vnick Md Verlag: vriihl'sche Universitäts-Such- und Lteindruckerel R. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schnlstratze 7. Der Kampf um die Ratifizierung der Schuldenabkommen n Logen zähle. Washingtons Absage ZnnerPolitische Wirkungen. der Auffassungen über die allgemeinen politischen Fragen, die mit der Repa- rallons- und Schuldenregelung Zusammenhängen. Radikale Abgeordnete äußerten heute in den Wandelgängen der Kammer, daß sie v o n d e n A e u h e- rungen des Außenministers über die Räumung des Rheinlandes nicht be- friedigt worden feien. Zusammen mit den Sozialisten möchten sie. daß Frankreich vorangehe und nicht die Inkraftsetzung des Young- Planes, sondern höchstens die Verabschiedung der hierzu erforderlichen Gesetze durch den Reichstag abwarte. um den vesahungstruppen den Beseht zurRäumungderzweiten Zone zu geben. Der Abg. h e r r i o t vertrat vor allem diesen Standpunkt. wobei er daran erinnerte, daß er nach Reber- nähme der Regierung im Jahre 1924 unter ähnlichen Umständen das Ruhrgebiet räumen lassen muhte, um das Inkrafttreten des Dawes-Planes zu ermöglichen. Das Bestreben der Radikalen gehe dahin, in der Kammer eine Umgruppierung zwecks Bildung einer neuen Mehrheit zu bewirken, durch die der außenpolitische Kurs von 1924 wieder ausgenommen würde, hierzu ist zu bemerken, daß die Mitglieder der Gruppe Marin, die gegen die Ratifizierung ohne Vorbehalt und gegen die Räumung des Rheinlandes ohne Garantien find, bei der heu- । tigen Abstimmung im Sinne der Regierung Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re« Klameanzeigen von 70 mra Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20 °/n mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Der Beschluß des hauptausschusses bedeutet einen krfolg der Radikalen gegenüber der Regierung. He- sich mit dem Vorschlag des Abg. Pietri einver- iavden erklärt hatte. Bei dem Gegensatz zwischen ler Regierung und den mit den Sozialisten weit- lehend zusammenarbeitenden Radikalen trat die frege der Formulierung der Vorbehalte für He Ratifizierung des Schuldenabkommens an Be- ieulung zurück gegenüber der Verschiedenheit Der Michsrat gegen die geplante Verwendung der Lohnsteuer den Beschluß: Der Reichsrat legt gegen das vom Reichstag am gestimmt haben. Ihre künftige Haltung dürfte die politische Lage entscheidend beeinflussen. Der Beschluß des Reichsrats über die Aende- rung der lex Brüning bildet in seiner Eigenart ein Rovum. Es ist zwar schon des öfteren ein Einspruch ausführlich begründet worden, jedoch dürfte es bisher noch nicht vorgekommen sein, daß die dem Einspruch beigegebene Begründung den Beschluß auf Erhebung des Einspruches wieder aufhebt, für den Fall, daß die Geltungsdauer des Gesetzes verringert Wird, in diesem Falle von fünf auf zwei Lahre, 5780D I M 20.-, 2 preise - und 2 z io M belM sich außerdem >esonders guter Auf. h zu ertDtrben. hani>sschießcn Kritische Lage. Der Sturm der Linken gegen das Kabinett Poincare. Paris, 5. Juli. (WTB. Funkfpruch.) Die Morgenpresse bestätigt, daß die gestrige Abstimmung im Finanzausschuß der Kammer eine heikle Lage geschaffen hat und daß durch sie unter Umständen das KabinettPorncare gefährdet werden könne. Heute abend nach Schluß der Kammersitzung wird eine Lnterpella- tton des linksradikalen Abgeordneten Dormann vorgelegt werden und die Regierung wird sich darüber zu äußern haben, wann sie eine D^ batte hierüber annehmen wird. Es handelt sich in der Interpellation um einen Zwischenfall anläßlich der Kundgebung der nationalen Frontkämpfer gegen die Ratifizierung der Schuldenabkommen. .. , „Matin" behauptet, daß aus diesem Anlaß die Radikalen und Sozialisten den Versuch machen könnten, Sturm gegen das Kabinett Poincarä zu laufen. Im allgemeinen beurteilt man die Lage vorläufig noch mit Zurückhaltung, da der Kammerausschuh für auswärttge Angelegenheiten zu der Frage einer Ratifizierung mit Vorbehalten noch nicht Stellung genommen hat. raadoberndor, jörfferei ) _j U - 10/54 km, cheff (8,2°-lang), AA OtzWg o ig, fern 11. Juli 1929, vor. t, wird durch das Amts- Ammer 112, das im i Gießen der Ferdinand iosa geb. Reu in Siegen nwesen Ludwiaslraße 37 19 - 433 qm Hosteile 43781) lichc Verfügung ist an der aße 20, zur Einsicht aus- .Mai 1929. irtsgerichts Gießen. saerichtsvorsteher. ____ Die landwirtschaftliche Einheitsfteuer. Berlin. 4. Juli. (Priv.-Tel.) Die Lösung des Problems der landwirtschaftlichen Einheitssteuer scheint doch auf größere Schwierigkeiten zu stoßen, als man ursprünglich erwartet hatte. Dies dürfte im wesentlichen in der Materie, selbst begründet sein, deren Bewältigung fast der Aufgabe einer Doktorarbeit gleichkommt. Aus diesem Grunde hat die vor einigen Tagen zusammengetretene Kommission, die vom Reichsfinanzminister dafür eingesetzt war, nach einer kurzen Lleberprüfung der Sachlage beschlossen, sich zunächst bis z u m O k t o b e r z u vertagen, um in der Zwischenheit ihren Spezialreferenten Gelegenheit zu geben, möglichst umfassende Denkschriften über die Srage der landwirtschaftlichen Besteuerung herzustellen, wobei das Hauptaugenmerk darauf gerichtet werden soll, welche Wirkungen die jetzige Besteuerung auf die Finanzverwaltung, die Landwirtschaft und die allgemeine Produktion hat. Cs sind außerdem noch eine Reihe Spezialreferenten mit der Abfassung besonderer Denkschriften betraut worden, die die Frage der statistischen Steuermaterialien, der Form der geplanten Einheitssteuer und des Problems der Personal- oder Real- st e u e r zum Thema haben. Cs wird angenommen, daß diese Arbeiten termingerecht im H e r b st vorliegen können, so daß dann diese Steuerkoonmission ist der Lage ist, auf der Grundlage dieses Materials einen Gesetzentwurf für eine landwirtschaftliche Einheitssteuer auszuarbeiten. Minister Dietrich verteidigt die Agrarpolitik des Reiches. Königsberg, 4. 3ult. (WTB.) Der 42. Deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftstag ist durch den Vorsitzenden des Gesamtausschusses, Verwaltungsdirektor Dr. h. c. Lohannhen eröffnet worden. Der Minister für Ernährung und Landwirtschaft Dietrich überbrachte die Wünsche der Reichsregierung. Er führte u. a. aus: Der Kampf um die Erhaltung der Landwirtschaft ist ein Problem, um das die großen Staaten der Welt, die im vergangenen Jahrhundert sich mehr oder weniger industrialisiert haben, ohne Ausnahme kämpfen. Die Streitfrage, ob organisatorische oder handelspolitische Maßnahmen vorzuziehen seien, ist vollkommen müßig. Inder praktischen Polittk werden immer beide nebeneinander anzuwenden jein. Die letzten Wochen haben unter dem Zeichen handelspolittscher Aktionen gestanden, die unter heftigen Kämpfen durchgefuhrt wurden. Wenn behauptet worden ist, daß diese Maßnahmen belanglos seien, so bitte ich zunächst einmal, ihren Erfolg abzuwarten. Daß! die Maßnahmen auf einigen Gebieten mit den vorhandenen Mißständen restlos aufräumen, vor allem in der Zucker- und Kartoffel- Wirtschaft, ist außer Zweifel. Man toirft mit auf der einen Seite vor, daß ich mich auf den ausgefahrenen Geleisen der Zollpolitik bewege, auf der anderen Seite, daß ich die Schutzzollpolitik nicht genügend angewendet hätte. Beide Vorwürfe sind unbegründet. Weder in der Zucker- noch in der Getreidewirtschaft habe ich lediglich politische Maßnahmen ergriffen, und in der Diehwirtfchaft gedenke ich ganz besonders neben die zollpolitischen! Maßnahmen organisatorische zu setzen. Wenn man mir aber vorwirft, daß ich zollpolittsch nicht genügend für die Landwirtschaft herausgeschla- gen hätte, fo möchte ich doch die Kritiker aufsor- dern, einmal festzustellen, was frühere Re- gierungen auf diesem Gebiet geleistet haben« Die Kaffensorgen des Reichs. Berlin. 4. Juli. (Priv.-Tel.) Die Tatsache, daß es jetzt um das Reichsfinanzministerium und seine Reichskasse ruhiger geworden ist, besagt nach unseren Informationen noch nicht, daß die Kasse in Ordnung ist. Der vergangene! Ultimo hat sich mit Hilfe des amerikanischen Geldes glatt abwickeln lassen, und auch der Ueberbrückungskredit konnte mit den einaegangenen Zahlungen auf die steuerfreie Reichsanleihe aboedeckt werden. Weiter ist damit zu rechnen, daß auch der kommende Ultimo glatt verlaufen wird. Dagegen kumulieren sich naturgemäß die Finanzsorgen wieder für den August-Ultimo und noch mehr für den Ultimo des September, da ja dann die großen Quartalszahlungen wieder fällig sind. Im Reichsfinanzministerium rüstet man sich deshalb schon jetzt darauf, alle Vorbereitungen zu treffen, damit rechtzeitig das bereits angekündigte Finanzprogramm und auch das Re f o rm p r o g r a m m für die Arbeitslosenversicherung in Angriff genommen werden kann. Der Reichsfinanzminister wird jedenfalls mit aller Energie verlangen, daß diese Reformen unverzüglich und auch ohne jede Abänderung der bisherigen Pläne so durchgeführt werden, daß die Reichskasse endlich die für sie notwendige Entlastung erhält. WK» in6(r*l*'45 >e Gegenstände.' fern' Se 1 Ironf 5,80mW5 fltnjiW' ; § Lineal und 1 kowpl. Zei-henE g'etoerbM6 m Wndung)^ . 13*5.1 li** Berlin, l------ ----- fchäfttgte sich am Donnerstag mit der vom Reichstag beschlossenen Aenderuyg der lex Brü- u l u 9 , ivo«tad) uk auci ioUu Zmüiunen rii.d^r.tdcf hinausgehenden Einnahmen au s der Lohnsteuer derart verwendet werden sollen, daß die knappfchafls - P e n f i o n s v c r s i ch e r u n g 75 Millionen erhält und der Rest für den Ausbau und die Unterhaltung der materiellen Leistungsfähigkeit der Jnvalldenverficherung zur Verfügung gestellt wird. Das Plenum faßte folgen- Sine Berliner Protestkundgebung der Allgemeinen Ekudentenschafi. B e r l i n. 4. Juli. (WB.) Die Allgemeine ©tut dentenschast veranstaltete auf dem Opernplatz eine Wahlkundgebung, in der gleichzeitig gegen die Maßnahmen anläßlich der Bersail- les-Kundgebung protestiert werden ollte. Auf Veranlassung der Polizei mußten die Studierenden, die teils in Couleur und mit politischen Abzeichen an der Windjacke in großer Anzahl erschienen waren, ihre Stöcke bei den Pförtnern der Llniversität abgeb e n- Aach einem Vortrag des Vorsitzenden der Allgemeinen Studentenschaft wurde eine Cnlzchliehung angenommen, in der das Befremden über das Verbot der Versailles-Kundgebung ausgesprochen und weiter gesagt wirdk Richt der Geist des Aufruhrs hat die Studenten am 28. Juni geleitet, sondern heißes vater-. ländisches Empfinden und fester nationaler Wille. Rach dem Gesang des Deutschlandliedes, mit dem die Feier schloß, veranstalteten etwa 100 nationalsozialistische Studenten eine weitere Kundgebung vor der ilnw versität und stimmten erneut das Deutschland-, lied an. Darauf begab sich der Zug in Richtung zum Kultusministerium, wurde jedoch von der Polizei abgedrängt. Als trotzdem kleinere Grup-. pen versuchten, ins Regierungsviertel durchzu* dringen, wurden etwa sechs Nationalsozialisten; festgenommen. Erst allmählich trat wieder Ruhs ein. Kirchliche Feiern am Verfaffungstag in Preußen. Berlin, 4. Juli. (WB.) Der Verfassungstag wird auch in kirchlichen Feiern begangen werden. Auf Anregung des Reichsministers des Innern hat der Präsident des Preußischen Evangelischen Kirchenausschusses den Lan- deskirchen empfohlen, den Perfassungstag nach ihren kirchlichen Verhältnissen zu begehen, sei es durch Beran st alt ung besonderer y e\t< gottesdienste, sei es dadurch, daß gele* gentlich des sonntäglichen Gottesdienstes des Verfassungstages in den Ansprachen und im Gebete gedacht werde. — Der F ü r ft« bischof von Breslau hat, wie in den Vorjahren, der Pfarrgeistlichkeit empfohlen, am Ver- fossungstage ein feierliches Amt zur Erstehung des inneren und äußeren Friedens zu veranstalten. Auch kann in der Predigt des Verfassungstages gedacht werden unter warmherzigem Hinweis auf die jedem obliegenden Pflichten gegen Volk und Vaterland. — Die israelitischen Reliaions- gemeinschaften haben bei den ihnen angeschlossenen Kultusgemeinden auf die Veranstaltungen besonderer religiöser Feiern hingewirkt. Eine Aeichsfarben-Verordnung für Hessen. Darmstadt, 4. Juli. Das Hessische Gesa m t m i n i st e r i u m hat dieser Tage eine Verordnung über die Teilnahme von Behöp> Die peinliche Absage, die sich Frankreich bei "her hoffnungslosen Ditte um ein Moratorium d Washington geholt hat, beginnt sich inner» MLisch auszuwirken. Die öffentliche Meinung y Gefühl für die Blamage und macht P o in- | ..... , ar e dafür verantwortlich. Obwohl er eigentlich 1 LlCntdnleinOn gcr nichts dafür kann, denn er hat sich mit Han- iliuiliaycil £ und Füßen gegen das Kammervotum ge- anfachgemäßundbillin W'mt, weil er die Katastrophe voraussah Aber äführt ® ;yd) die Kammermehrheit beeilt sich, aus öm begreiflichen Katzenjammer heraus, die 30H ROdlfiter Br eien Pfeile gegen Poincare abzulenken. Es n.Wallforef, b , I eigentlich die e r st e außenpolitische Rieder- ■Miitorstraße 35 yöic €r sich geholt hat, und deshalb wirkt ---- |(l- ^Mißerfolg doppelt, zumal letzten Endes fcj ganze Unternehmen nur gewagt wurde, feil das französische Volk früher zu sehr Poincare gehört hat. Zu seinem Leid- felrn wird nämlich jetzt wieder ausge- _ miben daß er vor Jahr und Tag der leiden- UNd AWieUsM., «afilichste Gegner der Ratifikation dieses M unh hfr (Imi. »kl^lock-Dertrages gewesen ist; daß er mit JVf. t 9ebUn9 Opposition dagegen die Regierung ge- !/WutMbmenDOm Hirzt und sich selbst an die Macht gebracht ' yMll Diese Zusammenhänge gerade jetzt in die lbuß eiNMeicken Di- ßkMlische Beleuchtung zu rücken, wo Poincare I» eines Besseren besonnen hat, wo er im De- MN lvemn wie folgt g^f steht, d i e Unterschrift unter den von > einst versehmten Vertrag zu setzen, das ist eint: innerpolitische Bosheit, die seinen Gegnern «vih nicht übel zu nehmen ist; die aber doch ft ner Stellung recht abträglich ist. Kein Wun- iir, wenn jetzt in der Kammer schon davon gealtert wird, daß er schwer angeschossen sei urb daß sein Kabinett vielleicht nur noch nach ; SLtoas Wahres mag daran sein. Aber selbst, iKnti Poincare zurücktritt, ist das eine ganz siL_>r, daß er wieder sein eigener Rach fol- e r wird, daß er also seinen Rücktritt nur il^niert, um einige unbequeme MUarbeiter ltzs,. l werden, und sich innerlich umzugruppieren, ic Notwendigkeit besteht in -der Tat, die Police Lagerung in Frankreich hat sich stark vajchoben, Poincare, der als. Vertrauensmann hr äußersten Rechten und des nationalen Blocks fein» hat sich immer weiter zur Mitte durchge- wursert. Er muh den Kampf um die Ratifikation ks amerikanischen Abkommens gegen die Par- fcui führen, die ihn bisher trugen, mit den Parteien, die ihm bis jetzt die schärfste Oppo- E Äi^fti?=nnnge??a9n^'4^beCÄt I 28^„i 1929 t»|W •**’"**£* Jet Parteikonstellation Hohn spricht. Deshalb Gesetzes über die Beschränkung der Einnahmen aus dlure es ja schon denkbar, wenn er die Absicht &er Lohnsteuer Einspruch ein. Jit, wieder ein Stück des rechten Flügels abzu- Begründung: Der Reichsrat hält mit Rücksicht (ege-n — wie er das letztemal bereits Marin auc nachfolgend aufgeführten Bedenken eine «u^ebootet hat — und sich weiter nach der fünfjährige Dauer des Gesetzes nicht für Dble zu fortzuentwickelm Eine ^rheit ist L r a g b a r. Mit einer zwei jährigen Dauer würde IVrf 'L n^auch ÄS getabe W « 'ich -bfinben. Sie Bebenten ri^n «ich nicht Ein Nachfolger zu werden, nicht groß genug, gegen die mit dem Gesetz beabflchtigten fozmlen tncl man ihm noch Spielraum bis zum Abschluß Ausgaben, sie richten sich vielmehr gegen diege- frr Reparationskonferenz geben will. Dann aller« wählte Art der Bewilligung, und zwar: Jngs dürfte der Zeitpunkt gekommen fein wo L bie außeretatmäßige Form der totncace den Endkampf um seine Minister- hitRlichkeit durchzufechten hat. Bewilligung _ , , . 2. gegen die feste Verfügung über L»n- Dorbehmte. nahmen von unübersehbarer höhe und die darin liegende Zweckbindung eines Teiles der Ull-f dem Wege ZU einet neuen Mehrheit, allgemein st en Steuer auf die Dauer von fünf Paris, 4. Juli. (MTV.) Der Finanzausschuß Jahren. Die Lohnsteuer ist keine besondere Steuer, b>t Kammer hat noch längerer Debatte den von sondern nur eine Erhebungsform der Im Berichterstatter Pietri oorgelcgten Entwurf allgemeinenEinkommensteuer. Sie trifft liier Sondergesehes über dievorbehalte bei nicht nur kleine Einkommen, sondern alle, auch die Je, Ratifizierung der S ch u l d e n a b - höchsten Gehaltsbezüge, und stellt für Gehaltsbezüge Io in men mit 23 gegen 16 Stimmen verwor - bis zu 9200 Mark die gesamte Einkommensteuer dar; feei und mit 17 gegen 16 Stimmen bei sechs Ent- z gegen den mittelbaren Eingriff in den toltungen den Antrag des radikalen Ab- Finanzausgleich, der darin liegt, daß das gc ordneten Palmade angenommen, den Charakter der Einkommensteuer ols noxiad) der Präsident der Republik ermächtigt wer- Reberweisungssteuer, die zu 75 Prozent irm soll, das Mellon-Berenger-Abkom- &cn Ländern und Gemeinden zusteht, in Frage nen ;u ratifizieren, vorbehaltlich des gegen- ffM. Bfcttigen Standes der internationalen Regelungen ^er Reichsrat ist damit einverstanden, daß die in in» unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß von &cm vorgesehenen Sozialausgaben bis zur ftonkreich auf jeden Fall nur die Leistung endgültigen Regelung außeretatmäßig von der le rjenigen Summen zur Erfüllung des Wo- Reichsregierung geleistet werden. Die zweijährige fimgtonec Abkommens erwartet werden kann, die jrj|( wurde vom Plenum auf Antrag Preußens 15 felbft auf Grund der genannten Regelungen in öjc Begründung eingesetzt. Die Ausschüsse hatten le n gezahlten Beträgen entnimmt. Die- „Ur eme einjährige Frist beschlossen. Lin Antrag h Vorbehalt entspricht sowohl inhaltlich als auch Bayerns, von der „Begründung" vorläufig abzu- laLurch, daß er in den Text des Ratifizierungs- ^hen und lediglich Einspruch zu erheben, fand nicht icsches selbst ausgenommen werden soll, den heute ble nötige Unterstühung. Der Reichsrat faßte die- jcfaßten Beschlüssen der radikalen Fraktion. Aller- (cn Beschluß, weil infolge des Einspruches das Se- timgs sind weitergehende Vorbehalte der Radikalen, ec|( jn Greift tritt, wenn sich Reichstag und tie sich ausdrücklich auf den Poung-Plan und Reichsrat über die Geltungsdauer geeinigt haben cuf die von der französischen Regierung zu ergrei- ober der Reichstag seinen weitergehenden Stand- luden Maßnahmen zur internationalen Besriedung punf( mj( Zweidrittelmehrheit aufrecht erhält, kygen, unberückfichtigt geblieben. , Dnlljcht unhu,ft H der l^natr Bezugspreis: u ba3 S10 Reichsmark und 30 r*>°benent 5 $c^QUPten ^'chspfennig für Träger- If.un, ÄoufiSfcrc, auch bei Richter. etn ^noeHnftPeil)e ein. ^en einzelnerRummern löl^u6teilpn®ein^et. höherer Gewalt. illS-, t„,prech°nlchlü„e. ' M ÜJ?bl. 54 und 112. Utuq leij, 5 iorif* Dr°htn°ch. Ö19ung eS^®inbe( »W- Anzeiger Stehen. er bre Postscheckkonto: —. gr nksurt am Main 11686. ^^‘.».155 Srftes Blatt 129. Zchrgan, Kettag. 5. Zttlt 1929 WM- AMMk General-Anzeiger für Oberhessen 4 Juli (DVZ) Der R e i (f) 5 r a t be- I Wäre der Reichstag noch versammelt, so könnte nm iJmoräaa mit der vorn Reichs- das Gesetz an den der Reichstag muhte sich darüber schlüssig wer- bevtr -zSÄÄÄttt.' -za» timmt oder ob er seine früheren Beschlüsse aufrecht erhält. Im letzteren Falle müßte der Reichstag die Beschlüsse noch einmal mit Zweidrittelmehrheit fassen, wodurch dann der Einbruch des Reichsrats illusorisch würde. Da aber der Reichstag vorläufig keine Stellung zu dem Einspruch des Rejchsrats nehmen kann und der Reichsrat die mit dem Gesetz beabsichtigte Sozi a l a u s g a b e b i l l i g t, hat sich der Reichsrat damit einverstanden erklärt, daß diese Ausgabe bis zur späteren endgültigen Regelung außeretatmäßig von der Reichsregierung geleistet wird. Schwere Sagelwetter-Kalaflrophe in Franken stücke erschlagen. 3n den Ortschaften wurden hau- setzt sich demnach wie folgt zusammen: Sitze von Handel, Industrie und Handwerk erfolgen. im 30 24 12 11 i 8 7 3 1 1 1 1 1 0 (24) (13) (11) (9) (7) (2) (1) (0) (1) (1) (0) (1) einer Kelte festhlelt, vomvllherschlagen. In Winnrichl wurde ein Bauer durch Blitz, ein anderer Aus aller Welt. Der Weltflug des „Graf Zeppelin". Der Weltflug des „Graf Zeppelin" wird durch Hagel erschlagen. 3n Deinschwang wurde eine Frau vom Blitz erschlagen, desgleichen eine Kuh, Entwurf eines Berufsausbildungsgefehes. Keine BerwaltungSreform in Bayern. Berlin, 4. Juli. Dem Bayerischen Landtag sollte die Aufgabe obliegen, demnächst eine Vorlage über die Vereinfachung der Staatsverwaltung zu verabschieden. Die Regierung hatte sich zunächst mit den Koalitionsporteien in Verbindung gesetzt, um festzustellen, ob für ihre Pläne schlag versichert. 3n der Gemarkung Rohrn st adk wurde ein Ehepaar, das ein Rindergespann an sowie eine ganze Herde Schafe getötet. Auch Gänse und Hühner wurden durch die niedergehenden Eis- ser vielfach abgedeckt. Das Wasser ist durch die Decken in die Zimmer eingedrungen. 3n manchen Nürnberg, 4.3uli. (WTV.) Das Städtchen Altdorf und Umgebung wurde von einer schweren hagelkatastrophe heimgesucht. Um 14.45 Uhr verfinsterte sich der Himmel und aus den von Westen heranziehenden Wolken rauschten ungefähr sieben Minuten lang Schloßen in der Gröhe von Tauben- und Hühnereiern nieder. 3n Altdorf selbst floh das Wasser, große Eis - und Schuttmassen mit sich führend, meterhoch durch die Straßen. Die auf dem Felde arbeitenden Personen hatten durch die großen Lisstücke blutende Wunden und starke Beulen davongetragen. Die Pferde waren durch den Hagelschlag über und über mit Beulen übersät und rasten mit Gerät und Vagen in ihrem Schmer; davon durch die Straßen der Stadt. Der Gebäudeschaden ist sehr groß. Die Felder und Gärken bieten einen tro st losen Anblick. kräftige Bäume wurden vom Wirbelwind in der Mitte umgedrehl und ihre Kronen bis zu 30 Meter weit fortgeschleudert. Auch wurden viele Bäume entwurzelt. Fast niemand ist gegen Hagel- wurde des Geldstrafe verurteilt. Den Studenten Strafaufschub unter dem Vorbehalt Wohlverhaltens gewährt. Die Schüsse auf Kachot. Der Elsässer Benoit vor dem Richter. Paris 4. Juli. (WTD.) Vor dem Schwur- | gericht in Paris hat der Prozeß gegen den Elsässer Georg Venoit begonnen, der am 21. Dezember 1928 den Generalstaatsanwalt im Colmarer Autonomistenprozeh F a ch ot durch Re- volverschüsse in seiner Wohnung verletzte. Der Prozeß vollzieht sich unter fast völliger Teilnahmslosigkeit des Publikums, denn es sind nur wenige Zuhörer erschienen. Der Angeklagte erklärt: Ich habe die elsässische Politik verfolgt; ich dachte mir, die Elsässer wissen nicht mehr, was sie wollen. Ich habe damals die Auffassung der Autonomisten nicht geteilt, aber allmählich habe ich eingesehen, worum es sich handelt, insbesondere nach dem Colmarer Prozeß, in dem ich e i n e f ü r ch- terliche Ungerechtigkeit erblickte. Männer, wie Dr. Ricklin, die nichts anderes verbrochen hatten, als für das Elsaß zu leiden, wurden ihrem Heim entrissen. Ich habe in Fachot den Verantwortlichen Urheber dieser Leiden erblickt, und als ich später wieder nach Paris kam, fühlte ich mich dazu gedrängt, ihn aufzusuchen. Benoit erklärt ferner, daß alle Tatsachen, die er im Elsaß erlebte, nicht nur der Autonomistenprozeh in Colmar, sondern auch die Verbote der elsässischen Zeitungen und der von der Kammer beschlossene Mandatsverlust der elsässischen Abgeordneten ihn zu seinem Vorgehen veranlaßt haben. Kunst und Wissenschaft. Verleihung der Leibnlzmedaille. Die Preußische Akademie der Wissenschaften hat die Goldene Leibnizme- daille dem früheren Staatssekretär und derzeitigen Rundfunkkommissar Dr.-Jng. e. h. Hans Bredow verliehen in Anerkennung der Tatsache, daß er in seinen verschiedenen Stellungen die wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiete des Funkwesens in der tatkräftigsten Weise gefördert hat. Durch Gründung und Förderung der Hcinrich-Hertz-Gesell- schaft habe er der Forschung auf diesem Gebiet wert- volle Dienste leisten können. Ferner sei die Errichtung und dauernde Unterhaltung des Instituts für Schwingungsforschung an der Technischen Hochschule Berlin ihm zu verdanken. Die vier Silbernen Leibniz-Medaillen wurden zuerkannt: Dr. F i n - sterwalder (München) für Verdienste auf topographischem Gebiet, Archivdirektor Dr. W e n tz k e (Düsseldorf) als Politiker und Historiker, ferner dem Redakteur des Thesaurus Linguae Latinae, Dr. Johann Baptist Hofmann (München) und dem Direktor des Pelizaeus-Museums in Hildesheim, Prof. Dr. Roeder. Die Zenlralfchule Rudolf von Labans fiedelt nach Essen über. Wie uns gemeldet wird, siedelt auf Grund von Verhandlungen zwischen den städtischen Folkwang- schulen Essen und der Zentralstelle Laban die Zentralschule Rudolf von Labans von Herb st 1929 a b nach Essen über. Sie wird mit den Folkwang- schulen — Fachabteilung Tanz, Direktor Kurt Joos — vereinigt in städtischer Regie weitergeführt. Rudolf von Laban wird weiterhin in den Meisterkursen und Prüfungen wirken. Gertrud S n e l l, die bisherige Leiterin des choreographischen Instituts, tritt in den Lehrkörper der Folk- wangschulen. sichtigt; die Regelung soll im Anschluß an die schon bestehenden gesetzlichen Berufsoertretungen Römisch-Katholische Staatspartei Sozialdemokraten Antirevolutionäre Partei Christlich-Historische Partei Liberale Staatspartei (Freiheitsbund) Freisinnige Demokraten Christliche Reformpartei (extrem calvinistisch) Reformistische Staatspartei Mittelstandspartei (Floris Vos) Bauernbund (Braat) Kommunisten, abhängig von Moskau Kommunisten, unabhängig v. Moskau Römisch-Katholische Volkspartei denvertretern an Veranstaltungen, bel denen die Reichsfarben nicht anher- vorragenderStellegezergt werden, erlassen. Sie weist darauf hin, „daß es in Liebereinstimmung mit der Reichsregierung eine nationale Pflicht und staatspolitische Notwendigkeit sei, daß bei Veranstaltungen, an denen Vertreter der Landesregierung oder Vertreter nachgeordneter Behörden teilnehmen, dem Gedanken der Reichseinheit und Reichstreue durch eine würdige Hervorhebung der verfassungsmäßigen Reichsfarben Schwarz-Rot°Gold treulich Ausdruck verliehen wird". Es wird dann weiter angeordnet, daß Vertreter von Landesbehorden an Veranstaltungen, bei denen Flaggenschmuck verwendet wird, nur dann teilnehmen dürfen, wenn die Reichsfarben an hervorragender Stelle gezeigt werden und ihnen ein angemessener und würdiger Anteil am Flaggenschmuck eingeräumt wird. Die Behördenvertreter haben vor der Entscheidung über ihre Teilnahme festzustellen, ob dieser Anordnung Genüge geleistet ist und gegebenenfalls auf eine rnt- sprechende Ausschmückung in den Reichsfarben hinzuwirken. 50 Jahre Reichsdruckerei. Traunstein, 4. Juli. (WTD.) Heute nachmittag ging über dem Chiemgau ein heftiges Llnwetter nieder. Die Bäume wurden durch den Hinblick auf die nach dieser Zeit in den chinesischen Gewässern vorherrschenden äußerst günstigen Windverhältnisse bestimmt noch in der ersten Hälfte des August angetreten werden. Als Zeitpunkt ist vorläufig der 10. August in Aussicht genommen. DaS Luftschiff wird zunächst nach Tokio fliegen, dann an der Küste des Stillen Ozeans entlang nach Los Angeles, um dann über Lake- hurst nach Friedrichshafen zurück- z u k e h r e n. Man rechnet mit einer Stundengeschwindigkeit von etwa 110 Kilometer. Die ganze Strecke, etwa 32 000 Kilometer, soll in etwa drei Wochen zurückgelegt werden, wobei allerdings die Aufenthalte zur Ergänzung des Brennstoffes für etwaige Instand- sehungsarbeiten und Empfänge mit etwa einer Woche einbegriffen sind. An der Fahrt werden sich im allgemeinen nur Journalisten beteiligen. Entschließungen des Lutherischen Veltkonvents. Der Lutherische Weltkonvent nahm in seiner Schlußsitzung eine Reihe wichtiger Entschließungen an. Angesichts der schwierigen Lage vieler lutherischen Kirchen hält der Weltkonvent eine organisierte Hilfsaktion für notwendig und empfiehlt dem Vollzugsausschuß auch weiterhin die Leitung einer solchen Hilfsaktion der lutherischen Kirchen. Die Einheit der lutherischen Kirchen soll durch persönliche Fühlungnahme führender Vertreter der verschiedenen Kirchen durch eine organisierte Jnformationstätigkeit sowie durch die : Unterstützung von Theologiestudenten aus den Minderheitenkirchen gefördert werden. Die soziale Frage soll unter Wahrung des inneren Charakters des Christentums und seiner eigentlichen religiösen Aufgaben in gründlicher Weise studiert und die Ergebnisse in einer umfassenden Kundgebung bekannt- gegeben werden. Doch richtet der Wellkonvent schon jetzt an alle lutherischen Kirchen einen Aufruf zur stärkeren Aktivität in den sozialen Fragen der Gegenwart, um dadurch ein Christentum der I Tat auf allen Gebieten des praktischen Leben» zu bekunden« mußte für einige Zeit eingestellt werden. Beladene Heuwagen wurden umgeworfen, und in den Dörfern die Dächer fast durchweg abgedeckt. Auf dem Chiemsee herrschten Wirbelstürme, die das Wasser 30 Meter hoch peitschten. In dem Alpenweiler Seehaus bei Ruppolding war durch Kurzschluß Feuer entstanden. Infolge des Sturmes fingen das benachbarte Forsthaus, ebenso das Jagdhaus und das Wirtshausgebäude Feuer. Im Ru standen sämtliche Gebäude in Hellen Flammen. Das Feuer drohte, auf die naheliegenden Wälder überzugreifen; doch gelang es den aus dem ganzen Chiemgau herbeigeeilten Feuerwehren, die Gefahr eines Waldbrandes abzuwenden. Die Arbeiten der Wehren wurden dadurch erschwert, daß die Straße mit umgeworfenen Bäumen dicht übersät war. Der Sturm über den Chiemsee setzte unerwartet rasch ein, so daß eine Anzahl von Segelbooten nicht mehr rechtzeitig and Land kam. Vier Boote wurden zum Kentern gebracht. Don der zwölf Mann starken Desatzung konnten zehn gerettet werden bzw. sich selbst retten, dagegen werden die beiden Berliner Oberprimaner Bruno DeWitt und Ernst Scheffler vermißt. Ob der Sturm noch weitere Opfer gefordert hat, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Die Bewohner der Fraueninsel bezeichnen das Hntoetter als das stärkste seit etwa zehn Jahren. Schwerer Sturm über Wien. Wien, 4. Juli. (WTB.) Rach einem sehr heißen Tage brach kurz nach 20 Llhr über Wien ein orkanartiger Sturm los. Die Feuerwehr mußte in 120 Fällen ausrücken, auch die Rettungsgesellschaft mußte vielfach eingreifen. Insgesamt wurden 10 Personen verletzt, darunter zwei, die schwere Rippenbrüche erlitten hatten. Eine Frau wurde augenscheinlich mit einem Schädelbruch ins Spital gebracht. Sie hatte sich mit ihrer Stieftochter im Türkenschanzpark aufgehalten und war von einem um stürzenden Baum begraben worden. Besonders schwerer Schaden wurde in den Gartenanlagen angerichtet. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt. Auf der Ringstraße war der Verkehr streckenweise unterbrochen, da abgerissene schwere Baumäste den Weg versperrten. Von zahlreichen Häusern wurden oie Dächer abgehoben und die Schorn st eine umgelegt. Don den Fronten wurden Firmenschilder abgerissen und die Fenster aus den Rohmen gehoben. Viele Häuser muhten abgestüht werden, da Einsturzgefahr besteht. Mit dem Orkan, der ungefähr eine halbe Stunde dauerte, trat eine merkliche Abkühlung ein. Fünf Löffelstiele verschluckt. In der Strafanstalt Tegel hat der Strafgefangene Reichelt, der noch eine längere Strafe zu verbüßen hat, 5 metallene Löffelstiele verschluckt. Der Gefangene wurde sofort nach dem Lazarett des Untersuchungsgefängnisses Moabit gebracht. Durch einen operativen Eingriff gelang es auch, die fünf Löffelstiele aus dem Magen zu entfernen. Gleich darauf verschlimmerte sich aber der Zustand des Erkrankten; es kam noch eine Lungenentzündung hinzu, an deren Folgen Reichelt im Gefängnis gestorben ist. Eine Holländerin in den Schweizer Bergen verunglückt. Bei Kandersteg (Verner Oberland) ist eine Dame aus Holland beim Abstieg vom sogenannten „Hohtürli" durch herabfallendes Gestein tödlich verunglückt. Die Bestimmungsmensur in Baden. In Karlsruhe hatten sich sieben Studenten unter der Anklage des Zweikampfes und ein Wirt aus Beiertheim, der seinen Saal zur Austragung der Mensuren zur Verfügung gestellt hatte, wegen Beihilfe vor Gericht zu verantworten. Die Angeklagten bekannten sich im Sinne der Anklage für schuldig. Es handelt sich um Bestimmungsmensuren, denen keine Ehrenhändel zugrunde lagen. Einige Paukanten wurden dabei leicht verletzt. Das Gericht erkannte gegen die Studenten dem Antrag des Staatsanwalts entsprechend auf je drei Monate Festungshaft. Der Wirt wurde wegen Beihilfe zu 25 Tagen Festungshaft bzw. 25 Mark Berlin, 4. Juli. (WB.) Aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Reichsdruckerei fand im ehemaligen Herrenhaufe eine Gedenkfeier statt, mit der eine Ausstellung ausgewähl- 1er Druckerzeugnisse verbunden war. Der Herr Reichspräsident hat der Reichsdruckerei einen Erlaß zugehen lassen, in der er ihr seinen Glückwunsch und seine Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen ausspricht. — Reichspostminister Dr. Schätze!, dem die Reichsdruckerei untersteht, schloß sich diesem Glückwunsch zugleich namens der Reichsregierung an. , - - Er stellte fest daß es der Reichsdruckerei in der Hausern wurden sämtliche Fensterscheiben zertrum- verflvssenen Zeit gelungen ist, ihrer wichtigen wert. Die Leute flüchteten sich in die Ecken, um sich Aufgabe gerecht zu werden, und gab der Zu- üor den Glasscherben zu schützen. 3n dem Pfarr- versicht Ausdruck, daß die Reichsdruckerei auch von Gnadenberg wurden allein 45 Fenster fernerhin auf dem ihr zugewiesenen wichtigen, xjngefchlagen. 3n Deinschwang und anderen Orlen verantwortungsvollen Gebiet eine Muftcr- $ bie Leute in die Keller. Der Schaden ist ±‘Äe,n' “ unüUftftbar. d° bie ganje Ctnle weif unb dmcknei He lmbe^er^ dankte für die der breit vernichtet ist. Die hagelschlohen liegen Reichsdruckerei und üjrem Personal erwiesenen auf den Straßen etwa 30 Zentimeter hoch. Dicke Ehrungen und gab einen anschaulichen Lieberblick Bäume wurden von dem Unwetter entwurzelt und über die Geschichte und Entwicklung der Reichs- sperren den Verkehr. b ruderet In dem Erlaß des Herrn ^6^5- 1^, , , »Üäfibmten v. $iniwnbutg HE °s: ,.2n dm Schwkkts ulltpelikk imEylkNWU 50 Iahren ihres Bestehens hat sich die Reichs- j < . _. • c Druckerei ihrer Bestimmung entsprechend zu einer Zwkt Berliner Primaner auf dem Chiemsee Musteranstalt des graphischen @e*| ertrunken. werbes entwickelt und sich als solche im In- und Ausland ein hohes Ansehen erworben. Der Reichsdruckerei und allen chren Mitarbeitern ich daher zum Seuti^n Sage meinen auf. , Streichhölzer geknickt, die Telephon. Äwr L Stangen -»stört. der Eisenbahnverkehr Stufe stehenden Leistungen und für ihre au- verlässige und gewissenhafte Arbeit aus. Ich e(ne Mehrheit zu finden ist. Heute vormittag sanden verbinde damit den Wunsch, daß diese Arbeit sich unter den Koalitionsparteien Besprechungen statt, auch in Zukunft wie bisher zum Ruhen des &ie zu keiner Einigung führten. Jnfolge- Reichs bewähren möge. dessen kann der ursprüngliche Plan der Staatsregie- " ‘ rung, die Vorlage noch in der gegenwärtigen Ses- Antfonö Uion im Landtage einzubringen, nicht durchse- Ajae«wapiergcvnw in^UUUHV führt werden. Die Staatsregierung wirb vielmehr «sie Huiaminenlekuna von der Einbringung einer Vorlage über die Staats- . „ (YAinttipr Vereinfachung absehen. Somit Wird die bayerische der neuen holländischen Kammer. Berwaltungsreform einstweilen nicht zustande A m st e r b a m, 4. Juli. (WB.) Die nunmehr kommen. vorliegenden vorläufigen nichtamtlichen Ergebnisse der Wahlen für die Zweite Kammer ergeben, daß keinerlei nennenswerte Verschiebun- g e n eingetreten sind. Die Antirevolutionäre Partei, die Liberale Staatspartei (Freiheitsbund) und die Berlin, 4.Juli. (WB.) Der Reichsrat hat am Römisch-Katholische Volkspartei haben je einen Sitz 2. Juli den Entwurf eines Berufsausbildungsgesetzes verloren, wohingegen die Christlich-Calviniftische verabschiedet. Der Entwurf wird nunmehr schnell- Reformpartei, die neue Mittelftandspartei (Gruppe stens dem Reichstage zugehen. Er regelt die B e - Dos) und die von der Moskauer Internationale rii f s a u s b i l d u n g I u g e n d l i ch e r, und zwar unabhängige kommunistische Parteigruppe je einen aller mit Ausnahme derjenigen, die in der Sitz gewonnen hoben. Die neue Zweite Kammer Landwirtschaft beschäftigt werden. Es han- I beit sich um ein Rahmengesetz. Vorgesehen ist weit= bisher gehenbe berussstänbische Selbstverwal- (30) | t u n g auf ber Grunblage ber Gleichberechtigung ber Arbeitgeber unb Arbeitnehmer. Neue Behörben zu schaffen ist nicht beab- Oie Wetterlage Ijänrtäyen- Seydlsf. -Thorsh. j halt) oederxi »woikiq. ©Bedeckt •ireoe^ * Sehnet Graupein e Nebel K Gewitter.®Windstille. «CS xW (eichter Ost massige' Südsüdwest Q stürmischer «ordwesl Die Pfeile fliegen mit dem tfmdt Oie oeioen Stationen stehenden Zah» len geben die Temperatur an. Die Urnen verbinden Orte mit gleichen» auf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Obwohl sich durch den ansteigenden Luftdruck die Wetterlage etwas beruhigt und vor allen Dingen etwas mehr Aufheiterung eingesetzt hat, so ist im ganzen der Witterungscharakter_ immer noch wechselnd. Wenn auch der höhere Luftdruck sich teilweise auswirken wird, so dürfte doch der Rückfeiteneinfluß der über den Driti fchen Inseln lagernden Störung bis in unsere Bezirk vorgreifen. Dabei kommt es immer noch zeitweise zu Bewölkung und Schauern, die von Gewittern begleitet sein werden. Gleichzeitig setzt mit dem Zustrom kühler Luftmassen Abkühlun ein. Wettervoraussage für Samstag; Wechselnde Bewölkung mit Aufheiterung, leichte Abkühlung, noch gewitterartige Regenschauer. Wettervoraussage für Sonntag! Mehr aufheiterndes Wetter unb vorwiegen trocken. Lufttemperaturen am 4. Juli: mittags 23,8 Grad Celsius, abends 16 Grad; am 5. Juli: morgens 18,9 Grad. Maximum 24,1 Grad, Minimum 10,8 Grad. Reisewetterdienst der amtlichen Wetterdienststelle Oberhesfev. Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Ges heißer Tag, teils wolkig, teils heiter; Heu morgen 15 Grad, Windstille, wolkig. Baden (Baden-Baden): Gestern wa Tag, veränderlich mit Schauern; heute morge 19 Grad, Südwestwind, heiter. (Triberg) Gestern schwül, veränderlich mit Schauern; Heu morgen 18 Grad, Westwind, heiter. Rheingebiet (Köln): Gestern schwül, tei heiter, teils wolkig, heute morgen 16 Grad, Sü Westwind, wollig. Küste (Borkum): Gestern milde Rächt, heiter, teils wolkig; heute morgen 15 Grad, Süd- Westwind, wolkig. — (Westerland auf Sylt) Gestern milde Rächt, meist trübe; heute morge 13 Grad, Westwind, wolkig. Donnerstag. -- d./Uuli 1929. 7h afrds. D sichs'eboren-K^ -3ur iilidl des Schutz iMister m W oulaesordert. »fcS'JÄ Jssä .. oi d der beruhm --M. 9. Juli, °u! < Malers in der B Anstalten. 2er □Jofciten^or m i - siebener lot«, Samstag, 11 fen Wbet in stritt Sr" W S8 gibt o । ’S» HD r* :ag«' Darum vü uren 6innel Aus der provinzialhaupissadi. Gießen, den 5. 3uli 1929t Blumenschlaf. Es schweigt der Wald, es schweigt das Tal, Die Vöglein schweigen allzumal; Sogar die Blume nicket ein Lind schlummert bis zum Tag hinein. Das hübsche Bild vom Schlafe ber Blume^ das Hoffmann von Fallersleben hier anwenbet, und das auch im Volksmund gebräuchlich ist, kehrt in mannigfachen Weifen in spielen Abe«, liebem wieder. So heißt es bei Rückert: Die Blumen alle schließen Die Augen allgemach — und bei Geibel: Die Halm' und Blumen neigen Das Haupt im Mondenschein. Aber ist der Vergleich denn auch zutreffend? Kann man wirklich zur Rachtzeit schlafähnliche Erscheinungen bei den Pflanzen beobachten? .Hordevan ------Tlfr rran kl >W 5 mStnt O "5 ItOCMl L TZZ TW o MU Bist <„n^z sund Wirkt Jean Weisel. Sieben, Sonnenstra&e 6, Telephon Nr. 8» rioae. S/ 5828V HL Konsumverein Gießen e. G. m. b. H Alle Waren zum niedrigsten Tagespreis! Warum erhöhter Kaffee-Umsatz? Im letzten Jahre 210000 Pakete Kaffee Arme Blume? Deine Pracht Blüht jetzt ganz alleine lllssttahlung sA Wellung kehren 'ti n ihre frühere 2a 4 hing der Pfla >er Stunde und Neuen Baue 7. Telephon 612. 242D tot Hetzen ?cn neigen ^enscheii? Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Kalbhenn, für den schönen Gesang des Kirchenchors u. die vielen Kranzspenden sprechen wir allen uns em innigsten Dank aus. Familie Friedrich Finkensieper. Beuern, den 4. Juli 1929. Das sind auf jede Genossenschaftsfamilie 25 Pakete Meeren täglich frisch empfiehlt billigst Berliner Börse. Berlin, 5.Juli. (WTD. Funkspruch.) Ob*, wohl sich gestern spät abends die höchsten Tageskurse infolge der geringen Hmsahtätigkeit und auf leichte Realisationsneigung der Spekulation! nicht behaupten konnten, ist man im heutigen Frühverkehr doch weiter freundlich gestimmt. Kurse sind noch nicht zu hören, doch läßt d« leichtere Verfassung des Geldmarktes einen fe-. fieren Wochenschluh erwarten. Weitere Lokalnachrichten im ?. Blatt Bisllrich-Salx Seit 100 Jahren unübertroffen geg. alle Verdauungsstörungen, Magenbeschwerden, Sodbrennen efc. 250 g 0.60, Tabletten 0.25 u. 150. Nur echt m. d. Bilde des Erfinders. Berlin W 57. Speise-und Salat- karioffeln in prima Qualität empfiehlt billigst W. Hantel Ww. Neuen Baue 7, Teleph. 612. 45D - Schöhenfest Anläßlich des 30. Derbandsschießens Laden, Mittelrhein, Pfalz vom 6. bis 14. Zu« irr Gietzen (Fefihalle und Trieb). Großer Fest, und Iuxplatz. Konzerte, sportliche u. gesangliche Darbietungen. Festzug. Tanz. Militärkonzerte, ausgeführt von der Kapelle des Ausbildungs-Bataillons Marburg und der Kapelle des F.-R. 15 Gießen, unter Leitung des Obermusikmeisters Löb er. 5449D Warnung! Warnebiermit jeder- mann, mein. Schwiegersohn Fritz Noll, Gießen, Brandgasse 5, und seiner Frau etw. -.borgen, da ich Mr nichts haste Ludwig Keßler, Maurer, Steinbach bei Gleiten. [04254 Wir betrauern tief das Ableben unseres lieben La.B. Otto Schäfer akt W. S. 25 — W. S. 27 Hess. Forstreferendar Die Landsmannschaft Darmstadtia LA.d.C.*. Karl Rudolf Fischer x Beerdigung: Samstag, 6. Juli, l1/, Uhr, in Kirtorf. 58130 ecL, sowie in den Seitenstraßen hierzu und in der Straße 2lm Kugelberg verboten. Gegen den Strahenbettel wird rücksichtslos eingeschritten. •* Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Ms besonderen Anziehungspunkt hat das Lichtspielhaus Bahnhofstraße gegenwärtig den Film „Cßolga, Wolga" auf dem Programm. Es handelt sich hier um einen der besten Aussenfilme, die bisher von der Filmindustrie herausgebracht worden sind. Die Handlung führt in das zweite Drittel des 17. Jahrhunderts zurück, in die Zeit des finstersten Rußland, in dem das russische Volk noch in den Banden stärkster Knechtschaft lebte. Aus diesem Zeitmilieu erstand nach einer russischen Ballade „Stenka Basin", der Kosaken-Ataman an Wolga und Don, ein Freund der Llnterdrückten und stärkster Feind des Zaren- tums, der in diesem Film in großer Idealisierung wiedergegeben ist. Es ist eine rauhe Gesell- schäft, deren Lebensgang in guten und schlechten Tagen an den Augen der Kinobesucher in diesen Bildern vorüberzieht, aber es ist eine Handlung voller Spannung, dazu glänzende Darstellung der Einzelrollen, packende Gestaltung der Massenszenen und hervorragende Filmtechnik und Regie- führung. Durch diese Eigenschaften wird der Film auf ein Niveau gehoben, das ihn mit Recht in die Gruppe der wertvollsten Zeitbild- und Milieuschilderungen einreiht. Die Rolle des Stenka Rasin wird von H. 2L von Schlett ow m glänzender Darstellungskunst sehr eindrucksvoll gespielt. Lilian Hall-Davis gibt die Rolle der Prinzessin Zaineb in reizvoller und anmutiger Weise, die dämonische Rolle des Jwaschka findet in Boris de Fas eine künstlerisch überragende Verkörperung, den Hadschi- Ali spielt Rudolf Klein-Rogge vortrefflich, der Filka wird von George Seroff fern herausgebracht, niedlich ist der kleine Kolka von Gustl Stark-Gstettenbaur. Die große Schar der Komparserie ist von der Regieführung zu wirkungsvollen Szenen zusammengefahh die technischen Teile des Films, besonders auch die Darstellung der Schiffsreise auf der Wolga bis nach Persien hinunter, sehr gut gestaltet. Das Filmwerk in seiner Gesamtheit schlägt den Beschauer stark in Bann, so daß der Regisseur T u r- j a n s k y mit der Wirkung seines Werkes auf die Besucher durchaus zufrieden sein kann. Vortreffliche Leistungen des Hausorchesters und passende Gesangsdarbietungen eines Männerquartetts geben dem Film eine gute musikalische und gesangliche Llmrahmung. «°°° ) iw* ,wa diesen Aufruf heute noch einmal besonders hinge- wiesen. Hoffentlich wird unsere Stadt den Gasten zu Ehren ein festlich reichgeschmücktes Straßenbild zeigens u «।p e r f 0 n a [, e. Der Staatsanwalt bei dem Amtsgericht in Gießen Adolf Sch udt wurde zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Gießen ernannt. •* For st Personalien. Der Oberförster HansBarthzu Lich wurde zum Forstmeister des Forstamts Grebenau ernannt. Auf Grund des Altersgrenzegesetzes tritt der Förster P e t e r A r f t zu Forsthaus Hochwart bei Gießen am 1. August in den Ruhestand. L.U. Universitätsgottesdienst. Am Sonntag, 7. Juli, vormittags Hi Uhr, findet in der Reuen Aula ein Universitätsgottesdienst unter Mitwirkung des Collegium musicum statt. Die Predigt hält Prioatdozent Lic. v. Brunner. ** Verlegung des Versorgstngs- arntes. Das Dersorgungsamt Gießen wird am nächsten Montag und Dienstag aus seinen bisherigen Amtsräumen in der Alten Klinik nach dem neuen Amtsgebäude in der Lessingstraßö- Ecke Goethestrahe verlegt. ** F e st l i ch e r U m z u g d e r T u r n e r s ch a s - t e r. Aus Anlaß des 4. oberhessischen Turnerschaster- tages findet morgen, Samstag, 17.30 Uhr, em festlicher Umzug statt, der folgende Straßen berühren wird: Frankfurter Straße, Alicenstraße, Ludwig- straße, Ludwigsplatz, Gartenstraße, Reuen Baue, Sonnenstraße, Seltersweg, Westanlage, Bahnhofstraße, Neustadt, Nordanlage, Walltorstraße. Die Turnerschaften von Marburg, Frankfurt, Darmstadt und Gießen nehmen daran teil. ** Sonderregelung des Verkehrs nach dem Schützenfest Platz. Das Polizeiamt weist darauf hin, daß am Sonntag, 7.Suh, in der Zeit von 11 bis 18 Uhr anläßlich des Schützenfestes die Kaiserallee als Einbahnstraße gilt. Mle Fahrzeuge dürfen nur in der Richtung Moltkestraße nach der sesthalle verkehren. Die Umleitung der von Osten kommen- den Fahrzeuge erfolgt durch die Straße Am Kuge^erg—Licher Straße. Sn der Zeit vom 6. bis 14. Juli wird der A l t e R ö d g e r W eg, beginnend am Trieb, bis zum Weg an der Waldesgrenze nach dem Philosophenwald für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Liebigs- hohe gilt als Festwirtschaft. Das Aufstellen von Verkaufsständen von sog. fliegenden Händlern ist während der Festtage in der KaiseraUee. ab der Gabelung Licher Straße bis zum Professoren- Gegenteil des Schlafes Manche Dlu- 5' 3uli iQfo en kennen keine Ermüdung und halten ihre * U(lgl.) schnellstens zuriickzus. Die Stellung« suchenden sind banfbar Dafür, wenn man ihre Bemühungen zur (Er* langung em. geeigneten Tättgleit aus diese Weise unterstützt und sind aus diese selbstverständliche Pflicht auch angewiesen. Gießener Änzeisev Die Bauzeichnungen und Bedingungen liegen in den Geschäftsräumen der Neubauleitung Gießen, Landgraf-Philipp-Platz Nr. 4 (Wachtgebäude bei der Zeughauskaserne) und beim Finanzamt in Friedberg, während der Dienststunden zur Einsicht aus. Die Verdingungsunterlagen können, soweit der Vorrat reicht, dort bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Anschrift versehen bis zum öffentlichen Verdingungstermin am 13. Juli 1929: 1. vormittags 11 Uhr, 2. vormittags 11% Uhr. an die Neubauleitung Gießen, Landgraf- Philipp-Platz 4, einzusenden. Gießen, den 5. Juli 1929. Neubauleitung der Baugruppe des Landesfinanzamts. Bekanntmachung. Die Lieferung von etwa 1500 Zentner üßem Mefenheu, beste Qualität, ist zu vergeben. 58090 Die Lieferung kann geteilt werden. Bedingungen liegen bei der unterzeichneten Verwaltung zur Einsicht offen. Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift „Angebote für Heulieferung" bis zum 15. Juli 1929, vormittags 10 Uhr, einzureichen. 58090 In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen. Zuschlagsfrist fünf Tage. Gießen, den 3. Juli 1929. Verwaltung der Veterinär-Kliniken und Institute. Sommerprossen auch in den hartnäckigsten Fällen, werben in einigen Tagen unter Garantie burch das echte, unschäbl. Teintverschönerungs. mittel „VenuS", Stärke B. beseitigt. Keine Schälkur. Preis 2.75. Nur zu haben bei Drogerie O. Winterboff, Kreuzvl. 9 10 Hinbenbura-Trogcrie, Seltersweg 68a. W Festwirie! 2000 Naav Vestscke (Messer, Gabeln, Löffel und Kaffeelöffel) wer« den in jeder gewünschten Anzahl verliehen Ä. Aetnig, GieSen Fernsprecher Nr. 1369 58290 Seltersweg 30 mt, ob er ein gr jimenej und nUu-2iioi)e3anei Ichtcs militärisches ts richt, beim der1 treuer zu stellen. Dassen vereinigen lator unb die bell Minute sicht alle Verschollenen, um Bel bittet. —— Aufruf! ---— In jebem Ort wirb eine Filiale errichtet. Hierfür wirb eine zuverlässige Person «Berus einerlei) als 6831V SMaUsttsvM) gesucht. Monatl. Einkommen 150 bis 200 Dollar. Bewerb, unt. „Nooetty" an bte Ann.-Exp.o. Schürmann, Düsseldorf. Antreten zum Schützen • Festzua 9.30 vormittags BereinStokal ^Post- I-ll DC HilNMl r." mter dch' t* S ^5nc? pg * Jflöbel in einfachster bis feinster Ausführung Teppiche/ Dekorationen Freitag, 5. Zuli 1929 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Ar. ^55 Zweites Blatt Bekleidung] Zinsknechtschaft. 11« ta BereinSlokal |en. , erforderlich. 58 in Ter Vorfl. 0 nck-svorm.. am H rsen. rL «Utfl W SCI >r. llhr. graf- Slngeb. [beieiL jogen d mit , zum zu i9D r'mes rieb« ner- J19D, an an nb von i gut :ra&e mge- igert itten» B16D üch' !hcn iefe> tags 09D igen st- 4 und r am 6785D nck ^aud, kbof^n iU Iwertenftrtttw lQouä)to Tonntag, ius--h. gtii, D* . I Samstag, öen 6. aöeuös 8", nur Stammtiich 6. Juli fällt- Teilnehmer Festzug d. Schi veremS wolle- bet Gruvve bei beitSgemelnli anschlteficn. S Ml bittet. , , „ , _ r Am Samstagmittag plötzlich kommt Leben in lic Bude Wie ein Lauffeuer verbreitet sich iic Nachricht von der Auffindung der Matrone in Baltimore. Noch ein anderer Herrscher mit dem Namen Napoleon nahm sich eine Amerikanerin zur Frau. Der Onkel des Königs Manuel II. von Portugal, der Herzog Alfonso Napoleon von Oporto heiratete 1917 Misses Philipp van Dolkenburg aus Florida. Diese Ehe war zwar eine nach dynastischen Begriffen und Hausgesetzen unebenbürtige Mesalliance, aber sie fand doch ohne weiteres die Zustimmung des Exkönigs Manuel, der mit Hilfe der Millionen seiner amerikanischen Tante den Thron wieder zu erobern hoffte. Der Plan wurde indeh durch den plötzlichen Tod des Herzogs von Oporto vereitelt und die Witwe zog sich aus dem politischen Leben zurück, in dem sie gewiß eine wichtige Rolle gespielt hätte, wenn ihr fürstlicher Gatte am Leben geblieben wäre. So wenig Glück Miß Kelly in Griechenland hatte, soviel mehr Glück hatte ihre Landsmännin Molly Steward, die es vom Tippfräulein zur königlichen Prinzessin von Griechenland brachte. Sie war die Tochter einfacher Leute aus Cleveland in Ohio. Als ihr eine alte Indianerin in frühester Iugend prophezeit hatte, daß sie einst auf den Stufen eines Tyrons stehen würde, wurde sie von einem brennenden Ehrgeiz gepackt. Ihr märchenhafter Aufstieg begann damit, daß sie die Stenotypistin eines reichen Industriellen und Bankiers mit Namen Leeds wurde. Dieser Krösus, der ein Darvermögen von einigen vierzig Millionen Dollar hatte, verliebte sich prompt in die intelligente Sekretärin und heiratete sie vom Fleck weg. Bald veranlaßte die energische Frau ihren Gatten, nach Paris überzusiedeln. Als Mr. Leeds 1908 starb, war seine damals erst 25jährige Witwe ein tonangebender Faktor des Highlife geworden. Während des Krieges verdoppelte sich das unerhört große g, Degen reit Dkwtechung i EM Der Vertrag von Versailles, d. h. die Versklav vung unseres Dolles steht und fällt mit der Lüge von Deutschlands böswilliger ANemschuld am Kriegsausbruch. , Diese Tatsache ist im Vertrage selbst sowie in zahlreichen feierlichen Noten der Feindmächte und in Wort und Schrift von Poincare und Lloyd George und anderen Staatsmännern der Entente immer und immer wieder nachdrücklich bestätigt worden. Heute aber, wo kein ehrlicher Forscher mehr an der deutschen Kriegsschuld im Sinne des Versailler Fehlurteils festhält, hören wir auf einmal aus Feindesmund die verlegene Aeutze- rung: „Deutschland muh zahlen, well es den Krieg verloren hat." Vor Tische las mam'8 anders! „ , Auf diesen Roßtäuscherkniff der Ententediplomatie kann nicht ernstlich genug hingewiesenwer- den, denn er nimmt uns die schärfste Waff< im Kampfe um Deutschlands Befreiung. Die nachträgliche Behauptung, daß die Deutschland auf erlegten Strafen eine Folge unserer Niederlage seien, steht nicht nur in krassem Widerspruch zu dem „Friedensvertrag", sondern ihre Anerkennung wäre auch der Beweis, daß wir die Hoffnung auf ein „neues Zeitalter des Rechtes". Der Döllerversöhnung und der Abrüstung für immer begraben müssen. Radrid im Aumancia-Taumel. Von unserem v. Qss.-Derichterstatter. Tachdruck. auch mit Quellenangabe, verboten! Madrid . 3uli 1929. fortan chr eifrigster Verehrer wurde. Sie machten gemeinsame Autotouren und auf den Hofbällen zeigte sich die Amerikanerin öffentlich an der Seite des Monarchen. Die Gerüchte von einer bevorstehenden Verlobung nahmen immer festere Formen an. Da gelang es einer Griechin, Fräulein Manos, die anscheinend ältere Anrechte auf das Herz des Königs hatte, ihre gefährliche Nebenbuhlerin aus dem Felde zu schlagen. Die temperamentvolle Griechin soll Miß Kelly eine sehr handgreifliche Szene gemacht haben, was zur Folge hatte, daß die Amerllanerin tief- gekränkt Athen und Griechenland verlieh. Bald nach chrer Rückkehr nach Amerika wurde bekannt, dah König Alexander eine heimliche Ehe mit Fräulein Manos geschlossen hatte. Das Liebesglück der beiden dauerte freilich nicht lange. Selten ist bei der Deurtellung einer großen und politischen Streitfrage MiMW e.v. . "K»h Erreicht... Die Verbindungen amerllanischer Dollarprinzessinnen mit europäischen Fürsten reichen bis in die ersten Iahre des neunzehnten Iahrhun- derts zurück. Im Iahre 1801 schickte Napoleon, damals noch Erster Konsul der französischen Re- publll. seinen jüngsten, erst 17jährigen Bruder Ierome als Warine-Offiziers-^AsPirant nach den französischen Besitzungen in Nordamerika. In Baltimore lernte Ierome die gleichaltrige Tochter des angesehenen und sehr vermögenden Grohkaufmanns Patterson kennen. Die schlanke und anmutige Erscheinung der blonden Elisabeth entflammte im Augenblick das leicht entzündbare torsische Herz des Iünglings. Eine Verbindung ihrer Tochter mit dem Bruder des berühmtesten Mannes Europas war der Familie Patterson durchaus nicht unerwünscht. Nach dem französischen Gesetz konnte Ierome jedoch ohne die vorherige Zustimmung seiner Eltern oder seines Vormundes nicht vor dem vollendeten fünfund- zwanzigsten Lebensjahre heiraten. Gleichwohl verlobte er sich mit Elisabeth, obgleich er wußte, dah sein ehrgeiziger Bruder niemals seine Einwilligung zu der Ehe mit einer amerllani- schen Kaufmannstochter geben würde, und am 24. Dezember 1803 wurde das Paar in aller Heimlichkeit vor dem katholischen Bischof von Baltimore getraut. Ierome zweifelte keinen Augenblick daran, dah seine Familie sich der vollendeten Tatsache beugen würde. Aber wider Erwarten billigte Madame Laetitia, die Mutter, keineswegs den Schritt chres Sohnes. Napoleon selbst, der sich am 2. Dezember 1804 in der Notre-Dame-Kirche vom Papst zum Kaiser der Franzosen hatte krönen lassen, befahl seinem Bruder, sich sofort nach Europa einzuschiffen und verbot dem französischen Ge- Llieoesgiull uvl uviutm uuucuc denn eines Tages starb König Alexander plötzlich an den Folgen einer Blutvergiftung, die er sich durch den Dih eines Affen zugezogen haben soll, während andere behaupten, er sei aus Betreiben der Venizelisten vergiftet worden. wissenschaftlichen ... . - innerhalb weniger Iahre ein so gründlicher Umschwung eingetreten, wie in der sog. Kriegsschuldfrage. lind zwar sind es nicht nur Vertreter neutraler Staaten, besonders Norweger und Holländer, die hinter die Kulissen von Versailles geleuchtet haben, sondern in noch weit höherem Mähe verstanden es Wissenschaftler der früher eindlichen Staaten, die morschen Stützen des Versailler Schanddiktates freizulegen. Allen weit voran amerikanische Gelehrte und Franzosen, während die englischen Historiker sich zurückhalten, weil das Inselvolk mit seinem politischen Instinkt fühlt, welche Folgen dje Zerstörung des Märchens von der deutschen Kriegsschuld haben muh: nämlich die Herausgabe der riesigen Deute von 1919 und das Ende der deutschen Vermögen durch die gerissenen Spekulationen der jungen Frau. Nun wollte sie ihre Millionen in die Politik eingreifen lassen. Die siegreichen Ententemächte waren allerdings auf ihr Geld nicht angewiesen und bei den Desiegten war ihr das Risiko zu groh. Es kam also nur ein neutraler Staat in Frage. Ihre Wahl fiel auf Griechenland. In Paris hatte bereits Prinz C h r i st o p h zu ihrem Freundeskreis gehört. Es fiel ihr daher nicht schwer, durch seine Vermittlung Beziehungen zur griechischen Königsfamilie anzuknüpfen. Prinz Christoph machte sie in der Schweiz mit seinem Druder, dem verbannten König Constantin bekannt. Misses Leeds machte sich dem König nützlich, indem sie ihm ein größeres Darlehn anbot, das Constantin freudig annahm. Inzwischen hatte der Flirt mit dem um einige Iahre jüngeren Prinzen Christoph ernstere Formen angenommen. Immerhin muhte der Prinz nicht weniger als viermal um die Hand der hochmütigen Dollarprinzessin anhalten, dann erst sagte sie „3a“. Königin Sophie, die Schwester Wilhelm II., war von dieser Mesalliance ihres Schwagers wenig erbaut. Aber Mrs. Leeds war die Gläubigerin der verbannten Königsfamilie und wohl oder übel muhte daher König Constantin seine Zustimmung zur Hochzeit geben, die am 1. Februar 1920 in Vevey stattfand. Mrs. Leeds war vorher zum orthodoxen Glauben übergetreten und hatte ihren wenig fürstlichen Vornamen Molly in eine würdigere Anastasia verwandelt, während König Constantin ihr den Titel und Rang einer Prinzessin von Griechenland verlieh. Die neugebackene Prinzessin wurde eine der mächtigsten und einfluhreichsten Frauen auf der politischen Dühne Europas. Mit zehn Millionen Dollar soll sie die Volksabstimmung finanziert haben, durch die König Constantin nach dem Tode des Königs Alexander auf den Thron zurückberufen wurde. Frellich wurde er kurz danach wieder gestürzt, aber seine amerikanische Schwägerin setzte ihre Verschwörungen fort und vielleicht hätten ihre Millionen eine Restauration des griechischen Königshauses herbeigeführt, wenn sie nicht im Sommer 1923 einer tückischen Krankheit erlegen wäre. tlebrigens hat auch ein deutscher Fürst eine Dollarprinzessin geheiratet. Prinz Friedrich von Schleswig - Holstein - Sonderburg - Augustenburg, der in erster Ehe mit einer dänischen Gräfin vermählt war, heiratete sechs 3ahre nach deren Tod 1864 die Neuyorker Kaufmannstochter Marie Esther 2 t e, nachdem er auf seinen Namen und Stand verzichtet hatte. Kaiser Franz 3 o s e p h erhob den Augustenburger zum Fürsten von Noer: die Che dauerte indeh nur ein knappes halbes 3ahr, da der Fürst bereits im 3uli 1865 starb. Seine Witwe wurde, in zweiter Ehe die Gattin des aus dem Chinafeldzug bekannten „Weltmarschalls“ Graf Wal- dersee. WWSaO.t Es--» er.iv. jjiite1- £ie,e" W« biefÄefi’’ Olumancia“ durch das englische Kriegsschiff. Obwohl es in Strömen regnet, stauen sich die Massen vor dem Aeroklub, vor dem Kriegsministerium und den Zeitungen. Kurz darauf erscheinen die Extrablätter. Alles umarmt sich, lacht und weint vor Freude, wie es gerade kommt. Hochrufe auf die Flieger, auf Spanien, auf den König, auf England. Massen ziehen vor die englische Dotschaft, Reden werden gehalten, der Dotschafter muh auf den Balkon, auch er spricht, freut sich, dankt. ^Englische Fahnen werden geschwungen, „Vivas und „Hurras" lösen sich ab, kurz es ist Betrieb. Zum Glück ist Feiertag, wäre das nicht so, so wurden alle Angestellten vor Freude davongelaufen sein. Die Abendzeitungen kann man kaum lesen, sie sind wirklich zu gerührt. Das schreiben sie auch, sie sagen, eine sachliche Würdigung muhten sie auf später verschieben, Redakteure, Meister, Setzer, kurz das ganze Personal stehe derart unter dem Eindruck des freudigen Ereignisses, daß ihm klares Denken nicht möglich sei. Vier Seiten lang liest man, um herauszubekommen, was denn nun den Fliegern eigentlich zugestohen sei. tlmsonst — es steht nirgends I Dafür um so mehr von den Familienangehörigen der Flieger, wie sie geweint haben, wie gelacht, was sie anhatten, als der Reporter zu ihnen kam, was sie gedacht haben, was sie denken, was sie denken werden. Es ist wirklich des Guten zu viel, wenn man lesen muh, daß ein Fliegervater, ein ehemaliger General, „die typische Tracht des alten vornehmen Spaniers“ an hatte und dann hört, diese bestände aus einem abgetragenen Sakko, einer Leibbinde, einem Hemd ohne Kragen und einer etwas herunterhängenden alten Hose! — Heute hat sich die Begeisterung organisiert. Der Fliegerklub hat Massenkundgebungen veranstaltet, die vor den Botschaften der an dem Rettungswerk beteiligten Nationen England, Frankreich, 3talien und Portugal abgehalten wurden. Die Kirchenglocken läuten, Dankgottesdienste, Tedeums, Begnadigungen, Empfangskommissionen sind nach Gibraltar abgereist, um die Flieger dort gebührend einzuholen. Für Mitte dieser Woche ist ein großes F r e u d e n f e st im Kriegsministerium geplant: Sommernacht, Lampions, Uniformen, Orden, Fracks usw. 3n der heutigen Morgenpresse steht übrigens endlich, was eigentlich los war: die Flieger fanden starke Wolkenbildungen, die ihnen die Sicht vor den Azoren versperrten. Außerdem wurden sie durch starke Winde südlich abgetrieben. Sie beschließen niederzugehen und sich in Ruhe zu orientieren, worauf sie wieder aufsteigen, um den nächsten Hafen der Azoren anzu- steuern. Dabei geht ihnen vierzig Meilen vor dem Ziel der Brennstoff aus und sie setzen sich neuerdings aufs Wasser und warten. Sieben Tage lang, Verpflegung hatten sie reichlich, Wasser auch, es wäre also ganz gut auszuhalten gewesen, wenn nicht in den letzten Tagen starker Seegang Kentergefahr gebracht hätte. Diese Flieger sind schneidige Offiziere, sie bestanden die Gefahr, bis endlich der „Eagle“ auf seinem Nachhauseweg sie aus dem Wasser zog. Stimmung der Flieger ausgezeichnet, Apparat fast unbeschädigt. Ieder wird sich ehrlich freuen über den glücklichen Ausgang des Wagnisses, wir alle bangten um baä Schicksal der tapferen Flieger, aber trotzdem fällt es uns schwer, diesen Ueber- schwang zu verstehen — bei solchen Gelegenheiten merkt man am besten den großen inneren Unterschied in der Mentalität, den besonders unsere Politiker besser erkennen und in Rechnung stellen sollten... WEN. F r a n k f u r t a. M., 4. 3uli. Auf dem Baugelände der I.-G.-Farbenmdu- st r i e, auf dem bekanntlich das Verwaltungsgebäude dieser Gesellschaft errichtet wird, ereignete sich (wie in einem Teil unserer gestrigen Ausgabe schon gemeldet; d. Rd.) heute mittag gegen 1.30 Uhr ein schwerer Unglücksfall dadurch, daß die Pfeiler eines Stahlskeletts, die weder in den Boden eingelassen, noch miteinander verbunden waren, bei einer plötzlich auftretenden Böe dem Druck nach- gaben und auf die dahinterftehenden Pfeiler, sowie auf einen Kran fielen, der dadurch vollkommen zertrümmert wurde. Durch die nieder stürzenden Pfeiler wurde em Arbeiter getötet, während vier Arbeiter mehr oder minder schwere Verletzungen davontrugen. Sanitätsmannschaften waren sofort zur Stelle und schafften die Verunglückten in die Krankenhäuser. Die Ilnglücksslelle bietet ein wüste«; Gewirr durcheinander liegender Masten und Kranteile. Die eingestürzte Eisenkonstruktion eines der sechs Querflügel des künftigen gewaltigen Verwaltungsgebäudes der I.-G.-Farbenindustrie, von denen bereits zwei in der Eisenkonstruktion vollkommen fertiggestellt find, wird von der Firma C. H. 3 u ch o - Dortmund ausgeführt. Auch zwei der verunglückten Arbeiter, darunter der Tote, sind Im Auftrage der Dortmunder Firma zu Zwecken der Niontage der Eisenkonstruttion nach Frankfurt gekommen. Die beiden anderen verletzten Arbeiter stammen aus der Frankfurter Llmgebung. Das tlnglüd hätte leicht noch größere Ausmaße annehmen können, denn bis kurz vor dem Zusammensturz waren auf der in Frage kommenden Cisenkonstruktion 10 Arbeiter beschäftigt, von denen aber sechs anderweitig benutzt und daher abberufen worden waren. Lieber die Ursachen des Unglücks gehen die Meinungen vorläufig noch stark auseinander. Ob der herrschende Wind eine maßgebende Rolle spielte, ist mehr als fraglich, ja es wird sogar von während des Unglücks anwesenden Personen behauptet, daß der Wind zur Zeit des Unglücks nicht besonders stark gewesen sein soll. Die Baupolizei Hal zunächst die Einstellung der Arbeiten angeordnet. Wie gesagt, handelt es sich aber nur um einen verhältnismäßig kleinen Teil des Gesamtobjekts, so dah in der Fertigstellung des Projekts keine allzu große Verzögerung eintreten dürfte. Eine Erklärung der Bauleitung. Die Bauleitung des I.-G.-Fatben-Ver- waltungsgebäudes teilt zu dem Llnglücksfall ergänzend mit: Es wurde ein Mann getötet und drei Arbeiter verletzt. Von den Verletzten ist leider einer mittlerweile seinen Verletzungen erlegen. Das Llnglück geschah in einem Augenblick, in dem die einzelnen Eisenteile wegen der im Gange befindlichen Moulage noch nicht endgültig vernietet werden konnten. Die ausführende Konstruktionsfirma ist eine erprobte und bedeutende Fachfirma des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. Der betroffene Teil des Gebäudes stellt in seinem Umfange nur 2 v. Sy des Gesamtstahlgerüstes dar, das in feineii übrigen bisher montierten Teilen unversehrt geblieben ist. Der Fortgang der Arbeiten an den übrigen Teilen des Gebäudes wird durch den beklagenswerten Unglücksfall nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der bei dem Cisenkonstruktionseinsturz schwer verletzte Arbeiter Heinrich Wagenknecht aus Arheilgen, der eine schwere Verletzung der Schädeldecke davongetragen hatte, ist heute nachmittag im Städtischen Krankenhaus seiner schweren Verletzung erlegen. Damit hat das Unglück das zweite Todesopfer verlangt. ________________ fcnvlbrt Kam. Mn tön:|flortQnlaoel, 'Teilnahme M june beö 2t. schäftsträger in Lissabon, dem Paar Pässe nach Frankreich auszustellen. Nur Ierome sollte auf dem kürzesten Wege nach Italien kommen, wo sich Napoleon eben die Eiserne Krone der Lombarden auf das Haupt setzte. Elisabeth, die ein Kind erwartete, muhte in Lissabon von ihrem Gatten Abschied nehmen. Es war ein Abschied fürs Leben. Napoleon erklärte chre Ehe für null und nichtig, trotzdem der Papst als Oberhaupt der Katholischen Kirche die Genehmigung zu Napoleons Schritt verweigerte. Der schwache Ierome gab dem Drängen seines Bruders nach und wagte nicht die Rechte seiner Gattin zu verteidigen. Ia, er ging sogar im August 1807 eine neue Ehe mit der Prinzessin Katharina von Württemberg ein und wurde König von Westfalen. Dis zum Sturz des Kaiserreichs bezog Elisabeth, die sich nach England begeben hatte, und dort einen Sohn gebar, eine jährlichen Pension von 60 000 Franken, wofür sie allerdings auf die Führung des Namens.Bonaparte verzichten muhte. Sie starb als 94jährige Schweres Bauunglück in Frankfurt. Gerüsteinsturz auf dem Neubaugelände der Z.-G.-Farbenindustrie. W MAY.W' 15D Amerikanerinnen auf Königsthronen. Von Hilde Stein von Zobeltih. Beinahe... Der Ehrgeiz amerikanischer Milliardärstöchter Md -Witwen — eine Verbindung mit Mitgliedern europäischer Herrscherhäuser einzugehen — is! bekannt. Ebenso der Wunsch alter Herricher- hauset, ihre Kronen frisch zu vergolden. Aber mich! immer gelangen ersehnte Eheschließungen. Fast wäre eines Tages Miß Maud Wil- lireg, die Tochter eines Millionärs aus Philadelphia Königin der Franzosen geworden, wenn n:d)d ihr Vater streng republikanische Gesinnung gchobt hätte. Um ihre Hand hielt kein Geringerer 016 der spätere König Louis Philipp ai. Mister Willing jedoch wies die Werbung bis Orleans mit der Erklärung zurück, der Prinz teire nicht gut genug für seine Tochter. Der energische Vater konnte damals, als Napoleon I. noch im Zenith seiner Macht stand, nicht ahnen, daß der als armer Flüchtling von Land zu Land eilende Bourbon eines Tages selbst Herrscher Mit Frankreich werden könnte. . Auch die romantische Liebe von Miß E l - ! n s, der Tochter eines Neuyorker Senators, rit dem Herzog Luigi der Abruzzen, hi em Vetter des Königs von Italien, scheiterte cn unüberwindlichen Hindernissen. In Neapel batte der Prinz, der sich später als Nordpol- und Ifrikaforscher einen bedeutenden Namen machte, fcte schöne Katharina Ellins kennen und lieben ficlernt. Sie verlobten sich unter der Voraus- pyung, daß alle gesellschaftlichen Hindernisse furch das Eingreifen und die Vermittlung der verwandten aus dem Wege geräumt würden. S>nig Viktor Emanuel gab seine Einwilligung zu liefet Ehe, verlangte jedoch, dah die protestan- tsche Miß Ellins ihren Eintritt in das Haus kavoyen mit dem Wechsel des Glaubensbekennt- nifles erkaufen sollte. Damit aber war ihr Vater acht einverstanden und so wurde die Verlobung Lieder gelöst. Miß Ellins reiste nach Amerika zurück und heiratete dort einen Landsmann, ton dem sie sich nach kurzer Zeit wieder scheiden ließ. Der Herzog dex Abruzzen aber blieb Iung- geselle. Ein nicht minder reicher und hübscher ameri- Iitischet Goldfisch wäre vor zehn Iahten bei- rahe Königin von Griechenland geworden. Im Nre 1918 kam Mih Kelly aus Chikago h;f dem amerikanischen Roten Kreuz nach Athen ini erfreute sich bald in der dortigen Gesell- fhast groher Beliebtheit. Die blonde Mih wurde ton den feurigen Hellenen umschwärmt, bis sie iines Tages bei einem Tanztee die Bekanntschaft ks jungen Königs Alexander machte, der feiles anzuiM MslM du Anzug, erben; anzulegen. Ter Vorit« F,G.I (Schützen! DleKanierabeiu den Qcbeierend Festzugeb. LA Vereins Sonmi Julivorm.,',1 recht zahlreich r> (eiligen, äntrei ilbra-Spriheich Abmarsch: M. Anzug: Tu- Helm- Ä “ Das flommai M SamötaM 9 Udr Pool» MM ■ imAMttv : .„D DerJ^ „Vor Tische las man's anders." Von Professor Ferdinand Dreher, Friedberg (Hessen). „Fällt die Allein schuld Deutschlands, so ist auch der ganze Vertrag nichtig." Lloyd George in der Londoner Konferenz, 3. März 1921. Sie ganze abgelaufene Woche stand itn. Zei - .itn der verschollenen Ozean u b e r - ue r e r. „Himmelhoch jauchzend, zu Tode be- ticübt“, unter diesem Eindruck befand sich Madrid, ße nachdem die eingelaufenen Nachrichten gunstrg aftr ungünstig waren. Die Spanier haben einen Sitz mders schönen Charakterzug, das ist die un- iSingte Teilnahme aller Devolkerungsschichten tfjxc Ausnahme und ohne älnterschied an allen J Kien die das Prestige des L an des tüt das Schicksal ihrer Nation al- Li" Iben betreffen. So erklärt sich, dah in den Iliiisterien, in den Klubs, den Cafes, aus Strahe. in Gesellschaften, ausschließlich von :Jnrico und seinen „Numancia"-Gefährten ge- Imochen wurde. Nicht einmal die Niederlage Waotino Llzcuduns gegen Schmeling in Amerika, Sie unter anderen Umständen als nationale Belegung empfunden worden wäre, konnte hier aWenfen. Sieben Tage wußte man nichts von Seh Wasserflugzeug. Die einlaufenden Meldun- ocer. widersprachen sich stündlich. Nachrichten über onizcbliche Funde von Resten eines Flugzeuges, , foc starke Stürme und ergebnislos verlaufene Steifen der Kriegsschiffe jagten sich. Plötzlich die richt aus Barcelona, die Flieger seien ge- furdcn, großer Iubel! Aber nur wenige Stun- i!*en: es wat eine Falschmeldung! Der Gouverneur TMfn Barcelona teilt mit, daß er die Leitung, ;>ie die falsche Freudenbotschaft erfunden hatte, mit Verbot und tausend Pesetas bestraft habe. Inzwischen hatte man sämtliche Schiffe die erreich- .3ar waren, mobil gemacht und auf die Suche .Mickt. Zwei spanische Kreuzer, vier Zerstörer, :tn portugiesisches Kanonenboot, zwei rttt Flieger, man sollte doch alle Nachforschun- jen einstellen, sie habe heute nacht mit den :Stiftern der Verschollenen gesprochen, welche ihr .erzählten, daß sie mit Mann und Maus unterlege ngen seien. Man glaubt hier aber nicht in dcn Spiritismus und so suchte man weiter. Ales umsonst — Madrid setzt ein trauriges Ieficht aus, man gibt die Hoffnung auf. Nur .«hier nicht: Primo de Rivera glaubt in seinen Stern. Als die Meldung kam, ber „Eagle“ gäbe die Suche auf und kehre nach •Sibraltar zurück, seht er neue Schiffe und Flugzeuge ein. Ein besonders Begeisterter ärgert sich wütend darüber, dah die Engländer fchvn heimgehen wollen und fordert von der Gierung, sie solle sich mit Deutschland in Verbindung setzen, damit das Luftschiff „Graf Zeppelin“ sich an der Suche beteilige. Die brutsche Botschaft muh leider antworten, dah bas Luftschiff vor Mitte des Monats Iuli nicht startbereit sei. Primo überlegt in der Zwischen- »rit, ob er ein großes, zur Ehrung der Flieger __ Iimenez und Iglesias (die vor kurzem den Se° Itornrmwinrilh villa-Rio de Ianeiro-Flug durchsührten) ange- letztes militärisches Bankett absagen sollte. Er tut »„.I w Kainein denn der Soldat hat den Sieg über die Stauer zu stellen. Zwölfhundett Offiziere aller Baffen bereinigen sich am Freitag um den Diktator und die beiden zu feiernden Flieger. Eine Minute steht alles schweigsam und gedenkt der Erschollenen, um deren Rettung man den Hirn- 5765A Aus der provr'nziahauptsta-t. Gießen, den 5. Suli 1929. Oer Tod im Wasser. So manches blühende Menschenleben geht beim Baden und beim Wassersport durch Leichtsinn, durch unsinniges Zuwiderhandeln gerade gegen die einfachsten und selbstverständlichsten Vorschriften zugrunde. Wie oft ist schon die Forderung erhoben worden: Badet nicht sofort nach dem Essen! Unö doch immer wieder und wieder kann man beobachten, wie unvernünftige junge Leute noch mit dem letzten Bissen im Munde das nasse Element aufsuchen. Sie denken eben nicht daran, daß beim vollen Magen die große Gefahr des Erbrechens besteht: sei es, daß der gefüllte Magen dem ungewohnten Druck des Wassers nicht gewachsen ist und sich „reflektorisch", unwillkürlich zu entleeren sucht: sei es, daß der Leib beim Springen hart aufschlägt: vielleicht hat auch der plötzliche Temperaturwechsel Erbrechen im Gefolge, das unter Wasser fast ausnahmslos Ertrinken bedeutet. Denn bei jedem Atmungsversuch werden Wasser und Erbrochenes in Luftröhre und Lunge hineingesogen — die Folge ist der Erstik- k u n g s t o d. Doch auch, wenn der Kopf ü b e r Wasser ist, vermag Erbrechen, das mit Schwindelgefühlen, mit Angstempfindungen einhergeht, die schwersten Unfälle nach sich zu ziehen, da in diesem Zustand der Kopf leicht unter Wasser kommen kann und dann das Schicksal des leichtsinnigen Schwimmers besiegelt ist. Derartige Unfälle haben übrigens mit dem Gesundheitszustände des Badenden gar nichts zu tun. Auch bei jungen Leuten mit kräftigem Verdauungsapparat sind tätliche Unfälle beim Baden schon sehr häufig beobachtet worden. Ebenso oft ausgesprochen und ebenso oft übertreten wird das Verbot, mit erhitztem Körper ins Wasser zu springen. Es kommt bei den großen Temperaturunterschieden zwischen Körper- und Wassertemperatur zu gewaltigen Dlutver- schiebungen im Organismus, denen unter Umstanden dos Herz und die Blutgefäße nicht gewachsen sind und die dann den berüchtigte^ „Herzschlag im Wasser" zur Folge haben. Ganz besonders Personen mit angegriffenem Herzen und Gefäßsystem, mit hohem Blutdruck und Nierenschädigungen sind gefährdet. Beim Dorliegen derartiger Störungen sollte überhaupt, bevor gebadet und geschwommen wird, zuvor die Erlaubnis des Arztes eingeholt werden. Auch das Ohr bildet-mitunter die Ursache von plötzlichen Unfällen im Wasser. Wenn nämlich z. D. infolge einer alten Mittelohreiterung das Trommelfell durchlöchert ist, können leicht beim Tauchen oder Schwimmen unter Wasser Tropfen in das Mittelohr eindringen: der Taucher verliert das Gleichgewicht, macht ungeordnete Bewegungen, wird schwindlig, erbricht und geht an Erstickung zugrunde. Die Statistik der plötzlichen, oftmals rätselhaften Todesfälle beim Baden und Schwimmen würde unbedingt erheblich zurückgehen, wenn 1. nach jeder Mahlzeit etwa eine Stunde gewartet wird, bevor man ins Wasser geht: 2. wenn man den erhitzten Körper erst in der Luft abkühlen läßt: 3. wenn Personen mit Schädigungen des Trommelfells den Gehörgang zuvor dicht durch einen mit Oel getränkten Wattepfropfen wasserdicht abschließen. Dr. meä. E. M.» Berlin. ** Die Papierkörbe in den Gießener Straßen, von deren Anschaffung wir gestern bereits berichteten, werden an folgenden Stellen angebracht: an dem Kandelaber auf dem Kirchen- plah: an dem Kandelaber auf dem Kreuzplatz, Ecke Sonnenstrahe: vor dem Torhaus Selters- wea 74, Ecke Westanlage: vor dem Torhaus Seltersweg 93, Ecke Südanlage: vor dem Eingang zum Volksbad in der Bahnhofstraße: am Haus Bahnhofstraße 17, gegenüber der Mühl- straße: an der Ecke Sonnenstraße Schulstraße: in der Neuen Däne an den Kastanienbäumen vor dem Stadttheater: auf dem Lindenplah, Ecke Lindengasse: an der Ecke Senckenbergstraße Land- graf-Philipp-Plah: vor dem Haus Seltersweg 21 (neben Delikatessengeschäft Schwab): Seltersweg am Eingang zum Teufelslustgärtchen: in der Plockstraße gegenüber Herso: Liebigstrahe vor der alten Klinik: an der Dieseckbrücke, Ecke Bahnhofstraße Alicenstraße; an der Straßenkreuzung Ecke Nordanlage Neustadt: Ecke Marktstraße Neustadt, vor der Boschungsmauer: auf dem Ludwigsplatz an der Haltestelle der Straßenbahn: in der Anlage vor dem Universitätsgebäude: in der Anlage am alten Friedhof vor dem mittleren Eingangstor an der Licher Straße. ** Anlagenkonzert findet heute, Freitag, 19.15 Uhr, durch das Musikkorps des 1. Batl. 15. Jnf.-Regt. bei günstiger Witterung am Liebig- dcnkmal statt. Leitung: Obermusikmeister Löb er. Die Musikfolge ist: 1. „Königsmarsch" von R. Strauß: 2. Ouvertüre zur Oper „Oberon" (König der Elfen): 3. Große Fantasie aus der Oper „Die Rantzau" von P. Mascagni: 4. „Prinz Eugen, der edle Ritter" (älteste Aufzeichnung) von W. Hilge; 5. „Solinger Schützenmarsch" von Frz. v. Blon. *• Verkehrsgefährdung durch rücksichtsloses Dampfablassen. Gestern, kurz todr 17 Uhr, ereignete sich unmittelbar an dem Lahntorviadukt nach der Stadtseite zu dadurch ein Verkehrsunfall, daß infolge Dampfablassens einer Lokomotive, die einen Zug in der Nichtung Lollar zog, die Pferde eines Fuhrwerks scheuten. Hierdurch kam ein Radfahrer zu Fall, dessen Rad vom Fuhrwerk erfaßt und erheblich beschädigt wurde. Der Radfahrer kam mit dem Schrecken davon, hätte aber auch ebensogut selbst unter das Fuhrwerk geraten und vielleicht fein Leben dabei lassen können. Ob und inwieweit der Dampf gerade am Lahntor, also an einem der verkehrsgefährdeten Punkte der Stadt, abgelassen werden mußte, entzieht sich unserer Kenntnis. War das Dampfablassen an dieser Stelle keine unbedingte Notwendigkeit, so muß gegen diese Handlungsweise entschieden Einspruch erhoben werden. An jener Stelle verkehren bekanntlich jederzeit Fuhrwerke und sonstige Gefährte aller Art in großer Zahl, und das Passieren jener Straßenstelle ist deshalb überhaupt stets nur mit besonderer Aufmerksamkeit möglich. Ein Verkehrsschutzmann war leider im fraglichen Zeitpunkt nicht zugegen. ** Unfall auf der Ost-Anlage. Gestern mittag gegen 12 Uhr stieß in der Ost- Anlage beim Ueberholen ein Auto auf einen plötzlich von der rechten Straßenseite nach links wendenden Radfahrer. Das Hinterrad des Fahrrades wurde zertrümmert, der Radfahrer fam zum Glück mit heiler Haut davon, da der Autolenker die Geistesgegenwart hatte, den Wagen sofort zum Stehen z« bringen. Der Radler ist nach den Bekundungen von Augenzeugen direkt in den Kraftwagen hineingefahren. Oberheffen. Aus dem Licher Gemeinderat. s) Lich, 4. Juli. Aus dem Gemeinderat: Zunächst legte der Bürgermeister die Rechnung der Stadtkaise für das Rechnungsjahr 1926 zur Prüfung vor und erstattete den Rechenschaftsbericht. Nach feinen Ausführungen weist die De trieb s- rechnung folgenden Abschluß auf: Einnahme 310 993,94 Mk.. Ausgabe 255 959,23 Mk., verbleiben 55 034,71 Mk. Hiervon find zur Verwendung in der Dermögensrechnung in Ausficht genommen 14 290,22 Mk., so daß ein Kassenvorrat von 40 744,49 Mk. verbleiben würde. Die Dermögensrechnung schließt mit 99 281,40 Mk. in Einnahme und Ausgabe. Der Bürgermeister wandte sich gegen die Ueber- führung von Betriebsmitteln in die Dermögensrechnung und begründete seine Stellungnahme damit, daß zum Ausgleich der Vermögensrechnungen 1926 und 1927 eine Kapitalaufnahme von 40 000 Mk. erfolgt sei und diese auch entsprechend verwendet werden müsse. Eine Schmälerung des Rechnungsrestes der Detriebsrechnung halte er für bedenklich im Hinblick darauf, daß die Stadt zur Bewirtschaftung ihres umfangreichen Wald- besihes größere Betriebsmittel haben müsse, um die vor Eintritt in das neue Rechnungsjahr fälligen Ausgaben aus eigner Kraft bestreiten zu können. Weiterhin mühten infolge der derzeitigen schlechten Wirtschaftslage den Nuhholzkäufern oftmals weitgehende Stundungen auf fälliges Holzgeld gewcchrt werden. Durch die Lieberführung würde hauptsächlich das Betriebskapital geschwächt. Der Gemeinderat wählte alsdann zum Zwecke der Rechnungsprüfung einen Vorsitzenden. Dieser erstattete Bericht über die durch die Finanzkommission vorgenommene Vorprüfung der Rechnung mit dem Antrag, die Prüfung der Rechnung damit als erfolgt anzusehen, zumal Beanstandungen im allgemeinen nicht vorlägen. Der Gemeinderat trat dem Antrag bei und beschloß, gemäß der Ausführungen 6eS Bürgermeisters die Ueberführung des Betrages von 14 290,22 Mk. aus der Detriebsrechnung in die Vermögensrechnung nicht zu genehmigen und der Stadtkasse aufzugeben, den Ausgleich der Dermögensrechnung durch die vorgesehene Anleihe herbeizuführen. 3m Anschluß hieran teilte der Bürgermeister mit, daß er mit der Bezirkssparkasse Mainz und dem Treuhänder Verhandlungen über die Ablösung der Vorkriegsanleihen der Stadt Lich im Restbeträge von 188970 Papiermark geführt und vorbehaltlich der Genehmigung des Gemeinderates mit den genannten Stellen vereinbart habe, daß die Stadt ein Angebot auf eine 1 6 proz. Aufwertung und Rückzahlung des aufgewerleten Betrages in sechzehn gleichen 3ahresraten machen solle. Der hiernach aufzuwertende Betrag von 30 235,20 Reichsmark solle ab 1. 3anuar 1926 mit 5 Prozent verzinst und in sechzehn gleichen Jahresraten von 1889,70 Mk. ab 31. Dezember 1930 getilgt werden. Der Gemeinderat ermächtigte den Bürgermeister, der Bezirkssparkasse Mainz ein Angebot entsprechend seinen Ausführungen z« machen. Sodann gab der Bürgermeister ein Rundschreiben des Kreisamts Gießen bekannt, wonach sich der hessische Minister des Innern im Einverständnis mit dem Minister der 3ustiz für die Z u- lässigkeil der Aufwertung der wäh- ren b der 3nslationszeit gezahlten Einzugsgelder, berechnet auf den Gvld- markwert am 1. Oktober 1918, ausgesprochen habe. Bereits am 24. April 1924 habe der Gemeinderat beschlossen, die während der Inflationszeit gezahlten Einzugsgelder von neu aufgenommenen Ortsbürgern aufzuwerten. Auf Anfrage habe das Kreisamt Gießen damals einen Aufwertungsanspruch der Stadt bestritten. Nunmehr werde die Frage der Aufwertung erneut aufgerollt. Während der Inflationszeit sei in der Stadt I Lich von 57 Personen das Ortsbürgerrecht er- I worben worden. Die von diesen Personen ge- I zahlten Cinzugsgelder würden im Höchstfälle I 6,18 Gvldmark, im überwiegenden Teile aber I unter 1 Goldpfennig betragen. Er habe mit I Rücksicht auf die Stellungnahme des Ministers I des Innern des Ministers der Justiz die I Auszahlun g des O r t s b ü r g e r g e l d e s für 1928 an die in Frage kommenden Personen bis zur Klärung der Angelegenheit gesperrt. Nach kurzer Debatte beschloß der Gemeinderat, die Aufwertung des Einzugsgeldes entsprechend dem Rundschreiben von den während der Inflationszeit aufgenommenen Ortsbürgern zu verlangen und im Weigerungsfälle sie aus der Liste der Ortsbürger zu streichen. Eine Rückforderung des in den Jahren 1923 bis 1927 einschließlich gezahlten Ortsbürgergeldes im Gesamtbeträge von etwa 7500 Mk. soll nicht erfolgen. Es hat sich als notwendig erwiesen, die im Jahre 1924 festgesetzten W i e g e g e b ü h r e n bei den städtischen Waagen angemessen zu erhöhen. Auf Vorschlag der Finanzkommisfion soll ab 1. Juli folgender Tarif Geltung haben: a) lebendes Vieh, Kleinvieh (Schweine, Kälber, Ziegen usw.) für jedes Stück 20 Pf. und Großvieh für jedes Stück 40 Pf.; b) Fuhrwerke und sonstiges: bis 500 Kg. 20 Pf., bis 1000 Kg. 30 Pf., bis 1500 Kg. 40 Pf., bis 2000 Kg. 50, über 2000 Kg. 60 Pf. Weiter teilte der Bürgermeister mit, daß nach dem Marktplan der Licher Svmmermarkt am 15. Juli stattfinden sollte. Dieser Markt, mit dem wieder wie in früheren Jahren eine Zuchtviehversteigerung verbunden wäre, hätte auf Mittwoch, 24. Juli, verlegt werden müssen. Für Prämiierungszwecke wurde ein städtischer Kredit von 600 Mk. und für Beschaffung von Prämiierungsbändern ein solcher von 90 Mk. zur Verfügung gestellt. Außerdem steht noch ein weiterer Betrag von 200 Mk. für Prämiierungs- zwecke zur Verfügung. Zur Tombolaverlosung anläßlich dieses Marktes wurde ein städtischer Beitrag von 125 Mk. bewilligt. Auf Antrag des Zweigvereins Lich des D.H.C. beschloß der Gemeinderat den Beitritt der Stadt Lich zu der zwecks Herstellung des Jugendheimes auf der Herchenhainer Höhe gegründeten Iugendheimgemeinde unter Bewilligung eines Jahresbeitrages von 10 Mk. ab 1. April 1929. Eine in Liquidation befindliche auswärtige Firma schuldete der Stadt an rückständigen Ge- Es Ist tatsächlich so: Kaifee Hag bekommt immer neue Wen ./■ Lich, 4. jen Aulent )tr hiesigen ob Jelnhausen 'einer Abfahrt < «er lautem |o daß es der.2 veiter )U beför Mrvetokomotii mit fast einftüi fortsehen. Ein - Müsse nach F wg es vor, den der Kleinbahn IlO füllen Feld 6) Uügen » o lie £(H : Äe>h 'Äangve^ HD *teinl9E öeu die l^'eamsta n Beste ö s- '£ «m Sonn $ mist 1= emU vird Mri Bet | galtest- D-r !! Bereinigung ein Fortbestehen ■ Jahren W; - Grunde biet eine Del tanais ®n Stroh und Drachen über der Lande -orgerufen du der Erfüllung und über die f Mittels abend gingen \ von hier die k Pferde dur Dagen auf ö fahren. 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Schwarz: 4 Steine- K64; B63, e6, g4. Partie Nr. 141. Richard Reti, der geniale Schachmeister, der den Gießenern als Sieger des vorjährigen Gießener Jubiläumsturniers noch in frischer Erinnerung sein dürfte, ist am 6. Juni in Prag an Scharlach im blühenden Alter von 40 Jahren gestorben. Reti hatte bedeutende Erfolge in internationalen Turnieren zu verzeichnen und neben Aljechin war er der beste Dlindspieler der Gegenwart: in Sao Polo spielte er seinerzeit 29 Partien gleichzeitig ohne Ansicht des Brettes Zur Erinnerung bringen wir nachstehend eine seiner best gespielten Partien, welche im internationalen Turnier zu Reuyork 1924 mit dem 1. Schönheitspreise ausgezeichnet wurde. Retis Eröffnung. Weiß: R. Reti. Schwarz: E. D. Dogoljubow. 8. ..., 9. Sbl-62 Auch 9. Se5 ist recht gut spielbar. 9. Sf6-e4 das vorangegangcne Manöver sein Zentrum geschwächt, sucht Weiß das geschlossene Spiel irr ein offenes zu verwandeln. 12. . . ., 12. e4xf3 13. Lg2xf3! Einzig richtig, da der e-Bauer als Durch- bruchsobjelt benutzt werden soll. 13.. .., 13. Dd8-c7 14. Se5x67 14. Lc8x67 15. e2-e4 15. e6-e5 Roch unangenehmer wäre es für Schwarz, e5 von weißer Seite zuzulassen. 16. c4 — c5 16. Ld6-f8 17. D61-c2 17. e5x64 18. e4xf5! 18. Ta8-68 Auf 18. ..., Te5 hätte folgen können: 19. Dc4 Kh8 20. f6! Alle für die Redaktion bestimmten teilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 219. Don E. Orsini, Leghorn. 19 Lf3-h5 Der Beginn vor einem vortrefflich durch- gerechneten Schluhspiel. 19..... 19. Te8-e5 20. Lb2x64 20. Te5xf5 Oder 20. ..., T65 21. Dc4, Kh8 22. Lg4 usw. bei besserer Stellung und Dauernplus für Weiß. 21. TflXf5 21. L67xf5 22. Dc2xf5 22. 168x64 23. Tal — fl! 23. 164-68 Falls jedoch 23..... De7, so 24. Lf7 +, KhS 25. L651, Df6 26. DcS usw. und Schwarz hat kerne genügende Fortsetzung mehr. 24. Lh5-f7+ 24. Kg8-h8 25. Lf7-e8! Ein wegen seiner stillen Schönheit überraschender Cntscheidungszug. Schwarz gab- auf, denn nach 25..... Lxc5 + geht wenigstens der schwarze Läufer verloren. Lösung des Problems Rr. 215. Don Dr. H. b. Gottschall.* 1. 1g 1 - g8!, 1f7 - g7. 2. f6xg7, Kh5-g6. 3. L67 - e8 matt. 1. . .., 1f7xf6 (oder1xe7). 2. L67-g4+, Kh5-h4. 3. 8e3-k5matt. 1.....Kh5-h4. 2. Se3- g2+, Kh4-h5. 3. L67-g4 matt. Nie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Der Horcher. Als der geistreiche Friedrich Wilhelm IV. der Aufführung des überaus langatmigen Stückes Columbus", das von dem bekannten Aesthetiker Karl Werder herrührte, beiwohnte, wurde es ihm bald zu langweilig, und er verhetz ferne Loge mitten im ersten Akt. Der Schließer der auf diese Unterbrechung nicht gefaßt war, schlref fest aus seinem Stuhl. Da sagte der König zu dem Generalintendanten von Hülsen, indem er I mit unnachahmlicher Gebärde auf den Schnarcher ' wies: „Der hat gehorcht!" schenkelbruch fest. Dies ist in diesem Jahre bereits der zweite schwere Unglücksfall, von dem der Bedauernswerte betroffen wurde. Im Frühjahr war er von einer ziemlich hohen Leiter heruntergestürzt und hatte sich dabei Arm- und Rippenbrüche zugezogen, die jetzt kaum ausgeheilt sind. Preußen. Kreis Wetzlar. * Braunfels, 5. Juli. Am nächsten Sonntag begeht die hiesige Freiwillig eFeuer- wehr die Feier ihres fünfzigjährigen B e st e h e n s. Samstagabend findet Empfang auswärtiger Vereine und ein Kommers statt. Der Sonntag bringt zunächst einen Festgottesdienst im Freien unter den Linden des Herrn- gartens, anschließend Uebungen der Wehr. Ein Promenadenkonzert am Markt oder Lindenallee beschließt den Vormittag. Am Rachmittag wird ein Festzug den Auftakt zum Volksfest bilden, das mit Volksbelustigung und Tanz auf der Festwiese einen vergnügten Rachmittag verspricht. Die Ernstbahn und Autos stehen zur Verfügung. Man beachte die heutige Anzeige. Neue Zünde auf der Saalburg. WSR. Bad Homburg, 3. Juli. Im Saalburgkastell sind gegenwärtig interessante Ausgrabungen im Gange. In der weiteren Umgebung des Wehrganges auf der hn» ken Seite hat sich nördlich von der Porta simstra wieder eine Dackofengruppe herausgestellt, die in den nächsten Tagen mit allen Mitteln moderner Ausgrabungstechnik bloßgelegt wird. Es scheint sich um eine ähnliche Anlage zu handeln, wie die im vorigen Jahre blohgelegte und jetzt nach Möglichkeit wiederhergestellte Militärbäckerei in der Rordwestecke des Kartells. Die nächsten Tage werden zeigen, ob bei der neuen Bäckerei auch wieder elf Oefen übereinanderliegen wie bei der ersten. Die jetzigen Ausgrabungen haben insofern ihre besondere Bedeutung und verdienen beachtet zu werden, da sie die letzten sind, die im Kastell vorgenommen werden, denn es handelt sich um das einzige Stück des Kastells, das bisher noch nicht umgegraben ist. Hochschulnachrichten. Der durch den Tod des Professors Dr. 21. Pütter an der Universität Heidelberg erledigte Lehrstuhl der Physiologie ist Professor Dr. Philipp Broemser in Basel angeboten worden. Broemser war während des Krieges als Militärarzt tätig, wurde 1918 Privatdozent in München und Konservator am dortigen Physiologischen Institut. Seit vier Jahren wirkt Broemser als Ordinarius in Basel. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemelnde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 6. Juli. Vorabend 7.45 Uhr: morge s 8.30; Predigt; abends 8.55 und 9.35 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 6. Juli. Fr-itag . bend 7.45 Uhr; Samstag vormittag 8: P r e d i g t : nachmittags 4; Sabbatausgang 9.35. — Wochengottesdienst morgens 6.15; abends 7.15 Uhr. fällen etwa 170 Mk. Für diese Forderung find ' 63 Meter Feldbahngelecke nebst emem Krpp- wagen gepfändet. Die Stadt hat im Versteh oerungstermin die gepfändeten Gegenstände zu dem Betrage ihrer Forderung übernommen. Der Vemeinderat genehmigte die Uebernahme auf die Stadt. . Landkreis Greben. m Lollar, 4. Juli. In diesem Jahre sind es zehn Jahre, daß sich die bis zum 2ahre 1919 be- siehenden Gesängvereine »Lre der täfel und Mannergesangverein „Germania ]936 durch Zusammenschluß von „Mannergesangverein" und „Gesangverein Germania gebildet) m der „Sängervereinigung Lo tt a r vereinigten. Um die Erinnerung an dieses für die Pflege des deutschen Liedes und des deutschen Männergesanges in unserem Orte bedeutungs- relle Ereignis wachzuhalten, begeht die Sanger. Vereinigung, die Mitglied des Lahntal., Hessi- chen und Deutschen Sängerbundes ist, am kommenden Samstag und Sonntag die Feier ihres 10jährigen Bestehens. Der Samstagabend bringt einen Festkommers, bei dem die örtlichen Turn., Sport- und Gesangvereine mitwirken. An der Feier am Sonntag beteiligen sich auch eine größere Zahl auswärtiger Gesangvereine, die zu. meist je ein Sieb' vortragen werden. Die Musik wird von der gesamten Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Lollar ausgeführt. Die Feier erhält noch dadurch eine besondere Bedeutung, als der älteste Verein, der heute in der Sänger- Vereinigung eingegliedert ist, bei selbständigem Fortbestehen auf einen Zeitraum von fünfzig Jahren seines Wirkens zurückblicken kann. — Grünberg, 3. Juli. Am Mittwoch fand hier eine Dekanatskonferenz des Dekanats Grünberg statt. Landeskirchenrat Stroh und Rechnungsdirektor Hebermehl sprachen über die finanzielle Rotlage der Landeskirche, in der Hauptsache hervorgerufen durch das Versagen des Staates in der Erfüllung seiner Pflichten gegen die Kirche, und über die Durchführung der Veranlagung und Erhebung des Kirchennotgeldes. Die Kirchenvorstände und Pfarrer erhalten dadurch große neue Aufgaben, die im Interesse der Kirche durchgefuhrt werden müssen, während die Kirchenglieder eine Ehrenpflicht in der Leistung des Notgeldes zu erfüllen haben. ./. Lich, 4. Juli. Ginen unfreiwilligen Aufenthalt mußte gestern abend auf der hiesigen Station der Personenzug 507 Gelnhausen —Gießen nehmen. Kurz nach, feiner Abfahrt aus dem Bahnhof platzte unter lautem Getöse ein Dampfrohr, so daß es der Maschine unmöglich war, den Zug weiter zu befördern. Erst nach Eintreffen einer 2deservelokomotive von Gießen konnte der Zug mit fast einstündiger Verspätung seine Fahrt fortsetzen. Ein Teil der Reisenden, die die Anschlüsse nach Frankfurt noch erreichen wollten, zog es vor, den um diese Zeit abgehenden Zug der Kleinbahn nach Butzbach zu benutzen. Kreis Schotten. Y Mittelfeemen, 4. Juli. Am Dienstagabend gingen dem Landwirt Christian Luft von hier die beiden an den Wagen gespannten Pferde durch. Luft fiel zwischen Pferde und Wagen auf den Boden und wurde ü b ersah r e n. Der Gederner Arzt stellte einen Ob e r- L Schwarz. Weiß. COi lern hem Jerobe ou$ 6->- ad-ten. Denn ein sen [6^*00 AUSVERKAUF HL t floßt SSfek /M /AI Sd/SO/V Nordecker Kirschentanz (Stiftungsfest des Gesangvereins Teutonia, Nordeck) findet am Sonntag, dem I.Juli, im Garten d. Gasthauses zur Äurg Nordeck statt Wir laden zum Besuche recht freundlich ein Gesangverein Teutonia, Ttoröeck Im Saison-Ausverkauf ein großer Posten Damenstrümpfe und Socken ausnahmsweise billig! M*G*Grode Straße Nr. 19 5818D 91flo besonders auch kränkliche, zurückgebliebene und solche mit steifen Beinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes RASSOLUä mengen. Verlangen Sie nur echtes Rastol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: (Engels apotheke Dieben. Zu haben in allen Apotheken. Seltersweg 31 GIESSEN Bahnhofstraße 14 5802A ENDLICH! Drücken Hühneraugen dich am Fuß, Dann eile schnell zum Bade-Bues; Alle Stellen, die dich drücken. 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Jetzt litfU Schützenfest in Giehen SAMSTAG: Großer Empfangs-Abend in der Volkshalle SONNTAG: 10.30 Uhr großer Festzug / Nachm. und abends Militär-Konzerte MONTAG: Vaterländischer Ehrenabend / Massendiöre DIENSTAG: »Kuban-Kosaken-Chor« Frankfurter und Wiesbadener Künstler MITTWOCH: Variete-Abend DONNERSTAG: Militär-Konzert FREITAG: Turn- und Sport-Abend SAMSTAG: Nachm. 3 Uhr Kinderfest / Abends 8 Uhr Rheinischer Abend 5807D SONNTAG: Preis Verteilung / Feuerwerk / Zapfenstreich / Schlußball in der Volkshalle und auf dem Trieb Täglich nachmittags und abends: Konzerte * Tanz Juxplatz Volksbelustigungen MO Ä'S“'P' ir.tä A D.M htncn st Ä» "" dr <1. Vas K w ., E hatten l-h Enten °ul «oclelmann chMickeltMN ßä»* Kt*» neik W, Mllämvk Ax® Wannschc ® ebener otuö' Diversion _ körnen. M't < tr'tenmal den (Hlden Wand tet Ilniversita tZinige QUl c Sreitag, 5. Juli 1020 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mr. 155 Drittes Blatt Turnen, Sport und Spiel Nachdruck verboten. 19 Fortsetzung. In der inneren Einladung, die um fed)« Ubr Am kommenden Sonntag finbet auf dem Walb- fportplatz wiederum ein Leicht athletik-Klubzwei- kanipf statt, und zwar steht diesmal der B. f.B.- Jugenb die Jugend der hiesigen Spielvereinigung - - " von beson- die Leichtathletik-Jugend der beiden Vereine ihre Kräfte messen wird. Für die junge B. f. B.-Abteilung ist es tedenfaiiS ein Beweis sür ihre glanzende Entwicklung, wenn sie nach so kurzer Jcit ihres Bestehens es schon wagen kann, ihren bereits lange Jahre Leichtathletik treibenden und an Wettkampferfahrung überlegenen Lokalgegner zu fordern. Daß fie den Kampf verlieren wird, ift mit Sicherheit zu erwarten und auch ganz naturgemäß: sehr groß wird der Dunktounterschied voraussichtlich allerdings nicht sein, da D. f. B. in seinen Kleinsten (C- und U-Klasse) sehr gute Kräfte hat, die das Plus der Spielvereinler, da« man diesen auf Grund ihrer vorzüglichen A- und »-Klasse geben muß, etwas mindern können. Rian darf auf das Ergebnis gespannt sein. 6cf.; 2. Geist (Frankonia) 11,6 Sek. srvO-Meler-Lauf: 1. Geist (Frankonia) 24 ,6eC.; 2. Guyot (Chattia) 24 Sek. (Brustbreite zurück). 80 0-Me ter -Lauf: 1. Tanges (Merovingia) 28 Win.; 2. Schott (Hasso-Rhenania) 2,14% Min. 5 00 OMet er -Lauf: 1. Schmöbel (Franko- „Sunny". sagte er, „bringen Jackett und die Papiere, die Brusttasche find." Larrh suchte und fand die hatte Grogan den Ansturm und die erstickende Umarmung dieses Tiermenfchen mit einem scharfen Stahl pariert. Jake mußte ihn losgetassen haben und dann durch da« offene Fenster entflohen fein. QDo aber war Fred? In diesem Augenblick fühlte Larrh so etwa» wie Sym- pathie für den Hochstapler. Also auch Fred war, fei es durch Zufall oder absichtlich, aus den Mörder Stuarts gestoßenI Wa« war da« sür eine Spur? Er mußte Flimmer Fred finden, mußte ihn sosori finden, denn In seinen Händen lag vielieicht die Lösung des Rätsels. Er fuhr nach Haus, ries Scotland Bard an, wo er erfuhr, daß Harvehs Rachsorschimgen erfolglos geblieben waren, nahm ein heiße« Bad und legte sich zu Bett. Er schlief genau vier Stunden, und dann brachte ihm Sunnh, der ebenso wie sein Herr aus Schlaf verzichten zu können schien, Tee und geröstete» Brot. Wie spät ist es" fragte Larrh blinzelnd. Aeun Uhr. Sir. Der Briefträger ist fchon dagewefen, und Vie Morgenzeltungen find gc- kominen." „(Leben Die mir meine Briefe!" sagte Larrh unv h'i "-i'i aus 1" Drtt Während er seinen Tee trank, durchflog er Die Poft. Ein Brief war augenscheinlich abgegeben Worden, denn er war ohne Poststempel. ,Wann ist denn der gekommen?" fragte er den Diener, al« dieser wieder in da» dimmet kam. Er war schon in Dem Briefkasten. al« ich aus- stanD, Sir", sagte Sunnh. „Er muß durch Boten gebracht worden sein." „Sie sind ein Trottel, Sunnh", sagte Larrh bissig „Selbstverständlich ist er durch Boten gebracht worden." , , „ Ich freue mich, Dir, daß Die gleicher Meinung sind", sagte her unerschütterliche Sunnh. Larrh riß da» Kuvert auf und zog ein 'Matt Papier heran«. Ohne besondere HÖflichkell«slo«- bürg) 1,70 Meter; 2. Weil (Univ. Gießen) 1,65 Meter; 3. Seitz (Univ. Gießen) 1,60 Meter; 4. Klip (Univ. Marburg) 1,55 Meter. Kugelstoßen: 1. Schäfer (Univ. Gießen) 12,62 Meter: 2. Friese (Univ. Marburg) 11,12 Meter; 3. Stieme (Univ. Marburg) 10,77 Meter; 4. Lang!atz Flimmer Fred erhalten hatte, . . morgen« und ohne Aussehen zu erregen, nach (Univ. Gießen) 10,74 Meter . Speerwerfen: 1. Busch (Univ. Marburg) 45,19 Meter; 2. König (Univ. Marburg) 44,05 Meter; 3. Klos (Univ. Gießen) 42,31 Meter; 4. Langlvtz (Univ. Gießen) 41,61 Meter. Ergebnis des Mannschaftsfünfkampfes 577:564 Punkte für Universität Gießen. Leichtathletischer Mubzweilampf in (Siesten. W e i t i p r u n g: 1. Maus (Freistudent) 6,38 Meter; 2. Weil (Freistudent) 6,16 Meter. H 0 ch s p r u n g: 1. Weil (Freistudent) 1,70 Meter; 2. Seitz (21TB. Rheinfranken) 1,60 Meter. Stab l) o ch s p r u n g: 1. Gvubeaud (zlrininia) 3 Meter; 2. Ackermann (Frankonia) 2,90 Meter. Kugelstoßen: 1. Schäser (Freistudent) 12,62 Meter: 2. Langlvtz (Frankonia) 11,12 Meter. Speer m e r s e n: 1. Guhvt (Ehattia) 4 >,7a Meter; 2. Klös (Frankonia) 44,15 Meter. Diskuswerfen: 1. Schäfer (Freistudent) 35,95 Meter; 2. Weisel (Merovingia) 33,15 Meter. Mehrkampf: Fünfkampf (100 Meter, Weltsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen): 1. Langlotz (Frankonia) 247 Punkte; -.Guyot (Ehattia) 227 P.; 3. Weil (Freistudent) 226 P.; 4. Schick (Freistudent) 211 P.; 5. Seitz (21 TV. RHeG- ranken) 208 P.; 6. Schmelz (Ehattia) 207 P.; 7. Düker (Frankonia) und Loh (21TB. Nheinsranken) 181 P.; 8. Leichsenring (Germania) 170 P.; 9. Fah (Darmstadtia) 169 P. Mannschaslvkämpsc: 4X100-Meter-Staffel (Klasse A): 1. Burschenschast Fl-tinkonia 47% Sek.; 2. Landsmannschaft Chattia 48% Sek. 4X100'Meter-Stasses (Klasse B): 1. 21TB. Rhein- franken 49% Sek.; 2. Burschenschaft Germania, Burschenschaft 21temannia 50% Sek. 3X10»0-Meter-Staffel: 1. 21TB. Rheinfranken 8,47% Min.; 2. Landsmannschaft Merovingia 9 Min. Schmedenstaffel: 1. Burschenschast Frankonia 2,12% Min.; 2. Landsmannschaft Chattia 2,14% Minuten. Mannfchastvsünfkampf Gießen-Marburg: (100 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen). Für jede Universität starteten in jedem Wettkampf die zwei Besten. Gewertet wurde nach den Mehr- kampsbestimmunge» der DSB. 100 Meter: 1. Guyot (Univ. Gießen) 11,4 Sek.; 2. Konrad (Univ. Marburg) 11,6 Sek.; 3. Geist (Univ. Gießen) 11,6 Sek. (Brustbreite zurück); 4. Mühlner (Univ. Marburg) 11,8 Sek. Weitsprung: 1. Maus (Univ. Gießen) 6,31 Meter; 2. Burckhardt (Univ. Marburg) 6,23 Meter; 3. Konrad (Univ. Marburg) 6,03 Meter; 4. Weil (Univ. Gießen) 5,85 Meter. Hochsprung: 1. Fuchs-Wissermann (Univ. Mar- bürg) 1,70 Meter; 2. Weil (Univ. Gießen) 1,65 verschwunden. Bon Wertgegenständen irgendwelcher Art keine Spur, nicht ein einziges Päck- chcn war zurückgeblieben. „Ich glaube, sie haben die Knöpfe richtig er- wischt", sagte Larrh verbissen. 19. Aach der Entdeckung des Einbruches in das Leihhaus ging Larrh nach dem Polizeibureau zurück, wo ihm noch etwa« Heue« mitgetetlt wurde. Flimmer Fred war nicht in seiner Wohnung zu sinden. Ich wünschte, Sie würden mitkommcn und lid) mal seine Wohnung ansehen. Sir", sagte der Beamte, der Fred hatte vorführen sollen. „Id) glaube, da muß was ganz Merkwürdiges vorgefallen fein." „Wenn e« in dem ganzen Fall Stuart irgend etwas gibt, was nicht merkwürdig ift, dann möd)tc id) gern wißen, was das sein könnte', sagte Larrh heftig. A _ Flimmer Fred lebte in Akodleh House. 3er- myn Str.-et, und der Portier deS großen Mietshauses hatte eine sonderbare Geschichte zu er- „Mr. Grogan kam gegen elf Uhr heut abend nach Haus und fuhr direlt nad) oben. 3d) brachte ihm noch einen Shphon Sodawasser, den er bestellt hatte, und wünschte ihm gute Aacht. Bann machte id) meine Runde, uni nachzusehen. ob die Wirtschaftseingänge verschlossen und die Lampen ausgeschaltet waren, und ging dann in meine Loge, wo id) Abendbrot aß und in die Abendzeitung blickte." Die „Loge" war ein unter der Treppe liegender Raum, der in ein kleines Bureau umge- wandelt war, wo Die Mieter ihre Schlüssel abgaben. So gegen halb zwölf glaubte id) fo wa» wie eine Art Schuß und eine schreiende Männerstimme zu hören. Ich ging in die Halle und lauschte. Ich hörte Lärmen und ging bis zu Der zweiten Etage hinauf, von wo das Geräusd) kam, und lauschte von neuem. 3n Mr. Grogan« Wohnung war Licht, da« konnte ich durd) das Oberfenster über der Tür sehen. Es war das einzige sichtbare Lid)t in der Etage. 3d) tlopite an, und nach einer Weile kam Mr. Grogan an die Tür, und id) kann Ihnen sagen, er konnte »einem einen Schreck einjagen, so wild sah er aus. Er hatte ein großes Messer in Der Hand, und sein ganzer Anzug war mit Blut beschimert. „Ach. Sie sind'«", sagte er. „Kommen Sie mal 'rein!" „Ich kam in« Wohnzimmer, und Sie können sid) keinen Begriff machen, wie da« aussah. Die Stuhle lagen am Boden, der Tlsd) war um- geworfen, und zerbrochene Gläfer und Flafchen waren durch da« ganze dimmet verstreut. An der Außenseite von Mr. Grogan« Fenster läuft die Feuerleiter vorbei, und das Fenster stand offen, WMMWMkoM Roman von Edgar Wallace. Leichtathletische , Jeisterschasten der Universität. Im Rahmen der Jahresfeier der Landesum- Hrfitiit wurden am Montag die leichtathleti- licti Wettkämpfe Der Universität auf Dem schon «V-aeiicn Sportplatz durchgeführt Rachdern be- niv am Samstagvormjttag die Borkampfe. zu ftvcn 80 Wettkämpser angetreten waren, stattge- lu ten hatten, stellten sich am Montag nur noch ilt Besten um im Endkamps die Kräfte zu irlcn Se.'Magnifizenz der Rektor der LandeS- Uwerfität und zahlreid)e Profefforen mit ihren firnen sowie einige Persönlichkeiten imserer Bott hatten sich neben den zahlreich erschienenen Btidenten aus Dem Sportplatz eingesunden, um Kn Wettkämpsen. Die unter Der Leitung deS LtiiversitätS-Turn- und Sportlehrers Dr. ISckelmann in slotter. mustergültiger Weise tinctoidelt wurden, beizuwohnen Die Leistim- an und die Beteiligung von feiten der Stu- krienschast waren gut und durchaus besrie- dheiid. In den einzelnen Wettkämpfen, besonder« Ktt in Den Läusen, gab es erbitterte unD span- nnDe Kämpfe. Erhöhtes Interesse erhielten Die littkämpse durch Die erstmalige Durchführung «M Mannschaftsfünfkampfes zwischen Der ilni- ixrfitöt Acarburg unD Gießen. Hier zeigten Die flidiener ©tuDcnten. daß sie auch gegen größere Hiiversitäten im Wettstreit würdig bestehen linnen. Mit 577:564 Punkten konnten sie zum eislcnmal den für Die 30><200-Me ter-S tcsts el ge- fritden Wanderpreis der Medizinischen Fakultät btr Universität Marburg gewinnen. Einige gut ausgeführte Darbietungen der st u- (müschen Reitgruppe fanden großen Anklang (i den Zuschauern. Außerdem zeigten die Turn- ihrerstudenten einige fein zusammengestellte gi)m- nn(tifd)e Hebungen unD eine Körperschule, die lijjc gut in Den Rahmen Der ganzen Beranstal- Itiig paßten. Die frische Ausführung bei frohem eilig gab ein BilD davon, daß auch bei ernster läperlicher Hebung der echte Frohsinn zu feinem Fcchte kommt. Rad) Dem EnDe Der eigentlichen Wettkämpfe loni noch ein Handballspiel zwischen Den Hnl- Dnfltäten Marburg unD Gießen zur Austragung, in» aber bei hem Staube 3:1 für Marburg wegen eiiisthenben Regens abgebrochen werben mußte. ?IC Gießener, besonders Der Sturm, spielten zu jkcfahren und systemlos; Der bessere Sturm Der Harburger Mannschaft entschied Das Spiel. Roch am AbenD gegen 9 Llhr konnte in Der Mlshalle, wo man sich zu frohem Fest ver- lontmelt hatte, Durch Se. Magnifizenz Den Rek- bi Der LanDesuniversität Die Siegerverkundt- üiing vorgenommen tocrDen. Dieses Sportfest erbrachte Den Beweis, daß u auch an unserer Hniberfität mit der allgemeinen körperlichen Ertüchtigung gut vorwärts geht. Tic Ergebnisse: Leichtathletische TNeistcrschaftcii. I OO-Meter-Lauf: 1. Guyot (Chattia) 11,4 „Was ist denn Paffiert, Sir?" fragte ich. „Richt« Besonderes", sagte er. „Rur ein Einbrecher! Das ist alles! Holen Sie mir mal einen Whisky und Sodal" „Er zitterte am ganzen Körper und war surd)tbar ausgeregt. Immerzu sprach er mit sid) selbst, aber Id) konnte nicht verstehen, wa« er sagte. Al« id) mit dem Whisky und Soda kam. hatte er das Messer sauber gemacht und war etwa« ruhiger gewordeii. Er stand an dem ofse- nen Fenstet und blickte in den Hof nach Dem Fuß der Feuerleiter hinunter, und dann bemerkte id). daß da« Glas von einem der Bilder an der Wand durd) eine Kugel zerfchmettert war. Ich fah fofort. daß es ein Kugelschuß gewesen war. denn id) war einige Jahre in her Londoner Polizei und habe da öfter fo was Aehnlid)eü gesehen. Ich sagte ihm. daß er ernst- haste Hnannehmlichkeiten haben könnte, wenn sid> die anderen Mieter über de» Lärm beschweren würden, ober er sagte, id) sollte mir j at übt । keine Kopsschmer v n mach n gab mir fünfzig Pfund für Miete und eventuelle Unkosten und bat mich, die Wohnung für ihn in Ordnung zu halten, bis er zurückkehrte. ®r sagte, er verreiste nach Dem AuslanD." „Ra, unD Dann?" fragte Larry, al« Der Mann eine Pause machte. „Dann kam er mit einem Hcmdkosser herunter, Sir. stieg in ein Taxi unD suhr weg. Hnd das ist Das letzte, was ich voi» ihm gegeben habe." Larry untersuchte ha« dimmer unD sanb, Daß Die Erzählung De« Portier« auf Wahrheit beruhte. Der Raum war Durd) eine Hängelampe mit Drei Birnen erleuchtet, Die mit einem Schirm beDcrft war unD in Der Mitte De« dlmmer« von der Decke herabhing. Eine der Birnen war zersplittert, und der Inspektor machte den Portier Darauf aufmerksam. „Ja. Dir. Die Lampen haben sogenannte Hotel- schaltung: Man kann nad) Wunsd) eine, zwei oder auch alle drei Lampen einschalten. Ge- wöhnlid) brennt Mr. Grogan nur eine." Larrh nickte. „Ich weiß nur zu gut, wa« hier passiert Ist. Er konnte sid) die Szene sehr gut vorstellen Der Eindringling. Der Durch Da« Fenster kam, Flimmer FreD. Der ihn mit seinem Revolver in Schad) hielt, unD wie Dann Der große Mann langsam vorwärts ging, bis seine erhobenen Hände mit der Hängelampe in Berührung kamen und seine riefenhaste Tatze die Glühlampe zer- drückte. Hnd bann hatte Freb gefeuert, unb her Mann hatte fich auf ihn gestürzt, aber Fred war glatt wie ein Aal. Fred war gerissener al« er Diese internationalen Hochstapler, Die immer Kop und Kragen rhfieivii, verlassen sich V aus Schußwassen al« auf Ihre Messer, und zu der größte» Heberraschimg de« blinde» 3ake Denn e« mußte Der blinde Jake gewesen fein — :> u u u • 'JJt e i e r • v u u j. I. ,T,, me) 18,7% Min.; 2. Kleeberg (21TB. Rheinfranken) gegenüber. Da« Treffen ist deshalb M4% Min. I derer Bedeutung, weil es das erstemal ist, daß Hertha B- S. C. bat bislang das große Pech, Dreimal Im Schluß! plel um Die Deutsche Fußballmeisterschaft zu stehe» und dreimal resignieren zu müssen. Wenn nid)t alles täuscht, werden in diesem Jahre die Berliner bereits im Barschlußspiel ihre Hoss- nungen fahren lassen müssen. Wie der Klitb den ständige» Rivale» von Hertha B. S. C., Tennis- Borussia überzeiigend abfertigte, wird er es vor- stehe», sid) auch gegen be» Gegner des kommenden Sonntags ersolgreich durchzusetzen. Bon dem Breslauer S. C 08, der in Frankfurt am Main der Gegner der Spvg. Fürth sei» wird, hat man bislang wenig gehört, bis dann sein oleg gegen die Bayern München, der aus einem ungeheuren Siegevwillen herauswuchs, erst die allgemeine Aufmerksamkeit auf 11)» lenkte. Bei aller 21»erken- innig ihres Könnens, bei größter Aufopferung und ünergielelftung werden die Breslauer wohl kaiim gegen die Fürther bestehen können. Fürth weiß, was auf dem Spiele steht und wird das Spiel ernst, sehr ernst nebmen. Sollten fich nun die süddeiitschen Hoss innigen ver- wirklichen, daß der Klub und die Kieeblattier de» konimenden Sonntag erfolgreid) überstehen, da»» wird der übernächste Sonntag ein Cntscheidungsspiel bringen, wie man es lange ul du mehr in den Endspielen um die Deutsche Fußballmeisterschaft erlebte. Dav ssns;batt'1Kndspie1 hi Nürnberg Da» Cndfpiel um die Deutsche Fußballmeisterfdtaft soll in dem Falle, daß |id) dazu der 1. F.C Nürnberg und Spvg. Fürth qualifizieren, im N it r n - Verger Stadion am 14. Juli ausgetragen werden. V. f. B. Der Sportverein H e r b o r n s e e l b a ch veranstaltet mit Genehmigung des 'Bezirksvor- stande« am kommenden Sonntag ein zweitägige« Werbesport fest »»h fiat hierzu die ßma, Ltgareserve und die drille Mannschaft he« B. s. B. Gießen eingeladen. Während die Liga schon am 1 amstag nach dort i, um abendI her ersten Mannschaft be» aastgevendcn Verein ein Propaganda treffe» zu liefern, beteiligen sich hie Ligareserve und Dritte au Den am Sonntag ftattfinhenheu Pokalspielen. Infolge 'M-»hin he- runn mehrerer ihrer Spieler muß die Liga stark geschwächt antreten. Trotzdem kann man annehmen, daß sie hie I» der Dauklasfe l (früher A-Klasse) an zweiter Stelle stehende Platzels fieber au schlagen In der Lage ist. 3n Anbetracht he» Zwecke« diese« Spiele« sollte sie weniger ■'UX-rt auf da« Resultat legen, solidem vielmehr bemüht sein, ein gesälUge« und systemvolles Spiel vorzilsühren. Inwieweit man den beiden anderen B. s. B.-Ma»nschaften Ehaneen in den Pokal- koiikiirrenzeii einräumen kann, ist nld)t uorau«- zusagen, Da ihre Gegner bzw. Deren Spielstärke nicht bekannt sinD. Kunstturnen imTurnqauHeffettsV.T.) bpw. Ein Kunstturnen veranstaltet am morgigen Samstagabend her Turnverein 1860 In BaD - Ra u h e i m. Den Hauptteil Der reichhaltigen Tumsolge bestreitet unter Leitung von Gaii- oberturntoarl W. Will (Gießen) Die (Sauriege be« (Saue« Hessen Bon Dieser treten hie folgenden Turner an: K. Reuter, Tv. 1846 Gießen, Fink, O. Tertor, Kell (Bkarburg), Slnnwell (Bab-Rauheim). Seth (Großen-Llnben), Würtz (Krofdorf) ihi ei...... ....... die bt kannten Ge. । räteturnet Kretz und Rath au« Mainz Kastel mlttoirfen. Man sieht Der Beranstaltiing schon I deshalb mit besonderem Interesse entgegen, weil Bon den aktiven Leichtathleten des B. s.B. fahren vier mit den Fußballern nach Herbprnseel- bad), um sid) hort an den im Rahmen des Sportfestes am Sonntag ftattfinbenDen leichtathletischen Wettkämpsen zu beteiligen. Koch, Schmidt und Siedel« haben für 100 Meter gemeldet. Ersterer außerdem noch für Kugelstoßen; Jakob versucht sid) im Hochsprung. Leichtathletik der 1900. ö. Für den guten Rus der Leichtathletik-Abtei- lung Der Spielvereinigung 1900 sprechen die in letzter Zeit sid) mehrenden Einladungen. So liegen sür kommenden Sonntag gleich Deren zwei vor, nad) Bielefeld unb Ems. Mit Rücksicht auf bas Schützenfest hat man aber von her Entsen- bung stärkerer Mannschaften abgesehen, unb nur Die stärkste Waffe, hie Mittelstreckler, werDen Wieder in« Treffen geschickt. Es gilt am Sonntag Die 3xl000-QHeter-i5taffel um Den Wanderpreis Der Stabt Bieleseld zu bestreiten. Ber- tclblger her Staffel sind Die bekannten Hessen- Preußen, Kassel, Dod) werben Diese nicht Die einzige Konkurrenz sein, haben Dod) bereits starke Vereine aus Westsalen unD RorbDeutschlanD ihre MelDung abgegeben. An Einzelrennen werben Diesmal stur Bepperling unb Tönge« lell- nebmen, Die Den 800-Meter-Lauf bestreiten. Da Peter« wegen Der am Sonntag erhaltenen Ber- letzung nod) nicht voll aktionsfähig ist. Deutsche FuhbaUmeisterschast. Nürnberg —Fttrth im Endkampf? Wer wird deutscher Meister? Das ist die Frage, die saft ausschließlich das Interesse der deutschen Fußballgemeinde beherrscht. Süddeiltschland |d)iuört auf einen Sieg seiner Bertreter, ist überzeugt, daß das Endspiel nur zwischen dem süddeutschen Meister l.F. C. Nürnberg und der Spiel- Vereinigung Fürth staltsinde» wird. Unb dies eigentlich nicht mit Unrecht. Fürth wie Nürnberg haben in ihren letzten Spiele» bewiesen, daß man ihnen vertrauen kann. Die Ueberlegenheit her Fürther gegen den vorjährige» deutschen Meister, ben Hamburger S. B., war größer, al» > da ' 0 Resultat besagt. Daß der Klub ohne W i e d e r die Tennis-Borusse» mit 3:1 ab fertigen konnte, Ift ein gutes Zeichen für die ausgezeld)»ete 'Berfaffung, in der (id) die Klubleute befinden. Die Borentlchetdimg fallt nun am kommenden Sonntag. Der D. F.B. hat folgende Paarungen getroffen: l.F. L. Nürnberg gegen Hertha v. S. L. im Berliner Poststadion, Spvg. Fürth gegen 5. L. Breslau 08 Im Frankfurter Stadion. „Was für einen Rainen hat er angegeben?" ,Mr. Frederick und, wie ich annehme, eine ^beliebige Adresse." .. Flimmer Fred!" sagte Larry. „Liegt Jermyn etrect in Ihrem Bezirk?" fragte er den Inspektor. „3a, Sir", war hie Antwort. ..Nehmen Sie ein paar Leute unb heben Sie Stimmer Freb aus. Bringen Sie ihn zuerst hier- kc und dann nehme id) ihn nach Cannon Aviv mit, falte es nötig ist. ,,Soll er verhaftet werden?" „Nein, er soll erst mal vernommen werden, virlleicht kann er eine genügende Erklärung (eben, aber er muß es schon äußerst geschickt enfangen, wenn er sich hier herauslügen will. Hua, Mr. Emden," wandte er sid) zu dem Pfandleiher, „ich bin leider nicht in der Lage, Iid morgen früh warten zu können und muß Ji< schon bitten, mich nad) Ihrem Geschäst zu bereiten und mar die betreffenden Knopfe auszu- mubigen." „Mit Bergnügen", sagte her kleine Mann. , j(f> habe mir schon so etwas gebacht und habe |lcid) die Schlüssel mitgebracht. Mein Laben ist lut fünf Minuten von hier entfernt.“ Sin Beamter in dibilflcibung begleitete ihn rauf) bem Gaben. Ate Mr. Emben ben Schlüssel in bas Schloß gesteckt hatte unb ihn herumbrehen tnellte, gab bie Tür nach. .Ranu, die Tür ist ja offen“, sagte er ver- unbert unb ging schnell in ben Gang hinein. ds war unnötig, einen anberen Schlüssel zu nhen, um bie Oeitentür zu öffnen, beim biefe cnid halb offen, unb Larry sah beim Schein liier Taschenlampe, bie Spuren eines Brechen«. Der Psanbleiher stürzte voran in den oben und schaltete das Licht ein. Auf dem Ladentisch lag das Kassabuch unb war m her Seite aufgeschlagen, auf bet bie am letzten tage gemachten Geschäfte eingetragen waren. Wo haben Sie bie Knöpse aufbewahrt?" ragte Larry hastig. Im Gelbschrank in meinem Privatbureau , ngte her Mann. ..Sehen Sie," er zeigte auf bis Buch, „hier ist bie Rümmer." .Hnd ba« Wort „Gelbschrank" dahinter." fügte t'atrt) hinzu, „aber id) habe so die Empsindung, Iote ob Sie Ihren Geldschrank nicht ganz unberührt finden werden." Unb seine Worte erwiesen sich al« wahr. Der proRe „biebessichere" Gelbschrank war in etwa« [täglicher Verfassung, ein Loch war in ben Stahl- giantel hineingebrannt, und das Schloß war kein begann c«: Es ist besser. Sie besd)ästlgen sid) mit einem anberen Fall, Mr. Holt. Sie werben sid) ei»|t- hasie Hnannel)m(id)felten zuzlehen, Uxnn Sie diese Warnung nicht beherzigen." .Wird gemacht", sagte Larry und klingelte. ■ ' ' Sie mir mein lobb« Helm zu kommen Diesen unb ben erhaltenen Drohbrles legte er nebt in ui uh । unb 1 i stich 11 1,1 ib n I Briese waren In her gleld)en Handschrstt geschrieben. (Fortsetzung folgt.) -ie genannten Mitglieder der Hessenriege auch habet sein werden, wenn es gilt, im Oktober d. 3. die Farben des Heimatgaues würdig bei dem Gaumannschaftskampf der Gaue Hessen, Frankfurt a.M. und Rhein-Mosel in der Gießener Volkshalle zu vertreten. Der übrige Teil des Kunst turnabends wird von Abteilungen des Turnvereins 1860 Dad-Rauheirn bestritten. Wirtschaft. Oie Oisconio-cSesellschast zur Wirtschaftslage. Sn ihrem jüngsten Monatsbericht unterzieht die Dlsconto-Gesellschaft die Kredit versor- gung der deutschen Wirtschaft einer Betrachtung. Die gesamte kurzfristige Kreditversorgung habe sich von Ende 1924 bis Ende 1928 von 9,5 auf 23,5 Milliarden Mark geseigert. Bon der Steigerung entfielen auf das Jahr 1927 knapp 4, auf das vergangene 3ahr rund 5 Milliarden Mark. Eine Fortsetzung dieses Dteigerungstempos müsse schon an der Höhe der Zinssätze scheitern, die sich immer noch auf einem seit 1925 nicht mehr erreichten Niveau hielten. Lieber die langfriftigen Kredite wird u. a. gesagt: 3n der Versorgung mit über den Kapitalmarkt geleiteten langfriftigen Kre» diten sind Besserungsansähe nicht zu verzeichnen. Der Absatz von Pfandbriefen, der im April noch recht befriedigend gewesen war. ging int Mai stark zurück. Die Steigerung des gesamten Pfandbriefumlaufs verminderte sich von 78 auf 20 Mill. Mark. Die Begebung privater Anlechen scheitert an dem geringen Umfang der zu langfristiger Anlage zur Verfügung stehenden Gelder. Für dte weitere Kapitalversorgung Deutschlands wird immer noch entscheidend sein, in welchem Ausmaße sich bas Ausland daran beteiligt. Vach einer sehr langen Pause zeigen sich neuerdings die ersten Ansätze für die wieder vorhandene Möglichkeit der Begebung deut- scher Anleihen im Auslande. 3n der zweiten 3unihälfte ist ein größerer Betrag an langfristigen Mitteln hereingeflossen, als in der ganzen Zeit seit 3ahresbeginn. Aber für das erste Halbjahr 1929 wird das Gesamtergebnis der Kapitaleinfuhr nach Abzug der ihr gegenüberstehenden Kapitalausfuhr für Deutschland nur ein recht mageres fein. Allerdings gewinnen andere Formen als die in der Anlechebegebung in der Kapitaleinfuhr steigende Bedeutung. Zu der Beteiligung ausländischer Kapitalisten an deutschen LInternehmungen in Gestalt des Aktienkaufs an deutschen Börsen kommt die Dauerbeteiligung ausländischer Firmen an deutschen Unternehmungen des gleichen Wirtschaftszweiges. Welche der Kapital» einftchrforrn, vorn Standpunkt der deutschen Wirtschaft aus betrachtet, den Vorzug verdient, ist eine Frage, die ebenso schwierig, wie ihre wirtschaft sholttische Bedeutung weittragend ist. 3e- denfalls wird das Ausmaß, in dem die Heranziehung des Auslands zur Ergänzung des heimischen Kapitalfonds möglich ist, das Tempo unserer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung entscheidend beeinflussen. Zur Dörsenlage wird u. a. ausgeführt: Der Mangel an Cigenkapital im Verein mit einer bis in die jüngste Zeit sehr angespannten Geldmarktlage ließ an den deutschen Effektenmärkten eine Besserung der Tendenz nicht aufkommen. Eine stärkere und anhaltende Aufwärtsbewegung konnte sich nur am Markte der Montanwerte durchsetzen. Ausländische Käufe, die auf einzelnen Gebieten zur Ausführung tarnen, boten der Börse vielfach Anregung und Stühe; ihr Ausbleiben machte sich dann aber um so stärker bemerkbar. Jedenfalls kommt eine Verbreiterung des Auslandmarktes deutscher Aktien nicht nur unmittelbar der Haltung der heimischen Börse, sondern auch der Verstärkung unserer Kapitalausrüstung und der Forderung unserer weltwirtschaftlichen Verflechtung zugute. Wieweit das Ausland sein 3nteresse für deutsche Werte praktisch betätigt, hängt natürlich auch weitgehend von der Entwicklung an den internationalen Geldmärkten ab. Sollte die Bank von England durch ihre ständigen Goldverluste zu einer Diskonterhöhung veranlaßt werden, so würde diese auch für den deutschen Geldmarkt um so stärker fühlbar werden, als dieser zur Zeit zu dem englischen in besonders engen Beziehungen steht. Andererseits besteht die Möglichkeit einer stärkeren Erschließung amerikanischer Kredit- qucllen in dem Maße, wie sich die erwartete Erleichterung des Reuhorker Geldmarktes weiter durchzusehen vermag. Es hat den Anschein, daß nach Lleberwindung des Quartaltermins mit einer weiteren Entlastung gerechnet werden kann, die, verstärkt durch Kreditzuflüsse aus dem Auslande, auch der Börse größere Bewegungsfreiheit gibt. Generalversammlung der Hekoga. Oie Verhandlungen um die hessische Gasfernversorgung gehen weiter. WSA. Darmstadt, 4. 3uIL Nachdem heute vormittag der Aufsichtsratder„Hekoga" getagt hatte, fand nachmittags die General- vers ammlung statt, die jedoch unter Ausschluß der Oeffentlichkeit tagte. Es wurde einstimmig nachstehende Entschließung gefaßt: „Die Generalversammlung hat von dem Stand der bisherigen Verhandlungen Kenntnis genommen. Sie stellt fest, daß Vorstand und Aufsichtsrat allen Möglichkeiten der Gasbeschaffung in objektiver Weise nachgegangen sind und alles getan haben, den 3nteressen der hessischen Gasverbraucher bestens gerecht zu werden. Die Generalversammlung erkennt insbesondere auch an, daß Vorstand und Aufsichtsrat bemüht waren und nach den abgegebenen Erklärungen auch künftighin bestrebt sein werden, den berechtigten 3nteressen des Saargebietes in loyal er Weise Rechnung zu tragen. Die Generalversammlung stellt weiter fest, daß die bisherigen vorbereitenden Arbeiten den Entschließungen der in bet „hekogo" zu. sammengeschlosfenen Kommunen in keiner Weise vorgriffen. Die Generalversammlung ist hinsichtlich der neuerdings von der „S ü w e g a eingeleiteten Verhandlungen mit dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der Meinung, daß — unabhängig von der Frage ob auf der Basis von 5,16 Pf. eine Gasfernversorgung aufgebaut werden kann — wegen des Vorschlages über die Herbeiführung einer gemeinsamen Produktionsbasis ine Prüfung der Kalkulationen und der N e ch- nungsunterlagen notwendig ist, ehe eine grundsätzliche Entscheidung zu dem Angebot der „Süwega" in Frage kommen kann, daß aber in erster Linie der Vorstand der „Hekoga" nunmehr seinerseits der „Süwega" Vorschläge zu einer Zusammenarbeit unter Verwendung der von der „Hekoga" seither erzielten Verhandlung sergebnisse unterbreiten soll. Die Generalversammlung beschloß: Der Vorstand wird beauftragt, hierna > die Verhandlungen fort- 3u führen und so bald wie möglich das Ergebnis dem Aufsichtsrat und der Generalversammlung zur Beschlußfassung vorzulegen. Zinsverbilligung für Mlkereikredile. Berlin,^. Juli. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft beabsichtigt, aus Mitteln des landwirtschaftlichen Produktionsförderungsprogramms für das Rechnungsjahr 1929 eine am eite Zinsoerbilligungsaktion für Molke- reikredite durchzuführen. Den Landesregierun- aen find in einem Rundschreiben die Richtlinien bekanntgegeben worden. Die Zinsverbilligung ist ebenso wie bei der ersten Zinsverbilligungsaktion für Darlehen bestimmt zur Beschaffung von Anlagen und Einrichtungen zur Verbesserung der Milcherzeugung, des Milchtransports und der Verarbeitung der Milch, sowie zur Durchführung sonstiger Maßnahmen, deren Ziel die Rationalisierung der Milchwirtschaft und die Standardisierung und Typisierung der Molkereiproduktion ist. Die Zinsverbilligung wird in der Regel nur gegeben zur Durchführung von Maßnahmen, die n a ch dem 1.Januar 1 9 2 9 in Angriff genommen worden sind, und zwar höchstens für fünf aufeinanderfolgende Jahre. Der Zinssatz wird um höchstens 5,5 o. H. mit der Maßgabe verbilligt, daß der von dem Darlehnsnehmer selbst zu zahlende Zinssatz nicht weniger als 5 v. H. betragen darf. Die Zinsverbilligung soll in erster Linie für solche Einrichtungen gewährt werden, die sich o o r b i l b- l i ch auswirken. In Abänderung des bei der ersten Zinsverbilligungsaktion durchgeführten Verfahrens werden zur Begutachtung der Anträge für die neue Aktion von den Landesregierungen bei den Land- wirtschaftskammern oder sonstigen für die milch- wirtschaftliche Fachberatung maßgebenden und von den Landesregierungen dazu bestimmten Stellen Kommissionen gebildet werden, bei denen die Anträge einzureichen sind. Bei diesen Kommissionen find auch die Richtlinien und die erforderlichen Antragsformulare $u haben. Die Richtlinien gehen davon aus, daß die Beschaffung von Darlehen grundsätzlich Sache der Unternehmer ist: soweit nicht die örtlichen Kreditanstalten in der Lage und bereit find, Kredite zu gewähren, kommen hierfür die Preußische Zentralgenossenschaftskasse, Berlin, die Deutsche Girozentrale, Berlin SW. 19 oder die Deutsche Rentenbankkreditanstalt, Berlin nach Maßgabe ihrer für diesen Zweck bereitgeftettten Mittel in Betracht. * Rheinische A. -G. für Braunkohlenbergbau und Drikettfabrika- t i o n, Köln. Der Aufsichtsrat beschloß, der auf den 27. 3uli einzuberufenden Generalversammlung vorzuschlagen- den Gewinn des Geschäftsjahres 1928 z29 in Höhe von 13 618 689 Mark wie folgt zu verwenden: 6 035 531 (im Vorjahre 5 393 007) Mark für Abschreibungen, 379158 (378 874) Mark Rücklage, wieder 10 v. H. Dividende auf 60 Millionen Mark Stammaktien, 6 v. H. auf 7,2 Millionen Vorzugsaktien, 325 565 (wie im Vorjahre) Gewinnanteil des Aufsichtsrates, 446 435 (441 056) Mark auf neue Rechnung. Gleichzeitig wird der Generalversammlung vorgeschlagen, das Grundkapital von 67,2 Millionen Mark unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugrechts der Aktionäre auf 81 Millionen Mark zu erhöhen und die 7,2 Millionen Mark Vorzugsaktien gegen Zuzahlung von 130 v. H. in Stammaktien umzuwanöeln. Von den 13,8 Millionen Mark neuen Stammaktien sollen 9,6 Millionen Mark den Aktionären im Verhältnis von 7:1 zum Kurse von 130 v. H. zum Bezugs angeboten und der Rest zur Verfügung der Verwaltung bleiben. * Amerikanische Beteiligung bei Raab-Katzen st ein. Wie WTD.-Handels- dienst erfährt, ist zwischen den Raab-Katzenstein- Flugzeugwerkcn G. m. b. H. und dem amerikanischen Air Trust in Neuyork eine vertragliche Vereinbarung dahin getroffen worden, daß die amerikanische Gesellschaft 19 Proz. der Geschäftsanteile der Raab-Kahenstein-Flugzeugwerke G. m. b. H. erhält und sämtliche Lizenzen der Kasseler Firma für Nord- und Südamerika übernimmt. Raab-Kahenstein erhält als Gegenleistung für die Hergabe der Lizenzen außer einer entsprechenden Barentschädigung 7 Proz. Geschäftsanteile der mit einem Kapital von 2 Mill. Mark arbeitenden amerikanischen Gesellschaft. Der Air Trust, der das An- und Abzahlungssystem einführen will, hat die vollkommene Llmorganisation des Kasseler Betriebs verlangt, so daß die notwendig werdenden Einschränkungen wahrscheinlich Arbeiterentlassungen nach sich ziehen werden. Die amerikanische Fabrik wird sämtliche Flugzeugtypen von Raab-Kahenstein herstellen. * Gewerkschaft Wintershall. — Volle Einlösung der Markanleihe von 1917. Der mehrjährige Prozeß um die Frage, ob die Gewerkschaft Wintershall das in der Valutaklausel ihrer 8-Millionen-Mark-Anleihe aus dem Jahre 1917 liegende Währungsrisiko gegen sich gelten lassen muß, ist nunmehr vom Reichsgericht in Übereinstimmung mit den Vorinstanzen zu Ungunften der Gewerkschaft entschieden worden. Diese ist nunmehr verpflichtet, die Einlösung ihrer Schuldverschreibungen in voller Höhe oorzunehmen. Insgesamt dürften die Obligationsgläubiger der Anleihe aus dem Jahre 1917, sowie diejenigen einer ähnlichen Anleihe der dem Wintershall-Konzern angehörenden Gewerk- schäft Sachsen-Weimar Forderungen in Höhe von etwa 9 Millionen Reichsmark an die Gewerkschaft erheben. Eine mündliche Begründung wurde nicht gegeben. Frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 5.Juli. Tendenz: zurückhaltend. — Zum Wochenschluß — in den Monaten Juli und August findet Samstags keine Börse statt — verkehrte der Markt in stiller Haltung. Rach der gestern zu verzeichnenden Aufwärtsbewegung der Kurse zeigte sich heute eine gewisse Schwäche. Die Spekulation schritt in verschiedenen Fällen zu Geminnmitnahmen, so daß gegenüber der gestrigen Ahendbörse die Kurse nicht immer behaup- । tet blieben. Anregungen lagen nur wenig vor. In Neuyork wurde gestern wegen des amerikanischen I Feiertages keine Börse abgehalten. Aber die meistere Erleichterung des Geldmarktes fiel auch heute wieder stärker ins Gewicht, so daß die Stimmung freundlich blieb. Auslandorders lagen nur in kleinem Umfang vor, und der Geschäftsumfang war hiervon dementsprechend beeinflußt. Für vereinzelte -Spezialpapiere erhielt sich etwas Interesse. Son konnten Aschaffenburger Zellstoff, die in den letzten Tagen stark angeboten waren und eher schwächer lagen, heute wieder etwas anziehest und lagen bis 2 v. H. fester. Farbenmarktwerte büßten bei der immer noch bestehenden Unzufriedenheit 1,5 o. H. ein. Deutsche Erdöl gut behauptet. Am Elektromarkt blieb die Umsatztätigkeit bescheiden. AEG., Licht & Kraft, Lechwerke und Schuckert lagen von 0,25 bis 1 v. H. schwächer. Siemens unverändert. Einiges Interesse bestand noch für Deutsche Linoleum mit plus 1 v. H., für Süddeutsche Zucker mit 1,25 v. H. Am Kalimarkt waren Westeregeln mit plus 2 v. H. gesucht, Salzdetfurth dagegen 1 v. H. schwächer. Montanwerte zumeist gut gehalten. Nur Mannesmann und Phönix büßten bis zu 1 v. H. ein. Banken still und unverändert. Glanz-- ftoffattien zeichneten sich heute wieder einmal durch stärkeres Angebot aus. Die Ursache hierfür war bis zur Abfassung des Berichtes noch nicht zu erkennen, doch wird der Grund der schon lange bekannten Tatsache entsprechen. Dieses Papier eröffnete 16 v. H. schwächer, doch konnte man gleich wieder Rückkäufe beobachten, so daß fast die Hälfte des Verlustes wieder aufgeholt werden konnte. Renten still, zumeist leicht gedrückt. Im Verlaufe war das Geschäft sehr ruhig. Kursveränderungen traten kaum ein, doch neigte die Tendenz eher etwas nach unten. Nur Farben waren um Bruchteile eines Prozentes erholt. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt war die Mark infolge der Erleichterung am Geldmarkt angeboten und weiter etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2002, gegen Pfund 20,370, London gegen Kabel 4,8487, gegen Mailand 92,67, gegen Paris 123,975, gegen Madrid 33,63, gegen Holland 12,0790. Berliner Börse. Berlin, 5. Juli. (Gig. Drahtbericht des G. A.) Infolge des gestrigen Feiertages in Amerika fehlten für heute Anregungen von drüben. Da aber freundlich gestimmte Monatsberichte einiger Großbanken heute vorlagen, die Spitzenwerte (Kohlen und Kali) gestern im Rbeinlande weiter anziehen konnten, die Kaliabsatzziffern für Juni offiziell bestätigt wurden, befriedigende Saatenstandsschätzungen für Anfang Juli vorlagen, die eine mittelgute Ernte erwarten lassen, und vor allem wieder der Geldmarkt eine weitere Entspannung aufwies, hatte man heute vormittag mit einem festen Wochenschluß gerechnet. Auch vorbörslich konnte man besonders für Spezialwerte noch höhere Kurse feststellen, und man wollte von erneuten Auslandkäufen am Elektromarkt wissen. Der offizielle Beginn der Börse brachte dann allerdings in gewissem Sinne eine Enttäuschung. Die Kulisse wurde durch geringen Ordereingang zu Gewinnmitnahmen veranlaßt. Trotzdem lagen aber noch die ersten Notierungen gut behauptet, teilweise sogar noch über den gestrigen Schlußkursen. Mix & Genest gewannen 2,5 v.H., Maximilianshütte 5 v.H., Kaliwerte 2 bis 3 o. H., Oberkoks lebhafter, plus 2,25 v.H. Für Montanwerke regte die bevorstehende Kohlenpreiserhöhung in Belgien etwas an. Das Geschäft war aber nicht immer so lebhaft an diesem Markte, wie gestern. Angeblich auf ungünstige Presseauslassun- gen über den Geschäftsumfang in der Seiden- und Kunstseidenindustrie lagen Vereinigte Glanzstoff schon zu den ersten Kursen 8 v.H. niedriger und büßten im Verlaufe innerhalb weniger Minuten weitere 12 v. H. ein, um sich dann allerdings auf Interventionen vorübergehend wieder um 10 v. H. zu erholen. Auch auf den Polyphonmarkt wurde anscheinend ein Baissevorstoß angesetzt. Vorbörslich noch mit 430 gesprochen, eröffnete dieses Papier zu 423, um dann bis auf 415 nachzugeben. Beeinflußt von diesen Sonderbewegungen konnten sich auch an den übrigen Märkten die Höchstkurse nicht behaupten. Es traten Verluste von 1 bis 2 v. H. ein. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer geschäftslos. Mazedonier fester. Pfandbriefmarkt gehalten. Geldmarkt weiter entspannt. Tagesgeld 7,25 bis 9,5 v. H., Monatsgeld 9,25 bis 10,5 v. H., Warenwechsel 7,25 v. H. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 5. 3uli. Am heutigen Produktenmarkt blieb die Stimmung im Anschluß an die festen Vortage weiter sehr fest, das Geschäft ließ jedoch im allgemeinen etwas nach. Regeres 3nteresse bestand weiter für Weizen, ferner für Weizen- und Roggenmehl. Weizen konnte 25 Pfennig anziehen, während Weizen- und Roggenmehl erneut 50 Pfennig anzog. Es wurden notiert: Weiten 26,25, Roggen 24; Hafer inländischer 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22; Weizenmehl, südd., Spezial0, 38 bis 38,50; Roggenmehl 33 bis 33,50; Weizenkleie 12,25 bis 12,75; Roggenkleie 13 Mark. Tendenz sehr fest. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse Frankfurt a.M. 22,9 7,75 16,75 70 105,5 122,75 120,5 121,5 123 123,9 122 113,5 150 185,13 Banknoten. 163 331 331,25 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent. Berlin 7,8 8,5 51,25 72,5 222 148,5 1,75 7,75 52 73,5 70 106 106 185,13 279,5 174,5 158,5 163 122,5 193,75 23,2 20,13 121,5 115 220 148 10 o , 5 . 6 , 0 , 6 11 . 0 1,8 7,8 7,7 7,8 . 6 8 V' 8 , 8 10 . » . 8 113,5 127,25 130 156,25 114,25 127,6 129,75 217,5 185,13 280,25 174,75 159 163 209,5 26 91 234,5 25 91,75 234 . 8 . 8 10 . 8 10 10 12 11 12 10 10 10 . 9 . 8 12 98 29,5 2,4 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. *2H. Telegraphische Auszahlung. 29,5 2,6 113,4 127,5 129,5 217 185,13 279,25 174,25 158,75 163 329,25 i fiubto. Loewe . . . Nat. Automobil . . Orensicin & Koppel Leonharv Tietz . . Bamag-Meguin . . e. Maschinell . ....... Heyliaenstaedt . . FunghanS..... Lechwerke..... Mainkraftwerke . < Mtag....... Nekarfulmer . . < PeierS Union . . . Gebr. Roeder . . . Botgt & Haessuer . Südd. Zucker . . . Alla- Deutlche Eisenbahn . Hamburg-Amerika Paket . Hamb.-Südam. Dampflch. Hansa Dampfschiss .... Norddeutscher Lloyd . . . Allg. Deutsche llreditanv. . Barmer Bankverein . . . Berliner Handelsgesellsch. . Commerz- und Prtoat-Bank Darmst. u. Nakionalbank . Deutsche Bank..... DtLkonto-GeseMchaft Aut.. Dresdner Bank..... Mitteldeutsche Crebitbanl. MetaNbank ...•••• Reichst, aul .«••••• 4% Schweiz. BundeSb--Anl.. . . 4% OeNerreichische Goldrte.. . . 4,20% Gelten. Silberrte..... 4% Oesterreich, etnhelll. Otte. . . 4% Ungarische Goldrte...... 4% Ungarische StaatSr. v. 1910 . »/-% deSgi. von 1913..... 4% Ungarische Kronenrte..... 4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . . 4% Türkische Bagdadbahn-Anl.. Serie l........... 4% deSgi. Serie II....... 4% Rumänen convert. Rte. . . - 4%% Rumänen QSolbanL voll 1918 Berlin, 4- Juli Geld Brief Französische Wo tim..... TTZS Holländische Noten...... 168,01 168,69 Italienische Noten ...... Norwegische Noten...... Deutsch-Oefterr.,3100 Kronen 22,03 22,11 111,51 111,95 59,00 59,24 Rumänische Noten...... 2,482 2,502 Schwedische Noten...... 112,08 112,52 Schweizer Noten ....... 80,61 80,93 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten .. 60,41 60,65 12,42 12,48 Ungarische Noten....... 72,92 73,22 Frankfurt a.M. Berlin Schluß- Kurs 1-Uyr- Kurs Schluß- Kurs Anfang Kur« Datum 4.7. 5.7. 4.7. 5.7. Philipp Holzmann..... 111,5 — — 113,75 Heidelberger llement.... 10 139 — — — Gement Karlstadt..... . 8 179 — — — Wayß & Freitag...... 10 102,25 101,75 102,5 — Schultheis Patzenhoser . . . 15 — — 309,5 311 Ostwerke....... . 12 — 249 250,5 8et. Glanzsioff...... 18 428 412 429 421 Bemberg......... 14 — 333 333 Zellstoff Waldhos..... 12 252 —- 251 — Zelllross Aschaffenburg . . . 12 169 171 170 170,25 Charlottenburger Wasser . . • < — — 113,25 113,5 Dessauer KaS....... . 8 — — 201,5 202 Daimler Motoren..... . 0 57,5 58 57,75 58,5 Deutlche Maschinen-Fabrik . . O — — 54 54,5 Adlerwerke Klever..... . 5 51,5 50,5 52,25 51 Frankfurt a M. Berlin Schluß- Kurs 1 Uhr- Ku rs Schluß. fi'UIÜ Anfang. Kur« Datum 4.7. 5.7. 4 7. 5 7. 6% Dt. Reichsanleche v. 1927 . . 87,25 — 87,5 —— Dt. Anl.-Mlös.-Schuld mit AuL- los.-Rechten......... 50,9 — 50,9 _ TeSgU ohne AuSlos.-Rechte . - - 10,25 10,2 10,13 10,25 1% Franks. Hyp.-Bk. Goldpf. unkündbar bis 1933....... 85,75 _ 4%% Rheinische Hyp.-Bank Liqu.- Goldps............ 79,25 _ _ A.E.G. abg. VorkriegS^bligattou., rückzahlbar 1933 ....... 85,5 _ — Schluß- '-Uhr- Schluß- Anfang- Kurs 1 Kure Kur« Kurs Datum 4.7. | 5.7. 4.7. 5.7. A.E.G........... 8 199 198 198,9 198,75 9 224 —— 224,75 225 Elektr. Lieferungen..... 10 —— — 159,75 162 Licht und Kraft ...... 10 217,5 217 217,25 218,4 Fellen & Guilleaume.... . 6 135 — 135,25 136,5 Ges. s. Elektr. Untern.. ... 10 221,5 — 220,75 220 Hamb. Elektr. Werke .... 10 —— — 142,4 141,5 Rhein. ElekN........ . 9 — —— 155 — Schles. Elektr. . ...... 10 —— — 196,25 197,5 . 8 240,5 240,25 240,9 241,4 Siemen« 4 HalLke ..... 12 399 399 399,25 400,5 . 8 — — 147,75 147 Lahmeyer & Go...... . 10 170 — 171,5 — Buderu?......... . 5 76,75 87 77,25 77 Deutsche Erdöl...... . 6 —— 115,5 115,65 116,75 Essener Steinkohle ..... . 8 — —- 138 140 Gelsenkirchener . . . f. Vi 1-4 ' 144 144 144,25 144,25 Harpencr......... . 6 151 151 151 151,75 Hoesch Eisen........ . 8 —— — 137,75 138,5 Ilse Bergbau....... . 8 220 — 219 219 Kloctnerwerke....... . 7 110,5 — 110,75 110,75 Köln-Neuessen....... . 9 — —- 134,4 134,9 Mannesmann....... . 8 125,5 124,6 125,4 125,5 Mansselder........ . 7 — — 141 140 Obersch'.es. Eisend. Bedarf. . . 5 — —- 88,25 — Obcrschles. Kokswerke. . . . . 6 — — 106,4 108,5 Phönix Bergbau...... 6y, 101,25 100,6 101,13 100,9 Rheinische Braunkohlen. . . 10 296,5 297,25 297 Rheinslabl . . . s.'/«Jahr sy, 130,5 130,5 130,5 131,25 Niebeck Montan...... 7,2 — Bereinigte Stahlw..... . fl 106,5 106,9 107.13 107 Olavi Mnen....... 2 sh — 70,5 70,6 Kali Aschersleben..... 10 244 — 245 248,5 Kali Westeregeln...... IC 251 253 250 253 Kaliwerk Salzdetfurth . . . 15 410 409 410 412 F. ®. Farben-Industrte . . . 12 245,5 234,75 235,25 235,75 Dynamit Nabel ...... . Scheideanstalt..... . . ! —- Goldschmidt . ...... . 75 — 76,25 77,25 Rütgerswerka ...... 88,5 — 87,75 88,13 MetiUlgesellschast. . . . . . 11 128 129,25 4- Juli 5. Juli Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Brief Ämit.-Non. 168,37 168,71 168,42 168.76 Bucu.-AtreS 1,757 1,761 1,759 1.763 Brsi-Aotw- 58,21 58,33 58,25 58,37 Christiania. 111,68 111,90 111,77 111,99 Kopenhagen 111,70 111,72 111,72 111,95 Stockholm - Helftngfors. 112,39 112,61 112,42 112,64 10,543 10,563 10,54 10,56 Italien. . . 21,95 21,99 21,955 21,995 London. . . 20,337 20,377 20,344 20,384 Neuyork . . 4,194 4,202 4,1955 4,2055 Paris.... 16,405 16,445 16,395 16,435 Schweiz .. 80,66 80,82 80,67 80,83 Spanien . . 60,47 60,59 60,48 60,60 Japan . . . Rio de Jan 1,863 1,867 1,866 1,880 0,4965 0,4985 0,497 0,499 Wien in D-- Oeft- abgeft. 58,975 59,095 58,995 59,115 Prag . . . . 12,412 12,432 12,415 7,365 12,435 Belgrad .. 7,366 7,390 7,379 Budapest. . 73,12 73,26 73,10 73,24 Bulgarien. 3,027 3,033 3,032 3,038 Lissabon . . 18,73 18,77 18,73 18,77 Danzig. . . Konstantin- 81,33 2,008 81,49 2,012 81,34 2,015 81,50 2,019 Athen. . 5,43 4,154 5,44 5,43 5,45 Tcmada . . 4,162 4,160 4,168 Uruguay. 4,036 4,044 4,036 4,044 Latro . . 20,845 20,885 20,865 30,905 Berlin. 4. Juli Geld «rief Amerikanische Not« ..... Belgische Noten ........ Dänische Noten........ 4,174 58,25 111,45 20,297 4,194 58,49 111,89 20,377 •o'E'A« c e0 / 5 «O u " 3-2.2.15-Q ' Giekener