Nr. 226 (Erlies Blatt 178. Jahrgang Dienstag, 25. September 1928 Cri4«'«i iA|M>n^n Sowwtag» e*b 3»niarh enb 20 Reichs Pfennig fftr Trägt» lohn, auch bei Richter» Ichtmen einjetnerRunnneni •niolq« bbtycrn öemolL Fernsprechanschlüsse: 51. M anb 112 ln|d)ri|1 für Drahtnach- rid)ten. Hnjetqer tiefte«. poßschrcktottto. firenffnn am Main 1168« Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen VrvS ,«d Verlag, vrühl'sche U*tocdität$«Bnd^ nnö Stctibniderd L. Lange in Sletzen. Schrifttettmig und Seschästrftelle: 5chll!lttaße 7. 3ee«ftB< m« iRjetge« ?il bie I«qesnemfnef bt» -um Rachmittog oorftct. Preis |wr | mm Höfte ttr Xnjtiaen ooe 27 mm Breite bnlich K, autwärts 10 9lcid)«pfenntg. für Tte- klamcanuigen coe 70 u in Breite 35 ^ic:±*pfcnni^ Vlaftvorfdinh 20'. mehr. Gbefrebaktewr Dr ftnebr. Dilh Lange. Verantwortlich turDchnii Dr. Jrt DUH Lang, für IttuiUelon Dr ft.lftnuot, ’ür den übrigen letl ifrr.ft Dlvmlchei«: für den In« jtigenteil fiurt IStCmonn, ffimtHd) in (Bieften Theaterbrände. von Karl Richard ®rowl|j. Auch bie schärfften Sicherung» Vorschriften, wie sie bie Feuerpolizei namenlllch in Deutschland er» laffen bat, um Igeaterbranbe zu verhüten, können Branbfataftropben biefer Art nicht unmöglich machen: man kann sogar sagen, bah gerabe bie moderne Bühnentechnik der Feuersgesahr in fleroihem Sinn Vorschub leistet, indem elektrische Einrichtungen. Zentralheizung. Entlüftungsschachte und ähnliche Vorrichtungen erhebliche Gefahren In sich bergen. Durch die Zentralheizung -. D. werden die in der Mähe der Heizkörper befindlichen brennbaren ten Staaten mühten auf Grund Ihrer geographischen Lage allein stehen und könnten nicht durch Flottenabkommen zwischen Frankreich und Großbritannien gebunden sein, wei- letzte große Theattrbrand in Deutfch'anb war ber des StabttheaterS in Wiesbaden am 19. Mörz 1923. Unmittelbar nab ber Beendigung ber Vorstellung brach in dem präckttgen. zwilchen dem Kurpark und ber Dilh^mstrahe gelegenen, völlig freistehend Bau ein Feuer auS. boS sich des ganzen Bühnen hau'es bc- mächtiate unb b:ere» völlig auSbranntr. AIS der Morgen graute, war daS Bühnenhaus in einen Schutt- und Trümmerhaufen verwanbelf, wertvolle Dekorationen waren vernichtet, aber der eiserne Vorhang hatte ben Zufchauerraum gerettet. In übTrra'chenb kurzer Frist wurde dank ber Energie bet beteiligten Dchörben bas prächtige Haus fchöner a& zuvor auf gebaut 3m 3a£r? zuvrr. im 3anuar 1921 wurde bad Hof thea ter in Dessau ein Raub ber Fiannnen. 1921 vernichtete ein ®rof? teuer baS Lüneburger Stabt- t he a t e r: auch tret brannte daS Bühnenhaus völlig aus. 3m Jahve 1912 sind glei^> drei Theaterbrände zu verzeichnen, denen daS Theater beS M-estenS in Berlin, da- Hof- theater in Detmold und das Dreifs- walder Stadt thea ter zum Opfer fielen. 3m Iahte 19% vernichtete das Feuer das be- rüjnnt» Meininger Hvftheater, vondem ter wird behauptet, dah in der Rote die Abneigung der Bereinigten Staaten unmißverständlich betont werde, s I ch In au»tän- bl|d)e Binöungen irgendeiner tirl ocr- wicketn zu lassen. Der Entwurf der Rote habe, wie weiter berichtet wird, bereit» die Zustimmung de» Präsidenten Loolidge erhalten. 3n unterrichteten Kreisen In Washington wird erklärt, dah da» englisch - französische Flottenabkommen verschiedentlich al» eine vollständige «uherachtlalsung der Wunsche der Bereinigten Staaten hinsichtlich der allgemeinen Abrüstung angesehen werde. Deuffchland an allem schuld. Tic französische Presse zum Dornmeuken« diebstatzt. Paris, 23. Sept. (X1L) Die Erörterungen über den Rotendiebstahl gehen unentwegt weiter. Teüweife nimmt man sogar an, daß Hutter bet Veröffentlichung des amerikanisck-en Blattes polrtifche Drahtzieher ftänben, bie «in Interesse an bem Scheitern der Ve r- hanblungen über da» englisch-französische Flottenabkommen hätten. Dieser Auckasfung gibt auch ber ,.Te rn p S" AuSbruck, bet dr« Frage aufwirft, ob dieses Manöver nicht einzig unk» allein bazu bestimmt sei, der noch viel ge'ähr- licheten Taktik zu bienen, in Dens selbst das F,a«o alle- besten festzustelle,t. wo« unter ben gegenwärtigen Umstünden praktisch für bie Rü- stungSl>cschränkung (etin werden könne. Dewi"e Biäiter. w.c namcittlich bet nationalistische ..Avenir", gehen sogar soweit, ein« deutsch« Mitwirkun gg bei d« r Dokumenten - Veröffentlichung zu wittern. DaS Blatt eine neue Aeta der deutschen Toeatettunst auS- gegangen war. 3m 3ahre 1W6 wurde das Hoftheater in Deimar eingeäschrrt. 1-03 bic Theater in Dortmund. Berndorf und H11 de S h c i m. sowie ber Theater aal im Le , p- ziger Krista11 palast 1932 fiel daS Glatt* thcater in Barmen. 1901 das Hoftheater in Stuttgart unb bas Ltadtthea e. in 2 r e » - l a u b n Fiaminen zum Op'er. in B:r in brannte im 3ahr 1833 das RationaNheater a?. Cs wurde schon erwähnt, daß gerade die modernen technischen Einrichtungen eines Bühnenhauses große Gefahren in sich bergen. Die Tatsache, dah fast alle Theaterbrände im Bühn en Hause ousbrechen und sehr viele auf Kurz chiuh zurückzuführen sind, kann nicht wundernehmen, da ta» Gewirr der elek- trsichen Leitungen in einem modernen Bühnenraum auherordentlich weit verzweigt ist. Diese elektrischen Leitungen sind zwar stets mit Sorgfalt verlegt unb isoliert, können aber in der Hast des Theaterbettiebs bei izcnischen Umbauten und dergleichen leicht beschädigt werden, zumal da jede moderne Luhne zu Be» leuchtungspvecken viel mit transportablen Leitungen arbeiten muh. So hat der Siegeszug der Efektetzität im Theater die Gefahr der früheren Go-beleuchtung zwar beseitigt, dafür aber neue Gefahrenquellen er» schloffen. macht der Hearst-Presse -um Vorwurf, sie habe immer zum Hutyen Deutschlands gearbeitet und auch die Veröffentlichung habe den Zweck, Amerika gegen Frankreich und England aufzuhrtzen und die freundschaftlichen Beziehungen der beiden letzteren Länder zum Ruhen des Leiches zu trüben. Man könne annehmen, daß eine der an Kamps um die Präsidentenwahl stehenden ameriz fanif*ecu ch.and nicht klüger daran getan hätte, jetzt endlich einmal mit den ganzen Llnklarheiten aufzuräumen, mit denen in Gens gearbeitet wird. Der Reichskanzler hatte damit bereits den Anfang gemacht. Es wäre eine logische Linie getreten, wenn Graf Bernstorfs gerade als Antwort auf Briand noch deutlicher wurde und nüchtern die Tatsachen aufzählte, aus denen hervorgehet, wie zielbewußt die Siegcrstaaten im Völkerbünde sich um die Verpflichtung zur Abrüstung herum- drücke n. Äaim es eine toirtungdDo’l:re Antithese geben, alS die Gegenüberstellung d:r gewaltigen Anstrengungen. die Deutschland gemacht hat, um nach dem erzwungenen Versailler Diktat die Entwaffnung eines revolutionären Dolles bis zum Letzten durchzulührm: während Lemaegen- über die Sieger st aatcn in einer Psychose der Angst auf den entwaffneten Gegner starren und so tun, als ob sie immer noch an das Wander glaubten, daß im 20. Jahrhundert Kanonen und Maschinengewehre auö der flachen Hand wachsen. 3ft es nicht jetzt an der Zeit, einmal den Spieß umzudrehen und gerade vor versammeltem Völkerbunde den Franzosen wie den Engländern den Vorwurf zu machen, daß sie den Versailler Bert rag nicht erfüllen, daß sic unS gezwungen haben, den bitteren Kelch bis zur Reige zu leeren, daß s e selbst aber die geringen Verpflichtungen, die sie dafür auf sich genommen Haden, nicht anerkennen. Wir firrd berechtigt, den Vorwurf der D e r • tragduntreue zu erheben, und es sollte doch merkwürdig sein, toemi dafür b»i den neutralen Staaten des Völkerbünde, kein Verständnis vorhanden wäre. Aber auch wenn wir damit allein blieben, liehe sich das mit Fassung tragen. Schließlich darf sich der Völkerbund dann nicht wundern, wenn Deut-chland nach so vielen önt- täuscknmaen sich auf eine Abstinen^politi? zurück» zieht und Genf sich selbst überläßt. vurrv> 11 i— Ken'enende in England. Oie erste Kabinettssitzung. — Vor der konservairven Paririkonferenz. Oas außenpolitische Programm. London, 24. Sept. (TU.) Die erste S i lj u ng des englischen Kabinetts nach Abschluß der politischen Ferien, die Montag nachmittag ab- gehalten wurde, dauerte rund e.neinviertel Stunden. Diese erste Besprechung stellte nur eine erste Erörterung der allgemeinen Latze dar. Der B e - richt Lord Cushendunv über seine Genfer Besprechungen füllte den Hauptteil der Verhandlungen aus. An der Kabinettssitzung nahmen nicht teil Lord Birkenhead, Lord Balfour, Lorl Peel und Sir Austen Ehambcrlain. Die Abwesenheit Lord Birkenheads ist, wie in wohlunterrichteten politischen Kreisen verlautet, als ein sicheres An- Zeichen dafür anzusehen, daß Birkenhead sich endgültig entschlossen bat, bis zur Durchführung der nächstjährigen Wahlen sein Amt als Staatssekretär für Indien beizubehalten. Unter diesen Umständen ist eine besondere Aussprache zwischen ihm und Baldwin, mit der man nach der Rückkehr des Ministerpräsidenten allgemein gerechnet hatte, nicht mehr notwendig geworden. Vor der Kabinetts- sttzung hatte Ministerpräsident Baldwin Kon- ferenzen mit verschiedenen Persönlichkeiten, vor allem dem Vorsitzenden der konservativen Parteiorganisation, Davidson, um die letzten Entscheidungen für die k o n s e r v a t i v e I a h r e s° oarteikonferenz zu treffen, die am kommen- den Donnerstag in Parmouth eröffnet werden wird. Der konservative Parteitag ist van großer Bedeutung, da auf ihm das Programm festgelegt wer- den wird, mit dem die konservative Partei im näd? sten Zähre vor die Wählerschaft tritt. Jnnenpolitisch- spielt die Frage einer möglichen Ausdehnung der Schutzzölle die Hauptrolle. Hier stehen sich die Meinungen im konservativen Lager ziemlich schroff gegenüber. Außenpolitisch sieht sich die Regierung gleichfalls einer Lage gegenüber, die auch vom parteipolitischen Standpunkt der Konservativen wenig befriedigend ist. Die große Rede Baldwins am Donnerstagabend wird, wie man erwartet, wesentliche Aufschlüsse über die weitere außenpolitische Linie Großbritanniens bringen. Insofern sieht man der Rede in diplomatischen Kreisen Londons mit großem Znlcressc entgegen. Die außenpolitisch wenig befriedigende Stellung Großbritanniens gegenüber Amerika und Deutschland im Zusammenhang mit einer noch ungeklärten Entwicklung der Verhältnisse im Fernen Osten und einer ziemlich offenen Feindschaft mit Sowjetrußland wird in jedem Falle in nächster Zeit bei den Erörterungen in englischen Regierungskreisen eine stärkere Rolle spielen. Ls ist nicht ausgeschlossen, daß die Form weiterer deutscher Schritte in der Be- satzungssrage beeinflußt werden wird durch die weitere Haltung, die England gegenüber Deutsch- land einnimmt. Wie es scheint, hegt man in diplo- malischen Kreisen einige Hoffnung, daß in dieser Hinsicht eine weniger interesselose Hal- t u n g gegenüber berechtigten deutschen Forderungen eingenommen werden wird. Ob und wann solche Schritte in der Räurnungsfrage erfolgen, ist noch ungewiß. Die Hoffnung auf eine Räumung bereits in den nächsten Monaten, die Sonntag von einem angesehenen englischen Publizisten vertreten wurde, wird nirgends geteilt. Oie Dominions. Ein britischer Gesandter in Kanada. Ottawa. 24. Sept. (WD.) Sir William E l a r k isi hier eingetrossen, um das neugo- schaffens Amt eine» British High Tommis f ion er für Ko nc^da xu übernehmen. Die Stellung des High Tomnnjsioner entspricht etwa dcr eine- Gesandten. Bis jetzt hat sich der amtliche Verkehr zwischen der Londoner Regierung und der Regierung von Kanada lediglich durch Vermittlung des ©enetalgountr- 7i e u r S von Kanada abgewickelt. In Zuturrit wird der Generalgouverncur nur noch der Vertreter der Krone sein. Die Sinrich- tung des neuen Amtes bezeichnet eine neue Etappe in dcr Entwicklung der Beziehungen zwischen ®ro6britannica und den Domurions. Flügel von den Sozialdemokraten Zusicherungen in Kulturfragen zu bekommen. Aber so klug sind die Sozialdemokraten auch wieder, daß sie deswegen nichts verschenken. Sie werden eS in aller Ruhe darauf ankommen lassen, ob nicht gerade aus Gründen der Personalpolitik zuletzt daS Zentrum doch am stärksten an einer ausgesprochenen Koalitionsbildung interessiert ist. Neue Fahrtpläne -es x,(9raf Zeppelin", teinc Acghptcnreise deS neuen Luftschiffs in Aussicht genommen. Friedrichshafen. 24. Sept. (WTD.) In die Fchrtplänc des «Graf Zeppelin" kommt allem Anschein nach eine neue Rote hinein dadurch nämlich, daß der Plan erwogen wird, auch eine Reise nach Aegypten und dem Orient überhaupt zu unternehmen. Di« Anregung dazu stammt von den amerikanischen 'Vertragspartnern der Lustschiflbaugesellschast, die sich für Amerika das Monopol an dcn großen Reisen gesichert haben. Dr Sckcncr hat den Wunsch durchaus günstig aufgenommen, und eS gilt als wahrscheinlich, daß diese Reise cingcschoben wird. Ratürssch müssen vorher all« möglichen Erwägungen. Wetterberechnungen usw. angestellt werden. Äamentlich dürfte die Frage der Temperatur eine Rotte spielen. Es wird aber darauf hingewiefcn, daß auch bei der Attontikfahrt des Z.R.NI sich außerordentlich große Temperaturunterschiede gezeigt habeir, ohne daß sie daS Schiss irgendwie beeinträchtigen konnten. Der „Graf Zeppelin wird non am Mittwoch ;a feiner nächsten Fahrt klar feto. In der Halte wird Tag und Rocht an ihm gearbeitet- Bei dcn Verbesserungen fpidt namentlich bic Veränderung an den Motorgondeln •an hofft aber, bic Ztertängcrung der etreben, die zu einer Ableitung bc* Bropeller- I '-rr»mcs von Rumpf führen fall, bis Rtttwoch I fertig zu haben. Gestalten die Drtterverhältniffe am Mittwoch einen Aufstieg — daS Wetter hat sich in den letzten Tagen erheblich verschlechtert — so würde das Schiff wahrscheinlich nur i n der Nähe des Bodensees bleiben. Die große Fahrt nach Berlin und vielleicht noch weiter nacb Nord- und Ostdeutschland rann unter Umständen am Samstag stattsindcn. Wenn es zu dieser Fahrt kommt, so würde das Schiff schon morgens fünf Uhr ausstelgen. Daran würde sich bann in der nächsten Woche eine weitere größere Fahrt — vielleicht die A c g y p - tcn fahrt — anschließen, und bas Schiff würbe dann für die Amcrikafahrt bereit sein. Dr. Eckener rechnet damit, daß die Blaugas- produktton so schnell fortschreilel, baß er fpäfe- tens cnn 10. Oktober, voraussichtlich aber früher, zur Ameritasahrt starten kann. Er will das Programm offensichtlich Zeitlich mehr zufammendräugen. um die ersten Atlant ikiahrt en nicht End« Oktober oder im Rovember während der starken Sturme durchführen zu müssen. In der eilten Hälfte des Ott ober herrscht über dem Atlantik meist gute» Wetter, das die Seeleute mit dem Wetter vergleichen, daß mar. bei unS Altweibersommer nennt. Die Vorbereitungen für die Amerika fahrt sind demnach weiter in vollem Dange. Interessant ist die Form der Wassermitnahme. Damit immer frisches Wasser an Bord ist, wird das Trinkwasser zu Gis- blöden gefroren, die dann stückweise verbraucht werden. Mit besonderer Aufmerksam- feit werden dte Wetterve rhä'tnisse für die Amerrkafahrl verfolgt. Bor einem Wechsel im österreichischen Bunvespräsihium. Wien, 24. Sept. (DB.l Wie die „Sonn- und Montago.zeitung" auf Grund von Mitteilungen aus bestunterrichletcn Kreisen meldet, hat sich dcr Plan einer Lersossungränderung, die eine Wiederwahl des b e t a c i t i g e n 8 u n b e » • Präsidenten Harnisch ermöglichen würde, al» untunlich erwiesen. Harnisch werde im November endgültig von seinem Amt z u r ü ck t r e t e n. Al» Nachfolger tarnen In erster filme der derzeitige Präsident des Rationalrates M i k l o s und Professor W e t t st e i n in Betracht. Man werbe dem Jlationalrai «in Gesetz unterbreiten, das den au- rücktretenden Bundespräsidenten Hämisch ttne Pension sichert. Aus aller Wett. Schneefall im Schwarzwald. Der Tc mpe ra turrü -lang ;n der Rächt wm Sonntag Leb auf dem Hoch chwarzwald das Thermometer biS auf den Gefrierpunkt finken, und während dos ganzen Sonntags war es aus den Höhen emvsind.ich kalt In den «sten Rachmittagsslunden setzte im Feldderggcdiet vereinzeltes Schneetreiben, vermischt mit Hagelschauern, ein. Denn der Schnee auch nicht langt liegen blieb, so hüllte er doch Feld und Flur für kurze Zeit in ein winterliches Gewand, daran mahnend, daß es mit dem sommerlichen Detter wohl endgültig vorbei ist. vier Diener PerglouriHen in Lebensgefahr. Vier Wiener Touristen, die am DamStag- nachmittag den Ausstieg auf diePlanfpitze unternommen hatten mußten rn.olgr -^einge- tretenen Schneewetters in der Rordwand übernachten. Zyre Hilferufe wurden erst am Sonntag- mi.t.'fl im Tale von Dstatterboden aus vernommen, worauf eine RetttmISexpedition versucht«, zu den Touristen zu gelangen. Sie mußte jedoch wieder umkehrrn. Montag früh versuchte eine ander« Rettungsesveditton vorn Gipfel dcr Planfvitze auS zu den Touristen zu gelangen. Dies war jedoch gleichfalls nicht möglich. Sie hörte nur n o ch schwache Hilferufe von zwei Touristen. Abends war die Ankunst einer Wiener Rettungscxpedition angekündigt. Bei dcr beer» schenden Kälte und dem dichten Rebel ist es ^weiselhaft, ob die Wiener Touristen noch eine dritte Rocht in der Felswand überstehen werden. Glückliche Heimkehr vom Sibirienflug. Das Iunk erSflugzeug W.33 der Deutschen Lufthansa, das am 8. Septemb« von Berlin nach Irkutsk abfloa. ist Montag abend gegen e/4S Llhr mit seiner Besatzung, bestehend aus dem Leiter der Expedition, v. Schröder, dem ersten Flugzeugsschrer Atvrccht und dem Mechaniker Elchentvpf im Zentralflughafen Tem- Pelhvf glücklich gelandet. Man hofft, bereits im nächsten Frühjahr die ctma 5S.J Kilometer lange Strecke dauernd befliegen zu können und sie weiter bis Peking oder Schanghai auszudehnen. Der »Flieger von Tsingtau" au» schwerer Seenot gerettet. Wie auS Buonos AireS gem.ütai wird, wurde der deuischo Schoner .Feuerland', der unter Führung des „Fliegers von Tjingt^u", Günther Plüschow, eine Reise um bic Welt macht, von dem argentinischen Tankdampser .Fiorentino Ameghino" nach ©o.nob'te Rivaldivia einge- schleppt. Die .Feuerland &itte. vie der Tankham pf er der Marinebchörde durch Funlspruch gemeldet hat, schon vor einigen Segen einen SOS- Ruf auSgesandt, jedoch war «S nicht früher möglich getoefen, an den Segler heranAu'ommen. Der Motor der .Feuerland" ist stark veschädigt. Drei Kinder bei einem Brande erstickt. In dcr Wohnung eines Bergarbeiters bei Kaper- berg (Steiermark) entstand ein Brand, während der Arbeiter und seine Frau außer dem Hause waren. Drei Kinder des Ehepaares im Alter von zwei bis sieben Jahren wurden beim Eintreffen der Feuerwehr erstickt ausgefunden. Oie Wetterlage. «M' Montag. 24-Sept 1928, 7‘aPds. Q Witt. O Mwtrtl 0 w-t • KKOl w a tnuprirt ■ n<6 1H.CMM -i-rrrielfr»«. rt'iKiMK» lofiorw» 'j^cttcn?üv .itv-agc. Unter dem Umdrehen der Winde nach Südweften bat leichter Temperaturanstieg einfrei-.*61 der in West- und Mittclde"t'chland nicht mehr al» 2 bi» 3 Grad betrug. Außerdem herrschte beute moraen vielfach nebelig trübe» Welter und während der vergangenen Nacht kam e» abermals zu vereinzelten leichten Niedenchlägcn. Dn durch die gegenroärHQ« Lufldnickverteilmg ein weiteres Zusammentreffen verschiedener Luttmasten stattsinbet, fo Ift morgen teile mit nebelig-wolligem Detter, teil» auch auf- heiterndem Wetter zu rechnen. Die Temperature» dürften sich zunächst noch wenig ändern. Wettervorberfage lör Mittwoch: Wolliges, auch aufhe rerndes Wetter, kühl, keine eher nur vereinzelt noch Riederschtägc. Witterungsaussichten für Donners taa: Roch wenig Aenderung der Wetterlage wahrscheinlich. Lufttemperaturen am 24. September: mittag» 11,4 Grad Eelsiu», abend» 7,6 Grad Celsius: am 25. September: morgen» 7,6 Grad Lelsiu. Maximum 11^5 Grad Celsiu». Minimum 4 Grad Cclsiu». — Erd- temperaturen in 10 jenbrncter liefe am 24 September: abendt 10j8 Grob Celsius: am 25. Septem- ber morgen» 9,3 Grob Celsius — Nlederschlaq 2,7 Millimeter. — Sonnenfcheindauer eine Stunde, < fein — Aus der provinzialhaupisiadi ® i c 6 e n. den 25. SztHemkr 1928. Oie Kartoffelernte. Odä,?jM°p; SPAPT ZEIT UND MÜHE v -nk qrtxxWni und N< Hnung eeschefftt begrimM. bah s uch tDr.U'rbin die b»5en 3bccle tec# Ikr- banM in Dietzen ihre TBabefcaft nicht verfehlen werdcn. 2Hit einem warmen Ttetenntnit für Vvlk und Daterland. hir btt ber DHD aut- jeit gcTirft hab» und auch weiterhin unentoegt tätig teilt roerdc ichlvß der 7tebner feine von lebhaftem Beifall ge'nlfltc Ansprache der sich der gemeinsame Gelang des Demschrandlrcdes anschtvß. 3m weiteren Tertaufe des Abends er! reute TZiiftfmd'ter Lopp durch ein gtänzen- des Pißcmsvlo die Kapelle durch unennüb- licte und ausgezeichnete Darbietungen. Die Mitglieder des Radktabs .Germania' Don-Giss. Pfand und Walker bereicheren die Dar» b'.etungBfDlge durch alLnzende radtpvnltchc Leistungen nn Äunfilüprcn. die man nicht mit Unrecht als GchfeNe-äungen aus diesem Gebiete be eichnen darf. Allen Mitwirkenden wurde lebhafter Beifall gespendet. Dach der Abwicklung de- intcreHanien Festprvgramms trat der Tanin ferne D echte. Taten für MitUvoch, 26 Levtcmvcr conntnaufgang 552 Uhr. Sonnenuntergang 17.50 Uhr — ttonbaufgong 17.13 Uhr. Monduntergang 1.17 Uhr 1750 Generaffeldmarschall Graf Port von Warten, berg in Potsdam geboren (gestorben 1830); — 1815: Abschluß der Heiligen Allianz In Pari»: — 1914: die Türken sperren die Dardanellen; — 1915. Zusammenbruch der russischen Offensive in Wolhnnicn; — 1923: Aufgabe des passiven Widerstande« im Ruhrgebiet. Das Kartoffetausmcchen ift eine Arbeit, bei ber di« Wa'chinen noch nicht viel mitsprechen können, wenigstens nicht auf schweren Böden. Man Hebt ja hier und da einen foa. .Auswer- fet", aber die meisten Landwirte ziehen immer noch vor. mit dem Karst die Stöcke einzeln herauszuholer.. Da« ist sicherer, auch macht das Auslesen beim AuL-pffftacn recht viel Müh IedenfaUs ist das Ernten der Karlos! gutes Tbetter vorausgesetzt — eine der schönsten Arbeiten, nur darf man nicht allein dabei sein. Das ist ja auch nicht oft der stall. Truppweise stehen die Landleute auf ihrem Acker und nehmen Deihe für Reihe vor. Die Kürste fliegen durch die Luft, bohren sich in die Erde, und ein scharfer Duck bringt die Pflanze mit fast allen Knollen an die Oberfläche. Dann wirb aufgclefen, sortiert, korbweise werden die Äartoffeln In die Säcke geleert. Es ist des Landmanncs Stolz. wenn bald eine langt Rcck>c prall gefüllter Säcke auf feinem Acker steht. 3c dichter sie stehen desto schöner; denn bas gut als ein Zeugnis für die Eilte und Menge 5er Früchte. i Beim Hacken eifert bas Beispiel des einzelnen an, man will nicht Zurückbleiben Hier und da winkt ja in der Reihe ein besonders starker Stock, der gilt als Ziel. Man erhofft von ihm außer gewösmlich guten Ertrag. Mit welchem Stolz werben bann die dicken Knollen norgezeigt! Daß das Hacken eine besonders gute körperliche Hebung :ft, tollten di« dicken Leute. Da kommt das Blut in Bewegung, und manches Fett- llümpchen verschwindet. Aber der Mund ist frei, und bet keiner landwirtschaftlichen Arbeit kann man sich so schön unterhalten. Wie bei der Kartoffelernte 3h es doch auch fast die lebte Arbeit die noch einmal die getarnte Familie auf dem' Acker vereinig^ Bald kommt der Winter, schon fangen die Mädchen an. von den Aussichten der Spinnstube zu erzählen. Der Höhepunkt ist aber ohne Zweifel die Kasseepause. Wenn die Mutter oder ein Kind den warmen Trank und den besten aller Kuchen - - den Zwetschenkuchen — gebrach» hat. herfammclt sich alles auf leeren ober halbvollen Säcken und verzehrt mit dem junger, den es nur brausten in der frischen Luft gibt, die mitgebrach- ten Speisen Dabc'. werden oft die gröfiicn Neuigkeiten, besonders wenn sich verschiedene Familien im Kreis Zusammenleben. verhandelt. Auch an Scherzen fehlt eS nicht, und manches Deckwvrt fliegt durch die klare ^Ktbftiuft. Bei einer solchen Kafseepaufe hörte ich neulich die schone Geschichte vom Kartoffelkäfer. Sin Knecht ans dem .Preustifchen" hatte sie ml!- gebrach! Es war dort, wie überall, eine amtliche Aufforderung ergangen, das Vorhandensein . des Kartoffelkäfers (Colorauotäfcr) anzuzeigen. 2luf diese Aufforderung hatte ein Bürgermeister in einem sehr abgelegenen Dörfchen mitgeteilt, dast solche Käfer da seien. Das amtliche Auto mit den Sachverständigen erschien. Der Ortsgewaltige sollte angeben, wo die gefürchteten Käser ihr Wesen trieben. .3a, wir haben hier zwei Kartoffelkäfer." .Zwei?" .Das eine ist der Mül» lersritz, und der andere schreibt sich Georg Wagner." .Aber das sind doch keine Jtartoffdläfcr." .Was denn sonst? Sie kaufen die Äartoffetn I auf und bringen sie bann in die Stadt, sie sind allo Kartoffelkäfer <6< eppetft- fcdi/ie Safe für Kteb®-. KoA- und Eßgt^X’nfdx. Herd und Spätirm Farbige ^ilcbr kann nkht ohne Schaden mit fcharfen bleichen» denWafchmittdn gereinigt werden. — Die reine Sunllcht Seift gibt auch den zarteften Farben m neue Frtfche und Reinheit Mikl und leicht Hiäumend fchont fie =. Gewebe und Farben und reinigt rafch und gründlich, auch in kaltem Waller. Wafchen Sie daher afles Farbige mit der guten, sparsamen Sunlicht Seife! 3- M. Schulhof LarMafe i / Sin-ang Yvrsgradev DRUCKSACHEN • Iler Art liefert die •rOhl'eche Drveterel Wie fdjött tväfcht fi Tarbiges mit Sunßcht Seife! Mittwoch. 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Hobe Belohnung demjenigen, der mn den Dieb meinet flolb. Hüt mit Sleuc nenni oder dieselbe Aurütfbrlnnt. Straf- treiben ungesichert. Gestohlen t Neubau Ecke Vcfnnifiiahe— Gnautbitr. Zu meld. o^n Kelierallee 6 111 1381-1390, 2481-2490, 3651-3660, 6291-6300, 7691-7700, 9131-91i". 10081-10090, Rr. 761-762, 907-908, 1281-1290, 2441-2450, 3491-3600, 5091-5100, 7431-7440, 8321-8330, 90.', 1-9660, 415-416, 785-786, 20350-20370, 21484-21504, 21904-21924, 22240-22260, 23332-23352. -um 1928, 1087-1088, 1311-1312, 2067-2068, 3355-3356, 3887-3888, 4653-4654, 5453-5454, 6123-6124, 6743-6744, 7483-7484, 3125-3168, 3829-3872, 4621-4664, 5237-5280, 5501-5544, 6909-6952, 8009-8052, 9329-9372, 10297-10340, 10869-10912, 12541-12584, 13245-13288, 15093-15136, 16457-16500, 1806-1810, 2466-2470, 3911-3915, 6301-5805, 6126-6130, 7701—7705, 9096-9100, 10436-10440, schrift „Kartoffellieferung" bis Dienstag, dem 2. Oktober vormittags 10 Uhr hier einzureichen. Die Lieferungsbedingungen, 1127-1128, 1325-1326, 2355-2356, 3623-3624, 4239-4240, 4805-4866, 5749-5750, 6503-6504, 7209-7210, 7593-7594, 8159-8160. 1267-1268, 3295-3296, 3671-3672, 4597-4598, 5261-5262, 6089-6090, 6647-6648, 7465-7466, 7809-7810, 521-522, 575-576, 787-788, 861-862, gegen 10% Uhr, wird , , fiskalische Obstoersteigerung das Obff aus den Freiherrlich von Uabenauschen Garten in der Gemarkung Alienvuseck versteigert. Londorf, 24. September 1928. 8443D 3reiherrliche Rentei Rabenau Oeffentliche Bahnung. Da- 1. und 2. Ziel der vorläufigen Gemeinde-, Kreis- und Provmzialumlage sowie der vorläufigen Sondergebäudesteuer für daS Rechnungsjahr 1928 wird hiermit zur Zahlung bi- spätestens 5. Oktober 1928 einschließlich gesträhnt. 8456 B Nach Ablauf dieser Frist werden die Rückstände aus Kosten der Schuldner zwangsweise eingezogen. Außerdem sind bei Zahlungen nach dem 5. Oktober d. I. Verzugszinsen zu entrichten. Gießen, den 25. September 1928. Stadtkasse Gießen. 11596-11600, 11646-116.50, 11736-11740, 12006-12010, 12506-12510, 12781-12785, 12846-12850, 13551-13555, 13641-13645. Buchst, c = 1000.- «M. 2701-2800, 4401-4500, 4901-5000, 6501-6600, 7301-7400, 10301-10400, 11901-12000r 13301-13500, 14801-14900, 16201-16400. Erstattung der Selbstkosten von unS bezogen werden können, sind ausdrücklich an» Anerkennen. Muster sind vorzulegen. Tie Lieferung kann geteilt werden. Zuschlagsfrist 3 Tage. Gießen, den 24. September 1928. Direktion der Landes-Hell- und Pflegcanstalt Gießen. 19053-19096, 19317-19360, 20461-20504, 21517-21560, 21825-21868. Buchst, f -- 100. «M. Starren Mk. 4.50 frei anS Hans. 8451D J. Wellhöfer. Teleobon 743. 200.— »WJ. 421-430, Kartoffellieferung. Tie Lieferung von zirka 2500 Zentner aeIbfleischiger„Fndustrie"-Spersekartoffeln soll im Wege des öffentlichen Anerbieten- vergeben werden. 8454 D Die Kartoffeln müssen gesund und gut auSgelesen sein. Nur großfallende Ware kommt in Frage. Tic Bedingungen können während'der Dienststunden hier eingesehen werden. Angebote sind verschlossen mit der Auf- Buchst, a Nr. 221-230, Buchst, d — 2000.— «M. Nr 74, 90, 371, 458, 506, 547, 641, 642, 692 732, 782, 806, 8.34 , 943, 982, 1056, 1192, 1420, 1440, 1466, 1538, 1631, 1636, 1682 1764, 1832, 1836, 1949, 1953, 1993, 2018, 2160, 2181, 2211, 2280, 2304, 2402, 2463, 2494, 2517. Die nächste Auslosung erfolgt vorauS- sichtlich zum 30. April 1929. 8453 V ooaaoooaocooo Billiges Bekanntmachung. Donnerstag, den 27. Leptcmber 1928, vormittags von 10—11 Uhr findet in der Turnhalle der Pestalozzi- schule, Nordanlage, ein öffentlicher Impftermin statt, in welchem alle in 1927 und früher geborenen Kinder, für die bis jetzt der Nachweis der erfolgreichen Schutzpockenimpfung noch nicht erbracht wurde, dem Impfarzt vorgestettt werden können. In 1928 geborene Kinder werden in diesem Termin nicht geimpft. 8460B- Die Impf-Nachschau findet Donnerstag, den 4. Oktober 1928, vormittag- von 10 bis II Uhr statt. Die Kinder müssen mit reingewaschenem Körper und reinen Kleidern zur Impfung gebracht werden. Kinder aus Hausern, in denen übertrag«1 bare Krankheiten herrschen, sind nicht zum öffentlichen Impftermin zu bringen. Gießen, den 24. September 1928. Der Oberbürgermeister. |Verschiedenes| Basncht die Handels, schale Knnxelmann I 1. Derlosungsliste der 4Vie/e Liquidationsanleihe der Nassauischen Landesbank. Tie Rückzahlung der nacbverzeichneten verlosten Stücke erfolgt zum Nennwert am 31. Oktober 1928 gegen Einlieferung der in kursfähigem Zustande befind licken Zetti- fikate bzw. So)n!dversckreidungen nebn den dazugehörigen Zinsscheinen (per 30. 4. 29) und ^rneuerungssckeinen bei der Lande-- bank-Hauvtkasse in Wiesbaden und bet sämtticken LandcSbankstellen und Geschäftsstellen, sowie in Berlin: bei der Reichs-Kredit-Gesellschaft, der Deutschen Lande-bankenzentrale, der Deutschen Girozenttale — Deutsche Kommunalbank —. Anm. Die limlöiung der-Anteilscheine findet spätesten- zum 30. April 1929 statt. Tie Höhe der Eiulösung-guote wird rechtzeitig bekanntgegeben. Buchst, i = 12.50 »M 9ir. 1401-1600, 1801-2400, 2601-8000, 8201-8400, 9001-9400, 9801-10000, 10201-10400, 10601-11400. Buchst, h = 25.- «M. Vortrags-Vereinigung (6oethe-Bund — Kaufmännischer Verein — Ortsgewerbeverein) Montag, den 1. Oktober, abends 8 Uhr, Neue Aula Lichtbilder-Vortrag des berühmten deutschen Asien-Forschers Wilhelm Filchner über: Meine Tibet-Expedition 1925/28 Eintrittskarten (numeriert) zu Mk. 2.50 (Saal) und Mk. 2.00 (Galerie) in der Musikalienhandlung Cha liier, Neuenweg, und an der Abendkasse. — Mitglieder der 3 angeschlossenen Vereine erhalten im Vorverkauf Karten zu Mk. 1.00 Buchst, b = 500. - «M Rr. 216-220, 416-420, 486-490, 536-540, 956-960, 1141-1145, 1521-1525 MW kaust lautend •““D 'Berwalluna der PctcrinärrUliniken und Institute. Zwei grosse, nut erb. Sctodertoe ;u kaufen gesucht. Sckr. Ang. m. Preis u. 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Cer Deutsche Industrie- unb HandelStag hat aui Grund t<ä Deschlu ses srineS Einzethan^els- aurschus'eS seinen Mitgliedern eine Reihe von Vorschlägen zur Kenterung des Gesetzes über den unlauter)» Wetttewerb zur Begutachtung vorgelegt. Die Dollversamm- lung saht hierzu die folgenden Deschlü fe: 1. Tic Kammer erklärt ihr Einverständnis mit dem Vorschlag, wonach in Zukunft alS 2lus- rerkäuse in öf entlichen Dekanntmachunaen nur solch« Deransta tungen drzeichnet werden dürfen, bei denen der Geschä tSbetrieb be ■ endigt oder bei denen eine einzelne Waren- gettung auf^egeben werden soll. 2. Die Kammer kann unter k.inen Umständen dem Vorschläge zustimmen, wonach auch ander« Dera^altungen. welche bzn Eindruck eines Total- oder Tei auSverkou s erwecken, zuläs ig sein sollen, wenn ein sie rechtfertigender Grund vorl egt. 3. Die Kammer spricht sich für ein gänzliches Verbot der Gewährung von Zugaben aus. 4. Die Kammer begrübt die Einrichtung von EinigungSämtern auf gesetzlicher Grundlage bei den Industrie- und Handelskammern, deren vornehmste Aufgabe eS sein wird, im LchieDSv erfahren die zahllosen Sonderver- kaufsveranstaltunaen.auf ein angemessenes Most zurückzusühren. Die Kammer genehmigt den Kostenvoranschlag für die sich als notwendig erweisende Teilung der Untcrklasie der zwerjährigen Handelsschule in zwei Abteilungen. Aus dem Bericht der GeschästSführuag ist folgende- hervorzuhrbrn: Die hessischen Industrie' und Handelskammern haben bei her Regierung eine Herabsetzung der Gebühren beantragt, welche dem Notar für die Beurkundung zum Schi fS-, Handel« , Genossrn- schosts-, Mu/ter- usw. Register zustehen, und gleichzeitig Vorschläge zur Qlenterung des in Frage kommenden Artikels 18. Abs. 1 Ar. 5 der Gebührenordnung für die hessischen Notare gemacht. Die in einer Vorlage des hessischen Herrn Iustizministers zum Gesetz über den Llrkundem- stempel vorgesehene Herabsetzung des Stempels für die Genehmigung deS Erwerbs von Grundstücken durch Ausländer und juristische Personen auf 10 bis 1000 Mark ist von der Kammer unterstützt worden. In einer ausführlichen Eingabe hat sich der hessische Industrie- und Handelskammertag gegen den dem Landtag vorgelegten Gesetzentwurf zu einer Aenderung des Ausführungsgesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit ausgesprochen,- die Eingabe wendet sich im besonderen gegen die vorgesehene teilweise Ueberführung der Tätigkeit der Notare — z. D. bei Beurkundungen im Grundstücksverkehr — auf die Gerichte und die OrtS- oerichtsvorsteher, die vom Standpunkt der Wirtschaft auS nur mit schweren Bedenken betrachtet werden kann. Der Hessische Industrie- und Handelskammertag hat dem Entwurf eine« Gesetzes zur Abänderung der Gewerbeordnung — Handwerkernovelle — nunmehr zugestimmt, obwohl auch er die Lösung der alten Streitfrage l Fabrik und Handwerk nicht bringt. Immerhin - bedeutet der Entwurf in manchen Beziehungen ' einen Fortschritt gegen den bisherigen Rechts- । zustand. So schafft er z. D. auch den Instanzenzug für die Beurteilung der Frage, ob ein Industrie- und Handelsbetrieb bzw. ein Gewerbebetrieb vor- liegt, in der von den Handelskammern gewünschten Weise. Es kann nicht dringend genug gewünscht werden, dah der Gesetzentwurf sobald al« möglich vom Reichstag verabschiedet wrrd, damit endlich die dauernden Reibereien und Streitigkeiten zwischen Handelskammern und Handwerkskammern aufhören. Die seitens der Automatensabrikanten beantragte Ermäßigung oder Aushebung des Urkundenstempels für Automaten konnte von den Kammern im Interesse des Einzelhandels nicht befürwortet werden. Das Mitglied der Kammer Herr Dankdirektor Griehbauer, ist vom hessischen Mtmsterium für Arbeit und Wirtschaft zum stellvertretenden Mitglied des nach der Verordnung über die Um- schuidungshilse für die Landwirtschaft zu bildenden Kreditausschufses ernannt worden. Die langjährigen Bemühungen der beteiligten Industrie- und Handelskammern um eine V er - befferung des Zugverkehrs zwischen Köln — Siegen — Gießen — Frankfurt a. M. haben infofern zu einem schrittweisen Erfolg geführt, als die beteiligten Reichsbahndirektionen die Berechtigung der von den Kammern beantragten Einlegung eine« Flügelzug<- Paares Köln—Siegen zu den Zügen D 275/276 Dortmund — Hagen—Siegen— Frankfurt a. 'M.— Freiburg anerkannt unb die sorgfältigste Prüfung deS Antrags zugesichert haben. Die Kammer setzte sich gemeinsam mit den übrigen beteiligten Handelskammern für eine ganzjährige Führung deS Zugpaares D 15 3/154 Frankfurt a. M.— Bremen ein. Die Hauptverwaltung der Reichsbahngesellschaft hat diesem Antrag wenigstens teilweise ftattgegzben. Die dritte Ortsbriefzustellung in Gießen ist nunmehr Wirklichkeit geworden: damit hat ein von der Handelskammer schon feit Jahren im Namen der gesamten Kaufmannschaft immer und immer wieder vorgetragener Wunsch endlich Erfüllung gesunden. Dank der Bemühungen des Dnrtfchen Industrie- unb Hanbelstags als der Spitzenvertretung der deutschen Handelskammer ist eS gelungen, beim ReichSpostrniinsterum eine Verlängerung der Aufbrauchsfrist für von der Post als unzulässig erklärte Briefumschläge bis 31. Dezember 1929 zu err ichm. Die Kammer hat den Deutschen Industrie- und Handelstag gebeten, beim Reichspostministerium darauf hinzuwirken, dah wieder die frühere forgfültige Behandlung der Einschreibsendungen eingeführt wird, um die seit Aushebung dieser Bestimmungen einsetzende Höhe der Derlustziffer wieder zu vermindern. Da die Kammer verschiedentlich die Beobachtung gemacht bat, daß die hessischen Anstalten unb Behörden ber Vorschrift, die sämtlichen hefft- schen Handelskammern von ihren Vergebungen und Ausschreibungen zu unterrichten, nicht nachkommen, sah sich die Kammer veranlaßt, den Herrn Minister für Arbeit unb Wirtschaft zu bitten, seinen früheren diesbttüalichen Erlaß bei den in Betracht kommenden Behörden in Erinnerung zu bringen, was auch geschehen ist. In Unterftüöung einer Eingabe des Herrn Oberbürgermeisters von Gießen hat sich dte Kammer für die Errichtung eines Nutz- und Zuchtviehhofes als eines Werkes eingesetzt, durch welches die Stadt Gießen zu einem Wirtschaftszentrum von überragender Bedeutung und befruchtender Wirkung für ganz Hessen gemacht wirb. Die Notlage der oberhessischen Da- saltindustrie hat die Kammer zu einer Eingabe an das Ministerium für Arbert und Wirtschaft veranlaßt, worin sie der Zuversicht Ausdruck gegeben hat, daß das Ministerium diejenigen Mittel und Wege ausfindig machen wird, welche einten gerechten Ausgleich zwischen den Lebensnotwendigkeit cn dieser Industrie und den Belangen des Staates und der Gemeinden herbeizuführen geeignet sind. Dte von dem Deutschen Industrie- unb Handelstag eingeleitete Aktton zur Unter ft Übung der deutschen Schulen im Auslande, welche ebenfalls als Pioniere der deutschen Wirtschaft angesprochen werden müssen, wird von den hessischen Handelskammern insofern unterstützt werden, als sie in ihrer Gesamtheit die Pflegschaft für dte deutsche Schule in Tientsin (China) übernommen haben. Trotz des einmütigen Einspruchs aller Beruss- vertretungen hat das Reichsbahngericht in der Frage der Tariferhöhung im Sinne des Antrages der ReichSbahngesellfchaft entschieden. Damit wird dte deutsche Volkswiri- schaft vor neue Schwierigkeiten gestellt, die sich in ihrer vollen Tragweite vorerst noch gar nicht absehen lassen. Auf Anregung des hessischen Industrie- und Handelskammertags hat im Ministerium für Arbeit und Wirtschaft eine Besprechung in Sachen des Ankauf« de« S cheue r k vnz e rn s stattgefunden: an dieser Besprechung hat al« Sachverständiger für die oberhessischen Kammern Herr Leopold Mäher teilaerwumren. Als Ergebnis dieser Aus'prache stellte der Herr Minister als Richtlinie für die Stellungnahme der hessischen Regierung den einmütigen Protest gegen diese letzten Ende« auf ein Gctreidemonopvl abzielen - ben Bestrebungen fest Auf Anregung der Gießener Dankenvercinizung wird bte Kammer in Gemeinschaft mit dieser einen Kursus über Bank- undDörsenwesen etwa Milte Oktober veranstalten. Es hat sich im Laufe Der letzten Zeit her ausgestellt, dah in immer mehr zunehmendem Umfange WechselunversteucrtanWarenliefe- ranten gesandt werden ohne dah sich dir Warenabnehmer darüber klar find, daß sie hierdurch gegen die Bestimmungen de« § 5 des WechselsteuergrietzeS gröblich verstoßen und in Strafe genommen werden können. Sine wertere ^Infitie ist die Inzahlu nga a be vvrda- tierter Wechsel. Dabei scheint t darüber au bestehen, dah bi: Laufzeit aller Dcch. sei mit dem Tage der latsächlichm Ausstellung oder Versendung beginnt. Da diese Mißstände im Wechselverlehr bi: ordnungsmäßige Abwrck- hmg ber Geschäfte erh blich beeinträchtigen, wer- den bi. rmit alle Empfänger von unversteuerten Wechseln cufge^rbert die Anaeie'.enheil. wenn nicht ohne weiteres die Abstellung deS Mangels durch den Aussteller erfolgt, der Kammer nnt- zuteilen. Die Kammer wird sodann b.e betreffende Firma aus da« Unzulässige ihrer Handlungsweise Hinweisen und nötigenfalls mit den zuständigen Behörden in Verbindung treten. Arubauien im üeberlandwerk Oberhessen. Das Lieberlandwerk Oberhessen hat sich im Baujahre 1928 zur Ausgabe gestellt, mehrere selbständige Betriebspunkte zu schaffen, von denen aus die Versorgung des LleberlandgebietS unmittelbar erdigen kann. Solche Betriebspunkte wurden in Friedberg. Nieder-Wöllstadt, Inheiden, Nidda und Lih- berg geschaffen. In den vier erstgenannten Orten wurden Schalthäuser mit einem Kostenaufwand von 300 OCK) Mk. erbaut, welche die Unterbringung neuzeitlicher Schaltanlagen gestatten. Diese Schalthäuser haben ein Doppel- sammelschienensystem, um alle notwendigen Trennungen im Versorgungsnetz durchführen zu tonnen. Sv wird z. B. das eine Sammelschienen- system die Industrie und Städte versorgen, während das jeweils zweite Sammelschienensystem für die Versorgungsleitungen der einzelnen Orte und für die Freileitungen von weniger großer Wichtigkeit verwendet wird. Die Schalthäuser in Friedberg, Nieder-Wöllstadt und Iicheiden sind durch unterirdische Hochspannungskabel mit der Hauptzentrale in Wölfersheim verbunden und werden durch diese HochspannungSkabel gespeist. Eine Unterbrechung der Epeiseleitung, dadurch, daß diese im Erdboden verlegt ist, kann durch äußere Witterungsunbilden. Beschädigungen der Leitungen usw. nicht mehr erfolgen, da die Kabel ungefähr 1 Meter tief verlegt sind. Gleichzeitig mit den Hochspannungskabeln wurden Detriebsfernsprechleitungen in Kabeln verlegt, die eine ununterbrochene Fernsprechverbindung auch in Störungsfällen gewährleisten. Diese Fernsprechanlage ist mit einer modernen Telephoneinrichtung mit Selbstwählerbetrieb versehen, so daß eine Vermittlung der einzelnen Stationen untereinander automatisch erfolgt. Die Kosten für die unterirdischen Kabelverlegungen zwischen den obengenannten Schalthäusern belaufen sich auf Mark 900 000.—. Ein Kilometer HochspannungSkabel erfordert einen Aufwand von rund Mark 27 000.— bi« Mark 30 000.-. Es ist vorgesehen, im Lause der Zeit diese Kabelverbindung noch zwischen Inheiden und Nidda und zwischen Nidda und Lißberg SuSzudehnen. Die verlegten Hochspan- mmg«fabel sind so bemessen, dah sie aus- reichen, ?»ie vier- bi« fünffache Leistung, die jetzt übertragen werden soll, transportieren zu können. . Durch die Schaffung der einzelnen Betriebspunkte werden Die Störungen, welche im Leitungsnetz in den Bezirken dieser Betriebspunkte auftreten, auf ein Mindestmaß beschränkt. Einmal auftretende Störungen durch WitterungSunbilden, bei Stürmen, Rauhreif ufw. können immer nur eine Leitung außer 'Betrieb sehen: alle übrigen Leitungen eines Bezirkes bleiben ungestört weiter in Betrieb. Die Entfernung eines Abnehmers von der den Strom liefernden Zentrale wird durch den Ausbau der einzelnen BetriebSmittelpuntte in der Provinz um viele Kilometer kürzer und dadurch die Stromlieferung viel sicherer. Die Inneneinrichtung der einzelnen Stationen wird mit solchen Apparaten ausgeführt, die allen äleberspannungen, die in einem Netz auftreten können, nach menschlichem Ermessen stand- halten müssen. Es werden neue Hochspan - nungs-Oelschalter mit einer großen Abschaltleistung. sowie andere moderne Hilfseinrichtungen zur Beschränkung der älebcrströMe-«nd tielter- fpannungen eingebaut Die Kosten für die Inneneinrichtungen der einzelnen Schalthäuser belaufen sich auf ungeübt Mark SCO 000.—. In dem Wasserkraftwerk Lihberg de« äleberlandwerkes Oberhessen wird em neuer Maschinensatz ausgestellt, der zur Reserve für die vorhandenen Maschinen dient, um bei Außerbetriebsetzung eines vorhandenen Mafchi- nensatzes weiter die Krafterzeugung aufnehmen zu können. Die Kosten für Dielen dritten Reserve-Maschinensatz belaufen sich aus ungefähr 200 000 Mt. Sämtliche während der Kriegszeit auS- gebaute Fernleitungen in Eisen wurden gegen solche in K u pfer auSgewechselt. Es handelt lich Dabei um ungefähr 220 Kilometer, Dte im Verlaufe dieser Bauperiode ausgebaut und durch Kupferleitiingen erseht wurden. Die Kosten für dte verlegten Kupfer-Fernleitungen betragen ungefähr 300 000 Mk. Heben diesen Neubauarbeiten hat das lieber» landwerk Oberhessen in dieser Bauperiode 2 8 bi« 30 größere Ortsnetze einer eingehenden Instandsetzung unterzogen, wobei, den Bedürfnissen der Abnehmer entsprechend, größere LeitungSquerschnitte verlegt wurden Die Kosten Der .Heberbolungen der Ortsnetze belaufen sich auf ungefähr 500 000 Mk Bei Den Ortsnetzen mit einer Spannung von 220/127 Volt wurde begonnen, die heute normale Spannung von 400/231 Volt emzuführen. wobei die elektrischen Gebrauchsapparate, wie Bügeleisen, Kochapparate usw. auf Kosten des Heberlandwerkes auSgewechfelt werden. Die in diesem Jahre erfolgten Umschaltungen von Ortsnetzen erforderten ungefähr 200 000 Mk. Oberhessen. Landkreis Gienen. * Heuchelheim, 25 Sept. Heute nacht gegen 1 -Hbr wurde in der Scheune de« Pumpen- machers Germer. Bachstrabe 25, Feuer bemerkt, da« schon ziemlich stark um sich gegriffen hatte. 'Die sofort alarmierte Feuerwehr fand bei ihrem Eintreffen die Scheune bi« auf die Ballen in hellen Flammen. Das Gebäude brannte völlig nieder ES ist al« ein glücklicher Hmftanb au verzeichnen, daß die Scheune einzeln stand. Sie war tic einzige Scheune in diesem Winkel, D e durch die Brände in Den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts verschont geblieben war. Wenn auch das Feuer schon stark um sich gegriffen hatte, so gelang es doch der Feuerwehr, die schnell zur Stelle war. es auf seinen Herd zu beschränken. Der Sachschaden dürfte nicht allzugroß und durch Versicherung gedectt sein. u. Klein-Linden, 24. Sept. Von bester Witterung begünstigt, hielt gestern vormittag der hiesige Radklub .Germania" sein dies- lähriges Herb ft rennen ab, das nur für Mitglieder des Verein« offen war. Die Rennstrecke, rund 50 Kilometer, führte über Dutenhofen, Wetzlar, Wei den hausen, Groß- und Klei n-R echten - bach, Niederkleen Pohl-Gön«, Kirch-GönS, Lang- Göns und Großen-Linden Die Ctted: stellte wegen ihres unebenen Gelände« und stellenweise schlechter Beschaffenheit der Straße hohe Anforderungen an Die Teilnehmer und ihre Maschn- rötenb die Hände nach ihm streckte. Aber diesmal sah der Vater daneben. Sein starker, wuchtiger Kopf, byr in der Strenge und der Armut seiner Nuancen an altägyptische Porträtbüsten erinnerte, war nach vorn gerichtet, als ob er, Kurt Grottcck, gar nicht neben ihm existierte Wer war dieser junge Mensch neben einem Brodersen, dessen Reichtum die ganze Stadt in Verwirrung brachte? Ein verkrachter Pianist, der von Gott weih was lebte. (Erbitterung stieg in dem Spielenden auf. Er ertappte sich dabei, daß er ein paar Takte übersehen — bei einem Stückchen, das er sonst im Schlaf gespielt hätte —, und er war dicht daran, mitten im Spiel auftuftehen und davonzulaufen. Aber der unglückliche Ansager sah ihn so vertrauensvoll an, dah er es nicht ferllgbefam. Wie ein fremder Wandervogel schwebte Inge Brodersen über der alten deutschen Stadt — über ihm — über allen — Wo tarn sie her? Wen (lebte jie? Konnte fie überhaupt lieben? Ihr verschlösse- nes Gesicht hatte genug Rätsel aufgegeben. Hatte sie nicht heute. In dem kurzen Augenblick, ihre Seele geöffnet? Ach, vielleicht erinnerte sie sich schon gar nicht mehr daran. Und nun strömte die schimmernde Melancholie des Slawen breit und schwer wie ein Fluh der Ebene. Fast hätte Ida Jester geklatscht, als er fertig war, unb der Ansager verspätete sich um eine ganze Minute, ehe er dte Fortsetzung de» Konzerts an- kündete. Dreiviertel Stunde später verlieh Kurt Grotteck das Rundsunkgebäude. Sie Bureaus waren längst geschlossen, unb durch ein Versehen war die Hono- raranszahlung für die gelegentlich auftretenden Künstler unterblieben. Das war ein« schlimme Geschichte. Er zählte seine wenigen Scheine zusammen — In dem gleichen Torbogen, wo er vorhin dem Wagen Brodersen» nachgeblickt hatte. Diesem Wagen, der ihn um ein Haar gepackt halte, um ihn Dann in die Arme de» geliebten Mädchens zu schleudern. Ein Motorrad knatterte heran, hielt mit einem Knall und blieb vor ihm stehen .Guten Abend, Baron. Sie auch hier? „Guten Abend, Haberfeld, dir wurden übrigens erwartet." „Ein Versehen der Programmleitung, verlassen Sie sich darauf. Mit uns Künstlern wird Schindluder getrieben. Was aber machen Sie hier? Sie haben es doch nicht nötig, Pedale für Geld zu treten?" Grotteck lächelte. „Ich tue es auch nur aus sportlichen Gründen." Damit verlieh er den verdutzten Geiger. Der Platz war dunkel. Durch die Bäume schimmerte weiches Laternenlicht. Ein leichter Sprühregen fiel wie ein nasser Schleier herab. Herber Erogeruch stieg aus Den Rasenflächen der Anlagen. Er schnupperte In der Lust. So roch es in seiner Heimat Grotthausen um diese Zeit. Er hätte viel gegeben, wenn er fetzt dorthin hätte gehen können — und dann mit Mutter Arm In Arm über die Feldwege zum Wald, hinter dem die Weichsel ihre Bahn zog. Unb vor dem Schlafengehen eine aüe, feierliche Sonate und ein Glas guten Weins und ein lachendes „Gute-Nacht"-Sagen und bunte, leichte Träume! Wie lange war denn das her, dah er, gebläht von Hoffnungen, auf die Musikhoch schulen gereist war, erst nach Berlin, bann hierher ? „Ein Grotteck muh auch mal was anders werden als Stoppelhopser , hatte die Mutter gesagt. Aber ein paar Tränen waren doch geflossen. Arme, kleine Mama? Run sah er hier, festge- fahren, mit einer erheblichen ßebenspanne auf der Fahri, die mit Hundert begonnen patte. Unb es stand mit ihm fast so schlecht wie um Grotthausen. Den Mantelkragen hochgeklappt, durchwanderte er ziellos die Gassen. Wo sollte er auch hin? Das einzige Ziel für ihn in dieser Stadt wäre das große gelbe Haus auf ber Höhe gewesen, wo auf schwarzer, ovaler Marmorplatte ber Name „Bro- dersen stand. Auf einer Plakatsäule starrte ihn das Wort „Alcazar" an. Hatte nicht heute einer davon gesprochen? Er schlug den Weg zu Dem etwas bedenklichen Lokal ein, wo die herben und die fiebrig- süßen spanischen Weine bei lärmender Musik getrunken wurden. Er bog um eine Kirche, an einem Brunnen vorüber, in den alten Mauergang ein, der durch die Neste der einstigen Stadtmauer unb die Rückwände ber Häuser gebildet würbe. Der Gang war überdacht, eine dunkle Höhle, dte der beiden Laternen- flämmd)en spottete. Hier hielt sich kein Mensch gern auf: bas Schweigen unb die Düsternis betonten die öde Verlassenheit zu beklemmend. Grolleck phantasierte: Hier wurden «inst die Verurteilten zum Henker geführt, in eine mit allen Schikanen der Zell versehene, wohlassortierte Folter- kammer. Klang nicht noch das Schreien der Ge marterten, erlöst durch einen Zauber? Ein vor ttefflicher Ort für geheime Morde, die ewig den Täter unentdeckt ließen. Der Ermordete würde nicht einmal auf der Linse des brechenden Auges das Bild des Täters aufnehmen können. Grotteck ging langsam, das Gruseln der einsamen Höhle wollüstig genießend. Als in diesem Augenblick in einiger Entfernung ein Schuß knallte unb Schreie aufbrachen, war er noch so im Bann seiner Phantasie, daß er, behaglich lächelnd, weiterging. Aber nun näherten sich die flüchtigen Schritte eines Menschen, dem andere folgten. Unwillkürlich drückte er sich in eine der vielen Nischen ber Mauer. Eine Männergestalt näherte sich ihm. Die Beine berührten kaum Den Boden. Er hörte deutlich das Keuchen einer um Atem ringenden Brust. Ein Mann im bloßen Kopf folgte im Abstand weniger Meter, immer dasselbe Wort kreischend, das er nicht verstand. Der Dersolate war nun an ber Nische, er hielt einen Augenblick in seinem rasenden Lauf inne und drückte Grotteck ein Paket in die Hand. Dann rannte er weiter, den Lichtern xu, die, in ber Ferne eilige Straßenoasianten überflarferten. Aber nun roar der Verfolger, ein schlanker, mittelgroßer Mann, dicht an ihm. Grotteck sah einen Wirbel von Körpern, die auf den Boden rollten. Er hörte ein hervorgeftoßenes: „Das wollen Sie? Suchen Sie doch nach!" Und che er hinzulausen und die beiden trennen wollte! waren sie auf und davon, weggeweht wie Nebel im Wind. Als Grotteck das Paket, bas in mehrere kleinere auseinanderftel, betrachtete, sah er durch die Lücken angerissenen Papiers v a n k n o t e n , deutsche und fremde. _ Karl Grotteck ging langsam, schwankenden Schritts, wie ein Trunkener, weiter. Mechanisch stopfte er die Bündel bi die weiten Taschen des Mantels. Sie bauschten sich auf. Er wagte nicht, umzukehren. Aber es schien ihm auch unmöglich, aus dem Dunkel des Ganges In die Lichtkreise ber Straße drüben zu treten, dort, wo Menschen gingen. die aufgespannten Schirme zwischen sich unb dem stärker nieberpraffelnben Regen. Einen Augenblick wartete er noch auf die Wiederkehr Des Mannes, der ihm das Paket in die Hand gedrückt, ober feines Verfolgers. Ader der Gang blieb leer, nun Doppelt einsam nach der auf« geregten Szene von vorhin. Und diese Leere unb Einsamkeit ftaa, nun peinigenb von dem lebendigen Auf und Ao der Straße da Drüben ab. Plötzlich stieß in die Stille schmetternder Lärm. Eine gellende Musik warf Fetzen von Melodien m den Gang. Ein Klavier war au unterscheiden, eine verkratzte Violine, irgendein Schlaginstrument und da^weschen ber überakzentuierte Gesang weiblicher Stimmen. Grotteck atmete auf. Hier irgendwo war ber hintere Eingang zum „Alcazar . Vielleicht fand er Fährmann drinnen, unb er konnte sich mit ihm besprechen. Er stieg vier schlüpfrige Stufen empor und betrat die Wirtschaft. Anfangs hinderten ihn dicke Rauchschwaden, etwas zu erkennen. Dann wurden kleine, runde Marmortische deuttich, umbrängt von trinkenden, rauchenden, schwatzenden Menschen. Und drüben, vor einem großen, halberblindeten Spiegel, saß die Kapelle in lächerlich bunter Kostümierung. Führ- mann schien nicht da zu fein. Eine kräftige Gestalt drängte sich durch die Tisch- reihen auf ihn zu, unb eine fette Pratze ergriff Besitz von seiner Rechten. „Guten Abend. J)err Baron. Große Ehre. Drüben ist noch Platz." Grotteck ließ widerftandslos feine Hand in der des Wirts, der ihn durch bas Lokal schleppte. Er lächelte: Quevedo fand immer noch Platz, auch wenn keine Zigarre mehr auf den Boden fallen konnte. ..Etwas zuiammenrücken, meine Herrschaften. Hier ist noch ein Stuhl. Bitte, Herr Baron.1* Ehe Grotteck es sich noch überlegen konnte, fand er sich an einem Tisch sitzend, zwischen zrvei Gäste gedrängt, unweit der Kapelle. (Fortsetzung folgt) kht |(hi «istdvhi dv» Trocken Hühnern gebessert. : Retten. Au Wfle Ergeb: »ehr gering. ■ stecht beste! boll mit Di Defrrng der liefert ter 3mte. Hing Aufrieten. X ItabKftta M So bfi ettM 6 M wandert, tar 12V E iin fr- 5' iteitg* dc Lig- « 5^2!? Äteik bevx, Albis. ftU * g-j-jicn nut ftc kamen c Md Dirnen Z Allen wurde das Kurz nad). flotte J «rem, ptrem unter Turnvereins liegen W kernig« 2^1 Sch-»E getan Haven, getengverern &bet vor, tnmideüe V vechlelien 3 veitlprung u und Ainglve auch das w falten unb r DtranftaÜeii' falb freiste ftnb mü tot« AÄchchen et- heren Ach-to. etabworftanö Itranßalnuia ftar.be einen ' geftefl t. ft 2ur Kartoffel SeenialeS in mit dem 6t trockenen 2 Wter fein, wirte bei roggen. Q greifenden 1 a rbeiten fungcn-€tt von Weicka Ente erreid anschließend einzuebnen, anderen 2n Fall ist hie schon vor b nufta, tote Nt Dafinnpl f ®ebe v"tretu °"erb?r MlinÄütj em 6tüd (5 Mt lvvrd ’Wgenbterf neue 3u Arbeiter 8Ä 1 all- Jco^nh^; 503 q^c ?S * n<\” LnJ? *** dient, u» £ «s®ta« LL Wag fr fr 2? ’1$ ‘M ungtfggr tti, fr fr »X ""grlvrch,^. * 220 Xü«a*c "^'vde fluÄjtbo« N tourbtn- Dir cn fru fou utt^, J'r ^auperiod, 21 lnc6f einer m. ^terzogen. wobei, MN enksprecheob, toUtbffl ä?*A!'vrtz. iahr 50ÖOQO M ^n?r Lpamnnrz txm nen, Mt freut, mr, M ‘Boll nyufü|re. 'rauchsappnate die lsv. aus Mn klt lverdrv. Iht a choltungen ton Ont- r 200000 M. fren. liehen. Pt Heule nacht gegen ernte des Pumpen- ahr 25, Feuer be- art um sich gegnft- Aenervehr sand bei ' bis auf bif Mim Ars debäubc r. Es isi all en qjääjm, bcft tiw it tie trmMebdxvnt > dir Brände in den ahrbunderts verschon' das Feuer schon siack gelang es doch dn Stelle Var, es au* m. Der Sachschaden > durch Bersichermö V fiept. Bon Mkr Mern vom.ttag der iania" fein b, das nur für Ml- ar. Die Benote*, t Dutenhofen, Bxv.' und Kein-Aechlen- . RitfrW. LvA' Die 6‘tcdt stellic rdes und fhtoiodk : Sttahe 6* »* n^und ihre auf. ffr rnagit njM ihm auch MimM 5 in die Licht/m^ J mo Menschen -I"' L7^nli»und n W1- jyjd) auf die hm ta» Palet m * t,ÄiÄ?unb Und diese ^j.in 1b von dem y ^"„"L tont le Melodien KlnterfcbeM 001 iflinftrunieft A.V« * ’*'*$««* Me ourden ingt ‘""nnb drüdeo. „ ®r.6e »■ . . -a der » Stf#*1 ., M*** Ä i* le. den», Vie machten nur vorgebrachten Qfnträ werden. zu Ende. Sinigc Iba, Der obst 4 am. 2l< Das Gemeinden oft. Ikrftcigeruna geringen Preis. r.!W*M»e HUMWh Welecl. (Hefen. S»OB«i»lr«fce «. T«to0— Wr.M. für W2M WKuckte Dem Heim besser! OSRAM len. al» cmÄ Zwck- gingen an Das Gelondheilswaller Nervenkranke u.Ner. ö» Enchöpfie Spttlallarueun letlele ie Tauu b.-i Frankf.a M. - Prospekte durch Dr. M. Schulxe-Kehleyee, Nenenani reichlich acht Tagen gerLumt fern, dagegen vergangene- Oktober da- letzte der Scheune fuhr. Erwähnung. der zu kalifchen Beirat gesellt haben will. Die endgültige Regelung dieser Frage wird aus dem Dirigententage geschahen. Die Beteiligung an dem heutigen Sängertagc must al- sehr gut bezeichnet Dom Sisenbahnzufl überfahren. Drei lote. WLN. ’IR a i n j, 24 Sept «Sester» abend um 1157 Uhr wurde an dem undewachtenVahn- Übergang bei Äilomfter 3,1 der eingleisigen Nebenbahn st recke Buchschlag—Sprendlinacn —Oberraden der Personenkraftwagen de» Ingenieur» O»kar ® i r fe au» Offenbach o V ron dem Personen zug3990 überfahren Don den oier Insassen wurden getötet der Wogen- lenker Oskar Giese, der Knecht Aarl 6 Ö r g au» Frankfurt o. M und eine Perlon, deren Namen noch nicht fest gestellt werden konnte, Auster dem ist eine Perfon schwerverletzt, deren Identität ebenfalls noch nicht feftsteht. die in» Krankenhaus nach Langen übergeführt wurde. Ueder den schweren Zulammenstost berichtet ein Augenzeuge folgende Einzelheiten- Die Straste Frankfurt—Darmstadt, di, chauptoerkehrsftraste. fuhrt etwa 2lX' Meter nom Bahnhof Cprend- fingen entfernt über die an dieser Stelle schrankenlose Strecke Sprendlingen—Oberroden. Geaen 1130 Uhr fuhr am Sonntag der letzte Eisenbahn - zug nock, Oberraden in gewöhnlichem Tempo unter ftetem Glockenläuten und Pfeifen über die Stroste Frankfurt—Darmstadt. Kasim befand sich die Lokomotive aus dieser Straste, ul» die Zuginfofsen einen dumpfen.Schlag und em Geräusch wie Zer stampfen ion Blechbüchsen hörten. Erst der 'afort auflretende Benzingeruch liest die Ursache dieser Geräusche erraten. Ein Auto war vom Zuge überfahren worden. Die im. Dumbeun. Schierstein. Selzen. Drrtzenheim. Rüsselsheim. Dischvst-Hcim. Vodenheim. Nieder-Flör«heim. Won-dern>. W-rn-leim Ho'he'm. Wcüholen. Lei'clheim. Frei-Weinheim. Spever a. Ah.. Rohrbach. Strinbcrg und Drost-Gerau. Aach Erstattung de- Zahve-bericht- durch den ersten Ärei# dllsfeld. M Al - feld, 24. September. Al» eine der letzten Arbeiten der nunmehr abgeschlossenen Fe l d be re i n i g u n g iiznerhalb der Gemarkung Al-seld wurde eine kleine Drücke über die Schn>alm an der sog. Steinkaute auS- gesühr t. Die Drücke mit mal ivem Zement unterbau entspricht einem, au- den Kreisen der Bevölkerung vielfach geäußertem Wunsche nach einer direkten Dcrbindung der Steinkaute mit der Straste nach Sudort, und wird insbesondere von allen Spaziergängern dankbar begrübt. Da- Bauwerk ist so eingerichtet, dast eS dem ersahrung-aemäst im Frühjahr und Herbst auftretenden Hochwasser standhalten wird. - Sin Unfall ereignete sich am Dabnübergang der Aebenbahn- strecke Al S s e l d—Her- sel d. wo diese die Strohe nach Lauterbach schneidet. Die zur Weide gehende Viehherde eine- La^dwireS au- dem benachbarten Altenburg passierte gerade den schrankenlo en Uebergang. al- ein Zug an dieser lehr wenig übersichtlichen Stelle heran- nahte. Dabei wurde eine Kuh vom Zuge ersaht und so schwer verletzt, dast sie sofort ab geschlachtet werden muhte. Vor einigen Jahren ereignete sich an derselben Stelle ein ähnlicher Unfall. Der lebhafte Verkehr auf dieser Straste, die al- D-Ctrafie gilt und einen starken Autoverkehr hat. lästt e- dringend notwendig erscheinen. dast der Wiststand eine- schrankenlosen Bahnübergänge- an dieser Stelle möglichst bald beseitigt wird, da der jctz'.ge Zustand eine graste Gefahr für den öffentlichen Vermehr bedeutet. - Da- Al-felder 3 u g e n ö - orchester unter Leitung von Reallehrer Dotter. der sich hier grvster Sympatbien erfreut. Dieser flnf geht (eben an — benn b!e meisten De-mmgen flnb ungtnügenb ober schlecht delevchiel. Lassen Sie Ihre Selenchtuns-anlage vom Fachmann prüfen- er wird Ihnen gern mit DerdessenuigSvorschlägen bienen. ®ne gute elektrische SelenchtungSanlage unter Der» wenbung der richtigen L)sram-Lampen ist eine Quelle berFreude unb desFamilienglück^ Aal und LuSkoofk io all« Seleu-tuvg^rageo aVUn kostenlos die Oab:t Zum Ort der nächsten TcrbanMUguna trurdc Offenbach bestimmt Ad.mdl trafen flch die Teilnehmer zu einem Aheinifchen Abend Der Srnntagvormittag brachte Torträge del Ätusildireitrr» Ä Werner- Frankfurt a TI des Pro'es or» r Aoack - Darmstadt und eine Sdoraesang stunde des Le' rer änzerchorl unter Stilung dcs ÄapeUmctrtcri Aaumann. (M ist wohl auch eine Folge der lange anbaueni- den Xrodenbeit. — Der Bestand an Beb- Hühnern hat fich gegenüber den Vorjahren gut gebessert. Allenthalben sieht man recht starke Jetten. Auch die Hasenjagd verspricht gün- stige Srgebnisse >lrcie Schotten. v Gebern, 24. Sept Unsere Gemeindevertretung hat beschlossen, cine Wandererherberge zu erbauen. Mit dem Bau soll in Kürze begonnen uxrbrn. Al- Bauplatz ist ein Stück Gelände an der oberen Seestraste gewählt worden. Wie man hört, beabsichtigt der 3ugemdherbergeverband in unserer Stadt eine neue Jugendherberge zu erbauen. Die Dvrarbeiten sind im Gange. Al- Bauplatz kommt ein Stück Gelände in der Mark:strotze In Betrach: Stier dürste eine Quelle mit ständig fliestendem Wasser den jugendlichen Wanderern besonder- Preußen. Mm# Wetzlar. WSN. Wetzlar, 24. Sept. Ter im 9 4. Lebensjahr stehende Lehrer i.N. Jakob Steil aus Wetzlar ist Samstagabend gestorben. Steil gehörte zu den altest enLehrern Deutschland». \ Krofdorf, 24. Sept Vor ungefähr 14 Tagen erschienen bei dem Gastwirt Marl Feiling. hier selbst, drei Herren und setzten sich mit dem Wirt wegen Unterteilung ihres Autos in Verbindung. Da das Auto bis jetzt noch nicht wieder in Empfang genommen wurde, wird angenommen, dast es sich um Diebesgut handelt. Der Wagen ist abgeftcmpelt vom Kreisamt Grost Gerau. Mrei# Biedenkopf. T Waldairm«-. 24. Sept Der Obst- frankfurter Messe und Einzelhandel. Der Einzelhandel, besonder- tn dem wirtschaftlich sehr bedeutenden Südweften Deutschland-, hat die Veranlassung, feine Dezlehungen zur Frankfurter Messe noch intensiver zu gestalten, al- da- bl- heute der Fall ist Von, Produzenten und dem ,^wischenhänbler abhängig, spürt er viel stärker al-.sie die wirtschaftlichen Schwankungen, die immer wieder den Markt erschüttern: er ist deshalb daraus angewiesen, sich nicht nur über die Produktion zu informieren, sondern — und das ist viel wichtiger — die Konjunktur der Gegenwart und die Tendenzen, die auf sie für kommende Märkte einwirken, festzustellen gibt dafür tatsächlich keine bessere Möglichkeit als bk Messen. Das gilt aber vor- nen Das Hennen verlies, wenn auch einer der Jet., br.it weg.a einiger 2Li < ö. e.e au»'d, eiben :nuhl«. ohne I-glichen Unschi. Ss errang den Dereinse^enpre.» Hermann Müller ml: 90 Minu-en^hrzett den 1 Preis Albert Weigel mh 92 Minuten, den 2.Pr^is Ernst Jung mit 97 Minuten, d.-n 3. Preis /»art Schaum mit 120 Minuten Die PreiLvertellung wird am nächsten Sonntag tn einer Feier durch den ersten Vorsitzen den, Karl Ä11 n U e r. voraenommen. (,) Lang-Gbn- 24. Sept. Di? Derstei - gcruna des Gemetndeobste am Sam.-- tag brachte keine groben Ueberraschun en. Aus- wärtigc Händler waren, da der Bedang der Däume nicht grost war. nicht erlernen. Die Preise bewegten 'ich in normaler Hohe Man kann fit beinahe niedrig nennen, wenn man- be denkt, wie w^iig Obst es gibt Aepfelbäume mit «lloa 1 bi» l‘/s Zentner Ortraa kosteten 7 bist Mark, einige kamen auch Häher. Ausnahmen r gröbere Bäume mit guten Sorten, auf 40 Mark und mehr. Zvet'chen schen. der Zentner zu den Ahe in, Dirnen und Aepfel nach Siegen. Für die besten Di men s orten und Aepfel wurden erst 15, dann 12 Mk. für den Zentner bezahlt, Äellvt- " Aepfel kamen weniger zum Derfand. eoost. meist Birnen, hatte bei der herenIahren, so hatte auch dieSmch wieder unser Stadtvorstand in dankenswerter Welse au der Deranstaltung des Iugendsestes dem Schulvorstande einen Kredit von 200 Mk. zur Dersügimg dem öcental. 24. Sepi. Die Kartoffelernte ist jetzt tn den Dörfern des Seentale« in vollem Gange Allgemein ist man mit dem Ergebnis sehr zusrieden. höchstens auf trockenen Leckern dürsten die Erträge etwas befer sein. Hier und da sieht man schon Land- Wirte bet der Aussaat von Winterroggen. Allgemein er®artet man einen d irch- gre »senden Degen. — Die Aegulierungs- arbeiten des Seenbach« z.. 's den Flensungen-Stockhausen und bis zu der Landstraste von Weickartshain nach Lardenbach haben ihr Snde erreicht Gegenw.irlig ist m*n daran, das anschlletzende Gelände zwischen Bach und Chaussee eintzuebnen Das Tal bittet jetzt einen ganz anderen Anblick, als vorige- Jahr. Aus leben Fall Ist hier eine Arbeit geleistet tnorbm. die schon vor dem Kriege bitte au «geführt werden müssen, wie sie auch geplant war. Sann wäre Pie 'Versumpfung der ÄOiesen nicht soweit fort- geschritten und die feineren Gräser nicht verschwunden. — Die Erträge an Obst find hier sehr gering. Besonder« mit dem K. mobst ist es . schlecht bestellt. Während man hier und da einen voll mit Birnen behangenen Daum steht, ist der Behang der Acp'elbäume recht schlecht. Höchstens liefert der .Gelbe Mecklenburger" cine mittlere ernte. Hingegen ist man mit der Zwetschenernte zufrieden. Drotzdem wurden bei den leiten Zwet- schenversteigerungen recht ansehnlihc Preise erzielt. Sv kostete ein Zentner ZWetschen am Baum etwa 6 Mk. — Wenn man jetzt durch die Aatur wandert, kann man eine recht sonderbare Entdeckung machen. Während In früheren Jahren die Wälder erst gegen Mitte Oktober ihre aus- gesprochen herbstliche Färbung annahmen kann man jetzt schon an den Abhängen des toeftllcbcn sie kamen .. „ und Dirnen waren ebensalls ziemlich wohl eil. ZLIlendors o. d. Lumda, 24. Sept. Gestern wurde das diesjährige 3ugcnbfefi gefeiert. Aurz nach 2 llhr nachmiltags bewegte sich ein stattlicher Festzug. bestehend aus den'sämtlichen hiesigen Vchulklasten. dem Ärlcgetoerein. Turnverein, Sängervereinigung und Männergesang- vereni unter Dorantritt des Trommlerkorps des Zumtxreine von der ersten Schule nach dem fric- 1 tegen Sportplatz Hier hielt Lehrer Heil eine kernige Ansprache, In der er die Schullugend ermahnte, treu zur Heimat zu stehen und an der Scholle testzuhalten, wie dies untere Erfahren getan haben. Abwechselnd trugen der Männer- gesangverem und die SänaerveReinigung je zwe^ Lieder vor, die reichen Beifall fanden. Olun entwickelte sich ein bunte« Treiben. 3m Turnen wechselten Freiübungen mit Frechoch- und Frei- Weitsprung ab, autzerdem fanden noch Wetllausen und Aingwerte., statt. Dick Heiterleit erregten auch das von den Mädchen ausaefnhrte © erlaufen und da« von den Knaben der Oberllaste veranstaltete Schlebetarren-Aennen. Gegen 6 Uhr fand Preisverteilung statt, worauf jede« Schulkind mit einer recht groben Brezel und einem Fläschchen Limonade bedacht wurde. Wie in frü- cbenfall» nach einigen Minuten. Dem vierten mar der Brustkorb eingedruckt. Er wurde in» Krankenhaus nach Langen geschafft, wo er noch nicht vernehmungsfähig ist. Die Verstümmelung der Leichen erschwerte die FeststeNnng der Verjonolien. Passanten, welche die Gefahr für da» Äuth erkannt hatten, hatten dem Autofithrer Zeichen gegeben, die aber nicht beachtet wurden. Man versuchte, vor dem Eisenbahnzug die Schienen zu überaueren, und täuschte sich bei der Dunkelheit über ben wahren Abstand be» Zuge» Ein au» Langen herbeiaehvlwr Arzt leistete die erste iillfe. Der Zug erlitt eine Stunde Verspätung. 4 Au» dem oberen Vogelsberg, 24. Sept. Auch hier hat man mit der Kartoffelernte begonnen. Mit dem örtrag ist man zufrieden. Die Knollen sind für die regenarme Zeit recht dick und zahlreich. Unb da fir von Fäulnis gänzlich verschont sind, gibt <-s wenig Abfall. Kellerverlust durch Krankheit ist auch nicht zu befürchten. Die dicht unter der Grdobersläche gewachsenen Kartof'eln haben schon ein werrig unter der Hitze gelitten und sind etwas angewelkt. Bei diesem Wetter werden tn auch die Kartoffelfelder abist ein groher Unterschied Zahr, wo man erst Mllte (f»genormte) Grummet nach Wirtz am 30. September nach längerer Paule w e er mit dr.. u gröster. Äon rt in bieüef’ent- lichleu treten, das al- Schubcrtieier gedacht ist und das durch die Mitw rlung »Weier Getangskräfte einen be'onberen Aei> erhalten wird. Die Gastsvielvorstellungen bee- Oi eficner Stadtthe ater« tr Al «- seid erlchc nen auch in die em Winter w etee al« gesichert Die erste Vorstellung find.tt am Sonntag. 14. Oktober statt V Nieder-Gemünden, 24. Sept.» Am Samstag fand in der htesigen Gem.rnde eine Versteigerung von Obst statt. Infolge de« sehr i-chten Behang» balt.n sich nur wenige Käufer eingefunden so dah die erzielten Pre.se nicht als hoch angesehen werden können Der votie Kord stellte sich, je nach Sorte, auf 1 bis 4 Mark Starkenburg. DSD. Darmstadt. 24. Sep, Am 1 .Oktober kann Redakteur Ma» Streese beim Verlag des .Darmstädter Xagblail»" auf eine 25 i ä b • rige Dienstzeit zurückdiicken Gleichzcktig ist Herr Streese 30 Jahr Redakteur Um den Deichs- verband der deutschen Preise Hal sich Herr Streek besonder« verdient g.-macht Seit 1921 ist er Vorsitzender des Landesvcrbandes Hesfen der Deutschen Prelle, feil Bestehen Dorsiyender de« Presseausschusfes im Helltfchrn Arbeit-ral für Kunst und zweiter Vorsitzender de« Iournalisten- und Schriftsteliervevern«. (3r veröffentlichte mehrere Bücher, u. a. .Darmstadt 1^08“ und .3m Sonnenschein der Kunst lgefammelle Kunstkritiken), .Deudeutsche Baukultur" (illuftrttrl). WSD Offenbach. 24. Sept. Am Sonntag nachmittag taumelte in der Bähe von Bieber ein betrunkener Arbeiter über die Strafte, er wurde von einem daherkommenden städtischen Autobus ersaht unb tödlich verletzt. Wegen der schweren Verstümmelung der Leiche gelang es erst am Montag, in dem Getöteten den 38 Jahre alten Arbeiter Andreas A l - b e r t aus Ossenbach zu identifizieren WSN. Grost-Gerau, 24. Sept. In Anwe> fenheil des Kreisdirekwrs Merck und vieler onde- rer offizieller Persönlichkeiten fanb gestern die seierliche Qrunbfteinlcguna der Volks- bank in Groß-Gerau statt, ßdr Die Fertigstellung de» Baues ist eine Summe von 474 000 Mark vorgesehen. Gründen sein Antrag eher eingegangen war. Da ein genügend grober Saal nicht vorhanden ist. wurde der Bau einer Halle in Aussicht genommen. Don den unter Verschiedene« " gen verdient besonders der dem Vorstand einen mufi- willkommen feht Ti? neue 3ug ' db.rb.rge wird dn kundschaft gesucht. Svrechzeit »w. 8 u. 9 Uhr nbdS i. Gastb Tut mit. Haus bei Keber,Walltorftr«« Zn Ortschaften zu- verlässige Leute -■’. MAGGI5 3ng. f). Brinhnann Bahnhofiir. 56. Tüchtige tauffrau für täglich zum l.X. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaltionstisch. Dorsicht. i ..Ober, cm Glas Pvrsch!' Das heibt aber nicht Porich, sondernPtchorr' Natürlich. De'.h ich auch Sbcr wenn ichS ruphg sage, fällt mein treues Vetzih raus!" (5!ust. Bl.) Dorftellungca. Der grobe Dichter hielt Eercle, und rin Bubikopf flötete: -Ach. Meister, ich habe Sic mir ganz, gang anders vorgestellt! ...“ -Da. wie denn?" göimertc der Mrister. ...Klein, dick und hählich!? ...“ ..Ree. Grob, schlank und hübsch!" (Lust. Bl.) Dach ins T Erfahr eines wieder ,Der fünf hur flttrtme Pahiri lähr h> riftischk zogen rückblei Eine । an Do . der ?°di«z Weih: 6 Steine. Kd7; Lh8; Sg4; Bd2, g2, g3. Schwarz: 5 Steine. Kg8; Bd3, e2, h6, h7. Eine originelle Studie. Aus der Schachwclt. Der Sieger des Kissinger Schachturniers, S. D. Bogwljubvw, hat Dr. Aljechin. den Inhaber des Weltnreisterschaftstitels, zum Kampfe um die Weltmeisterschaft herausgefordert. | Vermietungen | Pens. Brandl Sonn. möbl. Zimmer, nie «ehe. TeL 1085. Möbl. 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Sdjmleöe- onO SUlofier oefellen «Vollwaise» wird ab Mine Okt. l.I.iBe- enbigung der Vehr» zeit» Stelle gesucht, in der Kost u. Wohnung gewährt wird. Kreisamt Mietzcn, Kreisjugendamt. Für die Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir herzlichen Dank. M70D Gestern vormittag 10'/, Uhr verschied nach langem schweren, mit grober Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 56 Jahren, mein lieber Mann, unser treusorgender Vater Johannes Kuhl In tiefer Trauer: Elisabeth Kuhl geb. Stengel nebst Kindern. Großen-Linden, den 24. September 1928 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 26. September, nachmittags 3*/, Uhr. vom Sterbehaus, Frobnhofstraße 28, aus statt. 3 2 8 6 5 4 Schwarz. ,K%- t //// ' Q i % A M Weih. g 2 3 1 5 6 4 8 7 Schwarz. ■ Nr 226 Drittes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)Dienstag, 25. September (928 Turnen, Spott und Spiel. Handball im Turnverein 1846. Da* Derbandsfpiel gegen Zn Detzlor fomrte alt folche» nicht culgettagen ©erber Der Schiedsrichter trat nicht zur Cirile. Da6 Spiel wurde unter Leitung eine* Heuchelheimer Spie» ler« alt Geiellschattssp el ausgelragen. Die We» hener Htnlermannlcha't lanb sich edt spät zusammen. unb so kam ba» Halbere« ult al von 6:1 zuftante, bat keineswegs dem Spielverlauf entspricht Aach her Paul« gestalteten bie Die- fyerwr bat Cpiel überfegen. Wetzlar spielte zum Schlüsse nur noch mit zehn Mann, ba ein Spieler wegen unturnettschen Benehmen» bat verlassen muhte. Trotz bet lieberlegenhe.t Diehen» Iwl nur noch em Zar. Der Sturm hat noch nicht genügend Durchschlag »kraft und Schuhvermögen. Auch ba» Zusammenspiel lähi zu wünschen übrig. Ergebnis 7:2 für Stehen Die zweite Mannichaft schlug die erste Mannschaft he» Zn. Detzlar-Niedergirme» 3.1. Die technische Ueberlegenheit bet Düste glichen bie Einheimischen durch grohen Eifer aus. Halbzeit stand bat Spiel 2:1. Degen Ende be» Spiel» fand sich Diehen gut zusammen, und nach einem prächtigen Durchbruch stellte der Diehener Mittel - stürm er bat Spiel auf 3:1. Der Schiedsrichter leitete ruhig unb sachlich. Handball im Männerturnverein. Mit einem Torverhältnis von 21:7 konnten alle drei Mannschaften ohne Nieterfage über den ersten Sonntag der DetbandSspiele hinweg- kommen imb somit fünf wertvolle Punkte ernsteren. Die ursprüngliche Aufstellung der Mannschaften erfuhr noch kurz zuvor eine Aente- rung, ba bie erste Mannschaft mit drei Mann Ersatz au» den unteren Mannschaften bie Fahrt nach Nauheim an treten muhte. Nicht nur, bah die erste Mannschaft dadurch ziemlich gefchwücht war, auch bie unteren Mannschaften wurden durch bie Abgabe ihrer Besten empfindlich betroffen. Mit nur zehn Wann begann M.Z. D. da» Spiel gegen die erste Nlannschait Nauheim», die auf ihrem schlechten Platz kaum zu schlagen sind. Nauheim war während de» ganzen Spiele» mehr tm Besitz be» Balle», konnte aber durch zu grohe Eigennützigkeit hn Sturm seine Überlegenheit nicht weiter unter Beweis stellen. Bei Halbzeit stand baß Spiel 2:2. Nach Halbzeit waren es wieder die beiden Halbstürmer, bie kurz nacheinander je ein Tor für Dietzen buchten, Nauheim konnte davon nur noch ein» aufholen, so dah beim Schluhpsisf ba» Nesultat 4:3 für Diehen lautete. Nidda, einer der stärksten Anwärter aus die Meisterschaft in der A-ÄIaflc. konnte gegen bie zweite Mannschaft nur ein Unentschieden her ausholen. Dem Spielverlauf nach Hütte das Nesultat ander» laufen müssen. Dietzen drückte während be» ganzen Spiele» auf ba» Tor her Niddaer, formte jedoch zu keinem greifbaren Erfolg kommen. Einige schnelle Durchbrüche in der ersten Halbzeit verschafften den Niddoern drei Zorc. 3n der zweiten Halbzeit konnte Dietzen ba» Nesultat gleichziehen. Die neu aufgestellte Iugendmann scha f t verschaffte sich einen neuen Rekord tm Zore- werscn. der ganz besonder» für ihren Eifer spricht. Mit 14:1 konnte sie über bte 3ugenb- mannschast von Zrei« Sieger bleiben. V. f. B Wider Erwarten muhte die B. s. D.-Liga auch diesmal wieder mit Ersatz antreten. Da» Ligaspiel wurde etwa 20 Minuten vor Schl uh wegen plötzlich einfetzenden Platzregens beim Stand von 3:2 für Alsfeld abgebrochen. Die» soll jedoch nicht al» Entschuldigung für die Niederlage Die Requisiten. Von Franz Molnär. (Nachdruck verboten.) Nach der Botttellung, um Mitternacht, ging ich in» Theater. (Es ist eine alte krimincüistilche Erfahrung, dah der Täter unter dem Druck eine» inneren Drange» den Tatort heimlich wieder aufsucht.) Der Zuschauerraum war noch warm von den fünfhundert Menschen, tne hier von acht bi» elf geatmet hatten. Der rote Teppich lag voller Papier. «Danz nebenbei lei bemerkt: fett ungefähr hundert wahren kennzc chnet nicht» charafte- ristischcr, dah von irgendwoher Menschen abgezogen sind, al» bah hort Papier von ihnen zu- rü£&leibt, Papier. Papier. Papier ... Beispiele Sine Strafte be» Nacht», menschenleer. Sin Hotelzimmer, aus dem der Dast abgereist ist. Ein Eilenbahnkoupee. au» dem die Neisenden ausgestiegen sind. Ein Waid unweit der Stadt am Mon'.agmorgen.) Dom Zuschau er raum ging ich auf bie Bühne Don der Bühne sah ich in jene Kammer hinein, wo die zur Vorstellung notwendigen Degen stände, die sogenannten Neguisiten. in grober Ordnung untergebracht find. Blumenstrauh, verbeulter Zylinder. Sekt flasche. Schuhe. Teller. Regenschirm. Revolver, Dolch. Buch, die ..ZlmcS**. ba» ^Echo be Paris". Teeservice. Postpaket. Zigarrenkiste. Telephonapparat usw-, rechen sich stumm in den Regalen nebeneinander und warten der Vorstellung de» nächsten Tage». Es fei mir gestattet, der Einfachheit halber eine altmodische Form zu wählen. Jawohl, ich habe chre Eesprache belauscht. Unb ich habe folgende Dinge notiert: Der Telephonapparat Ent'etzliche» Da'ein? 3ebcn Abend nimmt mich D. der berühmte Schauspieler, an den Mund und schreit in mich hinein. ..Hallo. Qcbitoi»? Bitte, sagen Sie meiner Stau, daß ich heute nicht zum Abendbrot nach Hause komme." — Das geschieh! nur. schon zum dreiundvierz lösten Male. Ich habe gehört, beb es drnutzen tn der S:adt Apparate geben soll, die die interessantesten Sachen zu hören bekommen. Geben, Tod. Liebe. Freude Schmerz Geschäft. Scherz. Zorn gehen durch he b ndurch Minute für Minute. Unb ich stehe hier un Lichte be» Scheinwerfers, und jeden Wend, jeden lieben Weich höre ich nur: „Hallo. Lebidois. bitte, sagen Sie meiner Frau, dah ich heute nicht zum Abendbrot nach Haufe komme. Unb ich werbe das wohl noch siebenundfünf zigmal hören, denn gelten, ba auch bie Gäste mehrfachen Er'atz eingestellt hatten. Die ®icjener Mannschaft fand sich tn brr e.-wa» veränb.'rten Aufstellung nicht so Mrecht. wie man es allgemein erwartet hatte unb lieft auch den Kamp ge.st stark vermilfen. Trotz allem kann man nicht lagen, baft ba* Spiel enttäu'cht hatte, e» war von Anfang dis xum vorzeitigen Ende durch den ra'chen Dechsi. der Situationen und die wechlelseitigen Ersolge stet» spannend Nach längerer Pause trat auch die dritte Mannschaft wieder auf den Plan unb fertigte auf hiesigem Platz ihren Gegner, den Suftbah- verein ü u cdb orn , mit 12:0 ab. Die .Dritte" scheint wieder sehr gut in Fahrt zu lein. Die 2.-H. -Mannschaft mutzte seit Monaten ihre erste Niederlage cinfteden. Sie verlor gegen Fronbausens Akte-Herren knapp mit 2:3. Beide Mannschaften hatten mehrere Aktive als .Erfatz" eingeftcOt, brr fich recht gut dem Ganzen anpafttc. Einer klaren Sieg erfocht wieder die erste 2ugendmannschast. Sie war ihrem (Gegner, Grünberg» erster Jugend, tn jeder r<- z.ehung überlegen und gewann überzeugend mit 6:0. Obgleich ersatzgeschwächt, führte bk D. s. B.- Mannfchast ein ganz prächtiges Äombhwtion»- Die mit einem Schüler al» Ersatz an tretende zweite 3 u ge nb m ann t ä>a f t erkämpfte sich in Heuchelpeim gegen dessen erste Jugend etn ehrenvolles 1:1. Die erste Schülermannschast verlor in 2 tzlar ihr Pflichtsviel überraschend mit 0:3. Allerdings hatte Asllar zum gröftten Teil Jugendliche statt Schüler eingekeilt, bie den kleinen B. f. B em körperlich weit überlegen waren. (Spiefoereimgunfl 1900 (Rieften. ö. Die Ligamannschaft war spielfrei. Die Reserven erledigten in Lollar dav •Rüdfpiel und verloren e» 2:3. Trotzdem die 1900er durchweg etwa» mehr vom Spiel hatten, blieben bie Enolgr au», da die Stürmerreihe ganz bie Schutzkraft mitten liefe und fich auf dem ungewohnten Platz nicht zurecht fand. Fast mü dem Schlufepsiff errang der Platzvercin Lollar auf Fehler in der ©lefeener Abwehr den Siegestreffer. Bei dem Seitenwechsel lag 1900 mit 2:1 in Führung. Die Leute der dritten Mannschaft blieben weiterhin siegreich. Mt nur zehn Mann gewannen sie do- Rüchpiel gegen die zweite Elf vom Verein für Ra lens pie le Lich 5:1. Allerdings war auch der Gegner nicht vollzählig imb dadurch von Anfang an im Nachteil. Die Zugendmannschaften litten sehr unter Spielerausfall durch (irfrantunaen unb Verletzungen. Dementsorcchend sind auch die «zielten Resultate zu bewerten. Die L Jugend konnte auf eigenem Pich; ihre Spielüberlegenheit nicht zum Erfolg verwerten, da die L Jugend von „Teutonia** (ß n u b a d)) eine gute Hintermannschaft zur Stelle halte und dos Spiel der (Biefeener zu sehr verfahren war. Endresultat 0:0. 1900’» 2. Jugend und 1. Schülerels spielten in (Brofeen-Bufed Die Spiele litten sehr unter dem schlechten Wetter und wurden auch deswegen zeitweise unterbrochen. Die Blauwelfeen sanden sich auf dem nassen und glatten Rasenboden überhaupt nicht zurecht. Da» erklärt die Niederlaae. Die 2. Jugend verlor gegen Drofeen-Buseds 1. Jugend 2:7. Die Schüler verloren unverdient 0:1 durch einen unglücklichen (Ein- wurf- Die dritte Jugend 1900’s verlor ihr erstes Spiel gegen Hermann tt ein» 1. Jugend 1:5. Hier war das Stärkeveryaltnis denn doch zu grafe. Fußball in Großen'Buseck. Der Sportverein Steinbach spielte am Sonntag gegen die 1. Mannschaft de» F. C. Großen Bufcck in bann haben wir da» Subifihnn der hundertsten Aufführung, unb ich komme auf den Boden. Oh, wenn alle bie vielen Hunderttausende von armen arbeitenden Apparaten, die mich so beneiden, wützlen, was ich leide! Das Briefpapier: 3ch bin sehr wichtig. Wenn ich auf die Bühne gebracht werde, barm wirb e» im Zuschauerraum plötzlich ganz still. 2L, der berühmte Schauspie.er, wirft einen Blid aus mich, lätzt mich au« der Hand fallen, greift sich an den Kopf unb schreit aus: „Alles verloren! Da» Schiff ist unter gegangen, unb Whitstabte ein Opfer der Wellend Gleichzeitig sinkt D., bie berühmte Schauspielerin, ohnmächtig zu Boden. 3a. ja. wenn ich nicht wäre, barni würde da» ©tüd ftedcnbleiben, unb ba» Publikum könnte nach Haute gehen. Unb trotzdem behandelt bie Direktion mich schlecht. Wenn ich hier In der Kammer keinen besseren Platz bekomme, dann werde -ch kündigen und fort gehen. Mögen sie sehen, wie sie ohne mich fertig werden. Die groftc Trommel: Mich würdigen sie auch nicht gebührend. Dabei, wenn ich hinter den ÄuTtflen errönc, dann schreien sie anl der Bühne: ..Donner!“ „Gewitter7* .Gottesgericht"*, unb die ganze Komparserie kniet nieder und betet 3a. ja. Mag die Direktion mich nur weiter so vernachlässigen! Einmal padt mich doch der Zorn, und dann werde ich mit einem furchtbaren Gewitter das ganz« Gebäude vernichten! Das Etikett einer MineralwaNerflasche: Auch meinen Wert kennen die Dummköpfe n«ht. Dabei übergab mich im 3ahre 1921 in einem Drama Herr G. dem Herrn 2. mit ben Worten: „Hier find taufenb Peseten!" — Unb Herr L küfete Herrn G bie Hand unb sagte wemend zu ihm: .Eorregidor. dieses Stüd Papier rettet mein Leben unb die Ehre meiner Familie." — 3a, liebe Kollegen, da staunt ihr! Da» bin ich! Der Dcgen: Gestern hat sich Herr G. auf der Bühne an emem herausstehenden Nagel den Finger versetzt. Eine tote Flüssigkeit, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe, begann heraus- zutröpsein. Was mochte ba» gewesen sein? Der altmodrsthe Hut der komischen Alten: Un» begreiflich! Wenn ich vor dreitzig Jahren auf dem Kop^ des Fräulein 2. bie Bühne betrat, dann 'lüftene bc» ganze Publdum begeistert. .Dft: schön ist siel Unb dieses reizende Hütchen!" 3etzt erscheine ich jeden Wend auf bem Äobfe derselben Dame, genau Io. wie vor breiftig 3aftren, unb trenn man uns etS:dt. lacht alles laut. Oh. wie veränderlich ist das Publikum! (Btofeen Sul.d und konnte feine Okitgrber mit 2:0 niederringen, obwohl (Brofeen-Bu’ed dauernd im 3n- griff war und des vkgner» Tor belagerte. — lieber die Spiele gegen 1900 Dietzen wird an anderer Stelle berichtet Zußball in Srünberfl. (Brünberg I — Lich 1 0:7 (0:4). Die 1. Mannschaft de» Ctcber Verein» für Rasen- spiele weilte am Sonntag in (ürünberg zum fälligen Rückspiel und fertigte die (Brünberger Mannschaft mit einer 7.0 Niederlage ab, trotzdem Lich nur mit zehn Mann spielte. Denn (Bruaberfl nicht so stark verteidigt hatte, wäre das Refullat noch höher ge. worden. — Heber da» Spiel gegen 1900 Ätetzen wird im (Biefeener Bericht referiert. Ai*beiier«Tuni- und (Sporf&unb (Dkfem 1 — IDeft rnb 1 2:2. Die Destender ®6fte traten nur mit neun Mann an und bekamen gleich reichliche Arbeit. Bereit» in der erftrn Minute wurde da» Spiel 10 für Dietzen, bem aber bald der Ausgleich folgte. Die Gaste blieben jetzt weiter im Vorteil. Bio siaibzeit konnten sie da» Resultat auf 2:1 für sich stellen. Rach Seitenwechsel gelang es Dietzen, den Ausgleich zu erzielen. Mit dem Unentschieden 2:2, (Eden 6:7 für Dietzen fand das Spiel sein Ende. Vaubringen I — (Broftrn-Clnben 1 2:1. Grvhen-Linten war In Daubringen zu Gaft. Daubringen gelangte halb zum Führungstor, ba» Grotzen-Linben nach hirtcr Zeit ausglich. Nach Seitenwechs l waren b'.eEi.iheimischen leicht überlegen. Es gelang ihnen auch noch einmal, erfolgreich zu sein. Oppenrod I — Hangen 1:0. Hungen, ersatzge'chwächt h t alle Hänte voll zu tun. Bald gelang es ben Gästen au« Oppenrod. durch einen Edball zum Führung»- unb einzigen Tore bc» Sage* zu gelangen. Wohl war Hungen in der zweiten Spielhällte übei- legen, formte jcboch burch bie zahlreiche Berteibigung bet Gäste bad Tor nicht finden. varkhardsfelden — Steinbach I 7:1. Steinbach bas zum ersten M ilc wieder antrat, mutzte sich von ben Durchardsreldern eine 7:1- Niederlage gefallen lassen. Verctnövcrtretcr-Lonfcrenz 3n Dietzen tagte am Sonntag die Herbst- Nereinsvertreterkonferenz. Nach einem vorn KreiS-Turnspartenleiter BretI - Fechenheim gegebenen Bericht vorn diesjährigen Bundestag wurde volle Ein stimmig kett im Handeln des Bundesvorstandes wie Bundestage» festgeftellt. Da» BezirkSsest für 1929 wurde der Freien Tun^rfchaft Heuchelheim übertragen. Das Fest findet voraussichtlich am letzten Sonntag tm 3imt statt. Hierbei wurde auch nod> einmal an da» vorn 18. bi» 21. 3ult 1929 ftatt- ftnbenbe zweite BundeSf est in Nürnberg erinnert und eine rege Beteiligung de» Bezirke» gewünscht. Sin von einem BezittSverein eingebrachter Antrag über da» 3ugcnb- unb Äin- bertuTnen rtef eine lebhafte Aussprache hervor. Manche gute Anregung würbe hierbei ben Delegierten gegeben. Unter Punkt .Allgemeine»" würben noch einige Difterenzpunkte geklärt. V.f.B. Leichtathletik. Trotz recht starker Konkurrenz gelang es ben L. f. B>- Leichtathleten, sich bei dem Herbstwaldlaus des Gaues Dietzen —Wetzlar in Wetzlar zwei zweite Plätze zu erkämpfen. Der seinem Jahrgang nach noch jur Jugendklasse gehörende Lauser R ü d s a m e n startete in der Jugendklasse A und kam nad) hartem Kamps mit dem Sieger drei Meter hinter diesem als Zweiter durchs Ziel. Im Mann- slhaftslauf der Seniorenklasie errang die Mannschaft Adam, Müller, Treser und Lachmann Ern schäbiger Bratenrlxk: Oh, ich weitz, dah ich Talent habe, aber doch hängt offen gestünde n, Diel davon ab. ob man einen guten Partner hat. Zum Beispiel, wenn Herr P. mit mir die Bühne betritt, dann dröhnt e« nur so vor Gelächter Und toenn ich mh Herrn Z. hereinkomme, dann lacht kein Mensch. Man muh sich eben seine Parttrer au3hüben. Eine Pfanne. 3ch stand in einem Küchenartikelgeschäft und wartete auf meine Zukunft. Mein Traum war da» Familienleben: eine reinliche Küche, em warmer Herd. Familie, und viele gesunde Kinder, die ich ernägt?, und die mich liebend umgeben. Ah! Sines Tage» ober trat Reinhardt in da» Geschäft, i(baute sich spähend um, und. auf mich zeigend, lagt: n: »Die da, die wird wunderbar wirten in dritten Aki.** Er hat mich entbedt. Seitdem g'änze und spiel« und wirte ich am Kurfürstendarnm 3ch habe großen Erfolg 2lber eriefe! do» mir da» Familienleben und bie Wärme eine» trauten HerbeS. bte ich nietoal». niemals kennen lernen werde? Ein Stuhl: 3ch verstehe nicht ben Drtchmad bes Publikums. Seit zwanzig 3ahren bin ich beim Theater, unb seither haben sich wohl fünf- üigtaufenbmol die Schauspieler auf mich gefc'jt. Unb dauernd höre 'ch da» Geflüster des Publikum» ..Entzüdend!** ^Bezaubernd!" .Reizend!" 3ch kann diele Degeifterung nich: verstehen, einmal muh ich doch den Spiegel fragen, ob ba». was er von ben Schaulp.^.ern sich:, schöner ist. Sicher ist es Ichöiter, txnn der Spiegel ha: Protektion am Theater, seitdem er einmal den einen Direktor in feiner Wohnung besucht hat. Der Spiegel: Sei still! Das intrigiert! du gegen mich! 3ch bin der Schönste am Theater. 3eber, ob Weib ober Mann, flüstert, wenn er mich anfkeh«: ..Entzückend 7* Es ist sogar schon vorgekommen, dah sie mich kühlen! Ptöfellch wurde es still, denn man hörte den schweren Schntt des Feuerwehrmannes, der seinen nächtlichen Rundgang auf btt Bühne machte. Der singende Gtuöeni. Don Karl Alexander prust. 3n Leip>ia trat ein Student in ein Deinhaus, bas wegen feiner feinen unb teuren Deine bekannt war. und forderte eme Flasche vorn allerbesten. Der Dirt warf einen Blid auf ben Bruder Studio, der nicht gerate danach au»- MU als dö in febean Beutel die Toler tnrtb edensolls ben pvritcn Platz Adam war im Sentt»- ren üinzellaus Vierter Bei ben in '21lt<-i>-ir«ei starte Belegung gefunden. Bon der deutschen Leicht- aifektlfcht« waren der Dtslu«»rekorbmann Hoss- rn e i st e r (Münster», der bekannte Arcfefbet Sprinter Schüller und Mölle, Köln 99. einer unterer besten Weitspringer am Start. Auch beim 800 Nieter-i>aus. der von ben 1900em Bepperling, Zbnge» und Peters — an anderen Konkurrenzen nab--, Spielvereinigungsleute au» Zeitmangel nicht teil — teftritlen wurde, sah man in dem 19 Mann starken Feld mehrere der bekanntesten u*eftbnti1d>. Miilclftredler. AI» Sieger ging aus t erwartungsgemätz Sahm (Kölner Ballspiellluh) hervor. 3hm folgte Zimmermann- Siegburg. Den dritten Ploh muhte ber 1900er Bepperling, ber nicht srüh genug mit dem Spurt clnlefete. mit einem Meter -ßorlpnmg Groh. Düren, überladen. Tönge» hielt sich auch sehr gut und kam P/« Meter zurück, an fünfter Stelle, ein. Peter», der seine alte Schnelligkeit noch nicht Lieber erlangt hat, wurde a!« Siebter notiert. Boxen in Gießen. 2latb ber !m 'Boten üblichen Sommerpruse beginnt her Manner-Turnvevein Giehen ab morgen, NNttwoch, toiebet fein Wiittertraining in ter Turnhalle. Die Qlbtnlung, bie bn tKtganqcncn 5>alb]abr 40 bi» 50 Mann stark V Kampsslalfeln ausgestellt, die an ben kommenden Kämpfen im Winter unb besonders an einem gröberen Kampftag in Gicsten tellncftmen ttx-rben. 3n Aussicht genommen ist die Gründung eines Bezirke», in dem Marburg. Wetzlar, Butzbach. Alsfeld imb (Meften vertreten fein werten imb in bem alljährlich die Meiftertchaften ausge- kämpft werten sollen. Gießener TennisNnb 1922. Kirchner Sieger Im Caftn-Iuroler. Noll-siamona gewinnen da» sierren-vappelspiel. Auf bem 1. Lahn-Turnier, tel der Limburger Termi»llub rom 21—23 September xum Ab» schluh ter diesjährigen Saison veranstaltet hatte, konnte ter Gietzener Klub erneut beweisen, welche beachtliche Spielstärke feine 'Vertreter be’ifeen. Gelang es den vDleftencr Spielern doch nicht weniger al» fünfmal in den Schl uh runden vertreten zu sein unb die wichtigsten Konkurrenzen, da» Herren-Einzel und da» Herren-Doppel, zu gett> innen. 3n ter oberen Hälfte des Herren-EinzelS Hatto N o 11 nach einem Sieg über Den guten Koblenzer Schultheih die Borschlutzrunte errcicht imb aualisizierte sich mit einem 6:4. 6:1 Sieg über Bersch Wetzlar, für bie Schl uhrunde. 3n ter unteren Hälfte war es zu einem heihen Kampfe zwischen Hamann. Gietzen unb bem nach Weike (früher Viehenf) besten Koblenzer Spieler Hensmann gekommen, hm letztere, lnapp mit 9:7 für sich entschied Ferner hatte Kirchner in ber unteren Hälste seine ersten unten zu bestehen, um bann in der Borfchluhnunde gegen HenSmann an treten zu müssen Mit wüchsen. Doch was blieb bem Wirt übrig, als chm die Weinkarte vorzulegen unb ben edelsten Johannisberger, ben ter flotte Studiosus nach kurzer Prüfung bestellte, aus bem K?ller zu holen. Da nun die Flasche auf bie Neige ging und ber Wirt um ben Tisch herum scharwenzelte, muhte es ans Bezahlen gehen Der 6latent fyratb: .Bezahlen? Ein Musen- svhn kann auch ander» bezahlen, al» mit gemeinem Geld. Wis wäre e». Herr Wirt wenn ich 3ftnen mit einem goldenen Liebe bezahlte?" Der Dirt verbat sich ben Diy unb t>.*rlangte bar Gelb. Wer ter Studio blieb dabei unb sagte „Es steht ja in Öftrer Hand. Herr Dirt. ob Sie mein Sieb al» ,-iablung annehmen vollm ober nicht. Wenn ich eine» finge, von bem Sie leibst tagen müssen: Da» gefällt mir bann gibt » kein Geld. Sagen Sie ober: E» gefällt mir nicht! bann bekommen Sie Zftrr Wonrlrn." .Lasten Sic bie Schnurren." entgegnete ber Wirt, .ich bitte mir kurz unb rund mein Geld au» ' Die Gesellschaft tn ber Weinstub? war auf dies furiofe Ge präch aufmerPam geworden hatte feinen Späh daran unb retetr bem Wirte zu. auf ben Hantel einzugehen er könne ja bei jedem Lieb erklären: G» gefällt mir nicht! Da gab der Wirt nach, unb der Studio begann zu fingen: Av'en auf den Weg gestreut unb des Horms nergefen! .Gefällt mir nicht!" rief ter Wirt. .Nun, bann ein anberes." tagte ter Student unb bub an: Zu Strahburg auf brr Schanz, ba ging mein Trauern an. .Gefällt mir gor nicht!" unterbrach ihn der Wirt. Der Studio lieh sich nicht irre machen, fentern intonierte mit tie cm Ge ühl: Muh i b nn. muh i denn zum Stäblle hinaus, und du. mein Schatz, bleibst gier! .Das gefällt mir erst recht nicht!" rief der Wirt. .Bezahlmi bezahlen ** Hierauf machte ber Slpbrnt ein trübseliges Gesicht und sprach: .Run bann muh ich wohl daran '*' zoa seinen Geldbeutel auS der Tasche, fing an oufjuiäftlen unb fang: .Zu auf. tu auf da» Beu klein drin, ter D.rt brr will bezahlet sein st* ,3a. ba» «fällt mir!“ rief ter Dirt. Da strich ter ötutent lachend sein Geld wieder ein, rief laut bie Gesellschaft zu Zeugest bah er bie Abmachung ehrlich erfüllt habe und schritt, während ter Dirt mit offenem Monte daftand, twywflgf zur Tür hinaus. un» war ,ur Im i w 9. I 84. o. [ n 9. 1 - ■- ■. ; --------- Datum: T5KTT is?.h tvt-.L 140.lä 199.74 DevtheumarU Berlin - 5 ton ff» d .-«5.1 186. 188t 362,15 3,45 Z,3ü II. 1 90 161.75 Ul 3M 147.5 Beehtolrn. t« LTV 160.7t 0 11,75 10.75 24 76.15 3.M 10.73 «4.2b 67.b »9,2 16.8 63.6 16,9 66.9 139.25 119.1 131.4 1 o I 11 148.1 129 ISO I 1 I r 143 M Rü- fle- 86, w 139.5 1.11 iro 151,4 101 ' 99.75 UN. 75 ; 139.4 201.25 183 Itl 159.7t «73.9 159 156.5 «35.5 «03 «2.7» 95 3.4 334.5 49«. «2 201,5 m.25 176,75 86.75 139.5 572 497 «85.7.1 129 .*3 194 100 6«. <5 129.5 252 77.4 II». 9 2*3.5 • Ablösung von Anleihen derStadt Frankfurt o. M. Die gesetzliche Frist für die Einreichung von Frankfurter Stadtanleihen im Reubesih-Hmtauschversahren war bereit- am ?3 Letzte Nachrichten. durch 6er Doirspariei mit dem Etaylhelm. Berlin, 25. Sept. ((Eigener Drotjtberidjt) Wie wir von zuverlässiger Seite erfahren, wird der gestrige Aufruf de» Bundesvorstände» bei Stahlhelms den Bruch der Volksparteiler, die dem Stahlhelm noch angehören, mit dem Stahlhelm zur Folge hoben. Damit wird die Trennung, die schon einmal seinerzeit bei der Regierungsbildung erwogen wurde, als der Stahlhelm In einer Kundgebung sich gegen die Grohe Koalition aussprach, und damit in- direkt die Volksporteimitglieder des Stahlhelm» an der Ausübung ihre» Mandat» zu verhindern suchte, was allerdings durch den bekannten Brief der Bundesgeschäftsslelle de» Stahlhelm» an den Reichstagsabgeordneten Kulenkampss wieder gemildert wurde, nunmehr endgültig vollzogen. Die Volksporteiabgeordneten, unter ihnen Dr. Scholz und kulentampsf, werden noch In diesen Tagen ihren Austritt au» dem Stahlhelm erklären. Disziplinarverfahren gegen den Bürgermeister von (5t Ingbert. St. Ingbert, 25. Sept. (WIB. Funkspruch.) Gegen Bürgermeister Dr. Kemps, der, wie gemeldet, Im Zusammenhang mit dem Skandal bei der Stadtsparkasse seine» Amte» enthoben worden ist, wurde gleichzeitig da» Dlszipllnor- verfahren eingeleitet wegen der Beschuldigung, feine Pflichten als Bürgermeister durch Vernachlässigung der Handhabung der Aufsicht über das ihm unterstellte Personal verletzt za Haden. Zugleich wurde Oberregierungsrat K n i p p e r von der Regierung in Saarbrücken zum ständigen Kommissar bei dem Bürgermeisteramt St. Ingbert bestellt und mit der hondhobung der Staatsaufsicht über die Stadtverwaltung beauftragt, damit alle Handlungen der Stadtverwaltung In Einklang mit den von der Regierungskommission beabsichtigten Sanierungsmahnahmen stehen. Vie Tätigkeit de, Obcrregicrungeraf» Knlpper wird unter voller Wahrung der Selbstverwaltung der Stadt erfolgen. Hünefeld in Indien gelandet Bombay. 25. Sept. (WIB. Funkspruch.) Wie aus Karachi gemeldet wird, ist Herr v. h ü n e f e l d mit der „Europa", von Bufchir kommend, dort gelandet. Er Hot die Strecke während der Ttaärt zurück- gelegt. Philip« <>ol)meen . . fttten-et-ietton-enl . Zement tarltta.'i . . Daptz 6 8«*.:«^ . . SdmlMl «aornöctex C trottle .... ®a. . . öentbetg...... 159.5 273 75 ISO H55.75 । 235 305 ;82 144 K6.6 493.75 57!..*6 161.4 UM 1*5 IS> 143 5*7 IW.75 184.9 I «9.2 10 . 8 10 15 II 1« 14 1! 1t 189.75» ti 210.13 12» 5 194.5 100 52.25 130.25 «35 [ 77.25 119 -59.4 19 I n 1 l«2 IM IM.- IW. 13 144 i»! 189.0 »% tt UrldllanleUh o 1927 . . tl «nl..«bl61.-6 Cefttn. SCbcrttr. . 4% CcBirrrid). dnljtÜL Wir . . 4% Uneurt|d)t 0>cl»rtt. . . . 4% UngarildK Sidatlt v. 1910 4h% Vt44l. oen uns 4% Unganlit)# tn-nrntle.. 4% lürf. Sdlditidbr d. 1911 4% lUrftTdjf lÖadtwtbaMn.Änl., Berte I 4% tx.*»!. €«rtt 11 4». »lumäatit conwtl. «ti. . . IH% Rumänen •olroitL een 1913 die feste Haltung brr gestrigen Reuhorker Börse. Bor allem aber befriedigte wieder die Flüssigkeit am heutigen Geldmarkt. Gegen die Schlutzkurse der gestrigen Abendbörse gingen die Deränderuugen nick: über 2 Prozent hinaus. Gefragt waren wieder Kupferwene. aus die anhaltende Festigkeit des KupsermarktcS. Lstavi gewannen x Prozent, Mans.eider plus 2,25 Prozent. Elektrowerte lagen nicht einheitlich. Während AGG., Felten und Lahmeyer je 0,75 Pro,z. anzogen, gaben Lhade-Aktien I Mk., Schuckert 2 Prvz. und Siemens 0,75 Proz. nach. Am Markte der Kaliaktien bestand für Westeregeln mit pluS 2 Proz. einiges 3nteresse. Bon Montanwerten gaben DuderuS und Rheinische Braunkohle je 1 Proz. nach. Di« Farbenaktien blieben bei etwas nach- gebendem Kurse weiter stark vernachlässigt, Lcheideanstalt behauptet. 3n R. S. ü. waren Angebot und Rachfrage heute ausgeglichen, so dast der Kurs unverändert 36,5 Proz. blieb. Daimler gaben 0,75 Proz. nach, während Adlerwerke sich um 1 Proz. erholen konnten. Bankaktien waren vernachläs'igt und etwa 0.75 Proz. abgeschwächt. Schifsahrtswerte konnten sich auf dem erhöhten Riveau behaupten. Deutsche Anleihen zogen etwas an. Bon Auslandrenlen Zolltürken wieder schwächer. Rumänen ebenfalls abgeschwächt. Goldrumänen etwa 23 Proz. 3m Verlaufe ging die Umsatztätigkeit auf ein Minimum zurück. Die Kurse bröckelten meist weiter etwa- ab. Der Geldmarkt war unverändert. Tägliches Geld 6 Prvz. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1952, gegen Pfund 20,344, London Kabel 4,8483, Paris 124,14, Mailand 92,73, Madrid 29,34, Holland 12,0920. Be !'tter Börse. Berlin, 25. Sept. Die heutige Börse stand im Zeichen des Ultimos. Sic eröffnete nicht so fest, wie man vormittags noch erwartet hatte, da noch auf fast allen Marlten Ultimo- und Prämienware auf die Kstrse drückte. Mit Ausnahme der Meldungen über die Lohnbewegung der Metallarbeiter waren eigentlich nur eher günstigere M o - mente vorhanden; so verwies man auf die erneute Erhöhung der Spareinlagen in Preußen, auf Aus dem Bericht des Vorstandes über das lyeschäftssahr 1 927 ist folgendes mitzuteilen: 2llsbald nach der am 18. Mai 1927 erfolgten Gründung schritt der Vorstand im Rahmen der vorn Aufsichtsrat grundsätzlich erteilten Zustimmung 31 endgültigen Klärung des Tlusbauprojektes. 31 wesentlichen verliefen die Aufbauarbeiten bisher programinästig. Einige Verzögerungen waren unausbleiblich. Ein bestimmter Zeitpunkt, 311 dem der Betrieb des Schwelkraftwerkes eröffnet werden Zeitschriften. — »Bolkstum und Sprache" betitelt sich ein interessanter, die neueste Rümmer 4355 der 3llustrirtcn Zeitung (Berlag 3. 3. Weber, Leipzig) einleitender Artikel, in dem der Berfasser, Karl Hildebrand, ausführt, wie die Muttersprache als eine der Hauptwurzeln des Dolkstums anzusprechen ist. Die Rümmer enthält ferner einige Gedenkaufsähe: Da feiert die künstlerische Welt die 403. Wiederkehr deS Todesjahres Bernhard StrigelS, des ersten deutschen Künstlers, der um seines künstlerischen Schaffen- willen geadelt wurde. Ginige hier wie- kann, kann leider auch jetzt noch nicht genannt werden. Am 1. April 1929 wird vereinbarungsgemäß die Uebernahme des Betriebes des bisherigen staatlichen Draunkohlen-Kraftwerkes Wölfersheim erfolgen. Die Vorbereitungen für eine reibungslose Uebernahme sind im Benehmen mit dem Hessischen Staate getroffen worden. 3n die Beiträge mit den bisherigen Dtrom- beziehern (LIeberlanvwerk Oberhessen und Main- Kraftwerke) ist di« Hefrag unter crllseitiger Zustimmung dngc treten. Der Aufvau soll bekanntlich durch das Aktienkapital von 3 Millionen Mark und durch ditz Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höh« von etwa 12 Millionen Mark finanziert werden. OlUgesichtS der bekannten, der Aufnahme einer von öffentlich-rechtlichen Körperschaften zu verbergenden valutarischen Anleihe entgegenstehenden Schwierigkeiten ist e- bisher nicht möglich gewesen, die Finanzierungsfrage endgültig zu regeln. Die auS der Einzahlung des Aktienkapitals jeweils verfügbaren Mittel konnten bei der Marktlage zu relativ hohen Zinsen angelegt werden. Die Zinseinnahmen überstiegen nicht unerheblich die Gründungskosten, Steuern und lausenden Berwaltungskosten. Die Bilanz gleicht sich unter OfftiDcn und Passiven nach Abzug der Unkosten dadurch auS, dast der verbleibende Ueberschusz von 3 8 3 6 7,3 2 Mark zu Abschreibungen und zur Derminderung der auf gelaufenen Bauzinsen verwendet wurde die 2-5pro)entige Umsatzsteigerung der Dresdner Bank und auf das feste .stcuyork. So war, obwohl die ersten Notierungen keine einheülichc Tenbenz aufwiesen, die @runbftimmung doch weiter freundlich. Ultimo - Oktober - Ware war sogar eher gesucht, und man nannte Abschläge auf die Ustimo-Eepiember Kurse, die nerliältnismaßig hoch waren Abweichungen von mehr als 1 v. H. gegen die gestrigen Schlutzkurse waren nur vereinzelt fest- zustellen. Stärker gefragt waren Berliner Handelsgesellschaft, Deutsche Linoleum und Hammerseu, bemerkenswert höher Berger, Schubert und Salzer, Bemberg und R. W. E. Zn letzteren entwickelte sich aus den bekannten Gründen (Kapitalbeschaffungs- plane, Dividendeerhöhungshoffnungen) wieder lebhafteres Geschäft. Auch bei der AEG. scheint man höhere Dioidendensätze zu erwarten, denn es bestand, obwohl es kursmätzig nicht zum Ausdruck kam, auch im Verlaufe große Umsatzkatigkeit in AEG.-Aktien. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer meist behauptet. Bosnier bis 1 v. H. hoher. Rumänen schwach. Anscheinend hält man das Entgegenkommen Numäni. ns bei den jetzt beendigten Verhandlungen für zu gering. Schräder-Rumanen nannte man mit etwa 22,50 bis 24,50 0. H Der Pfandbriesmarkt war gc- schästslos. Voggenpfandbriefe eher abbröckelnd. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 5 bi» 7 v. H Monatsgeld 8 bis 9,25 v. H., Warenwechsel etwa 7 d. $). Auch der Verlauf litt unter Abgaben für die Liquidation. Die .^ursentwickelung war uneinheitlich, doch meist schwächer. Lebhafter blieben AEG., RWE., Daimler und am Montanmarkt Rhetnstahl. Conti Kautschuk gingen 1,5 v. H. über Anfang um. o /.itfurter Getreidebörse Frankfurt a. M., 25. Sept. Der Markt verkehrte nach dem gestrigen Ruhetag in ruhiger, aber freundlicher Haltung. Da das Ausland- angebot nicht mehr vorhenscht. sondern eher geringer ist, gehen die Händler aus ihrer Zurückhaltung etwas heraus. ES war heute eine gesteigerte ilmfagtätigfeit scstäusteilen. Landweizen wurde tm Preise 0,50 Mk. höher festgesetzt. 3m gleichen Matze war Hafer bri erhöhter Rach- srage erhöht. Mais und Roggen konnten 0.25 Ml. anziehen. Sommergerste, sowie Weizen- und Rog- aenmehl ebenfalls 0.25 Ml. höher. 3n Braugerste beobachtete man größeres Angebot, die Rach^raae war sehr gering und der Preis ging um 0,50 Mk. zurück. Es wurden notiert: Weiten 22,50 bis 22,75; Roggen 22,25; Sommergerste für Brau- zwecke 25,50; inl. Hafer 22 bis 22,25; Mais (gelb, für Futterzwecke 20.25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0. 33,25 bis 33,75; Roagenrnehl 30,50 bis 31,25; Weizenkleie 13,25 bis 13.35; Roggenklere 13,25 bis 15,50 Mark. Tendenz: fester. Frankfurter Lchlachtvie:,'martt. F r a n k f u r t a. M., 2-5. Sept. Austrieb: Rinder 1530 Stück; darunter 349 Ochsen, 88 Bullen, 679 Kühe, 384 Färsen; Kälber 519, Schafe 187, Schweine 5006. Rinder. Ochsen: vollfleijchige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 56 bis 59/ ältere 52 bis 55, sonstige vollfleischige: jüngere 48 bis 51, ältere 42 bis 47; Bullen: jüngere, vollfleischige, Höch- ften Schlachtwerts 50 bis 53, sonstige oollfleischige ober ausgemästete 46 bis 49; Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 45 bis 48, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 40 bis 44, fleischige 34 bis 39, gering genährte 25 bis 33; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 56 bis 59, oollfleischige 51 bis 55, fleischige 44 bis 50. Kälber, beste Mast- und Saugkälber 77 bis 80, mittlere Mast- und Saug- kälber 72 bis 76, geringe Kälber 60 bis 71. S ch a f e. Mastlämmer und jüngere Masthämmel: Weidemast 50 bis 51, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 49. Schwein e. Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 79 bis 81, oollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 79 bis 82, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 70 bis 77, Sauen 60 bis 68. Marktverkauf: Rinder ruhig, Ueberftanb; Schweine lebhaft, ausDerfauft; Kälber und Schafe langsam, geräumt. neuen Aktiengesellschaft bleibt vorläufig in desheim a. Rh., doch ist beabsichtigt, ihn gebenenfalls nach Wiesbaden zu verlegen. frankfurter Börse. 2«.v. , I8< 184 «18 119.9 27« IM 28. Februar 1923 abgelausen. Wie bas Rechneiamt der Stadt Frankfun a. M. mmmehr bc- kanntgibt. "ist für verspäte.c Anmeldungen zum Umtausch der Stücke in Ablöfirngsanleihe eine letzte Frist bis zum 31. Oktober 1923 festgesetzt. ’ Reuer Brückenauftrag der Phil. Holz mann A. - D , Frankfurt a. TU. Wie der DHD. erfährt, ist der Firma Pbil. Holzmann A.-G. Franklurt a. M. die Ausführung des Baues der neuen Ruhrbrücke im Der- lauf der Berbindungsstratze von Essen nach Düsseldorf übertrage'', worden. Die Äoften der Brücke, die gemeinsam von der Stadt Mülheim sRuhri und dem Ruhr-Siedtungsverband aufgebracht werden, belaufen sich auf insgesamt 1,2 Millionen Mark. * B 0 m Siegerländer Eisen st einver- ein. Die Mitglied.rversammlung beschlotz, die Derlau's rcise und Bedingungen für das letzte Biertel des 3ahreS unverändert bestehen zu lassen. Heber die Wirtschaftslage wurde mitgeteilt, dast sich der Absatz in Siegcrländer Eisenstein weiterhin verringert habe und die Dorräte auf den^ Gruben sich ständi ' erhöhten. * Verein für Zellstoffindustrie A.-G., Berlin. — Wieder 10 v. H. Dividende. Der Aufsichtsrat des Vereins für Zellftoffindustrie A.-G, beschloß, der auf den 19. Oktober einzuberufenden Generalversammlung oorzuschlaaen, nach Abschreibungen von 432 887 Mark (i. Ä 286 080 Mk.) wiederum eine Dividende von 10 v. H. auf das erhöhte Stammaktienkapital zur Ausschüttung zu bringen. Zur Zeit ist die Gesellschaft in allen Abteilungen voll beschäftigt und mit Aufträgen in befriedigendem Umfange versehen. • Asbach & »0. Altiengesellschaft, Rüdesheim a. Rh. Gestern wurde in Frankfurt a. M. l>ie Gründung der Asbach 2 Go. Aktiengesellschaft getätigt, die mit einem Grundkapital von 5,8 Mill. Ml. das Anternehm-en der Asbach L Eo. mit b: ch än'ter Histung zu Rüdes- beim a. Rh., sowie das Unternehmen der Wein- Drenncrei vorm. Gebr. Machvll A.-G. zu Mün- ch-en übernimmt und fortbetreibt. Der Sitz der Damm: .... 8 . . . . 9 . . . 10 ... 10 . •. . c ... 10 ... 10 . . . » . . . 10 87,26 ।- « » 3«.6 16,M6 16,96 W,tl U. 9. «I. 9. HO.s; - 136.73 170 - i«< I im.: 3-tanHiurt a. M ■Berlin 6>S.91 49,1» 12.3*3 11,444 llnoarNche Noten Tt.to 71.15 <4. Gesternter 14 ewunfc r Lmrltche liettt "JlottiTuna »nr Awrltch: .Oorternnc <»elb W«f entfl - Not! ' iTO i»-,4d 1*8.01 146,36 1.7m 1..63 1.763 1.744 yrl.. .r.ntw *8.4-' >6.-1 36.11 *3.44 111.66 111,9t' 111.47 111.59 Kövendogen etaftolm . 111.71 1IX.U9 111.93 ur.it io.i: 41. Ma 111.71 111.07 111.»4 113. n feelflnaiet». Jtolrtn . . Itt.ii -’l.Wi 10.54 11.91 IC,36 41.»3 SO.311 ®.;-64 «.31 -'0.54 Wenn ort . . 1,1910 4,I«9U e.1905 «.IM Partt . . . 16.Ä •e.eti 16, IL 40.781 16,^63 W.M 16.413 10.77 vchwetz .. evanl-n . 64,16 »> JO 43.10 bV.<4 9eoait 1,118 l.VZI I.b2u 1.924 ■ IVK> 4.3VI3 1.4913 3.3414 ®trn tn D-» C«n at-Offt ■’M.«« tl. «2 Ml. 11 U.4I *9.61 13.«: -4 11 13.44 Kljteb - . :.Z63 7.3.9 7.1A3 7,:;» »nMorft . 8irl arirn ti. et J.W7 71,16 1.633 71.01 3.Vt9 73,13 4.035 ‘ificbw 18.8- 18.87 18. kJ 13.-7 51. r j 81.41 4.17 81,24 8,171 51.39 9.177 ?.rjen. -.423 ». 11. 'Lnube i.i'JI 4.199 <.191 •.iw L2^h 4.174 i.266 4,274 t.B4t D.863 MN t.M vCf i(f) • • e e • Versbau . . . • • JMMnnwerte ..... 243 — 137 254.5 U2.Z3 18? fföm^eurfite..... 9 ■» 183,15 133. v Wanne« man« ... . » . - i.:8.£ 137.13 187 M mr« selber...... . k . 117 110,25 118.18 119 C6er1±'t, 7J 143.5 145 145.65 144.5 Etadl». . . 6 »8 — 98.5 98,5 Otüöl IRtr.rn . . . . . Ilh 81 54.9 54.4 51.5 Ra!l flidreileben . . . 0 .-81.5 «84 75 285 »<1A Üefte^ar!« . . . ftdleed Sol.Mitt® . . 10 ■ AM. 6 «84 M.75 «44 453.7t 1«. tyefceu.^e ulten . n -13.71 «63.3 M3.75 i 53c»ii Nbbei . . c _ Ortoear luu , . . « , e «19.» 619.73 Goiblch ortbj . • • • 4 103.75 103.73 104.12 Äfaamroefc..... • KM 73 104.9 »neiV«*!**. . . . . . 1 i-9 IC-3 163.5 1-5.15 i*5 171.85 198.5 17t.» 171.75 171.U ■** 101 »I 137.« IW IV7 «.»5 104.75 .03 Verlor. r< Optant r "eld nnj-nLinH^e >P.Nte ..... 4.17 velqtkche Noeeo . ...... 58.30 tflxxMs» «Totei ....... «Mttfcbc Ä*a ........ Ul,46 ■1.39 111,9- ■-’.t;