Mittwoch. 5. April 1929 Nr. II Erster Blatt U9. Jahrgang = 3 Oie Reichshilfe für die besetzten Gebiete Trotzki wartet auf Antwort ä l t n i s sc .Berlin, 2. (2333..)®« vorläufig- a» 2a o” revier, an der Saar, in Rhein Hessen und der Pfalz, die Lösung der Transportfrage usw. abgestellt sein muh und demgemäß noch eingehende Verhandlungen mit den verschiedensten amtlichen Stellen und die Anhörung von Sachverständigen erfordert. Denn eine Verzettelung in unorganische Einzelmassnahmen oder eine reichsseitige Subventionierung zahlreicher mittlerer und kleinerer Projekte wäre unwirtschaftlich und würde den Rotwendigkerten einer auf weite Sicht gestellten und durchgreifenden Grenzpolitik in keiner Weise entsprechen. Die Reichsregierung wird in den nächsten Monaten die Vorarbeiten an der Aufstellung exnes einheitlichen Hilfsprogramms für den Westen fortsetzen und behält sich ihre Entschließung über die etwaige Einbringung einer besonderen Gesetzesvorlage bis nach Abschluß der Verhandlungen und.für einen finanzpolitisch geeigneten Zeitpunkt vor: muh hiernach die Mage der Einleitung einer neuen großen Hilfsaktion für den Westen einstweilen zurückgcstellt werden, so soll die laufende Betreuung der bedrängten westlichen Grenzgebiete und des besetzten Ge- । bictes in dem bisherigen Rahm e n auch | weiterhin selbstverständlich fortgesetzt werden. Berlin, 3. April. (Priv.-Tel.) Zum erstenmal tritt der schon seit einiger Zeit bestehende Dundvolks nationaler Industriell er, der auf Grund der Initiative des 3 u n g • deutschen Ordens geschaffen wurde, jetzt mit einer Aktion an die Oeffentlichkeit. Die Vertreter der Landesverbände der Gemeinschaft volksnationaler Industrieller beschäftigt sich in einer Kundgebung mit der bedrohlichen Lage der deutschen Wirtschaft, der Eingliederung Deutschlands in die Weltwirtschaft und der Wahrung nationaler und national-wirtschaftlicher Belange. Die Gemeinschaft volksnationaler Industrieller, d,e sich hauptsächlich aus der verarbeitenden Industrie rekrutiert, „erstrebt eine nationale Selbsthilfe, die im Benehmen mit dem Staat vtxViuLtJ, daß weiterhin aufkommendes nationales Kapital unkontrollierbar im Dienste des Weltkapitals Ration und national bedingte Wirt- Annahme von Anjeigen für die Tagernummer bi« zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- Irlameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Plahvorschrift 20"/. mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wich. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton vr.H.THyriot; für den übrigen Teil Lrnst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filier, sämtlich in Gießen. Wenn wir heute von der Rot der Grenzlande sprechen, so meinen wir damit kurzweg jene Gebiete, die unter besonderen politischen Verhältnissen bestehen. Da ist einmal Ostpreuhen, durch den Korridor losgerissen vom Mutterlande, das inmitten Polnischer Annektionsgelüste einen Konkurrenzkampf zu führen hat, dem es selbstverständlich allein niemals gewachsen sein kann. Es bedarf der wirtschaftlichen Stühe seitens des Mutterlandes in einem Umfange, der aus diesem Grunde weit über das hinausgeht, was notwendig wäre, wenn Ostpreuhen noch umnittelbar mit dem Reiche verbunden wäre. Etwas anders, aber doch in vieler pflichtige mit einem Einkommen bis zu 10 000 Mart geschaffen werden können. Schließlich sollen den in landwirtschaftlichen Betrieben mitarbeitenden Familienangehörigen die gleichen Freibeträge zugebilligt werden, wie entlohnten fremden Arbeitskräften. EinBundvottönationalerZndustneller. schäft gefährdet". Weitgehendste Selbstverwaltung organischer Wirtschaftsvertretungen «Kammern) in Zusammenarbeit mit dem souveränen Staat wird gefordert. Hinsicht verwandt, sind die Verhältnisse int besetzten Gebiete. Hier ist kein Korridor eingeschoben, der einen 'Verkehr unmöglich macht, denkschrisien, die von den fünf betroffenen Ländern, Preußen, Bayertt, Hessen, Baden und Oldenburg ausgearbeitet worden sind. Der Rcichs- minister für die besetzten Gebiete führt dazu in einem Anschreiben u. a. folgendes aus: „Die Reichsregierung erkennt die wirtschaftliche und kulturelle Fürsorge wie für den Osten so auch für die notleidenden westlichen Grenzgebiete und für das besetzte Gebiet als eine besonders wichtige Aufgabe au, die vom Reich in Gemeinschaft mit den beteiligten Ländern zu lösen ist. Wenn die Reichsregte- rung im gegenwärtigen Zeitpunkt davon absteht, das in den Denkschriften der fünf Länderregierungen zusammengetragene Material zu einem Hilfsprogramm von großem Ausmaße für den Westen auszuwerten, so ist hierfür in erster Linie die Rücksicht auf die derzeitige schwierige Lage der Reichsfinanzen ausschlaggebend, die eine gleichzeitige Einleitung umfassender Aktionen in sämtlichen Grenzgebieten des Reiches verbietet. Dazu kommt aber, daß ein solches Programm vor allem auch auf die wirtschaftlichen Hauptprobleme der westlichen Grenzgebiete, wie z. B. die künftige Wirtschaftsgestaltung im Aachener Industrie- so® Oie brittsch-iialienischeEnienie Cmc Zusammenkunft Chamberlains mit Mussolini. Rom, 2. April. (WB) Wie die „Agenzia Stefani" meldet, erfolgte heute vormittag in der Villa Giocofa in der Umgegend von Florenz, in der der britische Außenminister Sir Austen Chamberlain für einige Tage Aufenthalt nehmen wird, eine Zusamnienkiinft zwischen Mussolini und Chamberlain. Im Verlauf einer längeren Unterhaltung, die den Stempel persönlicher herzlicher Freundschaft zwischen den beiden Staatsmännern trug, beschäftigten sich beide mit der allgemeinen Lage und bekräftigten erneut die Herzlichkeit der Beziehungen zwischen England und Italien. Sie gelangten zu der Feststellung, daß beide Regierungen in den wichtigsten politischen Fragen, welche die beiden Länder interessieren, üb ere in stimmen. Darauf gab Mul- Berlin, 3. April. (Priv.-Tel.) Der Präsident der russischen Bundesrepublik Kalinin hat dieser Tage sein zehnjährige s A m t s - jubiläum gefeiert. Kalinin ist feit Iahrzehn- ten ein Vorkämpfer der revolutionären Bewegung in Rußland gewesen und muhte seine politische Tätigkeit gegen den Zarismus wiederholt mit längeren Gefängnisstrafen und Verschickungen büßen. Die große Welle der russischen Revolution brachte dann diesen ehemaligen Sankt Petersburger Metalldreher an die Spitze des 170- Millionen-Reiches. Kalinin, der unter anderem zu seinem zehnjährigen Dienstjubiläum als^Prä- fident der Sowjetunion auch die Glückwünsche des Reichspräsidenten voii Hindenburg erhielt, gilt als einer derjenigen sowjet-russischen Politiker, die sich stets bemüht haben, nach dem Umschwung wieder heute liegen, kann der Kampf um die Einreise-Bs- willigung für Leo Trotzki als entschieden gelten. Roch hat das Reichskabinett, bei dem das Ia oder Rein liegt, sein letztes Wort nicht gesprochen, und in dieser Woche wird auch aus äußerlichen Gründen die Entscheidung nicht mehr fallen können. Der Reichskanzler Muller ist nicht unerheblich erkrankt, der Reichsauhen- minifter Dr. ©tretemann kehrt erst in den nächsten Tagen aus Süddeutschland, wo er Heber- gang vom Klima der Riviera zu dem Deutschlands sucht, nach der Reichshauptstadt und damit in sein A,nt zurück. Man will angesichts der Mehrheitsverhältnisse, wie sie sich in Vorbesprechungen zur grage Trotzki im Kabinett gezeigt haben, nur in Anwesenheit aller Minister zu einem Entschluß kommen. Wie dieser ausfallen wird, daran ist wohl heute schon nicht mehr zu zweifeln. Das Einreise-Gesuch wird ab gelehnt werden, und zwar im wesentlichen auf Grund der Tatsache, daß auch zwei fozial- d e rn o k r a t i s ch e M i t g 1 i e d e r des R e i ch s- kabinetts, nämlich Müller und Hilf er- ding, politische Erwägungen Über gefühlsselige Argumente stellen wollen. Ieht kommt die Rachricht aus Konstantinopel, daß Leo Trotzki aus dem Hotel in eine Privatwohnung ux Pera umgezogen ist. Man kann das wohl nur in dem Sinne deuten, daß nunmehr auch der Mann, tun den es geht, die Aussichtslosigkeit feiner Deutschland-Pläne eingesehen hat. Das wäre recht erfreulich: denn dann könnten die Akten mit dem Rubrum „Einreifegesuch Leo Trotzki" endgültig geschlossen werden. Sowjet-Zubiläum. Berlin, 2. April. (Privatmeldung.) Der Reichsminister für die besetzten Gebiete Seve- , । ring hat heute dem Reichstage d,e von dxesem Beginn -er Landiagsarbeüen % Ä in Ae^en. der Form einer Zusammenstellung der Eixxzel- ? = 2. : sz'-J ^3; Zc 2 tt 52^ 3 S 3 2.2 Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Bezugspreis für2wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechans chlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Sranffurtam Main 11686. a -3 0 s z ft D O 0 3 2. = ® L^r im 5' 2 C-3"; 2 3 ° 2 2. 3gg* c s rc-2 ,. -c 5 5 Igjslö * 2-O'rr61 Grenzland-Rot. Die Denkschriften der Länder Preußen, Bayern, Hessen, Baden und Oldenburg über die wirtschaftliche und kulturelle Rotlage des besetzten Gebietes stellen wieder einmal das prinzipielle Problem der deutschen Grenzlande in den Vordergrund. Im Zusammenhang mit den Erhebungen in Ostpreußen ergibt sich daraus ein Bild, das nach zweierlei Hinsicht einer generellen Betrachtung unterzogen werden muh. Einmal muß man sich vergegenwärtigen, was wir heute überhaupt unter diesen Grenzländern verstehen. Und zum anderen muh man die Vor- und Rachkriegszeit miteinander vergleichen, um der katastrophalen Entwicklung dieser Gebiete gerecht werden zu können. 0:«= 3 0 Z 8 Der rote Trompeter am Goldenen Horn. Bor der Entscheidung des Neichskabinetts. Berlin, 3. Avril. (Priv.-Tel.) Seit Wochen schon lebt Leo Trotzki, der der Trompeter der russischen Revolution war, wenn Lenin ihre blutige Melodie ersann, mit seiner Familie in Konstantinopel, und zwar keineswegs in proleta rischer Dürftigkeit. Eines der großen Hotels ist bis in die letzten Tage fein Aufenthalt gewesen. Es hat nicht lange gedauert, daß er dort verborgen blieb. Der falsche Name, den er zuerst in das Hotel buch eingetragen hatte und der ihn wohl nur in den ersten Tagen vor allzu neugierigen Besuchern schützen sollte, hat längst dem richtigen, ober, vielmehr besser: dem seit Jahrzehnten geführten Namen Trotzki (der ja eigentlich nicht der Geburts- name ist) Platz gemacht. Leo Trotzki hat selbst dafür gesorgt, und offenbar hat ihm sein Sohn ausreichend dabei geholfen, daß er nicht lange die Rotte des Veilchens im Verborgenen zu spielen brauchte, die ihm nun einmal von Hause aus nicht liegt. Er hat Interviews gegeben und Besucher empfangen; er hat geschrieben und er hat telegraphiert; und er hat es so einzurichten gewußt, daß wenigstens hin und wieder einige seiner Telegramme oder Aeußerungen einer gar nicht so sehr darauf begierigen Weltöffentlichkeit bekannt geworden sind. Er hat Pressevertretern gegenüber davon gesprochen, daß er seine politische Mission noch keineswegs als erfüllt ansehe, und er hat gleichzeitig jenes Bitt-Telegramm an den deutschen Sozialdemokraten und Reichstagspräsidenten Paul Lobe gerichtet, das fo stark auf die Tränendrüsen eines Teiles der deutschen Oeffentlichkeit gewirkt hat. Und seitdem geht in Deutschland, wenn auch nicht mehr mit der Lebhaftigkeit der ersten Wochen, nach wie vor der Kampf um die Frage, welchem Leo Trotzki man Glauben schenken sott. Will ein kranker Mann vom Bosporus Erholung und Genesung in Deutschland suchen, die Pflicht des Kranken zur Ruhe wahren und dann still, wie er gekommen, wieder von dannen ziehen, oder will der rote Trompeter in Deutschland zum Sammeln blasen in den versprengten Reihen derer, die mit der deutschen Kopie Stalins, mit dem Reichspräsidentschaftskandidaten a. D. Thälmann, unzufrieden sind? Die Schar derer, die vom Wolfe nicht glauben, daß er ein Lamm geworden ist,'weil er sich einen Dorn in den Fuß getreten hat, ist trotz aller Plädoxjers bürgerlicher und nichtbürgerlicher Sentimentalitätspolitiker in Deutschland doch wohl in der erheblichen Mehrheit, und so, wie die Dinge 3 3 * tf’ % "■ 5 n Wz» -MA y a o □ 2 TT? 5 2. D 2 0 2' jSn« 3 vv 2 Ein Oberhaus. Bei den Gedanken um eine Parlamentsreform in Deutschland, die fast seit Beginn der gegenwärtigen Parlamentsform im Gange sind und auf der Linie von der reinen Diktatur bis zum Ständeparlament alle denkbaren Stufen der politischen Ordnung durchlaufen haben, spielt neuerdings neben rein wahltechnischen Verbesserungs- Vorschlägen der Gedanke eines Oberhauses eine erhebliche Rolle. Es ist davon die Rede gewesen, einerseits tm Zusammenhang mit einer Um- und Ausgestaltung des Reichsrats, andererseits im Zusammenhang mit dem Aufgehen Preußens im Reich unter Wegfall des preußischen Landtags, weiter bei den Erörterungen über die exxbgültige Gestalt des Reichswirtschaftsrats; und jetzt schlägt der ehemalige badische Staatspräsident Prof. Willy H e 11 p a ch noch eine andere, ganz neue Form vor. Er meint nämlich, daß man ein solches Oberhaus im Reichstag selbst schaffen könnte, und zwar, indem man eine Reihe von Abgeordneten durch den Reichspräsidenten mif Vorschlag des Reichs kabinetts unter gewissen Modalitäten ernennen läßt. Das klingt sehr revolutionär und zugleich reaktionär, erinnert an die Scheinparlamente des dynastischen Zeitalters vor hundert und mehr 3aljrcn, oder an die faschistischen „Par- lamente" in Italien und Spanien. Es ist aber Gietzeim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrnck «n» Verlag: vrLhl'sche UnwerfitStsGuch- und Slelndruckerei R. Lange in Sietzen. Schrisileiiung und Seschästrtzelle: Schultzratz- 7. müht haben, nach dem Umschwung stabile wirtschaftliche Derh in Rußland zu schaffen. Dem Finanzpolitischen Arxsfchuh liegen Anträge -um Einkommensteuergesetz vor. Dar- nach sollen die (teuer fre i e n De t rage für Beranlagungspflxchtige bxe gleiche Hohe erhalten, to?e die für Lohnsteuerpflichtige Die Einkünfte aus Schwarzarbext sollen «tFoS fteu«Ii<6 erfaßt werden. Es toll toedee verhindert '^ufierton I geprüft werden, ob Ei nkom in enf euer.l tionales S • 1 erleic&terungen für altere ©teuer cfAUnan^IstAus schisses ist die &er Aufwertungspartei und der Abgeordneten glxeder P . r. Iur. g-wesen. Bereits Dr. Werner (wild) und Böhm (Dntl.) auf Her- O^LÄe diesmal recht kurz ^en^ auf Teilung der P e n s i o n s g r e n z e der • »^^ahmaen toieber auf. Der erste Staatsbeamten befassen, zu dem noch Exn- TWatunaen ist die Umstellung gaben Der Beamtenverbände auf Ablehnung des Punkt der Beratungen iir me^ , ^ Antraaes vorliegen. — Wie wir bei dieser ®e- derLandwirt sch a s Anträge des legenheit richtigstellen möchten, wurde der in berg und die daz f ein- der letzten Plenarsitzung des Landtags angenom- Bauernbundes. Der -jusigj u ) . nicht I —ofntrnci auf Heranziehung von hes- ltfch-nFirm-n^rstaat-a uft rä^en blL,(^?V=ftT6erBa<6 imb Scn' Än' Anträge zum Einkommensteuergesetz. daher noch eingehenderes Material vorleg.n.oae Berlin, 2. April. (BDZ.) Der Vorläufige wohl jetzt dem Ausschuß für seine -^wahrfVem Reichswirtschaftsrat veröffentlicht eine Llcbersicht s »s ä»»5 r zahlreichen Eingaben befinden sich ein A ,® des Hess. Aünstlertheaters Franr^ furt a.M. auf Erhö h u n g d e s S t a a t Einkünfte z u s ch u s s e s auf 1 5 0 0 0 Vk k. und eh restlos steuer Anträge von Derufsverbänden betreffend die ^e amtenbefotbung oder Pensionsfragen. - - . Wird sich der Ausschuß erneut mit dem Antrag ganz anders gemeint. Hellpach will anstelle derjenigen Abgeordneten, die von den Nicht» Wählern dem Parlament entzogen xverden (als ob wir nicht reichlich genug Volksvertreter hätten!), wahrhaft repräsentative Figuren des deutschen öffentlichen Lebens ernennen lassen und diese ernannten Abgeordneten verpflichten, keiner Fraktion beizutreten, sondern höchstens als Hospi- -- -- - - - - ■ ■ tanten bei ihnen zu verkehren. Er hat durchaus sondern hier herrscht eben ein Bef ahungs- recht, wenn er eine Anzahl von nicht fraktions- regrme als oberste.DerwaltungsEorde das gebundenen parlamentarischen Persönlichkeiten als nach Witter über Wohl und. Wehe^dieses wünschenswert bezeichnet, und er sieht in einem Landes entscheidet. Aber auch hier bemuot man Vorschlag zugleich eine Verwirklichung des gefunden sich unaufhörlich darum vornehmlich im Saar- Gcdankens, der der Reichs liste zugrunde lag, gebiete, gegen Deutschland vtmmung^zu rna- vhne aber durch ihre Einführung verwirklicht zu chen, in der H°lsnung irgend welche Teile dleses werden: des Gedankens nämlich, daß auf dieser Gebietes am Ende doch noch behalten S" können. Liste eine ganze Reihe von Persönlichkeiten die Run kommt aber noch em Drxtt^ Hinzu, und Wahlchance empfangen, ohne von der Bearbeitung das ist die seltsame Regulierung des deutsche der Wählerschaft, von Versprechungen an sie und Grenzwesens, wie fre der ^fädlet Zr ed von ihren Stimmungswechseln abhängig zu vertrag vorgechrleben hat. Wahren^ anbec gesch ebene Dinge: die Unabhängigkeit mit einer Gründlichkeit cm ©tenafijftem gc- äaSKS» »msKLST WMDWMUMÄ bestehenden Regierung läge, so ist mit ziem lene -not oe ö Abänderung des SE 6u^Ca f, alt J n Ä Ka.af.roph- führen bann bestehendexx Re g ier un g sp ar - kann. v feien barftellen würden, als eine Dersäl- chung des Volkswillens. Daran wurde auch VIC ifae Verpflichtung nichts ändern sich keiner Frak- Aufstellung eines Hilfsprogramms SrJÄÄ I 'Ur den getz.an.. Oberhauses weiter ernsthaft beachtet werden sollte. Waldecks Aufgehen in Preußen. fofine Chamberlain und feiner Gattin im Schloß Montolbane ein Frühstück. Wie der römische Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet, soll dieFragederdeut- schen Reparationen zu den erörterten Gegenständen gehört haben: die Auffassung beider Staatsmänner stimmte im allgemeinen überein, außer in einem Punkte. Mussolini erklärte nämlich, wenn die deutschen Reparationen an Italien wesentlich herabgesetzt werden würden, dann müsse auch Italiens Kriegsschuld an die Alliierten eine entsprechende Verminderung erfahren. 3 _ _ Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegr." schreibt: Es ist nicht notwendig, der Unter- redung irgendeine besonders politische Bedeutung zuzuschreiben. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind unter Mussolini beträchllich freundlicher geworden als unter seinen unmittelbaren Amtsvorgängern. Es hat sich eine wirkliche Entente zwischen beiden Regierungen entwickelt und die gestrige Besprechung hat vielleicht dazu gedient, die leichte Abkühlung der offiziellen Beziehungen, die im vorigen Sommer wegen deS englis^-französischen Marinekompromiss e S eintrat, zu beseitigen. Churchills Wahlbudgei. Der Neberschutz hn britischen Staatshaushalt. London, 2.Avril. (Priv.-Tel.) Die Konservativen haben feit Wochen Ausschau nach einer zugkräftigen Wahlparole gehalten, haben jedoch dem englischen Wähler kein durchschlagendes Pro- pagandamatcrial oorsetzen können, so daß sie bei einigen kleineren Nachfragen recht empfindliche Schlappen erlitten. Inzwischen ist ihnen aber der Staatssekretär C h u r ch i l l zu Hilfe gekommen, der jetzt den neuen Staatshaushaltsolan so zurecht frisiert hat, daß er mit einem Ueberfchuß an Einnahmen von 360 Millionen Goldmark ab- schließt, die natürlich nach dem Willen der Regierung für Steuersenkungen verwendet werden sollen. Churchill hat allerdings das Gluck gehabt, daß in der jüngsten Zeit ausfallend viel Millionäre oerstarben, so daß die E r b ° schaftssteuer wider Erwarten hohe Erträgnisse abwarf. Es ist ihm auch gelungen, andere Ausgaben zu beschneiden. Den Konservativen wird es unter Hinweis auf ihre geschickte Finanzpolitik unzweifelhaft gelingen, bei den unmittelbar bevorstehenden Wahlen gut abzuschneiden. Vor einer neuen AbrüstungS- debaiie in Genf. Das Arbeitsprogramm des Völkerbundes im April. Gen's. 2. April. (WB.) Das Arbeitsprogramm des Völkerbundes für April weist etwa ein Dutzend Veranstaltungen auf. Das meiste Interesse erweckt der Vorbereitungsausschuh für die Abrüstungskonferenz, der nach mehr als einjähriger Pause am 15. April zu seiner 6. Tagung zusammentritt. Die Tagesordnung, die nach einem Beschluß des Vorbereitungsausschusses vom März v. Is. endlich die zweite Lesung des Abkommenentwurfs über die allgemeine Beschränkung und Herabsetzung der Rüstungen bringen soll, steht noch nicht fest. Man weiß nur, daß die Regierungen von Paris, Rom und London wiederAlt in Fühlung standen. Die zweite Lesung war in der Märztagung des vorigen Iahres wegen der Gegensätze in der Seeabrü- stungsfrage gegen den deutschen Einspruch abgcfctjt worden. Diese bestehen bekanntlich auch heute unverändert fort. Weitere Punkte der Tagesordnung sind der deutsche Antrag auf Erweiterung der Veröffentlichungen über den Rüstungsstand der einzelnen Länder und der zweite sowjetrussische Vorschlag über die partielle A b r ü st u n g, über den sich der Ausschuß nach seiner abweichenden aber sachlich ablehnenden Haltung im vorigen Iahre nunmehr ebenfalls in zweiter Lesung aus- sprechen soll. An der neuen Tagung nehmen 28 Staaten, darunter drei Richtmitglieder des Völkerbundes, teil, nämlich die Sowjetunion mit dem stellvertretenden Auhenkommissar Litwinvff als Delegationsführer, die Türkei mit Außenminister Tewfik Ruschdi Bey und die V e r - einigtenStaatenmit ihrem Brüsseler Botschafter Gibson, der bekannllich zur Zeit zur Besprechung der Abrüstungsfrage in Washington weilt. Auch die übrigen Länder werden im we- senllichen wieder ihre bisherigen Vertreter und Experten nach Genf entsenden. So steht die deutsche Delegation wieder unter der Führung von Graf Bernstorfs und die englische unter der Leitung von Lord Cushendun. Frankreich wird sich anstelle des zurückgetretenen Paul-Boncour wahrscheinlich durch Massigli, den Völkerbundsreferenten am Quai d'Orsay, vertreten lassen, während China erstmals seinen Berliner Gesandten Tsiang Tso Ping nach Genf entsendet. Afghanistan. 5m Widerspiel der Mächte. Berlin, 3. April. (Priv.-Tel.) Die Iahres- zeit hat wieder besseres Wetter mit sich gebracht, auch in Afghanistan. Die wochenlange Unterbrechung in dem Hin und Her zwischen wer weiß wie vielen Königen. Stammes- und Bandenführern ist zu Ende, und die neugruppierten Kräfte sind wieder dabei, sich im Kampfe um die Macht miteinander zu messen. Amanullah rückt mit einer Streitmacht von angeblich dreißig- tausend Mann gegen seine Hauptstadt Kabul vor, und englische Meldungen wollen wissen, daß er mit russischen Gewehren und russischer Munition ausgerüstet sei. Solche Behauptungen muh man mit großer Vorsicht aufnehmen, zumal jetzt offenbar das Interesse Englands,Rutz- lands und auch Persiens an den Dingen in Afghanistan recht lebhaft wird. Es ist bezeichnend, daß die Möglichkeit einer Intervention jedes einzelnen dieser drei Staaten schon angeschnitten worden ist, und zwar meist in der Presse eines Landes, das selbst zu den dreien gehört. Immer wieder heißt es, daß afghanische Banden einmal englisches Gebiet, einmal persisches Gebiet und dann wieder einmal russisches Gebiet plündernd betreten hätten. Wenn solche Rachrichten auftauchen, dann pflegt irgendwo irgend etwas im Spiele zu sein, und ganz besonders bann, wenn, wie dieses Mal, die Londoner Presse die Hauptquelle darstellt. Der Am 1. April hat das Land Waldeck aufgehört zu existieren, es ist Seil der preußischen Provinz Hessen-Rassau geworden. Daß unter den Waldeckern keine sonderliche Begeisterung darüber herrscht, daß infolgedessen auch der preußische Innenminister ziemlich kühl begrüßt worden ist, verstehen wir durchaus. Es liegt im Wesen des Deutschen, daß er seine Selbständigkeit ungern aufgibt und lieber im kleinsten Kreise als in einer größeren Gemeinschaft tätig ist. Darin liegen ja gerade psychologisch die s ch w e r st e n H e m m u n g e n, die sich d l Rationalisierung Deutschlands in den Weg stellen. Wenn Herr Grzesinski die Länder grenzen, wie sie heute bestehen, als dynastische Zufälligkeiten mit einer Handbewegung glaubte wegschieben zu können, bann wird er doch damit den Dingen, wie sie wirklich liegen, auch nicht entfernt gerecht. Aus diesen Zufälligkeiten sind eben Imponderabilien der Seele und des Gemüts geworden, die sich stärker als alle Vernunftsgründe erweisen, die im Laufe der Zeit ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt haben, das fest genug bindet, um selbst die Vorteile übersehen zu lassen, die sich aus der sparsameren Wirtschaft eines größeren Gebietskomplexes doch geradezu handgreiflich ergeben. So hat man sich auch in Waldeck gegen das Aufgehen in Preußen gewehrt, obwohl hier Voraussetzungen Vorlagen, die den Hebergang erleichtern mutzten, einmal well schon im alten Deutschland die Regierung von Waldeck in Daily Expreh spricht schon davon, dah englische Flugzeuge und Truppen an der indisch-afghanischen Grenze in Bereitschaft gehalten werden, und dah man — also England — die Ereignisse mit großer Aufmerksamkeit verfolge. Man kann also wohl ohne besonderen Leichtsinn auf gewisse Pläne Englands oder zum mindesten auf gewisse Wünsche der britischen Regierung in Indien schließen. Welche Rolle dabei den einzelnen Männern in Afghanistan und insbesondere Amanullah zugedacht ist, das ist frellich angesichts des Mangels an wirklich zuverlässigen Meldungen über die tatsächliche Lage in Afghanistan vorläufig völlig undurchsichtig. Mexikanische Bomben auf eine amerikanische Stabt. Racv (Arizona), 2. April. (WB.) Flugzeuge der Aufständischen unternahmen heute einen Luftangriff auf die mexikanische Grenzstadt Raco-Sonora und warfen vier Bomben ab, von denen zwei auf der amerikanischen Seite einschlugen und im Geschäfts- Viertel zahlreiche Fensterscheiben zertrümmerten. Ein amerikanischer Knabe wurde durch einen Bombensplitter verwundet. Der Luftangriff der Aufständischen auf Raco-Sonora, das von 12 000 Mann Bundestruppen besetzt ist, begann am Sonntag. Insgesamt wurden 19 Bomben abgeworfen und auf der mexikanischen Seite zwei Personen getötet und vier verwundet. Der Grenzzwischenfall dürfte die Vereinigten Staaten veranlassen, weitere Maßnahmen zu treffen, um eine Wiederholung eines derartigen Zwischenfalls zu verhindern. Im Staatsdepartement wurde an« gedeutet, dah Generalmajor ßaf fiter, der Kommandeur des 8. Korpsbezirks in San Antonio, Flugzeuge von den texanischen Flugfeldern nach R a c o beordern dürfte. Oer Vormarsch auf Hankau. Paris, 2. April. (WTB.) Rach einer Havas- meldung aus Schanghai gibt das Hauptquartier Tschangkaischeks in Kiukiang bekannt, dah die Regierungstruppen rasch auf Hankau vor- rüden. Admiral Bentschaokuan hat bekannt- gegeben, dah drei Kanonenboote gestern begonnen hätten, die feindlichen Stellungen bei Bonglo zu beschießen. Eine andere Flotille werde morgen in Richtung auf Hankau abgehen, um den Wuhan- Truppen den Rückzug abzuschneiden, falls sie den Bangtse überschreiten sollten. Rach einer Havasmeldung aus Peking haben sich Räuber der Ortschaft T i u t s ch e u südlich von Fukien bemächtigt und die dort befindlichen Gebäude der englischen protestantischen Mission zerstört. Kunst und Wissenschaft. Deutsche Musik in Kopenhagen. Zn Kopenhagen finden die beiden großen Konzerte der Hamburger Philharmoniker unter Leitung ihres Dirigenten Karl Muck statt. Sämlliche Eintrittskarten zu diesen beiden Konzerten waren bereits kurz nach Eröffnung des Verkaufs vergriffen, so daß die Gäste vor einem vollen Hause spielen werden. Um nun einer größeren Zahl von Kopenhagenern Gelegenheit zu geben, ebenfalls die bekannten Hamburger Philharmoniker zu hören, veranstaltet der Zeitungsverlag „Politiken" und der Musikverlag Wilhelm Hansen, die Veranstalter der ganzen Reise, am Sonntag in der etwa sechs- bis siebentausend Menschen fassenden A u s st e l l u n g s ha l l e „F o r u m" ein drittes Konzert, auf dessen Programm Beethovens 9. Symphonie steht. In dem Konzert wirken bekannte dänische Kammer- und Opernsänger und -fängerinnen, ferner ein 250 Stimmen starker Chor mit. Inzwischen ist Dr. Muck mit feinen Musikern in Kopenhagen eingetroffen. Aus diesem Anlaß veröffentlicht „Politiken" am Dienstag einen Begrüßungsartikel, in dem Dr. Muck als ein Fürst der Kunst gefeiert und als der letzte Große einer sagenreichen Zeit bezeichnet wird, als ein Mann ganz für sich cÄein, der nicht mit anderen verglichen meroen könne. „Niemand kennt ihn ober weiß, wie er ist. In dem vollständigen Auslöschen seines eigenen Selbst liegt sein Genie. Er ist ein Dolmetscher für die Werke anderer, aber eins mit ihnen. Ein Fürst der Kunst und ein Diener der Kunst." Deutsch an der Havard-Universität. Die Havard-Universität in Boston hat beschlossen, beim Aufnahmeexamen Deutsch als Hauptsprache neben Latein ober Französisch zuzulassen. Bruno Walter bleibt nicht in Berlin. Die Intendanz der Berliner Städtischen Oper teilt mit, daß bte Verhandlungen mit Professor Bruno Walter zu keinem positiven Resultat geführt haben. Professor Bruno Walter scheidet nach Ablauf seiner derzeitigen Verpfllch- hingen, die bis Ende April laufen, aus dem Verband der Städtischen Oper aus. Der Dirigent wird an der Städtischen Oper noch drei Borstel* preußischen Händen lag, die Selbständigkeit also eigentlich mehr formaler Ratur war, zum andern, weil Pyrmont, die Hälfte des ehemaligen Fürstentums Waldeck, schon längst mit gutem Beispiel borangegangen ist. Schließlich hat das finanzielle Moment gesiegt. Der eigene Regierungsapparat wurde den Waldeckern doch zu teuer, der Kostenpunkt hat alle anderen Hemmungen überwunden und dazu geführt, daß jetzt wieder eins der „Länder" von der Landkarte verschwindet. Ein Land übrigens, das mit seinen wenig mehr als fünfzigtausend Einwohnern gerade die Bevölkerung einer mittleren Stadt ausmachte. Preußen selbst hat ganz gewiß von dieser Vereinigung keine Vortelle, sein Einfluß im Reichsrat wird sogar unmittelbar geschmälert, weil es die Stimme Waldecks verliert, und well aucy im Reichsrat eine Reuauftellung der Stimmen erfolgen muß, die wieder auf Preußens Kosten geht. Aber diese Bedenken sind doch mit Recht zurückgestellt worden gegenüber der Bedeutung, daß nun endlich einmal in der deutschen Flurbereinigung ein Anfang gemacht worden ist. Das Aufgehen Waldecks in Preußen zeigt, daß bei gutem Willen die Schwierigkeiten, die in diesem Problem liegen, zu überwinden sind. Früher oder später wird überall der Zwang zur Gemeinsamkeit stärker sein als die Eigenbrödelei, und vielleicht wird dadurch allein der Weg zu einer neuen vernünftigen Gliederung Deutschlands freigemacht. lungen betreuen. Dann geht er auf eine mehrmonatige Gastfahrt nach Kalifornien. Der Künstler wird seinen Wohnsitz in Berlin bei» behalten; die gelegentlich erörterte Heber» siedlung nach Leipzig kommt nicht mehr in Frage. Verliert die Reichshauptstadt auch Bruno Walter als Opemdirigenten. so wird er, wie sich mit Zuversicht vermuten läßt, doch ihrem Konzertleben künftig seine Kräfte in erhöhtem Maße widmen. Aus aller Wett. Die Ursache des Brandes der „Europa". Noch immer ist man auf der „Europa" emsig mit dem Auspumpe n des Löschwassers beschäftigt. Da diese Arbeit wegen der großen Vorsicht, mit welcher sie durchgeführt werden muß, noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, ist inzwischen mit den Aufräumungsarbeiten begonnen worden. Das Schiffsinnere wird von Sachverständigen und Fachleuten daraufhin untersucht, ob und inwieweit eine Ausbesserung der verschiedenen Anlagen mit Erfolg durchgeführt werden kann oder wo eine Gesamterneuerung vorgenom- men werden muß. Auch die Agenten der verschiedensten Versicherungsgesellschaften nehmen unter Führung von Vertretern der Bauwerft und der Reederei weiterhin Besichtigungen des beschädigten Schiffes vor. Nach Beendigung der Pump- und Aufräumungsarbeiten wird die „Europa" zunächst in Dock gebracht werden. Die Wachmannschaften auf der „Europa" sind infolge der Brandkataftrophe verstärkt worden. Wie die Telegraphen-Union erfährt, bestätigt sich die Meldung der englischen Blätter, daß englische Detektive zur Aufklärung des „Europa"-Bran- des in Hamburg weilen. Auch die anderen ausländischen Versicherungsgesellschaften foöen* eigene Detektive entsandt haben, so u.a. eine holländische Gesellschaft. Der JaU Stolberg. Dienstagvormittag ist die Mordkommission von neuem nach Iannowitz gefahren, um die Aussagen des verhafteten Grafen Christian Friedrich zu überprüfen. Graf Christian wird wieder vernommen werden. Es steht nunmehr fest, daß nach diesen Vernehmungen ein Lokaltermin in Iannowitz im Beisein des verhafteten Grafen stattfinden wird. Erst nach diesem Lokaltermin wird es sich entscheiden, ob gegen den Grafen Anklage wegen fahrlässiger Tötung oder wegen Mordes bzw. Totschlages erhoben wird. Im ersten Falle käme die Angelegenheit vor das Hirschberger Schöffengericht, im zweiten Falle vor das Geschworenengericht. Der neue Dinker. Zürich, 2. April. (MTB.) In den Berglagen der Schweiz hat der Winter wieder Einzug gehalten. Die Reuschneedecke beträgt bis zu 80 0 Meter hinunter 20 Zentimeter. Das St. Gotthardt-Gebiet verzeichnet schwere Stürme, das Thermometer sank bis auf minus 18 Grad. — Auch in Oberbaden fiel bei einer Temperatur um den Rullpunkt Schnee. Der Feld berg meldet zu gleicher Zeit eine Temperatur von minus 8 Grad. Der Dienstag hat im südlichen Schwarzwald eine Reu - schneedecke von 15 Zentimetern gebracht, während in den Tälern und in der Ebene die wärmere Tagestemperatur den Schnee teilweise wieder wegschmolz. Zerstörung des Seesiegs in Arendsee. In Arendsee, dem bekannten mecklenburgischen Badeort, wurde die Landungsbrücke am Ostermontag durch öie Eismassen der Ostsee, die der heftige Nordweststurm in Bewegung setzte, in ihrem Mittelteil auf 140 Meter Länge völlig zerstört. Der Brückenkopf, der erhalten geblieben ist, wurde stark beschädigt. Der Schaden beträgt etwa 100 000 Mark. Mik den durchgehenden Pferden in den Kanal. Auf dem Haarlemer Weg bei Lehden in Holland rasten die Pferde eines Dauernwagens in den neben der Straße herlaufenden Kanal. Die Frau des Bauern sowie die elfjährige Tochter und der siebenjährige Sohn ertranken. während der Vater und drei Männer, die ihn begleiteten, sich noch rechtzeitig durch Abspringen hatten retten können. Ein Auto rast in eine Gruppe junger Mädchen. Ein ungewöhnlich schwerer Automobilunfall hat sich in der Rahe von Lausanne ereignet. Das Auto eines Lausanner Kaufmannes fuhr am späten Montagabend in eine Gruppe junger Engländerinnen, von denen eine auf der Stelle getötet und drei weitere schwer verletzt wurden. Sämtliche junge Mädchen, die sich in einem Pensionat in Lausanne befinden, waren zwischen 1Z und 23 Iahren alt Das Automobil war von drei Personen besetzt und fuhr mit großer Geschwindigkeit im Zickzackkurs eine steile Straße hinunter, wobei der Führer anscheinend die Herrschaft übet? den Wagen verloren hatte. Die drei schwerverletzten ftmgen Damen wurden in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Die Insassen des Autos sind sofort von der Polizei verhaftet und die gerichtliche Hntersuchung gegen sie eröffnet worden. Schwerer Aulounfall. Die Gattin des bekannten Leipziger Derlags- buchhändlers Heinz S t a a f. m a n n ist in der Rähe von Plagwih tödlich verunglückt. Der Privatwagen ihres Gatten geriet auf der Fahrt von Breslau nach Leipzig auf den Sommerweg und rannte gegen einen Daum. Die Trümmer der inneren Windschutzscheibe zerschnitten Frau Staakmann dieHa l s- schlagader, so daß sie auf dem Transport ins Krankenhaus ßötoenberg an Verblutung ft ar b. Die übrigen Insassen des Wagens blieben unverletzt. Schreckenstaten eines Amokläufers. Ein mit Repetiergewehr und Revolver bewaffneter, an Verfolgungswahn leidender, farbiger Arbeiter stürmte durch die Straßen Re- wark (Rew Ierseh, H. S. A.), wobei er auf die Passanten Schüsse abgab. Zwei Männer wurden von ihm getötet und ein dritter schwer verwundet. Ferner wurden zwei Polizeibeamte, die ihn feftzunehmen versuchten, leicht verletzt. Als der Amokläufer sich schließlich in die Enge getrieben sah, brachte er sich einen tödlichen Kopfschuß bei. Bluttat jugendlicher Revolverfchühen. Zwei 'S rüber im Alter von 11 und 17 Iahren begaben sich am Ostersonntag mit Schußwaffen versehen ins Gelände zwischen Rodenkirchen und Sürth bei Köln, um Hasen zu schießen. Sie gelangten dabei zu einer Hühnerfarm, wo sie Eier stahlen. Als bei der Verfolgung der Farmbesiher den älteren Dieb festhielt, zog dieser kurzerhand den Revolver und brachte dem Farmbesiher einen Schuh ins Gesicht bei. Auf der weiteren Flucht wurden die beiden Brüder von der Polizei gestellt. Bei der Festnahme zog der ältere wieder den Revolver und tötete sich durch einen Kopfschutz. Der Farmbesitzer konnte nach einer Operation wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Aussperrung in der hulinduslrie, In der Hutindustrie Gubens und Lucken» Waldes ist seit Monaten eine Lohnbewegung im Gange, die auf eine Heraufsetzung der Löhne ab» zielt. Run hat nach einer Meldung des „Vorwärts" aus Guben der Arbeitgeberverband die Stillegung der Betriebe beschlossen und sämtlichen Belegschaften gekündigt. Die Aussperrung wird nach Ablauf der gesetzlichen Kündigungsfrist von 14 Tagen beginnen. Es werden davon 11000 Mann betroffen, von denen auf Guben allein rd. 6000 entfallen. In einer Versammlung der Arbeiter in Guben erklärte der Geschäftsführer des Hutarbeiterverbandes, dah die Arbeiterschaft bereit fei, sich einem neutralen Schiedsgericht zu unterwerfen, das aus drei Schiedsrichtern bestehe, doch dürfe keines seiner Mitglieder der Hutindustrie angehören. Die Wetterlage. ue._ IThOCA *■ iordoyan. 8S Dienstag, a2/tpril1929, T aMS- 5 O oyoÄ. --Jan Mayn-— f o / Wirs •’l r> derun f K»«> ' X V* 6 o wofitenios O neuer, c» narb oedem » wolkig. • Gedeckt • * Schnee a Graupeln ® Nehel V. GfWit*er,(§)Wlnd5tiile- •O-' 5tnl leichter osi massiger Südsüdwest q stürmische- nordwesl Die Pfene fliegen mit dem Winde. Ole oei den Stationen stehenden Zahlen gehen die Temperatur an. Die Linien verhindert Orte mH gleichen^ euf Meeresniveau umaerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Die Druckstörung wandert südostwärts nach dem Schwarzen Meer hin weiter und Barometeranstieg setzt über Mitteleuropa ein. Der weitere Stattluftju- strom ließ die Temperaturen während her vergangenen Nacht in Mittel- und Norddeutschland bis unter Null Grad zurückgehen. Königsberg heute morgen minus 5 Grad, Dresden minus 3 Grad. Auch in unserem Bezirk sank das Thermometer bis auf Null Grad. Obwohl durch die neue Eismeerdruckstörung das Vordringen polarer Luft- massen unterbunden wird, so hält der Rest der südwärts vordringenden Kaltluftwelle bei uns die Temperaturen weiterhin niedrig Für die kom mende Nacht dürfte sogar leichter Nachtfrost nicht ausgeschlossen sein. Damit dürfte aber auch gleichzeitig der Temperaturumschlag seinem Ende zu. gehen. Wettervoraussage für Donnerstag: 'Wechselnde Bewölkung mit Aufheiterung, nur vereinzelt geringe Schauer, kühl mit leichtem Rachtfrost. Wettervoraussage für Fre-i tag: Roch wolkiges Wetter mit zeitweiser Aufheiterung. Temperaturen zunäckst wenig verändert, jedoch allmählich etwas ansteigend. Lufttemperaturen am 2. April: mittags 5,4 Grad Celsius, abends 3,5 Grad: am 3. April: morgens 1,1 Grad. Maximum 7,4 Grad, Minimum 0 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. April: abends 6,1 Grad; am 3. April: morgens 2,7 Grad. — Niederschlag 0,2 mm. — Sonnenscheindauer 3% Stunden, Ülzen. vchuhwassen -uurchen und h'chen. 6io arm. too sitz tfolgunfi btt zog dieser achte dem ins Ge. ! tourten die eilt. Dei der Jen Aevvlver Psschuh. Der ration wieder eben. ffric. nb Lucken- rbewegung im -tx Löhne ob- g des .Tor« irverband die Mossen und Die Llussper- lichen Kündi« i. Cs werden m denen aus in einer Ter« i erklärte bei rbandcs. daß einem neu« Icrtoerjen, bei h büi(e keiner mgehören. r.'Jel. Uni) rie ^Gtzt iet*. Halver be« Ender, |Qt, krähen Ae° 5 aus yob. 3toci ’ ein dritter J“ Polizei« Ken. leicht chliGich in ■ Uch einen unsUck. V der > Svm. ^um. Die ,"?schuh. 'd'chalz. .^nnsport ■bIutunfl ^blieben 'Oi n >o . 0 0 tit -46 nach den sj?g »l'K« * Et-5'i S1 einem rF» oenig 081 mt>- ,1 grab r> S'A? >* Illi" ä "j (l/itonW L. bürgt für Qualität! aber mit einer Beißzange oder emem an- Aus der Provinzialbauptffadi. Gießen, den 3. April 1929. Feiertags-Einkäufe. Unablässig schwingt die Ladentür. ilnb unablässig verneigt sich der Empfangschef mit der verbindlichen Frage: .Was steht zu Diensten?" .Strümpfe? bitte links, erster Lisch, Damen- ftrümpfe." „Ach nein," die jungen Mädchen sehen sich halb stolz, halb verlegen lächelnd an, „ach nein, wir möchten Herrenstrümpfe." „Ditte Herrenabteilung, rechts oben." „Was steht zu Diensten? Handschuhe? Ditte geradeaus, Wittelgang." And der junge Mann fordert dort Handschuhe, natürlich Damenhandschuhe, „so moderne, Fräulein, mit gestickter Manschette. Größe? Die Dame hat sehr kleine Hände." And er wählt, wählt, bis er aufatmend erfährt, Amtausch sei gestattet. „Was steht zu Diensten?" Der elegante junge Herr gleitet mit den Händen an der Innenseite seines Mantelausschnittes entlang: „So ein Luch, innen zu tragen...“ „Kragenschoner? bitte geradeaus." „Aber nein, ein Damentuch natürlich, so einen Schal." „Ach so, bitte rechts." And bald steht der elegante Herr vor einer sehr reizenden Verkäuferin, die gewandt die zarten Crepe de Cbine-Gebilde zu Knoten schlingt, bleu, beige, lind, rosee. „Was für einen Mantel hat die Dame?" And der Herr beschreibt, ebenso klar wie undeutlich, aber die Verkäuferin nickt verständnisinnig und schlägt für alle Fälle „abstechend" vor. And der Kauf wird getätigt. Nebenan sucht ein Herr Laschentüchcr aus. natürlich Damentaschentücher. And die Dame im modernen Complet sucht unter Herrenschlipsen nach Rotbraun mit Grau. Mütter kaufen Oberhemden für Feriensöhne. Drüder kaufen Modeartikel für hübsche Schwestern, und Schwestern wählen etwas Uottes für Drüder. Bräutigams schwanken zwischen Handtaschen mit Dügel- oder Reihverschslutz. und Dräute wissen nicht, ob sie die weißen Herren-Waschlederhandschuhe ganz weih oder schwarz abgesteppt nehmen sollen. And wann war das alles? Natürlich vor Ostern. Denn alles konnte man dem lieben Lier, dem Osterhasen, doch nicht überlassen. Man trat sozusagen in Jdealkonkurrenz mit ihm. Aber man war eben nur ein Mensch, ein Mensch, der irrt, so lang er strebt. . And so wird nach der Ruhe des Festes wieder die Ladentür schwingen, und die zu kleinen Damenhandschuhe werden in größere, die schwarzgesteppten Herrenhandschuhe in rein weiße umgetauscht werden. Der abstechende Schal war zu abstechend, der braungraue Schlips paßte nicht zum Mahagonibraun des Anzuges, und die blaue Ledertasche mit Reißverschluß wird zu einer Bügeltasche in Dleu werden. ilnb dann ist. nach einer leisen Verstimmung im Anfang, endlich doch alles befriedigt. Oder Was steht noch zu Diensten? E. v. M. Daten für Mittwoch. 3. April. Sonnenaufgang 5.33 Uhr, Sonnenuntergang 18.35 Uhr. — Möndaufgang 3.24 Uhr, Monduntergang 10.39 Uhr. 1682: der spanisch Maler Bartolome Esteban Murillo in Sevilla gestorben; — 1783: der Schriftsteller Washington Irving in Neunork geboren; — 1838: der Staatsmann Leon Michael Gambetta in Lahors geboren; — 1862: der Seefahrer Sir James Clarke Noß in Ailsbury gestorben; — 1863: der belgische Maler Nenri van der Velde in Antwerpen geboren; — 1897: der Komponist Johannes Brahms in Wien gestorben. r aten für Donnerstag. 4 April. Sonnenaufgang 5.31 Uhr, Sonnenuntergang 18.37 Uhr. — Mondausgang 3.59 Uhr, Monduntergang 11.48 Uhr. 1785: die Schriftstellerin Bettina v. Arnim m Frankfurt a. M. geboren; — 1823: der Ingenieur K. W. o. Siemens in Lentha geboren; — 1905: der belgische Bildhauer und Maler Constantin Meumer in Brüssel gestorben. 3m Hamen der „Gebrüder Röhrle". Man schreibt uns: Jeder alte Gießener erinnert sich mit Freuden daran, daß einst in der Frankfurter Straße — zwischen Alicestraße und Liebigstraße — am Hause Nr. 12 ein Brünn- lei n existierte. Aus zwei Röhren spendete es Wasser, für Menschen und Tiere. Der Volksmund hatte das Brünnlein in Anlehnung an den Namen einer heute noch — wenn auch unter veränderter Firma — in Blüte stehenden Brauerei „Gebrüder Röhrle" getauft. Wer Durst hatte, konnte ihn stillen am Brunnen vor dem Tore. Aber emes Tages erregte besagtes Brünnlein trotz seiner Idylle wohl das „vorgeschriebene öffentliche Aergernis . Ein Moritz von Schwind hätte es gemalt, sich und anderen zur Freude! Irgendeine städtische Stelle aber stellte vor Jahren den „Mißstand und die Wasserläufe ab, denn zur kalten Winterszelt war wohl ein bissel Brunnenwasser Eis gefroren. Defalt) wurden die Gebrüder Röhrle in Acht und Bann getan. , Ein Erlebnis: Vor drei oder vier Jahren bog em „Alter Herr" unserer lieben alma mater ber gewiß lange nicht mehr hier gewKn war, mit seiner Gattin und einem reizenden Töchterlein, au? der Lte= bigstraße kommend, in die Frankfurter Straße ein. „Jetzt kommen wir gleich an die Gebrüder Röhrle, rief er, „benen ich einmal mit zwei Korkstopfen den Mund geschlossen habe." Alle drei^ lachten herzlich über den einstigen harmlosen ^tudentenulk des längst in Amt und Würden stehenden Vaters. Aber - als sie an die historische Stelle kamen gabes eine bittere Enttäuschung: „Kem Quell durchrann den Sand" , . , Und wie diesen dreien, so mag es noch vlelen anderen ergangen sein: Enttäuschung kam über sie. Philiströse Gebe — eine kahle Wand, an der sich 3uw r nochamei Röhren befinden, deren Auslauf deren zweckentsprechenden Instrument „Z u g e - petzt" worden ist. Wer hctt's getan? Es fehlte nur noch, daß man in den Vorgärten der Frankfurter Straße die alten Fliederbäume beseitigte, deren Dolden und Dust uns hoffentlich recht bald wieder erfreuen werden. Warum diese Zeilen der Oeffentlichkeit übergeben werden? Weil feit einiger Zeit an und über der Brunnenwand, die von Rechts wegen den „Gebrüder Röhrle" gehört, eine höchst übel wirkende Plakattafel ange- b r tuf) t wurde, die das Straßenbild verschandelt. Das gehört sich nicht! Plakate gehören wohl an Litfaßsäulen, aber nicht an historische Brunnenwände. Wir alten Gießener bedanken uns für derartige Verschandelungen unseres Stadtbildes. Aber, ganz bescheiden im Namen der „Gebrüder Röhrle", bittet der Schreiber dieser Zellen — als einer für viele — die gewiß einsichtsvolle zuständige städtische Verwaltung, den gegenwärtigen Zustand an besagter Stelle zu prüfen und — die Sünden der Väter wieder gut zu machen. F. G. Vertreter Versammlung des Oberhessischen Bienenzüchtervereinei. Der Vorsitzende, Lehrer Buß (Leihgestern), eröffnete die Vertreterversammlung gestern vormittag im „Hindenburg" mit herzlicher Begrüßung der fast vollständig erschienenen Vertreter der Oberhessischen Zweiavereine und des Vertreters der Druckerei der „Biene". Er gab einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr, das einen Abgang der Mitgliederzahl um 150 gebracht hat, so daß der Verein zur Zeit 1370 Mitglieder zählt. Im Vereinsgebiet sind hier und da Bienenseuchen ausgetreten, über die bei rechtzeitigem Eingriff Herr zu werden nicht schwer sein wird. Die Ernte des vergangenen Jahres war mittel bis gut, je nach Lage des Bienenstandes. Der Verband Hessischer Imker ist dem Deutschen Jmkerbund angeschlossen, der jetzt wieder in Oberlehrer Lupp (Heilbronn) als Vorsitzenden einen neuen Vorstand hat. Von den Zweigvereinen waren gestern nicht vertreten die Vereine von Engelrod, Leun und Ulrichstein. Wegen seiner Verdienste als Vorsitzender des Gießener Zweigvereins während 25 Jahren wurde der Vorsitzende Buß zum Ehrenmitglied des Hauptöereins ernannt und ihm durch Lehrer R u n k (Okarben) ein entsprechendes Diplom überreicht. Da er zugleich 20 Jahre Vorsitzender des Hauptoereins ist, ' überreichte ihm ber Vorstand durch Amtsgerichtsrat K l i e t s ch (Büdingen) als Zeichen der Anerkennung seiner Verdienste um den Hauptverein einen Klubsessel. Nach Dankesworten des Geehrten erstattete Rechner Schäfer (Gießen) die Rechnungsablage, die sich in Einnahme auf 9183 Mark, in Ausgabe auf 7559 Mark stellte. Der Vermögensbeftand beträgt 1621 Mark. Dem Rechner und dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt und dem Rechner der Dank des Vereins ausgesprochen. Der Voranschlag für 1929 beläuft sich in Einnahme und Ausgabe auf 5800 Mark. Auf Anfrage des Lauterbacher Vertreters des Zweigvereins Lauterbach berichtete der Vorsitzende über den Preis des E i n he i ts g l a fe s , das ^-Pfund-Glas 15 Pfennig, das 1-Pfund-Glas 20, das 2-Pfund-Glas 30 Pfennig. Es ist eine Verbilligung der Preise für 1929 in Aussicht genommen. Lehrer Braun (Holzhausen v. d. H.) beantragte, daß der Vorsitzende für Verwendung des Reichszuschusses zur Verbilligung des Einheitsglases ein- treten möge. Auch der Fabrikpreis der Gläser wurde als zu hoch bezeichnet. Zur Verniinderung der Kosten für Vereinsredner wurde vorgeschlagen, an Hauptplätzen Vorträge halten zu lassen, zu denen die umliegenden Vereine eingeladen werden sollen. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, day echter deutscher Bienenhonig nur im etikettierten Einheitsglas zu haben ist. Das Honigschutz- gesetz, auf das schon so lange gewartet wird, steht immer noch aus, ebenso ein Gesetz zur Bekämpfung der B i e ne n se u che n. Am 14. April hält Prof. Dr. Freud en stein vom Zoologischen Institut der Universität Marburg in Gießen einen Vortrag über Bienen- ,ucht und Landwirtschaft, wozu durch den Vorsitzenden alle in Betracht kommenden Vereine eingeladen worden sind. Es wird dringend gewünscht, daß das Abpflücken der Weiden- und Haselnuhkätzchen, die zur Pflege der Bienenbrut unbedingt notig find, unterbleibt. Der Verband ist in 1929 bei der Gothaer Versicherungsgesellschaft gegen Haftpflicht versichert. Von 1930 an beginnt die Haftpflichtversicherung beim Deutschen Jmkerbund, der auch eine billige Versicherung gegen Feuerschaden und gegen Einbruchsdiebstahl eingeführt hat. Die diesjährige Wanderversammlung fällt aus Ersparnisgründen aus, wodurch nahezu 500 Mark für den Verband erspart werden. Der bienenwirtschaftliche Lehrgang in Hirzenhain wird aber wieder abgehalten; die Zett wird in der „Biene" rechtzeitig bekanntgegeben werden. Es wurde aufmerksam gemacht auf die Lehrgänge der Lehr- und Versuchsanstalt für Bienenzucht bei dem Zoologischen Institut der Universität Marburg vom 25. bis 27. Mai und 14. bis 16. Juni d. I. mUnfälle, 'die dem Haftpflichtgesetz unterliegen, sind sofort dem Vorsitzenden zu melden. lieber die Wanderversammlung und Ausstellung des vorigen Jahres in Schotten entspann sich efne längere Aussprache. Im Anschluß daran stellte Amtsgerichtsrat K liet sch (Büdingen) den Antrag, daß eine Kontrollorganisation von drei Mitgliedern ernannt werde, die die Voranschläge für die zukünftigen Ausstellungen zu prüfen hat. Die Kommission wurde ernannt. %ür 1930 will der Schliherländer Verein die Wanderversammlung in Verbindung mit der Feier seines 25jährigen Destehens uber- Zu Ehrenmitgliedern des Oberhessischen Vereins wurden die Herren Lehrer i. R. Fi - scher, Metzgermeister D l u m, Forstmeister i. R. Adolph, sämtlich in Schlitz, Heinrich Schmidt (Saasen) ernannt. Der Vereinsbeitrag für 1929 bleibt wie seither auf 4 Mk. festgesetzt, auch die Rückvergütung bleibt dieselbe wie seither. Der Vorstand wurde beauftragt, bei ber Hessischen Regierung den Erlaß einer D e r o r b * nung gegen die Ausbreitung derDie- nenseuchen zu beantragen. Vom 29. Juli bis 1. August findet in Regensburg die Hauptversammlung des Deutschen 3m- kerbundes statt, der vom Vorsitzenden besucht wird. Die Wanderversammlung des Deutsch-österreichischen Jmkerverbandes findet vom 3. bis 6. August in Graz statt. Zu Himmelfahrt hält Redakteur Hensel (Hirzenhain) einen Vortrag auf dem Stand des Herrn Braun (Holzhausen) ab. Herr Braun empfiehlt die Königinzucht von Sklenor. Bei ber Wahl bes Vorstandes wurde ber seitherige Vorstand auf weitere fünf 3ahre wiedergewählt. Da weitere Anträge für die Tagung nicht eingereicht worben finb, wurde hierauf die Tagung geschlossen. Briefumschläge mit unzulässigem Aufdruck. Im Postverkehr werden vielfach noch Briefumschläge verwendet, die auf ber Außenseite über bas zulässige Maß mit Angaben bedruckt sind. Die Deutsche Reichspost macht daher erneut darauf aufmerksam, daß über die Anbringung von Absenderangaben und Reklamen auf den Briefumschlägen usw. folgendes gilt: 1. Bei gewöhnlichen und eingeschriebenen Briefsendungen sollen Absenderangaben sowie Werbeanzeigen auf die Rückseite und das linke Drittel der Vorderseite der Briefumschläge usw. beschränkt bleiben. Zu den Driefsendungen zählen hierbei Briefe, Drucksachen, Warenproben. Geschäftspapiere, Mischsendungen, Briefpäckchen sowie sonstige Päckchen. Die Bestimmungen beziehen sich nicht nur auf Briefumschläge, sondern auch auf Streifbänder (für Drucksachen). Taschen (für Warenproben). aufzuklebende Anschriftzettel usw. 2. Umschläge usw. mit Aufdrucken, die sich über die ganze Rückseite erstrecken, müssen am oberen Rand der Rückseite einen mindestens 2i/2 Zentimeter breiten freien Raum haben. Der freie Raum an dieser ©teile wird postseitig nicht in Anspruch genommen, wenn sich auf der Rückseite nur Absenderangaben befinden oder an anderer Stelle der Rückseite ein entsprechend großer Raum freigelassen ist. 3. Für Fensterbriefe besteht folgende Ausnahme: Umschläge mit einem Fenster, das in das linke Drittel der Vorderseite hineinragt, können bis auf weiteres in dem Raum oberhalb des Fensters bis zur Hälfte des Timschlags und in dem Raum unterhalb des Fensters bis zum linken Drittel des Umschlags mit Absenderangaben und Werbeanzeigen bedruckt werden. Die Anschrift kann in I der ganzen Breite des Fensters erscheinen. Für den Aufbrauch der Briefumschläge usw., die über das zulässige Maß mit Angaben bedruckt sind, war eine Frist von 2V2 Jahren — laufend vom 1. April 1926 bis 30. September 1928 — gewährt worden. Da sich aber in Versenderkreisen immer noch erhebliche Bestände solcher unzulässigen Briefumschläge befinden, ist die Aufbrauchfrist nochmals bis zum 31. Dezember 1929 verlängert worden. Mit einer Verlän- rung der Aufbrauchfrist über diesen Zeitpunkt hinaus ist nicht zu rechnen. Nach diesem Zeitpunkt müssen Briefumschläge, die den Poftord- nungsbestimmungen nicht genügen, von der Post- beförderung ausgeschlossen werden. Bornotizen. — lagesfalenber für Mittwoch. Stadt- theater: „Dame Kobold", 20 bis 22.30 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Königin des Va- rietös". — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterburau wird uns geschrieben: Die erste Wiederholung von „Dame Kobold" beginnt um 20 Uhr heute abend. — Freitag, 5. April, findet die 3. Aufführung des Calderonschen Lustspieles statt. — Die Fremdenvorstellung „Cäsar und Cleopatra" beginnt um 19 Uhr, Sonntag, 7. April. — Das Gastspiel der Wiener Hofburg ist auf Dienstag, 9. April, festgelegt. Es ist der Intendanz gelungen, das WienerKünstlcrensemlle unter Leitung von Professor Albert Heine für dies einmalige Gastspiel zu gewinnen. Eine Wiederholung der Ausführung findet nicht statt. — Intendant Dr. Prasch wird als nächste Neu- eiiHudierung „Oktobertag" von Georg Kaiser heräusbringcn. Die Premiere findet am Mittwoch, 10. April, statt. ** Schneefall im Gebirge. Aus unseren heimischen Gebirgen, vom Vogelsberg, dem Taunus, Spessart, Odenwald usw., wird Schneefall gemeldet. Heute morgen zeigten die Bergeshöhen wieder eine weiße Haube. Da die Temperaturen noch weiter sinken sollen und sogar Nachtfröste bevorstehen, ist unter Umständen damit zu rechnen, daß auch in den nächsten Tagen noch weiterer Schneefall eintritt. ** Der neue Vorsitzende der oberen Bergbehörde Hessens. Der Minister für Arbeit und Wirtschaft, Korell, hat den Staatsrat Karcher, Vorstand der Abteilung 1 des Ministeriums (Industrie, Handel, Gewerbe und Soziale Fürsorge) zum Vorsitzenden ber Oberen Bergbehörde Hessens berufen. '*** Veränderungen bei der hessischen Brandversicherungskammer. Mit dem heutigen Tage tritt der Oberregie- rungsrat bei der hessischen Brandversicherungs- lammer, Georg Müller, wegen Erreichens der Altersarenze in den Ruhestand. An seine Stelle tritt Oberregierungerat Fritz Neuling mit Wirkung ab 15. April. Außerdem wurden der Oberrechnungsrat Phil. Jo del zum Rechnungsbirektor, zum Oberbausekretär ber Baupraktikant Aug. Becker, Mainz, und der Finanzpraktikant Ludw. Grahn, Darmstabt, zum Revisor bei der Brandversicherungskammer ernannt. ** Dienstjubiläum bei dcr Reichs - bahn. Der beim Bahnhof Gießen tätige Reichs- bahn-Oberstettwerksmeister Karl Hof, wohnhaft in Klein-Linden, konnte am 30. März auf eine 40jährige Dienstzeit bei ber Reichsbahn zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurden dem Jubilar von dem Leiter des hiesigen Bahnhofs, Reichsbahnamtmann Dörr, je ein Glückwunschschreiben des Reichspräsidenten, der Reichsbahn- Harptverwaltung und der Reichsbahndirektion Frankfurt o. M. überreicht. Amtmann Dörr brachte dem Jubilar im Beisein ber Dahnhofs- leitung und des gesamten Dureaupersonals auch die Glückwünsche des Gießener Dahnhofspersonals bar und banit: h n für bie treu g.leisteten Dienste. **$ Sitzung des Provinzialausschus- s e s. Am Samstag, 6. April, vormittags 8.30 Tlhr beginnend, findet in dem Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses ber Provinz Oberhessen statt mit folgcnber Tagesordnung: Gesuch des Heinrich Lindemann in Bad-Nauheim um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft mit Branntweinausschank im _ Hause Frankfurter Straße 95; Gesuch des Händlers Heinrich Seid in Bad-Nauheim um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft mit Branntweinausschank im Hause Parkstraße 44; Klage ANZEIGEN für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahmefällen nicht gewährleistet werden! VERLAG DES GIESSENER ANZEIGERS des Dczirksfürsorgeverbanbes der Stadt Gießen gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Büdingen auf Ersah von Fürsorgeaufwendungen für Karoline Weber aus Ahdach. " Nachsendung der Post. Zn Anträgen auf Nachsendung von Postsendungen sind möglichst bie amtlichen Vordrucke zu benutzen, die an den Post- schaltern und von den Postzustellern zur Abgabe bereitgehatten werden. Die Verwendung dieser amtlichen Vordrucke gewährleistet die pünktliche Nachsendung der Post und ist daher zum Vorteil ber Empfänger. ** Lernt Einheitskurzfchrift! Man schreibt uns: Nicht oft genug kann diese Mahnung an alle junge Leute beiderlei Geschlechts ergehen. Die Kurzschrift wird heute in Handel und Industrie sowohl, als auch von der Beamtenschaft gefordert. So hat das hessische Gesamtminifterium unterm 6. September v. I. Richtlinien erlassen, worin cs u.a. heißt: „Die in den Kanzleidienst eintretenden Personen haben bei ihrem Eintritt eine Schreib- gcschwindigkeit von mindestens 120 Silben in der Minute in der Einheitskurzschrist nachzuweisen. Für die Zulassung zum Vorbereitungs- oder Probedienft ist Bedingung, daß der Anwärter etwa 120 Silben in der Minute in Einheitskurzschrift lesen und etwa 80 Silben in der Minute schreiben kann." Die Kurzschrift ist aber nicht von heute auf morgen zu erlernen, wie viele leider immer noch glauben; nur dauernde Hebung führt zu ihrer völligen. Beherrschung und lohnt aber auch den auf sie verwen- beten Fleiß doppelt und dreifach. Wir möchten daher nicht verfehlen, auf den am Montag. 15. April, abends 7.30 Uhr, in der Goetheschule — Westanlage — beginnenden Anfängerlehrgang des Kurzschrift- vereins von 1861 und des Damenvereins „Gabelsberger" hinzuweisen. Zur Weiterbildung geben die ebenfalls neu beginnenden Fortblldungs-, Diktat- und Redeschrift-Lehrgänge unter Leitung von staatlich geprüften Lehrern der Kurzschrift und Berufsschullehrern ausgiebig Gelegenheit. Man beachte die heutige Anzeige. •• Preisgekrönte Hunbezüchter. Auf ber großen Internationalen Hundeausstellung in Franffurt a. M., die mit etwa 700 Hunden beschickt war, konnten außer dem bereits genannten preisgekrönten Züchter Petri noch folgende hiesige Züchter und Besitzer große Erfolge erringen: E. Niemann auf Deutsche Boxer drei 1.. einen 2. Preis, 1. Preis für beste Boxerzuchtgruppe; Ferdinand Wirrt) Wanderpreis, 3. Preis Zuchtgruppe für Diensthunde, sowie 10 Ehrenpreise; Direktor Stoite auf Dachshund- Rüden zwei 1. und einen Ehrenpreis. Vorzüglich. Fabrikant Hellmuth Mueller-Leutert auf Schott. Terrier-Rüden in offener Klasse, Vorzüglich. 1. und Ehrenpreis; Frau Direktor Münk er auf Schottische Terrier-Hündin Sehr gut und 2. Preis; K. 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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen, für die liebevollen Worte des Herrn Pfarrers, dem Gesangverein, sowie für die Kranzniederlegungen sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Familien Hofmann, Wellershausen und Wagner. Vogt’sche “ Dr. phil. Karl Büttner Studienassessor. Zrische Wche Donnerstag trüb 9 Uhr eintreffcnd: Saubererlange sm» Anfragen und AuStragen f.Lebens- mittel für sofort gef. Zu erfr. t. d. Geschst. d. Giess. Anz. 01874 Ein ehrlicher, junger Fahrbursche sofort gesucht, iwec-teljiling Sohn achtb. Eltern, kann soiorteinireten. 1 AevilmöWen gef. Schr. Angeb. u. 3018D q. d.Gtess.Anz. 5-PS-Orettstr.' Motor -D Bergmann, neu. 220/380 V. 14 0 u, für den Spottpreis von Mk. 200.— zu verk. Carl Schnnck. Gutes 01881 Viauo bei Barzahlung, sehr billig abzugeb. Off. unter Nr. A.H.2B au Mitleid. Annoncen- Eapod., Ploehntr. 6 MsjMN I für fof. gesucht. [sonD MWMeM Gewandte Stenotypistin (feilte Ansängertin für htes. 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Bewerber wollen sich melden: Bürgermeisterei Reiskirchen. 3O13D Reiskirchen, den 2. April 1929. Hessische Bürgermeisterei. ______________Schomber.______________ Bekanntgabe. Die am 28. März l. I. im Gemeindewald Mainzlar stattgefundene Nutzholzversteige- runa ist genehmigt. 2998D Mainzlar, am 3. April 1929. Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel. L. Mosenzweig (Bießen. seitet&ro. 581. Karte genügt. - nviA Mk WM vor Ztr. RM. 2.50 ca. 50 Zentner abzn» geben. 3014D Holzsnbmissiou. Die Gemeinde Mainzlar verkauft im Wege schriftliche» Angebots folgende Fichten-Ltämme. Kl. la 130 Stück mit .......... 26,90 fm „ Id 190 ,, ............ 73,96 „ „ 2a 81 „ „ .......... 58,73 „ „ 2b 34 „ „ ..........41,32 „ „ 3a 21 „ „ .......... 32,68 „ „ 4a 2 ,, „ 3,64 „ Das Holz ist mit Rinde gemessen, ist aber entrindet und au die Wege verbracht. Die Angebote find verschlossen, mit der Aufschrift „Holzsubmission", nach Klassen getrennt, bis zum Freitag, dem 5. April lfd. I4., nachmittags 4 Uhr, aus unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, tvo auch die Verkaussbedingungeu bekanntgegeben werden, welche sehr günstig sind. Mainzlar, den 30. März 1929. Bürgermeisterei. _____________Vogel.________2924 D Holzversteigerung. Aus den Waldungen der Stadt Allen- darf o. d. Lumda wird am Mittwoch, dem 10. April 1929, nachstehendes Holz an Ort und Stelle versteigert: 3002D 1. Nutzholz. Stämme: Eichen l.Kl. 21 Stück = 4,25 fm; 2. Kl. 49 Stück = 19,66 fm; 3. Kl. 8 Stück - 6,22 fm; 4. Kl. 1 Stück - 1,11 fm. — Buchen 4.Kl. 1 Stück = 0,69 fm; 5.Kl. 1 Stück = 0,95 fm. Derbstangen: Lichen 1. Kl. 1 Stück = 0,09 fm. — Fichten 1. Kl. 8 Stück = 0,72 fm; 2. Kl. 14 Stück = 0,84 fm; 3. Kl. 27 Stück - 0,81 fm. Ruhknüppel: Eichen 2 rin (2,50 m lang). 2. Brennholz. Scheit: Buchen 180,2 rm; Eichen 2 rm; Fichten (rund) 7 rm. Knüppel: Buchen 81,5 rm; Eichen 39,5 rm; Fichten 3,5 rm. Reisig: Buchen 630 rm; Eichen 50 rm. Stöcke: Buchen 16,5 rm; Eichen 5 rm. Die Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr Ecke Triftweg—Sumpfweg. Allendorf a. d. Lda.. den 2. April 1929. Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Rein. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag für 1929 liegt vom 4. d. 2TI. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Ober-Beffingen, den 3 April 1929. Bürgermeisterei Ober-Beffingen. Keil. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Jnhe.den für 1929 Rj. liegt von Mittwoch, den 3. April, bis einschliesslich Dienstag, den 9. April 1929, auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Frist können bei uns Einwendungen schriftlich oder mündlich zu Protokoll vor- aebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. 3001D Inheiden, de» 2. April 1929. 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Derjenige Herr tut grauen Anzug, welcher a. Dienstag ziviichen (• und 7 llhr tm i Iieater-Cal6 fast, wird von gegenüber sitzettder.', Dame um Lebenszeichen gebeten unter 0188!) an den Giei;. Atircig. Gesangverein „Seiierkeii" Morgen Donners'an: agslMile bei Faulet ich. 2v ^oiTer Borstand Der Samstag, 6.Avril. 20', Ubr: 2U97D Pflichtabend »Stadt Mai«»-, Mittwoch, 3. April 1929 Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) ttr.77 Zweites Blatt ‘’tigung Un9 im rfung ordnung n Amls- ^oinman- ' Ziegen- jstermin: München: Juni 1929. Sw Mig im / plain, aber em gewißer ocguimeiiiei» zug in Ihrem Antlitz verrat dem Kenner, daß Sie ein Organisator von Llnwesentlichkeiten sind, ein wandelnder Aktenschrank. Sie haben die Liebe im Herzen. Stoff im Kopf und dürsten nach CÖier und Erkenntnis. Headlines, Headlines 1 Allgemeine Grundlinien! Das ist es. was euch Deutschen fehlt. Darum macht ihr in der Politik nichts weiter als gottverdammten Blödsinn. Man kann keine Massen mit Geistesfrüchten traktieren. Klare, saubere Lieberschriften! Darauf hören Pro- schwächt und zerrüttet, sieht seine neu errungenen mazedonischen Gebiete bedroht, von Osten her wird es von dem mit Italien in enger Verbindung stehenden Bulgarien durch die Tätigkeit des von Sofia aus toirfenten mazedonischen Komitees in Llnruhe gehalten, im Westen von den Expansionsbestrebungen des albanischen Rationalismus. Lind weiter hat Südslawien auch von Süden her im Falle mazedonisch-albanischer Verwickelungen keine Hilfe zu erwarten infolge der g r i e ch i s d) - i t a l i e n i s ch e n Annäherung, wie sie sich durch den griechisch --italieni- scheu Freuudschaftspet: vom September 1928 ergibt. Die Freundschaft zwischen Athen und Rom schiebt weiter den südslawischen Aspirationen aus Saloniki einen Riegel vor. Daneben laufen der im März vorigen Jahres abgeschlossene italienisch-türkische Freundschaftsvertrag, mit dem in der Türker der französische Einfluß zugunsten des italienischen zurückgedrängt ist. ebenso wie durch den italienisch-griechischen dem französischen Einfluß in Athen Abbruch getan ist. Weiter geht das Bestreben Mussolinis dahin, zwischen der Türkei und Griechenland zu vermitteln, welchem Zwecke die letzten Besuche Grandis in Athen und Angora gedient haben. Diese Vermittelung zwischen der Angora-Türkei und Griechenland scheint auf dem besten Wege zu sein: Mussolini geht hierbei von der Erkenntnis aus. daß sein Paktsystem auf dem Balkan, das ihm jedenfalls die Möglichkeit einer indirekten Einflußnahme sichert und durch ein bulgarisch-griechisch-albai ischrs Zusammenwirken Südslawien in Schach hält, nur dann von Erfolg begleitet sein kann, wenn Griechenland vor einer feindlichen Türkei gesichert ist. n'lvijsse- >r» 1929 i*er zum Agende- zur @e= Eesamt- Qrunb: wie die lande- dies erlauben. Die italienische Regierung hingegen verlangt, daß allen italienischen Staatsangehörigen. auch denjenigen, die schon vor der ranzösischen Besetzung in Tunis sich niedergelassen hätten, die Beibehaltung ihrer Rattonalität ermöglicht wird. Richt bedeutungslos ist bei dem sranzosisch- italienischen Gegensatz schließlich die Frage einer Grenzberichtigung zwischen T u n i s und Tripolitanien. Italien fordert hier, unter Berufung auf Artikel 13 des Londoner Vertrages von 1915. von Frankreich Grenzvor- bessetungen, die Italien in den Besitz der Gebiete von Libesti und Dorku bringen sollen. Gebiete, die bei einer von England und Frankreich willkürlich vorgenommenen Grenzregulierung an Frankreich gekommen sind. Diese Forderungen sind insofern wichttg, als sie im Zusammenhänge stehen mit den Plänen der italienischen Kolonialpolitik in der Richtung eines Ausbaues beziehungsweise der Schaffung eines italienischen Kolonial-Afrikas, das von Tripolis bis zur afrikanischen Westküste reichen soll. Pläne, .Muli Aicher les ®ie.- Januar tn. beten. c So kam ich nach Amerika. ^>ch besah Die Gave der fließenden Rede und die Elemente der klugen Vorausberechnung. Da ich. wie gesagt, em geschliffener Sprecher war und Liebe zum Volk besaß. ging ich in die Politik. Wissen Sie, was es heißt, ein Politiker zu fein, junger Mann? Ich werde Ihnen den irischen Standpunkt erklären. Der Staat ist ein großer Geber oder sollte es wenigstens sein. Richt wir tun etwas für den Staat, sondern er muß Dinge für uns tun. Untere Aufgabe besteht nur in feiner Erhaltung. Ganz so, wie eine Frau ihren Mann bei Kräften erhalten muh und infolgedefsen ein freies meal- ticket besitzt. Ein Politiker ist em Mensch, der agiert, redet, organisiert, schimpft, verherrlicht, verflucht: nach bestem Gewissen, wenn er em starker Mann ist, auf Geheih. wenn er ein An- fanget ist. Dafür gibt ihm der Staat em Monatsgehalt von irgendwoher für irgendwas. Das ist irisch, das ist sauber. Das ist fair, mister , Aber die Lleberzeugung. Herr O Gilvy^ ..Iunger Mann." sagte der Städtebegrunder mit blutigem Lächeln. „Sie sind ern Deutscher. über deren Durchführbarkeit und Möglichkeit m«r sich allerdings in Italien wohl selbst noch nicht völlig klar ist. So treten die Gegensätze zwischen Italien unD Frankreich in und am Mittelmeer deutlich in Erscheinung. Eine Verständigung erscheint mehr als schwierig, völlig unmöglich ist sie allerdings mcht. Auch vor dem Kriege glaubte inan allgemein an die Llnüberbrüdbarkeit des englisch-russischen Gegensatzes, während die Verständigung Dann schließlich doch erfolgte. E n g l a n d hat Interesse daran, den italienisch-französischen Gegensatz latent zu erhalten: einesteils sieht es in hatten ein Gegengewicht gegen Frankrei^ Machtstellung im Mittelmeer, anderseits aber kann es kein Italien dulden, das so stark ist. daß es- ettoa gegen Englands Willen und gegen die englischen Interessen handeln könnte. Schließlich aber wird England, wie die Wiedererneuerung Der Entente cordiale mit Frankreich beweist, vor die Wahl gestellt, immer eher für Frankreich al« für Italien optieren. 9er alüMMche Bauernhof nnd seine Men Don Hellmut Loh. ian>'.llna"'el" ss= Abtritts der nur 'Abende»,, noiuUßf 1,1 t mit«»' w a gdM", Der Machtkampf im Mitte-meer. Frankreich und Italien, die beiden lateinischen Schwestern, beide in gleicher Weise sich als die Rachfahren der alten Römer fühlend, die einst ihre Weltherrschaftspläne in diesem Teil der damals bekannten Welt zu verwirklichen suchten, ringen um die Herrschaft im Mittelländischen Meere, genauer ausgedrüclt um die Vorherrschaft in Südo st -Europa und im östlichen Teile des Mittelmeeres. Seit M u s s o - l i n i der Exponent Italiens geworden ist, tritt dieser Machtkampf immer deutlicher in Erscheinung. Am 21. Februar 1925 hat der Duce in der Kammer Die Ziele des italienischen. Expansionsdranges deutlich mit den Worten umschrieben: „Italien kann nur nach dem Orient gehen". Der Verwirklichung der Ziele des neuen italienischen Imperialismus hat die gesamte Politik Mussolinis in den letzten Iahren gedient, seine Paktpolitik auf dem Balkan, seine Versuche der Einigung der Dallanstaaten unter italienischer Aegide. seine fortgesetzten kolonialen Tastversuche an der afrikanischen und vorderasiatischen Küste, in Tripolis und Tunis, in Tanger und an der ägyptischen Grenze der Erwerb von Djarubt war hier ein bescheidener Anfang. Hierzu kommen die Versuche, von Erithraea aus im 3cmen festen Fuß zu fassen. Liebevoll auf diesen Wegen schneiden sich mehr oder minder stark die Interessen Frankreichs und Italiens, überall zeittgt die politische Aktivität Italiens Konfliktstoff mit Frankreich. „Statt Frankreich, das 160 Iahre lang das Wort führte, übernimmt Italien jetzt das Wort und reißt die Führung an sich." so äußerte sich Mussolini im Iahre 1926, als er sich zu seiner Tripolisfahrt anschickte. „Das Meer muh frei fein; niemand hat das Recht zu sagen: dieses Meer gehört mir“, das war der Widerhall, den die Rede Mussolinis in Paris in einer Erklärung des französischen Marineministers Le- ghues fand. Richt minder treffend wird die latente französisch-italienische Spannung gekennzeichnet durch Ausführungen der „Turiner Stampa". in denen unter Hinweis darauf, daß Die Repa - rät innen, die Deuts chland zu leisten habe, mit „Wiederherstellungen" seit langem nichts mehr zu tun hätten, sondern allein zur Auf- rechter Haltung der militärifch-Pvli- tischen und finanziellen H e g c m on ie Frankreichs über Europa gegen Deutschland und Italien dienten, und daß die deutschen Zahlungen dazu benutzt würden, um die Südslawen gegen Italien auszurüsten und durch den Dau der Trans-Sahara-Dahn die Regertruppen in einer Woche von Senegal an die italienische Grenze befördern zu können, festgestcllt wird, „daß beide Frankreichs, sowohl das der Linken wie das der Rechten, Italien von Grund aus Feind seien, und daß alle Freundschaftsreden und Ausgleichsversuche eitel Baendaskolinn ä Hvannehri, März 1929. Roch wie vor taufend Iahren. zur Zeit der ersten feierlichen Besitznahme der Eis- und Feuerinsel im hohen Rorden durch die alten Vikinger, meist Fürsten- und Häuptlingsgeschlechter Ror- wegens. ist Island bis in die neueste Zeit hinein säst nur mit verstreutliegenden Bauern- gehöften besiedelt. Eigentliche Ortschaften sind erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Iahr- Hunderts entstanden, jedoch ausschließlich an den Küsten und Fjorden, die sich bald zu Handelsplätzen und Hafenstädtchen entwickelt haben. Fährt man auf den in den letzten zwanzig fahren ausgebauten und ständig im Wachsen begriffenen Autostraßen durch die weiten Tief- landichaften der Küstenstriche, oder durchquert man im Sattel mit einer kleinen Karawane von Pack- und Reitpferden die langgestreckten Fluhtäler zwischen mächtigen, terrassenförmigen Ba- saltsormationen, um die abgelegenen Gebiete des inneren Hochlandes mit ihrer märchenhaften Schönheit und Wildheit aufzusuchen, so vermiht man die stilvollen geschlossenen Bauerndörfer der Heimat, die in schöner Maienzeit rings von einem duftenden Obst-Blütenwald umgeben sind, die an redenspriehenden Hängen wie Schwalbennester über dem Silberband des Gaues angeklebt erscheinen, oder die zwischen Zweitausendern von lichtgrüner Au umgrenzt sind und von vielstimmigem Glockenläuten breitgestirnter Herden zu neuem Leben und Wirken erweckt werden. DaS sagenumwobene altgermanische ..Thule" hat seine eigene Schönheit, seinen eigenen Charakter — die Reize der Polarwelt vereinigt mit den Phänomenen einer Dulkanlandschast. ohne ein schöneres Gegenstück. Schon vorn hohen Ozean aus erkennen wir die getoaltigen Cismafsen der gröhten europäischen Gletschergebietc. Dis dicht an die Rordküste schieben sich zeitweise Die undurchdringlichen Polar- und Packeismassen. Der lange Winter bringt monatelang Dunkelheit mit ftänDig zuckenden und webenden Rordlichtern und nur wenigen Stunden Llnterbrechung über das Land, während es der Hochsommer ebenso lange mit fast verschwenderischer Lichtfülle durch das größte Raturwunder, Die Mitternachtssonne, beglückt. Die niedrigen Iahrestemperaturen und rauhen Rordwinde hinderten Den Wald unD alle höheren Gewächse an Der Entwicklung. Rur BuschwalDungen und Dirkengestrüpp bedecken geringe Landstriche, an die sich endlose Gras- flächen anschliehen und mit großen Stein- und Sandwüsten abwechseln. Lange Gebirgszuge aus Tuffen und Dafaltlagen, deren Höhen oftmals völlig wagrecht erscheinende Hochplateaus Dar- stellen, erstrecken sich über Die ganze Insel und bilden langgestreckte wasserreiche Fluhtäler mit wechselnden Almhängen und Geröllfeldem. zu spät ein. Denn seit jenem Morgen sind vier Iahre nun ins Land gegangen. Die Stadt Wissula ist programmähig entstanden: und hätte ich die bekömmliche „Mahlzeit" für zweihundert Dollar erworben, so würde ich nicht anstehen. sie heute für 2000 Dollar meiner Mutter zu verkaufen. paulchen und der Smoking. Paulchen hatte sich verlobt und zwecks Hochzeit einen neuen Smoking machen lassen. Blöde Sache, diese Redensarten: Wer wird sich auch zur Hochzeit einen alten Smoking machen lassen? Also er hatte sich einen Smoking machen lassen, und weil er gar so stolz auf ihn und das Stück gerade am Abend vor der Hochzeit fertig geworden war. lieh er ihn vom Schneider in Papier packen und lief zur Braut, ihr den Anzug zu zeigen. . Dort war man natürlich sehr erfreut Darüber, daß Paulchen einen so schönen neuen Smoking habe, andererseits aber Derart in Vorbereitungen zur Hochzeit beschäftigt. Daß man Den Bräutigam balD wieDer sanft entfernte. Paulchen packte also Den Anzug WieDer in das Papier, was ihm nicht so gut gelang wie Dem SchneiDer — besonders mit Den Stecknadeln wußte er gar nicht Bescheid — und wanderte nach Hause. Llnter- wegs erwischte er an einer Ecke gerade eine Straßenbahn, wurde aber, bevor er Den Wagen besteigen konnte, von einem Polizisten sestgehalten. Der wollte ihn wegen Llebertretung irgendeines Verkehrsparagraphen und Lleberschreitung Der Straße ausschreiben. Doch konnte sich Paulchen nicht ausweisen. Mußte also mit zur Wache, wo man entDedte, Daß er ein schlecht eingewickeltes Paket mit einem funkelnagelneuen Anzug unter Dem Arm trug. Seine Eile, mit der er auf den Straßenbahnwagen wollte, fiel Dem Polizisten nachträglich ein, das Geschäft des Schneiders war längst geschlossen, also behielt man ihn Die Rächt über Da. Wegen vermeintlichen Diebstahls eines Anzuges. Am nächsten Morgen Härte sich zwar alles auf, aber leiDer erst gegen 11 Llhr, und bis Paulchen sich zu Haufe gewaschen, rasiert und umgezogen hatte, waren sämtliche Hochzeitsgäste bereits im Gespräche übet das interessante Thema „flüchtige Bräutigame" vertieft. Die Hochzeit, Die mit Dem Diebstahl des eigenen Anzuges begonnen hatte, soll Dann aber außerordentlich« harmonisch und fidel verlaufen sein. Geschwätz bedeuten". Sieht man sich um nach den tieferen Gründen für die Stellungnahme der beiden Länder zueinander, die, ohne Schönfärberei betrachtet, als unfreundlich zu bezeichnen ist. so liegen diese einmal begründet in Dem beiderseitigen Bestreben nach der Vorherrschaft auf Dem Balkan, wobei Südslawien den Hauptfaktor in der französischen Rechnung bildet. Während vor Dem Kriege Osterreich und Rußland die Gegenspieler auf dem Balkan waren, ringen heute nach der Zertrümmerung Der österreich-ungarischen Doppel- monarchie Frankreich und Italien als Rivalen um die Vorherrschaft. Dabei hat Frankreich durch die große Balkan-Offensive Mussolinis — es sei hier nur erinnert an den Pakt von Tirana, das italienisch-albanische Defensiv- Bündnis vorn Rovember 1927 als Antwort auf die kurz vorher erfolgte Veröffentlichung DeS französisch-südslawischen Militärbündnisses, an d:e Erhebung Achmed Zogus zum Könige unter der tätigen Beihilfe Italiens — mit dem Ergebnis der immer deutlicher zutage tretenden Einkreisung und Bedrohung Sudsla- wiens. stark an Boden verloren. Südslawien zudem durch seine inneren Zweistigketten ge- Schwarze Vulkane und kilometerlange Kraterreihen erheben sich in wilden Lavafeldern, in Deren Rähe unaufhörlich dichte Dampfwolken aus zahllosen lochend heißen Quellen zum Himmel emporsteigen. Auf diese ferne Insel, wo um 800 n. Chr. nur einige irische Mönche ihr weltentsagendes Dasein fristeten, siedelten zwischen 874 bis 930 norwegische Adelsgeschlechter mit ihren Angehörigen und Dienstmannen nach Dem Beispiel Des Ingolf Arnason über. Da sie sich nicht Der alleinregierenden Königsmacht Harald Haarfagers fügen wollten. An allen Küsten des Landes nahmen die verschiedenen Desiedler gewöhnlich in feierlicher Weise von Dem später bewohnten und ihnen Die neue Heimat darstellenden Gebiet Besitz, wie uns in dem „Besiedlungsbuch" (landnämabök) berichtet wird, in Dem Island ein einzig dastehendes geschichtliches Werk besitzt, zu Dem andere Rattonen kaum ein Gegenstück aus- zuweisen haben. Entweder wurde die Farm durch eine Anzahl brennender Holzstöße ringsum kenntlich gemacht, oder man ritt mit einer brennenden Fackel um das Reuland. Wenn Dann noch ein brennender Pfeil Darüber hinweg geschossen wurde, so bestimmte seine Einfallsstelle den Hausplah, auf Dem das Gehöft (baer) aufgebaut wurde. In Der früheren norwegischen Heimat war jeder Wohn- und Gebrauchsraum ein eigenes Gebäude für sich gewesen. Küche. Vorratskammer, Schlafzimmer und auch die Wohnstuben oder -hallen lagen alle voneinander getrennt als selbständige Bauten rings um Den Hof. Hier im vulkanischen Eisland mangelte es an Baumaterial, da keine brauchbaren Hölzer in ausgedehnten Waldungen vorhanden waren. Auch das rauhere Klima trug dazu bei, geschlossenere Anwesen aufzubaucn, in denen die Cinzelgebäude eng zusammenrückten, trotz gemeinsamer Zwischenwände aber Doch noch getrennte Dächer aufwiesen. In ältester Zeit lagen die einzelnen Räume mit verbundenen Seitenwänden und Cinzeldächern alle in einer Reihe nebeneinander, so daß eine Anzahl Stirnwände mit Fenstern sichtbar war. Sowohl Wohn- als auch Wirtschaftsgebäude wurden aus Tors- und Rasenplatten, manchmal auch durch Einlage unbehauener Steine errichte'., nur die zur Dachbedeckung dienenben Grasplatten wurden über einen Holzbalken-Sattel gelegt. Wohlhabende konnten später.Zimmerholz vom Ausland kaufen und ihre Wohnräume Damit auskleiDen. Erstere Bauart, alle Räume seitlich nebeneinander zu stellen, erwies sich als nicht sehr praktisch, weshalb man einige Räume hinter Der ersten Reihe anschloß und ein zweireihig breit verlausendes Gebäude erhielt. Alle Einzelräume waren von einem gemeinsamen Gang ct- Es wird eine Stadt gegründet. Don Friedrich Koch-Wawra. Kaufe jetzt. Damit Du über« Iahr nicht zu sogen brauchst: „O. hätte ich doch!" Heute fau|€ Dich an für wenige Dollars in Der aufstrebenden Stadt Wissula! 36 Meilen von Chikago! Elektrische Eilzüge! 40 Minuten Fahrt! Bürgersteige schon gelegt! Wasserleitung im Bau! Elektrisches Licht dieses Iahr noch! Fünf Kirchen vorgesehen! Gymnasium geplant! Kinos! Vergnügungsstätten erster Klasse! Kaufe dich an! Deine Enkel werden es Dir danken. Das Lot zu 250 Dollars. 50 Dollars Anzahlung. Eines Morgens fuhr ich hinaus aus Dem grauen Steinbaukasten Chikago. um Die StaDt Wissula zu besuchen. Aus einer Haltestelle dieses Rarnens stieg ich aus. Aber es war keine Stadt zu sehen. r„rr . Ein modernes Dahnhofchen stand ui einer sumpfigen Ebene, Die von wilden Vögeln nach Fröschen und von diesen wieder nach Fliegen ab» gesucht wurde. Der Stationsmann kaute Gummi und wollte sich in feinen Deamtenfchlag zuruck- ziehen, ohne meine Existenz wahrzunehmen. „Hallo, mister, wie komme ich von hier nach Wissula." „ „Wissula? Dies hier ist Wissula. „No, sir, ich meine die Stadt Wissula." „Dort Drüben wird, glaube ich, eine Stadt angelegt. O'GilvY heißt die Firma. Die legen Die 0-aöt an. Gehen Sie nur geradeaus!" Ich wanderte geradeaus, immer Der toeifjen Randlinie des zukünftigen Bürgersteiges nach. Alle hundert Meter kreuzten sich Die imaginären Straßen. Eiserne Arme hielten wie Wegweiser Die Wacht im SumpfgelänDe. Sie kündeten Die Straßennamen: Lincoln-Avenue, Washington- Avenue. In Der Wilson-Avenue stürzte ich in einen Kaninchenbau. Den Kolumbusplatz hotten Die Feldmäuse unterwühlt. Ein gewaltiges Stück Brachland, mit Dem Lineal und Zirkel in tausenD Lots eingeteilt, Straßenschilder im sumpfigen Erdreich, eine amerikanische Flagge, hier Und Da ein bißchen verlassene Maurerarbeit. Lind eine Wellblechbude mit Der Aufschrift: Patrick. O'GilvY, Baubureau. Walk in. Welcome! Das war Die Stadt Wissula. In Der Wellblcchbude aber stand an jenem Morgen Herr Patrick OGilvY persönlich. klarier wie Diplomaten. Well, das System der politischen Unterführer war in diesem Land Der Saloon, the poor man’s club. Er ist verschwunden und hat Den political boss mit sich gerissen. Als Der letzte Saloon feine Pforten schloß, suchte ich mir einen erhabe- neren Partner als es Der Staat ist. Was ist schließlich der Staat? Das Skelett Der Gemeinschaft. ein blutleerer Formalismus. Das Fleisch aber ist das Volk. Das Volk selbst, mister. wurde fortan mein Partner: das gewaltige, edle Volk in seiner unfeegriffenen Größe und imposanten Dämlichkeit. Dann gab ich an jenem Tage das Versprechen Der Dienstbarkeit gegen gute Bezahlung. Ich sagte mir: Was braucht das Volk? Das Volk braucht Grundbesitz. Grundbesitz, mister. ist eine unbekömmliche Mahlzeit für Großvater. Vater und Kind. Zahlt ein Mann Miete, so gleicht er jenem son of a bitch aus Dem Evangelium, dem Der Heiland sagte. „Go to hell!“ Sehen Sie. das ist der hohe Wert meiner Volksarbeit: ich erziehe die Leute zur Erkenntnis des Geldwertes. Aus dem kleinsten Mitbürger. Der mir nur für 250 Dollar gut ist, mache ich einen LanDlord. Yes, sir, i ch mache Das. Patrick O'Gllvy." In Diesem Augenblick schob mir Der ötäbte- grünber ein Formular zu und reichte mir wortlos Die Feder. Aber ich. son of a bitch. schätzte Herrn O'GilvY verkehrt ein und wurde infolgedessen nicht zum Landlord erhoben. Ich hielt diesen Evangelisten Der Volkswohlfahrt für einen Gauner, ohne ein Wort Gutzkows zu bedenken: Rur was wir selber glauben, glaubt man uns. Patrick O'GilvY, Der Wann Des großen Wollens, glaubte an sich, wie jeder Politiker von Tammany Hall. LIeberdies war er ein großer Könner, ein Fels im Flusse Der einträglichen Beziehungen. Aber Las alles sah ich zu meinem Schaden Der zweite Hauptgrund für Die italienischfranzösischen Differenzen sind die kolonial- politischen Aspirationen Italiens. Der französisch-italienische Gegensatz in Rord- Afrika bezieht sich, kurz skizziert, auf die Tuni s- fragc. Die Reuregelung der Grenzverhällnisse im westlichen und im südlichen Tripolis und schließlich im Zusammenhänge mit diesen beiden Problemen auf Die Tangerfrage, bei Der, trotz gewisser Konzessionen, nach italienischer Auffassung Die italienischen Interessen bisher immer noch feine genügende Berücksichtigung erfahren haben, so daß eine Reuanmeldung Der italienischen Ansprüche in Marokko durchaus nicht außer Dem Bereiche Der Möglichkeit liegt, wenn auch vielleicht mehr als Druckmittel gegenüber Frankreich in Den beiden anderen Fragen. Hinter den Kulissen schweben seit Iahren in der Tunisfrage, wie in den tripolitanischen Grenzfragen Verhandlungen zwischen Rom und Paris, ohne daß diese bisher zu einem befriedigenden Resultat geführt hätten. Die Tunisfrage ist weniger eine" Frage der territorialen Zugehörigkeit von Tunis. Die seit 1881 zugunsten von Frankreich entschieden ist. als eine solche der nationalen Sonder st eil ung Der Italiens rinTu- n i s. Tunis ist für Frankreich Der Eckstein seines afrikanischen Reiches und Der Schlüsselpunkt feiner Mittelmcerstellrmg: für Italien nicht bloß das nächste, sondern auch das klimattsch und auch sonst günstigste Gebiet zur Ableitung seines Bevölke- rungsüberschusses. Italien ist übervölkert und Muß nach Gebieten Llmschau hallen, in Denen seine Lleberschußbevöllc rung sich ansieDeln kann. Tunis bietet sich hier eben als geeignetstes Objekt Dar. Einmal liegt es näher an Italien als an Frankreich. und außerdem leben in Tunis bereits jetzt weit mehr Ansiedler italienischer Rationalität als Franzosen. Von Den rund 160 000 Europäern in Tunis sind ihrem Vollstum nach rund 130 000 Italiener und nur 30 000 wirkliche Franzosen. Diesen Zustand empfindet Frankreich als eine Bedrohung seiner Herrschaft in Tunis und hat aus diesen Gründen eine systematische Entnationalisierungspolitik gegenüber der italienischen Bevölkerung eingeleitet. Diese Entnationalisicrungspolittk begann unmittelbar nach dem Kriege mit Der Kündigung eines im Iahre 1896 abgeschlossenen Abkommens, nach dessen Bestimmungen die Italiener in Tunis ihre Staatsangehörigkeit beibehalten, sofern die Gesetze ihres Heimat- Well mister. I teil vou. Roch ehe dies Iahr versuchen Sie nicht, es abzustreiten! Ihr Englisch zu Ende geht, wird Wissula 250 steinerne Häuser ist fairly plain, -^r ^ gewisser Schulmeisterzählen. Oder zweifeln Sie daran?" — - or"tTlh ^nnlt, ist es natürlich bei Bezug sämtlicher Q3gl Uerialien auf die Einfuhr vom entfernt liegenden Ausland angewiesen. Diese Umstände verteuern verständlicherweise den Massivbau gewaltig und hemmen ihn hauptsächlich in den abgelegenen Gebieten noch beträchtlich. Trotzdem sind in den letzten Jahren erhebliche Summen für Baumaterialien aufgewendet worden. Zahlreiche Großbetriebe oder Farmen sind bereits nach dem Beispiel moderner Gutswirtschaften des Festlandes ausgebaut, doch hier Die Ließe derBrigiita HolLermaM Vornan von Elisabeth Ney. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale). 21 Fortsetzung Nachdruck verboten. Vier Wochen erst weilte sie hier in der neuen Welt, und doch schien es ihr. als sei es nie anders gewesen. An Schwester Christiane und Onkel Lührmann hatte sie begeisterte Briese abgeschickt. So war alles schön und gut. und allmählich kräftigte sich auch Brigittas Gesundheit in der reinen Bergluft. Da kam der Tag, der alles mit einem Schlag änderte, und in Brigittas Wesen etwas Fieberndes, Rastloses brachte. Sie glaubte da unten in Hongkong Hans-Jörg Eggenbrecht gesehen zu haben. Missionar Boldenkamp mußte eines Morgens Besorgungen halber nach Hongkong hinab, und nahm Schwester Brigitta mit, um ihr bei dieser Gelegenheit die Stadt eingehender zu zeigen. Man benutzte ein Auto. In einem eleganten europäischen Caf6, auf dem entzückenden Dachgarten, wartete Brigitta Hol- lermann. behaglich eine Tasse Schokolade schlürfend, auf Herrn Boltenkamp, der einige Besorgungen im Konsulat zu erledigen hatte. Boldenkamp wußte sie hier gut aufgehoben, und war beruhigt seines Weges gegangen. Brigitta sah hinab auf das Treiben und Wogen des sich ununterbrochen dahinschiebenden Menschenstroms in den Straßen. Elegante Frauen aller Nationen, in den Rikschas sitzend, von schweißtriefenden Chinesen gezogen, jagten vorüber. oder sie gingen sicheren Fußes durch das Gewühl. Brigitta sah es lebhaft begeistert. Dies alles hatw immer und im—" wieder etwas Packendes, Neues. Wundersames an sich. Plötzlich aber ftocu. ,c Atem, und ihr Blick weitete sich schreckhaft, bis zur völligen Starrheit. Alles Blut wich in diesem Moment aus ihrem Gesicht, und flutete ebenso schnell wieder heiß zur glühenden Röte darin zurück. Fest klammerte sie sich an die Balustrade, und bog sich weit darüber hinweg. Da, der Spuk war vorüber, denn es konnte nur ein Spuk, eine Halluzination, eine Sinnestäuschung, nichts anderes gewesen sein. Hnd doch hatte sie das Gesicht so deutlich so lebendig, so greifbar vor sich gesehen! Brigitta Hollermann glaubte in einem vorüberfahrenden Auto das Gesicht des Mannes ihrer Sehnsucht. Doktor Hans-Jörg Eggenbrccht erkannt zu haben. sollen ja nur die Bauernhöfe behandelt werden. Noch heute weisen die meisten isländischen Bauernhöfe die Weitläufigkeit und Vielgestaltigkeit auf, wie vor vielen Jahrhunderten. Rings um die Wohngebäude liegt auch jetzt noch das Tun, die einzig gedüngte und gepflegte Wiesenfläche, in der und um die zahlreiche Außengebäude (ütihüs), Wirtschaftsgebäude, liegen. Eines der wichtigsten ist das Vorratshaus (skemma). Es dient zur Aufbewahrung der Wintervorräte (Salzfleisch und Rauchfleisch, Salzfisch, getrockneten Fisch, Butter. Käse, Mehl, Zucker) und allem Haushalt-Bedarf, der wegen der großen Entfernungen stets in größeren Mengen gelagert werden muß. Hier oder in den weiter abseits liegenden Schafställen mündete in alter Zeit ein unterirdischer Gang (jardhüs — Erdhaus) vom Wohnhause, der bei nächtlichen Heberfällen zur Flucht diente, wenn das Haus in Brand gesteckt wurde. Auf jedem Gehöft ist eine Schmiede (smidja) vorhanden, in der alle notwendigen Arbeiten selber ausgeführt werden. Die Stallungen liegen sehr zerstreut. In nächster Nähe der Wohngebäude gelangt man oft durch einen Gang zum Kuhstall, der fast nur mit „hornlosen" Tieren beseht ist. Draußen am Rande des Tun liegen die Winterstallungen für die hundertköpfigen Schafherden, deren Anbauten, wie Heuscheunen, oft noch in das Wiesengelände hineinreichen. Und an der Außenseite der aus Steinen und Rasen bestehenden Hofwälle sind die Hütten für die unentbehrlichen Reitpferde und Packponys, oft 50 bis 100 Stück auf einem Gehöft. Höfe, die nahe am Strand oder einem größeren Flusse liegen, haben noch eine DootS- hütte (naust) und einen Trocken raum für Fische (hjallr). Außerdem sind Silogruben oder -Türme für Ensilage fast überall vorhanden. Ein isländischer Bauernhof hatte schon in früherer Zeit eine große Anzahl Gebäude, oftmals 30 bis 40 kleinere Hütten, die alle je nach Jahreszeit und vorherrschender Arbeit zur Bewirtschaftung herangezogen wurden. Wohlstand unb Kultur der Bauern war besonders ausgeprägt zur Sagazeit, in weit größerem Maße als in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts. Während in früheren Jahrhunderten fast jedes Gehöft noch einen Sommerhof und Sennhütten in höhergelegenen Tälern hatte, wo in den Sommermonaten reges Leben herrschte, und der Haupthof verlassen war, spielt sich die heutige Almwirtschaft im isländischen Hochgebirge fast ohne menschliche Kräfte ab. Zwar sind noch einzelne Schuhhütten auf den Hochplateaus und in den Bergen vorhanden, doch werden sie nur beim Auf- und Abtrieb der vielen Tausend Tiere eines Distriktes benutzt. Nach dem Auftrieb in die Bergtäler überläßt man Schafe und Pferde sich selbst, denen auch stellenweise Rinder folgen: erst im Herbst bei der fröhlichen Viehscheide zieht man mit Pserdekarawanen wieder hinauf, um in tagelangim an. r.ng nd:n Eu en di.' vrr prengten Herden wieder zu sammeln, die dann ohne jede Hnkosten schlachtreif geworden, oder fett in die Winlerstallungen zurückkehren. Mo'.erne Betriebe denken aber schon jetzt daran, ihre Jungtiere — Pferde und Rinder — unter Aufsicht auf herzu- richtende Almen zu schicken, um ihnen somit eine gesundheitliche Iugendentwicklung zu sichern und größere Leistungen zu erzielen. Turnen, Sport und Spiel. Handball im Turnverein 1846 Gießen. Die erste Mannschaft weilte am Ostermontag in Offenbach, um gegen die dortige Turngesell- schaft eine Rückspielvcrpflichtung zu erledigen. Das Vorspiel in Gießen konnte Offenbach, dessen Mannschaft der Gausonderklasse angehört, 3:2 gewinnen. Da Gießen reichlich mit Ersah spielen mußte, rechnete man schon im voraus mit einer hohen Niederlage. Die Mannschaft enttäuschte aber im Verlaufe des Spieles nach der angenehmen Seite. Gleich nach Anpfiff entwickelte sich ein äußerst schnelles Spiel. Gießen konnte bald in Führung gehen, doch dauerte die Freude nicht lange, da Offenbach kurz danach ausglich. Halbzeit 3:2 für den Gastgeber. Das Endergebnis lautete 4:2 für Offenbach. Die Mannschaften waren ziemlich gleichwertig. Der gefährlichen Offenbacher Stürmerreihe konnte Gießen eine Hintermannschaft entgegensetzen, die jeder Lage gewachsen war und wenig Wurfmöglichkeiten zuließ. Alle Tore der Offenbacher waren Strafwürfe. Die Zuschauer sahen ein rechtes Freundschaftsspiel, das ein Herr aus Kesselstadt einwandfrei leitete. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 Gießen (Liga) — S. C. 99 Köln (Liga) 0:0. ö. Mit Ausnahme des Spieles 1900 Reserveelf gegen den V.f.R. Biskirchen, das der Gegner am Samstag noch absagte, kamen alle für Ostern vorgesehenen Treffen zum Austrag. Das Hauptinteresse richtete sich naturgemäß auf das L i g a s p i e l am ersten Ofterfeiertag gegen den Sportklub 99 Köln. Die Gäste erfüllten vielleicht insofern nicht die gestellten Erwartungen, als sie nach technisch schönem Feldspicl vor dem Tore Entschlossenheit und Schubkraft allzusehr vermissen ließen. Allerdings darf man auch nicht übersehen, daß die Gäste 1900s Läuferreihe und Verteidigung in überragender Form antrafen, die so leicht keine Erfolge zuließ. Eine prächtige Leistung bot der kleine Gießener Mittelläufer. Mit unvermindertem Eifer tauchte er im ganzen Spiel überall da auf, wo Gefahr im Anzug war. Schade, daß der mit Ersah für Balser und Erb spielende blauweißc Sturm so wenig Verwendung für Hcilmanns schöne Vorlagen hatte. Beide Mannschaften ließen sichere Torchancen aus. Der Platzvercin 1900 hatte jedoch die weitaus besseren und hätte leicht das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden können. Die Leistungen des K.S.V. in Gießen befriedigten Es war sein Gesicht gewesen, nur älter, schmaler, von der Sonne gebräunt, mit einem merkwürdig-bitteren, sarkastischen Zug. Vielleicht nur eine Aehnlichkeit? — Gab es denn solch entsetzliche Aehnlichkeit überhaupt? Vor Brigittas Augen begann es zu flimmern, und .ihr Herz hämmerte in wilden Schlägen, so daß sie fürchtete, ohnmächtig zu werden. Nur für einen Moment, dann war der Anfall vorüber. Es war ihr jetzt, als müsse sie dem Wagen nachstürzen, um sich Gewißheit zu verschaffen. Hmfonst versuchte sie, sich zu fassen, und schalt sich eine Törin. Hans-Jörg Eggenbrecht in China, hier in Hongkong? War das möglich? Konnte dies denn wahr sein? Erst allmählich wurde sie ruhiger und dachte gefaßter, kühler über das soeben Erlebte nach. Sie empfand es jetzt beinah lächerlich, durch die zufällige Aehnlichkeit eines Fremden mit dem Mann ihrer stillen Sehnsucht aus dem Gleichgewicht gebracht worden zu sein. Aufatmend gewahrte sie plötzlich inmitten des Straßengctriebes Herr Boldenkamp, der dem Cafe zustrebte. Gleich darauf stand er vor ihr und sagte: „Nun, Schwester Brigitta, auf dem Konsulat dauerte es länger, als ich vermuten konnte. Hoffentlich haben Sie sich nicht geängstigt: so lange allein in fremder Umgebung.“ Brigitta schüttelte nur leicht den Kopf, aber in ihren Augen lag noch immer der erschreckte, verstörte Ausdruck. „Hm Himmels willen, weshalb sind Sie so leichenblaß! Ist Ihnen etwas Unangenehmes widerfahren? Hot man Sie etwa gar belästigt?!" rief Doldenkamp jetzt, bestürzt über ihr Aussehen. Brigitta verneinte hastig, vermied es aber unwillkürlich, seinem erstaunt- und ängstlich-fragenden Blick zu begegnen. Boldenkamp drang nicht länger in sie. „Kommen Sie, Schwester Brigitta, nun machen wir zusammen die Rundfahrt durch die Stadt Hongtong, wie ich es versprochen habe", sagte er in aufmunterndem Ton. Aber Brigitta wehrte beinah heftig ab. „Bitte, Herr Boldenkamp, lassen Sie uns doch lieber gleich nach Hause fahren, ich habe starke Kopfschmerzen", bat sie ängstlich. „Kopsweh? Aber, liebes Kind, das vergeht unterwegs. Kein Wunder übrigens: die Luft ist hier unten drückend und schwül. Ich verstehe Sie gar nicht mehr! Was konnte Sie nur so verändern? Sie hatten sich doch gerade so sehr auf diese Rundfahrt gefreut, die ja eigentlich der heutige Grund Ihres Mitkommens war", entgegnete der Missionar gutmütig. vielleicht nicht jeden. Anerkennenswert war der heroische Widerstand der einheimischen Elf nach der Pause gegen den heftigen Wind, wenn man weiterhin berücksichtigt, daß Köln 99 am zweiten Ofterfeiertag den zur westdeutschen Oberliga gehörenden V.f.B. Kurhessen Marburg, der sogar Verstärkung durch den Olympiakämpfer Weber, Kurhessen-Kassel, herangezogen hatte, mit 3:2 Toren schlug. Zu einem rechten Freundschaftstreffen gestaltete sich auch das Iugendspiel 1 9 0 0 I. gegen Köln-Mülheim 06 la. Die technisch bessere Gästeelf gewann verdient mit 2:0 Toren, jedoch hätte auch der Gastgeber seinen großen Eifer durch Treffer belohnt sehen können, wenn die Stürmerreihe im entscheidenden Moment nicht katastrophal versagt hätte. 1900 II. Jugend — Heuchelheim I. Jugend 1:1. Trotz leichter Lleberlegenheit 1900s konnte Heuchelheim das Treffen unentschieden gestalten. Ein Hauptverdienst des vorzüglichen Torwarts. 1900 Gießen (Liga) — Marburg-Ockershausen (Liga) 0:2 (0:0). Auf Grund des Spielverlaufes bis zur Pause sollte man das Endresultat dieses Spiels auf dem 1900-Platz für kaum glaublich halten. Ockershausen beschränkte sich bis zum Wechsel größtenteils nur auf die Abwehr ungestümer Gießener Angriffe. Der Sturm der Einheimischen zeigte sich aber so hilflos, daß er selbst die festen Chancen unausgenutzt vorübergehen ließ. Das fystemoollere Spiel zeigte zwar der Platzverein. Der Eifer der Gäste war aber lobenswert. Diese kamen erst in den letzten Spielminuten, als sich bei den Blauweißen Ermüdungserscheinungen (wahrscheinlich vom vortäglichen Spiel) bemerkbar machten, zu zwei Treffern. Das erste Tor fiel nach einer verunglückten Abwehr des rechten . Verteidigers, da der Ersatz-Torwart den geschossenen Ball nicht mehr weit genug wegbringen konnte. Das zweite war ein Eigentor des einheimischen linken Läufers. Die Ligareserve und dritte Mannschaft, sowie die zweite Iugendelf konnten aus Nieder- Ohmen nur erfreuliche Siege melden, obwohl zahl- reicher Ersatz in den Reihen der Gießener stand. 1900 Reserve — Nieder-Ohmen I, 2:0. 1900 Dritte — Nieder-Ohmen II 3:0. 1900 zweite Jugend — Nieder-Ohmen I 3:0. 1900 dritte Jugend — Hermannstein I 1:6. 1900II. Schüler — Hermannstein I. Schüler 1:4. Die Spiele fanden in Hermannstein statt. Da sträubte sich Brigitta Hollermann nicht mehr länger. Ein heimlich hoffender Gedanke war in ihr auf- gebliht. Vielleicht fügte es auf der Fahrt ein glücklicher Zufall, daß sie diesem Fremden noch einmal begegnete! Sie hatte es jetzt beinah eilig, ins Auto zu kommen. Ihre brennende Hoffnung ward nicht erfüllt, so sehr sie auch mit ängstlich-suchenden Blicken die Straßen überflog. Sie suchte vergebens. Man kehrte heim. Schweigsam saß Brigitta in den Polstern des Autos, und Boldenkamp störte sie nicht mehr. Er schien wohl nun selbst, nach ihrem bleichen Aussehen zu urteilen, an ihre Kopfschmerzen zu glauben. „Wenn Sie lieber ein wenig ruhen wollen, Schwester Brigitta, so will ich Schwester Maud gern bitten, Sie über die Mittagsstunden zu vertreten", sagte er beim Aussteigen. Brigitta dankte mit matter Stimme und nahm das Anerbieten freudig an. Allein sein, nur für kurze Zeit ganz allein sein!, schrie es in ihr. Auf ihrem Zimmer angekommen, warf sie sich aufs Bett und barg den Kopf, von wildem Schluchzen geschüttelt, in den Kissen.-- Fahl und verstört trat Brigitta Hollermann am Nachmittag wieder ihren Dienst an, und erst, als die Kinder fragten: Schwester Gitta, du bist aber doch heute gar nicht so lieb wie sonst, raffte fie sich bei diesen Worten zusammen und tollte mit der kleinen Schar nach alter Gewohnheit im Spiel über die weiten Rasenflächen: wenn auch das Herz dabei blutete. Doch seit der Fahrt hinab nach Hongkong war Schwester Brigitta eine andere geworden. Dieses merkten ihre Mitschwestern, und nicht zuletzt Missionar Boldenkamp. Mechanisch tat sie ihre Pflicht. War die kleine Schar zur Ruhe gebracht, so verschwand sie ebenfalls in ihrem Zimmer, und Boldenkamp wartete vergeblich auf das allabendlich gewohnte Plauderstündchen. Eines Abends aber ließ er sie nicht entwischen und führte sie mit sanfter Gewalt auf die Veranda. Brigitta folgte ihm schweigend. Erst jetzt kam ihr zur Besinnung, wie sehr sie den alten Mann vernachlässigt hatte. Sie wollte sich entschuldigen, aber es fehlte ihr an einer triftigen Erklärung, und lügen konnte sie nicht. Darum schwieg sie. Herr Boldenkamp plauderte mit ihr über die Anstalt, über kleine Hebel, die einiger Verbesserungen bedurften, und über neue Pläne. Erst allmählich tastete er nach ihrem Leid. V. f. B. Liga — Frankfurt-Eckenheim Liga 3:4. Ligareserve — Niederscheld I. 5:4. „Dritte" — Hermannstein I. 3:2. 1. Jugend — V. f. B. Marburg 1.I"nend 5:2. 2. Jugend — V. f. D. Marburg 2. Jugend 0:0. 3. Jugend — V. f. D. Marburg 3. Jugend 0: 4. 1. Schüler — V. f. D. Marburg 4. Jugend 3:2. Die Liga Mannschaft mußte ihre Fahrt nach Frankfurt mit drei Mann Ersatz antreten. Es fehlten der Linksaußen, Halblinke und der Mittelstürmer, für die Spieler aus der ßiga- referbe eingestellt wurden. Trotzdem fand sich V. f. D. eher zusammen und führte auf dem gänzlich unzulänglichen Platz ein recht ansprechendes und jedenfalls besseres Spiel vor, als die Gastgeber. Nicht lange nad> Beginn führte Gießen schon mit 2:0. Eckenheim verbesserte auf 2:1, mußte sich dann aber noch ein weiteres Tor gefallen lassen. Nach der Pause war es die Platzmannschaft, die den starken Wind zum Bundesgenossen hatte und nun ihrerseits einige Zeit überlegen war, während der sie noch drei Tore, darunter eins durch Elfmeter wegen Handspiels, erzielen konnte. Gleichzeitig mit dem Schlußpfiff des Schiedsrichters, der Mitglied des Plahvereins war, schoß V. f. D. zum vierten und damit zum Ausgleichstor ein, das aber nicht gewertet wurde, so daß das Schlußresultat des abwechselungsreihen Treffens 4:3 für Eckenheim lautete. In Anbetracht der Hmstände darf jedoch mit Recht gesagt werden, daß V.f.B. sich verhältnismäßig sehr gut gehalten hat und in kompletter Aufstellung bestimmt einen Sieg mit nach Hause gebracht hätte. Die Ligareserve hatte zum Ostermontag ein Gesellschaftsspiel mit der Ersten von Niederscheld abgeschlossen. Infolge Abgabe der drei Spieler an die Ligamannschaft kam sie nur mit acht Mann nach dort. Mit Hilfe dreier Spieler der zweiten Mannschaft des Platzvereins, die ihr dieser in entgegenkommender Weise zur Verfügung gestellt hatte, blieb sie mit 5:4 knapper Sieger. Auch die Dritte gewann ihr Treffen in Hermannstein mit nur einem Tor Hnterschied. Ihr Spiel am zweiten Feiertag gegen Mensfelden fiel infolge Absage des Gegners aus. Die erste Iugendmannschast mußte auch diesmal wieder, allerdings ersatzgeschwächt von der gleichen Marburgs eine Niederlage h'.a- nehmen. Anfangs zeigte sie sich der Gastelf gtatt überlegen und vermochte dies auch durch zwei prächtige Tore zum Ausdruck zu bringen. Die gut „Ihr Aussehen macht mir Sorge, Schwester Brigitta. Ist es das Heimweh, das Sie so quält? Sehnen Sie sich heim?" fragte er sanft. „Heim?" entgegnete Brigitta tonlos. „Ich habe keine Heimat, Herr Boldenkamp. Meine Heimat ist stets dort, wo ich augenblicklich weile." Da schwieg er und drang nicht mehr in sie. Aber er wußte nun, daß ihr da unten in dem kleinen Cafe, während seiner Abwesenheit, etwas Seltsames begegnet sein mußte, was ihr Inneres bis ins tiefste aufgerüttelt halle. Seit dieser Hnterredung nahm sich Brigitta Hollermann mehr zusammen und zeigte allen das alte, heitere Gesicht. Boldenkamps Augen aber sahen schärfer: er ließ sich nicht täuschen. Nachts, wenn alle in dem großen Haufe in fünftem Schlummer lagen, wachte Brigitta Hol- Icrmann. Lange saß sie dann noch auf dem kleinen Balkon ihres Zimmers und träumte in den glitzernden, wundervollen, weiten Raum hinaus. Sie sah sich dann wieder da unten in der Stadt auf dem Dachgarten sitzen und sah sein Gesicht, sein liebes, leidgezeichnetes Gesicht, nach dem siie sich so verzehrend und heiß sehnte, und von dem sie doch nicht wußte, ob es Wirklichkeit gewesen war. Dann kamen stets die erlösenden Tränen, und sie schlich in ihr Zimmer zurück. Schlief sie dann endlich beim Morgengrauen ein, so wiederholte sich meist der Traum der ersten Nacht. Sie sah Hans-Jörg Eggenbrechts Augen, die sich tief, tief in die ihren senkten. So lebte Brigitta Holler.nann in ihrem Innern ein eigenes, gefährliches Traumleben, ohne zu bemerken, daß dies an ihrem Leben zehrte und sie immer müder und elender erscheinen ließ. In diesen Tagen war es, daß für sie die ersten Nachrichten aus Deutschland tarnen. Es waren zwei Brieke. Der eine kam von Schwester Christiane, dem noch ein Extraschreiben an Herrn Boldenkamp beigefügt war. Der zweite Bries stammte von Sanitätsrat Lührmanns Hand. Brigitta benutzte die Mittagspause, um die lieben Heimatgrühe geruhsam in ihrem Zimmer lesen zu können. Schwester Christiane schrieb ihr einen langen, zärtlichen Brief, aus dem taufend Aengste um ihr Wohlergehen klangen. Man hatte sie also noch nicht vergessen. Hnter anderem erfuhr sie, daß Pastor Wendelin um feine Versetzung angetragen hatte. „Der Aermste sieht sehr elend und schlecht aus: ich glaube, er hat bich sehr geliebt, kleine Gitta, und kann deinen Verlust nicht so bald überwinden: aber du wußtest ja, was du tust. Mache dir um Himmels willen keine Vorwürfe", hieß es an einer Stelle ihres Briefes. (Fortfetzung folgt.) ast mußte aUcschv'^t durch M> ßcn. Die gut b. * fen in Her- Med. 3i)t lvsseidm siel ""end 5:2. ugend 0:0. ugeni 0:4. ugenb 3:2. Hre Fahrt ) antreten, ? und -er der Liga- wd sich L. em gänzlich hendrs und Gastgeber, n schon mit muhte sich iDen lassen, mschast, bic n hatte unb tDQr, loah- eins durch en konnte, s Lchieds- Matrachl gesagt toer- ig sehr gut ftefiung befracht hätte. Ostermontag >on lieber« e der drei sie nur mit eiet Echteler eins, bic ihr : zur Der- 5:4 knapper ft* e sprengten y m die gleiche Witte — herzu. i,°rni1 eine Mcn unb Lben Träne". S-L 0 ie, Schlvestcr das Sie so ate er W >z. „3d) habe leine Heimat iUe“ mehr. >'n inten m dem oesenheit. eilte, was 'Hk hatte. sich DrigM te M L Äugen aoer chen. . tn Hause m )riM Hol- 5einen2^ den g^ern hinaus- .in»«6*1?? .»in Gesicht- 7° Cftrocrfe.........1- «er. Glanzstoff......18 130 147.5 179 470,5 270,9 59 52 63,5 88 72,5 117,5 118 142 11,75 111,5 113 213 149 noten 148 132,5 272 58 117 150 29,75 133 oqq s 129,5 '301 250 472 406 272,5 194,5 120,25 220,5 58,75 53,75 53,13 225,25 34,75 597.9 294 132,5 -DCHiiaj Jueuerr . a tuu xronen Numänisclie Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten....... •Slphifpnmnrft Berlin *y2% Rheinische Hyp.-Bcmk Liqu. Goldpf............ A.E.G. abg. BorkriegS-Obligation. rückzahlbar 1933 ...... 4% Schweiz. BundeSb.-AnI.. . . 4% Lesierretchische Goldrte.. . . 4,20% Oesierr. Etlberrie..... 4% Oesterreich, einheill. Nie. . - 4% Ungarische Goldrte...... 4% Ungarijdre Staalsr. v. 1910 . 4'/,% deSgl. von 1913..... 4% Ungarische Kronenrte..... 4% Türk. Zollanlcihe v. 1911 . - 4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie 1........... 4% dcrgl. Serie 11....... 4% Rumänen converk.Rle. . . - 4%% Rumänen Goldank. von 1913 Mg. Deutsche Eisenbahn . . 4% Hamburg-Amerika Paket ... 8 Hamb.-Südam. Tampssch. . . 8 Hansa Tampsschiss.....10 Norddeutscher Lloyd . .... 8 Allg. Deutsche Crcdttanst. . . 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellsch.. . 12 Commerz» und Privat-Banl . 11 Darmst. u. Nationalbank . . 12 Deutsche Bank......10 Tirkonto-Gesellschast Ant.. • 10 Dresdner Bank......10 Mitteldeutsche Creditbaul. • . 9 Metallbau!..... . . , 8 ReichSban! ........ 12 251,5 471,5 414,5 273,75 197,4 121 221,5 59,25 54,5 53 226,5 34 97,25 296 64 87 72 141,5 12 112,25 213 149,5 Schief. Elektr..... 10 Siemens & Halske • • • • • 12 Transradio . . ....... 8 Lahmeyer & tto.. • • • • • 10 Deutsche Erdöl ....... C Essener Steinkohle......8 Gelsenkirchener . . . f.'/, I. 4 Harpener ....... 6 Hoesch Eisen. ...... ..8 Ilse Bergbau ....... .8 Klöcknerwerke ......7 ManneSmann........ 8 ManSfelder...... 7 Lberschlef. Eisenb. Bedarf. . . ü Oberfchles. Kokswerke.....6 Phönix Bergbau......6V2 Rheinische Braunkohlen... io Rhetnstahl . . . f. % Jahr 4% Rtebeck Montan......7,2 Bereinigte Stahlw. ..... 6 Otavi Minen ....... 2 sh Kalt Aschersleben . • • • • 10 Kaki Westeregeln...... 10 Kaliwerk Salzdetfurth . . . 1b I- ®. Farbcn-Industrk... 12 Dynamit Nobel ....... 5 Scheideansiolt....... ,9 Goldschmidt ........ 6 RütgerSwerke ...... ..6 Metallgesellschast. ..... 11 Zellstoff Waldhof.....12 Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Eharlottenburger Woher ... 7 Dessauer GaS........8 Daimler Motoren ...... 0 Demag ..... 0 Adlerwerke filetier......5 Ludw. Loewe . ...... io Nat. Automobil ....... 0 Orenstein & Koppel ..... b Leonhard Tietz ....... C Bamag-Meguin ....... 0 Franks. Maschinen ...... 6 Gritzner ......... 11 Heyligenstaedt ....... 0 IunghanS. ....... 4 Lechwerke. ......... 8 Mainkraftwerke ....... 8 Miag........ lo Nekarsulmer ........ 8 Peters Union ........ 8 Gebr. Roeder ...... 10 B oigt 6 Haessner ......8 Südd. Zucker........8 Dank Telegraphische Auszahlung. 2. April 3. April Annliche Notierung 6klt> l Brie, Amtliche Notierung Welt»' l Brier «mit,- 'Hott. B,len. AireS Brss.-Antw Christiania. Kopenhagen Stockholm . Helnngfors. Italien . . . London. . . Neupork . . Paris.... Schweiz . . Spanien. Japan . . . Rio de Jan Wien inD° Oest. abgest Prag Belgrad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon . . Danrig. . . Konstantin. Athen. . . Canada . . Uruguay. . Cairo . . . 163,77 1,769 58,485 112,29 112,21 112,44 10,591 22,06 20,439 4,212 16,46 81,03 63,58 1,874 0,4985 59,11 12,464 7,393 73,37 3,041 18,93 81,72 2,066 5,465 4,188 4,240 20,973 169,11 1,773 58,605 112,51 112,43 112,66 10,611 22,10 20,479 4,220 16,50 81,19 63,70 1,878 0,5005 59,31 12,484 7.407 73,51 3,047 18,97 81,88 2,070 5,475 4,196 4,249 21,002 168,80 1,771 58,50 112,31 112,24 112,47 10,593 22,05 20,443 4,2130 16,465 81,065 63,59 1,880 0.498 59,21 12.47 7,397 73,40 3,042 18,85 81,77 2,063 5,455 4,186 4,266 20,973 • 169,14 1,775 58,62 112,53 112,46 112,69 10,613 22,00 20.485 4,2210 16,505 81,223 63,71 1,884 0,500 59,33 12.49 7,411 73,54 3,048 18,89 81,93 2,067 5,465 4,194 4,274 21,013 Berlin, 2. April Held Brief '.'unentannetje Noten..... Belgische Noten ........ Dänische Noten ........ Englische Noten........ 4,204 58,33 111,93 20,405 4.224 58,57 112,37 20,485