Nr. 205 Erster Blatt US. Jahrgang Zrettag, 5|. August 1928 ta|h*.e^rr Scintiag» «ü Feiertag». Bcttaf«. •ttfcenn fftinai ne «lld Die Schol«. eioeais-Bqißsprets. 2 Jtfi d)teun> en» 20 Hrt4»pfcwetg ftr Trägt» lohn, auch bei 9M4)ter> Schemen «hrj einer ^hmTmcni infolge l)6b«rrr Qkwatt ^trnjprt d)an|tf)tü||«: 51. 54 unb 112. ffij Drahtnachrichten aejdgtT Gfetze». poftschrcklont»: fitenftertcmmeln 118*. Mtzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck »Ad Verla-- vrLhl'fche Uitotrtt«$*Bid)* 11b StebiönMftrd L taugt ti Sietzen. Sdfrtftlettog und SefchSstrstele: ZchurUraße T. Sm«B( von Injdacn fit btt lagttnummfr bis je» 91 aA mittag vorher prti» fir l mm Hitze ftr Rn,eigen von 27 mm Srtttt örtlich 8, au» märt» 10 Retch»pfennig; ftr He- klameanjetgtn von 70 mm Brett, 35 ‘Htidtipfcnnig, plotzvorschrist 20e. mehr. ahefrebaktenr Dt. Jntbr. Wild Lange. Verantwortlich für TMitth Dr. Fr will) Lange ftr Feuillelon Dr tz Thgnot, für den übrigen Teil Ernst Vlumlchetn, für den 3w» jelgenttil Äurl tztvmann. sämtlich in Diesten Völkerbundsaustaki in Genf. Aus Genf toh-b irn# gd4ri«ben Der 51. Laguna d«S Dö lkerbunds- rat» bk lochen begonnen Hai. fehlt durch bat Sernb.eiten ötrclcmannl und Eharnber- la Int eigentlich der Mittelpunkt. Dr. vtrese- mann Hut sich in der fucym Zeit, da er dem Rat angebört. eine erstaunlich- Popularität er- worben und zwar gleichmäßig bet Diplomaten wie bet Journalisten, während »bamberlatn, her immer wie ein stets gewordenes Handtuch durch die »egend stolzierte, mehr alt besondere Spezies bet englischen Typt angestaunt wurde. Doppelt schade, das, Dr. Stresemann nicht da ist. weil auf seinen Wunsch die Historische Glas- heranba um bat Doppelte vergröbert worben ist und man gerne gehört hätte, tote er in ferner leicht ironischen Qfrt einige liebenttoürbige Bemerkungen über diese erste ."Reform" vorn Bölkerbuiwe gemacht hätte. Denn leider ist bat Ne einzige Reform geblieben, in allen anderen Dingen ist der Apparat bet "Bunbet. so jung er ist, schon völlig verkalkt und bedürfte bringend nicht nur einer Auffrischung, fonbem einer grünblichen Rationalisierung. Wenn man die Tagesordnung der Rats- f i 6 u ng ansieht, die 352 Punkte umfaßt — wozu bann spater noch 35 Punkte der Tagesordnung der Doll Versammlung kommen —. bann staunt man über bat hclllose Durcheinander, bat d er herrscht. Kunterbunt, ohne jebe Unterscheidung, ohne Sinn für da- Wichtige unb Wesentliche ist alles buntKinanbcrgcmengt, unb den Ratsmilglledern wird zugemutet. nachein- anber stundenlange Dorlesungen über alle möglichen unb unmöglichen Kommissionsberatungen anzuhören, damit ihnen bann wenige Minuten ■3ert bleiben, um wichtige politische Fragen zu erörtern. St to&re wirklich notwendig, hier einmal den Hebel an^uleben unb bat Programm zu reformieren, so daß Reben sächlichkeiten auf ihre "Bebentung herabgedrückt werden, dafür aber auch mehr Zeit für eine gründliche Durchberatung entscheidender Dinge bleibt. Entscheidende Dinge? Allzuviel ist et diesmal nicht, was btc beschauliche Ruhe der Ratssitzung erschüttern könnte. Der acmze polnische Konflikt ist durch Bbmadjungen aut der Welt geschafft, die der Rat leider! - mir zur Kennt- nlt nehmen kann. Da^u die Minoritäls- ftrettigfetten, die ja zum eisernen Bestand des Rates gehören. Auch der rumänisch-ungarische Streit taucht - zum wievieltsten Male? — wieder auf: Ungarn hat sich durch die überraschende Art. wie es beim vorigen Male abgebnebt wurde, nicht für befriedigt erklärt, unb beruft sich auf bat klare Recht der Bundes- satzungeii. St hat eben immer noch die Hoffnung nicht auf gegeben, baß in Genf wirklich die Gerechtigkeit entscheidet unb nicht bat Interesse, das sich aus politischen Machtgruppierungen ergibt. Warten wir ab, ob et diesmal mehr Glück bat. Auch Wolde maras. der Miniatur-Diktator Litauens, bringt feinen Anspruch auf Wilna unverändert in feiner Aktentasche mit, und er hat es verstanden, den polnischen Derhandlnng»wünschen bisher aus dem Wege zu gehen, wahrend Polen mit kluger Taktik den Eindruck zu erwecken versteht, als oh cs mit den Litauern nur zu gern eine Bcrftänbigung möchte: selbstverständlich, indem es Wilna behält. 3aleffb legt alles darauf an, bah der Böller» bunbsrat schließlich die Geduld verliert und den gordischen Knoten zugunsten Polens durchschlägt, das m her starken Position bet glücklich "Besitzenden natürlich die Rückgabe von Wilna ablehnt, aber darüber hinaus von Litauen die Wiederherstellung geordneter Wirtschaftsbeziehungen verlangt. Auch eine Ruh, woran sich die hohen Ratsmitglieder Me Zähne ausbrechen können. Indessen, es wird auch diesmal so gehen, dah die eigenttich wichtigen Srcigniffc sich nicht im Rat ober in der Vollversammlung abspielen, sondern neben der eigentlichen Tagung bergeben. St geschieht ja vieles in der Weit, worum der Rat sich überhaupt nicht kümmern kann ober darf Die Lage in Ehina würbe einem echten .rricbentbunb dankbare Ausgabe zum Dermitteln sein. Auf dem Balkan ballen sich drohende Wolken zusammen, der englisch-französische Vertrag bebautet eine Gefährdung bet europäischen Friedens aber bat linb alles Themata, über die nicht gesprochen werden bars, woraus sich allein schon die untergeordnete De- beutung ergibt, die ber Völkerbund alt Organisation in Ser internationalen Diplomatie immer noch spielt. Auch ber KeUogg-Pakt hat ja 'eine Entstehung und feine Vollendung neben dem Völkerbund gefunden. So werden denn auch die deutsch.französischenDesprechun- gen, die für die Gestaltung ber Dinge in Europa von ausschlaggebender Bedeutung sein müssen, nicht im Rat. sondern nebenher erledigt, nur weil die Anwesenheit aller maßgebenden Diplomaten die beste Gelegenheit zu persönlicher Rücksprache gibt Gens ist vorläufig noch nicht viel mehr alt eine internationale Börse, an ber mit Dölkerinteressen gehandelt wirb. Trotzdem hat et einen starken Eindruck gemacht dah ber beursche Reichs- * angler selbst nach Genf kommt Das war. ro Stresemann fehlte, vielleicht die beste Lösung, reil die Anwesenheit des Kanzlers den 3ran- osen ein Ausweichen zuw. mindesten «chwer nacht, weil aber Herr Müller nebenbei auch noch ber Führer ber stärksten beutfchen Partei ist unb man von außen her mehr bt« Stellung sieht, die er repräsentiert, alt bie Persönlichkeit selbst. Man munkelt bethalb auch tn Genf davon, dah Herr Müller noch andere Ziele verfolgt unb im Völkerbund bat Thema ber Abrüstung anzuschneiben gebenkt. beren Wetterführung bisher von ben interessierten Mächten mit erstaunlichem Geschick hintertrieben worden ist Sin deutscher Antrag auf Beschleunigung ber Abrüstung aber würbe ein Steinwurf fein, ber bie friedliche Welle ber "Bunbct- versammlung in stürmische Bewegung bringen könnte... Die Eröffnungssitzung des Rates. ffl Der Minder hei- tentongreb hat heute vormittag zu dem Thema .Die Lage der Minderheiten und der Völkerbund" eine Entschließung angenommen, in der die vom Völkerbund übernommenen Garantien nicht als abgeschlossen. sondern a>S erster Ansatz für internationale Maßnahmen zur Anbahnung einer ftaatspvtiiischen v5u1ammenarbeit zwischen den Mehrhciis- und Mrnderheitsnationalitäten bezeichnet werden Die Entschließung wendet sich ferner gegen die unzureichende Gestaltung deS Bes chwc rdevcrf a hrenS unb gegen die mangelhafte Da brnehmung der vom Völkerbund gegemtber ben Minderheiten übernommenen Verpflichtungen. Sie spricht insbesondere die "Besorgnis des Kongresses wegen der Assimilationstheorie aus. die den ursprünglichen, für den Bestand ber Minderheiten entscheidenden Sinn der Minder- bettenoenräge in Zweifel ziehe bzw. in fein Gegenteil verkehre. Die Rcubcfehung be» Postens bes Direktor» der 1 Minderheitenableilung im völkcrbundssekreta- riat, die soeben ohne Rücksicht auf die Objeftioi- tälsgarantie erfolgt fei. lasse In besonder» beunruhigendem Mähe die Befürchtung aufkommen. dah da» völkerbundsfekretariat künftig seinen vorbereitenden Ausgaben nicht gerecht werden könne. Der Minberhertenkongrest erklärt deshalb, dah daS Vertrauen ber vierzig Millionen Seelen umfaTcnbcn nationalen Mrnterhe.ten j u m B ölte rb unb als Garanten der Minderheirenrechte schwer erschüttert sei. Rach Annahme dieser der Ausschuß versuchte, bie verschiedenen Standpunkte einander näherzubringen, dah aber nach der neuen Tagung nichts anderes übrigbleibe, als sestzustellen. dah grundlegende Meinuiig»verfchiedcmheiten wciterbestehen, und dah ee dem Au»schuh nicht möglich ist, dem Hal und der Versammlung den verlangten Linheit»teik1 vorzulegen. Für die deutsche Delegation gab Graf Bemstorff in ber heutigen Schlußsitzung eine Srklärung ab. dah die deutsche Delegation bie früheren Vorbehalte ebenfalls aufrechter halte. Er stellte fest, dah ein Konventions- enttourf. der auf Rüftungsangaben und auf Angaben bes Wertes der Rüstunasgegenstänbe beruhe. keineswegs für ben Abfchluh ber geplanten Abkommen bienen könne. Die beutfche Delegat io n könne nur einem Gntwurf zustim - men, ber in Ausführung beS Mandates der VölkerbunbSvcrsamrnluna eine vollständige Waffenhandels-Konvention bilde und demgernäh auher der Angabe der RüstungS- auSgaben bzw. deS Werte- auch genaueSin* zelheiten über die Zahl und daS Gewicht der einzelnen Kategorien deS hergestellten Ziriegs- maleriaie vorfehe. 3n feiner S-genfchaft als Prätident deS Ausschusses fügte Graf "Bemstorff hinzu, dah ereinbesfereS Ergebnis gewünscht hätte. Leider sei eS nicht möglich gewesen. zu einem Einheitsentwurf zu kommen. Er gebe aber die Hoffnung nicht aus, dah bei der bevorstehenden Beratung deS jetzigen Ergeb- nisfes durch die Völkerbundsversammlung eine Klärung erzielt werde, durch die der SonderauS- schuh bei der neuen Tagung zu einem solchen Ergebnis komme, dah der Rat zur baldigen Einberufung der Konferenz fchreiten könnte. Stresemann an die Völkerbundsjournalisten. Genf, 30. Aug. (TBB) Reichsauhenminister Dr. Stresema nn hat an ben Verband ber beim Völkerbund beglaubigten Journalisten für die chm telegraphisch übersandten Wünsche für feine Wiederherstellung einDank - telegramm geschickt, in dem es u. a. heißt: „Da» Zusammenarbeiten mit der Presse der verschiedenen Rationen ist mir stets eine Genugtuung gewesen. Gern denke ich an jene Zusammenkünfte Ihrer Association in Gent, auf denen die Empfindungen für die Zusammenarbeit ber Rationen in richtungweisenden Ausführungen -um Ausdruck kamen. Ich bedauere am meisten an der diesjährigen Tagung des VöllerbunbeS nicht teilnehmen -u können? StresemannS Verfcht fn Berlin. Berlin, 30. Kng. (prioahnelbung des IDIB.) Lelchskavzler Müller Ist Henle vormittag durch einen Beauftragten des Auswärtigen Amtes über den Inhalt der Unterredungen Vr. Slrefemannt mit Brlanb und Poiu - c a 14 schriftlich und mündlich unterrichtet morden. Relchsminisier des Aeußern Br. Strefemann wird dem Reichskanzler in Baden-Baden, auf der Durchreise des Reichskanzler» nach Genf, noch er gänzende Mitteilungen über die Unterredungen mit Briand und Poincore machen. Der Bericht bestätigt, wie dos „B. I." erfahren haben will, daß poincarL die Räumung der dritten Zone mit der endgültigen Regelung des Reparoliousprobleme» verbunden wissen will, an die man jedoch der amerikanischen Präsi- dentschoflswahlen wegen schwerlich vor Beginn de» nächsten Iahre» herantreten könne. In bezug auf die zweite Zoue sei die Auffassung PoincorL» jedoch weniger ffart; doch müsse in dieser Teilfrage die JnittaNvc der französischen Regierung überlassen werden. Ls könne kaum bezweifelt werden, daß die Räumungsfrage in Genf eine Rolle spielen werde. Das Befinden Dr. StresemannS. Berlin, 30. Aua. (Priv.-Del. des WTB.) Heute früh ist Professor Dr. Zondeck in Ber- lin eingetroffen. Auf Befragen nach dem Befinden Dr. 6 Iresemanns äußert« sich Pros. Zondrk laut „CB. T" folgendermaßen^ Dr. Strefe- maim hat die Reise nach Pari« gut überstanden und sich den Anstrengungen, die mit dem Ausenthalt dort verbunden waren, gewachsen ge- füBLL Der Erholungsurlaub deS Ministers in Baden-Baden, der auf einige Wochen berechnet ist, soll dem Zweck dienen. Rück- fällen vorzubeugen. Ohne Zweifel hat die vorzeitige Ueberanstrengung des MintsterS In Oberhof das Fortschreiten der Besserung in seinem Befinden aufaehalten. 3n Baden-Baden wird der Minister, ohne eine Kur zu gebrauchen, sich noch größte Schonung auferlegen. Lord Cushendun über Rüstungsfragen. Genf, 30. Aug. (TU.) Der Vertreter des engli- schen Außenministers Chamberlain, Lord Cushen - dun, machte am Donnerstag gegenüber den in Genf anwesenden Vertretern der englischen Presse einige Mitteilungen über die Haltung Englands zu den verschiedenen zur Verhandlung kommenden Fragen. Er unterstrich zunächst mit ungewöhnlichem Nachdruck die Bedeutung der von Chamberlain in den letzten Jahren eingenommenen Haltung gegenüber dem Völkerbund. Chamberlain sei derjenige Außenminister, der bisher ausnahmslos an allen Tagungen des Rates teilgenom- mcn habe, ob nun hierbei wichtige Fragen zur Der- Handlung geständen hätten, oder nicht. Die Würdigung der Arbeit und der Bedeutung des Völkerbundes durch die englische Regierung wirke gleichzeitig auch ermutigend auf die übrigen Staaten, der Arbeit des Völkerbundes praktische Bedeutung beizu- messen. Der Völkerbund habe bisher erhöhtes An- sehen durch die Tatsache gewonnen, daß die Außen- Minister der Großmächte stet» persönlich an den Tagungen des Rate» teUgenommen hätten. Wenn da» diesmal nicht der Fall fei, so bedeute da» in keiner Welse, daß hierdurch eine Einschränkung der Bedeutung der Tagung und der auf der Tagung zu fässenden Beschlüsse erfolge. Er sei vom König als der Stellvertreter Chamberlains auf der Rats- tack>ing ernannt worden und habe Vollmachten zu gl«Dchen Entscheidungen und Beschlüsse, wie sonst der englische Außenminister. Zu der Abrüslungsfrage erklärt Lord Lushen- bun, e» bestehe gegenwärtig die große Gefahr, daß die Völker nach der Unterzeichnung des kriegsoerzichtpaktes zu große Fortschritte aus dem Gebiete der Abrüstung erwarteten. Es sei eia großer Fehler anzunehmen, daß jetzt nach der Unterzeichnung des Pakte» alles getan fei. Die Entwicklung gehe nur langsam vor sich und zeitige nur allmähliche Fortschritte. E» sei weiter * in großer Fehler anzunehmen, daß die Unterzeichnung des Kriegsoerzichtpaktes unmittelbar Wirkun gen Hervorrufen wurde. Die Abrüstung werde viel langsamer vor sich gehen und länger dauern als angenommen werde. Es sei nicht z u erwarten, daß die Völker nach der Unterzeichnung des stelloggpakles nunmehr ihre Rüstungen selbst zertrümmern würden. Auch die Lösung des ungarisch rumänischen Optan- tenstreites und der polnisch-litauischen Auseinander setzuna könne nur mit der Zeit erfolgen. Es müße eine Lösung gesunden werden, die für beide Teile unnehmbar sei. Unter keinen Umständen dürsten die im Dälkerbundspakt vorgesehenen Maßnahmen in diesem Fall ergriffen werden. Es müsse eine Regelung gesunden werden, die als eine wirklich gerechte und endgültige Entscheidung anzusehen sei. Aach einer Meldung des Reuterfchen Bureaus aus Genf erklärte der britische Delegierte zum Bölkerbundsrat. Lord Cushendun. eS feien viele Vermutungen angestellt worden und Miß- verständnisie entstanden über das englisch- franzöf is che Flottenabkommen das gar fein Abkommen Im eigentlichen Sinne deS Worte- und auch noch nichts Endgültiges sei. Bei den Genfer Abrüstungsoerhandlungen sei zwischen England und Frankreich eine Meinungs- verfchiedenbclt über die Grundsätze einer Flotten- abrüstuna entstanden. Es sei keine Rede von der Größe oder der Zahl der Kriegsschiffe, die später geregelt werden würde. Die Länder feien teils der Ansicht Großbritanniens, teils der Ansicht Frankreichs Grundsätzlich unterstützten die Bereinigten Staaten von Amerika eher den Standpunkt Großbritanniens als denjenigen Frankreichs. Da» englisch-französische Flottenkompromiß sei der amerikanischen, der italienischen und der japanischen Regierung milgetcilt worden. Denn diese mit ihm überein stimmen, schloß Lord Cushendun. dann hoffen wir. doO die vorbereitende Abrüstungskommifion in ihrer nächsten Tagung das Äebereinkommen al» Grundlage einer Flotte nabrüftung annebmen mied On dem llebcrcintemmcn find mir vier bis *ünf kurze technische Klauseln entbalten. dagegen keine De hetmklau sein, noch irgendein Abkommen für eine Flottenallianz, oder em Hugo Stinnes verhastet. Berlin, 31. Aug. (Priv.-Teb deS WTB.) 3m Zusammenhang mit der Untersuchung über u m - fang reiche Kriegsanleiheschiebungen, die schon fett längerer Zeit die Berliner Staatsanwaltschaft beschäftigte und rn die auch der Privatsekretär von Hugo S tinnes junior, von Waldow. verwickelt wurde, war vor einigen Tagen auch gegen Hugo Stinnes die gerichtliche Voruntersuchung eröffnet worden. Gestern wurde Stinnes vom Untersuchungsrichter des Landgerichts I Berlin verhört und ei ru einen Personen gegenübergestellt. Auf Grund deS Ergebnisses dieser Gegsnüberstel- lungen hat sich wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, der Untersuchungsrichter entschlossen. Haftbefehl gegen Hugo Stinnes wegen dringenden Verdachtes des versuchten Betruges und wegen DorliegenS von Verdunke- linigSgefahr zu erlassen. S tinneS wurde tn das Untersuchungsgefängnis in Moabit ein» geliefert. Heber die Vernehmung von Hugo Stinnes berichtet daS .D. T." folgende Sin,;,beiten: Rachdem Hugo Stinnes j r. etwa !'/, stunden vom Untersuchungsrichter allein zu dem Thema der Kriegsanleiheschiebungen nemnrrunen worden war. wurde der im Berliner älnteriuchunysgetängnis in Haft sitzende frühere Privatiekretär von Stinnes jr.. o. Waldow. vorgeführt, und es fand vor dem älntersuchungs- richter eine Gegenüberstellung zwischen v. Waldow und Stinnes statt, in der es zum Teil zu recht erregten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Beschuldigten gekommen fein soll. v. Waldow soll mit aller Bestimmtheit erklärt haben, daß Hugo Stinnes In feilten lv. WaldowS > Plan voll eingewciht war. daß er in wesentlichen Punkten selbst die 3 n i - fiat ine ergriffen habe, und vor allen Dingen erklärte v. Waldow. daß er niemals im» ftande gewesen fei, die KriegSanleihe- schiebungspläne in Angriff »»»«- leeieovtn itumtyin »orflvtrt e.t fhear" —' «eets Lin-vr» »n jeem a t 9 < n«*e Qrw en |UtM /vV«>».«1» (a«f«Menb Haie «US her prvvinzialhauptfiabf. Stehen den 31. Qfaxfluft 19» Sine Siorchengeschichte. Don Ulrich tarnen 9t te^netr unb ehr kalter Wind wehte am da« der groben Buche fielen gelbe Blätter wirr auf den Marktplatz. Storch Knarrst stand ftnnard auf einem Bern unb blickt# auf fein# Frau, die nril der Toilette beschäftigt war. Da- dauerte nmmr zwei Stunden, heute schon beet, weil morgen tne Aeise nach dem Süden befliravm sollte. Der Sohn und die Tochter Knarras weilten weih ®ott wo. Zber sie waren an Punwich- kett gewöhnt und würden sich schon einftnden. .Wo fliegen wir denn fonT fragte Mau Knarra» so nebenbei obwohl e* für f* Hauptsache war .Wohin? Da wo Immer hin! Bach dem eufrrn. du kennst doch bü Sagend zur Genüge. TU* frische schmecken auch nicht Übel . Ach. der ewige Sudans- seufzt- Frau Knarroa Könn.- wir ntcht mal wie Draddetn- nach lunbuftu fliegen? Dort soll ei |fl <0 hrrrluhe •Mcgelcsnibclten geben unb eint TKenae «Wan* gen Di# Frösche kommen einem ja schon Venn Schnabel heraus!" Aber Knarras wollt# nichts wissen von Xun- bultu. tfr hatte leinen alten Stammtisch am äh, wo er Spcrrweit und Langschwanz traf, mit N-nen e» sich «o gut klappern lieft Buch hatte er eia, bunfte Ahnung, bah ten« Frau m T.mbuktu Den klapprigen Dachgarn treffen wollte, ein 3 ugenbecrbÄTtnU Abends tarnen d e lieben Kinderchen, unb frühmorgens bet Hellem Sonnenschcm ging die Jtci'e los Biermai umkreisten die vier Stdrche das Kiichendach Der Pastor und seine FamUte winkten mit den Taschentüchern die Schuljugend brüllte Hurra aus vollen Kehlen. Hoch oben in ber Lust sanfte ein Flieger irgendwohin nach Borden Drei Stunden später (lieft Knarras mit seiner Familie auf zwei bindert andere Stbrche. die au« der Heimat fortygen. ®r meldete sich vor- schrlltsrnäftig bei dem Führer unb schloff sich an. Frau Knarras traf eine alte Bekannte und lieft sich tn einen Dachfirst klatsch ein. der bl» ans Mittelländische Meer dauerte. Was man da hätte alles hören Banen, wenn man mitgcflogen wäre unb Me Sprache verstanden hätte! In der Gegend des SuezkanalS trennten sich tne Schwärme. Der eine Schwarm mit Knarras an der Spitze flog noch dem Sudan, der anbere nach dem Innern Afrikas. .Ich fliege mit nach Timbuktu". klapperte Frau Knarras heftig . Jtd bitte bann mal los!" geeinte ihr Wann, imb rauschte weiter. Die Kinder waren unter- tneaA schon abgeflogen. Vie wollten sich neue Winterfrischen suchen Ich Vte dte er*nt MSsche oltai«! WM weih einen feinen Platz!" — .Wo mögen untere Störche ternT fragte am te&en Abend Pastors Köchin den jungen Zdrfter Unb oben im Heft zankten sich die Onager, nm den schönen Platz. Sie barten sich bas Aeft als Winterquartier ausersehen. Ein alter Hochstapler vor dem Siebener Gericht. 3m Laute des nächsten Monats wird sich btt ® r o ft c Strafkam wer Siesten als Be- mfungsinftanz mit der Strafsache gegen den Kaufmann Mar Kiesewetter wegen schweren Diebstahls zu beschäftigen haben . Kiesewetter, delle.» Laufbahn als H ochst adle r vecht bemerkenswert ist. hatte sich nach dem Kriege als Arzt auAaegeben Zunächst verstand er es während des Auhrkampses unfer dem Borgehen, er lei für deutsche Behörden in der Propaganda tätig, von industriellen Kreisen Unterstützung zu erhalten, die er für s i ch verwandte dr lernte bet dieier Gelegenheit den Kaufmann Berzevske kennen, der wegen verschiedener Straftaten flüchtig war. Beide beschlossen zusammenzubleiben Sie legten sich den Aamen von tatsächlich cfifticrenbcn Aerzten zu unb besuchten nun eine Beide von deutschen Kurorten. Bemerkenswert hierbei ist die Tatsache, baft Kiesewetter wirklich ärztliche Tätigtett ausübte unb mit Grfv 1 gseldst schwierige Operationen vornaym. auf Grund beten er von Patienten als Lebensretter gefeiert wurde. Aus iftrem Streif zuge tarnen die beiden auch tn ein Cftfcebab, nn> fie bcn bekannten Falladenkletteocr Wald, der jetzt eine mehrjährige ?uchthau§sirate herbüftt frnnen lernten unb sich mit ihm zur Begehung von Einhruchsdicbftählen verbanden. Verschiedene Pläne kamen jedoch nicht zur Ausführung. Schließlich landete bas Paar tn Dad-Aau- be i m. wo sich Kiesewetter als Uni* versltätsprvsessor unb den Berzewste als seinen Assistenzarzt ausgab. S« gelang ihnen auch halb die Bekanntschaft einer sehr wohlhabenden Dame zu machen, die dort ihveS Heyleiden» wegen zur Kur weilte. Kiesewetter verstand es. Derart ihr Vertrauen zu gewinnen, dast fie sich in seine Behanblung begab. Durch daS damit verbunndene häufige Beisammensein hatte er ausgekunbfchaftet. wo seine Patientin ihren recht wertvollen Schmuck aufbewahrte. Als nun eines Abends die Dame mit ihren beiden .Aerzten" eine Vorstellung bes Bab-Vauheimer Kurlbcatcrt besuchte, verschwand K iefetoe ttc r während der Vorstellung auf kurze Zeit. ®r eilte in das Hotel, liest sich von dem Portier, der ihn als Arzt bet Dame kannte, bcn Schlüssel Au deren Hotelzimmer aushändigen, um angeblich ein Lorgnette zu holen, benutzte aber die Gelegenheit. um sich Schmuckstücke im Werte von mehreren tausend Mark unb auch eine Summe baren Geldes anzueignen unb eilte dann wieder ins Theater zurück Ber - z « w s k e hatte inzwischen bet der Dame gesellen, um eine eventuelle Ueberraschung seines Genossen au verhindern Aachdem das Hochstaplerpaar die Dame ins Hotel zuruckgebracht hatte, wurde ein Auto gemietet, um sofort nach Frank- f u r t zu fahren und von dort aus die Flucht fvrtzutehen. Bald darauf wurde der Diebstahl entdeckt, ohne baft es zunächst gelungen wäre, !ter betont BetoveSer ftaft&aK er werden. Erst einige Zeit später — sie hatten sich mlltterweile an einem Bilberdiebftahl tn einer rheinischen. Stadt, der grobe* Aullehen erregte, beteiligt — gelang es fie In Holland zu ermitteln unb lle auf dein Wege des Ausliese- rn ngsverf ährens rach Deu.sch'.and xebr.n- ger< Lkgcn des Aauheirner Diebstahls erhielten beide von dem Bezirkseiten werben die Schwltzbaberäume (Dampfbad, Darm- imb Helftluftbad) vom 7770D 3. bl» einschließlich 11. September b. 3. geschlossen. Gieften, btn 28 August 1928. Städtische, volk»bab Gießen ______ S t e b I n g.___ Bekanntmachung. Der Voranschlag ber Gemeinde Collar für ba» Rechnungsjahr 1928 liegt non Samelaq, bcn 1. September, bl» rlnfchlleß- tzch Jrcllag. den 7. September 1928, auf hiesiger Bürgermeister« zur Einstcht offen, annerbolb dieser Frist können Glnwendun- gen schriftlich ober münbfid) vorgebracht werden. 78O3D U» ist eine Umlage beschlossen, zu ber auch die Ausmarker betjutragen haben. Lollar, am 30. August 192?. Hessische Bürgermeisterei Lollar. S ch m l b L_______________ Pfiasterarbeiien. 9n der Gemeinde Groben Cinden sollen zirka 120 qm Gollmpflaftcrnng hergestellt werden, unb fall die Pergtbung ber Ar- selten hierzu auf bem Dege be« fchrist- täten Angebot» erfolgen. Angebote, ver- toloffen unb mit Aufschrift oerfeben, sind bi» um 5. September L 3„ nachmittag» I Uhr, auf ber hiesigen Bürgermeist^rc, einzureichen. Bedingungen können bort- stldst eingesehen werden 7805D öroften-fiinben, den 30. August 1928. Hessische Bürgermeisterei. Lang. Bullenverkauf. Ein abgängiger 7761D Simmentaler Bulle wird auf pro Zentner Lebendgewicht verkauft. Angebote find bis zum 4. September 13.. nachmittag, 6 Uhr, bei unterzeich- Ttcr Stelle einznreichen. woselbst die De- dmqungen bekanntgegeben werben. Leihgestern, ben 29. August 1928. Bürgermeisterei._____________ Bullenverkauf. Die Gemeinde Inheiden beabsichtigt, am . SePtembcr. nachmittag» I Uhr, etnrn Lullen pro Zentner Lebend- vroidjt auf dem Submiffionswege ,u ver- ?:ufen. Die Bedingungen können bei un» engeh..t werden. 7792O Inheiden, be i 30. August 1928. Bürgermeisterei Inheiden. Steift. irnWünOetHrt^ö Wiltonnifflirrti u.prelsiien öle Beduine ühL-DniSref. B.Coige. (Slfftn.Bdiikr“. MARGARINE sm UMZlkM KEINE GUTSCHEINE,KEINE ZUGABEN DAHER HOHE QUALITÄT garantierldurckdenWeHruf unserer Werke- STETE FRISCHE verbürg!- durch, den Eildienst unseres eigenen Spedüionsnefcos, NIEDRIGER. PREIS ermöglicht durch direkten Einkaufund eigene Bearbeitung derRohstoffie, durch rationellste Großfabrikation,durch-den größten Umsak inOeutschland Diensfam Haushalt VEREINIGTE RAMA-WERKE SlnimpIwBtlie vom 31. August bis 8. 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Für die zahlreichen Beweise wohltuender Teilnahme an dem so schmerz- lichenVerlöste saßen wir herzlichenDank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Elise Rau Alten-Buseck, den 31. August 1928 76O8D Sonntag, 2. Sept, nachm. 5 Uhr Städte Aditer-Rennen um den von den beiden Städten Giehen und Wetzlar gestifteten Wanderpreis. Gemeldet haben: Wetzlarer Ruder- Klub 1881 e. V, Verein Rudersport Gießen 1913 e. V. Festplatz: Bootshaus Verein Rudersport Giehen Wir laden alle Freunde des Rudersportes sowie unsere Mitglieder hierzu ein. — Eintritt frei. Abends: Bel clntrctcnder Dunkelheit Lampionfahrt unserer Paddelboote. — Im Bootshaus: Gemütliches Beisammensein. ,,MD Der Regatta-Ausschuß. Cafe Ernst Ludwig Die neue Künstler KapeUe spielt ab 1. September tägl. nachmittags u. abends unter Leitung von Kapellmeister u. Vlolln-SoHst Ernst Lodo 7763D Zweigverein vom Roten Kreuz. Oie Sanitätükotonne vom Roten Kreuz Hat uns zu ihren Feierlichkeiten am 1. und 2. (September eingeladen. Da die Sanitätskolonne von unserem Verein s. Z. gegründet wurde und eine Hehr segensreiche 'Tätigkeit entfaltet, ,bitten wir unsere Mitglieder um möglichst zahlreiche Teilnahme, 77/50 Oer Vorstand. J. A. pr 0 f. Heuser. Cinkoch-Apparate und -Gläser in großer Auswahl (?dqar Borrmann, Gießen. AvtoGarage für VnftwaneiL inöflttrtjft Nabe Schiller- ttrahe, ver fofort acht dH. ^(btiltl. Angebote unter <7801) an den Wien. ?lnz. NS 5 9 5 er n a© in 1 M-irk Porto und Liefe 3n Pfennig mehr. IDinkelmaoo, Worms PoeiechecM onte 151 »4 Frankfurt » M. *—1 Hier Io allen Verkaufsstellen —— Josef Chnmbrv, I eifert, Konrad Emmerich. 1« JooM, Herrn. Kuhl. K. Loeb. Frisow l.ote. Wilhelm Nominier. W llhclm Weber. /773V >>ür die '8rrtniif?abicilunfl eine» nxofectcn HV'cTtc» wird zum mögL fofomaen Eintritt einMräita im 'Ultet von etwa <3 (labten zur Erledigung eine» umfangreich. Lchrist- wechsel» nach Diktat oehubt. Bedingung ist flotte» Stenograpbleren und Maschinen- schreiben. 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Um^ahlr iLr'cheinen bittet 7 "I I» der Vorstand. ■■■■SEI Wir bitten untere MuaUeder. «,ch am LamSiag. bem l- Sern., abö» Ubr. anbemBegrukuna»» abend des lu. «olonneniagS und 25iäbr. Beiteben der >aniidt»toh':ire Wichen In der? ol balle recht Aubi^f® zu beteiliaer * V Der Vorsitzende. Üt.2< Di, «feig r'1T öt^ , oeber luhrrorftt qa 7*s.Spei w Sic? e»1!? jära^ (Ihirt tcr.il dc «8 ein' vtöt tictxx ; <**J xrn ben 6t- hingcll' Länder füabotr kuck M fioh fit .tjfttt 191 ZMchne bti am Itn. der linken s'Mlhen ’ meinde ci 2and unt lynch » Mt Lanl an 6tcv also un ^tcucroi wringe \*m bcu v.*m itr tm Sri' ^emeind Icich, fl 'er. fn>i ^itüt vfn*» il k Vaft d tleHbi i: 100 TB ^riey 3 tüt 239 Sie Sie ■■cinben ich lo(( N. achten ’eArn K er linb i «Irren '■‘•er, ber reihen i t Pro X"HH bt 'mmhntt 81 Q 'm über >on seine pi erm Jlufgdb Rif'c er Tcranb meinbe Heuern ^genfi rwlury Scn der 'M unb Idflung immer Sie t sichern Lande f1 lonberi. tuna dcr kouftf - V .. Di st. "'"i in Ä**■ 8 ^'1 ^75 ITr.205 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Zreltag, 3|. Angust (928 in welchem Umfange die hingetoielen wi f 41.88 Pro). au» der Einkommensteuer zieht, ob- wohl H au Herdern einen sehr erhebfühen Teil der Grundsteuer, die bU zum Jahre 1923 ben pveuhischen Gemeinden ohne staatliche Beteiligung zur Verfügung stand, beansprucht und damit fast 16 Proz. feine» ©teuerauUommen» bestreitet. Tiefe bohr Beteiligung an der Einkommensteuer aber bedeutet, dast die Befticbl- gung de» Finanzdedarle» Preußen» zum erheblichen Teil au» einer Steuer erfolgt, die da» Vanbe»farlamcnt weder beschießt noch einhebt, die also im Bewußtsein der Steuerzahler al» Vanöeeftcuer feine Bolle spielt. Tat j lammt, dast c» sich hier um eine Steuer handelt, die am stärksten die Tendenz der fortlaufenden Steigerung de» Aufkommen» hat. daher ohne Ben de- rung de» Verteilungstchlü fei» dauernd die finanzielle Vage der Länder gegenüber der der Gemeinden stark begünstigt und da» Antellsver- 641tni» am Gesamiaufkommen weiter zuungunsten ber Gemeinden verschiebt. rlngerechleSteuerverteilung. Die Frage her künftigen Gestaltung de» endgültigen Finanzausgleiche» ist nicht .iur für Reich. Länder und Gemeinden van be- »c nhetrm Interesse, sondern auch für dir BU- hineinheit. 9» ist notwendig, hast d,e Oeffent- lichkeit mehr ale bl»her f< mit dieser .trage beschäftigt, denn letzten Ende» ist c» ja der Burger selbst der durch dir Jablunj feiner Steuern am Dohl und Wehr feiner Stadt in ter- ♦liiert ist. Da» Dor kurzem veröffentlichte Material der Finanzstatistik für da» Jahr 1925 26 gibt einen lieber bild Über die Verteilung der Steuereinnahmen zwischen Ländern und Gemeinden, und die Ergebnisse dieser Statistik zeigen, wie sehr die Städte im Vach teil hnb. Immer wieder ist von den Städten und ihren großen Verbänden daraus Durch den gediegenen Anteil des Landes und den iKtminbcrten Bnhil der Gemeinden nxrbcn kne Luteren gezwungen Steuern zu erbeben, die nicht ohne schwere Schädigung der örtlichen Qnt- tridlung und der kommunalen Selbstverwaltung erhoben werden können. Man zwingt die Kommunen zur übermäßigen Inanspruchnahme ber Real steuern chi '.Radjt, es war nicht lag, ff« mar em eigen (Brauen. (tfus Tegnsr» Frithfofsjage) Lange und anstrengend war bet Ritt von über ^00 Kilometer, der un* über weite einsame, zum lest wllig unbesiedelte Gebiete de» Vi-ianix» dem Polat - frei» nahegebracht hatte. Große Sandwusten roller Wirbelsturme und ofhnal» non undurchdringlichen "Jebeln bedeckt, lagen hinter un», brnte en Lu falte (Bletfd)erflüfie und reißende Wtldbache, ohne Brücken und Steg, wurden auf Pserderucken bezwungen, über zahlreiche Gebirgszuge folgten die mackeren ilonn' m stetem Wechsel bergauf — bergab, dem schmalen Saumpfad. Wild zernstene, fast unbegebbare Unna- felber mit wahllos jufnmmengejloffenen und über- einander geschichteten Basalt, und Tufsmassen, nm. drohenden Kratern überragt, sind überwunden, lieh lidjc Bergweiden im inneren Hochlande mit übernti* malerischen, weltvergessenen Gcbirg«feen innrtt-1 großartige^ flebeimni*ooller Bergfzenerlen, vergönn ten Ruhestundchen im Zeltlager zum Schauen und Lauschen. Lander durch die Inanspruchnahme der ver- Hip baren Finanzquelten für ihre cig.’ncn ‘Bebürf- nifie (man braucht nur an die Hauszinsfteuer zu ennnernj den Gemeinden die Eriüllung ihrer .'lulgalxii und die Finanzierung ihrer Bcburf- msse erschweren, und daß nicht zuletzt durch diese BeränNrung im Verhältnis .Land und Gemeinde die starke Anspannung der Gemeindesteuern bedingt fei. Der hierdurch hervorgerufene Gegensatz zwischen Staat und Gemeinden hat uulurgemäh den Dunfch nach dem Einheitsreich vt ben Kommunen gestärkt. Die Forderung nach der unmittelbaren Verbindung zwischen Reich und Gem- inden ist ja in der letzten vfcit auf den Tagungen Irr kommunalen Spitzenorganifalionen immer wieder erhoben worben. £k obengenannte Statistik zeigt deutlich, in weichem Masze die Gemeinden gegenüber dem Lande benachteiligt sind, und sie zeigt ganz be- •onber», wie sehr die Kommunen in die Richtung der hon ihnen zur Zeit betriebenen Steuerpolitik soweit man angesichts der Einengung kommunaler Bewegungsfreiheit diese» Dort überhaupt noch anwenden darf - gedrängt worden hab. Die Statistik zeigt, daß im Vergleich zum .'obre 1913 14 in allen deutschen Landern, mit Ausnahme Sachsens, der Anteil de» Lande» am Steueraufkommen wesentlich gestiegen. dcr der Gemeinden erheblich gesunken ist. So wurden im Jahre 1913 14 in Preußen von hundert Mark für Land und Gemeinde entrichteter Steuer 24.23, Mk. für da» Land und 70,72 Mk. für die Gemeinde in Anspruch genommen. Im Jahre 1925 26 erhielt da» Land 39 71 Mk. und die Gemeinde nur noch »Ö29 Mk. d h das Land hat seinen Anteil am Steueraufkommen von etwa 30 auf 40 Proz. allo um 33’ Proz., gesteigert während da» Steueraufkommen für die Gemeinden sich stark verringerte. Von der Gesamtsteucrlast. die auf em deutschen Volke liegt, kommt heute den Län- '•*rn ein relativ größerer Anteil zu al» vor 'em Kriege, soweit e» da» Verhältnis Land und Gemeinde betrifft. ‘Bber auch tm Verhältnis ieich, Länder und Ge-neinden haben die Länder, trotzdem das Reich durch seine gewaltigen inan,teilen Bedürfnisse stark in den Vordergrund vtreten ist und die Gcnneinden in erster Linie ic Last der inneren Kriegsfolgen tragen, ihren lat Iren Anteil erhöht. Es erhielten a t 100 Mk. Steuereinnahmen da» Reich vor dem Kriege 39 Proz., ietzi 42.3. die Länder 20.4. etzt 23.9. bie Gemeinben 373. jetzt 31.4 Proz. ?ie Steuervertcilun^ zwischen Ländern und Ge- ciüben in ben 5 größten deutschen Ländern hat ch folgendermaßen geändert' Preußen Land 1.4, Gemeinden 173 Proz. Bayern 27 — 7.8. achten 24.5 - 28.3. Dürltenilvrg 9.2 - 7. ''oben 10.8 - 19,9 Proz.i Roch aufschlußreicher er find die Iahlen über den Anteil an den izelnen Steuern. Von der wichtigsten Reichsteuer, der Einkommensteuer, nimmt heute rvuften 49.31 Proz. für fich in Anspruch und Srläftt den Gemeinden die vor dem Kriege _V68 Proz. hieraus erhielten, nur nod> 50.66 ~ rnimt. Richt zuletzt au» diesem Grunde ist der Anteil der Einkommensteuer an den Gesamt- •cuereinnabmen der preußischen Gemeinden von '0.81 auf 28.32 Proz. gesunken, also über 40 Proz., während das Land Preußen ">n seinen steuerlichen Einkünften immer noch Doier Tanguy. tfc war kein «unschöndler. der Vater lungut), fi wie sie in den Beschreibungen von Montmartre 'ac• fch'ldert werden. (Er hatte einen kleinen Laden, in d-m man alle möglichen Dinge kaufen konnte. Vater Tanguy hatte außerdem ein weiches Gemüt und hals den armen Künstlern, die an den Ufern der Seine saßen und ihre Warben verschmierten, die sie viel besser verwenden konnten. Die Pariser Kunst- summier, die wußten, daß in TanguyH Laden manchmal für billiges Geld gute Sachen zu haben waren, besuchten ihn von Zeit zu Zeit. Der Handel war leicht, ba Tonguy überhaupt keinen Verstand für die Kunst hatte. Eines Tages kam auch so ein Liebhaber der wahnsinnigen Malereien, wie Tangun die Gemälde seiner ."yreunbe nannte, in den Lade um zu sehen, ob es etwas besonderes zu taufen gäbe Er entdeckte ein prächtiges Stillet,.-n von van Gogh. Du er den bruoen Suter Tanann mcht betrugen wollte, fragte er ihn. „Was kostet dieser oun Gogh?" Der Alte sah den Äunftlaufcr kopfschüttelnd an und fugte: „Der urmc Vinzenl! war damals schon nicht mehr recht im Kopte, nufjt wahr? Was^das Gemälde kostet, bas sie kaufen sollen? Warten cle einen Augcnt-l-ck, ich will <-• ■ nachsehen, was es bringen muß. Ich will Sie nicht übervorteilen.' Er suchte einige Minuten unb xnanbte sich bann an ben Käufer mit ben Worten. "42 Franken.' „Sagt mir, Vater Tanouy,' sragie der Käufer, nachdem er das Bild in feinem 8efi:$ balle, „warum Huben Sie genau 42 Franken cer- taofl — und nicht rund 40 Franken?' „Dell ich ert ehrlicher IDtann bin, lautete die Antwort „Als t-er arme Vinzenl starb, schuldete er mir genau 42 Franken. Nun ist die Schuld getilgt " Einige Zeit darauf wurde das Gemälde für ein Vermögen verkauft. Dem Polarkreis entgegen. Glücklich, toem In ber Jugendzeit der Schritt fiern von bet Heimat bar te schwccjen. fei'». Daß er gddbaut, w Sprache redeten, scheinen heute hier oben zu schlafen, unb wie in tiefem Traumen liegt ein befriedigtes Lächeln über ihre bevorzugte Lage in solch wunder, barer Umgebung auf ihren Lippen Dec rauhe .stord, der hier so oft vom Grönlandeise nach Island, weißen Berggipfeln fliegt, donnernd und poltemb mühsamer Hande Arbeit mit einem Schlage ncr n'chtend, hat sich völlig der Macht der heute regieren- den Hochsommersonne gebeugt, unb auch der fuhic Morgenwird schweigt, der die Gipfel der nahen Schneeberge mit feinem zerrissenen Nebelftrellen um ilort hatte. Weit dunkler aks gewöhnlich erscheint ho-3 'Blau des Himmelszeltes vom nun beschatteten Tale aus, und leuchtend heben sich die zarten, duftigen Streifenwölkchen von ihm ab. Selbst auf die weile See dort hinter dem niedrigen Birken-Buchenwalhe scheint sich der Friede des stillen Sommeimges nn|( unb ganz übertragen zu haben. Dort, trj sich tagaus, tagein die mächtigen Wogen über den nflnben 'rfi.i ren brechen unb die wilde Brandung mit lautem <8e- töfe das StrandgeröN unb die stellen Fel rkllpv.'.i unbarmherzig Kitscht, dort liegt heute eine fast spiegelglatte Fläche, auf ber zahlreiche QEntenmüiter ihre lieblichen Kucken führen unb erstaunt die zitternden Spiegelbilder der Schneehaupter benach. harter Berge beobachten. Dieser wunderbare Commertoa vergönnt mir noch eine Fahrt auf das offene Meer. Ich begleite oter Fischer In einem Motorboot vom kleinen Fjord hinaus In die nordische Sommernacht die nicht minder schön ist, als ber vergangene tag. Tief (Mu schon die Sonne über dem Horizont am wellen un- endlichen (Eismeer unb feuerrot flammt der Weg bem sie nord-ostwätts folgt. Roch vor Mitternacht beginnen die fteißlgen Hochseesischer ihre mit Hering beköderten Fangleinen auf Dorsch unb Steinbutt im warmen Sonnenschein auszuwerfen, während das Boot langsam weiter nordwärts stampft. Der kleine, vor Stunden verlasicne Fjord ist längst nicht mehr sichtbar, aber Die lange, gezockte Felsenküste Islands hebt sich In leuchtender izarbenprachl aus dem Meere empor. Die meitentwiten, xum Himmel emporftrcbenden Berggipfel an der Küste, mit ihren glitzernden und funkelnden Schneekappen, strahlen und glänzen In einem unbeschreiblich Dklforbigm Alpenglühen, wie ich selbst im Tiroler und Schm.,- zer Berglande niemals schöner gesehen, unb die ttefer gelegenen schwarzen Felsoarlien sinh flimmernd und schimmernd überhaupt von den Stroh ten der Mitternachtssonne. Während sich ihr feuriger Ball langsam ins Eismeer senkt, werden hie darben immer leuchtender, immer prächtiger. Ringsum blitzen die welchen Wellen ttefrot unb golbgrun unb violett, das weite Meer ist überflutet Reisebrief aus Island 13tm Dr. Hellmut Loh, Gießen. ckkatt unb leise klingt, denn diese Mächtigkeit und Fülle mit sich. Bknn Sie also lünftig am Telephon oder im Rundfunk nicht genau verstehen, was da gesagt oder gesungen wurde — so werben S e wissen, woran da» liegt. Wie. Sie sind dadurch nicht glücklicher geworden? Vielleicht nicht: nber ho'- fenti’dj wissender durch den kurzen Eiichlick In Ji« Werkstatt der physikalischen Wifsenschaft, dec hier gegeben wurde Vivisektion des Klanges. Von ftranf Warschauer. Vivisektion be» Klange»? Kann man überhaupt Klange sezieren? Man kann es: unb da» geht Ivi gen dermaßen vor sich. Jeder Klang, den ba» Qhr vernimmt, ist in außervrdentlich komplizierter Weite zusammengesetzt. aan,j gleich ob e» sich um da» Piepen elttt» Sperlmgs. das Singen einer Nachtigall, die menschliche Sprache, um Gesang ober Instru- mentalmillik handelt We>m ich zum Beispiel -B" aussprcche. so erfolgt damit der Bblauf eine« 'c*jr differenzierten pdtzsikalifchen Vorqong«. während doch bas Resultat fn einfach erscheint Dte Frage nach ber Art all dieser Vorgänge ‘vWwftigt die Phnfik teit ea. 100 Jahren: erst in neuester Zeit ist man hier n Erkenntnissen gelangt, die übet die Struktur be» K vtge» einen genauen Aufschluß geben Der prall.sch.' Wert diefer Fvr- 'chungen stellt (ich am deutlichsten bei jeder me- hanischen Wiedergabe klanglicher Vorgänge, allo ?or allem im Rundfunk und Grammophon dar. Wenn wir von einer S-challvlatte so staunenswerter Deutlichkeit Mufik unb äprache hören können, trenn die Stimme, die aus Hunderten, ja auS tauknben von Kilometern mif tem Wege ber etekttischen S-türmqung zu un» im Rundfunk fast in jedem Monat bcut- erlennoar wird, fo ist das in erster Lmie >en grunblegcnbcn Arbeiten der Phy - A“ danken, die sich auf ba» Gebiet ber v ä Ziehen. Denn jede Wiedergabe im hu Srammvphvn ist auch eine Syn* cheie des Klange»; damit sie gelingen konnte, ^^,/orgfältige Analyse notwendig. ^Enaue,-' Tttifschloß über die Einzelheiten der physikalischen Vorgän.ae gibt, lud b.cfc Analyse geschieht nun in einer Form, z« Anatomen ober des Fhln -blcP««t€nmcnticrcnben mebyini- hxn Forschers gleichtehen tarm. ■t-.^atur eines Klanges zu t man nämlich unter anderem den rf,® »cfamtbeit einzelne J ^an 8U beobachten, wie ist das mög.id)? Ma--. *ew, daß weder tn der Ratur noch in der Kunst lämmem erfreuen fich dieser Pracht, und die nistenden Klcinhogel unb fchneeweißen Schwäne, 'o zahm roic ihre Gespielen, erfreuen sich der goldenen Freiheit, die nicinanb stört. Tagelang reiten wir, das Schauen tnirb zu unvergeßlick-er Erinnerung. Weber wechselt ba» Larblchafttb lb. Vor uns taudien facbenpräch ige Oasen auf. die zahl reiche n heißen Quellen ihre Stiften; veibanken. Hier liegen ruhice Sprudel mit Kohlen'äure, niedrig temperiert. Islands ,'Apollinaris", dort eruptive Spring- quellen. aus denen mächttae Dampfsäulen unaufhörlich emporsteigen, wieoer an anderer Stelle begegnen wir locbcnb heißen, brodelnden, schnaubenden und dampfenden Höllenfchlünden, ben Schwefrsquellen oder Solfataren und ben für Island fa charakteristischen Schlammvulkanen. Ueberall ein Farbenfpiel von Gelb unb Drau. Grün und Vlau. Weiß und Schwarz und Rot unb Orange in seltsamsten Gemischen, wie sie nur auf der Palette eine» Malers ungeordnet wiederzufinden find. Unb unaufhörlich kocht e S und brodelt e». arbeitend mit wildem Getöse und Gurgeln, daß man sich manchmal an den Eingang der Holle tNrfefit glaubt. „trcbenden Felsmasstven einge^hmt, deren Häupter oftmals von schweren Wolken verhängt sind. Einzelne Bauer ahöfe liegen versteckt tm schmalen Wildbachtcl, und Fifcheransiedlrmgen und Handelsorte schmiegen sich an die geschützten Buchten de» sich erweiternden Fjordes, wert draußen, wo die Schisssmasten vor ben Fel»- terra Wen schau teln. Steil und unvermiltclt steigen zerklüstete Klippen aus dem Meere auf, die Tausenden von Lummen. Alken, Möven und vielen anderen Wasservogeln zur Wohnstätte dienen. Ganze Wolken dieser geselligen FelS- Mictfcr schwärmen und flattern über den blauen Wogen unb schreien unb kreischen in einem so vielstimmig lauten Akkorb, ber selbst das Getöse ber über ben Schären gebrochenen Dellen unb ber w Iden Brandung auf dem gepeitschten Strandgcröll weithin übertönt. Leise hört man das taktmäßige Hämmern ber füftenfre Men en ben Motorboote unb weit braußen am Horizont stehen bie Schiffe vieler Rationen bes europäischen FesllanbeS über ben reichen Fischgründen, um halb mit reicher Beute beloben in die Heimathäfen zurück, ukehren. Ein herrlicher Sommerahend. an bem wir auf her kleinen Farm nahe am Polarkreis abfattcln, um un» unb unseren freuen Pferden bie wohl- । herbiente Rast unb Erholung zu gönnen unb viel- teiiftt morgen auf bi? Sse hinaii», ber Mitter- 1 nadifefonnc entgegenzufahren. erkannt, welche Aufgaben lösen sinb bamit die Diedergabe hierbei naturgetreu erfolgt Und er ist habet zu Ergebnissen gelangt, bic auch dem Fernstehenden intereffieren müssen. -3too' sagt da» Telephonfräulern unb der gut erzogene Mitmensch am Telephon, anstatt ..zwer": unb wenn er euren "Hamen buchstabiert, bann begnügt er sich nicht damit, bie Buchstaben ein- Kln zu nennen, sondern verdeutlicht jeden durch einen Eigennamen: 5 wie Siegfried. K wie Karl ufto. Darum ist ba» notwendig? Professor Wagner gibt die Antwort darauf. Wenn ein s. «in z, «in fch Im Telephon ganz genau richtig klingen, wenn zwei nicht mit drer verwechselt werden soll, müßte bic Membran des Tetephonhörers säst zehntausenb Schwingungen tn bet Sekund: in der gleichen Weise aus- führen. wie die» bei dem Sprechenden geschah. Da» kann sie aber nicht. Ihre Höchstleistung I.egt ungefähr bei dreitausend Schwingungen, und daher wird so vieles entstellt unb verändert. "Bfim Telephon kommt es nicht so seht darauf an, aber bei Rundfunk und Grammophon muh diete Aufgabe viel sorgfältiger gelöst werden. Aber biete Forschungen haben noch weitere rnteressante Örgebirff? gehabt. Darum klingt ..2F w e .,A" aan, gleich, ob e-3 ein Baß im lief- Ren Keller oder eine Sopranistin in höchster Höhe fingt? Warum klingt e n Tello immer wie ern Tello, eine Flöte toi«: ein? Flöte? Offenbar ist für die Bildung des Vokals _*2T die Mundstellung enllche dend. Sie hat zur Folge, dah bestimmte Schtoingungsbeveiche der entftebenben Ober tön? besonders betont werden, die man al» . Formantregionen" be^ichnet hat. Sie liegen für ..A", ganz gleich in welcher Höhe ober von welcher Sfmme es gelungen wird, immer bei ettoa tautenb und be; etwa dreitausend Schwingungen m der Sekunde. Reuerding» hat sich auch gezeigt, daß es öhn.iche „Sonnontregtonen“ auch für die Instrumente gibt. Prote'ter Dog:ee hat n ähnliche Weite auch die Klänge von Schallplatten mit komplizierteren Wul.kdarbiedangen untersucht. Eben noch klingt alles natürlich und gut: nun werden die Ober- tonfchwingungen abgc'chnitten — und die Instrumente baden ihr« Klangfarbe verloren. Bei der Wegnahme der unteren Schto nzungen. allo der tieferen Töne, -eigt sich, dah plötzlich altes ganz voll märcheichaster 2id)tjulle. Ho«1) >.n Juicben taucht der Tonnenboll hinter die gewaltigen Pack« rismassen zwischen Grönlanh* und Zslands Lüsten, die der Reisende zur Mitternachtssonne selbst vom wett höher gelegenen Nordkap nicht schauen kann, -hier ermöglicht das grün-schillernde. chen bem Weg nach b r .naltefteUe unb der Kinzenbacher Strafte find zwei Baulinien auf- getan, yilerbina» iinb die Bauplätze daietdit üem- lich teuer, es werden pro Quadratmeter burdiMfnitt- lich 4.50 Mark oerionqt. Durch ben Ausbau in hie- lem Gelände erftoU aber das Dorf ein g«ims mit: Vom 3. September an trifft das Flugzeug von Hannover anstatt um 14JO bereits um 12.05 auf dem ftiefiaen Augplay ein und fliegt um 12.15 nach Frvnk'uri <2Haln) weiter. 3n entgegengesetzter Richtung er«olgt bi« Ankunft von Frankfurt lUaim anstatt um 13.05 bereits um 12JO imb ber Writerilug na* Hannover um 13.0. D rte Aenderungen der Flugzeiten bedingen auch eine Aenderung der Schluftzeilen für di« Aufiie'erung vom Luftpostsendungen für die l-’iben Flüge. Künftig werden beiärderi werden mit Iter'-'u-t« post um 12.15 nach Frankfurt iDlo i n): 1. die mit der Kastenleerung von 8 30 bis 9.45 einflef am weiten. 2 bi« beim Postamt in ber Schul ft ratz» bü 10.15 unb 3. b»< b?im Postamt Vahndosftratze 85 bis 11.0 aufgelieterten Luftpostsendungen für bi» Viche turtn nach Frankfurt 'Main, und weit«. Die Luftpost um 13.0 nach Hannover erhält bi« LuttPostsendungen für bl« Aichtung na* Kostal unb writer. bie 1. mit ber Kastenlo rung von 830 bis 9.45 b im Postamt »ingeften, Z. beim Postamt in der Schul strafte bis N 15 und 3. beim Postamt Vadndofstratze 85 Hf 12.0 auf» geliefert werden. V«' ber Post Hilfsstelle au) bem Flughafen kann dia Aufsie-'ttung gtw:bi>'i*er Luttpostsendungoa bis 20 Minuten vor Abgang lebes Flugzeugs «rfolgen. »•Wb g m. Ter uxnn bkfe nicht ht ben Acht Achtung Benötigen Sie Schuhe? (H labet ein (XB02 für Damen, Herre n und Kinder SCHUHHAUS MEYER Gießen. Bahnhofstraße 30 7mia 7809V 0.57 sK«M Mäusburg 3, Walllorstraße 12 Erprobt haltbare wird, einer erftflaffiaeit Venudnen Sie bei Technikum Jlmenau i. thüt. Ingei Jucker - Abschlag zu besonders niedrigen Preisen! dfund 0.30 Bfnnd O.B4 3.00 / 3.75 Damen-Strümpfe A cn Bembergseide extrafein HeUÜ irou arilUien i* alle« Ötobtteilcn DAS MARKENRAD AB FABRIK; Katalog gratis! 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CMtb unb faim nicht immer selbst bas Telephon bebttnen unb hmr Örfläru»* Otn entgegennehmau uab abgeben fnetbem wirb me< ment einem 'einer 'BaÄieehetee. feinem Der« lonal uberla ff en mü’len Ss kommt hierbei ein doppeltes in Betracht i3mmal i| bif Bedienung hrt Hemlprecher» eine rein tatsächliche Bertick- hing Der Auftrag be< Prin-ipalO an eine Perlon seines Personal», bat Telephon zu bedienen. enthüll nkfct auch zugleich bie Srmächti- gunfl )u einer rechtlichen Bertretung be- BeichäftAherrn durch den den Fernsprecher be- bienenben '3nflcfl#llten Auf ber anderen Seife ift folgende- zu berüVt [Hten hanrtt Wie GrNärunge, an bw für einen Getchäftsbetricb zuständige etelle gelangen Die Betrihgung am ^ernlprahverkehr unb brt Annahme teleptzon:. idper Mitteilungen leat notwendigerweise bte Be rpsIichtung auf. dafür zu «orgen. dah geschäftliche /TDttfethinger. durch den .Fernsprecher :hm hon leinen ’lngnfeUien unverzig'.'ch über- i«Hielt werden Fehler tat Gelchäfl»betrieb und Bachtäsfigkeilen bet der Entgegenuahmc von GrNLrungei' durch den Fernsprecher dürfen einen Dritten ber im Bert rauen auf ba- bar gebotene Bcrfebtirntttc: des Fernsprecher» handell feinen 2lachteil brn- aen unb .hm nicht schaden Der 3ngefteU!'. ber da- Telephongespräch enigegennnmnl. ih in A __ _ e-Ms* MlfaES trteüver Montag, den 3. September, morgen* 7 -11*, Hotel Viktoria Ph. Steuer Sohn Konstanz (b.chenß0tt»»diensi morgen» 8.15. abend) 6 30 Uhr. Robert HmiNmM MHcm IWcüe geftHemaVn Ber? reh i br» G<» schäft-rnhabers. horau-ge'eyt natürlich bah e- fich um einen kaufM-vn i«chen Ange'ieüren handelt unb nicht ttee «n den mit der Aemzgimg be» Loka^ck bcauHreatew »Vnitbuxtfrer Der durch rerntpr.-chee fpr>chf. 'o'l «Ich ooe alle, Dmgm bergeDiflcru. ■ t! wem er spricht ob u* t Nm Geschäft-Herr oder aui einem beuN ■Mnnrtdxw Angeheilfe, unb feil beflew Xanten «eft tetier Äu-zmr^irmes nach am LSepiembev 1628 cf s toben ein: Der Miet Jbeim*. Reitz _ ___Die Nuvichenschaft je»* I Die Vollmachl im Fernsprechverkehr 7on (Afürg Lin-, in (•künbera. brachte bisher nichi einmal b. fonntge Luhe» Ueruok Pklc.nzen Dielet Oft- gnrilenfortc. die viel <^clb einbrtnnrn 45 Marne» gioi.cn (irbbrrrolantane entnommen D St. 2 WIL 2t 3J<« Dlt. 100 St. 6JJ0 1>|L ttü 5t. 15 ML 500 21 25 Mk. 1«» St 4" Ml. verland tu »Itter Moodoaduna bie ante Nolunft geruabrlclfiet. 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Element bilden und zwar um so mehr, je geringer das dramatische Lebenselement de- au »geführt en Düh- z4)obcn Sie schon gehört", hiefo e» morgen? im Bäckerladen, der Lion d'ott wirb abgerissen, lind wissen Sie, wohin sie ziehen? In da» Haus der Longeoille'" Bitt' I von I and I len- und uoX- iW raen. •iltti i»W nIV iin* ndl« — an. 7 bi? ich "v .. . Nicht möglich!" .Diese Iran Odette? de- Grcnzweges abgehol t um Bäubern keinen Unterschlupf paar Hundert Meter sieht od?r Verhangniffe. Vornan t»on Liesbet Dill. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale). Karabiner geloben, entsichert. Noch größer alt die Zahl dieser Grenzwächter ist die Zahl der weiß gestrichenen Hokkreuze zu beiden Seiten der Strass, die den tragischen Au-gang der Unvorsichtigkeit einzelner 7tcifcntar es auch. Sie lehnte sich heraus aus dem engen Kontor, den niedrigen, engen, altmodischen Stuben, an denen so viel Erinnerungen hingen. „Ich will einen Strich darunter machen." Ihre Sippen zuckten, während er sie erstaunt anblickte. Es mar so festen, daß Odette einmal so aus sich herausging. Das mar wie ein Ausbruch bei ihr. Als ob sich Langzurück- gebämmies losgerifsen hätte. „Charles, Charles, begreifst du das nichtLaß uns einmal eine schöne Resie machen", fuhr sie fort, „und uns die Welt anlehen, heraus aus bie’er Lust, diesem Himmelsstrich." Ihre Stimme zitterte leicht. Charles schüttest« den Kopf. „Steifen, jetzt? Und in das Haus zuriickkehren? Odette, ich weiß nicht, ob du das kannst ..." .Könntest du es denn?" fragte sie. und schaute zu ihm hinaus. de- Worte- durchschlagenden Erfolg zu erzielen scheinen, so ist da- oft eine von der Claque erzielte Wirkung Denn da- eigentliche Theaterpublikum pflegt, tote eS im Bühnensargon heißt, auf den Händen zu fitzen: es upplauksicrt erst, toenn e-, sei es durch da- Stück, sei e- durch die Darstellung. wirklich mitgerissen wird. BlS es dazu kommt, kann aber eine dramatische Arbeit, auf deren Inszenierung viel Mühe und viel Geld vertoendct worden ist. praktisch lehr durchgesallen sein. Da- zu verhüten, ist die eigentliche Aufgabe der Clague. ohne die in Berlin beispiel-weise keine- der sog. Amüfrertheater auSkommen zu können glaubt. (Bin O peret tene rf ol g. eine Schwank-Premiere ist ohne Clague kaum denkbar: daß sie sich aber darüber hinau- selbst in Erstaufsührungen ernsthast zu wenender Arbeiten toirflam zeigt, da- wird den Bühnen, die auch in solchen Grstaufführungen fürstlich jemrlncrt Bestall zu geben. Dieser eigentliche und wirkliche Claqueur kernst gewöhnlich Nit Stu k lchon von den Proben und weiß genau, wann e- an der Jett ist da- Publckum zum Applaudieren zu enrnrrticm. ®tn lolcher. scheinbar spontan vom Augenblick e-ngegedeivr Bestall wird in einen bi- d^h.n unlustigen und stimmung-losen Haufe manchmal Wunder wirken, in der nächsten Sekunde klastchr da- ganze Haus Gelegentlich kommt e- frei* A auch vor. daß ein solcher Claqueur, Stümper in feinem Fach und meist ohne Ahmrng von der Pfvchologie de- Theaterpublikums. im unge.i.f r.etften Augenblick loslegt Die N reffenda Si.lle de- Stiicke- mag auf der Probe vielleicht für den Beifall geeignet erscheinen. aber bet b.-r Aist- führung aus irgendeinem Grunbe abgefallen, wirkungslos verpufft fern. Da- augenblicklich heran-- zufühl eil. erfordert ein stet- wache- plvcholvgifche- wnge<ü|)( Hal der Claqueur e- nicht und ballert er los. In ist wütendes Pst! Pstl ans allen TeUen des Theaters und eine manchmal nicht wieder ^t^umachende Verstimmung de- Publikums dic Im Jahve ITT? Tarnen einige Autoren und Schauspieler zum erstenmal auf den Gedanken, die Stimmung de- Publikum- durch eine Anzahl bezahlter Männer mit sicherer Hand zu lenken und so Ginfluß aus den örfolg einer Austührung *u gewinnen, da- war die Geburt» stunde der X&eattrclaquc. Ch machre Ni» P.:l< - Ium regeltochte Gegendemonstration en Ratürlich kam es dabei mehrere Male zu wüsten Prügellzenen zwischen Besuchern und Olaqucurcn. Mit der Zeit nahm die Institution der Claque immer festere Formen an. Gin guter Claqueur zu fein galt al» em einträglicher Leben-beruf G- aab wahre Meister ihrer Branche, und ein Autor konnte sich glücklich schätzen. tocim ihm ein solcher berühmter Clague-Ches für gute Worte und teure- Geld feine Hilfe zustcherte. Adar noch ror kurzem ist tn Frankreich und in Oesterreich- Ungarn die Uraufführung eine- Stucke» ohne tätige Mitwirkung der Clague eine äußerst gewagte Sache gewesen. Monsieur L e b l o n d in Pari-, Schöntag. der Clagueches der Wiener Hosoper, und Onkel Weidinger. der .Grsolg- macher de- Budapester Staat»!Heater»'. inar-m stadtbekannte Figuren, Me jeder Theaterbesucher der älteren Generation kannte. Mit der Zeit feierte da- (Maquetocfcn wahre Orgien. Das Publikum wurde am Gängelband geführt, und die wirklichen Heroen de- Theater» waren Ne Claqueure und In Pari- auch die .Pieureure". denen die Ausgabe zufiel, an den Höhepunkten der Tragödie Crgriffenheit zu markieren. Monfieur Leblond hatte feste Tarise. er lieferte dafür alle-, wa- man wünschte. Seine ..Schwarze Bande" applaudierte auf Bestellung. Gr machte au- Autoren, Schauspielern und Schau- spiclerimwn Berühmtheiten, scheute aber auch nicht davor zurück, sie zugrunde z» richten. er ließ st« dann einfach au-pfeifen. - ein moderner Conbottierve, der immer in den Diensten der Stimmung machen lassen, von der Kritik mit Fug und "Recht angcfreibet. Wie sieht beim nun die zwar unsichtbare, aber trotz ihrer Tarnung hörbare Clague eigentlich auS? Harmlose Gemüter denken vielleicht, daß vor dem "Beginn der Vorstellung so eine Art Unteroffizier hi Zivil seinen Zug von "Senil6- klatschcrn in- Parkett führt, wo die Mannschaften au-schwärmen, um die für sie bestimmten, über da» ganze Theater verteilten Sitze einzunehmen. So plump wird die Sache natürlich nicht gemacht. Beruf»clagueure, die sich lediglich von dem Aufeinanderschlagen ihrer Handteller ernähren, gibt es in Deutschland Wohl überhaupt nicht. Aber es gibt zahlreiche, mehr oder weniger gute Freunde de» Direltor». de- Regisseur-, de- Autor», de- Kapellmeister- und der Darsteller, lauter Leute, die nicht beleidigt sind, toenn ihnen em Pvemicrenplatz, sofern st« verheiratet sind, auch ein Platz für tfroe Frau, grntt- und franko in- Haus gesandt wird, Die von diesen Karten mit Vergnügen Gebrauch machen, und die. selbst wenn sie einigermaßen krtttsch veranlagt sein sollten, doch schon wegen de» billigen Vergnügen- in genügend guter Laune sind, um beim ersten Signal die Hände zu rühren. Dicke- Signal ist freilich keineswegs verabredet: man darf sogar behaupten, daß niemand unter den Freikärtlern überhaupt eine Ahnung von der Cnstenz eines solchen Signal- hat, aber gegeben wird e- darum doch, und noch mehr e- wird getreulich — wenn auch ganz unbewußt — befolgt. Diese- Signal zum Applaus wird stet- nur von einigen Wenigen gegeben; eS sind gewöhnlich ein paar der Direktion sehr nahestehende, thralertundige Personen, die sich auf die P s y - chologie des Parkett» und demgemäß auf die Kunst verstehen, im wirksamen Augenblick durch spontane- Klatschen das Zeichen zum all- liegt daher an her Form und Etikette eine» Regime», sllr da» der Wille de» albanischen Dolle- kaum etwa» bedeutet." Andere französische "Blätter, die weniger gehalten sind, tn Uebereinstimmung mit dem Quai d'Orsad gute Miene zum b-len Spiel zu machen, sprechen, toi« .Part» Soir" offen au», daß ft« von der Krönung Achmed ZoguS eine ,übermäßige Stärkung de» Italienischen Sinflusscs" in Albanien erwarten. Gs herrscht polittsches 5autoetter am Balkan. Die unter den Rach- kritgsvcrhältn Ilsen festgesrorenen Volksmassen kommen tn Bewegung, und diese Bewegung staut sich überall bedrohlich hinter den Dämmen, die das Vertrag-wert der Siegerstaaten aufgerichtet bat; soweit der „Status quo“ dadurch unhaltbar geworden zu sein scheint, sucht sich die 'Diplomatie der Großmächte neu zu orientieren, und eS bilden sich neue Gegensätze und neue Gruppierungen. Ueberall aber herrscht die "Jlcigung vor. sich durch ft raffe Diktaturen zugleich gegen Volkserhebungen zu sichern und einen leicht zu bandbalx-nden Apparat für die Durchführung imperialistischer Zwecke in die Hand zu bekommen. Ucbcrraschend wirkt dabei da- Hand- inhandarbeiten Giiglands und Frankreichs. Jugoslawien wird genötigt, den schlimmsten Stein des AnstoßeS im Verkehr mit Italien durch Ratifizierung deS Rettonu-Derlrages aus der Welt zu schassen, dafür aber durch eine Intervention in Sofia zur Unterbindung der revolutionären mazedonischen Organisation gegen Ueber- raschungen von der bulgarischen Seite h?r gesichert. Doch tn Jugoslawien wie in Bulgarien Niemand wurde klug aus ihr. Sie hott? feinen Verkehr mehr. Die Türen hotten sich vor ihr hörbar geschloffen nach biefer dunklen Geschichte. Auf- geklätt war sie immer noch nicht. Der Mörder hotte sich nie gesunden, würde lich wahrscheinlich auch nicht finden lasten, nachdem so lange Zeit darüber vergangen mar. Niemand hätte sich in der ganzen Umgegend sinden lasten, der dieses einsame Haus dort oben bezogen hätte. Nun zog sie selbst hinein. „Meiner Treu', den Mut hätte ich nicht", sagte die Frau des neuen Notars, die in dem modernen Villenviertel wohnte. „Nun. Artemis, was sogen Sie denn zu unserem Plan?" fragte Chattes eines Abends, als er in die Küche fatn, rno die Alte am Herde bei den Kasterollen stand. Sie knickte Reisig und schob es Ins Herdfeuer. -Ach. wozu soll man sich den Mund verbrennen. Herr Chattes? Der mürbe denn aus mich hören?" „Dir hoben Ihre Anficht immer geachtet. Artemis". fagte Charles. .Ich habe Sie oft um Rot gefragt." Die Alt« verzog chr Gesicht: .Ja. nachher, aber nie vorher." ..Es ift Ihnen allo nicht recht, daß wir den Lion b'ori aufbauen''" „Doch, das ist mir 'chon recht", fagie die Alte. ..Dann kriegt rüon roohl endlich einmal ein an- ständiges Zimmer. Di« Löcher da droben ... ba .Ich? Warum nicht? Es ist ein geräumiges Hous, und der Garten, der Wald dahinter, da läßt cs sich schon leben ... Aber du. wirft du mir dann nicht kommen und, wie Mama in den letzten Iah ren, dann nachts Lichter" schen und »Stimmen' hören, und wenn der Sturm die Bäume im ©arten biegt, glauben, daß jemand im Pavillon seufzt?" Er fah Jie an. Heber ihre Stirn senkte es sich mie ein Schatten. Sie versuchte zu lächeln. „Das ist vorbei", jagte sie fest. Und sie sah aus wie befreit. als ob etwas Schweres hinter ihr läge, mit dem sie aufgräumt habe und fertig geworden sei. badetten In Zahlung. Und di« Schauspieler zahl- ben; denn ntananb wagte, sich den allmächtigen Warm zmn Fctnd gu machen. Gi« sensationelle Gericht-Verhandlung fand statt, und" Leblond wurde tn dem gefällten Urteil verboten, künftig tn irgendeinem Pariser Theater zu erscheinen. Am 30. Mai desselben Jahres konnte man aus den Ankündigungen de- „Thcatrc Historique" lesen: ,La Duchesse de la Vaubalitre", und darunter: .DieClaauehatausgebört". Di . si- stolzen Worte entsprachen ober nicht den Tatsachen, beim die Claque lebt auch heute noch, obwohl 1896 «in französisches Gericht dekretierte, daß sie „ein Werk der Lüge und Korruption" sei Im selben Jahre seicrte der Claqvechei S ch ö n- tag in aller Öffentlichkeit fein fünfundzwanzig- jährige- Jubiläum. Zu Shren diese- Iubiläums lagen sich zwei Parteien in den Haaren: die eine wollte die Claque abschaffen, die andere erklärte, daß sie ein notwendiges Hebel sei. Damals verstiegen sich die Künstler der Wiener Hosoper zu Don Mffolmis Gnaden. Don Dffo ttorbad?. .Die Sttrnm«. die Sie ausiordert. bic Krone anzunehmen. Ist di« Stimme de» ganzen Volke-, da- fest zu Ihnen hält ol- zu feiner Seele und feiner Kraft. Do- albanUch« Volk fetzt Ihnen die Krone von Ska-'.derdeg Huf- Haupt. Sv lautet der Schluß brr A-rette mit der eine Abordnung der ur.i-.ngfi gewiihtten aIbanifchen Nationalversammlung dem bi-Lerigen Präsidenten Achmed Zogu dl« albanische Kron« onbal be er al- Skanderbea III. angenommen hat. Außerhalb Albaniens ist «s aber nur die albanisch? Presfe die sich den An- ' i Jd' Nn aibanifchen Volkswi le Lrnstzui ehn.en. Achmed Zogus eigene Laufbahn liefert den fchlugendsie.i Beweis, wie stark die Ketten fiitb womit das politifcheSchicksal Albanien» an do» saszistttch« Italien ge- Mlclt iii Auf jugosiatoifchem Boden und mit jugosiatt:sicher Unt.r'lützung rüstete er seinerzeit ffrofKT.teile au» . ir. i-c Ru«fen" zu'amineu' aeketzle Banden auö. um da» italicnfreundlichc Regime kes Premierministers Fan Rolls angeblich zugunsten einer unabhängigen Gnttvick- kung dc» Lande» zli stürzen. Der Staatsstreich gelang unb er konnte bic Rcp.tblik und sich zu ihrem Präsidcnlen auSrufen. ober kaum war er am Ruder, als irakische Beispiel muh freilich davor warnen, die Mctamnrphilc dc» Präsidenten Achmed Zogu zum ,Ä5ntg" ober Mbret Skanderbeg lll. für eine so ausschließlich formal« Angelegenheit zu nehmen, wie es her Pariser ^Temps" vom 24. August im Leitartikel tut .Ob Achmed Zogu Präsident der Republik bleibt". heißt es dort, „ober sich ;um König proklamsircii läßt, das ändert nichts an der Lag« der Dinge in Tirana. Maa die Macht Achmed ZoguS prälidensiell oder königlich sein, sie wirb niemals eitoaS . «in. al# trn? Meistzahlenden stand. Im Jahve 1877 wurde schließlich sein Tveiben den Direktoren zu arg. Man rief die Gericht» zu Hill«, die fests^llten. daß Leblond die Schauspieler geradezu ausgc- beutet hatte. Besahen diese fein Geld, so nah-, der Clagueches auch Juwelen und anbere Kost- Die firitif der großen Handschuhnummer Die unsichtbai-e, aber hörbare Claque. — Sine Eselsbrücke der Amüsiertheater. - Leblonds ^Schwarze Bande". — Berühmte Claqueure und ^.pleureusen^. 23cm Hans HaupsiBrondeqg. löst bk bet tisch-französische Stabillsieru ng-- pvlitik di« von fman^iellen Transakttonen zur Stärkung zentralik'.i'cher Rezierungsgewalten begleitet ist, heftige Smpörung m toc.tcn Ärnlcn aus. bic sich bei den kroatttchen Dauern zu I einer S«;elsionsbcw7gung steigert und das fasii- stsich« Italien farai da- sragwürdige lugoslawsiche Gntgegci'komnvn nicht darüber hin'l catäulchen. daß b c brittkch-lranzösilch« ®inbeitefrtmt im Mittelmeer im ganzen feinem Ausdehnung»- kräng fest« Schran.'e, fetzen soll In ksiefern Zu- • anmienhonge bedeutet die Thronbesteigung Achmed Zogu- al- Ekandcrbeg lll. mch,» al# die planmäßig« Steigerung d.'r Sloßkrast dc- itcr lienllchen ImperiaUsmu» aus dem Balkan Die wirtschafttichc Srfchliehung Albanien- befindet sich durch die albonifchc Staatsbank und d.e mit ihr verbundene Gefellichasi zur Cn:wicklung Albaniens. die das au.>fchließsiche Recht zum "Bau yon Straßen und Csienbahnen hat ganz unter itosicnifcher Kontrolle. Sb.nfo ist da- albanische Heer unb hie aldan sche Flotte ein zuverlö'sige- Machtwerlzcug Itasien» da- sich auch da» Recht zum Hasenbau vertraglich gesichert bat. Was Wundcr daß sich in Jugoslawien nicht nur die Kroaten, sondern auch d.e grvh'crbi'cheii Krei'e bunt) die Krönungs'cier in Tirana qu’j neue leunruhigt fühlen. Dic albanisch-jugoslatoifche Grenze läuft quer ükr die 10-3 bis 3>X? hoben Berge Alboniene Weder geographisch noch ethnologisch lind die beiden Länder klar voneinander geschieden. Aus beiden Selten der künstlich gezogenen Grenze liegen Siedlungen albanischer unb serbische.- Familien bunt durchein- rieht Ihnen^ ja doch fein Kost mehr hinein ... Aber daß Sie in bas Haus der Longeollle ... nein ... das verstehe ich nicht ..." „Wo sollten wir denn hin, bis mir wieder ein Doch über dem Kopfe Hoben?" „Nun, do gibt es auch noch andere Häuser als ausgerechnet das." „Andere Häuser? Sie meinen da» Duponsche Haus?" .Ja. das meine ich. Das läge doch, weiß Gott, am nächsten. Und er ist doch immer noch in Ihr-r Schuld/ „Woher wissen Sie das, Artemis?" „Das denke Ich mir so, denn sonst hätte man doch einmal etwas vom Herrn ffapitaine gehört Mber andere Garnisonen, andere Gedanken ... Ich wette, der denkt gar nicht mehr an seine Schulden.' .Ich hob« Ihn auch bis jetzt noch nicht gemahnt." „Zahlt er denn wenigstens die Zinsen?" Die Akte schwenkte den Ealatkorb, daß bic Daher- tropfen spritzten. »Dos ist |c auch nicht nötig. Das summiert sich bann einfach. In Marokko Ist ba» Ceben auch mcht gerade billig." Die Alte brummte etwas, wie: „Unb die Weiber auch!" „Es ist eine Eparfoh« für die Jungens, Artemis. Die Zinsen werden jedes Quartal ins Hauptbuch geschrieben und damit gut. Und «Ines Tages, wenn f)crr (fapitaine die reiche Frau anbringt, dann wird es abgemacht, ganz feierlich vor dem Notar." „Ach ja, Herr Charles. Wenn Sie sich nur nicht tou'chen. Sie sind so gut, viel xu gut Sie kennen die Menschen noch lange nicht. .Kennen Sie fi« denn, Artemis?" ..Ich kenne sie schon." Die 81te schnitt Kräuter in die große Schüssel. .Ich weih, mos ich von Ihnen zu hatten Hobe und mache mir keine Illusionen mehr. Man erlebt ja doch nur Enttäuschungen mit den Menschen." Es mar ein Ausbruch, der aus einer verschlossenen, leidenschaftlichen Seele zutage trat und der Charles überraschte. Das Derbara sich In tiefem eigensinnigen Bauernkopse, in ihrem oerdorrt n, vertrockneten Herzen?" Ihre Worte gingen ihm nach. (FvrUetzimg folgt.) Die Leute wunderten sich über Frau Odette. Diese hübsche unb für eine Kleinstadt sehr elegante Orkan,erin, über die sich Madame (Bontarb oft ihren ßreunbinnen gegenüber beklagte, boß die junge Fran ihr ganz allein die Wirtschaft überließe, sich nicht um bas Hau» kümmerte, für die Knaben die alte Artemis sorgen lieft: Frau Odette hatte nun das Regiment im »Lion d'or" in die Hand genommen. Es war etwa - Leidenschaftliches in ihrer Ar- beit »lüft und Schaffenskraft, etwas mie Trotz gegen das Schicksal. Etwas Fremdes schien, plötzlich in die sonst so lässige, fanitc. zarte Frau gefahren zu fein. Sie drängte Charles, den Umbau zu beginnen. Und die Handwerker kamen ins Haus. Aber als sie das Dach unterfuchten. zeigte es sich als durch unb durch morsch und das Gebälk verfault. Wohin man tarn, stieß man auf wurmiges Holz, die Schornsteine mußten abge neun men. das ganze Dach neu geteert und gedeckt werden „21n Ihrer Stelle. Herr Gontard", mcink her Architekt, ..würde ich das ganze Haus von Grund auf neu bauen lasstn. Mit Dahcrleilung, elektrischem Licht, neuem Anstrich unb hohen Stuben, ein modernes Haus, dos Sic Ihren Söhnen als Erdteil hinteriahen können. Diest Flickereien kosten fast so viel wie ein Neubau, und nach zehn Jahren staben mir wieder einen versoulten Dachstuhl . .. Denn da einmal ein Brand ausbricht .. „Den Gedanken hab« ich schon lange erwogen", sagte Charles. .Ader wohin mit uns. wenn Sie uns das Doch vom Kopse abdccken?" „Wir", fügte Odette, während ihre Augen auf- leuchteten, „wir ziehen hinaus in bas Haus meiner Tonte am Walde." »Ist das dein Crnst?" fragte Charles verblüfft. . --Das ist schon lange meine Idee", sagte sie. ..Das Haus steht leer. Niemand nimmt es uns ab. Dir lasten es schön Herrichten, die Decken weißen, neue Tapeten hmeinkleben und ziehen bonhin. Dann ) Turnen, Sport und Spiel Das ist das Wesentlich! erziehlich Bedeutsame, daß ie am Sport und daS er mit eisernem Der- diese Höchstleistung zu erre! er zu das Meister Reinhard Schepp, Meister Reinhard Schepp. SM-; r>. 400-Meter-Lauf ^c5l-®öix3. 800-Meter-Lauf: Pohl-Gon«. 2lber dieser Kampf soll falten bleiben. Das ist eine Hauptforderung. Wir haben erlebt, daß auch Jugend heute teilweise viel zu oft zur Teilnahme an Kämpfen nicht nur zugelassen, sondern geradezu ausgereizt wird. Das ist Versündigung am Sportgeist und an der Jugend zugleich. Es genügt, wenn ein Junge jährlich einmal an einem sportlichen Wettkampf in irgendwelchen leichtathletischen Hebungen teilnimmt. Am höchsten aber bewerten wir den Wannschaftslampf, der jeden einzelnen zum Dienen am Ganzen zwingt. Darum schätzen wir Staffeln so hoch. Wettkämpfe der Jugendlichen sollten grundsätzlich möglichst oft in Form von Mann- schaftskämpfen ausgetragen werden. Das iaht sich meist machen. Schulen kämpfen gegeneinander, indem jede einzelne Schule einen bestehenden Hundertsah ihrer Schüler zum Endkampfe in den verschiedenen vereinbarten Hebungen antreten läßt. Die Leistungsergebnisse jedes Schülers, was natürlich Punktbewertung voraussetzt, werden zusammengezählt, und die Summe wird durch die Anzahl der teilnehmenden Hundertsätz« geteilt. Das Ergebnis stellt die mit anderen vergleich- ISOO-Wetcr-Lauf: Weister Otto Schweitzer. Gettenau ; 1. Sieger Adolf Ladner. Gettenau. 5000-Meter-Laus: Weister Adolf Lakmer Gettenau. Kugelstoften: Weister Will,. Lotz. Bisses: 1. Sieger Karl Hensel. Obbornhofen. Steinstoben. Weister W. Lotz. Bttses; 1. Sieger Ä. Hensel, Obbornhofen. Speerwerfen Meist« W Lotz. Bisses. DiStus- M üer Karl Klöppel, Wau berg. 1. Sieger Wtttz Lotz, Bisses bare ..Leistung" der Schule dar. Gau Wetterau. Zugendturnen, volkstümliche und Gcräte-Meisterichaften. Am Sonntag fand in Dauernheim Jugendturnen mit den Meisterschasts-Wettrümp- fen des Gaues Weiler au statt, nachdem am Abend vorher eine schone Begrüßungsfeier die Turner und die OrtSetnwohner in harmonischer Weise vereinigt hatte. Aus der Siegerliste des WetturnenS geben wir folgenden Auszug: Jugendturner, l 6 — 18 Jahre. Zehnkampf 1. Wilh. Wenzel. Glauberg. 175 P.; 2. Heinrich Jungem. Glauberg, und Rudolf Rohrbach, Leihgestern. 172 P.: 3. Wilh. Lehr, Glauberg, 166 P.; 5. Hugo Schweitzer. Wohnbach, 159 P.; 7. Walter Schepp. Pohl-GönS. 157 P.; 9. Bftlh. Henzel, Obbornhofen. 152 P.; 14. Willi Hofmann, Berstadt: 16. Albrecht Drost, Obbornhofen. Jugendturner. 14—16 Jahre, Zehnkampf: 1. Erwin Gambert, Pohl-Göns, 164 P.; 2. Karl Belten, Leihgestern, 163 P.: 3. Otto Martin, Leihgestern, 159 P; 4. Richard Schaum, Leihgestern. 157 P., 8. Ludwig Schäfer. Htphe. 11. Otto Funl, Leihgestern: 13. Reinhardt Herbei, Pohl-Göns; 15. Robert Binze, Pohl-Göns. Jugendturner. 10—14 Jahre, Siebenkampf: 1. Georg Sommer. Friedberg- Fauerbach, 113 P.: 2. Helmut Müller, Berstadt, 102 P.: 3. Gustav Schimpf. Friedberg-Fauerbach, und Albert Mappes, Obcrfleen, 98 P.; 4. Otto Dönges, Dleichenbach, 97 P.; 5. Richard Schäfer, Htphe. 96 P.: 6 Erwin Will, Pohl-Göns: 7. Richard Samerkorn, Pohl-GönS: 8. Ewald Drückel, Pohl-Göns: 9. Gustav Schäfer, Htphe: 10. Walter Müller. Berstadt: 12. Hermann Sink. Htphe: 18. Hans Althaus, Leihgestern: 19. Karl Dommann, Htphe, und Albert Kaiser. Berstadt: 20. Karl Schneller. Htphe: 21. Walter Wehrum. Leihgestern, und Albert Stock. Berstadt: 22. Karl Stock, 'Berstadt. Jugendturner bis 10 Jahre, Vier- kampf: 1. Heinrich Horn. Friedberg-Fauerbach, 60 P.: 2. Willi Lind. Berstadt. 58 P.: 3. Arthur Schneider. Berstadt, und August Herbann. Burg» gräfenrode, 56 P., 4. Arthur Sack. Htphe. 54 P.: 5 Theodor Parr. Htphe. 52 P.. 10. Heinrich Lehr, Htphe. Turnerinnen, 16—18 Jahre: 1. Käthe Sehb. Eichen, 117 P.: 2. Käten Kitz. Sichen, 108 P. Gerätemeisterschaften: 1. Reck: Meister Heinrich Glaum, Oberlleen, 89 P. 2. Darren: Meister Hermann Dehner. Burg- gräsenrode. 84 P. 3. Pferd: Meister Karl Klöppel, Glauberg, 76 P. Leichtathletische Meisterschaften. 100-Meter-Lauf: Meister Karl Prh. Watzenborn: 1. Sieger Robert Knorz. Pohl-Göns. 200-Me ter-Lauf: Meister Adolf Philippi, Wohnbach: 1. Sieger Rob Knorz. Pohl-GönS. einer Willensfchule. wie es eine von stärkerer Wirkung überhaupt nicht geben kann. Auch das Turnen an den Geräten stärkt den Willen, es hat dazu das Eigenartige, dah eS zum Mute erzieht. Aber es gibt nichts, waS nicht nur den unb jenen Ehrgeizigen, nicht nur gewisse körperlich hervorragend Begabte, sondern alle so eisen- harl zum WcQen zwingt wie der Sport. Die deutsche Schule versündigte sich, wenn sie nicht gerade in unserer Zeit der allgemeinen WlllenS- erschlaffung die Willensschule des Sports der Gesamterziehuug dienstbar machte. Darum stellen wir zwei Forderungen: 1. Der sportliche Kampf soll eine Rolle in der Schule spielen, der Etnzellampf im Kurz- und Wittelstreckenlauf, im Hoch- und Weitsprung, im Ballwurf. Kugelstoß. Speer- und Diskuswurf, dazu im Hürdenlaus und Stabsprung. ? ^Alljährlich einmal sollen in jeder Klasse ßet* stüpgsmessungen stattfinden. und die Leistungen sollen auf einem Leistungsbogen verzeichnet stehen, der den Schüler die ganze Schulzeit hindurch begleitet. Der Kampf kann übertrieben, kann falsch betrieben werden, wir wissen es alle. An die Stelle reiner Freude an der Ratur, am Leibe und an seiner Tüchtigkeit kann rein äußerlicher Ehrgeiz treten. Sucht nach Abzeichen, Kränzen, Diplomen. Wunsch in Zeitungen genannt und gc v ect zu werden. Wird der Ehrgeiz nicht mehr besriedigt, weil die Leistungshöhe sinkt, kann die Lust an Sport und Turnen überhaupt verschwinden Ebenso können diejenigen, die nach redlichem Streben erkennen, daß sie mit ihren Leistungen niemals Siege erringen werden, den Wut und wiederum auch die Lust an der Hebung des Lc:ocs verlieren. Solche Folgen müllen verhütet werden. Aber wie? Die Höchstleistung des gesunden Jugendlichen muh von Jahr zu Jcchr Steigerungen aufweifen. Wenn wir akso heute sein« Leistungen mellen, dann kämpft er, indem er sie möglichst hoch zu gestalten sucht, gleichsam mit seinem eigenen Selbst vom vorigen Jahre. Diesen Kampf müssen wir besonders betonen. Auf der ersten Sette des Leistungsbogens jedes Schülers tragen wir in Kurven die Entwicklung ein, die seine Leistungen auf jedem einzelnen Haupt- flcbicte nehmen. Wir berechnen die Zunahme nach Dem Hundertsatz und geben diese Zunahme auf angehängten Tabellen bekannt. Da stehen dann nicht diejenigen obenan, welche die absoluten Höchstleistungen erreicht haben, fonbem diejenigen, die ihre voriährige Leistung verhältnismäßig am stärksten verbessert haben. DaS spornt alle an. die Starken wie die Schwachen. Wan kann «S natürlich nicht Jahr für Jahr für alle Klaffen und für alle Hcbung«arten machen. Aber auch nur hier unb da gemacht, wird eS feinen Zweck nicht verfehlen. Wan kann fo Klassen gegeneinander wett- kümpfen (allen. Wan sagt zu Ostern an: wir wissen, welche 2eiftiengen ihr im Hochlprung. Speerwurf und lOO-Weter-Lau! habt. Run wollen wir sehen, wie ihr eure Leistungen bis Ostern nächsten Jahres vervefsert. Diejenige Klasse ist Siegerin, nicht welche die besseren Lei- stungen, sondern die gröberen Leistungszunahmen bis nächste Ostern haben wird. Geisow, der ausgezeichnete Vertreter deS Deutschen Schwimm- verbandeS, hat einmal geschrieben, daß der Wahl- spru-ch deS wahren Sportsmanns sein soll: „Richt aus daS Beste, aus Dein Bestes kommt es on." Sin Dorgehen, wie wir es vorgeschlagen haben, kann helfen, diesen wundervollen Wahl- spruch unseren Schülern lcbendcg au machen. Rur dürfen wir bei ihm nicht stehen bleiben. Kein Junge wird auf die Dauer von ihn, befriedigt werden. Er will den anderen, den Wtt- schulcr, den Gegner niederringen, will über ihn triumphieren, tollt ihn hinter (ich lallen, unter sich wissen und will sich dessen freuen. Das ist nun einmal die Art deS Jimgen wenigstens des größeren. So toill er den eigentlichen Äon*et Sport und Wettkampf in der Schule. Don Direktor Dr. E. Jleuenäorff. der Behauptung daß ft« nicht auf treten würden, falls die ötaqur abgeschafft werden sollte. — Weidlnger, der letzte Budapester Elaaue- beherrscher. hat auch schon längst das Zeitliche gesegnet 3m RakionalrHeater und in der Königlich Hngarischen Oper erzählen sich aber die älteren Mitglieder noch immer nette Geschichten von den goldenen Zeiten, in denen Onkel Wei- bfnger daS Szepter führte. Allerdings war Wei- öinqer fein Halsabschneider, jeder Schauspieler, der in Geldnöten war, tonnte sicher sein, dah der Elaqueches ihm auch in dieser Beziehung helfen werde In Budapest lebt die von ihm geschallene Tradition noch fori; das Publikum glaubt zu führen, aus eigener Wachtvollkommenheit zu applaudieren, wird aber in Wirklichkeit geführt und gelenkt. die Mitangeklagte mit verheirateten Wannern unterhalten hatte, dazu ausg«nutzt, um von diesen Geldbeträge zu «pressen, was chm auch in einigen Fällen gelang. Hieraus und au8 dem unsittlichen Gewerbe, das die Angeklagte trieb, bestritten sie ihren gemeinsamen Lebensunterhalt. Weiter hatte der Angeklagte in einem Fall eine Quittung mit einem tpm nicht Ankommenden Rain en unterzeichnet, außer bem hatte er sich noch bei einem Althändler einen kleineren Geldbetrag erschwindelt. In sämtlichen Fällen wurde er für schuldig befunden und zu einer Gesamtge- sängniSftrasc von 1 Jahr 4 Monaten verurteilt. Wit Rücksicht auf fein schamloses Der- halten wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren aberkannt. Die Mitangellagle wurde mangels ausreichenden Beweises freigesprochen. Der Rechner einer FeldbereinigungSgesellschaft, der zugleich auch Rechner einer Genossenschaft war. hatte sich an den ihm anvertrauten Geldern wiederholt vergriffen und so im Laufe der Zeit mehrere tausend Mark unterschlagen. Mit Rücksicht darauf, daft er sofort nach der Entdeckung sein ganzes Vermögen den Geschädigten verpfändete und diese dadurch zu einem großen Teil schadlos hielt, wurde gegen ihn auf eine Strafe von 6 Monaten Gefängnis erkannt. Ein schon mehrfach vorbestrafter junger Mann hatte sich durch Vorspiegelung falscher Tatsachen bei einem Händler mehrere Zentner Holz erschwindelt. Obwohl er bereits rückfällig war. wurden ihm nochmals mildernde Hmstände zugebilligt und er in Anbetracht seiner Jugend zu der gesetzlich zulässigen Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis verurteilt. langen jeden zu seiner Höchstleistung drängt. Der Sport ist kein abgeschlossenes Hebungsgebiet. Er ist eine Hebungsweife. Freilich läßt sich die sportliche Hebungsweise mir an solchen HebungSarten durch führen, bei denen es Höchstleistungen gibt. Beim Geräteturnen gibt es Höchstleistungen in diesem Sinne nicht. Bei den volkstümlichen Hebungen kann jeder im Laufen, im Wersen im Springen seine persön- liche genau bestimmbare Höchstleistung erreichen. Unö da der Kampf ihn anregt, nein, ihn zwingt. Erweitertes Schöffengericht Gießen. • Gieße n, 29. Aug. Den ganzen Vormittag nahm die Verhandlung gegen einen wiederholl vorbestraften jungen Mann aus Frankfurt am Main, der auS der Hntersuchungshast vorgeführt wurde, und gegen eine geschiedene Frau von hier in Anspruch, die der gemeinschaftlich begangenen Erpressung angeklagt waren. Außerdem hatte sich der Angeklagte noch wegen Zuhälterei, Betrugs und Hrkundensälschung zu verantworten. Wegen Gesährdung der Sittlichkeit fand der größte Teil der Verhandlung unter Ausschluß der Oefsentlichkeii statt. Wie auS der öffentlichen Begründung deS Urteil« hervorging. hatte der Angellagte den Verkehr, den Fvriwerihoch: Meister Wilh. Zipfe. Watzenborn. Hochsprung: Meister Rudolf Höhn. Bleichenbach; 1. Lieger Kari Wehrum. Watzenborn. Dreisprungs Meister August Billasch. Kried- berg- Fauerbach. Stabhoch: Weister WilhÄn-. Jäger. Glauberg. Weitf prung: Meister Adolf Ph lippi, Wohnbach. 4 -100-Meter-Staffel: Meister Turnverein Ren- bd; 2. Sieger Turnverein Pohl-GönS. 3xl000-M«ter-Staffel: Meister Turnverein Gettenau. vchwebenstasfel: Weister TurnvcrcrnPvhl-Göns. Turnerinnen. 1 OO-Meter-Laus: Weister Warte Wagner. Rieder- Florstadt. 5. Faustballspiele des T. D. 1846. Auch in diesem Jahre haben die Spiele wieder ein gutes Meldeergcbnis. ein Zeichen dafür, baß sie sich im Mittelrheinkreis großer Beliebtheit erfreuen. In der Meisterklaste treffen sich erste Vereine des Kreises, wie 1860 Frankfurt a. Hx., Turno. Bellersbach, Braunfels: dazu aus dem Gau Heften 1860 Marburg und 1846 Gießen. 1860 Frankfurt a. M. hat wohl die größten Aussichten, die ausgeschriebene Radierung zu gewinnen, ba diese Mannschaft in ständigem Wettkampf mit dem 'Altmeister Licht- Luft - Frankfurt a. M. steht. Don den sechs Mannschaften der ^-Klasse hat die Gießener Mannschaft mit ihren aroßen Schwerspieler große Hoffnung auf den ersten Platz. 9n der Jugendklasse liegen fünf Meldungen vor: man kann aber bei den Jugendlichen schlecht eine Voraussage geben, ba die Mannschaften schneller in der Aufstellung unb im Können wechseln. Die Turnerinnen bes Turno. 1846 haben letber feinen Gegner gefunden. Aus der Zahl der Meldungen ist ersichtlich, daß wieder spannende Spiele zu bewerten sind, die dem Zuschauer zeigen werden, daß auch Faustball heute ein ftampffplel in der schönsten Form geworben ist. (Dgl. bie Anzeige im Samstagblatt.) Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Der Zufall unb das mangelnbe Verständnis unter den Gießener fußballpflegeirden Svori- oereinen brachte ss mit srch. daß am vergangenen Sonntag gleich zwei Ligaspiele hier in Gießen fast äu gleicher Zeit zum Aus trag kamen. während an dem jetzt folgenden Sonntag wieder beide Ligcunann'chafben aüswärtS tocilen. Das Publikum ist durch diese Maßnahmen verärgert und die Vereine schädigen sich selbst finanziell sehr. Die Cigaelf her Spielvereinigung 1900-Dießen will endlich einte schon lang versprochene und wieder verschobene Rückspielverpflichtung in Betzdorf elnlofen. Den Gegner gibt die zur 1. Be- zirksligaklasse Südwestfalens gehörende Ligamannschaft vom Verein für Jugend- und VollS- spiele 1906-Betzbocf an der Sieg ab. 1900 hat aus der Ricderlage vom letzten Sonnbag seine Lehre gezogen und eine Aenderung in der Aufstellung des Sturme«, des Schmerzenskindes der Mannschaft, vorgenommen, die solchem vor allen Dingen wieder größere Durchschlagskraft verleihen soll. Läuserreihe und Hintermannschaft spielen in altbewährter Besetzung. Wenn nicht wieder Spieler aus triftigen Gründen obsagen oder gar unentschuldigt fembleibcm, so können die 1900er die Reise mit bester Siegeszuversicht bsMnnen. Auch die Ligareserve trägt ein Rückspiel auS. Ihr Weg führt sic nach Eappe-l bei Warburg, gegen di« dortige 1. Gis. Ein knapper Sieg sollte auch hier für die Gießener, trotz b«S frem- ben, gänz'-ich unbekannten Platzes, herauSkom- man, denn bereits da- Vorspiel in Gießen sah 1900 mit 6:0 Toren siegreich. Erstmals rechnet man bei den Dlauweiften mit kompletter Mannschaftsaufstellung. Ein weiteres Rückspiel absolviert die 3. Mannschaft der Vereinigtem. Daubringrns 1. Elf ist der Gastgeber. Rach einem ausgeglichenen Kampf wird es nur einen knappen Sieg gäben. Ein besonders großes Programm will bie Iugondfuftballabteilung der Spielvereinigung 1900-Gietzen abwickeln. Die 1. Jugend- und 1. Schuter-Els erwarten Besuch aus dem benachbarten Mainbezirk. Hanau 93. zum Süddeutschen Futzballverband gehörend, trifft zur Austragung von Rückspielen hier ein. Schon lange Jahre bestehen besonders freundschaftliche Beziehungen zwischen Hanau 93 und Dietzen 1900. Bereits mehrmals kreuzten die Jugend- und Schülermannschasten die Klingen, aber immer blieb der vorzügliche Rachwuchs Hanaus Sieger. Die 2. Jugend 1900'8 dürfte ihr Pftichtsvtel in Leihgestern gegen die dortige 1. Jugend siegreich gestalten, während die 3. Jugend nachmittags hier m Gießen sptelt. Der Gegner stand bei Äieberschrist dieser Zeilen noch nicht endgültig fest. D. f. B. Die Ligamannschaft folgt einet Einladung des Wetzlarer Sportvereins, der am kommenden Sonntag feine „1. Wetzlarer Kampffpiele^ veranstaltet. Im Rahmen diefes Sportfestes findet ein Gesellschaftsspiel zwischen der Liga de» Seron- flattere unb der S. f. B.-Liga statt. S. s. B wird aller Voraussicht nach fast in derselben Besetzung antreten, wie am vergangenen Sonntag gegen Difcn- bad); es ist möglich, daß im Sturm eine Um frei lung vorgenommen wird. Die Mannschaft hat jedoch am Dorsonntag gezeigt, baß sie auch in dieser Aufstellung sich durchzusetzen vermag, wenn sie einig ist und mit dem nötigen Eifer kämpft. Wetzlar wird natürlich olles baransetzen, bas Treff en,_ bas als Rückspiel für bas anläßlich de» 20jährigen Stiftung», festes des V. f. B hier ausgetrogene Vorspiel (Resultat 2:2) gilt, zu gewinnen und hat. zumal auf eigenem Platz und oor heimischem Publikum spielend, mindestens ebensoviel Siegcsaussichten wie Gießen. Die Liga res erve hat auf dem Waldiponpio!-, bie erste Els des tfußbaUoercins Wetter zu Gast. Wenn die B. f. B -Elf, die in ihren beiden ersten Spielen etwa» enttäuschte, sich nur einigermaßen zusammenfinbet, sollte sie mit klarem Torunterschied gewinnen. Aller Voraussicht nach wirb sich bie Dritte an btn Pokalspielen für ö-Älasjenmannschaften der Wctzlarcr Kampsspiele beteiligen Zum fälligen Rückspiel empfängt die A l t e • Herren-Mannschaft bie Alte-Herren E l f von Wetter. Rach dem Resultat von 10:1, mit dem V- f. B. Wetter >m Vorspiel überfuhr, zu urteilen, sollte auch diesmal wieder ein hoher Sieg Gießens fällig fein. Die 1. Jugend Mannschaft tritt in Butzbach gegen btt gleiche des dortigen V. f. R. an; ihr glatter 5:0 Sieg vorn Sorfonntag darf sie mdf dazu verleiten, das Spiel von vornherein al» gewonnen zu betrachten. Butzbach ist bedeutend spiel stärker. CEttsas jnebr Aussicht auf einen aflerbiugs mir knappen Sieg bat bi« 2. 3 u g e n b, bie auf hiefioem Mag bie 1. 3u g • n b Steinberg» zum Gegner bat. (Einen schweren Stanb wirb bie 3. Jugend in ihrem Treffen gegen Leihgestern» l. Iugend liE körperlich dem Gegner weit unterlegen ift. Dor 14 Tagen konnte sie, allerdings gegen Leihgesterns Zweite, mit 2:0 gewinnen. Richt minder schwer wird e» bie 2. Schuler- Mannschaft haben. Sie ist in Leibgestern Gegner btr borkigen 1. Schülerelf unb wrrb sich (ehr anftrengen müssen, wenn sie nicht verlieren will. ZußboU in Heuchelheim. Kommenden oonntag spielt die erste Mannschaft vom eportoerein erstmalig nach der Sperre auf dem hiesigen Platze. Al» Gegner hot Ne den F C. Gladenbach, welcher mit diesem Spiel eine alle Rückfpielverpflichtung einlöst. Gladenbach spielt, im vergangenen Jahve in der SauNasse I und steht in der Tabelle an zweiter Stelle. Obwohl o» eine gute Mannschaft stellt, dürfte e» in Heuchelheim um eine Riedettage nicht herumkommen Schon das Vorspiel konnten bie Heuchelheimer m Gladenbach siegreich gestalten. Die Jugend trifft im Derbcmdslpiel aaf^ie Jo- gend von Ricderweisek. Such hier sollte Heuchelheim «leger bleiben. Auch die Schüler tragen ein Verbandsspiel au» und zwar gegen die Schüler von Grohen-vuseck. Die Gäste werden auch hier gegen Heuchelheim nicht aufkommen. Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900. ö. Der leichtathletische Dezirkswett- kämpf Hessen-Hannooer-Westsalen, der voriges Jahr erstmalig in Kassel jum Lustrag kam, findet diesmal, und zwar am nächsten Sonntag, in Hamborn statt. Rur die Besten der beiden Bezirke sind mit der Vertretung betraut werben. Don der Sp-Dg. 1900 bat der Bezirksathletik, ausschuß Peters, Oskar Müller unb Seipp ~ angeforbert. Leiber wirb nur letzterer bie Reise an« treten tönnnen, um im Weitsprung, Hochsprung und der 4X!00-Meter-Staffel zu starten. Müller, der sehr gut im Schwung war, unb den Bezirk sicher gut über 100 Meter, 200 Meter und der 4X100- Meter-Staffel vertreten hätte, mußte infolge eine* beim Training am Sonntag ausgetretenen allen Fußleidens abjagen. Bei Peter» hat das kurze Trai- nmg nach seinem Ausscheiden noch nicht hingereicht, um ihn wieder an die Zwei-Minutengrenze (über 800 Meter) zu bringen. Das Gros der Leichtathletikabteillmg der Sp.-vg. 1900 besucht am nächsten Sonntag die ersten Kamps s piele bes Wetzlarer Sportverein». Die Wettkämpfe finden nur für Aktive statt und bestehen fast durchweg aus Laufwettbewerben. Mit Ausnahme der 3000 Meter sind von den 1900cm alle Konkurrenzen belegt worden, und es durfte einen großen (Erfolg bedeuten, wenn es ihnen gelänge, sich in einem Teil von ihnen durch- zusetzen, denn die Besetzung tft wohl bester au#ge- lollen, als der Veranstalter selbst erhofft hat. lieber hic Aussichten der Spielvereinigungsleutc in den einzelnen .«Haften oder Wettbewerben lassen Nch kaum Voraussagen machen. Es dürfte nicht ausgeschlossen sein, baß bie Staffeln (4X100 Meter offen, 3X1000 Meter für Junioren nnb 4X100 Meier für Anfänger) mehr einbringen, al» dte Einzel wett bewerbe. Anschließend cn da» Lcichtathletikorogramm trägt die erste Jugendhandballmannschaft ein Propaganbasoiel gegen die gleiche Mannschaft des Veranstalters au». Obwohl die Gießener Mannschaft neu zusammengestellt ist, sollte sie bei hinreichend Siege»willen das Treffen erfolg- reich gestalten können. D. f. B. Leichtathletik. Rach einem Ruhesonntag tritt auch die Leicht- athletikabteilung wieder in Aktion. Sie beteiligt sich mit neun Wann an ben leichtathletischen Wettkämpfen der ersten Kampsspiele d«S Wetzlarer Sportverein«. Wankel unb Lachmann haben für 3000. Fischer für 400 und 800 Weter unb Kreß für Weitspruna offen gemeldet. AIS Junioren nehmen Müller am 1500-Weter-Laus. Kreß und Seiler am Hochlprung. sowie Müller, Mankel und Radetzky an der 3 1000-We- ter-€5taffel teil. Adam startet in 100 Meter, Radetzky unb R i nn in 800 Weter und ebenfalls Adam und Seiler im Weitsprung für Anfänger. In Anbetracht ter wo. au« Frankfurt, Köln. Kassel nnb Siegen zu erwartenden starken Konkurrenz sind bie SrfvlaSauSfichten für b:e ohne die talentierten Leichtathleten Wohl, Steines unb Stang an treten ben B. f. B.er recht gering. Sie sollten im besten Falle einige Plätze erringen können. Arbeiter-Tuni- und (-poilbund. Kommenden Sonntag beginnt die Herb st rund« der diesjährigen Derbandsspiele. 26 Mannschaften treten zum Kampf um bie Punkte an. In der ersten Klass« nimmt da« Spiel Lollar I gegen Wieseck I in Lollar das größte Interesse für sich in Anspruch. Hier tref en zwei ateichwerttge Spitzenführer der Borrunbe au.etnanoer. Wies eck wirb wohl die technisch bessere 9ff stellen, her aber Lollar den Vorteil de« eigenen Platze« Vorau« bat. Der Ausgang be« Spiele« muß deshalb ossengelafsen werben In Heuchel heim treffen Heuchelheim 1 ■ Wetzlar I aiifeinanber, hier werben bie Platzbefjtz« ein Plus für sich in Anspruch nehmen unb Sieg unb Punkte behalten. Gießen Ib führt nach Raunhei in zu einem aussichtslosen Kamps, ba Raun^im btc Punkte nicht zu nehmen sein werben. In ber zweiten Klasse, bie in zwei Gruppe» spielt, treffen Robhcim I und Leun I in Rovhetttz aufeinander. Zwei gleichwertig« Gegner werden dort ihre Kräfte mes cm. von denen ber Glücklichere Sieger bleiben wird. Wieseck II hat den Reuling des B-zieke«. üte- dergirmes I zum Gegner. Wenn Wieseck sich nicht anstrengt, werden bie Gäste Sieg unb Punkte mit nach Hause nehmen. Raunheim II fährt nach Brilftein, unb wirb Sieg unb Punkte ben Platzbrsiyern überlassen müf’en DurkhardSfelden I hat AlS'eld II zu Gast. Auch hier werben bie Playbesitzer Sieger bleiben. Hungen I hat Droften-Linden I zu Gast. Hier treffen zwei gleichwertige Gegner zusammen, von denen ber Glücklichere Sieger bleiben wird. Daubrmgen bat aus eigenem Platze Hachborn zum Gegner. Auch hier treffen zwei spielerisch gleichwertige Gegrer aufeinanber. wobei Daub- rinoe ben Vorteil be# eigenen Platze« hat unö mell- icht Sieger bleiben hwrb. Nation l-imimn htu T btt । ®ro c Oderh de»» e (litt An, sann *i btt 3*W «Ließen pflegt vi Der. 1. teste»' «■ Leihgel W N ’N aut utb Jmoli I^ostchüst unb 3® 8in stchax al ächch 0 Schmalz na, vchi Sä Tlurvt Ichvin^ 3n btt Ju^ntKUl/C bar Xltta-ßinbca 2Uun* bdn zu ®af. Hitr »erfrcn bie CM fit Sieger l^tekd ha» brn Heuling ®rünberg au ®aft uub enrf) auf eigenem Platze sich nicht schlagen losten Auch Wirten« 3uynb wird auf eigene« Platze gegen Sroft-Seeld^tms Iuaend Ctigcr Metren. ^Veun* Tugend fährt nach Lotte um gegen die bortifr Jugend aiquteeten. Auch diese» Spie bürt* mit einem Plus für bie Platzdc.vcr cnlci Otesten ' (ÄrtUHaffe) tritt am kommenden Sonntag in die Dorrunde der KreiSKa'fenipielc ein. Die Helfe nach ^ranfturt-3tx!enb*tra dürfte fic zu ei mm der ftirj’un Gegner der K.eisllalle fuhren. Gietzen wird iich Itfcr an strengen muffen ux-nn e* ebrrnvoll abfchneiden und Krim emp- I inMltbe Rieder läge pe mdr ngen gmII. Hoffmeister zweimal irischer Meister. Mu grobem Erfolg beieiliqte sich der deutsche DiOkusrrkorbmann Han« Ho ff meister, Wün- fier, an den .n Dublin auSgerragenen irischen ßeichtathletik-Meisterschaften. 3m DiskuSwersen gewann er überlegen mit 47,31 Meter. Auster Äonfurren^ erzielte er sogar einen Wurf von 46,90 Meter. Die« würde, 'm Wettkampf aufgestelu. einen reuen Weltrekord bedeuten. Den zweiten irischen Meistertitel bolle sich Hoffmeister tm Speerwerfen mit M.W Mete- Kleinkaliberschießen des Zung-euischen Ordens. 3m vorigen Sonntag veranstaltete die Ballet Ober bei Jen bet Iungdeutschen Ordens ein Ki«lnkalib«rschtesten, zu dem eine Anzoh! ichdner Preise und mehrere Obren» scheiben geführt worden waren. Sowohl zu dem MannlchattS-. alt auch zu dem Einzelfchiesten waren sehr zahlreiche Meldungen emgegangen. die AcugnU ablegten, botz auch da« Klemkallder- schießen im Iungdeutschen Orden eifrig gt- vnegt wird. Den l.Drei« IDanderprei« der Ballei Ober- drssen) erhielt eine Mannschaft der Gefolgschaft Leihgestern r- l^ben. die Strecke unter einer Minute zu schwim- ’'’en, tocf>r und gewann unangeiochän in der in Berlin noch uichi erzielten 3cit von 59.5 ötx Der Olympiasieger und IMtrclorbmaitn Tfuruta Hegte tm 200-M e t e r - Br u st - schwimmen crtoartungegemftb überlegen in der cu«p. Auch 3 -fl -aartifn gaben I etwas nach, wahrend Rorddeutfcher Lloyd stch de. haupten konnte Am Geldmarkt uwr die Rach- frage stark. Tägliche» Geld 8 o. ft. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1971, gegen Bfunb 20,362, London gegen Kabel 2,8531. Haris 124.2a. Mailand 92,63, Madrid 29,23, ftolland 12,1050. Berliner Börse. Berlin. 31. Aug. (Qigcncr Drabtbenetie Weiler lebhaft gefragt unb konnten sich erneut bU 2 Prozent befestigen. Im allgemeinen war jedoch das An- fana«niDcau bei größter Gefchältöstille gehalten. •MtrotDertc iwigten zur Schwäche. 1 • I’urfrr Mc'rriD'ftö: 5 Ö rauf f u rt a. 3)1., 3l. August Der Arank furter Drodukteninarkt verkehrte zum Wochenfchlutz in weiter sehr ruhiger ftaltung. Auf die schn»achen Auslandmcldungcn konnten |ich auch heule die Preise nicht halten und gaben meistens bis 0,25 Mark nach. Weizen verlor 0,25 Mark, ebenso Mais und Roagenmehl. Die übrigen Preise konnten sich wegen der vorherrschenden starken Gelchafisstillk aut behaupten. Es mürber notiert: Weizen 23 75 bis 24 Mark: Roggen 22,75; Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 26; Hafer, inländischer 21,50 bis 22; Mais (gelb) für Futterzwecke 20,50; Welzeumehl, süddeutsches, Spezial 0 .33,50 bis 3.3,75; Roggenmehl 31^0 bi» 32; Leizenklele 1.3,6": Roggenkkele 14,50 Mark. — Tendenz: ruhig. Buntes Allerlei. Ein iyluß Berlin — (zrkntsk in drei lagen. Tkach Melltunflen au« Irkutsk ist dort am Doi acL«tagvormit:ag ba« Augzeug ber Deutschen Lufthansa D 1472 c ngetroffen, bat unter Führung tx* flieqero Albrecht am 27. August dou Berlin gestartet war An Bord M Flugzeuge, da« feinen Dcg über Moskau, Kafan. swerd- low«k. Chnf! unb Krasnojarsk geuommen bai. befanden 1 .ch au her dem Zührer i«ch ein Mit- gl.eb bit Aenrralverwaltmig der Lulttzon'a unb cm DIonMuT. Der Hlug stellt eine glänzende Leistung har. bic in dohem Matz.- geetgnei th ba« deutsche Ansehen un Kernen Offen zu stärken Ter ^lufl über eine Strecke von o500 Kilometer hat noch nicht einmal dreieinhalb Dage in 2tn» sprach geuommen. und b e Maschine ha, bet einer durchschnittlichen laaezleistung von neun Srun- ben eine Ge'chirindigkeit von 1« Stundenkilometee enttoidelt Aich« der geringste Deiekt hat den Vug gestört Geständnis auf dem Totenbett. Wc aus Landstuhi gemeldet wird, legte der Meflgri Peter S i m o n e s aus Quedersboch auf dem Totenbett ein aufsehenerregende» Geständnis ob Er gab zu, den früher IN vuedersbach tätig gewesenen Lehrer Joseph W e » n e r irn Januar 1914 ermordet Ui habe" Damals war Simone» der lat verdacht'« unb befand sich längere Zeit in llntrrsuchung»baft Mangel:- genügender Beweise mustt» er jedoch frei gelosten werden Zwei amerikanische Flieger löblich abgesi«r,l. Am Montag waren in Bus allo der Leitei des lrlugdlenstes und ber Letter des .llughüfen» von Busallo nach Rruyork gestartet. Seitdem h.stte man nicht» von ihnen gehou Mittwoch iiachmuiag wurden nun dl« Reichen der beiden ZI leger in einer unbewohnten Keacnd bei Porl Iervis neben dem verbrannten Flugzeug gefun den, dos Eigentum Lindberghs gewesen war. Vas Erllungewerf des „Kraffin". Der Sonderberichterstatter der Telegraphenagentur der Sowjetunion an Bord de» Krassin" meldet Die Leiter der ftUfoefpetntion weiden den end gültigen Plan der Rettungsaktion nach Be raliing mit dem Flieger Tschuchn owski, den sie in Stingebag an Bord nehmen werden, sestsetzen Doraussichtlich werden die ftauptsorschungsarb. iien im Gebiet des Franz-Joseph Landes fmttfinben Am Donnerstag beabsichtigt der.Krassin ", die norwegisch« Küste zu veriost«n. vierfacher Mord Al« ent öiknbabnarbeiter au« Sacramen- t o (Kalifornien). b7r von feiner Frau getrennt lebte, diese besuchte, sand er einen Freund bet ihr Qr sing einen Streit mit ihm an unb fchoft ihn mit etnem Revolver nieder Darauf suchte er zwei Schwäger und einen Beiler seiner Frau auf, Ne er für fehl eheliche« Unglück her- antwortlich machte, und f ch o st f i e ebenfalls nacheinander nieder. Endlich verletzte er noch einen Automobllfahrer, bei gerade vorühersuhe. Al« er festgenommen wurde, leugnete er alle« und behauptete, einer feiner Sfrcunbc sei ber Wördei Haustiere in der Zigarrenkiste. Tine interessante und zugleich recht lustig« Episode schildert Moria Forevcu aus einem olba nstchcn Dorf, in dem sie sich gegenwärtig im Äus- tiage einer Filmgesellschaft, die dort den Film „Blutrache" dreht, aufhält. Als der Regisseur eines Abends mit einigen Szenen fertig war, disponierte er aleich noch die Aufnahmen für den nächsten log Dafür brauchte er auch ein paar ftaustiere unb versucht-, das einem Albanesen, der bei den Aufnahmen brfjiiflid) war, begreiflich zu machen (Er sprich! zwar eine stattliche Anzahl sremder Sprachen, ober olbj nrflsch beherrscht er nicht, was man ihm schllestlich n cht ubelnehmen kann. (Er versucht dohe,. durch alle möglichen Gesten und Sprachbrocken dem Mann begreiflich zu machen, daß er ftaustiere, allo Tiere, wie man Ne eben fin ftoufc hat, braucht Lchllcst sich glaubte der Albanese uei standen zu haben unb Pir(prad) alles am näthficn Morgen zur Stelle zu bringen. Am nächsten Morgen, als dann alles zu den Ausnahmen vorbereitet war, fehlten nur noch dir ftaustiere Der Registeur begann zu schimpfen, da er annahm, der Albanese habe die Tiere orr arfsen. illb^r schon zeigt« sich ber Alban-s« mrt einer großen Zigarrenkiste und auf die Frage des Regisseurs, wo denn die ftaustiere seien, wurden mit einem Grinsen auf die stifte verwiesen. „Do brinnen?", fragt der Regisseur ungläubig. Der -llbonese nickt „Aber da» ist doch unmöglich' Machen Sie doch keine Witze mit uns Wir muffen doch arbeiten!" sagt der Regisseur ungeduldig unh reifet ihm die Kiste am der ftanl* Der Albanese wacht önosttich ein Zeichen „Dorsicht, Dorsicht' Es war in schwer, die Tiere hineinzub-kommen " Der fjegiffeur öffnet mit einem Mester die zu gemachte Zigarrenkiste, prallt entsetzt zurück und schleudert fi« w«st oon sich Aus der stifte sprangen nämlich einig« Dutzend ausgewachsen« Flöhe, dl« b«r Hlban«|c unt«r ftaustl«r«n verstanden und mit Mühe «ingefangen hatte. Aeich°öankdiskom 7 Prozent, 2omdardrtn«fust 8 Prozent. latmn: | M.s. sie. ui.ei IW.71 iio.5 IU.5 *•5 M4.3 152 288 .*03 »78.« ic-T'.r: •Rrxtta iuä.75 111,84 V> «.5 «H i.ev) 5« 183.1 121 >MU l.tt* Kcx-ntibcrrf Dru fnolen BnL. . t. W iTIfi »r 6*136 4,27» Aelegrophtsche 2u«io6i>nj. t- K :ik uo l’- IO '<>.74 11.448 iSm UZ.»7 HZ.U in, <2 10.874 tlt/U IM.(4 M.77 I.WI J.MU । zm 4.274 UZ.tU 11.113 ile. 2-- M.71 IM I'.-. :w.1 ILÄ 'Xuraod -l.UW u.ite Ul.64 •e 31« * Srrtoa • Ctverte . . ver. •lame.-fl ,1- w. ij-“' — Imzstt Xrbr: DM *r*?< IM 219 IM.» 19 •eh at*nr;* >!a*e*tf e- Pvorruf tnaw 0x6* . -b-tnrr EtdxlziU >-! T.uubicSU CTr- .irtn t P apd Iti 5 IW. 71 UN 84, ii tt» m M.75 *»,215 7.8e* 18,72 71.4- 4. le? 1,43 i.ee u.n: 1,710 5S.4M 112,(N llr.it lU.iz 10,57- Z 4.0*5 »8.18 111,*5 III,»I 112.20 10.554 ?VaE$ref wde P .-rn Btn, fUba. . . Cznatie Um na» 71.34 :.1m -.425 l.l* 4,171 «.-001 U.4I 5ü.e»> ea.:4 ».fr*; *.wz 152 i 137,t äz.: NO 21 N.M3 1.1125 l«.»7 M.7Z5 U», Ul ;.m 73.6V M.37 Ml.- bt Oct Btfn tnT-. obor -I8«eifrr Ctx- 'n Ct-frT.r- erh»erlt ■SMmi flcrcbm. «rc-Ltehie» gieiNfwn q. M | Strlln S4,Iu|j- 1-Ubr- |S*.v? ttaloaf 287.» 213 1.06 I.OuZ M M5 d».Z.'- ■ ■ ■_____________________________________________________________________________ Wtomö’iiit JiOien ' . . 6c(üuil-l'*>t -.TJotCB ... jtclienH&t 'Jloten ...... xonxxpifttK '.'ioten...... Inn<< Crtr«T.4i00>ronai Ämnan'e "Jtottn .... eetrfM<(bt ‘.«loten...... «Llx'i't Wotrn....... eponifO? «ottn....... Zfcb«ic-l >roa?il*e Kem . . Unganfibe Vtotea..... Devisen mar» Berllv D4*C*Ctt Stesatl t fcoHM hwHIli . . ________ Lamm -sä , «.IM 4. Al 14.4« u!i IM. . IM,5 167 Jraukfurt a. vk | Berlin 1.UMI- |S4>.u- anfonq fli-r» i tot» | Mnr» Amt» 30.8. 31.8. M. 8. II. M. IIS Rde>-.r.« Bfltti UotM ®4tclL-5a Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse Die dimer den Papieren ongetührten Ziffern geben die ftöde bet zuletzt defchivstenen Dividende an. IL Hnan° fimiii'tt '.'ioturnne 144 o 5 10 I u 1. 12 18 n 1! Sre.Hun «. n »«Hin 1-U»r. 1er» ädiuh 9-i r» -**L "d. T«nan SO 1. 31. 8. 40 i. IX »C BrtdMJnlnlK 1*7 . 61.IJ * t UL-» .M .«auir eti .tu* un *f*-< • • — 41.13 c8-i( euCrl.-Sclrt . . . 17,4 — 17.4 T% >te«r H-o. vt «erbyf. » tL'-Bt« tu 19* 10.8 — • 4^%jtNtin' ix Hvv. XL4- • -J e om eotMee^rwiecttor -Artßjt i M 71.4 — - • • eeibteb.-anL. • — — • • . Cftterrf rtr 3c.:s ■* — Crftrn c ’rmr — — —• *■ 4 Crterrr rtnbc.l Ktr — • — 4 - Un;an e< ■ . rtr — — v, lln|5r »r ataam ». 1910 * w ■ — <>1e- -"INI. »oe teil <’» U»»«ric:-< Ärerrtirtr.. ■» • ■ 1,95 — — — •> 44^:^ o. ipn Xe*?14* e*bd6bflfia-aaL' 11.4 — - — II - _ _ * *■*» roetrtt- «ttt. . . 9.75 _ _ -T -T»xL ece |»1S 25 — — — 30- HaauH lotibttt .'ion-run, «etd ivrir- il-«i4 —rarjz— . 6 84.25 — 91.74 N.i • 142 • 1425 142.13 1 • 131 9 « 129 ir. 1» 74 — . 6 144.4 iss 1.5 . e — 139.5 141.75 . r 245 — 2-4 184 -> 121.zr . • — 184 25 US. 74 141 141.5 141 141.78 113 US ti 111 113 - » — — IU5.5 IO- . 6 — — 113.5 113 12 6S »3 ül.Zd 15 279 . — .79 5 17».- 14»..* 15« '5 t- 149.7.- 7,2 — IS» - — . « i.r 88.7. * 1 r « t 13.1.' u M r.t tu M> r.t — «72 278.1 U «47 • <84. 45* u M — ZU. 4 26#.. . 5 — 124 . • 114 «14.74 ■ . 8 1* 108.4 188 188 J . • 1*8.5 IW.» 11 — . — 162.4 I6.'.25 162.25 i»e.. — •43 4 15. 15i 141 178.74 140 — 113 141 5 a* z8l K8.24 197 5 197.75 - 878..' 571.^ 167.75 166.75 167.7. 168.13 161.75 112 170.2. 109.. 160.5 - 201 281 l»,5 . cw * süt Bonder-Angebote fir.6 Dam.-Lido-Sandaletten R95 verschied. 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