Nr. 175 Erstes Matt 178. Jahrgang Zrettag, 27. Juli 1928 SUch.,>l tüglich.crufcct Soeaiags aab Jttertag«. Btilegea: ÖWfctner ^omifienbtfitter Heimat hn SUb Tie Scholle. ffloeaU-Bejegipreh. 2 Neichsmark unb 20 9iei$5pfeetrtg für Trüget» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. FernsprechanschlÜsfe: 61. 54 und 112 Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Liehe». poßscheck!o»ts: greifferte* Main i i «AL. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnttk Derlag: vrühl'sche UnioersitStL'vllch' und Steinöruderet K Lange in Sieben. Schriftlettung und Seschästrftelle: schulstrasse 7. neeabme con .lnjeigen für bie Tagesnummer bt» zu« Nachmittag verher. Preis für \ mm höhe für Anzeiaen von 27 mm Breite örtlich 8, ausmäns 10 Neichspsennig.' für Ne- Klameanzeigen von 70 mm Brette 35 Neich-zpsennig, Dlatzvorschriit 20‘ . mehr. Chesredalttear. Dr. Fnedr. Will). Gange. Verantwortlich surPr'.inK Dr. 5t. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr. H Thyriot, für den übrigen Teil Ernst Blumfchein; für den Anzeigenteil Äurt Hillmann, sämtlich in (Biegen. Das Auslieferungsbegehren her französischen Vesatzungsbehörde. Die Stellung der Aeichsregiemng Berlin. 26.3alL (prlo,-IeL) Vie Meldung, bah die französische Besahungsbehörde an die deutsche Regierung da» verlangen geftefll Hal. die drei deutschen Staatsangehörigen au»iulle- fern, die in Abwesenheit ja fünf Jahren Zuchthaus von dem franjöfifdjen Kriegsgericht In Landau wegen angeblichen her- unierreiben» der französischen Flagge von dem Offlzlerkaslno In Zweibrücken verurteilt worden sind, wird nunmehr von den Berliner Blättern benötigt. Der Telcgraphen-Unlon wird von zuständiger Stelle erklärt, dass Deutschland diesem Begehren Folge lei st en wird. Deutschland habe sich an die vertraglichen Bedingungen zu halten, die ihm auserlegt worden seien. • Bedauerlicherweise kann die deutsche Regierung auf da- französische Auslieserungsbegehren keine andere Antwort geben, solange die unterschriebenen Verträge zu Recht bestehen. Ls war aber zu er warten, das, die obige Antwort gegeben werden würde Trotzdem mutz darauf hingcwiesen werden, datz die Austieserung In Deutschland größte Empörung Hervorrufen wird, um so mehr, al» von französischer Seile immer wieder erklärt wird, datz die Besatzung nur eine „Touristenarmee" sei und feinerlei Drangsalierung der Bevölkerung in sich schliesse Vie drei Fälle, in denen die Besatzungsbehörden nunmehr die Auslieferung der Deutschen verlangen, beweisen, datz bas Gegenteil der Fall ist. Sic zeigen auf das krasseste, datz die Besalzung-behördr immer wieder unerträgliche Zwischenfälle im besetzten Gebiet, schafft und auf diese weise eine moralische Belastung der Bevölkerung schasst, die au f bie Dauer unerträglich ist. Es ist daher an der Zeit, batz Frankreich sich enblich auf seine europäischen pslichten besinnt unb basür Sorge trägt, datz bie ftänbig jur Störung ber deulsch-sranzösifchen Beziehungen beitragende Besatzungsbehörde verschwindet. (Es kann fein Zweiset darüber fein. datz. Irolzdem politische Differenzen zwischen den Behörden anlässlich diese» Falle» vermieden werden, die gesamte deutsäze Bevölkerung doch durch derartig- Zwischenfälle wieder gegen Frankreich eingeflelll wird, unb damit bie Heber,engung erhält, datz bie französische Frie- benspolllif nicht ernsthaft gemeint fein könne unb datz die französische Unlerschrist unter dem ÄcQoggocrkag nur formale Bedeutung besitzt. Empörung der presse aller Richtungen. ‘Berlin, 26. 3uli. (Priv.-Tel.) Das politische Hauptthema der 'Berliner Blätter ist weiterhin da« von der franko!ild)cn Besatzungsbehörde an Deutichland gcr.chtele Auslieferung-sbegehren. 3n den Äommcniatcn der Prelle wird daraus hin- gewtcfen, datz deutlicher als alle anderen Borgänge der letzten Zeit dieser neue Besatzungs- zwilchenfall die Unmöalid)!eit und Unhaltbarleit der ganzen Rheinlandbriehung bewerfe. Wie der ..Vorwärts" mittcilt, sei nach sorgfältiger Prüfung der Rechtslage doS Auswärtige Amt zu der Lieberzeugung gekommen, datz das formale Recht leider der ReichSreg.crung leine Möglichkeit bietet, das französische Verlangen abzulchtugen. Deutichland werde sich daher grundsätzlich bereit erklären müssen, diesem Begehren Folge zu leisten. DaS Blatt ist jedoch der Ansicht, datz die Reichsregierung nichts unterlassen sollte, um noch auf diplomatischem Dege eine glimpfliche Erledigung des Vorfalles zu erreichen. Zum Schluss betont das Blatt, die ganze Angelegeicheit beweise wieder einmal, datz es leinen wirklichen Friedens- z u st a n d zwilchen Deutschland und Frankreich werde geben können, so lange diese Besetzung fvrtdauere. — D.e „Germania" bringt das Auslieferungsbegehren der französischen Besatzungsbehörde in Verbindung mit der bevorstehenden Unterzeichnung deS Kellogg- Paktes in Paris durch die 21u&cnminiftcr der beteiligten Mächte und sagt: Anter diesen Umständen unb in diesem Augenblick, während am Rhein französische Sergeanten schalten und walten dürfen, kann ein deutscher Aussenminister nicht nach pari» reifen, um einen Dellfriedenspalt feierlich zu unlerjeichnen, den die Franzosen in so grolestcc Weise verletzen. «He würde sich das mit Deulschland» Würde und Deutschlands Glauben an seine Zukunft vereinigen lasten? 2luch das .B. T." erklärt. Man kann irkbt ^ndeutschen Aussenmurrster einladen, zur Unter- zevchiiung des Kriegsächrungspaktes nach Paris zu lOTuiteh und gleichzeitig die Reichsregierung ersuchen, drei Därtsche wegen Beeidigung der französischen Flagge zu fünfjährigem Zuchthaus auszuliefern. Die .Vosf.Ztg." sieht m dem ^unzosischcn Verlangen einen neuen besonders charakteri ftrschen Beweis dafür, datz auf die Dauer das 1 lebenernander selbständig arbeitender französischer Militärbehörden im Rhein- lartde und der osfizseilen deutsch-sran.zösischen Verständigungspolitik eine ^Inmöglich- keit ist. Aach dem Wortlaut des Rfccinlanbab» kommens haben formal die französischen Behörden das Recht, die Auslieferung der Verurteilten zu verlangen, obgleich natürlich jedes Gefühl sich dagegen sträubt, nur daran zu denken, datz deutsche Behörden deutsche Staatsbürger wegen eines ausgesprochenen Dumme- jungenstreiches für fünf Fahre in ein französisches Zuchthaus ausliefern sollen. Man stelle sich nur einmal vor, zu waS für innerpolitifchen Kämpfen die Durchführung deS Iranzösilchen Auslief e- rungSbegehrenS in Deutschland führen müsste. Am solche Amnöglichkeiten ein für allemal auSzuschal- ten, gibt eS nur einen Weg: Räumung. — Die .Kreuzzeitung" fragt: WaS nützen Deutschland die Locarnoverträge. waS nützt Deutschland der Beitritt zum Völkerbund, wenn immer erneut gegen Sinn und Gei st dieser Abmachungen verstossen wird. Aehnlsch äutzert sich die .Deutsche Tageszeitung": Die fremde Besatzung Hal schon längst kein moralische» Recht mehr, am Rhein zu stehen. Ihre blosse Anwefcnhctt ist eine glatte Verleugnung ber 3bee von Locarno. Vie neuen Fordc- rungen aber teigen, bass die französische Be- satzungsbehörbe im Rheinland sich nicht einmal scheut, aud) bie Ehre bes deutschen Volke» In leichtfertigster Weise anzugreisen. Der .Lvkalanzeiger" erinnert an den Artikel 112 der Reichsversassung, nach dem kein Deutscher einer ausländischen Re- ?icrung zur Bestrafung ausgelie- c r t werden darf und fragt, ob die hinter der Regierung Müller stehenden bürgerlichen Parteien die Verantwortung in einem Falle tragen wollten, in dem die Reichsregierung entschlossen sei. die Reichsverfassung zu brechen. — Die „Sranff UTtcr Zeitung" schreibt .SS ist nicht zu begreifen, dass im Sommer 1928 nach Locarno die Besatzungsbehörde e S wagt, auf den Artikel 4 des RheinlandabkommenS und die Verordnung 2 der Rheinarmee zurückzugreifen. die so unglaublich sind, dass sie bisher überhaupt noch nicht angewendet wurden. Diese Vorschriften entstanden im Juli 1919, als daS Siegerbewutztsein der Alliierten keine Grenzen kannte. Man vergegenwärtige sich nur, waS damit verordnet ist. Tille Personen, die eines Vergehens gegen die Besatzungsmächte verdächtigt werden, müssen danach von den deutschen Behörden im besetzten und unbesetzten Gebiet auf Verlangen der Besatzungsbehörden an sie auSgeliefert werden. Richt nur überführte Schuldige, sondern auch alle nur vage Beschuldigten müssten, auch wenn sie sich im unbesetzten Gebiet aufhalten, der fremden Mili- tärgerichtsbarkeit übergeben werden. 3 c bc Denunziation im besetzten Gebiet würde der Besatzungsbehörde die Möglichkeit geben, Deutsche im unbesetzten Gebiet tn ihre Hand zu bekommen. Auch in einem der vorliegenden Fälle ist eS sehr unwahrscheinlich, jedenfalls völlig ungewiss, dass die drei Zweibrücker die Schuldigen sind." Oie Unterzeichnung -es Kelloggpattes. Die Pariser Zusammenkunft der Aussen- Minister eine Verbeugung vor Briand. Pari», 26. 3uli. (WB.) Gs wurde nunmehr offiziell bestätigt, dass der Pakt zur Aechlung des Krieges in Pari- am 27. 21 u gu ft untcrzel chnet werden wird. Havas erklärt, dass die Anregung, Paris al» UnterzeichnungS- ort zu wählen, auf Staatssekretär Kellogg zurückgehe, der damit zum 2lusdruck bringen wollte, dass der Gedanke, ben Krieg zu achten, von Briand ausgegangen (et. Kellogg werde persönlich nach Frankreich kommen. Chamberlain werde im Romen Englands und der fünf Dominions unterzeichnen, Briand für Frankreich und Dr. Stresemann für Deutschland. Dagegen sei eS zweifelhaft, ob Mussolini, der durch dringende Pflichten in 3talien zurückgrhalten werde, erscheinen könne. Der .Matin" hält eS für wahrscheinlich, dass Oie Betriebssicherheit auf den Linien der Deutschen Reichsbahn. Ergebnis einer Besprechung zwischen ^eichsverkehröministerium und JreichSbahngeneraldirektion. Berlin, 26. Juli. (WB.) Heute fand zwischen dem ReichSverkehrsminister und dem Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft anlässlich der letzten Unfälle eine Besprechung über die Betriebssicherheit der Reichsbahn statt. Bei dem Hcbcrgange der Staatsbahnen in die Hände deS Reiches waren die Bahnanlagen und S.cherheitSeinrichtungrn an manchen Stellen Infolge ungünstiger finanzieller Verhältnisse noch nicht bi» zu demselben Grade fortgeschritten, wie in dem übrigen Deutschland. Die ungünstige Wirtschaftslage tn der Rachlriegszeit liess einen weiteren Ausbau nur langsam zu. DieS gilt auch für die Zentralisierung der Sicherungsanlagen auf einigen Bahnhöfen in Bayern, u. a. auch in München. Zu dem Münchener Unfall wurde festgestellt, datz bei genauer Befolgung her gegebenen Vorschriften die auf dem Hauptbahnhof München bestehenden Einrichtungen für die Sicherheit des Zugverkehrs auSreichen. Rur daS unglückselige Zusammentreffen einer Reihe von Zufällen und Berieten konnte das ilnglüd herbeiführen. Um in Zukunft auch solche Gesahren- momente nach Möglichkeit auszufchallen. bestand aber Ucbcreirjtimmung zu folgendem Vorgehen: Die beftebenben Blockcinrichlungen werden sofort durch zwischenzeitliche Verbesserungen ergänzt, die durch die Gruppen- venraltung Bayern bereits vorbereitet sind. Die im Gange befindliche endgültige Zentralisierung der Sicherheitsan lagen des Hauptbahnhofes München sollen mit allen Mitteln beschleunigt werden lleberhaupt sollen die wenigen noch nicht mit zentralisierten Weichen und Signalen versehenen Bahnhöfe sofort daraufhin nachgeprüft werden, ob der Verkehr eine besonders beschleunigte Durchführung der Zentralisierung erfordert. Zu den Türgriffen wegen zu starker Inanspruchnahme des Personals wurde feftgestellr: Die Diensteinteilungen sehen in Süd- deuftchland ..Ruhelage" von 32 und mehr Stunden vor. Dadurch wird eine engere Zu- sammenrückung von Dien st sch ich t en, die durch kurze Ruhezeiten getrennt sind, notwendig. Demgegenüber ist in Rorddeusschland die Zahl und Dauer ber Ruhetage geringer, aber die Ruhezeit zwischen den Dienstschichten allgemein länger. Rach übereinstimmender Meinung des Rerchsvericchrsministerö und des Generaldirektors der Deutschen Reichsbahngefell- schaft wird eS in Zukunft notwendig sein, die süddeutschen Dienftenri eÄungen den zweckentsprechenden norddeutschen mehr an» zupassen. Vorwürfe wegen Perfonalübev- lastung infolge zu geringer Personalbesetzung können nur Don Fall zu Fall nachgeprüft werden. Auf dem Münchener Hauptbahnhof stellt sich die Kopfzahl gegenüber der Vorkriegszeit trotz zur Zeit verminderter Betriebsausgaben um 14 Prozent höher als 1913. Der Gesamipersonalbestand in Bayern betrug im 3ahre 1927 16 Prozent mehr als in der Vorkriegszeit, während das Gesamt- personal der Deutschen Reichsbahngesellschaft im Jahre 1927 1,6 Prozent mehr betrug. Erne zu geringe Kopfzahl kann also nicht als Ur* sache der Unfälle angesehen werden. Trotzdem sind Massnahmen zu treffen, um an Tagen besonders angestrengten Dienstes VerstärkungSper- s v n a l mehr als bisher vorzusehen. 3m Anschluss an die Erörterungen der betrieblichen Verhältnisse wurde wegen des Siegels- dorser Unfalles, der auf Fehler beim GleiS zurückzuführen ist, die Frage der Oberbauarbeiten geprüft. 3m ganzen ReichSbahnge- biet — und da» trifft auch für Siegclsdorf zu — ist trotz der vermehrten Anwendung neuzeillicher Einrichtungen die Zahl deS Bahnunterhaltungspersonals nicht wesentlich geringer als im 3ahre 1913. Zur besseren äleberwachung der Oberbauaussührungen sind weitere Kontrollen notwendig. 3m Zusammenhang damit sollen die Vorschriften für die Ausführung der Oöerbauarbeztcn sowie *ür die Aufstellung und Entfernung ter ßangfam- fahrsignale verschärft werden. Bi» jetzt ist es mit Rückficht auf den grossen Umfang der Arbeiten 7u>ch isicht möglich gewesen, die Rückstände in der (Erneuerung der Gleise, die sich infolge der Kriegsverhältnisse und der Rachkriegszeit ergeben haben, vollständig au'^arbeiten. Diese Arbeiten sind tunlichst zu beschleunigen. Ss werden bis zu ihrer Vollendung noch mehrere 3ahre notoenbig fein. 3nzwi'chen lässt es sich nicht vermeiden, die heutige geringere Geschwrndrgkcir der Züge gegenüber ber, Bor- kriegszeit auf einzelnen Strecken beizubehalten. ^züglich der Anzahl der durch Unfälle zu Schaden gekommenen Personen ist folgende» festzustellen: Die Zahl der Unfälle betrug auf eine Million Zugkilometer im 3ahre 1913: 4.6. im 3ahre 1927 : 5.71. wobri zu berück- sichsigen ist. dass 1927 die Besetzung der Züge um 24 Prozent grösser war als 1913. Vom Generaldirektor wurde ausdrücklich die Zusicherung «geben, dass er trotz der schw erigen finanziellen Gage bet Deuttchen Reichsbahngesellschaft mit allem Rachdruck weiter dahin wirken werde, dass die Sicherheit des Bahnbetriebes gewährleistet bleibt Mussolini sich durch UittcrfiaatAfctvetär ®tan- bt vertreten lassen wird. Auch da» ^r|dt>einen deS sapancschen Aussenminister» Tanaka bleibe zweifelhaft, weil die örcignifk In Lhina feine Anwesenheit in Japan erforderlich machten. Dio drei übrigen Signatarmächb', nämlich Belgien, Polen und die Lschechoslowakec würden durch ihre Aussenminifler Hvman», Za- l e s k i und B e n e s ch vertreten fein. Die Frage, ob Spanien ben Patt mitunterzeichnen solle, wie Washington e» angeregt habe, sei noch nicht gelöst. Die Einladung an Strefemann. Berliner Hossnungcn auf eine Audsprachc mit Poincar^. Berlin, 26. Juli. (prio.-IcL) Wie die „Voss. Zeitung" von gut unterrid)tc,cr Seite erführt, ist die von der französifchen Regierung an den Reich»- auhenminister Dr. Strefemann ergangene Einladung, persönlich an der auf den 26. August festgesetzten Unterzeichnung des stelloggpaktes in Paris teilzunehmen, bereits vor einigen Tagen durch den französischen Botsüzaster t n Berlin übermittelt rvorden. Die Antwort de» deutschen Aussenminister» ist demselben Blatt zufolge durch Dr. Strefemann» Abwesenheit uon der Reichshauptstadt verzögert morden unb bisher noch nicht erfolgt. Die Unterzeiä-r.nnq bes kelloggpattes würde zum ersten lllale nach der Unterzeichnung des Friedensvertrage» einen deutschen Aussenminister in pari» sehen, vom aussenpolitischen Standpunkt erscheint dieser Besuch de» deutschen Aussenminister» nur unter den Voraussetzungen für Deutschland tragbar, wenn er mit einer entgegenkommenden Haltung der französischen Regierung und der übrigen Alliierten In der Frage der ootjeiligen Räumung de» Rhein- lande» verbunden sein würde, sonst würde der falsche Eindruck erweckt, als wäre das deutsche Volk bereit mit feinen französischen Nachbarn in freundschaftlichen Beziehungen zu leben, gleichgültig, ob da» Rheinland geräumt würde ober nicht. Nach einer Meldung der Tel.-Union aus Berlin wird es von deutscher amtlicher Seile angeblich ausserordentlich begrübt, dass die Unterzeichnung in Pari» erfolgt da die Anwesenheit so zahlreicher Statsmänner in Paris zweifellos den Anlass dazu geben kann, dass bei dieser Gelegenheit auch andere mit dem Kriegsverzichtsvertrag nicht zusammenhängende Fragen besprochen werden. Ls dürste sich hierbei u. a. naturgemäss auch um bas deutsch-französische Problem handeln, das zweifellos durch eine direkte Aussprache zwischen dem deusschen Aussenminister Dr. Strefemann und dem französifchen Ministerpräsidenten p o l n c a r e ausserordentlich gefördert werden würde. 3n einer derartigen Unterredung zwischen den führenden Staatsmännern Frankreichs und Deutschland» würde eine neue Grundlage für die Fortführung der europäischen Politik zu finden sein, die nunmehr auf Grund der neuen, durch den Kriegsverzichlsoertrag geschaffenen Lage zu Inaugurieren wäre. Kein Erfolg vor dem Nevisionsgerichi. DaS Urteil im MarimilianSaucr Zwischenfall bestätigt. Mainz. 26. 3ulL (Lanbesprefsebienft.) Vor bem Revisionsgericht bet Besatzungsarmee in Mainz würbe heute nachmittag ber Mari - m ilianSauer Zwischenfall verhandelt. Am 3. 3uni abends hatten ber Arbeiter Merz unb seine Freunbe mit einem französischen Offizier einen Wortwechfel. Dabei kam es zu gegenseitigen Tätlichkeiten. Der französische Offizier ging zum Angrift gegen Merz vor. Als ber Ossizrer ben Merz ergreifen wollte, sprang Merz auf ben absahren- ben Personenzug. Der Offizier griff darauf Merz an» Bein, um ihn zurüaHuhal- te n. 3n diesem Augenblick stürzten sich seine Freunde auf ben Offuicr, um ihn von seinem Vorhaben abzuhalten. Merz flüchtete in bas unbesetzte Gebiet. Gegen seine Freurrde wurde in Landau verhandelt. Merz wurde in contumaciam zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, seine Freunde zu 15 Monaten Gefängnis. Rechtsanwalt Dr. Führ legte gegen biefeS Urteil Berufung ein. Das Kriegsgericht habe nicht genügend geprüft, ob bezüglich der Freunde nicht Rotwehr gegenüber bem Angreifer Vorgelegen habe. Merz sei sowohl bris den Angriffen deS Ofsiziers. als auch beim Herunterreissen vom Zuge lebensgefährlich bedroht gewesen. Aus Antrag des Mllilärstaatsanwalts verwarf das Re- vifionsgericht die Berufung als unbegründet unb erklärte bas kriegsgerichtliche Urteil als zu Recht beftebenb. Bezüglich des Urteils gegen Merz (zwei Jahre Gefängnis) war eine Revision nicht zugelasfen. Gegen Merz wurde jedoch ein A u s - lieferungsverfahren beantragt. Die „Eitia di Milano" in Narvik Eisiger Empfang -er Italiener in Norwegen. Oslo, 26. 3idt iWB.) 3n 'Srtoortung der ,®itta bi Milano', die freute früh in Aarvik ein lief, waren zahlreiche Leute bu ganze Aacht wachgeblieben. 2Q6 der Dampfer bann eintraf, waren jedoch ran wenig Leute an der Lan- dungsstelle. Die norwegischen Behörden waren nicht Vertreter Dagegen befand sich ein Vertreter der italienischen Gesandtschaft in Stodfrolm unter den ausländischen und norwegischen Iourna" listen und P hotographen Als das Landungs^ell »um Land geworfen wurde, half niemand. daS Geil hrem Wieder zusammentritt über ben Fall der beiben elsässischen Abgeordneten zu entscheiden haben. Im Colmarer Katfrarinensaal fand unter Vorsitz des Abgeordneten Walter von Hagenau eine politische Versammlung statt. Da sich hierzu etwa 7000 Personen ein gefunden hatten, muhte im großen Hose eine Parallelver- sammlung organisiert werden. Es sprachen die Abgeordneten Dr. Aicklin, Boogly, Dafrlet. Aosse und andere. Die aus dem Gefängnis Entlassenen waren Gegen st and begeisterter Kundgebungen. In einer Entschließung wird gegen den Komplott ^Prozeß und das dort gefällte Urteil erneut protestiert unb gelobt, für die heilige Sache des Elsasses in gemeinsamer Anstrengung so lange zu kämpfen, bis die verhängnisvollen Folgen der Sankttons- pblitik der Aegierung und des Eolmarer Urteils in ihrer Gesamtheit vollständig repariert sind, bie Aegierung die vollständige Umstellung ihrer Polllik im Elsaß beendet und die administrative und kulturelle Reform verwirklicht hat. Die Entschließung wendet sich sodann gegen jeden Versuch, die Presse- und Meinungsfreiheit im Elsaß zu unterbinden und beglückwünscht zum Schluß die Abgeordneten von Alt- fird) und Cvlmar zu ihrer endlichen Freilassung. Oie Verwelschung Bnxens. Innsbruck, 26. Juli. (WB.) Wie die „Bozener Alpenzeitung** meldet, hat der Amtsbürgermeister von Brisen einen Erlaß veröffentlicht, wonach auch in Brisen von nun an alle öffentlichen Bekanntmachungen, Aufschriften, Tarife und Fahrplane in italienischer Sprache abgefaßt sein müssen. Bis 30. November müssen auf Kosten der Beteiligten alle deutschen Aufschriften entfernt fein. Mit dem 1. Oktober wird in den Brixer Volksschulen der Unterricht ausschließlich nur n ntb in italienischer Sprache erteilt. Gehaltsaufbesserung für sadistische Gesinnung. Bozen. 26. Juli. (Tel.) In den Jahren 1927 28 suchte die südtiroler Lehrerschaft um eine Aufbesserung der Gehälter nach, die außerordentlich gering sind. Die Aegierung lehnte eine allgemeine Aufbesserung ab und gestand nur die Verteilung einer Prämie an die „oerbienten“ Lehrkräfte zu. d. fr. es sollte ein Betrag von 100 000 Lire im die Lehrer ausgeteilt werden, die sich nach dem Gulvchten der Schulbehörden besonders „verdient" gemacht hätten. Die Sireftioieen hatten beantragt, dah alle Lehrer gleich viel eichalten sollten. Das Schulamt in Trient hielt sich aber nicht an diesen Antrag, sondern r>erteilte die Prämie willkürlich nach seinem Gutdünken, wobei der größte Teil der noch im Dienst befindlichen deutschen Lehrer von der Verteilung ausgeschlossen blieb. Die Verteilung erfolgte also offensichtlich nicht nach den Schulerfolgen, die die Lehrer im Llnterricht erzielten, sondern vielmehr nach ihrer saszi- stischen Gesinnung und ihren Bemühungen, den Kindern den Deist der „Italianität" vei- zubringen. Deutsche Gänger in Innsbruck. Innsbruck, 26. Juli. (WB.) Hier befinden fid) einige tausend deutsche Sänger. Täglich treffen neue Sondcrzüge mit Sangern ein, so am Dienstag 1000 i» a d i s ch e Sänger, die vor dem Andreas-Hofer- Denkmal aus dem Berge Isel eine Huldigungs- feier veranstalteten. Gestern abend kam der Schwäbische Sängerbund in einer Stärke von 1200 Mann an. Die schwäbischen Sänger veranstalten beute gemeinsam mit der Innsbrucker Sängeroereinigung gleichfalls auf dem Berge Isel eine f) n I b i g u n g für Andreas Hofer sowie eine Anschlußkundgebungsseier. Morgen kommen etwa 1000 sächsische Sänger in Innsbruck an. Oer hessische Innenminister besucht Mainz. Mainz, 26. Juli. (Lpd.) Der hessische Innenminister Leuschner stattete am Donnerstag der Stadt Mainz einen Besuch ab. In einer Besprechung mit dem Oberbürgermeister Dr. K ü l b und den Vertretern der Bürgerschaft stellte der Minister für den Winter eine durchgreifende Verwaltungsreform m Aussicht. Der Oberbürgermeister brachte die Besatzung Snot der Stadt Mainz vor und bat die hessische 'Regierung, dieser dringenden Olot recht bald zu steuern. Der Innenminister versprach diese Wünsche der Stadt Mainz bei der hessischen Regierung und bei der Aeichsregieriurg nachdrücklich zu vertreten. Forderungen der Arader Palästinas. Jerusalem, 25. Juli. (WB.» Am Mnnlag bot der Vollzugsausschuß de« 7. arahr .-h.- ■ «an., dem britischen Dbcrtemmiijd' m Palastma, L ri> Plumer, eine lange schriftliche Erklärung *.iber- reicht, die eine repräsentative p a r l a m e n tarische Regierung fordert und erklärt, die Bedingungen des Mandats hätten ben Arabern ein Recht darauf gegeben. Die Erklärung besagt ferner, es würde nur ein Akt der Gerechtigkeit sein, den Arabern die gl eichen Rechte politischer Freiheit zuzugestehen, die sie unter Abdul ch a m i d genossen. Endlich wird erklärt, bie traurige Wirtschaftslage Palästinas habe bewiesen, baß die gegenwärtige koloniale Siegle- rungsform nicht geeignet für das Lanb sei. Der Oberkommissar versprach, bie Erklärung an bas britische Kolonialamt wellerzuleiten. Oer Fall Lambach. Eine Erklärung des Partcigerichts. Berlin, 26. Juli. (£11.) Die LandeS- verbandSleitung der Deutfchnatnmalen DvlkSpartei Potsdam II veröffentlicht zum Fall Lambach eine Erklärung, in der sie sich mit den Presseäuherungen zum Ausschluß Lambachs beschäftigt und feststellt, dah es sich um einen Eingriff in ein schwebendes Verfahren handele, wenn Zeitungen (darunter an erster Stelle die deutschnationalen Organe „Deutsche Zeitung", „Deuttche Tageszeitung" und »Kveuz- zeitung ) ohne Kenntnis der Urteilsbegründung und ohne Wissen über die Berufung an die zweite Instanz und ihre Gründe vorschnell Stellung zu dem Urteil erster Instanz nähmen. Es wird weiter festgestellt, dah 24 ihrer Verantwortung voll bewußte OKäimcr und Frauen ihr Urteil einstimmig abgegeben haben. Schließlich wird noch mitgeteilt, dah eine Beschwerde über den Abg. Lejeune- I u n g an den Parteivvrsitzendeu gerichtet worden sei. da der Abgeordnete in seinem von ihm veröffentlichten Brief seine Amtsniederlegung in völlig tendenziöser Weise begrüntet habe. Kührerknsis im Reichslarrdbunb. Berlin, 26. Juli. „Der Iungdeutsche" meldet: Die internen Kämpfe im tianbbunb haben ben Verlauf genommen, daß der bisherige erste Präsident des Landbundes, GrafKalckreuth, bei ber großen Dertreteroersammlung am 1. August sein 'Amt endgültig nicbcrlegen wird. Es ist damll zu rechnen, daß bie Vertreterversammlung dann von dem Plan Abstand nimmt, einen Land- bundpräsibenten unb zwei Vizepräsidenten zu wählen, unb sich damll begnügen wird, an «stelle des aus- scheidenden Grafen Kalckreuth ben früheren Crnäh- rungsminister Schiele zum ersten Bunbespräsi- benten zu wählen, währenb als zweiter Bunbespräsi- bent ber bisherige, allo ber Abg. Hepp, bleiben wirb. Münchener preffestimmeu. München, 26. Juli. (TU.) 3um Fall Lambach schreiben bie „M unchener Neuesten Nachrichten" unter der Ueberschrift „Politik des Dogmas*', ber Stampf um Republik oder Monarchie sei ber Iugenb unverständlich geworden und werde hüben unb drüben von Leuten geführt, bie mll persönlichen Erinnerungen unb privaten Gefühlen ihre politischen Meinungen so vermengten, daß den Noch- geborenen ihre Gespräche überdrüssig mürben. Es märe verhängnisvoll, wenn die 3) eutjd) not tonale Dolkspartei bie Jugend über die Zwirnsfäden stolpern ließe und zu einer neuen Parteigründung schreiten würde. — Der „Bayrische Kurier meint, sowohl im Fall Lambach wie in bent des Reichslanbbunbe» drängten die Dinge zu einer klaren Entscheidung, von deren Gestaltung sowohl bas Schicksal der Deutlchnationalen Pattet wie die politische Entwicklung Deutschlands überhaupt wesentlich abhänge. Verschlimmerung im Zustand Stephan Haditschs. Budapest. 26. 3ult (WTB.) Aach einer ?Igramer Meldung des Pesler ölohb hat sich I int Gesundheitszustante Stephan AadittchS un- I erwartet eine ernste Verschlimmerung ergeben. Es tst starkes Fieber eingetreten. Die | Tentperatur betrug nachmittags 36Vi Grad, ter I Puls erhöhte sich auf 120 Schläge. Die Aerzte sind sich noch im unklaren über bie Ursache der so plötzlich eingetretenen Verschlimmerung, zumal Aaditsch von der Schutzverle^mg bereits vollkommen genesen war und sich in den nächsten Tagen zum Kuraufenthalt begeben wollte. Vorläufig haben bie Aerzte starken Zucker- zufluß in das Blut scstgestellt. Der Zustand wird als sehr ernst bezeichnet. Lord Balfours Geburtstag. London, 25. IM. (X1L) Anläßlich feines 80. Geburtstages empfrng Lord Balfour am Mittwoch zahlreiche Glückwunschtelegramme. Am Dvr- nrrttag wurden Lord Balfour während der Kabs- nettssitzr'.ng öie Glückwünsche der Aegie- rungSmr tglieder übermtttelt. Am Aach- Mittag hatten sich die Mitglieder beider Parlamente auf dem Hofe des Pattamen-tS- gebäubes versammelt, um dem greisen Staatsmann als Anerkennung seiner Verdienste einen Avills Avyce-Wagen zu schenken. Mi- nisterpräfitent Baldwin zollte tegt berühmten Staatsmann hohe Arrerkemrung und erwähnte scherzend, daß die Mitglieder beiter Parlamente, mehr als 160 Lords und 150 älnterhausabgevrd- nete. der Ansicht feien, daß Lord Balfour immer noch jung genug sei, um unter die Automobilfahrer zu geyen und man deshalb beschlossen hätte, ihm ein Automobil zu schenken. Ministerpräsident Baldwin kündigte an, daß diesem Geschenk ein weiteres folgen werte und beabsichtigt sei. Lord Balfour ein Album mit den Unterschriften der Abgeordneten beider Parlamente zu überreichen. Lloyd George schloß sich imr Aamen ter Liberalen den Worten des Ministerpräsidenten an Lord Baisour an und brachte in seiner Bete seine persönliche Bewimte- rung für Lord Balfour zum Ausdruck, die er immer für Hn gehabt habe. In Abwesenheit Aamscch Macdonalds feierte der Abgeordnete (51 fr ne 6 für die Arbeiterpartei Lord Balfour als großen Staatsmann und fügte dabei unter ter Heiitersett aller Beteiligten hinzu, daß die Arbeiterpartei, wenn sic in wetteren zehn Jahren an die Aegierung kommen werte, anläßlich ter Feier des 90. ©eburhStage* Lord Balfours ihm ein Flugzeug schenken werte. Zum Schluß sprach Lord Ballour einige Worte deS Dankes für die ihm dargebrachten Ehrungen Aus aller Wett. versuche mit einem neuen Nakcterrwagcu. Donnerstag nachmittag um 3.30 Hfrr fand auf der Sisenbahnftrecke Aordhausen-- Gernrode bte erste Versuchsfahrt deS neuen von Ballier unabhängig von Opel konstruierten Aaketenwagens Eisfeld-Dalier-Aak I unter Ausschluß ter Oefsenttichkeit statt. Der neue Wagen weist gegen das Opelsche Wotell sehr starke konstruktive Veränderungen auf. Diese kommen am stärksten bann zum Ausdruck, daß die Raketen über den ganzen W a ge n verteil t sind. Ferner fehlen dem neuen Wagen die Flügel, die ter Opellche Wagen Aak Hl an den Seiten trägt Die erste und zweite Versuchsfahrt verlies bei halber Raketenladung außer- orten tlid> zufriedenstellend. Der Dagen erzielte eine Gelchw i ndi gkei t von 1 80 Stundenkilometer. Bei dem dritten Start, bei dem die Raketen mit viereinhalbfacher Ladung versehen waren, erreichte ter Wagen zwischen ter zweiten unb dritten Zündung eine amtlich geprüfte Geschwindigkeit von 2 1 0 Stundenkilometer. Aachtern sich alle vier Aa- ketenbündel entzündet batten, wurde ter Wagen in einer scharfen Kurve aus den Schienen geworfen unb vollkommen zertrümmert. Ballier, sow« die Vertreter ter pyrotechnischen Firma , bie btt Aaketen herstellt, und nach der ter Wagen mit benannt ist. erklärten. daß fie mit diesem Unfall gerechnet hätten, da der Versuchswagen, ganz aus Holz gebaut, nur 50 Kilo wiegt und für die Lchnelligkrra. ine er erreichte, z u leicht war. In zehn b:t vierzehn Tagen wird Dali ter mit einem stabilen aus Leichtmetall gebauten neuen Wagen ferne Versuche wiederholen. Eine sensationelle Verhaftung. Berlin. 27. Juli. (Wolff.) Aachdem im Februar dieses Jahres bekannt geworden war, daß bas Deuttche Reich durch einen Be- truasskandal von ungeheurem Ausmaß um M i l l i o n e n b c t rö g e geschädigt worden sei — es hantelte ftd> darum, daß auf betrügerische Weise Kriegsanleihe- Aeubesih als Altbcsitz angemeldet worben war —. glaubte man. durch die Der- hattuv.g des Bankters Demens Max Kunert auS Berlin-Grunewald den Hauptschuldigen gefüllten au haben. Man rechnete ater mü ter Möglichkeit, daß Äunert -elfer unb Auftraggeber gehabt hatte *S)\e Staatsanwaltschaft nahm daher in den letzten Wochen umfangreiche Ermittlungen vor. die den dringend«» Verdacht wach riefen, dah Kunert im Interesse bestimmter W i r t sch af t S g r up- p e n gehandelt habe. Die Spuren führten nach Daris. Amsterdam und Hamburg. Nachdem bxC Staatsanwaltschaft sowohl in Frankreich wie in Holland Verbindungen zwischen Kunert und dem Ausland festgeftellt hatte, entschloß ste sich nunmehr in Hamburg zu einer aufsehenerregenden Verchaftung. Der erste Pridatsekre- t ä r W. von Hugo SlinneS jun. ist Donnerstag in Hamburg durch« die Dettirt« Staatsanwaltschaft unter dem dringendenDer- dacht der Teilnahme an dem Riesenbetrug verhaftet worden. Aach den bisherigen Feststellungen kann als sicher gelten, daß Äunert. ter zunächst als der Harchttchuldige galt, nur ein verhältnismäßig geringer Faktor in dieser über Erwarten umfangreichen Belrug^allärc gewesen ist. Wie die ,Dosl. Zta." weiter erfährt, hat die Berliner Staatsanwaltschaft gegen den Bruder Hugo Siinnes. Edmund Stinnes, die Voruntersuchung wegen der bekannten Aga- Dorfälle beantragt Dem Ersuchen ist stattgegeben worden. Absturj eine» Frachlslugzeoge». Auf dem Flugplatz Rürnberg-Fürtfr ist ein Flugzeug des 3 ntemation alen Lus ts rächt- kvntors Frako abgestürzt DaS Flugzeug tourte schwer beschädigt Der Flugzeugführer Dogge tourte schwer verletzt unb ist kurze Zeit nacfr dem Unfall seinen Verletzungen erlegen. Das Flugzeug hatte nur Fracht an Bord und war von Dürnberg nach Berlin aufgzfticgcn. Leichte Hugoerlehong be» Papste». Laut einer von ter .Tribuna ' verbreiteten Aachricht hat sich der Papst beim Aussieigen aus dem 2uito leicht den F u h verstaucht, weshalb er bie üblichen Rundzange bei den Audienzen nicht vornehmen konnte. Der Arzt meint, dah das Hebel in wenigen Tagen behoben fein wird. Die Ausbefjcrung ber „Monte Cetoantes". Wie gestern schon kurz gemeldet, war im vorderen Laderaum des Schiffes Wasier eüigebrungen. Vorsichtsweise lief ber Dampfer bie Glockenbucht an ber Sübwestkuftc Spitzbergens an unb ging bort vor Anker. Der Äapitän bat drahtlos ben in der Nähe befindlichen Eisbrecher „Sraffm*, ihn, einen Taucher zur 2terfüaung zu stellen, um ben Schaden zu untersuchen. Der „Krassin** traf nachts zwölf Ubr bei der „Monte Cervantes" ein. Die Taucher ber „Krassin" haben ein 3,80X1,30 Meter großes Loch in ber „Monte Cervantes" gefunden. Die Taucher sind mit der Abdichtung beschäftigt. Man ist dabei, bas Wasser auszupumpen. Der fta- pHän ber „Monte Cervantes" teilt ber fjamburg- Sübamerika-Dampfschifsahrtsgesellschaft mit, daß bie burch Treibeis hervorgerufene Beschädigung des Dampfers an Ort unb Stelle in zwei bi» drei Tagen repariert sein wirb, worauf das Schiff bie Fahrt fortsetzen wirb. Die Wetterlage. i£t 55- Q Z Cwitenm • WW efrto<^ • Lclate Qkltr- On P eosnoe- IMseowcn aer*-se»e MrdwtA tue leotinn e<" 0»M«n SUHeet' wtMe« 1* len ettxn sie Temperetw M 0< un^n eersede» Ort« ***'.*MM tal-nrt^Mu* ■ÄW«»e<\te LefUXW» L?cttcrvoi zutage. Eine Kinne tiefen Druckes erstreckt sich^on Cng- ianb über bas Nordmeer bis na d) Schweben. Dadurch ist in ganz Deutschland eine südliche Windströmung ausgekoinnicn, bie die Temperaturen kräftig ansteigen ließ. An ber Rückseite de» tiefen Druckes wird wieder ozechiische RalUuft unserem Gebiete zu geführt, bie beim Zusammentreffen mit ber kontinentalen Warmluft Gewitterneigung her- oorrufen dürfte. Wettervoraussage für 6 a m »t a g. Wolkig mH Aufheiterung. Temperaturen wieder etwas zurückgehenb, Gewitterneigung. ffiitterunfl»auefin der Gründung von Arbe tsgemein- schoften Le der muhte die Hauptversammlung nor-eitig abgebrochen werden, da die Tagung wogen Der Ausstellung in Großen-Linden fortgesetzt werden muhte. Die Sifenbahn brachte die Teilnehmer für» noch 10 Uhr nach Drohe n-Linben. woselbst Pfarrer Schultheiß. Drrften.Lii'd.'n und Bürgermeister Lang. Groften-Linden, im Auftrag des Kirchenvorflandes und der Gemeinde herzliche Vegrühungswvrtc sprachen. Alsdann ergriff der beste Kenner des Hüttenbergs, Pfarrer L *K Schult«. Drohen-Linden, das Wort s*i einem Vortrag über -die religiöse Volkskunde Drohen-LindenS". 3a feinem Vortrag wurde nachaewiesen. wie hinter allen kirchlichen Sitten der Volkscharakter steht. Or zeichnete die Bewohner des Huttenbergs al« einen Volksfchlaa voll hoher Gemeinschaftsgefühle, ernst und verschlossen der Auhenwelt gegenüber. Drst etwa nach dem 3ahre 1910 treten Aende- rungen in der Sitte ein. allerdings weniger stark auf kirchlichem Gebiet. Aus der allen Gemeindekirche ist eine Familienstrch« geworden, «in kleiner Kreis guter Kirchenfreunde ist geblieben. Mit dem Schwinden der Sitte hängt auch das Schwinden derTracht zufammen. Doch einmal wurden bte Trachten vergangener Zeiten Elt. die Trachten, die getragen wurden bei eit. beim sonntäglichen Kirchgang, bei dem dmahl, bei der Kirmes und bei Tro uerfüllen. The großartig angelegte Ausstellung, mit viel Sachkenntnis und großer Liebe zufammen- gcftellt, legte Zeugnis darüber ab. wieviel Schönes unter Volk in der jüngsten Vergangenheit ixrloeen hat Da waren die kirchlichen De- fangbücher der verschiedenen Zeiten, Bibeln bis zum 3ahre 1589 zurück. Schmuck- und Haushal- tungsgegenstünde vergangener 3ahrhundert«, Tücher mit wunderbaren Stickereien und ungezähltes Anderes, alles Gegenstände von unschätzbarem Werte. Dekan S c r i b a - Dibda dankte dem Dedner unrer dem Beifall aller Zuhörer für die ganz vortrefflichen Ausführungen und der Gemeinde Drohen - Linden für ihre uHitarbett Vach einem gemein 1 chaf tl ichen Mittagessen wurde am Aachmittag mit Autos eine Gesell- schaftsfahrt In das Gebiet de« ,A ü t» t e n 6er fl «** unternommen Die Fahri führte über Hbrn«heim, Hochelheim und Dornholzhausen nach Diederkleen. woselbst da« Odlhfchc Haus und die 1792 erbaute Kirche besichtigt wurden 2loch reicher an alten Bauwerken ist Oberkleen Die Kirche mit ihrem au« dem 13 Jahrhundert stammenden Turme und den zum Teil noch trorreformatort» schon Abrndmahtsgeräten sind Zeugen dafür, daß bier ein ft eine Kunststätte höchster Vollendung stand. Die alten Müler in der Dlariendergstrasie führen uns zuruck in die Jahre 1635. Da« Gnd- ,»tei bet Fahri. Kleeberg im Dordosttaunus. schließt den H^kienberg ab Unter der allen Vatslinde am Rathaus gab Prälat D. Dr. Di «hl IDarmstadt), der hessische Kirchcnhistori- ker. einen Dückbllck über dcc Geschichte des Hüttenbergs. Die Aückfahrt führte über Gbers- aBn«. Pohl-Göns, woselbst die wieder- dergerichtete Kirche besichtigt wurde. Kirch- G 5 n « und Lang-Göns noch G r v st c n - Linden. Vach einer eingehenden Betrachtung des alten vor. Künstlern viel besuchten und an Vvrgcmgen- hril tehr reichen Goeteshautes, Pfarrer Schulte. Grohen-Linden hatte die Führung übernommen, tannreLVv sich die TeilneHmer an der Tagung und niete GemetndemitgÜeder au» Großen- Linden «u emer Feierstunde im allen Gottes Hause Der Kmchengesangverein unter der SJeteuru von Lehrer Aömer leitete die Feier mit einem Ghoraesang ein. Pfr. Schultheiß, der Ortsgeiftlictze. predigte über Luk. 24.24: Herr, bleibe bei un« .. . ‘ und brachte rechte Danket- und Seterfhnummg über die a-idüchttg lwchchende Gemeinde. Mit dem Lied des Kirchen- Q«kngherc:n# . Mett, schönste Zier ...“ und dem Segen des Geistlichen klang die Tagung aus. Möge durch die Teilnehmer, die aus allen Tcrten Deutschlands gekommen waren ein reicher Segen in unter deutsches Voik und in unsere cvanqel.tchm Kirchengememden hinauSgelragen werden, dann hat bat biesjährigc Hauptragung *X Deutschen Dorfkircheni'erbandes ihren Zweck rreübt. Taten für Lamstag, 28.3uli. Bennenoufgong 4.18 llhr, Sonnenuntergang 19.M ■’te. — Äonbaufgang 17.06 Uhr, Monduntergang 0.13 Uhr. 1742. der Friede zu Berlin beendet den 1 Schle iitben krieg, — 1750: Johann Sebastian Bach in gestorben, — 1794: Hinrichtung Sobcspicrres in Baris, -- 1824: der Schriftsteller Alexander Du- 2*a*berfrtät Heidelberg Dr. Heinrich Kliewe ernannt •• Hindenburg-Wohlfahrtsmarken. Dos städtische Wohlfahrtsamt teilt mit: Dir zum 80. Geburtstag des Herrn Reichspräsidenten heraus- gegebenen Hindenburg Dohlsahrtswerizeichen können noch bis Ende Zust zum Freimachen von Postsendungen benutzt werden. Ein Umtausch nicht verbrauchter Wertzeichen findet nicht statt. •* Warnung vor einem Betrüger. Der hessische Polizeibericht melbet: In der Zeit vom 21. bis 23. Juli trat in hiesiger Stadt «in Schwindler auf. der sich als Dr. Brunner unb Dr Frank« ausgab Er besucht« Hotels und Lafss unb lieft sich von Kellnern Darlehen geoen. unter dem Vorgeben, «r müsse dringend telegraphieren u. dgl m. 3n den meisten Fällen hatte er Srsvlg. da er durch sein sicheres Auftreten und di« Hinterlegung seines angeblichen Trauringes Der trauen erweckte. Bei späterem Dachprüfen stellte es sich bann heraus, das» die in Pfand gegebenen Dinge minderwertige Depp- ringe waren. 3n einem Falle hat der Schwindler einen grauen Sommermantel, einen Spazierstock unb einen Deppring als Pfand hinterlegt. 3n dem Mantel befinden sich ein Damen- und «in Herrentaschentuch, letzteres mit dem Monogramm M. W. Es ist nicht ausgeschlossen, baft der Mantel mit Taschentüchern und Spazter- stvck aus einem Diebstahl herrühren. Der Schwindler ist etwa 40 bis 45 Jahre alt 1.65 bis 1,70 Meter groß, ist von kräftiger Statur, trug ab und zu eine Brille mit Dvldeinfassung unb graulichen Anzug «Pfeffer unb Salz). Dach einer Zeitungsnotiz ist ber gleiche Betrüger auch in Frankfurt a. M. auf getreten. "'Zunehmenbe Diebstähle inBadran ft a l ten. Das Polizeiamt teilt mit: Am Montag 23. b M. nachmittags zwischen 2.30 bis 5.30 llhr. wurden in ber Müllerschen Bade- anfialt aus Zelle Dr. 26 ein braunes Portemonnaie mit etwa 140 Ml. zwei Hinterlegunas- fche.ne unb «in E»nachtelanteillos ber Preuftifch- Sübbeutschen Klasfenlotterie Dr. 121 541 eniwen- bet. Am 25. d. W.. nachmittags zwischen 4 unb 5 älhr. würben m der gleichen Badeanstalt aus Zelle Dr. 24 20 Mk. entwendet. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpoazei entgegen. 2tet> ij i 6 n bet Scha nkgesäfte in (Rieften. Das Hessische Polizeiamt teilt mit: Ab 1. August b. 3. wirb innerhalb bet Stabt Gieften eine allgemeine polizeiliche Prüfung ber Schankgesäfte vorgenommen werben. •• S labttheater Gieften. Aus dem Htadttheaterbuveau wird uns geschrieben: Die entzückenbe Deuheit ..Kleine Konchbie" von Sieg- frieb Gebet, wirb in ber Inszenierung baJ 3ntenbantcix Dr. Rols Prasch cnn Dienstag. 31. 3ul». am Gießener Stabttheater auf geführt werben. Diese Äammerfomöbie wirb fich m bet kommenden Spielzeit an den deutschen Bühnen einen ähnlichen Erfolg verschaffen wir WolnatS ..Spiel im Schlaft". Da» originelle Bühnenbild »st in den Werkstätten beS Theaters von Karl Löffler hergestellt worben. *’ Dotwohnungen bei ber Kläranlage. Drei weitere Baugruppei», bestehend aus zwölf 3rot»}immer- unb acht Dreizimmerwohnungen. Itnb m ber Fertigstellung begriffen unb sollen voraussichtlich Mitte August bezogen werden. *• Bon ber Lahn. Dir heutige Äafserwnrme beträgt 22 Grad. •• Waldgottrsdirnst auf den, Schiffe n b o r g. Der Evangelfiche Srbeiteroeceia veran. stattet am 6on ntagnormittag auf dem Schiffenberg einen Daldgottesbimst. Die Predigt Hal Pfarrer Lenz (®ieft n) übernommen, outzerdem wirken bei dem Gottesdienst ein Pofaunenchor unb die Gesangs Abteilung des Vereins mit Für diejenigen, bie jchlecht laufen können, ist Dutoverkehr noch dem Schiffenderg eingerichtet. (Siehe heutige Anzeige ) — Perfonali«. Auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten tritt om 1. August l>. 3. der Oberstudienrat Professor Jakob Partenheimer an bet Oteftener Stub-.cnanftaÜ in den Duhestand •• Der Desanaver «in Heiterkeit bet- anstaltclc gestern abend im vchipkopast -u Ghrrn der Teilnehmer am Wiener Sängerfest eine Be- grüfhing«tcter. Sangesbrudet 11 6 c berichtete eingehend über den herzlichen Gmpfang und die Gastfreundfchatt der Wiener unb überreichte dem Verein die Grefte Lchubertmedaille. An der Feier nahmen auch eine Anzahl auf ber Heimreise befindliche Berliner Sangesbrüder teil, die fich sehr anerkenn end übet bie im Kveile der .Heiterkeit" verlebten Stunden aussprachen. ~ Geschästserweiterung Der vor mehreren Wochen begonnene Geschäfts-Umbau des Frifeurmeistets Georg Dahl. Deuftadt 33. ist nunmehr beendet. Dührenb seither die Geschäftsräume mir auf einen Herrensalon zuge- (dn:tten waren, ist durch den Umbau Daum für einen Damenlalon geschaffen worden. D-.e neuen Geschäftsräume werden am kommenden Samstag. 28 Juli 192S. eröffnet unb find bet Aeuzeit entsprechenb eingerichtet. Für fachmännische unb gcbicgcnc Debienung übernimmt ber :m Geschäft tätige Sohn Walter Dahl. Damen- unb Herrenfti'eurmeister. durch Absolvierung bet Fw.se uv-Hochschule in Frarrkfutt a. M. unb et- folareiche Tätigkeit bei Herrn F. Kjer, 3n- haber bei Süddeutschen und Deutschen Meisterschaft der Samen fr »ftedunft. volle Ga ranne. — D e Leitung des Umbaues lag in den Händen des hiesigen Architekten Hamann. — ISiehe heut.ge Anzeige?, *e Brunnensest in Braun selS. Unter den uralten Baumkrorren der mächtigen Lindenallee des fürstlichen Schlvftgartens begeht bet Ävtbenent Braunfels am kommenden Sonntag sein diesjähriges Brunnenfest. Der herriiche Lchloftgarten mit feinen rofenumwachlenen Spa- »terwegen ist ein auseitelmses Plätzchen, um öommerfdte zu bcg.chen Pcantt doch Boauntels jetzt im schönsten Loniinet'chnruek bet Da tut. und auf allen Dcgcn hierher, welche Dichtung man auch einschläg! bietet sich d:m Dan bene i m entlüde oben B'ib Die stäbfifchc Kopett- \u Dillenburg wirb btt Gölte mit Konzert angenehm unterhalten unb zum Tanz auffptden unb ber Xurocrctn Brauns ei» irrb fernen Gästen einen schönen Sonntag bieten, (vgk. die heutige An- zeigr.. Büchet von ber De ich «dahn Die Deutsche Deichsbahn-Gelcllschaft hat jetzt vier tehxreichc Heftchen herausgrgebeir. in denen bie wichllgftcn Fraaen des Bahnbettiebes. soweit fie für da« Publikum von Dichtigkeit find, erörtert werden. Das eine Heftchen behandelt unter ber Ueberfchrift .Aufchluh verpafit!" die Gnt- stehung ber Fahrpläne ber Deichsbahn und all bas. was für den Keifenden bei ber Benutzung der Bahn von Bedeutung ist. 3n dem zweiten Heftchen unter der Ueberschrift .Signal auf Hall!" werden die Licherheitseinrichtungen im viuflixrfrir befp rochen. dao folgende befdbäf- tiflt sich unter der Ueberschrift .Die Deife her Kiste" mit Bildern auS dem Dülerverkehr. das letzte unter der Ueberschrift .Abfahren?" bringt Abhandlungen über den ‘Bahnhof«betrieb. Sämtliche Heftchen find populär geschrieben und fehl aufschlußreich. 'Die Deichsbahnvcnoaltung gibt mit dieser Hestfvlge dem Publllum einen be- grüftenswertcm Lesestoff, ber geeignet ist, m- strukfive Ginblicke in den Bahnbetrieb zu vet- mittcln und manche Unklarheit zu beiettigen. " 60 3 a b r e Hessischer Landeslehrer- verein äm 7. Oktober b. ft blickt der Hessisch» ßan» deslehrerverein auf ein 60jährige» B-stehen zurück. Die ftiibiläuni«lagung ist für bie Zeit vom 7. bi» 10. Oktober vorgesehen unb wird mit der diesjährigen Houptoerfammlung in Darmstadt oerbunben werden. Oberheffen. Kreis Alsfeld. -er. Homberg a. d. Ohm. 26. Juli Dieser Tage fand auf Einladung des Bürgermeisters im DachauSsaate eine Sitzung der Vorstände der verschiedenen Aemtew. sowie der Vorsitzenden der zahlreichen Vereine unseres Städtchens statt, in der über die Art der Feier des Verfassungstages eingehend beraten wurde. 3n Homberg soll die Dersasfungsfeier am 11. August avend« in der geräumigen Stadthalle in Form eines Kommerses stattsinden Dte beiden Gesangvereine und ber Turnverein wirken mit. Bürgermeister Schweiler wurde beauftragt. einen unter den drei vorgefchlagcnen Herren al« Debner für bie Berfaffungsfeier zu gewinnen. — 3n ber Leitung unteres Postamtes ist biefor Taye eine Aenberung ehtfletreten. Dachbem Postmeister Schmidt am 1. 3uü in ben endgültigen Duheftanb getreten ist. wurde er wäbvend ber Dauer seines Urlaubs un Monat 5uni burch Postassiftent Tüt - t i ng von Schotten vertreten, ber auch bte Vertretung des neu eingestellten Beamten, bes Postmeisters D ö h r i g , währenb ber ersten brei Wochen bes Monats Juli versah. Am Samstag hat Postmeister D o h r i g ben Dienst an unserem Postamt an getreten. Z Maulbach, 26. Juki, linier neuer Orts- geistlicher. Pfarrer Kalvhenn. dielt am letzten Sonntag hier unb in ben Filialorten unseres Kirchspiels f2lppenrc»b und Dannenrob) vor zahlreich versammelter Gemeinde seine An- tritt^yrebigt. -ep. Aus dem Ohmtale, 26. 3ult Die heifteu Tage der letzten Wochen führten naturgemäß auch eme frühere R«ife deS Getreides herve». Wit dem Schnitt der Gerste ist inzwischen begonnen worben, während ber bes Dvggens in die Dachwoche ober m bie nächste Woche fallen dürtte. Allenthalben hätte man aber im Onteresse der Hackfrüchte unb des Grummets einen durchweichenden Degen lieber gesehen, selbst auf die Gefahr hin. daß sich der Beginn der ©etreibeernte noch um einige Tage verschoben hätte. Der Stand des Getreides kann im allgemeinen als gut bezeichnet werden, hoffentlich gelingt es auch, die Feld- früchte forgifältig zu bergen. A vom Ohmtol, 26. Juli. Infolge der anpaltenben trodenbcit find unsere Landstraßen in einem sehr schlechten Zustande. Hauptsächlich durch die staubsaugende Kratt der Gummireifen von zahlreichen Autos f'md sie so aufgriaftren. daß fie an vielen Stellen frisch beschotterten Straften gleichen. Dte Zugtiere können nur mit größten Anstrengungen ihre Latten ziehen. Dadfahver unb Autos haben unter zahlreichen Gummibrüchen zu leiden. 3m Interesse des Tierschutzes und des immer stärker werdenden Beriehr« wäre es bringend zu wünschen, baß unsere Sttaßen statt des früheren Befchotterungs- fhftems mit der Dampfwalze g?walzt werden unb dadurch auch in der trockenen Jahreszeit besser benützbar bleiben. — Bemerkt sei noch, daß m angrenzenden preußischen Bezirken dte Straßen bedeutend besser Itnb. al« bei un«. während es früher umgekehrt der Fall war. Starkenburg. Lvd. Darmstadt, 26. Juli. Auf einer Studienreise durch Frankreich, bie Schweiz unb Deutschland trafen hier etwa 25 amerikanische landwirtschaftliche Sachverständige und Gelehrte ein Darmstadt war nicht mrr als ®efmri«ftabt IustuS von Liebigs. des Begründers ber modernen Agrikultur- chemie, sondern vor allem auch als Cin einer landwirtschaftlichen Bersuchssta - tion bie zu ben besten unb angrichenften in Deutsch!and und in Europa zählt, gewählt worben. -- Aehnlich wie in Mainz. g.bt auch bie Dasserverf vr g u ng Darmstadts zeitweise zu Klagen Anlaß. 3x der Stadtverord- netensitzung wurde nunmehr eine Vorlage der Stadtverwaltung besprochen, die bie scHechten Dasserverhältnisse in Darmstadt beleuchtete. Dach Ausführungen eine« Sachverständigen ist eine 6nteihu'4panlagc notwendig. Da diele aber mit ber Grw ei terung bes Dohrnctzes einen Kosten- aufwand von mindestens 2.5 Mill. Mark er» fordert, konnte man der Vorlage noch nicht nähertreten. Preußen. Kreis Vicdeukopf. 4±: Königsberg, 26. 3uIL Untere Wasserleitung war schon immer ein Sorgenkind ber Gemeindeverwaltung, obwohl erst vor sieben Jahren eine neue Quelle erschloßen wurde, so stellte sich jedoch bei anhaltender trockener Witterung immer wieder Wassermangel ein Sine starke Quelle, die in her Mannesmannschen Grube auf brr 50 Metersohle entspringt unb burch einen Stellen unterhalb des vorles austntt. dürfte Daffer genug liefern. Da« Wasser, das in einem außer Betrieb gefetzten Stollen ciUfpnngl wird nicht von den Arbeiten in ber ff-ru’x berührt ober gehört, so daß e» im Stollen gefaßt unb mit geringen Kosten in die Lettung aepurnp! werkten könnte Die letzte G e m c t n d e r a t «f i tz ii n g . die hd) clngchend mit dem Problem beschäftigte, kam einftimmig au dem Beschluß, mit der Grubenver- wattung sofort in Verhandlung zu treten Die Grube ist bereit, das Walter an die Gemeinde abzugeben und es bürftm somit dte Verhandlungen schnellstens abacfchlvssen fein, damit dem Waffermangel abgetzolfen werden kann. Tillkrctd. M. Bre11fcheid . 25. Juli D.c Gewerkschaft . Zei.erszuverficvt' hat »hve ve- tneHanlager burch «nie K 1 opffte , neinr ch- tung wirtschaftlich bcbeutend erweitert Aul dem Gelände Ji außerdem cm neu entstanden, m dem Werkstätten und Bureaus unlergebracht wurden. Mrct* Limburg. DSD. Limburg. 26. Juli. Der toege Ermordung tetnet Mutter vom L.mburger Schwurgericht zum Tode »erurtethe 20jähr.gc "LLiurer Anton Horn hatte belanntl.ch gegen ba« TobTs- urteil Devision eingetegi Dtefea Antra.z bat er nunmehr ohne Diffen feine« Tetteibigcc# jurüdgenommen. so baß baS Tvbe«urte: l damit rechtskräftig geworden ist. Maiugau. DSD firanfflitt a. M 26. Juli Da« Photo-Flugzeug D 1 106 von hier, bas im Laufe bes heutigen Dachrnitlags über Geisenheim und Bad Münster am Stein photographische Aufnahmen gemacht hatte, erlitt plötzlich einen Motordcf elt. Der Flugzeugführer, ber die Gefahr erkannte, ging sofort jur Notlandung über. Hierbei streifte da» Flugzeug jedoch mit der linken Fragfläche den ‘Babnbunun ber ;trede Kreuznach — Hindendurgorillkc Gcilln- )«im unb rannte mit einer Geschwindigkeit von etwa 70 bis 80 Kilometer a e g e n b c n Dain m. Während der Flugzeugs ich rer unverletzt blieb, erlitt ber Begleiter des Piloten fchwereBcr- letzungen. Gr wurde in das Hospital in Bingen übergeführt. Da« Flugzeug fclbft ist schwer beschädigt Iohresfest des Verbandes oberheffischer posaunenchörc. • Bersrod. 26. 3uli. Dos 23. 3ah ressest des Verbandes ob e r h e s s i s ch c > Posaunenchöre. bae am letzten Sounteq in unterer Gemeinde gefeiert wurde, gestattete fich zu einer machtvollen Kundgebung ch. isilichoi Geistes. Dte Zahl derer, die aus der ilmgegettb sich eingesunhen hatten, wird auf 2000 gri-chatzt. Bereits am Vorabend waren eine Deine weiter entfernter Pofaunenchöve eingetroffen unb mit klingendem Spiel in BerSrod eingezogen. Der 5c!t1onntag brachte in ber Frühe dc» Morgens iLhvralblasen, um 8 Ahr nach ttmtreffen der letzten Lhöie Probe bei Massenchole im Dalb unb um 10 Uhr Fe st g o 11 c s d i e n s» auf bem Lindenplatz mitten im Ort, Iwl h'iit Pfarrer Weber aus Holzheim, ber Schriftführer des Verbandes, bie eindrucksvolle Feft» predigt hielt. Um 1,30 älhr bewegte fich L'er geftzug mit drei Marschgruppen durch bie risftraften in den nach Beuern zu gelegene« Wald, wo unter schattigen Buch.n ber Fest platz her gerichtet war. Um 2 Uhr nahm bet Walktt gottesdienft seinen Anfang. Andächtig lauschteir die Anwesenden den mächtigen Weifen von 120 in einen Wafsenchor bereinigten POfaunenblä- fern und den Auf brachen, bie mit ge meins am gesungenen Liedern abtoed/dten. Dachbem .er Pfarrer des Ortes die Feftvetsammlung begrubt und dabei auch der heimgrgangenen ©lieber des Bcrsröber Pofaunenchor« gedacht hatte, sprach Pfarrer Draudt auS Dieder-Grlenbach als Deriveter ber Leipziger Mission und forderte na-d) Schilderung der seelischen und teibl'chen Löte ber Heidenwelt bie Anwesenden herzlich unb dringend auf. mitzuwirken an dem Derk der Mission. Die Grüfte der Kirchencegierung überbrachte der Superintendent von Oberheffen. Oberkirchearat Wagner, ber auch den Pofau- nenbläscrn ihr.' hohe Aufgabe zeigte. Wächter auf Zion« Mauern zu fein. Die Schbrftaufprache hielt Pfarrer Lenz ar»s Gießen, b«- Vorsitzende . nCTubomerbanbe«. Mit herzlichen Worten dankte er allen, die zum Gelingen des Festes bei getragen hatten, ber Fritaemeiade für ihre oft bewährte Gastfreundschaft, dem Vertreter ber Kirchenbehärde, den Posaunenbläsern mit ihren Dirigenten für ihre fleißige Lieblings- arbeit. Seine Worte klangen au« in dem Dank gegen Gott, der zu allem seinen Sezen geben muß _7Imi danket alle Gott' so jubelte es nun noch aus vielhunbertstimmigem Ghor burch den Daldesdom, bann ging es wieder mit klingenden» Spiel bem Dorfe zu. Schnell verging bie noch übrige Zeit oei Kaffee unb Kuchen. ygcnlcitigcT Aussprache unb allerlei Stäubchen der einzelnen S.HSre. AIS es Abend ward, ging man auseinander mit bem fronen Bewußtsein, einen sonnigen Tag erlebt zu haben, an bem bte Herjen einmal höba Wagen dursten unb neue Begeisterung bie Teilnehmer erfüllte. Die Festkollekte, ein Betrag von annähernd 200 Mark, kommt ber Leipziger Mission zu gute, die schon seit langen Jahrzehnten in Bersrod treue Freunde hat. Äerliner Bör-se. B t r l i n, 27. Juli. ■ Sporthemden in Zephir und Flanell für Herren und Knaben, Sportstrümpfe, Sportstutzen Ledergürtel, Schweißsocken Netzjacken, Kniehosen, porös und dicht, Sportkragen zu bekannt billigen Preisen Vertiko Kommode (91ufe: bäum) vollftänd. Küche Lcblafiofa Nobrttüble Titzbadewanue Gietzener HaöfoDrrr- Bereln 1885 e. B. SamStag, 28. Juli: Abendsahrt. Abfahrt 8'/, Uhr. (»cffiftbet €>oL ca89a MMMWWWWWMMMMMWWMM Automatisches Wasserwerk mitTiesfaugeoorrich- tungbtS30miBorsig) neuwertig, rocn. Erbauung d. OrtSwas' serlett. billig z. verk. (tzöbcl. Lehrer, An,pich im TaunuS. Eisenbahn-Oberschaffner 51. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Rethwisch u. Kinder. SesMsMs in der Bahnhofstr., sehr rentabel, zu uerkausen. Schrift!. Angebote uni. 05457 Die Verlobung ihrer Tochter Ursula mit Herrn Itichard Bergmann, cand med. beehren sich anzuzeigen Oberingenieur D.(Loti6 und Frau Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen, für die reichen Kranzspenden, für die trostreiche Grabrede und für die liebevolle Pflege unserer Gemeinde- Krankenschwester sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank - Gott lohne es. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Seipp, Rangiermeister i. R. nebst allen Angehörigen. Birkenwasser macht Sie zum begeisterten Anhänger dieses idealen Haarpflegemittels. PrdSz'RM. 2.20wd375, Wer6- 7iLiter 10J50. Gießen (Buddestraße 7), den 27. Juli 1928. Die Beerdigung findet Montag, den 30. Juli 1928, nachm. 2.30 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. ______________________0545J Für 1. September ob. 1. Oktober wird für hiesige» Drogen- Detatlgefchäft mit besseren Kolonialwaren ein intelligenter junger Mann au» achtbarer Kamille in die Lehre gefucht. Schriftliche Angeb. mit Lebenslauf unter 68831) an den Glek. Anz. erb. Ich lege stets Wert auf Qualitätsware bei vorteilhaftem Preis Große Auswahl Straften-, Sport- und Tanzschuhe / Reformschuhe Jagd- und Bergschuhe / Strand- und Badeschuhe j- j r g 1 r e Gießen (Erednerstraße 16 ll ), den 27. 3uli 1928 (Impfang: Sonntag, den 29. Juli Reh im Ausschnitt, sowie Geflügel, empfiehlt billigst 05453 I. görb Wwe., MauSburg8,rel.613 Keramchemie S. m. b. S Gießen. Julius Schulze Kreuzplatz Alleinverkauf der bestens bewährten Engelhardts .Chasalla* - Normalsdiuhe und .Chasalla* - Fußgelenkstützen / Orthopädische Beratungl Cvangel. Arbeiterverein Sonntag, den 29. Juli, vormittags 8 Uhr, auf dem Schiffenberg Wald-Gottesdienst )redigt: Pfarrer Lenz, Gießen. Mitwirkende: Gin pofaunen- chor, die Gesangsabteilung unseres Vereins. eoizo Alle Evangelischen von Gießen und Umgebung sind eingeladen. Um 7'/, Uhr vormittags fährt ein Autobus ab Ludwigsplah zum Schiffenberg und nach dem Gottesdienst wieder zurück. Fahrpreis ür jede Fahrt 50 Pfennig pro Person. - Wir bitten unsere Mitglieder um rege Beteiligung an diesem Gottesdienst. Evangelischer Frauenverein, Gießen / Dartburgverein, Giehen. Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre lieben A. H. A. H. und A. M. A M. von dem Ableben ihres lieben A. H. Stndienrat Dr. L Harfntanii geziemend in Kenntnis zu setzen. In tiefer Trauer: DieTurnerschaft im V. C. »Hasso-Nassovia«. sonstige Möbel u. HauSbaltungS gegenstände. 0W5’ Südanlage 5 ll. R' W v-r* 'i In tiefer Trauer: Friedrich Kröck III. und Kinder nebst allen Angehörigen. Heuchelheim, Cansas City, den 27. Juli 1928. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 28. Juli, nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Bachstraße 14, aus statt. 6908D Hreibank. SamStag, den 28. Ofult, von 8 Uhr ab 6376 D Fleisch verlaus. Adreßbuch äs Stadtplan und Einwohner- und Geschäsisverzelchniffen von l Städten und 74 vrisgemelnden mit etwa 100000 Einwohnern nebst wertvollem Wlrt- schaftS- und kulturgeschichtlichen Sonderabschnitt/preis 10 Reichsmark oberhessischer Adreßbuchverlaa, Gießen, Schulfir. 7 Todes-Anzeige. Gestern früh 6l/4 Uhr verschied nach längerem Leiden meine herzensgute Frau, die treusorgende Mutter ihrer Kinder, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Kröck geb. Rinn Friedrich Wilhelm LebenSverücherungS-Akt.-Gesellsch. 6M7V) Errichtet 1866. Allein tn Hessen und Hessen-Nassau mouatl. über 4OOO dlenversichertc! Wir bauen uns. Auhenorganif. weiter aus u. stellen noch für versch. Gebiete einige lleisiige und geschickte, reifegew. Werdekrklfle per fosort ein. Wir zahlen auch Nicht- fachleulen oon Anfang an fefteS fftn» komm. Pers. Borst, mit Cricr-Jcuan. ob. sonst.Belegen üb. bl»ber. Tätlateit am SamStag, dem 28. Clali 1928, norm. 10—11 Ubr.betHrn.Organis Leucr Ichoernack tn Glichen, Hotel I Schiit» oder schriftliche Bewerbungen Eine gut erhaltene Lm-Lokomobile fahrbar, Modell Z H, 10 Htm- 18/ 24 35 PS, Baujahr 1919. hat vorteilhaft abzugeben 0g. Schielerstein, Maschinenfabrik, Lich tHeffen), Teleph. 17. "“D Mittelichwercr Mietwogra zu verkaufen. 06444 R. Radeisky, Lich. Junger Mann erfahren in Ourchschreibe Äuch- fübrung, Lohnwesen und Maschinenschreiben, zum sofortigen Eintritt gesucht. Selbstgeschriebene Äewerbun- gen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Heserenzan- Stundenrennen hinter TandemHihrung Berlin, Ritt-Arena, 21. 7. % * SIEGER: °'kar rqf echnellcm Ml fn - Rad Folgen Sie dem altvertrauten Klang. Das Fahrrad gibt Ihnen die schönste Möglichkeit, wette Gebiete Ihrer Heimat zu durchwandern. Bedenken Sic aber, dass nur ein Qualltütsrad, wie es von den Mifa-Werken In höchster Vollendung her- fgestellt wird, mit seinem eichten Lauf und seiner unverwüstlichen Konstruktion wirklich befriedigen kann. Mifa - Räder fZ/f M KaasapreU von ÜT an Wochen- n Ef\ raten van egens. ncch Stahl he im. 1342 Meter hoch, ging es über Gudvangen m Rärödal-Fjord. trobin ein Boo. d.e Ausflügler brachte. Im licbLdxn. von dunklen, senkrecht aufragenbeix Steilwänden eingefaßten Rärödal. dessen wildrauschender Fluß von unzähligen Wasserfallen gespeist wird, langsam ansteigend, stand man nach etwa 2 Stunden der Stahlhe.mfklev gegenüber, die mit 250 Meter steilem Absturz den Abschluß des Tale« bildet. Aus der von zwei gewaltigen Wasser- sällen flankierten Höhe blickte da« Hotel Stahl- heim herab, da« man in 16 steilen Kehren erreichte Die Aussicht in dos tiefe, dunkle Rärö- tai und auf die rechts unb links gewaltig auf- ragenben. weißlich-grauen Dyenttberge. die in der zwischen Sonnenschein unb Regendnnkel lämpsenben Beleuchtung ein eigentümliches Landschaf tsbi Id ergaben, wird unvergeßlich bleiben. Am 14. Juli morgen« würbe Anker gelichtet unb Fjärdal t Hotel Mundal). dem letzten Ort der Rorwegenreise. zugedampst. Fast ununterbrochene t Regen unb tiefhängende Wolken verhüllten Berge unb Täler auf dieser Fahrt. Balholm entzog sich saft vollkommen hinter einem Rebelschleier bet Sicht, al« die ..Hessen" sich dort nörblid) in den FjärlandSsord wandte, an dessen Ende Fjärdal, ein kleiner Ort von wenigen Häusern, liegt. Der FjärlandSsjord ist 28 .Kilometer lang. 1 bis 2 Kilometer breit und bietet in seinem nörlichen Teil, in dem Mundal liegt, herrliche Landschaften. Gute Fahrstraßen zu dem Böjums- unb dem Suphelle-Gletscher. die bis tief in« Tal von dem sich vom Rordfjord bi« zum Sogne-Fjord erstreckenden IostedalS-Bre herabkommen. ermöglichten der Besatzung, einen eindrucksvollen Blick in bic Gletscherwelt Rorwe- gen« zu tun. Die letzten beiben Tage ber Reise brachten bessere« Wetter. Don morgen« bi« abend« war alle«, wa« nicht bienstlich an Bord festgehalten würbe, unferweg« und bewunderte die von ber Sonne leuchtenden Schneefirne und bic bläulich schimmernden, zerrissenen Glettcher. Am 16. Juli abends fand der Aufenthalt ber deutschen Schiffe in Rorwegen sein Ende. Froh der gefundenen Erholung unb Abwechslungen, dankbar für die neugewonnen Eindrücke und Erinnerungen. nicht am wenigsten aber voll stolzer Wiedersehrndfreude auf die schöne deutsche Heimat. strebten wir durch ben nächtlichen Sogne- Fjord dem Atlantischen Ozean unb bem befohlenen Sammelplatz ber Flotte zu. Aus bem Rückmarsch in bic Rordsee brachten Tag- unb Racht- übungen ben wieber vereinigten Seestreitkräften in (trirtnerung, bah bic Fahrt noch Rorwegen eine AuSbildungSreise sein sollte. Ausbildung unb Sicholung sollten gleicherweise den Wieberaufbau ber Reich-marine fötbem. Am 19. Juli mittags würbe ber UebungSverbanb bei Helgoland aufgelöst; bic einzelnen Schiffe unb Fahrzeuge würben in ihre Heimatshäfen entlassen. Sprechstunden der Redaktion. 12 bis 1 Uhr mittag«, 5 bi« 7 Uhr nachmittags. Samttag nachmittag geschloffen. Anzeigenauslräge sind lediglich au die Geschäftsstelle zu richten. Für unverlangt eingesandke Manuskripte ohne beigefügte« Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Don einem unbekannten Menschenfeind: .Wenn ich so denke, ganz allein Fern von den falschen Leuten. Dann möcht' ich auch .Einsiedler^ fein, Unb Hiddensee erbeuten", und Ernst v. Wolzogen: .Wenn alle« Hoffen dir zerfällt. Ringsum nur Trug und Herzeleid, So flieh' au« dieser lauten Wett In stille Zweisamkeit. .Ginsiedlett üben sich zumeist Doch nur im Grillenfangen: Zur Harmonie kann erst der Deist Im 3 toi eg cf an fl gelangen.“ Ein seltsames Spiel ber Dichterlaune führte Schiller dazu, in das Fremdenbuch ber Wartburg ein — Rätsel einzutragen. Es lautet: .Das ganze war. solange Menschen lebten. Sin Setnb des Lichts, doch hold der Poesie; So viel cd auch zu unterdrücken strebten. ES wandelte sich oft, doch starb cd nie. In seinen Formen lag der treue Spiegel. Die Bildung und der Sitten aller Zett. Ja, es entschließt fern mitternächtig Siegel Dir selbst bic Ahnung der Unendlichkeit.^ Die AuflösuT« dnese« Rätsel« ist .Aberglaube". Sv mancher Wartburggaft mag sich darüber, wenn er sich oben auf der Burg eine kleine Muhe gönnte, den Kopf zerbrochen haben Den größten freiwilligen und unfreiwilligen Humor zeigen die alten Fremdenbücher der Schneeioppe Don den recht urwüchsigen Eintragungen seien einige hierher gesetzt. .Al« ich anno 1716, beim ich weiß nicht wievielten Tag. auf bic Schneekoppe reifete, so soff ich mich toll und voll, unb hätte dabei bald den Hals gebrochen und dazu all mein Geld verspielt, daß ich mir sogar ein gröschel zum -ehren lehnen muhte, und bietz erstellen läßt. Diese Frage wird von der Bau- fotnmiffion geregelt, die dem Gemeinderat bann Vorlage macht. — Die Arbeiten zur Bachregu' lierung bis zum Morgenwcg sind nun in vollem Gang und da Wieseck nod) nicht über einen geeigneten F e st p l a tz verfugt, wurde man sich einig, die freiwerdende Erde zur Auffüllung des Riedes (Herstellung eines Festplotzes) zu verwenden. Für diese Mehrleistung verlangen die hierbei beschäftigten Arbeiter eine Mehrbezahlung von 80 Pfennig pro Kubikmeter Erde. Der Gemeinde rat wollte aus sich heraus keinen Gegenvorschlag machen imd beauftragte daher Bürgermeister Schomber, die Angelegenheit auf dem Verhandlungsweg mit den betreffenden Arbeitern zu regeln. — lieber die Anbringung eines Bleich und Badeplatzes befragt, teilte Bürgermeister Schomber mit, daß dies in bester Weise geregelt würde. T Treis a. d. Lda., 26. Juli. Gestern ist hier mit dem DriischderWintergerste begonnen war- den. — Die K i r s ch c n a n l a g e n der Gemeinde, die schon ein beträchtliches Alter haben und im besten Tragen stehen, ergaben dieses Jahr die schöne Ein nähme von 450 Mark. — Einige Schulkinder sind an Scharlach erkrankt, doch tritt die Krankheit nur in leichter Form auf. n. G r oß e n - L i n den, 26. Juli. Unser Mitbürger Ludwig Dietz, welcher hn Gießener 3n- fcn'c .t-Bcgiment den Feldzug 1870/71 mit gern acht hat. vollendet am kommenden Sonn tag sein 8 0. Lebensjahr. k' Langsdorf, 26. Chili. Trotz aller wirtschaftlichen Not und trotz mancher Hemmungen zeigt eS sich, daß die Biehzucht in unserem Dorfe einen bemerkenswerten Hochstand erreicht hat. Man ist nicht nur bestrebt. Milchvieh zu züchten, sondern man legt auch besonderen Mert auf gutes Zuchtvieh. Me Gemeinde legt Wert auf Haltung guter Dullen. DaS zeigte sich auch kürzlich beim PrämiierungSmarkt in Lich. bei bem die Gemeinde mit einem Dullen den ersten Preis errang. DefonderS gut schnitten dort auch die Kalbinnen ab, die zwei erste, zwei zweite und vier vierte Preise nach Hause trugen. Bevor- zugt wird hier daS hessische Fleckvieh. # AuS dem Hor 1 osf ta 1, 26. Juli. Wäh- rend früher daS Korn immer zuerst heranreifte und eingeerntet wurde, wird in den letzten Jahren dieSommergerstevor dem Doggen geschnitten. SS hat in erster Linie seinen Grund darin, daß nach und nach in allen ©cmeinben Dodenverbesserungen durch Regelung der Grund- wasserverhältniss«. insbesondere durch Anlage von Dränagen, vorgenommen wurden. Dadurch trocknet daS Feld im Frühjahr schneller ab und die Aussaat der Sommersrucht wird rascher ermöglicht. Der Schnitt der Sommergerste ist so ziemlich beendet. Ch*. bergigen Lagen ist sie verhältnis- mäßig kurz geblieben, unter dem Einfluß des vielen Sonnenscheins hat sich der Kern gut ent- wickelt und ist deshalb vorzüglich äu Brau» Zwecken geeignet. Trotz der anhaltenden TrnJen- beit hat sich der eingesäte Rotklee gut entwickelt so daß er teilweise über d-c G.rste hinauSg wachsen ist und Köpfe bildete. Dadurch bekovml daS Kseegerstenstroh einen erhöhten Futtervxri und ist den Landwirten bei der Futternrittel- knappheit ein willkommener Ersatz. Teilweise ist man jetzt schon dabei, die Gerste ernzusahren. Menn auch die Gebundzahl je Aormalmorgen gegenüber den nassen Vorjahren geringer ist. io steht doch der Ärmerer trag übet bat letzt- jährigen Ertragen. In trockeneren Lagen hat man mit dem Schnitt deS Kornes begonnen. Da die letzten Sturmwetter gerade den langen bloggen meist zum Lagern gerächt hat, formen die Erntemaschinen. Ableger und 'Binbe^ror. toenia ober gar nicht benutzt werden. DaS Reff ist wieder m Gebrauch genommen toorten. Da gerade das Korn säst keine AuSwii'.terungSschädrn zeigte und eine starke Aehrc zur Entwicklung gebracht hat, ist das Ernteergebnis als sehr gut zu bezeichnen. Stellenweise, besonders in dumpfen Lagen, ist einiger Schaden durch den Getmdeblasenfuß entstanden. dessen schwarzbraune Larven den mittleren Teil der Aehre auSgefrrssen haben. Es werden jetzt wieder sämtlichen Komhausten sog. ..Stutzen" aufgesetzt, um Schaden durch Auswuchs vorzubeugen. Dedenklich knapp werden dieD rün- futtermittel. Ein durchweichender Regen ist bis jetzt ausgeblieben und so wächst der zweite und dritte Kleefchnitt schlecht nach. Weit klaffende Risse entstehen m den trockenen Wiesen, und die Grasnarbe sieht wie verbrannt auS. Auch die Dickwurz. Kartoffeln und der FuttermaiS lechzen nach Aegen. - Sehr geklagt wird über das zahlreiche Auftreten der Kohlweißlinge. Die gefräßigen Raupen richten an den an sich schon schwachentwickelten Pflanzen durch Abfressen der zarten Blätter großen Schaden an. Zu ihrer Bekämpfung soll man die gelben ®ier- Häuschen auf der Unterfeite der Blätter zerdrücken und die Raupen abtefen. - Die O b stauSsich - tcn werden immer schlechter. Die wenig cmge- setzten Aepfel fallen bei drr Trockenheit ab, und bei Frühbirr.en seht Notreife ein. Die vielen vergilbten Blätter weisen auf FeuchtigkeitSmangel hin und der zweite Trieb .der sog. Iohannitrieb. bleibt fast ganz aus. Vorzüglich fällt die Zwet- schenrtmte auS. wie überhaupt sämtliches Steinobst einen reifen Fruchtbehang zeigt. Kreis Friedberg. WSA. Butzbach, 26.3uli. Der Einwohner 3uftui Schepp aus Griedel wollte dieser Tage mit feinem Sohn aus dem Butzbacher Wald Holz holen. Auf der Heimfahrt versagte die Bremse am Wagen. Schepp geriet unter di e Bäder, bte ihm übet den Kopf gingen, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Kreis Schotten. lb. Schotten, 27. 3uli. Die schlechte Aus- sicht auf Hvnigobst veranlaßt trotz der zu erwartenden geringen 'Ausbeute viele Bewohner unterer Gegend zum H i mbee r p f l ucken. Die Beeren, die im Frühjahr unter Aässe und Kälte litten, nunmehr in der Hochtemmeralut viel zu rasch reifen, hängen vrveinzelt, sind stark verkümmert und arm an Saft. Trotzdem wird das Pfund Himbeeren mit 50—60 Pfennig bezahlt. * Eschenrod, 27. Juli. Da unsere Wasserleitung in heißen Sommern nicht im Stande war, den Wasserbedarf unseres über 500 Einwohner zählenden Dorfes und seines ansehnlichen Viehbestandes zu decken, hat sich die Gemeinde entschlossen, die dem benachbarten Wingershausen gehörende, am Bilstein gelegene, bereits vor Jahren gefaßte aber nicht abQitleitete Quelle für 7000 Mk. zu laufen. Man hofft, nach Zuleitung der neu erworbenen Wassermenge selbst bei lang anhaltender Trvk- fentfett auch die hoch gelegenen Telle unseres Dorfes zu allen Tageszeiten mit genügend Wasser versorgen zu können. lb. Aus dem Vogelsberg, 27. Juli. In vielen Gemeinden unseres Gebirges, besonders in den vor Jahresfrist durch Hagelfchlag geschädigten Orten, herrscht feit Wochen eine außerordentlich große Kartosfelknappheit, wodurch die Schweinehaltung sehr erschwert wird. Allenthalben sieht man daher zahlreiche Leute dte Hecken und IteldgehSlz« nach Brennefseln abfuchen, die ein gern genom« mene», nahrhaftes Schweinefutter liefern. Da hn letzten Frühjahr sehr viel neue Setzkartoffeln gekauft wurden, hofft man, falls es nun endlich einmal regnen sollte, auf eine gute Kartoffelernte, denn die Kartoffelfelder stehen ganz prächtig. Rur an Stellen mit ganz dünner Ackerkrume und vor Hecken und Rainen hat die nun schon feit Wochen sengende Sonne bereits geschadet. — Vie Ernte setzt nun in fast allen Gemarkungen ein. Alle Fruchtarten stehen, zumal auf fachgemäß gedüngten Aeckern, gut; nur dürfte die durch die tropische Hitze der letzten Wochen allzu rasch Herdeigeführtc Rene den Ausfall der Ernte an Körnern und Stroh wesentlich betin- fkiffen. — Im letzten Winter winterte iehr viel Klee au», denn viele Landwirte richten immer noch nicht genügend ihr Augenmerk aus für bas Klima des Vogelsberges geeignetes Saatgut. Da bei der anhaltenden Trockenheit nunmehr auch die Hutweiden ver- fugen, hat sich der schon fett Frühjahr bestehende Grünfuttermangel in den letzten Wochen ganz bedeutend verschärft. Kreis Lauterbach. $ Dirlammen, 27. Juli. Die überaus trockene Wetterperiode hat der oberhessischen Landschaft einen teltenen Gast geschenkt. Dte in Deutschland nur noch selten vorkvenmenden Fischreiher haben sich an den Gebirgsbächen mit ihrem geringen Wasserst and« eingestellt. Zwischen Dirlammen und Sickendors wird seit einigen Tagen ein Reihe rpaar beobachtet, da» sich cm den Forellen gütlich tut. Lange Zeit steht der große Doge, unbeweglich tm Wasser, biS «hx Fisch in seine Bähe kommt, den er nach dem Üfcr zu aufschreckt und bann aufnimmt. Man sollte den Vögeln, di« sich nur vorübergehend hier aufhalten, nicht nachstellen, denn fie gehören zu den wenigen großen Vögeln, die sich in Deutschland bis heute noch haben halten können. Turnen, Sport und Spiel. Das 14. Deutsche Turnfest in Köln. Köln, 25.3uli. (WB.) Dm Mittwoch begannen die Hauptfesttage zum 14. Deutschen Turnfest tn Köln. 3m Laufe der vergangenen Dacht liefen auf den verschiedenen Kölner Bahnhöfen 14 Turnersonderzüge ein, denen im Lause des Vormittags noch mehr als 40 Züge unb Sonderdampfer folgten. Um 18 Uhr fand die Eröffnungsfeier auf dem festlich geschmückten Äeumarkt in Anwesenheit einer .zahlreichen Zujchauermenge statt. Der I. Vorsitzende der Deutschen Turner schäft, Professor Dr. Berger, übergab dem Oberbürgermeister Dr. Adenauer das Banner her Deutschen Turnerschaft mit der Bitte, es für die Dauer des 14. Deutschen Turnfestes in die Obhut der Stadt Köln zu übernehmen. Dann ergriff das Oberhaupt der letzten Turnfeststadt. Oberbürgermeister S ch a r n a g l (München), das Wort, der die herzlichen Grüße der Stadt München überbrachte. Für die Grüße boulte im Damen der Stabt Köln Oberbürgermeifter Dr. Ddenauer. Er wieS auf die engen und freundschaftlichen Verhältnisse und Beziehungen zwischen Dhein und Isar und zwischen Köln und München hin. In Ehrfurcht übernehme dte Stadt Köln das B-anner der Deutschen Turnerschaft rn ihre Obhut. Er schloß mit einem dreifachen „Gut Heil!". Im Anschluß daran ergriff Professor Dr. Berger das Wort. Gr führte aus. eS gelte, das Fest durchzuführen als eine würdige Sr- innerungSfeier an die 150.Wieder- kehr des Geburtstages Friedrich Ludwig Jahns. Danach vcrlaS er den Gruß des am Erscheinen verhinderten Schutzherrn des Festes, Reichspräsidenten v. Hindenburg, an die in Köln versammelten Turner und schlug vor, dem Reichspräsidenten einen Drahtgruß zu senden. In' der Großen Festhalle der Pressa fand am Mittwochabend eine Begrüßungsfeier der Deutschen Turnerschaft statt. Oberbürgermeister Dr. Adenauer führte als erster Redner au«: ©in deutsche« Volksfest soll es werden, ein Fest aller Stände, aller Klassen, aller Stämme, aller Parteien und aller Konfessionen, das die Liebe zum Vaterlande Härten und vor allem ein gewaltige« Bekenntnis zum deutschen Vollstum und zur deutschen Volksgemeinschaft sein soll. (Großer Beifall.) Der erste Vorsitzende der Deutschen Turnerschaft, Prof. Dr. Be r g e r, sprach seine Freude aus, daß da« 14. Deutsche Turnfest in einem freien Köln gefeiert werden könne. Der Vorsitzende des Deutschen AeichSauS- schusses für Leibesübungen, Ex. Lewa 1 d, der mit einem Flugzeug von Amsterdam nach Köln gekommen war. überbrachte herzliche Grüße von den deutschen Sportlern, die in wenigen Tagen vor dem internationalen Spvrt- gericht Zeugnis von dem hohen Stande de« deutschen Sport« ablegen würden. Aach ihm überbrachte der preußische DollswohllahrtSmini- stcr Dr. H t r ts ief er die besten Wünsche der 'Reichs- und der preußischen Staatsregierung, der ßänberregierungen usw. für das gute ©dingen des Turnfestes. Aach Vorführungen der Turnerinnen des Kölner Turmgaues fand die Aufführung de« Festspiele« des 14. Deutschen Turnfestes .Feuer am Rhein' von E. Deinachcr durch den Sprechchor von 300 Turnern und Turnerinnen sowie 100 Knaben und Mädchen mit Musikbegleitung statt. Das Festspiel hatte einen durchschlagenden Erfolg. Das Deutschlandlied beschloß den Abend. Zu Ehren der Turner veranstaltete die Kölner Studentenschaft am Abend einen Fackelzug. Deutsche Turner aus aller Welt in Köln. LPD. Köln. 26.3uIL Zum 14. Deutschen Turnsest in Köln strömen die deutschen Turner nus allen Teilen der Wett zusannnen. Man ersteht bie Bedeutung deS Festes für den Gedanken des Deutschtums in Xie beriet unb Ausland au« nachstehendem Verzeichnis der Länder, die deutsche Turner entfanbten Argentinien. Brasilien, Chile. China, Dänemark. Estland. England. Eupen-Wal- mebh, Holland. Italien. Japan. Südslawien. Lettland. Oesterreich. Polen. Rumänien. Siebenbür- geji. hie Schw.'; Sudwestafrika, die Tschecho- llotoafri und die Vereinigten Staaten von ^echtkämpsc beim Deutschen Turnfest. Auf .K^ 'babaen wurde gestern mit der Durchbohrung der Vor- und Zwischenrunden im Fechten begonnen, an denen sich 56 Fechter beteiligten. Außer Thoms on hatten die Olhmpiafechter auf die Teilnahme an den Kämpfen im Hinblick auf die nahen Olympischen Spiele verzichtet. Die Sensation der Dorend- ruiche war das Ausscheiden von Thomson, der sich von Zeuner, Sondheim unb Leve rkus geschlagen bekennen muhte und auch gc^en den Leipziger Gaffel nur ein Llnentt schieden erzielte. Sonbervorführungen her amerikanischen Turner. Mitglieder des amerikanischen Turnerbundes veranstalteten am DonnerStag- nachrntttag im Innenraum her Müngersdorfer Radrennbahn Sondervorsührungen. Sie wurden bei ihrem Einzug von den 20 000 Zuschauern lebhaft begrüßt. Zunächst führten die Turnerinnen zwei Tänze auf: „Gruß cm Deutschland" und ..Dtttelanb". die, van leichtern Rhythmus getragen, viel Beifall fanden. Dann führten hi« Turner Freiübungen vor, die wegen der leichten elastischen Durchführung ebenfalls sehr beifällig auf genommen wurden. Den Abschluß der Vorführungen bildete da« tn Deutschland unbekannte Korbballs Piel (Baskete Ball-7^heim-Brötzingen 26:36, Tv. Kreleld 55 — Turnerbund Ulm 25: 30. Mtv. Königsberg — Acht- und Luft Frankfurt 29:40, Hannover — Tv. Fr-etenhausen 39:24. Mw 3rrbfr — Hainburg-Rothenburg-Ost 21:27. Tv. 60 Stralsund — Tv. Wolddorf 27; 44. Tv Jahn Homburg - - T. S. B. Erntracht Berlin 19: 35. Mw. Akteuburg - Göelltzer Turner schalt 16 . 10. Tv Plo^he-.m — Turnerbund Uttn 36: 30, Licht und Luft Frantturt — L. K Hannover 22 2. Hambuog-Rokbenb.'^-Ost — Txv WaDdorf 33 20. Ww. Altenbupa — Eintracht Berten 28 24 Faustba 11 Frau en A. S V. 'Rr die Wettkämpfe an Frei ringen, an denen 16 Mann beteiligt waren. Von den Ringern stammte einer aus Ostpreußen, hier aus Württemberg, zwei au« Bad«, unb neun aus der Pf<2z. In her leichten Gruppe siegte Scheuermann (Hasloch) über Kesseler (Oppersheün) unb m dec schweren Klasse siegte Frey (Kaiserslautern) über Wagner (OpperShrtrn). Dte beiden Gruppensteger rangen dann um bte Kreis- gruppm>-Mvi sterschaften. waren sich aber vollkommen ebenbürtig, so baß sich das Schiedsgericht entschloß, beiden den gleichen Rang zuzuerhmnen. Sie deutschen Olympiakandidaten Leichtathletik: 100 Meter: Dr. Wichmann, Frankfurt a. W.. Torts. Berlin, H o u b e n, Bochmn, LammerS. Oldenburg: 200 Meter: Körnig, Berlin, Schüller, Kreseid, Dr. Wichmann, Frankfurt a. M . Sch 1 öske, Berlin: 400 Meter: Büchner, Magdeburg, Storz, Halle, Schmidt, Berlin. Reumann. Berlin: 600 Meter: Engelhardt. Darmstadt. Müller, Berlin, Dr. Pektzer. Stettin, Tarn ogrocki, Dresden: 1500 Meter: Krause, Berlin. Wichmann, Berlin. Dr. P e l tz e r . Stetten, B ö ch e r , Berlin; 5000 Meter: Kohn, Berlin. Boltz«. Hamburg. Marathonlauf : Gerhardt. Breslau. Hempel, Berlin. Wandrer, Potsdam. Schneider. Hirschberg. Hörger, Braunfchw.ig. Steiges, Essen: 110 Meter Hürden Steinhardt- Karlsruhe: Hochsprung: Hubn, Jena. Köpke. Stetten, Bonneder. Ingolstadt: Weitsprung: Dobermann, Köln. Köchermann. Hamburg. Meier. Berlin, S ch l S S k e, Berkin: Stabhochsprung: Müller. Tannstatt: Speerwersen. S ch 1 o f a t. Insterburg. Stoschek, Breslau: Diskuswerfen: Paulus. Wetzlar. Hoffmeister, Hannover. Hänchen. Berlin: Kugelstossen. Hirsch seid. Allenstein. Dehler, Fürth: Zehnkampf: Ladewia. Berlin, Barth, Aürtingen. Huber, Durlach, L e m * perle, Köln: 4>.100-Meter-Staffel: Dr. WiH- manxv. Tort«, Houben, LammerS, Körnig,Schüller. SchlöSke: 4x400-Meter-Staffel: Büchner, Storz. Schmidt, Aeumann. Engelhardt. Dr. Peltzer. — Damen: 100 Meter Junker. Kassel, H o l d m a n n. Hamburg. Schmidt, Bremen. Steinberg Berlin: 800 Meter: Frau Radke, Breslau. Dollinger, LangenzeTw, Oestreich, Jena. Wewer, Lennep: Hochsprung: Rotte. 'Düsseldorf. Bvne tsmüller. München. B raum Ülker, Berlin: Diskuswerfen: Reuter. Frankfurt a. M. Mäder. Bernau, Mollenyaucr. Hamburg. H e u b l e i n. 'Barmen; Kugelstoßen: Heubiein, Barmen, 4x100- Meter - Staffel: Holdmann, Hamburg. Schmidt Bremen. Steinberg, ‘Berlin. Junker. Kaffel. Gerhardt, Breslau Der ick«. Berlin, Kellner. München, Gelius. München. Schwerathletik (griechisch-römischer Rlngkampf): Bantamgew.: Leucht. Aürnberg: «sfedergew.: Steinig, Dortmund, Leichtgcw.. Sperling. Dortmund; Leichtes Mittetgew.. Simon. Koblenz; Schw. Mittelgew.: Rieger. Berlin; Dchwcrgew.: Gehring. Ludwigshalrtr. Fechten: Florett (MaimschastSkampf): Tas mir. Frankfurt a. M . D azz era. Offenbach a. M.. Thom - s e n, Oftcnbach a. M.. Löffler. Frankfurt a. M.. Heim. Offenbach et TB.. MooS, Frankfurt a. M Florett (Einzelkämpf). TaSmir. Gaz- zera, Thomsen. Löffler. Heim. MooS; Degen (MannschaftSkamp'': TaSmir, Gaz- zera. Halberftg b t. Offenbach a. M-. Jack, .ytenffurt a. DL Fischer, Dresden, Brrt- yvib. Themnitz; Seflen lEin-'eltampl-: TaSmir, Gazzera. Haiberstabt. Fischer. Jack. Berthold; eribel iMan^schaftskampf): TaS- m i r. 18 o o «, Halberstadt, Thom 1 en. Sommer Berlin, Weidlich. Böhlen; Säbel 'SiTTzrikMvpf,: TaSmir, Thom'en. Halberstadt, MovS. Sommer, Weiblich. lÜirarbaten unterderKontroUe der Raucher undderTadiwett! sorte REEMTSMA CIGARETTE Unsere Veröffentlichungen Ober Tabakrezepte und neue Fabrikationseinrichtungen, die uns ausschließlich vorbehalten sind, können jederzeit durch Besichtigung unserer Fabriken nachgeprüft werden der Cigarette REEMTSMAV o»e Reemtsma-Werko t AMI. MUM (M). Tor tn: .ÄMn; Sretetb Seiten: fung non Longen. Ät>i 1» O*ramwi » ^s,. ,1yranfhrrt o. TI.; John Shemnitz. Kürschner, Benshausen; Sssing. Wien. Ctra&enrmncn: mann. Berlin; An-böck. München. Bantam- Federuew Kloo« ^teOethflfiitiprüfu»fl: Itumann. Hannover. t>. Barnekvw Hatrnover. Lippert. Hannover Fetzeraben d. Hannover; Drrs*urprü- 6 t ü bedc. Destig; leu Parow, v. Haugs. Stertbcn, Jagdspringen Freiherr v. Ragel, S o h l a. Hannorer. ftrei- Herr von Langen. Parow. Andreae. Han» ;eJn Dnlts-. Seit te,. Vf. Denn h< jf. dir sich hoben telfcp 3-Meter-Sprungbrett Mendt ner. Berlin. Sönnchen, Bremen; Borg«. Düsseldvrs. Gin- lache« Turm'prmgen Borg«. Düsseldorf; H. Rehbvrn. Bochum 4*100 Meter Sreifbl- ftaffel; Lehmann. Dresden; ® r t e n 6. Ober- Hausen Schönemann. Dresden. X Heb - bvrn. Bochum; Wunder, Leipzig. Schneider. Ulm. w® difllerfft Berlin; ? Entg«berfl t Gr. Leichtgew Weliergew.' Malter. Hamburg. Mitrelaew. Leibmann. München. Halbschweraew Pt- Sulla. Berlin Schwergew. Schöneath. •tr F-l-k' SaSA 5-60»* sloo». 0 Ea,/ iwLr, 3«* JtcforWug eines deutschen GegelsiiegerS Der deutsche Segelflieger Hesselbach machte, einer Reuyorker Meldung tutolge. aut der Haldmsel Sape Lod tm Staate Masfochulett« einen Flug von 57 Minuten Dauer und stellte damit einen neuen amerikanischen Rekord im Leg.lflug auf. Heslcldach startete auf de»a Flugzeug Darmstadt. Der glänzende Start und die müfceM glatte Landung he« deutschen Flieger« erregten btt Bewunderung der zahlreichen Pressevertreter und Filmoperaururc. Oie dem Flug bei wohnten Hellelvach gehört mit Laudenthal und Röhre der Rhön -R 0 s l i t - ten-Gipebition an. die sich zur Feit tn Amerika aufhalt. Deutsche (^egelsiieger siegen in Frankreich. Pari«. 27. Juli (MTB. Funlfpruch.» Die Gesamtwertung de» Seielflugwettbe werbe« in Xa 11 Di Ile stellt sich tote lolgt: Höhenflug. 1. Vrt;4 Flugzeug .Württemberg" *«; ö feinst? Kaffee^fatz Essen- ist seit über 30 Jahren Mannt und beliebt. Bester Zusatz tum Dodncnkaffee. Achten Gie beim Sin tauf auf unsere Originalpad hingen m. d.Geotzmutter. toneü |u| güt 3:112 (zugleich ai« Weitoekord angemelbct); Dcimen-Rücken 100 Meter; 2[rart Rehborn (DSV. Bochum) mit 1: 23.6; Heroen-FveistU: Waller Handschu- inacher (Westfalen Dortmund) 800 Meter mit 11; 25.9; 1000 Meter mit 14 21,1 und 1500 Meter mit 21:39,7. Vierer m. St.: Kleine, Waltzteden; Hoffmann. Berkin; Gvlzo. Berlin; Krohn. Stet- tfn; A i ckel. Berlin. Zweier o. St. Müller. Berlin. Moefchter. Berlin. Einer (Sliff«. Fl in Ich Frankfurt a. M Dierer o. 6t: 3 schieche. Dresden; Janker, Dresden. G o e» dicke. Dresden. Roll. Dresden. DvppelfkuUer o. St. Boigt, Leipzig; Ho eck. Berlin. Achter m. St.: H Maier, Mannhcim; Huber, Mannheim; ®. Maier, Mannheim; Herbold. Mannheim; Hoffstaedter. Mannheim; Reichert, Mannheim; D a be r, Mannheim. A l c t- ler. Mannhv >m. Wild, Heidelberg; Bender, Heidelberg. Ra brennen: 1000 Meter bei stehendem Start 7»ch Feit; Sieget, Köln; Einsiedel. Dresden. 1000 Meter. Start in Bor-. Zw-scheu- und ChtMäufen: 3 cksch Dortmund; Bernhardt. Dehrden. 2000 Meter Tandemrennen: Sieger, Köln; 3vk sch. Dortmund; Bernhardt. Gehrden; Köther. Hamwver. 4000 Meter Verfolgungsrennen: Bernhardt, Vehrden; Köther, Hannover; Dörmbach Köln; Sinsiedel, Dresden. Ioksch Dortmund. Stege r. Köln. Leichtathletik her Gp.'Dg. 1900. ö. Der rührige Athletikautzschust de« Gaues Gi«stei»-Wetzlar hat e* m dankens werter Weite nicht versäumt, auch einmal die Erstlinge, 3ung- mannen. Anfänger, Junioren und Alien Herren nn Rahmen einer offiziellen Veranstaltung zu Wort konunen zu lassen. Für jede der genannten Leichtathletisklai'en sind einige Wettbewerbe ausgeschrieben. die am nächsten Sonntag in Weilburg zum AuStrag kommen. AuSrrchter ist der dortige Fubballverein. der gerade in dieser Saison schon viel 3nteresse und Geschick in der Leichtathletrksache gezeigt hat. Da die weitaus gröstte Zahl unserer Vauveveiite leichtathletisch noch nicht so sortgeschrltten ist. dast viele Mii- alieker toi die Seniorenklasse gerückt find, wird die Beranstallrmg einen weit stärkeren Besuch aus- weilen, al« dies bei den eigentlichen Gaurneister- schafbe» der Fall war. Auch die Spielvereinigung 1900 Hai für alle Klössen Melduirgen abgegeben 3nwieweit die an den Start gehenden Leute sich durchzusetzen vermögen, lästt sich schwer vormr«- feigen. Mit einiger Sicherheit ist aTizunehmen. hab in den Anfänger- und 3.n.iorenlonkurrenzen von den 1900ctn Meisterschaften errungen dzw Plätze belegt werden. V.f.B. Leichtathletik. Die Leichtathletik-Abteilung de« D. s. B. wird sich an den am kommenden Sonntag in Weilburg stattsindenden Gauwett kämpfen mit rnSgeiamt 16 Mann beteikigen, eine Zahl, die Zeugnis ablegt von der guten Gntwicklung der Jacht btt in Lerna Zonalen Mieter ÄoPe 2aelst. Hambura. Huber. Starnberg. Wentzel. Sjamburg. P as chen, Hamburg. Thomsen, Homburg 3ach« der internationalen 12-Futz- 3aller Klal'e Edgar Beyn, Hamburg. Huber. Starnberg. Fünf kam Pf: Oberleutnant Har Berlin Oberentm Ho l - ter. Ludw'gLdurg. Leutnant Kahl, wniM. Schwerathletik Gewichtheben und Stemmen) Fed^rgew-nht: Wölpert, München; Mühl- berge r. Friesenhenu Lelckstgewtcht; He l bi g. Plan. ,> Reins rank. Mannheim. Mittelgewicht 3inner. Würzburg; Hofmann. Wag- twburg. Holblchwergewichi Bogt. Ochtenduna: Bir rtoir tb. Msew Schwergewicht: Strah- berger. München; Bolz, »annstatt. Schwim men: Herren: 100 Meter Freistil: Heinrich, Leipzig. Schubert. Dre«lau; Heitmann. Magdeburg. 100 Meter Rücken: Schulz, Rüm- berg Küpper«. Bierfen; Schumburg, Magdeburg. 200 Meter Brust: Rademacher, Magdelnrrg; Budia. Köln; Sieta«. Ham- Lnrrg. 400 Meter Freistil: Berge«. Darmstadt . Handschuhmacher. Dortmund. Heinrich. Leipzig 15U0 Meter Freistil: Handschuhmacher. Dortmund. Ginfach«» und 3springen (Turm): P l u m a n n «. Köln; b o r n. Diesten; Riebschläger. Zeitz. springen vom 1- und 3-Meter-Sprungbrctt: Mund. Halberstadt; Plumann«. Köln. 4x 200 Meter Freistilstaffel. Lambertz. Köln; Schubert. Dre«lau; Berge«. Darmstadt; Heitmann, Magdeburg: Heinrich. Letp- zia; Rademacher. Magdeburg. Wasserballsh«, 2. Rademacher. Magdeburg. 3. Rademacher. Magdeburg. Amann, Magdeburg. Ben ecke, Magdeburg; Protze. Magdeburg: Lordetz, Magdeburg. Gunst, Hannover; Bahre, Hannover; Kühne, Mag- deburg, Kips er, Hatrnover; Blank, Nürnberg. Damen 100 Meter Freistil Grken«. Oberhausen; Lehmann. Dresden; Schöne» mann, Dresden 100 Meter Rücken: Reh- born. Bochum 200 Meter Brust: Zimmermann. Berlin; Mühe. Hildesheim, Schrader. Magdeburg. 400 Meter Freistil: Srkcn «. Oberhausen. Lehmann. Dre«den; Schöneinan n. Dresden Kunstspringen vom 1- und Sttr- RASSOL Be Ein Versuch lohnt! 8 «Oe Kein Laden Eingang Ecke Volksbad Wegen Ersparnis hoher Lalenmlete 1 Treppe ko k 69 JOD [6896ss ufro. besitzen, bevorzugt. 6886V 6335a Marktstraße 14. GutemdbiWeLebensmmel önhutfer 3«pfb.«<öüte 1.15 Flasche 1.10 Orangeade (hnmom < Essia Liter 0.28 Maraaritha-Sffia ... Flasche 1.10 Sssiq.bffenz Flasche 0.58 im für' Gl ESSEN-MARKTSTR.28 ■ein fU89 3 N 9 1 Kett t gr. FL Md. 1.75 Erl TtlcrfuUcr. Rachdruck. auch mit Quellenangabe, verboten? Teheran. 3uli 1928. 2lrnanullab. Äönifl non Mghaniftan. Hot Teheran. wo er den periilchen Käufer Resa Schah besuchte. verlassen und ift inzwischen wieder in Äabul eingevrossrn. wo er von der Bevölkerung freudig begrübt wurde. Er ift über acht Monate von seinem Lande forty.Dc'cn und da« alle wichtigen europäilchcn Länder und auch die wichtigsten astatischen Gebiete seiner beiden groben Dachbarn Indien und Rußland berichtigen tonnen. ohne hab er hierbe, durch irgendwelche crnflcrcv. ttmgntflc in Innern Londe gestört wurde Die Prophezerungen derlallchen Propheten. die meinten, dah seine Abwesenheit von Kabul nur mit einem Sturz ^ndrgen tonne, haben tonnt Unrecht behalten Dre Mutter des Königs hat über der Ruhe und der Ordnung im Lande gewacht, und die ubersechztg- jährrge Stau. d:e zwar nicht lesen und schreiben kann, aber in den Annalen der Geschichte Asgha- nistans sicher als eine der klügsten und tüchtigsten Herrscherinnen des Landes ^rzmchnet werden wird, hat die Interessen ihres Sohnes mit ebenso kluger wie energischer Hand wahr- genommen. So findet Amanullah bei seiner He,m- kehr fein Land in musterhastcr Ordnung vor und da» Reformwerk. das er begonnen hatte, ist erhalten geblieben .'lareibt. Gerade weil ich deine Verlobte bin. Gerade darum kann ich es nicht. Loh mir meinen Stolz. Es ift der einzige Besitz, den ich noch habe." „Und wie lange soll diese Sklaverei dauern?" „Wenn der nächste Wechsel eintrifft, ift sie zu Ende. Vorausgefetzt, daft er kommt." Sie sah müde drein. „Noch habe ich nicht nach Berkin gefchrieben. Ich habe den Mut nicht, zu sagen/ Elena hat mich verlasten. Die Tante warnte mich, und ich war so sicher. Vielleicht sagt sie nun: .Ich lebe, du bist überhaupt nicht dazu geeignet, meine fiilfc zu bekommen.' Sie tut nichts, wenn sie es für töricht hält." „Ich muh dich täglich sehen und sprechen, Moria, sonst ertrage ich diesen Zustand nicht. Es kann auch sein, dah ich bald Nachricht bekomme, wie meine Zeichnungen gefallen haben, und dah ich bann schon im nächsten Monat nach Berlin übersiedle. Aber ehe ich dich in solcher Loge zurücklasse, oer- zichte ich lieber auf die ganze Stellung da." „Das sollst du nich:. Unter keinen Umständen. Du willst doch für mich und unsere Zukunst arbeiten. Also hilft es nicht, wenn wir uns zeitweilig trennen müssen." „Kannst du mich nicht einmal am Tage treffen?" „Die Frau Schmoller läht keins von den jungen Mädchen heraus, außer an ihrem freien Nach- mittag. Sie ift sehr strenge im Punkte der Moral, sie sagt, eine Konditorei muffe auf ihren Ruf achten, roenn sie nicht bald verrufen fein wollte. Und sie duldet auch nicht, dah die Angestellten Trinkgeld nehmen. Gott sei gedankt dafür. Denn ich dächte, mir hätte jemand —" Sie schauerte zusammen, fieinz zog ihren Arm noch fester in seinen. „Mein geliebtes tapferes Mädchen." „Ich hatte auch Glück, daß ich ein Kämmerchen für mich allein bekam. Die anderen vier schlafen zwei und zwei zusammen. Zwei von ihnen sind Mädchen aus gutem fiause. die froh sind, ,au| so anftänige Weise' untergekommen zu sein. Du siehst, ich hätte es bei meiner Unwissenheit noch sehr viel schlechter treffen können." „Maria, ist es dir schrecklich, wenn ich früh, ehe es voll wird bei euch, komme und Zeitungen lese und mich still an einen Tisch beim Fenster setze? Nicht da. wo du zu tun haft — das mute ich dir nicht zu — du wirst mir schon ein Zeichen geben. Wenn ich dich denn nicht sprechen kann, aber sehen muß ich dich." Verträge mit der Türkei und mit Persien die der König in Angora bzw Teheran abgeschlossen hat. haben somit durchaus nicht nur eine fnmptomatischc Bedeutung, londern sie entspringen der Erkenntnis, dah die Interetten- fiemeinlchaft zw.fchen den orientalischen Staaten eftr viel größer ift. als he etwa mit einem europäischen Staate sein könnte. Denn auch die wenigen europäischen Staaten. K ren Mitarl»eit man In Afghanistan weiter schätzt man denkt z. B. an Frankreich oder auch an Deutschland, werden nut gelobt, weil sie in Afghanistan. daS Io fern von iebcr Verührungsmöalich- keit mit dielen Landern liegt, machtpolitisch nichts zu sagen haben. Austern, Seeigel und Vouillabaiffe. Ein Kapitel vom Esten. Von L»ans Ciemfen. Ist es nun nicht bald Zett. mal wieder vom Esten zu reden'' Der fiunger und die Liebe, erhalten das (Betriebe. Von der Liebe ist unmerzu die Rede, vom Hunger selten, vom Essen n.e. SS gilt nicht für fein. Aber ehrlich' ist besser al# ..fein". ..Essen" ist etwa# sehr wichtige-. Wir wollen uns doch nichts vormachen! Sage mir, was du itzt! Hub ich will dir sagen — wo du wohnst. Was mich betrifft, fo habe ich in der letzten Zeit viel ..Bouillabaisse" gegessen. Do war ich? — 3n Marseille? — Stimmt! — Hnd da. in Marseille, hat man ja nun mahrhastig wohl Stoss genug für Anen Speech über# Essen Zwei grofte Dcscheickc (was nun kommt, dahabe ich nicht erfunden, das ist von Heine), zwei, große Geschenke haben die Franzosen der Menschheit gemacht: die französische Revolution und die französische Küche. Hnd wer weift, was wichtiger ist? Das weift Gott. — Ich weift es auch. 2llxr ich sag' es nicht. Ich will hier vom Essen reden und nicht von der Politik. Vielerlei gefällt mir an der französischen.Küche. Dreierlei gefällt mir besonders: das Gemüse, der „pot au feu" und das „hors d’oeuvre". Am Gemüse erkennt man eine gute Küche am besten. Ein gutes Stück Fleisch anständig zu kochen oder au braten. daS ist noch nicht w schwer. Erst beim Gemüse fängt eS an. DS soll kein Matsch, lein Pamps, kein Brei sein, es soll, um Gottes willen, nicht in ein und derselben Mehlsauce (für die da# Wort „Tunke" eigen# erfunden scheint) seinen besonderen Geschmack verlieren. Es soll aussehen und schmecken, als wäre eS gerade eben ün Garten hinter dem Hause frisch gepflückt. Erbsen sollen Erbsen bleiben. Bohnen Bohnen, und der Kohl soll ruhig etwas von seinem niederträchtigen Kohlgeruch behalten! Hauptsache: es bleibt .Kohl. Man muh wissen, wozu Petersilie und wozu ein bißchen RoSmarin, wozu Butter und wozu Speck gehört. In Frankreich weist man das Der „pot au feu“, der Suppentopl. ift Gesellen- unb Meisterprüfung jeder Küche. Sin gutes, grDfteS Stück Rindfleisch langsam und lange gekocht an kleinem Feuer, — daS gibt Bouillon. Kartoffeln dazu. Wurzeln (keine zierliche Karotten, fondern richtige, grofte, dicke Wurzeln). Sellerie, Porree, etwas Peterttlienwurzel. unb je nach Hausgebrauch noch dies unb jenes Kraut bazu. — bas gibt den „pot au feu". SS ist bie einfachste Sache der Welt. Alle einfachen Sachen sind gut. Aber alle einfachen Sachen sind leider auch schwer zu machen. (Das ist nicht nur in der Küche so.) Schon über bie Dauer bes Kochens gehen bic Meinungen weit auSeinanber. Drei Stunden, vier Stunden, einige sagen: sechs und mehr. Das Rindfleisch aber soll man gesondert offen? Richt mit Senfsauce ober Meerrettich, sondern so, wie es ist. mit „flros sei", mit großen, dicken Salzkörnern bestreut. Wer das nicht kennt, kann sich nicht vorstellen, wie diese dicken, groben Salzkörner es anfangen, den richtigen Original* und Hrgefchmack au« bem guten Rindfleisch her- auSzuholen. Ein grüner Salat dazu, bas kann nicht schaben. Heber . hor< d’oeuvres" könnte ich ein Buch schreiben Auch in Schweden, in Dänemark. In Rußland gibt« diese Sitte unb diese Art von Vorspeisen. Die richtigen sind es nicht. sind sehr gut. aber zu fett, zu fttchtfl und zu scharf. Wodka. Kom unb Kümmel brauch! man. wenn man sie vertragen will Das ift nicht das Richtige! Auch die Io gelchäyte fiummermatzon- naile ift keine gute Vorspeise. Viel zu schwer' Vorspeisen sollen leicht sein und den Appetit nicht füllen, londern anregen . Kaviar! DaS ift da« Wahre' Ader es gebt auch billiger Vielerlei — daS ift der Witz des hüt > d’oeuvre". Aber beileibe nicht viel davon! Rur gerade so viel, daß man. nachdem man sich alles angesehen und von einigem einiges probiert hat. sich freudig zurecht fetzt unb erwartungsvoll fragt: ..Was nun?" In Marseille fami man sich fein „hort d’oeuvre" auf ber Strafte einhandeln unb auf der Strafte verzehren. Denn was wäre wohl geeigneter zum „hors d’oeuvre". zur Vorspeise, zur Einleitung, als bic Auster? In Marseille ist die Auster ein Volksnahrungsmittel. Das Dutzend von zwei Franks an Das sind breiunb- dre.ftig Pfennig. Erschwinglich für den Arbeiter. Hnd daS Gute dabei ift. bas bic Auster durchaus nicht immer bann am besten ift. wenn sic grost unb dick unb fett unb teuer, sondern sehr ost gerade bann, wenn sie klein unb billig ist. Da liegen sie auf schrägen Tischen (schräg, damit das Meerwasser ablaufcn kann), eingebettet in Tang und Meerespflanzen. die frisch unb feucht, wie grüner Deesalat. auSsehen. GS riecht und buffet weit über bi« Strafte nach Meer unb Satzgeruch und Tiefseeforschung. Hnd genau so schmeckt es bann auch nach Meer Wenn bas nicht wäre, diese Erinnerung an# Meer, an Salzwafser und Salzlust, an Wind und Sturm und Sonne. Sand und Felsen, so frisch, so kühl, so stark wie nur das Meer. — was wäre die Auster, wenn das nicht wäre? Ein Richt# Sin Dreck. — Sonst iftk man immer Erde, rn jeder Pflanze, in jedem Gemüse, ein biftchen von der guten, alten, sonnen beschienenen, tweckigen Erde (Hnd das ift das beste daran!) Rur nnt der Auster iftt man „Meer". Reben ihr auf den schrägen Tischen liegen noch vielerlei Arien von Muscheln. Aber keine ist fo sehr ..Meer", wie die Auster. Lassen Sie sich ein Dutzend öffnen! Trinken Sie ein Glas Ehablis dazu! Das ist das beste, was Sie machen können in Marseille. Wollen Sie mal Seeigel probieren? Kriegen Sie keinen Schrecken! Das ist was Gutes. Sieht gar appetitlich aus und schmeckt ganz leicht nach Kaviar. Hnd denken Sie: Sogar die greulichen Tintenstsche, die Polypen mit ihren Regenwürmer- und Schlangen-Armcir, sind viel besser als ihr Aussehen unb ihr Rus. Sie erinnern an Krebse. Besser find freilich wohl bie Langusten. — Aber an die eigentlichen „frutti di rnarc", bie „Meeresfrüchte", Seenelken, Seerosen, oder was es nut sein mag, da habe ich mich doch nicht herangetraut. E# steht zu scheußlich aus! Ich will lieber gar nicht davon reden, sonst verderben wir uns noch den Appetit für das Glanzstück des Marseiller MenüS: bic „Bouillabaisse". „Komm, roenn bu es nicht Inff en kannst. Aber besser ist es, du kommst nicht." Darauf ließ Godesheim zwei Tage verstreichen und ging nur an Schmoller vorbei. Am dritten trat er ein, las Zeitung, trank seinen Kaffee, ber ihm von einem fremden, schwarzgekleideten Wcfen ßibnidjt wurde, unb sah Maria flüchtig hinter bem Büfett auftauchen unb ebenso wieder verfchroinben. Sie hatte fich nicht überwinden können, in bas Lokal zu treten, solange er dort unter den übrigen Gästen faß. Das Spiel wiederholte sich zwettnal, bann ging er nur noch vorüber, unb einmal, an einem Mittwoch, als fie einige freie Stunden hatte, fuhren sie hinaus nach Starnberg, unb liefen mit Schlittschuhen über den See nach Leoni. — Die Villa, in ber bic Schwestern im vergangenen Sommer gewohnt, lag still und verschneit, unb wie sie über ben See zurückglitten, schien es ihnen beiden, als lägen jene Monate schon weit, weit zurück. fierr Johannes Eduard Schulze — feine Eltern hatten ben langweiligen Nachnamen wenigstens durch einen netten Vornamen auibessern wollen, und Ihre fiohett Frau «chulzc hatten bic Berliner Gesellschaft zu einem Funsuhriee eingeladen. Ihre Villa lag im Grünewald, aber wer bei Schulzes verkehrte, kam im eigenen Auto. Denn es auch in diesem frisch vergoldeten und ariftofra- liHerten fiause immer etwas langweilig war — die fioheit hielt auf Form —, fo war es doch eine Auszeichnung, gebeten zu werden. Leute ohne tadellose Manieren, die in ben legten Jahren so häufig geworben waren, konnten mit keinem noch so wohl oSortierten Gelbschrein biefen Mangel zu- decken. .Hch vettange Aristokratie," sagte die fioheit. „Aristokratte ber Gesinnung, bes Geistes unb des Benehmens." Wonach sie ihre Bekanntschaften zu- fdmmenfteilte. Ihr Mann war durchaus damit zufrieden. Er war ein blonder, freundlicher fierr, dem keiner an sah, daß er m geschäftlichen Dingen sehr scharf oorging. 2lls er vor zwanzig Jahren, ein junger Anfänger, vom frühen Morgen bis zum sinkenden Abend im Betrieb tätig war, sagten seine Kutscher von ihm: „fiei is 'n Schinner gegen sin Cüt, aroer hei is ok 'n Schinner gegen fick sülwst." Und fie taten, was er verkannte. Leder war ein kostbarer Artikel geworden, fierr Schatze hatte verstanden, fich früh etnzudecken und Beziehungen in aller Welt anzuknüpfen, er war langst ein reicher, feit einigen Jahren ein schwerreicher Mann, roenn er auch den Bankdirektor Kost- mann lange nicht erreichte. finiter Möllmann stand ber Dollar ber Wallstreet- Millionäre. Das war eine Stellung, an der nicht zu rütteln war Die Bank in der Mohrenstraße führte, wahrscheinlich weil sie in der deutschen Reichshauptstadt lag, den Namen: International American Bank. Kost- mann war Generaldirektor. Da er aber als Amerikaner nichts auf Titel gab, ließ er sich nur mit Namen nennen. Er wußte, sein Nome bedeutete das fiundertfache seines Titels. Er war gekommen, weil Schulze ein Aktionär seiner Bank war, weil man sich immerhin von Zeit zu Zeit einmal persönlich zeigen muhte und — ober den Grund hätte er niemand zugegeben — weil Ihre fioheit ihm noch immer so außerordentlich dank bar war für den Dienst, den er ihrer geliebten Nichte geleistet „Denn ohne Ihre fitlfe, verehrter fierr Möllmann — cs ist nicht ausjubenfen, in welche Lage das arme junge Geschöpf geraten wäre." Worauf sich fierr Äollmonn dann jedesmal erkundigte, wie es ber fierzogin ginge, und ganz einig mit der fioheit ronr, daß ein solches Menschenkind nicht in die Verhältnisse gehöre, in denen es zur Zeit lebe. fieute hörte sich die Auskunft etwas anders an. „Wir find in so großer Sorge um Maria. Sie antwortet nicht auf meine Briefe. Mein Mann hat in einem Wiener Blatt gelesen, daß ihr Schwager, Sie wissen, der famose Großfürst — ich mache aus meiner Abneigung durchaus kein fiehl —, daß der mit seiner Gemahlin in Wien eingetroffen ist, einen Prozeß an- juftrenflen gegen den jetzigen Besitzer von Erdmanns- darf — Unklar ist mir bas, sehr unklar, denn der Besitz war meiner Kusine von ihrem Mann hinter- lasten und sollte auf den Sohn, der dann gefallen ist, übergehen. Mit Familtengeldern gekauft, sollte ec- wohl so etwas wie ein Majorat werden, aber das ist nicht mehr geordnet worden. Nun hat ihn ein Detter aus ber Seitenlinie, nach Aussage der Attheimschen Familie der berechtigte Erbe. Immerhin, wenn da etwas nicht stimmt, wäre doch Maria die Besitzerin, was tut mein teurer Sergei Wladimirowitsch dort Und wo ist meine Nichte? Sie wurde In dem Blatt nicht erwähnt. — Es wäre ja unerhört, wenn fie München verlassen unb mir nicht bie kleinste Nachricht gegeben hätte. — Ach, man hat mit einer großen Verwandtschaft seine Not, fierr Kollmann." f (Fortsetzung folgt.) y r „ r / Papiere 1» bis Jprozentige Kursverluste zahl der Mar- bereits eine starke Ermäßigung erfahren Herr t>i Limite k 119 U8 rntuhli |. % Iih, 4V, 135 134 * 152.75 151 Ml Bc»f ootru. 1» 6 199.5 IIO.5 888 JW.7 -daN zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 34,50 bis 35; Roggenmehl 35,75; Weizenkleie 14 14,25; Roggenkleie 15,75 Mark Tendenz: ruhig. Pfund 124.07, 58.75 io; 20* m.» in * 11 11 1? 1 10 Xi IW.» 14» X» 136.5 91.5 214 131 ZI. 25 N c IN U3J» 136 Hl.13 176 Hl 165.» 135.5 0), bis 112.11 81.01 UM 18,43 73.05 140 .9.5 187.:» 2'9 149 IM I IX 149 1 367 1815 in 188.5 IM 183.74 - tterrtnlflt» Cirtt» ftinc Fjichsuppe? Kann das was ®utci sein? Versuchen Sie mal! Nehmen Sie erst die Fische und die Languste heraus. Dann bleibt die klare, rötlichgelbe Brühe mit den sasrangelrünkten Brotschnitten. Schmeckt wie ein« kräftige, dem Meere abgelistete Meeres-Bouillon. Fast mehr Sauce als Suppe. Und von den Fischen nehmen Sie vor allem den „Rouger", den mit den rosaröt- lichen Schuppen und Stacheln! Und dann die Languste! Niemals Langusten (dos gilt auch für Hummer) kalt mit Mayonnaise! Eine Erfindung deS Teufels und der Magenärzte. Immer nur warm' Nus amerikanische Art mit der dollen, gepfefferten braunen Sauce. Auch mit Surrcy. Oder einfach so. wie hier, in der ..Bouilla- Wirtschaft. Erläuterungen zum Reichsbankausweis. Der Ausweis der NeichSbank machte sich zu Beginn der heutigen Börse srhr ungünstig fühlbar. Die schwache Haltung der Poly. phon- und Kunstseidenaktien verstimmte und hatte auf fast allen Märkten starke Abgabe- Neigung zur Folge. Inwieweit es sich hierbei um Exekutionen, vielleicht um die Differenzen zum Zahltag schaffen zu können, handelt, läßt sich schwer übersehen. Seitens der Banken war aber, wenigstens zu Anfang, keine nennenswerte Interventions- tätigkeit zu bemerken. Nebenwerte gingen um 1 bis 3 v. H. zurück. Die bekannteren Spekulationspnpiere erlitten Einbußen bis zu 12 i>. H. Polyphon minus IS d. f)., Bemberg minus 21 v. H und G la nzft off minus 26 v. H. Bei den beiden letz teren verstimmten alarmierende Nachrichten aus der ganzen Welt über Einschränkungen bei Bemberg sowie Schwierigkeiten bei der Sina Discosa. Der Polyphonkurs stellte sich mit 465 verhältnismäßig hoch, nachdem er vorbörslich bis 450 gedrückt lag. Deutsche An l e i h e n schwächer. Ausländer gefchästslos. Der Pfandbriefmarkt verkehrte in stiller Haltung. Es scheint ober auch hier unter der Beeinträchtigung des kommenden Zahltages eher Ware herauszukommen. Der Ke l m a r k t war un- verändert. Tägliches Geld leicht. Auch der Verlauf war im allgemeinen ruhig, verschiedentlich konnten sich auf Deckungen die Tendenz etwas freundlicher gestalten, dann wurde es wieder schwächer. Tietz' ö k t i e n verloren 3 o. H., Klanzstofs und P o ■ lyphon gaben je 2 v. H. nach. Bemberg minus 4 v. H. Nur der E l e k t r o m a r k t lag leicht befestigt. Schlesische D.-Gas plus 2 v. H. Fra»rkfurtcr Getreidebörse. Frankfurt a. M , 27. Juli. Der heutige Pro duktenmarkt verkehrte bei unveränderter Preisgestaltung in äußerst ruhiger Haltung. Es wurden notiert: Weizen 25 bis 25,25 Mark; Roggen 25,50; Hafer, inländischer, 27 bis 27,25; Mais (gelb) für Futter- werte im Zusammenhang mit der schwachen Haltung der Kunstseiden werte in Berlin. Zellstoff Aschaffenburg hatten 4,5 v. H., Wald Hof 6,5 v. H. verloren. Am Elektromarkt waren Siemens 7,5 v. H. ab geschwächt; AEG. und Gesfürel ver- loren je 3 v. H., Bergmann plus 3,25 v. H. Am Chemiemarkt lagen I. - (8. - Farben 4 v.H. schwächer. Großes Ausmaß nahmen di« Realisa- tionen in Deutsche Linoleum an, die 9L v. H. nachgaben. Bon den Kaliwerten büßten Westeregeln 5 v. H. ein. Montanwerte verloren 1 bis 2 v. H. Schiffahrtswerte minus 1,5 v. H. Deutsche Anleihen gaben weiter etwas nach. Ausländische Renten still, doch ebenfalls überwiegend nachgebend. Im Verlaufe bedingten kleine Deckungskause minimale Kurserholungen von etwa 0,5 o. H. Die Stimmung blieb jedoch unsicher und schwach. Am Geldmarkt war Tagesgeld gesuchter zu 7,5 v. H. Am Devisenmarkt lag das Pfund weiter schwach. Man kuvw teere« . . . Rai. »ateetsNl . . Crenfltin t »errd lfonhard lief • « 8>amafl-Sleflirtn . , Staxfl-ISflfdiuiei . rtHm ...... nannte Mark gegen Dollar 4.1875, gegen 20,333; London gegen Kabel 4,8575, Paris Mailand 92,80, Holland 12,0775. Berliner Börse. Berlin, 27. Juli. Das Fehlen neuer der italienischen Filmgcsellschast Luce und der Uni- versum-Film A.-G. (Ufa) ratifiziert. Aranksurt-r Börse Frankfurt a. M., 27. Juli. Tendenz: schwach. An der heutigen Börse war bk Haltung ausgesprochen schwach, da die außerordentlich schwache Veranlagung des Polyphonmarktes in Berlin einen starken Druck auf den hiesigen Platz ausübte. Daneben wirkte der Wirtjchaflsdcrichi der Deut- s ch e n Bank, der die Geldmarktlage recht peffb nustijch beurteilt, nach. Die Spekulation schritt da- her wieder auf fast allen Marktgebieten zu Abgaben, wobei die Baissespekulation durch Blankoabgaben die Abwärtsbewegung der Kurse zu beschleunigen suchte. Das heraustommende Material traf auf einen nur wenig aufnahmefähigen Markt, so daß bei den ersten Notierungen für die Mehr- WaS heißt Sorgen? Och toill ja hkc nicht von unseren Sorgen reden. Sondern von einigen der kleinen Vergnügungen deS täglichen Lebens. - Die gibt es Die gibt es für jeden. Sollte es geben! Auch für den. der „ganz andere" Sorgen hat. und doch viä meerentstiegener, viel „Meer". Das ist die ..Bouillabaisse" und das ist seillle, — soweit man es essen kann. 777771 IU.6I n.tx m.9* M.71 2,5< W.5 $40.» 115,iS INI $10 rj 70.5 132 85.1 Buntes Allerlei. Ein Motorrad fährt in einen Eisenbahn;ug. An der schrankenlosen Acbersahrl der Nebenbahnstrecke Rott) -Greding bei Nürnberg suhr ein mit vier Personen besetztes Motorrad mit Soziussitz und Beiwagen in die Maschine eines fahrenden ZugcS Das Motorrad wurde zur Seite geschleudert. Gin Kind war auf der Stelle tot, einer Frau wur- * Die Anleihe der Stadt Mainz. B)ie die Stadtverwaltung mitteilt, ist die Zeichnung der 8 prozentigen Anleihe der Stadt Mainz in Höhe von insgesamt 6 Mill. Mk. gesichert. Wie weiter mitgeteilt wird, ist diese Anleihe nur zur Deckung de» dringendsten außerordentlichen FinanzbodarfS der Stadt bestimmt. Dir Auffassung daß die Anleih? auch zur Errichtung eines Hallenschwimmbades. eine- Strandbades und zum Bau des Stadthauses herangezogen werden soll, ist irrig. Für diese Projekte müßten eventuell neue Geldmittel beschafft toerbm. • Bleistiftfabrik norm. Johann Faber A.-G. Der AuffichtSrat beantragt in Verbindung mit den übrigen in Ausführung begriffenen Neorganisationsmaßnahmen das Kapital von 5,6 auf 2 Mill' Mk. herabzusetzen und dann wieder aus 4 Mill. Mk. zu erhöhen. Die neuen Aktien sollen 1:1 zu pari den allen Aktionären zum Bezüge angeboten werden. Die Verwaltung hofft, nach Durchführung der vorgeschlagenen Transaktion zu einer angemessenen Verzinsung des Aktienkapitals zurückkehren zu können. * „Sarotti" Aktien-Gesellschaft, Berlin-Tempelhof. Das Bezugsrecht auf nom. 2 000 000 Ml. neue für das Geschäftsjahr 1928 voll dividendcnberechtigte Aktien soll am 31. Juli. 1. und 2. August an der Berliner Börse notiert werden Auf je nom. 400 Mk. alte Aktien kann eine neue Ak sie nom. IOC Mk. zum Kurse von 140 Prozent zuzüglich Börsenumsatzsteuer sowie Ltückzinsen zum ReichSbcinkdiskont- sah gegen sofortige Vollzahlung bis zum 6. August 1928 bezogen werden. * Das Filmabkommen Luce - Ufa r a • 1 i f i 3 i e r t. Der italienische Ministerrat hat in seiner Sitzung vom 23. Juli das Filinabkommen zwischen baiffe" gekocht, llnb nun werden Sie merken, daß die Languste etwas viel Besseres ist als der berühmte Hummer. Zarter, milder, leichter mehr T.'etrhxfteedr . r.iae...... Retertelmn ■ • tetrrJ Untira . . »ebt. So* brr . . Fct«: 4 feeftne« 8uerbe ist die Beschäftigung nach wie vor bei weitem nicht so lebhaft wie im vorigen Jahre; immerhin hat sich die Lage in der Be- richtSwvche in fast allen Landesarbeitsamtsbezirken weiter gebessert. 3n den Baustoffindustrien war die Beschästigungslage im allgemeinen besricdigend. nur im Rheinland und in Hessen hat sich die bisherige rückläufige Entwicklung etwas verstärkt. Die Textilindustrie ist trotz des erfreulichen Verlaufs der Saisonausverkäufe des Tertilhandels nach wie vor ungenügend beschäftigt. Im Holz- und Schnitzstoffgewerbe haben die Betriebseinscyränlirngen weiter um sich gegriffen. Im Nahrungs- und Genußmittelgewerbe hat sich die Arbeitsmarktlage, abgesehen vom Brauereigewerbe, weiter verschlechtert. V.tD-6 jr^tNiir. t'jsN f'ttnpfirf'tfl .... ?( . 5" ittenti? CtkCIdWft Bet. Tre*bnn Wan!..... rtttclbfutffr C rr b.tr urq ... 1 291.24 :I8 im.*: 213.5 XMI 217.» 183 213 (ibaüetteetrutgrr tien« - ' - ■ 116.«» — Tcfiaurr ............K 191..5 1-4.5 Schnitt .............’’ 103.5 litt 101.5 IUV Ttmc,! ..........[ * 51.-5 58.8 tirtmerdt tleo« »••••• 6 IH.5 114.8 118 114,7» Fr,«9surt o. M | Berlin ^rer.fcTurt a. TO »erlln Ä«r» 1 1-Uhr. Amt» Adv» flnfanq Amt» w*. Rur» । 1-Uhr. Run nur» Vufang Rur» Datum 46.7. 1 27.7. 26.7. 12L2_ Datum. | 26. 7. | 27 7. 26.7. 27.7. •% D> |H*4«nKi6r e. lt?T . Tt. eel.-'lMei »ti Mui 87.25 — - tftAl.m . . ........k 171 168 169.75 168 61.B 41.8 iPftgucan...... 0 191.3 187,t. 191 5 187 lol.(Rcdittn......... 51.4 51.5 Glrtfr. Vtdrnmg»» ..... m • — 165 — Ttlel. olytt Äullol.-Äetblr . . . prann Pav -Bk. «loldvl. «n 17.4 । 17,5 17,4 17,1 l’idrt i.no »rr.it ...... 10 • — 212 Z09 Kellen » ..............t Wei. f. lilfttr. Untrnr..... 10 130 — 129.25 128.25 hifbhet W3....... t Wbdnikbt 0,v.-venl Li«a • — — •• «• 254 251 234.5 250 eieltr. Werfe .... 1« — •> 155.13 155 •fll8r-l............ s.e» e»p. ftpi1*e^Cb ^al.. . . — — • * eiemenl t talfle ..... 1t 457.5 •50 456.5 349.75 r, CffarrridNwhc C*ol!»ör.. . . •* — 30,65 - ....................8 — 118 -'s — 4.9U% Men icübrrrtc..... 4-, Ctfirrrtltl!. d"Wdtl Mir . . - — 3,3 rahme6er 4 Go ..... . 10 169.25 — 168 — * 1.9 Fuberuf..........f> — 77 79.7» — 4®. Hng«hV<......* • Il8 117.1» de»al. vcm 1915..... 4 IHflonlA* jheecRTtf . . . . — — 1.85 — ^eNenNrchen-i ... j. H 8.4 4'artmr-..........f in 116 Hl IJ0.65 141.75 i«.» 142 4% Twrf. # ttcaMblele*!.. 19,13 10.05 10.1» — f>re(d> Shim..... . . S 1 uj 1t» 11.8 Rite Feijifraii ....... 8 2 IC — 238 tn ............ 4% rtN'. €#* 11....... *- 11.6 • 8 Iftdnrr inerte........' — — 118.5 115 10,1 19,25 * »oin lirucPen ........ 9 — — l« 121 4"r Ruednte cenerr*.litt. . . 4',»„ Wu»dw^1 •t'lNWl 101 19U — — |1?aniir.'m«n«........8 — * 1.-8 127 23,9 1 * Prantte'.der.....- - - ' f bertdilei. ffilen* Vrbarl ... 5 • 105 11)7.25 10». 5 — — 100.5 IW eilig tfttfliiir . 4V, 181.5 161 161.75 im n Ck-ddilel.ftotfloertf.....t ¥6)«ir C’eroh.rj . • OH *) 63 117.4 89.13 litt 88.75 28 9-li 27 auli Beulabe ^otierana U-Nlich« Oe 1» Moneren e Oelb 91 mR -Rott Bilkn.-Wre« Brfi.Lmn» V bnfnanw »npenlxiwen etxffcelm - (xlimaiocß- ’ iti.a"" 1.786 M.21 lll.lv 111.71 111,90 40,5*2 168,57 1,770 M,34 412,94 H 1.9-1 IU.I-' 1.794 »8 21 141.67 112.65 tll,9b lo.5ti 169,5s 1,768 *8.34 111.8» 111.90 112,18 la.äu 11.055 2U.J6I 21,82» «,»11 fttu'wn . . . tu. Jil • l . "MO Ä.M 1.15-5 4,191» 4.18.1 «1»! 16.375 16.41» 10.37 16.41 00.53 tfu. so 60,»5 1 0.71 een. t-n . . 65 W! 88, »5 1 >.*» ?ian Bien ta D - CeO abacH I.wu 1.907 1,89b v,4 jö .900 1). 43b» U.3VQ» U.56U M.UI 89,13 to.WXS 89,12» firao - - - btLjtaö . . 12.398 Li,418 u.jmj Li.4iw 7.355 7.5v> 7,18» ,4M •■60*9.- • ul :ariut . 72,93 8.917 73,o; 8.923 72.90 8,917 ^■<1abea . 18. M 18.67 18.71 8.77 I oniifl • ■ - Ponttjsrin. 81.2» 2,130 81,41 8.134 41.42 8.13t B tLen . . 5.375 5.36» 6,395 ',405 frcna&a . . 4.1*8 4.18b 4.178 1.186 Um jqd . . 4.27t 4,278 4,271 4.279 Boro . . . 2U 815 1 to.to» «.84 W.V8 2.4 1> 253.5 INrttn, M Satt UHU- <*rw- 2'N — fUnerttnnr4<6e 9?exe..... 4.16 4.18 — »1 6 33 ff igtlcbe Voten........ 58. i» 59,8'1 •— 3S.75 •h Tcrntdie S.'otn: ....... 411.4' 111.92 — Lngltsche Sota ....... tü.235 «.370