« "'M!,. U--Z GH 7J Mtm täft d» J ^Mr Io? Dor; hJ *°9 Qbtt nyz. S* S«eS4“ j'wfei Unfeinen in» ä7*"8 «U« fc * w: u ProDoyttt hätte. (Programm iti« SwdeeS. ^d'.o»llmschau">) . IJfflMI. ‘W- 12 bU & (W. Mo emocr unb Sänge* ■35: Stunde der Jugend. Enuendienst. 16,35 bis chm'ta;. tttrmftciw öom en»Qkretn S. L„ Frankfurt : 2on Stuttgart: Äonjert 1 18.10 bi3 18Z0: £c> StrnozrMscher gortbil* inger und For.gelchritirne i austvärM 19 bis 1950: »rtschntte m Wissenschaft ! 1933: Film-Wochenschait Saal des Saalbaues: Lach der DuscvmsHesÄjchast -Ktm-AmM: .Erinnern ifl. Lianna. illit 13,15 biä 14.15: M' ndstmkorchchers. 15,05 bis xnL 15,53 bU 16.05: )is 18,05. 2ach Stuttgart: Orchesters: Äad Svldmck 5i 18.10 bis 1830: W* 45- Briefkasten. 18,45 bis mi(6L 19,15 619 IM»; Foanen, emleüende und He Achtungen in Dorthes « T!«nn 4 $t*«« w»j¥ ebuna kui Den chli-M - Ä 20,15: Son W teSenon Oscar Straus. i- Lanzmustl b erlisch. Rit8amtr6,fil.*^a”6 to. 175 Leiten F.mif Lnen 4 4) — 2>as lebenbig anbjpa" J Bfrifa-Sud) b«bff“"n, ?K dOn D°rtmg m Z-ehen „ k. ‘ÄfeSi ^LkK^ung ,e'en tiaL md r Hiadt "i“ ßjajirtf 311 sssSis*® öfftrss* XAi ' . /-Au 'k. MU. für J^r putsche" M, ®®rws,*** L < * di° *J5 levung ajlcher uni l deutsch^ ^iikalls^ awei e votE un lM Cfuitg' «Ä. Hoch .'^t* ipcri^V ßCD&efl - SchubA iuianffiil ctn^Jop^ bi*1,/ »-A A » K-Eergs Finanzlage außerordentlich schwerwiegende Angelegenheit zu bewegen, sind ergebnislos geblieben. Da die bisherige hinhaltende Behandlung des Gegenstandes für das Land Württemberg nicht langer erträglich erschien, hat sich das Staais- mlnisterium gezwungen gesehen, das Finanzministerium zu ermächtigen, gegen das Reich Klage beim St aatsgerich tshof zu erheben. Das >st in den letzten Tagen geschehen. Weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit. Berlin, 2. 3an. (WTD.) Auch in dec ersten Hälfte des Monats Dezember hat die Zahl der Hauptunterftühungsempfänger in der Ar- bettslosenversicherung erheblich zugenommen, und zwar von rund 1 030 000 auf 1 300 000. d. i. u m 2 7 0 0 0 0 oder um 26,2 v. H. (in der vorhergehenden Berichtszeit 27,9 v. H.). Der Zuwachs betrug bei den männlichen Hauptunter- stützungsempsänaem 27,6 v. H., bei den weib- licfien 21,1 v. H. Die Zahl der Zuschlags em p- fanger ist in der Zeit vom 15. November bis 15. Dezember von rund 761 000 auf 1 285 000 gestiegen. - Die Zahl der Krisenunterstützten ist in weit geringerem Umfange gestiegen. Die Zunahme betrug bei den Hauptunter' stützungsempsängern in der Berichtszeit rund 8700 oder 8,1 v. H. (von 108 100 auf 116 800); befon- ders stark war sie bei den weiblichen Hauptunterstützungsempfängern (12.4 v. H.). Die Zahl der Zuschlagsempfänger in der Krisen- unterstühung ist in der Zeit vom 15. November bis 15. Dezember von rund 107 300 auf 124 200 gestiegen. Hindenburgs Aeujahrsboischast und das Rheinland. London, 2. Ian. (WB.) Daily News schreiben in einem Leitartikel: Die Bitterkeit der deutschen Empfindungen Frankreich gegenüber wurde von dem Präsidenten Hindenburg deutlich in seiner Neujahrs- botsch aft zum Ausdruck gebracht. Cs ist Sache Frankreichs, durch sofortige Zurückziehung seiner Truppen aus dem Rheinlande einen er st en entschiede- nen Friedensschritt in einer Sache zu tun, die, wenn sie nicht bald durch eine großmütigere und klügere französische Politik erleichtert wird, in Europa alle Voraussetzungen djaffen wird, die einen neuen Krieg chließlich unvermeidlich machen können. ELneneueIraktLonimSessischeuLandiag D n r m st a d t, 2. Ian. Die Abgeordneten der Deutschen Sol ts Partei und der Volks- r.e ä) t pa r t e i im Hessischen Landtag haben sich zu einer Mitglied roereinigung zusammengeschlossen. Damit wird erreicht, daß beide Gruppen künftig in den Ausschüssen und im Aeltestenrat ihre Belange besser vertreten können, als dies bisher möglich war. Die Selbständigkeit und Bewegungsfreiheit der beiden Parteien wird, wie man uns mitteilt, durch den Zusammenschluß in keiner Weise berührt. nommen hat, werden schon jetzt getroffen, insbe* lonberc auch hinsichtlich der W e t te r b e r a t u n g unb des Studiums der meteorologischen Verhält- nisie im fernen Osten. Dr. Eckener will auf die Welt- reife eine Reihe von Passagieren und vor allen Dingen große Mengen Post mitnehmen. Daneben schweben die Verhandlungen mit der Werftleitung über die Gestaltung des bis zum Jahre 1930 zu bauenden neuen Zeppelinluft- s ch..i sfe 2, das den „Graf Zeppelin" nicht nur an Troße, sondern vielleicht auch hinsichtlich der Zahl der emzubauenden Motoren erheblich übertreffen soll- (Line Entscheidung hinsichtlich der Maschinen- anlage ist noch nicht gefallen, doch ist u. a. der Plan ausgetaucht, den neuen Zeppelin mit zehn M o - koren anstelle der bisherien fünf auszurüsten. Voraussichtlich im nächsten Monat wird mit dem Abbruch der alten sogenannten Ringbauhalle in Friedrichshafen begonnen werden, die zwischen dem Verwaltungsgebäude unb der mittleren der drei Hallen liegt. An ihrer Stelle wirb bie neue große Werfthalle errichtet, die 50 Meter breit, 46 Meter hoch unb 250 Meter lang fein wird. ®vorxtmoi.O nenn 3 nif» eeaem ® wemo. e oeatcn e Regel, * Schnee c Ortvpein e «ehei X Grwnur (§)windjtnic. je* eichtet Ost ma»iger Sudiuowesi q fttc Piene fliegen mit dem wmgt Oie ocecn Unionen nenendto zetten gehen d-e Temperatur an. Pie Linien reromdt» Qrw eul giticatM »ul nezrainiveaa vmaerechoeiee Lvlidreci Friedrichshafen, 2.Ian. (TU.) Kurz vor Jahresende hat Dr. Eckener sich zu einem Vertreter der Hearst-Presse über seine Pläne für das ^ahr 1929 acäußert. Danach ist nach Abschluß der oon der D. L. V. geforderten weiteren Versuchs- i.ah rten voraussichtlich im März wieder mit einer großen Reise des Luftschiffes zu rechnen, die eventuell über das Mittelmeer nach Aegypten unb Palästina führen soll. Die englische Regierung hat bereits den Ankermast in Pott «aid für eine Zwischenlandung zur Verfüauna gestellt. Die große Weltreise, die Dr. Eckener bekanntlich seit langer Zeit geplant chat, wird dann voraussichtlich im Hochsommer dieses Jahres anaetreten werden. Sie soll quer über Sibirien, besten Hochgebirge am Südende des Baikalsees passtest werden, zunächst nach Tokio führen, wo voraussichtlich durch Lieferungen von Amerika her, ein Brenngas- und Brennstofflager eingerichtet wird. Bon -lofio geht die Fahrt bann voraussichtlich über San Diego (Kalifornien) und Lakehurst nach Friedrichshafen zurück. Alle Vorbereitungen für diese größte Fahrt, die ein Luftschiff bisher unter- Aus aller Welt. Unwetterkatastrophe in Japan. Die Nordwestküste von Japan wurde von einem Orkan und einer dadurch hervorgerufenen Spring- f l u t heimgefucht. In den Küstenstädten des Bezirks Niigata wurden Hunderte von Häusern gerftört und fortgeschwemmt. 56 Personen kamen ums Leben. Viele sind verletzt. Die telegraphischen und telephonischen Verbindungen sind unterbrochen. Der Dampfer „Toxotomi Maru" ist untergegangen. 31 Mann feiner Besatzung sind ertrunken ober wurden erfroren aus dem Meere aufgefischt. Vier Mann konnten lebend geborgen werden. Der weihe Tod. Die beiden Skifahrer Vogt unb Schweighauser gerieten im Pischa-Gebiet bei Davos in eine Lawine. Ausgesandte Rettungskolonnen konnten die Verunglückten nach mehrstündigem Suchen bergen. Die angestellten Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos. Schweighauser ist Familienvater unb 25 Zahre alt, Vogt ist 21 Jahre alt unb der einzige Sohn des Leiters der Züricher Augenklinik, Professor Vogt. Vater und Sohn cJruntcn. Auf dem Teupitzer See südöstlich Berlins hat sich am Neujahrstage ein schwerer Unfall ereignet. Der Musiker Ernst Krüger aus Neuengörs bei Teupitz unb sein 22jähriger Sohn waren mit einem Schlitten auf den zugefrorenen, aber polizeilich noch nicht freigegebenen See gefahren, um om Rande des G wästeis Haselnußstauden zu schneiden. Vater und Sohn gerieten an eine offene Stelle und ertranken, bevor Hilfe zur Stelle war. Beim Holzfällen getötet. Veim Holzfällen in einem Walde bei Wahl- wies in Baden wurde durch eine umfal - lende Buche ein Arbeiter getötet, ein anderer schwer verletzt. Beide Verunglückten sind jung verheiratet. Branb in einer amerikanischen Schule. 3n Monmouth (Oregon) wurde das Gebäude der Normalschule durch einen Brand teilweise zerstört. Wahrend der größte Teil der Schüler sich durch einen Sprung aus den rückwärtigen Fenstern des Gebäudes noch retten konnte, kamen drei Schuleri n n e n in den Flammen um. (Ein Berliner Petroleumlager in Flammen. 3n dem Keller des Hauses Großgörschenstraße 41 entstand ein Feuer, das bald außerordentlichen Umfang annahm. Die P e t r o l e u rn v o r r ä t e eines Kolonialwarengeschäftes, die neben anderen leicht entzündbaren Stossen lagerten, waren aus noch nicht geklärter Ursache in Brand geraten. Die Flammen vernichteten das im Erdgeschoß des Hauses gelegene Geschäft. Dabei entwickelte sich ein so starker Qualm, Daß bald sämtliche Wohnungen deS Hanfes und sogar des Hinterhauses geräumt werden muhten. Acht Frauen wurden von der Polizei unb ben ^Demokratische Reichstaasabgeordnete Frau Dr. Marie Elisabeth Lüders erlitt in Grünewald bet Berlin einen s ch wer en 11 n - fall beim Rodeln. Ihr Schlitten, den sie mit ihrem Söhnchen besteigen wollte, wurde von einem anbcren Schlitten angefahren. Frau Dr. Lüders erlitt erhebliche Verletzungen, man be- furchtet, daß sie das Rückgrat verletzt hat. Der hessische kommunistische Landtagsabgeordnete Galm, der mit einer Anzahl Reichs- und Preußischer Landtagsabgeordneter aus der K P D. ausgeschlossen worden ist, war von der Zentrale der KPD. zur Niederlegung seines Mandats aufgefordert worden. Wie Ar hören, hat jedoch der Abgeordnete dieses Ansinnen abgelehnt. Er wolle vielmehr sein Mandat für den Spartakusbund ausüben. ♦ Wie verlautet, ist das Befinden des Kö- n i g s Georg von England ungefähr daS gleiche geblieben. Jnnensekretär Johnson Hicks erklärte vor feiner Abreise nach Mentone, nach feiner Auffassung seien die schlimmsten Augenblicke der Krankheit vorüber, und der König gehe einer langsamen und allmählichen Genesung mtgegen. Um 8.15 Ahr abends wurde im Buckingham Palast folgender, von drei Aerzten unterzeichnete Krankheitsbericht ausgegeben: Der König hat einen guten Tag verbracht. DaS De- fuiöen Seiner Majestät weist eine leichte Besserung auf. Mannschaften der Feuerwehr aus dem bti« qualmten Hause geborgen. Durch ein Rebhuhn schwer verletzt. Duf der Staatsstraße bei Bad Landkck scheuchte em Personenauto einen Schwarm Re'" U.ner auf. Ein Rebhuhn durchschlug die Windschutzscheibe und ver'etzte eine Same schwer im Gesicht. 3n Ehemnih ist das Baden verboten. (JhLSJL fta,bt Sh-'mnitz hat infolge der ^^enden T r i n kw a > se rn o t. die hautt' I^chllch auf bie geringen Niederschläge teS bongen wahres unb das Fehlen einer gröh-ei Tasiperre zuruckzufuhren ist, mit so.origer Dir- fung das Baden an Wochentagen verbot c n Das Wasserwerksamt wird e ne str nqt tfontrcl e ausübcn. Zuwidrrhrndllnfen soll ei Geldbuße auf erlegt werden. Der letzte Reiteroffizier von DionvUle gestorben fast vollendeten 87. Lebensjahre starb in V'r lm-Zehlendorf Generalmajor Franz v. Schmidt 6cr /^^^iteroffizier des Todesrittes von Dionrillk am 16. August 1870. «Ein falsche Baron in kattowih. Ein angeblicher Baron Ralph-Tomas v. 5t al a.S'r ?cr l'ch fälschlich als Rittmeister der öfitr- ♦mlS!d)e.n ?rmee QU59Qb- 1920 in Kattowitz auf- ™d)tet’ l» den vornehmsten Gesellschaftskreisen Ein gang fand unb tm Jahre 1921 die Tochter des ? aJ-° " s b o d o w i tz heiraten konnte, ift von der Pollzei als Hochstapler entkamt roorben. Es handelt sich um einen Schlossergesellen namens Simons, der schon wegen ähnlicher Delikte 16mal oorbeftraft ist, verheiratet war unb eine letzte Frau mit zwei Kindern im Stich oe- LnrlCnr^a!- än früheren Jahren hatte der aksche Baron sich io England und Frankreich aufgebalten, bis er wegen verschiedener Hoteldiebstähle flüchten, mutzte. Das Kino hilft dem Kaufmann. 2n Amerika hat man jetzt auch die Wichtigkeit des Kinos für das allgemeine Geschäft erkannt r ^lprel liefert eine kleine Stadt im mitt* leren Westen. Das einzige Kino des Ortes hatte vurch einen Sturm gelitten und war daher ge* schlossen worden. Bald darauf merkten die Kaufleute, daß sie schlechtere Geschäfte machten. Man freute fest, daß die Dauern der Umgegend, für bie die eine Stadt mit dem Kraftwagen so gut zu erreichen ist wie die andere, von ihren Frauen unb Kindern überredet wurden, zu einer andern, em toemg weiter gelegenen Stadt auf den Marit zu fahren, weil man Dort zugleich das Kino besuchen konnte. Daraufhin hielt die Handels- lammet des Städtchens eine Versammlung ab, und tm Nu hatte man die nötige Summe zusammengebracht, um die Schäden an dem Kino auszubessern, damit es sobald wie möglich wieder eröffnet werden kann. Wettervoraussage. Das nördliche Hochdruckgebiet bleibt weiterhin ausschlaggebend für unsere Wetterlage. Seine aus- fließenden aus nordöstlicher bis osttcher Richtung kommenden Kaltluftmassen führen zur Fortdauer des Frostes, der zunächst eine weitere Verschärfung erfährt. Wettervoraussage für Freitag: Teils wolkig, teils aufheiternd, Verschärfung des Frostes, meist trocken, östliche Winde. Witterungsaussichten für Samstag: Weiterhin Frostwetter bei wenig verändertem Witterungscharakter. Lufttemperaturen am 2. Januar: mittags —1,5 Grad Celsius, abends — 0,3 Grad Celsius; am 3- Januar: morgens —3,2 Grad Celsius. Maximum — 0,3 Grad Celsius, Minimum — 4,1 Grad Celsius. — Erbtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 2. Januar: abends 0,2 Grad Celsius; am 3. Januar morgens 0,1 Grad Celsius. — Niederschlag 0,1 Milli- meter. — Sonnens^ ndauer % Stunden. winlersportnachrlchten der Hess. Wetterdienststelle. Vogelsberg (Hoherodskops): Wetter heiter, —10 Grad Celsius, Schneehöhe 25 bis 30 Zenli meter, gekörnt; Neuschnee in t.n letzten 24 Stunden 5 Zentimeter. Sportmöglichkeit für Ski sehr gut, Odenwald (Tromm): Wetter heiter, Temperaturen — 6 Grad Celsius; Schneehöhe 10 Zentimeter, verweht. Keine Sportmöglichkeit. Sauerland (Winterberg): Wetter: bewölkt, Temperatur — 8 Grad Celsius; 25 Zentimeter Schnee, Pulverschnee. Ski uni Rodel gut. Schwarzwald (Feldberg): Bewölkt, —10 (8rab Celsius, Schnee 78 Zentimeter, Pulverschnee 6ti, Rodel sehr gut. — Ruhrstein. Leichte- Schneefall, — 6 Grab Celsius; 54 Zentimeter Schnee, Pulver- schnee. Ski unb Rodel gut. fff« hl %ie.^ die/AM' nicht M-k! begehren, fr braucht mai wohl keinen uni) stille H Aber war int Grunde nen wir als vir als dri an der rich dem Sinne, kommt. Tun eigenem daz wir jederzei Richterstuhl nicht fehlen. vaS wir G wieder durc Dünsche de Die M L sich cd« 5» n e< uns lleg; t $ir i« und Laüral SffiS Glückwuns Las, was st anderes, uit irnndfr a!S L viel Hi Alltwüri gescheh TI mdnt, nch auch, tvas echosim, 6 Erreichte s besiht. Für die Wohnun. für daS Jas II li 1] u II II 1F 1P 1P btt, g?;- MOZ ^t56*wtolOhinen um die Er.au.mis zum Betrieb einer Gastwirtschaft; hier: Deruiung des Gesuchstellers gegen die Entscheidung des Kreisausschusses des Kreises Alsfeld vom 22. Oktober 1928. ** D i e Hauptgewinne bei der Waren- lotterte des Gießener Zerkehrsver- eins sind zum großen Teil in Gießen geblieben. Den ersten Preis (Opel-Personenauto) gewann der Eisenbahnoberschaffner Wende, Mühlstraße 8; den 2. Preis (Schlafzimmer) gewann Frau Witwe G ü n g e r i ch , Llebigstraße 58; den 3. Preis (Mittelmeerreise) erhiell ein Gießener Einwohner, dessen Adresse bisher noch nicht bekannt ist; den 4. Preis (Standuhr) konnte der Apotheker Mann (Großen- Buseck) mit nach Hause nehmen; den 5. Preis (Ledersessel) gewann ein Landwirt aus dem Vogelsberg. •* Ein Dammrutsch, der glücklicherweise nur einen kleineren Umfang annahm, ernqnete sich am Silvesterabend am Bahndamm der Main- Weser-Bahn beim Bootshaus der Gießener Ruder-Gesellschaft. Die Senkung der Erdmassen wurde sofort bemerkt. Daraufhin wurden für den Zugverkehr umfassende Vorsichtsmaßnahmen getroffen, die u. a. darin bestehen, daß die Züge an der Rutschstelle nur mit verringerter Geschwindigkeit fahren dürfen und ferner dec Bahndamm Tag und Rächt durch einen besonderen Posten bewacht wird.. Die Wiederherst.llungs- arbeiten ftnb rege im Gange. Don einer Gefährdung des Zugverkehrs kann keine Rede sein. *• Eine unzutreffende Aachricht. Der Landespressebienst der Telegraphen-LInion verbreitet heute aus Warburg die Meldung, daß eS der Kriminalpolizei gelungen fei, in Wenn Ihre SmvMungsanzeige in derSamstagönummer desGießenerAnzeigere durch sorgfältige und wirksame Sahausstattung werben soll dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Donnerstag in der Geschäftsstelle auf! Großen-Linden (Kreis Gießen) den Johann Becker aus Oaershausen, der den Studenten Erich Schwerdtseger in Marburg durch einen Schuß so schwer verletzte, daß er starb, festzunehmen. Wie wir auf Anfrage bei der zuständigen Stelle in Großen-Linden erfahren, ist an dieser Meldung kein wahres Wort. Weder die örtliche Polizeiverwaltung, noch die Gendarmerie weih irgendetwas von einer Verhaftung dieser Art. ** Tödlich verunglückt. Der Arbeiter Otto Hartung von hier stürzte am Neujahrsmorgen, als er von Wetzlar kam, im hiesigen Bahnhof die Treppe zur Unterführung beim Bahnsteig 6 hinab und blieb dort mit einer schweren Wunde am Hinter- köpf bewußtlci liegen. Der bedauernswerte Mann wurde der Chirurgiichen Klinik zugeführt, wo er aber, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, gestern an den Folgen eines Schädelbruches gestorben ist. ** Oeffentliche Dücherhalle. Im Dezember wurden 1241 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 798, Zeitschriften 112, Jugendschriften 79, Literaturgeschichte 7, Gedichte und Dramen 21, Länderund Völkerkunde 67, Kulturgeschichte 9, Geschichte und Biographien 72, Kunstgeschichte 14, Batur- wissenschaft und Technologie 26, Heer- und Seewesen 2, Haus- und Landwirtschaft 6, Religion und Philosophie 13, Staatswissenschaft 11, Sprachwissenschaft 5 Bände. Bach auswärts kamen 10 Bände. ** For st Personalien. Ernannt wurden die Forstreserendare Walter G u t h i e r, Wieseck, Rich. I m m e l, Gießen, Ernst Metz, Hunaen, Karl Schuster, Niederaula, Friedrich Vetter, Gießen, Alfred Walker, Friedberg, zu Forstassessoren. ** Preußisch-Süddeutsche Klassenlotterie. Die Erneuerung der Lose zu der am 11. und 12. Januar stattfindenden Ziehung der 4 Klasse muß bis zum 4. Januar abends erfolgt sein. ** Auftrieb a u f dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 929 Kälber, 169 Schafe, 1316 Schweine. Berliner Börse. Berlin, 3. Jan. (WTB. Funkspruch.) Im heutigen Frühverkehr bleiht die Tendenz weiter freundlich. Das Geschäft ist im allgemeinen iwch nicht sehr lebhaft, doch besteht für einige Spezial- werte einiges Interesse. Für Farben, in denen sich schon gestern lebhaftes Geschäft entwickelt hatte, bestand weiter Interesse. Die Kurse liegen etwas höher. Der Bericht der Reichskreditgesellschaft wird lebhaft erörtert, feine Wirkung auf die Börse ist abzuwarten. Farben 271,75 bis 272, R.W.E. 169,50, Dessauer Gas 125,50 bis 126. ............................... IWMIIIIMIIII.....■■■■■......MW MIM W - INVENTUR» AUSVERKAUF vom 3. bis 12. Januar 1929 Extra-Angebot WEHT UNTER PREIS? 1 Posten Pullover und Westen Serie i-iv Mk. 8.50,6.50,4.50,3,00 1 Posten Kinder-Mäntel Grobe 45-60 Mk. 8.00,6.00,4.50,3.00 1 Posten Seidentrikot-Garnituren Serie 1, n, in Mk. 6.00,4.75,3.75 1 Posten Seidentrikot-Röcke Serie 1.11,111 Mk. 4.00, 3.00,2 00 1 Posten Seidentrikot-Schlüpfer ........... Mk. 2.50,1.50 1 Posten Damen-Schürzen von Mk. 0.95 bis 2.25 1 Posten Kinder-Schürzen Größen sortiert von Mk. 0.55 bis 2.50 1 Posten Damen-Hauskleider Mk. 2.95 "I Posten Mützen gestrickt und Flausch von Mk. 0.50 bis 0.75 1 Posten Herren-Oberhemden Perkai und Zephir Mk. 2.95 1 Posten Damenwäsche leicht getrübt, besonders im Preise herabgesetzt Auf alle anderen Waren außer Marken-Artikeln 110 PROZENT RABATT? 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August 1902 zur Kenntnis der Bezirksangehörigen gebracht. 50D Gießen, den 31. Dezember 1928. Der Direktor der Bezirkssparkasse Gießen Zacheis. Reste aller Art sehr billig! (Stadlknabenschule), Nordanlage 8, beginnenden Kurse: Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Marie Weisel geb. Leicht. Garbenteich, den 3. Januar 1929 SerSunAe 2-Simmet WoUng gegen 3- vis 5-Mmer- DvlMng zu tauschen gesucht. Umzugsvergulung. Echr. Angeb. unter 09094 a. d.Gieß.Anz. rieltvsduiiü 0?r Zivil- ö.eniiöetetoiigteiL Soun ag, ti. Inn., nachmittags 4 Uhr, 'n der Stadt Vid): Monats- verammlung mit Familien n. auch Bundcszetiuug vom u. 12. 1928t. Mittwoch, 16. Jan. 1929, abds. 8.30 Uhr: Jahres-Haupt« Versammlung in der Stadt Vieh. Die Tagesordnung ui nach 8 9 Ziffer t sut Satzung ptitflc= stellt. Dammstraße 25 parterre — kein Laden! gegenüber der Höheren Mädchenschule Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christian Fischer. Tüchtiger, erfahr. Reisender in mittleren Jahren zumLesuchd.Selbstverbraucher s. sofort gesucht. 42H Muer Seifenfabrik Franz Jos. Kaiser, Fulda. Ausschreibung. Zur Ausführung der Neubauten 1. eines Finanzamts, 2. eines Bersorenngsamts in Gießen sollen in öffentlicher gung vergeben werden: Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem so frühen Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Görlach XI. Paula Görlach, Braut nebst allen Angehörigen, Eberstadt, den 3. Januar 1929. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Gattin, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Margarete Fischer geb. Rau im Alter von 63 Jahren nach kurzem schweren Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Plötzlich und unerwartet verschied am 1. Januar mein lieber Bruder, unser guter Onkel und Pate Philipp Schäfer XIV. im 63. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Dern Wwe. geb. Schäfer. Annerod, den 3. Januar 1929. Die Beerdigung findet Freitag, den 4. Januar, nachm. 2 Uhr statt. beule und morgen eintreffend: Feinste grobe Schellfische o. R. das Pfund 65 im Ausschnitt Pfund 70 Ba. bliitenbeller Kabeljau o. K. das Pfund 40 6 im Ausschnitt Plund 45 Seelachs o. K., feinste Nordsee- wäre, das Pfund 35 <-) im Ausschnitt Pfund 40 Frisch.Nordsee Schellfiicheiu.K. Piund 80 -z («oldbarsch o. 5;.....Pfund 35 (Orünc Heringe. ..Pfund 35 <3 Dilets o. Kabeljau ohne Hau» und Graten............Pfund 75 -z Frische FisckkotelettS Psd. 50 OJroRc FettbiikNinae P,d. 48 d'e Kiste mit netto 5 Psd. 2.25 .h AÜlMGkMM Babnbofstr. 27, Fern vr. 1631 Kolonialwaren, Feinkost Kaffee, eigene Röftanlgge. __________ ; 55U I [Vermietungen | Sehr am möbliertes Kroßes Zimmer sofort z. verm. 4 Kaiserallee 24 II. 5d)öa raööi. Zimmer mit el. L.'^ahe Bahn- Hos zu verm. 09107 15rednerstr. 18 l. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden meines unvergeßlichen Gatten, unseres lieben Vaters und Großvaters Herrn Heiiridi Weisel, Lehrer herzlichen Dank. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder und Freunde von dem Ableben unseres Ehrenvorsitzenden Herrn Wilhelm Weil Lang-Göns AniuKent_nt£u zu ,setzcn- Selt der Gründung des Vereins unter Albrecht I haer hat er in treuer und opferwilligster Weise dem Verein seine Kraft und seine Mitarbeit zur Verfügung gestellt und war stets bereit, in die Bresche zu springen, wenn es galt, die Interessen der Landwirtschaft oder des Vereins zu wahren Wir betrauern in ihm einen echten deutschen Mann von altem benrot und Korn, dem wir über das Grab hinaus ein dauerndes gutes Andenken bewahren werden. _ Der Vorstand. Zwangsversteigerung i Am Donnerstag, dem 10. Januar 1929, vormittags 6% Uhr, we ,en im Amts- gerichtsgebäud-, Zimmer 112, die nachstehenden, dem Johannes Schäfer III. und Ehefrau Elisavethe geb. Kinzenbach in Gießen zugeschriebenen Grundstücke: Fl. 1 N". 472/io = 935 qm Hofreite Bleichstraße 6, geschaßt auf 68 179 Mark, Fl. 1 9tr. 47*/io = 559 qm Grabaarten, geschätzt auf 5072 Mark, Fl. 1 Nr. 47°/i° = 314 qm Grasaarten, geschätzt auf 1884 Mark, Fl. 38 Nr. 172 = 2612 qm Acker hinter der Puloermühle, geschätzt auf 5224 Mark, Zum Zwecke der Auseinandersetzung ver- steigert. 10032D Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel Bergstraße 20 zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 12. November 1928. I. A. des Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsvorsteher. 3. & A. Verve». Telephon 95. 21nmclbungen für sämtliche Kurse werden von Herrn Aler Karnbach, Am Kugelberg 23, oder zu Beginn des Unterrichts entgegengenommen. Erste Nelchskurzschriftgesellschaft „Babelsberger" und DamenabteUung e. D., Bietzen. Rabatt 49D ........................................ A. Kircher. Bleichstraffe 15. Komplettes tammer Stü.hc u.Scblafzim- mervretsmabzugeo. Schrutl. Angeb. unt. 0M)5 g, d. (vieü. An». 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In einer Zollstatton des trockenen Amerikas: „Haben Sie Alkohol bei sich?" — „Keinen Tropfen!" — „Warum haben Sie denn keinen bei. sich?" Alexander Alechin, Philosoph und Gchachweltmeifier. Ein aufschlußreiches Interview. — In Deutschland entstand Alechins Weltruhm. Ein Mann, den ein Simultanspiel mit 30 Partnern nicht anstrengt. - Oie bevorstehenden Kämpfe um die Weltmeisterschaft. 23 on Dr. Alexander von Audreewsly. Geschichten aus Amerika. Nacherzählt von Paul Mayer. -.^kanntlich bekommt man im trockengelegten Amerika nur in der Apotheke auf ärztliches Rezept Alkohol. Kommt da an einem Iulitag ein Bürger in eine Apotheke und verlangt einen halben Liter Branntwein. Der entrüstete Apotheker verweigert ihm das geistige Getränk und erklärt, daß es nur für ganz bestimmte Krankheiten abgegeben werden darf. „Bei welchen Krankheiten denn?" fragt der Kunde. „Beispielsweise, wenn man von einer Schlange ge- Ässen wird." „Haben Sie vielleicht eine Schlange vorrätig?" „Rein, aber ich kann Ihnen sagen, wo Sie eine bekommen. In der dritten Straß« rechts, bei einem Seifensieder." Der Durstige begibt sich zum Seifensieder. „Haben Sie eine Schlange da?" — „Gewiß." — „Kann sie mich beißen?^ — „Allerdings!" — „Gut, dann bringen Sie sie her." — Der Seifensieder holt ein großes Buch, macht dort eine Eintragung und eÄärt: „Rommen Sie am 15. Oktober um 3 LIhr, bis dahin ist alles besetzt." In einem amerikanischen Restaurant kann man folgendes lesen: ..Wenn Sie zu Hause auf den Fußboden spucken, tun Sie es hier auch. Sie sollen sich nämlich hier ganz wie zu Hause fühlen. denn die Kühe schlafen — und knobeln mit Hingabe. Eins gilt hundert, sechs gilt sechzig, wir rechnen angestrengt mit unseren nächtlichen Köpfen, während draußen der Küstenwind weht, vorn Nebel erstickt der Lichtschein von Heia in die Runde geht und der Wirt unmoralische Geschichten von seinem Was durch die Tore von Mainz passiert. In einer amüsanten, kulturgeschichtlich äußerst anziehenden, farbig lllustr.erten Studie über die Mainzerin, die sich im Ianuarheft von D e l * Hagen & Klasings Monatsheften befindet, betrachtet Ka.imir Edschmid auch die bunten Schicksale dieser Rheinstadt, in der sich die ganze deutsche Kai er^eschichte ein wenig sviegelt. Hutten wohnte 1520 in der „Alten Krone", der Sohn des K o l u m b u s. im Kapuzinerlloster. die S t a e l 1808 in den „Drei Kronen". Drei. Ramen aus der Geschichte EuropasI Dürer, war in Mainz, Grünewald arbeitete eine Zeitlang in der Stadt. Als Thorwaldsen. der das Gutenbergdenkmal für Mainz gemacht hatte, siebzigjährig in die Stadt kam, bekam et eine Serenade mit Fackelzug. Gustav Adolf zog Weihnachten 1631 ein und blieb, teils lyit Orcnstftrna, ein Vierteljahr auf der Burg, nachdem er drei Salven rings um die Stadt herum hatte abfeuern lassen. Heinrich v. Kleist, Klinger und Kotzebue lebten zeitweise in Mainz. Met ternich studierte lange an der Mainzer älniversität und schreibt in seinen „Memoires" Einzelheiten darüber. Bismarck hatte 18Z0 im Kupferbergschen Haus sein Auswärtiges Amt installiert. Sechs Jahrhunderte fuhr das berühmte Marktschifs von Frankfurt: nach Mainz. Goethe stand darauf, Beethoven fuhr damit. Schiller betrat es auf der Flucht unter dem Ramen eines Dr. Ritter. Das sind Sireislichter aus t>en Jahrhunderten und eine Handvoll Geschichte. Diese Jahrhunderte sind aber alle mit Fülle und Reichtum durch bi« Tore von Mainz marschiert. schwarzen Kater Mohr erzählt, der nachts nie zu Hause ist und auch jetzt in unserer Runde fehlt. Es ist ein vergnügliches Intermezzo, uns wird die Zeit nicht lang bis zum Morgengrauen. Doch mit erstem Tagesschein werden die Propeller angewor- fen, und ein wundervoll kurzer Start bringt wieder zur Höhe. Dor der Halle, eine etwas genommene Nachtgestalt, steht urplötzlich der moralische Kater Mohr und blickt uns nach. Noch liegt weißer Nebel über Hof und See der Frischen Nehrung: aber das ansteigende Licht gung” Vorbehalt, sondern auch das auf die ihm zusagende 21 usleguna dieses Begriffes, übrigens ein Steckenpferd der französischen Diplomatie. Es mag fein, daß die Völker heute noch nicht bereit sind zum Verzicht auf dies Recht. Aber dann können sie auch raum behaupten, daß sie zur Verfemung allen Kriege bereit sind. Sie sind lediglich damit einverstanden, daß solche Kriege in Acht und Bonn getan werden, d i e ihnen nicht passen, an denen ihnen nichts gelegen ist, oder die ihren Jnteresten zuwider laufen. Die Washingtoner Konferenz wird gut daran tun, wenn sie aus dem südamerikanischen Konflikt ihre Lehre zieht und Schritte tut zur Errichtung einer permanenten Instanz, vor der in jedem neuweltlichen Disput die öffentliche Meinung und die Diplomatie der amerikanischen Lander jederzeit mobilisiert und zur Geltung gebracht werden kann. plnser Mitarbeiter hatte Gelegenheit, seinen ßantemamx D-. Alexander Alechin, der einige Tage i.r Berlin wellte, ausführlich zu sprechen. Zum vollkommenen Typ des Rordrussen, wie man ihn im Ausland nur wenig keimt, gehört Alexander Alechin. Wan stellt sich drn Russen gewöhnlich dunkel und etwas südländisch in seinem Aeußeren vor: ober Alechin ist blond, mittelgroß, brcitflchulttig, stets verbindlich lächelnd. Sr ist bescheiden, beinahe schüchtern — solange man nicht vom Schach spricht. Dann schwindet fr.ilich seine Schüchternheit, und sein Gesicht nimmt einen energisch-verschlossenen Ausdruck an. „Bor allem tun Cie mir den Gefallen", sagt Alrchin, „unb e.'klären Sie, daß mein Rame sich nicht .Aljechin", sonder .Alechin' schreibt. Ich komme aus Polen und habe in Derli r mit 30 Partnern zur gleichen Zell gespielt: 24 Partien habe ih gewonnen, 6 wurden remis. Im Lauf von fünf Stunden habe ich keine einzige Partie Perforen." Auf die Frage, ob solche Partien ermüdend wirken, erwiderte Alechin: „Ich nehme solche Spiele nicht ernst, halte sie für keine Kunst. Sie gelten für mich nur als Sport und llassisizieren foineswegs den Spieler." „Das größte Interesse habe ich dagegen an einem Kampf mit einem großen Gegner. Schon als siebenjähriger Iunge schwärmte ih für das Schachspiel, und diese Leidenschaft nahm manchmal foankhafte Formen an. Oft saß ich stunden» lang in Gedanken versunken vor dem Schachbrett, das mir die Eltern fortirehmrn mußten da ich mich um meine Schularbei'en gar nicht kümmern wollte. Manchmal schlich ich nachts aus meinem Bett, holte das versteckte Schachbrett und probierte bis zum Morgengrauen Kombinationen deS Schachspiels. Eines Morgens wurde ich bewußtlos auf dem Boden gesunden unb lag mehrere Wochen mit schwerer Gehirnentzündung im Bett. Schon als Knabe war ich sehr nervös, ziemlich menschenscheu, stets in Gedanken versunken und sehr zerstreut. Mit sechzehn Iahren, getoarm ich den russischen Meistertitel. Dann studierte ich Rechtswissenschaft an der Rechtsschule, einem a .ii'tokratischen Internat für Säuglinge, di; sich dem Staatsdienst widmen sollten. In Deutschland öffnete sich mir der Weg Aum Weltruhm. In Mannheim fand im Sommer 1914 ein Schachturnier statt, das durch den Ausbruch Romantik des Aachifluges. Von Eofie von llhve. Reizvollster aller Bahnhöfe, ohne Rauch, Gedränge und Lärm, nächtlich weiter Plan, von rot strahlenden Reonröhren boteurtoärts erhellt, von hohen Masten herab weiß beleuchtet. Uifo inmitten dieser magischen Rachtbefeu.rung Die mächtige Iunkersmaschine. bereit. u)re bnnahe tausend Pferde an die östlichen Grenzen unseres Vaterlandes. nach Köntgsberg, zu lenkm. Bollgas. ..Guten Flug." llnd wir donnern ab. Gs ist zwischen elf und zwölf llhr nachts. Funkelnd, ein Lichtmeer, liegt unter uns dir MMionenstadt: ihre Lichtreklamen schreien dis br unsere Höhe, die leuchtenden Bänder ihrer Straßen laufen dis zum Horizont. Aber vor unserem Tempo schmilzt ihre Welle, schon kommen dunklere Vorstädte, schon kommt Lauocnland mll matt erhellten Gartenstraben: und bafo liegen xnrtcr uns die nächtlichen Wälder und Seen der ^Weithin leuchtet die Rachtbefeuerung der Strecke: Scheinwerfer und rote Lampen, die nicht verwechselt werden können mit den üblichen LKtj«’ lern der Ortschaften und Gehöfte. Im schein der Lichtkegel tauchen schlafende Häuser auf. Wald^, ein Feld — und wieder Finsternis. Vielleicht folgen Augen, die noch keinen Schlaf sanden, unserem friedlich fliegenden Stern. Von bet Rähe allerdings sieht er gar nicht so friedlich aus. sondern wild und schön. Aus den Auspuffröhren der drei Motoren schfogen die flammenden Gase, tote Atem aus den Schlünden vorweltlicher Drachen, und werfen zuckenden Schein über das Metall der Tragflächen: aus der Pifotenkabine schimmern geheimnisvolle blaue Lichter Mischen unerklärlichen Ravrgattons- instrumenlen. und in der Ecke leuchten die grünen Dirnen des Funkavparates auf - aetfoemaße Rixenaugen Unsere Romantik hat mchts mehr au tun mit der versteckten blauen Dlume, ab-w ist sie nicht in ihrer Art ebenso schon? Doch auch sie wird gewohnt, wird alltäglich ^rden. Rachtslug heißt die Zukunft des Weltverkehrs, darüber besteht kein Zweifel mchr- .^g frei bleiben für die Arbeit. Und dag wir da weit schauend allen anderen Ländern vo.angegangen sind mit unseren Passagier-Rachts lug- ftreden Hannover und Königsberg. J>a8.$arLu^8 mit berechtigtem Stolz auf unsere deutsche Luft- Hansa erfüllen. Meine Mitreisenden sind sanft entschlummert — Doll sei Dank. Sie liegen tief in den Leder- Der Bolivio-Paraguay-Disput ist die anschau- lichste Illustration der Zweideutigkeit des Begriffes „S e l b ft v e r t e i d i g u ng“ Hier stehen zwei amerikanische Nachbarn einander mit geballter ftauft gegenüber. Beide beanspruchen ein Gebiet auf Grund eines hundert Jahre alten, höchst unbestimmten Abkommens. Jeder ist bereit, zur „Selbst- Derteibigung“ dem anderen mit gezücktem Dolch an die Kehle zu Jprinaen. Jeder ist bereit zu schiedsrichterlichem Ausgleich, vorausgesetzt, der andere verzichtet vorher auf den Rechtsgrundsatz, der ihm allenfalls den Sieg zusprechen könnte. Jeder legt „Notwehr" und „Selbstverteidigung" nach eigenem Gutdünken aus. Es ist dies die typische Mei- nungsverschiedenhell, die zum Kriege führen kann, und niemand kann sich der Folgerung entziehen, daß in Kriegsverfemung kein wahrer, kein wirklicher Fortschritt erzielt worden ist, solange sich jede Nation nicht nur „das Recht auf Selbstoerteidi- des Krieges unterörocheil wurde. Ich mußte so schnell wie möglich über die schweizerische Grenz« fliehen und bann über Italien, F ankreich. England, Aorwegen, Schweden und Finnland nach meiner Heimat zurückkehrcn, die ich nach Ausbruch der Revolution wiederum fluchtar.ig verließ. Im Iahre 1925 haoe ich wieder in Deutschland, und zwar in Baden-Baden, den ersten Preis in eriem Schachturnier gewonneir, und dort tourte ich auch zum erftcmnal als Anwärter auf die Weltmeisterschaft genannt." „Ich habe jetzt zwei Herausforderungen erhalten, von Bogoljubvw und von Capa- b [ a nc a. Falls Bogoljubow mit al en Forma i- tätrn dis zum 15. Ianuar fertig wird, kann unter Wetllampf bald stat finden. Cs steht aber noch nicht fest, wo wir zusammentreffen werden^ Der Kampf mit Bogoljubvw iitzrcfiiert mich well mehr als das Wettspiel mit CapablancrL Dvgrljubow ist als Gegner viel ernster zu nehmen als Capablanca, ter über den Ausgang des Kampfes in Buenos Aires sehr verärgert war, und in einer amerikanischen Zeitung einen Artil-el veröffentlichen ließ, in dem er behauptete, daß ich durch Skrupelfofigfoll gewoirnen habe. Mein Spiel, schrieb er, sei ausgeglichen, aber ohne Feinheiten. In Wirklichkeit fiel mir das Spiel in Buenos Air^ Physisch außerordentllch schwer. Ich Gtt an einer Mundhöhlenenlzündung und hatte hohes Fieber, das durch das Ziehen von sechs Zähnen verursacht worden war. 'Der ar- gentinische Arzt sorgte zwar dafür, daß die Betäubungsmittel nicht mein Gehirn angriffen; an- deversells mußten die Schmerzen gelindert werden, und das war keine leichte Aufgabe. Capa» blanca war dagegen vollständig gesund. Ich hoffe, mit ihm in der ersten Hälfte des Iahres 1930 in Amerika zu kämpfen und nehme an, daß ich meinen Titel nicht verlieren werde. Dor kurzem hat Capablanc« eine Reform des ganzen Schachspiels vorgeschlagsn. Er will neue Figuren einführen, da das Schachspiel in seiner heutigen Form angebllch vollständig veraltet fei. Solche Projekte entstehen stets bei Schachspielern, die ihre M.isterschaft verloren haben. Sigar Lasker, der — wahrscheinlich vom cuüanischen Klin a beeinträchtigt — gegen Capab.'anca verlor, trug sich mit ciiem ähnlichen Plan und hat behauptet, daß das Schachspiel nicht mehr aktuell sei. Solange Capablanoa Weltmeister war, dachte er jedoch an keine Reform des Schachspiels." ratifiziert worden, und schließlich hat man sie annulliert. Ein Stückchen Land — nur etliche 100 Qua- dratmeilen groß — tm nördlichen Teil des vorn Rio Pilcomayo und dem Paraguay-Fluß gehüteten Dreiecks ist beständig der Schauplatz von Zusammenstößen zwischen ©renxpatroudlen gewesen, mit dem unvermeidlichen Nachspiel diplomatischer Vorstellungen, mit Notenaustausch und allem Drum- unddran. Wenn Differenzen dieser Art heutzutage zum Kriege führen können, dann mag Bolivien gerate so gut seine diplomatischen Dez.ehungen auch zu Brasilien, Peru und Chüe abbrcchen. Denn seine Forderungen diesen Ländern gegenüber sind genau so gerecht oder ungerecht wie die an Paraguay geltend gemachten. Noch ein anderes Moment kommt hinzu. Im Jahre 1842 erwarb Chile Anto- s o g a st a , den Pazifikhafen am Südende ter <5ab petergebicte; das Jahr 1893 sah Chile auch im Besitz Tacnas und Aricas, und Bolivia hatte seme toeetüfte verloren. Sein Augenmerk richtete sich südostwärts, wo ihm durch den für Ozeanschiffe zugänglichen, Chaco Boreal im Osten säumenden R i o Paraguay und durch dessen Nebenfluß, den Pilcomayo im Westen, ein Weg zum Meere offen stand. Die Sch.ffbarkeit des Paraguay auck für nicht ganz kleine seegehende Sch.ffe läßt sich daran ermessen, daß z.B. Rosario, einer ter Haupthäfen Argentiniens, zweihundert englische Meilen landeinwärts an diesem Strom gelegen ist. Paraguay aber behauptete und behauptet noch, daß nur es allein berechtigt sei zum Sch.ffs- verkehr auf „seinen" Strömen. Wenn es zum Kriege kommen sollte — und cs wird nicht dazu kommen — (und es i st nicht dazu aekommcn. D. Red.) würden sich der gegenselligen Bekämpfung fast unüberwindliche Schwierigkeiten gegenüberstellen. Bolivia liegt durchschnittlich 3500 Meter über dem Meere. Seine 3 000 000 Einwohner smd an die Fiebergefahren der Urwaldsümpfe nicht gewöhnt. Die Paraguayaner, rund eine Million Köpfe stark, dagegen sind im Gebirgskriege unerfahren, siird auch an das Höhenklima nicht gewöhnt. Bolivia ist gut bewaffnet, sie ist zur Zeit die stärkste, die das Land jemals besaß und hat ihre Ausbildung zum w^llaus größten Test deutschen Weltkriegsveteranen zu verdanken. Ganz hervorragend soll Dolivias Fliegertruppe sein. Paraguays Soldaten gelten als Leute von großer Tapferkeit, die richtigen Draufgänger. Vielleicht hat es doch sein Gutes, daß die bciben Regierungen gerate jetzt aneinander geraten sind. <5ie haben die momentan in Washington versammelte Konferenz vor ein greifbares, ein kontretes Problem gestellt, während sie sich sonst lediglich mit einem Wust mehr oder minder abstrakter Rechtsfragen zu beschäftiaen gehabt hätte. Die Gelegenheit war wie geschaffen, das Forum war vorhanden, dem der Streit zur sofortigen Schlichtung unterbreitet werden tonnte. Paraguay wandte sich nicht nur an den Völkerbund, es appellierte auch an die Pan-Amerika-Konferenz, die eben begonnen hatte, und die sofort einen pan-amerikanifchen Ausschuß ernannte, mit ter Aufgabe, auf die beiden hadernden Nachbarn einen diplomatischen Druck auszuüben. Wäre der Streit einen Monat früher ober auch einen Monat später ausgebrochen, so hatte keine Mobilmachung der pan-amerikanischen Diplomatie stattfinben können, und Herr Kellogg hätte keine Gelegenhett gehabt, den bolivianischen Gesandten in Washington zu überreden, wieder in den Pferch der friebfertiqen Lämmer zurückzukehren, den er auf Veranlassung seiner Regierung verlassen hatte, weil Paraguay öte „moralische Satisfaktion" schuldig geblieben mar. Man hätte sich einzig an Genf wenden können, dort hätte man wahrscheinlich eine „unpar- teiische Untersuchung" an geordnet, die möglicher» weise nichts weiter vermocht hätte, als die beiden Kriegslüsternen darauf aufmerksam zu machen, daß sie der Meinung der ganzen Welt Trotz bieten würden, wenn sie zu den Waffen griffen. Und in der Zwischenzeit wäre das Unhell geschehen. Denn wenn Kriegsgefahr droht, ist jede Stunde kostbar — das wenigstens hat die Wett 1914 gelernt, wenn auch vielleicht sonst nicht viel.____________________________ Südamenkamsche Lehren. Don unterem A. G. A.-Berichterstatter. Rachdruck auch mit Quellrna.rgBe verboten! Neuy ork, Ente Dezember 1928. Zn das gutgeölte Räderwerk der „Pan-Amerikanischen Konferenz für Aussöhnung und Schieds- sprach" in Washington haben Max und Moritz — diesmal als feindliche Brüder — ein erhebliches Quantum Scymirgelpuloer geschüttet. Die Ma- chine seufzt und stöhnt und kreischt und bleibt chüeßlich stehen. Auch ein Treppenw.tz der Zeitge- chichte, daß ausgerechnet Bolivia, das seinen Beitritt zum Kellogg-Pakt bereits er- klärt hat, mit seinem Säbelgerassel und Kriegs- rummel den Herren in Washington so schwere Sorgen macht, während Paraguay, das bisher zu dem Kriegsverfemungsoertrag keine posi- tive Stellung genommen hat, ohne weiteres be- reit ist, auf die Schiedsspruchoorschläge der Konferenz einzugehen. Der zündende Funke, der die Explosion herbei- führte, war ein Zusammentreffen ter Grenztrup^ pen Paraguays mit denen Boliviens, die auf geflogene Mine jedoch lag schon seit undenklichen Zeiten in dem Chaco Boreal genannten Gebiet von etlichen 100 000 englischen Geviertmeilen. Denn unter dem Urwald mit seinem so gut wie unberührten Holzbestand liegt ein Schatz „schwarzen Goldes", liegt Del. Aus diesem Umstande wird mit einemmal klar, weshalb sich die beiden Rach barn plötzlich so lebhaft dafür interessieren, ob die Grenze ein paar Meilen weiter auf dieser, ob auf jener Seite hinzieht. Wird klar, warum Bolivia darauf besteht, innerhalb des umstrittenen Geländes Armeeposten, Forts und dergleichen zu errichten, und warum Paraguay darin eine Der- letzung feiner Souveränität, eine „militärische Durchdringung" erblickt. Und warum beide sich auf die Hinterbeine stellen, warum man in patriotische Hitze gerät und die Kriegstrommel rührt. Dem Außenseiter muß es kaum glaublich erscheinen, daß dergleichen im Jahre des Hells 1928 in der neuen Welt Vorkommen kann. Knapp zwei Tage, ehe Präsidertt Cookdge das Lob ter neuwett- Uchen Völker sang, die ihre Differenzen „fast im ine r.1' auf gütlichem Wege geschlichtet hätten. Dabei sind im verflossenen Jahrhundert gerate Grenzstreitigkeiten Anlaß der meisten Kriege in Südamerika gewesen, und die meisten freundnachbarlichen Reibungen auch unserer Zeit sind daraus zurückzuführen. Es handelt sich hier um ein Problem, das zurückgeht bis in das zweite und dritte Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. _ Als die südamerikanischen Republiken sich von Spanien und Portugal los- sagten, legte sie ihre Grenzen entlang denen der ehemaligen Kolonien aus. Nahezu überall war die Gebietsteilung vag, unbestimmt. Es ist zu verwundern, daß es darob nicht weit häufiger zu bewaffneten Konflikten gekommen ist, als tatsächlich geschah, und es spricht für die nachbarliche Verträglichkeit der Nationen, daß sie sich in den meisten Fällen zu einigen wußten. Bei diesen Einigungen auf güttichem Wege scheint jedoch Bolivia gewöhnlich schlecht abgeschnitten zu haben. Das von ihm früher beanspruchte Gebiet schrumpfte immer mchr zusammen. Hier ward ihm ein Stück auf dem Wege der Einigung abgezwockt, dann dort em Zipfelchen „.berichtigt". Von seinen ursprünglichen 763 000 Oemertmeilen verblieben ihm mit der Zeit noch 506 000. Es gab Schwierigkeiten mit Brasilien, das sich 1867 mü einer Grenze einverstanden erklärte, im Jahre 1903 aber eine Berichtigung erzwang, die entschieden zu seinen Gunsten ausfiel. Im Kriege mit Chile, 1879, verlor Bolivia seinen Weg zum Stillen Ozean, den es letzt als Erbberechtigter auf Tacna und Arica zurücksr» langen möchte. Der Zwist m't P a r a g u a y ist ähnlicher Art wie diese Kontroversen, oeit den Kolonialzeiten hat eine Spannung bestanden. Man hat wiederholt Anläufe genommen, die Sache durch Vertrag beizulegen, aber die Abkommen sind nie fesseln und strecken ihre Deine ins LokaT Ich wage kaum, mich zu rühren, um sie nicht $u wecken: es ist so schön, der einzig Wache zu forn — denn Piloten und Funker, ganz ihrer Aufgabe hingearben. verschmelzen zu einem Teil dieses grandiosen Fabelwesens Maschine — es ist so schön, allein und einsam hinzufliegen unter dem alten Iupiter und dem Siebengrsttrn, zu Denen man schon als Kind nachdenkliche Augen mlfhob und deren Woher und Wohin man heute nicht tiefer begreift als damals. Sie blicken mit viel Ruhe auf diese neue Spielerei der Menschen herab. Seltsamste aller Rachtwachen! Mit keiner zu vergleichen, die das Leben mir brachte, nicht mit nächtlichem Ritt durch die warme Stille schlafender Waldtäler, nicht mit den geschützdurchgrvllten Rachtwachen im Feldlazarett, beim abgeblendeten Licht der kleinen Öampe. nicht mit den vom Glück der Ferne erfüllten Rächten an wttchumbrandeter Südseeküste — seltsamer — schöner als sie alle, diese Rachtwoche zwischen Himmel und Erde, zwischen himmlischen und irdischen Lichtern, selber ein fliegendes Licht im dunklen Raum — o seltsam fremdes Glück der Stunde! Schlaft mir, ihr Schläfer in der matt erhellten Kabine, es ist so schön, allein zu wachen! Drunten im dunklen Land sind die Lichter von Schwedt und von Stargard vorübergezogen und in ter Ferne ter Widerschein von Stettin: Stolos alte Kathedrale ist aus mattem Schimmer wieder in Nacht gesungen. Unter uns liegt der polnische Korridor: blaß noch und sehr in ter Wette zucken die Leuchtfeuer der Stofte auf. Aber was bedeuten Entfernungen für uns? Einen Auaenblick: Master spiegelt nächtttch, Masten der Schiffe ragen schwach erhellt, Kanäle, Gasten, ein Dom —: Danzig. Ader feit langem schon hat sich das strahlende Auge des Jupiter mehr und immer mehr verschleiert: eine dunkle Wand kommt vom Meer über das Haff: Nebel. Und unser Pilot, mit der zuver- lässigen Vorsicht, di« unseren Luftverkehr so sehr auszeichnet, beschließt, diesen Nebel erst im Morgengrauen zu durchfliegen, wenn bessere Sicht ist. In weitem Bogen lassen wir uns über dem schlafenden Danzig nieder und langen im herrlich an unsrer Tragfläche aufzisch'nden Lichte vor den Hallen des Flugplatzes. Dort erfüllt unser unerwartetes Erscheinen den schnell aus dem Bett geholten Witt des kleinen Restaurants mit lachendem Glück: er ahnt aus Präzedenzfällen, daß es nun ein Spielchen geben wird, und er ahnt recht. Bald sitzen wir alle, um drei Uhr in der Nacht, Flieger und Fluggäste, einträchtig bei einem mörderisch schwarzen Kaffee — .Jetzt fahre ich nach Paris, V>v ich in troTTer Ruhe lebe. Die F.anzofen haben kein Interesse für daS Schachspiel uno wissen kaum, daß ich Weltmeister bin. Ich besuche philosophische Vorlesungen und arbeite an einem Buch, das „2tuf dem Wege zur Weltmeisterschaft" heilen und in einem deutschen Derlag erscheinen soll. Ich schreibe das Buch in deutscher Sprache, die ich schätze uAd fließend beherrsche. — Man fragt mich ost, cch ich nicht nach Rußland zurückkehren möchte, aber dort werde ich als konterrevolutionär angesehen. Ich habe vor kurzem aus einem Bankett kn Poris eine Rede gehaltert, in der ich den Gedanken äußerte, daß daZ Schachspiel besonders in Ländern blühe, in denen der freie Geist unterdrückt wird, und in denen die Intellektuellen sich in Geduld fassen müffcn. So war es in Deutschland vor BiSmorck, in Frankreich zur Zeit drs dritten Kaiserreichs und im modernen Rußland, wo das Schachspiel sehr gepflegt wird. Dafür hat mich Kry len ko in einem Zeitung -a.tikel mit einem Wort genannt, das ich nicht wiederholen nröchte. Trotzdem Hai mein Sieg seinerzeit auch in Rußland großen Eindruck gemacht. Eine Moskauer Zeitung schrieb, man könne sich freuen, daß ein wirklich guter Schachspieler, gleichgültig welcher Ratio.ralllät, gewonnen hat: Zrte Sowjetschachspicler, so hieß es weiter, können mich faxt ich nicht zu den ihrigen zählen, solange ich nicht meine Flucht bereue, alnter diesen Umständen bleibt mir nichts anderes übrig, als In Paris zu bleiben." Bahnhofsbeschwer-en in Großen-Lin-en. Aus Großen-Linden wird uns non gut unterrichteter Seite geschrieben: Die Reichsbahnverwaltung beabsichtigt, am Bahnhof Großen-Linden die Bahnsteigsperre zu dem Gießener (östlichen) Bahnsteig zu verlegen. Seither konnten die Reisenden vom Stationsgebäude auS auf kürzestem Wege durch Heberschreiten der Gleise an einer besonders h^rgerichteten Stelle diesen Bahnsteig erreichen Runm.hr sollen die Reisenden den Bahnkörper an der Schranken- Überführung Großen-Linden—Leih estern überschreiten, um dann den Gießener Bahnsteig von der Lcihgesterner Seite her durch eine dort einzurichtende neue Bahnsteigsperre zu erreichen. Wclche Mißstände ergeben sich auS der Durchführung dieser Maßnahme? 51m der Reichsbahn Recht angedeihen zu lassen, sei in diesem Zusammenhalt vorauSgeschickt, daß auf der Leih- gefterner Seite ein Automat zum Lösen von Fahrkarten der Holz klasse nach Gießen aufgestellt und auch auf dem östlichen Bahnsteig eine yeizbare Wartehalle erstellt werden soll. Zunächst wird die Benutzung eines Fahrkartenautomaten durch die h.estgr Landbevölkerung zu .Vlnzutraglichkeiten führen, weil der Reisende gewohnt ist. seine Karte am Fahrkartenschalter und nicht zwangsweise an einem Automat zu lösen. Dieser Mißstand wird verstärkt, wenn eine mehrköpfi^ Familie, wie dies besonders an Sonntagen häufig geschieht, nod) Gießen fährt. Dann muh der Familienvater besorgt sein, sovielmal 3 Zehnpfennig- stucke zu bellhen, als er für die Fahrt seiner Familienangehörigen aufzuwenden hat. Ist nun gar erst infolge besonderer, in Gießrn stattfinden- der Ereignisse der Airdrang besonders stark, dann wird der Automat, wie auch die eine Bahnsteigsperre zur Bewältigung des Verkehrs nicht rm entferntesten ausreichen. Bll solchen Gelegenheiten wurden s.ither schon zwei Schalter und zwei 'Bahnsteigsperren geöffnet Für die Benutzung von zwei Bahnsteigsperren ist aber dann keinerlei Rlöglichkeil mehr vorhanden. Wäre aber normalerweise für die Reisenden der H o l z k l a s s e di« Möglichkeit gesichert, den östlichen Dahn st eia zu erreichen, ohne vorher das Bahnhossgebäude betreten zu müssen, so sind doch dir Reisenden der Polsterklasse, als auch alle übrigen Verkehrsgäste, welche über Gießen hinausreisen, gezwungen, sich im Stationsgebäude ihre Fahrkarte zu lösen. Dann aber müssen sie zu diesem Zwecke von der Straße einen Weg von 100 Meter zum Stationsgebäude machen, nach dem Lösen der Fahrkarte 100 Meter zurückgehen, den Bahnkörper an der Schranke überschreiten, auf der Leihgesterner Seite die Dahnsteigsperve passieren und dann wiederum einen Weg von 100 Meter in der ersten Richtung zurücklegen, um zum Gießener Bahnsteig zu gelangen. Bei dieser Betrachtung wirst sich schon die Frage aus, toarum gerade die ! Vornan von 3* Schneider-Foerstl. llrbeberrechteschutz Oskar Msifter. Werdau i. So. 35 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Richthosen stand g^gen die Wand zugekehrt und sah. wie hinter Hetti.lgens Rücken die Portieven leih schwankten. Arme Mi^zerl! Aber es war besser, sie erfuhr jetzl aus feinem eigenen Munde, daß sie nichts mehr zu hofien hatte, als dieses Warten von einem Tag zum andern, oas sie beide noch völlig ausrieb. „Ich hab ghocl, man bars dir gratulieren!" sagte er, um Der Schwester auch noch die letzte Gewißheit zu verschaffen. „Gratulieren? Wozu?" Joachim sah halb belustigt zu Leopold hinüber. «Zu deinen Erfolgen, mit denen du dich um die IeÄa bemühst!" „Ach so!" Hettingen lachte. „Diesen Gedanken darfst du ruhig fallen lassen, mein Alter! Dir Isa wlll nichts von mir! Die hat ganz andere Pläne. Sie weiß nur. daß i)rc selbstlose Liebe mir armem Schlucker unendlich Wohl tat — das ist alles!" „Aber küssn laßt dich zur rechten Zeit von ihr! Muß doch ein süßes Goscherl haben, die Frau Kammersängerin?" „Auch davon bist du unterrichtet?" sagte Hettingen ruhig. „Seit wann interessierst du dich für Kla.schereien?" „Mein Gott, Joachim, wan-nst mittn drinnen sitzt, zwUchn di? Ratschwllber! Wien ist in dec Weis' ein Rest! Das sollst doch wissen! Wannst a Maderl am Prater druntn kn die Wadln zwickst, dann wissn'S a Biertclstund später schon Die Händler am Raschmarkt und behauptn. du hast ihr den ganzn Fuß auSgrissn!" „Poldl, du hast recht." saate Irachim lachend. Gleich darauf war sein Gefacht wieder vollkommen ernst, „DaS Hot jo nun ein Ende bei mir — Reisenden der Polsterklasse, welche doch für ihre Beförderung ein höheres Fahrgeld bezahlen, gegenüber denen der Holzklasse schlechter gestellt sein und einen Almtoeg von 200 Meter machen sollen. Ganz abaesrehcn davon, ist aber beim besten Willen nicht einzusehen, wie durch die geplante Aenderung die Betriebssicherheit erhöht werden soll. Rach wie vor überschreiten die Reisenden den Bahnkörper. Wenn nunmehr her Schrankenwärter beim Herannahen des Zuges rechtzeitig die Schranke schließt, warum soll nicht genau so gut der Bahnsteigschaffner im Stationsgebäude Die Türe schließen und sie nach Einlaufen des Zuges wieder öffnen können, als dies auch der Schrankenwärter mit den Schranken tut? Seither muhten die Reisenden von Leihgestern den Schrankenübergang Überqueren, konnten aber bann den Bahnsteig ohne den oben beschriebenen llmmeg von 200 Meter erreichen. Warum soll nunmehr eine Aenderung zugunsten der wenigen, aus hem 1600 Einwoh^ ncr großen Leihgestern kommenden Reisenden herbeigeführt werden, wenn dies die besagten Rachteile für die aus Großen-Lin- den und feinem Hinterland mit etwa 6000 Einwohnern fahrenden Gäste, die auch bestimmt 4/. der Dahnhofsfrequenz darstellen, im Gefolge hat? Bei dieser Sachlage leuchtet es ein. daß die Reichsbahn dem Mißstand des äleberschreitens der Gleise, wenn dies wirklich ein Mißstand sein sollte, nur durch den Dan einer Unter* führung ahhellen kann. Cs erscheint wenig angängig, die Reisenden auf den am Schranken- Übergang errichteten Steg für den Fall der geschlossenen Schranke zu verweisen, wenn man bedenkt, daß dieser Steg bereits vor 25 Jahren für diesen Zweck vor dem Bahnhofsgebäude errichtet werden sollle. man aber damals schon seine lllnzulänglichkeit erkannte und ihn dann mehr als Zierde, als der Benutzung halber an der Straße Großen°Linden—Leihgestern aufstellte. Rach alledem steht die Bahn im Begriff, einen Mißstand durch ein weit größeres Liebel zu beseitigen. Ist der Verkehr am Bahnhof Grohen-Linden wirklich in einem derartigen Grade gestiegen, daß die Betriebssicherheit gefährdet ist, dann darf die Bahn nicht zögern, diese Gefahr durch den Dau einer Ü1 n» terfüh rung zu beseitigen. Es erscheinen auch die Kosten für die geplanten Aenderungen durchaus nicht niedriger, als für eine solche Unterführung. Die Rerchsbahnverwaltung soll sich überlegen, ob es nicht zweckmäßiger ist, durch den Bau einer Unterführung einen dauernden und die Gefahr re st los beseitigenden Zu st and KU schassen. Dann ist die Ausgabe nur eine einmalige, im Gegensatz zu den ständigen Kosten der Heizung der Halle, und es wird nicht nur ein unzulängliches Provisorium geschaffen, tote es das jetzige Projekt doch nur barste llt. Bedauerlich bleibt nur. daß es erst der Anstrengungen dritter Seiten bedarf, um die Reichsbahndirektion Frankfurt auf die Abwegigkeit ihres Vorhaben- hinzuweisen. Die Freiwillige GanitäiS-Kolorrne Gießen im Jahre 1928. Dom 1. Januar biS 31. Dezember 1928 wurden von der Freiwilligen Sanitäts-Kolonne vom Roten Kreuz in G ießen 1510 Krankentransporte ausgeführt. ES handelt sich bei diesen Transporten um folgende Fälle: Knochenbrüche 126. sonstige Verletzungen 307, innere Krankheiten 561, Frauenletden 179, Infektionskrankheiten 30, Verven- und Geisteskranke 111, Dlinddarmsntzün- dungen 196. Von diesen Transporten wurden in der Stadt Gießen ausgeführt 741, Kreis Gießen 383, Provinz Oberhefsen 205, außerhalb der Provinz 181. Das Auto der Sanitätskolonne wurde insgesamt 1081 mal in Anspruch genommen; davon in der Stadt 197mal, Privatauto 19mal, fahrbare Trage 143mal Fahrstuhl 70mal. Am I. September konnte die Kolonne ihr 25jähriges Bestehen feiern. Drr Rückblick auf die bisher geleistete Artest beweist am besten die Rollvendigtell des Sanitätsdienstes in unserer Stadt. Der gesteigerte Verkehr der Jetztzeit der eine Häufung von Unfällen bewirkt, stellt die Kolonm* vor erneute Aufgaben, denen sie durch Beschaffung weiterer Materialien gerecht zu werden sucht. Um weitere Krllse für das Küssen! Wenn ich morgen weggereist bin, Met et sich mir sobald kein Frauemnund mehr!" „Schad, nicht wahr?" spottete Richthosen gutmütig und fetzte sich wieder. Er konnte sich kaum mehr beherrsche. „Ja. schade," gab Hettingen ehrlich zu. „Wcißt du, Poldl, so oft Isabella ihre Lippen auf die meinen drückt, ist mir's —" „Wie ist es nachher da, Achims „Wie damals — Poldl. du fanitfl es ja Nicht wissen!" „Ich weiß eh! Wie damals, als du die erste Rächt in meiner Wohnung gschlafn hast!" „Hat dir deine Schwester davon erzählt?" „Ja! „Von mir hättest du es nie erfahren!" „Das hab ich mir eh nicht erwart, da kenn ich dich zu gut. mein Lieber! — und schau, die Mizzlk — Joachim, laß mich doch ausredn, des- toegn brauchst doch nicht gl.ich davonlaufeu! Also die Mizzi ist drauf und dran, baß s' zu dir fahrt uno die Händ vor dir aufhebt und. wann's fein muß. vor dir nuderknist und bitt du möchtest ihr verzeihen urrb alles wieder werdn lassn tote früher!" Richthosen sah, wie mühsam Hellingen seine Erregung unterdrückte und wie schwer der Atem aus feiner Brust kam. Rach Sekunden gab er Antwort „Poldl! — sag ihr, daß sie nicht kommen soll! ES wäre zwecklos! Ich kann nicht! Rie Wieder! Ich müßte ihr nur wehe tun. Denn das. was ich dir anvertraue, würde ich ihr nie gestehen: daß ich sie noch immer liebe! — Ich habe mich ja mit Händen und Fußen gesträubt, in einer Zeit um ne zu werben, in der mein Baler mir etopiete, daß ihr Geld die Firma retten könnte. Llber mit meiner Liebe hat das nichts au tun gehabt Ich hätte sie auch als mein Weib heimgeholt, wenn du ihr nicht einmal ein Hemd, sie zu bekleiden, geben konntest In mztnen Rock gehüllt, wurde ich sie in mein Haus getragen haben I — Poldl, du ahnst nicht, was das heißt, den Glauben an die Frau verlieren zu müssen, die dir der Inbegriff alle- Heiligen war und an der dein ganzes Herz gehangen hat und noch den Hilfsdienst bei Unfällen zu interessieren, wurde auch im Berichtsjahre ein (Betriebs- helserkursus abgehalten. Das Rote Kreuz sucht damit das Ziel zu erreichen, möglichst in jedem (Betriebe wenigstens eine Person in der Hilfeleistung bei Unfällen auszubllden und so den Verunglückten bis zur Aickunft des A^tes vor Schlimmerem zu bewahren. An diesem Kursus beteiligten sich im abgelausenen Jahre 80 Personen. Eheschließungen, Geburten und Sterbe- sülte in Seffen-Aaffau und Hessen. Die Zahl der E h e s ch l i e ß u n g e n im zweiten Vierteljahr 1928 betrug in Hessen-Nassau 6240, die der Lebendgeborenen 10 857, der Totgeborenen 379. Gestorben sind insgesamt 7060 Personen. Der Geburtenüberschuß betrug 3797. Auf 1000 Einwohner entfielen bet den Eheschließungen 1926 10,2 gegen 9/) 1927 und 8,6 1913, bei Den Geburten (ohne Totgeborene) 1928 17,8, 1927 18,1 und 1913 23,9, bei den Sterbefällen 1928 11,6, 1927 11,1 und 1913 13,2. Der Geburtenüberschuß betrug auf 1000 Einwohner 1028 6,2, 1927 7,0 und 1913 10,7. Auf 100 Lebend- geborene kamen im ersten Lebensjahre Gestorbene 1928 5,8, 1027 6,5 und 1913 9,2. Im Volksstaat Hessen betrug die Zahl der Eheschließungen im zweiten Vierteljahr 1928 3728, die der Lebendgeborcncn 6548 und die der Totgeborenen 169. Gestorben sind insgesamt 4095. Der Geburten- Uberschuß betrug 2453. Auf 1000 Einwohner entfielen bei den Eheschließungen 1928 10,8 gegen 9,3 1927 und 8,0 1913, bei den Geburten 1928 19,0, 1927 19,0 und 1913 24,8, bei den Sterbesällen 1928 11,9, 1927 10,8 und 1913 13,7. Der Gebürtem Überschuß betrug 1928 auf 1000 Einwohner 7,1, 1927 8,2 und 1913 11,2. Aus 100 Lsbendgeborene kamen im ersten Lebensjahr Gestorbene 1928 6,1, 1927 6,4 und 1913 9,0. Trotz der Zunahme der Eheschließungen ist also auch in Hessen-Nassau und Hessen ein nicht unerhete kicher Rückgan der Geburten festzustellen, dem allerdings eine Abnahme der Sterblichkeit, besonders der Säuglingssterblichkeit, gegenübersteht. Oberheffen. Landkreis Gietzen. X Wieseck, 2. Jan. Der letzte Sonntag brachte v. nferem Frauenverein eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier. Lichtbilder. Deklamationen, gemeinsame Lieder und Einzel- gesänge umrahmten die auf das letzte Vereins- jahr zurückblickende Ansprache des Ortsgeistlichen. Rach einer Kasseepause brachte die amerikanrsche Versteigerung mehrerer gestifteter Gegenstände, dabei solcher aus der hiesigen Kunsttbpferei. viel Freude und einen ansehnlichen Betrag in die Reisekasse für das neue Jahr. Diele der zu Weihnachten mit Päckchen erfreuten Gerneinde- glieder hatten mündlich oder schriftlich Dankes- grühe und Wünsche für den Verein geschickt. -** Der Silvestergottesdienst findet erfreulicherweise immer mehr Anllang; es bedarf wohl nur größerer gegenseitiger Rücksichtnahme, aus feiten der Vereine und der Kirche, damit tinem immer größeren KreiL von Gemeindegliedern eine stille gesegnete Stunde am Iahresschluh zugute kommen kann. — Beim Reujahrsgvttes- dienst wurden in üblicher Weise, verbunden mit Schristvwrten. folgende Zahl«: bekanntgegeben: getauft wurden 57 Kinder (1927 : 59), konfirmiert 68 (67); am Heiligen Abendmahl nahmen 824 Gemeindeglieder t.il (980); getraut wurden 41 Paare (34); kirchlich beerdigt 30 Personen (44). In Gießener Anstalten wurden 7 Kinder getauft (7). Von den hier Beerdigten öer- starben 9 auswärts, davon 7 in Gießen (6). -* Wie hier feinerfeit mitgeteilt, hatte der Kircherr- vorstand auf Wunsch vieler Interessenten beschlossen. versuchsweise die Wiesen der Pfarrei, deren Gras seither versteigert worden war, zu verpachten. Rur^ vereinzelt wurde bei der Verpachtung das Taxatum te« Kirchenvorstandes erreicht. Runmehr ist die Entschlte- hung des LandeZkirchenamtes eingetroffen, wonach die Genehmigung nicht erteilt werden konnte, da das Gesamtergebnis hinter der Taxation erheblich zurückblieb. KJ Lollar, 2. Jan. Der seither im Besitz des Bauunternehmens Lemmer (Lollar) befindliche Steinbruch am Lollar« r Kopf mit Klopf, werk üing mit Wirkung vom 1. Januar käuflich in dis Hände der Firma Gottlob Stahl, Stein> bruchbetriebe, in Meinesheim (Württemberg), über. Der Betrieb wird von der neuen Besitzerin von Lollar aus, wo eine Geschäftsstelle eingerichtet wird, geführt. Das vorhandene Personal geht auf die neue Firma über. Der neue Besitzer hat bereits immer hängt Und wissen, daß es fein Zu- fantmen;taten mehr gibt! Rio wieder! Daß man verdammt ist. als Einsiedler durch die Welt zu gehen, um immer, wo sie am schönsten ist, an das erinnert zu werden, was einmal grwesen ist." „So wenig 03eLitauen hast du zu meiner Schwester, trotz aLer deinrr Lieb, Achim I" »Ja, so wenig Vertrauen! Es geht mir tote beim Feßrnann. Ich bring s nicht fertig, zu ihm zu grherr! Selbst jetzt nicht — wo es Abschied zu nehmen gilt! " „Und hast eS doch nur ihm zu verbauten, daß d' nicht schon feit Wochen im Gottesacker draußen verfaulst!" „Dem Feßmaun?" Hettingr»u8 Blick tourte drohend. „Ja, dem Fehmann! — Wann dir's noch nie» niemand gsagt hat. dann sollst es von mir jetzt hören: drei Liter von seinem Blut trägst du in dir! — Die hat er sich wegnehmen lassen zu einer TranSsufion, weil dich nur daS hat retten können!" „Der Feßrnann!" HettingrnS Blick wurde verschwommen. „Schau Joachim, und daS andere, das du ihm so als Schuld anrechnest, das war ein Zufall — ein gr^nz unseliges MihverstLndnis! Rix weiter! Suchn L8 er dich gangen an tem Abend dort, und damit er ja nicht zu spät an Südbahnhof naus kommt, hat er {eben Patienten fortgeschickt zu einem Kollegen. Unglückticyerweise bist au selber auch kommen. 3m Gang war s finster. Gr hat dich nicht erkannt — fein Herz hat nicht daran denkt, daß er dich auf die Straß stellt, wie er tem Arbeiter g,agt hat, er soll zwei Häuser Weller gehn! —- Grad, damit er dich ja nicht verfehlt! - Wo ist da nach ein Hünkerl Schuld, Achim! Und wenn du trohd'm meinst, er hat dich beleidigt, wann einer mit seinem Blul was wettmacht, das soll man dann vergessn sein lassn, mein ich! — Und so kenn ich dich doch net, daß du nicht verzeichn könntest, um keinen Preis!" Helling-ns Kopf war ganz hrrc>chg?sunken. Mit beiten Händen zog er sich nach einet langen mit etwa zwei Dritte! bet seicherlgen teMht« bestand es die Arbeiten im Bruch aufgenommen. 6 Allendors o. d. Lda., 2. 9an. Dies« Tage vollendete unser Bürgermeister Christian Rein sein 75. Lebensjahr. AuS diesem Anlaß brachte ihm der hiesige Männergesang- verein, dessen Mitglied ter Jubilar seit Gründung des Vereins ist. ein wohlgelungenes Ständchen. In einer kurzen Ansprache würdigte tret Ehrenvorsitzende die Verdienste des Bürgermeisters um den Mannergesangverein fotote um die hirsige Stadt, und überreichte tem Geburts- tagdkinte eine Urkunde über die Grnrnnung zum Ghrenmitgli te te« Ver.llis. Dürgerm ister Rein dankte tem Vereine für dir Ehrung in tetoegtm Worten. Bürgermeister Rein steht fast 39 Jahre an ter Spitze unserer Stadtverwaltung und versieht sein verantwortungsvolles Amt noch in bester körperlicher und geistiger Frische. — Der hiesige Mannergesangverein, unter ter bewährten Leitung des Lehrers Schmidt aus Kefsell-ach stehend, beabsichtiZt, am 26. Oamrar 1929 sein diesjähriges Wmterkonzekk im Saale ter Gastwirtschaft Ranft abzuchalten. Da hierzu auch Fräulein Freia Schmidt ihre Mitwirkung zugesagt hat, durste Gesangessreunten ein genußreicher Abend öevorstehen. Dg. Großen-Buseck, 2. Jan. Wie alljährlich in der S llvestemacht. versammelten sich auch diesmal wieder Hunderte von Gemeindr- gliedern auf hem Anger vor unsrer alten Kirche, um daS neue Jahr zu begrüßen. Rach mehrfach obwechfelndem Glockengeläute wrd Dant- und Bittchorälen deS PosaunenchoreS bs- alückwünschten sich Rachdarn, Verwandte und Freunde. Doch vermißt man einen schönen, vor dem Kriege noch geübten alten Brauch. Damals wurde nach Beendigung deS Glockenlautens von den Anwefenten gemeinsam das Lied ..Run ist das alte Jahr entflohn" gesungen. Vieleicht fahl eine Spinnstute den Entschluß, wenn dem Jahre 1929 zu Grabe geläutet ist, diese Sitte wieder aufzunehmen < ! Beuern, 2. Ian Dieser Tage hiell ter Gesangverein „Polihymnia^ seine Generalversammlung im Saale ter „Germania" ab. Die Rechnungsablage und ter Jahresbericht zeigten, daß der Verein wirtschaftlich und gesanglich recht günstig dasteht. So erhielt er im abgelaufenen Jahr unter Leitung feine# Dirigenten H. Schomder in Homberg auf tem WerllrngSsingen unter 26 Vereine die beste Wertung. Bei der Vorstandswahl tourte tem seitherigen, jetzt freiwillig zurücktretenten Vorsitze>v ten W. Hermann ter Dank der Versammlung ausgesprochen und an seine Stelle Reinhold Ranft zum L, H. Volk zum 2. Vorsitzenden gewählt. Im neuen Iabr wird sich der Verein an den beiten Bundessesten, die auch mit js einem Wertungssingen verbunden sind, und an einigen Sängerfesten ter Umgegend beteiligen. I Bersrod. 2. Ian. Im vollbesetzten Saale von Hofmann fand am Svnntagvoend das diesjährige Wintervergnügen des Gesangvereins „Frisch aus" statt. Rach einer An- prachc des 1. Vorsitzenden wurde ein abend» rillendes Theaterstück aufgeführt. Reicher Bei» all belohnte das flotte Spiel. Sowohl die Mu- ik. als auch die Sängerschar unter Leitung te# Dirigenten Volk, Beuern, leisteten Vorzügliches. Feinen Geschmack in der LiederauSwahl und gute Schulung in dem Vortrag verrieten besonder« die verhältnismäßig schwierigen Ghore: „Schön Rothtraut" von Veit und „ILgerchoc" au« der Oper „Calypso". Rach Erledigung des Programmes dankte ter 1. Vorsitzende allen Mit- wirkenden. besonders tem verdienstvollen Dirigenten. tem er als Geschenk einen Klavlerstuhl überreichte. Die schöne Musik hielt dann jung und alt bei flottem Tanz noch lange zufammen. j) Lich, 2. Ian. Aus der jüngsten Sitzung des St^dtvorstandes ist folgendes zu berichten: Das Mitglieo Ludwig Fifcbcr ist durch Rücktritt aus dem Stadtvorstand ausgeschieden. Das an seiner Stolle in den Stadtvorstund neu erntende Mitglied Landwirt Christian Eise wurde von dem Bürgermeister in sein Amt eingeführt und durch Handschlag verpflichtet. Sodann fchrllt man zur Ersatzwahl Der durch das ausgcschiedene Mitglied bedingten Lücken in den verschiedensten Kommissionen und Deputationen. In den städtifchen Wohlfahrtsausschuß wurde Beiz. Ludwia 3b rin g, und in alle sonstigen Kommissionen und Deputationen das neu eingeirdene Mitglied Christian Eise gewählt. — Der in einer der letzten Sitzungen ab» ;elehnte Tarif über die Erhebung eines W a s « ergeldes in hiesiger Stadt für das Rechnung«» cchr 1929 fand, nachdem der Bürgermeister in aus» uhrlicher Weise Stelluna genommen hotte, nunmehr die Zustimmung des Stadtoorstande«. In den her« Weite Schweigen« im Stuble hoch, .Ich hatte keine Ahnung, daß ich e« bin, ter um Verzeihung zu bitten haü" „Brauchst ihm ja nicht nenaln, wer dir s gsagt hat. Der ist fähig und macht mit die schönsten Grobheiten. Rtcht einmal deiner Mutter hat man's milieUn dürsn. Du wirst schaun. Altar., tomn du ihn siehst! Ganz grau und verbittert und wortkarg! — Geht alles auf dein Konto!" , Alles auf mein Konto!" sagte Hstttngrnr nach. Als Richttzofen ifan die Treppe hinabbegleitete. machte er sich Vorwürfe, so weih und ber» ändert stand Helling ms Gesicht vor ihm. /Kimm rnir'S nicht übel, Joachim, daß ich so öffn grebt hab!" „Rein! — Rur da«: daß du so lange ae!chwie- gen hast!" „Da« hab ich ja jetzt gutgemacht i Es gibt; vieles im Leben, das man wieder zurech-richtn farm, wann man die geeignete Stund dafür nicht versäumt." Als er zurückkau:. stand Maria an den Schreibtisch g.lchnt und sah ihn auS glairzlosen Augen an. »Ich möchte hellngrhsn, Poldl.' ^Ia, Mizzerl! Und ich geh mit! Wachn wir erst zu Fuß eins kleine Pvomenad, bU die Rervon ein bisferl austobt habn. Dann fahrn wir da« letzte Stuckerl! Du und ich. schau müssn wir halt wieder beisammcnblei)N. wir zwei! Ghört hast eß alleS, was «-t gsagt hat!' Sie nickte und druckte den Seinen Hut fest auf ihr Blondhaar. Dann lehnte sie den Kopf etwas ÄUriki und starrte ins Leere, „Bit'-en kömlle ich ihn jetzt nicht mehr! Auch «Immer vor ihm knien! Aber sterben für ihn - das könnte ich noch!" „Wizzerl! So a?rn hast ihn!" Gc nahm sie wie ein verlas'enes Kind in die Arme und wiegte sie hin und her. Ä.-tn Wort kam aus seinem Munde, al« vm über die Finger. (Fortsetzung folgt) Buntes Merlei von von Kreis Büdingen. war. Kreis Lauterbach. Starkenburg ■tu do- die Lisbärbeefsieak und Löivenkeule. Es gibt Feinschmecker, die manchmal auf bc» sondsrs exotische Gerichte Appetit haben. Ein Cln Auto mit sieben Insassen vom Expreßzug überrannt. 1 25 Mk. 7 Oberseemen. 2. Ian. In einer der letzten Rächte brach der deutsche Schäfer- * Aidda. 2. Januar. Am SonntugnQchmite tag veranstaltete die hiesige katholische Kirchen- gemeinde eine Weihnachtsfeier in der Turnhalle, zu der die Katholiken von hier und aus dem ganzen, sehr ausgedehnten Kirchenspren- gel mit it?ren Familien so zahlreich erschienen waren, daß die grobe Halle völlig beseht war. Aach einer Begrüßungsansprache des Pfarrers Gondlofs von hier trug der Katholische Kirchengesangverein unter Leitung von Iuslizinspek- tor Dapper herrliche Weihnachtschöre vor. Schüler sangen die schönen alten Weihnachtslie" der. Gruppenbilder wechselten mit Deklamationen ab. Rachdem die Kinder ein schönes WeihnaHts- Märchen aufge.ührt hatten, folgte ein fünfaktiges Theaterstück, das von jugendlichen Mitgliedern der KirchsngeinLinde ii vortrefflicher Darstellmrg vor geführt wurde, tiefen Eindruck machte und großen Beifall bei allen Besuchern fand. Für di« in allen Teilen gelungene Feier hatten sich Pfarrer G o n d l o f s und Mädchenturnwart Willi Stadler ganz besondere Verdienste durch Einübung der Darbietungen erworben. Darlehen im Gesamtbeträge von 1 46 000 Mark gegeben zu haben. Der Buchhalter soll den Prokuristen dadurch zur Hergabe des Geldes bestimmt haben, daß er ihm erklärte, er habe eine bedeutende Erfindung gemacht, die er patentieren lasse, und die ein Vermögen ein* bringe. Der ehemalige Buchhalter wurde eben* salls vernommen und bestritt nicht, die Darlehen belmmnen zu haben. Er schwieg sich aber bei seiner Vernehmung über die ©rfinbung vollständig aus und stellte der Firma sein Geschäft und sein Lager in Wiesbaden zur Verfügung. DaS Lager soll einen weit höheren Wert besitzen als das Darlehen. Die Sache beschäftigt S ch l i tz, 2. 3an. Den Höhepmttt der diesjährigen außerkirchlichenWeihnachts feiern bot die wohlgelungone Veranstaltung der 3 u - gendgruppe des V. D. A Schüler der Realschule und der Volksschule waren die Tllittoir- fentert des sehr reichhaltigen Programms. In dessen Mittelpunkt stand bas trefflich aufgeführte germanische Schauspiel »Das Iufest". Eine Glanznumnwr war unter anderen Spielen auch das Humperdiirksche Krippenspiel „Bübchens Weih nachts träum". Von starkem Beifall begleitet war auch das erstmalige öffentliche Auftreten des von Rektor Adolph geleiteten Mundharmonika-Orchesters ter Volksschule. Studienassessor R ü ck e r t, der Leiter der Iugend- gruppe. hob in einer Ansprache den Zweck der Veranstaltung hervor. haftet worden. Ein raffinierter Schwindler. WSA. Frankfurt a. M. 2. Ian. Im Dezember 1927 tourte der angebliche Schriftleiter Wilhelm Friedrich Konh aus Quierscheid bei Saarbrücken vom hiesigen Erweiterten Schöffengericht zu drei Iahren Gefängnis vor» urteitt. Er hatte unter dem Titel eines bayerte scheu Regierungsrates a. D. als Dr. K o n tz e n eine Anzahl Betrügereien verübt und speziell durch Insertionsaufträge für Werke über Städte- und Siedlungswesen viele tausend Mark erschwindelt, nachdem er früher einmal vier Monate als Dolontärarzt in der Berliner Charite gewirkt hatte, obwohl er nie eine Ausbildung als Mediziner genossen hat. Den Dr. phil. wollte er sich im Ausland erworben haben, aber seine Angaben darüber waren ebenso schwankend, wie über Öen Titel seiner Doktorarbeit. der einmal „Die Itec des Totentanzes in der Malerei", ein andermal „Götz von Berlichin- gen im Lichte ter literarischen Forschung" gelautet haben soll. Gegen das Urteil hatte Kontz Berufung eingelegt, aber noch heute wartet man auf fein Erscheinen, denn er hat es inzwischen verstanden, sich auf französisch zu empfehlen. Er drückte sich auf eine nicht alltäglich» Art. Durch heiße Dämpfe erhitzte er in seiner Zelle sein« Lunge und stellte sich nachher ans Fenster, um hie falte Äachtluft hereinzulassen. Prompt stellte sich eine Lungenentzündung ein und bald befand sich Kontz im Krankenhaus, tenn es gab damals noch nicht die jetzt gut ausgebaute Krankenabteilung In PreungesAm. Im Krankenhaus aber gelang ihm die ersehnte Flucht und seitdem ist Kvntzi verschwunden. rtronj Arnold und Ernst Baty, recht flott gespielt, unb bk? Sterblichkeitsziffer gesunken ist. — In den brachte humorvolle Stimmung unter die melcn Zu- grötIld)en Waldungen zwischen Gonterskirchen und Hörer. Erwähnt seien noch die guten Musikvor- T.nb einc f >- ■ frage der Kapelle Sommer unter Leitung von Ka- I - - pellmeister Philipp Somme r. Eine Verlosung nebst flottem Tanz hielt die Teilnehmer bis zum frühen Morgen beisammen. A Obbornhofen, 2. Ian. Der vor Jahresfrist gegrüntete P s e r dev e r s iche ru n gs - verein hielt di.'ser Tage seine erste ordentliche Generalversammlung im Rathaussaale ab, za ter sich sämtliche Mitglieder eingesunten hatten. Der Vorsitzende Ludwig Widders heim l. erstattete den ersten Jahresbericht, atiä dem folgendes zu entnehmen ist: 'Die Zahl ter Mitglieder hat sich im Lause des ersten Geschäftsjahres um zwei auf 23 erhöht, so daß nahezu alle hiesigen PserdLbesitzer dem Vereine angeboren. Dir Einnahmen beliefen sich auf 952 Mark, Entschädigungen brauchen nicht bezahlt zu werten, so daß ter Rechner Hermann Groß I. diesen Betrag zinstragend anlegen konnte. Da auch sämtliche Vereinsämter einschließlich ter Abschätzer ehrenamtlich geführt werden, entstanden keine weiteren Ausgaben. Im verflossenen Dereins- jahre wurden 2 Prozent ter Versicherungssumme als Beiträge erhoben, in anbetracht des günstigen Kassenstandes tourte für das kommende Geschäftsjahr nur I Prozent des versicherten Kapitals in Einnahme gestellt. 11 KvKr J.totr Mutt? «»4 in jwä- ehen. gamfc 9t Ungtn. TietoAt «IS ^ItpDmnid” euit gu, unfe d-r Ich. virtschMch M Wl sTS -Mbrrg auf dm ft Mit OB» ita-bätoaijl tßurbe fern sesb lig iuMaib« wi Sani frn Dersammlu^ an feint Stell« Mbclh 2olk M r. Dorsihendrn Jahr wird sich ter Win ildcssesten, bie and) mit je en tetbunten fbify unS an ter llmgeamd beteiligen. tat 3m DDlbcle^en 6aafc am 5omti0(pjtnb däS dlcte nügen M Hesangver- if statt. Aach einer 2n» st-enden toutbc ein abend» id aUigesiihrt. Reicher 'M öttt Spiel LvVvhs DU Da, inaerjchar unter Leitung M teuen. leisteten ’)ma4 in ter LiÄerauSvchi n tat Dortrag verrieten de» ,1-mH fchviens« Shon: «Mit und.0äMcho-"auZ Äach örlebignng des Pro- ! LtMU)enbt allen Msi i bem vrrdiechMm tto Hrscheni dw jbnt Msil HW dam MS , ranz noch tage Mammm. Su» der mngsten Sikitng L-d-ig ffUt“ MJÖ n Siadtvorstand aurzeschMn. in Den Ctattuorftonb neuem. )irt QManLi emrde von rpflititct Sodann l-yntt man jurÄ t>ae ausacschiedm B.^"Ä |‘Ä Sm 'Uliui-.'b Thntmn »ii8 8 'dem dsk vM Rheinhessen. WSR. Mainz, 2. Ian. Zu den großen Unterschlagungen in der Ehe mischen Fabrik Albert in Mainz-Amöneburg wird noch berichtet: Anfangs 1928 schied ein in den 70er Jahren stehender P r o k u r i st ans der Ehemischen Fabrik aus. Sein Rach- folger entdeckte nun ein Manko von 1 46 000 Mark. Die Firma nahm zuerst den ausgeschiedenen Prokuristen vor, der eingestand, im Laufe der vorhergehenden zwei Iahre einem aus der Firma Ende 1926 ausgeschiedenen Buchhalter, der sich in der Zwischenzeit selbständig gemacht hat, auf dessen Drängen nach und nach Kreis Friedberg. 4 Bad-Nauheim, 2. Ian. Nack) einem seit Jahren geübten Brauch versammelten sich am Sonntag die Schüler- und Schülerinnenabteilungen ter Turnvereine unterm Weihnachtsbaum. Im Turnverein 1860 machte die Stärks der Abteilungen etile Feier am Nachmittag für die jüngeren und eine solche um Abend für die alleren Jahrgänge notwendig, beide Male vor vollbesetztem Turnsaale. Im Vordergrund der Dortragssolge standen turnerische und rhythmische Ausführungen die unter Leitung von Turnlehrer Stun mell schone Leistungen auswiesen. Auch ein Weihnachts- spjtzl, gesangliche und deklamatorische Darbietungen fehlten nicht im abwechslungsreichen Programm. Eine besondere Ueberraschung bot der „Wech- uachtsmann", ter den Turnerfleiß ter Turnerjugend mit reichen Gaben belohnte. Dank ter Opferfrem bigfeit von Mitgliedern und Freunden des Verttns konnten an nahezu 200 Knaben und Wochen Weihnachtspakete im Werte von je 4 Mark überreicht werten. — Die Schüler-Weihnachtsfeier des Münnerturnvereinö im Turnerheim ,,Tha- lnsienhof" fand ebenfalls bei sehr gutem Besuch statt. Die Dortrogsfolge bot außer turnerischen Vorführungen ein prächtiges Weihnachtsmärchen. Unter der bewährten Leitung des früheren Bezirksturn- warts Hartmann waren alle Darbietungen von eindrucksvoller Wirkung. (Eine Bescherung jur die Schüler und Schülerinnen bildete auch beim Man- viuMlrnverein den Beschluß ter Feier. WSA. Darmstadt. 2. Ian. 3tx ter Avu- jahrsnacht singen mehrer« junge Leute, die in einer Wirtschast in ter Heidelberger Straße gezecht hatten, mit den fünf Insassen einer Autodroschke Streit an. Der 48 Iahre alte Eisenbahrtassistent Kies und Jein 19 Iahre alter Sohn wurden bei ter Schlägerei verletzt und dann noch durch ein in der Richtung Eberstadt fahrendes Personenauto aus Gerresheim überfahren. Kies starb auf dem Transport nach dem Stadtkrankenhaus, während sein Sohir in schwerverletztem Zu st and in das Herz-Iesu-Hospital eingeliefert wurde. Der Fahrer des Autos und die Personen, die die Schlägerei angefangen haben, konnten ermittelt werden. WS2i. Reichenbach i. O., 2. Ian. Die bei dem Brand in Reichenbach gefundene verkohlte Leiche wurde als die des Knechts des Hofes identifiziert. Dieser hatte einer Magd mehrfach feine Liebe gestanden, aber keine Er- hörung gefunden. Rachdem er schon tagelang mit dem Gedanken umgegangen war, das Mädchen zu töten und sich dann der Polizei zu stellen niemand hatte diese Drohung ernst genommen -, versuchte er einen Einbruch in die Kammer, wo er die Magd schlasend glaubte. Diese war aber am gleichen Abend zu ihren Eltern gegangen und entging so dem Tode. In der gleichen Rächt noch steckte der Knecht, dem zum 1. Ionuar gekündigt war, das Anwesen an drei Stellen gleichzeitig in Brand. Er hat sich dann wahrscheinlich selbst nicht mehr retten können und ist in den Flammen umgekommen. Wie man hört, war er ein zuverlässiger und guter Arbeiter, dem die verschmähte Qiebc anscheinend den Verstand genommen halte. gutes Restaurant wird auch für diese »Geschmäcker" sorgen, und brsonters In London, wo ein so internationales Publikum die großen Hotels besucht, hat man auch dasür Vorsorge gc- trossen. »Wir suchen den Wünschen unserer Gäste in jeder Weise entgegcnyifommen und sorgen auch für eigenartige Gericht?, wenn sie recht^itig stellt werten, erzählt der Direktor eines großen Hotels. „Beefsteak vom Eisbär gilt für einen großen Leckerbissen, ebenso gewisse Teile des Elefanten und des Löwen. Eine gut zubereitete Löwenkeule wird jeden Feinschmeller entzücken. 1 Haitz 6tfl?hÄn nll>s , ^.rtDÜtfe. st vech lWjt gi mit ab Jt1 e'p iia^r =a* ie>! zl ö«inen ^)ps % Das Fleisch des Eisbären schmeckt wir Rindfleisch, nur hat es ein ausgesprocheneres Qlro-na. An iloler liefern einen überaus zarten Braten. Der Millionär George Getz erhielt kürzlich ein eigenartiges Geschenk in Gestalt von zwei Zwerg- an'.Uopen, die er sich im ganzen auf dem Grill Aubereiten ließ. Es war eine Delikatesse ersten Ranges. Ein unteres exotisches Gericht, das wir schon' öfters bereitet haben, ist ein Omelette von Straußen.tern. Da die Straußenzüch'er in Südafrika die Metern nicht mehr verkau en können, so haben sie versucht, mit den Straußeneiern Hantel zu treiben. Ein Ei genügt, um ein Ome- — — ----------- . . , „ [alte für 15 Personen ter;u?te le *, ater dir meisten zur Zell die Staatsanwaltschaft. Die Firma sott Europäer dürsten an dieser Kost leine große keine Anzeige erstattet haben. Freuoe haben, Denn das Straußenei, das sehr „ , nahrhaft ist, hat einen zu starken Geschmack für PrCUßCil. ten. der an Hühnereier gewöhnt ist. Die merk- .. würdigsten Menus bestellen bei uns d'.e Ind er. I Da verlangt ter eine g?pfef erte Heusch ecken, Z Kroidorf, 2. Jan. Bei zwei in diesen Tag m der anterc eine Papageieirpastete. Wir Halen ux ber hteligen Gemarkung abgehaltenen Treib- aber auch für diese Speisen in zufr'.etenstellender j a g b c n kamen 16 und 21 Hasen zur Strecke. Weise gesorgt. Englische Soldatrn, die lange . Zeit in Indien gelebt haben, es en am liebsten .9 Biedenkopf. Huhn mit spanische n Psesser, das in Rum go- ch Bischoffen, 2. Ian. Der Ortseinwohner kocht ist." Solche sonderbaren Gerichte mü ien D. von hier wurde in ter Aar unterhalb natur'ich gehörig bezahlt werten', eins Löwen- I Ortes tot aufgefunden. D. weilte in teufe kostet gegen 250 Mart. Wie sehr man aber Offenbach; als er zu Hanse nicht eingetragen solche ungewöhnlichen Tell.ate ssn tegehrt, be- 1 war und die Erkundigungen ergaben, daß er weist die Tatsache, daß die großen Z.rtusunter- gegen 2lbend ben Heimweg schon anget.e en habe, nehmungim öfters Anfragen erhaltm, ob sie nicht I fand man ihn nach langem Suchen an der be» Fteisch von erschossenen oder einzegangenen Löwen, treffenden Stelle. Tigern, Baren intb Stefantcn. ab geben können. Mttingau MSN. Frankfurt a.M.. 1.San. Bei der Sil- «■»um»■<«——m r1111 vesterfeier in der Familie des Invaliden Franz < , s o i - ♦ ä hi* (esini. Hohn in der Rohrbachstraße wallte der aus Würz- Hund eines hreligen La ndwir ts rn die S^al- gebürtige 25jähr»ge Feinmechaniker Ludwig ßi w?t?offe0 cha^fe'''De/Schad n bürte Ä c h1 einen Revolver auf seine Schußfähigkeit unter ui. nut St? suchen. Dabei enttud sich die Waffe, und die Kugel sich auf etwa 150 Mk. belaufen. |rü bie 21 We alte Frieda Kaufmann aus der * Gedern, 2.Ian. In unserer Stadt fmden nn Mainzer Landstraße, die sofort tot zusammenbrach. Jahre 1929 folgende Märkte statt: 5.Marz WSR. Frankfurt a. M.. 2. Ianuar. Ilm Rindvieh« und SchweineMarkt', 9. April Rindvieh- Mitternacht fand in einer Wirtschaft ter Fahr- und Schweinemarkt: 13. Mai Pferde- und Krämer- gaffe c{ne größere Schlägerei statt, lei markt: 14. Mai Pferde-, Rindvieh-, Schweine-, Zie- 5cr mehrere Personen verletzt tourten gen* und Krämermarkt, verbunden mit Bullen- und un& tzje ganze Wirtschaftseinrichtung Rindviehprämiierung sowie Auktion; 9. Juli „erjt* zertrümmert worden ist. Als die Täter malig" Schr. einemarkt; 20. August Rindvieh-, kurze Zeit danach mit noch mehreren Personen Schweine- und Krämcrmarkt: 3. September Rind- nochmals in die geschlossene Wirtschaft. einzu- vieh- und SchweineMarkt; 8. Oktober Rindvieh- und bringen versuchten, konnten einige gefaßt und Schweinemarkt; 3. Dezember Schweine- und Krämer. guni Polizeirevier gebracht werden. Inzwischen markt. hatten sich etwa 400 Personen vor ter Wirtschaft Y Gedern; 2. Ian. Im vergangenen I angesammelt, die bei der Sistierung des Wirtes Iahre 192 8 fanden hier statt: ' 53 Taufen eine drohende Haltung-gegen die Polizeibeam- (23 Knaben, 30 Mädchen) gegen 43 in 1927. 18 ten einnahmen. Rachdem die Menge bie Be- Trauungen gegen 13 tn 192t, 22 Beerdigungen amten umringt hatte und mehrere Personen mit (8 Männer, 10 Frauen. 4 Kinder) gegen 22 in Stöcken und Messern auf die Beamten ein* 1527. Ksnsirmiert tourten 43 Ämter (24 Knaben, drangen, muhte ein Oberwachtmeister in äußerster 19 Mädchen) gegen 29 in 1927. Am heiligen Rotwehr von seiner Schußwaffe Gebrauch Abendmahl nahmen 1180 Gemeinteg'ieder teil machen. Hierbei wurden mehrere Personen vcr- gegen 1069 in 1927. — Heute vormittag brach letzst — Eine größere Schlägerei fand auch trt in ter Stallung des Fritz Döhl dahier ter Ostendstraße statt. Von dem Ueber'allkom- Feuer aus. Die Untersuchung über die llr» manbo wurden fünf Personen sistiert, fache ist im Gange; anscheinend kommt Ämter- von denen eine mit schweren Verletzungen dem spiel in Betracht. Die herbeigeeilte Feuerwehr Krankenhaus zugesührt werden muhte. - Am brauchte nicht in Tätigkeit zu treten, da ter Silvesterabend wurde in der Äalner Straße ein Brand von Rachbarsleuten erstickt Passant, der auf der Fahrbahn sein Fahr» werten konnte, bevor größerer Schaden entstanden I r a d drückte, von einem in rasendem Tempo daherkommenden Taxameter ersaßt und zur Seite geschleudert. Der Bedauernswerte tourte mit schweren Kopfverletzungen und einem komplizierten Beinbruch in das Städtische Krankenhaus verbracht. Der Fahrer des Autos fuhr in noch schärferem Tempo, ohne sich um den Vcrletzteir zu Fümmenx, davon. Auf die Ergreifung dieses rücksichtslosen Chauffeurs ist eine Belohnung ausgesetzt. WSR. Oberhöchstadt, 2. Ian. Der 17 Iahre alte Heinrich Schott aus Cronberg ist am Reujahrstage auf dem Wege zwischen Ober» Hochstadt und Rieterursel von dem 21 Iahre alten Schlosser Philipp Wolf aus Oberhöchstadt erschossen worden. Schott, der Sohn des Besitzers des Hotels „Schützenhos" in Cronberg, wollte einen Streit zwischen Wolf und zwei jungen Mädchen aus Oberhöchstadt schlichten, woraus Wolf einen Revolver jog und Schott durch einen Schuh in den Hals niederstreckte. Der Tod trat nach wenigen Minuten ein. Der Täter ist noch geftern abend in Oberhöchstadt ver - schirtensten Haushaltungen sollen zum Zwecke der s Nachprüfung des tatsächl.chen Wassel Verbrauchs | weitere a f f e r m e f (e r emaebaut werden. Die ursprünglich beantragte obligatorische Einführung von Wassermessern ist aus sinanziellen Gründen )teue TNikgUeder de» Vayrischen Moximilian-Ordens. fallen gelassen worden. Der neue Tarif sieht die Stelle von Geheimrat Dr/Willi Wien Erhebung eines Wassergeldes in folgender Welse wurde Universitätsprofessor. Geheimrat Dr. Erich vor: Unterschieden nach 6 Klaßen, entsprechend der v on Dry g a ls kr in der Abteilung für Wissen- Größe der benutzten Wohnungen (Klasse 1 bis zu schäft, un-d an Stelle von Akatemieprofessor Ritter 2 Zimmer und Küche, Klasie 2 3Zimmer und Küche, \ Stuck, in ter Abteilung für Kunst ter Klosse 3 4 Zimmer und Küche, Klasse 4 5 Zimmer Maler. Professor Fritz E r l e r zu Mllgltedern und Küche, Klassn 6 Zimmer und Küche, Klasse 6 des Bayerischen Maximilian-Ordens für Wissen- 7 und 8 Zimmer und Küche), zahlen einzelstehende sch^t und Kunst ernannt Drygalski und Personen jährlich 3,75 Mark bzw. 4,50 bzw. 6 bzw. Ritter von Zügel tourten außerdem zu Mll- 7,50 bzw. 9 bzw. 11,25 Mark, Familien mit zwei gliedern tes Kapitels tes genannten Otten« Personen jährlich 5,25 bzw. 6 bzw. 7,50 bzw. 9 gewählt. fc; W« l,5° Sbi-rl, S-E-N E br,i Boil eiu£,„ Sd,ul|ungfn rt|W|tu. Personen 6,75 bzw. 7,50 bzw. w vzw. lü.öO vzw. ,, , , , , . ' bztv. 13,50 bzw. 15,75, Familien mU 4 Personen Unüberlegt trieb ln Oberwesel em Schuljunge 7,50 bzw. 9, bzw. 10,50 bzw. 12 bzw. 15,75 bzw. durch em gefahrl.ches Smol, daß er sich, um 18, Mark, Familen mü 5 Personen 8,25 bzw. 10,50 Ourchschtogökraft eiter klemcn P.stole au-zupro- v> n ra bim ir hitn 909j"s Ttnrf blcren, eine Haustur al« Zielscheibe aus- milien mit ft und'mehr Personen 9 M, bzw. 12 bw. juchte. Dis Pistole hatte er sich zu Hause heimlich 13,50 bzw. 15 bzw. 20,25 bzw. 22,50 Mark. Für «ngerngnet Als er nun gegen die Dir schoß, wurde die Wosierveriorgung von Badeeinrichtungen wie diest v o n e, nein fünfjährige n k i n d g e • auch für Wo serfpülklosetts sind pro Person und öffnet. D°s Kmd wurde von der Kugel n die Jahr 1,25 Mark zu zahlen. Für Gewerbebetriebe rechte Brustseite getroffen und erlog alsbald sei. Wn-tschasten, Bäckereien ufm. sind besondere Zu- ^n schweren Dertetzungen. Der Junge wurde Siäge, die sich je nach Umfang des Betriebes zwi. der Pol.ze. in Haft genommen. en 1 bis 25 Mark bewegen, au zahlen. Für ein Die Mailaoter Scala kommt nach Berlin. Die Malländer Scala wird unter Führung 1 WM? Wn terrtrS hrtndo o ö c a u i n i während der Berliner Festspiele 81ü'J ÄSffärfw für 1029 ein fünf bis sechs Abende umfassendes Ge- Krafttahrzeug/15 Mk., siir Motorräder 3 Mark und die^S^al^teit^ ihrer Grüntena für Bauzwecke je 100 Äark Bauwert ein Zuschlag JJWJW; Jj« »JJ ®ri,nbun9 von 5 Pf. erhoben. Für besondere Gewerbebetriebe | außerhalb Italiens veranstaltet. wie Brauereien, Metzgereien, Gärtnereien und Betriebe mit Dampfkesseln sind Wassermesser vorgeschrieben. 3m Falle der Wasferabgabe nach Mes- I Der Lxpreßzug St. Louis—St. Franzisko fung werden neben der üblichen Wafserme sernuete überfute'an einem Bahnübergang ein mit sieben non jährlich 3,60 bzw. 6 ülart für Jcbcn Äubitmctcr I Ptzxfonen besetztes Automobil. Sechs von ihnen Wasser 20 Pf. berechnet. Für Großabnehmer werden ^rden auf der Stelle getötet, ein Insasse erlitt besondere Ermäßigungen zugestanden. Größere I fAmcre Verletzungen. Die Opfer dieses furchtbaren LÄ'ermesser * Unglücks gehörten sämtlich ein und derselben Fa» Falls die Wasierabnehmer mü den genannten ,, Sätzen nicht einverstanden sind, ist ihnen auf Grund • der Ortssatzung über den Bezug von Wasser aus dem städtischen Wasserwerk die Berechtigung zuüe- standen, sich auf eigene Kosten einen Wassermesser setzen zu lassen. — Entsprechend den von der Be- zirksfürsolgestelle gegebenen Richtlinien wurden an etwa 60 hiesige Familien nach den Vorschlägen des städtischen Wohlfahrtsausschusses Winterbei« Hilfen in Höhe von je 20 Mark bewilligt. Gleichzeitig wurde der städttsche Woblfabrtsausschuß beauftragt, in eine Nachprüfung Darüber einzutreten, welche Erwerbslose nach dem Stand von» 21. Dezember U.9- mit einer Beihilfe nicht bedacht wurden. Sofern sie entsprechend der Höhe des Unterstützungs. satzes für eine Beihilfe in Betracht komme, soll auch ihm die gleiche Beihilfe gewährt werden. — Zu seinem Schlußwort ging der Bürgermeister näher auf die Ereignisse des verflossenen Jahres ein und gab einen Rückblick übe^ bie zur Ausführung gelangten Arbeiten. De mStadtoorstand, den städtischen Beamten, wie auch den Beamten der staatlichen Behörden sprach er in anerkennenden Worten seinen Dank aus. — Zum Zwecke der Einrichtung einer Reben ft ekle des Arbeitsamtes Gießen in hiesiger Stadt wurden zwei Bureauraume in einem Privaihouse mietweise zur Verfügung gestellt. Die Stadt Lich leistet einen Mietzuschuß von monatlich 10 Mark. Geeignete städtische Räume zur Einrichtung dieses Amtes standen leider nicht zur Verfügung. ch Lich, 2. Jan. Am Rcujahrsabend veranstallete der Turnverein Lich 1860 (D.T.) in feiner Krcis Schotten. Turichalle eine Abendunterhaltung. Die Darbietun- sI L a u b a ch, 2. Jan. Im verflossenen Iahr gen der aktiven Turner am Barren unter Leitung Ovaren hier 10 Trauungen, 32 Geburten von Turnwart Heinrich Bolz sanden allgemeine unb 47 Todesfälle zu verzeichnen. Hierunter Anerkennung, wie auch die Keulenübungen der audl hi€ Todesfälle im Iohann-Friedrich-Stift Damenriege, getestet von ^urnwart Karl L u d - ini Altersheim einbegriffen, so daß sogar noch wig. großen Beifall ernteten. Ein Drelakter von pin f[einer Ueberschuß an Geburten zu verzeichnen 6ranz Anwld und Ernst Bach, vecht flott tesplelt, unb bje Sterblichkeitsziffer gesunken ist. — In den hrnrhte humorhoUe Stimmuna unter die vielen Zil' I no^ih..^Qen Iwischen Gonterskirchen und fanb eine Treibjagd statt, wobei auch Schwarzwild vorkam. GcorgGraf zuSolms- Laubach hatte das Glück, einen Keiler von etwa drei Jahren zur Strecke zu bringen, der das ansehnliche Gewicht von gegen zwei Zentner hatte. Die ungewöhnlich reichlich Eichelmast dieses Jahres hatte zweifellos die Schwarzkittel, die hier kein Standwild bilden, in die hiesigen Waldungen gezogen. Sie standen an der Sil- bach, einem linken Seitenbach der Horlvss. Außerdem wurden sieben Stück Rehwild zur Strecke ge- bracht. Die letzte Treibjagd in den städtischen Waldungen, die zu gleicher Zeit stattsand, ergab eine Strecke von 35 Hasen. — In den letzten Wochen wurden verschiedene hier seltene Dögel beobachtet. An der oberen Wetter, in der sog. Steinbach (benannt nach einem um 1400 ausgegangenen Dorf), zwei Kilometer östlich von der Stadl, und an dem Schöllenbach, einem rechten Seitenbach der Wetter, hält sich ein statllicher F i s ch r e i h e r auf, Hoffentlich wird der seltene Bogel kein Opfer übereifriger Jagdleidenschaft. Dasselbe sollte man verschiedenen Turmfalken wünschen, die sich in letzter Zeit hier sehen lassen. Sie sind mehr nüklich als schädlich, da sie sich vomehmlich von Mäusen nähren. Leider werden sie hier öfter mit dem großen Sperber verwechselt. Auch zeigen sich neuerdings hier verschiedene E l st e r n , die früher hier häufiger auftraten, jetzt aber recht fetten geworden sind. Dies ist indessen nicht zu bedauern, denn die Elster ,st den Singvögeln sehr gefährlich. Sie jagt und mordet unablässig, ist auch ein sehr eifriger Nesträuber. - Groß-Eichen 2. Ian. Im Iahre 1 9'2 8 wurden in unserem Kirchspiel 20 Kinder getauft. Konfirmiert wurden int ganzen 22 | Kinder (13 Knaben und 9 Mädchen), darunter ein Knave und vier Mädchen aus Klein-Eichen. Getraut wurden 9 Paare. Kirchlich beerdigt touv- den 10 Personen. Die Gottesdienste wurden ut Groß-Elchen von 4372 männlichen, 4835 weiblichen Personen und 3296 Kindern besucht: in Klern- Eichen, wo etwa alle 14 Tage Gottesdienst statte sand, von 645 männlichen. 604 weiblichen Personen und 176 Kindern. Am Kindergottesdienst nahmen teil 569 Knaben und 456 Mädchen. Die Christenlehrstunden waren von je 36 Iungen und 22 Mädchen im allgemeinen fleißig besucht. Am Heiligen Abendmahl nahmeit teil in Groh- Eichen 389 männliche und 394 weibliche Person«:, I ta Klein-Eichen 93 männliche und 92 welbttche Personen. Für die Heidenmission wurden geopfert 195,54 Mk. An Klingelbeutelgeldern und Vüchsenoplern für die Armen 134,30 Mk. An sonstigen Kollekten und Gaben gingen insgesamt ein 753,37 Mk. Don sämtlichen Guben entfallen aus den Kopf der evangellschen Gemerndegtteder Wirtschaft. Oie internationale Goldbewegung. Die internationale Goldbewegung hat im laufenden Jahre die in den Kriegs- und Rach- kriegsjahren eingeschlagene Bewegung verlassen. Der Anteil der Vereinigten Staaten von Amerika an den Goldbeständen der Welt hatte sich von 19 v. H. im Oahre 1913 auf 42 v. H. Anfang des Jahres 192? erhöht. Gleichzeitig waren die Goldbestände der europäischen Länder stark zurückgegangen. Mitte 1927 begann jedoch diese Bewegung umzuschlagen. Die Vereinigten Staaten wurden Goldaügabeland, während eine Reihe von europäischen und südamerikanischen Ländern in größerem Umfange als Goldkäufer auftraten. Der Goldabfluh aus den Vereinigten Staaten wurde durch entsprechende Diskontpolitik der Federal Reserve-Banken bis zum Ende des Jahres 1927 weitgehend unterstützt. Das aus den Vereinigten Staaten abgeflossene Gold wurde in der Hauptsache von Ländern ausgenommen, die vornehmlich infolge von Währungsreformen einen wachsenden Bedarf an Gold halten: Frankreich. Brasilien, Deutschland, Italien, Polen und Großbritannien. Diese Länder traten aber auch über den Goldbezug aus den Vereinigten Staaten hinaus als Käufer auf dem Londoner Gold- marlt auf. Die Richtungsänderung in der Goldbewegung sühne, wie das Institut für Konjuickturforschung berichtet, dazu, daß Frankreich am monetären Goldbestand der Welt bis Mitte 1928 auf 10,1 v. H. (gegen 6,6 v. H. Anfang 1927) erhöhen konnte; der Anteil Großbritanniens stieg in der gleichen Zeit von 6,9 v. H. auf 7,5 v. H., der- lenige Deutschlands von 4,2 auf 4,6 v. H. Gleichzeitig sank der Anteil der Vereinigten Staaten von 42 aus 37 v. H. Seit August 1928 ist die Gold ausfuhr der Ver- einigten Staaten zum Stillstand gekommen. Es ergab sich sogar wieder ein geringer Einfuhrüberschuß an Gold. Es liegt nah?, diese Wand- tung der amerikanischen Goldbilanz als eine gewisse Reaktion auf die Anspannung der inneramerikanischen Kreditlage anzusehen. Jedenfalls suchen die Federal Reserve-Banken seither dei Goldabfluß, den sie ursprünglich untersticht hatten, wieder zu erschweren. Runmehr verlegte sich der Schwerpunkt der Goldbewegung nach Großbritannien. An sich bringt, es die Funktion des Londoner Marktes als älmschlagplah mit, daß normalerweise Sin- und Ausfuhr von Gold in England rasch wechseln, daß es also nicht zu ausgesprochenen Ein- und Ausfuhrperioden kommt. Seit Anfang September zeigte sich aber in Großbritannien ein deutlicher Ausfuhrüberschuß, der bis in die jüngste Zeit angehalt-en hat. Trotz der bedeutenden Einfuhr von Gold aus Transvaal und aus anderen Ländern ergab sich bis Mitte Dezember ein Ausfuhrüberschuß von 13,3 Millionen Pfund Sterling. Ein Teil der englischen Goidausfuhr floß nach den Vereinigten Staaten zurück, ein weitaus größerer Teil ging nach Deutschland. Die gesamte Goldeinsuhr Deutschlands in den ersten zehn Monaten 1928 betrug rund 706 Will. Mk., von denen allein aus Großbritannien rund 268 Mill. Mk. tarnen, aus Rußland 282 Mill. Mk., aus den Vereinigten Staaten rund 117 Mill. Mk. Von Anfang Rovernber bis Mitte Dezember ist and Großbritannien Gold im Werte von rund 105 Mill. Mmck eingeführt worden. Die Goldausfuhr aus England wurde durch die Schwäche des Pfundkurses begünstigt. Hinzu kommt, daß neuerdings die freie Goldargllrage offenbar wieder größeren Einfluß auf die Goldbewegung gewonnen hat, nachdem der dringendste Währungsbedarf in den meisten Ländern gedeckt ist. * • Konkurse Im Dezember 1928. Rach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im Drzember 1928 durch den Reichsanzeiger 624 (im Rovernber 674) neue Konkurse ohne die wegen Massemangels abgelehnten Qlnträg« auf Konkurseröffnung und 252 (282) eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. * Gesfürel beteiligt sich an der Oberbayerischen Ueberland-Zentrale A.-G. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, hat die Gesellschaft für elektrische Unternehmungen vor kurzer Zeit mehr als 10 v. H. des Aktienkapitals der Ober- bayerischen Ueberland-Zentrale A.-G., München (7 686 400 Mark Aktienkapital) erworben. Damit finden die in letzter Zeit an der Berliner Börse beobachtenden Käufe in Aktien dieser Gesellschaft ihre Erklärung. * Besseres Geschäft am Fitting- markt. Die in letzter Zeit eingesetzte Besserung am Fittingmarkt hat angehalten. Aufträge kommen regelmäßig herein, auch wurden die Verbandspreise im allgemeinen eingehalten. Die Bestrebungen, einen festen Verkaufsverband zu bilden, haben zwar die besten Aussichten auf Verwirklichung, dürften aber sobald nicht zu einem endgültigen Erfolg führen. • Die Lage a u f dem Röhrenmarkt. Vom Röhrenverband wird mitgeteilt: Das Jn- landgeschäft, das während des Rovembers im Zeichen der Lohnstreitigkeiten im rheinisch-westfälischen Tezirk gestanden hatte, zllzte in deren Rachwirkungen auch noch im De.sichtsmonat ein unbefriedigendes Bild. Der Auftragseingang lieh sowohl in Gas- und S.ederöhren, wie auch in Qualitäts- und Muffenröhren zu wünschen übrig. Auch auf dem Auslandmarkt wirkten die durch die Lohnstreitigkeiten hervorgerufenen 2lus- sperrungen des letzten Monats im Derichts- monat nach, so daß das Auslandaeschäft sowohl hinsichtlich des Umfanges, als auch in der Preisgestaltung unbefriedigend geblieben ist. Allerdings ist es gelungen, mit den englischen und amerikanischen Röhrenwerken eine Preisrerstän- digung für Gasrohre für den Export herbeizuführen, die vorläufig bis zum 23. Februar 1929 abgeschloffen worden ist, deren Auswirkung jedoch noch nicht in Erscheinung treten konnte. * Aus der Drahtverfeinerungs- industrie. 3m Jnlandgeschnft für d.e Erzeugnisse der Drah.vrrfcin'.rcngsindustrie macht sich, der Jahreszeit entsprechend, ein verstärkferA w- tragseingang bemerkbar. Die Preise blie en unverändert. Wie weit sich d.e durch den Eisenschiedsspruch bedingte Lohnerhöhung in den Selbstkosten der Drahtindustrie bemerkbar machen wird, muß noch abgewartet werden. 3m Auslandgeschäft haben die Preise weiterhin feste Tendenz, Der Auf.ragseingang war befr'ed'.gend. * Die Bonds der I. - G. ° F a r b e n. Nachdem ein erheblicher Tell der noch im Besitz der J.-G..Farbenindustrie vorhanden gewesenen Bonds entsprechend den früheren Mitteilungen durch ein Bankenkorsortium unter Führung der Deutschen Bank verkauft worden ist, ist nunmehr auch, wie WTB.'Handelsdienst hört, der Rest dieser Bonds zur festen Anlage untergebracht werden. * Elektrizität A.-G. u o r m. Lahmeyer & C o., Frankfurt. Der schon im letzten Jahres- bericht erwähnte Bauauftrag für die untere Iller- Wasserkraftwerke im Werte von etwa 16 Millionen Mark ist jetzt endgültig perfekt geworden. Die Gesellschaft hat weiterhin die Gesamtbauleitung für die erste Stufe des Schluchsewerkes erhalten. Der Gegen- wert dieses Auftrags dürfte sich auf etwa 30 bis 35 Millionen belaufen. Frankfurter Börse. Fra n k f ur t a. M., 3.3an. Tendenz: unsicher. — Nachdem an der Vorbörse die Stimmung noch allgemein freundlich und zuversichtlich war, machte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs eine größere Unsicherheit und Lustlosigkeit bemerkbar. Die Rachwirkung der zu optimistischen Beurteilung der deutschen Wirtschasis- lage im Gilbert-Bericht verstimmte; die Spekulation war zurückhaltend und im allgemeinen nur auf sich selbst angewiesen, da auch Orders von außen her kaum vorlagen. Die vollständige Placierung der Farbenbonds löste «inen größeren Pessimismus aus, so daß auch hiervon ausgehend die Kulisse auf fast allen Marktgebieten zu Abgaben schritt. Auf den meisten Marktgebieten stellten sich gegenüber der gestrigen Abendbörse Verluste bis zu 3 Prozent ein. Hiervon angeregt, unternahm die Baissespekulation einen starken Vorstoß, so daß bei vereinzelteH Werten im Derlau e rapide Kursstürze eintraten, die jedoch bald begrenzt wurden, da sich auf der anderen Seite ver chiedentlich einiges Deckungs-- bedürfnis geltend machte. Die festere Reu- Yorker Dorfe, der erleichterte TaaesgeldmarA am dortigen Platze und die flüssige hiesige Geld- marlllage fanden kaum Beachtung, doch verhalfen diese Momente zu einer gewissen Wider- stanLsfähigleit. Stark angeboten waren am Auto- markt Kleyer mit minus 4 Prozent, Daimler 1 Prozent abgeschwächt. Schuckert eröffneten 3,25 Prozent niedriger. Bis 1,5 Prozent nachgebend waren Siemens, Farben, Gelsenkirchen, Rheinstahl, ferner Otavi-Minen mit minus 1,5 Prozent. Scheideanstalt, Zellstoff-Waldhof lagen bis 3 Prozent schwächer. Interesse bestand dagegen für Zellstoff Aschaffenburg mit plus 3 Prozent und Wansfelder mit plus 1 Prozent. Chade- Aktien plus 2 Mk. und Licht & Kraft mit plus 1,5 Prozent. Am Rentenmarkt lagen deutsche Anleihen etwas schwächer. Für Ausländer, besonders für Anatolier, machte sich auf die bekannte Ratifizierung des Anatolierabkommens Rachfrage gellend. Rach der ersten Kursfestsetzung war die Tendenz auf weitere Abgaben erneut schwächer, doch machte sich dann etwas Deckungsbedürfnis gellend und das Kursniveau konnte sich allgemein heben. Man hörte jedoch bis zu 3,5 Prozent unter Anfang liegende Kurse. Am Geldmarkt erfuhr Tagesgeld mit 5,5 Prozent eine weitere Erleichterung. Am Devisen- marll blieb die Mark weiter schwach. Man nannte: Mark gegen Dollar 4.2035, gegen Pfund 20.397, gegen Paris 124.12, London gegen Kabel 4.8513, gegen Mailand 92.63, gegen Madrid 29.75, Holland 12.0813. Benner Börse. Berlin, 3. 3an. Während man im heutigen Vvrmittagsverkehr bei lebhafteren llmsähen durchweg hchue Kurse nannte und die Tendenz fest war, machte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs eine große llnsicherheit bemerkbar, da der Reparationsbericht Parker Gilberts erstens auf das Geschäft hemmend wirkte, dann aber auch die hohen Vormittags- und vorbörslichen Kurse nicht aufrechterhielten. Die Grundstimmung war aber trotzdem eher freundlich. und es ergaben sich zum größeren Tell noch Besserungen gegen gestern mittag Schluß, wenn auch die K u r s g e st a l t u n g nicht ganz einheitlich war. Die Besserungen hielten sich im Rahmen von 1 bis 2 v. H. Der Or^er- eingang bei den Banken war sehr gering und di« Spekulation verhielt sich ziemlich zurückhaltend. Die ausländischen Kommentare zum Parler- Gilverl-Dericht wurven viel besprochen und verstärkten die schon durch den Bericht hervorgerufene Verstimmung, da aus allen ausländischen Blättern die Möglichkeit größerer Leistungen Deutschlands hervorgeht, die natürlich nur aus dem zu opttmistisch gehaltenen Repa- ratio:isbericht foergeLFet wird. Der Wirtschasts- beriapt der '-iveicyskreoitg«ssll|chaft bildlle ebenfalls das Gesprächsthema, da er im Gege.tteil zu dem erwähnten Gilbert-Bericht Deutschlands Wi.tschast und Kapitalöildung in ihrer Wirklichkeit schildert. Die feste Reuhorler Börse regte dagegen etwas an, und die fortschreitende Erleichterung des hiesigen Geldmarktes befriedigte ebenfalls. Lagesgeld war mit 5 bis 7 Prozent ftaif an- geboten, Monatsgeld 7,5 bis 9 Prozent, Warenwechsel 6,75 Prozent. Es besteht die Möglichkeit, daß b'v Privatdiskont auch heute eine Ermäßigung erfahren kann. Farben waren etwas lebhasier, da die Mitteilung von der Plaüerung der restlichen Farben-Bonds anregte. Dessauer Gas, Leonhard Tietz. Salzdetfurth. Akkumulatoren, Chade-Aktien, Barmer Bank waren bis 3 Prozent fester. Dagegen tagen Adlerwerke, Karst, Sachsenwerk und Stolberger Zink 2 bis 4 Prozeß schwächer. Sehr fest lagen Demberg mit plus 9,5 Prozent auf die Berichte von günstigen Abschlüssen Deutsche Anleihen unverändert. Ausländer bis auf Bosnier fester. Türken fester. Ter Pfandbriefmarkt ruhig, doch freundlich. 3m Verlaufe wurde es ausgesprochen schwach, da mit keiner höheren Dividende bei A.E.G. als im Vorjahre gerechnet werden kann. Die Rückgänge betrugen 1 bis 4 Prozent. Salzdetfurth üoer 7 Prozent schwächer. Frankfurter Getre^vebörse. Frankfurt a. M., 3. 3an. Am heutigen Frankfurter Produktenmarkt war die Haltung ruhig. Die etwas erhöhten Auslandnotierungen blieben ohne Einfluß. Die Händler hielten sich weiter stark zurück. Preisveränderungen traten nicht ein. wurden notiert: Weizen 22,90, Roggen 22,50, Sommergerste für Drauzwecke 23,75 bis 24, Hafer, inländischer 22,75 bis 23, Mais 22, Weizenmehl, südd. Spezial 0 32,50 bis 32,75, Roggenmehl 29,25 bis 30, Weizenkleie 13,75 bis 13,85, Roggenlleie 14,25 bis 14,50. Tendenz ruhig. Frankfurter Schtachtviehmartt. Frankfurt a. M., 3. 3ar. Auftrieb: Rinder 20, Kälber 1029, Schafe 169, Schwein« 1316 Stück. Es kosteten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 70 bis 74, mittlere Mast- und Saugkälber 64 bis 69, geringe Kälber 58 bis 63; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel, 1. Weide- mast, 45 bis 50, 2. Stallmast 33 bis 44; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Leoendgewicht 73 bis 76, von 160 bis 200 Pfund Leoendgewicht 73 bis 77, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 70 bis 74. Marktverlauf: Schweine mäßig rege, ausverkauft. Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Rorddeutsche Mastkälber über Rotiz. Kunst und Wissenschaft. Verschärfung der Frankfurter Thealerkrise. Nach dem Intendanten des Frankfurter Opernhauses, Professor Clemens Krauß, und dem Opernregisseur Wallerstein will nun auch der Intendant des Schauspielhauses, Richard Weichert, Frankfurt den Rücken kehren. Wie aus einer Zuschrift Weicherts an den „Frankfurter Generalanzeiger" hervorgeht, hat er bereits Mitte Oktober den maßgebenden Stellen mitgeteilt, daß er nach seiner Heimatstadt Berlin überzusiedeln beabsichtige. Dis zur Beendigung des organisatorischen Neuaufbaus beabsichtigt er aber auf seinem Poftetz zu bleiben. Der Weggang Weicherts wird in Frankfurter Theaterkreisen mit Recht allgemein bedauert, und man befürchtet, daß es schwer sein wird, einen gleichwertigen Ersatz für ihn zu finden. Büch erlisch. — Eduard Zellers Grundriß der Griechischen Philosophie in neuer Bearbeitung von Dr. Wilhelm Restle, Leipzig, D. R. Reislande, 1928, 13. Ausl. Preis geh. 12 Mk.. geb. 14 ML (553) — Zellers bekannter Grundriß, der die Ergebnisse seiner großen grundlegenden Geschichte der griechischen Philosophie auf knappem Raum zusammenfaßt, vornehmlich in der Absicht, dem Studenten einen Leitfaden an die Hand zu geben, liegt in neuer Auflage vor. Der Herausgeber hat den Zeitpunkt für gegeben erachtet, das kleine Werk durchgreifend neu zu bearbeiten. Das ist aller Bedenken ungeachtet, die Restle selbst in Rechnung stellt, mit Beifall zu begrüßen, denn ein Grundriß zu Studienzwecken muß die Ergebnisse der fortschrei. enden Forschung immer erneut verwerten und eine Verarbeitung in Ergänzungen und Anmerkungen läßt sich auf längere Zeit nicht durch führen. So müssen die einze^' n Kapitel neu angelegt und ausgeführt werden und toeitn der Herausgeber hier seinen persönlichen Geschmack walten läßt, kann man ihm das um so weniger verübeln, als eine Anpassung an den früheren Stil des Buches doch nicht gelingen, kann, älebrigens gereichen die Aenderungen, die der Bearbeiter DDcgenonuncn hat, dem Werk nicht zum Schaden. Wir möchten im Gegenteil glauben, daß Restle recht hat, wenn er der Schilderung der Persönlichkeit der Denker mehr Beachtung geschenkt hat als dies früher geschah. Die ®efamtbarftetlung erhält so mehr Schwung und ist damit berufen, auch weiter« Kreise zur Beschäftigung mit der griechischen Philosophie anzuregen. Eines der bleibendsten Verdienste jener reichen Kulturepoche ist ja gerade, daß sie den Typus des abendländischen Philosophen geschaffen hat, also den Typus einer Persönlichkeit. Hier flieht eine der Quellen der nicht zu verkümmernden Lieb« zum llassischen Altertum, für die uns auch das Werkchen Zellers in seiner neuen Gestalt Seite für Seite beredtes Zeugnis ablegt. — Hessische Biographien im Auftrage der Historischen Kommt sion für den Dvlks- float Hefen in Verbindung mit Karl Esselborn und Georg Lehnert hrg. von Hermann Haupt. Band 3. Heft 1. Darmstadt 1323. Hes.i'cher Ctaatsverlag. (792) — 3n diesem neuen, kürzlich zur Ausgabe gelangten Hefte ist unser Ober- b:f en besonders reich vertreten. Gießen se'bst stellt die älniaersitätsprose'soren Bischoff, den bahnbrechenden Biologen, die Mineralogen und Geologen von K ipstein und Streng, den einst viel gelesenen Aesthetiker (Saniere und den Chs- muer und Mineralogen Ettling, ferner den Verleger Anton Ricker, der nach dem frühen Tode des Begründers. - seines Bruders Zo.eph, das Geschäft zur Blüte brachte, den Vater unseres geschätzten Dichters Alfred Bock, Siegmund Dock, seinerzeit bekannt und verdient als Musikfreund, und den Bibliothekar Rumpf. Weiter sind zu nennen die beiden Düdinger Gymnasiallehrer Bender, später in Darmst<ü)t, der die Chöre antuer Dramen geschickt vertonte, und Blümmer. und dessen Frau Wilhelmine, die d':e erste Sonn- tagsschule Hessens begründete, sowie dm Lehrer zu Marienschloß. Funk, den Schöpfer d«S noch heute im Rothschrn Verlage erscheinenden Hessischen Lehrerkalenders. Für die beiden andeeen Provinzen möge diesmal der Hinweis auf den feurigen, später nach Mexiko ausgewandereen Patrioten Sartorius, auf den Zwingenberg er Löwenwirt Diefsenüach. ben „Vater der hes i- schen Verfassung" von 1820, auf Wi Helm vo.r Plönnies, seinerzeit Autor tät in Gew ehr fragen und nebenbei eisriger VolrSsund er. und aus den Vorkämpfer des Deulschlatho i i-mus Eduard Duller genügen. So ist auch dieses Heft wieder, wir seine Vorgänger, eine Fundgrube für jeden Geschichts- und Hei.natsfreund und ein anregendes Geschenk für unsere heranwachfende 3ugen&. Hoffentlich findet es bei seinem bi l.gen Prei'e (2 Mark) den Weg auf recht viele Weihnachtstische. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 5. Januar. Vorabend 4.30 Uhr; morgens 9 Uhr; Predigt; abends 4.50 und 5.30 Uhr. Israelitische Religlonsgefells oft Sabbatfeier den 5. Januar. Freitag abend 4.15 Uhr; Samstag vormittag 8.30 Uhr; nachmittags 3.30 Uhr; Sabbatausgang 5.30 Uhr. Mochengotte'dienst morgens 7.10 Uhr; abends 4 Uhr. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdistont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent. Frwtdfuri a. M Vertin Srmifcfurt a. M Berlin Fraudiurt a. M j Berlin Berlin, t. Januar (»eib Bries ^rantö'vaie Jloien . • • foüflanbridje Nokea .. . HtuUeniftfie Noten.....- Norwegische Noten. .... Demlch-Oesterr, 5100 Änraen Rumänische Noten...... Schwedische Noten ...... Schweiler Noten ....... Spanische Noten....... Tschcchoilowalische Noten . . Ungarische Noten Devisenmarkt Berlin Telegraphische liJ.39 168.28 41,89 111.73 58.99 2,5.2 112.08 80.785 68.26 12.39 73.00 —Arank' rt Auszahl (6.45 168.96 21.97 112.17 59.23 2.54 <12,53 81.,05 8,54 12,45 ‘ >.30 a. M. u n g. Schlutz-I Kurs j 1-Uhr- Hur» Sch-uh Rnri» 2rniang flurs Schluh- Kur» 1-Uhr- ü’irs Sch uh, Rurs Uin.ang Rur« Schluh-! K»r» | I-Uhr- Kurs Sch uh- ft’irs iun.ang Kur« Datum 2.1. 3. 1. 2 1. | 3 t. Datum: | 2. I. 3 1. | 2.1. | 3 t Datum: 2.1 3. 1 2. 1. | 3. 1 5% Dl «eichlanleihe o 1927 Dt. ÄnL.jlblil.-Sdjulb mü tbi» Un.-^rditrn Eeeel ohne AuÄol.-Rechie r% Kran«. Hyp.-Bk ®olbt>1. un kündbar bis 1932 iRbrtntidx Hyp.-Da«! Stau choldvl. «LS.» dbo Bortriegt-Obttgaüon. rückzahlbar 1932 4% Schweiz eunortb.-Siü.. 4% Veslerreichllche Soldrre.. . 4,20% Offen Silberne..... 4% Österreich elntjeiU Rtt- . 4% Ungarische Goldne. . . 4% Ungarische Sraalsr. v. IMO 4%% beegk von 1913 . ■ ■ 4% UngorildR fttonentte.. . • 4% türt. äoüanletiK v. 191) ■ 4% Türkische 6aflbflbbabn»8toL. Serie 1 4% besfll. Serie II .... 4% Rumänen connett Bitt. . . «u tu inen Solbtml wi 1913 tm» Deunckr iLNea'-aba . . 4fo Hamburg-Amerika Solei ... 8 Hamb.-Zübam. Damvstch. . . 8 Hansa DampsschiN / . . 10 Norddeutscher Lloyd . . 8 311 g Deutsche OeoitanU 10 Barme« Bankverein 10 Berliner Panoelrg eie Usch. 12 Lommeq- und i!ripai-®«n! 11 tarmft u Nationaldaick 12 Deutsche Bonk 10 DWomo-iÄeteUkbeli leL. • 10 Dresdner Bank . . 10 Rtttelbeuridw ... 9 Metall dank ° 8 F JjfcXjJ tt s. Ü?ö:U w * y r «8»« 8 5 । fc?.; kV 8 > i I 8 i l i i o. & ® tr i «2 1 1 1 1 1 1 i 1 1 1 1 । Mil ■ S 1 ' । 13 51 s Z Z s § ''l.Ö i,2 15 33 26 25,5 1.7- 11,8 11,7 20.25 141,5 174.75 <..7.25 <42.k 146.75 .51 201.2. 41».5 15.2. <•►8.75 174. 216,5 147.v 1 .35,6 53,3 15,2 1,8 12,1 12,4 140,25 142.13 148 i - .51.75 201. ■ -96.. <75. l <-8.7. .74-75 416,;. 146.75 .37 -L.IL.« .......8 ®lefa. Lieserunge« .«.••• 10 Licht und firafi . . • • • 10 weiten 4 Guilleaume. • • • . 6 Ge|. f. (Siehr Unrerru. ... 10 Hamb. Siehr Gert« . • • • 10 «Hein. Gleku. .......S Schiel. ............10 Schuckert ....... 8 Siemen» & Halsk» ..... 12 Lransravio . ...... 8 Ladmever 6 6»...... . 10 HudeeuL ....... 6 Teutsche ............« Ebener Steinkohle ...... 8 Geilenkirchener ... 1 H 3- 1 Haroencr . ...... . 6 Hoelck Eilen. ...... 8 .ßle Bergbau ........ 8 Kiöcknerwerke .,•••••. 7 ftöln-Äeueflee. •••••.* Mannesmann ....... 8 Manrlelder ...... . 7 Lderichiel- Eil end Bedarf. . . s Cber1d)l;f. Lottwerke ... 8 Lhöni; Bergbau . . 8% Siheiniiche Braunkohle» 10 rRbefoftabJ 1. % 3* «iebed Montan ... 7,2 Bereinigte Stadl». .... 6 Olavi Minen . • • . • ih ft all Alchersleben .... 10 ft all Weiterrgelo ... 10 ftaltmrrf ®al*bert«t| . Iß J » .Vitberu^ntudtt» ... 12 ScheiDeanftaU . ...... 8 Golblchrnid: ....... K tRüifletercede . ....... 4 KelallgeiellichM. ..... tl tU5 7o 25? 150 267 130.5 185 83.5 126,1 138.5 238 105,5 133 118 91 294.5 141 03 -98 00 538 71 190,5 !'6 5 106 204.5 194,0 253,6 256.5 129 5 184,7. 125 139 132,6 119 139.5 8.7. '. -96 298 70 188 196 236. 185.25 ^52. ü 15t 267,9 159 183.25 «27 259.75 130,5 loti 183,75 83.25 Ia8 125.7a 127.2.1 139 125.. 235 105.7. 124.5 133 118.5 H3.25 117. l 91 294. a <41,5 J3.4 '.4 297. .99.5 538 71 97.5 106,5 195,6 2:35 5 185.5 25..25 151 269.5 159 183 238.7a .58.5 130.5 16 .5 186.5 187,9 127.25 139 25 125 235 125 132.a 119.5 117 91 295.75 142 157 '3,3 ••j,4 298 21.9.3 >40 5 271 '.'7 106 Lduivo vuymann . ..... 7 Heidelberger Cemenl .... 10 f8at)6 4 äreitag .... 10 SchultveiS Prchenhof« ... 16 Cfttocrfe ...... 12 Ver. iSIanrftoN ...... 18 Bemberg ...... . 14 ScUftoff DalvKoi.....12 fiellftof! Mchastenburg ... 12 Charlottenburger Waller ... 7 tejiauer Gas ...... 8 Daimler Molare» ...... 0 L'abto. Loewe .,•••* 10 Rat. «utomobü . ...... 0 Orenllein » ftovvet . .... 6 Leonhard Tietz . ..... S Bamag-Meguin . ...... 0 ,Ytan?f. Malchine» ...... 6 Gritzner ...... 11 Hevligensioedl ....... 0 Lechwerke . ....... 8 Maindastwert, ....... 8 Mag ...... 10 Nekarlulmer ........ 8 Beter» Union ....... 8 Gebe. Roeder ...... 10 Böig, ck Haefy« ...... 8 Sbdd Suda ..... 8 Boni 140.5 138,5 289 76.5 87 68.5 117 83.25 116 123 140 <8 105 5 125 158 noten. 287 212 75.5 - 83 - ■ 141.0 135.5 29 285.5 »35 444.5 288 208 134.2.. 76^» 46.25 87 246.25 55 65 103 25 294 69 118.25 82 ■ 40 48 105 210 158,25 4 539 454 289 212 133.4 228 76,2o 46.1. 83.5 248.. 56,5 100.13 296.75 140 2. Januar 3. önixuar Amtliche (Selb Nolirung Brie, Amtliche Oioiieruna «Seid i Brie' ÄmfL-tHoit. Bnen^Streö Brss-'Antw Cdristionia Rooenbaatn Stockholm • Selnnarort. ataliea . . . London. . . Neuport . . DoriL. . .. Schweiz .. Spanco . SoDan . . . »io de Aon Wien tn D-- Ceft abatfl Prag Belirad «ndav.'ft i*ui arten '»ssabon Danna ftnnft.ntin- Atden lanabe V\VD 009 - U>8,6u 1,763 >8.385 114,04 . 112,32 1'1.55, -1.955 4U.oi7 1,19 5 1.40.5 .0.865 8.49 1,928 .-498 .14 12,4.3 <.•>82 •>,18 ,02J <8.58 >1.42 4.068 >.4A) 4.186 4.276 •5.872 l68,0) " 1,767 58,505 112,18 U2,;6 112,54 lU,u7l 41.Wü 4O,4u7 l,201d 16,14.5 81,025 o8.h3 1,932 -.500 59.26 12,455 7, «96 «3,34 •,O. 3 18.62 •1,58 -,072 5.435 1.194 4.284 1 0.912 168.61 l.7b8 ü8,L9 111.95 114.06 112.33 10.555 21.68 '2d. „72 4,2000 16.,05 >0,87 >8,5i 1,949 >.499 J9,12 12.433 7,388 <3,12 ,029 18.60 M.46 4,066 J,42u 4,187 4,276 -0.877 168,95 ™ 1.772 08.59 112.17 112.28 112.55 Iu.u75 22.02 2U.4I3 4.2680 16.445 1.03 -8.65 1,933 u.501 0'0.24 12,453 7.403 <3,.6 .0 5 18 64 »1.62 2.670 5.435 4.1'5 4,284 20.117 Berlin, 2. Januar "ietv Ö ne; «merikanliche Wette ..... Belgrick» Noten ....... Dan licke Noten ....... Eoglttzdc Itottü........ 4,18 58.2:1 111.83 20.812 58,47 112.27 -0.402