lb|e fi* *» i r * fit M 1 ®6rtn n, ' ixiniftk jj" ü *W ‘«3,1? ‘-tewlS wi5 ij?*«** 3ojj. geteilt - 1 war ‘ lr^ aui Ul ft ™ mitrnfln-. JJ 8 12Q. axrbtn hau Igenwmtn axr- Stfeftigimyn auf. •9tn die fiten rj Mer ®ent I) an Umtang u> en. unb $ed)i* er Termin yfe- |id) |d)on ein i* L »achtem terrt» lag. Salbte' t . Ralimtrte ' K-; >.5 o.i)., ? ritit geilte ■* - fllt INI bt C?r ■ i Bfdlrt btt i. N bi? io&en. rlch ihre oUief tebie Lchmul-.. dich booten fei , ijöteT. Ralfe’’ ist. unb auch jed SaMt Snleite 6. HMfolier im r unb Rumam vrtt unottbnbn HU Wer. Ingo Ib 15 bis 85 M -jdettrse. ’uni Der hm, etlehri^ in äu'r' it ist nach wt bet rubiger » ttemittel, la - ch, ebenso Xoflf M. crmibigt ' iTgru * IMS: ■W- -nben-: nw ,-iMgsblaÜ. b Rlauenfew »ft - Ratvilil«* unb OHo*- M. 150 Erster Blatt 178. Jahrgang K Donnerstag, 28. Juni (928 tr|d)nge Io weit gediehen, dah nur noch ein etwas reinlich wirkender Streit um einzelne Minister- estel bestand, der dann aber im Laufe deS Mittel »och zu einem Prestigekampf zwischen £>ermamx Müller und dem Zentrum sich entwickelt hat. Lid) von der Deutschen Dolkspartei !>ehauptete man, dah sie Schwierigkeiten machen nmlle. DaS ist aber nicht richtig. Sie hat den iklein möglichen Standpunkt eingenommen, dast hie Kabinettsbildung Sache deS vom ReichS- rrälibenten beauftragten Vertrauensmannes sei mb dast die Fraktion sich ihre Stellung dazu auch wenn Mitglieder von ihr in der Regie- ring vertreten sind — von der Regierung-»' crflarung und von der Arbeit des neuen Mini- licruim* abhängig macht. DaS Zentrum daaegen hat anders taktiert Si't hat zweimal die ihm angetragene Stelle eine* . izekanzlerS ausgeschlagen, ist dann plötz- |hdb untflcfallen und kam auf diese Forderung ■Aieflcf. in einem 2lugenblick. alS Hermann Müller ' t bereit» dahin festgelegt hatte, dast er die ■etH'img eines Dizekanzlers jcfit nicht mehr Iper geben wollte. Veranlaßt worden ist er > tetaU durch einen Wunsch de- Reichspräsidenten. irr auch durch Bedeuten. die aus der Deutschen ' vllSpartei heraus gegen einen Vizekanzler nach- i-tzcklich geltend gemacht worden waren. 'DaS ttntnim hat eS sogar sertiggebracht. obwohl lermann Müller betonte, dast er mit den Mi- sleranwärtem unmittelbar verhandeln •rollte, f Id) immer wieder e i n zus cha l - :*n. indem eS eine unerfüllbare Forderung auf »de andere pfropfte; indem e» zwar formell auf Äbr Vizekanzler verzichtet«, dafür aber ein aus» v s^rochen politisches Ministerium verlangte, iuch das mußte Hermann Müller ablehnen, da | und in seiner bisherigen Stellung als Ehef der । politischen Abteilung im 3nnenminiftetium hervorragend an den Wohlmihbräuchen bei der letzten Wahl beteiligt gewesen sein soll, wodurch große Massen von Mindcrheitenstimrnen verloren gegangen sind. Die Umbildung des Kabinetts hat in parlamentarischen Kreisen Befremden erregt, well sie ohne Fühlungnahme mit den Parteien erfolgt ist. 3n Kreisen der parlamentarischen Opposition erklärt man. daß die Ernennung Bartels wenig günstige Aussichten für die Zukunft biete und die Möglichleit einer Verschärfung des Streites zwischen Se,m und Regierung entstehen lasse. ———— - England und die Rheinlandräumung. Chamberlain im Unterhaus. London, 27. 3uni. (WD.) 3m Unterhause fragte D u x to n den Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, ob er angesichts der kürzlich von dem polnischen Außenminister abgegebenen Erklärung die Versicherung abgeben wolle, daß die englische Regierung die Gewährung weiterer Garantien an die polnische Regierung In Verbindung mit der Räumung des Ryeinlandes nicht inS Auge fasse. Chamberlain antwortete: „Die großbritannische Regierung hat wiederholt festgestellt, daß England nicht in der Lage ist. weitere Garantien zu geben oder ihre Verpflichtungen auS dem Völlerbundspakt und dem Vertrage von Locariw zu erweitern.' v. Ponsvnbh fragte hierauf: „Kann man demnach der Auffassung sein, daß die englische Regierung hinsichtlich der Frage der Rheinlandräumung vollständig freie Hand hat?" Ehamberlain antwortete: „Gewiß müssen wtr unS mit anderen Mächten ins Benehmen setzen, aber wir haben feine Wei teren Verpflichtungen." Darre 3 o- nes fragte dann: „Wenn der Staatssekretär des Auswärtigen in der Angelegenheit freie Hand hat, hält er dann nicht die Zeit für gekommen. wo wir unsere Truppen aus dem Rheinland zurückziehen müssen?" Chamberlain empfahl dem Fragesteller, seinen Parteiführer Lloyd George darüber zu befragen, warum dieser die Frist von 13 3 ahren in den Vertrag von Versailles habe aufnehmen lassen. Wenn er auch selbst zur Zeit des Abschlusses des Vertrages dem Kabinett angehört habe, so kenne doch Lloyd George den Vertrag und dessen GedankengSnge heiser. Der demokratische parteilonvent Die Programmrede BowerS. Houxton, 26. 3unl (WTD.) Auf dem demokratischen Rational-Konvent hielt der vorläufige Vorsitzende Claude BowerS die Pro- gramnicrede, in der er auSführte, die Demokraten hätten zu einem Ausrottungskriege gegen »Privileg und Plünderung" und a e- gen »Autokratie und Bureaukratie" mobilisiert. Dir marschieren, fo erklärte 2o- wers, gegen die Zentralisation, die die Freiheit deS Bolles bedroht. Wir kämpfen für die Ehre der Ration, die durch die unverschämteste und schamlose st e Korrupt tons- orgie besudelt worden Ist. Bowers griff die Tarifpolitik und die Subfidepolitik der beiden letzten republikanischen Regierungen an, die jetzt hofften, das Gewissen der Ration im Schlaftrunk einer vorgetäuschten Prosperität zu betäuben. Die 4 Millionen Arbeitsloser, die Millionen verlassener Farmen, der Bankrott von 4000 Banken und 23 146 Handelsfirmen in den sieben 3obren der republikanischen Herrschaft bedeuteten jedoch alles andere als Prosperität. Wir beabsichtigen, so erklärte 2o- wers, der Dollaroiplomatie in Lateinamerika im 3nteresse der Gerechtigkeit und auch im 3nteresfe des amerikanischen Handels ein Ende zu bereiten.....Wit unserer derzeitigen Politik säen wir in Lateinamerika eine Saat, von der unsere überseeischen HandelS- rivalen ernten werden. Wir können unsere Wa- rinesoldaten, die unsere südlichen Rachbarn mit der Muskete aufsuchcn, nicht gegen die englischen oder deutschen Reisenden ausspielen, die ihnen mit einem Lächeln entgegenkommen. Die Republikaner schützen lediglich die Großunternehmer, während die Demokraten sich des kleinen Ge- schästsmannes und des Farmers annehmen. 3n diesem Zusammenhang richtete Bowers besonders heftige Angriffe gegen den Schahfekretär Mellon, den er als den »Pittsburger 2 r a t i a n u" bezeichnete, der aus amerikanischen Farmern rumänische Bauern machen wolle, um die Kassen einer geldstolzen Kaste zu füllen. Demgegenüber kehre die Demokratische Partei zu den alten Grundsätzen der Freiheit und Gerechtigkeit zurück. Wüste Tumultszenen. ttm die Kandidatur deSGouvcrneurSLmith Senator Robinson, der al- der aussichtsreichste Kandidat für die demokratische Rvmi- nation für die Dizepräsidentschast gilt, wurde zum ständigen Dorsitzenden des Konvents erwählt. Als Robinson m einer Rede während der kurzen MittagSsitzung darauf hinwies, daß 3efferson sich besonders über jene Destimmung der Bundesverfassung gefreut habe, wonach kein Anwärter auf ein öffentliches Vertrauensamt sich einer Prüfung feiner religiösen 11 cberseuaung zu unterwerfen brauche, wurde diese Erklärung von den An- hängeni des katholischen Gouverneurs Smith mir demonstrativem Beifall ausgenommen. Unter den Delegierten der Südstaaten, na- memlich denen von Horb-Äarolbra, Alabama und Georgia, entstand jedoch ein großer Tumult, Der schließlich zu wüsten Schlä» g e r e i e n führte, die erst nach etwa 10 Minuten durch die herbeigcholte Polizei nach aus- atebigem Gebrauch ihrer Knüppel veigelegt werden konnte. Während des demonstrativen Beifalls, den die Erklänmg RvbinkonS bei den Anhängern deS Gouverneurs Smtth auSlöst«. ergriff ein Delegai des S:aateS Mississippi die von der Delegation mitgefüforte Standarte und lief damit in den Mittelgang der Konventshalle. Die Anhänger Smiths schlossen sich ihm sofort an und begannen unter großem 3übel einen Rund- marsch durch die Halle. Sie versuchten, die Standarten der gegen Smith eingestellten Delegationen von Dord-Ka^iina, Alabama und Georgia zu ergreifen und die Delegationen ge- waltsam bi die Parade hinein-uziehen. Dabei kam es zu einer Reihe von Faustkämpfen. Die Standarte von Rord-Karolina wurde zerbrochen und schließlich muhte die Polizei ein» greifen und von ihren Knüppeln Gebrauch machen, doch wurde dabei niemand ernstlich verletzt. Rachdem sich der Sturm gelegt hatte, letzte Robinson seine Rede ungestört fort. 3n der heutigen Abendsitzung werden vor- auSsichllich die Reden folgen, in denen die verschiedenen Kandidaten für die demokratische Rorni. arion dem Knnvenl vorgrschlagen werden. Die Rominierung des Reuyo.ller Gouverneurs Smith dürste, wie allgemein angenommen wird, im ersten Wahlgange erfolgen. Auch die Delegaten des S.aales Ohio haben nunmehr beschlos en, die meisten ihrer 43 Stimmen für Smith abzugeben. Tagung des SicherheMomiiees Die Modellvcrträgc Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Berlin, 26. 3uni. 3n G « n f ist der S i che r- heitSauSschuh der vorbereitenden Abrü- stunaskonferenz wieder zusammengetreten, um sich mit den verfch ebenen Mvdellverträgenfür den Abschluß von S.cherheits- und Schiebs- gerlchtSpck.en zu beschäftigen. Ursprünglich hatten wir uns auf den Standpunkt gestellt, daß im 3nteresse deZ Friedens zuerst über praktische Abrüstungsmahnahmen beraten toerben müßte, Frankreich aber, das von Rüstungsbeschränkungen nichts wissen will, setzte die Bildung eines Sicherheitskomitees durch, daS sich mit einer nochmaligen vertraglichen Garantierung des Friedens, richtiger ausgedrückt, des gegenwärtigen Zustandes unter besonderer Berücksichtigung der sich für die Sieger auS dem Bersailler Diktat eraebenben Rechte befassen soll. Wir trugen der veränderten Situation durch die Ausarbeitung von Modellverträgen Rechnung, die sich nicht nur in der Richtung der von uns seit dem Kriegsende befolgten Politik der Befriedung Europas bewegen, sondern auch mit der g leichgearteten Politik der Bereinigten Staaten sich decken. Aber auch bicre Entwürfe hoben die Zustimmung Frankreichs und seiner Gesolgstaaten bisher n l ch t zu erringen vermocht. Was Frankreich will, liegt auf der Hand, es strebt auch hier ein Oft-ßocarno an, woraus wir uns natürlich nicht einlassen können, weil das keineswegs die Sicherstellung des Friedens bedeutet. Trotzdem muß sich Deutschland jetzt im SicherhcitSkomitee mit feinen Gegnern herumschlagen und versuchen, die besten Losungen zu erreichen. Dis im Sicherßritskomitee so weit reiner Tisch geschaffen ist, daß man an die tatsächliche Abrüstung Herangehen kann, dürfte wohl noch viel Wasser bergab fließen. Glücklicherweise läuft daneben noch der Kelloggschc KriegSächtungspakt, so daß wir nicht allein auf verlorenem Posten kämpfen, sondern in Ruhe abwarten können, wie sich Frankreich und Luneriko einig werden. Wird die Kriegs- ächtung vertraglich fundiert, dann kann daS Sicherheitskomitee feine Arbeiten e i n st e l l e n, well die Aechtung des Krieges durch alle Rationen die beste Friedenssicherung ist. Die Abrüstung könnte beginnen; wir werden aber gut tun, nicht mit ihr zu rechnen, weil Frankreich auch nach der Verwirklichung der Kellogg- schen Absichten noch immer Gründe in genügender Menge bereit Hilten wird, um sich der Rüstungsbeschränkung zu entziehen. Verhaftung eines Deutschen in Afghanistan. Berlin, 27. 3unl. Wie die „B. Z." durch einen Brief aus Kabul Erfährt, hat der deutsche Major Christen, seit mehreren 3ahren als Militärinstrukteur in Kabul tätig, ein Liebling des zur Zeit noch abwesenden Königs, bei einet Hebung einen Zusammenstoß mit einem ungeschickten afghanischen Offizier gehabt. Dieser begab sich sofort ins Lazarett, und es wird jetzt behauptet, daß er lebensgefährlich erkrankt sei. Major Ehristen wurde suspendiert, unter Militärbewachung gestellt (seine Familie unter Polizeiaufsicht) und hat ein Berfahren zu erwarten. Es wird in dem Brief behauptet, daß eine türken- freundliche Gruppe in Kabul seit längerer Zeit gegen die ganze deutsche 2lrbeit in Afghanistan intrigiere. Don unterrichteter Seite wird darauf hingewiesen, daß Driefe von Kabul hierher über drei Monate brauchen, die Angelegenheit also ziemlich weit zurückliegt. Auch im Auswärtigen Amt ist brieflich bekannt geworden, daß eine derartige Angelegen' Helt geschwebt hab.m soll. Da aber weitere telegraphische Rachrichten des deutschen Gesandten in Kabul hier nicht ein gegangen sind, dürfte die Sache keine Bedeutung haben. Aus aller Wett. Tic Reichsbahn 3um Ummendorfer Eisenbahnunglück. Don der Reichsbahndireklion Stuttgart wird miigetelll: ..Die ReichSbahndirektion Stuttgart hat zu der Entgleisung des Schnellzuges D135 in Ummendorf am 27. 3uni weitecc Feststellungen gemacht und teilt über das Ergebnis u. a. folgendes mit: Alle Anzeichen sprechen dafür, daß die Ursache der Entgleisung darauf zurückzu- führen ist, daß der Zug mit zu großer Geschwindigkeit in die Weiche, für die eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Kilometer pro Stunde vorgcschrieben ist, hineingefahren ist. Hieraus weist abgesehen von den nictzt durchweg übereinstimmenden Aussagen von Zeugen die Tatsache hin, daß nach dem Zeiger des Geschwindigkeitsmessers der Zug nicht rechtzeitig und ordnungsmäßig aus der Geschwindigkeit von 80 Kilometer pro Stunde abgebremst, sondern zu schnell zumHal- ten gebracht wurde. 3rgendwelchc Lockerungen deS SchtenenbefestigungSmaterialS sind weiter nicht wahrgenommei, wocden. Der Umstand, daß einzelne der zum größten Teil zerstörten Schwellen sehr morsche Stellen zeigten, rechtfertigt in keiner Weise die Annahme, daß sie be» tnebägcfäbrfid) waren." Die Uiatten-BranbfllftnngCTi an der preußisch-sächsischen Grenze. ü Pfarrer Bei starker Von einem Rehbock sch.ver verletzt. Wernigerode griff auf der Chaussee ein Rehbock einen Radfahrer an und U Weist. ! । ’ rh» fre»r<«L G •eme, G ••tl® • Vbett a Sreep«in. • wteti K «rviittr (g)v.«esiit:e.OR •* «KRtr» Qu «IIS'K' b Ma'«o<*o Oit eieit fiitgtn en ct*n wimc D’t oeotn lf«iie*tn ittne*« ti* i-ltn dit Ttmptr-luf «ix Oit HO'tR rtrinoen QrU eul yticlCÄ r.f «»trriC'Vrao „nerrrrrin-iro Utfl-zecl Wettervoraussage. Sehr rasch hat sich der hvh« Druck ostwärts nach Mitteleuropa außgebreitet, er erreichte be* reite in unterem Gebiet einen BarometerftOM von 770 Millimeter. Unter seinem Einfluß Hal sich di« Wetterlage beruhigt und Dewöllungs- abnahm« eing«s«yt. 3m Bereich des hohen dürfte das Wetter zunächst sich freundlicher flt* staltcm. Da aber ein« neue lierbrudftcrung noa AUantit heranrückr und bereits über Ortens Barometers all verursacht, lo dürst« di« Sübkltt der Störung unter steigenden Temperaturen av unserem Gebiet zu Bewölkung führen. Voraussage für Freitag: Ausheitenv deS. wärmeres und durchweg trockenes Wetter. DorauSsag« für SamStag: Zeitweist bewölkt, auch vielfach aufheiternd und weitet Temperaturanstieg. Lufttemperaturen am 27. Juni: mittags 14^> Er« Celsius, abends 10/? Grad Celsius; am 28.3un^ morgens 12,1 Grad Celsius Maximum 16,8 ®ree Celsius, Minimum 4,4 Grad Eelsius. — Erdtempera- turen in 10 Zentimeter Tiefe am 27. Juni: adend« 17,1 Grad Celsius; am 28. Funi morgen» 12,9 Gr« Celsius. — Niederschläge 4 Millimeter. — bonnen- scheindauer eine Halde Stunde. E'irh'ome 3cfi ^tautnfeude LH r. S? ist - ,n^ De * kfo Ä; Äß I der wrr^^n« '4 Eö^lbefinZ) lut Leuch ** M -lese 'T’1 förmli -J» Saue Schilt h. i' ^’lurÄ auc •Ä, S4na d ■4 das, kj,11 K*M4tina4t WZr < t tzetzische am I Mv. \i\W mü: 1» 1.3uni b. 3. I W'i h.ngrvielen • Irem 3abtA< ► c4 gesamte 6 Ue'sen frei ot ' suche. Diese Jai ■rjwrt. veil sie W-vesr-cuischlon- tusrriett De^ b Miul» unb Klauen £' die Aolksern bnitung niedrig । n I ber autzervi Mngfnt M ®Ql Ehrend einem M betten. Aun Mternen Bekäm-ß Dem, Seuche tacktetine unü trügen, wie I na< FuJrter. M, tSl 4* rtjK« SS»»““ verteilt Zwei Drittel b:r vel Drittel d:r gestellten Anträge seien worden. Die Behörden mühten ver- abgelchnt anlaßt »oerden. für Lehrstellen von Kriegerwalsen zu sorgen. 3um Schlüße forderte die Rednerin Aum Zusammenschluß aller Kriegerhinterdliebenen nuf, damit für die Kinder der hinter Hlebencn eine bessere Zukunft erkämpft werden könne. Al« »weiter Referent sprach dann Gautekretär Denner (Darmstadt» über die .Versorgung der KriegsdkschSdiaten und Durchs uhr-ung de« Der- sorgrmgSrechts'. De. Redner behandelte zuerst die AusglclchZzulage. welche -- trotzdem etwa 83 Prozent der Kriegsbeschädigten sie erhielten - abgefchafft werden müsse. Die Aussichten der Beamtcmfcheininh.rber auf Anstellung seren sehr gering. Bet der Besetzung von Stellen in Ar- oeit«ämtcrn Hütten Derfocgung«anwär;er keinerlei Bevorzugung. In der Frage de« Sterbegelde« feien Steuerungen etngetreten Da« Sterbegeld wurde erhöbt und beträgt im Bezirk Gießen- Stadt Im Einzelsallc 65 Ml. Redner warnte vor der Antragstellung auf Kapitalabsinbunq, da sic vielfach xur Schädigung de« Drir-effe^rd-nr führ« Da« Ziel bei Bunde« sei. Anstreben einer Serechren Versorgung zum Wohl der Kriegsopfer. -ine Aussprache kam wegen Dorgerüdl« Stunde nicht zustande. Auftrieb zum heutigen Frank furter «chlachtoiehmarkt: Kälber 1017, Schafe 108, «chweine 325, Großvieh 78. Oer Dolksbank-Prozeß in Wetzlar. Am Dicrr-tag, dem zweiten Verhandlung^- tage, wurde die Bernchtnung de- Angeklagten Drescher sortgeseht. 3m Verein mit den Sachverständigen wurden verschiedene Punkte der Anklage eingehend erörtert. Al« erster Puntt kam die unbefugte Krcditcntnahme de« Angeklagten zur Sprache. Rach den Ausführungen der Sachverständigen hat der Angeklagte m den Jahren 1924, 1925 und 1926 iinsgesamt 22 000 Marl Kredit au« der BolkSbank entnommen Der Angeklagte darüber befragt, wa« er mit diesem *3clb gemacht habe, erklärte, er wisse nicht, wo da« Geld hingckommen sei. Bezüglich der Deckung für die entnommenen Gelder behauptet er. die Volksbank habe Wertpapiere von ihm al- Sicherheit gehabt. Sodann oehandeltc das Gericht den Fall, in dem der Angeklagte den Kredit, der durch Beschluß dcS AufsichtSratS in Höhe von 5000 Mk. für die Metallgieherel eingeräumt war. eigenmächtig um ein Mehrfache« überschritt Hier kam eine frühere Zeugenaussage des Vorstandsmitgliedes R o m p f. die auch durch einen weiteren Zeugen bestätigt war. zur Verlesung, wonach Romps eineS TageS. otS der Angeklagte abwesend war, das Konto Metallgießerei prüfte und hierbei den bereit« weit überschrittenen Kredit seststellte. Der Zeuge will hier einen Strich unter da« Konto gezogen und seinen Hamen darunter geschrieben haben zum Zeichen, das) weiterer Kredit nicht mehr gewährt werden dürfe. Trotzdem sei vom Angeklagten weiterer Kredit gewährt worden. Der Angeklagte äußerle hierzu, daß dies kurz vor der Zwangsversteigerung der Wteallgiesterei gewesen und damals Kredit an die G. m. b. H. nicht mehr gewährt worden sei. Sodann wurden mehrere Fälle von Kreditgewährungen durch den Angeklagten an Mitglieder sowie an Siichtm'.tglicder erörtert. Es bandelt sich um drei Fälle, bet denen die Toll«- bank in zwei Fällen Beträge von 4500 und 2503 Mark eindühte. da die Kunden zahlungsunfähig und Sicherheiten nicht vorhanden waren. Diese Kredite will der Angeklagte im Einverständnis mit dem Vorstand gegeben haben. Bezüglich der Bilanzsällchungcn und den damit vom Angeklagten getätigten fingierten Einzahlungen ist der Angeklagte geständig. Ebenso gibt er die Fälschung derReich «bank» q u i 11 u n g zu. in der er au« einem Betrag von 34100 Mk. den Betrag von 134 100 Wk. machte. Die beiden anderen Fälschungen, in denen er Schuldlonten durch fingierte Einzahlungen (einmal 17 750 und daS andere Mal 5000 Mark» beseitigte. bann aber diese Zahlen wieder au« den Büchern wegra-iertc. gib» er ebenfalls zu. intern er einen Ange stellen hiermit beauftragt habe. Er entschuldigte die« bamir. bah er behauptete. zu dieser Zeit — kurz vor der Revision — sei er mit seinen Rerven derart zusammengc- brvchen gewesen, dah er nicht wühle, was er tat Damit war die Vernehmung de« Angeklagten abgeschlossen. AlSdarm erfolgte die Vernehmung des Zeugen DerbandSrevifor Schneider aus Darmstadt. Diefcr hatte bei einer Revision im April 1927 die Verfehlungen des Anaeklagten aufgebedz und war. wie erinnerlich, in der ersten Verhandlung, zu der er at« Sachverständiger geladen war. staltetc am Sonntag der Reichsbund der Krieg«- beschädigten und Knegerhin i«ebenen aut der L.eblgth u< Der grob« Saal war dicht gefüllt; besonder« stark waren Beiu^. au« den xianh- orten de« Krc es ®lr5cn ergäbt en en. Der Vorsitzende der Or tsaruppe Dlesten. Herr W o o « - Dorf, erbt nete die Versammlung und begrüfttt den Vertreter de« Kveisamts Vteßen. Regie- rungSrat Dr Traun. Schulrat Fischer t?on der Demo.'rat scheu Partei. Postasli ent Aor th von der Drul'chnationalen Partei. Frau Xlanb- tagsabgcordnet. Roll und Frau Stadtverordnete Ottilie von der Sozia^demo.'ralllchen Partei. Hicrau' ergriff bi« Mitglied des Bunde«- ausfchuste« Fr a Marie Detzel (Kob enz. da« Won über .Die Versorgung und jldorgc der 5teicgerhinterbliebenen Den fast z veistündigen Aus ührun^en de: Rednerin M folacirdes ent- nonun... Sie öllentlichc Meinung sei vielsach gegen die Kriegsopfer weil sie über die schlechte “.nan^lcUe Qcge derselben überbau : nicht o:i n- tiert sci. Eins Krtegertollwe erhält 3) bi« 44 Mark monatliche Rente wozu noch ein« Zusatz- renk von etwa 32 M'. kommt. Dieb Rovclle des Reichfe-^orgungS'efeve^ habe keine Dergünftt- aunacr uriic K icgevn it. en gebraut. ruei b?r Gutachter zu folgend, n Schluhlolgeruvgen L m: Dom Stanbpunkt i)<« kriminalpkycholrgischcn Sachverständigen handelt e« sich um einen Ixabsichtigten Familien» felbflmord. Die äufjerltd) akuten Gründe zu bielcr VerzweislungSlat bildeten ber am Tao« nach der Mordnackt drohende Wohixungsverlust. ber damit verbundene Familienzerlall. die sich immer mehr zuspitzende. nicht mehr al« erträglich und abwendbar empsundenc L.ben«not. Hinzu kamen als reaktive Momente, bie bei ber Frau trotz angeipanbter Vorbeugvngsmittel entgelte- tene vierte Schwangerschaft, ihre an und für sich während bet Schwangerschaft vorhanbci.e Hel- gunq zur seelischen Deprels on mit Selbstmord- gebauten, fowie bei beiben Gatten eine durch lauge ilnteretnährung unb körperliche Zerrnürbt- heit bebingte WiberstanbSlvsigteit. Der aktive Entschluß zu bem Familiensclostmorb ging von Frau Wichmann aus. Der charakterologisch mehr passiv geartete Mann vesand sich in seelischer unb serueller Abhängigkeit von der Frau. Ihrem energischen Drängen zum gemeinsamen Freitod der Familie vermochte er um so weniger Widerstand zu leisten, als er mit den Verven zusammengebrochen war unb keine AuShil««mittel mehr sah. Der zunächst unbegreiflich erlcheineude Rücktritt vom Selbstmord erklärt sich dadurch, daß der beherrschende Einfluh der Frau nach ihrem Tode erloschen war. daß er selbst zu erschöpft war, um die zur Selbst Vernichtung notwendige Suergi« auhubringen. ES bestehen nach der Meinung deS Sachverstäudlqen begründete Zweifel, ob v«r Angeklagte sich bei der in größter Der- zweiflung begangenen Tat in jenem Zustand freier TM Benebelt im mung befunden hat, dessen positiven Vachweis das Gesetz für erforderlich hält. Sr selbst, so betonte der Sachverständige schließlich, halte die Wahrscheinlichkeit für größer, daß bie Doraussetzuugen bc« § 51 vorliegeu. An baS Gutachten knüpft? sich eine längere Auseinandersetzung zwischen ben übrigen Sachverständigen und Dr. Hirschselb einerseits und bem Dvrsiyenden anbeverteile. Wan erfuhr batau« u. a„ daß Wichmann bei der Tötung der Frau au'cheincnb sehr rücksichtsvoll vorg'ug, benn er legte unter bem R'.ernen ein Ta'chcnluch aus den Hal«. Dann kam eine Reihe von Leum un bs- zeugeu des Angeklagten zu Wort. Die heutige Ober'taMefretärin ömma A. aus Saarbrücken ist Jugendfreundin bc« Wichmann. Die v^eugin bekundet, baß Wichmam. ein seht aus- richtiger unb zuvorkommender Spielkamerad gewesen fei, der fich leicht von ihr leiten und beeinflussen lieh. Die Zeugin lernte auch die Frau ix« Angeklagten fermen; sie machte auf die Zeugin und ihre Familie keinen sympathischen Eindruck, waS in deren Benehmen seine Erklärung fand. Auch die Schwester dieser Zeugin schildert den Angeklagten al« einen lieben Freund. Die Zeugin M. fand ba« Verhältnis der Eyeleute Wichmann als ein überaus herzliche«. Der bSjäbrigc Vater der Frau Wichmann, der frühere Lerbermeilter S chöpp bekundete, dah feine Tochter ein Durchichnittsklnd gewesen sei. Der Zeuge bekundet nun weiter, dah er 1927 rincs der Kinder des Yingeriagten in Pflege genommen habe. Roch sieben 2Üc>chen fei ober feine Tochter gekommen und habe ba» Kind mu der Begründung wieder abgeholk, daß der Vater sein Kind selbst crzichen wollte. In der Chc hätte Wichmann das Regiment geführt. 14 Tage vor dcr lat fei feine Tochter zum letzten Male bei ihm geroefen unb habe verlangt, daß man Ihr eine Stube einrichte für ihre Kinder. Das hätte er aber obgefehnt; dagegen wäre er bereit gewelen. feine Tochter unb die xinber aufzunebrnen. Der Vorsitzende hält dem Zeugen vor. daß biefe Darstellung dem Llbil^edkbrief feiner Tochter w rspreche. Hier habe die Frau Wichmann gefchrieben: „Ich war ,zu Hause, man hat mich fall abaewiesen. Keine Liebe, kein Entgegenkommen, alles ha» sich gegen uns gewandt. 3o scheide ich denn von dieser Erde." Der Zeuge gab an, dah er fich den Inhalt des Briefes felbft nicht erklären könne. Der Zeuge ist der Tleb nung, daß die Rot der Familie immer vertuscht wurde. Die Schwester der Frau Wichmann bestätigte im wesentlichen die Bekundungen Ihres Vaters, von der Ehe hatte die Zeugin ben Eindruck, daß der Angeklagte bas Regiment führte. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob der Angeklagte unter dem Pantoffel gestanden habe, antwortete bie Zeugin mit Nein, yrau Wichmann habe sehr an ihrem Mann gehangen. Die Zeugin erklärte noch, baß ihre Schwester öfter lebensübetdrüssig war. Die Verhandlung wurde bann auf Donnerstag vormittag vertagt. Gießener Anzeiger" darf ie und ilarfe Liebe erftänbnl ||» »I der Wt» int i.nferer Stadt nieder, der bekanntlich in feinem !Bi ichlnis feine Vaterstadt Eletzen mit einer tret,en Kunstsammlung unb mit Wninbdgcntum bc- Ik unb dadurch ein weithin leuchtende» Zeichen | rer«angenen Iahten im ,( I hieven sind, haben sich namentlich in kos der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 28 3unl 1923. Unser neuer Roman 1 Ai wenigen Tagen gehl unter laufen der Ro- ieifung in Sitaitr ‘alt in Äwßt'ir- \ btf fqlalnpublil; Sahlkl stehe yrtit ^tltun nx \m MmaxttT i6|tnt Dntklmlte tt wieder einmal ein Scuchenzug von der frgfeit unsere Tier bestände bedroht, wie der Tophic fllorrn erst kürzlich verstorbene talentvolle nord- INrxrirlt in« fe Gch । adststkr 3 a? i bütek fcr -n- nbeit shpt er »>.- unjillltn y.- )üu5 tuet. IN * 5 "J: Zusammenballungen von Klauentieren in Am» :t von Märkten, besonder« der großen mlräbig wicderkehrenden V m|r*irfte. wie Hessen einen ’ol iai“ lusiage- s> so dAtt-s-' xdcn guni: ,WJi 1^,7 tWM »Metnen Lebens fchilbertc und namentlich feine i» en Verdienste auf dem Gebiete der Ehern ifcnolxmfe heroorhab, ferner auch feine |t. Ift Glrfttn unb fein hervorragende» V •|r bte Kunst erwähnte. Im Auftrage ber Stadt- »» - cltung legte Bürgermeister Dr. Selb einen jft an der letzten Ruhestätte dieses treuen Sok) 14 ß en Bürgersinns gegeben bat. Die Koro» iB-nia (fielbrlbcrg) unb äsaria (München), die beioe kktlne und Alte Herren vertreten waren, ge» ^rrud durch schs,» S «n Ueöentt müsse in li IchiiehÜch rrfe, ^öpsrn'chk 3» M eql* 3 it Frau «j 22än utz- unb Zuchi- „ .. Ichen in dem für H: ^deutschland bedeutendsten in Gießen be- fej: rdturgcmä6 auch eine große Gefahr für die Avi.crverbreitung der Maul- und Klouenfeuchc ber.elcn, geht man mehr und mehr dazu über, hier durch Impfung aller Markttiare zu Gn die gesamten Klauentiere der Gehöste. Dtt VH In bestimmter Entfernung ring« um da« flfc j>ngebö t befinden, möglichst unmittelbar n :ch M..,ruch der Seuche amtlich schutzgelmpft, 5:crc de« Seuchengehöstcö selbst je nach dem ®L:x der Erkrankung einer Hellimpsung unter- Met Durch diese .Ringimpsung" wird um da« Ms>ngehöft fönnlich ein Wall gezogen und — An auch die D-xuer bc« Schutze« nur verhält- n* xen geworfen und nun gezwungen find sich ■ ■ neuen Wegen eine glückverhetbende Zukunft 1 6-ssfen. l»uerfticrfür0cwerberotDr.öprucf. 'eitern nachmittag fand auf dem Alten Friedhof il feierliche Beifetzung der sterblichen Hülle Üe» auf t See bei i>flt'rgrldfencn (Birfjrnrr Familie, statt. Die Trauer- ■ a yicll Pfarrer Bechlolsheimer. der In 'siß- i Dorten ein CebcnsbUb von dem Entschlafenen dabei ihn als einen Repräsentanten de» au« ben Jahren 1920 unb 1921 auch ber breiteren Oeifenttichkeit bekannte. Taten sür Freitag 29.3uni Sonnenaufgang 3.46 Uhr, eounenuniergann 20.20 Uhr — TtonDaufgang 17 02 Uhr, Bonbuntergang 1.23 Uhr. 1831 der Staatsmann Karl .Freiherr Dem Stein in Kappenderg gestorben; — 1M7- der Psvchmter Paul Flechsig in Zwickau geboren; — 1573. der Ethnologe und Reifende Leo Frobenlu» In Berlin geboren; — 1923: der Schriftsteller Frist Aauthner in Meersburg gestorben Wicfjc.tcr Woch umarklpreise E« kosteten auf dem Heutigen Wochenmarkt Butter ItO bi« 183. Matte 30 bi« 35. Wirsing 23. Weißkraut 23. gelbe Rübex 30 bis 40 Svinak 25 bi« 33. Rörni! pkobi 23. Bohren 30 v • 35, Spargel 120. Erbten 35 bis 43. M schgemuf« 20. Tvmaicnx 50 bl« 110. Zwiebeln 17 bfe 27. Rhabarber 15 bU 20. Äartoft>r«d)rifben, bi« nach dem Gesetz über Aebeit«vermittlung unb Arbeit«- lo'enversicherung für dlejen.gen Personen gellen, bie beim Inkrastreten dieses Gesetze» beteil« Erwerbslosen- ober Krisenunterstützung bezogen haben. •• Abvnnementskonzert unserer Militärkapelle Da« 3. Abonnement«ton- zert unserer Reichswehrkapelle unter Leitung von Obermusikmeister LS ber findet heute, DonnerStaq, abend 8.15 Uhr auf der Lie- btg«böhe statt. Wie man unS mitteilt, ist die Rlusikfolge wieder sehr abwechslungsreich gestaltet worden; sic bringt überwiegend heitere Weiten. Für da« 5. Abonnementskvnzert ist jedem Desuä>er Gelegenheit gegeben, Wünsche für die Aufstellung des Programms bis zum 5. Iuli an Obermufikmeister L ö b e r zu richten. Soweit e« möglich ist, sollen diese Wünfche berücksichtigt und zu einem Wunschprogramm zusam- mengesaßt werden. Der Besuch des heutigen Konzerte« ist angelegentlichst zu empfehlen. •• Schwerer Sturz vom Fahrrad. Gestern abend gegen 7 Uhr stürzte der 26 Jahre alle Heizer Wilhelm Bechtold von hier, als er mit seinem Fahrrad von der Frankfurter Straße her in die Wilhelmstraße cinbicaen wollte, infolge der nassen Strafte von seiner Maschine. Der bedauernswerte Mann schlug dabei so heftig mit dem Kopse auf die Fahrbahn auf, daß er einen schweren Schädelbasisbruch baoontrug und von der Freiwilligen Sanliatskolonnc vom Roten Kreuz der Chirurgischen Rlinlt .zugeführt werden mutzte. •• Don einem Pferd gegen ben Leib geschlagen wurde gestern nachmittag der auf dem Tonverk 'Xbenb fkrn beschäftigte Kaufmannslehrling Hermann S t einbot f von hier. Wie ber Unfall fich ereignete, steht bi« jetzt noch nicht fest. Der junge Mann mutzte, nachdem ihm in Rodheim a. d. D. die erste ärztliche HUfe geleistet worden war. von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik zugesührt werden, wo innere Blutungen unb Verletzungen der Leber scstgestellt wurden. Öle bie fofortige Operation be« be- bauemttoerten jungen Mannes notwendig machten. " Sonntagssonderzug der Reichsbahn an den Rhein. Am Sonntag, l.Iuli. verkehrt ein Sonderzug mit nur 4. Wo gen klasse unb einer FahrpreiSermähigung von einem Drittel be« gewöhnlichen Fahrpreises von Wetzlar über Gictzen, Fciebberg. Bab Homburg nach RübeSheim. Rach Ankunft be« Sonber- zugcs in Rübesheim um 9.45 Uhr begeben sich bie Teilnehmer auf einen Dampfer der Köln- Düffelborfer Dampflchiffayrtsge'ellschaft. Abfahrt der Dampfet ab Rübesheim um 10 Uht. 12.35 und 14.05 Uhr. Die Dampfer kommen um 13 Uhr, um 15.40 Uhr bzw. 1725 Uhr in Koblenz an. Die Sonderfahrt wird nach folgendem Fahrplan axcsgessxhrt: ab Wetzlar 5.55 Uhr, ab Gießen 6.25 Uhr, ab Butzbach 6.57. ab Dad- Rauheim 7.11, ab Friedberg 7.35 Uhr. Der Londerzug hält ferner zum Sinsteigen in ‘Dutenhofen. Grvtzen-Linden. Lang-Göns. Bon den an- fchlleßcmden Strecken Hungen— Friedberg. Schotten— Friedberg und Ridda— Friedberg besteht für die Hin-, wie für die Rückfahrt günstiger Anschluß. Xcilncftiner von diesen Strecken gehen in Friedberg auf den Sonderzug über Bi« zu dieser. UebergangSstationen müfien sich die Sondtrzug- tellnehmer von den Anschlußstrecken gewöhnliche Fahrkarten, wenn SoxxntagSkarten aufliegen solche, lösen. Der Fahrpreis beträgt von allen Sonder- zugftationen aus einheitlich 8.90 Mark. In diesem Betrage ist der Fahrpreis für die Sambferfahrt von Rüdes heim bi« Koblenz miterrthallen. Die Rückfahrt «folgt ab Koblenz mü der Dahn üb« die Lähnstreckc. Abfahrt ab Koblenz um 18.18 Uhr. Ankunft in Wetzlar 20.10, in Gießen 20.29, in Butzbach 21.08. in Bad-Rauheim 21.19, in Friedberg um 21.25 Uhr. '• Kriegsopfer-Versammlung in Gießen. Eine öffentliche Versammlung ver-m- Gießen (Kaiscrallee 11), den 27. Zuni 1926 0I59D G160D Hausen/Lich, den 26. Juni 1926 0480) 6I61D 04795 Konzert 6155D Vereine "| Lang-Göns, am 28. Juni 1928. 04809 gesucht. 6148D 61200 Dackelrüde Umtausch Umstände halber »«».erklingen Norddeutsche M-Mt-Bank Weimar Staatsaufsicht Gegründet 1868 Gift! Gift! 61«D Dnoerkarten Hk. 2.—. Am Sonntaff, dem 1. Juli, Hk. 0.50 Znachleg- Süskind, 29 Neuenweg 29. 1 üimuiinoiaiüiffliiiynis Familie Familie Familie Familie Familie vrciSiv. abiuaeb.0*71'* Qttanlage 25 v. Wilhelm Schardt Ludwlff Schäfer Harff. Heller Ww. Konrad Junff Philipp Dern Sohlleder Gummiabsätze Schuhputz Einlegesohlen empfiehlt Köhler Neustadt 79 am Oswald«- garten. I0675D Z Jetzt zum BedenX Bademützen alle Form. v. 50 Pf. an Badeschuhe. Billigste Auswahl . Droierle WlnterSotl V Kreuzplatz 10. J Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich UL Gießen. Oie Geburt eines kräftigen Madchens zeigen hocherfteut an Nähere» durch Moknto -Wert Solingen. Freitag nbcnb, 8' . Uhr pünktlich: ""D Monatsversammlung im SchützcnbauS. Putzfrau ehrlich u. sauber, ges. <-«w Qttanlagc 7. Senter SelterS weg 73.__ Junges, kräftiges Mädchen (tortbildnngSschnU freib am liebsten vom Lande, in kl. HauSH. ». 1. Ang. gesucht rurte Krcuzplatz 2 II. Für die treue Hilfsbereitschaft und alle Beweise inniger Anteilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Gatten und Vaters, sowie für die zahlreichen Kranzspenden und Ehrungen sagen tiefgefühlten Dank Margarete Schwinn geb. Flößer Klara Schwinn. Inh Peters und Frau Hedwig geb. Iorbach Hausen, Wiesbaden. Holzheim. Utah (Amerika), 27. Juni 1928. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 29. Juni, nachmittags 3 Uhr statt Technikum Jlmenau i. Thür. Ingenieurschule für Maschinenbau und Elektrotechnik. Wissenschaftliche BetriebsfOhrung. Werkmeisterabteilung Heinrich Zink und Irau Frida geb. Schöne Danksagung. Für alle wohltuenden Beweise inniger Anteilnahme bei dem Heimgange unseres Heben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ferdinand Germer und Fran geb. Kalbfleisch. Heuchelheim, den 28. Juni 1928. Danksagung. Für alle die liebevollen Beweise herzlicher Teilnahme, die reichen Kranz- und Blumenspenden, wie auch für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer lieben Mutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Wilhelmine Fischer sagt auf diesem Wege allen herzlichen Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Fischer. Gießen, den 28. Juni 1928 .ott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe, gute Mutter. Schwiegermutter. Groß mutter, Schwester. Schwägerin und Tante nach arbeitsreichem Leben für ihre Lieben und langem schweren Leiden durch einen sanften Tod im Alter von 70 Jahren zu erlösen. Im Namen der Hinterbliebenen: Kuder - filut) öolliu 1906 e. v. Samstag, 30. Juni, 87» Uhr: Mitglieder Versammlung im Bootsbaus. T.-O.: 1. Mitteilungen, 2. TraininaSver- pfltchtnng, 3. Regatten, 4. Verschiedenes. 6,**D Der Vorstand. MarKusgemeinde Sonntag, den 1. Zuli, nachmittags 3 Llhr: Gemeindefeier auf der Hardt, zugleich Sommerseier der Kinder, kirche. — Aufstellung des Zuges um 2 Uhr am Gemeindehaus, Kirchstraße. Jedermann herzlich eingeladen. Sintrift frei. Oer Kirchenvorsiand. Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypotheken-Banken Aktienkapitalien und Reserven: 77 Millionen Reichsmark Gesamtumlauf an Emissionspapieren: Ueber 1 Milliarde Goldmark Auto-Meeh 1790. ,„.D Bavaria EamStag, 30. fi. Ä 8.30 Uhr: Große Kneipe. Erscheinen unbedingt erforderlich. 61431) Die Vorstände. Frauenhaar! Donnerstag, trtei tag und LamStag findet der Ankau, noch statt. Teppiche - Utier Ttsdi-, Divan- u Steppdecken ohie AualUeifr In io Mons Ural es Heien Agey * Glück, Fran Id an a. M. 375. Sd!rette ae wfon Vortrag von Generalmajor a.D. Prof. Dr. K. Haushofer München: Das Um Weanisiüer und kontinentaler Machte in China Gäste willkommen! Groh- u. Kleinauto NW Sonntag. 1. Zuli. Teilnahme am WllMgkM In StoSro-finörn. Mitglieder freie (Lifenbabnlabn. 12". Um zahlreiche teiliaung biuct der Vorstand. Mütze, Herein3« und Shrenabzeichen cn- zulegen.__’ I' an. ft V v. Irlsickn. Fest-Sitzung anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Gesellschaft am Samstag, dem 30. Juni 1928,5 Uhr pünktlich in der neuen Aula der Universität Beifl-Loiierie zur. des Heilen- Flieger-Vereins In Darmstadt. Ziehung 6. Jali 1928 1928 Geldgewinne u. 1 Prflmle zus. RM. 1OOOO 15000 14000 i: 1000 Lospreis MH. 1.-.B Porto u. Liste30 Plg. I extra empfiehlt I A. Dinkelmann I Worms P.-S.Frklt./M. 151941 Hier bei " vier bei: Staat!. Voiterie-Ginnah- mc riimwrauster- dem bei: Binar« renbauSB.Beater ir. Buchacker, Joie! Chambr*. L Eifert, L. Jooit, Herrn. Kohl, S. Lceb, Friseur Lo?z, Wilb.Semm- ler, Wllh. Weber. Modernes Zweifamilien ljaus mit beziehb. 6-Zlm.- Wohn. iZentralheiz. u.ilieh.Wafferi preiswert au oerk. An- Aabl. 15 000 v*. 0,8,1 SWumverger & Sohn Vildwignraste 3u. ww WA ante liebsten vom Vgnde, kinderlieb, für Haushalt mit einem Kinde für bald Schützenfest in Friedberg. FESTPROGRAM M für das II. nationale Kleinkaliber-Wettschießen, verb. mit Länderkampf Schweiz-Deutschland. Sametaff. den 30. Juni 1928: Nachm. 2-7 Uhr: Eröffnung des II. nat KJcin-Kaliber Wettschießens. Nachm. 7 Uhr: Konzert am Kriegerdenkmal. Nachm. 8 Uhr: Zug nach dem Festplatz. Ansprache, Mllnnerchöre, Konzert und Tanz. Nonntag. den 1. Juli 1928: Vorm. 8-12 Uhr: Schießen. Nachm. von 2 Uhr ab: Schießen. Nachm. 2* , Uhr: Abholung der Fußbalispielmannschaft Black-Stars. Basel (Schweiz) und V.f.B. Friedberg. Nachm. 3-4', Uhr: Spiel der 1. Mannschaft von Black- Stars, Basel (Schweiz) gegen 1. Mannschaft V. f. H. Friedberg. Konzert. Tanzgruppen. Tanz. Fli|* veranatalinno. Fallschlrmatipraifle. Montag. den 2. Juli. Dienstag. den 3. Juli. Mittwoch, den 4. Juli 1928: Von vorm. 8 Uhr bis zum Dunkelwerden: Schießen. Nachmittags und abends: Konzert Festspiel, Tanz, Italienische Nacht. Donnerstag, den 5. Juli 1928: Vorm. 8 Uhr ab: Schießen. Nachm. 6 Uhr: Empfang der Schweizer und Deutschen Schützen am Bahnhof. Zug nach dem Festplsta Ansprache. Konzert Tanz usw. Freitag, den 6. Juli 1928: Vorm. 8 Uhr ab: Schießen. Nachm. 7 Uhr: GroBes Hilitlr-Ksusrt Nachmittags 8 Uhr: Großer Kommers. Huldigung der Sangervereinigung Friedbergs. Verschiedene Darbietungen. Sammtag. den 7. Juli 1928: Vorm. 8 Uhr ab bis nachmittags 6 Uhr: Schießen. Nachm. 7 Uhr Konzert am Hotel Trapp. Nachm. 8 Uhr: Fackelzug nach dem Fc^tplatz. Be ieuchtung einzelner St ad: teile. Große turnerische Aufführungen der Kölner Olympia (Turner des Gaues Hessen». Konzert und Tanz. kunntas. den 8. Juli 1928: Vorm. 9 Uhr: Landerkampf .Schweiz - Deutschland*. Nachm. 2 Uhr: Großer Festzug durch die Stadt nach dem Fesiplatz. Festrede. Konzert Radfahrer Reigen. Tanz. Nachm. 5 Uhr: Verkündigung der Sieger des L&ndcr kampf< .Schweiz-Deutschland“ und des II. natton. Klein-Kaliber Wett schießen t mit Pre'swrteilung. Nachm. S Uhr: .Festspiel*. Marmorgruppen. Farben prächtige Beleuchtungen. Illumination. Konzert- Tanz. Feuerwerk. Hontnz. den 9. Juli 1928: Vorm. 10* * Uhr: Frühschoppen auf dem Festplntz mH Konzert. Nachm. 3 Uhr: Umzug der Siegergruppen u. Schützen nach dem Festplatz. Nachmittags 4 , Uhr: Volksbelustigung. Kinderspiele. (Wettspiele mit Preisverteilung.) Konzen. Tanz. Nachm. 9 Uhr: Stimmungskapellen. Marmorgruppen mit Beleuchtung. Große bengalische Beleuchtung. Zum bevorstehenden Anlagetermin legen wir einen Restbetrag von 3 Millionen Goldmark unserer an der Berliner Börse amtlich notierten 87° Gold-Pfandbriefe, Emission XX Zinsscheine nicht rückzahlbar vor 1. Oktober 1933 zum Kurse von 97,50% sowie einen Teilbetrag von 4 Millionen Goldmark der gleichfalls bereits amtlich notierten 8% Gold-Schuldverschreibungen, Emission XVIII April-Oktober-Zinsscheine nicht rückzahlbar vor 1. Oktober 1933 zum Kurse von 94,50'3yO zur Zeichnung auf. Zeichnungen nehmen wir bis zum 18. Juli einschließlich entgegen. Weiterhin empfehlen wir zur Kapitalsanlage unsere 87° Gold-Pfandbriefe, Emission XXI Zinsscheine nicht rückzahlbar vor 1. Juli 1934, die wir bis zu der in Kürze erfolgenden Börseneinführung zum Kurse von 97,50'Iq abgeben. Die Lieferung der Stücke (100, 500, 1000 und 5000 Goldmark) erfolgt in den Emissionen XVIII und XX sofort, in Emission XXI nach Erscheinen (in etwa 2 Wochen). Der Verkauf dieser nach Thür. Gesetz mündelsicheren Pfandbriefe und Schuldverschreibungen erfolgt durch alle Banken, Bankiers und Sparkassen, bei denen auch Prospekte erhältlich sind. sis?» Weimar, den 28. Juni 1928. Norddeutsche Grund-Credit-Bank EingefahreneS *4N|S NSV- Motorrad 2Zyltnder. in. Tachomeier, BoschUkdt. Boschhorn ufm., fast fabrikneu, aus Vri- oathand wegen An« schaffnng eines Wagens billig zu vcrk. Stevbaostr. 9 I. Gut erhalt. weister Kioderwagei) zu verkaufen. 04805 Nene« Baue 23 I. Taiohaiirn .*2,75 P.BeUier, Brzalaaü. Gesellschaft von Freunden und Förderen) der Universität Gießen (Gießener Hocbschulgesellschaft) [Verschiedenes niiiiiiiiiiiiniiiiiiniiiiiiiiiio Entlaufen ein wein und braun gesteckter ,,4,D Jagdhund auf den Namen Dell hörend. Tragt Stet- lenbalSband Wie- derbringer erhall Belohnung: vor Hm tauf wird gewarm. ( art Kalter. Trili-Iülttbtrg. Kaufgesuche | Zwei Einlegeschweine 3-4 Monat alt, au tauf. gef. Angeb. m. Preisangabe 0101 SelrerSweg 40. f)ür ruhige, kinderlose Eheleute 2 Zimmer und Küche iür sofort od. svüter gesucht. Schriftliche Angebote unier 04802 an den Giest. Ana. 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Angeuote um. 04793 an den Giest. Anz. Pens. Brandl Sonn. möbl. Zimmer, gntaKtlebe. Tel. 1086. Möbl. Wohn- uno Sdiloijimmer mit Bad u. Pension für 16. Juli in gutem Hanse zu vermleien. Schr. Ansr. u. 04812 an den Giest. Anz. möbl. äitumer der Neuzeit entsprechend, an bess. Herrn mit voller Pension zu verm. Schr. Ansr. u. 04808 an d. Wiest. Anz. erb. 1^7 Zimmer mit sevar. Eingang (Plockstr.) zu oerm. Schr. Ang. u. 04813 an oen Giest. Anz. | Mietgesuche | 2-3-Zimmer- Wohnung von jungemEbevaar für baldigst gesucht. Schrtftl. Angeb. uni. 04551 a. d. Giest. Anz. Möbl. Zimmer m. Küchenbenutzung zu mieten gesucht. Schr. Ang. u. 01370 an den Gies,. Anz. Nr. 150 Zweites Matt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 28. Juni 1028 ztela Kun, eine hisiorifche Grimaffe. 2Lm 1. August 1919 war die ^r&ietarierbifUUur in Ungarn zufammcngcd7och<-n Bela Aun tändle einen Dolen zu dem italienischen Demeter, Oberstleutnant Romanelli, in« Hotel Am m Budapest. 3r bot den Italiener, dieser möchte durch die Wiener Mission Italien« Hilfe für die flüchtenden unga rischen Bolschewiken erwirken. Italien mochte das öfter- reichi'che Asylrecht und die Durchreise, Die. ach io «jährliche, durch- eigene Land mü Hilfe einer italienischen G-korlc sichern Aomancll» bemühte sich, die Stellung der gestürzten Machthaber durchzuletzen. Binnen kurzem kam die Antworte ..Italien steht auf dem Standpunkt der Mensch- lichkett. Italien versteht vollkommen die Bitte der abgedankten Bolschewiken, Italien ist beteil, die Frauen und Ainder der gestürz- 1 en Bolschewiken unter seinen Schutz zu nehmen. Diese können mit dem fahrplanmäftiaen 3ug her italienischen Mission um eit Uhr nacht» abreisen: für die Sicherheit der Frauen unö Ai über wird gesorgt. Bela Aun erhielt spät abends diese ..niederschmeltenrde" Meldung. Was schert ihn Weib, was schert ihn Aind. es ftcnbelte sich ja um sein eigenes Leben! Wenige Minuten spater schlotterte ein minderwertiger Mensch am Triephonapparat: Aun sprach mit seinem Wiener Gesandten: ..Ich flehe Sie an, Genosse, um Gvttee willen helfen Sie mir. mein Leben ist in Gefahr, nur Sie können Helsen, einzig die österreichische Aegierung ist imstande, mir beizustehen. Verschaffen Sie die Qinreifebetoilligunq auch für Landler und Pot (zwei andere bolschewistische Führer), sonst bleiben wir alle hier. Stur für uns und unsere Familien!" Die Diener ungarische Gesandtschaft begann mit Hochdruck zu arbeiten. Endlich, spät nach Mlttemacht kam die erlösende Antwort. In Wien war ein Abkommen zwischen der Gesandtschaft Bela AunS und dem Auswärtigen Amt zustande gekommen, da- Afhlrecht wurde gewährt. Doch daS genügte Dela Aun nicht; er jammerte und flehte den österreichischen Le- gationSrat Hornbostel an, er möchte, da die italienische Mission die Frauen begleitet hatte, sie persönlich begleiten und ihnen wenigstens bis zur Grenze schützend zur Seite stehen Wien gestaltete es, und der elegante Legation-rat der alten Schule Baron Hammer-Purgstall lwa- alle» ein Diplomat erleben kann!) erhielt den Auftrag, die flüchtenden Do^skvmmissäre zu begleiten und sie an der Grenze den Skritct.rn her österreichischen Aegierung zu übergeben. In her füllen, finsteren Aacht raste der gespenstische Zug flüchten her Verbrecher über die Franz-IosefS-Brucke nach Ofen, den Blocksberg entlang auf die Fehsrvarer Chaussee, nach Aelenföld, her Vorstadtstatton von Budapest, wo inzwischen der nur auS einer Lo^smotwe und einem einzigen Pullmannwagen 1. Alaffe bestehende 3ug bereitS unter Dampf stand. Bela Aun befürchtete, haft daS Personal unverläftlich fein, mit dem Inge etwa- geschehen lönnte; in seiner namenlosen Feigheit bat er den LegationSrat, zum LcLomotivsührer zu gehen, da- Personal sollte wissen, haft aufter den DollSkommissären auch ein Diplomat im Zuge war. Dann endlich, in der Aacht -um 2- August, fuhr der Zug ander Station. Gin Sonderzug mit gemeinen Verbrechern rollte in die Aacht hinaus. Die eigentliche Uebetgabc Bela AunS an die österreichischen Behörden erfolgte noch im Schnellzug. Die zwei Polizeibeamten, die in Bruck an der Leitha den Zug bestiegen, nahmen em Protokoll über die Tatsache der so bedeutenden Bereicherung de- österreichischen BundeStchahe- auf. LegationSrat Hammer-Purgstall hatte somit seine Mission erfüllt: "Bcla Aun und Genossen tarnen endlich, wohin sie gehörten: in die Hande der Polizei. Diese Diener Polizei schützte fie. al- sie zuerst ein paar Rächte im Diener Pvlizeigefangenen- ftau-, dann längere Zeil im Sch los) des Grasen van der Gtraaten in Aarlftein bet Daidhosen an her Thaya, später im ArankenhauS zu 6üxfctau bei Dien und schlieftlich in der Irrenanstalt „Steinhof" auf den sonnigen Rängen deS Diener Walde« »erbrachter. Am 15.3uii 1919 waren die Verhandlungen abgetchloften, die es der österreichischen Aegierung gestatteten, diese ..vornehmen Fremden" nach Rußland ab- zufchieben. In einem toehen im Be lag für Autturpoti.it, Berlin meifterftah geschr ebenen psychologitch oertie <-n Buche Bela Aun. eine historische Grimasse" hat Geza Herczeg die ntcht nur im Abstieg, sondern in seinem ganzen Leben erbärr.lliche Haltung und Aolle des einstigen ungarische ' Diktator- beschrieben. Vor eini- Ueberra'dbung der getarnten Dell reuerlich in Wien aufgegr: Ifen worden. Seinen Moskauer BrctHerren lästig geworden, muftte und wollte Bela Aun wieder einmal je gen. was er für* h.e Aevolutionierung der Dell zu tun verstünde. ..Von Aevolulion zu Revolution" lautet der Xitel eine- Buches, das Bela Aun unter dem Pseudonym BlaituS von Aolzsvary während lerne» ersten freiwttlig-unfrciwtUigen Diener AufenthalleS gc!chrieoeu hat. ..V o n Zeli e mühte hae ^uch uch'.ig ftfiften, wenn er obiektiv und ausrichrig genug wärc. sein wirk! ch?s Leben darzustellen, leine Lebensgeschichte wahrheitsgetreu zu schildern. Seit zehn Jahren spielen im Leben Bela Aunet die Zellen die Hauptrolle: hie Zelle deS Buda- pcstow:e d.e- je: gen Summen, dte für die Stabilisierung fremder Wahrungen Verwendung sanden haben dazu gedi.m:. die Dtrtschast-kraft hee- Auslandes zu stärken und den durch den Weltlr.eg und die darauffo.gende Inflatton stark gesunkenen Lebensstandard her iremden Länder zu heben Sie erhöhten harnst die Aauflraft dreier Lander und regten den Aonsum der Well an. Mit den zunehmenden An'prüchen der Aul turne, honen muft i.er- 'ringerc. In der Einnahme beim Kap. Oesfent- , liche Sicherheit wurden die Einkünfte aus Be- ' kanntmachungen vermißt und dementsprechend ein Antrag angenommen, daß sämtliche Einkünfte dem Gemeinderechner zuzuführen sind, deren Wert inan mit 200 Mari einsetzte. Einem Rachtwächter wurde gestattet, im Rebenamt den Fleischbeschauerposten zu versehen. Ein Mitglied deS Gemeinderats wollte die Rachtwächterposten wie früher im Rebenamt vergeben, was jedoch abgelehnt wurde, da sich gerade diese Einrichtung sehr gut bewährte. veffentliche Gesundheitspflege und Wohifahrtseinrichtungen wurden mit zwei kleinen Erhöhungen Voranschlagsgemäh angenommen. Ein ganzer Sitzung-abend wurde auf Rubrik 29, evangelische Kirch«, verwendet, und trotzdem konnte der Gemeinderat zu keinem Ergebnis gelangen, ihn nun vollkommene Klar- beit zu schaffen, wurde eine Kommission gewählt, die mit dem Kirchenvorstand eine Aussprache bzw. eine Einigung erzielen soll, da es der Gemeinde nicht möglich ist. die von der Kirche angeiorderten Summen zu decken, die in diesem Jahre weit höher find, als in früheren Jahren. Ein Antrag, die für Unterhaltung der Straßen vorgcfchene Summe von 12 000 Mk. auf 10 000 Mark zu ermäßigen, fand Annahme. Gefordert wurde hierbei die Beseitigung der Schlaglöcher in den Straßen und die Instandsetzung der Kornblumenstraße: die Beiöebiltung des bisherigen ZustandeS in dieser Straße ist auf die noch nicht fertiggestelltcn Hausanschlüsie von der Kanali- fation zurückzusühren. da sich die Anwohner weigern, die HauSanschlüsse auf eigene Kosten herzustettrn. Ein Antrag, dem Faselwärter anstatt 250 nur 100 Mk. Zulage zu bewilligen, wurde abgelehnt Der vorgesehene Betrag von 1000 Mk. zur Errichtung eine- Ehrenmals für die Gefallenen wurde dahin geändert, daß dieser Betrag auf 3000 Mk. erhöht wurde und zum Bau einer Turnhalle bienen soll, die zu gleicher Zeit das Ghrenmal für die Gefallenen wird. Sie angesetzte Summe von 500 Mk. für einen Wiesenwärter wurde gegen einige Stimmen angenommen. Da der Gemeinderat mm der Meinung war. daß die Beratungen jetzt doch noch nicht zum Ziele führen, wut.de die Schlußberatung des Boranschl gs auf später ve tagt -s- Alten-Buseck, 27.Juni. Dieser Tage fand die Versteigerung des Heugrases der Gemeindewiesen statt. Besonders hohe Preise wuroen für die Grasnutzungen jenseits des Saubringer Passes gelöst, da zahlreiche Käufer aus den benachbarten Orten erschienen waren. Im Durchschnitt reichten die Dersteigerungspreise weit über Oie vorjährigen hinaus. Fast die doppelten Ergebnisse erzielten die trocken gelegenen Wiesen, wo bas Gras in guter Qualität zu finden ist. Saures Futter, das von feuchten Wiesengründen geliefert wird, war für billiges Geld zu haben. GS wurden durchschnittlich bezahlt für: 1 Grasstück, meist 2500 Geviertmeter, geringerer Güte 20—40 Mark, mittlerer 45—60 Marl, für solche in guter Lage bis zu 80 Mark. Einzelne ausgesuchte Stücke, die alljährlich von denselben Käufern beliebt waren, kamen sogar über 100 Mark hinaus. Für die Höhe der diesjährigen Preise dürste wohl der Umstand maßgebend sein, daß der Kleeschnitt soweit beendet und kleinere Landwirte die gesteigerten Gras- nutzungen meist zur Orünftttterung benötigen. t Treis a. b. Lda., 27. Juni. Eine hiesige Frau sand auf dem Felde zwei aneinandergebundene schlapp gewordene Kinderballons, an denen eine Ansichtskarte von Köln befestigt war, mit der Angabe der Adresse des Absenders. Rach dem Inhalt der Karte waren die Ballons am 24., abends 8 Uhr. in Köln aufgelassen worden. Der Absender bittet den Finder um Angabe von Zeit und Ort der Auffindung unb verspricht ihm ein Geschenk. (!) — Z 2lllendorf a. d. Lumda , 27. Juni. Am Sonntag wurde hier das zweite diesjährige Mif - s i o n s f e ft in der Kirche gefeiert. Im Bormittags- gottesdienst predigte Missionar L a n g h o l d von der Hermannsburger Mission. Im Nachinittags- gottesbienft, der wegen des prachtvollen Wetters im Freien auf dem Platze vor der Kirche abgehalten wurde, sprach außer Missionar Langhold noch Pfarrer Helder von Dorlar. Außerdem wirkte im Nachmittagsgottesdienst noch der Po- saunenchor mit. Noch beiden Gottesdiensten wurde eine Kollekte zum Besten der Hermannsburger Mission erhoben. rx) Beltershain, 27. Juni. Am Sonntag fand auf Veranlassung des Landwirtschaftsamts Grünberg ein Feldrundgang in unsrer Gemeinde statt. Es wurden die Winter- und Sommerfelder sowie die Wiesenflächen besichtigt und an Ort und Stelle Fehler der Bodenbearbeitung, Düngung und Pflege der Aecker besprochen. Die Winterfrucht steht im allgemeinen recht gut. Die Gerste, teilweise auch Hafer, stehen etwas dicht. Die Verunkrautung der Aecker mit Ackersenf, Hederich, Kamille u. a. tritt in diesem Jahre besonders hervor. Die Hackfrüchte konnten einer Beurteilung noch Königliche Markensammler. Don M. Büttner. Kaum eine andere Beschäftigung ist in ähn- lichem Maße zugleich eine Liebhaberei der Könige und der Bürger wie das (Brief märten- sammeln. Kann man sich doch nicht nur mit fürstlichen, sondern auch bereits mit den beschränkten Mitteln des »gewöhnlichen Sterblichen" pfftlateliftische Freuden bereiten I So schwierig eine leidlich zuverlässige Vollszählung der weltumspannenden Sammlerinternationale wäre, so verhältnismäßig einfach erscheint die --- zeitgemäß ausgedrückt — statistische Erfassung der Marlensreunde unter den Fürsten. In dieser Beziehung dürste heute kaum noch mit unbekannten Größen zu rechnen sein. Läßt man die Inhaber der Throne Europas Revue passieren, so muß zweifellos zuerst König Georg V. von England als Besitzer der größten fürstlichen Markensammlung genannt werden. Der britische Monarch begann bereits als junger Seekadett sich sür Postwert- ^ichen zu interessieren unb konnte auf seinen Reisen von 1879 bis 1882 noch unwahrscheinlich billig Marken erwerben, die heute zu den seltensten und teuersten zählen. Die Sammlung Könia Georgs, die sich auf Groß-Britannlen und dessen Dominions und Kolonien beschränkt, gilt alS die schönste unb vollständigste aus diesen Gebieten. Zahlreiche Stücke wurden zu hohen Preisen im Markenhandel und in öfsenlUchen Auktionen erworben. Aber trotz der runden Summe von 3000 Pfund Sterling, die der König, wie inan sich erzählt, als Höchstgrenze für seine jährlichen philaielistlschen Ausaaben festgesetzt bat. gelingt eS nicht Immer, dafür alle ter- lockenden oder gewünschten Seltenheiten in seinen Besitz zu bringen — so manche wird ihm durch boUarftatle amerikanische Sammler entführt. Die Markenschätze deS britischen Herrschers, deren Wert auf mehr als 2 Millionen Mark bemessen wirb, werden in einem besonders schönen Raum des Buckingham-PalasteS aufbewahrt unb von Sir Edward Dennp Bacon, dem trüberen Präsidenten ber Königlichen philateli. Nischen Gesellschaft, sachverständig verwaltet. Manche Viertelstunde ber Mutze bringt hier ber. König zu. der einmal geäußert hat r Markenstudium sei eine- ber größten Vergnügen seines Lebens. Zu den kostbarsten Rar - täten ber köni^ichen Sammlung gehören u. a. die in Wasserfarben ausgesührten Originalent- toürfe für die ersten Briefmarken der Welt, die Rowland Hill, der große englische Post- reformator, 1840 dem Schatzamt einreichte, ferner die Originolzeichnung des Malers M u I r ea b t) für die ersten frankierten Briefumschläge, dann die beiden berühmten Mauritius-Marken mit ber unrichtigen Inschrift „Post Office“, die heute zusammen mit weit über 100 000 Mark bewertet werben, die 4 Pence von Westaustralien 1834 mit kopfstehendem Schwan, heute ein »seltener Vogel" im Werte von ungefähr 20 000 Mark, unb andere Kostbarkeiten. Auch der englische Thronfolger, der Prinz von Wales, ist feit Jahren eifriger Markensammler, widmet sich aber auch den Postwertzeichen anderer Länder. Er besitzt u. a. eine vollständige Sammlung ungebrauchter Marken Liberias unb eine prächtige Zusammenstellung ber Wertzeichen Frankreichs und seiner vielen Kolonien. Von seiner Weltreise, auf ber ihm zu Ehren wiederholt MarkenauSstellungen veranstaltet wurden, lehrte der Prinz natürlich mit einer reichen philatelistischen Ernte heim. König Alfons von Spanien ist ebenfalls feit langem Markenfammlcr und intereffiert sich besonders für die Postwertzeichen Spaniens. Portugals. Frankreichs und der Kolonien dieser Länder. Für ihn wurden, lediglich zur Vervollständigung seiner Sammlung, besondere Rachdrucke der portugiesischen Kolonialmarken berge- stellt. König Gustaf von Schweden, ber Präsident des Schwedischen phllatelistischen Vereins ist, besitzt eine die ganze Welt umfassende Sammlung, in der besonders ausführlich die Alt-Europa- bzw. Alt-Deutschland-Marken berücksichtigt sind. Auch ber schwebische Kronprinz ist Philatelist. Zu den gekrönten Markenlleb- habern gehören ferner König Albert von Belgien, ebenso wie Königin Elisabeth und der belgische Kronprinz Leopold, Königin Maud von Rorwegen. König Alexander von Jugoslawien, die italienische Königin Elena unb ihr Sohn, der Prinzvon Piemont. während der König selbst Münzfammler ist. Der kürzlich verstorbene König Fcrbinanb von Rumänien beschäftigte sich bis in die letzten Tage hinein mit feinen Briefmarken Als ihn ein Besucher fragte, ob ihn diese Beschäftigung nicht zu «ehr anfticngc. erwiderte ber König, eS fei ihm im Gegenteil ein solches Vergnügen, dach er so weit komme, dabei sogar seine Lewen wenig unterzogen werden. Die Kartoffeln sind infolge des Fühlen Wetters nach dem Sofien noch im Wachstum zurück, das trockene, warme Wetter wird aber das Wachstum fördern und die Lücken ausfüllen. Die Futterrüben wurden in der Reihe zu weit gepflanzt. Eine engere Pflanzweüe in der Reihe ist im Interesse der Rentabilität non der Ackereinheil erstrebenswert. Die Diesenflächen sind noch verbesserungsbedürftig. Sachgemäße Pflege, Dün fiung und Bc- und (tntrocijjerung sind für Dauer- utterflächen unerläßlich. Die vom Landwirtfchafts- amt Grünberg in unserer Gemeinde angelegten Düngungsversuche, je einer zu Gerste, Hafer, Wiese und Weizen, wurden besichtigt und demonstriert. Roch dem Rundgang hielt der Rundgangs- leiter, Dr. Setzer, in der Gastwirtschaft von Hch. (Erb einen Vortrag über „Betriebswirtschaftliche Fragen nach der Heu- unb Körnerernte". the Aus spräche stellte Unklarheiten richtig. Bürgermeister Hornmann dankte zum Schluß im Namen der erschienenen Landwirte dem Landwirtjchaftsamt Grünberg. insbesondere Dr. Setzer, für diese lehrreichen Veranstaltungen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß derartige Rundgänge und Vorträge öfters in unserer Gemeinde ftattfmben möchten. )( Lich, 27. Juni. Stiftspkarrer Schorle mm er wurde auf Grund einer Arbeit über altkirchliche Kollekiengebcte und einer mündlichen Prüfung von der theologischen Fakultät der ßanbesunioerfität zum Lic. theoL promoviert. Xlrci* Büdingen. § Büdingen, 27. Juni. Die Le i m ba chschen uno Zipp scheu Basaltwerke, die zwischen Büdingen und Rinderbügen gelegen sind, bringen bas geförderte Steinmaterial auf dem hiesigen Bahnhof zur Berladung. Dabei berühren die AahrAeugc auf ihrem Hin- und Rückweg mehrere Strotzen der Stadt, darunter auch die enge Ober- gaffe. Seitdem nun die Werke dazu übergegangen sind, Lastwagen mit zwei und b r e i Anhängern einzustellen, bie den Abtransport zu wiederholten Malen am Tage vornehmen, hat sich eine starke (Erregung unter der in Mitleidenschaft gezogenen Anwohnerschaft breit gemacht. Sie fand ihren Rieberschlag in einer int „Stern" abgeyal- tenen Protest Versammlung, bei ber bie Spitzen ber KreiS- unb Stadtbehörden zugegen waren. In ber Versammlung wurden lebhafte Klagen laut, baß. von ber ungeheuren Staub- plage ganz abzusehen, durch bie fortgesetzten Erschütterungen Risse unb Sprunge in ben Häusern zu beobachten wären, so bah mit ber Zeit noch ernstere Beschädigungen auftreten müßten. Außerdem störe der Lärm unb bas Getöse, die schon in ben frühsten Morgenstunden einzufehen pflegten, ungemein unb vertrieben bie Fremben aus bet Stadt. Es sei dringend geboten, rasche Abhilfe zu schaffen. Obwohl man allseits bie Klagen als berechtigt anerkannte unb auch bie Abänberungsvorschläge (Bau einer Teileisenbahnstrecke in Richtung Rinderbügen, Schaffung einer ^Imgehungsstraße) als zweckmäßig fanb, konnten doch von keiner Seite Zusicherungen gemacht werden, weil jegliche Geldmittel sehlten, eines ober bas andere ber vor- geschlagenen Projekte auszuführen. Man faßte schließlich eine Resolution, die ben Standpunkt ber Versammlung zum Ausdruck brachte. Sie soll an die maßgebenden Stellen weitergeleitet werden. Die Verwirklichung des Eisenbahnpro- jekteS Büdingen — Rinderbügen - Kefenrod — Ober-Seemen, über da- schon so oft geschrieben wurde, könnte alle Klagen zum Verstummen bringen. Aber auch eS scheitert an ber heutigen Unmöglichkeit ber Ausbringung der nötigen Geldmittel. △ 711 b b a , 27. Juni. Hier besteht seit einigen Wochen eine sog. Verwaltungsschule, in der Gehilfen von Spar- unb (SetneinbctaUen, Krankenkaffen, Bürgermeistereien und sonstigen nicht staatlichen Aemtem für die neu eingesührte unb für die Vorstände ber betreffenden Stellen vorgefchriebene Verwaltungsprüfung vorbereitet werden. An dem hiefigrir Kursus beteiligen sich 18 junge Leute aus Ridda, Büdingen, Ortenberg. Gedern u. a. O. Der älnterricht findet in der hiesigen Realschule Samstagnachmittags statt und sott neun Monate lang dauern. Voraussetzung ist, daß die Teilnehmer eine ordnungsmäßige Lehrzeit bei einer der in Betracht kommenden Behörden bestanden haben. Hauptfächer sind Gefeheskunde, Kassen- unb Derwal- tungswesen, die bis setzt von AmtSgerichtSraj Dr. A n b r a e (Ortenberg), OberverwaltungS- Inspektor Gottmann (Oftenbach), Oberstadt- Inspektor D e d m a n n (Offenbach) und Äaffen- keamte Krenkel (Büdingen) eingehend behandelt werden. „?“ Ridda. 27. Juni. Zum 1. Juli verläßt Lehrer D o m m die hiesige Volksschule. um in den Ruhestand zu treten. Heber 42* Jahre wirkte er hier mit vorbildlicher Pflichttreue im Dienst der Heranwachsenden Jugend, der er. dank seines Lehr^efchickS unb warmen Herzens, mehr noch als Führer und Förderer fein konnte. Selbst die schwierigsten Lchulverhäktnifse — jahrzehntelang zählte feine Schulklasse 80 und mehr Schüler — vermochten nicht, feinen Arbeitseifer zu lähmen unb seine Arbeitskraft vorzeitig zu brechen. Mit gleich- bleibender Lehrfreudigkeit erfüllte er seinen Beruf biS zur letzten Dienststunde in der er Lehrbuch und Schreibfeder aus der Hand geben mußte. Eine ehrende Abschiedsfeier, die von b HO t bi? & «Xi Air Ju MilS * S SL „fr18 Ih h £ L« "S-S 1 thlem Bö«t? Z i mürbe Ur «C k“"6 kam mit etmr Mtm ttmjtflnb k Sh1 b,lbf 8tin? * ra6 mürbe Doüftäaij tten. '■ Aus dm ®t. °"">chlag fit NN »Dtgeprü.-: nommen. Da > lueindnechmina J6 von etwa Uw ^flüneiflfütbr. Jui bat ilbtil^c $ Di. btrthröiw W M Sie W TiL, btt 'Sali 1400 M. $ir .> köbmi Itti* n hebt die Statt t: allgemein«! 3ttK'. )0t SürWtr txm «m ::.'?• nfunfl btttifflw- octben ftr Muht* )t, 800021 fair- XnIH6 Ittbd ir die Äirix Ä ein igefchii. Är N«? 1000 Hfl. notmev^- jen, lutnfaflt u. imiiifl. Soziale Sn- I zur llnlcrftünub} ; 3ur ScrWIiauM igten Daudamhen lÄt 4- M bettagiA » aU« eefr■ all.A»»th. »te* u. Varl Freitag, den 29. Juni 1928 „<7D nachmittags 2 Uhr versteigere ich im Löwen, Reuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: eine Zigarrenpreste, eine Schärfmaschine, eine llniversalstanze mit fahrbarem Gestell. zwei DiwanS. ein Vertiko, einen Warenschrank, eine kompl. SmaiOier- und VcrnicklungSanlage, ein Klavier, ein Büfett, ein Lhaiseiongue, drei Tische, drei SofaS, eine kredenz, zwei Bücherschränke, zwei Schreibtische, tuns Destel, einen Sprechapvarat, zwei Aktenrvll- schränke, eine Schreibmaschine, einen GraS- und Getreidemäher, eine Hand- karre, ein Kreissägegestell, acht Tischbeine, eine Partie Spielwaren, zwei Stühle, eine Standuhr, eine Schreib- ladenlaste, einen Waschtisch mit Spiegel- aufsah. einen Schrank. 2 Rähmafchinen, 25 Kilo Strickwolle, eine Strickmaschine, drei Schweine, einen Bulle, zwei Pferde. Atfcfwf Senchtsvokl,jeher in Sietzen VvPPei iDaimnftr.24 L, lelepboa 239 Em Los nur 50 Pfennig Ein Los nur 50 Pfennig Zwangsversteigerung k Am Donnerstag, dem 9. August, vormittags S Uhr, wird durch das Amlsgerrchi Gietzen. Zimmer 106, das im Grundbuche von Dietzen dem Julius 3alob in Gietzen zugeschriebene Anwesen Asterweg 12 6142V Flur 1 Ar. 1379 — 139 qm Hofreile, geschätzt 24160 JUt, versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Ginstcht auSgehängt. Dietzen, den 26. Juni 1928. 3- X deS Amtsgerichts Gietzen Leo, OrtSgerichtSvorsteher. Meinhessen. SPD. Bingen. 27. 3uni. Am DienStagnach- mittag He’, da- vier-ährige Söhnchen deS KavitünS Aikv'.auS Kvffer auS Dernsheim über Bord da!M. Preußen. Mrrte t^eslar. mit den neuesten Apparaten Karobach.Kaplansdasse27 er zählt beute rund 70 Mitglieder Bon den Vlitvegründern leben heute nM>: Georg Queller. Jinton Schneider (trüberer ttborleltet), Georg Amend und Wilhelm Debet. Diese Mitglieder wurden bereits früher auS Anlatz ihrer langjährigen Zugehörigkeit zu dem Verein zu tlbrcnmitglubcm ernannt <^> Hoche lhei m . 27. Juni. Die hiesige D c- meindelagd soll an verschiedene hiesige Otn- wohner auf einen neunjährigen Zeitraum von «o'ort auS der Hand verpachtet werden. AIS jährlicher BachtpreiS ist der Betrag von 1153 Mark vereinbart, gegenüber einer Vorlrieggpacht von 1020 Mt Ter Jagdbezirk ist 699 Hektor grvtz. davon sind 171.5 ^ettar Dald und 527.5 Hektar Feld Tic 3ago hat einen guten Ach- wild- und Hasenbestand. Auch Schwarzwild kommt ab und zu alS Dechselwild vor. Die Pächter müssen, 'oweit sie nicht bereits MitaU-d des Allgemeinen Tcut*d?cn IagdschutzvereinB sind, dickem bciUcten. Dcibliches Rehwild darf im lebten Dachtrahre nicht geschossen werden. (Eröffnung einer städtischen Galerie in Kassel. Kassel. 27. Ouni. ren. Zu VolkSbelustigungen ver- schicdener Art und auch zum Tanzen war reichlich Gelegenheit gegeben. Bei günstigem Wetter nahm das Fest einen guten Verlaus. Der Wän- nergcsangverein wurde im Jahre 1888 gegründet. zrifcheZijchr Freiing früh etnireffenb: Frische Schellfische e. tfabtiou tm tiutfänttt. Arische Rotzungen. Rene Latzgurken Rene MotieS Heriuge Reue gelbe Ital. Hartoftelu :< Mund O.4O. 55ö8a MMSMMM Vabnbofstr. 27. Aeruspr. 1681. Bete. Konkurs über da« Vermögen der Automobil - Verkaufs - Gesellschaft m. b. H. in Gietzen. Beschtuh. Auf Antrag deS Konkursverwalter« wird Termin zur Abhaltung einer (Bläu- btgerDcrlammlung anberaumt auf Dienstag, den 7. August 1928, vorm. 10 Uhr, Zimmer 106, vor dem unterzeichneten Gericht. 6)36D SS soll Beschlust gesaht werden über die Wahl von Srsahmitgliedem zum GläubigerauSlchutz für die Herren Rechtsanwalt und Notar Dr. Spohr, Gietzen, und Hans Simon, Inh. der 5a. Kiefer A Sv. in Fulda. Gietzen, den 22. Juni 1928. Hessische« Amtsgericht. DLR. Wetzlar, 27. Juni. Die ctabloerorb- neten verabschiedeten gestern in achtstündiger Veröden städtischen Hauehaltsplan für <. der In (Einnahme und Vurgabe mit <^ommersprossen auch tn den hartnäckigsten »Väüen, werden in einigen Tagen unter Garantie durch da« echte unfchädlicheTetntverschdnerungS- mlttei ^.Ven o*“ Stärke B Igel, geich.) Heffstchen 6taaf gegenüber die Bürgschaft. Ge- suche um anrätigung des Wassergeldes wurden abaelehnt Der Gemeinderat billigt me Ber- Vänd ig un-g der Stadt mit den Vor- kriegSgläubigern auf der Grundlage einet 1 7»/, prozentigen Aufwertung H Laubach. 26.3uni. 3n der jüngsten Sitzung bet ® e me i n b e r o t e rourhe der Bcschiutz über bte ve r pachtu n q des stadt. Steindruchi hn Strauches vertagt. The Pläne des Drtibeu- plans und die Fluchtlinie der Straßen mürben anerkannt, insbesonbcre in bezug aus bat Ge- länbe der bchottener Straße und des J>aln"; der Bau der Straße von her Sicher Straße nach bem Bahnhof wurde ebenfalls genehmigt Die Sür» germei ft erwähl wurde auf Sonntag, 22. Juli, festgesetzt — Bei der Kanalisation der Stabt mürben außer den Fundamenten der 1808 abgerissenen ..Unicrpforte' in der Langegasse verschiedene rite Hufeisen von der bekannten mittelalter- sichen ^onn ohne Stollen und ein sehr alter Schlüssel mu Stamm in Form eines S)afen- freute- (für ein Echnappschiost) gefunden. — Am crr.nl.ig unternahm ter hiesige Zweigoerein de» Öogel«b< iger HdhencluoS > i-e sie- er k Wanderung in diesem BereinSjihr unter ibning von Sefretär Becker. Wan benutzte b-n Worgenzug bi« Nidda. Don hier folgte man dem blauen Kreuz über WaUernhaufen. Finkenloch nach 6crt Stadtverwaltung ausführen läßt, gestalten sich tnlolg» des in uncrwatic starkem Wahr vvrhand«nen hlfiacn Bvl en« zeitraubend und schwierig 3n manchen Grüben. inSbefondcr« in der Steinbornzrfte am Aohn.orlt und tn der ^lnt«cgarfe ft.dj man auf tiefgehende, geschlossene Del«- massen, deren Aushub wochenlang dauerte und nur mit Hilfe starker Sprengungen, eine mitten in der engen Stabt nich: ein ache Arbeit, gemacht werden konnte. Gs stellt sich immer mehr heraus, datz Alsfeld auf dem Abhang eineS vulkansichen Berge« aufgebaut ist. An einer Strafte muhten nicht weniger al« 433 Wagen Steine abgefahren werden. Bei den Kanal- avbe.ten entScdie man auch im Gebiete der AlederdruckwaNerleitung einen sicherlich icbon seit mehreren Jahren beflehenden Aoirbruch der Leitung. durch welchen der Stadt viel Waffer verloren gegangen ist Die Bruch teile konnte jetzt endlich beteiligt werden. Mit den Äanalarbeiten der dieaiahrigen Bauperiode soll am 1. August auigehört werden. Dic Arbeiten werden mit Mitte! der wertschafsenden SrwerbSiosenfürsorge gefördert, da immer noch zahlreiche Grwerbslofe vis in den Sommer hinein vorhanden sind. Mit den Grdarbeiten für den ^osthausneu- bau st nunmehr begonnen nordei Das neue Gebäude soll in diesem Herbst noch bi« zum Rohbau feriiggefteHt werden r. A u s hem D b rn t a 1, 27. Juni. 2n den 2.t fern her hicsiaen (-legend begann jetzt die Heuernte. ds zeigt sich, daß auf btn von der Sonne beschienenen B dir ve tes btn Hai Km der Hr rt nut 120 cm breit O SD Meter.... 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Februar 1918. wurde eine lat vollbracht tue in der Geschichte der Hessischen Londesuniver- ’ität und der Prvvinzlalhauptßadt Gießen für alle Ieilcn an hervorragender Stelle oermerft werden wird Die w,ss. nlchaitl'che und geistige Lothtlle. zu der sich Damal» Männer der Wirtschaft von Gieren und Umgegend unter Alltzllse r on Mitgliedern der Landesu nverfttat zusammenschlossen, rerdient es mit Recht, daß ihr heute, nach bar Vollendung des ersten Dezenniums eines reich gesegniken Wirkens, die Aufmerksamkeit der Oeffentllchtelt in Gießen, In ganz Hessen und weit darüber hinaus zugewandt wird. In der Grundungsrersammlung der Gießener Hochschulgelellschaft vom 21 Februar 1918 wurden folgende Herren in den Vorstand durch Iu- ruf «wählt Geh. Kommerzienrat 8m m ei i u » Iusttzvot Grünewald. Geh Kommerzienrat Heichelheim. Kommerzienrat Klingspor. sämtlich ron Gießen, Fabrikbesitzer Dr. Leitz. Wetzlan die Untoersität entsandte in den Vorstand die Herren- Geh. Hosrat Prof Dr. Be- h a g he l. Geb Medizinalvat Pros. Dr. Strahl- Der Vorstand wühlte zu seinem Vorsitzenden Iustizrai Grünewald, zu dessen Stellvertreter Geh. Hosrat Pros. Dr. Vebaghel, zum Schatzmeister Geh. Kommerzienrat Heichelheim. zu dellen Stellvertreter Kommerzienrat Klingfpor Der Verwaliungsrat berief al» Vorsitzenden an seine Spitze den Obcrtüraer- meister Keller, al» dellen Stellvertreter Geh. .Kirchenrat Prof. D. Dr. Krüge r, al» Schrift- »ützrer Pros Dr. Horn, als Stellvertreter Fabrikant Mar V L n n i n a e r. Der Gründung der Gießener Hochschulgesell- schast wurde weithin im Hessenlande die stärkste Sympathie entaegcngedracht. Diese sand ihren Ausdruck «chon darin, daß Vertreter de» Staate», der Stadt Gießen und VNtglleder des Land- kaaes der Gründungsversammluna beiwohnten, daß ferner der Grorh-rzoa die Initiative zur Gründung der Hochschulgelc lischest lebhaft bc- grüßte Das ftarfc Vertrauen, da» der Gießener Hochichulaesellschast vom Veginn ihre» Wirkens an in reichem Maße entgegenaedracht wurde, hat ntemal» im Laufe de» ersten Jahrzehnt» de» Vestehen» dieser Vereinigung der Freunde unserer LandesuniversiiLt eine Enttäuschuna erfahren 3n bereitwilliger Weise hat die Gießener Hochichulgesellichaft allezeit den Wünschen der Dozenten resp des Senats Rechnung getragen. Wo e» ihr aus eigenen Mitteln nicht möglich war. die erforderliche Hilfe bringen zu kdnnen, da b»it sie dank ihrer weitreichenden Beziehungen Kräfte mobil gemach» und Möglichkeiten erschlossen. die dem Dienste unserer Universität zugesübrt wurden In einer Fell bitterer deutscher Avt in» Leben gerufen, trotz der furchtbaren Stürme der ersten Vachkriegsjahrv. besonder» der yrrltötenhei, Inflcrtfonszeit. haben e» die tat- frohe Schafsen»trait der Vorstandsmitglieder der Hochschulacsellschast und die Opfersreudigkeit ihrer Mlialieder zu Wege gebracht, daß der wissenschaftlichen Arbeit in der geistigen Zentra lwerl statt unsere» Hellenlandes notwendige» Rüstzeug zugeführt wurde, ja sogar ein neuer Lehrstuhl errichtet werden konnte. Die furchtbare Rot de» Staate» mochte e» diesem bald nach dem unglücklichen Ausgang de» Äticflifl unmöglich, für den Lehrbetrieb und die Forschung an der Landesuniversität über den verengerten Stal hinaus weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Mit den Wannern der Wilseuschast bedauerten auch die verantwortlichen Organe de» Staate» den Mangel an wirtschaftlicher Kraft, unter dem der Hochschulbetrieb zu leiden hatte. Da wa-r es nun die Hochfchulgesellschaft. die mit allen ihren Kräften und Möglichkeiten zur Stütze und zur Weiterentwicklung der willen- ichaitlichen Arbeu und der Ausbildui'.g de» ata- demischen Vachwuchie» eintraf. Wertvolle Biblio- t beken wurden lpti ihr angel auf I und den llni- verlitätsinstituten übereignet, wiisen'chaftllche Apparate der verschiedensten Art für untere Kliniken und andere Institute der Universität wurden ertrorber, oder von hochherzigen Per- fönlichleiten gestiftet. Den englischen und roma- nifchen Seminar wurden die Geldmittel für die Beschaffung ausländischer Literatur zur Verfügung gestellt, die Ausgrabungen wichtiger vorgeschichtlicher Fundstätten wurden finanziert. Unterstützungen für den Druck wissenschaftlicher Werte gewährt, lurzum Überall da. wo die staatliche Fürsorge nicht Helsen kon'te. wurde die Hochschul- aefellschast sreudige Helferin und Förderin zum Vesten der Lanbesuncrersität und aller ihrer Glleder 6» würbe zu weit führen, alle Sinzel- heiten de» Geleisteten in dieser Fürsorge für unsere Lande»universilät hier auszuführen: Die obigen kurzen Veifpielc deuten aber u!>erzeuzend genug an. haft die Gießener Hochfchulgesellschaft ihrer frei übernommenen Aufgabe nach bester Möglichkeit gerecht geworben ist Die Männer viefer Gefeilschaft beschränkten sich aber nicht nur baraus. der Arbeitsgranblaze unserer Gießener Gelehrten und ihrer Schüler immer neue Kräsrigung zuzuführen. sondern sic dehnten genläß der Satzungen ihre Ausgabe auch au» auf die Herstellung lebendiger Fiihlung- nähme zwischen Willenschaft und Volk. Iu diefern Iwecke ermöglichte die Hochichulgefellschaft Tor- tTOfl»teifen nach den verschiedensten Gegenden untere» Heisenlande». und Gelehrte unserer Stan- 6e»nnirn1ität waren es, die sich in anerkennen»- werter Weise zahlreich zu diesen Vorträgen zur Verfügung stellten, um dadurch do» Werk der Förderung und Stützung unserer Universität mit vollbringen zu helfen. Durch diese gemeinsame Arbeit von Gelehrten und Hochswulgesellscha't ist ein breiter und segensreicher Strom wissen- schastlicber Bereicherung ton Gießen au» in die verschiedensten Teile unsere» Lande» hinnusge- gangen. Vene Sympathien wurden dadurch in weiten Vevöllerungsschichten für unsere Landes- univerfität und für die Hochschulgescllschast geweckt. Sympathien, die sich dann auch in erfreulicher Weife zu pralrifchen Taten ouswirklcn. Aus diesem Tätigkeitsgebiete der Hochschulge- sellfchaft und ihrer Helfer aus dem Gießener Gelehrtenkreise seien nur erwähnt die wiederholten Vorträge in Al-feld, Friedberg und Büdingen, die Hochschulwochcn wahrend dreier aufeinanderfolgender Jahre in Mainz, Vorträge in Alzey, Vingen und Oppenheim. Die wertvoll diese Vorträge für die Sache der deutschen Dillenschast und des deutschen Geiste» waren, lehrt der lebhafte Beifall, den die Deranstal- tunflen überall fanbei,. IMe für diese Zwecke der Hochlchulgefellfchaft zur Verfügung stehenden Mittel find natürlich sehr bescheiden, deshalb haben rerlchiedene Orte die BortraaSkoften selbst aufgebracht. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, boh in terschredcncn Siäbten durch die Initiative rühriger Anhänger Ort»- ober BtzirkSgruppen gebildet wurden. Aatürllch erhöhen starke trogfähigc Ort»gruppen die Möglichkeit der Abyalluna interessanter Vorträge. S» ist ersreulich, daß trotz mancherlei Hem- mim gen von außen auch gerade in Worms eine starke Ortsgruppe besteht. Vach dem Ableben de» ersten Vorsitzenden. Iustizruts Dr. h. c. Grünewald, ging Die Leitung der Gießener Hochschulgefellfchaft im Dezember 1925 auf Provinzialdireltor Graes über. Als stellvertretender Vorsitzender wirkt seit der Gründung der Geselllchaft noch heute Geheim erat Prof. Dr. B e h a g h e l. Do» Schrist- fübrtramt versiebt Dr Dbtticher, da» Amt de» Schatzmeisters wird von Qöanfbi rettet Grieß bau er au»geübt. An der Spitze de» Verwaltungsrats stets der Präsident der Industrie- und Hanktelskovwier Gießen, Kommerzien- BlelirinnöeiifieüenSWern. ^omdti von Sdgar Wnttacc. Copyright by Wilhelm 3o(bmann, Verlag, Leipzig. Nachdruck verboten. 4t Fortsetzung. impf nicht Ich gebe wagend, „bai nicht Immer L __________ . Sie nicht Coro Selforb selber gesprochen. Möglich —" er lächelte ein geisterbleiches Lächeln —, „bah mein Mandant das aony Gebäude Ihrer Anklage mtt einem einzigen Dort erschüttert." mit grüner Tinte geschrieben!" Havelock beseiichtcte die trockenen Lippen. Dick sah, wie er fett seine Daumen in ben zusammen- gepreßten .nänben ocrkeumpst hielt. Er muhte, es ging um seinen Aale, und noch wollte er den Kamps nicht aufgeben. zu/ sagte er langsam, jedes Wort ab- ,tz der schein gegen mich spricht, «der behalfen die Indizien recht. Noch haben trb Selforb selber gesprochen. M' «In i'adirln Da bewegte bei Gesänge,« jum ersten Mal dis Lippen. Hyvothefen," brachte er mühsam hervor, „Hypo- thefenr .Die Schreibsachoerstäiidigen werden beweisen, ob es Hypothesen sind ober nicht. Ader ich brauche diesen Beweis gar nicht. Ich habe die grünen Flecke an Ihrem Finger gesehen, vorgestern, als ct< mir Selforb» »riet au» Kairo zeigten, der angeblich eben eingetroffen war. Merkwürdige» Zusammen, fretten, Herr Anwalt — — Selforb» Brief war „Worten Sie nicht auf Lord Selforb", tagte Dick und reckte sich zu seiner ganzen Größe auf. „Lord Selford ist toll* Da sprang Havelock auf, und er fühlte die Hände der Beamten nicht, di« ihn iesthiellen. ..(Er ist--? CEr kam nicht weiter. „CEr ist tot/ bornierte Ihn Dick Marlin nieder, „und ich kenne sein Schicksal! Sie haben ihn bleiern Teufel in Menschengestalt, Sie haben ihn efofetti für seine furchtbaren Experimente überantwortet — und bafür allein ko,innen Sie an den Galgen!" Havelock wankte. Totenbleich, mit geöffneten Lippen stand er da, unwillkürlich irrte feine Hand zum Halse. Da merkte er, daß die Schlussel fort waren. Mit ausgestrecktem Arm hielt sie ihm Dick entgegen. Havelock machte eine Bewegung, wie um sie ihm zu entreißen, doch die Beamten waren stärker al» er. Da fiel ihm der Kopf in den Nacken. Aste Adern traten» an seinem ml le hervor, seine Glieder wurden steif wie Hotz. Pfeifend entflog ihm der Atem. Das dauerte einen Moment. Dann richtete er stch auf, legte die Hände an den Innenflächen der we- lenfe zusammen und tagte mit erloschenem Auge: ..Fesseln Sie mich? Ich weiß, wenn Ich geschlagen bin. Ich habe mein Spiel iwrlorrn." , Seine Lippen schloßen sich, und Dick, der chu an- sah, wußte, dost er dis zu seinem Ende, dem bitteren und doch viel zu milden Ende, schweigen würbe. 31. ..Sieben Schlosser — liehen Sästussel", tagte Dick nachdenkllch, al» er mit Kapitän Sneed am frühen Morgen die Gräber der Selford» aufsuchte. Eody befaß einen, Mrs. Cody den anderen, ber Gartner Silva ben dritten. Havelock unb Staletti als 5)äup- ter der Derfchwörung hatten die anderen vier. Wenn 3talctu geborgen Ist, können mir die Tür zur eiiuindzwonzigsten (Bnibfammcr öffnen." Sie mußten eine Stunde warten, bann kehrte die Rettiingsmannfchast mit bret verdeckten Bahren aus hem Steinbruefj zurück. Tom Eawlcr schritt mit gesenktem Kopf neben her Leiche seines Bruder». Dick hielt ibn einen Moment an unb sagte leise: ..Nicht wahr, (faroler, Sie befudjen mich? Miß Lansdown möchte Ihnen persönlich danken. Und machen Sie lich keine Gedanken um Ihr« Zukunft! Dafür wird gesorgt." Ton, Lawler nickte ftumm, drückie Dick krampfhaft die Hand imb verfchwaiib im Walde. Dick hatte nichts von seinem Bekenntnik gesagt, nie würbe lemanb erfahren, daß Staletti schon ror dem Sturz in die Tiefe getötet worben war. Einer der Männer, der bei ber Bergung der verunglückten geholfen hatte, brachte Dick bte beiden feuchten Schlüffe! Er stieg ah erster bte steile Trepve brr Toten- gruft hinab. Die Tür der dritten (Braofammcr stand offen. Dick trat hinein unb beleuchtete ste Ein vier» eckiges Loch gähnte im Boden. „Dos ist der Stollen, ber unter dem Hügel hin« burd) bis jun, yerreechau» führt und unter dem Kamin des Spielzimmers endet. Wahrfcheinllch war es das einzig« Gemach im Schloß feiner Väter das Selford besuchen durfte — des ?tachts. wenn alles schlief. So kitte Staletti wohl im Anfang fein Heimweh belämpft, unb da Lord Selforb ein Sind blieb, auch wie er heranwuchs, ließ er »ich die einzige magere Freude feines trüben Dafeius nie wieher nehmen. Al» Staletti Miß Sansdown» Flucht entdeckl«, befenb sich sein Zögling grrabe im Schloß. rat Schirmer Xlntcr der Führung biescr Herr«' denen die beratenbr Mitarbeit ft art intcneiherter Mitglieder des Vorstandes und Teroaltungerat» eine wertvolle Stütze ift. darf man eine weitere rege Arbeit ber Hoch*chulgeiell- lchait zum Vesten unserer Hellischen Landesun.- verfitäf unb ter deullchen W.'fenfchaff erwaNen 3u ihren bedeutfamen Leistungen für unsere Lanke»unirer'ität wurde die Gießener Hoch- l«m chemester einen Ufinen Beitrag abzuführen. Da» wäre wobt dos ’dx'i’ft« Gescheut v't Jubelfeier her Hochschulgesell schalt unb die Anerkennung Ihrer selbstlosen Vestrebunge.i von einer Lette, die e» ganz besonders vigeht Stemit wurden unsere Studenten nur ihren Äommiluontn an manchen anderen deutschen Hochschulen folgen Geschichten aus aller Well. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Hann thal.Wasflinglon und dtcParMvcniic. (h) R « uVork. Hier, sechs K#tl>cii Krasfwag. n sausten blt Park Avenue zu Tkeuyork auf unb ab. Gin kleiner stämmiger Italiener iKrtudife wiederholt, zwilchen den Autos hinburchzulchlupfcn. Der Ver- kebrspott.zitt bemerkte es und rief ihm gutmütig zu .Gib dir keine Mühe. Tony, es gelingt bi r doch nicht!" Als die Lichter von Grün zu Not wechselten, slufcte die Meng« der Fiißganger über Den Fahr- domm. Und zu dem vorük^rgehenben Italiener tagte der Schutzmann. .Hanni bat zog über die Alpen und Washington setzte über ben Delaware, aber in ben Verkehr der Bark Avenue hälfe sich keiner von beiden gewagt." Auch eine Heldentat (—) Paris. Der Pariser Kunstmaler Maurir« B t a in I n d erlebte nach feiner Sturm- und Drangpenod« die bei schäftenden Künstlern ,richt gerade seltene sogenannte „innetz Wandlung und kam au ber Ucberzeugung, baß alle», wo» er in früheren vielten gemalt halle, völlig wertlos sei unb seinem fltnstlcrllckvn Ruse nur schaden könne Blaminck llogie fnbonn bem Kunsthändler, bei dem feine Gemälde in Kommillion waren, fein Leid, ohne jedoch auf Verständnis zu stoßen Im Gegeuleisl Ter tüchtig« Kaufmann stellte anhand feiner Bücher fest, baß die noch nicht verkauften Bilder de» Künstler» einen Wert von etwa dreimal hunberlionfend Franken repräsentierten und beteuerte, die Bilder unter diesem Prei'e auch nicht verschleudern zu wollen. Blaminck war im höchsten Grade beftürzt. ör mußte feine Werke toieberbefommen, um fein .Gewissen" zu beruhigen. Der Infall war dem Mann mit der .Wandlung" hold: sein Onlel fegneie da» Ottiiche unb hinterlieft ihm lefne schdne Villa Kurz ent1d>loffen Pcrfautle Bla- minck da» Grbaut für —- dreimal hunberttautenb Franken unb ließ für die> Summe durch einen Agenten feine eigenen Bilder laufen. Dann baute er in feinem Atelier einen regelrechten Scheiterhaufen auf und oerbfannte alles, was er in fünfzehn Jahren gefchalfen. Auf die Frage ob er denn Meten fonderbaren „Mord' nicht bereue, antwortete Blaminck feinen Freunden: .Olein, denn ich bin fest davon überzeugt, baß Staletti ,m,ßte ihn unb Johnny Eawler zurück- kaffen, um sich zunächst einmal felber in Sicherheit zu bringen und die Papiere In feinem Hause zu nernichten. Die beiden großen httflosen Kinder hoben sich dann mit Tom Eawler in dieser Grob- fautuur versteckt. Wahrscheinlich hielt er hier Wache, während ste sich ins Schloß schlichen, um Selfords Spielieng zu holen." Dick trat mit enreb aus der <8rabfanuiKr heraus, und do» Licht feiner Lampe fiel auf die schwere Tür om Ende des Gange». Schkuisel noch Schfüfsei schob Dick in do» passende Schloß und ließ es zu- rückschnoppen. Als dos siebente Schloß geöffnet war, schwano dle Tür langsam auf. Eine eilige Woberluft schlug ihnen entgegen. Dick trat sofort an die Steinurne heran und hob den Deckel auf. In der Urne befand sich eine schmale Stahlkassettc. Sonst mar die Hammer teer. Sie trugen die Kos- fette hinaus, oerfchiossen das Tor unb durchschritten ben Park. Sie verweilten einen Moment vor den rauchenden Trümmern de» Herrenhauses, auf bi« noch immer di« spärlichen Güsse ans ben Schläuchen der Feuerwehr fielen, unb begaben sich bann in Do» Pförlneryaus. um bie Kassette zu offnen. E» dauerte eine Weile, bis ber Deckel aiilqebrochen rrar, unb bann fanb sich nichts darin als cm« schmal« Roll«, bie sich beim Entfalten al» Älaften- heft entpuppte, mit e» bie Schulkinder zu ihren Aufsätzen benu^en. Die Seiten waren eng beschrieben. Beide Manner erkannten fofort Eadys Hand- idfrift. .Jjefen Sie vor, Martin", bnt Sneed. „Ste fön- nen Handschriften bester entziffern als ,ch." Da schlug Dick Martin b,e erste Seite auf unb begann die merkwürdige Geschichte brr Irr mit den sieben Scßlösiern. 32. ^Diese Niederschrift stammt von Henry Eostton Bertram, genannt Bertram Eody, und geschih mit Willen unb Zustimmung derjenigen Personen, hi« ihre Namen imtcr do» Dokument gesetzt haben. Sie wurde in ber Rocht zum s. Marz l^ll!; besällosten, um zu oerhiudern, daß im Falle einer Entdeckung einer ber Unterzeichneten sich mif Kosten feiner Gefährten entlasten könnte. Gregory, vlseount otltarb starb am 1s. Rovern- btt des Jahres 19 sparlim war. sahen lich andere Festteittiehnicr g«»wungee. uiu so ausgievigcr au» »ich h-rauszupcyen, und einer von ihnen erwarb sich b-ibe, mangels geeigneteren Slossrs — ba» Vcrbienl' die neueste .hvrd-Anelbole zu erzählen, die seibsl den von Ratur etwa» lauertopsischen Helden der Geschichte zum Lachen brachte. Ford fuhr einst in feinem gewohnten Ford- Kleinauto in der Umgebung von Detroit spazieren. al» er an einer Wegbiegung einen schweren unb eleganten Wogen an traf ber Vanne halle Besitzer und Chauffeur bemühten sich im Sckweike Ihres An^e ichte» vergelten/, kos Nicki che Gefährt wieder in Gang zu bringen. Ford lieft tein .Wägelchen' holten stieg au» und reparierte hl wenigen Minuten höchst persönlich dos fremde Äutomovil. Der hvcherfreule Veiitzcr rückte solort eine Dollarnote, um fiä den, lieivnswür- tzigcn Helfer in Anerkennung seiner fabeflofen Arbeit zum Präsent u machem. aber Ford wehrte lächelnd ob mit den Worten: . Danke sehr, nicht terr. Aber ich habe 3elb mehr als genug!" .Co. for entgegnete perpler der andere. „ 2lbec zum Teufe!, wenn dem wirklich fo ist. warn m fahren Sie dann in einem Ford?" Ter Archivar im Bergwerk (i) Riga. Dec Korrespondent b;c Moslauer .Prawka" in Lharkow luclbct seinem Blatte in einem ausführlichen Artile', daß in der letzten 3ln:«incbu;«n in der Ukraine immer lautere und gctornifd)» lere Proles e gegen bie überljanbiiebmenbt Heimsuchung durch Kontrolltor, Missionen der verschiedenslen Art und Zusamnientetzung erhoben werden. Tiefe behördlichen Vernche 'ind fo zahlreich unb |j langwteria. daß bi? Unternehmen in iftrcr Arbeit auf geh alten und !o ac ber Familie beigesetzt worben wai unb in der er selber begraben ju werben wünschte. Er lieft bohre bie alte Tur. Die einem Uinbruri) faum nüber« stauben hätte, abbreeften unb nac.j ihrem Muster bei ber »zirma Rizini in '.Wailanb ein« Tur au» Stahlbeton Herstellen. Auch bicse Tur batte sieden Schlöffec. Die li.bcn Schlussel wollte Lord Selsor, unter Heben Teska ment »Vollstreckern verteilen, bi* gehalten fein fällten, sic seinem Solin an (chkiu 25. (flcburisiogc ausziihänbigei'. Aul biefe lltzeijc hoffte er, seinen Erben tagfeidj vor Ucherporleilunq unb Iniunbtorheiten zu bewahren. Er weihte Dir. Havelock in seinen Plan ein, unb selbst als fein Necht»vertretet ihm bebeutete, boß ein solche^ Ber. fahren bem Erblehengesetz tuibersprache, hielt er tah baran fest unb vertraut- sich auch bem italienischen Arzt Doktor ötolfiri an, bem er feine Viel« gung geschenkt hatte, unb ber baher ein häufiger Gast auf Selforb Manor «ar. Lord Selforb war schon seil längerer Feit ein unverbesserlicher Alkoholiker gewesen, unh Drei Wochen vor seinem lobe erlitt er einen heftigen Anfall von Delirium trement. Der Anfall ioar kaum vorüber, do Irof Mr. Havelock cm. um ihm ein Geständnis zu machen, ifr hotte an der Borte spekuliert unb babei |o schwere Verluste trillten, boß er sich in seiner Verzweiflung am Gelbe feiner Klienten vergriffen hatte, (fr mußte auf Befragen zugeben, daß auch Lord Selforb unter ben Leid- tragenden sei. Nun stünde er vor bem Ruin, unb er bäte seinen Mandanten fntefäOm, ihn vor her Schande einer gerichtlichen Verfolgung zu bewahren. Die fehlende Summe betrug zehntauteno Pfund, aber obschon Lord Sesforh allein an Jahrein - fünften ein Mehrfaches dieses Betrage» bezog, sand er fich nicht bereit, den an ihm begangenen ver- trauen-brnch zu verzeihen, vielmehr drohte er ernst- lich, Havelock selber den (berichten au',ltefern zu wollen. Die Ausregung vieler Auseinandersetzung erwies sich jedoch ata zu groß für feinen vom An- 'all bereit» gcfchevächten 9orprr. Er erlitt einen Schlaganfall und mußte beiknnungrlas in sein Bett ««tragen werben. Dabei leisteten Elisabeth Eawler, die Haushälterin, und ein portugiesischer Gärtner nennens Silna tätige Hilfe. Doktor Staletti würbe gleich gerufen, unb unter teinra eifrigen Bemühungen lehrte £»rt) Selforb noch einmal ins Bemußrfein Zurück In heftigem Ion wicberhotte er feine Be- (djulbigungcn gegen Havelock, fo baß bellen ver- «ften nunmehr außer Lord Selforb noch drei anderen Perßmen bekannt ioar. (Schluß folgt) behindert werden, da jede neue Kommission wieder anderslautende Anweisungen gibt. Eine Lokomotivenfabrik in Charkow ift z. B. während des letzten halben 3abr?5 von den Vertretern von nicht weniger den 19 verschiedenen amtlichen Stellen und Organisationen besucht worden. die insgesamt 33mol einen detaillierten 3iu lpektionsgang durch das Unternehmen gemalt haben. Noch toller war das Erlebnis des Bergwerks ^Budjonny", das eines Tages den Besuch eines sehr selbstbewußt und herrisch auftretcnden „Inspektors" erhielt, der nicht die mindeste blasse Ahnung vom Grubenbetrieb besah und. wie sich hinterher herausstellte. von Berus Archivar war und sich durch eine Veröffentlichung über die — Sittenlosigkeit der Klostermönche im mittelalterlichen Rußland in bolschewistischen Kreisen einen Rainen gemacht hatte. Demnächst, so beendet der Korrespondent seinen aufschlußreichen Artikel, werden unsere Geschützfabriken in amtlichem Auftrag von — Konditoren kontrolliert werden. Wirtschaft. Konjunktur-Hückgang und Banken. Zum erstenmal deuten jetzt auch die Monatsbilanzen der Banken für Ende M a i daraus hin. daß unter dem Einfluh der Dämpfung der Konjunktur und der damit verbundenen geringeren wirtschaftlichen Tätigkeit eine Berlangsamung desBonkgeschäf- tes mit Handel und Industrie eingetreten ist. Wenn auch die Veränderungen der Bilanzzisfern für Ende Mai. insgesamt betrachtet, gegenüber den entsprechenden des Monats April noch nicht sehr bedeutsame Veränderungen aufzuweisen haben. so tritt doch ganz klar und offensichtlich dieser Rückgang des wirtschaftlichen Tätigkeitsgrades in Erscheinung, eine Tendenz, die sich in den Monatsbilanzen der Banken für Ende Juni noch stärker ausprägen wird. Auf der Aktivseite fällt das langsamere Tempo der Kreditorenerhöhung auf, besonders die Verschiebung der Fristen bzw. Fälligkeiten der einzelnen Kreditorengruppen. Die innerhalb 7 Tagen fälligen Kreditoren weisen einen sehr starken Rückgang auf, und bei ihnen tritt, da sie zum weitaus größten Teil die als Einlage gegebenen Betriebsmittel der Industrie, die für eine kurze Frist frei sind, darstellen, die allgemeine im Zv- fammenhong mit dem Konjunkturrückgang fühlbare finanzielle Anspannung zutage. Auch die langbesristeten Einlagen mit einem mehr als dreimonatigen Fälligkeitstermin haben eine nicht unbeträchtliche Verminderung erfahren. Roch deutlicher prägt sich der Rückgang der Konjunktur bei den Wechselziffern und vor allem bei den Debitoren aus. Die Wechselbestände der Großbanken, einschließlich der übrigen, haben um nicht weniger als 38 Mill. Mk. gegenüber dem April abgenommen, wobei noch zu berücksichtigen bleibt, daß die Gesamtzahl der Banken eine Erhöhung erfahren hat. Diese Abnahme der Wechselbestände läuft parallel der rückläufigen Bewegung innerhalb des Wechselportefeuilles der Reichsbank und bildet somit ein bedeutsames Symptom für den verminderten Geschäftsumfang, da es sich in der Hauptsache um Handelswechsel handelt. Bei den Debitoren ist zum erstenmal seit der Stabilisierung nach einer fortlaufenden Steigerung zeitweise großen Ausmaßes ein Rückgang. wenn auch vorläufig ein geringer, um 27 Mill. Mk. eingetreten. Dieser dürste einerseits • mit geringerer Kreditbeanspruchung der Wirtschaft Zusammenhängen, deutet aber andererseits, .wenn man berücksichtigt, daß die Banken in ihrer Diskontpolitik zurückhaltender ae- l worden, auch darauf hin, daß die Banken selbst mit Rücksicht auf die labile Äon- F junkturlage vorsichtiger zu disponieren begonnen hoben. Daß unter diesen Umständen eine Der- ’ besserung der Liquidität der Banken infolge Der- mehruny die Ueberleitung ihrer Gelder, auch der neuen, tn die liquiden Anlagen eingetreten ist, ift selbstverständlich. Die Besserung ift erfreulich insofern, als die deutschen Danken, insbesondere die Großbanken, damit ihre Position im internationalen Geldverkehr gestärkt haben. Hermann Wronker A. - G., Frankfurt o. M. Die Generalversammlung erledigte die Regularien für das Geschäftsjahr 1927. Nach Abschreibungen von 63 920,25 Mark (i. D. 75 328,90 Mark) verbleibt einschl. eines Gewinnvortrages aus dem Jahre 1926 in Höhe von 108 940 Mark ein Reingewinn von 409 462,63 Mark (214 920,30 Mk.). Daraus werden 8 v. H. Dividende aus 1 130 000 Mk. für das ganze und auf 670 000 Mk. für das halbe Geschäftsjahr verteilt; der Reserve werden 133 900 Mark und dem Unterstützungsfonds 5000 Mark zuge- wiefen. 143 553,93 Mark werden auf neue Rechnung vorgetragen. • Abschluß der Amerika» Anleihe der Frankfurter Gasgesellscho ft. Durch Vermittlung der Darmstädter- und Rationalbank Kommanditqesellschaft auf Lllticn, der Firma Dclviuck. Schicklcr & Cie. und der Firma I. Drcyfus £ Cie. sind die ron der Frankfurter Gasgefellschaft mit der Firma Brown. Brothers & Cie.. Rcunork fVertreter Dr. Röß- ler-Berlin) geführten Verhandlungen über eine 6.5 prozentige Anleihe in Höhe von 3 Millionen Dollar zu einem grundsätzlichen Abschluß gekommen. Der Auszahlungskurs ist 94 Prozent. Treuhänderin ist die Darmstädter- und Rationalbank Kommanditgesellschaft auf Aktien «Frankfurter Börse Frankfurt a. M.. 28. Iuni. Ten-, enz. zurückhaltend. --- Die feste Haltung des heutigen Vormittogsrerkehrs infolge des feiten Verlaufs der gestrigen Reuyorker Börse imb des Rach- laksens. trenn auch nut im geringen Umfange, der Arbeitslosigkeit im deutschen Reiche konnte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs nicht weiter fortsehen. Da immer noch keine Klärung in der innerpolitischen Lage festzustellen ist. übte die Spekulation größere Zurückhaltung und «chritt verschiedentlich zu Abgaben. Das herauskommende Material wurde nur zögernd ausgenommen, so daß die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich war. Im Grund- ton der Börse war jedoch eine gewisse Wider stau dssähigkeit nichi zu verkennen. Das Geschäft war nut klein und beschränkte sich meist auf die gestern schon bevorzugten Werte. So machte «ich nach der 'Vernachlässigung an der gestrigen Abendbörse wieder für Kali- aktien Interesse geltend. Aschersleben konnten bei ziemlich regem Geschäft 2,75 Prozent anziehen. Westeregeln gewannen 1 Prozent, auch Zellstoff Aschaffenburg waren bevorzugt und 2,75 Prozent gebessert. Waldhof waren bei kleinerem Geschäft nur gut behauptet. Am Dankcnmarkt waren Reichsbank mit 4.5 Prozent und DancUbank mit 0,50 Prozent bevorzugt. Dresdner Dank vernachlässigt und 1 Prozent schwächer. Von Schisf- sahrtsweiten waren Norddeutscher Lloyd 1 Prozent erhöht. Arn Farbenmarkt tonnten I.-G.- Farben nur geringes Geschäft entwickeln. Gefragt waren am Elektromarkt Siemens mit plus 1,50 Prozent, Elektrische Lieferung mit plus 0,75 Proz. AEG. 0,75 Proz. niedriger Am Rentenmarkt war das Geschäft still. Deutsche und ausländische Renten blieben behauptet. Im Verlaufe wurde das Geschäft sehr klein, die Tendenz neigte eher nach unten. Für die führenden Werte waren zumeist Kursabschwä- ch ungen bis zu 1 Proz. festzustellen. Nur Siemens waren etwas gefragt und erneut 1 Proz. gebessert. Obwohl der Geldmarkt weiter ziemlich flüssig blieb, wurde der Sah im Hinblick auf den bevorstehenden Zahltag auf 7 Proz. erhöht. Am Devisenmarkt nannte man Reichsmark gegen Dollar 4.1847. gegen Pfund 20.408, London Kabel 4.8760, Paris 124.05. Madrid 29.50. Mailand 92,74. Holland 12,1025. Berliner Börse. Berlin, 28. Iuni. Die im heutigen Dor- Mittagsverkehr noch herrschende Unsicherheit hinsichtlich der Regierungsbildung war zum offiziellen Beginn geschwunden, da verlautete, daß es geglückt sei, eine Kabinettsliste, allerdings ohne Wirth und Brauns, zusammenzustellen. Wieder war der Orderseingang nur gering. Bei den Banken konnte man aber ein zunehmendes Interesse sei tens der Privatkundschaft feststellen, so daß im Anschluß an das Ausland der freundliche Grundton bestehen blieb. Die ersten Kurse eröffneten zumeist mit 1« bis 2prozentigen Besserungen. Etwas lebhafter ging es in Spezialwerten zu, die bis zu 6 Prozent höher notierten. Bevorzugt waren auch heute wieder Feldmühle und die übrigen Zell» stofspapiere, ebenfalls Siemens. Bei letzteren stimulierte die Bestätigung der Verhandlungen mit der Stadt Berlin betr. eines neuen Kraftwerkes. Schwächer lagen Tietz mit minus 3,75 Prozent, da der Verkauf des Schapiro-Paketes überraschend kam. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer zumeist behauptet. Mexikaner und Türken etwas schwächer. Pfandbriefmarkt still. Der Geldmarkt war im allgemeinen wenig verändert. Vielleicht ist im Zusammenhang mit dem morgigen Zahltag eine kleine Versteifung eingetreten, die aber im üblichen Rahmen, besonders, wenn man den Halbjahrsultimo berücksichtigt. bleibt. Tagesgeld 6 bis 8 Prozent, Geld über Ultimo 8 bis 9,5 Prozent, Monatsgeld 7,5 bis 8,5 Prozent. Warenwechsel ca. 7 Prozent. Im Verkaufe zunächst weiter befestigt, ließ das Geschäft, abgesehen von Spezialwerten, später wieder nach. Die Kursgestaltung war uneinheitlich. und meist waren die Kurie schwächer. Rur Siemens konnten weitere 2 Prozent an- ziehen. Kaliwerke konnten 1 bis 2 Prozent gewinnen. tfrantfiirkr tj.-trcfDcdöric. Frankfurt a. M, 28. Iuni. Der Frankfurter Prodicktenmaitt verkehrte in unverändert ruhiger und stiller Haltung. Die Preise sink/ im allgemeinen gut behauptet, nur Weizen- und Reggcnmehl gaben je 0.25 Mk. nach. Es würde.', notiert: Weizen 26.75 Mark; Roggen 2850; inl Hafer 27.75 bis 28.25; Mais (gelb) für Futterzwecke 24 bis 24.25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0. 36.75 bis 37.25: Roggenmehl 38.25 bis 39: Deizenkleie 13.85: Roggenkleie 16,25 bis 16,50 Mk. Tendenz ruhig «Frankfurter Lchlachtv;c'.)marlt. Frankfurt a. M . 28 Iuni. A u f t r ic b: 78 Rinder, 1017 Kä.ber. 108 Schafe. 335 Schweine. Es wurden notiert. Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 72 bis 77 Mk.: mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71: geringe Kälber 54 bis 64 — Schafe: Maftlämmer und jüngere Mast- hämmel kWeidemaft- 50 bis 54: iStallmast) 44 bis 49. - Schweine Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 64 bis 68. vollf'e'. eyrge Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 66 bis 70; von etwa 160 bis 240 Pfund 68 bis 72: fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 65 bis 70 Mk. Marktverlauf Kälber und Schafe bei sehr ruhigem Handel ausverkauft. Schweine schleppend, geräumt. Schwurgericht Gießen. • Gießen. 27. Iuni. Unter dem Vorsitze des Landgerichtsrats Hirsch wurde heute gegen den Kaufmann Heinrich Seipel von Staden wegen Brandstiftung verhandelt. Am 10. Ianuar 1928. abends gegen 7^ ? Uhr. wurde in dem Laden des Angellagtrn ein Brand entdeckt und gelöscht, ehe er allzusehr um sich greifen konnte. Seipel wurde alsbald verhaftet; er bestritt damals und auch heute, das Feuer angelegt zu haben. Mobiliar und Warenvorräte waren überversichert; Seipel hatte aber die Prämie für 1926 27 erst nach Pfändung und die für 1927 28 überhaupt noch nicht bezahlt; die Versicherung lies trotzdem weiter. Die Prämie bezahlte Seipel am Tage nach dem Brand. In dem Hause befanden fich auch Möbel und Wäsche eines Amerikaners, die versteigert werden sollten; daß Seipel fich hieran vergriffen hatte, war nicht festzustellen. Am Mittag des 10. Ian. hatte er bei der Inventaraui stellung dieser Sachen mitgewirkt und dann mit der im Hause wohnenden Frau H. gesprochen. Rach deren Bekundungen war er dann noch zweimal in ihrer Küche gewesen, und zwar allein. Später war er noch in seinem Laden, schloß dielen ab. verwahrte die Fenster mit den Läden und fuhr nach Stammheim, wo er wohnte. Rach kurzer Zeit merkte Frau daß Rauch aus dem Laden kam und rief ihren Mann zu Hilfe. Dieser schlug mit Hilfe anderer Fenster und Türe ein, und der Brand konnte gelöscht werden. Am nächsten Morgen entdeckte Frau H„ daß die in ihrer Küche stehende, vorher noch, zu ein Viertel volle Spiritusflasche geleert war; sie und ihre Angehörigen hatten den Spiritus nicht verbraucht. Seipel bestritt entschieden, allein in der Küche gewesen zu sein. Kurzschluß konnte nicht in Frage kommen, da die Lampen noch nach dem Brandausbruch gebrannt hatten. Auf Grund dieser Feststellungen beantragte Staatsanwalt Fischer eine Zuchthausstrafe von 1 Iahr 3 Monaten. Rechtsanwalt Schröder beantragte die Freisprechung. Das Gericht erkannte auf eine Zuchthausstrafe von 1 I a h r. Es hielt für erwiesen, daß Seipel vorsätzlich den Brand angelegt habe, wenn auch das Motiv hierzu nicht mit völliger Sicherheit festgestellt werden konnte. Große Strafkammer Gießen. ' Gießen, 26. Iuni. Ein schon sehr häufig vorbestrafter Arbeiter aus Zotzenbach hatte im Laufe der Iahre 1919 bis 1922 mehrere Einbrüche in die hiesige Heil- und Pflegeanstalt verübt. Das Gericht erster Instanz hatte ihn deshalb zu einer Gesamtzuchthausstrafe von sechs Iahren verurteilt? Hiergegen hatte er Berufung eingelegt. Im Laufe der Verhandlung stellte fich nun heraus, daß dem Angeklagten doch weitgehend mildernde Umstände zugebilligt werden mußten. Einmal war der Wert der gestohlenen Gegenstände (es handelte fich meistens um Kleider von Patienten) nicht sehr grob, dann aber muhte berücksichtigt werden, daß der Angeklagte ein geistig minderwertiger Mensch ist. der ütftigenö in Rot gehandelt hat. Das Gericht gab deshalb seiner Berufung insoweit statt, als es die erstinstanzliche Zuchthausstrafe tn eine Gefängnisstrafe von vier Iahren und drei Monaten umwandelte. Außerdem wurden dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Iahren aberkannt. Wegen Verleitung zum Meineid hatte ein Landwirt aus Herbstein vom Gericht erster Instanz eine Zuchthausstrafe von einer- Iahre und drei Monaten, sowie fünf Iahre Ehrverlust erhalten. Auf die nichtöffentliche Berufungsverhandtung hin hielt die Strafkammer das erftrichterliche Urteil aufrecht und verwarf die Berufung des Angeklagten. Ein Schuhmacher aus Alsfcid war auf die Anklage, verschiedene Sittlichkeitsdelikte begangen zu haben, vom Bezirksschöffengericht Gießen frei gesprochen worden. Aus die Berufung der Staatsanwaltschaft hin hob die Strafkammer das erstinstanzliche Urteil in nichtöffentlicher Sitzung auf und erkannte gegen den Angeklagten auf eine Gefamtgefängnis- strafe von sieben Monaten. Amtsgericht Gieß/n. * Gießen, 22. Iuni Am 1. Februar d. I. Hab neue hessische Aussührungsvorschriften »um Diehseuchengesetz in Kraft getreten. U. a. sind danach mit der Eisenbahn beförderte Klaucn- ticre beim Entladen amtstierärztlich zu untersuchen. Die Besitzer oder Begleiter der Tiere haben von dem Eintreffen einer Untersuchungs- Pflichtigen Sendung spätestens zwölf Stunden vor der Ankunft dem zuständigen beamteten Tierarzt Mitteilung zu machen. Bon dieser Bestimmung gibt es einige Ausnahmen So bedarf es einer Untersuchung nicht, wenn die Tiere ohne Umladung über eine Strecke von 50 Kilometer befördert wurden, was durch eine bahnamtliche Bescheinigung auf dem Frachtbrief nachzuweisen ist. Kommen jedoch die Tiere von einem Rutz- viehmarkt, so bedarf es auch bei Strecken unter 50 Kilometer einer amtstierärztlichen Untersuchung. Einer Untersuchung bedarf es jedoch nicht, wenn durch eine amtstierärztliche Bescheinigung auf dem Frachtbrief nachgewiesen wird, daß die Tiere am gleichen Tage bereits untersucht worden sind. Entsprechendes gilt bei Viehtransporten zu Schiff ober mit dem Auto. Da diese Vorschriften dem Schutze gegen die Viehseuchen dienen, muß auf ihre Befolgung insbesondere von feiten der Dichändler im Interesse des heimischen Viehbestandes mit besonderer Strenge gesehen werden. Die beiden an- geklagten Viehhändler hatten Rinder vorn ®iebener Viehmarkt verladen. Die Tiere waren am gleichen Tage untersucht, wurden aber ohne die amtsticrärztliche Bescheinigung ausgeladen. Wegen Verstoßes gegen obige Vorschriften wurden sie daher zu Geld st rasen von je 15 Mark verurteilt. Bneflasten der Jköoffwn. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit bet Schriftleitung.) 21. R. 100. Gewerbe st euer : Für die Haupt- Veranlagung für 1928 ist der Steuersatz noch unbestimmt. Für den oorläiifig angesorderten Betrag sind die Unterlagen aus dem Rechnungsjahr 1925, die damals aber verschieden waren, noch maßgebend. Einkommen st euer : Bei dem System der festen Abzüge hat der Arbeitnehmer inödifnl ■ l i ch einen Betrag von 24 Mark für sich selbst, 2,40 Mark für feine Ehefrau und 2,40 Mark für das erste Kind steuerfrei. Bei monatlicher Zahlung lind nach dem System der festen Abzüge für den Arbeitnehmer selbst monatlich 100 Mark, für seine Ehefrau 10 Mark und für das erste Kind eoenfall» 10 Mark steuerfrei. Letzte Nachrichten. Das Kompromiß zwischen Zentrum und SoKaldemotraien. Berlin, 28. Iuni. (III. Drahtbericht des Gießener Anzeigers.! Der kompromißvorschtug für die Neubildung der Negierung sieht vor, daß da» Zentrum in dem provisorischen Kabinett nur durch den Abgeordneten v. Guerard vertreten ist, der da» Berkehrsministeriuni und das Ministerium für die besetzten Gebiete übernehmen soll. Herr o. Guerard wäre in diesem Kabinett sozusagen der Verbindungsmann de» Zentrums. Das Arbeit» m i n i st e r t u in soll durch den Adg. Misset ($. p. D.) beseht werden, während da» Justizministerium durch den Abg. 5 ä n g e r ($. p. D.) besetzt werden soll. Diese» Kompromiß gilt nur bi» zum herb st. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdislonl 7 Prozent, Lombardzinssuß 8 Prozent Frankfurt a. M Berlin Schluß- flurs l-llhr- flur» Schnitz liur« '.'Infang Kur« Darum X7.0. 28. 6. 27.6. 28. 0. 6% »t. Rei — — Hamvum.Bmcnko Pale! ... 3 panw.-^upan-.. Lumvlich- . • 8 168.5 168.5 - 166.5 267 167.9 i'anfa Xampfidiifi.....1° — 309.5 — WorBbeutldorr Ulonc.....v 160.4 159.5 158.75 lJ*J ?Wji. TeutldieCrftHtanft. . . 10 HO — 140.5 Hu 5 Bonner Bonlverein .... 10 146.u — 146.5 146.5 Berliner <>an belade Hl*. . . 12 2.5 25 Z7J 274.5 Cemmcrj-itnb'SnpatSan! . 11 192 193 191..5 192 Tarmft. u. Satipualbünf . . 12 281.5 183 ttl 281 $eut|d)e Boni......10 167.5 167.5 166.75 167 Titfpnto-<»cfen|d)üfl Snt.. . 10 167,9 164.9 104,75 164,75 Dresdner BunI......10 167.5 lb6.9 167 167,5 9^iie!deu:ichc CirdUbLnl , . . £* Z* Mfialldant ......... 9 146 147.25 146.5 IN. 25 ................ 280 •*KS 280 . Frankfurt a M. Berlin Schluß- Äur« '-Uhr- Rur» Schluß Rurs Anfang Rurs Datum: | 27.6. 28 6. 27.6. 28.6. A.S.S......... . s 181,5 ISO 75 179.75 181.13 Borgmann....... meta. Lieferungen.... • . 9 lu 209,5 173 173.6 <07 172 208 174.5 Licht und kraft..... • 10 — 228..1 227 327.75 zellen & (HuUlctnime. . . • b 135,5 — 134,' 134.6 (Sei. f. (Slcltr. Untern.. . . li' 268.5 265,9 "267 5>antb. (rleltr. $erfc . . • in — • 161 161.75 RKcin. Äota....... • . 9 — 15«.5 168 158.5 edild. (klcllr....... ■ 10 — 255.25 255.75 schlicker....... . . 8 .'08.5 208.75 2»; 2OS.5 «iemcns it Hai4le .... • 12 161.5 353 158.75 363.4 Trane radio ....... • . 6 * 154.5 153.75 Lobmeyer & Go. . .... ■ 10 175 - 173,75 — Buvoru»........ . u 85 — 84.75 86.25 Tcuifche Erdöl..... . 6 llu.'Jj 140.6 139,5 110.75 Gifener «tetnlohle .... . S — — 125.5 124.75 Scljenlirchener ... f. ¥i 3- 4 141 141.75 140.75 141 Harpencr........ . b IGO 160 160.4 161.75 Öoefdi Glien. ...... . 8 138.5 140 3>ie Bergbau ...... ■ . 8 — — 258 Sb'rfneripcrtr ...... • . 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Hure Schlus; Anfang flun fiur« Datum: 27.6. ?R.6. 27. 6. 28. 6. 1-hUU’lJ HoUmann......7 150.5 — 119.5 Heidelberger Zement .... 10 141 — — — ttemeul Rarlflobl ...... 6 175 —- — Waytz H Freitag......10 150,25 150 — — SdiuItLcit Patzendoser ... 15 — — 354 355.5 Lfrroerle......... —■ — 115.75 318 Ser. eianjftolf......1» — * bSU 703.5 Beniberg.........14 — — 630 b.;i Sellfiofi Sfllbbi'i.....12 315.5 315.5 11'2.25 >15 3cGnoji Sllchaffenburg ... l: 2t0 22'2.. 213.5 •39-. tzbarlolrenburger Wafier .... • — 129.75 130.5 Tcfiauer ........b — — <20 219.5 Daimler TVolorcn......u 113.5 113,5 112. i 113 Teuioi .........0 — — 56.4 ;>( «Heisede klever......6 112 113 111,5 III Suvw. Loewe..... . 10 — — 289 •241.5 Nal. 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III.6* 112.J- Englische 'Sster ........ 20.453 Telegraphisch e Ai« , « h l u n g. ‘Berlin. <7 Hunt ileio —Twr ^rortionicDe V.'oten..... 16,45 16..1 Holländtfche Oloton...... 167,98 168,64 italienische Vloien...... 22.a« 22.11 '.'iorwegilche ‘Jiotni...... 111,68 Ur.12 5)eutfd) Ceherr , a 100 Jtroneu 58.60 59.04 ‘Jfumäntfdie '.Voien...... 2.54 2,56 schwedische Vi'cteu...... 111.83 112,27 ^chkveil.n 9,'oten....... 80.66 80. "8 Svannch. VZoteii....... 68.91 1.9.1'« Tfchcchoslalualischc 'JJoten . . 12.36 12,42 Unaarische Viotui..... 72,63 7t.W Devttcnmarkl Derlm —Frankfurt ifiabon 16.8.3 18.87 18.83 1>,87 STon.fa • • - 8I.5Z dz.bb 81.34 *1.70 .Ponfi-.attn. 2.142 2,1 •» 2.142 Äioen. . . 5,415 5.427 3.405 6.415 Sanaba 4,107 4.17 ■ 4,167 4.17- Ilm UQD . 4,25b 4.264 4.256 4, >4 Sawo . . . rv.^tb 2V.V46 » 903 20.943 0.1515 Ä"’’ öeliaS' vil vch Malr-Sri" Ny,M 6iot Prt Vas < Srrlia. 2 Ktich'präl KeichimiMer INSilri'Zr ernannt klus kaozirr» Hai dc Kridptnlnifta ft. totliu wehr), Schaf bestätig °aö ft a.11. 8bg. 5i Jnoerti, teti 2\t ding Z°m Rei O.D. klbS-Dl badischen Mn Rridptnimitet ten Rrichrmin justizmlaisler rangsraf Abg. miniffer rrnai gleichstitig mit kkeich-minisler' worden. Die (ei Berkin, r.ene ®nmbla "Null« nach baiten am "1 ! urigen übet b ftntb darin, b Suerarda StnUum», MX StGxfi das' Minister men soll. 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