD yfaufen Sie SHELL- x AUTO OE LE J aus dem plombierten- SHELL KABINETT der modernen Oelpumpe I fir. Ziehung bestimmt am 18. u.19. Juli 1929 Eisenach 5864V -en un 3385 Gewinne zusammen Mark: zy. Verbal 200® £ Saison Ausverkauf Generalvertretung: Otto Faber, Gießen, Mühlstraße 22 2435V Mäusburg 5 5724A Hit einer Von der Reise zurück Kräuterhaus 10 Uhr, einzureichen. 58090 5607D kommen und Reisespesen. 5910V und) V 59OJD SÄ! ‘Den La Modelle. Verabreden Sie mit dem Händler eine Probefahrt Bereif- willigsf nimmt die Citroen - Organisation Ihre Wunsche entgegen. Spezialgeschäft für deutschen Honig Gießen, Schul str. 5. Eine Packung Kuklrol-Pflaster mit dem Garantie-Schein kostet 75 Pfg. Kuklrol hilft sicher 1 Sie erhallen eines Strohwitwers sein Abenteuer als und sein Ende als Wundlaufen. Brennen und andere FuSbeuhtrerden werden durch da« Kuklrol-Fufebad reich und zuverlfiislg beseitigt. Da» Kuklrol-Fukbed erfrischt und »türkt die FQ6e und be*eltigt die »chnelle Ermüdung. Sparpackung mit 5 Bfidem 1 Mir., Probepadcung mH 2 Bödern 50 Pfg. Inltiro!.Verkaufsstelle: Kreu-Drogerie Bahnholstraße IL Der Citroen ist außerdem ein anerkannt elegantes Auto, das auf großen internationalen Schönheitswettbewerben, soeben auch in Wiesbaden und Nizza, wiederholt ausgezeichnet wurde. Wenn Sie an den Kauf eines Wagens denken, so besichtigen Sie bitte die neuen Citroen- Vertreter: Herr Dr. Reinewald Frankfurter Straße 10. Gefl. Angebote schriftlich erbeten Eubdirellion Minz OttoFischer Subdirektor und Hauptbevollmächtigter für den Dolksstaat Hessen Mainz, Ludwigstraße 8 Drucksachen allerArt Hefen In jeder gewünschten Ausstattung sti'rein und erdewert die Brühl’schc Uol».-Druckerei. 8. Ua» Bequeme Teilzahlung von Münlbowsltze UnkvevstiSisdvntkevei OHo dttnbf in tSieüeM sctd Dienstag, den 9. M1929 nachm. 2 Uhr, versteigere ich im ,^Löwen", Aeuenweg 28, zwangsw. geg. Barzahlung: — zahmer Ehegatte. Der lustigste Film mit Harry Liedtke! mit Alice Roberte La Jana Die Ehekomödie an der Riviera, falscher Witwer Mitleida°' in einfachster bis feinsterÄLLsfilhrung Teppiche/ Dekorationen MM Reiseberatung u. Vorbereitung 1rpcJ durch das Hapag-Reisebüro - Gießen Seltersweg 93 / Telephon 4197 Ausarbeitung von Reiseplänen. — Fahrkarten, Schlafwagen, Hotelzimmer, Gepäckversicherung, Flugscheine, Schiffspassagen.— Billige Sonderfahrten. Das Reisebüro bereitet Ihnen alles vor! 59U6A X B. HAUSER, GIESSEN AM OSWALDSGARTEN Zine F tene ; Dr.Weyl verreist. Augenarzt Dr. med. HW. Kranz Bahnhofstrabe 71 Bekanntmachung. Die Lieferung von etwa 1500 Zentner süssem wiesenheu, beste Qualität, ist zu vergeben. 5809D Die Lieferung kann geteilt werden. Bedingungen liefen bei der unterzeichneten Verwaltung zur Einsicht offen. Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift „Angebote für Heulieferung" bis zum 15. 3uli 1929, vormitlags Im Beiprogramm zwei reizende Lustspiele: Tommy wird Filmstar und Liebe macht seekrank Sowie: Die neueste Ufa-Wochenschau 5904C Eisenacher WIE« z. Besten des Thüringer Museums Lichtspielhaus Ab heute bis einschl. Mittwoch, 10. Juli Technikum Ilmenau tX. Ingenieurschule lür Maschinenbau und Elektrotechnik ____________Wissenschaftliche Betriebsführg. Werkmeisteribtellung 5 ^uhänr tzvr die r SchWnvetei tzranssmi a.M. cm Dahnhos.obg iahet halte, land Zegrüßunsi satt. Das Must Segts. 15 unter Löber erössnet suchten Fcstobern Itrtbarbidungen. vchützenoereins Archiil Me Degrüßui tagte: Allen, ins bereits von nah Fest des 3i 'chcn, mittesrh.'ini ■nit uns zu feier Ichen Schütze Lchen Will kc ter badische, mitt kund dem Echi niftung des 30. D Fülle von Arbeit Aerttauen, das i gerechtfertigt tot stellten Mferem ' C-iehen aus ihre arbeitet zur D reiten und zum waren beseelt 1 Casten M der dem Ahein und lande einen toüri Freiheit in bet *2anim sei aller hohen Ausgabe Sank gesagt. 2 des hessischen Adelung, be Protektorat uns durch die Stift Ehrengabe geeh der gilt mein : Verwaltung weitgehendste F Scgenbrachte. K wertvollen Ehrer danke ich der De euch dem Stadtr ferti Gabentemp, «7 Es behc lt |, bas b« linen s,n ltbcnö'ges £ gif Eisenbahn, Schiff und Flugzeug bedeuten für Sie feststehende Reisekosten. Beim Auto aber können Sie einen Teil der Kosten einsparen, wenn Sie einen betont wirtschaftlichen Wagen wählen. Diese Ueberlegung führt Sie zu Citroen, der Marke, die sich aus der internationalen Konkurrenz als besonders sparsames Fahrzeug herausgeschält hat. Bei all seiner Wirtschaftlichkeit ist der Citroen ein durchaus hochwertiges Auto. Der Wagen ist schnell • 105 km in der Stunde geschmeidig • rasches Anziehen, kein Schalten behaglich • weiche Polsterung, gute Federung,luxuriöse Ausstattung, und sicher • widerstandsfähige Ganzstahlkarosserie und kräftig wirkende Saugluft-Bremsen, Schleich Vo Frauen fü> wo brüsken Liel JJtbunbenen Aw ^Lzebe geführt 301J lebet genöti unb Umwegen ^ un^rf?'k^lie .^/fahren SS f^onisch Suff u" Sm- Snn t°>rd °aer?^blchaft MobMrih | m.BRÜCK INH. TH. WEINEÄT (giessen, Brandplats * (ALTES SCHLOSS) * AuMSeung geben wir bekannt, daß unser Betrieb voll und unverändert weiterläuft und die altbekannte Güte unserer Oruckarbeiten bei kürzester Lieferzeit in jeder Weise gewährleistet ist. Wir bitten unsere verehrliche Kund- schast höflichst, uns das seither entgegengebrachte Vertrauen zu bewahren und uns ihre geschätzten Aufträge weiterhin zukommen zu lassen. eine Lohrmaschine, zwei Schrankapparate, __ ein Harmonium, zwei Spiegelschränke, einen Kassenschrank, zwei Diwane, zwei Garderobeständer, eine Ladentheke, einen Ladenschrank, zwei Schreibladenkassen, 1 Waren- regal, einen Kleide: schrank, zwei Schreib- Maschinen, vier Büfetts, 2 Bücherschränke, i . i drei Kredenzen,ZNähmaschinen,2 Klaviere, I ElPpiGhlUngGn | 3 Sofas, 2 Fahrräder, 1 Waschtisch, einen Schrank,zwei Glasschränke, eine Standuhr, oberhess drei Teppiche, zwei Schreibtische, 1 Sessel, feinster oberhess. 1 Chaiselongue, 3 Ausziehtische, 6 Stühle, A K 3 Z16 H - einen Gasbackofen, zwei Pferde. 59j2D AoMlof Gerichtsvollzieher in Gießen Honig yvvvvl Oammstr. 24 l, Telephon 239.1 frisch geschleudert Beerenpresse ist S keine Quälerei! Warum wollen Sie sich immer noch mit großmütterlichen Methoden herum- firgern und die Beeren durch Beutel pressen? Mit einer modernen Beerenpresse geht die Arbeit vor allem auch viel schneller. Wozu Sie sonst den ganzen Vormittag gebrauchen, das schaffen Sie mit einer Presse in einer Stunde, ohne muskellahm zu werden Sehen Sie sich einmal bei mir die modernen Pressen an. Jetzt ist doch Einmachzelt; da können Sie gut eine gebrauchen. Eine Presse macht sich bezahlt. Ich habe grobe Auswahl in allen Gröfaen und Preislagen. Sie werden darunter schon die rechte für Ihren Haushalt finden. 5/8JA •HARRY LIEDTKE IN 10145 PS Sechszylinder-Cabriolet, fünfsitzig RM. 6950.- t0l45 PS Sechszylinder• Limousine. fünfsitzig RM, 5950.- 6132 PS Vierzylinder-Cabriolet, fünfsitzig RM. 5950.- 6132 PS Vierzylinder-Limousine, fünfsitzig RM. 4950.- Alle Preise ab Köln citroIn Auf mein gesamtes Lager in Teppichen Vorlagen und Läufern Tisch- und Diwandecken Auto- und Reisedecken gewähre ich 10 Prozent PreisennäftiM Eine größere Anzahl Teppiche und Decken gebe ich ganz besonders billig ab Viktoria-Versicherung Zum weiteren Ausbau unserer bestehenden Organisation suchen wir für Gießen und Umgegend MtMtnMe die bereits mit nachweislich guten Erfolgen tätig waren. Gewährt werden festes Ein- Fruchtpressen Saftbeutel, Keltern in verschiedenen Größen EdgarVorrmann,Eisenhandl.1 -/l Wotischen Verhandlungen zu B eine große Enttäuschung s gibt keine Haupt, metfdjer", sagt der zu- Eprachendienstes, .und ei staatliche- Dolmet. (zur Ausübung dieses Te- Dährend des Krieges gab iche Dolmetscherschulen, it •r für die ©efangencnlage: Miete ausgebildet toutbcn; iS inzwischen alle aufgc- nn febiglid nad beendetem minar für Oriente- in Diplom erwerben, U t nut bestätigt, dach ma bete orientalische Sprach i dem auch die Senntn- bes Spanischen bescheine 1 an diesem Institut auq Diese Diplome sind M' staatlichen Approbation chs el t worden, die es üben üt Englisch und WM ; man sich nur durch das ifom einet Universität^ rts Ermordung ist f‘e nld)1 ommen.“ LGr« KM mmen. . oiste und be SafcT jtebf der städtischen?ol^(ptui hon mehr sagte Larr, ie Teufel . noch müssen lh qung, Hübs4 art empleh^hrscheinlich ' wohnt Ww 6ie ^er ,tel. Decherch'"^ Jahn ,0* :“*&*’* ,. iJisiia- -e?" frag/ ^derte es ^nELLerd- ‘V^S. weisen kann, braucht man tm allgemeinen im diplomatischen Dienst keine Dolmetscher, da jeder Diplomat diese Sprachen beherrscht. Im übrigen wäre bei den meisten diplomatischen Der- Handlungen mit einem solchen Dolmetscher gar nicht gedient, da man von niemand erwarten kann, daß er neben seinen sprachlichen Fähigkeiten auch noch die notwendigen Kenntnisse in allen in Frage kommenden politischen, wirtschaftlichen, technischen, chemischen und juristischen Gebieten besitze. Als Dolmetscher dient -um Dei- spiel bei juristischen Verhandlungen der jurt- stische Sachreferent des Auswärtigen Amtes, der seine Dolmetscherrolle an einen technisch gebildeten Kollegen abtritt, wenn das Verhandlungs- thema wechselt. Vereidigte Dolmetscher sind also nicht im diplomatischen Dienst üblich, Wohl aber üben sie eine Tätigkeit bei den Gerichten aus, bei denen man sich nebenberuflich in eine Dolmetscherliste eintragen lassen kann. Auch für diese Tätigkeit reichen sprachliche Kenntnisse allein nicht aus: meist werden Rechtsanwälte zu den Verhandlungen als vereidigte Dolmetscher herangezogen. In letzter Zeit findet man in diesen Listen auch die Flamen von Frauen. Für Englisch und Französisch braucht man bei den Gerichten keine neuen Kräfte mehr, doch besteht ein gewisser Bedarf für „ausgefallene" Sprachen. Man wird einwenden, daß der deutsche Außenminister bekanntlich auf seinen Reisen stets von dem Dolmetscher Dr. Schmidt begleitet wird, und daß es daher auch Haupt- berufliche Dolmetscher geben müsse. Aber Dr. Schmidt ist aus der diplomatischen Karriere hervorgegangen, also kein „gelernter" Dolmetscher, und er hat int Auswärtigen Amt keine „Fachkollegen". Dagegen gibt es bei den Botschaften und Gesandtschaften im Orient die sog. Drago m a n e, die das Bindeglied zwischen den fremden Diplomaten und den orientalischen Ministerien darstellen. Aus dem Stand der Drago- mane sind auch einige bekannte Diplomaten hervorgegangen, so der verstorbene Unterstaatssekretär Dr. Clemens Busch und der frühere Reichs- cmhenminister Dr. R o f e n. Gefängnis für die Wetzlarer Falschmünzer. WSR. Wetzlar. 6. Juli. In der gestern stattgefundenen Verhandlung vor dem Erweiterten Schöffengericht stand der Schlosser Hofmann aus Wehlar-Riedergirmes wegen Vergehens gegen das Münzgesetz und wegen Betruges vor den Richtern. Er hatte aus Lötzinn Fünfmark stücke hergestellt, und es war ihm gelungen, einige Stücke in Umlauf zu bringen. Er leugnete sein Vergehen nicht, motivierte es vielmehr damit, dah er wegen anderer Delikte eine größere Geldstrafe bezahlen mußte, für die ihm — da er arbeitslos war — jede Mittel fehlten. So sei, er nach mancherlei anderen Versuchen auf diesen bedenklichen Ausweg verfallen, der jedoch bald aufgedeckt werden konnte und ihn heute für 21/s> Jahre ins Gefängnis brachte. Sein Freund, der die Sache nicht rechtzeitig angezeigt hatte, erhielt einen Monat Gefängnis mit Bewährungsfrist. Er hatte aus Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen die Sache verschwiegen: aber Unkenntnis des Gesetzes — das mußte er zu seinem Leidwesen erfahren — schützt nicht vor Strafe. Wirtschaft. • D i e amtliche Großhandelsindex- ziffer. Die auf den Stichtag des 3. Juli berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche um 1,2 Prozent auf 137,5 (135,9) gestiegen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrar- stoffe um 3,9 Prozent auf 131,6 (126,7), und diejenige für Kolonialwaren um 1,5 Prozent au 125,8 (123,9) angezogen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,3 Prozent auf 131,3 (131,7) zurückgegangen, wahrend die Indexziffer für industrielle Fertigwaren mit 157,3 keine Veränderung aufweist. Irn Mona t s d u r ch s ch n i 11 Juni ist die Gesamt- Indexziffer um 0,3 Prozent auf 135,1 (135,5) zurückgegangen. Die Indexziffern der Hauptgrup- pen stellten sich für Agrarstoffe auf 124,7 (125,8), für Kolonialwaren auf 123,5 (125,0), für industrielle Rohstoffe und Halbwaren auf 131,5 (131,3) und für industrielle Fertigwaren unverändert auf 157.5. • Der Saaten st and im Deutschen Reich Anfang Juli. Der Witterungsverlauf im Monat Juni ist der Weiterentwicklung der Saaten im allgemeinen günstig gewesen, so daß zumeist gute Aussichten für die neue Getreideernte bestehen. Das Winterge- treibe ist zwar häufig im Halm kurz geblieben, weist aber im übrigen einen befriedigenden Stand auf. Der Stand der Sommersaaten ist gleichfalls zufriedenstellend, bleibt aber hinter normalen Jahren immer noch etwas zurück. Die Kärtoffeln zeigen, obgleich sie teilweise ungleichmäßig aufgelaufen waren, nunmehr durchweg eine günstige Weiterentwicklung. Auch die Rüben weisen ein gesundes und kräftiges Wachstum auf. Die Heuernte hat überall begonnen; teilweise ist sie schon beendet. Der Ertrag ist der Beschaffenheit nach gut, der Menge nach bleibt er vielfach hinter den Erwartungen zurück. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 gleich gut, 3 gleich mittel, 4 gleich gering ergibt sich im Reichsdurchschnitt folgende Begutachtung: Winterroggen 2,8 (im Vormonat 2,9), Sommerroggen 2,9 (2,9), Winterweizen 2,8 (2,8), Sommerweizen 2,8 (2,8), Winterspelz 2,5 (2,6), Wintergerste 3,3 (3,5), Sommergerste 2.5 (2,6), Hafer 2,7 (2,8), Frühkartoffeln 2,7 (2,9), Spätkartoffeln 2,8 (3,0), Zuckerrüben 3,0 (2,8), Runkelrüben 2,9 (2,8). Klee 2,9 (3,0), Luzerne 2,8 (2,9), Dewäsferungswiesen 2,7 (2,8), andere Wiesen 2,9 (3,0). ** Verlängerung der Schonfrist für die Umbei eifung von Zugmaschinen. Vom Reichsverkehrsministerium ist dem Reichsver- banb Deutscher Lastkrastwagenbesitzer eine wichtige Mitteilung zugegangen. Bekanntlich sollten nach der Verordnung über den Kraftfahrzeugoerkehr vom 16. März 1928 alle Zugmaschinen ohne Güterladeraum, deren betriebsfertige Eigengewicht 3 Tonnen nicht übersteigt, bis zum 1. Juli 1929 mit Luftreifen (anstatt mit Vollgummireifen) ausgestattet werden. Die schweren Zugmaschinen sollten nach der gleichen Verordnung bis zum 1. Juli 1929 mit „Elastic"- Heifen (statt Vollgummireifen) ausgestattet werden. Nach der erwähnten Mitteilung des Reichsverkehrsministeriums an den Reichsoerband Deutscher Lastkraftwagenbesitzer in Frankfurt a. M. ist die Schonfrist für die Umwandlung der Reisen an Zugmaschinen bis zum 1. Juli 1930 verlängert worden. * Asbach & Co. 21.*®., Rüdesheim. Das Unternehmen erzielte im Jahre 1928, dem ersten Geschäftsjahr als Aktiengesellschaft, einen Warengewinn von 5 192 000 Mk. Davon beanspruchten Unkosten 4 378 000 Mk. und Abschreibungen 267 000 Mk. Aus dem verbleibenden Reingewinn von 546 455 Mk. werden laut Generalversammlungs-Beschluß 8 Prozent Dividende auf 5 800 000 Mk. Aktienkapital verteilt, 70 958 Mark werden der Reserve zugeführt, die damit auf 580 000 Mk. gleich 10 Prozent des Aktienkapitals anwächst, und die restlichen 74 496 Mk. vorgetragen. Wenn auch die wenig günstige allgemeine Wirtschaftslage und die mit Beginn des Monats Juni eingetretene Erhöhung der Branntweinsteuer den Absatz der Erzeugnisse der Gesellschaft erschweren, so hofft die Verwaltung doch, auch im laufenden Geschäftsjahr ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen. * Heinrich Lanz A. -G., Mannheim. In der G.-V. war das gesamte Aktienkapital von 12 Mill. Mk. vertreten. Der dividendenlose Abschluß wurde einstimmig genehmigt. Wie mitgeteilt wurde, hat der Absatz in den beiden ersten Monaten des laufenden Jahres infolge des starken Frostes erheblich gelitten. Jetzt nehme der Verkauf von Bulldoggs aber einen erfreulichen Aufschwung. Die neue Stahldreschmaschine habe starken Anklang gefunden: sie fei im Auslande bereits eingeführt. ~ Rheinische Stahlwerke 21.-®.,, Essen. In der G.-V. führte der Vorsitzende K r a w e h l aus, daß die ersten drei Monate des Berichtsjahres sehr enttäuscht hätten. Die Verwaltung sei der Ueberzeugung, daß die wieder 6proz. Dividende nicht befriedigen könne, aber eine Aenderung sei auf Grund der derzeitigen Lage nicht möglich. Das Rationalisierungs- Programm sei im großen und ganzen abgeschlossen. Aus Aktivnärskreisen wurde die Anregung gegeben, die Dividende zu erhöhen. Rechtsanwalt Grüber (Hamburg) stellte fest, daß die Bilanz erhebliche stille Reserven enthalte und das Wert- papierkonto allein ein Mehr von 32 Mill. Mk. aufweise. Generaldirektor H a ß 1 a ch e r erklärte demgegenüber, daß der Wunsch nach einer höheren Dividende durchaus verständlich, aber unter den gegenwärtigen Umständen nicht durchführbar sei. Cs sei richtig, daß die Bilanz große stille Reserven enthalte, vor allem die I.-G.-Farben- Detelligung. Dies sei im Interesse der Gesellschaft durchaus nötig, zumal ja auch formal- juristisch eine Ausschüttung aus den stillen Reserven nicht möglich sei. Ohne die vorsichtige Politik der Gesellschaft hätte die Rationalisierung nicht in dem Maße durchgeführt werden können. Vor allem habe der Verkauf der Rossenraher Kohlenfelder zu dem günstigen Ergebnis der Rationalisierung beigetragen. Haßlacher ging sodann auf die hohen sozialen Belastungen und die erneute Erhöhung Der Angestelltengehälter ein, die eine erhebliche Belastung auch weiterhin bringen würden. Das letzte Quartal des Berichtsjahres sei äußerst günstig gewesen, da man die großen Vorräte an Koks habe ab stoßen können. Zur Zeit sei der 2lbsah weiter gut. Feierschichten seien nicht mehr notwendig, dagegen könne man die preisliche Lage noch nicht übersehen, die sich noch nicht befriedigend gestaltet habe. Wenn man jedoch über den Sommer gekommen sei, so könne mit wesentlich günstigeren Ergebnissen gerechnet werden. Die G.-V genehmigte sodann einstimmig den 2lbschluß mit wieder 6 Prozent Dividende. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M, 6. Juli. Die Tendenz war fest. Bezahlt wurde pro Stück in Pfennig: bulgarische 9,75 bis 10, holländische 10,5 bis 12,5, südslawische 10 bis 10,75, polnische 8 bis 8,5, russische 10,5, bis 11,5, dänische 10 bis 12,75, belgische 11 bis 11,25, französische 10,5 bis 11,5, rumänische 9,75 bis 10,5, schlesische 10,25 bis 10,5, bayerische 10 bis 10,5, norddeutsche 10,25 bis 11. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 8. Juli. Tendenz uneinheitlich. — Rach der älnterbrechung durch den Ausfall der Samstagbörse konnte das Geschäft zu Beginn der neuen Woche nur langsam in Gang kommen. Anregungen lagen kaum vor. Rur ging von den günstigen Auslassungen im Geschäfts^richt der Rheinstahl--A.-G. eine Anregung aus, was sich aber nur am Montanmarkt auswirken konnte. Trotzdem war die Stimmung im allgemeinen freundlich ünd zuversichtlich, da die Entspannung des Geldmarktes weiter gebührende Beachtung fand. Rur fehlten Aufträge, was im allgemeinen geschäftsstörend empfunden wurde. Gegenüber den 2lbendbörsen-Kursen vom Freitag waren aber zumeist Besserungen zu verzeichnen. Rur lagen Elektrowerte etwas im Angebot. AEG. lagen knapp behauptet. Chade, Licht und Kraft, Felten, Gesfürel und Schuckert büßten bis zu 1,75 Proz. ein. Am Chemiemarkt lagen I.-G.° Farben 1,25 Prozent schwächer, Deutsche Erdöl dagegen 1,25 Prozent fester. Lebhafteres 3nter- esse bestand für Montanwerte. Klöckner, Mannesmann, Phönix, Gelsenkirchen und Buderus lagen von 1 bis 1,75 v. H. höher. Aus dem schon erwähnten Grunde konnten Rheinstahl bet regerer Rachfrage 4 v. H. gewinnen. Danken zumeist leicht gebessert. Am Kalimarkt gaben Aschersleben 2 v. H. nach. Hier wirkte der rückgängige Kaliabsatz im Juni gegenüber der gleichen Zeit im Vorjahre nachteilig. Interesse be- .stand noch für Glanzstoffaktien mit plus 3 b. Sy, Zellstoffwerte mit plus 1,25 v. H. und am variablen Markte für Frankfurter Maschinen mit erneut plus 2 v. H. 3m Verlaufe war das Geschäft ruhig. Die Kurse blieben gut behauptet. Später gaben die Kurse jedoch um Bruchteile v H. nach, da sich verschiedentlich 2Tbgabeneigung einstellte. Farben, Phönix und Rheinstahl waren gut gehalten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8 v. H. etwas höher. Am Devisenmarkt nannte man Mart gegen Dollar 4,2002, gegen Pfund 20,362, London gegen Kabel 4,8496, gegen Paris 123,96, gegen Mailand 92,7650, gegen Madrid 33,60, gegen Holland 12,0775. Berliner Börse. ‘Berlin, 8.3uli. Wenn man gehofft hatte, daß durch den Ausfall der Samstagbörse das Geschäft heute um so lebhafter sein würde, so wurde man schon vormittags ziemlich enttäuscht. Es tarnen im Vormittagsverkehr kaum Umsätze zustande, und auch zu Beginn der Börse war die Unternehmungslust klein. Eine Aus- nahme hiervon machte allein nur der Montan- m a r 11, für Öen verhältnismäßig große Käufe desRheinlandes Vorlagen. Sicherlich hatten der Geschäftsbericht und die Auslassungen in der Generalversammlung der Rhein- stahl-A.-G. bei der Kulisse einen guten Eindruck gemacht und Veranlassung zu dieser 3nteressen- nahme gegeben. Da auch Reuyork nach einem schwachen Beginn erholt schloß, und die Hoffnungen auf eine weitere Erleichterung des Geldmarktes nach den Steuerterminen erhalten blieben, waren auch an den übrigen Märkten lebhaftere älmsätze zu verzeichnen, ohne daß dies kursmäßig zum Ausdruck kam; im Gegenteil, an einigen Märkten überwog sogar die Abgabeneigung. So eröffneten Reichsbank, RWE., Schultheis, Waldhof, Karstadt und Svenska überraschend schwach. Kunstseidenwerte tagen bis 4 Prozent erholt, und Rheinstahl gewannen 4,5 Prozent. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer geschäftslvs. Mazedonier etwas fester. Pfandbriefmarkt unentwickelt. Li- quidationspfandbriefe und Anteile zum Teil freundlicher. Am Geldmarkt zeigte sich heute eine weitere leichte Entspannung. Tagesgeld 7 bis 9 Prozent und darunter. Monatsgeld 9,25 bis 10,25 Prozent, Warenwechsel 7,25 Prozent. Rach den ersten Kursen blieb die Tendenz uneinheitlich. DaS Geschäft wurde aber auch am Montanmarkte ruhiger, zumal der Ordereingang nachgelassen hatte. Elektrvwerte und Farben gaben bis 1 Prozent nach. Montanwerke und im Zusammenhang mit Siemens, Deutsche Erdöl, waren meist noch gut gehalten. Polyphon verloren bis 3 Prozent. Zur Zurückhaltung und zur Geschäftsunlust trugen unbestätigte Gerüchte von einer neuen Erkrankung Dr. StresemannS bei. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M, 8. 3uli. Der Produkten- markt eröffnete die neue Woche in ruhiger Haltung. Anregungen lagen kaum vor. Die höheren Forderungen der Provinz wurden nur zögernd bewilligt. Das an den Markt kommende Angebot genügte heute vollkommen. Die Preise biteben jedoch überall gut behauptet. Etwas hoher notierte Hafer (inländischer). Etwas schwächer lagen dagegen Roggen und Roggenmehl. ES wurden notiert: Weizen 26,25; Roggen 23,50; Hafer, inländischer, 23,25 bis 23,50; Mais (gelb) ür Futterzwecke 21,50 bis 21,75; Weizenmehl, üddeutsches, Spezial 0, 38 bis 38,25; Roggenklete mehl 32,50 bis 33: Weizenkleie 12,25; Roggenklete 13; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke, 33 bis 50; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke, 40 bis 110; Heu, süddeutsches, mit, gesund, trocken, 12 und 10; Weizen- und Roagen- troh, drahtgepreßt, 5; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 4,50; Treber, getrocknet, 18 Mark. Tendenz ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 8. 3uli. Auftrieb: 1501 Rinder (darunter 371 Ochsen, 85 Butten, 588 Kühe, 440 Färsen), 602 Kälber, 28 Schafe. 4728 Schweine. Es wurden notiert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 60 bis 63 Mk., (ältere) 55 bis 59; sonstige vollfleischiae (jüngere) 50 bis 54; (Dutten): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 55 bis 59; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 50 bis 54; (Kühe): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 49 bis 53; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 43 bis 48; fleischige 36 bis 42; gering genährte 25 bis 35; (Färsen — Kalbinnen, 3ungrinder —): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 60 bis 63; vollfleischige 55 bis 59; fleischige 50 bis 54. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 76 bis 80; mittlere Mast- und Saugkälber 71 bis 75; geringe Kälber 60 bis 70. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 160 bis 300 Pfund Lebendgewicht 88 bis 91 Mk. — M a r f t - verlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft. Schweine ruhig, Ueberstand. Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Berliner Produktenbörse. ‘Berlin, 6. 3uli. Die Rachricht vorn plötzlichen Ableben des langjährigen Vorstandes der (Berliner Produktenbörse rief in Börsenkreisen allgemeine Destürzung hervor, so daß das Geschäft nur schwer tn Gang kam. Zudem war di» Beteiligung am Wochenschluß geringer als sonst-. Bereits gestern nachmittag hatte sich nach dem scharfen Preisrückgang an der Börse eine wesentliche Befestigung durchgesetzt, die auch heute anhielt. Die Lieferungspreise lagen für Weizen und Roggen um 4 bis 6 Mark über dein gestrigen Riveau, wobei die Oktobersichten am stärksten befestigt waren. Das Inlandangebot von Brotgetreide hat sich wieder verringert, und die Forderungen waren zum Teil beträchtlich erhöht, so daß Abschlüsse nur vereinzelt zustande tarnen. Die Offerten für Auslandweizen lauteten allgemein unverändert. Die älnternehmungslust war jedoch sehr gering. Mehl und Futtermittel hatten gleichfalls ruhiges Geschäft. Es notierten (1000kg): Weizen, märkischer, 241 bis 242 (Andienungsschein vom 4. Juni 251,50), 3uli 252, September 257, Oktober 259 (fest); Roggen, märkischer, 212 bis 215, 3uli 228, September 225 (fest), Oktober 226; Futtergerste 181 bis 188 (ruhig); Hafer, märkischer, 188 bis 198, 3uli 207, September 209 Geld (ruhig); (100kg): Weizenmehl 29 bis 33 (behauptet); Roggenmehl 28,75 bis 31,75 (behauptet); Weizenkleie 12,50 (behauptet); Roggentteie 12,25 bis 12,50 (behauptet); Diktoriaerbsen 40 bis 48; kleine Erbsen 28 bis 34; Futtererbsen 21 bis 23; Peluschken 25 bis 26,50; Ackerbohnen 21 bis 23; Wicken 27 bis 30; Lupinen, blau, 18,50 bis 19,50; Lupinen, gelb, 27,50 bis 28,50; Rapskuchen 19,30; ßeintud^n 23 bis 23,30; Trockenschnihel 10,60; Sojaschrot 19,80 bis 20,50; (50kg): Kartoffelflocken 17,60 bis 18 Mark. Berlin, 5- Juli Berlin Sranffuti a. M. 5-7. 197,9 398 1,85 7,4 126 8,5 123,75 123,65 112,75 Banknoten 162,5 • M 327,75 329 329 Öen 1,75 7,75 7,7 7,9 108 70,25 248 254 412 234,9 218 137 220 185,5 280 158,75 113,75 127,5 130 145 152 221 112 <¥i . 8 . 8 10 . 8 10 10 12 11 12 10 10 10 . v . e 12 , 5 , S , 5 . 6 11 Schluß» ftutc- 159,5 75,5 88,75 129,25 102,5 299 131,75 Metallbau! ReWban! 113,13 127,25 130 217,5 184,9 279,5 174 159 163,25 113 127,5 130,5 218 185,5 280,5 174,25 159,25 163 184,9 280 174,25 159,25 163 . 6 8 sh 10 10 15 Brief 16,485 168,84 22,11 112,02 59,26 2,515 112,55 80,96 60,62 12,457 73,22 . 6 . 8 . 8 . 7 . 0 . 8 . 7 . 6 . 6 6y, io 173 78 117,75 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt o. W. Telegraphische Auszahlung. 98 29,5 2,4 1,75 22,9 29,6 2,4 flllp. Deutsche Eisenbahn . . Hamburg-Amerika Pale! . . Hamb.-Südam. Dampssch. . Hansa Dampfschiff..... Norddeutscher Lloyd . . . . AUg. Deutsche Crediranst. - ■ Barmer Bankverein - - Berliner HandelSgesellsch. - Lommerz- uni Prioot-Ban! . Darm st. u. Nationalbaul • • Deutsche Banl - - - - TiSkonlo-GeseNschaft 2taL. . Dresdner Banl - Mitteldeutsche Erebitbank . . 23,1 20,13 22,13 1,8 7,75 A.E.G........ Bergmann..... Elektr. Lieferungen. < Licht und Kraft . . Felten 4 Guilleaume. Ges. f. Elektr. Untern.. Hamb. Elektr. Werte . Rhein. Elektr. . . . . Schlei. Elektr. . . . . Schuckert.....■ Siemens 4 Halile . . TranSradio . . . e , Lahmeoer 4Eo.. . . Buderus ..... Deutsche Erdöl . . Essener Steinkohle . Gelsenlirchener . . Harpencr..... Hoesch Eisen. . . . Ilse Bergbau . . . Rlöductn'crte . . • Köln-Neuesten. . . Mannesmann. . . Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Tan»ig. . . fionftintin. Athen. . . Tauada . . Uruguay. . Latro . .. Datum . ... t . . . . 9 ... 10 ... 10 . . . . 6 ... 10 ... 10 .... o ... 10 .... 9 ... 12 .... 6 ... 10 .... 6 .... 6 .... 8 f. y* 3 < ManSseldcr . . • - • • Lbersch'.es. Eiscnb. Bedarf Oberschlcs. Koliwcrlc. . 4% Schweiz. BundeSb^Lnl.. 4% Lesterretchiiche Goldrte.. . • 4,20% Oeslerr. Silberne. ... 4% Oesterreich, einhriil. gtte. . 4% Ungarische Goldrte...... 4% Ungarische StaatSr. v. 1910 . 4&% deSgl- von 1913..... 4% Ungarische KronenNe..... 4% Türl. Zollanleihe 0.1911 . . 4% Türkische Bagdadbahn-Lnl., Serie I........... 4% desgl. Serie II - - • - 4% Rumänen convert. Rle. . . - 4 y,% Rumänen Goldanl. von 1913 timiL-iHott. Buen.-AireS Brss.-Antw- Lhrtstiania - Kopenhagen Stockholm . HelsingforS. Italien. . . London. .. Neovort .. Paris.... Schweiz .. Spanten. . Japan . . . Rio de Jan Wien tn D-' Ceft abgest Französische Noten..... Holländische Noren...... Italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch Oesterr-.äim Kronen Numänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten ...... Geld 16,425 168,16 22,03 111,58 59,02 2,495 112,11 80,64 60,38 12,397 72,92 Phönix Bergbau. . - Rheinische «raunkoblen Rheinstahl . . . s. % Jahr Nicbccl Montan......<< Bereinigte Stahlw. . Olavi Minen .... Kalt Aichertleben . . Kali Westeregeln . . . Kaliwerl Salzdetfurth I. ®. Farben-Industrie Dvnamii Nobel . . . Scheldeanstalt.... Goldschmidt .... RülgerSwerke .... Metallgeselstchast. . . 5- Jllli Amtliche Notierung Geld I Brie, Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. ihnen Ziffern geben die Höhe der zuletzt befckloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent. Ansang Kurs 8.7. i-U6r gute 8.7. Schlub- Kur« 5.7. 8. Juli Amtliche Notierung Geld I Bries Frankfurt a. M Berlin Schluß-i gute 1 1 Uh» gut« Schluß. Kurs Ansang. gut« Datum 5.7. | 8 7- 5.7- 8-7- Philipp Holzmann......- Heidelberger Cement .... 10 Cement Karlstadt......8 Waytz & Freitag......1° Schultbeil Batzenhose, . . . 15 .................1* Bcr. Glanzstofs......18 Bemberg..... 1« Zellstoff Waldhof.....12 Zcllstof« Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser . . . < Dcstauer Gas . 8 Daimler Motoren ..... 0 Deutsche Maschinen.FabrU . . o Adlcrwerte Kleoer......5 Ludw. Loewe.......10 Rat. Automobil ....... 0 Orenstein » Koppel ..... 5 Leonhard Dietz........ Bamog-Meguin.......0 Franks. Mmchtneu......6 Gritzner ......... 11 Heyligenstaedt ...... FunghanS..........< Lechwerke........... Mainkastwerke.......8 ...............10 .................... PeterS Union ... 8 Gebr. Roeder ....... ll Voigt & ......» Südd. Zucker........8 113,5 139,25 182 101,75 417 Ä 58 50,75 53,5 73,5 66,5 105,5 106 121 122,5 114,5 220 149 113 139 102,75 420 173 55,25 105,5 105,5 149,75 113,5 101,25 311 249 416 326 250 170 113,25 203,65 58,5 54,25 50,5 208 24 91,75 235 54 72 66,5 121 122 222 148 113,75 309 420 330 246,25 175,5 112,75 203,5 53,75 51,5 205,5 23,5 91,75 135 123,5 Franlsurla.M. Berlin Schluß- güte l-Utzr- gute Schluß-sAnsang gut« gute Datum 5.7. 8.7. 5.7. 8 7. 6% Dt. Rcichsanleihe o. 1927 . . Di. «nt.-Ablos.-Schuld mit AuS 87,25 — 87,5 — lvs..Rechten 50,8 — 50,9 50,9 Desgl. ohne AuSlos.-Rechte ?% Ötantl. Hyp.-Bl. Goldpf. un- 10,65 — 10,4 10,6 kündbar bis 1932 • • Stellenangebote Gewerkschaft Dentscher Lokomotivlührer, Ortsgruppe Gießen 5920D « S t E L « o e e o DRUCKSACHEN aller Art liefert die Brühl’sche Druckerei - E t B Die Beerdigung findet Mittwoch, den 10. Juli, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Im Namen der Hinterbliebenen: Dr. Max Fürth und Frau Greta geb. Rosenbaum. Gießen, den 8. Juli 1929. Die Beerdigung findet Dienstag, den 9. Juli 1929, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen israelitischen Fried hof statt Beileidsbesuche dankend verbeten. 0331 „MeWellzeug" wünscht zwecks gewerblicher Verwertung seiner Erfindung in Deutschland m.Jnleressenlen in Verbindung zu treten. Gesl. Ansr. unter I. U. 9185 be- sörd. Rudolf lüosee, Berlin SW 100. Oie neuen Meister der Oeuischen Turnerschast Kreis Wetzlar. 'Krofdorf, 8. 3uIL 2lm heutigen Tage kann der Landwut Philipp Pfeiffer, hier, den 8 5. Geburtstag feiern. Der Jubilar, der sich noch voller körperlicher und geistiger Rüstige leit erfreut, ist Mitglied des Ortsgerichtes Krofdorf und verwaltet sein Ami noch sehr gewissenhaft. Eine Zwillingsschwester des alten Herrn in Wetzlar kann gleichfalls heute ihren 85. Geburtstag begehen. Landkreis Gieße». t Wirberg, 7. Juli. Das MissivnSfest auf dem Wirberg, das sich als ständige Angelegenheit für das ganze Kirchspiel und darüber hinaus für die Umgegend eingeführt hat, wird dieses 3ahr zum achten Male am ersten Sonntag im August (am 4.) gefeiert. Als Festprediger konnte der in unseren Gemeinden wohlbekannte und geschätzte Missionar H. Walther (Beuern) gewonnen werden. Die Bürgermeistereien der Kirchspieldörfer sind seit einiger Zeit von dem geplanten Termin des Festes benachrichtigt, damit ein Zusammenfallen mit anderen Felten vermieden werden kann. # Aus der nördlichen Wetterau, 7. Juli. Die P r e i se fürFettschweine sind in den letzten Tagen ruckweise in die Höhe gegangen. Während sie die letzten Monate durchschnittlich mit etwa 70 Pf. je Pfund Lebendgewicht bezahlt wurden, boten Händler und Metzger zu Beginn dieser Woche plötzlich 75 Pf. Vorgestern und gestern stieg der Preis über 80 auf 85 Pfennige. i Kreis Friedberg. WSR. Bad-Nauheim, 6. Juli. Hier fand eine stark besuchte Prote st Versammlung der Bauhandwerker statt, die sich gegen die Art der Vergebung der städtischen Bauarbeiten und vor allem gegen die jetzigen drei Mitglieder der städtischen Submissionskommission richtete, die keine Bauhandwerker sind. 3n der stundenlangen, zeitweise recht lebhaften Aussprache wurde von allen Gewerbezwcigen des Handwerks bittere Klage über die Art der Angebotebehandlung und das Vorgehen des städtischen Hochbauamtes geführt und schleunige Abhilfe gefordert. Sämtliche Redner verlangten Hinzuziehung von wirklichen Sachverständigen bei der Behandlung der Submissionsangebote. Es wurde eine Entschließung im Sinne der vorgenannten Forderungen gefaßt und dem Bürgermeister übermittelt. Nachruf. Aus den Reihen unserer passiven Mitglieder wurde uns durch einen plötzlichen Tod Herr Werkstättenvorsteher LR. M. Oswald entrissen. Wir verlieren in ihm einen langjährigen eifrigen Förderer unserer Bestrebungen und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief gestern nacht nach langer, schwerer Krankheit plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter, guter, braver Sohn, unser unvergeßlicher Bruder, Neffe und Vetter Hermann Uhl, Kaufmann im blühenden Alter von 27 Jahren Nachruf. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben des Mitgliedes Herrn Moritz Oswald geziemend in Kenntnis zu setzen. Der Verstorbene war uns ein lieber, treuer Kollege. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Die Beerdigung findet Dienstag, den 9. Juli, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Der Vorstand. 59iBb Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanna Uhl Witwe. Hirschfeld stößt Weltrekord. Beim Osram-Sportfest in Berlin verbesserte am Sonntag Hirschfeld (Allenstein) seinen eigenen Weltrekord im Kugel st o he n um sieben Zentimeter auf 16,11 Meter. 3m Wettbewerb selbst erreichte Hirschfeld 15,41 Meter, Zweiter wurde der Aürnberger Heb- ler mit 14,51 Meter. Engelhardt (Darmstadt) blieb über 400 Meter durch sein taktisch falsches Laufen in 50.2 Sekunden von dem Hamburger Krebs um einen halben Meter geschlagen. — Eintracht (Frankfurt a. M.) gewann die 4xl00-Meter-Staffel in 41.6 Sekunden überlegen vor Phönix (Karlsruhe) und dem distanzierten SC. Charlottenburg. Die Vorschlußrundenspiele um die Deutsche Fußball-Reisterschast. Die noch in der Runde um die Deutsche Fußballmeisterschaft verbliebenen vier Mannschaften waren am Sonntag in zwei Paarungen zusammengetroffen, um die Teilnehmer an den in acht Tagen in Nürnberg angesetzten Endspiel zu ermitteln. Während es jedoch im Stadion zu Frankfurt a.M. der Sp. Vgg. Fürth glatt und ohne jegliche Ans Solider Dauer» Mieter sucht '“Simmet in der Babnhosstr., Westanl.od.Querslr. sürl.Aug.Schr.Ang. u. 04337 a. d. GH. Anz. - oC? :Q»| ®B I Solides, ehrliches Mädchen mögt, vom Lande, in kleinen Haushalt gesucht. Wo? sagt die Geschäftsstelle des Gteß. Anz. 59030 Großhandlung sucht MUM der ca. 10000 Mk. einlegen könnte, die sichergestelll werden. Posten angenehm u. dauernd. Schriftliche Angeb. unter 04333 an den Gieß. Anz. 1866 Altersvereinigung 1916 Unsern Mitgliedern geben wir hiermit schmerzerfüllt Kenntnis von dem plötzlichen Tode unseres lieben Altersgenossen Moritz Oswald Die Beerdigung findet Dienstag, den 9. Juli, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Um allseitige Beteiligung bittet der Vorstand. _________________________________ 04335 Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unsere liebe gute Mutter Fran AmalieFürth geLSiein nach kurzem Kranksein, im 67. Lebensjahre sanft entschlafen ist t 13 -O=1S es Em 3o.« c * .3 3 — c • ^5 ■ Lo£= «a t ’iffiE '5, 4- i Statt jeder besonderen Anzeige. Plötzlich und unerwartet hat heute früh mein lieber unvergeßlicher Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Moritz Oswald Werkstättenvorsteher a. D. die treuen Augen für immer geschlossen. In tiefer Trauer: Margarete Oswald geb. Hexamer und Kinder. Gießen, den 6. Juli 1929. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 9. Juli 1929, nachmittags 2 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofs aus statt Futzball-undHandball-EndkämPfederD.T. Auf dem Platze des Mannheimer To. 1846 wurden Sonntag vor nur geringer Zuschauermenge die dspiele um die Fußball- und Handball-Met- sterschaft der D. T. ausgetragen. Im Fußball kam der M a n n h e imer T v. 46 durch ein hohes 5:0 (3:0) über den A. T. V. Ge r a verhältnismäßig leicht zur Meisterschaft. Hartnäckiger wurden die Handballkämpfe durchgeführt. Sie ergaben auch kimppere Resultate. Bei den Herren holte sich der Tv. Friesenheim durch ein knappes 3:2 (2:2) über den Turnklub Hannover-Limmer zum erstenmal den Titel eines Handball-Meisters der D. T., bei den Damen siegte „Vorwärts" Breslau über den Tv. 1817 Mainz ebenfalls mit 3:2 (3:0) Toren. Alle Spiele brachten gute Leistungen, die schönsten sah man beim Handball der Männer. Deutschland—Frankreich endete mit einem Unentschieden. Die 4x200-Meter-Freistilstaffel fiel in der neuen europäischen Bestzeit von 9:47,2 Minuten mit 30 Meter Vorsprung an Deutschland, dagegen gewannen die Franzosen das Wasserb allspiel mit 32 (Halbzeit 2:0) Treffern. 3n der deutschen Mannschaft fehlten die beiden Gebrüder Rademacher, der Sturm besah keine Durchschlagskraft, sonst hätte er das Treffen gewinnen müssen. Der Weltrekord im Dauerflug gebrochen. Der erst kürzlich in Amerika aufgestellte Weltrekord im Dauerflug hat jetzt schon wieder eine Verbesserung erfahren. Die Flieger Mitchel und R e w c o m b waren mit ihrem Flugzeug „City of Cleveland" 17 4 Stunden und 59 Sekunden in der Luft und haben damit die Leistung der „Question Mark' um zirka P/2 Stunden überboten. Das Flugzeug wurde bei seiner Landung von der begeisterten Menge förmlich in Stücke gerissen, da sich jeder ein Andenken an den denkwürdigen Flug sichern wollte. Die Piloten konnten sich nur mit Mühe einen Weg durch die etwa 50 000 anwesenden Zuschauer bahnen. Rhön-Segelflug-Wettbewerb. Der Rachmeldeschluß zum 10. Rhon-Segelflug- Wettbewerb hat ein ausgezeichnetes Ergebnis gehabt, das mit 36 Rennungen zum Uebungs- und Leistungswettbewerb und 66 zum Schulungs-Wettbewerb für 3ungslieger fast genau dem des Vorjahres entspricht. Die Zahl bedeutet insofern sogar eine Steigerung, als die Teilnahmebedingungen erschwert sind. Am Plebungs- und Leistungswettbewerb können nur hochwertige Segelflugzeuge und Flieger teilnehmen. Die besten Segelflieger, wie K r o n - feld, Re Kring, Hirth, Kegel, Magersuppe und D i t t m a r, werden sich vom 18. 3uli bis 1. August auf der Wasserkuppe messen. Rur Ferdinand Schulz, der sein Kommen fest versprochen hatte, wird schmerzlich vermißt werden. Die 3ungflieger, die sonst mit ihren Gleitflugzeugen die Hänge bevölkerten, sind nicht zugelassen und werden auf ihrem heimatlichen Gelände die ausgeschriebenen Preise austragen, da die hohen Kosten der Organisation und der Unterbringung bei der augenblicklichen schwierigen Lage nicht aufgebracht werden können. strengung gelang, den S. C. 08 Breslau mit 6:1 Toren aus dem Rennen zu werfen und sich für den letzten Kampf in Nürnberg zu qualifizieren, erbrachte das zweite Treffen im Berliner Poststadion zwischen Hertha BSC B e r l i n und dem 1. F. C. Nürnberg keine Entscheidung. Die Berliner lieferten dem suddeutschen Meister ein famoses Spiel und hielten sich nicht nur in der regulären Spielzeit von 90 Minuten ungeschlagen, sondern gestalteten auch die beiden anschließenden Verlängerungen torlos, so daß der Kampf schließlich nach insgesamt 150 Minuten Dauer unentschieden abgebrochen werden mußte. Die Nürnberger bewiesen hierdurch, daß sie tatsächlich zur Zeit in einem Formrückgang begriffen sind, der Eingeweihten übrigens nicht unbekannt war und deshalb auch nicht überraschte. Vermutlich wird der Kampf am kommenden Mittwoch wiederum im Berliner Stadion eine Wiederholung finden und eine Entscheidung herbeigeführt werden, da andernfalls das Entscheidungstreffen in Nürnberg auf einen späteren Termin verlegt werden müßte. Dem Frankfurter Spiele wohnten übrigens etwa 22 000 Zuschauer bei, während deren 40 000 in Berlin dem Ausgang des Riesenkampfes entgegenfieberten. Mietgesuche | 5—6-Himmer° Wohnung für alsbald aesucht. Umzug od. Abstand kanngezahlt werden. Schrift!. Angeb. unt. 04328 a. d. Gß. An,. Gesucht 1 oder 2 gut möblierte Zimmer Ostanlage bevorzugt Schr. Angeb. unter 591 ID a. d. Gß. Anz. Hierdurch teilen wir mit, daß die Baufirma Pfaff & Co, G.m.b.H. für Hoch-, Tief- und Eisenbetonbauten auch nach dem Tode des Herrn Richard Pfaff im Sinne des Verstorbenen von der bisherigen kaufmännischen Leitung unter Hinzuziehung eines erfahrenen Baufachmannes und mit einem eingearbeiteten, geschulten Arbeiterstamm weitergeführt wird. Wir bitten, das unserer Firma bisher geschenkte Vertrauen uns auch weiterhin zu bewahren und uns bei allen vorkommenden Bauvorhaben zur Offertabgabe mit heranzuziehen. Pfaff & Co., G.m.b.H. /T el. 2422 zu erlernen, kann sof. etnlreten bet 04123 Herm. Melchior, Schmtedemstr., Lich. illlllllllllllllllllllllllllllllllll Stellengesuche| millllllllUUllOllllllllllilUB Junger SAeinelgeselle 22 I. alt, mit Ma- schinen vertr^ sucht Stellung tn Gießen oder Umgegend. Schr. Ang. u. 5901D an den Gieß. Anz. ailllllHIIIIIWIllllUlllllllUB Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Bersrod für Rj. 1929 liegt von Dienstag, 9.3u(i, eine Woche zur Einsicht der Interessenten und etwaiger Erhebung von Einwendungen auf hiesigem Bürgermeistereibureau offen. 5918D Es ist die Erhebung einer Umlage be- chlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Bersrod, den 18. Juli 1929. Hessische Bürgermeisterei Bersrod. Becker. Vertreter von großem Mrgarinewerl mit hervorragenden Qualitäten und besonders zugkräftiger Wertreklame bei hohem Einkommen zum baldigen Eintritt gesucht. Bewerbungen von nur gut berufenen, brauche« kundigen, bei Bäckereien und Kolonialwarengeschäften bestens eingeführten Herren. Off. unt. 3o 2631 an Annonc.-Albachary, Berlin W 35. 5909V Die hessischen Schwimm - Gaumeisterschasien. Die Meisterschaften des Gaues IimFrankfur - ter Stadion sollten einen Versuch darstellen, ob bei einer vorgeschriebenen prozentualen Beteiligung aller Schwimmer des Gaues sich die Durchschnittsleistungen verbessern würden. Dieses Experiment ist im vollen Umfange gelungen. Dabei wurde versucht, durch Punktwertung die besten Vereine zu ermitteln, was jedoch kein klares Bild ergab. Die Ergebnisse verzeichnen einige Erfolge von Gießener Schwimmern. 100 Meter Rücken für Herren : 2. Klasse 1. Dahmer (Rotweiß, Darmstadt) und Stutz (Gießen) 1:33. — 100 Meter greift tl 2. Klasse 1. Budecker F. S. V. 1:10,4; 2. Herbert (Gießen) 1:13,2. Gchwimm-Länderkampf Deutschland-Frankreich 1:1. Auch der dritte, am Samstag in Paris I ausgetragene Schwimm - Länderkampf Kräftiger Junge 16 Jahre alt, sucht Stellung als Metzgerlehrling am liebsten in größ. Dorfe od. kleinerem Stäbchen. Schnitt. Angeb. unter 59140 an d. Gieh.'.Anz. erb. | Verkäufe | Dovvel- Vauvlatz zu verkaufen, mms Marburg. Str. 83 1 Küchenschr.((£td)e), 1 Tisch, 2 kl. Tischchen. 1 Wäsehekom- mode, 2 Stühle, Gartenwerkzeug Auf. für 55 M. zu verk. Wo? sagt die Geschst. des Gieß. Anz. 04340 | Kaufgesuche | Gebrauchtes, gut erhaltenes ÄivellierioströMl zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. unter 59150 a. d. Gß. Anz. |Verschiedenes| 300 Mark gegen monafl. Rück« zahlung von 25 Mk. nebst Zinsen und laSicherh. zu leihen gesucht. Schr.Ang. u. 04330 a. d. Gß. Anz. Wer sucht Erholung f. 14 Tageb.gut.Pens. geg. Arbeiten i. Heu imchtmähen»? 59.2D Brüggemann, Roth Post Schönbach DillkretS. •tS . = .5-9 ~ r c 3 o ö Cl .5 5 '• 11% iC fc'^cL6'- ' plya« U C c 2 " (0'S uät: s? I "MD Geschäftshäuser mit freiwerd. Läden und Wohnungen, Etagenhäuser Einfamilienhäuser bezieht;., billigz.verk. Läden u.Bureauräume in guter Geschäftslage zu Derrn. Vhmb J. Baer. Ostanl. 29. Tel. 871. taltslrtmh in d. Nähe Gießens erbteilungsbalv. zu verkaufen. Wo sagt die Geschäftsstelle d. Gieß. Anzetg. 04339 Schlafzimmer, Speisezimmer und Küche wenig gebraucht,sebr vretswert abzugeb. 59171) Steinstr. 7«. Zirka 100 leere Kisten abzugeben. Näheres in der Geschäftsstelle des Gieß. Änz. 04334 5 o 0 Patentes 15908V ord. Jung« achtb. El- 0 H.B. 385 674 I lern. d.Lust hat. das — - Schmiedehandwerk