Nr. 285 Erstes Blatt 179. Jahrgang Dienstag, 5. Dezember 1929 Giessener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrLhl'sche Univerfitittr'vuch. tmö Sleivdruckerel H. Lange in Sletzen. Schnftlettung und Seschäftrstelle: Zchulstrahe 7. Eriche,ni läglich,außer Sonntags und Feiertag». Beilagen: Di« Illustrierte Gießener FamilienblLlter Heimat im Bild Die Scholle Monat,-vezugrpretr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsennig für Träger- lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüfle unterSammelnummet2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Zrankfurt am Main 11686. Annahme von Anz gen für die Tagesnumml bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Rcichspfennig, Platzvorschrift 20°/„ mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Longe. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange, für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Die deutsche Wirtschafi am Scheidewege. Aufstieg oder Niedergang? - 0er Reichsverband der deutschen Industrie fordert Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik zur Förderung der Eigenkapitalbildung, Wiederherstellung der Rentabilität und Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Die bedeutendste deutsche Wirtschaftsorganisation, der Reichsverband der deutschen Industrie, hat jetzt unter dem Titel „Aufstieg oder Riedergan g?" seine Vorschläge zur Finanz- und Wirtschaftsreform 1929 Der Oeffentlichteit unterbreitet, und zwar in Gestalt von Leitsätzen, die an Klarheit und Sachlichkeit und tiefgehender Erkenntnis der Zusammenhänge eigentlich nichts vermissen lassen. Mit seinen Vorschlägen wendet sich der Reichsverband der Industrie an die gesamte deutsche Oeffentlichkeit. insbesondere aber an die Kreise, die auch heute noch nicht sich mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt haben, geschweige denn sie kennen, um sich darüber klar zu sein, daß die Finanz resor in unter den heutigen Umständen und bei der Entwicklung, die die Wirtschaft feit dem Jahre der Stabilisierung der Währung und ihren scharfen Eingriffen in das deutsche Wirtschaftsleben genommen hat. eine Schicksalsfrage Deutschlands ist. Denn darüber müssen sich alle Kreise in einheitlicher Auffassung unter Deiseitesehung der parteipolitischen Gegensätze klar sein, daß nur aus der Basis einer gesunden und rentablen Wirtschaft ein Wiederaufstieg des deutschen Volkes möglich ist. Die Vorschläge des Reichsverbandes sollen daher nicht nur dem Zwecke dienen, die Auffassung der Industrie in der Frage der Wirtschafts- und Finanzreform der Oeffentlichkeit zu unterbreiten, sondern sie zielen auf eine Sammlung aller auf» b aucndcn Kräfte über die parteipolitischen Gegensätze hinweg aus, um durch eine uinfassende '.ind beschleunigte Reform unserer gesamten Wirtschaftspolitik, wobei die Steuerreform eins der vielen Probleme ist, der Privatwirtschaft ihre Freiheit wieder zu geben, und sie von den weitgehenden Einflüssen der Staatspolitik frei zu machen, wenigstens in dem Waste, dah sie un- zehindert ihren Ausgaben der Erhaltung der bestehenden Arbeitsplätze und der Schaffung neuer Arbeitsplätze und damit Arbeitsmöglichkeiten nachkommen kann. Es ist kein Zweifel, dast sich in den Kreisen der Unternehmer, oder besser gesagt, in der freien Wirtschaft Arbeitsunlust und Verdrossenheit eingestellt haben, weil immer wieder über die von ihr aufgestellten Wirtschaftsprogramme hinweggegangen wird. Wenn sich aber erst in einer Volkswirtschaft in breitem Waste Pessimismus einstellt, wenn heute weite Kreise der deutschen Wirtschaft die negative Einstellung haben, dast cs ja doch einmal zu der Katastrophe der Wirtschaft kommen must, so ist cs hohe Zeit, dast durch eine Richtnngsänderung des wirtschaftspolitischen Kurses, der die Lingriffsmöglichkeiten tcS Staates auf das not* ivendige Mast einschränkt und den Grundsatz --es freischaffenden Gewerbes ancr- lennt, wieder Optimisntus in die Kreise der Wirtschaft getragen wird, um die Initiative des einzelnen Unternehmers anzuregen und zu stärken. Wenn erst das Verständnis für wirtschaftliche Dinge in alle Kreise, vor allem auch in die akademischen, eingedrungen ist, dann werden sich auch von selbst in vielen Fällen Ueberbrückungs- möglichkeiten politischer Gegensätze ergeben, wenigstens in solchen Fällen, wo es sich um Fragen der Gesamtwirtschaft und damit um Fragen des gesamten Volkes handelt. Kapital- b i l d u n g dadurch, dast die einzelnen Unternehmen tiber ihre Rentabilität hinaus eigenes Kapital verdienen können, ist das wirksamste Mittel, um die Arbeitslosigkeit zu tekämpfen und durch Schaffung neuer Arbeits- inöglichkeiten nach und nach zu beseitigen. Der Reichsverband der deutschen Industrie tritt für schnellste Durchführung seines Reform- Programms ein. unberücksichtigt des Umstandes. Dann die Haager Konferenz stattfindet, oder ob der Voung-Plan endgültig angenommen Dirk). 0as Wirtschastsprogramm der deutschen Industrie. Berlin. 2. Dez. (TU.) Die Denkschrift des Prä- idiums des Reichsverbandes der Deutschen Indu- trie stellt eine Vorlage für die außerordentliche Mit- ^liederoersammlung des Reichsverbandes der Deut- chen Industrie am 12. Dezember 1929 in Berlin dar. In dem Kapitel: „Der Ernst der Sage“ wird -■ a. folgendes gesagt: Bei steigendem Lohn, steigender Staatslast, steigendem Zins und sinkender Rente vird der Punkt überschritten, wo die Erweiterung der Produktion noch einen »sinn hat. Die Folge dieser Entwicklung sind Ar- teitslosigkeit, Zusammenbrüche vieler Firmen, Mangel an Absatz und eine bis zur Verdrossenheit cefteigerte allgemeine Unzufriedenheit. Die deutsche Wirtschaft steht amScheidewege. Wenn cs nicht endlich gelingt, das Steuer umzulegen und unferer Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik eine entscheidende Wendung zu geben, dann ist der Niedergang der deutschen Wirtschaft besiegelt. Eine Verbesserung der Lebenshaltung der breiten Masse ist nicht durch ei ne künstliche Ein kommens- nufblähungohneSteigcrungdcrPro- du k t i o i t ä t zu erreichen, sondern mir auf dem Wege einer vermehrten Kapitalbildung und einer Wiederherstellung der Rentabilität. Aus den Leitsätzen für die Umstellung der deutschen Wirtschaftspolitik sind folgende hervorzuhebcn: Ausgangspunkt für alle Maßnahmen der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik ist unter den für die deutsche Wirtschaft gegebenen Umständen die Förderung der Kapitalbildung. Die Unternehmungen müssen über die Sicherung der Rentabilität hinaus, Eigenkapital bilden können. Die Betätigung der öffentlichen Körperschaften im Wirtschaftsleben muß sich auf die Aufgaben beschränken, die von der Individualwirtschaft nicht erfüllt werden können und sollen. Die Z w a n g s b e w i r t s cha f t u n g der Wohnungen und gewerblichen Räume ist beschleunigt abzubauen. In einer Uebergangszeit von längstens fünf Jahren sollen d i e Altmie - ten an die Ncumieten angeglichen, die Hauszinssteuer in eine auf reichsrechtlichen Grundlagen aufgebaute Gemeindewohnfteuer umgewandelt werden. Die materiellen Ansprüche der Sozialpolitik an die Wirtschaft müssen sich i n oen Grenzen der Leistungsfähigkeit und Entwicklungs Möglichkeit der Wirtschaft halten. Die Teilreform der Arbeitslosenversicherung vom 3. Oktober 1929 ist nicht ausreichend. Ziel der Reform muß sein, den Haushalt der Reichsanstalt durch weitere Ersparnisse ohne Erhöhung der Beiträge und ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel in ein dauerhaftes Gleichgewicht zu bringen. Die staatliche Zwangseinwirkung aus die Gestaltung der Lohn - und Arbeitsbedingungen ist zu beseitigen. Der Umbau der Finanzwirtschaft hat nach zwei Gesichtspunkten zu erfolgen: a) wesentliche Senkung der Ausgaben und Steuern, b) Beschaffung der Mittel, stärker als bisher durch indirekte Besteuerung. Energische Senkung der Ausgaben aller öffentlicher Körperschaften, beschleunigte Durchführung einer umfassenden Verwaltungsreform mit dem Ziel einer Verminderung und Angrenzung der Aufgaben von Reich, Ländern und Gemeinden, beschleunigte Reform des Haushaltsrechts von Reich, Ländern und Gemeinden. Förderungen auf dem Gebiet der Steuerpolitik: Fühlbare Entlastung von denjenigen Steuern, die die Käpitalbildung hindern oder kapitalzerstörend wirken. Freiheitsgeseh und stoungplan. Rur keine voreiligen Schlüffe! Pariser Irrtümer. Berlin, 3. Dez. (Priv.-Tel.) Es mußte von vornherein damit gerechnet werden, dah namentlich Frankreich die geringe Beteiligung am Volksbegehren und die Ablehnung des sog. VersklavungSgefehes durch den Reichstag zum Gegenstand abwegiger und schiefer Betrachtungen machen würden. Darüber konnte jedenfalls auf deutscher Seite nicht der geringste Zweifel bestehen. dah die Franzosen die Dinge völlig auf den Kopf st eilen und aus der Einzeichnungsziffer von vier Millionen den Schluß ziehen würden, daß sich die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes für die Schuld Deutschlands am Kriege, für derVersa i l l e r Vertragund f ü r den Voung- Plan ausgesprochen hat. Ans nimmt es also nicht Wunder, daß die französischen Sozialisten aus dem Kampf um das Freiheitsbegehren Schlüsse dieser Art ziehen. Es besteht aber auch für uns keine Veranlassung, ihnen hier noch einmal auseinanderzusehen, daß es lediglich die unglückliche Fassung des Gesetzes war, die eine starke Gegenbewegung ausgelöst hat. Wenn jetzt aber der „Temps" die Ansicht vertritt, daß aus der Einstellung der Mehrheit der deutschen Wähler und des Reichstags hervorgehe, dah eine Mehrheit für die Ratifizierung des Voung-Abkommens vorhanden sei, dann gibt er sich doch einem schweren Irrtum hin. Soweit schon heute ein Urteil über den neuen Zahlungsplan getroffen werden kann, ist es in jedem einzelnen Falle mit starken Bedenken der verschiedensten Art verbunden. Wir können aber heute noch keineswegs sagen, ob der Voung-Plan. anzunehmen oder abzulehnen ist. Das wird sich erst Herausstellen, wenn die endgültige Fassung des neuen Reparationsabkommens vorliegt, wenn sich bis dahin herausgestellt hat, ob mit einer Freigabe des Saargebietes zu rechnen ist und wenn wir auch wissen, wie das Liquidationsproblem ganz allgemein und besonders im polnischen Fall gelöst worden ist. Der „Temps" wird also gut daran tun, sich nicht vorzeitigen Hoffnungen hinzugeben und bereits mit vollzogenen Tatsachen zu rechnen, die überhaupt erst greifbare Formen annehmen können, wenn das deutsche Volk und seine berufenen Vertreter wissen, was auf der zweiten Haager Konferenz beschlossen worden ist und ob die Gegenleistungen ausreichen, um dem Voung-Plan zuftimmen zu können. General Lettow-Vorbeck als Gast bei den britischen Ostasrikakämpfem. London, 2. Dez. (TU.) Heute abend fand das Essen der ehemaligen britischenOst- a f r i k a k ä in p f e r statt, auf dem der Oberbefehlshaber der britischen Streitkräfte in dem vierjährigen Feldzug, General S m u t s, den Vorsitz führte, während fein damaliger Gegner, General v. Lettow- Vordeck, als Ehrengast anwesend war. Der deutsche General kam mit seiner Gattin infolge Verspätung des Zuges erst 15 Minuten vor Beginn des Essens auf der Victoriastation an und begab sich sofort im Rciseanzug zum Holborn-Restaurant, wo General Smuts ihn herzlich begrüßte. Als die beiden ehemaligen Feinde im Festfaal erschienen, erhoben sich alle Anwesenden von den Plätzen und brachten stürmische Hochrufe aus. Nach dein Trink- sprach auf den englischen König wurde auf dasWohl desdeutschen Reichspräsidenten getrunken. Hieraus ehrten die Anwesenden schweigend das Andenken der im Kampf Gefallenen. Smuts führte dann in einer Rede u. a. aus: Wir haben heute das besondere Vergnügen, unseren alten Gegner bei uns zu sehen. Ich brauche ihm kaum die Versicherung zu geben, daß diese große Versammlung in einem sehr hohen Grade eineHuldigung für ihn darstellt. Wir haben solche Zusammenkünfte bei früheren Gelegenheiten abgehalten, aber, soweit ich mich erinnere, ist noch niemals eine so große Anzahl zufammengekommen, wie heute zu Ehren unseres Gastes. Er war e i n braver und sauberer Kämpfer und ein g r o ßer Befehlshaber. Während des großen veiles des Ostafrikafeldzuges hat er überlegene grafte gegen sich gehabt, oft sehr hoch überlegene. Gr hat seinen Mann gestanden. Wir verehren einen Gegner von solchem Charakter, und wir schätzen uns glücklich, daß wir ihn heute abend zwischen uns hoben, um ihm zu zeigen, daß die hohe Achtung, die wir ihm im Felde entgegenbrachten, auch im Frieden standhält. Man macht Frieden mit einem Mann, mit bem man redet und mit dem man Brot bricht, und das tun wir heute abend. Manchmal habe ich das Empfinden, daß der Friede noch nicht geschloffen ist, sondern daß es sich nur um einen verlängerten Was- fenstillstand handelt. Ich hoffe, daß diese Versammlung helfen wird, den wahren Frieden herbei- zuführen. Jetzt haben wir uns versammelt, um freundschaftliche Empfindungen zu pflegen, die sogar aus dem Schlachtfeld zwischen uns geherrscht haben, wo wir uns nach Möglichkeit zu schaden suchten; aber Verbitterung gab es nicht. Für uns ist der Kampf tatsächlich vorüber, wenn er beendet ist Als sich General v. Lettow-Vorbeck zur Erwiderung erhob wurde er mit stürmischem Beifall begrüßt. Die Anwesenden sangen das Sieb: „He is a Jolly good Fellow". Seltow-Borbeck führte bann aus: „Ich schätze mich glücklich, bie englische Gastfreundschaft, die in der ganzen Welt anerkannt wird, zu genießen. Ich kann mich der Gastfreundschaft erinnern, die mir im Jahre 1916 gc= mährt wurde, als General Smuts mich cinlub, ihn Zu besuchen. Er war großzügig genug, diese Einladung auf alle Offiziere und Mannschaften unter meinem Kommando auszudehncn. (Lachen.) Aber ich war zu jener Zeit sehr beschäftigt, und ich war sogar em bischen überrascht, daß General Smuts Zeit finden konnte, eine sehr große Gesellschaft zu veranstalten. Ich hoffte daher, baß er meine Ablehnung sich nicht zu sehr zu Herzen nehmen würde. Aber ich bin nun sicher, daß er das nicht tat." General o. Lettow-Vorbeck fügte hinzu, daß, ernst- hoft gesprochen, zwischen den beiderseitigen Streitkräften in Ostafrika Kameradschaftlichkeit und gegenseitige Hochachtung für einander in hohem Grade gestanden habe, und er glaube, daß aus diesen Gründen der ostafrikanische Feldzug so angenehm absteche. „Ich weiß“, so sagte er weiter, „daß sowohl in England wie in Deutschland Personen vorhanden sind, die mit der Annah,ne Ihrer Einladung durch mich nicht ganz einverstanden sind. Ich wußte bas, als ich Ihre Einlabung annahm. Ich sehe in der Einladung nicht nur ein Kompliment gegenüber dem Führer, sondern ein Zeichen der Achtung für die braven Offiziere und Mannschaften auf ber deutschen Seite, die in, einer auheror deutlich schwierigen Lage roaren, und die nur ihre Pflicht taten, indem sic ihrem Land bis zum Letzten bienten. General Smuts war nicht nur ein tapferer Soldat und ein kluger Heerführer, sondern er empfand auch Achtung vor dem Menschlichen auf der anderen Seite. Er hat während des Feldzuges auch eine sehr angemessene Achtung vor dem feindlichen Privateigentum gezeigt. Ich habe in einem englischen Blatt mit großem Vergnügen eine Bemerkung gelesen: „Die deutschen Soldaten in Dftafrifa haben ihre grobe Arbeit ohne Handschuhe, aber mit sauberen Han den getan." Lettow-Vorbeck schloß mit einem Hoch auf Smuts und die tapferen Gegner, die unter ihm in Ostafrika gestritten haben. Stürmischer Beifall folgte der Rede. 0as Echo in England. London, 3. Dez. (WTB. Funksprach.) Zum gestrigen Festmahl der Ostafrikatämpfer. an dem als Ehrengast General von Lcttow-Borbeck tcil- nohin, sagt die liberale »Daily Re Ws": Eine solche Veranstaltung zeigt, daß die Erbitterung, die der große, furchtbare Krieg im Gefolge hatte, tatsächlich schwindet, und dah die Menschen eine Gemeinschaft tfjeer Interessen erkennen, die einen künftigen Konflikt verhindern sollte. — Die rechtskonservative „M orning P o st" spricht ihre Befriedigung darüber aus, daß bei der gestrigen Veranstaltung jeder „sentimentale Pazifismus" a u s g e s ch a l t e t war. Das Blatt sagt: Englands Bewunderung ist um so größer, wenn Mut und Pflichttreue des Soldaten sich mit der Bescheidenheit und der würdigen Zurückhaltung des wirtlichen Gentlemans verbinden, wie sie dem vonnaligen Befehlshaber der deutschen Streitkräfte in Ostafrika eigen sind. Auch die Ostgeschädigten gegen den polenvertrag. Der Lstbund fordert vollen Lchaden- crfatz durch das Reich. Berlin, 2. Dez, (Priv.-Tel.) Das deutsch- polnische Liquidationsabkommen, dessen Wortlaut uns immer noch vorenthalten wird, hat in den Kreisen der Ost geschädigten eine scharfe Zurückweisung gefunden. In einer Protestversammlung in Berlin betonte der Direkror des deutschen Ostbundes. G i n s ch e l, mit Recht, daß Deutschland von dem Abkommen, durch das es auf alle Entschädigungs- forberungen in Höhe von 2,5 Milliarden Mark verzichtet, überhaupt keinen Vorteil habe, während Polen für alle Gewalttaten der letzten zehn Jahre, bie es gegen die Deutschen verübt habe, nachträglich die rechtliche Legitimation erhalte. Zweifellos würde dieses Abkommen, wenn der Reichstag dazu seine Zustimmung geben sollte, eine katastrophale Wirkung auf das östliche Deutschtum überhaupt ausüben. Denn wenn die in Polen ansässigen Deutschen bisher diesen Kampf unter äußersten Entbehrungen und Schikanen durchgeführt haben, dann geschah das lediglich in der Hoffnung, daß das Reich sie nicht im Stiche lassen würde. In der Entschließung des Ostbundes wird betont, daß die Geschädigten vom Reich nicht schlechter gestellt werden dürfen, als dies durch die Bedingungen des Versailler Vertrages geschehen sei. Die Klagen der Geschädigten vor dem deutsch-polnischen gemischten Schiedsgericht hätten die besten Aussichten unb’ oeshalb fordern die Geschädigten v o l l e n Schade n e r sa tz vom Reich. Das Abkommen dürfe vom Reichstag nur in einer Form genehmigt werden, durch die sichergestellt wird, daß l e der deutschen Minderheit im abgetretenen Gebiet zugedachten Vorteile nicht wieder durch polnische Willkür zunichte gemacht werden. Oie Ostreparationen. Eine Einigung der Gläubiger'? Paris, 2. Dez. IWTB.) Der Petit Parisien will Über den Abschluß der Arbeiten des Ausschusses für die abgetretenen Vermögen und die Ostreparationen nähere Angaben machen können. Danach soll sich der Ausschuß über die folgenden Punkte geeinigt haben: 1. Die Schuldverpflichtungen Süd- slawiens und Rumäniens bezüglich der abgetretenen Vermögen und der Reparationszahlungen werden g e st r i ch e n. 2. Rumänien behält ungekürzt feinen prozentualen Anteil an den ungarischen und bulgarischen Reparationen. Der prozentuale Anteil Südslawiens wird dagegen von 10Prozent auf 2 Prozent herabgesetzt, um die Vorteile auszuglcichen, die es infolge der getätigten Sachlieferungen erzielt hat. (Diese Kürzung des südslawischen Anteils ist von den Delegierten Südslawiens bis jetzt noch nicht bewilligt worden.) 3. Die griechische Kriegsschuld würde durch die Kützung des prozentualen 2ntrU- der Die ersten NnßlandflüchLlinge im Lager Hammerstem. Ein herzliches Willkommen in Deutschland. Hämmerst ein, 3. Dez. (TL1.) Der Sonderzug aus Swinemünde mit den ersten aus Rutz- land geflohenen deutschen Kolonisten ist am Montag um 22.30 Llhr in Hammer st ein eingetroffen. Sie wurden sofort in das Lager überführt, wo der Lagerdirektor, Major a. D. Fuchs, die Flüchtlinge mit einer kurzen Ansprache im Namen der deutschen Negierung und Bevölkerung begrüßte. Er wies darauf hin, daß das Volk alles tun werde, um zu helfen. Davon zeugten die großen Mittel, die trotz der eigenen Not von Regierung und Volksvertretung zur Verfügung gestellt worden seien. Nach der Ansprache wurden die Flüchtlinge in den mit Tannegrün und den deutschen Reichsfarben geschmückten Llcberleitungsraum zur Empfangshalle geleitet, wo ihnen das erste Essen verabreicht wurde. Vielen Flüchtlingen standen vor Rührung die Tränen in den Augen. Der zweite Transport trifft um 4,50 Ufjc aus Eydtkuhnen im Lager Hammerstein ein. Der erste Transportzug umfaßte ursprünglich 303 Köpfe, darunter hundert Kinder. 15 Kinder blieben jedoch mit den Familien, im ganzen 54 Köpfe, in Swinc- münde zurück, da die Kinder masern hatten. Der Transport aus Eydtkuhnen umfaßt 244 Erwachsene, 69 Kinder von 5 bis 12 (Zähren und 88 Kinder bis zu 5 Zähren. Die Transporte werden von Schwestern des Roten Kreuzes begleitet. Die deutschen Kolonisten, die in Hammerstein eingetroffen sind, verfügen über keine einzige Kopeke baren Geldes mehr. Sämtliches Geld wurde ihnen von den Russen, wenn auch nicht in Moskau, so doch in Leningrad abgenommen. Manche sind vereits seitJuni unterwegs. Es find kleine Kinder unter den Flüchtlingen, die in der heutigen Nacht zum erstenmal seit einem halben Jahre wieder Milch bekommen. Von den vor Moskau lagernden Flüchtlingen sind 200 Familienväter fest - genommen worden und die anderen Familienmitglieder nach Sibirien zurückgeschickt worden. Sie wissen nicht, was aus ihren Vätern geworden ist. Trotz aller !)iot und trotz allen Elends find die Flüchtlinge doch guten Muts. Ihre Zuversicht ist durch den überaus herzlichen Empfang in Deutschland sehr gestärkt worden. Alle Kolonisten, die bisher eingetroffen sind, beabsichtigen, nach men und einen Wert von etwa 2000 Mark haben. Diese Leuchter sind ein Geschenk der Gebrü- dcrSklarekan Schneider, der nächster Tage darüber vernommen werden wird, aus welchem Anlaß ihm die kostbare Gabe gespendet wurde. Das Arbeitszimmer des Untersuchungsrichters birgt auch sonst eine Fülle wertvoller Geschenke, die die Gebrüder Sklarek ihren beamteten Freunden zuwandten. Ob diese Geschenke den Gläubigern zugute kommen werden, oder der Staat zur Bestreitung der Prozeßkosten seine Hand darauflegen wird, steht noch nicht fest. Deutscher Reichstag. Ausliefcrungsgesctz. — Berufsausbildung. Berlin, 2.Dez. (DDZ.) Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite und dritte Beratung des Entwurfs eines deutschen A u s - lieferungsgeseheS. Die M s i.se.ung ve- gen politischer Taten ist beschränkt auf vorsätzliche Verbrechen gegen das Leben. Sie vorläufige Auslieferungshaft darf nur einen Monat dauern. Zur Entscheidung über die Ersuchen ausländischer Regierungen ist die Reichsregierung zuständig, während die Länder nur im Auftrage des Reiches tätig werden können. Abg. Dr. M a r u m (Soz.) begründet die sozialdemokratischen Aenderunzsanträge. Danach soll die Auslieferung nur zulässig fein, wenn Gewähr dafür besteht, daß keine nach deutschem Strafgesetz unzulässige Strafe vollstreckt wird. Die Höchstdauer der Auslieferungshaft soll vier Monate betragen, soweit ein außereuropäischer Staat um die Festnahme ersucht hat, sechs Monate. Die So'ialdemokraten würden im übrigen dem Gesetz zustimmen. Abg. Dr. von Freytagh-Lorrnghoven (Dn.) lehnt die Vorlage oo. Die Liebertragung des Auslieferungsrechts auf das Reich bedeute einen zu starken Eingriff in die Rechte der Länder. Es sei besser, den bestehenden Zustand aufKanada auszuwandern. Viele haben dort Verwandte, von denen sie Unterstützung erhoffen. Da sich die Erteilung der Einreiseerlaubnis nach Kanada zu verzögern scheint, werden die Rußlandflüchtlinge wohl den ganzen Winter über im Lager Hammer st ein bleiben. Was muß praktisch geschehen? Ein Appell des Vereins für das Deutschtum im Ausland. Der Verein für das Deutschtum int Ausland hat einen Appell beschlossen, in dem es heißt: Rach russischen Meldungen sollen von den 13 000 deutschen Bauern, die bei Moskau zufammen- geströmt waren, 9000 wieder in den russischen Winter zurückgeschickt werden. Es handelt sich um diejenigen Bauern, _Öie zur Zeit noch keine Lleberfahrtsmög- l ichkeit nach Kanada oder Brasilien haben. Diese Deutschen dürfen aus keinen Fall in ihrer völligen Hilflosigkeit ihrem Schicksal überlassen werden. Auch von deutschen amtlichen Stellen ist die Lieberzeugung zum Ausdruck gebracht worden, daß der Rücktransport für den größten Teil dieser nun entwurzelten Menschen den -Untergang bedeuten würde. Der D. D. 21. dankt der Reichsregierung, daß sie sich im Sinne selbstverständlicher Volksverbundenheit talkräf.ig für die deutschen Volksgenossen in Rußland eingesetzt hat und richtet die dringliche Bitte an die maßgebenden Stellen, durch geeignete Maßnahmen der internationalen Humanitären Fürsorge das Schicksal dieser in unmittelbarer Todesgefahr schwebenden Deutschen zu überwachen. Der D. D. 21. erhebt ebenfalls die Aufforderung, nötigenfalls diesen anscheinend dem Untergang preisgegebenen deutschen Bauern, die jahrhundertelang Volksart und 2)äterglauben unter den schwierigsten 2)erhältnissen bewahrt haben, Siedlungsland im deutschen Osten zur Verfügung zu stellen. Die Möglichkeit, eine solche mit sparsamsten Mitteln vor sich gehende Ostsiedlung durchzuführen, ist gegeben, wie sich nach eingehenden Verhandlungen der Fachleute erwiesen hat. Das deutsche Volk wird sich niemals damit abfinden, daß Tausende deutscher Bauern elend zugrunde gehen, während der deutsche Osten auf Siedler von der Art und Geeignetheit dieser Rückwanderer geradezu wartet. recht zu erhalten. Eine Notwendigkeit für das vorliegende Gesetz bestehe nicht. Das Ueber- wuchern der Gefeymacherei müsse aufhören. 2lbg.Dr. Alexander (K.) begründet eine ganze Reihe von Aenderungsanträge. u. a. die Einfügung eines § 3 b: Die deutsche Republik gewährt politischen Flüchtlingen Asyl. Politische Flüchtlinge dürfen an den deutschen Grenzen unter keinem Vorwand abgewiesen oder nach erfolgter Grenzüberschreitung ausgewiesen werden. Reichsjustizminister von Guerard weist darauf hin, daß die Forderung nach einem Auslieferungsgesetz schon 1892 vom Reichstag erhoben worden ist. Das Reich habe auch immer den Standpunkt vertreten, daß es in diesen Fragen zuständig sei. Schwierigkeiten würden sich aus der gesetzlichen Festlegung dieser Zuständigkeit nicht ergeben. Abg. Koch-Weser (Dem.) erklärt, es würde höchst bedenklich sein, die Frage her Zuständigkeit im Gesetz offen zu lassen. Die Beantragung der Auslieferung fei schon unter Bismarcks Zeiten immer als Sache des Reiches betrachtet worden. Das fei auch die einzig mögliche Lösung der Frage. §43a komme den Ländern schon außerordentlich weit entgegen, indem er die Reichsregierung ermächtige, ihre Befugnisse den Landesregierungen zu übertragen. Damit schließt die allgemeine Aussprache. Das Haus ist beschlußunfähig, da die Deutschnationalen der Abstimmung ferngeblieben sind. In einer neuen anberaumten Sitzung steht auf der Tagesordnung der Entwurf eines Berufs- ausbildungsgefetzes. Das Gesetz faßt alle bisher verstreuten Bestimmungen über Lehrverhält- niffe und dergleichen zusammen und regelt diese Verhältnisse für solche Berufsgruppen, in denen bisher solche Vorschriften noch nicht galten. Don einer Begriffsbestimmung wurde jedoch abgesehen, da der Begriff Lehrling nicht erschöpfend umschrieben werden konnte. Ausgenommen von dem Gesetz sind die Beamten, die landwirtschaftlichen Arbeiter, Angestellte und Lehrlinge, die Praktikanten in Apotheken, die Lehr- und Arbeitsverhältnifse, bei denen die Eltern die Arbeitgeber sind. Reichsarbeitsminister Wisscll begründet die Vorlage. Die BerufsberatunZsstellen und der ungeahnte Aufschwung des Berufsschulbildungswesens beweisen, wie überall die Erkenntnis wächst, daß eine gut ausgebildete Facharbeiterschast das Rückgrat der 'deutschen Wirtschaft bildet. Eine mangelhafte Be- rufsausbildung ist auch eine soziale Gefahr für den Arbeiter: denn der nur einseitig und mangelhaft ausgebildete Arbeiter steht bei Konjunkturschwankungen zuerst vor der Gefahr der Entlassung. Er findet auch schwerer neue Arbeit als sein besser ausgebildeter Kollege. Bisher gibt es kein allgemeines Recht für die Berufsausbildung Jugendlicher. Das Prüsungswesen ist bisher nur auf die handwerklichen Lehrlinge beschränkt. Der vorliegende Gesetzentwurf macht zum ersten Male den Versuch, das gesamte Beruf Sau lb'.ldungs- wefeu einheitlich zu regeln. Das soll nicht zur Schematisierung führen, sondern es handelt sich um ein Rahmengesetz, das der 'beruflichen Selbstverwaltung den weitesten Spielraum läßt. Für Berufe, deren Verhältnisse von denen anderer Berufe stark abweichen, wird das Ausbildungswesen durch ein Sondergesetz geregelt werden müssen. Das Prüfungswesen muh eine weitere Ausdehnung erfahren. Die Vorlage wird dem Sozialpolitischen 2lusschuh überwiesen. — Dienstag: Auslieferungsgesetz und kleinere Vorlagen. Aus dem Grsetzgebungsaus- fchuß des Hessischen Landtags. Darmstadt, 2. Dez. 3m GesetzgebungS- ausschuh des Hessischen Landtages wurde ein Antrag des Zentrums, der eine Novelle zum Feldbereinigungsgesetz verlangt, von dem 2lntragsteller Weckler (Z.) eingehend begründet. Er erklärte, das Feldbereinigungsgefetz habe sich gut bewährt und sich segensreich ausgewirkt, so daß nur wenig Aenderungen an dem Gesetz notwendig seien. Dies gelte insbesondere für den Artikel 4 über die zwangsweise Zustimmung zum Feldbereinigungsgesetz und Artikel 50, der die Zuständigkeit des über» schiedsgerichtes behandelt. Die Regierung erklärte sich zu den gewünschten Aenderungen bereit und der Ausschuß nahm den Antrag einstimmig an. — Ein Antrag des Bauernbundes, der sich gegen die Einschleppung von Viehseuchen, insbesondere der Leberegelseuche und die Lungenseuche durch außerhessische Viehherden ausspricht, wird durch die Regierungsantwort für erledigt erklärt. Der Ausschuß bringt jedoch zum Ausdruck, daß die Regierung namentlich bei der Zulassung auswärtiger Schafherden auf die hessischen fiskalischen Weiden große Zurückhaltung beobachten und in gleichem Sinne auch auf die Gemeinden einwirken möge. — Zum Schluß wurde noch eine Gesetzesvorlage angenommen, die die durch die Zusammenlegung der Hessischen Girozentrale und der Kommunalen Landesbank mit Wirkung vom 1. Januar 1930 unter der Firma Landeskommunalbank — Girozentrale für Hessen erforderlich werdenden Gefetzesunterlagen behandelt. Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtags. D a r m ft a d t, 2. Dez. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags nahm zunächst einstimmig eine Regierungsvorlage an, die zur Beschaffung von Badewäsche und für bauliche Ausführungen in Bad-Nauheim und Bad Salzhausen 61.800 Mark verlangt. Ein Antrag des Bauernbundes, der sich mit der Stundung von Landes st euern bei landwirtschaftlichen Steuerpflichtigen befaßt, konnte noch nicht be» raten werden, da hie von der Regierung eingeleiteten Erhebungen noch nicht abgeschlossen sind. Ein weiterer Bauernbundantrag, der die Stundung von Pachtgeldern für fiskalische Grundstücke für das laufende Pachtjahr fordert, wurde durch die Negierungsantwort für erledigt erklärt. Die Regierung erklärte, daß sie eine allgemeine Stundung aus Gerechtigkeitsgründen nicht vornehmen könne, daß sie aber die Verwaltungsbehörden angewiesen habe, im einzelnen Falle Entgegenkommen zu zeigen. Abgelehnt wurde die Eingabe des Verbandes der hessischen Bau?, Kunst-, Gewerbe- und Ma- fchinenbauschulmänner zu Offenbach a. M., wegen Einstufung in die Besoldungsordnung. Der Antrag wurde der Regierung als Material überwiesen. anderen Alliierten — außer Rumänien — von den Ostreparationen gedeckt. 4. Die tschechische Besreiungsschuld ist auf 37 Annuitäten von je 11 Millionen Mark festgesetzt worden. 5. Lim bis zu einem gewissen Grade die Bezahlung dieser Schuld ausgleichen zu können, hat die Tschechoslowakei einen prozentualen Anteil an den Ostreparationen verlangt. Rumänien habe sich sofort bereit erklärt, dies Anteil zu bewilligen. Wahrscheinlich werde der südslawische Vertreter, der in dieser Hinsicht noch keine Instruktionen erhalten hat, das gleiche tun. Alle diese Beschlüsse, so betont das Blatt, seien unter dem von den Großmächten und der Kleinen Entente gemachten Vorbehalt der endgültigen Annahme des 2) ouugP1 a - nes und hinsichtlich der Regelung der rumänischen und ungarischen Reparationen gefaßt worden. Die Zustimmung der bulgarischen Regierung zu den ihr eingeräumten günstigen Bedingungen sei wahrscheinl ich. Alles hänge aber von einer Einigungmit Ungarn ab, das sich unnachgiebig verhalte und vollkommen isoliert sei. Llm eine allgemeine Verständigung zu erleichtern, hätten die alliierten Großmächte sich bereiterklärt, von 1943 ab auf ihren Ostreparationsanteil zugunsten der Kleinen Entente zu verzichten, um sie gegenüber ungarischen Gegenforderungen zu decken. Die russisch-chinesischen Einigungsverhandlungen. Moskau, 1. Dez. (Telegraphenagentur der Sowjetunion.) 2lm 30. November traf in dem Grenzort Gradekowa der diplomatische Kommissar aus Charbiu, Tsaiyunschen, in Begleitung des Derwaltuugsmitgliedes der Ostchinabahn, Lischaogen, ein und teilte mit, er wünsche, da Marschall Tschanghsuliang sämilicheVo.schic ge der Sowjetregierung angenommen habe, mit dem Agenten des Außenkommissariats in Chabarowsk, Simanowski, zu einer Besprechung über die Methode der Durchführung des Punktes 2 dieser Vorschläge zusammenzutreffen. Tsaiyunschen und Lischaogen wurde gestattet, sich nach Nikolskussiriisk zu begeben, wohin sich auch Simanowski, der bereits aus Chabarowsk ab- gereist ist, begeben wird. Mandschureikonflikt und Kettoggpakt. Ein Schritt Amerikas im Fernen Osten Washington, 2. Dez. (WB.) Das Staatsdepartement richtete heute an China und Sowjetrußland eine sehr bestimmt gehaltene Erklärung, in der darauf hingewiesen wird, daß laut Ar- tikel2desKelloggpaktesdie Signatare sich verpflichtet haben, die Losung aller Streitfragen nur durch friedliche Mittel zu erstreben. Die amerikanische Regierung erwarte, daß die beiden Regierungen von feindlichen Handlungen absähen und sich in naher Zukunst über eine Methode einigten, durch die der gegenwärtige Konflikt auf friedlichem Wege bereinigt werden könne. Die amerikanische Regierung sei überzeugt, daß die Achtung, deren sich China und Rußland fortan in der Weltmeinung erfreuen könnten, zum großen Teil von der Art und Weise abhängen wird, wie fie ihr im Kelloggpakt übernommenes feierliches Versprechen zur Durchführung bringen. Bei der Bekanntgabe dieser Erklärung sagte Staatssekretär Stimson: Der Absendung der Erklärung seien Besprechungen mit fünf Großmächten vorausgeganaen, jedoch stelle der gegenwärtige Schritt einefelbftänbige amerikanische Aktion dar und fei unternommen worden, weil zwischen regulären chinesischen und regulären russischen Truppen Kämpfe mit vielen Todesopfern ftattegfimben hätten, ferner, weil es seststehe, daß in all den Monaten feit Beginn des Konfliktes keine wirksamen Schritte zur friedlichen Beilegung von China oder Rußland unternommen worden seien. Die Geschenke der Gklareks. Silberne Leuchter für Bürgermeister Schneider. Berlin, 2. Dez. (WB.) Im Verlaufe der Untersuchung gegen die in das Sklarekverfahren verwickelten Beamten hat der Untersuchungsrichter jetzt beim Bürgermeister Schneider auch zwei s i l - berne Leuchter beschlagnahmt, die von einer der bekanntesten Berliner Juwelierfirmen flam- Alarm im Schnellzug. Von Hans Niebau. Der Schnellzug hat Batherly passiert. Die Passagiere dösen. Auch Parker, der telephoniert, döst. Ab und zu steht er auf, öffnet einem Reifenden die Telephonzelle und stellt die Verbindung über Chi- fago her. Die schwarzen Schaffner fangen an, die Betten herzurichten. „Niemand wird heute mehr telephonieren", denkt Parker und gähnt. Da flammt ein rötliches Licht auf. „Hallo!" ruft Parker in das Mikrophon, „hier Schnellzug Z 204." „Hier Betriebsamt Chikago", tönt es zurück, „paffen Sie genau auf, was ich jetzt sage." Parker paßt genau auf, was der andere sagt. Er wird ein wenig blaß. Dann springt er von seinem Stuhl auf. Ein Sprung, und er hat den Griff der Notbremse in der Hand. Ein Ruck. Die Bremsen kreischen. Parker fällt gegen die Wand. Koffer poltern in den Abteilungen — der Zug steht. Parker läuft auf den Gang hinaus. „Was ist los?" schreit der Zugführer. „Ein Telephonat vom Betriebsamt", stottert Parker. „Die Polizei hat feftgefteüt, daß in unserem Gepäckwagen eine Höllenmaschine eingeschmuggelt ist. Sie soll um 22 Uhr explodieren. In drei Minuten wird es 22 Uhr fein." „Und da haben Sie —* runzelt der Zugführer die Stirn. „Da habe ich die Notbremse gezogen", nickte Parker. „Es war die höchste Zeit." Der Zugführer überlegt. „Alle Reisenden müßen aussteigen", sagt er dann. „Nein", schüttelt Parker den Kopf. „Das Betriebsamt hat angeordnet, daß die Lokomotive den Gepäckwagen 1000 Meter schleppen soll. Die Lokomotive soll dann noch 500 Meter weiterfahren. Wenn der Gepäckwagen hierbleibt, erklärte der Beamte, würden alle Wagen in Brand geraten." „Gut", sagt der Zugführer, rennt nach vorn, gibt feine Befehle. Und eine Minute später rast die Lokomotive mit dem Gepäckwagen die Strecke hinunter. Nach zwei weiteren Minuten steht der Gepäckwagen, in der Dunkelheit nicht mehr zu erkennen, allein auf den Schienen. Die Reifenden öffnen die Fenster, fragen und gestikulieren. Aber das Personal antwortet nicht. Es steht unbeweglich und lauscht in die Nacht hinaus. Zweiundzwanzig Uhr. Zweiundzwanzig Uhr eins. Zweiundzwanzig Uhr fünf. Keine Explosion. „Wir müssen warten", sagt der Zugführer. „Die Uhr der Höllenmaschine kann falsch gehen." Parker nickt, geht in die Telephonzelle. Da leuchtet wieder das rötliche Licht auf. „Hallo, hier Schnellzug Z 204." „Hier Betriebsamt Chikago. Was ist passiert? Blockstation 65 hat Sie nicht gemeldet." „Was passiert ist?" fragt Parker zurück. „Aber Sic wissen doch — die Höllenmaschine —" Fünf Minuten lang unterhält sich Parker mit dem Betriebsamt. Dann steht er auf und geht zum Zugführer. „(Eine Mystifikation", flüstert er. „Es ist alles nicht wahr. Irgend jemand hat die Geschichte mit der Höllenmaschine erfunden. Das Betriebsamt weiß von nichts. Die Polizei weiß von nichts." Der Zugführer stößt einen komplizierten Fluch aus. Wenia später rast die Lokomotive mit dem Gepäckwagen zurück. Die Wagen werden verkuppelt. Die Bremsen losen sich. Der Zug fährt. „Alles in Ordnung?" fragt der Zugführer, als er nach vorn in den Gepäckwagen kommt. „Der Wagen ist vollkommen in Ordnung", sagt der Gepäckmeister, „Nur die hochversicherten Koffer und die Beutel mit den Wertbriefen sind nicht mehr da." „Oie weiße Hölle vom Piz polü.'y Dieser Film setzt die Reihe der früher erschienenen Spon- und Hochgebirgsfilme fort; er erinnert vielfach an den „Heiligen Berg" und den „Kampf ums Matterhorn". Er bringt schone und eindrucksvolle Naturaufnahmen, verfügt über einen, der großan- gelcgten Szenerie angemessenen, schmuck- und phra- fenlofen Darstellungsstil und in allen Teilen über eine hochwertige, leistungsfähige Aufnahmetechnik, die die vielfachen Schwierigkeiten des Unterneh- mens in einwandfreier Form bewältigt. Die Idee zu dem Film stammt von Dr. Arnold Fanck; die Anregung ging von einer Zeitungsnotiz aus, wie man fie leider häufig lesen muß. Das Manuskript (gemeinsam mit Ladislaus Vajda) und die Regie (zusammen mit G. W. Pab st) ebenfalls von Dr. Fanck, der hier die gleiche Energie und Umsicht beweist wie in den früher unter feiner Leitung gedrehten Hochgebirgsfilmen. Die Handlung: drei Menschen treffen in einer einsamen Hütte am Piz Palü zusamen; ein junges Paar, das (ausgerechnet) dort oben feine Verlobung feiern will, und ein älterer Einzelgänger, der früher schon am Palü feine Frau durch Absturz verlor, und den es nun doch wieder hinauftreibt, den Gipfel zu gewinnen. Sie beginnen dann den Aufstieg zu dritt, versteigen sich und verbringen drei schreckliche Tage und Nächte in der Hölle einer schmalen Bergspalte, halberfroren, halbverhungert, verwundet und am Rande des Wahnsinns. Ein befreundeter Flieger kann sie zwar nicht retten, aber doch den Weg zur Rettung weisen. Das junge Paar wird unter furchtbaren Mühen und Gefahren geborgen; der Aeltere hat sich geopfert und ist erfroren. Eine Gruppe Züricher Studenten, die am gleichen Morgen aufftiegen und eher oben fein wollten, mußten schon vorher ihren sträflichen Leichtsinn mit dem Leben bezahlen. Diese Handlung wird sehr spannend und mit großer darstellerischer Eindringlichkeit entwickelt; es gehört allerdings schon der Fanatismus eines leidenschaftlichen Alpinisten dazu, um Verständnis aufzubringen für die Leichtfertigkeit, mit der diese Bergsteiger, nur um einen Gipfel von der gefährlichsten Seite her zu bezwingen, ober gar um zuerst anzukommen, nicht nur ihr eigenes fieben, sondern auch das der anderen aufs Spiel fetzen, die sich dann zu ihrer Rettung aufmachen. Die Hauptdarsteller D i e ß 1, ficni Riefe n ft a h 1, Ernst Petersen und Ernst Übet, besonbers bie beiben ersten, leisten — wie bereits betont würbe — Gutes; rein sportlich zeigen alle vier hervorragenbe Begabung. An ber Kamera wirken Sepp Allgeier, Richarb 21 n g ft unb Hans Schneeberger; auch sie verbienen namentlich genannt zu werben, sie haben sich um bie Schaffung des Stückes sehr verbient gemacht. Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus in der Bahnhofstraße. —r— Hochschulnachrichten. Dem nichtbeamteten außerordentlichen Professor an der Llniversität Marburg und Obcrftubicn» rat am Gymnasium ebenda, Dr. Wilhelm C n ß» lin, ist der bisher von Fr. Ocrtel inuegchabte Lehrstuhl der alten Geschichte an der Llniversität Graz angeboten worden. Enßlin war seit 1910 im höheren Schuldienst (in Vromberg, Posen und Frankfurt a. M.) tätig. 1921 kam er an das Gymnasium Philippinum in Marburg. Hier habilitierte er sich 1923 für alte Geschichte, erhielt einen Lehrauftrag für Geschichte der spätrönw- scheu Kaiserzeit mit besonderer Berücksichtigung von Kultur und Wirtschaft und 1927 die Ernennung zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor in der Marburger Philosophischen Fakultät. — Der planmäßige außerordentliche Professor Dr. Karl Heldrich in Leipzig hat einen Auf an die Llniversität 3c n a auf Den Lehrstuhl für bürgerliches und römisches Recht als Nachfolger des nach Breslau berufenen Pro* fessors Dr. Haus Albrecht Fischer erhalten. Kleine politische Nachrichten. Aus der Provinzialhauptstadt Der i)err Reichspräs-ident empfing heute den Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf, Professor Max Huber. Präsident Huber war von dem Präsidenten des deutschen Roten Kreuzes, Herrn o. Winterfeld, begleitet. Die Großdeutsche Dolkspartei von Tirol sandte anläßlich der Rheinlandräumung an Reichspräsident vonHindcnburg ein Telegramm, in dem der Reichspräsident und das ganze deutsche Volk zur Befreiung des deutschen Rheinlandes als weiterer Etappe aus dem Wege zu Deutschlands Freiheit beg.uawunscht. Der Deutschen Bolkspartei wurden gleichfalls herzliche Glückwünsche zur Befreiung des Rheinlandes als Frucht der erfolgreichen Politik ihres toten Führers übermittelt. . * In dem Streitverfahren der preußischen Landtags- fraktion der Deutschnationalen Bolkspartei gegen das Land Preußen, betr. das Volksbegehren, bqt der Vorsitzende des Staatsgcrichtshofes für das Deutsche Reich Verhandlungstermin zur Hauptsache auf Dienstag, den 17. Dezember, 10.30 Uhr, anberaumt. * Gegenüber Pressemeldungen, wonach der Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. D o r p m ü l l e r , ein Gehalt von 250 000 Mk. beziehen soll, hören wir aus Kreisen der Reichs- bahnhaichtverwaltung, daß das Gehalt Dr. Dorpmüllers nicht, wie schon wiederholt dementiert worden ist, 250000 Mk., sondern etwa 1 00 000 Mark beträgt. Der 6. Zivilsenat des Reichsgerichtes hat durch Schiedsspruch vom 30. Rovember die Jahres- rente von 708 000 Friedensmark, die Preußen im Anschluß an die Ereignisse von 1866 dem früheren hessischen Fürstenhaus für den Verzicht auf Throngut zugesagt hatte, auf 85 Prozent ihres Rominalbctrages, d. h. auf rund 602 000 Mk. jährlich aufgewertet. Zu diesem Betrag tritt noch ein Tilgungszuschlag von rund 253 000 Mk. jährlich. Der Schiedsspruch tritt mit Rückwirkung ab 1. Januar 1924 in Kraft. Die Universität Heidelberg hat den früheren Botschafter in Japan, Dr. Wilhelm S o l f, in Anerkennung seiner Verdienste um die Wiederherstellung und Ausgestaltung der deutsch-japanischen Beziehungen zum Ehrendoktor der Staats Wissenschaften ernannt. Die feierliche Aushändigung der Ehrenurkunde wurde in Anwesenheit der staatswissenschaftlichen Fakultät, des Rektors und des japanischen Botschaftsrats Toko vollzogen. * Premierminister Macdonald gab im Hinterhaus bekannt, daß der Zusammentritt der Eeemächtekonserenz nunmehr endgültig auf den 21. Januar festgelegt sei. Die englische Delegation seht sich zusammen aus dem Ministerpräsidenten, dem Staatssekretär des Auswärtigen, Henderson, dem Ersten Lord der Admiralität und dem Staatssekretär für Indien. Die Ursache der Explosion in Essen. Die Untersuchung der Explosionskatastrophe am Weber-Platz in Essen hat ergeben, daß das inzwischen frcigelegte Hauptgasrohr in der Kirch- strahe vor der Mitte des zerstörten Ladenbaues g e - brachen ist. Oie Wetterlage. Wontaa. V. —Er 2Z2 © woixenios. © neuer <> nait> oeaeext. 9 woixig. 3 oeaeext • Kegery * Schnee g Graopcin g Neoei K Gewitter (g)WinA 07766 sucht 0.98 WEIN vom Faß wieder billiger 9839V Junker, D SU Neu eröffnet: Wilsonstraße 9 96S8A Liter nur 0.85 Liter nur 0.95 Liter nur 1.30 V« Pfund 0.18 ,»/. Pfund 0.30 x/4 Pfund 0.30 Die Beerdigung findet Mittwoch, den 4, Dezember, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Gießener Straße 30 aus statt. Pfeffernuß-Mischung Kokosmakronen......... Teegebäck.................. Tafel-Rotwein...... Weißer Tischwein Tarragona Svrungiahlger. BogelSberger Bulle verkaufen. *1' I 1 Tafel Vollmich-Schokolade 1 Tafel Vollmilchnuß-Schokolade 1 Tafel Vollmilch-Schokolade 1 Schachtel Pralinen 100 gr. 1 Beutel mit Süßigkeiten reich gefüllt......................... -Ibis 2 leere Zimmer zum Unterstellen von Möbeln sofort aes. Schr. Ang. u. 07751 an den Gien. Anz. 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Ferner: vier Gasherde, drei Küchenherde, zwei Waschmaschinen, eine Aeldschmiede, mehrere Oefen, eine größere Partie Schuhmacherartikel, zwei Büfetts, eine Kre- । den;, einen Tisch, vier Stühle, mehrere Kleiderschränke, einen Liskonservator, mehrere Sofas, drei Pianinos. vier Klei- verschränke, mehrere Sofas und Chaiselongues, eine Ladentheke, ein waren- regal, einen Ausftellungskaffen, vier Bücherschränke. 3500 Ml. auf erste Hypothek zu leihen getunt. Schrillt. Angebote unter 07740 an den GieK. Anz. erbeten Ein Iränttich, ni*t beuläg. Kind, ba< mit viel Liebe umgeben sein soll, wird bei kinderlos. Be- amtcnroitroc, od. Be- amtenia. od. älteren Beamteniocbicr a.o. Lande tn Pflege gc neben. Bett kann ge stellt werden. An fragen sind schriftl an d. PertrauenSmann des stüdl. Wohls.- u- Fugenda.Darmstadl Lehrer Jako d m Ob-Pessrngen^riml: NIKOLAUS Kommt leUstoli mit Glimmer Sclmeestoii mit Glimmer bietet preiswert an In tiefer Trauer: Familie Ludwig Jung IV. Familie Ludwig Jung V. 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In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Firma klingelhöffer 8c Dil- ges, Drogen-, Material-, kolonial- und Farbwarengrohhandlung in Gießen, und ihres Inhabers Heinrich Dilges in Gießen soll eine Abschlagszahlung von 20 v. h. erfolgen. Gegenüber anertannten nicht bevorrechtigten Forderungen von 86 145,81 Reichsmark sind 17 229,09 RM. auszuschütten. Das Verzeichnis der zu berücksichtigenden Forderungen kann auf der Ge- richtsschreiberei des Amtsgerichts Gießen eingesehen werden. 9911D Der Konkursverwalter: Dr. jur. Ruckeishausen, Gießen. (Einen Schlachtbullen verkauft die Gemeinde Krofdorf. Offerten pro Zentner sind bis Freitag, den 6. o. 2Hn nachmittags 4 Uhr, bei dem Gemeindevorsteher einzureichen. 9913D Der Gemeindevorsteher. I .Hotel in einer Kleinstadt, alles gutes Geschäft, bei 10000 Mk.Anz.ro. Todesi. billig z.verk. Schriftl.Ang.u.07760 an d.GieKen.Anzetg. Fast neuer weister Kohlenherd mit Kohlenwagen u, idtto. dintmerofeu zu verkaufen. 07750 Gie.berger Weg 95p. 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LandeöpsandbriesanNalt, Psandbriese R. 10 ti.L v>. üuu oortnego-Obiigation 89 — 88,2 — rüftatilbat 1932 - ■ — — — — 4% vefterretchtlcke «oiötte. 24 — 24,4 24,4 4.2O°„ Peilen Gilben"- 4% Oeslerreickische Einheitliche — — 2,9 — diente 1,95 — —- — 4% Ungarilche Goldrte . . . 21,2 — 21 — 4% Ungarilche StaatSr. o 1910 19,25 19,3 —- 47i% cesgl. von 1913 . . . 20,5 — ?0,8 — 4% Ungarilche flionenrte.. . 4% Türk. Zollanleche v. 1911 . - 1,95 2 2 2,05 7,75 7,7 7,8 7,75 4% Türkische Bagdadbahn-Ani Serie 1. - 7,8 — 7,9 7,75 4% de»gl. Serie I I 6% Rumänische vereint) Reni 7,7 — 7,85 — von 1903 ' - - - - 4 y,% iHnmänUdit vereinh. Reni 8,85 — 9 von 1913 . . . . - 14,35 — 14,4 4% Rumänische vereint). Reute 7,2 — 7,13 I — 'ranlfurt a H’l Berli- ■rdhiifc-l ft'ii re , ■Uh ftur Schluß I ■ftur | Äniang- fiur Datum 2 12 3 12 2 12 3 12 Hamburg.Amerila Palei Hamb.-Süoam. Dampsich. 102 100,75 101,25 99,5 b — — — — Hansa Damrsichiss..... 10 — — 144 — Norddeutscher Lloyd .... Allg. Deutsche Sreditanst. . . f 100,4 99,5 100 97,75 10 117 —— 117,5 118 Barmer Bankverein .... Berliner Handelsgeielisch. . . 1( 117,5 117,5 117,5 117,25 n — — 177,25 177,5 Commerz- und Privat-Bank - i) 155,5 155,75 155,5 155,75 Darmst. u. Narionalbanl . 1: 239 — 238,75 238,25 Deutsche Bank...... Dirconio-Geseilschast, Aot. . li 150,5 150,5 150,5 150,75 1t — — — — Dresdner Bank...... 1' 150 150 149,5 275,5 149,5 Reichsbani ...... 1 274,5 279,75 278,75 21.6.® . . ...... 162 162,25 161,5 161,5 Bergmann . . Elellr. LieferungSgelellichasl 207,5 — 206,5 207 1 — — 162 — Licht und Otaft n 166,5 — 167 166,5 Reiten & Guilleaume.... IV, 115,5 — 114,25 115 Gel f. Elektr. Untern.. . . - 10 161,5 — 161 163,5 Hamb. Elekir -LLerke .... 1 — — 126,5 129,5 Rhein. Ekeln........ — — 144,5 144,5 Schlei. Glefr ...... 10 — — 152 152,5 Schuften &Go. ..... 11 184,75 185,5 183,75 183,5 Siemens & Halske..... 16 289 293 287 289,75 Transradio ........ . 8 — — 124,5 124,5 Lahmeyer 6 Go. . ..... 10 157 — 156,25 158 Buderu» . ........ Deutiche ErdSI ...... . 5 . 6 63 95 — 62 95 95,75 Gilencr Steinkohle..... . fr — — 127,25 128 Geilenkirchener ...... ................. . . 0 125,5 130,5 — 125,25 131 125,6 130,25 Hoefch Vien........ ey, —• 109,75 110,6 Ilie Bergbau ....... 10 216 — 215 215 filödnenuerfe ...... 92 — 91,75 91,25 Köln-Neueiien ■ • • • — — 107,75 108 Mannesman- -Röhren .*. • Mant-Ieldei Bergbau . .'l . 93,4 93,5 92,9 92,6 • H3,5 113.75 113,5 114 Lberich'es. Cmen^eoars . • . — — 69,65 70,75 Obcriihlei. fioldroerie.... — 96,65 96,75 Phönix Bergbau...... 6V 102,25 103,5 102,13 102,5 Rheinische BraurUohlea. ■ • 11 245 — 243,5 244,9 104,25 Rhetnftaht ........ . 104,25 105,25 103,9 Frankfurt a 9)1 Berlin c d)iuB- ftnre Ub. Wirr Schluß Kurv jlnlang» Kur: Datum 2 12 3 12 2 12 3 12 Bereinigte Stahlw - . . 104 — 104,25 104,75 Claöi M'nen . . . 16 /. — —— 54 53,5 Rai werke jlidietilebea . . - i 187,5 — 184 188 ft'a. werke 4-Zesteregela . . • 10 194,65 — 191 194,6 Kau wer c SaUvenurth . - - 15 313 — 312 313,75 3. G Farben-Jnsuftrio . . . 12 176,75 178,4 175-51 176,5 Dynamit Nobel...... 6 — — 82 82 Scheideanktait....... U — 140,5 — Goldlchmidt ....... 5 63 —— 63 62,75 Rütgerswerkr....... 6 71,5 — 71,75 70»5 Metallgetellichast . . • ■ . 8 114 — 114 113,25 PHUtpp Hoizmann . . . 85 —- 85,5 — Jemen werk Heidelberg . • . jo 20 — I — — Zementwerk (tarlftabt . . . 10 'M «Laos 4 .> V ag . . . . 8 79 78,5 76 Echuuhet» Paveni-oser . . . Oftwerke........ Ber. Glanz ftoss...... Bemberg......... Hellftoft Waldhos . . . . Bcllftoli Aschassenbura . . . Charlottenburger Wager . . 15 12 18 14 3% - 130 199 183 183 281 216,5 129,75 198 181,5 279.5 216 128,5 194 181 .8 137 137 135 92,9 135,25 92,9 Destauer Gas...... . d — — 158,75 160 Daimler Pkotoren ..... . u 39,5 39,5 39,5 39,4 Deutfche Linoleum .... >42,5 243 242 240 Malchinenbau A.-G..... . i — —r 40 40,75 Ä tro r ■ m 0 i - . t ™— * — — uuow. MOCID .... 10 — 160,75 164 Rat Automob'. ...... . 0 — — 19,4 — Crenitetn & Koppel .... — 70,75 71 V-onbmO Tiey . ..... 11 — • 150,25 148,25 Svenska -..••• • 322 — 322 317 Frankl. MMchtnea..... . 44,75 45,5 43 — Gritzner ...... . . 45 — 45 — Heyliaenftaedt ...... ^unghanS. ..... . . 5,75 - 49 49,25 Leckwerte. . 103 —— — Maintraitweri HSchft O. M- 105,75 — —- — Miag. . . .... 1 121,5 — 120 120,5 Gebr. Roeder....... 1 10S — —- — Boigt 4 Haessne, 222 — 225 Süds- Lucka....... 1 160 1 161 159 — Banknoten. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. kN. Berlin, 2- Dezember Geld Bries Amerikanliche Noten . . . 4,162 4,182 Belgische Noten 58,20 58,44 Dänische Noten ....... 111,68 112,12 Englische Noten . ....... 20,325 20,405 psranzvsllcke Noten ....... 16,40 16,46 Holländische Nosen ....... 168,08 1bö,76 Italienische Noten. . ...... 21,81 21,89 Norwegische Noten....... 111,58 112,02 Deutsch-Oesterreich, ä 100 SchUiing 58,56 58,80 Rumänische Noten....... 2,46 Schwedische Noten ....... 112,08 112,52 Schweizer Noten........ 80,93 81,25 Spanische Noten ........ 57,40 57,64 Tschechoslowakische Noten..... 12,33 12,39 Ungarische Noten ..... 72,87 73,17 2. Dezember 3. Dezember Ämtlichl- Geld Kotierung Bries Amtliche Notierung Geld Bnr Amu.- Non 168,39 168,73 168,37 168.71 Buni.-Aires 1,731 1,735 1,728 1,732 Brss.Antw 58,375 58,495 58,375 58,495 Chrtstiania - fiopentjaflen Stockholm - HeUingfors. Italien. - 111,84 111,92 112,31 10,488 21,85 112,06 112,14 112,53 10.508 21,89 111,81 111,87 112,34 10,486 21,85 112.03 112.09 112,56 10.506 21,89 London. . . 20,361 20,401 20,356 20,396 4.1800 16,475 81,19 58.02 2,048 0,992 Neuyork - . Paris... 4,1735 16,44 4,1815 16,48 4,1720 16,435 Schweiz .. Spanien - 81,025 57,64 81,185 57,76 81,03 57,90 gäpan . . - Nio de Jan 2,044 0,490 2,048 0,492 2,044 0,490 Wien in D-- Oe st. abgest Prag . Beiirad - 58,73 12,38 7,397 58,85 12.40 7,411 58,73 12,376 7.397 58.85 12,396 7,411 73.16 3,020 18,85 81.62 1.887 5.44 4,135 4.020 20,913 Pubapeft . 73,025 73,165 73.02 Bui arten Lissabon 3,014 18,80 3,020 18,84 3,014 18,81 Danzig. . Konstantin- 81,41 81,57 81.46 1,893 1,897 1,883 Athen. . 5,43 5,44 5,43 Ganaba 4,127 4,135 4,128 Ihn rtay 4,016 4,024 3,016 Cutro . . 20,88 1 20,92 20,895 Turnen, Sport und Spiel dem es Die Lag- im Dezember. noch dazu zu benutzen Kahlwild zu vollziehen, in pfleglich behandelten geschossen werden. Die Ordnung sein und sind Dezember hauptsächlich sein, den Abschuß an während starke Hirsche Revieren nicht mehr Futterplätze dürften in 3m übrigen entspricht das Unentschieden Spielverlauf. Der letzte Monat des Jahres ist gekommen und verheißt mit seinen kurzen Tagen dem 3ünger- <51 Huberti noch manche Weidmannsfreude. Doch hat uns der Winter im Rovember schon einmal kurz seine Dorboten geschickt, und im Dezember pflegt er seinen Einzug zu halten, nur zu oft verbunden mit Rot und Mangel für unser Wild. 3ägerrecht und 3ägerpslicht sind dann miteinander in Einklang zu bringen, getreu dem Weidspruch „Erst Heger — dann Jäger". Dis jetzt hat noch kein Wild etwas entbehren müssen, und feist geht das Rotwild in die Wintermonate. Starke Hirsche stehen allein oder mit ihresgleichen zusammen, indes Kahlw.ld und geringe Hirsche sich zusammengerudelt haben. Die Schuhzeit für Rotwild endet in diesem 3ahre in Preußen mit 3ahresablauf. Daher dürfte der von bet tellif&n ten Vortrag üer lassen", kmi lenheiiM if. W )ie fjelto @iro« sparlassoi tedingte kiHttheit abmkMit ter t DurchHrangdeS nl> Don VeiMm forderte zu eis« ilb ter örtlichen Reh, Darmstadt, i Sparkassen- und MS derselben die t Verwaltung ten toitflung terM, kerung im vollsten Handball im T. D. Großen-Buseck. Der Mtv. Gießen konnte am Sonntag mit kompletter Mannschaft gegen den sehr geschwächten Großen-Dusecker Gegner in Großen-Duseck an- tretcn und ein 2:2 (Halbzeit 1:0 für Grohen- Dusek) herausholen. Kurz vor Schluß vergab Großen-Duseck noch eine sog. totsichere Sache. Handball der Sp.-Vg. 1900. V. f. c. Wetzlar I — 1900 I 4:2 (2:0). ö. Auch am vergangenen Sonntag blieb stärker zu beschicken, wenn der Winter eingesetzt hat. Das Schwarzwild ist in die Rauschzeit getreten und steckt gerubelt in großen und warmen Dickungen. 3n alten Laubhölzern brechen die Sauen nach Eicheln und Ducheckern, oder suchen auf alten Kartoffeläckern nach Aesung. Zu einem erfolgreichen Dejagen der Schwarzkittel ist Schnee, und zwar recht oft Reuschnee, erste Doraussehung. Die Schuhzeit des Rehwildes endet in Hessen am 30. Rovember, so daß das Wild also während des ganzen Dezembers Hegezeit hat, eine Maßnahme zum Ausgleich der Winterschäden. 3n Preußen dagegen beginnt erst am 1. Dezember die Schuhzeit für weibliches Rehwild (wobei fast überall Kitze ausgeschlossen sind), während der Dock in Preuhen schon seir 1. Rovember Hegezeit genieht. Diese Regelung der Abschußzeit, ebenfalls eine Sondermaßnahme, wird von vielen Weidmännern schon lange als normal erstrebt, um dadurch dem zügel- und planlosen Treibjagdabschuß einen Riegel vorzuschieben. Zwingt doch diese verschiedene Schuhzeit den Schützen, die Augen aufzumachen und das Stück wirklich anzusprechen, wenn er nicht Gefahr laufen will, mit dem Strafgesetz in Konflikt zu kommen. Wer dann glaubt, aus Gründen des Zeitmangels oder aus anderen ernsthaften Gründen nicht um den Abschuß bei Drückjagden und auch mit Schrot herumkommen zu können, der wird nicht mehr Hinz und Kunz auf das edle Rehwild loslassen können, sondern er wird diesen Abschuß nur in einem ganz kleinen Kreis erprobter Schützen mit ruhigen Aerven und sicherem Blick durchführen. Rehschlachten aber mit einem Aufgebot von 20, 30 und mehr Schützen und entsprechendem Treiberheer haben mit weidgerechter 3agdausübung nichts mehr gemein. Soll- hl für ten Ls. abgeschiedenen ebstvck, Mstld, ster Seim, hei« tanbitoaf)! tourte aahl ablehnenden Port, Fabrikant ählt. Die übrigen nd Aussichtsrates ten sie allgemein anerkannt sein, so wäre die Frage der Ausrottung unseres einzigen noch überall vorkommenden Schalenwildes nur noch eine Frage kurzer Zeit. Die Böcke haben meist abgeworfen oder tun es nun im Laufe des Monats. Die Rehe stehen wieder mehr in starken Sprüngen zusammen und finden im Walde in diesem 3ahr Bucheckern in Menge, während draußen die junge Saat unwiderstehlich lockt. Der Fuchs trägt einen guten Balg und kann nun eifrig besagt werden. Sei es beim Drücken, sei es mit dem Mausepfeifchen oder der Hasen- quäke, sei es beim Ansitz am Luderplah oder beim Sprengen aus dem Bau mit Dackel oder Terrier, stets bereitet der erfolgreiche Schuh auf den roten Räuber dem Weidmann besondere Freude. Der Dachs steckt in seinem warmen Winterbau, den er aber viel öfter auch jetzt verläßt als meist angenommen wird. Er ist feist, kann daher jetzt am besten gegraben werden, wenn es geschehen soll. Die Hauptjagd des Dezember gilt dem Hasen, der nun in tausend Röten lebt. Die Waldtreibjagden sind meist vorüber und haben ein sehr unterschiedliches Ergebnis geliefert. Jedenfalls ist von einem besonders guten Hasenjahr kaum die Rede. Doch scheint es, daß da, wo im letzten Winter mit seiner großen Rot für den Mümmelmann wirllich gesorgt wurde und wo man das Raubzeug kurz hielt, doch ganz befriedigende Strecken erzielt werden. Auf warmen Sturzäckern, im alten Gras der Feldraine und im Gebüsch hat der Löffelmann seine Sasse, aus der ihn nun bald das Rufen und Klappern der Treiber aufscheuchen wird. Rebhühner haben Schonzeit, die zu einer wirllichen Hegezelt für sie werden sollte. Denn sie sind dankbar dafür, wenn ihnen Schuh gegen Raubzeug durch Anlage von Remisen und ähnlichen Deckungen sowie Futter bei Schnee und Kälte geboten wird. Rur wirkliche Winterpflege kann den Rückgang der Hühnerjagd aufhalten. Auch der Fasan hat Schuhzeit. Dank der Hege und Pflege in einzelnen Revieren ziert er jetzt öfters wieder einmal die Strecke. Mit zunehmender Kälte pflegen auch die nordischen Enten sich bei uns einzustellen und fallen dann häufig in großer Zahl auf offenen Stellen ein. Besondere Aufmerksamkeit ist den Wechseln zu widmen, wenn der Schnee gefallen ift Hier wirkt die schlimmste Sorte von Wilddieben, der Schlingensteller. Für Inhaber preußischer 3agdscheine hat das preußische Ministerium eine besondere äleber- raschung gehabt. Die Gebühren sind in die Höhe gesetzt worden, so dah der 3ahresjagdschein jetzt 35 Mark statt 25 Mark und der Tagesjagdschein jetzt 7 Mark statt 5 Mark kostet. Hubertus. kurze Zeit darauf glichen die Platzbesiher aus. Zehn Minuten später erzielten sie das Siegestor. Wegen Dunkelheit wurde das Spiel zwölf Minuten vor Schluß abgebrochen. Großen-Busccks Jugend verlor etwas zu hoch gegen die zweite Jugend von 1900 Giehen. Handball im Turnverein 1846 Gießen. Tgd. Friedberg I — To. 1846 I. Entgegen der Dorschau konnte die Mannschaft des Tv. 1846 zu i hrem letzten Derbandsspiel komplett antreten. Diesem Umstande verdankt Gießen seinen Sieg, denn eine Riederlage gegen die spielstarke Friedberger Mannschaft wäre sonst nicht zu verhüten gewesen. Und trotzdem schien cs in der ersten Halbzeit, als würde Friedberg das Spiel für sich entscheiden können, es führte 1:0. Obwohl die Gießener Mannschaft das Spiel fast immer überlegen gestalten konnte, scheiterten ihre Angriffe doch an der sicheren Abwehr des Friedberger TormannS, der seine Mannschaft auch vor einer höheren Niederlage bewahrte. 3n der zweiten Halbzeit kam Gießen erst zu seinem längst verdienten Erfolg, ging 2:1 in Führung und entschied so das Spiel für sich. Die Hintermannschaft der Gießener spielte wie immer gut, der Sturm besser als sonst. Das Jugendtreffen konnte die körperlich stärkere Butzbacher Mannschaft mit viel Glück knapp 5:4 für sich entscheiden. Die 1846er zeigten sich ihrem Gegner völlig ebenbürtig. Jeder Mannschaftsteil verdient ein Lob. ■ ; Tender ; '«»«satt* .Tezmbcr. it LeisM - M ttfieu in Paris p Philosoph W ; - 1795: der 6t i geboren; - M z in Prag geboren. Retoffwn. Verbindlich^ fr f 193 (in? a teeren SÄ Längen aus. ten imß nicht megüch> den Feststellungen ■cfc Orte auch m M betrügt J mau Datums den zu stm. Handball in Garbenteich. Garbenleich I — v. f. B. I 8:0 (4:0). Zu ihrem fälligen Gesellschaftsrückspiel, bei dem man einen bestimmten Erfolg nicht Voraussagen konnte (D. f. D. gewann das Dorspiel mit 3:2), standen sich am vergangenen Sonntag beide Mannschaften in Garbenteich gegenüber. Beide Gegner traten mit je drei Mann Ersatz an. Rach Anwurf durch T. f. B. übernahm Garbenteich die Führung und konnte kurze Zeit darauf den ersten Treffer erzielen. D. f. B. suchte auszugleichen, aber die Durchbrüche scheiterten sämtlich an der vorzüglich arbeitenden Hintermannschaft. Die anfangs leichte Ueberlegenheit der Turner trat jetzt immer mehr zutage, die ihnen auch bis Halbzeit noch drei Tore brachte. D. s. B. kam nach Seitenwechsel und Umstellung etwas auf, konnte aber nicht hindern, daß der Tormann dem Ball noch viermal das Rachsehen geben mutzte. Das Spiel, das ganz den Charakter eines Freundschaftsspieles trug, wurde von beiden Mannschaften fair durchgeführt, insbesondere gebührt den D. f. B.ern ein Gesamtlob, da sie jederzeit das Spiel offen hielten, obwohl ihnen kein Erfolg beschieden war. Kreisoffi-ner Etaffellaa derSchwimmab.eilungdesT.V.Offenbach Großer Erfolg des INännerturnverelns Giehen. Der Einladung des Tv. Offenbach zu seinem Staffeltag am vergangenen Sonntag im Offenbacher Stadtbad war eine große Anzahl der besten Dereine des Kreises gefolgt. Der Mtv. Gießen hatte zu diesem Staffeltag eine Drust- staffel gestellt, mit der er auf eine außerordentlich starke Konkurrenz stieß. Außer dem Mtv. Gießen hatten noch acht weitere Dereine zu diesem Rennen gemeldet, und zwar: Tv. Offenbach, Tges. Offenbach, Tgmde. Darmstadt, Tges. Darmstadt, Homburger Schwimmclub, Tv. 1860 Frankfurt, Tgmde. Eintracht Frankfurt und Tv. Dorwärts Dockenheim. Trotz dieser starken Konkurrenz formten die Männer tu rner vor dem Tv. Offenbach den ersten Sieg nach einem schönen den Spielvereinigungsleuten versagt, den D. f. L. Wehlar auf heimischem Gelände zu bezwingen. Die Riederlage ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß die Mannschaft zu lange ausgesetzt hat; auch hätte der eine oder andere Posten glücklicher beseht werden können. Das Feldspiel war verteilt. An den Wurfkreisen war der D. f. L.-Sturm, in dem Paulus wieder die Triebkraft war, gefährlicher. Die Gießener Fünferreihe spielte vielfach überhastet und warf vor allem zu hohe Torbälle. Der D. f. L. ging durch seine Außenstürmer in Führung. 1900 verringerte dann druch den Linksaußen den Torabstand auf eins. Kurz darauf mußte sich der gut arbeitende Gießener Hüter zum drittenmal geschlagen bekennen. Der Mittelstürmer stellte jedoch sogleich durch wuchtigen Wurf das alte Verhältnis wieder her. Gegen Spielende stellte Paulus den Sieg der D. f. L.-Leute durch Verwandlung eines Straf- Wurfs sicher. Ä j'hlttlen g,, U-'M ein, Nvtem «ui ükte-tk Mut) ter wj<5 h 'S und spannenden Rennen erringen, indem sie die 4x6-Dahnen (4x84 Meter) in 4:34,7 Min. zurücklegten. Die siegreiche Stassel der Männerturner setzte sich aus den Turnern Wilh. Josten, Friedr. Baumann, Wilh. S ch w a l l y und Hugo Baumann zusammen. Mit diesem Erfolg ist die Bruststasfel der Männerkurner in die Klasse der Besten des Mittelrheinkreises aufgestiegen. Billard-Wettspiel. Das am Sonntag in Mainz stattgehabte Rückspiel des 1. Gießener Billard-Clubs gegen den Mainzer Billardklub endete mit einem Sieg des 1. Gießener Billard-Clubs mit 74 Punkten. Der Kampf ging um den Ebsten-Pokal. der, als Wanderpreis gestiftet, beim ersten Kamps von Giehen errungen wurde. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Giehen I — Preungesheim I 2:3. Auf dem Trieb standen sich am Sonntag diese Mannschaften im Kreisklassenspiel gegenüber, bei dem es für beide um den Abstieg aus der Kreisllasse ging. Dah die Gäste es knapp für sich entscheiden konnten, verdanken sie reichlichem Glück, hätte doch dem Spielverlauf entsprechend das Resultat umgelehrt lauten müssen. Dom Anstoß ab war Gießen im Feldspiel merklich überlegen, konnte jedoch durchübergroße Unbeholfenheit im entscheidenden Moment nichts Zählbares erreichen. Erst nach geräumiger Zeit konnte Gießen durch einen flachen Schuh in Führung gehen. Eine Anzahl Ecken brachten aus beiden Seiten nichts ein. Mit 1:0 ging es in die Pause. Rach Wechsel nahm das Spiel merklich an Schärfe zu. Giehen konnte durch seinen Halbrechten seine Tor,ahl auf zwei erhöhen. Ein Elfmeter brachte den Gästen das erste Tor. Mit nur zehn Mann legte Preungesheim. nach Platzverweis für einen Spieler, nun mächtig los und konnte sich auch bald den Ausgleich erzwingen. Trotzdem Gießen merklich überlegen war, konnten die Gäste durch einen schönen Eckball zum Führungstor kommen. Giehene wurde dann noch überlegener, konnte jedoch an der zahlreichen Derteidigung der Gäste nichts mehr errreichen und verschoß auch noch einen Elfmeter. Gießen 1b — Grünberg. Dorher spielte Giehen 1b gegen Grün- berg i. Daß in der zweiten Bezirksklasse achtbare Gegner vorhanden sind, hat schon manche Mannschaft erfahren. So erging es auch Gießens Ib am Sonntag. Grünberg konnte Gießen auf eigenem Platze mit 1:0 schlagen. Das Spiel war von Anfang an sehr scharf. Obwohl Giehen alle Anstrengungen machte, den Ausgleich zu erringen, konnte es doch bei der guten Abwehr der Gäste nichts Zählbares erreichen. / wieseck II — Oppenrod I 4:2. Zum Entscheidungsvorspiel um die Bezirksmeisterschaft der zweiten Bezirksklasse standen sich beide Gruppenmannschasten komplett auf dem Wiesecker Sportplätze gegenüber. Zunächst flottes, ausgeglichenes Spiel. Rach kurzer Zeit konnte der Rechtsaußen der Einheimischen die Führung bringen. Doch die Gäste erzielten alsbald den Ausgleich. Eine ganze Serie von Eckbällen brachte den Einheimischen nichts Zählbares ein, während die Gäste kurz vor der Pause in Führung gingen. Rach Seitenwechsel weiter offenes Spiet. Wieseck drückte allmählich mehr und mehr. Abermals folgten eine Reihe Eckbälle. Ein scharfer Schuh brachte den verdienten Ausgleich. Wieseck war nun sichtlich überlegen und stellte das Resultat bis Schluß aus 4—2. Kunst und Wissenschaft. Mathilde Buchwalds 80. Geburtskag. Die Schauspielerin Mathilde B u ch w a l d feiert, wie man uns schreibt, am 3. Dezember ihren 8 0. Geburts t ag. Sie war in Berlin an säst allen führenden Bühnen tätig und hatte seinerzeit in der zweiten Ausführung von Gerhart Hauptmanns „Biberpelz" an der Freien Volksbühne in Anwesenheit des Dichters als „Frau Wolfs" einen großen Erfolg. (Schluß des redaktionellen Teils.) Die Berliner Stadtmission mit ihren weit über hundert Berufsarbeitern ist wohl das größte Werk christlicher Liebestätigkeit in Berlin. Das ganze Jahr ist sie von Hilfesuchenden überlaufen; es sind meist die schwersten Fälle, die zu ihr als ihrer letzten Rettung kommen, und viele hat sie vor dem äußersten verzweifelten Schritt bewahren können und ihr Leben wieder in geordnete Bahnen lenken dürfen, ehe es zu spät war. Davon erzählt der unserer heutigen Ausgabe beigelegte Aufruf. Er will die Liebe unserer hilfsbereiten Leser wachrufen, zu Weihnachten denen den Tisch zu decken, an die sonst niemand mehr denkt. 99030 Donncfcldts IX ist und bleibt > > das beste Morgen-und Abend getränk. Margarine Rama im Blauband doppelt so gut Besens™ rar Ern- und Völkerkunde Puppenstuben ^Tapeten Theater-Gate Ernst Ludwig reizende Neuheiten 9896D Kinder-Nikolausfeier WWIl.NWe 9902D von r 4. Fantasie aus „Tosca“. Puccini 5. Ungarische Rhapsodie Nr. 2... -Llßt Klaviersolo 99I6D St. Nikolaus kommt zu jedem Kinde. Klaviervirtuose Albrecht Birkenbeü 6. Fantasie aus „Lohengrin“ ...Wagner 07762 Kisch-jWeebeiage Andalouse .Sarasate 9907D Sekretär Ritter gegen Ausweis. Mittwoch-Samstag U775> 5 billige Winlersportreisen derHAPAB Bei dem Schmutzwetter müssen Sie Ihr Hapag-Reisebüro Gießen, Seltersweg 93, Tel. 4197. Antoleder / Autoschwämme 09JOA Marktttrafie 14 Giesren Telcvbou 2417 Linoleum für> Kreuzplatz 10. 9791 und wind. 'Betr.: Strafe haltbar sind! In großer Auswahl 50 im Ausschnitt Pfd. 50 4 Portionö Schellfische, Nordsee- Psd. 40 4 wäre im Schuhhaus 99040 99I4A L. Bernhardt Gebt Gießen, plockstraße 14 V77Z» 9914A Gg. Wahl 07767 Damen- n. 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Potpourri a. „Der Obersteiger“ - Zeller 12. Potp. aus „Der Zigeunerbaron“ Strauß 13. Potpourri a. „Gräfin Mariza“ - Kalman 14. Potpourri a. „DerZarewitsch“--Lehär W MM