tt :3, r h :ap§bl ?h?iU je "E _2e|y®c *3 '? =n!'-y 2^»-2^LZ .JssZ? rB-. 1®H r1® 3ä>* 2 3 S2. 5„,-9 »£? - ^v">S8 13 1t •2 3=3 5 3 » a = 3-= 3 5 3 «y£ , - » - w 5 ?®BC “T'Ci^ 3 v? ••_^ n - 3 rS=~» , ? 3^- 519 ,o ® H = ??5 L>v ’ffläl = r2. nU °Z 5.7 -L d ö® : 2- . 5g 6« * '5.5 or olSeH^ i'° E~7“a? :g 57 2 ® 3 J- '2 n' «y3 ' = 0* 5 5 5'9 •;s5’«gä ®- °?= ifioSlH! c=- -.2" *»gas a ®5"Sr«Qn ’’9 B DiO §a-=»ha. ° *»3 2'* = 631h-» Ü' T°°- **«&"&* äßL'.S-z L » $35 » H?g y f«5s 0 r$- 51 ?" = 2 af» -s --Z <7 S n „^3- Ö •* f» ff ■;* sehr fcirniff Osi J} «assigr* Südsüdwest £> siurmacnc icrdwesl Bit »itiw fliegen evllrck ■ BU eJP wirkendem Zusatz^ Schutzvorrichtungen usw. laste sich bezüglich des Erfolges nicht fo leicht nachweisen, wie das z. B. auf dem Gebiete der Produttionssteigerung möglich fei. Jedoch sei festgcstellt, daß die Unfälle an Schnellpressen durch Herunterdrücken von „Spießen" beim Gang der Maschinen in den letzten 26 Jahren auf 1000 Maschinen um 72 v. H., und die Zahl der Unfälle an Tiegeldruckpressen in den letzten 28 Jahren um 64 o. H. (auf 1000 Masch.nen) zurück- gegangen fei. Da die Zahl der Derkehrsunsälle außerordentlich groß und der Versicherungskreis auch auf den Weg von Haus zur Arbeitsstätte und zurück ausgedehnt worden ist, fo wurde als erste Lichtbildvorführung ein verkehrspolizeilicher Lehrfilm dar- geboten. Alle auf der Straße lägltd) oorkommenden Unfälle durch falsches Verhalten der Autofahrer, Motorradfahrer, Radfahrer und Fußgänger wurden an zahlreichen Beispielen, erst falsch und dann richt.g ausgeführt, gezeigt. Wohl alle Anwesenden dürften viel Beherzigenswertes mit nach Haufe genommen haben. Gerade dieser Lehrfilm mühte möglichst weitesten Kreisen der Bevölkerung gezeigt werden. Der zweite Teil brachte den Spielfilm „Der Kampf mit dem Unfallteufe 1". Hier mürben ben Anwesenden gefährliche Situationen des täglichen Lebens im Berufe vor Augen geführt und stets zur Vorsicht und Besonnenheit gemahnt. Es feien besonders folgende allgemeinen vorbeugenden Ratschläge erwähnt: Halte die Schutzvorrichtungen instand! Sie schützen dich vor Gefahren! Haltet die Wege frei! Auch bei leichten Verletzungen verbinden lassen! Auswaschen macht die Sache nur noch schlimmer! Laß dich verbinden! Belehre ben Neuling! Vor jeder Mahlzeit bie Hände waschen (Bleivergiftung)! usw. Feuer im Dorf. ][ Marburg. 1. März. In dem südwestlich unserer Stadt gelegenen Dorfe Wenkbach brannten in der letzten Rächt Scheune und Stallung keS Landwirts Pepperling 618 auf die Grundmauern nieder. Die Feuerwehr mußte sich auf den Schuh deS angrenzenden Wohnhauses beschränken, auf welche? dar Feuer bereits übersprungen war. Das Vieh konnte bis auf eine Kuh, die in den Flammen umkam, gerettet werden. Sämtliche Heu- und Strohvorräte verbrannten. Die EntstehungSursache des Brandes ist unbekannt. Sri asten der Redaktion. (Rechtsgutachlen sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung) ft. 3. in L. Wir verweisen Sie auf den heutigen Aufsatz über Wasserrohrbrüche und Schadenhaftung. Beachten Sie besonders den Schlußabsatz des Artikels. ID. 2H. io I. Da Ihre Angelegenheit recht kompliziert ist, kann die Beantwortung nicht im Rahmen emer kurzen Briefkastenauskunft erfolgen. Es kommen hier verschiedene Fürsorgcgcsetze und eine ganze Reihe von Best.mmungen in Betracht. W r empfehlen Ihnen, sich direkt an die Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene bei dem Kreis- Wohlfahrtsamt (Kreisamt) Gießen zu wenden. Sie können auf Wunsch dem reichhaltigen Programm der Gesellschafts- und Schifisreise» des Norddeutschen Lloyd entnommen werden. Die Reisen werden verteilt an die Einsender, die uns die meisten Kontrollzettel schicken. Aber kein Teilnehmer, der die genannten Bedingungen erfüllt, soll leer ausgehen. Deshalb stiften wir noch eine größere Anzahl schöne Wo« chenendreisen und reizende kleine Geschenke. Die Alben bleiben Eigentum der Einsender und werden portofrei zurückgeschickt Doppelte Bilder werden von der Eckstein »Tausch, zentrale, Dresden »A. 27, umgetauscht. Alle weiteren Einzelheiten über das Bildersammeln und die Ferienreisen finden Sie in den Alben, die in den Zigaretten, geschähen erhältlich sind. A.M. Eckstein & Söhne • Dresden=A 27 nacf^9eiienteisü fezMen wirf Vier Wochen ausspannen können: vier Wochen lang in die Welt reisen — hinauf ins Land der Mitternachtssonne oder gen Süden zu des Mittelmeers lachenden Gestaden., ist das nicht ein erstrebenswertes Ziel? Neben zehn solchen Reisen großen Stils nach fernen Meeren, in fremde Landersetzen wir für die Freunde unserer Marken weitere zweihundert 8 bis 14 tägige Ferienreisen durch die deutsche Heimat oder in die Nachbarländer aus. Was Sie dabei zu tun haben, ist eine höchst unterhaltende und zugleich anschaulich bildende Arbeit : Schicken Sie uns bis 31. 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März 1929“ versehen sein. Gießen, den 1. März 1929. Die Direktion der Landes-Heil- u. Pflegeanstalt Gießen. Vau- undÄuhholzverstelgemng. Im Gemeindewald Lang-GönS, Distrikt Wehrholz, kommt Dienstag, den 5. März, folgendes Bau- und Nutzholz zur Versteige- 15. Apr 1 Führende Fabrik der Metallindustrie sucht i tzpNMMMpk für hiesigen Äezirk einen gewandten, bei Sc* * M N. 41 N. 27 N. 11 N. 1 2,5 m lang. Zusammenkunft vorm. 9 Uhr an der Kreisstraße Lang-Göns—Niederkleen am BouerWt Sefansuereia e. D. Morgen, Sonntag, den 3. Mär; 1929 nach dem Konzert Samiilen- 3ufammenlun{t Im lolBollifflen MeiMW. Anfang 8 Uhr. .»»v Der Bor staub. wagen iBrennabori. wenig gebraucht, mit neu, vreisiven abzuacb. Ederstraße ISp. rung: 21 St. 50 „ 13 w 3 M Fichtenstämme la* N lb- „ 2a. n 2b* ,, 3b- Villen- Besitz Perfekte «», MinDamleo- ÄBZiige N.- N. ■= Abschnitte, Äiesernstämme 6. 2a-Klasse N. 3 Stück . . . n N. 3 „ ... „ N. 3 „ ... „ N. 1 „ Langholz, Fichtenstämme N. N. N. N. 1. Kl. 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Backwaren (Brot, Brötchen usw.), Schneiderin >»>-' En8|is=L erteilt [14142 Bullenverkauf. Mittwoch, den 6. lfd.Ms., nachmittag» 2 Uhr» soll ein fetter Bulle hiesiger Gemeinde auf dem Submissionswege vergeben werden, zwecks Anschaffung eines Simmentaler Bullen. Erbitte Angebote an unterzeichnete Bürgermeisterei. Grüningen, den 2. März 1929. Hess. Bürgermeisterei. Euler. 1875V Wlinoft (Lilnmost) wieder eingetrosfen. 18,8 D SIMM Asbest- Platten. 1.2,3,4 und 5 mm wieder am Beginn neuer Kurie Anmeld! ng täglich, n nss-Hamlebsc-nle 3.fiaii]elmünn LleßenBa-nholitr.68 ÄrlillBrie-Verßiu Suiaroroenlonft Oer Damen , Donnerstag, den 7.'DiäiA» abends, ImS.WWtzo! Stadttheater Sonntag, ». März, lautrer Abonnement) <>remdenvornellung von 18 bis 20 Uhr Oliimnia Spiel in 3 alten von Aranz Molnar. lMlD Dienstag, 5. März, 22.üllllStüg-Ao.-vlsl. von iu bis 22*/< Uhr Dos Gelü oul otr äiroße Viuifmcl in 3 Akten von Rud. Ber nauer u. Rud. 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Scko titra e 15III Modernes Etagenhcu; tm Südvter el giinft. bet 15 - 20000 Mark Anzahl, au vertäu- ich. ,<ür Käufer e ne Wolin, von 7 Zimmer, Bad n. ttücke ivsort beziehbar. Au>ki'N>t erteilen £(6a'jml)erßcr& söhn. Viibwigur.3O Unbeschäd., weißer Kinder- Abschnitte, Fichtcnstämme: 6. 4d-KIasse A. 1 Stück . . . 1,70 km 7. 3b. „ N. 1 „ ... 1,63 „ b) Markwald Garbcuteich. Steinbock, Ober do; s 30. <6nr erhalt. Singer- MmßWIne 'N verkaufen 1'972 Frankfurt. Str. 31 li Gut erhaltener KindGr-Klappwagen ;u verkaufen fowie Tafel mit Ständer (>6X64) tüt Süner- 5. 3a* „ N. 2 „ ... 2,11 ,, Angebote, nach Klassen und Sortiment getrennt, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum Freitag, dem 8. März 1929, nachmittags 3% Nhr, bei uns einzureichen, woselbst auch die Bedingungen, mit denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, eingefehen werden können. Das Holz ist mit Rinde gemessen und ist vorher einzusehen, da spätere Reklamationen nicht berücksichtigt werden. Das Holz wird auf Verlangen vom Forstwart Kull- bach in Garbenteich vorgezeigt. Nähere Auskunft erteilt die hiesige Bürgermeisterei. Garbenteich, den 28. Februar 1929. Hessische Bürgermeisterei. • Burk. 1864V usw.) soll im Wege deS öffenllichen Anerbietens für das Rechnungsjahr 1929 zur Lieferung h. Benner Nordanlage 7. 5ur 5ia0l Wei Des.: Heinrich König Montag abend ab 6 Uhr MW mit Kraut. w Fett nnaeficliter S> an tm-Beamter suchll-arle tenüun 4-500 Mark geg.Grundst. z idier« hei . Schriftl.Angeb. ii.094iadGieir.An;. IKiiiöioioler zu hi rlaufen (30X50X85) ^,7 SeHersrocg 79 aü Gut erhaltene Bm-Htr MiinieL (Schuhe und Wüsche gegen Barzahlung au verkanten. [0967 LaodoraPFhil.-PI. 6,1.1. | Kaufgesuche | Jagdgewehre au kaufen gesucht. Schii'tl. Angeb. unt. 19101) a.d.nllen.Anz. | Empfehlungen! N. 40 N. 27 N. 8 N. 7 MW ne 15 [Wen »t 06 tieii Merkule, Atzr-. in. Bll UW Hüt MV 5fr DoM t Wgnung. 'Ug-Sövi, Diskill lag. den 5. Mär,, Holz zur Brrfieige- . RI. N.« 3,671m . , N.=13,85 , • . N.- 6M h , , N.= 2,64 „ i. , N.- 2,18 „ L , N.- 0,43 , la., N.= 8,81 „ ,b., N.-19.74 „ la- „ N.“ 15,90 n !b- „ N.« 10,61 „ !d«, N.= 2,60 „ jen 1. bis III. ffloik scheitel II. Basse m. S llhr an bet s—Niederkleen tm 1905D ei £ang>&öni. M - Z Benin« neuer Sutje glnmelbiM iMlnt'. EI.Dia-HandeliSCJiüe IHM, Liiflen.Be.oboli.f'W Jß5 Eklö Sfadtthealer ggStSSSS «fas? »Ä-. SA DUkllüB ÖH Hä» i -xonnersiaa-^" 7.Ä abend», jggsS iisA? LK i»5 SS? SÄ, oaii«51,1"« ssfiss? Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 52 Zweites Blatt Samstag, 2. März 1929 Zwei Wege. Don Dr. Paul Rohrbach. Wer die Pariser Konferenz über die deutschen Tribute etwas aufmerksamer verfolgt hat, wird sich heule schon sagen können, daß eine Lösung des Problems auf einfache und für Deutschland tragbare Art nicht zu erwarten ist. Die Dinge stehen so, dah Frankreich und die übrigen Tribulempfönger nicht unmittelbar genötigt sind, den deutschen Bedürfnissen entgegenzukommen, und ebensowenig für Deutschland, "sich jedes Zugeständnis abpressen zu lassen, das die anderen von uns zu erreichen wünschen. Die einzige wirkliche Gefahr, so paradox es klingt, droht Deutschland nicht von der gegnerischen, sondern von der eigenen Seite Worin sie besteht, das wird uns gleich deutlich, sobald wir uns die beiden Wege vergegenwärtigen, die sich der deutschen Politik unter den gegenwärtigen Verhältnissen bieten. Es gibt eine Richtung in Deutschland, die möchte so schnell es geht, außenpolitische Erfolge erleben, zunächst in der Befreiung des Rheinlandes, danach im Saargebiet, im Bölkerbund und vielleicht auch in der Minderheitenfrage. Zugeständnisse in der Rheinlandfrage sind aber nur zu erwarten, wenn wir zugunsten Frankreichs große finanzielle Verpflichtungen auf uns nehmen Natürlich wäre Deutschlands Stellung außenpolitisch erleichtert, sobald die alliierten Besatzungtruppen — praktisch find cs ja nur die französischen — das Rheinland verlassen haben. Es soll auch nicht unterschätzt werden, daß, wenn im Falle eines polnisch-russischen Krieges noch eine starke französische Militärmacht auf deutschem Boden steht, sich daraus Gefahren entwickeln können. Die Ratifizierung des Kellogg- paktes zwischen Polen und Sowjetrutzland, die kürzlich in Moskau geschah, wird niemand für eine Gewähr dafür Hallen, daß Polen nicht bei günstiger Gelegenheit unter irgendeinem Vorwande doch los- fchlägt. Trotzdem liegt, sobald wir finanziell mehr unterschrieben haben, als wir eines Tages leisten können, eine zu große Gefahr in der Frage: Was geschieht, wenn eine deutsche Verpflichtung nicht durch feindliches Diktat, sondern durch freiwillige Vereinbaruna dasteht, und Deutschland muß nachträglich sein Unvermögen erklären? Was geschieht weiter, wenn der Transferschutz, ganz ober teilweise, aufgegeben ist und Deutschland kann den Koupon seiner „kommerzialisierten" Schuld nicht einlösen? Was geschieht namentlich dann, wenn die politische Lage in Europa einem französischen „Sanktions"-Bedürfnis gerade günstig sein sollte? Der zweite Weg, der sich uns bietet, bedeutet den praltischen Verzicht auf augenblickliche, sichtbare, außenpolitische Erfolge, und er wird bestimmt durch die Einsicht, daß bis auf weiteres deutsche politische Ziele nur so weit und nur dort verfolgt werden können — ehrlicher Weise muß man lagen: in Zukunft werden verfolgt werden können —. wo vorher durch die deutsche Wirtschaft Tatsachen geschaffen worden sind, auf deren (Irund ein politisches Handeln möglich wird. Dies ist der Weg, den wir für den richtigen halten, und es ist zu bedauern, daß in Deutschland noch keine einheitliche öffentliche Meinung darüber existiert, was unser wirtschaftliches Ergehen für unsere kommende Politische Reuaufrichtung bedeutet. Der Sah „Wirtschaft ist Schicksal" ist anfechtbar, wenn er eine Weltanschauung ausdrücken soll. ®r, hat aber Gewicht, wenn er dahin gewandt wird, daß die gegenwärtige deutsche Wirtfcha't ein Instrument. unD zwar das entscheidende, für die Wiederherstellung unseres nationalen Schwergewichts in der Welt ist. ES ist nötig, daß wir uns an die doppelte Einsicht gewöhnen, daß bis auf weiteres die deutsche Wirtschaft, nicht die dazu aller tauglichen Mittel beraubte deutsche auswärtige Politik. die deutsche Geltung in der Welt au schaffen hat. und dah solche Geltung zunächst nur auf dem Wege erhöhter deutscher W i r t s ch a f t s l e i st u n g e n zu erreichen ist. Ist dem aber so. dann scheint uns nichts gefährlicher, als die Verfolgung lockender außenpolitischer Ziele um den Preis einer zu hohen Belastung der deut schen Wir t- f d>a f t Aus eine solche würden jedenfalls, direkt oder indirekt, überhöhte deutsche Zugeständnisse in Paris hinauskommen. Eine ter deutschen Persönlichkeiten, die jetzt in Paris tagen, hat einmal auf die Frage, ob es im Auslande Leute gibt, die ein objektives und richtiges Urteil über die deutsche Finanz- und Wirtschaftslage haben, die lapidare Antwort gegeben: Mehr als in Deutschland! Also gibt es draußen auch Leute, die wissen, daß die Dawes-Last selbst dann, wenn sie rnähig reduziert wird, das deutsche Aufbringungsvermögen jetzt und für absehbare Zukunft übersteigt. Das wäre günstig, wenn es in dieser Sache nur auf das Wissen ankäme. Es gibt aber andere Leute, die Deutschlands Lage entweder nicht erkennen, oder sie nicht erkennen wollen, und diese haben vorläufig die Macht, eine Lösung, wie sie der Vernunft der Wissenden entspräche, zu verhindern. Dies ist die Situation. Don Dr. Schacht wurde berichtet, es habe nach der ersten Sitzung, als niemand auf der Gegenseite recht mit den im Hinterhalt liegenden Forderungen herausgekom- men war, gesagt: Die Pandorabüchse muh erst ausgeleert werden! Die Leerung ist jetzt im Gange, und es ist Unmögliches für Deutschland herausgekommen. Es gibt Amerikaner, und es gibt auch Engländer, von neutralen Sachverständigen abgesehen, die einsehen, wie die beiden Fragen beantwortet werden müssen, die von den deutschen Delegierten der Äonferenj vorgelegt wurden: ob anzunehmen fei, daß die deutsche Wirtschaft unter dem Dawes-Plan bereits zu normalen Verhältnissen gelangt sei, und ob die bisherigen deutschen Zahlungen aus den lieber- schüssen der Wirtschaft oder aus auswärtigen Anleihen beglichen worden feien? Ihre Einsicht aber wird nicht viel Helsen, und Darum wird uns der Entschluß nicht erspart bleiben, lieber auf den außenpolitischen Erfolg der Konferenz zu verzichten, weil er z u teuer erlauft und daher nur ein Scheinerfolg wäre, und jeder Forderung, mit deren Unterzeichnung wir unsrer Wirtschaft eine Schlinge um den Hals legen würden, abzulehnen. Cs bleibt dann eben beim Dawes-Plan, und vermutlich wird es in dem Falle nicht lange dauern, bis auch die Franzosen einsehen, dah je länger sie sich gegen ein vernünftiges Abkommen wehren, desto geringer die Zahlungen ausfallen werden, die eine neue Tributkonferenz auf Deutschland legen würde. Zeugnis ausstellt. Rücksichtslos bekämpft: er den verhängnisvollen, schon lange 'wr dem Kriege üblich gewordenen Grundsatz, daß sämtliche, auch die geringfügigsten ©taatsftellcn. jeweils der sieg reichen politischen Partei zufallen sollten; dafür schlug er ein gerechtes, von der Parteizugehörigkeit unabhängige« System des Befähigungsnachweises vor. Freilich war damals die amerikanische Politik für eine grundlegende Reform noch nicht reif; aber in späteren Jahren wurde die „Reform des Zivildienstes" wesentlich nach den ursprünglichen Anregungen Schürzens durchgeführt. Inzwischen war er das anerkannte Haupt der Linksrepublikaner geworden, die sich von allen rein taktisch-polfschen Bindungen möglichst freizuhalten suchten; wenn immer impericllisti.che oder kapitalistische Uebermacht bad Recht zu beugen suchte, trat er als Verfechter der staat lichen Moral, als Verteidiger freiheitlicher Grundsätze auf den Plan. Den krönenden Abschluß fand Schürzens politische Laufbahn mit feiner Wahl zum Minister des Innern im Ka- bür' des republikanischen Präsidenten Hayes (187. 1881); seine Verwaltung war ein Muster gerechten, unabhängigen Ausgllichens. Seinen Lebensabend verbrachte Schurz — er starb am 14. Mai 1906 zu Reuyork — in eifriger journalistischer Tätigkeit. Die reifste Frucht seines großen schriftstellerischen Talents sind seine leider unvollendet gebliebenen „Lebenserinne- rungen". In ungemein bewegten, farbigen Bildern rollen hier die Ereignisse dieses erfolgreichen Lebens vor und ab, und mit abgeklärter Ruhe beurteilt er sein Wirken im Lichte feiner unbeirrbaren demokratischen ileberjeugungen. Mit gleicher Lebendigkeit aber ersteht vor uns ein Ausschnitt aus /inem der wichtigsten Kapitel der amerikanischen Geschichte, in dem das deutsch- amerikanische Element eine bedeutende, stellenweise sogar ausschlaggebende Rolle gespielt hat. Aus her provinzialhaupistadi. Gießen, den 2. März 1929. Das Schwerste. Der Schüler fitzt vor seinem Heft und müht sich mit seinen Gleichungen ab; das Mädchen am Klavier übt die Sonatine und kriegt den Triller nicht heraus; der Buchhalter ist an seiner Bilanz und findet den Fehler nicht. Jeder glaubt, ihm sei das Schwerste aufgegeben worden. Und doch gibt es etwas, das noch viel schwerer ist: das ist unsere liebe Muttersprache und ihre Rechtschreibung. Wer erkühnt sich, zu behaupten, daß er Herr der deutschen Orthographie sei? Wohl niemand. Sie ist eben nicht restlos zu erlernen. Dabei streift ein liebevoller Blick unfern „Duden". Und wer behauptet weiter, daß er noch keinen stilistischen Schnitzer gemacht habe? Man braucht gar nicht an die Entgleisungen von Rednern zu denken, oder gar an einige amtliche Verlautbarungen. Wer ein wenig in der Eisenbahn, auf der Straße, im Cafe, oder wo es auch sei, acht gibt, kann die feltsamsten Dinge hören. Nach einer längeren „wichtigen" Rede sagte mir einmal ein tüchtiger Gemeindebeamte: „Ja, das ist des Pudels Karren!" Ich war verblüfft. Des Pudels Kern? Endlich dämmerte es mir. Der gute Mann meinte, Kern fei mundartlich, etwa wie Schubkern (Schubkarren!), dementsprechend der klassische Ausspruch! Oder steigen wir erst zu unfern lieben Kindern herab. Da merken wir, wie schwer die deutsche Sprache ist. Mein kleines Mädchen hat in der Schule das Lied gelernt: Winter, ade, scheiden tut weh! (Etwas voreilig von dem Lehrer.) Ich frage so nebenbei: „Weißt du denn auch, was Scheiden ist?" „S cher, im Schuppen liegen sie ja; Wilhelm hat mir im Sommer eins an den Kopf geworfen, das tat sehr weh." So stellt sie sich also das Scheiden vor! Das kleine Liedchen: ,^Das Schäfchen auf der Weide, hat Wolle weich wie Seide", sind ein Junge so: „Das Schäfchen auf der Weide hat Wolle auf der Seit e". Die Geschichte von den Kartoffeln, die all mehlig (allmählich!) find, ist ja alt, vielleicht auch Earl Schurz. Zu seinem 1OO« Geburtstag. Von Dr. Walther Fischer, o. ö. Professor der englischen Sprache an der Universität Gießen. In diesen Tagen ist es das Vorrecht aller Deutschamerikaner, sich freudigen und stolzen Gefühlen hinzugeben; denn es gilt, das Gedächtnis des Größten unter ihnen zu feiern, der nicht nur das Wohl des deutschamerikanischen Volksteils sondern der ganzen amerikanischen Ration mit Einsetzung all seiner Kräfte gefördert hat. Stets war er sich der Tatsache bewußt, dah dieser deutschamerikanische Dolksteil ein Glied des Ganzen bilde und dah deutsch-staatliches Eigenleben auf amerikanischem Boden eine politische Unmöglichkeit sei, fo sehr er auch den kulturellen Zusammenhang mit der alten Heimat gewahrt wissen wollte: .Unser deutscher Stolz soll uns hier nur zu dem Entschlüsse begeistern, zu den besten amerikanischen Bürgern zu zählen. Wir haben keine Sonderinteressen hier, wir sollen hier keine Sonderzwecke haben. Unsere Interessen sind keine anderen, als die der Allgemeinheit; unsere Zwecke sollen keine anderen sein als die des öffentlichen Wohles." In diesem Geiste wirkte er auf seine deutschamerikanischen Landsleute ein, und immer haben diese feinem Geiste nach gehandelt. Aber heute, da man sich anschickt, den hundertsten Geburtstag Schürzens festlich zu begehen, mag sich doch auch manch bittere Erinnerung in die Festesstimmung mischen, wenn die Deutschamerikaner sich all der Unbilden und all der Verleumdungen erinnern, denen sie in der Katastrophe des Weltkrieges ausgesetzt waren, wo sie loyal ihrem Adoptivvaterlande zur Seite ftanDen. aber gleichwohl von einer verhetzten Dolksmeinung als Bürger zweiter und dritter Klasse behandelt wurden. Carl Schurz, der Rheinländer, der deutsche Republikaner von 1848, der Befreier des revolutionären Dichters Gottfried Kinkel aus dem Spandauer Gefängnis, erblickte am 2. März 1829 zu Lieblar bei Köln das Licht der Welt. Rach den politischen Rückschlägen in der Heimat wanderte der junge Feuerkopf 1852 nach Amerika aus, begleitet von feiner tapferen Frau, die ihm zeitlebens wacker zur Seite stand, und gründet: sich in Wisconsin, einem Mittelpunkt der deutschen Einwanderung, eine Existenz als geachteter Rechtsanwalt. Mit Begeisterung stürzte er sich in das politische Geben des Vaterlandes feiner Wahl, dessen staatliche Entwicklung eben der großen Krise des Bürgerkrieges zutrieb. Der Gedanke allgemeiner Menschenliebe, die Ideen des po- litischen Liberalismus, nicht zuletzt auch die Vorstellung, dah der südliche Landesteil, in alter, feudalistischer Ueberliesemng verharrend, den Geist der Verfassung mit Füßen trete, ließen den Rord- und Weststaaten das Eklavereisystem des Südens als eine Gefahr für die fortschrittliche Entwicklung des Landes erscheinen. Andererseits betrachteten die Südstaaten die Sklaverei als Grundlage ihres großagrarischen Systems, und jeden Angriff auf diese ihre „besondere Einrichtung" als eine Bedrohung ihrer materiellen Existenz, als eine Verletzung des durch die Verfassung gewährleisteten Grundrechts innerpolitischer Unabhängigkeit. Die Wahl Lincolns, des Republikaners und Sllavereigegners, zum Präsidentschaftskandidaten (1860) brachte die Ereignisse zu einer überstürzten Entwicklung. Die Südstaaten trennten sich vom Bunde und eröffneten alsbald die kriegerischen Handlungen. In den kritischen Iahren, die der Wahl Lincolns vorhergingcn, hatte Schurz es verstanden, durch glänzende Rednergabe und überragende Geistigkeit die Deutschamerikaner, deren freiheitlichem Sinn die Sklaverei von jeher verhaßt gewesen, geschlossen für die Sache der Rordstaaten zu begeistern. Lincoln hatte ihn in Anerkennung seiner Verdienste um die Präsidentschastswahl als amerikanischen Gesandten nach Madrid geschickt; aber sofort bei Ausbruch des Krieges eilte Schurz zu Den Waffen, beteiligte sich mit großer Tatkraft an der Organisation der deutsch- amerikanischen Truppenteile, und nahm als Brigadegeneral am ganzen Feldzug teil. Richt weniger als 180 000 deutschamerikanische Frei- willige hatten sich anwerben lassen — ein glänzender Beweis für die ernste Hingebung, mit der die deutschamcrikanische Bevölkerung ihre Bürgerpflichten auffaßte. Und als der Krieg beendet war. als es galt, die Wunden des geschlagenen Südens zu Hellen, da wurde Carl Schurz dazu ausersehen, nach einer eingehenden Informationsreise über die wahre Lage des Südens nach Washington zu berichten. Der unabhängige Mann ent ebigte sich dieser heiklen Aufgabe mit solchem Freimut und enthüllte die Schäden des von der Regierung geduldeten unseligen „Rekonstruktionslystems" so schonungslos, daß er sich bei den korrupten Politikern, die durch ungesetzliche Zugeständnisse an die Südstaaten und durch erneute Unterdrückung des Regerelements sich Einfluß und Gewinn verschafften. aufs höchste unbeliebt machte. Gle ich - wohl war sein Ansehen bei den Deutschamerikanern des Mittelwestens so sehr gestiegen, dah er 1868 als Senator für Missouri in den amerikanischen Kongreß einziehen konnte. Und wiederum setzte er sich für eine Sache ein. Die seinem Empfinden für politische Reinlichkeit das ehrendste Gießener Konzertverein. IX Konzert: Beethovens „Missa solemnis“. Mit Der Aufführung der Missa solemnis von Beethoven schwang sich Der Gießener Konzertwinter zu einer Gipfelleistung aus, wie sie chorisch in den letzten Iahren noch nicht erreicht wurde. Die eminenten Schwierigkeiten. Deren Beherrschung Die Partitur von Den Gesangskräften forDcrt und auf die schon in Der Vorbesprechung verwiesen wurde, wurden hiermit überraschender Selbstverständlichkeit überwunden. Ia, bei den kühnsten Anforderungen an Höhe und Stimmstärke. hatte man bei der Aufführung nie den Eindruck, daß auch nur im geringsten Falle Die durch die Rücksicht auf einen schönen Stimmklang gesetzte Grenze jemals überschritten wurde. Stets war der Chorklang edel, ausgeglichen und rund, markant in der Thematik, voller wuchtiger Akzente im Forte und Fortissimo durch feine überwältigende Fülle, weich im Piano und von besonderer Ausgeglichenheit und Wirksamkeit un Dekrescendo, Dem sich gerade sonst in Der Chortech- nik viele Schwierigkeiten entgegenftel'en unD Dem man selbst bei prominenten Chören in solcher Diszi- plinierung nicht häufig begegnen wirb. Und so mußte die Ausführung über Die geleistete Arbeit des Dirigenten das vollkommenste Lob künden. Angesichts der Chorleistungen konnte hier der Kritiker schweigen und ohne Die geringste Trübung miterleben. Unter Den Solisten, Die für eine solche qualitativ hochstehenDe Aufführung in Betracht tarnen, hatte man Die ersten Vertreter jedes Faches aus- gewählt, und sie erfüllten durchweg die von ihnen erhofften Erwartungen. Da, wo Ria Ginster (Sopran), Frankfurt, als Solostimme nur einem kleinen Begleitkörper gegenüberftanD, vermochte sie jedem Wunsch gerecht zu werden. Am ergiebigsten erschien ihr Organ in der oberen Wittellage; nach der Höhe zu war es nicht frei von einer gewissen Enge. Wo sie sich mit einem Swßeren Ensemble vereinigte, trat ihr Stimm- ang nicht immer plastisch genug hervor, wie D. in Der auffteigenDen Tonleiter zum hohen B am Schluß des Credo. Ruth Arndts fülliger AU entfaltete sich namentlich auch in Der Hohe mit seltener Weichheit und angenehmem Wohllaut. Ihre ausgiebigen Stimmittel verstand sie, ihrem starken, musikalischen Willen untertan zu machen. Louis van Suitier aus Haag muh man für einen der bedeutendsten Oratorien- tenöre ansehem Man weih nicht, was man bei ihm mehr bewundern soll: den Wohlklang seines prachtvoll durchgebildeten Organs oder die durchgeistigte Art, mit der er die ihm gestellten Ausgaben restlos erfüllte; ergreifend war er im „Incarnatus“. Hermann Scheys hohe Kunst ist hier in Gießen genugfam bekannt. Auch er hat unter den Oratoriumbäffen kaum seinesgleichen. Seinen Höhepunkt gab er im „Agnus dei . Der symphonische Orchesterstil DeethovenS stellt dem Instrumentallörper hochverantwortungsvolle Ausgaben: Stets war das Orchester dem Dirigenten ein bis zum äußersten ergebener Organismus, besonders sei des ersten Hornes im „Sanctus1- gedacht und der Bratschen im Präludium zum Benedictus“. Die Solovioline (Gustav Lenzewski, Frankfurt) führte chren Part mit feiner, schwebend-weicher Tongebung durch in starker musikalischer Durchdringung. Unter Den Holzbläsern, Die insgesamt Ausgezeichnetes leisteten, traten besondere Die Flöten hervor. An Der Orgel gab Iohannes Rebeling, Frankfurt, dem Ganzen {länglichen Halt und starke Akzente. Universitätsmusikdircktor Dr. Stefan Temes- vary gebührt das Verdienst, eine künstlerische Großtat vollbracht zu haben, wie sie ein Außenstehender von Gießen kaum hätte erwarten mögen. Ihm werden alle Hörer für Die Stunden der Erhebung und geistigen religiösen Schauens von Herzen innerlich verbunden fein. Dr. H. Oie Kahe sieht Gespenster. Don Witt Scheller. Zuerst ist nicht« vorhanden als Ruhe — Der FrieDen eines Winternachmittags, außen von Frost umgittert, innen von unsichtbarem Wärmestrom durchwebt. Und der Lichtkegel, Der vom Mittelpunkt Der farbig abgehackten Lampe her sanft ins Zimmer sich verbreitet. Und auf dem mit violettem Rips bezogenen Sofa ein schneeweiß ausgebauschter Kringel: Hans, Der Käfer, prinzlichem Angorablut entstammend, mit geschlossenen Augen. Das überhelle Rosa von Ohren, Rase und hem im Schlaf ein wenig geöffneten Mund (Katzen haben nie eine Schnauze, selten ein Maul) schimmert wie Marzipan. Die Lampe summt. Leise knistert ein Buch. Aber hie Tür zum Rebenzimmer ist geöffnet, ilnh im Rebenzimmer brennt kein Licht. Rur ein schwacher Schein bringt Durch Die offene Tür in Die Dunkelheit ha Drinnen, in her hie Möbel undeutlich, schemenhaft verdämmern. Plötzlich hebt Hans den Kopf mit Der mächtigen weißen Halskrause und dem unheimlichen Schnurrbart. Seine großen blauen Augen sind auf einmal weit geöffnet. Sie starren durch.die offene Tür — in die Dunkelheit da Drinnen — mitten in Die Dunkelheit hinein . . . Run ringelt er sich vollends heraus aus Dem Behagen seines Schlummers im Winternachmittag unD kriecht bis an den Bord des Sofas. Er senkt den Kopf, und den Blick der offenbar schreckhaft geweiteten blauen Augen starr auf einen für menschliche Wahrnehmung unerkennbaren Punkt im dunklen Zimmer Da Drinnen gerichtet, (aßt er sich langsam zur Erde hinab. Dort bleibt er liegen, einige Minuten, lauernd . . . Dann aber scheint etwas unmittelbar ihn emporzureihen. Er steht auf und schreitet, in atem- beklemmender Langsamkeit, während fein langes weißes Haar sich sträubt und der buschige weiße Schweif ^u zittern beginnt, geradeswegs in das dunkle Zimmer hinein, mit beinahe bis zur Erde geducktem Kops, langsam, Die wolligen. Lallen- bewehrten Pfoten in Pausen hebend, beugend, senkend, — zögernden Schrittes, doch, so scheint es, unwiderstehlich angezogen. Der Frieden des nahen Abends ist entwichen. Zwar Die Stille blieb, aber sie ist von einer seltsamen, beinahe beängstigenden Spannung erfüllt. Was sieht das Tier, daß es wie unter einem Zwang, dem es widerwillig, mit einer Art starrer. wiewohl ohnmächtiger Auflehnung folgt, ins Dunkel schleicht, wie zu einem Kampf mit bösartigem. gefährlichem Widersacher? . . . Unvermutet ist alles vorüber. Ohne Uebergang ist die Starrheit abgefallen von dem Körper des Tieres, das wie erschöpft niedersinkt und sich lofort ausstrcckt aus dem Teppich, im dunklen Zimmer da drinnen. Den blauen Blick blinzelnd zurück ins Licht gehoben, das von der Lampe her noch über die Schwelle der Türe sintert. Anmutig erschlafft liegt er da, her Prinz mit dem weißen Löwenhaupt, und leise Hopft fein schöner, buschiger Schweif Den Boden, als wäre nichts geschehen. Und dennoch ist etwas vorgegangen — aber was vermag ein Mensch zu ahnen von dem, was ein Tier schon in der nächsten Minute vergessen hat? Was ändert indessen dieses Unver- mögen, diese Unmöglichkeit, einen Vorgang auf- zuAllen, Daran, daß er in Der Tat sich zu- getragen hat? Ist ein Geheimnis toeniger wirklich unD bedeutsam, weil es, die Sinne nur eines Tieres berührend, äußerlich geringer erscheint als Das Erlebnis eines Menschen? Ernstliche Beobachtung hat längst ergeben unD unwiderleglich erhärtet, daß Katzen, wie auch andere Tiere, manches zu sehen vermögen, was menschlichem Auge entrückt ist — Gegenwärtiges wie Vergangenes und Zukünftiges — von den Menschen gern, aus Verlegenheit nämlich, als Gespensterspuk abgetan. Hat es auch diesmal — gespukt, den gröberen fünf Sinnen des Menschen unzugänglich, von der feineren Witterung Des prmzlichen Katers jedoch erspürt und zwangsläufig verfolgt, bis es verschwand, das 'Phantom, in der Finsternis des nun allmählich herein- gesunkenen Abends? Und sitzt er Denn nicht auch sonst oft da, der Kater, minutenlang, Den Blick Der großen blauen Augen starr in eine Ferne gerückt, dahin ihm niemand zu folgen vermag — ober in eine Rähe, dahin zu folgen niemandem ratsam erscheint? Fragen über Fragen! Die Welt ist an Rätseln reich genug, um es auch dem plattesten Verstände nicht gänzlich undenkbar erscheinen zu lassen, daß sie. die Weit' von solcher Ueberfülle her Geheimnisse auch Den Tieren ihr alleiniges Teil gegeben, wie sie ein alleiniges Teil den Menschen überantwortet hat; von Den Pflanzen schon gar zu schweigen. 3n welcher von diesen Drei Dimensionen Des organischen Lebens die Rätsel der Welt am deutlichsten sich enthüllen — wer wäre so vermessen, an dieses Geheimnis der Geheimnisse auch nur rühren zu wollen? Der weiße Kater hat sich wieder zusammen- geredt. Er schläft, ungeängstet von Gespenstern. Sein.Atem wird zuweilen von einem Seufzer des Behagens unterbrochen. Sonst ist alles still. Rur hie Lampe summt verstohlen. Und leise, in kurzen Zeitabstäntien, knistert ein Buch. der Vers aus dem Erlkönig: „Er hält in den Armen das achtzehnte Kind" (ächzende!). Wenn aber erst die Musterbeispiele aus der Sprachlehre auftauchen! Von schwierigeren Zeitwörtern sollten Sätze gebildet werden. Das Wort hieß „beruhen auf". Ein Zunge meldet sich: „Ich beruhe auf einem Irrtum!" Kommt man in die Gefilde des deutschen Aufsatzes, dann erlebt man seine blauen Wunder. Ich habe einen guten Bekannten, der Lehrer an einer Mittelklasse ist. Er läßt mich manchmal einen Blick in die Aufsatzhefte tun. Da finbe ich einmal die Beschreibung einer Denkmalseinweihung im Sommer 1928. „Es war furchtbar heiß Dann hielt der Vorsitzende eine lange Rede. Vielen Leuten wurde schlecht." Die Sätze standen so da. Fehlt vielleicht die Verbindung? Böse Leute verneinen das. Ein an» derer Aufsatz. Der Lehrer war mit den Stadtkindern auf einem Gutshof gewesen. Ein Junge schreibt: „Dann gingen wir in den Stall. In der Ecke stand ein Kälbchen. Da riß der Herr Lehrer das Maul auf, und da sahen wir, daß oben keine Zähne da waren." Aber was sind diese sprachlichen Blüten, wenn wir erst an die Rechtschreibung denken! Da sitzt Karlchen an feinem Aufsatz, er soll etwas über das Schlachtfest schreiben. Es hat zum Essen Fleisch und Meerrettich gegeben. „Vater, wie schreibt man Meerretti ch?" Der Vater besinnt sich und meint schließlich: „Schreib doch Mirch!" (Mundartlich.) Besser wäre es vielleicht gewesen, wenn er es gemacht hätte wie jener Mann, den sein Kind nach der Schreibweise Mississippi fragte. Er sagte ihm: „Mach nur ordentlich ss und pp hinein!" Nach dem Sch'achtfest werden die Würste gekocht. Karl fragt: „Wie schreibt man Schwartenmage n?" Der Vater, nach einer Weile: „Ach was, schreib doch lieber Leberwurst!" — Wie war doch die Geschichte mit dem pfälzischen Adjunkten, wie dort die Beigeordneten genannt werden? Er sollte über den Stgnd der Maul- und Klauenseuche berichten und halte eine verkürzte Rechtschreibung angewandt und einfach „Kü" statt „Kühe', geschrieben Als er von seinem hohen Vorgesetzten, der auch nur „Kü" sagte, Vorhaltungen bekam und hörte, daß eigentlich „Kühe" geschrieben wird, sagte er ganz unschuldig: „(Erlauben Sie mal, man kann doch meine ,Lü" eher verstehen wie Ihre ,Mhe"!" Das Wörtchen Grieß (mit ß!) war schuld an un- ferm ersten ehelichen Streit. Kurz nach der Hochzeit las ich in dem geschriebenen Kochbuch meiner Frau und fand darin das Wort Grieß. Ich bildete mir ein, daß ich in Orthographie ziemlich sicher sei und sagte ihr, daß Grieß doch mit s geschrieben würde. Der Duden gab mir Unrecht, meine Frau triumphierte, und es heißt doch: „(Er soll dein Herr sein!" Viel später sand ich dann den Mustersatz „Bloß ein bißchen Grieß" in einer Zeitung. Vielleicht erinnert man sich auch an den Blüten- ft.aufj von dem gleisnerischen, griesgrämigen Mesner, der an Diphtheritis und Hämorrhoiden erkrankt war? Denken wir auch an die Vorsilbe fi ’ Aus sieben Arten können wir sie schreiben, si (Fibel), vi (violett), phi (Philosoph), sie (Fieber), vie (viele), phy (Physik), dann erst kommt das liebe „Vieh"! Wunderst du dich immer noch, wenn ich behaupte, daß die deutsche Rechtschreidng das Schwerste fei? Eins, mein Freund, begreifst du nie, das ist die deutsche Orthographie! M. Dom Neubau des Gießener Siudenienhauses. Der Neubau des Gießener Studentenhauses ist jetzt so weit gediehen, daß am Ende vorigen Jahres der Gießener Firma Weimer die Ausführung des Rohbaues übertragen werden konnte. Bereits im Dezember konnte man die Veränderungen auf dem Bauplatz — Leihgesterner Weg — bemerken. Es wurde dort mit den Aus- schachlungsarbeiten begonnen und vor allem das auf der Höhe des Geländes reichlich auftretende Wasser abg leitet, um den Boden möglichst trocken ?u legen. Ferner wurde das Baugerüst errichtet, daß in seinen Ausmaßen die spätere Form des Studentenhauses deutlich erkennen läßt. Zum Bedauern des Bauherrn hat der starke Frost die Weiterarbeiten einstwcilen unterbunden, weil die Erde bis zu anderthalb Meter Tiefe gefroren ist. Das Arbeitsamt der Studentenhilfe hatte sich bereits bei Vergebung der Ausschachtungsarbci- ten darum bemüht, beim Bau des Studenten- Wilhelm von Bode f ♦ Exzellenz Prof. Dr. phil. Dr. Ing. h. c. Wilhelm von Bode, der berühmte Kunstforscher und Organisator der Berliner Museen, ist gestern früh in Berlin. 83 Jahre alt, an den Folgen einer Grippe gestorben. * Wilhelm Bode wurde am 10. Dezember 1845 in Kalvörde im Herzogtum Braunschweig geboren, studierte seit 1864 die Rechte, sattelte jedoch 1869 um, bezog die Universität von neuem und studierte 1869 bis 1871 in Berlin und Wien Archäologie und Kunstgeschichte. Reisen nach Italien vervollständigten sein Studium. 1872 wurde er als Assistent an den König!. Museen in Berlin und als Leiter der Abteilung für christliche Plastik angestcllt. Schon damals gelang es ihm, seine Abteilung durch zahlreiche glückliche Erwerbungen zu einer Sammlung ersten Ranges zu erheben. 1880 wurde er Direktor dieser Abteilung, dann auch 2. Direktor der Gemäldegalerie. 1890 wurde er nach dem Rücktritt Metzers alleiniger Direktor der Gemäldegalerie. Aus kleinen Anfängen schuf Bode dann in jahrzehntelanger Arbeit die große Sammlung der Berliner Museen. Mit Wort und Schrift trat er für sein Lebenswcrk ein, nur zu bald erkennend, daß zur Vollendung keiner Absichten große Erweiterungsbauten nötig wurden. Kurz entschlossen gründete er 1893 den Kaiser-Fried- rich-Museum-Verein. Am 13. Oktober 1604 konnte dann dank seiner rastlosen Arbeit, das Kaiser- Friedrich-Museum eingewe'.hl werden, zu dessen finanzieller Unterstützung er die Finan.welt geschickt heranzuziehen wußte. Am I. Dezember 1905 wurde er an Stelle des zurücktretenden Richard Schoene zum Generaldirektor der Kgl. Museen berufen. Als Generaldirektor entwickelte er weiterhin eine geniale organisatorische Tätigkeit. Das ganze Kunstgebiet unterzog er seinen meister.ichen Forschungen. er schuf u a. die Sammlungen italienischer Plastik, der wundervollen Bronzen und der kostbaren arabischen und vorderasiatischen Bestände. War so seine Bedeutung für das Berliner Mu- seumswesen allein schon epochal, — eine große Zahl vorzüglicher Privatsammlungen in Berlin Hauses Kommilitonen als Werkstudenten zu beschäftigen, und zwar einesteils, um besonders Minderbemittelten eine gute Verdienst- Möglichkeit zu verschaffen, andererseits aber, alles zu tun, um das Werk mit eigenen Kräften mit aufbauen zu helfen. Das Interesse der Studentenschaft an dem Reubau bekundete sich dadurch, daß sich eine derart große Anzahl Kommilitonen für die Arbeit meldete, daß nicht alle beim Reubau beschäftigt werden können. Durch einen hochherzigen Gönner der Studentenhilfe ist es gelungen, Arbeitsanzüge so billig zur Verfügung gestellt zu bekommen, daß den beim Dau beschäftigten Werkstudenten ein Anzug kostenlos ausgehändigt werden kann. Obwohl das Reich und der Hessische Staat den Dau mit reichlichen Mitteln unterstützt Haden, werden diese doch nicht ausreichen, um die ganzen "Baukosten zu decken. Der Tätigkeit des Werbeausschusses ist es gelungen, in größerem Maße Spenden für den Dau zusammenzubringen, und zwar nicht nur Geld, sondern in der Hauptsache Materialien, so daß auf diese Art mit einer wesentlichen Verbilligung der Daukosten gerechnet werden kann. Trotzdem ist immer noch ein erheblicher Teil der Daukosten ungedeckt und es bedarf weiterhin der Opferfreudigkeit weitester Kreise, um das Werk zu einem guten Ende zu führen. Wenn keine neuen Schwierigkeiten auftreten, ist mit der Fertigstellung des Gießener Studen- tenhauses im Frühjahr 1930 zu rechnen, so daß im Beginn des Sommersemesters die Einweihung bzw. der Umzug in das neue Heim stattfinden kann. Oer neue Präsident der Oberrechnunqskammer. Das hessische Ce'amtministerium hat zum Präsidenten der Oberrechnungskam- m e r und zum Präsidenten des D e r w a l - tungsgerichtshoses Den Ministerialdirektor im Ministerium des Innern Gustav Sparn e r ernannt. Ausstellung im Fröbel-Geminar. Das Fröbel-Serninar hat auch in diesem Jahr eine große Reihe von Schülerinnenarbeiten der abgehenden Kindergärtnerinnen und Kinder- Pflegerinnen ausgestellt. In dem ersten Saal befinden sich die im Werk-, Ausschneide-, Modellier- und Zeichenunterricht her- gestellten Sachen der Kindergärtnerinnen. Spielsachen aus wertlosem Material, wie aus Streichholzschachteln, Papprollen, Glühstrumpfhüllen u. dgl. sind mit liebevoller Sorgfalt hergestellt. Da finden wir Eisenbahnzüge, Wiegen, Körbchen und ganze Puppenstuben in buntem Durcheinander. Sorgfältig und sauber sind auch die Holzarbeiten hergestellt. Mit größter Begeisterung widmen sich besonders die kleinen und kleinsten Besucher all den Herrlichkeiten, wie z.B. der echten amerikanischen Luft- schaukel, der Puppenwiege aus massivem Eichenholz, einem Dampfer mit Matrosen, einem Flugzeug, einem modernen, vollständig eingerichteten Dach- haus mit Badezimmer, Küche, Wohn- und Schlafzimmer, sowie einem Schwimmbassin auf dem Dach. Originell sind auch die selbst hergestellten Puppen- Sogar ein Pudel fehlt nicht, der in seinem weißen, zottigen Fell und langen Ohren den Besucher treuherzig ansieht. Jedes Bubenherz schlägt höher, wenn es die prachtvoll bunte Indianerausrüstung, an der gar nichts fehlt, betrachten darf. Daß bei der Ausbildung der Schülerinnen auch ganz besonderer Wert auf die Entwicklung des Formen- und Farbensinnes gelegt wird, beweisen die mannigfaltigen Bastarbei- ten in den verschiedenen Technl'en. Kaffewärmer, Untersetzer, Besuchstäschchen, Badeschuhe, Hüte usw. zeigen, mit welchem Geschmack hier Farben und Muster zusammengestellt sind. Ebenso ansprechend sind die aus Peddigrohr verfertigten Sachen. Gutes ist auch in den Buchbinderarbeiten geleistet worden. Zu den meisten, sauber aebunbenen Büchern wurden selbsthergestellte Kleisterpapiere verwendet. Zu erwähnen sind ferner noch die soliden Schreib» moppen. In dieser Abteilung liegen auch Brieföffner, aus Messing gefügt; jedes Muster wurde von der Herstellerin selbst entworfen. Auf einem anderen Tisch sind aus Ton modellierte Gegenstände ausgestellt, die z. T. gebrannt und bunt bemalt sind. Schließlich hat der Besucher noch Gelegenheit, eine Fülle von Zeichnungen und aus Buntpapier geschnittene Bilder zu bewundern. In einem nächsten Saal haben die Kindergärtnerinnen ihre Handarbeiten ausg.stellt. Auch hier wieder das gleiche Prinzip: größte Sorgfalt und Sauberkeit. Das gilt sowohl für die Kinderwäsche als auch für all die Schürzchen, Kittelchen, Kleidchen usw. Erwähnenswert sind die Verzierungen, die fast überall durch geschmackvolle Farbzusammensetzungen und gefällige Muster erfreuen. Im nächsten Raum find die Handarbeiten der Kinderpflegerinnen, die denen der Kindergärtnerinnen in keiner Weise nachstehen. In einem letzten Raum zeigen die Kinderpfleae- rinnen Holz-, Bast-, Streichholz-, Ausschneide-, Modellier- und Zeichenarbeiten. Besonders hervorzu- heben sind die kleinen Bilderbücher. Jede einzelne Schülerin hat mit viel Phantasie und Geschick reizende Bilder aus Buntpapier ausgeschnitten, als Illustration zu volkstümlichen Kinderoersen. Recht geschickt sind schließlich die aus Zigarrenkästchen her- gestellten Spielsachen, wie Milchwagen, Puppenwagen und -kutschen, Kasperletheater, Blumenladen, Wiegen, Gemüseauto usw. Der Besuch der Ausstellung ist recht lohnend. Sie zeigt, wie durch systematische Ausbildung der Phantasie, des Farben- und des Formensinnes, durch sauberes und gewissenhaftes Arbeiten manches Re- fultat erreicht werden kann. Taten für Sonntag, 3. März. Sonnenaufgang 6.42 Uhr, Sonnenuntergang 17.43 Uhr. — Mondaufgang 1.46 Uhr, Monduntergang 9.43 Uhr. 1793: der Schriftsteller Charles Sealsfielb (Karl Anton Postl) in Poppitz, Mähren, geboren (gestorben 1864); — 1829: der Rechtslehrer Heinrich Dernburg in Mainz geboren (gestorben 1907). Daten für Montag, 4. März. 1829: der Ingenieur Karl Heinrich von Siemens in Menzendorf geboren (gestorben 1916); — 1852: der russische Schriftsteller Nikolas Wassiljewitsch Gogol in Moskau gestorben (geboren 1809); — 1879: der Romanschriftsteller Bernhard Kellermann in Fürth geboren. Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 180 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück! 60 bis 140, Wirsing 40 bis 50, Weißkraut 30 bis 35. Rotkraut 35 bis 40, gelbe Rüben 20 bis 25, rote R iben 20 bis 25, Spinat 80, Unterkohlrabi 10 bis 15, Grünkohl 45 bis 50, Rosenkohl 75 bis 80. Feldsalat 2=0 bis 300, Tomaten 80 bis 90, Zwiebeln 25, Meerrettich 50 bis 120, Schwarzwurzeln 95 bis 100, Kartoffeln 6,5 (pro Zentner 5,50 Mk.), Aepfcl 30 bis 40. Dörrobst 35 bis 40. Rüsse 70 bis 80. Honig 40 bis 50. Endivien 150. junge Hähne 100 bis HO. Suppenhühner 100 bis 120, Tauben 80 bis 85 Pro Pfund; Eier 20 bis 22, Blumenkohl 80 bis 160. Salat 40 bis 45. Lauch 25 bis 50, Rettich 20 bis 30. Sellerie 20 bis 100 Pfennig pro Stück. Bornotizen. — Tageskalender f ü r Samstag. Bauerseher Gesangverein: Konzert für Mitglieder, 8 Uhr, in der Aula der UniDerfität. — Gesangverein Liederkranz: Abend-Unterhaltung, 81/? Uhr, im Safe Leib. — Erste Reichskurzschriftgesellschaft „Gabelsberger“: Vereinsabend. 8*/2 Uhr. in der „Stadt Lich". — Artillerieverein, Monatsveersammlung, 81/, Uhr. — Ruder-Klub Hassia 1926: Mitglieder-Vcrsammlung, 81/? Uhr, im Bootshaus. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Frauenraub in Marokko." — Astoria-Lichtspiele: „Maciste und der Sträfling Rr. 51." — Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: „Olympia", 18 bis 20 Uhr. — Bauerscher Gesangverein: Konzert, nachm. 4 Uhr, in der Aula der Universität. — Volkshochschule: Musik-Abend, im Singfaal des Realgymnasiums (Ludwigstraße). — G. D. A. Elternabend, 41/« Uhr, im Postkeller. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Frauenraub in Marokko"; Dornt. 11'/.: „Die olympischen Spiele zu Amsterdam 1928.“ — Astoria-Lichtspiele: „Maciste und der Sträfling Rr. 51.“ — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Das Stadttheater Gießen bringt am Mittwoch. 6. März, das Drama des bekannten holländischen Dichters Hermann Heijermans. ein Stück, das zur Wende des Jahrhunderts entstanden ist. „Hoffnung auf Segen". Das Moskauer Künstler-Theater hat dieses Drama unter dem Titel „Untergang der Hoffnung" in fein Repertoir genommen und hat damit einen Welterfolg erzielt. Das Drama wird für den Gast, Auguste Prasch-Greven- b e r g, herausgebracht. und im Reiche verdanken ihm ebenfalls ihre Gründung - so ist feine Arbeit auf funft- schriftstellerischem Gebiete von weltumfassender Bedeutung. Es gibt kaum ein Gebiet der Kunstgeschichte. auf dem Bode nicht intensive und interessante Forschungen angestellt hat. Sichere Beherrschung des Materials, dazu ein feines Stilgefühl und vorurteilslose Kritik zeichnen feine Arbeiten aus. Wilhelm II. erhob ihn 1914 in den Adelsstand. Am 1. Cf ober 1920 schied Wilhelm v. Bode aus seinem Amt als Generaldirektor der preußischen Staatsmuseen. Die Leitung des Kaiser-Friedrich- Museums bch'elt er bei. Zu feinem 80. Geburtstag wurde ihm als „Dodcspende" ein großer Geldbetrag überwiesen, der von seinen Freunden gesammelt worden war und dazu dienen soll, für das Museum einige besonders wertvolle Stücke zu erwerben. Wie der Am.liche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung der Witwe deS verstorbenen Kunstforschers Exzellenz Professor Dr. v. Bode folgendes Beileidstelegramm zugehen lassen: „Tief erschüttert durch die Rachricht vom Tode ihres Gatten spreche ich Ihnen und den Ihrigen die wärmste Teilnahme der preus.i.'chen R g erung aus. Wilhelm v. Bodes geniale Persönlichkeit ist der Weg zum Typ des großen Kenners, Sammlers und Organisators geworden. Er hat den preußischen Museen eine neue Gestalt gegeben, durch die fein Andenken für immer bewahrt werden wird." Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. In der letzten Sitzung der Oberhesfischen Gesellschaft für Nat. r - und Heilkunde (Hauptversammlung für beide Abteilungen) sprach Dr. W E. A n k e l über das Thema „Gerichtete und willkürliche Geschlechtsbestim- m u n g". Der Redner knüpfte an bas uralte Bestreben der Menschen an, ai.f das Gesch'ccht der Nach- kvmmenschaft einen willkürlichen Einfluß zu nehmen und wies in feiner Einleitunci darauf hin, daß das materielle Interesie einer willkürlichen Gesch.echts- beftimmung Hand in Hand mit einer zunehmenden sozialen Gleichstellung von Mann und Weib im Sinken begriffen ist. Demgegenüber wird das w ffen- schaftliche Intere"e für das Problem stets das gleiche bleiben und außer den Derhättnisien beim Mensch n die gesamte Lebewett umfassen. Das w ssenschastliche Interesse äußert sich in den beiden Fragen, wie die Geschlechtsbcstimmung bei den Organismen sich ab- spielt, und wo die Möglichkeiten liegen, auf sie Einfluß zu nehmen. Die statistische Berechnung des Zahlenverhältnisses der beiden Geschlechter zuein- ander hat ergeben, daß dieses Verhältnis bei be- ftimmten Arten unter gleichbleibenden Bedingungen konstant ist, beim Menschen beträgt es in M ttel- europa 106 männliche Individuen zu 100 weiblichen Individuen. Diese Konstanz läßt auf einen gesetzmäßigen Ablauf der Geschlechtsbcstimmung schließen, den die Untersuchungen der letzten 30 Jahre zum größten Teil haben klären können. Es hat sich heraus- gestellt, daß bei der Mehrzahl der Organismen die Geschlechtsbest mmung in dem Augenblick der Befruchtung vollzogen wird. Bestandteile der Kerne der Organismen, die sog. Chromosoms, verhalten sich nämlich bei beiden Geschlechtern verschieden; meist hat das eine Geschlecht ein Geschlechtschromosom, das andere dagegen zwei. Dasjenige Gesch'ccht, das nur ein Gesch'echtschromosm hat, bringt stets zweierlei Sorten von Keimzellen hervor, männchenbcst m- menbe und Weibchen bestimmende. Die Umstände bei der Geschlechtszellenbildung und Befruchtung bringen es mit sich, daß normalerweise die beiden möglichen Chromosomenkomb Nationen, also die beiden Geschlechter, in gleicher Menge hervorgebracht werden. Zahlreiche Lichtbilder unterstützten die Darstellung dieses Geschlechtsbestimmungsmechanismus. Im zweiten Teil des Vortrags wurde, ebenfalls an Hand zahlreicher Lichtbilder, ausgeführt, wo nun die Möglichkeiten der Beeinflussung des Mechanismus liegen Es wurde bas Beispiel eines Schmetterlings genannt, bei dem das Verhalten der Gelch'echts- chromosome derart lenkbar ist. baß bei Wärmeeinwirkung mehr Männchen, bei Kätteeinwirkung mehr Weibchen entstehen. Es wurde ferner gezeigt, daß manche Tiere, z. B. b-'e Blattläuse, selbst die Fähigkeit haben, den Gefchsechtschromosomenmcchanismus in bestimmter Weise zu richten. Es wurde schließlich bargetan, baß es gelungen ist, mit chem scheu Mitteln, z B Alkohol, bei manchen Tieren (Kaninchen, Mäuse) die männchenbestimmenben und bte Weibchen- — Kirchenmufikalifche Passions- and acht. Zu der morgigen musika.ischen Pas- sionsseier des Posaunenchors von Laag-Gön^ in der hiesigen Stad.k.rche wird uns geschrieben, daß dabei dem Sprechen der Texte durch Frau Dr. Aube! besondere Bedeutung beigelegt wird. Der Chor, der musikalisch auf erfreulicher Höhe steht, wird seine Sache gut machen. Aber den Instrumentalvorträgen fehlt das Wort. Dem soll, wie im vorigen Jahre, in der Weise abgeholfen werden, daß Frau Dr. A u b e l, ein Glied der Rotenburger Schule, die Texte sinngemäß sprechen wird, so daß Wort und Ton zur Geltung kommen. Wer in der Adventszeit 1927 die Rotenburger sprechen, auch singend sprechen hörte, wird bestätigen, daß schon allein das Hören dieses Wortes wertvoll ist. (Siehe heutige Anzeige.) — Dre Ausstellung im Fröbel-Se- m i n a r, Gartenstraße, ist noch am morgigen Sonntag von 11 bis 1 Uhr und von 3 bis 5 Uhr nachmittags geöffnet — Der Iugendbund im G D A.. Gießen, veranstaltet am Sonntag, 3. März, im „Postkeller" einen Elternabend, verbunden mit Preisverteilung aus dem Berufswettlampf am 24. Februar, wobei auch ein Film: „Jugend im gleichen Schritt“ gezeigt wird. Man beachte die gestrige Anzeige. — Volkshochschule. Wir weisen nochmals auf den Musikabend am Sonntag. 3. März, 20 Uhr im Singsaal des Rea gymnasiums hin, der die letzte musikalische Veranstaltung in diesem Wintersemester ist. Siehe gestrige Anzeige. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. Morgen, Sonntag, 11.15 Uhr, Frühoorstellung des Sportfilms „Die olympischen Spiele zu Amsterdam 1928". Näheres in der heutigen Anzeige. •* Veränderungen im Oberhef fisch en Provinzialtag. Don den am 15. Ro- vember 1925 in den Provinzialtag der Provinz Oberhessen gewählten Mitgliedern sind der Landwirt und Mühlenbesiher Heinrich Christ, Holzmühle bei Lollar, durch Amtsniederlegung und der Fabrikdircklor Friedrich May in Gießen durch Tod ausgeschieden. Die Provinzialwahlkommission hat an deren Stellen den Fürsorge- Obersekcetär Fritz Luft in Lauterbach und den Landwirt Georg Philipp Dietz in Rieder-Erlenbach als Mi!g ieder in den Prov.nsialtag berufen. •• Finanzamtspersonalie. Der Vorsteher des Finanzamtes in Homberg a. d. Ohm, Steueramlmann "Sieger, wurde zum Regierungsrat ernannt. ** E i n Fünfundsiebzigjähriger. Arn nächsten Montag, 4. März, kann der stäbt sche Straßenaufseher i. R. Karl Roth, Steinstraße 71 wohnhaft, in voller körperlicher und geistiger Frische seinen 75. Geburtstag begehen. " Anlagenkonze L i ch, 1. März. Zu einem anregenden Abend gestaltete sich die in der hiesigen Turnhalle anläßlich der ReichSunfallverhütungs- Woche von Bürgermeister Geil organisierte Veranstaltung. 3n einleitenden Worten wies Bürgermeister Geil darauf hin, in welch riesigem Umfang die Anfal'g?fahr durch die mit dem Fortschreiten der Technik immer mehr zunehmende Einstellung von Maschinen in den Betrieben, im Verkehr und im Haushalt, und insbesondere durch die ungeheure Steigerung des Straßenverkehrs in den letzten 3ahr ehnten gewachsen sei. Er belegte die Zahl der Unfälle und der durch sie hervorgerufenen Personen- und Sachschäden mit statistischen Zahlen. Gegenüber diesen furchtbaren Zah'en durch cire großzügige Aufklärungsarbeit im ganzen Reich den Sinn und das Verständnis für die Rotwendigkeit und die Möglichkeit der Anfallverhütung zu wecken und zu fördern, fei der Zweck der Reichsunfallverhütungswoche und auch der der örtlichen Veranstaltung. Sodann nahm Gewerk- fd)a'Lfcf etär Hausmann (Ei:ßen> das Wort und machte eingehende statlsti,che QIr.gaben über die verschiedenen Berussgeno.sen'chw ten, ihre Aufgaben und Aufwendungen, über Zahl und Art der Anfälle in den letzten Jahren, und ihre Gründe. Als weiterer Redner sprach Dendar- meriewachtmcistcr Wolf drhi.r auSf.h lich und anschaulich über die heutigen Derkehrsvorschrif- ten und die Pflicht m der Weaebenuher. Land- wirtschastlrat Dr. Lehr hierselbst reserierte über die landwirtschast ichen Beru s. enossenschaften und ihre Bedeutung für die Landwirtschaft. Er machte eingehende Angaben über den Prozentsatz der landwirtschaftlichen Betriebsunfälle zu den in der Landwirtschaft überhaupt beschäftigten Personen, übet die Arten der verschiedenen Anfälle und ihr Verhältnis zueinander, und über die Mög'ichlell, sie einzuschränk n. Der nächste Redner, Techniker Alles von hier, betonte die mit der zunehmenden Mechanisierung der Betriebe steigenden Anfallmoglichkeiten. Er gab einen Aeberblick über die Gefahrenquellen der maschinellen Betriebe und über zwecker.tiprechendes Verhalten und sprach sich für die Anbringung von Anfallverhütungsbildern aus, die anschaulicher und eindringlicher auf die Betriebsgefahren hinwiesen, als die gedruckten Vorschriften, die doch meistens nicht gelesen würden. Bauunternehmer Christian Fey (Lich) sprach dann über die wichtigsten Gesichtspunkte, die im Baugewerbe zu beachten seien, um Anfälle auszu- schallen, Förster Textor her über die Anfall- verhütungsvorschrllten in d.r Ho'zhaucrei, die ja gerade in Lich bei der großen Waldwirtschaft von besonderer Bedeutung seien. Rachdem noch in der Diskussion Konrad Schöne (Lich) darauf hingewiesen hatte, daß es nicht nur notwendig fei, alles zu trn. um An' lL uvcrm id n sondern auch vor allen Dingen nach einem eingetretenen Anfall nicht kopflos zu werden und besonnene Maßnahmen zu treffen, vor allem Schwerverletzte nur in geeigneter Weise und evtl, unter Zuhilfenahme der hiesigen 6anität3fclonnc zu transportieren und Heinrich Findt l'. hier als Kommandant der Sanitätskolonne betont hatte, daß die Sanität kclor.ne jederzeit zur Verfügung stehe und nur angefordert zu werden brauche, führte Lehrer Hild (Lich) mit dem von der Schule zur Verfügung gestellt n E lldiaskop eine Anzahl ter befa nt:n An a licrh^tungsbilder vor, zu denen Gewerkschaftssekretär Hausmann (Gießen) kurze Erläuterungen gab.. Damit war der offizielle Teil erschöpft. Bürgermeister Geil dankte mit anerkennenden Worten allen Herren, die durch ihre Mitwirkung zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, und sprach fein Bedauern aus, daß bei der Wichtigkeit und Bedeutung der Veranstaltung der Besuch derselben — es mochten etwas über 150 Personen erschienen sein — nicht ein besserer gewesen sei. Zum Abschluß führte Kinobesiher August H i s g e n einen kurzen von ihm unentgeltlich zur Verfügung gestellten Lustspielfilm vor, der bei der Versammlung beifällige Aufnahme fand. Damit hatte die gut gelungene Veranstaltung gegen 12 Ahr ihr Ende erreicht. Kreis Büdingen. △ Nieder - Mock stadt, 1. März. Vereiste Straßen bilden zur Zeit für Fahrzeuge aller Art ein starkes Verkehrshindernis. So kam auf der Straße nach Stockheim ein vollbesetzter Schlitten auf einer Eisfläche ins Rutschen, stellte sich quer auf die Straße und stürzte um. Das Pferd riß sich tos und ging durch. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon. — Aus der Straße Dauernheim—Ranstadt wollte ein schwer beladenerHeuwagen einem Auto auswe.chen und ft ü r 31 e auf die rechte Seite. Kreis Schotten. § UI rieb ft ein, 1. Mürz. Kurz nacheinander sind in beiden Orten unseres Kirchspiels die ältesten Gemeindemitglieder vom Tode ereilt worden. 3m Filialort Feld- f rüden verstarb am 9. Februar der Auszügler Konrad Keil II. Der Verstorbene war der Vater des langjährigen Feldkrücker Beigeordneten Heinrich Keil VII.: im August hatte er seinen 86. Geburtstag begangen. 3n Alrichstein wurde am 23. Februar die am Sonntag verstorbene Witwe Elisabeth Rühl, geb. Lang, zur letzten Ruhe geleitet. Sie halte kurz vor Weihnachten ihr 88. Lebensjahr vollendet. § B o b e n h a u s e n II, 1. M :rz. Der, wie alljährlich am M ttwcch hier abg.haltene Petri- mar k t hatte unter der Kälte stark zu leiden. So war nur ein einziger Hgndler mit Ferkeln erschienen. Das Markttreiben war durch die grimmige Kälte und den gerade an diesem Tag herrschenden Wind ebenfalls stark beeinträchtigt und das Geschäft daher recht flau. — Einer unserer ältesten Ortseinwohner, der 87- jährige Lohmüller R e i ch h o l d, Besitzer der zwischen hier und Kölzenhain gelegenen Lohmühle, ist am Dienstag nach kurzer Krankheit verstorben. Er war eine in weiteren Kreisen unserer engeren Heimat bekannte und beliebte Persönlichkeit. (D Breungeshain, 1.März. Die Not des Wi l d e s ist groß. Die Tiere lassen alle sonst geübte Vorsicht außer acht. Täglich kommen mehrere sonst so scheue Rehe bis nahe an die 5) o f r e i t e n unseres Ortes und fressen beg.erig die aufgcstecktcn Heugaben. Mehrere Tage hintereinander wurde eine ganze Rehfamilie beobachtet, die am hellen Tage im Schutze der Hecken sich bis an das Dorf heranmachte, m.. Nahrung zu erhalten. Der Fährtenkundige kann auch frühmorgens feftftetten, daß die Füchse bir mehrere Häuser weit in das Dorf eindringen. Unter dem lange dauernden Winter leiden die Tiere außer ordentlich, magern ab und überwinden die Scheu vor den Menschen. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. *DasAmtsverkündigungsblattNr. 12 vom 1. März enthält: Falsche Reichsbanknoten. — Die Wahlen zum Provinzialtag. ,—Was ist Togal?— Togal-Tabletten sind ein hervorragendes Mittel bei Rheuma, G5ch', Ischias, Grippe, Nerven- u. Kopfschmerz, Erkältungskrankheiten t Schädigen Sie sich nickt durch minderwertige Mittel. Laut notarieller Bestätigung anerkennen über 5000 Ärzte, darunter viele bedeutende Pro- hfforen, die gute Wirkung des Togal. Fragen Sie 3bren Arzt 3n allen Apotheken Mark 1.40 0.46 Cbin. 12.6 Uth.. 74.3 Add acet, sal ad 100 Amy । tnoi Gnmnnloni oder Neigung zum Stark •CJvl wer den nehmen Lte morgens und abends »wei T o l n b a = Sl e r n e. Diele te Uebrcn^cn Solnba Sinne eihoilen Sie schon in Mengen von "0 Gramm in Avviheten. IltiOX im 93. Lebensjahre. Freiherr und Freifrau van der Hoop. Schmitte bei Rodheim a. d Bieber, 28. Februar 1929 Neue Kurse 15. April steigert am I55SD WolLe nwk Die tieftrauernden Hinterbliebenen Gießen, den 2. März 1929. 1697D i866L Bezirks-Geschäftsstelle: fließen, Haus Schwarz, Bahnhofstraße 901, Teieph. 4124 ft bet end uiltm nm ISUf woc .(». Mürz, vermi tag* I i 8 hr. in Altueid i.uu Laudwirtichnllskimmer Ausschuir Muskator-Erzeugnisse zu haben b.H. Dort, Biechoflen. *«D Daubringen, den 1. März 1929. Die Beerdigung findet Montag, den 4. März, nachmittags 2% Uhr statt In tiefer Trauer: Kaspar Walter Katharine Walter Wwe. nebst allen Angehörigen. Oie Wette gewonnen habe ich jedesmal, wenn ich meinen Abtei- £iför und daneben den nanjöf. Lenediktmer von Rennern probieren ließ Keiner vermochte bisher, weder mit verbundenen noch offenen Augen, beide Fabrikate voneinander ju unter» 'weiden. Ebenso aut rann man auch auf Sbar» räufer wetten, überbaut» alle aue Relcbel- ctienzen elbil heraeilelltcn £ifore sind so tu werten. Sie bestehen IM vergleich mit ben teuenlen Marken lebe Probe. Erhältlich in Öroaenen unb Apotheken, echt aber nur mit Marke .Lichtherz" Or. Reichels Reieot- aüchlem da'elbst umsonst ober kostenfrei durch Otto Reichel,Berlin SO.Eisenbahn(tr.4 Vogfsche Handelsschuld Gießen-Herborn Auskunft u. Prospekte kosten .d.d.l-chulleitß. Gieren, Goethesir. ö2 MittNoch,d.6.Mrzl929 zirka 250 Aeflmtr. Kielern- und Fjchtenflammholz Das Holz eignet stch zu Äauholz, auch eine Anzahl Schnittstämme darunter (im Aufmaß von 14—47 cm Durchmesser). We ter werden 20 Hm Liche,sowie 42Rm Aodel- schiKlholz und i20Aichtenstangen verkauft. Anfang mi tags 1 Uhr im Saale -es Heinrich Haus. Fellingshausen, den 28. Febr. 1929. Oer Bürgermeister. 3. 23: Wagner. Nutzholz- Versteigerung. Oie Gemeinde Fellingshausen ver- 3er beste Angestellte ist für Ihren Betrieb gerade gut genug! Nac '< diesem Grundsatz vermittel kostenlos die Ingestellten-Vermittiung des fl.D.A., Frankfurt am Main Danksagung. Die herzFche und aufrichtige Teilnahme beim Heimgänge unserer unvergeßlichen Entschlafenen Frau Louise Rohr geb. Moehiiin hat uns in unserem tiefen Schmerze wohlgetan. Wir sagen allen innigen Dank. Bekanntmachung. Die für den 14. Acht uar vor ewhcne Zuxplatz! Der Gesangverein Staufenberg feiert am Sternwolle ottbev.ölirte gute Strickwolle Heute nachmittag 2*/. Uhr entschlief unerwartet nach kurzem Krankenlager unser fieber Vater, Großvater und Urgroßvater Herr Philipp Walter Eisenbahnpensionär Nachruf. Nach kurzem Kankenlager verschied heute unerwartet unser liebes Gritchen, unsere langjährige Stütze Margarethe Weil im 66 Lebensjahre. — Treue. Pflichterfüllung und Redlichkeit zeichneten sie aus. Wir werden der Entschlafenen allzeit ein gutes Andenken bewahren lüv Cb. r ticff en. 16251) t'Äe,ifhm96fei’ I Zuchtvieh-Versteigerung Bewerber wollen stch bis zum 10. März, nachmstiaqs 2 llhr, bei Gastwirt £. Zecher V., Staufenberg, melden, woselbst die Ledingun- gen bekanntgegeben werden. Der Vorstand. 1 Gießener ,MU Pferdemarkt-Lose ä 1 HM. sind in Stadt und Land bei allen bekannten Lose-Verkauft rn zu haben und bei Lotterie-Hinuehn er Eaohae" er, Nen.n Bäae 11. Daselbst 11 Lose für 10 RM.. 28 Lose für 25 RM. solange ce- nüirend Vorrat. — Zn-hunpr am 21. Mürz. 32 Jahre magenleidend war Herr G.Z... aus Sarstedt t. Hann. - p p s b i > r a e v Herbarta-Atagenbiitertee und geiun^e e. Sein nachstehend n 'acör rftcö £anf- fditciben und die vielen anderen täalich eingehenden Anerkennungen cmufchlen diesen veUfräuterttnnl io sehr, das; mir nichts Diiuuaimmen brauchen. Her- baria-Ntagenbl lenee ist ein ausgezeichnetes und vielbewährieS Naturheilmtnel bei Maaenschwäche. Magensaure-Ueb.-rschun, Sodbrennen, Maien- und Darinkata-rh, Verdauungeschwäche, Magendrücken und vielen anderen Magenlelden. Herr W. Sarstedt l.Hann, schreibt:...leideseit meinem 21.LebenLjahr an Magenerweiierung michie ärztliche Hille in 'Anspruch nehmen, die bet Durch- leuchtung Magengeschwüre seststellle... Nahm regel- mäüia Herbaria-Magenbitteriee, erstelle dadurch Ausbleiben der Magenfchmcrzen und Steigerung des AvvelitS. Ihr Herbaria-Magenbiiter.ee hat mich von meinem 32jährt.;en Magenlelden befreit I" Kur: 6—12 Pakete. Preis pro Paket 9)113.—. Nachahmungen bttie zurückweisen, nur die Marke »Her- batia" ist echt Alleiniger Herftellerr BerbarMrantenmraM Phllippsbnrß M 542 (Baden) Herbarta-TeeS sind in allen durch unser Plakat gekennzeichneten Apoiheken erhältlich, benimmt in tstiesten: Pelikan-Apotheke, Kreu viatz L Friedberg: Engel-Apotheke. Nidda: Avotoeke Nidda. Staufenberg, den 2. März 1929. I «040 AM Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Kern geb. Pfeffer Elli und Erna Kern Margarethe Pfeffer Die Beerdigung findet am Sonntag, 3. März 1929, nachmittags 3 Uhr statt. Gestern Nacht verschied plötzlich nach kurzer schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwager Herr Wilhelm Kern im Alter von 49 Jahren. Heuchelheim, den 2. März 1929. lbö90 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen allen aut diesem Wege innigsten Dank. Frau Elisabethe Rinn geb. Kreiling und Angehörige. Nachruf. Am Donnerstag wurde uns unerwartet unser lieber Freund und treuer Kamerad Heinrich Ringel durch den Tod entrissen. Wir werden ihn nie vergessen. >8690 Die Unterprima II der Oberrealsdiule Gießen, den 2. März 1929. 18650 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und beim Hinschelden unseres lieben Entschlafenen BeiQricbKaöb,Oeineinilerechner sowie für die zahlreiche Beg.eitunir von nah und fern zur letzten Ruhestätte, nebst den zahlreichen Kranzspenden, sagen wir auf die,sein Wege allerherzlichsten Dank. Insbesondere, danken wir Herrn Pfarrer Dr.Stumpf für seine trostreichen Worte am Grab, sowie der Gemeinde nebst dem Krieger verein für die letzte bhiung, dem Gesangverein für seinen erhebe den Gesang am Grabe. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elise Knöfe. Stockhausen, den 2. März 1929. Danksagung. Für die große, herzliche Anteilnahme an dem schweren Verluste, der uns durch das Hinscheiden unseres lieben Kindes betroffen hat sowie für die reichlichen Kranz- und Blumenspenden sprechen wir hiermit unsern aufrichtigen Dank aus. Familie Karl Schmidt Sattler- und Polstermelster Krofdorf, den 2. März 1929. I763D MM 1690D 18760 0994 0956 09öl Gießen, den 2. März 1929. 1695D 0954 Die trauernden Hinterbliebenen. Klein-Linden, den 2. März 1929. 0946 Alten-Buseck, Alsfeld, Burkhardsfelden, 1. März 1929. Die Beerdigung findet Montag, den 4 März, nachmittags 2V3 Uhr statt Die trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Schirmann Gießen, Rentnerheim, Lieber Straße 74 Friedrich Schirmann und Frau Offenbach a. M., Waldstraße 77. Die Beerdigung fand auf Wunsch der Entschlafenen in der Stille statt. Gleichzeitig danken wir herzlich für erwiesene Anteilnahme und für die Kranzspenden sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers. Gießen und Offenbach a. M, den 2. März 1929. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei dem Heimgänge unserer Heben Entschlafenen Frau Katharina Fehl geb. Wagner sprechen wir hiermit unsern aufrichtigen Dank aus. Familie Karl Kress Johanna Silberberg Wwe. geb. Fehl und Tochter. Gießen, den 2. März 1929. Danksagung. Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen Herrn Johannes Mandler sowie für die zahlreichen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karoline Mandler geb. Bender. Kinzenbach, den 1. März 1929. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen. Herrn Hermann Uhl sagen wir unsern aufrichtigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanna Uhl Wwe. Gießen, den 2. März 1929. Nachruf Am 1. März starb nach kurzem Krankenlager unser langjähriger Mitarbeiter Herr Heinrich Wagner lieber 50 Jahre war der Verstorbene für unser Geschäft tätig und immer ein Vorbild an Treue und Pflichterfüllung. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Georg Leib & Sohn. 18» D Todes-Anzeige. Heute morgen verschied nach langem schweren Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Rabenau I. Kaufmann im Alter von 75 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. In deren Namen: Familie Willy Rabenau Familie Wilhelm Röhl Familie Ernst Hofmann. Danksagung. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang meines geliebten Gatten lern WOtetaSfraRdtKMteMn sage ich allen meinen tiefempfundenen Dank. Frau Lina Strauch. Danksagung. Für die vielen Beweise Innigster Anteilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen Frau Helene Jung geb. Weigel sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Danksagung. Wir danken allen herzlichst, die bei dem so schnellen Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen Frau Margarete Wei™ Wwe. Seb. Pfeiler so innige Anteilnahme bewiesen haben. 18670 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich und Ludwig Wehrum Annerod, Gießen, den 2. März 1929. Danksagung. Für die Überaus jjroße und herzliche Teilnahme und die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Bremmer bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sage ich allen auf diesem Wege herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Hinterlang. Klein-Linden, den 2. März 1929. Am 24. Februar verschied sanft unsre liebe, treubesorgte Mutter Frau Katharine Schirmann Hebamme i. R. im 79. Lebensjahre. ein fetter 1856D I808D Vogelsberger Dulle öffentlich versteigert. Die Bedingungen werden vor der 23er-- fteigerung bekonntgegeben. Queckborn, den 26. Februar 1929. Hessische V> rgermeisterei. Albert. Gestern abend 11 Uhr, entschlief sanft nach kurzer Krankheit unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Marine Dörr geh. Deibel im 82. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Familie Heinrich Peter Becker nebst allen Angehörigen. Wieseck, den 2. März 1929. Die Beerdigung findet Montag ,4.März 1929, nachm 4Uhr, vom Sterbehause, Gießener Straße 1, aus statt Bekanntmachung. Am Dienstag, dem 5.Mär; 1929, nachmittags 4 Uhr, oersteiger, ich in Ober- Mockstadt zwangsw-ste gegen bar: eine braune Stute einen Wallach (schwarz) eine Limousine (Opel) einen Opel-Dreisiher (offen). Zusammenkunft der Steigerer am Orts- ausgang nach Nieder-Mockstadt. 1855D Kraft Gerichtsvollzieher in Nidda. Bullenverkauf. Mittwoch, den o.März, vormittags 11 llhr, wird im Hofe des Gemeindefaselstalls Die Einäscherung findet in aller Stille statt Von Kranzspenden bitten wir abzusehen. Nach kurzer schwerer Krankheit ist mein Heber Mann, unser guter Vater und Bruder Georg Blischke im 57. Lebensjahre sanft entschlafen. In tiefer Trauer: Elisabeth Blischke geb. Bender zugleich im Namen der Hinterbliebenen. TraiS'Horlofi, den 28. Februar 1929. 00 >s Nr. 52 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, 2. März (929 Aus Natur und Technik. Karl von Siemens. Zu. 100. Wiederkehr seines Geburtstages. Bon 3ngemeur KarlSkowronnek. Es ist erfreulich, wenn sich Brüder zusammentun und das Lebenswert des stärk,len unter ihnen fördern. Zwischen den Brüdern Siemens herrschte dieses Verhältnis Werner besonders, ober auch Wilhelm und Friedrich waren s.tzöpse- risch-erfindcr sch tä:ig. Karl aber war der weitsichtige, umsichtige Geschäftsmann. der die Erfindungen der Brüder verwertete, die Firma leitete und die geschäftliche Ordnung in den Betrieben aufrecht erhielt. :^arl von Siemens wurde am 3. März 1829 in Menzendorf geboren. Aus dem Gymnasium in Lübeck und später in Berlin beschäftigte er sich viel und gern mit chemischen Arbeiten, verfolgte aber nebenbei Werners Schafien. Nachdem er sich zunächst drei Jahre lang mit Versuchen aus dem Gebiete der Ehemie, besonders der Zement- fobrikation, beschäftigt Halle. wendete er sich der Telegraphie zu. Im Jahre 185? ging er als Telegrapheningen.cur in den preussischen Staa.s- diensl und war Werner bei den staatlichen Telegraphenbauten behilslich. 1851 aber trat er ganz zu der Firma Siemens' und Halske über, wo er den ihm zusagenden Wirkungskreis fand. Bereits im selben Jahre bekam er die Vertretung der Firma für die Londoner Weltausstellung und führte die Erzeugnisse der Firma Siemens und Halske in Cnglaird und später von Paris aus in Frankreich ein. *853 gab ihm Werner den Auftrag, ihn selbst bei den eingeleiteten Telegraphenarbe ten inRutz- land zu vertreten. Dort errang er sich durch rasche und zuverlässige Aus ührung der wichtigsten Linien das Vertrauen der Regierung, so daß sich an diesen Bau ein Vertrag zur Unterhaltung der Linien auf zwölf Jahre ansch'oß. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, eigene W rkstä ten in Petersburg anzulegen. Die so entstandene russische Zweigniederlassung entwickelte sich trotz der eigenartigen rus i chen Drr.ä tnis e au'er'tb.n • lich gut. sie bewährte sich insbesondere beim Bau der indoeuropäischen Linie, die auch weite Strecken durch Nustland führt und uns im Weltkriege große Dienste geleistet hat. Durch den Tod des Zaren Nikolaus und die dadurch bedingten Beränderun-en kamen schwere geschäftliche Sorgen, Karl erkannte, daß der Höhepunkt des russischen Telegraphengeschäftes vorüber sei. Er entschloß sich daher, die Leitung des von ihm und Werner im Jahre 1864 erworbenen Kupferbergwerkes Kedabeg im Kaukasus zu übernehmen. Dort überwand er viele technische Schwierigkeiten, und es gelang ihm auch, die Erzeugung eines reinen ^Gark ipsers", die von den europäischen Fach'euten ängstlich geheimgehalten wurde, nachzuer'inden. Ein Leiden seiner Frau bestimmte ihn. im Jahre 1868 Hals über Kops nach Berlin zurück zu reisen, wo er einstweilen seinen Bruder Werner in der Leitung des Geschäftes unterstützte. Anfang 1869 starb seine Frau. Der Entschluß wurde ihm daher leicht, nach London zu gehen um eine Spannung zwischen dem Ber'iner und dem Londoner House zu beseitigen. Dort fand er nun einen neuen Wirkungskreis Er baute ba5 Kabelwerk in Woolwich aus. Unter seiner Führung wurde mit dem der Firma gehörenden Kabeldampfer „Faraday" im Jahre 1874 das erste in Amerika landende Ueberseekabel verlegt. Die technische Welt staunte, als er es ermöglichte, das gerissene Kabel aus fast 6030 Meter Tiefe zu heben. Im Aussterbende Metalle. Von Or. Emil EarthauS. Nachdruck verboten. »Solange Eure Herrlichkeit nicht schwarze Menschen finden werden, können Hochdieselbe nicht große Dinge, wirkliche Schätze, wie Gold, Diamanten und edle Gewürze, erwarten", schrieb der spanische Juwelier Jaime Ferrer 18-15 an Christoph Columbus. Es ist insofern etwas Wahres daran, als das Gold namentlich in abgelegenen Gegenden der Welt vorzukommen scheint, als schon von dem Jugendzeitalter der menschlichen Kultur an der Erdboden überall dort, wo sich betriebsame Menschen seßhaft gemocht hoben, eifrig noch Gold abgesucht worden ist. — So waren in unserem Vaterland, welchem nach Worten des T a c i t u s Reichtum an Edelmetallen von wohlmeinenden Göttern versagt war, nach zuverlässigen Schrifturkunden um die schlesische Stadt Goldberg herum im Jahre 1200 wahrscheinlich 4000 Bergleute mit der Goldgewinnung beschäftigt, die wöcyentlich 63 000 Mark nach unserem Gelbe einbrachte. Unglaublich groß sind die Menschen des schönen Edelmetalls, dos die Kulturwelt der Erde im Laufe von mehr als fünf Jahrtausenden schon entnommen und verbraucht hat. Man denke nur an das Gold, das sich im alten Rom zur Kaiserzeit angehäuft hatte, wo goldene Gefäße selbst in den Häusern der gemeinen Bürger gewöhnliche Dinge waren und Neros Gemahlin Poppäa sogar die Hufe aller ihrer Maul.icre mit Gold beschlagen ließ. Während des Mittelalters wurde nicht mehr so viel Gold gefördert, dann aber kam von der Neuen Welt eine wahre Flut von Gold über Europa Später traten Rußland, Kalifornien und Australien nacheinander mit ihrem Goldsegen hervor. Sie wurden aber durch Transvaal in den Schatten gestellt, das seit mehr als fünfzehn Jahren für annähernd dreiviertel Milliarden jährlich an den Weltmarkt abgibt. Die gesamte jährliche Goldproduklion der Welt beläuft sich ebensolange schon auf 500 030 bis 703 003 Kilogramm. Trotzdem herrscht heute in der Weltwirtschaft ausgesprochener Mangel an Gold, und es ist feit dem Weltkrieg schon oft die Frage erörtert worden, wie lange bei der steigenden Nachfrage sein Standardvreis von 2.'93 Mark pro Kilo für den Weltmarkt und das Münzwesen noch zu haben sein wird. Ware man aber gezwungen, diesen Preis, der die Grundlage der Goldwährung bildet, zu erhöhen, toürje damit der Preis für alle Güter ins Wanken geraten und eine Katastrophe der Weltwirtschaft eintreten. Ist doch das Gold bas allgemeine Tauschmittel im Handel und Der- Mit Karl von Siemens schied der letzte der Brüder und ohne Zweifel der beste Geschäftsmann unter ihnen aus dem Leben. In Rußland legte er die Grundlage zum Siemensschen Vermögen, und durch feine Tätigkeit ist aus Kedabeg ein nutzbringendes Unternehmen geworden. Die G ötze des Anteils, die Karls Persönlichkeit an dem Werke der Brüder Siemens gebührt, würdigt Werners Aeutzerung in den Lebenserinnerungen" ^Karl war das richtige Bindeglied zwischen uns vier Brüdern, die wir eigentlich alle wesentlich verschieden voneinander waren, aber durch die alles überwindende brüderliche Liebe während unseres ganzen Lebens zu gemeinschaftlichem Wirken zusammengehalten wurden." Jahre 1880 kehrte er nach Petersburg zurück, da er unter dem keuchten englischen Klima zu leiden begann. Als Werner im Jahre 1890 von der Geschäftsleitung der Berliner Firma zurücktrat, übernahm Karl als Teilhaber mit feinen beiden Reffen Arnold und Wilhelm die Leitung des Gesamtgeschäftes. Seit Beginn des Jahres 1891 war er dauernd in Berlin, und als die Firma im Jahre 1597 in eine Aktiengesellschaft verwandelt wurde, übernahm er den Vorsitz i n Aufsichtsrat. den er aber im Jahre 1931 aus Gesundheitsrücksichten niederlegen mußte. Am 21. März 1936 starb er in einem Sanatorium zu Mentone, wo er seit dem Herbst 1935 eine Zuflucht gesucht hatte, an einer Lungenentzündung. Mihäiys neuer Kernseher. Von Max Fischer. Nachdruck verboten! Wie bereits bekannt wurde, hat einer der Pioniere dec Ferns,h.echnik, Denesvon Mihäly, die Aufgabe gelöst, einen Fernseher für R n n d s u n k g ä si e zu schaffen, der für billiges Geld zu haben sein wird und sehr einfach zu bedienen ist. Nun möchten die Leser aber auch gern wissen, wie ein solcher Fernseher eigentlich aus'icht und wie er wirkt. Das will ich ihnen im folgenden erzählen, denn ich habe ihn gesehen und habe tat ächlich auch ferngesehen Damit wir Bt/tf £ocÄ4c/ici6c Abbildung L bestimmten Augenblick eines Ereignisses, erst einige Zeit nachdem sich dieses Ereignis abgespielt hat, oder es zeigt ein unbewegtes Bild, z. D eine Landschaft oder ein Lebewesen, einige Zeit nach der Aufnahme. Ein solches Bild kann bann immer wieder betrachtet werden. Beim Fernsehen ist dies ganz anders: Man will dabei ein bewegtes Bild sehen — also ein Lausb ld —. und zwar im gleichen Augenblick, wo dieses Bild auf dem Sender gezeigt wird. Man will gewissermaßen durch einen Draht hin- S//d --TZ? Abbildung 2. Der Sender des Mihalyschen Fernsehers. Die Lampe wirft ein Filmbild aus die Lochscheibe, aber nur ein einzelner Lichtstrahl —. die strich- punklle.te Linie — bringt durch ein Loch der Scheibe und huscht über die Photozelte, in der Stromschwankungen entstehen, die zum Empfänger gelangen. uns verstehen, möchte ich zunächst noch einmal die grundsätzlichen Unterschiede zwilchen der Bild- telegraphie und dem Fernsehen auseinandersehen, da Bildtel gcaphie und Fernsehen häufig durcheinandergeworfen werden. Bei der Bildtelegraphie wird das Bild auf der Empfangsstelle nach der Vorlage auf der Sendestelle Pur.ll für Punkt ganz allmählich gezeichnet — ein Bild von 10x10 Zentimeter Größe in etwa 2 Minuten —, und man betrachtet es erst, wenn es fertig ist. Ein telegraphiertes Bild ist ein einzelnes unbewegtes Bild wie jedes Lichtbild, das man mit einer gewöhnlichen Lichtbildkammer au'g.'nommen hat. Es zeigt einen Der Empfänger des Mihalyschen Fernsehers. Der Beschauer sieht im Spiegel durch ein vor- beihuschendes Loch der Lochscheibe die in ihrer tre ligkeit schwankende Glimmlampe als über den Spiegel rasenden Lichtpunkt und glaubt dort das ganze sich aus dem wandernden Punkt zusammensehende Bild zu sehen. durch oder über eine elektrische Welle als Träger der S,hstrahlen etwas betrachten, genau so, wie man ein stehendes oder sich bewegendes Bild mit bloßem Auge sieht. Das Bild wird nicht auf Papier festgehalten, sondern erscheint nur beispielsweise auf einer Mattglasscheibe, genau wie im Lich.spielhaus auf bet Leinwand Sobald die Lichtquelle erlischt, die das Bild auf die Scheibe wirft, ist es verschwunden. Bei der Bilbtelegraphie geschieht bie ilebcr- mittlung so, daß bas zu übermittclnbe Bild beim Sender auf eine Dilbwalze gewickelt wird, die z. B. aus Glas hergestellt fein kann. Ist das zu sendende Bild ein Film, also durchsichtig, so kann man eine Lampe in die Walze fteeren, die von einem undurchsichtigen Gehäuse mit einem Keinen Loch verhüllt ist. so daß nur ein feiner Lichtstrahl herausbringt und nur einen einzigen Punkt des Bildes durchleuchtet, etwa den m der linken unteren Dildecke. Dreht man nun bie Walze fchraubenörmig, also so, datz sie auch in der Längsrichtung wandert, so durchleuchtet man nach und nach bas ganze Bild mit dem Lichtstrahl, der so breit sein muh, daß sich der Gewindegang, den er auf dem Bilb beschreibt, unmit.elbar ne. en ben vorhergehenden Gewindegang legt. Ist bas Bilb undurchsichtig, so verfährt man ebenso, nur steckt man die Lampe nicht in die Walze, sondern erzeugt mit dem Lichtstrahl einen heilen Punkt auf dem Bild, der dann zurückgeworfen wird. Je nach der Helligkeit der durchleuchteten oder vom Lichtstrahl getrogenen Bildstelle ist der hin- durchgegangene oder zurückgeworfene Lichtstrahl versch.eden hell. Er trifft auf eine sogenannte Phowzelle, durch die ein elektrischer Strom flieht, der nun je nach der Helligkeit des Lichtstrahls stärker oder schwacher toub. Dieser Strom gelangt entweder über den Draht oder auf einer elektrischen Welle durch die Luft zum Empfänger und beeinflußt dort eine wiederum nur einen Lichtstrahl aussendende Lampe, deren Helligkeit nun entsprechend ben Stromschwankungen unb damit den L chtschwankungen beim Sender genau folgt. Diesen Lichtstrahl läßt man auf lichtempiindtiches Papier oder einen lichtempfindlichen Film fallen, Die man ebenfalls auf eine schraubenförmige Walze gewickelt hat, so daß sich das Bild nach und nach aus einer Schraubenlinie zusammen- seht. Natürlich müssen die Walzen beim Sender und Empfänger genau gleich schnell laufen. Das Fernsehen unterscheidet sich hiervon in mehrfacher Beziehung Man wlll das ganze Bild aus einmal sehen und es nicht allmählich entstehen lassen, man will auch wirkliche Gegenstände sehen, die man natürlich nicht auf eine Walze wickeln kann, und man will vor allen Dingen auch bewegte Bilder sehen. Dementsprechend muh das Verfahren geändert werden. Zum Fernsehen beleuchtet man daher zweckmäßig das ganze zu übermittelnde Bild und tastet es nicht nur mit einem Lichtstrahl ab, wenn dies auch bei ausländischen Apparaten zum Teil so gemacht wird. Da man aber nicht das ganze Bild auf einmal übermitteln kann, so löst man es auf andere Weise in Streifen auf, und das macht man so: Denken Sie sich einmal ein Bild, sagen wir von 10X10 Zentimeter im Quadrat, an die Wand g.heftet und hell beleuchtet. Vor dieses Bild setzen wir eine Scheibe von etwa 50 Zentimeter Durchmesser so mit dem Mittelpunkt in Bildhöhe, daß der linke Rand des Bildes unter dem linken Rand der Scheibe liegt. In die Scheibe machen wir am linken Rand ein kleines Loch, beispielsweise von einem Millimeter im Quadrat, so daß wir gerade die linke untere Ecke des Bildes durch bas Loch sehen. Nun drehen wir die Scheibe im Uhrzeigersinn: Wenn dann das Loch gerade über dem oberen Bildrand steht, so haben wir offenbar während der Drehung einen Bildstreifen von einem Millimeter Breite gesehen. Jetzt machen wir ein zweites Loch in die Scheibe, und zwar dicht üfer dem unteren Rand des Bildes, aber einen Millimeter rechts vom Rande. Wenn wir nun bie Scheibe toieber im Uhrzeigersinn drehen, so sehen wir wieder einen Streifen von einem Millimeter Breite, aber nicht denselben wie vorher, sondern einen Streifen, der unmittelbar rechts von dem zuerst gesehenen liegt. Wenn wir bann ein drittes Loch machen, das zwei Millimeter kehr, das zur Bewertung aller anderen Güter und Arbeitsleistungen dient. Es gibt kein anderes Metall, das das Gold in der Weltwirtschaft ersehen könnte, unb ba auch bie Technik und das Juweliergewerbe beträchtliche Mengen davon beanspruchen, wird das Angebot die immer noch steigende Nachfrage auf Dem Weltmarkt nicht mehr lange decken können. Hat doch die Weltproduktion an Gold allem Anschein nach im Jahre 1915 ihren Höhepunkt erreicht. Die Randminen Südafrikas lassen nach und sind bis auf ein Viertel erschöpft. Zwar sollen die Goldfelder Kaliforniens noch für 600 Milliarden Mark Gold enthalten, doch ist dieses größtenteils an Eisenkies gebunden, und es fragt sich, wieviel davon unter Innehaltung seines Standardpreises noch gewinnbar ist Der Goldbergbau von Alaska und Kanada scheint noch sehr erweiterungsfähig zu fein, aber er wird kaum jemals zu einer Hauptstütze des Goldmarktes der Welt werden. — Da nun die Goldausbeute Australiens seit 20 Jahren au» ein Fünftel zurückgegangen ist unb die Aussicht auf Entdeckung weiterer Goldfelder von großer Ergiebigkeit kaum noch zu erwarten ist, so setzt man feine Hoffnung vornehmlich noch auf die Goldfelder an der Lena in Sibirien, deren Ausbeute einen Wert von mindestens 25 Milliarden ergeben wird. Mag sich auch die Goldproduktion noch einige Jahrzehnte lang auf der jetzigen Hohe halten unb die heute der Weltwirtschaft zur Verfügung stehende Goldmenge einen Werl von 35 Milliarden Mark darstellen. so rückt doch der Zeitpunkt bedenklich nahe, wo das herrliche Edelmetall — wie Alexander von Humboldt schon lange vorhergesagt hat — „wohl noch fortfahren wird, die Zierde des Wohlhabenden zu sein, aber aufhört, als allgemeines Lauschmittel der Welt zu dienen". * In noch größere Nähe als die Erschöpfung der Lagerstätten des Goldes erscheint die der Zinnerzlagerstätten gerückt. Das Zinn kommt in der Natur fast ausschließlich als sogenannter Zinnstein vor, unb zwar noch viel mehr als das Gold in Wäschen oder Seifen. Diese bestehen aus Schutt von gewissen Urgebirgsgesteinen, worin fich der Zinnstein auf natürlichem Dege besonders angereichert hat, unb liegen alle nahe an der Oberfläche. Da alles Zinn ursprüng.ich als Li hiong immer gebunden erscheint, ist das Vorkommen von Zinnerzlagerstätten sehr beschränkt, und sehr viele von diesen, wie z. B die des Erzgebirges, sind bereits gänzlich erschöpft. Der Hauptzinnlieferant für ben Weltmarkt ist heute die südasiatische Halbinsel Malakka, welche lange Zeit fast die Hälfte des zwischen 100 000 und 130 000 Tonnen schwankenden jährlichen Zinnverbrauches der Welt lieferte. Von ben anderen zinngewinnenden Gebieten finb vor allem die malaiischen Inseln Banka und B i l l i t o n, B o l i v i a, China, sowie die afrikanische Kolonie Nigeria zu nennen. Alle diese Lagerstätten, die von Dolivia vielleicht ausgenommen, werden nun aber, wenn ihr Abbau fo weiter geht, in gar nicht fern- liegender Zeit erschöpft sein. Und da die Entdeckung neuer Zinndistriktc kaum noch zu erwarten ist. wird die Weltwirtschaft nur zu bald vor einer wahren Zinnot stehen. Ist doch das schone weiße Metall wegen seines vielseitigen Gebrauches zum Löten und zum Legieren mit anderen Metallen, zum Verzinnen von Eisenblechen unb Geräten sowie zu gewissen chemischen Zwecken heute unentbehrlich geworben. Dabei ist sein Preis in ben letzten hundert Jahren auf das Vier- bis Fünffache und seit 1914 um mehr als 50 Prozent gestiegen. Wenn ihre Ausbeutung in dem Matze wie bisher fortfchreitet, werden auch die Nickel erz- lagerftätten der Erbe nicht mehr lange aus- halten Auch ihr Vorkommen ist sehr beschränkt, es kommt fast alles Nickel aus dem Distrikt Sudbury in Kanada sowie von der auf ralischen Insel Neu-Kaledonien. Mag es der Metallurgie auch gelingen, das Nickelmetall durch andere Metalle unb Legierungen zu ersehen, so wird sich doch sein Fehlen einmal in der Industrie höchst unangenehm fühlbar machen. Man denke nur daran, welche Rolle heute das 1751 entdeckte Metall in der Stahlindustrie, bei der Fabrikation von Geschirren und Bijouteriewaren, wie auch als Munzmetall spielt und daß der jährliche Weltverbrauch sich bis zu mehr als 30 Millionen Kilo gesteigert hat. Es würde zu weit führen, noch von den anderen Nuhmetollen zu sprechen, mit denen der Kulturmensch eine wahre Raubwirtschaft treibt, wie mit dem Mangan unb ben zur Herstellung von Ebelstahl bienenden Elementen Chrom und Wolfram. Das eine sollte man mit Alexander von Humboldt beherzigen: Eine Generation folgt in der Welt der anderen, und die Zahl der menschlichen Individuen vermehrt sich von Tag zu Tag Getreidearten und alle Tierarten de den M n ch.n zur Bahr. ng dienen lassen sich in aufeinander,olgen7en Generationen nachzüchten. Anders aber ist es. sobald wir die Grenzen des Lebens überschreiten und um Gaben anllopfen in dem von Todesstarre umfangenen Reich der Erbentiefe. Kraftwagen und Asphalt. Durch den Siegeszug des Kraftwagens wird bie Aerkehrslechnik immer wieder vor neue Aufgaben gestellt. So wird z. B. der Verkehr auf asphaltierten Straßen bei schwachem Regen von Jahr zu Jahr dadurch gefährlicher, daß die Gummireifen auf der sch'üpfrigen Bodenoberfläche nicht genügend haften. Nach neueren Untersuchungen beträgt der Reibungswert zwischen Gummireifen und Fahrbahn auf trockenem Macadam 0,67, auf trockenem Asphalt sogar 0,71, auf schlüpfrigem Asphalt dagegen nur 0,17, auf trockenem Asphalt sogar x,wpst.5 ML 0,17, unter besonderen ungünstigen Umständen sogar nur 0,06. Die Berliner Asphaltstraßenbauver- einigung hat sich aus begreiflichen Gründen an das staatliche Materialprüfungsamt gewendet, um feststellen zu lassen, warum selbst bei schwächstem Regen der Asphalt so schlüpfrig wird und warum die übliche Straßenreiniguna nicht genügt, den schlüpfrigen Ueberzng der Asphaltstraßen zu beseitigen, während ein kräftiger Regen in kurzer alles weg- nimmt Professor Kindscher und Dr. Schöne- b e r g berichten in der Zeitschrift für angewandte Chemie über das Ergebnis ihrer im Auftrage des Materialprüfungsamtes oorgenommenen Untersuchungen Aus einem Quadratmeter einer verkehrsreichen Asphaltstraße liegt eine Schmutzschicht, die durchschnittlich 1 bis 3 Gramm wiegt, also außerordentlich dünn ist. Die chemische Untersuchung hat ergeben, daß die Schmutzmasse zum größten Teil aus Mineralölen besteht, und zwar handelt es sich sowohl um Benzin, das von den Kraftwagen herabgetropft ist, als auch um Oele aus dem Bitumen des Asphaltes Außerdem enthält die Schmierschicht Erzeugnisse unvollkommener Verbrennung des Benzins, die durch die Auspuffgase auf den Boden geschleudert werden, ferner kleine Asphaltstückchen, Reste von Stoff und Leder, Asche aus den Schornsteinen und tierische Abfallstoffe. Merkwürdigerweise fand man keine Kautschukteilchen, sie scheinen sehr rasch durch den Luftsauerstoff zerstört zu werden. Da die organischen Stosse zum Teil bei Gegenwart von Wasser aufquellen, so entsteht bei schwachem Regen eine emulsionsanige Schicht, die wie ein Smiermittel wirkt. Daß ein starker Regen diese Schmutzschicht soviel leichter zerstört als Leitungs wasser unb Bürste, kommt daher, daß dieses mit fei nen 1 Ibis 15 Härtegraden eine wesentlich geringere Benetzungsfähigkeit hat als das weiche Regenwafser Durch Zufügung von Soda, Wasserglas ober Na tronlauge kann man dem Leitungswasser eine gro- ßre Reinigungskraft geben. Man ist zur Zeit eifrig bestrebt, Mittel und Wege zu finden, um die asphaltierten Straßen verkehrssicherer zu gcftalten, unb Zwar einmal badurch, daß man die Asphaltdecke künstlich rauh macht, unb dann durch Mittel zur Beseitigung jener dünnen Schmutzichicht. O. H. vom Rande der Scheibe entfernt ist. so sehen wir bei der Drehung einen dritten Streifen, und so verfahren wir weiter, bis wir das ganze Bild gesehen haben. Die Löcher sind also aus der Scheibe in einer Spirale angeordnet. Del der zweiten und jeder folgenden Umdrehung des Dildes sehen wir die D.ldpunkte immer wieder in derselben Reihenfolge wie bei der ersten. .Um nun einen Gesamteindruck des Bildes zu haben, müssen wir die Scheibe sehr schnell drehen, und zwar hat es sich herausgestellt daß wir jeden Punkt in der Sekunde zehnmal sehen müssen, so daß allo die Scheibe 600 Umdrehungen in der Minute machen muh. Das) wir diesen Gesamteindruck des Bildes gewinnen, obwohl wir ja in jedem Augenblick nur einen winzigen Punkt des Bildes sehen, hat folgende Ursache: Wenn der durch das Loch der Scheibe fallende Lichtstrahl die Rehhaut des Auges trifft, so werden auf ihr chemische Veränderungen hervorgerufen, die uns den Lichtcindruck vermitteln. Das Auge versucht, diese Veränderungen sofort wieder ruck- qänaiq zu machen, und zwar braucht es dazu etwa eine Zehntel Sekunde. Inzwischen kommt aber schon der nächste Lichtpunkt und ruft„ die Beränderungen wieder hervor, so dah wir sämtliche Punkte gleichzeitig zu sehen glauben und somit das Bild vor uns haben. ~cim Fernseher von Mihalh wird nun auf de: Sende stelle (2Ibbildung 1) em Filmbild oder das von einem wirklichen Gegenstand zurückgeworfenc Bild auf eine solche Lochscheibe geworfen. Der durch eines der Löcher fallende Lichtstrahl trifft eine Photozelle, deren Stromschwankungen genau wie bei der Bildtelegraphie zum Empfänger laufen. Dort beeinflussen sie eine Glimmlampe, e'ne sogenannte Superfrequenz- tampe, ebenfalls genau wie bei der Bildtelegra- ph:e. die man in einem S Kegel durch die Löcher einer sich drehenden Lochscheibe sieht. Da der von der Glimmlampe durch die Löcher fallende Lichtstrahl infolge der spiralförmigen Anordnung der Löcher und der Drehung der Scherbe fort- gefegt den ganzen Spiegel bestreicht, sieht man im Sviegel das ganze Bild. Da die Glimmlampe rötlich leuchtet, sieht es etwa aus wie ein hell leuchtendes Sepiabild. ■S'er Empfänger Mihältzs (Abbildung 2) ist nue ein ganz kleines Kästchen von € toa 50 mal 50 Zentimeter und 15 Zentimeter Höhe. Er enthält weiter nichts als die Glimmlampe die wagerecht liegende Lochscheibe und den zu ihrem Antrieb erforderlichen Motor. Auf dem Kästchen sitzt ein kleineres Kästchen mit einem dem Be'chauer unter 45 Grad zugene'gten S negel, in dem man durch die Lochscheibe hindurch dre G immlampe sieht. Das Bild mißt 9mal 9 Zentimeter. bei einem größeren Empfänger erscheinen Köpfe in Lebensgröße. Die Bilder flimmern vorläufig noch ein wemg, was aber darauf zurückzuführen ist, daß die jetzigen Borführungsapparate noch ganz von Hand gemacht und desha b ungenau sind. Werden sie erst mit genau a.beitenden Maschinen hergestellt, so wird dieses Flimmern ganz weg- fa'len oder wenigstens nicht mehr störend wirken Die Zukunft wird den Apparat noch weiter verbessern, wie man ja auch über das Flimmern de: ersten Filme Herr geworden ist. Die Lochscheibe, die Mihaly verwendet, hat 30 Löcher. Er will aber auf 45 gehen. Dies bedeutet, daß der ’ Raster, also die Auflösung des Bildes in Punkte, ziemlich grob ist. Es hat sich aber gezeigt, daß man beim Fernsehen nicht so fein zu unterteilen b'nucht svie bei der Dildtelegraphie. Dies liegt daran, daß die Umrisse bewegter Mlln durch die Bewegung über die S.oßstellen der Streifen, aus denen das Bild zusammengesetzt ist, hinwegbewegt und in diesen Augenblicken vom Auge genau an der richtigen Stelle erfaßt werden. Die Schärfe des Bildes ist daher ganz wesentlich größer, als man es nach der verhältnismäßig groben Unterteilung in S.reifen erwarten sollte. Dies erkannt zu haben ist ein besonderes Verdienst Mihalys. Immerhin bestehn für die Uebermittlung von Bildern mit vie.en Einzelheiten noch gewisse Schwierigkeiten. Sehr gut erscheinen Gesichter. Man konnte z. D. sehr deutlich sehen, wie sich htr Besitzer eineS solchen Se ichtes eine Zigarette in den Mund steckte und den Rauch ausstieß. Ein anderer Kopfbesitzer setzte sich eine Brille auf, was ebenso wie das Blinken der Gläser bei manchen S ellungen der Brille deutlich zu erkennen war. Auch ein Elefant war in seinen Bewegungen klar zu sehen. Der Fernseher wird zunächst nur große Bilder wiedergeben können: dagegen werden wir z. B. auf die Wiedergabe ganzer Bühnenbilder noch etwas warten müssen. Wenn wir also in einiger Zeit im Rundfunk Opern Horen, so werden wir nicht die ganze Bühne, sondern die Gesichter einzelner S inger und Sängerinnen | sehen, deren Mund sich gennau entsprechend dem gesungenen oder gesprochenen Wort bewegen wird Die Hauptverwendung des Fernsehers wird wohl das Lichtspielhaus im eigenen Heim sein dessen Bilder man dann in Pantoffeln, auf dem Diwan liegend, in aller Ruhe genießen kann. Diese Einschränkungen, die wir vorstehend machen mußten, sollen aber keinesfalls die Größe der Erfindungen Mihalvs herabsetzen. Rom ist nicht an einem Tage erbaut worden. Die Fortschritte seit der Borführung des Mihalyschen Fernsehers auf der letzten Berliner Funkaus- ste.lung, die kaum ein halbes Jahr zurück sind, sind ganz ungeheuer, und es ist zweifellos, daß unser Auge in wenigen Jahren die ganze ©töe umspannen wird, wie dies bei unserrn Ohr fr. Hi"bach D Bei veraltetem Husten nehmen Sie a'le 4 Stunden Eßlöffel voll nun! n. "J on der bei t>o- tanenbcn 29 ir kn na diese» Lvezl llm ävaiateS werden S>e sich schnell llberzenat baten, rtamimn in in Avorbcken erhältlich ^e- standieile lind ans der Hartung anac lebgn. si460v Pfarrer Heumanns Heilm fiel stets vorrätig in der Niederlage Hksch-Apotheke Gießen, Frankfurter Straße Nr. 4 Das Pfarrer Ilenmann-Buch 272 1 eiten, >50 Ab. ildunj?en, er- hält j-der Lese- vollständig umsonst und portofrei von Ludwig Heumann 6 Co- Nürnberg M 613 104(5 Einfache und elegante Schöne moderne fürDamen-und Herren-Wäsche Damenwäsche Wäsche Stoffe Konfirmanden- und Kinder-Wäsche C.Röhr&Co. 1882A Phänomen Lieferwagen mit Pieklullkiibluna 750 ku. Traakiaii der beite u..d biUmne 'IVanen für SW öner. ^orfabrimn mit BLai'enbeiärdernna nn- verbtnolich durch Berir. E. Altholt, liessen, »clterswei 13. ; ernrnl 2534. 1549U Autzholz-Submission. Die Stadt Cid) (Oberhessen) verkauft im Wege des schriftlichen Angebots: 17080 Luchenslämme. Güteklasse A 3. Klasse 9,66 km „ N 3. „ 150,54 „ A 4. ., 19,64 „ N 4. „ 112,63 „ „ A 5. „ 10,81 ,, „ N 5. „ 24,20 „ ,, A 6. „ 0,85 „ „ N 6. „ 1,18 „ E-chenslämme. Güteklasse dl 1. Klasse 1,62 km „ N 2. „ 53,23 „ N 3. „ 38,19 „ „ N 4. „ "30 ,, Hainbuchenskämme. Güteklasse N 1. Klasse 3,71 km „ N 2. „ 27,69 „ „ N 3. „ 4,51 „ Angebote, nad) Klassen und Sortiment getrennt, sind verschloßen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Mittwoch, dem 6. Mär; 1929, vormittag» 11 Uhr, bei uns einzureichen, woselbst auch die Bedingungen, mit denen sich die Käufer mit der Einreichung ihrer Gebote unterwerfen, eingesehen werden können. Das Holz ist mit Rinde gemessen und ist vorher einzusehen, da spätere Reklamationen nicht berücksichtigt werden. Bei genügender Sicherheitsleistung wird zinsloser Zah lungsausschub für die erste Hälfte des Kaüfgeldes bis zum 1. Juli 1929 und für te Rest bis zum 1. Oktober 1929 ge- währt. Das Holz Dir auf Verlangen duich Förster Tertor und K'pper in Lich vor- gezeigt. Näyere Auskunft erteilt die hiesige Bürgermeisterei. Lich, den 22. Februar 1929. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Oeffeniliche Mahnung. Das 6. Kiel der vorläufigen Gemeinde-, Kreis- und Provinzialunilage sowie der vorläufigen Sondergebäudesteuer für das Rechnungsjahr 1928 wird hiermit zur Zah- lung bis spätestens 12. März 1929 einschließlich gemahnt. 1886 C Rach Ablauf dieser Frist werden die Rückstände aus Kosten der Schuldner zwangsweise eingezogen. Für das 6. Ziel sind ab 6. Februar 1929 Verzugszinsen zu entrichten. Gießen, den 1. März 1929. Stadtkasse E-eßen. Ruh- uni) Drennhoizversieigerung. Dienstag, den 5. März, vormittags 9% Ahr anfangend, soll nach Zusammenkunft am Waldeingang der Straße V.llingen— Hungen folgendes Holz aus dem Ge- mcindewalu oerste.gert werden: 1809D Schn.ttbolz: Kiefern 3. Klaffe 1 Stück, 1,56 km; Weißtanne 6. Klaffe 1 Stück, 1,78 km. Langholz: Eiche 2. Klasie 2 Stück, 0,54 km, 3. Klaffe 2 Stück, 3,01 km. Grubenholz: 0,49 km, Kickern 3.KIasie 1 Stück, 1,36 km, 2b-Klaffe 1 Stück, 0,52 km, Fichte la-Klaffe 86 Stück, 18,44 km, Ib-Klaffe 41 Stück, 13,64 km, 2a-Klaffe 8 Stück, 4,44 km, 2d klaffe 4 Stück, 4,35 km; Weißtanne 3. Klafft 1 Stück, 0,80 km. Filuenderbstangen 1. Klasse 48 Stück 2. Klasse 8 Stück, 3. Klasse 14 Stück. F.chlenreisslangen 4. Klasse 350 Stück 5. Klasse 1683 Stück, 6. Klasse 279( Stück, 7. Klasse 2300 Stück. Fiastenuhki.üppel: 1,4 rm. 5c' eiter: Buche 1. Klasse 27 rm, 2. Klass 18 rm; Weißlanne 2 rm. fit üppel: Radel 9,6 rm xciser: Buche 25 rm. E che 11 rm; Ficht Stäck^Buche 513 rm, Radel 6,2 rm. Di Fichtenreisstangen werden am 2In fang der Versteigerung verkauft Billingen, den 27. Februar 1929. Hessische Bürgermeisterei Villmgen. Holzsubmission. Die Gemeinde Conborf verkauft im Wege schriftlichen Angebots: 1790D 1 E chenstamm 3. Klasse 0,53 km 2 Eichenstämme 5a- „ 3,93 „ 3 „ 5. „ 2,74 „ 3 Kiefernstämme 1b» „ 0,90 w 30 „ 2a. „ 14,06 „ 32 ,, 2d. „ 22,93 „ 4 „ 3a. ,, 3,67 „ 1 „ 4a- „ 1,39 „ 76 Fichtenstämme la. „ 13,12 „ 58 , Ib- „ 18,78 „ 44 „ 2a. „ 29,93 „ 32 „ 2b. „ 39,00 w 14 3a. „ 18,93 „ 3 „ 3b. „ 8,25 „ Sämtliches Holz ist mit Rinde gemessen. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klassen bis spätestens Donnerstag. Den 7 Mär; d. vormittag» 11 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzu- reichen, woselbst auch die Derkoufsbedin- gungen eingesehen werden können. Londorf, den 26. Februar 1929. Bürgermeisterei Londorf. A u m a n n. Holzversteigerung. Die Fürstlich Solmsische Dberförfterei hohenso.ms versteigert am Dienstag, dem 5. März, an Ort und Stelle aus dem Distrikt pfaffenmart: Nutzholz: Eiche 2. und strikt Pfaffenmart: Nutzholz: Stammholz Eiche 2. und 3. Klasse 20 Stück mit 6,27 km (Wagner- holz); Fichte 1.Klasse 3 Stück mit 0,56 im; Derbstangen 1. Klasse 61 Stück, 2. Klasse 70 Stück, 3. Klasse 106 Stück; Reisslängen 4 Klasse 95 Stück, 5. Klasie 20 Stuck. Brennholz: Buche 165 rm Scheit- und Prügelholz; Reisholz Wellen 42,80 Hundert; Eiche Prügelholz 7 rm; Reisholz Wellen 44,10 Hundert (Stammwellen); Fichte Prügelholz 8 rm, davon 6 rm 1,50 m lang; außerdem (von jungem Holz) Stockholz 16 rm Buche, 10 rm E che. 1778D Zusammenkunft 10 Uhr am fiitfdjtojn bei Brennholz Nr. 56. Das Nutzholz wird zuerst verkauft. fett. *11 vkuli. tärj. ^WoiwanboAi; 'nsonbadjt ärj. 6 Uhr: ^Ilions. ibftL Rärj. Hf«, 3°|ten|onntag. Kommunion : hochnml mit $rh ' Christenlehtt uah ffl« mit Mat. - c°°!-°ch. 10: Kefie amt mit Jrebigt - ' - Schollen. 10.30: • abend, 8 Uhr, ist am3.3.3 bofi. tziri-avoibek. "bnd) WD BP JÄ? L^Uibjtum. *Ä* to : 9.45; 1b u' «ird)bero; l S’Miun 9 °?chsene. - rbenteich._ ^iorlemmer; ?Wnt Kahn. - Wrsdirch-, i.3q: ur Konfirmation und Kommunion! 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Jteihe XVI zum DorzugSkurse von 94.75% (letzter Lörsenlur- 95.25%) Gesamlkündtgung bis zum 1. Zoll 1934 ausgeschloffeu. Obige Dertpapierr »erben an den Schien « Z tri In an» Jranffurt a. TL amU sich no tert. — Die Tie hen X und Xv sind bei b-r Jieichobanl In flLffe A belegbar. Dir Lombard,Lhi-leit der 5techc XVI >fi demnächst zu irconat Slllcke zu SNl 100.-, 200.-. soo... 1000.- und 5000.. Sc, hwag z« bU ggnt LLLprU 1029 $u «folge». Zeich-uugen n bm.n alle Sank> n, Da Ncrs, Nreb igcncffcnfchafl n, Spar» und ©irofoff u und die Ar.sta.l Di tfi vig an>. - tfuifü rNchr Prosp.tte und Ze ch» nunasschelne sind bei b.efra (Sfetl n ccha.iiich. — HSye der Zufeilung und ,rul)crcr Z:ichnuag< chluS bleiben norbef alten. 1847V lüWifkrtL/ , , ;rsamt LINDI Sonderangebol Eisenbeiien ...........----- 20 Prozent Ermä8W KäMmolralzen Java-Kapok, verschiedene Farben 7#1 1614 «n und Muster, von / Z, KM. dU Kemolelle Bellen m,t Schoncr'Matratzc und Kc,:on 66-RM. an grau-weih gestreifter Drell In Wolle sehr preiswert Binüels Möbelwerkställen KaplaosgasseSQ.Sa Giefeen Kaplansßasse 5 u.5a I87HA DRUCKSACHEN ALLER ART liefert in jeder Ausstattung stilrein und preiswert BrOtil’sche Universitäts-Druckerei R. Lange. Gießen J. B. HAUSER, GIESSEN AM OSWAL DSG ARTEN ____ Der moderne „Ulmla“.Fournlerschraubbock mit ansschwlng. barem Seltenteil, die .. heute an der Tageskasse des Lichtspielhauses sowie in der Eerberschen Unlversitätabuchhand- lung. Selteinweg 87. Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 Noch beute und morgen Frauenraub in Marokko Ab Montag, den 4. März Wilhelm Dieferle. La Jana in Ritter der Nacht Ein sensationeller Kriminalfall Astoria-Liditspiele, SellersweS 81 «.Ken Ha- oard“ in seinem neuesten Sensation«- und Wildwestfilm ,30000 Dollar Belohnung“ Beleuchtungshaus Abmann Ludwigstrabe - Ecke Bismarckstrabe Lichtspielhaus Telephon 433 Das Zeichen der Zeit ist Sport! Deutschland nach 16 Jahren wieder als Teilnehmer. Die olympischen Spiele zu Amsterdam 1928 Einzigster Oiiginalfilm der Welt. Hergestellt von der Kulturabteilung der Ufa. — 47 Nationen. Der Kampf der Besten der Nationen! Passionsfeier veranstaltet von dem Posaunenchor Lang-Göns unter gütiger Mitwirkung von Frau Or. Aubel. Eintritt 0.50 Mk. uw Sonntag, den 3. März, 11.15 Uhr Frühvorstellung «irr Konkursversteigerung her gesamten Bestünde eineSMhelgeschäsls findet Montan, dc» 4. März 1929, nackm. 2 llbr, Babnboistrahe 29. zu Gienen statt, und kommen zum 5(n icbot: 5 Lchiakz mmer, 1 horhiciucö Sveikezimmcr (ital. flluhbflitin), 1 la Herrenzimmer ((Ztdie mit Paiiiandcrl, tt-ickeudiisetto. Aurtcktcn, Lckrunk.. ^ristcr-roHettcn. I Ltandu >r. Lckrcibtiickiessel. Sriubinöbcl, MetaUbetten mit M. und Messina verzternua, Ltiibtc. Tücke. Tevvt m, Bettvor- Inaen, Cbaiie onan.decken, ^luraarderonen (nc teilt), 1 Ständcriainue ( Icktrola), Kleider-, Nackt- und and.re Lckrankc, «vicUiickc, Hotz- betten. Ltahlinniratzen. Lod nu: 'L. Mäjx □ n Gespanne - q L =4Pferde = £ L W. «. 4400RM q 7 Pferde, & Fohlen and a O. Sachwerte ’ Z za RM 6100 ® I sowie E 600 Geld-Gewinne ohne Abzug, zusam 665 Gew, - 12000 RM Lose 1 RM 7.7 Liste 30 Pfg.. in allen StaatL Loti.-Einnahm, u. Loseverkaufstellen MOlMtt SRkstllkiU Qn litöisroore oerseudei H010D Frz. Gockel, Biidmaen. moniere i ßormoni» werd ia.liaemäfi il vreiSwen ge» ütmmt u revar Möeri™:'=?.r; (5ieBen.Bio(niUl relevdon 2-kM Verkauf v. neuen it. flebi. Sllno. Schwapp? - Ziehung unwider ruii.gar9.marz2i 2. oilenöacner Gsmionerie zu", des Deuts dien Ledermuseums n Ottenbach a.M. 19 2 8 Geldgewinn« und 1 P'flmie 1OOOO HOcbBl uno naupige» 5000 4000 ^ospreis Mk. i. ■ Puno u. uiiie 0 P ■ extra,emo ehler I A. DinKeiirann Worm> P.Sko.Frkt/M. 151941 .HC. CI .^u.161UU1U- E. Reuter, tr.tochacfcer. StaatL Lotterie Etnn FUmm. außerdem bei 'osel (Hamöre. L Elfen. ■ Konr. Emmerich, Kem. ■ Kuhl. S. Loeh, Friseur ■ Lotz, wilh. Sennnler, I Witt Weber. ishv Westdeutsch. Spielverband Sonntag, 3. März, nachmittags 2-30 Uhr, auf dem Waldsportplatz des V. f. B. Großkampftag im Fubball! Messen-Kassel Borussia-Fulda Entscheidungsspiel um die Führung in der Südgruppe • Schneefreie Terrassen Das in Aussicht genommene Wettschwimmen in der Lohn kann infolge des annaltenben Hrostwetters am Sonntag, dem 3. Aiärz nicht stattflnden. Als Ersah findet am Sonntag, dem L. März, ab 4 Uhr nachmittags em GroßesZockdiersest verbunden mit Konzert tn der Ifesiauratton „Zum schwarzen Walfisch" Seltersweg 50 statt, wozu alle Sportfreunde fteundlichst elngeladen sind salso geschwommen wird doch). — 3m Ausschank nj?4D ZSrlng-Ittelchlor-Soppelbolkdier! tecnnit.Hoco-u. Tieto io. Toninausrrn V/erimmter-Abltileiiit Si.i.K,,,,^Lenroitne frei nBamnoHuui 3 Spezialitäten meiner Firma: 1 Kaffee in vollendeter Qualität 3.60. 3 80, 4.—, 4 40, 4.80 2 Tee von Messmer, Lipton, Ronnefeld zu Originalpreisen, sowie feinster loser Tee, y4 Pfd. 1.25,1.50 3 Kakao v. 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Ml» ardt. fjgowi« io'UJuHK* 20 iner firma’ alles 10, *■*' Tee ’ Id ezu' Nr. 52 Viertes Blatt Oberhessischer Landgemeindetag. 3n der im Hotel Kobel in Gießen dieser Tage abgehaltenen Vorstandssihung, zu der fast alle Vorstandsmitglieder erschienen waren, wurde die von einer Anzahl oberhessischen Gemeinden angeregte Aenderung des Stromtarifs der Provinz Oberhessen und der Str0mberechnung für die Strahen- b e l e u ch t u n g als wichtigster Punkt der Tagesordnung eingehend besprochen. Der für dos Lieberlandwerk erschienene Direktor von S t a d - I e r legte in eingehender Weise die Gründe dar, weshalb eine Herabsetzung des Kra'tstromtarifs unter keinen Umständen möglich fei. Bezüglich der Grundpreise für die Straßenbeleuchtung teilte er mit, daß nur 13 Prozent aller an das Ueber- landwcrk angeschlossenen Gemeinden die vertraglich festgesetzte Garantiesumme nicht erreichten. 3m Hinblick auf diese Tatsache sei es nicht angängig. die Garantiesumme weiter herabzuschen. Aach ausführlicher Besprechung wurde beschlossen, bei dem Llcberlandwerk der Provinz Oberhessen darauf hinzuweisen, daß Härten, soweit sie sich durch die Garantiesumme der Straßenbeleuchtung ergeben, bei den wirtschaftlich schwach gestellten Gemeinden nach Möglichk it eine Milderung erfahren oder beseitigt werden sollen. -Zu der Angelegenheit der Beiträge der G e m e ind e b e a m t e n zur Arbeitslosenversicherung wurde auf Vorschlag des Vorsitzenden beschlossen, die we>t?re Behandlung dieser Angelegenheit dem Gesamtvorstand des hessischen LandgemeindctagS zu überlassen. Cs sei anzunchmen, daß das kommende Gemeinde- beamtengeseh diese strittige Frage regeln werde. Zur Frage der Erhebung der gemeindlichen Gewerbe st euern für 1 928 berichtete der Vorsitzende über die hier in Betracht kommenden hauptsächlichsten Bestimmungen des Gesetzes. Die Gemeinden sind an die Bestimmungen des Gesetzes nicht gebunden, wonach, wenn das Gewerbckapital weniger als 500 Mark bzw. der Gewerbeertrag weniger als 1200 Mark beträgt, eine staatliche Gewerbesteuer nicht erhoben wird. 3m Hinblick auf die ganz verschiedenen örtlichen Verhältnisse in den einzelnen Gemeinden beschloß der Vorstand, zu der Frage, ob sich die Gemeinden der obengenannten Bestimmung des Gesetzes hinsichtlich der gemeindlichen Gewerbesteuer anschliehen sollen oder nicht, keine Stellung zu nehmen. Dagegen werden sich die Gemeinden mit allem Nachdruck dagegen wehren, daß nunmehr auch die gemeindlichen Gas-, Wasser- und Elektriz'titswerlbetriebe zur Gewerbesteuer herangezogen werden sollen, weil diese Betriebe als gemeinnützig im Sinne des Art. 2 des Gewcrbesteuergesetzes anzusehen feien. Einer eingehenden Besprechung wurde d i e Tätigkeit der Gemeinde für die Arbeitslosenversicherung unterzogen. Hierzu teilte der Vorsitzende mit, daß das Arbeitsamt Gießen infolge der durch das neue Gesetz über die Sonderfürsorge für Arbeitslose notwendig gewordenen Llmstellung derart mit Arbeit überlastet worden sei, daß die Einrichtung der Nebenstellen nur langsam vorgenommen werden könne, und die Eröffnung für die meisten Nebenstellen wohl nicht vor Ende April dieses 3ahres möglich sein werde. Was die Vergütung an die Gemeinden für ihre Tätigkeit in der Arbeitslosenversicherung anbelangt, so gab der Vorsitzende bekannt, daß hierüber demnächst Verhandlungen zwischen dem hessischen Landgemeindetag und den Arbeitsämtern stat'.finden würden. Entsprechende Vorschläge liegen bereits vor. Der Vorstand beschloß. bei dein Arbeitsamt Gießen den Antrag zu stellen, daß die Nebenstellen so bald als möglich, spätestens aber zum 1. April 1929 zur Errichtung kommen. Tie Gemeinden erklären, daß Nachdruck verboten. 19 Fortsetzung. Weg, der an ziehen unsere Niger Weg ist das Leben, ein W Abgründen vorbeiführt, und wir )oanken, wie man meist anerkennt, auch mit Recht, dahin überein- gekommen sind, augenblicklich nicht intervenierend eivzugre'.fen. war die Börse zum Ultimo ganz auf sich sechst gestellt, so daß die Prämienware, die an den Markt kam, bei der unverändert geringen Aufnahmefähigkeit nur unter entsprechenden Kursabschlägen untergebracht werden konnte. Die Abwärtsbewegung der Kurse wurde beschleunigt durch gelegentliche Vorstöße der Vaissepartei: doch bildet das daraufhin ein- setzrnbe Deckunzsbedürfnis naturgemäß stets einen gewissen Ausg.eich. Unter Kursdruck hat.en wieder besonders die internationalen Werte, ferner I.°G.-Farben, Elektriz'tätsaktien, Kaliwerteund < e'lstosfvapiere zu leiden. Die herrschende Unsicherheit wurde erhöht durch die sich mehrenden Insolrenzsälle bedeutenderen Ausmaßes (Küchel- Ro.chrnannkonze.n, Tudorfer Zementwerke). Dagegen dürften die Schwierigkeiten eines kleinen Bankgeschäftes in München in ihrer Auswirkung auf die Börse stark überschätzt worden sein. Als recht widerstandsfähig erwies sich der Montanmarkt, doch hat nach den Ausführungen in ber Generalversammlung ber Vereinigten Stahlwerke der Kohlenabsah im Februar infolge der burch den Frost bedingten T.ans^o.tschwierigleiten gegenüber dem günstigen Sanuarabfat) nachgelassen, und die weiteren Aussichten erscheinen undurchsichtig. Am Schiffahrtsmarkte bestand zunächst weiter einige Rachsrage nach Rordd. Lloyd, da die veröffentlichten Bilanzzifsern des Unternehmers einen günstigen Eindruck machten. Ziemlich unübersichtlich hat sich die Geldmarktsituation gestaltet. Die Begebung der 125 Mill. Mk. Reichsschat-wechsel hat sich natürlich bemerkbar gemacht, ebenso wie die weiteren Devisen- abziehungen des Auslandes und die Vermögenssteuerzahlungen, so daß der Markt nach dem Medio seine frühere Flüssigkeit nicht mehr erreichte. Da jedoch andererseits zum Ultimo die Beanspruchung nicht übermäßig groß war, trat keine über den Rahmen des Normalen hinausgehende Dersteisung ein. Runmehr bleiben, wie schon in früheren Berichten erwähnt, die Auswirkungen des weiteren Konjunkturrückganges abzuwarten. Was die Lege der in ter» nationa'en Geldmärkte anbelangt, so scheint nun zunächst die Gefahr einer amerikanischen Diskonterhöhung beseitigt zu sein, doch glaubt man evtl, mit einer Erhöhung der französischen und der holländischen Diskontrate rechnen zu müssen. Allgemein unbefriedigt war man über die innen- unb außenpolitische Lage, doch war eine gewisse Widerstandsfähigkeit der Börse nicht zu verkennen, und zum Wochenschluh konnte sich allgemein eine Erholung durchsetzen. 3m Mittelpunkt des 3nteresses standen plötzlich I-G.-Farben. Die b:w.stehende Reise führender Persönlichkeiten des Farbenkonzerns nach Amerika wirkte allgemein anregend und weckte reue Hoffnungen. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. 3n der Dcrichtswoche blieb bas Geschäft am Frar.kiUrler Probuk.enmarkt nach w'.e vor sehr klein. Die zumeist höheren Aus anbnolierungen wurden nur wenig beachtet, man schenkte dagegen in dieser Woche dem wieder stärker gewordenen Frost mehr Beachtung, und von dieser Tatsache ging eine allgemeine Verstimmung aus. Die Beschickung der Märkte war daher klein, und an den Hauptmarkttagen machte sich aus diesem Grunde lebhaftere Rach'rage nach vereinzelten ©etrcibeforlen geltend. Don einer Beteiligung außenstehender Kreise am Produktengeschäft war jedoch wenig zu merken. Schwankende Auslandnotierungen drückten aber im Verlause wieder stärker auf die Stimmung, so daß das Geschäft an den Rebenmarkttagen erneut einfchrumpste. Die Händler blieben in Erwartung weiterer Preisermäßigungen sehr zurückhaltend und schritten nur im Bedarfs alle zu Absch'üssen. Die Grund- ftinunung war im allgemeinen jedoch nicht unfreundlich, da von einer geplanten Stützungsaktion von feiten der Regierung neue Zuversicht geschöpft wurde. Das Geschäft nahm aus diesem Grunde auch wieder etwas lebhaftere Formen an. Die Forderungen der Provinz wurden in den meisten Fällen nicht immer bewilligt, und vereinzelte Verluste konnten nicht ausgeglichen werden. Etwas vermehrtes Angebot mach e sich besonders in W e i z e n bemerkbar, und der Preis erfuhr bei verhältnismäßig sch'ech'.em Absatz eine Ermäßigung. Roggen, ber zeitweise etwas reger gefragt war, blieb gut behauptet. Som - merger st e hatte kaum Geschäft aufzuweisen. Hafer, int, gab bei ebenfalls kleinsten Umsätzen etwas nach. Das Mehlgeschäft blieb vernachlässigt. Tie Preise hierfür blieben^ gut gehalten, trotz des geringen Ablaßes ber Mühlen unb des billigeren Brotgetreides. Rur am F u t - termittelmarkt konnte dos G f'.ä'k g ö'e- ren Umfang annehmen. Bei reger Rach'rage von feiten der Landwirtschaft konnte Mais für Futter- zwecke bis zu einer halben Mark gewinnen. Aber auch Weizen» unb Rogqenkleie war von btefer Seite und auch von anderen Interessenten lebhafter gesucht und höher. Der wieder starke Frost dürfte in erster Linie die Landwirtschaft zu diesem Schritt veranlaßt haben. Zum Wochenschluh drückten die wieder schwächeren amerikanischen Rotierungen, und das Geschäft schrumpfte aus diesem Grunde erheblich ein. Das Angebot genügte jedoch den minimalen Forderungen. Vereinzelt bestand noch Interesse für Futterartikel. Preisveränderungen waren nicht zu verzeichnen. Gegenüber der Vorwoche waren die Veränderungen nach beiden Seiten klein. Weizen gab eine viertel Mark, Hafer, inl. 0,10 Mark nach. Roggen. Sommergerste. Weizenmehl. Niederrh. und Roggenmehl blieben gut behauptet. Mais für Futterzwecke konnte eine halbe Mark, Weizenkleie 0,10 Mark und Roggen'leie eine viertel Mk. anzichen. Die Woche schloß zu folgenden Dotierungen: Weizen 24, Roggen 23.75. Sommergerste 24/5-24 50, Hafer, inl.. 2<.53-24.65. Mais für Futterzweck: 24.25—24 53. W izenmehl 34/0 bis 34.75, Riederrh. 33.75—34.25, Roggenrnehl 30.75—31.75, Weizenkleie 14/5—14.35, Doggen» kleie 15.25. Wochenbericht vom Frankfurter Schlack tviehmarkt. Die Haltung am Frankfurter Sch'achtviehrnarkt war in dieser Woche etwas stetiger. Trotz des größeren Gesamtauftr'.ebes war da) Geschäft reger, als in den Vorwochen, und namentlich die Metzger schritten zu größeren Käufen. Auch von feiten des Exports war vermehrtes Kauf» intereffe vorhanden. Aus dem Rindermarkt war ber Auftrieb etwa der gleiche ber Vorwoche, bagegen war die Beschickung a n Schweine» markt erheblich hö er. Bei mittelmäß'gem Geschäft wurde ber Mark' jedoch geräumt. Kälber waren trotz bes kleineren Auftriebs bet» nachlässigt: die Preise erfuhren jedoch eine Erhöhung. da sich zum Schluß am Rebenmarkte für gute Qualitäten einige Rachfrage einstellte. Schafe hatten ruhiges Geschält M weiter etwas erhöhten Preisen: der Mark wurde g-räumt. Der Gesamtaultrieb bestand aus 1324 Rindern, darunter 393 Ochsen, 52 Bullen. 631 Kühe unb 390 Färsen, ferner aus 1342 Kälbern. 323 Schafen unb 5392 Schweinen. Im Vergleich mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 64 Rinder unb 1124 Schweine mehr, dagegen 280 Kälber unb 27 Schafe weniger angetrieben. Es wurde bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A1 jüngere 53—56, All ältere 49 —52, Bl 44-48. Bullen A 50-53. B 46—49, Kühe A 41-47, B 36-40, C 32-35. D 25-31. Färsen A 53-57. B 48- 52. C 43-47. Kälber B. beste Mast- und Saugkälber, 69—74, C bto. mittlere 63—68, D geringe Kälber 56—62, Schafe A 1 Weidemast 56—60, B mitt’ere Mastlämmer unb gut genährte Schafe 48—55, Schweine B 75—78, C 76—78, D 76—78, E 74—Z^. Verglichen mit ben Preisen ber vergangenen Woche b’ieben Rinder gut behauptet, während Schafe bis zu 3 Mk., Schweine bis zu 2 Mark unb Kälber 1 Mark (Spihentiere konnten bis 2 Mark anziehen) gewinnen konnten. * Konkurseim Februar. Rach der Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im Februar 1929 durch den ..Reichsanzeiger" 775 (832 im Ianuor) neue Konkurse, ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung, und 335 (259) eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. * Erhöhung ber Haben- unb Soll- Zinssätze bei ber Preuß. Staatsbank. Die Preußische Staatskank Seehandlung) hat der ©elbmartfage durch Erhöhung der meisten für öen Geschäftsverkehr mit Banken unb Bankiers geltenben Haben- unb Svllzinssätze Rechnung getragen. Die Sätze für feste bzw. Kündigungsgel» ber werden um V8 bis V< Prozent erhöht. Es werden jetzt für Einla-en auf einen Monat fest 63/s (bisher 6'/?) Prozent, auf zwei Monate fest 6Vi (68/ö) Prozent, auf drei Monate fest 65/s (6*/z) Prozent vergütet. Auf Sonderkonto „H“ (Darlehen auf einen Monat fest, mit dem Recht zu jeberze.tiger Einzahlung) werden auf der Debetseite 73/< (7‘/z) Prozent, auf der Habenseite 43/< (41/.) Prozent berechnet. Darlehen auf Konto „I“ üm Monatsverlauf vor unb nach Monatsbeginn bis vor unb Monatsende) kosten 57/8 (56/e) Prozent. Für Einzahlungen darauf werden 43/< (4l/t) Habenzinsen bezahlt. • Preußische General Bodenkredit QI. O. Berlin. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft schlägt die Verteilung einer Dividende von 10 (9) Prozent vor. • Reue Psandbrief-Ausgabe zur Finanzierung des Wohnungsbaues. Die Preußische Landespfandbricfanstait in Berlin (Grundkapital und offene Reserven rund 27 Millionen Mk.), die satzungsgernäh Darlehen zur Herstellung und Erhaltung von Klein- und Mittelwohnungen gewährt, legt, laut heutiger Anzeige, in ber Zeit vorn 5. bis 25. März 3 Millionen Mark Lprozcnkige Golbrnark-Pfanbbriefe. Reihe XV zum Dorzugskurs von 97,53 Prozent (letzter Börsenkurs 98 Prozent) unb 1 Million Mark Zprvtzcn ige Scl m. rk Pf ndüri fe. Reihe X zum Dorzugskurs von 89,50 Prozent (letzter Börsenkurs 90 Prozent), ferner 1 Million Mark ach prozen ige EoEmark Kommural-Obl'gationen, Reihe XVI zum Dorzugskurs von 94,75 Prozent (letzter Börsenkurs 95,25 Prozent) zur öffentlichen Zeichnung auf. Sämtliche Werte finb rcichsmün- belsicher und werben an den Börsen zu Berlin unb Frankfurt a. M. amtlich notiert. Die Reihen X unb XV finb bei ber Reichsbank in Klasse A beleihbar. Für bie Reihe XVI ist bie Lombarl f hiskut demnächst zu erwarten. Di S ücke finb zu 100,200.5'.0,1000 unb 5000 Mk. lieferbar. Zahlung kann bis zum 25. April erfolgen. Es wirb barauf hingewiesen, baß bie burch ben Berkaus ber Papiere auskommenden Beträge restlos dem Wohnungsbau wieder zugeführt werden. Fran' urtcr Börse Frankfurt a. M., 2. März. Tendenz: abgeschwächt. Wochenschlußrealisationen führten zu Beginn der heutigen Börse zu kleinen Kursabschlägen. Die Spekulation war sehr zurück- haltend, da eine Beteiligung der Bankkundschaft sowie des Auslandes am Börsengeschäft kaum zu erkennen war. Das Geschäft war daher äußerst gering, die Rückgänge gegen gestern abend blieben sehr klein und überschritten selten 1 o. H. Das verhältnismäßig wenig angebotene Material konnte ohne Verluste untergebracht werden. Die Gruntstim- mung war jedoch recht freundlich. Die Hausse an der gestrigen Neuyorker Börse bot dem Markte eine gewisse Stütze. Die ungeklärte innerpolitische Lage und der weitere Konjunkturrückgang im Februar nach den Berichten der preußischen Handelskammern wirkte jedoch weiter nachteilig Etwas starker gedrückt waren am Elektromarkt Samens mit m'nus 1,75 v H. Die übrigen Werte hatten geringere Rückgänge zu verzeichnen. Ehadeaktien waren mit plus 1 Mark etwas gefragt. Am Ebemiemarkt verloren Farben 1,75 v. H. und Seheideanstalt 1,5 v. H. Interesse bestand dagegen weiter für Zellstoffmerte. Waldbof gewannen erneut 1 o. H. und Aschaffenburger 0,5 d. H. Montanwerte hatten nur mmimale Umsätze und verloren um Bruchteile eines Prozentes. Nur für Kuvferwerte bestand weiter Nachfrage. Bankwerte meist etwas schwächer. Bon internationalen Werten waren Svenska mit plus 1 Mark etwas erhöht. Aus einem bis setzt noch nicht erkennbaren Grunde machte sich bei stärkerer Nachfrage für Autowerke lebhaftes Interesse bemerkbar. Besonders Adlerwerke wurden in den Vordergrund gezooen und lagen zur ersten Notierung bis 8.5 v f». höher. Auch Daimler ge. wannen im Zusammenhang dam't 4 5 v. H. Renten still Deutsche Anleihen nut behauvtet. Von Ausländern Türken etwas höher. Im Verlaufe war die St'mmung auf Deckungen und besonders von Auto- werten ausgehend recht zuverstchtl'ch und freundlich. Das Kursniveau konnte sich allgemein um 2 v. H. heben. Im Vordergründe standen Adlerwerke. in hpren die Svekulation zu starken Deckungen schritt. Auch von Berliner Seite soll dieses Panier stärker oesuchk gewesen sein. Adlerwerke konnten erneut 8 n f). und somit Iß 5 n H. gewannen, auch Adler- roerfe erneut 9 5 v. H. höher, m>t einer Insgesomt- nnberung von 13 v H. Tnnegaelb unverändert 9fm Dev'senmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4 2145, gegen Landon 4525, London gegen Kabel 4,8525, gegen Paris 124,21, gegen Mailand 92,67 'Serlin< Börse. Berlin, 2. März. An der heutigen Samstag- börse war der Grundton unverkennbar weiter recht freundlich, das Geschäft hielt sich aber wieder in dem üblichen Rahmen, unb das Fehlen größerer Ordereingänge machte sich noch stärker fühlbar als gestern. Die feste Haltung in Neuyork drückte sich hier meist in den sog. Auslandwerten aus, denn nur für diese waren einige Orders eingetroffen. Die Spekulation neigte zum Wochensch.uß eher zu Glakk- ftcllungen, so daß sich mit Ausnahme von Spezialwerten kaum größere Veränderungen ergaben. Durch feste Haltung füllen Sch ffahrtswerte, Kunst- feibenroertc, Autopapiere unter Führung von Adler- werke Kleyer, angeblich auf Käufe für Frankfurter Rechnung, Kupferwerte, Spritaktien und Reichsbank auf. Auch Zellstoff Waldhof, Stolberger Zink, Ehern.sche Heyden und Ehadeait.en erzielten stärkere Gewinne. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer eher fester. Pfandbriefe st.ll. Der Geldmarkt war unocr- ändert. Nach den ersten Kursen überwiegend schwächer. Polyphon verloren ze twe.se bis zu 8 v. H., später setzte «ich, von Spez alwertep ausgehend, wieder eine festere Welle durch. Autowerke standen weiter im Vordergründe des Interesses. Daimler, NAG. und BMW. mit 2 bis 3 v. H. höher. Man brachte diese Aufwärtsbewegung in Zusammenhang mit dem wieder beginnenden internationalen Preiskampf in dieser Branche. Rheinische Braunkohlen holten ihren anfänglichen Verlust uicöer ein. RWE., Schlickert und Farben gewannen z.rka 1,5 v. H. über Anfang. Glanzstoff 5 v. H. höher, doch hatten sonst viele Werke das Anfangsniocau noch nicht wieder erreicht. Sprechstunden der '.stedaNion 11.30 bis 12.30 Ahr, 16 bis 17 Ahr. Samstag nachm klag geschlossen. Gewlnnauszug 5. Klasse 32. Preußisch-Lüddcu'sche (258. Prcutz.) Klasjcn-Lollcrie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer In ben beiden Abteilungen I und II 19. Ziehungstag 1. März 1929 In der Bormikkagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 »etolnn» »u 300000 M. 138122 4 @etoinne zu 10000 M. 256573 262040 2 Gewinne zu 5000 M. 265262 4 Petoimie »n 3000 M. 23950 35031 227974 12 Gewinn, >n 2000 M. 109103 138447 291110 374847 383858 । 84733 32 »rtn-nn, >u 1000 M. 4912 36550 52884 85071 129057 136339 172409 173169 194779 212888 245600 271620 300967 315325 318879 92 @ptn ime *n 500 M. 8765 38228 38836 53252 77) 16 80895 81215 83750 91735 93703 107795 108798 112707 114293 122927 126048 169161 173866 185281 188636 195174 204162 206127 220064 225193 229377 251261 258186 265356 281713 292544 293272 293600 297059 301497 304121 311945 312960 315829 329630 333979 355381 361539 391517 395616 332271 234 Gewinne au 300 M 6821 7499 24769 24825 28294 30189 31770 36611 48077 49484 55805 62058 64055 67710 70247 72561 73459 76447 83055 85757 89746 94304 97543 101702 108310 108631 110344 110809 117771 117981 119083 125489 130653 131070 134705 136785 138042 138126 138621 140778 143159 151930 156527 159233 165302 169378 182987 184820 185081 185776 186669 192139 194323 205343 209828 223041 213200 215020 2>"547 220184 222912 225221 229314 230177 231518 236152 239734 242168 246876 1252221 255147 239268 255592 256446 261414 262616 266653 273349 281649 284288 287695 291880 293197 274491 293707 293952 294615 298916 302567 30401'4 307402 310854 313648 317250 318581 320818 324561 330581 336146 339396 347183 359055 3619.36 363623 369459 371097 371622 378645 378741 380'150 382000 387388 388086 391862 395632 398689 393240 Io der Nacbmtliagsziehitng wurden Gewinne über I5O M gezogen 4 öttolnnt »u 1OUUU M. 7(1996 180160 2 tortoinne tu 6000 *311 26'2669 6 »etoinne 3000 M 47352 174138 380799 10 »eB'Hint Hl 2000 M. 37396 265568 296298 316598 343519 24 <9etDinn? -u 1000 M. 13434 27945 88949 96309 11O75G 152256 180496 191067 234251 293137 342152 354785 64 ®ero nnc iu 500 M 13278 27640 31008 35931 44710 51058 53298 61591 68120 71620 82706 84471 97306 144170 158576 171694 196086 209616 223800 238088 240009 247867 275641 277177 278623 321"22 330353 335188 339432 341735 343283 362865 160 »efrinne »u 300 -OT 7884 14404 17799 22224 23604 30133 39714 43758 45523 53511 54210 57549 61791 74146 78602 81259 85815 89466 97983 105119 112919 I18431 II9369 «20162 123107 126I50 126409 132433 141531 I49156 149708 15.3387 159714 167O04 168.3.34 170215 I70838 176902 1794 36 I92I38 I91643 208087 226012 228952 228179 233279 2349.35 2.36022 240081 246843 246518 251142 254762 256492 2597I4 262885 26427I 266675 274165 276111 282482 289078 289199 296613 30236.3 303148 306003 315459 3161'22 319467 342646 350650 367387 368705 370703 373970 378346 381922 387321 394605 Die in der heutigen Vormitlagsziehimg gezogenen beiden Smiptgeinhine mm le Hinhnmi M. fiel -n auf Nr IHN 122 in Vlbtcilitiig I noch Berlin, in Abteilung II noch Landshut ('-Huyern). Im Gemtuuiode verblieben 2 Prämien zu 500000 2 (Seioiime zu 200000, 2 zu 50000, 4 er Ä Höhe ber zu Uran Yun a. M. erliner eht beschloßen Berlin und Frankft en Dividende an. — Reick rrier 2 )sbankdiskon Frankfurt a. M. Sörse. 6,5 Prozent, Berlin Lombardzinsfuß 7,5 Prozen Berlin, 1 Marz f. Gels trinef «chlub- l Uhr Nur.' Sure Lchluh- fiure Ansang Kurs Schlub- ffuro 1 Uhr- Jin re Lchlub- Kure Anfang- Kn re Schlujz. Kurs i-Uij» Kurs Schluh- Äure Anfang vrituiiöitiaie Noten..... voilaudiiche Noten...... Jt kieniscke Noten...... Norwegische Noten...... 16,45 168,28 16,51 168,96 22,19 112,3ß 59,34 2,50 112,59 81,23 64,93 12,50 73,51 t ä <177 Damm 1.3. 2 3. 13. 23- Tamm 1 3 2 3 1-3 23. Datum 1.3. 2-3. 1.3. 2 3 22,11 111,94 6% Tt. RvldiMiiieÜjv >. ivz. Di. Anl.-Mlül.-Lchulv mit Aus iol.4Ked)tcn Tc.nl. ohne AuSlo,.-Rechte ■ 7% „ratty. Huü.-Bk. Goldvi- un lünöbar btt 11)32. d*/2% Othetnilche Hr,v--Banl Lion Äolbvi. C.ki.W. ab«. ®orfrieflö»ül)li0Orion rückzahlbar 1932 4% Schweiz. Bundesb.-ArU.. 4% Leslerreichiickie Golvrle.. 4,20% Letierr. Lilberric. 4% Ccftcrrcid). clntictU. Rtc 4% Ungarische «ulötie. • 4% Unganiche Liaaisr. v. 1910 4'/,% vesgl. von >913 . 4% Unoariirhe Lconenne.. . 4% Iitri. JvUQiilcllje v. 1911 . 4% Türtiiche Bagvaodahn-Anl. Serie l 4% ocüfll. Serie 11..... 4% Rumänen convert. Site. . • dli% Rumänen Äoldanl. von 1913 Mg. Deunche iLiienvahn . . 4fc Hamburg-Amerika Pake« ... 3 Hamv.'Lüvom. Dampfich. . - 8 »7,25 54 13,25 SO 81,25 86,5 97,75 31,5 2,2125 25,2 I 2,2 >1,13 10,75 8,8 18,9 130 1.9,25 140 141 97.25 279 170 14,25 69,5 133 305 54 2,15 10,9 129,75 96,75 169 133 — 87,5 54 13,1 25 1.6 2,2 0.5 10,2 10,2 19 >29,5 189 >71.25 '28,25 40,5 141 231 96,75 78,5 170 164 69,5 133 303,5 54 13,2 2,25 10,75 130,75 190,5 172,25 >29.25 140 141,25 231 196,7 <76 170,5 '64.23 169,5 - 305 .■tu;.«».......... f Bergmann...... . . f >67,-5 208,5 164,5 213 138 163,5 227 3" 161,5 132 140,75 .17 107,13 124,9 121,5 94 96,75 <94 131 93.75 70,75 711,5 14.5 313 ?50 173 68.25 95,5 ■‘J 1 1 S 1 8 1 1 1 8» 1 1 1 l 1 1 1 1 SS 1 * 1 1 H । K 1 » 1 12 1 1 8 1 47.5 163 204 225,75 376 152,75 160,75 81,4 >22,75 124,75 131,5 141,25 124,75 215 107,9 123 123,6 119 93,75 103 96,6 293 130,6 94 70.4 208,75 '14.25 312 248 16,5 87.5 94,13 166,5 208 210,5 138,5 228,4 149.25 163 205 225.25 377 152.6 162.75 81.5 123.6 125.75 131.25 140,5 125 214,75 107,25 123,5 124 121 94,6 >03,75 96,75 291,5 130,25 93,75 71 07,5 <14.75 314 49,5 18.75 93,^ Dvuiuu mann . . . Heidelberger Cement . . I 10 125 137.5 173 130,25 — 262 190 55?5 60,5 98 15 71 104,5 212 145 noten 51 IK । 1 । 18^1 • । । । । । । । । । N 1 1 1 1 1 ___Zi__3___________________ i 124,5 129 281,25 238.75 427 376 124.75 284 241 432 379 263,5 121.5 217 58 51,5 61,5 216 33.25 264 142 212 Deutlch-Oesk Numänilche Schwedische Cchweiter ‘J err,4100 Kronen Noten...... Not-n...... 59,10 2,48 112,15 80,91 64,65 12,44 73,21 Licht uito tttaft......10 .selten & Guilleaume.....6 Gel. f. (jfettt. Untern.. . . . w ■i'amb. Cletrt. Werke . . . . 10 Miljctn. (fletlr.........0 3d)lef. (ridtt........io Lchnckerl . ....... - 8 Wank & Hreilag .... . 10 oten....... Schultheis Patzenhoser . CTtroerte....... Ber. GlanzNog .... Rembera....... . 11 . 12 . 11 Epantsche Noten....... Tichechoikownktsche Noten . . Ungarische Noten . . ... Sebtienmnrft rP»r1in oeilfto|f Waldhos . . . . 12 Telegraphische Auszahlung. ^cllftoh Aichaskenbura . Charlottenburger Waijer ?>-simi<>k ..... . 12 88,25 e ranc-radio . . ....... 8 Lahmener L Co.......10 BuLeru» . . ...... ö 122 215,5 55,5 51,25 51,5 215 33 89.5 263.5 60,75 96 70 141 27 103,75 212 143,5 I Mär; 2 März Daimler Motoren . . . Demag..... . . . 0 . . 0 äm.ltdje C4eld iotteruttg Brie' Amtliche Notierung <«etd > Nriek (Stiener Steinkohle ......8 (ScifcnUrdiener ... f. ¥* 9- 1 Harvener ....... 0 Hoejch Erlen.........f 31fe Bergbau........8 MUxfiirrroerle .....................9 Mannesmann........8 Manrielder.........'< £u6n>. Loewe..... . io ÄM-t.» Non. Bum-AtreS V'tif.-Slntro Chrisriania. Kop.'tiiag.'n Stockholm • LeliingsorS. Italien. . London. . . Neunork . . PeriS. . . Schwei; . . Soa Un . Ration . .■ hio de (Ton Wie > in D-- Srst- abgeft Prag . . . • Be! .rad . Dudav''i. Bul arten t'iffabon Danr g. . . Äoi.ft ntin. Sitten.-. . Canada Uru uaq . Cairo - . it>8,57 1,771 58,485 112,25 112,22 112.46 10,589 22,045 20,429 1.2090 16,435 80,95 64,26 1,885 1,501 ,9.16 i2.47 7.390 '3,355 . ,041 18,58 -1,66 .077 5,44 4,190 4,295 20,954 168,91 1,77, 58,605 112,47 112,44 112.69 10,609 22,085 20,469 >68757 1,770 58,47 112,22 112,25 112,46 10,559 22,05 20,429 4,2100 16,44 80,96 64,28 1,88.8 u.500 • 59,16 >2,472 7,39u 73.36 3,037 18,58 >68,91 1.774 50.49 112,47 112,44 112,68 10,609 22,09 20,469 4.218C 16,4t 81,1t 64,38 1,89. 0,502 59.28 12,49. 7,404 . 73,50- 3,042 • 18,67 81,82 2,076 5,45- 4.196 4,304 20,99 Hat. Automobil .... Crcnftrin & ttovvel . . Ornnbaib Dien .... . . 0 . . 6 . . R Bamag-Meguin .... Franks. Maichinen . . . (Mrifcner....... HeyligenNaedt .... . . 0 . . 6 . 11 . . 0 Lberichlei. Eilend. Bedarf. . . k Cbrrldjlei. Lok»merkc.....f Phönix Bergbau . .... b'A NHeinriche Arrmnkohlen... i> lihc.pftohJ f. % Jahr 41 •Kiebed Montan......7, bereinigte Stahl........ 7tavi Minen......8 s 'lall Aschersleben.....l 4ali Aleiteregcln...... 1 Kaliwerk SaUbetfurtb ... V 3. l». Irarben.Jnvuslrte ... 1- Tvnamit Nobel.......! Lcheidean krall . . ...... I1 '»ulbichmiot ........t Rüigerswerke ....... 6 Merailgrlein chatt......11 Hediroctfe....... Mainttaktwerk» .... Miag. ........ . . . V 16,47 81,1 64,3 Hanta Tamvllcknn Stordöeuischer Lloyv eilig. Teuliche iircotianft. Barmer Baulverein Berliner HanoelügeleMch. Commerz- uns Prioar-Ban Tarmsi. u. Rarionalbank Deuksche Bank Tiskonro.(»cIeMLall Anl. Tresvncr Bank Vttuelveuijche Uiebübanl . 1U . ■ 8 10 10 12 t 11 12 10 . 10 . IV . . 9 . . 8 Leters Union..... chebr. Roever..... Boigl 4 Haefsner . . . Südb. Zucker..... . . 6 . 1k . . f* . . 1 Dani 0,50? 59,28 12,49 7,404 73,495 .. 3,047 18,62 81 ,e -.081 5,35 4,198 4,304 20,994 Berlin. 1 '.'JTnrt __________ .uufuaui>ax Noten..... belgische Noten ........ T äntiche Roren........ Englische Roten........ 6>efb 4,1b3 58.28 111.97 20.405 ] »iff 4,213 58,52 112.41 20.485 81,63 2,072 5.44 4,188 4,296 20,95 ................ . 12