m. 204 Erster Blatt U8. Wgawg Bonnerstag, 30. Inga ff 1928 teilt*,*** Scnmtaqt enfc Bcttaf««: ®le^tMT 5nationalen Bolkspartei began- t>en heute vormittag die angetunbigten Berhandiun- gen in der Angelegenheit des Reichslagsabgeordneten Lambach Die Sitzung wurde ran dem Abgeord- rrten Lch ulz - Bromberg geleitet. Einer Meldung ter ,Deutimen Allgemeinen Leitung" zufolge bet las werid)t unter Kufbebung de» Urteil» de» Landesverbandes Potsdam II gegen den ^cicbstageabgeorbneten C a m b a rt) auf einen Der- weis erkannt Wie die deutschnationale Pressetelle mitteilt, sind aus der Begründung des oom Parteigerichl der Deutschnalioktalen Volks- Partei gegen den Abgeordneten Lambach geeilten rlrteilöfprucbS sorgende Punkte berporui- teben: Dem Landesvoruand Potsdam I wird darin beige treten, dast der Aufsatz »M on - crchismus" des 2lbgeordneten Lambach rad) Form ,md Inhalt scharf zu mlübillig en ist. Andererseits Hal da» Parteigericht ' "ter tv. Würdigung des gesamten Sachverhalts >te Ueberzeugung getmonnen. dast der Abgeordnete Lambach nicht einen Verstoß $egcn das Parteiprograinrn beabsichtigt habe, sondern der Partei habe nützen wollen. tne mtm irchäch? 5*chmiung deS Herrn Lam- fcin öffentliches Eintreten dafür auher Zweifel stehen und er überdies sein Vc- rauern ausgedrückt Hal. Gefühle der Der- ebrung verletzt zu staben, kommt da» Partei- zu dem Schluß, dast man Herrn Lam- bid) nicht aus der Partei a usfchlie- ken könne, weil er einen falschen Weg cingt- f^tegen habe für einen Zweck, den er alS tor J*c. "ftelii) hielt Es bleibt aber die Zt t yo 11 [j g u n g. die auch das Partei geeicht )3 ,Monarchismus' aussprechen muh- Deshalb ist gemäß §21. Abt. 2. der Satzungen auf einen Verweis erkannt. Minderheiten-Anklagen gegen den Völkerbund. Die gestrige Eröffnung des 4 Europäischen RationalitätenkongresseS in Gcirf. die gleich zu Anfang mit einer scharfen Kritik am Völkerbünde einsetzte, rückt das gesamte RNn- der hei te n pr v blem wieder einmal In den Mktlelpunki des öfsemlichen Interesses Schern bic Auss ährungen der einzelnen parlamentarischen Minderhettenvenoeler auf bem Kongreß der Interparlamentarischen Union zeigten mtt voller Klarheit, wie sich die Roiwenbtäkeit einer durchgreifenden Reform des Minderheiten wesens immer stärker heraus kristallisiert. Und wenn der Präsident des Gens er Kongresses, der um die Minderheitenbewegung außerordentlich verdiente Abgeordnete Dr Wt ls att. der ja auch in Berlin in diesen Tagen das Wort ergriff. m Bersolg feiner scharfen Kritik zu der Forderung kommt, daß auf dem Wege der Schaffung einer selbständige nM inderheiten- k om mi s sion beim Bölkerbund eine straffere Organisation erreicht werden müsse, fo beweist dies eben auch, daß der Fehler, der zu der traurigen Lage der Minderheiten geführt bat. gerade in der völlig uneinheitlichen und unklaren Aufmachung des Minder her tenrechtes zu finden ist. Run bat sich ja der Bölkerbund schon öfters m l vieler Frage besaßt. Aber gerade die letzten Auseinandersetzungen in diesem Gremium um daS Minderheitenproblem, die in der Stellungnahme des griechischen Delegierten Poll t i s gipfelten, der als die Lötung daS einfache Aufgeben der Minderheit im Delamtstaate erkannte, bewiesen nur zu deut'.iß. wie völlig verfehlt die Haltung Genfs in dieser Frage war. Leider hat sich inzwischen die Lage der 35 Millionen Minderheiten Europas keineswegs verbesfert, so daß eine Gefamtlösung ihres Lebensproblems immer dringlicher wird. Und fo wirb der vierte Eiirvpäilche Nationalitäten* kongreß in seiner Erklärung um so bedeutsamer. Man kann auch tn dieser Form nicht mehr weiterhande'n. Die seinerzeitige, geradezu unverständliche Ernennung Zaleski » zum Berichterstatter im griechisch-albanischen Minder- heitenkonftikt, die .Forderung der Herabfeylmg des Budget polten» des Rates für die Minderheiten, all das sind grobe Fehler in der allgemeinen Minderheitenpolitik gewesen, die sich eben nur au» der Hilflosigkeit um dieses Problem ergeben konnten Und deshalb ist e» doch notwendig, gerade anläßlich der Tagung -deS 4. Rationalitäten- kongresses. noch einmal ganz prinzipiell auf die c Frage cinzußehen. Sie ist eine mit der wichtigsten politischen tragen der internationalen Politik, und gerade wir in Deutschland haben alle Veranlassung, eine Lösung dieses Problem» um so eindringlicher zu fordern, als die deutschen Minderheiten im Ausland« einen wesentlichen Teil ber Gesamtzahl der Minderheiten Europas brrfidlcn und zudem noch sich zum großen Teil in einer außerordentlich unglücklichen Laae besir.den. Diele Frage must jenteit» t3 ch, al» Ausgabe der Mlnbersteitenkor.serenz die Forderung nach einer ständigen paritätischen Minderbeitenkommisston beim Bölkerbund und nach immer größerer Verbreitung der Kenntnis über die Minderheitenfragen. Der Redner wie» auf die a b g r u n b t i e f e 11 n f t n n t- nl» über ble Minderheitenfragen gerade bei denjenigen hin, die über das Los ber Minderheiten zu entscheiden haben. Die TNinderheitcn mühten jetzt laut und öffenl- lich dagegen Einspruch erheben, daß man mit dem Dohl und wehe von Millionen von Menschen spiele und sie bagatellisiere. Man verlange von den Minderheiten Loyalität und eine Stimmung, die die Tlinbcrhcitenqruppen niemals hegen könnten. Es sei vollständig überflüssig, derart ge Forderungen an die Minderheiten zu stellen. Die Loyalität ber Minberheiten bedeute einen inneren, tieferen ^ufammenhang und ein Bermur- zeltfein mit der .')fimolid)oUc Dies fn die einzige Grundlage der Treue brr Minberheiten zu ihrer Heimat. Die Minberheiten feien lebende Organismen, die man nicht mit Unterdrückung und Schi fonen aus ber Welt schaffen könne. Verlogenheit unb Unehrlichkeit treffe man auf Schritt unb Tritt bei ber Behanblung ber Minderheitenfragen. Der bisherige Leiter der Minbcrheitenabteilung beim Völkerbund, EoIban, habe ts auf (einen zahlreichen Reisen nicht einmal für nötig erachtet, sich mit ber Minberheitenführern in Verbindung zu setzen, sondern habe seine Kenntnis der Lage ber Minocrstclten lediglich aus jten amtlichen Mitteilungen der Regierungen geschöpft. Brandsch schloß mit dem ernsten Hinweis, daß vor allem der Friede unb die Zukunft Europas von ber Lösung ber Minderheitenfragen abhängig seien. Diese Lösung mürben bie Minder- heilen immer verlangen. Der Vertreter der ukrainischen Minderheit in Polen, di« zum erstenmal an der Minberheitentagung Irtlnünmt. gab b ter ans svl- genhe Erklärung ab: .Das ukrainische Volk bewohnt mit einer Stärke von 4) Millionen ein geschloßenes Geb et tm Osten 0 ■ -? Höllichke IsvHrasen, bie Erkundigungen nach d r Gesundheit, nach Dr etrefemann» Eindrücken von Paris ufto. hinzu, so bleibt eine reichliche halbe Stunde für di« eigentliche Unterhaltung übrig. Da» ist immerhin eine 3eit in der man ernste Dinge hätte erörtern können, unb e» scheint, daß das auch geschehen ist. Dr. Stresemann bat die Räumungss rage aufgetoor en und Poincar 4 den betannten sranzaflschen Standpunkt wiedergegeben und erlLuter.. Pointnre seinerseits Hal auf bie besonderen Schwierigkeiten hingen,tejcn. die für Frankreich in dem taktischen Problem liegen, in der Verquickung der Kheinlandräo- m u n g roll der künftigen Gestaltung der finanziellen Jragcn, also der Revision de» Daroesplanes, -x«r Jestjehung einer Endsumme für Deutichiand unb in dem Schicksal des Mellon . Verenger - Abkom men», do» bekanntlich fri! fast drei wahren der Ralifizierung oder Abänderung harrt, ob- roohl e» inzwischen vcn Frankreich pünktlich elngcholten wird Frankreich befindet sich in dieler Frage genau in ber gleichen Lage wie DeutiLland mit Bezug auf bc» DaweS-AvkornmeT' beide werden erfüllt, aber beide rönnen n.cht als endgültig betrachtet werden. Und d.e französische Aullassunq, daß die AufrechterhaItung der R he inl and - b c f c 6 u n g eine Art Druckmittel auf die Be re i tw, lligkeit Amerika» bilde, sich auf neue Derhandsungen und cuf Erleichterungen der fteigcnbci: franzö'i'chen IahroSroren. evtl, aut eine Herabletzuna der französischen G c- samtschuld im Einstang mit einer Herab- fchung der immer noch auf dem Papier siehe >- den Phanlasiefumme her deutschen Schuld nu» dem Londoner Diktat einzulasten, ist hinreichend bekannt. Wir wissen nicht, ob Pvmcor^ das alle» mit solcher Aufrichtigkeit zur Sprache gebracht dal. aber wir glauben zu wissen, daß er vom Standpunkt deS Finanzmfnister» dies« Seite des Räumungsproblems Hervorgebo- ben hat und damit zügle ch an eine gewisse Interessensoliharität Deutschlands und Frankreich» appellierte die sich automatisch ergebe, wie auch grundsätzliche Bereit- (choft zur Erörterung der deutschen Räumuvgs- forderung zu erkennen gab Das ist immerhin schon etwa», wenn es auch bei den demnächstigen Genfer Verhandlungen der Gegenseite manche Hintertür offen läßt. Eine davon wird die Zerlegung ber Räumung in eine verhältnisnÄßig leichter zu erreichende Fre gäbe ber zwei ten !/>ne und ft-ätere Verhandlungen mit finanziellem Beigeschmack über bie dritte Zone fein. Aber ttnr dürfen hoffen, daß die persönlich- Fühlungnahme der beiden Staatsmänner vorläufig wenigstens etwas von dem G-.S gebrochen hat, das bisher it conto Pomcar^fcher Vorstellungen zw.'chen rms stand. Es sind zwei ftarfe Männer aufeinander g troffen, und ;ebcr muhte vom anderen glauben hah er eine fastchc Vor- ftelluTig von feinem Verhandiungst>artner mH- brächtc Ob da» Kennen l ernen zu r .tem vermehrten Verständnis geführt hat. werden tm» schon di« nächsten Tage lehren Staatssekretär v. Schubert bei Dr. Stresemann. Ba d«n-Ba den . 29 Aug. (WB.) Heute rorm.ttog 8.54 Uhr traf b« deutsche Delegation für Genf auf der Durchreite von Berlin in Baden-Baden-West ein, wo ihr Schlaf- und Salonwagen von dem durchgehenden D-Zug abgekuppel: wurde. Sofort nach der Ankunft begab 'ch Staatssekretär v. Schubert im Auto tn» Hvtef Bellevue, wo eine kurze Aussprache zw Dr. Stresemann unb bem Führer der Genfer Delegation über bie Gmler Ratstagung stattfand. Kurz vor 11 Uhr verv-eß Staate c!retär v. Schubert dos Hoter wieder, um mi« der gesamten Delegation um 11.08 Uhr b:e 2tcr,e nach Genf fortizu^tzen. Der Zeitpunkt der Aussprache zw /chen Reichsoußrmminister Dr. Stresemann und dem ReHslkanzser Hermann Müller in Baden-Baden ifft noch nicht bestimmt. Der De- /*\ittvVoih, 29. ßugust 1928,/*afrds. Oie Welikirchen fordern Abrüstung den Präsibcntschaftswahlcn besteht, was aus den Frage der Ratifizierun 1 e bei dem amerikanischen Volke in seiner Gesamtheit und auch bei sämtlichen .Kandidaten für die bcnorfteben- Ansprachen der Kandidaten hervoraeht. Wenn die g des Antikriegspaktes s 6, e n Firmament ausbricht. Cs ist nicht zu bc- zweifeln, das, ein ausgelpri^chener Friedenswille dem Senat oorgelegt wird, werden die Wahlen bereits stattgefunden haben, und die Freunde des Paktes sind einstimmig der Ansicht, baß auch dies dazu beitragen werde, die Angelegenheit aus dem Gebiete der Portelpolitik zu entfernen. Präsident Coolidge hat bekanntgegeben, daß er dem Kelloggpakt zustimme, und zweifellos wird diese Haltung von der ganzen Regierung un- tcrstüht. Auch Senator B o r a h wird voraussichtlich in loyaler Weise für den Vertrag eintreten. Anscheinend empfindet man in amtlichen Kreisen einiges Unbehagen angesichts der Frage, wie man den Vertrag mit der Forderung nach mehr Schiffen in Uebereinstimmung bringen könne. So hat ja auch Präsident Coolidge in seiner kürzlichen Rede in Superior (Wisconsin) mit dem Argument operiert, daß das amerikanische Marinepvogromm nur den Zweck verfolge, die V e r t c i d i g u n g s m i t te l des Landes auf eine seiner Verantwortlichkeit angemessene Höhe zu bringen. legung der Entscheidung des Ständigen Internationalen Schiedsgerichts im Haag über den Artikel 131 des Genfer Abkommens verlangt. Zu was für Zuständen die Auslegung des Haager Schiedsspruches durch die Polen in der Praxi- führt, zeigt die Verurteilung eines deutschen Arbeiters in Kattowitz am 15. Juli zu 22 Tagen Gefängnis, weil er sein Kind unter Berufung aus den Haager Spruch nicht rn die polnische Schule schicken wollte. -Umftrtttcn ist vor allem die polnische These, wonach alle zweisprachigen Kinder die polnischen Schulen zu besuchen haben. Durch diese Forderung kommen die Erziehunas- berechtigten in die schwersten Gewissenskonfliite. da sie bei der Anmeldung entweder eine Unwahrheit anaeoen müssen, oder ihr Kind in eine polnische Schule zu schicken haben, denn die Mehrzahl der vberschlesischen Bevölkerung spricht beide Sprachen. Die polnischen Behörden hoben es durch ihre Schikanen immerhin erreicht, daß zum neuen Schuljahr nur 2500 Kinder für die deutschen Schulen angemcldet wurden, während 1926 fast 9000 Kinder die deutschen Schulen besuchten. Als dritte 'Beschwerde werden die zahlreichen Terrorakte behandelt, wobei in einer besonderen Liste allein 75 Fälle dokumentarisch belegt werden. Aus aller Welt. Bom neuen Zeppelin Ueber den Stand der A r b « i t e n a m neuen Luftschiff erfahren wir aus Friedrichshafen. daß nunmehr bereits drei von den fünf Motoren eingebaut sind. Die Füllung der Gaszellen, die etwa 8 Tage in Anspruch nimmt, kann erst in der kommenden Woche erfolgen. Man nimmt demnach an. daß das Luftschiff bis zur übernächsten Doch« fahrbereit gemocht werden kann. — Wie die Pariser Blätter berichten, wird im September in der Umgebung von Madrid mit bwt Probeflügen des Zeppelinluftschiffes begonnen werden, da- im kommenden Jahr den regelmäßigen Flugdienst zwischen Südamerika und Sevilla durchführen soll. 3m nächsten Frühjahr wird das Lusttchifs vier Reisen nach Südamerika machen und sodann einen Flug um d i e Welt an treten, auf dem nur vier Landungen vorgesehen find' in Deutschland, in Tokio und *>ei in den Bereinigten Staaten. Die Lust schiff Halle und die Fabrik aut Herstellung des notwendigen Betriebsstoffes find so gut wie sertiggeneilt. und auch ein Raum für die Unterbringung eines zweiten Luftschiffes, das gleichfalls zwischen Sevilla und Südamerika verkehren soll, ist geschaffen worden. Der nunmehr fertiggeftellte Zeppelin kann außer der Bejahung 40 Passagiere an Bord nehmen. Unwetterkatastrophe in cberitalien Rom, 30. Aug. lWIB. Funkspruch f Gestern nachmittag ging ein furchtbares Unwetter über einen Teil der Landschaft Brianza nieder. Starker Hagel schlag und Sturmwind richteten beträchtlichen Schaden an. 3n der Stadt Monza w'trden durch das Unwetter die Straßen überschwemmt. Bäume entwurzelt T e l e p h o n d r ä h t e zerriffen und einige Schornsteine zum Einsturz gebracht. Auch die türkische Kathedrale stürzte ein. Etwa 100 Personen sollen verletzt und neun getötet worden fein. — Die Folgen der Sturmkatastrophe in Monza wurden durch die Unterbrechung drr tilephvni- schen Verbindung noch schwerer. Außerdem wac die Stadt ütiol jt Umstürzen« von fleben Masten ter elektrischen Leitung fast völlig in Dunkelheit gehüllt. Es lind sieben Todes- opter identifiziert worden, unter ihnen zwei Frauen. Zwei männlich: Leichen konnten noch nicht identifiziert werden. 4) Beriet;tc darunter sieben Schwerverletzte wurden ins sundhevtSzustand Dr. Stresemann» mich feiner Parier Becke ist befriedigend. Zn Genf eingetroffen. Genf, 29. Aug. (2ßB.) Die deutsche Delegation zur Ratstagung unter der Führung von Staatssekretär Dr. v. Schubert ist heute abend kurz »or 9 Uhr mit dem fahrplanmöhigen Zuge i n Genf eingetroffen Besprechungen in größerem Rahmen in Genf. Genf, 29. Aug. (Privatmeldung de? WTB.) Die äußer st e Zurückhaltung, die über die Pariser Besprechungen des Reichsministers Dr. Stresemann mit 'S r i a n b und Poin - c a r e bisher geübt wurde, wird auch noch der heutigen Zusammenkunft von Staatssekretär Dr. d. Schubert mit dem Reichsaußenminister in Baden-Baden in der Umgebung des Staatssekretärs weiter beobachtet. Jedoch wird sich nunmehr auch in Genf Gelegenheit bieten, in Verfolg der vor einigen Wochen von Deutschland bei den Mochten der Botschafterkonferenz in der Rheinlnndfroge unternommenen Demarche die Besprechungen mit den Hauptdelegierten der an der Rheinlandbesetzung interessierten Mächte fort^u- setzen und dabei die Auffassungen dieser Mächte über die Gesamtfrage des Räumungsproblems einer Klärung entgegenzuführen. Weitergehende Verhondungen sind vorerst nicht zu er werten. Bisher hotten sich ähnliche Besprechungen nur in Form von Unterhaltungen zwischen einzelnen Staatsmännern abgespielt, während die bevorstehen- den Besprechungen in Genf vielleicht in einem größeren Rohmen und damit zwischen den deutschen Vertretern und den Hauptdelegierten Englands, Frankreichs, Belgiens, Italiens und Japans vor sich gehen können. Hymans über seine pariser Besprechungen. Brüssel, 29. Aug. (WB.) Minister des Aus »artigen Hymans erklärte bei der Rückkehr von der Unterzeichnung des Kelloggpaktcs einem Mitarbeiter des Soir": „Bei meinen Unterhaltungen mit Briond, Poincars, Berthelot und Stresemann war von einer eventuellen Räumung des Rheinlandes nicht die Re de. Es war auch nicht der richtige Platz und der richtige Augenblick, diese Angelegenheit anzuschneiden." Stimmen aus Pans und London. Paris, 29. August. (TU.) Die enge Verbindung der vorzeitigen Rheinlandräumung mit der interalliierten Schulden- frage und der Abänderung des D a w e s p l a - n e s wird von der französischen Presse in gewisser Form als Erfolg der Unterhaltung Poincars- Stresemann gebucht. Ob mit Recht oder Unrecht läßt sich zur Stunde noch nicht entscheiden, doch scheint festzustehen, daß die Besatzungsmächte sich geeinigt haben, die vorzeitige Rheinlandräumung von einer neuen deutschen Sicherheit für die Reparationszahlungen abhängig zu machen. Die von Dr. Stresemann angeblich gemachten Vorschläge für die deutsche Unterstützung bei der Mobilisierung der Eisenbahnobliga- t i o n e n auf dem internationalen Markt dürfte dagegen mit einem gewissen Zweifel ausgenommen worden (ein, solange nicht feststeht, wie die Regierung der Vereinigten Staaten und die von ihr abhängige amerikanische Finanzwelt sich zu diesem erneut auftauchenden deutschen Vorschlag einstellen .wird. Eine neue Sicherheit für die West- grenze Polens verlange man auf Seiten der Alliierten heute nicht mehr, wie dies auch von polnischer Seite nicht ohne Bedauern zugegeben wird. Rach allen hier vorliegenden Nachrichten scheint daher In der Frage einer vorzeitigen Rheinlandräumung in Poris kein endgültig entscheidender Schritt vorwärts gemocht zu sein. Immerhin wird die Unterhaltung PoincarL-Stresemann als ein Pasitivum gewertet werden können, das die Verhandlungen des Reichskanzlers Müller in Genf erleichtern wird. London, 29. August. (TU.) „Evening Stan- .dard" hört von bessiinterrichteter Seite, daß die Aussprache Stresemanns mit Poincars zwar sehr freundlich gewesen sei, aber keinen Zweifel habe aufkommen losten, daß die deutsche und die französische Einstellung in der Räu- mnngstrage unvereinbar seien. Die französische Regierung wolle nicht einmal die 'Räumung ß j r a g e erörtern, bevor ein endgültiges Abkommen über die intcrollicrtc Schul- b c n f r a g e erzielt sei: dies sei aber unmöglich, solange die amerikanische Einstellung sich nicht geändert fribe. Deutschland werde daher im nächsten Monat die Frage dem Völkerbund unterbreite» und damit die Welt zur Stellungnahme ouffordern. Oberschlesiens Beschwerden in Genf. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". 'Berlin. 30. Aug. Auf der diesjährigen Genfer Tagung werden im R a t und wahrscheinlich auch in der Bollversammlung drei Beschwerden des Deutschen Volks- bundes r n Ostoberschlesien zur Sprache kommen. Gs handelt sich dabei zunächst um die Beschwerde übet die Schließung von 16 deutschen Schulen, öv am 30. Juni dem Endtermin des polnischen Schuljahres, erfolgte. 3n c.nigcn 6 Fällen handelt es sich um einen ganz embeutigen BertrogSbruch von feiten öer Polen, da öte Schülerzahl nicht unter die geforderte Mindestsumme von 40 deutschen Schülern zurückgegangen war. Der Verstoß gegen die klare Bestimmung des Genfer Abkommens ist eindeutig. Bei 5 weiteren Schulen handelt es fich um ihre Eröffnung, die auf Grund einer ausreichenden Anzahl von Anträgen rechtmäßig verlangt Wied, aber von der Woiwodschaft nicht erfocgte. Dabei muß festgestellt werden, daß die deulschen Bcbörben in wcst-Oberfchlesieu niemals poinische Mlnberheitenschuten gefchlosteu haben, auch bann nicht, wenn die nach dem Genfer Abkommen vorgefchricbenc Schlilcrzahl ausblieb. Bon den 29 polnischen Schulen Hal zur Zeit nur eine Schule mehr als 40 Schüler und 20 Schulen sogar weniger al» 20 Schüler Eng mit diesen Klagen hängt die zweite Beichwerdc des Deutschen Bolksbnndes zusammen, die sich mit den Anmeldungen zu der. Minder- beitsschulen für den l Septeml^er bcschäinqt und in diesem Fall eine neue cnöflüftiac ”ui- Prag, 29. Aug. (WB.) Dem Weltkongreß für Friede und Freundschaft durch die Kirchen, zu dem 532 kirchliche Vertreter aus 42 kontinentalen und überseeischen Ländern in Prag versammelt sind, ist nach viertägigen Beratungen im Internationalen Komitee eine mit Spannunn erwartete Entschließung über dfe A d - r u ft u n g oorgelegt worden. Der Antrag fordert, daß alle Staaten, die Mitglieder des Völkerbundes sind, ihre bewast- neien Kräfte gemäß dem Völkerbundspakt cin- fchränken und ein allgemeiner Schiedsgericht annehmen. Der Antrag ruft die Kirchen auf, ihren sittlichen ikinfluh zusammen mit dem Völkerbund und den eigenen Regierungen dazu zu verwenden, daß dieselben mit aller Beschleunigung die internationalen Abmachungen treffen, die für diesen Zweck notwendig find. Er ruft weiter die Kirchen auf, ihre Geisteskräfte und erzieherischen Einfluß dafür einzusetzen, daß die Völker fortan ihre brüderliche Solidarität und ihre Verpflichtung zur zielbewußten Zusammenarbeit bejahen. Der Kongreß nahm nach längerer Beratung die Entschließung einstimmig mit einer Stimmenthaltung an. Zum ersten Male baden sich die führenden Vertreter des kontinentalen und amerikanischen Protestantismus, der englischen Kirche, der griechisch-orthodoxen und der Missions-Kirche des fernen Ostens zu einer gemeinsamen Erklärung über eine aktuelle politische Frage zusommengeschlosfen. Die deutsche Delegation, die 58 Mitglieder umfaßt, hat sich einmütig hinter diese Erklärung gestellt. Die Forderung einer vollständigen Abrüstung, die von holländisck)er Seite gestellt wurde, ist fnüengeloffen worb?n. Die Erklärung erstreckt sich auf die Forderung einer beschränkten Abrüstung, wie sie der Völkerbundspakt vorsieht. Venesch über das Weltsriedensproblem. Prag, 29. Aug. (WTB.) Eine stark besuchte Bolksversammlung, die der Weltkongreß für Frieden und Freundschaft durch die Kirchen heute abend im Prager Veprä- sentaiionshause veranstaltete, brachte eine Bede des tschechoslowakischen Außenministers Dr. B e - ne sch, die infolge seiner Abwesenheit durch seinen Stellvertreter verlesen wurde. Das Problem des Weltfriedens, so sührte Benesch aus, gehört sicherlich zu den größten politischen, aber auch zu den sittlichen und sozialen Problemen der Generation der Vochkriegszeit. Der Friede sei ein Gut. um das schwer und unerbittlich gekämpft werden müsse. Kerlogg auf der Rückreise. Paris, 29. Aug. (WB.) Staatssekretär Kellogg Hal in Begleitung des Präsidenten des irischen Freistaates, Cosgruoe, heute früh 8 Uhr Paris verlassen. Beide haben sich in Le Havre an Bord des amerikanischen Kreuzers „Detroit" begeben, der nach Irland in See gegangen ist. Staatssekretär Kellogg hat von Le Havre aus vor Verlassen Frankreichs an den Außenminister Briand ein D a n k t e l c g r a m m für die ihm in Paris gewordene Aufnahme gesandt. Er gibt darin seiner Gewißheit Ausdruck, daß das durch die Unterzeichnung des Kriegsächiungspaktes vollbrachte Werk eine neue Epoche in den internationalen Beziehungen f nnzeichne werde. Kellogg an die Interparlamentarische Union. Berlin, 29. August. (VDZ.) Aus das Begrüß foungstelegranun, da-, die Berliner Interparlamentarische Konferenz zur Unterzeichnung des Kelloggpaktcs nach Paris gesandt bat, ist heute vom amerikanischen Staatssekretär Kellogg folgende telegraphische Antwort an den Präsidenten der Konferenz. Professor Schücking, eingegangen' „Ich habe Ihre außerordentlich freundliche Bot fcfyaft erhalten und versichere, daß ich sie aufs höchste zu fchätzenweih. llebcrmitteln Sie bitte der Interparlamentarifchen Union meinen Dank und den Ausdruck meiner aufrichtigen Hoffnung, daß alle Nationen sich ihr a n schließen werden. Frank B. Kellogg." Wie sieht Amerika zum Kelloggpakt? London, 29. Aug (WTB.) In Telegrammen au» Washington heißt cs: Das einzige heule hier erörterte Thema ist die Frage, wie sich der Senat dem Antikriegspakt gegenüber verhalten wird. Es wird allgemein erwarket, daß der Senat den Vertrag mit sicherer Mehrheit ratifizieren wird, sofern nicht ein ölurm am politi- Der dauernde Friede könne nicht durch einen einzigen Akt oder durch einen einzigen Vertrag gesichert werden, auch nicht durch einen Akt. wie cs das Genfer Protokoll war oder dlc Cocamo- verlrägc ober bet kelloggpakt. Der Kampf um den Weltfrieden fei und bleibe ein Kampf des Tages, der täglich ausgefochten werben müsse. All die angeführten internationalen Akte, Verträge und Verpflichtungen seien bloß große Etappen in diesem Kampfe um den Frieden. Sie seien Garantien dafür, daß her Friede von Tag zu Tag nicht sicher sondern bloß sicherer werde, und daß der Krieg aufgeschoben und für eine längere Periode unmöglich gemacht werde, diese Zeit des Friedens müsse ausgenutzt werden, um während derselben neue weitere Friedensgarantien zu gewinnen Dieser Kampf um den Frieden bewege sich hauptsächlich in zwei Richtungen. Vor allem handle es sich um die Möglichkeit, internationale Konflikte auf ein Mindestmaß zu beschränken, indem die Ursachen der Konflikte rechtzeitig beseitigt werden. Der zweite Weg sei, daß die Beziehungen zwischen den Völkern in der "Nachkriegszeit auf neue rech 1 liche und moralisch« Grundlagen gestellt werden und daß eine feste internationale Rechtsordnung geschaffen werde. Vach längeren Ausführungen über den Begrilf der Demokratie kam Benesch zu dem Schluß, daß die lebendige unb wirtliche Demokratie zum Träger und Förderer der neuen Ideen zu staatlichen Methoden und internationalen Beziehungen werd«. Er sei überzeugt, daß auf Grund der Demokratie, dcS sozialen Fortschritts und der moralischen Entwicklung auch in den Beziehungen zwischen den Vollem jene Bedingungen geschallen werden, die den Weltfrieden, welcher gestern noch eine Utopie war u id heute das neueste Prob.em unserer Generation ist, zu einer neuen und dauernden Vealilät machen werden. Kirche und ‘Religion würden immer demokratischer, und -war nicht nur in politischem Sinne, sondern auch in sozialem Sinne. Diese Entwicklung werde unaufhaltsam weitergehen, und so würden ‘Religion und Kirche nicht nur durch ihren rein religiösen und sittlichen Grundsatz, sondern auch durch ihre neue Entwicklung zum sozialen Fortschritt immer mehr und mehr die Idee des Friedens fördern und ihr dienen. Vach Deneschs Ausführungen, die mit großem Beifall ausgenommen wurden, sprachen von deutscher Seite UniversitätSpro'essor Dr v. Schultze- Gävernitz und von amerikanischer Seite Fred B. Smith aus Veuyork. ■ vcdi ftc i ir, gtfth I ornten I | »it beim ■ daran ■ Mit btim L ’hnrn nc I denen ihr E I i«<6 tfn | dein Dani Slirmtn . v t ben | ttnb’.I ft bemttf » fern alt 6*05; Tteten, § - »m, teil, 5 Aal 1U* , ^2- \ < ?;< z te- 1 -U» »rin , b* 6ttQ i 'N 6t< , r- r«=i 3)1 (Eitro* 6» 'st ffartin. flbtr mt ' ein betaut# locht Na zu voll r Senn »ter mri dann fdn. werten. ( »raschen •ortet nd ift, Vvnchc 5 Böitten/nj bu i ' M Hi o*Nr ’ rüi te i V te schon ir tnnii So1 tu test \ Utiftbi toteNtn ihrer btfl Sie ichör 'pacht ff iichen, n Und te nichst bei dir Irr 'Amintei f. Lirll | ^ oritkst "nd gon, inö in te f)vonttnUfl. 9 Rtffni o n«* i*S5i*e V IenwU- fÄ Tl Zdrt und 'S vrd n®P Md-L lagert- Sie vertag -Det-er'^ dassL^ h dc.n fgfce iblkungsatE' wJ3»* -t« ■ (MiUn-» _s L *•* t: «tnfiufi *«*»2 <«Hor Schnee unb grellem Sonnenlicht Lo lofl, sondern bk Stile, durch Die man alle» Io rofenfartua frftt Da» ist die ReifebrilU. 6k bat Überbaus? Mee dOfer Sie sitzt tuet üble In unseren Armen Unb zwar immer, wenn wir bet schönstem commermetter in Urlaub fahren, ob in die Berge, ob an die See, ist gan; einerlei. Dir hoben fie auf. Alle», war rin kultivierter Mensch für diese jeit notig hat, ist fein lauberfl* m den Postern verstaut, die Fahrkarte ist gelöst, unb nun •rat e i n langer Sonntag vor une. ein Wanne- ßesuhl im höchsten Superlativ (hoher geht e» wohl .immer?) durchrieselt unsere Glieder Wir tön* ic. Aon ner- ^eien "trounben. Dir haben wieder Helle Augen, bie nur I Wirklichkeit unb nur die Wirklichkeit sehen. Der ‘ .)rienfd)etn fehlt auf einmal. Deine Bekannten "> ganz nüchterne, vielleicht einfältige Menschen, itb In deinem Wahn glaubtest bu, Freunde für da» Bist du aber In einem Luftkurort, ober in einem 6*ebab für lönarre Wochen, dann geht e» gar m chi ander», bu leb ft mit Menschen zu stimmen, unb «•Oft bu nicht al» Einsiedler herumgehen, so muht bi schon mit dem ober jenem in nähere Beziehung ten ja gar r cht» mehr mit normalen Augen an- hen, e> muh ja alle» einen Glorie »schein haben Daran IP die 'Rrifeftrüle schuld. Der Duld Ist schöner, bie Blumen düsten mehr, Jie Loge' fingen lieblicher, bu Lust ist viel mur- jiger, und alle Menschen sind so ganz ander», lrcunbl.cher. migegenfommenber, reizender Du 7 n n ft nicht stumm sitzen i n ei'« ihabnawgen. r e Leute wollen sich ja mit dir unterhalten Sc> ist GUN.Z ander», wie wenn du geichaftlich reifen mutzt ?u machst auf einmal Bekannksch^iten. fragst hier enb da, horst bie» und da», hilfst dem beim flu»- teigen, stutzt hier eine Dame beim Sommern mit einem Wort Du machst Bekannlschasten In Masse. gEn groe sagt der Deutsche', E» Ist wie ein Spaziergang In einem schonen Manen, überall Blumen In leuchtenden Farben Aber wenn du den Garten verlassen halt, bleibt eur ein kurze» Erinnern. So Unb auch bie Reise- Bekanntschaften in der Bahn. Auvnahm.n viel- leicht Nachtfahrten Im V-Zug, wenn e» nicht gar W voll Ist Wenn man aber auf einer Wanderung für einen Ober mehrere Tage ganz zufällig zulammenkommt, Ö»nn kann eine Reisebekanntschaft schon viel tiefer werden. Ein ganz eigener Reiz liegt darin, mit Menschen zusammen zu sein, die man im Leben vorher nie geiehen hat, deren Namen, Berus usw. man gar nicht kennt, mit denen man nur plaudert, lustig Ist, ober auch ernste Gespräche führt (Bar Knche fireunblehait ist schon aus einer solchen nberung grschtoffen worben d>en gewonnen zu haben. Sehr kühl, vielleicht ganz r .mb, geht man auseinander E» war ein schöner Ltaum. f)aft bu die» nicht auch schon erfahren? De»halb wollen wir noch einmal auf ba< Bild । n (Barten Aurörffommen. Schaue dir die Blumen ir. genieste ihren Duft, erfreue dich an den schwe- isnben Sdimetterlingen, unb trage bie Schönheit m t beim In deine Werklag»art"-it Noch lange kannst 'm daran zurückdenken und dich erquicken Mache e» u< deinen Nelsebekanntschasten ebenso. Schreibe d en noch Manchmal, betrachte bic Bilder, aus D,r,*nl Ikld, aber labe bir niemand ml Wenn e» nicht gerade Sonntag ist, kommt »>ch ein Besuch lehr ungelegen Da» ist schabe, hein dann bist bu um eine schöne Erinnerung rmer. R. M »erumgehen, so mutzt in nähere Betteten Da» ergibt sich zwanglos ganz von selbst. Du hast ja bic Auswahl Auch hier Hilst bir die “ei|eb rille. Du flehst bie Menschen In ihren tadellosen Kleidern, sie geben sich auch sonst von itrer besten Seite. Du natürlich auch, co kommen itrer besten Seite. Du natürlich auch b» schönsten Freundschaften zustandc »richt sich beim Abschied, zu schreiben, sich zu be- 'ufben, weil e» doch gar so reizend gewesen war. Unb dann kommt bie graste Enttäuschung! Du be- J)|i deine neuen Bekannten, ober ic kommen zu * Ir Der Urlaub ist zu Ende, bie Bei ebnle ist ver- ^lmnenschmucf'Wettbewerb in Gießen. Dai Grgebn-s der wiederholten Besichtigungen St dem t>om De r ke h rs v e r e i n Dietzen «er anfta Heben Blumenschmuck-Wett- d «werd liegt nunmehr abgeschlvffen bot E» Ium als r.n recht erfreuliches angesehen werfrm tn der Ausstattung der Borgärten mit l^fen. Stauben. SornmetflorblunKn unb qepfleq- :»«, frischgrünem Basen, wie auch im fienfter- erd Balkonschmuck der Innen- unb Rufrenftaöt gegen Vas Vorjahr her Fortschritt unber- Irmoar Zu bietet farbenfrohen Ausgestaltung Iber Straften trägt die «ichliche Verwendung hm Petunien in reinen Farben ganz wesentlich le. Gietzen kann in dieser Hinsicht sich wieder stßen lassen, too^u b* Ausstattung unserer ftäbtr- Vit Anlagen unb Gebäude mt TlumenHot das 1 "tge beiträgt. Stablgärtner Müller sei an S-«rmgnx von Aelmbote in Gebern geboren; - 1864: der Sojtnl* Fertzirrnnd WasistgegenZeliersgesahrmdbeiMiidenMtm? Aeher;iqenSweeie Ratschläge. — Ausschneiden und öfter wieder lesen! Don Ärti^feuetwebnnfpehbr Dükore, Gieße«. Nachdruck verdaten. Vie Garstehung bet meist« Schadenfeuer ist barc-J Munideufubren, daft bet Me^ch« tnfoigt Unkenntnis aber Unter*«!? :31mg der damit vev- bunbenen Gefahren nn Umgang mW Heuer unb Licht sahriäflia find. Dbc Schuld daran, daft Mentchen durch Heuer unb Qualm ober bie dadurch herbergerufene Kopflosigkeit zu Schaden kommen ober gar den lob «Leiden rrigt weit oft« Me eigene Unoor» •xbHgfett. ober bte Unkenntnis, ttn# der Mensth sch im BrandfaNe zweckmätzlg verhält, als Ne ilnmballchkeL. sch einem Brande unb leinen gefährlichen Btzgleiterfcheinung« zu entziehen oder vor Uv.en 'ch genügend zu schätzen Meie Brände beiten sch nut erheblich üb« ihren ^fterd aus. weil die Personen. Me e» tn der Aanh haben, dos ^cucr räumlch -inzu- schränken. dies nicht tun. im •egentcG leim Ausbreitung manchmal durch verkehrte Motz- nahmen begunft'.gen. Oft geschieht dies aus 2In- kenntnis. oft aus Mangel an Besonnenheit. Nek vielfach Herrotgerufm buch llcberrofdjjng da Ich bk Perfon nicht hm reichend mit dem Gedanken an bie Mdglchkei! des Ausbruchs eine» Feuers beschäftigt Hai Sie wichliMa Scaeln mr verhütim», von Bränden im Sau-Hall. Schaden an fteuerslellen in weitestem sinne, also Lampen, Laternen usw einbegriffen, sind sofort zu beseitigen Bor Feuerungstüren keine leicht brennbaren Stoffe lagern und nichts über Ihnen aufhängen’ Bor solchen Deffnungen nicht mit flatternden Äleibern hantieren! Mit trage man glühende stöhlen oder lorfnlut zum fieucranmadjen lose auf einer Schippe oder schaufel von einem Ofen zum anderen cheitze Asche und Schlacken sind stet» nur In unverbrennbaren (tzesaften mit Fützen auszubewahren Niemals lege man Strümpfe, Wäfche, Kleider, Anmachholz und dergleichen zum Trocknen auf, an, nahe über oder Nahe bei Offen ober Herde Zum Heitzmachen brennbarer Stoffe, wie Schmalz, «lett, teer, Pech Leim und dergleichen auf offenem Feuer Ist der Behälter von mindesten» dem zweifachen, bei leer dreifachem FaflungsvermSgen als in ihn hineinkommt, zu nehmen Bewealiche Feuerstellen, wie Lichte, Lampen, offene Laternen, Lötlampen, stokskörbc, tragbare Defen. Petroleum-, Gas-, Spirituskocher, Pfeifen, Zigarren, Streichhölzer, Brcnnapparate ufro.. find stets fo zu handhaben, auszustellen oder zu befestigen, datz keinerlei brennbare (legcnftänbe In gefährlicher Nähe stnd Bewegliche Go »arme sind möglichst zu vermeiden Hängelampen mit flüssigem Brennstoff sind so zu befestigen, datz sie nicht herab fall en können Stehlampen sollen seststehen. Zu vermeiden ist da» Hinstellen von Stehlampen im Bereiche von kleinen flinbem ober auf lisch, decken, die Kinder, Hunde unb Katzen hkrunterziehen könnten. Tischtücher und Decken befestige man mit Klammern. Nie lasse man brennende Petroleumlampen von kleinen st indem, geistesschwachen Personen oder Epileptikern tragen. Sehr gefährlich und durchaus zu Unterlasten ist: 1. da» Anmachen ober Ansachen eines Feuers durch Aufgieften von Petroleum, Spiritus oder dergleichen, 2. Lampen bei offenem Licht nachfüllen. 8. die Verwendung von Benzin, Terpentin und V et her zum Handschuhwaschen und Beseitigen von Flecken bei Lampenlicht (das fest elngeschlosiene elektrische Glüh- llcht stet» ausgenommens unb in der Nähe einer Feuerung. 3ft eine leicht brennbare Flüssigkeit verschüttet ober ausgelaufen, so zünde man sie nicht an, um ihre Spuren zu beseitigen, sondern trockne fit mit Sand, Sägemehl. Erde oder Asche, oder nehme sie mit einem Scheuerlappen auf. Feuergefährliche Flüssigkeiten sind in dicht geschlosstnen Aesäften und an einem kühlen Ort auszubewahren Nie entnehme man einem Gefäß feuergefährliche Flüssigkeiten in der Nähe von offenem Feuer Fn Räumen, in denen besonder, feuergefährliche Materialien ausbewohrt oder verarbeitet werden — hierzu gehören auch Scheunen, Ställe unb Garagen — darf weder geraucht noch mit Feuer und ungesichertem Licht hantiert werden. Streichhölzer sicher vor Kindern ausbewahren' Beim Anreihen darauf achten, datz die Flamme nicht die anderen Streichholzköpfe fassen kann, daft ab- fliegende Köpfchen keinen Brennstoff treffen. Den noch glimmende» Rest de» Streichholz.» nicht und, dacht fverwerfen, | B tn Bapterforb, in Kasten mit Breanmeleriat nuf Teop ch. Tischdecke, in welke Laub oder berglrtchen. R^ie non Streichhölzern und 3iftarrtn auf unrvrbrennDtbe Schalen legen! ? Vfen IM Bett bei fiiunpen- ober Kerzenlicht unb da» Rauchen im Bett Ist zu Unterlasten Lichter an Weihnacht-bäumen sind nicht mehr an- zuzünden, wenn die Nudeln stark abfallen Trockenen Laub- und Tannenlchmuck beseitigen 'Weihnacht»- bäume loU man nie mit einemmol tn einem geschloffenen Ösen verbrenne», da do» Harz Qplofioe Gale entwickelt Leuchtgas und Azetolengo» bringen grotze Gefahr, wenn e» nnoerbrannt ausstromi Darum flnd bie Hahne bet, Gase» fest geschlosten zu halten. Eine Gasflamme darf nie ausgeblasen werden Nr« betrete man mit offenem Licht einen Baum, in welchem es nach Gas riecht Glektn«che Lichtanlagen Imb tast ungefährlich, wenn fie gut tn Orfwnmg lind flc lind ho- Be- ichädigungrn und BäFe zu schützen Elektrische Tügefalen müffen solange sie eingeschaltet imd. auf unver drennlicher Unterlage stehen, tonst ietzen sie diese m Brand Elektrisch« L nur durch Fachleute Herstellen imb inftanhbaltm läffen Bvriicht beim Huftaucn von Tvaflerteilungen unb bei dem "Ausräuchern von Motten und Ungezieierl Putzlappen, welche mit Oel oder Feit in Berührung gekommen Imb, z B beim Putzen non Mafchmenteilen. beim Bohnern ober Firmsten, find sofort zu verbrennen oder feuersicher auf- zubewahven da fie, zusammen geballt an einem warmen Ort aukbewahrt. zur Selbstentzündung neigen. dLil lehr feuergefährlich sind von feder Art Feuer lernzuhalten: 1. Die mit DaiserstoffgaS gefüllten Kmdev-LustbatlonS: 2 Gegenstände aus Zelluloid, wie Haarkämme. Hobeln, steife Wäschestücke unb SpHestachen (Bälle, Puppen): 3. Feuerwerks körper DklhMn beim An-bru» eine# Sranbet. Sofort bie Feuerwehr alarmieren unb biS zur Ankunft bedewen Löschmaftregeln ergreifen. Gefährdete Personen benachrichtigen. Wenn kein Das auSströmt, DaS nicht abftdlcn. Gleklrische Lampen in den von Feuer betroffenen Räumen einschalten (auch bei Tage), sie leuchten im Gegensatz zu allen anderen De- leuchtunasmittcln auch in rauchersüliten (Räumen unb erleichtern somit die AettnngSarbeiten 3n einem brennenden ‘Raum sofort Türen unb Fenster dicht fchlieften. Die Schlüssellöcher unb die undichten Stellen an der Türschwelle mit nassem Stoff (Handtücher. Kleidungsstücke unb dergleichen» gut verstopfen. Gegen Hitze unb Stimmen ist bie Kleidung zu benäfteru 3n raucherfülltem (Raum kriechend mit dem Munde am Subhoben unb mit naffem Tuch vor Mund und Aale vergehen. Ist der Rückzug zur Treppe durch Bauch unb Flammen abgeschnitten. so suche man einen geschützten. vom Brandherd am weitesten entfernten ■Raum auf und rufe von hier aus um Hilfe, die meistens die Feuerwehr bringt. Man schließe möglichst viele Tüten zwischen sich und der Brandstelle. Man springe nicht aus Angst unbedacht aus dem Fenster auf die Strafte. Man hhrc auf die beruhigenden Zurufe der Feuerwehr. Ist die Aot am höchsten, fo werfe man Bettzeug und Matratzen herunter und veranlasse die Untenstehenden, gleiches Material ober Heu unb Stroh zusammenzutraaen unb anzuhäufen. Alsdann werfe man zuerst die kleinen Kinder weich eingewickelt, hinab. Man selbst springe mit recht viel Kleidern am Leibe möglichst weil vom Hause ab. damit man nicht hängen bleibt oder sich an Gesimsen oder dergleichen verletzt ■Rte zur Sclbftrettimg verqualmte Treppen bmauflaufen. da Qualm und Hitze nach oben st einen und daher das Atmen um so schwerer fällt, je höher man kommt In verqualmtem ‘Raum, in dem es nicht brennt, Fenster und Ofentür öffnen. Man öffne nie eine Tür. hinter welcher der Brand wütet. Personen, beten Kleider in Brand geraten find, am We«kaufen hindern, zu Boden werfen unb wälzen ober eine Decke über sie werfen und diese fest an den Körper anbrüden. Lassalle in Gens gestorben — 1880: Wilhelm ine, Königin der Niederlande, im Haag geboren sHicsscncr Ttockic trnarktpretse Es kosteten au, dem heurigen Dochenmarkt Butter Pfund 2,00 bis 2.10: Watte 30 bis 35: Kä'e 60 ins 1.40: ®fding 20 bis 25: We-ftkraul 15 b.e 20: Avtlraul 20 bis 25: gelbe Aüben 15 20; rote Buben 10 b s 15 Spinat 30 bis 40: Rcmnkchrohl 15; Bohnan 30 b« 35; MmefÄobl- robi 10 bis 12. Erb'«. 45 Ornaten 30 116 40; 3ör.ebrtn 15 bis 20; Aho bar der 15: Kavtoffeln 5 bK 6. Frübäp'el 20 bis 40; Falläpfel 10. B-.r- nen 20 bis 40: Zwerchen 30: Mirabellen 30 bi< 40. Berneelauden 30 bt* 40. junge Hähne 1.00 b ♦ 1.20; Suppenhühner 1 00 bis 1.20; Eier Stück 14 bU 15; Blumenkohl 20 b^ 1.30; Salat 10 bis 20; Cclcrtigurfonb#if. — Zfiona- Lichtspiele: ^Macisre, dcr Held der Berge'. Der hesfische Ste.lcnplan. Bei her Bcrab'ch.ek'ung der Besoldungsvoriagc un Helfffchen Landtag war von leiten der Regierung erf.ärt worden, daft der Stellenplan wahr'che.' - iich bereits im September dem Landtag vor- gtiegt werden würde Die wir hören, lind bic Borurbeitr:. soweit beendet, haft nach Klärung einiger Fragen, bie ün Zusammenhang mit den schwebenden allgememen FinaT^problemen stehen, der Stellenplan wahrscheinlich anfangs Oktober dem Landtag Dorgdegt wttb. Soweit möglich, sollen im Stellenplan bte 'ich au» der neuen Be- fotowngtotbnung m Einzel!all etwa ergebenden Hätten gemindert oder ausgeglichen werden •• Der Verband zur Wahrung der Interessen der Krankenkassen in Helfen. Sitz Darmstadt, hielt am 25. und 26. August feine diesjährig^ Mitgllederverfamm- lung ab Am 25. August land d.e Tagung in 3ugfliftctm a d. B. statt während am 26. August al» Tagungsort Heppenheim a. d. D. vorgesehen war Am 25. August (and :n erftcr Linie der aeichäftltche Teil der Tagesordnung seine Er- lebigunp während am 26. August gememverständliche T'Dritaflc von Dr med L 0 11ebaum. Frankfurt, über wirtschaftliche Arznetverordnung. Direktor Bleft vom Landesarbeitsamt Franffutt uoer die Ardeitsloserwerficherung und Ober- mtpettvr Göbel. Darmstadt über das Heil- verf^rc: in der Angestellten- und Invalidenversicherung gehallen wurden Der Der band, der berc;t4 tn 3ugenbe:;.i das Lrholurrgsheim .3« Post" betreibt, war ‘unb die Entwicklung der Belegziffer dieses . 7b^ungsbeims gezwungen, einem Ausbau de. en räherzutretc-n. Dem Der band war das in han nahen Alsbach gelegene herrliche Anwelen Haus Hirlchpatt", das tuten 17 Morgen graften Patt unb verschieden« 2ltbengebäude umfaßt. angeboren worden Die Mngliedervettammlung hat, nachdem daS 2n- tpefen besichtigt worden war. cmstimmig dem Anlauf die,!. hir welche über 2000 Mark zur Verfügung flehen Der Landwirtfchafl»kammerau»schuft für bu Preomz DberftefTen bat 300 Mark und der Hessische Lande»- Pferde,uchtoerein 100 Mark für diese Prämiierung gestiftet •• Schwelnehal tung In Hefsen^ Rach der amtlichen Statistik über die Schweinczahlcm« vom 1. Juni 1925 wurden in Heften 357 968 Schwein» (gegen 394 142 am 1. Dezember 1927) gezählt Dcwvn entfallen auf Starkenburg 133 270. Overhelfen 156 482, Ahcinhcssen 68 236 Schweine. Die meisten Schweine werben Im Krette vneb- becg gehalten, und zwar 37 933. dann folgt Kreis (Rieften mit 35 524. Büdingen 28 558. IHe- bürg 27 112. Grvft-Gerau 25592, Alsfeld 23 700. Erbach 21 d74 Bensheim 20 372. Lauterbach 17291, Oppenheim 17 224. Worms 15670, Heppenheim 13 824, Darmstadt 13 743, AI-cv 13 484, Schotten 12 819. Bingen 10 720. Offenbach 10 135. Ttaln.s 8872. Besonders gezählt find die gröftlen Städte. Ds entfallen auf die Stadt Darmstadt 774. Offenbach 344, Diesten 654. Mainz 1150 und WormS 1116 Schweine •• 8inenb«rtlt Morgen mit den terschtidenen Lllt. sotten bepflanzt in voller Blüte steht. Unter ih i 1 ist die gelockte Sttauftsederaster mit Blumen v? 1 10 Iris 12 Zentimeter Durchmefter und in alle . erdenklichen Farben und Tönuii^Zen, die ma.i sonst nur tn M0 dewavenge!chäf len zu sahen j - wohnt war. ganz besonders hervorragend Der duvch seine Daftlimblüie bekannte Gatten liegt im Reustädter Feld, links vom Feldschlöstchan nach Heuchelheim zu. •• 6tabttheat«r öteften. Äu» dem 6tabi thcaterbureau wird un» geschrirbrn Vie nächste Aufführung im 6ommerabonnem,nt bringt ein lltr- rarifchc» Stück, „Treibjagd" von Bernhard Blume. Blume ist eine» der vielversprechenden Talente be» deutschen Drama». Die Intendanz macht ausdtticklich daraus aufmerksam, daft „Treibjagd' nur im Sommerabonnemrnt gegeben wird. Gvangelisch-krrchliche Persona - IX c Durch die Kirchenregicrung wurde dem Pfarrer Rudolf Metzger zu Romrod die evan- gri''chc Pfarrstellc zu Schwanheim, Dekanat Zwingenberg, übertragen. * Die Spttzenorgantfativn der deutschen Jäger. Aach einer Reche von Vorbesprechungen die zwischen der bisherigen SptftenorganiiUenorgamfallen der Jäger mit erweiterten Befugnissen und Ausgaben darstellen wird. Da das Iagdvecht Landesveche ist. beftanben bisher gewisse Schwierigkeiten, die neue Spiyenorganffatton wird jedoch aus den jagdlichen Organisationen der einzelnen Länder zusammengesetzt werden und besonders auf jagb- rechtlichem und jagdorganisatorischem Gebiet der Beseitigung von Differenzen unter Herbeiführung etner engen auch die Leidtragenden der oberen (ibeiftrafte tun 2luth sic befahlen ihre Steuern und hoffen, daft auch ihre Klagen Gehör finden werden. Die tun- leih eit des oberen Teils der (f bestrafte ift ge- rabe.pi beängstigend, befinden sich doch dort auf einer Strecke von etwa 500 unb mehr Meter nut 1» t i Straßenlaternen, unb zwar Die eine an der Ecke Leihgestemer Dcg—Ebelfirafte und bte andere an der Ecke 2üilbelmftrafte—Cbefftrufte. Die Stadtverwaltung unb die Stadtoäter hatten M)er bis jetzt noch keine Gelegenheit, diesen Teil her Obelftrafte bei Dunkelheit benutzen zu müffen. Senn de» der Fall gewesen wäre, dann märt zweifellos hier Abhilfe geschaffen worden Aber mir wollen gar nicht so vermessen fein unb die Zeit ber Stodwcrwaltuna und der Stadtverordneten In aniprud; nehmen, sondern wir hoffen, baft diese wenigen Feilen genügen werden, um dielen Zu Oar.b ab^uf’eHen. Einer für viele. ^trantpcrtlid) für Politik: I. P.: Ernst Llumschefln Sprechstunde« der Nedaktwn 12 bi» 1 llhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nachmittags Samtleg nachmillaa geschlosien Beielgeeeefträge sind ledigvch an bie Geschäftsstelle za richten Herbst-Neuheiten in einfarbigen und gemusterten KLEIDERSTOFFEN MANTEL-UND KOSTÜMSTOFFEN sowie SEIDEN Hervorragend schöne Farben und Muster In riesigen Farbsortimenten Erstklassige Qualitäten zu den denkbar billigsten Preisen L.BERNARD Plockstraße 16 Größtes Spezialstoffgeschäft am Platze 7758a Vermietungen | 06182 gesucht. Nlicksvrache 5—7 und nach 8 Uhr abends. l>rcu Pros. Noloff Walltorstr. 48 I. 5röi. mööl. Zimmer nui elektr. 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Sonntag, 2. €epu ' J) Uhr: 5. AauFtballsviel auf dem ’WD OswaldSgarten. Gleflener Schwimm, erris SamStag. 1 Sevt. abds. s*/. Uhr, lm ffotei Velo: Mitglio dervcriammlAUO. Allseitig. lLrfchetueu erwünscht! U6171 Der tvorüautz ®eroetöeomli Sletzeu. Wir bitten unten Mitglieder (ich an SamSiag, dem l. Scpl adds s Uhr an dem Begrünung» abend de» 10. He« Kolonueniag» uiü 25jähr. Bestehen km SamtäiSkolonne Giehen m der Bolkp balle recht zablrnä zu beteiligen 1 **u Der Poruveudc. SamStaa, 1. eckt.. abends 8' - Uhr Monatsversammlung im Pereinslokei. Wichtige Belvik- djunn. Ilm zadlin- cheSErlchetnenvutn "-V der moriiaufc fefanuefier auf alle Waren, die nicht schon Im Preis ermfifilgt sind „.Herren-Bekleidung____ Herren-Hosen 095 12.00,6.50, fcg Herren Westen *325 8.00, 4.25, ü Herren-Sporthosen fi75 MJO, 8.90, U Herren-Ioppen 750 18.00,12.50, I Herren-Anzüge 0400 75.00, 62.00, 49.00, _______Wäsche_______ Damen Taghemden Q R Damen-Prinzebröcke 050 von M, an Damen-Nachtbemden 095 von WM an Hamen-Hemdhosen 095 von <■ an „Damen-BekleidunL-, Hamen-Kleid 495 aus Waschseide......... Hamen-Kleid 1050 aus Waschsamt.....I ■■ Hamen-Kleid 1450 aus Popeline........ I Hamen-Kleid 14,50 aus Crepe de Chine... | fie schädigen sieb selbst wenn Sie Ihre Einkäufe während des Umbau-Räumungsverkaufs nicht bei mir tätigen! Einige Preisbeispiele: HandiiichstoHe Meter von i 5 ? Wischtücher von L e Hemdeiituch Meter von Hamas! 130 cm br , Meter von 95 Hr.204 Zweites Blatt Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Donnerstag. 30. August (928 Unterjochtes Deutschtum. Eine vergessene (SfoM. Bon unserem Eonderberichterssatter J-leiu? ttraus Rochdri ck. auch mit Quellenangabe, verboten. TX r m f f, Ende August 1928. 2m Anfang war dar Autonomie ft otut. Die hoben oertragfchlietzendcn Teile: Frank reich. Grosz- brttonnien, Italien und ihr ganzer Anhang einer- fett« die Republik Litauen andererseits, fernen aus Gründen der „Humanität und der Menschenrechte' iiberem, dem deutsche'! MeMeUand (eine tutturelle, nntionalf und wirtschaftliche „Autonomie" im Rahmen de« litauischen Staat,- zu gewährleisten Heute, ein Zodr-ehnt |pater, nachdem der oieUUierte „Geist van Locarno" den Jteift von Versatttes" abgeloft hat. hohen die deutschen Memeitänder ihre Autonomie noch immer. Nur, dast em litauischer Gouverneur diese Autonomie „interpretiert" und mit einer Som- paqnif Soldaten diskrit nachhilst. wenn sogar die juridische Rabulisterei nerlaqt Herr Antanas TÄerfp» „9 Iatpedos 8 r o ft o (Buberna- t o r 1 u was fooiel bedeutet wie Generalgouver- neur non Memel, ist früher Sriegsminifter gewefen. Was man fernen Methoden heule noch onmerft. (fr ist sest entschlossen, der autonomen Gefellschast. die er hier zu gaunern irren hat, den richtigen Drill lstaiiischer Rekruten beizubringen Sprechen wir e» einmal offen aus 3 n weiten Greifen der deutschen Oesfentlichkeit kümmert man sich sehr wenig um den Drukk.demdieMemelländervonfeiten des „it)mpath>fchen" Herrn Antanas Merkysousgefesttsind. Memel ist nicht „i it- t« r e 11 a n t", wie manche» andere Stuck verlorenen deutschen Lande» Nicht „lebenswichtig" wie Ober- schlesien, nicht „romantisch" wie Laitrins Nofengarten in den Dolomit.'N Und namenlos unterbrütft ist die reindeulfche Stadt Memel — natürlich im Nahmen eine» höchst menlchenfreundlichen Autono- mleftatut». Wovon wir doch etwa» mehr wissen sollten Da sind j. V. die Richter. Durchweg Beamte aus der deutschen .Seit, da die Gerichtsbarkeit, mit Au»* nähme der Jurisdiktion über Kapitalverbrechen, die vor das höchste Gericht in Komno kommen, in hie Autonomie-Rechte sollt. Die Richter sprachen ihre Urteilssprüche ..im Namen de« Volker". Herr Gouverneur Merkys fordert eines Tage'-, sie mögen „im Namen der litauischen Republik" judlziereu Was die Richter mit dem Hinweis dar- auf, dost he autonome memelländifche Beamte feien, und nicht litouifche, natürlich ablehnten. Uni den drohenden Sanktionen zu entgehen, nermenbelen fle non da an die aewif, unverdächtige Formel ,.im Namen des Rechtes." Der Gouverneur aber fcheint von der Vedeiitung, die Volk und Recht fchliefzlich zukvmmen, feine eigenen Anschauungen aii haben. (Er zeigte, vor kurzem erst, sämtliche Richter Memel» bei der Zentralbehörde in Kowna , wegen Widersetzlichkeit" an, so dast sie jetzt alle eine Disziplinierung und vielleicht noch Schlimme re» zu gewärtigen haben. Em anderer Eingriff in die autonome Fustizpflegc spielte sich, vor nicht gar zu langem, folgender- masten ab: erschien da Im Gefängnis von Memel eine Abteilung litauischen Militär», deren Kommandant die Auslieferung einer Anzahl Strafgefangener forderte. Die Leute sollten nach Kowno gebracht und don nochmals verurteilt werden. Doppelt gestraft hält besser. DieAus lieferung wurde verweigert. Worauf der litauische .Kommandant dem Gesangenenauffeher die P i • ft ole n n die Brust fetzte und erklärte. „Die Zellenfchlüsfel her ober i ch ( chieste dich nieder!" Der also liebenswürdig apostro- vhierte Aufseher ober erwiderte lächelnd „Ich stand vier Jahre lang als deutscher Unteroffizier an der Front! Vor Ihrem Schiesteisen furchte ich mich wirklich nicht!" Und klimperte dazu froh- aemut mit den Zellenschlüsseln in der Tasche ... Da» litauische Militär ist nach diesem mistgluckten Handstreich auf eine Strafanstalt nicht gerade Beim Urenkel Jean Pauls. Von Dr. Bertha Badt-Etraust. „Scbcnnuhg sieht« nicht au«, diese« kleine Gartenhaus" und dazu steht« nicht einmal im orünschatlenden Parke von De.mar. sondern in den Moritz-Höfen in Batzreuth. wer keimt da« halbversteckte Gähchen mit fernem holprigen Pflaster von allen den fremden Gästen Meter gastfreien Stadt? Richt leicht verirrt sich fremder Atih dorthin. Denn Wenige wissen au fier den Künftigen, dast hier ein llrenfct Jean Paul« lebt, und noch dazu einer, in dem sich de« llr- «rhnherru wunderlich Wesen in rarer Sp egelung neu verkörpert gu haben scheint Durch einen ausgetretenen Dang gebt» eben» erdig hinein. Da ist Mc Cpcilefammcr: da ist Hie geräumige Äün einem aftronomilchen Fernrohr wie frtm Zaubergerät veherricht 3m Gang steht ein gebückter Mann, hat eine Haue Schürze vor und bastelt irgend etwa« — ist» em Gärtner, ift« ein Hausmeister? - ..Wohnt hier Herr Callenberg? — Der bin ich selbst!" — Er lästt mt« ein tret en und nimmt die blaue Schürze ab, nicht ohne sich mit altfränkischer Grandezza ihretwegen zu entschuldigen. Jetzt lieht man erst, wie hoch- gewachsen fier Siebziger ist und wie scharf und mau fein Äuge leuchtet — täuscht uns die Erwartung ter Erbschaft oder ist« wirklich ein rigentümlid) Jean Paulifches 5euer, wo» hier erglüht? Da« Zimmer ist voller Bücher. die auf Tischen und Stühlen lagern, tem Bücherfreund etn ter traut er, der Hausfrau ein beängstigender oar xZ. E^wr freilich scheinen diele beiten Austen m einer Perfon vereinigt zu sein. Äter die Werke des Urahn« sind« beileibe nicht, bu hier T> ch und Wände füllen; ter Hausherr Wbft bat mamherfei im staO". wie er schmunzelnd erzählt 5r ist wirklich ein direkter ÄdkommI ng des Dichters. Jean Pauls Tochter Emma war seine Grostmutter, und an seine Ur- mutter Jtarolmc Richter kann er sich noch deutsch erinnern, die lebenstüchtige Frau, die den berühmten, aber als Gbemann etwas fchwieri- gen lange überlebte, starb ja erst — -erft" sagt er — im Jahre 1860. In tiefe» ruhmbedeckt wieder abgezogen. Diese» ein» Val hat die Methode der Gewalt versagt. Aber m unzähligen anderen Hätten führt sie zum Siel — da« in ter brutalen <3nt- beutschung einer aller, deutschen Stadt liegt Die Standbilder Wilhelm« 1. und ter Germania sind abgetragen. Leere Sockel zieren den chauptplay Gew st. ha« sind nur Äensterlich- feiten. Die mit Hochdruck betriebene Sntnatio- naltflerung ist am einheitlichen Willen der Bevölkerung gescheitert, vor allem an ter Opferberertschaft ter alten Beamten die auf da« gesicherte Leben und auf die Äarrure- Möglichketken. die Deutschland bietet verzichtet haben, um auch unter den neuen Herren auf dem bedrohten Posten auszuhalten. Äein einziger unter ihnen, ter zu den ..Siegern“ übergegangen wäre Man sollte das stille Heldentum ter deutschen Beamten von Memel stärker spüren, deutlicher würdigen Die kulturelle Verbindung ist natürlich nicht abgerissen. Eben erst fand eine Um* veri.tätSwochc statt, auf ter Professoren ter bedeutendsten deutschen Hochschulen Borträge hielten. Wo e« irgend möglich ist. wird wieder auf- gcuouL In München hat sich eine „Gesellschaft ter Freunde des Deutschen Schauspielhauses in Memel" gebildet, die sich die Rettung und Erhaltung ter am weitesten vorgk'chobenen deutschen Bühne zum Siel macht Sine Stadtbücherei wurde in Memel gegründet, die heute schon 36 030 Bände deutscher Bücher ver- lecht. Freilich ist diele groste und den recht te- kUränhen Derhältn.ssen entsprechend vorbildliche Bibliothek seit längerer Zeit ohne Leitung. Der frühere Bibliothekar folgte einem Bus in« "Reich - - und einen Nachfolger au« Deutschland lieben die litauischen Machthaber nicht an seinen verwaisten Platz Weil im Autonomiestatut fein Wort ton Einreisebewilligung steht, ilnb weil die Herren von Stotmxo jede Gelegenheit, den Mochtstandpuickt hervorzuheben, gierig ergreifen. Ob. sie wissen ihre Macht sehr gut zu gebrauchen. Der frcigctoähltc memelländifche Landtag darf nur zufainmentreten, wenn der Gouverneur e« gestattet, und er hat auseinanter- zugeh.ii. sobald e« diesem Herrn beliebt. Allo jeteSmal. wenn er ein .illoyale«' Gesetz te- fchliesten will. <2* gibt übrigen« ein sehr pro- bate« Mittel, sich solcher Gesetze zu erwehren: die Ablehnung ihrer Unterzeichnung. Im Autonomie-Statut steht zwar . Der Gouverneur unterzeichne l die vom memelländischen Landtag beschlossenen Gesetze." Wodurch klar zum Ausdruck kommt, hab diese Unterzeichnung eine blohe Formalität. höchsten« noch eine Angelegenheit des litauischen Prestige« sein soll. Da ater nicht steht: et m u b sie unterzeichnen. leitet Herr Antanas Merktzs sich au« dem Fehlen des Wörtchen« .mub" ohne weiteres das Recht ab, die Gesetze de« Landtag« zu zenlurieven und nur solche passieren zu [affen, die ihm genehm sind. Ebenso hält er eS mit ter Bestätigung te« vom Landtag zu wählenden Direktorium«, da« die autonome Regierung des Memellandes darstellt. Auch hier lehnt er die Bestätigung eine« Direktorium« ab, dessen Utitglieter ihm suspekt erscheinen — und hat so tatsächlich ein Direktorium ungefähr nach seinem Geschmack durchgedrückt. an dessen Spitze ein Mann steht, der ungefähr da« Gegenteil von einer Kamps- natur ist. Lokale Konflikte? Nein, die bi« zur Unterdrückung gesteigene systematische Schikanierung Memels und feiner deutschen Bewohner ist viel mehr. Ist ein blanmäbiger und bisher geglückter Versuch Litauen«, die Tatsache, dast wir an seiner territorialen Integrität und staatlichen Unabhängigkeit gegenüber Polen interessiert sind, Friedrich Kallenberg hat sich nun das ganze ..ungefeb.'e Leben", ter ganz und gcr nach Innen gewendete Tatentrieb des 11 r grob toter«, in eine ungemessene Schaffenslust in den verschiedensten Bereichen umgcletzt. In feiner Jugend war er Wellre.lenter Dreimal hat er den Erdball umkreist — gewöhnlich auf eigene Rechnung Kosten und Gefahr. Später begann er dann, feine Wanderlust beruflich auszumünzen. @r wurde Reiseführer Aber, wie er sogleich bin» zusetzi nur Führer einer nach seiner Meinung heute a-iSgestorbenen Art von "Reifen. Aicht ter Lurusretten, wie si" jede« "Seifebureau heutzutage vermittelt. .Studienreisen, mir auf den Leib geschnitten" führte er mit Begeisterung. Oinmal ging er mit Altphilologen nach Griechenland. ein andermal mit Archäologen nach Aegypten, dann wieder führte er Maler nach Süd- Mgerien. ..und dort malten wir alle zusammen". Denn fein malerische« Talent bat er von seinem Grobvater ererbt und fah zu Zeiten darin lehren Hauptberuf. Der Krieg gebot dielen beschaulichen Hei fei gebieterisch Halt Seither wurden sie nicht mehr aufgenommen. Schon aber hatte den beweglichen Geist ein andere« Anliegen ersaht, das nun bestimmend für sein Leben wurde. Freiherr von Reichenbach hatte damal« den vielumstrit- tenen neuen Stofs, da« Ob. entdeckt: Herr von H«l a r, ter Aulengänger, hatte kraft feiner eigentümlichen Anlage in Südafrika Brunnen gebohrt. Durch Zufall wird nun Kallenberg darauf geführt, dah sowohl in ihm wie in feiner Stau und Mitarbeiterin dieselbe Gabe lebt. Aun fachen fie beide diele .Pendel-Wittenschäft", wie sie sie nennen. me:hodiich zu ergründen. Sin grober Stab von Mitarbeitern geteilt sich ihnen «u. besonder« in Oesterreich erwirbt sich die neue Forschung«art zahlreiche Anhänger. Aber erst nach dem Tote ferner Frau gelingt tem Manne feine Hauvtentdeckung Sine« Abends um 10 Ubr. er hatte vie. gependelt, gerät er auf den Smsall. da» Pendel über das ihm zur Seite liegende Lichtbild feiner Frau zu führen ilnb das Pendel — bewegt sich in regelmäßigen Schwingungen. Olein, er ist nicht htzsterttch. ist e« niemals gewesen: aber in jener Aach:, te flieht ihn doch ter Schlaf. Am nächsten Tage untersuchte er systematisch viele Taufende von Bildern und findet, dah da« Pendel jedesmal auszunutzen, um unsere Bollsgenotten ungestraft zu rnihhantein. die ihm durch da« Berfattter Diktat ungegliedert, nicht eingeglieten wurden Aatürlrch handelt und mthhandelt der Gouverneur von Memel nicht au« eigener Mache- voflkoinmenheit. fentern in ständigem, engstem Einvernehmen mit Dvldemaras. nrtt tem er übrigen« persönlich eng befreundet ist. ilnb bann wäre es hoch an der Zeit, mit tem Diktator Litauen« selber rin fahr ernstes und sehr deutliches Wort über ba« Schicksal Mernel« zu sprechen. Geschichten ans aller Well. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten Warum brr Kronprinz von Liechtenstein abdankte. (—) Wien. Franz, ter Kronpr.ru te« kleinen Herzogtums Liechtenstein, hat in aller Form auf feine Herr- scherrcchle verzichtet. Der präsumtive Thronfolger wurde fein jüngerer Brüter Ludwig Der überall« wcht.ge . Staatsakt" geschah nicht etwa au« auhen- oder gar innenpolitischen, sondern au« — materiellen Gründen! Der gegenwärtige Herrscher von Liechtenstein. Iohartn II.. ist näm- i ch heute noch, im Alter von 88 Jahren, em rüstiger. voUkommen gesunder Herr, ter aller Borau«>icht nach auch den 100. Geburtstag in aller Fr fche erleben dürfte. Da die Ehe te« Fürsten kinderlo« geblieben ist. sollte nach ihm sein ältester Brüter. Franz, den Thron te« kleinen Lande« besteigen Franz hätte ja die Freuden te« „Hegieren«" ganz gern au«gekostet. wenn diese Freuten nicht mit einer übermähig hohen - Erbschaftssteuer verbunden wären. So. meinte er, würde e« sich kaum lohnen, für di« „paar Jährchen" di« hohen Gebühren zu bezahlen. Prinz Franz ist nämlich auch nicht mehr der Jüngste. Der we.t jüngere Bruder, Ludwig, hat noch immerhin Aussicht, ein halbe« Menschenalter al« gekrönte« Haupt zu verbringen. und so wurde er luqunb bündig zum Kronprinzen ..gemacht". Die Bürger te« Fürstentum« Liechtenstein sind gemütliche, und vor allem reelle Leutchen: sie zuckten mit der Achtel und nahmen di« .Angelegenheit" stillschweigend zur Kenntnis. Warum gibt cö Zigeuncr in Europa? (v) Budapest. Auch in Ungarn wurde ter 70. Geburtstag te« englischen Sprachforscher« Sir G. A. ® r i e r f o n gefeiert, ter sich u. a. besonder« mit den den Magyaren so sehr intereffierenten Zigeunern befähle Grierson ter 545 indische Dialekte beherrscht. gewährt« vor einigen Tagen einem Budapester Journalisten eine Unterredung und erzählte habe, einige« au« seiner Wiflenschäft. (Jr erklärte. er kenne Sprachen, bi« hauptsächlich au« einsilbigen Wörtern bestünden, von tenen ein und dieselbe Silbe jedoch einen oft grundverschiedenen Sinn hätte. 6r erwähnte z. B. daS indische Diale'twori „ba". da« zu gleicher Zeit Frau, drei, Freundin de« Häuptling« und Ohrfeig« bedeute. Wenn nun ein Eingeborener ,ba ba ba ba“ sage, so bedeute da«: „Drei Frauen geben der F reundin de« Häuptling« ein« Ohrfeige." DaS Interessanteste, da« Grierson ater erzählte, war ba« über di« Zigeuner. Der Gelehrte sagte: „Ungefähr 500 Jahre nach Lhristi Geburt lebte in Persien ein König, der di« Trunkenheit au« tiefstem Herzen haßte. Sr wollt« „Persien trocken legen", würden wir heute sagen, doch war dieser König gleichzeitig ein kluger Mann und wustte, dast ein einfache« Verbot keine Wirkung &ätte; Daher befahl er. dah Trinken zwar erlaubt wäre, doch nur dann, wenn Musikanten es mit ihrem Spiet begleiteten. Eine« Tages le- merkte ter König aus ter Strohe einige seiner Untertanen, die sich ohne Musiktegleitung dem Trünke Hingaben. Aus einen entsprechenden Dor- Wurf des Herrscher« erklärten die Trinker, sie hätten keine Musikanten auftreiben können. „Ao. dann werte ich dafür Sorge tragen," versprach ter König. Und noch am selten Tage schrieb er «inen Brief an einen ihm verwandten Herrscher im nordwestlichen Teile von Indien, er möge chm einige hundert ..Dom«" schicken, Angehörige einer indischen Kaste, die dafür bekannt waren. dah he sich sowohl mit iweiselhasten Geschäften al« auch durch Musizieren ernährten Die Dom« kamen nun nach Persien, kehrten jedoch dort ter Mufck gänzlich den Bücken und . arbeiteten" nur al« Händler. In befer Eigenschaft liehen He sich ’päier am Delta te« Euphrat nkter. Diese Dom« find die Ahnen ter heutigen Zigeuner. Der peri sch« König wurde böse auf die Dom«, weil diese nicht mehr musizieren wollten, trieb ’ e au« tem Lande, und zwar nach Lynen. Aber auch dort war ihre« Bleiten« nicht, und 'o flüchteten he nach Rumänien, von wo sie sich bann nach und nach über ganz LAropa au«brciteten. Offenbar haben sie später ater doch wieder -um Teil, zur Musik zurückgefunten. — (Wir sind leider nicht in ter Loge, diele etwa« romantisch klingende Theorie aut ihre wissenschaftliche Haltbarkeit zu prüfen. D Red.) Ter Sultan von Marokko kaust Leidcnstrümpsc. Pari«. Gegenwärtig weilt hier ter IBjäbnge Sullan von Marokko. Muratz Mohamed, ter den größten Teil seine« Ausenchalte« m Pari« dazu benutzt, um zur Freute ter Geschäftsleute c ne grobe Menge hon Einkäufen zu besorgen. Gleich te. seiner Ankunft am Bahnhof erklärte ter junge Sultan feinem Adjutanten, einem französischen Major: ..Ich möchte kaufen!" Der Offizier mietete natürlich sofort ein Auto und führte den marokkanischen Herrscher vor di« eleganteren Geschäfte. Muratz Mohamed sagte auf eine ent'prechcnte Frage: „Ich möchte vor allem Seidenstrümpfe kaufen, seidene Da men ft rümpfe." Wenige Minuten später türmten sich diese gutgehenden Artikel ter französischen Industrie vor tem jugendlichen Sul- tan zu Bergen und dieser griff denn auch, kurz entschlossen, einige ihm besonder« gut gesallente Effemplare betau«, von denen er sofort mehrere tausend Stttck bestellte. ..Da« wird sein gut", erklärte er. „ferr gut", und ein viel- sagende« Lächeln umspielte feine von einem schwarzen Schnurrbärtchen bedeckten etwa« brüten, roten Lippen Erst nach diesem Einkauf, ter offenbar für die Haremsfrauen te« Herrscher« bestimmt war. geruhte Muratz Mohamed zu den offiziellen Empsang«feierltchkeilen zu eilen, die die französische Regierung ihm zu Ehren veranstaltete. -loch ein Lchwergcwichlltr. (ege) Deutz ork. 'Xief betrauert von einer großen Anzahl lebensfroher Leute hat in tem berühmten Badeort Atlantic City an ter Küste te« Nordamerika- nlschen Staate« A«o-2ersey TharleS Emortz Titman im Alter von 39 Jahren das Zeitliche gesegnet. Sr stand tm Stufe, ter dickste Mann ter Welt zu fein, und die Sargträger batten, den Sarg nicht mttgerechnet. eine 545 Plund schwere Last nach tem Grate zu tragen. Wäre Titman vor ein paar Jahren gestörten, so wäre die Last noch um 155 Pfund größer getoe’en, denn Tharlie wog einmal genau 700 Pfund (nach deutschem Gewicht 630). -- Bor fünfzehn Jahren erbte Titman, einstmals eine Sportgröhe Philadelphia«, und .MaScotte" de« dortigen BafeballteamS. ein Vermögen von 2500Ö0 Dollar. Damal« schon litt er an Stephan- tiafi«. und al« die Aerzte ihm erflärien, er könne auf eine Lebensdauer von nicht mehr af« einem Jahr rechnen, suchte er nach ter Möglich- Feit, innerhalb ter ihm vergönnten Frist mit ter Viertelmillion tabula rata zu machen Er reifte nur noch im Sonterzug. besuchte jeden Bo,- kamps. jede« Sportfest, war Mittelpunkt eine« beim Bilde derselben Person dieselben Schwingungen macht. Ungeahnte Möglichkeiten tun sich damit auf. ilnb in ter Tat sind seitdem, wie er erzählt, die „Offenbarungen te« siberischen Pen- deis" auf den verschiedensten Gebieten auSgenutzt Worten: kriminalistisch, muslltheorettsch. kunst- h:storttch (zum Bestimmen ton Bildern- Ja — seine Bücher sind ohne sein Wissen in« Englische übertragen worden, und in Südamerika prüfen beule die Farmer die Keimfähigkeit ter Gier burtb bi« Schwingungen te« siterischen Pendel*, -die si-Strahlen". wie er sie nannte. Der alte Herr mit feinen blauen Augen steht strack und auirecht w'e ein wundertätiger Magus inmitten ferner Bücher und Geräte ... Und ter Urgroßvater Jean Paul sitzt tertnett sicherlich in feiner Unsichtbaren Loge hört tem Urenkel zu und bat fern Pläfir daran. . Don her Taubenpost ,um Aabwleleaeamm E« gab mal eine Zeit — wir formen sie un« nur schwer vorstellen —. in ter e« noch nicht möglich war. über Börsenkurse und Borkämpfe sozusagen im Augenblick te« Geschehen« der ganzen Welt zu berichten, in ter nicht mit den Nachrichten über politische Aktionen und Etten- bahnunkälle glrich^ntig die Porträt« ter Akteure unb die Bilder von der UnglückSstätte mit Sekundenschnelle übersandt werten konnten, in ter die Gattinnen vermißter Polariahrer nicht ein paar Tage, sondern Monate und Jahre warten muhten, bi« Kunde von ter Rettung ober tera Verlust ein traf (übrigens ohne dah man über ihr? Gebete und ihr .heltenhafre« Warten" voll Patho« ter aanzen Welt berichtet hätte). Der Atem der Menschheit ging in jenen glücklicheren Zeiten noch um ein paar Tempi ruhiger Roch in den ersten Jahrzehnten nach ter Griin- bung des elektrischen Telegraphen war ein Tele- gramm durchaus noch nicht etwa eine Angelegen- &cit von .Elektrizitü'sgcfchwind.gkrit". Äur auf ten Strecken, die schon mit elektrischen Kabeln verbunden waren, wurde wirklich t.ttegrat)friert, im übrigen benutzte das .Telegramm" tee Bahn- p5st oder da« Schitsi Auch Brie'tauben unb ter optische Telegraph die Dor.'äuler des cleftrv ergänzten diesen noch lange Zeit. Dieser gemischte "Verkehr brachte e« mit sich, test v B. Telegramme au« Uebersce, etwa au« Ostindien. 6 bi« 8 Wochen brauchten, um in die europäischen Hauptstädte zu gelangen. Auch im Lande leibst ging ter Telegrammverkehr nicht viel schneller, ja teilweise noch erheblich langsamer tonftotten. al« heute der Eisenbahn- oder gar der Flugdienst. So benötigte ein Telegramm von König«- berg nach Berlin im Jahre 1850 noch volle zwei Tage und ein solche« von Berlin nach Konstantinopel gar l’/j Wochen Eine ter ersten und wichtigsten Telegraphen- linien in Deutschland verband Aachen und Berlin. Telegramme von London nach Berlin wurden von London bi« Brüflel telegraphiert, von dort mit tem Postzug nach Aachen befördert und von Aachen per Draht nach Berlin weitergegeben. Die Lücke zwischen Brüssel unb Aachen bracht.: einen Zeitverlust von 7 Stunden mit sich, so dast die Berliner Banken unb Zeitungen die Londoner Börsennachrichten stet« erst am andern Morgen hatten bzw. verwerten konnten, während Pari«, das direkt durch Kabel mit London verbunden Var, demgegenüber einen Vorsprung von 2? Standen hatte. Diese Tatsache nutzte ter spätere Begründer teS weltberühmten Bureau Reuter, der übriaen« au« Kassel gebürtig war. zu feinem ersten Geschäft mit Aachrichtcn au« ßr verbündete sich mit einem Aachener Brief- taubenzuchter und verschickte die Aachrichten zwischen Aachen unb Brüssel burch Brieftauben welche für diese Strecke nur eine Stunde brauchen. Die dadurch erzielte Zeitersparnis von 5 bi« 6 Stunden ermöglichte e« ihm, die so wichtigen Londoner Börsen nachrichten an die interessierten berliner Zeitungen und Banken zu verkaufen. Später, als auch zwischen Drü'fel und Aachen eine 2>kgrabfrenlinie gebaut wurde, reifte er mit emem Wohnwagen und seinen Brieftauben im gleufren Tempo mit. wie ter Bau der Telegraphen lime vorwärtsschrrtt. bi« eine« Tage« die Jude geschloffen war und Acuter sich eine neue Erwerbsquelle suchen muhte Mit bem ifrm eigenen Instinkt für neue Möglichkeiten ging er mub London, wo er ein neue« Tätigkeitsfeld barm fand, dah er Vachrichten, welch? bi« dahin J Butzbach. 29. Aug. Auf Einladung des Autoverkehrs Butzbach und Um« geg « nd G. m. b. H. zu Butzbach fand am Sonntag im „Hessischen Hof" eine öffentliche Versammlung statt, an der die Bürgermeister bzw. Gemeindevorsteher der beteiligten Gemeinden, eine Anzahl Gemeindeverlreter. Ar- beiicrvcrtreter und Vorstandsmitglieder des Detaillislenvereins und des BürgrrvereinS Butzbach teilnahmen. Die Versammlung, die von Bürgerineister Diehl, Hochweisel, geleitet wurde, beschäftigt« sich in der Hauptsache mit der finanziellen Unterstützung ber AutoverkehrSgefellschaft ourch die beteiligten Gemeinden auch für die Zukunft. Gefchäftsiührer F r ei t a g - Butzbach erstattete nach Eröffnung der Bcrfammlung durch Bürgermeister Diehl- Hochweifei einen eingehenden Bericht über die Entwicklung der Gesellschaft seit ihrer Gründung im Jahre 1926. In der Aussprache wies Bürgermeister Dr. Jansen (Butzbach) darauf hin. daß sich der Betrieb der eingerichteten Auto-Linien als ein dauerndes Bedürfnis herausgestellt habe, dah die Stadt Butzbach nach wie vor bereit sei, die Gesellschaft auch rveiterhin zu unterstützen, daß jedoch das BerhältniS zwischen allen beteiligten Gemeinden einerseits und der Autogesellschaft andererseits auf einer vertraglichen Grundlage festgelegt werden müsse. An der weiteren Aussprache beteiligten sich Bürgermeister R o m p f - Langenhain, Ämtsobersekretär Sänger -Groß- Rechtenbach für die beteiligten Gemeinden des Kleebachtales), Kaufmann W. Bern Butzbach, Kaufmann Hadermann - Butzbach, Bauunternehmer Schäfer- Dornholzhausen und Bürgermeister Hohn- Kleeberg Uebereinftimmend wurde bekundet, baß die bisher bestehenden Autolinien im Interest« des öffentlichen Tc ehre, auch weiterhin unter allen Almftänb.'i’ erhalten bleiben sollen. Bei den weniger rentablen Strecken soll geprüft werden, ob nicht zweckmäßig Bettieb«- einschräntungen vorgenommen werden sollen. Die Stadl Butzbach und bie übrigen beteiligten Gemeinden wollen die Autoverich.sgesell'chaft auch weiterhin gegen Leistung «ntlprochender Sicherheiten weitgehend finanziell unterstützen. Es wurde ein Bertragscnttourf verlesen, her die Leistungen der Gemeinden und die Berpflichtun- gen der Firma im einzelnen naher fest legen soll. Der Berfragtenttoiitf, mit dem sich di« Bürgermeister bzw. Gemeindevorsteher tin Anschluß an die öffentliche Ber'ammlung im engeren Kreise noch näher beschäftigten, soll den Gemeinden in Kürz« zur Herbeiführung einer ent- sprechenden Beschlußfassung durch bi? Gemeindevertretungen zugeleitet werden. 'Die ebenfalls erörtert« Uebernahine des Autobetriebs in Ge- meinbe-Bcaic wurde abgelehnt. Zur Beförderung der Gemeindevertreter. Arbeitervertreter usw. hatte der Autoverkehr feine Omnibusse zur Beringung gestellt, die di« Hin- und Rückfahrkbn zur Hälfte des sonst üblichen Fahrpreises auS'ührten. * Reichelsheim. 29. Aug. Di« Ernte der Frühkartoffeln ist hier noch in vollem Gang«. Beben Odenwälder Blaue, All erst ruhst« Gelbe wurden hier noch Asches Gvldn^re und Holländer Erstlinge angebmit, welche beiden letzten Sorten bei der großen Trockenheit aber weniger befriedigten. Jimnethin betrug der Durchschnittsertrag 55 bis 60 Zentner je Morgen. Die Grünlandwirtschaft findet hier immer mehr Ausbreitung. Fast alle Btehbesitzer Haden Viehweiden angelegt, auf denen vor allem die Jungtiere sich tagsüber tummeln. Teilweise nächtigen sie auch m einfachen Schutz Hütten. Der dauernde Aufenthalt in frischer Lust beeinflußt den Gesundheits .-stand und bte Entwicklung des BicheS in gür.stigster Weise und Menge und Güt« deS Milcyc rlrageS wird dadurch erhöh'. Bedingt durch bi? günstigen Eriahrungen steht eine allgemeine Ausdehnung der Weidewirtschaf t mit Koppelbetri eb zu er märten. — DaS neue Kassengebäude der hiesigen Spar- und Kreditkasse wird in diesen Tagen bezugsfertig. An htm Straßrn- tntnfcl Bahn ho» straf,« -Biagrnbeimer Straße gelegen. verschönt der Bau das Stadtbild tn bester Weis« Ärcie Büdingen. _ Biböa. 29. Aug Gestern leitete hier Schreinermeister Friedrich Reuning II. teilten 8 0 Geburt 6 tag Er gehört zu denjenigen Bürgern unserer Stadl, bie sich um das allgemeine Wobl ganz besonders verdient gemacht hab?n und deshalb sich hob?« Verehrung und Werls Atzung crir’uen. Der Ju ailar gehör e viele Jahre bem Sladtovrstand ber Kirchen- gemeindeverttetung. dem Beritanb der BoIM- und Gewerbeschule, der Bezirkssparkasse und des Berti ns Krcrr.keTtpllege an und hat sich tn all diefon Ehrenämtern stets als eifrige# Mitglied bewährt. Mit allen Fasern seines Herzens hängt a^SLJ5't ,eincT bis heute an dem Turnverein, besten langjähriger Borifoenher er war und zu hrifon a'ärizender Entwicklung er mit CKort und Tat unschätzbar viel imtgettnrft hat. Dieser Eifer und die Betätigung im Turnen mag biel dazu beigetragen haben daß sich der Acht- vgiabrige noch «yt einer erstaunlichen Rüstigkeit erfreut und eine Ausdauer besitzt Me wohl selten ihresgleichen findet. Machte er doch noch wie einige hiesig« aktive Turner kindlich daS große Turnfest in Köln mit und ertrug trotz der Hiße bie Reis«, die Rachtlager im Mastenquar- lier, den Marsch im Festzug und bgl. ohne jeglich« Beschwerden. Daß er auch tropentähig ist beweisen zwei Reisen, bie er vor und nach dem Kriege in vorgerücktem Alter nach Südwtstafrika rum Besuche seines Sohnes, dt« Geologen und beurlaubten Privatdvzenten tn Gießen Tr •mh Reuning. zur Zeit wieder tn Afrika, ohne jeglichen gesundheitlichen Bachteil unternommen bat. Boch jetzt ift er täglich in her Mödelsobrtt seine« ältesten Hohnes hier unermübTUfe tätig Bon allen Seiten ber Einwohnerschaft^ ben Be- borben, und von seinen zahlreichen 5reunÄh aus nah und fern wurden dem Jubilar in ungemetn großer Zahl bie herzlichsten Geburt« tag-wünsch« und sinnreiche Geschenke entgegengebracht. Der Turnverein veranstaltete dem all verehrten ältesten Mitglied zu Ehren einen Fackelzug. Per 1. Vorsitzende. Dr. med. Fritz Koch, gratulierte seinem verdienstvollen Vorgänger im Barnen des Verein« in herzlichsten Worten. Bon ber Kreis- unb Gauleitung erhielt ber achtzigjährige Turner Reuning einen Ghrenbrief. Möge e« dem allverehrten Mitbürger vergönnt fein, noch viele Jahre in her bisherigen Rüstigkeit weiter wirken zu formen. ÄreiS Schotten. i Gedern, 29 Aug. In unserer Stadt ift man dazu übergegangen, in bie Wasserleitung eine« jeden Hauses einen Wassermesser einzubauen. Seither mußten pro Btonat bezahlt werden für die Person 15. für jede« Stück Großvieh 15. für den Anschluß selbst 50. für einen Hydranten 50. für eine Badeeinrichtung 50 und für ein Klosett 50 Pfennige In Zukunft wird neben der gleichbleibenden Anlchlußgebühr von 50 Pf. pro Btonat nur btv tatsächlich verbrauchte Wasfermcng«. wie sie auf dem Wasser- m«n«r abgelegen wird, bezahlt Per Preis pro Kubikmeter ift auf 20 Pf. festgesetzt. Krei» Lauterbach. t Lauterbach, 29. 2(ug. Im Verein mit dem Pädagogischen Institut zu Darmstadt oeranftallft das Kreisschulamt eine reichhaltige Pödagv g i s ch e W o ch e in der Zeit vom 3. bis 9. September im ganzen streife Lauterbach. Der Zweck dieser Veranstaltung soll sein, einerseits den Lehrerstudenten eine Einsichtnahme in die Schulverhältnisse eines ent legenen Landkreises zu gestatten, andererseits soll sie den ansässigen Lehrern zur Fortbildung ttienrn und ihnen neue Anregungen geben für ihren Berus. (Starkenburg. Lpd. Darmstadt. 29 Aug Sine in weiten Kreefen bekannt« und geschätzte Persöntichkelr. Obrrbürgormeister a. D. Hermann Schäfer, begeht am 30. August — fern von her Heimat, bei ferner Tochter an her Waterkant — fernen achtzigsten Geburtstag. Rheinhessen. Lpd. Mainz, 29. Aug. Bachdem durch den Befchluß des vom hess.schen Innenministerium eingesetzten Beirats die Baugenehmigung für daS beabsichtigte Grupp«nwasserw«rk ,.® e r a ue r Land" vorläufig zurückgestellt und erneute Prüfung durch einen Unterausschuß an* geordnet worden ist, gleichzeitig aber sich bie Stadt Darmstadt eifrig bemüht, bie Wasserversorgung der Riedgemeinden und ebenso ber BerbandSgemeinschaft ..Drrauer Land" durch da« Darmstädter Wasserwerk zu erreichen, tritt nun auch die St^dt Mainz aus ben Plan mit dem Vorschlag, di« Wasserversorgung durch Anschluß an das Mainzer Wasserwerk Schönau durch- zusüHren. — Beim Llbfchlevpen von Erdmassen rutschte ein Lastpferd mit d« m Wagen in den 4 Bieter tiefen Graben an der Bastion Martin ab. wobei da« Pferd zum Glück ohne größere Beschädigung blieb; es konnte nach seinem Stall abgeführt werden. Der Bollerkarren wurde durch die inzwischen «ingetrosfen« Fseuerwehr unter Anwendung eine« Pretfaxfe au« dem Graben geschasst. Lpd. W o r m « , 29 Aug öimge Tage vor seinem Geburtstag ertrank der 11 Jahre aftt Realschüler Paul Trepte au# Worin« beim Badenim offenen Rhein bei der P>'iev«au Gestern nachmtttag for-mg der Itzjäbnge Metzger geselle Franz Meyer mi« Lüsche in Oldenburg von der Straßenbrück« in den Rhein. Nachdem er noch etwa 100 Bieter geschwommen war. versank er plötzlich tn den Fluten. Der Ertrunkene befand in Begleitung von zwei ‘Burschen auf der Wanderschaft und wollte biefen da« Kunststück vorfübrv^ Di« Leiche konnte bisher noch nicht gsläTidet werden. Preußen. Kreitz Wetzlar. | Wetzlar, 29. »ug. Di- im Verein deutscher Jugendherbergen ocganJirrten Jugendver- c i n e gaben sich am Samstag und Sonntag hier em Stelldichein, da« einen recht guten Verlaus nahm. Beben den verschiedenen Vereinen bet Scadt waren auch aus ber näheren und weiteren Umgebung. Gießen usw. stattliche Jung- scharrn hierhergekommen, bie mit ihren vielen Wimpeln und Fahnen dem Sttahrnbild ein belebtes Aussehen gaben Pie Veranstaltung begann am Samstagabend mit einem Facke 1 zug, an dem sich mehrere Hundert 5a del träger beteiligten und ber aus dem Domplatz fern Ende nahm Hier würben die Fackeln zufammenge- worsen. und bet dem mächtig auf lodernden Feuer !prachen Verirrter der einzelnen Jugenbvereine ihr« Feuersprüche Eine längere Ansprache des Be ttetet« au« Gießen über ben Zweck und die Ziele her Jugend her vergsbrwegung bem bett tne von einem zahlreichen Publikum umrahmte Abend e»er Rach cmtrbeabenb. CMchen Mission die erste Festanldrache über 2 Kor 9. Id. &x zweite Festansprache wurde von Pfarrer Dr. Sch m d l - Reiskirchen gehalten. D « Schluß- wort sprach ber Orlegvistliche. Psarrer Heider- Dorlar wobei er inSbe'ondere auf die Notwendigkeit der Missionsarbeit hinwieS. Zur Verschönerung de» Feste« !rügen der Posaunenchor Dorlar-Avbach unter Leitung seine« Dirigenten Förster, der K rchcnchor Atzbach unter Leitung de» Lehrers ßitgfricb und der ®cmi|d)tc Thor Atz dach unter Leitung seine- D rigenlen Ve . ni rebigt unter Zugrundelegung de« Vchelworte« Pfalm 118, 14-29 In der Aachveriammlung der chlele Missionar Schmidt über 'ein« 21jährige Tätigkeit tm Dienste ber Ahe.m'chen Mission auf der Intel Neuguinea, wöbe, er di« Schwierigkeiten und die Leiben ter dort tätigen Missionar« In anschaulicher Tkt’e fchilderto. Die zweite Ansprache der Aachver- tammlung hielt Pfarrer Schneider- Hoch-el- heim übet Psalm 93. 1—4. wobei er unter anderem auf bi« in diesem Jahve ltattsindende fieier de« hundertiährigen 3ubiiäum« der Ahei- ni'chen Mission h.nwtos Di« Schlußansprache hielt ber Ort-geistliche und Leiter de- Mission-- teste-. Plärrer Lic. Müller- Dulenhosen Ausführlich berichtete auch er über seine Erfahrungen al- Marinepfarrer in Ehina und Japan Da« Schlußgebel sprach Miftionar Vahr- ®roh- Aechtcnbach D e Kollekte wat für die Aheinlschv Mission bestimmt Maingau Lpd Frankfurt a M. 29 Aug Da« neu« Selbstanschlußamt Spessart wirb in der Aacht vom 1. zum 2. Septen,der in 'Betrieb genommen. — Aus der Stern brücke in der AökÄ- heimer Landstraße wurde ein Radfahrer von einem hinter ityn fahrenden Lastwagen übersah r e n und schwer verletzt. Gr wurde durch die 'Rettungswache nach dem Elisabeth- Krankenhau« verbracht, wo er starb Der Aad- fahrer, der mit einem Bündel Säcke beladen war, glitt aus der nassen Strasse au« urb kam auf diele 'Delle unter da« Auto. Neue Bestimmungen für den Personen- verkehr auf der Reichsbahn Bie fetzt galt aus den deutschen Eisenbahnen noch nimer die alte Eisenbahnocrtehrsardnung vom ?,hre 190R. Die Nachkriegszeit mit ihren oft grundlegend veränderten Berkchrsoerhöltmssen, bann aber nich die Bestimmungen eee Internationalen lieber cinkommens über den Eisenbahn Pcrsonkn- und "'epackoerkehr dem auch Deutjchland im Jahre l»J27 beitrat, haben eine Modernisierung unserer Eisenbahnverkehrsorbnung notwendig gemocht. Am 1. Oktober werden nun die neuen Bestimmungen in Kraft treten. Sie bringen auch für den Personenverkehr einige AÄnderungen, deren Änintnie für den Nel- senden wichtig ist In der neuen Aerkchrsordnung wird nicht mehr von Fahrkarten, sondern nur noch von Fahrausweisen gesprochen, denn m gibt jetzt auch Fälle, z. B bei Begleitern non Schwerkriegs: icha- biglen, in denen bei freier Beförderung cm Au», weis notwendig ist. Der in A«fünft stch ein Abteil reiee- ' vieren tonen will, must feinen Wunsch mindesten» eine Stunde von Abfahrt des Zuge > (bisher eine halbe Etunbe vorher! anmelden. Die Bestimmungen über bi« Pkatzbeletzung in den Abteilen finb bestehen geblieben, h b allo, nn Platz gilt nur dann als belegt, wenn er durch ein ltze- packjiuck oder durch ein "torderodestuck gclen-izeich net ist Für den Falk, datz man weaen lleberfüfiunq des Zuge, oder au» anderen «runden keinen Platz in der Masse, für die man einen Fahrausweis besitzt, erhalten kann, ist in weieniiia». > die gleich. >i?hrr ar troffen, ,edoch i’t dri ltf)üiiner nach der neuen Cifenbahnverkebraordnung auebrütflift) verpflichtet, dem Keifenden bann einen Platz in der nächsthöheren Klasse anzuweijen. 5rauenabl«ile gibt c4 von Oktober ab nur noch, wenn «n wirkliche» Bebürfnl« dafür 5c W 0* wirb also nicht mehr Vorkommen, hast Sr3ufnabldlc leer oder nur tcKtod Alle gröberen in«bafandere die internationalen Strecken bleiben ledoch bU auf die Seefluglinie nach Oslo auch weiterhin in vollem Umfange im Betrieb, da crfabrung^emäfi der Monat September mit zu den starken ^rkehrsPerioden gehört. Auch die mit grohbm Erfolg erstmalig in diesem Sommer betriebenen SveziaUuftfracht- strecken werden bl« Ende September weiter beflogen Tic Jlorbfcelxi'' Westerland. Bremerhaven, Wangerooge. Aorder- neh uitb Borkum führenden Seebabrrlinicn werden bis zum 15. September betrieben da sie sich nach wie vor grober Beliebtheit by dem reifenden Publikum erfreuen, ebenso wie bie guten Flugverbindungen nach den Kurorten des Schwarzwalde«, sowie nach Salzburg. Bad Reichen hall und 3nn«druck. Aicht unenvähnt bleibe schliesslich. dah die Eeprest-Strecken Berlin Wien Berlin Zürich und Berlin FranNurt auch nach dem 3. September beflogen werden. Beispielsweise beträgt die Flugdauer Berlin Wien mit den besten und komfortabelsten Großflugzeugen der deutschen und österreichischen Ge- sellfcvaft nur 3 Stunden 40 Minuten. Der Sonntagslustverkehr. der aus der längsten zentral- europäischen Strecke Berlin Dari« (880 Kilometer) ohne Zwischenlandung durchgesührt worden ist, wird während de« Monat» September zu denselben Zeiten wie bi«ber betrieben. Ebenso wird auch die A acht strecke von Berlin über Königsberg Riga nach Moskau bxto. nach Aelfing- fors und ßeninqrab als wichtiger Bestandteil des mitteleuropäischen Lustverkehrsnetze« weiter beflogen. Berliner Börse. Berlin, 30. Aug (WTB Funkspruch I Dm heutige Früh verkehr liegt wieder sehr still. Die Tendenz ist auch heute noch nicht klar erkennbar. Man ist jcdensalls nicht unfreundlich gestimmt. Die Kurs« liegen etwas höher, als die gestrigen Schlußnotierungen. Farben 207, Siemens 379 Arbeitsvergebung. Für die Feldbrrelnigung Ronnenrokh sollen auf dem Rachau» zu ütonnenrotb nachstehendc 7753D Wegplanierungsartzeiten, veranschlag! zu 3650 NM Thaussicrungs- und Pflaster- arbeiten, einschließlich Materiallieferung, veranschlagt ,u 13500 „ Lieferung von Uebergrün- bungemutertol, oeranfchl. ,u 1M0 „ In einzelnen Losen vergeben werden. Die ^rdingungsunterlaaen liegen auf ber Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote In Prozenten des Voranschlags oerschlosten, mit entsprechender Ausschrift oeriehen, postfrei bis zum Eroffnungster. min am Dienstag, dem 4. September 192«, vormittags ION Uhr, cinzurelchen find Zuschlagsfrist zwei Wochen Gießen, den 27. August 192* Hessisches Shilturbauamt H Steinbach, Negierungsbaurnt Freitag, 31. August 1928 nachmittags ab 2 Uhr pcrfteigtrc ich im ,£ötpen*, Neuentveg 28: 1 Sücherschrank, 1 SchreibtiH. 2 Büfett«, incbrtrt Sofas, 1 Zimmert!ich, 1 IVriftur- >tubL 1 elekkristb Klavier, 1 Küchervchvaok, 1 Kammrde. 2 Arbeitstisch«, mehr. Betten. etdnberlamHn. 1 Sabewannc, 1 Oeiimal. traage, 3igamn und Tobak, Herren- und Oamen-Räber, 2 Daschmaiwinen, 1 zwei- rädriger Hanbwaaen, 1 Tafelwaage u-b.a. Derskeigerung bestimmt ttmd Ludwig Hartmetz Kuftieneter mto raratvr Xawnmfg 2*> reteabon 1414. Oie6en. Großen-Linden. den 30. August 1928 7W4D Frau Dr.Marx verreist vrwo vom l.bis 16.September 1928 Vertretung: FrL Dr. Gürtler DRUCKSACHEN ■ Iler Art liefert die BrOhl’eche Druckerei Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme sowie für die vielen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers am Grabe unserer lieben, unvergeßlichen Entschlafenen Frau Luise Balzer geb. Leun sagen wir hiermit allen unseren innigsten Dank. Aug. Balzer und Kinder Familie Leun, Altbürgermeister. WM WM stets auf Vager ober Hnlleleruna Ber wendunavstelle. H. Trechsler, Lteiriffraßc 73. "**0 Televb. IfiSl Jetzt fät man Spinal Feldsalat «..Kopfsalat D.'Wcißttallt D.-rSirsing N.-Aottraut aus bet n,re Samenhandlung (lugen (scheel vtünsburg 17. Heute nacht verschied nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Elisabethe Bernhardt geb. Eckhardt im Alter von 50 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Bernhardt Wiesede, den 29. August 1928. Die Beerdigung findet Freitag, den 31. August, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehaus (Karlttruße) aus statt. NeuesSauerM Frifche Bücklinge Psmid 60 Pf Friichelräni.WeintraüheD dünnschalig u vollrett. P»k> M Pf. Rich.Grünewald »tineott »ad Kolonialwaren dabnbofitrahe 27 *1051 4% Rabatt auf alle Waren Lastwagen mit SHefcnlufibtTelfuna, 1" t. für laufend« tanel'abnrn zu mieten gebucht Tchriftl. flngrbo c mir Angabe de» FabrikaieS und drs Ktlomereroreife« unt. 77(r2(> q_ d G H, Laden «ni* tfi—40 qm arotz. 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TI eben den vielen Prüfmethoden, bie Schulte erdacht ha um die sportliche ober berufliche CMgnung eine- Menschen seftzuftellen. bat der noch ziemlich junge Forscher auch mit 'Arbeiten über die Psychologie der Ttellame beschäftigt. um seft-uftellen, ttne bestimmte Plakate ober ähnliche Propaganstarntttel auf ben Tbe- schouer wirken Die Dersuche. die in feinem Labo» ratmium für diesen Zweck angestellt werden, find feeilich nicht so .grausam" nn» die PriifmethoPete stie ein zukünftiger Poltest an sich vornehmen lassen mutz. ttinächst wird ber angebenbe .Schupo" einer atunMidten ärztlichen LInteiluchung unterzogen. The Sehkraft prüft an Apparat, mit dem man eine Metallspche ganz genau auf einen bestimmten Punkt ein fiel Jen mutz, um sterau-zusrnden. ob der Drüfllng dn gute» Unterscheidung-Vermögen für Harden besitzt, läftt man ipn bunte Zahlen au< einem gan^ bunten Untergrund herauSsuchen. von bem sich bte Ziffern kaum abbeben; wer das Tlicbcrfanen eines Heinen Hammer« auf grosse Ontfenumgen noch vernimmt, beweist dadurch bie Schärfe lerne# Gehör-. ®m 3ugtraftprü|er. dessen Hauptbestandteil eine starke Heber ist. gibt nicht nur ein Matz für die absolute Grösse der angewendeten Äraft. fenstern xcigt auch, welch? Ausdauer ber Prüfling bei Per Leistung einer log. statischen Arbeit besitzt. ähnlichen Zwecken bient der Hubkrastprüscr. bei Dem ein Gewicht mit wagerecht au-gestrecktem Arm möglichst lonac gestalten werben soll Für den Tkr1cbr*polüt1ten ist e- sehr wichtig, aus alle Vorgänge rasch durch eine entsprechende Handlung zu reagieren; die entsprechende Gigenschaft nennt man in ber Tdiffenschast .persönliche Gleichung' oder, volkstümlicher auSgestrücki. .kurze oder lange Leitung". Um sie feft&ufteuen. benutzt man einen Apparat, bei dem ein sterabsaUenber Stab möglichst rasch durch einen .Fingerdruck bei Prüslmgs. der eine Bremse in Bewegung setzt, auf gehalten werbe?- soll Der G«annnatt>r ertaubt Heb gewölNüub die Losung dieser Ausgabe dadurch zu äfdbtoercii. dc 1 er den Prüfling mir haonlofen Gesprächen von tx m i'evorstebensten Omgnr# ablentt Sieb’ der Polizist im Ctr öfter. • gewühl. so mutz er die richtungtZcbenden Tlrmbr- wegungen ben Berte: riorhermffen anpaikn, ob er dazu Talent ha«, zeigt cm sog .Re»-- breit s ür Zuvrdnungsreaktio n und Mehrsachhandluug". ein stehendes Brett- chen mit Glüst-'ampen m fünf verschiedenen Sorben. bei deren abwechscIndem Aufleuchten ehre entsprechende "Dewegui g au erfolgen hat. ca>a ein Kopfnicken, ober da» Sieben de» rechten Armes oder Tcine». Um sich r.un zu vergewissern, bah der Schupofanbibat nicht leicht zu erschrecken ist. lätzt man zwft<^ndurch Hupen ertönen. Schüsse abfeuern. Blitze das Zimmer durchzucken. und wer dabei fe-ne Auhc nicht verliert. und vtanstbasrigkeil erweist sich durch das Ber- halten an einem Instrument, dessen zwei Hand- griffa sehr unangenehme elektri scheSchlä g e i stok0 p" oor gelegt, in dessen AuLschnu: für Bruch eile einer Sekunde Zahlenreihen oder Puch ft obenf eigen erscheinen, die der PriisUng erkennen und behalten soll. Hctt ber Äanbibat alle btefe Ausgaben < 11 r xS;:>riebcnhert g weg noch nicht beendet E-e w-rd ihn, nun bie eieichnung ernc# Labyrinthe» »orgekgt. in dem er ben Drg von acht möglichen AuSgangspuirtten AU einem Gndpunft finden soll. Denn er diele« Aätfel gelöst £at. zeigt man chm einen O rt #- plan ober eine WohnungöslizAe. die er einige Zeit betrachten darf, unb bann au« dem Gedächtinb möglichst sehlerlo« nachzeichnen mutz. Darauf mar. eine An zahl Photographien. die ihm wieder fort genommen werden: er erhält dafür einen Stotz anderer Lichtbilder. unter denen er die Photographien der Personen, die ihm schon gezeigt worden sind. sterauSssinden mutz: denn jeder Polizist soll natürlich ein gutes Personengedächtnis hoben. Mrd ber zukünftige Schutzmann auch befähigt fein, plötzftch auftretende Berkehr-schwi. riglettrn duvch entsprechende Organisation au beiden? Man versucht c». feine Qngnung für d.e'e Ausgabe festAustcllen. indem man hn bittet einen Plan für die Organisation eiiwS Sportfestes bA Schupo oder für die Aufstellung von Polizeiposten an einem grossen DerlchrsknoteTrpunkt zu entwerfen Praklifche Befähigung für feinen Beruf zeigt ein .Kandidat, wenn er eine Reihe hintereinander au-zuführender Aufträge unter möglichst geringem IDeg- und xteitauftoanb erledigt. Ö6 tft nicht leicht. Schutzpolizist zu werden. Der Prüfling mutz nach all bvefen Anstrengungen noch einen auAführitchei Bericht über ein Verbrechen schriftttch ausarbeitett. bot ihrt kur, vorher arid). Ibert worden 'st bem erzählt man ibm .ine Reche mehr oder ■ttnb.'r fchwcr.n Ttergrixit und Aerbrechen und e* ist nun lerne Aufgabe, die schwersten und dtc merager wich- ngen Untaten nach ihrer Bedeut.mg zu ordnen, um dadurch *u Verrätern, ob er gerecht tu denken versteht. Schftetzftch tragt man tont einen Streit aufgeregter Oeute vor unb überlast e* bem x and, baten, diesen Äonfltft mit so nif’ Humor we er eben aufbnnge« kann, au schlichten Polizisten sollen Humor haben. auch wenn man fte gefoltert hol. 'SXnm werden gckähriiche tuattonen erdichtet, um de n PrAltng (MagcnbcU zu geben, fahre ^etsteS- iTegceoaxt au erproben und au zeigen, wie er ftch - utz gdäbri: jxuSagcn befreien Ipürbv- Schliesslich gxbt e* zw 'ch^^urch noch einen fidnen. fünft- ltch berpcrgcruXmen Brand, be: dem ein ent- • unbetcr Lelluloibltreften eine 1 TVruutfanf $ur *Srb der beste fein, her nut seinen Anklagen bie wenigsten Freisprechungen erlebt Man nerftebe mich rich.ig xur solche Personen sollten angeklagt werben, von deren Verurteilung ber anflagenbc Staatsanwalt oon vornherein überzeugt ist. Dieser Satz gilt mehr noch al- im Strasprozetz gegen Erwachlene in hem Verfahren gegen Iugenb- I'chr, für bie ohnehin Erziehungsmahregeln gegeben smb cclbftoetttänblid) kommen aum Grenzfalle vor, in benen bie ÄUg. meinheit einen Anspruch barauf hat, bah bic Entscheibung über schulbig ober nicht- schuldig von ben ordentlichen Gerichten m öffentlichem Verfahren erledigt wirb, unb bah l icht etwa da? Verfahren durch einen unoeröffentLäjcn Ein- ftellungsbeschluh ober eine ebensolche Luherversol- gunalctz.ing des ÄnAellagten gewis,er mähen in ber Bersenkung verschwindet. Ein solcher ?fall flnnte Misstrauen in bie restlose Unparteilichkeit ber Straf- behörben entstchen lassen. Daburch wäre niemanden geholfen, der Justiz aber wurde größter Schaben zu- gefugt Die Grunblgjse eines jeden Staate» bildet — mögen auch tausend andere nützliche unb nötig. Dinge hin,zuzukommen haben — boch einmal bas Recht Wer ba glaubt, in feiner Jugend falsch behandelt worben zu sein, tragt biesen Stachel vielleicht sein Leben lang in sich. Wir olle wissen es: Eines strengen aber gerechten Lehrers wirb oon sein«. 5d)üfrrn gern noch im Alter bonlbar gebucht. Wehe aber bem Richter, von bem rin Iugenblicher, her not ihm geflanbrn hat, a’auben mochte, haft er ihn mit falschem Maß gemrffen Hobe. Der f-inge Mensch könnte sein Vertrauen in die Rechtspflege und zur Gerechtigkeit für immer verlieren Rach dieser kurzcit Abschweifung will ich nun auf bic im Jugendstrafrecht feftflclcaten Erziehungsmaß- regeln zu lprechen kommen, auf bie im Rahmen bes Strafverfahrens nur bas crfcnncnbc Gericht eine Entscheibung treffen kann. Halt bas Gericht Er- *> Bg1. „Giehcner Anzeiger' JIt. W und 202 vom 25. bzw. 2h. August. ziehungsmahreaeln allein nicht für ausreichend, so muh cs den Angeklagten in Strafe nehmen, b h. ihn in eine Gelb ober irrtibcit»,träfe verurteilen. Erziehung» maßregeln lind aber keine Strafe unb fallen.reine Strafe fein, mögen sie auch tm Einzelfolle von einem Betest ich en al» folwe empfunden werden Uturr fernen Umftorvbcn will das Iugendger'chtsaefetz durch ihre Anwendung an dem jugendlichen Miffetoter eine Rache für begangene» Unrecht ausuben. Deshalb tft eine körperliche Strafe als Erziehungsmittel dem Strafrecht unbekannt, fo fehl sie auch - theoretisch - z. B. hei boshafter Tierquälerei, Sittlich- fctl»Dcrbrcd)cn und ähnlichen Delikten, bic auf eine fafl tierische Roheit bes Tater» schließen lassen, von weiten Bolkokreisen. wie nicht verschwiegen werden 'oll. für wiinschen--w.it gehalten wirb Im 5tinlr--mi ist die körperliche Züchtigung, wie gesagt, nicht an wendbar lieber ihre etwaige Anwendung in Er- ycbungsanftalten tWrb an anderer Stelle zu reden sein. 91» zulässige Lrziebungsmaßregeln kennt bas Ge se«' 1 bic Berwarnung. 2. bie llebermcifung dc-.- Juden blichen in die Zucht der Erziehungsberechtigten tEttern, GrotzeUern, des 2farmundes> ober ber Schule, 3. bie Auscrlegung befandercr Verpflichtungen, 4. bie Unterbringung (Familie, Handwe.' 'nestt. 11, 5. Die Schutzausstcht, unb schließlich nn äußersten Falle f* die Fürsorgeerziehung. Aus bic einzelnen Maßregeln werbe ich bemnächst in einem weiteren Aussätze zu sprechen kommen. Wirtschaft. Die Deutsche Bank über Börse und Geldmarkt. 3m AugustHefi der „Wtrischaftllchen Zuteilungen der Deutschen Bank' weist die Deutsche Bank darauf hin. dass die Engagements, be schon un 3uli zurückgegangen waren, im August noch weiter aogenoirmtcn hätten. Ohne Erleichterung auf dem Geldmärkte, dessen Sätze für Xermrn- geCber hoch hHeben und feine Anlpaimuna genügend kennzeichneten, sind durch be rü(Häufige TdirtfchaftSbewegung noch nicht einpeTOeten. Da Me sa^onmähigen Ansprüche seitens der Landwirtschaft sich zusätzlich bemerkbar machen TfaA Mehrerträgnis der diesjährigen VrtreideeriUe dürfte mit rund 2 Mill. Tonnen angenommen werden. waS zum heutigen Preise i»erech.iei. Mehreinnahmen von 4OJ bi» 500 Mill. Mk bedeute. GS bestehe dabei begründete Auestcht, dass in anderen landwirtschaftlichen Grzeugtnlskm noch grdßere Mehrergebnisse ringedrocht werden. 3ur Beurteilung der vorstehenden Ziffer wirb daraus htergewresen. daß fSmsttche von der Stairftif erfaßten beuriepen Aktie.Gesellschaften 1927 cm ganzen 743 Mill. Mk. an Dividenden Re- alifationen schwach. Türken wieder beachtet. Rach den ersten Kursen bekundete die Kulisse Rea-lisationsneigung und die Kurse bröckelten meist etwas ab. 3.-G.-Farben gaben 1 Prozent, 2^heinstahl 1.25 Prozent und Siemens 1.5 Prozent gegen Anfang nach. Das Geschäft schrumpfte auf ein Mi .imum zusammen. Am Geldmarkt war Tagesgeld stärker verlangt und 7 Prozent. Am Devisenmarkt war der Dollar hoher. Main nannte Mark gegen Dollar 4,1972, gegen Pfund 20,370. London Kabel 4.8530, Paris 124,28, Mailand 92.65. Rladrid 29,20, Holland 12,1050. Berliner Börse. Berlin, 30. August. An der heutigen Börse nahm das (9ejd)äft, das sich in den letzten lagen etwas belebt hatte, wieder einen äußerst geringen Umfang an. (Es lagen zwar bei den Banken vereinzelt kleine Kauforders vor. beim gegenüber standen jedoch wieder kleine Abgaben der Spekulation, so daß sich größere Kursänderungen heute nicht ergaben. Die gestrige Neuyorkcr Börse wurde nicht beachtet und Momente, die die Börse hätte anregen können, lagen nicht vor. Bezeichnend für die Geschäftstätigkeit war die Tatsache, daß etwa ein Drittel aller Kurse wegen Orders mangel nicht notiert werden konnten. Die steigende Arbeitslosenziffer verstimmte etwas, und auch die gestrige Polyphon General-Versammlung konnte nicht im geringsten anregen. Für Montanwerte, Banken- und Kali- werte bestand zwar noch einiges äntcreffc, doch konnten sich Kurserholungen nur gering durchsetzen. 3m großen und ganzen war die Kursgestaltung nicht einheitlich, doch blieben die gestrigen Schlußkurse meist behauptet. Vereinzelt waren Gewinne bis zu 2 v. A. zu verzeichnen, denen auf der andern Seite Abschläge von 0,5 v. H. bis 1 v. H. gegen überstanden. Tietz verloren 2 o. H„ da die Anleihe in Amerika trotz der gestrigen Meldung doch noch nicht zum Abschluß gekommen ist. Die Steige rung der Voigt & Haeffner-Aktie setzte sich fort. Der Kurs zog aus die bedeutenden Kauforders von in- tereffierter Seite erneut um 4 o. H. an. Fest lagen Glanzstoft mit einem 6. o. H.-Gewinn. Der Umsatz war «cdoch sehr gering. Auch Daldhos konnten sich etwas stärker befestigen, während Aschaffenburger Zellstoff abgeschwächt waren. Für Mannes- mann zeigte sich trotz unveränderten Kurses Interesse: man führte in Anbetracht der bevorstehenden Aufjichtsratssiyung die alten Gerüchte einer Kapitalserhöhung wieder an. Deutsche Anleihen lagen fest, Ablösungsschuld hatte, wie schon an der Dor- borfe. größere Umiäfie aufzuweisen, die man in Zusammenhang mit der allgemeinen Schuldenregelung die man im Moment etwas freundlicher beurteilt, brachte. Ausländer etwas schwächer. Anatolier verloren 2 d. $)., Mazedonier lagen schwach. Oer Geldmarkt war (morgen ist Zahltag) eher etwas ongc- fpannter, doch zeigte er in Anbetracht des bevorstehenden Zahltages noch eine verhältnismäßig leichte Verfassung. Tägliches Geld 5,75 bis 7.5 v. H. Monatsgeld 8 bis 9 v. H. Warenwechsel 6,88 v. H. Der Verlauf blieb uneinheitlich und eher schwächer nur Spritwerte lagen 2 bis 3 o. H.scster. Frankfurter (Hctrcideböric Frankfurt a. M., 30. Aug Der Frankfurter Produkte nm arkt verkehrte in flauer Haltung. 3nfolge der schwachen Auslandnvtierungen machte sich eine große Lustlosigkeit und Zurückhaltung bemerkbar, so daß im allgemeinen Preisrückgänge bis zu 0.25 Mk. eintraten. Auch nahm das Angebot einen größeren Umfang an. dem keine Rachfrage gegenüberstand, so daß hieraufhin die Stimmung noch mehr gedrückt wurde. Rur am Futtermittelmarkt machte sich für Mais für Futterzwecke einiges 3ntereffe bemerkbar bei etwas erhöhtem Preise. Weizenkleie dagegen war weiter angeboten und etwas schwacher, ebenso Roggenkleie. Es wurden notien Weizen 24 Mk.. Roggen 22,75 bis 22.85; Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 26; Hafer (ausl.) 21,50 bis 22; Mais (gelb, für Futter zwecke) 20,75, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 33,50 bis 33,75: Roggenmehl 31.75 bis 32.25; Weizenkleie 13,60; Roggenkleie 14.50. — Tendenz: flau. Frankfurter Lchlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. Aug, Auftrieb: Rinder 6U Stück: Kälber 1014; Schafe 271; Schweine 440. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 71 bis 75, mittlere Mast und Saugkälber 65 bis 70, geringe Kälber 56 bis 64: Schafe. Mastlämmer und jün gere Masthämmcl 48 bis 51, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel rind gut genährte Schafe 38 bis 47. Schweine. Vollfleischigc Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 75 bis 78, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 76 bis 79, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 74 bis 78, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 70 bis 75. — Marktverlauf: Bei Schweinen noch schleppendem Geschäftsgang Ueberftanb. Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Berliner Prodnktcnbörfc. Berlin, 29. Aug. Die heutige Produktenbörse nahm trotz der festeren Schlußmeldungen von den überseeischen Terminmärkten wiederum einen schwachen Verlauf. Maßgebend für die weitere Der Hauung war das Fehlen jeglicher Unternehmungs- lüft bei den Mühlen, die trotz entgegenkommenderer Forderungen Schwierigkeiten beim Mehlverkauf haben. Das inländische Angebot von Weizen und Roggen ist mehr als ausreichend. Soweit überhaupt Gebote abgegeben wurden, lauteten sie bei Weizen etwa zwei, bei Roggen eine Mark niedrigerer als gestern. Don Exportabschlüssen ist weder bei Weizen nach bei Roggen wieder etwas zu hören. Am Liese- rungsmarftc blieb die schwächere Meldung vom 'Verlauf der Liverpooler Börse nicht ohne Eindruck auf die Stimmung. Weizen verlor 2 bis 3 Mark, während die Roggenpreise um 1 bis 1,25 Mark rückgängig waren. Am Mehlmarkte blieben Umsätze trotz 25 Pfennig niedrigerer Preise auf dringendste Bedarfsdeckungen beschränkt. Hafer nach wie vor reichlich offeriert und auch bei den niedrigeren Preisen vernachlässigt. Gerste in guten Brauquali- täten stetig, mittleres und abfallendes Material lag angeboten rind wenig beachlci. Es notierten(1000kg): Weizen, märkischer (74,5 kg stl-Gewicht, östliche Stationen über Notiz), 216 bis 218, September 230 bis 229, Oktober 233 bis 232, Dezember 238,50 bis 237,59 (flau); Roggen, märkischer (69=kg/hl Gewicht). 215 bis 217. September 232 bis 231, Oktober 233 bis 232.50, Dezember 234 bis 233 (matt); Futtergcrste 220 bis 233 (ruhig): Braugerste 231 bis 254 (ruhig), neue Wintergerste 201 bis 213; Hafer, märkischer, 200 bis 208 (flau); September 211 Bries (flau); Oktober 211 (flau); Dezember 210,50 (flau); Mais, zollbegünstigter Futtermais. 208 bis 211 (befestigt): Raps 330 bis 335 (stetig). (100kg): Weizenmehl 26,50 bis 30,25 (flau), Rog geninehl 28,25 bis 30,75 (flau); Weizenkleie 15.25 (matter): WeizenNeiemclasse 16,20 bis 16,50; Rog. genflei? 16,25; Viktoriaerbsen 42 bis 51; Futter- erbfen 25 bis 27; Wicken 30 bis 32. Buntes Allerlei. Ein Vermächtnis Cord fialöanc* an die Unwrrfität (Böttingen. Lord Haldanc hat der Unioerfität Göttingen, wo er studiert hatte, 1000 Pfund Sterling vermacht. Lin neuer deutscher Schwimmrekord. Einen neuen deutschen Rekord im Rückenschwimmen über 100 Meter stellte am Mittwochabend anläßlich des internationalen Schwimmsesics im Ber- liner Wellenbad Lunapark der deuliche Meister Ernst Küppers (Viersen) auf. Er siegte in der neuen deutschen Rekordzeit von 1:11,4 Ttin oor dem Japaner 7) r i) i e, der 1:14,4 benötigte. Strandung eine» amerikanischen Flugzeugmutterschiffes Die Agentur Fndo Pacisiquc meldet aus Schong Hai, daß das amerikanische 12 OOO Ionncn ^lua zeugmuttcrschiff „Avocef bei Tschisu gestrandet ist Die Versuche, cs wieder flottzumachen, ftnb bishei vergeblich gewesen. Lin Werber für die Fremdenlegion verurteilt Das Große Schöffengericht in Schnctdcrnühl ver urteilte den 20 Fahre alten österreichisch?n^Ltaa) angehörigen Franz Mayr wegen versuchter Zu führung zum ausländischen Militärdienst und Bc trugcs zu sechs Monaten Gefängnis. Mayr hatte einen Schmied für den Dienst in der französischen Fremdenlegion anzuwerbcn versucht. Aus einem Briefe, dcn Mayr an die französische Botschaft in Berlin geschrieben hatte, und der in die Hände der Untcrsuchungsbehördc fiel, ging hervor, daß er bereits dreißig junge Deutsche zum Dienst in der französischen Fremdenlegion angeworben hatte Gleichzeitig bat er darin die Botschaft um lieber sendung des versprochenen Wcrbcgcldes von 500 Mark. Von der stürzenden Mauer gelotet. Bei der Einfahrt in den Hof der von der 4. Sächsischen Nachrichtenabteilung Dresden als Manöverquartier benutzten Realschule in Zeugen rodo rannte ein Lastauto der Abteilung gegen einen Pfeiler. Dieser stürzte um und riß einen Teil der Mauer mit. Drei hinter der Mauer spielende Kinder im Alter von sechs bis sieben Fahren wurden von den stürzenden 'Dlaucrftürfen getroffen und schwer verletzt Da- sech-jährige Söhnchen eines Fabrikanten starb bald nach dem Unfall 'hach bei sofort eingeleiteten Untersuchung soll den Wagen fuhrcr keine Schuld treffen, da die Bremse de:- Wogens versagt Hat. Schwere» Autounglück. Gestern srüh stürzte in der Nahe von Budapes: ein Automobil mit fünf Insassen nus bisher nod nicht aufgeklärter Ursache in den otrafv-ngraben. wobei ein im Wagen befindliches junge.- Mädchen ums Leben kam. Ein weiterer Mitfahrer, ein F» ßenicur, erlitt einen Schädelbruch, mährend dir übrigen drei Insassen, unter denen sich auch bi- Frau des Ingenieurs befand, mit mehr ober min der schweren Verletzungen daoonkomen. Schwere Grubenunfälle im Erzgebirge. Zwei schwere Grubenunfälle ereigneten sich m Lelsnitz im Erzgebirge. Fn der Gewerkschaft „Deutschland" brach ein Stollen zulammen, wobei zwei Häuer verschüttet wurden. Erst nach stundenlanger angestrengter Arbeit konnten die Leichen geborgen werden. Dos zweite Ungliirf ereignete sich auf der Betriebsabteilung „Ida der Gcwerklchaft „Deutschland", wo infolge vorzeitigen Losgehen eines Sprengschusies zwei Bergarbeiter schwer ver letzt wurden. Auf offener Straße erschlagen. Fn ber Danziger Straße in Berlin würbe gestern nachmittag ber 29jährige Gastwirt Pricsmuth vor seinem Hause von zwei unbekannten Männern überfallen und niedergeschlagen Priesmuth erlitt schwere Verletzungen, denen er bald darauf erlog. Die Täter sind fluchtig. Furchtbare Folgen einer Brandstiftung. Aus Toronto wirb von gestern gernc-lbei: Bei einem Branb in einer Mietswohnung kam ein Ehepaar mit feinen drei kleine: Kindern ums Lebeu. Em viertes Kino tourb: gerettet. Als die Feue,m?eh> in bic von allen Seiten vom Feuer cingeschlofsenc Woh nunq cindrang, sand fic unter her verkohlten Leich: des Vaters zwei ber Kinber noch am Leben. DaS eine davon ftarb später im Kran- kenhaus. Die Mutter und baS jungflc Kind, das an ihre Brust geklammert war, batten ebenfalls ben Flam »- entob gefunden. Das verstorbene Kind erklärte vor seinem Tode, unbekannte Leute hätten die Familie mit Gewalt bedroht. Die Behörden stellten Rachforfchun- gen an 69,74 11,45 118.39 11.09 111,1* 63.26 2.565 111.»9 DevfteauurrU Serftn —5tamhnt a. 1 Telegraph!!% oon 1918 4% Unganldje Kto nenne..... 4% Xürt XoHanleibe v. 1911 . . 4’. TurfndJt yagbatbatm-Snl^ -Serie 1 4% detgl. eene 11....... 4% «umiuen conDeeL Sie. . . . «umänon dotbenJ v« 1913 tuig. Stu mix eiienMbn . . «>, Hamdurg-Lmerlto Vaf'1 . . . 6 Hamt-.-Luc-aai Somrlldk • . 8 Hanla ’tatnvl1e atebiionll . . 10 Barmer Bankverein . . io Betitlet Han0e!ta'>«U|ch. . . 12 Eommen- unb -edPoBanl . 11 Darink. u. «ottonaldanl 1? Teurltte «ait - . W Srttent»OtieU!d)a|! «ni.. . 10 Dteedner Bank .....1° BÜtrivuti93.7.' 152,9 136.75 147.|j m i« 470.70 Ib6.- UV.75 IM ZOO 140?) 361 61,3 17.4 12.16 IM 195.75 13 ..75 136.5 14.'.'.. «1 «87 75 271.5 1*7 161 16*.. SOI 139.2 SL.S ........8 Bergmann...... • . 9 Clrttr. £ifi ?ruagen. . # • • 10 richt unö Sraff . . • • • 10 Reiten 6 ®uU!taurMe • • • • 6 Se|. f. Siehr. Untern.. ... 10 t'amb. ttlef^ iScrte . . . . 10 SUjein. ütettr. . ..... 9 schiel. Lckir.......10 eifudert ..••••••» etemen? 4 Halrk« . . . • . 12 Iran^rabir . ...... 8 Lohmener 4 tto....... 10 8 u»t tu» ....... b TrjifAelh?»!.......6 üifaiet Ltrinirhl«......8 »ei'entird-cner ... t H 3- < i'atpenet . 6 ........ 8 Alle Bergbau ........ 8 Rlo-fnetevete ........ 7 R.AIn-Seueflfn ........ 9 ISauneemann ....... 8 iVanlfeloer ........1 £ der|ch:el. Üilenb. Bebart ... 6 C8.-r<4lef. »atimfrfr . . 6 Bdonv- Bergbau • ■ . 6H Mdeinilche Braunkohlen... 10 .-Pl^nftabl I. »1 Ia»r 4V, ’R'tM Montan......7^ sSetem'ai- €tobiw. . .... 6 ricvl Birnen llh ftdi 21cher3!eden . . • • • io Alfi Eer’t%elrt ..... 10 ßaltroerf e-Vertuet! ... 15 3 S. •■axtc.-.-.lnomm» ... 12 tonamü '?v.bti . ..... b edwtbeuniUii ..«•••.» ».'IMAeitM ........6 Stürger ■-tift '."'!--7ae',-'L4ki......11 »■*? l • « • • i 1 J.z ' SS SV'1. ' 3°*- 1 ' 1 o ' - "8 3»- gs a= s = ^35- 180.75 220 160,25 268.6 205 379,26 129,75 125.6 141.25 114.9 96.6 282 5 152 99.75 83.5 267 274.Zv 267.75 218,5 IU8 109.5 180,9 201.5 185.5 82t 150,5 269.75 159,5 15* 240.25 204.26 378,9 149.5 17» 85,9 144 Hl 130.2. 141.5 126 25 137.25 141.65 114.5 105.75 111.4 96, Z.' 282 150 5 158 99.20 52.» 266 274.0 160.75 466.35 108 H'8.9 180.25 .01 186 151 *70 151 239.25 ■205 37»,: 149 179 86,15 114 131.9 129.5 157 111.0 So". 75 126 136.5 141,7. 114.7 106 114.5 95.5 .'82.. IS.1 15»..' 99.1 88.2. 261= 275 46» 267.5 126 108.9 IO9.Z6 ^raufcfurl a. vt •Berlin Schltch- Aur» 1 Uhr- Aur» Schluh Aur» Infang Rur» Takum: 29. 8. 30. 8. 29. 8- ,30.8. Stttiu-p Hni,n-ann......7 fteiltelbergcr Ccmenl .... 10 dctr.cn t jtatiOabi ..... 8 ©arj6 4 Freiiag......10 LchuUheU Da»enho|er ... 15 Ofiwerfe ...... 12 Ber. <-!anzüo|s......18 8ect5erg........14 flcnn.'fl iSalHol.....12 geNswff aitfiafff.it'uifl ... 12 dKnlottenirr ;-r IZahet ... 7 Miauet* tatmler ’S ? . . • • • • 0 rtr-Cfi ......0 Udler werke tleoer .»••••& Lodw. L'oewt . ..•••• 10 9?af. Automobil . .•••#. 0 Crsnftnn <6 Rcppd . .... 6 xVonlar» De» . .«••••» Bamog-Megum . ...... 0 ^rantf. -IRafdttitew ...... 6 9r«nc: 11 ('cnliaenttaebl ....... c ^u.-gyanl. ....... .4 SeÄtrerf-’. ...... »8 •\'iainfiatre>«fc . ..... 8 -□heg ....... lo Äelarl jiatet ........ f ¥-trrl Union ....... 8 (^ebt. .......10 Br-g: 4 frotlten ...... ^ €üw fruftr ......8 Saut 146 137 165 144.5 288 - 106.5 128 20 bO.zs U7.5 20 80.76 120 53,5 108.4 1'4 22v 143,24 voteu. 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