Nr. 33 Erstes Blatt 179. Jahrgang Zreitag, 8. zebruar (929 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Mitnahme ooa Bnjtigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzcigen von 70 mm Breite 35 Reichspsennig Platzvorschrift 20“ , mehr Chefredakteur. Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Derantwonlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den An- zeigenteil Äurt Hillmann. sämtlich in Biehen. potzscheckfonto: KronlfnrtomMain 11688. Prrtf vsttz Derfoe: vrLhl'sche UnwersitSl5-vuch. nnö Sleindrvckerei R. tanze in Sieben. Sdfriftleitnng NN) GrschIftr'tele: r. Erscheint »üglich.außer sonmog» und Feiertag» Beilagen The Illustrierte Gietzener FamUiendlätte, Heimat im Bild Die Scholle Verngspret» für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspsennig für Trüge» lohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern infolge höherer (Bemalt Fernsprechonichlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger 6 lefjen. Vor Zusammenü iii der Sachverständigen. Reichswirlschastsminister Dr. Eurtius spricht vor der deutschen Proviuzpreffe über die Aufgabe der pariser Konferenz. Berlin, 7. Febr. (WB.) Der Verband der Aus- wärtigen Presse veranstaltete im Namen der in Berlin vertretenen Zeitungen im Reich im Schöneberger Rathaus einen Emofangs- obend, an dem die führenden politischen und wirt- fchastlichen Persönlichkeiten Berlins in großer Zahl teilnahmen. Dom Reichekabinett mären erschienen: Reichskanzler Müller und die Reichsinnenminister Severino, Dr. Curtius, Oroener, Dr. Dietrich, Dr. Hilferding und Wissell. Die preußische Regierung mar mit Ministerpräsident Dr. Braun an der Spitze fast vollzählig vertreten. Vom Diplomatischen Korps mären erschienen der Doyen Nuntius Pocelli, der russische, der spanische, 5er japanische und der türkische Botschaft ter und zahlreiche Gesandte, darunter der österreichische Gesandte Dr. Frank. Außerdem mären an» rnesend: die Vertreter der deutschen Länder in Berlin, das Reichstagspräsidium, ferner die Frak- tionsoorftände sämtlicher Reichstags- und Landtags- frattionen. Auch die Wirtschaft mar sehr stark vertreten und zrnar durch die führenden Männer von Bankwesen, Industrie, Landwirtschaft und Handel. 3m Auftrage des einladenden Verbandes mies Dr. C r o l l (Kölnische Zeitung) auf die besondere Bedeutung der Presse im Reich hin. 3m Namen der Zeitunasverleger begrüßte Dr. Reismann- Grone (Rheinisch-Westfälische Zeitung) die Er- schienenen. Dann nahm ReichSwirtschastSmimster Dr. CurtiuS das Wort zu einer groß angelegten wirtschaftspoli- tischen Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: 3hr Verband besteht aus den Vertretern der außerhalb Berlins erscheinenden deutschen Tageszeitungen, föderalistisch gesprochen, den Bevollmächtigten und Gesandten der vielen sich souverän fühlenden Mächte Öffentlicher Meinung, bie in Wechselrnirkung mit der Zentrale die gesamtdeutsche öffentliche Meinung zu formen haben. Sie alle, die Sie hier in Berlin tätig sind, müssen sich als Mitt- le r zwischen der Peripherie und dem Zentrum, zwischen dem Lande und der Reichshauptstadt, zrni- schen der Mannigfaltigkeit und der Einheit fühlen. Sie müssen In dieser Stellung im gegenwärtigen Augenblick vor allem an der Losung der schier unerträglichen Spannungen arbeiten, die das Relchsgefüge lähmen. Der bayerisch-preußische Zwischenfall ist glücklich beigelegt. Bleibt es nicht aber grotesk, daß die deutschen Linder untereinander in völkerrechtlichen Formen verkehren oder auch nicht verkehren? Und ist es nicht bedauerlich, daß Reich und Länder Prozesse gegeneinander führen müssen? Wir müssen zu einer ©eneralbereinigung der finanziellen Differenzen gelangen oder eine Art von Gottessrieden zwischen Deich und Ländern, und zwischen den Ländern selbst für mindestens solange Zeit aufrichten, als das Deich die Gefahrzone des Re - paratlonsproblemes auf feiner Dahn durchläuft. In dieser Stunde reisen die deutschen Sachverständigen zur ReparationS- konferenz nach Paris. Wir haben Männer gewählt, die, im Brennpunkt der Wirtschaft und Finanz stehend, Lebenserfahrung und Charakter an die Ausgabe setzen wollen, die sie auf Bitte der Deichsregierung übernommen haben. Da» deuhche Bolk und die deutsche Wirtschaft dürfen davon überzeug' sein, daß ihr Schicksal in guten Händen ruht. Die deutschen Sachverständigen sind aber nicht Parleiverlreler oder gar Vertreter de» Schuldners!aates, der nach Artikel 234 des Versailler Vertrages von Zeit zu Zeit bei Prüfung seiner Hilfsmittel und Leistungsfähigkeit angehört werden soll. Sie wirken vielmehr mit gleichem Recht und iuter- uatioaalet Autorität in einem Sachverständigen- Gremium, dem mit dem Reparationsproblem eia deutsches Schicksalsproblem, eine europäische Frage ersten Ranges, und die Aufgabe weltwirtschaftlicher Befriedung übertragen Ist. Diese Aufgabe und diese Situation verkennt, wer ein Eingreifen der Deichs reg te rung durch materielle Stellungnahme fordert. Seit der Brüsseler Sachverstäirdigenkonferenz vom Dezember 1920, flnrct noch seit der Pariser Sachverständigen- 'onserenz des Jahres 1922 hat sich bei den beteiligten Regierungen dir Erkenntnis durchgeseht. daß alle Fortschritte in der Reparationsfrage und alle politischen Losungsversuche derDorberei- tung durch unabhängigeSachverständige bedürfen. Dach dem Genfer Beschluß vom 16. September des vergangenen wahres sollen desh-lo unabhängige Sachverständige Vorschläge für eine vollständige und endgültige Regelung des ReparationsproAemes aus arbeiten. Dis zur Vorlage solcher Vorschläge hat die Depara - tionspolitik zu schweigen. Erst wenn sie vorliegen, haben die Regierungen — auch sie, wie in den Vorverhandlungen festgestellt ist, in voller Freiheit — Stellung zu nehmen. Bei dieser Sachlage ist auch die Forderung ab» toegig, die Reichsregierung solle zu dem letzten Bericht des Generalagenten Stellung nehmen. Der Generalagent ist der Ver.r. .r der alliierten Gläubiger. Eine öffentliche Diskussion, eine Polemik mit ihm würde eine Fortsetzung der politischen Behandlung der Reparationsfrage bedeuten und die Arbeit der Sachverständigen erschweren Es kann daher nicht meine Aufgabe sein, den Bericht des Generalagenten vor Ihnen zu untersuchen und $u kritisieren. Ich will mich darauf beschränken eintje grundsätzliche Ausführungen über die Benutzung des für die Konferenz vorbereiteten statist Ischen Materials zu machen. 3m 3ahre 1924 gingen die Sachverständigen des Daweskomitees davon aus, daß bei Beginn des fünften Leistungsjahres die deutsche Wirtschaft wieder Ihren Jlormalftanb erreicht haben würde. Sie bemaßen auf dieser Grundlage die höhe der 3ah ?sleistungen. Die jetzt in pari» zu- fammentreffenben Sachverständigen werden nachzuprüsen haben, ob diese Voraussetzung sich verwirklicht hat. Für viele W.rtschaftszwelge wird es nicht schwer fein zu erkennen, daß die Gesundung sich nicht in dem erwarteten Tempo vollziehen konnte. Das gilt insbesondere von der deutschen Landwirtschaft, deren große Bedeutung für da» gesamte deutsche Dirischasts- leben das Dawesgut chten mit Nachdruck unterstreicht, und deren schwere Lage auch der Generalagent in seinem letzten Bericht würdigt. Weniger leicht wird diese Dachprüfung sich auf manchen anderen Gebieten vollziehen. Berlin und die wenigen anderen großen Städte, die seit dem Kriege einen Aufschwung erlebt haben, sind nicht das ganze deutsche Land. Ja, zum Teil steht dieser Aufschwung In unmittelbarem Zusammenhang mit einem Stehenbleiben oder sogar einem A b s i n k e n einzelner anderer Landesteile, so daß der Zuwachs in den aus- steigenden Städten keine absolute Steigerung des deutschen Volkswohlstandes, sondern nur eine Verlagerung wirtfchaftlicherKräfte innerhalb Deutschlands darstellt. Wer in andere große Städte der deutschen Länder und Provinzen und auf das platte Land kommt, dem springt der Abstand gegen die wenigen von der Entwicklung begünstigten Zentren in die Augen. Eich über die wirkliche Lage einer Ration und einer Wirtschaft ein Urteil zu bilden, ist überhaupt nicht für ein einzelnes Volk allein möglich: nur aus dem Vergleich verschiede nerVölker annähernd gleicher WirlschaftL» ftufe, deren Betrachtung unter Verwendung der gleichen Methoden erfolgt, läßt sich ein einigermaßen zuverlässiges und gerechtes Urteil gewinnen. Stets wird die Statistik in höherem Grade die guten Momente aufzeigen, die schlechten aber nicht enthüllen. Aus der Große des Volkseinkommens auf den Umfang eines Vermög enszuwachses und auf den Grad der K a p i t a I b i l ö u n g zu schließen, wäre verfehlt. Umgekehrt kann man sich zur Beurteilung einer bestimmten wirtschaftlichen Lage nicht aus den Augenschein und die äußeren Sinnes- emdrücke allein verlassen. Man hört immer wieder von Ausländern, die als Beweis für bie höhe der deutschen Lebenshaltung auf Wahrnehmungen Bezug nehmen, die sie in Berlin, in Köln oder Stuttgart oder in sonstigen Städten gemocht haben. Die Kleidung der Menschen, der Umfang der Neubauten, die Belebtheit der Der- giiügungsflätten werden als Maßstab für den Grad des Wohlergehens der deutschen Gesarntbevötkerung genommen. Sie vereinigen in Ihrem Verband die Presse der verschiedensten po.itischen Richtungen. Ich darf der Freude Ausdruck geben, daß in der bisherigen Behandlung und Beurteilung der Maßnahmen der Reichsregierung auch die Opposition das Maß von Takt beobachtet hat, daS die große Ausgabe der deutschen Politik von ihr erfordert. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß auch in der weiteren Entwicklung der Dinge die Reichsregierung diese in tätiger Mitwirkung und sachlicher Kritik zusammengesahte Mitarbeit aller Parteien erfahren wird. Treten Eie lähmendem Pessimismus und leich.fertigem Optimismus gleichermaßen entgegen. Die Verschärfung de- Wirtschaftsabstieges, insbesondere die Krise in der Landwirtschaft, die Zersplitterung und Unbeständigkeit der Innenpolitik, vor allem die Ungewißheit Über den Ausgang der Repara- tionsverhandlungen haben eine dumpse Stimmung Im Lande erzeugt. Wir kennen sie und fühlen sie. Auch wir sind voller Sorge um unser Vaterland, nicht erst feit heute und gestern, aber wir wollen In klarer Erkenntnis unserer Rot wirken und handeln, soweit und solange unsere Kräfte reichen im Glauben an deutsche Zukunft, in freudigem Stolz auch über das, was unser Dolk in den vergangenen zehn Jahren geleistet hat. Das Mchskabinett bleibt beisammen. Nach -em Rücktritt -es Zenimnrsministers. — Oer Reichspräsident beauftragt die Minister Schätzet uno Severing mit -er Wahrnehmung -er Geschäfte. Berlin, 7. Jebr. (2DB.) Das Reichskablncll beschäftigte sich in feiner heutigen Sitzung mit der durch den Rücktritt des Reichsoerkehrs- ministers v. Guerard geschaffenen Lage. Das Kabinett war einmütig der Ansicht, daß die außen- und inneripolitische Lage, insbesondere die unmittelbar bevorstehenden Verhandlungen über bie Reparationsfrage der Reichsregierung die Fortführung der Geschäfte auf der Grundlage der Regierungserklärung vom 3. Juli vorigen Jahres zur unabweisbaren Pflicht machen. Der Reichskanzler erstattete alsdann dem Reichspräsidenten über die Auffassung des Kabinetts BeridjL Der Reichspräsident trat dieser Stellungnahme vollkommen bei, genehmigte das Rücktrittsgesuch des Reichsverkehrsmlnlsfers v. Guerard und beauftragte, entsprechend dem Vorschläge des Reichskanzlers, den Reichspostminister Dr. Schähel mit der Wahrnehmung bet Geschäfte des Reichsverkehrsministeriums und den Reichsminister de» Innern. Severing, mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Reichsminisiers für die besetzten Gebiete. Eine Erklärung der Volksparici. Berlin, 7. Febr. (VDZ.) Die Deutsche Volks- Partei veröffentlicht zur politischen Lage folgende Erklärung: Die Reichstaasfraktion der Deutschen Volksparte, nimmt mit Bedauern Kenntnis von dem Beschluß der Zentrumsfraktion, aus der Reichs- regierung zurückzutreten. Sachliche Gründe für diese Entscheidung vermag sie nicht a n Auerhennen, besonders da die außenpolitische Lage und die Finanznot des Reiches mehr denn je eine tragfähige Mehrheit im Reichstag erfordern. Die Ablehnung der wohlbegründetcn Forderung der Deutschen Dolkspartei auf gleichzeitige und gleichmäßige Regelung der Zusammensetzung der Regierungen in Preußen und im Reich durch das Zentrum berührt um so eigenartiger, als dieses Verlangen nicht nur von den übrigen beteiligten Parteien, sondern auch vom Zentrum selbst bereits vor Weihnachten und erneut in der gestrigen Besprechung der beteiligten Minister als berechtigt aner = k a n n t ist Die Fraktion begrüßt den Entschluß des Reich llabinetts, in dieser Verantwortung vollen Stunde im Slmt zu bleiben. Sie hält sich noch Ausscheiden des Zentrums für doppelt verpflichtet, in der Reichsregierung dafür zu sorgen, daß bei dem notwendigen Ausgleich die Interessen der nicht durch die Sozialdemokratie vertretenen Dolksteile gewahrt bleiben. — Diese Erklärung ist von der Rcich-tagsfraktion der Deutschen Dolkspartei einstimmig gefaßt worden. Warum die Bayrische Volkspartei im Kabinett bleibt. Die Reichstagskvrrespondenz der Bayerischen Dolkspartei schreibt zu dem Beschluß der Fraktion, Reichspostmini st er Schätze! vorläufig im Kabinett zu belassen, u. a.: Der Austritt des Herrn v. GuHrard aus dem Kabinett ist wegen Unstimmigkeiten zwischen der Deutschen Dolkspartei und dem Zentrum erfolgt, für die eine Bereinigung nicht gefunden werden tonnte. Durch die Berg uickung der llmbil- dung der Regierung tm Reiche mit der Umbildung der Regierung in Preußen ist der eigentliche Grund für die kritische Situation geschaffen worden. Der Beschluß der Bayerischen Dolkspartei auf vorläufige Belassung des Ministers in der Regierung beruht einmal auf der Tatsache, daß die Fraktion der Bayerischen Dolkspartei, wie der Gang der Verhandlungen zeigt, an diesem Konflikt nicht beteiligt war, ferner auf der Tatsache, daß nach wie vor keine ko a l i t i o n s m ä tz i g e n Bindungen verlangt werden, unb schließlich daraus, daß die bisherigen Grundlagen für die Arbeit der Regierung nicht geändert erscheinen. Die Sachlage würde sich andern, wenn die jetzige Regierung von den Grundlagen der bisherigen Regierung abgehen würde, wie sie in der feiner» zeitigen Regierungserklärung ausgesprochen wurden. Oie bayrischen Titel. Feststellungsklagc der Reichsrcgierung. Berlin, 8. Febr. (WTB.) Wie amllch mitgeteilt wird, hat Reichsinnenminister Severing im Auftrag des Reichskabinetts beim Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich Fcst- stellungsllage daraus angestrengt, daß die in Talern üblichen Tie Verleihungen im Wider- spruch zu dem Artikel 1 09 der Reichs- Verfassung ständen. Der Beschluß der Reichsregierung ist schon vor 14 Tagen gefaßt worden. Er wurde nut erst jetzt veröffentlicht. Reichspostminister S ch ä tz e l hat dem Beschluß auf Erhebung der Klage nicht zugestimmt, sondern seine Stimme dagegen abgegeben. Uebrigens war auch schon die vorige Regierung der Ansicht, daß solche Titelverleihungen der Verfassung widersprächen. Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, steht man in Bayern aus dem Standpunkt, daß die von der bayerischen Staatsregierung verliehenen Titel der Vorschrift des Artikels 109, Absatz 4 der Reichsvecsassung nicht widersprechen, weil sie stets mit Beziehung zu einem Amte oder einem Berufe verliehen worden sind. Bei der Wiedere.nsührung der Titel ist seinerzeit diese bayerische Auffassung der Reichsregierung amtlich zu. Kenntnis gebracht toorten. Die Reichs- regierung hat dagegen keinen Einspruch erhoben. Ein demokratisches Wehrprogramm. Berlin, 8. Febr. (Priv.-Tel ) Der Wehc- ausschuß der Demokralis-te i Pa t i ha. , 54 (Stellvertretungen und Aushilfsposten) un 55 (Postgebühren). Die Beratungen des Kapitel': 57 (Volksschulen) wurden nicht abgeschlossei.. Eingegangen ist ein sozialdemokratischer Antrag, in dem verlangt wird, die Vergütung zur nebenamtlichen und Katechesenunterricht den Sätzen Preußens und des Reiches anzugleichen. Ei i Antrag Reiber (D.) wünscht die Errichtung von 30 Dolksschullehrer st eilen i j Landgemeinden mit stark wachsender Schin lerzahl. Ein Antrag des Bauernbundes ersucht die Regierung, Lehrerstellen, die mit geringer Klassenstärke eingeheiv sollen, an die Landgemeinden mit hoher Klassenstärke zu verlegen. Auf einen Antrag der weiblichen Ausschuhmitglieder Heraeus (Dnl.), Birnbaum (DVP.) und Roll (S.), die Regierung möge an den Mädchen-' schulen grundsätzlich bis zu 50 Prozent Lehrerinnen anstellen, ging ein sozialdemokratischer Antrag ein, in dem die Regierung ersucht wird, an den reinen Mädchenschulen mehr als seither Lehrerinnen zu verwenden. Ergänzung finden werde durch weitere Vorlagen. Oie Wetterlage. der S älnsallverhu Sv fei eine Neuregelung genossenschaftlichen ! Kommunistenkrach im Reichstag. Oerdeutsch-liiauischeHandelsvertrag.-OasArbeitsschuhgesetz i Rom, 7.Febr. (WB.) Die Ewige Stadt ist in einer leichtbegreifiichen. grohcn Erregung. Bald nach zwölf Uhr verbreitete sich die Nachricht, daß der Kardinalstaatssekretär alle am heiligen Stuhl beglaubigten Missionschefs empfangen habe, um ihnen mitzuteilcn, dah die Unterhandlungen zwischen dem hl. Stuhl und Italien über die Lösung der römischen Frage sowie über ein Konkordat zwischen Italien und dem hl. Stuhl in ihren Grundlinien soweit gediehen seien, dah die U n l e r s e r t i g u n g der betrefien- den Aktenstücke in den nächsten Tagen erfolgen könne. In hiesigen kirchlichen katholischen Kreisen glaubt man zu wissen, dah die Unlerzeichnung der gesamten Aktenstücke am 11. d. M.. also am nächsten Montagoormitlag. erfolgen werde, so dah der ^Osservakore Romano1* am Monlagmitiag in einer Sonderausgabe den Text werde bringen können. Am Dienstag wird der Papst den Jahrestag feiner Krönungsfeier begehen, der in diesem Jahre ausnahmsweise roiebec z u m ersten Male in St. Peter durch ein päpstlick-es Pontifikalamt gefeiert werden wird. Man glaubt, dah während des Gottesdienstes der Papst die Aussöhnung mit Italien urbi et orbi durch eine Anrede verkünden und zum Schluß der Feier wie in früheren Zeiten vor 1870, urbi et orbi den päpstlichen Segen von der äußeren Loggia der Fassade von St. Peter erteilen wird. Die hiesige presse wie auch der ..Oster- vatore Romano“ bringen heute noch kein Wort Über die AngÄegenheit. Von geistlicher Seite wird immer wieder darauf hingewiesen, dah das Gebiet des neuen päpstlichen Staates kaum über den jetzigen vatikanischen Besitz hinaurgehen werde. Man rechnet allerdings bestimmt damit, dah die Strafte mit den an ihr liegenden Gebäulichkeiten, welche hinter St. Peter zu den Museen des Vatikan» führt, in das Territorium einbegriffen sein wird. In diesem Falle lägen höchstwahrscheinlich der Campo Santo der Deutschen, das Museum von St. Peter und der Palast des heiligen Osficiums im neuen Staat. Gegenüber den Bemerkungen, dah in diesem Falle die Gesandtschaften und Bot- Sie Aussöhnung MischenMen und demMikan. Oie Lösung der römischen Frage. - Ein Abkommen g etroffen. - Oer neue Kirchenstaat schäften keinen Platz haben würden, um sich in diesem Terrilorinm niederzulosten, wurde von derselben Seile erklärt, dah das auch nicht nol - wendig sei, weil die Baischasten und Gesandtschaften doch bleiben würden, wo sie seien. Dabei bleibt die Frage offen, was in einem Kriegsfall geschehen würde, und ob die Botschaften bann den italienischen Boden verlassen mühten. Da Nachrichten über Einzelheiten der Lösung von beidm Seiten vorläufig nicht gegeben werden, find alle diese Gerüchte, die aus Gesprächen in der Ewigen Stadt entstanden sind, mit Vorsicht auszunehmen. Auher der Lösung der fogeuannlen römischen Frage, d. h. auher dem Friedeneschluh zwischen dem Vatikan und dem Quirlnal muh also auch die Regelung der künftigen B eziehungen zwischen der Kurie und Italien, d.h. da» Konkordat als geklärt angenommen werden. Bisher ist, dem vernehmen nach, eine Unterzeichnung noch nicht erfolgt. Wenn man aber in Betracht zieht, wie Papst PiusXI. und Mussolini häufig überta- schend selbst für ihre Mitarbeiter die Entscheidungen zu treffen pflegen, so kann der entscheidende Schritt sehr plötzlich erfolgen, kann aber audj lange auf sich warten lassen. Wie in dem bevorstehenden Konkordat die Frage des Religionsunterrichts in den Minderheitenschulen geregelt ist. ist selbstverständlich noch nicht bekannt. Lin gewistes Intereste wird der Regelung enlgcgen- gebradjt, die die Kurie zu der Internationalisierung der zentralen Kirchenver- roaltung wählen wirb, da ein Fortbestehen der fast rein italienischen Kurie nach einem Konkordat des Vatikans mit Italien für den aufteritallenifchen Katholizismus nicht tragbar scheinen kann. Das Abkommen soll am 12. Februar veröffentlicht werden, am 13. Februar werde sodann der König dem Papst einen Besuch abftalten, am 14.Februar werde der Papst zum erstenmal den Vatikan verlassen und den Besuch des Königs erwidern. In einem Sonderzuge sollen sich dann beide nach Mailand begeben, um die Einsegnung des neuen Seminars In venegono vorzunehmen. vor seinem Katen von PanthanS mit Messern angegriffen und sofort getötet wurde. 2er QMUer des Aachöarladens, der dort mit seinem Soh.e saß, schloft sofort die Qalou'icn. 2ibet die Lanthans erzwangen sich bett Gin tritt und erdolchten 56 o ter und Sohn- Die Panthans rannten die Strafte aus und ab und verbreiteren Schrecken in ganzm Bezirk. Sn einem Hospital allein wurden l-nits über 80 Personen untergebracht, die meisten davon Hindus, von denen fielen Srwehrichuft- wunden aufwiesen. Linen tragischen Anblick boten Hindufrauen, die vergeblich ihre Männer im Hospital unter den CLer.eäten zu entdecken versuchten. Die Lage war am Abend öc3 7. Februar verzweifelt. Die Zusammenstöße zwischen Hindus und Pantha:rs, die am Sonntag begannen, nachdem »atscyc (Gerüchte im Unuauf waren, dah Panthans Hindukinder entführt hätten. um sie zu opfern, sind jetjtAu einem kommunal- krieg zwischen Hindun unj Mohammedanern ausgewachsen. Militärische Verstärkung mit Panzer^ügen wurden au3 verschiedenen Orten herangezogen. Die Verlustliste bis zum 7. Februar zählt 40 Tote und 400 Verwundete. Alpen (Garmisch-Partenkirchen)? Heiler, —10 Grad Celsius, 43 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel gut © wonrawo» <3 netter, r» nem eedeett G wonrig. G eedem • eeg«tz * Schnee * Graupeln • Nebel K GfWitvr^) windstille «Q-* sti» leichte» op «assiflt» S6d$uoweu q ttonniyhe WdVe* die neue fliegen nut dem winde. 0« o® den Stationen Menenden Za» len o«oen die Temperatur an Pie Linien «reuidaa OrU w> nteresnuee* emae/eennete* tjifWata Wettervoraussage. WettervoraussagesürSamst oa: Wolkige», auch stellenweise neblige» Weller. Abschwächung des Frostes. Neiguna zu Niederschlägen. Witterungsoussichten für toonntag: Leichter Frostruckaang und meist wollige» Weller mit strichweisen Niederschlägen wahrscheinlich. Lufttemperaturen am 7. Februar: mittag» — 3.7 Grad Celsius, abends —11 Grad Celsius-, am 8. Februar: morgens — 16V Grad Celsius. Maximum — 1,9 Grad Celsius, Minimum —17 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 7. Februar: abend» -—2,8 Grad Celsius: am 8. Februar: morgens —2,9 Grad Celsius. — Sonnen scheindauer 6% Ctunben. Wittlersporluachrlchleu der Hesi. WetterdiLnstskellc. Dogelsbera schoherodskopf): Heiter, — 8 Grad Celsius. 3u bis 35 Zentimeter Schnee, ge- körnt, Ski und Rodel sehr gut. — Hcrchen Hainer Höhe: Heiter, —10 Grad Celsius. 40 Zentimeter Pulverschnee, SN und Rodel sehr gut Odenwald (Tromm): Heller, —8 Grad Cel> sius, 45 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel gut — Neukirchen: Heiter, — 7 Grad Celsius, 45 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Sauerland (Xinierberg): — 6 Grad Celsius, 45 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel flut Schwarzwald (5e'b':crg): Hei:er, — 9 Grad Celsius. 93 Zentimeter Schnee, etwas verharscht. Sti und Rodel gut. — Ruhestein: — 10 Grad Celsius, 83 Zentimeter Pulverschnee. Ski und Ernste Lage in Bombay. Bedrohliche Zuspitzung der religiösen Unruhen. Bombay, 7. Febr. (WTB.) Es sind Anzeichen vorhanden, daß sich die Unruhen auf das Geschäftsviertel der Stadt, das bisher non Unruhen verschont geblieben ist, a u s d e h n e n. Es wird gemeldet, daß zwei Mohammedaner einen Hindu in dem Bezirk, in dem die Hauptbanken liegen, und zahlreiche Europäer und wohlhabende Inder leben, mit Dolchstößen ermordet haben. Das Militär war gezwungen, heute nachmittag wieder in zwei Straßen das Feuer zu eröffnen. Ein ernster Zwischenfall fand am Dhendy-Dasar zwischen Hindus und Mohammedanern statt, bei Dem drei Hindus getötet wurden. Polizei und Militär wurde in Eile hcrbeigerufen. Einer der schlimmsten Bezirke war heute morgen die Rachbarschaft fcer Orant Roa, wo die ärmeren Klassen wohnen und wo Hindus und Mohammedaner dicht zufam- en leben. Dreimal wurde hier das £euet eröffnet, um den Pöbel zu zrrstteuen. Die Zahl der Verluste konnte nicht sesttestellt werden, da die Leichen der Octä elen uno die Verletzten von ter Menge weggesch ep-t wurden. Die Mohammedaner brachten ihre Solen nach der Moschee. Polizcipatrouil- len durchz^en häufig den Bezirk. Ein besonders brutaler Mord wurde in einer Strafte in der Räbe der Docks verübt, wo ein S5inbut>ertäufcr tung vorbereitet. Diese Ausgabe soll den De- rufsgenossenschaften nicht genommen werden, weil Unfallverhütung und Llnfallvergütung eng zu- sammengehöven. In dem Gesetz soll ter Einfluß der Versicherten verstärkt und die Stellung der technischen Aussichtsbeamten mehr gesichert werden. Der Minister schließt mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß aus dm AuSschuftverhand- hingen ein Gesetz hervorgehen werde, das in der Gesundung und Kräftigung der deutschen Arbeiterschaft und der Einheit des deutschen Ar- beitsrechls einen grohcn und glücklichen Fortschritt darstellt. Abg. Dr. Moldenhauer (D.Dp.) erklärt: Der jetzigen bedrängten Lage der Wirtschaft werde der Entwurf nicht gerecht, besonders auch nicht in den Arbettszeitbesttmmun- gen. Die Vollspart ei fei nicht gegen eine vernünftige Verkürzung der Arbeitszeit, aber sie wende sich gegen einen Schematismus, der ganze Wirtschaftszweige ruinieren koyne. Das größte VedanLen fordere der Entwurf dadurch heraus, daft er nicht genug Rücksicht nehme auf Handwerk und Einzelhandel. Das Taris recht sollte möglichst der freien Vereinbarung überlassen werden. Abg. ©raftmann (Soz.): Der vorliegende Gesetzentwurf enttäuscht die Gewerischasten. Er ist so aufgebaut, als ob Kleinhandwerk und Kleinhandel das Typische der deutschen Wirtschaft wären. Die Arbeitslosigkeit ist nicht mehr eine Konjunlturerscheinung, sondern eine Dauererscheinung in allen Ländern. Die Vermehrung der Arbeitsgelegenheit ist nur mög» lich durch Verkürzung der Arbeitszeit. Der jetzige so zialdenwlratische Arbeits- minifter hat hier einen Gesetzentwurf zu verantworten, der in einer anderen Regierung entstand und der im Reich-rat noch wesentlich verschlechtert worden ist. Der vorliegende Entwurf läftt zu viele Ausnahmen vom Achtstundentag zu. Das ist unannehmbar, besonders in einer Zeit, wo in Deutschland zwei Millionen Arbeiter feiern müssen. Spuren der Berliner Tresorknacker. Don der Budapester Polizei wurden drei (Flnbrrj* cher auf die Anzeige eines Schlossermcisters von Dcttitiocn de m Pol zcipräsidium fdtgenomm.n, deren Verhör die Möglichkeit immer wahrscheinlicher macht, daß die drei verhafteten auch jener Bande angchören, die kürzlich den Einbruch in die Stahlkammer einer Filiale derBerlinerDieconto- gesell schäft verübt hatte. Besonders verbäcltig ist der Umstand, daß bei ihnen überaus raffiniert konstruierte Einbrecherwerkzeuge Dorpcfunben wurden, die aus einem viel härteren Stahl hergestellt sind, als selbst die Stahlplatten der modernsten Geldlchrönke. Die drei Verhafteten, namens Josef Grcschenheim, Simon Ma- rerer und Samuel Friedmann, stammen aus Bessarabien. Während Greschenheim und Friedmann hartnäckig leugnen, hat Marcrer e i n umfassendes Geständnis abgelegt, das die weitere Arbeit der Polizei wesentlich erleichtern dürfte. Er hat, wie er angab, im Auft'rage Friedmanns, der nach feinen Aussagen Kassenein brecherbanden geradezu organisiert und finanziert hat, seit September vorigen Jahres in Budapest zedesmal mit einem anderer- Komplizen acht Kasfenetnbrüche verübt, wo bei ihm Bargeld in Höh« von 130 000 Pengö in die Hande fiel. Es wurde festgestellt, daß die Einbrecher ferner in Prag, Breslau, Lüttich, Groß» roardein, Arad und Sillein Kasseneinbrüche begangen haben. Friedmann hat in der letzten Zeit aus Riga 1500 Dollar «rhalten. Dom elektrischen Strom getötet 3n Duisburg entftanö in der Slrvmzufüh- rung der Straftenbahn auf der Düsseldorfer Strafte eine Störung. Man sand in Um» formerraum dcS Depots im Grünewald den Maschinisten Otto Gareis zwischen den Leitungsdrähten hängen. Er war beim Umschatten in den Stromkreis der Speiseleitung geraten, die sofort den Strom von über 2000 Volt durch seinen Körper leitete. GareiS verbrannte förmlich von innen heraus, während der gan-te Körper in eine Dampfwolke gehüllt war. Er mußte in seiner fürchterlichen La-ge auSharren, bis der Strom abgestellt war. Kurz nach seiner (Einlieferung im Krankenhaus verstarb er. Er hinterläftt Frau mit 2 Kindern. — 3m älrnformerhaus in Sterlrade kam der Elektromonteur Johann S i e m o n s der 5000 Voltleitung zu nahe. Er lebt zwar noch, doch wird man chm wahrscheinlich beide Arme abnehmen müssen. Da Siemons verschiLdent- lich Selbstmordabsichten geäußert hatte, bermutet man, haft er absichtlich in die Stark- ftromleitung gegriffen hat. — Der Kranführer Stephan M i k u s t n s k i sah, als er auf der, Auguft-Küfenhütte die Katzen deS Krans bediente, aus dem Seltenfen st erdeSFüh-i rerkvrbes. dabei tarn er mit oer rechten Hand der 5C00 Volt Drehstrom führenden Schleiflei-, tung der Katze zu nahe. Tödlich getroffen fiel er in den Führerstand zurück. Aus aller Welt. Eine schwere Katastrophe verhütet. Regensburg, 7. Febr. (ptio.-Tel.) Der D o • n a u ft r o m Hal die Eissesselu unter donnerähnlichem krachen, das viele Kilometer weit gehört wurde, gesprengt. Bei der Ortschaft Niederwinzer setzte sich der Ellstoß in Bewegung und türmte sich zwischen dem e fernen Steg und der 600 Jahre alten steinernen Brücke mehrere Meter hoch empor, während kurz darauf der Wasserspiegel ebenfalls um fast zwei Meter stieg. Es war ein gewaltiges Naturfchaufpiel, da» aber mit feinem überraschenden hereinbrechen beinahe mehreren hundert Menschen, die sich ahnungslos kurz zuvor auf der Eisfläche der Donau inmitten der Stabt Regensburg getummelt halten, da» Leben gekostet hätte. Unter den Schlillfchuhläusern befanden sich viel unbeaussichügte Kinder im Aller von sechs bis neun Jahren. Schreckensrufe ertönten; die Menschen sahen sich plötzlich auf ber st enden Eisschollen treiben. Bon beherzten jungen Mannern konnten die Kinder, die schon teilweise in den kalten Fluten zu versinken drohten, gerettet werden. Mutige Menschen standen ofl bi» zur Brust im Wasser, um versinkenden zu helfen. Es ist ein Wunder, daß niemand um» Leben gekommen ist. Biele Frauen stürzten, sanken ein und erreichten nur völlig durchnäßt das Ufer. Zahlreiche Personen wurden tausend Meter weit stromabwärts getrieben, ehe sich ihnen eine Rettungsmöglichkeit bot Der neue Kätteembruch. Die neue Kältewelle, die auf Kaltluft- m a f Je n aus Ruftland zurückzuführen ist, hat sich inzwischen über ganz Deutschland ausgedehnt. Durchschnittlich matz man in Rord- deutschland Temperaturen von 15 bis 20 Grad. 3n der Berliner Innenstadt war die tiesste Temperatur 18 Grad, in der näheren Umgebung sank sie bi- auf 22 Grad. Die kältesten Temperaturen hatte Schlesien zu verzeichnen, wo stellenweise biS 25 Grad gemessen wurden. Dagegen ist in Ostpreußen daS Thermometer etwa- gestiegen. Man matz 18 Grad gegenüber 27 Grad gestern. In Rordwest» d e u t s ch l a n d liegen die Temperaturen durchschnittlich um einige Grade höher. In S Ü d - Westdeutschland, das am Donnerstag von den neuen kalten Lustmassen noch nicht betroffen war, betrugen die Durchschnittstemperaturen 6 bis 8 Grad, in München 6 Grad, in Frankfurt a. M., 7 Grad, in Karlsruhe sogar nur 2 Grad. Außergewöhnliche Temperaturen maft man auch an der Äordseeküste von durchschnittlich 9 biS 14 Grab. Aach Ansicht der Wettersachverständigen ist vorläufig mit einer Milderung des Wetters ober gar mit Tauwetter nicht zu rechnen, da nach den letzten Deobachtungen ein Ende der Frostperiode noch nicht a b z u s e h e n ist. Der Do.ensee vereist. Der Bodensee ist so weit zugefroren, daft man das Schweizer Ufer gefahrlos erreichen kann. Während der Verkehr zwischen beiden Ufern normalerweise mit Schiffen durch- geführt wird, muftten gestern die Arbeiter und Angestellten zu Fuft über den vereisten Dodensee lausen. Die Eisdecke ist so stark geworden, daß man jetzt mit Pferd und Wagen oder im Auto den See überqueren kann. Das EiS ist aufterdem spiegelllar, so daft man b i s aus den Grund des Sees sehen kann. An einer Stelle wurde ein alles Pfahldorf auS der Steinzeit entdeckt. Die einzelnen (Bauten sind ganz deutlich zu erkennen. Interessant ist das wctthin hörbare Brüllen ve- EiseS, das durch die beständig in Bewegung befindlichen Wafserma'ssn hervorgerusen wird. Die Wasiermassen drücken gegen daS EiS, das auf Hunderte von Meter springt, wodurch dies gewaltig« Brüllen und Donnern hervorgerusen wird. Ein Bertelbiger im W3mmertreu*‘-Brojeft bestohlen. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Hauptangeklagten Leib, der sich des schweren Landlrieixmsbruches unter Begehung rt>.i Gewalttätigkeiten schuldig gemacht ftj^e und den man unter Umständen sogar als Rädelsführer bezeichnen könne, mit Rücksicht auf seine Vorstrafen eine Gefängnisstrafe von einem Jahr sechs Monaten und fünf Jahre Ehrverlust. Ferner gegen den Angeklagten Piatrtzaki und L a ft wegen Hausfriedensbruches jesechsMo - nate Gefängnis, gegen den Angeklagten Franke fünf Monate, gegen den Angeklagten Schulz vier Monate und gegen den Angeklagten Höhne mit Rücksicht auf feine Jugend vier Wochen Grsänanis, die durch die sln.'ersuchungS-- haft als verbüftt gelten sollen. Für di« drei übrigen Angeklagten beantragte der Staatsanwalt Freisprechung. Während des P.o^es'es wurde gestern einer der Verteidrger der .Immenreu"-Leute, der Rechtsanwalt Dr. Frey, um seinen Merz pelz im Wert« von 5003 Mk. best oh- len. Er hatte vor Eintritt in die Verhandlung seinen Pelz in einem Raume neben dem Schwur- gerichtssaal auf'ehängl und sand nach Schluß Der Sitzung statt seines djenen Pelzes einen viri kleineren, fast wertlosen Mantel mit unechtem Futter und Kraaenbesatz vor. B e r l i n, 7. Febr. (Priv.-Tel.) Der Reichstag erlebte am Donnerstag höchst unerquickliche Sze- nen, für die, wie so oft in der Vergangenhdtz, die Kommunisten verantwortlich zeichneten. Zweünal kam «S zu stürmischen Austritten, in beiden Fällen muftte der Reichstagspräsident seine ganze Autorität in die Wagschale werfen, um sich durchzusctzen und die Ruhe wieder her- zustellen. Der erste Krach brach bei der Beratung des deu t sch - li ta u is ch en Handelsvertrages loS. Vom kommunistischen Abgeordneten K o l l w i tz wurde dem tttauischen Minister- Präsiden den Woldemaras der Titel Henker bei» gelegt, so daft Herr Löbe den Redner aut Ordnung rufen muftte, was dieser aber nicht stillschweigend hinnahm, sondern jetzt mit unflätigen Angriffen auf den Reichstagspräsidenten antwortete und dabei die lännende slnterstützung seiner Parteifreunde fand. Die Situation spitzte sich bedrohlich zu, als der Präsident den Äbgt- Kollwitz aufsorderte, den Saal zuverlassen und im Anschluß daran wesen wüster Beschimpfungen und Beleidigungen durch den Abg. Sjfrnle auch an dielen das Ersuchen richtete, sich seinem FraktionSfreund Kollwitz an^uschlie- ften. Minutenlang dauerte der Lärm auf der Linken an, fortgesetzt unterbrochen durch Gegenkundgebungen der übrigen Parteien. Schließlich wußte sich Herr Löbe ni$t anders zu helfen, als die Sitzung für kurze Zett zu unterbrechen. Der Rcllrau setzte sich aber gleich zu Beginn der zweiten Sitzung fort, als der Präsident mit- teilte, daft der Abg. Kollwitz für einen und der Abg. Hörnle für acht Tage von den Sitzungen auSgeschlosfen seien. Ramentlich die Abg. Torgler, Äadasch und Miller-Hannover versuchten sich gegenseitig in Beschimpfungen des Präsidenten zu überbieten, so daft dieser sie mehrere Male zur Ordnung rufen muftte. Schließlich wollte noch der Abg. Stöcker zur ®c- j schästsordnung sprechen, fand aber bei der Mehr- i heit des Hauses feine Gegenliebe, so daft er ab- ) treten muftte. Dann kam es noch einmal $u ; einem heftigen Zusammenstoft zwischen dem Prä- : sidenten Loebe und dem Abg. Ende, weil dieser den rumänischen Ministerpräsidenten Manin als einen armfellgen Lakai bezeichnet hatte. Da der 2lbg. Ende sich den Ordnungsruf I fen des Präsidenten nicht fügte, fragte dieser das Haus, ob es die Ausführungen des Redners weiter mit anhören wolle. Sämtliche Parteien verneilften das, so daß der Abg. Ende das Rednerpult verlassen muftte. Die Komm'./nisten schimpften noch eine Weile fort, beruhigten sich aber schließlich, woraus die Beratungen weiter geführt werden fönten. KeichsardeiiSinmister Wiffell begründet hierauf den Entwurf des ArbeitS- schufgesetzes, der zur ersten ‘Beratung steht. Der Minister weist daraus hin, daß die. Verheißung eines einheitlichen Arbeitsrechtes in der Verfassung noch nicht verwirklicht lei. Eines her wichtigsten Trilgebiete sei das Arbeitsschutzrecht, das dringend des Rcu- und ilmbaueü bedürfe. Jetzt herrsche auf diesem Gebiete eine Buntscheckig kett und Zersplitterung, die gleichernraften ungünstig für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sei. Den Bedürtnissen der einzelnen Gewerbezweige ist in dem vorliegenden Entwurf nach Möglichkeit Rechnung getragen vordem Die Ausnahmebestimmungen sind auf ganz bestimmte Fälle beschräntt worden. DaS Arbettsichutzgeseh bringt unä nicht nur formal auf dem Wege zum einheitlichen ArbeitSrecht votwäris, fonöetn es bedeutet auch einen wichtigen sozlaipolttischen Fort- schrttt durch die Llusdehnung deS Gellungs- bereichs der Arbeitsschutzbcstimmungen. Der Minister geht dann auf die einzelnen Kapitel bet Vorlage «nÄ erklärt, daft der ©nttoitrf seine tTGranä. Ponnerstaa 'Ü8. ttü. iPcrdi 2 @ 8i ¥2 brt i L-S KL S7L Lfmem andere L°erübt, öo lÄ*.: " btt ktzlrn Zeit flelilzt ms I i, 4im, «tt>alb öen M, tn btn Lei- w uvra Ub, * MÄ 1 von Lber Uh Darrit du» ^raus, tolijrtnb MViwvlke gWt rchMltchm L-W «Ml Var. Kurz rankenhau- utc«1 mit 2 Antern. - "ertrade kam dn noni der 6000 »Var noch, doch beide Arme von» verschieden!- v oemiteti halte, ich in die Start- Der KranWrer als er auf bet, des Krans br- ^Üerde-Züh- I kc rechien Hanü rendm Tchieiflei- diich getrof- ) »utüd. age. “SUSä \wir ®s««= MDd««»1* ,, E $elfiu6' - SrM ■iKr- 7.j und S -jsC ^g©taf S^"* ,te xpK' IGchlttischuhpreislauf und gefütterte Schlupfhosea >u< KarlJöckel,Plockstr.11 Sastas „Znin Lamm“ HMD Gießen, den 8 Februar 1929. 0517 IIM Pflaumen, kalifornische . Pfd. nur 037 grobe.. Pflaumen IQ511 ES labet ein Beuern (Mönchenmühle), den 7. Februar 1929. Eier-Sttinitrnmlelii (614 Jlr. I-Liler-Dose 0.85 Marinaden Wir betrauern das Ableben unseres lieben A.H. 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Endgültige Regelung dec Arbeitszeit, der Sonntagsruhe, des Ladenschlusses, Arbeit- aussicht, erhöhter Schuh für jugendliche und weibliche Arbeitnehmer leirnzeichnen schlagwvrtartiz einige der Probleme, dir bei drr Gesrtzesgestal- tung nicht leicht zu lösen sind. Ralürlich hängt mit den K».rnpco Ziemen des Arbettsschuhgesrtz^ und der eirdgüttigen Regelung drr Arbeitszeit auch sehr eng die Frage des Washingtoner Abkommens zusammen. All das zeigt, daß es Ian er und eingehender Arbeit bedarf, um das Gesetz so zu gestalten, daß es den wirklichen Bedürfnissen des praktischen Lebens angepaßt wird. Ein Blick In die Reichst«gsdrucksache selbst zeigt, wieviel Schwierigketten schon überwunden werden mußten, um den Entwurf zur Verabschiedung zu bringen. Auf 293 Druckseiten ist daS Gesetz mit 73 Paragraphen mit Begründung und zahlreichen Anlagen erläutert. Insgesamt gliedert es sich in 7 Abschnitte. Der I. Abschnitt bringt allgemeine Vorschriften über den Geltungsbereich und den Begriff des Arbeitnehmers, dec 2. beschäftigt sich mit BetriebSgesahcen, der 3. und zweifellos wichtigste bringt bie neuen Vorschriften über die Arbeitszeit. Er ist wieder in 4 Llnter- abschnitle geteilt, von denen der erste die allgemeinen Vorschriften über Arbeitszeit bringt, regelmäßige Arbeitszeit. Arbeitsbereitschaft, Wehvarbett, außergewöhnliche Fälle, während der 2. sich mit dem erhöhten Schutz für jugendliche und weibliche Arbeitnehmer beschäftigt, die Rächt- arbeit, Arbeitsfreizeiten, Ruhrpausen, Mutterschutz und Kinderschuh regelt, sch ießlich ein Unter- ab schnitt die Vorschriften über die Durchführung bet Arbeitszeit. DaS Gesetz selbst behandelt dann in tociteren Abschnitten die Somrtaasruhe. den Ladenschluß, die Frage der Arbeitsschuhbehörden und scAießlich die Ausführungs- und Uc5er- lieserungsvorschriften. Richt geregelt ist in dem Gesetz der Heimarbeiterschuh, die Urlaubsfrage der Äugendlichen. Wohl sieht dec Entwurf Beschränkungen des Geltungsbereichs des Gesetzes vor. so z. D. für Land- und Forstwirtschaft. Seeschiffahrt. Luftfahrt. Hauswirtschaft, für das Personal in Heimen, Krankem- und Pslegeanstalten, sür die Angehörigen der Derufsfeuerwehren und Tür den Bergbau unter Tage. Zu letzterem bemerkt die Begründung, daß ein besonderes ‘Berg- arbeitsgesetz vorgelegt werden soll. Die Vorlage soll in allernächster Zeit erfolgen und das Gesetz soll gleichzeitig mit dem ArbettSschutzgesetz im Straft treten. ES würde zu weit führen, wollten wir im letzigen Stadium schon zu den Einzelheiten des ©efefceä kritisch Stellung nehmen. Wir begnügen »ms vielmehr, zu wiederholen, daß die zukünftigen Gesetzesbestimmungen so gefaßt werden müssen, daß sie den dringenden Rotwendigkeiten des deutschen Wirtschaftslebens Rechnung tragen. Wenn beispielsweise jetzt tn der sozialistischen Presse unter der Uebevschrift „Grundsätzliche De- mertungen zum Arbeitsschuhgesetz" davon gesprochen wird, eine Reihe Bestimmungen des Gesetzes gingen noch nicht weit genug, 'o möchten wir allerdings dreier Auffassung schon etzt entgegentreten. Auch wir sind der Auffas- ung. daß die Arbeitskraft unter dem besonderen Schutz des Gesetzes steht. Unmöglich wäre es aber, angesichts der schweren wirtschaftlichen Lage, bi der sich Deutschland befindet, ein Gesetz zu schaffen, dessen Bestimmungen die erforderliche wirtschaftliche Bewegungsfreiheit fj> beschränkt, daß dadurch auch Rachteile für die Arbeitnehmerschaft selb st «ustehen müssen. Wir halten es auch nicht für wünschenswert, daß alle Groß- und Kleinbetriebe schematisch gleichmäßig behandelt werden. Hier bestehen natürlich Unterschiede, die bei der Gesehesgestaltuna selbst ernsthaft berücksichtigt werden müssen, insbesondere halten wir die vom Das große Grauen. Dioman von H. A. von Byern. Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister, Werdau. 2. Fortsetzung. Nachdruck verboten. ,3a, is aber bloß an schöner Ttt'l g'wesen, toa Amt, a Hofcharg'n sozusagen. Ro, tut dann htt er g heirat, oa Fräulein von Cajetan. drüben aas 'm ‘Welschen. Dieweil hat er doch in dö Kirch' g'mußt, is aber not am Altar hing kniet, hat auch net aufg'schaut. A Jahr lang is alles zrt ganga, mci Großvater selig is g'born worden, doch dann starb dö junge Frau, und der Hubertus Silvester hat wieder ang'fang’n zu jagern, schlim- :rer als je z'vor. A Gamsbock is im Revier z wesen, so a ganz alter Hoamtücker, Kruck'n doppelt spaimhoch und an Wachler — kannst dir i>5 Kapitallruck n anschaun, hängt grab unter 'n Bild. — Den hat mei Urgroßvater doch net gkriecht, obwohl er ihm vier Jahr lang z' Liab S^nga is. Aber oamal, da b’gegnet ihm a Pro- j efsion, der Mesner vornweg mit an Kruzifix. Un’ der Hubertus Silvester steht da, starr und Seif, nimmt den Filz net fjerurucr, beugt net 'S Rnie. Der Pfarrer Cyprian is auf ihn zug'anga, ^ii hart mit ihm g’rebt, und mei Großvater lacht, b'loß a bisserl. „Kann ina bei" Herrgott dem Garns verschaffen? Kann er bas? Ret? Schau, so viel fLccht i ihn auch--Dabei hat a b' Büchs' l)»chg'rissen und ins Kruzifix g'scyossen. daß dö Stang’n mitten durchbrochen is. Am Abend aber iS er hoamkommen und hat den Gams am Bud! schobt, hat aber koa Wort net g'reb't a ^mze Woch' lang und sich eing'schloss'n, bann is alles g'wesen wie ehvor." Der Erzähler machte eine Pause und tranf in il-ttnen Schlucken fein Glas Bier aus. »Hat also der Psart^r Cyprian ben Kirchenbann ausg'fprochen gegen ben Hubertus Silvester, iln dö Bauern ham sich z'samm'g rottet, san bis .inS Schloß g'zoaen mit Pechlränz' un Sensen. Dreschflegeln un’ an grvßmächigen Rammbock. Aber wia s' grab anfang'n w oll'n zu stürmen, do hat mei Ahn bö zwoa Boller losz'las.en, mit Wirffchast uni) Reparaiionsftage. Le tsätze des Industrie' und Lande'.SiagS für die Arbeit oes Gachverffändigenausschusses. Auf der letzten Tagung des Hauptausschusses des DeutfchenJnbustrie. undchandelstags sprach Reichsminister a. D. Exzellenz Dr. Jem* bürg über Reparalionsfragen. wobei er den Werdegang wie d.e großen Einzelfragen des Problems eingehend behandelte. Er faßte seine Ausführungen in den folgenden Leitsätzen zusammen, die die lebhafte Zustimmung des Ausschusses fanden: 1. wann kennen wir den Transfer entbehren? a) Sobald die Kapitalversorgung Deutschlands für seine normalen Bedürfnisse au» eigener Kapitalav- sammlung erfolgen kann. b) Sobald die Exportüberschüsse zuzüglich der unsichtbaren Exporte io normalen Zeiten zur Deckung der Reparationen plus den }u ihrer bisherigen Deckung aafgenommenen und zur Befriedigung unsere» Kapitaldefizit» hereingenom- men en Schulden hinrcichen einschlleh- iich weiterer JnveskMonskredtte. Dazu ist ein ebenso großer E m px- fangswiile der Gläubiger zur Ausnahme deutscher waren wie der deutsche Leistungswille zur Zahlung erforderlich. 2. Ein der Wirtschaft tatsächlich entsprechendes Budget muh so hergestellt werden können, dah es den normalen wirtschaftlichen adm ni- stratioen und kulturellen Bedürfnisten der Ration Rechnung tragen kann, ohne die nach 1. erforderliche Kapitalbildung zu hindern, ohne die wirl-schaft durch weitere Substanzentziehung zn schwachen und ol,ne ordnungsmäßige den Wirtschaftebedürfnissen entsprechenden Transaklionen durch fiskalische Auflagen zu hindern ober zu vereiteln. 3. Ein künsisicher Deflatiovedruck durch übersteigerte RepiraHonrleiftung ober bnrch Beein- flustung des Zinrfafzes, also eine Rieber- haltnng des Lebensstandards ist nicht zweckmäßig im Interests der Gläubiger und gegenüber dem Maflenwillen eine» demokratischen, in der Mehrheit aus Handarbeitern bestehenden Volkes, nicht durchführbar, er er reicht nur, bah zum Schaben bes wirtfchasts- erjolges eine Verlagerung ber Ueber- schässe unb eine Schwächung bes materiellen wirtschajtsersotges, ber allein Reparationen bringt, unter krisenhaften Erscheinungen herbeigesührt wirb. 4. Ein künstlicher Deftationedrnck ge'ährbet die budgetären (Eingänge und ruft, soweit eine Preisunterbietung durch ihn ermöglicht wird, zollpolitische Erschwerungen ber Empfangs- (änber hervor. Er hat also im Sinne der Reparationen keinen Essekt, es sei denn, dah man annähme, dah die deulsche Industrie etwa die widernatürliche Regung besähe, d i e Produktionskapazität nicht bis zum äußerst Erreichbaren auszunnhen, wozu sie doch schon durch die Unkosten der Rationalisierung unb die allgemeine Steigerung der fixen Kosten gezwungen ist. 5. Die von ben Dawes-Sachverständigen als auf die fange der Zeit als unausblelblid) bezeichneten Folgen sind e cri n g e t r e t e n. Es muh deshalb mit dem Interims- reg l me de» unechten Transfers Schluh gemacht werden und die feiflun- gen quantitativ fo bemessen werden, dah sie ben richtig sestgeslelllen wirtschaftlichen Gesehen entsprechen unb auch in deren Sinn dnrch- gesührt werden. 6. Die Kommerzialisierung ist im Interesse Deutschlands und feiner zukünftigen Gläubiger nur in bem Umfang möglich, als der Transferfchuh (f. 1) entbehrt werben kann. (Eine Priorität ber Reparationszahlungen über die privaten Schulden wäre ein vertrauensbrnch gegenüber denjenigen, die ben deutschen Krebst im Ausland wieder au।gebaut haben und weiter ausbauen helfen. 7. Line endgültige und vollständige f ö f u n g, fo sehr sie auch allen erwünfcht sein muh, können wir uns erfolgreich nut dann vorstellen, wenn sie diese« Leitsätzen entspricht. Reichsvat eingeführte Aenderung, wonach bei Meinen Betrieben (Betrieben unter 5 Arbeitnehmern) eine Ueberschreitunq der sonst gesetzlich gültigen Arbeitszeit zuzulassen ist. für sehr wichttg und möchten wünschen, daß sie zum Wtsgangs- puixft einer wirklich vernünftigen Fassung gemacht werden. Angesichts all der Schwierigkeiten, die Bei der Beratung dieses Gesetzes zu erwarten find, Ware es falsch, die Beratung etwa zu überstürzen. Insbesondere hallen wir es nicht für wünschenswert, diese Beratung zu einem Zeitpunkt durchzuführen, in dem nicht völlig geklärte Regierungsverhätt- nisse im Reichstag vorhanden sind. Sonst entsteht sofort die Gefahr, daß die einzelnen Parteien mit Populären Anträgen Agitation treiben, statt sachliche Arbeit zu leisten. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 7. Febr. In der Strafsache gegen den früheren Rechtskonsulenten St. wurde die Beweisaufnahme heute fortgesetzt. Die heutigen Fälle sind den gestern verhandelten in allen wesentlichen Dunkt-n gleich. Don der Frau eines Klienten erhielt St. 200 Mark, um damit verschiedene Gläubiger zu bezahlen. Er tat dies zunächst nicht, sondern erst dann auf Drängen, a's die Zwangsterstelgerung des An- I wesens seines Klienten bevorstand. Die,em gab 1 er auf Vorhalt zu, daß er das Geld in seinem eigenen Interesse verliehen habe. Einen weiteren Fall gab der Angellagte yi; er hatte 30 Mark zur Bezahlung eines Gläubigers von feinem Klienten erhalten, aber nicht abgeliefert. In einer anderen Dache hatte er ebenfalls Geldbeträge auftragswidrig nicht abgellesert und dann, um die Sache zu verschleiern, einer Blankovollmacht einen Inhalt gegeben, der den Anordnungen seines Klienten widersprach, und mit der er dann entgegen dessen Interessen bei dem Gerichtsvollzieher Gebrauch machte. Weiter war er Vormund einer wegen Geistesschwäche entmündigten Frau und nahm deren Rentengelder ein. Trotz vielfacher Mahnungen des Gerichts legte er keine Rechnung, so daß er entlassen wurde. Vorher hatte aber er (der Vormund!) die geistesschwache Frau veranlaßt, eine UrEunfce zu unterschreiben, wonach sie feine Ansprüche auf ihre Renten anerkannte. Tctt- säch.ich hatte er von den 200 bis 250 Mk., die er eingenommen haben will, nur 20 Mk. für ein Paar Schuhe für sein Mündel ausgegeben: seine anderen „Forderungen" beruhen auf Versprechungen seines geistesschwachen Mündels. Diese Urkunde hatte St. dem Dormundschaftsgericht nicht vorge.egt, sondern erst nach Einleitung deL Strafverfahrens der Staatsanwaltschaft eingereicht. Rägeln g'laden un' g'hacktem Blei. Diesmalen soll's vier Tote und an Dutzend Verwundete g'geben Ham: is bann auch a Prozeß g'west, wegen Aufruhr und Landfriedensbruch. Qln mein Urgroßvätern hat sich foaner mehr herang'iraut, un’ er hat g'jagert, aüweil g'jagert. Aus 'n Tag, a Jahr is vergang'n g'west, fett er ins Kruzifix g"schossen hat, da geht er mit zwoa Jägern ins Revier. Sin' ausg'stiez'n nach der Wildbachllamm, un’ mit oanmal schnallt's, a Büchsenschuß, droben im G'wänd. Der Hubertus Silvester springt auf, guer übers Seekar. dö Jäger hör'n ihn ruf'n; „Steh Lump!' un’ dann oan Schrei, a'Lachen — sonst nix. Vierzehn Täg lang hab'n 's alles abg'sucht und — nix g'funden." Der Vinzenz schwieg und zerdrückte den Rest seiner Zigarette im Aschenbecher. „Ralürlich hat deinen jagdlustigen Herrn Ut- grohpapa ber Leibhaftige geholt, nicht wahr? fragte ich lächelnd Ein kurzes Achselzucken: „Auf das G'red' von dö Leut' geb i nix, aber — —“ „Ra?" „Am 19. Oktober 1801 iS der Hubertus Silvester net wiederg'kommen, am 19. Oktober 1835 wurde mei Großvater von an Wild'rer erschoss n, am 19. Oktober 1869 mei Vater und ich — mei Todestag ist der 19. Oktober 1903, groß noch a Jahr und sechs Wochen von heuf. an--" Ich lachte hell auf: „Das glaubst du wirklich?" „Glauben tu’ ich gar nix, ich weih es!" Graf Pernegg stäubte ein Aschenflöckchen von seinem Aermel: „Wenn d' dös so g'wiß weißt, nachher bleib' doch an bem kritischen Tag daheim!" ..Meinst?" Mtt einer müden Handbewegung strich sich der Vinzenz über die Stirn: „In dem Memorandum des Pfarrers Cyprian steht a Spruch: „Die Sünden der Väter aber will ich Heimsuchen bis ins dritte und vierte Glied." Wir schwiegen betroffen, in der Stimme meines Freundes lag etwas so Hoffnungsloses, daß jeder fühlte: hier war ein Witzwort nicht am Platze. 3m Kamin prasselten klobige Buchenscheiter, leise raunte und rauschte der Rachtwind draußen In dem Weinlaub, das die grauen Granitmauern bedeckte. Franz Joseph. Rttter von Molnar, gähnte verstohlen und stand auf: „Wird's heuf nichts mehr mit dem Skat?" Das erlösende Wort war gefallen, Graf Pürk- stein ging nach bem Spieltischchen hinüber: „Faites vof jeu, messieurs! Ich geb' an, ber Point fünf Kreuzer .... is recht?^ Die Kartenblätter rauschten, graublaue, zer» flattcrnbe Rauch streifen spannen sich um die knorrigen Stangen der Geweihe, unb irgendwo im Gebälk tickte ganz leise, ganz leise der Totenwurm. „Drrrrrrr!" raffelte Der Wecker auf dem Racht- tischchen. Wit beiden Deinen zugleich sprang ich aus dem Bett, rieb ein Zündholz an und sah auf das Zifferblatt — um drei. Ein bißchen übernächtig war mir doch noch zumute, aber die erste Dirsch versäumen? Richt um die Welt! Rasch steckte ich ben Kopf in bie riesige Waschschüssel, riß das Fenster auf — eiskalt und erfrischend strömte die Rachtluft inL Zimmer. An der Tür [topfte es. „Ist schon gut, Aitderl! In zehn Minuten komm' ich!" Ein prüfender Blick auf Büchse und Glas, bann schob ich das Ledertäschchen mit zehn Kugelpatronen in die Brusttasche der Joppe, steckte ben Rickfänger ein und trat auf den Flur. „Der gnädige Herr warten schon im Speis'- zimmer." Ändert ging voran, öffnete die Tür. „Ro? Gut g'schlafen?" Der Vinzenz streckte mir beide Hände hin: „WaS hast denn träumt. Alterte?" „Gar nichts, ich fchlaf immer wie ein Bär---“ Unter der kleinen Wiener Kaffeemaschine zün- gelte ein gelbblaues Ztämmchen, mein Freund schob mir ein Päckchen zu. „Steck' nur ein, is a weiter Marsch bis ins Seekar, vor elfe san ma net z'ruck — —" Der heiße, aromatische Trank verscheuchte ben letzten Rest von Müdigkeit: „So, von mir aus kann's loszeh'n." Draußen lagerte noch schweigende, schwarze, sternenlose Rächt. — Zitternd huschte ber Licht- Eine Reihe anderer Fälle formte etnoanbfrd nicht gek.ärt werden. Der Strafantrag deS DtaatsanwattS tau« teie auf ein Jahr zwei Monate Gefängnis abzüglich sieben Wochen Untersuchungshaft und drei Jahre Ehrverlust. St erhärte sich für unschuldig, bat aber ich geringe Strafe, falls er verurteilt würde. Das Urteil lautete wegen Untreue und Unter« sch.agung in acht Fällen unb Urkundenfälschung in einem Falle auf neun Monate ©efäng- n i s. abzüglich sieben Wochen Untersuchungshaft: im übrigen wurde er frei gesprochen. Der Haftbefehl wurde aufgehoben. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 8. Februar 1929. Ein ernstesMahnwon an die Abiturienten Der Dorstand der Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft hat in seiner letzten Sitzung eine Entschließung gefaßt, in der es u. a, heißt: In den nächsten Wochen verlassen mehr als 25 000 Abiturienten unb Abiturie.itinnen bie deutschen höheren Schulen. Die meisten von ihnen stehen damit vor der Entscheidung über ihren Lebensberuf. Von der Rtchtigkett dieser Entscheidung hängt nicht nur das Lebens- giück des einzelnen, sondern bi mancherlei Hinsicht das Gesamt.eben unserer deutschen Zukunfts- entwickiung ab. Diese Pflicht gewissenhafter Selbstprüfung kann nicht ernst genug genommen werden, denn infolge der gedrückten Existenzbebingungen in allen Berufen, die in der Gesamt.'age Deutschlands begründet liegen kann nur der für seinen Berus wirklich ®eeignete unb Befähigte auf Dorwä.tskommen hoffen. Das sollten vor allem diejenigen beherzigen, die an eine Universität ober Hochschule gehen wollen, um sich für einen akademischen Beruf vorzubereiten. Dieser Weg darf nur von denen beschritten werden, die für wissenschaftliche Arbeit in ganz besonderem Maße befähigt sind und deren Lebenskraft stark genug ist, um die mannigfachen Schwierigkeiten und Enttäuschungen zu überwinden. Es gibt immer noch viel zu Diele, die allein von ber Hoffnung auf ebne spätere angesehene soziale Stallung, ober nur von ber Aussicht auf günstige EinkommenSver- hältni se zum Hochschulstudium getrieben werden. Ihnen sei gesagt, daß bie meisten akademi- 1*4)en Berufe heute gerade in dieser Hinsicht unter großen Schwierigkeiten leiden, so daß bittere Enttäuschungen für viele nicht ausbleiben werden. Tausende von Akademikern be» finden sich heute in DecusSstellungen, die sie ebensogut auch ohne Hochschulstudium hätten erlangen fönmen; andererseits gibt es viele außer» akademische Berufe, die tüchtigen jungen Menschen in jeder Hinsicht die Mgglichkell voll befciedigen- bet Lebensarbeit eröffnen. Besonders verhängnisvoll ist bie toeitoerbrettzt» Hoffnung, daß die hohen Kosten deS Hochschulstudiums durch Stipendien, Stubienbeb Hilfen usw. erleichtert werden können. ES srj eindringllch darauf hingewiesen, dah solche Erleichterungen in ber Anfangszeit des Hochschulstudiums un allgemeinen überhaupt nicht gewährt werben und später nur solchem die besonders starke Befähigung und Leistungen nachweisen können. Die Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft unb die ihr an geschlossen en Stu- dentenhllfen an den deutschen Universitäten und Hochschulen befolgen diese Grundsätze aufS strengste: denn sie wissen, daß in allen akademischen Berufen ein Übergroßes Angebot an mittel* mäßigen unb untüchtigen Kräften vorhanden ist. Ein seltener Erchlaskamerad. Spätabends! Herrlich ist'S, im wohlig erwärmten und traulig erhellten Zimmer sitzen zu können. Draußen final der Schnee unter ben Füßen ber eilig Vorübergehenden. Durchs Fenster schaut man den strahlenden Sternenhimmel, und der Schnee glitzert unb schimmert wie lauter Diamanten. Run heißt es einmal eilig nach ben Oefen in ben oberen Zimmern schauen, bamlt der heimkehrende Gatte, müde von des Tages Arbeit, auch ein erwärmtes Schlafzimmer DotfinbeL Beim kegel ber kleinen Laterne über den Weg. Gleich sich toinbenben Schlangen ringelten Wurzeln Übel den Pfad, gespenstisch griffen dürre Aeste to'i Geisterarme aus bem dämmernden Dunkel. Kein Laut, Stille, tiefes, tiefes Schweigen. In ber Kühle des beginnenden Morgens schauerte ich zusammen, fallender Tau netzte Gesicht unb Hände, perlte auf ben Läusen der Büchse: unter ben nägelbeschlagenen Sohlen ber pfundschweren Dergschuhe knirschte daS Gestein. Solche Wanderungen waren mir nichts ReueS. Ost genug hatte ich mit unb cchne Führer Tagestouren in die Dolomiten gemacht, auf das Finsterarhorn. Matterhorn, den Mont Eenls. Aber noch niemals mit der Büchse in ber Hand — — Auf beiden Seiten des Weges wich ber Hochwald tu- affenartig zurück, wir standen am Rand eineS GeröllfeloeS. Vinzenz prüfte mit dem Rauch der Zigarette die Windrichtung und verlöschte die Laterne: „In a halben Stund' ham ma Düchsenlicht, hofsentli druckt bie Sonn' den Rebel 'runter." Am östlichen Horizont schob sich ein fahler, milchiggrauer Schein herauf, ein mattes, opalisierendes Dämmern. Aber drunten, aus dein Tm der Wildach, ber sich in einem wetten Kessel zum See verbreiterte, stiegen immer neue brauende, brodelnde Rebelmassen, schäumten gleich gifchtenden Wogen an den Hängen empor, hüllten alles in eine undurchdringliche, grauweiße Mauer. Wortlos setzten wir unseren Weg fort, am Ranke eines Latschenfeldes entlang. — Irgendwo rumpelte eS, ein Brechen. Knackeir. „Teifi! Jetzt san ma doch---" „Päna!" Der harte, runde Knall eines Düchsenschusfes pettschte durch die Stille des Septembermorgens, fand fein Echo in ben Wänden---Mtt vorgebeugtem Oberkörper, alle Muskeln in fieberhafter Erregung gespannt, stand mein Freund da: „Lumpen!" zischelte er. „Herrgottsakra. Ist wieder so a Malefizkerl so a elendiger im Revier! Kommt" Den entsicherten Stutzen in der Hand, birschte ich hinter Vinzenz her, daS Gelände war mir unbekannt, man konnte keine fünfzig Meter weit sehen. Aber nichts rührte sich mehr, kein Steu- tnartS . - schauer fast erdrückend toirfte. (Fortsetzung folgt.) Decke liegen hast, ich lasse alle Leute nach ihrer Fasson selig werden, und der Tag ist viel zu schön, um uns die Stimmung zu verderben." „Recht hast d'. kommt eh' nix raus dabei. Bin halt an alter Esel, am End' hat wirkli einer von de Angrenzer g'schoss'n, drub'n im Aeracischen, san bloß fünfhundert Schritt' bis zur Grenz' .. - „Ra also, da ist des Rätsels Lösung gle'-V gefunden, mir klang der Schuh ohnehin etwa« matt..." Durch das Loubgewind flirrte zitterndes Sonnenlicht und malte zarte, grüngoldene Kringel auf das weiche Waldesmoos, irgendwo Ham- merte unablässig ein Specht, schattende Adler,arn breiteten ihre befiederten Wedel und neben uni rauschte die Wildach. in deren glasklaren Flute» regungslos rotgetüpfelte Avrellen über sclbek* schimmerndem Kies standen. Zwischen den rostroten, mit graugrünen WovS- flechten behangenen Stämmen tauchten Vie Mauern von Schloß Tervfal auf. mein Freund entlud seine Büchse: , „Schlaf n ma noch a paar Stund n rum. vm der Abenübirsch wird - s nix werden, 's schauat nach Regen aus. d' Sonn' druckt 'n Hebel aus' nein, kein Anstreichen — — — Immer neue Rebelschwaden zogen heran, dick wie ErbSsup^e. । „Wo mag es denn gewesen sein?" fragte ich ! flüsternd. „Drüb'n. über der Schneid." Der Vinzenz hing feinen Mannlicher-Schönauer um, zuckte die Achseln: „Rix -' woll'n, der Rebel deckt alles wie \a Tarnkapp n und — es hat eh Ioan Zweck, ist halt wieder am al der andre g wesen." „Der---andere?" Doch ich bekam keine Antwort; mein Fremck» setzte den Bergstock ein, schlug den talwärts füh- «enden Pfad quer durch das Latschengestrüpp ein. Erst als wir über eine Matte hin dem Hochhvlz zuschritten. brach sein Schweigen: „Hätf mir'S eh denken können, mit mir hast kva Glück im Terofaler Revier, no — führt dich halt morgen der Sa dl." Sch brannte mir eine Paphros an: „Du, hinter der Geschichte steckt noch mehr? Wen meintest du vorhin mit dem „Anderen" ? Und weshalb soll der 3adl mich begleiten? Irgendeinen Haken hat die Sache!" »Sv—o— T Ein kurzes, galliges Lachen. „Stürmt schö' sei', aber wo der Hubertus Silvester jagert. da brauch' i mei' Büx'n net erst spazieren tra- << gen. Unwlllkurlich blieb ich stehen: „Der — Hubertus Silvester?! Aber Vinzenz! Wenn das kein Scherz ist--?!" „Glaubst, mir iS nach Spassett'ln z' Mut'? Frag' doch meine Gäst', frag den Sackt und 'n Franzi, noch nie net hab' i hier im Terofaler Revier an braven GamS, an guaten Hirsch g'schossen, — and re ja, nur i net'. mir »er* gunnt dw*ä 6»*1 i 4 M W mgen. Sehr. 2m Dimrtiu Wer Dilh. Del. Umgegend bdannit actraflcn. Sin gcvhs nb au) den bench »1 letzte Srlrite. Da Lebensjahre und HL ein ©emein&eamf vev t alten Echnsersamilii ater uni Dmgermeister 21 n. 6d&er einen hey m bei OöerhesM Ktitglkber sich ii alten, svrach der 3« von Dclierseld. !m Sametagabend vo ।aft Derstadt btl e n S einen LichtbM irr. Lich, sprach ifo btf. Die auSgeK *xi4 Musterbild eint lm zweiten Teil W tzeymann, M« n4 unb bttTO über V kfl Orbeni m D pviitischer unb ttc Desvnberen 3achm SrmeinschastSgeback Bie bet Oungbeulö Ulf schm viil. ALqe nlentiefen CDortrag. • > die ßenetalbct egeroertlni gte einen kleinen t ■ Lechner Mibe » abtoall *' " bzubestellen. hotten. In altgevKtt» >i Hern der alten Dculmkircher Wiesen Jetzt ist ie Gesellschaft auf 30 Besitzer zusammenge- LmoKen. Sie haben zugleich ba3 Recht, das dieS ein Rechtsaltsrtum. das sich aus dem Wittel» alter bis in die Gegenwart gerettet hat. Landgericht, dircktor Schmeckenbecher und Ober- Amtsrichter Zimmermann haben das Verdienst. es auch bei Anlegung des neuen Grund» duchs erhalten zu haben. Gegen daS Jahr 1100. als Laubach sich zur Stadt entwickelte, gingen verschiedene DCrser in den Tälern der Detter und des Dernbachs ein. $ie Bewohner . danr.tcn die Vorteile eines größeren Gemein- «esens und siedelten freiwillia nach Laubach aber. Daß, wie die Sage meldet, ein Bischof von Fulda oder ein Graf Solms sie zerstört ffabe. ist unzutreffend. Die ©raf:n Solms halten an der Zerstörung dieser Dörfer gar kein Inter» leise gehabt, waren im übrigen damals noch gar nicht in unserer Gegend, sondern faßen noch an der Lahn. Zu jenen verschwundenen Ortschaften geh rt auch Daumkirchen (eine halbe Stunde oberhalb Freienseen im Seental), Ein Ueberrest dieses Dorfes ist die.Baum- ktrcher Mühle", die jetzt allgemeiner nach einem imheren Besitzer die „Horesmühle" heißt. In hrem neuen Wohnort Laubach bildeten jene "iitrantcrer ein gesch'o'senes Gemeinwesen, das «« «Ä'S Krischrz «digtk Lvnln' btt Qy'anb »d ?.ÄÄ ürger °°4 NL ‘3k® aus b®, V* Itme Fr,» "• * l-ch u gj ? Wh zeig,«. bea Jtünßn ’nmgen. ________ _______ E Ütflnk c61e das Gelände umfaßt gegen 30 Morgen. WnevAkk?®®? Sonntags wegen wurde die Feier in diesem dir leU 3rsbesondere konnten die Kirchmckollekken und Haussamnrlungen für Werke der Wohltätigkeit als vorbildlich bezeichnet werden. Kreis Alsfeld. o. Alsfeld, 6. Febr. Unter dem Vorsitz von Pfarrer Georgi, Ermenrod, und rn Anwesenheit des Superintendenten Oberiirchenrats Wagner sand heute im kleinen Saale d:s „Deutschen Hauses" der 5. D o r f k i r ch e n t a g der Vereinigung der Dorskrrchen- sreund« für das nördlicheOberhessen statt. Zahlreiche Zuhörer aus den Kreisen Alsfeld und Lauterbach waren der Einladung gefolgt. Die Eröffnungsansprache hielt Pfarrer B e r n - deck aus Stockhausen über das Schriftwort Epheser 5,19: „Singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen". 3m M.ttelpunkte der Tagung stand ein Vortrag von Pfarrer l_ie. vr. S t um p f, Merlau, über das Thema: „Die Kunst des Ehoralgesange s". In seinen Ausführungen behandelte der Vortragende die Formeir des Ehoralgesanges. die Art seiner Darbietung und die Frage der Erziehung unserer Gemeinden zu einem richtigen Ehoralgrsang. An zahlreichen 'Beispielen wurde der Stoff wischaulich erläutert, auch wurden einzelne besonder- cbarakteristischa Gesänge von den Zuhörern gemeinsam gesungen. In der AachmittagS.itzung fand «ine ausgiebige Besprechung des DortrazeS statt, die mancherlei Anregungen und Aufklärungen gab. Im nächsten Winter sollen zwei Tagungen, eine in Alsfeld und eine rn Lauterbach, abgehaltM werden. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 8 vom 5. Februar enthält: Gemeindef.nanzstat.stik, — Reichssteuerüberweisungen. — Dienstnachrichten. VOMM 1.65 3.45 3.25 2.75 X50 2.25 1.55 1.95,1.65 Herrenhandschuhe la Trikot, mit warm. Futter Damenhandschuhe la Trikot, besonders warm Damenschlüpfer kräftige B'wolle. mitwarm Futter Nachthemden kräftiges Hemdentuch, mit waschechten Besätzen Oberhemden welb, kräft. Hemdentuch, mit TrikoletteiEiusätz. u. Manschetten Herren - Garnituren kräftiger Trikot, moderne Farben Hose und Jacke zusammen Gröhe 4—6 Einsatzhemden mit modern. Trikolette-Einsätzen Knaben- Sdiillerhemden la Flanell Grübe 90 80 70 60 50 Sporthemden la Flanell« mit 2 Kragen, beste Verarbeitung 4.50 Oberhemden farbig, garantiert waschecht, mit untertütterter Brust 3.50 Hemdhosen fein gewirkt Windeltorm« weift und farbig 0.95 Ungewöhnlich billig! Damenhandschuhe achwarz. 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Februar 1929, vormittags 9 Uhr, wird durch das Amtsgericht Gießen, Zimmer 106, der im Grundbuche von Gießen der offenen Handelsgesellschaft Aßmann & Schneider in Gießen zugcschriebenen Anwesen Kaiserallee 45 11 348V Fl. 3 Nr 2671/io = 926 qm Hofreite, geschätzt auf 40 500 Reichsmark, versteigert. Die amtsgerichtttche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 24 Dezember 1928. I. A. des Amtsgerichts Gießen Leo, Ortsgerichtsoorsteher. Sam lich ^ htsr j fe "ilnö f i S|5ilt £ M. Fulda Aschaffenburg V« ttrzburs Bnd-Kergem beim Marktstraße 17 Landiugstraße 6 Auitustiner=tr. 1, Markts Kuroliuuuistraüe 2 ftür unfere beiden Lasttraftiahrzeuge suchen wir eine 1127u geeignete Garage bziv. Llnterkunstsraum. tllähe Margareienhüue tst erwllnicht. Ithennnla• O»*a«e Mineralölwerke A.-G . Tankanl. Gtenen, Maraaretendü.te. Die Nutz- und Lrennholzverstetgerung vom 30. Januar 1929 ist genehmigt. Ausgabe der Abfuhrschcine bei den zuständigen Kassenstellen am 11. Februar. Ueberwei- sung und 1. Abfuhrtog am 12. Februar, vormittag» S Uhr. Zusammenkunft: Forst- haus Baumgarten. 1184V Ablauf der Zahlungsfrist für unverbürgte Holzgeldschuld am 1. Marz 1929. Gießen, den 7. Februar 1929. Hessische» Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. Stehumlegekragen Mako, 4fach..............Stück Hosenträger für Herren, gutes Gummi...Paar Aparte Krawatten sehr preiswert............Stück Herren-Einsatzhemden mit schöner Brust, alle Weiten, St Wir empfehlen unseren Mitgliedern für die Fastnacht Hg)A besichtigen Oie bitte unsae cenwer oiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihiiiiiiiii Speise-und Salat- kartoffeln IN pxtma Qualität. empfiedU btllign W. Hankel, Neuen Baue 7, Televd. 6i2. 45D IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH Bekanntmachung. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten- und Feldbesitzer di' ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr- und Fußwegen einfciedigenden Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 Meter ^öhe und 0,50 Meter Breite zurück- zuschneiden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Art. 43 des '»elLstrafgefetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mark bestraft werden. Gießen, den 7. Februar 1929. Der Oberbürgermeister. I.D.: Dr.Nofenderq. Verkauf von Dünger. Der in der Zeit vom 1. Februar 1929 bis einschließlich 31. Januar 1930 zum Anfall kommende Dünger soll nach dem Ge- Wichte verkauft werden. 1089V Angebote sind bis zum 15. Jebruat 1929, nachmittags 6 Uhr, schriftlich bei der unterzeichneten Verwaltung einzureichen, wo auch die Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 4. Februar 1929. Verwaltung der Deterinärkliniken und Institute. Karl Betif, Neuenweg 15 Stricke-ei, VVollware-n. Handarbeiten I Inroinoc Pickd.Mite.swwerdentaetalpn Ul II Gil ICO ragen durch da. Idnr;e fteot ihn dochl — Richt wahr, Maria?" Ihr Gesicht lag an feine Schulter gepreßt. ®r hörte das Schmch'.en, das heiser zu ihm auf» klang, und strich mit losenden Fingern über Men Schellet. „Steh, Kind, das alles wäre dir erspart gebfteben, wenn du Vertrauen zu mir gehabt hattest." weise folgte die Einführung in den Hebungistoff an den Geräten, an denen neben dem Leiter die Turnwarte Wilhelm Weiß vom Tv. Großen- Linden, August Best vom Tv. Wetzlar und Wilhelm Rinn vom Tv. Heuchelheim unterrichteten. Unter den Reckübungen standen im Vordergrund Felge und Wage, am Barren daZ Kreisen in der Mllte des Geräts und der Beugestütz, am Pferd Vor- und Zurückschwingen, sowie Hocke, Bücke und Schersprung. Die Winter-Ge- rätewettkärnpfe wurden auf den 3. März in der Turnhalle zu Heuchelheim festgesetzt. Sie umfassen für Schäler (12 Jahre und darüber) einen Siebenlamps, bestehend aus je einer Pflicht- und Kürübung am Reck, Darren und Pferd, sowie einer Pflichtfreiübung; Mindestleistung 82 Puntte: ferner einen Sie-rn ampf für die Inge d- Ünlerstufe (15 und 16 Jahre) mit den ents brechenden Abänderungen. Für oie Jugend-Oberstufe (17 und 18 Jahre) und die Turnerstufe (über 18 Jahre) sind bei reicherer Au.gesta'tung und unter Hinzufügung je einer zweiten Hebung5- folge am Darren und Pferd gesonderte Reun- kämpse vorgesehen, hei denen die Mindestleistung 120 Punkte erfordert. Zußbatl-Landerkampf Deutschland—Schweiz. Am kommenden Sonntag tritt in den süddeutschen Fußball-Verbandsspielen eine Pause ein, in der Hauptsache bedingt durch das Länderspiel Deutschland — Schweiz in Mannheim. In der Runde der Meister sind keinerlei Treffen angesetzt. In der Runde der Zweiten und Dritten wird in beiden Gruppen nur je ein rückständiges Treffen ausgetragen. ■ Reichliche Entschädigung für diesen Ausfall wird das große LändertreffeninMann- h e i m bieten. Dort werden sich die Fußball- Ländermannschaften Deutschlands und der Schweiz gegenüberstehen. Die Schweiz hat diesmal wohl das stärkste aufgeboten, was ihr zur Zeit zur Verfügung steht, und will nach einigen Enttäuschungen in den letzten Jahren wieder mit einem Siege heimkehren. Siegcsabsich- ten hat natürlich auch Deutschland, dessen Mannschaft fast ganz aus süddeutschen Spielern be» steht und großes Vertrauen beanspruchen darf, wenn man sich auch in vereinzelten Fällen die Desetzung der Posten noch stärker hätte denken können. Zweifellos wird die deutsche Länder- mannfchaft mit guten Aussichten in den Kamps gehen. Dei der lange 3a)re hindurch erprobten Ritterlichkeit beider Mannschaften wird es in dem Mannheimer Stadion einen hervorragenden Kampf von größtem Propagandawert für den Fußballsport geben. Man darf hoffen, daß sich hierbei die deutsche Elf als die bessere erweisen und ihr ein berechtigter Sieg auf allen wird. Spielvereinigung 1900 Gießen» ö. Vach vierwöchiger Unterbrechung spielt 1900 am kommenden Sonntag ein LigaverbandS- spiel auf eigenem Platz gegen den Verein für Rasenspiele Du Hb ach. Im Vorspiel mußten die Gießener beide Punkte in Duhbach lassen. Butzbach stellt zur Zeit eine sehr junge, eifrige Mannschaft ins Feld, die mit wechselndem Erfolg tätig ist. Ihre Gefährlichkeit liegt in dem äußerst schnellen Flügelspiel, das die gegnerische Hintermannschaft oft in Verwirrung bringen kann. 1900 wird dieses Spiel nicht in stärkster Besetzung bestreiten, genießt jedoch den Vorteil des.eigenen Platzes. Die Dlauweihen dürfen nicht mehr viel Punkte verschenken, wenn sie den Anschluß zur ersten Bezirksklasse nicht verpassen wollen. Von den vier noch ausstehenden Spielen kommen drei auf dem Sportplatz an der Liebigs- höhe zum Austrag und eins in Dillenburg. Die Begegnung 1900 II. gegen Burg II. fällt ■ aus. 1900'6 dritte Mannschaft fährt zum Verbandsspiel nach Queckborn. Bei komplettem Antreten sollten die Punkte mit nach Gießen wandern. Im Vorspiel in Gießen muhte sich die erste Elf Queckborns mit 7 :1 Toren geschlagen bekennen. Tränenüberströmt hob sie den Blick: „Warum hast du dich meiner Rot bis heute nicht erbarmt?" Er wurde ernst. „Ich habe Stunde um Stunde und Tag um Tag daraus gewartet, bis da selber kämst! Glaube mir, Kind, es war nicht wenig schwer für mich, die Waske bed Ahnungslofen bis jetzt zu tragen, und dich immer mit „Elisabeth" statt mit „Maria" zu rufen und mich auch nicht ein einziges Mal zu verpäppeln." Ein mattes ßäqjeln flog über ihr Gesicht. „Sag mir seit wann--?" »Seit wann ich dich erkannt habe? — Ach, lange vor der Hochzeit schon. Damals, an jenem Abend, als ich um dich warb, tat das Schlafpulver, das du mir gabst, seine Wirkung nicht ganz. Ich erwachte bei Tagesgrauen und verspürte wahnfimüge Schmerzen. Du h-attest das Oel, mit welchem du mich einzureiben pflegtest, mit in dein Zimmer genommen. Ich wollte dich nicht so früh schon wieder wecken und beschloß, es mir zu holen. Ich fand dich völlig aneeckeidet auf dem Sofa liegen und vergaß im Momente jeden Schmerz, da ich genug zu tun hatte, dich öu betrachten. Es war, als nähme mir jemand eine Binde von den Augen. Ich wußte alles, und wenn ich noch irgendwelchen Zweifel gehabt hätte, der Brief, der auf dem Tische lag, verscheuchte ihn restlos. Er war an Poldl gerichtet. Ich las nur die Aufschrift. Mehr bedurfte es wirllich nicht, um mir volle Klarheit zu bringen." »O, Gott! — Achim! — Unö mich hat meine Gewissensqual beinahe in den Tod getrieben!" „Damals am ersten Tag Ja?" nach unserer Hochzeit? Maria starrte ihn an. „Auch davon weißt du?" „Ich habe es geahnt und bin dir nachgeschwommen." „Ich hatte es gelobt!" „Was hattest du gelobt? —“ Seine Hände spannten sich erschrocken um ihre Arme. „Daß ich freiwillig von dir gehe, — daß ich für immer allem Glucke entsage, wenn mir der Sin Lokaltrcffen im Kleinen gibt es bei der Jugend. 1900’8 erste Jugend empfängt die erste Jugend vom Verein für Bewegungsspiele im Plichirückspiel. Von jeher waren diese Begegnungen reich an spannenden Momenten, und wurde auch immer recht Ansprechendes geleistet. Ein guter Leiter muß aber diesem Spiel vorstehen, denn oftmals schlagen auch die Jungen über die Stränge. 1 900 'S zweite Jugend wird Wohl über Steinbergs erste Jugend Sieger bleiben, wli.rend der Ausgang des Spiele) 1 9 0 0 Illa Jugend gegen Oueckborn I. Iugend nicht vorauLzusagen ist, da das Spiel in Queckborn stattfindet. V. f. B. Die Verbandsspielserie 1928 29 geht langsam ihrem Ende entgegen. Die B. f. B.-L . g a trägt am omni-..öen ©or.ntog ihr vierlletztes Punktspiel aus. Sie ist Gegner der N i e d e r ai r m s e r Liga. Mannschaft auf dortigem Platz. Im Vorspiel auf hiesigem Platz mußte sich Niedergirmes, trotz geschwächter Ausstellung Gießens, eine 6:ttNieder- lags gefallen lassen. Der Gegner scheint in letzter Zeit an Spielstärke eingebüßt zu haben. Er verlor vor 14 Tagen auf eigenem Platz gegen Frohnhausen, gegen das D. s. B. vor kurzem noch mit 12:1 g.wtnnen konnte, m f 2:8. Hiernach sollte also V. f. B. am nächsten Sonntag einen hohen Sieg herausholen können. Immerhin wäre es jedoch sehr gewagt, einen solchen Sieg schon im Voraus als sicher hinzustellen. Wohl daif man annehmen, daß sich Gießen unter normalen Voraussetzungen auch diese beiden Punkte nicht nehmen lassen wird, ob es jedoch wieder zu einem hohen Resultat reicht, muß dahingestellt ble bcn. Es wird in elfter Linie davon abhängen, wie sich die V. f. B.-Elf mit den dortigen unzulänglichen Platzverhättnisien abfindet. Die Ligareserve steht der gleichen von Niedergirmes, ebenfalls auf dortigem Platz, im Punktipiel gegenüber. Das Vorspiel gewann V. f. B. mit 10:1. Auch dieses Tressen sollte V. f. B. mit ziemlich hoher Tordifferenz für sich entscheiden, da ihm der Gegner in technischer und taktischer Beziehung weit nachsteht. Die 4. Mannschaft fährt nach Lollar, um mit der dortigen Zweiten ihre Kräfte zu messen. Wer hier S'.eger bleiben wird, ist eine offene Frage. Nach einer Pause von fast zwei Monaten (Wintersperre) tritt am nächsten Sonntag auch die Jugend wieder auf den Plan. Während die 1. Iu- gendmannschaft im Diplomspiel Gegner der gleichen der hiesigen Spielvereinigung auf deren Platze ist, hat sich die 2. Jugend Leihgesterns Erste zu einem Gesellschaftsspiel nach hier verpflichtet. Ob sich die D. f. B.-Zweite fo gut zusammenfindet, daß sie die körperlich kräftigeren Gäste schlagen kann, steht im Zweifel. Ein interessantes Treffen verspricht die Begegnung V. f. B. 1. Schüler gegen Heuchelheim 1. Schüler aus dem Waldsportplatz zu werden. Die kleinen D. f. Ser, die schon immer einen prächtigen Fußball oorführten, werden sich auch diesmal wieder von der besten Seite zeigen, da sie die lange Pause durch eifriges Training ausgefüllt haben. Erwartungsgemäß sollten sie die übrigens auch recht spielstarken Heuchelheimer knapp schlagen können. $. C Teuwnia Steinberg. Leihgestern! konnte am Sonntag Stein- b e r I 3: 2 sch'agen und ist dadurch ein gutes Stück der Meisterschaft näher gekommen. Der Sieg der Gäste muß als glüüllch bezeichnet werden. Steinbergs Pcch und leichtfinniges Spiel eines Verteidigers brachten die Steinberger Elf um einen mehr als verdienten Sieg. Vom Anstoß ab übernahm Steinberg das Kommando, trotzdem gelang es Leihgestern bald, 1: 0 zu führen. Steinbergs Halblinker zog aber kurz darauf gleich. Dai.d erhöhte derselbe Spieler durch schöne Ein^el- leistung auf 2:1. Ein Eigentor verhalf den Gästen zum Ausgleich. Mit dem Schlußpfiff war es wieder derselbe Spieler, der Leihgestern das 3. Tor ermöglichte. Dem Spielverlauf nach mußte Steinberg giat.er S'.eger sein. Das beiderseits hart durchgeführte Spiel hatte der gut amtierende Schirt Kreiling vom D. f. D. Gießen jederzeit in der Hand. Himmel nur eine einzige Vacht, nur einen einzigen Tag an deiner Seite gönnt!" „So sehr hast du mich geliebt, Maria!" Er preßte ihr Gesicht gegen seine Brust, daß sie nicht sehen tonnte, wie seine Augen sich feuchteten. Dann hpb er es wieder zu sich auf, sah wie ihr Mund in Tränen zuckte, und drückte den seinen darauf. „Run, nicht mehr weinen, Kindl Vergiß, was hinter uns liegt. Es war viel und schwer — nein, frage nicht, Maria, ich weiß, was du sagen willst — es ist alles vergeben! — Alles! — Wir wollen nie wieder daran rühren. And nun schenk mir ein Lächeln, ein Lachern Dein Lachen, von früher, mein Liebes I Tenn sieh, morgen fahren wir nach Wien, drum bin ich heute roch so fleißig, und ich möchte doch Poldl ein strahlend glückliches Weib entgegen» führen können, das keine Tränen, nur noch einen Himmel voll Glück in den Augen hat!" „Achim!" Marias Arme umschlossen den Mann, der trotz allen Leides, das sie über ihn gebracht, sie dennoch zu seinem Weibe gemacht hatte. „Achim!" Sie sand nichts als feinen Vamen! Als am übernächsten Abend dichtes Schneetreiben über die Dächer Wiens toirbelte und die Auslagen blendende Lichtfluten auf die menschen» üoersüllten Straßen gossen, schrillte in Richt- hvsens Heim die Klingel. Franz, der Diener, kam über die Treppe * herabgeschlürft, um zu offnen. Mit einem Rus des Staunens, sah er eine Gestatt an sich vorübersch'üpfen, die nach der Treppe hinlies, eine zweite folgte, die sie am Qllantel erhaschte. „Wirst du warten, bis ich mitfomme?" lachte eine Männerstimme. „Ich muß doch Poldis Gesichts sehen, wenn wir so plötzlich vor ihm auf» tauchen." Dann ein leises Flüstern, Tuscheln, Maria lieft den Ga:,en allein die Treppe hinaufsteigen und »lieb mtt Franz zurück, den sie am Aermel hielt. Bittend leite sie den Finger an die Lippen, denn den kam Richthvfens Stimme nach dem Flur ftetab.' „Was ist denn los, Franzi?" älnd daun Hettingens Lachen. „Outen Abend, mein Lieber'" D. f. D. Handball. Durch die mehrmalige Verschiebung der beiden noch auszutragenden ‘-Lerbanu.ipiele gegen die zweiten Mannschaften von D. f. L. Wetzlar und Spielvereinigung Oieften blieb di V. f. D.-Hand- ballmannschast in den letzten Wochen ohne Spiel. Für kominenden Sonntag hat sie sich die Handballelf der zweiten Kompagnie des hiefigen Bataillons zu einem Cefellschaftsspiel verpflichtet. V. f. B. muß auf einige gute Kräfte verzichten, von denen drei bcn Innen fturm der Militärmannschaft bilden. Hierdurch besonders wird der freundscha tliche Charaftec des Treffens, das interessant zu werden verspricht, noch unter- strichelt. D. f. D. wird um eine knappe Riederlage kaum herumkomn.en. Wirtschaft. Diskonterhöhung derBankvonEngland Die Bank von England hat gestern chren Diskontsatz von 4'/, auf 5'/c Proz. erhöht. Die Erhöhung um ein volles Prozent ist selbst für sonst gut unterrichtete Kreise der Eity sehr überraschend gekommen. Die Verhandlungen, die der Gouverneur der Dank von England gegenwärtig mit den leitenden Organen der Federal-Rcsarve-Banken in Reuhork führt, hatten die Hoffnung zugelosfen, daß man durch besondere Vereinbarungen anderer Art, d. h. nicht mit dem Mittel der Diskonterhöhung, versuchen wurde, die starken englischen Goldabflüsse nach Reuhork zu unterbinden. Run» mehr scheint es so. als ob die Besprechungen ein negatives Ergebnis gebracht haben, so daß sich die Leitung der Dank von England gezwun-- gen sah, die von der englichen Wirtschaft ganz und gar nicht gewünschte Heraufsetzung chrer Dankrate eintreten zu lassen. Der Goldverlust der englischen Währungsbank hat in der vergangenen Woche etwa 3,3 Millionen Pfund Sterling betragen, und der Goldbestand wird sich nach dem neuen Ausweis der Dank von England insgesamt auf höchstens 1 50 Millionen stellen, ein Bestand, der alsMindest- d e ck u n g für den bei der Bank von England konzentrierten Votenumlauf anzunehmen ist. Me Maßnahme der Dank von England ist also lediglich von Prestigegründen derGold^ Politik diktiert, gegen die allerdings feilend der englischen Wirtschaft schwerwiegende Momente ins Feld geführt werden. Die englische Wirtschaft betrachtet die Goldabflüsse nicht als das Ergebnis berechtigter Ereignisse, wie etwa übermäßig hoher Preise, einer besonders ungünstigen Handelsbilanz, einer Kredttinflation oder einer äleberscespekulatton, sondern nur als eine Folge besonders der Spekulation in Veuyork, die ja nicht nur Kredite auS England angezogen hat, sondern auch die ÄreZntie* rur.g des amerikanischen Jnlandhandels bereift gefährdet. Daß dies letztere tatsächlich der Fall ist, geht aus den von dem Federal Reserve Doard angekündigten Maßnahmen auf Einschränkung te Dörsenkredite hervor, und eS entbehrt angesichts der derzeittgen Besprechungen des Leiter- der Bank von England in den Vereinigten Staaten nicht einer gewissen Berechtigung, wenn man die Diskonterhöhung der Dank von England und diese angekündigten Maßnahmen in enae De- ziehung zueinander bringt. Es muß daher als fraglich bezeichnet werden, ob die Veuhorkcr Diskontrate erhöht wird, auch aus dem Grunde, weil ihre Erhöhung das bisherige Zinsgefälle zwischen (Snglanb und Amerika wiederherstellen würde und weitere Goldabflüsfe, die ja gerade verhindert werden sollen, herbeiführen könnte. Zudem würde die von dem amerikanischen Federal Reserve Doard angestrebte Verbilligung der Handels-^ kredtte bei einer Diskonterhöhung selbstverständlich nicht eintveten. Die Rückwirkung der englischen Diskonterhöhung am Devisenmarkt ist bereits ein- getreten. Auch die deutsche Reichsmark ist nicht unbeeinflußt geblieben und leicht im Kurse gefallen. Fraglos wird es jetzt zu stärkeren Rückziehungen besonders englischer Gel- Ein Ruf maßlosen Staunens, unendlich« Freude. ,Joachimi — All«! — Wann da« feie Christkindl ist!" „Ich will's meinen, Poldl! Meine Frau und ich möchten gerne mit dir Weihnacht feiern, wenn wir dir keine Störung bringen!" „Aber gwiß net, Alterle, gwiß nei! Wo W denn, die — die — deine Frau?" „Glaubst du, daß deine Schwester mich nicht hinauswirst, Poldl?" Hettingen verbiß das Lachen, als er in Richthvfens Gesicht sah unb dann zur Erwiderung bekam: »Die Mizzl. die is gar net da! — Ra, Joachim die is net dal —" »Also gar nicht bei dir?" »Vein, Joachim!" »Dann wird fle wohl bei ntzir in DeMnzona sein! Meinst du nicht auch, Poldl?"' Und ehe dies« noch Zeit hatte, verblüfft zu sein, hing ein Junge« Weib an seinem Halse und «sttckte ihn mit Küssen und stammelte und schluchzte: „Ich bin ja so maßlos glücklich, Poldl! So maßlos glücklich!" Richthofen schwippte nach Lust. „Mizzerl, willst mich mit Gewalt beerbn? Der Schweckn hat mich net umbracht, aber die Freud jetzt, die hält mich schier urngtoorfn! Joachim, Alt«, sag, ob's denn wirllich wahr is!" »Was soll denn wahr fein, Poldl? Daß ich dein Schwager bin? Das stimmt allerdings? Du kannst nichts mehr dagegen machen!" „Sett wann weißt du's denn?" »Du fragst wie Maria! Sie wird dir's schot, erzählen, bftr habt mich hinters Licht geführt und ich euch! Tas war meine Rache! Aber nun ftab Mitteid mit mein« Frau. Sie ist ganz durch- kättet und wohl auch ein bißchen müde von der Reise und von d« großen Freude jetzt. Willst du dich nicht ein wenig legen, £in&?"; £ Hettingen schob Richthvfens Hände zur 'Seift und schatte Maria selbst auS ihrem Mantel. (Schluß folgt) btt auS Deutschland kommen, so bah auf jeden Fall keine Hoffnung auf eine weitere DiSkontermähigung der Reichsbank bestehen kann. Damit hat sich die zurück altende Diskontpo-i.il der Rcichsbani al3 berecht'gt erwiesen. Ob stärkere Gold- und Levisenabzüge aus der Reichsbank stall ftnden, wovon die Frage der Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Dissont- rate abhängt, muh natürlich erst die Entwicklung zeigen. Kureeinbruch in der Neuyorker Börse. Reuhork. 7. Febr. (WB.) Öm Anschluß an die gestrige scharfe Erklärung der Aufsichtsbehörde in Washington gegen die Effekt en- f p e k u l a t i o n und die Erhöhung des Diskontes der Bank von England kam cs an der Äeuhorker Stock Crchange bei ungewöhnlich lebhaftem Geschäft zu einem starken Kurscinbruch. Lie Kursverluste betrugen bis 33 Dollar. Berliner Handels-Gesellschast. 9n der gestrigen Sitzung des Verwal- tungSrates der Berliner Handels- Gesellschaft wurde f «schlossen, auf das ge- winnberechtigte Kommanditka'ü al von 22 Mill. Mark die Verteilung einer Dividende von wiederum 12 Prozent vvrzuft'la^en. Die Einnahmen aus Zinsen. Wechseln und Devisen erhöhten sich infolge Ausweitung des Kre- ditgeschästes um rund 8)0 ODD Mk. von 5.81 auf 6.65 Mill. Mk. Die mangelnde Gefchäftstä.ig- leit an der Effektenbörse hatte dazezen eine Verminderung der Provisionselnnahmen um rund 550000 Mk. zur Folge. Dieses Konto erbrachte nur 4.04 gc'en 4.5J Mill. Mk. WertPapier- und Kvnsortial-Gewinne waren mit 1,30 (1,19) Mill. Mark etwa 10 Prozent höher. Verwal'ungSlosten einschl. Tantiemen erhöhten sich von 5,61 auf 5,83 Mill. Mk., Steuern von 1.80 auf 1.93 Mill. Mk.. während die PensionS- kassenbeiträge und Ruhr ehäfter von 0,60 auf 058 Mikl. Mk. zurückgingen. Die freigegebenen amerikanischen Vermögenswerte Habern gege.rüb:r der Angabe in der letzten außerordentlichen Generalversammlung dadurch eine Erhöhung um 1 auf 8 Mill. Mk. erfahren, dast noch verschiedene kleinere Einnahmen., sowie Steuerver.gütungen inzwischen h'rzu e om nen sind. Dieser Tel a , wu.de einschl. Les Vortrages aus dem Vorjahre in Höhe von 1,9! Mill. Mk. und einer Lei'eren Zuweisung von 0,09 Mill. Mk. aus den Erträgnissen se3 abgelaufenen Jahves dem Reservftonds zug süh t, der sich damit von 5 auf 15 Mill. Mk. ei_. cht. Der Pensionszuschuhkasse wird ein Betrag von f)5 Mill. Mk. extra zugeführt. Es ergibt sich somit ein Re ingewi nn von 2.95 M ll. Mk. (L V. einschl. 1.15 Mill. Mk. Vortrag 4.75 Mill. Mark, woraus nach Ausschüttung der Dividende und nach Abzug des Gewinnanteils des Ver- wallungsratS 1,91 Mill. Mk. vorgetragen wurden). Der Vortrag für 1929 beträ't 0.11 Mill. Mk. Der Umsatz im abgrlausenen Geschäftsjahr betrug etwa 25 Milliarden Mk. gegen 22 im Vorjahre. Steift man den Kreditoren und Akzepten die die Posten Kasse, Bankguthaben. Wechsel und Devisen ge-enüöer. so ergibt sich eine Liquidität von 33,1 Prozent (33,2 Prozent), nimmt man noch Reports und Lombards, Warenvorschüsse und Wertpapiere hinzu, stellt sich die Liquidität auf 67,7 Prozent (63,0 Prozent). • D i e amtliche GroßhandelSindex- ziffer im Monatsdurchschnitt Januar. Die für Len Monatsdurchchnit-. Januar berechnete Großhandelsindex ifter des Statistischen Reichsamtes ist mit 133 9 gegenüber dem Vormonat (139.9) um 07 Prozent gesunken. Von den Hauptgrup' en ist dir Index.i,fcr für Agrar- stosse um 1.8 Pro.eit aas 131,7 (131,1) und diejenige für Ko.'onialwaren um 0 6 Prozent auf 123,9 (124,6) zuruckgegangen. Die Indexziffer für industrie.le Rohstoffe und Halbwaren hat um 0,1 Proent auf 134,0 (1311) und d'.e Indexziffer für industrielle Fertigwaren um 0,4 Prozent aus 153,8 (153,5) nachgegeben. 'Der Verband Hessischer Erwerbsund Dirtschaftsgenosfenschaften in Kassel leröftentlicht soeben das Gesamtrrgeb- nis der Ryhbilan'.en Lee ihm abgeschlossenen Krell geno senschasten für Ende 1)23. Hiernach hat sich die Dilanftumme gegen Ende Llltober 1923 von 42,9 auf 43 3 M lionen Mark erhöht (Stand Ende 1927 35 3 Millionen Mark). Die Spareinlagen allein haben sich in den beiden Monaten um rund 1 000 000 Mark erhöht, während die E'.n'agem in laufender Rechnung etwa um 200 000 Marl kleiner geworden sind. Die zugellossenen Gelder sind in flüssigen Mitteln, Bankguthaben irfto. angelegt worden, dagegen haben sich die Ausstande in laufender Rechnung von 26,8 Millionen auf 26,4 Millionen Mark verminLert. Insgesamt waren an Krediten, Vorschüssen und Wechseln rund 33 M.llionen Mark an die M'rtg ieder ausgeliehen. * Fortschritte i n der kommunalen (Iruppengasoersorgung. Wie W. T. B.- Handelsdienst erführt, haben die Städte Ludwigs- Hasen und Pforzheim nunmehr endgültig ihren Beitritt zur Südwestdeutschen Gas-A. (3., die bekannt' lich von der Frankfurter Gaegcsellschast und der Stadt Mannheim gemeinsam gegründet wurde, erklärt. Auch der Ctadtrat Heidelbergs hat vorbehaltlich der Zustimmung des Bürgerausschusses den Beitritt beschlossen. Mitglieder der Südwestdeutschen Gas-A.-G. sind jetzt die Städte: Fran furt a. SR., Mannheim, Karlsruhe, Ludwig:Hasen, Heidelberg und Pforzheim. Weitere Verhandlungen mit anderen süddeutschen Städten schweben. Ara;..,urtep Börse. Frankfurt a.M., 8.Febr. Tendenz: befestigt. Der unverändert belassene Diskontsatz von Nei york, obwohl im Zusammenhang mit der gestrigen Erhöhung des Disiontsatzes der Bank von England in Börsenkreisen auch h.er mit einer entsprechenden Heraufsetzung gerechnet wurde, löste, nachdem schon zum Schluß der gestrigen Abendbörsc eine leichte Erholung festzustellen war, eine allgemeine Beruhigung aus. Der schwache Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse, sowie verschiedene ast' dere ungünstige Momente traten ganz in den Hintergrund und wurden kaum beachtet. Deckungen der Spekulation und eintreffende Orders auch von Aus- landfeite trugen zur freundlichen Gestaltung der Stimmung bei, und die Tendenz nahm ein fefteres Gepräge an. Das Geschäft blieb jedoch im großen und ranzen llein, nur Spe- zialwerje hatten lebhaftere Umsätze zu verzeichnen, denn auf diese beschränkte sich in der Hauptsache das Interesse. Gegenüber der gestrigen Abendbörse gingen die Kursbesserungen bei diesen Aktien durchschnittlich bis 4v. H., während die Nrbenmärkte, da auch hier die Umsätze entsprechend geringer waren, nur bis zu 1,5 o. H. befestigt lagen. Im Vordergründe standen vor allem am Eleitromarkt Siemens mit plus 4 7hv. H., Schuckett mit plus 3,*5 o. H. und A. E. G. mit plus 2 v. H. Sonst bestand noch vermehrtes Interesse für Zellstoff Wald- hof mit plus 2o. H., Deutsche Linoleum plus 2,5 v. H. und für Färbest, die jedoch nur 1.5 ü. Sy gewinnen konnten, Kaliaktien bis 2 v. H. höher. Autowerte bis 0 5 v. H., Schiffahrtswerte bis etwa 1 v. H. fester. Am Bankenmarkt waren die Umsätze äußerst gering. Die weiter umlaufenden Gerüchte über eine Fusion einzelner Großbanken, die von Derwaltungs- feite dementiert wurden, sowie die unverändert belassene Dividendeaucschüttung der Berliner Handels- gesellschr ft riefen hier eine gewisse Zurückhaltung hervor. Am Montanmarkt beschränkte sich das Geschäft nur auf ganz vereinzelte Wette, und zwar in erster Linie auf Kupfera'tien, de auf die erneute Steigerung der Kupferpreise und die Preiserhöhung der Kupferblechfabrikate etwas lebhafter gesucht werden. Don Dauunternehmungen Holzmann ver- nacklässigt und etwas nachgebend. Renten still, zu- meist gebeffert. Nach den ersten Kursen schränkte sich das Geschäft erheblich ein, die Tendenz behauptete jedoch ihr freundliches Aussehen, doch traten auf vereinzelte Realisationen Schwankungen ein, bei denen die Veränderungen jedoch nur selten über 1 v. H. hinausgingen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit plus 4,75 V.H. erhöht, doch war reichliches Angebot vorhanden. Am Devisenmarkt erfuhr das Pfund eine Internationale Befestigung, die Nachwirkung der Diskonterhöhung der Bank von England. Man nannte Mark gegen Dollar 4 214750, gegen Pfund 20.434, London gegen Kabel 4,8582, gegen Paris 124,27, gegen Madrid 31,0750, lag wieder schwächer, Mailand 92,75, gegen Holland 12,1290. 'XV er Börse. Berlin. 8.Febr. Die Festigkeit, mit der die heutige Börse nach der gestrigen Diskonterhöhung in London und dem schwachen Verlaus der Aus- landbörfen einfetzte, kam außerordentlich überraschend. Schon im Dormittagsverkehr konnte man wieder eine merkliche Beruhigung feflstellen, die noch Fortschritt? machte, als man zu den ersten Kursen kleines Kaufinteresse, speziell des Auslandes, für Elekt-owerts bemerkte, die hieraus die Spekulation zu Drckungen veranlaßten. Die gestrige C'ir- tius-Rrde brachte entgegen den Erwartungen nichts Ungunst ges, sondern wies nur im großen und ganzen die Aufmerksamkeit auf die morgen beginnen» den Reparationsoerhandlungen, von denen so viel für Deutschland abhünge. Besonders aber regte wohl an, daß Rei'york gestern dem Londoner Bei- svicl nicht folgte, obwohl eigentlich die scharfen Erklärungen des Federal Reserve Boards eher damit rechnen ließen, daß die Bundes-Neserve Bank dem- näckst eine Erhöhung ihrer Diskontrate vornehmen werde. Das Geschäft war heut- an den einzelnen Märkten ziemlich lebhaft. Hauptsächlich auf Deckun- Echach-Ecke. ‘Bearbeitet von W Orbach. Alle für die Redaktion bestimmtrn Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachreda.tion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr ISS. Don Marakoan'.n. Schwa:». e 2 8 l t h 8 7 e 4 1 M e h a b c d e t e MM Mr ■ ■ ■ g a ö c ü e i Weiß. Weitz zieht und setzt in zwei Zügen matt, eih: 7 Steine. Kel: DhS; F13; LaS: Seb; Bg3, h2. Schwarz: 5 eteine- Kel; Ld5; Sbl; Bd4, g4. Eine gefällige Aufgabe l Partie Nr. 129 Rachstehend hie zehnte Partie im zweiten Wellkamps Bogöljubow — Dr. Euwe zu Amsterdam. Ti-:sprkgrrsstru. Weiß: Dr. Eu-e. Schwarz: Dogrljftbov. 1. e2-e4 1. e7-e5 2. Sgl-13 2. SbS-c6 3- S. I-C3 3. Sg8-f6 4 Lli-b5 4. Scö-d4 Cjne ruhige Fortsetzung ist 4.....Lb4. Die gr- väh.tr Spicftoe.se stammt von Rubinstein und ist a S günstig zu beze.chnen. d. ü-n Den Vorzug verdient h'.rr 5. La4. 5 ..... 3 Sd4 * b5 0. Sc3xb5 6 c7-c6! Siützt zugleich den Punkt d5 und ermöglicht der Dame vü Entwicklung nach c7—ao. 7. Sb5 - c3 7. d7-oö 8. d2-d4 8. DdS-c7 9 Sf3-el Mit ti. Bogoljubow, welcher hier nar ein Remis be» nutzte, um de.r Wr.tia :pf für sich zu entscheiden machte fei :e.n ©:gr.er dieses Angebot, was d'.efe, auch annastm. Lösung des Problems Dr. 136. Don A. O.'llnga. 1. Sf4-h3! usw. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktionstisch. Der T fchnachbar. .Gnädigste, ich kann Gedanken lesen." „Oann nehmen Sre's mir nicht üörll" Das ßlr.b. Das Kind, im fremden Haus au Drfuch, sieht vor dem Kamin ein Lro Parsten, ell. .Mammi, semanst hat dir Katze totsetreten!" SrldL Zu einem Afthänstler in der Süderstratze In Hamburg — so wird in Reclams Hntixtium erzählt — kommt ein Mann und will eine Hofe kaufen. Eine für 10 Mark erscheint ihm nicht fein genug. A.s er daraufhin eine für 20 Wart vorge.egt bekommt, probiert er sie an, steckt bit Hande in die Taschen und erklärt dann sofort, diese Hose wolle er nehmen. Sie wird ihm ein» gepackt, er bezahlt und geht. „Solche Kunden möchte ich auch haben," sagt ein Geschäftsfreund zu dem Händler, nachdem er den Vorgang mit angesehen. „Warum hat sich der Mann blotz die zweite, viel schlechtere Hofe sofort aufreden lassen urO sogar den doppelten Preis bezahlt?" — „Das will ich dir sagen," erwiderte der andere mit schlauem Lächeln: „Ich hatte doch in die Hosentasche ein altes, e:reL Portemonnaie gesteckt!" kündlgungrgruav. ,Sie haben den Kläger fristlos entlassen", sagte Ler Richter zum angeklagten SMrdtot einer Filmgesellschaft. jawohl, Herr Rat". »Warum, bitte?" .Rur wegen seines schlechten Deutschs." ^Aber ich denke, beim Film ist ba3 doch ganz gleichgültig, ob da einer gutes oder schlechte« Deutsch spricht?" ,Hn dem Fall nicht. Herr Rat. Er macht bei uns die Texte." (LusstBl.) gen traten bei der Mehrzahl der Papiere Kurs- befferungen von 1 bis 3 o.H. ein. Darüber hinaus konnten Rsichsstank um 3 99 v. H. anziehm, Sptttwerte plus 5 o. Sy, Dessauer Gas plus 4 v. H., Polyphon plus 4 o. Sy, Bcmberg plus 4,5 v. Sy, Glanzstosf plus 12 d. Sy Deutsche Anleihen ruhig. Aus.^n^ec u.lein^e.ll.ch. M.xi.an-sr ou> 1 Prozent schwächer. Bosnier b^ 0,5 Prozent erhöht. Pfandbriesma kt vo.llommen geschäftsios. Der Oe.dmarft lag bei unveränderten Sätzen leicht. 3m Der auf« machte die AuiwärtLbewegung -war noch mit 1 bis 2 Prozent etwa Fortschrit e. bann wurde es aber nach Erledigung der vorv- lieLenden Orders alft gemein schwächer. Auf schwache Londoner Mr.'dungen verloren Svenska 7 Mk., Gianzstoff minus 5 Prozent. Die Übrigen Werte gingen ebensails bis zu 2Brozent unter Anfang ru.nick. Es tauchten neue Befürchtungen auf. daß in der a.n nächsten Montes Tlatlfinbenten Schung der R:uyorker Dundes- Reserve-Dank eine weitere Erklärung folgen werde und daß an diesem Tage doch die gestern nicht ersoig.e Erhöhung der Dislontrate ein* tre.en könne. Arankfurt^r Getreidebörse. Frankfurt a. M. 8. Febr. Drr Prvstukten- merit verk:h-.e auch heute zum Wochrnschlutz in fast geichäftSlo.er und ruhiger Haltung. Rach wie vor gestrn die Händler aus ihrer Zurückhaltung nicht heraus, so datz nur die notwendigsten Um* ssttze getati'>t Wersten. Die PreiSgestal.ung konnte sich auch heute nicht verändern. Droigriorist^ wird nach wie vor etwas techafter gehandelt, auch das Mehl^esHüft ist nicht ojne älmsätzen. während die anderen Getreidesottrn dernach- läfligt blieben. Es wurste r nollrrt: Weizen 23,50 bks 23,75: Roggen 23 50; Sommcrgerfte für Brau- Zwecke 21,50 Ci3 21.75: inL Hafer 21 bis 21.23; Mais (gelb) für Futterzwecke 2350 bis 23.75; Wei-enmehl, süddeutsches S >ezial 0, 33 25 ^14 34 25; Rozgenmehl 31 bis 31,50; WeizenLeis 14,25; Rotzgenkleie 15 Mark. Tendenz: ruhig. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die Hütet den Papieren oxigc1üfcrien ZiVern geben die f öbe der »uletu be'chlvflenen Pividendr' an. — ReichSbankdiSkont 6.5 Prozent, Lombardzinssuh 7,5 Prozent. 3 ai k uri a. *JJl Berlin bajiuQ bUbP vch •Aii.ung $•. re fl-r. fi'T» «ur ‘Saturn 7 2 | 8 2 ’ - 8 2 Mfc «rtdwümritx- > iv^; ®t «ni.-Ad!v> -Lwuir mb taue — - - ün-.^riiticn 53,9 54 tee«l obnr flueloi.-dirdut 1% Trtdnff 6>uu. )8! (BolCDl un — — • 13.7 fünobat die 1932 *H% dibtinHcbr Hov -BonI L*tou Gvlbvt .0 • - 81J •M - * S.S « abfl f orfnefte-CtMtflanon efldwblbai 1939 • Sduvty yufltrtb.-am. — • — 4% CfürrtruMIdit Ufolone. — * e,ü<>% C rlttn cilbtrnte » - - d ♦% Cfttrrmcb «nbeitJ t)he 2,4 — — 4% UnganKttf (ÄuiDttr — 2d 4% Ungantciit eiaaiei o 1S1O — — 4V»% bfipl oun 1919 ** 4% Unflanldw ftn-nenttt 2.2Ü 3.35 4% lürt joilanintx o i9u 4% lürfiutt» (joflCaobainriani 11. uö — — 11.5 l 11,1 — 4% brefll Srrtf 11 — — 4% «umänrn ronom ck« 9,13 — — Äumanfn <»r>Hk>nl eow 1913 19.14 - - MU- Oruniür Otirn uhn tv, Vainburii •antrnii) l'ülrt *) >Ät.2s 2. 75 128 vamb -2ubdm ?atnvfl 1 8 i..ti • Xi* tbatmri tHunforrrtn tu 140. I|Ü,2j drritnti vanbrlegdrlllth - —- 210 lowimtn und i-rwut-Hlartl 1t 1 821 198.5 19» 1L8, .j iDarmH u Wäiionalixin! Is 274,5 -.4 -4.1. i'.l teuttot Bank ttefi>eii>.i!»riemd>a!i 51 nt. W • |U • 64 - n 6 1.0,1- Ib.;,. IrreMin tikunk • tu I7u — I . 1 entttl»ruii(t>f tirotüKiiU . . v <— f 196.75 12. ■hteiibant ........t .......U 129 .01 — 308,75 5 ai h'urto. M DerUn bajiuB-. ft es , 1-U0». fl-rs SO) uß Ä T* t-ri ung Sur- Tntn-n | 7.2 | 8 4- 7. 2 I 8.2. . b 17-4. - » 176, U 174.«5 1 < ll.ü tkrumann . » • • a S "iw-; 210,73 -0 >,2ö 211,5 167 (ilrttt ytefrni«efe „ = . A 10 165 210.75 UW.7.) titdil und fiiatt . . • 0 so 2li9 :i>9 210 Ja •TtittR » ijfuillMnime . » « * e — 141.2.1 HI..1 1 IBrfn Unten».. « • A 80 333 23. 236 t>omb lüefrr äerte . « . ■ 80 - - 147.5 146.6 ck'hetn Uletn . 0 • • A . s — — Hi.3 Ui. .5 «rblet &ttn. . ... . 80 2ii7..i 21 .25 SdtUdrn . . . , • e - 2.6,75 22.>,5 ;26 5 Stemm» 4 OeKte . . . . M 18 >74,2.5 .78 .74,5 37« IranMoM» .... O 8 - — Xicbmenn t . • • • • O to 167 — — 166.25 •ÖUDtm« . e • . - . b — * 84,2.', 84 5 leuitdir ($105) . . • . e 8 — — 127.4 147.2. iSifmet Smnfobie .... 8 126 - - 126.2 । (Seltenltrcbenn . . 125.2. U6 OatDenet ..... S Ul 1 o,.;> I..0 toeid) yien...... e . 8 1,ü,7o -21.-3 31ft Bergbau ...... (Uctfnerwerft - <• o • • • • . S . 7 fi)5°5 Z.18 lüü.4.1 611 KM .1.» »üln Neuetica • • • « G . S 1U,5 1'9,6 Manne»inonn . . . . . 6 . 8 124,25 124.. 144.«U \ti> iUansfelbet . . . £ bcridtlei Ihirnb Veberi ■ . 7 114. 113/25 115.4 8 - 9.L.I — C beneblet Butonirdr 6 IvJ.Ud II 5.6 •8bünn Bergbau SV, 10 ‘J5 i>4,li.i b5 .. ■Hbfinilibe Brovnlodlm 2.3 _ 1 , 2. ■ fihetnitahl ’ Jäb» 44 2tf 129,75 ' 1 20 1.9.4. ■Nb-bcd •i’luntan 7.2 — jtereintntr «lob!» . • . 8 97.: — -6.9 »7.3- Ctatrt ’tottvn . . . • sh 09 —— „9.13 6J. t'r»lrbtn . . • 10 .6, ,5 - -6» 266,2.) <1 irt Kesteeegeln . ■ to 2.1 ■n . ** i » Sattwerk 8c!*brttaf!l tt 485,. 18. 186 5 .> V4 .«iHOe .-JnDUBne u •uU,5 -a.,5 tnnamii -lebe! . , « - 118 1U JcbrtC'eanftali . . • . ö u ü 173 •SICilbitbntfDI . • • 8 SS •' H7 5 »7.75 iHaiflcrerer'.tt . • • • • • e 1 st. 9e,2j -6 Wrts’IvuScr.inn. . , . u - Bcnfnotcn. 5 e>ifc‘urt e. M Berlin Sajiutj ft-r» i-Uhi- Ä"r» ■j»n,ong flut- Dcttmn: 7 2 8 2. 1 | 8. -4 »iMiu'v 4>u4tnani 7 126.5 14» 120,-, 126.75 Oetbelheraer lieraewt . . 80 W 135,5 - innen »otlüaDi 8 — rrionr 4 NrrUag . to 128.5 — StbultbeM -Katzendo»« . Ib - - 2F6.5 291.5 Lftroerfe - . . 12 • -44.5 24b. <5 •Bet. . . 18 ■* 427 4.9 Beinbety . . .Sellftoff Stilbtal . 14 . 12 '56.5 25S.5 41'5 25G.SJ 409,5 257.2-» 3enftolf «ickoUenbueo . 12 18u — 136.25 ... ~ Mbariotrmbürget Waile» 0 . 7 • — tefiauer 217.2 Toimlet «oiorev . ° . . 0 JO 53 60 Temofl . . . . 0 e» — 53.- 54, «5 «vlerwerke fftnxi . . . . 6 57.5 58 - l'uDro roeroe . e . 10 — - 222 222 jlat flutomebü . « . 0 • - SO.5 41.13 L mrftein » »oddM , . . 6 — 91 teimbarb Hetz . •yamag-löefluht . , ° - 9 — - 2.8 258 . . 0 — — - .vtcnff •iXairtitBee . . . . € Gl.fi (2 •— «Ntznet - . 0 . 11 k6 — * Ornliflenflorbl . • • . . 0 H •w — .tungbans . • • . . 4 75 w Lew werke . . . . . 8 — V Wainfrailirerf» . - . . 8 n# * •w iiitag - • - . 10 ** 143 flclariulmet . . • . - 8 24 24 * Peiers Union . . . . 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