Nr. 200 Erstes Blaff (78. Jahrgang Satnsfag, 25. August (928 SmnUag» aei l}dtrtags R«fl»f«: eiffcrMT ne Bild THe Scholl«. gUwflts-Fqeqsrrflt. 2 Reich» «or» enb 20 Reich»pfe»-ig fflr Trüge» lohn, and) bei Bich ter- schönen einzeln er Bommer-» infolge höherer Gewalt. gtrn|ptnb 112 Anschrift für Drahrnnch- richte Bnjtiger chletze». pelschecktont»: treiftinaaBUhi nm. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ttntf iwtDtrief: VrShl'sch« Uitoer^l4t$«Bnd^ nö Steinöniderti R. fany l» Sßetzeru S^rtftidhixg unö OefchLftrßele: SAantrafrt 7. 2»nah», im iBjetifR fir bk legetnimmer di« iun BachmiNag vorher. Prell i»r ( mm Wt fix flnjeiqen von 27 mm Br eile örtlich 8, aiernärt» 10 Reichspsennig- fir Re- blcmeenmgen von 70mm Breite 35 Reichspsernit^ Platzoorschrist 20 •. mehr. CbefrebaltteMT: Dr. j-nebt. Wilh. Lange. Veranttpcrthd) für Dolmb Dr. Fr. Mlh Lange; fit .reu.Beton Dr. H.Ihoriot, für ben übrigen Teil Ernst Plum|d>nn; fir ben Anzeigenteil flnrt Hillmann, sämtlich in Sieben. Keine wetteren Opfer! Don einen fluten JUnncr brr Verhält- nist« wirb uns aus bem besetzten Gebiete folgendes geschrieben. O.Oteb. Veit Wochen geht nun wieder einmal das Frage- und AnNoortspiel um Ne Io oft besprochene Räumung der noch besetzten deutschen Gebiet«. 3t länger die Qü15- sprache In der deutschen und auswärtigen Presse dauert, um Io deutlicher scheint sich die Tatsache bcrausiulchalen. bah eine Deutschland befriebt- gen de Losung der Räumungssrage. bet*or die fremden Truppen aus der zweiten Zone Der- tragsmützlg zurückgezogen werden müssen, kaum au erwarten Ist Das bietet uns Im besetzten Rheinland, die wir ja die Dinge aus nächster Nähe zu beobachten Gelegenheil haben, keine Kietze rraschung. Dach auhen hin mag «S scheinen, al« ob die Verhältnisse am Rhein durchaus erträglich seien, llnb in ber Tai spüren auch die .Fremden aus den unbesetzten deutschen Gauen und aus dem Auslande, die jetzt wieder erfreu- licherweise den schönsten deutlchen Strom zum Reiseziel sich wählen, von der Besatzung nichts, und nur das unbehagliche Gefühl dürste die deutschen Reisenden beim Anblick der fremden Truppen stören. hast fast zehn Zahre nach dem Frie- densschlust immer noch weite deutsche Gebiet« unter dem Besahungsdruck stehen. Ss soll auch nicht geleugnet werden, hast in den letzten wahren manckxs bei'er geworden ist und das) namentlich die Bevölkerung auf dem platten Lande, ober auch grohe Schichten in den Städten, diese Grleichte- rung spüren. TD er jedoch tiefer schaut, bei dem lösen die gerade in den letzten Monaten lich häuftnden Schikanen und Taktlosigkeiten, die nicht nur von dem fremden Militär. sondern auch von der Rheinlandkommission ousgehen. schwere Bedenken aus. Gs dürste daher von TDcrt sein, dast die deutsche Oessenttichkeit und die des Auslandes im gegenwärtigen Augenblick, da an die cniHcbcnerrrgenbc Reise des deutschen Autzen- ministers noch Poris unb Gens allerhand Kombinationen geknüpft werden, auch einmal die Stimmung des besetzten Gebietes selbst kennenlernen. Wenn auch die Bevölkerung am besetzten Rhein b*« fremden Truppen gleichsam als Luit be- bandelt, |o kommt es doch immer wieder zu Zus a m inen st ö hen, an denen fast immer die übermütige Soldateska die Schuld trägt Roch unersreultcher sind die lieberldllc auf deutsche Krauen und Mädchen, di« von den Militär- geeichten. soweit man die Täter entdeckt, nicht immer durch empfindliche Strafen gesühnt werden. Wozu Dummheiten, die von deutscher Seite gemacht werden, führen können. Hot mit erschreckender Deutlichkeit der Zweibrücker Flaggenzwischenfall gez.-igt Ti- Empörung darüber, dost fremde Rkilitärrichter die Auslieferung deutscher Staatsbürger, die in da« unbesetzte Gebiet geflohen find verlangen können, bat zwar vorläufig zu einer gütlichen Beilegung der Angelegenheit geführt, wiroeben aber der Hoffnung Ausdruck, dost die Amnachungen ein für allemal beseitigt werden, die einem solchen Verlangen überhaupt eine gesetzliche Grundlage geben Das Unerfreulichste, da- bei solchen Hätten 'n die Erscheinung tritt, ist die Tatsache, dost die zivile Vertretung der Besatzungsmächte die Rheinlandkommission. dem Militär nicht nur nicht entgegentritt. sondern dessen Mast- nahmen billigt und u n t e r st ü tz t £4 fei nur an das Verbot des Brückenbauer bei Zettingen an der Mosel und der Erweiterung der Rüfsels- beimer Bahnhofsanlagen. an die Abhaltung von Monövern der Befatzungetruppen auf deutschem iGebiete, die die Ernte in den betroffenen Landstrichen stets empfindlich schädigen, und deren Ausdehnung einzuschränken nur selten, wie in diesem Jahre, gelingt, und an das schon längst bekannte S p i o n a g«s y st e in i.i wichtigen Fabriken des besetzten und unbesetzten Deutschland erinnert. Bei atten dielen Vorfällen handelt es lich um eine Schädigung der deutschen Wirtschaft zugunsten der lranzosilchcm Äonfurren}. und immer steht die Rheinlandkommission hinter den Maßnahmen dcsMilitärs und unterstützt und deckt sie. ohne sich um die politischen Abntachungen zwilchen Deutschland und Frankreich zu kümmern. Da» Entscheidende für uns im besetzten Gebiet ist die Tatsache, daß die fremden TOihtärbcharben und die Rheinlandkommission bei den meisten ihrer Mastnahmen sich in einen offenbar tzewollten $,f 0 « n (a B zu der non den, ftanzösischen Austen- miiuster B r i a n d seit Jahren verkündeten Politik der Verständigung mit Deutschland stellen, und dast msolgedesscn nom Geiste von Locarno nicht» äu spuren ist, wohl aber vorn Keiste Poin - " 9 in l»‘ner schlimmsten Auswirkung. Und das fri,kiL‘nlLUneJ,?e Hoffnung, daß wir zu einer be- I eoigenben Losung der Räumungsfrage kommen in benn"rnmmroiLr,n!t° Dirt km ! M Leide über traten Mk Mc r» iw» doch der r rat - 6» Salti 60 bi 20. 3 rote C kohl 1 30 bt 40 kn V M HÄ x-.° -a»m rJia 1 'Icgrif idM —■w ■'■-■« Die Tagung der Mrparlamentarischen Union., ‘Berlin 24. 2lug. (Xil.) 3n her QUA- der Beseitigung der Zollschranken und in der Ab- , r u _ _ ’ _ _____ir.t-...««-- »nirwn ^.1 - 11 nmnhrirhrinfimc m 'n11di Aug. (WTD.) Der amerikanische Kellogg und der kanadische P a r i -. 24. erhob sich der Apparat m stoss. - Die Wetterlage. arbeiten. gestärkt worden waren. Lvc.lcrvoraussagc. etes ozeanische Lutb mor. Plänen der beiden Zunkersflieacr nirht, wie ursprünglich angenommen wurde. habe die Auffassung, daß durch die Unterzeichnung de» Pakte» alle mora- sischen Kräfte in der Welt, die gegen den Krieg Tariferhöhung bei der Reichsbahn? Staatssekretär Kellogg und der kanadische Premrrminister Mackenzie King, Die nnt ihrer Begleitung heute morgen um 7 Uhr den Dampfer „36le de France verlassen hatten, wurden in der Ankunftshalle der Eoinpagnre TranSatlantiquc in Le Havre von den französischen Zivil- und Mtlitärbehörden begrüßt Der Bürgermeister von Le Havre hieß zu- nächst den amerikanischen Staatssekretär in einer Ansprache willkommen und überreichte ihm einen für die Unterzeichnung des Paktes bestimmten Ooldfüllfederhalter mit der Aufschrift: „Si vis pacem, para pacem!“ „Der letzte große Krieg," so erklärte der Bürgermeister, „hat der alten Formel, dah man den Kriea vorbereiten müsse, wenn man den Frieden wolle, unrecht gegeben. Sie. Herr Staatssekretär, glauben, und wir glauben' mit 3hnen, dah. wer den Frieden will, den Frieden vordcreiten muh." Staatssekretär Kellogg dankte in einer kurzen Erwiderung, in der er die Anregung Driands zu dem Friedenspakt erwähnte und die Hoffnung nussprach, dah der Pakt, den er gern mit der ihm überreichten Feder in Paris unterzeichnen werde, dem Krieg tatsächlich ein Ende und Zimmermann handelt es dah ihre Verwirklichung nicht möglich sei. Er Bei den Ristiez Llntergrundbahntatasirophe in Reuyork. 22 Tote. - Neber 100 Verletzte? neuyork, 24. Ang. (1DIB.) heule abend c n l- glelste ein Zug der Reuyorker Untergrundbahn. Der letzte wogen des Zuge» sprang au», al» der Fug die Station Ihne-Square verlieh Line Seite de» wagens wurde weggerissen. Aach einer amtlichen Meldung wurden 2 0 Personen getötet. Sofort wurden Polizeireserven, Krankenwagen und Feuerwehr alarmiert, die schnellstens zur Unglücksstätle einen. Der elektrische Strom wurde abgeslellt, wodurch der gesamte Unter- grundbahnoerkehr im Westen Reuyork» l a h m g e l e g t wurde. Da sich da» Unglück in der verkehr»reichsten Aachmittagrslunden ereignete, ent- stand ein riesige» Gedränge aus ollen anderen Stationen. viele verliehen die slilliegenden Züge wegen der in der Untergrundbahn herrschenden erstickenden Hitze und liefen an den Gleisen entlang zur nächsten Station. Pari», 25. Sag. fwTB. Funkspruch.) Nach einer Meldung de» Neuriork Herold au» Neugork soll sich die Zahl der bei dem Unlergrundbohn- unglütf in Neunork llmgekommenen auf 2 2, die der verletzten auf über 100 belaufen. Aus aller Welt. Zeh« Chinesen auf einer Zarin ermordet Grah Valley (Kalifornien), 23. August. (WB.) Lin auf einer Farm bei Fairfield lebender Chinese erwürgte gestern in einem Anfall von Geistesstörung die Familie seine» Arbeitgeber» und mehrere Arbeitskollegen, im ganzen z e h n P e r- sonen. Cr wurde von der Polizei verhaftet. Die Opfer find sämtlich Chinesen. Die Pläne Rifticz und Zimmermanns. für Sonntag. Randstörungen des nördlichen Tief» »ührbeu bereit» zu Erwärmung und Rieders chlcHcn. Da an der Südseite des „ v matien Vordringen, so gestaltet sich die Wetterlage unbeständig. Wechselnde Bewölkung mit zeit- toetfem Aufstauen und Regenschauern, die teilweise von Gewittern begleitet werden, sind Berlin. — —---- „ spräche über den Bericht des Generalsekretärs trat in der Freitagssitzuug der lamenlarifdjen Union der englische Abgeordnete Saklatvala vor allem für etne allmähliche Herabsetzung der hohen Zollsätze ein. Die unsicheren ©retten m allen Teilen Europas feien Quell en der llnz ufri eden- schwere Berleumdungen erhoben habe. Der Ministerrat ist sich noch nicht schlüssig geworden, ob das Verfahren aus Grund des Strafgesetz- buches, oder des Staatsschutzgesetzes eingeleitet werden soll. Der Agramer Oberstaatsanwalt wurde .zur Begutachtung dieser Frage nach Belgrad beordert. Der Beschluß des Ministerrats wurde einstimmig gefaßt, und um ihm gröberen Nachdruck zu geben, sind auch die auf itrlaub gewesenen Minister telegraphisch noch Belgrad beordert worden IDie aus Laibach gemeldet wird, zog nach einer Smung der demokratischen Bauern- k v a l i t i o n heute in den Abendstunden eine grofx Menge vor das Haus, in dem Pri- bilfchewitfch abgestiegen war, und wünschte rüftungsfrage. Denn das Unwahrscheinliche möglich wurde, die Vereinigten Staaten von Europa zu gründen, dann wären mit einem Schlage alle Dünsche und Forderungen erfüllt. In den verschiedenen Landern seien bereits Ausschüsse für die europäische Zusammenarbeit gebildet worden. Im weiteren Verlauf der Aussprache betonte der Präsident der rumänischen ®nippe, Djuvaro, alle Nationen mühten vereint an der Organisation arbeiten. Der Völkerbund sei leider noch nicht noU- kommen organisiert. Dor allem fehle ihm die Möglichkeit zu Sanktionen gegen die Friedensbrecher. diesen zu hören. Die Polizei schrill jedoch cm. und auf den Protest der slowenischen Abgeordneten gab der Pvlizeikommandant zur Antwort, er habe die strikte Weisung, die Menge zu zer- streuen. Die Menge rottete sich jedoch mehrmals zusammen und demonstrierte lebhaft für Pribitschewitsch und Matschet. Eine gröbere Gruppe begleitete Pribitschewitsch zum Bahnhof, wo es zu Zusammen stöben zwilchen der Polizei und den Demonstranten kam. britischen Befckynngszvne durch Vn- beziehuna des Gebietes von Erbenye m eilt den Tatsachen voraus. ES st-ck) wohl Verhandlungen zwischen der britischen und der französischen Besatzungsbehörde tingelet tot, zedoch ist noch kein Abschluß erfolgt. Kellogg in Le Havre und Paris ger 1 c?*nb» 20,9 Grad Celsius: am 25. fluguit: morgen» sich 16,5 Grad Celsius — .'tiedcrschlag 1,7 Millimeter. — um | Sonnenscheindauer 9S Stunden. Mechlelnd wolkig mit Aufheiterung, allmählich etwas kühler, vereinzelte Regenschauer. teilweise getottterbafter Art. Witterungsaussichten für Mon - t a g. Teil- wolkig, teils aufheiternd. meist trocken. Lufttemperaturen am 24. August: mittag» 26 Grad Celsius, abends 19 Grad Celsius: am 25. August: morgen» 16,8 Grad Celsius. Maximum 26,5 Grad Celsius, Minimum 12,9 Grad Celsius. — Crdtempe- raturen in 10 Zentimeter Tiefe am 24. August: heit und Unruhe Solange noch fremde Besatzungtruppen sich auf dem Hoheitsgebiet anderer Staaten befanden, wäre jeder Friedenspakt iHuionfd). Der Präsidem der Aeghptischen Kammer. Misse Masses Bei. fschrte zu der Krise.in Aegypten u. a. aus. dah England bezüglich des Schutzes der Ausländer auf Grund der sogenannten Kapitulationen auf keinen Fall ein Sonderrecht habe: noch weniger berechtigt sei der englische Anspruch aus eine englische Besatzung in Aegypten. . , 3m weiteren Derlaus der Sitzung sprach für die ungarische Gruppe der frühere Mrmster Lucas, der für die den Ungarn von Deutsch! and stets erwiesene Gastfreundschaft dankte und fce Liebe und Bewunderung gegenüber dem deutschen Volke zum Ausdruck brachte. Der Redner beschäftigte sich dann rm wesentlichen mit dem ungarisch-rumänischen Optantenstrett. Der Deutsch-Amerikaner Ba r t h o l d begriin- dete den von ihm im vorigen 3ahre dem Doll- zugsrat unterbreiteten Entwurf eines Musterschiedsgerichtsvertrages. Die Abrüstung habe keinerlei Fortschritte gemacht. Unerläßliche Vorbedingung für eine allgemeine Abrüstung fei die Gewißheit. daß jede Slreilig- kelt durch unparleiische gerichtliche Entscheidung geschlichtet und jeder Verstotz gegen einen Vertrag von allen anderen gemeinsam geahndet werde. Es bleibe nichts anderes übrig, als zunächst daS Schiedsgerichtsshstem zu vervollkommnen und erst dann abzurüsten. Das überzeugendste Argument für die Rotwendigteit eines allgemeinen Schiedsgerichtsvertrages tiefere der neue Kelloggvertrag, der einen groben moralischen Fortschritt bedeutet. Da die Vereinigten Staaten dem Völkerbund aber nicht angehören, müsse der Rechtsausschub der 3nterparlarnentarischen Union einen allgemeinen Schiedsvertrag vorbereiten. Der lettische Abgeordnete Schiemann behan- belle bann im Auftrage der deutschen Min - berheiten Europas deren Lage. Die Behandlung der deutschen slowenischen Minderheiten in Südtirol laste nicht nur auf dem Gewissen Italiens, fonbem auf dem Gewissen Europas. Ebenso zeige die Lage der ungarischen Minder- beiten in Rumänien keine Fortschritte. Gewiß ginge die Zahl der Klagen der Minderheiten beim Völkerbund zurück, aber das geschehe nicht, weck kein Anlatz zu Klagen sei, sondern weck die Minderheiten kein vertrauen ,um Völler- bunb mehr hätten. Man dürfe vor allem nicht verlangen, daß die Minderheiten ihre Muttersprache preisgeben. Der Präsident der österreichischen Gruppe Drerel erklärte, nach jahrelangen Erfahrungen müsse man heute feststellen, daß Oesterreich niemals ein selbständiger Staat wer- den könne, nur der Anschluh an ein grofee» Wirtschaftsgebiet könne die Rettung bringen. Das sei nicht eine Idee, die aus der Nachkriegszeit geboren wäre, es stehe auch nicht ein imperialistisches Motto dahinter. Oesterreich habe immer wieder über seinen | Anschluß an das deutsche Wirtschaftsgebiet verhandelt. , , _.. ... Sodann sprach der frühere französische Minister Borel. Er bedauerte die geringen Fortschritte in einen neuen deutschen Ozeanflug. Die Flieger beabsichtigen aber, wie zuverlässig mügeteitt wird, schon in allernächster Zeit einen neuen großen Lang- streckenfluaauszuiühren Wohin der itlug, mit dem ein neuer Weltrekord aufgestellt werden soll, führen wird, steht hn Augenblick noch nicht fest. tri* gescheiteter Amerika-lug. Le Bourget, 25. Aug. (DTB. Funkspruch.) Das Flugzeug „France" ist heute früh 5 Uhr -u dem geplanten Fluge nach Neugork auf- gestiegen, aber um 6 21 Uhr wieder hierher zur.ckgekehrt. Ter Start der Zunkersmaschme Leviues. Des f a u, 24 Aug. -MB.) Der Start der 3unkersmaschine M 33 mit Acvsta. Lavine. dem amerikanischen Piloten Tarnet) und der 3unkerSmvnteur Hey se ging brüte um 15.31 flott vonstatten. Bert Acvsta. der die Mcckchrne steuerte, bemerkte noch vor dem Start, dah das Flugzeug zu schwer belastet war. ent- schloß ftch zur Abgabe von 509 Litern m»nn- bereiten werde Nachdem der Bürgermeister auch den kanadischen Ministerpräsidenten Mackenzie King in einer besonderen Ansprache begrüßt batte, bestiegen die beiden Delegierten mit ihrer Begleitung einen Sonderzug, mit dem sic kurz nach 10 Uhr aus dem Bahnhof Saint Lazare in Paris eintrafen. Am Bahnhof in P a r i« hatten sich zum Emp- 1 sang außer dem Chef des Protokolls und dem Pouzeipräfekten der amerikanische Botschafter und ein Vertreter der kanadischen Regierung eingefunden. Staatssekretär Kellogg, der von seiner Gattin und feinem Privatsekretär, sowie dem Pressechef des Staatsdepartements, Mac D c r m o 11 . begleitet wird, begab sich zur ame- rikonischen Botschaft, wo er für die Dauer seines dis Mittwoch berechneten Pariser Aufenthaltes Wohnung genommen hat. Staatssekretär Kellogg hat heute nachmittag Außenminister Brian d einen Höflichkeitsbesuch abgestattet, den dieser alsbald erwidert hat. Wie in der Umgebung des amerikanischen Staats- selretors in Bestätigung der bereits früher durch die Presse gegangenen Mitteilungen erklärt wird, erblickt Staatssekretär Kellogg den amtlichen Zweck seine» Besuche» in Pari» in her Pakt- unterzcichnung und ist nach wie vor fest enl- schlosfen, eine Befassung mit sonstigen Inter natlonalen Fragen zu vermeiden. Es wird für zweifelhaft gehalten, daß Kellogg von diesem Grundsatz abweichen wird- Staatssekretär Kellogg gedenkt seine Anwesenheckt in Europa lediglich noch zur Erwiderung des Besuches de« Präsidenten des irischen Freistaa- les. Cosgrave. zu benutzen, und wird sich «nndt ou cee<» kn aedr« Ttmgereter ,a P* 1**" Ort. eit e'«i<*C* Frist glatt vom Boden und erreichte sofort eine große Höhe, in der er in nordwestlicher Richtung davonflog. Die amerikarnschen Fl eger hatten durch die Eintragungen in das ©äftebuä) der 3unkers-Werkö Hven herzlichen Dank für die Gastfreundschaft in Dessau und ihre Hochachtung vor den, überragenden Werk von Professor 3unkers zum Ausdruck gebracht. Ob ffc ihre Absicht, heute noch London zu erreichen, verwirklichen lärmen, ist zweifelhaft, da sie vermutlich von der herein- brechenden Aacht vorzeitig erreicht werden. 3n diesem Falle dürsten sie in Amsterdam eine Zwischenlandung vornehmen. London, 28. Aug. (MTB. Funkspeuch) Auf dem Flugplatz S r o y d e n wird gegenwärtig eine Startbahn von 1,5 Kilometer Länge vorbereitet. um den Abflug des amerikanischen Pi- loten Levine nach Amerika zu ermöglichen. Das Flugzeug, das in Amsterdam gelandet if^ wird Heute hier erwartet. Zugentgleisung im polnischen Korridor. Don dem G dingcn—M arschauer Mor« genschnellzu^. mit den- der polnische Han« delSminister Kwiatkowski nach Gdingen zurückkehrte. entgleisten nach Blättenneldunaen auS Marschau auf der Station K o n o j a d y. unweit von Strasburg in Pomerellen. die drei hintersten Wagen. 3nfolge falscher Weichen st ellung gerieten die drei Wagen auf ein falsches Gleis und stiehen auf di e Lokomotive des Konitzer Zuges. Ein Wagen wurde zertrümmert, die beiden übrigen sowie di« Lokomotive stark beschädigt. 12 Personen wurden teils schwer, teils leichter verletzt. Unter den Verletzten befindet sich der Abgeordnete Kazmierczak. Der Schlafwagen, m dem der Handelsminister fuhr, blieb unbeschädigt, Lieben blindePassngierc tödlich verunglückt Auf dem Dampfer „Steel Invento r". der aus Südamertta am Freitag In Baltimore eingetroffen war, wurde eine Räucherung mit Desinfektionsmitteln vvr- genommen, da der Dampfer auf seiner Reise mehrere Häfen an gelaufen hatte, ton Gelbs iebetz herrscht Rach der Desinfektion fand man in verschiedenen Tellen des KielraumS sieben Leichen und neun Personen auf. die schon halb erstickt waren und deren Zustand äußerst besorgniserregend war. ES handelte sich bei diesen 16 Personen um blinde Passagiere. die sich heimlich an Bord deS SchlsseS eingeschlicben und im Kielraum versteckt hatten, um sich auf diese Weise unerlaubt Eingang über die Grenze der Bereinigten Staaten zu verschallen. Der Redner erfiärtf ;um Schlutz, er glaube, für fta» rumänische Parlament und für da» rumänische Volk sprechen w können, wenn er hier ein Locarno für Mitteleuropa anbiete. Am Rachmittag trat die 3.11. in die Beratung des zweiten Punktes ihrer Tagesordnung: „Die gegenwärtige Entwicklung de» parlamcn- tarischcn Regime»" ein. Abgeordneter Dr. Wirth - Deutschland begründete eine von ihm vorgclegte Enllchliehung. (36 müsse eine gemeinsame Grundlage des parlamentarischen Systems herausgearbeitet werden, um später zu einem bestimmten Urteil über dieses System zu kommen. Rach den 'Ausführungen Dr. Wirths crflärtc der Präsident der amerikain- schen Gruppe. M v n t a g u e . die Zustimmung der amerikanischen Delegation zu dem Entschlie- hungSentwurf. well dieser den Glauben an das parllunentarische System stützen solle. Schule unb andere Erziehungseinrichtungen sollten sich stärker als bisher mit dem parlamentarischen System beschäftigen. Vor allem gelte es. die Interesselosigkeit der Mahler zu bekämpfen. Senator Dr. Belcvurt-Kanada beantragte, die vorgelegte Sntschliehung da- hin zu ergänzen, dah man der 3ugenb schon in den Schulen Gelegenheit geben solle, sich Die notwendigen staatsrechtlichen Kenntnisse anzueignen. Der Schwede Lind ha gen erklärte u. a.: Die Krisis im parlamentarischen System beruhe zum Teil auf seelischen Gründen. Woraus es jetzt in erster Linie ankomme, fei die Bildung einer Demokratie der Gesinnung und die Erhöhung die- ser Forderung zu einem politischen Programm. Der ehemalige Minister L u k a c s (Ungarn) führte aus, es fei nur erforderlich, das parlamentarische System der Neuzeit anzupassen. Am oern>erflichsten seien die Splitterparteien. Der frühere dänische Wehr- Minister Dr. Munch erklärte sich mit den Erklä- rungen im wesentlichen einverstanden. Der ftanzö- fische Abgeordnete Renaudel sagte u. a„ man sollte nicht von parlamentarischer Entwicklung, sondern leider von parlamentarischer Krise oder noch besser von einer Krise der Demokratie sprechen: denn in verschiedenen Ländern sei die Demokratie bereits vollkommen beseitigt worden. Senator Dr. Heller (Tschechoslowakei) stimmte Renaudel zu, erklärte aber, wenn Dr. Wirths Bericht zur Bekämpfung der Stimmenzersplitterung das englische Wahlsystem empfehle, so müsse man ihm widersprechen, da dieses System oft den Sieg einer Minderheit zur Folge habe. Ganz unannehmbar sei das erglifd^ System für die nationalen Minderheiten. Der Präsident der schwedischen Gruppe, challin, führte aus, er glaube nicht, daß man von einer allgemeinen Krise de» parlamentarischen Systeme sprechen könne: Iederckall» spreche man in Schweden nicht davon. Schließlich erklärte Dr. Lakatos (Ungarn), die große künftige Auf- gäbe des Parlaments siege nicht so sehr in der Gesetzgebung, denn dafür gebt es auch andere sachverständige Stellen, sondern vielmehr in der politischen Regierung des Landes unmittelbar durch das Parlament. 1 Sin amerikanisches Memorandum über die Zlottenstärke? Washington. 24. Aug. (WB.) Die Zeitschrift ..Foreign Affaire" will erfahren haben, daß StaatSselretär Kellogg ein vom Präsidenten üoolidge und dem Lhes des Admiral- itabeo, Hughes, ausgearbeitetes Memorandum mit auf die Reise gegeben worden sei. m dem Amerikas Mindestforderungen hinsichtlich der Frage der Z 1 o 11 e n st a r k e enthalten fein sollen Kellogg habe den Auftrag, dieies Memorandum der englischen und fran- u?sischcn Regierung zu unterbreiten. E Vertreter des .Matin" hatte eine Unter re- » bring mit Staatssekretär Kellogg, bei der .Kellogg aus eine Frage des Journalisten erklärte. er habe in Le Havre den Ausdruck gebraucht. „daß der Antikriegspakt dazu bestimmt sei. den Ausbruch eines Krieges schwieriger zu gestalten". D:ese Wendung enthalte eine Hofsnung. die jeden hellen und von der man auch nicht behaupten könne, Berlin, 26.August. (TU.) Wie der „Börsen- Courier ' mittellt, steht die Entscheidung des Reichs- bahngerichis über den von der Reichsregierung ab- aelehckten und ihm überwiesenen Tariserho- I hungsantrag derReichsbahn dicht bevor, 'Das Gericht, das aus dem Vorsitzenden, Senats- Präsident beim Reichsgericht, Meyer, dem Ber- ....... fttzer der Reichsregierung, Dr. S i l b e r b c r g und ,r t ' ' _ . e p, .......- dem Reichsbahn-Geheimrat Dr. Fritsch besteht. Aus eme toeüere Frage w^Kellogg oarauf „ |n( einftimmig 3U Auffassung gelangt zu bin. dah Srfortomjfe praktischer Qkt empsoh^n eine Tariferhöhung nicht mehr hatten, die Zahl der Er st Unterzeichner zu be- ' 'umgcben sei. Dagegen sei noch nicht sicher, schranken. Man hatte die neu n Unte r- ob bcr Tariferhöhung in beantragter Höhe zuge- l stimmt werde, oder von dem ouftubringenden Be- ihrerseits über den Entwurf ^ verhandeln und 250 Millionen Mark Abstriche gemacht Einwendungen zu erheben. ..Wohin hatte eS ' » geführt, wenn man mit 52 Ländern hätte Der- ' . bandeln wollen? Es schien daher am besten, zu- Ole TieglerungSblloung in Tyurmgen. erft mit denen zu unterzeichnen, die sich völlig Weimar 24 Aug. (MTB.) LandtagSpräsi- etnig tonten, und dann d.e anderen aufzusot- ß(,bcr' erteilte heute dem demokratischen dem hoffe daß auch dre anderen rhre Abgeordneten Prof. Dr. Krüger den Auf- lln erschrtst geben werd»n. Seme sreude ^ag zur Regierungsbildung. Pro- an semem Werk wurde nicht vollständig fein, ^fsor Krüger, ehemaliger Professor an der Tech- e,ne6 flrc>^n »wilcherten in Hannover und jetziger Bi- Landes fehlen wurde. bliotheksdirekwr in Altenburg, wird die Verhandle 1 ungen mit dem Ziel der Bildung einer Gro- Ivurlßt flüligl. sien Koalition aufnehmen. Paris. 25. Aug. Anläßlich der Unterzeichn ~~ ; ’ M , nunfl des Antikriegspaktes hat tat ÄfrtflfftirifC jH ^IIÜÜ.«3191611, französiiche Regierung angeordiwi. daß dies ran Ul ^44^Vf»tuviviu zösischen öffentlichen Gebäude in den I Belgrad, 24. Aug. (MTB.) Die Beschlüsse französischen Farben geflaggt werden. Das des gestrigen Ministerrats betreffend das Ver- Auheirministerium werde die Farben aller an f ähren gegen d i e kroatische Bauernder Unterzeichnung beteiligten Mächte aufweisen. Partei werden heute bekannt. Darnach wird 2ün Sonntag und Montag werden die ö s f e n t - ein S t r a f v e r f a br e n gegen Matsche k l i chen D e b a ude i l l u m i ni e r t werden. Die eingeleitet, weil er frm Kampf zur Herbeifüh- Regierung spricht die Hofftmng auS, daß auch rung des vkrfalU des heutigen Staates in seine die Bevölkerung von Paris durch Beflag- Bestandteile und die Schaffung eines f c I b- aung der Privathäuser ihr 3ntereffc bei der ständigen Kroatiens verkündet und gegen Ilnterzeichnung bekunden wird. das serbische Volk in ausländischen Blättern Aus der provinziashaupifiadi. Gießen den 25. August 192&, Denn man auf Besuch geht. «bt em ««gt'sches Sprichwort, bo» de» &tnt£ nach ungefähr ®ic solar lautet. Gehst bu w Distte dann hüte. schlieft die Xüt Hütter bit, Vas Dilf befayn. wenn du bem Haus verlädt. helle dich aarq auf die Berhälttulse bellen ein. den du zu beuchen gedenkst Gtwaiae Der- glet*e aber behalte für dich. Du wirst dann immer und überall gern aefcbencr Gast lern. Da kam neulich .Hrau 'tcgenbetn zu uns. Sie harre uns Ihren Besuch schon lange und wiederholt m Aussicht aestellt 3n unterer neuen Woh- nueg war sie noch nicht «wesen. Aach der ersten Bearüsturrg meinte fit: Äa. Sie wohnen |a recht schön hier, aber willen Die. wenn ich frier drauheu »ebner tüt, fcnnte ich nachts nicht schlafen. beim es ist doch gor Io weit weg von der Stabt. Unb bann der weite Dog. und im Winter, unb wenn i em an den einmal was pa stierte und man mühte einen Arzt haben, oder man hat was in der Stadt ncrgcikm Nein aber nein, mein!« he. Io ein Hous möchte sie nicht haben, auch nicht geschenkt möchte fie hier wohnen. Unb der Flur wäre wohl doch etwas zu eng geraten, und bie Planchen in der äü4k. -wessen Sie. was meinet Schwester ihr Wann ist. der Herr Doktor, der hot auch gesagt, die wären im Winter zu falt und man würde den Schnupfen lern Lebtag nicht mehr los. 3a und die Frau Bat. was meine Freundin ist. wissen Sie. die aus tteibcnhatt. die hot auch gemeint. eS ginge nichts über Fielen do» Linoleum wäre nicht», und da haben Sie auch noch Oefen. wissen Sie. es aeht doch nichts über Personen besetzten Itotorrab. bas au» der Aichkung von Haslenhaulen ber kam 0b- tt*obl das Auto sofort abstoppte. war ein 3u* »0^0^4^011 nicht mehr zu ix-rmeiden. Dte beiben Molorradsahrer. der Verwalter des Korbacher Kvrnhauses. D e n 11 ch unb «rin Bkttf ahter Wal- b reibt beide aus SronjNiufen. trugen beim CturA erhebliche Berletzungen davon Wtel- brecht muftte mit einem O b e r s che n k e 1 b r u ch logiert) in die Martzurger SQuu! über^vhibrl mee- öcn. Deutsch der Kopsvarlitzunaen ba- ocntmig. wurde nach ^ronhausen gebrach! Bas Lowrrad ttnxrtN.- zechsrt bas Auto ist nich« beschädigt Die Insassen des Wagens blieben Eerletzt Die Schuld«rage ist noch nicht geflärt. Kirchliche Tlachrichten. Evangelische Gemeinden Sonntag, 26. August. 12. Sonntag nach Trinität»». Stadtkirche. 8 Uhr Missionar Schlaudrafi. Christenlehre für bie ’.'ieufonfirmierten aut der Mot- tbiiui-pcmcinbe; 9 30: Pfarrer Becker, feierliche Eröffnung be» Konfirmandenunterricht» der Marku»- gemeinde: 11: Kinderkirche für bie Markiitgemeinde: Pfarrer Becker - Johannetkirche. R: Piarrverwulter Dosiert: feierliche Eröffnung de» »vnsirmanden- unterricht» der Petrutgememde. 950: Pfarrer Au», seid: feierliche Eröffnung des Äonfirmanbenunter- richt» ber ^obaunesgenieinde^ 11: ginderkirche für bie Oobannregemeinbe; Pfarrer Ausfeld. 8 Bibel- befprechung hn 3obannc»|aal; Pfarrer Lenz — stapelle de» Alten Friedhof». 9.30 Pfarrer Öeng; feierliche Lroffnung be» Sonfirmünbenimterrid)f» der 1‘utberaemcinbc. — Elisabeth-ftleinkinderschule «Wetz- larer Weg). 9.45: Pfarroerwalter Dosiert. — ftirch- berg. 10: Kirchberg: 11: Christenlehre für bie ton firmierte männliche Äugend: 1.30: Mainzlar. — Dieses. 9 30: Gvttetdienst zur (Eröffnung ber Monfirmanben- Unterweisung: Opfer für bie hessische evangelische Äu- gendarbeit: 10.45: Kinderkirch. — Alten-vuseck. 10: Gottesdienst zur (Eröffnung de» Konfirmanden- unterricht»: 1. — Klein cInden 10: Hauptgotte», dienst — f>aufen-(Darbcntrid). 10: Haufen. 1: Gar- benteirtj. — Watzenborn-Steinberg. 9.30: Kinder- kirche; 1: Predigt (Opfer für die innere Mission). — Cidj. 9.30- Stift»dcchani stahn: Christenlehre für bte weibliche Äugend, 2: Stiftspfarrcr Lic Schorlemmer (In beiden (Bottctbienflen AoUcftc für bie innere Mission). katholische Gemeinden. Lamstag, den 25. August. Girften. 4.30 unb 7 Uhr: Beichte. Sonntag, 26. August. 13 Sonntag nach Pfingsten. Gtesten. 6.30 Uhr Beichte, 7: Messe: Kommunion der grauen; R; Kommunion. 9 Hochamt mit Pre- bigt. 11 Messe mit Predigt. 2: Andacht. - Gründern 9.30. Mesje mit Predigt. - tiungen O-.Wi Hochamt mit Predigt — Cich. 7.30. Hochamt mit Predigt — Jlibba. R 30. Hochamt mit Predigt verantwortlich für Politik: I. v.. Ernst Blumschein. SonntanSdienttd.4Iertte u. »Ipotbefen am-JlA^ Dr. W. sletn. TVrau Dr. Mari ^irfchavotberr JabnorAt: Dr. Äager D V, KAUFEN! Dä£ji unser o KUR1 ^ARK CKAHTTt M t BISHER NOCH NIE ( DAGEWESENEN UÄ\- FANGE STEIGERTE! G Sie dos, c tchen, hoben unb hilft, 'hnen i versuch Dos I kr JA tnmalg > bn 8ine# Ä fiter ** kttcn. v ncnfe. >ti tu5 h mutetet inen, f b* btc^ oder i Srkm selbst ,u cni heutig' hcü 1< als es bietet, der T politil Paria benT SS ■ Scheu Darlai Unio feiner Staate Mtgln nähme der D. die deiM' gen N Tfltf. i* iztofiti rcitf. Oe gctM 2 Sanzigs. Indiens. Hotttegc 3umoü» Lchwrdc tinigua Mlleri Meili mentar kommt, liens Parlan Iugo daS au Ntlam orbnuni gemein träHten ■iud) pro ixten los Bericht taugen । Römg wurde beiße miflioi der p nmgSe fmc er am . ri/dfiDe, welle Z ierenz b «4 ist denPvr m feine '.xänUlc verfomi *n RfM 4* '* J 2^. it6l w A Ä J61Q/ Die Trauerfeier vor der Einäscherung findet Montag, nachmittags l’/j Uhr, in der Friedhofskapelle statt, die Beisetzung in aller Stille. In tiefer Trauer: Georg Lieh und Familie Heinrich Stremmel und Familie Ludwig Gräf und Familie Wilhelm Lieh und Familie Liesbeth Stange geb. Lieh. Gießen, Darmstadt, Dillenburg, Londorf, den 24. August 1928. Unerwartet verschied heute morgen nach kurzem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Bruder und Großvater Georg Lieh im Alter von 77'/, Jahren. Heuchelheim, den 2u. August 1928. 7536D | Vermietungen Jlöbl. Zimmer mit Schreibtisch sofort z. Derrn 06106 Wnaiitbftr. 42 II. 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TBan spracht oft und otel von rmrr Änle des Hdrfamenlari»mu6. 3n der Xat tw’ der blinde Köhlerglaube an die DortreMichteri des Paria- mentarVo Per- vandelt, war so spiy geworden, daß die Hoff- "angen. die der fremde Mann auf seine Heil- mlttcl gninbete, nur den Menschen glaubhaft .■engen, die daneben standen, ängstlich und mit einem Gefühl der Schuld, als hätten sie etwas ixrfaumt. Ach, als ob der Mensch nicht immer ettoa« versäumte, seinesgleichen gegenüber täg- Jlflan* öu schweigen! u h f‘u c.r- War er. der kleine Kranke. SL ^ongeschlkchen und hatte sich auf dem 5S S*™} «ine weiche Ruhestatt ge- _ ktoren? Rein Da durfte er liegen cr «uh ganz still, als zarte, lorgcnbe Frauen Hande an ibm vollzogen waS verilcherte sie der Sympathie, die ihre edle Sache -vrbiene Darüber find 26 Jahre vergangen. Der Einsturz einer QDclt. verursacht durch den surch:- oaren Krieg, liegt dazwischen Die zwischenstaatlich, Körperschaft der Union ist unbeschadet und geftärft iu» der Katastrophe berporgegaiuen. Man darf es ihr m Deutschland nicht vergelt en. daß he es war. die 1919 trotz allgemeinen Haß. Verblendung sich nicht davon abhallen ließ, Ber- tretet Deutschlands zur Teilnahme an ihrer Tagung einzuladen. Da», was heute selbstverständlich erscheint, war es damals nicht Die Interpa rla77-.enranlche Union blieb sich &rcr Heber!ielerung treu, da sie von Anfang an ipre Hauptaufgabe bann fah eine Tribüne für he Berständigung unter den Völkern zu bilden. Vielleicht gerade in diesem ehrlichen Bestreben. das durch feine Gehennabmachungen qe- hennnt wird wurzelt die unbestrittene hohe Ach- tung. die die Interparlamentarilche Union In der Welt genießt. Der Silberne Löwe erwacht. Oeutscher Bahnbau in Persien. - $ür 400 Millionen Mark Eisenbahnen. — Oer Kamps um Persiens Oelselder. — Sin Kosak, der König wird. Don Richard Aieburg. (Eine deutsche und eine amerikanische Gruppe haben den Auftrag erhalten, für die persische Regierung eine 1700 Kilometer lange Bahn vom Kaspischen Meer ,uim Persischen (Sols zu bauen. D. Red. Das einzige asiatische Land, dos in der Geschichte des europäischen 'Altertum» eine Rolle spielte und dem r» gekng, seit dieser Zeit ununterbrochen seine Unabhängigkeit zu bewahren, ist Persien, der mohammedanische Staat, der im Norden von der Sowjetunion — und zwar zum größten Teil non der Kirgisenrepublik — und im Süden von halbenglischen Territorien begrenzt wird. Der Persische Golf gilt feit langer Jett all britisches Interessengebiet, Belutschistan ,st eine englische Kolonie, Mesopotamien steht unter britischem Einfluß, und Persien ist daher an vielen Stellen von England bedroht, da» mit großem Appetit auf die persischen Oelselder schont. Aber Persien hat auch zwei andere Nachbarn, die I u r • f e i und Afahanistan , und diese beiden Staaten beweisen den Persern, daß man sich von fremden Einflüssen frei holten kann, fein eigenes tut- tureUe» und politisches lieben zu sichren vermag. Dieses Beispiel ist nicht ohne Einsluh geblieben. Bor zwanzig Jahren schloß Rußland mit England einen Vertrag, der Nordpersien den Russen, Siid- persien den Engländern auslieferte. Inzwischen haben die Russen ihre Vorrechte aufgeben müssen, und auch die Engländer, die in mancher Beziehun.z an Boden gewonnen hoben, wagen e» zur Zeit nicht, die Souveränität dieses Landes anzutaften. es etwa zu einer brilifdfen Kolonie zu matten. Der Orient ift erwacht. Die die übrigen asiatischen Völker, die sich Schritt für Schritt von europäischer Dormundschast frei machen wollen, haben auch die Perser erkannt, daß sie sich mit Erfolg gegen das vordringende Europöerkum nur wehren können, wenn sie den wirtschaftlichen Ausbau ihres Landes selb ft in die Hand nehmen ober, so ivelf sie dazu nicht in der Lage sind, diese Arbeiten solchen Europäern übertragen, von denen eine politische Au», uutzung ihrer Situationen nicht zu erwarten ist. Die hohen Beamtenstellen und besonders die wichtigsten Aemter in der Zollverwaltung haben die Perser deshalb in den letzten Jahren den (Europäern fortgenommen; sie wurden Landsleuten an- vertraut, die auf europäischen Hochschulen studiert haben. Aber Eisenbahnen können die persischen Ingenieure noch nicht bauen, und da man sie dringend braucht, muß man fremde Hilfe ins Land rufen. Die persilche Regierung hat großes Vertrauen zur Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie, und sie ist ferner, was noch wichtiger ist, davon überzeugt, daß Deutschland keine versteckten politischen Absichten in Persien verwirklichen will. Es lag also nahe, deutschen Firmen den gewaltigen Austrag au erteilen, die wichtige persische Nord- Süd d a h n zu bauen. Die neue Bahn soll in Benderges am Kaspischen Meer beginnen, bann an ber Grenze ber Provinz Ehorassan, bie soeben von einem schweren Erbt»eben heimgesucht worben ist. entlanglaufen und zur Hauplstabt Teheran fuhren. Sie wirb bann über Hamadan und Schuschter bis zum tet Artt verordnet hatte. (3r Iah kaum auf, cr wehrte fich nicht, und es war dem Menschenauge. dem hoffenden, al- ob er der Genesung entgegenschlummere. Zwar ging der Atem heftig wie zuvor, als ob daS kleine Herz arg in Bedrängnis wäre, aber es hieß ja. in drei Tagen könne die Krankheit behoben sein, für welche freilich ein Harne nicht genannt worden war. Bei einem Pferd hätte sich daS wohl genauer sagen lassen, zur Rot auch noch bei einem Hund, aber bei einer Katze...? Der Mensch ist gewohnt, auf ber Heilkraft des Schlafes die Schlösser seiner Lebenshollnung aufjubauen. Da liegt das kranke Tier und schlummert; kaum daß eS sich regt. alS eS am Abend umgebettet wird, in einen geräumigen Korb, auf ein weite», weiches Kissen. S» läßt sich streicheln, ja, al» jene schlanke Hand, bte ihm immer nur Gutes, immer nur Liebes getan bat. den Hals ein wenig kraut, ist e». als finge in der Tiefe des atmenden KörperS ein Schnurren an. Unb wie Ichön, wie laut und ausdauernd war dieses Schnurren in gesunden Tagen! Sv kommt die Rächt. Unruhig ist heute der Menschenschlag Das Ohr lauscht den Regungen des kleinen Leben» da. dem zu helfen bas Herz willens. daS Millen aber zu schwach ist, und die Einbildung, in den Traum gesunken, erleidet die Qual dunkler, unverständlicher Gesichte. Da. schon graut der Morgen, ist in wenigen Minuten alles vorbei Roch einmal hat da» gutgeartete Tier sich erhoben SS röchelt. Gs keucht. Au» seinem kranken Leibe stoßt es durch den Mund eine Flüssigkeit heraus da» Gift vielleicht, das ihm Io zugeieyt hat? Schien es nicht, al» wäre Gift bte Ursache seine» Leiden»? ilnb sollte nun die Arznei geholfen und den kleinen Körper von störendem Stoff befreit haben?... Aber die Gestalt, deren stolze Haltung sonst so oft Gegenstand der Bewunderung war. schwankt, sinkt zusammen Warme, gütige Frauenarme heben sie auf. wagen kaum, da» schwer hemiederhängende Wesen noch einmal an» Herz zu drücken, betten es fürsorglich in den Korb zurück. Seltsame Zuckungen, fast nur ein Aftern, geben durch die Glieder. Licht! !! — Zu spät. Ls ist fchon zu Lide... Da liegt es da» weihe Geschöpf, ausgestreckt, reglos, und die Wärme, die eben noch in Persischen Golf gebaut, wo sie im Thin- bungsb.lta de» Tigris ihr Ende tinbrn wirb. Jur Fett ist man bamit beschäftigt, ,e 150 Kilometer bitfer Bahn im Narben unb Süden al» Probe- strecken zu bauen, bie Bollenbuug bieser Arbeit wirb zwei Jahre in Anspruch nehmen. Man schätzt, baß der ganze, etwa 17OJ Kilometer lange Bohn- bau 400 Millionen Mark kosten wirb, Gleichzeitig werben oder noch viele onberc Arbeiten ausgesuhrt werben muffen, die mit biefem Pro,ckt Zusammenhängen; |inb bod) von ber amerikanischen Mission einige Seitenstrecken ber geplanten Bahn schon in Angriss genommen worben, bie nun au«-gebaut wer- den sollen. Man plant ferner bie Herstellung eine» Staubamme# bei Awas, ber sowohl al» Eisen Bahnüberführung, wie zur Anlage einer straft- zentrale bienen soll. Vorläufig gibt es nämlich in Persien nur menige Elektrizitätswerke, unter benen wahrschenlich bat wichtigste bas kleine Werk ist, bas ein Deutscher, in Ispahon haut unb mit dem er bei, Kamps gegen die Petroleumlampe aufnehmen will. Der Bahnbau zwingt ober auch dazu, an ben beiben Enbpiinkten ber Eisenbahn große Häfen anzulegen, unb e» steht jetzt schon fest, baß bie deutsche Gruppe, bie einen großen Teil bes Bahnbaus burchfiihren soll, oych ben Hasen am Kaspischen Meer bauen wirb, wahrend eine amerikanische (Hnippe, bie ebenfalls am Eisenbahnbau beteiligt ist, unter englisch-französischer Mitwirkung ben Hasen am Persischen (Rolf errichten soll. Wie wichtig olle diese Arbeiten für die wirtschaftliche Zukunft de» Landes fein werben, kann man schon daraus ersehen, baß e» borläufig keine nennenswerten Eisenbahnen gibt, ba bie drei bestehen- ben kleinen Linien, unter ben bie 120 Kilometer lange Strecke von Djulsa noch Täbris bie wichtigste ift, zusammen noch nicht 210 Kilometer lang sind. Das Laub, ba» bisher nur Karawanen unb einige hunbert Automobile als Transportmittel kannte, wirb sich nun also in einigen Jahren einer Eisenbahnstrecke von internationaler Beben- tung erfreuen, bie ber wirtschaftlichen Erschließung des Gebiete» sehr förderlich (ein muß. Zur Durchführung eine» so gewaltigen Wirt- schaftsprogramms gchött natürlich viel Gelb, über bas orientalische Staaten im allgemeinen nicht verfügen. Aber Riza Khan, ber Schah von Persien, ift ein energischer Mann, ber etwa» aus seinen Canbsleutcn hcrauszuholen versteht. Er stammt aus ben untersten Dvlkskreisen seines Lon- bes, ist vor vielen Jahren als Kosak in eine russische Kavallerietruppe eingetreten, bie ben Russen half, einen festen Stützpunkt in Norbpersien zu gewinnen, unb hat nach dem Borbilb Kemal Paschas Paschas bie Macht im Lande an sich gerissen. Als er sich zum Schah von Persien krönte, konsizierte er dos Vermögen bes abgefetzten Herrschers, her ZU feinem Glück in Frankreich weilte, unb er hat es feitbem oerftanben, feine Gegner, bie sich besonders unter ben feubalen, halb unabhängigen dürften finben, durch Energie, bie auch vor Grausamkeiten nichts zurückschreckte, „in Schach zu halten". Um bie Finanzen bes Landes zu orbnen, de- biente er sich des Amerikaners M i 11 s p a u g h , ber von 1922 bis 1927 eine Art Finanzkontrolle ausübte, bis bie Perser auch bieses Amt übemah- seinem .'törper war. wird lau; der Atcm ist erloschen. Die großen blauen Augen, au» den IS?infein scheinen sie noch ins Licht zu blicken, scheinen noch etwas von ihrem beobachtenden Ausdruck sich bewahrt zu haben, sind verglast — so rasch geht da». So schnell versiegt ein Born täglicher Freude, daran der Mensch zu gern fich gewöhnt, als daß c» ihm nicht immer wieder Leid bringen müßte in» Leben. Denn er hat nicht die Macht, er. die Krone der Schöpfung, der Weltverwandler, der Herr über allen Geschöpfen, da» Verstechen dieser kleinen Quelle aufzuhalten, da» Erlöschen de» fteinen Lichtes, das in dem Dasein eines Tieres brennt. Ganz arm. ganz httslo» steht er da. wenn fein Genoß, das Tier, von ihm geht, wiffend, ohne fich zu wehren, weise, still, gefaßt, ins iln- abwendliche ergeben. Unb der Mensch geht hin und gräbt ein Grab. Ein Kasten, hinreichend geräumig, nimmt das Tote auf. Liebende, vor Gram ein wenig zitternde Hände betten c» behutsam auf ein letztes Kissen. Und es ist. da» verstummte Wesen, im Tod so sanft, wie es im Leben war. Leine Glieder folgen dem leisesten Druck, anmutig fügt der schöne Kopf sich einer Lage, die er ja. seltsam, auch im Leben bevorzugt bat. das Verkrieche i unb Sich-Einrollen in ein Kistchen, in einen Karton Und wie es einst gekommen ift. vor wenig Jahren, so geht e» nun auch fort. 3m Garten, dicht neben dem Platz, der manche heitere Sommerstunde schw'nden fah. nimmt die Erde das Gestorbene auf. Hier und da wachen Vögel au» ihrem Schlaf auf unb wiIpern (eile. Dumpf, unverftänblich hatten Menschenstimmen irgendwo durch die Stunde. S-s dämmert schon und diese letzte Arbeit braucht kein Licht. Dann ift auch da» geschehen. Sin paar Blumen fallen in die kleine Grube, ein Paar Blumen unb ein paar Tränen. Dars brr Mensch sich ihretwegen schämen. ber Tränen wegen um ein Tier? Weiche, warme Sommer- erbe rieselt darüber hin. Das Grab im Gebüsch ist schon nicht mehr zu 'ehen. Ss wirb hell. Ueberall nimmt ba» Zwitschern unb Flöten der Vögel xu. Unb doch bie Stadt fängt an. zu leben. 6in neuer Tag beginnt. War es ein Traum — einer ber dunklen, quälenden Träume dieser Rächt? — Aber in | men. Während Persien früher ein ,ahrliche» Defizit non wern^sien- fünfzehn Millionen Mark hatte, kann e» ttch letzt eine» ungefähr ebenso großen Uederschustes ertreuen. Da» rombe erreicht, trotz- brm do» Militär viel Geld kostete, da» Telegraohen- netz au»grbai!t worden ,1t. d,e persische Pos« Auto- mobile erhalten Hai und e» in gewissem Umsange lognr einen ständigen Luftoerkedr mbl. Aber da» alle - waren werdende Anlagen, b-f i,ch ,etzl de zahlt machen, der Staatshaushalt erhalt ferner betracht- l'che Mittel durch e,n Mucker- unb leemonopol. non dem lahihd) ungefähr 2-'» Millionen Mark einkom- men. Wenn d,e Sleuerfchraube noch em wenig 'thorier zufoßt, muß e» in der Io, möglich sein, die großen, für den Babnbau ettorderlichen Mittel lausend herettzustellkn. Die wirischoliüche Erschließung Persien» roiib der deutschen Wirtschaft wahrscheinlich noch manchen chiten Auftrag einbringen. Do» Land, do» deeiin.1 io groß wie Deutschland ist, aber nur ungefähr zehn Millionen Einwohner besitzt. - - da e» vor- läufig keine persische Statistik gibt, können genaue Ziffern nicht angegeben werden — bietet ungeheure wirtschaftliche Aussichten. Da» ludpersifche Oel gebiet steht an vierter Stelle in der Welt- Produktion und liefert jährlich nnndeften» fünf Millionen Tonnen Petroleum aber auch tu NordPersien, in der Nachbarschaft der rnfsi- schen Petroleumstadt Baku, gibt »o wichtige, vorläufig noch nicht genügend auegenutzte Oe Helder. Ihn diese Prlroleiimquellen geht der stampf der englischen und amerikanischen Oelmagnaten. die in letzter Zeit in scharsern Wettbciveib mit dem russischen Petroleumtrust freien müsten Wenn d,e Eisenbahn da» Land durchqueren rilrb. muß .-» ferner möglich sein, die großen Bodenschätze hr% Lande», Kohlen, Küpser Eisen, Mangan :mb Wrfd nutzbar zu machen; aus diese Weise wird sich bn» persische Volk do» Geld verdienen, da» zum An- kauf wichtiger europäischer Guter nötig ist, und öd den freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutsch- land und Persien, lomie bei der Wer1se wahre Bedeutung des englisch- französischen Marine» Abkommen". Unb trotz aller beruhigenden Versicherungen, mit denen übrigen# Paris im Vergleich zu London stark zuruckyalt, verdichtet sich Immer mehr ba» Bild dahin, baß e» fich um einen Schlag gegen bie Abrüstungsaufgabe des Völkerbundes handelt. Die liberalen Blätter Englands geben bas schon ziemlich unumwunden zu. Der „Manchester Guardian" ste>llt fest, daß England seine bisherige Auffassung, wonach bei der Berechnung ber Landstreitkräfte nicht nur bie tatsächlich unter Waffen befindlichen Mannschaften, sondern auch die ausgebildeten Reserven zu ben al« Grundlage für die Abrüstung in Betracht fom- menben Bestanbsziffern gerechnet werken müssen. Frankreich zuliebe preisgegeben habe. Man motiviert diesen Umfall ba* mit, daß man sich bisher nut der gegenteiligen Auffassung in ber Minderheit befunden habe und auf dem Wege über eine scsche Konzession an den französischen Standpunkt, ber natürlich auch von den Verbündeten Frankreich» aus dem Äontinent geteilt werde, die Möglichkeit schalle, um wenigstens eine geringe Rüstungseinschräi'- hmg zu sichern, während andernfalls die ganze Arbeit an biefer Klippe gescheitert wäre. Aber da» ist natürlich ein unhaltbarer und auch innerlich nicht aufrichtiger S'anbpunkt. Denn erstens steht e» keineswegs fest, daß in ber entscheidenden Abrüstungskonferenz nicht die zahlreichen neutralen Mächte neben Deutschland und England die Forderung nach Anrechnung auSgebilde'er Reserven, die ja in den Kominimonsberalungen oftunter ganz anderen Gesichtspunkten als benm ber Wohnung droben ist etwas leer geworden. Keine Spur blieb von dem, wa»h ginn, für immer ging, unb doch, daß es nicht da.' daß es nicht mehr da ift. bleibt zu spüren Sin Tier ist gestorben, ja - nur ein Tier Aber des Menschen Herz ist davon schwer geworden. Hochschulnachrichten. Prof. Dr. v. Roorden von der Universität Frankfurt, ber in letzter Zett durch d e En'- deckung eines neuen Mittels gegen fre Zuckerkrankheit Aufsehen erregte, wird am 13. September 70 Jahre alt -- Der Rektor unb ordentliche Professor der Theologischen Fakultät an der Universität Heidelberg. Martin Dtbe- lius. hat einen Ruf al» Ordinarius für neu- testamrntliche Wissenschaften an bie Universität 'Bonn erhalten. - Die orbentlchen Profes'oren an der Universität Hei bei berg Dr mcd. Hermann Wielanb. Tire tor bes pharma'olo- gischen Instituts, und Dr. phil. Ma, Traun. Direktor des Phy'ikalifch-chemifchen Institut», llnb zu orbenllichen Mitgl'edern ber Heidelber''er Akabemie ber Wistenscha'ten gewählt worden Der außerordentliche Prosellor in ber Mün - chcner juristischen Fakultät Dr. jur. Han» Ravi a » kh hat einen Ruf al» ordentlicher Professor sür öffentliches Recht an die Unipctfifat 3t o ft od erhalten, iinzwischen hat Pros. Raw-n-stz vom Bayerrschen Kultusministerium Titel unb Rang eines ordentlichen Professors erhalten. Prof. Dr. jur. Walter Schönfeld m Greifswald hat ben Ruf auf ba» Ordinariat für deutsche» unb bürgerliche» Recht an ber Univcttttät Tübingen al» Rachfolger von Prof. PH. von Heck angenommen. — Zum Rachfolger von Pro^. Schultz^pora auf bem Lehrstuhl ber roman schcn Philologie an ber Universität Jena ist der a. o. Professor Dr. Heinrich Gelzer ebenda »a.u8erfeben. Dr. Gelzer, geboren 1883 zu Jena, erbtek feine Ausbildung unter Adolf Tobler 'Berlin) unb Gustav Grober (Straßburg). Seit 1912 doziert er in Jena. - Der mit dem Titel eines a. o. Professors bekleid«te Privatbozent für Phthisiologie in ber medizinischen Fakultät ber KarlS-Universität in Prag Dr. med. Ottokar Horak ist an den Versuchen bie er an llch selbst durch Einimpfung von Tuberkulose vor- genommen hat. gestorben. w dem 101,1.0 bpfjtermi Die 2 leynftc -jagilh ft! Mi tJw ^mbnf lidxn , melden vor de rechten njtffidfr infowti noch l nen -I Dif AernS« Wttn, i htrofftn . toj wbena i m (i Co» 2 ^Pu ^v< I.N 5e f Hin - »u ma Haden : 1926 ir Dlete fahren ' toM Die» gestatt SedM l ttrlpölf ffllllr >8. f” Ct< ift* fiür un|tm Clffnb "Hilft fitunbtl nuna k fite 5 uriftrtm frnuft ,ii W. **V cm moi ?s 3ul Jiäises-Ecke Srvslöhe imb die Kohlwethttnge XI« Haltestelle au«!1 üindersrage. 24. Lu, 3eü 6>it. Mit dem Eintritt trodenen und wärmeren Wetters wird in einigen Tagen | die gesamte Ernte unter Dach und Fach gebracht sein. Der F e l d d r u f ch nruhte leider buctb das regnerische Wetter der letzten Tage unterbrochen werden. Die Dreschmaschinen nahmen ihren Weg in die Dörfer, um keine 2lrbeitszeit zu verlieren. Größeren landwirtschaftlichen 'Betrieben ist es m diesem 3ahre, wo man von recht befriedigenden (Sniteerflcbniffcn sprechen kann, nicht möglich, die gesamte Frucht in der Scheune zu bergen. Sie | sind gezwungen oft einen halben Tag vorzu- dreschcn. Das Stroh muß dann Im Felde auf Schobern gesetzt, bis zur Beenbigung des Hauptdrusches im Herbste verbleiben. An regnerischen Tagen kann man auch noch das Klappern des Dreschflegels wahrnchmen. und zwar wird nur noch der Roggen auSaedroschen. dessen Stroh zum Herstellen von Strohseilen benutzt wird. Die ncuAeitlidxnx (Smteftride werden bald die Stroh« seile vollend« verdrängt haben. Sehr zustatten kamen die letzten Riederschläge den Hackfrüch - len, welche in ihrean Wachstum anderen 3ahren gegenüber noch un Rückstände sich befinden und noch ein gutes Maß nachzuholen hoben, sollen 'Dickwurzeln und Kariösseln der vorjährigen Ernte an Menge und Düte glcichkommen. Der Futtermangel macht sich jetzt empsindlich bemerkbar, wo der zweite Kleeschnitt zu Ende gebt, ein Rachwachfen wohl nicht mehr zur Qlbfütterung in Frage kommen totrb. Endlich xft die obere Boden » schicht so weit durchfeuchtet, daß die S topp ei - acker geschält unb mit Erbsen, Wicken. Senf und dergleichen ausgestellt werden tonnen, dir zur Gründüngung und Verfütterung im Herbst wxllkommen find. Die trockene Witterung [am den Schädlingen t xn Gemüsebau lehr zu statten. Sie Haden sich dermaßen oermebrt, unb so großen Schaden angerichte'. bah an den an sich wenig entwickelten Kvhipflanzen mitunter nur noch bi« Rippen der '31dlter sichtbar sind. Besonderen Anteil daran haben die Kreis Alsfeld. (-) Gr oh- Felda. 23. Aug Arn vorigen Sonntag wurde Pfarrer Durst, dem vor kurzem die hiesige Pf ar r stelle definitiv übertragen wurde, durch Dekan Dr. älnverzagt, Alsfeld, in sein neue« A m t ein geführt. Unser geräumiges Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt und der Altar mit bunten Sommer bl umen schön geschmückt. Dekan Dr. Unverzagt wie« eingangs des Festgotteöhdxste« auf die Bedeutung des TageS pin. 3n anschaulichen Worten zeichnete er die hohe Mission eines Seelsorger- in seiner Gemeinde. Hierauf betrat Pfarrer Durst die Kanzel und legte seiner tiefgründigen Festpredigt das Bibelwort Aiigrunbe: „Des Menschen Sohn xft nicht gekommen, daß er sich dienen taffe, sondern daß er biene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele." Mit starkem Interesse lauschte btc anbächtige Gemeinde den packenden Worten des Predigers. Für die Gemeinde sowohl. alS für den Seelsorger war der Sonntag ein festlicher Tag. 3m benachbarten Wxn dhausen war ber Fest- gottc-dienst ebenfalls sehr stark besucht. Der Dortige Frauenchor sowohl. alS auch ber Männer- Gesangverein fangen je em Lieb und trugen dadurch wesentlich zur Verschönerung der Feier bei. gedräHqt werden. Bei dem ganzen Handel ist aber trotz der Andeutungen von Washington her noch keineswegs klar. waS denn eigentlich im Geheimen verabredet wurde. Denn es ist wenig plausibel, daß sich England bloß um der französischen Unterstützung seiner Morineabrüstungslormeln willen zur Preisgabe des gesamten Kontinents an eine dauernd überlegene französi sche Militärmacht bc« rextgefunben hätte. Sehr zu unrecht versucht man der deutschen Presse die Schuld für da- Auf- t auch en der Kombination von einem geplanten französisch-englischen Zusammenwirken zur See in die Schuhe zu schieben. Amerika hat deutlich genug und von Anfang an selbst diese These ausgestellt. Und es wird seine starken Machtmittel sicherlich nicht unbenutzt lassen, um Beruhigung ober mindesten« Gewißheit über diese Frage zu bekommen. Englische Blätter selber scheuen nicht vor dem Borwurf eines Treubruchs an ihre Regierung zurück. Und die Reisebisposxtionen des Staatssekretärs Kellogg, ber planmäßig London umgeht, bedeuten müxdc- stenS euxe diplomatische Mahnung an Downing Street. Wir sind an dieser Seite der Frage minder unmittelbar beteiligt: aber wir haben an der Abrüstungsfrage des Völkerbundes, mit der dessen ganze Eristenz auf« engste verbunden ist, ein viel zu großes 3ntereile, als daß wir nicht die bisherigen Auslassungen von London und Paris als höchst xm- besriediaend, zum Teil unverständlich und sicherlich ergänzungsbedürftig bezeichnen müßten. Denn die Verantwortung für den Berlauf der weiteren AbrüstungSar beiten muß vor oller Welt klargelegt werden. Man stelle die in vorstehendem Dreieck enthaltenen Buchstaben derart um, daß die drei äußeren Reihen, wie die drei wagerechten Mittelreihen Wärter mit folgender Bedeutung ergeben: 1. griechischer Fabel- dichter, 2. Ungeziefer: 3. Wasserstandsmesser: 4. Note: 5. Schiffshilferuf aus hoher See: 6. frxicht- barer Landstrich in der Wüste. Bilderrätsel. Yoqcl-Versteckrätsel. In jedem der nachstehenden Sätze ist je ein Bogel versteckt enthalten. Welch« sind die»? 1. Er nahm Urlaub, unb am selbigen Tage trat er seine Sommerreife an. 2. Im Eisenbahnwagen hatten sie sich verlobt. 3. Er ging im Pelz im Sonnenschein spazieren. 4. Man rief in Karlsbad durch Fernsprecher ihn an. 5. Es war in St. Moritz eisig kalt diesen Winter. 6. Man findet im Schweizer Kurort Tarasp echte Mineral- und Schwefelquellen. Logoqripß Mit „s" ist's eine» Baumes schone Frucht. Und ohne „s" wird'» Sonntags viel br|urt)t. Arithmetische Ausgabe. In einer Rechnung befindet sich folgender Posten: 1*6 Meter zu je 3 RM. 1' Pf. = *93 RM 12 Pf. Jedesmal, wo ein * sieht, ist die Ziffer verwischt. Wie lautet der Posten? Auflösungen. Kreuzworträtsel. . Zweiteilige Scharade. In meinem Ersten gibt's ein Zweites. Das du im Sommer sehr begehrst, Das auch inmitten manchen Leide» Du für ein Labsal dir erKärjt. Zum Ersten eilt gar mancher Kranke. Weil dort das Ganze lockend winkt, Und lieblich ist auch der Gedanke, Daß eine holde Hand es bringt. Kreuzworträtsel. Vonliixksnachrechts: 1. altes Längenmaß: 5. Saugetier: 9. Handwerkszeug: 10. dickflüssige Speise. 11. Haustier: 12. deutscher Politiker: 13. die Art, sich zu äußern-, 15. Anteilnahme an etwas: 23 Stadt in Hannover. 24. starke Leine: 25. ober- fränkische Industriestadt: 26. Papiermaß: 27. Baum, 28. Seegewächs. Don oben nach unten 1. Edelwild: 2. bc- stimmte Obsternte: 3. vertonte Poesie. 4. wie 1, wagerecht: 5. geistlicher Xitel:«, abgekürzter Adel», titel, 7. andere Bezeichnung für Gestein, 8. andere Bezeichnung für Hast: 14. Fragewort. 15. Harz- siüßchen: 16. Strudel: 17. Schweizer Nationalheld: 18. andere Bezeichnung für Vermächtnis: 19. biblischer Priester: 20. wie 24, wagerecht, 21. Nebenfluß des Rheins: 22. weiblicher Personenname. In beiden Diagonalen muß stets der gleiche Buchstabe in Erscheinung treten. Magisches Dreieck. Lb. Aus bcm vorderen Doaelsberge. Die ausgiebigen Regenfall« ber letzten n den GraSwuchsocr Grummet- ____en. der seither infolge der Dürre in bet Helm Baum zu Watzenborn-Stemberg. hinschei- I Hauptsache nur Hartstenge, gc ^laex^en wie ben Gan, besonder» Ickrwer waren seine Heim- Flockenblume We'enknops u. luchungen im letzten halben Jahn raffte doch I belebt. Ueberall sprossen bxe verschiedensten Klc- Geld schwi udler. ber vor einigen Tagen in ber Butzbacher Gegeno, besonders in Pohl-Göns, dann auch in Ober-Rosbach unb Rieder-Mörlen mit Erfolg ausgetreten war. indem er aufgekaufte Lebensmittel mit alten ungültigen Geldscheinen bezahlte, konnte gestern in Rieder-Mörlen v er- I haftet werden. Gr trug noch 33 alte Zwanzig- rnark-, drei Fünfzigmark- und zwei Hxmdert- markscheine bei fich, von denen einer bereits mit ber abgeänderten Jahreszahl 1928 versehen war. ES handelt sich bei dem Täter um einen gewissen Hermann Schmidt aus Allendorf im Dillkreis. :: Pohl-Göns. 24. Aug Auch in hiesiger Gemeinde versuchte gestern ein Betrüger, alte Zwanzig- unb Hundertmarkscheine an den Mairn zu bringen. 3n zwei Häusern sprach er toegen Giern vor: beidemal ! wurde jedoch ber Geldschein als unecht erkannt. Da ihm der Boden zu heiß wurde, machte er sich In der Richtung Ebers-Göns aus dem Staxxbe. Der Schwindler fahrt Motorrad: axtf ber Rummerplatte hot er das Beizeichen entfernt. Rach einer gleichzeitigen Meldung ans Bab-Rauheim hat man den Goxmer dort inzwischen verhaftet. Kreis Schotten. • Gedern. 24. Aug. Am Mittwochvormittag ereignete sich, wie bereits berichtet, auf ber Baustelle der Bahnerweiterungsanlagen ein schwerer älnglückssall, bei dem, wie ebenfalls schon gemeldet, ber 27 3ahne alte Wilhelm Peppel aus Mittel-Seemen den Tod fand. Der bei diesem Unglück gleichfalls zu Schoben gekommene 33jährige Otto Baumann aus SckartSborn. ber zunächst dem hiesigen Kran- kenho«se zugeführt wurde, muhte nun gestern । nrit einem schweren Beckenbruch und inneren B e r l e tz u n g en in die chirurgische Klinik noch Gießen übergeführt werden. Der schtververleyte Mamx wurde von ber Freiwilliaen SanitätSkvlonne vorn Roten Kreuz in Gießen zur Klinik verbracht. )— ( Ruppertsburg, 24. Aug Gestern wurde hier der 79 3ohre ölte Moritz Baum I a u Grabe getragen Da er ein Veteran ntm 1S70 71 war. fo erwies ihm der Kriegerverein die üblichen Ehrenbezeugungen Als Infanterist n,achte er viele und schwere Gefechte des ruhmreichen Feldzuges gegen Frankreich mit. Eine besondere Freude war eS ihm, an dem Einzug in Bari- tcilncb'ncn xu können 3hm, der die Gründung und den herrlichen Ausstieg uixfcrc« Vaterlandes nufer lebte, wurde darum der Riebergang ganz besonders schwer 2Lber er verlor den Glauben an Deutschland» Zukunst nicht. Mit Ge- bulb ertrug er als tapferer, frommen Erdenpllger all die vielen Leiben, die in den letzten 3ahr> Acbnten seines Lebens ihm auferlegt wurden. 3m Weltkrieg verlor er seinen Sohn, den Lehrer Adolf Baum zu Bobenhausen II, der in Ru- arten. und die Abnutzung ber Wielen wurde sehr gewinnexi. wenn b;e Grununeternte noch etwa 14 Tage hinausgescholxm würbe. 'Do bre Obsternte fast völlig auSfältt. wäre die« sehr gut xnögl-ch. Die Brombeeren reifen, zxuxächst die blauen sog. HundSbronxbeeren. und her Sammeleifer ttt groß, weil Honigobst in diesem ’ Herbste kaum vorhanden ist. Unsere Gemarkungen mit ihren zahlreichen Rainen. Hecken unb Felbgehölzcn beleben sich mit talaufwärts streben ben Sammlern, die jedoch mehr Rücksicht auf bic Feldfrüchte angrenzender Aecker nehmen müßten, um unliebsame Zusammenstöße mit Feldschützen und ber einheimischen Bevölkerung zu vermeiden. Starkenburg. Lpd Darmstadt. 24. Aua. 3n einer Gerichtsverhandlung vor dem hiesigen schöfsengericht kanx heute ein Fall zur Vcrhanb- lung wonach ein gewisser Schreiner Franz vufr* toig Müller au« MoSbach (Kreis Dieburgl da« HauS. in dem er xvvhnte, m Brand gesteckt hotte, unb zwar, wie er sexnerze't au«- gesagt hotte, um in» Armenhaus SU konx- inen. Der Brand war sehr gefährlich und konnte nur durch rasches Eingreifen der $5ucrn*£5 £** löscht werden. Der darau« cnHt Oberkleen. 24. Aug 3n feiner jüngsten Sitzung befchosiigte Nch her Gemeinde- rat mit her Beratung HauShalt»- blanee. für baS Rechnungsiohr 1928 xmb faßte hxeAt u. a folgende Befchlüsfe. ES soll e.ne neue Turmuhr beschafft werden. 3m unb am Schulgebäude tollen verschiedene 3n- standletzuug-arbcxten auSgcführt wer- bcu. die vom Schulvvrstanh a!S notwenbia bezeichnet worden sind. Die Straße bei der Rühl- schen Hofreitc soll eine nme Decke erhalten: ber Waricnbrrgvwcg fnll aus einer Strecke von rttpa 200 Meter au-gebaut werben, worüber daS KreiSbauamt m Wetzlar zunächst einen Kostenanschlag aufstcllen soll. ZortbilbungS- schulunterricht soll im [ommenben Winter nicht abgeholtcn Werben Schließlich Will man noch den restlichen Tell des elektrischen OrtSnetzc« umbauen. Heber ben Umbau soll die UebcrlanbAtntrale ber BuderxrSschcn Eisenwerke in Weylar einen Kostenanschlag aus stellen. Zur Bestreitung ber nicht burch cigexxc »in# .ahmen gebedten lausenden Gemeindebe- bürfniffe soll ehx Zuschlag von 75 Pro- Oberhessen. x Klein-Linden, 24. Aug. Heute mittag gegen 12 Uhr erlitt in der Frankfurter Straße ein aus Richtung Großen-Linden kommender Rod- f o hre r einen Unfall dadurch, daß ein von Gießen kommendes Personenauto ihn aus die Bankette drängte, das Fahrrad ansuhr und erheblich beschädigte. Der Radfahrer sprang noch rechtzeitig ab, wodurch er vor dem Uebersahrenwerden bewahrt blieb. Da» Auto mußte einem haltenden Geschästs- wagen ausbiegen, wodurch die Fahrbahn beengt war. Langsames Fahren an solchen Gesahrstellen dürfte Derartige Zusammenstöße allerdings Der- hindern. • Stausenberg. 24. Aug. Der Mannergesangverein Staufenberg feiert am 9. 3uni 1929 (nicht. Wie berichtet, am 23. 3unl) feinSOjähriges Bestehen. QJ Ruttershausen, 24.August. Unsere Gemeindevertretung bemüht sich schon seit längerer Zeil um die Versorgung unseres Ortes mit Leitungswasser. Die Ansänge der Suche noch Wasser gehen aus die Vorkriegszeit zu- rück, jedoch blieben alle Bemühungen bisher ergebnislos. Im vorigen Jahre wurden wiederum Boh- rangen ausgenommen, die nahe bei dem Dorfe in nicht allzu großer Tiefe Helles Wasser in ausrei- chender Menge ergaben. Bei der chemischen Untersuchung des Wasser» stellte sich aber heraus, daß es freie Kohlenfäure enthält, die sich unter Um« ffenben ungünstig aus die Leitungsrohre und den Lementverputz im Hochbehälter auswirken würde. Man hat daher zunächst die Arbeiten eingestellt unb ist mit der Waffergenofsenfchaft „Glück auf", die die Gemeinden Lollar, Staufenberg und Mainz- «1 - Fl g 1 1 0 1 0 l P I s s | s | s | Bmism iRiüQQ GPI03 nuataBMESwara aBHB rannifi gQBia raann a- ta hbbö nmijg jjttd auf b‘e staatliche Steuer vom VnmdveemL- i ger tvwie Mc E^wcrbecrtr ig- unb Gewerbetapi- | lall' uer zur Erhebung It-mn n Tie Ccmci bc ist in der Vage Hefrn ver-ästvism stig niedrigen (Zuschlag zu erheben, veil sie au» ihrem anfcbii- (Wen Wakbbefftz eine gute SinnahmequeNe Hai Die Mauer um den hiesigen Hriebhos iH »um TeU sehr schadda«? und mutz daher einer gründlichen 2nftands«tzuna untenoarn werden Bei der öffentlichen Äusschreibung der Lrbeu mar der Bauunternehmer Schäfer- Dornholzhausen Denigstfvrdernder. so bah hin der Gememderat auf sein Angebot ben Zuschlag erteilte Äainflau. LPD Frankfurt a. TL. 24 Ltg Der Magistrat lützk nunmehr der Ltadtverordnaten- verfannnlung «ne Bvriage »ugehen. die betztoeckk. h-rs Deu tschordenShau» etn histvri'chLenk. wGrbiges und ünUlenfch vor vo l B'uwer! vor dem rilligen Versal» 4a rcNen, Au *?ru i** he» Vertrages, her mü dem V^iyer des Detaude». dem Geiamtverband der katholi'LM Vfar-gemev • den in Franklurt, ge>chlotte wÄn soll netet die Stad« da- Deutscher den» tzous nur Unterbnn- cung von künstler- Konzert des BandiunkorL'e'ters Opern-Mu'ik 18.30 bis 18.4*’ Snglstche krieratur proben 18.15 bi» 19,10 Englischer Sprachunterricht 19.15 bis 19.32 Einführung in bk folgende Ofernuber- tragung 19.30: Vom Frankfurter Open.hau4 Tosco TTuhfbrama ,n drei Akten. Test nach V. Sardvu von V 3Düa und G Giacola, deutsch von Mai Äalfwf. Musik von G. Puecist. 2Ln- schließend: SchaUplatten-Kon»ert. Aus hem SfmwcrfünbiaunfltMdff * Das AmtsverkündigungSblafk 2ir 62 rein 24 August entMlt eine Vekannt« machung über die ^auptfbrungen 1928. /—Was ist Togal?—s XogaUXabltticn sind ein hervorragendes Mittel ■egen Rheuma, Gicht, Ischias, Grippe, Werves- u. Kopfschmerz, Erkillusge- kraskheltesl Schäbigen Sie sich nicht durch i'itr.derwertige -IttttL Usber 5000 letzte dnerfennrn die her norrogenbe Wirkung des Togal Fragen Sie Fhren Arzt 3n allen Apotheken Mark 1 40 Zaasch mit (Die (Persil-Utösche ist im höchsten (5/el1t|d)e» Amtsgericht. Arbeitsvergcbung. Für die Gemeinde Fei»kir«sten soll auf un|erm 'Bureau die Ausführung einer Eisenbetonbrücke oon 4,50 Meier tickst weile durch schriftliche« -Ingebot unter Zugrundelegung der 9teid)»i’crbinflung»prb« nung vergeben werben. Tie Verdingungsunterlagen liegen auf unferem Bureau offen, wo ringrbvtsvor- drucke zu erhalten sind Angebote sind oer- schlosten, mit entsprechender riufschrisi ner- >hem postfrei bi» zum Cröffnunastermin am Montag, dem 3 September l4?8, vor mittag» 11 Uhr. bei un» einzureichen. 3ufd),ag»frlft drei Dache» 7635D wiesten, den 22. August 1928 chesfische» Äulturbauamt ff. Steinbach, 9tegierung»baurat. Berneijuag oon Banoröeilen. $ür die Erweiterung der UnioersitSf». Äinbcrfllnlf zu Glestrn werden im offmi- lichen Wettbewerb vergeben 7661D 1. Glascrarbeitc i: Rund 200 qm Fenster. 2. welstbinderarbeiten Co» 1: 380 qm äußerer 'tßanbpui, Del- farbenanftrirt): 370 qm äußeres Folzwerk, 300 m Gesimse, sandeln usw Co» 2: 5450 qm inneren Danb- und Deckenpust usw. Die Berbingungeunterlagen und Zeichnungen liegen auf unserem Amte. 5te- phanstraste 18 (im Dachgeschoss zur Ein- sicht offen. Angebotsvordrucke werden, solange der Vorrat reicht, dort von Mittwoch, den 29. d. M , ab abgegeben. Dis Angebote sind oerschlosien, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bl» zum ErSsfnungslermin. Samstag, den 8. September 1928, vormittag» 11 Uhr. bei un» einzureichen AjfdMagsfrift: vier Wochen i-testen. den 23. August 1926. Hessische» Hochbauamt Gissten Verth ©rommelgros-BetRelgerong öei Stadt (fließen. Dienstag. den 28. August, und Mittwoch, den 29. August 1928, soll das (Brummet- gra» von den städtischen Diesen öffentlich meistbietend versteigert werden, und zwar: Dienstag, den 28. August 1928. al vormittag» 9 Uhr (Zusammenkunft am Dd)lad)ihof) von den Diesen im 7?eti- stadter Feld, bei dem Schlachthos, chohl- nrt)e und auf der Fnsei b» Tormltlag» 10S Uhr (Aulammenkunft in der Restauration oon Gg. Schrimpf, Haiserallse 4) die Diesen an der Thrnm- Ichen Fabrik, eine Diese hinter der .Rlaranlage, von den Wiesen „Am Weiher", am Ohleberg, im Aecgftraud) und am^Alten Steinbacher Weg (Rust- lanb). c| stachmiilag» 2 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration „Vbilolophenmalb") oon den Wiesen im Wiesecktal, am Fürstenbrunnen und an der Eselswiese. Mittwoch, den 29. Auaust 1928. .1) Dormittaa» 9 Uhr (an Ort und Stelle) an der Anneröder Straste von ben Wiesen am Altentisch und Utersbrun- nen, anschliestend an der Rodger Slrahe von den Ochsenwiesen und ben Wiesen im Stolzen Mdrgen b) Tlachmittag» 1 Uhr (an Ort und Stelle) oon den Wiesen in der Gemarkung Grohen-Buseck und Rödgen. 6teigliebbaber, welche die Wiesen besichtigen möchten, wollen sich an den städtischen Wiesenmeister Rio«, Am Rodtberg 5, wenden 7ä76B Die Bürgermsistersisn der umlieaenben Gemeinden werden ersucht, Dorsteyendes in ihrer Gemeinde bekanntmachen zu lassen. Giesten, den 20. August 1928. Der Oberbürgermeister. I. D.: Klingspor. Oeffentiiche Verdingung pur den Neubau eine» Finanzamt» in Metzlar sollen die Erd-, Maurer-, potz- unb Asphattarbeilen und die Lnlwässe- rung»anlage im Dege der öffentlichen Aus- schreibungen vergeben werden. 7674v Tie Verdingungsunterlagen können ab Dnnnci»tag, ben 30. August 1928, beim Reich»bouaint in tkassel. Obere Rönigstraste 29, unentgeltlich, solange der Vorrat reicht, bezogen werden. Die Zeichnungen liege heim 3^eid)»bau- amt in Kassel, Obere Königstrastc 29. und bei dem Finanzamt in Westlar zur (Ein- sichtnahme aus Die Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Verdingungsangebot über Aus- fubning bei Maurerarbeiten für ben Qi- nanzanstsneubau Westlar" bi» zum 8. September 1928, 12 Uhr, beim Reichsbauam« Kassel em zu reichen, woselbst bis Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bieter statt fqibet 3u|d)lag»frift lauft am 22. September 192h ab. Reichsbauamt Staffel. 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Der Atmokat. den die alte 3ame früher gehabt, war inzwischen im »ranken- baute nach einer ©ehirnoperatton verstorben Sein Nachfolger war ein hier sremder junger Anwalt au« Dinant, der nie etwas mit der alten Dame zu tun gehabt hotte. Der alle Bureauvorsteher des Advokaten erinnerte sich, daß Frau Longeoille öfter« dagewesen war. um em neues Testament auffetzen zu lassen und sie da» später wieder ungültig gemacht hatte. Sie kam so oft damit an, daß man sie überhaupt nicht mehr ernst nahm ..Dor etwa vier Wochen". sagte der Bureauvor« fte!>er,_ „hatte fie einmal an den Notar geschrieben, sie würde nächstens fornmen und ein neues Testa« ment machen, aber sie war nie erschienen." „Sann muhte sich das alte Testament doch noch finben. Hatte denn die alte Dame sonstwo noch ein Safe ober einen anderen Advokaten?" dachte sie. Ähre »rast war in diesen Tagen erschöpft, sie war wie gelähmt. Da, Testament der Toten hatte sich, trotzdem man die ganze Wohnung durchsuchte, nicht gefunden. so alt wie meine Mutter, die Jahre geworden. „Frau Longeoille war also fühlte sich noch sehr rüstig?" Gewiß", sagte Odette, ..sie Jahre alt." -»Nun, läge doch ziemlich nahe, da« zu denken", sagte der ©b'wrf*mrrvf» mar nicht zu fmch. eher zu modrig gegriffen Um das Gesagte zu erhärten, darf ich einem auf diesen, QMrict gewih erk ah reuen, mchtlierärztlnhen Fach- mann. dem Ditekwr des Instituts für Milcherzeugung der Preustfta-en Dcriuchs- uub Fnr- schungeanstalt für Milchwirtschaft in .Aid. Professor Dr. Dünger, do« Wort geben, ör sagt in Verhängnisse. Vornan von Lies-et Dill. Copyright by Martin Feuchtwanger. 5>alle (Saale). AerieuchcndekämpsuiigdmchTlerseucheiisorschung Von prostffor Dr. 'Jtmcf, Direktor des Veicrinär hygienischen und Xicrfcutfien 3nihhite der LandeS'Univttlttäl Gießen. eine arofterc An-ah. bon ansteckenden Hau-:- r- Iranktzei >-n ber geletzlichen Wämpfxmg nberchauvt nicht unter! c jt. 3ene Enftchädigun^en find aber unter b?n bestehenden Derhäktmfsea nicht cfnxi eine völlig unm'tte Au-gav? sondern leihen brr velerinärvvlizeilichen Bekämpfung der Seuchen sehr wertvolle Dienste ßangc Zett hat man sich an matzgebenden Stellen gegen die Ensührunz der ftaattichen Smfchöbigu-g al- Mittel -ur Seuchenbekämpfung geüraubt Ma:, btt auch — TLanw; Lee geld-en Golk" geht und die in allen Ländern mit hochentwickelter Viehzucht sich cm- geniftc: hat ihre leichte TV-'tlerrbirfd! ibrr Hortnäütgtcit ihr? zunehmende Drrbr.itun^, -n d nicht zuleyt .her ur.bcüba'. t ;n den methr Fällen beru.ttichtigt so dürste es wohl einleuchten. das, auch biete diese Seuche ein pdd(t gelähr'a. Milliarde tMhmarf ' e.ech-et worden Für Cteh. rrexi) wurde der Milchveriust infolge dieser ansteckenden Suterentzundung >-ut etwa 25 TltiRmnen Liter im 3abr angegeben batst ein Fünfte! jener Mllchrnenge. die ,wtwenb:g wäre, tun die Einfuhr von M Ichprvdultvn aue IBcnn ich ein weitere- Beispiel an führ en dort, um welche Werte es sich hier handelt — es gibt auf diesem Gebiete leider mehr al- genug solcher Beispiele — so möchte ich daran erinnern, daß m den Milchvichbeständon. und zwar je größer sie ftnb. um so mehr, ansteckende Suterentzündungen heutzutage in erschreckendem Maße um sich greifen Diese LutereMzündungen können dazu führen, dal) Kühe alS Milchtiere völlig wertlos werden. Zu dem Ausfall der Milch fom- nwn die Wertverluste, wie sie sich durch die Vvt- Wendigkeit des Berkaus- und durch Schlachtung der von der Krankheit ergriffenen Dere ergeben. Denn man auher der ungeheuren Verbreitung der gefährlichsten Suterkraükheit. bte unter dem Nachdruck verboten. Es gibt Leute, die nicht genug über die .Verdorbenheit unterer Äugend klagen können, die überall an unserer Äugend etwa- au-zufetzen haben. Unb die Äugend hinwiederum strebt nach .Freiheit", nach noch größerer Ungebundenheit in vielen Dingen G- ist der ewig sich erneuernde Gegensatz zwischen alt und jung, den wir beobachten können E- beucht mir. bah vielfach beide Teile über das Ziel Hinausschiehen, bah im Durchschnitt unsere Jugend, gemessen am Maßstab vergangener Zeiten, lange nicht so .schlecht" ist. wie sie geschildert wird, und daß die Stürmer unb Dränger in der Jugendbewegung. insofern sie schrankenlose Freiheit für da- heranwachlenbe Geschlecht fordern, aus vielen Gründen den Pflock noch gewaltig werden zu- rückstecken müffen. Zeiten kommen und gehen. Und wa- einst jung war. wird alt. So ist S im Leben der Völker, so ist » im Leben de- einzelnen. Da- sittenstrenge Sparta, dessen Jugend ganz vom Staate gekettet wurde, entartete; im alten Vom war es nicht anders. Der berühmte Cicero, der hervorragende Vedncr unb Denker, widmete seinem Sohne ein Buch „dc officiis“, .von den Pflichten". — doch sicherlich deshalb, weil er es für ihn und feine Zeitgenossen für nötig hielt. Zeder Mensch hat Pflichten Erfüllt er sie nicht, so schädigt er sich und andere. Der Staat — ob vor tausenden von Jahren ober in kommenden Zeiten — verlangt von feinen Angehörigen Pflichten; das gleiche verlangt die Gemeinde, verlangt die Famille. Pflichten muh sich der einzelne, wo er auch immer Reben möge, aufedegen. will er ein wahrhafter Mensch sein unb nicht sinnlos ba» hinleben. 3a, wer die Tierwelt beobachtet, sieht, dah sie nicht nur von 3nstrickten beherrscht wird, wie so viele gerne glauben möchten Sink» es nur „Instinkte", die den Vogel fein Best bauen lassen, bah er mit bewunbemswertem Fleth unb Eifer feine Zungen füttert, ober dah ein fast wehrlose- Veh sein Junges mit Kraft und Mut gegen den Fuchs verteidigt? Pflichten sehen wir überall, mag sie nun ber Verstand ober der sicher viel zu gering bewertete „Instinkt" fordern. Die Pflichten, die der Staat seinen Angehörigen auserlegt, werben — im weitesten Sinne — Gesetze genannt. Wer sich gegen sie vergeht, erleidet Vachteile. Das Straf recht, das der Staat für sich in Anspruch nimmt, behandelt „Missetaten" aller Art, vom schwersten Verbrechen, dem Mord, bi- hinab zur UebertTetung. etwa dem unerlaubten Lärmen oder Fußballspielen auf einer Strohe Unser Strafrecht ist in ber Haupt« lache im Deutschen Aeichsstrafgesetzbuch feft gelegt, dessen Neuregelung bekanntlÄ zur Zett em- Vom Lugendgenchisgesetz Don Jugendrichter Amtsgerichtsrckt Fran; Gros in Gießen. In ber Vr 31 ber Beilage .D e Scholle" bei Oiebener Anlegers h:t Aerr Dr Zubrot in Orten berg bit Ttzen i f ierieuchenLxckämpt'wg durch Ttericuchenforichui g' und im Zufammen- bong dann! eine Veihe von Fragen behandelt, auf die einzugehen ich al- Vertreter der Deie- Ttnärbhflicrr unb Tirrieuchenlehre an ber vete- rinännedlftnifchen ^alultät unterer Lande-uni- herltLät nicht unterfallen möchte Im voraus möchte ich es freudig begruben, dah ♦vt Vichts achman - von dem man glauben könnte. *r stehe einem Problem, tote dem von ihm behandelten ferner, es in feinem Äern so scharf ersaht unb den Weg zu feiner 2Ölung so folgerichtig vorgexnchnei bot. Sehr zu wünschen wäre es. dah ferne Ausführungen in bet beteiligten Renten bte gebührende Aufmerksamkeit finden Wenn wir von Tierseuchen sprechen, so dürfen wir nicht auher acht lassen, bah man darunter nicht mir die anzeigepllicht-gen. die ber staatlichen Bekämpfung dem auch die „Um diese Zett waren wir auch im Hause", sagte Odette. „Ähr gingen in die Suche. Die. alte Dome hatte Erdbeeren eingemacht und zeigte mir ihre ftrüchle. die baftanörn. Wir sprachen dort noch ♦'ne Beile über alles möglich Tante redete mir zu. doch den Regen adzuwanen. AI» es aber immer »netter goh. ging ich schließlich doch." ..Unb Sie sind Bietern Manne auch nicht begegnet?" Nein, ich habe ihn noch nie gesehen." E» war ein erst vor einigen Wochen au» Chate- audun hergezogener Schreiner, ber für em Möbel- aeschöft arbeitete, aber mehr in Wirftchaften herum- sah. (Fr hatte in (Tbatraubun Schulden gemach, unb man hatte ihn dort vor die Tür gesetzt. CFr wohnte bei dem Rirchdossgäriner und hatte an diesem Abend versprochen, da» Äird>bof»tor yi schie- hen. Und dabei war er an dem „Schühchen" vor- beigefommen. (Fr hatte gedacht, das Hau» liegt ja ganz dunkel, al» ob niemand mehr bann wohnt. Sonst hatte immer die Laterne über her Haustur gebrannt. n»enn er abend» hier rorbeifam. Am anderen Mor- gen um sechs Uhr, als er wieder heraufkam. um oa» Tor zu öffnen, begegnete ihm das Bäckermäd- wtd sogt,, grau Longeoille öffne nich. ba mime etwa» passiert sein. Sie habe ge'chellt und geruten aber niemand habe sich im Hause gerührt, eonft sei bas Tor immer ichon um diese Zeit bie aI,e Dame habe ihr selbst da: @e- ^genommen. Da war er gleich zum Gendarm gelaufen unb halte den mitgenommen, und fie bat- L™ aUr* POrPefunben, unb das G-nentor stand oifen. »äs Ihnen aufficL kJ?5 aI‘e Dame sonst sorgfältig veftchossen hielt, offen stand'- Ter Richer salj Loctrc an. Qönncn Sic stchdas erklären. Madame sn!± rus°»*NEN „Meine Tante bett, n btfiem Abend zu nur gesagt. Geh« nur, laß das Odette wußte davon nicht». Lieber diese Dinge hatte ihre Tante niemals gesprochen. „Sie tat sehr geheimnisvoll mit ihrem Tesla« ment, das mich aber nicht weiter interessierte, weil ich es für zwecklos hielt, Hoffnungen sichere Erbschaft zu setzen." „Sie haben also die alle Dame aus lichen Gründen aufgefuch?" Odette sah den Richter groß an. blitzten auf. Sie denken, ich habe sie ich sie vielleicht beerben könnte?" unoc geben oder gegangen __ - zu eitftchädtaen Andere Erwägungen, wie z. B bic Möglichkeit der hc- trügerilchen Ausnützi-ng der Gntsch^kngung wurden außerdem gegen sie ins Feld geführt Indessen formte man lid> den Vorteilen nicht ver- fch'iesten. die andererfeit- für die veterinärpvlizei- liche Bekämpfung daraus erwachsen können. Diele Grwägungen baoen schließlich den Ausschlag und die Erfahrungen ihnen Recht gegeben Gs hat sich gezeigt, daß die Cvträbrung von Grttschädigungen für die Tier desitzer ein wirksamer Anrei.; zur Gr- Mllung ber Anzeigepllichl ist und infolaedessen Seuchenfätte viel zuverkäffiger und rascher zur Retmtnis der Behörden und damit zur Veterinär- polizeilichen Betäinpfung gelangen als zuvor. Ob.ie auf die mit dem Entschädigung-verfahren zusammenhängenden, etwas verwickelten Verhältnisse näher einzugeben, sei noch erwähnt, dast auster den, gebaditcn Zweck noch ein weiterer dannl verbunden ist. nämlich der. die für den einzelnen Tierbesitzer schwerwiegenden mittelbaren und unmittelbaren Seuchenschäden auf die breiten ehn Ihm elbst am Tor abgenommen und einen Blick daraus ne warfen unb em eigentürnllkhes Gesicht dazu gemacht. «Sar sie bestürzt ober erschrocken?" tForksthung folgt.) _ Spiclplan der frankfurter rhcatcr. Opernhaus. Sonntag, 2S. August, 19.30 bif ,w 22.30 Uhr Der Zigeunerbaron". Montag, 27., 19.30 Ins gegen 22. ..Tosca". Dienstag. 28.. 19.30 bis 22.30: .Don Juan". Mitt- woch. 29.. 19.30 bis noch 2230: ..Die Macht dcS SchrckfalS". — Donnerstag. 30. 10.30 bis 22.15: Der fliegende Holländer". — Freitag, 31.. 19 30 btt nach 22: „Mignon". — Samstag. 1. September. 19.30 btt nach 22 „Der Freischütz", örmntag, 2., 19 btt 23: „Lohengrin". Montag. 3.. 19.30 bis nach 22.30: „Der Zigeunerbaron". Schauspteshau« Bi« 8. September gr- schSoffen. gebend den Ve^ch-tag beichäfttgl und das unter Berücksichtiaung der Erfahrungen imd Er,tebnille von Wissenschaft und Prartt gewissennastm neuzeitlich umgestaftet werden soll. Denn auch Stras- gefetze inuerliegen dem Wandel der 3eittigc Vorstellung. Ein »mgefähves Bild farm man sich aber machen, wenn man sich vergeaenwättigt. dast von dem Wette der deutsche:' Pslan^enerzeugung im ®efamtbe« trage von 10.4 Milliarden Matt allein 7.7 Milliarden in der Viehwirftchast verbraucht werden und der Wett der Fkrnsch-. Milch-. Geflügel- und Wvllerzeugung rund 9,3 Milliarden Mark betrögt. Aus biefen Angaben lästt sich ermeffen. welch hohe Wette auf dem Spiele stehen, wie wichtig die Gefunderhaltung unterer Haustierbestände und befonders ihr Schutz vor gefährlichen Seuchen ift Äarm doch eine einzige Seuche, wie die Ersah« nmolebd. in einem einzigen Seuchenzuge einen Ntrocn Schaden anrichten, der sich aus etwa ', Milliarde Mark bezlssett. Daneben gehen ^ahleronästig nicht tastbare ober nach vielen Millionen Mark zu berechnende jährliche Verluste tuibrr bte drirch eine Veihe von Seuchen, sowohl solcher die gesetzlich bekämpft werden, al- auch noch vieler anderer t^erurfacht werden. Die durch- schniftlsthe jährliche Entschädiguna»- f u ur Zeit b.tt Vuck^r^: Xv v ; ift. dast der Gelamtwett der Mllcher^eu iung für das 3abr auf rund 3.6 Milliarden )?larf ve » anlchlagt tn^b. alko hoher als der unserer tri ^* tigften tnbuftrier.cn Srzeugnifse iVeheften ninb 3 Milliarden Mark. Kohle rund 2.3 Milliarden ‘Ularti. so Aciat sich auch in dieser Beleuchtung, wie getoalhg die Wette sind, die hier durch Ntt rimsichgreiten verderblicher Viebfeuchen gefährdet find und wie nokwendtg es ist. bet der Bekämpfung solcher Tierieuchen die Wiftenfchaft in viel stärkerem Maste als bisher zu unterstützen Tor offen, ich schließe es nachher, wenn der Negen nachgelasien Hai. „Da» ist eigenUlch merkwürdig, ba die alte Dame fönst so vorsichlla war." „An diesem Abend regnete e» zu sehr. Sie ließ '»ich gerade nur heraus unb schloß die Tür hinter sich ob, bas hörte ich noch." .Unb bte Fenster ihre» Schlafzimmer» hat ste offen gekästen? Da» ist hoch auch sonderbar?" „Meine Tante schlief immer bet offenen Fenstern, auch im Winter." Durch diese» Fenster mußte ber Mörder ringe« liegen sein, denn bte Hauttür war dot innen ab- aeidbloifen. (Fr war auch scheinbar durch ba» Fen« ter entkommen Der Schirmflicker war bereit» aus der Haft entlassen. (Er tonnte nachweisen, daß er non acht Uhr abenbs ab im „(Brünen Affen", einem Motel brüten Nanges am Dollmarkt, gewesen war und bort im chose über Nacht geblieben war wegen bes schlechten Wetter». Au eh ber Schreiner nxirbe entlasten. Die Juristen gingen noch einmal durch bas eijaus unb beleuchteten Möbel unb Teopiche. ich sagte ber Staatsanwalt, inbem er sich über den Ramin beugte unb mit ber Spajicniotfipipr Loschen ba» aufgehäufte A0I3 stocherte Sehen oie einmal, liegt ba nicht verbrannte» Papier?" Es waren Reste braunoerfoblfer Papieritücke, bte auf bem Ziegelboden bes Ramins verstreut lagen. Die Richter sammelten es sorgfältig auf. „Für ben Gerichtschemiker vielleicht interessant", meinte ber Staatsanwalt, unb sah nach Odette hinüber, die am ixenfter stand. per Himmel hatte sich wieder grau bezogen, ein leifer, sanfter Sommerregen fiel auf die durch« weichten Felber. Dieser Rege» hatte die (Erbe auf- geweicht unb ttwaioe Fußspuren verwischt. Die Polizeihur.be hatten Die Spur ausgenommen, aber bis ,etzk nichts gesunden. Man hatte bie Tote une- ber bedeckt. Odette zündete zwei Rcrzen an. stellte fie an 'hretn Ropfenbe auf. Die flackernden Lichter 'mb der lange, starre Körper unter ber weißen Hülle erinnerten sie an bie Tote die in ihrem Hause gelegen batte, an deren Ben fie bie letzten Taqe zu- gebracht. ‘Zkr mürbe diese Aote hier beerdigen unb wcr begleitete fit? Ich kann e» nicht, ich kann e» nicht. Auch Odette wußte nichts darüber zu sagen. Ihre Tante hatte von Ihrem Testament gesprochen, aber sie sagte noch kürzlich zu einer Frau, bie mit Eiern an bie Tür kam: ©eben “* WH ftt SOWtrtH gufr 3le6e«8 ..R.tlN WO. F1H* bei: 7I6D Neufer Säue fir.11 i« ititbriebf« g «fr. 7.5k "c, filiwfta ft» So tottt cmnn, lebbwjS— “Le flfr . Ä28. an'^lL . -aftsanv- W S- «aeiuWZ . 1923 ^” w- BieTechnis mit Woiemsnn ud Ktatt*** Das Paradies der bayerischen Alpen Alpine« Solebad I HAheoIwrt und TerreUikuna Bergsport uairt u pTcsxm lirta urcrrttncfi icrOBtsuha. rrteduxxrufcmvti* »rtHBoeo« UN sri satutiaeri »wie t* Ittt- w4 hrtersMrw Uv* ÄS L U* tat tat %OI mtr d schli fall au 3er lon- d«, mttt ber fast sich mir! Ule stark leibe Q üt?ri ichrö7 j.i) > rnnbei itbti Bertel 3m Loch« Hart log Har W mt nad Wie I l#n San Ern •Sei Bei Wandern und weisen Bäder und Sommerfrischen troffen wird. Weiter besonders abends eine entspricht lüi)* Susen. Alle den sanft issende 1R bedeutet ab- und- ein von 3acob van Lampen 1655 mit antifi# Ichen G'.ebeln und Pfeilern geschaffener Prachtbau dessen Archttektureindruck von feinem anderen Dau der Hauptstadt in der Wirkung über» — • ' ' wir der weltberühmten Kalverstraal. wo -- - . ... unabsehbare Menschenmenge langsam und dichtgedrängt wie in dem Fohcr eineä Theaters ergeht Wir sind im Mittelpunkt des alten, auf gerammten Pfählen erbauten Amsterdams am Münzturm. Don hier gehen strah^nsormig Die Straften auseinander Dicht wett ist der tret' eckige Rembrandtplein mit Rembrandts Denkmal. Die Mitwelt hatte den Meister verkannt und bei feinem Tode hinterlieft er nichts weiter als ärmliche Lumpen, Pinsel und Palette. Hier soll er nun - wie das so geht — ..die Huldigung der Lachwelt" inmitten des Lärms und in der Lachbarschaft zahlreicher Dars und Vergnügungsstätten entgegennehmen. 3n der Westerkerk liegt er begraben. Dem Rijksmuseum ist eine eingehende Besichtigung zu widmen. Man kennt Amsterdam nicht, wenn man nicht seine Hafenanlagen gesehen hat. Mit den gewaltigen Ladekranen, Packhäusern, den hin und hersausenden Dampfbarkassen und den mächtigen O^eanriefen gibt er ein Dild von den weitausgedehnten Handelsbeziehungen des Holländers. Schnurgerade ist die doppelte Dahnlinie, die uns von Amsterdam nach Haarlem führt. Diele Stadt ist bekannt durch ihre schöne Umgebung und den Reichtum an Museen. Den weiten Markt- platz beherrscht die oft von Jakob Ruisdael gemalte Davokirche. deren Orgel ein wundervolles Werk des achtzehnten Jahrhunderts darstellt. Rach Besichtigung ber vielen Museen «das ^rans-Hals-Museum birgt Meisterstücke dieses Malers) wird ein Abstecher nach Zandvovrt Erholung bieten. Es ist der eigentliche DadePlatz der Amsterdamer und Haarlemer. Die schönste Stadt deS Landes ist der Haag. Paläste und Theater. Gesandlschastshotels und Dibliotheken. elegante Restaurants und Museen runkhaften Dildern ab. Dazwischen wechseln in p ziehen sich Anlagen und ParkS hin und vervollkommnen den Eindruck. Weltbekannt ist der birgskette nackt in grandiosen Verwitterungen aus der Lrde. Mächtige Granitsessel stehen da nebenem- ander, die anmuten wie Stcintftrone eines verschal- lenen Riesengeschlechtes. (Line ausserordentlich lohnend Xammwanberung führt von hier zum Denkmal Stifters, des graften Dalddichters, und zum stillen Blöckensteinsee, nach Stifters Dort eine „aerfteinerte Träne*. Hier ist dic fjeimat der schönsten Dichtung, die diesem Waldgebirge gewidmet wurde, die Heimat dxs o rtj ro a l bx. (1476 Meter). Dem Bergpaar Osser und Arber < licher ein zweites: Rachel und L diese Gipfel, herausgehoben aus f schwellenden Wäldern, bieten umfassende sichten aus die Länder zu ihren Fussen, auf die bayerischen Kreise Oberpfalz und Niederbayern, die Donauebene, Oberösterreich und die Tschechoslowakei. gehen wir geradeaus an Wechslergeschäften, Kaffeehäusern. Läden und Warenhäusern vorbei zum Dam und stehen dem cftemallgcn Rat- hause, jetzigen Königspaiast gegenüber. ES ist tuten manche Sehenswürdigkeit aufzuweisen. Den Höhepunkt einer Hollandreise bedeutet die Hauptstadt Amsterdam. Don dem in niederländischer Renaissance erbauten Bahnhofsgebäude Auch Deutschland hat berühmte Gegenden, dis jeder tonnt, die jeder besucht hat, und andere Orte und Landschaften, die bis heute unbekannt und unerkannt geblieben sind Im Harz, im Thüringermald, im Riesengebirge, im Schwarzwald ist fast jeder deutsche Ferienwan. derer, sind die meisten unserer fremden Gäste einmal gewesen. Unter zwanzig Bergsrohen aber hat faum einer den Weg zur waldreichsten deutschen Landschaft, zum Bayerischen Wald, gefunden. Der Bayerische Wald ist bis heute nicht „er- schlossen". Er liegt abseits von allen graften Ber- sehrslinien, an der Peripherie des Landes, ringe teilt in den Grenzwinkel zwischen Donau, Tschechoslowakei und Oesterreich. Rur bescheidene Klein bahnen, die noch Zeit und Weile haben, fuhren in diese vergessene Welt. Es ist eine stille Welt. Die Dörfer liegen weitab voneinander in Tälern versteckt, in den Bodenfalten geborgen. Unverkennbar ist der Hang der Waldleute zur Einsiedelei. Ab- seits von den Straften, am Waldrand, mitten im Walde selbst stehen weltverloren die Bauernhöfe, typische Siedlungen dieses einsiedlerischen Volkes. Es ist noch ganz mit der Ratur verwachsen, die es umgibt, mit dieser herben rauften Bergnatur, die die eigene Herbe und Rauheit ihm aufgedrückt hat. Städtische Siedlungen sind hier wesensfremd. Er- reicht einer der geschlossenen Orte 6000 Einwohner, so erscheint er in diesem Land der Einsamkeit fast als Groftstadt. Die Gewerbe, die hier getrieben werden, sind bodenentwachsen wie die Landwirtschaft. Die Holz, und Glasindustrie sind uralte heimische Betätigungen. Die Glasfabriken stehen auch heute noch abseits von den Wegen des Verkehrs auf Waldlichtungen, in Waldtälern. Ueberrefte eines mittelalterlichen patriarchalischen Hüttenidylls. Die Gasthöfe sind sauber und einfach. Der 5rem denoerkehr ist noch kein Gewerbe. Man geniefti eine schlichte, bodenständige Gastlichkeit. Der Daye rische Wald macht nichts aus sich, ebensowenig wie der Waldbauer, der ihn bewohnt. Und diese Weltvergessenheit ist es gerade, die den stärksten Eindruck auf den empfänglichen, empfind- samen Reisenden macht. Er fühll sich hier in unmittelbarer Natur, die sich ihre ursprünglichen Züge unverdorben bewahrt bat. Hier wandelt der Reisende aus Urgestein, das seine heutige geologische Gestalt schon Saftrniillinnen besah, bevor die Alpen aus der Erdrinde barsten. Nur das Waldkleid, das die Landschaft trägt, ist schmäler und kürzer geworden. Der Ackerbau hat Stücke davon abgerissen. Doch auch heute ist der Wald noch ein einziger wallender Riesenmantel, der von den Schullern des Hauptaebirgslammes in weiten galten auf Hügel und Täler niederfällt. Friedenspalast, an dessen Dau und Ausschmückung die verschiedensten Rationen mitgeholfen haben. Das Seebad Scheven in gen ift der Abglanz des Haag. Die Eleganz der Stadt ist hier an den schönen Strand der Rordsee gerückt. (Sin lautes, wimmelndes Seebad. Die Heimreife bringt uns über Rotterdam. 3n vielem ähnlich mit Amsterdam, steht es an Droft- artigfeit und Vielseitigkeit des Lebens doch der Hauptstadt nach. Don Bedeutung fuift die endlosen Hasenan lagen, die zu befübrigen man auf einer Hafenrundfahrt Gelegenheit hat. Die Stadt entbehrt des Luxus' und des Überflüssigen Glan- zes. Eie macht den Eindruck solider Tüchtigkeit. Wer diese Orte besucht hat, hat das Wesentliche Hollands gesehen. Es ist nicht Zweck einer Reise, „alles" zu sehen, sondern das. was man sieht, voll zu erfassen. Den Bayerischen Wald lernt man am besten kennen, wenn man ihn, dem Zug seines chauptkammes folgend, von Nordwest nach Südost durchwandert. Im Norden sind die Städtchen Cham oder Furth die geeignetsten Ausgangspunkte. Beide Orte liegen an der Eisenbaftnstrecke Nürnberg- Prag. Von Cham führt eine Kleinbahn nach Lam, am Fuß des zweihörnigen Osier (etwa 1300 Meter), der von hier in zwei Stunden zu ersteigen ist. Wer von Furth her anmarschiert, kann den Weg über den aussichtsreichen Hohen Bogen nehmen, der wie ein schützendes Bollwerk nach Norden vorgeschoben ist. Der Osser ist der Schauplatz der volkstümlichsten deutscher Oper! Am Osthang des Berges befindet sich die Wolfsschlucht, wo Webers „F r e i s ch ü tz" im Bunde mit dem Teufel seine Freikugeln goft. Der schönste Abstieg führt nach Böhmen zum gröftten See dieses Waldgebietes, zum Schwarzen See und zum I c ii | c l 5 f e c. Das Gebiet um diese beiden tiefernsten Seen ist Naturschutzgebiet. Tiere und Pslan- zen leben und sterben hier in urtümlicher Freiheit. Hein Fisch wird gefangen, kein Reh gejagt, fein Baum gefällt Von diesen Waldseen steigt man hinab nach Böhmisch- und Bayerisch-Eisenstein. Beide Orte sind als Sommerfrischen beliebt. Hier wie anderswo bietet fid) Gelegenheit, die dem Bayerischen Walde eigentümliche Glasindustrie kennenzulerncn. Die Zahl der alten Waldglashütten verringert sich immer mehr. Sie erliegen der Konkurrenz der sächsischen und schlesischen Fabriken mit ihren günstigeren Produktions- und Versandmöglichkeiten. Die Waldpoesie uralter Glasmacherkunst wird vielleicht schon in wenigen Jahrzehnten für immer verschwunden sein. Don Eisenstein erreicht man in etwa zweieinhalb Stunden den höchsten Berg des Bayerischen Waldes, den Arber Bei ganz klarem Wetter geiftern am Südhorizont sogar die Alpen auf. Der Rachel (1450 Meter), der in einer seiner Fallen auch einen dusteren See birgt, ist am leichtesten von der Bahn Zwiesel- Grafenau aus zu ersteigen. Der ßufen (1370 Meter), in vierstündiger ftammmanfterung vom Rachel aus zu erreichen, ist von einem chaotischen Gewirr mach- tiger Granitblöcke bedeckt. Und noch zwei lagmanbcrungcn südlicher, immer über Berg und Wald, liegt der intereffanteftc Gip- fei des ganzen Bayerischen Waldes: der Dreises s e l. Auf ihm bricht das Urgestein dieser Ge- Reisewinke. Rhcinpfälzcr Heimalwochr im Nürnberger „Türcrjahr-. >inc der letzten graften Veranstaltungen bHl Nürnberger ..Dürers ah res" tovrb die vom 8 MS 10. September in Nürnberg ftattfinbende . Heim«». Woche der Rheinpfälzer" hüben. Wie seinerzeit die ..Oesterreicher Woche", bic ^Oberpfälzee Woche" itnb der .. Fränkische Dichtertag . Io wird auch tac Rheinpfälzer Heimattovch«- die Vedeu- tunq des Nürnberger ,.Dürerja-res" als einer kulturellen Veranstaltung insofern unterstreichen, als das ..Dürcrjahr" damit einen geschloffenen Heberblid über den gesamten bayerischen Aulturfrete vermittelt hat. Die ..Rheinpfälzer Woche welche unter dem Protektorat des bayerischen Inncnmmisters Dr. Stütze! steht und unter anderen eine Aufführung des Lustspiels ..ßiefelotte von der Pfalz" mit Hermine A 5 rner bn Alten Stadttheatcr sowie die historischen Lürnberger Büttnerränzc bringt, soll nicht nur ein Bekennt- ms der Rhcinpfäher zum deutschen Vaterland« se.n, sondern auch der Pfälzer Bevölkerung zeigen, haft die Bevölkerung im unbesetzten öebtet ihrer in Dankbarkeit und Treue geben ft Oer Bayerische Wald Don Joseph Krank. Wanderfahrten. EmS — Arenberg — Shrenbreiistei» — Ao b lenz. Wir fahren mit dem Frühzuge l Sonntagskarte Koblenz) nach der lieblichen Bäderstadt Ems. Don der Lahnbrücke genieften wir ein prächtiges Landschaftsbild. Bor uns erheben sich die steilen Felswände der Bä derlei mit dem Aonforbiaturm als Bekrönung. Zur Linken sehen wir daS schön« Kurhaus, den Kurgarten mit dem Kursaalgebäude, darüber den Autberg mit der Bismarcksäule, während lahnaufwärts der Wintersberq und lahnabwärts der Walberg das freundliche Bild ablchlieften. Lach Besichttgung der schönen, am Fluss hd) entlang ziehenden Parkanlagen mit dem Kaiserbenfmail, sowie der übrigen Sehenswürdigkeiten wandern wir lahnabwärtS bis Fachbach und von da hinauf zum Lahnfteroer Hof. wo Erfrischungen zu haben sind. Auch ist es rotfam, dort Erkundigung über die writer« Wanderftrecke. die nicht markiert ift. einzuziehen. Zumeist durch Wald gelangen wir in 2'/, Stunden nach dem vielbesuchten Wallfahrtsort Arenberg. auch ..Roter Hahn" genormt mit überaus schönem Blick auf Ehrenbreitstein. Koblenz, das Rhem- und Mofeltal. Sehenswert Fmft die 1893 geschaffenen Anlagen, der Kreuzweg mit den k 4 Stationen, der Dewerg und die Erlöserkapelle. Bon Arenberg benutzen wir des großen Autoverkehr« wegen die elektrische Bahn nach Ehrenbreitstern bzw. Koblenz, dessen Hauptsehenswürdigkeften. wie Deutsches Eck und die prächtigen Rhein - anlagen wir vor der Heimfahrt noch besichttgen können. Weilmünster — Dodenrod — Ziegenberg — Ost» heim. Wir fahren über Weilburg nach dem anmutig im Weiltalc gelegenen Flecken Weilmünster. Bon hier leiten uns rote Striche fast auf der ganzen Wank>erstrecke. Zunächst durch Stift, später durch prächtige Waldungen geht unser Weg über Dieten- ft auf en, Hasselborn. hinter dem wir di« 'Lahnstrecke Grävenwiesbach—Wetzlar überschreiten, nach dem hochgelegenen Taunusdörfchen Bodew- rod mit guter Einkehr. Die Zeichen führen uns weiter über Maibach nach Ziegenberg mit seinem hochragenden Schlosse IGoethe-Er-.nnerungen). Zwischen den beiden letzten Orten steht etwas abseits ein Interessanter Baum, die Lyra ficht«, bte in Form einer Leier gewachsen ist: ein Wegweiser zeigt uns die Stelle an. Bon Ziegen berg wandern wir auf guter Strafte, nunmehr ohne Zeichen, über Langenhain und Fauerbach zum Endziel Ostheim. Dauer der Wanderung sechs Stunden. Leise in Holland. Don Walter Mahr Frühjahr und Sommer ift die geeignetste Zett für eine Reise nach Holland. Dec Charakter des Landes, der in der Hauptsache bvreft Wasser, Wall) unft endlos« Weiden flächen bestimmt ttnrft, kommt erst in der hellen Jahreszeit zur vollen Geltung. Wan vermeide jedenfalls einen Besuch im Winter. Abgesehen davon, ftaft die landschaftlichen Reize fehlen, wird dr« Besichftgung der Museen unft Bauwerke durch die kurzen unft dunklen Tage sehr beeinträchtigt. Wer wird auch bk Pracht der Hyazinthen-, Rhododendren- und Rosenblüte miffen wollen? Wer will nicht die teil- einfachen. teils sehr eleganten Seebäder in der Saison sehen? Ausserdem besitzt Holland der Lame wird vielfach aus Holz-Land abgeleitet — schöne Waldlandschasri die wenigsten wissen davon Die Umgebung des Haag, Utrechts, sowie der ..Doorn" bei Daarn und der Sparren- walft bei Hilversum und die Wälder in Delder- lanft, Drenth« und Limburg werden sie eines anderen belehren. Wer das Sanft besucht, dem ist es dringend zu empfehlen, etwas Holländisch zu können Er wird manche Schw erigkriten vermeiden. Bor allem er kann sich über die Eigenart und bic Verhältnisse des Landes ganz ander- unterrichten als wenn et ber Landessprache unkundig ist. Da eine enge Verwandtschaft mit der deutschen Sprache besteht, dürste das Erlernen de- Holländischen nutzt allzu schwer fallen. Kurzum, eS steigert den Genuss des Reisens, wenn man dic Sprache wenigsten- insoweit beherrlcht. daft man Zeitungen wü) öffentliche Anschläge zu lesen vermag. Der Holländer besitzt eine gewisse Sachlichkeit. Er toirb uns nie au« reiner Liebenswürdigkeit versichern, daft unser Kommen ihn in Entzücken versetze. Vielmehr wird er uns fragen, womit er uns nützen kann und welche Absicht uns ins Land führt. Dann aber wird er es an nichts fehlen lassen, unft für unsere materielle Eri- stenz wird in einem Mafte gesorgt, wie es wohl in Europa einzigartig ift. Ich habe an kleinen Plätzen übernachtet unft war überrascht von der Sauberkeit unft der Fülle der Verpflegung. Die einfache Gaststube war nach Ansicht unserer Wirt-leute nicht gut genug, sondern die Mahlzeiten toirrber. uns in einem besonders hellen und freundlichen Zimmer serviert. Sie wufttcn kaum, wie sie sich in allem, was Küche und Keller hergab, überbieten sollten. Bei dem Eintritt in ein fremdes Land ift der erste Eindruck immer bestimmend. Wcr. au* der örrede Berl n- Hannover—Oldenzaal anlommcnft, Aufenthalt in dem am breiten Wasser und an hübschem Waldungen gelegenen Deventer nimmt, toirb ferne Enttäuschung eil eben. Roch schöner gestaltet sich die Einreise von West- oder Süd- deutschland mit dem ersten Aufenthalt m Arn- henn. Diese Stadt ist die beste Einführung für einen weiteren Besuch Hollands Mit den ziegel- gepflafterten, luftigen und breiten Straften, mit der grossen, rein gotischen Eusebiuskivche. mit dem Rathaus und den sich an die Stadt anschliessenden Dillenorlen und Park« bietet sie den Typ der holländischen Stadt Don Arnheim östlich gelangen wir nach Utrecht, das reich an Geschichte ist, aber auch dem Fortschritt der Reuzeit feine Tore geöffnet hat Es heisst' Utrecht ist das holländische Köln. Bekannt als Heimat des Adriaen Floriftoon Bocken-, der als einziger Lieftcrländer auf dem päpstlichen Stuhl 1522 die Reihe der Mediripäpfte xuf kurze Zeit unterbrach, ist es jetzt Hauptsitz ,ber holländischen Iansenisten oder Altkatholiken. Seiner Bedeutung in religiöser Hinsicht gibt der Ruf Utrecht- als Stadt dec Wissenschaft unb des Kunstgewerbes nichts nach. Ferner ist es Eisen- bahn-Verkehrs-Knotenpuntt und Hauptsih innerholländischen Warenhandels. Zeugen dieser mannigfachen Bedeutung sind der weitberühmte Dom. die Institute der Universität, das mächtige ftinsstöckige Gebäude der Iaacbeurs (Ausstel- lungSgebäude) unb das moderne Verwaltungsgebäude der niedevländilchen Eisenbahnen. Auch Alt-Utrecht hat dem Liebhaber schöner Architek- Hauptniederlage in Gießen: Jean Weisel Sonnenstraße 6 / Telephon 88 Badeschriften durch die Kurverwaltung Kloster Arnsburg Eine Perle des Hessenlandes, beliebtester Aus- Hugsort mit historischen 8*4%X48?^a2S Baudenkmälern und A-idull-«ch°r Umgebung. Verbindungen: Beste Verpflegung in der Klostermühle.__________ MseeeeeeeeeeeeeeWMMM Bad-Nauheim Hotel-Restaurant Gaudes Gut bürgerliches Haus Gartenwirtschaft Touristen bestens empfohlen Kttrhaas Bad Selters,Öherh. T. OrtenberU 250 Das franse Jahr geöffnet, moderner Neubau. vorzüglich#- Vorpflegung bei mißte. Freisen. 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Von einer o.f). erhöht Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse — Reich«bankdiSkon! 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent. 3ranfcfwne.lt Brrftn f ctmn '' r , i IM 8.2* 111.87 113.17 W.U3 41.06 48,554 U.W 00.84 80,70 11.435 7,373 1.027 l».<8 41.34 1.165 5,424 4,170 4,281 M.867 DedsonmarU Berlin—Zrcmkf«1 tu H Ttlegraphische QlaOjia61nog, <3.24 1.003 14.83 81,5« 1.169 5,425 4.Ml 4.2« Tutito« Bat . . eu. £Tt45-a Bast . . . . ixtjuimf ■OteOal...... KsOMa! 440% Cetm. gUbemr..... *% CdterertS. eti*tiL Ott» *% Unzeit*r ®eOm. . . . *% Itaeetiäc Sw«*!- »- 10W . *%*. :?n U*1S . . 374 IM MS. 25 14.405 W.»7 68 55 1.803 Mito 50,205 125.5 152.5 20. U 10.9 181.0 101.5 Ul. 75 133.-5 143 374.7- IM »7.S 165 159.4 esnbon. naMri Bcri». . BM ■ariai 539 215 I 518 itl 214 124 5 195 106.71 55 129 241 84.25 118.35 MU » 71 130.5 18.5 123 5 28 85.1 tbnfttaMa- tnnl Wen € izxfXote . fe«lrnc*«rt- olbrumdrttn 3in rrrieer- frbr waren Ne . merikan.fche: Äunhfeihemere etwa- adgcschwacht. Onfa 63L0. Vlanzstofs 88 N« 88 AD. Bem berg ca 128 Voll« Rbl. Schuld 17'». Barner Bank 142 Eoinmerzbank 18425. Danatbank 28825. Dresdner Bank 166. Reichs- banf 304. Buderuo 64. Eto:s«>sirchen 126 Har- pener 152. Rschersleben 257. Westeregeln 283t ManMeld 113 Bbsnir 93.5?. Rhemstakl 148 75. Stadlrercin 99^D. QM® 17925, Bergmann 201, Sbadea'tien 523. Daimler 106.50. Sche.Nanstalt 21250. Licht und Ärah 217 50. 3 - «xarben 264.50. ®e»fürtl 269. Holzmann 143. Xutgtt*- werke 10950. Siemens 378. Zellstoff Rschaffen- burg 218, Hapag 162.75. Rordd. Vlohb 152 berliner Prokiitktcndorse it» 1X5. £5 156.5 134.33 15; in 5 tu Etrr&tit......s ’ttatataw ... tS3‘ 6*sl*l» Tmrntrll Ciserit . . * Das Frankfurter Verwaltung,- qebaube der 2. - S. - F o r de n i n d u ft r i a Wie 1BIB.*3>anbel»bifnft erfährt, bat bi« Verwaltung 6er 3.-® -stardanIndustrie beschlossen mit bem Architekten Professor Aan» Poelzig in Berlin über eine enrntudlc Benutzung de» von ihm ;um Neubau de» v»rwaltung«aedaude» in Aranksün -m Main eingereichten Brviekte» in Berbanblnngen ein^u treten * Kein 3c 11 b a n bc 1 an her Frankfurter Produktenbörse 3mmrr tnebet tauchen von gemi’fer Seite Meldungen über erst re den «reibe Oinlutnaiä des Getreide'«..bandel» an der rrantsarter B5rsc auf. Diese nnget* stimmung des Borsta.ides. noch bet mellten beteiligten Rreife der .frankfurter Getreidebörse getunten. Dies« stehen vielmede nach wie vor auf dem Standpunkte, bast Nch auch in Deutschland ähnlich wie in Ueberfee und auf dem europäischen Kontinent ein wertvoller Prvbuk- ten^eitkank^l nur an einer einzigen Börfe teS bete. Landes vollkommen durchsetzen kann So fei es noch nicht bewtesen. ob beitpielswei'e auf die Dauer Hamburg neben Berlin sich gleichwertig behaupten könne. Ss kann also al» *irm- hd> wahrscheinlich angenommen werden dast für jranffurt a M. ein Detre«dezeitb«nd'l auch künftig nicht tn Frage kommt ' Bor der Linigung in Dillenburger Lohnkonflikt? Rcch langtmcrigcn Ter- dandiuntten. die noch br» en die späte Rache hinein jnj ?a^rchiicii-Aalfau. Bewerberat» Schilling aus Borfchläge. zu denen sich die Parteien bi» deute 'SamStoa> erttäten solleir. Rechnen auch die Mit- fllieber btefe Vorschläge an. dann kann damit gerechnet werden dah bereit» Anfana nächster Woche die Arbeit wieder ausgenommen wird. ' Erhöhung des Nevortgeldsotze» an der Berliner Börse. Wie erwartet 1 14. k. ~7TT I 51.3 17 374 1*4.5 26».-5 165.5 IAH 165.75 zug nach der Aüfte und auch die nur schwach versorgten Mühlen bekunden einig« Rachfrage. Da» Preisniveau für Roggen zur prompten Verladung liegt etwa um 2 Mark ddher Am Cieft- ru:ig»marft bestand sowohl für lveizen al» auch für Roqaen lebhafte Deckung-nachfrage, so daft die Prelle um 3 bt» 4,50 Mark anziehen tonnten. Weizen- und Roggen mehle m den Preisen um 25 Pf erhöht in etwa» besserem Defchäft. doch bleiben Umsätze nach wie vor auf laufende Bedarf»biufe beschränkt Da- S^aferangebot hak sich verringert, die Marktlage ist stetiger. Serben mbia. aber tn ben Preisen behauptet. 0» notierten <1000 Kilo) Weizen, märkischer. 74^-k^ hl- Dewicht, östliche Stationen über Ro'.iz 223 di« 228. Sevt 239,50 bi» 240. Oft 240 bi» 239 bist 240.25 De^ 243,50 bi» 242,50 bt« 243.50 (feft); Boggen, märkischer. 69-k|? b!-a« zu merken. Die lendenj war ausaelprochen schwach, und e» waren auf den meisten Marktgebieten größere Dreisverlusle tu verzeichnen Wb er im Verlause brr Woche machte sich jedoch auf dem ermäßigten Preisniveau einiges Deckuva»d,aehr geltend, doch konnte da» (Bddjäft nur In Den feltenften Iällen ein etwas gröbere» Au»- most annrhrne». so war vorwiegend Weizen etwa» lebhafter gebanbelt '.'lachdrm aber bie Intereffenten arf eingedeckt :t wieder eine Ser- Hauuna be» Markte» ein. In Roggen blieben die Umfahr bearenjt. Eommeraerste halte ebenfalls keine Ilmlahe aufjuröelfen, die Brauereien find in ihren Haufen fehr vorsichtig und nahmen nur vereinzelt in ben allerbesten Qualitäten einige Kaufe vor chafer batte anfange recht lebhafte» Geschäft, hier nahmen einige Kreise rasch entschlossene Saufe nor, da aber au» Bavern im Lause der Woche chaser in arösteren Posten günstig offeriert wurde, trat eben- fall» eine SernaAlalfmunn ein, was ein stachgeben her Preise ;ur ffolge hatte, nutter mittel lagen fast geschäst»lo». nur für Roggenkleie machte sich bei aut behauptetem Preis von feilen der Land- mirtfchast einige Kaufneigung bemerkbar Das Mehlgefchäft war ruhig Roggenmehl hatte stark unter dem Druck her Nllgemeintendenz zu leiden. 3um Dochenfchluh wurde die Stimmung allgemein etwa» freundlicher, ba die festeren .'liielanbriotierunflen einen günstigen Einslust aus- übten. Vas Geschäft blieb jedoch weiter ziemlich be- ichränkt, da die chändler sich recht pessimistisch zeigen und den Druck der letzten Tage nicht so rasch über- winden können. InInlandroggen hat das An- gebot ziemlich nachgelassen, fo hast schon im freien Verkehr etwa5 höhere Preise zu hären waren. Im Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche war Weizen für geringere Sorten bi» 0,40 Mark und für gute Sorten bi» 0,25 Mark billiger. Roggen aab 0,50 Mark, Sommergerste 1,50 Mark. Hafer 1 Mark. Mai» für «riitterzwecke 1,50 Mark, Weizenmehl 0,23 Mark. R o n g r n - mehl 1 Mark und Del zenkleie 0,1» Mark "ach. Im Gegensatz zu den angeführten Verlusten bürt» Roggenkleie gut behauptet Die Woche Wo ft zu folgenden Notierungen Weizen 24,10 bi» 24,25 Mark. Roggen 22.90 bi» 2-3 Sommergerste 26,50, Hofer alter (Finte 26, neuer (Trnte 22,25 ble 22,75, Aw» für Mutter zwecke 21,75, Weizenmehl 33,50 bi» 34. Roagenrnehl 32 bis 32 75 «eiHentteie 14. Roggenkleie 15,25 bis 15,50 Marf. Dochenbenchi vom $ranffurfer Effektenmarkt. Auch für diefe Woche trat an der Pffekten- börf« un wefenttichen leint Veränderung btt allgemeinen Lagt tbt v>e (Mdtoftotdtig- leit war nach wie vor sehr gering Die Zweite Land blieb dem Markte weiterhin fast vollkommen fern, obwohl die Herienzeit ziemlich ihr »rde erreicht hat. und die Kullffe war auch auf sich selbst aMttoiekn. De» der andauernden ®e- schLftsfti 11 e konnten verschiedene günstige Aachr-.chteu auf die Stimmung keinen stärkeren Pinsluy ausüben. So ergab sich mit grober Regtllnätz.gkeit fast tägllch die Tatsache dast die trotz 6ober Deldlätze anhaltende ^uUeocircgung to leuhorf vorbörslich zu höheren Kursen lührte. die sich dann zum offiziellen Beginn n-cht halten konnten, da Ker starrt Ordermangel auf da-Z Kur-tovtau drückte. Bei der Enge des Warktes atnügben schon fletnlte ilmfdtK. um merkliche Kur-vträndeeungen herbei-uführen. Schliehlich fetzte sich doch eine etwa» freundlichere Stimmung durch, als die Haltung der Reu- dorker Börse unverändert ft ft blieb. Den Be- M>tob des Frankfurter Börsenvorstandes. eben- foH« ab 1. Oktober be Mebioliquibation aufzuheben, batte man nach bem Vorgeben Berlins erwarten mflffcn. mithin ging feine be- fandere I mptrlung von ihm au». Vielfach wur- Ke» wieder die bekannten Betrachtungen der international« •tibmadtoerfcäLtniffe angtstellt. Ul.W 111.»2 112,17 19.547 21.95 *.#e 1.181 If.MS 10.48 '->?>• 1.8N Q 8. TTTT 51.1 IM lola Dtevta t<»=i - - eivTTttU taa £ats. Eeeet . . 5_i. . Centn« t Irr 3d tenta» Ziel . Kunst und Wissenschaft. Oskar Ierfchke t. In Boten-Gries ist Iustizrat Dtfar Ierf chke im 67. Lebensjahre nach langem Leiden gehör b e n (Fr ist als einer von denen behinnt. Milche nicht an erster, aber doch an bemerkbarer etefle an der Literatur der Vorkriegszeit milge- schaffen Ifflben. Bon Beruf Jurist, ist der gebürttgt -chl-tor schon früh in Berlin mH ben Iuhrern her damaligen jungen Generation in Berührung ge- kommen. Dah er mit Eovradi und Henckel! die lyrische eammlung ..Moderne Dichtercharakterc" Ijerautgob, ist ein Beweis dafür, rote feine kritisch« unb richtende .Rraft in jeecn Kreisen geschätzt rourbe, stellte doch diese Anthologie gletchlam da, GlaubensbekennlniL ihrer ^eir dar seitdem tlrno nol4 im Verein mit Oskar Ierschke (einen erften, heute saft verschollenen GcdichtbanÜ „Deutsche Weisen (1884) schrieb, ist die bekannte enge Ar- beiikgemeinschos! jwijchen beiden Manner» ent- Hanben, der bte deutsche Buhne neben „Bütt- unb öer Mannerkomadie „Jeei!" auch die tragische K«. mödie ^raumulus" verdankt. 11,424 7,170 □.tu i.eti 14.7» 81. TV 2.141 .425 4. Ul J.m ! 4 hu'-ult -U» .— Bert in Ul,. Schluß 163. 196.5 Im. 5 154.65 135.34 142.12 475.34 IN.; -68-25 165.21 L*.5 165 ZOO , 141.5 >.<) iU.Sl 111.04 Ul.« 10.547 41.M 10,17» 4,199 14,408 Daot. btr^ ujcr.it Jh führendrr asttl» ka».scher .^inanzlreis«. dast in Reuyork noch mm- desten» b - flnbt Oktober m;t teurem DeBe zu rechnen tot. Andererseits befriedigte t». dast btt Arntefinanzieruna in Amerika feint be- 'onberen Schwierigkeiten bereiten dürfte An den deutschen Geldmärkten machte fch angeblich •eiten» der Industrie stärkere Rachfrage bemerkbar. während d e L a n d w i.r t s ch a f t bis jt-i noch nicht mit größeren Ansprüchen hervor- getreten totn toll Am h estgtn Mbmadte war Monat-geld an dauernd hart verlangt und rech: Inapp 17* , bt» S' . Prozent . Xageigelb stand bagegen zu bem ermäßi gten Satz von 4’/, Prozent re ch.ich zur Verfügung wobei da» Angebot er- heblch überwog Am Devtftnmarkl waren zwar Deoi'en verlangt, und der Marktur» er- luhr eine Abschwächung, doch wurde die» . cht auf erneute Kreditabrus« amer.kanilcher Ärette zurückaeführt Vielmehr sollen biete Abz ehun- gen schon einigt Itit vollständig auf gehört haben. Verstimmend wirkten dagegen die Berichte der Lande»arbeit-Lmter. wonach die Arbeitslofigkeit eine erneute Zunahme erfahren har D.e deutsche Auhen- handel»biianz für 3uii fand trotz der um 53 Millionen gesteigerten Passivität im allgemeinen le ne ungünstige Aufnahm, irgendeine Wirkung davon auf die Tendenz war tedoch nicht zu erkennen. Lbenfo fprach man zwar von der nach dem Sr.ndikatäbericht im Ruhrtobtenberg» bau eingetretenen Besserung un 3uj. konnte aber teTblt auf Montanwerke auch h.crvon keine Smtotrtung ftftftelltn. Sttoa» lebhaftere» 3n- treffe machte sich lediglich für einige Spezial- werte bemerkbar. Angeblich sollen für vergebene dieser Papiere kleine AuSlaiidorder- DDtgelegen haben nachdem noch anfangs der Woche behauptet worden war daft für aus- Rcchnung vettchied-rnc Verkäufe nrr- genommen worden seren Lebhafter gefragt waren wieder Reichsbank, die mit plus 6 Prozent bi« 300-Vrenz« überschreiten konnten Interesse bJtanb ferner für Scheideanstalt, bie ebenfalls 6 Prozent gewannen. Der Kurs der K l« y e r a k t i« war täglich Schwankungen unterworfen. da der Marit dieses 'Papiere» durch die andauernden Aufkäufe der jüngsten Zeit eine merkliche Dtrenguna erfahren hat. Im übrigen überwogen bet nicht ganz einheitlicher ÄurS- «ntw cklung die Abschwächungen im Aus- mafto von 1 bis 3 Prozent gegen bk Vorwoche. De Farbenaktie begegnete nur zeitweise etwas regerem Interelle. AEG waren angeblich aus ber Schweiz verlangt, ohne dast eine wesentliche Kur-Veränderung zu verzeichnen war. 2ün Rentenmarkt waren Rumänen, angeblich auf günftiQe Aussichten ber Verhandlungen. weiter lebhaft gesucht unb erhöbt Ferner waren Mexikaner und später wieder Ana- • ' er tester Deutsche Anleihen lagen dagegen still un^ lchwächcr. Wochenbericht vom Srünffurfer (^chlachtviehmarkt Da» Geschäft am Frankfurter Schl acht viehmarlt bewegte sich in dieser Woche in sehr ruhigen Bahnen Es waren durchweg nur gute Qualitäten vertreten, die aber auch nur langsam verkauft wurden. Die Metzger hielten mit ihren Kaufen stark zurück und bewilligten die gefordericn Preise mir zögernd. Aus den meisten Marktaebieten verblieb ileberftanb. Go befonber» bei Schweinen. die tm Gegensatz zur vergangenen Woche In nur geringerem Umfanac angetrieben waren. Hier konnte sich da» Geschäft nur schleppend entwickeln. Schafe, die wieder in etwa» gröberen Poften unb regelmässiger angetrieben waren, warben UbboH gehandelt und au-verkausk. Kälber ha tun anfang» ebenfalls recht rege* Ge- fdtoft. bod) trat hier im Verlaufe eine Verschlech- terung b« Geschäfts ein. Trotz der allgemein verfchlechterten Lage zeigten die Preise ein weitere» Steigen. Besonders Kälber, was wahrscheinlich mit dem verringerten Antrieb in Verbindung zu bringen ist. hatten ein härtere» Anziehen der Preis« zu verzeichnen. Der Gesamt- auf trieb bestand aus 1925 Rindern, darunter befanden sich *30 Ochlen 12ö Bullen 775 Kühe unb 49S Hörten, ferner aus 1452 Kälbern, 310 Schafen unb 6160 Schweinen. Im Vergleich zum Auftrieb Her vergangenen Woche waren 70 Rinder. 400 Kälber und 900 Schweine weniger an- •etri.ben, während die zum Verkauf stehenden Gchasc in der Zahl unverändert blieben. Ochfcn AI 54 bi» SS. II 49 bi» 53. Bl 45 bto *8. Bullen A 18 bi» 51. R 42 b,S 47. Kühe A 43 bi» 48. B 38 bi» 42. C 33 bi» 37, D 25 bi» 32 Färsen A 55 bi« 58 R 52 bi» 54. C 45 biö 50. Kälber R 75 bi» C 70 bi« 74. D 64 bi» 69. Schafe A I *8 bi- 52, B 43 bi» 47. Schweine B 33 dis 83. C 79 bis 82. D 79 bt» 82, L 76 bis 80. Vergleichen mit ben Votierungen der vergan- 18,81 41.45 $,1*5 5.435 l.l» 4.179 134 W 6 T * v $tentfen e.» Betttu Schluß- Un Schu>d» Xbce3- Mrtr ss- S4.U.8» Rutaj- 55d, Tetirat: | e s. "1 1 S.8. 24.8. U4. ........8 177 Ife. 75 '79 :*.i 97.5 181 178.7 1SI.7. IK3 6. -4«...... All 183 91*1 Kl . .... 10 216 217.4 116 41.5 417 7! 14«.. HJi IkfiX. Uxtrci— . • . 10 QMä. Brr?« .... io «dt .......? tlrfn......io Äl.ti 849 2 865.25 154 317.4 M5 157.75 151.S 240.5 6acSm 6 eirani t frtist«.....i» ItatlMtis.........6 gti-oe 10 374.79 179 178 179.5 »1.25 174.75 178 XD.-‘ 178.5 146 178.75 «Ma earnxö IL lege« lr.:lt*e Xoeinaag ®elb t*nr< >3.5 «3.1 H 98.4 Wa... 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