Nr. 227 Erste; Blatt (78. Jahrgang Mittwoch, 26. September 1928 er|$*<*i lagU^.fULfcn Sowntoq» e*i 3««Ug* Beilegte ®!eö<»e» JowÜknMÄilei 6«imai 'm Bild Di» Scholle ffleeots-BejDesprtti; 2 Keich» mark und 20 einig ftr Träge» lohn, auch bei 5Nd)ter- scheinen einzelner Dummern infolge höherer Gewalt. Ferniprechanlchlülle: 51, M end 112 Inf^dfl ftr Drahknach' richten: lajelget #1 tfj«. GKtzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen St«r&rtÄSai?iim. vnck „d Verla-: Vrßhl'sche UatVer-ILtr-vuch. eiö Stdeöriderel B. lange tn Sieben. Sdfriftleitmg nnö GefchLftr-ele: 5ch»ljttaße 7. .leuehwe m le)eieee fit Ile Iege*nBmfrtT bis zum p.achmmag vorher. prell für I em höhe ftr 3r?eiaen von 27 mm Breite örtlich 8. auswärts 10 KelchspfenRig. ftr Be- klameanjeigcn roe 70 mm Breite 35 Rrichspfesntg, VUt)Dcr|j)ntt 20'. mehr. Chefredakteur Dr Friedt. DUH Lange. Verantwortlich für Dolthb Dr Ft Dilh Lange ftr Feuilleton Dr tz Ihoriot, für den übrigen Teil Ernst Blumldiein; ftr den In« geigelte'! Acrt tzillmann, sämtlich in Giehea Deutschlands Protest vor derVölkerbundsversammlung Graf Bernstorff begründet die deutsche Stimmenthaltung zur Abrüstungsresolutioa. Genf. 25 Gebt t anders als aus dem Wege zum dezentralisierten Ei. Heils st aat. Die Eigenart der deutschen Städte hat wirklich nichts mit den Landesgrsnzen zu tun. Das Reich ist nicht abgeschlossen In seiner Verfassung von 1918. Bleiben wir beim Stillstand und warten, bis eine neue revolutionäre Entwicklung einen Fortschritt bringt, so wäre da- der verkehrteste Weg, den wir gehen könnten. Rach einer kurzen Au-sprache wurde eine Ent- J d> I i € 6 u n g angenommen, in der es heißt: Der Deutsche Städtetag betont erneut die Tiot- wendigkeit, den Aufbau des Reiches und sein Verhältnis zu den Ländern und Gemeinden systematisch fortzubilden. Eine systematische Bereinheitlichung der formellen und materiellen Grundlagen für die wichtigsten offenen Derwaltungsgebiete ist unerläßlich. Die Schaffung einer Reichsstädteordnung ist hierfür nach wie vor organisatorische Voraussetzung. Al- Voraussetzung für eine erfolgreiche Reform- arteit ist eine nähere Verbindung des Reiches mit den Gemeinden unerläßlich. Die. Errichtung einer Kommunalabteilung im Reich-ministerium des Innern, die Schaffung eiftcÄ Kommunalausschusses im Reichstag, die au-reichende Dertrctung der Gemeinten Im end- gfttlgcn Reich-wirtschaftSrat mässeiz heute als dringende Forderungen wiedert)olt werden. Die Zusammenfassung der jetzt in Reich und Ländern zersplitterten Behörden zu einer einheitlichen Mittelinstanz Wird der Derwal- tungsvcrcinfachung dienen. Die deutschen Städte beanspruchen, daß ihnen die zur Erfüllung ihrer Aufgaben uncrläßliche Bewegungssreiheit rev>ährt und daß die Selbstverwaltung wieder- rcrgtflellt wird. Günstige Finanzlage -er Sozialversicherungen. Starkes Anwachsen deü Vcrmögenssiockeh. Eigene Drahtmeldung de» ,.Gießener Anzeigers'. Berkin. 26. Sept. Aus den in letzter Zeit über den finanziellen Stand der verschiedenen Sozialversicherungen veröffentlichten Zahlen ergibt sich, daß sich der weitaus größte Teil der Ueberjchüsse aus die vier Bersicherungakategorien: die A n g e st e l l t e n-, bi« Kranken-, die Unfall- und Invalidenversicherung verteilt. Allein bei der Unfallversicherung ist das Vermögen, wie fest- gestellt wird, weit höheralrdiejährlichen Ausgaben, und auch die Invalidenversicherung kann zur Zeit einen Vermögensbestand ausweisen, der die Jahresleistungen übertrifft. Für die A n g e - stelltenoersicheruna machte der Vermögensüberschuh am 1. Januar d I. 734,3 Millionen Mark aus. also eine Steigerung um rund 200 Millionen Mark gegenüber dem Vorjahr. Einen noch größeren Zuwachs verzeichnet die Invalidenversichc r u n g. die am 1. Januar 1927 einen Vermögens Überschuh von 588,5 Millionen Mark, zu dem glei chen Termin in diesem Jahr« aber einen Ueberschuh von 872,2 Millionen Mark ausweist. Auch die aller- neuesten Zahlen bestätigen den Eindruck dah das Vermögen der Sozialoerslckerunaen im allgemeinen weiterhin stark a n rod 4 ft. So erfreulich diese Erscheinung an sich ist. r» bleibt doch die Frage offen, ob hier nicht aus einem einseitigen Ressort- .-hrgeiz auf K 0 ft e n der Wirtschaft (Bel- her thesauriert werden, deren Arbeitsfähigkeit aber tm Sinne der Privatwirtschaft ft a r k e t n- geschränkt ist. Auch die Frage, ob die recht hohen Vermaltungskosten der Sozialversicherungen nicht dringend einer Durchprüfung im Sinne einer Rationalisierung bedürfen, wird zu hen Ausgaben der nächsten Zeit und speziell des Reichsarbeitsministers gehören müssen. Oie Lohnforderungen in der Metall« industrie. Berlin, 26. Scpt. (Eigener Drahtbertcht.) Roch in btn 'Versammlungen vom vergangenen Freitag und Donnerstag wurde von den drei Metallarbeiter - Verbänden der nordwestlichen Gruppe — Ruhrgebiet — eine Lohnerhöhung für den zum 31. Oktober gekündigten lardnertrac um 7 bi» 10 Pf gefordert In der Montag. Versammlung, die dr« drei 'Verbände gemetn'am abhielten, hat man aber beinahe eine Verdoppelung der Lohnforderung aus Mistete Zulassung des „Gras Zeppelin". Eckener befriedigt. - Oonnrrsiag eine Bodenseefahrt. Friedrich-Hafen. 25- Dedt. (WTB.) Heute mittag ist Ministerialdirigent Brandenburg vom ReichsverkehrSministerlum in Friedrichshafen trngttroffen. Im Laufe des Rcchmittags fand bann eine gemeinsame Besprechung zwilchen Vertretern des ReichsverkehrsministeriumS. der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt und des Luftschiffbaus Zeppelin statt, in der zunächst fest- gestellt wurde, dah die bisherigen Maßnahmen »Ur Prüfung der Lusttüchtigkeit des L. Z. 127 in engstem Einvernehmen zwischen der Versuchsanstalt und dem Luftschiffbau Zeppelin getroffen worden sind. Insbesondere hat über die Behandlung der KrastgaSsragen volle Einmütigkeit zwischen der Versuchsanstalt und dem Luftschifsbau bestanden. Hinsichtlich deS weiteren Verfahrens wegen der Zulassung des Luftschiffes kamen alle drei beteiligten Stellen zu folgendem Ergebnis: 7!ach befriedigendem Verlauf einer Probe- fahrt mil ftraffga» wirb die Versuchsanstalt, die sich in dieser Angelegenheit auch auf das Urteil des im Luftschiffbau tätigen Marinebaurates Besch und auf die THifarbelt der Lhemisch- Tcchnischen Reichsanslall stützt, dem Herrn Reichsoerkchrsminifter eine Lufltüchfigkeits- erklärung ausflellen. die mil bestimmten Vorbehalten bezüglich aerodynamifcher, flalifcher und allgemeiner Vetriebsfeftstellungen versehen ist. Diese Feststellungen können ihrer Tlafnr nach erst im Lause eines längeren velriebes des Lufkschiffes gemacht werden, wegen der Vorbehalte werde die Der- suchsanstall dem Herrn Veichüverkchrsminister Vorschlägen, die Zulassung des Luftschiffes befristet bis zum 1. April 1629 auszu- sprechen, während dieser Zeit soll der Luftschiffbau berechtigt fein, alle In feiner Ansicht gelegenen Wahrten mit dem Schiff auszuführen. Vie von der verfuchsanstall und Herrn 7Na- rinebaurat Besch gemachten Vorbehalte werden bis zum 1.April 3u klären fein, worauf dann der endgültigen Zulaffung des Lufl- fchiffes nichts mehr im Wege flehen würde. Wie dem Sonderberichterstatter des WTB. von beteiligter Seit« versichert wird, wird dies Ergebnis allgemein begrüßt. Es wird betont, das; gleich die'« erste Besprechung dazu geführt Hobe, dah die Differenzen, die in der Oessentlich- f«lt ein« so erhebliche Rolle gespielt haben, in ein Richts zerflossen, weil «s sich im wesentlichen um Mißverständnisse gehandelt hat. Das Ergebnis der Besprechung wird als eine gute Basis bezeichnet, auf der nun die technischen Fragen weiter geklärt werden. Auch Dr. Eckener erklärte, daß er von der heute erzielten Einigung sehr befriedigt sei. Die ilmänbecungßarbeiten an den Motoren- gondeln des Luftschiffes sind noch nicht fertig geworben, vielmehr werden fi« mindestens noch die ganze Rächt in Anspruch nehmen Ob bte geplante Fahrt nun statrsinden kann, hängt natürlich davon ab, ob das Schiff rechtzeitig klar wird, im anderen Falle beabsichtigt Dr Gckner, das Schiff am Donnerstag auf ft eigen zu lassen. Bei dieser Fahrt wirb bas Schiss nur im Bodenscegebiel bleiben, um bie notwendigen technischen Prüfungen vorzunchmen. Dazu gehört auch di« Funkstation, bie jetzt klar ist Unter den Teilnehmern der Fahrt befinden sich auch bie Vertreter des Reichsver- kehrSministcriums und der Deutschen Dersuchs- anftalt für Luftfahrt. Uebrtgeni find auch beute die bekannten englischen Lustschisssachver- stänbigen. Major Scott und Major B 0 0 t h , angekommen. Da England augenblicklich beabsichtigt zwei große Luflfchifse nach dem Zeppc- lin-Svstcm zu bauen, interessiert daS deutsche Luftschiff natürlich auch drüben. Spaniens Lufiverkehrspläne. Ter „Graf Zeppelin" übernimmt vielleicht die Strecke Sevilla-Buenos Aires. Madrid, 25. Sept. (XU.) Der Direktor Jorge Loring der Tolongefellfchaft, die sich bi« Einrichtung eines Luftschittverlchrs zwischen Spanien unb Südamerika zum Ziele gesetzt hat, äußerte sich dem Teriretec der Te- legraphen-Union gegenüber zu den nächsten Plänen feiner Gesellschaft im Husamrnc.ihing mit der Fertigstellung beS neuc'fcn Zeppelin-Lust- schiffeS. Danach träfen die Angaben iu, wonach bisher noch gar keine Entscheidung über eine ilebernahm« des .Gras Zeppelin" durch Spanien ober die Colon- ges l schalt oorlkgin. Der »Gras Zeppelin" werde vielleicht nach seinen geplanten Luftrrlsen nach Rordamerika und den arktischen Gebieten Ber- suchSslüge auf der Strecke zwischen Spanien und Südamerika aus ühren. Es besiehe auch die Ansicht, bad Luftschiff für den regelmäßigen Flugdienst zwischen Sevilla und Buenos Aires währ mb der Weltausstellung in Sevilla im Jahre 1929 zu chartern. Diese Frage scheine aber noch vollkommen ungelöst zu sein, beim Loring unb Herrera, der zweite Direktor ber Colongesell- schast seien im vergangenen August von Frieb- richshasen nach Italien weitergereist, um mit ber dortigen Regierung toegen älebeclassung des in Italien befindlichen Luftschiffe- zu verhandeln. Später sotten größere Luftschiffe nach b?n Plänen ber Zeppettnge'ellschaft in Spanien herg « ste 1 lt werben. Die Hallenvciuten für einen Luftschiffhafen in Sevilla hätten bereit- begonnen, mit benen aber die deutsch: Zeppettngcsettschaft nichts zu tun habe, da bie Flnan-rierung durch bie Ausgabe ron fünf Millionen Obligationen ber Colongesett- f triebsführung zu erzielen, entsprechen ben auf dem Gebiet» des (Eifenbahnbauee und Betriebsdi:nst«s herrschenden neuzeitlichen Anschauungen. Die Mittel, die sie zur Ersi'kviing dieser Voraussetzungen an» wendet, find richtig gewählt, auch bann, wenn fle 1 n manchen Einzelheiten »er. befferungsbedurftig find Der Ausfchuh muß dabei ganz allgemein anerkennen, daß die Reick)sbahnge|ellfchaft trotz der fchwiengen Verhüll- niste in der Nachkriegszeit f e t) r große Aufwendungen geinacht hat, um in erster Linie ihren technischen Älpparnt in betriebssicherem Zustand zu erhalten. Von einem Systemfehler in der Betrieb sführung, ber eine akute B e t r i e b s g e f o h r in siw schließen könnte, kann daher allgemein nicht gesprochen werden. Um auch für die Zukunft die Betriebssicherheit in weitgehendem Maße au aewährleisten, hat der Aus- schütz In einer Denkschrttt. die dem fierrn Reichs- oerrebrsminifter überreicht wird, Anregungen gegeben." Aus aller Welt. Dir ölet wiener Bergsteiger gerettet. Die vier Wien«r Touristen, bte wie gemeldet, am SamStagnachm'ttag einen Ausstieg aus bie Plonspihe unttmommen betten, aber infolge plötzlich cinletentcn 6d)ncetoct:crt an ber Tnrb- wand üb« m achtel muhten, sind durch eine RottungSe«v«ditton noch zwei erfolg,ofen Versuchen zu Tal gebracht worben. Den Touristen waren -um Teil Hanbe unb Füße erfroren.. TaS«rotzs1ng;eug„TtuUchland" verbrannt. Bei Arvsterg nerbrannte das stursflugzeng der Strecke Paris—Berlin ..Deutschland'', ein Schroesterflugzeug de» Groh lug;n»g«s .Hermann Köhl". Die ..veulschland' besand sich mil acht Pasfagicren and vier Monn Besot- 3 u n g auf dcm Alugc oon Pari» noch Berlin und hatte gegen 1! Uhr eine Zwischenlandung in K-ln ocrgenommen. Gleich nach dem Wiederaufstieg in Köln bemerkte der Alugzeugsührer. datz der DUloc nicht regelmäßig arbeitete. €r entfchlotz sich daher, in der Rahe von Dortmund in der Gemarkung oon Arnsberg aus einem Abhange niedeczugebeo. Bei dem Aussehen der Maschine auf den Erdboden wurden die 2nsasieu durcheinandergerüttelt und zum Teil auch 30 Boden geworfen. Gleichzeitig bemerkte der ^luazeugsührer, datz aus der Motorhaube Rauch aufftieg. Er forderte _bahcr die Passagiere auf, eiligst auszusteigen. Als faintltche Passagiere und die Bordbesatzung das Ilugzeug v e r l a f f e n hatte, schlugen, oermustich au» dem Vergaser, plötzlich Iiammen heraus, die bafb das ganze Zlugzeug ergriffen. Roch bevor Hilfe zur Stelle war, ging die „Deutschland" in Flammen auf. Die Kriegsanleihe,chiebungen. Berlin, 25. Sept. (WTB) In einem zufam» menfaffenben Bericht über den derzeitigen Stand der llnterfuchung ber Kriegsanleihefchiebungen. den eine Bcrfiner ÄorrcfponbenA veröffentlicht, wird folgende Uebersicht über die fälschlich angem»N)eten Betrage -gegeben: Von ben Stinnesdirektoren wurden ongcmeldet rund 70 Millionen Mark, von Bela G r 0 tz über Berlin und Dien 44 Millionen, von dem Bankier Horn etwa 16 Millionen und von ber belgischen Grupve weit über 40 Millionen Mark. Bela Groh fo.k bei feiner Vernehmung In Dien u. a. den deutschen Beamten mit- geteilt hoben, datz feine Wiener Firma mit Kapital aufgezogen war, datz von T a st i g l t 0 n i, dem mit huao Stinnes eng befreundeten bekannten österreichischen Finanzmanne. stammte Die gleiche Korrespondenz berichtet dann weiter über die Sicherungsmahnahwen, die die R«ich». bank ihrerseits gegen Falschmeldungen soinerzelt getroffen habe Dom Reichsfinanzministerium seien ihr bereits frühzeitia Unterlagen in Gestalt von Besitzlisten zugelciket worden, außerdem habe die Reichsbank e in Laboratorium eingerichtet, in dem die Anleihemäntel und die Anleihe- stücke auf Vornahme unberechtigter ’flenberunqen unter ber Quarzlampe geprüft mürben. In vielen Füllen hat dieses Verfahren zur Feststellung unberechtigter Aenderungen geführt, unb ausländische Anmelder haben, wenn man ihnen mitteilte, baß man ihre Kunstgriffe durchschaut habe, gewöhnlich oorgcAogen, ihre Ansprüche zurückzuziehen. Die Korresponbenz nennt in biesem Zusammenhang ben französischen Deputierten (lolmon. Bei ber Untersuchung ber neuen Schiebungen sollen sich nun Anzeichen bnfftr ergeben haben, bah den Urhebern ber Falschmeldungen Informationen über bas Bestehen dieser Geheimabteilungen ber Reichsbank unb über ben Umfang ber ihr zur Verfügung stehenden Unterlagen und Besitzllsten zugrgangen sind, fo daß sie ihr Vorgehen danach cinrtmtrn konnten. Fallschirmabsprung aus 6000 Meter höh«. Der Belgier SoPP»enS, Attache für Luftfahrt in Paris und London, hat bei Paris «inen Fallschirmabsprung auS 6000 Meter Höhe aus- geführt. waS einen europäischen Rekord darstellt. Die Wetterlage. M Dienstag, 25. Sept. 1928,7haDdS. OWHiihgwt' d»ei» Mtnis-tti« e • ^hntt a erjae<» Oie Offne mefe-« rn oeai PH eeiete Ititieer* ne-tMe-» Zc» ien »txn < e Teeperelur h Pt k»i<« eer»*** O-irwi NtKM* »' nefrutrtfu r.ur'ttxliii Leit* PZettervo ^ussagc. Von Nordwesl- noch Mitteleuropa setzt Boro- meleranfticg ein, der zunächst wieder Aollluft,zusuhr bedingen wird. Die Temperaturen werden abermals zurückgehen und dürften nachts zu stellenweisem leichten Bodenfrost fuhren. Tagsüber wird es zum Austreten von chausengewolk kommen, jedoch dürf- ten Niederschläge nicht mehr zu erwarten fein. Wettervoraussage für Donnerstag: Teils wolkig, teils aufheiternd, kühl und meift trocken. Witterunas ausfichten für Ireltag: Bei zeitweiser Bewölkung nur müßig warm und meist trocken. Lufttemperaturen am 24 September: mittags 13,6 Grab Celsius, abends 9,2 Krad Celsius, am 25. September: morgens 7,4 Grad Celsius Mapimum 13,6 Krad Celsius, Minimum 6,4 Grad Celsius. — Crd- tzmperaturen am 24 September: abend» 11,2 Grad Celsius: nm 25. September: morgens 9^ Grad Celsius — Riederfchlaa 0,2 Millimeter — Sonnen- fd)flnbauer eine Stunde siliS d L §iibl 8* ft Zb M> [ utiiit. ISientnir Ib unb unter ein« Sinb. de' eta«*«'!' Lochen Y -ine hrimatlo« die uns ,viO nl*i ■$G5 DI weiche 2 un« veru fd>n:cllt r nen 2läl bei» bre Dü mögen bi arm >n 1)1 ben unb alles mag Leben, gd Doch en, hastig. W Aachmit chn lärme :::'Skbwch Sonnf, bie len bttUd, griffen Das 8en über ben ■ Mfflger in «richtet in; ’n Zeit bet iznlgrn M licht, ohne 1 IM vergo das ihm € SDillen, V. rlrs etet Zwei TS leiten gef Eeratlchafl an btn Q zaubern io breit übet verhängtet Me Lasten irgendwo, einfache E Don de konnte der halten. Ls rasselnden unb Pferb hinten, I trx danrbrn und in ruf Me Zwilch rin Ichimch ein gebnm Das da gleitbferd« Stute, ein, Dohnwage So will Strafe, na rauf - at] der ßanbfti unb ben A Mbar oei "iriemtodi Lang Mel wand der Sind, dar tl und | Mck, tDeil Mt. ,chw über sie h ae schwer unb auch t tm daneben trabten, treu und ergeben nd . D'.e Aondvrr!sbiM7ner-D«ben- oeröffenisicht Im heutigen An- SALEM-RAUCHER enfchlt Die schwarzen Menschenfresser schleppten uns vor ihren Häuptling, der uns sogleich Nahrung reichen ließ, auf die sich meine Gefährten gierig stürzten. Aber der Genuß dieser Speisen 5m über fit Mm Der gelbe Lprechstundk« brr Mrdaltion 12 bi« 1 Uhr mittag«, 5 bl« 7 Uhr nachmittag«. Sam,tag nachmittag geschloffen. Handwerk«", stell« ®:efrm veröffentlicht »gen. ’nÄ* Bidet höht. ttad)t für W' bei Pari» eint« Jeter W au«' schen 7; ’o r ö *• Der Schüler Siesten bleibt. >llt waren. . . . tm Westen losch vor Wolken, raubte ihnen den Verstand. Sie wurden zu fetten Tieren und hopsten auf allen Vieren herum, bis sie geschlachtet und gebraten wurden. Allah sei Dank, daß ich von diesen Zauber* früchten nicht gegessen hatte; denn während meine Gefährten sich stumpfsinnig mästen ließen, sann ich unentwegt auf Rettung. Liebe Freunde, das nächste Mal will ich berichten, wie Allah mich aus dieser Gefahr befreite, aber laßt uns jetzt die Vertret berin aller Sorgen genießen, die süß duftende Freundin des stillen Genießers, die wunderbare CIGARETTE und in rührender Armut. Zwei Hunde, welche Mc Zwischenräume mit ihrem Drott ausfüllten, ein ichmutzigweiher. langgestreckter Windhund und ein gedrungener, rauhbeiniger Pinscher Was dann noch blieb von jenen zierlichen Be- äleitpserden, war eine braune, schmalhälsig« Hule, eine tzochlrüchtige Stute, die hinter dem Wohnwagen den flotten, schnellen Zug beschlaft. Sv rollte das Gefährt dahin in der breiten Strotze, nähert sich — nur wenige achteten darauf — arm und selig dem Ausgang der Stadt, der Landstraste, die mit ihrer ausladenden Bahn und den Bäumen schon hereinschaute. betont und sichtbar verschluckt von einem dunllen, grünen Kiefernwald. Lang hielt es noch, das Bild: die aelbe Rücken» wand des letzten Wagens, und das mütterliche Pferd, das dort getrabt. — BiS wieder Regen fiel und die Straste glänzte, well ein armes Glück, well Heimatlosigkeit und schmerzende Lehn» sucht, schwctsendes Suchen und haltloses Gleiten bic schwer und hängend aus dem Osten kamen und auch das Geführt der heileren Trauer streifen Venn Zbre SmpsehlllngSanzeige in bkrScmsiagsnummer bt-GikßentrAnztigers durch forflfdlhge und wirksame Sdiidutildttunfl werben soll dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Örmnerstdg in der Geschäftsstelle auf? Berliner Börse. Berlin, 2S.Sept (WTB Funkspcuch ) Der heutige Frühverkehr zeigte ein stilles tmb veug verändertes Bild Der lkiquidattonstaa ist glatt vorübergegangen und da man hosst. dost auch der Zahltag feine Schwierigkeiten machen wird, ist man weiter freundlich gestimmt Kurie find noch n'.cht zu hören. Am Devisenmarkt nennt man: Paris 124.11. Mailand 92.75, Spanien 28.4150, das Pfund 484,90 Kunst und Wissenschaft. ÄtmftautHdluug auf der Mathilden höhe in Darmstadt. Die von der Interessengemeinschaft fortschrittlicher Künstler Helfens auf der Maipridenhohe inDarmstadt veranstaltete groste Herbstausstellung wurde am Svnn- taavvrmsißag in Anwefenheit zahlreicher Fest- gäste ertffnrt Maier Hermann Keil (Fransiurt a. M.) Vies in seiner Begrühungsansprache au* die Bedeutung der Ausstellung hin, die mit über 200 R ummern etwa 50 Künstler in Malerei, Grapbck und Plastik sprechen lasse. Reden rtnet Rückschau über bisher Geleistetes und einem Ausdruck des sortschrittllchen Wollens der beiden bisher bestehenden fortschrittlichen Gruppen Hessens solle die Ausstellung auch Anregung und Oanuhguna für noch jüngere Künstler sein. Staat und Stadt dankte der Sprecher für die erfahrene Hilfe und Unterstützung des Vorhabens 3tn Rundgang gab sodann den geladenen Ghrrngästen einen Ueoerblick über dir Fülle der in vieler Beziehung sehr wertvollen künstlerischen Darstellungen. eine Tagung für Dvlkshhgiene. Der Deutsche Oberem für Dolkshhglene hält seine diesjährige Hauptversammlung am 11 Oktober im flelnen Kongrestsaale der Pressa tn Köln o Rh. ab. Rach örtebigung der geschäftlichen Tagesordnung wirb Geh MediziiiairaI Professor Dr. med., Dr. med. vct. st. c, Dr. iur. st c. Arthur Schlotzmonn, Dülselbvrs, einen Bort rag über „Die Gntwicklung der deutschen Krankerthäuser und ihre Bedeutung für die Bolls- bygiene" halten. Generalsekretär Dr med.Born- ft 11 n, Berlin, wird über das Thema „Aus der Praris für die Proffis des Gesundheitslehrers" sprechen vorn 7 Oktober ad folgende Bahnhvssnamen geändert . Höchst a Dl.-Haupt bahntzof in Frankfurt» Höchst. Höchst a Bl.-West in Fransiun-Höchst- Dest, Griesheim in Frankfurt-Gr.esheim. Alain» fur in Franksurl-Mainkur. Ried in FransiuN» Ried. Sossenheim In Fransturt-Soffenbeim. und Goldstein in Fransturt -Gol bst ein. SALEM AUSLESE ;eigenteil eine Bekanntmachung über die Ausgabe von Ömtrittefarten zu ermätzigiem Preise für d:e Sonderausstellung ..Di« Waichine im Dienste des Handwerk«" aus der Fransturter Messe. Di« Handwerker feun auf dies« Bekanntmachung besanders hfngrwiesen. *♦ Reu« Frankfurter Bahnhofs- namen. Durch die Fransturter Eingemeindungen ist Li« Aenderuna verschiedener Bahnhofsnamen notwendig geworden. So werden mit Gülllgkell mi,6n, oirb sil. ’olreliert, "en Mark, m nJ< Million,,, Wlflionen unb weit Ober 40 feiner $er- Beamten mit. ma mit ssopi. 9**onl, brm ltn bekannten hie gleich, tütt übn di, «die 'unfltn "misterimn feien in Gestalt pOn ouherdeni hab, orium elnae. unb bie ssnlethe- ler Henberuncm urbtn. 3n viele« Feslstelluna un- unb auilanbiithe :n mitkili?, M habe, gtrnöbnlid) ütfju,liehen, tie sommenhang den m. Bei her Un- i sollen sich non ah den Urhebern iltonen über ngen ber Keich» r jur Wgung Ihn jugrganaen Hiatf) tinrwtn •* ö i uc Anzahl Derkehrssperrschil- der »st in den letzten Tagen an den wichtigst« Bcrkehrspunkren unlerer Stadt in deutlich sichtbarer Weife angebracht worden. U. a. kann man diese Sperr^chflver fetzt am Leitersweg. am Marktplatz und an der Dammstrotzc. Ode Dall- torstrafte. bemerken Sie sind weithin sichtbar angebracht, datz ein Ueberlebrn wohl als ous- aeschlos'en bczeichnet werden must. Das bis- derige häufiae Uchcrltetcn der Dertehrsvvrkchrif» len. das infolge mangelnder oder ungenügender Sperrmerkmale nur allzu leicht möglich war. dürste nun wohl n.cht mehr Vorkommen und da- durch auch mancher unerwünscht« Strafzettel vermieden bleiben ’* Gin neuer Gießener Ehrendoktor Die veterinär-medizinische Fakultät der LudwigS- Universität hat den Geh. Regirrunasrat Ur. phil. Anton 6 tost. ordentlichen Professor der Anatomie an der tierärztlichen Fakultät b;r Universität München, »der unverzagt und tn unermüdlicher Arbeit unter schwierigen Verhältnissen es verstanden hat. seine Grdanken zum Ziele zu führen, den trefflichen erfolgreichen Lehrer und väterlichen Freund feiner Schüler" ehrenhalber zum Dostor der Beterinärmedizin ernannt. " Bom Stadttheater-Snsemble.Aus dem Stadttheaterbureau wird un# geschrieben: Walter Sbert-Drassow vom St.^dttheater Erfurt wurde als 1. Heldenvater, perc noble und Spielleiter. Hanna Brack- Basel als Bokon- tärin verpflichtet. HanS Lannert wurde an Stelle des ans Regensburger Stadttheater berufenen Adolf Teleky mit der Obersvielleitung betraut. Äundsunkprogramm. Donnerstag, 27. September 13L0 bxi 14,30. Don Kassel 1KblOflSteigert des Rundfunkorchesters 15,05 bis 15 35: Stunde her 3uaenb. 15.55 bis 1605. Haus- trauen bi erM 16.35 bis 18,05: Musik ^vn Zett- aemossen (Konzert des Rundfunkorchesters». 18,10 bis 18.30: Lesestunde 18 30 bis 18.45: Don Kassel »Die Ausbreitung der UnfT4utft/‘, Dortrag von Garleningenieur Karl Hintze. 18.45 bis 19,15: Don Kassel .Aus fernen Ländern: Don Abessinien und dem Kaffee", Dortrag von Paul Xb.'II- heimer 19,15 bis 19,45: Sturrbe katholischer Wsst- anfchauung: .Don der Bedeutung der religiösen Wahrheiten als Willenswerte". Dortrag von Wilhelm Dömrer S. 3. 20,15: Wallenstein, ein dramatisches Gedicht von Schiller, zweiter Teil: .Wallensteins Tod", ein Trauerspiel tn fünf Auszügen Ankchlteftend: Gello-Kon^ert. Früh zu g Butzbach — Die Reichsb c hndi nefh tm mochten, jetzt das Leimalloie. sehnfuchi.g, tuch-nbe Gekäbet, welches noch dorl-m trabte. iS r n st Hanbschuch. Hochstapler ftiefroetter vor Gericht. vor der Graften 6troffamtner in Gieften fand gestern die Derufung«v«ri ndlung gegen den Kauf« mann Ma? ft i 11 r ro c 111r statt, der sich — wie kürzlich von un» erneut berichtet — in B a d ?l o u - heim unb In anderen deutschen Badeorten in der Rolle eine» Jlrjtes und Universität:prosesior« nl» Hochstapler betätigte Der Snn. riactf arbeitet« in Gemeinschaft mit einem ftomplijfn und beltohl u. a. in Bad Qaubeim eine zur Kur dort weilend« Dam« um einen beträchtlichen Teil ihre« wkNvollen Lchmucke». 3n erster Instanz war Kiefewetter, in Verbindung mü anderen Straftaten, zu einer (B#- famtstraf« von zwei Fahren Gefängni» ner« urtetU worden. Dagegen legte er Berufung ein, je« doch entwich er vor deren Verhandlung au» brm Gefängnis und blieb zunächst längere Zeit unauf» flnbbor 5m Laus« diese» stahree wurde er dann tn BadIschl seitgenommen: gegenwärtig befindet er sich in der Strafanstalt vreunge»heim bet Frankfurt wegen nerlchiedener Dellst« in Strashosi. Zn der gestrigen Verbandlung, über deren Verlauf wir morgen noch berichten werden, wurde ft i « f e w c l t c r nur wegen de« Diebstahls in Bad Nauheim oer« urteilt, tm übrigen aber fretgefprochen. Da» Urteil lautete jedoch wiederum auf zwei Jahre O e • f ä n fl n i », austerdem auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren Taten für Donnerstag. 27 Levtember Sonnenaufgang 5.54 Uhr, Sonnenuntergang 17.48 Uhr. — Woudauigang 17.34 Uhr, Mondutuergang 2 36 Uhr. 1785: Karl Friedrich Friesen, Mitbegründer der deutschen Turnkunst, in Magdeburg geboren fgestor- ben 1814); — 1914: der Dichter Hermann Lön« vor Keim« gestorben (geboren 1866); — 1921: der Komponist Engelbert Humperdinck in 7!eu-Strelitz gestorben (geboren 1854). J..'jener B^ochcitmarktpreise. Gs kestetm auf dem gestrigen Dochcnmarkt: Butter 200 bi6 220 Pfannig. Matt« 30 dis 35. Käse (10 Stück) 60 bvl 140, Wirsing 12 Wcist- Iraut 10 bis 15. Rotkraut 15 bis 20. gelbe Rüben 10 bis 15. rote Rüben 10 bis 15, Spinat 30 bis 35. Römischkohl 10 bi« 15. Dohnen (grüne) 25 bis 30. (gelbe) 30 bis 35. llnterlohlrabi 10 bis 12, ötbkn 30, Feldsalat 100, lomaten 20 bis 30. Zwiebeln 15 bis 17, Meerrettich 40 bis 60. Rhabarber 10 bis 15. Kürbis 8 bis 10. Kartoffeln 5 bis 6, Falläpsel 8 bi« 10. Frühäpfel 20 bis 30. Birnen 10 bis 25. Zwischen 12 bis 15. Preiselbeere 40 bi« 60. junqe Hähn.' 100 bi« 120. Suppenhühner 100 bi« 120 da« Pfunb: Öler 15 bis 16, Blumenkohl 50 bi« 150, Salat 10 bi« 20, Salatgurken 20 bis 50, Ginmachgurken 2 bi« 3. Endivien 10 bis 30, Oberkohlrabt 5 bis 15. Lauch 5 bis 15. Rettich 10 bi« 20. CeUerie 20 bis 50 das Stück. Radieschen 10 bi« 15 Pfennig da« Bund Vorvottzen. — Tageskalender für Mittwoch. Licht spielbaus, Bahnhofttraste „Durchgängerin". — klfto- na-Lichtspiele „Null Uhr". ’• S i n Dortrag über das Wohl- muth-Heilperfohren sinbet am morgigen Donnerstag abend im Dass Leib statt. Das genannte Heilverfahren basiert auf dem elektrv- galvanischcn Schwachströme und fall für all« Krankheiten, tn« in bet heutigen Anzei« ge^ normt sind, ein gutes Desundung-msitel fein. (Interessenten seien auf die Anzeige hingewiefen. ein 'Ä K y iid)b^ ttbbcbfe °°'L ’ bald M. k°°' Wh p, in jlfflnmtn Fransiurt a. Rk. bett« für den am 7. Oktober tn Knast tretenden Wintersabrpian ben Fortfall des sog. Schüler-Frühzuaes C25 Butzbach-Greben. ab Butzbach 6,53 ilbr. an Gtehen 7.25 LIHr. vorgesehen 3m Hinblick auf bie Dringlichkeit der Beibehaltuna dieses Zuge« tm 3ntcreff« der Schüler. Arbeiter und Angestellten in ben Orten zwischen Butzbach und Giehen. sowie anacsichts seiner bi-h«rigen guten Frequenz hatten l»ch bet Derkehrsbund Oberhesi«; bie Industrie- unb Handel»kammer Diesen, bi? Handwerkskammer- Rebenstell« Glotzen 'rvie bie ßeitunaen ber Gte- fiener höheren Schulen Sn Hingaben an tn« Reichsbahnbirektton für bi« Beidebasiuna des Zuges eingesetzt Qluranebr ist von der Reichs- bahndirettion Franksun a. TT. hierher mit geteilt worden, datz sie sich den Darlegungen der obengenannten Korporationen nicht verschlossen unb bestimmt habe, datz der Zug muh weiterhin im Fahrplan erhalten bleibe ee Gin Auto -We ttrennen in der Frankfurter Strotze, zwischen der Frie- brichstrahe und brr Wllh« Imst rotze, veranstalteten gestern mrchm.ttoq gegen > ,3 Uhr zwei Kcaft- wagentührer. D« leichtlertigen Fahrer rasten dabei, wie uns von Augenzeugen miigetetÜ wird, in einem Lcmpv lo«. bah den Slratzen- pasiamen himmelangst wurde. Nachdem bas eine Auto da« andere überholt hatte, bog der vorne fahrende Wagen pBtzllch in einen Hof tn der Frankfurter Strotze ent. während der folgende Wagen in seiner tollen Fahrt so scharf an den anderen herankom. datz sich der Lenker des Hinteren Autos zur Derme:dung eines Zusammen- stvtzc» nicht anders zu Helsen wutzte, ol« auf den Bürgersteig zu fahren. Zum Glück befanden sich in diesem Auaenblick an der Slratzenstelle feine Passanten, so datz llnheil vermieden wurde. Man mutz es als groben Unfug bezeichnen, datz Auto- lenker bie Strafte dazu benutzen, ihrem lieber» mut die Zügel schätzen zu lassen unb dadurch unter Umständen Olten’dxruthcn zu gefährden. Leider war kein Polizeibeamter an der Stelle, der biete von dem Dewutzttein ihrer Deronl- tooriuna jedenfalls nicht allzu beschwerten Kraftfahrer hmte ausschreibTN können, um ihnen einen verdtenten Denkzettel zu l^esorgen. •• Gietzen« r Ferienkurse. 3n ben lebten Tagen ist das Programm für bie fünft« lerllchen Deranstaltungen brr (Siebener Ferienkurse abgeschlosien worden Am 9 Oktober wird der Zntendant unsere« Theaters. Dr. Rolf P rasch, einen RezitationSabend veranstalten unb Goethe« Werth77 vortragcn Am 10. Oktober folgt ein von Frau Lydia Hvffmann-Beh- renbt veranstaltetes Klavier Konzert, die den (Sieben«tm vom lebten K.mzertwinter her wohlbekannt« Künstlerin wird mehrere Sonaten von Beethoven, da« Andente favori, fünfzehn Daria- Honen op. 35 die Pbantolie op. 7* und das Rondo a Capriccio op. 129 vortragrn Am 12. Oktober find bie Teilnehmer der Ferienkurse zu einem Theaterabend «ingeloden. Alle Auskünfte über bie Ferienkurse gibt die Geschäftsstelle. Bismarckstratz« 22, und der Kursleiter. Prof. Dr. G. Küster. Brandplatz 4 •• 8 i n öffentlicher Impftermin findet morgen vormittag in der Turnhalle der Pestalozzi- ichule. Nordanlage, statt. Näheres ist aus der aestri- gen Bekanntmachung der Stadtoenvaltung ersichtlich. ee ..Die Maschine im Dienste des 6, Sftrt ber provin^alhaupislabi Giehen, den 26. Septembex 1928. Kleines Gefährt. dm Tao mit schweren Hänger den '»ölten, über bie dasvicht gebrochen und sonst dahinsl'etz: Irgendwo ist der Himmel geösiaet, und ou« solcher Oeffnung strömt es unau'dcll.ch und in leisem Wirbel an Hesterkeit. Frohttn.' kleinen güsten. welch« in ihrer Betcheidenhrtt so köstlich sind unb da« Leben bislang behaglicher gemacht batten, leichter zu ertragen, unbekümmerter in keinen dunllen. unbekannten Zielen Ab und zu fallen Regentropfen, dünn und kokt unter einem munteren Wind Herslattemd, einem Dind. der noch ein Nein wenig von ber Milde eine« reifenden Äcrnfelbe« hat über da« er vor Wochen herrschend gestrichen (linr Unruhe ist über un« gekommen, welch« heimatlos macht, suchend und krank, eine Unruh«, di« un« grübeln lätzl über Dinge, weiche un« It>r4i nutzt berührten. Da« mag der Himmel fein unb feine letzt« weiche L'aunf. welch« Mete seltsame Unrast in uns verursachen: das Obst, do« reif und geschwellt in ben Körben liegt, oder die aelbgrü- nen Blätter, die vorzeitig schon abficlcn von ben Bäumen, bie ergeben und gefotzt stehen und ihr« Wipfel beschaulich wiegen: diese Blätter mögen di« Ursache fein, wie sie Perlaffen und arm in den Strotzen liegen, teil« im Winde treiben und in den Pfützen sich verfangen^ Die« alles mag dazu beitragen; obgleich da« städtische Leben, getreu sich selber tot« in den sommerlichen Wochen, die wir noch zu verspüren meinen, hastig, heftig und ungeheuer wichtig dahingleitet. Rochmtttog ist e«. wenig noch der Stunde, die chn lLrmenb gebar, im Westen ist der Himmel aufgebrochen, flächig unb gelblich weih in einer Sonn«, die hinter wolligem Dunst ihre Strahlen breitet, einsichtig und auf dem Rückzüge begriffen. Dos Fenster ist mit einem Flügel geöffnet, und über den Relkenstock hinweg, der setzt dunkler, kräftiger in feinen blütenlosen Stengeln steht, hat der zwischen ber Arbeit Rastende feinen Blick gerichtet in da« Leben, da« sorglos, emsig in dieser Zeit der Erfüllung bohinrvttt. Sh« aber die wenigen Minuten, in denen er ohne deutliche Absicht. ohne ben schäbigen Zweck de« Alltag« sein sollte, vergangen sind, hält den Rostenden etwas, do« ihm Sinn und Deutung gibt, all jener un- Swissen, schweifenden Gefühle, die feit Anbeginn efes Sterbens über ihn gekommen find Zwei Wagen, wie sie fleinen reisenden Zirkus- leuten gehören, rollen vorüber. Der erste die Gerätschaften bergend, die dos flüchtige Wunder an den Abend des Dorfes ober Warktfleckens zoubern werden, unb der zweite, der Wohnwagen, breit über bi« Räder ragend, wackelig unb mit nerhänaten Fenstern. Kleine huNigc Pferde zieben hic kosten, aus denen das Wirakel erstehen wird, irgendwo, irgendwann, zwecklos, flattrig und daeinfache Gemüt benehmend. Don ben Menschen bi« das Gefabrt lenkten, konnte der Rastende nicht« bemerken ober gar behalten. Gs blieben die Pferd« im Gespann, die rasselnden Räber und da« wackelnde Obergestell und Pferdchen, welch« zierlicher noch als bie ziehenden, schmal, braun und mit langen Schwei- , v rL-n *255** ldC‘ ieM 'Beiß' 7^" itiiB'S i Sro» rgtn6 501111 iniet^ " 00 0 stoischen rrf^I’rh sie lanb h^ll rM würbe bK dir damals s-nnncrn S 1880 emc eine fl^nj (au5 » l*n‘ s gemein m vor allem! nunfl 1J gericht -al machte (nr? schölsengen geeichte ne €trdfbcicf)l weiterte, u der Straf! schallung i die Elende tuchungsya verfahren Aber tx eine 21 c fordern. gerichtetes 1 Freilich^' trauens*1^ Windung D; änderung flj Lefom mut rßpßti in di Ln Hat - Jurißent frage gefprm Mn eine ‘S nün einen jtage cnttoci technischen G jipeiten De nicht recht Schlüffen fätzlich Heu dah die G richtsve über die t uib gegen über soll i verhandelt richters still herum noch unsich richters: c Wiederemf nicht mehr frafie tönn toofol an e In der St W^tt %( der 6tac lag wollte Iuftizmimst fchon die L tralleitung antoaltschafi ILegaMtsl bleiben: di Ueberlegun, neben die anzuttagen, lehnt. Tru nnwaltschast Hebertragun jch für ein. EM, w Mgor mä sühe G .Ä schön Mt Gälte ar Vischer Sch , Derrn id komme srs U»rj am Adler Bischof Deinftea c ’m Nuß > eme der 1 PW. unfe zwei 1 Psch einen ( W die . adtvärt« nrr im aus ! h^r'Nn se Ä tv-r il £ Galts L1 6>ie n. f^5 DiofZy vor KeX - t “"’ifesi 'S? fr= T Ä'6 b ichMt: ben^nebf Astoria-Lichtspiele Heute letzter Tag; Null Uhr u Die Tochter des Scheichs Ab morgen bis einte hl. Sonntag: Schuldig Kriminalschla.'« r nach dem bekannten Drama von Richard Voss in 7 spannenden Akten. I. d. Hauptrollen : Willy Fritsch, Susi lernon, Hans Adalbert von Scblettow, Jenny HasielquUt, Bernhard Götike. — Ferner: Hochzeitsreise nach Paris Lus'spiel Jn 2 Akten. Sowie: Feindliche Väter Lustspiel in L Akten. MTBc Gut möbl. Zimmer!..,--. 01 m K *n d e r- taii.ßeuen bet.en, Stahlmatratzen, günstig an Private. Katalog 5(5 frei. 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September 1926, abends 6 Uhr, im Nestauroat ^Neuenweger Tor" lMitglied Gopon) stattfindenden Heilen vM (18 ^abre alt) sucht Stelle als Haustochter gegen kl. Taschengeld. Zu erfragen tn d. Geschäftsstelle des Gieh. Anz. 06776 Suche für b. 1. Ckt. ein tüchtiges 106769 Mädchen für Hauö und Küche, ©efellfdiaftsoereln C. Pfeil, Sonnenftrasre 19. ,V6r8okisäen68, Besucht die Handele- sebnle Kuaielmann I 3n Lich zu vermieten Ab 1. Dezember 1928. Saal 72 qm, evtl, mit Nebenräumen, sehr geeignet für Fabrikbetrieb «Zigarren bergt.) II. Küster. Lieh (Oberheeeen) Männer b. Verkauf von Kraftfutter, üif. Düsseldorf/Gchlien- sack 143. [06779 van Wieben zu packten ober zu kaufen ht. .'Inq. unter 06774 a. b. Gies; Anz. geschah ober In der Nabe Reinliches, zitvcrl. Mädchen für Küche unb Haus gesucht, am liebften für tagsüber «rs tööerrtrafie 11 d Sauberes Mädchen für tägl. 8—311 br in HauSbalt v. 2 Pers, ab 15. Ckt. ges. «m Ottanlage 27 I. WW für 4 Wochen ges. 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September 1928, nachm. 3 Uhr. 8480 Dl 8492 D Die trauernden Hinterbliebenen: Maria Fink geb. Wagner Familie August Fink Familie Carl Möser. Die Beerdigung findet Freitag, den 28. September, nachmittags 2.30 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. (Meßen (Rodheimer Straße 47), Bad Homburg v. d. Höhe, den 26. September 1928. Familie Wilh. Schäfer Familie Karl Schäfer Familie Ernst Rau. Alten-Buseck, Oroßen-Buseck, Gießen, den 25. September 1928. Gestern abend 6 Uhr entschlief nach langer und schwerer Krankheit mein lieber und guter Gatte, unser Heber Vater, Schwieger- und Großvater Herr Johannes Fink im 82. Lebensjahre. Heute entschlief sanft nach schwerem Leiden mein innigstgeliebter Gatte, unser herzensguter Vater, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Johann Karl Michel Zigarrenfabrikant im Alter von 41 Jahren. Laubach, Rhodt, München, den 24. September 1928. Für die tieftrauemden Hinterbliebenen: Margarethe Michel geb.Heußler. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 27. Sept., nachmittags 4 Uhr, statt Von Beileidsbesuchen bittet man Abstand zu nehmen. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Scnwester, Schwägerin und Tante Frau Margarethe Schäfer Wwe. geb. Henß gestern Abend 6 ’/4 Uhr im 61. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Statt Karten. Nach kurzer, schwerer Krankheit Ist unser liebes Töchterchen Liselotte im Alter von 3’/* Jahren in die Ewigkeit abberufen worden. Dr. med. W. Zimmermann und Frau Liselotte geb. Schäffer. Burg (Bahnhofstraße 29bII), den 21. September 1928. M W 3ura Bleicben- e Sicherung einer guten Entscheidung must in der ersten Instanz liegen! Da» Volk verlangt nicht die Berufung, sondern gerechte, sozial richtige, seelisch veriandliche Entscheidungen! Wer d -’c Anschauungen und Forderungen b,r Juristen liest, wird glauben, dah Damit doch die groben Refvrmgedanlcn nicht genossen feien. Aber er irrt: in solchen feinen technischen Formen stecken die Gedanken. Die wir heute verwirklichen wollen' Wir wollen eine fozial und psychologisch richtige Beurteilung der Lira fälle, eine möglichst rasche Justiz, eine möglichste Schonung aller Beteiligten, einen vertrauenswerten Richter unD eine an gemessene Beachtung Der Interessen de» Verletzten Da» alle» kommt in vielen technischen Einzelheiten zum Ausdruck. Die Juristen müssen f»ch klarmachen, was da» Volk vom Strafverfahren verlangen darf; unD dann müssen sie eine Einrichtung fchasien. d e ein unendlich verwickelte» Gebilde ist. die mit taufen Derlei Schwächen der Menschen und Der Verhältnisse rechnen muh. die dem einfachsten und Dem venoickeltsten Fall gerecht werden soll, in Der über Geringfügigkeiten und über Leb. re* schickfale entschieben wird Und da muh man sich überlegen, dah eine solche Einrichtung gar nicht ideal fein kann, dah es schliesslich doch auf die Art der Menschen ankommt, die sie handhaben. Das eine aber ist sicher, dah die Juristen Deutschland» und Oesterreichs mit lebhastcr Anteilnahme Daran arbeiten. Da» Strafverfahren gut neiyugcftalten, Der Salzburger Iuristentag hat Da» bewiesen Aber wieweit sind wir doch noch von einer vollen Lösung Der Frage entfernt! Der Madrider Theaierbrand. Madrid. 25. Sept. (Gig. Drahtmldg.) Entsetzen lagert über Madrid! Durch Die Galle Mayor eilen Sanität» kvlonnen und Feuerwehr. Auf Bahren werden verftümmelte Leichen und stöhnende Verwundete g: tragen. Durch Den Torbogen der Plaza Mayor, auf Der einst Die Autodafe». abgehalten wurden und auf Die Die Calle Toledo mündet, ist der Verkehr gesperrt. 'Beraub. Die Toledostrahe hinunter bis zum Rastro. dem Trodelmarlt. auf dem es neben antiken Herrlichkeiten Lumpen und jeden Abfall zu kaufen gibt, sammeln fich die erschreckten Hmwohner. die sluchtartig ihre Häuser verlassen. Da das Feuer auch auf ihre ärmlichen Behausungen herüber- ^greifen droht. Das Theater Rovebades ist zu- sammengebrochen und über Den rauchenden Trümmerhaufen. unter denen noch manche Leichen liegen mögen. Die eS nicht zu bergen gelang, arbeitet noch Die Feuerwehr. Madrid ist Die Stadt der Gegensätze. Neben Den moDerncn Palästen Der Gran Via und Der Calle Alcalä. neben den herrlichen Strafen an der Castellano und am Retiro. Die jcDer Grohstadi als Schmuck dienen würden, hat Madrid noch halb zerfallene Strahen- züge. Häuser. Die zufammenzubrechen Drohen. unD enge, düstere Gassen, Die aus einer längst vergessenen Zeit zu stammen scheinen. Da» gan»e Stadtviertel uni Die Calle Toledo, an Der das volkstümliche Theater Rovebades lag, gehört zu den ältesten Teilen Madrids. Die sich au» Dein Zeitalter Der Romantik noch nicht in da» 20. Jahrhundert hineinzufügen verstanden haben. Cs liegt zwar ganz nahe dem Zentrum, nicht weit von der Puerto Del Sol, aber der moderne Verkehr hat e» seitab liegen lassen und vergessen Die neuen Straftenzüge. die an Stelle der alten aufgebaut wurden haben diesen Teil des alten Madrid nicht berührt. So paftte denn auch das Theater Rove- da de» nicht in eine moderne Großstadt. Die elektrischen Leitungen zwischen den vergoldeten Logen und Die hübschgemalten, aber veralteten Vorhänge waren ein AnachroniSmu?. Das Theater mag in Den alten Zeiten feuersicher gewesen sein. alS es noch Äerzenbeleuchtung und keine gcfäbrltd)en Delorationen gab. Zu Der Zeit war eS vielleicht auch nicht notwend'.g. Rotausgänge zu schassen. Cs ist natürlich SchulD Der Stadtverwaltung, dast Da» veralteke Theater nicht schon längst geschloffen und nieDergerissen wurde. Ader man ist in Madrid wenig vorsorglich. unD nur so ist eS zu erklären, dast Die furchtbare Katastrophe, die jetzt in Der ganzen Welt ihren WiDerhall findet, sich ereignen konnte. Ein Kurzschluft konnte unberechenbare Folgen hoben. Das trockene und morsche Holz der Bühne und Der Logen. Die Vorhänge und Dekorationen muhten wie Zunder aufflanimcn nnb DaS Publikum - es waren 3300 Zufchauer im Saal — konnte in der Dunkelheit in Der Panik unter dem fahlen Leuchten der auSbrechen- den Flammen keinen Ausweg finden. Cs ist in Den volkstümlichen Theatern Spanien» Sitte. Die kleinen Kinder, ja selbst Säuglinge, mit in Die Vorstellungen zu nehmen, und gerade Die Anwcf.nheit der Kinder und Der entsetz en Mutier lieh die Katastrophe noch furchtbarer tn?rDei, alS fic es an sich schon war. Man spricht von 300 Toten und von zahlreichen ‘BertounDcten. Die Zahlen müssen ungenau fein, da noch nicht alle Leichen unter Den Trümmern geborgen ItnD. unD da es gerade unter den ärmeren Schichten schwer ist, eine genaue Statistik aufzustellen Der Brand im Theater Rovedade» Wird für Madrid eine Warnung sein, auch die übrigen zahlreichen Theater der Hauptstadt, in denen es zum Teil gleichfalls an Vorfichtsmasiregeln mangelt, einer genauen Prüfung zu unterziehen. Heimat. Äou Hermann Hesse. Zwischen Bremen und Neapel, zwischen Wien und Singapore habe ich manche hübsche Stadt gesehen, Städte am Meer und Städte hoch auf Tkrgen, und au» manchem Brunnen habe ich al» Pilger einen Trunk getan, au» dem mir später das sähe Gift de» Heimweh» wurde. Die schönste Stadt aber von allen. Die ich leime, ist Calw an Der Nagold, ein kleines, alte» fchwä- dische» Schwarzwaldstädlchen. Denn ich jetzt etwa wieder einmal nach Calw komme (es ist freilich feit manchen Jahren nicht mehr geschehen). Dann gehe ich langsam vom Bahnhof hinabwäri». an Der katholischen Kirche, am Adler und am Waldhorn vorbei und durch die Bischofstrahe an der Nagold hin bi» zum Weinst eg oder auch bis zum Brühl, Dann über den Fluh und durch die untere Ledergasse, durch eine der stellen Seitengassen Aum Marktplatz hinauf, unter der Halle De» Rathauses durch, an Den zwei riesigen alten Brunnen vorder, tue auch einen Blick hinauf gegen Die alten Gebäude Der Lateinschule, höre im Garten de» St armen- wirte» Die Hühner gackern, wende nncd wieder abwärts, am Hirschen unD Röhle vorüber, und bleibe Dann lang auf der alten Brudc fiebert C» ist die schönste Brücke der Welt. Hnd dies ist wir Der liebste Platz im Städtchen: Der Dom- platz in Florenz ist mir nichts Dagegen. □Benn ich nun von der schonen Iteuicrncn Brücke aus Dem Fluh nachblicke, hinab unD hinauf. Dann sehe ich Häuser, von Denen ich nicht weih, wer m ihnen wohnt. Hnd iperm a’-i» etnan Der Häuser ein Mische» Mädchen blickt i die rö in (Salto stets gegeben hat). Dann weih ich utcht, wie sie heiht. , , „ Aber vor Dreißig Jahren. Da sah hinter allen Diesen vielen Fenstern kein Mädchen unD ton Mann, keine alte Frau, kein Hund und ktne Katze. Die ich nicht genau gekannt härt -lebet Die Brücke lief fein Wagen und trabte rem Gaul, von Dem ich nicht wußte, wem er UnD so kannte ich alle». Die vielen öd ul buben nnb ihre Spiele und Spottnamen, die Bäckerladen und ihre Ware, die Metzger und ihre Hunde. Die Bäume und Die QHaifäfer und Vögel Darauf, Die Stachelbeersorten in den Gärten. Daher kommt e». dah die Stadt Calw diele merkwürdige Schönheit hat. Zu beschreiben brauche ich sie nicht; das steht fast m allen Büchern, Die ich geschrieben habe. Ich hätte sie nicht zu schrei- den brauchen, wenn ich in Diesen, schönen Calw fttzengeblicben wäre. Da» war mir nicht bestimmt. Aber wenn ich jetzt (toie es bis zum Kriege alle paar Jahve einmal geschah) wieder eine Viertelstunde auf Der Bruckenbrüstung sitze, über die ich al» Knabe tausendmal meine Angelschnur hinabhängen hatte. Dann fühle ich tief und nnt einer wunderlichen Ergriffenheit, wie schön und merkwürdig diese» Erlebnis für mich war. einmal eine Heimat gehabt zu haben! Einmal an einem fieinen Ort Der Erde olle Häuser unD ihre Fenster unD alle Leute Dahinter gekannt zu haben! Einmal an einem bestimmten Ort dieser Erde gebunden gewesen zu fein, wie Der Baum mit Wurzeln unD Leben an seinen Ort gebun- Den ist. .. Wenn ich ein Baum wäre, stunde ich noch heute Dort. So aber kann ich nicht wünschen, das Gewesene zu erneuern. Man kann, wenn man sich an Die Kälte Der Welt gewöhnt hat, nicht wieder Heimat haben. Man kann, wenn man ein Tlann geworden ist. nicht wieder ein Kind sein. Ich tue Dies alles in meinen Träumen und Dichten zuweilen. ohne es in der Wirklichkeit tun zu wollew Ietzt habe ich hie unD Da eine Rächt Heimweh nach (Salto. Das ist nicht schlimm. Da» ist sogar sehr schön Wohnte ich aber Dort in meiner einstigen Heimat, so hätte ich jeDe Stunde des Tages und Der Rach! Heimweh nach Der schonen alten Zeit. Die vor dreißig Jahren war. unD Die längst unter Den Bögen Der alten Drücke hinweg- geronnen ift DaS wäre nicht gut Stritte, die man getan hat. und Tode, Die man gestorben ist, soll man nicht bereuen. __ Rian Darf nur zuweilen einen Dick Dortfo-nein tun. durch die Ledergasse schlendern, eine Viertelstunde auf der Brücke stehen, sei es auch nur im Traum. unD auch Da» nicht all zu oft. Ich versuche es mit Smith. Don Alfred Corl. Ich hatte keinen Verdienst und lag schief tote •ein Sechsragefahrer in Der Kurve. -Bei Dem Versuch mit Adolphus Sm ich au» Pittsburg konnte ich also nur gewinnen. Aus der 3e.:ung erfuhr ich. er sei Drüben der Mann an der Spitze bei irgendeinem Trust und besuchte imkre Stadt zu Studienzwecken. Natürlich schrieb ich chm nicht und steh mich nicht durch den HotelDortier melden, well ich den Mann durch gijigfeit und Pfiffigk«t überrennen wollte. Seme Zimmernummer verschaffte ich mir durchs Telephon; zehn Minuten später betrat ich nach feLftbewußtem Anklopfen den Salon, j _ Bi ster Z n ch : Der Halle, aber ich könnte ja warten, meinte da» straffe, biegsame Mädel mit Den bl« Den Den Zähnen unD dem erstaunlich sihenden. fporlS- mäßigen Strickkleid. Sie gefiel mir ausgezeichnet, und ich glaubte. Smith wäre der richtige Mann für mich, wer sich eine so erfreuliche Sekretärin aussuchte. nmftte menschlichen Regungen zugänglich km. Meine Sache wäre von ungewöhnlicher Tragweite. crtlärtc ich und lieh mein Mienenspiel Wichtigkeit ausstromen. Ich würde Mr. Smith allo erwarten. Wenn man es versteht. Die Gegenwart einer Sekretärin mit blitzenden Zähnen aus^unuhen, kann c.nc Wartezeit sehr unter hallend sein. Ich fragte also zuerst, ob ihr unsere Stadt gefiele. Bkl hätte sie leider noch nicht zu sehen bekommen. man wäre ja erst zwei Tage hier. Bei Sekretärinnen soll man sich beliebt machen, eS ist ein empfehlenswerter Hinweg; deshalb bot ich eifrig meine Führer Dienste an. Es folgte eine eingehende Mustemmg meiner Perfon; dann meinte sie mit entzückender Bereitwilligkeit sie hätte nichts Dagegen. Ich weih nicht, wie es kam. Dast ich über ihren blitzenden Zähnen plötzlich Adolphus Smich au» PittSbürg vergast. 3cfocnfall» führte ich ei.ie Schwenkung au», lieft Den Hmtoeg links liegen und begann auf gerobern Weg nach einem neuen Ziel zu starten. Ich bevorzuge e». von Anfang an etn höllische» Tempo rorsukgen. Ich lieft also noch ein haar Redensarten über unsere •rtabt fallen. Dann ging ich bald zu Dem Thema über. Dast gewisse Dmie zwilchen jungen Leuten in Pittsburg kicher nicht anders wären al» bei uns. und da fte Dieser Gesprächsstoff zu fesseln schieii. h-ell ich Die Zeit zum Finish für gekommen, nahm sie in Die Arme und füfttc sie In diesem Augenblick betrat Adolphus Smith bLs Zimmer. Er füllte Den Türrahmen rech: gut aus und Dcrbrcitoe um sich die Aimo phäre jener Leute, Die überall Die erste Geige spielen. Infolgedessen fah ich mich veranlastt. schleunigst wieder in Richtung auf mein ursprüngliches Ziel an den Ablauf zu gehen. . .Ich must Sie in einer wichtigen Angelegenheit sprechen, Mr. Smith.'" ..Ich sehe" quetschte er heran». „Bitte." Die Tür zum Nebenraum flog auf. ..Leider habe ich nicht viel Zeil," begann er, aü wir allein waren. „Wir mästen un» also kurz fassen. Sie wollen meine Tochter heiraten? Was hoben Sie unD wer smd Sie?" Obecheffen. Oie $tkinfinhcrfd>u(c in Lich. Lich 24. Sept Bei Der Sinweihung unkrer neuerbauten Kleinkinderfchule gab Bürgcrmethcr Geil, toie am Freit.ig schon be- nchtcr. in feiner Anspruch.' einet Hebcrbhd über Die fast hundertjährige Geschichte Der Klein!inderichule. Aus Dreier Schilberung. Die ein interessante» Stück Licher eimatge- schichte bracht, sei folgcnfo.*» h er triebet gegeben Die Kleinkind, rfchub in Lich war. wie 'o viele» in Lich urfprüngUch eine Stiftung des fürstlichen Haus.» und wurde gegründet von der Fürstin Henriette, geb. Prinzessin zu Benfobeim Der Mutier De» Fürsten Ludwig. Di» Fürstin betrog Die Damals 14jährige Liisa- b c l b Reger, Kuidergürinerin au werde.' Diele eröffnete die Schule am 4 Ottol*r 1834 mit acht Kind.-rn ,n dem Brodt'schen Haufe in der Hüttengasse das brüte von Schudmacher- meifier Fink iKirobnt wird. Die Zahl Der Kinder nach Dem Sianfo her Oltcrn. zw.. bi» Drei Kreuzer wöchentlich. Die in einer Büchse gesammelt, in einer Tabelle verzeichnet und monatlich tm Schlosse abgerechnet murforn. F. aulcin Neger erhielt al» Berg itung 35 Gulden im Jahr, Die Hausmiete für Die Mi et raume im Broht leben Hause betrug jährlich 5b Dulden. Da die xf*ibl der Die Schule b.fuch.nden Kinder immer mehr anwuch», tvurDm bald hie Räume im Brodt schen Haufe zu llrin. Die Stadt Lich baute daher tm Jahre 18M her Äinherldbulc ein eigene» Hau« in her Butzbacher Strafte, das ,etzt verlassene, alle Kleinkinderschulgebäude, ha» für Die Damaligen Verhältnisse mit seinem grosten Dartei ein sehr schöne», 'weckentsprechende-' Heim war. Hier blühte Die Schule immer mehr auf. Die 3obl her KinDer erreichte und überschritt 100. Auch eine groftc Zahl damals in Lich untergebrachter WarfenkinDer besuchte Die Schule. Infolge her grosten Kinderschar reichten die Krälle der ersten Kinderschulsehrerin Frl. Reger nicht mehr aus. Cs wurde ihr Deshalb eine Gehilfin l>e>gegeben Am 6. Juni 1883 starb Fräulein Reger nach Mt 50|äbriger segensreicher Tätigkeit Sehr viele letzt noch lebcndr Licher und ßiebcrinnen find bei dieser ersten verdienten Lehrerin zur Schule gegangen und bewahren ihr noch heute em dankbar c- G:denken. Ihr Bild ist an einem Ähren- platz des groben S lale» Der Schule angebracht. Cin von Dem Fürsten Reinhard zu Solms- Hohenfolms-Lich au» Anloft der Sintoeihung. gefliflek» Bild Der Gründerin. Der Fürstin Henriette, wirD in kürzester Frist ebenfalls an Diesem Chrenplatz angebracht werben. Anstelle von Fräulein Reger kam eine andere Lehrerin, bald Darauf, am 25. März 1884. wurde die erste Dannstädter Diokoniffe, Fräulein M a r- garcte Schmidt, hierher berufen. Die zunächst mit Der Lehrerin Aufammenarbettete. In Dcm- feiben Iohrr, am 1 Oktober 1884. feierte Die Schule ihr 50jährige» Destehen. Die Stadt schenkte ihr hierbei D?n Betrag von 100 Mark. Heber Di< Organisation und Verfassung Der rileinkinderfchule in Der ersten Zeit ihres Be- stehmS sinD Aufzeichnungen nicht vorhanDen. Offenbar ist sie eine Stiftung gewesen, denn sie befaß eigene Kapitalien, hatte eine eigene Kasse unD einen Vorstand Am 22. November 190Z berichtete D:r Vorstand der Kleintinderfchule Bürgermeister- Dormer, Fürstin ö m m a zu Solms-Lich und Dechant Klingelhösfer an Den Gemeinderat Der Stadt, dast die Säle keinen genügenden Raum für die Kinderzadl mehr bntvn und Die ganze Einrichtung nicht mehr Den neuzeitlichen Anforderungen und der Schulhygiene entsprächen. Am 24. Juli 1908 bat Bürgermeister Börm er die Bürgermeisterei Wöllstein um die Pläne Der hort neucr- banten Kleinlinderfchule unD schreibt .Auch wir hier in Lich stehen vor Der (hbauung einer neuen Kleinkinderfchule Die seitherige Ich war Adolphu» Smrlh aus PittSburg gewachten und überspurtete ihn sofort. ..Das, was Sre au» mir machen werden Ich glaube, e» wird nicht wenig fein. Sie Dürfen es auch glauben, Mr Smrth." Mit hiefer Antwort hotte ich dos Rennen gewonnen. ..Well. Ich mache meinet Tochter keine Vorschriften. Ich werde fit, fragen" Mit einem Dreimeierfprung schnitt ich ihm den Weg zur BerbmDungötür ab , Richt mehr nötig. Mr Smith. Sie wirb Ihnen sofort Die Antwort geben." „Sie Haven nicht getouftt, wer ich bin." meinte Margre Smith, „unD deshalb nehme ich Sie." Diese Kurzge'chichte schickte ich einem Magazin mit dem Vermerk, sie wäre nach einem eigenen ErfebniS berichtet und ich würde sie vor meiner Abreise nach Pittburg gern veröffentlicht sehen. Sie erfchien in der nächsten Rümmer — natürlich ohne Den Vermerk. Aber das war alles ein Irrtum. Ich muft ehrlich sein Ganz ehrlich. In Wahrheit hatte sich die Sache wie folgt abgespielt Ich hatte Die ehrliche Absicht, es mit Adolphus Smith aus Piltsburg zu versuchen, well e» mit Literatur nicht recht gehen wollte. Das biegsame Mädel mit den blitzenden Zähnen empfing mich im Salon; in Wirflichkeit war sie aber Die Sekretärin, nicht Die Tochter — Ich habe sie nämlich gefragt, well mein Wunsch, ihr unsere Stadt zu «teigen. tatsächlich lehr lebhaft war. Ich glaubte, dah eine Sekretärin mehr Interesse für mein Angebot haben würde Getühr habe ich sie auch, aber nur einmal unD ziemlich slüchtig, well Die Ohrfeige. Die ich pon tportgewandter HanD bekam, meine Unter- nehmungslust einfrieren lieft. Was Adolphu» Smllh anoeftt, so betrat er wirklich im gleichen Augenblick da» Zimmer und ich sand muh zwei Sekunden später an Der Wand her Korridor» wieder. GS muhte Smith sehr gegen Den Strich gegangen fein, Daft ich seine Sekretärin tüftle; sonst Härle er vielleicht Daran gedacht. Daft Der Nierenschlag verboten ist. Trotzdem habe ich mir selbst Den richtigen Tip gegeben, al» ich es mit Adolphu» Smllh aus PittSburg versuchte; von diesem Tage cm ftabe ich heraus, nne man au» eigenen Erlebnissen Kurzgeschichten macht. entspricht nicht mehr den gestellten Anforderungen der Deuzeit." 3m Jahre 1912 wurde die eine der beiden Schwestern wieder abbet i'.a und dann die Kinderfchule von einer Schwester verwaltet, der ein Dienstmädchen beigegeben war. Dann kam der Krieg. 3n dem Gebäude der Kleinkinderschule wurde ein Lazarett einge° richtet. Die Schule wurde zuerst im christlichen Vereinshaus, dann in der Turnhalle untergc- bracht. Ter Unterricht wurde von hiesigen Frauen und Mädchen erteilt. 3m April 1917 kam dann wieder eine Schwester hierher, Frl. Lina D e - beling, die heutige Kinderschulschwester, die seit dieser Zeit mit großer Hingebung und vielem Erfolg die Aleiniinderschule leitet. Durch die 3 n f l a t i o n wurden auch allmählich die Kapitalien b;r K.ein kinderfchule vermehr. Die Schule war in immer steigendem Maße auf die Zuwendungen der Stadt angewiesen. Durch Beschluß des Etadlvorstandes vom 14. Dovember 1922 wurde die Verwaltung der Kleinkinberschule dem städtischen Wohlfahrtsausschuß übet' tragen. Sie ist damit eine städtische Anstalt geworden. Durch den Geburtenausfall während oes Weltkrieges war natürlich auch die Zahl der Schulkinder stark zurückaegangen. Sie betrug im September 1922 beispielsweise nur noch 42. 3n den folgenden Jahren nahm sie jedoch wieder rasch zu und hat heute mit 88 Kindern fast wieder den alten Stand erreicht. Wie bereits erwähnt, wurde nach einem Dorstandsbericht vorn 3ahre 1907 das alte Kleinkinderschulgebäude schon damals als nicht mehr ausreichend und nicht mehr den neuzeitlichen und hygienischen Anforderungen entsprechend bezeichnet. Aus die'er Erwägung heraus wird wohl der verstorbene Bürgermeister Völker Deranlas ung ,genommen haben, in der Sitzung des Stadtvvrstandes vom 16. März 1927 den Antrag zu stellen, ein neue» Kleinkinderschulgebäude zu errichten. Bereits in der gleichen Sitzung wurde dem Antrag mit großer Mehrheit zugestimmt und das Hess. Hochbauamt Gießen mit der Anfertigung der Pläne beauftragt, das seinerseits den Reg.- Baurat Schneider mit der Ausführung betraute. Die Aufgabe des Hochbauamts war keine leichte. Galt es doch, die neue Schule mit dem von dem Denkmalpfleger unter Denkmalschutz gestellten alten Festungswalle so zu vereinigen, daß das Ganze zu einem harmonischen, zweckentsprechenden Gesamtbild wurde. Das Hochbauamt hat sich in glänzender Weise seiner Aufgabe entledigt. Die Bauleitung übernahm das Hochbauamt selbst. Oberbaurat Berth, Baurat Wagner und Oberbausekretär Brücke! haben in unermüdlicher Tätigkeit ihr Bestes bergegeben und ein Werk geschaffen, das man ohne Zögern als eine Zierde der Stadt bezeichnen kann. Sämtliche Arbeiten wurden von ortsansässigen Firmen und Handwerkern ausgeführt, die damit den Beweis erbrachten, daß das Licher Handwerk auf der Höhe u nd jeder Aufgabe gewachsen ist. Dachdem der Bürgermeister allen am Bau Beteiligten herzlich gedankt hatte, betonte er u. a. noch: Die Errichtung des Gebäudes hat beträchtliche finanzielle Aufwendungen erfordert. Aber diese Aufwendungen sind für die aufwachsende 3ugenb, für die Zukunft der Stadt gebracht. Unsere Jugend zu lebensfrohen, brauchbaren und tüchtigen Menschen zu erziehen, das muh ja in jedem Gemeinwesen an der Spitze aller Aufgaben stehen. Und wie die junge Pflanze, so bedarf auch der aufwachsende Mensch besondere Pflege, braucht er Sonne und Licht. Eine sonnige, frohe 3ugenb, das ist es, was dem Menschen nachgeht bis inS späte Alter was ihri fähig macht, später auch schwerere Zeiten Dichter zu ertragen. An der Aufgabe, unseren Kindern diese schöne frohe Jugendzeit zu gewähr- fciften, hat besonders die Kinderschule einen Stoßen Anteil. Die alte Kleintinderschule hat ber 80 3ahre lang ihren Dienst gut getan. Äber, wie sich im Lauf der Zeiten alle Ansichten ändern, so hat man auch heute ganz besondere Anschauungen über die Erfordernisse von Schulräumen. Dicht nur bloße Zweckräume, reine Aufenthaltsräume sollen sie sein, sondern hoch, luftig und gesund und vor allem behaglich sollen sie Jein und schon äußerlich den ja sehr aufnahmefähigen Kindern in frühester Jugend den Begriff des Schönen vermitteln. 3ch möchte hier dem Wunsche Ausdruck geben, daß sich in diesen Räumen auf lange Zeit noch viele gesunde fröh- llche Generationen unserer 3ugenb tummeln mögen, die dann in späteren Jahren dankbar der Stadt gebenten, die ihnen dieses Haus geschaffen hat und sich auch ihrerseits der Pflicht bewußt sind, die sie bann gegen ihre Jugenb haben. Landkreis Gießen. * Mainzlar, 25. Sept. Die Bruderschaft Altenmarkt des Jungdeutschen, Ordens hielt am Sonntag in Mainzlar unter reger Beteiligung ihren 3. Sporttag ab. Um 9 Uhr vormittags begannen die Wettkämpfe zunächst im Schießen. Beim Gruppenschießen tour• den folgende Preise errungen: 1. Preis: Gruppe Mainzlar, 2. Preis. Gruppe Fronhausen, 3. Pr.: Gruppe Marburg. Anschließend folgten die Einzeltoettkämpfe. bestehend auS 100- Meter-Lauf, 'Weitsprung, Keulenwerfen und Schießen. Hierbei wurden Sieger: 1. H. Dörr- beder. Marburg, 101 Punkte, 2. W. Weiß, Gießen, 97; 3. K. H. Weyganb, Marburg, 89; 4. A. Kreiling, Gießen. 87; 5. G. Klaus. Gießen. 81; 6. H. Quinner. Gießen. 78; 7. H. L. Pauly. Mainzlar und H. Schütz, Gießen, je 76; 8. L. Becker. Mainzlar. 70, 9. E. F. Hirsch. Gießen, 65; 10. E. Beck und K. Luft. Gießen, je 58 Punkte. 3n der4xl00-Meter-Staf- fel errangen die Jungbrüder von Marburg den 1. Sieg. Bei dem am Dachmittag ftatlftr.benben Wannschafts-Keulenwer en wurde eine Gruppe auS Marburg 1. Sieger. Hieran, wurden drei Shrenschciben auSge.chossen. Die 1. errang Welker. Fronhausen, die 2. Karl Dingel, Mainzlar und die 3. Hch. Schäfer. Fron» hauscn. Bei den Sinzclwettkämpfen dür ten noch nachstehend gute Leistungen erwähnt werben: Dörrbecker. Marburg, lief die 100 Meter auf steiniger Straße in 1PM Sek. Es folgten H. L. Pauly. Mainzlar, mit 11‘'s und Artur Kreiling. Gießen, mit 12 Sek. Y Watzenborn-Steinberg, 25. Sept. Am SamStaaabend fanden sich die AllerSkame- raben deS Jahrgangs 1878 aus unterer Gemeinde, wozu auch auswärtig 'Altersgenossen erschienen waren, zu ihrer Funszigerietet im .Goldenen Stern" zusammen 3n einer Begrüßungsansprache gedachte Altersgenosse Pfarrer Stauvach der vielen, bereite Heimgegangenen Kameraden, zu deren Ehren man sich von den Sitzen erhob. Bei Musikdorträaen. gemein*amen Gesängen und Vorträgen ernster und heiterer Art nahm der Abend einen harmonischen Verlauf. Am kommenden Sonntag spießt sich gemeinsamer Kirchgang und eine photographische Aufnahme an. 00 Klein-Linden, 25. Sept. Die G e ° meindeob st Versteigerung von heute vormittag brachte trotz des nur geringen Obst-Er- tragS recht viele Interessenten auf die Beine. Zum AuSgebot kamen an Aepfeln einige Goldparmänen, in größerem Maße Allendorfer Rosenäpfel und ganz vereinzelt hängende Muskatreinetten, an Dirnen waren nur Pastoren— Hirnen vertreten. Für Aevfel wurden je Zentner am Daum 15 bi8 30 Mark bezahlt, einzelne gut behangene "Bäume kamen auf 60 bis 80 Mark, Dirnen galten pro Zentner 10 bis 20 Marl. Verhältnismäßig billig gingen die wenigen Ztoetschcn ab, meist pro Daum mit 20 Pfennig bis 1 Mark. Der Gesamterlös der Spätobstversteigerung beträgt 622 Mark, gegen 1200 Mark im Jahr 1927. Die meist aus Zwet- schen bestehende Obsternte deS alten Friedhofes, dessen Ertrag in die Kirchenkakse fließt, erbrachte rund 18 Mark, gegen 75 Mark im vorigen Jahr. • Lang-Göns. 25. Sept. Am Sonntag beendete der hiesige Kriegerverein sein diesjährige- Preisfchießen. Dachstehende Landwirte das Welleck derselben Auch hielt manchen die Dreschmaschine noch zurück, die man allemhalben fimunen hört. Mit dem Eintreten kälterer Witterung hat nunmehr der volle Srnte- betricb eingesetzt. Das Auskarsten drr Kartoffeln hat sich hier ganz überlebt. Kleinere Bauern pflügen sie aus, während wohlhabendere immer mehr Kartoffelerntemaschinen anschassen. Wenn auch die Erträge nicht an die vorjährigen heranreichen. so werden doch auf gutem Löhboden 90 bis 100 Zentner auf einem Dormal- nrorgen geerntet. Auf schlechteren Böden ist der Betrag allerdings infolge der Trockenheit wesentlich geringer. Bei manchen Sorten hat sich der letzte Regen im August durch das Ansetzen zahlreicher kleiner Knöllchen unangenehm bemerkbar gemacht. s. Utphe, 25. Eept. Der Schulocrwalter Wilhelm Lehr von hier «erhielt, nachdem er üoer 21/2 Jahre infolge der Abbaumahnahmen keine dienstliche Verwendung finden konnte, nunmehr ein Dekret nach Bernsfeld. Kreis Alsfeld, wo ihm die Verwaltung einer einklassigen Schule übertragen wurde. Dach seinem Seminarabgang versah er den Vorbereitungsdienst an der hiesigen Volksschule und legte vor Ostern dieses Heimat im VW Gießener FamiiienbiSttee Die «Schelle Das sind die zeitgemäß ausgestatteten, auf unsere einheimische Bevölkerung abgestimmten, im eigenen Betriebe bearbeiteten und auch gedruckten Sonderbeilagen zum Gießener Anzeiger Turnen, Gvovi und Spiel Lugend und Hochschule Aus Äiatuv und Technik Älrrs dem Keich dev Lvau Aus dev LVelt des Lttms BSdev, wandern, Reisen Luv den Vüchevtksch Das sind die regelmäßig wiederkehrenden, sämtliche Gebiete des modemen Lebens, des Geistes, der Technik und der Kultur straffzusammenfassenden Sonderseiten desGießenerAnzeigers Das große Heimat- und Anzeigenblatt Oberhessens und der benachbarten preußischen Gebietsteile ist der seit 178 fahren erscheinende, mit allen Volksschichten aufs engste verwachsene Gietzenev Anzeiger Schützen erhiellen Preise: 1. Preis Otto Binck, 34 Ringe; 2. Pr. Otto Rudolph, 34 Ringe; 3. Pr. Wilhelm Bopf, 33 Ringe; 4. Preis Wilh. Görlach, 33 Ringe; 5. Preis Friedrich Höfer, 33 Ringe; 6. Preis Wilh. Reusch, 32 Ringe; 7. Preis Wilhelm Dink, 32 Ringe; 8. Preis Karl Spies, 32 Ringe; 9. Preis Wilhelm Euler, 31 Ringe; 10. Preis Wilh. Müller V!., 31 Ringe. D Lich, 25. Sept. Von unserer werktätigen Bevölkerung wird es freudig begrüßt, daß am 1. Oktober die Firma Rinn & Lloo s-Heuchelheim in unserer Stadt eine Zigarrenfabrik eröffnet Rechnen doch viele Leute, die seither im Tagelohn tätig waren, im Winter aber keine Beschäftigung fanden, nun für dauernd auf ArbeitS- und Derdieustmöglichkeit Als Fabrikräume find die Räume der seitherigen Kinder schule in der Butzbacherstraße von ber Firma übernommen worden. df. Langsdorf. 25. Sept Unser Schützen- verei n entfaltete in diesem Sommer e ne rege Tätigkeit Dachdem er am Sonntag, 9. d. M., fein Preisfchießen abgehalten hatte, fand in diesem Jahre auf Beschluß der Generalversammlung zum erstenmal Königsschiehen statt. Schützenkönig wurde der seitherige Schützenmeister. Schlos ermeister Hermann Lehrmund von hier. Dem Schützenkönig soll vom Verein eine entsprechende Medaille überreicht werden, die bei DereinSveranstaltungen zu tragen ist. s. Trais-Horloff, 25. Sept. Am Svnn- tagDornrittag wurde unser Dorf durch eine Explosion in der Dähe der Schwel- anlage erschreckt. Gewaltige schwarze Rauchwollen stiegen noch etwa 10 Minuten lang an der Stelle in die Höhe und lockten zahlreiche Zuschauer herbei. Allem Anschein nach hatte sich auf den Schlackenhalden, wo die Kessel rückstände entladen werden, ein explosives Gemisch aus Kohlenstaub gebildet — Seit der Inbetriebnahme der Schwelanlage war die Erzeugung von Braunkohlenbriketts vollständig eingestellt worden. Seit kurzem wurde sie wieder aufgenommen. Die Briketts werden in umliegen- den Ortschaften der Zentner zu 1 Mk. angeboten unb. ba dieser Preis wesentlich niedriger als bei sächsischen Briketts ist, auch gut gekauft. S 21 u- dem Horloff tal, 25. Sept Mit Rücklicht auf die große Hitze hatte in der vorigen Woche die Spätkartoffelernte hier nur fe&r AÖgernb eingesetzt Da bei der Verwendung t>on Kartoffellchlludern die Knollen längere Zeit aus ber Oberfläche liegen müssen, befürchteten die Jahres feine Staatsprüfung ab. — Dor den Herbstferien machten die oberen Jahrgänge unserer Schule einen Tagesausflug nach Schloß Braunfels und Wetzlar. (Erfreute schon die Wanderung durch die berg» und waldreiche Gegend unsere Jugend, die ja auS der an landschaftlichen Reizen armen Wetterau kommt, so versetzte sie das Schloß Braunfels vollends in Entzücken, diese stolze Stammburg eines bis in unsere Gegend begüterten Fürstengeschlechts. Der Besuch Wetzlars gewährte den Schülern einen Einblick in mittelalterliche Bauweise und Befestigungsanlagen, wahrend die Dombesichtigung ihnen ein Stück Stilkunde vermittelte. Die Wanderung. ti; von herrlichem Herbstwetter begünstigt war, dürfte einen bleibenden Eindruck in den jugendlichen Gemütern hinter!assem T Aus der nördlichen Wetterau, 25. Sept. Die Konto ff elernte hat jetzt allenthalben begonnen. Die Erträge sind im allgemeinen besser ausgefallen, als man anfangs erwartete. In guten Lagen kann man immerhin noch von einer Mittelernte sprechen. Hutterkartoffeln, wie Vater Rhein unb Hassia, fmb wohl am besten geraten, während die härteren Industrie nur eine schwache Mittelemte liefern. Im allgemeinen sind die Knollen gesund, faule K »rollen smd fast nicht vorzufinden — Die Preise für Fettschweine. die bis auf 87 Pf. für das Pfund Lebendgewicht gestiegen waren, sind in den letzten Tagen auf etwa 70 Pfennig gefallen. Für ganz fette Schweine im Gewicht von über 3 Zentner besteht fast keine Dachs rage. Kreis Friedberg. OO Nieder - Flotstadt. 25. Sept. Der Zweckverband Wetterau hat vorige Woche feinen Wagenpark, der neben anderen Fahrzeugen schon zwei moderne Omnibusse umfaßte, um einen weiteren riesigen Omnibus vergrößert. Der Wagen wurde von der Firma *Ben^ Gaggenau, geliefert, die Karosserie baute die Waggonfabrik Kastel-Mainz. Er umfaßt 50 Sitz- und 30 Stehplätze und hat drei Achsen. Da die Wetterbrücke n«h nicht fertig ist, müssen bei den ersten Fahrten, die über Bauern» heim gehen, leider Feldwege benutzt werden. Die Abnahme erfolgte am Mittwoch, am Donnerstag fand eine Probefahrt in den Odenwald statt, an der sich der Derbondsvorstand. sowie Vertreter der beteiligten Gemeinden und Behörden beteiligten. Alle sprachen stch sehr anerkennend über den Verlauf der Fahrt und übet den neuen Wagen auS. Hauptsächlich wird er die Strecke Friebberg—Bad-Rauhe im befahren, aber auch auf ben übrigen Strecken gut verwendet werben können. Vielleicht geht die Verbandsleitung mm auch an em weiteres Ziel der Fahrgäste, die Herabsetzung der Fahrpreise auf der Strecke Friebberg—Flarsradt von 80 Pf auf ettoa 60 Pf., einen Ausfall an Einnahmen würde es, ba bann stärkere Benutzung licher ist, nicht geben. : : P o h l - G ö n s. 25. Sept. In der Qladjt zum Sonntag wurden in ber hiesigen Fahrrad- Handlung die Türen auegehoben unb aus dem Lagerraum ein neues Fahrrad gestoh len. Die Täter müssen mit ber. Lokalitäten auf dagenaueste bekannt gewesen sein. Kreis Büdingen. △ Kohben, 25. Sept. Die hiesige Gemeinde verkaufte von ihrem an dem nördlichen Ende der Bismarckstraße in Oer Gemarkung Ridda gelegenen Baugelände zwei Bauplätze an die Finanzbeamten Jäger unb Stroh in Ridda, ben Quadratmeter für 3 Marl. Die Käufer wollen darauf zwei Wohnhäupe p^-cr bauen lassen. Immer mehr rüden die Gebäude von Didda und Kohden zusammen, unb in absehbarer Zeit werben Dibba und Kohden zusaminengebaut sein. Das ehemals zum Gradierwerk 'Bad Salzhausen gehörige Rathaus stand noch vor zwanzig Jahren ganz allein zwischen Ridda und Kohden. von jedem ber beiben Wohnplätze ettoa 500 Meter entfernt. Jetzt ist es ganz von Deu- bauten umgeben. Die Besitzerin dieses HauseS. Frau Kaufmann Tilly Wwe.. hat es nebst ettoa 4 Morgen anliegendem Grundbesitz kürzlich auf längere Zeit an einen Diplomingenieur aus Elberfeld verpachtet. Der Pachter tolll eine große Geflügelfarm hier errichten. Kreis Schotten. r~I Laubach. 25. Sept. Am Sonntag fand unter reger Beteiligung auf den neuen Schiehst an den am .Ringelsberg" das diesjährige Ab- schießen des hiesigen SchützenvereinS (Schützenmeister Kaufmann Wilhelm K r e i d e t) statt. Auf der Festscheibe errang ben ersten Preis Uhrmacher Arnold Enders; auf der Preisscheibe wurde Erster: Förster Karl Becker. Jeder Schütze stiftete und erhielt einen Preis. Der Wanderbecher wurde von Duchbindern«ister Eduard Göbel errungen. Außerdem hatte Schützenbruder Kreiskommifsar Poth bei ferner Versetzung nach Friedberg einen Becher gestiftet. Diesen errang Schütze Tanzlehrer Gustav Schneidt. — Zwei beachtliche Funde wurden bei ber jetzigen Kanalisation gemacht: Unter ben Fundamenten der 1828 abgebrochenen Unterpforte ein alter großer Torschlüs- s e l, dessen Kamm 6 Zenttmeter lang ist bet etner Drelle von 3 Zerttimeter, außerdem ein kleinerer sehr alter Schlüssel, dessen Kamm die Form eines Hakenkreuzes, dessen Griff die Form einer Raute hat. Sein Stiel ist 10 Zentimeter lang. y Gedern, 25. Sept. 3n kurzer Zell wird Gendarmeriehauptwachtmeister Pfeffer unsere Stadt verlassen, um nach seinem neuen Wirkunas- ort Gießen üoerzusiedeln. Dicht nur die Bevölkerung unserer Stadt, sondern auch die dos gesamten Dienstbezirks sieht den ruhigen, gewissenhaften und streng gerecht denkenden Beamten nur ungern scheiden. — Am nächsten Freitag feiert Joseph Fuld dahier seinen 9 0. Geburtstag in voller geistiger und körperlicher Frische. Kreis Alsfeld. tef Alsfeld, 25. Sept. Die 'Bereinigung ehemaliger 116er von Alsfeld und Umgebung veranstaltete am Sonntagabend im großen Saale des .Deutschen HauseS" ein großes QE i II* tärkonzerl, welches von dem gesamten Musi k ko r p s des l.Batl. 15. Inf.-Regt s. in Gießen unter persönlicher Leitung von Obermufifmeifter Löber auSgesührt wurde. Wie jedesmal, wenn die Gießener Mllllärkapelle kommt, war dies wieder ein voller Erfolg, der Saal war dicht beseht und die Zuhörer wurden wieder begeistert von ben exakten, künstlerisch bor- getragenen Darbietungen der Kapelle, die Herr Löber auf eine beachtenswerte künstlerische Höhe gebracht hat. Der erste Teil des Programms war dem Andenken Fran; Schuberts gewidmet und brachte die ewig schöne .Ouv rlüre zu Rosamunde" und die Balleilmusik daraus in fein empfundener Auffassung zu Gehör, während im zweiten und dritten Teile deS Progrannns die UiUerhaltungs- musik ihren Platz fand, wobei insbesondere daS Tongemälde .Ein Morgen in Sanssouci" stürmischen Beifall auslöste. Der Reinerlös aus dem Konzert wird zum Besten des Fonds zur Unterstützung in Dot geratener Kameraden verwendet. Das nächste Milllärkonzert soll im März nächsten Jahres stattsinben. Der Verein ehemaliger 116er erwirbt sich um die Allgemeinheit ein dankenswertes Verdienst, daß er diese Mllllärkonzerte für Alsfeld ermöglicht. — Der Turnverein AlS- s e l d hielt am Sonntag auf dem städtischen Festplatz sein QI b t u r n e n mit Freiübungen, Schauturnen sämtlicher Qlbteilungen, Volkstänzen ab, verbunden mit einem Pokal-Staffellauf, um ben vom Turnverein Alsfeld gestifteten Pokal. Dieser blieb im Besitz des Turnvereins Alsfeld. Olbends fand in der Festhalle Tanz statt. Kreis Lauterbach. $ Lauterbach. 25. Sept. 3m Anschluß an den von dem Obstbauverein ncranftaltetcn Gemarlungsrundgang, bei dem festgrstellt werden konnte, daß die Obflernte in diesem Jahre eine gute zu werden verspricht, fand in dem Delleck schen Saale eine Versammlung statt, in der Obstbautechniker Kur» einen Vortrag über »Obstbaumpflanzung und Obstbaump lege " hielt. Dach den Aus übrungen bei Referenten sand eine lebhafte Aussprache statt, bei der den Versammlungsteilnehmern beachtenswerte Fingerzeige gegeben wurden, die sie für ihre eigenen Baumbestände beachten können. Die Anschaf» fung einer Daumspritze auf DereinSkosten wurde beschlossen, außerdem stellt der Verein demjenigen eine Belohnung von 10 Mark in Aussicht, der einen Obstdieb so bezeichnet, daß dieser der gerichtlichen Bestrafung -ugeführt werden kann. - "Bermuthshain, 25. Sept. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr feierte am Sonntag ihr Stiftungsfest. Die Dachbarwehren waren hierzu in einer Stärke von ettoa 400 Wann erschienen. Unter Vorantritt der Kapelle ber Freiwilligen Feuerwehr Grebenhain zogen die Wehrleute mittags nach dem Viehmarktplatz. Bürgermeister P f a n n st i e l, Kreisseuecwehrin- spektvr Bechtold und Feuerwehrkommandant Schlot hau er hielten Ansprache^ woraus die Dermuthshainer Wehr ein Geräte- und Fuß- eKerzferen dorführte, das allgemeine Qlnerfemnmg DS!N. vorstehend lehrervem hau» re» ■ der» de/ ein», tir aende 3"fc w s und m Httroerein «jährigen verein.' blieb bcst Jlbcshnil trennte Dosks in irr ,u 2\jnfba lischen ®l< S-S S° Iortrag jolteshA •fcfen * tio"A der er»« Jahren S de-ninvo Somme predigt h Lchlösl di-L den ^ZndveaS ' Äto gen ÄuS Sastwrrts Auto u T Du Walzung ben—Q Strah« 1 rend mir schen ®i gebunbei vtaubwr Anlagen der Dui tridm 6 erhebende des Frick mdchir. DSN. schüft hat Sklrame öenn-Sojflge tauft fcauemb ,UD I Roteniwelf, QUefeen. Leiters- weg 5R L gtotL Fallobst ieieS Dnantunt kauft HMD Kraft. 3aai laenbäulcr. Kraukfurter Crr. 83. M ■ k. M MAR.GAD.INE ALMAfur S25S2SS au-e faixb. Auch der im Anschluß an dies» Hebungen veranstaltete Vcnch-imartch sämtlicher Wehrleutt war muhttgülhfl 3m Laufe des Nachmittag» zeigte die einheimische Wehr iu»ch einen Drand- angriff und der Feuerw.hrinspektor hielt einen Dor trag über .Feuer lösch- und Feuerwehror- Smisattons ragen.- Tanz in zwei dälai befchlost e in jeder Bejahung gelungene Veranstaltung. hml Ilbeshausen. 25. Sept Zu einer schdnen und erhebenden Feier hatte sich am Sonntag die Gemeinde Ildehausen in ihrem mit Blumen und Tannengewinden reich geschmückten Gotteshaus zusammen n.tt -ahlre.ch n Gästen aus dem nahen Äoffcler Erholung-drtm emgesunden. Heben der Einführung der Rejvrma » tivn vor 400 Jahren galt es der Errichtung der evangelischen Pfarrftelle vor 203 Jahren zu gedenken 3m Scftgottctbienft. bei dem in dankenswerter Weise der Muslkoevrtn und der Vchülerchvr unter Leitung von Lehrer Sommerlad mitwirtte, versah der 0.;t»qdft- liche Pfarrer 2 tr ad. den Altard enst Die Fest» predigt hielt im Anschluh an den 46 Psalm Dekan Schlösser aus Lauterbach. Sr führte zurück in die Zeit der 'Reformation, da Luthers Lehre in den 'Vogelsberger Gemeinden Wurzel sastte und Andreas Herzig von Crainfeld. dessen Tochter- gemeinde Ilbeshausen war. auch dorthin da» Evangelium brachte. Dieses Filialvcrhältnis blieb bestehen, bis hn Jahre 1728 ju Bfmaften Ilbeshausen von der Pfarrei Eratnseld abge- trennt wurde und feinen eigenen Pfarrer erhielt Was das alles für ci Dlmeinde bedeutete, wurde in der Predigt ausgeführt, und die Demernde au Dankbarkent und treuem Festhalten am evange- fischen Glauben ermahnt. Rheinhessen. WS«. Ensheim, 25.6epL Anläßlich des be- vorstehenden tjO.Iublläums des Hessischen Landes- lehreroereln» in Darmstadt wurde un dem Geburtshaus des Lehrers Joh». Schmitt, des Gründers des Hessischen Landeslehreroer- eine, eine Gedenktafel angebracht, die folgende Inschrift hat: ,Jn diesem Hause wurde am 8. Juni 1815 Lehrer Johann Schmitt, der Gründer und unerschrockene Führer des Hessischen Landes- lehrerverems, geboren. Gewidmet im Jahre seine» «jähriaen Jubiläums. Hessischer Landerlehrer- • verein. Preußen. Kreis Wetzlar. • Krofdorf, 26. Sept. Dir in unserer gestrigen Ausgabe gebrachte Meldung, daß m einer Gastwirtschaft in Krofdorf ein herrenloses Auto untergestellt worden sei, ist dahin richtig- »usteilen, daß das Auto nicht in Krofdorf, ton» beim in Dorlar steht. T Dutenhof en. 25. Sept. Seit der Heu- walzmw unserer Durchgangs st raste Gie» sten—Wetzlar leiden die Anwohner dieser Strast« sehr unter der Staubplage. 'Läh- rend man brausten vor dem Dors, nach der hessischen Grenze zu, den Staub durch Teerauflage «Hunden hat, wird man im Dorf lagSüber die Staubwolken nicht mehr los. Auch die schönen Anlagen am neuen Kriegerdenkmal, direkt neben her DurchgangSstraste gelegen, sind mit einer picken etauNdücbt überzogen, ein nickt gerade erhebender Anblick für den. der an dieser Stätte des Frieden- einmal für einige Zeit verweilen möchte Kreis Usingen. WSN. Uf i n aen 25. Sept. Unsere Orisbauern- schäft hat beschlossen, wegen der g r o h e n M ci u s e - Fliege die ^«morfueg, soweit sie jum Brach, elde gehört, vergasen zu laflen. E» sollen insgesamt rtfba 1000 Morgen vergast »erben Maingau WSA Frankfurt a. M-. 25 Sept Der Magistrat hat zwei Schul neubau-Projekt e nzu gestimmt, mit denen erstmals in Frankfurt a M. das PaoUlon-System eingesühn werden foll, dH.. die Klassenräume werden n:cht m einem grosten Sch ul Haufe, sondern im Flachbau m einzelner Pavillons unter geb rächt Bet dem einen Projekt handelt es iich um die Errichtung von fünf Pavillon» zu je vier Klaffen und einem Verwaltungsgebäude mit Aula und Turnhalle m Praun heim Die Orta mtbau- kosten find auf 1,2 Millionen Mark veranichlagt. Ein zweiter Schulbau foll der Errichtung einer Aeformschule am Dornheimer Hang bienen Hier sind, außer einem Hauptgebäude. Pavillons für zwölf Klaffen vorgesehen Der Kostenvoranfchlag beläuft sich auf 1,1 Mckl tonen Mark Bei beiden Bauprojekten handelt es sich um Versuche mit einem für Frankfurt neuen Schulbausystem. dessen Ergebnis für Die späteren Schulbauten mastgebend sein wird. Im Aahmen des diesjährigen Frankfurter Wohnungsbauprogramm» soll am Äonnenpfad in Oberrad eine Wohnhausgruppe errichtet werden. Der Magistrat hat einem entsprechenden Projekt, das 59 Wohnungen, tetf» in Ein- und Zweisamilienhäusern. teil» in Etagenwohnungen und 14 sogenannten Einliegerwohnungen vorsieht, gugeftimml. — Die Frankfurter Gasgesellschast hat beschlossen, für die Beheizung der Räume mit Gas einen Sondertarif einzuführen, der am 1. Oktober in Kraft treten soll. Die An- schlustgebühr soll von 24 auf 18 Wk. pro Jahr und der Kubikmeter von 13 auf 7 Ps. herabgesetzt werden. Jleue Jugendherbergen im Odenwald. WSR. Zwingenberg, 25. Sept. Da» IugendhcrbergSwerk in Hessen ist am Sonntag einen grasten, erfreulichen Schritt vorwäris- gelrkben worden, galt es dach, die von dem hellifchen Staat der Jugend geschenkten neuen Herbergen.Drunnenniffe" und.Heffe- haifche" in Auerbach im Fürstenlaaer ein- zuwcihen und den Grundstein zu der Jugendherberge in Zwingenberg zu legen, zu der von der Ruhrfpende der Gewerkschaften 65 000 Mark gespendet wurden Sie wird nach dem Willen Der Erbauer eine Perle an bet Borgst raste werden. Rach einer stimmungsvollen Morgenfeier in einem Steinbruch bei Zwingenberg begrüßte auf den Ruinen ber alten Zwingburg der erste Vorsitzende des hessischen Iugendherbergs- werkS. Schulrat Hassinger, der Leiter der Zentralstelle für Volksbildung und Jugendpflege, im Kreise von mehreren Tausend allen möglichen Iugendverbänden angehörenden Jugendlichen den hessischen StaatSprälldenten Adelung. Innenminister Leuschner. Landtagsprüsident De l p. die Vertreter der Kirchen, der einzelnen Parteien. Ministerialrat P r of i t-Berlin al» Vertreter der Gewerkschastsspende. die Bel "denVertreter und di« zahlreich erschienenen Bürgermeister der umliegenden Orte. Gr dankte allen für ihre hochherzige Mitarbeit und besonder» der stets unterstützungsberellen Press«. Ministerialrat Profit überbrachte die Grüste de» Ministerium» für die besetzten Gebiete und de» Kuratoriums der Gewrrkschaftenspende. Mit den 650 000 Mark der Gewerkschaften für elf Jugendherbergen wollten diese der deutschen Jugend und dem deutschen Volke einen Dien st erweisen, die «ine der schwersten Zeiten de» deutschen Volkes, den Ruhrkamp', und den dabei gezeigten Zusammenhalt aller Volksschichten in riete Ännncr.mg bringen solle Allen Wanderern ohne Unlcrtchtcb von Partei Kon'e >wn und Alter würde die neue Herberge o»fensteden. Zum Andenken an das Wirken des ersten hef'i'chen Staatspräsidenten w>rde die Jugendherberge auf den Hamen .Karl Ulrich" getauft. Bei der Grundsteinweibe begleitete Steatsprä tdent Adelung seine drei Hammer- fchlage mit folgenden Dorten .Im Hau'e der Jugend, dessen Grundstein wir heute legen, mögen berrfchen Freude Friede und Kameradfcha't Ich- feit allezeit.' Mit weiteren Sprüchen M>Io’en sich an Innenminllter Leuschner Ministerialrat P r of i t - Der in. Land et Präsident Delp. He Vertreter des ugenbberbe7gsberea de > der Kirchen, der Gemeinde Zwinaenberg. der Stabt Darmstadt ufw. Dk von Lbvrvorttägen umrahmte Orunbfteinlegmig in vstvingenberg war damit beendet. Rach dem Festzuge zum Fürstrnlazer bet Auerbach folgte die Einweihung der ncuerrtd>- teten Jugendherberge n .Heffehaif che und .2 r u n n e n n i ff e". die vom heM'ck n Staat übergeben wurden. Lehrer Bauer- Auerbach gedachte zunächst der Verdienste, die sich namentlich der Geschäftsführer des Hessischen Jugend- Her berg »verbände» Otto Br am dach-Darmstadt. und Schulrat Hassinger um die Schaffung eine» .Iu^end'.aaers" im früheren. Fürsten- läget" erworben Hoven Die Weihrrede hielt Schulrat Hassinger. Staatspräsivent Adelung gedachte in seiner Uebergabercbt des Tages, der in Zwingenberg ein lag der 2er- ung gewesen sei und hier zu einem Tag der Erfüllung werde. Mit weiteren Reden von Re- gienmflÄtat Dr. Fuchs Kreisschulrat Krämer, Prälat D. l> Diehl und Bürgermeister BlickenSdörfer. sowie einer Sch'.ustansprache von Schulrat Hassinger schloß der eindrucksvolle Tag. Buntes Allerlei. Reue Opfer bet Arktis. Eine Polartragödie ist jent in einer etnfamen Hütte in den Wildnissen der Rordwest-Derri- torien von Kanada entdeckt worden. Damit wurde das Geheimnis enthüllt, da» bisher über dem Schicksal eine» englischen Forschungsreisen den lag. Wie au» Ottawa g.meldet wird, haben Beamte der kanadischen berittenen Polmer am Aordufer be» Tl-elon-Flusfe». der durch die öden Gebiete westlich der Hudson-Bay flieht, die Leichen von drei Europäern gesunden, die al» die des Engländers John Hornbv und seiner zwei Gefährten festgestellt tourben. Man batte von Hornby nichts mehr gehört, seitdem er vor zwei Jahren ausgebrochen war, um mit zwei Genossen die weiten Wüsten westlich der Hudson- Bay zu durchwandern. Die Begleiter Hornbywaren der 32jährige Harold Lyallenor Adela rb und sein llljähriger Detter Ehristian. Hornby war kein Fremder in diesen Gegenden: er hatte mehr als 20 Jahre in den Gebieten der Arktis verbracht, toat während deS Krieges nach England zurückgekehrt und hatte dann wieder lange Zeit im Auftrag der kanadischen Regierung im Aordwestterritorium verbracht, um Tierfelle zu sammeln und photographische Ausnahmen zu machen. 1925 war er wieder in England. aber der .Ruf des Horben»' lieh ihm keine Ruhe und zog ihn bald wieder nach dem Polarkreis. Bevor er absuhr, sagte er damals: .In jenen Wildnissen muh man jede Stunde de» Tages tätig fein, um Mm Nahrung fu erbet» tm Der Hung -rtvd ist unter grötzter Feind." Diesem Feinde ist er nun erlegen Die Reifenden hatten im Juli 1926 Fort Relliance am Girat Slave-See verlassen mit der Absicht. S Hestertuld Inlet an brr Hu^'on-Bad zu er» reichen Aber man bitte fätban nich.» mehr von ihnen gbört wahrfchrinlich frLagtn he den Gc-'i d^ ni des W.nt .s die ihnen auf diesem Weg von nnyr al» 1*00 Kilometer Länge drohten. und vertülr.gerten 500 Kilometer von ibrem Endziel ent ernt. Die Rach'orschu-g hs Für für die betvilli, iahr U Ätchnu den. * für 6i Baull Die dem C runi txrenb. De' gtrie bewil verlk! Es der - Lint führu stativ gebäu der L fOtDCll Btifrii im tionen über wattu tu ds 14.5e folgen Je Wilhelm Abmann / Gieren Bismarckstraße — Ecke Ludwlgstraße Unsere Vertreter sind jederzeit gern bereit Auskünfte über Beschaffung des Visums zu geben sowie bei Regelung von Passagen » •> behilflich zu sein <- NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN Gießen: Theodor Loos Kirchenplatz 13 Wetzlar: Dornbusch & Binder Der batten« 271 000 Ältum Teilen und 1 jedoch der F der ( alten gmn 1 tragei Bebm verlär Der Baufai Brttf -WWWW "Sneisez-Beleuchfung 'S Isvruchsteine für Bauten ftetö vorrätig Anfuhr prompt und btüig L.Rübsamen, Gießen Fernsprecher 1659. 897O Wh,,n'"'-""bLLLL Handelsschülern QKJJfN oM1. I -Nf ASORN Neue Kurse 15. Oktober Druckschrift Nr. G. 19 kostenlos ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||N Deutsche Volkspartei Lamoiag. den 30. «Levtember, nachm. 2 , llbr, im Hotel ^Deutsches Haus", in Friedberg Vertrauensmänner- Konferenz (LS spricht Reichslaosabgeordneler Dingeldey 84MD Zahlreiches Erscheinen d. Parteifreunde erwünscht Provinzialverband OberheHen iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiii IM«l»IIIIIMII«IIMIIIIIII«l«W»IIIIIWMIIIIIIIIIIIII!lll«IDIU»llll 1 Auswanderer “"AMERIKA Dieter Unser Stammhalter ist heute angetommen In stolzer Freude Gerichtsassessor Or. Robert Schwab und Frau Oely geb. Gabel z.Z. Privatklinik EanitötSrat Or. Grein Offenbach a.M., den 22. September 192*. WWWe Hausmarke Nr. 3, V< Pfunb HK Pf. s. LN. Schulhof Marktstr. 4, (Eingang Burggraben. Nr 227 Drittes Blatt(Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefseuj Mittwoch, 2b. September 1928 »erienarbtit im Gießener Stadtparlament. Die ®kr en« Stadtverordnetenversammlung beauftragte toi« bisher a'ljähr- lich. vor dem 'beginn ihrer Sommerserien eine Feriendeputatlon in der olle Fraktionen txrtTvt«n sind mit der Beschluhfaffung über die eiligsten Ange!egende ten der Ltadtv«- waltung. Ueoer die Bef«Hü k die « Deputation in den Sitzungen vom 3. und 24. August. 4 und 14. September liegt an» ein Bericht vor. dem wir folgende bedeutsamere Angaben entnehmen: Jerlenfurfe an der Cünbetunlocrfltäl Gießen im Herbst 1928. Der Landes-UniversitLt G esten toerden zur Durchführung der im H«bst 1928 vorgesehenen Aerienturte 1000 Mk. alt einmalige Beihilfe bewilligt Verlegung d« Fuhrwerkswaage am JleufldMrrtoc. E» wird beschlossen, die FuhrwerkSwaaac von der Neustadt an die nördliche Öde der Strohe „Hinter der Westanlage" nächst d« Bahnüberführung au v«legen und die ehemalige Pumpstation Hinter der Destanloge zu einem Wshn- gebäude füt den Dieger umzubauen. Der vor der vchuldrenerwohnung liegende Dorgarten ist, soweit nötig, in die Strohe einzubeziehen. Beitritt der Stadt jur Gesellschaft der Freunde der Deutschen Hochschule für Leibesübungen. Dem Beitritt der Stabt aut Gesellschaft der Freunde der Deutschen Hochschule für Leibe«, üdungen, Tharlottenburg. mit einem Jahres- beitrag von 50 Wk. wird zugestimmt. Aliceschulocrcin Gießen. Dem Aliceschulverein e. D. Giesten wird für do« Rechnungsjahr 1927 ein weiterer Zuschuß in Höhe von 3968.75 Mk. bewilligt. Beschaffung ein« Lrsah-stkkumutotorenbotterk für do» 6lrffrljltät»w«L Der für die Erweiterung der Akkumulatoren- battenc «forderliche Kredit in Höhe bi» zu 271 000 DU. wird bewilligt. Die Lieferung d« Mumulatorenbott«ie wird zu etwa gleichen Deilen den Firmen Gottfried Hagen in Köln-Kolk und Dilhclm Hagen in Soest L D. übertragen, jedoch nnt der Maßgabe, dost auf den Anteil brr Firma Wilhelm Hagen die gesamte Lieferung der Steinzeugkästen entfällt. Der Umbau der allen Zellen wird der Firma Gottfried Hagen zum Preik von 8,13 Ulf. für eine Zelle übertragen. Bebauungsplan für da» Gebiet zwischen IDorfroeg, verlängerte Schub«tstraste. Mulroeg und Bergwerk. Drr vorliegende Bebauungsplan nebst Ort«- bausotzung wird genehmigt. Bebaming»plan für do» Gebiet zwischen Wieseck« Teg und IHarburger Strohe. Der vorliegende Bebauungsplan nebst Orts- VausoHung wird genehmigt. Beleuchtung der Strohe hinter den Schiehgörten. Für die Beleuchtungsanlage in d« Strohe Hinter den vchietzgärten wird ein Kredit von 750 DU. bewilligt. Verstärkung der Gasleitung Im Großen Steinweg Die Grd- und Rohrv«legungsarbeitcn der neu verlegten Gasleitung im Drosten Steinweg sind der Firma Übermann G. m. b. H zu den gleichen Preisen wie für die RohrverlegungSarbeiten in der Grünberger Straste übertragen worden. Beschossung eine» Schoumiöschgeröt» für die Feuerwehr. Für die Beschossung eines Schaumgenerator» für die Feuerwache wird ein Kredit von 2400 Wk. bewilligt mit der Mastgabe, dost im Rechnungsjahr 1928 hiervon 1000 DU. unb zu Anfang des Rechnungsjahres 1929 1400 DU. verausgabt wer- den. Die Lieferung wird der Minimal A.-G. für Süddeurschland übertragen. Bauliche Veränderungen aus dem Vlchmarktplatz. Die zur Durchführung d« Schutzimpfungen aus den, Diehmarktpiatz am Güterbahnhof ertorder- SerStiimialisparis.-AuL-enragenEduardsU Dem nächt> «scheint im Berliner Mau» rlliuS-B«lag die grrst angelegte psycholo- gisch«, geschichtlich« und politische Studie .Die Tragödie Eduards VII." von D. H. Edward». Mit Erlaubnr» des llkrloges teilen wir den Abschnitt mit, welch« den ersten osfiAiellen Besuch de» damals sechzigjäonaen englischen Königs — er war ein Jahr zuvor zur Regierung gelangt — in Pari» fchü- bert 3n den Maitagen de» Jahre» 1902 wurde der Grund zu der englisch-sranzö- fischen Freundschaft gelegt — durch diesen Besuch Am 1. Mai, nach ein« glänzend verlaufenen Mittelme«reik. trifft der König In Pari» ein. Er wird aus dem Bahnhof von Präsident Loubet und dem gesamten französischen Stabt- nett empsangen. Der König, in ber weithin sichtbaren, in Rot und Gold säst aggressiv wirkenden englischen Feldmarschallsuntform. hält an d« Seite von Loubet seinen Einzug in Paris. Der Empsang ist eiskall bi» unfreundlich Die Staatsequipage, von ein« besonders starken Jtü- rassi«abteilung vollständig eingcrahmt, wird nur von mürrischen Gesichtern betrach- t e t. Die einzigen Zurufe, die an der König» Ohr dringen, sind. Es leben die Buren, e» lebe Marchand, es lebe Fafchoda. Mit dem Lächeln des Weltmanrres und des SpvrtS- mannes grosten Stils, ber, ohne mit d« Wimp« zu zudem sein Lieblingsps«d im Rennen geschlagen sehen kann, grüßt der König militärisch die wenigen, fast an den Fingern abzählbaren Person«, bie vielleicht mehr zu Ehren seines Aachbarn im Bürge«od als für ihn den Hut ziehen. Die uniformierten Engländer in den nachfolgenden Wagen werden bereit» mit Zischen und höhnischen Zurufen begrüßt Ohne ernste Zwischenfälle kommt der Zug vor der englischen Botschaft an. In der Umgebung des König» konstatiert man mit Besorgnis den unfreundlichen Empfang. Ein Hofcharge erllärt nach der Schilderung von Lee xum König: .Die Franzosen können uns nicht leiben." Ohne jede Bitterkeit gibt ihm der König zur Antwort: .Warum sollten sie denn auch?" Loubet und Delcassä fahren in» Elysee. Doll« Sorgen und Aengste, wie d« Besuch weit« v«lausen würde. (LS ist noch keine Stunde ver- ?langen, da erfcb.int her König in einer cin- achen Equipage ohne Militärbegleitung und ohne besonderen Schutz Im PräsidentcnpalaiS. um Frau Loubet seine Auswartung zu machen. Während brr König diesen Besuch macht wird der Dorstand ber manschen Handelskammer tn Paris aus die Botschaft zitiert. An fetne Paris« UntCTtanen hält der König nach sein« Rückkehr aus dem Elysee, nicht für diese, fonbem für die Pariser Abendblätter bestimmt eine von ihm improvisierte Programmred.-. Aach ein« liebenswürdigen Anspielung auf de schönen ötunben. die « bei seinen früheren Betuchen in Par.» verlebt habe, erllärt der König, er vertraue darauf, dast die Epvch? des Streite» zwischen den derben Böllern überwunden set In der D«gangei h it hätte es Mihverständnisk und Ursache zu Zerwürmisi« geben können, ab« « glaube, dast alle Meinung »verschieden beiten beseitigt und vergessen werden würden. Er vertraue darauf, dost -nd^cha't unb die Bewunderung, die ganz England für Frankreich und dessen glorrc-.che Tradition empfinde, sich in nächst« Zukunft in ein Gefühl der wärmsten Freundschaft und Anhänglichleit zwischen den beiden Böllern verwandeln werde. Dieses Ziel zu erreichen, sei sein unabänd«llcher Wursich. Wie würde d« Boulevard, unter dem Einslust der Rechtspresse stehend, daraus reagieren? Für den ersten Abend feines Aufenthalts hatte d« König um Veranstaltung ein« ® a I a D o r - Teilung In dem Tht»tre francaise gebeten. D« König, diesmal ul» Mann von Welt im Frad, sitzt in d« sorgfältig bewachten Präsidentenloge. Da» vornehme Publikum, zu drei Di«tel Angehörige lener nationalistischen Kreise, die von ein« engllsch-franAbsischen Bct- ständigung nichts willen wollen, Halle bei d« Ankunft des König» und des Präsidenlenpaares GrabeSschweigen bewahrt. In brr grosten Pause ist d« König plötzlich auS der .ogc verschwunden. In d« Umgebung des Präsidenten nahm man an. ber alte Herr habe sich zurüdziehen trotten. D« König bleibt fort Endlich erfahren die französischen Amt» per so-,en, dast d« König im grosten Foyer ausgctaucht ist. alle Bekannte begrüßt Hal unb inmitten deS Zirkel» ein« französischen Schauspielerin ver- sich«t habe, .sie verkörpere für ihn den ganzen Geist und den ganzen Esprit Frankreichs." Am nächsten Vormittag grobe Parade in Dincennes. D« König nnist auf dem Wege von der englischen Botschaft dorthin durch die ärmeren Biertel von Pari» fahren und «hält von der friedlich gesinnten, politisch links stehenden Devöllerung dies« Dtertel seine erste fierzliche Ovation. RachmitlagS wagte er ich noch einmal in die Hochburg seiner Feinte. Er ist Ehrengast de» nationalistischen 3 o de i - klubs bei einem Reimen in Longcharnps. Abends unterstreicht d« König bei dem Gala- diner^Englands Wunsch, Frankreichs Freundschaft Sgctoinncn. AlS Präsident Loubet ihn am 4. at wiederum in feierlichem Aufzuge abhvlt, am ihn zum Invalidenbahnhof zu begleiten, find die Straßen zum Bahnhof von einer bi s zur Raserei begeisterten Volksmenge dicht besetzt, unb als Abschiedsamß klingt Eduard ber Zuruf des republikanischen Paris entgegen: .Es lebe unser König!" lichen baulichen Veränderungen w«ben genehmigt und der hierzu erforderliche Kredit Im Betrage von 7000 Mk. bewilligt Herstellung b« (Bteleantagc der Straßenbahn. Die Beschaffung von 105 000 ManSfeld« Schladenpslastersteinen zur Glei-einfaffung in b« Mäusburg. auf bem Kreuz platz, in b« Reuen Bäue, sowie In d« Bahnhof- und Walltor- straste von b« Firma ManSfeld In Eisleben wird genehmigt. D« bt«für erford«liche Kredit in Höhe von 27 300 Mk. wirb bewilligt. Errichtung ein« lvarkehalle mit IransformatorenflaHon usw. an ber Volkshalle Für die S«ichtung von Abortanlagen in Verbindung mit der von dem städtilchen Elektrizitätswerk prvjekti«ten TranSfvrmatorenstation nebst Kafkraum unb Wartehalle an ber Dollshalle wird ein Betrag von 11300 Mk. bewilligt. Geschwindigkeitsbeschränkung für Kraftfahrzeuge. Don dem ablehnenden Schreiben deS Polizeiamts vom 16.3uni 1928 wird Kenntnis gegeben. Stadtverordneter Dr. Krausmüller regt an, an geeigneten Stellen der Durchgangsstrasten Schilder mit d« Auffchriff „20 Kilometer" anzubringen. Errichtung einer Transsormalarenskakion o«bunben mit ein« Wartehalle der Straßenbahn. Für die E«ichtung ein« Transformatoren- Ration, verbunden mit einer Wartchalle der Straßen bahn für die Endstation Dollshalle, einem Kasferaum und einem D«kaufsraum für Milch, Selterswafs« und d«gleichen wirb ein Kredit von 11 700 Mk. zu Lasten Im Voranschlag des Elektrizitätswerks und d« Strahenbahn vorgesehen« Mittel bewilligt. Beschaffung einer Gielchrichteranlage. Die grundsätzliche Zustimmung zur Beschaffung ein« Dlelchrichteranlage und Inanspruchnahme eines Betrages bis zu 30 000 Mk. hierfür wird erteilt. Die Detriebsbeputotlon wird ermächtigt, die Arbeiten und Lieferungen zu vergeben. Die Irlepbonanfagc im Derroalhingsgebäube de» Elektrizital»werke». ?ür die ilmä b-rung b« Telephon an läge be» tichen GlektritzitätLWerkes wirb ein Betrag von 8050 Mt. ju. Verfügung gestellt. Die Betriebsdeputation wird zur Vergebung der Ao- beiten und Lieferungen ermächtigt. Beschaffung ein« Caullprrdjrranlagr für die Polf»baUe. Der 2'e chaffung einer Laulsprecheran.aae für tne DolkShalle durch da» Elektrizitätswerk wird grundfätz ch zugcsttmmt unb hler'ür ein Krebst von 15COO Wk. zur Tterlügung gestellt. D.e Bo- tricbSbeputanon wird zur D«gedung der Liek- rung ermächtigt Au» ber Sesflschtn 6dnflerbun6btmeauna H. S. Zur Vorbereitung de» 2. Hessischen Sängerbünde »feste» da» in den Tagen vom 12 bis 15. Juli 1929 in Darmstadt hatte findet, wirb am kommenden Samstag, 2t. Sept, in Darmstadt b.*r Mustkausschuß zu'am- mentreten. um die Bundesmaf enchöre 'estzu- legen, die während der ganzen Veranstaltungen zum Bortraa gebracht w«ben folten Eine große BundeSvorstandssitzung des Hessischen Sängerbünde» findet am 27. Oktober tn Wetzlar statt, die sich mit dem am 25 Oktober in Giesten starrsindenden Bundessängertag beschä tteen w.rd. An dem Bund.SsänaeNag w«den sich die Iknre'.« sämtlicher angeschlof en« Bundesvercin« beteiligen. Die BundesvorstandSsitzung wird da> vollständige Programm für da» Längervundes'est 1929 ausarbeiten und dem Säng. unterbreiten. Auf dem Bundessängerlag wirb auch die Ehrung von 21 Dirigenten für 25jährige Tätigkeit sErnennung zu Ehrenchvrmeist«n be» Hessischen Sängerbundes 1 unb 41 Vorstandsmitgliedern von Bundesverkinen, die 25 Jahre für ihren Verein Im Vorstand aktiv tätig waren Letztere «halten das Abzeichen für Verdienste. Die Anmeldung für Au> 10. September geschlo kn. Weitere Anme.d.in^en für dieses Jahr sind demzufolge ztvedloZ Für 40jährige aktive Sangestätigkeit wurden vom Hes sichen Sängerbund mit der Ehrenurkunde auSgezeiinct G.B. vicber- kranz Büdingen: Johann Knaf VII. unb Vba. Weitzel: G.-V. Lied« franz Erseiben: 6 helft. Glock. G.-B. Germania Glattbach: Ioh Ad. Lahm. Rud. Schud, Gg. Morhard: M.-G.-D. Dieder-Olm: Adam Seeger. Hch. Fr sich. 3a f. Karl Sieben. Peter Jaust IV.; G.-V. Clrb«täfel Weilenau: Dlkvl. Pertch^n; G.-B .Froh Inn. Darmstadt: Dilh. Wi.'m«; G.-D. Lieberkranz Dcltershain: Hch. Kaufmann VI.; G^B. Sän- Srlranz Bcerfeiden: Adam Lang. G.-V. Vk-bcr» m) Stockheim: Wisst. Grill. Jak. K-edel, Wilst. Heim; G.-V. Liederkranz Bensheim Kari Völkers G.-V. Liet kommen, die in dem Gang zwischen den Tischen stehenblieben und auf bie Quevedo zuichoß, wie die Spinne auf ihr Opfer: „Es ist noch Platz rcichsich Platz, Nur einen Augenblick, bitte schön" (Fortsetzung folgt.) Aus Natur und Technik. Atombau und Eigenfchafien des Stoffes. Technische Rundschau. Don Or. Hellmut Thomasius. Die -um Schlagwort unserer Zeit gewordene „Rationalisierung", diese Umstellung der Betriebe nach wirtschaftlichen Grundsätzen, gebt nicht überall gleichmäßig vor sich. Wenn sic einmal abgeschlossen ist, wird es eine interessante Ausgabe sein, zu erforschen, warum man hier sofort und freudig dazu überging, alles obzu- ändern, alle- zu erneuern, während man dort zögerte oder so lange als nur möglich bei den alten Verfahren blieb. Diele der inneren De* weggründe diese- Verhaltens lassen sich vorerst nur gefühlsmäßig erfassen. Aus unserem Ge- iühl heraus erscheint es uns als selbstverständlich, daß man zunächst da mit der Rationalisierung voranging, wo eS sich um ben Verkehr handelte, also in Der Automobilindust rie, bei der- Fabrikation von Lokomotiven unb in ähnlichen Allen. Vöeniger will es uns cinleuchten, warum man fi$ auf vielen Gebieten abwartend verhielt, Die mU der Ernährung und CBcrforgung mit RahrungLMitteln Zusammenhängen. Da NA besonders auffällig liegen die Derhält- nifse bei der Fischerei. Es ist nicht zu leugnen, daß sich in neuerer Zeit innigere ‘Begebungen zwischen ihr und der Technik heraus, gebildet haben. Anstatt der allen Segler und Dampfer hat man für die Hochfee-Fischerei Motorschiffe und Schiffe mit Oelfcuerung in den Dienst gestellt. Außerdem bat man die Schiffe mit drahtlosen Sendern und Empsängern versehen. Besondere Küstenstationen wurden errichtet. die den drahtlosen Verkehr mit den Fischerslotten unterhalten. Dadurch wird an Zeit gespart. Es ist nicht mehr nötig, daß die ganze Flotte oft wochenlang umhersuchl. Brennstoff vergeudet und die Maschinen abnüht. biS man zufällig auf ein reiches Sischgebiet stößt. Man sendet Suchschiffe ouS, während die übrige Flotte im Hasen liegen bleibt. Trifft man oui große Fischzüge. so wird sie drahtlos berbeigetufen. Sogar Flieger werden zum Suchen verwendet. Von der Höhe auS. in der daS Flugzeug dabin- flicgt, kann man bis tief Inti Meer hinabsehen Bis zu etwa 20 Metern bringt das Auac im Walser vor. Der Flieger. be reiche Beute findet, ruft in gleicher Weise wie das Luchsch", die Flotte durch drahtlose Signale an Die cb tige Stelle Von Professor Dr. Paul Kirchberger. Wer ein Ereignis tote die Berliner Werkstoff- schau erlebt hat, der wird toobl noch lange unter dem Eindruck deS Staunens Darüber stehen, biS zu welchem Grade die Technik die uns von der Ratur gebotenen Stoffe durch richtige Erkenntnis und zweckmäßige Verwendung ihr r Eigenschaften in ihren Dienst zu stellen toeifj. Natürlich ist diese Entwicklung noch lange nicht an ih.em Ende an* gelangt, und vielleicht wird uns schon in wenig Jahrzehnten oder gar noch eher eine neue Werk- stoss schau neue Wunder schguen lassen, die wir heute noch nicht ahnen. Eines aber ist sicher- eine zweckdienliche Nutzung der von der Natur gegebenen Stoffe wird immer mit einer wissenschaftlichen Erforschung ihrer Eigenschaften Hand in Hand gehen müssen. Es ist gewiß schön und nützlich, wenn wir alle Eiaentümlichkeiten der so mannigfaltigen Werkstoffe durch den messenden Versuch zu ergründen suchen. Aber eine noch vollkommenere Stufe der Erkenntnis ist eS zweifellos, wenn wir die Eigenschaften deS Stoffes sozusagen von innen heraus verstehen: wenn wir auS seinem Inneren Aufbau wissen und erkennen, daß dieser Stoff diese oder jene Eigenschaften haben must, und wenn wir fie auS seinem allerinnersten Bau heraus ■ erklären können. Ob dies jemals restlos möglich sein wird, steht freilich dabin. Aber die gegenwärtige Wissenschaft ist doch schon so weit, daß sie auS dem innersten Bau Der kleinsten Teilchen, der Atome, die Eigenschaften der Körper bis zu einem erheblichen Umfang erklären kann. Fast vollständig können wir die chemischen Eiaenschaftcn der Stoffe auS ihrem Aufbau verstehen. Wir wissen z. D., dah die ch.m.schen Eigentümlichkeiten der Metalle darauf beruhen, bau ihre Atome leicht ein soaenanntes Elektron ober auch mehrere Elektronen, der elektrisch negativ geladenen Elementarteilchen, die e n wesentlicher Bestandteil aller Atome sind, abgeben können. Hieraus erklärt sich die Rolle, die die Metalle bei der Bildung der Salze spielen: Sie suchen einen Stoff, der diese von ihnen abgegebenen Elektronen aus nehmen kann: solche Stoffe sind die Säuren oder die sogenannten elektrisch negativen Grundstoffe, wie Sauerstoff, Schwefel, Chlor usw. Die Lösung der Elektronen aus Dem einen und ihre Aufnahme in den anderen Atom- fcerbanb, daS ist der Vorgang, der bei chemischen Verbindungen vor sich geht. Auch die anderen Eigenschaften der Metalle, ihre gute Leitfähigkeit für Wärme ober Elektrizität und ihren auf der starten Zurückweisung des Lichtes beruhenden hohen Glanz können wir aus Der leichten 2lb- fpaltarbeit ihrer Elektronen leicht verstehen. Zeder formt die ungeheure und in Zukunft noch immer wachsende Wichtigkeit der Leichtmetalle. Die heutige Alomtheorie tst bereits so weit entwickelt, daß wir uns bestimmte Vorstellungen über die Gründe bilden können, warum dieser ober jener Grundstoff besonbcrs leicht ist. Hierbei müssen wir zweierlei auSerncmderhallen: baS Gewicht beS Atoms und Den Raum, den es etnrrimmf. Die Leichtigkeit eines Stosses kann sowohl auf der Leichtigkeit seiner Atome als auch auf der Gröhe des Raumes beruhen, ben diese beanspruchen. Was nun das Gewicht des Atoms anlanat, so rührt dieses überwiegend vom Atomkern per, der mit elektrisch plHitiver Ladung in seinem Innern sitzt. DaS Gewicht des KernS nimmt ziemlich gleichmäßig Dem leichtesten Atom, nämlich bem Wasserstoff, biS zu dem schwersten, bem Uran, zu. Nur */lM0 des Atomgewichts rührt von ben den Kern umkreisenden Elektronen hex. Während so das Gewicht des Atoms ständig ansteigt, ändert sich der Raum, den eS einnimmt, in periodischem Wechsel. Die Elektronen ordnen sich nämlich In Schalen an, und wenn sich außerhalb einer geschlossenen Schale nur noch ein einziges Elektron befindet, so pflegte sich ziemlich weit außerhalb herumzutreiben, so daß das ganze Atom einen Verhältnis- Das Herz auf dem rechten Fleck. Das räumliche Rönigensehen. — Oie Motorbrille. Von Wilhelm Buchmann. Die Anwendung dec Röntgenstrahlen hat gerade in letzter Zeit bedeutende Fortschritts auf ben verschiedensten Gebieten gemacht, namentlich bei der Erforschung des Atomaufbaues und bei der Werkstoffprüfung. Die Röntgenröhren selbst Bild 1. haben wichtige Verbesserungen erfahren, so daß ihre Leistungsfähigkeit außerordentlich gestiegen ist. Als neuste französische Erfindung wird nun über räumliche Röntgenaufnahmen berichtet, also über solche Aufnahmen, bei denen zwei verschiedenartige Bilder in einem sogenannten Stereoskop betrachtet zu einem räumlichen Bild verschmelzen. In Wahrheit sind solche Aufnahmen in Deutschland schon viel früher gemacht worden. Der Grundgedanke für die räumlichen Aufnahmen ist an sich sehr einfach. Wenn wir mit beiden Augen einen Gegenstand betrachten, so weichen die Bilder auf der Netzhaut der beiden Augen etwas voneinander ab. Unser Bild 2. Gehirn verschmilzt nun die beiden Bilder zu einem einzigen. Ihre unbewußte Vergleichung lehrt uns, wie weit der Gegenstand von uns entfernt ist. Versucht man, die Entfernung nur mit einem Auge abzuschätzen, so wird man finden, daß dies unmöglich ist, weil eben die räumliche Wirkung fehlt. Bei hen Raumbildern sind nun zwei Buder nebeneinander gelegt, die mit zwei um Augenabstand voneinander entfernten Apparaten aufgenommen sind. Keines der beiden mäßig großen Raum beansprucht. Die- ist z. B bei den sogenannten Alkalimetallen bet Fall, und wenn zu dem großen Atomraum noch ein geringes Atomgewicht hinzukommt, so muh ein solcher Stoss besonders leicht fein; die- ist denn auch beispielsweise beim Natrium io, das nur 0,735ma( so viel wiegt wie Wasser, so daß es darauf schwimmt. Sine ungemein wichtige Eigenschaft aller Stosse ist ihre Farbe. Wir denken dabei freilich nicht an die hochzusammengeschten Verbindungen der organischen Chemie, die wir als Farbstoffe im engeren Sinne bezeichnen. Die Cheniiker sind heule imstande, bestimmte Regeln aiuugeben, wie ein Störs nufammengefebt kein mutz, wenn er diese oder jene Farbe zeigen soll. Aber bieS hängt nicht von seinen Atomeigenschaften ab, die tpit in erster Linie betrachten, sondern vom Zusammentritt der Atome zu Molekeln, die her Ehe- miker in sogenannter Synthese vornimmt. Aber auch schon die Grundstoffe hoben Farben, manche, wie z. B. dos Jod. sehr lebhafte. Die Farben der Stoffe rühren daher, baß die von ihnen zurückgeworfenen Teile des an sich vielfarbigen Lichts bestimmte Wellenlängen b .ben; welche dies fein werden, können wir nach der Art des Aufbaues deS Atoms wenigstens in großen älmrissen verstehen. Ein besonders schwieriger, aber für den Techniker um so wichtigerer Punkt ist die Erklärung der mechanischen Eigenschaften der Körper, wie a. D. ihrer Federkraft (Elastizität), ihrer Zu» i fammenbrücfbarFclt usw. Aber auch darin hat I unsere Wisfenfchall von den Atomen seht beachtenswerte Erfolge gezeitigt. Die Zugfestigkeit eines Stoffes rührl von ben anziehenden Kräften her, die zwischen seinen kleinsten Teilchen bestehen, feine Zusammendrückbarkeit, sagen wir beispielsweise bie des WalserS, von dem Widerstand, den diese kleinsten Tcilchen bem Eindringen anderer Teilchen entgegensetzen. Nach unserer heutigen Erkenntnis kann eS sich in be ben Fällen nur um elektrische Kräfte handeln. Sie rühren von ben Slellronenhüllen her bl: den Atomkern umgeben. Der Aufbau dieser Elektron enhüllen ist — wenigstens in großen Zügen — bekannt, und es erscheint bähet verständlich, bah man bereits versucht hat, bei bestimmten Stoffen, z. D. bei einfachen Salzen, hieraus bie zu ertoartenbe Zugfestigkeit zu berechnen. Als man bie Srgebn.sie der Rechnung durch ben Versuch zu bestätigen versuchte, wollte bies zuerst nicht recht gelingen; es stellte sich nämlich heraus, daß dir Zugfestig- feit durch Nebenumstände, wie oberflächliche Sprünge und Risse, sehr stark vermindrrt wird. Stellte man jedoch die Versuche unter Wasser an. wobei sich diese Nebenumstände auSschlteßen ließen, fo bestätigte bie Messung das Ergebnis der Rechnung in durchaus befriedigender Weise. Denn auch vorerst die Erforschung der Sigen- schasten des Stosses durch den messenden Versuch der Erklärung durch bie Theorie noch weit überlegen ist, so bars doch auch dieser zweite Weg nicht vernachlässigt werden. Er verspricht für bie Zukunft sichere Erfolge. Alles bas darf uns aber nicht darüber hinweg- täuschen, daß der eigentliche Vorgang deS Fischens nach wie vor der gleiche geblieben ist wie in früheren Zeiten, und daß hier in technischer Hinsicht kaum nennenswerte Fortschritte zu verzeichnen sind. Freilich benutzt man jetzt maschinell ober elektrisch angetriebene Krane und sonstige Vorrichtungen, um die Netze zu heben. 'Ader das bedeutet schließlich keine Rationalisierung deS ganzen Dersahrens. Nach wie vor arbeitet man mit dem allen Schleppnetz und mit sonstigen Geräten, bie ihren Ursprung zum Teil aus den Menschen der Vorzeit, auf ben Pfahlbauer, zurückführen. Da geht Zeit mit bem Auslegen und Einhvlen und mit ben Ausbesserungen verloren. Durch vorüberfahrenbe Schisse können bie Netze zerrissen werben. So- unbsvost werben sie mit nur geringer Beute empor gezogen. Viel Arbeit wirb nutzlos auige- toenbet Rationalisierung kann hier nur durch eine vollständige llmgeftaltung beS ganzen Verfahrens nach neuzeitlichen technischen Grundsätzen erzielt werben. Auf Grunb vorher durchgefÄrter Versuche unb Prüfungen wirb nach ben Plänen des Schisfbau-ZngenieurS Elwood Blecker ein neues Schiff gebaut. daS mit allen bisherigen ^Überlieferungen bricht Mit Hilfe dieses Schisses soll auch in armen Fischgründen dadurch eine gute Ausbeute her bei geführt werden, daß man nichts wie beim Schleppnetz bem Zufall über- läßt, sondern daß man die Fische anlodt. Das alte Retz sällt vollkommen weg. Dagegen befindet sich nor dem Schiff ein riesiger Trichter aus feinmaschigem Metallgcflecht, der durch einige eiserne Bänder hinreichende Festigleit erhält Den Fischen fällt dieses Wctallgeflecht ebensowenig auf wie das Netz. Die Mündung deS Trichters sieht gegen das Wasser zu, gegen ben Bug zu verengt er sich. Am Vordersteven Schiffes ist unter Wasser und innerhalb des T richters ein großer Scheinwerfer angebraa>t. der einen Lichtkegel in daS Wasser hinauSwirft. Die Fische werben Manntlifen den Vorteil, daß es nicht an einzelnen Punkten ein Gedränge gibt, bei bem die schwächeren Tiere benacht i'igt find und deshalb in der Ernährung zurückdleiden. Besondere Nester sind reihenweise über einem laufenden Band aufgestellt, in die die Hühner ihre Gier legen. Das Ei fällt aus dem Nest unmittelbar aufs Band und wirb bann sofort zur Reinigung weiter- befördert. Das Band geht durch eine Vorrichtung, die dafür forgt. daß Die Eier nicht zu bicht auf- cinanbcr liegen, unb läuft nach einem Kasten weiter, in bem sich ein Scmbstrahlgebläsc befindet. Seinlörnt^er gewaschener und getrockneter Sand wird hier auS Düsen unter Luftdruck gegen di« Eter geschleudert unb reinigt sie in kürzester Zeit vom anhängenden Schmutz. Der Sand fällt nach bem Reinigen durch die im Band angebrachten Öffnungen unb wirb von neuem gereinigt unb verwendet. Der im Reinigungskasten entstehende Staub wird cbgefaugt Besonders im Kasten angebracht« Einrichtungen sorgen dafür, daß sich jedes Ei während des Reinigens um fern* SängSachsc dreht, fo baß alte Stellen y Bilder kann für sich allein eine räumliche Wirkung vortäuschen, erst bie gemeinsam« Betrachtung burch besondere Linken bringt die« zustande. Will man nun räumlich: Röntgcnblldet Herstellen, so ist es klar, bah bie beiben Aufnahme« von zwei im Augenaöstand voneinander entfernten Punkten aus gemacht werden muffen, llrfprüng- sich hat man dazu bie Röntgenröhre nach der ersten Ausnahme etwa um ben Augenabstand verschoben und gleichzeitig eine neue Platte unter* gelegt, die dann belichtet wurde. Dabei cntflanben aber nur bann einwanbfrei richtige Bilder, wenn sich der aufzuneHrnende Gegenstand in bet Zell zwischen ben beiben Belichtungen nicht verschob. Bei Ausnahmen am lebenden Körper ist Hefe Bedingung jedoch meistens nicht erfüllt, well der Zeitabstand zwischen den beiben Ausnahmen zu groß war. Nun ist eS bet 6;emcnÄ»Qietnigc;» Veiso-Desellschaft gelungen, bie Zeitspanne zwischen zwei Au nahmen auf zwei Zehntel Scftthben. ja auf noch kürzere Zeit herabzudrücken. Dies« erstaunliche Leistung ist dadurch möglich geworben, daß statt einer Röntgenröhre ^wei Röhren verwendet werden, deren Brennflecke im Augenabstand voneinander entfernt sind Die beiden Lampen werben selbsttätig nacheinander ein» geschaltet. An Stell« von Platten wirb ein Film benutzt, her sofort nach der ersten Aufnahme um ein« Bildbreite weitergezogen wird. Sie größten möglichen Ausnahmen fmb dabei 40> 40 Zentimeter. Die ganze Einrichtung wirb vollkommen selbsttätig umgeschaltet. Betrachtet man bie entwickelten und abgezogenen Bilder neben» einander in einem Stereoskop, so sieht man alle Teil« des Körpers räumlich und kann so ihre Lag« und insbesondere auch ben Ort von Fremdkörpern genau fest stellen. ©o groß dieser Fortschritt auch sein mag. so kann er doch nicht alle Würfchc des Atzte« erfüllen, genau so wenig, wie etwa ein gewöhnliches Lichtbild uns bi« Deivegung selbst zeigen kann, bie uns erst bet Film vermittelt. Da« Streben ging also babin, auch bie Bewegung räumlich zu sehen. Hierzu brauchte man aber nicht ben älmtocg über ben Film zu machen, bet an sich denkbar, jedoch etwa« schwierig ist. SS genügt vielmehr, bie Ditbet auf einem Leucht» fchirrn zu erzeugen unb Dafür zu sorgen, batz für jebes Qluge. nur daS für eS bestimmte Bild sichtbar wirb. Die BUber selbst sind räumliche Schattenbilder; sie erinnern an einen hübschen Scherz, der vor einigen Iahten auf größeren Bühnen gezeigt würbe Die Sache wat bamal« so gemacht, daß hinter einer Leinwand eine grüne und eine rote Lampe in einem gewiksen Abstand nebeneinander ausgestellt waren, vor denen sich die Schauspieler bewegten, so daß also zwei etwas voneinander verschiedene Schatten auf die Leinwand geworfen wurden. Jeder Besucher des Theaters erhielt eine Brille mit einem grünen unb einem toten Glas. Das eine Auge sah durch das grüne Glas nur ben von bet grünen Lampe geworfenen Schatten, während das andere durch das rot« Glas nur ben Schatten von b«r roten Lampe wahrnehmen konnte. Es würbe also bie gleiche Wirkung wie beim Stereoskop erzielt, wo jebe« Auge auch nur eine« bet beiben verschiedenen Bildet sieht, unb man glaubt, räumliche Schottenbilber vor sich zu haben. Ganz so einfach läßt sich baS mit bem Röntgenleuchtschirm nicht machen, ba man keine verschie- benfarbig leucht en ben 'BUber erzeugen kann. Man muhte baher einen Kunstgrisf anwenden. Damit jeDes Auge nut DaS für eS bestimmte BUD sieht. Die Siemens-Reiniger-Veifa-Gesellfchaft hat Diese Aufgabe nun auf eine sehr hübsche Weise gelöst. ES werben zwei Röntgenröhren 1 und 2 besonders schmaler Bauart von nur 6 Zentimeter Durchmesser (Bild 1) verwendet, bie hinter dem zu betrachtenden Körper 3 mit ihren Brennpunkten etwa im Augenabstand von einander an- geordnet sind. Die Röhren brennen aber nicht gleichzeitig, sondern werben abwechselnd in schnellet Reihenfolge eingefchallet. Auf bem 30 mal 40 Zentimeter großen Leuchlschirm 4, bet sich bicht vor dem Körper befinbet. entstehen säubert werden. Ist baS Banb burch bas Santi» strahlgebläse hrndurchgegangen. so gleitet eS samt den daraus liegenden Eiern weiter nach einer dunklen Kammer. Hier steht ein Tisch, unter dem sich Lampen von hoher Leuchtkraft befinden. Ihr Licht wird nach oben geblendet. Es durchleuchtet das weitmaschige Gewebe beS Bandes unb bie barauf liegentien Eier. Die schlechten werben auefortiert. Die guten gehen auf bem Banb weiter zur Verpackung. Auf tilcfe Weise können mit Hilfe eines einzigen Sand- strahlgebläses am Tag bis zu 1 10 000 Eier gereinigt werben. Die Kosten tom» men nicht nur burch bie Srspami se an Arbeitskräften. sondern auch durch ben höheren Preis reichlich totebtr heraus, bie bie sauberen Eiet auf dem Markt erzielen. Auch gibt eS weniger zerbrochene Sier. Bei bet früheren Art bet Reinigung burch Chemikalien wurde die Schale teilweise gelöst und so dünn, baß bie Eier leichter zerbrachen. Bei bet Reinigung burch ba« ©and- strahlgebläse unter Verwendung von sehr fein» körnigem Sand wirb bet Schmutz entfernt, ohne baß bie Schale besonder- angegriffen wirb. Die Rationalisierung wirkt sich also hier febr gut aui. Ein weiteres Gebiet bet Nabrung-mittelver- sorgung. auf bem man nach neuen technischen Vers ähren Verluste zu verhüten sucht, ist das brr Beförderung von Früchten. Früchte gehen jetzt übet die ganze Welt. Dir es en im Sommer australische unb kalifornische Aep'el. Diefr Früchte werben um ein Faulen zu verhüten. in Eisenbahnwagen befördert, in denen EiS lagert und kommen dann auf den Schiffen in Kühlcäume. BiS sie sich aber dutchkühlen. vergeht stet« eine gewisse Zell, w.'brer.d deren bei einzelnen die Fäulnis bereits einsetzen kann. Des- balb kühlt man jetzt dce Früchte bereits auf tem Wege zur Bahn ober zum Schiff vor. Man bat besonder« Auto« gebaut bie mit Kühlmaschinen ausgestatlet finb. Bei Verwendung anderer AuioS, die keine Kübtmaschinen be'ihen. legt man con ben burchgekühlten Eisenbahnwagen aus eine isolierte Schlauchlcitung nach bem Kraftwagen. Durch Ventilatoren wirb bie Luft burch die an ben Verlabestellen toartenben Kraftwagen hindurch unb wieber in ben Eisenbahnwagen ■ urücfgefaugi Dies« Vorkühlung brr Früchte bewährt sich vorzüglich. DaS Eintreten von Fäulnis wird erfolgreich vermieten. elfo in schnellem Wechsel voneinander etwas verschiedene Schalienbilber Mil bloßem 'luge b<- trachtet erscheint do- Vilb verschwommen. Der Beobachter erhält nun eine ganz merlwürdige Brille (Bild 2). bu ein wahre- Wunderwerk der StUunedwnif lt Aür \tbtt Auge ist je ein winzig« Svmd«nmo»or 5 drqcorbnct, der je eine Äendensch^ib« e so antreibt daß hie Heiden Au- gen Abwechselnd im Toll de- Ausleuch'en- der beiden Röntgenbilder auf dem Leuchlschlrm abge- blendet werden. Die Vorrichtung lenn durch A-rdrehen eine- lleinen Hebel- so eingestellt werden, daß da- rechte Auge in dem Augenblick frtigeflcb.n wird, wenn die linke Röhre aufleuch- >et. und da- llnle Auge beim Aufleuchlen der rechten Röhre Sehe- Auge lieht also stets nur ein Bild Di» verschiedenorttgen Heiden Ginzel' bilder verschmelzen nun genau so wie beim Elereskop zu einem räumlichen Gesamtbild. Man kann so in den Kvrper des Menschen huicin- sehen, al» ob er aus Glas wäre. Man erblickt da» ch'zugsrecht ausgestattct werden in der Weite, dah für 1000 Dollar Bonds 400 Mk. Aktien bezogen werden können. Ausserdem wird die Rational Eity Lompany die Aktien des R. W . r Stabt Trier ein positives Vertrags- nngebot gemacht aus der von der Leitung des Städtischen Elektruilälsverkes in ilebereinflün- mung mit dem Verwaltung-rat der städtischen 13ctriebe vorgcschlagenen Grundlage. 6in endgültiger Vertrag ist brr Finanzkvmmisston vorgelegt worden und sand auch Billigung. Dieser Vertragsentwurf wird der nächsten Stadtverordnete ns: tzimg zur Befchluhfasfung vorgekegt werden. • Stark« Annäherung der belgisch- ra z st 4tn Automobilindustrie. *me «ngcr» i^rfchmelzuvg In der be.gi>^,. i..- zötische» Automob ilnüustri« steht unmittelbar bevor durch ernt hieben abgl(f- lung war wieder vollkommen uneinheitlich. Lebhafterem Interesse begegneten staltwen«. von denen Salzdelfuilh 4 und Westeregeln erneut o.5>. anzogen Auch Bankaktien überwiegend fester, bevorzugt warm Srrlintr Handelsgrsellfchafi mit plus 3 c. 5). Rrichsbank konnten sich 1^5 u. 5). erholen. Arn Montanmarkt waren Phöntr mit plus 1,5 o.5). etwas reoer verlangt. Chemiewerir maren angtboten rrn und Lcheideanstul! gaben |e 0,75 o. nach Auch ( r re maren heute rtnw» oernachiaihgt AGG und Fetten lagen etwas tchwächcr. Bergmann und Siemens gut beitet. Am Markte der Autoaktten lenkte das wieder lehr starke Angebot in NSU. da» Inierrsk auf diese Papiere. Auf Peranlasfung de» Börsen- oorftanbe» war der Äure ausgefeftt. Tore 20 bi» 33 o. f). Kiener zogen leicht an, Daimler etwas gesucht. Deutsche Anleihen lagen still. Arn Aus- lanbrentenmarft Rumänen weiter Angeboten. Im Bcrwuk wurde das Geschäft im allgemeinen fehr |tlH* bei leicht obbrörfelnben Surfen. Intereffe bestand für Äoüaftlen, Afcherslebrn lagen gegen gestern 3JJ v. 5). höher. ®eftrregeln gewannen gegen den Anfang erneut 1 d. j). Auch AEG. waren etwas lebhafter gefragt unb 0L p. 5). fester. Am (Belbmarh war Tagesgeld unoeränbert 6 v. H. Am Devisenmarkt log bae Pfund weiter fchwoch Man nannte Mark gegen Pfund 211.341, gegen Dollar 4,1953, London gegen Kabel 4,8490. Patts 124,11, Mailand 92,76, Madrid 29,42.50. .f)0Uanb Bcritner Börje Berlin, 26. Sept. Der heutigen Börse sehlle es ganz an Anregungen. Reuyork hatte eine ziemlich unsichere Tendenz gemeldet, und auch auhenpolitisch sah es heute wieder ungünstiger au». Der Reichs bankauswei», der erfreulicherweise auch für die dritte Woche noch eine (i n 11 a ft u n g brachte, wirkte sich kursmähig kaum au». Obwohl die ersten Notierungen fast überall über den gestrigen Schluh- kursen lagen, war der Report, der diesmal in den schweren Papieren für den ganzen Monat bi» zu 5 v. f). beträgt, doch nicht immer »ingehalten, so dah die Tendenz höchsten» al» behauptet zu bezeich nen war Auch der bevorstehende Zahltag mahnte zur Zurückhaltung, obwohl die Differenzen sich in mäßigen Grenzen bleiten. Man rechnet noch mit herauskommenber Kassaware zu Gelbbeschaffimg» zwecken. Am Geldmarkt mochten sich edensall» schon Zeichen einer Anspannung bemerkbar. Tagesgelb nennt man mit 5,5 bl» iflv.f)., Monafgelb mit 8,25 bi» 9,50 v. H., Warenwechsel mit 7 v. f). und darüber Etwa» hemmend war sicherlich auch der Umstand, dah heute sämtlich« Limiten für die Ter minpapiere erneuert sein müssen Durch lebhaftere unb seste Haltung fielen Kaliwerk auf. Auch Ban fen unter Führung von Reichsdank unb Danatbanf waren gefragt Ferner konnten Leonharb Tiest, Karstadt, Polyphon, Deutsche Linoleum und Olavi kleine Gewinne erzielen. CConti Kautschuk waren um 3,25 o. H. erhöht Angeblich sollen die Berhand- lungcn über den Zusammenschluß in der Reifenindustrie wieder ausgenommen werden Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Bosnier wieder lebhafter und bl» 0,5 v f). fester Rumänen wie schon gestern abend in Franksurt weiterhin schwacher. 1913fr Rumänen 22 bi» 22,50 o 5). Schröder- Rumänen 35 bl» 35,50 v. f). Der PfondUiefmarkt war aeschöftslo». Der verlaus zeigte keine einheitliche Tendenz. Die Kurse gaben eher um Bruchteile eines Prozente» nach Lebhaft blieben AEG unb Kaliwerke. Auch für Conti Kautschuk, RWE unb Danatbanf erhielt sich etwas Interesse. £ 2irfjKrtcr ttctreidrllirsc Frankfurt a.M., 26. Sept. . Arn heutigen Hauptmarkt war bi« Stimmung zurückhaltend im Hinblick auf bi« «rmäßigien Uuslandnotierungcn. 3nimf|« ertzi«ti sich jedoch für Land weizen, da da» .,iii9*oi nur Nein nor. Der Preis hierfür wurde .iwa» erhöht, später trat letzoch auch hier ein Ruck- aang um i’45 Mark ein Mm Mehl markt mußte sich u ^nmeN ein» t rri*r»bu*ierung um 0,v Mark - • iBen lasten. Sonst blieben Nr Noktenmgen bei kleinftam c-eichäft imoeränden E» mürben iwnen Weizen 22,75 bi» 22,50; Roxacn 22 25: conuner- flerfte für Lraillweckc 25.5«': Hafer mianbi'ther 22 bi» 22.25; Mai» (gelb) für Hutter zwecke -» bt» 20^5; Veizenmedl. füddeutiche.- Spezial 0 .13^5 bi» 33.75; Roggenmehl SOJUi bi» .31. WeizenNeie IIJB di» 13^0; Roggeniteie 13^5 bi» 13,50. 7r denz nihig. Kunst und Wiffenschait. yauptoersammiung der Dcufichrn Danlegeseüschäft. Die alljähribtz kam in Weimar am 22. und 23. September bk baulich« Dantcgelell- '-Haft zu ihrer Hauptversammlung zusammen. 3n ben Rachkricgsjahren bat unter jid- bewußter Leitung ein neuer Aulstieg begonnen bet sich allerdings m bet noch kleinen Zahl von runb 200 Mitgliedern weniger bemerkbar macht alS In ben Veröffentlichungen und dem tätigen Beben der Gesellfchast. Das neue Dante- xtaprbuch. von Professor Friedrich Schneider- 3ena v«rstänbiit-voll redigiert, ist autzeree Kenn- celchcn. Man beschloß außerdem wettere Ber- rttentlichungen erscheinen zu laffen. um möglichst, alle wertvollen neueren Funde tn der Dante- fortchung den Dante-Äveunben zugänglich zu machen Die Taguna selbst sah eine Reitze wissenschaftlicher Persönlichkeit«» vereint, unter ihnen den Protektor der Gesellschaft. Prinz Johann Georg zu Sachsen, den Rektor der Landes- universitäl Jena. Professor Zucker. L«ga- lionsrat Thomsen vom Auswänigen Amt. sowie drei namhafte deutsche Danleüberlehe, . r G e i s o w - Frankfurt, von ber Trenck -Ber- lin. und E»zellcnz von Falkenhausen St« gaben im späteren Verlauf des Begrüßung-- abends Proben ihres Schaffens. Vorher hatte der Dorsitzenbe. Geheimrat Dr. Waller Goetz In Leipzig tn einem kurzen, a. ch klug durchdachten Vor«rag eingeführt in die Entwicklung bei DaiUebdonille*. 3in Mittelpunkt der eigentlichen Hauptversammlung stand «in Vortrag des Verliner italienischen Bvlscheifters Graf Aldrovanbi, der auf Grund bei» 26. Gesanges der .Göttlichen Kombbte" die heroischen Derbimbrnheiten Dantes. Goethes und Rietziches barlegtt. Leider wurde der Vortrag m italienischer Sprache und ohne ileberlcjnmg gehalten, so daß nut italienische Sptachkeuner den vollen Genuß hatten. Zwei weiter^ Vorträge ergänzten sich sodann; während Prof,stör Schub ring-Hannover über die Dank-JUu- ftrationen der Renaiffance sprach, wies Proseftor V o l k in a n n • Leipzig die verschicbensachen versuche. Dantes Werke zu bebübetn. für bie neuere Zett nach. Aus dem Amtsvei-kün-igungsbtatt. • Das Amtsoerkündlgungsblatt Rr 69 vom 25. September enthält: Bollsentschc'd. Rottreuzlag am 7 Oktober 1928. - Schaf- täube in der Gemeinde Holzheim Letzte Rachrichten. Ver ,®raf3tppelln* fdprt heute um 1 Uhr. Friedrichshofen, 21. Sept. (Dom Souder bcrtchlerstollcr de» WIB. Zuokfpruch» Auf Grund der kvetterkarten hol Dr. Eckener d«-stimmt, daß der „Graf Zeppelin heut« mittag um 1 Uhr ,u her au gekündigten Fahrt o u f st e ige n wird. Da» Schiff ist im Laufe de» Vormittag» vollständig klar geworben und alle Umänderung»- arbeiten find beendet. Die heutig« Johri gilt vor allem dem Zweck, da» Funtkiouleren ber Funkstation endgültig sestzi,stellen, and die EDltfung bei Umbaue» au den DTolorcngonbeln auszuprobieren Dr, Eckener wird heute nicht mll- sahren, sondern, wie er e, bei den früheren Schiffen auch machte, einmal vom Lande ou» dir ITlanöofrierberoegungen beobachten, so zum B«l- fpiel auch die IDIrfung de» Lusldeuck» auf die Hülle. An Bord werden sich heute etwa 25 Gäste befinden, darunter auch Ministerialdirlgent Bro i- benbueg und di« anderen Vertreter de» Retchooer- kehrsministcrium» und der Deutfchev versuch-an- stall für Luftfahrt, außerdem Vertreter der stoa^rn- werke der cuftschifftraugefellschaft. Dl« Fahrt wird etwa drei bi» vier Stunden dauern, und da» Schiff wird, roIr bereit» gemeldet. Immer In bet Rahe de» Badensee» bleiben. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben bi« Höhe der zuletzt beschlossenen Dividend« an. — Reichsdankdislonl 7 Prvtzent, LombardLinsfuß 8 Prozent JraukhiTi *. IR Berlin I-Utir. dch.Atz. Snfcna Run _*ÜLL^ nur» Im Xtiuei ra». K». u±. 86. e. ßtJSSÄ?---- TT S.4 31.44 Ak.» U.6 ober leM -Ptib» «»UM. ■> be»b* M 1133 UM I6.M3 •«.8 l».9 W •— £*m.. 74. <4 ■e • • — * l- « dtKl. 8»dd^-C8«:«t<3- K» «X e 134.71 134.74 IK li9 136 IW Paatattea tc IU 144. .1 142.75 164. ~ euhMi Heides a ■ lt 2K 1*7.23 WM tanscip unb Stlü-i ? 11 iSV.S l».;3 IW.5 IVO. 1- iaaÄ a. Stsenctti-J . 12 a*.; - X54.21 ttMiidw 10 170 170 3 169.5 171 fei.. 10 IM 16t Id.' n:.: 172.5 1*1.13 172.71 RtBattfätdiv 5»bt*=d - » iSI.75 tSrttUbjaf - k 3M 184 '*5* ne.; 04.75 147.14 JrtiMwi a. JR Snfln Äer» ni 141 734.4 K«L «HU«.---Hi ....... 0 .<-23 CtbItj i »::?•.....t * — II» 75 •testest: tie> ..... » -56.72 8 . ...... 0 Ätefl-BÄa«......4 74!! 734 73 — »ni-rr ......D — .~ ■ ■.•••••••• 114 — — ffl ISO 141 M.4 f 1 1 1« M.X4 l • »13 — G4to 8*dn ...... IC« l<7.» 10.3 — ^rr1tr_ S. Cermb-T rw»' w f*r~- W —. _ , _ ■ — TiTi 4. HI betsik» 3t*oi . ...... N.U» N.Z7 tr. 5u»a........ 111,u lll.M 1Uxi...aa... »J.* »'.*• ertf», «fltra . . . N.U 77,tt »tp#taznaxti Berlin—FranMm iucr«ckliche Jet» . . llLonrrlch» Hoten . . . U.B 141.74 21.ll 111,50 to.io 2.423 ui,«4 N.4I W.7e 12.«7» 72,81 M ll 1 11 Lee Ul, 41 .m: 1.0 V.T> 1 "7 .434 7.11 Leiegraphlsche AuszablWUL. tt*T*l-'ÄnOD l't-fr-uru ÄeeenbcetL BtedWa HelftaafWCs. 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Der Oberstaatsanwalt am Landgericht der Provinz Oberhessen. Dr. Brill. Bekanntmachung. Donnerstag, den 27. September 1928, vormtttagö von 10—11 Uhr findet in der Turnhalle der Pestalozzi- schule, Nordaulage, ein öffentlicher Impftermin statt, in welchem alle in 1927 und früher geborenen Minder, für die bis jetzt der Nachweis der erfolgreichen Schutz- Pockenimpfung noch nicht erbracht wurde, dem Jmpfarzt vorgestellt werden können. In 1928 geborene Kinder werden in diesem Termin nickt geimpft. 84608 Die Impf-Nachschau findet Donnerstag, den 4. Oktober 1928, vormittag» von 10 bis 11 Ufjr statt. Die Kinder müssen mit reingewaschenem Körper und reinen Kleidern zur Impfung gebracht werden. Kinder aus Häusern, in denen übertragbare Krankheiten herrschen, sind nicht zum öffentlichen Impftermin zu bringen. Gießen, den 24. September 1928. Der Oberbürgermeister. Frott.-Handtücher, Stück Damen - Strümpfe, Paar 0.75 Bezirksweise verm-MW von Brennftofsveredler für alle Kraftfahrzeuge zu vergeben. 20%ige Brennstoff» ersparnis garantiert! Glänzende Derdlenstmöglichkell Bewerber mit RM. 1000.- bi» •2000.- BetriebSkavttal wollen Kartoffellieferung Die Lieferung von zirka 2500 Zentner aelb fleischiger „Jnbnstrie"-Speisekartoffeln soll tm Wege deS öffentlichen Anerbietens vergeben werden. 8454 D Die Kartoffeln müssen gesund und gut auSgelesen fern. Nur großfallende Ware kommt in Frage. Die Bedmgungen können während der Dienststunden hier eingesehen werden. Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Kartoffellieferung" bis zum Dienstag, dem 2. Oktober 1928, vormittag» 10 Uhr hier einzureichen. Die ÄeferungSbedingungen, die gegen Erstattung der Selbstkosten von uns bezogen werden können, sind ausdrücklich an- zuerkennen. Muster sind vorzulegen. Die Lieferung kann geteilt werden. Zuschlagsfrist 3 Tage. Gießen, den 24. September 1928. Direktion der LandeS-Heil- und Pflegeanstalt Gießen. Donnerstag, den 27. September 1925, nachm. 2 Llhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: a) eine Wanduhr, eine Standuhr, eine Flurgarderobe, drei ÄüfettS, zwei Sprechappa- rate, ein Sofa, ein Deriiko, einen Spiegel, 1 Chaiselongue, einen Raffenschrank, einen Aktenswrank, ein Motorrad, 3 Schreibtische, einen Gchrelbsekretär, 1 Nähmaschine, eine Ladeneinrichtung, 40 Flaschen Likör. b) Sesiimmt: 1 Waschkommode mit Spiegel, ein Gchreibpult. 8496D c) Aus fr. Hand zu verk.: 1 Ladeneinrichtung u. zwar: 1 gr. Glasschrank, 2 Ladentheken, 1 Gchreibpult, 1 AussteMnder, 1 Leiter. Dern, Gerichtsvollzieher in Gießen, Steinfiraße 13. Hallt Her geklebt «sehr lk. Crtpe-Schuh-Beeohlun< nach dem neuesten Verfahren ---■ ■ - 06772 veranschlagt, in einzelnen Losen vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröffnung»- termin am Mittwoch, dem 3. Oktober 1928, vormittags 11 Uhr, einzureichen sind. Zuschlagsfrist: 14 Tage. Gießen, den 22. September 1928. hessisches Kulturbauamt. I. 93.: gez. Mangold, Reg.-Baurat. Bekanntmachung. Auf Bahnhof Grasten.Linden wird für die Orte Grohen-Linden und Leihgestern ein bahnamtliches Rollfuhrunteruehmen eingerichtet. Die Gebührensätze werden bei der Güterabfertigung Grosten-Linden durch Echalterau Hong bekanntgegeben. Empfänger, die ihre Güter künftig selbst ab- holen wollen, haben dies der Güterabfertigung bis zum 1. Oktober anzuzeigen, andernfalls ohne weiteres bahnomtliche Zuführung ersoktzt. 8491D Gießen, den 25. September 1928. Reichsbahnoerkehrsamt Gießen. Bekanntmachung. Für die Sonderausftellung auf der Frankfurter Messe „Die Maschine im Dienste des Handwerks" find Eintrittskarten zum ermäßigten Preis von 1 RM. im Hondwcrkerhaus in Frankfurt, Brau- dachstraße 18—22, und auf dem Messegelände im .Haus Oftenbach", Kassenschalter 1, gegen Dorzeigen der Handwerks- kammerdeitroasquittung oder eines Ausweises über Die Mitgliedschaft bei einer Handwerkerinnung, Vereinigung ober eines Ortsgewerbevereins erhältlich. 8499D Handwerkskammer-Nebenstelle Sitz Gießen. Gg. Becker, Vorsitzender Röhr, Syndikus. Handtuchzeuge Hemdentuche Nessel, 80 breit Staubtücher Toiletten tü eher Taschentücher Ein großer Poften Herren-Unterhoien und Einfatzhemden Ausfucben .... 1.95 zum Reste aus Damast,130 u.160 breit Waschsamt Popeline, reine Wolle W oll-Mousselfne Kletder-Karos. reine Wolle Bettvorlagea Damen Schlüpfer Bemberg-Strümpfe, Paar 2.00 MW L ä, , üktichsma lohn. kbemtn tiny, Solg< t>01 ri»'«" M poll< Senf,' am M'ttw schen Bl sie« über Minder! Lehörden. Hundes schulen ent Zunächst h Minderhestel tschi, die $ erst am 21. MooN gel niji ninglia «frage iu P] ftimmlt die wort sei so bti Deutsch gongen sei. nicht den Der Dolksk mit seiner Minderheit, Colonder z StS eingehend Gr tonne zustimnen oung der angenoim bü seht i gezwunger polnisä regeluna dan diese geläufig i in der Sc un/emch/ i Wft, recht ge' erössnet tt r.cht der! stört toc Linie für Kmder wi Er (önn gültigen erklären, wenden öffnet Off genaue J geben roii laut der Bti dieser weisen, dc 'n ihre anzutvende formalen 1 deutsche 2 beiten in ''usgep flung y gehalten, wenige nommei Polen ho Weil sie Präsident esse der r f« von p babe eir denkba r^r Dc ^rt lvurd [1[ enffd trftaher - ?ng,L ?s«n6 .-«•«■Sterten teil! ! *• die i wird lagt-, 2. dee - ttflal mit i Iwei wein rnn schkv« men 3- der 2 der Tal schwe s°ht.