Edition Samstag ■l'*K(SWI »< »on k®1““' runaen ’’!W- WZ *“F«ä SÄ? «öS 4&^;; SWM-übtt y hatten sonst '°ch "ich wie^ übNuld» L-Ilcri! 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V.*» eichte» Ost mlssioer Suesoowesi stürmischer -ordwesl Ole Piene tiiece.n mit dem winde Oie er een Stationen stentnaen zahlen geben die Temperatur an 0 Uhr, vom Sterbehaus aus statt In unser Handelsregister, Abteilung A, Nr. 7, wurde heute bei der Firma August Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 5 März, nachmittags 3,30 Uhr, vom Trauerhause, Hintergasse 8, aus statt ____________________________________________________I924D Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 6. März 1929, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 6. März 1929, nachmittags 3 Uhr statt In tiefer Trauer: Familie Ludwig Hahn, Prov.-Straßenwärter Helene Bachmann Witwe Annerod, den 4. März 1929. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 6. März 1929, nachmittags 3V$ Uhr statt Förster in Lich eingetragen: Die Firma ist erloschen. Lich, den 26. Februar 1929. Hessisches Amtsgericht. Grone Berdienftchanee bieiei sich füt ftenuge, veitau'Si. Herren, bet Bedörd. dnbuftrie, Groir» u.Kleinhand-Amogc- ichätk., Voiibro., Prtvaien gut emgeL in Frankfurt u. all. Stadien Hessens als Vertreter für den Beri.ied eines ton* karrenzi., nicht der Konjunktur nnieriv. überall verkauft. Artikels. BertaulSor. 8—.4.— pro Stück bei 2a0/. Broo sowie Lvesenzusch. bei gut. Erk. AIS Sichert), sind i. Muuer 'JJit. 80 in bar erlogen. AuSf. Angeb. unter M. 2180 an Kocj ft mnozijorg, A»n.*Exp., i rankieri a. BL ______________1883V Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen Frau Katharine Frey geb. Reuter sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Wild. Habn H., Annerod, Tel (9tenen 1167. Am 1. d. M. verschied nach kurzer. schwerer Krankheit mein lieber Manu, unser tieusorgender Vat er. Schwiegervater und Großvater, unser lieber Bruder, Schwuuer und Onkel Herr Heinrich Wagner im Alter von 75 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Steinstraße 40), den 4. März 1929. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 6. März.nach- mittairs '/,2 Uhr. auf dem dienen Friedhof statt. __l94)D neiuveritg.i.Lchian'» 2 Ltulnre. 2 Obje» tioe. bisßNsachex er- grö -ernng, »ür 80 *n oerkauien. Nab. in d. GeschasiSsi. des Qhcfe. An». 0997 Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief sanft am 3. März, nach kurzem, schwerem Leiden, 2 Tage vor seinem 17. Geburtstag, unser einziger lieber Sohn, Bruder, Enke! und Pate Adolf Hahn Am Samstag verschied plötzlich nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Georg Wer im Alter von 48 Jahren. Nachruf. Am 1. März verschied unerwartet unser langjähriges Mitglied Herr Willy Hankel Wir betrauern in dem Entschlafenen einen treuen, eifrigen Förderer des Vereins, dessen edler Charakter uns allezeit vorbildlich gewesen ist Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Gesangverein Heiterkeit. Die Beerdigung findet Mittwoch, 6. März, nachm. 2 Uhr, \on der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt, und bitten wir um zahlreiche Beteiligung. IU36U Wir betrauern hiermit das Hinscheiden unseres treuen Mitgliedes Adolf Hahn im 17. Lebensjahre. — Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Burschenschaft Engelhardt Heute morgen 3*/4 Uhr entschlief sanft in dem Herrn nach kurzer Krankheit meine liebe Frau, unsere Hebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Fran Marina Bonwl geh. Wagner im Alter von 73 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Conrad Wilhelm Rompf L Wilhelm Carl Rompf, Bürgermeister Familie Wilhelm Luh. Unterfertigter C. G betrauert tief das am 27. Februar 1929 erfolgte Ableben seines lieben A. H. Dr.med.Eriisi Schmidt prakt. Arzt zu München, rez. 1895 Gestern abend 8 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter Mann, der gute Vater seines Kindes, mein lieber Sohn, Bruder, Schwager, Schwiegersohn und Onkel Herr Willi Hankel Nach langem, schwerem Leiden wurde am Samstag, den 2. März, unsere Hebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Marie Lang im Alter von 30 Jahren In ein besseres Jenseits abgeruten. Die trauernden Hinterbliebenen Heute morgen 6 Uhr verschied nach kurzem Krankenlager unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Elisabethe Seiler Wwe. geb. Kreiling im 86. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Balser Wwe., geb. Seiler Friedrich Karl Kreiling und Frau Elisabethe, geb. Seiler. Wieseck, den 4. März 1929. Die Beerdigung findet Dienstagnachmittag 2 Uhr, vom Sterbehause, Obergarten 9, aus statt. __1911 Dl Goethe Vmw Montag, den 11. Marz. 4. Tag im KammerivielztzkluS MlM-MeÄW Einigung des Gutscheins Nr. 4 ab L tenStag. 5. Marr. 19131) Heute 20 ilbr: Wies- ,8aD fionglonfflK mlonfl Stadttheater Tieuötaa.S.Märs, rr.Sieoskllg-Av. 1-rsi. von 20 bis 22'/« Udr Slis Geltz flöf üer Strotze Vuiifoicl in 3 Akien von iHub. Bernauer u. Rud. Oestereicher In der Nacht vom Samstag zum Sonntag, um ll/< Uhr, ist mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Ludwig Haas Zigarrenfabrikant im Alter von 62 Jahren nach längerem Leiden, und doch für uns alle unerwartet, von uns geschieden. In tiefem Schmerz: Frau Margarete Haas geb. Schmidt Georg Burk und Frau Margarete geb Haas Ludwig Haas, Lehrer, und Frau Helene geb. Tröber und zwei Enkelkinder. ÜankNOKUug. Für die vielen Beweise heizlicher Teilnahme heim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen raffen wir allen auf diesem Weue unseren herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katherine Hartmann .Harle Hartmann Familie Kobert Kreiling. Heuchelheim, Londorf, den 2. März 1929. ,enV Tode«-Anzeige. Samstag morgen um 9 Uhr entschlief sanft in dem Herrn nach kurzem Krankenlager mein lieb-r guter Mann, unser lieber treusorgender Vater. Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater. Schwager und Onkel Herr Wilhelm Hammel IV. im 79. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Katharine Hammel geb. Menge! Nlj Montag, 4. März 1929 Nr. 53 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) le 'er Uhr, M2D vnaraK- Wir werden Geschichten aus aller elt unsere« Ihm ein I83TD Jensdt« r, Fldibadi, I9SD liche stimmliche Organisation. Die rhythmische De- Teönahme Musikdirektor igsD ‘4 Reuter bcfilidisten lebtheit der musikalischen mit satten. Tänze war ein Widerspiegel des Erlebens. Das Orchester erklang lebensfrischen Klängen, besonders am Sam«* Schwester, nachm. fei au» ülgniiR. 18361) i Ul N E dm 5. Hin, Wetzlarer mein Grofi. Der Präsidentenwechsel in Amerika Am 4. März in Washington. Don Felix Baumann. Paul Breisach erschloß in zündender Weise die Schönheiten der Partitur! seiner temperamentvollen Führung ist wohl in allererster Linie das hervorragende (Illingen der Aufführung zu danken. Jedes Tempo er» klang warm, mit seinem musikalischen Nerv erfüllt. Für Gießens Theaterbesucher bedeutete diese, von Heinrich Köhler inszenierte Aufführung einen besonderen Genuß, nur schade, daß das Haus nicht bis auf den letzten Platz beseht war. Dr H. zel unerkannt kennengelernt und ihn durch List veranlaßt, ihr zu beschworen, daß er von der Marie ablassen will. — Als die Ma^^e erfährt, daß Hans sie anscheinend so schmählich verkauft hat, ist sie innerlich empört, und in ihrer Erregung läßt sie den zur Rede gestellten Hans nicht zu Worte kommen. Ja, in ihrer Derär- genmg ist sie anscheinend nicht abgeneigt, jetzt den Wenzel zu nehmen. Der Konflikt löst sich, indem Wenzels Eltern den plötzlich austauchenden Hans als ihren verschollenen Sohn erkennen und jetzt der Vertrag seine Erfüllung findet, indem die Marie an Stelle des Wenzel dem Hans als Sohn Michas die Hand reicht. Eine farbenprächtige Unterbrechung und Ber- zögerung vor der Lösung des KonflÜtes erfährt die Handlung durch das Auftreten einer wandernden Künstlertruppe, in deren Tänzerin sich Wenzel verliebt und durch die sich Wenzel verleiten läßt, seiner Blödigkeit die Krone aufzusehen, indem er sich, als Bär verleidet, zur Mitwirkung bei dem fahrenden Volk überreden läßt. Das bunte, wechselvolle Bild aus dem Volksleben ließ den Komponisten schwungvolle Chöre und farbig belebte Tanzszenen entfallen. Obwohl es sich um eine Dolksoper handelte, hat sich Smetana nicht dazu verführen lassen, dem Ganzen ein gemacht volkstümliches Gepräge zu geben, was etwa durch Imitation des Volksliedes oder auch durch Aufnahme originaler Volksweisen hätte geschehen können. Er erlebte vielmehr die Handlung im Sinne und Geiste seines Dolkscharalters und gab ihr durch die Fülle seiner zündenden rhythmischen und melodischen Erfindung das Gepräge. Es wird schwerlich gelingen, auch nur an irgendeiner Stelle der Oper die geringste Anlehnung an den zeitgenössischen oder auch rückliegenden Stil nachzuweisen. Hier, wurde ein absolut Neues geschaffen, das gerade durch feine Einmaligkeit eine unvergängliche Frische und Lebenskraft erweist. Smetana zeigt sich als ein Meister der Ensemblekunst, dem es gelingt, die gegensätzlichsten Individualitäten in vollster Ausgeprägtheit zu, einem musikalischen Ganzen zu vereinen. Einen besonderen Höhepunkt dieser Charakterisierungskunst stellt z. B. im letzten Akt das Ensemble „Noch ein Weilchen" dar, das in seiner erwartenden Stimmung sich allmählich vom Quartett zum Sextett durch das Hinzutreten weiterer Personen auswächst. Besonders wirkungsvoll wird Smetanas musikalische Gestaltungskunst durch das eigentümliche Instrumentalkolorit des Orchesters, das für sich einzigartig dastcht. Rhythmisch bevorzugt er die Zweitaktigkeit. Die Polka vermag bei ihm sogar von ihrer musikdramatischen Wirkung zu überzeugen (Duett: ..Mein lieber Schah"). Die einzelnen Personen erhalten durch den Komponisten, da es sich um ausgeprägte Dolks- typen handelt, jede ihr eigenes musikalisches Gesicht. Trefflich ist die Figur des Kezal gezeichnet, der als Heiratsvermittler zu allerlei Intriguen bereit ist. als alter Praktikus mit schlauer Berechnung alle überlisten möchte und zuletzt selbst als der Geprellte erscheint. Heinz P r y b i t gab ihm einen besonderen Nachhall durch seine Durchdachtheit jeder Gebärde und jeden Zuges als lebenswarme Figur mit prächtitzer Beherrschung und Entfaltung seiner Stimme. Hans H o e f f - li n ist ein lyrischer Tenor mit einer Weichheit und Leichtbeweglichkeit des Organs von echtem Tenorklang, wie man ihn nicht oft auf einer Bühne begegnet. Im Spiel charakterisierte et trefflich, im letzten Akt mit wissender Heber» legenheit des Do rausschauens der Ereignisse. Margarete Jensen als Marie wuchs mit ihren sympathischen stimmlichen Fähigkeiten und erreichte ihren Höhepunkt in der großen Arie „Wie fremd und tot ist alles um mich her." Als Widerspielerin des Wenzel fand sie den Weg zu instinktiver Frauenlist. Wenzel (Paul Ber- g e r), als verblödeter und stotternder Bauern» stoffel, war ausgezeichnet in Spiel und Gebärde. Als Sänger leistete er angesichts der darstellerischen Bindungen der Partie Hervorragendes. Auch all die andern Partner waren jeder zu seinem Teile voll am Platze, und man hatte hier den gleichen Eindruck, wie man chn schon bei früheren Gastspielen der Mainzer bewundern konnte: eine einheitliche Geschlossenheit des Ensembles. Bühnenbilder und Kostüme halsen in ihrer Farbenfreudigkeit und Wohlabgewogenhell die Wirkung der Mufll eindringlich zu verstärken: an der malerischen Geschlossenheit des Ganzen konnte das Auge seine Freude haben. Die Chöre waren von wohltuender Frische durch ihre treff» diesem Falle die des 68jährigen Senators Charles Curtis, der indianisches Blut in den Adern hat) und der neuen Senatoren verbunden ist, die vor der Eidesabnahme des Präsidenten in dessen Gegenwart im Senatssaal des Kapitols stattfindet, so versammeln sich hier in der zwölften Morgenstunde der gesamte Senat, die Mitglieder des Repräsentantenhauses, die Oberrichter in ifjrer Amtstracht, die Gouverneure der verschiedenen Staaten, die in Washington akkredier- ten fremden Botschafter und Gesandten, die Spitzen des Heeres und der Marine, sowie eine große Anzahl anderer geladener Gäste. Der längliche Raum mit den Seitengalerien, auf denen die Angehörigen dec beiden Präsidenten, Vizepräsidenten, der Diplomatie usw. Platz genommen haben, ist zum Brechen voll. Kurz vor 12 Hhr erscheinen die beiden Vizepräsidenten, denen unmlltelbar der neue und der aus dem Amte scheidende Präsident folgen. Nachdem der frühere Vizepräsident seine Abschiedsbotschaft an den Senat verlesen hat — der jeweilige Vizepräsident ist zugleich Srnatspräsident — nimmt er die Vereidigung seines Nachfolgers vor, worauf dieser seine Antrittsbotschaft an den Senat zur Verlesung bringt und alsdann die neuen Senatoren vereidigt. Nach dieser Zeremonie begibt sich die Versammlung unter Vorantritt der beiden Präsidenten und des Bundes-Oberrichters (diesmal des Expräsidenten Taft) noch der Freitreppe des Kapitols, wo sich auf der zwischen dem Senatsflügel und dem Haupteingang errichteten, festlich dekorierten Estrade vor aller Augen d i e Vereidiguna deS neuen Präsidenten vollzieht. Ter Vorgang dauert kaum fünf Minuten. Der Tundes-Oberrichter tritt mit der Bibel in dec Hand an die Brüstung der Tribüne und sagt dem neuen Staatshaupte den fol* (69» HL Hab» 0* Dickens' letzter Brief. Der letzte Brief, den Charles D i ck e n s wenige Stunden vor seinem Tode geschrieben hat, wird demnächst bei Sotheby's in London versteigert werden: er umfaßt PA Seiten und wurde am 8. Juni 1870 an John M. Makeharn gerichtet. Dickens hatte den ganzen 8. Juni in dem lleinen Häuschen verbracht und an seinem letzten unvollendeten Roman »Edwin Drood" geschrieben. Diese Hütte, die nach seinem Tode von seinen Söhnen Lord Darnley geschenkt und von diesem auf seiner Besitzung Cobham Hall in Kent wieder aufgebaut wurde, soll jetzt übrigens auch verkauft werden. Am Abend kehrte er nach London zurück und schrieb in der Nacht jenen Brief, der ein bedeutsames Glaubensbekenntnis des Dichters enthält: »Ich bin in meinen Schriften immer bestrebt gewesen, meine Verehrung für das Leben und die Lehren unseres Heilandes auszudrücken, weil ich sie in meinem Herzen fühle — nicht weil ich diese Geschichte für meine Kinder aufschrieb, denn diese kannten sie. da ich sie ihnen immer wiederholte, lange bevor sie lesen konnten und fast sogar, bevor sie sprechen konnten. Aber ich habe niemals dieses Gefühl von den Dächern in die Welt hinausgeschrien." Beim Abendessen bemerkte feine Familie „einen Ausdruck von Schmerz auf feinem Gesicht". Am nächsten Morgen um sechs Ahr war er tot. Alarm in Ledalia. (a) Neuyork. In dem kleinen Ort Sedalia des nordamerikanischen Staates Missouri wurde die Bewohnerschaft in der Mitternachtsstunde durch ein nervenaufpeitschendes Konzert aus dem Schlafe geschreckt: die im Stadtzentrum angebrachte Alarmglocke verkündete mit schrillen Tönen Groß- feuer. Eine Viertelstunde später war die freiwillige Feuerwehr ausgerückt, auch die städtische Polizei eilte nach dem Marktplatz, wo sich alsbald eine etwa achttausendköpfige, schaulustige Menge einfand, um sich die große lokale Sensation nicht entgehen zu lassen. Eifrige Revorter rasten umher und erkundigten sich bei den Honoratioren des Städtchens nach den Einzelheiten. Keiner der Herren wußte jedoch so recht Bescheid, was denn eigentlich vorgefallen sei. And seltsamerweise waren nirgends Flammen zu sehen. Ein höchst rätselhafter Fall. Der ebenfalls erschienene Polizeichef witterte ein kriminelles Anglück. Alles war in hellster Aufregung, als ein wüst aus- sehender Landstreicher um Silentium bat und folgende kernige Rede schwang: „LadieS und Gent- lemen, ich habe Euch alarmiert. Ich habe nämlich seit fünf Tagen keinen warmen Löffelstiel im Bauch gehabt und sterbe vor Hunger!" Die versammelte Menschenmenge brach in ein schallendes Gelächter aus und veranstaltete an Ort und Stelle eine Sammlung für den erfinderischen Vagabunden. Die gestörte Nachtruhe wurde ihm verziehen: hatte man doch auch ohne Feuer eine lokale Sensation. Die Sammlung brachte dem Störenfried runde zweihundert Dollar ein; in Anbetracht dieser erfreulichen Tatsache begab er sich bereitwilligst nach dem Gemeindegefängnis, um eine zweitägige Arreststrafe wegen Miß» g, v*u ausgezeichnet durch die Holzbläser, denen 6mc' tana einen starken Anteil zuweist. General- Gießener Siaviiheaier. Gastspiel des Mainzer Stadttheaters: „Tie verkaufte Braut". Wies Smetana in feinem Anfangsfchafsen als Schüler Liszts neudeutsche Züge auf, so brachen doch auch hier schon typische tschechische Clemente hervor. Nach Aeberwindung des neu- deutschen Einflusses gelang es ihm vollkommen, seinen Nationalcharakter in der Musik zum Durchbruch zu bringen, ja durch ihn wurde der tschechischen Musik zu einer bedeutsamen Stellung in der Reihe der europäischen Musiknationalitäten ver- holsen. Den weitaus bedeutendsten Anteil an dieser Geltungsstelle der tschechischen Muß! tragt neben Smetanas symphonischen Schassen die erste nationaltschechische Oper „Die verkaufte Schon das Milieu der Handlung verweist auf die Eigenheiten des tschechischen Dolkscharakters. Eine Dorfgeschichte, fast alltäglicher Art, laßt die Leute in schlichter Natürlichkeit und Anverfallcht- hell sich zeigen, und so wird dem Komponisten der Anter gründ gegeben für die Entfaltung tschechischen Volksgeistes durch die Musik. So 'st das Werk eine Dolksoper im wahren Sinne des Wortes, ohne daß irgendwelche Konzessionen an eine nicht dem Werk entsprechende Tendenz gemacht werden. Die Handlung ist einfach und übersichtlich und gibt dem Musiker reiche Gelegenheit zur musikalischen Durchdringung. Kruschina, ein Dauer, hat schon vor Jahren sich schriftlich verpflichtet, seine Tochter Marie dem Sohn Wenzel des Grundbesitzers Micha zur Ehe zu geben. Kezal, der Heiratsvermittler, * drängt auf Einlösung des Versprechens: noch heute sollen die beiden jungen Leute sich kennenlernen. Das Herz der Marie ist aber nicht mehr frei, ftre hat sich mit dem Hans, einem unbekannten Fremdling, versprochen, der aber in Wirklichkeit ein verschollener Sohn aus Michas erster Ehe ist. Kezal will Hcms zum Verzicht auf Marie bewegen gegen Zahlung von dreihundert Gulden. Hans unterschreibt den Vertrag. in dem festgelegt wird, baß kein anderer die Marie bekommen darf als des Micha Sohn. — Marie hat inzwischen den trottelhaften Wenfand eS eine sehr fröhliche, äußerlich und innerlich erwärmte Gesellschaft vor. die sich nur ungern zum Einsteigen bewegen ließ und das Ende der Wartezeit — bei 30 Grad Kälte! — lebhaft bedauerte. Man muß sich mir zu Helsen wissen! Leider hat der tschechische FiskuS keinen Sinn für Humor. denn er klagt gegen die ganze Gesellschaft nicht nur wegen Gefährdung des Waldes, sondern auch wegen Abhandenkommens einiger Teile der Bretterbude, genannt Wartehalle, die doch nur ihrer Pflicht zur Erwärmung der Wartenden genügte. wenn sie zum Unterhalt des Feuers herangezogen wurde! Zement gegen Gerichtsvollzieher. (v) Budapest. Der Bukarester Kaufmann Jakob Dickmann bezahlte feine Steuern recht unpünktlich. Der Gerichtsvollzieher erschien also in seinem Geschäft und waltete rücksichtslos feines Amtes, indem er die gesamte Ladeneinrichtung mit dem wohlbekannten Zettel versah. Dickmann lächelte unbekümmert. Einige Tage später sollten sodann die gepfändeten Mobilien abyeholt werden. Die Arbeiter mußten aber unverrichteter Dinge wieder abziehen, da aus den Mobilien seltsamerweise Immobilien geworden waren. Immobilien, die von der Steuerbehörde nicht gepfändet werden durften. Jedes einzelne Möbelstück war in den Labenboden gebettet; eine fingerdicke Zementschicht machte die Entfernung ohne Beschädigung des Bodens unmöglich. Der Boden durfte natürlich ohne Einwilligung des Hauswirtes nicht anyetastet werden und der Wirt gab die Erlaubnis nicht. Er steckte eben mit Dem findigen Dickmann unter einer Decke. Die Behörde war machtlos. Dickmann aber fing an, die rückständigen Steuern ratenweise abzuzahlen. And an dem Tage, da er schuldenfrei war, nahm die Komödie ihr allgemein zufriedenstellendes Ende, indem nämlich aus den Immobilien wieder Mobilien wurden. In diesem Falle sogar — ohne Beschädigung deS Bodens. Elefanten mit Stopplicht. — Paris. Weißes Licht vorn und fote Schlußlaterne —, es lohnt sich eigentlich nicht mehr, darüber zu sprechen. Aber aus Ceylon kommt die Kunde, daß sich der Gemeinderat von Colrmvo gezwungen sah, diesen altbekannten DeleucytungLparagraphen, der bisher nur für Fahrzeuge gal auch auf die Tiere und zwar ausgerechnet auf Elefanten auszudehnen. Diese sollen vä.nlich auf der Hauptstraße von Colombo nach Kanada des öfteren Anlaß zu erheblichen Verkehrsstörungen gegeben haben und wegen ihrer dunklen Haitkfarbe besonders in den Abendstunden von den auf dieser Straße zahlreich verkehrenden Automobilen übersehen und angefahren worden sein. Anfälle, bei denen die sonst so ruhigen Dickhäuter recht unangenehm für Menschen und Autos werden könnten. Ein weißleuchtendes Licht um den Hals und ein rotes als Schlußlaterne soll nun diesem Hebel» stand in Zukunst abhelfen. Die Automobilisten in Ceylon freuen sich, die Clefantenbesitzer schimpfen, und die Fußgänger von Colombo (heißen sie eigentlich Colombinen?) meinen philosophisch, sie wären noch nie in der Dunkelheit über einen Elefanten gestolpert, das Schwanzlicht fei also überflüssig, aber die Rüssellaterne wäre ganz nützlich. Die Feuerprobe. (u) Washington. Fünf Ahr morgens. Die Straßen im Zentrum Washingtons sind noch wenig belebt Plötzlich rötet sich der Himmel über dem National-Museum. Nicht well davon entfernt steht ein Bureau» ?;ebäube In hellen Flammen. Die Feuerwehr ommt dahergerast, aber die sonst so tapferen Feuerlöscher machen keine Anstalten, den Brand zu bekämpfen, sie passen nur auf. Man weiß, daß Brandstiftung vorlleAt, man kennt den Brandstifter, ja noch mehr, er ist selbst zugegen und schaut belustigt in die Flammen. And doch denkt niemand daran, ihn zu verhaften. Warum? Er ist ein hoher Staatsbeamter von der Feuerschutzabteilung des „Bureau of Standards“. Die ganze Sache war arrangiert, um Wit Herbert Hoover zieht nicht nur der erste Präsident der Vereinigten ©Laoten deutscher Abstammung in das Weiße Haus, sondern auch zum ersten Male ein Landesoberhaupt, das westlich des Wifsisippi geboren, einer Quäkerfamilie entstammt und von Beruf Ingenieur ist. And Hoovers Geburtsort, wo seine Mutter in Der Dortigen „Old Friends Church“ zu sprechen pflegte, gilt heute für die „biggest little town" in Amerika. Heber die deutsche Abstimmung Hoovers hat sich seine Privatsekretärin Ruth Fesler aus Hrkunden im Gerichtsgebäude in dem Städtchen Frederick im Staate Maryland folgendes ermittelt: Hoovers Hr-Hr-Hr-Hrgroßvater, Andreas Huber, ist 1740 aus Süddeutschland nach Amerika gekommen. Der neue Herr ist eine starke und ausgesprochene Persönlichkeit, aber er glänzt mehr im persönlichen Gespräch, im Rat und in der Verwaltung, nicht auf Der ReDnertribüne. Er hat kein Organ für große Versammlungsräume, keine blumenreiche Rhetorik, keine Gemeinplätze für berufsmäßige Beredsamkeit zur Verfügung, so daß sich feine Antrittsbotschaft auf den Stufen des Kapitols im Durchschnlltsrahmen halten dürfte. Aber es gibt keinen wirksameren Sprecher für kleine Gruppen oder für Konferenzen. Er ist klar und überzeugend in Der Sprache, well auch sein Denken klar und überzeugend ist. Hnd er ist fruchtbar an Plänen und konstruktiv in den Methoden, weil er schöpferische Phantasie besitzt. Spricht er sich offen aus, so bemerkt man, daß hinter seinen Worten starke Reserven an Tatsachen, Ziffern und Argumenten stehen, die jederzeit in Aktion treten können. Hoover findet bei seinem Amtsantritt zwei gut organisierte bürgerliche Parteien vor: die bürgerliche und die großkapitalistische, der er selbst angehört. Im nächsten Jahre finden in den Vereinigten Staaten Wahlen statt, bei denen alle Mitglieder des Abgeordnetenhauses, ein Dritte, des Senats, die gesamten Mitglieder aller legislativen Körperschaften aller Staaten und die meister ihrer Gouverneure neu gewählt wenden. Hoover wird seinen Kurs so einschlagen, daß er bei diesen Wahlen das Land in der Gewalt hat. Hnd er wird auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, im Jahre 1932 wiedergewählt zu werden. Also dürfte er eine auswärtige Politik verfolgen, die in keiner Weise die Macht der Vereinigten Staaten gefährden kann. Am Morgen des Inaugurationstages prangt die Bundeshauptstadt am Potomac im Fahnen- und Blumenschmuck. Heber all die Sterne und © reisen, die rot-weiß-blauen Nationalfarben. Hnd ganz Washington ist auf Den Deinen — vermehrt durch Den Zuzug von auswärts, Denn an diesem 4. März findet eine wahre Völkerwanderung von Politikern, Stellenjägern und Schaulustigen nach Washington statt. Das Hauptinteresse konzentriert sich auf Die zwei Kilometer lange Strecke Der schnurgeraden Pennsylvania Avenue, die vom Weihen Hause nach dem Kapitol führt, auf dessen Stufen die Vereidigung des jeweiligen neuen Präsidenten erfolgt. Hier steht die Menschenmenge dichtgedrängt. Auch die i Fenster, Treppen und Dächer der umliegenden Gebäude sind schwarz von Menschen. Hnd erst das imposante Kapitol selbst. In der von der goldenen Freihellsgöttin gekrönten Riesenkuppel, auf den Dächern, den beiden Seitentreppen und an allen Fenstern des mächtigen Gebaudekom- pleres, überall Menschen. Hnd von allen Seiten fommen die Truppen angezogen, die militärischen und bürgerlichen Vereinigungen mit wehenden Fahnen, Dannern und schmetternder Marschmusik. Ein farbenprächtiges, doch zuweilen etwas grelles Di.d, in Dem Die schmucken West Pointer-Kadetten uni) Marinezöglinge von Annapolis stets den Vogel abschiehen. Da mit der Vereidigung des Präsidenten aus die Amtseinsehung des neuen Vizepräsidenten (in aenben Eid vor: ,J do solemnlv swear that I will iaithfully execute the office of President of the United States and will, to the best of my ability, preserve, protest and defend the Constitution of the United States. So help me God!“ Barhäuptig, Die Rechte zum Schwur erhoben, spricht der Präsident Wort für Wort nach. Dann verkünden 21 Kanonenschüsse, daß der Präsident den Amtseid geleistet hat, die Musik intoniert: „Hail to the Chief!“, und das Volk bricht in einen stürmischen Jubel aus. Rur mit Mühe konnte sich der Präsident früher Gehör für seine Inaugurationsbotschaft verschaffen, während heute Dutzende von Schallwerfern die Rede bis in die entlegensten Winkel des Platzes tragen und mehrere Großstationen sie über das ganze Land bis zum Großen Ozean verbreiten. Mit der Rede werden jetzt auch Bilder des Präsidenten und Gruppenaufnahmen während der Zeremonie drahtlos versandt. An Den Vorgang auf Den ©lufen Des Kapitols schließt sich Der Glanzpunkt Der Inauguration an: Die Triumphfahrt nach Dem „Weihen Hause". Ein Meer von Ovationen vmD Demonstrationen. Umgeben von Agenten Des „secret Service" und einer alten PraDition gemäß, von einer berittenen Abteilung Des „First City Troop of Philadelphia“ Chreneskorte — Das Regiment hat schon George Washington als Eskorte geD.ent — kehren Präsident und Expräsident in langsamer Auto- mobilfahrt nach Der „Executive Mansion" zurück, gefolgt von sämtlichen Truppen. Vereinen usw. Hatte Der neue Präsident auf Der Fahrt nach Dem Kapitol zur Linken seines Vorgängers gesessen, so nimmt er bei Der Rückfahrt Den Platz zu Dessen Rechtes ein. 2m „Weihen Hause" verabschiedet sich Der alte von Dem neuen Herrn unD verläßt Durch einen Sntenausgang unauffällig Die Stätte seines bisherigen WiickenS, um im amerikanischen Volke unterzutauchen. Der neue PräsiDent begibt sich mit Dem Vize» präsiDenten auf Die vor Dem „Weißen Hause" errichtete Tribüne, um Dort Die Truppen und Vereine DorbeiDefilieren zu lassen. Ein großer „Inaügurations-Mill" beschließen Den AbenD im Prunkhotel „Mayflower" Die Feier Der Amts- einsehung Des Oberhauptes Der Vereinigten Staaten. brauches Der Alarmglocke abzusihen. Allerdings gestattete ihm der gemütliche Polizeichef, vorher ein reichhaltiges Abendbrot äu verzehren, auf daß er nicht in städtischer Obhut Den Hungertod erleide. Idyll bei —30 Grad (s) Prag. 30 Grad Kälte, und auf Die Kleinbahn warten, wenn es Durch die „Warte-Halle" — Den ventilierten DretterschuppenI — eiskalt hereinpfeift, dah Du nicht mehr weiht, ob Du eine Rase im Gesicht und Ohren an Der Seite oder höllensteingebeizte Wunden trägst — na, es gibt freundlichere Situationen, das wissen wir, Gott sei's geklagt, jetzt alle. Das fanden auch Die Reisenden eines „böhmischen Dorfs", Die von Dem treulosen Dähnchen auf unbestimmte Zeit hinaus Den Annehmlichkeiten Ost-Sibiriens und den Qualen frosterstarrter Fühe ausgeliefert waren. Kälte wirkt auf Die Dauer nicht gerade sehr belebend, und das festgefrorene tschechische Kreis- bähnchen hätte vermutlich bei seinem Eintreffen eine Anzahl erstarrter Leichen vorgefunden, wären nicht zwei entschlossene Landbewohner noch rechtzeitig zur Selbsthilfe geschritten. Sie machten sich im Windschutz des nahen Waldes ein wärmendes Feuer nn, Die übrigen Wartenden folgten ihrem Beispiel, und Die freundliche Flamme taute Die Lebensenergien zu gemeinsamem Tun. Aus den mitgeführten Kiepen und Körben stiegen Herrlichkeiten, die für die Kreisstädt bestimmt waren, und bald Duftete ein steifer Grog zum Himmel, Eier, Speck und Brot sorgten für Die nötige Grundlage, auch die Zunge löste sich — und als schliehlich das Kleinbähnchen nach viel- stündiger Verspätung an jener Station eintraf. 6le Feuer Widerstandsfähigkeit einiger Geldschrank- sabrikate zu prüsen. 35 mit Tüchern unö Papieren gefüllte Geldschränke modernster Konstruktion, von den bedeutendsten amerikanischen Fabrikanten geliefert, waren in den Stockwerken des Hauses verteilt. 3eber der Geldschränke erhielt «rin Thermometer, um den Hitzegrad im Innern desselben feststellen zu können. Man hatte dafür gesorgt, daß das Feuer eine außergewöhnliche Hitze entwickelte und zu diesem Zweck noch alle Räume mit Ablallholz und anderem leicht brennbaren Ma- teria. angefüllt. Ton einem feuersicheren Hnt-:r- stand aus beobachteten Beamte des „Bureau of Standards“ den Brand. 2ln Hand von Instrumenten, die in direkter Verbindung mit dem brennenden Gebäude standen, masten sie die -entwickelten Hitzegrade. Man erwartet, dast die durch dieses Experiment ge'amme ten Erfahrungen dazu beitragen werden, die Feuerwiderstandsfähigl-rit der Grldschränke zu erhöhen. Glückliches Amerika, das für derartige Versuche die Kleinigkeit eines grotzen Dureauhauses opfern kann. Oberheffen. Landkreis Gießen. • Trohe, 2. März. In der hiesigen Gemarkung wurde dieser Tage ein Rauhfust- b u s s a r d lot ausgefunden. Dieser Raubvogel hat seine Heimat in Rustland und im hohen Rorden, als Winterquartier sucht er die miltel- europäifchen Landstriche auf. Die Flügelspann- toeitc des gefundenen Bogels betrug 1,20 Meter. Beltershain, 4. März. Sie an gestrigen Sonntag stattgehabte Bürgermei,terwähl, die durch den Rücktritt des seitherigen Bürgermeisters H o r n m a n n, der das Rechner- amt übernommen hat, notig geworden war. hatte als Ergebnis: Stimmberech.igt 215 Einwohner. Abgegebene Stimmen 191 (93 Prozent). Beigeordneter Reitz erhielt 92 Stimmen, Landwirt Heinrich Hartmann I. 102 Stimmen, letzterer ist somit gewählt. f) Lich, 1. März. In der jüngsten Sitzung des Stadtvorstandes gab der Bürgermeister zunächst bekannt, dast die gemeinsame Durchführung der Mastnahmcn gegen die Krähenplage in Hessen mangels Beteiligung der überwiegenden Mehrzahl der Gemeinden aufgegeben und die Bekämpfung den einzelnen Gemeinden und Iagdpächtern überlassen worden sei. Ein Beschlust hierzu wurde nicht gefastt. — Sodann beschäftigte sich der Stadtvorstand mit der Gesuchen des August Hisgen und des Mathias E111 zu Lich um Erteilung der Konzession zur Führung von je einer Schankwirtschaft. Tie Dedürfnissrage wurde bejaht. — Rach den Vorschlägen der Baukommisfion wurde dann die Fortführung des Bürgersteigs in der Mengesgasse in einer Länge von etwa 100 bis 150 Meier nach dem Hohlenweg zu beschlossen. Die erforderlichen Randsteine sind auf dem städtischen Lager vorhanden. Das Ainnen- pflaster soll mit den ebenfalls vorhandenen alten P lastcrsteinen durch den Pflastermeister Schröder in Rieder-Bessingen, der für die Arbeitsleistung 1,50 Ml. je Quadratmeter erhält, hergestellt werden. Die Verrechnung der entstehenden .Kosten soll zu Lasten des Voranschlages für 1929 erfolgen. — 3m Anschluß hieran teilte der Bürgermeister mit, daß in dem Fichtenbestand der Abteilung Za der Försterei Lich zahlreiche Windfälle aufzuarbci.en seien, die beim Fall umsangrciche Erdbällen mit dem Wur- zclstock herausgehoben haben. Dieses S.ockholz könne bei dem derzeitig strengen Frost nicht auf-- acarbcitet werden. Eine Reihe von Holzhauern hätte sich erboten, dieses Stockholz nach Eintritt von Lauwetter kostenlos für sich aufzuarbeitcn und für den Raummeter 33 Pf. an die Stadt zu zahlen. Das Forstamt sei der Ansicht, daß dieses Angebot Insofern günstig sei, als bei den Brennholzvcrsteigerungen vielfach nicht der Hauerlohn erlöst würde.' Der Stadtvorstand stimmte der freihändigen Abgabe an die Holzhauer zu. — Der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr zu Lich und der Wiegemei- sterin wurden je 2 Raummeter Duchenschcitholz unentgeltlich aus dem Stadtwald überlassen. — In der Sitzung des Stadtvorstandes vom 12. Dezember v. I. wurde beanstandet, das) die R e i ch s» bahnverwaltung die Feldwege der Gemarkung Lich vom Hohlenwcg aufwärts von abends 7 Hhr ab durch eine Schranke schließt, und es wurde beantragt, bei der Reichsbahnvcrwaltung auf Rückgängigmachung dieser Maßnahme hinzuwirlcn. Der Bürgermeister teilte hierzu mit, daß nach einer Mitteilung des Eisenbahnbetriebsamtes II in Gießen die fraglichen Wegübergänge von April bis September von 21 bis 5 Hhr, im Oktober und März von 19 bis 7 Hhr und von Rovember bis Februar von 18 bis 6 Uhr geschlossen gehalten würden. Die vorstehenden Schließungszeiten seien früher mit der Stadt vereinbart und durch das Ministerium der Finanzen genehmigt worden. — Einer Anregung des Kreisamts Gießen, Gemeindeforderungen in Höhe bis zu 1 Mark, die in anderen Gemeinden im Wege des Zwangsverfahrens bei- zu'.rciben wären, allgemein niederzuschlagen, wurde nicht entsprochen. Die Riederschlagung 5er- arlla geringer Geldbeträge soll nur von Fall zu Fall durchgeführt werden. — Der von dem Bürgermeister oerge'egte Entwurf einer O.tlsatzung über die Erhebung von Standgeld für Schweine auf hiesigen Märk.en wurde genehmigt Die Ortssatzung sieht die Erhebung einer Gebühr von 10 Pf. für jedes aufgetriebene Ferkel vor. — In Ausführung eines früheren Beschlusses gab der Bürgermeister die R a m e n der Feldfrevler bekannt. — Auf Anregung des Finanzausschus'es des Hessischen Landtages und der Dezirksfürsorgestelle des Kreises Gießen wurde weiterhin beschlossen, auch in hiesiger Stadt eine Aktion wegen Beschaffung von Winter- brand für alle Hilfsbedürftigen durchzuführen. Tie Stadt ist grundsätzlich bereit, sich an dem entstehenden Aufwand mit 2,53 Mk. je Familie zu beteiligen. Da die Hnterstühung in Form von Drennmateriglien zu gewähren ist, sollen durch die Verwaltung Briketts aus schnellstem Wege beschafft und die Verteilung im einzelnen durch Beschluß des städtischen Wohlfahrtsausschusses erfolgen. — Gelegentlich der Ruhholzsubmission am 11. Februar sind folgende Höchstgebote abgegeben worden: Fichtenstammholz: la-Kl. 22.35 Mk.. Ib-ÄI. 24,35 Mk., Ha.Kl. 27,33 Mk., Ud-Kt. 29,30 Mk., Illa-Kl. 31,30 Mk.. Illb-Kll 31,85 Mk.. IVa-ÄI. 32.15 Mk. Fichtendcrbstangen: l.Kl. 1,81 Mk., U. Kl. 1.03 Mark, III. ÄI. 0.414 Wk. pro Stück Fichtenreis- stangen: IV. Kl. 25 Ps., V. Kl. 15 Pf., pro Stück. Fichtenbohnenstangen: VI. und VII. ÄI. 7,6 Ps. pro Stück. Aus Antrag der städtischen Holzver- Stirnen, Sport uni) Spiel. Fußball in Hessen-Hannover, kuchesseo Kassel — Sportklub 03 2:0 (2:0). Das erste Entscheidungsspiel um die Bezirks- Meisterschaft zwischen Kurhessen Kassel und Sportklub 03 endete gestern 2:0. Sportklub 03 hatte drei- sachen Ersatz einstellen müssen, während die Kurhessen komplett antraten. Der hartgefrorene Boden ließ ein einwandfreies Spiel nicht zu. Trotzdem entwickelte sich ein flüssiges Spiel. 03 war während der ersten halben Stunde tonangebend, verstand es aber nicht, die Chancen auszunützen. Die Angriffe scheiterten an der vorzüglichen Verteidigung von Kurhessen. Das erste Tor fiel in der Mitte der ersten Sp.elhälfte durch den Linksaußen Kreß. Dann war das Spiel längere Zeit offen, bis der Halbrechte Kurhessens unerwartet das zweite Tor schoß. In der zweiten Spielhälfte trat 03 nur mit zehn Mann an. Trotzdem hielt die Mannschaft das Spiel zunächst offen, bis sich dann doch das Fehlen des elften Mannes bemerkbar machte. Kurhessen konnte jedoch keine weiteren Tore erzielen. Borussia Fulda punktgleich mit Lurhessen. Borussia Fulda hatte gegen die Spielberechtigung von Trabing im Spiel Sport gegen Borussia Fulda Einspruch erhoben. Diesem Einspruch ist Folge gegeben, so daß Borussia Fulda punktgleich mit Kurhessen Kassel ist. Das hierzu notwendige Entscheid dungsspiel soll am 10. M ä rz in Gießen statt- finden. Es wird jedoch zunächst der schriftliche Bescheid abgewartet. Das für den gestrigen Sonntag auf dem Gießener Maldsportplatz vom T.B.A. telegraphisch anberaumte Spiel Borussia Fulda gegen Kurhessen Kassel wurde am Samstagmittag telegraphisch wieder abgesagt. Kußbali in Süddeutschland. In Süddeutschland war gestern der gesamte Verbandsspielbelrieb auf drei ordnungsgemäß ausgetragene Treffen beschränkt. In der Meisterrunde erzwang Germania Brötzingen auf eigenem Platz gegen Eintracht Frankfurt ein 2:2, in der Trostrunde gewann S. D. 1860 München gegen die Stuttgarter Kickers überraschend hoch mit 4:1, und der F. S. Frei- bu.g schiug erwartungsgemäß Phönix Karlsruhe 5:2. V. f. L. Reu-Isenburg gegen Union Ri derrad wurde bei 1:1 kurz nach Halbzeit des Platzes wegen abgebrochen. Sämtliche anderen Spiele fielen aus. Frankfurter Hallensportfest. Jonath (Dortmund) schlägt fiötnig. Heuer Hallenweltrekord hirschfelds. Das Frankfurter Hallensport eft, das sich am Samstag vor etwa 8)30 Zuschauern abwickelte, nahm in Anwesenheit voiKörnig, Peltzer, Hirschfeld, Dolhe und T r o ß b a ch einen glänzenden Verlauf. Den 800-Meler-Lauf konnte Kaufmann (FSV., Frankfurt) vor Schwander (Mannheim) durch bessere Kurventechnik gewinnen. Der darauf folgende 5)-Meier-Lauf für Damen war Frl. H a u x (Eintracht Frankfurt) nicht zu nehmen. Begeistert verfolgt wurde der 50-Meter- Lauf für alte Herren, der den alten Meister- läuser Weider (Eintracht Frank urt) als Sieger sah. Auch das Handballspiel zwischen . SV. Frankfurt und Eintracht Frankfurt, welches 6:1 für FSV. endete, wurde mit Interesse verfolgt. Der 33C0»Te er-ßauf entwickelte sich nach.anfänglicher Führung von Schaumburg (Münster) zu einem erneuten Zw.'ila.npf zwischen Helber (Stuttgart) und Boltze (Hamburg). Letztere.- konnte in fabelhaftem Endspurtstil auch diesmal Sieger bleiben. Kohn (Charlottenburg) kam erst als vierte.- ein. Die Einzelergebnisse: 800-Meter-Lauf: 1. Kaufmann (FSV. Frankfurt) 2:5,9, 2. Schwander (Mannheim), 3. Tuxmeier (D:eieichenhain). 53-Meter-Lauf für Dajnen: 1. Frl. Haux (Eintracht Frankfurt) 6,9.' 2. Dühlmeier (GrieshKm Elektron) 7,3, 3. Gladitsch (Karlsruhe) 7,3. 10 X 50-Meter-Pendelstaffel für Jugend: 1. Eintracht 6-Mannschaft 1:10, 27 ?3ostfportverein Frankfurt, 3. Eintracht Frank- urt ^Mannschaft. 50-Meter-Laus für alte Herren. 1. Weider (Eintracht Frankfurt) 6,4, 2. Knoche (Eintracht Wiesbaden) 6,7, 3. Angstmann (Eintracht Frankfurt). 4xDreirunden staffel: 1. SC. 1880 Frankfurt 4:21,9, 2. Sportverein Griesheim 4:23, 3. V. f. L. Frankfurt. 3000-Meter-Lauf: 1. Dolhe (Hamburg) 8:5), 2. Helder (Stuttgart) 8:59, 3. Schaumburg (Münster) 9:5. Die hervorragendste Konkurrenz neben dem Sprinter-Dreikarnpf bildete das K u g e l st o ß e n. Hier gelang es Hirschfeld (Allenstein) beim zweiten Wurf einen neuen HallenWeltrekord mit 15,47 Meter aufzuftellen, der stürmische Begeisterung auslöste. Im 1000-Meter-Lauf führte anfangs Schoemann (Charlottenburg) hartnäckig vor Dr. Peltzer (Stettin). Erst in der vorletzten Runde ging letzterer an dem Charlottenburger vorbei, setzte mit grandiosem Endspurt ein und gewann mühelos diesen Lauf. Schoemann mußte sich in der letzten Runde noch von Müller (Zehlendorf) schlagen lasten. Kugel st oßen: 1. Hirschfeld (Allenstein) 15,47 Meter (neuer Hallenrekord), 2. Schneider (Rüssels- heim) 14,12 Meter, 3. Hehler (Fürth) 13,28 Meter. 1000-Meter-Lauf: 1. Dr. Peltzer (Stettin) 2:36,4; 2. Müller (Zehlendorf) 2:38,2; 3. Schoemann (Charlottenburg). Das Hauptinteresse des Abends bildete der Sprinterdreikampf. In allen drei Läufen ergab sich von vornherein eine klare lleberlegenheit des jungen Dortmunder Ivnath, der Körnig (Charlottenburg) und E l d r a ch e r (Eintracht Frankfurt) glatt schlagen konnte. I o n a t h verfügt über eine starke Anfangsgeschwindigkeit, die ihm von Beginn an die Spitze gab und die er bis zum Schluffe gut behaupten konnte. Im Hürdenlauf ergab der erste Lauf einen knappen Sieg von Steinhardt (Karlsruhe) über Troßbach (Berlin), während der zweite Lauf T r o ß b a ch ganz knapp als Sieger vor dem Karlsruher sah. Beide Gegner erreichten die gleiche Punktzahl, so daß der Lauf unentschieden endete. Sprinlerdreikarnpf: 1. Ionath (Dortmund) 15 Punkte; 2. Körnig (Charlottenburg^ 12 Punkte; 3. Eldracher (Eintracht Frankfurt) 9 Punkte; 4. Feistel (Wiesbaden) 6 Punkte. Hürdenlauf: 1. Troßbach (Berlin) 11 Punkte; 2. Steinhardt (Karlsruhe) 11 Punkte; 3. Welscher (Eintracht Frankfurt a. M.) 8 Punkte; 4. Prieß (Kreuznach) 3 Punkte. 3xl000-Meter-Staffel: 1. Eintracht Frankfurt 8:31; 2. Mannheimer Turnges. 8:39; 3. Spielvereininung Gießen 8:42. 5 0 X 5 0 - M te r-P ende Ist as fei für Herren: 1. B. f. L. Frankfurt 33 Sek.; 2. Griesheim Elektron 33,3; 3. Eintracht ^Mannschaft. 50x50-Meter°Pendel staffel für Da- men: 1. Ein'.racht Frankfurt ^Mannschaft 32,2; 2. Griesheim Elektron 33,8; 3. Dar Kochba Frankfurt. 50-Meter-Lauf, offen: 1.Tuthe-Pieper (Essen) 6,2; 2. Mehner (Frankenthal) 6,3; 3. Schramm (Gießen). Fußballspiel Rotweiß gegen Kickers Offenbach 4:1 (1:0). lOxZweirunden staffel für Klasse B und C: 1. Postsportverein Frankfurt; 2. Griesheim Elektron; 3. D. b. L. Frankfurt a. M. Kechi-Länderkampf Deutschland — Ungarn. Deutschland siegt im Florett, Ungarn im Säbel. Am Samstag fand in Nürnberg ein Länderwettkampf im Florett- und Säbelfechten zwischen den Atannschaften Ungarns und Deutschlands statt. Die Ungarn stellt m im Florett Piller, Kalnicky, Haidu, Hatz und im Säbel Garay, von Uhlyarik, Piller und Kalmar. Deutsch'.and war vertreten durch Erwin Casmir, Moß, Sommer, Hartwich im Florett und Casmir, Thomson, Müller, Knoch im S'bel. Wie zu erwarten war, konnten die Ungarn einen sicheren Sieg im Säbel mit 11 6 (46:63 Treffern) erzielen, während Deutschland im Florett mit 9:7 (55:67 Treffern) knapper Sieger blieb. Der deutsche Meister Casmir konnte von acht bestrittenen Kämpfen allein sieben zu feinen (Surften entscheiden. In der Pause zeigten die deutsche Olympiafiegerin Helene Mayer und die Ungarin Baba Dani) in einem Schaufcchten glänzende Proben der Fechtkunst. Heuer deutscher Schwimmrekord. 3m Rahmen des Westdeutschen Wasferballtur- niers in Duisburg unternahm der Kölner K i n - zius einen Angriff auf den deutschen Rekord im 200 Meter-Seitenschwimmen. Kinzius legte die Strecke in 2:38,7 zurück und verbesserte damit den von Dingeldey (Darmstadt) gehaltenen Rekord von 2:40,5. Deutsche Schwimmerinnen in Paris. Die deutschen und holländischen Schwimmerinnen starteten am Freitagabend bei einem vorn Shorting Club Paris re.anftalte'.en internationalen Wettbewerb. — Die deutsche Freistilmeisterin Reni Erkens (Oberha.sen) und ihre Klubkameradinnen Fischer und Wilke mußten sich jedoch hinter den holländischen Danen Braun bzw. Baron mit den Plätzen begnügen. Die Ergebnisse: 103 Meter Rücken- 1. Braun- Holland 1 :23,3; 2. Grandel-Hplland 1:24; 3. Reni Erkens (Oberhausen) 1:31,4. 103 Meter Freistil: 1. Braun 1 :13,2; 2. Erkens 1 : 16,6. 200 Meter Brust: 1. Baron-Holland 3 :19,4, 2. F. Fischer (Oberhausen) 3 :32,0. 150 Meter Staffel: 1. O. D. Z.-Rotterdam 1 :57; 2. Moueties Paris 2 :03,6; 3. Amateur-Oberhausen 2 :03,4. Wertungskommission wurde den Höchstbietenden der Zus^lag erteilt. T Aus der nördlichen Wetterau, 2. März. Die Preise für gutes Wiesenheu, das allenthalben stark begehrt .ft, sind in den letzten Wochen außerordentlich hoch gcstiegen. Für den Zentner werden gegenwärtig 7,50 Mark bezahlt. U Ronnenroth, 2. März. Ein Autounglück, das leicht schlimme Folgen hatte haben können, ereignete sich in der Rähe unseres Dorfes. Ein aum L i ch stammender Kraftwagen, der mit zwei Herren besetzt war, kam von Grünberg her und geriet an dem Berge oberhalb unseres Dores infolge der stark vereisten Straße ins Rutschen. Da der Lenker d e Gewalt über den Wagen verlor, fuhr dieser in den Graben und überschlug sich dort. Wie durch ein Wunleo kamen die beiden Insassen mit einigen kleineren Verletzungen davon. Das Auto wurde beschädigt und mußte abgeschleppt werden. Kreis Friedberg. pb. D u h b a ch. 2. März. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung teilte Bürgermeister Dr. Jansen vor Eintritt In die Tagesordnung mit, daß infolge der Kälte im städ.ischen Wasfcrleitungsnetz 14 Rohrbrüche entstanden sind, woran 10 Haupt- und 4 Rebenrohrbrüche sind. Beseitigt sind hiervon bis jetzt 12. • Weiter sind noch 200 Wassermesser ausgefroren. 3m P.impwerk bei Griedel sind drei Filier zugesroren, die noch herzustellen sind. Die Ergiebigkeit des Wasserwerkes hat um 23 Prozent nachgelassen, jedoch liegt kein Grund zu Besorgnissen vor, daß die Wasserversorgung irgendwie gefährdet wäre. — An Stelle des ausgeschiedenen Stadtv. Dr. Schmidt wurde Stadtv. E i m b r o d t in den Schulvorstand der Stadtschule, und für die ausgeschjedenen Stadtv. Holzappel und D a m b s die Stadtv. R u p p e I und Etaubach in den Schulvorstand der Fortbildungsschule gewählt. — Die Grundstücke der Stadt und des Armenfonds, deren Pachtzeit im Herbst 1929 und 1933 abläuft, werden den seitherigen Pächtern zu den gleichen Preisen und Bedingungen bis zur Hebergabe der Ersatzgrundstücke ie8 Felbl erein g n's^e.foh enS belassen. — Der der Stadt zur Sicherheit für eine übernommene Rückbürgschaft für die Firma Autoverkehr Du' bach und Hmg g nd übereignete Omnibus Rr. 2 wird an Die Firma zurückübereignet. Der mit der Firma abgeschlossene Vertrag vom 9. März 1927 ist damit erloschen. — Die jetzt rechtwinlelige Vorgartenecke bei dem Hausgrundstück Herrn. Küchel, Ecke Bahnhofs- und Wciseler Straße, die bei dem heutigen zunehmenden Verkehr einen erheblichen Gefahrenpunkt bedeutet, muß au8 Gründen der Verkehrssicherheit in Anwendung der Art. 4 ff. bet Hess. Dllgem. Bauordnung v. 30. 4. 61 an dieser verkehrsreichen Straßenkreuzung abgerundet bzw. durchbrochen werden. Die Kosten von rund 253 Mk. hat die Stadt zu tragen. — Für das Rechnungsjahr 1923 sind bei der Gewerbesteuer vom Ertrag wesentliche Erlässe zu verzeichnen, woraus sich für die S adt nachträglich bedeutende Gewerbe st euer- a u s f ä l 1 e ergeben, für die Deckung aus Vor- anschlagsmitteln des Jahres 1928 nicht möglich ist. Hm die Deckung dieser Ausfälle zu ermöglichen, soll in Anwendung der betreffenden ministeriellen Bestimmungen auch für die Rechnungsjahre 1926 und 1927 die Gewerbesteuer für diese Jahre entsvrechend Öen Ansch.'agsätzen des Jahres 1928 umgelegt bzw. berechnet werden. — Für die InstandsetzungsarbeitenimSt.Wen- del-Hospital sind gemäß eines früheren Beschlusses 3333 Mk. bewilligt worden. 3m Laufe des Jahres sind noch andere dringend notwendige Arbeiten entstanden, die eine Mehrausgabe von 2400 Mk. verursachen, welche nachträglich bewilligt werden. — Für die Abnahme von K r a f t st r o m (D ehstrom) während der l eil ü:n 22 Hhr bis 6 Hhr wird ein verbilligter Tarif eingeführt. Der Preis für die Kilowattstunde wird mit 12 Pf. berechnet. Für den zur Verrechnung dieses Tarifs erforderlichen Doppeltarifzähler wird eine monatliche Zählermiete von 2 Mk. erhoben. — Rach Artikel 129 c. II St. O. kann die Regierung, wenn der Bürgermeister die Lokalpolizei ausübt. die Anstellung eines ihm untergeordneten Polizeikommissars oder mehrerer derartiger Beamter verlangen. Der Minister des Innern drängt darauf, daß hier eine Reuregelung der Polizeiverhältnisse erfolgt, und daß zur Vereinheitlichung aller polizeilichen Aufgaben ein besonderer leitender Polizeibeamter eingestellt wird. Heber die Bestellung eines solchen haben wiederholte Verhandlungen mit dem Kreisamt und dem Ministerium geschwebt. Der. in Aussicht genommene Beamte, ein pensionierter Polize.hauptmann, hat jedoch eine Reihe von Bedingungen und Forderungen gestellt, die der Stadtverordnetenversammlung als zu weitgehend erschienen. Es fand eine eingehende Aussprache über die Bestellung eines Kommissars überhaupt statt. Stadtv. Ioutz berichtete eingehend über die beim Minister Leuschner ftatt-efunbene Aussprache, wobei insbesondere auf die derzeitige ungünstige Finanzlage der Stadt hingewiesen wurde, die es kaum ermögliche, reue Ausgaben durch Anstellung eines Kommissars rechtfertigen zu können, la-.i ter einen S:ite würde fortgesetzt von Sparen und Abbauen gesprochen, aus der anderen wieder eine neue Beamten st eile gescha fei, die die Stadt belaste. Der Minister ging jedoch von seinem Standpunkt nicht ab, sondern erklärte sich nur damit einverstanden, daß ein pensionierter Poki^eibeamter als Kommissar eingestellt werde, der ja jederzeit zu haben sei, wenn man ihm die 23 Prozent Dillere.rz zahle, die er an Pension weniger erhalte, als sein früheres Gehalt betrage. Die Angelegenheit wurde zur nachmaligen Beratung an den Finanzausschuß zurückverwie- fen. — Don der sozialdemokratischen und der kommunistischen Partei war der Antrag gestellt worden, den Erwerbslosen, Klein- und Sozialrentnern in Anbetracht der großen Kälte eine Unter ft ütjung in Form von Brennmaterial zu gewähren. Verheiratete foltm sechs Zentner, Ledige drei Zentner Briketts erhalten. Dem Antrag wurde z u g e st i m m t. als Stichtag lüewinnauszug 6. Klasse 32 Prcnszisch-Ciiddeulscht (258. Prcuß.) ftlaflcn-Vollecic Ohne Gewadr DladibiuJ verboten 20. Ziehungstag 2. Marz 1929 Aus jede gezogene 9’ummer sind zwei gleich bebe Ecnunne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Stummer in den beiden Abteilungen I und 11 In der Vormittags,zieining wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 tetoinn» zu 5000 M. I 73759 379861 8 ^«tolnne ,u 3O0U M. 5041 65633 223890 263781 12 Gewinne «u 2000 M. 4278 32331 85184 100140 146676 272140 30 Kevnnne ’n 1000 M. 35378 68325 71162 80260 125049 144240 190235 208645 221610 273117 313159 337184 345515 348080 376501 86 Gew nn. »u 500 Oll 23943 32556 67158 61113 69687 78832 82660 83.321 64442 92874 9*344 98971 103645 11.3316 124973 126297 127754 137567 142826 144938 146263 160700 162529 165613 168422 169307 170400 170806 17'924 178288 190493 2129.31 212974 257003 2'17373 273113 292025 301301 305576 359310 362319 380444 396449 276 nue ku 300 «M 1701 3088 6396 8665 10460 10951 11664 12916 20769 22600 26 >87 28076 29341 33614 34709 35228 42877 43562 46912 48023 49095 49241 61191 64377 67931 60179 61077 61414 61615 66590 69508 69983 71058 73022 79237 79849 64672 85504 90140 93884 97750 102967 111269 111722 117761 119865 133458 133535 144383 146424 178995 182529 194256 195187 224080 229258 253040 254212 266185 266194 287742 2927t6 307268 310904 322640 322939 340870 342877 358187 363097 383876 392061 399265 399548 103087 IOH076 116535 116964 120085 120225 13456.3 134952 166294 156729 183686 186768 195619 198994 232790 248477 255398 259985 275630 279.354 293732 301642 311264 312036 326685 330716 348169 346202 370561 371923 393027 394023 110066 111268 117042 117759 123123 128468 136722 137089 173313 176348 188672 191635 216670 218532 251508 252465 261013 263876 279448 286160 305580 305802 317756 319477 333227 335409 351.341 358182 375043 38201*9 396847 396912 3n der Rachmittagsziebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinn« «n 6000 411 66785 8 ®«tolnn« iu 3000 M. 42816 147596 221914 294427 10 Gewinn« ,v 2000 M. 15114 177645 189086 221121 230931 36 Gew, - „ 1000 >» ,u 300 -M 8686 9102 12762 16517 21386 24367 29437 29796 30490 32049 44093 48'82 48351 56'86 60731 61824 8'5852 680'4 71695 76207 80262 90086 92628 100635 I00957 101073 115228 1168 37 120 >28 128847 133055 135739 1427.45 146.312 147901 150327 154833 156469 158127 16202' 163309 169041 171972 179577 189490 194976 200179 202733 204964 207943 209881 2'4917 2'89'0 22'4 72' 228'61 237655 258722 260046 262719 264'75 267285 267600 272106 275755 280661 28I672 282433 29'447 294691 297154 297583 298982 3'10.373 405350 3'16247 3'1760 311894 315468 323987 3241'16 325551 325954 342119 344540 347.343 347720 350546 35932b 361533 380699 386217 386659 387729 389924 394292 399978 Zm Geivlnnr.ide verblieben 2 Prämien zu 500000 2 Gewinne zu 200000, 2 zu 50000, 4 zu 25000, 24 zu 10000, 46 zu 5000, 118 zu 3000. 252 zu 2000, 548 zu 1000, 1420 zu 500. 3756 zu 300 Mk. arbeitet tritt), ist noch immer ein Teil unseres Dorfes ohne Wasser. Die Arbeiten sind in dem tiefgefrorenen Erdreich sehr schwierig und zeitraubend. Dielfach mußten sogar Sprengungen vorgenommen werden, um an die schadhaften Stellen gelangen zu können. ch Stumpertenrod, 2. März. Dieser Tage fand im Beisein des Kreisdireltors und des Schul- rotes des Kreises Schotten im hiesigen Gemeindesaal die Schlußfeier des Haushaltungskursus statt. Der Kursus begann am 1. Februar und war die erste Veranstaltung dieser Art in unserer Gemeinde. Die Leitung lag in den Händen der bewährten Haushaltlkngslehrerin Frl. D ö ß (Schotten). Da keine andere geeignete Räumlichkeit vorhanden war, wurde für diesen Zweck der Gemeindesaal zur Verfügung gestellt. Es nahmen an diesem Kursus 21 Mädchen teil, und es hätten sicher noch mehr teilgenommen, wenn sie vorher gewußt hätten, was ihnen alles dort geboten wurde. Veranlassung zur Abhaltung eines Koch- und Nähkursus in unserer Gemeinde gab unser Bürgermeister Wilhelm Hahn, der keine Mühe und Arbeit gescheut hat, bis er diesen für unsere weibliche Jugend so notwendigen Kursus zustande gebracht hatte. IOber-Lais, 2. März. Die Mumps ist auch hier in st a r k e m Zunehmen begriffen. Der Unterricht in der Unterklasse der hiesigen Schule mußte für einige Tage unterbrochen werden, da mehr als die Hälfte der Kinder erkrankt ist. — Die Bautätigkeit wird auch in diesem Jahre hier recht lebhaft sein. Außer drei neuen Ein- familienhäusern und zwei Aufstockungen Ist die Errichtung einer ganzen Reihe von Wirtschaftsgebäuden geplant, so daß die einheimischen Bauhandwerker reicklich Beschäftlgunafinden werden. / Gedern, 2. März. Durch die lange Kälte- Periode sind die Drennholzvorräte in den einzelnen Haushaltungen sehr zusammenHe- schrumpft und jedermann sucht sich neu em- zudecken. Dementsprechend sind auch die Preise, die bei den verschiedenen Holzversteigerungen erzielt werden. So löste gestern die Fürst!.-Stolbergische Forstverwaltung pro Raummeter Buchenscheit 1. Klasse 16-18 Mk.. 2. Klasse 12—14 OHL. Knüppel 10—12 Mk.. Stammreiser 2—3 Mk., Astreiser 1 Mk. Die DersteigerunH war außerordentlich gut von Auswärtigen besucht. — ilnfcr Krankenhaus ist feit Anfang des Jahres ständig voll belegt. Ein großer Prozentsatz operativer Fälle konnte hier behandelt werden. Preußen. Kreis Wetzlar. O Wißmar, 2. März. Dieser Tage sand hier eine Sitzung der Am tsver tre tung des Am tes Launsbach unter dem Dorsihe des Bürgermeisters Drockmeier zu Krofdorf statt. Die Einrichtung eigner gewerblicher Berufsschulen hält die Amtsrertretung nicht für zweckmäßig. Es soU festgestellt werden, ob es sich ermöglichen läßt, die jungen Leute die Berufsschulen der benachbarten Gemeinden Wetzlar, Gießen und Lollar besuchen zu lassen. Die Beschlußfassung über die Ausgestaltung ländlicher Fortbildu ngsschulen wurde vertagt, bis über die evtl. Einrichtung gewerblicher Berufsschulen entschieden ist. Die Rechnung der Amtskasse für 1927 schließt ab in Einnahme mit 25 592,19 Mk., in Ausgabe mit 24 936,35 Mk., mi.hin Bestand 655,84 Mk. Don den Einnrhmeresten sind 356 Mi. einziehbar. Die Sonderrechnung für das Amt Launsbach beläuft sich auf 387,37 Mk. Die Amtsvertreiung nahm die von der Finanzkommission bereits vorgeprüste Rechnung ab und setzte sie wie vorstehend angegeben fest. Auf Anregung aus der Mitte der Übertretung um Verbesserung des Bahnverkehrs auf der Linie Wetzlar — Lollar teilte der Vorsitzende mit, daß die Einlegung von zwei weiteren Zügen auf der genannten Bahnstrecke bereits beantragt ist. Ein Zug wird täglich abends ab Wetzlar 10.20 llßt, ein weiterer werktags vormittags nach Wetzlar. gegen 9 Llhr eintressend. gewünscht. Zum Schluß bewilligte die Vertretung auf Antrag des Gemeindevorstehers Dodenbender (Sa'zböden) zur Herausgabe einer Schrif t über den Gleiberg eine einmalige Beihilfe von 150 Mk. DUlkrcis. bl. Dillenburg, 3. März. Die Stadtverwaltung pflegt zur Zeit Verhandlungen zwecks Verkaufs des städtifchen Kurhauses. Rähercs kann vorerst noch nicht gesagt werden. WSN. B r e i t s ch e i d, 2. März. In der vergangenen Nacht legte ein ©roßfeuer das G c schäftshaus von Ewald Zeiler vollständig in Asche. Die Feuerwehren waren gegen das Wüten des Feuers machtlos und mußten sich auf die Rettung der benachbarten Häuser be schränken. Durch den Brand sind drei Familien ob dachlos geworden. Kirche und Schule. Morgen, Dienstag, 5. März, veranstaltet die Dorfkirchenoereinigung für denKreis Gießen, Kreis Wetzlar und Nachbarge biete im Iohannessaal eine Dorfkirchentagung für Pfarrer und Lehrer. Das Thema lautet: „Sic christliche Dolkssi11e, ihre Pflege durch die Schule" (Vortragender: Lehrer Messerschmidt (Groß-Rcchtenbach), ihre Pflege durch die Kirche (Vortragender: Pfarrer Mahr (Gießen). Die Frage nach der Sitte ist die Frage nach dem tragenden Grund der Ge meinschaft; Dolkssitte erhalten und aufbauen heißt Volksgemeinschaft aufbauen. Das Thema ist von grundlegender Bedeutung für alle Volkserziehung. Pfarrer, Lehrer, Freunde des Volkstums find ein- geladen. Sprechstunden der Redaktion 11-30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. 5°dt7,> 1923 d >en. 1 dir 6 ^dirK^i, vrrden. ' £W Lenim6Är,öie €lnt* ftitfo.l' dringend ni^u'c eine W no;beib y. Für den zur glichen Dgp, ^Mennietc ^rtzlel 129 c. II Dürger. ■?n^c'llun9 . Whnmiflart Mi verlangt duaus, baß b daß zur Dnein. ^ufsaben ein Beamter eingestM emes solchen ha- mit dem Wtium geschwebt, f^mlc ein pensio- ledvch eine Reihe irungen gchUi, die uung als zu vcit- n- eingehende Aus- ng eines Äom- ift. Sladlv. 3ouf) Kc beim Minister Aussprache, wobei ize ungünstige Fi- iitn wurde, die es iben durch Anstel- iertizen zu Eimen, ctgesetzt von Sparen der anderen wieder e geschafei, die die t ging jedoch von sondern ecllärte sich 13 ein pensionierter ar eingestellt werde, , wenn man ihm die die er an Pension früheres Gehalt Herde zur nachmaligen sschuh zurückverwie- lokratischen und der ter Antrag gestellt Klein- und Sozial- 1 großen Külte eine von 2rennma!e:ial Men sechs Zentner, tiä erhalten. Jem mf, als Stichtag 22191* 189086 Kg S «stachd'.ul otibMtn tr sind jvcl gleit mb jmat it ein« uner in den btibcn und H ~ " 2Ä1929 mürben ®tn>innt ItjVgkN S w io°140 SZS lisSi U So 3623,9 3088 639586« 2260° '« 4^912 42877 43W 6()|79 6437 7 6i. 71O58 69508 gfjj 93884 s ® S 34952 130'ia . 75348 iS B WZ 'S DZ KÄ !O7l6 358'82 H202 Ä 3S20 « K ,, 177646 “ 2?665 30564 A? S-'r -SM ggssi Sä. ,Ä iS -SM 92«28 '^47 20 '26 U„Z27 Mft72 4/90’ |69it4' 2ü-<9ß4 633''ü oirj7^ «Bl®’ m'0'78 2^71' $-728 i'89 J Ä. 282433 ZÄ KZ ZÄ 9?583 ‘,5468 3’Ä n 4 iu 548 gilt der 15. Februar. Die Kosten in Höhe von etwa 1300 Mark werden gedeckt je zur Halste durch ein unverzins.iches Darlehen des Staates und aus Mitteln der Rubr. 27 des Stadtvoranschlags. — Ein Antrag der kommunistischen Fraktion. „Sie Stadt versichert die Kinder der Stadtschule gegen Unfälle", wurde abgelehnt, da dies Sache des Staates sei. — 3n nichtöffentlicher Sitzung wurde über die Besetzung von 2 Lehrerstellen verhandelt. Für diese (Stellen hatten sich 61 Lehrer gemeldet. Kreis Büdingen. „?* Aus dem Niddatal, 1. März. Trotz ab- qcschwächten Frostes und guter Schneebahn macht sich der Schlittenverkehr auf den Landstraßen nur schwach bemer.bar. Es zeigt sich, daß in den mehr in de Ebene gelegenen Gegenden Jagd- und La st schlitt en nur noch vereinzelt anzu- treffen sind. Sie wurden abgeschafft, zersägt und manberten in den Ofen, weil man an keinen richtigen Winter mehr glauben mochte. Im Vogelsberg leisten die Lastschlitten eben gute Dienste, da sie eine rasche und leichte Abfuhr des Holzes ermögl eßen, ohne daß die Wa.dwege dabei Not leiden. Größere Mengen Zelluloseholz, die in den Waldungen agerten, konnten schon den Verlädebahnhöfen zuge- sührt werden. Auch Los- und Steigerungsholz kann wieder einmal m t Schlitten eingeholt werden. — Die zahlreichen Rohrbrüche in den Wasser- Ic'tungcn belasten eben die ohnehin nicht übermäßig gefüllten Gemeindekassen stark, da das Aufgraben und Freilegen der Leitungen infolge des trfaefrorenen Bodens auf große Schwierigkeiten stößt. Kreis Schotten. i Groß-Eichen, 2. März. Wie viele andere Gemeinden, so hat auch Groß-Eichen sehr unter Frostschäden zu leiden. Gar manchem Ortseinwohner sind Kartoffeln und Dickwurz erfroren. Auch an der Wasserleiung gab es einige Bruchstellen an Hydranten. Trotzdem eifrigst an der Beseitigung der Schäden ge- MODERN SEIN I1EUERBUR6 H6SN oMein Schneider war ein Menschenkenner. Wenn er mir das Moss zu einem neuen Rocke nahm, dann pflegte er zu sagen-.„Ich weiss schon, was Eucrs> Hochwohlgeboren wünschen.Sie wollen nach neuester Mode gekleidet sein,aber nicht wie ein Stutzer. Es würde einem ehrbaren Kaufmann schlecht anstehen, alle Auswüchse der Mode mitzumacheh.’ Q)arin hatte der Meister vollkommen recht-,denn ein Kaufmann soll zwar fortschrittlich gesinnt sein, aber nicht deshalb das Neue suchen, weil es neu ist. Das gute Alte erhalten und das gute Neue hinzu- fügen, das ist wahrer Fortschritt. cfflas der ehrbare Kaufmann OVERSTOLZ hier sagtest gewiss nichts Neues, aber für unser Fach hat es doch seine besondere Bedeutung. Ein Fabrikant, der immer wieder seine alten Zigaretten-Marken durch neue ersetzt, spekuliert auf die Neuerungssucht unverständiger Raucher. Er würde dis Geld, welches solche Neueinführungen verschling en,nützlicher 1h W 11 [Htöhki । w WW; MUW 1 I '-.I ,, WW WB ■UV; ' «W auf die Verbesserung seiner allen Marken ver- wenden..Altbewährte Marken erhalten, sie in Qualität und Technik immer weiter vervollkommnend ist wahrer Fortschritt in unserm Fach. Ün diesem Sinne ist die overstolz zwar eine der ältesten, gleichzeitig aber eine der modernsten Zigaretten-Sorten am deutschen Markt. .PO • O «H • G» ELSOFFER'5 SERIENTAGE [25] [451 [951 11451 11951 12951 13951 Pf. I I Pt. I I Pf. I I Pf. I I Pf. I I p' I I Pt- I Sie staunen, was Ihnen zu diesen Preisen geboten Abteilung Haushaltwaren wird. ■■■ Von vielen Hunderten 1 Zitronenpresse u. 1 Schale mit Fuß Pf. 25 1 Weinglas, schöne Form............... Pf. 25 1 Sturzflasche mit Glas ................ Pf. 45 2 Kompotteller mit Malerei.............. Pf. 25 3 Weingläser, Römerform mit Band...... Pf. 95 1 Glasschale, 20 cm.................... 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Pf. 25 1 Kehrschaufel........................ Pf. 45 1 Nudelpfanne.................... Pf. 45 1 Seifenhalter und 1 Seife .............. Pf. 45 1 Milchtopf, 12 cm, weiß, und Sieb....... Pf. 95 1 Kochtopf mit Deckel, 20 cm........... Pf. 95 1 Spiegel, groß, weiß, 34 cm lang......... Pf. 95 1 Schüssel, weiß, 36 cm ................ Pf. 95 1 Wassereimer, grau, 28 cm ............ Pf. 95 1 Wasserkonsol mit Maß, Delft.......... Pf. 95 1 runde Spülwanne, grau, 36 cm......... Pf. 95 1 Kaffeekanne, Gold oder Netz, Bing-Emaille! Pf. 195, 145, 95 1 Eimer, weiß, 28 cm ................. Pf. 145 1 Wanne, oval, 40 cm................. Pf. 195 1 Wasserkessel, gestanzt, Bing-Emaille .. Pf. 195 1 Eimer, 28 cm, Delft oder Blumen ......Pf. 195 1 Kochtopf mit Deckel, 24 cm, gestanzt Pf. 195 Blechwaren 1 Durchschlag mit Stiel................. Pf. 25 1 Durchschlag, extrastark, m. w. Stiel .... Pf. 45 1 Stahlbratpfanne, 22 cm............... Pf. 45 1 Brotkorb, sehr schöne bunte Dekore .... Pf. 45 1 Kaffeesieb, vernickelt, und 1 Tee-Ei .... Pf. 45 2 Dosen, Kaffee und Zucker, lack., Delft Pf. 95 1 Kranzkuchenform, auswechselbar, mit glattem Springformboden..................... Pf. 95 1 Kaffeemaschine ..................... Pf. 95 2 Behälter, Zwiebel und Topflappen, Delft Pf. 95 1 Reinigungsgarnitur, Sand - Seife - Soda . Pf. 95 1 Reibmaschine, Duplex........... Pf. 295, 195 1 Löffelblech, lackiert................. Pf. 195 1 Tellerwaage, Krupp ............. Pf. 295,195 1 Brotkasten, ff. lackiert, herrliche Muster Pf. 295 Aluminiumwaren 1 Kinderbecher, schön graviert .......... Pf. 25 3 Eßlöffel und 3 Kaffeelöffel ............ Pf. 45 2 Milchtöpfe, 10 u. 12 cm, mit Isoliergriff Pf. 95 1 Wasserkonsol mit Maß................ Pf. 95 1 Seifenhalter und 1 Riesenriegel-Seife .... Pf. 95 1 Salatseier, 26 cm.................... Pf. 195 1 Milchkanne, 2 Liter, poliert........... Pf. 195 6 Milchtöpfe, Satz, fein graviert......... Pf. 245 1 Wasserkess., unbord., 22 cm, Isoliergriff Pf. 395 5 Kochtöpfe, Satz, m. Deckel u. Isoliergriff Pf. 645 Verschiedenes 1 Bürstengarnitur mit Halter............ Pf. 95 5 Rollen Krepp-Klosettpapier ........... Pf. 95 3 Putztücher.......................... Pf. 95 1 Stangenvase, abgeschliffen, 45 cm...... Pf. 95 1 Garnitur: Salatbest., Geleelöffel, Salzlöffel und Senflöffel........................... Pf. 95 1 Schlachtmesser, 1 Brotm., 2 Küchenm. Pf. 95 1 Kokoshandfeger ..................... Pf. 25 1 Schrubber........................... Pf. 25 1 Kokosbesen......................... Pf. 45 2 Milchtöpfe, irden .................... Pf. 45 6 Paar Messer und Gabel, prima Stahl Pf. 495, 395, 295,195 1 Holzkaffeemühle, mit Patenttrichter und geschmiedetem Mahlwerk.............. Pf. 295 Reform-Riesen-Edel-Mop............ Pf. 295 Luxuswaren 1 Schüleretui mit Füllung .............. Pf. 45 3 Postkartenrahmen, Mahagoni.......... Pf. 95 1 Brotkorb, fein vernickelt.............. Pf. 95 1 Tablett, rund, vernickelt............... Pf. 45 1 Tablett, vernickelt, groß........... Pf. 195,95 1 Gillette-Rasierapparat mit Klinge....... Pf. 95 1 Tortenplatte, messingvernickelt, 30 cm, moderne, schöne Muster............. Pf. 195 1 Wecker, 2 Glocken.................. Pf. 395 1 Schulranzen, Segeltuch mit Ledereinfassung ............................ Pf. 395 1 Ranzen, Rindleder, Knaben und Mädchen .............................. Pf. 695 weißbleibend: Kaffeelöffel, Geislinger Muster Stück............................ Pf. 25 1 Löffel und 1 Gabel, Geislinger Muster, zusammen....................... Pf. 95 1 Messer, Geislinger Muster.......... Pf. 95 Abteilung Textilwaren Gardinen 1 Scheibengardine, Etamin mit Spitze, Stück Pf. 45, 25 2 m Tüllgardine....................... Pf. 95 2 Stores, Etamin mit Spitze und Einsatz Pf. 145 1 Tüllstore, elegante, schön garnierte Pf. 395, 295,195 Madrasgarnitur, Steilig, nur moderne Muster Pf. 495, 395,295 Schürzen 2 Schürzen für Knaben bis 6 Jahre ..... Pf. 145 Damenschürzen, gute Qualitäten, schöne Muster Pf. 295, 195, 145,95 Frauenhauskleid, Zephir, gestreift....... Pf. 195 Kissen Kissen, gebogt, haltbarer Stoff........... Pf. 95 Kissen, gestickt, mit Hohlsaum..... Pf. 245,145 und höher Serien hier einige Beispiele: Damenwäsche Taghemden, Träger oder Achsel, mit reicher Stickerei, gute Qualität... PL 295, 195, 145, 95 Nachthemden, elegante Verarbeitung mit Valen- cienne-Spitzen und Stickerei .. PL 495,395,295 Nachtjack. in Finette, gute Qual. Pf. 395, 295,195 Hemdhosen, gute Stoffe ... Pf. 495,395, 295, 195 Prinzeßröcke, reizende Fassons, erstklassige Verarbeitung .................. Pf. 495,395, 295 Nachthemden für Knaben und Mädchen, prachtvolle Ausführung............. Pf. 195,145,95 Knabenhemden, weiß .................. Pf. 95 Damenschals Kunstseidene und Crepe de Chine in mod. Mustern PL 295,245,195, 145,95 Korsetten und Büstenhalter Seidentrikotbüstenhalter................. PL 95 Damenkorsetten........... PL 495,395,295,195 Schlupfhosen Für Kinder bis zu 5 Jahren .......... Pf. 95,45 Für Damen, in allen Farben......... Pf. 195,95 Für Damen, Seidentrikot, gefüttert .. Pf. 295, 195 Herrenwäsche Normalhemd ............. PL 395,295,245,195 Hemd, weiß, mit feinfarbigen Einsätzen Pf. 395, 295,245,195 Normalunterhosen ............ PL 395,295,195 Strümpfe Damenstrümpfe, schwarz und farbig ... PL 95,45 Damenstrümpfe, la Mako-Flor, alle mod. Farben Pf. 195,145 Damenstrümpfe, prima Mako, 3 Paar .... Pf. 195 Damenstrümpfe, Bembergseide mit Goldstempel, I. Wahl ....................... PL 345,295 Kinderstrümpfe, strapazierfähig, schwarz u. farbig Pf. 45 Kinderstrtynpfe, reine Wolle..... PL 195,145,95 Handarbeiten Sofakissen mit Stickmaterial und bunter Vorlage, schwarzer Rips, gez.................. PL 95 Waschtischgarnitur, gez................. Pf. 95 Nachttischdeckchen..................... PL 95 Ueberhandtücher, gez............... Pf. 195,95 Läufer mit Lochstickerei und Spitze....... PL 95 Verschiedenes Bettvorlagen................... Pf. 295, 195,95 Sofakissen, fertig gefüllt, schöne Muster ... PL 95 Kinderwagensteppdecke, beiderseit., schöne Farben ............................ Pf. 195 Sesselgamitur, Sitz und Rückenpolster, zweiteilig ........................... PL 195 Mengenabgaben vorbehalten! Nur solange Vorrat reicht! Unser Personal wird sich 1/Ä e-lg|L_Ä .«LltnAu ftTF treuen, Ihnen ohne jeden Kaufzwang die vorteilhaftesten Serien vorzulegen. — BQsl iTPs iliPlaPn IVifle BCTSTl / I Die Waren sind in beiden Etagen auf Tischen übersichtlich geordnet aufgestellt. 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Diese Maßnahme mag auch darauf zurückzuf hren sein, daß die Rcichsbank Interventionen am Devifenmar.t in dem Umfange der Vorwochen mit Rücksicht auf ihr stark vermindertes Devisenportefeuille vermeiden wollte. Di.scr Zweck ist tatsächlich erreicht worden, die Zinssatzstcigerungen am Privatdiskontmarli sind eingctreten und haben weiteren Geldabflüssen in das Ausland entgegengewirkt. Der Rcichsbankausweis vom 23. Februar zeigt, daß das Reich die ihm aus der Schahwechselemission zugeflossenen Mittel dazu benutzt hat, den am Medio bei der Reichsöank ausgenommenen Bctriebsmiitcllredii bei der Reichsbank abzudecken und den darüber hinausgehenden Betrag auf Girokonto der Reichsbank einzu- zahlem Was den Ultimo anbelangt, so ist damit zu rechnen, daß er ohne besondere Schwierigkeiten überwunden ist. Der überraschend ausgetretene Bedarf für Tagegeld und für Geld über Ultimo steht wohl in Zusammenhang mit den Anfang März fälligen Einzahlungen auf die Industrieobligationszinfen (125 Mill. Mark). Der Geldmarkt ist nach wie vor als verhältnismäßig leicht zu bezeichnen, der Rück- gang der Konjunktur und damit des Beschäftigungsgrades und des Geschä t Verkehrs macht sich eben mehr und mehr bemerkbar. Diesen Ent- span .ungst nde zen w rkt a'ckcr.ings rie Unsicherheit über die Aussichten des Reutzorker und auch Londoner Geldmarktes entgegen. Hinzu kommt, daß der Bedarf der öffentlichen Hand sehr groß ist und daß mit dem Eintritt des Frühsahrs- gcschäftes höhere Anforderungen an den Geldmarkt gestellt werden. Es erscheint Wohl angebracht, in Anbetracht dieser besonderen Umstünde, die Geldmarktsituation als undurchsichtig anzusehen. Oie Reichöbank Anfang März. Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 2 8. Februar hat die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten in der Ultimowoche um 676,3 Mill, auf 2279,3 Milk. Mk. zugenommen. Im einzelnen sind die Bestände an Wechseln und Schecks um 415,2 Mill, auf 1876,4 Mick. Mk., die an Lombards um 253,8 Milk, auf 297,2 Mill. Mk. und die an Reichsschatzwechseln um 2,4 Milk, auf 12,5 Mill. Mk. angewachsen. Die Anlage in Effekten ist mit 93,2 Mill. Mk. unverändert geblieben. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 697,1 Mill. Mk in den Verkehr abgeflosscn. und zwar hat sich der Umlauf an Rcichsbanknoten um 653,9 Mill, auf 4513,3 Mill. Mk.. derjenige an Rentenbantscheinen um 46,2 Mill, auf 503,2 Mill. Mk. erhöht. Demgemäß hat sich der Bestand der Reichsöank an Rentenbankscheinen auf 8,8 Mill. Mr. vermindert. Die fremden Gelder zeigen mit 525,6 Mill. Mk. eine Abnahme um 47,1 Mill. Mark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen insgesamt sind mit 2819,3 M.ll. Mk. aus- gewiesen, im einzelnen die Goldbestände mit 2728,9 Mill. Mk. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 93,4 Mill. Mark. Die Deckung der Roten durch Gold allein betrug 59,9 Prozent gegen 69,9 Prozent in der Vorwoche, die durch Gold und deckungsfähige Devisen 61,9 Prozent gegen 72,5 Prozent. Fortschreitender Konjunkturrückgang. Das Institut fürKonjunkturforschung kommt in seinem neuesten Üierteljahrsheft bei einer zusammenfassenden Betrachtuna über die deutsche Konjunktur Ende Februar zu folgendem Ergebnis: Im ganzen bietet die Wirtschaftsbewegung das Bild eines fortschreitenoen Konjunktur- abschwunges. Teilweise sind neuerdings leicht krisenhafte Erscheinungen zu beobachten. Eine allgemeine Krisis, wie sie sich namentlich im Zwange zur beschleunigten Liquidation der Warenvorräte äußert, liegt jedoch nicht vor. Don der Wirtschaftslage im Februar. Dem Bericht der Frankfurter Handelskammer über die Wirtschaftslage im Februar entnehmen wir: häute-, Jette- und Ledergroßhandel. Im Laufe des Monats Februar setzten sich die Preisrückgänge für rohe häute und Felle sock. Don Deutschland wurde nur in geringem Maße in den Markt eingegriffen Im Ledergeschäft wird weiterhin Zurückhaltung geübt, wenn auch nicht zu verkennen ist, daß die Schuhfabrikation, die etwas bester beschäftigt ist, geringe Vorräte besitzt und in den Markt eingreifen muß. Weinbau und Deinhandcl. Die anhaltende Kälte hat den Weinversand vollkommen lahmgelegt. Auch die Karneoalszeit brachte keine Belebung des Geschäftes. Für den Weinhandel ist eine Belebung nur dann ßu erhoffen, wenn die allgemeine Wirtichaftslage eine Besserung er- fährt. Im Weinbaugebiet ist bei den Verkaufsangeboten eine gewisse Zurückhaltung zu beobachten, da dort die Ansicht vorherrscht, daß die strenge Källe den Reben geschadet hat. Die Preise scheinen daher etwas anzuziehen. Eisenerzbergbau im Lahn-D.U-Gebiel Die Lüge auf dem Eisensteinmarkt war nicht günstig. Der starke Frost brachte Störungen und Schwierigkeiten beim Versand. Der Umschlag in Oberlahnstein mußte ganz eingestellt werden. Da die Hilfsmaßnahmen der Reg'erung bisher immer wieder aufgeschoben wurden, hat sich die Notlage der Grubenbetriebe nicht gebessert. Aulomobil- und Johrradindustrie. Die Preise für Roh- bzw. Halbfabrikate lagen trotz sinkender Konjunktur fest, weil Löhne und Rohstoffe gestiegen sind. Metalle, besonders Kupfer, erfuhren eine außerordentlich starke und rasche Preissteigerung. Nach wie vor herrschte starke Geldknappheit. Die abnorme Kälte hat im Februar nachdrücklich auf den Absatz eingewirkt. Von einer Belebung des Geschäftes ist bis jetzt noch nichts zu bemerken. Jabrifation landwirtschaftlicher Maschinen. Im Berichtsmonat konnte sich eine regere Geschäftstätigkeit noch nicht entfalten, da der anhaltend starke Frost naturgemäß jedes Neuanschaf- Das große Grauen. Vornan von H. A. von Byern. Urheber-Rechtsschutz d -rch Verlag Oskar Meister. Werdau. 20 Fortsetzung Nachdruck verboten „Alterle, mir zwoa bleib'n z'samm, 3adl, du stellst di weiter drunt'n, am Wechsel nach _’m Hochholz zu, an, toann'd schnallt, wact'n ma fünf Minuten, nadja hup' L“ Weiter wurde Lin Wort gesprochen. 3m flachen Bogen birschten wir uns von rückwärts an, schlief- ten vorsichtig zwischen schneebehangenen Aesten durch, bis zu einem Felsblock, der nach drei Seiten hin von Legföhren umbuscht war. Mit dem Knicker schnitt der Binzen; ein paar Zweige ab. — so, nun mochte es gehen. Grau und schwer dämmerte der Winterabend. Es war, als sinke langsam eine bleierne Decke herab, kein Laut, Schweigen und Einsamkeit inmitten dieser rätselvollen, eisgepanzerten Bergwelt ... ich fing an, Frau SophtzS Heimweh zu begreifen. Unb nun schob sich ein fahles Leuchten herauf, rieselte in silbernen Kaskaden bläuliches Mondlicht über die Hänge und Halden, Schroffen und Schrunden. Wie mit einem Schlage war die gan^e Umgebung völlig verändert, flimmerte die Schneelandscha t in g'itz?r..dem Ela.ze. al3 decke eine dichte Schicht von Goldstaub das nackte Gestein. Der Wind stand vom Kamm h r auf unseren etwas erhöhten Sih zu, kalt fühlte ich das starre Metall der Gewchrläuse durch dre Wi d- lederhandschuhe. Dann überkam mich eine seltsame Müdigkeit, mit aller Willenskraft muhte ich gegen den Schlaf ankämpfen. Irgendwo ein kurzer Blaff — im Ru war ich hell wach: — aha, da drüben bellte ein Fuchs, ein zweiter gab Antwort... Stille ... Co mochte eine Stunde vergangen fein. Längst hatte sich das Auge an das Zwielicht des Hallidunkels gewöhnt. Wärmer war es geworden, jetzt kam der Wind von Süden her, über die Paßhöhe, klatschend fiel hie und da eine Schneelast zu Boden, rann und tröpfelt es in gleichförmigem, ermüdendem Tonfall. Eine Hand legte sich auf meinen Arm... ich schreckte zusammen... Aus lern Kr.:mmhrl' 1 sten sich zw:i langhi:hu,chende Schatten, glitten lautlos übet die Blöße auf d as g:rebene Stück zu - FüchseI Keckcrnd richt te sich der stärkere Rüde auf, windete, setzte sich bedächtig auf die Keulen und schnitt dann das Luder an. Mit dem lichtstarken Glas konnte ich jede kleinste Bewegung deutlich beobachten, prüfte probeweise das Abkommen über Kimme und Korn — das hätte eine mühelose Dublette gegeben I Aber plötzlich hob der eine Rotrock sichernd den spitzen Fang, duckte sich, schnürte in scharfem Troll nach der gegenüberliegenden Seite, gefolgt von dem anderen Freibeuter. Sollten die beiden schon satt fein? Och strengte Auge und Ohr an, um die Ursache der Störung zu entdecken — nidjÜ, kein Drechen, kein Anstreichen, kein noch so leifes Geräusch. 3m Westen schoben sich blei- graue Wollenietzen herauf, kamen näher wie stürmende, gepanzerte Deitergeschwader. Der Wind ging hohl, verstärkte sich von Minute zu Minute, peitschte mir pulvernde, nadelscharfe Schneekristalle ins Gesicht. Roch eine Viertelstunde, dann würde der Sturm losbrechen, konnten wir im Dunkel den Heimweg antreten — es war also wieder einmal nichts gewesen mit dem sagenhaften „Bauernschreck!" Reben mir ein unterdrückter Atemzug, unwillkürlich blickte ich auf, und... nein, es war keine Sehtäuschung... dort drüben stand, scharf und plastisch vom Schnee sich abhebend, gleich einer aus Erz gegossenen Statue, ein starker Wolf, die Lauscher steil gestellt, die Rute leicht gesenkt, stand und äugte unverwandt nach uns herüber. Heber den harschen Balg hin glitzerte glimmerndes Mond'icht, jedes Granenhaar schien silbern bereist... 3d) wagte kaum zu atmen, senkte die Augenlider, aber das Herz hämmerte in wahnsinnigen, jagenden, zuckenden Schlägen, der Gaumen wurde mir trocken, und in den Ohren fang und sauste das Blut. Also doch... doch...!! Die Sekunden dehnten sich zu Minuten, zu Ewigkeiten, immer fahler wurde das Leuchten — nur noch wenige Augenblicke, dann mußten die mit rasender Geschwindigkeit heraufziehenden Wolken die Mondscheibe verdecken, war alles versunken in schweigender, schwarzer Rächt, licht- lofer Finsternis . . . Da schnürte der Wolf vorwärts — ich sah, wie Vinzenz den Stutzen hochriß —, ein aufzuckender Feuerstrahl, härt und rund peitschte der Büchsen-- knall durch die Stllle, wurde zurückgeworfen von den Felswänden, verebbte lang hinrollend. Blitzschnell hatte ich den entsicherten Drilling in Anschlag, lag der Finger am Abzug . . . nein, da konnte ich mir den Fangschuß sparen! 3n seiner Fährte war der Wolf zusammengcbrochen, schlegelte mit den Läufen, die buschige Rute peitschte die Flanken .... Hnb schon standen wir neben dem verendenden Raubwild — ein Ton, halb Lachen, halb Schluchzen: „Allerlei Du! Sei mir net Harb, daß i tz'erst g'schosfen hab', aber den da, den hält' i keinem anderen vergönnt — den net!" Mein Freund beugte sich nieder, tastete nach dem Einschuß — mitten auf dem Blatt: „Du. dös hat's Herz gefaßt . . .1“ fungsvorhaben seitens der Landwirtschaft unter- bindet. Auch im Auslandgeschcift konnte nur eine geringe Umfatztätigkeit entfallet werden. Beiträ :e und Le.stungen in der Sozialversicherung. 3m Hinblick auf die großen Kapitalbedürfnisse der deutschen Wirtschaft und die Rotwendigkeit einer zunehmenden K a p i t a lb il d ung sind Befürchtungen bei der Ansammlung großer Ka- pitalien seitens der Sozialversicherung, insbesondere bei der 3nvaliden- und Angestelllen- versicherung, berechtigt, da eine Entziehung von Milliardenbeträgen für künftige Sozialzwecke die Finanzierung des Produktionsprozesses stark beeinträchtigen muß. Eine Betrachtung der Beiträge und Leistungen in der Sozialversicherung kann jedoch von diesem Gesichtspunkt allein nicht ausgehen, sondern es kommt daraus an, die Aufbringung der Sozialversicherung an Kapital mit ihren Leistungen zu vergleichen, zu denen diese gegenüber den Versicherungsnehmern verpflichtet ist. Bei diesem Vergleich zeigen sich derartig große Verpflichtungen, daß die heutige Kapitalisierung nicht einmal ausreicht, um für eine längere Dauer ihre Erfüllung zu gewährleisten. Rach einer Denkschrift über die Vermögenslage der R i s crsicherungkanstalt für Angestellte ergibt sich, daß auf Grund der gegenwärtigen Leistungen und Beiträge bei der 3n - validenversicherung in den 3ahren 1929'33 noch ein Gesamtüberschuß von 1070 Mill. Mark vorhanden sein wird. Das 3ahr 1934 würde zum erstenmal einen geringen Fehlbetrag bringen, der im Laufe der folgenden 3ahre allmählich bis auf nahezu 400 Mill. Mk. anwachsen würde. Der genannte Ueberschuß würde ungefähr zur Deckung der in den 3ähren 1934/38 eintretenden Fehlbeträge ausreichen. Wollte man diese Fehlbeträge nicht aus den Rückständen decken, so müßte im 3ahre 1930 eine Erhöhung der Beiträge vorgenommen werden, und zwar entweder durch eine allgemeine Erhöhung oder durch einen Aufbau von Lohnklassen. Dadurch würde der Fehlbetrag allerdings nicht länger als bis zum 3ahrc 1935 abgewendet werden. Die spä- teren Fehlbeträge würden zwar geringer sein, aber immer noch groß genug, um das Problem als solches bestehen zu lassen. 3n der An - gestelltenversicherung zeigt die versicherungstechnische Dllanz einen Fehlbetrag von 1,67 Milliarden Mk. Die Denkschrift stellt fest, daß eine Erhöhung der Beiträge um 25,54 Prozent hinreichen würde, um bei Festhaltung der gegenwärtigen Stiftungen für die Zukunft völlige Deckung aller Ausgaben zu bewirken. Es ist sicher, daß die Entwicklung sich dahin aus- toirle-i wird, daß das Beitragsaufkommen in der Invaliden- und Angeftelltenversichcrung _ im Jahre 1939 um wenigstens 700 Mill. Mk. höher sein muß, wenn die gegenwärtigen Dersicherungs- leistungen gehalten werden sollen. Es werden also statt jetzt 1400 Mill. Mk. dann rund 2100 Mill. Mk. aufgebracht werden müssen. Q^elannt» lief, besteht neuerdings die Absicht, die Leistungen der Versicherungen weiter zu steigern. Die Ansprüche der Sozialversicherung an den Kapitalmarkt werden gerade in Zukunft, in der eine weitere Einengung des Kapitalmarktes erfolgen wird, recht groß sein. Es fragt sich, ob der Kapital m a r k t diese Mehrbelastung tragen kann, da jede Erweiterung der Stiftungen zu einer Gesamt erhöhung der Beiträge führen müßte, die nicht viel unter 1 Milliarde liegen würde. Der Reichstag wird sich demnächst auch mit dem weiteren Ausbau der 3nvaliden- und Angestcllten- versicherung und der vom Reichsarbeitsministe- rium ausgearbeiteten Denkschrift über die Stiftungen und'Beiträge beschäftigen. 3ch knickte einen Latschenbruch, netzte ihn mit dem zäh und klebrig sickernden Schmiß: „Weidmannsheil, mein lieber, alter Kerl, der ist mehr wert als der stärkste Gams, der kapitalste Hirsch!" „3a, du, und was nur 's Sopherl sagen wird!" Er legte die Hände an den Mund, hupte einmal, zweimal: „Weißt, d', so g'freut hab' i mi net über mei stärkstes Stück Großwild, dagegen is a Kudu oder Leopard a Schmarrn!" Wie ausgewechselt war der Vinzenz, konnte sich nicht satt sehen an seiner Beute, und ich stand lächelnd daneben, brannte mir eine Zigarre an und sog den aromatischen, narkotischen Rauch tief in die Lungen. Hinter uns knirschten schwere Tritte, mein Freund richtete sich auf: „3ackl, i hab' ’n!“ Ein Lachen im tiefsten Daß: „Da gratulier’ i halt, Hab s ja glei g’fagt, oamai derwifch man den „Bauernschreck" doch!" Vorn Kamm her fegte ein schütternder Windstoß. „Teisi. Teifi, jetzt könn' ma aber schaug'n, daß ma hoamkemma. gibt a grob's Wetter." Der 3äger schob den Hut ins Genick, lud sich mir einem kräftigen Schwung den Wolf auf die Schultern: „Hab'n S' d' Catern*, gnä’ Herr?" Doch der Sturm verlöfchte das flackernde Flämmchen, wir muhten vorwärts in der jäh einbrechenden Dunkelheit, hielten uns einer dicht hinter dem anderen, tasteten Schritt für Schritt weiter. Endlich war der Almboden erreicht, der schützende Hochwald. „Hui jo, ho ho!" pfiff es durch die knarrenden Kronen, das sparrige Gezweig, brauste wie Wo- des wilde 3agd um die in den Grundfesten erbebenden Stämme, sandte einen Schauer von morschen Ast stücken herab. „Wird net lang dauern, kommt eh’ schon wieder hell herauf!" Mein Freund mußte schreien, um sich verständlich zu machen: denn der Orkan riß das Wort vom Munde, warf sich uns wie eine wütende Bestie entgegen. Ein entwurzelter Baumriefe sperrte den Weg, der Vinzenz stolperte, hielt sich an mir fest: „Hoppla!" Dann kämpften wir weder mit vorgebeugten Schultern gegen das Toben und Tosen der entfesselten Elemente an. Und plötzlich Stille — das Unwetter hatte aus^erast, wieder wob Monülicht geheimnisvoll zwls.'en den Stämmen, brannten droben, am nachtdunklen Firmament, die S.ernen in urewigem Glanze. Der Hochwald lichtete füfh vor uns lag Schloß Terosal in der Ceb. Unwllkürlich blieb ich stehen, starrte hinüber nach den schwarzen, schweigenden Granitmauern. „Sieh mal, Vinzenz. das ist doch . . . sonderbar!" Starke Kurssteigerungen für Automobilaktien. An der Frankfurter Börse vom Samstag trat plötzlich starke Rachfrage nach Automob i l a k t i e n hervor. 3m Vordergründe standen Kleber, die von 53 Prozent Freitag abend bis auf 68 Prozent, d. h. um 15 Prozent, an- Aogen. Die Börse erwartet bekanntlich eine Zusammenlegung des Kapitals der Adlerwerke im Verhältnis 2:1. Diesem Zusammenlegungsverhältnis hatte sich der Kleyerkurs vor der sensationellen Steigerung vom Samstag bereits ziemlich angeglichen. Die Verwaltung der Adlerwerke versicherte auf Anfrage, daß sie über die Ursachen der plötzlichen starken Kurssteigerung vollkommen im unklaren sei. 3n Frankfurter Bankkreisen wurde vermutet, daß es sich im wesentlichen um die Abdeckung größerer Baissepositionen gehandelt haben dürfte, wobei Februarstücke stark gesucht worden feien. Die Rach- frage ging hauptsächlich von Berlin aus, wahrend der Frankfurter Platz meist als 21bgebet auftrat. 3m Zusammenhang mit der Rachfrage nach Kleber machte sich lebhafte Kaufneigung auch für die Daimle raktie bemerkbar, deren Kurs bis auf 63,5 Prozent (Freitag abend 55,5 Prozent) erhöht werden konnte. • * 6,5 p rozentige Schatzanweisungen in Hessen. Die 6,5prozentige Schatzanweisungsanleihe von 1926 des Dolksstaatcs Hessen wird am 1. April 1929 zur Rückzahlung fällig. Einlösungsftcllen für diese Stücke find die Hessische Staatsschuldenverwaltung und die Hessische Landesbank. ° Dre amtliche Großhandelsindex- z i f f e r. Die auf den Stichtag des 27. Februar berechnete Großhandelsinderzisier des Statistischen Reichsamtes ist mit 139,6 gegenüber der Vorwoche (140,0) um 0,3 Prozent zurückgegangen. Don den Hauptgruppen hat die 3ndexziffer sür Agrarstoffe auf 131,1 (135,7) nachgegeben. Die 3ndexziffer für Kolonialwaren bat sich um 0.2 Prozent auf 125,8 (125,6) erhöht. Die Indexziffer für industrielle Halbwaren und Rohstoffe ist auf 133,9 (133,7) gestiegen, während diejenige für industrielle Fertigwaren auf 153,1 (158,2) zurück- 0C*an§Teben Milliarden Spareinlagen Im Deutschen Reich. Bei den öffentlichen Sparkassen ist mit dem 3ahresabschluh 1928 die 7. Milliarde der Spareinlagen in Deutschland erreicht worden. Die Spareinlagen betrugen in Millionen Mark im Dezember 1924: 608,0, 1925: 1615,0, 1926 : 3096,4, 1927 : 4667,0, 1928; 6988.2. Die erste Milliarde wurde erreicht im April 1925 (also angesammelt in 16 Monaten), die zweite im März 1926 (11 Monate), die dritte im Dezember 1926 (9 Monate), die vierte wurde in 6, die 5. in 7, die sechste und siebente in je 6 Monaten angesammelt. Betrachtet man die Spareinlagenzunayme in den einzelnen Monaten. so zeigt sich eine auch schon in den Vorkriegszeiten beobacht te Gesehmlß gkcit: der Zuwachs ist jeweils in den Wintermonaten am höchsten, in den Sommermonaten am geringsten. • Unveränderte Dividende bei Schubert & Salzer. Die Schubert & Salzer Maschinenfabrik 21.-®. in Dresden beantragt nach angemessenen Absch:ell> ingen und Rückstellungen aus dem Reingewinn von rund 4,4 Mill. Mk. einschließlich 0,8 Mill. Mk. Gewinnvortrag eine Dividende von wieder 16 Prozent auf das erhöhte Stammaktienkapital von 19,1.5 Mill. Mk. 0,84 Mill. Mk. sollen vorgetragen werden. 3n den ersten zwei Monaten des lausenden Geschäftsjahres sind befriedigende Umsätze erzielt worden. 3n der Hauptabteilung liegen zur Zeit noch für mehrere Monate ausreichende Arbeitsmengen vor. Er blickte auf, — da strahlte auS fast allen Fenstern Lichtschein, als sei aus irgendeinem festlichen Anlaß der ganze weitläufige Bau illuminiert worden. Mein Freund schüttelte den Kopf: „Die fan Wohl narret worden? Schaugt g’rab* aus wie a Tier mit an viertelhundert Sehern ..." Merkwürdig — denselben Gedanken hatte ich auch gehabt, ein stumm und geduckt auf der Lauer liegendes Ungeheuer, dessen funkelnde Lichter nach Beute spähen. Wir schritten schneller a^s, stiegen den steilen, in Serpentinen gewundenen Pfad empor, gingen durch den Park, dessen entlaubte Ulmen in gespenstisch verzerrten Formen gleich riesigen Besen aufragten. Weiß heut' noch nicht, wie es kam. daß niir mit einem Male das Herz so hart und schwer schlug, irgend etwas Unerklärliches, Wesenloses war da um uns, das nur im Unter bewußtsein lebende Gefühl eines Grauens, dem ich doch keinen Ramen geben konnte . . . Furcht — was man so gemeinhin „Furcht" nennt — war mir ein unbekannter Begriff, und einer Gefahr war ich niemals aus dem QSege gegangen. Aber weder je zuvor noch in meinem späteren Leben habe ich jenes instinktive, jedes vernünftigen Grundes entbehrende Bangen gefühlt, wie ein wuchtender Alb lag es auf mir. lähmte alles Denken, Wollen . . - 3n der Halle war kein Mensch zu sehen. „Alois! He. 2llois! — Anderl!" e 1OOOO KOcjSI uno ' eop.giw 5000 4000 |.ospieib ,vik. ■ P irio u. uine b V ■ extra,emo etile* I A. oinKe.nenn Worrrv P.Sk-.Frkt./M. 1519*1 iliei rei üMcirrenß-QJ E. flenter. Ir.MfhEC&er. Staat!. Lotterie Eina. FJmni, außerdem bei lose.' Cbambrö. L Hielt Konr. Emm erleb. Eenn. Buhl. S. Loeb. Friseur Lot:. WfflL remmler. ffüti Weber, 1814V Gtammholzsubmission der Gcm inde Atzbach. Im Wege des schriftlichen Angebots werden verkauft: l. Eichenstammholz. Los I. Distr. 6a Nr. 614/17, 425/27, 429/33; Tistr. 9a 533/41, 543, 545 Los 10. „ 11. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. ihnen Ziffern neben die Zdöbe der zuletzt beschlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Vrozent. Lombardzinsfuß 7,5 Prozent. Frarr..urter Börse F r a n 1 s u r t a. M., 4. März. Tendenz: schwä- cher. — Der unregelmäßige Verlauf der Reu- Yorker Börse vom Samstag, verschiedene ungünstige Konjunkturberichte und der heute erschienene Februar-Ausweis der Reichsbank, der eine erhebliche Anspannung aufweist, hatten eine allgemeine Verstimmung im vorbörslichen Verkehr zur Folge. Die Tendenz erfuhr eine Abschwächung, und die Spekulation zeigte Rei- gur.g zu Gewinnsicherun^en. Das Geschäft war sehr dein infolge der geringen Aufnahmelust. Die Börse zeigte im Grundton jedoch eine gewiffe Widers.andssbh' k t:nd'uD:girn es i-ffi'i ler Verkehrs konn.e wieder eine kleine Aufwärts- bewegung festgestellt werden. Zeitweise konnte das Geschäft eine gewisse Belebung erfahren, da ab"r weiter Rerl f llionsi-e'g :ng bestand, konnten die ^orbörs'i'en Rü^g '.nae nicht ganz aufgcholt werden. Geschäftshemmend wirkte das fast vollkommene Ausbleiben jeglicher Orders. Gegenüber den Samstogssch'ußkursen gingen die Verluste kaum über 1.5 Pro-. hinaus. Stärker angeboten und bis 4 Prcz. schwächer eröffn ten von internationalen Werten Svenska. Im Automarkt waren Adlerwcrke nach der kräftigen St'igerung vom Samstag angeboten und 5 Proz. niedriger. Hier handelt'es sich vor allen Dingen um Gewinn- mitn.chmen. Daimler dagegen bei toe'hr einiger Rachfrage gesucht. R. S. Ä. Wüter etwas anziehend. Am Elektromarkt büßten A. E. G. 1, Lickt und Kraft 2 und Schuckert 1,5 Proz. ein. Siemens knavp gehallen. Eimges Interesse bestand für Bergmann und Lechwerke, die bis etwa 0.75 Proz. höher erö'fncten. Am Chemiemarkt waren Farben mit 1,CO und Scheidcanstalt bis 0,50 Proz. rückgängig Am Montanmarkt lagen die Ku'-ferwerte in Rachwi^kung der Kupferhausse begehrt. Kohlenpapiere hatten nur ganz mini- ma'e Veränderungen zu verzeichnen. Bankaktien zumeist etwas höher. Auch für Holzmann bc- Punkt 1. „ 2. „ 3. „ 4. 5. Bericht über Verbandstag. 6. Verschiedenes. Für den Aufsichtsrat: Rodenhausen.1 1936,— 3129,86 9946,37 3133,36 4269,14 657,50 9239,87 25011,31 , 57323,41 100,— 500,— 57323,41 stand einiges Interesse. Renten still. Im Verlaufe blieb das Geschäft äußerst still, und es traten aus diesem Grunde erneute Rückgänge ein, die aber nur Bruchteile eines Prozentes erreichten. Relativ gut gehalten waren Kaliwerte, teilweise konnten hier sogar Heine Gewinne festgestellt werden. Der gesteigerten Kohlen- förderung im Ruhrgebiet und der Verminderung der eingelegten Feierschichten wurde jetzt mehr Beachtung geschenll. Tagesgeld war mit 7,5 Prozent unverändert angespannt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.2140, gegen Pfund 20.454, London — Kabel 4.8527, gegen Paris 124.235, gegen Mailand 92.67, gegen Madrid 3180, gegen Holland 12.1155. Frankfurt.r Lchlachtvlel markt. Frankfurt a. M., 4.März. Auftrieb: 1594 Rinder (darunter 360 Ochsen, 73 Bullen, 558 Kühe, 468 Färsen), 457 Kälber. 21 Schafe, 4418 Schweine. Es wurden no.iert: Rinder (Ochsen): vollfleischige, ausgemästcte, höchsten Schlachlwerts (jüngere) 52 bis 55 Mk., (ältere) 49 bis 51: sonstige vollfleischige (jüngere) 45 bis 48" (Bullen): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 50 Li3 53 sonstige vollf.eischige oder ausgemästete 45 bis 49: (Kühe): j.ingere, voll- fleischige. höchsten Schlachtwerts 41 bis 46: sonstige vollfleischige oder ausgemästete 36 bis 40; fleischige 32 bis 35; gering genährte 25 bis 31; (Färsen — Kalbinnen, Iungrinder —): voll- fleischige, auZgemästele, höchsten Sch achtwerts 53 bis 57; vollsleisch'.ge 43 bis 52; fleischige 43 bis 47. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 69 bis 74: mittlere Mast- und Saugkälber 63 bis 68 ge:i.*gc Kälber 56 bis 62. — S ch w e i n e: Fettschw.ine über 300 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80: vollseischlge Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80; von etwa 160 bis 210 Pfund 79 bis 81: fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 75 bis 78 Mk. — Marktverlauf: Rinder *2 e I=ti ah« ^3= 3 0». g Z ar isiss Stämme Kl. la . . ,, „ lb . . ,, 2a. . „ „ 2b . . „ „ 3a u. b Distr. 16b: Stämme KI. la u. b „ „ 2a u. b «asEi -©ci ~ 5 2^=$ 3 C .LLL £0 C e cS2E . . 575 27 12 15 __15 . . 590 Der Vorstand: Aufsichtsrat: Hildebrand, Geschäftsführer. Rodenhausen. Rechnung und Bllanz liegen 8 Tage zur Einsicht im Geschäftszimmer, Kornblumenstraße 12, offen. 1893V Schöner Voaelverg. Holzverkauf. Die Gemeinde Gedern verkauft im Wege des schriftlichen Angebotes im Distrikt Schönau ca. 400 fm Fichtenstammholz la—Illa-Klasse hessischer Sortierung. Die Gebote sind getrennt nach Klassen ein» zureichen. Das Holz ist mit Rinde gemessen und geschält. Das Holz kann in 4 Losen, aber auch insgesamt verkauft werden; deshalb sind für je ein Los zu ca. 100 fm und für insgesamt 400 fm getrennt die Gebote einzureichen. Ferner werden verkauft: 14,8 rm Kurzgrubenholz I. Klasse und 13,1 rm „ II. Klasse aus dem Distrikt Seife. Die Gebote sind getrennt nach Klassen emzureichen, das Holz wird jedoch gesamt verkauft. Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift »Holzverkauf" bis spätestens Freitag, den 8. März 1929, mittags 12 Uhr, der unterzeichneten Bürgermeisterei einzujen- den. Zuschlagsfrist 3 Tage. Die Verkaufsbedingungen der Gemeinde werden durch Einreichen von Angeboten anerkannt. Auskunft erteilt nach vorheriger Benach- richtigung der Gemeindeförster Kloos, Oberseemen. 1899V Gedern, den 2. März 1929. ____HesstBürgermeisterel Gedern. LW.V.4400RM ? § । Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Koniumvcreins, G. m. b. H., zu Wieseck, am 10. März 1929 bei Gastwirt Wilhelm Dor seid. Zahlung zu je em Drittel bei Erteilung des Zuschlags am 1. 6., 1. 9. 1929. Käufer unterwirft sich durch Abgabe seines Gebots den hier gültigen Verkaufsbedingungen. Angebote sind, nach Losen getrennt, pro Festmeter, bis zum 9 d. M., nachmittags 6 Uhr, an den Gemeindevorsteher in Atzbach einzureichen. 1885V Atzbach, den 1. März 1929. Der Gemeinde-Vorsteher. Los 5: SInftrc.djerarbeiten. Los 6: Elektrische Lichtanlage. Angebotsformulare können gegen Erstattung der Herstellungekosten, und zwar für Los 1 1,50 Mark, für Los 2, 5 und 6 je 1 Mark, und für Los 3 und 4 je 0,50 Mark solange der Vorrat reicht, von Z.mmer 78 des Kreisbauamtes Wetzlar, Neues Kreis- haus, bezogen werden. Zeichnungen und besondere Bedingungen liegen daselbst zur Einsicht aus. Verschloßene und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum Dienstag, 12. März, vormittags 11 Uhr, auf Zimmer 11 des Kreisbauamts einzureichen, woselbst zu gleicher Zeit die Oeff- nung der Angebote im Beisein der etwa ersch.enenen Bewerber erfolgt. Zufchlagsfrist drei Wochen. ____________Der Kreisbaurat.____________ Htestge Großhandluna fuchk für alsbald in e.iinemen, äunerst lüchiigen. iünneien Nonioristen der an flotte;1, sicheres Ar denen aewö ni vi. - chu ttich' vlmeboic mt: Vidubilö und 'e igniS rbfch lsten unter ul28 an en (mc e e Aiiio er erdeten ßeiöiindi-SflUi 1 Hi Mon^ furf.A. unt. I statldlUU Harbach. t Gründerg. ')l ueres Etagenhaus nabe Univ., enthalt. 4 Wolin m en von ie 3 aro;. ZnunL u. Küche, fe.ir aftn ta ut ueif. Nä . durch mnaiiiüerger L Sohn Ludivraitr.30. Oln, Klavier 'Bliitbnen aut erhalten weniagesotett aegen Barzahlung rn verkauf. Bender, Stro'öorf, Wielen-, Ecke Wtbmarer Str. [ Verkäufe | trärtit ld)5ameti)c > T. Änt.-ÄbtöL-LltltUV mit Aus ö|.-iHed)trn Te gi. ohne Ausloi.-Rechte 7% zrant,. Hnp.-Bl- Goldvl- un tünobai bte 1932 <1/,% Mcinijche Hyp.-Bank 2iou (SJolDpf. A.E G- abg. BorkiegS-Obligation rücttablbar 1932 4% Schweiz. Bunve4b.°Lnl.. 4% Ceiteneidjiidie Goldrte. 4,20% Gelten. Liwerrte. . 4°o Cefteneid). einljeitl. Rte 4% Ungarijche Golbrle. 4% Ungarn die Ltaatsr. v. 1910 454% vesgl. von 1913 4% Ungari|d)e Äronenvtc.. . 4% Türl. Bullanlcllje v. 1911 • 4% lurfiTdie Bagvadbahn°Anl. Serie I 4% vesgl. Serie 11 - 4% Rumänen converi. Rte. . . 4'/,% Rumänen Goldanl. von 1913 Atflnfiurt fl M. Ber.in Sdiluh. i Ulir- ttur? flut? Lchlusj- ffure Anfang ft uw Tatum 2.3. 4.3. 23. 4 3- a.xz.ui. ......f Bergmann...... • • . • (ileltr. Lieferungen. .... N L'ichl und Kraft......1<’ ■vcltcn & ©uilleanme..... ®ef. f. Eletlr. Untern.....io vamb. Elettr. Werte .... V* Mein, laettt.......9 Schlei. Elektt........io Schuckert..........6 Tiemens & Halste.....12 Tronsrabio . ....... S Xiahmenet & Co....... 10 Buverus . . ....... 5 Deulfdie Erdöl.......6 Offener Steintohle......9 Gelsenkirchener ... L Vi I •> Harpener..........6 Hoesch Eilen.........k Ilse Bergbau ........ 6 filödnerroe^e ........ 7 Köln-Neuessen....... . 9 Mannesmann....... . 8 Mansfelder.........7 Oberschles. Eisend. Bedarf. . . 6 Lberschles. Kotswerte.....f Bhönix Bergbau ... . . 5'/- Nheinische Brauntohlen... 1' Rheinstabl f. % Jahr 4'/ -Hiebet! Montan......7,. Bereinigte Etahlw......1 Ctaoi Minen.......3 s1 ttali Aschersleben.....1' Kali Westeregeln ...... 1 ttalitoerf Salzdetfurth ... V 3. &. ^arben.Jnduflrie ... 1 Dvnamit Nobel..... . t Lcheiveanstalt..... 9 Goldschmidt ..... . . t> RütgerSwerte . ....... 6 Mewl'aelellschast......H 169 208,5 164,5 211,5 138 29,25 163,5 227,5 378 163 82 125,5 131 141 216 107 124,75 122,9 93 96,75 295 130 141 94 70,75 211 216.5 315 251 75 172 89 95,25 216,5 168 209 209,5 226 377.5 125 131 123 294.5 129,25 70,75 313,25 249.75 171,5 94,5 168,4 209 164 211,5 138 230,25 150,25 164 207,25 226 377,5 152 162 82,5 124,75 126 131,6 141,75 126 214,75 108 123,5 125 122 94,75 104,25 97.25 295 130 °4.4 70,75 211,5 16,75 313,5 251 117 92 94,5 168,5 209,5 164,6 210,5 138,4 230,5 148,6 163 205,5 225.25 377 151,5 82,25 125 122,5 131,5 141,5 124,25 215 108 123,5 123,5 103,6 96,6 294,5 130 94,25 70 209,75 215 312 250 93,6 Berlin. 2. März Geld *u.f Kttutzoiucae Wotcn..... 16.47 16,53 .holländische 'JZotett ...... 168,21 168,89 ?it liemlche Noten...... 22,11 22,19 Norwegische Noten...... 111.94 112.38 Deutsch-Oesterr, ä 100 Kronen 59,07 59,36 Rumänische Noten...... 2,48 2,50 Schwedische Noten...... 112,18 112.62 Schweizer Noten....... 80,92 81.24 Spanische Noten....... 64.71 64.99 Tschcchoilowatifche Noten . . 12.435 12.495 Ungarische Noten..... 73,21 73,51 itranffurt a M. Berlin Schluß- i Uhr- Schlub-IAnfang Kurs Kurs flute Kure Datum 2.3. 43. 2-3. 4 3- yyuipp .uu^uiann ..... 125 125,6 125,75 126,5 fteibelb.uet Gement .... 1»' 137,5 •— — Gement starlftabt..... . k — — d- —■ Wayß 4 Freitag...... 10 130,25 — 129,75 — Schultheis Patzenhofer . . . 1: — — z87,75 287 Cftroerle......... 12 — — 246 243,25 Bet. Glanzstoff...... If — — 439 437 1 ' — 386 383 Zellstoff Waldhof..... 12 263 262,25 762.6 261,5 Zellstoff Aschaffenburg . . . 1Z 192 — 191,25 — Gharlottenburger Wasser . . . 1 —- —— 21,75 120,75 Dessauer GaL....... . k — — 217,75 216,9 Daimler Motoren..... . 0 63,5 63,5 62,75 64 Demag ........ . 0 — — 52 52,25 Adlerwerte Klever..... . 6 68 63 68 65 Ludw. Loewe....... 10 — — 216 — Nat. Slutomobil...... . 0 —— — 36,9 38,5 Crenftein & Koppel .... . 5 — —• 89,75 89,5 Leonhard Tie»...... . 6 — — 266,5 265,5 Bamag^lleguin...... . 0 — — — — Tianis. Maschinen..... . 6 — — 62 —— (WHnet......... 11 97,5 — 98,5 —— Heyligenstaedt...... . 0 15 — — — . 4 74,5 — 72,75 —— Lednverte......... . k — 113,25 — — Mainlrastwerte...... . f* 119 119 — — tUiiag........... 1< 142,5 — 142,75 143 Netarsulmer....... . k 27 27,5 27,4 —— Peters Union....... . s 104 — — — Gebr. Noeder....... 10 127,5 — 104,25 — Boiqt 4 Saeffner..... . k 212 — 212 — Südd. Zucker....... . k 145 144,5 144 — 2- Mcirz 4. März Amtliche Notierung Geld । Btte- Amtliche Notierung Weib Brief ÄM't.- Nott. 168,57 168,91 168,57 168,91 Bu n.-AireS 1,770 1,774 1,771 1,775 Brss. Antw. 58,47 50,49 58,44 58,56 Christiania. 112,22 112,25 112,47 112,44 112,25 112,47 Kov:n Hagen 112,22 112.44 Stockholm - 112,46 112,68 112,44 112.66 HelsingforS- Italien. . 10,559 22,05 10,609 22,09 10,589 22,045 10,609 22,085 London. . . 20,429 20,469 20,427 20.467 Nenvork . . 4,2100 4,2180 4,2090 4,2170 Poris. . . 16,44 16,48 16,435 16,475 Schweiz . . 80,96 81,18 80,95 81.11 Sva i:n. 64,28 64.38 64,22 64,34 Japan . . . Hto de Jan 1,888 1,892 1,879 1,883 0,500 0,502 0.501 0,503 Wien in D-. üeft. abgeft 59.16 59.28 59,16 59,28 Prag . . . . Bel irad . - 12,472 12,492 12,469 12,489 7,390 7.404 7,389 7,403 Dndav?