zreitag, 5. April 1929 179. Jahrgang Nr. 79 Erstes Blatt jedoch, da dieses Memorandum des Vorsitzenden ihren Ansichten nicht entsprach, im letzten Augenblick entschlossen, ein eigenes Expose vorzulegen. Daher ist ein Text entstanden, der sich, wie man zugeben mutz, nicht gerade durch Klarheit und Geeignetheit der gewählten Ausdrücke auszeichnet. Der deutsche Delegierte hat daher um Erläuterung zahlreicher zweideutiger Stellen gebeten. Autzerdem haben sich die vier Gläubigerdelegationen nach einer in ziemlich allgemein gehaltenen Wendungen abgefahren Definition ihrer Forderungen, die jedoch die Ziffern, mit denen sie arbeiteten, durchblicken liehen, bereit erklärt, zu verhandeln, das heiht, Abstriche zu bewilligen. Dem Ersuchen Dr. Schachts, das Ausmaß dieser Abstriche anzugeben, wird heute von der englischen, französischen. italienischen und belgischen Delegation in Anwesenheit Voungs entsprochen werden. Der deutsche Sachverständige wird, wenn, er im Besitz all dieser Aufklärungen und Erläuterungen ist, seine Entscheidung treffen und s einerseits mit Zahlen aufwarten. Das Blatt meint schließlich, daß man nach dem bisherigen Pessimismus gestern abend einen relativen Optimismus gezeigt habe. Treue Anschlußverhan-lungen zwischen Schaumburg-Lippe und Preußen. Bückeburg, 4. April. (WB.) Der Schaum- burg-Lippische Landtag beschloß, die Landesregierung zu ermächtigen, neue Verhandlungen mit Preußen aufzunehmen, nötigenfalls unter Vermittlung des Reichsmini- sters des Innern. Die Verhandlungen sollen unter grundsätzlicher Anerkennung des Standpunktes ge- Eine Eingabe des Hessischen Pensionärvereins wegen Beseitigung von Härten und Unbilligkeiteck' im Besoldungsgesetz wird der Regierung als Ma» terial überwiesen. Ein neuer Flaggenerlaß. Die Teilnahme von Negicrungsvertretern bei Festlichkeiten wird von ausreichender Ausschmückung in den Ncichsfarbcn abhängig gemacht. Berlin. 4. April. (WTD.) Entsprechend einer vom letzten Reichstag gefaßten Entschließung hat die Reichsregierung folgenden Erlaß herausgegeben: „Sie Reichsregierung erachtet es als eine nationale Pflicht und staatspolitische Notwendigkeit, daß bei Veranstaltungen, an denen Vertreter der Reichsregierung oder der ihr Nachgeordneten Behörden teilnchmen, dem Gedanken der Reichseinheit und der Reichstreue durch eine wür - digeHervörhebungderverfassungs- mäßigen Reichsfarben schwarzrot- g o l d deutlich Ausdruck verliehen wird. öic_ ordnet daher an, daß Vertreter von Reichsbehörden an Veranstaltungen, bei denen tzjsMvchhmuck Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- blameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20% mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Langs. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Hamm. 4. April. (WTB.) Der preußische Finanzminister Dr. Höpker-Aschoff sprach in einer Versammlung über das Thema „Steuern und Staatsnotwendigkeiten": „Entsprechend der besonderen Lage der freien Berufe habe ich vorgeschlagen, die freien Berufe von der Gewerbekapital- und von der Crtragssteuer mit einer Freigrenze von 6000 Mark freizustellen. 2m Landtag ist durch die Opposition der Rechtsparteien und durch die Sozialdemokraten diese vermittelnde Lösung unmöglich gemacht worden und darauf ist die volle Einbeziehung der freien Berufe in die Gewerbesteuer beschlossen worden. Der Landtag muh aber noch eine Zweidrittelmehrheit für diesen Beschluß aufbringen, da der Staatsrat Einspruch erhoben hak. Am besten würde der Zweck des Abbaues der übermäßigen Realsteuern, die heute das Fünffache der Vorkriegszeit ausbringen, erreicht werden durch Wiedereinführung der Einkommen- steuerzuschläge der Gemeinden. Die kommunalen Lasten kommen dadurch aus breitere Schultern. Infolgedessen würde auch der Druck zur Sparsamkeit gegenüber der Verwaltung verstärkt werden. Bei der Heranziehung der freien Berufe zur Gewerbesteuer würde es sich dann nur um eine Hebergangslosung handeln, und durch die Rcichs- steuerreform würde diese Frage an Bedeutung verlieren. Die Besteuerung der öffentlichen Betriebe ist eine Notwendigkeit. ®ie öffentlichen Betriebe werden aber den preußischen Steuern bereits unterworfen. Grundsätzlich falsch ist es dagegen, daß die öffentlichen Betriebe in den meisten Fällen von den Reichssteuern, also besonders von der Einkommensteuer, befreit sind. Zwar ist es nicht richtig, wenn angenommen wird, daß mit einer Einkommensteuer- Pflicht der öffentlichen Betriebe Fehlbeträge gedeckt werden könnten; denn der Mehrertrag an Steuern würde unmittelbar einen Minderertrag an Ueberschüssen bedeuten. Aber trotzdem ist die Besteuerung der öffentlichen Betriebe aus Gründen der Kontrolle eines rationelleren Arbeitens ein unbedingtes Erfordernis, und außerdem müssen die öffentlichen Betriebe auch reichssteuerpslichtig gemacht werden, damit sie in der Konkurrenz mit der Privatindustrie unter denselben Bedingungen zu arbeiten gezwungen find. An einer sparsamen Wirtschaft haben alle Schichten das größte Interesse; deshalb habe ich gemeinsam mit dem preußischen Innenminister der Realsteuererhöhung durch die Gemeinden für das kommende Jahr einen Riegel vorgeschoben. Aus dem Beispiel Preußens aus den letzten Iahren sieht man ja, daß ohne Steuererhöhung gewirtschaftet werden kann. So sind die Ausgaben des preußischen Staates von 1927 auf 1928 nicht gestiegen, und für 1929 werden wir den Etat ins Gleichgewicht bringen Oie Gachverfländigen-Konserenz nach der Osterpause. Reichsbankprasi-eniOr.GchachiwirddirektmitdenVerireiernderGiäubigerländerverhan-eln führt werden, daß die preußische Staatsregierung ein Land, welches in Preußen aufgehen will, Preußen soviel Staatsbesitz einbrm- g e n müsse, wie der Kopfanteildespreußischen Staatsbürgers im preußr- schenStaatsbesih, vervielfacht mit der Einwohnerzahl des anschlutzsuchenden Landes ergäbe. Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtags. WHP. Darmstadt, 4. April. Der Finanzausschuß des Landtags erledigte in seiner hjTin$sd)Q(5R *< c.9t gegen von neuen Krieg so schnell wie möglich zu beenden. zwz .(HINES. Kziförig. Hoin3.pl sigruppe, Paitsungtschi, der Kommandant von Peking, muhte von dort infolge des Heber» ganges seiner Truppen zur Nankingregierung nach Japan fliehen. Vor einigen Tagen erklärte sich nun auch die südchinesische Provinz Kwangtung mit der Hauptstadt Kanton — bis jetzt ein Hauptstühpunkt der Kwangsigruppe — für die Nankingregierung. Das Herrschaftsbereich der Kwangsigruppe erstreckt sich gegenwärtig nur noch auf die drei Provinzen Kwangsi, Hunan, Hupe, die allerdings zu den reichsten und bevölkertsten Teilen Chinas zählen. In dem nun entbrannten Bürgerkrieg wird die entscheidende Rolle wahrscheinlich dem „lachenden Dritten", dem „christlichen" General Feng zufallen, der in der Provinz H 0 nan eine abwartende Stellung einnimmt. Dieser Meister der chinesischen militärisch-politischen Diplomatie will allem Anschein nach, solange Neutralität bewahren, bis er seine Hilfe bei einer entscheidenden Wendung der Ereignisse möglichst teuer verkaufen kann. Ein Teil seiner Truppen steht dicht an der Nordgrenze von Hupe, unweit von H a n - kau, während ein anderer Teil die Entwicklung in Schantung, an der Westgrenze dieser Provinz, Gewehr bei Fuß beobachtet. Nord-Schan» truppen ergeben habe. Man habe auch schwere Artillerie erbeutet. Die übergegangenen Truppen feien nach ihrer Vereidigung den Nantingtrup- pen einoerleibt worden. Die übrigen Truppen hankaus befanden sich auf dem Rückzug. Tschiangkaischek drahtete an die Nankingregierung, daß seine Vorhut bereits in die Stadt ein marschiere. Der erste Abschnitt des neuen Bürgerkrieges ist durch den Fall der Stadt hankau abgeschlossen. Dio Nankingregierung will General Tfchi- angkaischek, der bisher den Titel General führte, für den Sieg über die hankantruppen den Titel des Marschalls verleihen. Die Fremdenkonzessionen in hankau sind verbarrikadiert worden, um den von den Regierungstruppen besiegten hankantruppen das Eindringen unmöglich zu machen. Zur Aufrechterhaltung der Ord- nuna wurde ein Bürgerausschutz gebildet. 3m Norden des Landes machen die Streitkräfte General Tfchang- tschunglschangs weitere Fortschritte und haben nach Berichten aus Hongkong die Stadt M u - ping eingeschlossen. Die Lrklä- 0 '00 100 400 '-----1----1-----»km 7d/:J ojuan Schließlich hat mir der Reichspräsident e in e Monatsrente von 100 Mk. aus seinem Dispositionsfonds bewilligt. So bin ich am Leben geblieben. Sonst hätte ich mich erschossen." Der Verteidiger regte an, daß Präsident Karpinski vom Reichsentschädigungsamt vor Gericht sich darüber äußert, warum er sich geweigert habe, seinerzeit den Zeugen persönlich zu empfangen. Auf Anregung des Ersten Staatsanwaltes Köhler erklärte sich Regierungsrat Lazarus vom Reichsentschädigungsamt bereit, aus den Entschädigungsakten im Falle Ruhland zur Aufklärung das nötige vorzutragen. Ruhland gehöre zweifellos zu den am schwersten geschädigten Personen, denn er habe außer dem erlittenen Sachschaden auch feine Existenz verloren. Die Gesetzgebung berücksichtige aber nur den Sachschaden, der in diesem Falle auf 147 000 Mk. beziffert worden sei. Davon habe Geheimrat Ruhland bis jetzt 10 000 Mk. erhalten. Dann äußert sich der Angeklagte L am g k 0 p p noch über seine Maßnahmen zur Verhinderung einer wirklichen Entzündu n g des Koffers, die in der Abschließung der Patrone und der Mündung des Revolvers durch Papierpfropfen und Klebestoff bestanden hätten. Der Sachverständige, Feuerwerksoberleutnant a. D. Nürnberger, Hannover, bezeichnet die Art der Anbringung des Brennstoffes und des Revolvers im Koffer als höchst ungeschickt, unvollständig und unzweckmäßig, so daß man wohl nicht an die Absicht Langropps glauben könne, den Koffer wirklich zur Entzündung zu bringen. Der 56jährige damalige stellvertretende Präsident des Reichsentschädigungsamtes, Geh. Iustizrat Dach, erklärt auf die Frage des Vorsitzenden, ob seine Amtsniederlegung irgendwie mit diesem Vorgang vom 2. März zusammen- hange, daß er aus Gesundheitsrücksichten von seinem Amt geschieden sei. Auf Ersuchen des Schieß- sachverständigen Schmuderer zeigt der Zeuge Bach an dem am Boden liegenden Sachverständigen das Handgemenge mit Langkopp und die Richtung, in der die drei Schüsse abgegeben wurden. Berlin, 4. April. (WB.) Im Laugkopp- Prozeß, dessen einzelne Phasen in den Kreisen der durch den Krieg Geschädigten mit großer Erregung und Spannung verfolgt werden, begann heute die Vernehmun g der Zeugen, die über ihre Erfahrung mit dem Reichsentschädigungsamt berichten sollen, wobei es mehrfach zu bewegten Auftritten kam. Als erster wurde der frühere Iustizrat R u h l a n d vernommen, der sich der Verteidigung freiwillig als Zeuge zur Verfügung gestellt hat. Cs handelt sich um einen 76jährigen schwerleidenden Mann, der, von Justizwachtmeistern gestützt, auf Krücken den Saal betrat. Er war früh er Rechtsanwalt am Oberlandesgericht in Colmar. Nach dem Kriege wurde sein Haus von Franzosen beschlagnahmt und verkauft, ohne dah er einen Heller bekommen hätte. Auch sein Der- mogen von 450 000 Mk. ist — und zwar durch die Inflation — verloren gegangen. Auf Bei fragen durch die Verteidigung äußert sich Ruh» land sehr erregt über seine Erfahrungen mit den Entschädigungsbehörden. Seine Ansprüche seien bisher nur in ungenügender Weise befriedigt worden. Er sollte im Jahre 1940 20 000 Mk. erhalten, habe aber bis jetzt nur kleine Abschlagszahlungen bekommen, die etwa 18 000 Mk. erreichten und zum großen Teil zur Abdeckung neuer Schulden Verwendung finden mußten. Der Zeuge brach wiederholt in Tränen aus und erklärte: „Ich habe oft gehungert!" Der Zeuge hat im Interesse eines anderen Geschädigten wiederholt versucht, beim Entschädigungsamt vorstellig zu werden, ist aber nach seiner Aussage schroff abgewiesen worden, als er versuchte, den Präsidenten K a r p i n s k r zu sprechen. Als der Verteidiger Dr. F r e h an den Zeugen schließlich die Frage richtet: „Haben Sie monatelang mit dem Gedanken des Selbstmordes g e spiel t?" bricht der Zeuge erneut in Tränen aus und erklärt dann auf eine ergänzende Frage des Verteidigers schluchzend: „Ich habe nur aus Rücksicht auf meine Tochter von diesem letzten Schritt Abstand genommen. ©er Kall Langkopp vor Gericht. vc~ «Armeen unt• Tschhnq-Kdi- Schek . & Armeen unt• Feng. ra von Tscheng Tsun-Tschdog besetzt. A Kommunist. Aufstendsgebiet. _ .—'Provinznr, ©KwantoigruSe =—=Eisenb. Preffegeogrdphi? A/9 2 * Schnee Graupeln - Nebel "R Oevwer.^windstllle. «o-, sehr leichter Ost massiger.Südsüdwest Q stürmische^ 'lordWest Die Piene fliegen mit dem Winde. Die beiden Stationen stenenden Zahlen geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Qrte mit gleichem, auf Meeresmveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Die nördliche Druckstörutzg ist südwärts 'weitergewandert und nimmt den westlichen und südwestlichen Teil Deutschlands mit in ihren Bereich. Ihre aufgleitende Warmluft führte zu ergiebigen Niederschlägen, die durchweg als Schnee niedergehen. Die Temperaturen hatten in den heutigen Morgenstunden den Gefrierpunkt schon etwas überschritten. Im übrigen Deutschland dagegen herrscht meist heiteres Wetter mit Temperaturen unter 0 Grad. In Schlesien hat sich sogar der Frost noch etwas verschärft und erreichte dort bis zu minus 6 Grad. Da mir sehr rasch unter den Rückseiteneinfluß der Störung gelangen, so bleibt immer noch das veränderliche Aprilwetter bestehen, wenn auch zunächst wieder die Niederschläge nachlassen und mehr in Schauern niedergehen. Wettervoraussage für Samstag: Wechselnde Bewölkung mit Aufheiterung, Temperaturen vorläufig noch etwas ansteigend, einzelne Schauer. Wettervoraussage für Sonntag: Noch kein beständiges Wetter. Lufttemperaturen am 4. April: mittags —0,2 Grad Celsius, abends —1,5 Grad; am 5. April: morgens — 0,1 Grad. Maximum 4-1,5 Grad, Minimum—4,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. April: abends + 4,3 Grad; am 5. April: morgens di 1,2 Grad Celsius. — Schneedecke 4,5 cm. A\\xxV\\\\x IXAWWWW t\\\\\\\\\X i einer ZWahess® Niffirfiches Jean Weisel, (Heften, Soanenatrafee 6, Telephon Nr. 8K 2316V Verkauf durdi Willi Letsdi, Giefaen, Krofdorfer Strafre 16, Fernruf 1235 3O97A Ein Versuch, und auch Sie werden ständiger und zufriedener Kunde! 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Selterswefl L oiass ^kPoluragoz '°n schlV- ’ getoiet und 4 ^xxxxwxx- WM ; M« »JA Für den Verkauf einer gesehl. geschützten Auto-Trettustpumpe (erstllassige preiswerte Neuheit) Vezirks-Deckelel bei hoher Provision gesucht. Schriftliche Angebote unter 3091V an den Gießener Anzeiger erbeten. tbinanbs. tt" erfahren r>vmdustrielle uwsassenden 'lgers Franz >nd Karn- 1 Hohenberg, Neils & Kraft Marburger Straße 6L 019-M „ 6. „ 3b 1 „ 2,90 „ Das Holz ist mit Rinde gemessen, aber entrindet. Angebote sind nach Losen getrennt bis zum Dienstag, dem 9. April, nachmittags 2 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen. Die Bedingungen werden daselbst bekanntgegeben. Nähere Auskunft erteilt Förster Braun ^lichtL. ^°"s«fun- söet unb .^Echisss- S klk öS 5 «*’*$v SL schürft iS d>e achsl ^uern hr51 ■ |W.W Al®'01, alN “iS=KBKENZWIND y.SCHNSE Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Samstag, den 6. April. Siadlkirche. 2 Uhr: Beichte jür die Konfirmanden und deren Angehörige aus der Matthäusgemeinde: Dfarrer Mahr. — Iohanneskirche. 2: Beichte für die Konfirmanden und deren Angehörige aus der Lukas- gemeinde: Pfarrer Bechtolsheimer. — Kapelle des Allen Friedhofs. Beichte für die Konfirmanden unb deren Angehörige aus der Luthergemeinde; Pfarrer Lenz._____________________________________________ Sprechstunden der Redaktion 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samslag nachmitlag geschloffen. 'S»-- »."ÄL i ort« r" 4 Sollte das nicht auch Ihnen zu denken geben und Sie veranlassen, im Bedarfsfälle Ihre Woli^3fliesfrutnp{. und Handarbeitswolle StridksadienHer Art, wie Kleider, Jumper, Pullover, Westen, Jacken usw. Strumpfie^ Seide> Flor> Flor lylt Seide, Wolle, Wolle mit Seide, Mako im Spezial - Wollgeschäft Else Diümar / (liehen Löwengasse 20 zu kaufen! Bekanntmachung. Unter Zugrundelegung der Reichsverdingungsordnung sollen die 3085O Erd-, Maurer- und Leionarbeiken für den Neubau einer Wartehalle mit Nebenanlagen und einer Transformatoren- station an der Volkshalle vergeben werden. Die Unterlagen liegen auf unserem Bureau, Asterweg 9, offen. Angebotsformu- lare sind ab Montag, den 8. d. M., daselbst zu haben. Die Angebote sind verschlossen, versiegelt und mit entsprechender Ausschrift versehen, bis zum Eröffnungstermin Samstag, den 13. April 1929 vormittags 12 Uhr bei uns einzureichen. Gießen, den 4. April 1929. Städtisches Hochbauamt. Gravert. das Stehlen nicht gar zu leicht zu machen, werden die Besitzer von Fahrrädern ermahnt, die Fahrräder beim 2lbstellen auf Straßen und Plätzen, ganz besonders an öffentlichen Gebäuden, anzufchliehen, auch dann, wenn es sich nur um einen Augenblick handelt, denn erfahrungsgemäß werden alle Fahrraddiebstähle sofort nach dem Abstellen ausgeführt. ** Rowdy tat. Der Polizeibericht teilt mit: In der Nacht vom 23. zum 24. März wurde in der Ste- phanstraße (Ecke Keplerstraße) das Verkehrsschild „Schule" von bis jetzt unbekannten Tätern demoliert. Personen, die Wahrnehmungen bezüglich der Täter gemacht haben, werden gebeten, hiervon der Kriminalpolizei, Landgraf-Philipp-Platz 1, Zimmer 64, Mitteilung zu machen. „ _ *• Schüleraustausch mit dem Auslande. Man schreibt uns: Seit 1925 besteht ein Schüleraustausch mit Frankreich. Die Eltern übernehmen die Reisekosten und Taschengeld und verpflichten sich, den Ausländer bei sich aufzu- nehmen als Gegenleistung für die Unterbringung ihres Kindes im Auslande. Dos Einreisevisum wird von Deutschland und Frankreich gebührenfrei erteilt. Der Austausch kann gleichzeitig geschehen, doch ist es besser, daß die Jugendlichen zusammen sind. Sehr erwünscht ist es auch, daß Familien ohne Gegenleistung ein ausländisches Kind als Gast bei sich aufnehmen. Die Anmeldefrist läuft am 15. Mai ab. Auskunft: Studienrat Schoen, Gießen, Ludwigstrahe 38. (Welkere Lokalnachrichten im 2. Blatt) Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Gr. L. 100 Mark Paviergeld waren am 31. Dezember 1918 50,75 Reichsmark, am 31. Marz 1919 40,32 Reichsmark, am 31. Dezember 1919 8,98 Reichsmark. Jrau S. TS. Wenn Sie feit fünf Jahren krank und arbeitsunfähig sind, steht Ihnen — wenn die Wartezeit erfüllt und die Anwartschaft bis zum Tage der Erkrankung aufrechterhalten ist — Anspruch auf Inoaliden-Krankenrente zu. Denn Invalidenrente erhält aud) der Versicherte, der nicht dauernd invalide ist, aber während 26 Wochen ununterbrochen invalide gewesen ist, oder der nad) Wegfall des Krankengeldes invalide ist, für die weitere Dauer der Invalidität. In diesem Falle müßten Vannbaar, entlauf. Mitteilung an um7 Keißner, Schulstratze 6. ■Ksaeea Aus der provinzialharrptstadi. ! Gießen, den 5. April 1929. Liebe und Flirt. Zyniker und Weife sprechen von einer fchematifchen - Entwicklung der Liebe. Auf dem rollenden Band der menschlichen Seele werden künftig demnach nur noch Cinheitstypen laufen. Erziehung und Entwicklung merden diesen Typen dann die notwendige Form fleben. Was in scheuer ^Schönheit erträumt, von einem Hauch zärtlicher Gedanken umweht, in tieffter Empfindsamkeit gefühlt und verherrlicht war, soll durch wissenschaftliche Lebensführung erfaßt werden ... Diese Weifen sind wie Kinder, die der Puppe die '.lugen ausstechen, um ht den Kops sehen zu können, - — die Großvaters Uhr?auseinander nehmen, um den ..Tiktak" zu finden. Diese Leute verwechseln Liebe und Flirt. Es ist schade, daß wir im Deutschen kein geeignetes Wort für diesen Begriff haben. Der Flirt ist schon lange normiert. Dom ersten b-is zum letzten Kuß einer solchen Angelegenheit bleibt sich der Mann immer gleich. Wenn die Frau !>ie Augen schließen würde, wahrlich: es fiele ihr schwer zu sagen, ob es der Sieger des letzten Jahres »der der Held des laufenden Flirts ist. Nach dem dritten Flirt gibt es für das Durchschnittsmädchen von heute keinerlei Ueberrafchungen mehr. Es ist eine verheerende und lähmende Gleich- .maßigkeit, die auch jener Junggeselle empfinden fomn, der tagaus, tagein täglich in der gleichen Wirtschaft den gleichen Braten essen muß. Man-mag durch eine peinliche Anzahl von rfltns «rgangen fein, ohne ein einziges Mal die holde, jchöne Botschaft der Siebe vernommen zu haben. Der Flitt all der Tageshelden zusammen kann uns nicht jene seelische und geistige Kameradschaft geben, jenen nicht zu ermüdenden Gleichklang, die das letzte Geheimnis dssr Liebe sind. ... Liebe mag, vor allem beim Mann, durch körperliche Anziehung ihren stärksten Auftrieb erhallen: »ei der Frau entspringt sie weit mehr einer stark empfundenen geistigen und seelischen Gemeinschaft. Auch der einfachsten Frau bedeutet Liebe die Offenbarung eines höchsten göttlichen, unmeßbaren Instinktes. Der Flirt führte sie zu dem erwähnten Wirtshausesfen des Junggesellen: die Liebe zu dem zauberhaften Gastmahl mit edlen Weinen, duftenden Blumen und nie gehörter Musik. Du kannst alles überwinden und vergeßen: Er- Aiehung, Gesellschaft, Tagesnot unb Flirt. Du kannst aber niemals die Liebe überwinden ober verneinen; ebenso wenig wie die Schönheit, Treue ^Da?sinb^bie ewigen Wahrheiten des Lebens selbst in der Zeit des Flirts und des rollenden Bandes. Wohl aber kannst du dich um all dieses selbst be- ^anir aber bist du das, was du vor Jahrtausenden schon -warst: ein tönendes Erz ober eine klingende Schelle. . M.-A. Bornotrzen. — Tage Skalen der für Freitag. Stadt- fcheater: „Dame Kobold", 20 bis 22.30 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „SOS“. — Astoria-Licht- spieke: „Rintintin". — Stadttheater Gi e ße n. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns aeschrieben: Die heutige Vorstellung „Dame Kobold" beginnt um 20 Uhr. — Sie sofort bei der Süraermeifterel Ihres Ortes dahingehenden Antrag stellen, da die Rente länger als ein Jahr rückwärts, vom Tage der Antrag- stellung an gerechnet, nicht gezahlt wird. Waren Sie dagegen nur während der Zeit der Heilanstaltspflege krank und arbeitsunfähig, über diese Zeit hinaus also nicht invalide, bann ist Ihre Anwartschaft verfallen. Ohne Einsicht der laufenden Quittungskarte und Aufrechnungsbescheinigungen kann Ihnen nicht gesagt werden, ob und unter welchen Bedingungen Ihre Anwartschaft wieder aufleben kann. Wir empfehlen Ihnen, sich unverzüglich mit diesen Unterlagen an die Kartenausgabestelle (Bürgermeisterei Ihres Wohnortes) zu wenden. Der Umstand, daß die Marken aus Mangel an Mitteln nicht verwendet wurden, ändert an der Sache nichts. Berliner Börse. Berlin. 5. April. (WTB.-Funtspruch.) 3nt heutigen Frühverkehr war das Geschäft wieder gering, die Stimmung aber im Gegensatz zu gestern abend freundlicher. Der erholte Aeu- horker Schluß, die Aichterhöhung der Diskontrate drüben und vor allem bessere Meldungen aus Paris beruhigten und lösten bei der Spekulation Deckungsneigung aus. Man hört Ik.-G.-Farben mit 252,5 Geld, Siemens mit 401 Geld und A.E.G. mit 181.5 Geld. Am Devisenmarkt nannte man: London-Paris 124.18. London-Mailand 92.75, London-Spanien 32.20, London-Kabel 4.8525, Kabel-Berlin 4.217 750. Achtung! Achtung! Eickbladt, Frankfurt verkauft morgen Lamslüg vor der Reithalle auf dem Wochenmarkt: 01933 MsW.MIS-U.MlMlMv.rv Bi.-fioUl, Otongen, M btll^Preisen Nuhhülz-Gu-mission. Zu den beim hessischen Staat üblichen Bedingungen werden submissionsweise verkauft: 3087C Llchenabschnille: II 48 St. = 17,29 fm; III 15 St. -- 8,74 fm. Ahornabschnttie: II 1 St. = 0,29 fm. Kiefern-Langholz unb .Abschnitte: lb 8 St. = 2,22 fm; Ila 11 St. = 4,02 fm; Hb 19 St. = 8,93 fm; Illa 10 St. = 7,15 fm; Illb 1 St. = 1J9 fm. Hichlen-Längholz und.Abschnitte: la 130 St. = 18,61 fm; Ib 89 St. - 27,32 tm; Ha 51 St. - 30,03 fm; Hb 27 St. = 26,91 fm; Illa 10 St. = 14,13 fm; Illb 5 St. = 7,74 fm; IVa 1 St. = 0,63 fm; VI 1 St. = 2,00 fm. Lärchen Langholz unb .Abschnitte: Ja 30 St. = 4,18 im; Ib 7 St. = 1,90 fm; Ila 4 St. = 2,07 fm; Ilb 6 St. = 6,52 fm; Illa 3 St. = 4,01 fm, Deißtannen Langholz: Ib 3 St.--1,07im; Ila 1 St. -- 0,90 fm. Fichienderbslangen: I 95 St.; II 133 St.; III 224 St. Fichtenreisstangen: IV 75 St.; V 130St. Lärchenderbslangen: I 11 St. Fichlennuhknüppel (3 m lang): 2,3 rm. Sämtliches Holz lagert unentrindet, aber ohne Rinde gemessen, im Staatswald bet Bodenrod und wird auf Verlangen durch den Förster Feller sowie den Forstgehilfen Winter daselbst vorgezeigt. Nähere Auskunft durch das Forftamt. Angebote mit der Aufschrift „Submission" werden, getrennt nach Holzarten und 2tärkeklafsen, erbeten bis Dienstag, den 16. April 1929, vormittags 9 Uhr, auf unserem Amtszimmer. Butzbach, den 5. April 1929. hessisches Forftamt Butzbach. Somdog, 7. Äprv, Fremdenvorftellung „Cäsar und Cleopatra" von Vernarb Shaw. Beginn der Vorstellung 19 Uhr, ermäßigte Preise. — Das Ensemble des Wiener Hofburgtheaters bringt bei feinem Gastspiel am 9. April das Stück des Kleistpreisträgers Lernet-Holenia „Die Frau in der Wolke". Die Vor- tellung ist einmalig. Leitung Professor Albert Heine. — Das Lichtspielhaus Bahnhofstraße bringt am morgigen Samstag, am Sonntag und am Montag ein Gastspiel des Kölner Humoristen Harry Dienen st ein mit seinem Ensemble. Dem humorvollen „Köllschen Jong" geht von zahlreichen anderen Städten der Bus eines köstlichen Unterhalters voraus, bei dessen Darbietungen die Besucher überall angenehme Stunden der Erheiterung fanden. 3n den uns vorgelegten Pressestimmen wird Dienenstein mit seinem Ensemble beste Anerkennung ausgesprochen. Man beachte die heutige Anzeige des LichtspieJ- hauses. — Anhaltender starker Schneefall ist seit heute früh hier wieder zu verzeichnen. Während gestern der Schnee nur mit Unterbrechungen und in grobflockiger, reichlich nasser 5orm fiel, am Nachmittag sogar schönes Wetter mit Hellem Sonnenschein herrschte und alle Aussichten auf eine Besserung der Wetterlage gegeben schienen, haben wir heute vormittag bei Neinflockigem Schnee ein ausgesprochen winterliches Landschaftsbild. 3n Feld und Garten ist eine über fünf Zentimeter hohe Schneedecke zu verzeichnen. und auch in den Straßen der Stadt liegt der Schnee etwa in der gleichen Höhe. Dabei schneit es zur Zeit der Mederschrift dieser Zeilen noch anhaltend weiter, und der Himmel sieht nicht im geringsten danach aus. daß dieser Aprilschnee ein rasches Ende finden würde. Der launische Llpril mutet uns wirklich allerlei zu. ** Finanzamtspersonalien. Die Steuer- aMenten bei dem Finanzamt Gießen Otto D e i b e t, Bruno Herrmann, Ludwig Reuter und Willy Stork sind mit Wirkung vom 1.Januar 1929 ab zu Steuersekretären bei dem Finanzamt Gießen ernannt worben. — Der Steuerassistent Willy Luft beim Finanzamt Gießen feierte gestern, am 4. April, sein 25jähriges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß wurden dem Jubilar von seinen Kollegen herzliche Glückwünsche übermittelt unb ein Geschenk überreicht. ** Reichsbahn-Personalien. Die beim Bahnhof Gießen tätigen Reservezugführer Georg Dort, Philipp Iu n g und Karl Weigel würben mit Wirkung vom 1. April ab zu Reichsbahnzugführern ernannt. . ** Iustizpers 0 nalie. Der Justizinspektor bei dem Amtsgericht in Alsfeld Nikolaus Degen wurde auf fein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Mai ab in den Ruhestand versetzt. . ** Fahrraddiebe am Werke. Der Polizeibericht meldet: 3n den letzten Tagen wurden hier eine Anzahl Fahrräder, it a. am 23. März ein Fahrrad Marke „Dixi", Fabriknummer 259 132, am 26. März ein Herrenfahrrad Marke „OHifa“, Fabriknummer 312 366 und ein Damenrad Marke „ Frankold", Fabriknummer 6532, am 2. April zwei Herrenräder Marke „Mars". Fabriknummer 45 650 und Marke „Corona", Fabriknummer 505 221, entwendet. Da der Badfahr- verkehr infolge der zunehmenden wärmeren Witterung jetzt anfteigt. ist mit immer mehr zuneh- . wenden Diebstählen zu rechnen. Um den Dieben Zagdverpachlung. Am Samstag, dem 20. April d. 3., 15 Uhr. wird in der Gastwirtschaft Freund, Hierselbst, die 3agb des Jagbbejirfe Krofdorf-Gleiberg und Vetzberg ab 1. April 1929, zunächst in zwei Jagdbezirken und hinterher im ganzen auf neun Jahre öffentlich meistbietend ausgeboten. Jagdbezirk I umfaßt die Flächen, die rechts von dem Gemeindeweg Wißmar über Krofdorf nad) Vetzberg liegen, ohne die Gemeinde Vetzberg, mit rund 3142 Morgen, davon 2084 Morgen Wald. Jagdbezirk II besteht aus den Flächen, die links von dem Gemeindeweg Wißmar über Krofdorf nach Vetzberg liegen, einschließlich der Gemeinde Vetzberg, mit rund 2511,6 Morgen, davon 154,4 Morgen Wald. Vorkommende Wildarten im Jagdbezirk I: Rotwild, Rehwild, Hasen, Rebhühner u. a.; im Jagdbezirk II: dieselben Wildarten ohne Rotwild. 3067D Das Jagdgebiet ist von Gießen aus mit der Autopost in 10 bis 15 Minuten zu erreichen. Haltestelle der Berlin-Metzer Bahn im Jagdbezirk II. Nähere Auskunft durch den Unterzeichneten. Krofdorf (Kr. Wetzlar), 4. April 1929. Der Iagdvorsteher. I Stört ANZEIGEN für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahmefällen nicht gewährleistet werden! VERLAG DES GIESSENER ANZEIGERS Bekanntmachung. Alle noch rückständigen Rechnungen über ausgeführto Arbeiten und Lieferungen für die Betriebe des Städtischen Tiefbauamtes mährend der Zeit vom 1. April 1928 bis 31. März 1929 sind pätestens bis zum 1. Mai 1929 in doppelter Ausfertigung unter Beifügung der Bestellscheine an das Städtische Tiefbauamt, Asterweg 25, einzureichen. 3085C Gießen, den 3. April 1929. Städtisches Tiefbauamt: Braud a d). Holzsubmissiott. Die Gemeinde Staufenberg verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachstehend verzeichnetes Holz: 3086V Fichteu-Langhol; N. Los 1. Kl. la 210 Stück, 38,00 fm 'reu wie kein anderer .XXXXXXXXXXXXS gen. so 0.E o640 Ca. 10 Zentner Ke« zu verkaufen. 01954 Wleseck, Kirchstr. 8. | Kaufgesuche | Gebrauchte Wickelkommode in gutem Zustande gesucht. Schr. Ang. m.Prelsang. u.3»72o a. d. Gien. Anzeiger. tz.z ülriW « eimt 6 to't neuen Vualismus ( ton neu«" » ent dem M cung oon^ «nuge nicht. cnn»es MM phtt preuW Iatn Ausfuh' Stellung der tzenchen. Di'! Sm ganzen h lä)lag dem > Dem anderen. (Nünchen) » 1 iilitit von ' großdeutsche ■ schlag völlig »erbe Amh Doch wie tx grrotzdeutscher Dos 5om (Baden). Alt c»sschusses m herigen Entv d«ß er den 2 trachte. Beze Ausschüssen i Plillhischtt T glleberung a unter allen l ket Zustand' fleforbert vi Achtung vor bie Frage bt der Äeichsbal ben Zentralisi i end anbete $ winden sucht! ösche Deishe Nechispslege »erwurzelt I werben, Heu wir nur eint 3n der ans Run3 (Rafft helfen wolle mit Hess« lefeifl :potgehob biing: 3 Serien Phantasie-Stro |"A 7e50 Serie 3 y*®_ 16c Schäfersheck. Ei.-Stämme, Kl. 1—5 = 6,06 fm MODEHAUS 120-SALOMO« ■ Mk' " SCHU LSTRASSE 4 mit Telephon - Gelegenheit gesucht. Schnitt. Angeb. um. 01960 a. d. Gieg.An;. |Stellenangebote| Heimarb. vergibt _ P. Holfter, Breslau Hb. • Kinderstrümpfe in guter Strapaziar-Qualität, beige und grau meliert, (Größenzuschlag 5 Pf.) für das Alter v. 6 Jahren (Gr.5) turne l“ * , „Die M soetoioifei Modrows Preutzen u. 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April Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) I. reg tfter Zagdpaß und Zagdhastpslicht. Der »Gießener Anzeiger" brachte m Ar. 77 vom 3. April einen kurzen Berccht über den wesent- .. r ix .t -TL 1-s » » <> A n ( I f f ? n Q Q Q * seine Grundmauern. . Die Opposition glaubte sogar nachträglich den grotesken Selbstmord, den da« Parlamentarische System mit der Verleihung diktatorischer Vollmachten an Mussolini begangen hatte, durch die sadenscheinige Erklärung rechtfertigen zu Vnnen. Acht der Schweizer Jugend, die auf die Miliz vorbereitet wird: in der Hand den Bellum gallicum. über der Schulter den Karabiner. Mannbar geworden, mit 18 wahren, erhält der junge FasAst den Ritterschlag. Bei der Aushändigung des Gewehres muh er den nien ^General- tfidjenmn i beircibi ! verlöiKii. sassvJukb nnntiielH- lütrbtft ii. Das mich in Madras ärgerte Von Dr. «lphon« Höfliche, aber dringende Aufforderung. Die Berliner sind für ihren schnoddrigen Witz bekannt und berühmt, doch nicht.immerdesweaen beliebt. Im Borden der Stadt, dort, wo sich ein etwas robustes Völkchen zu versamme n und wo man nicht mit sanften Worten um sich zu werfen pflegt, hat ein Wirt, der anscheinend Kummer gewohnt tft. ein paar tausend Zettel drucken lassen, welche allen ^en die über den Durst getrunken haben, auf den Tisch gelegk werden. Hat ein solcher Gast durch Reden und Taten unliebsames Aufsehen erregt so tritt der Kellner an seinen Tisch und legt ihm ohne er klärende Worte ein Exemplar auf den Teller. Dann kann er lesen: Nachdem Sie das vorschriftsmätzlge Quantum gesoffen und reichlich die große Schnauze gehabt haben, fangen Sie nun an, lästig zu werden. Sie werden daher so höflich wie dringend gebeten, sofort das Lokal ganz unauf allig und ohne jede dreckige Bemerkung zu verlassen. , Die Besucher dieser Kneipe verstehen solch- Worte, der Zettel soll Wunder wirken. B*s Sw gnShi.K® Zs ;:SS> si7fü7^n^halb«7nach A-gYpten L dort nach dem Rechten zu sehen, und sich danach Europa zuwenden wurde, die einzelnen Länder dieses Erdteils zu besichtigen. Deutschland dauert — ich erkundigte mich — genau drei Tage, den IC®^‘ Ärgerlichste an Madras aber tmrren die Amerikaner^ Das Eonnemarahotel beherbergte eine amerikanische, laut lärmende Reisegesellschast, bk 6cn Trip round the world" (Tour um die S!ss Ätz M ^Natürlich erziehen sich auch die SPezial- w ass en ihren Nachwuchs. In allen Hasvi städten gibt es Zenturien von mannaretti totiy zigkleinen Matrosen, die, was Kops und Händchen zu leisten vermögen, mit den Geheimnissen der nautischen Kunst sich herumschlagen. Instrumente ablesen, 'Drücken konstruieren Die A^a k richtet für die saszistische Jugend besondere Schn^ len und Flugfelder ein. In der Provinz Mo--- dena üben sich Hunderte von Avanguardisten im Degelflug. Andere sieht man an den Fing- abwehrgeschützen, als Telegraphisten. Motorrad- Patrouillen — kurz, überall dasselbeBild einer intensiven Kriegsvorbereitung. einer ^hulrmgde» natürlichen Geistes der Wehrhaftigkeit, wie et in jedem gesunden Jungen steckt. Aber auch die Mädchen werden in sa- sziftischenr Sinne erzogen, auch Ne tragen die Uniform: schwarze Bluse und chwarze <^s. ?ic- cole Italiane und Giovane Itahane. „tleine 3ta lienerinnen" und „junge Italienerinnen soll^ den Balilla und den Avanguardisten wie Hiifs- । truppen an die Hand gehen Auch dlrieSfr* ganisaticmen haben infolgedessen chre SHulen und ihre Palästra. Alljährlich am 23 März, dem Gründungslag der Fasci d.^ombatt.mento det sich 1929 zum zehntenmal lahrte. wird der Ritus der Leva fascista. der faszistischen Aushebung unter großer Feierlichkit vollzogen: Tausend und Abertausende von Avanguardisten treten m den Kampfsaszio über. So wächst und wachst er. aber nuA durch Zustrom von vollausgebildeten, I hurch und durch zuverlässigen Mannschaften. (gleich 1 Mark und 50 Pfennig). Er machte ein | entsetzliches Gesicht und hielt eine sehr lange Rede: ich hörte chm aufmerksam zu. woraus er I gänzlich verkehrt schloß, daß ich ihn verstand und nur aus Bosheit nicht tat, was er wollte. I Natürlich dachte ich. er wolle mehr Geld. Daran I war ich aus allen Ländern des Orients gewohnt — ich ging also einfach weg und spa-ierte nun die Allee unter irgendwelchen großblätterigen Bäumen, die ich Feber nicht kannte mein^ Weges-, er aber, der Wann der Rikscha, ve gleitete' mich samt seiner leeren Rikscha. Danina fünf Minuten so. Es wurde mir peinlich, & -ä”m. IchN-ßUch 'ah W «ta» P°>- zisten. An ihn wandt« ich wich. Ruch er hörte mir aufmerksam zu - doch wie: sich nach einiger Zeit herausstellte, war das. was ^verstand, nicht Englisch. Also umsonst. Ich gehe weiter, wie mein Schatten folgt nur der Mann mit der Rikscha, unaufhörlich redend. 3$. fanft diese Epi sode lächerlich und dumm zugkcch: kann ichm diesem Madras nicht unangefochten ges gehen? Wenn nur l«nand »me^ der Englrich verstände! Doch niemand kommt. Die Allee mit erstreckt sich meilenweit, es ist ri^Mh^r, sogar ein sehr heißer Rachmiltag, und | I vernünftige Menschen liegen letzt m chrem fi^e stuhl auf der Terrasse, schlafend oder Whisky Soda trinkend, statt sich m den unendlich langen Straßen der subtropischen Stadt herumzutreiben, feststellend, daß hier eine fremde Sprache ge- fnrrxßen wird Da sehe ich zu meiner unsagbaren Fre^ ein Postamt. Ich gehe hinein und erzähle dem englisch sprechenden indischen Beamten^ I «Lac los ist. Er geht hinaus zu dem Kuli (Kuli ist keine Beleidigung, denn das einzige, was I -a der Rede deS Rikschamannes verstanden batte war d^ er statt „ich" Kult sagte) und Ä lang« mit ihm. und gibt mir meinen Rupieschein wieder, cs sei Ceylongeld und hier in Indien unbekannt, I wohl ungefähr gleichviel wert. Also war der Mann im Recht und ich der Blamiert«; strlten habe ich mich so geschämt wie vor diesem ^age- wird Ne dadurch notwendig« s- beschränkung und Auslese zu stärken. Wo die Quantität auf Kosten der Zuverlässigkeit vorgezogen wird, da sind dem Einbruch feindlicher Gewalten Tor und Tür geöffnet. Mussolini begann also zunächst mit einet SäuberungSaktion. die alle unsicheren Kantonisten ausschied, und dann schloß er die Auf- c-----Nur in ganz besonderen Aus- nuuu<«|uuu> —man jetzt iwch die tesserai et- halten, die Mitgliedskarte. Wie macht man ed hineinzukommen? Gs bleibt nureini Weg^^man kommt alS Balilla auf die Welt. Dann durch- | läuft man automatisch die weiteren Rangstufen. 1 Avanguardia. Kampffascio, Staatspartei. Der Faszist wird also sozusagen bereits mit dem schwarzen Hemd geboren. So tote er laufen kann, nimmt sich die staatliche Organs sation, die Opera Naztonale Balilla, abgekürzt O. R.B., deS Rekruten an, ja, gibt schon faszistisch-staatliche Mutter- und Kindet- schutzorganisationen für die Ungeborenen und die Säuglinge. Durch Gesetz vom 3. April 1926 ist der Staat zum Leiter der physischen und moralischen Erziehung der Jugend bestellt worden. Er formt die Nation von Anfang an nach seinem Willen, doch übt die O.R.B keinen Zwang auf die Eltern aus, da er ja nur überzeugte Faszisten schassen will. Die gesamte Hierarchie der Jugendorganisationen steht unter der Führung Mussolinis. Die O.N.B. arbeitet meist ehrenamtlich, Wie Muffolini den Rachwuchs erzieht Von unserem rSmischen ^.-Korrespondenten. Rom, März 1929. ! vom Innenministerium erhält sie nur einen Zu- . . . Kv^Arhen 1 schuß von jährlich 1 Million Lire. Durch Stif- Faszist kann man nicht mehr werden, Bürger Ehrenmitglied werden, man wird dazu geboren. In dieser Forme, Balilla-Knaben wird mit zehn einem Grundsatz oder Dogma, wie man will, uegt 3q- n Uvanguardist. Avanguardia das Geheimnis der Stärke, die de,'' UriSm^ Qm mtt Vortrupp. Dr« staatsfähig macht. Ursprünglich S^ubte auch Ausbildung setzt jetzt schon in aller Mussolini, .eine Partei wachse mit ihrer 2,an« 3^5 wie bet dem Dorunter- und et verglich daher seine Organisatton der I y Schwarzhemden gerne mit einer Phrarntde. Aber bald zeigte sich, daß man eine Pyramide von innen her auS^öhlen, eine SKung durch das Hereinlassen des trojanischen Pferdes sprengen wiw ___________ _ kann. In dem trojanischen Pserd saßen die ^änbtgung Gewehres muh er den feierlichen Zweck- und a ngsas zisten, die Wll oblegen, immer und nötigenfalls mtt läufer und die Oppost ion in schöner Eintracht ^Iuk Uc f^zistischen Revolution zu I beisammen. Je mehr ihre Kopfstärke anwuchs bteneu Alle Gruppen der Iugendorgantsationen je mehr Zulauf der FasziSmus fand, desto nQ(^ her Nassischen Ternaer-Formation ein- schwächer werden naturgemäß, relativ betrautet, | ^ilt: Die Schwadron (squadra) besteht au« elf Jungen; bas Manipel au« drei Schwadronen; die Denturie au« drei Mantpeln. die Kohorte auS drei Eenturien; dte Legton 2 I au« drei Kohorten. Die Befehlshaber der Avan- 6 guardisten sind Milizoffiziere, die Balilla wer- fauKiiivvenum I den fast ausschließlich von besonder« geeigneten sie habe die faszisti che Partei durch DolkSschullehrem kommandiert. Mitgehen ZunSM etnmasv^r w L^e^toollen. | f Miliz und Staat ist daoberste Ziel, die Ausbildung hat ente praktische und eine theoretische Seit«. Aus einer höheren Schule. Der Scuola supenore gehen die fieptet mit technischer Ausbildung hervor diepraktische Erziehung ist vom Unterrtchtsministerium ^r. fffen Jagd- Ä. Ä Ä °°m Vttoinatalfia6ion. Aach antikem OJorbt» 9ig giif-ige Lösung. Durch den »erdniaten ^.nMag bei neuen Länder wurde wieder der schädliche | liallßmud ausrechterhalten bleiben. btt neuen .Ltznder.Provinzen wurde überhaupt *tr dem Namen nach Landtag sdn. Em« Gewäh« milI von Reichsratsstimmen an die neuen Lander gnL nicht, da der Rdchsrat heute nur retarMe« Mtes Moment sei. Die Provinzen würben Rdchs« Et preußischer Provinzen werten. In seinenwei« Ittem Ausführungen kam Professor Henle aus die ©ilung ter kleinen Länder und Hansestädte zu Briten Diese sei in dem Vorschlag völlig unklar. & -anzen könne man sagen, ^feber neue Bor- Ma« tem des Lucherbundes gj«’^ Eti anteren. Sehr richtig habe Professor Raviafty München) gesagt: „Es ist eine 8ort efeung ter lilltit von vor 1866 mit anderen Mitteln. Die «^deutsche Forderung werte in tem neuen Do^ völlig außer acht gelassen. Don Oesterreich Irte überhaupt nichts erwohnb Die Frage sei -netb wie vor: „Kleindeutscher Einheitsstaat oder ÄkuWr $unbC3ftaot? ' ....... die die Häufung von HnglüdSfällen auf der Sagd durch ungeeignete Jagd- pahinHaber schon längst mit großen Bedenken beobachteten. Es wird also in Zukunft bei dem ersten Lösen eines Sagdpasses, oder bei der Erneuerung des jetzt gültigen Passes mit dem Geld und dem Lichtbild zugleich ein Ausweis über den Abschluß einer den obigen Vorschriften entsprechenden Versicherung vvrzulegen fein. Die Iagdvereine haben meist Sammelversicherungen ftir ihre Mitglieder abgeschlossen, die den Vorzug niederer Prämie mit dem einer kräftigeren Interessenvertretung durch den Verein in Schadensfällen verbinden. Sie werden also ihren versicherten Mitgliedern jetzt Ausweise über Tatsache und Umfang der Versicherung in die Hand geben müssen. Bei nicht zusammengeschlossenen Sägern wird Wohl die Police verlangt werden. ________ H- Aus Oer Provinzialhauptstadt. Gießen, den 5. April 1929. Gchnellzugsbenuhutig mit Sonntagsrückfahrkarten. MSI Dielen Wünschen der Oeffentlichkeit entsprechend werden im ganzen Reichsbahn- bereich versuchsweise vom Beginn des Sommerfahrplans ah (15. Mai) die Schnellzüge wieder zur Benutzung mit Sonn- tagsrückfahrkarten freigegeben. Ausgeschlossen blerben wie früher die Lu^uSzüge, Fernschnellzüge und die nur auS Schlafwagen gebildeten Züge. Andere Schnellzüge werden von der Benutzung nur dann ausgeschlossen, wenn auf ihnen ein sehr starker Avrmalverkehr liegt und die Zulassung der Sonntagsrückfahrkarten ihre äleberfüllung zum Rachteil der übrigen Reisenden herbeizuführen droht. 3m Gegensatz zu früher sollen die Schnellzüge nicht mehr nur streckenweise, sondern grundsätzlich auf ihrem ganzen Lauf mit Sonntagskarten benutzbar fein, um früher entstandenen Mißverständnissen vorzubeugen. Um die Benutzung der Schnellzüge mit Svnntagskarten aber auf die Fälle zu beschränken, wo sie wirklich nötig ist. d. h. auf größere Entfernungen, und um zu verhindern, daß sich In Schnellzügen ein starker Nahverkehr auf SonntagSkarten zum Schaden des auf große Entfernungen reisenden Publikums entwickelt, wird bet Schnellzugsbenutzung auf Sonntaaskarten mindestens der Schnell zugSzuschlag der Z v n e II, 6. t 4 'M!, in der zweiten und 2 Mk. in der dritten Klasse, erhoben. Außerdem bleiben die Schnellzüge zu den großen Festen (Ostern. Pfingsten und Weihnachten), bei denen an und für sich ein starker Verkehr auf den Schnellzügen ruht, für Sonntagskarten allgemein gesperrt. Oie Volkshochschule im Arbeiisjahr 1928/29. Die Gießener Volkshochschule führte im abgelaufenen Arbeitsjahre in 233 Doppelstunden 29 Kurse durch, die von 378 (gegen 393 im 3ahr 1927, 305 im Jahr 1926) Personen besucht wurden. Die Zusammensetzung der Hörerschaft hat sich gegen das Vorjahr wenig geändert: erfreulich ist die dauernd stark Beteiligung der Arbeiterschaft. Etwa 80 Prozent der Hörer sind unter 40, etwa die Hälfte unter 30 Jahren: bedauerlich ist, daß die Sugendbewegung durch ihr Dereinsleben zu sehr beansprucht wird, um unter den jüngeren Hörern in nennenswerter Zahl vertreten zu sein. Außer den Kursen fand eine lange Reihe von Sonderveranstaltungen statt, über die in diesen Spalten jeweils eingehend berichtet wurde. Als wesentlichstes Ergebnis des Arbeitsjahres ist die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Volks- hochschulkreisen in einer Reihe oberhessischer Orte zu betrachten. Rach den bisherigen Erfahrungen eröffnet sich hier ein Weg. auf dem eine lebensfähige vberheffifche, und das heißt vor allem auch Gießener, Volkshochschuleinrichtung geschaffen werden kann. W. H. Daten für SamStag, 6 April. Sonnenaufgang 6.25 Uhr, Sonnenuntergang 18.40 Uhr. — Mondaufgang 5.45 Uhr, Monduntcrgang 14.20 Uhr. 1520: der Maler Raffael Santi in Rom gestorben; — 1528: Albrecht Dürer in Nürnberg gestorben; — 1870: der Komponist Oskar Strauß in Wien geboren. * ** Die Arbeitsgemeinschaft Hessischer Ornithologen bittet uns um die Veröffentlichung folgender Umfrage: Am 29. März 1929, gegen 12 Uhr mittags, wurde von Freiherrn Ferdinand von Schenk in Rülfenrod ein Fischadler beobachtet, der, vom Ohmtal kommend, in der Gegend von Rülfenrod längere Zeit kreiste. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß es sich diesmal um dasselbe Exemplar handelt, das vor einigen Wochen bereits in einer Reihe von ober- hessischen und Rachbarrevieren zur Beobachtung gelangt ist, und das, wie bereits die damalige Umfrage im „Gießener Anzeiger" ergab, offenbar mit einer gewissen Beständigkeit die hiesigen Futterplähe besucht. Der Zweck der heutigen Umfrage ist nun, festzustellen, ob tatsächlich unser Gebiet, das wie die Beobachtungen ergeben, vorn Ohmtal bis in die Lahngegend bei Wetzlar reicht, mit derartigen regelmäßigen Besuchen bedacht wird, vorauszuschließen wäre, daß das hier beobachtete Tier in unserer Rühe fein Standquartier (vielleicht seinen Horst) hat, oder ob es sich nur um einen Strichvogel handelt, der nicht bei unS beheimatet ist und nur gelegentlich seine Sagdflüge bis in unsere Gegenden auszudehnen pflegt. Rachrichten über Fischadlerbeobachtungen in Hessen sind erbeten an: Karl Rudolf Fischer, Laubach (Hessen), oder Gießen, Bergstraße 9, oder Professor Fr. Balser. Friedberg (Hessen). ** „Gehr. Röhrle." AuS unserem ßefer- kreise wird uns geschrieben: Die verstorbene Freifrau Gremp von Freuden st ein, geb. Gebhardt, hat der Einweihung des Röhrenbrunnens — cS muh um 1840 gewesen sein — beigewohnt und darüber folgendes dem Schreiber dieser Zeilen erzählt: „Hoch oben an der Ecke Frankfurter und Friedrichstraße ward der Brunnen dicht bei der Straße im Vorgarten des Hauses, das später dem „Schwarzen Wenzel" gehörte, gegraben. Das Wasser wurde aus diesem durch eine Rohrleitung bis zu der bekannten Ausflußstelle herabgeleitet. Es war eine große Eröffnungsfeier geplant, die aber immer wieder verschoben werden mußte. DaS Volk aber drängte und die Feier fand statt. Man hatte aber, weil die Leitung noch nicht funktionierte, unter Tüchern versteckt an erhöhter Stelle ein großes Faß Wasser aufgestellt, das wenigstens während der Feier die Röhren speisen sollte. Man begann mit Musi? und mitten in der schwungvollen Rede streikte auf einmal der Brunnen, das Wasser im Faß war alle geworden. Darob entstand Unruhe, der jedoch, als man die Tücher und Decken vom Faß nahm und fo dieses und die Tat blohstellte, brausende Hurrarufe und allgemeiner Jubel folgte. Bald aber kam die Sache in Fluh und der Röhrenbrunnen galt lange Zeit als eines der sieben Wunder der Stadt Grehen." Dr. G. — Der „Hubertus", Verein weidgerechter Jäger, Sitz Gießen, hielt am Mittwoch feine Monatsversammlung ab. Zunächst nächst wurden fünf Reuaufnahmen und vier Reu> anmelbungen bekanntgegeben. Sodann berichtete der Schriftführer, Studienrat Hölzel, darüber, daß sich die Meldungen über Ueberfahren von Wild durch Autos in bedenklichem Maße mehren. Wenn auch zugegeben fei, daß in vielen Fällen, vor allem nachts, solche Vorgänge ungewollt und unvermeidbar seien, so gehe doch aus dem Urteil zahlreicher Auto fahrender Säger hervor, daß anderseits manches Ueberfahren vermieden werden könne. Bekannt ist weiter, daß es nicht wenige Fahrer gibt, bei denen von einem unabsichtlichen Ueberfahren schon nicht mehr die Rede fein kann. Der Vorstand wurde beauftragt, dieser Frage weiter seine Aufmerksamkeit zu schenken und auch die zuständigen Stellen auf sie aufmerksam zu machen. Durch den Verein sind 30 Zentner Salzlecksteine bezogen worden, die jetzt zum Auslegen kommen. Ferner hat der Verein jedem Mitglied Anweisungen über Bekämpfung der Brutkrähen zugehen lassen. Zur Unterstützung der Wildpflege der Mitglieder gibt der Verein, wie es auch an jenem Abend geschah, die außerordentlich wert» vollen Merkblätter der Gesellschaft für Sag&funöe ab. Besonderes Interesse erforderte die Bekanntgabe des neuen hessischen Sagdpahgesehes, das am 1. April 1929 in Kraft getreten ist. Mit Genugtuung wurde begrüßt, daß nun auch in Hessen jeder Sagdscheininhader gegen Sagdhaft- pflicht ausreichend versichert sein muh. Das Säger- ftübchen hat zwei erfreuliche Reuerwerbungen, Stiftungen zweier Mitglieder, zu verzeichnen: einen Kronleuchter aus Rothirschstangen und ein starkes Kudugehörn. Der vorgesehene Vortrag mußte wegen Erkrankung des Vortragenden mißfallen. Oberheffen. Landkreis Gießen. V Mainzlar. 4. April. Bei der letzten, in unserem Gemeindewald stattgehabten R u tz h o l z- Versteigerung waren bei starker Beteiligung die Preise ziemlich hoch. Es koste'en pro Festmeter: Eichen-Abschnitte A: Klasse 3 42 Mk., Klasse 4 56 Mk.. Klasse 5 73 Mk., Klasse 6 82 Mk. Abschnitte B: Klasse 2 24 Mk., Klasse 3 31 Mk.. Klasse 4 43 Mark. Fichten - Abschnitte N: Klasse 3 a 42 Mark, 4a 53 Mark, 4b 54 Mk.. 5a 52 Mk. Kiefem-Abschnitte: Klasse 2b 25 Mk., 3a 38 Mk., 3b 51 Mk. Fichtenderbstangen kosteten 1. Klasse 20 Mk. 2. Klasse 15 Mk. Buchen- Abschnitte 45 Mk., Eichen-Rutzscheiter kamen auf 20 Mk. pro Raummeter. Die Versteigerung tourte genehmigt. — Während im Vorjahre ter erste Hafer bei uns am 21. März gesät tourte, hat man in diesem Jahre erst am 29. März mit der Aussaat beginnen können. Snfolge ter Ungunst der Witterung schreiten die Arbeiten nur langsam vorwärts. • Bersrod, 4. April. Der hiesige Kriegerverein veranstaltete dieser Tage in der Gastwirtschaft von Ludwig Decker einen Licht - bildervortrag. bei dem Herr Kratz aus Freienseen über seine Erlebnisse in der deutschen Marine während des Weltkrieges sprach. Die Darbietungen des Vortragenden mit den zahlreichen Lichtbildern fanden lebhaften Beifall. Anschließend sprach Gutsbesitzer Reu- m e t) c r, Winnerod, über die Kriegsschuldlüge. Die gut besuchte Versammlung stimmte dem Redner mit lebhaftem Beifall zu. ----- S a a f c n, 4, April. Am Osterdienstag tourte hier eine freiwillige Grundversteige- r u n g abgehalten. Die versteigerten Grundstücke wurden durchweg zu hohen Preisen abgefetzt. L S a a f e n, 4. April. Die Kinder ter Gemeinte Saasen wurden am zweiten Osterfesttage in ter Kirche in Veitsberg durch den Pfarrer von Wir- berg konfirmiert. Es waren 4 Knaben und 2 Mädchen. nach ter Zahl schön ein Kriegsjahrgang, darunter die Hälfte Kriegswaisen. Lehrer und Organist Herber hatte zur Verschönerung ter Feier zwei Chöre eingeübt. Sn Linden st ruth fand die Konfirmation schon drei Wochen vor Ostern statt, da der Pfarrer von Wirberg als Spezialvikar ter Pfarrei Winnerod dieses 3ahr vier Konfirmationen hat. Sn Liptenstruth wurden 4 Kinder, 1 Knabe und 3 Mädchen, konfirmiert. Bei der Feier fangen die Kinder unter Leitung von Lehrer und Organist Hahn zwei Lieder. Die letzte Konfirmation des Kirchspieles Winnerod findet am Sonntag nach Ostern in Winnerod für Winnerod und Bersrod statt. ö Wirberg. 4. April. Am zweiten Osterfesttage fand die Konfirmation des Kirchspiels Wirberg hier statt. Es wurden 24 Kinder konfirmiert (13 Knaben und 11 Mädchen), aus Beltershain 7. aus Göbelnrod 7, aus Harbach 5, aus Reinhardshain • 5. Wie alljährlich, war das geräumige Gotteshaus beim Konfirmationsgottesdienst durch eine zahlreiche Gemeinde bis zum letzten Platz gefüllt. Die Kinder von Reinhardshain fangen unter Leitung von Lehrer und Organist Müller einen Chor. ---- H a rb a ch, 4. April. Die Feldbereinigung in unserer Gemarkung ist soweit vorgeschritten. daß in diesem Herbst die Zuteilung ter neuen Stücke erfolgen wird. Da bei der jetzigen Witterung noch nicht zur Aussaat geschritten werden kann, sieht man an vielen Stellen die Landleute beim Fällen alter Obstbäume, öle als Opfer der Feldberelnigung bei den hohen Holzpreisen eine wertvolle Ergänzung des durch ten strengen Winter erschöpften HolzvorrateS bedeuten. Reinhardshain, 4. April. Der evangelisch-kirchliche Frauenverein schloß in der Karwoche seine winterlichen Vereins- abente mit einer kleinen Schlußfeier. Der Leiter, her Pfarrer vom Wirberg, zeigte dabei einige Serien Lichtbilder. Die Vereinsabente wurden im Schulsaale gehalten, die Schlußfeier fand auf befontere Einladung im Hause eines Mitgliedes, der Frau Kirchenvorsteher A l b o h n, statt. H- Grünberg, 4. April. Die beiten letzten Holzver st eigerungen des hiesigen Forst- amted fanden in den Förstereien Atzenhain und Harbach statt. Bei ter Versteigerung ter Försterei Atzenhain tourten durchschnittlich höhere Preise erzielt, als bei der Försterei Harbach. Sn Atzenhain tourten bezahlt für 1 Raummeter Scheit- Schach-Ecke. Gearbeitet von W Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen ufto. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 206. Don r. Jackson. 8 6 2 5 4 3 Weiß. h 8 6 5 3 4 2 Schwarz, a b c d e Weih zieht und seht in zwei Zügen matt. Weitz:8Steine. Kgl; Del; Te5; La2; Se4; Ba3,f4,g2. Schwarz: 7 Steine. Kd4; Td5; Sa5; Beb, d3, d7. g3. Eine schöne preisgekrönte Aufgabe. Partie Nr. 133. Rachstehend eine interessante Remispartic aus dem Pester Meisterturnier. Indisch. Weitz: H. Kowch. Schwarz: R. 3. Capablaaca. 1. 62-64 1. Sg8-f6 2. c2-c4 2. e7-c6 3. Sbl-c3 3. Lf8-b4 4. a2-a3 Um der Fesselung sofort entgegenzutreten. Der Tempoverlust bedeutet nichts. 4..... 4. Lb4Xc3+ 5. b2xc3 5. b7xb6 6. Ddl-c2 6. Lc8-b7 7. f2-f3! Ausgezeichnet, die Läuferftellung auf b7 wird hierdurch illusorisch. 7..... 7. 67-66 S e2-e4 8. e6-e5 Richt ersprießlich wäre 8. .... Sxe4? 9. fxe4, Dh4 + 10. Df2, Dxe4+ H.Le2 und Weiß hat eine Figur bei günstigem Spiel. 9. Lfl—d3 Verfehlt wäre 9. d5?. da sich ein schwarzer Springer auf dem Felde c5 festfetzen würde. 9..... 9. c7-q5 10. Sgl — e2 10. Sb8-c6 11. Lcl-e3 11. Dd8-e7 12. 0-0 12. 0-0-0 fangen nun energisch an auf Beide Gegner 13. Sc6-a5 14. Kc8-c7 Angriff zu spielen. 13. a3-a4 14. Se2-cl 15. Scl-b8 16. Dc2xb3 15. Sa5Xb3 16. a7-a5 Selbstverständlich darf a5 von Weih nicht zn- gelasien werden. 17. Le3-g5! Um den günstigen Derteidlgungszug SdZ zu verhindern. 17..... 17. Lb7-c6 Ilm nun den Punkt b6 durch den Turm decken zu können. 18. Tal-bl 18. Td8-b8 19. d4Xe5 19. dbxe5 20. f3 - f4! Räumt im Zentrum auf; Kmoch hat bisher ausgezeichnet manöveriert. 20..... 20. h7-h6 21. Lg5-h4 22. Tflxf4 23 Tf4xf6! 21 e5xf4 22. g7-g5 Ein ausgezeichnetes Qualitätsopfer, es ist zu verwundern, daß sich der Ekweltmeister noch mit heiler Haut aus dieser bellemrnenden Situation rettet 23. . .. 24. Lh4-g3-P 25. Tbl -fl 26. Ld3-e2 Flüchtet beizeiten. 27. Le2-h5 28. Lg3xb8 29. e4-e5. Roch ein Versuch, stürmen. 29..... 30. Tfl-f7-f- 31. Lh5xf7 32. Db3-dl 33. Ddl-66 34. Dd6-c7+ 35. Dc7-c8 23. De7xf6 24. Kc7 — 67 25 Df6-e7 26. K67 —e7 27. f7 —f6 28. Th8xb8 die schwarze Stellung zu 29. f6xe5 30. Dg7xf7 31 Ke7Xf7 32. Tb8 - e8 33. Te8-e6 34. Kf7-g6 Kmoch läßt sich in Anbetracht der Gefährlichkeit deS schwarzen Freibauern nicht auf das Schlagen des b-Bauern ein. 35 .... 35. Kg6-f7 36 Dc8-c74- 36. Kf7-g6 37. Dc7—c8 und Remis durch Zugwiederholung. Eine schöne Partie. Losung des Problems Ar. 203. Don Dr. C. Palloska. 1. Kg8-h7! (Ein feiner Räumungszug, um bet w. Dame g8 und h8 freizumachen), 1 ..Ta3> b3; 2. DcS - g8 ufto. 1 ..., g7xh6; 2. Sb3-d4! ufto. 1 ..., g4 — g3; 2. Sd2xf3+ ufto. Lösung des Endspiels Ar. 70. Don D. Halberstadt LSb7-c5!b6~c5;2. Kfö - g6, Lh6 - fS; 3. Kg6 - f 7, Lf8-d6; 4. Kf7-e6, Ld6-f4; 5. Ke6-f5 und Weitz hält durch dauernden Angriff auf den schwarzen Läufer das Spiet unentschieden. Aus der SchachweU. Sm Schachwettkampf Spielmann gegen Hon- linger siegte Spielmann mit fünf Gewinnpartien bei zwei Verlusten und drei Remisen. Die Kurverwaltung des Bades Karlsbad plant im Augüst dieses Sahres ein internationales Schachturnier. Auch in Wiesbaden ist eine ähnliche Schach- Woche wie im Vorjahre vorgesehen. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktionstisch. (Eine merkwürdige Sache. An der Dorpater ilniuerfität lehrte Professor Rohberg. e. tttien-tisch. Tra ung: Samstag, nachmittags 3 Llhr, Lohanneslirche , 01956 von Hoiavorb. Schaefer, gegen Schuvven. Haarausfall u.Jucken der Lopsiiaur, beitens bewäbrr. t>em oatfümiert! Jlaschen mit- bringen! V4 t'iier 0.75 ML.'/, Vitcr 1.35 Ätk. All. Berkaus: Eosm. Abt. Enoel-Apotheke. kommt. 2. daß jedes Dekanat wieder wie früher seine Abgeordneten wählt (1 geistlichen und 1 weltlichen). Ferner tritt der Dekanatstag dafür ein, daß Urwahlen zum Landeskirchentag unbedingt vermieden werden."________________ Mil Freude zeigen wir die Geburt einer gesunden Tochter an Dr. Schwalm und Frau Margarete geb. Anemüller irk Prvsell« i er Lolley bei den 61k cr Äonunililf er. schtviech tene ablealr. •n^änge, Bat ie bei ei na in, MLnda iul) W (Lusi.M Gefährlich. ll auf dgz gegen tzör.< ewinnpartm in. irlsbad pkrt ilemationald V « rtr«tung«e an all«n größeren PUtean Au«künfte u. Prospekte koitcnloei Halle mich in sämtlichen .DRUCKSACHEN I aller Art liefert die Brühl'eohe Druot ere Ludwig Schott Helene Schott geb. 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Rabertshausen rnd Langd, oder auch in Einzelparzellen an die Svwohner der angrenzenden Dörfer zu verkaufen. Ar ersten beiden Wege sind schon in Anbetracht frr Forderung (180 000 Mk.) nicht gangbar. Die MammTung entschloh sich für Einzelausbtetung, m dadurch die Gemeinde, die finanziell nicht sehr M-stig dasteht, in keiner Weise zu belasten. Kreis Büdingen. *• Ajdda. 4. April. Am zweiten Ostertag Mrden in der hiesigen StadMrche 59 Kinder eß dem Kirchspiel, und zwar 26 Knaben und Mädchen, konfirmiert. Aus dem Pfarr- iiqirt des Pfarrers Laut waren 10 Knaben mb 15 Mädchen, aus dem Bezirk von Dekan Scriba 16 Knaben, 18 Mädchen. Der letzt- genannte Bezirk umfaßt den südlichen Stadtteil mb die Fllialorte Unter-Schmitten und Bad Selzhausen: Pfarrer Laut hat die Seelsorge Lit dem nördlichen Teil der Stadt und den Miolorten Kohden und Michelnau zu versehen. 1: [ Gelnhaar. 4. April. Nachdem sechs Lochen lang die Grippeepidemie hier gewütet bat, kann sie jetzt endlich als überwunden HubinilM llerfamiiWI itn. W Jlontöfl oorp c leihet p?>N OoiVl n Turnbein» U Olm ganze" ® ieri. 3ttt -i i »®ei|h,ä L z S -1 W te 4. hieflg^s mixA-hl -l fr1 ft bet' KZ :.5*1 Itnst# jM *“*S* p KAFFEE $ : v v L ^rchad£± Jiillqiatx Kirche und Schule. Oekanatstag des Dekanats Schotten. Am Mittwoch traten die Abgeordneten des Dekanats Schotten, die fast vollzählig erschienen waren, zum DekanatstaginSchot- ten zusammen. Die Tagung wurde, wie üblich, eingeleitet durch einen Gottesdienst in der altehrwürdigen Stadtkirche, in welchem Pfarrer Wolf (Wingershausen) über Gv. Äoh. Kap. 21, Ders 15 bis 17 predigte. Die nachfolgenden Ber- handlungen im Rathaussaale wurden durch eine Ansprache von Dekan Bolp (Laubach) eröffnet, wobei auch des verstorbenen A^zeordneten. Altbürgermeisters Winnecker (Bolkartshain), in gebührender Weife gedacht wurde. Hierauf wurde der Jahresbericht für 1927/1928, der gedruckt vorlag. von dem Dekanstellvertreter, Hofprediger Widmann (Gedern), erläutert. In der Aussprache wurde von verschiedenen Mgeordneten darüber Klage geführt, daß durch die Zunahme von Beranstaltungen an den Samstagabenden uttb durch übertriebenen Sportbetrieb öte Sonntagsheiligung erheblich Rot litte: weiter beschloß man. an das Londeskirchenamt die Ditte zu richten. in den Verhandlungen mit dem Ministerium bezüglich des Backverbotes am Karfreitag fortfahren zu wollen. Die Abschlüsse der Rechnungen der Dekanatskasse und der Kasse des Detanats- k Der Wäschefreund, XI______________________ der Erhalter JhresWQschebestandes7 Achten Sie bitte der Nachahmungen wegen auf meine Firma und auf EXTRA mit Querleiste, Seit i 6^5 führend in Seife- MissionSvereinS wurden genehmigt und den Rechnern Entlastung erteilt. Ebenso ergab die Prüfung der Wahlen zum Dekanatstag keinen Anstand. Sodann erfolgten die verfassungsmäßig vorzunehmenden Wahlen. Für die Wahl von vier weltlichen Mitgliedern des Dekanatsausschusses waren xtoet Wahlvorschläge eingereicht worden: der Wahlvorschlag Gerhard (Laubach) erhielt 31 Stimmen, der Wahlvorschlag Mehring (Schotten) 8 Stimmen, es wurden gewählt Oberreallehrer i.R. Gerhard (Laubach), Kirchenvorsteher Christian O b e r h e i m IX. (Gedern), Bürgermeister Rühl (Ober-Seibertenrod) und Uhrmacher Mehring «Schotten), als Stellvertreter Lehrer Debus «Ruppertsburg), Heinrich B a ch VIII. (Ober-Seemen), Rechner Döll (Ulfa) und Bürgermeister Weber (Eschenrod). Zum Dekan wurde einstimmig gewählt der bisherige Dekanstellvertreter. H s -rediger Widmann (Gedern), zum Dekanstellvertreter mit Stimmenmehrheit Pfarrer Römer (Schotten) und zum Stellvertreter für beide im Dekanalsaussbuß ebenfalls mit Stimmenmehrheit Pfarrer Fritsch (Herchen- hain). Nachdem dann der Boranschlag der Dekanatskasse für 1929 und 1930 genehmigt wurde, hielt Pfarrer D. Fritsch (Ruppertsburg) einen sehr lehrreichen und tiefgründigen Vortrag über das Thema „®er öffentliche Einfluß der Kirche". Hierauf wurd: f Ijcnb:(Sn schlietzung angenommen, die an die .Kirchenregierung, das Landeskirchenamt und den Landeskirchentag abgesandt werden soll: „Hohe Kirchenregierung bzw. das LandeS- kirchenamt bzw. der Landeskirchentag wolle dafür Sorge tragen, daß 1. jegliche Verhältniswahl bei kirchlichen Wahlen (Kirchengemeindevertretung, Landeskirchentag, DekanatSausschuß) in Wegfall angesehen werden. Z Todesfälle hat die «Krippe gefordert, darunter den letzten Altveteran Heinrich Scherer. Rach ärztlicher Feststellung lagen rund 350 Personen, d. i. über 50 Proz. der Ortsein- wvhner, krank darnieder. liirweißenSonntaS Topfpflanzen aller Art und in allen Preislagen Pesach-Waren bestens empfohlen J.SpeierWw. Telephon 208 Undgraf-Philipp-Platz 8 fis L66en Wlrd? ,°n I!®Cr Kei^ e N?,freU1eil ktia’ Speise-und Salatkartoffeln tn vrima Qualität, eniöfieblt billigst W. 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Stürmischer Lacherfolg! Hamburg: Harry Bienenstein ist eine Sensation I Freiburg: Harry Bienenstein ist der geb. Komiker! Bern: Es ist ein Lacherfolg ohne Gleichen! Ludwigshafen, Ufa-Palast: So herzlich ist seit Bestehen dieses Theaters noch nicht gelacht worden- Hierzu das große Filmprogramm: Liane Haid C* fX C' in w» Schiff io Not ferner: Juckpulver. Ein zwerchfellerschütterndes Lustspiel und Wochenschau. _____________3L.JDC Gießen, Seltersweg 4® Nr. 79 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) Zreitag, 5. Npnl (929 Turnen, Sport und Spiel. Handballsiege desMänner-TurnvereinS 2Ktv. Gienen I. — Turngem. Frankfurt-Rödelheim I. 8:5 (3:4). Am Ostersonntag war die 1. Handballmannschaft bei der Turngemeinde Frankfurt-Rödelheim 1847 zu Gast. Die Turngemeinde Rödelheim 1847, die seit zwei Jahren in der Gauverbands-Sonderklasse spielt und im vergangenen Jahre die Meisterschaft des 6 Gau-Verbandes erringen konnte, spielt jetzt in der Kreis-Sonderklasse. Die Gießener Männerturner, die die Reise in stärkster Aufstellung antreten konnten, haben bewiesen, daß ihre Siege in diesem Jahre keine Zufallsiege waren und daß ihre Spiel- stärkc in letzter Zeit stark zugenommen hat. Im allgemeinen hat die Mannschaft die auf sie gesetzten Hoffnungen nicht nur gut erfüllt, sondern noch weit Übertroffen, konnte sie doch gegen spielstärkste Großstadtvereine siegreich bestehen. Zum Spielverlauf sei folgendes ermähnt: Die Frankfurter, die in kompletter Aufstellung antraten, legten zunächst ein scharfes Tempo vor, dem die Gießener nur unter Aufwendung allerMräfte standhielten; die Gastgeber waren in der ersten Viertelstunde tonangebend und konnten durch blitzschnelle Angriffe zwei Tore erzielen. Allmählich fand sich auch die Gießener Mannschaft zusammen und konnte nach verwandeltem Strafwurf durch einen schön vorgetragenen Angriff gleichziehen. Bis Halbzeit war das Spiel ziemlich verteilt; während die Männerturner nur noch einen Treffer erzielten, konnten die Gastgeber noch zweimal erfolgreich sein und so wieder mit 4:3 in Führung gehen. In der zweiten Halbzeit hatten die Gießener zunächst mehr vom Spiel und konnten schon nach wenigen Minuten durch zwei unhaltbare Tore die Führung an sich reißen. Durch diesen Erfolg aufgemuntert, legten jetzt die Männerturner mächüg ein Tempo vor, dem die gegnerische Mannschaft nicht mehr gewachsen war. In regelmäßigen Abständen konnten die Männerturner durch schönes .Kombinationsspiel noch drei weitere Tore erzielen, denen die Rödelheimer Gastgeber nur einen Treffer entgegensetzen konnten. Das Treffen war ein sehr schönes Freundschaftsspiel, das nie seinen Charakter als Werbespiel verlor. Mw. Gießen I. — To. 1817 Mainz I. 3:2 (2:2). Am Ostermontag kamen die Männerturner einer Rückspielverpflichtung gegen den Mainzer Turnverein 1817 nach. Bei dem Vorspiel in Gießen konnten die Turner vom Rhein einen überlegenen Sieg gegen die damals gänzlich verkehrt aufgestellte und noch durch Ersatz geschwächte Gießener Mannschaft erzielen. Der Mainzer Turnverein stellte eine äußerst flinke Mannschaft, die im vergangenen Jahre die Gaumeisterschaft erringen konnte und jetzt in der Gauverbands- sonderklasse spielt; unter zwölf Mannschaften konnte sie bei dem reichsoffenen Spielfest im vergangenen Jahre den Jahnschild, der von der Emser Bade-- und Kurverwaltung gestiftet wurde, erringen. Lieber den Verlauf des Spieles ist folgendes zu sagen: Während die Mainzer ohne ihren früheren Mittelstürmer und Rechtsaußen antreten muhten, konnten die Gießener in kompletter Aufstellung, jedoch durch das Spiel am ersten Feiertag stark ermüdet, das Treffen beginnen. Erft nachdem die Gastgeber mit 2:0 in Führung gegangen waren, rafften sich die Männerturner auf und begannen eine rationellere Spielweise. Die blitzschnellen Angriffe der Mainzer wurden sämtlich unterbunden. Durch diese aufopfernde Arbeit der Gießener Hinter- Oie Liebe derBrigiitaHollermann Vornan von Elisabeth Iley. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale). 22 Fortsetzung. Nachdruck verboten. „3fa, schweig', du bist schlecht, namenlos schlecht oder unselig verblendet", verwies sie Ri von Salden scharf. „Besser wäre es, du hieltest dich die letzte Zeit mehr ans Haus und hortest mcht so viel auf Herrn Ferry, der dir in der Genugtuung, eine schone Frau trösten zu dürfen, all die Dummheiten in die Ohren bläst, die du ihm willig auf hält st." . „Herr Ferry ist ein Gentleman. Llebrigens gibt er an einem der nächsten Abende in seinem Park ein Fest. Da werde ich nochmals tanzen, tanzen —“ „Tanzen? Isa, du bist nicht bei Sinnen! Cs kann dein Tod sein." , . Besser in den Tod getanzt, als bis tn den Tod diese Sklavenketten tragen", stieß die junge Frau lachend hervor. „Ri, du änderst mich nicht, gib dir keine Mühe, sondern laß mich nach meiner Fasson selig werden." Ri von Salden zog sich bald nach diesem Gespräch in ihr Zimmer zurück. Als ihr Mann heimkam, suchte sie ihn trotz der späten Stunde auf und hatte mit ihm eine ernste Unterredung. . Lange brannte dann noch die kleine rosa Schreib- tischlampe in ihrem Boudoir. Ai von Salden schrieb an Doktor Hans-Jorg Eggenbrecht einen Brief, in dem sie ihn bat, sofort heimzukehren. Einige Tage später. Es war gegen zehn Uhr abends. ~ , - Die „Britania" legte im Hafen von Hong- fO*SoEtoc Hans-Jörg Eggenbrecht stand an dem Landungssteg und erwartete Herrn Amery, der auf acht Tage in Schanghai gewesen war und nun wieder zurückkehrte. Gleich darauf schüttelten sich die Freunde die Hände. r. r , ., „Run, lieber Doktor, haben Sie sich ohne mich sehr gelangweilt?" fragte Amery wohlgelaunt. „Ich muß gestehen, daß Sie mir fehlen , gestand Eggenbrecht lächelnd. „Ich habe immer gedacht, meine ^Wesenheit würde Sie nun endlich zur Heimkehr veranlassen." „Gewiß, Herr Amery, einmal muß es ia geschehen. Sie können sich aber denken, daß mich nichts dazu treibt, denn ich weiß, daß mich niemand vermißt." Mannschaft angespornt ging auch der Sturm mehr aus sich heraus, trug Angriff auf Angriff vor das gegnerische Tor und konnte bis Halbzeit gleichziehen. In der zweiten Halbzeit beherrschten die Männerturner das Feld, die Gastgeber konnten dem Tempo nicht mehr folgen. Während die Mainzer bis zum Schlüsse nichts zählbares mehr erreichten, konnten die Gießener außer zwei Abseitstoren, die nicht gewertet wurden, noch das Resultat auf 3: 2 erhöhen. Auch dieses Freundschaftsspiel, das durch einen Kesselstädter Schiedsrichter gut geleitet wurde, fand großen Anklang. Fußball in Heuchelheim. S. 13.20 I — Union Riederrad Ib 6:3. Wider Erwarten konnten die Einheimischen ihr Osterspiel in Heuchelheim gegen die sehr spielstarke Frankfurter Mannschaft gewinnen. Gleich zu Beginn kam Heuchelheim vor das Frankfurter Tor, der Batt ging zur Ecke, und diese wurde in der ersten Minute eingeköpft. 1:0. Niederrad konnte in der zehnten Minute gleichziehen. Aber auch die Heuchelheimer zeigten jetzt, daß sie spielen und kämpfen können. Dreimal waren sie bis zilr Pause noch erfolgreich. Halbzeit 4:1. Niederrad versuchte dann, dem Spiel unbedingt eine andere Wendung zu geben; die Mannschaft spielte mit großem Eifer. Bald hatte sie auch ein Tor aufgeholt, doch kurze Zeit später stellte Heuchelheim den alten Unterschied wieder her. Niederrad konnte im Endspurt ein drittes Tor aufholen, doch durch ein Eigentor des linken Verteidigers, der in der Bedrängnis den Ball in die ungedeckte Ecke köpfte, wurde das Endresullat auf 6:3 gestellt. Beide Mannschaften lieferten ein flottes, faires Spiel, dem Busch (Butzbach) ein guter Leiter war. Grabbe bezwingt Arne Borg. In Honolulu gingen die beiden Meisterschwim- mer Arne Borg und Grabbe an den Start. Diesmal mußte sich der Schwede Borg dem jungen Amerikaner beugen. Beide bestritten ein 400-Meter-Rennen, das der AmerikanerG r a b b e in 5:02,5 Min. siegreich vor Arne Berg in 5:07 beendete. Neuer Weltrekord im Brustschwimmen. Wie aus Reuhork gemeldet wird, stellte der Amerikaner Walter Spence einen neuen Weltrekord im Brustschwimmen über 220 Rsards auf, indepi er die Strecke in 2:47,6 Minuten zurücklegte. Französische Schwimmer in Magdeburg Taris schwimmt Rekord. — Hellas schlägt SLUF. Paris im Wasserball 7:0 (1:0). Der erste Start der Mannschaft des Sporting Club Universitaire de France Paris erfolgte am Mittwochabend in Magdeburg, wo die Franzosen in mehreren Wettkämpfen und auch in einem Wasserballspiel gegen Hellas Magdeburg antraten. Im Wasserballspiel lieferten die Pariser der Hellas- Sieben in der ersten Hälfte eine gleichwertige Partie. Nur ein Schuß von Amann fand den Weg in das gegnerische Tor, so daß zur Pause mit 1:0 für Hellas die Seiten gewechselt wurden. Nach dem Wechsel beherrschten die Magdeburger die Lage, und sechs weitere Tore, die von Amann (3), Schum- bürg (2) und I. Rademacher erzielt wurden, waren die 'Ausbeute bis zum Schlußpfiff. Die hohe Niederlage von 7:0 hatten die Franzosen nicht ganz verdient. Auch in den Schwimmwettkämpsen gingen die Franzosen mit zwei Ausnahmen leer aus. Im 200- Meter-Freistil bewies der französische Meister und Rekordmann Taris sein gutes Können, verbesserte er doch mit 2:18,9 den von ihm gehaltenen Landesrekord und ließ Joachim Rademacher, der 2:27,4 benötigte, weit zurück. Die Zeit von Taris ist im Vergleich besser als der von Heinrich (Leipzig) mit 2:20,4 gehaltene deutsche Rekord. Der Sport am nächsten Sonntag. Handball im Turnverein 1846 Gießen. Die erste Mannschaft spielt am kommenden Sonntag gegen die gleiche des Tv. „Vorwärts", Langen. Die Spielweise der Gäste ist hier zu wenig bekannt, um eine Voraussage zu treffen. 1846 wird aller Voraussicht nach in guter Aufstellung antreten. Anschließend spielt die Jugendmannschaft gegen die Jugend des Butzbacher Turn- und Sportvereins. Das Vorspiel konnte Butzbach 4:2 gewinnen. Handball d. Tv. 4899 Großen Buseck. Zum ersten Meisterschaftsspiel der Gaugruppe Main-Lahn (D. T.) fährt der Tv. nach Riederrad, dem Meister des Gaues Frankfurt. Nachdem Grohen-Duseck gegen die stärkeren Vereine seines Heimatgaues seine Spielstärke beweisen konnte, Wird die Mannschaft in ihrer gegenwärtigen Form auch gegen Riederrad ein gleichwertiges Spiel bieten. Die zweite Mannschaft und die Schüler sind in Wetzlar-Niedergirmes zu Gast. Handball in Großen-Linden. Kommenden Sonntag empfängt die Jugendmannschaft Tv. Großen-Linden die 2. Mannschaft des Tv. Wetzlar-Riedergirmes. Großen- Linden wird gegen die Gäste einen schweren Stand haben. Handball im Lahn-Oünsberg -Gau. Kommenden Sonntag sind folgende Spiele angesetzt: Es treffen sich in Kinzenbach Londorf und Kinzenbach, in Wieseck Allendorf/Lda und Wieseck. Der Sieger ist in beiden Spielen nicht im Voraus zu bestimmen, er wird erst mit dem Schlußpfiff des Schiedsrichters feststehen. Durch das Austreten Kesselbachs aus der Handballrunde fallen sämtliche mit dieser Mannschaft angesetzten Spiele aus. Die Punkte werden daher jeder Mannschaft, die mit Kesselbach bereits gespielt hat, gut- bzw. abgeschrieben. Sportverein 1928 Garbenteich. Am kommenden Sonntag hat der Sportverein 1928 Garbenteich I. Großen-Busecks ll. Mannschaft zum fälligen Rückspiel zu Gast. In Grvßen- Buseck mußte sich Garbenteich mit 3:0 geschlagen bekennen. Ob es Großen-Duseck wiederum gelingt, am kommenden Sonntag den Sieg an sich zu । reißen, bleibe dahingestellt, zumal man in der Aufstellung Garbenteichs eine andere Befehung I findet. Amery schwieg, und es hatte den Anschein, als I wenn für einen kurzen Moment ein Schatten über sein Gesicht gleite. Er schob jetzt gewohnheitsmäßig seinen Arm in den des jungen Arztes und zog ihn aus dem Gewühl mit sich fort. „Ich hätte Lust, noch irgendwo eine Tasse Kaffee zu trinken", sagte er. „Sind Sie mit bei der Partie?" „Gern, lieber Amery; denn erstens ist es mir zum Schlafen noch zu früh, und dann ahne ich, daß Sie mir noch manches zu berichten haben." „Run, ich wüßte nicht, was, bester Doktor", entgegnete Amery ausweichend. Eggenbrecht antwortete nichts mehr. Erst als sie zusammen in dem mit bunten Lampions geschmückten kleinen Cafegarten sahen und sich die Zigaretten in Brand gesteckt hatten, räusperte sich Amery einige Male verlegen, und sagte dann: „Ja, also, lieber Freund, ich habe Ihre .^rau gesehen. Es geht ihr anscheinend sehr gut.“ „Haben Sie mit ihr gesprochen?" „Rein. Sie ging einmal sehr schnell an mir vorüber. Cs war in Bubbling Well. Ich glaube, sie hat mich erkannt, wollte aber nicht von mir gegrüßt sein. Ich tat es dennoch und merkte ihr unwilliges Erröten." „Es tut mir leid. Isa ist stets unhöflich, Herr Amery. Aber es ist noch nicht alles. Sie wissen mehr, ich sehe es Ihnen an. Wollen Sie es mir nicht mitteilen?" „Cs ist nichts, Doktorchen, wirklich nichts. „Verschleiern Sie nichts, um mich zu schonen; ich bitte Sie, Amery." „Gott ja, lieber Eagenbrecht, Frau Isa ist jung, hübsch und so allein. Weshalb zum Teufel scheren Sie sich nun nicht endlich heim? Sieben Monate Trennung ist wahrlich genug . . .“ „Sie amüsiert sich also nach wie vor weiter; man hat ihr demnach den Skandal großmütig verziehen?" „Vollkommen! Dafür verdammt man den grau- samen Ehemann, der es fertigbringt, eine so schöne Frau allein zu lassen." Eggenbrecht lachte bitter auf. „ Frau Isa meint es gewiß nicht so schlimm. Sie trotzt, sie will Ihnen zeigen, daß sie nicht traurig ist. Wer weiß, wie es dabei in ihrem Innern aussieht?" „Hören Sie auf, Amery! Diese srau macht sich keine Skrupel über ihre Handlungsweise. Aber Sie hatten vorhin dennoch recht, ich werde nach Schanghai zurücksahren, um ein für allemal Ordnung zu schaffen. Sie soll mein Kommen nicht erfahren, damit ich sie überrasche." „Apropos, ich bleibe auch nur noch vierzehn Tage in Hongkong, dann habe ich hier alles in Ordnung gebracht, und kehre wieder ga,iz nach Schanghai zurück. Fahren wir also zusammen. Eggenbrecht nickte nur zustimmend. Wenige Minuten später verliehen die Freunde das Ca,e, um sich nach ihrem Hotel zu begeben. Als Hans-Jörg am nächsten Morgen an den Frühstückstisch trat, saß Amery bereits über die eingetroffene Post geneigt. Sie begrüßten sich nur kurz, und Eggenbrecht nahm am Tisch Platz. Plötzlich stutzte er. Reben seinem Gedeck lag ein Brief. Kein Zweifel, er kam von Ri von Salden aus Schanghai. Sie hatte noch nie an ihn geschrieben. Was mochte sie ihm mitzuteilen haben? Was bedeutete dieser Brief? Brachte er neue Hiobsbotschaft über Isa, seine Frau? Unschlüssig drehte er das Schreiben zwischen seinen Fingern hin und her. Er wußte nicht, ob er es sogleich öffnen oder dies lieber auf später verschieben sollte. Rervös blickte er auf Amery, der aber vollständig mit sich selbst beschäftigt war. Also ergriff er kurz entschlossen das Messer und schnitt den Brief auf. Hastig überflog er die Zeilen. Dabei überzog sich sein Gesicht mit jäher Röte, die dann ebenso blitzschnell mit fahler Blässe wechselte. Seine Hände begannen zu zittern, und plötzlich entrang sich seiner Brust ein lautes Stöhnen. Amery blickte erschrocken auf und stand im nächsten Augenblick neben dem Freund. „Doktor, um Gottes willen, was haben Sie, was ist geschehen? So reden Sie doch. Der Brief ist aus Schanghai, nicht wahr? Er stammt von Frau von Salden? Ist Frau Isa etwas passiert?" Eggenbrecht sah ihn mit rätselhaftem Gesichtsausdruck an. „Amery". sagte er dann seltsam gepreßt, „ist das nun Glück zu nennen, oder ist es keins? Isa bekommt ein Kind." „Ein Kind. Ihre Frau, unmöglich!" entfuhr es Amery unwillkürlich. „Dann müßte ich es doch Er schwieg verlegen. „And es ist doch an dem. Ri von Salden schreibt es mir. Sie will es nicht auf sich nehmen, daß mir diese Nachricht vorenthalten wird. Es sind noch zwei Monate bis dahin, und sie fürchtet Isas Leichtsinn; deshalb schreibt sie, ich solle nach Hause kommen." „Menschenstind, Doktor, dann ist ja alles gut! Herr Gott, das Kind schickt Der Himmel! Kinder litten doch meistenteils wacklige Ehen wieder fest zusammen. Passen Sie auf, Frau Isa wird der Tollkopf vergehen, wenn sie erst so ein kleines Ding im Arme hält. Na also, wer sagt es denn; gratuliere, mein Bester. Nun wird ja noch alles recht und gut! — Wann reifen Sie ab?" „Am liebsten sofort!" entgegnete Eggenbrecht, noch ganz benommen von dieser Nachricht. Vorher trägt die erste Schülerelf Garbenteichs gegen die gleiche Großen-Busecks ein Gesellschaftsspiel aus. Hier Dürfte man den kleinen Gin- heimischen ein kleines Plus zusprechen, obwohl einer ihrer besten Spieler wegen Krankheit nicht antreten kann. Am Vormittag tritt die erste Jugend gegen die gleiche des D. f. R. Lich auf dortigem Platze an. In Garbenteich verlor die Einheimische mit 2:0 Toren. Sie müssen alles daransehen, um einer Niederlage zu entgehen. Fußbatttreffen Gau Gießen-Wetzlar — Gau Marburg. Der kominende Sonntag ist vom Vorstand des Westdeutschen Spielverbandes als Ju- gcnDopfcrtag ausgewählt worden. Im ganzen Verbandsgebiet fallen aus diesem Anlaß sämtliche Meisterschafts- und Privatspiele aus. Statt dessen finden in allen Bezirken meist zwischen Den Auswahlmannschaften zweier Gaue, Spiele statt, deren Rein-Einnahmen für den Bau des Verbands- Jugendheimes in Duisburg bestimmt sind. Die Gaue Gießcn-Wetzlar und Marburg haben sich auf den Waldsportplatz des Vereins für Bewegungsspiele 08 Gießen als Austrags- ort geeinigt, wo sich ihre Mannschaften am nächsten Sonntag gegenüberstehen werden. Die Elf von Gießen-Wetzlar steht aller Voraussicht nach in folgender Aufstellung: Tor: Bingel (V.f.B.), Verteidigung: Benneri. und Benner II. (Sportverein Wetzlar), Läuferreihe: Henrich, Henrichs und Haus- rath (sämtlich V.f.B.), Sturm: Kleinke, Fehling, Böttiger (sämtlich V.f.B.), Emmerich (Spv. Wetzlar) und Balser (V.f.B.). Der Gau Marburg hat seine Mannschaft aus Spielern Der Vereine D. f. B.- Kurhessen, Germania und Ockershausen zusammcn- gestellt. Das vorjährige Gauspiel fand in Marburg statt und endete mit 3:3. Welche von den beiden Gaumannschaften am nächsten Sonntag Sieger sein wird, kann nicht vorausgesagt werden. Für Gießen- Wetzlar spricht der Umstand, daß seine Vertretung zum größten Teil aus Spielern einer Vereinself besteht und die Mannschaft an Homogenität dadurch sicherlich gewinnt. Von den beiden Verteidigern, die der Sportverein Wetzlar stellt, kann man mit Bestimmtheit annehmen,' daß sie ihrer Aufgabe gerecht werden. Wie sich der Wetzlarer Halbrechte im V. f. B.-Sturrn zurechtfinden wird, ist dagegen eine offene Frage. Wenn er die nötige Schußkraft aufbringt, sollte er die richtige Ergänzung fein. Marburg hat insofern ein Plus für sich, als eine Anzahl seiner Spieler in Den schweren Punktkämpfen Der ersten Bezirks-Ligaklasse mitgewirkt und dadurch denen der Platzmannschaft an Härte und Routine einiges voraus hat. Vor Dem Spiel Der Aktiven findet im Rahmen der Veranstaltung auch ein Jugendspiel statt. Vom Gau-Jugendausschuß sind die ersten (Jugend-) Mannschaften des V. f. B. - Gießen und von Dillenburg als Gegner bestimmt worden. Hier wird Gießen sich sehr anstrengen müssen, wenn es gewinnen will. Seine Leistungen müssen besser sein, als an den Vorsonntagen. Arbeiter-Turn- und Gportbund. Zum vorletzten Aufstiegspiel empfängt Wieseck am kommenDen Sonntag Den Spitzenführer der Tabelle, Die 1. Mannschaft Heusenstamms. Die Gäste, Die mit Diesem Spiel ihr letztes absolvieren, stehen bis jetzt ungeschlagen an der Spitze Der Tabelle, nur ihr Bezirksnachbar Ege^s- „Das wird sich nicht gut machen lassen, Doktor. Die .Ozeancv fährt erst morgen früh, und heute ist der Anschluß verpaßt." „Ich hatte nicht Daran gedacht", murmelte Eg- genbrecht wie abwesend. Dann erhob er sich und sagte: „Ich muß mir ein wenig Bewegung machen, Amery; entschuldigen Sie mich. Wir treffen uns beim Diner." „Gehen Sie nur. Doktorchen, und verdauen Sic erst Ihre angehende Vaterwürde. Versuchen Sie dabei auch wieder etwas milder über Frau Isa zu urteilen. Frauen sind in solchem Zustand oft unberechenbar. Vielleicht ist damit überhaupt alles entschuldigt." Eggenbrecht antwortete nicht, er nickte nur zerstreut, und verließ das Zimmer. Er stürmte hinaus auf die Straße. Ein Kind! Isa schenkte ihm ein Kind, und er hatte es all die Zeit nicht geahnt, hätte es nie erfahren, wenn nicht Ri von Salden es ihm in dem Brief verraten hätte. Planlos, wie von Sinnen, lief er durch die Straßen der Stadt. Trotz, Aerger und eine keimende weiche Regung für die Mutter feines Kindes kämpften in feinem Innern gegeneinander. Um des Kindes willen wollte er der Mutter verzeihen. Und plötzlich glomm eine furchtbare Angst in ihm hoch. Hatte nicht Ri von Salden geschrieben, daß sie die Verantwortung nicht länger übernehmen könne, da Isa trotz ihres Zustands grenzenlos leichtsinnig mit ihrer Gesundheit umspränge? Und wie ein Alp legte es sich ihm bei dem furchtbaren Gedanken, der jetzt in ihm aufzuckte, auf seine Brust. Wenn Isa sich trotz ihres Zustands nicht schonte, tat sie das vielleicht aus dem Grunde, weil sie das Kind nicht wollte, und sich gegen die Mutterschaft sträubte? Nein, nein, der Gedanke war absurd, unmöglich! Jedes Tier liebt sein Junges; so schlecht war Isa nicht, daß sie sich unter das Tier stellte. Er bat ihr in Gedanken diesen furchtbaren Verdacht ab. Er redete sich ein, daß sic nur aus Trotz so handelte, um ihn zur Rückkehr zu zwingen. Nervös, im Innern zerrissen, kehrte er in das Hotel zurück, wo Amery ihn bereits erwartete. Sie sprachen nicht viel zusammen, und mieden geflissentlich das Thema, das sie beide so stark beschäftigte. „Fahren Sie am Nachmittag mit mir nach Canton, ich habe Dort einige Geschäfte zu erledigen. Hier zermartern Sie sich ja ohnedies nur unnötig Ihre Nerven," bat Amery. Eggenbrecht kam diese Aufforderung gelegen. * Die Fahrt würde ihm etwas Zerstreuung bringen. I (Fortsetzung folgt.) bach Tonnte ihnen ein Unentschieden abringen. Wieseck wird diesem Gegner gegenüber einen schweren Stand haben und alles hergeben müssen, um den Gästen ein gleichwertiges Spiel zu liefern und eine hohe Niederlage zu verhindern suchen. .. s.„. Am kommenden Sonntag beginnen die diesiah- rigen Frühjahrs-Serienspiele. Diesmal sind es 37 Mannschaften, die in den Kampf um die Punkte eintreten. Sn der ersten Bezirks klasse treffen am Sonntag Heuchelheim 1. — Wetzlar I. in Heuchelheim zusammen. Hier werden die Plahbesiher die besseren sein und Sieger bleiben. — Gießen I b hat Alsfeld I. zu Gast. Zwei gleichwertige Mannschaften, von denen die glücklichere Sieger bleiben wird. — Lollar I. hat Naunheim I. auf eigenem Platze zum Gegner. Hier wird es ein Treffen geben, dessen Ausgang offen zu lassen ist. — Großen-Linden I., der Neuling der 1. Klasse, hat Gießen I. im Pflichtspiel zum Gegner. Die Einheimischen werden hier nicht viel zu bestellen haben und nur eine hohe Niederlage zu verhindern suchen. . Sn der zweiten Be z t r k s k l a ss.e. die in Gruvpe Ost und West ousgetragen wird, treffen sich in West: Leun l — Nodheim I. Hier wird der Glücklichere Sieger bleiben. — Wieseck II hat vor dem Aufstiegspiel Niedergirmes I zu Gast. Wieseck wird sich anstrengen müssen, wenn es keine Niederlage erleiden will. — Gießen II hat Klein-Linden 1 bei sich und wird wohl auf eigenem Platze Sieger bleiben. — Kinzenbach I weilt in Watzenborn und wird wohl die Punkte mit nach Hause nehmen. — Sn der Gruppe O st treffen Odenhausen I — Hachborn I zusammen. Der Ausgang ist offen zu lassen. — Grünberg l hat Treis zum Gegner. Hier wird der Glücklichere Sieger bleiben. — Saubringen I hat Hungen I zu Gast und wird sich auf eigenem Platz die Punkte nicht nehmen lassen. — Ovpenrod I geht nach Birklar, um sich dort die ersten Punkte zu holen. — Auch Burkhardsfelden I wird in Beuern Sieger bleiben. Sn der Sugendklasse treffen sich: Heuchelheim — Naunheim; Wieseck — Gießen; Großen- Linden — Kl.°Linden: Watzenborn — Treis: Nodheim—Wißmar: jeweils auf dem Platze des erstgenannten Vereins. Wirisch-st. Oie $ranffurfer Frühjahrsmesse. Die Frankfurter Frühjahrsmesse vom 1 4. bis 17. April, die 20. seit Kriegsende, wird, soweit sich bis jetzt übersehen läßt, auch diesmal wieder im gleichen Umfang beschickt fein, wie bisher. Ein Teil der traditionell auf der Frankfurter Messe vertretenen Gruppen wird sogar in bedeutend erweitertem Umfange sich barbieten. Dies gilt vor allem von der Möbelmesse, die trotz ihrer Erweiterung schon heute sowohl für das Frühjahr, wie für den Herbst räumlich ausverkauft ist. Zum erstenmal wird auch die belgische Möbelindustrie an dieser Gruppe beteiligt fern. Eine zweite Gruppe, bei der feit den letzten Messen die Kurve stetig und stark aufwärts steigt, ist die Haushaltsgruppe. Für diesen Markt haben im Herbst vorigen Sichres sowohl das Sn-, wie ganz besonders auch das Ausland großes Snteresse gezeigt. Die Gruppe Nahrungs - und Genußmittel, die bereits am 13. April eröffnet wird, veranschaulicht am stärksten den internationalen Charakter der Frankfurter Messe. Es erscheinen als Aussteller wieder, wie bei den früheren Messen, Belgien, Frankreich, Stalien, Holland und Oesterreich. Dazu kommt neu Spanien, dessen Ministerium eine offizielle Beschickung der Frankfurter Frühjahrsmesse beschlossen hat. Neben diesen drei stark ausgebauten Gruppen der Frankfurter Messe stehen die übrigen, die im gleichen ilmfange und in der gleichen Aufmachung wie früher sich einfinden werden. Man wird auf der Tertil- messe neben der Herren- und Damenkonfektion, sowie der Herrenausstattung auch Strickwaren, Trikotagen und die übrigen Gruppen des Marktes finden. Auch im Haus Offenbach, wo der Leder markt, der Markt für Galanteriewaren, Musikinstrumente und Spielwaren, Reise- und Toiletteartikel und Luxuswaren untergebracht sind, wird das Bild das gleiche wie bei den letzten Messen sein. Von den Sonderveranstaltungen während der Frühjahrsmesse ist zu erwähnen die große Bureauschau, die im Obergeschoß des Hauses der Moden im Zusammenhang mit dem „Reichskurs für wirtschaftliche Verwaltung", nach wissenschaftlichen Grundsätzen ausgestattet, zu finden sein wird. Eine zweite vonderschau wird vom Bund der Schaufensterdekorateure Deutschlands, der am 13. und 14. April in Frankfurt a. M. seine Generalversammlung abhält, veranstaltet. Eine dritte eigenartige und interessante Sonderveranstaltung „Elemente neuen Bauen s", vom Messeamt in Gemeinschaft mit dem Hochbauamt Frankfurt veranstaltet, wird den Kem der Baumesse bilden. Diese Aufzählung zeigt, welche Bedeutung die kommende Frankfurter Frühjahrsmesse hat. Sie bietet die letzte große Möglichkeit für die Wareneindeckung im Snteresse des Sommergeschäfts. Ve einheitlichung -es gewerblichen Genossenschaftswesens. Gegenüber Nachrichten über die zwischen der Dresdner Bank, der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse und dem Deutschen Genossenschaftsoerband schwebenden Verhandlungen wegen einer Verständigung der beiden Zentral- k r e d i t i n st i t u t e und ihrer Systeme wird dem WTB.-Handelsdienft von autoritativer Stelle mitgeteilt, daß die Verhandlungen noch in ihren allerersten Anfängen sich befinden. Erhebungen bei den Genossenschaften über den mittel- oder unmittelbaren Verkehr mit den zentralen Kreditinstituten sind daher nicht im Gange. Grundsätzliche Gegensätze zwischen der Dresdner Bank und der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse sind gleichfalls nicht vorhanden: die Verhandlungen haben allein die organisatorisch, finanziell und betrieblich zweckmäßigste Gestaltung des Genossenschaftlichen Kreditsystems der gewerblichen Kreditgenossenschaften zum Ziele. Zur Vereinheiilichungsfrage der ländlichen Genossenschaften. Wie WTB.-Handelsbienst erfährt, hat der Ge- samtausschuß des Reichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften in feiner gestrigen Sitzung in Berlin den von der Eini- gungslommission ausgestellten Sahungsentwurf für den genossenschaftlichen Einheitsverband mit einigen Abänderungsvorschlägen für die weiteren Verhandlungen der Einigungs- kommission einstimmig angenommen. Hierbei wurde noch in einem Beschluß festgelegt, daß die Vereinheitlichung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens nur Sinn habe und die großen Opfer sich nur rechtfertigen ließen, wenn sie bis in die untersten Glieder der Organisation erfolge. Der Gesamtausschuß des Generalverbandes der Deutschen Raiffeisen-Genossenschaften hat zu der Frage der Vereinheitlichung des deutschen landwirtschaftlichen Genossen chaftswesens in ähnlicher Weife Stellung genommen. Bezüglich der Perfonenfrage wurden von beiden Verbänden besondere Wünsche geltend gemacht. Bei der Vereinigung der deutschen Bauernvereine finden die Besprechungen zu dieser Frage erst in einigen Tagen statt. Harpener Bergbau A.-G., Dortmund. Nach dem Bericht wurden im Geschäftsjahr 1928 an Roherträgen aus Kohlen, Koks und Briketts einschl. der Teerofenanlagen und Benzolfabriken 21.26 (25.53), aus der Abteilung Eisenkonstruktion 0.67 (0.67), aus Handel uno Schiffahrt 1.57 (1.45), aus Mieten und Pacht 2.22 (2.70), aus Zinsen und Dividenden 1.38 (3.14) Mill. Mk. erzielt. Die gesamten Einnahmen verminderten sich daher von 34.32 auf 27.90 Mill. Mk. Demgegenüber erforderten Generalunkosten 5.95 (5.66), Steuern 6.69 (8.05), Dawes- belaftung 1.19 (1.19) Mill. Mark. Aus dem Äeberschuh ist die Summe von 10.26 (10.22) Mill. Mk. zu Abschreibungen verwendet worden. Die Abschreibungen werden als durchaus unzureichend bezeichnet. Der Rücklage für Bergschäden habe man nur 0.29 (1.46) überweisen können, wodurch sich diese auf 3 Mill. Mk. stellt. Ein weiterer Betrag von 1 Mill. Mk. wurde zur Bildung einer Anleihekosten-Rücklage verwendet, aus der die durch die Ausnahme der Amerika- Anleihe entstehenden Kosten und das Disagio gedeckt werden sollen. Die Rücklage für erforderliche Neuanlagen (Erneuerungsbestand) sei mit dem vollen zu Buche stehenden Betrage von 8 837 349 Mk. in Anspruch genommen worden. Aus dem Reingewinn von 818 914 Mk. sollen 5 Prozent dem Reservefonds zugewiesen, 6 Prozent Dividende auf die Vorzugsaktien verteilt und 759 968 Mk. vorgetragen werden (i. D. 6 Prozent Dividende auf die Stammaktien). Nach dem Bericht ist die Kohlenförderung von 8.02 auf 7.38 Mill, t zurückgegangen. Die Koks- erzeugung erhöhte sich von 1.59 auf 1.61 Mill. t. Die Kohlenbestände haben sich um 45 000 t erhöht. Die arbeitstägliche Förderung betrug durchschnittlich 24 247 f; sie blieb um 8 Prozent unter der des Vorjahres. Mit der Kokserzeugung sei man um 1.4 Prozent über, mit dem Sahresabsah um 8 Prozent unter den Zahlen des Vorjahres geblieben. Die Brikettherstellung sei infolge der Stillegung der Drikettfabrik Roland auf 196 472 t zurückgegangen. Die Geschäftslage in den ersten Monaten des laufenden Sahres fei infolge der anhaltenden Kälte mengenmäßig nicht unbefriedigend, jedoch durch Transportschwierigkeiten beeinflußt. Der Bericht schließt mit der Hoffnung, daß der Ruhrbergbau in diesem Sahre von weiteren Belastungsproben verschont bleibe, da er einer neuen Steigerung der Belastungen nicht mehr gewachsen sei. * * Philipp Ho lzmann A.-G., Frankfurt a. M. Der in der gestrigen Aufsichtsrats- sihung vorgelegte Abschluß für das Geschäftsjahr 1928 weist nach 1 414 813 (1 221 416) Mk. Abschreibungen einen Reingewinn von 1 679 668 (1 670 745) Mk. aus. Der auf den 3. Mai d. S. einzuberufenden G.-V. soll vorgeschlagen werden, auf die Stammaktien wieder 7 Prozent Dividende und auf die Vorzugsaktien satzungsgemäß 6 Prozent zu verteilen. Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr wurden als befriedigend bezeichnet. * Deutsche Gold- undSilberscheide- anstalt Dorrn. Roeßler, Frankfurt a. M. Mit 150 000 Mk. Kapital hat die Gesellschaft die „Durforrit G. m. b. H. für Glüh- und Härtetechnik" in Frankfurt a. M. gegründet, die sich mit der Oberflächenhärtung befaßt. * Voigt & Haeffner A. - G.. Frankfurt a. M. Nach dem Geschäftsbericht war das Ergebnis des Sahres 1928 befriedigend. Es konnte ein wesentlich höherer Almfaty erzielt werden, ohne nennenswerte Vergrößerung der Beschäftigtenzahl, da die Gesellschaft nach den 1927 getroffenen Maßnahmen auf einen stärkeren Geschäftsgang vorbereitet war. Sm Herbst kam dann der älmschwung der Wirtschaftslage deutlich zum Ausdruck, und bei Abfassung des Berichtes stehe es außer allem Zweifel, daß wir uns in einer Zeit absteigender Konjunktur befinden. Die erhöhten Löhne, Gehälter, Steuern, Lasten und Gebühren machten sich unangenehm bemerkbar. Dis Rationalisierungsmaßnahmen seien in der Hauptsache zum Abschluß gelangt. Die Hauptbeteiligungen, die Firmen G. Schanzenbach & Co., Frankfurt a. M. und die Eisengießerei Wilhelma G. m. b. H. in Hanau- Kesselstadt, haben zufriedenstellend gearbeitet. Bekanntlich wird eine erhöhte Dividende von 9 (i. D. 8) Prozent vorgeschlagen. Die Abschluß- ziffem sind bereits mitgeteilt. Mit der Abnahme der Konjunktur setzte ein verschärfter Wettbewerb mit stetig sinkenden Preisen ein. der bei Fortsetzung der augenblicklichen Geschäftslage die Aussichten für das laufende Satyr als recht undurchsichtig erscheinen lasse. Der Auftragseingang bleibe zur Zeit hinter dem des Vorjahres zurück. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 5. ^pril. Tendenz befestigt. Zuversichtliche Nachrichten aus Paris, die erholte gestrige Neuyorker Börse sowie die entspannten Geldmarktoerhältniss: lösten zu Beginn der heutigen Börse eine allgemeine Beruhigung aus. Die gehegten Befürchtungen einer Diskonterhöhung traten daher völlig in den Hintergrund, die Stimmung war freundlicher und zuversichtlich, zumal auch Kaufaufträge von Auslandseite eingetroffen sein sollen, und das Geschäft nahm i n Spezialwerten recht lebhafte Formen an. Im Vordergründe des Interesses standen wieder die alten favorisierten Werte. Besonders für Elektroaktien machte sich von Schweizer Seite regeres Interesse bemerkbar. Auch die Spekulation schritt, angeregt hiervon, in verschiedenen Werten zu größeren Jnteressenkäufen. Gegenüber der gestrigen Abendbörse waren zumeist Kursbesserungen bis zu 3 v. H. und in Spezialwerten noch darüber hinaus zu verzeichnen. Siemens eröffneten 4 v. H., Schlickert 3,5 d. H., Bergmann 2,75 v. H. und auch Chadeaktien 3,50 Mark fester. Am Farbenmarkt waren die Umsätze etwas bescheidener. Z.-G.-Farben eröffneten 1,75 o. H. hoher, Scheideanftalt nur behauptet, Glanzstoff plus 4 v. H. Deutsche Linoleum waren nur geringfügig gebessert. Am Kalimarkt waren Aschersleben mit plus 4,5 v. H. rege gefragt. Am Montanwarkt lagen Rheinische Braunkohlen 2 v. H. gebessert, die übrigen Werte dieses Marktes blieben behauptet. Kupferwerte lagen dagegen weiter angeboten, da die Kupferbaisse immer noch ungünstig nachwirkte. Marisfelder büßten 0,5 v. H. ein. Dtamminen geringfügig erholt. Schiffahrtswerte bis 1,5 v. H. hoher. Von Zellstoffwertcn konnten Waldhof 3 v. H. gewinnen. Von Autowerten Adlerwerke 1 o. H. fester. Renten still. Deutsche Anleihen uneinheitlich. Ausländer behauptet. Sm Verlaufe wurde das Geschäft wieder etwas ruhiger. Die Tendenz blieb fest, und es traten weitere kleine Besserungen ein. Für Spezial- werte bestand weiter Interesse. Auch I.-G.-Farben schlossen sich der allgemeinen Bewegung an und profitierten bei etwas lebhafterem Geschäft 2 v. H. Siemens plus 1 v. H. Später setzte wieder ein lebhafte? Geschäft ein. Unter Führung von J.-G.-Farben und den meisten Elektrowerten traten weitere Besserungen bis zu 1,5 o. H. ein. Auch Deutsche Linoleum gewannen 3,5 o. H. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 v. H. etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2171, gegen Pfund 20,472, gegen Paris 124,22, London gegen Kabel 4,8532, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 32,27, gegen Holland 12,1060. Mark und Pfund lagen international fest. Berliner Börse. Berlin, 5. April. Die Tendenz der heutigen Börse war im G r u n d t o n f e st. Schon vormittags überwog bei der Spekulation Dsckungsnei- gung, da die vorliegenden Momente freundlicher stimmen mußten. Vor allem beruhigte, daß auch Neuyork feinen Diskont nicht erhöht hatte, und daß im Gegenteil Tagesgeld bis auf 6 v. H. herunterging und die Fonds-Börse daraufhin recht fest schloß. Auch die Nachrichten aus Paris fanden günstigere Beurteilung, und es herrschte dek Eindruck vor, als ob nach der gestrigen Vollsitzung wieder eine Entspannung eingetreten sei. Auch daß im Ruhrbergbau schon Verhandlungen aufgenommen werden, daß der Reichstag für neue Koalitionsbesprechungen zusammengerufen worden ist, ein freundlicher Eisenbericht für den Monat März usw. fanden ebenfalls Beachtung. Zu den ersten Kursen kam vereinzelt noch Ware heraus, so daß die Notierungen nicht immer ganz so fest waren, wie man vorbörslich erwartet hatte. Das Geschäft war zunächst auch noch ziemlich still, doch überwogen bei den Banken die Kauforders, so daß meist Gewinne gegen gestern abend festzustellen waren. Papiere wie A.-G. für Verkehrswesen, Reichsbank, Ören- stein, Jeldmühle (exklusive Dividende 10,3 v. H.), Leonhard Tietz, Licht Lc Kraft, AEG. waren bis 3 v. H. gebessert. Bemberg, Spritwerte, Konti Kautschuck (im Zusammenhang mit der Fusion in der Reifenindustrie), Kaliaktien, Schlesische B.-Gas (Gerüchte von einer Kapitalerhöhung mit günstigem Bezugsrecht) usw. bis 7 v. H. höher. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer wenig verändert. Lissaboner Stadtanleihe fest. Pfandbriefe eher gefragt. Braunschweig-Hannoversche Anteile wieder gesucht. Der Geldmarkt war etwas leichter. Tagesgeld 7 bis 9 v. H., Monatsgeld 7,5 bis 8,5 v. H., Warenwechsel ohne Umsatz. Gleich nach den ersten Kursen wurde die Tendenz vorübergeyend etwas leichter, bann bewirkte aber die bekanntwerdende Erklärung der Federal Reserve Boards über die gestrige Doll fitzung eine neue Aufwärtsbewegung, wobei bei lebhafterem Geschäft nicht selten weitere Gewinne von 2 bis 3 v. H. erzielt wurden. Sehr starke Beachtung fanden Farben- Aktien, Konti Kautschuck, Kunstseidewerte, Leonhard Tietz, Dessauer Gas usw. Später trat zwar gegen die höchsten Kurse eine kleine Abschwächung ein, man blieb im allgemeinen aber doch bei ziem- l i ch lebhaftemGeschäft-weiter freund- l i ch gestimmt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 5. April. Zum Wochen-- schluh war das Geschäft am Produktenmarkt weiter sehr still. Die Grundstimmung war etwas freundlicher, doch konnte diese Tatsache auf die Preisgestaltung nicht einwirken. Preisverände- rungen traten nicht ein. Es wurden notiert: Weizen 23,75. Roggen 23 bis 23,25, Sommergerste für Brauzwecke 24, Hafer, inländischer 24,25 bis 24,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 23 bis 23.25, Weizenmehl, süddeutsches S^e ,ial 0 33 bis 33 50. Roggenmehl 30,25 bis 31. Weizenkleie 13,75 bis 13,90, Roggenkleie 14,75 bis 15. Tendenz ruty.g. Kunst und Wissenschaft. 500 Pfund für den besten deutschen Roman. Der englisch-amerikanische Verlaa Harper & Brothers (London/Nenyork) hat einen Preisvon500 Pfund für den besten deutschen Roman oder die beste deutsche Biographie des Jahres 1929 gestiftet. Die angebotenen Werke müssen unveröffentlicht sein und von Verfassern stammen, die vor 1920 kein größeres Werk der Art herausgegeben haben. Letzte Nachrichten. Schnee und Kälte im Schwarzwald. Freiburg i. B., 5. April. (BJIB. Funkfpruch.) Die Morgenstunden der heutigen Tages haben wiederum bis in die Lbene hinein Schneefall bei heftigem Sturm gebracht. 3m Schwarzwald beträgt die Temperatur —9 Grad, in der Ebene — 1 Grad. Der Feldberg hat jetzt schon wieder eine Schneedecke von einem halben Meter. Auf diesen höhen hat der S ch n e e st u r m eine Stärke von 17 Sekundenmeter. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den t Sapieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuß 7,5 Prozent.____________________ Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Bcrlü 4. April Geld Brief Schluß- 1 Ubr- Schluß.!Änsang- Schluß. l-Uhr- Schluß. iAnfong »i in-3 Kurs Schluß- l-Uhr- Schiutz- Anfang yrianjoiume ........... jSnHÄnbffmt» TOnfttt ...... 16,4/ 168.49 169,17 22,24 112,50 59,38 2,52 112,65 Kurs Kurs Kurs Kur; Kurs Kurs Kurs Kurs Kurs Kurs 22,16 Datum 4-4. 5.4. 4.4. 1 5.4. Datum 4-4- 5.4. 4-4. 5.4. Datum «-«- 5-4- 4-4. 5 4. Norwegische Noten...... □IAA OrArtdW 112,06 59,14 2,50 112,21 6% $t. 8Mrf)Sanlcil)e d. 192, Ti. Aitl^Ablos.-Schuld mit Auü- 87,5 — 87,5 —— 01 (fr (« . . h 180,75 227,5 183 230,25 181,25 228,25 183,5 231 Phuipv Holzmann....... 128.5 128,5 128.5 Rumänische Noten . . . Schwedische Noten . .. 54 12,55 53,9 12,6 Bergmann ....... 9 Heidelberger Gement ..... 10 147 loj.-Rechlen TeLgl. ohne AuSlos.-Rechle ;% Franks. HyP.-Bl. (SolbDj. ini 53,85 12,7 54 ' 12,5 | Elcklr. Lieferungen..... io Licht und Kraft ..... 10 ^rltpn & (üuillpoiime. 220,5 146 237 221,5 173 220 145,25 237 150 171.4 173,75 222,25 145,5 Gement Karlstadt ...... 8 180 ms 134,75 IM.75 Schweizer Noten .... 81,02 64.26 81,34 64,54" 12,505 73,51 a M. Schultheiß Patzenhofcr ... 15 Ostwerkc ......... 1? Ber. Glanzstofs ...... 18 298,5 47,75 472 399,5 269 302,5 252.5 475 406,5 271,5 öpannajc ............. Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten . ... Devisenmarkt Berlin kündbar bis 1932 iy.% Rheinische Hyp.-Bank Lion. (Solbpf....... A.E.G. adg. VorkriegS-Obligation. 89,5 80,75 _ - Ges. f. Eleitr. Untern.....10 Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. El.-kir. . ......9 237,5 236,75 150,4 172,75 471 475 73,21 -Frankfur t Schief. Elektr. ....... 10 _ 216 222 272 Telegraphische Auszahlung. rückzahlbar 1932 89,5 — — — Schuckcrt..... .... 8 _ 244,5 241,25 244,75 Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Waller ... 7 4% Schweiz. BundeSb.-Anl.. 4% Oesterreichiscke Goldrte.. . - 4,20% Oesterr. Silberrle. . . 4% Oesterreich, einheitl. Rte. 31 31,4 31 — Siemens & Halske . • • • • 1? 400,5 404,5 401 160 405,25 160,5 178,25 79,25 128,25 131,5 133,5 136.5 — — 118,75 118,75 220.25 58,6 54,75 4- pril 5- April 3 1,95 3J 178,5 79 178,25 84 128,5 132 133,25 137 58,5 58,5 55 — _ Buderus..... 5 _ Geld Brie Geld ' Brie' 4% Ungarische Goldrte. . . 24,9 —- 24,9 24,9 _ Adlerwerte Klever ...... ö 52 53 53 53,5 «mit--Rott. 168,8- 169.16 168.89 169,23 * 4% Ungarische Staaten. ö. 1910 4'/:% de-gl. von 1913 4% Ungarische ttronenrte.. • 4% Türk. Zollanleihe v. 1911 4% Türkitche Bagdadbahn-Anl., Serie 1. 4% desgl. Serie ll. . . 4% Rumänen amtiert. Rte. . . . 414% Rumänen Goldanl. von 1913 21,2 22,25 1.9 — 21,2 22,2 1,95 1,95 Cliener Steinkohle......8 Gelsenkirchener . . • f. Vi I- < Harpener. . .....6 Hoesch Eisen. .•••••. .8 Alie Bergbau ........ S 132,75 135 132,75 135,75 Ludw. Loewe . ...... 10 Rat. Automobil ....... 0 223 33 224 97,75 296,5 Vucn.-AtreS Brss.-Antw, Christiania. 1,770 58,49 112,29 1,774 58,61 112,51 1,771 58,50 112,31 1,775 58,62 112,53 10,75 10,9 11 —— 127 127,25 _ 294 Kopenhagen 112,25 112,47 112,29 112,51 219 107 220 220 107,75 126 117,25 145,9 89,5 106,75 94,5 296,25 126,75 Stockholm - 112,44 112,66 112.48 112,70 10,5 — 10,3 10,25 10,25 SUöduerrocde ....... .7 itoln-Neueven. .......9 108,25 126,5 116 142,75 Franks. Maschinen ...... 6 Gritzner...... • • • 11 33,5 87,3 — 63,5 87 — HclstngforS. 5takten. . . 10,591 22,055 10,611 22,095 10,593 22,05 10,613 22,09 8,65 —- — — 'Mannesmann........ 8 117 143,25 _ London. . . 20,439 20,479 20,446 20,486 — — 18 — 143 72 72 Neuhort . . 4.212 4,220 4,2130 4,2210 cberschles. Eisend. Bedarf. . . b Illis Paris. . . . 16,46 16,50 16,465 16,505 tfUlß. Deutsche Eisenbahn 4 . Hamburg-Amerika Paket . . « Vamb.-Sübam. Tampsjch. . . 8 pansa Dampsschiss . . 10 Norddeutscher Lloyd . . . . 8 Allg. Deutsche Ereditanst. . 10 warmer Bankverein . . 10 Berliner Handelsgescllsch. . 12 Commerz- und Privat-Bank 11 Tarmst. u. Nationalbank 12 Leutsche Bank io 120,5 114 133,5 145,5 229 201,75 287,5 170 121,75 114,5 120,5 198 159 114,13 133,75 121,5 114,5 133,5 Oberschles. Kokswcrke .... 6 Phönix Bergbau...... 5% Rheinische Braunkohlen... io Rheinstahl s. % Jahr 4V: Ricbeck Montan......7/. 94,13 297 127,5 299 127,5 107,25 94,25 299 127,5 Moinkrafiwerts.......8 Miag. . - .......10 Rekarsulmer ........ 8 Beters Union ........ 8 117,25 131,5 111,23 114,5 213 152,5 noten 131 14,25 110,75 130 Schweiz .. Spa:tcit . Japan . . . Rio de?Yan Dien in D-- 31,075 63,62 1,878 0.497 81,235 63,74 1,882 0,499 81,085 63,20 1,880 0,498 81,245 63,32 1,884 0,500 Bereinigte Stahlw. ..... o $")t Metallgesellschaft. ..... 11 169,5 90,75 169,5 91,5 91 Amenkanttche Noten ..... Belgische Noten ....... Dänische Noten........ Englische Noten........ 4,207 58.33 4,227 58,57 Athen. . Lanada 5,465 4,188 5,475 4.196 5,455 4,187 5,465 4,195 'l-'lchSbank ... 12 95,5 — 96,25 96,75 112,00 20,411 112,44 20,491 Uru uay . Cairo 4,240 20,973 4,249 21.002 4.216 20,98 4,224 21,02