Rr. 203 Erster Bldt TTW. W96WS unttwod), Scrrstog» Mtafor» Wrfrrvr jCfwiBrxMfltta Mirai rwi Bild TM» Scholl«. * Xd*#Mart ex» 20 Vci^iptrKxig ftr Ix*ga> lohn, «nrch bri Richter» S« m ai diq rbier5turo*mi folgt HL Hern ®cu>aü. 3trx|pttd)fln|d)l4|ft: 61, 54 exb 1U le^rifl ftti Drohe«* rieten. Sejdgrr #k|tx. MchemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen fr«fhmXKmlni*. vr»ck irt Detter Sri^TW« U-werstttwvLch- iwö Stdi^raderd H. tauge tu Sierra. S^riflkttimg mö frcWffcMe 5ch»lftraßr 7. 29. Angvst 1028 lnt(xt ro* Jlnjtiecn (ftr bk Xegtewemeitr bi« I« Rachmtllaz vorher. Prrti f« l n«e hohe fix Injtocn oon 27 mm Srrttt Lrlüch 8, antwort» 10 JteMup’enmg,- flr Re. klflirear.;ngrri pon TOir.m 3rtth 35 Reidiopftxwifl, Platzvorfchnft 20'. mehr (TbffTebaktnn: Dr. Fnedr. TBifii. Lange DerannoonUch für ‘Polutta Dr. Ar. Mlh fang«; für frexlSeton Dr H Ihyrcot, tür den übdgcn lest Ernst Blnmscheln: ftr den jtigcntrd Nur« ßtümann, lämtlid) m (Buben. Die SrhShung der Reichsbahntarife. THc ReichsbaHrrtarsieTchöhung bta*tc nach 6er OnHdxithjno bc< Xdl^batrnflcri^K nunmehr woht beschlossene Lache sein, da tHc Reichsr^ie- runfl allem Anschein nach darauf verzichten wlll. den »mM-n Sali noch der 'Berufung*- instand dem neutralen Schiedsrichter im Haag jui unierbrrttm. Voraussicht, ich schon Dom 1. Otto bet ab dürsten demnach die Güter- und Personentarise auf den deutschen Bahnen so gestattet fein, dah sie bei normaler Wirtschaftslage 250 OBinionen Mart jähr- sich ,-ncbr dnbnngen. Für den (Befamteffett ist es habet ziemlich gleichgültig, ob die Hauptlast biefer Btertelmtlliardc der Dütex verkehr, oder der tßcrfoneniKtfebr zu tragen fct. Wenn das «Bericht sich entsprechend dem Antrag derReichs- bahngefellschast dafür entschieden bat. dah hier Künstel des Gesamtbetrages den Gütertransporten und nur ein Fünstä den Personentarifen zuzuschlagen sind, so ist das wohl in erster Vink lediglich deshalb geschehen weil sich auf bw Weise die Berteucrung des innerdeutschen Verkehrswesens, die natürlich eine Verteuerung der deutschen Ge>amtwirtschaft bedeutet, nicht To unmtttflbar aubtöirft. wie es bei einer paritätischen Aufteilung der Summe der Fall gewesen wäre. Allerdings spricht bei der Schlüsselung auch noch der andere Grund mit, daß die (Einnahmen au- dem Gütertransport ein Aielsacdes der Einkünfte au» dem Personenverkehr schon jetzt darstellen, und dah bereite in der Porkrilg- zett eine eigcntlufie Renta bilität aus den Preussisch hessischen Eisenbahnen beispielsweise nur burd) den Güterverkehr erzielt wurde, ceit 1913 aber haben sich die wirtschaftlichen «"esamtverhaltnisn so grundlegend gewandelt, dah die Probuktion»wil sich.sit heute sehr viel hirter non jeder Verteuerung de» Transportwesen» betroffen wird, als das damals der Fall gewesen wäre. Die allgemeinen Produktionskosten, einschliehlich der So» Aiallaften, sind seit der Vorkriegszeit ganz äusser» ordentlich gestiegen, die Konkurrenzlage auf allen Markten bev In- und Auslandes hat sich erheblich verschärft, und die Reinertkise aus der Produktion sieben heute in feinem angemessenen Verhältnis mehr zu dem Zinsenbienst, der für die grohenteils geliehenen Betriebsmittel geleistet werden muh. Jede Verteuerung de» Transport» der Ware muh sich also heute, wie die Dinge nun einmal liegen, entweder in einer Preiserhöhung oder in einer Ser» lustwirtschast der Produktionszweige auswirken. Hub da» gilt doppelt für eine Zeit spürbaren Kon» funkturrüagangcs, in der wir uns gerade äugen blirflid) befinden W.e wird sich nun die vorgesehene Tariferhöhung im einzelnen au - w > rken? D e Begründung, die das Reichebahngericht ferner Gntsche.düng beigeh’ifli hat. fordert von der Reichsbahnvcnvaltung eine ..besonder- schonende Regelung" für Brennstoffe, für Acu und Stroh. Auherdeiu wird eine ..individuelle Behandlung' einzelner Güter und Berkehrsloinplere. die den, 3nterclk der Wirtschaft dienen, empfohlen. Ehe nicht die neuen Tarif staffeln der Reichsbahn bekannt sind. Iaht sich hiernach Endgültiges über de Auswirkungen der Tariferhöhung in allen bren Om^erbe.tcn no4> nicht sagen. Dah die Äoblcntarife über ihren jetzigen Stand hinaus erhöht werden, halten wir wirtschaftlich für völlig untragbar, da gerade gegenwärtig die briti'che Begierung mit Hilfe von erheblichen Tarifermähigungen e.ne sehr zielbewusste Sub- ventionspolitik für ihre Kohle betreibt, die sich vor allem gegen b.e deutsche Küste und die westlichen Aohlenablavgeb.ete Deutschlands richtet. Damit trnirben aber allein schon rund 30 Pro- Zent der au betnegenben Gütenneiigen nicht unter die Tariferhöhung fallen. Rechnet man hierzu nvar d.e sonstige,'. Ausnahmen, die notwendigerweise bestehen blechen müssen, wie etwa Durchgangstarife Wettbewerbstarife. Sonbertanse für geographisch ungünstig gelegene Gegenden — vstpreusicr —. or- genommen werden, auch wenn die Reichsbahn da- Stresemann nach Deutschland zurückgekehrt. Die pariser Feierlichkeiten abgeschlossen. Reich»aussenminister Dr. Stresemann hat seinen Aufenthalt in P a r i s aus das unter Berück» sichtigung seine» Gesundheitszustandes denkbar kürzeste Mast hfrabflfbn'Kft Er hot damit zwelsellc^- aud) zum Ausdruck bringen wollen, dah er an sich nicht gerne nach der französischen Hauptstadt gekommen ist, trotz der Bemerkungen, die sich Brianb in feiner großen Rede nicht versagen konnte. Die eigentliche deutsch» französisch e Sphäre ist durch diese Reife nur nebenbei angeschnitten worden durch die Besuche, die der deutsche Minister bei Brianb und Poincars gemacht hat. lieber ihren Inhalt wird auf beiden Selten strengst« Der» traulichkeit gewahrt. Da» ist in brr Absicht sicher gut und nützlich Derartige Dinge lassen sich nicht am öffentlichen Markt behandeln, nachdem aber wochenlang in denkbarster Breite bie (Bebanfengängc in den Zeitungen aller Länder durchgeackert sind, ist es nur zu begreiflich, daß die Folge de» Versagen» der amtlichen Quellen eine Kombinationswut ist, die vor den kühnsten Uebcrfegungen nicht zurückschreckt und in ihren eigenen Ergebnissen geradezu radschlagen kann, weil sie nicht zu befürchten braucht, dah von irgendeiner Seite irgend etwas dementiert wird. Für uns liegt vor der Hand keine Veranlassung vor, uns an diesem Spiel zu beteiligen Dorum es ging auf unserer Seite, ist oft genug gesagt worden- wir fürchten auch, daß bie grundiatzliche Einstellung PoincarCs auf- ben Mitteilungen über brn letzten französischen Kabinettsrat ziemlich richtig roiebcrgcgcbcn ist. dast also Dr Stresemann allzuviel Positives in Paris nicht er reicht hat. Das must sich bald zeigen. Die deutsche Regierung hält daran fsst, dah He eine Klärung spätestens in Genf herbeiführen will. Sollte der Reichskanzler, was nrnnrr noch möglich ist. die Fahrt zum Völkerbund überhaupt aufgeben, dann werden wir daraus schliehen müssen, dah daS Qlctn Porn- carsts bereits tn Paris gefallen ist. Reist Herr Müller nach Genf, dann wissen wir. dah noch nicht alle Möglichkeiten erschöpft sind, dah zum mindesten der negative AuSgang unserer Bemühungen um die Ahern landräumung noch nicht seststehr. wenn auch aus der ganzen politischen Atmosphäre, die über Europa lagert, die Hoffnungen auf das Gin lenken Frankreichs nicht sehr gross sind. Gründe sind für Herrn Poincare mlliz wie die Brombeeren. Gr mag damit auch in Frankreich Eindruck machen, er wird es aber nicht hindern können, dah die Berechtigung deS deutschen Standpunktes in der Weltöffentlichkeit sich immer stärker durchsetzt. Deutschland hat Beweise feines guten Willens mehr als genug gegeben, e» wäre jetzt endlich an der Zeit dah auch Frankreich einmal zc^.gt. ob es aus eine grundlegende Aenderung der deutsch-französischen Beziehungen Gewicht legt. Wir glauben nach tote vor, dass Brianb sich dafür ein'ctzt. aber wir glauben nicht, dast er im französischen QKiniftcrrat ine Mehrheit hinter sich bat und dah er sich deshalb sehr gerne in eine Ausnahmestellung zurückgezogen hat. um Herrn Poincarst die Verantwortung zu überlassen für die Wirkung einer Enttäuschung, bre bann auch in den verständigungssreundlichen Kreisen Deutschlands ganz unausbleiblich fern muh. Stnsemanns Abreise von Paris. Paris. 28. Bug. (WTB.) Aeichsminister des Aeuhcm Dr. H t r esem ann hat heute mittag 12.25 Uhr mit dem fahrp anmässigen Schnellzug Paris Slrahburg Paris verlassen, um sich nach Baden-Baden zu begeben. Auf der Fahrt zum Bahnhof nahm Dr Stresemann Gelegenheit, einen 11 in weg zu machen, um einige sehenswerte Gebäude von Pari- im Bor- beisahren kennen zu lernen. Die Einfahrt tn den Bahnhof erfolgte so gut wie unbemerkt. Da Botschafter v. Hocsch an dem Empfang der Bevollmächtigten für die Unlerzeich- zeichnung de- Krieg-achttrngspaktes teilnahm, welchen der Präsident der Republik tr Rambouillet veranstaltete gaben Botschaftsrat Dr. Rieth m feiner Bertretung, sowie andere Mitglieder der Botschaft Dr Stresemann da- Heteit. Auf dem Bahnsteig hatten sich in Bertretung des Shef- des Protokolls Herr Tarrs, sowie der Pslizecpräsekt von Pans. Lhiappe. ein gefunden Als Dr Strefemann den Bahnsteig durchschritt, um sich zu seinem an der Spitze des Zuge- befindlichen Salonwagen zu begeben, bei unter Umständen gewisse Verluste zu tragen hatte. Der Widerstand, ben das Rrichswirstchasts- miniftehum bis zum Äeuhersten geleistet ^at. war deshalb mir zu berechtigt. Wenn die rückläufige Konjunkturbewegung in den näd>':in Monaten an« hält, sich vielleicht sogar zu Teitfhf'en ober einer allgemeinen Wirtschaftskri'k auswächst. dann wird man feststellen müficn, dah mit den entscheidenden Anstoss hierzu bie Ejscnbahntariferhöhung gegeben bat. Wir verkennen bie Schwierigkeiten, in benen sich bic Reichsdahngesellschast berinbet. keines weg Wir nx'ifn vor allem, dass ihr Kapital» und Gelb» mangel zum grossen Teil auf bie Haltung bes Re- parastonsagenten zurückzuführen ist. brr ber Reichs bahn durch seine bekannte Stellungnahme währenb ber ganzen Ictzlen Jahres den Weg an bi? ausländischen Kapital Märkte unnötig und zweckwidrig oerbai.: bar. Denn.ich^ finb w r nach nn: vor der Meinung, dass die Tariferhöhung rolkswirt'chast» sich falsch und reparastonspoliti'ch bedenklich ist. grüsste rhn das auf dem Bahnsteig befindliche reifende Publikum durch Hutabnehmen und Tücherf chwenken ©trekmarm, der sich schon 15 Btinutcn vor Abfahrt des l>en, Bulgarien, Chile, China, Columbien, Costa- nca, Dänemark, Dominikanische Republik, Ccuodor, 21egi)pten, Estland, Finnland, Griechenlonb, Guate- mala, Haiti, Honduras, Island, Luba, Lettland, Li- benn, Litauen, Luxemburg, Mexiko, Jliebctlonbr, Jlicaragua, Rorwegcn, Oesterreichs Panama, Para- guag, Persien, Peru, Portugal, Rumänien, Son Salvador, Siam, Spanien, Schweben, Schweiz, Türkei, Ungarn, Uruguai), Venezuelo unb Jugoslawien In ber Cinlabungsnnle wird bcr Verlauf ber Paktoerhandlungen gefchilbert, die durch Vnonl-', Cntwuri begonnen unb auf Englands und Frankreichs Wursich auf bic britifchen Dominions, sowie die Unterzeichner der Locarnoverträae ausgedehnt worben sind Dass die ^ohl auf diele hiernach in Betracht kommenden Staaten beschrankt wurde, habe, so führt bie Rote weiter aus, lebiglich ir praktischen Erwägungen seinen Grunb gehabt, nämlich. Das ZtveiNassen-System kommt. (Eigene Drahimelbung be» .Giessener AnzetgersE. Berlin. 29. Aug. Die Durchführung bcr Tariferhöhung macht grosse unb schwierige Ber- hanblunaen notwenbig. Befonbcrt kompliziert ist bcr Fall bei ben Tarifen im Personenverkehr. Wie wir vor. gutuntcrridy.etcr Seite Höven, beabsichtigt tre Reichsbahn, bic Tariferhöhung mit bcr Zusammenlegung ber vier Älaffrn in zwei Klaffen zu verbinden Selbstverständlich erfordert bie Umstellung nicht nur neue Berechnungen, sondern auch Be r änderungcn im Wagenpark der Reichsbahn. Ob unter diesen Umständen die Umstellung in das ZweiKassenlhftem schon zu dem :ür die Tari'erböhung vor^efehrncm Ze tpuntt dem 1 Oftobcr. möglich fein wird, crichcint sehr zweifelhaft. Man rechnet bamit, dah durch diese Schwierigkeit en die Tariferhöhung für de n Pers onenver- kehr eventuell um einige Zisit hin ausge - schoben werden Samte. Verteuerung des Düngemitter-Transports. 8 e r l i n, 29. Aug. (Priv.-Tel.) Sie das „B. T " mittelst, ist e» dem Reichsernährungsminister D 1 et - rid) gelungen, in ben Verhandlungen mit bcr Reichsbahn durchzuletzen, dass ber Lebens» mittelnottarif unb ehe so ber Kartoffel- f o r i f in ihrer bisherigen Höhe beftehen bleiben. Dcargen wirb sich eine Erhöhung bes Fracht» tarifs für künftliche Düngemittel nicht um gehen lassen um baldmöglichst die Fertigstellung und do - Inkrafttreten des Vertrages s i ch e r z u st e l l e n. Daß die Regierung der 33er. einigten Staaten trotzdem von Beginn an daraus bedacht gewesen sei, keinen Staat von der Mitgliedschaft auszuschließen, beweise der Text des Vertrages, in dem allen Nationen der alsbaldige Beitritt angeboten sei, ferner die Bestimmung, daß jede Negierung, die sofort ihren Beitritt erkläre, gleichzeitig mit dem Inkrafttreten des Vertrages für die Erstunterzeichner Mitglied werde. Die Regierung der Bereinigten Staaten hoffe daher, daß die übrigen Staaten ihren Beitritt anmelden werden Tlsrwegen zum Beitritt bei eil. Oslo, 28. 21 up. (DTB) In Beantwortung der vorn amerikanischen Gesandten ihm übermittesten Einladung an Norwegen, dem Kellogg Pakt beizutreten, Hot der Minister des Aus wörtigen erklärt, daß die norwegische Regierens dem vertrag z u ft i m m c und sobald als möglich einen Gesetzentwurf über Norwegens Beitritt im Storthing einbringen werde. Wann der Pakt wirksam wird. Paris. 28. Aug (WTB.) Der wirst die Frage au,, wann der gestern un- terzeichnete Sicherheitspakt in Ära ft treten werde. Er müsse zunächst gemäß den berfaffung»- mäfcinen Vorschriften von den 15 Signatarmach- ten ratifiziert werden unb werde erst w i r k- s am in dem Augenblick, in dem sämtliche Natif izierungsurkunben in Wa- shington hinterlegt sein tpürbai. bet amerikanischen Hauptstadt würden ine Ort» ginaltexte des Pakte«. sowie die Ratifizierung«- urfunben sowohl von den Erstunterzk-ichnenkXm, als auch von den fünHifl Unterzeichnenden zum Beitritt eingrladenen Staaten niedergecegt werden. Polen und der Keilogg-Patt. Pari«. 28. Aug (WTB.) Der polnische Außenminister. Zaleski. erklärte heute vormittag Pressevertretern gegenüber, daß der Kellogg-Pakt eine gewaltige moralische und gleichzeitig politische Bedeutung habe. Allerdings dürfe man, so sagte er. sich feinem übertriebenem Optimismus Hingaben und aus diesen Pakt mehr Hoffnungen sehen, als er verwirklichen könne. Sehe er doch keine Sanktionen gegen die Vertragsbrüchigen vor und keine Mittel, schnell einen bewaffneten Konflikt. falls er ausbrechen könnte, zu verhmdern oder zu liquidieren. Es gebe Gegenden, m denen d.e Nationen gegeneinander Nachegesühle behielten, wo infolgedessen Klugheit und Mäßigung oft nicht der Gefühle und Leidenschaften Herr werden könnten. In diesen Gegenden müsse der Friede organisiert werden unter Berücksichtigung der geographi'chen, wirtschaft- lichen und sozialen Bedingungen. Hier stoße man a u s alte Siche rheit s- und Abrüst u ng S p r ob l em e. Man müsse also Lö- sungen suchen, die geeignet seien. Sicherheit in diesen verschiedenen Gegenden zu schaffen, ohne ouS dem Auge zu verlieren, daß die Aufrechb- erhaltung des Frieden» in diesen Gegenden, obwohl sie die ganze Welt angehe, nur gesichert werden könne durch Nationen, deren Interessen dort direkt in Frage stünden Folglich sei eS Ausgabe dieser Nationen, die notwendiger' Streit- kräste und Msttel zu fteCTen, um die Entfesselung von Femdseligkeiten unmöglich zu machen. Im Verlause des Gesprächs war Zaleski genötigt, auf die Frage eines Journalisten zu antworten, ob der Kellogg-Pakt die 2lussichten eines Konfliktes zwischen Polen und seinen Rachbgr- möchten, vor allem Deutschland, zu vermindern geeignet erscheine. kFaleski erklärte, die Unterzeichnung des ktteg-nchtungspakte» mache einen Krieg )wi- 'schcn Polen und Deutschland vom legalen Standpunkt an» unmöglich, und das allein scheine schon viel. Der Versailler Vertrag, führte der Minister aus, wird dadurch nicht berührt. Die Agitation, die man in gewissen deutschen Kreisen -aufrecht erhalte, um eine Revision der deutschen Oft grenzen zu fordern, werde künftig mit der Tatsache rechnen müssen, daß Deutschland einen Dertrap unterzeichnet habe, durch den e» auf den Krieg verzichte. Dieser Verzicht fei gewiß bereit» in dem 2lbkommen von Locarno enthalten, aber der gestern unterzeichnete Vertrag enthalte ihn noch ausführlicher. Was den Anschluß Oesterreichs anbetreffe, so halte sich Polen vollkommen an die bestehenden Verträge. Ein Telegramm Briands an Prof. Gchücking. Paris. 28 Aug. (WTB.) Auhenrninisler B r i o n d hat dem Präsidenten der in Berlin tagenden Interparlamentarischen FriedenSunivn, Pros. Schücking. auf das anläßlich der Unterzeichnung deS Kriegs- ächtungSpakteS gesandte Telegramm geantwortet. Er hat in seinem eigenen Namen und nomenS der Mitunterzeichner für die moralische Unterstützung, die die Interparlamentarische FriedenSunion der gestern vollzogenen Kundgebung geleistet habe, ihm den Dank ausgesprochen Er stelle mit besonderer Genugtuung fest, daß die Interparlamentarische Friedensunion eS sich zur Aufgabe gemacht habe, die restlose Anwendung bet Grundsätze zu erleichtern, die bei der 'Abfassung des KriegSächtungSpakteS maßgebend gewesen seien. MstungSfland und Kellogg-Patt. Washington. 28. Aug (MB.) 3n einer Meldung der ..Associated Preß" auS Washington wird feftgcfteHt. daß heute, am Tage der Unterzeichnung des Kelloagpaktes. Westeuropa schwerer bewaffnet fei als 19 13. lieber 3 Millionen Soldaten, so heißt eS in der Meldung, stehen im 'Dienste Viele weitere Hunderttausend« sind zu den Herhst- inanövem alS Hefe reiften einberufen Artillerie. Munition. TankS. Kampfflugzeuge und andere ZerstörungSmittel sind jetzt mehr vereollkomm- net. als vor dem Kriegt. Alle Alliierten, außer der Sowjetunion unb Jugoslawien haben ihre Rüstungen vermehrt, insbesondere Italien. Belgien. Griechenland und Rumänien, aber auch Großbritannien habe jetzt mehr Truppen als 1913. Frankreich ist >evt mit einem Heere von 666 000 Mann die stärkste Land-n-cht Besprechungen über deutsch-polnische Zragen. Berlin. 28. Aug. iWTB.) Auf berTages- orbnimg des heutigen letzten DollsitzungStages der 2 5. Konferenz der Interparla- mentarischen Union ftanb daS Thema .Die Erklärung der Rechte und Pflichten der Staaten". Zunächst legte der Berichterstatter des Ausschüsse«. Senator Lafontaine (Belgien), die Entschließung der Kommission vor. nach der u. a. alle Streitigkeiten zwischen Staaten, die nicht gütlich bei gelegt werden formen, in einem gerichtlichen Verfahren erledigt werden sollen. Man habe sich in dieser Frage an die bedeu- tendsten Gelehrten der Welt gewandt und 37 Antworten erhalten. Leider mache sich überall in der Welt die Stärkung der nationalen Tendenz bemerkbar. Nach längerer Erörterung wurde die von der Kommission borge legte Entschließung mit einigen Ergänzungen angenommen. Eine dieser Ergänzungen besagt u. a.: Die Völker haben das unveräußerliche unb unverjährte Necht, über sich selbst zu versügen. Aus Antrag Heile wurde bie Kommission beauftragt. Nichtlinien auszuarbeiten, die für die völkerrechtliche Behandlung territorialer V e r s ch i e- b u n g e n maßgebend fein sollen. 3m iihrigen wurde die Entschließung mit den vom Berichterstatter akzeptierten Ergänzungen angenommen. DaS Amendement Nenaudel. wonach eine Mobilisierung nur nach vorheriger Befragung des Völkerbünde« und de« LandesparlamentS beschlossen werden darf, wurde der Kommission überwiesen. 3n der Schlußabstimmung wurde die Entschließung im ganzen unter Beifallskundgebungen angenommen. Hierauf folgte die Entscheidung über die am Samstag von der ägyptischen Delegation eingebrachte Entschließung zum Schutze des parlamentarischen Negime«. Die Nesolu- tion wurde unter Deifallskundgebungen mit großer Mehrheit angenommen. Es wurde Sann durch Zuruf die Neuwahl de« Interparlamentarischen Nates DorgenDnrmen. in dem Deutschland mit Professor Schücking und Neichstagspräsident L ö b e vertreten ist. Nach den Abstimmungen ergriff der Vorsitzende der Konferenz, Professor S ch ü ck i n g , dos Wort zu einer Schlußansprache. Er streifte die Arbeiten der Konferenz und jagte u. a. inbezug aus die Frage der Entwicklung des parlamentarischen Systems: „Unsere Diskussion hat ergeben, daß unsere West gnindsätz. lid) an den parlamentarischen Institutionen als Zentralstellen der staatlichen Willensbildung fest- hasten kann. Die Diskussion hat aber bewiesen, daß noch genug Probleme für den Parlamentarismus offen bleiben. Man hat z. B. die Frage oufgemor« fen, ob nicht die fog. Krisis de» Parlamentarismus in erster Linie eine Krisis der Wähler sei, mit anderen Worten, ob bei Einführung de» gleichen Wahlrechts auch da» Korrelat einer entsprechenden staatsbürgerlichen Erziehung des Individuums verwirklicht sei. Man hat auf die großen, heute teilweise schon übernationalen Organisationen der Wirtschaft, sowie auf die Assoziationen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern hingewiesen und auf die Frage, wie sich ihnen gegenüber das Parlament behaupten soll. Es ist nicht nur die Pflicht des Vorsitzenden, den wesent- lichen Inhalt der gefaßten Entfchlicßungen wieder, zugeben, sondern auch die nationalen Gruppen auf ihre Verpflichtung aufmerksam zu machen, da» Ihrige dazu zu tun, damit der Inhalt der Resolutionen daheim Kraft gewinne. Sollen wir auch dies- mal 200 Jahre warten, bis da» Zeitalstr der De»- Organisation der Völker, aus dem wir kommen, einem neuen Zeitalter des internationalen Rechts- friedens Platz gemacht hat? Um furchtbare soziale Katastrophen abzuwen den. wird es notwendig sein, im Ausbau der internationalen Rechtsordnung ein ganz andere» Tempo einzufchlagen, als es bisher obge- wallet hat. Als Präsident einer Art Wellparlament mochte ich dst ganze Well aufrufen, diese Warnung zu hören und danach zu handeln. Hierauf dankte der ehemalige norwegische Staats Minister dem Kollegen von der deutschen Gruppe für die großzügige Vorbereitung der Konferenz und sprach seinen besonderen Dank dem Reichstagspräsi- denten Lobe und dem Vorsitzenden der Konferenz, Prof. S ch ü ck i n g, aus. Prof. Schücking erklärte darauf die 25. Kon- ferenz der Interparlamenwrifchen Union für gc- schlossen. Zu Ehren der nach Beendigung der Pstnaroer- Handlung der Inlerparlamentarij'chen Union aus Berlin scheidenden Mitglieder der Union oeranstallete die deutsche Gruppe am Dienstagabend ein Schlußbankett in den Festsälen bei Kroll. Die Parlamentarier aus aller West waren vollzählig, zum leü mit ihren Damen, erschienen. Auch die deutsche Gruppe unter Führung ihre» Präsidenten Professor S ch ü ck i n g war zahlreich vertreten. Dom Reichskabinett waren anwesend: Reichskanzler Mül- ler, Reichsarbeitsminister Wissc 1 l, Reichsernährungsminister Dietrich und Reichsjustizminister Koch. Weser, in ihrer Begleitung der Reichspressechef, Ministerialdirektor Dr. Z e ch l i n. Der Reichspräsident war vertreten durch Staatssekretär Dr. Meißner. Mit dem Reichstagspräsidenten Lobe war auch der Direktor des Reichstags, Galle, erschienen. Staatssekretär S a u 11 e r vertrat den Reichspostminister Nach den Ansprachen verschiedener Deleaattonsoertreter und einer Schluß- ansprache Professor Schücking» wurde das Deutschlandlied gesungen. (Sine deutsch-polnische Konferenz. Berlin. 28. Aug. (WB) 3m Nahmen der Tagung ber Interparlamentarischen Union tarn es gestern und beute auf Veranlassung her Mit- g lieber der polnffchen Delegation zu Besprechungen zwischen den "JlatQliebem der pol* n i sche n unb der deutschen Delegation. Die Verhandlungen leitete Reichst agspräsident Lobe. Don der Konferenz wurde folgendes EvmmumquH her au-gegeben .Anläßlich der Tagung der Interparlamentarischen Union fanden auf beiderseitigen Wunsch Besprechungen zwischen Delegierten der polnischen und bmeu der deutschen Gruppe statt. Sie 5c- xogen sich zunächst und vornehmlich auf den deutsch-polnischen Handelsvertrag und feine Voraussetzungen. Dcchei wurden auch politische Fragen und solche kultureller Annäherung der beiden Staaten untereinander besprochen. Es wurde die Möglichkeit der Fortsetzung eines unmittelbaren Kontakte« derParlamentarier beider Staaten in Aussicht genommen. Auf beiden Setten wurde e« dankbar empfunden, daß diese Aussprache stattftnden konnte." mm der Verwaltungsreform und der Verbilligung einer Verarbeitung zu erfahren haben. Die Neuordnung der Verwaltung soll einer gefunden Entwicklung im Leben von Staat und voll die Wege ebnen. Dom deutschen Arbeitsmaftt. Berlin, 28. Lug. (WB.) Die Zahl herunter» stützten Arbeitslosen in der Arbeitslosenversicherung hat in der Zeit vorn 1. bi» 15. August — zum ersten Male fett dem 15. Januar d. I. zugenommen, allerdings nur in unbedeutendem Umfange. Sie stieg non rund 564 000 auf 567 000, d. i. um 0,6 o. ft. Die 'Steigerung ist nur auf die Zunahme der männlichen nauptunterftüfcungsempfänger zurückzuführen, Heren Zahl um rund 5800 ober 1.4 a ft. gestiegen ist wahrend im Gegensatz hierzu die Zahl der weiblichen noch um 2100 ober um 1,3 v. ß. zurückging. In der firifenunter ft üfcung ift bic Zahl der y>auptuntmtügung^mpfangcr sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen noch weiter zurückgegangen, und zwar bei den Män nem um 2,3 o.ft., bei den Frauen um 3,4 o. ft. Insaesamt fiel die Zahl der ftauptunterfhi Bungt- empfänger von 82 900 auf 80 900, VL um 2000 oder 25 v. ft. Aus aller Welt. Deucrflug Dessau—Peking Die bic .Börsenzeitung" tncLbct, wollen bte beiden Iunkerspiloten Nisticz unb 31mmermann . bie Inhaber be« Weltbauerflugrekorb«. bei günstiger Witterung heute, MittUxxch. mit der Moschee W.33 zu einem Langstreckenflug ohne Zwischen lanbung nach Osten starten. Der Flug, für ben Betrieb«stoss für 8100 Kilometer mitgeführt wirb, soll über Peking hinaus burchgeführt werden. Soll* bas Wetter einen Start unmöglich macht, wird der Abflug einen Tag später erfolgen. Schwerer Kinobrand. 3n einem Kino in Unna (Wests.) brach nach einer dortigen Meldung am Dienstagabend fan Vorführungsraum ein Feuer au«. Der Zuschauer bemächtigte sich eine Panik Mehrere Personen, die aus den Fenstern be« ersten Stockwerkes auf die Straße sprangen, blieben mit schweren Ver le tz un g en liegen. Zwei Damen und ein Herr wurden mit schweren Beinbrüchen und Brandwunden davvn- getragen. Außerdem erlitten der Operateur tmb der Sohn des Kinobesitzer« schwere Brandwunden. Alle verletzten Personen mußten in« Krankenhaus gebracht werden. Da« ,Feuer konnte halb gelöscht werden. Unlerschleife bei einer Genossenschaftskasse. Bei der Spar- und DarleHnskaff« in Klein« Kreutz öft als zweite Garantie beizubehalten. Leon Slum über die Aheinlandräumung. Paris, 28. Aug. (WB.) Nach Bänder- velde unb Hende rson kommt heute 26 on D l u m im „Soir" zu Wort. Er äußert sich gleichfalls über bie Näumungsfrage und führt au«. »Wenn man behauptet, daß eine militärische Besetzung ein Sicherheitspfand sei unb seine Ausgabe auSaehan» bclt werden müsse, so ist zu erwidern, daß unsere Pfänder nicht in der Besetzung bestehen sondern im DaweSplan uns in dem Abkommen von Locarno. Was da« AuShandeln der 'Räumung anlangt, so wollen wir damit nichts zu tun haben. ES gibt Gesten, die g e w i n n e n. tocrai sie spontan und ohne an eia bestimmtes Interesse zu bcnlen, gemacht werben. Wenn aber im Anschluß an Thoirtz die Negierungen sich auf diesen Standpunkt stellten, müssen wir darauf Hinweisen, daß die zu forbembc Kompensation in der gegenseitigen Internationalen Kontrolle des Grenzgebiet« besteht, die Beginn unb Vorspiel der allgemeinen Kontrolle unb der Abrüstung sein muß. Ich für meinen Teil habe niemals Herriot« Trilogie: Sicherhett. Gchieds- aerichtsbarkett. Abrüstung angerawmnen; meine Formel ist Sicherheit durch Schiedsgerichtsbarkeit und Abrüstung. Abreise der deutschen Delegation nach Genf. Berlin, 28. Aug. (WB.) Der Staatssekretär Dr. o. Schubert verließ heute abend 8.25 Uhr in Begleitung von Ministerialdirektor Dr. Gaus, des Gesandten F r e n t a g , Geheimrat» v Moltke und einer Reihe weiterer fterren be» Auswärtigen Amte» in Berlin, um sich narb Genf zur Rat», lagung zu begeben. Zum Abschied hatten sich auf dem Bahnsteig Frau v. Schubert, die Ministerial- direktorea Köpke unb Schneiber sowie ber Leiter ber Presseabteilunq ber Reichsregierung, Ministerialrat Dr. Z ch I i n , eingefunben. Staatssekretär Dr v. Schubert wirb in Jaden-Baben mit dem Reichsaußenminister Dr. Stresemann zusammentreffen. Minister Leuschner zur hessischenVerwaltungsreform. Lpd. Darmstadt, 28. Aug. Der hessischen Verwaltungsreform, bic her hessische Innenminister vor kurzem in Aussicht gestellt hat, wird innerhalb und außerhalb Hessens mit Spannung enlgegengesehen. Der Vertreter der Telegraphen-Union wurde am Dienstag von Minister Leuschner empfangen. Der Minister hatte bie Liebenswürdigkeit, sich über die bevorstehenden Reformen wie folgt zu äußern: In weiterer Durchführung der Verwaltungsreform wird im Herbst dieses IahreS der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Ne ch t sverhä l t n i ff c ber Gemeinde- beamten dem Landtag zur Beratung und Be- schlußfassuny Vvrgelegt werden. Sin Vorentwurf hierzu ist seinerzeit den Interessenten, dem Hessischen Städtetag. dem Landg-meindetag und den Gewerkschaften der Oemeir ebeamten zur Stellungnahme zu gegangen, das hierdurch gewonnene Material wirb bei dem endgültigen Entwurf, der seiner baldigen Feststellung entgegengeht, nach Möglichkeit verwertet. Es ist beabsichttgt. ein Gesetz zu bringen, da« den Bedürfnissen der neuen Zeit entspricht unb die berechtigten Wünsche der Gemeinbebeamten und der Kommunen erfüllt. Insbesondere will der Entwurf für bie Besoldung ber Ge- meinbebeamten eine Regelung finben, die schon den öfteren geäußerten Auffassungen de« Landtags enffprichl. und ferner Vorkehrungen treffen, bie einer willkürlichen Entlassung von De- mcinfcebeamlen entgegentoirten. Hervvrruheben ift. baß dem Gerneindebeamten in Fragen feiner Besoldung in Zukunft ein Klagerecht zu- ftchen soll. Ferner bringt ber Entwurf bie Bestimmungen über bic Disziplinarverhält- n i f f e in Eircklang mit den modernen Auffassungen in dieser Frage. In, Anschluß an die Neuregelung de» Gemeinde, beamtenrecht» sott dann die Vorlage einer einheitlichen ©cmetubeorbnung erfolgen, die an die Stelle her zur Zeit geltenden Städte- und Landgemcindeordnung zu treten hätte. Die Vorarbeiten hierzu werden mit Nachdruck ge- fördert. Je nach Fettigstellung werden auch die weiteren Vcrwoltunpsgeietze dem Landtag vorgelegt werden. In der Gemeindeordnung wird zu beachten sein, daß der modernen Entwicklung au», reichend Rechnung getragen und die Möglichkeit von Eingemeindungen tunlich st erleichtert wird. Bei der Neuregelung der Rechtsoerhällnisie der Haatiidpn Verwaltung» bezirke und der Kommunalverbonde wird auch die Frage der Abgrenzung dieser Bezirke anschließend nach eingehender Prüfung aller Derhältnisie Gegenstand der Deschlußfafsunp km müssen. Auch die I verwaltung»recht»pflegk wird im Rah- ' Oie Wetterlage. blenstaa 16 Nvgrtr*! 0 wenn. Q m» •»•rrn. • *** • 9** x» ekMCT O$X d Q y-WWKMC. *or«v<* bx Pffi.n einr Fülle kleiner Pflichten, die genau (n schwer sind und genau so eermürben wie einige grohe vasten. Und es ist verständlich. M wir nicht danach Verlangen tragen, mehr aus un« ju nehmen aM wir müssen, al« unser Vorteil erfordert Aber e« gibt wohl auch Ausgaben, die nicht danach zu beurteilen sind, ob sie unmittelbaren persönlichen Austen bringen. Sie flnb besonders zahlreich und dringend m einer Zeit der Gärung und der Bedrängnis. wie die ist. in die wir h-ne in gestellt sind Vicht nur für unsere Sa- rnlle und Freunde, sondern viel weiter, für den ganzen grohen Arei« der Volksgemeinschaft, zu ber feder von uns gehört Unb fragen wir un« dann etnrnal, ob wirklich alle« getan wird, von jedem von un«. was >hm zulle 1. ob er nutzt leichthin abschütteltc, was ihin nicht behaglich war, ob er sch nicht daraus verliest Der Vachbar wird« schon machen' Am/der einen Stell« wäre ein schlichte« Dort der Aufklärung am Plaste, an der andern ein Warnruf. an bet dritten eine totfrättigc Hille Unb wa« geschieht? Und trenn etwas getch etzt. geschieht da« Aichtige. da«, wa« beste, von reinster Motiven geleitete Einsicht al« richtig erkennt? Die viele« wird zu jeder Frist verhütet Bedachten wir schon einmal dies Mi taibeT Wieviel geschieht nicht, wa« geschehen könnte' 3a Di «viel geschieht nicht, was geschehen konnte' Und wieviel gescheht wa« bester nicht geschehe? 8. Tatee für Donnerstag. Sv. August boonenaufgang 5.00 Uhr. Tonnenuntergang 1M1 Uhr — Mondaufgang 19,11 Uhr. Monduntergang 3 ir Uhr 1844: der Geograph Friedrich Nahet in Karlsruhe geboren; — 1870: Sieg ber Deutschen bei Beaumont; — 1815: der Aordpolsahrer 3ufiu« von Payer In Velden gestorben Oornotijtn. — Lageskalender für Mittwoch Licht- spiechau», vohnhofstraste. ..Die Liede vom Zigeuner flammt". — ststoria Lichtspiele ^Zirkusleden" •• Geländetausch zwischen evangelischer Kirchengemeinde und Stadt. Tw evangelische fritdxngemembc hatte bei der .Feidberemigung der ®ieperer Gemarkung einen Plast an der Jtlmtfftrabc für cmen zukünftigen Krrchenbau erhalten Die Stadt hat. da dieser Plast mitten hn Alinifgelänbe liegt, der evangelischen Äir4tengemetnbc vorgeichlagen. ihr Grund- eioenhim an dieser Stelle gegen einen Platz am Wartweg zu vertauschen Dieser Geländetausch ist jetzt zwischen ber Stadt unb der evangelischen Ktechengemeinbe verfett geworden. Die Kirchen- wmetnbe deabsichttgt. auf Metern Plaste eine Kirche einen Gemeindesaal und ein Psarrtzau« für hie hn südlichen Stadtteil nengegrünbete Petrus-G.'me nde »u erbauen Denn auch der Kivchrndau im Hinblick auf die Finanz« raae wohl noch in etwas weiter Ferne liegt, so dürfte aber doch Wohl damit zu rechnen fein, dast voraus- sichtlich noch in diesem Herbst der Bau des geplanten Gemeindesaals lut die Petrus-Gemeinde auf dem Grundstück am Darnveg ;n Angriff genommen wird. •* Ueble Strastenverhältnisse entlang der Strasienda hn beerben gegenwärtig in ber Kirchstrade. auf dem Kirch«platz unb in ber DUIwrstrahe Dorr wurden on Aus- trage de« Glekirizrtätswerka« bi« sog Schienen- W ber Gleise gefchweiht unb zu dreiem Zwetle die Pflasterung i.ntlütz ber Schiener. aufgenHcn. Obwohl diele Arbeiten nur schon seit mehreren Wochen beendet sind, blieb bt« heute bi« Fahrbahn in ben genannten 6traben an ben bezeichne en Stellen ohne bi« erl otbert i4>: fftneuerung ** rft dringend zu wünschen, dast feiten« des Girltcuitä;«wertes, da« für diese Diederherstel- ung der Strahan zuständig ist, bre erforderlichen ^enovierunAsa rkxn rei uni gehend erledigt werben, (Knn zur 1tertchöi»:runa unteres ohnehin recht stikimütterlich bc&anbelien Vordost-Biertel« trägt ber jetzige Zustand bet Straben wirklich mcht bet Es dürste «ich ganz im afiganemen empfehlen überall nato Slrahenaufbruchartzeiten niae'lumt für einen befriedigenden Zu stand der Sir asten krieder Sorge zu tragen. ** Zwei Unfälle Gestern nachairttag 4 il^e ereignete fich tm Aeuban bet Schillerschule ein Uniall Beim Einteyen einer Fensterbank brach der 26iäbnge Maurer Karl &€rfcbt wurde Gr wurde durch die ireiwiNige öonitätüWmiTx vorn Voten Kreuz in d»e ^h.raraische Klinik verbracht, wo eine Becke nguetschung festgeftellt wurde - Jxmöptticn tr. einer wegen Bauarbeiten qe- 5trahc verletzte fich ein cjähriger tenave dadurch dah er von entern Kieshauten uuerutfchte und mit dem linken Bein in bei- fi en Teer geriet. Der Junge wurde nach 3n- ^ung eines Voiverbcrndes durch öic €an-tärt- koumne vom Voten Kreuz m feine c'tedtdK Ahnung verbracht. Die Verletzungen des Km- be« sind derart, dast es in ävstllchc Behandlung gegeben werden mustte. " Bei der Arbeit verunalücki Heule morden gegen 1 J9 Uhr verunglückte in der A obste: mer Str aste ber Arbeiter Heinrich Hö - nisch bei Xeerarbeiten. 3r fiel mit einem OtGesell'chaft. Diele wurde 192k in FranFurl gegründet unb erstreckte sich ursprünglich nur aus ba« Frankfurter Stadtgebiet. Sie zählie am Gnbe 1927 83 Mitglieder unb ist heute auf rund 1200 Mitglieder gestiegen. Gin Prozent der Mitglieder konnte bereits mit Baubarlchen. durchschnittlich 15000 bis 18000 Mark, beliefert werden. Aar wer 10 Prozent be« Darlehens einbezahlt hat', form in eine Baugruppe gelangen. bie in dieser Gruppe zu errechnen bei Schlüsselzahlen entscheiden über die Auslosungen. Die Geselllchast ist heute schon verbreitet über Oberschlefien. Bavern. dos Saorgchict und Hellen-Aoslau und gewährt ihren TÜitgl-ebem zinslose Darlehen von 3 30 000 Mk.. bie verwandt werden buclen zum Hausbau Hauskaus. Hausumbau unb zur Ablösung hochprozentiger Htzpotheken. 3c gröher do« Darlehen ist. desto schmeüer raub die Rückzahlung erfolgen. An Der- waltungskokten fmb 10 Proz. der Darlehns- summe zu bezahlen. ,edoch 161inen diele 10 Proz. auf 20 3atre verteilt werben, so bah allo pro 3ahr •/■ Proz. ber Lumme zu bezahlen ist. Dir Gesellfchafl ist politifch unb religiös völlig neutral unb hat liefe baS <«• Schüler und Schülerinnen der Vogllchen Handel-fchulen haben wie man un« schreibt, fr. der Zeit vom 30. 3ufi bi« 4. August unter Führung der Lehrer wiederum eine Stu- bwmfcferl nach Hamburg ffutfenren und Hekgv- land unternommen, wobei den jungen Leuten eine Fülle von neuer Eindrücken vermineit wurde, ffrflärungtn und Beschreibungen können nicht das ersetzen, was mit eigenem Auge un Bereiche einer Deltstadr wahr genommen werden kann. Diesmal konnte das neue Daren hau« von Karstadt in Dauudeck. das in ganz neuzculich.'r Form erbaut unb eingerichtet ist. besichtig, werden Sehr lefenrid) Uxir auch die Vesichtig-aoq des Palminwerkas m Dilhelmsburg. da das Derk aus bw oattmrfk Bandbekrtebsweite etngestelli ist. Da« schönste Grleöms war die F.-chcn nach Helgoland Fermer wurden alle Sehenswürdigkeiten rn ber Stadt unb tm Hafen von Hamburg aufg^ucht. Tve Fahri tarn als wohl gelungen gelten zumal ba« Detter dte Aeife begünstigte Ober Hessen. Landkreis Wiefern. L Grasten. Linden. 2R. Lug In ben letzten Tagen wurde m t der G rumme lernte begonnen 3nsolgc der letzten Aegen liefern die hesevgelegenen Diesen doch noch mittler« ffc- träg«. Aus trocken« D.c'cn kam brr Aegen zu spät, viellach lohnt sich bas Mähen nicht mehr, da b;c Grunbgrä'« völlig abgeh orten find unb nur e.niflt trockene Stengel den Boden bedecken. Der Stand der Hacksrüchte .st un alUie- mc.ncn gut, in Velen Lagen fogat recht gut D e ffrnte der namentlich zum Selbsdgebrauch angebauten Frühkartoffeln st nur lehr gering, auch d:e Halbs ruhen blauen Odenwäider bringen nur schlechte Grtrage b ngcaen zeigen Ne späten ÄartoMeln guten Stand, hängen voller, ailerdinas noch Heiner Knollen die sich jetzt aber noch gut rr'rntdrbi können. — ffmen M«rk- ftnn m der Geschichte unterer Stadt bildet der vor einigen Tagen in unserer Gemeinde begonnene Oleubau be« Bolk«schulacbäu- de«. flinem schon lange bestehenden Bebürfni« wird Hamit endlich abgcbnlfen. beim die gegenwärtigen Schuisaalverhaltnisse sind nicht die besten Da auch Turnhalle und ein grofier Spielplatz sich in nächst« Aähe befinden unb das neue Schulbau« in ein« Obsthain zu liegen kommt, so w:rd mit frohen Hoffnungen bei jung und alt die Fertigstellung des Gebäudes erwartet. O Lollar. 2R. Hug. Zwei sehr beachtenswerte EtegeimTchwi i m r n bzw Turnen wurden dieser Tage von zwei Coüarrrn errungen, die den Siegern sowohl als auch unserem Ort zur hohen (Ihre gereichen. Der Backer Konrad Heinze blieb erster Sieger der 5)cssischen Landsmannschaft im 3000 m. Schwimmen in Mainz. Den, Turner Wilhelm Hofmann. der bei dem diesjährigen (Bauiurnffft des Turnaauk» Lohn Dünsberg Ubrcnficacr im Zwölf, und Neunkampf roar, konnte beim nuetragen der Bundesmelsterschasten im Allgemeinen Deutschen lurnfrbunb in siuttoan bei scharfem Wettbewerb im Zehnkamp' ber 8. Sieg zuerkannt werden. e Hattenrod, M. Aug Zu unserer gestrigen Mitteilung über bat tragische Ableben bee jungen Mannes ist berichtigend hin tu luftigen, dost die Vorwürfe, die btm freiwillig aus dem Leben (stefchiedenen fo lehr erregten, dast rr zu seiner per* hoiigni -vollen Tot schritt, nicht non seiner Schwiegermutter, sondern von der Schwie- germuttrr feiner Ehefrau, also non (einer eigenen Muller erhoben wurden Dir berg 28. Aug. Die (5- r n t ? ■ n u n - ferer Gegend zieht sich diese« 3ahr etwas hinaus. Vor vier Dochen fand in unseren Kirchen eine »rntcbcglnnfeier statt, die unter Mitwirkung der Konfirmanden liturgisch reicher au«gcRoItrt war Korir- unb Gerfteemte setzten darauf last glcichzeitia ein und wurden in guter Qualität und Quantität alsbald cingebrachi Die Trockcnboil dieser ersten Grntewochen kam den Arbeiten sehr zustatten, während hie nun folgenden 8rnbearbeiten an Deizcn unb Hafer durch die ersehnten Vegen'älle, die für Hackfrüchte und Kartoffeln sehr nötig waren, etwas aufgehalten wurden. 3mmerhin Ist jetzt fast alle« abgemacht, unb toemi es noch einen trockenen Tag gibt, so ist auch der Rest vom Hafer und Deizcn glücklich cingebracfet. Da« Grummet auf den Bergwiesen ist sehr spärlich, während bie Drimd- unb Tal- wiesen noch eine erträgliche Grnte versprechen. 3n der Grntezeit ereigneten sich einige iln- glück « fälle. die glücklicherweise noch relativ gut aWicfcn. 3n Beltershain wurde die ffhefrau eine« Landwirte« vom umstürzenden tarntrteagen geschleuh-rt. wobei neben einigen Prellungen ein Arm aus bem Schultergelenk gekugelt wurde 3n Göbelnrod siel ein Landwirt vom Lchcuergerüft auf die Tenne brach habet einen Arm und zog sich schwere Verletzungen am Kopfe za. Vach mehr al« dreiwöchigem Krankenlager geht es bem Verunglückten heute erfreulicherweifc wieder fo gut. dah feine Wiederherstellung gesichert scheint. Auch in Harbach war eine Frau vom Scheuergerüst gestürzt und lag viele Wochen an einer schweren Gehirnerschütterung zu Bett. Der Unfall des Landwirts in Bol 1 nbach ist glücklicher verlausen, al« es zunächst schien. 3n der Kllnik. in die er verbracht wurde, konnte feine innere Verletzung sestgestellt werden. Auch er ist heute Rekonvaleszent. - 3n Göbelnrod r^acht sich bei einigen Pferden eine Art Erkältungskrankheit bemerkbar, die besonders unangenehm ist. weil die Landwirte in biejer arbeitsveichsten Zeit ihr Gesvaim nicht entbehren können, zumal hier schon bte Dreschmaschine geht - Aabertshaufen. 28 Aug Der vor etwa Iahoesfrist recht« brr Strahe von hier nach Aobhetm im »og. .Merluh" errichtete Stein- b r u ch war durch tue Veränderung der Pacht- Dcrfeältniif.’ auf bem Hof gut Vingelshaufen in andere Hände übergegangen. Aun hat ber Pflastermeister Heinrich Zimmer von Biffe«. ber den Bruch femerytt angelegt har dadurch feste Berhältnille geschaffen, ban er ihn auf 12 3ahre gepachtet hat. Die feier gebrochenen Stern« zeichnen sich durch grobe rtestigkeil bei geringer Porosität aus unb lassen sich sehr gut behauen (34 ist beabfichtigt, im Spätherbst eine bedeutende Vergröberung des Betriebe« oorzunehmen und ein Anschluhgleis zur Pro- vinzialstrahe zu legen, fftne 12 mal 5 Meter grobe Steinrichterhälle bie den Steinhauern Schutz gegen bie Unbill ber Witterung gewähren soll, ist bereit« vorhanden G« scheint 'ich hier eine Anlage mit wirtschaftlicher 3uhmft zu entwickeln, da die Abraumschicht lehr gering ist. alle anfallenden Vruchkteinc (ast ausnahmslo« zu PHasterstetven für Klein- und Mosaikpslaster sich verwenden lallen und svL Sonnenbrandstc.ne sich kaum vorfindm. Zur Srhohung der Wirb- schasllichteit de« Betriebe« soll auch ein befestigter Fahrwez zur Strahe Rabert«hausen Aodheim angelegt werden Die anfallenden Pflastersteine werden teil« ,n den umliegenden Dörfern verarbeitet, teil« mit Fuhrwerk zur Bahn nach Oder-Diddersbelm gebracht und dort verfrachtet. T Robheim a. d Horloff 28 2lufl Die b»clige Spar- unb Darlehenskasse e E m. b. H. feiest bi^rr lagt eine auherordent» ! i ch« D c ner a l versa m m lu n g In derGast- nnrtf l>ung der Cparrtnlaaen zeige ba trotz unrtschatrlichen Druckes der Will« zum Spar« unb Vorwärts- kommen vorhanden sei. Der Vorlitzenbe Lehr« Dietrich von hier dankte dem Kullenlclter für (eine mit wrbilbi*« Gen . ‘e >'•! g’cu. un- ermüdiichrai Pslichteiseb und seltener 1 reue im Dienste der Genollenschaft geleistete o»jährige Arbeit und wünschte bem ttfidbrigrn Herrn em« weitevrn gese-gneten Lel'ensabend Einst irn- m i g wurde bann durch Zurus der Landwirt Karl Hosrnonn. der Sohn des seitherigen Vechners zum Aachsolaer gäHt fer Vo» litzende wieL tn seinen, Schluhwott aus bie Vot- wendiakelt solider Geldinstitute gerade auf Annen, vorn Verkehr abgclMencn Plätzen hin und ermahnte die MitgiieX-r zu weiter« treuen ge- nossenschasilichen DHitorbeil. T Stein he im, 27. Aug. Heute gegen abend wurde hrr eine ermattete Brieftaube gefangen, bie beiberfeuig beringt war. 21m Unten Bein ist auf Aluminium ring zu le'en 03495 28 131, während der rechte Unterschenkel aus Gummiband bie □lummer 950 C trug. Denn sich bte Taube nach Fütterung imb Psloge g^fräfttflt hot. fall sie wieder in Freiheit gdebt werden. Srcie Aricdbcrg * Aus ber Dekterau, 28 Aug. Tste Aussichten für bie 3agbpächter sind heuer ziemlich g ü n ft i g. Vebhühnerketten in Stärke von 12 dis li Stück werden Mel beobachte! Da« Wett« war zur Vrützeit für die Hennen sehr günstig. Gut vermehrt haben sich auch bte Fasanen, bte In ben letzten 3obren infolge allgemeiner Schonung immer mehr anfällig werben Demi auch d« Hafendestand noch nicht auf Vor- krtegshöbe steht, so hegt hrt vor allem an ber 3nten1tvierung der Landwirtschaft, wie auch die rmm« mehr zunehmende Maschinenarbeit aus den Feldern manche« Gelege des Wildes vernichte! Manchervrrs hll^en aufe die Wiesel gröberen Schaden hn Woldbestand angerichtet Ärcio Vüdingcn. - Bisses 28 Aua Gestern feierte im Kreise ferner fünf Söhne der Alteeteran S i m o n K a u s- ma n n von feier feinen 8 0. Geburtstag Der 3ubilar bat bei den .roten Dragonern' ben Krieg 1870,71 mitgcmaa« mitte itn Philoto» vdenwald am 1. Teo« tember findet nicht statt: dagegen am 16. Lcvt. Auoffag daicibü. Rader, tm Heft. Kamerad. neD Kleiderstoffe nur von Carl Nowack s.®!®!.®". Opel 4; 16 PS, offen, in einwandfreiem flu- stand, wegen Anschaffung eines grd- sreren Wagens auS Privatband z.n verkaufen. Schr. Ana. u. 7734V an den ckiei,. Anz. An welche Adresse kann Herr für einige Zeit seine Polt senden lafltn'-' Schriftl. Angebote unt. 06148 an den (Hteh. »na Klavier gebraucht, gegen bar zu taufen gefucht Sckr.Anaeb u 77?8V an d. Giest. 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Mittelstmühle da» vor dem Hau»- eingang d. $ ein wenig komplizierter, ober danach fragen Fischer. Kleinbauern und Klein- kausteute nicht. Für sie ist der Italiener der Feind. h,r Rock und Hemd bedroht, und mit diesem (.'rbsemd har die ^Regierung" paktiert? Hieß ,* nicht, die Schüße in der Skuptschino hätten nicht bi oft bi, Brust de» Kroaiensührer». sondern auch — da» fr» da» Gute daran — den Nettuner Papier- festen durchbohrt? Und nun soll er doch gelten, dieser Bogtoertrag über Dalmatien! Leichter, zu schelten, al» bester machen. In Bel- grod ist man geuxft auch nicht geneigt. Mustolini dankgerübrt an den Busen zu drucken aber blich andere» übrig, al» bie Unterzeichnung' Hatte nicht ‘Rom vor einem halben Jahr, die Erneuerung des Adriapakles und damit die Erhaltung de» Friedens ausdrücklich von der ominösen Ratifizierung abhängig gemacht? Konnte die '.Regierung Rein lagen nachdem ihr starker Arm gerade durch die Oppo- litten gelähmt. Unfriede und Wirrwarr auch in» Heer getragen worden war» Zu einer Machtpolitik braucht man Geld, abff gerade das englische Geld, nach dem die Ebbe im Ctaat»säck,l schrie. lallte erst nach der Unterzeichnung au»bezahlr werden. Es ist eine höhere Politik, di, gesprochen hat. nicht d„ serbische Hauptstadt Belgrad. In Rom betrachtet man die italienseindlichen Kundgebungen jenseits des Marc noftro mit einer Ruhe, die seltsam, aber bezeichnend von der Aufregung absticht, bie mir au» weit geringfügigeren Anlässen, z. B. Diener eübtirolflagen. gewohnt lind. Das wurde wohl geschehen, wenn Italiener in Oester«eich so mißhandelt würden, wie in Jugoslawien? Mussolini gebietet de.» Dogen, weil er weift, haft drüben aus den, Balkan weit mehr auf dem Spiele steht, al» die Brcnncrgrenzc Dort reift langsam Friedensvertrab auf Friedensvertraa. die kriegerische Auseinandersetzung heran. Auch bie Nettui, oocrtäge sind eine (Etappe im Dorinarschgcbiet. nicht eine Schachtel im Genfer Archiv für Tauben und Palmzweige. Obwohl fic durch da» tugoslawische Zonengcsetz. das Ausländern bie Rieberlastung im 50 Kilometer tiefen Küstengürtel verbietet, nahezu ausaehöhlt wurden, ist non den Rettunovortcllen für Italien doch offenbar noch genug übriflgeblieben, um bie 3urii(fl)altunfl der leidenschaftlichen Studenten und Fasziften. die lieber heute als morgen die Trikolore über ganz Dalmatien tragen wurden, zu recht- fertigen. An eine dauernde Besserung de» Verhält- niste» zu dem Erben der Donaumonarchie glaubt tedoch mentanb. Z»i tief, zu «manirptmoUi* linb bi, Gegen töne, unmöglich bi, Grenze in Ftumc rot, der Freistaat Fiun-, unmoghdj war. Zara, da» auf der eisernen Landkine Mussolini» in der Eintritt» Halle de» ..Popolo d'Italia' mit einer Eisen schrar bf und -mutter angeschraubt ist. kann aut bie Dauer rnch» ohne »tnterlanb bleiben. F u i Italien ist flanzDalmatienIrrebenta, unerlofie Geb»«» für die romilihe Diplomat,, unzertrennlich verbunden mit Albanien, für bie Strategen bei ne en Imperium» al» Brückenpfeiler unentbehrlich: st r Jugoslawien al» einzige» Küstenland ater von mi werden allmählich auch d,e bescheidensten politischen Zaungäste mit den dicksten pazifistischen Scheuklappen erkennen, baft bdi. Adriaproblem an dem läge, al» die k unb k. Regimenter nach verschiedenen Richtungen au »ei na nbermarf (gierten nicht gelöst, sondern neu geboren wurde denn hinter Serbien steht 1 e | t F r a n k r . , äi wie damals Ruftland Jene italienilrtKi, Polittker. bie damals über den Zerfall des Hab-burgerreiche» frohlockten, merken nun, baft s,c der alten Weissagung. wonach hie Slawen noch einmal ihre Roste im Bodensee tränken würden. Vorschub geleistet haben, ff» fehlt daher nicht an Beratern, die Mustolini veranlaßen mochten, jetzt, wo das ötoatengebilbe S. H. 6. durch seine Uneinigkeit so ohnmächtig ist, baft e» von Spöttern schon in S. O. S. umge taust wird, den graften Schlag xu tun. Der Duce aber sieht weiter Für ihn endet der Detterwinkel im Eüdosten Europa» nicht am Balkan, so wenig w»e 1914, er erkennt di, Verflechtung der internationalen (Befabrenberbe in ihrer ganzen Furchtbarkeit unb bleibt seiner Politik der Vorsicht, der großzügigen Sicherungen, treu. Wie wenig er babei selbst von groften Staatsmännern verstanden wird, das xeigt die an ihn ergangene französisch-englische ffinladung. sich dem Schritt in Sofia anzufchlieften. Ein Anfinnen, d^is so tut. als ob die alte Entente noch am Leben fei. wahrend Italien doch schon längst Bulgarien in seinen Interestenkrei» einbezogen hat. wie Ungarn unb bie Türkei. Man darf von einem Mustolini nicht erwarten, baft er über mazedonische ober serbische Zwirnsfäden stolpert WENN er ReptUN mit den, eingewickelten Dreizack begegnet, bann zwin- fern sich beide an wie bie Auguren. Canterbury - Wartburg. Britisch-deutsche Theologenkonferenz. Don Professor D. Dr. Heinrich Hrick, Gießen. Die K . rche von England hat in jüngster 3c. t zwc. große Enttäuschungen erlebt. Die Mo chelner Gespräche 1921—1925, die zwar unter rem privater Verantwortlichkeit, aber nicht-- destowemger mit dem Gewicht maßgebender Persönlichkeiten — de- Kardinal Mercier auf römisch-katholischer, de- Erzbischof- von Eanter- burt) aus anglikanischer Seile — geführt worden sind, haben nicht die erhoffte Annäherung zwischen den beiden „katholischen" Kirchenkörpern de« Abendlaiche- «Vom und Eanderbury) gebracht. Vielmehr hat die zu ‘Beginn diefes Iahre- erschienene päpstliche Enzyklika „Mor- talium animos" (Die Gemüter der Sterblichen) zunächst den Annäherungsversuchen ein schroffe- Ende bereitet. Betrifft diese Enttäuschung nur gleichsam die außenpolitische Haltung der Kirche von England, so ist sie in ihrem inneren Leben av i)-. itifl und nie 1 emvlindlicher geschwächt worden durch die zweimalige Ablehnung der revidierten Book o f common prayer (de- Vuche- für Gebet und V.tuS der Kirche» durch da- enal sche Parlament. Beide Vorgänge haben n.cht- miteinander zu tun. Doch wirkt sich jede-mal die Enttäuschung in gleicher Richtung aus. nämlich al- Verstärkung der Fraae nach der echten kirchlichen Einheit. Wie jene Gespräche nach außen hin die Einheit fördern sollten, so schöpfte die mühselige Arbeit der Agendenreform ihr Pathos au- dem Willen zur Einheit im Innern. Vach beiden Seiten hin ist augcmbttcklich ein Scheitern zu verzeichnen, dessen Ernst darin zum sichtbarsten Ausdruck kommt, baft der greife, hochverdiente Erzbischof von Lnnterburh resigniert hat. Die Einheit-bewegi'iig selbst ist allerding- nicht getroffen, im Gegenteil: sie ist angespornt und vor allem vertieft worden. Gerade weil der Weg Aum endlichen Ziel schwieriger geworden Ist. wer- den Me Träger de- Einheit-Willen- veranlaftt, noch ernster, sorgfältiaer. gründlicher zu Derk zu geben, al- e- bisher schon geschah Vor diesem Hintergrund bekam die Fahrt der sech- britischen Theologen und Kirchenmänner auf die Wartburg eine besondere Bedeutung. Vicht al- ob jene Vorgänge knese $aftrt veranlaftt oder beeinflußt hätten.Natsächlich war der Plan längst vor jenen Enttäuschungen gefaßt und auSgearbeitet. Aber baft er gerade jetzt zur Ausführung kam. ließ ihn um so bedeutungsvoller erscheinen. ©eine Vorgeschichte geht aus die denkwürdige Konserenz von Stockholm 192 5 zurück Damals machte, in der letzten Sitzung, der Dompropst von Eanbcrburp. Dean G K 2 Bell, den Vorschlag. Mitglieder unb Anhänger der Konferenz sollte sich an verschiedenen Orten der Welt zu flctncn, Intimen Aachkonferenzen u’anuncufinbcn. um ein bestimmte- Problem e- Ehristenttun- zu erörtern. 3m Frühjadr 1^27 sand nach sorgfältiger Vorbereitung die erste Meier Arbeit»wvchen statt. ckechS beut 4».- Theo- ogiepratelloren «nlaten der Euiladang n..ch E an- (erburn um mit e 'vg>'n da- Thema .Da» Rech l^vtte» zu !:u- biertr Der Ertrag gernemlomcr. angeftrenater Ardei: war über alle- Er^nen grast ftdlte nA derau-. baft solche kleinen nur von Sachver'iün- digen besuchten Arbett-Ionferrnzc" fruchtbarrr k*in können. al« manche allzu große, der Ce’tent- Uchkeit zugewandte TMlfonfcrcn*. Der Brr- tzenbe 6er Internationalen Theologen-Komml'- ' on von Stockholm. Herr Geheimrat Pratelsor l>. 2d oll Delftmann- Berlin, entschied de-- balb al-bald. baft dieselbe bnttfch-deutsche Grupp, tn diesem Jahre aus deutschem Boden ^u lammen- Da- führte zur II.Konferenz britischer und deutscher Theologen aus der Wartburg 11. bi- 18. Auaust diese- Jahre- Da- Thema hieß die-rnal .Shristologie" -«uhrr den genannten Herren nahm vor allem der bekannte Erzbischof V. Döderbloin von Schweden an den Verhandlungen teil und bc- tunbete Immer wieder, wie gerade diese in kleinstem Kreise zu leistende gründliche Nacharbeit den botxn Zielen de- Stockholm-Werke» zuge- wandt sei. Die britische Gruppe wie» glänzende Vamen auf. wir den durch sein jüngste- Werk über .Versöhnung weithin bekannt grwardrnen Vev. 3. K. Bl o 8 l c n D. I >. Auch gehö.te ein Ireikirchlicher Theologe au- Kanada dazu, der lelonbere eingeladen war, um neben den anglikanischen Gedankcngängen auch die davon ab- weichende Tradition der Dreikirchen zu Wort kommen zu lassen. Zur deutschen Gruppe gehörten u. a. die Proselloren P. A11 ha u S-Erlanaen. G. Kit l c l - Tübingen unb K. Ü. Schmidt- 3ena «früher Gießen». Wenn im Folgenden ein paar Worte über Pa- Drum unb Dran der Konferenz gesagt werden, so geschieht da- unter der Voraussetzung, baft der sachliche Ertrag der Konferenz an anderen Orten zugänglich gemacht wird Sämtliche für bie ■: vorberentete > (Dix-v-iltci ein Rückblick auf bie DiSkusfion unb sonstige wertvolle Angaben werden al» Sondernunnner der „Theologischen Dluticr" i Oft ober 1920- erschein," Vur soviel sei vorweggenommen. baft bei aller Wahrung der nationalen unb kirm» gastlich au! zu täglichen Andachten und predigte beredter, al- Worte vermögen. die große Traditivn, von der wir zehren allen voran Luther unb seine deutsche Bibel, aber auch eine Gestalt wie bie heilige Elisabeth und andere große mit dem Vamen Wartburg i>ncknüpfte Erinnerungen. Lagllch konnte man den Strom der Pilger aller Äonleffltmcn beobachten. die .da- deutsche Vlekka" aufsuchten, um an Landschaft und Geschichte diese- einzigartigen Fleckchen- Erde dem Geist der Heimat zu huldigen. Gerade im Rückblick auf (Xonterbum mit feinem Glanz von nationalen und religiöser Geschchte war e- fo wertvoll, baft wir nicht irgendwo In Deutschland, sondern dort tc^glcn. w» die besten Mächte der demschci, Seele spürbar nahe waren. 3m besten Sinne wurde dieser Wesen-zug der Äonfeeery gefördert durch ehu> ffmlabung ber Thürlngilchen Staat-regierung nach Weimar. Die 'ilamcn Herder beuten an, wa- einem da in ein paar Stunden alle- lebendig, fei e- al- Ermncnmg aufgefrischt, sei e- al- neue Kunde nabcflcbrad)? wurde Als die britischen Gäste unser Land tx-r- Gießener Gtadttheaier. Tanzabend de- Lchulballetis Lcma-Sommer. Diese» Schulballett — Choreographie: Mia bcma: musikalische Leitung: Han» Sommer — tft aufgebaut auf bet Spitz.mtanzschulc alten Stils unb infolflcbesscn, unter Ausschaltung moderner fflaentanzbcstrcbungen, in erster Linie auf exakte tcchnijchc Durchbildung, rhythmische Straffheit und gefällige Bildwirkung mit einem manchmal überbetonten pantomimischen Einschlag abgefteöt. Vorzüge wie Mangel de» alten Ballett» sind zu belannt, als baft man hier daraus einzugehen brauchte: da jedoch der Natur der Sache entsprechend eine gewisse Beschränkung der tänzerischen Aus- drucksinögltchketten in den einmal feftgelegten Gren- zcn gar nicht vermieden werden kann, ist zu erwägen, ob eine zweiteilige Tan,folge zu je zwölf Nummern nicht von vornherein zu umfangreich bemessen war: zumal sich die notwendtgerweiie ergebenden Wiederholungen nur durch äußere Kittel, wie Kostüme, Beleuchtung und Sanierung der Gruppen verkleiden lasten. Auch innerhalb der einzelnen Nummern wäre Mehrfach eine Abkürzung zu empfehlen geivesen abgesehen davon, daß die zeitliche Ausdehnung fast immer auf Kosten der rhythmischen und choreographischen Geschlossenheit geschieht, stellten Tanze wie „Les Fleurs", „Diener Bürger*. ..Böhmische Polka* unb ,^)olzfchuhtanz* rein körperlich zu hohe Anforderungen an die teilweise noch in sehr zartem Alter befindlichen, kleinen Schülerinnen. 3m übrigen verfehlten gerade bei den jüngsten Elevinnen eine saubere Einstudierung, recht hübsche Kostüme und drollige Miniaturszenen keineswegs ihre Wirkung auf das ungemein beifallsfreudig gestimmte, aber nicht sehr zahlreiche Publikum; der Prizzelpuppentanz ;um Schudertschen Militärmarsch sei noch besonders angemerkt. Gut rhtzthmistert wurde der übrigens im Kostüm- ftil sehr apart wirkende „Schottische* von 5 trau ft, ein Ezardas und ein Krokoviak getanzt: pantomi misch stark untermalt im Sinne des Schulsystems wirkten der enAlische Matrosentanz und vornehmlich das vom Tänzerischen zum Dariekeesketsch hinüberwechselnde „Laziaroni*.Trio nach Debusty. Scharwenkas ,,Polniicher* und die etwas im Jugendstil geratenen „Aquarelle (mit voller Schcin- icrfenjarbe auf changierendem Kostüm) wurden zwar schulmäftig korrekt wiedergegeben, lieften jedoch ein von innen bereue in körperliche Gelöstheit sich um* setzende», natürliche» Tanztemperament vermissen. Die Leiterin der Schule, Ballettmeisterin Mia Sema, führte in mehreren Gruppen und Solotänzen die zum Teil recht komplizierten technischen Grundlagen ihrer tan,zenschcn Ausbildung, die klassischen Exerzitien de- Spitzentanzes vor, die vor allem im Ballettwalzer („ffoppelia", „Walzer in Weiß*) ausführlich zur Geltung Famen; die tänzerisch reifste Leistung bot sie unserem Empfinden nach im „Valse triste* von Sibelius. Kapellmeister Sommer wirkte al» aufmerksamer Begleiter am Ilugel; der Applaus war stark. Dr. Th. Bauten und Bilder. Don Arnold Zweig. In den Iabrzahnten zwischen 1880 unb 1910 hatten bk Europäer ungewöhnlich viel Sinn, Leidenkchaft unb Geld für gemalte Bilder. In allen Ländern entstand große Maleret. Zwischen Munch tm Vörden unb van Gogh tn der Provence wucherten förmlich gesegnete Leinwände, und die Imagination ber Maler, in- Ungdormre unb in neue unerhörte Vorrrag» weifen vor- stoßend, schuf Werte, denen sich in unverhälmts- mäftig kurzem Zeitabstande die Versteher. der Kunsthandel. da- Publikum und selbst bk Museen erschlossen. Aber man baute damals, wie wir e- allc kennen: in Fortsetzung der vorhergegangenen dreiftig Jahre rollcnbetr man da- Greuelbild moderner Straften unb Städte. Viemal- war Bauen eine unverständlichere Beschäftigung a!S damals. Um für die lächerlichen Ungeheuer der MietSkakraen und Miet-Paläste Baum zu schaffen. zerschlug man die schönsten Straften und Wohnhäuser mcht allein einzelrter großer Äünft- ler. öic zum Beispiel Schinkel-, sondern ganzer Architckrengeneratronen. die sachlich, stilficher und schön die kleinen edlen Wohnstraßen zwischen der Zopfzeit und den fünfziger 3oftren de- neunzehnten Jahrhunderts gc*±affcn batten. Heute, beinah unversehens, vermag man wieder gut zu bauen. 3n Holland. Zrankreich. Dnrlsch- land. überall dort, wo noch vor dem Är.cge der Haup laus ström bildender Kunst durch das Bentil der Oelir.ülerer gegangen war. stehen heut? Bau- künftser mitten im Interesse der Menschen, und N>7- da- Schöne '.st. solche, die das Äünn.cr/dx ohne die gräßlichen Anführung-zeichen vergangener SchnnickarchllcitLN verstehen, und bie willen. baft Bauen eine zweck« unb sinn ha sie Herstellung von guten Wohnungen, guten Fabriken, guten Rathäusern ist oder wenigsten- sein sollte, unb baft der Sinn deS Bauens nicht das einzelne Hau- ist. sondern die Häusergruppe, die Siedlung. die Strafte, da- Stadtbild, die in die Landschaft gebeitete Stadt. Die Malerei der Maler hat inzwischen an Lebenbigteit nicht- eingebüftt; aber das Bedürfnis der Menschen geht auf Wohi'ungen Vach jedem Änefle trat Wohnu.lg-marigel ein. die Städtebauer hätten e- den Finanzmannern sagen tonnen, aber die Ainanzleute und dve Regierungen waren während de- Kriege- anderweitig beschäftigt. und heute überlassen sie vielfach die Herstellung von Wohnungen dem privaten Wettbewerb. Wenn allein in Berlin hundertzwanzig. tausend Wohnungen zu wenig bestehen, wer sott bann Bilder kaufen können- Wenn hundert- -wanzigtaufend wohnbedürftige Famllien Bäume mit anderen Menschen teilen müssen, wo sollen Wände frei bleiben, um Bilder daran aufzu- hängen? Dazu kommt, baft die Leute der Veuzeit von Vatur einfeitig sind unb sich viel zu leicht in törichte Entweder-oder stürzen allo entweder für Bauten oder für Bilder Zuneigung verraten wollen. Wir Schriftsteller stehen lerdenschattl'ch zugetan beiden Strömungen gegenüber. DaS Glück der Bilder werden wir niemals entbehren wollen; die Atelier- unterer malenden Kameraden, chre Ausstellungen. bie Mufeen unb wa- wir an Kunstwerken im eigenen Herrn aufhmrgen könnetr. ist au- unserem Leben nicht toegAubenfen und durch nicht- zu ersetzen. Al- wir Soldaten waren. Bebten wir bie Reproduktionen van Gogh-. Munch- ober Kokoschkas an die Wand ber Ba* rade_ Dir brauchen für untere 3magmatitm die Entspannung, die uns die schön verteAte räumliche Fläche bee Bildes bietet. 3e intenswer untere Worte aus Geist unb Anschauung sich gebären, um so tiefer lieben wir bie Bilder, die un- jahraus jahrem chre bei alter Explosion-kraft ruhende Gegenständllchtett hirhallen: je mehr wir der Oeffentlichkci: das Bauen von Wohnungen au»- zwingen möchten je Ichrecklicher un’ere Frauen unb wir unter der Wohnungsnot gelitten haben um so beglückter hängen wir Bilder an unseren neuen Wänden auf Zwilchen den Malern unb den Archttetten werden wir als glückliche Unparteiische oder belfer Toppelpartelische vermitteln: denn der Mensch, der in tt>ütfd.|5nmaen Höhlen oder Waben wohnt, unb Mten Vauncknin durch solche- Wohnen befriedigt wird, hat auch Augen. Und die Lust dieser Augen wtrd nicht gestillt durch die schöne Farbe oder Tapete der W-ände. denn btc Augen de- Vlenschen linb begierig. nach Geist, wie alte feine öinne der Vergeistigung btenen; und wenn da- geistige Ziel de- VaumllimS Hau- nnb Wohnraum ist: der Drang nach Vergeistigung de- Augen!mneJ wird gestillt von der Malerei, vom Bckd an ber Wand, von der farbigen Gestaltung btc au- einer Landschaft oder au- einem Porträt Jahrhunderte überdauernde Formungen und Werte schafft, und bie e- nicht gäbe, wenn die Kunst nur Spreltrieb unb Ornament im Leben wäre und nicht erne- der wesentlichen Mittel, mit denen wir un- bie Welt von der wir ja nicht vte! willen, erst verständlich machen. Denn niemand versteht dte Welt alS optische- Phänomen fo gut wie der Mater, der sie in- Bild transponiert, unb, von ihm belehrt. derjenige, der von Bildern lernt zu sehen. Der ^ronffurfer Goethepreisträger. Albert Schweitzer, ber. wie bereits gemeldet, mit dem GoethepreiS der Stadt Frankfurt m Höhe von 10000 Mk au-gezeichnet worden tft. wurde 1875 in KaiserSbergalS Sohn einet Pfarrer- geboren Er studierte Theologie, machte da- tbeotogtl^te Ötaaluejajnen unb promovierte zum Dr. phil. mtt einer Arbeit über „Die VeligionS-Philssophie Kants". Sein erste« grafte». viel benutztete« rheologische« Werk behandelt .Die Geschichte ber Leben-Jesu- Forschung &?in Zwecke- Derk. „Die Geschichte ber Paulinischen Forschung" bringt ihm den Ehrendoktor der theo- log.'chen Fakul'.ät der Universitär Zürich. Schon aU Knabe widmete er sich dem Orgelspiel unb leistete auch auf diesem Gebiet Hervorragende-: feine Ausgabe der Bachschen Orgelwerke und sein Buch über Bach zeugen von der Bebeutung seiner Tätigkeit auf Dietern Gebiete. Vicht genug damit, wandte sich Schweitzer auch der Medlzin zu. Mit einer Arbeit „Psychiatrische Beurteilung Jesu* promovierte er zum Dr. med. Er begab sich bann nach Afrika in das Kongogeb tet, wo er in selbstloser Arbe't a!« Änton’.ai* arjtvtätig Ist, ohne indessen seine lchrittstelterische Tätigkeit zu vernachlälligeit. öire wettere Veihe von b'achtlichen Werken ist htervon Zeuge. Di.' Verleihung de- GoethepreiseS dürfte auch bF* ti-euere Oefsentlichleit, ber er noch unbekannt ist, auf Albert Schweitzer aufmerksam gemacht haben. Heften, nahmen sie einen ffroften ®lnf>rurf von Deutschland mit unh drückten immer wieder ihre Draeisterung für .da« Herz Deutschland-" m einer Weife aus. die nicht in das gewohnte Silo b-s schweig! am en Engländers hineinpassen will. Wir sind uns selbfwerständlich darüber Hot. datz von der persönlichen Srrtiimiüt unseres deinen Äreife« bi« Aur groften öffentlichen 2lnSwir- funfl solcher Arbeitsgemeinschaft ein weiter Weg ift Vs gehört schon die Wucht eines Söder- bl v m dazu. um jetzt schon die Tragweite solcher Zusammenkünfte abzuschätzen. Wer im Rainen der Tagung selbst war e« nicht übertriebst, sondern gab einem allgemeinen Empfinden Ausdruck, als der Erzbischof von Schweden den Satz aufRellte .Wenn die Wartburg nach Lanterburh kommt und Lanterburh zur Wartburg, dann beginnt eine neue Epoche der Kirche und de« theologischen Denken«." Stirnen, Sport und Spiel. Gpielvereinigung 1900 Gießen. ö. Da« Debüt der Ligamannfchaft der Spiel- hercinigung 1900 Gieften vor dem heimischen Publikum vertief recht unglücklich. Der Ausfall von vier Stürmern (mit zweien hatte man nur gerechnet) war denn doch auf die ganze Spiel- weise fo von Einfluß, daß man an dem gesamten Spielverlauf keine rechte Freude ftafcni konnte Die Ersatzleute genügten nicht alle. Der linke Flügel fiel vollkommen au«. Der Halblinke (sonst Qkrtfcibiger) hatte sich anscheinend- nach feinem schweren Deinunfall doch zuviel zugemutet. Lediglich die ßäufrmtftc und Hintermannschaft tat ihre Schuldigkeit und konnte auch daS Treffen saft ständig überlegen gestalten. Vie unglückliche Sturmzusammenstelluna verhinderte, mit einer Ausnahme. daS Toremache-i. obwohl reichlich Gelegenheit dazu vorhanden war. Der Gegner, der Rasensportverein .Germania 08" Marburg enttäuschte noch mehr, denn alS erstklassiger Verein muh man doch was andere« bieten. Da« Spiel war langsam, brachte aber durch die fast ständige Lleberlegcnheit der 1900er doch recht viel spannende Momente vor dem Germanentor. Das Resultat entspricht deshalb auch keine-weas dem Spielverlauf, konnte doch 1900 bis zur Mitte der zweiten Sptelhälfte mit 1:0 die Führung halten, dazu ungezählte Gelegenheiten zur Erhöhung des Vorsprunges auslassend. Erst gegen Schlich de« Spieles erzielten die Gäste bei einigen schnellen Durchbrüchen kurz hintereinander vier Tore, da die Gießener Hintermannschaft deprimiert nicht rechtzeitig ein- griff. Der Schiedsrichter leitete zur beiderseitigen Zufriedenheit. 1900 « Reserven traten vormittags wieder einmal vergebens an. do der Gegner, Verein für Rasenspiele Lich, 1. Mannschaft, ausblieb. Die dritte Mannschaft gewann nach einem eifrigen Spiel gegen die 1. Els des Sportvereins .Teutonia" Steinberg 7:2 (Halbzeit 4:0). Die Alten Herren vom Fußballklub „Union“ 07 Frankfurt a M.-Ried^rrad hatten die Begegnung abgesagt. Die 1. Jugend 1900 s begann ihre Pflichtspiele verheißungsvoll. Ein ..Unentschieden" (3:3) in Wetzlar, gegen den vielleicht stärksten Gegner der Rande zu erzielen, spricht für die Spielstärke des blauweißen Rochwuchse«. Das Spiel war sehr scharf und stand bei der Pause 1:1 Rur durch einen völlig ungerechten Elfmeter kam der Wetzlarer Sportverein gegen Schluß zum Ausgleich. Der Schiedsrichter war ausgeblieben. Die Leitung durch einen aktiven Spieler vom Wetzlarer Sportverein war lehr iingenügend. !900’6 2. Jugend gewann trotz zahlreichem Ersatz gegen Hermannstein« 1. Jugend 2:1. ohne Besondere« zu zeigen. Die 3. Jugend konnte daS vorgesehene Spiel in Leihgestern nicht zum Austrag bringen, da der Gegner den Spielbeginn zu spat bekanntgab. D. f. B . L,ga-V.f.R. Offenbach 5:2. 1 Liga-Res.—Ehringshausen I. 2:2. t „Dritte"—ShringShnulen II. 3:4. Alte Herren - ..Germania" Marburg A.H. 2:2. y I. Jugend—1. Jugend RiedergirmeS 5:0. il. Jugend—l. Jugend Heuchelheim 4:2. III. Jgd.—Jgd -S-ondermannschaft Wetzlar 0:6. I. Schüler—I. Schüler Wetzlar 5:1. II. Schüler—l. Schüler Heuchelheim 1:6. Die Ligamannschast bot in ihrem Spiel gegen die Liga-Els des V.s.R. OfsenbaH eine überraschend gute Leistung. Man hat einen so klaren Sieg, wie er durch das 5:2-Resultat zum Ausdruck kam. um so weniger erwartet, als sechs Ersatzleute eingestellt werden mußten. Die Mann- schäft ließ treh der vor genommenen Reuaufstel- lung und Umstellungen an Einheitlichkeit nichts zu wünschen übrig. Spielverlauf: Offenbach fand sich zuerst und war um eine Steinigtet! besser als die Platz-Elf. Das etwa nach einer Viertelstunde von den Gästen erzielte Tor brachte deren le-chke liebertegenfceit zum Ausdruck. Zwei Handelfmeter, von Henrich II. verwandelt, sowie ein prächtiger Kopfball von Lehrmund ergaben da« Halbzeit-Resultat von 3:1. Kurz nach dem Wechsel konnte Offenbach, ebenfalls durch Verwandlung eine« Handelfmeters, auf 2:3 verbessern. Don jetzt ab wurde Gießen überlegener und beherrschte bis zum Schluß das ."reib. Don einer ganzen Anzahl Torchancen, die zum größten Teil im Eifer des Kampfes ausgelassen wurden, wurden noch zwei verwertet. Der Gesamteindruck des Spiele- war dank de« Eifers beider Parteien, sowie der Ruhe und sportlichen Anständigteit. deren man sich beiderseits mustergültig befleißigte, der denkbar beste. B.f.R. Offenbach hatte feinen Gegner anscheinend unter- schätzt und fiel, durch daS shftemvolle Spiel Gießens aus dem Konzept gebracht, in der zweiten Spielhälfte stark auseinander. Rur der vorzügliche Torwart bewahrte seine Mannschaft vor einer größeren Riederlage. V.f.B.. obgleich nicht in stärkster Ausstellung, hat gezeigt, daß er seine Spielstärke wieder bebeutenb gegeben hat und mit Zuversicht den kommenden Dechandsspielen entgegensehen kann. Die Ligareserve-Mannschast mußte sich auch diesmal wieder mit einem 2.2, demselben Resultat wie im Vorspiel, zufrieden geben. Einerseits darf nicht unberücksichtigt bleiben, daß V.f.B. durch Slbgabc von Spielern an die Ligamannschaft geschwächt war, anderseits muh das wirklich wlide Können der Shringshausener 1. Mannschaft anerkannt werden. Auch die Ausstellung der Dritten war recht schwach, was auS deren knappen 4:3-Sieg über Ehringshausens Zweiten hervorgeht. Die AL.-Wannschaft war durch kurz vor Beginn ihre« Treffens gegen .,Gerwania"-Marburg A-H. erfolgte '2(bfagen einiger Spieler nicht vollzählig. erwies sich aber trotzdem als recht spielstark und verschenkte lediglich durch ein Eigentor den Sieg. Die erste Jugendmannschaft gestaltete ihr erstes Pflichtspiel zu einem vollen Erfvlg. Ihr Gegner, die Erste von Wetzlar-RiedergirmeS konnte sich der forschen und glanzvollen Angriffe Gießens auf die Dauer nicht erwehren und m-uftte ftch am Schluß mit einer 0:5-Riederlage geschlagen bekennen. Einen beachtenswerten Steg errang die zweite Jugend, indem fte die als spielstark bekannte erste Heuchelheimer Jugend auf dortigem Platz mit 4:2 schlug. Die dritte 3ugenib stand m Wetzlar einer I u gend -Sondermanns chaf t de« Sportverein« gegenüber, der sie trotz großem Eifer nicht gewachsen war. Durch Ausscheiden einiger verletzter Spieler war fte außerdem noch geschwächt und ntuftte eine 0:S-Rtederlage hinnehmen. Die erste Schülermannschaft stellte ihr Mimen erneut unter Beweis und schlug die hart fbieten* den erste,i Schüler Wetzlar« nach überlegenem Spiet mit 5:1. Dte zweite Schüler-Elf war der körperlichen unb spielerischen Heberlegendeit der 1. Schüler Heuchelheims nicht gewachsen unb verlor 1:6. Kußball in Heuchelheim. Sportverein 1920 I — Germania Marburg II 1:2. 3u einem fälligen Rückspiel wellte am Sonntag die erste Mannschaft von Heuchelheim in Marburg. Die Heuchelheimer, welche mit zwei Mann Ersah an treten mußten, tonnten trotzdem das ganze Spiel überlegen gestalten. Leider versagte der ©türm vor dem Tore des Gegners total,_ so daß die ikbcrlegenbeit nicht in Toren auSgedrückt werden tomtte. Verhängnisse. Roman von Lieübet Dill. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale-. 12 Fortsetzung. Nachdruck verboten. ..E» ift doch merkwürdig", sagte der Richter, „daß von diesem Fremden kein Mensch etwas gesehen haben will." Ls batte auch niemand Besuch befom- men nn diesem Abend. Niemand konnte ihn näher beschreiben, und man konnte sich auch nicht denken, was ein Fremder so spät in B. vorgehabt haben konnte. Entweder war er über Nacht gar nicht in B. geblieben und war auf irgendeinem geheimnisvollen Wege nach dem Schlößchen ge> langt und hatte van dort aus sich heimlich in der Nacht entfernen können, oder er hatte einen Unter schlupf hier gehabt und Helfershelfer, die ihn nicht verrieten, was immerhin bei der Unbeliebtheit der Frau Longeville möglich war. Da beide Zeugen dabei blieben, der ausaesliegenc Herr sei groß unb schlank gewesen unb habe keinen Mnebelbart gehabt, so ließ man diese Frage wieder fallen und wandte sich der anderen Spur zu. Da» Verhör, dem Charles Gontard unterzogen wurde, eyab so wenig, daß der Richter ihn warnte: „Wenn Sie etwas verschweigen, was Sie wißen, das kann Sie teuer zu flehen kommen." Man fand es sonderbar, daß er von der Tante seiner Frau so gut wie nichts ^u wißen schien Fran Longeville hatte ihre Ürziehung im Kloster der 'Beahintn gehabt und mit siebzehn Jahren einen Seidenfabrikanten aus Lyon geheiratet, der dreißig Jahre älter war als sie. Longeville hatte sich wegen seines Nierenleiden» mit vierzig Jahre zur Ruhe Scsetzt. «ich dieses Haus am Waide getauft unb ier oben ein stilles Rentnerleben geführt. Gr hotte die letzten Jahre fast nur im Bett verbracht und war eines Tage» gestorben Das Vermögen, dos er bmterlaffen hatte war m ötnatercrüen angelegt, und Frau Longeville galt für eine reiche Frau. Man sah sie jeden Nachmittag in der Stadt, rundlich, blond mil Grübchen unb Löckchen, geputzt unb soianiert, wenn sic in bi? Kathedrale ging, in der |ie ihren eigenen 3uhl hatte, auf dem ein Messmgschlld befestigt nw mit ihrem Namen: „Mme. Longeville*. Im Dezember schloß sie gewöhnlich ihr Haus ab und reifte nach dem Süden. Sie habe in Marseille Geschäfte, sagte sie zu Odette. Da sich diese nie um die Angelegenheiten der Tante gekümmert hatte, glaubte sie ihr das. Ihre Tante hatte Häuser in Marseille gehabt, weshalb sollte sie nicht auch geschäftlich noch dort zu tun haben? Während dieser Reisen schrieb sie ihr zuwellen eine Karte aus Nizza, aus Mentonc ober Paris. Unb nachher wußte sie viel zu erzählen von ihren Reiseerlebnissen. Sie war lebhaft, phantastisch und sehr eitel. Odette hielt diese Erzählungen von ErsolgLN bei den Männern für Einbildungen ober lieber- treibungen. Frau Longeville war gegen Tiere von einer kindischen Gutmütigkeit, gegen Menschen hart unb geizig, geschwätzig gegen Frembe zurückhaltend und mißtrauisch gegen Vie eigenen Verwandten. Immer in Geheimniffen lebend, umgab sie sich gern mit dem Nimbus einer reichen Frau, die auf Reisen Abenteuer erlebt ... Obette stammte aus einer Orleanser Bürger fainilic. Ihre Eltern hatten eine Fabrik jener Perlenkränze gehabt, der sogenannten „couronnes", welche die Kirchhöfe hierzulande schmücken Rach dem Tode ihres Paters war diese Fabrik eingegangen. Odette brachte nichts in die Ehe mit als sich selbst unb einige schwere flämische Möbel. Die Familie Gontard rechnete zu den ersten der Stadt. Sie hallen mit den Dupons verkehrt, die Herren geschäftlich, die Damen freundschaftlich. Madame Longeville dagegen hatte keinen Ber kehr in B. gehabt und ihn auch nicht gesucht. Sic besorgte ihren Garten allein, wirtschaftete in ihrem Hause herum, das vollgepfropft mit Möbeln war. Sie konnte sich von nichts trennen, häufte Silber auf Silber und hatte später noch einmal etwas Vermögen von einer Tonte in ber Bretagne geerbt. Sie gab nichts her. Den Jungens hotte sie manchmal etwas Obst geschenkt, dos am Verfaulen war. oder einen Korb mehliger Birnen, dte Arte, mis auf den Aschenhausen warf. Trotzdem war 0bette oft zu ihr gegangen, zum Veroruß Madame (Scn:art'A. die den Verkehr mit ber Tante ungern sah. Leichiaihlettl der Gp.-Dg. 1900. 1900 gewinnt den Ingendclnbzweikompf gegen 1$. f. B. 05 knrheßen Marburg mit 81:63 Punkten. K. Die erste Begegnung der Leichtathlerckjugend der beiden ältesten Lahnkretsvereme war ein voll« Erfolg für beide Parteien. Für dte 1930er dadurch, daß sie al« klarer Sieger aus dem Kamps bervvrgehen konnten, für dte Marburger dadurch, daß fte den Beweis erb rinnen konnten, welch gut verarllagte Kräfte in ihrer Ingen dabtertung stecken, und haft fte eine leichtathletische Veranstaltung aufzuziehen und l Port gerecht durchzuführen wissen. Was beiden Teilen gemeinsam zugute kommen dürfte, sind die durch dte Begegnung angeknüpften freundschaftlichen Bezichungen, die ja zwilchen den Fuhballabteilungen schon lange bestehen. Als äußeres Zeichen dafür überreichte V. f. D. 05 Kur Hessen Marburg den 1900em einen Deorinswirnpel. 3am Ausgang des Kampfe- selbst ist zu sagen, daß es im wesentlichen den Erwartungen entsprach. Allerdings hatte man der Gießener A*ÄI. doch ein wenig mehr zugetraut, wenn auch nicht unberücksichttgt gelassen werden darf, daß zwei der besten Leute fehlten unb die Marburger hervorragend talentierte Leute (Böttner im Hoch- sprung mit 1,70 Meter!) zur Stelle hatten. Was die .X-Jugendlichen verloren, holte der Jahrgang 12/13 bi« auf 6 Punkte wieder auf. Hier zeigten die 1900er Schüz 1800 Meter in 2'23.4 bei mitunter stark auf geweichter Bahn). Dalser(Weit- sprung 5,59 Meter) und Will (Äugdftoftcn 11,30 Meter» recht beachtliche Leistungen. Den Ausschlag gab dte OKlafte. Hier hatte die Sp.-Dg. 1900 in Gräf. Fritzge« und Jvh drei derartig gute Dassen, daß die Marburger den errungener. 27 Punkten nur 3 entgegensetzen konnten. Die Ergebnisse: Jahrgang 19 10/1 1: D reikampf: 1. Böttner (Mbg.) 254 P.; 2. Wolf (Gießen) 227 P; 3. Wicht (Mbg.) 193 P. 1 00 Meter: 1. Böttner (QHbg.) 122 Sek: 2. S t ahmer (Mbg.) 12.4, 3. Rosenau (Mbg.) 12,5. 400 Meter: 1. Kau (Mbg.) 58,4 6d.; 2. Burlvn (Mbg.) 59,2; 3. G la go w (Gies en) 61.8. 1000Meter: 1. Rueff (Mbg.) 3,05.2Min.: 2. 5 rant (Mbg.) 3,09.7; 3. Speier (Gieften» 3,15,4. Hochsprung: 1. Böttner (Mbg.) 1,70 Meter (!); 2. Wolf (Gießen) 1.55; 3. Schlarb (Gießen) 1,50. Wei t s pruna: 1. Stah mer (Mbg ) 5,64 Meter. Hannioal (Mbg.) 5.62; 3. Wicht (Mbg.) 5,40. Kugel st oßen: 1. Müller (Gießen) 14,01 Meter; 2. Wolf (Gießen) 12,60; 3. Böttner (Mbg.) 11.72. Speerwürs: 1. W. Schädla (Mbg.) 48,10 Meter: 2. Müller (Gießen) 42,45; 3. Böttner (Mdg.> 41.30. 4X100-Meter-Stafsel: 1. Marburg I 49.8 Sek.: 2. Marburg II 50.0; 3 Gießen I 51.2. Olympische Staffel: 1. Marburg I 4,23.5 Min.; 2. Marburg H 4,25; 3. Gießen I 4,34,4. Jahrgang 1912/13 D reikamps: 1. Balser (Gieften) 240 P.. 2. Becker (Gieften) 227 P; 3. Jungklau« (Mbg.) 212. 1 00 Meter: 1. Balser (Gieften) 12.7 Sek; 2. Guthardt (Gießen) 12,9; 3. Becker (Gießen) 13.2. 200 Meter. 1. Balser (Gießen) 28.4 Set.; 2. Schüz (Gießen, 29,3) 3. Koch (Mbg.) 29.5. 800 Meter: 1. Schüz (Gieften) 2.23,4 Min.; 2. Heinzer (Mbg.) 2L4,8; 3. Stark (Mbg.) 2,32. Weitsprung: 1. Balser (Gießen) 5.59 Meter; 2. Jungklau« (Mbg.) 5.25; 3. Gut- Hardt lGießen) 5.13. Kugel st oßen: 1. Dill (Gießen) l l,30Mtt.. 2. Decker «Gießen) 11,11; 3. Jungklaus (Mbg.) 10,36. Ballwurf: 1. Will (Gießen) 69.13 Meter; 2. Röll (Mbg.) 61.91; 3. Bolscr (Diesen) 61.78. 4 xlOO-Meter-Staffel: 1. Gießen 51,1 Sek.; 2. Marburg 52,7. Schwedenstaffel: 1. Gießen 2.28,1 Min.; 2. Marburg 2,31.1. Jahrgang 14 unbjüngere Dreiiampf: 1. Gräf (Gießen) 371 P.; 2. Fritz geS (Gießen) 305 ; 3. Joh (Gießen) 265. 100 Meter: 1. Gräf (Gießen) 13.4 Sek; 2. F r i tz g e s (Dießen) 13.5; 3. I o h (Gbvften) 14,8. Wettsprung: 1. DrSf (Gieften)5.14Meter. 2. Fritzge« (Gi^em4.72; 3. JohtGießen-4.S0^ Ballwurf: 1. Gräf (Dießen, 71 Meter; 2. Jvh (Gieften, 58,85 , 3. Hoffmann (Mbg.) 49.30. 4X 100-Meter-Stassel: 1. Gieften 56.4 Sek.; 2. Marburg SO. Arbeitei- Tuni' uab Cporfbund. Marburgs 1. Mannschaft hattc^m Samstag die JReife nach Fechenheim u. TO. unternommen, um dort eine Rückspielverpssichtung zu erledigen. Hfn Sonntagvormittag traten nun beide Gegner zum Spiel an. Rach Lnstoß drängte Fechenheim, um bald bas erste Tor zu erzielen, dem sie bti Halbzeit noch eins folgen ließen. Rach Seitenwechsel wirb Fechen. heim mehr unb mehr überlegen, um da, Spiel rmt einem 5:0-€iege zu beschließen. Hm Sonntag fanden im Nürnberger Stadion die Süddeutschen Derdandsmeisterschasten in fieidjt alhletik statt Auch au, unserem Bezirk nahmen einige Sportler teil. Wilhelm Schwarz (Mnne rod) wurde im Kugelstoßen (deftarmig) mit lljto Meter 1. Sieger Im Kugelstoßen (beidarmig) mit 20,78 Meter 1. Sieger, im Diskuswerfen mit 34,20 Meter ebenfalls 1. Sieger, im Hammer werfen mit 2*,70 Meter 2 Sieger Der Sportler Otto Balser (Gießen)^tm 5000 Meter Lauf mit 16,55 Min. 2. Sieger Das zweite Bundesfest des Hrbeiter-Ium- unb Sportbunbes findet oom 18. bis 21. 3ufi 1-29 hn neuen Nürnberger Stadion statt. Dte Borarbetten hierzu sind in vollem Gange. Die Stinnnuna im ganzen Bundesgebiete ift die denkbar beste, und die Beteiligung verspricht die Feste von Leipzig unb Franksurtzu übertreffen. Die Ausschreibung ber Wett- unb Mossenübungen wirb in Kürze erfolgen, so daß auch die Dettkämpfer bald zum Training übergehen werden können. Gchwimmwettlämpfc in Alsfeld. Am Sonntag veranstaltete der Al» f« lder Schwimmverein in dem schönen städtischen Alsfelder Schwimmbad W e 111 ä m p f e , an denen neben dem veranstaltenden Verein der Gießener Schwimm verein und der C. f. B. D 5 Stürbe ff en Marburg teilnahmen. Im Bor- fcergnmb de» Interesse» standen die Kämpfe zwischen Gießen und Marburg. Die Marburger haben sich zu äußerst schweren Gegnern entwickelt. Sie zeigten sich im Herren-Wasserballspiel ebenbürtig und in der Brustlage überlegen. Diese Stärke verdanken sie allerdings einigen nach Marburg zugezogenen Größen aus Berlin tmb Rheydt. Großen Beifall ernteten wie immer die Eie- fee ne r Springer Rehborn , Dr. Eck und Müller, ebenso die Gießener Damen im Figurenlegen unb Reigenschwimmen. Die Alsfelder zeigten, daß sie tüchtig gearbeitet haben unb baß sie aewilli unb in ber Laae sind, in einigen Jahren ernsthafte Gegner zu werden. Daß das Interesse ber Bürgerschaft an ber Schwimmerei sehr groß ift. bewies bte wohl taufenbtöpfige Zustlxmermenae, die mH Spannung die Wettkämpfe unb sonstigen Darbietungen verfolgte. Die Ergebnisse lauten: Herrenlagen staffel, 3X100 Meter. L Gießen 4:8,8 Min, (Mannschaft: Rothmann, Schaum, Herbert); 2. Marburg 4:10,2. Die vom GSV. erzielte Zeit ift sehr gut unb biifter von ihm noch nicht erreicht worden. Rothmann schwanun 1,29 unb schlug damit vier Sekunden später als Dorfmüller (Marburg) an. Schaum holte iedach den Verlust vollkommen auf, und Herbert konnte ab Schlußmann sicher als erster einkommen Iugendbrustschwimmen. 100 Meter. 1. Kirschbaum (Alsfeld) 1:31,9; 2. Mewes (Gießen) 1:383; 3. Thraum (Gießen) 1:414; 4. Mösner (Gießen) 1:41,9; 5. Kopp «Marburg) 1:42,6. (Fine feine, oielbcjubelte Leistung des Siegers. ft c r r c n f r c i ft i l ft aff e l, 3 X 10 0 TO e t e r. 1. Gießen 3:54; 2. Marburg 4:19. Der GSV schwamm hier ebenfalls mit Schaum, Bickel, Herbert eine bisher von ihm nicht erreichte Zeit, obgleich fterbert am Schluß ganz verhalten schwamm. Beachtung verdient die von Schaum erzielte Zett von 1:14,2. Damenbrust schwimm en, 100 Meter. 1. Schuler 1:41: 2. Brill 1:47; 3. ftanbrid 1:48,2; 4 ftudlitz 1:49. Eine interne Angelegenheit der Gießener Damen. Die Zeiten müßten eine» Tage» mol besser werben. fterrenbruftfiaffel, 3 X 10 0 Meter. 1. Marburg 4:30,8; 2. Gießen 4:35,4; 3. Alsfeld 4:55,2. Der GSD. kann mit Dr. Eck, Zimmer I. „Was tust du immer da oben bei ber allen Frau?" Aber es war Obettes einzige Verwandte, und in den ersten Jahren hatte sich die junge Frau in B. sehr ungemüllich und vereinsamt gefühlt. Madame meinte, wenn man seine Arbeit habe, gute» Aus kommen und ein gutes Gewißen zum Schlafen, dann sei man glücklich. Sie bedachte aber nicht, daß Odette jung war und vom Leben noch nicht viel gehabt hatte. Sie saß tagsüber in dem engen, dusteren Kontor nach dem Hose, wo sie nur Bauern unb Reisende an kommen sah, schrieb Rechnungen und führte die Bücher. Und nacymittags ging sie in die Rotte Dame hinauf, um andere Lust zu atmen, als die des stickigen Kontors. Aber Madame herrschte im Haufe. Odette hatte sich gefügt Aber immer mit dem Gedanken: ewig wird dieses Leben ja nicht dauern ... Die Longeville kam nie in den .AJion d'or'. weil Charles nicht zu bewegen war, ihr Haus zu betreten. „Wenn dein Mann mir den ersten Besuch macht, bann komme ich auch zu euch . ." „Da kann sie lange warten, die Alle", sagte Charles. Trotz dieser geheimnisvollen Reifen ihrer Tante unb der Erfolge bei den Männern unterwegs, war ihre Tante Witwe geblieben . . „Hat sie Ihnen denn nie ein Bild gezeigt von einem ihrer Verehrer?" wurde Odette gefragt. Sie besann sich: ihre Tante hatte ihr öfter» Photographien von Männern gezeigt, die ihr Heirats- anträge gemacht hatten. Aber auf ihre Gesichter besann sie sich nicht mehr ...5s waren meist vulgäre Gesichter ichwarzbehaarter, bärtiger Männer aus dem Midi. Sie erinnerten sie an Schlangen bündiger oder Zauberkünstler, an die Reisenden „in Baumwolle" oder „in Seife", die unterwegs gern Bekanntschaften mit reichen, alleren Damen an- fnüpfrn und deren letzte Hoffnung eine Heiratsannonce ist. Ihre Tante hatte in Marseille einmal eine Annonce eingefetzt. Darauf waren sehr viele f Briefe mit solchen Bildern gekommen .. Weshalb hast du uns davon nie etwas ftAahUv" . fragte (Tharle* ber mit Staunen diese fluegra- | bim gen aus der Bcrgangcnheit der Longeville i vernahm. „Weil ich sie für zu kompromittierend hielt, urr sie weiterzuverbreiten", sagte Odette. Rachdem da» Gericht das ganze Hau», die Schränke unb Möbel, |ogar den Müllkasten und auch den Aschenhausen untersucht unb nichts gefunden hatte, obwohl das Gericht feine Fühlhörner bis nach Marseille in die Hafenwinkel ber verrufensten Schenken erstreckte, wurde Frau Odette au» ber ft art entlassen. Sie kam heraus: verändert, abgemagert, gealtert Eine Strähne ihres schönen dunklen Haare» wir schneeweiß geworden, gerade in der Mttte. Sie schnllt sich da» Haar ab. Artemi» meinte: Sie's sich doch färben; so eine junge Fvau . ..Ach. für wen und für wo»? sagte Odette ..Nun fängt für mich rin neue» Leben an , sagte sie zu Eharles. . „ Der Lion d'or" war merklich leer geroorben. Artemis kochte derb und bäuerlich, otif Finessen ließ sie sich nicht ein. Der Stammtisch hatte sich aufgelost und warjn die „Arcades" nbergefiebell, der „(Brune Aste hatte sich plötzlich herausgemacht und glänzte, weiß gestrichen, zwischen den alteregraiten Häusern des Markte», schräg gegenüber dem „fiten d'or-. Die Reisenden blieben allmählich weg. bie Fremden verlangten fließende» Dosier, auch in den Man färben .. . Sie übernachteten lieber in den „Knabe«". Schorle» sprach davon, den Omnibu» abzu schassen: er brachte ja doch keinen Gast mehr Wir müssen umbauen", sagte Odette zu Charles. Äber ber hatte keine Lust. Er barte überhaupt zu nicht» mehr Mut. Dieser Prozeß hatte ihn gebrochen, fein Haar war grau geworden, ttr roar um mehr al» zehn Jahre gealtert. Richt» machte Ihm mehr Freude. Seine Mutter sehlle ihm, unb von Rens batte er nie mehr etwa» gehört „Denn man i*bt. wie einem die besten Freunde in der Rot verlassen, woran soll man denn noch glauben Te „Ganz zu machen, bas wäre das beste sagte 0 Harle» wenn er abends bat. leere Gastzimmer überschaute, wo die Kellnerin, die schläsnge, rott Flämin, hinter dem Schenktisch thronte und Handarbeiten machte. (Fortsetzung folgt.) ma6 Rottzma» rd*c |leid)axrna# MaNMchaft ftrflrn. ^ugtnbfrtiftll. 100 »«ter. L fier- bert (®ü*e*> 1 All; 2. fixier (etrfirn) \Ä1; K Öhrnnrrll (»•*") IÄA Die 3«tt bet Seeger» «ff bflind) «m brtttrn Hennen er,,eir. recht fluL ® a||« r b a I L Warburg Jugend — Gießen 2 »«end 4.1. Die lUtturgr: brachten eine körperlich lehr überlegene JJJarr•(*>.• t an den €tari. die aus meist toteren 3upfnbid>ixxmTnetn von 17 Sahren bestand, wäbrenb bte Siebener saft olle nur 15 bis 16 Jahre alt waren Trotzdem bürten letztere da« Spiel viel ousgegsichener halten können, wenn sie so wie im Trauring gelpieft hat- ten. las Schub- und Stellunat vermögen bet 6türm» läfct noch viel ,u rvunicher übng. Tie BerteWgung bedte iwor gut ab. brachte aber ferne langen Vorlagen ,uftanbe !B a f,e r b a t L Marburg Herren — Kietzen fierten 4 3. Das Spiet war jeber|eit NJlommen offen Man kann nicht lagen, datz eine Mannschaft bester als die andere gewesen sei. Stand bei Halbzeit 1 I. 3n der zweiten fiolbzeil ging •lefien mit 3 1 in Rührung, um dann gegen Schluß n.?d) drei überraschende Tore einzi' ftedtn und ohne einen bei verschiedenen guten Durchbruch« v. rwanbfln zu können. Für den Sturm und d«. Berteibigung der Gießener Herrenmannschaft gilt du Steide, wie bat über die Jugend Gefagie Der verbmduiigsnuinn a>ur zwar der beite Manu in der Mannschaft. kiftetr lich aber einige Unachtsamkeiten (finr aus Ersatzleuten Marburgs und Gießens fnmblnierte Mannschaft gewann gegen den als- felbrr SB. 5:2. Jnftrnaf. Tennisturnier Bad Hamburg Auf dem traditionell berühmten fiomburgrr Turnier, das nnjährlid) acht Tage nach dem Nauheimer Turnier ftaitfinbet, errangen Kirchner und 1) a m a n n vom (M i e h e ne r ’ tnnisllub I U 2 2 den dritten Preis im fierren-Doppcl B. 3ni ftampt um den zweiten Platz unterlagen sie der Homblnntlnn Seihe - Packhesser die die lurnierleiiung trotz der Spielftärfe des bekannten A • Klassensptelers 'Leche (Freiburg! unnerjtänb- licherweilk m B spielen lieft. 3m Heeren-Einzel kamen Kirchner sowohl, wie fiamann bei einem Feld von M Teilnehmern unter die fetzten Acht mutzten jedoch beide den driften Platz ihren (Hegnein überladen. Kirchner konnte den unglaublich sicher spielenden Kirch- gälfrr (Mannheim) nicht bezwingen, und fiamann. aus schlechtem Platz nicht recht in Schlag kommend, unterlag dem Mainzer Mülwerl. Ty. Gießener Tennisklub 1922 II Mannschaft — Wetzlarer lennlsftab I. Mannschaft 10 0. Eine zweite (Biefiener Mannschaft trug am Sonntag ein Rlubrotttjpiel gegen die erste Mann- schäft des Wetzlarer Mubs ans und gewann m Wetzlar mit 10:9 Punkten. 26 22 Sätzen und 232 216 Spielen. (Hieben hatte nur Meute brr A Klasse und sogar einige der B Klasse ausgestellt um oor allem letzteren Gelegenheit zu geben, sich allmählich an Turnier inet tfä in toc zu gewöhnen Trotzdem tonnte der (Lietzener llub knapp gegen den Wetzlarer Klub, der in diesem Sommer aller- bmgs dadurch stark gehandicapt ist. datz ihm nur em einziger Platz tum Training zur Verfügung steht. Iieorn Kür Gießen spielte an erster Stelle o r r I b a , an zweiter Ä. q i | d) e r bei ben fierren; Kraulein B e r g und Fräulein S i u ck r a t h bei den Damen, Scnba gewann argen Bremer 6:2. 7:5; Mischer verlor gegen Dr. 9taii 6:3. 2:6, 2:6. «in gute« Resultat erzielte v. G r o I in a n n mit einem 6:1, 6 3 - Siez über Loch Das schon tradi- ' 'Nell geworden« Spiel Boek-Dinkelmann gewann die-mal wiederum Bock Fräulein Berg mutzte mit 6:6, 6:3. 4:6 Frau Du mut den Sieg über- lassen, die fierren-Doppel« wurden gewonnen, von den Mizedspielen zwei gewonnen und zwei ver- loren. Ty. Schießsport Kleinkaliber-Preisschi rtzen Bad-Nauheim. 28. August. 21 n dem am Samstag und Sonntag jtattgehabien Preis- schießen aus den SchietzstSnden am Goldstein buben sich Kurgäste mit großem Eiter beteiligt und teilweise hervorragende Erfolge erzielt. Besonders lebhaft wurden die Vastscheiben beschossen, und ein edler Wettstreit entstand um die herrlich« von der hiesigen Schützengild« gestiftete Ehrenicheibe (auf fialz aemalteo Bild bc» Sprubtlbofs). Di« einzelnen schießen teiHatrn folgendes Ergebnis: Meister- jiheibe, 18 Preisträger für Serien, 8 Preis- träger für Bollkorten. 1. Preis für Serien: Paulus: 1. Preis für vollkarten: Dr. fianftein. Ehrenscheib«. 19 Preisträger 1. Preis und Ehrenscheibe von Lützau (Magdebiirg» Gast- scheiben wurden geschossin von den fierren Teos. Schulze, von Lützau. Ebert und ® n a b t. Internationale Leichtathletik in Bochum. T< Dochumer internationalen tteichtachlettt- Dettkämpsc nahmen am Sonntag vor etwa 10000 Zuschauern einen äußerst spannenden Verlauf und ergaben hervorragende 9e: ftungen. fi t r I 4) - feId»Alienstein konnte den längst fälligen Weltrekord t m Kugelstoßen mit I6.O4L Meter an fich reiften. Auch Köpke- Stettin wäre es fast gcguali. Pen lange ertnarieten Rekord im Hochsprung zu überbieten Er über» sprang 1.94.5 Meter, doch ergab sich bei der Abmessung, daß die Abspnmgstell« um 2' , Zenft- meler zu tief war lieber 100 Meter konnte fiouben einer, viel bejubelten Sieg über € rmmoahn des Keiner Stadions zwei Zavo- r» um den westdeuftcher- Meistertitel m Svorkfreunbe Därmen und Poseidon Köln gegenüber. Ihre anffteigenbc Form be- । stänaten bi. Da wer auch m Nckm Spiel Dis x^r Paule tag Pofe-don noch 3:0 tn Führung, nach dem Wechsel nfkn die Denner das Spiel an s-ch unb gewannen trotz des für fit en- günstigen Standes zur Halbzeit noch mit 7 3. Deutsch« Laagstrttkeameisterschasten im ^alt-ost. 2tan Sonntag tonten aus bet Donau bei Hegcns- burg auf einer 22 Ällntnrter langen Streae die deutschen £*anflürctflmmetf: edchatten im Faltboot zum Auskvva 3m F.lebvv: -chrnet rr:aig Decher r-auer. Nach der Mittagspause führte ein gestzug seine Zorben durch Stobt unb Schloß Laubach, die ihrerseits mit fiauserfchmuck unb freundlichem Gruß dankten. Lebhaftes Interesse fanden anschließend die allgemeinen Freiübungen vom Deutschen Turnfest in ftoln, die trotz ihrer Schwierigkeit unter Musikbegleitung in guter Ausführung zur Darstellung fernen, ebenso die Keulen Übungen, die der Mittekrheinkreis in Stbln gezeigt hatte. Dank gebührt der jungen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz, die sich hilfsbereit zur Stelle hielt, unb dem Berechnungsausschuß, der unter Leitung des Gauschriftfubrers Karl Wenzel (Gießen) in stiller Arbeit die Freude feder Siegerin an ihrer Leistung vollständig machte. Borführungen einzelner Abteilungen vertieften im Laufe des Nachmittags den turnerischen Eindruck, und als sich gegen Abend der Sonderzug der Reichsbahn heimwärts in Bewegung fetzt«, wurde der Abschied zugleich ein erhebende« Zeugnis innerer Verbundenheit. Nachstehend geben wir einen Auszug aus der Liegerliftc Turnerinnen - Dberftufe. Zehn» kainps 33 XcUncbmcrinnen, 27 Siegerinnen dbrenltege Paula Hofmann, Mw. Gießen. 197 P und Alfriede Münnich. Xb. 1848 Osebcn. 196 P.: 1. Sieg. Lia Schwan. Mw. Gießen. 188 P : 2. Onrnui Koch, Tv. Msleld. 172 P : 3. Hanni Traf und Toni fieQmfer. T. u. Sp -J. Butzbach. 189 P., 4. Eharlotte Mohr, Tb 1846 Gießen. 188 P. ' Beftl Mum. Mkb Götzen. 162 P. < fidbega^ Pappe. Tb Lich. 161 P. 8 MUhelmiiu- Walz. Tb Lich. 160 9 Sharlotte Lmend. Tfto Gießen 158P : 11 Glsriede Sri. Tb. Lidda 155 P : 12. (tmilie Lmn. Tb Heuchelpeim 153 P.: 13 Sma Äreubcr unb Gertrud Bock. Tb Grimberg. 152 P.: 15. Emmi Heß. Mw. Dießen, 150 P 16. Life Eckhardt. TV Lidda. 149 P: 17. Gvetel Schön. Tb. 1846 Dießen, 145 P 20. Marta Stoudigk. Tv. Lich. 141 P: 21. fiarmi ODaftbcr Tb Drddo. 139 P. Turnerinnen • Unterstufe. Zehn- kampf. 88 Teilnehmerinnen 69 Siegerinnen. 1. Sieg: Lisbeth Krößmann. Tgde Rebberg. 183 P, 2 Maria Seiferth. Mtv Dießen, und (hnilte Beuschling, T’> Heuchelheim. 180 P. 3. 3bel Hauck, Tv. 1846 Dießen, 174 P: 4 ®milie (Dilbert ITv. Heuchelhci:.!. und Mariechen Liefe. Tv. Hungen. 171 P. 7 Dretel Keller, Tv Lich. 165 P : 8 KSta Bath. Tb Heuchelheim, und Derfi Oppenheimer, Tb. Hungen, 164 P9. (2ma Braun. Mw Dießen unb Anno Schmidt. Tb. 1846 Dießen, 163 V.; 10. Dlfe Müller. TV Dründerg. 160 P: 11 Dlfnede Deller. Tb Klein-Linden. 159 P : 12 fielen« immer. Tv. Lich. Irmgard Derle unb Äargarete (Wer. Tv. Bidda. 158 P.: 13 Paulwe Knapp. Tb. Heuchelheim 157 P 15. Hansi Stühler. Mtv. Diehen, 154 P. 16. ®erba Reifer. TV Lich. 153 P. 20 Gertrud fiabk Mw. Dießen. Ton, Hardt. Tn. 1846 Dscften. TTetfo Arnold, Tb. Heuchelheim. 147 P : 21 Dust- chen 2tcbO. Tv Drünbcrg. TLn< Befder. Tv.Buig- Demünben 146 P. 22 Dründera THotk Sack. Tb Heuchelherm Dretel Spentzler Tv. Kkein-Linhen. I4R P 25. Wh Leinberger. Tb Heuchelheim 142 P 28. Line- iwfc Dirllim. Tb Hungen. 139 P - 29. Wariechen Stotze. Tb Bidda, 137 P. 30. Marie Schwabe. Tb. Burg-Demünden. 135 P Siebenkampf für Turnerinnen. 1. Sieg 31k Schneider. T - u. Sp.-B Butzbach. 113 P : 2. 2tnna Jäger. Tv. Lauterbach. 112 P 3. Mvre Drvlchel. Tb D^lar. 110P: 4 Sklla- beth Knöß. T-u. Sp.-B. Butzbach. 109 P 5. Mar« Dietz. Tb. Msfeld. 107 P : 6 TKane Bohn T.- u. Sv -D. Butzbach. 104 P.: 7. Lich Btiggr- mjim. T- u Sp -B Butz^ch 103 P.: 8. Dllriede Ändvras. T - u. Sp.-B. Butzbach. 102 P : 9. 2Uwc Bau bei Tn. Lauterbach. ^6 P 10 ®Kfabetb Kaufch. Tv Lauterbach 94 P 11. Smmi Dickhaut. Tb. Ll^eld. 93 P 3ugenbturnerinnen (Dberfrute) Zehnkampf. 18 TeilnehoiertTmeTi, 18 Siegerinnen. 1. *rg 3 r n a 311 baue. Mw Dießen. 183 P . 2. 31dabet4) Oeunina Tb 1846 Dießen 182 P 3. Hilde Süftkind. ^b Krofdorf. Duvt Dandes. Tb Sab- Tlaicheim. 17S P . 5 Marcha Becker, Tb. 1846 D«ßen, 169 P v Käthe Stauf. Tv.Drün- berg. 168 V ; 7. Len: Schmidt. Tv Hungen. 164 P. 8 *nma tian. Ti' ü'rinäerg. 163 P 9 Küche Pvech. Tb. 1846 Dießen. 161 9 ; 10. Lmelief« Heß. Mw Dießen, 159 P.. 11. Dwie! Otto. Mtv. Dießen, 155 P . 12. Dmmi Müm.lch. Tv. 1846 Dießen. 154 P Zugendturnerinnen (llnterftufr) Acht- kompf, 116 Teilnehmerinnen, 112 Siegerinnen. 1. Agnes Koch, Tv Gründerq, 158 P 2 'Hia Philipp To. 1K46 Gießen, 157 P, 3. Marie Eisen- 'hanbt, Tv. 1846 Gießen, 152 P. 4 Mochllde Koch, To. 1846 Gießen, 154) P.; 5 Gertrud Zimmer, To Lich, 149 P.: 6. Erika Rohmig, Mtv. G'.ßen, Johanna Diehl, To. (Brimbcrg, 145 P: 7. fiolmi Stork, To 1846 Gießen, 144 P.: 8. Liesel fios- mann, Mtv Gießen, Erna Ruhl, Tv. Burg G, munden, 143 P.. 9. liUi Hahn, Io. Klein-Linden, 142 P, 11. Eile Fink, To Klein-Linden. 140 P: 14. Gertrud Schmid, To. 1846 Gießen, fienny Obmann, Mtv Gießen, 136 P: 15. Luise Weiß, To Großen-Linden, 135 P, 16. fiedwig Fleischer, Tv. Ridda, 134 P.: 17. Anna Plemandt, To. Großen- Linden, Frieda Bolt, To Klein-Linden, 133 19. Gretel Müller, Mtv Gießen, Lina Schultheis, To. Großen-Linden. 131 P.; 20. Llefrl Wagner, Mw. Gießen, Johanna Pusch, Tv. fieuipeiheim, 130 P.. 21. Erna Frick, Tv. 1M6 Gießen, fierto Wilhelm, Mtv Gießen, Johanna Avis, To. Ridda. fiilde Schmidt, Io. Hrofborf, 129 P. 22. Klara «mend, Id. Strofborj, 128 P 24. fiedwig Bocher, Tv. 1846 Gießen, Gretel Rebhut, To Grunberg, E.-no Bichler, To. Nidda, 126 P. 25. Elisabeth fiuuser, To. 1846 Gießen, Mariechen Sieg, Tv. Grünberg, Auguste Bccker, Io. Nidda, Bnno Größer und Lilli Dem, Io. Großen-Linden, 125 P, 26. Irma Fischer, Iv. Purg-Gemünden, Doris Speck, To Großen Linden, 124 B.; 27. Liesel Schwarz, Io. 1846 Gießen, Emmi Dolf unb 8nni Mehl, Iv Grunberg, 123 P: 28. Emma Dirtwein, To Burg-Gemünden, 122 P.. 29. Lina Loder, Iv fieuchelheim, 120 P, SO. Emm, Schupp, Iv. 1846 Gießen, 119 P.. 31. Dora Lauser und Lina Bender, Io. strosdorf, Liselotte Euler, Tv. Grunberg, 118 P., 34. Marcha fiott, Iv. Burg Gemünden, 115 B ; 37 Else Beinhorn, Io. Großen-Linden, 111 P: 39 eifriebe Kanß, Io. 1846 Gießen, Elise Rühl, Iv. Burg-Gemünden, 109 P Dolkstümllchcr Bierkamps, 94 Teil- nehmer, 85 Sieger. 1. Elle B i tf e I b o u p t. Mtv. Gießen, 98 P; 2 lilli Espach, Mw. Gießen, 92 P, 3. Lino Stoll, Io 1860 Bad-Nauheim, 89 P.: 4. Erna Atthaus, Mio. Gießen, fiildegord Pappe, Iv. Lich, 86 P. 5. Paula fiofmann, Mtv. Gießen, 85 B ; 6. Charlotte Amend, Mtv. Gießen. 80 P.: 7. Wilhelmine Walz, Tv Lich, 7V P.: 8. fiilde Süßtind, To. ftrofborf, Käthe Bath, Io. fieuchelheim, 78 P: 9. Else Müller, Io Grünberg, El- sriede Erk, Io. Nidda, 77 P: 11. Martha Seisert, Betti Blum und Gretel Otto, Mio Gießen, 74 P., 13. Ria Schwan, Mw. Gießen, Käthe Staust Iv Grünberg, 72 P: 14. Zdel fiaurf und Käthe Preiß, Id 1846 Gießen, 71 P.; 15. Emllie Rinn, Io. fieu chelheim, fianni Walter, Iv. Ridda, 70 P 16. Elfriede Weller, Io. Klein-Linden, Mariechen Bes- per, Iv. Burg-Gemünden, Agnes Koch, Id. Grünberg, 69 P.: 17. Toni fiarbt, Id. 1846 Gießen, Erna Kreuder, To. Drunbero, Leni Schmidt, Iv. fiungen, 68 P: 18. Erna Sromm, Mw Gießen, Gertrud Zimmer, Tv. Lich, 67 P.: 19. Emmi fietz, Mw Gießen. 66 B ; 21. Emmi Munnich, Iv. 1846 Gießen, Sessi Oppenheimer und Mariechen Liese, Ib. fiungen, Ormgarb Werte, Io. Nidda, 64 P.; 22 Annelies, fieß, Mw. Gießen, 63 P: 23. Martha Staubito, Io. Lich, 62 P: 24. Gerda Kaiser und Gretel Keller, Io. L,ch, 61 B ; 25. Elsa Rohm, In Grunberg, 60 P.: 26. fianni Stühler, Mw. Gießen, >9 P.: 27 Gertrud Bock, Io Grunberg, Lilli fiahn. Io. Klein-Llnden, 58 P.; 30. Marie Schwade, Tv Burg-Gemünden, Elie Eckhardt, To. Nidda, Emma Lein, To. Grünberg, 54 P Sondervorsuhrungen M,t der Wertung „sehr gut". To. 1860 Bad-Nauheim, ein Tanz zu Dreien „ßuftiac Geschichte": Tv Detzlcr, Fre> udunaen. Mit der Wertung „gut bis sehr gut"' To fieuchelheim, 6labubunq#n; T- u. Spv. 1860 Marburg, steulrnlchwingen: Tv 1846 Gießen, Bar- renübungen. Tgde. Friedberg, gymnastische Uebun- gen: To 1860 Bad-Nauheim, Bewegungsübungen Mit der Wertung „gut": To Lich, Barrenübungm. Io Krofdorf, Barrenubunarn; Mw. Bod-Rauheim, Keulenübungen: Mtv. wießen, Barrenübungen: Iflbe Laudach Borrenubungen; I. u. Spo. Butzbach, Tanz „Rosen aus dem Süden": To Ridda, rbywmischer Tanz. Mit der Derwno „im gan- zen gut": To. Ockershousen bei Marburg, Frei- und fiupfübungen: To. Grünberg, Ton« „Die Muhle hn Schwarzwald". To Alsseid, Etaoübun- gen. To. Lauterbach, Barrenübunaen. Tv Kirch hatn, Barrenubungen Mit der Wertung „genügend bis gut" To Burg Gemünden. Barren- Übungen. rechten im Tuengau (O. T.j. bpw. 2ad-Rauh«im. 28 3uo The F«ch-> ter des Turngaue« Heften, bedoirnneltrr. ich hier am Sonatag zu e-ner Dauvorfechrerstunb«. di« dem Zweck b«n:«. ge« gnede Lshrtväft« im hechte» heranzubllberr, und an der deshalb «amtlich« «chtwarte unb Borfechter au« D :« ß « n . Detz- lat. Marburg. Butzbach Bab-2auhe:m und ^neb- 5fra terlnabrnen Kre:S»echtwart Ott ^Of^m- c>och hm bet dem Lehrgang besonders ankam, war tü« T^er« nh«'ll-.chunq bet Methode M ist rwtwend'g daß hi allen Biegen systewar.fch gekehrt wird. D-e Lchrstuob« füllte bei; ganzen Botmutaa aus Begonnen wurde mit Hwtett. später schloß sich da« Fuchrrn mit dem S6be« an Theoretische-, unb prakk 'chen 3rbrtrrunjrn und Hetnorhehirng des iZfuen 'chwften sich der einzelnen Fechter an, de wiederholt D< legen hm t aaben. Fehket zu der chttgen Ih< lehrreiche Der- ^chtt^fiund« war erst um 4 llhr nachm ttags be- j^anöboil der V X Io. firuchrltzrtm I. — Mw Sirtzen II. 2:4 Am Sonntag Wasen ftch obige Mannschaften tn ^Kfieu zu einem DdeftschaltAlptzest Obwohl Aeti- chelhein, mrt Drlatz für Tormann und HalbNich« antrrten muhte, taub es lich lebt Ichncll zusammen unb konnte bet Halbzeit 1 0 führen Kur, nach Seitenwechsel zog ®iet)cn durch Rechtsaußen giench. ben aber HeucheLhnm bald daraus etn UA-trrv* Tor entgegen!e^cn fomut Mit 2 1 her- lieft Heuchelheim al« Seger den Platz Te Frankfurt a. 2R.-SadHevhäufen 3ugr*b gegen Großen tinden t>:2 (2:1). _ Rn, Sonntag muhte fich (drohen-Vtnbei in Frankfurt a M -Sachfenhaulcn nach obigen Resultat beugen. Der Dastgeber wollte sich für feine L,eberlage m Drob«ii-i.iiiden venanchierrn unb Rente eine wesentlich stärkere Mannschaft welche auch berbient gewann, wenn auch nicht in dieser HLHr Jn der 14 Minute ko,mW der Mittel- Iflufer Drohen-Lindens einen Swofstvft uen 1 Tor verwandeln. Die Hrrubr bauerte aber mcht lange. Sachfenhausen stellte den Rusglrfch^her unb kurz vor Hawint den Führungsireffer Bach der Halbzeit konnte der Dastgrder noch viermal cdoljrexb fehl, wührcnd Droften-Linden noch drei weitere Tor« erzielte non welchen aber zwei von dem Schiedsrfchwr imbegrdf 1 icherweisc nicht gegeben wurden. Eingemeindungen in Hesten. Der Zwang zur Sparsamkeit und Rationalisierung in der Gemeindeoerwaltung, die Vlnforberun- gen der Wirtschaft nach baureifem (BelAnbe für industrielle Zwecke, das Streben nach Ausbau her Billenkolonien und schließlich die Entwicklung des gesonnen Berk,hrsn»esens haben die Frage der E i n- gemein du ii gen auch in fiessen verschiedentlich akut werden lasten. Namentlich in den größeren Städten — so Mainz, Ossenbach, Worms usw. — hat man sich mit den hier zu lösenden Bro blemen besaßt, die ium Teil wenigstens zur Zu sriedenheft brr beiden Rachbargemeinbcn geregelt wurden. In den letzten Togen wurde «rschiedentlich die Behauptung aufaefteUt, daß das Innenministe rium beabsichtige mit einem im fierst st dem Landtag zugehenden G, ses;.ntwurs die noch schwebenden Eingemeindung-absichten ooraiuvtreibcn Aus Grund unserer Kenntnis der Ding« können mir folgendes sestfteUei Dir Brninigung von Londgr- rnrinben oder Sladlgrmeindrn mit Londgemrtndrn ist durch di« Landgemeindeordnung fies- sens vom 8.Juli 1911 bin», durch dir Städte- Ordnung vom gleichen Lage geregelt. Dieses Gesetz bestimmt, daß eine Siadtgemelnde nur mit ®e- nehmigung brr Swowregierung grbilbrt umge- ander! ober aufgelöst werden kann Die Angliederung von Gemeinden kann unter Zustimmung der beiderseitigen Gemeindeoertre- tunken nach Anhörung des Kreistages von der otaatsrrgicrung genehmigt werden. Verweigert aber eine beteiligte Vertretung ihre Zustimmung, bann kann die Genehmigung nur durch ein beson deres Gesetz ausgesorochen werden. Bisher ist meist ein« Elniaung zwischen den bekeillgten Gemeinden auf gütlichem Beqr zuflande gekommen, so daß ein besondere» Gesetz, da» selblwerstanditch dem Land tag zur Annahme unterbreitet werden mußte, nicht erforderlich war. Die Gerüchte, die von einem neuen Gesetzentwurf forechen, sind also falsch. Richtig ist allerdings, daß dem Ministerium ein Fall vorliegt, In dem eine große Stadt dringend Industriegelande benötigt bas sie aber nicht besitzt Eine Nachboraemeinde, di« derartige» Gelände in größerem Umfang« hat, »eigtrt sich fedoch, d«m Verlangen der Stadt entgegenzukommen, fiier wird also zunächst versucht werden, im Wege der freiwilligen Berembaruna zwischen beiden Parteien die Streitpunkte zu bes.itiaen Gelingt das nicht, dann müßte allerdings über die Gemeindeaufstchtsbehärde hinweg tingegrif en und ein besonderes Besetz dem Landtag Doraciegt werden, das die Einaem.mdung ausspricht. Wahrfcheinlich wird ober auch in diesem Falle die äußerste Konsequenz nicht elntreten. Große ©fraffammer Gießen. Dießen, 28. Aua Weil er auf der Fahrt non TDicftd nach Dießen mit seinem Kraftwagen em junges Mädchen angefahren unb verletzt h«te. war «tn fthaufteur bes Zweckverdande« bet Dewernben Wiesrck unb Alken-Busick vom Amts- gericht Diehen »u einer Selbstrufe von 2 00 Ml. evtl, zehn Tagen Defängm« verurteilt worben. Okaai diese» Urteil hatte er mit dar Begründung Berufung «mgelegt, bah bi« Verletzte 'hm. als er scharf die rechte Straftenfeite ein- gehatten hab«, um nicht in «uia ihm «tttgegen- touunmZK'n Omnibus zu sichren, feftlich durch ciocnc« Verschulden w den Wagen geraten und ydchleht worden fei Di« Beweisaufnahme vor dem Berufungsgericht ergab aber, genau wie in erster Instanz, daß b* Schuld an dem Unfall den rhausseur traf, da er. trotzdem er b* vor «ftm gehenden Mädchen gesehen hatte. *u weit recht« fuhr und dabei die Tkrletzte erfaßte und mufchkeift«. Die Strafkammer bestätigte daher das UrteA erster Instanz. »m 16jLbriger 3unge hatte einen Kameraden von acht Jahren veranlaßt, einen Stvohhaufen von ungefähr 80 Zentner anzuzünden. Er war desholl) vom Iuge-dger ch7 Degen Brandstiftung, in mittelbarer Täterschaft begangen zu einer Defüngnisstrafe von einem Monat unter fünfjähriger Bewährimg-frist heruttrüt worften 2lllf ten* Berufung hm wurde die ^ncaft auf e i Wochen unter der «Leichen -,rung#- Singesanbl. Form und Inhalt aller unter di«,«-. Aublik flehenden Artlkrl übernimmt bi« Reba ft ton dem Publikum gegtnüt:: keiner'? Ber^n wvrtung, Der öortiunge Sleuerbdcheid Bor ungefähr 3 Wochen war im „Gießener Anzeiger' $u lesen, daß die ,t ö d t i s ch e n Steuer- b < । d) m b e in den ersten Tagen erscheinen würben und zwei Ziele bereits sallig seien. Bis hmte hebe ich noch nicht das Bergnügen, viefe Zettel bc ani'ßen >u fannen. Diele Serjngerung wird in de- gar-,- n Stabt mißliebig empfunden unb bitter hrfiogt Dr,= Lteuerzahsen gehört nicht zu den beliebtesten Bt- neu! V 233 10/ Handelsschulen Druckschrift Nr. G. 16 kostenlos. ( •» ’ Pefft ©h/jn in y. Wo Uni $ »o» b, ®ötaii * MS Mflai 'Mit fc 2?n* 3* VÄ ci*- jtftt '.---Ke Yrt ' in bt< bet fr freu TOt ' ler man fr.'flrf Legi beu* riert l-gcn weile Dac nun btedi fehlt r.gcn entor ntäd)' taster 3hi in Ä«mj Amt Q hen n -pam brr.!( bwix \efltn D lott. sor gant <711S( Hot. «ach TUfll echte n 2 schw time finnffi tottto hfan । fc brech ün 1 die man 3crronfgern. Lastwagen mit Riesenluitberelsung. 17»t, für laufende TageSiahrten zu mieten gesucht. Schrikll. Angebote mit Angabe deStzabrtkaleS und deS Silometervrelfe» unt. / /02V a. d. G. A. Donnerstag, den 30. August 1928, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Löwen, Neuenweg dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 77390 ein Motorrad, einen Aktenschrank, drei Schreibtische, ein Büfett, eine Flurgarderobe, zwei Kastenschränke, einen Äücher- schrank, eine Nähmaschine, ein Dertiko, einen .Regulator, einen Tisch, 6 Stühle, einen Sprechapparat, eine Wanduhr, vier eleftr. Lampen, 1 Feuerlöscher, eine Schreibmaschine. 600 Dachziegel, 40 Flaschen Likör. Voraussichtlich bestimmt: ein Chaiselongue, einen Waschtisch, ein Lett, ein Sofa, ein Damenfahrrad, einen Meidcrschrank. Der« Gerichtsvollzieher in Siesten. Sfrinstr. 13. Hotel Berggarten m9D firischc Seefische täglich frische Räucherwaren empfiehlt T3WD Hamb. Fischhandlg., A. Koch Na«r. DlänabnrglB.TeLlGia Auto-Medel Tel. 2502. I Feinkost Fleisdisalat mit Mayonnaise '/, Pfund 45 ‘ Mayonnaise losen.in Gläsern Ochsenmanlsalal 7i Do?e 1.00 Oelsardlnen Dose von 35 -'an Feinste Feltherinfie in Tomaten Dose 85 a Ferner: BlsmardilierlnS RollmOnse FlleiberinU i.Wein Tomaten Champignon- Mayonnaise n. | Remoulade • Brabanter Sardellen Sardellentilet In Dosen und Gläsern fiele Sorten Käse Pumpernickel Alles stets frisch und preiswert Heinrich Driesch ; Seitenweg 7t t 7539e Sie kaufen für billiges Geld eine vorzügliche Qualität, verzichten Sie deshalb auf sogenannte ,tGeschenke"! Preis nur 85 Pfennig das Pfund Mit unglaublicher Schnelligkeit hat sich die bekannte Blauband-Margarine die Gunst der deutschen Hausfrau erworben. Inder ist vielfach unter dem Druck der wirtschaftlichen Verhältnisse der Wunsch nach einer zwar ebenfalls guten, aber im Preis etwas niedrigeren Margarine laut geworden. Die Blaubandwerke bringen deshalb jetzt neben „Blaubend" ein neues Spezialerzeugnis .Alma, die Margarine für Alle' in den Handel, das diesen Wunsch erfüllt und den Hausfrauen eine hochfeine Qualität bei wohlfeilem Preise bietet. Da hierbei alle Sorgfalt auf die Beschaffenheil der Ware gelegt ist, kann von der Gewährung von Zugaben oder Gutscheinen keine Rede sein. Nr 205 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Aus -er Wett des Ulms. berliner Almpremjeren. Beginn der neuen Gpirl-eii. A»A Berlin wird un» Qd4ret*n TMbrcnb bie Theater noch ruhen oder sich mit r.nrr .unetquicfli^m C-ommervntcrßdltimg he- htgmnl her $tfcn schon dir T. - - nn Monat 3uguft IHe Lila Won» brr* rüdt mit einer Rech« guter Dortfidunom in breiter Front ror Aach bem engittchen Film, brr bie Lee schlachten bei Lorvnel und den Falflanbinr n t wieder Kurt G» c r r o n . ber nn ersten Kriminalfilm angenehm auffiei. und bringt in dos ganze eine eigenartige Atmosphäre welche bie Spannung des Speis ungemein steigert. Resultat' ein tadellos obgcbilbeter Reißer Wit bem Beginn ber Saison erscheint auch wieder R i n t i n t i n . der schöne amerikanische Schäserhunb. ddes Mal in einem Warner Brothers-Film als ..Lebensretter" (Uraufführung im Berliner Titanio-Posast». Bald erlebt man ihn als Rnsuhrer eine» Rudels wilder Hunde, dann kämpft er gegen seine früheren Speßgesellen. wirkt sich jum Beschützer eines Liebespaares auf. spielt den Retter n höchster Hot. entlarvt die Schurken des Films und weiß 'ich durch alle Gefahren durchzubeißen. um bem Sp.ei das unvermeidliche glüclliche Gnde zu y her Wer w rd bas herrliche, edle und fchem photographierte Tier nicht immer gerne sehen? Der kostbare Hund hat auch in diesem Film das Publikum mitgerissen Gute F.lmmanuftnptr scheinen eine Selten- he t geworden zu (em. Buch ber Groonhaum- Fi ni Die Königin feines Herzens-, uraufgekührt m Berliner Titan io-Po lost ist zu 90 Prozent bas Werk des Reg llfours 3anfon. der manchen "ergebheben Anlauf unternommen haben mag bis cs ihm gc.imgen ist mit ber z.emlich inhaltlosen Handlung ferNazuwerdea und em Lustspiel mit rcd>t netten Ginfoüen und komischen Szenen auf bie Beine zu stellen. Bial- leicht wäre ihm dos auch noch nicht möglich gewesen wenn ihm nicht Liane Haid. Köche von Rag. Serventi. Belpermann. .Ferdinand von Alten und 3da Düst zur Seite geßanben hatten, die durch ihr ftllches und flottes rtuscmmercrbetten den Beifall des Publikums beroorridtn Die deuriche Filmfaison hat mit starkem Anlauf begonnen. Das hier besprochen wurde, ist zunächst mir bas Resultat einer einzigen Woche. Unter den vielen unwesentlichen Gr- eignifsen die sich aut diesem (bebtet# noch ab- fbtdcn. wird ma.i den Kriminalsilm der Ufa ..Bom Titer sohlt >ede Spur" als bas w cht ^ste Grgebn's buchen müssen. Der kommende Film. Son Henny Porten Man kann einen Brick in die Zukunft des .Films nur tun. wem, man rückblickend den Weg bei rach tel. den der Fihn seit seiner Entstehung gegangen ist Dieser Weg war dornenvoll und ftevnig. und wir dürfen die ungeheure Arbeit der Fümpioniere von damals nicht gering schätzen Verschiedene deutsche Film-Theater haben das reizvolle Geit» alter stehen wir ja leider zu leicht vor der Gefahr, im Technischen das Alleinseligmachende zu sehen. Di'- 3cgctfierung. die uns heute noch ob unserer Grtolge in der Technik umfangen hält, wird in naher Zukunft vielleicht schon zum gleichmäßigen Du'.S'chtag verebben, der die Welt erfüllt, ohne 6aß wir feiner achten Die Technik bleibt stets an die Schwere des Stofes gebunden, mag auch ihr ureigenstes Wesen darin bestehen, diese Schwere des Stosses zu überwinden Leicht und flüchtig jedoch und stets aufs neue sich verjüngend sprudeln die Ideen im Reiche der Kunst Aus unseren früheren Fehlern haben wir bereits heute' wertvolles gelernt. Wir wissen, daß Man dreht einen Hörfilm. Vdn poo( (fßmunß Hahn Wern etwa» 'stelle» erfunden ist, braucht die rteffentsichkeft eine Weile, um sich daran zu gr mahnen. Auch beute noch Pin wewahnung^prnzest in Akten Man kennt ha*- Ari.rgon Verfahren. .lachteute und Halblaien wissen bereit» um do» Wie. Aber ma» bedeutet bo»9 sch-mimifches Grtinbung*- bctail durch welches da» Menschliche in hundert GinKlmomcntcn über die vrimittve Unwahr- haftigteit ber Defamtveranstaltung triumphiert" Thomas Mann hält es für verfehlt, wenn man an ben Film d e Maßstäbe der Kunst legt. .Gr ist nicht Kunst" schreibt er. .er ist Leben und Wüttfichkeit. und 1ei"c Wirkungen find in ihrer bewegten Stumm hei!, senlotionell im Ber- gleich mit den geistigen Wirkungen der Kunst- <■» find die Wirkungen die Leben und Wirklich' feit auf ben unbeteiligten Zuschauer üben. besänftigt durch die Bequemlichk.'i' ber Umstände unb das Bewußt ein des gestellten Schauspiels, txrßörft unb auf gehöht durch Musik. Sogen Sie mir doch warum man im Einema jeden Augenblick weint, ober vielmehr beult wie ein Dienstmädchen' Ist das bie Verfassung, in der man von einem Kunstwer' scheidet, einer Malerei ben Rücken wendet em Buch au» brr Hand legt Mittwoch, 29. August 1928 Wiederholungen ün Film dm große Gefahr für die Wirkung hüben Wir fühlen, daß es darauf onkommt. mit dem Leben in engster Beziehung zu bleiben Auch der moderne Mm dort mch: durch eine lleve,Häufung des Inhaltes ober durch eine Ueberstc »rrung der technischen Ausdruck-in,ttd zu einer Arabeske de» Alltags werden Ne in ihrer abstrakten UnwirAichkeit dem 3uM>ovcr nicht seelisch nahe kommt unb ihn unbefriedigt läßt Der moderne Film muß im Takte unterer 3eit schwingen er muß bUhmäßiger Ausdruck des ureigensten Leden» unterer Fett sein. Gr muß Nr (yegrntptm wie m einem Spiegel reflektieren D.eser Spiegel sott »edoch den Blick nach oben zwmgen Aus birlein Grunde muß der Film stets menschlich wertvolle Schicksale behandeln. Gr darf nicht tm Banalen und Rtchks- «apenben verflachen, muß vielmehr leibst im Lustspiel die menschliche Linie zu wahren willen Ich stehe auf dem Standpuiitte daß der .Film am besten das wahre Gesicht seines Landes trägt. Richt dem verwaschenen, verfchwommenen Aller- weftsfüm wird die Zukunft gehören, sondern dem aus den nationalen G'g.m»umlichkeften fließenden und bie Gigcnart des Produktionslandes zeigenden Sng gebraucht Da» unb Gofteen Moores schauspielerische Begabung bilben ben Anfang zu bem Film em Theater verläßt^ Gs ist wahr alte Herten meinen trenn m AlteHeidrtdetg .0 affe Bur- schenhcrrlichkeit" ae’ungen wird, aber bei S ha ke- f p« a rr. bei Kleist, bei Hauptmann tun auch fie es nicht. Die Kunst ist kalte Sphäre, man lege, was man tonlte. |ic ift eine Welt her Dergeistigung und hohv, yicbertragimg. eine Welt d.» Stils. Nr Handschrift, bzt pcrtlinlichsten Formgebung, objcftive Woft. B.-rstandeswolt. Dageg. ii em Liebespaar der Leinwand, zwei blfb- hubsche junge Leute, bie in einem wirklichen Garten mit wehenk-eo Gräsern .auf ewig" von- einanber Abschied nehmen. ->u einer Müfikbcgloi- hmg. bie au» dem Schmeichclhastesten kompiliert ist. wa» aufzutreibrn war wer wollte da toiber- steben. wer riefte Nicht toonntg rinnen, was quillt? Das ist Stoft. das ist d^rch nichts hin- buidjgcgangcn. da» fehl aut- erster, wärmet, herzlicher Hand, bas wirkt wie dtoiebd unb Rießwurz, mc Träne hftelt im Dunkeln, in würdiger Heimlichkeit betreibe ich fie mit bem Zeigefinger aus dem Backenknochen." Der Film hat nach Mann» Anschauung nichts mit bem Drama zu tun. sondern ist in seinen besten Wirkungen episch^ daher rühre auch bie ileberlegenßeit bet Russen auf be'em Gebiet, Ne nicmal» große Dramatiker, stets aber boTtorvagcnbc SrzüNcr waren. Auch von feinen eignen Filmersahrungen ploudrrt bet Dichter unb gesteht, baß er bisher mit bem Kino nicht viel Gluck gehabt habe Bei ber Ttetlilmung der .B u d b « n br o o k S" habe man, statt zu erzählen, ein glei-chgültiges Äadhn» 8. | 29 8. | 28. 8. 29.8. Datum: 29.8. 29.8. | 28. 8. |a. 8. 6% Dt Rrldifontelbe n. ru7 . . 87.« - 67 5 - •?1 C.Ai........ . t 181.6 17'1,4 »1.6 TbO'PP ('oumann......1 143 — 142 Tt Bnl.^lMOI .5.......10 178 178.5 178.5 - Teslauer ®cJ ..... 8 Daimler Mstoreo . ..... 0 106.5 • 192.75 io#,:. 194.75 IC».75 4% Oesterreich eirbeitl. OUe. . . • — — Buoeru»..... b 6l — »4.4 * Tewog . ...... 0 — 55.45 55.5 4% Ungarische «Molbtte. . . 26,6 d :6.5 — keutsche Crböl.......6 Hl.5 144 140,75 143.6 Sblerrerfe -lerer ...... 5 - 128.5 127,5 127.25 4% Ungarische «etaartL v. 1910 . — * — — Essener Hteinkohl«......8 — — 128.5 128.5 154.6 149 355 126 6 135,25 Lubw. Loewe ....... 10 9Jal. 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ÄelRngW H talieo. . . ■ II». »F 1,766 58,263 111,80 111,61 114,17 10.54, istz.sr 1.770 M,j85 113,0.- 114,03 112.39 10.567 44.005 168,00 1.767 6s,n» 111,79 111,84 112.19 10,5.5 41,99 168,94 1.771 68,375 112.01 114.0'» 111,41 10,57 42, W JO.ÄJI 40,374 40,334 40,374 4.1310 4.19MU 1.1910 4.4390 16,40 16. 16,.3? j M.36 b0..75 »0.63.5 '0,68 ■w.M epa.Tfen . 64,60 69.74 64.65 69.79 1,697 1.4995 0.5015 1,891 j.5005 1.595 D.6045 Men t-r. Ceft aboe? '9,055 69.175 59,06 »9,18 i'rro . 12.4-1 11,44 VI.U 42.44 Begrab . 7,3.0 7 3fr 4 7,372 7.6-* Tnbcfh . 73,1» 71, ru 71.417 73,11 Bai'.arvo 4,Uii 3.U3d 3.047 J.043 ytffabon 18.6fr 18.92 16.M 15.57 Teni'.a • • 81.34 2,175 5.425 61.48 2,160 5.435 81.30 2,182 6.425 54,46 J.lfrb 5,435 Llten . . icacba . 4,134 4.201 4,194 4.^2 Ilm.ntni 4.2'1 4.279 4.271 <0.855 4.279