Dienstag, 5L Zuli 1928 178. Zahrgang Ur. 178 (Elftes Blatt GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Cra« xebOtrlag: vriihNchk Uiwt7ft>Äi^»ch. eib Stetiiirederet R. lange in ®ie»eit- Sdjriftiettung und SkschSstr*e!le: $d)nljtr»te 7. 2Uroal)e< von Injeiae« ftr dir IngeeTTummrr Bis jwe Nachmittag vorher. Preis für I mm höh« für Snjctcrn von 27 mm Srdte örtiid) 8, onstnÄrte 10 Reichspfenmg, für R-» hlflmednutqen von 70 mm •Breite 35 Neichspsennig, Platzvorschrift 20'. mehr. Ldefredaktevr Dr. Fnedr. tDilb Lange. Verantwortlich fürVohtik Dr. Fr. Wilh Lange für TVeuiQeton Dr f).IbnriOt, für den übrigen letl Ernst DInmfchein; für den Anzeigenteil Kurt tz'vmann, IfimtUd) in Dietzen Eriche««" idgUd^,enfeex Sonntag» *"• Feiertag». Beilagen. (Siebener Familiendlätte, Heimat tm Bild Die Scholle. ffoiotfütjigsntU. 2 2teid)emarb anb 20 Netchspsenntg für Trüge» lohn, auch bei Richter- scheinen ein; einer Nummern infolge höherer DewaU. Fernsprechanschlliss«: 61. M und 112 Rnschrisl für Drohtnach richten: Anzeiger Oietze». Postscheckkonto. frranftErt om Main 11GM. poincares Ilheinlandpolitik während des l^uhrkampfes. Ei« i*terrff««kr vricfwechfel. &CTQÖC m den Tagen, bi denen doch soviel in der DcffcnllUfcfcU über da« Problem der Rheinlandräumung gesprochen wird, wird ein Briefwechsel veröffentlicht. der allenthalben da« größt« Aussehen erregen dürfte. Aasgang diese« Briefwechsel« ist da« Buch: Walter Rathe- nau, sein Leben und sein Werl, do« den Grasen Kehler zum Verfasser hat. In diesem Buche Hal Gras Kehler einen gröberen Abschnitt auch Poinca re« politischen Absichten in bezug au! f«ü* Rhein lan dpolttil gewidmet. Der Gcparatistensührer Matthe« Hai au« bie» km Grunde Veranlassung gefunden, da« Buch dem französischen Ministerpräsidenten zuzustellen, der nun semerseii« wiederum an Matthe« ein außerordentlich interessante« Antwortschreiben rechtete, in dem e« heiht: .Pari«, 10. Juli 1028. Vehr geehrter Herr! Sie waren so freundlich, meine Aufmerksamkeit durch Ihren Bries vom 26. Juni d. I. auf da« Buch von Harry Graf Kehler zu lenken, welche« sich betitelt: Walter Rathcnau. sein Leben und fern Werk. An einer Stelle dieser Arbeit behauptet Herr Kehler, dah da« Ziel der französischen Ticgierung zur Zeil der Ruhr- besetzung die Annexion de« Rheinland c«an Frankreich gewesen wäre. Diese Behauptung ist vollkommen falsch und die französische Regierung hat nie mal« danach gestrebt, da» Rheinland zu annektieren. gez.: Poincars." Matthe« veröffentlicht« unverzüglich am 22. d. Ml« in Prof Foerster« „Menschheit" di« Ileberseyung diese« Briese«, die auf diese Weise auch in h>« Hände Harry Kehler« gelangte, der nunmehr folgenden. gerade für die Bedeutung von Pvincarö« Rheinlandpoliiik interessanten Bries an den französischen Ministerpräsidenten richtete, den wir in vollem Wortlaut wieder- gcben mdchlen: „24. Juli 1928. An Herrn Ministerpräsidenten Poincar«, Pari«. Herr Ministerpräsident! In Professor Foor st er« ..Menschheit" vom 22. Juli a.c. finde ich die Ilcberfc6ung eine« Briese«, den Sie anläßlich meiner Lebensbeschreibung von Walter Rathenau an den früheren Separatistensübrer I. F. Matthe« gerichtet haben sollen. Sie werden mir gestatten, Ihnen zu sagen, dah Herr Matthe« Ihren guten Gl auben getäuscht hat Rirgend habe ich in meinem Buche getagt, dah Sie die Absicht gehabt hätten, die Rheinland« zu ..annektieren": ich unterschreibe im Gegenteil Ihr Dementi, dah eine Annexion der Rheinlande im politi'chen und staatsrechtlichen Sinne nie in der Nachkriegszeit «in von der französischen Regierung verfolg:es Ziel gewesen ist. Aber ich habe gesagt, und kann nur meine Behauptung ausr^terhalten, dah Ihre Politik darauf auSging, die Rhein- landevom DeutschenReichabzutren- nen, indem ein „Autonomer“ Rheinstaat geschaffen wurde, der staatsrechtlich weder zum Reich, noch auch zu Frankreich gehört hätte, der aber auf unbestimmte Zeit von größten* teil« französischen Truppen besetzt und an Frankreich durch die starken, vom Senator Dariac in seinem Bericht an Sie vom 28. Mat 1922 erdachten und genau beschriebenen Bindungen gekettet, zwangsläufig unter den entscheidenden Einfluß von Frankreich geraten wäre. SS handelt sich also in der Xat keineswegs um eine „Annexion", sondern um eine Angliederung der Rheinland« an Frankreich durch Einrichtungen, die denen analog gewesen wären, durch die Frankreich sich Tunis. Gng'.and Aegypten, die Bereinigten Staaten Cuba angegliedert haben. Mir scheim. Herr Ministcr- praftdent. Sie selbst dürften nicht imstande sein, ein« andere Deutung für bi« Erleichterungen zu finben, die die französischen Dcfatzungs- dehörden der separatistischen Bewegung gegeben haben, d e ganz o fen einen Rhe.n» ftaat unter der Garant« und dem Schutze Frankreich« errichten wollte. gcz.: Harry Graf Kehler." Ob Poincare antworten wird? Verständigung über daSAuSlieserungSdegehren? Verzichtet Arankreich?, Berlin. 30.3ulL Der Bericht des deut- schen Botschafters in Paris, berrn o. hocfch, über feine Unterredung mit dem (jkncralfcfrctör B t r t b c l o l ist. wie das „B. I." berichtet, beim tiusroärtigen Amt eingegangen. Die französisch« Regierung hat. so erfährt das Blatt, auf eine lediglich formal-juristische Behandlung in der Frage verzichtet und sich bereit erklärt, auch die po- ^ilischen Gesichtspunkte, die deutscherseits oor- gebrachl werden, zu würdigen. Sic wird dafür Sorge tragen, dah die von deutscher Seite geäu- V’hm politischen Bedenken Berücksichtigung finden. Unrichtig ist, dah Deutschland sein Einoer- flänbuis damit erklärt habe, die Verhandlung gegen Chamberlain über Englands Außenpolitik. China und Aegypten. — Das Abrüstungsproblem, der Kelloggpatt und Sowjeirußland. London, 30. Juli. (WTB.) Im britischen Unterhaus leitete bei Erörterung des Etats des Aus- mortigen (T r a m f o r b (Liberaler) eine auhenpoli- t.sche Debatte ein, indem er Chamberlain ersuchte, sich zum Äellogg-Pakt zu aufajrit. Crawsord kam dabei auch auf die Rh einlandbesetzung zu sprechen und fragte: „Wie wird das Rheinland von dem ktellogg-Pakt berührt? Es würde gut für die Sache des Friedens fein, wenn die Truppen zurückgezogen werden könnten, bevor sie durch Ablauf der 15jährigen Besctzungsfrist da- zu gezwungen werden." Auf eine wettere Anfrage antwortete Chamberlain, ihm sei mitgeteilt worden, dah die Unterzeichnung des amerikanisch-chinesifchen Zolltarisoertragcs der Anerkennung der süd- chinesischen Regierung durch Amerika glelchkomme. Da aber Amerika bereits gehandelt habe, ohne mit den übrigen Mächten zu beraten, so wäre es diesen Mächten unmöglich, mit Amerika zusammen eine gleichzeitige Anerkennung der füb- chinesischen Regierung zu verabreden. Auf die Frage, ob er nicht bei dem Diederaufbau der oft- asiatischen Politik dieFührungübernehmen wolle, erwiderte Chamberlain, er lege keinen b c- sonderen Wert darauf, anderen zuvorzukom- me«. England habe fcc’c politischen Richtlinien bc- ranntgegeben und werde bereit sein, nach der (Er- Icbigung ber Ranking-Episobe ihnen zu folgen. (Er erklärte weiter u. a.: 3 nicht nur bet der Besprechung der N e t t u n o Vertrage belassen, sondern dieselben auch ra t1 f i j ic • t n. Damit ist die vielumstrittene Frage, ob die ’iettuno- Verträge durch ein, wie die Kroaten behaupte ■, i Serkampsum die Tariferhöhung der Reichsbahn. Das Reichsbahngericht tritt binnen kurzem zu- lammen, um den zwischen der Reich« regierung und der RcichSbahngeseUschaft ausgebrochenen Streit über die geplanten Tariserböhungen zu schlichten. Wir sind nicht optimistisch g?nug, um uns der Annahme hinzugeben, daß in dem Ut- tellsspruch eine Ablehnung der Tarifforderungen zum Ausdruck kommt Allein die wachsenden Reparationsverpflichtungen der Äeichsdahngefellfchaft werden schon ein ins Gewicht fallender Grund für ein Rachgeben den ReichsbahnLlänen gegenüber fein. Richten wir uns also allmählich darauf ein. daß Tariferhöhungen kommen. Soviel Hoffnung möchten wir uns allerdings bewahren, bah daS Reichsbahngericht der Reichsbahngefellfchaft die bindende Verpflichtung mit auf den Weg gibt, im Falle einer Gcnchmigung der Tariferhöhung nicht auf« neue ihre Monopolstellung auszunützen, sondern jenen Wirtschaftszweigen gegenüber, deren Konjunkturkurve stark abwärts geht, eine weise Mäßigung an den Tag zu legen. Run gibt es allerdings eine Möglichkeit, im Interesse der Aufrechterhaltung wenigstens des bisherigen KonjunkturftandeS neue Belastungen wichtiger und große Arbeitermassen beschäftigender Industriezweige zu verhindern. Das ist die Bereitstellung von Geldmitteln für die Senkung jener Frachten, die unbestreitbar wirtschaftSstörend sind. Die Engländer haben bereits diesen Weg beschritten und wollen für einige bedeutende Wirtschaftszweige namhafte Summen jährlich in Form von Frachtsenkungen frei machen, um den einzelnen Betrieben den Wettbewerb mit der ausländischen Konkurrenz zu erleichtern. Wenn sich das Londoner Kabinett entschloß, Subventionspolitik zu treiben, bann tat es das lediglich wegen der steigenden englischen Arbeitslosigkeit. Bei unS liegen aber die Dinge nicht anders: viele Industrien sind schon jetzt genötigt, ihre Belegschaften zu vermindern, weil ihnen im Kampf mit dem Auslande der Atem ausgeht. Dieser Konkurrenzkampf spielt sich jedoch nicht mehr auf ausländischem, sondern in wachsendem Umfang auf dem inländischen Absatz- m a r f t ab. (Sä gibt Gründe genug, die es unseren verantwortlichen Stellen im Reich nahelegen müßten, schleunigst einen Wall gegen daS gewaltige Hereinslute n billiger ausländischer Erzeugnisse auf zuschütten. Dieser Wall kann aber nur die Form von Frachtenermäßigungen ausweisen. Hm eine Senkung der Frachtraten dort durchzudrücken, wo sie in erster Linie zur Verhinderung eine« neuerlichen Anwachsen« der Arbeitslosigkeit erforderlich erscheint, kann die Reichsregierung der Reichsbahn Teile ihrer Reparationsverpflichtungen abnehmen, dirie also bann -um Verzicht auf gewisse Frachter- Höhungen bringen und sie darüber hinaus veranlagen. Senkungen vorzunehmen. Es tonnen aber auch zwischen gewissen Industrien und der Reichsbahn private Abmachungen auf Frachten- f en Jungen gctrof'en werden, wobei allerdings von vornherein Beträge sicherzustellen sind, die heran- gezogen werden können, falls die Tari fenfung eine Steigerung des Verkehrs und somit Mchr- einnahmen für die Reichsbahn nicht bringt. Es liehe sich hier durch Selbsthilfe bei einer entgegenkommenden Haltung der Reichsbahn mancherlei erreichen. Sin Eingreifen des Reiches ist aber notwendig, da unsere Wirtschaft dank der Reichsbahnpolitik fortgesetzt an iyrer Wettbewerbsfähigkeit einbüht und nicht mehr in der Lage ist. den ausländischen Produkten auch in Deutschland Konkurrenz -u machen. Angesichts der gespann'en Mnan-.lage des Deiches darf man sich aber keinen übertriebenen Erwartungen bingeben für den Fall, daß die RrichS- regicrung daran gehen sollte, frühere Versprechungen des Reick swirtlHaftSministerS wahr zu machen und ihrerseits dafür Sorge zu tragen, daß durch entsprechende Aktionen die h i.mische Wirtschaft gekräftigt wird. Frachterleichterungen für die wichtigsten Industricer eugnis e dürften jedoch schon genügen, den Absatz zu fördern und drohende Detriedseinschränklmgen zu unterbinden. Die Beisitzer des Rerchsbahngenchis. Berlin. 30. Juli. (IDB.) Der Präsident des Reichsgerichte» hat die beiden Beisitzer des Reichsbahngerichls, das sich demnächst mit der Frage der Tariferhöhung zu befassen Haden wird, entsprechend den Vorschlägen der beiden Parteien bestellt. Das Reichsbahngericht wird sich danach zusammen setzen au» dem Senatspräsidenten beim Reichsgericht, Meyer, als Dorfihendem. dem auf Vorschlag der Reichsregierung ernannten Dr.h.c. S ilver berg (Köln) und dem auf Vorschlag der Deutschen Reichsbahngesellschall ernannten Geh. CegaHonerat, Bankdirektor Dr. W. FrIsch (Berlin) als Beisitzern. verstümmeltes Parlament angenommen werden, erledigt. In politischen Kreisen wird mit besonderer Aufmerksamkeit bie Tätigkeit der Opposition in Agram verfolgt. Die Dppo- sition hat nämlich beschlossen, gleichzeitig mit den Sitzungen der Skupschtina in dem Agramer historischen Sitzungssaal des kroatischen Landtages Sitzungen abzuhalten und die der Skupschtina al» n i ch t i g zu ertlären. Demgegenüber befaßt man sich in ’ßclgraber offiziellen Kreisen mit der Absicht, diese Sitzungen in Agram zu verbieten. CRücffriff des rumänischen Außenministers. Paris. 30. Juli. (WT2.) Dem „QHaHn* wird au» Bukarest gemeldet, daß Außenminister TituleScu dem Reaentschaftsrat seine Demission definitiv überreicht hat. Der Korrespondent des Blattes will berichten können, daß bereits seit langem zwischen TituleScu und den übrigen KabinettSmitgliedem ernste 2K« i- nungsversckiedenheiten wegen der Anleihepolitik bestanden hätten und darauf der Rücktritt Titulescus zurückzuführen fei. Angesichts der innerpolitischen Spannung werde der Posten nicht neubesetzt, sondern interimistisch zunächst von B r a t i a n u und später von dem Landwirtschastsminister Argetolano mitversehen werden. TituleScu selbst habe eingewilligt, nach einem dreimonatigen Erholungsurlaub auf den LondonerPosten alS rumänischerGe- 1 an b ter zurückzukehren. Die Verwattungsreform in Bayern. Zusammenlegung von Ministerien. Wiederwahl Dr. Helds. München, 30. Juli. (WTB.) Der Bayo- rische Landtag stimmte mit 69 gegen 52 Stimmen bei einer Tnthaltung dem Anträge deS Staats- hauShaltsauSfchusses auf Genehmigung der Verordnung über die Reuformation der Staats rnini st erie n zu. durch die das Handelsministerium mit dem Ministerium des Aeuße- ren vereinigt wird und die beiden anderen Ministerien, für Landwirtschaft und Soziales, in daS Ministerium für Landwirtschaft und Arbeit zusammengelegt werden. In der an» schließenden Wahl deS Ministerpräsidenten wurden insgesamt 122 Stimmen abgegeben, wovon auf Ministerpräsident Dr. Held 72 Stimmen entfielen. 46 Abgeordnete hatten sich der Stimme enthalten. Damit ist Dr. Held wieder zum Ministerpräsidenten gewählt. Die Bestellung der weiteren KabinettSmitglleder und die Regie- rung«erflärung wurden auf DienStagnachmittag vertagt. Der Abg. Funke, der Führer der Arbeiterabgeordneten der Bayerischen Volkspartei. hat im Auftrage seiner Freunde ein längeres Schreiben an den Ministerpräsidenten gerichtet, worin Bedenken gegen bie Aufhebung de« Sozialmini st eri ums geltend gemacht werden und betont wird, daß die weitesten Volkskreise große «Srregung über den geplanten Abbau des Sozialministeriums erfaßt habe. Die Notlage der erwerbslosen älteren Angestellten. Berlin, 31.3uli. Der Arbeitsausschuß der erwerbslosen Angestellten Groß-Berlins hat an bie zuständigen Ministerien eine Denkschrift gesandt, in der die HoHage der erwerbslosen älteren Angestellten eingehend geschllderi wird. I» dieser Denkschrift werden vor allen Dingen brei Forderungen zur Abstellung der dringend- sten Rot erhoben: 1. Schaffung eines .-wangS- I cift<.Iung«gefetzes im Interesse der älteren Angestellten. 2. Einrichtung eines Fonds, aus dem • erwerbslosen Angestellten bie Mittel zum Ausbau einer Existenz gewährleistet werden; 3. Sriaß einer Verordnung, die den erwerbslosen Angestellten die Krisenfürsorge 'm Höhe der 8r- werbslosenverficherung für die gesamte Dauer der Erwerbs losenzeit gewährt. Aus aller Wett. Oie Lodzer Äxplosionskatastrophe. Der durch bie Explosion in der Benzinfabrik von Hadrian In der Nacht vom Samstag zum Sonntag hrrvorgemfene Brand stellt sich ab bas größte Unglück bar, das sich seit vielen Jahren In Lob; ereignet hat. Vas Feuer konnte sich deshalb soweit ausbreiten, weit bie Zufahrtsstraßen wegen Cr barbeiten gesperrt waren, so baß bie Feuerwehr nur mit Mühe an den Branb- hcrb gelangen konnte. HJlc sich herausstellte, war ein Lager von etwa 1000 Kilogramm Benzin aus noch nicht geklärter Ursache in Brand geraten, das innerhalb weniger Minuten auf bas gesamte fünf Stock hohe Gebäude nnb bie übrigen Häuser bes gleichen Blocke» Übergriff. Noch ehe bie Feuerwehr eingreifen konnte, stürzte bas Gebäube ein und riß bie Berblnbungsmauern mit ben Nachbarge- bäuben mit. 3n einem ber Nachbargebäude befindet sich eine Frauenklinik; unter ben Patienten brach eine heftige Panik ans, jedoch konnten alle gereitet werden. Die Feuerwehr mußte sich ans bie Rettung bet Nachbarhäuser beschränken, da der gesamte mit ber Fabrik zusammenhängende Häuserblock nicht mehr zu retten war. Da» Feuer dauerte die ganze Nacht nnb den ganzen Sonntag Über an, noch am lUontaguormlftag waren bie Feuerwehren an bet Branbstelle beschäftigt. Der Luftdruck war so stark, daß Daffanfen auf der Strafte meterweit fortgeschleudert wurden. Eine ungeheure Panik bemächtigte sich der Leute, die an ein Erdbeben glaubten und laute Hilferufe ausstieszen. In ben Wohnungen wirbelten bie wöbet durcheinander und die Schlafenden wurden an» den Betten geworfen. 3n wenigen Minuten verfärbte sich der Himmel mit einem roten Schein. Die genaue Zahl der verunglückten stehl noch nicht fest, übersteigt aber bei ben Getöteten bie Zahl 25. Die Anzahl der verwundeten beläuft sich auf mehrere hundert. Der Sachschaden beträgt nach vorläufigen Schätzungen acht Millionen Zloty, wie au» Fachkreisen erklärt wird, trägt der völlig u n - zulängliche Zustand der Wasserleitung sowie die ungenügende baupolizeiliche Sicherung die Hauptschuld daran, daß das Feuer einen solchen Umfang hat annebmtn können. Schwerer Betriebsunfall aus ber Neu Yorker Hochbahn. In ber Sonntagnacht fuhr ein Hochbahnziig a u f einen anderen Zug auf, der mit vier wei■ teren Zügen durch einen Kurzschluß zum halten gekommen war. Durch die Wucht bes Anpralls wurde der letzte Wogen Des stehenden Zuges vollständig zertrümmert. Fünfzig Personen erlitten Perletzunaen, brei davon tödliche. Da sämtliche von dem llnfall betroffenen Züge mit Au»- flüglern dicht besetzt waren, entstand unter ben Fahrgästen eine ernste Panik, bie noch baburd) vermehrt wurde, daß die Beleuchtung plötzlich versagte, und daß infolge des Kurzschlusses die Wagen ber Züge In Flammen u n b Nauch gehüllt würben. Die Fahrgäste, über taufend Personen, mußten auf ben Gleisen entlang, zu Fuß bis zur nächsten Station gehen. Die Reparahiraebeiten au her „Monte Cervantes“. Rach Mitteilungen, die bei der Hamburg-Süd» amenfaniftfcen Dam-sichifiabnSgelelll chatt vom Kapitän ber .Monte Getränte®'* eingetroffen sind, haben die Reparaturordeiten inzwischen nicht den Forifchritt genommen, welcher ursprünglich erwartet war. Die Re«derer hat mm mit ber Hamburg—Amerika-Linie vereinbart, deren ptt Zeit im Hamburger Hafen befindlichen Dampf« .General Belgrano" für eine etwa erforderlich werdende Abnahme ber Paffa» giere von bet -Monte Cervantes" bereitzw- holten. »General Belgrano" ist von Hamburg nach Spitzbergen in See gegangen. Sollten die Arbeiten zur Reparatur der »Monte Cervantes", wozu durchaus die Möglichkeit voriiegt. vor Eintreffen dts »General Belgrano" beendet fein, so werden voraussichtlich bie Passagiere auf der .Monte Cervanlev bleiben und mit dem Schiff selbst nach Hairrburg zurückkehrrn. Die Loge, in welcher sich die .Monte CervanteS" gegenwärtig befindet, birgt für die Passagiere feine Gefahr, fo daß keinerlei Anlaß zur Beunruhigung wegen der Passagiere Dortan- ben ist. Hilfeleistung eines deutschen Dampfer». Der Dampfer .Antonio Delfin o" von der Hamburg Sütarrerikanischrn Dampfichtf'ahri^ Gesellschaft traf am r » ra > s yeeee»* Gute Schuhe Schuhhaus MEYER Bahnhofstr. 30 GIESSEN Bahnhofs tr. 30 WM« und wurde auf her ©teile g« WSR. D gen. • :.). Diefterr. Dre Strafte Ruppertenrod Ermenrod im Zuge ter Prornnzteistrabe Gießen Alsfeld ist vom 28. CTuTt bis aus weiteres süs olle Fahrzeuge gesperrt, llmtettung über Grvftfelda Zeil- bach. -- Die Sperrung der Strecke Ruppertenrod- Ulrichstein im ein. Zuverlässiges IitNjjnMtil Den sehr verehrten Damen und Herren von Gießen und Umgebung die ergebene Mitteilung, daß wir in den NEUBAUTEN AM BAHNHOF GIESSEN ein Simse« Mcmr« verkaulStüchlig, für Vnnbiottr gesucht, fester Zufchuh. Vobnenbe Eristenzmög- UcbCcit. Schriftliche Angebote unt. 7002D nn den Wietzener Anzeiger erde'en. Ge, ffimg, todf)nt nm bt dmm btm ( »abm bot 6’ nn m * Sich« cignii hat 3ub Sei den € 9c v w btt friK beb zug füllt der mar! zur De 3u hiesi nacb fanj tret Sei tret« 21 e trete Hcn Tert Güt taillc nctCT T'erh Jürfti bdMi Zug. rufen W einens 3ugc nehme Vx^ttx meist' drack .Gui Den entöl Turn durch begak 0ber! gang. Umcn »u ben neben Den j W W' 6ei' hetei Tum Torf Frische Fische Mittivoch früh 9 Uhr eintretzend: Itriicbc Srbcllfifcfic, 6'nbliou n. Bratichcstnichc, ff. Nordsee Schell fifchc. Mitttvoch DonnerStag cintrest.: Neue MatieS Heriuac neue doN'indljche Votlbcringc. irische Bücklinge. Neue, gelbe Kartoffeln 10 1Mb. so w. |^a Nene Salzgurken. Nichard Grünewald Bahnbofsir. -7, Sernivr. 1031. Großes Aeii Spring- und Kahrturnier mit Rennen auf dem Renngelä'nde in Bad-Nauheim Samstag, 4. und Sonntag, 5. August, nachmittags ab 3 Uhr preise der Plätze: Tribüne 8, 6 und 5 Mark (Vorverkauf 6, 5 und 4 Mark) Dagenplah 3 Mark, Satteiplatz 3 Mark, Stehplatz 1 Mark. 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Ltttlo»« «m-tdoien Ift e». bk «In* gegangen JSewtrtnma*- unterlägen (Beagntne, »Ää xurg»u:s.Die Stellung« faAenbtn sind banfbar Dafür, wenn man Ihre Semühvnam jur ' «u- Ä. ilücher. Sonnerinuhc Käss 2 Alapplchrari'Nuh Ä 1 »uv [Ve^chS^j prlvct- gtittaÄ m*b daß das gute Einvernehmen zwischen der Turncr- sch-ufl und der Stadtverwaltung auch in Zukunft erhalten bleiben möchte. Damit hatte die großartige und imposante Siegerehrung ihr Ende erreicht. Es war gegen Mitternacht, als die endlosen Tischreihen sich allmählich zu lichten begannen. Keiner von den Tausenden, die den eindrucksvollen und überaus harmonisch verlaufenen Festlich- keilen des gestrigen Abends beiwohnten, wird sich dem Eindruck hoben entziehen können, an einem hohen Ehrentage Gießens mitgefeiert und an^ einer wahrhaft volkstümlichen Kundgebung der Freude und des berechtigten Stolzes teilgcnommen zu haben. Turngau Hessen O. T. beim 14. Deutschen Turnfest in Köln. —o— Die Hessenturner haben nachstehende Siege errwigen, tue um so wertvoller sind, als aus dem Verhältnis der Sieger zu den auf Grund der zugelasssnen auserlesenen Teilnehmerzahlen in den einzelnen Mehrkömofen die scharfe Auslese bei den an sich schon hohen Anforderungen ersichtlich wird. Der Zwölfkampf der Männer (Jahrgänge 1909 bis 18*9) mit je zwei Pflicht- und einer Kürübung am sprunghohen Heck »nd Pferd — 1,20 Meter hoch —, einer Pflicht- und einer Kürübung am Barren — 1,60 Meter hoch —, einer Gruppe aus den allgemeinen Freiübungen und drei volkstümlichen Uebungen. — Tcilnehmerzahl 1355, Sieger 407 in 45 Rängen. Mindestleistung 160 P Der erste Rana verzeichnet 208 Dunkle. Aus dem Gau waren zeyn Turner zugelassen; fünf wurden Sieger, darunter Karl Reuter vom To. 1846 Gießen erster Lieger des Zwölfkampfes und damit zugleich der erste Zieger des 14. Deut'chen Turnfestes überhaupt. Es war ein stolzer, unvergeßlicher Augenblick für die Hessenturner, als der Dberturn wart der Deutschen Turnerschaft sSteding, Bremen) auf hoher Tribüne unter den Augen von etwa 200000 Männer und trauen aller deutschen Stämme, der Grenz- und Auslandeutschen den ersten Sieger mit dem schlichten Eichenkranz schmückte und damit auf der Jahnwiese alle übrigen Kranzsieger ihre Kränze sich selbst aufs Haupt setzten. 1. Rang mit 208 Punkten: Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, und Emil P r e i ß, Aurora Illinois, To. Frischauf, Amerikanischer Turnerbund, Ehikago. Zum Vergleich seien weiter angeführt: 2. Rang, 207 P., Reh, Johann, Tv. 1888 Feuerbach, Kr. 11, Schwaben. — 3. Rang, 205 P., Monk, Hans, Tv. Gurs-Muths, Berlin, Kreis 3b Brandenburg. — 4. Rang, 203 P., Stracke, Alfred To. 1886 Eichen, Kreis 3a Pommern, und Pfeiffer, Hans, Hamburger Turnerschoft 1817, Kreis 4 Nor- den, und Baß, Josef, Tv. 1860 München, Kr. 12 Bagern. — 5. Rang, 201 P., Sta nis, Kurt, Tur ncrschaft Greitz, Kreis J3 Xhüringen. — 6. Rang, 200 P., Millers, Otto, To. 1856 Delmenhorst, Kreis 5 Unterweser und Ems, und Mach, Alfred, Tv. Hindenburg, Oberschlesien, Kreis 2 Schleiften. — 7. Rang, 198 P., Borne mann, Karl, Turn gemeinde 1848 Bielefeld, Kreis 8a Westfalen und Lippe. — 8. Rang, 197 P., Iaenecke, Gerhard, T. u. Sp. V. 18-59 Essen-Ruhr, Kreis 8b Rheinland, und Meine!, Paul, Tv. Georgenthal, Kreis 14 Sachsen. — 9. Rana, 196 P., Heolze r, Martin, Tv. 1860 München, Kreis 12 Bayern, und Wedekind, Kurt, Aeltere Turngemeinde Kassel, Kreis 7 Oberweser. — 10. Rang, 18^ P., Sch mi d- bauer, Anton, Tv. 1860 München und Pfau, Franz, Tv. 1946 Nürnberg, Kreis 12 Bayern, und Bonatz, August, Tb. Hamburg-Ahlbeck, Kreis 4 Norden. Weitere Siege für den Gau Hessen sind: M. Rang, 189 P., Sinnwell, Willi, To. Bad- Auheim 1860. — 32. Rang, 173 P., Steller, Heinrich, To. Burgsolms. — 34. Rang, 171 P., Goetsch, Paul, T. u. Sp. B. 1860 Marburg. — 43. Rang, 162 P., Rathschla g, Adolf, Tv. 1859 Nidda. Z e h n k a m p f (Geräte) der Männer (Zahrg. 1909 bis 1889) mit je zwei Pflicht- und einer Kürübung am Reck, Barren und Pferd, und einer Gruppe der allgemeinen Freiübungen. — Teilnehmerzahl 350, Sieger 75 in 26 Rangen, Mindestleistung 150 P., der 1. Rang verzeichnet 182 Punkte. — Aus dem Gau waren 4 Turner zugelassen: 2 wurden Sieger. 22. Rang, 154 P., «link, Adolf, T. u, Sp. V. 1860 Marburg. — 26. Rang, 150 P., Seth, Richard, Tv. Großen- Linden. Fünfkampf der Mältner in volks- l u m l i d) c n Uebungen (Jahrg. 1910 bis 1894) mit 100-Meter-Lauf, Weithochsprung, Stadweit- sprunz, Kugelstoßen, Kugelschockcn). Teilnehmerzahl 2202, Sieger 1096 in 42 Rängen. — Mindest- leistimg 75 P., der 1. Rang verzeichnet 125 P. — Aus dem Gau waren 8 Turner zuaelassen, 3 wurden Sieger. — 27. Rang, 90 P., Weitershaus, Fritz, Tv. Großen-Linden. — 32. Rang, 85 P., Beaustein, Willi, T. u. Sp. V. 1860 Marburg. — 34. Rang, 83 P., Malkomefius, Ludwig, Mtv. Gießen. Neunkampf der Aeiteren (1. Asterkloss«, Jahrgänge 1888 bis 1884; 2. Altersklasse, Jahrgänge 1883 und ältere) mit je einer Pflicht- und Kürübung am Reck, Barren und Pferd, einer Gruppe der allgemeinen Freiübungen und zwei volkstümlichen Uebungen. — 1. Klaste: 307 Sieger in 43 Rängen, Mindestleistung 120 Punkte; der erste Rang verzeichnet 168 Punkte. — Aus dem Gau waren zwei Turner zuaelassen; einer wurde Sieger. — 33. Rang, 130 P., Feuer st ein, Anton, -ld. 1860 Bad-Nauheim. — 2. Klasse: Teilnehmer- zohl 951 Turner, 324 Sieger in 47 Rängen, Mindestleistung 120 Punkte; der erste Rang verzeichnet 176 Punkte. — Aus dem Gau war ein Turner äu= gelassen, er wurde Sieger. — 28. Rang mit 139 P., Müller, Karl, Mtv. Gießen. Fünfkampf der Melieren in volkstümlichen Hebungen. (1. Astersklasse, Jahrgänge 1.888 bis 1884; 2 Altersklasse, Jahrgänge 1883 und ältere) mit 75-Meier-Lauf, Weithochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen und Kugelschocken. — 1. Klasse: 306 Sieger in 37 Rängen, Mindestleistung 75 Punkte; der 1. Rang verzeichnet 126 P. — Aus dem Gau waren zwei Turner zugelassen; beide wurden Sieger: 10. Rang, 104 Punkte, Schneider, Toni, M t o. G i e h e n. — 31. Rang, 81 Punkte, Möller, Hermann, Tv. 1862 Lauterbach. — 2. Klasse: 432 Sieger in 40 Rängen, Mindestleistung 75 Punkte: der 1. Rang verzeichnet 121 Punkte. — Aus dem Gau waren zwei Turner zugelassen, beide wurden Sieger; 25. Rang, 90 P., Klimm er, Heinrich, T.- u. Svo. „Frohsinn", Haina (Kloster). — 40. Rang, 75 P., Weiß, Karl, Tv. Klein-Linden. Siebenkampf der Turnerinnen (Jahrgänge 1910 und ältere) mit je einer Pflichtübung am Reck, am Barren und am Pferd, einer Gruppe der allgemeinen Freiübungen und drei volkstümlichen Uebungen. — Teilnehmerzahl 1141 Turnerinnen, 516 Sieger in 35 Rängen, Mindestleistung f’3 Punkte; der 1. Rang verzeichnet 131 P. — Aus dem Gau waren vier Turnerinnen zugelassen; drei wurden Siegerinnen. 22. Rana mit 106 Punkten Münnich, Elfriede, To. 18 4 6 Gießen; 28. Rang mit 100 P. Hofmann, Paula, Mtv. Gießen; 30. Rang mit 98P., Schwan, Ria, Mtv. Gießen. Dierkampf der Turnerinnen in volkstümlichen Uebungen. (Jahrgänge 1910 und ältere) mit 100-Meter-Lauf, Hochsprung, Weitsprung und Kugelstoßen. — 667 Teilnehmer, 242 Siegerinnen in 26 Rängen, Mindestleistung 60 P., der 1. Rang verzeichnet 86 Punkte. — Aus dem Gau waren zwei Turnerinnen zugelassen, eine wurde Siegerin. 18. Rang mit 68 Punkten, Espach, Tilli, M t v. Gießen. Dolksturn meist er. Turnerinnen°Hoch- sprung, 2. Sieg. Else Bickelhaupt, Mtv. Gießen, 1,48,4 Meter. Schwimmen. Die L a h n st a f f c I erreichte planmäßig Hie- derlahnstein. Don dort wurde die Urkunde durch den Oberleiter der Stoffel, Dauschwimmwart Franz Sauer (Gießen), der vorüber kommen den Rheinstassel zuaeschwonnnen. Als Gruß der Lahngaue an die Feststadt Köln verzeichnet die in Gießen ycrgesteMe Pergament urkund? die Worte: „Bleib deutsch, du herrlich Land am Tttyein!“ Möwe im Gimm. Roman von Sophie Kloerß. 28. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „In einer Stunde bin ich am Sec, im Englischen Sorten." Er wartete dort schon auf sie. Als sie sein klares, lutes Gesicht sah, den warmen Blick in den Augen, Sie festen Linien um den Mund, ein Gesicht, das solch unbeschreibliches Vertrauen einflöfote, war ihr mit einemmal alles nur halb so schlimm. .Fomin", sagte sie. „Ich habe Zeit. Ich bin Frei- räulein. Jetzt will ich nichts, als eine Stunde lang lonz glücklich sein. Mit dir. Hast du mich noch lieb, )u?" Er sah sich um, unb als in den verschneiten Steigen !ein Mensch zu sehen war, riß er sie leidenschaftlich *n seine Arme und gab ihr eine wortlose Antwort, hie alles aussprach. „Ich bin fortgeloufen, Heinz." ..Gott sei Dank. Ich konnte das Weib da nicht sitzen vhen, ohne daß es in mir vor Empörung kochte. „Es war noch schlimmer. Er wollte mich heiraten, >u —" „Was?" «ein Gesicht, voll starren, Entsetzen, brachte sie »tun Lachen. „Ach, Herzliebster, wenn du so nut" chausl, vergeße ich schon wieder all meinen Zorn aus 'cm Menschen. Ermorden hält' ich ihn können, als :r da vor mir stand und meinte, die Maria von llltheirn konnte Frau Eassbesitzer Schmoller werden." „Mario, ich will dir nur sagen, wärest du heute ,icht von selbst sortaegangen, ich l)dtte an deine Cante, die Berliner Dame, geichr.co.-i, und geturnt ,aß sie dich sortholte." Da erzählte sie ihm von RoIIminn. Was Heinz Godesheim über ÄoUntunn hörte, er. rijien ihm wie eine Erlösung aus dem Wirrjal „Aber liebste Moria, dos ist doch das einzig ruf), igr- Selbstverständlich fährst du heute mit ihm. Ich habe feine Stunde Ruhe, bis ich dich in sichc em Schutz weiß." „Liebster, ich wollte doch so ueni meitiriernn. un nächsten Monat — wenn die Tonte mir Geld K schickt hätte — wär' ich wieder ine Atelier v pmgen. Und bis dahin hätt' sich auch 'weder lefunben. Weißt, zwanzig Mark hob' ich noch —" „Laß mich mal offen sein, auch menn's dir weh tut. Mein Herz, dein Talent mag dir einmal — in Jahren — ein bescheidenes Brot geben. Mehr — ich muß es dir sagen —, mehr wird es nie fein. Und auch dies bescheidene Brot ist ungewiß. — Warum willst du nicht die Gastfreunbsä)aft deiner Verwandten annehmen, bis ich uns das kleine Nest an der Elbe bauen kann." „3cf) würde so gern ein brauchbarer Mensch." „Meinst du, daß nur die berufstätigen Frauen brauchbare Menschen sind? Hab' mich lieb und mach' mein Leben reich, bann tust du tausendmal mehr. Mehr als Glück schenken kann keine Frau, — Dein Herz ist dein größter Reichtum." „Es klingt so schön, was du sagst, und dock ist mir so angst. Und wenn Elena kommt und sucht mich hier?" „Die findet dich auch in Berlin. Und denk' doch, in einigen Wochen bin ich auch dort, wenigstens für dos nächste halbe Jahr — soll ich dich hier allein lasten?" „Ja, ja, alles ist richtig. Und immer hab' ich das Gefühl, als wenn da noch ein Rechenfehler fei. Weißt du, wenn ich abends zur Ruhe bin und der Tag verlangt nichts mehr von mir. bann kommt bas so über mich, als wenn ich mitten in Sturm unb Branbung treibe. Unb ich finbe feinen Halt. Wie eine Möve. bie zu weit fortgeflogen ist von ihrer Küste unb im Wirbel der Elemente hilflos urnfommen muß. So schmack fühl' ich mich dann. So ohne Kraft. So gar nicht vorbereitet auf den Komvf ums Leben." „Meine süße Möve, wenn bas micber kommt, bann benfe immer, ba irgenbwo in ber Flut schwimmt ein festes kleines Boot, bas ist stark unb groß genug, ben verflogenen Bogel an feinem Bord Zu bergen. 26enn er sich ihm nur anuer- trauen will.' Maria lächelte ganz getröstet. ..Das Bild soll mit mir gehen. Wenn ich wieder bie Branbung spüre, will ich immer nach dem Boot ovssckzauen.' Sie lehnk' sich an seine Schulter. „Jetzt seh' ich erst, wie schön es heule hier draußen ift Die ein heim licher Zauberp-irten Komm, mir wollen ganz tief hineina.hen in seine Stille." Tiefblau, Rolfe spendend unb neue Räte oer- heis>enb, stand ber Winterhimmel über brr oer- irtwiten Welt KcM war es. aber so windstill, baß die scharfe Kälte fein Frösteln auslöste. Unb die Schwimmen (Tümer). 50-Weter-Strcckentauchen: TL llhclm Schäfer, Tgde. Fried>?rg. 36l.'y Sek. (als überbotene Höchstleistung über 39,4 Sek.l. Mehrkampf: 5. Lieg Hans Geismar, Tv. 1846 Gießen 127 P. - Wich. Schäfer, Tgde. Friedberg, 125!* Ic P. Schwimmen (Turnerinnen). 100-Meter-Brustschwimmen (2 Turnerinnen zugelas>en): 2. Sieg TiUi Alt hoff (2Im2>t), Tv. 1846 Gießen, 1:34,4 Mru. 200-Meter-Lagenschwimmen: l.Sieg 2iIIi A11hoff. Tv. 1846 Gießen, 3:42.2 Minuten. Der Bericht sagt: Tllii Air Hoss hatte das Rennen jederzeit in der Hand. Schon in der 6eikr.(age ging sie in Führung und gab bic'c nicht mehr ab, ohne von ehren GcFnerinnen bedroht zu werden." 4x50-Meter-Bru st staffel: 2. Sieg Tv. 1846 Gießen, 3: 12,2 Min.Der Bericht sagt: ,3m ersten Lauf gab eS einst fch.rrfen Ka.mpk -wAchsn A. T. D. Bonn und Tv. 1846 Gieftsu 2och bei 1^0 Meter lag Bonn 2 Meier zurück. Die Schluß- sthwinunerin von Bonn hatte bis 1$>D Meter den Qkrluft zwar auigeholt, mußte jedoch dem besseren Endspurt von 2.Ui Mthofs (Gießen) dvppetem Handschlag beugen." Sin unv-raeftlich-s Erlebnis wird für alle Besucher des Mitielrheinr abends die Anweser»» heil deS Turnucheers Fr. LI ahn auS Shi.'ago bleiben, der der Beranstaltung mit seiner Frau beiwohnte. Stürm, che Äuni^coungen begrüßten den hohen Gast bei seinem Erscheinen. Der KrriS- Vertreter entbot dem Enkel des großen Turnvaters in trefflichen Worten bdon^rrt herzlichen Willkomm und feierte ihn als echten Turnbruder als einen Mann von femijem deutschen Weken der wandle auf dem Pfade seines großen Ad-.unu Das alte Turnerlied: .Ein Bus ist erklungen" war die begeisterte Antwort der Festbesucher auf die Rede des 1. Krei^Vertreters. IX. Olympische Spiele in Oer zweite Tag.-Lammers Dritter im 400-Meter-Endlauf. Amsterdam. Der zweite Tag des leichtathletischen Olympias brachte die Lntscheibuog der 10 0 Meter. Leiber sielen schon in ben Zwischenläufen Lorks unb f) o u b e n aus unb zwar verlor Hauben gegen Mac 211 list er (USA.) (10,6). Williams (Kanada), Legg (Südafrika) und tatet) (USA.). Nur bet Argentinier Pina war hinter h o u b e n. 3m zweiten Zwischenlauf qualifizierte sich bann Lammers hinter London (England) (10,6) unb cor TVykoss (USA.). Earls wurde v.erler vor Rüssel (USA.) unb Fitzpatrick (Kanada). Unter riesiger Spannung wurde bann zv.m Lnblauf geschritten. Erst ber dritte Start gelang. Anter ungeheurer Erregung im ganzen Stadion setzte sich zunächst Lammers an bie Spitze. Wenige Meter vor bem Ziel aber passierte ihn brr fianabier Williams und im Ziel fing ihn ber Reger Conbon noch mit Brust- breite ab. Größer noch als bie Begeisterung der Zuschauer wat bk Enttäuschung berAmerikaner, wurde doch W y k o f f nur vierter und Mac 21U i ff e r war Letzter. Das genaue Ergebnis: 1. Williams (Kanada), 10,8; 2. London (England), 20 Zentimeter zurück; 3. Lammers (Deutschland), Brustbreite); 4. Wykoff (USA.); 5. Legg (Südafrika); 6. Mac 21 klisier (USA.). Die 400 Weier Hürden erbeten mit einem überraschenden Siege des Engländers Lord Burghleh. Auch hier war wieder die Fveu.de im Stadion groß, weil Europa in dem Duell gegen Am-rita ebnen neuen Sieg errungen hatte. Das Ergebnis: 1. Lord Durghley- England 53,4; 2. Cuhel - USA. 1 Meder zurück; 3. Tay- l o r - 11601. dichtauf; 4. Petterson» Schweden; 5. Livingstone-England; 6. Facelli- 3taiien. Zwischeichurch wurde das Hammerwerfen entschieden. Hier siegte — ohne deutsche ‘Beteiligung — etwas überraschend der 3te 0'6 a 1» laghan mit 10 Zentimeter vor dem Favoriten 6fölb»Schweden. Das Ergebnis: 1. 0’6aI- laghan - Irland 51,39; 2. Sköld - Schweden 51,29 Meter: 3. Black-USA 49,03 QUetcr; 4. Paggiolo- Italien 48,37 Meter; 5. Gwynne-USA. 47,15 Meter; 6. Eonnor- USA. 46.75 Meter. Die 100-Meter-Dorkampfe der Damen brachten in den Vorläufen vier deutsche Siege. In ben Zwischenläufen jedoch fielen dann Frl. Holbmann (im 1.) und Frl. Junker (im 2.) aus. Die DT.-Meisterin kam aber noch vor der Japanerin H i t e m i ein, so daß auch diese nicht mehr im Wettbewerb ist. Nur im 3. Zwischenlauf qualifizierten sich Frl. S ch m i b t mit 12,8 unb Frl. Steinberg bichtauf für bie Entscheidung, in bet außer ihnen 3 Ännnbicrinnen unb die Amerikanerin Robinson stehen. Die erzielten Zeiten sprechen klar für bie 2luslänberinnen. Für bas 800-Meter-Finale qualifizierte sich von deutscher Seile aus lebiglich Engel- harbt, ber im 2. Zwischenlauf, den ber Schwede Bylehn in 1:55,6 gewann, ben 2. Platz vor dem Amerikaner Watson belegte. Im 1. Zwischenlauf kam Peltzec nur als Fünfter ein. Hier qualifizietten sich Fuller-USA. mit 1:57,K, Lowe- England unb Keller- Frankreich. Im dritten Zwischenlauf, ben Lloyd Hahn- USA. _ in 1:52,6 vor Edwards- Kanada unb Sera Martin- Frankreich gewann, kam Müller- Zehlenborf erst an 5. ober 6. Stelle ein. Die Entscheidung bestreiten demnach Engel- Hardt, Fuller-USA., Lowe-Englanb, Keller- Frankreich, Bylehn-Schweben, Watson-USA„ Lloyd Hahn-USA., Edwarbr-Kanaba unb Sera Martin-Frankreich. Aurmis Spurisieg über Vitola. Die letzte Entscheidung, die am Sonntag auf bet Aschenbahn fiel, war der 10 000 Meter- Lauf, zu dem 24 Läuter starteten. Zunächst führte der Engländer Beavers, aber bald hatten sich die beiden Finnen R i t o l a und Tlurrni, denen sich der Schwede W i d c an- schloh, die Spitze erkämpft. B i t o l a führte nun die ganze Strecke hindurch, immer dickt gefolgt von Durmi und W i d e . der allerdings nach 7000 Meter dem verschärften Tempo der beiden Finnen nicht mehr folgen tonnte und schnell Boden verlor. Hinter dieser Spitzengruppe hatte sich das Feld immer mehr auseinander gezogen, bei 7000 Meier etwa trennte eine zweite Gruppe gute 300 Meter von den Führenden, und hinter chr folgten in immer größeren Abständen weitere Läufer. Als bie letzte Bunde angeläutet wurde, lag Aitota vor Tlurrni Am Warathon- turm begann der Kampf. Zunächst lieh Xitola, der Olympiasieger von 1924, seinen Landsmann nicht vorbei, aber als 100 Meter vor dem Ziel Aurmi zu spurten begann, war bie Widerstandskraft Aitolas gebrochen Hurrni siegte mit etwa 4 Meter Vorsprung m neuer olympischer Rekordzeit 30:18,8 (Weltrekord Rurmi 30:6,2). Das E rgebni s : 1. Hur mi - Finnland 30:18,8; 2. Ritola- Finnland 30:19,4; 3. Wide - Schweden 31:4; 4. Lindgren- Schweden; 5. Muggridge- England; 6 Rah - Ber. Staaten; 7. L o u t o l a - Finnland. Zloreti-Mannschirftsfechien. DaS olympische Fechtturnier begann mit den Mannschastskämpfen im Florett, deren günstigstes Ergebnis für Deutschland uoch der Sieg Easrnirs über den sranzdfifcken Meister Ducret im Tressen Deutschland-Frankreich war. Wie gegen Frankreich verlor die deutsche Mannschaft auch gegen Dänemark, unb gegen Rumänien gewann sie nur durch gröherr Trefferzahl. 1. Runde: Frankreich — Dänemark 12:4, Deutschland — Rumänien 8:8 , Dänemark — Au» etA nirr 11:5. $ranfretd> gewinnt abermals den Oavis pofal. Port». Äl. 3uli. 3n AnwtKicheli von 9000 Lu schauern kamen am Montag die legten Spiele de» Vooi»-Potol-Kampse» zwilchcn Ämcriffl und Frankreich zu in HuMrog Ufl>rrrd, Hirzenhain. 30. Iuti. Dieser Tage verunglückte der 22jährige Heinrich D ö p p von hier dadurch, dast cr mit seinem Motorrad, da« er cinfobren wollte, gegen einen Baum fuhr. Mit einem S ch l ü s f e l b e i n b r u ch . einer Kopfverletzung sowie einigen Hautab« schürsunaen wurde er ms Gederner Krankien- haus eingruefert. „t** AuS dem V i d b a I a l. 30. 3ien und auswärtig« n. m#ift Oneibetnwr. Samenhandlungen zugetuhn Sfluernfflfl in Garbenheim -O* (Barbenbclm, 30. Zull. Die Irtll* bauernfdjaft Wetzlar hatte gestern ihre Mitglieder und deren Familienangcboriae sowie ihre Freunde au* den umliegenden nof|aui|d>< u Gebiet»- ui len zu einem Bauerntag nach hier ringe- laden, der eine auherord»nllich störte Beteiligung aus den ländlichen veoolkerung»krct|«n und auch au* dem nahen Wetzlar aufzuwelfen batte. (Eröffnet wurde die Veranstaltung durch einen Umzug der gddjnuuflcn Leiterwagen, deren über 46, mit den einzelnen Drt*baufrnld)aflrn brfetzl, einen stattlichen F e ft z u g bildeten, welcher unter Voran- tritt einer schneidigen Kapelle durch die Straften der clübl Wetzlar nach bei i;enoppfltzen Gartenwirtschaft bierlelbft geleitet wurde, deren ausgedednte Räumlichkeiten in kurzem überfüllt waren Nachdem der Barsitzindc der Arei»dauern|chaft Wetzlar, Almcnröder, bie Anwesenden herzlich willkommen bieft, sprach an Stelle de» Präsidenten der- Reichslandbundc», Rcichsiag»abgeordlulen Hcpo lSeelbach), der in letzter Stunde dringend nach Berlin gerufen wurde, der Geschäftsführer der Bezuk»dauernfchoft Limburg, Dr. Pfisterer (Limburg). Zn kurzen Zügen schilderte der Redner zunächst Zweck und Bedeutung der heutigen Beran- jtahung und ging dann Über in eine kurz« Betrachtung der heutigen Lage des Bauernstandes. Trotz der barten und angestrengten Arbeit de» Bauern aus der ererbten Scholl« kann derselbe seinen Betrieb bei den jetzigen Verhältnissen nicht rentabel geskalien, so daß neben den anderen schwerwiegenden Auswirkungen diele» Zustand..- eine meitere schlimme (Befahr in Erscheinung tritt, nämlich, fciift der Juagbauer bei einer solchen Loge seinem späteren Berus entsremdet wird und Lust und Liebe hierzu stark gemindert werden. Mit einem marinen 2IppiU an die zahlreich erschienene Bauern- jugenb, den schlechten Verhältnissen durch Arbeit» freubigfett und intensive: Schassen entgeaenzu- treten, schloft der Redner seine mit starkem Beifall iiufgenmnmenrn Ausführungen. Rach einem Ge- iangsoortragc des hiefigen Männergesangoerein» unter Ctitung des Dirigenten Bromochcr über- brachte der Borfitzenbe der Srelsbauernlchafi Ober- lohvst.in, Landwirt Paul- Selter», die Gruße feiner Organisation, woraus der Vertreter her i)csiencharmstahtischen landivirtschasUlchen Organisationen, Landtagsobgeordneter Fenchel (Ober- Hörgern), freundnachbarliche Grüfte und Glück- wünsche überbrachte und in kernigen Worten zur Einigkeit und zum Zusaminen|chluft -zweck» wirk- somer Durchsetzung der landwirtschaftlichen Interessen ausforderte. Irn Anschluß hieran hielt der preußische ßanb- lagsabgeordnete Meller (Rollshausen) eine kurz« Ansprache, In welcher er unter kurzer Erwähnung der heutigen pariomentarischen Zustand« wie (eine Vorredner zum gemeinsamen Zusammen- arbeiten in her landwirtschaftlichen Organisation aussorberte Mik großem Beifall wurde nach einer Weile der eben eingetroffen«, frühere Administrator Siebold aus Hofgut Altenberg, letzt nach Bonn berufen, empfangen, der ouit her Rednertribüne au» feine Wetzlalrer Freunde herzlich begrüßte Nachdem die offizielle Beransiattung jetzt beendigt war, brachte ein flottes Tänzchen die Zugend in Stimmung, während die Melieren noch lange in zwanglosem, sreundschaftlichen Beisammensein am- |m alten Monat war die Llmsatztätigkeit sehr klein. Hatte man aber gestern geglaubt, daß f di-e Polyphonbewegung nach unten ihr Ende erreicht habe, fo ist man heute eines Desse- - ven belehrt worden. Die Aktien erschienen mit Minuszeichen an der Maklertafel und wurden schon vor Festsetzung etwa 25 Prozent niedrige^ gegenüber der gestrigen Schlußnotierung taxiert. .Unter großer Beteiligung der Spekulation stellte sich dann die gestrige Notierung 33 Prozent nie* beiger, was natürlich auf die übrige Börse ab- färben mußte. Auch Glanzstoff verloren 13 Prozent; Bemberg mit minus 6 Prozent gegen diese Abschläge besser gehalten. Der il l - t i m o und die anhaltende Nachfrage nach Tagesgeld trug zu den Kursabschwächungen bei, die * bei Neben werten in beschränkten Grenzen hielten (selten über 1 Prozent), bei den schwereren Papieren aber bis zu 7 Prozent betrugen. Bemerkenswert fest lagen Bank für elekt rische Werte, Reichsbank. Hirsch Kupfer, Adlerwerke u. DeutscheLino- I e u m. Bei letzteren dürften die gestrigen Mo- balitäten bei der Kapitalserhöhung im Linoleumtrust (3:1:115) angeregt haben. Die Hamburger 3nsolvmz scheint erledigt zu sein und hat mehr lokale Bedeutung; das starke Angebot in Deut- 1 , Ke5xd4 1 Ke5 —e6 1 beliebig __________“.-rliit,.u‘ .'-Illi_________ ifranioitiaje vioten..... Holländische Holen ..... ataltcnt’cbe Norm...... y?onrcgiftf)e Nölen..... Aurich Ccflerr., 1100 Ärtratn Rumänische Noten schwedische Noten Noten Lvanilchc Nölen Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten ... h 8 8 a b l. Geld 16,41 167,99 22.01 111,53 59,03 2.54 111.73 »0.69 18,11 12,376 72.75 Frauksurt a. M Berlin Schlus;.' I-Uhr- Scbiug. ‘Anfang Aurt I Kur» Kur» Kur» Datum 50.7. 31.7. 30 7. 31. 7. 5% Dl Nelch^cmlelhe v. 1927 . . Di. ■2lnl..?lblö|.-3d)ulb mit «lui- «7.25 — «7.5 los Rechten. ...... De^tzl. ohne SluSIol -Rechle . . . 51.3 — 61,4 51.4 17.13 17 05 17,5 17.1 ■ % „rankl Hyp.-Bt. Talket, u» hlnbbat dl» 1932....... 90,5 4h°o RheinischeHyp^Baul 3iqn.- «ewvl........... - C 1' .04. abj. <8 ortrleof-CblloatlDT!.. rUcyadwar 1932 . . . — * - 4% ^chivel-. Wunbflb «Änl.. . . — 4% LeNerreichlsche »olbrtt.. . . * — 30,7 4/?0°o Crften. (EUbcnte..... — — 3,3 « CtlKrrrlcb. dnbflti. 81lc. . . — * — 4 ;o Ungarische Öolbrie..... t „ Ungarllchc Lloalsr. 6.1910 . 4^% bctaL boü 1818..... 4"n Ungarische Hronenrtr..... 25,75 25,7 25,7 — 1,85 — 4% lUtl. ^pUonldbf v. 1911 . . 4% lutfildj« lSagbobbatza-Aal.. _ — 10,3 - Gfric 1 ...... 11 — 11 4% Lerke II....... 10,5 10 SKumdnen (onotiLMte. . . . i'«% Rumänen öolbanL von 1913 9 21.75 22,25 — Ällg. Deutsche «lleutzabn . 4H — . _ — Vambuto.'.Mmirtfa Oakcl ... 6 r'uinv -Lubarn. Dampssch. . . S 161.75 163,13 162.4 161.5 * - 195.5 hqtlsa Dampllchlll .10 * 197.5 ^urddrulscher filupb . . . 6 \'>ii rcutschearrbllanL. . . 10 153.5 —> 153.25 152.6 136 138,6 U6.75 Marmel Banlvereln ... 10 143 — 142,5 142 Sedlncr (-anDtUtjcItUldi. . . iS — 276 275 3 vmmcrj- unb Prival-Bank . 11 180.75 180.25 18'1.75 ibü.j:. larrnll. ü. «ationaLank . 12 262.5 485 262 Deutsche Bank......10 163 163.25 16.' Dl konle.^esellschasl »ul.. . 10 157.5 157 157,25 157.25 Dreebncr Bank......10 •Xittclbcuilux Hitbübanl ... 9 164.5 163 164 164 • l'ieialldank . ......... 143.75 14« ti.laxbanl........12 .'76 281.25 277.65 Jranhfurt a.M Berlin Schluß, fiur» I-Uhr- Nur, Sd)iuk , 2lnsona jtur» Kur» Datum: | 30.7. 31 7. 30. 7. | 31 7. a.e.e...... . 6 171.5 170.2a 170.7Ö 16b,75 Bergmann..... Elektr. Lleserunge». . • ■ • . 9 — 191 191 • 10 — 161.25 — Llchl unb Ktaft . . . e e e 10 210 • 209,9 208.5 tzelten * GuUIeaume. e . • . 6 129 129.13 128.75 Oles. s. Elettr. Untern.. • e e 10 255 254 255 254.5 Hamb, lklekir. Werke . • • • 10 — — 155.5 155.6 Rbcin. Slcltr. . . e * e . 9 — — 152 151 Lchles. eitlit..... 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Vlnlirv Holtmann......7 139 — 189 137.25 Heidelberger (Etmeni .... 10 Ternenl Äarlftabl .....8 136,5 137.5 _ Walch ch Fretiag......10 — 140 — ^chuUhets Pabcnhoser ... 15 — — 343.75 338.75 £ slwerte.........12 — — 301.5 298 Ner. chlanzlloss......18 566 b53 Bemberg.........14 — — 488 477 Zellstoss Daldhoj.....12 288.9 287.5 291 284.5 Aellslotz Aschassenburg ... 12 Charlottenburger Waller ... 7 115 126,9 213.75 127.1.1 Teslauer <üa»........8 190 190 Taimler Motoren......0 10» 101,5 102,5 101 — — 54.4 Sldlennerle Klcver ...... 6 118 119 117 120 Lubw. Loewc . ...... 10 — — 233.5 226 Nat. Automobil ....... 0 — 80.5 — Crenftein ± ficrpel ..... 5 — — 121 * Leonhard lieb ...... 6 — — 246 245 Bamag-Meguin ....... 0 23 — — Franks. Maschinen ...... 6 — 70 — Sttener.........11 130 — 126 ■ HeoligrnNaebl ....... 0 tzunghans. . . ....... 4 82,5 — - 85.5 Vtdjrotrfe. . . ...... .8 111.5 — — _ 4S»httiaftnirrfe ....... 8 118 115,25 Miag. . . .......10 — 139.5 138 Rekarsulmer ...... 8 58,1 57 56.65 Peters Union ........ d 106 — 1U5 Gebr. Roeder ....... 10 — Botgl ch Hoessner......9 206 • d- €übb. Auüer........8 — 148,25 — 30. Juli 31. Su« Lrnlllche Non runo Amiliche Noneruna (»eld Brief i"4el6 1 Brrek «mst^-Rot« Puen.-AireS 168,27 1,766 163,6i 1,770 58,31 168,31 1.7M 169,55 1,768 Bri" ^nnv j8,Z1 j8.11 48,33 O'dnlli.'.nlu 111,71 112,93 111,63 111,91 Kolx-ndagen 111,78 112,VU 111,76 in. 98 ßtoilbolm 111,97 112.19 111,92 112,14 lü,54w Hrlfingior». 10.52'J 10,549 10,519 Ilaltrn. . 21,895 11.985 <1,895 <1.935 London. . . 10,427 20,32 10,36 Neunork . • 1.1845 4,1925 «.1845 4.1925 Pari». . . . 16,34 16.41 16,375 16,«15 Gctroeti . . 9Ü.5O ■>0,565 80,715 Spanien • »8 k4 «8.98 rtb.Nj 79 00 ftapan . . . 1.898 l.WUl 1,-9- 1,899 *Hto bt 9 Äni err tanrs che No re»..... i 4,161 t |M fidotidx Nolvi ....... | 58.35 58,59 Täirtldbt Norra...... , 111,57 112,01 fcujbWx Äota ........ | «1.295 20 375 b 6 5 3 7 4 3 2 Weiß. Schwarz, d e Don H. Rinck, Barcelona. TOM I