Nr. 253 Erstes Blast 178. Jahrgang Zreitag. 26. Oktober 1928 Eriche»", rag Uch, außer Sonntag» anb Feiertag» Beilagen. Gießener Familiendlätter tzeimal im Bild Die Scholle monats-BeinesprtU: 2 Reichsmark unb 20 Retchspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter» scheinen «inzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernfprechanlchlüsse: 51, 54 unb 112 Snlchrifl für Drahtnachr richten Anzeiger Siehe«. Postscheckkonto: Stanffurt am Dlain 11686. Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck unv Verlag: vrühl'sche Untverfilütr-Vuch- und Stcinöruderd K Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig. für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzoorfchrift 20° , mehr. Chefredakteur Dr Fnedr TBilh Lange. Derantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lange für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen Teil Er ist Blumfdjein; für den Anzeigenteil Kurt Hillmann. sämtlich in (Riehen SesprechungenmitparkerGllbett Der Reparaiionsagcnt unterrichtet das Reichstabinetl übcrdenBerlausseincrRe^e Berlin, 25. Off. (priaafinformalion.) wie In palilifchen («reifen oerlaufet, Hai bereits gestern abend eine kurze Besprechung zwischen Parker Gilbert und dem Reichswirtschaftsminister Dr. L u r f I u s stattgefunden. Diese erste Fühlungnahme ist heute mittag in einer Besprechung i n d e r Reichskanzlei fortgesetzt worden, an der außer dem Reparationsagenfen Reichskanzler Füller, Reichsfinanzminister Dr. h i l f e r d i n g und Reichsbantprapdent Dr. Schacht tennahmen. Die Besprechung dauerte etwa li Stunden und galt im wesentlichen der Unterrichtung der deutschen Stellen über die Auffassung in dem an der Repara- tiot.sfrage interessierten Ausland. 3m übrigen wird in den beteiligten Kreisen über den Inhalt der Verhandlung strengstes Stillschweigen bewahrt. Es ist anzunehmen, daß in den nächsten Tagen das Relchskablnett Zusammentritt und daß bann dem Reparationsagenfen der deutsche Standpunkt über die Wege mifgefeilf wird, die zu der Einsetzung des Gutachterausfchusses für die Repara- fionsfragc führen sollen, wie wir zu wissen glauben, berichtet der Reparafionsagenf, daß sich keine Einheitsfront gegen Deutfchland gebildet habe, so daß immerhin eine Aussicht auf einen günstigen Fortgang dieser Verhandlungen besteht. Ulan hofft deshalb in hiesigen Kreisen, daß die Dinge einen sachlichen verlaus nehmen werden. Voraussetzung dazu ist natürlich, einwandfreie Sachverständige zu finden, die das gesamte Problem nach reinen weltwirtschaftlichen Gesichtspunkten zn lösen vermögen. Eine lahme Berieidigung. Lord Eushendun begründet das Flottcn- kompionnß. London, 25. Oft (WTB.) Lord Cushendun, der stellvertretende Minister des Auswärtigen, hielt in Blackpool eine Rede, in der er die Sjaltung der Regierung in der Angelegenheit des englisch-französischen Flottenkompromisses verteidigte. „N.chts," so führte er u. a. aus, „war törichter und alberner als der größte Teil der Kritiken, die gegen dieses Kompromiß vorgebracht worden find. Dieselben Leute, die unaufhörlich mit lauter Stimme nach einer internationalen llebereinfunft schreien, verfielen plötzlich in wahre Paroxismen der Wut und des Mißtrauens, weil wir mit Frankreich eine freundschaftliche Vereinbarung getroffen haben. Es ist das Ziel der britischen Politik, mit sämtlichen Ländern gleichmäßig gute Beziehungen zu unterhalten. Eine neue englisch-französische Entente existiert nicht, weil die frühere nicht aufgelöst worden ist und weil freundschaftliche Beziehungen zu Frankreich einen wesentlichen Faktor der englischen Politik darstellen. Es ist aber völlig falsch, zu behaupten, daß die englische Regierung sich als Werkzeug benutzen ließ, damit Frankreich in ungerechter Weise gegen Deutschland auftreten konnte. Ich gebe zu, daß die Aussichten für eine internationale Abrüstung zur Zeit nicht besonders ermutigend sind. Wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen, aber es ist nicht mehr zu hoffen, daß wir etwas ausrichten können, wenn man uns als im Verborgenen arbeitende Verschwörer oder als unglaubliche Tölpel hinstellt, wenn es uns einmal gelingt, mit irgendeiner Ration uns über diese so verwickelten Dinge zu verständigen. Es ist uns vorgeworfen worden, daß wir uns in dem Kompromiß mit Frankreich damit einverstanden erklärt haben, daß Frankreich kleine Unterseeboote in unbeschränkter Zahl baut und daß seine ganzen militärischen Reserven für die Rüstungseinschränkung außer Betracht bleiben. Was die Unterseeboote betrifft, so haben wir Frankreich nichts derartiges gestattet aus dem einfachen Grunde, daß es jedes Recht schon jetzt besitzt und wir nicht die Macht haben, seine Ausführung zu verhindern. Die Regierung hat die vollkommene Abschaffung der Unterseeboote vorgeschlagen, aber alles, was sie erreichen konnte, war eine Begrenzung der größeren Unterseeboote, und, da sie glaubte, daß ein Sperling in der Hand besser sei, als eine Taube auf dem Dache, war sie damit einverstanden. Sie war bestrebt, die militärischen Reserven eln- zuschränken, aber |i< fand sich im vorbereitenden Abrüstungsausschuß in dieser Frage in Gesellschaft einer kleinen Minderheit. Sie hätte durch Festhalten an ihrer eigenen Auffassung verhindern können, daß überhaupt etwas zustande kam, aber sie hätte ih ren Standpunkt nicht durchsetzen können. Die Regierung ging aber nicht darauf aus, die Abrüstung zu vereiteln, weil sie nicht in allem ihren Willen haben konnte. Als sie nicht alles erreichen konnte, was sie wollte, nahm sie, was sie b e F o m - men konnte. Das war die alleinige Grundlage ihres Vorgehens beim Abschluß des englischfranzösischen Kompromisses. Bayern und die Reichsreform. Die bayrische Delegation zum Ergebnis der Landerkonferenz. München, 25. Oft. ($11.) Zu dem Abschluß der Länderkonserenz wird der „Bayerischen Staatszeitung" aus Kreisen der bayerischen Delegation folgende Auffassung bekannt: „®ie von der R e i ch s r e g i e r u n g dem Ausschuß vorgelegten Entschließungen, die man in Kreisen der bayerischen Delegation als ungeeignet für die Fortführung der Beratungen bezeichnet hatte, sind zwar den beiden neugeschaffenen Unterausschüssen überwiesen worden, jedoch nur zur Kenntnisnahme, nicht als Material. Vergleicht man die aufsehenerregende Entschließung der Reichsregierung und die jetzt vom Ausschuß angenommenen Richtlinien. so ergibt sich, daß die neuen Richtlinien, doch sehr bedeutungsvolle Zugeständnisse an den Standpunkt der süddeutschen Länder enthalten. 3n dem Beschluß ist von der „Aufrechterhaltung" leistungsfähiger Länder die Rede, womit Bayern, Sachsen, Württemberg und Baden ausdrücklich feststellen wollen, daß territoriale Veränderungen in ihrem Gebiet nicht in Frage kommen können. Weiter wird besonders betont, daß die Beseitigung des Dualismus zwischen Reich und Preüßen nicht getrennt vorgenommen werden dürfte. 3n dieser Wendung ist eine Abkehr von dem von dem früheren Reichskanzler Dr. Luther vertretenen Standpunkt zu erblicken, der bekanntlich das preußische Problem unter vorläufiger Beiseite- legung der süddeutschen Staaten in Angriff nehmen wollte. Ebenso gegeben ist aber auch eine Abkehr von der Entschließung der Reichsregierung, die in Punkt 4 a l s Vorbedingung für eine Beseitigung des Dualismus zwischen Preußen und dem Reich einseitig die Klärung des Verhältnisses des Reiches zu den übrigen Ländern forderte, aber diesen selbst nicht zugechand, daß diese Klärung nur gleichzeitig mit der Beseitigung des Dualismus zwischen Reich und Preußen möglich sein sollte. Daraus hat in der Sitzung der bayerische Ministerpräsident sofort hingewiesen. Was den abgelehnten bayerischen Antrag zu Ziffer II Sah 3 betrifft, so geht er auf die bayerische Besorgnis zurück, daß der Sah seitens des Reiches dazu benutzt werden tonnte, um weiter in d i e Hoheitsrechte der Länder einzugreifen, wäh.end die Mehrheit ihn augenscheinlich dahin deutete, daß durch ihn nicht nur eine Erhaltung der jetzigen eigenstaatlichen Au gaben, sondern weiter eine Rückübertragung sämtlicher Reichs- aufgaben auf die Länder erstrebt werde. Selbstverständlich kann im Laufe der Verhandlungen der Antrag stets wieder eingebracht werden. Wenn das Ergebnis dec dreitägigen Verhandlungen des Verfassungsausschuses a:ch in mancher Hinsicht nicht befriedigt, so wird man doch den Tlmstand nicht übersehen dürfen, daß bei dem jetzt eingeschlagenen Weg die Länder diejenigen sind, die bei der Reugestal- hmg ein immerhin gewichtiges Wort mitzu - reden haben. Wären die jetzigen Verhandlungen gescheitert, so wäre mit der Möglichkeit zu rechnen gewesen, daß der Reichstag die einh its- lüsterne Wirtschaft und alle möglichen anderen Organisationen, wie der Lutherbund, zum Scha- ben der Länder de Führung an fiep gerijen hätten. Durch die neuen Richtlinien ist aber auch für diese eine Fessel geschaffen worden, die nicht von heute auf morgen gesprengt werden kann." Münchener Echo. Der erste Ansturm abgeschlagen. München, 25. Olt. (Tll.) Als bisher einziges Blatt äußert sich der „Bayer. Kur." zum Abschluß der Länderkonfe enz und ertlärt, daß man zugeben müsse, daß im Vergleich der Länderkonferenz vom Januar d. 3. die Initiative derer, die unler allen Umständen eine weitgehende Reichsreform wünschen, stark vorgestohen sei und an Boden gewonnen habe. Man könne nicht t>erfennen, daß die zutage tretenden Schwierigkeiten vorerst keine Lösung gefunden hätten, sondern nur vertagt sei. Das Damolles-Schwert der Vernichtung sei zwar noch nicht auf die deutschen Länder herab- gesaust, es hänge aber drohender denn je über ihnen. Auch die eingefleischtesten Unitaristen mühten aus dieser Konferenz die Lehre ziehen, daß die Zeit noch nicht gekommen sei, um den auf purem Zentralismus ruhenden Einh.its- staat zu errichten. Sie mußten erkennen, daß eine radikale Umstürzung des gegenwärtigen verfassungsrechtlichen Zustandes in Deutschland mehr Schwierigkeiten als Erleichterungen bereite. M Raubmörder Heidger überwältigt wurde. Erneut gestellt. — Erbittertes Jeuergefecht durch die halboffene Tür. — Ein viertes Opfer. — Verwundet in die Hände der Polizei. — 3worxenloiQ nener o naie otaecKi » wenig, e ptdeexx * Sehnet c Graupein • NeDci K Gewiner,(§)wind$tiiie. «O se» dichter Oji massiger Suosuowesi Q Murmischer nordwesl ftie Pfeile fliegen mit dem winde Oie oei oen Stationen stenenden Zahlen Heven die Temperatur an Die Linien eerbmdeo Orte out gleichet* eut neeresnirtae mnaerechnetea Lvltdrnce Lbettcrvo ^ussagc. Ein neues kräftiges Tiefdruckgebiet naht von Westen heran. Unter seinen Einfluß wird unsere Witterung gelangen, so daß wir weiterbin mit trübem, regnerischem Wetter zu rechnen Haven. Die Temperaturen werden zunächst etwas anfteigen, später aber wieder zurückgehen. Voraussage fürSamstag: Meist bedeckt, Temperaturen wenig verändert, weiterhin Niederschläge. Witterungsaussichten für Sonntag: Noch immer unbeständiges Wetter. Lufttemperaturen am 25. Oktober: mittags 14,4 Grad Celsius, abends 12,1 Grad Celsius; am 26. Ott.: morgens 11,9 Grad Celsius. Maximum 14,4 Grad Celsius, Minimum 10,5 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe: am 25. Oktober: abends 11,6 Grad Celsius; am 26. Oktober: morgens 10,6 Grad Celsius. — Niederschlag 13,5 Millimeter. S ’V’tbet 6«.' i"Oin SÄS! gelötet* Donein^ >D.t\ »< . „ *’•*•'«Kassel Kb te'fe Ä«ZL is-"’Ä fe K-äx Sr-r-L lö vor aff«; Vilich jiyt» j allev- M»tee Soige. Ar sich nämlich Jette eine 2 erfonen zur ptijife 6ie zW auch s e 6i? 2Kotk und Tot* ).$. der Getöteten Helen 199 v.ch. dem Wessen erschlagen. Der Kindes Fällen durch Srtränkm Hllch fagt die Statistik die Xötungen erfolgt entualen Höhe. So ist lir Torten Dvrd* und i\\tw chat, eL sicht mit le, tem Ostpreußen schließlich erst mit 2,63 inttoDinj. Die Zch* für suh. sie sind ekschÄ* Stauens. "Mam die Xt. T und trockener Form aber wohl Tragödie Lr^ denen dir ab 25. Oktober; Ober-Erlenbach—Kloppenheim ab 29. Oktober. *• Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des zweiten Abschnittes des Stadt- theater-Abonnements muh von morgen an erfolgen. Räheres hierüber im heutigen Anzeigenteil. “ Maßnahmen zum Schutze der Jugend. Die Ortspolizeitehörden unb die Gendarmeriestationen sind von ter Regierung erneut angewiesen worden, scharf die Befolgung ter Anordnungen zu überwachen, die zum Schuhe der Jugend erlassen Worten sind, und Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. Rach den bestehenden Vorschritten ist das Verabfolgen oder Ausschänken von Branntwein und das Verabfolgen von branntweinhaltigen Denußmitteln in Gast- und Schankwirtschatten und im Kleinhandel an Personen unter 18 Iahren, sowie das Verabfolgen oder Ausschänken anderer geistiger Getränke und nikotinhaltiger Tabakwaren in Gast- und Schankwirtschaften und im Kleinhandel an Personen unter 16 Iahren zu eigenem Genuß verboten. Bildstreifen, zu deren Vorführung Jugendliche unter 18 Jahren zu gelassen werden, bedürfen einer besonderen Genehmigung. Außerdem ist schulpflichtigen Kindern der Besuch von Wirtshäusern, öffentlichen Tanzlokalen und Kino- theatern ohne Begleitung eines Ellernleiles oder derjenigen, die Glternstelle vertreten, oder eines Lehrers untersagt. ** Was darf mit der Post nicht Der- schickt werden? Nach der Postordnung dürfen feuergefährliche und leicht entzündliche Sachen, wie Streichhölzer, Benzin, Kalziumkarbid und Aether in Postsendungen nicht verschickt werden. Zuwiderhandlungen werden ausnahmslos gerichtlich verfolgt. Die Absender haften außerdem für jeden entstehenden Schaden. Wer sich nicht ganz klar darüber ist, welche Gegenstände wegen ihrer leichten Entzündlichkeit von der Postbeförderung ausgeschlossen sind, erkundige sich bei seinem Postamt. Von der Postbeförderung sind weiter ausgeschlossen solche Sendungen, deren Außenseite ober sichtbarer In- halt gegen die Gesetze, das öffentliche Wohl ober die Sittlichkeit verstößt. Einbegriffen sind darin auch Sendungen mit beleidigenden ober unsittlichen Angaben ober Abbilbungen. 50 Jahre Oberhessischer Verein für Innere Mission. Am Dienstag, 6. Ro- vember, kann ter Oberhessische Verein für Innere Mission sein bOjähriges Bestehen feiern. Die Veranstaltung wird eingeleitet durch eine öffentliche Jahresversammlung des Vereins im Jo- hannessaai. in Gießen, in deren Verlauf D. Dr. Cordier über „Die Krisis ter modernen Wohlfahrtspflege und die Innere Mission" spricht. Der Festgottesdienst findet abends 6 Ahr in der Stadttirche statt und bringt die Festpredigt des neuen Direktors ter Rieterram- städter Anstalten, Pfarrer Schneider, Rieter- Ramstadt. Ein Familienabend vereinigt dann die Freunde der Inneren Million. Professor Veidt, Herborn, wird über „Innere Mission und soziale Frage" sprechen. Am Mittwoch folgt die Jahresversammlung des Landesvereins und des Landesverbandes in Hellen. ** Der Oberhessische Verein für die Basler Mission hält seine diesjährige Hauptversammlung in Dad-Rauheim am 28. und 29. Oktober ab. Für ten ersten Tag ist ein Missionsgottesdienst geplant, abends ein Vortrag von Missionar Lauk, Frank urt a.QU., über „China im Kampf um ten neuen Geist". Der zweite Tag sieht vormittags eine Sitzung des Vorstandes im Beisein der anwesenden Delegierten vor, wobei über das Thema verhandelt wird „Missionsarbeit daheim". Die Jahrestagung am Rachmittag wird eröffnet mit einer von Pfarrer Fischer, Rieder-Weisel, gehaltenen Andacht, worauf ter Jahresbericht des Vorsitzenden, Dekan G u h m a n n, Kirchberg, unb die Rechnungsablage durch Pfarrer S t a u b a ch, Wayenborn- Steinberg erfolgt. Den Beschluß macht ein Vortrag des Millionssekretärs Iehle, Basel, über „Welche Anforderungen stellen die heutigen Mis- svonstagungen an die Basler Million?" ** Xraintag in Darmstadt. Sonntag, den 4. November, findet der 3. Hessische Traintag im Rummelbräu zu Darmstadt statt. Die Tagung ist gedacht als eine Wiedersehensfeier der Angehörigen sämtlicher ehemaligen Kriegsformationen der Hessischen Train-Abteilung Nr. 18. Zuschriften von Teil- nehmern sind zu richten an Obertelearaphensekretär Peter Hofmann, Darmstadt, Sandbergstraße 60. Gerichtssaal. WSR. Mainz, 25. Oft. Gestern begann ter Prozeß gegen die 55jährige Frau Amtsgerichtsrat Iosefine Gehm, der zur Last gcEegt wird, in ten Jahren 1926 und 1927 zum Schaden des Hauspllegevereins 1 2 000 Mark veruntreut zu haben. Bei ihrer Vernehmung wußte die Angeklagte nicht anzugeben, wo das Geld geblieben ist. Sie habe ihr Haushaltungsgeld von wöchentlich 60 Mk. mit demjenigen des Vereins vermengt und wahllos damit die Taufenten Ausgaben gedeckt. Di« als Zeuginnen vernommenen Damen des Vorstandes bekundeten übereinstimmend die eifrige Tätigkeit ter Angeklagten im Interesse des Vereins. Später habe sich nach verschiedenen kleinen Vorkommnissen ter Verdacht entwickelt, datz etwas nicht stimme. Durch vorgenommene Revisionen stellten sich immer größere Fehlbeträge heraus, die schließlich bis auf 12000 Mk. angewachsen waren. Der Prozeß konnte am ersten Tage nicht zu Ente geführt werten. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) fi. 13.3t. Die Frage, welche Beträge die Mieter eines mit Zentralheizung versehenen Hauses zu den Kosten der Feuerung beizustcuern haben, unterliegt der freien Vereinbarung der Parteien. Ihre Auffassung scheint auch uns die richtige zu sein, weil Heinere Heizkörper auch weniger Brennmaterial erfordern. Das letzte Wort dürfte das ordentliche Gericht (Amtsgericht) zu sprechen haben. Berliner Börse. Berlin, 26. Ott. (WTB. Funkspruch) Rächten, es gestern abend in Frankfurt schwach gewesen war, ist im heutigen Frühverkehr eine Tendenz nicht ausgesprochen. Die Spekulation bleibk zurückhaltend. Die Anternehmungslust ist naturgemäß so kurz vor dem Ultimo nur gering. Kurse sind noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nennt man: Paris 124,11, Mailand 92,59, Spanien 30,09, das Pfund 485 und den Dollar 4,196750,^ Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Schuh dem Eulenkopf und seiner Umgebung. Seit kurzer Zeit rückt man dem Eulenk opf durch Anlage einer Sandgrube stark zu Leite. Wohin der Massentransport des Sandes geht, ist mir unbekannt, es scheint ater, als sollte der Hügel im Laufe des Winters tedauerlichev- weise eingeebnet werden. Auch ter Birkenhain am hinteren Trieb verdiente Schonung. Dor zwei Jahren wurde das Birkenreisig für 35 Mk., im letzten Herbst für 50 Mk. verkauft. Für diesen Betrag besaßen die Steigerer einen Freibrief zur Verunstaltung ter schönen Bäume, wie sie schlimmer nicht sein tonnte. Die Forsttehörte, an die ich mich wandte, lann leider nichts tun, da ihr dieser Teil des Waldes nicht untersteht. Die Stadtverwaltung wird gebeten, hier einzu- greifen, damit landschaftliche Reize in nächster Rahe ter Stadt erhalten bleiben und nicht ter Gewinnsucht ausgeliefert werden. R. Sprechstunden der Redaktion 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag»« Samstag nachmittag gefchlossen. Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten. REGEN. GEGEM Qs C h SPRÖDE haut H C7 T Z T s / e WIND U. SCHNEI Ntithtlchei Jean Weiset, (Heften, Soonenitrabe 6, Telephon Nr. 88 Das DeHmfllieltswaüer Geschäftliches! Wie immer beim Kochen kommt's auch beim 5lntbreiner - Koch-n daran» an, daß mau eS riebtia macht. Den ^Knlhreincr" nicht zu fein mahlen — in kochendes Wasser schütten — einige Mtnnien kochen laßen — einige Mtnuken stehen lassen — und vorüchiig abgiehen. So Auberettet schmeck» KathretnerS Malzkaffee so nut, daß man ibn nicht mehr mißen mag. 9086V nach dem erfreust?“ Ibasid sprach: „Mein König, es ist eine Mischung Rezept eines Mannes Sindbad. Er nennt die Cigarette 3 - 4 a SALEM AUSLESE Heute in Deutschland In allen Spezialgeschäften erhältlich. " SINDBAD, der SALEM-RAUCHER, erzählt weitert Der König Nabopollasar lief wütend in seinem Palaste auf und ab. „Wo ist mein Tabakmeister Ibasid? Ha, er soll einen Kopf kürzer gemacht werden zur Strafe, daß er mich mit seinen kümmerlichen Cigarettenmischungen langweilt und ärgert!“ Da nahte demütig und ergeben der alte Ibasid und überreichte eine neue Sorte von Cigaretten. Mit finsterer Miene nahm der König eine von den neuen Papyros, aber er hatte kaum einige Züge getan, als er plötzlich heiter zu strahlen begann und sagte: „O, Ibasid, wie heißt diese edle Mischung, mit der Du mein Herz 6&W und an der Abendkasse 9396D Gießener Theater-Vereinigung 07494 Kräutertee [07555 für Krankbetten. Sellereweg 39 6324D Beachten Sie bitte unsere billigen Schokoladen KleineS.ordemlicheS I Zwei gebrauchte gute 9398D Gastwirt 7lr.7< Climbach, den 24. Oktober 1928. «V7E 9417D Gi 20 Es liegt auf der Hand 18 über Sei 15 9388 D beten. Der Vorstand. RE 8774, 8309V SB al zelle, Me, VeWelötze, Miet, VW, MA» ks Ulihedoas Solomon larierTeiiii- frisdierDufi 10 6 5 Bett.: Hin i Wirk Konzert / Theater / Tanz Anfang 8.30 Uhr / Eintritt 50 Pf. Bahnhofs- Restaurant Malli Bekanntmachung Stadttheater-Abonnement Dr. phil. beaufsichtigt Schul ausga en und ertetU gründllchen Nach- htlieunierricht in aßen 3ö0)?ra. Schrltti. Angeb. unt. 91151) a.d. Gies;. An». Kreuzplatz 6 (Reihe 5 und 6) Sperrsitz (Reihe 15 bis 18), 2. Rang vargeroerellllgllos Sachsenhausen- Gietzen. Sonntag, 28. Okt. zamilien» Zusammenkunft ab 3 llhr nachm., auf der Harbtterrasse. Unt zahlreiches Erscheinen wird ge- Abonnementskarten. Gießen, den 26. Oktober 1928. Der Oberbürgermeister. 3.23.: Dr. Rosenberg. daß 6a8 Köstritzer Schwarzbier auS der Fürstlichen Brauerei Köstritz ein stärkendes Getränk für Gesunde, Kranke und Rekonvaleszenten, für Wöchnerinnen und stillende Mutter sein muh. wenn man berücksichtigt, daß obige Menge besten Gerstenmalzes dazu gehört, um einen halben Liter dieses altberühmten Bieres herzustellen. Köstritzer Schwarzbier ist erhältlich durch: Emil Schwall, Bier- grvhhandlung und Eisfabrik; Karl Burhenne, Flaschenbierhandlung, Gießen, Gteinstrahe 63, Fernsprecher 1169; Wilhelm Möller, .Zum Anker', Alsfeld; Seb. Riedmann, Bierverlag, Grünberg.W. Horz, Dierverlag, Weilburg; und in allen durch Schilder und Plakate kenntlichen Geschäften. 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(^6n Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharina SchneppWw. geb. Hofmann Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgänge unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank F.V. theol. Wilhelm Müller Gießen, den 25. Oktober 1928. 917OD Allen, die In treuem Gedenken unseres Heben Entschlafenen Herrn Karl Orbig gedachten, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Familie Bernhard Wissel. Wir betrauern den Tod unseres lieben A. FL Prof. Ernst Kutsch Obere tu dlenrat L R. gestorben am 23. Oktober 1928. Der Giehener Wingolf. *Sa^de Watzenborn-Steinberg, 25. Oft. Der seit einiger Zeit recht rege tätige hiesige Turnverein „Gut Heil" hielt am Sonntag fein Ab turnen ab. Das Preisturnen am Vormittag hatte folgendes Ergebnis: Oberstufe (Zwölfkampf): Wilhelm Zipfe, Ehrensieger. Karl Wehrum 1. Preis, Theodor 3ung 2. Pr., Karl Pitz 3. Pr. Hnferftuffe (Zwölfkampf): Heinr. Schmandt 1. Pr., Karl Weiß 2. Pr., Otto Dem 3. Pr., Ludwig Hirz 4. Pr., Otto Weiß 5. Pr.» Rud. Lang 6. Pr., Ludw. Schmandt 7. Pr., Karl Kolmer 8. Pr., Ernst Hupfeld 9. Pr., Rud. Möckel 10. Pr., Ernst Haas 11. Pr. Volkstümliche Riege (Dierkampf): Ludw. Buh 1. Pr., Ernst Sarnes 2. Pr., Karl 3ung 3. Pr., Otto Wehrum 4. Pr., Otto Sommer 5. Pr. Die gezeigten Hebungen legten Zeugnis von reger Arbeit ab. Reben den Turnern ist der bis jetzt erzielte Erfolg dem Turnwart Wilh. Zipfe und dem 3ugrndturnwart Fr. ©roß mann zu danken, die ihr Können zur Verfügung stellten. Schauturnen, einige Pyramiden, Gesangsvorträge des Gesangvereins „Germania" unb Tanz füllten nachmittags und abends das Pro- gramm der Veranstaltung aus. Aus der Ansprache des 1. Vorsitzenden Otto 3 ung war zu entnehmen, daß das Ab turnen als eine Werbeveranstaltung gedacht war. Eine Anzahl Reuanmeldungen hat dem Verein am besten bewiesen, daß seine Mühe nicht umsonst gewesen. V Mainzlar, 25. Oft Sehr viel zu wünschen lassen die Driefkastenverhältnisse in unserem Orte. Der einzige Kasten befinde sich an der Agentur am letzten Hause der Bahnhofstraße, was für die Bewohner des oberen Dorftei'es bei ihrer Briefbeförderung immerhin ebnen Zeitverlust von mindestens zwanzig Minuten bedeutet. Hier Abhilfe zu schaffen durch Anbringung eines zweiten Kastens in der Mitte des Dorfes, wäre eine dringende Rotwendigkeit. Auch die Bewohner des zwanzig Minuten entfernten Werles wären für ein derartiges Entgegenkommen der Postverwaltung dankbar. d Allendorf a. b. Öumbo, 25. Oft Nachdem sich in ben letzten Jahren, befonbers bei trockenen Sommern, öfters Wassermangel in unserer Stabt bemerkbar machte, beschloß ber Gemeinberat die Erweiterung ber Wasserleitung durch Zuführung ber am sog. Rentmeistersteich vor- hanbenen Quellen. Die Vorarbeiten hierzu wurden im vergangenen Herbst ausgeführt. Nunmehr sind die eigentlichen Leitungsarbeiten zur Vergebung ausgeschrieben worden. Damit die Stadt bei einem Brande vor etwaigem Wassermangel völlig geschützt ist, soll auch der Hochbehälter im form menoen Frühjahr vergrößert werden. S. äl t p he, 25. Ott. Der abgelaufene Sommer hat gezeigt, daß unsere Gemeinde auf die Dauer bei der Wasserversorgung durch das Gruppenwasserwerk nicht ohne Wassermesser auskommt. Dem ganzen Dorf wird eine tägliche Wassermenge von 54 Kubikmeter durch das Wasserwerk zugeftanden. 3eder Mehrverbrauch muß mit 30 Pf. je Kubikmeter aus der Gemeindekasse bezahlt Werdern Dies führte dazu, daß in den heißen Sommermonaten die Ge- meindekasse bis zu 90 Mk. monatlich für den Mehrverbrauch zu entrichten hatte. So stellte sich im 3all die gesamte abzuführende Summe für Wasser auf 150 Mk., während das der Gemeinde zustehende Rormalquantum von 54 Kubikmeter sich nur auf etliche 60 Mk. belief, da hierbei sich das Kubikmeter auf nur 4 Ps. stellt. Selbst die angedrohte zeitweise Abstellung der Leitung konnte den Lieberverbrauch nur in geringem Maße eindämmen. ES wurde deshalb eine Bürgerversammlung im Rathaus einberufen, um über die Beschaffung von Wassermessern abzustimmen, damit die Kosten gerecht auf die Haushaltungen verteilt würden. Es wurde daraus hin- gewiesen, daß diese Steuerung sich kaum teurer stellen würde, als der seitherige Zustand, da ja die erwähnten Mehrbeträge auch wieder auf die einzelnen Verbraucher umgelegt werden müssen. Trotzdem wurde der Vorschlag abgelehnt. Auf die Dauer wird man jedoch nicht um diese Regelung herumkommen. Das hiesige Hosgut hat übrigens bereits für seinen Verbrauch einen Messer. # Q a n g b, 25. Oft. Das Dezirkskrieger- fest des Hasslabezirks Hungen wurde dem hiesigen Kriegcrverein übertragen. Es findet am 7. und 8. 3uli 1929 statt. Mit den Vorbereitungen wird in Kürze begonnen. Kreis Büdingen. !! Büdingen, 25. Oft. Die Vieh p rä- miie rung auf dem diesjährigen Gallus- markt hatte folgendes Ergebnis: 1. Pferd e: Pferdehändler Oppenheimer, Ortenberg: drei 1., sechs 2. und ein 3. Preis: Pferdehändler Mayer, Himbach: vier 1., zwei 2. und zwei 3. Preise: Pferdehändler Heß. Hüttengesäß: ein 2. und 3. Preis, sowie zwei Anerkennungen: Pferdehändler Grünebaum, Schlüchtern: 3. Preis. — 2. Rindvieh: a) Dullen: 2. Preis: August Mäher, Selters: 3ohs. Hch. Kleer, Dindsachsen. 3. Preis: Konrad Kempf, Dindsachsen: Phil. Öchler, Dindsachsen. Anerkennung: Hch. 3mhof, Dindsachsen. b) Rinder: 1. Preis: Aug. Mäher, Selters: Georg Lipp, Lindheim. 2. Preis: Peter Zinn, Wolf. 3. Preis: Bürgermeister Kleer, Dindsachsen: Hch. Weisinger, Büdingen, Wilh. Kaufmann, Büdingen. Qlncrtennung; Hch. Gutmann, Büdingen, c) Kühe (Landwirte): 1.Preis: Karl Herzinger, Büdingen. 2. Preis: Otto Komp, Büches. 3. Preis: Fr. Karl Reuter, Heegheim: Georg Fetzberger, Büdingen. d) Familien (Muttertier unb 2 3ungtiere): 2. Preis: Hch. Meisingrr, Büdingen, e) Händlerkühe: 1., 2. und 3. Preis: Salomon Stern, Büdingen. 2. Preis: 3afo6 Rosenthal, Büdingen: Mayer Katz, Hcrin- chen. Anerkennung: Simon Grünebaum. Rohrbach. f) Rinder: 1. Preis: Mayer Katz, Hain- cyen. 2. Preis: Ludwig Stern, Rohrbach: Max Stern, Mtdingen. 3. Preis: Ludwig Stern, Rohrbach. Durch das schlechte Wetter waren beider mehrere Besitzer verhindert, ihre wertvollen Tiere der Prämiierungskommission Dor- lufüljren. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dah durch solche Auszeichnungen das 3nteresse der Landwirte an ihrem Vieh stände erheblich gefördert und dah somit Aufzucht und Pflege hochwertiger und artfester Raffen ermöglicht toirb. nb. Bad Salzhausen, 25. Oktober. Heute fanb auf ber Bürgermeisterei bie Ueberweisung der burch bie F el bb ereinigung gebildeten neuen Grunbstücke an die Besitzer statt. Da die ganze Gemarkung nur 55,36 Hektar beträgt, konnten nur 1,97 Hektar Massengelände geschaffen werben, das je zur Hälfte in die Nähe ber Gemar- funasgreruen Geiß-Nidda und Kohden gelegt worden ist. Die hiesige Gemeinde hat außer einigen Wegen gar keinen Grundbesitz, dagegen der Hessische Staat 12,22 Hektar. Letzterer ist nur insofern an der Feldbereinigung beteiligt, als er zur Ausgleichung Gelände zum Bonitierungswert zugeteilt erhielt, aber nicht zu den Kosten heran- J gezogen werden kann. Dies wird von den übrigen Beteiligten als ein großes Unrecht empfunden, zumal ber Ertrag aus ber Bersteigerung ber Mafien- grundstücke lange nicht zur Deckung ber Kosten genügen wirb. Für Reklamationen ist Termin auf den 30. b. M. festgesetzt. # Echzell, 25. Oft. Für das Amt eine» Fleischbefchauers für die hiesige Gemeinde, das durch den Tod des seitherigen Änhabers Karl Pipp fveigeworden ist, haben sich 2 3 D e w er.- ber gemeldet. 3n der letzten SiZung deS Gemeinderats wurden nach mehrmaligen geheimen Abstimmungen Theodor Pflüger und Otto Küfer gewählt. Die beiden Anwärter haben auf eigene Kosten ihre Ausbildung zu übernehmen und werden sich gegenseitig hn Amt ablösen. ^Ober-Wibbersheim, 25. Oft. Während ,m Vorjahre auf dem hiesigen Güterbahnhof etwa 10 0Bahnwagen Ob st zur Verladung kamen, wurden Heuer nur 3 Waggon Zwetschen verfrachtet. In letzter Zeit hat dafür der Stier anb von Dickwurz eingesetzt. Währenb zu Beginn ber Ernte für ben Zentner 140 Mark bezahlt wurden, ist ber Preis jetzt bauernb rückgängig, da die Ernte besser ausgefallen ist, als man bei ber großen Trockenheit annehmen konnte. Gegenwärtig kostet ber Zentner noch 0,90 Mark. Die Verladung erfolgt in der Hauptsache ins Industriegebiet, wo die Kleintterzüchtervereine Abnehmer sind. — Da sich die Futterverhältnisse gebessert haben, sind auch die Preise für Heu im Rückgang begriffen. In der Zeit der größten Futterknappheit wurde der Zentner bis 5,50 Mark bezahlt. Bei vermehrtem Angebot wird jetzt noch 4 bis 4,50 Mark geboten. Kreis Schotten.- tog. Gebe rn, 28. Oft. Der hieftge Zweigvevein! und die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz veranstalteten dieser Tage einen Unter- haltungsabend, der zugleich belehrenden Charakter trug. Hofprediger Widmann eröffnete als Vorsitzender der hiesigen Rot'Kreuz- Organisationen mit einer Ansprache, in welcher auf den 100. Geburtstag Henri Dunants, des Begründers der Genfer Konvention, und auf dte edlen Bestrebungen des Roten Kreuzes, insbesondere der Sanitälskolonnen, hingewiesen wurde. Hierauf folgte die fesselnde und anschauliche Vorführung des vorn Hessischen Roten Kreuz heraus- gebrachten Films „Erste Hllfe bei älngklücksfällen", um die sich älhrmachermeister Lauer in dankenswerter Weise verdient gemacht hat. Während der Pausen trug der Männergesangverein .Liederkranz" unter der bewährten Leitung von Lehrer Riedel einige trefflich gesungene Ehöre vor. Auch gelang es, gelegentlich dieses Abends etwa 100 Losbriefe der 8. Hessischen Rot-Kreuz- Lotterie unterzubringen. — Auf dem hiesigen Friedhof wurden im Laufe des letzten Sommers umfangreiche Arbeiten vvrgenom- men. Auf dem nach Süden zu gelegenen Teil, der seit vielen 3ahrzehnten zu Bestattungen nicht mehr benutzt worden war, wurden neue Gräberfelder eingeteilt, die man so anlegte, daß alle Gräber, entgegen der bisherigen Anlage, nun nach Osten orientiert wurden. Die Reuanlage macht einen sehr guten Eindruck und dürfte dazu beitragen, das Friedhofsbild, dem leider bisher erhebliche Mängel anhafteten, wesentlich zu verschönen und stimmungsvoller zu gestalten. Bei der ersten, auf diesem neu in Gebrauch genommenen Teil des Friedhofs vorgenommenen Beerdigung sprach der Ortsgeistliche entsprechende Weihe Worte. V Gedern, 25. Oft. DerGedernerGroße See muhte wegen Reparaturarbeiten am Damm Im letzten Frühjahr abgelas'en werden. 3nfolge der Trockenheit des Sommers und Dorherbstes war es nicht möglich, auch nur etwas Wasser zu stauen. Das Dadeleben muhte daher an den etwas weiteren Spiehweiher verlegt werden. Damit nun den Einheimischen und Fremden im nächsten 3ahre das Baden im Großen See etwas angenehmer gestaltet wird, hat der hiesige Zweigverein vom D.H.C. sein dort gelegenes Badehaus, das durch die Witterung ziemlich gelitten hatte, gründlichrepariert. Kreis Alsfeld. -er. Homberg a. d. Ohm, 25. Oft. Der diesjährige Kalte Markt zeigte in grohen Zügen das Bild feiner Vorgänger. Zum Schweinemarkt waren 376 Stück Ferkel aufgetrieben. Für fünf bis sieben Wochen alte Ferkel zahlte man pro Kopf 15 bis 20 Mk., für acht bis zehn Wochen alte 21 bis 25 Mk., ältere Tiere (Läufer) kosteten über 30 Mk. Es waren viele Käufer erschienen, und daher war der Markt in Kürze geräumt. Der Krämermarkt fand gleichfalls starken Zuspruch aus Homberg und der Umgegend. *!* Ruppertenrod, 25.Oft Heute fanb hier der diesjährige Herbstmarkt statt. Leiber ent- sprach durch das starke Regenwetter der Markt nicht den gestellten Erwartungen. Der Auftrieb zum Schweinemarkt war knapp. Es wurden 138 Ferkel zum Verkauf angeboten. Die Nachfrage war gering, die Preise bewegten sich infolgebesien nur in niebrigen Grenzen. Es würben Ferkel mit 12 Mark bas Stück abgesetzt, der Durchschnitt erreichte 18 Mark, die besten gingen mit 24 Mark ab. Der Krämermarkt litt noch mehr unter dem schlechten Wetter. X M a u l b a ch, 25. Oft. Am vorigen Sonntag feierten wir in unserem Kirchspiel Waulbach, Appenrod und Dannenrod das Erntedank- f e st. Die Feiern waren von zahlreichen Gemeindemitgliedern besucht und nahmen einen schönen Verlauf. Die Kinder hatten in jeder Gemeinde das Gotteshaus mit Blumen und den verschiedensten Früchten von Garten und Feld schön ausgeschmücki. Rach dem von den Kindern unserer Schulen wirkungsvo 1 borge tra ;enen Liede: „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf bad Land", das auf die Schri tlesuna folgte, tour'« von den größeren Schülern und Schülerinnen ein Erntedankfestspiel au gesagt, dabei der Altar mit Erntegaben geschmückt. Die Feiern hin erließen einen tiefen Eindruck. 3n Erbenhausen toirb da- Erntedankfest am Sonntag, 28. Oktober, ge eiert. Rheinhessen. • Mainz, 25. Oft. Der Hessische Landesverband für Handel, Handwerk und Gewerbe hielt dieser Tage hier eine Vorstandssitzung unter der Leitung des Vorsitzenden Lapp, Finthen, ab. Man beschäftigte sich ausschließlich mit Fragen der inneren Organisation, über die Dr. Die - roth, Wittelheim, unb Heinz Qui Hing, Offenbach, Vorträge hielten. Rach einer ergiebigen Aussprache wurden Beschlüsse hinsichtlich des weiteren Vorgebens gefaßt. 3n ber nächsten Zeit soll mit einer regen Werbearbeit begonnen werden. «hu // GEATRON 8 um Der von städtischem Gelände 3i 50 50 vLser AGE Z; XU fdMum8i€hen Beispiele; Kühler io« 8” Vrucksachen aller Art stattung stilrein nn^preisroert die vrühl'sche Univerfltäts-VrlldrrLi. R. Lange, Gießen. Zchulftr. 7. RASSOL M uew üCxfi nuntineu Pediküre Maniküre 9412A 07554 Karl Schmidt, Gießen, Neuenweg 42, Tel. 1075 in Am Samstag, dem 27. Oktober, verkaufen wir © z. Aussuchen, M.10.-, z dasuni/erglQithlidiifuti-uSthwrrnittQl! neben der Landesheilanstalt, um eine E r- weiterung derselben möglich zu machen. Fer- Zirka 200 St hocheleg. 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Die Arbeiten wurden dem Ingenieur Fritz Groh ner wurden gtSflere ®etÄnbefAuf« zwischen der Südbahnhofsbrücke und Ockershausen, sowie am Ortenberg bewilligt. Das betreffende Gelände soll in nächster Zeit für Da uzwecke nutzbar asm acht werden. Eine Anleihe von 100 000 Mark soll zur Dezahlung dienen. Kreis Fulda. WSN. F u l d a, 25. Okt. Seit längerer Zeit wurden Beraubungen von Stückgutladungen gemeldet, die bei den Güterzügen in der Richtung von Fulda nach Hanau vorgekommen waren. Es ist nunmehr festgestellt worden, daß die Beraubungen kurz hinter der Station Neuhof, wo die Güter- züge wegen der Steigung langsam fahren müssen, erfolgten, Hier haben die Täter unbemerkt den Güte^ug bestiegen, die Güterwagen geöffnet, geeignete Gegenstände aus dem Zua herausgeworfen, um dann wieder unbemerkt abzuspringen und zu ver- schwinden. Ein Arbeiter aus Neuhof ist bereits als einer der Täter fest genommen worden, eben- falls ein Eisenbahnbeamter als Mithelfer. 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Off. Der dieS« eigte in großen Zügen c. Zum Schweine- Feärl aufgetrieben. M alte Ferkel zahlle M für acht bi8 zehn 1 allere Tiere (2W z waren viele Käufer c der Warst mW *8 Md 0« U-» 25. DU Mi“4*!? art' Okr^infaS^ !N sich *n*° 6=JL mii 5 wurden ö et, eßt ?UÄarf ab. sä.*ia »» t und nahmen - tDluwen« , 50,9 50,9 50,9 14,7 Bergmann ...»••• . 9 — 203 203,25 202 lo>.-Rechlen — ttleltr. Lieserunge» . . . « 10 —— — 173 172,4 Deeal ohne «u«w,.-Siechte . . - 7% zrankl Hyp.-Bt «oldps. un- 15 —- 15 Lickt und Krast ..... 10 236 237 236.65 237 Felten & Guilleaume.... . 6 147 — 146 144,6 ttindbar bis 1932 — — — — Ses. s. Elettr. Untern.. . . . 10 266 — 267.5 265,5 4^% Rheinische Hyp.-Bank Stau - Hamb. Elektr. Werte .... 10 — — 146 144.25 Soldps — —- ■— fihetn. tileltt..... . . 9 — 155 154 O.C.® ab» Bortriegr-Obltgatton., rückzahlbar 1932 10 — 225 — .— — — Schocken . ...... . 8 — 203,75 203.75 203 4% Schwei» Buadesb^Lnt.. Siemens 4 Halske ..... 18 387 387,7u 387,5 387 32,3 3 26,65 . 8 — 143.5 141,75 4% Oelierreichlsche Tatorte.. . Lahmeuer 4 Lo....... 10 162,5 — 162,9 —- 4,20% Oeften Silberne..... 4% Oesterreich Unheil! fite. - 4% Ungarische Boidne. - - • — — 26,8 Buveru« ...... Deutsche ErbSI ...... . 6 . 6 82.5 133,25 183 82,5 138,75 81,5 138,13 4% Ungarische Slaatlr. v. 1910 — — — Essener Steinkohle ..... . 8 — — 119 117.25 oeagi von 1913 26 — 26 —— Geisenlirchener ... !. S 3- 4 122 120,5 135,5 122 121.25 4% Ungarische Kronen ne.. . 2 — 1.95 — Harpener . ...... . 6 — 136,25 135,6 4% tüd. Zoilanieihe v. 1911 . . 4% Türkische Bagdadbahn»AnI., 12 12,25 12,1 12,25 Hoelch Eisen. ....... Ilse Bergbau....... . 8 . 8 245 — 126,25 125,9 Serie 1 12,4 12 MM ttlocknerwerke ....... . 1 109 109 109 108,6 4% veegl. Serie 11 4% Rumänen converi. fite. . . ty,% Rumänen «oldanl von 1913 12 9.13 24,5 12,25 12 12,25 Köln-Neuessen....... . v 123 115,5 123,25 115,5 123.5 123 116,13 123.25 122,75 115,5 — 24,25 — •ijiansfelbet ...... . 7 Obcrschles Eisenb. Bedars. . . 5 -*• — 108,5 10» üllg Brunche tlien’xiön . 4% Hamburg-Amerika Lotet ... 8 Hamb -«lidam Dampssch, . . k Hansa Dampsschiss . . 10 Norddeutscher Lloyd .... 8 Alig Deutsche Creditanü. . . 10 Bannet Bankverein . . . IC Berlinei Handelsgesellsch. . 12 iommerz> und Privat-Bank . 1 Darmkl u Aarionalbonl 12 15 1 1572 1 122' s s 150 146.75 139,25 184,5 ü88 150,13 185 184 148 1.15,1.1 140 288 185 .89,5 150 182,5 146,75 134 139.75 <85,4 1 »4.2.> <87, d Oberjchles. KokSwerte . . Bhünir Bergbau . . fiheinlsche Braunkohlen . Nhctnslahl t. % Jak fiiebed Montan .... Bereinigte Siahlv. .... Otavi Dtinen ..... Kali ÄscherSieben..... Kali Westeregeln...... Kaliwerk Saizvetiurt- . . - . 6 Wt 10 7,2 . 6 tlh 10 10 16 91,5 272 133 279 466 90,75 271,5 132 92,5 276 276,5 109,5 91,5 273.5 133 92,5 56,13 276,5 166,75 109 90,25 272 132,75 91,75 55,75 276 468 Deutsche Bant ■ • ■ K 167 lu6,.> 167,5 U>6,5 161.76 3. iS. Farven.3"vutlM . . • 18 149,5 248,5 249,25 248.25 Dislonto-UteleUschasi Ant.. . K 162 162 162,5 Dynamit Nobel ..... . 6 — — 118 116 Dresdner Bant - - - U 168.75 >68 1o9,26 U-8.5 . 9 206 98,5 — Mitteldeutsche L^editdanl . . — — 207,5 207,75 . 6 98,5 -MM 96,18 Dletallbanl....... • 133 —— 133.5 — fiütflerflroertt . ...... . 4 99,5 100,25 100,75 «-tchrkxmk........U 301 300 301.75 299,75 Metallgelelllchaft. . • ♦ • . U 184 183 — — 16,ÜÄ 167,81 168,49 21,91 21.99 111.55 111.99 58.83 59.07 2,545 2,565 111,78 112,22 80,49 80,81 67,32 67.60 12.385 12.445 72.85 73,15 Amtliche Non. runa Amtliche iSeld Roherunfl Brie> _ Geld Brie- Awst.» Roti (68,07 168,ii 168,08 168.12 Buen-«ires Brss.-Äntw 1,764 58,27 1,768 58,39 1.764 58,28 1,768 58,40 ChriMtn la Kopenhagen 111,74 111,78 111,96 112,00 111,75 111,80 111,97 112,02 etocttiolm Helünaiorä. 112,04 10,547 112.26 10,56/ 112,05 10,545 112,27 10,565 Italien • . 21,965 22,005 21,955 21,995 London. . . 20,334 20,374 20,334 20,374 Neuport . . 4,1930 4,2010 4,1925 4,2005 Barts.... 16,375 16,415 16,375 16,41a Schweiz >. ,0,67 80,83 80,66 50,82 Spanten . 37.51 «7,65 67,53 67.67 Japan . . . 1,990 1,994 1,988 ,1'U sstto de Ian. 1.501 0,503 0,501 0,503 Wien in D-- Ce»eld töne' T7T53 58,16 58,40 Ul, 60 112,04 20,30 20,38 Menschast. ptds für Prosesfar JllcöHt Im gemeldet wird, beschlos )es dortigen Kawlinische: itagabend, den diesjährige i dem Diieslor WW cojefsor Charles Ä'colle r das Flecheber zu vrr- 21t Baren n et®. bi» ols lege» 'JtQHben lS..aus sich d'e letzte'M'Me gute Rejchxb all. ä*?5" AVii " *** **& »hJÄaä* (ZS *6 K jÄ,ni Ü 23-50 bis 2365 5 intonbi|iher 2? 95 u ssss® odüktenbörse. an der Prv- M tah nicht 6ekH "«Aschen Termin. W^ätoar schwächer Jawn ied»ch tdlä sich das An. in mäßigen Grenzen, irdenen Exportgeschäs. ) nur auf etwa 1 QKarl unterzubringen. Roggen n9 etwas weniger angt« Wer für spätere Sie. entgerentvnnnender An, a sich für Weizen Preis- Ei, Aozgen war in den 'spiet, die späteren M uelne PrriseinbuKm ju uud DeizemO liegen Umsätze Mir Hrler und Marktlage nur v.mig der- für ji 1000 kg: Weizen, cht, östliche Stationen übet ej. 22? bis 228,25, Mrz 240 bis 24030 kWNY, chi-Hewicht, Wiche Sta« 3 bis 20b, Dtt. 216, Dez 11,50, Mrz 229 bis 230, i (jtetifl); Draugeiste 231 72 big 212; Hafer, merf, bis 226 S Mai 235W Mbrqünstigter Suta« fty, W M bis 3« achnchie». üientafinungtöd umtmien. ifi tlvrS. SrahtweldW otnmenö« $ einem SchoeUZvS^ Mb i fünfzig pkrl-s ^leht rorrben. Lio Ä Zwei Wtn'l $ eo6‘ rozent- rt aa # Ltt«d r .311 167,g I $8 Tl.ti iA ».g 111,75 in,Z >o,o? 1(1.5^ 1I.*J b0,»8 bl.SJ 1,980 i'roi jM ir.H tori nmr> ‘ML 1,768 M-2 111,* 112,W Ül£. 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