Sreltag, 27. April 1928 178. Jahrgang ttr. 99 Erstes Flatt Drod mb Derlog: vrühl'fchc Untoerfitäu Bud)« unö Stctnöruderet H. Lange tn Sietzen. Lchnftletrnng und SeschäflrtzeLe: Stulttra^e L i n für Vor den Stichwahlen in Frankreich irenb die uld« n n 26 ÜPril b u n be 8 beantragt hoben. Ber Redner fordert endlich Vorlage be8 neuen Berwa Itungs- g« sehe 8 und des ® e m e i n b e beamten- begegne hierbei einem gleichen Wunsche Her - r to 18, wirb Dom „Paris Midi" als jeglicher Gruppe Marin sehr Diel mehr Rücksichten nehmet muh, als er es heute braucht. Umbildung des Kabinetts poincars? Paris, 26. April. ($11.) Der herckig« Ministerrat beschäftigte sich mit lausenden Angelegenheiten. Es ist anzunehmen, bah die Minister dabei auch aus die Wahlen vom 22. und 29. April zu sprechen kamen. DS wird aber in Abrede gestellt, bah sie bereits zu dem durch seine Wahlniederlage notwendig werdenden Rücktritt des Arbeitsministers F a l l i l r c 8 Stellung nahmen. Man glaubt, dah Poincar 4, der mit Bestimmtheit wieder Minister- Präsident des kommenden sranzösischen Kabinetts sein wird, die Gelegenheit deS Ausscheidens Follieres Aur Umbildung der neuen Regierung ornuhen wird. Man spr cht bereits davon, dah die Ersetzung von mindestens zwei, wenn nicht drei Ministern nötig werden wird. So werden die Hamen des HandelSministerS Bokanowski. der wegen seiner Zoll- und Lustsahrtpvlitik weithin Anstoß erregte, und des Kolonialministers Perrier genannt. DaS von der kommunistischen „Humanit?" wiedergegebene Gerücht, Poincars strebe nach der Ueber- nähme des Außenministeriums und Händen der Reaktion, sie gehörten aber b le Hand bet Arbei ter. Abg. I^echthien (Eoz) Z2.ll lil.« 58.8$ «,6S II!» so.; 69.H 12.4« iZ.lv Q, ‘Ä 167* Ö® 01.« M.M 2.61 Hl.» 80. Ü 69.66 12.35 72 |5 na ___ $1 89 <5 95 26 25 üi )55 121 855 175 ,67 .69 988 50' |,89 398 31i s ts S ,18« j.95 Annaq«, o»e lajciare für bie Tagtsnemmcr bi» jum "Jladimitiag vorder. Preis (ir | mm Höhe für Anztio.rn von 27 mm Brette örtlich 8. auswLrr» 10 Reichspfenniy. für M.S 0$ ;i,i« 3,im 17-'' 21.« Ä Ä M» 1.784 58,« 111-! Ul-9' 112.0« iv.50; 22.01 20.?'' 1.17« 16.« 60-J' C9« 1,986 18.76 12.375 7.3« 72.96 3,017 ,73 V* j.128 6'lt« |,1'6 <,326 j.903 MchenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Oer neue Kurs in -er hessischen Verwaltung Innenminister Leuschner vor dem Landtag. tionen entsprechen würde. pariser Wahlmathematik. P a r i S . 26. Aprll. (TU.) Die Pariser Blätter betreiben vor der Wahl am kommenden Sonntag ausS lebhafteste Wahlmathematik. Der „3n* tranfigeant" erklärt, er habe berechnet, daß der neuen Kammer 3 4 0 b i 8 85 0 Abgeordnete angehören werden, die aus dem Boden ber PoincarLschen Politik stunden. Er sei zu diesem Ergebnis gelangt, nachdem er alle zweifelhaften Fälle ausgeschieden und die WaU» fombination aufS sorgfältigste berücksichtigt habe. Sollte diese Voraussage des „Ontranfigcant“ zu- treffen, so wird man nach den Wahlen mit einer Rechtsregierung unter ber Leitung Poin - c a r 6 8 rechnen müssen, der als Vertreter der Linksparteien außer Herriot undBriand niemand angehören dürfte. Eine Anzahl von 350 Anhängern Poincares tn ber Kammer würde diesem eine Mehrheil von über hundert Stimmen geben und eine Regierung Poin- car6 bis zu den nächsten Wahlen in vier Jahren sichern. Dieser Auffassung deS rechtsstehenden .Cntranfigeant“ stehen wesentlich andere Voraussagungen der linksstehenden Presse arge nüber, die daraus hinwttst, daß der zweite Wahlgang nicht eine wesentliche Berichtigung des ersten Wahlganges bringen werde. Cs sei wahrscheinlich, dah die neue Kammer und damit auch das neue Kabinett sich nicht wesentlich von dem alten unterscheiden werde. r io 18. wird Dom „Paris Midi" als jcgl , Grundlage entbehrend bezeichnet. DaS Verbleiben PoincarLS t m Finanzministerium wird von dem Blatte als sur die gesetzeS. Sobald ein Teil d*S Verwaltung <- g.setzeS fertig sei. wünscht er Vorlage im La d- tag. Am Straßenbau, namentlich in Ober- Hessen. müsse mit aller öxrg-.e gearbeitet werden. Die Umbildung ber Kreise will der Redner blS zur Vorlage des Gutachtens des SparlommissarS zurück st eilen. Mit den Zuschlägen der Gemeinden zur Einkommensteuer lei eS nichts. Der Loh iabzug sei h.er kaum gangbar. Die Erwerbslosen- und Krisen- sür sorge drucke besonder- aut be.i Gemein ^e- säckel Der Innenminisrer möge seine Ausinerk- famteit besonder- dieser Frag.' zuwenden. Aba. Sterner (On > Aba. Werner (Dn.) wünscht ebenfalls Vorlage des Verwaltungsgesetze-. Die Umänderung der Kreise sei dringend ersorderiich. Der Beseitigung der Exklaven solle man sich wohlwollend nähern. Wie solle der dezentralistette Einheitsstaat der Demokraten und seine behauptete Billigkeit aussehen? Gerade die kleinen Orte würden bei dem Einheitsstaat schlecht abschnciden. Gerade die Sozialdemokraten haben scharfe Ausnahmegesetze gegen ihre politischen Gegner anaewandt. Die Nationalsozialisten seien wie in Preußen auch in Hessen verboten worden. Für den Heutiyen Ueberpariamcntarlsmus lehnten die Deutschnationalen die Verantwortung ab. Die Sozialdemokraten wollten ihre Anhänger nur in die oberen Beamtenstellen setzen Die non der Linken geforderte Demokratisierung der Der- roaltung werde unter Umständen dazu führen, daß die höheren Beamten mit ihrer Vorbildung ihre Währungs-. Stabllisierungs- und Amortisie- rungspolltik sowie das Gleichgewicht deS Staatshaushaltes für notwendig erachtet. Wit der Durchführung dieser Pläne würde mindestens daS Ende des Jahres herannahen, toäf): amerikanischen Dahlen dann eine S ch r e g e l u n g ermöglichen könnten, die den Anregungen PvincareS für die Dutzbo r m a - chung der deutschen D a w e s-O b ! ig o - Die „Bremen"-Flieger verlosten Greenly Island. Auf dem -luge nach rSafßtngtou Quebec, 26. April. (UNS) Die „BremaT- flrgrr. die heute früh in einem Fordslugzeug Bixenlg Island verließen, sind heute nachmittag L52 Uhr amerikanischer Feit In Lake St. Agne» l«l a n b e L Infolge eine» versehen» erhielt die .Bremen" keine Schneeknsen. Dieser Um- ueb in Verbindung mit ber Feststellung eine» 1 o I o r b e | e f I • unb mit bem eingetretenen Tau- »öfter bestimmte bie F'.ieger, die „Bremen" ju- Lckzvtassen Bach ber Ei,schmelze wirb bie .Bremen", durch einen Dampfer a b g e h o 11 wer- lew. Da» Jorbflugteug mit Köhl. Jltjmaurice und i. hünesetd wird am Freitag früh um b Uhr In Zote $1. Agne» starten und unmittelbar nach ÜMa | b I n g I o n fliegen, um bem Andenken des erstorbenen Jliegere Benne t eine Huldigung io rjubdngen. Da» Flugzeug wird von Balchen ge- Wt werden Die sterblichen Reste de» Jlieger» Jsmet werden morgen nachmittag auf dem Ehren- M kdhos von Ar11ngton In Gegenwart mehrerer fiebinett»mitglicber mit mlUlärifchen Ehren dei- ießtht roerben. Auch ber deutsche Botschaf- lt r o. prillwitz und Gassron wird der Beisetzung Bannet» In tirtlnglon beiwohnen und einen Kran; nm Grabe nieder legen. General Nobile beim Reichspräsidenien. Ur | ch ««»> iS glich, outzei Sonniag» enb Feiertag» Beilegen Stetzei»ei FamUiendläNe» Heimat im Bild Di» 5d)oQe Keiats-Bejegspret». T Reichsmark unb 20 Keichspfeenig für Träger, lohn, auch bei Nichterscheinen etn;etnertttummeni »folge höhere, Gewalt, gernsprechanichlvsle: 51. 54 und 112 Ln sch riß für Drohtnach- ttchten Hnjelger »tetzeB. poIscheSkontv: frenffnrl am Main 116M. Berlin. 26 April (WTB ) Reichspräfl- .ent d. fjlnbenburj empfing heute den Fuh t,-r des Italienischen Polarlustsch sses, General Noll le. Im Laufe der längeren Unterhaltung sprach General Nobile dem Herrn Reichsvräsibenten sei- • en Dank für die Unter st utzung und len Empfang aus, den er und fein Luftschiff In Deutschland gesunden haben Der Reichs- •rfiflbent beglückwünschte General Nobile für seinen fieberigen großen (Frfofa und gab in herzlichen Berten her zuversichtlichen Erwartung Ausdruck. auch fein Nordpolflug von Gelingen und k,s o l g gekrönt fein werde. Dem Empfang neunten der königlich italienifche Botfchaster, Cent e Aldrooandi Marescotti, sowie cLaatefefrelär Meißner bet. , 3m Gegensatz zu vielsach verbreiteten Nachrich- ■ kh, daß General Nobile schon Ende dieser -Joche nach Spitzbergen von Stolp abfliegen ^erbe, Ist feftjuftcUen, daß der Abflug nicht vor - er ersten Malwoche stattfinden wird, aus ;?gn einfachen Grunde, weil das Luftschiff „Italia" -jetzt abfliegen kann, bi» das Schiff „;c Ausgaben des InnenministeriuinS seien namentlich m der Wohlsahrts-. der Krisen- und Arbeits- losensürsorge außerordentlich gestiegen. Wenn v. Keudell di« Psychologie des Volkes und Bismarcks Pollttk gekannt hätte, würde er jetzt kein Verbot des Roten Frontkämpfer- “''i’StaL'n Wtz V0ni>on8fl2 «örfe. chvn hei». . cnaUMtU\!QU •ln der ö’eub “«OÄ ire lassen. abttU? Uementt sL"- M der «’S® M '«TtfS nlA - Rheinische Dramv * Polyphon bis u ,ten- S'ngen sonst £ '«en nut selten über 1 "ursen von Aordd »er sind die Dezugr. m. Deutsche dlH Ausländer \ »u 1 Prozent °Ut dernochWyi. ^6,50 bis 1« Piv- 1 toat unMränbtrt. Mi. Honatigdb 1 ettoa l Promi Kursen wurde bdairt krate unverändey fi(. irbc es, mit Lisno^ 3, an dem nut !??-■ bhastet gehandelt.-/, :r. Eine starte fe- deioette. Dembn,-.- 18 8 Prozent ükln« 442 Prozent «gen. 4 Prrtzent Ltenz, Ais l vnest >nd auch men. Der Handel der > gering. tteitebörft. Upril Die Stimmung irkt wat heute zuver- i amerstauischen. Tkv . DaS * M axi. da auf dtt uz geübt wurde. Log' vMgi. 3m Zusammen^ ÜvggeMehl lebhasterrn n Ktlemittelmarkt lag ’angt. - Ss toutben aestmd, tnxfen. bi? ,50, Joggen 29,25 bi# 2775 bis 2825, Wais Wals lgelb) für andere , süddeutsches Spezial 0 Hs 39,50 bis 4i, Weizen- Meie 17. Tendenz fest achtvichmarkl. S April. Auftrieb' zzSchase, 316 Schweine bet; W Wst. unb t mittl-« » unb ringe Kälber 50 Wj !t und jünger« 'M 60; mittlere Mist- LSS Deutschland, Frankreich und England. «amberlain über daS „Neue Europa". ! London, 27. April. (WTB. Funkspruch.) 3mf einem in Birmingham abgehaltenen Iahres- ber Englisch-französischen Gesellschaft au» jrtte sich ber Staatssekretär des Aeuheren Sir Tuften Ehamberiain, zu dem von Amerika tn ben letzten Tagen gemachten neuen Vorschlag an 5 Mk Rationen. Jeder Friedensvorschlag dieser Irrt werde von der englischen Regierung mit bereitwilligster AusrnerNamkeit und besonderer Jnnfl ausgenommen. Jeder Vorschlag, den Stieg ouS den Mitteln, die den Rattonen M Verfügung sieben, auSzuschließen. erlange die sorgfältigste Beachtung Lhamberlain fuhr bann fort: Die Freund- «oft zwischen Frankreich und Eng- an d bildet die Grundlage, auf der bessere Beilegungen zwischen den europäischen Nationen und ^besondere bessere Beziehungen der beiden gemeinten Nationen zu Deutschland in den letzten :itr Jahren begründet wurden Ich bin der festen ! । isberzeugung, baß die Freundschaft zwischen r^ank- rid) und Großbritannien ein wesentlicher Wiktor für den Weltfrieden ist. Nicht -.Irin die Interesten der beiden Nationen machten ite engere Freundschaft und ein herzlicheres Ein- x-nehmen zur Pflicht, vielmehr war dies bie einige Bedingung, unter der bie Feindschaften, die in ü igfter Zeit Europa zersplitterten, im Verlauf der jet beseitigt werden können unb unter der e i n btu e 5 Europa errichtet werden kann. Nichts xx mich bei den Unterhaltungen in Locarno, z führte Chamberlain weiter aus, mehr erfreut, ’ls bie Gelegenheit, wo ich einem hervorragenben 3ertreter Deutschlands gegenüber der Hoffnung ünsbrurf verliey, daß im Laufe der Zeit die dort ! 2ti:crnommenen Schritte zu einer wirklichen Freund- ^ift zwischen denen führen möchte, die erst kürzlich |!] n Waffen einander gegenüber gestanden hatten. Jn jedoch kein Mißverständnis aufkommen zu las- *j'st- Verwaltung und Stärkung der Gemeinden ein. Hier müsse eS heißen: .Zurück zu Steinl" Die hefttgen Angrifse gegen die Gemeinden seien oft unverechttgt gewesen. Zur Bescheidung ihrer Ansprüche und Stärkung der Verantwortlichkeit solle man den Gemeinden das Zuschlagsrecht xut Einkommensteuer gewähren. Die bei der Sperrung des Anleihe- marttes sür Gemeindeanleihen ausgestellten Behauptungen feien durch den Städtetag als falsch erwieseru Die Regierung möge sich für Förderung der Interellen der Gemeinden rm rhein- mainischen Wirtschastsgebiet einsetzen. Den 61» pansionsbestrebungen der Städte, besonders von Mainz, müsse Rechnung getragen werden. Die Versorgung mit Gas und Wasser durch die Gemeinden habe sich bewährt. Polittsche Grenzen dürsten jedoch nicht durch wirtschaftliche ersetzt werden. Die zahlreichen Er Haven sollten bereinigt werden. Die Provinzial- birettionen hätten • ihre Berechtigung als staatliches Organ verloren. Hr fere Kreise mühten nach verkehr--- und wirtschaftlichen Gesichtspunkten neu eingeteilt werden. Den unteren und mittleren Beamten sollten minder wichtige Angelegercheiten zur selbständigen Bearbeitung übertragen werden, was ja den Wünschen dieser Beamten entgegenkomme. Der Der- waltungsakademie mit ihren für Staat und Beamt« so wertvollen Ergebnillen solle vom Innenministerium weitere Unterstützung gewährt werden. Die Oberrechnungskammer möge sich auch mit den Ausgaben, die der Lparkom- missar ersüllc, befassen. Für die Gemeinde- „Stantfürt »SM Dienste dem Staat nicht mehr zur Verfügung stell, ten. Der Innenminister möge doch den neuen P r o o i n z i a l d i r e k t o r für Starkenburg noch vor den Wahlen ernennen, damit man die Ricytung noch besser erkennen könne. Abg. ZReiber (Dem.) folemisiert gegen den Vorredner. Darum hätte ein rüherer Monarchist bei den katastrovhalen Erscheinungen, die wir gesehen hätten, nicht seine Gesin- nung ändern dürfen? Es gebe keine Partei, die so für die freie Meinungsäußerung aller Beamten ein- trete, wie die Demokraten. Der Staat hab« aber das Recht, danach zu fragen, ob ein Beamter bei feiner jeweiligen Einstellung für die Beförderung in eine höhere Staatsstelle geeignet fei. Für die Einführung des Einheitsstaates seien nicht allein die finanziellen Gesichtspunkte maßgebend; der Einheitsstaat solle eine einheitliche, neuzeitliche, vernünftige Organisation und die Zusammenfassung oller Kräfte zum Aufbau bringen. Innenminister Leuschner der sich von einer Erkrankung noch nicht vollständig erholt hat, verzichtete auf große orogramma- tische Ausführungen und beschränkte sich darauf, zu einigen wichtigen, in der Debatte aufgeworfenen Fragen Stellung zu nehmen, lieber den Stand der Derwaltungsreform teilte er mit: Abgeschlossen wurde im vorigen Jahre ein Vorentwurf des Gemeindebeamten rechts. Tr ist damals den interessierten Stellen, insbesondere dem hessischen Städtetag und dem hessischen Landgemeindetag und der Gewerkschaft der hessischen Ge- meindebeamten zugegangen. Die Aeußerungen stehen großenteils noch aus. Einen endgültigen Ent. wurf des Gemeindebeamtenrechts beabsichtige ich im kommenden Herbst dem Landtag vorzulegen. Im Anschluß hieran wird eine neue Gemeinde- ordnung, die an die Stelle der zur Zeit geltenden Städteordnung und der Gemeindeoronuna von 1911 treten soll, vorgelegt werden. Die Vorarbeiten hierfür sind bereits wesentlich gefördert. Je noch Fertigstellung werden die weiteren Verwaltungsgesetze folgen. Im Zusammenhang mit der Reform der Verwaltungsgesetzaebung wird auch die Der- woltungseinteilung des Landes in Kreise und Provinzen einer Ueberprüfung zu unterziehen sein. Für etwaige Aenderungen der Verwaltungs. eint?ilung wird die Notwendigkeit des Verkehrs und der Wirtschaft, wie sie sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt hoben, und die Bedürfnisse der Bevölkerung, wie auch der Ge- sichtspunkt der Sparsamkeit maßgebend sein müssen, hieraus ergibt sich ohne weiteres, daß es selbstverständlich nicht möglich sein wird, alle Kreise auf eine gleiche Größe zu bringen. Es ist richtig, daß die Kreise in ihrer Größe zur Zeit sehr ver- schienen sind. Sie schwanken in Hessen zwischen 197 Ouadratkilometer (Kreis Mainz) und 623 Duo- dratkilometer (Kreis Alsfeld). Diese Verschiedenheit in der Größe zeigen aber auch nichthessische untere Verwaltungsbezirke. Bei der Aufwertung der Sporkassenguthaben ist Hessen führend vorangegongen. Eine größere Anzahl Sparkosien hat bereits eine Aufwertung über 12$ Prozent hin. aus Dorgenommen; so wertet die Städtische Spar- kasie Mainz 2 5 Proz., diejenige in Dorrn- stadt m't 20 Prozent auf, eine Regelung, die auch auf Svarerseite Anerkennung findet. Die von dem Abg. Best eingebrachten Anträge werden zur Zeit einer eingehenden Prüfung unterzogen. Auch die Anleiheablösung der Gemeinden schreitet vorwärts, von 977 hessischen Gemeinden haben 181 keine aufzuwertenden Schulden. Du'-ch freiwillige Einigung und Entscheidungen ist die Aufwertung van 277 Gemeinden erledigt, vollständig erledigt ist demnach die Anleiheablösung von 458 Gemeinden, während die Reaelung für die restlichen 519 Gemeinden noch aussteht. Zu einer eingehenden Vehandl 'ng der Perso- nalpolilik liege noch kein Grund vor. GS fei von den Vertretern der Rechtsparteien nicht bestritten worden, daß ein Minister das Recht haben müsse, Männer seines Vertrauens in fein Ministerium heretnzunehmen. Der Minister betont weiter, daß es nicht seine Ad- sicht sei. tüchtige zur Regierung stehende Beamte im Verwaltungsdienste auszuschalien: doch müsse ein gewisses, noch in weiten Kreisen der Bevölkerung bestehendes Mißtrauen gegen dle Deamtenschast beseitigt werden, denn eS liege im Interesse des Staates, daß ein Gegensatz zwischen Bevölkerung und Beamtenschaft nicht aulfommt. Abg. 21 r t (Vrp.) nimmt das DerufSbeamten- tmn in Schutz gegen die Angriffe der Linken. Die Anleihen der Städte seien oft nicht zweckmäßig verwendet worden. Wenn die Sparkassen ihre alten Guthaben aufwerteten, würde auch der Sinn zur Sparsamkeit im Volke wieder geweckt werden. Präsident Delp laßt dann die Abstimmungen vo e'men Ansvnommm werd n obne wesentliche Debatte die Kapitel 21 (Ministerium beS Innern) und 28 bis 31, sowie die gestern besprochenen Kapitel 21 bis 28 (Staatsministerium). Die Kapitel Polizei und Kirche werden zurückaestellt. Die Kapitel 34 bi- 41 werden ebenfalls gebilligt. Präsident Delp gibt Kenntnis von einem angegangenen sozialdemokratischen Initiativantrag, den 1. Mai und den 9. Rovember in Hessen als Rationalfeiertag zu erklären. Kapitel 42: Landes-Hell, und Pflegecmstalten. 2Ibg. Sudel (Soz.) bedauert, daß dieses Kapitel immer noch nicht seinen Wünschen entspreche. In den Anstalten würde der l a n d - wirtschaftliche Betrieb nicht voll auS- genüht. Auch die Beköstigung sei immer noch nicht ausreichend.- 2lbg. Glaser (Dbd.) hält es für möglich, daß der Gießener 21 n ft q 11 auS den staatlichen Hardthöfen Raturalien geliefert werden können. Deg^m dir Ausbreitung des land- wirtschast ichen Betriebes als Selbstzweck wendet er sich in längeren Ausführungen. Die Verwendung ausländischen Gefrierfleisches in den Anstalten sei eine Sabotage der Hilfsaktion für die Landwirtschaft. 2lbg. Riepvth (D. D.) meint, auS dem land- wirtscyaftlichen ‘Betrieb der Anstalten würden woh! erhebliche Ueberschüsse nicht zu erzielen sein. Abg. Ritzel (Soz.) stellt fest, daß es möglich sei, auS der Landwirtschaft der Anstalten etwas h.'rauszuwirtschasten und gleichzeitig den Kranken durch ihre Tätigkeit i n Freie:, zu nützen Ministerialrat Spam er erklärte: Den Standpunkt deS 2Ibg. Glaser vermöge er nicht zu teilen. Durch die Zurücknahme von Pachtland sei keine Schädigung der Landwirtschaft erfolgt. DaS verbrauchte Gefrierfleisch sei au.' dem zustehenden Kontingent genommen worden. Da daS Kontingent jetzt herabgesetzt würde, würde diese Der Schiedsspruch im oberschlesischen Schulstreit. Eigene Drahtmeldung des „Gießener 21 nötigere*. Berlin, 27. April. Der Ständige Schied»- gcricht»Hof im Haag hat im ober schlesischen Schulkonftikl eine Entscheidung gefällt, die für uns außerordentlich günstig ist, da sie sich unserer Aus- fassung anschließl, wonach die Sprachprüfun- gen in Oberschlefieu nur einmal oorgeno turn c n werden durften, wie erinnerlich, hatten sich die polnischen Behörden im vorigen Jatjre veranlaßt gesehen, viele tausend oberschlesische Ellern au- zuhalten, ihre Kinder in die polnischen Schulen zu schicken und ihre Anträge auf Besuch der deutschen Minderheitsschulen für diese Sinder znrückzuziehen. von deutscher Seite wurde gegen dieses Verfahren Einspruch erhoben, der völ- kcrbundsral beschäftigte sich mit dieser Angelegenheit mehrere Male, bi» man schließlich auf ein Kompromiß abkam, wonach der Schweizer Pädagoge Maurer eine einmalige Sprachprüfung der einzuschulenden Kinder vornehmen sollte. Die Polen setzten diese» Verfahren jedoch fort, worauf sich der Völkerbundsrat entschloß, den Streitfall dem Haager Schiedsgericht zu überweisen. 3m Haag ist nach mehrwöchigen Erhebungen jetzt ein Urteil mit einer sehr umfangreichen Begründung gefällt worden, da» sich dem Artikel 131 der Min- dcrheltenverordnnng anschließl, welcher ausdrücklich da» Recht der Eltern auf Bestimmung der Rationalität der Sinder und damit auf die Art ihrer Einschulung feststellt. Polen Hal sich also im Haag eine Riederlage geholt. Ob es allerdings daraus die Konfegnenzen ziehen und sich in Zukunft von Eingriffen in das Einschulung», rcchl der oberfchlefischen Eltern fernhalten wird, muh abgewartet werden. Ergänzend sei noch folgendes mitgeteilt: Die polnische Regierung nahm bekanntlich den Standpunkt ein, daß das sog. Maurerkompromih in Genf sich auf alle künftigen Fälle bezöge, während im Gegensatz hierzu Ealonder und auch die deutsche Regierung den Standpunkt vertrat, daß es sich in Gens nicht um eine allgemeine, sondern um eine Sonderregelung । gehandelt habe. Die Polen haben somit ver- | sucht, an die Stelle der Erklärung der Erziehungsberechtigten gemäß § 131 der Genfer Konvention die Sprachprüfung zu setzen. Diele beiden polnischen Forderungen sind durch das Haager Schiedsgericht a b gelehnt worden. Das Urteil, ein Folio band von 88 Seiten in französischer Sprache, vermeidet es allerdings ängstlich, sich dem deutschen oder dem polnischen Standpunkt anzuschließen. Die juristischen Ausführungen des Urteils weichen daher auch zum Teil von dem deutschen Anträge ab. So behauptet das Urteil zum Beispiel, daß die Zugehörigkeitserklärung zu einer Minderheit nicht nur eine Frage des Willens sei. Der Gerichtshof gibt allerdings zu, daß eine objektive Entscheidung der Frage, ob jemanb zu einer Minderheit gehört oder nicht, unter llmftänben außerordentlich schwierig ist. Der große praktische Wert des Haager Ur» teils liegt daher vor allen Dingen in der eindeutigen Feststellung, daß die einmal abgegebene Erklärung über die Sprache oder die Zugehörigkeit zu einer Minderheit von den Behörden unter allen Umständen beachtet und zur Grundlage der Rechtsanwendung gemacht werden muh. Das bestätigt das Recht der Eltern und Erzieher, über die Zugehörigkeit zu einer Minderheit und die Einschulung der Kinder in Minderheitsschulen frei zu entscheiden. Sine Rachprüfung dieser Erklärung durch eine nochmalige Prüfung der Sprachfähigkeit des Kindes durch eine polnische Behörde sei unstatthaft. Das Kind müsse ohne jede weitere Rachprüfung oder Formalität in die Minderhcitenschule ausgenommen werden. Soweit das Gericht aus formalen Gründen die deutschen Behauptungen ablehnt, hat dies für die Frage 8er Einschulung der Kinder keine Bedeutung. Dagegen erscheint eS wichtig, daß das Gerücht seine Zuständigkeit in der Streitfrage nur mit der Vorgeschichte des Prozesses begründet, nicht aber eine allgemeine Zuständigkeit anerkennt. Das Gericht schasst somit mit seinem Urteil keinen Präzedenzfall. Don praktischer Skbcuhxng ist, daß das ilrtcil einige neue Formalien erforderlich macht, da für die Aufnahme des Kindes In eine Minderheitsschule in Zukunft außer der Anmeldung noch eine Erklärung über die Sprache des Kindes vorgelegt werden soll. Frage erneut geprüft werden. Von Reuerrich- tung von Glashauskulturen sei der Regierung nichts bekannt. Abg. Werner (Dn.) bespricht die erschütternden Ziffern, d'e sich für den Staat und den einzelnen aus der Unterbringung von unheilbar Kranken in den Pflegeanstalten ergeben. Der Redner behandelt dann die Sterilisierung unheilbarer Kranker. Trotz aller religiösen Bedenken, die er betont, sei es doch notwendig, diese Maßnahme vorzunehmen, wenn ein ärztliches Gremium sich dafür ausspreche. Abg. H e l n st a d t (Z.) stellt für bad Zentrum fest, daß es nach wie vor gegen die Sterilisierung und Tötung unheilbarer Kranker sei. Der Redner wünscht, daß der Gefrierileisch- konsum eingestellt werde. Vor der Erweiterung der Anstaltswirtschast solle man die Wirtschaftsausstellung abwarten. 2Ibg. v. d. Schmitt (Kom.) ist grundsätzlich für die Sterilisierung, will aber das Recht nicht der bürgerlichen Gesellschaft erteilen. 2Tbg. 21 x t (Vrp.) wünscht bei der Sterilisierung größte Vorsicht, gegen die letzte Konsequenz der Tötung wendet er sich aus religiösen Gründen. Ministerialrat S p a m e r erklärt, daß die Regierung die Frage der Sterilisierung dauernd verfolge, aber eine Stellungnahme noch nicht für möglich halte. Der Redner nimmt die Aerzte gegen kommunistische Angriffe in Schuh. — Darauf wird die Sitzung um 2.30 Ahr geschlossen, da nur noch ein Dutzend Abgeordnete anwesend ist. Graf Bernstorfs über die Abrüstung. Tagung des Weltbundes für internationale Freundschaftsarbeit der Kirchen in Heidelberg. Heidelberg, 26. April (DB.) Heute vormittag begann hier die auf drei Tage berechnete Zusaminenkunft des Weltbundes für internationale Freundschaftsarbeit der Kirchen und zwar des deutschen Zweiges unter ‘Beteiligung zahlreicher namhafter Vertreter des Auslandes. Rach einem Festgottesdienst in der Peterskirche versammelten sich die Teilnehmer In der Aula der Universität zur Eröffnungsfeier: dabei entbot der Direktor der ülniversität, Professor Dr. Dibelius, den Willkommgruß der Universität. Er erinnerte an die Tagung für geistige Zusammenarbeit. an die Parallele zwischen Religion und Wissenschaft und daran, daß in den kriegsführenden ßänSern bei aller nationaler Einstellung dennoch viele Menschen seien, die die geistigen Fäden zwischen den Ländern zu erhalten und zu festigen trachten. 2lber über dieser wissenschaftlichen Zusammenarbeit stehe doch wieder die christliche Zusammengehörigkeit, die sich nicht mit Tagespolitik befasse, aber die aus ihr lom- rnenden Probleme mit christlichen Mitteln überdecke. Hierauf nahm als erster Redner Botschafter Gras Bernstorff da« Wort, um vor der evangelischen Friedens- tonferenz über den gegenwärtigen Stand der Abrüstungsfrage sich offen und rückhaltlos auseinander,zusehen. Heber die Abrüstungsfrage könnten heute in Deutschland keine Meinungsverschiedenheiten mehr bestehen. Racbdem Deutschland die Forderungen des Friedensvertraaes von 2kriaulcd bis aufs „tz" erfülle, sei der deutsche Standpunkt eindeutig. Mit besonderem Rachdruck stellte Gras Bernstorfs in gewissem Zu.ammenhang fest, daß in den zwei Jahren, die er in der Genfer 21b- rüstungskommission arbeitet. eS nie zwischen ihm und dem Reichsaußenminister Dr. 6tiefe- mann, im Auswärtigen Amt. im Reichswehr- Ministerium ober sonst einer deutschen Regierungsstelle zu ernstlichen Meinungsverschiedenheiten über die Abrüstung«- frage gekommen sei Die völkerrechtliche Lage der Frage ginge jurüd auf Wilson, der 1916 festgestellt habe, daß der Weltkrieg nicht anders als mit einer allgemeinen Abrüstung end'.gen dürfte. Die vierzehn Punkte seien der völkerrechtliche Ausgangspunkt der 2Tbrüftung. Die Abrüstung sei darin so weit gefördert, als sie unter Wahrung der inneren Sicherheit der Länder möglich sei. Tatsächlich komme diese Forderung einer vollkommenen Abrüstung gleich. Später wurde d'.ese Forderung ab geschwächt. Die heutige Basis für die deutsche Forderung der 2tt>rüftung bilde der Versailler Vertrag. GS sei Deutschland einwandfrei bescheinigt worden, daß eS seine 2lbrüstung vollkommen durchgeführt habe. Die deutsche Forderung auf Abrüstung der anderen Länder leite sich von dem 'Berfailler Vertrag ebenso einwandfrei ab. Der Redner ging dann eingehend auf die Genfer Abrüstungsdebatte im Februar d. I. ein und stellte dabei rückhaltlos fest, daß die einzigen, die offen und ehrlich die Abrüstung gewollt hätten, dieDeui- schen gewesen seien. Rie würden die Reaie- rungen abrüsten, wenn ihnen die Völker di fe Forderung nicht abringen würden. Die Kirch: sollte ihren großen Einfluß geltend machen, um darauf hinzuwirken, daß einmal die große Verheißung wahr würden „Friede auf Erden". Erkelenz zur wirischastspolitischen Lage. Gegen die Teuerung. Düsseldorf, 25. April. (TU.) In einer Versammlung der Vertrauensleute der demokratischen Partei sprach der Reichstagsabgeordnete Erkelenz über die politische Lage. Anknüpfend an den von, Reichsarbeitsminister gefällten Schiedsspruch für die Löhne im Bergbau betonte er, daß mit einer Kohlenpreiserhöhung au rechnen fei. Die Ursache dieser Steigeruna sieht der Redner in der Zollpolitik, die seit Jahren getrieben worden sei. Er erinnerte an die Warnungen der Nationalökonomen bei der Einführung der Getreide- AÖUe, die inzwischen ständig erhöht worden leien. Auch In der Industrie seien die Zölle heute böher als in der Vorkriegszeit. Dadurch sei eine sehr starke Preissteigerung herbeigeführt worden. Seit Jahren habe er, der Redner, höhere Löhne und Gehälter gefordert und betont, daß diese nur aus einer gut gestalteten Erzeugung entnommen werden dürften. Die Rationalisierung, die von den Arbeiterführern gebilligt worden sei, habe in Deutschland große Fortschritte gemacht. Sei der Tiefstand erst überschritten, so werde sich die Rationalisierung für die ganze Volkswirtschaft günstig auswirken. Freiliegende allgemeine Mittel müßten zur Steuersenkung verwandt werden und nicht zur Erhaltung unnützer Dermal- tungsapparate, sonst dürfe man sich über ungünstige Auswirkungen nicht wundem. Die Vergabe von Krediten zu billigen Zins- sätzcn für die Landwirtschaft sei keine durchgrei- sende Hilfe. Die für eine völlige Durchführung notwendigen Hilfsmittel stünden uns aber nicht zur Verfügung. In der Landwirtschaft muffe unbedingt das gleiche Mitte! Anwendung finden, wie in der Industrie, lebensu nsähige überschuldete Betrieb« müßten ihrem Schicksal überlassen und wieder neu aufgebaut werden. Dazu fei eine umfassende Siedlungspolitik notwendig. Mit kleinen Zuwendungen könnten lebensschwache Betriebe auf die Dauer doch nicht gehalten werden. Der Redner betonte die Notwendigkeit, einen Reichstag zu schaffen, der sich energisch gegen den Teuer ungsprozcß einsetzt und durch eine entspechende Derwaltungsreform die Steuern senkt. Das Erdbeben in Korinth. Athen. 27. April. (WIB. Annksprvch.) Dir Erdstöße In Korinth dauern fort und sehen die Bevölkerung noch immer in Schrecken. Line Anzahl Bewohner verließ die Stadt, aber die ganze Be- völkerung erklärte ausdrücklich, daß sie Ihre Stadt nicht nerfaffen und diese an der Nach Runen H *äter, Groin I Al Alter ,00 ©tfoftenioi o nerrn O "iro otdtc-i e *01:^ G otdccn # Schnee a trevpf"' • "CBti R tfwitur @)wmdlMi<- •O' X* (lichter Ost -'»»'«er ludiuewtsi sturmstM* "o-dwc* Ole Mene fhfot" mit dem wmoe v e or oen Sutionee stehende» Ze* len gtDee die !em»er«tui «n p,e u-,en #er»-"de* Orv «tu ateicMS auf everrsniVeau ■maerecknetrn Lwltdruci luUV|(igC. Eine der ozeanischen Tiefdruckstörungen hat stt über Frankreich ausgebreitet. Obwohl die an de Südseite des nordöstlichen Hochdruckgebietes her» schende Ostlust noch Deutschland überflutet, so dürjk doch die westliche Störung auch in unserem Gedit zu Bewölkung führen. Dabei ist Gewittcmeigutz und vereinzelt etwas Regen nicht ausgeschlosiS Die Temperaturen gehen tagsüber durch die unte» bunbcnc Sonnenstrahlung etwas zurück. Wettervoraussage für SamSta- Wolkig, etwas kühler, nur vereinzelt Ri^er» fchlägc wahrscheinlich. Witterungsaussichten für Sonn'' tag' Wolkig mit AustlLren. weiterhin nur t>er rinzclt etwas Regen. Lufttemperaturen am 26. April: mittags IV ®rc* Celsius, abends 13,5 Grad Celsius; am 27 AoriL morgens 12,2 Grad Eelsius. Maximum 19,5 ®rc3 Celsius:,Minimum 5,4 Grad Celsius — Erdtemper»- turen in 10 Zentimeter Tiefe am 26. April: abenB 12,4 Grad Celsius: am 27. ÖpriL morgen» 9,7 0raB Celsius. — Sonnenscheindauer In Stunden. rl"*" 'Uhr statt. Reist Andel, 3r 1 -Juni o |'Meu von Die gleichen Stelle nach einem besonderen bedenschnhsystem aafbauen werde. L» gehen ständig Unterstützungen für die wirtschaftlich schwer geschädigte Bevölkerung ein. Athen und ganz (Brie- chcnland haben schon bedeutende Summen zur Verfügung gestellt. Aus aller Welt. Abschiedsesfen für den afghanischen König. Reichsaußenminister Dr. Stresemann gab ein AbfchiedSessen für daS afghanisch» Königspaar, an dem außer dem KönigSpaar der stellvertretende afghanische Außenminister, der afghanische Gesandte in Berlin, sowie das Gefolge des Königs, ferner von deutscher Seit» der stellvertretende Staatssekretär des AuSwä» ttgen Amtes. Ministerialdirektor Köpke, bet Chef des Protokolls, Gesandter von Koestc,. einige Herren des Auswärtigen Amtes uni Vertreter der Wirtschaft teilnaljmen. Der Bischof von Limburg beim Papst. Bischof Dr. Augustinus Kilian von Limburg, der sich zur Zeit auf einer Romreise befindet, wurde in halbstündrger^-Privataudien- v 0 m P a p st empfangen. Aus die Audienz folgte ein Empfang der Pilgergemeinschaft, mit der der Bischof zusammen reiste. Außerdem fand noch eine besondere Audienz statt, in der der Bischof die Herren seiner Begleitung, Dom- fapltular Strieth - Limburg und S.adlp'arr« Dr. Herr-Frankfurt sowie noch verschiedem Geistliche und Laien aus der Diözese Limburg vorstellte. Die Audienz schloß mit einer herz, lichen Ansprache deS Papstes in deut- 85-^1 P Scri d- i& ct 8W0W tot einem «PW? SM-»--»' £1 (rät«« ö“.1’ Irrrffer ®a4t.la„( ■ralina war. M O'dankenloiigleit ■inert Swk 0 A irsorgyöMge u S.-wfen lind. "vg.'ingcn Schweren' keine Derbreth rihM Sltern schwer' Ibtonc, tüchbge TC 'ss^cmehung war lern Den Schwer beben vir den Re • erriefrunfl ist :li» Srzleher, TT.an vergesse nie vx'ser IugenöÜchen ' .itper erziehbar, gc 'er aus , Wunsch jedem Pattenten gewährt werden. Schwere» Brandunglück. In der Küche der Rachtwächtereheleute Zwin- | g e I in Fürth entstand durch die Srplosion I eines neu eingerichteten und kurz vorher von | einem Monteur überprüften Denzinkoch' | Herdes Grvßfeuer. Der 22tonteur und die Eheleute Zwinge! wurden sofort von dem um- 1 hersprihenden Benz i n durchnäßt, | daS Feuer fing. Während der Ehemann brennend in den Hof lief, wo ihm herbeieilende LeuL zu Hllfe kamen, konnten die Frau und der ! Monteur nicht mehr fliehen Sie blieben j brennend in der Küche liegen und konnten erst nach wiederholten ergebnislosen 2Zersuchen aut ihrer schrecklichen Lage befreit werden. Mit schweren Brandwunden am ganze» Körper wurden sie inS Krankenhaus etngrlfoi fett Der Monteur ist bereits seinen Verletzungen erlegen. Die Frau liegt in be- deutlichem Zustande darnieder. Der Mann büriti mit dem Leben davonkommen. Von dem Gv oäude ist.der Dachstuhl völlig uiedergebrannl Der Gebäude- und Materialschaden ist groß. eme mdg Besi blicher. Da» rfferföflr. Modehaus Carl Nowack,Gießen,Seitersweg85 _uem im 58. Lebensjahre. 4338D VelMkruligsgkseüsAs! IßrsiD „Wündirlosi ,IÄ («J,httien -var.en fucbi lüt die Ak- (behbrdL anerk. alsVerein f. Jugendpflege) Bmiflflnaöndttie i ^ietgesuche -7immop.Wnhnn I------------ Vertreter aenen bödjfte Brootston. 6tbrlhU*e R» aebote unter 4320D an ben QHefe. 1«^ Hiromr-Wöluig. ■millltHT“*““****** aebote unter 4320D an Lang-Göns, den 26. April 1928. Die Beerdigung findet Samstag, den 28 April, nachmittag» um , Uhr statt Zunge» Ebeo. lucht 2-3 Zimmer mit Küche. Stöbere» in bet Geschäftsstelle d. toie&. Au». 08283 Lüche u. Bad. renoviert. Zentrum, ab- »uneben. Schnitt He Angeb. unter itiSo an den Btest. Au» mit iämiitchen Sparten lucht lüt Die Ak- oulütion einige Her.en. Her-en. Die nicht aus bet Brauche lind, werben nach kurtet (Einarbeitung auch fe i anactteUt «eroei- buna mit Angabe bet btbbengen Tuttgkett unm 4$38D an den Siebener «nieldtr. In tiefer Trauer: Anton PIitsch und Frau Albert Flitsch Aliendorf a. d. Lahn, Heuchelheim, den 27. April 1928. Die Beerdigung findet Samstag, den 28. April, nachmittags 3 Uhr, von der Obersorgermühle aus statt isvs der Provinziashaupistadi. ® i e 6 e n. ben 27. April 1928. pssorgezögling und öffentliche Meinnna. Don Bürgermeister Dr. Krey. Gestern morgen entschlief sanft nach kurzer Krankheit unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabethe PlitschWwe. geb. Römer Dos bete Abführmittel ;-™,X5chrotiwpiUm Samstag, 28. April 1928, abds. 8 Uhr, im groß.Saale des Kath. Vereinshauses zu Gießen Familien-Abend Freunde und Gönner des Vereins willkommen. Der Vorstand. r Welt. ÄH Artigen tu?*81 > kirn W .retfte. 3ufiX.V ienz statt rj1' S und 8™M! »verbot Keife Vertreter 30 3dbre alt, mit abgeschlossener erster lauf« männisch. Ausbildung, mehrjähriger erfolgreicher Deisetatigteit fauch organisatorisch) bet einem Großunternehmen und besten Beziehungen zu Handel, Industrie und Landwirtschaft sucht per 1. 3uni oder spater Stellung. Oie besten Zeugnisse und Referenzen stehen zur Verfügung. Schristl. Angebote unt. 03259 a. b. Gießener Anz. e nen nroßen Sonder-Verkauf zu außergewöhnlich billigen PreisenI Güistigale LagarkÄufe macnen es uns möglich, zu J eser Veranstaltung ganz besondere Vorteile zu bielenl Wir bitten um Besuch und unverbmdllcne Besichtigung unseres reichhaltigen Lagers, sowie um Prüfung unserer Preise und Quatl Aten aszk MUüdiiAie Oer Arbeitsplan für bas (Sommer- Halbjahr ist erschienen und kann in der Buchhandlung Meißner und in der Goethe - Buchhandlung kostenfrei abgeholt werden. 4333D Mittwoch, beu 2. Mal. abends SLUtzr < i enflon Wiiinrroalöl beginnen die SMiVsmikilise des Herrn Vrof. Nabb. Dr. Hirfchfeld , iS'-'1”!®' — , IIM<6 " — Die Stimmkartei für d i e steich»- tagswahi am 2 0. Mai liegt in der Stadl (Bieben pom 29. Avril bl» 6 Mat zur öffentlichen Einsicht au« Der sich da» Dahlrecht sichern will, überzeugt sich rechtzeitig, dast fein Name in der Stimm fartei enthalten ifL Siehe heutige Bekanntmachung. •• Der Arbeitsplan der Volkshochschule für das Sommer Halbjahr ist erschienen und wird in der Buchhandlung Meifjner und der Goethe- Buchhandlung kostenfrei abgegeben. (Siehe heutige Anzeige.) "Die christliche Mtsfion an den nicht- christlichen Völkern sieht sich heute vor graste und schwere Ausgaben gestellt. Langst hat sie es nicht nur nut harmlosen Naturvölkern zu tun. denen die Missionare auch die Kultur bringen, sondern sie hat an Böltern zu arbeiten, die ein hochentwickelte» Kulturleben aufwcisen. Da» gilt von Ostasien, besonder» von Japan und China. Diese Völker werden heute von allen treibenden Ideen (Europa» ersaht, namentlich Dringen dort die politischen Ideen Europa» ein. Somit ist Die Missionsarbe t an Diesen Völkern sehr schwer, nur solche Missionare können Diese Arbeit leisten, Die im Besitze der westlichen Geistesbildung sind und zugleich auch die Gedankenwelt der Ostasiaten beherrschen. Der Allgemeine Evangelisch- Protestantische Missionsverein (Vstasien-Mission) hat e» sich zum Ziele gesetzt, diese Arbeit zu leisten. Der Sitz dieser noch jungen Msssionsgesellschast ist Berlin, vorläufig ist die Zahl der Missionare noch klein, aber Das war ja bei allen Missionsgesellschaften so, auf alle Fälle ist Die Arbeit der Ostasien-Mission sehr verheißungsvoll Am nächsten Sonntag unD Montag rolrb Der hessische Zweig dieser Missionsgescllschast hier tagen. In Den BormittagsgottesDiensten um halb zehn Uhr predigen in der Stadtkirche Missionsdirek' tor Prrscllor D Dr Ditte aus Berlin, in der Io hanneskirche Pfarrer Marx aus Darmstadt, für den Abend um acht Uhr ist ein Gemeindeabend in der Stadtkirche vorgesehen, bei dem Mtssionsdirektor Professor D. Dr. ® 111 e reden wird über Das Thema .Meine Erlebnisse auf meiner neuesten Reise nach China und Japan". Dieser Dortrag wirb von Orgel- spiel unD Sologesang umrahmt werden. Am Montag finden die Verhandlungen statt, und zwar In dem Kunstwissenschaftlichen Institut der Landesuniversität (Ludwigstraste 34). Man beachte die heutige Anzeige. " Billigeres Schweinesleisch. Die Fleischer-Innung gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, dost sie eine meutere Senkung Der Verkaufspreise für Schweinefleisch und Fettwaren vorgenommen Hot. Unseren Hausfrauen wird diese Kunde sicherlich willkommen lein. •• ö i n Bubenstreich wurde In der letzten Rächt zwischen 11 und 12 Uhr auf drin Grundstück der Loge »Ludewig zur Treue' In der Dar- tenstrasie tetübl Dort waren gestern anlöst- lich des LogenjubiläumS zwei Faynen, die hessische Laude-fahne und die blau-weihe Lvgen- fcchne, gehißt. Mehrere üble Patrone, die sich in der fraglichen Nachtstunde bei dem Logengebäude herumirieben, holten trotz deS noch ziemlich lebhaften StrastenverkehrS die blau-ttxtP.c Logensahne herab, schnitten die Fahnenschnur durch und schleppten die Fahne fort. Kurze Zeit nach der gemeinen Tat wurde da« Fehlen der Fahne von Mitgliedern Der Loge bemerkt und alSbald die Polizei benachrichrigt. Die sofort aufgenommenen Nachforschungen der Polizeibehörde haben bereits zu bestimmten Anhaltspunkten geführt. Personen, die weitere Mitteilungen zur Feststellung dieser Fahnendiebe t, sitz, tranfen^ufern M 5 «willen etoen l> den Dochch« fe *om»• *il den etlmar “en unD Äommntik roten b'eSWi »>artel. H 3e ;e’ und die Scnofrate ^«sdiensi in > 1 .ft in 3uhmit nlt Morgt svll e * Mdchri tottbm. ranbunglM. hwächitreheleule Zvi» d durch die tzs>.- 1 und kurz Driften fBenjn'rt- Der Monteur *b •■■■ en sofort von Im um lenjin dttchndZ- 16 der Themm bttmr! ihm herbTtelmde ten die flrau und : fliehen. Tie blii> liegen und lonnten r 5niM?n Versuchen r. befreit inerten T. junben am gart- Krankenhaus dna-4 leteirt seinen 'vu Dir Vvegl tu '■ Atter. Der Hann fc ivminrn. Don dem I )[ völlig niedergebrrr iterialfchiden IR groh jjSonderangebot inMänteln E Um weitesten Kreisen die Erwerbung eines schönen Frühjahrs- oder Sommer-Mantels xu ermöglichen, B £ Samstag, Jem 28.ftprll,bis Samstag,den 5.Mai hfju! MaS ein Häkchen werden will —! Die |j.-be fliegt auf dem Draht in alle Dinde. |-n jugendllcher Brandstifter wird gc asti: ,®nt- Lt’encr Fursorgezögling!" unterlö&t nicht der <. i:m gSgewährsmann zu bemerken. Ist ^eS nicht echütternd. wenn man liest, dah ein Qtorling fern einem erpresserischen älteren LlrbeitSkollegen Lix Diebstahl gedrängt wird, well her Lehrling. Li früherer guiloigcAÖgllng. fürchtet, d-r (Jr- trc'fet mache da? sonst beta mL Dah aber der Erpresser und Anstifter kein alter Fürsorge- gijing war, tagt sich niemand. Da» ist eine C ^ankenlosigkeit und nicht nur da», e« ist eine litDcre Süide. ötrafiällig werden ehemalige >rsorgezdglinge und solche, die e» ntemait treten |i:t>. Dewih lind unter den Fürsorge- Ringen Schwererzlchbare. Da» sind aber darum keine VerbrecherI llvieviele von unS haben »rn Litern schwere Vot gemacht und sind doch jt>e, tücht ge Menschen gernortnrn! Die Für- rgeersiehung war nicht nötig, weil bIe ®l« r n Den Schwierigkeiten gewachsen waren. Da mir de 1 Kernpunkt! Die Fürs 0 rge- «rziehung ist eine Frage der Eltern 1 k b Erzieher, nicht der öugendllchen selbst. 2 an vergesse nie: Sine sehr arvste Anzahl L‘1er Jugendlichen unD Kinder ist nicht einmal litocr erziehbar, geschweige b.-nn verbrecherisch. Ft vielmehr gutartig und tüchtig. Wer die ßltern versagen: die häusliche Umtoelt Hdroht Ihre körperliche und sittliche Sntwick- h;tg Au» bicfer Umwelt müssen sie aegen den DMen ihrer Öttern herauSgelöst werden durch h FürsorgeerziLhung. Olun kommen diese oft rit beanlagten jungen Menschen tn hie Obhut MUldjer. auSgewählter Erzieher, find sie wirk- F.d> schwierigen LharakterS. so werden sie mit allem Rüstzeug der Seeserrku-.de und Srzieytntg»- wtttentchafr unsever Jeü any’abL Sollen sie txmn m» Leben eintreten. — da schlichen sich die Türen. Sürfocge^öglLng, toirb wahrtchernlrch stehlen oder -Luter anyknben! 3a ist e* ein DundTr. wenn der Mensch bann wirklich stiehlt ober Feuer anlegt? Seien wir gerecht! Der- zichten wir barauf. eS stets bedeutsam zu bemerken, wenn einer Fürforgezö^ing ist oder gewesen ist. Sagen wir un#. dah niemand deshalb geringer zu bewerten ist, weil er das ilnglüd gehabt hat. schwache Öltern «u haben Uno daS allein ist bk Uriachc. Luch bte «Item wären, richtig ery>get. wabrtcheinNch tüchtig geworben. Dast sie nicht Furivrge^bgiinge waren, ist chr Urvglüd- Taicn für Lamökag, 28. April. Sonnenaufgang 4-38 Uhr, Sonnenuntergang 19.17 Uhr — Mondaufgang 12.07 Uhr. TlonDuntergang SUHr. Ä m 1758: Der amerikanische Staatsmann James Mon- roe in IBeftmorelanD geboren (geftorben 1831); — 1805: Der Literarhistoriker Heinrich stürz In Paris geboren (geftorben 1873); — 1896: der Geschichtsschreiber Heinrich von Treitschke In Berlin geftorben (geboren 1834). Bornotize«. — XagesfalenDcr für Freitag Stabt- tfieater: 8 Uhr. „Lin besserer Herr" (Lnbe 10 Uhr) — P. f. B-: 9 Uhr, Vereinsheim, öpleleroerfammlung.— Ltchtspielhaus, Bahnhofftrahe: „Das yrauenhau» von Biv". — Aftoria-Llchlfpiele: «Die Banditen Der Prärie". — DieFelt-Volks-Miss Ion wellt aus Der Durchreise In unserer Stadt und lötzt auf Dem Platz am Schisfenbergcr Weg einen Zweimaster-Zeltbau erstehen, um Darin Drei Wochen Evangeliumsoortroge zu oeranftalien. LI» ReDner Dienen Rektor a. D L. Trappmann (Bonn), der Leiter der Zelt- Dolks-Mifsion Eduard Trenkel und Der Senior der deutschen Dolksmifsion W. Deller. Die Eröffnung Ist am Sonntag. 29. April. Nähere» tn der heutiaen Anzeige. •• Strastenfperrungen. Die der Ober- hessische Äutomobil-Elub Diesten mlttcilt. werden folgenbt Landstrasten gesperrt: Straste W e r- dorf — ShringShaufen im Zuge der Straste Wetzlar—Herborn (vom 28. Avril biS 10. Ollal). Umleitung über Bechlingen-Breiten- bach; die Frankfurter Straste in Diesten im Zuge der Straste Diesten-Frankfurt (vom 1. bi» 10. Mai). Umleitung in Richtung Metzlar über Hochelheim-R^bach. in Richtung Frankfurt a. M über Leihgestern - Drosten- Glnben. — 03 0 n der Posta ulolinie Diesten — stleebachtal. Der straftpostbetrieb auf der Linie Diesten stleebachtal zeigte auch im abge- lauf en en Vierteljahr vom 1. Januar bis zum 31. März ein durchaus brfriedizcndeS Ergebnis. Die Einnahmen auS dem Personen- und Stück- Süterverkehr überfliegen die von dm beteiligten lemelnben gewährleisteten Garantiesummen, so dast noch ein ansehnlicher Ueberschust verblieb. Die ReichSpostverwaltung war daher In der Lage, Mc für die Monate Äpril biS 3uni vorigen IahreS von den M.nligten Demeinden geleisteten DetriebSkostenzuschüfse an diese wieder zurück- zuzahlen. ______________________________ Bei Gastwirten gut eingeführte Vertreter zur Mitnahme eines leWoertäuHüben üonünltcben Maibowlen-Exttatter gesucht. Schristliche Angebote unt. 4319D an Den Oiepeiter Anzeiger erbeten. Spezial-Tuchhaus iutbt zum Besuche Der BnoatkundschaA tüchtige | Vermietungen | Parterrewohnung 7 Zimmer, zu vermieten. Schriftliche an harten uni. (Ä241 an Den Gieh Anz. Treis,vcktgeo Lagerhaus mit flontot, maiüo nebauu mit Einfahrt, au vermieten. Schr. Angeb u.0SS6 a. d. «test. Anzeiger erb. Echen können, werden gebeten, der strincknat- Polizei Rachricht zu geben, damit die schönd- lichen Des eilen der wohiverdientm Strafe zu- gefüfirt werden können. •• Leichenf und Im Stadtvalb. Deftern wurde im ci.ib;a>alb. im arten Steinbacher Rtzeg. bte Vcrtbe eines seit Montag verrnihten IS Jahre alten Hand.ung^gevil en aafgt unben. Ter jungt Mann Sohn einer bieüaen FamUie. hat durch einen Schatz in den stopf Selbstmord begangen. Reben dem loten lag noch bte von ihm benutzte Rrmcepistole. 3n bet elterlichen Wohnung harte ber bedauernswerte junge Mensch feine Wertsachen und zwei RblchiedSbriese zurückgelassen. Heber bie Beweggründe zu ber Tat fehU biS jetzt noch jeder Anhaltspunkt. ••(Ein Rekord des.Rhelngoldexprest- 3 u g e •*. Der am 15. Mai zur Einstellung gelangende Luxuszug. der sogenannte..Rdeingoidesprest^, legte Dienstag bei einer Probefahrt Die Strecke Frankfurt—HeiDelberg in einer Zeit von 66 Minuten zurück. •• LcistungSverbefferungen in ber Rngeftclltenverfichcrung. Durch Drietz vom 29 März 1928 ftnb mit Wirkung vom 1. April 1928 bie SteigerungSsätze für Beiträae au» der Zeit vom 1. Januar 1913 bii 31. 3utt 1921 in den st'.aflen F und J erhöht und In den stlasicn A bl- E neu cingcfübrt worden. Der StrtgcrungSsatz beträgt für «eben Beitrag in ber ÄiafTe A 0^0 Mk.. B 0.C5 OHL C 1 Mk O 125 Mk.. E 2 ML. F 2.50 ML. O 3 Mk.. H 4 ML. I 5 ML Ferner ist b:r zum Ruhegeld gewährte 5^inberzuschust von 90 ML auf 120 Mk. jährlich erhöht worden. Rrnten, die vor dem 1. April 1923 festgestellt find, erhalten die Cei- stunaSverbesierring vom 1.3ult 1923 an. wenn sic bann noch laufen. Die Umrechnung ber lausenden Renten eriolgt von Amts wegen. Die Höhe der neuen Rente wird den Empfängern bei Zahlung der Rente für 3u!i 1923 mltgetrilt Berliner Börse. Berlin, 27 April. (WTB. Yunkspruch.) stach- Dem der Ultimo für Die ®Jr|e Der Vergangenheit nngchört, ist von Den Märkten der durch stesiott- Ichwierigkeiten veranlasttc Druck aenommen. Auch im heutigen Jrühverkehr setzt sich Die freunDliche Stimmung Der gestrigen Abendborse fort, al» ftb mulicrenDcs Moment Dürfte hierbei in erster Linie Die Nichterhöhung Der Neuyorker Diskontrate au nennen fein. An Kursen härt man Farben 267,50 bis 26.8 50. Siemens 312, Schnckert 198 und Rar- ftaDt 253 50. Am Devisenmarkt nennt man Pari» 1'24,02, Mailand 92,60. Spanien 29,2750, Da» Pfund 488 und Den Dollar 4,1803. Israeli tische Religlonsgemelnde. (Botteeblenfi In der Synagoge (SüDanlage). Samstag, 28. April. Bor- abenD 7.30 Uhr: morgen» 8.30; abends 7.50 und 8 30. Ifraelltlfche Rellglonsgefellfchaft. Sabbatfeier Den 2.8 April. Freitag abend 710 Uhr, Sam-rtna vormittag 8; nachmittag» 4; Sabbatau»gang 8 30. — ®od)enflotte»Dlen(t morgens 6.30; abenD» 7 Uhr. k rträgen und RuSstellungen behandelt Sehr )5n und sehr gut! Lider schlügt man die Zer- b uzen aller Richtungen auf. hört man die Ebnung Fern steh rn!^r. so scheint es als fei z es das an ber grasten Oef jenttrchkett spurlos hrübcrgegangen. Man kommt in Reriuchung, ber Jugendfürsorge geradezu zu warnen. fn sie Infamiert den. den sie retten soll. Fü r- :geerziehungl Di« Hauptwaffe _im rnps gegen Verwahrloswig Iugen> fix hüstltche und rrreführenbe Wort .ZwanaS- ts ehung" ist verichwu .den. Aber d-r Zucht- FuO- und Pollzeigeruch, der dem Morte an- t F:ett, wirb von vielen auf bie heutige Für- si «erziehung übertragen. Da ist etwa ein Sen- L L>nSprozest. Die Personallen beS vielleicht schon V Lift nicht mehr juge blichen Angellagten wer- Mir tun unS auf unsere 3ugenbiüdotg« viel ■ gute. Mir haben ein IugenbwohIfahrtSgefetz. Zugenbgerichl.sg.'setz. eine DerichtShi'.fe für ^gendllche. Wir treibm kulturelle Iugenbpflegc. u Zahl ber jugendfüriorgerischen Zeitschriften, idjcr. ston grelle ist übertodltigenb. 3ebei bliche Lallen, die leiseste Seelenregung wird istnschoftlich analysiert Dinge, bk unseren [•em noch einfach alS stinderei erichienen. bewilligen heute die Gelehrten und werden in Die trauernden Hinterbliebenent Familie Konr. Ant. Schaum Familie Bernhard Wilh. Wagner. Unsere Hauptpreislagen sind 42 34 2S Mk. 18 Wir bringen eine unerreichte Auswahl vom P'akt. Shetland - Mantel (ab Mk. 11 5c) bis z. hocheleg., ganz auf Seide gefütt. Kesha-Mantel (ab Mk.34.-) Nach kurzem Krankenlager ist unser lieber guter Vater, Schwiegervater. Grobvater und Urgrobvater Anton Karl Weil im Alter von 73 Jahren in dem Herrn entschlafen. Röll 0328: ? w । 0 zfc / i?* !mh S Wer6" Ri xL? Vq F-L Ye {^den xen - Die < Flieger nant meter L in Al-6 bergen babet o' stch^" würdig lotenkun sl° gftl geönisse Kebiete Zuge 1« voll. ®tc letzten vor unterem günstigen o un6 endlrch lastet 1600 «Aemannimg bringen. Ztv die Meta Sskimofreunc wieder Scbm tvrtingcm. bühn. die b. Dar, überhol und 25 Hund Sen Schnee. von dem D Hier vrrde । 150) Meter kostete diese - als wahrem herrschte. S Woche verü so weit, daß Sem 15. 2p Wetter - ja fschleit unb Ä Stundengeschir Sie nur 14 Z Schnee gezoge Dir gingen Fuh und na Sie uns zu c1 und 84 Grad wollten wir i unb hatten S in Aingsbay z gemäß einen etwa 22 mal in weÄkn. V Wahrend ' hatten wir t wir au) en ton Meilen dauerten bi jeder Kiloim bedeutete. ix mrchte. Eim Höhe von e veacn Wolke 2 oweichus wagnerischer i »erksamkeit u M schwierig. ”6 wir uns Aphärc besä Mten gab, Duden war. Dach Wester ^g^i^diese San Cie 6er •Con ^egiei A L Sru $eme^ getoi ^--ch an ( S öemCQ& L°°° * tiNparaies und günstigen Wetter- konnte der Flug über das PolareiS. der nicht ohne Abenteuer verlief, glücklich zu Ende geführt werden. Die wissenschaftlichen und fliegerischen Ergebnisse der Fahrt, die streckenweise über Gebiete führte, die ntxb kein menschliche- Auge je gesehen hat. find äußerst wertvoll hafte Klänge, Lieder in der Luft: Holland — eS war die erste grobe Reife, die ich erlebte. Sine Fahrt ins Märchenland, ein Staunen von Beginn biS Ende. Oh, jetzt wieder fo in- Weite, Unbekannte fahren können! LoS von Pflicht, Beruf, Arbeit. Reifen in blaue Ferne! Rein, nicht in Ferne, nur dahin wieder, wo man glücklich war und jung an solchen Tagen, da der Frühling sich meldete mit einem Wal! Jetzt am Rhein sein, erste Mandelbäume blühen und ganz still von den Höhen auf den Strom sehen. Oder an der Bergstraße. . . Oder Heidelberg. — Wie muß Marburg jetzt leuchten, wenn man hinabfchaut auS der alten Bude hoch in Der Ritlergaffe am Schloß berg droben! — Jetzt in Baden-Baden fehlendem I Oder in Miltenberg durch- Schnatterloch in den Wald hinaussteigen! So ein Tag! Man mühte in Wien sein und die liebe Stadt wieder oufleuchten sehen im ersten ZrühlingSgruhen! — Oder auf dem Boden!« fegebi! — Oder in König-winter auf der Hotel- terraffe sitzen! — Oder ... Ach. nur nicht hier fein heute! Irgendwo in der Ferne sein, wo e- schön ist, wo man wacher. Heller, stiller diesen ersten, glücklichsten Frühlingstag in sich hineintrinken könnte! ... Die letzten Töne deS Glockenspiels zittern über die Dächer Dann ein Uhrenschlag: Ein-! Roch viele Stunden Arbeit. Und draußen ist der erste, wahre Frühlingstag Wind jauchzt. Sonne streichelt, Himmel glänzt feidenblau. Und ich setze mich wieder an meine Arbeit. Und tief taucht die zornige Zeder in- schwarze Rah: Verdammte Schufterei! ... Deutschland und Frankreich. Es ist ein besonderes Verdienst der Süddeutschen Monatshefte, dah fle ihr soeben erschienene- Aprilheft einem führenden Franzosen, Edouard Dujardin, zur Verfügung gestellt haben, der in einer tief schürfenden Studie das Problem „Geistige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich" in der gegenwärtigen Krisis der Zivilisation behandelt. Dujardin Darf Anspruch Darauf erheben, in Deutschland gehört zu werden. Seine Verständigungsbereitschaft entspringt nicht einem gesinnungslosen Pazifismus, sondern einer alten Liebe zu Deutschland, die mit der Begründung der Revue Wagntrienne in Paris 1885 beginnt und auch der Hahllut deS Weltkrieges standgehalten hat. Die Studien, die Dujardin seit einem Vierteljahrhundert über die Geschichte der Reli- gionen und die parallele Geschichte der Zivilisationen getrieben hat, haben ihn zu dem Glauben geführt, dah die liebel, an denen unsere Zivllisation leidet, bei allen Verschiedenheiten ihre grundsätzliche Entsprechung in dem beginnenden Untergang der antiken Gesellschaft finden. Er begnügt fich nicht, die Gleichheit gewisser EntwicklungSzustände und -abläufe sestzustellen, er glaubt wie Spengler an die organische Gesetzmäßigkeit jeder Kulturentwicklung, er glaubt daran, dah sich die Geschichte in großen Zyklen bewegt, von denen jeder einer Zivilisation entspricht. In Fortführung des Dreistufengesetzes von Auguste Comte stellt Dujardin folgenden Verlaus der Entwicklung auf: Jeder Zyklus beglnnt unter dem Zeichen der Religion. Seine ersten AuSdruckSsormen find irrational, mystisch, poetisch, autoritativ und sozial. Allmählich vertäust die Entwicklung zum Gegensatz: weltliche Auffassung des LebenS. rational, individualistisch und liberal Und sobald diese Entwicklung zum Green Harbour (Spitzbergen). 23. 4. 28. Schwieriger Start. Die letzten Vorbereitungen in Point Barrow vor unserem Abflug standen unter keinem sehr günstigen Stern Dreimal muhten wir vergebliche Startversuche machen, bevor e« unS endlich gelang, unseren Apparat, der unbelastet 1800 Pfund, mit voller Belastung und Bemannung 5200 Pfund wog. in die Luft zu bringen Zweimal hintereinander zerbrachen die Metallkufen beim Start, und unsere (Seibenjarter Himmel. Don HanS Heiboe. Der Morgen ist noch kalt gewesen, aber mit dem aufbellenden Mittag ist da- grobe Wunder geschehen: der Himmel ist auf einmal seidenzart blau, die Sonne kommt mit Lichtfingern, die warm sind und süh erregen wie streichelnde Wädchenhände. Und im Wind, der stoßend über die Stadl jauchzt, lockt ein lang entbehrter Duft von Erde, jungem Grün und ersten Veilchen, ein Hauch nur; aber e- reiht am Herzen: Frühling wird'-! Mein Arbeitszimmer liegt zu ebener Srde und geht auf den Hof hinaus, bet ein Schacht ist, über dem hoch oben die blaue Standarte des Himmels quadratisch flattert Wenn man ans Fenster tritt, sieht man einen Zipfel davon. Und schräg oben an der andern Hofseite hat die hohe Mauer ein Büschel Sonne in- Knopfloch gesteckt. Und der Wind ist auch da und klirrt an den Scheiben und jagt die Papierfetzen reihum in alle Hofecken. Ich stehe am Fenster und sehe dem Spiel zu. Schmerzlich fühle ich auf einmal alle Wurzeln, die mich an den Asphaltboden dieser Stadt fefleln. Hier ist Arbeit, Pflicht, unerbittlicher Werktag. Während draußen in der Ferne ... Da hebt — die Stunde ist voll — auf der nahen Kirche bas Glockenspiel an und wirft die habenden Klänge des Choral- über die Dächer y.n. Klänge von TurmeShöhen geweht. ... Und ich seh' mich wieder, ein achtjähriger Junge, zum erstenmal in der holländischen Stadt, staunend, dah hier nicht wie in der Heimat die Glocken bloß läuten und die Stuni en schlagen, sondern Lieder, richtige Melodien tönen. Heber Lärm und Leben am Hafen hin. ... Friedvolle, sauber» Ende gekommen ist erfolgt notwendigerweise eine Sintflut, und ei gibt Raum für eine andere Zivilisation. Dujardin zeigt die KrisiS der Gegenwart. die durch die fortschreitende Rationalisierung bedingt ist. an den Formen von Staat und Gesellschaft, am Verfall der Religion und dem Anwachlen bei Aberglaubens an der Rationalisierung von Literatur und Musik und ihrem Aurcbmcnben Riedergang, an der Intellektualisierung dei Unterrichts, der Verderbnis der Sitten und andererseits an dem rein äußerlichen, durch da- Maschinenzeitalter bedingten Fortschritt, der lich lediglich aus eine höchst sragwürdige Verbesserung der materiellen Bedingungen des Leben- bezieht. ES sind Symp- tarne, die Dujardin mit Beispielen aui dem Umkreis seine- Vaterlandes belegt, die aber für ganz Europa Geltung haben und In der untergebenden antiken Zivllifation ihre genaue Paralle.e finden. Aber Dujardin führt den Vergleich noch weiter und zeigt, dah die Katastrophen selbst, unter denen sich der Untergang der antiken Eefellschast vollzog, auch heute alS Drohung über Europa schweben: die Bürgerkriege. die Sinsälle der Fremdvölker, eine neue geistige Macht, die auf die bestehende Gesellschaft so zerfetzend wirkt wie da- Christentum für die Antike Dujardin glaubt nicht, dah ei möglich ist, den Gang der Entwicklung aufzuhalten. Er hält ei nur für möglich, den Einbruch der Katastrophe für einige Generationen zu beschwören. So wie die Antonine in Rom den Untergang bei Imperium- um zwei Jahrhunderte verzögert haben, so mag e- auch denkbar sein, dah die europäische Katastrophe auf gehalten wird, unter der Voraussetzung, daß ein große- Volk die alten geistigen Kräfte sammelt und in dem kommenden Kreuzzug für den Geist die Führung ergreift. Diese Rolle kommt nach Dujardin- Meinung einzig Deutschland au. Er stellt ein Mindestprogramm für die geistige Zusammenarbeit auf, das wie im übrigen Europa so besonder- auch in Frankreich, allerding- nicht dem tonangebenden militaristischen Frankreich von heute, sondern dem geistigen Frankreich der Zukunst. Gefolgschaft finden wird: ein Programm für die alten Tugenden, gegen die falsch verstandene llassische Kultur, gegen den Maschinenfortschritt, gegen die Demokratie und für die Herrfchast einer AuSlefe. für eine religiöse Erneuerung, ohne die keine politische und kulturelle Erneuerung denkbar ist. Man braucht nicht in allen einzelnen Schlußfolgerungen mit Dujardin übereinzustimmen. Auch der berühmte Historiker des Altertum-. Eduard Meyer, der in dem Heft zu der Arbeit Dujardin- ein Vorwort geschrieben hat, ist über die Parallele zwischen der Antike und der Gegenwart anderer Ansicht. Wesentlich bleibt vor allem die eine Tatsache, die seit 1914 vielen von un- lebendig vor die Seele getreten ist, dah die entscheidende KrisiS über die Zukunst Europas hereingebrochen ist. Ob wir den Weg des römischen Kaiserreich« bis zum unausbleiblich selben Enbe gehen müssen, ba» hängt zwar in weitem Umfang von llmftänben ab. gegen ble wir machtlos sind, aber daneben doch auch davon ob wir unS widerstandslos treiben lassen ober noch einmal die Innere Kraft zu einer Zusammenfassung aller geistigen Kräfte gegen den drohenden Untergang aufbringen. San Clemente di Casauria (fine Mostergründunq der deutschen Karolinger in den Abruzzen. Don ZRegierungabdumeifler a. D. Zilchoer. Eine der bedeutendsten Abteien von ganz Stallen war die auf einer Insel des starken Deraslusses Pescara gelegene von Casauria. welche Der heiligen Dreieinigkeit und Dem heiligen Clemens geweiht war. Durch kaiserliche Huld überreich an Stiftungen, reichte chr Besitz während deS ganzen Mittelalters weit hin bis Rom und ToScana. - Heute eine verlassene Stätte von dem italienischen Ministern della publica Isti uzione unter Denkmalschutz gestellt und erhalten. Johannes Berardi, der mittelalterliche Chronist. gibt über Die Gründung eine Darstellung: demnach hat Ludwig 11. noch zu Lebzeiten seines Daters Lothar I. (da dieser 855 stard. also wohl 854) aus einer Insel im Flusse Te^are. deren Lage er so einzig schön fand, eine Klosterkirche zu errichten besohlen an Stelle der dem heiligen Quirinus geweihten Deinen Kapelle, welche dort in abgeschiedener 'Bergeinfamleit schon Jahrhunderte lang gestanden hatte. Die Landschaft gehört auch sicherlich zu den grohartigsten Italiens. Etwa 50 Kilometer stromaufwärts von Der Mündung deS Tescara in Die Adria, windet sich Der reihende Fluh aus Den mächtige Abruzzenbergen. Im Herben grenzt die höchste "BergwanD Mittelitaliens. Der Gran Sasso d’ltalia fast 3000 Meter hoch den Grund von Casauria ab. im Südwesten steigt, ebenfalls schneebedeckt. Der über 2500 Meter hohe Monte Amaro. Der höchste Gipfel der Majellakette, empor. Zu diesem Hochgebirgscharakter dann auf Der Insel und Der Fluhcbcne Die üppige Vegetation italienischer Landschaft. Freundliche Menschen, fern dem nüchternen Treiben des Fremdenverkehrs Der Großstadt, wie auch bei uns in den Bergen. Palmen und Agaven schmücken Den gartenartigen Vorplatz. Der von dem staatlichen Custode gepflegt wird. — Eine wunderbar reiche, dreibogige Portalwand hat Das Flugzeug, da- inzwischen sein Rormak- gewicht erreicht hatte, ließ sich jetzt leicht herauf- bringen, und wir fliegen bi« zu einer Höhe von 6000 Fuß. wobei wir die niedrigen Wolken unter un« ließen. Die höchste Wolkenbank allerdings reichte soweit hinaus, daß wir sie nicht überfliegen konnten. Einigen Wolkenbänken wichen wir au-, andere durchflogen wir. bi« uns ein heftiger und hoch hi naufreichender Schnee- st u r m, der vor uns tobte, zwang, eine mehr südliche Richtung einzuschlagen. Wir hatten gehofft. unseren KurS durch die Sichtung von Orant-Gand in der Feme halten zu können und in der Tat konnten wir eine halbe Stunde nach der erwähnten Wendung, genau 13 Stunden nach unserem Abslug, bisweilen die B e r g s p i tz e n von Grant-Land, die durch die Wolken hindurchragten, erkennen. Hier änderten wir wieder unseren Kur«. Unser eigentlicher For- schungsflua war vorüber. Aber noch hatten wir ca. 1300 Kilometer bis zu unserem Ziel zurück- zulegen. Kurtz auf Spitzbergen. Mit Hilfe von Sonne und Kompaß nahmen wir geraden KurS auf Spitzbergen. Durch die Wolken unter uns erblickten wir in der Tiefe daS Eis. Unser Abtriftmesser zeigte, daß wir mit starkem Rückenwind flogen. Fern am Horizont in der Richtung auf Grönland, war der Himmel mit schweren Sturmwolken verhangen. Wir flogen Abt Grimoald etwa um das Jahr 1100 geschaffen, das linke Portal wird vorn helligen Michael. Dem Drachenbesieger, beschützt, vielleicht eine bewußte Anspielung auf die wenige Jahrzehnte vorher erfolgte 'Beilegung und Vertreibung per Sarazenen, die das Kloster zerstört hatten. Diese dadurch bedingte Instandsetzung unter Abt ®ri- moalD schasft jenes reichste Portal über Dem OB ittelgang, dessen Reliefs uns Die Gründung De« Klosters durch Ludwig erzählen, und sinnbildlich die Weihung für Den heiligen Clemens Darstellen. Der als Schutzpatron für die Schiffer an Stromschnellen. Wirbeln. ötruDcln und son- fügen gefährlichen Stellen eines Zlußlaufes hier auf der Pescarainsel besonders verehrt wurde. — In Der zweiten Hälfte Des 12. Jahrhundert- erweiterte Abt Leonas (1155-1182) Die Kirche und fügt jene überaus reiche unD Durch Abbildungen in Kunstgeschichten bekannte Vorhalle an. Die in den schweren Formen des romanischen Stlles die Leichtigkeit Der graziösen Vorhallen Der Renaissance gestaltet. — Das Überaus reiche romanische Ornament, antikisch beeinflußt, ist im gewaltigen Jnnenraum nur an Den Ausstattung^ stücken verwandt worden. Ein überreiches, fast plumpes .Pulvito- und ein grohangelegter. verstümmelter Osterleuchter. — Die dem Gottesdienst nicht mehr Dienende Kirche atmet in ihrer Größe und Einfachheit Der ‘Baugeftaltung etwas den italienischen Kirchen ganz We en-fremdes Deut'che haben hier gelebt und geschaffen und Die schweren Formen Der Krypta. Deren jetziger Fußboden wohl zwei Meier über dem Boden Der Kirche Ludwigs liegen mag, finden wir in Den 'Bauteilen aus Der Zeit Der Ottonen toicDer. Die auch auf ihren Jtallenzügen in San Clemente, Der alten Deutschen Klostergründung. verschiedentlich wellten und die gastliche Aufnahme durch reiche Schenkungen vergalten. Ein leiser Regen fällt nieder, hüllt die hohen Berge in Wollenschwaden, friedliches Geläute von ZiegenherDen, Die in Der Rähe weiden, schmerzlich- singendes Ausblöken Der Schafherden von Den Berghängen - unD graublaue Olivenbäume reden ihre phantastischen Arme durch Die zackigen Formen Der Palmen. - Stille - Abgeschiedenheit - Menschen kommen nur selten — Dreißig vielleicht im Jahr, so sagt Der Custode — Deutsche find Hier tmrde eine neue Startbahn von zirka 1500 Meter Länge freigelegt. Zwei volle Tage kostete diefe Arbeit, die unS um so mehr schmerzten. aU wahrend dieser Zeit idealste- Flugwetter herrschte So hatten wir bereit- eine ganze Woche verloren aber schließlich war eS doch fo weit, daß wir starten konnten. Am Sonntag. Dem 15. April — immer noch herrschte gute« Wetter — jagte Eyelson mit großer Geschicklichkeit und Kaltblütigkeit den Apparat mit einer StundengeschwinDigfeit von 140 Kilometern über die nur 14 Fuß breite Furche, die Durch Den Schnee gezogen war. Wir gingen gleich in eine Höhe von 1000 Fuß und nahmen KurS für die erste Etappe. Die uns zu einem Punkte von 75 Grad Länge und 84 Grad Breite führen sollte. Von Dort wollten wir zur Rordwestspitze von Spitzbergen und hatten die Absicht, bei günstigem Wetter in Kingsbay zu landen, ilnfer Flug sollte plangemäß einen großen Halbkreis darstellen und etwa 22 mal in ebenso vielen Stunden abgeändert werden Heber der Eiswüstc. Während de« ersten Viertel« unsere- Flugs hatten wir völlig klare Sicht. Dann aber trafen wir aut eine Wolkenwand, die hunderte ton Meilen weit daS EiS verhüllte. Wir bedauerten diese Tatsache außerordentlich. Denn jeder Kilometer, den wir nicht sichten konnten, bedeutete, daß Diese Strecke unerforscht bleiben mußte. Eine Stunde lang flogen wir in einer Höhe von 3000 Fuß. wobei wir den KurS wegen Wolkenbänken häufig ändern mußten. Die Abweichungen des Kompasses infolge magnetischer Störungen erforderten schäriste Aufmerksamkeit und machten die Ravigation ziemlich schwierig Von Vorteil dabei war allerdings, bah wir uns in einer gleichmäßig grauen Atmosphäre befanden, in der es weder Licht noch Schatten gab, und wo auch kein Horizont zu erblicken war. Rach Westen hin lagen die Derhältnisfe gün- fHg In dieser Gegend, wo Peary. Mac Dir hätten viel __ Gegend an Ort und Stelle Messungen vornehmen zu können. Aber die Erfahrungen Die wir beim Abflug mit dem Start gemacht hatten, und die Gefahr, bei einer Landung unsere Kusen zu zerbrechen, hielten mich davon ab, zu landen, wenn wir auch Stellen sahen, wo wir meiner Ansicht nach im Rotfalle eine Landung ohne allzu große« Risiko hätten vornehmen können. Tie Frage war allerding«. wie wir wieder aufsteigen sollten, wa« ein weit schwierigeres und noch gr- Befreiungen vor für Unternehmungen, die nach der Fassung. Stiftung oder fDuftigen Verfassung ausschließlich gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken dienen. Für die Voraussetzung der Gemeinnützigkeit gelten die Bestimmungen des Körperschoftssteuergesehes. Absatz lc betreffend die Gewerbesteuer der Sparkassen erhält folgende Fassung: Als Gewerbe gilt nicht die Lätigteil als öffentliche oder dem öffentlichen Verkehr dienende Sparkasse, die sich aus die Pflege des eigentlichen Spartassenver- kehrs beschränkt. Darüber, was unter „eigentlichem Sparlassenverkehr" im Sinne dieser Vorschrift anzusehen ist, bestimmen die zur Durchführung des Körperschaftssteuergejetzes und des Dermögenssteuergesetzes erlassenen Ausführungsbestimmungen. Alle übrigen Befreiungsanträge der Parteien wurden abgelehnt. Artikel 3 bleibt in der Regierungsfassung. Artikel 4 erhält den Zusatz: »Dies gilt nicht für gewerbliche Betriebe, deren Zweck in Vereinnahmung oder Ausleihung von Geldern besteht." Die Artikel 5 bis 10 werden in der Regierungssassung angenommen und die Abänderungs- anträge der Demokraten unb Dolksparteiler verworfen. Artikel 11 wird auf volksparteilichen und demokratischen Antrag dahin abgeändert, daß bei einem Gewerbeertrog von weniger als 1 200 Mart eine staatliche Gewerbesteuer nicht erhoben wird. Artikel 12 bis 15 werden ebenfalls in der Regierungsfassung angenommen. Absatz 5 zu Artikel 15, der eine Einschränkung der Rechtsbeschwerde vorlah. wird gestrichen. Die Artikel 16 bis 20 werden unverändert genehmigt und die volksparteilichen Anträge aus zweijährige Gültigkeit abgelehnt. 3n den zur Untersuchung der landwirtschaftlichen Lage einzufetzenden Sechser- ausschuß wurden die Abg. Lux (Soz.). Dr. Leuchtgens (Bbd.), Wickler (Ztr.). Eberle (Dem.), Schott (Dolksp.) und Angermeher (Som.) gewählt. Der Ausschuß billigte dann noch die Regierungsvorlage über den Staatszuschuß zu der projektierten Weilerführung der Kleinbahn Wächtersbach — Birste in d o n Birstcin bis Hartmannshain. Für die aus hessischem Gebiet verlausene Strecke wird ein Betrag von 42 000 Mark angefordert Oberhessen. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 26. April. Unter oem Borsitz des Lokomotivführers Lotz tagten am Samstagabend die Mitglieder des hiesigen R a l f f > eisenvereins in dem Gasthaus „Zur Burg" zu einer G e n e r a l v e r s a m m l u n g. Eine längere Aussprache fand über die Neuschaffung einer Berkaufsstelle statt, da die seitherige Verkaufsstelle aufgegeben wird. Mit Stimmenmehrheit wurde der Vorstand ermächtigt, ein Lokal zu beschaffen, das mit eventuellem Umbau die Summe von 13 000 Mark tosten darf. Der Beschluß der Generalver sammlung wurde inzwischen in die Tat umgesetzt und das Anwesen des Ludwig Lenz VI., Kirch- strahe 2, für den Preis von 6000 Mk. käuflich erworben. Im Hof des Anwesens soll eine Ver- kaussstelle errichtet werden, die auf etwa 4000 Mk. veranschlagt werden kann. — Als Feldfchütz und Totengräber wurde für unsere Gemeinde Heinrich Weber verpflichtet und in den Dienst ein- geführt. • Steinbach, 27.April. Der längere Zeck am Hauptzollomt Gießen tätige Zollpraktikant Freita g von hier wurde unter Beförderung zum Oberzollsekretär an das Hauptzollamt Bochum versetzt. * C b e r st a d t. 26. April. Am Sonntagabend bot der hiesige Kriegerverein in anerkennenswerter Weise den Bewohnern unseres Ortes und der Vachbarschaft im Saale des Gastwirtes Wedemann, dahier, ein Militär- k o n z e r k. ausgeführt vom Musikkorps des Gießener Bat-aillons unter Leitung von Obermusikmeister L ö b e r. Das aus vier Teilen bestehende Programm wurde von der ausgezeichneten Kapelle in bester Weise zum Vortrag gebracht und fand allenthalben verdienten lebhaften Beifall. Warmen Anklang sand auch das Violinsolo des Herrn Wanitzek. Mit Worten des Dankes an Obermusikmeister Bober und seine vortreffliche Mujllerschar sand der genußreiche Abend feinen Abschluß. -- L i ch . 26. April. Aus eine 6 0jährige ununterbrochene Zugehörigkeit zur Deutschen Turner schäft kann das Ehrenmitglied des hiesigen Turnvereins Philipp O h w a l d zurückschauen. Der -Sumer- jubilar, der in diesen Tagen sein 77. Lebensjahr vollendet, wurde nach seiner Dorschülerzeit im Frühjahr 1868 als aktiver Turner überschrieben. Später gehörte Ph. Oswald lange Zeit dem Vorstand des hiesigen Tumvereins an. über zehn Jahre allein als erster Turnwart. Vor mehreren Zähren wurde der früher sehr verdiente Turner durch Verleihung des Ehren- b rief es des Mittelrheinkreises der Deutschen Turnerschaft ausgezeichnet. < Queckborn, 26. April. Die Landwirte fangen hier und In der ilmgcgenb an, da sie ihre fetten Schweine nicht l o s werden können, selbst zu schlachten und das Fletsch zu verkaufen. Da die Händler nur 50. zuletzt 45 Pfennig für das Pfund Lebendgewicht bieten, haben die Landwirte ein gutes Geschäft, wenn sie das Pfund zu 7 5 und 7 0 Pfennig verkaufen. Es ist em doppelter Gewinn, einmal beim Verkauf, unb bann, wenn He vom Rachbar, der schlachtet, frisches Fleisch so billig taufen. 3n den Läden kostet unbegreif- .icherweise daS Pfuiib noch 1 Mark. Kotelecke- stücke 1.10 Mark und ohne Knochen 1,30 Mark. 'Saä ist eine Spanne zwischen Lebendgewicht und Ladenpreis von über 100 Prozent. Da man einen Schlachtverlust von 22 Prozent rechnet, so kann sich jeder ausrechnen, daß diese Spanne zu hoch ist. Würde der Ladenpreis entsprechend herunteraehen, so würde das Publikum mehr kaufen. Der größere Bedarl müßte die Berluftpreise der Landwirtschaft bessern und die Metzger hätten durch größeren Absatz'auch ihren Gewinn. Daß auch andere Geschäftsleute dabei gewinnen würden, fei noch nebenbei bemerkt. O Grünberg, 26. April. Der Ladenpreis des Schweinefleisches ilt in Grünbcrg und Umgegend plötzlich auf 80 Pfennig herun - tergegangen. Die Spannung zwischen Erzen ger- und Ladenpreis ist bei 40 bis 45 Pf. für das Pfund Lebendgewicht immer noch erheblich. L Grünberg, 26. April. Das alte Wahrzeichen von Grünberg, die .^Höfetränk". wird zur Zeit durch einen Durchstich durch die brückenartige Ver bindung der Altstadt mit den Höfen dzw dem Bahnbofsviertel ab gelassen Man will o'iei bar der Höfctränk erst einmal auf den Grund sehen. . ehe man sie auffüllt. Der Grund ist aber tiefer, als j man dachte. Der Durchstich ist nicht tief genug angelegt worden, um alles Wasser zum Ablaufen zu bringen. Die Auffüllung ist offenbar beschloßen. Wenn einst der ganze große Tümpel aufgefüllt ist, sollte man wenigstens darauf sehen, daß in Erinnerung an die Höfetränk irgend ein Wasserspiegel, vielleicht mit Springbrunnen auf der Stelle angelegt wird. ftrei* Büdingen. = Ridda, 26. April. 3n Ergänzung Der seinerzeit mitgcteilten Fahrplanverbesfe- rung auf der Strecke Gießen —Gelnhausen kann berichtet werden, daß der Sommerfahrplan, der am 15. Mai i.t Kra t tritt, für die Strebe Ridda —H ungen zwei weitere Verbesserungen bringt. Es wurde schon immer als sehr nachteilig empfunden, daß täglich in der Zeil zwischen 9 und 3 Mr leine Verbindung nach Gießen bestand. Besonders im Winter war die lange Zugpause unangenehm, da der Morgenzug für die Landbevölkerung zu früh, der 3-Ubr-cug zu spät lag. Es ist nun ein neuer leichter Dampfzug T511 eingelegt, der hier um 12.03 Mr abfährt unb. wie seither, von Hungen bis Gießen verkehrt, Gießen an 13.14 Mr. Als Gegenzug verkehrt der Personenzug T516 Gießen ab 22.43 Mr nun täglich, gegen seither Sonntags bis Aidda. Htbba an 23.46 Mr. Es ist nun der Bevölkerung zwischen hier und Hungen mehr als seither Gelegenheit gegeben, ^catervorstel- lungen, Konzerte und Vorträge in der Provinzialhauptstadt zu besuchen. Ridda , 28. April. An der Veseiti - g u n g der Wohnungsnot hat unsere Stadt durch Errichtung von Aeubauten, Erwerb von Privathäusern hervorragend mitgetoiett. was besonders anerkannt werden muß. Ihre sürsor- gende Tätigkeit auf diesem Gebiete dürfte von andern Gemeinden gleicher Einwohnerzahl kaum überboten werden. Ern neues st äolisches Wohnhaus in der Hopscngasse wird wieder in den nächsten Monaten fertiggestellt, so daß es noch vor Winter bezogen werden kann. — Die großen Kellereien der ehemals Kraft- schen Brauerei, gleichfalls städtischer Besitz, werben jetzt mit ihrem Ucbetbau abgebrochen, um das freiwerbenbe Gelänbe anberen Zwecken bienstbar machen zu können. Von ben vorhan- benen Gebäulichkeiten biefes Anwesens steht jetzt nur noch bas große Wohngebäude, bas aber schon teilweise umgebaut ist. Die lanbwirisch a f t l ich c Schule ist darin untergebracht, die anberen Teile werden bewohnt. — Zur Förderung unserer Verkehrsinteressen bereitet die Stadt die Herausgabe eines Führers vor. der schon im Hinblick auf die starke Besucherzahl aus Bad Salzhausen zu einem Bedürfnis geworben ist. Kreis Schotten. E : ch e l s d o r f. 26. April. 3n der hiesigen Gemeinde zählt man nicht weniger als fünfzehn Leute, die das 8 0. Lebensjahr überschritten haben. Das ist für ein Dorf von 900 Einwohnern eine sehr hoye Zahl. Die älteste Frau zählt 92 3ahre. Ein 79jähriger Sänger besucht noch regelmäßig die Hebung stunden des Gesangvereins, erscheint meistens als erster unb halt mitunter am längsten aus. — 3n ber Bautätigkeit herrscht hier zur Zeck Hochbetrieb. Ein Doppelwohnhaus unb brei Einfamilienhäuser sinb gleichzeitig im Bau. Weitere Hm- und Anbauten sind noch für diese Dausaison vorgesehen. Da auch berecks in ben Vorjahren etwa ein Dutzenb Reubauten aus- geführt würben, kann von einer Wohnungsnot hier nicht mehr gerettet werben. — Die hiesigen Basaltsteinbrüche, auf bie man in ber Rachkriegszeit große Hoffnungen gesetzt hatte, haben stark enttäuscht. Zur Zeck ist noch einer im Betrieb, unb auch dieser nur mit ganz geringen Arbeitskräften, so daß die Vermutung nahe liegt, er würde eines Tages stillgelegt werden. Der Bruch liefert wohl einen vorzüglichen Pflasterstein, aber der Basalt ist nicht geschlossen, wodurch kostspielige und zeitraubenoe Erdbewegung notwendig wird. Kreis Alsfeld. -r. Ober-Ohmen. 26. April. 3m benachbarten Unter-Seibertenrod war ein Taglöhner mit Holzhauen' beschäftigt. Dabei rutschte ihm bie Axt aus und er schlug sich den Daumen und Zeigefinger der linken Hand ab. Stumpertenrod. 26. April. Die in Köddingen herrschende Maser nepedemie hat auch auf unser Dorf übergegriffen und beginnt sich hier auszubreiten. Kreis Lauterbach. & Lauterbach, 26. April. Bei der Beschlußfassung über den städtischen Voranschlag für 1928, über die gestern bereits berichtet wurde, wurden zur Deckung der Gemeindeumlage von 64 000 Mk. folgende Ausschlagssätzc gutgeheißen: von je 100 Mk. Steuerwert Gebäude und Bauplätze 12 Pf., von je 100 Mk. Steuerwert land» und forstwirtschatlich genutztem Grundbesitz 24 Pf., von je 100 Mk. Steuerwert gewerbliches Anlage- unb Betriebskapital 40 Pf., von je 1 TU. des feftgefteüten slaatl. Gewerbeertragssteuersolls 50 Pf., vom staatlichen Sondergebäude- steuorsvll 17 Pf. Diese Steuersätze sind dieselben wie im vergangenen 3ahre. Eine Erhöhung der Steuern ist somit erfreulicherweise nicht eingetccten. Dabei muß hervorgehoben werben, daß diese Sätze mit bie niedrigsten in Hessen sind. Bei ber Beratung des Voranschlags wurde gleichzeitig beschlossen, das Wasser- g e l d um etwa 4000 Mk. zu ermäßigen. Zur Durchführung dieser Maßnahmen wurde eine Kommission gewählt, die entsprechende Vorschläge machen soll. — Hinsichtlich der Eröffnung der Jreibadeanstalt wurde beschlossen. ben beiden hiesigen Turnvereinen daS Werbeschwimmen zu übertragen 3ebem ber beiden Vereine bleibt bie Ausslel- lung und Ausarbeitung eines entsprechenden Programms überlassen. Für die von auswärts zug-övgenen Schwimmer bzw. Schwimmerinnen wird freie Bahnfahrt gewährt. Als Eröffnunngs- tag wurde der 10. 3uni in Aussicht genommen. — Der Bürgermeister gab fobaimn eine Be- sch werde des Motorsportklubs über schlechte Straßenbeleuchtung in Lau- terbach zur Kenntnis. Vom Bürgermeister wurde festgestellt und einwandfrei nachgewiesen, daß die Straßenbeleuchtung in Lauterbach eine recht gute ist unb In keiner Weise beanstandet werden kann Durch'chnitt'.ich brennen während dtc Kosten der Schürsungsarbeilen, die demnächst vergeben werden sollen, werden durch monatliche Kostenbeiträge der Haushaltungsvorstände aufgebracht. ~ Lützellinden, 26. April. Die Fischerei in den öffentlichen Gewässern her hiesigen Gemarkung, die bisher an den Bezirtsschornstein- segermeister Georg Keil zu Gießen verpachtet war, ist mit Zustimmung der Gemeindebehörde an den Angelsportverein Gießen c. V. weiterver.pachtet worden. O Dornholzhausen. 26. April. Die Derbindungsstrahe von hier nach der Provinzial st raße Wetzla r—B u h b a ch, der sog. „Oemeinitetoeg“, befindet sich in einem Zustande, ber geradezu eine Gefahr für die öffentliche Verkehrssicherheit beben- bet. Dom Dorfausgang bis zur Provinzialstraße reiht sich auf dem Weg Loch auf Loch. Bei nasser Witterung ist ber Weg für Kraftfahrzeuge. Radfahrer, sowie Fußgänger kaum passierbar. Es nimmt eigentlich wunder, daß bet dem überaus schlechten Zustand des Weges bisher noch keine Unglücksfälle vorgetommen sind. Mit Ausbesserungsarbeiten kann hier nicht abgeholfen werden, der Weg bedarf vielmehr vom Anfang bis zum Ende einer gründlichen Neuernde ck u n g und 3nstandfetzung. Wie verlautet, ist seitens der Kreisstraßenbauverwaltung, in deren Unterhaltung der Weg steht, die 3nstand- setzung für dieses 3ahr noch nicht beabsichtigt. Sollte dies wirklich der Fall sein, so wäre cs Sache der Chaussee') vlizeibehörde, ben Weg im 3nteresse der Verkehrssicherheck mit sofortiger Wirkung polizeilich zu sverren. ch Oberkleen, 26. April. Dieser Tage fand hier durch die Ortspolizeibehöroe zu Groh- Rechtenbach unter Zuziehung eines auswärtigen Sachverständigen, eines Vertreters des 3agd- pächters, des Zagdvvrstehers und der geschädigten Grundstücksbesitzer die Abschätzung des durch Schwarzwild angerichteten Schadens am Wintergetreide im 3agdbezirke rechts des Kleebaches statt. 3ns- gesamt handelte es sich um sechs Schaden fälle, in denen bis auf einen Fall auf Grund des Sachverständigengutachtens eine gütliche Einigung zwischen dem 3agdpächter und den Beschädigten erzielt wurde. Der abgeschähte Schaden belief sich insgesamt auf rund 200 Mark. Hierzu kommen 1500 Mark Schoden für Kartoffeln und Getreide vom Herbst vorigen 3ahres, so daß der 3agdpächter für das abgelaufene Pachtjahr insgesamt 17 00 Mark Wildschaden aufzubringen hat. Die Pacht für die 3agd beträgt nur 1600 Mark. Wit Rücksicht auf diesen enormen Wildschaden hat die Gemeinde dem 3agdpächter für das abgelaufene Pachtjahr einen Pacht- Nachlaß gewährt. Neuerdings tri,tt das Schwarzwild auch in dem 3aghbezirke links des Kleeboches auf und richtet dort Schaden an. — 3ni Anschluß an den Abschatzungsiermin in der hiesigen Gemarkung fand eine gleiche Abschätzung im benachbarten 3agdbezirk Vollnkirchen statt. Hier lagen 17 Schadenfalle vor, in denen der Gefamtschaden auf über 300 Mark abgeschätzt wurde. Krers 99t; örrrg. js Marburg, 26. April. Der 9jährige Sahn des Kutschers Peter aus Marbach, der vor etwa vierzehn Tagen in einen Kessel kochenden Wassers stürzte, ist an den schweren Brandwunden in der hiesigen Klinik gestorben. — Die Derhondlung gegen den 17jährigen Josef W c i l, der in der Rächt zum 8. April die 67jährige Elise Krämer e r • mordete, wird voraussichtlich im Mai stattfinden. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Mordes und Notzucht erhoben. Kreis Kirchhain. II Kirchhain, 26. April. Der Mühlenbefitzer Kaufs von der unterhalb Amöneburg gelegenen Brückermühle hatte das Glück, in der Ohm einen Hecht zu fangen, der dos stattliche Gewicht von 25 Pfund bei einer Länge von 1,17 Meier hotte. Dillkreis. WSN. Dillenburg. 26. April. In der letzten Stadtverordnetenoerfammlung wurde der Haushaltsplan für 1928 mit 1 575 700 Mark festgesetzt. Zur Deckung des Fehlbetrags werden erhoben 160 Prozent Zuschlag zur staatlichen Grund- Vermögenssteuer, 300 Prozent Zuschlag zur Ge- werbcsteuer nach dem Ertrag unb 800 Prozent nach dem Kapital, für Filialbetriebe 360 bzw. 060 Prozent. Die Steuersätze konnten bei der Gewerbesteuer um 200 Prozent gegenüber 1927 gesenkt werden. Schweres Explosions-ung ück. WEN. Fulda. 26. April. Eine schwere Explosion ereignete sich heute vormittag in ber Färbereia Stellung brr Valentin M e h - ler A.-G., Segeltuchweberei in Fulda. Ein Dampfzylinder platzte aus bisher noch nicht feUgeitellter Ursache und zertrümmerte bie anstoßenden Mauern. Zwei Arbeiter wurden getötet, ein Arbeiter schwer verletzt, während zwei weitere Arbeiter leichtere Derleyunaen davontrugrn. Da durch die Explosion auch oaS in dem Derk befindliche TransformatorsuhauS d-s Ueberlandwerles Fulda erh.blich beschädigt wurde, waren für einige Zeck bie benachbarten Fndustriewerke von der Stromzufuhr ab» geschnitten. Großfeuer bei Henschel & Sohn in Kassel. WSN. Kassel, 26. April. Heut? abend gegen V>9 Uhr brach im alten Werk der Lokomo- trvsobrik Henschel & Sohn in einem großen Magazin ber Lokomottvmontage Groß- feuer aus. Dieses Gebäude hat drei Stockwerke. in denen sich Lagersachen von großem Derr befinden. Sämtliche Feuerwehren Kassels waren in wenigen Minuten zur Stelle, die mck 47 Schlauchleitungen die Bekämpfung des Feuers aufnahmen. Nach l1 2ftünbigcr Tätigkeit gelang es den vereinten Bemühungen der Feuerwehr. den Brand auf den Ausbruchsherd zu beschränken. Die Entstehungsurfache ist wahrscheinlich auf Kurzschluß zurückzu'ühren. Ein Teil des Daches ist eingestürzt. Das in den unteren Etagen befindliche Lager für K cinloto- motiven und Ausrüstungsteile ist teilweise ausgebrannt. Zwei Laufkranen sind umgestürzt, doch wurden nur wenig Derheugmaschinen beschädigt. Ebenso sinb die fertigen und halbfertigen Lokomotiven unversehrt geblieben. Menschenleben finb nicht in Gefahr gekommen, ©rnfte Betriebsstörungen treten nicht ein. Das Ergebnis der Frankfurter Frühjahrsmesse. Am Mittwoch hat die Frankfurter Frühjahrs - mesie ihr Ende erreicht. Der Besuch während der Messezeit ist gegenüber ber Frühjahrsmesse des Vorjahres auf ba> Doppelte gestiegen. 3n geschäftlicher Beziehung kann man das Ergebnis ber diesjährigen Früh ahrsmesse ckls mittelmäßig bezeichnen. Konjunkturelle Faktoren spielen naturgemäß eine große Rolle. Die Unklarheit über die bevorstehende wirtschaftliche Entwicklung übte vor allem auf die Ter- tilgruppe, die schon feit Wochen unter sehr stillem Geschäftsgang zu leiben hatte, einen großen Einfluß aus. Trotzdem hatte ein Teck der Textilmesse gute Ergebnisse aufzuweisen, das sind u. a. leichte Baumwvllwaven unb Strckk- sachrn, Strümpfe und Trikotagen. Für anbeie Teile ber Textilmesse, wie Damenmäntel. Hrrren.- konsektivn unb Herrenwäsche, war teilweise ganz guter Absatz zu erreichen. Ein anderer Haupt teil, ber unter ber gegenwärtigen Lage zu leiden hat, war die Möbel- gruppe. Gesucht waren hier lediglich Quali- tätSwa« mittlerer Preis.age. Die stark vergrößerte Möbelmesse schloß im allgemeinen befriedigend. Die in Anlehnung an di^ Möbelmesse gleichfalls gut beschickte Abteilung der Holzbearbeitungsmaschinen erfreute sich bis zum Schluß eines regen Geschäftsganges. 3n der Leder- unb Galanterie- warenmeffe war das Ergebnis bei ben Ausstellern sehr geteilt Teilweife körnten recht gute Abschlüsse zustandekommen. Reiseutrnsilien und Koffer gingen gut. Auch die Aussteller von Dommerspielwareir waren mit dem geschäftlichen Ergebnis zufrieden. Auch Sprechmaschinen und Zubehör fanden guten Absatz. Bei diesen im Hause Offenbach untergebrachten Gruppen machte sich besonders das Ausland durch Käufe bc- merkbar. Die hauswirtschaftiiche Gruppe tonnte ihr Gefchäft in den letzten Messetagen Derart verbesseren, daß von einem recht befriedigenden Gesamtergebnis gesprochen werden kann. Das Ergebnis der Schuh- unb Leber- messe war erwartungsgemäß unbefriedigend. Mmrgels hinreichenden Angebots war ein stärkerer Zuzug von Einkäufern unterbunden. Trotzdem muß festgestellt werden, daß bie Aussteller die Messe diesmal länger gehalten haben, als dies in den letzten Fahren sowohl hier, als auch auf anderen Weiseplätzen der Fall war Die stark Dertretene Hausfchuhgruppe fa ib angemessenen Zuspruch. 3n Bodenleder entwickelte sich ein lebhafteres Geschä t. DaS Kunstaewerbe, das nach 1'/, Jahren wieder ün Haufe Werkbund dominierte, war mit dem Ergebnis nicht sonderlich zufrieden. Ganz besondere Beachtung sand die ün Rahmen der Messe stehende Lebensmittelausstellung, bie vom Ausland sehr gut beschickt war. Die diesjährige Frühjahrsmesse hat in erster Linie dazu gedient, zahlreiche neue De- schäftSverbindungen anzuknüpsen. Als recht erfreulich kann man bie Beteiligung des Auslandes bezeichnen, wobei Frankreich an ber Spitze stand. Dann erst folgten Oesterreich und die Schweiz. Ungarn, Südslawien, England u. a. m. Amtsgericht Gießen. * Gießen, 20. April. Gin Kraftwagenführer R. aus der Umgebung von Gießen hat einen hiesigen Elektromonteur Z. verklagt, weil dieser geäußert haben sollte, er habe nur zwei Chauffeure, die für Reparaturen, die sie ihm zuwiesen, Schmiergelder nähmen ober verlangten, der eine davon sei R.. unb ber sei auch ber Schlimmste. 3n der heutigen Sitzung stellte sich heraus, daß ber Zeuge W.. bei dem R. bedienstet war, und der aus irgendeinem Grunde mißtrauisch geworden war, eines TageS den Z. telephonisch anrief, sich als Chauffeur R. ausgab und fragte, ob er mit seinem Wagen zwecks Vornahme einer kleinen Reparatur zu Z. kommen könne. Auf dessen Antwort, er könne um 4 Uhr kommen, fragte W. weiter: .Da bekomme ich doch etwas?" unb erhielt von Z.. der annahm, R. spreche mit ihm. die Antwort: .Selbstverständlich bekommen Sie etwas, das habe ich 3hnen ia schon versprochen." Hieraus äußerte W.. er habe von der letzten Sache auch noch etwas zu bekommen, worauf Z. nach kurzem Besinnen erklärte: .Dann machen wir das in einer Sache." Nachmittags ließ sich W. durch R. zu Z. fahren und frug ihn, ob er dem R. schon etwas gegeben habe. Um R. zu schützen, stellte Z. dies in Abrede, worauf ihm W. erklärte, er selbst und nicht R. habe ihn am Vormittage angerufen, Z. bekomme feine Arbeit mehr von ihm. Daraufhin ging Z. abends in die Wohnung des W. und setzte ihm auseinander, R. sei schon mehrmals mit kleinen Reparaturen bei ihm gewesen und habe ihn jedesmal gefragt, ob er etwas dafür bekomme Er. Z., habe ihm Dann stets ein Trinkgeld ün Betrag voy etwa 20 Ps. bis höchstens 1 Wk. ober eine Zigarre gegeben, er habe nur zwei Chauffeure, die für Reparaturen Trinkgelder nähmen ober verlangten, der eine davon sei R. und der sei ber Schlimmste. Bei diesen Behauptungen bleibt Z. auch heute unb stellt entschieden in Abrede, von Schmiergeldern gesarochen zu haben, während R. ebenso entschieden bestreitet, von Z. ecwas te.langt halten. Die e.' habe ihm ein einziges Mal unoujgefordert 40 Pf. als Trinkgeld gegeben. Die Parteien verglichen f i ch hieraus Z. erklärte, er wolle Dem R. nicht den Vorwurf machen, daß er Schmiergelder angenommen oder verlangt habe, und übernahm die Gerichts- und Sühnetermins- sowie seine eigenen Kosten, während R. feine Anwaltsloften übernahm. Mein grober Innen-Umbau beginnt Samstag, den 28. April Ich gewähre während dieser Zeit auf meine riesigen Bestände in Baumwoll- u. Weiß waren, Damast usw., Damen- u. 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Del den X erhielten die De stimmen 1915 5 Stadtverordneter Derltn-LlchlenSei 120Z Stimmen ft ringischen Sanbtc 100 Mannesltimi Eisenach erhielt i und nut 2639 Mi bentmtoobl erhlel Frauen- bei 6204 gegen 5815. Daß dir 6 o Frauen nicht diej ihnen suchten, zei In Mainz erhiel 6821 Frauen- gec der Landlogswahl Vtt Ile auf 103 Kamen, In Ahr holen IM Frau Del den Reichste Lozialdemblrater 21 423 weibliche 1924 sandten die demokratische QI Die gestaltet gung der Fr gesagt werden, ihnen auferlegten »° wenig bewußt eifria zur Wahl dahlmüde. Q gaben In achtzc lö Pro;, mehr ( sie hatten also < diese, aber ” dahlberechti! SL«*»* Die gol Vornan °°dhchhtbhDeu! 401 Fortletzung. •5fc S.„bt A_" l'lber trieb e Z ble rnvarleti »eilen würde. Lei er na* C “ unh ? W*!« frÄ» |i °>'Ier ^meni k?’ d'kon !'ü""ung M Nr. 99 Drittes Statt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) 8'eitag, 27. Apri! 1928 Wie wählen Krauen? Don (5. Äveiz. □Dill man diese Frage beantworten, so kann man zunächst seftftetten. daß d e deutsch-m Frauen eine Abneigung gegen alle radilalen Parteien -eigen, mjgen sie nun der Rechten oder der Linken anz h>ren. Dc: den hessischen Landtagswahlcn von 1927 zum Dc.f.iel wählten die Tlunner 1878 Kommunisten, die Stauen nur 999. in Köln (a.nen sür die Kommunisten 7.7 Proz. .Frauenstimmen zur Abgabe, zegen 15 Proz. Männerstimmen. Bei den Pro- vinziallandtazswablen im Jahre 1925 entfielen 17,9 Proz. aller Männerstimmen und nur 8.3 Prozent aller Frauenstimmen auf die Kommunisten 0,27 Proz. der Frauenstimmen entfielen auf die Deutschvöltifche FreiheitSpartei gegen ),60 Pcoz. bei den Männern. Bei den Thüringer Landtag-Wahlen von 1927 kamen auf 100 Männerstimmen für d e Kommunisten 77.4. die Hationalfodaliften 732. Bei den Wahlen «um Reichstag und Landtag für 1924 wurden von den Männern 28. von den Frauen 17 Kommunisten gew. h't selbst im toten Sachsen tarnen nur 17 311 Frauenstimmen auf 22 051 Männerstimmen für diese Bartet. Man kann we;t?t(>in feftflcten. daß die Frauen 'ich bei ber Ausübung der Wahlpflicht stark non der Kirche beeinflussen lassen. Für das Zentrum überwiegen die Frauenstimmen und bet K.rchenwah'>.n überwi gen die weiblichen Stimmen. Da- Zentrum erhielt bei den letzten Wahlen in Mainz 7493 Frauen- und 3902 Männerstimmen. Bei ben Wahlen zur Rrtional- »ersammlung erhie't in Köln da» Zentrum 79 000 Stauen- bei 47 000 Männerstimmen. Bei den ReichStagswahlen von 1924 kamen für da- Zen- trum auf 100 Männerstimmen etwa 153 Frauenstimmen. Weiter ist sestzustellen. bafj die Rechte bisher bei den Frauen ihre beste Stütze hatte. Bei den ReichStagSwahIen vom Jahre 1924 kamen auf 100 Männer- etwa 127 Frauenstimmen für die Rechte. Bei den Stadtverordnetenwahlen von 1924 in Dresden entfielen auf 22,598 Stimmen •ür die Deutfchnationa'en nur 15 017 aut Männer: bei jenen In Leipzig im Jahre 1921 kamen für Me Rechte auf 100 Männer- 131 Frauen stim- nen. Bei den preußischen Landtag-Wahlen 1921 irhicllen die Deutfchnationalen bei 16 9 ManneS- stimmen 1915 Frauenstimmen. Bei den Berliner ■6tabtDerorbnctcnwablen von 1920 gaben in Berlin-Lichtenberg die Frauen 1620. di' M-'nner 1207 Stimmen sür die Rechte ab. Bei den Thüringischen Landtagswahlen von 1927 kamen auf 100 Manncsstimmen 109,6 Frauenstimmen: in Cifenad) erhielt die Einheitsliste 3600 Frauen- imb nur 2639 Männerstimmen. Zur Reichspräsi- Lentenwahl erhielt Hindenburg in Weimar 8957 grauen- bei 6204 Männerstimmen, In 3ena 7488 (egen 5815. Daß die Sozialdemokraten an den grauen nicht diejenige Stütze haben, die sie an ihnen suchten, zeigen die nachstehenden Zahlen. 3n Mainz erhielten die Sozialdemokraten nur 6821 Frauen- gegen 8661 Männerstimmen. Bei Der LandtagSwahl von 1927 kamen in Thüringen für sie auf 100 ManneS- nur 95,3 Frauenstimmen: in Apolda erhielten die Sozialdemo- iraten 1852 Frauenstimmen, die Einheitsliste 2318. Bei den RrtchStagswad'en von 1924 erhielten die Sozialdemokraten in Köln 34 524 männliche und 21 420 weibliche Stimmen 3n den Reichstag von 1924 sandten die Frauen 59, die Männer 72 sozial- remokratische Abgeordnete ,, * ,,, Wie gestaltet sich nun die Wahlbeteiligung der Frauen überhaupt? CS mutz gesagt werden, datz die Frauen sich leider der ihnen auferlegten D f l i ch t zur Wahl noch immer Gu wenig bewutzt sknd. Während zuerst die grauen eifrig zur Wahl kamen, zeigten sie sich recht bald Da hl müde. Bei der Reichslagswahl 1924 gaben in achtzehn Wahlkreisen die Frauen 16 Proz. mehr Stimmen ab als hie Männer: sie halten also ein Mehr von 4730 Stimmen «14 diese, aber es fehlten die Stimmen von 7696 wahlberechtigten Frauen. Es wählten bei Oie goldenen Berge. Vornan von Clara Dieöig. Tophrtght by Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart. 4g. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Kaspar hätte dem alten Mann gern ein paar droschen gegeben, damit er ins Wirtshaus gehen tonnte, sich da auszuruhen: aber er traute sich nicht. Winzer sind keine Bettler, wenn sie auch arm find. Vhn jelber trieb es fort. Er hatte viele Bekannte Hier, die erwarteten, datz er noch mit ihnen oer- veilen würde. Der angesehenste Mann aus Mun- Ben, der Sebastian Brandt, der den größten Wein- Hergsbesitz im Dorf hatte — überhaupt hier herum — und der sich jetzt, aus der Not der Zeit heraus, Loch einen Handel mit Obst und Honig zugelegt Hatte, denn er besaß gute Verbindungen nach den Städten, der hatte seine hübsche Tochter mitge- Hracht. Die machte dem jungen Dreis schone Augen, enb ihr Vater lud den ein, noch eine Taste Kaffee mit ihnen zu trinken. Sebastian Brandt nahm es Bem jungen Dreis ordentlich übel, daß der ab- schlug, und die hübsche Theres zog ein Mäulchen. Kaspar lieh sich mit der Fähre übersetzen, nun Dar er auf derselben Seite der Mosel, auf der Borten liegt. Sein Rad lief geschwind, wenn er gut iutrnt, konnte er In einer halben Stunde schon bei kn Bremms fein Es verlangte ihn, Simon Bremm ju sprechen. Er fühlte sich freier, als es nun stiller um ihn wurde, und er allein war. Roch einmal sah en nur wenige Maimschasten aeneld:t. In der Meist e r l l a s s e werden sich am nächsten Sonntag in Gießen die la- und die Ib-Mcrnnschaft des T. D. 1846 Gießen messen, da die letztere im vorigen Jahre Meister der ^-Klasse war. In der Jugendklasse trcs'en die Mannschaften deS T. D. Wetzlar und des T. D. 1846 zusammen. In der A-ÄI a s s e und bei den Turnerinnen werden die Maimschasten deS T. D. 1846 kampflos DczirkSmeister. Es ist besonders bei den Tur- nerinnen zu bedauern, daß die Mannschaft deS M. T. D Gießen nicht antreten tarni. da diese im vorigen Jahre bis zur GarwerbandSrunde Vordringen konnte und dort gegen den ehemaligen D. T.-Meister sehr günstig abschnitt. Die Sieger der Bezirksspiele treffen sich dann am 6. Mai zu den Gaumeisterspielen. Handball her O. T. Turn- u. Spv. Marburg l — Turno. 18461 1:1 (1:0). Die Gießener traten am Sonntag auf einen harten und zähen Gegner und bewiesen in diesem Spiel, daß die Mannschast in letzter Zeit in guter Form ist. DaS Spiel fand auf dem Kämps- rafcn in Marburg statt und wurde reichlich hart durchgesührt. Die Marburger führten zwar bei Halbzeit ID. muhten sich aber kurz vor Schluß den wohlverdienten Ausgleich von feiten der Gießener gefallen lassen. Die Entscheidungen des Schiedsrichters waren nicht einwandfrei. 5. Bezirk im Turngau Hessen (O. T.) Die Sommerspiele. bpw. Butzbach. 24. April. Die Sommerspiele deS 5. Bezirks im Turngau Hessen kamen am Sonntag hier unter der Leitung deS stellver- hxtenbcn BezirkSspietwarts L. Wei ckhardt (Butzbach) zum AuStrag. Di« Beteiligung war aufsallerch gering. waS allerdings seine Erklärung findet in dem zu frühen Termin für die Meisterschaftsspiele, der dazu erst wenige Tage zuvor bekanntgegeben worden war. Sv waren 86. Kreisiumlag des IMelcheinkreises der D. T. Eigener Bericht des „Gießener Anzeigers", bpw. Hanau. 22. April 1928. Der 86. Kreisturntag des Mittel- rh ein! reifes der D.T. trat am Sonntag in Hanau zu wichtiger Beratung zusammen. ES waren 348 2ll>geordnete anwesend, darunter zahlreiche Dertreter auS dem besetzten Gebiet und von der Saar. Der Gau -Hessen hatte die folgenden bekannten Turner in das Turnerparlament entsandt: W. Will, Erle. Paul, Reining, Kling, Erb, Laudon, Lang (sämtlich Gießen); Schmidt (Heuchelheim), Schüler, Korn der (Wetzlar), Dr. Rern (Butzbach), Dr. Koch (Ridda), Wolf (^Interschmitten), Sern (Rieder-Ohmen), Dopf (Groß-Eichen), Groos, Heberlein, Dr. Stier (Marburg), Thierolf (Friedberg), O e r t e 1 (Rieder-Wöllstadt), Hartmann, Oß- wald. Weiß (Dad-Rauheim). Unter Leitung von Gauoberturnwart W. Will versammelten sich die Hessenturner am frühen Morgen zu einer vorbereitenden Sitzung, in der die Tagesordnung des Kreisturntages durchyesprochen und die Stellungnahme zu den Anträgen festgelegt wurde. Hm 11 Hhr vormittags vereinigte eine weihevolle Gedächtnisfeier für den verstorbenen Oberturnwart der D. T., Studienrat Max Schwarze, die Abgeordneten. Anschließend eröffnete der erste Kreisvertreter, Fabrikant A. Pfeiffer (Wetzlar), den Turntag, dabei besonderen Gruß dem Ehrenmitglied des Kreis- Vorstandes, Fabrikant Otto Schatt in Hanau (früher langjähriger zweiter Kreisvertreter), und den Vertretern der Behörden entbietend. Don letzteren fanden Oberbürgermeister Dr. 2 l a u m für die Stadt Hanau, Regierungsassessor Dr. R i e d i g e r für die Kreisverwaltung und Kaufmann Willms für den Ortsausschuß des Reichsausschusses für Leibesübungen herzliche Worte des Gegengrußes, die ein feines 2er- ftändnis für die geistigen Worte zeigten, die dem Turnertum seine besonoece Rote geben. In seiner Berichterstattung über das abge- lausens Geschäftsjahr gab der Kreisvertr"'er aus der Fülle der sich immer mehr steigern-.en Arbeitslast einen gedrängten allgemeinen Bericht. Er versäumte nicht, neben der Darstellung der Erfolge auch die hier und da in Erscheinung getretenen Mängel zu erwähnen. Gr begrüßte als ein Zeichen des Fortschritts besonders die Arbeiten auf bisher weniger gepflegten Gebieten. So erwähnte er u. a. die neuere Ausgestaltung der Kreiszeitung, die Errichtung einer Kreis- Pressestelle und die gesteigerte erfolgreiche Arbeit der T a g e s p r e s s e. Für die Pflege der Jugend und des Wanderns erscheint die wachsende Zahl der Jugend- und Wanderheime innerhalb deS Kreises von Bedeutung, der Kreis- vertreler gedachte dann der außerordentlich aufopferungsvollen Arbeit der Darmstädter Turnerschaft, die dem 33. Kreisturnsest zu einem großen werbenden Erfolge vecholfen habe. An die in der nächsten Zeit die Turnerschaft beschäftigenden Aufgaben erinnerte der Bericht durch Hinweis auf das Deutsche Turnfest in Köln und idie Iahngedächtnisseier am U. August. Gauoberturnwart Will (Gießen) wurde unter lebhaftem Beifall des Turntags der Glückwunsch der Kreisleitung zu seinen; Doppeljubiläum entboten. Auf die Entgegennahme der Berichte ter Fachwarte wurde verzichtet; sie werden im Druck erscheinen. Dagegen begegnete die Rechnungsablage des Kreiskassenwarts R ö b i g (Rödelheim) lebhaftem Interesse. Einer Eii nähme von 240 089,71 Mk. stehen Ausgaben von 229 273,45 Mark gegenüber. Die Kasse geht also mit einem Bestand von 10 816,26 Mk. in das neue Geschä'ts- jahr. Der Kafs.'nwart and einstimmigen Dank für seine vorbildlich-mustergültige Arbeit. Eine Einwendung aus dem Turntag, daß die Ausgaben für die Wanderheime zu groß seien, entkräftete PH. R ö b i g mit dem Hinweis auf die Dorteile dieser Heime. Er trat dabei warm für das Turnerheim auf dem Feldberg ein, das mustergültig eingerichtet sei und sich seifender Belebtheit erfreue. Der Doranschlag für das Geschäftsjahr 1929 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 197 155 Mk. ab. Die für Lehrgänge eingesetzten Beträge wurden auf eine Summe erhöht, die einem Beitrag von 10 Pf. für jedes steuerpflichtige Mitglied entspricht. Die Zuwendungen an die einzelnen Gaue werden vom KreiSvorstand in Derbindung mit dem Dorstand des TurnauS- schusses festgesetzt, wobei bedürftige Gaue am meisten zu berücksichtigen sind. Das 34. Kreisturnfest soll erst 1930 statt- finden, nicht 1929, wie ursprünglich vorgesehen. Gemeldet hatten sich Hanau und Frankfurt a. M. Die Wahl fiel auf Hanau. Angenommen wurde eine Satzungsänderung, die bestimmt, daß 10 v. H. der Einnahme aus allen Eintrittsgeldern beim Kreisturnfeste an die Kreiskasse abzuliefern unb zum Ausbau der Wohlfahrtseinrichtungen des Kreises zu verwenden find. Dagegen fand Ablehnung der Antrag des Kreisfrauenturnaus- schusses, das Kreisfrauenturnen versuchsweise vom Kreisfest loszulösen und als besondere Deranstal- tung durchzu'ühren. Die Wahlen zum Kreisvorstand und Dor- stand des Turnausschusses brachten die einstimmige Wiederwahl der folgenden verdienten Turnersührer: Kreisvorstand: Fabrikant A. Pfeiffer (Wetzlar), erster KreiSvertreter; 2anö;eamter Dauner (Offenbach a. W.), Kreisschrift- und Pressewart; Prof. Gg. Dender (Frankfurt a. M.), KreiSwart für Geistesturnen'. Kaufmann Reul (Frankfurt a. M.), 2. Kreis- kasfenwart. TurnauSschuß: Turnlehrer Friede (Frankfurt a. M.). KreiSmännerturn- wart; Direktor Bitsch (Frankfurt a. M.), Kreisschwimmwart; Lehrer Reih (Frankfurt a. M.) Krcisspielwart. AlS Schriftleiter der Turnzeitung des Kreises wurde Rektor Schiller (Frankfurt a. M.) wieder bestätigt. Reugeschaffen wurde das Amt des Krsiskinderturnwaris und Studienrat Klenk (Bensheim a. d. B.) übertragen. An Stelle des beantragten Unteraus- schusfes sollen ihm eine Turnerin und ein Turner beigegeben werden, dir vom Kreisvorstand zu bestätigen sind. Hebet das Deutsche Turnfest in Köln berichteten Kreisob rturnwart Frey, d.rSchwimm- wart der D. T., R. B r a u n und Prof. 2_e n d e r. Letzterer machte nähere Mitteilungen über die Fahrgelegenheiten nach Köln. Kreisspielwart Reih erstattete einen erläuternden Bericht über die neugeschaffene Spiel- o r d n u n g. von der eine Förderung der Spiel- betoegung erwartet wird. Auf Befürwortung des Kreisvorstandes wurde die neue KreiSfpielord- nung probeweise bis zum nächsten Kreisturntag angenommen. Don den Anträgen organisatorischer Art ist besonders hervorzuheben die von den Gauen Hessen, Frankfurt und Main-Offenbach Hanau erhobene Forderung auf Auflösungder Gauverbände. Dieser Abbau der Zwischen- organlfationen zwischen den Gauen und dem Kreis fand eine überwiegende Mehrheit. Betont wurde von verschiedenen Rednern, daß das Schwergewicht aller turnerischen Arbeit in den Gauen liegen müsse. Die im Zusammenhang mit diesem Beschluß notwendig werdenden Satzungsänderungen wurden ohne Debatte angenommen. Der Antrag, den Kreisturntag wieder alljährlich abzuhalten, sand nicht die Dreiviertelmehrheit des Turntags, wurde also abgelehnt. Es bleibt also beim Beschluß des vorigen Kreisturntags, wonach der Kreisturntag in Abständen von zwei Jahren stattfindei. Der bisherige Bäderbauaus- schuß soll zu einem Turnstättenbauaus- schuß (Bau von Turnhallen,'Schwimmbädern. Spielplätzen) erweitert werden. Dem nächsten Kreisturntag soll ein Antrag darüber vorgelegt werden. Dank der trefflichen Dorbereitung des Der- handlungsstof'es durch die am Samstag vorausgegangenen Sitzungen des Kreisvorstandes und des Turnausschusses konnte der Tumtag einen reibungslosen, flotten Verlauf nehmen und sich in allen Aussprachen aus einer beachtenswerten Höbe turnerischen Geistes 6'treten. Rachdem Dau- Vertreter Burk (Saarbrücken) d:r K eisleitung den Dan? des Turntages übetmi'tclt ha'te, bildete ein Turnerlied den schönen AuSllang der erfolgreichen Tagung. auf dem Kampffelde von den Mannscha'ten, die feit Jahren regelmäßig an dm Som nerspielen terlnehmen, nur Tgm. Friedberg und Tv. Holzheim erschienen, zu dmrn noch T. u. Spv. Butzbach als „Rruling" auf dem Gebiete der Sommerspiele hinzulam. Die Wettfpi.le wurden nur in der M e isterklasse auSgeb agen; in den anderen Klassen traten Gegner nicht an, und es wurde T. u. Spv. Butzbach kampflos Meister in der A-Klasse. ebenso Tv. Holzheim in der Jugendklasse. Die Spiele in der Faustball-Meister- klasse nahmen folgenden Derlauf: Zunächst traten die Mannschaften von Butzbach und Holzheim gegenüber. Butzbach arbeitete in den ersten 10 Minuten einen Dorsprung von 6 Punkten heraus. Holzheim holte aber bald auf und konnte sich sogar bei Halbzeit mit einem Pluspunkte in Führung sehen. In der zweiten Halbzeit blieben die Partner gleichwertig. Beim Schlußpfiff stand das Spiel unentschieden 44 : 44. — Das nächste Spiel sah Friedberg und Holzheim auf dem Spielfelde. Friedberg zeigte gleich zu Anfang sein überlegenes reifes Können und schlug Holzheim, seinen schärfsten Gegner vom vorigen Jahr, überraschend hoch, nämlich 65:17 (30 6). Wer die gute Holz- Heimer Mannschaft, die als zweitbeste des Bezirks wiederholt zu den Gauspielen zugelasfen war, in früheren Jahren gesehen hat, durste einen größeren Widerstand von ihr erwarten. — Recht schön war das letzte Spiel, das sich Friedberg und Butzbach lieferten. 2knn auch die junge Butzbacher Mannschaft keine Siegesaus ichten im Kampfe mit dem mehrjährigen Gaumcister hatte, so schlug sie sich doch recht rühmlich. Der Anfang des Spiels stand im Zeichen wechselnder Führung. Friedbergs erfahrene Heberlegenhcit verschaffte seiner Mannschaft aber bald einen merklichen Vorsprung. Rach einem Halb,eitstand von 14:20 lautete das Endergebnis 24:48. Die Tgm. Friedberg hat mit vier De- winnpunkten die B e z i r k s m c i st e r s ch a f t im F a u st b a l l errungen und wird am 6. Mai in Dießen mit den anderen Dezirksmeistern um die Gaumeisterschaft zu kämpfen haben. Frühjahr-Waldlauf. bpw. Der 5. Bezirk im Turngau Hessen hält seinen Frühjahrswaldlauf am kommenden Sonntag in Bad-Rau heim ab. Es wird, wie in den Dorjahren, in drei Klassen gelaufen. Die Turner (18 Jahre und älter) haben 5 Kilometer, die Ougendturner der Oberstufe (16 bis 18 Jahre) 2,5 Kilometer, und die Iugend- turacr der Hn ter stufe 1,5 Kilometer zurückzulegen. D. f. 25. Zum kommenden Sonntag ist für die D. f. D. • Liga die Liga-Mannschaft des Sportvereins Bergen nach hier verpflichtet worden. Die Gäste- Mannfchaft gehört der Frankfurter Strcisliga (Nord-Mainkreis) an, sie fleht seit einiger Zeit m stark verjüngter Aufstellung und hat hierdurch, nach ihren gegen andere Frankfurter Kreis-Liga-Vereine erzielten Resultaten zu urteilen, etwas an Durchschlagskraft verloren. Trotzdem darf chre durch die garten Kämpfe der letzten Verbandsspielserie erprobte Spielstarke von der D.f.B.'Elf keineswegs unterschätzt werden. Die D. f. B.-Mannschaft wird sich alle Mühe geben müssen, um durch einen klaren Sieg über Bergen die am Dorsonntag gegen V. f. 9t Offenbach erlittene Niederlage wieder wettzumachen. Die „Dritte" trägt gegen die Erste von Ettingshausen ein fälliges Rückspiel aus. Ob sie den Sieg vom Vorspiel wiederholen will, erscheint in anbetracht der Formoerbesserung Ettingshausens mindestens fraglich. Während die erste und dritte Jugendmannfchast einen Sonntag pausieren wollen, empfängt die zweite Jugend Mannschaft auf hiesigem Platz die erste Jugend des Fußballklubs Steinberg. (In dem Bericht vom letzten Dienstag über das Spiel der ersten Jugendmannschaft ist ein Druckfehler dahin zu berichtigen, daß die genannte D. f. B.-Elf nicht gegen „Naunheim", sondern geaen die erste Jugendmannschaft Dad-Nauheims kämpfte. Außerdem war im Heuchelheimer Bericht zu lesen, daß die zweite D. f. B. • Jugendmannschaft aegen Heuchelheims erste Jugendmannschaft gefpielt habe; tatsächlich war dies Me dritte Jugendmmmschast Gießens, da ja, wie aus dem Berich! ersichtlich, die Zweite vom D.s. B. gegen Leun gespielt hat. Zu- letzt sei hier nochmals betont, daß die erste Schülerelf nur mit „Schüler" gegen Heuchelheim angetreten ist.) Die ersteSchülermannschaft tritt ebenfalls auf eigenem Platz gegen die gleiche deS Wetzlarer Sportvereins zu einem Gesellschaftsspiel an. Die 2. f. 2.-Schülerelf tritt ebenso wie in ihrem Spiel am Dorsonntay gegen Heuchelheim auch diesesmal lediglich mit noch zur Schülerklasse gehörenden Spielern an. Wie ihr 3:0 Sieg über Heuchelheim bewiesen, hat sie sich trotz Abgangs ihre anerkannte Spiet- stärke nicht nur erhalten, sondern diese sogar noch verbessert. Sie sollte erwartungsgemäß auch über die recht guten Wetzlarer Sieger bleiben. Die zweite vchülermannschaft hat sich die Schüler deS Steinberger Fußballklubs zu einem Freundschaftsspiel eingelaben. Spielvereinigung 1900 8ießen. 5. Am kommenden Sonntaa fährt die Liga- mannschast nach L a u b a ch , um gegen die zur 1. Gauklasse auffteigenbe 1. Mannschaft der „Tejj- tonia" Laubach ein Propagandaspiel auszutragen. Mit der Ligaelf fährt auch die 3. Mannschaft der Vereinigten nach Laubach, um sich mit der 2. E l s des Platzoereins in einem Gesellschaftsspiel zu messen. Die Liaareseroe spielt in L i ch gegen die 1. Mannschaft des dortigen Vereins für Rase n f p i e l e. Die Blauweißen sind durch Abgabe gerade der besten Spieler In die Ligaels zur Zeit wohl etwas geschwächt, und da auch die 3. Mann- schäft hierunter leidet, find Voraussagen bei beiden Mannschaften gewagt. Die 2. Jugend spielt gegen Großen-Bv- f e tf s 1. Jugend, während die 1. Schüler- elf sich die Schüler vom Fußballclub 1926 Großen-Buseck zum Gegner in einem Freundschaftsspiel auserkoren haben. Heuchelheim. Die erste Mannschaft vom Sportverein 1 92 0 fährt am kommenden Sonntag zur Austragung eines GesellschastSspieleS zum Sportverein Herborn. Herborn spielte seither in der Liga, gilt aber als Abstieg- kandidat. Trohem stellt es eine flinke und technisch sehr gute Mannschast, die es besonders auf eigenem Platze dem Gegner recht schwer machte, Punkte mitzunehmen. Auch die Heuchelheimer werden alles aus sich herausgeben müssen — besonders da sie gezwungen sind, mit Ersatz zu spielen —, wenn sie als Sieger den Platz verlassen wollen. Auch die Jugend der Heuchelheimer spielt in Herborn gegen die dortige Jugend. Hier wird Wohl Herborn den Sieger stellen. Arbeiter-Turri- und GporiSund. Der kommende Sonntag bringt nur roeniae Treffen in der Verbandsrunde. In der 1. Klasse fährt Wieseck nach Wetzlar, um am Dormitlag dieses Spiel auszutragen. Nehmen die Gäste den Geg- ncr auf die leichte Schulter, fo dürfte leicht eine Enttäuschung eintreten. Heuchelheim 1. geht nach Marburg und dürfte, vorausgesetzt daß die Mannschast komplett antritt, als Sieger heimkehren. In der 2. Klasse hat Naunheim Kinzenbach zu Gast und ro rb auf eigenem Platze Sieger dlxiben. — Wieseck II. spielt auf eigenem Platte gegen Leun I. und wird sich anstrengen müssen, wenn es nicht unterliegen will. — Hun- gen hat Fronhausen zu Gast und wird die Gäste mit einer Niederlage heimschicken. — O p - penrod I. fährt nach Alsfeld und wird als Sieger heimkehren. — Großen-Linden hat Taubringen zu Gast. Der Ausgang ist offen zu lassen. — Burkhardsfelden hat Hachborn zu Gast und wird sich die Punkte auf eigenem Platz nicht entgehen lassen. In der Jugendklasse hat Leun Treis zum Gegner. — W i e s e ck hat am Dorm'ttag Klein-Linden auf eigenem Matz zu Gast. Die Turner des Bez rkes treffen sich am Vormittag in der Stadtknabenschule zu Gießen zu einer Uebungeftunhe. Als Hcbungsplan sind die Freiübungen und Wettkamvfübungen zum Bezirks- fest am 1. Juli in Steinbach vorgesehen. Leichtathletik der Gp.'Dg. 1900. d. Als Auftakt zur diesjährigen Saison schickt am nächste.i Sonntag die 6p.- 2g. 1900 ein kleineres Aufgebot (etwa sechs Wann) von Leichtathleten zu dem Sport,est des 2allspielklubS 1 9 20 Sinn (Dill- kreis). In Anbetracht dec Tatsache, daß seither kaum Gelegenheit zum 2ahntraining gegeben war und daß man in Sinn mit nicht gerade idealen Playverhältnissen zu rechnen hat, darf man seine Erwartungen nicht allzu hoch schrauben. Trotzdem glaubt man, daß sich der größte Teil der 1900er durchzusetzen vermag. Handball der Sp.'Dg. 1900. ö. Rächsten Sonntag weilt d:e Spielvereinl- gung 1900 mit ihrer ersten aktiven, einer Jugend- und einer Schülermannschaft bei dem D. f. L. Wetzlar. Für alle, besonders aber für die Senioren, bedeutet das einen schweren Gang. Es war für die D. f. L.-Leute eine bittere Pille, daß sie vor vierzehn Tagen in Gießen eine 4: 2- Riederla^e hin nehmen mußten. Sie werden daher mit aller Macht versuchen, in Wetzlar die Scharte auSzuwetzen. Eigener Platz, die Anhängerschaft und vor allem daS Mitwirken von Paulus find Momente, die dieses Dorhaben begünstigen. Die 1900er müssen daher sehr auf der Hut fein, wenn sie ein günstiges Resultat, worunter auch eine knappe R ederlage. verstanden werden kann, herauSholen wollen. Die Jugendlichen und die Schüler werden sich Wohl kaum gegen bit geschulten Wetzlarer durchsetzen können. D. f. V.'Handball. Schon am kommenden Sonntag trägt die Hanb- ballmannschaft ihr Rückspiel auf dem hiesige« Platze gegen die erste Handballmannschast des Turnvereins A l S s e l d auS. Die D. f. 2.* Mannschaft gewann daS Dorspiel am vergangenen Sonntag auf dortigem Platz mit dem hohen Resultat von 9:3. AlSfeld wird wohl alles daransetzen, um seine Riederlage einigermaßen wieder wettzumachen. 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Wahrend im März die Wechsehiehunßen mit 4,7 Milliarden Mark eine erhebliche Steigerung überhaupt ein Höchstmaß seit der Stabilisierung aufwiesen und somit da- Anhalten der konjunkturellen Hochspannung anzc-rgten. lassen die bisher veröffentlichten PrrchultionS- und Um- schlag-Kissern im April auf ein leichtes Aachlassen der Konjunktur in einzelnen WirUchaUe^wcigcn schließen. Aus der anderen Seite zeigt der «greulich gebesserte MärzauSwei» der Außenhandelsbilanz, daß die durch Aationolisierung gestärkte deutsche Wirtschaft ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt steigern konnte. In dieser Situation ist es. nicht zuletzt für die Börse, von nicht au unterschätzender Bedeutung. daß immer mehr die Vorstellung eine- Konjunkturverlauss nach dem bekannten Schema, daß also die Phase der Hochkonjunktur von einer Krisis mit nachsolgender Depression abge- löst werde, ins Wanken gerät. Seit unserer letzten Berechnung im März hat sich da- durchschnittliche Kursniveau der an der Berliner Börse gebandelten Aktien um 5 Punkte, das der variablen Werte sogar um 9 Punfte gehoben. Diese an sich nicht übermäßige Auswärtsbewegung der Aktienkurse, zu der das Zusammentreffen von ZinStermin und DividendenauSzahlung. auf das wir in unserem letzten Monatsbericht hingewiesen hatten, beigetragen haben mag. ist aber deshalb beachtenswert, weil an ihr in zunehmendem Maße daS Publikum beteiligt war und das Interesse des Auslandes, namentlich für einige Spe- zialwerte. deutlich zum Ausdruck kam. ZweUel- los hat die in vielfach erhöhten Dividenden- crflätungen für das Geschäftsjahr 1927 zum Ausdruck kommende gestiegene Rentabilität der Unternehmungen aus die Anlageneigung ebenso günftig gewirkt, wie das obenerwähnte R a ch - lassen deS Konjunkturskeptizismus. der nur insofern neue Rührung erhielt, als der Schiedsspruch im rheinisch-westsälilchen Kohlenrevier die Möglichkeit eine» allgemeinen Preisauftriebs nähergerückt hat. Die leichte Entspannung aus dem Geldmarkt, die ebenfalls die Bewegung auf den Aktienmärkten begünstigte, hätte in einem weiteren Sinken de» PrivatdlSkontfayes deutlicher zum Ausdruck kommen können, wenn nicht zur Ausgabe von Schatzwechseln geschritten worden wäre. Schließlich bleibt al» weitere Erklärung dieser Auf- wärtSbewegung eine technisch sehr gesunde Dör- sensituation. die durch das geringe AuSmaß der für Reportzwecke zur Verfügung gestellten Gelder gekennzeichnet wird. Report» und Lombard» aller Kreditbanken, die ZweimonatSbi- lanzen vorlegen, machten Ende Februar 1928 nur 6,6 v. H. der Kreditvrensumme au», während Ende Februar 1927 da» Verhältnis der Report» und Lombard» zu den Kreditoren 13,3 zu 100 war. Bei der Plazierung von Inlandsanleihen, deren Produktion im ersten Quartal 1928 600 Millionen Mark überschritt, spielt das Ausland nach wie vor eine wesentliche Rolle, obwohl auf ausländischen Märkten selbst bereits wieder erhebliche Beträge an deutschen festverzinslichen Werten — im März 165 Millionen Mark — emittiert werden. • Reue achtprozentige hessische Staatsanleihe. Ein Bankenlonforiium unter Führung der Deutschen Bank. Frankfurt a. M.. dem außerdem noch die Commerz- und Privat- bank, die Divection der Diswntoaefellfchaft, die Dresdner Dank, die Mitteldeutsche Treditbank, die Rheinische Ereditbank. das Ban'hau» 3. Dreyfus & To., die Hessische LandrSbank, die Hessische Stommunalc La.idesbank und die Hessische Girozentrale aigebötcn, hat mit dem hessischen Staate eine achtprozentige Anleihe im Betrage von 6 Mill. Mk. abgeschlossen. Die An- leilc wird fünf Jahre unkündbar sein und alsdann innerhalb von 20 Jahren amortisiert. Die Auslegung zur Zeichnung wird bereit» anfang» nächster Woche erfolgen. Der Emifsionskur» beträgt voraussichtlich 94,50 Prozent. • (Erbölborungcn in der Südpfalz. Sei der im Gang befindlichen Bohrung auf Erdöl auf dem In der Südpfalz gelegenen Konzessions- gelänbe der J.-G.Farbeninduftrie 2L-®, Frank furt a. M, haben sich, wie der WTB -Handelsdienst erfahrt, in betracht!.cher liefe Veli puren gezeigt Ob darauf auf irgendwelche nennenswerte Deloor kommen gefchlosten werden kann, steht vollständig dahin. * Metallbank und Metallurgische Gesellschaft 21.-®., Frankfurt a. M. Die außerordentliche Generalverfammlung genehmigte da» mit der Firma Merton & To., London getroffene Abkommen, wonach die im Besitze dieser Firma befindlichen 2.340 Millionen Mark Vorzugsaktien. Serie 2, in Stammaktien umgewandelt werden unter Zuzahlung von 20 Prozent des Rennwerte». Gleichzeitig wurde beschlossen. die Auskorderung an die Inhaber der übrigen Vorzugsaktien Serie 2 zu richten, diese Vorzugsaktien In gleicher Weise unter Zuzahlung von 20 Prozent de» Nennwerte» in Stammaktien umzuwandeln Wie bereit» gemeldet, werden 5 Millionen Etammaltien zu Optionszwecken auf die bekannte 750 000 Pfund-Anleihe der Metallbank benötigt ' Mansfeld A.-G. für Sergbau und Hüttenbetrieb. Die G.-D. der Mansfeld A.-G für Bergbau und Hüttenbetrieb. Eisleben, erledigte die Regularien. Zu dem Erwerb eine» Postens Aktien der A.-G. für Bergbau. Blei und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen gab Generaldirektor Reinhold die Crllärung ab. die Verwaltung habe bei diesem Erwerb nicht nur ein kapitalistisches Anlageinteresse, sondern verbinde damit auch weitere Pläne. Heber die derzeitige Entwicklung de» Unternehmens führte er u. a. aus: Im Kupserschieserbergbau haben sämtliche Betriebseinrichtungen storungs- los gearbeitet. Die erzeugten Mengen konnten abgesetzt werden. Bei dem Kupfer- und Mefsing- toerl hat die befriedigende Befchäftigung bis heute angehalten. D e westfälischen Steinlo. lenbergwerke sind der gleichen Entwicklung unterworfen, wie die Steinkohlenbergwerke überhaupt. Die fchwie- rige Lage de» Ruhrbergbau» wird fich nur durch eine Erhöhung der Kohlenpreife mindern lafsen. Bei der Halleschen Pfännerschaft haben sich der Braunkohlenbergbau, die Salinenbetriebe und Glashütten bisher normal entwickelt. Hinsichtlich der Preise für die Haupterzeugnisfe Kupfer. Blei und Zink find nennenswerte Aenderungen nicht eingetreten. Mit einer Steigerung der Preise dürste Podäufig kaum zu rechnen fein. Sofern die Lohnfrage befriedigend geregelt werden kann und in den übrigen Verhältnissen eine wesentliche Veränderung gegen heute nicht eintritt, hasst die Verwaltung auf einen befriedigenden Abschluß. * 2l. - G. für Zellstoff- und Papier- sabrikation Aschaffenburg. In der gestrigen Aufsichtsratssitzuno wurde beschlossen, der auf den 23. Mai nach Aschaffenburg cinzuberufendcn ordentlichen Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 12 Proz. (i. D. 10 Proz.) vor- Zuschlägen. • Mannheimer Gewerbebank. In der Gläubigeroersammlung bedchtete der Revisor über den Status der Bank. Von dein an die Beamtenbank gegebenen Kredit müssen 700 000 Mark wahrscheinlich als verloren angesehen werden, dazu kommen noch 600 000 Mark Verlust aus dem regulären Ge- schäft, so daß der Gesamtocrlust wohl 1,3 Millionen Mark betragen wird. • Maschinenbaugefellschaft Karlsruhe. 9n der Aufsichtsratssitzung wurde die Jahresbilanz nebst Gewinn- und Derlustrechnung vor- gelegt, die einen Verlust von 34 862,47 Mark auf- weist. Der Umsatz des Geschäftsjahres 1927 stellte sich um 20 Prozent höher als derjenige des Vorjahres. Auch der derzeitige Auftragsbestand, der ca. 3,6 Millionen (gegen 2,5 Millionen zur gleichen Zeit des Vorjahres) beträgt, hat eine recht beträchtliche Steigerung gegenüber dem Vorjahre erfahren. Die Gefellschait vermochte trotz dieser günstigeren Allgeineinoerhältnisse im ersten Jahr nach der Sa- nterung noch keinen Gewinn zu erzielen. Dagegen besteht die Hoffnung, daß nach Durchführung ver- schiedener im Gang befindlichen Reorganisationsund Rotionalisierungsmaßnahmen die Gesellschaft in absehbarer Zeit wieder günstigere Ergebniste er- zielen kann. • Rorddeutsche Grund - Eredit- B a n k, Weimar. Die zur Gemeinfchastsgruppe Deutscher Hypothekenbanken gehörige Bank, die It. Mitteilung in der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung in diesem Iahre bisher eine Vermehrung ihre» Absatzes an Pfandbriefen und Schuldverschreibungen um 14.5 Mi'lionen Goldmark zu verzeichnen hat. legt weitere je zwei Millionen Goldmark ihrer an der Berliner Vöde bereits eingeführten öprozentigen Gold-Pfandbriefe Emission XX (amtlicher Kurs zur Zeit 09 Vroz.l zum Vorzugskurse von 97.75 Prvz ui.d kprozcn igonAc Id-Kommunal Schuldvedchrei- bungen Luns ion XVIII (amtlicher Kurs zur Zeit 95.50 Prozft zum Vorzuaskurfe von 95 Prvz. zur Zeichnung auf. Plandbrrese und Schuldverschreibungen finb vor 1. Oktober 1933 nicht rückzahlbar und genießen nach Thüringischem Gesetz Mündelficherheit Zeichnungen werden bis »um 15. Mai durch alle Bankfirmen und Sparkassen entgegengenommen. Man beachte die gestdge Anzeige Aranksurter Börse. Frankfurt a. M , 27. April. Tendenz: fester — Du feste Haltung der gestrigen Abenddörse übertrug sich auch auf den heutigen Vormittagsver- kehr. Nach dem glatten und reibungslosen Verlaus der Ultimoliquidation, wie man ihn allerdings auch meist erwartet hatte, sah sich die Spekulation zu Deckungskäufen veranlaßt. Die Hauplanregung ging jedoch wiederum von der außerordentlich st orten Nachfrage nach Spe- zia 1 werten aus. Hier wurden vom Au s 1 a n d weitere Käufe vorgenommen, doch auch die Danken- kundschaft soll, durch die meist feste Stimmung angeregt, verschiedentlich, wenn auch zögernd, mit Siauf- orders an den Markt gekommen sein. Das Geschäft war im allgemeinen ziemlich belebt. Gefragt waren vor allem die rheinischen Aohlenwerte, von denen Ilse Bergbau erneut 9 v H, Rheinische Braunkohlen 9,5 o. H. anziehen konnten. Stärkeres Intereste machte sich ferner wieder für die Zell- ft o f f ro e r t c geltend, auf die Dioidendenerhohung durch Zellstoff Aschaffenburg. Waldhof lagen 5 v. H. und Aschaffenburg 3 o. H. höher. Weiterhin waren K a 1 i ro c r t e verlangt, auf den befriedigenden Kaliabsatz. Bevorzugt waren Salzdetfurth mit plus 9,5 o. Sy, Westeregeln zogen 3,5 v H an. Karstadt lagen erneut 3,5 v. H sester. Am Elektromarkt tonnten Gesfürel 3,5 o Sy, Bergmann 5,25 und Siemens 25 v. Sy anziehen. Der E h e m i e m a r k t blieb vernachlässigt I.-G.- Farben blieben nur knapp behauptet Scheideanstalt gewannen 1 v. H Im übrigen ergaben sich meist 1—Ä o. H.-Kursbesserungen. Am 21 u t o m a r f t gewannen 91511. 2,5 o. Sy Im Freiverkehr verzeichneten die amerikanischen Kunstseiden- werte wieder lebhafte Umsätze. Amerikanische Enka 80 (Geld). Am Rentenmarkt lagen besonders Anatolier lebhaft und stark erhöht, auf die wahrscheinliche Wiederaufnahme der Ankaufsverhandlun- gen. Ferner blieben Serben gefragt. Deutsche Anleihen lagen still. Im weiteren Verlauf wandte sich den F a r b c n ro c r t e n großes Interesse zu, und I.-G.- Farben zogen 2,5 v. Sy an. Im übrigen blieben die Kurse etwa behauptet Der G e l d m a r k t war weiter etwas reger. Tägliches Geld 6,5 o. H. Am Devisenmarkt nannte man Reichsmark gegen Dollar 4,1805, gegen Pfund 20,40. London gegen Kabel 488,07, Paris 124,02, Mailand 92,60, Madrid 29,30, Holland 12,11 Bcrlinc Börse. Berlin, 27. Avril. Nachdem die Ultimo- ab Wicklung einiger Makler glatt durch- geführt war, hatte sich schon im gestrigen Nach- mittags- und heutigen Dormittagsverkehr eine all- gemeine Besestigung durchgesetzt. Für heute regte in erster Lime die Nichterhöhung der Neu- yorker Bankrate an und veranlaßte zum Teil auch außenstehende Kreise zu neuen Käufen. Wenn es hierbei zu Kursübedreibungen kam, so dürste in erster Linie das Fehlen der Limiteoerkäufe dafür verantwodlich fein. Nicht in allen Weden konnten sich die hohen Dormitlagskurse behaupten, doch war die Tendenz zum offiziellen Beginn immer noch recht fest. Die alten Favoriten standen im Dor- dergrund und erzielten Gewinn- bis zu 11 v. H. Großes Geschäft entroitfcltc sich wieder in K u n st - seidewerten und im Zusammenhang damit in Zellstoff Waldhosaktien. Farben- und Manta n w e r t c lagen vernachlässigt, aber auch hier betrug die flurefteigerung, wie bei den meisten Papieren, 1 bis 3 0.5). Anleihen ruhig Ausländer reger und Anatolier auf die bereits gestern gemeldete Wiederaufnahme der Ankaufsverhandlungen 1 bis 3 o. H. fester. Auch Türken 1 d.Sy fester und ziemlich lebhaft. Pfandbrief- markt sehr still. Farben-Bonds ca. 145 bis 146. Beachtenswed ist die angespannte Lage des Geldmarktes. lagesgelb 15 bis 8,5 d. Sy, Monatsgeld nominell 15 bis 85 d. Sy, Geld über Ultimo 7,5 bis 95 o. Sy Warenwechsel ohne Umsatz. Im Verlaufe wurde es auf (Blatt- ftcUungen der Spekulation allgemein etwas schwächer. Bemerkenswert war das Angebot in Polo- phon-Aktien, die schon relatw schwach eröffneten und vorübergehend bis auf 436 o. Sy gedrückt waren, später aber noch 6 o. Sy über Anfang, mit 449 o.Sy, gehandelt wurden. Ueberhaupi wurde es, von Farben ausgehend (plus 3 v H ). wieder recht i e st. In Ille Bergbau blieb da» Geschäft unter Schwankungen lehr lebhaft. Bem- berg büßten ca. 5 v H. ihre» anfangs über 20 v. H. betragenden Gewinnes «in. tyraiitjurur ^ctrcidcborsr. Frankfurt a. TL. 27. AprU. Zum Wo- chenschluß verkehrte der Frankfurter Produkten- markt in sehr Hiller Haltung Die etwas niebngerrn Au»landsnoti erringen bewirkten bei den Händlern eine größere Zurückhaltung, so daß Umsätze kaum zustande kamen. Die Grund- stimmung blieb jedoch weiter fest, da das Angebot auch im allgemeinen sehr klein war Die Preise lind unverändert Ss wurden notiert Weizen 1. gut. gefund. trocken, bis zu 1 Prozent Aus wuchs 27,50. Roggen 29.25 bts 29.50. Hafer, inländischer 27,75 bis 28.25. Mai, (gelb) für Futterzwecke 24. Mai» (gelb) für andere Zwecke 25.25, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 38.50 bi» 39.75. Roggenmehl 39 50 bU 41. Weizen- Qeie 15.50 biS 15,65, Roggenkleie 17. Tendenz fest Berliner Produktenbörse. Berlin. 26. April Die Aufwärtsbewegung der Dreise sand beule am Produktenmarkt ihre Fortsetzung, wosür vor allem die festen überseeischen Marktmeldungen maßgebend waren. Die polnischen Käuse in deutschem Weizen waren wiederum zu beobachten, die Rachsrage ist aber keineswegs mehr so dringend Andererseits zeigen aber auch die Berliner Mühlen wieder regeren Begehr, namentlich nach mitteldeutschem Weizen, so daß sich die Preise sowohl für essektive Ware als auch am Lie'erungsmarkte zu beseitigen vermochten. Roggen war in den Auslandosserten besonder» stark erhöht, in deutschem Roggen sanden zu billigeren Preisen als in der Vorwoche erneut Exportverkäuse nach Polen statt. Die Berliner und die Provinzmühlen find für den nur spärlich angebotenen deu.schen Rozgen gleichfalls zu etwa 2 Mark höheren Preisen al» gestern Käufer. Am LieserungSmarkte machte sich wieder lebhafte DeckungSsrage bemerkbar. Weizenmehle in den geringeren Qualitäten wieder lebhafter gefragt, die Preise sind für Weizenmehle um etwa 50, für Roggenmehle um etwa 25 Pf. pro Sack erhöht. Der Konsum entschließt sich aber nur zögernd, die höheren Preise zu zahlen. Haser liegt etwas sester. Bei fortwährend fnap» pem Angebot bewilligt der Esport verschiedent- lich höhere Sorberunien, während der Konsum immer noch Zurückhaltung beobachtet. Gerste hat sehr Heine» Geschäft. SS notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer (74,5-ke/ßl-Gewicht). 273 bis 276, Mai 287,50 bi» 286,50. Juli 295 bl» 294 bis 295 (f öfter), Sept. 275,50 bi» 276 Geld, Roggen, märkischer (69-kß !.I-Gewicht), östliche Stationen über Rotiz, 287 M» 289. Mai 303 bi« 302,50, Juli 277 bi» 276.53 Bdes, Sept. 252.50 bis 253 (feft); Sommergerste 254 bi» 290 (behauptet)- Haser, märkischer, 263 bis 269, Mai 272, Sept. 226 bis 227 (sester): Mais, zollbeg. Futtermais. 239 bi» 243 I stetig); (100 Kilos Weizenmehl 34,25 bis 38 (fest): Roggenmehl 38.75 bis 40,75 (fest): Weizenkleie 18 (fest): Weizenkleie-Melasse 16,50 bi» 17: Roggenkleie 18,5u (fest): Diktodaerbsen 51 bis 61: kleine Erbsen 36 biS 39; Futtererbsen 25 bis 27; Peluschken 24 bi» 24,50; Ackerbohnen 23 bi» 24; Wicken 24 bi» 26; Lupinen (blau) 14 bi» 14,75; Lupinen (gelb) 15 bis 15,80; Serradelle (neu) 24 bi» 28; Rapskuchen 18,80 bi» 19. Letzte Nachrichten. Der Klug der Bremen,=Stieger nach Washington. Washington, 27. April. (WTB. Funkspruch). Die Dremcnflieget werden zur Beerdigung BeneHS um 3 Llhr nachmittag» erwartet. Die reine Flugzeit von Lake vt. 2Ignc» beträgt etwa 9 Stunden, von Hü ne- seld erklärte, daß die von der .Bremen" mitgenommenen Flaggen der Vereinigten Staaten, de» Iren-Freistaate», Deutschlands, des Rotdd. Lloyd und der Hapag am Grabe DenettS niedergelegt werden würden. Man nimmt an. daß die Flieger bi» ©am»tag in Washington bleiben und von hier am nachmittag in Mitchelsield eintreffen werden. Bei dem gestrigen Empfang in Lake St. Agne» war auch der deutsche Generallonsul Kempff- Mvntreal antoefenb. Abb6 Savard von der Sabie Bay begrüßte die Flieger, worauf von Hü- nefelb antwortete und für die gastfreundliche Ausnahme dankte. Jrmikhirt a. M | Srrltn 5ra"kfuri Q. M Hertln Schlitz- l Ubr- Sd).u„ Uni ans Rur* Anr« 36 4 1-7.4 *5.5 92.5 76,9 ■ na. 4,25 4.25 25.5 25.6 25.5 12.5 13,25 13.65 18 158,75 157,5 157 | 8 155,75 156 14(1 140 250.5 13.75 13,13 51,8 17.3 51.9 17.4 14.4 13.9 t 10 10 12 12 10 10 lo 9 8 158 156.25 52,1 17.4 Devisenmarkt Berlin —Frankfurt Telegraphische A»szahl 233,ti IO6.Z5 136.6 l w. _j 27.25 2 13.4 I 16,49 16*.60 22.11 111.97 M 87 2.625 112.22 80.69 69.95 12.41 73.07 fl'rr» •55.25 rro.r^ ZZ8 154.25 ld6.25 139 . 458 174 5 -47 159 151.5 155 >12 134 231.75 13.75 | 13.4 5.8 [ 17.75 ' 134,75 £16 .'48*5 i 159.5 I 151.5 I 134.5 134.5 233 I 237 1 27. 4. | 26 4. 27.4 pamb -Subam Taow Ich panfa lamcffduff Ac-rbbruUktxr Llovb Ällg. Drurschr trebttanfL. Sann r Sanfverct.' Serllncr Hanbrlsaciellsch. tonnnerj- anb Pnru-Bt. Dannft u. Äaticnalban!. De mich« Bank. DiStc>ntc>-6>«scllschafi Hnl Dresdner Bant . . . Murrldenuche CrtbttbanJ Metallbank... Reichs bank Berlin, 2t. «vnl )ran»onichk Jloicn Holländttche Noten...... Italienisch« Noten ...... Norwegische Noten...... Deui'ch Lellerr,5100 Kronen Nnmantiche Noten...... Schwedische Noten ...... Schweizer Noten....... epanrttbf Noten....... Kchcchoilowotiich« Noten . . Ungarische Noten..... (Wtlb_ ti.43 167. in 22 03 III 5ü 58.6-1 2.605 111.78 80.37 69,67 12.35 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reich«bankdi»kont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. ' -51 5 162 I52.2? ; 157 Tarmn I»/. Dt «eichsanleide v. IN- It Änl flblol Schuld m.i Aueiot -Rechten ■ - ■ JktaL obiit Äu4l (-Rechte» 7*/. »ranff So dpt untunbbar bt» 1932 . . i'V/e Rdeinnchk OOP -Bank £iqa -Wo bpf 3 6 @ ab« BorlritgS-Cb (yanentn. rüchodldor 1932 I o Schweu Bni deSd -Lnl Oetterelchlsche SolbNe- i,Vj Ctficn ich. Cilbtrrtf . i7* Oelierreich. etooeitl Rtr <•/« Ungarische Soldne 4*/. Ungarische Slaa,sr. v 1910 «' **.. de Sgl von 1513 v*. U na arische Kronenrte . . 4»/, Turk ^ollanleid« v 1911 4»/. lurt Bagbabdadn - Anl Lerte I...... «•/e de Sgl- Serie II..... <•« Rmnänen convcrt 9tU- 4,/i“. Rumänen Sotdanl. - von 1913 . . . Lüg Deu.ichc Eisenbahn 4*/, Hamdora-Amenla Pater. . 6 Jrauhfurt a. »ertht ächlutz- Aut« i-Ubt- Ritts Sd> ub »mang Äure | Aar« Tatmn: *6. 4. 1 27. 4. | 24. 4 <7.4. Pblltvv Holpnann .... 12 Heibelderoer Cement . . . r Lernen! Rarlftabl......8 tiaoi A ffrruag.....1c Schuubets Pavenhofer. . 16 üftroertt.........12 Brr. Slanzttoff......15 vewderg..........8 Zcllsto > Waldbof .... 12 3 estauer Qa».......> Tctmltt Motoren.....o Demag...... 0 Abienverte Alever.....0 Lobw Loeue ...... K Nat automobil......6 Cnnri-tn A Lovvel.... 4 Linke Hs'mcmn ..... v Leonbarb Hetz........ Samoa- " ............ ^ranff. lchtn« .... 0 tsdenet - - .... 7 Hevliaenst«dt ....... 0 ftrniaboBfi..... e Lech werke.........8 Matntrastwede....... Miag ............ Nrtarlolmer......... DetrrS Unwn........ äkbr. Roeoer ...... ll Potpt 4 Haestner ..... 6 Cübd Zocker ....... o B« 163.5 149 5 iro 145 — 3 383 203.5 105.5 94.5 I 25 83.7;. 134 24 88.25 121 120,1 135.5 »7.25 102,5 180.5 143.5 ifnotra - 308 206 5 ..i M I 83.75 h7i - 145 164 365,5 316 752 54 4 75 297 193 134.75 ZH0.5 105 5 51 94 25 255 98.5 131.25 271 25 85 136.6 89 134.25 57.1 108 183 143,25 871.5 320 7C8 579.75 309.25 205 130 201.5 106 54 63.5 261 100.75 132.5 276 — - - 136 184 - ^erlm. 26 epnl »cld Brrr' tamtati'4« Noten ..... Belgische Noten ...... Tartitbc Noten ...... ItnalW Noten........ TTö 58.23 111,74 20.34 1718 M.47 112,18 N.62 Sdilub- 1 Uhr- u., Hn* ong ftnr» Aut» ft'r* Pur« Tamm-. 26 4 ««• 1». | 77 4 ........7 167 I6y 164 60 i;u «ergmanu .........8 (flifft- ^trscrvngen. . . . lo 188 174 193.25 173.5 186.5 171.25 193.9 174.7j L-.cht und Arctt .....10 .'27.75 -30 223 231 Hellen 1 (*uiU name .... 6 132.5 133.5 123 5 134 Srl • Elek r Uniem- . . 10 .157.5 331 263.13 289 •« Hamb. Slektr. tterke ... 10 NVeio. Elelrr.......8 — 163 161 159.5 162 6 161.75 Schlei. Elekrr........io - 202,0 20i lZchuckrn ........." 197.5 199.13 I9j, 4 506 .5 200 e irmcnS ± Halkke . ... 16 311.5 313 313.5 Iran tobt- ........ 8 — 172,7o 174 ifabmeorr ± ilo........9 183 — 1kl 183,5 Bcbern»..........o Teotlchc Erdöl.......6 95.5 97.5 132,5 95 130 2 97,5 132.5 Essener C eintoble.....8 — ■ I4i «Gelsenkirchener . f. 9 * Harvener... . .....8 voelw Ersen.........5 07 171 -84 15i 136..5 170.75 14-’ 280 13. 173,5 142.S -SO 3 3 Nbeinische Braunkohlen io IUI.5 1U0.5 99 5 99.25 -91 294.5 287 ZSM Nbeinnabl.......0 Site deck Montan.......6 158.5 >59.2, 151.25 |57 156.5 152.25 Bereinigkr Stablw- f. */» 3 2 95.5 - 5,5 »6^ Crnm Mine । .... i st — — 15.25 «all «scherSlebe-i.....10 186 — 165 «aliwefterege n - • io »allroerf SaUbettnrrb • ■ 12 201 .-04.5 201 —> — 38.5 306.5 g ® Garden-Indllftrle. K TvnaoiU Nobel.....C »7.5 287.25 .64.75 «7.5 — IÄ Lcdcid an>ialt.......8 190 191 - 107.13 -olbl'chmidt.........5 106.5 - U>6.25 RütgerSwerke ...... v 102.5 103.5 103.25 103 Metall gesell'chatt ..... 10 - 179 — - 26 »pril 27 kly ril LwlULe Nori runj llnuUche Jioiurunj «elb «rre- -Stlö ttrier HmH.» Non 164,22 166,56 I68.38 iti.tz 16afn.'Htrtf 1.764 1.7« l.7ti 1.7» Sri. flnrro 58,33 5b,43 58.^5 66.475 ttbnfriania 111,71 111.93 114.71 Ul.Iß JRrp85«' ferti ... 16,43 16. .7 16.43 16.47 Schrvett . . 40.47 69 M 80.63 10.49 80.14 €9a ’un . 69.72 63. W 63 82 gaoan .. . I.W6 1.990 1,38t 1.990 *te ve Jan Btrn tn 1-* ».5045 0.5055 J.5U3 U.5U7 Ctfi- abflcrt •*.76 58 88 -8,775 *,8U5 Prno . . . 12,375 12.395 12.373 12.293 «ei irab . 7.253 7,467 7,3^3 7.457 $ abay.it . 72.96 73,10 72.93 73.07 itiul artei 4.017 3.024 4.017 3.0-24 Lissabon 17.73 17.77 17.58 17 62 Ian da . . . 81.50 61.fo 11.52 11.68 Sonst ntto. 2. IS, 2,132 t.V* l. YSt HlLtn. . . 5.475 5.585 5.425 5,435 lEcncba 4.176 4.181 4.175 6.183 Urn oav - • 4.326 4.493 4.341 4.339 36.M5 Lair« »903 3.431 36.905 Neue Bücher. — Sophie Kloerß, »Rund um Redewisch". Roman. 178 S. 8'< Seh. 2.70 Wk., (Sanzl. 4.50 Mk. Verl. Scherl. Berlin. — Sophie Klcerh liebte es in ihrer letzten, reifen Zeit, nicht einzelne Personen zum Mittelpunkt der Erzählung zu machen, sondern sich einem Kreis von Menschen zuzuwenden, der durch Verwandtschaft oder sonstige Bande miteinander verbunden tft. So ist es in „Rund um Redewisch" das Gut Rede- wisch, in der Rahe von Rostock gelegen, zu dem alle handelnden Personen in Beziehung treten, und das mit seiner Landschaft, seinem Leben und Treiben (fiten Geschehnissen die einheitliche Atmosphäre verleiht. Dos Ganze liest sich so natürlich und einfach, daß die große Kunst der Erzählung kaum zum Bewußtsein kommt, lind doch ist es meisterhaft, wie klar die verschiedenen Charaktere voneinander abgehoben sind, für wie Dtel- fältige Schicksale unser 3nteresse erregt wird und mit wie leichter Hand die verschlungenen Fäden dieser Geschehnisse geordnet sind. Den größten Reiz auch dieses Kloerhschrn Romans bildet aber der Ton der Darstellung, seine humordurchleuchtete Wärme, fein Ernst ohne Schwere, in dem die liebenswerte Persönlichkeit dieser leider zu früh dahingegangenen Dichterin erquickend zum Ausdruck kommt. 87 — Das Künstler-Ehepaar Hans R e r k i n g und Lene Obermeher vom Frankfurter Schauspielhaus, das auch durch seine mundartlichen Dorträge im Rundfunk bekannt ist, hat eine Sammlung von Frankfurter Dialektdichtungen auS drei Jahrhunderten geschaffen, die unter dem Titel „Lustig Gebabbel" im Südwestdeutschen Funk-Verlag in Frankfurt a. M. erschienen ist. Das 117 Seiten umfassende, gut ausgestattete und durch viele historische Frankfurter Bilder ergänzte Buch kostet in hübschem Gefchenkband 3.50 Mk. und enthält Dichtungen von Friedrich Stolhe. Adolf Stoltze, Carl Malst. G. W. Pfeif'er, 3. W. Sauerwein, E. H. A. Höllenstein. P. Quil- ling, Robert Schneider u. a. Jeder Freund der Frankfurter Heimatdichtung wird seine Freude an diesem Buche haben. 89 — Mary Borden-Flamingo. Roman. 2lus dem Englischen. Uebertragen von Eva Mellinger. 400 Seiten 8®. (Romane der West, heraus- gegeben von Thomas Mann und George H. Scheff- auer f.) Ganzleinen 2-85 Mark. Th. Stnaur Verlag, Berlin W 50. 156 — Ajax. Der nicht Kaiser wurde. Die glücklichsten Jahre des Ex-Kronprinzen Berlin W 30. 1928, Hensel & Eo. Verlag. 125 Seiten, zwei Abbildungen, in haltbarem Kunstdruck- kartonumschlag 3 Mk. 95 — Ludwig Kapellen »Die Flucht des Florian Fabet“. Roman. 316 Seiten. 8°. Verlag LIllstein, Berlin. — Dieser spannende Kriminalroman fesselt durch die anschaulich geschilderten und häufig wechselnden Schauplätze der Handlung: immer neue Verwicklungen, immer neue, eigenartige Situationen lassen den Leser bis zum Ende in erregender Ungewißheit über den Ausgang des Dramas. Florian Faber wird deS Mordes verdächtigt und muh fliehen. In der Einsamkeit der Hochalpen findet er einen Freund, der ihm durch ein tragisches Schicksal bald wieder entrissen wird. Der Roman führt dann in ein geheimnisvolles che nisches Laboratorium und auf den spannungsrcichen Kampfvlatz des Gerichtssaals. — Atemlos folgt man dem Leidensweg dieser gehetzten Seele, bis eine aufsehenerregende Entdeckung das Dunkel lichtet, das über ihm lastete. — Der Band ist in der Reihe der ..gelben Ullsteinbücher für 1 Marl' erschienen. 85 — Der arbeitende Mensch in der erzählenden Literatur. Ausgewählt und herausgegeben von Dr. Otto Reüburger. (Lan- genS Bücher der Bildung. Band 2J.) Preis in Leinen gebunden 3 Mk. Verlag von Albert Langen in München. — 3n diesem Band sind die schönsten Blüten aller deutschen und ausländi- schen Deru'sromane gesammelt und kleine Geschichten wie größere Schilderungen von verschiedenen Beru'en vereinigt. Es ist erstaunlich, welch reiche Fülle von Stv f. der bisher in keiner Weise der Arbeit des Lehrers und des praktischen Beru'sberaters nutzbar gemacht war, damit zutage gefördert wurde und hier von der mannigfaltigen Schönheit der gelernten und ungelernten Arbeit in Handwerk und 3ndustrie, der freien und geistigen Berufe zeugt. Man staunt über Öen Reichtum an anschaulichem be- rufSkundlichen Stoff, der in der schönen Literatur enthalten ist. So trägt daS Buch in jeder Hinsicht dazu bei, zur Arbeit zu erziehen und die Arbeit zu einem doppelten Genuß werden zu lassen, — ein wirkliches „Buch der Bildung". Die bekannte Langensche Bücherreihe wird dadurch in höchst erfreulicher Weile bereichert, nicht nur um einen neuen Band, dem man großen Erfolg prophezeien darf, sondern auch um ein ganz neues Gebiet und Thema. 37 und dazu MufeSe, da- ist bt e richtige Nahrung föc Oei« Äiub. Bullrich-Magen-Salz «ar tu Mauer Tadn ng Mik tem ’Btlöe der «rrfinbe*». 100 3abr» untibertreficn getzen Folgen Qerbauunc und Sodbieimen. fforl»erw Sie gratb franko Probe mi ®e6rau*»«nrwd|unq. Vutoer 250 ß 0.60, labletten 0 2» unö 1.S0. 3362D __________________A. W. A C. W. BallriA. Berlin W 35 Wh Warum ärgern Eie sich immer mied«, daß Ihre Zahnpasta beim Gebrauch to spritzt and Iksnen febesmal Ihre Sachen beichmuftt? Der uchen wie einmal die BiOX-ULTRA-3abnpafla, sie besitzt diesen Fehler nicht, sie ist besser und bnb-f ber-nitenb ipariamer. ffiGXULTDA Die stark schäum ende Sauerstoff-Zahnpasta wird von vielen Zahnärzten als beste existier ende Zahn. Dalia beuiebnet u. »eibft benutzt. Kleine Tube 50 Pf. 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Einsprüche gegen die Richtig- und Bost, ständigkeit der Stimmkartei sind innerhalb der OffenlegunySfrist, bei Meidung des Ausschlüsse-, bet dem Oberbürgermeister (Wahlamt, Stadthaus Bergstraße 20, Zimmer Rr. 13) schriftlich anzuzeigen oder zur Niederschrift zu geben. Soweit die Richtig, lest einer Behauptung nicht offen hmbtg ist, sind Beweismittel beizubringen. Wird ein Einspruch nicht sofort für begründet erachtet, so entscheidet über ihn der Kreis- ausschuß endgültig. Stimmberechtigt ist, wer am Wahltage (20. Mai 1928) Reich-angehöriger, 20Jahre alt tft, in Gießen wohnt und nach dem Reich-Wahlgesetz oder der Reichssiimm- ordnung am Stimmrecht weder behindert, noch von ihm ausgeschlossen ist. Abstimmen kann nur, wer tn eine Stimmkartei oder Wählerliste eingetragen ist oder einen Stimmschein hat. 43038 Gießen, den 27. April 1928. Der Oberbürgermeister. J.B.: Dr. Seib. Samstag, -en 28. d. 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