Hr. 199 Erster Blatt H8. Jahrgang Zreitag. 24. August 1928 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen »icktz^ch« llit»«ÄI»U.vach. 1*6 Striientdttd B. £any In «tefciL $4rtftkttnng und 6tf$ift$Me Schnlftr-tze I. II 3iB4^*t v»M Anzeige» (Ar btt Tagesn-Bwier bi» t»m 31o*mittag rerbte Preis fir 1 eim HSde fir Anzeigen von 27 mm A 8, ausoirt» 10 ReichspfrnNtg, flr St« klamean teigen von 70mm Srtttt SS ‘.Reid) »Pfennig, Platz Vorschrift 20*, mehr. (Tbefrtbalrtenr Dr. Friede Will). Lang«, veranuoonlich für DohtiA Dr. Fr Dill) Longe für Feuilleton Dr H.IHyrlvt, lür den übrigen Teil Ernst Vtemschein; für den An« yigenteil Muri Hillmann, sämtlich in Gietzen Smndag» und Feiertag» VeUage«: Diestener FamiNendlLUer rin Vlld tHt Scholle. * Reichsmark und 20 Reichspftrnriq ftr Trägt» lohn, auch bei Sichrer- scheinen einzelner Summern infolge höherer ®toolL Fernsprechanfchlüss«: 61. 54 exb 112. Unschrift ftr ^rohv-ach- richten SwydftT tieft««. v»»sch<«o»te: Srenffurt ae Kain 11 CM. Die Eröffnung des Wettparlamenis in Berlin. Klare Stellungnahme gegen die Aufrüstung. Mberr morgen .st hn Reichstag bi« 2 5. Ä o n- ftr« n» d«r Interparlamentarischen Union zusammen gt treten Die Beben tu ng bet Zusammentreffens einer solch großen Anzahl hon Parlamentär <*m aus allen Ländern der Welt ist von uns schon gewürdigt worben. Aus ben ersten Beben g-.ng saft einheitlich bet Gedanke hervor, dast sich bi« Mitglieder der Union als $ u t« r des Friedens betrachten und nichts unversucht lasten wollen, um ben Frieden ui '.chern. Somit berührten auch alle Beden mehr oder weniger das Thema der Abrüstung, das im Zusammenhang mit der bevorstehenden Unterzeichnung des K«llogg-Pakt«S ja zur Ze-.t nn Mittelpunkt de« öffentlichen Interesses steht. Reichskanzler Müller wie- deshalb mit npfkin Rechte in seiner Degrüstunasanfprache darauf hm. daß gerade Deutschland immer und uneingeschränkt an der Erhaltung des Friedens gearbeitet habe, um bi« Menschheit dem gemeinsamen groben Zi«l des konsolidierten Weltfriedens näher zu bringen. Es war erfreulich, auch von ben anderen Rednern der verschiedenen nationalen Gruppen derartige Bekenntnisse zu hören. Bur kann man dem holländischen Delegierten Dr Trent» dabei vollkommen zustimnien. daß leider die Parlamente in dieser Hinsicht in ihrer Mehrheit nicht die Macht haben, oder zum Teil auch nicht einmal die Mach: aufbringen wollen, um die Idee des Friedens und der Berständigung auch restlos durchzuseNen. Wenn nun di« diesmalige Konferenz auch keine konkreten Beschlüfse zei- tiocn wird, so zeigt doch die bereits stattgesundene Aussprache, wie weit die Ideen der Derstän- bigung und der Konsolidierung überall in der Welt schon durchgedrungen sind und in welchem Umfanfl« auch das diesmalige Treffen für die Durchführung dieser Idee wirksam fein wird. Die 37 Stantensahnen. Ne in der Wandelhalle des Reichstags gehistt wovdcn find, sollten ein Symbol für Ne Völkerverständigung sein. So gut H möglich ist, diese Fahnen friedlich nebeneinander zu hängen, so gut sollte es möglich sein, die Böller zu gemeinsamer Arbeit zusammenzu- sühren und jebe Störung in dieser Hinsicht zu permeiben Alles bleibt «wist im '2lugenblick wenigstens noch Utopie. Aber trotzdem ist das Ressenttment nicht am Plaste. Wenn cs möglich ist, bah sich 600 Parlamentarier aus 37 Starrten der Welt zu einer Sitzung zusammensetzen können und einträchtig über die wichtigsten Probleme zu beraten vermögen. Io must es auch in Zukunft möglich sein, daß die Staaten selbst sich immer wieder in friedlicher Weise zusammenfin- den können. Unter diesem Gesichtspunkt must man Ne Eröffnung der Interparlamentarischen Konferenz betrachten, und unter diesem Gesichtspunkt kann man nur hoffen, dah sie auch weiterhin im Interesse des Freden- und der Konsolidierung arbeiten wird! Die Eröffnungssitzung. Berlin. 23. Bug. (WTB.) f)cutc vormittag wurde im Plenarsaal de» Reichstages die erste Lollsitzung der Interparlamentarischen Konferenz eröffnet Al» Dertreter der Reichsregieruna mären mit dem Reichskanzler Müller die Reichsminister Dr. Strese - mann, o. (Butrarb, Koch Weser und Diet- r i d) erschienen An Stelle de» erkrankten Vorsitzenden, de» Barons ?l bei,mürb, eröffnete der stellvertretende Dor- sitzende Brad ec (Tschechoslowakei ) die stanserenz. Ur teilte mit, dost der Rat der Union Vorschläge, den Präsidenten der deutschen (9nippe, den flbgeorbne- ten Schü^tng, zum Vorsitzenden de» Kongresses zu roohlen. Die Versammlung stimmte diesem Vorschläge mit lebhaftem Beifall zu. Hierauf ergriff der Abg. Schücking da» Wort zu einer Begrüßungsansprache, in der er u. a. ausführte Die Interparlamentarische Union ,st heute in aller Welt die vornehmste Repräsentantin einer neuen politischen Ideenwelt, (strotz sind die Leistungen, die sie zu ihrer Verwirklichung in der Vergangenheit gemacht bat, gröber noch sind ihre Ausgaben für die Zukunft. Der Kellogg Pakt, der in diesen Tagen in Pari» unter^ichnet werden soll, spiegelt nur eine Resolution wider, die wir schon aus der Plenarkonferenz de» Jahres 192-S in Bern gefaßt haben. Aber Größeres und Schwierigere» ist noch zu tun. Wir müssen auch die soziologischen Ursachen der Kriege bekämpfen, indem wir dem natürlichen Hecht aller Völker in allen Beziehungen auf der aanjen Linie in einem rechtlich geordneten Der- ° ,am friedlichen Durchbruch verhelfen und Mittel und Dege finden, da» Ideal der Gerechtigkeit zu verwirklichen. Möchte auch die gegenwärtige Tagung, die fo wich- tige Dinge umfam, von dem Geiste des Fortschrittes Gottes in der Welt- geschuhte ist! «Ä.^lns «dluh^an die Begrüßungsansprache des Präsidenten. Abg. Schücking. führte Reichskanzler Müller erste Willkommen, gru®. den ich A» Sie richte, ist der des OberHauptes des Deutschen Reiches, unseres Belchs- präsidenten, Herrn v. Hindenburg. Gr bedauert, nicht in Berlin anwesend zu fehl, um Ihnen selbst Worte der Begrüßung auszu- lprechen. Ich hie dies hier in seinem Auftrage. Dem Grütze des deutschen Reichspräsidenten reiht sich an drr Ausdruck der Freud« der deutschen Reichsregierung, die Sie in der Reich-Hauptstadt und an der Stätte des deutschen Parlamentes ebensall» herzlich willkommen heiht. Als internationale Einrichtung blickt die Union erst auf dreißig Jahre zurück 3n dieser Zeitspanne lag die .st a t a st r o p h « d e S Weltkrieges. dessen pfnchologische Rachwirkungen noch Jahre hindurch die Aufnahme freundschaft- licher und vertrauensvoller Beziehungen unter den Rationen erschwerte? Diejenigen, die in den ersten Jahren nach der Beendigung des Delt- krieaes auf den Tagungen der Interparlamentarischen Union waren, werden sich mit Denug- tuuiiß daran erinnern, datz auf ihren Tagungen zuerst die 'Bande wieder angeknüpst wurden, die nie mehr zerreißen dürfen, wenn Europa nicht doch noch zu einem Trümmerhaufen werden soll. Die Abgründe, bi« zwischen den einzelnen Dölkcrn sich auf getan, beginnen sich mehr und mehr zu schließen. Die Barrieren zwischen ben einzelnen Staaten sind gefallen, und von hüben und drüben reichen sich die Menschen, die guten Willens sind, die Hände zur gemeinsamen Arbeit. kein Volk, so groß und stark es sich dünken mag. kann auf die Dauer für sich allein bestehen. bedarf der Hilfe und Unterstützung der anderen Mitglieder der großen Völkerfamilie In dieser Arbeit für den gemeinsamen Fortschritt der Böller ist die Interparlamentarische llnivn ein besonders wirstames Instrument. Au- einer Organisation, die in erster Pinie für den Schieds- gerichtsaedanken und damit für die Beseitigung bewaffneter .stonslikte eintrat, hat diese Organisation sich zu einem Weltparlament entwickelt. daS in voller Freiheit und in geistiger Unabhängigkeit im Sinne der allen Böllern gemeinsamen Interessen an die Lösung der großen Probleme herantrat, welche untere Zeit bewegen Die Stimmen aller Rationen, die in diesem großen Parlament vertreten sind. Hingen auS in dem einen Wunsch, das Reich deS Frieden« auf Erden zu sichern. Schwierigkeiten und Kämpfe zwischen den Böllern wird eS immer geben. Diese Kämpfe aber auszutragen auf dem Boden de« geistigen Kampfes ift das Ziel Ihrer Arbeit. Wir find unS alle darüber klar, daß dieses große Ziel noch in der Ferne liegt und daß es noch vieler heißer Anstrengungen bedarf, um endgültig in daS gelobte Land des Friedens zu gelangen. Die deutsche ReichSregierung wünscht von Herren, daß Ihre Arbeit dazu beitragen möge, die Menschheit unserem gemeinsamen großen Ziele näherzubringen und daß die diesjährige Tagung in Berlin eine Quelle des Segens für die Menschheit sein möge! Rach kurzen geschäftlichen Mitteilungen widmete der Borsihende. Prof. Schücking. während sich die Berfammelten von ihren Plätzen erhoben, den verstorbenen Mitgliedern der Union einen Rachruf. AIS erster Redner ergriff dann der Dorsitzende der Kommistion für Wirtschafts- und Finanzfragen, Dr. Treub-Holland daS Dort, der u. a. sagte Habe sich nach dem Kriege bei fast allen Staaten zunächst bad Bestreben ae.ze.gt. möglichst unabhängig voneinander C werden, so sei doch rasch die Erkenntnis r gegenseitigen Abhängigkeit der Dölker voneinander durchgedrungen, so auf dem Gebiete der militärischen und wirtschaftlichen Abrüstung. Die Interparlamentarische Union habe bereits im Jahre 1920 eine Kommistion für Wirtschaft-fragen eingesetzt. alS deren Ergebnis immer wieder die Rotwendigkeit der wirtschaftlichen Abrüstung betont wurde. Leider müll« aber festgestellt werden, daß trotz aller Bemühungen um biefc wirtschaftliche Abrüstung die Zollsätze in die Höhe gegangen wären. Ein Lichtblick sei frcJüfc vorhanden, so fei vor allem der deutsch-französische Handelsvertrag zu nennen, der. wenn er auch noch nicht genüge, sich doch von dem neuen Geiste der Wrirwirttcbaflskonferenz inspirieren laste und der die gegenseitige Abhängigkeit der Staaten voneinander durch praktische Maßnahmen im Intereste beider Teile dokumentiere. Der ehemalige dänische Wehrminister und Dor- fitzende der Interparlamentarischen Abrüstungskonferenz. Dr. Munch-Kopenhagen bedauerte zunächst, daß die letzte Abrüstungskonferenz in Genf keine erheblichen Fortschritt« gebracht habe. In allen Böllern sei eine ft a r ke Ungeduld über die langsame Arbeit in Eens zu bemerken. D:eS müsse abgeftellt werden, beim fonst befreie d.e große Gefahr. daß die Autorität der Genfer Ab- rüftungskommiffion gemindert werde. Entscheidend fei aber vor allem die moralische Abrüstung der Böller. Zwar wollten alle Böller den Frieden, aber jedes Bolk betone immer wieder es niste nur. um sich vor seinem Rachbar zu schützen. Angesichts diese- absurden Zustandes sollte man alle Mittel anwenden, um diele Begründung unmöglich zu machen. Dazu müßten In steigendem Matze Schiedsgerichts- und Rich! angrissspakte abgeschlossen werden. Der Redner empfahl die Schaffung einer Organisation beim Böllerbund, bi« eine Gesamtaktion in dieser Richtung ermöglichen solle. Für Europa, fo betonte er zum Schluß, sei die Abrüftungsfrage von besonder- entscheidender Bedeutung, eine Frage au Leben und Tod: denn ein Krieg zwischen den europäischen Rationen werde fürchterliche und gar nicht auszudenkende Berwüstungen auf dem Fest lande anrichten. (Beifall.) Im Anschluß cm di« Ausführungen Dr. Munchs ergriff der frühere Heichsminister Or. David da- Wort, wobei er au-führte, tr sei wohl überzeugt von dem guten Willen der maßgebenden Kreise, der Staatsmänner, die ehrlich den Frieden wollten, die gern ad rüsten wollten, die aber doch mimer wieder fürchteten, daß eine rasche Abrüstung ihrem Lande gesährllch werden würde. Selbst die Lvearno-Verträge imd der Kelogg- Pakt genügten ihnen noch nicht, weil einer dem anderen nicht trauen würde. Als Grund für dieses Mißtrauen würden die Rüstungen des Rachbars angegeben. Der Grund für die Rüstungen sei also da» Mißtrauen, der Grund für dieses Mißtrauen seien bk Rüstungen 'Dieser rirculus vituosu« wäre aber nur zu sprengen, wenn man aufhören würde, Sicherungen zu verlangen. Die Sicherungen kämen mit der Abrüstung ganz von selbst. (Verfall) Deutschland habe abgerüstet. Ihm |d die Ab rüffunq aber nur auserlegt zu dem Zwecke einer nachfolgenden allgemeinen Abrüstung auch der Siegerfiaalen. Deutschland habe ein Recht, die Erfüllung dieser vestimmung zu verlangen. (Lebhafte allgemeine Zustimmung.) wenn sie nicht erfüllt würde, würde dem Versailler Vertrag der Loden entzogen. «Erneute Zustimmung.) Hinzu komme die psychologische Unmöglichkeit dieser Lage al- Dauerzustand. Die Rüstung der ehemaligen Gegner bedeute neben der Rheinlandbefetzung das schwerste Hindernis für die deutsch-französisch« Berständigung. Mit der gleichen Logik wie di« Franzosen könnten auch die Deutschen chre Aufrüstung propagieren. Eine solche deutsche Aufrüstung würde aber nicht dem Frieden dienen und den Krieg verhindern, sondern nur die Gefahr vergrößern. Sine dauernde Derstän- bigung zwischen Fran kre ich und Deutschland sei der Schlüssel zur Befriedung Europas überhaupt. DaS deutsche Volk wolle in feiner großen Mehrheit diese Berständigung. Da- Kriegsbeil zwischen diesen beiden großen Kultumationen solle und muffe für all« Zeiten begraben werden. (Lebhafter Beifall.) Er sei persönlich aber auch fest davon überzeugt, daß da- französische Doll ebenfalls in seiner großen Mehrheit die Berständigung mit dem deutschen Botte wolle. (Beifall.) — Darauf trat emc Mittag-Paule «in. 3n der RachmittagSsltzung der Interparlamentarischen Union führte der Präsident der ungarischen Gruppe, der frühere Minister Or. v. Äercemczy aus Um die Reibungen in der Minorität« n- frage zu beseitigen, mülle man entweder die Möglichkeit schaffen. die als unerträglich empfundenen Grenzen aus friedlichem Wege zu beseitigen, oder man müsse die Bedeutung der Grenzen stufenweise aufheben durch «ine den ethnischen Minderheiten gegenüber befolgte liberale Politik. Zur Frage der Abrüstung betonte Dr v Bercetnczy. daß da- eigentliche Hindernis der Abrüstung und der eigentliche Grund der Unfruchtbarkeit der Arbeiten der DorbereitungSkonunisfion nicht der Mangel an Sicherheit, sondern ein Mangel des Willen« zur Abrüstung seitens Derjenigen Staaten fc*. die, statt ihre Rüstungen herabzufetzen. sie Wetter vermehren und entfalten. Richt» gefährde die Sicherheit des Frieden, aber wehr, als der jetzige Zustand, in dem einige vollkommen entwaffnete Staaten anderen bis an die Zähne bewaffneten gegen überständen. Der amerikanische Abg. La Guardia jagte namens der Gruppe der Vereinigten Staaten u. a.: Sein andere» Volk der Erde ist mehr bestrebt, die Verfemung de» Krieges herbeizuführen, als die Bürger der norbamerifani- fchen Republik. Glicht der milltärisch« Sachverständige sollte in der Abrüstungskonferenz einen Sitz ein nehmen, sondern der Friedens'uhrer. der sich mit den anderen Delegierten aus ein folgerichtige», fortschrittliche» ilbriHtungsprogramm für die Völker der ganzen €rbe ja einigen hätte. Ein Vertrag zur Verfemung de» Krieges ist nicht das Ieß t e Bort gur Herbeiführung eines dauernden Friedens. Uns liegt es ob, die unterzeichneten Serträoe zu etwas Greifbarem zu oeft alten, das Ideal m thc Wirklichkeit mnzufetzen. Das tarnen wir durch unmittelbare Verminderung her Bewilligungen für Krieg»»« in unseren Ländern btrbeiführen. Betrachten =ie daher, so schloß der Redner unter lebhaftem Bei- fall, di« Bereinigten Staaten nicht al» einen entfernten. reichen, kaltherzigen Dnfel, sonder! al» einen der Brüder in dieser Familie non Bo! .in. die nach herzlicher Freundschaft, nach Ruhe und Glückseligkeit streben. Der frühere holländische Minister Or. Hcemskerk beurteilte die Lage in der Entwaffnung-- frage ebenfalls autzeror deutlich pessimistisch. Di« Beteiligung der 6orojetunlon an der Abrüstungskonferenz brauche man, |o führte er aus, nicht ab ein Zeugnis für ben ehrlichen Ab- rüftungsroillen der 6om|etregierung zu werten. Greifbare Resultate werde man kaum mit der Propagierung der radikalen Abnistiing erreichen: iweckmöhiger wäre es, zunächst für eine herab- setzung der Rüstungen zu wirken. Vie Ursache der stri^gsgefahr liege In der unbefriedigten Ordnung der europäischen Per- hältnisic durch die Zriedcn»oerträge aon 1919. Üier könne die Interparlamentarische Union mit größerer Kühnheit als der Völkerbund für die Reu- orbnung der Friedensverträge wirken. Der polnische Delegierte Oembinski betonte, daß «s feinen Unterschied in dec Sicherheitsfrag« nn Westen wie im Osten gebe. Polen suche feine Derrnittlerrvlle zu erfüllen, rndem es sich allen internationalen Abkommen anschlletz«. Der Kellogg-Pakt bilde nur rin« Bestätigung der Bestrebungen des Dölker- dundeS Zu begrüßen sei «S. wenn der Kelloag- Pakt die legitim« Verteidigung zulasse. Dies« sei di« beste Gewähr für den Frieden. Der französische Senator Merlin betonte, daß noch intet vtete Kvnsllktmöglich- toten in Europa bestehen. Di« Gefahr für n Frieden könne mrr beseitigt werden durch sie Schäftung der Bereinigten Staaten von Europa. Di« Einheit Europas werde den Staaten durch di« Entwicklung getxibcAu aus- gezwungen. weil Technik. Derkehr und Wirtschaft immer mehr di« Landesgrenzen überwinden würden. Der glücklichere Kontinent Amerika könne daher den europäischen Bölkern a l s B o r b i I b dienen. Der Redner schloß unter grobem Beifall mit dem Rus. da- Blut der neuen Generation dürfe nicht wieder in kriegerischen AuSeincmdersetzungen vergeridet werden. Zum Schluß der heutigen Sitzimg der Interparlamentarischen Union sprach der deutsche Abg. in der Tschechoslowakei Or. Medinger, der im besonderen darauf hinwies, bafy das Verhältnis zwischen den Abrüstungen der Staatengrupprn und dem Aufbau eines komplizierten Sicherheitssystems durch Locarnoveriräg: und Kelloggpakt immer grotesker werdc. Man sehe auf der einen Seite De utschland und Oesterreich mit minimaler HeereSmacht auf der andern Seite rin System von Bündnis- und Militärkonventionen, abgesehen von der demütigenden Besetzung fremden Lande» zehn I ahre nach dem Krieg. In diefem Zusammenhang übte Dr Medinger eine scharse Kritik am Dölkerbund. der durch ’rin storreS Festhalten am Status quo nicht in der Cajp fei. dem entgegenzuwirken Die gleiche Leihsttauschung finde man auch in dcr Ratio- nalitätenpolitik. Solang? es die Gemeinschaft der zivilisierten Staaten nicht erreiche, daß jeder Staat auf bem Dillen aller Regierten beruht, stcche der Frieden Europa- auf tönernen Füßen. (Lebhafter Beifall. ) Präsident Or. Schücking erklärte hierauf die Aussprache alS beendet. Für die morgige Fortsetzung der Generaldebatte seien noch 24 Redner gemeldet Sodann erklärte der Präsident die Sitzung für geschlossen. Interparlamentarischer Rat. Der Interparlamentarische Rat trat beute mittag zu einer Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung standen die Dahl des Ratsprasiden- ten und die Ersatzwahl für das Erekuttvkomuee. Zus l'orldjlag d-s Vorsitzenden der deutschen Kruppe, Pros. Schückings, wurde das Mitglird der franznsiichen Delegation, Ferdinand Bouis- l o n, Präsident der sranzösischkn Kammer, unter großem Beifall zum Ratspräsidenten gewählt. Pros. Schücking betonte, daß, obschon der ranzösische Kammerpräsident Bouisson erst seit kur- zer Zeit seine Tätigkeit der Interparlamentarischen Union widme, er doch bei der letzten Tagung in Paris einen sehr lebhaften Anteil an ihren Arbeiten genommen habe. Im Romen der französischen Gruppe bedauerte der Abg. Merlin die Abwesenheit des durch Krankheit verhinderten Präsidenten Adelswärd. Er gab seiner Freude über die Tatsache Ausdnuk, daß gerade die deutschen Delegierten den französischen Rammtrpräfibenfen zur Dahl oorgeichlagen hätten. Diese Wohl sei geeignet, die Beziehungen zwischen den beiden Völker" noch enger .zu gestatten. Empfang durch die Reichsregierung. (Berlin, 23. Aug. (WB.) DieR c i chs re ai e ru n fl hatte am heiligen Abend die TeÜncymer an der 2 5. (interparlamentarischen Konferenz zu einem festlichen Empfang in den Fest raumen deS Zoologischen ©arten« geladen. Fast alle ‘Mitglieder der Konferenz nahmen an der Feier teil, hiele mit ihren Damen Für die deutsche Reichsregierung waren Reichskanzler Müller und die Reichsminister v. © u £ r a r b. Koch- Weser Dr. T u r t i u s und Dietrich erschienen. Staatssekretär Dr. Meißner war als Vertreter des Reichspräsidenten geformncn. .ferner bemerkte man den ReichSbankpräfidenten Schacht, den 'Berliner Oberbürgermeister Dr. Böß den Reichs tagspräsidonten Lvebe und bte Staatssekretäre Dr Pünder, Dr v. Sch,, ber 1. Dr. Trendelenburg. Dr. Weis mann, Sautier und Zweigen und den Pressechef der Reichs regierung. Mnister'aldirektor Dr. Zechlin. An der Ehrentafel sahen auch die diplomatischen Vertreter aller an der (interparlamentarischen Union beteiligten Länder. Oer Staatssekretär im Auswärtigen Amt Or. v. Schubert hiett eine Ansprache, in der er u. a ousfuhrte: E» ist mir eine große Ehre und Freude, daß der Herr Reichskanzler mir die Gelegenheit gegeben hat. Sie heute abend im Romen des Auswärtigen AmtesundseinerLeiter», des Reichsministers des Auswärtigen, Herrn Dr. S t r e s e - mann, auf das herzlichste willkommen zu heißen. Herr Reichsminister S t r e f e m a n n hat mich beauftragt, Ihnen vor ollem zum Ausdruck zu bringen, wie tief er es bedauert, durch den Rot seiner Aerzte daran verhindert zu sein, in diesem Augenblick persönlich zu Ihnen zu sprechen. Die 25. Tagung der Union findet statt in einer Zeit, die in weitgehendem Maße benjenigen Ibeen die Erfüllung bringt, denen die Begründer und späteren Mitglieder dieser Organisation jahrzehntelang ihre besten Kräste gewidmet haben Die friedliche Beilegung von Slaolenkonfliklen, die Schaffung einer internationalen Rechtsordnung, In den ersten Jahren der Union ein ferne» Ziel, ist heute lebendgigwerdende Wirklichkeit. Lin ganze» Retz von Verträgen verbindet die Staaten Europas untereinander, verbindet die Alte und die Reue Welt. Wir stehen heute unmittelbar vor der U nterzeichi'ung eines höchst b c deutsamenPaktes.derin elementarster Form den K r i e g a ch t e t, chn al» Instrument der nationalen Politik beseitigt und damit eine neue Grundlage für die dauernde Sicherung des Weltfriedens schafft. Wenn diese ganze Entwicklung die von den Soifern erhofften weiteren Fortschritte zeitigen soll, so kann do» nicht geschehen, ohne daß auch künftig die Parlamentarier aktiv daran Mitwirken, die in der Überwiegenden Mehrzahl der Staaten die Staats- aeschäfte entscheidend beeinflussen. Schon der Herr Reichskanzler hat heute vormittag darauf hingewiesen, baß die Interparlamentarische Union sich zu einer Art Wettparlament entwickelt hat, das in voller Freiheit und Unabhängigkeit an die Lösung internationaler Probleme herangeht und so rin erwünschtes, |a notwendiges Gegenstück bildet zu derjenigen großen Weltorganisation, in der die Legierungen das Wort hoben, nämlich, zum Völkerbund. Aber die in ihm verkörperte offizielle Jüfammenarbcit der Staaten entbehrt bisher eine» breiteren Unterbaues. Do» ist eine Lücke, Hk auszufüllen die Interparlamentarische Union in erster Linie berufen ist. Denn, um den Frieden zu sichern, wird e» nicht nur einmaliger Entschließungen und de» Abschlüsse» von Verträgen bedürfen. E» bedarf daneben eines ständigen geistigen Kampfe» zur friedlichen Austragung oller der Gegensätze. die do» lebendige Leben der Völker in Zukunft Immer wieder mit sich bringen wird. Dieser geistige Kampf wird mit um so größerer Aussicht auf Erfolg geführt werden, je mehr sich persönliche Fäden zwischen denen spinnen, die im 3intern ihrer Länder cm den Geschicken ihrer Rationen verantwortlich arbeiten. Die Außen- pvlitik kann heute weniger al- je am grünen Tisch konstruiert werden. Sie muh sich aufbauen auf der unmittelbaren Anschauung und Kenntnis der in den Völkern wirkenden lebendigen Kräfte. Die Interparlamentarische Union ist vor allen anderen Organisationen dazu berufen und dazu geeignet, den Gedanken der politischen Zusammenarbeit aller Parlamente der Welt zu verwirklichen. Do- ist eine Aufgabe, wie sie höher kaum gedacht werden kann, eine Aufgabe, di« jeden Parlamentarier im Innern bewegen muh. Immer breiteren Raum gewinnt die Erkenntnis, daß die Mitarbeit an der Lösung dieser Aufgabe niemals zu einer Beeinträchtigung der nationalen Interessen des einzelnen Staates führen kann. Ich zweifle nicht, daß die Interparlamentarische Union getreu ihrer Ueberlieferung hierbei stets zwischen den realen Notwendigkeiten und den idealen Forderungen die richtioe Linie finden und auf dieser Linie sicher imd stetig ihrem Endziel entgegenfchretten wird. Seien Sie überzeugt, dah Sie dnbei in aller Zukunft in Deutschland volle- Verständnis und tiefste Sympathie finden werden. Möge die 25. Tagung der Interpavlamentari- schen Union Ihnen in jeher Beziehung angenehme Eindrücke bringen und möge ste in der Geschichte der Union als eine wahre IubiläumS- taguno unvergessen bleiben. Roch der Rede deS Staatssekretärs Dr. von Schubert brachte der stellvertretende Vorsitzende des Interparlamentarischen Rats, Brabec-Tschechoslowakei in französischer Sprocke den Dank der Inter- parlamentarischen Union für die festliche und freundliche Aufnahme zum Ausdruck, die die Vertreter der Parlamente in Deutschland gefunden hätten Er bat den Vorredner, dem Reichspräsidenten und namentlich Dr. Stresemann für die baldige volle Dieder- berftelluiig seiner Gesundheit oie besten Glück- wünsche zu übermitteln. ..Dir wollen." Io führte her Redner weiter aus. .keinen Äricj und lehnen Gewaltakte in den Vezwi ungeu zwischen den Staaten ab, weil wir überzeugt sind, daß die Gewalt die internationalen jKc - | Stresemann fährt nicht nach Genf. Berlin, 23. Aug. (1DB.) Der Rrichsauhcn Minister Dr. Slrefemann ist heute von seinen Acrzten, Professor Hermann Z o n d e f, Sanitätsrat GisevIu » und Dr. Schulmann unter Hinzuziehung von Herrn Professor v. strehI (Heidelberg) vor Wiederaufnahme seiner berustichen Tätigkeit untersucht worden. Die Untersuchung Hot ergeben, daß der Gesundheitszustand de» Hliniffer» noch nicht derartig Ist. daß Rückfälle ausgeschlossen wären. Die Aerzte haben daher dem Minister die geplante TeilnahmcaadenVee- handlungenlnGenfwiderralen. Mit der Reise nach pari» konnten sich die Aerzte nur unter der Voraussetzung einverstanden erklären, daß sich der Minister daselbst größtmöglich ft e Schonung aaferlcgl. Dr. Stresemann wird die beabsichtigte Reise zur Unterzeichnung de, fldlogg- pafk» nach Pari, unternehmen, dagegen wird er nicht nochSenf fahren. Heue Kabmettssihung in Berlin. Berlin, 23. Aug (Privotinfyrmation des WTB.) Durch dos Ergebnis der heutiaen ärztlichen Untersuchung Dr. Stresemann» ist im Hinblick auf die kommenden außenpolitischen Besprechungen eine neue Lage geschaffen. In politischen Kreisen wird angenommen, daß das Reichskobinett nun erneut zufammentreten wird, um zu prüfen, wie weit Dispositionen, die es in seinen gestrigen außenpolitischen Beratungen getroffen hat, durch die Feststellungen der Aerzte berührt werden. Dr. Stresemann und das Kabinett werden wabrscyeinlich die Frage überlegen, ob die für Gens in Aussicht genommenen Besprechungen über die Rheinlandräumung und die damit zusam- menhängenden Probleme der deutsch - franzö- lischen Politik nun mit dem Pariser B e - such Dr. Stresemann» zu verbinden sind. Ferner wird das Kabinett sich darüber schlüssig werden müssen, wer die deutsche Delegation für Genf führen soll. Ein Berliner Abendblatt verzeichnet ein Gerücht, daß Reichskanzler Hermann M ü I - l e r selbst die Führung der deutschen Delegation übernehmen wolle. Eine Bestätigung dafür liegt jedoch nicht vor, vielmehr wird angenommen, daß auch diesmal Staatssekretär v. Schubert zum Delegationsführer ernannt werden wird, zumal er während der Krankheit Dr. Stresemanns bereits im Juni bei der Ratstagung an der Spitze der deutschen Delegation gestanden hat. Daneben wird offenbar auch an die Möglichkeit gedacht, daß ein anderes Mitglied des Reichskabinetts, vielleicht der Minister für die besetzten Gebiete, Herrn Dr. Stresemann in Genf vertritt. Bevor darüber Klarheit geschaffen wird, muß man aber die Entscheidung des Kabinetts abwarten, das voraussichtlich bereits morgen Zusammentritt, da Dr. Stresemann schon am Samstag nach Paris führt. Ob der Außenminister von Paris direkt wieder nach Berlin zurückkehren ober für kurze Zeit noch einmal einen Trholunos- ort aufsuchen wird, ist noch nicht mit Sicherheit bekannt geworden „B. I." und „Bost. Ztg." erklären, Dr. Strese- mann habe den Wunsch geäußert, daß Reichskanzler Hermann Müller die Führung der deutschen Delegation übernehmen solle. Noch der „BofL 3tg/ soll jedoch der Neichskan^er Bedenken dagegen geäußert hoben, do er c, nicht für ratfam Halle, solange von Berkin fort- xubleiben. Der „Vorwärts" hingegen hält es nicht für ausgeschlossen, daß Reichskanzler Müller die Führung der deutschen Dölkerbundsobordnung übernimmt. Die Entscheidung in dieser Frage wird, wie gemeldet, in der heutigen Sabinettfißung fallen. Da» ,.D. T." meldet noch, daß Prvseflor Dr. Hermann Zondek. der Dr. ötrefemann während seiner Erkrankung behandelte, den Reichsanßen- Minister auf dessen besonderen Wunsch nach Paris begleiten werde. Dr. Stresemann werde in Paris nur an dem Diner teilnehmen. do» Briond ,ju Ehren her fremden Staatsmänner gibt. Im übrigen werde er sich auf die Teilnahme am U n - terzeichnungspakt und auf Unterre- düngen mit Kellogg. Poincars und B r i a n b beschränken und nach der Unterzeichnung nach Berlin zurückkehren. Bedauern in (Senf. Genf. 23. Aug. iWD.) Die in den späten Äachrnittags stunden in Genf emgetroffenen Nachrichten. daß Minister des Aeußern, Dr. Stresemann, wegen seines Gesunkcheits,zustande- an der bevorstehenden Tagung deS Völker- bundSrates und der Vunbesversamm- lung nicht teilnehmen kann, hat in den hiesigen Kreisen allgemein Bedauern her- vorgerufen. DaS große Ansehen der Persönlichkeit des ReichsauhenministerS und seine aktive Rolle bei den hiesigen Beratungen in den letzten Jahren lassen die Lücke noch empfindlicher erscheinen. Wie bekannt, ist auch Sir Austen Chamberlain gesundheitshalber an der Teilnahme bei den Genfer Beratungen verhindert. Dagegen wird in unterrichteten Kreisen m'.t Bestimmtheit versichert, daß der französische Außenminister B r i a n d auf jeden Fall nach Genf kommen wird. Eine Erholungsreise Stresemanns nach Aegypten? Berlin, 23. Aug. (Priv.-Tel. des WTB.) Die Aerzte. die heute Dr. Stresemann auf seinen Gesundheitszustand hin untersuchten, haben, der »Voss. Ztg." zufolge, dem Reichsaußenminister geraten, nach der Unterzeichnung des Kellogg-Paktes wieder einen längeren Erholungsurlaub zu nehmen. um seinen Gesundheitszustand zu kräftigen. Wie das Blatt berichtet, würden es die Aerzte am liebsten sehen, wenn Dr. Stresemann für einige M o - nate nach Aegypten ginge. Ob dieses Reiseprojekt, das bereits im vorigen Jahre erwogen würbe, durchgeführt wird, soll in den nächsten Tagen entschieden werden. Der pariser Kabinettsrat. Antikriegspaktes zu führenden Verbanblun- gen zwischen den in Paris anwesenden Staatsmännern. »Petit Parisien" schreibt, Gelbst- Paris, 23. Mag. (WIB.) lieber den heute nach- | mittag abgehaltenen außerordentlichen Mini st e r r a f verbreitet bie Haoos-Agenlvr folgende I Auslastung: Der Mintsterrot war insonderheit einberufen worden, um bie Einzelheiten der verschiedenen Zeremonien 5a regeln, bie anläßlich der Unterzeichnung des Antikrtegspaktes flalfflnben werden. Außenminister B r i a n b hat bk Vorkehrungen, bk bereits festgelegl worben sinb und einstimmig gebilligt wurden, befannfgegeben. Ls scheint, daß, abgesehen von der durch Brianb an die bevollmächtigten auswärtigen Vertreter, die am 27. August am Quai d'Orsay zur Unterzeichnung de» Pakte» versammelt sein werden, gehaltenen Begrüßungsansprache keine osslziellen Reden gehalten werden dürsten. Dagegen ist ev wahrscheinlich, daß bie Anwesenheit einer großen Anzahl von Vertretern ausländischer Mächte in Paris nicht verfehlen wird, einen Meinungsaustausch über bie große Außenpolitik der schon aus dem Programm der Septembertagung de» Völkerbundes stehenden Fragen heroorzu- rufen. Das die Haltung der französischen Regierung anlangt, so bleibt sie die gleiche, wie sie öfsenlllch von B r i a n b auf bet Tribüne des Senate vor Schloß der parlamentsfefsion definiert worden ist. Uebcrdies ist c» zweifelhaft, daß man in Abwesenheit Sir Mafien Chamberlains, den fein Gesundheitszustand an der Reise nach Gens verhindern wird, dort nützlicherweise, sei ce offiziell. oder fei es selbst offiziös, das Problem der vorzeitigen Räumung de« Rheinlande» anfchneidcn könne. Die der englische Außenminister selbst Im Unterhaus erklärt Hal. mästen die Bedingungen für diese Räumung Gegenstand einer vorherigen Verständigung zwischen den Besatzungsmächten, d. h. England. Belgien und Frankreick bilden. Man erinnert sich bei dieser Gelegenheit, bah. al» Stresemann diese Frage in seiner Unterredung in Th 0 iry aufwarf, er zu verstehen gab, bah da» Reich geneigt sei. gewisse Vorschläge zu machen, um die vorzeitige Räumung de» Rhcinlandes zu erhalten. Seither ist aber niemal» ein Vorschlag von Deutschland formuliert worden. Oie Frage der Rheinlandbesahung. Paris. 2-1. Aug. (WTD. Funkfpruch.) Zwei Blätter besprechen die Beschlüsse deS gestrigen MinifterrateS besonders auch hinsichtlich der anläßlich der Unterzeichnung deS verständlich tnirfen die Vertreter der 15 unterzeichnenden Mächte am Montag kein anderes Problem erörtern als den AntikrlegS- P a k t selbst. Aber es scheint schwierig, wenn nicht sogar utmröglich, die Staatsmänner daran zu hindern, vor oder nach der Unterzeich- nungszeremonie über Sachen zu sprechen, deren 'Behandlung in erster Link ihre Länder interessiert. Stresemann soll am Sonntag eine Unterredung mit Briand und am Montag vormittag eine Unterredung mit Poincars haben. Jedermann weiß, daß der Reichsauhen- minister glücklich! wäre, «eine neue Prüfung der Frage der Rheinlandbesetzung vornehmen zu lassen. Die Besetzung des Rheinlandes ist ein Unterpfand, da» nicht ohne eine kompensatorische Garantie hinsichtlich de» Dawevplans hergegeben werden kann. Ueberdies ist bie französische Re- ?|krung stets der Ansicht gewesen, daß das Be- etzungrproblcm nicht ein ausschließlich französisches. sondern ein interalliierte» Ist. Das Exposö Bricmds wies auch auf andere europäische Probleme hin, die in die Besprechung gezogen werden könnten, namentlich den Anschluß. Alle Minister sind aufgefordert worden, ihre Ansicht zu äußern: alle ohne Ausnahme haben Brianb dem Sinne nach zuge- stimmt und seine Auffassung einstimmig gebilligt. Keiner hat einen Vorbehalt gemackt. Das ist ein unbestreitbarer Erfolg für Briand. besonders wenn man vergleichsweise an den Ministerrat denkt, der aus Thoiry folgte. „Echo de Paris" meint, wenn die Rheinlandfrage von Stresemann erörtert werde, werde man ihm zu verstehen geben, daß die jetzige Gelegenheit der Unterzeichnung deS Artti- kriegspakleS sich nicht besonders zu einer derartigen Erörterung eigne, aber der Ministerpräsident werde sich wahrscheinlich nicht auf diese negative Halttmg beschränken. er werde, um dem ReichSaußenmin ister zu imponieren. angeben, daß die Räumung der Rheinlondc auf alle Fälle nicht außerhalb einer Gesamtregclung der Reparationen und der Kriegsschulden zur Diskussion gestellt werden könne. Alle Minister hätten sich im jetzigen Win ist errat der These PoincarLS an geschlossen, einschließlich Briand. der erklärt habe, daß er niemals ausaehört habe einer derartigen Auffassung zuzusttmmen. nungSverschiedenheiten nicht auf der Grundlage der Gerechtigkeit lösen kann." Der Redner suhr dann deutsch fort und bezeichnete die Arbeit deS Völkerbundes, die Aufgabe des K e I - logg- Paktes und die internationale Schiedsgerichtsbarkeit als noch nicht ausreichende Mittel zur Verbürgung einer ruhigen SniWicklung der internalionalen Politik. Er schloß mit den Worten „ Dir wollen in diesem Kamps um den Deltfrieden die Sr- ft e n sein, und dieses Ehrenfeld als bie Letzten und. Gott gebe, nur alS Sieger verlassen." Daran knüpfte der Redner ein Hoch auf das deutsche Voklk und da» Deutsche Reich, in das die 400- köpfige Festversammlung begeistert einstimmte. Abg. Montague nahm dann als Vertreter der Gruppe der Vereinigten Staaten daS Wort, um in einer kurzen Anlprache die engen Verbindungen zu unterstreichen, die zwischen den Ber- cinigtenÖtaalcr und Deutschland beständen. In den Bereinigten Staaten von Rord- amerifa fei ein außerordentlich starker Srnsluh der deutschen Kultur, der deutschen DristeSwstsa»' schäften, der deutschen Muftk und der deutsch«, Äunft zu bemerken. Den Dank für diese fruchtende Arbeit der deutschen Kultur hier auS- zusprechen. sei ihm BednriniS. Die Teilnehmer der Festlichkeit blieben noch lange Zeit in regem Gedankenaustausch bei» fanrwren. Kellogg in Plymouth. Plymouth, 23. Aug. erfiü*Tigen, mivten sie aber erst zu einem feinen Brei -er- mahnen toerben. Des geschieht im Munde durch di« Zähne. Srtt barm können sle durch die Der- dauungstäsi'«. den Speichel, den Magensaft, bie Dalle und den Satt der ^anchspeichelbrüte. >o- wie den Dünndarmtaft so verflüssigt unb verändert werden, dah fie durch bie Wand des Dünndarms aufgdaugt unb tn besonderen Desästen gesammelt in die Blutbahn geleitet werden können. Da« Kauen -st somit der wichtigste vorbereitende Vorgang, der. im Munde emmal DrdäumL durch die anderen Berdauungtgänge nicht mehr c^chgeholL werden kann Schlecht getaute Speisen in ben Magen gebracht werden vielen zu einet Arbeit reizen, der er auf bi- Dauer nicht gewachsen ist. er wird übe ran t rangt und front Daher kommt es. daft die meisten Mensthen, d-e vorzeitig ihre Zähne verlieren, magenleidend sind, und es fön nm schwerste Magenfrankheiten daran« entstehen. 8.n franfer Magen farm dann überhaupt nicht mehr richtig verdauen Au« schlecht gekaute. Speisen formen auch später die Verdauungstätte nicht a.Ie die Stoffe hevaus- zichen, die für bie Ernährung notwenbig sind, ber Vährtaft. den bic Zellen bekommen, ist zu schwach, bie Zellen werden nicht genügend ernährt, sie arbeiten unvollkommen, und Unterernährung. Schwäche und sihl estsich allerlei Krankheit des gesamten Körpers sind die Folge. Um gut kauen zu können, brauchen wir gute und gesunde und vor allem vollzähtige Zähne. Din franfer Zahn steckt gar au loubt ixe benachbarten unb gcnenübetftebenSen Zähne an. ein f«hlen!fr?r Zahn ist oft bie Ursache, dah der gegenüberstehende Zahn nfclge bauernden Vich-tz- gevrauch« — er hat ja i» nen Gegner. mit dem zusammen er mahlen fann — schwach unb frank wird unb schließlich auch ai.«fällt. Auch bic Milchzähne unlerer Kinder müssen gesund bleiben und möglichst lange erhalten werden. Sin franfer Milchiahn kann den darunter steckenden Keim des bleibenden Zahnes an stecken rn zu srüh verlorener M lchzahn läht den bleibenden Zahn vorzeitig durchbrochen, noch ehe er kräftig genug entwickelt ist Darum: Pflege deine Zähne, dah sie nicht frank werden, last deine Zähne gesund machen, sobald sich erste KrankheitzSzeichen emftcllen, dulde nicht den leisesten Zahnschmerz, last keinen Zahn ausreisten, der noch irgend erhalten werden fann und du wirst einen grohen Schritt getan haben zu deiner allgemeinen Gesundheit, Kraft und Lebensfreude? Tkeue evangelische Kir-chengemein-en in Gießen. Bei der Volkszählung im Jahre 1925 stellte sich heraus, dast in unserer evangelischen ®efamt» firchenaemeinde bie Lukasgemeinde rund 9600, Die Iohannesgemeind« rund 7600 Gemeindegfioder umfastte. Wem, man von diesen Zahlen auch die nichtortsansässigen Insassen der Kliniken, sowie der übrigen Heilanstalten abzieht, fo sind dir beiden genannten Gemeinden immer noch für einen Geistlichen zu grvst. Man nimmt an, dah eine Vor malgemein do nicht über 5000 Seelen umfassen soll. Vach langen, eingehenden Verhandlungen sind beide Gemeinden nun geteilt worden. Dir Lukasgemeinde wurde fo geteilt, dast die Friedrichstrohe bie Grenze zwischen den beiden neuen Gemeinden bildet, so dah bic Friedrich strafte noch zur alten Lukasgemeinde gehört. Alle südlich der Friedrich- strahe liegenden Straften, mit Ginschluft de« Bergwerk« Unterbot, sollen zur neuen Südgemeinde gehören. In der Iohanne-gcmeinde sollen Mosikcstrahe, Gutenbrr^strahe und Am Vah- rm'gsberg d.e Grenze bilden, so dah diese Strasten zu der neugebtlbcten Ostgemeinde gehören, während der übrigt Teil als Ioharrnes- gemeinde weiterbesteht. Die neu en tft an bene Süd- gemembe soll der. Vamen Pctrusgemeinde rühren. Man knüpft hierbei an eine geschichtliche Trobriion an. Bekanntlich lag bi« öltest« Giehe- ner Kirche auf dem Selter»berg, sie wurde mit den neben ihr stehenden Gebäuden von Philipp dem Großmütigen niedergelegt, al« er die Stadt ©.eben neu befestigt hatte, um etwaigen Belagerern auf dem SeuerSberg keinen Stützpunkt zu lassen. Diefe Kirche war dem heiligen Petrus geweiht, Darum soll die neue Gemeind«, Sie sich über den Selter«berg erstreckt, den Vamen Petrusgcmeinbe führen. Die Ostgemcinbe »oll Luthergemeinde genannt werden Diese BekchküM sind von allen tn Frage Io mm enden kirchlichen Körperschaften der Stadt Gicsten einstimmig grtastt worden. Bei den demnach', statt- finbenben kirchlichen Veuwahlen werden allo sech« «vangelischeKlrch«ngemeln- b t n neue Derne n^Vertretungen unb neue Kirchcn- vorstände zu bckden haben. Die Teilung der diesjährigen Konfirmanden hat schon auf Grund der neuen OcinembcctnteBung startgefunden. Für die Luthergemeinbe wirb Gottesdienst m der Kapelle des Alten Friedhof«, für die Petr u «- gemeinde m der Glckabrth-Kiernkindertchule veranstaltet Da Dieter Aaum bei weitem nicht ausreicht, ist die örbauuna eines Ge- metnhcl aale« im Bereiche der Pelrus- gemeinde ins Auge gefastt. Sin großes Wohnungsbauprojett. De Qrfcnntnh«. dah «ine gr vH zügig durchgeführte Wohnung«rrfvrm f,ch Airm Wohle der gesamten Bevölkerung auswirkt. und der Wunsch btt der Bekämpfung der Wobnunasnot mitzuhelfen. siihrten Sie deutschen Angestellten-Dewerk- schotten aller Vrchtungen im Jahre 1918 zu gt- mein'amem Vorgehen auf dem Gebiete der Wob- nungvfürfvrge zusammen Vachbem eine zweck- entsprechende Grundlage gefunden war. wurde 1918 von 27 Angesteliten-Derbänden die Gag- fah iDemeinnützig Aktiengesellschaft für Ange- ftellten-Heimstättci, > ins Leben gerufen. De VeichSverstch«rung«anste ft für Angestellte stellte tm Hinblick auf Die welttragende Bedeutung biete# Gedankens brr Gesellschaft einen nermenAoeTten Betrag als Organifationflfonb« zur CBerfügung. Vachon nun durch bie Gagfah ui vielen Städten Deutschlands ötgenhetne errichtet sind, ist es der Gag-ah unter Führung des Deichäftsführers de« 5>cut dmationalcn Hand- lungsgehtllenverbande« Giehen nach jahrelangen Bemühungen unb Verhandlungen auch in Diehen gelungen, den Vau von Ditz en Hel men oonuber eiten. Der Ankauf von Baugelände Am Wingert (zwischen Marburger Strotz« und Wiefecker W»g> ist gesichert. Zur Scrtiflftdluna im Frühjahr 1929 sind 23 Sigen- tteime vorgesehen. Ds handelt rfch dieibei imi Ginzelheüne von 4 bis 7 Ziimnern, Sie in Blöcken von 2 bis 3 Häusern zufainmeng baut werben. Mit ben Arbeiten sott bereits im Oktober d. 3. begtnuL.n werbe i Zur Fertigstellung iin Früb- jahr 1930 (Baubeginn Oitober 1929) sind weitere 26 Eigenheime vorgesehen. Darüber hinaus werden auf diesem Dclände noch einige Häuser durch Private entstehen. Taten für Lamskag. 25. August. Sonnenaufgang 5.01 Uhr, Sonnenuntergang 19.02 Uhr. — Mondaufgang 15.57 Uhr, Monduntergang 23.19 Uhr. 1744 der Dichter Johann Gottfried Herder in Mohrungen geboren; — 1758. Sieg Friedrich-; bedrohen über die Russen btl Zorndorf; — 1845: König Ludwig II. von Boyern in Nymphenburg geboren. Bornotizen. — Oeffentlicher Vortrag. Syndikus Dr. Wagner au»^ Frankfurt o. M. spricht am Samstag, 25. d. M, im Saalbau Sauer über „Erstellung von Häusern mit zinslosem Geld". (Dgl. die heutige An- Zeige- - Shvung für Schulrat Hassinaer durch ben Hessischen Sängerbunb. Der Hessische Sängerbund, dem freute 768 Vereine mit über 33 000 aktiven Mitgliedern angefrören, fral bet seinem vorjährigen Sängerbundeslag Schulrat Heinrich H a s s l n g c t, Darmstadt, zum Ehrenmitglied unb 6frrenporftanD«mltg[teb ernannt. Der Hessische Sängerbund dankt ihm nicht nur für die herzlichen Beziehungen die er während feiner Volksbildungstätigkeit bisher immer zu den hesiischen Sängern unterhalten frat. er ehrt vor allem auch die entscheidende Mitwirkung Hasfinger« bei ber Gründung und Organisation bc2 Hessischen Sängerbundes. Die Urkunden ferner Ernennungen sind nunmehr fertig- gestellt und wurden gestern nachmittag Schulrat Hasfinger auf feinen ausdrücklichen Wunsch ohne jede besondere Feierlichkeit durch den Bundesvorstand überreicht. Die beiden Dokumente frohen eine überaus geschmackvolle künstlerische Ausstattung erfahren. Sie liegen in einer blau grünen Ledermappe, die auf der Titelseite die initialen Haflingers und de« Sängerbünde« in einer Vota zu einem symbolischen golbgedruckten Zeichen vereinigt "Freche L r e n n st o s sd i « b stä h l e fann man fast täglich am Güterdahnhos und in ber Nahe von btiien Adfuhrstrahen beobachten. Die dort ab- fahrenden Fuhrwerke werden oft von drei bi» vier und mehr Personen eine Strecke Weges oerfolgl. beraubt unb her Koud in mitgeführt» Säcke rar» flaut Manche Fuhrleute sitzen wie taub auf den beladenen Wagen und frören und sehen nicht axx hinter ihrem Rücken vorgefri. Die Gessvinne werden bestiegen, unb einer wirft ob, wahrend bie anderen nnfreimifn. TI inrt)mal werden sogar schulpsiichlltz« langer derartig beraubter Wagen bie ßeibtrogenben, unb e» läge in, Interesse der Allaerneinfreit, wenn hier die Polt-ei eingreiien unb diese Übeln Zustänh« gründlich und dauernd beteiligen würde " Heue Dtsenbahnwagen 4 Klaf |e. Die AtichSbatei bat jetzt W^gen 4 Kl alle herausgebracht die wesentlich besser sind als aüg teilber fonfirutertni. Tt^c Mastnahme dürfte im Zusammenhang stehen mit der geplanten Ber- fchmcsiung der 3. und 4. Wagenllafse -u einer Sinheilollasie. Tic Wagen sind Im Innern mit 65 Sitzplätzen auSgestatztet, bic «ich auf urei Halbwagen verteilen Cinc wesentliche Veuerang in dte elektrische Beleuchtung De 5*cfr!chrtüttn an den Stirnwänden unb die Fenster sind tut Itermcibung von Zoglutt aus Berfchlutz frin gearbeitet Obst - und Dart«nbauv«r«in Diesten. In der jüngsten Vorst an dssitzung nnirbe mit Vücksicht auf btt bictiäfrrigc Misterntt des Obftc«, wie auch wegen der Trockenheit des Sommers, die der Gntwicklung aller Gartengewächse nachteilig gewesen Ist, der BcschfiÄst gefaht. die für diesen Herbst geplante »arten- Dauauiftcllung auf da« nächste Jahr ju verlegen. Als auswärtige Vebner für bie Vorträga de« nächsten Winters s nb LanbesvbstbanmshtktaE Pfelfser (Darmstadt) Palmcngartciidirtktzvs Kraust (Frankfurt a.M.> und Obftbauober- lefrrcr Junge (Geisenheim) «mgelaben " Die aindeitskurzschrlst Für alls Kreite ber Wirnchast, für daS ganze öffentlich^ Leben ist die Sinheltlchkeit der Kurzschrift von grobem Vorteil. Sie ist von Nutzen für die Arbeitgeber. die von vornherein willen, hast der Ars- zustellende nach feinem stenographischen System tn daS getarnte Bureau paht. sobald nach einet gewissen Zelt des Ucbcrgang« nur noch e i n System geübt wird: sie ist von Vorteil für die Angestellten, bie nicht mehr an gewllte Länder« grenzen für Die Verwendung ihres System« gr- bunben sind, sondern die von Konstanz bi« Hamburg. von Mannheim bl« an die Ost grenze überall dasselbe System verwenden können: sie ist vorteilhaft für dte CM fern jedeS Kindes, das einer staatlichen, städtifchen Verwaltungs- oder der Kaufmann«Laufbahn zugeführt werden foll, weil sie willen, welches System zu erlernen nU Am 3. September beginnen die neuen Ansänger- und Zortbildungslehrgänge. Man beachte die heutige Anzeige de« Äuntebriffoetan« von 1861 und Ses DamenvereinS „GabelSberger". ” Strastenauffüllung tn der Schwarzlach. Die bei den stäblifchen Bau- arbetten in der Schiller- und Otekverbrtchusi weg- fallenbeii Grbmaffcn werden z. Z. al« Auf« süttmaterial für die neu anzulegend« Strahs zwischen Marburger Steaste und Gderstrast« an« gefahren Hoffentlich erfolgt nach dieser Auffüllung auch der wettere 'Ausbau dieser Strohe, damit endlich auch mit ber Bautätigkeit in diesem Stadtviertel begonnen werden kann. " Am Sonntagnachmittag gesperrt! Degen der 8. Hcrost-Vudcrregatta des Lahnregattaverbandes ist die BvotshauSstrah« zwischen dem BvotSfrou« der Di ebener Ruder« Scsellschaft und ber Dihmarer Strafte (Bahn- berfüfrrung) am Sotmtag. 26. August, von 14 bis 19 älhr für ben DurchgangSverikehr polizeilich gesperrt. Kirchliche Tlachrichlen. Ifraelisische llellglon»tzefellfchasi. Sabbatfeier den 25. uuguft Freitag abend 7 Uhr; Sarn»tag oormlb tag 8 ; nachmittag» 4.30; Sabdatzausgang 8.15 — Wochengotte»dienst morgen» 6.15; abend» 6.30 Uhr. Ifroelisische Kcllglonegemfinbe. (Sotte»dienft in der Synagoge (Südonlage). Sam»tag, 25. Atigust. Vorabend 7.15 Uhr; morgen» 8.30; abend» 7.35 unb 8.15 Uhr. Verantwortlich für Politik: I. D.. Ernst Blumschein. Du SelimtiiBlltialler 3 CIGARETTE SA1EM AUSLESE ft» Mtathtad fe »nee SpciiiffeechlhrtTttttÄkk. SINDBAD DER SALEM - RAUCHER ers&hlt weiter» .Agschaminis chiir olsun efFendi", begrüßte mich eines Abendsein befreundeter Schiflskipitin, ,hit Sindbid, der Silem-Riucher, nicht Lust, wieder auszuziehen, um neue Tabake ftir seine berühmte Cigirettenmischung zu finden?" Damit zeigte er mir sein großes neues Schiff. Da es mir gefiel, machte ich mit dem Kapitln einen Kaufvertrag und belud dis Schiff mit den Tabakprodukten unseres Landes, um an fremden Küsten Tauschhandel zu treiben. Bild stach ich fröhlich in See und hoffte, •diesmal nach kurzer glücklicher Fahrt mit neuen Tabaksorten heimzukehren. Bevor ich Euch von dem schrecklichen Schicksal, dis mich erwartete, weiter- errlhle, laßt uns die Brecherin aller Sorgen, die Verbeißerin alles Glücks und die treu es re Freundin eines langen Lebens genießen, die süßduftende GLeßen (Sdiillerstrafie 9), den 24 August 1928. Beileidsbesuche Die Einäscherung findet in aller Stille statt. und Kranzspenden dankend verbeten. 7620 D Kaufgesuche VIM sorgt für Glanz und Sauberkeit In überraschend kurzer Zelt. Schnell und gründlich beiorgl VIM da* PoTzen. Ein wenig VIM feucht verreiben und schon strahlt olles in Reinheit 7617D qefudtt. 06050 |Verschiedenes| Frmiklart e. Dein. 17611V t Wir suchen g. mögl. bald. Antritt einen 3tsdteedteut 06047 Friedberg i. H. 7613V (flnkausSkonzern Vconbarb Tietz Heuchelheim, den 22. August 1928. 06)67 7361D erbeten. ’v 1 platz. I76L5D Familie Fritzel. gesucht. 76271) ■ >' lies Lahn Reiafia Verbandes aal derlahn hei Bieben Der Regatta-Ausschufe 76I2D Besicht die Handels- schale Kanselniaan! t ■ Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Sophie Bausch geb. Christ und Sohn. DRUCKSACHEN aller Art liefert die BrOhl'sche Druckerei t'-* Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem unersetzlichen Verlust sagen wir innigen Dank. Familie Otto Volkmann Franz Volkmann und Braut. SorMrlllverein von 1861 u. Vomellverelli ..(ßaüeisberqer V $1. B. vänier Gleiten. Habvvad ausder Chaussee zu-t ftbcnflliehcnii.VoUar stcbcnscbUebcn. Abzugeb. flcacn Be- loonunq b. Wafnuiri Weller,Wellersbnrg. TeL Anraf 89i. Oeffentlicher Vortrag Svndlkex Dr. Wagaer sie Frankiert a. H. spricht Am Derselbe bat die P flickt, die Anträge zu kontrollieren und Neuausnabmen zu machen. Geboten wird festes Gebalt und Provision Schriftliche Angebote unter 7580V an den Giesiener Anzetg. Für die vielen Beweise inniger Anteilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn ^Pfarrer Dörr am Orabe, sagen wir herrlichen Dank. Garten Nabe der Lahn zu packten gesuckt Sckrtstl. Angebote mit Preis unt. 06045 an den Gteh. Anz. Heute morgen 10 Uhr verschied nach kurzem Leiden mein lieber Mann, unser innigstgeliebter Vater, Großvater und Urgroßvater Gemeinderechner Johann Peler Mörschel im Alter von nahezu 79 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Mörschel geb. Ruppel Familie Block Familie Glockengießer Familie Reitz. Obbornhofen, den 23 August 1928. Die Beerdigung findet Samstag, den 25. August, nachmittags 3 30 Uhr statt. , M Gießen. Anmeldung für die am I. n. 2. Scvtbr. inickt 25. u. 26. Aua.« siaufindende Knüll tvnndcruug zwecks Uebernackten und Zahrvrciöermäfitg. tca. Mk. 4.:iui bis fintehenoTicnStag den 2N. Zlngukt bet (£. Bober. Markt- Statt besonderer Anzeige. Am 22. August 1928 verschied plötzlich und unerwartet nach kurzem Krankenlager mein lieber Gatte und treusorgender Vater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und beim Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Salomon Meyer. Wieseck, den 24 August 1928. Vorrennen: Samstag, den 25. August, ab 4 Uhr Sonntag, den 26. August, ab 8 Uhr Hauptrennen: Sonntag, den 26. August, ab 2.30 Uhr Während der Rennen Konzert. / Festplatz: Bootshaus Verein Rudersport Gießen 1913 e.V. / Eintritt 1 Mark Gemeldet haben: 18 Vereine mit 76 Booten und 368 Ruderern Montag, d.3.Scpt. abds. 7 llbr, er* öffnen wir in der Goctbescknle lWest- anlage» einen Ansänger- Lehrgang in der deutschen Ein- heitskurzfchrist für Damen und Herren unter Leitung eines staall. gevr. 1'ehrerS d. Kurzschrift «Unter- richtSgebtihr 12^0. Ein NortbildungS Lehrgang beginnt am gleichen Abend um 8 llbr. — Anmeldung an Herrn Hranz Haustein, Wilbelmstr. 6 11, od. zuUnlerrichtSbeglnn Satt. dcimrat 1 iBerlin' h vnttmatioii Lioclbolm cnimerte i Äenschnia/I großen r-c' ron Main). M ProLi.nr bdbe. wie k $juldd heul 3«luna gl SfcnJ-t. e ju» Uilola OtVüdjen R' Viijttt dri in fi’rtL' y:v lcndl.'uii i oui. gcgri rinc .gut liebt den' schickt T .guten 2c tnq ml ar und alS £ der -eschii PrcFe ei« M Stoffe An ti 'xi P-Mu ItM 51nt unbbnl und bafjtx den Dtrfd) Tknnirhr UntMbrk bL Sell beiisl! IskS gehe da« mir r nlchren m 6ache. fine Wicht der Früchte y naltm 2n vnl r auK, sZlir uns. GeschüilS- fübret suchen wir für sofort gaf mcöl. Simmet evtl.Wohn-u. Schlaf' zimmer, mit gletchz. Berm. als Bureau, mögt. zemr. Lage u. sep. Eingang. Schr. Angeb. m.PreiSang. i:.06054 a. d.Gkt.Anz. Alters-Vereinigung 1876-1926 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Kamo- raden von dem Ableben unseres Vorstandsmitglieds Herrn Ober-Postinspektors Heinrich Bausch geziemend in Kenntnis zu setzen. Es wird um zahlreiche Beteiligung bei der Leichenfeier am Samstag, dem 25. August, mittags 12', Uhr, auf dem Neuen Friedhof gebeten. 7S2il) Der Vorstand. Bvl -V«lt )' blecht umfdUtr ( .Volont d0rn, pre< tmqurifl s dir der L %alb -Der |d jtmber 21: form • 0& so yernf fia °er un-, ah S'Utr i ^Vbngie. ZK kennt- S2 ;3iuel stellungslose seriöse, arbenosreudige Kaufleute werden gegen feste TageSspesen und Bro- Vision eingestellt. Dlelden mit Ausweis Freitag 3—5 Uhr Lindenplatz 1, 2 Treppen. Ämicilia Samstag, 25. S.: W-öenen-Wnö u. oWelle Kneloe. Allseitig Erscheinen dringens eriorderl. k«< Der Vorztaal. Heue Kartoffeln in prima Qualitäi empfiehlt billigst W. Hankel Heuen Baue 2 Telepb. 612. 4öd Reiskirchen, den 23. 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Der Leiter der Kundgebung. 3>c« beimrat UniverNtätsprosessor D Deihmann (Bcrlim hieß die Dersammlung im Damen der internationalen christlichen Prefsekommission der ötodholmer Meltlirchenkonserenz toillfonuncn und erinnerte u. a. daran, das) bereit- vor zwei Menschenaltern der geniale Scharfblick eines groben rheinischen Kirchcnmannes, de- Dischos- von Mainz, Freiherrn v. Kette le r. den Örn ft de- Probt ein- .Evangelium und Pres e" erkannt habe, wie sein Wort zeige »Wenn der Apostel Paulus heute aufträte würde er zunächst eine detiunq qrünber " Der Hauptredner deS Atend- C r t b i f d> 0 f Dr. D Söderblom aus Upsala, der Primas der schwedischen evan- oelischei, Kirche, und bekannte Borkampfer und Führer der internationalen Ginigungstewegung d-r K.rchcn nannte in seinen Ausführungen die K'rche tau größten und bedeutendsten Dachrich- lcndieiist der Welt. Die wurde, führte er u a. aus. gegründet, um eine Bachricht zu verbreiten. fine .gute Dachricht". ein .Evangelium". öott hehl den Menschen. Darum hat er Uefus Lhristus lchickt Die Presse mutz eine Beziehung zu dieser .guten Botschaft" haben um ihre doppelte, aber eng »nlamni'.nschtiesiende Aufgabe als ©bieget und als Licht zu erfüllen. Sie soll ein Spiegel der Geschichte der Gelchehnifle fein. Da hat Die Preste eine große Aufgabe schon bei der Wahl des Stoffe* das richtige zu treffen, sich also nicht den schlechten Gew'hnb. >t. > and Wünschen des Pubiikiun- anzupa'fen. sondern im edelsten Sinne eine Dienerin der Leser und derMenschhelt zu sein, ohne langweilig und daher untnirflam zu werden. Tatsachen werden verschwiegen, oder gelinde modifiziert. Die Bernrt lurtfl von Dachlichten darf sich nicht der Unwabrsnit schuldig machen Das verbietet der bl. Desst der Prelle dr heißt: Wahebe i t s l i e b l. Die Kränkung des hl. Geistes gehört zum Weltübel des Krieges, da« wir mit allen Kräften zerstören und vernichten müssen. Ss ist daher eine gesegnete Sache, eine Kulturaufgabe ersten Danges, eine Pflicht der Humanität, schleichende, erschreckende Gerüchte zu erfttden und die Menfchhe t mit *1 alten Angaben zu beruhigen. .Darf ich die Prcsie aufforbem, in dieser Hinsicht mit der Kirche zus a m. menzuar beiten? Ich meine, bafi eine mit tragifch.nn äm ; verbundene pos'-ttoe Bk.tauffa f/ni b ntcr ter Arb?it der Presse als v runbton heavn 1oll. um damit der GotteSterrfa-att in her sozialen Frage und in allen n enft ichen Derhälnullen zu dienen." Am zweiten Derhandlungstage der Konferenz wnrd< über die Mitarbeit her religiösen Presse an her Förderung her ökumenischen Bewegung beraten. Prof Dr. Hinde rer gab in einem «nngchenden Deferat bte grundsätzlichen Gedanken für di? AuSfprache an der sich Beehrtet ter verschiedenen ausländischen protestantischen Kirchen beteiligten. Der Dehner ging aus von der Tatsache, das) das Echo her ökumenischen Bewegung in der religiösen Preffe noch keineswegs der wirklichen Beteutun/’ dieser Bewegung cni- spreche, und untersuchte dann die Grünte für diese Erscheinung Beben den polnischen Hindernissen. so führte er aus. machen such vor allem auch Hemmungen auf kirchlichem Gebiet bemerkbar ein Gruppenegoismus, der den Bhd nicht über den eigenen Kirchturm zu erheben vermag, ein Kirchenpatriotismus, der für eine Gruppe allein das wahre Christentum in Anfpruch nimmt. Gegenüber dielen der ökumenischen Arbeit im Wege stehenden Hemmungen habe die religiöse Preise aller Länder um so verantwortung-vollere Aufgaben. Der Redner gab praltilche Hinweise zur ürfullung dieser Ausgaben An der Aussprache beteiligte sich u. a. der Herau-geber einer groben amerikanischen Kirchenzeitung. S. Richard Lynch iBeuyork). der über da- Thema .Kampf der rdigickn Presse gegen den gen einsamen Feind einer ablehnenden weltlichen Kulturbewegung" sprach. Die weitere Aussprache drehte sich vor allem um den Ausbau eines internationalen kirchlichen Aachrichtenbtenftes In älebcreinst immung mit dem Leiter der Bersamm- lung empfahl Professor Deistmann, einen Antrag an die Internationale Preffetonunission des Stockholmer Fottsetzungsau-fchuffeS zu richten, und fetzte sich für die Hinrichtung regionaler Pressekonferenzen der leitenden kirchlichen Persönlichkeiten unter Hinzuziehung von namhaften Bert rot em der Tagespreise ein. Too Itrqrbnio der Peralungcit Die Internationale Konferenz legte das Ergeb- n i s ihrer Beratungen in einer einstimmig angenommenen Entschließung fest, in der zunächst her Dank an den Leiter der Konferenz, Professor Dr. D. Hinderet (Berlin- und an die Referenten zum Ausdruck gebracht und die Wichtigkeit weiterer Internationaler Pressekonferenzen betont wird. An die Internationale Christliche Pressekommission r Stockholmer Weltkonserenz wird die Bitte gerichtet, die weitere Durchführung der besprochenen Ausgaben zu unterstützen. Als weitere praktische Ausgaben für die nächste Zukunft enthielt die Entschließung die Vorbereitung von kleineren Pressekonferenzen, in denen sich Delegierte einander benachbarter Länder treffen, ferner die Erleichterung von Studien- und Informationsreisen und vor allem die Schaffung einer oder mehrerer Zentralstellen für christliche Pressearbeit. (htibfang durch die Stadt Köln. Zu Ehren der Konferenzteilnehmer oeranftaltele die Stadt Köln am Abend einen Empfang im festlich geschmückten großen Saal des Gürzenich. Unter den Anwesenden bemerkte man Erzbischof D. Soederblom (Upsala), Reichsminister a. D. Külz, Regierungspräsident Elf gen, sowie zahlreiche Vertreter der kirchlichen und weltlichen Behörden des In- und Auslandes. Bürgermeister Matzerath begrüßte die Gäste in Vertretung des beurlaubten Oberbürgermeisters Dr. Adenauer im Ramm der Stadt und verband bannt ben Wunsch, dost die erste Internationale Christliche Pr< e!on seren; die okumenuche Bewegung einen guten Schritt vorwärts gebracht haben m. .ie Rach ihm ergrifi Erzbilchei D Soederblom bat Wori und hantle zunächst im Romen der Christlichen Prelle- konferen; unti z, gleich her Presse!01 Mission der Stockholmer Wettk.rchentonseren; dem Burgerm. .feer für |eme Legrüstu gsworte. wobei er die prächtige und gastfreie Aufnahme der nonserenzmitgliede. durch die Stadt 1 nin rühmend ''ervorhob Die „Prefso”, lo fuhr der Erzbischof fort, in deren Rahnu 1 diese Konferenz ^ottgesunden habe, sei ein gewaltiaes Unternehmen, und es sei zu hoffen, daß diese» Unternehmen für das Wohl der Völker legen bringend wirken und dazu beitragen möge, daß bie Menschen über bie Rationen hinweg s 1 ch die f) ä n 6 e reichten im Bewußtsein der heiligen Aufgaben, die sie zum Segen der ganten Menschheit zu erfüllen haben. Der Redner wandte sich lobann den Aufgaben der Tagesprefle im allgemeinen und der kirchlichen Preise im besonderen zu und gab der lleberzeugung Ausdruck. daß eS nicht richtig sei, hier einen Unterschied zu machen Die ganze Presse müsse von der Wahrheitsliebe, von der Ge- r e ch 11 g k e i t von dem ßtnr für ihre hohe Bestimmung, von der schweren Berant- w or tun g der Menfchhe : und von der G0ttesherrsch a f t durchdrungen fein. De- genfeitigeS Bertraucn und Zusam- menarbc 1 t zwischen Kirche undPref se sei oberstes Gebot Das Hoch deS Erzbischof- galt der gastfreien Stadt Köln, ihrem Oberhaupt und ihren Bewohnern. Der holländische 3rbeu*m indlcr, Pro'ellor Dr C i 0 t e nt a f c r d e Bruine sprach a ifchliestcnd e.i.gehend über die Bef-eutung einer engen Zusammenarbeit zwilchen Regierung und Prelle. Obetlonliftorialral Zilcher- Berlin ta.Jtc als Bertwtcr des evangelische? KirchenauSschuNes und im Auftrag,' des Präsidenten b e'c# Aus- schu 'eS. Kapier, i isbesondete d?n Sch p'em der evangelischen Sonterschau aa« d.r .Prella für •■tre eriolgrcichen Bemühu' '.en um das Zustandekommen bieder Sandersch-:u Sür die f ranzöst I che Kirche sprach Pastor 2 ö zs ue I - Pan» den Dank für den überaus freundlichen Emp'üng aus und würdigte eingehend das große Äuiturwert der .Prella". Aranfretd) könne es nur heb sein, in friedlichen Wettbewerb mit Deutfchiai.b zu tra.n DlcLpnch - Deutzork erinnerte daran dast zur gleichen Zeit her amerikanische Stoats'clretar Kellogg sich auf dem Ozean auf dem Wege nach Europa befinde, um den Bcrtrag zur Aech- tung des Krieges zu unterzeichnen Der Redner sprach die Aofhuing aus. dast her Kellogg-Pakt eine neue Beta für die Welt Ix-bcjten würde und dast er den ewigen Frieden zwilchen Deutschland und Frankreich und den übrigen Nationen der Erde einleiten werde Weitere Ansprachen hielten Präses D Wolf- Aachen und llnivcnitatsproie sor Dr Ste'an Z a n k 0 w » Sofia, der aul die Bedeutung des Ostens in der Geschichte des Ehriftentums hinwies. Er bezeichnete die friedliche Zusammenarbeit zwischeii Osten und Westen als eine Lebensnotwendigkeit Dingen um das Baltikum. polniiu,cs Liebeswerben. — Oie lettisch-estnische Zollunion.— Deutsch-baltische Zugendprobleme. Bon unserem ri-Sonderberichterstatter. Dachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Reval, August 1928. Der lange und viel erörterte Baltische Bund ist in diesen Tagen im Werden begriffen. Es wird vorerst ein „kleiner Bund" fein, eine Allianzwischen Lettland und Estland. Litauen soll auS wirtschaftlichen unb politischen Gründen nicht einbezogen worden. Eine Allianz, keine Union wird die beiden baltischen Dachbarstaaten verbinden Gegen eine vollständige Berichrnelzung sträubt sich da» absolute Unabhängigkeitsbedürfnis, das den fungen Staaten eigen ist. Und ihre recht kleinliche Vtserluchtelei. In camcra caritatis kann man von lettischen und estländischen Politikern m gleicher Weife hören, wie turmhoch die einen über die anderen sich erhoben fühlen. Diese wie jene betrachten sich al« die alleinigen Träger baltischer Kultur. Und wenn sie nun im Begrifk sind, sich miteinander zu verbunden, geschieht dies vor allem aus wirtschasttlcher Bot» Wendigkeit, noch stärker aber aus dem Gefühl von Sch u tz b e d ü rf t ig k e i t gegenüber D u st 1 a n d. Der erste Schritt zum Baltischen Bund wird die lettifch-estnische Zollunion fein, die nun, nach längerem Zögern der estnischen WirtschaftSkreise, vor dem Abschluh steht. Wichtiger noch ist das Militärbündnis der beiden Staaten. Bierhundert- tauscnd Mann, meinen sie, können sie im Ernstfall auf die Beine stellen. 3m Ernstfall — d h. für den Fall eines russischen Angriffe-, Obwohl augenblicklich im Baltikum Ruhe herrsch!, wird täglich und stündlich mit dieser Möglichkeit gerechnet. ..Wir dürfen eine Balkanifie- rung unterer Berhältnisse nicht zu- l a f f c n", erklärte mir der lettische Außenminister B a 1 0 d i S, als unser Gespräch auf bie Dvt- wendigkeik diese- baltischen Bunde- kam. Und auf btt Gefahre,', die den Banbftaatc.i von ihren Dachbarn drohen. Diese Gefahren können nicht nur kriegerischer, sondern auch friedlicher, fremidfchaltlicher. gar zu freundschaftlicher Datur fein. Zweifellos ift die ärgste Gefahr, die der Souveränität der Randstaaten droht, die tödliche Umarmung durch Polen Man setzt in 'Warschau alle Hebel in Bewegung, um die baltischen Staaten in die eigene Interessensphäre einzubeziehen Genau so wie Litauen getoaltfam von der polnischen Wirtschaft und der polnischen .Kultur" au|gelogen werden soll, möchte man Lettland und Estland auf friedlichem freundschaftlichem W«g zu Tode küssen. Dun ist die Hinneigung zu Polen namentlich in Estland ziemlich stark. Zweilellos ist die unversöhnlichc Haltung des Auhenministers Reba ne, der sich im diplomatischen Berkehr genau so wenig wie im persönlichen durch besondere Konzilianz auszeichnet. in der Frage der Entschädigung reich-deutscher, durch die Bodenreform enteigneter Grundbesitzer vor allem aus polnische Einslüsse und Emslusterungen zurückzuführen. Das Warschauer Außenministerium Hai mehr als einpial den Bersuch gemacht, Estland als brillanten Sekundanten im Handelskrieg mit Deutschland zu gewinnen. Daß dieser Mrsuch mißlang, liegt an der unabänderlichen Tatsache, daß etwa die Hälfte des estnischen Wirtschatt-verkehr- sich mit Deutschland abspiett. und daß ein Handelskrieg, her für Deutschland unbeauem gewesen wäre, für Estland sicheren wirtschaftlichen Selbstmord bedeutet hätte. DeuerdinaS ist man in Warschau nun am Werk, auch Lettland in bie heimliche Front gegen da« Deutsche Reich elnzubeziehen. Herr H o - lowkv. der Direktor der Oftabteilung des polnischen Außenministeriums, nebenbei einer der gefährlichsten und zweifello« agilsten pvlnilchen Diplomaten, hat sich zu einer Stoatsvistte in Riga aufgehalten, bei der sicherlich nicht nur vom 'Detter die Rede war. Erfreulicherweise ift aber Der schiefe Turm. 13on Gustav W. überfein, Rom. .Bcr your papdon. Mister, können Sie mir oielloicht lagen, wann der krumme Turm da jnrfäntr .Volontieri, Signonna! Das Tann ich Ihnen 'aflen. preasamente•“ Und au« der galanten Bet» ?.ugung heraus wirst sich der gute PUaner m >ic der Wichtigkeit des fallet angemessene amt- iche Haltung und doziert' .Der schiefe Turm von Pisa fällt am 15. De- .ember 2128 um!” Da kaim man nichts machen .Oh. so lange noch — T" Und tne blonde Miß entfernt sich mit jenem Unterton des Bedauerns, her uns. als wir noch Lausbuben waren, und dem Seiltänzer ungeduldig ben Rücken kehrten, fo gut fcanb: Gehen wir. der fälU ja doch nicht runter! Zweihundert Jahre noch, das haben bie von der Obrigieit soeben zur Beruhigung einer auf- ccrcgbcn Welt verkündet. Sonderbarer weif e gibt es nämlich Dienfchen. denen das Problem eines vberhängenden Turme« bei weitem interessanter unb gruseliger erscheint alS die Gefahr eines ttberttängenhen Krieges Sogar in Frankreich beschäftigen sie sich intensiv mit der Frage, wie nan die Katastrophe deS Zusaminenbruchs oer- toten tonnte. Die Akademie ber 'Wissenschaften in Danctz hat ein geradezu ideales Projekt zur Sicherung des Friedens - Pardon, des Turmes, wollte ich sagen — auSgearbeitet Wie Sic wissen, fand Galilei die Haltung 1« Eampanile praktisch, um mcht zu lagen iweckmähig. erleichterte sie ihm doch seine Ber» 'uche über die Gesetze des Falles Es tauchten cber auch Borgtet aus. bte versicherten, bie Bau- neiü« buhen es ursprünglich gar nicht so ge- neint, der Turm sei ihnen vielmehr unter ben ?>änbtn übgtwichen wie ein ungeratener Schlingel, xnh «1 sich alle Betsuche. ,hn zu einer anständigen -Haltung zu bewegen alS boffmmgdlo« erwiesen, yaben sie schließlich nach, indem kc vom obersten ohxnoert ab einrüdien. Der Stockwerke oder ^änlengUenen hat er tm ganzen sieben —tc D0771 auch sei. ob er nun schief gedacht war cder erst wurde. ledenfallS nafmt feine Bngung. rom geraden Weg abzuweichen immer mchir zu. ^?6länder hat das vor gerade yimdert Jahren, lo daß wir also Heuer ein Hänge» :^btlaum feiern können, gemerft unb den ersten -:?anTr^f «tfgeftohen. Seither grübelt die Welt aber das Phonemen nach, unb jeden Tag läuft in Pisa eine neue AbweichungSberechnung. eine neue Sinsturzberrchnung. eine neue Stützungsberechnung ein, so daß daS Archiv gestern 26 475 2Dtenftude registrierte. Bon den offiziellen Tatbestandsaufnahmen und polizeilichen Lokalterminen nicht zu «ben. Ss ist rührend zu sehen, wie die hohen und höchsten Abotdnungeii sich zwischen Würde und Ratlosigkeit auf pflanzen und. den Singer an der Bafe. zu dem steinernen Riesen hinauf starren wie die Zwerge zu Gulliver. Der Mensch wirtt ja immer ein ticm wenig lächerlich neben einem Turm, gar nun mit einem Zylinder auf dem Kopf und einer gelehrten Aktenmappe unlerm Arm. Unb trenn man am Fuße des 54 Meter hohen Gamparüe fteht. vier Bieter von feiner Sttefelspitze entfernt, lo wuchtet feine 6tim gerate auf die des Beobachters herunter, dann vier Meter bereit- hängt sie über. G- ift zum AuS» reihen. DaS unheimliche Gefühl, plötzlicherschlagen zu werten, vermag kein Polizeiotteft zu vertreiben — ist nicht auch ter Campanile auf dem MarkuSplatz in Bencfrg eingestürzt. ohne eS vorher anzumelten und die Erlaubnis dafür einzuholen? So unartig soll ja nun ter in Pifa nicht fein. Man kennt leine Gepl logen beiten - den Ausdruck .Schliche' wollen wir daher vermeiden — ganz genau. Eine Rechenaufgabe, nicht mehr, für BZa- turitätlfanhitaten empfehlenswert. Also Ein 54L Meter hoher Turm hatte im Jahre 1828 eine Deigung von 5.5 Millimeter auf den Bieter, die leither lährlich um 2 Millimeter zunahm, wann und bei welchem Bcigung«minfci vertiert ter Turm daS Gleichgewicht? DaS eine Refultat. fo weit eS den Fremten- vertehr interessiert, war gestern noch, wie aus den, Euigangsdialog ersichtlich, in aller Mund. Die Stadt Väter von Pisa haben natürlrch alle Betanlaffunfl. bie schiefe Stellung ihrer Haupt- fchenswürdigteit so lange wie möglich zu erhalten. Sie find daher in nicht geringe Aufregung geraten, alS die übliche S^mneneauf gäbe von anderen Mathematikern heute auf andere Weile gelöst oder vielmehr schon ter Fragestellung nach angefochten wurde. In der ftarif<5cn Gleichung. Io behaupten diese Reuerer. befände sich ein zweifelhafter Faktor, nämlich die Senkungszunahme um die berühmten zwei Bllllimetcr. In Wirklichkeit feien es drei Millimeter, während andererseits auch bte geringere Senkung des eingerückt en Stodnxrie in Betracht gezogen werten mülle, da cS die GefamtabweichuTig zum Teil auSgleiche. llni> drittens forme die Unbekannte, taS x ter Funtamentsverhältnisse, überhaupt niemals genau bewertet werten, da der Boten unter dem Turm und um ihn herum fortgesetzten Beränterungcn unterworsen, beweglich, von Wasser durchsetzt, von Erdbeben erschüttert sei. Bitt anderen Worten, der Turn» könne jeden Tag um kippen. Auf diesen BombeneinschLaa hin stülpten die Stabtväter "«i Pisa den Zylinder auf, stopften die Aktenmappe unter den Arm und pflanzten sich, den Zeigefinder in ter Bafe, vor dem steinernen Riesen auf wie die Zwerge vor Gulliver. Der Turm verzog feine Miene. Darauf ordnete taS Ministerium für öffentliche Arbeiten in Rom eine llnter sich doch darin einig, daß der Künstler heute ein viel schwereres Los als vor dem Stricg zu tragen habe. „Rur die jungen Maler." erklärte der Kunsthändler Flechtheim, „die überzeugt sind, daß Picasso das größte Genie ist: nur wer glaubt, daß der RaturalismuS für alle Zeiten vorüber, daß Expressionismus und „Reue Sachlichkeit" nichts mit wahrer Kunst au tun haben — nur diese Künstler haben in Zukunft noch Aussicht, zu Bedeutung zu gelangen." Da« ist eine sehr einseitige Ansicht, gegen die man zunächst einwenden könnte, daß nicht einmal Picasso — nämlich der altgctoorbcne — auf Picasso den jüngeren schwör:. Der Kunsthändler Rieten- b o r f äußert kch denn auch weniger radikal und spricht weder dem Expressionismus noch der neuen Sachlichkeit die Daseinsberechtigung ab. Slai Oppenheimer sieht das Hebel weniger in den Kunstrichtungen a'A darin, daß überhaupt kein geeigneter Rachwuch« an Walern vorhanden sei. Er hält e« ferner für lehr bedenklich. daß die Kunstliebhaber unterer Zeit weniger Wert aus hervorragende Kunstwerke al« daraus fegen, solche Bilder zu laufen, die vov- auSsichtlich im Preise steigen werden. ..Die Krise in bet Kunst wirb dadurch verstärkt, daß der Rachwuch« keine eigenen Ideen entwickelt, sondern aus Rachläufern besteht." meinte Oppenheimer, während Rudolph Levy der Ansicht ist. daß es in der Kunst immer nur Rach.äufet gegeben habe. Er ist überzeugt, daß auf dem deutschen Kunstmarkt zu wenig auf Tradition gegeben werbe. .Lllle. d e um d c Jahrhundertwende in Paris studierten, werben in Deutschland al« Rachläufer der Fvanzofen betrachtet. Erschwerend ist es iratürlich, baß sich jemand, her sich für zwei Mark Pinsel, sür fünf Mark Farben und für 1,50 Mark Leinwand kauft, barm „Kunstmaler" nennen kann. Die vorige Generation hatte e« leichter. Lovis Gorinth hat feine ersten Zeichnungen für je 15 ober 20 Mark an Georg H i r ty verkauft und dieses Gelb sofort in Sekt verwandelt. Die erste große Summe erhielt er für sein Oel- aemälbe »Die Kreuztragung", das 1350 War? brachte. Eorinth war sehr abergläubisch und hat bei allen späteren Preisfestsetzungen biete Zahl angewendet, die er je nach Bedarf multiplizier le oder dividierte. Mit den Zuständen nach dem Krieg war aber auch er nicht -ufriÄ>en. .Run lebt man Don der Wand in den Mund", meinte er. Mar Oppenheimer würbe bekannt, als im Jahre 1911 auf feiner ersten Ausstellung in München die Polini sein Plakat beschlagnahmte, ein Aktbild, auf dem ein Mann seine Brust aufrih. Run hatte die Ausstellung natürlich einen großen Ch’fütg. 3m Jahve 1915 konnte man in Berlin lesen, baß er in der Schweiz einem Halslciden erlegen sei: aber zwei Jahre nach seinem angeblichen Tode stellte er in Zürich wieder auS. und da er sich Arbeit sparen wollte, klebte er in ein Bild, auf dem ein Zeitungsblatt zu sehen sein sollte, kurzerhand eine echte Zeitung ein. Dies ärgerte einen Besucher, der die Zeitung mit der Leinwand aus dem Bild her- ausschiritt — und mit dieser aufsehenerregenden Tat für den Künstler Reklame machte. Wer mit den jungen Malern selbst spricht, spürt halb die ganze Hoffnungslosigkeit, von der sie erfüllt sind. ®in ehemaliger Porträtist, der zetzt, des Hungers überdrüssig, tn einer Stoffabrik Muster entwürfe macht, erzählte .Für ein Bild von 2 Meter Breite und l1/. Meter Länge muh man an Material, einschließlich Rahmen, 40 ML aufwenden: sür daS Porträt erhält man durchschnittlich 150 Mark Um aber Aufträge zu erhalten, mußte ich oft folgende« Verfahren antoenben: Ich suchte mir einen wohlhabenden Bekannten, den ich unentgeltlich malte; daS Bild, baß ich ihm schenkte, bängte er in seiner schönen Wohnung auf, und auf diese Weise konnte ich eS erreichen, daß ein anderer wohlhabender Mann auf mich aufmerksam wurde. Dann nahm ich bei dem neuen Auftrag 150' Mark ein. hatte aber für die beiden Porträts zusammen 80 MarkSpesen. Auch meine Kollegen pflegten fo Bilder zu verkaufen." ©irrigen Malern ist es gelungen, als Zeichner an großen Zeitungen Beschäftigung zu finden: eine ihrer wichtigsten Qlufgabcn ist es. bei den von ihnen gezeichneten Kopsen die Unterschrift deS Modells zu besorgen, die am wertvollsten ist. Ein sehr talentierter Maler ist. um sein Leben zu fristen, auf die Wanderschaft gegangen: er begab sich in die Wartesäle vieler Bahnhöfe, zeichnete dort täglich etwa 20 biS 25 Menschen und hatte zuweilen das Glück, daß ihm drei oder vier dieser Schnellporträts für 3 Mark das Stttck abgefauft wurden. Viele Maler arbeiten während des Tage« als Anstreicher oder a 16 Dekorateure und setzen dann abend« ihr Studium sort. Bildhauer beschästtgen sich hauptsächlich in Steinmetzbetrieben: manche lind auch in Betrieben tätig, die Schaufensterpuppen Herstellen. fein, wobei fich allerdings heute nach Lage der Dinge noch nicht genau voraussehen läßt, wann und wie der Rat zu diesem Problem Stellung nehmen wird. Aus der 'Reihe der zahlreichen übrigen Einzelpuickte der Tagesorbrumg des Rates gewinnt schließlich noch die ostober- schlesische Dchulsrage ein besondere« Interesse. zu der der Rat auch diesmal wieder auf Grund einer Beschwerde des Deutschen Volks- buntre« sich äußern muß Die Vollversammlung selbst, die in ihren Einzel- berichten noch einmal Die Probleme der vergangenen Zeit streift, wird in vollem Umfange Veranlassung geben, die großen polittschen Fragen in den Mittelpunkt de« össentlichen Interesse« zu stellen Wird schon die Frage der Wiederwäftl- barkeit nichtständiger RatSmitglieder m mancher Hinsicht zu prinzipiellen Erörterungen führen, so werden naturgemäß auch die einzelnen Berichte, namentlüft der Wirtschaftskommission, ferner auch der Ttansi Kommission und der Hygienekommission Gelegenheit zu interessanten Debatten geben. Das größte Interefse wende: sich selbstverständlich schon jetzt dem Bericht bc« SicherheitSkvmiteeS zu, der den eigentlichen formalen Anlaß für die Aussprache über das Abrüstungsproblem geben wird, wobei zu erwarten steht, daß der Kellogg-Patt cinerfeit« wie daS englisch-sranzö- sische Flottenkompromiß andererseits in den Auseinandersetzungen eine bc-bcutfame Rolle spielen werden. Schließlich hat die Völkerbundsveriamm- (img noch die Ersatzwahl in den Ständigen Internationalen Gerichtshof an Stelle des zurück- getretenen amerikanischen Mitgliedes Moore vvr- ziinehmen. Reben diesen Beratungen werden natürlich auch diesmal chw Reihe persönlicher Unterhaltungen her einzelnen Delegattonsführer ftatifinben. die ja schon jetzt von allen Seiten mit großem Interesse erwartet werden. Die Genfer Herbsttagung wird deshalb ohne Frage, zumal sie im Zeichen her Unterzeichnung deS Kellogg- Pattes steht, eine ganze Reihe wichtiger internationaler Probleme zu löten haben. •Safi zrankslllter Wohnungsbauprogramm Lpd. Frankfurt a. W, 23. Aug. Sine Prüfung der Gestaltung her Wo hnung«- verhältnisse in Frankfurt a 1 hat ergeben, daß das bisherige Tempo der Wohnungsbau t ä t i g k e i t der Stadt Frankfurt nicht ausreicht. um die Wohnungsnot in absehbarer Zeit zu beseitigen. Insbesondere hat sich ergeben, daß in den nächsten Jahren vorzugsweise Klein st - Wohnungen gebaut werden müssen, ha 72 Prozent der geforderten Wohnungen Zweb-Zin»- rnerwohnungen und 23 Prozent Dvefe Zimmer- Wohnungen sind. 06 soll deshalb im Rahmen der gegebenen FinanzterungSmöglichketten nichts unversucht bleiben, um eine nennenswerte Verstärkung des Wohnungsbaues vvrzu- nehmen und die Zahl der in den nächsten Jahren au errichtenden Wohnungen aus zunächst 4000 Wohnungen pro Jahr zu fteigem. Von diesen 4000 Wohnungen sollen mindestens 2000 bi« 2500 Wohnungen als Kleinstwoftnungen und zu Mfetsätzen errichtet werden, die auch den minberbemtttehen Schichten der Bevölkerung den Bezug ermöglichen. O« wird dementsprechend bei der Stadtverordnetenversammlung beantragt, ein vierjährige« Wohnungsbarchrvaramm von jährlich 4000 Wohnungen duttvzutühren. Oberheffen. Landkreis Gieße«. o Lollar. 21 Aua. In unserer rund 2300 Einwohner zählenden Gemeinde leben insgesamt 56 Personen (38 Männer und 21 Frauen), bw da« hohe Alter von 70 und mehr Jahren besitzen, lieber 90 Jahre alt ist unsere Mitbürgerin Christine Schmidt Schwiegermutter de« Spenglermeister« Ludwig Dtermr). mit einem (MnzTt&atam vom 29. Januar 1838. Sie ist somit auch die älteste Einwohnerin unsere« Ortes. Es folgen bann drei weitere Frau«», nämlich Margarete Bier au (8* Jahre 8 Monate). Katharine Kaletsch (86 Jahre 5 Tton.) ind> Elisabeth Geißler die vor einigen Tagen ihr 83. Lebensjahr vollendete. S« schließen sich mit einem Alter von über 80 Jahren sieben M ärmer an. Als erster ist hier der Rlwetercrn Friedrich Heibertshausen zu nennen, der am vergangenen Sonntag 82 Jahre alt wurde. Hei- bertshaufen ist somit da« älteste männliche Gemeindeglied. Die anderen Wärmer sind: Heinrich Bierau I. und Philipp Stecker I.. die beide im kommenden Monat ebenfalls 82 Jahre alt werden; Ehristian Biehl und- Httnrich Kutscher mit je 81 Jahren: Georg antzen und Samuel Goldschmidt mit je 80 Jahren In der Altersgruppe von 75 und mehr Jahren befinden sich 12 Männer und 6 Frauen, lieber 70 Jahre bi« 75 Jahre (auSschl.) alt leben noch 19 Männer und 11 Frauen. P Ruttershausen, 23. Aug. Die Gemeindehullen befanden sich hi-bet in Haltung eine« Landwirte«. 'Die Gemeinde Hat nun im Laufe der letzten Wochen ein eigene« Stallgebäude errichten lassen, womit bic Haltung her Tiere auf die Gemeinde übergeht. Hierfür ist die Bestellung eines Fafelhal- ters, der auch die Friedhof«arbeiten und die Rachtwache mitzuoerseden bat. vorgesehen. Für die Stelle, die als vollßeschälttgt ausgeschrieben war. haben sich drei 'Bewerber acmelbet. Eine Entscheidung bc6 Gemeinderate- steht noch au«. — Die im Hofe her neuen Schule stehende alte Scheune hat man nieberleaen lassen. Da« Holz fand z. T. bei dem Bau de- Fafel» stall es Verwendung. Abgesehen davon, daß bet Schulhof durch den Abbruch wesentlich peräumtget wurde, hat man damit erreicht, daß unter schöne«, kurz vor dem Kriege errichtete- Schulbau« dem Auge des Straßenaänger« frei baftebt. — Die Schäferei in unserer Gemeinde hat fich vor einigen Tagen aufgelöst. Sine alte Einrichtung verschwindet damit aus unterem Gemarkungsbild. Y Mainzlar, 23. Aug. Unter Kinder- gatten, welcher im vorigen Jahre mit brt Aufnahme von 15 Kindern in« Leben gerufen wurde, ist nunmehr da fich die Besucherzahl namentlich in der letzten Zeit ständig txrrtngert bat, vor bic Wahl gestellt, entweder feinen Betrieb auf breiterer, gesicherterer Grundlage aufzubauen, ober ihn einzustellen. Eine zu dieser Frage Stellung nehmende Versammlung wurde iererts vorige Woche einberufen, konnte aber infolge her geringen Beteiligung keine weiteren Beschlüsse fassen, ©ine neue Versammlung soll ;nm am kommenden Sonntag auf dem Rathaufe stattfinden. Da e« sich in der Hauptsache um die Kostenfraae handelt, wäre zu wünschen, daß diese mm endgültig geregelt würde. O« soll versucht werden, einen an dieser Stelle vor einiger Zeit gemachten Vorschlag zu verwirklichen und bic daran interessierten Einwohner au einem Verein zusammenzuschließen. Aus diese Weise hosft man mit finanzieller Hilfe von Freunden und Gönnern her Sache die DÄastung der Mitglieder auf ein erträglicheres Maß herabmindern zu fönnen. § Daub ringen. 23. Aug. Rachdem erst vor einigen Tagen das Motorrad eines Fahrers auS dem benachbarten Großen-Buseck unweit bet hiesigen Tankstelle infolge Sffplodieren« bet Kar- bidlampe vollständig ausbraTmte, wobei sich her Inhaber des Kraftrades am Arme crhebäche Brandwunden zuzog. fo daß er von einem hiesigen Autvbesitzer heimgcbracht werden mußte, konnte man gestern einen neuen Brand eines Motorrad«« erleben. Ein junget Mann au« Lollar war kaum au« bet Lollarer Straße in die Hauptstraße unteres Dorfes emgebogen, al« plötzlich da« Kraftrad, wohl durch Heißlaufen, in Flammen stand. Der Fahrer mußte sich rasch in Sicherheit bringen. Herbeigeeilt« Leute ver'uch- ien den Brand durch Wasser au löschen. Die hohe Stichflamme wurde errdlich durch Bedecken he« brennenden Motorrades mit Mist erstickt. — Erst in den letzten Wochen hat sich, im Degensa- au den benachbarten Dörfern, die Bautätigkeit ziemlich stark belebt. Während hx ben vergangenen Jahren eine ganze Anzahl Reubauten errichtet worden finl), sino bi- jetzt nur zwei größere WohnhauSneubauten im Entstehen begriffen. Einige Einwohner mußten ihre Wohnfläche durch Aufbau eine« zweiten Stockwerke« auf das bereit« vorhandene einstöckig« Wohnhaus vergrößern. G«fchaft«lokalitäten mußten not« reenb.gerweise erweitert werden. Daneben tour- oen eine Reihe Ställe, sowie eine Scheune neu ausgesührt. mehrere Um- und Otireiterung«* stauten an landwirtschaftlichen Gebäuden not* genommen. z Rödgen, 23. Aug. Am Mittwoch kam gegen Abend ein Personenauto, bei btm oie Steuerung verfugte, zwischen Rödgen imb Gvohen-Bu.se ck von der Straß« ab und rannte gegen einen Apfelbaum, der durch den heftigen Anprall entwurzelt wurde. Der eine Inscm« trug em« leicht« B« rl« tzun g an bet Rase davon, her andere blieb unverletzt. Der Wagen wurde noch am Abend abge'chleppt. Da da« Unglück an einer Stelle geschah, an her dte A-cker tiefer al« dte Straß« 1 fegen, hätte da« Auto leicht Umschlagen können. • Reiskirchen, 23. Aug. Sin junger Wann von hier, welcher von einem Auto, das von Bersrod hferher fuhr, mitgenommen wurden, sprang im Fahrer, ab und schlug dabei mit dem Kopf fo heftig auf, daß er sich sofort tn ärztliche Behandlung begeben mußte. — Ein zehnjährige« Mädchen wollte Kaffee kochen, kam dem offenen Feuer zu nahe, fo daß bfe Kleider sofort in Hellen Flammen standen. Ein Rachbar eile herzu, riß dem Kind bi« Kleidet herunter und «stickt« btt Flammen, fo dah da« Kind auffer leichten Brandwunden mit dem Schrecken baoonfam. Mreii Friedberg DSR. Friedberg. 23. Aug Der Vazirts- verbanb Hessen im Bund der Ä ol ontal* freunde hielt hier seine diesjährige Bezirks tagung hw Ratskeller ad. zu der sämtliche yessi« I scheu Ortsgruppen iftre Vertreter entsandt hatten. * Der Versammlung wohnte auch brr Bundesvo^ Ä neue fre unter jnnmt. ts*' SA < yrrtW Jutai* gehern 5 V 01 tmn kcN-u fu-r m < .(w und Hurbnii ir Ivll bc 5 SftftaMi Unser D Mitteln t vufannnt und nxm .■‘ähi* ■'4 fxfb g — 1 HMN. bi nie etrec (xiufer un -.jmter fonnte. L -M Die ;n Denig« hnten M A «He 9rdi>i fTVnfdWc >i "Jifltb Ägen die Segen Woi irjnknxitU n Herbst irflcv ube ■Muter c m b-.ifen RegelrM Steifest siebener Topp, i 'Bäumen b-u aiifgt gen Aut allerdings lei’on Do aus der L -ladftü ‘oflth J'Jten n, S'J-'ci TuT.'.. ■ "eu«n ) fteJen. j Vi 3au Wnb I Obei 1928 fet i Ksr, >?> tä R.i ‘‘M n tSAj SL» fr' l-Ä rn kpl Efrrfn 9tln T,7j"8„ UN- stimmt >«ch st. '**t*t1< ifcr Binder. 3<4r eit btt nwmbe 6int alte tu. 8 imfften &. Sä t. Ctt ft-. ba°*aoo S**Z M fiferg* ’fffferVJr. fntn mb «rttU Ar ^chrikdm « M fcM- ?öon. M kt '4 ytiumlyr w f(*önrt. > ■ <71 Mlaufra. J übte “5. ® te Leute s löschen. ich Dcbeck^ -Wifi Cttl» ©iartenburg. $ £ r ?• ft ° b t. 23. Äug. Sei einer Äenootc- njig öer xinbe m 9ttid)el»bfim wurden unter ^rPuh wcrtDolle Gemälde entdeckt. Dt W'-der^ersiellung der Funde ist dem Kirchen- niler Kienzle in Eberltate bei Darmstadt uber tragen worden. SSW. Dielenbad) 23.ÄU8, Bei Straftenber ' ilungsarbeitcn tn der Tatze von Mörfelden geriet t-r htepger, jung verheirateter Tiann aus irgend- rrem Grunde plötzlich unter den aus B'^ldvaa kprcng und Wohnwagen beftebenben Wagenz^g r?" junge tötenn wurde habet auf der Stelle xA2- ftMflle M t kausch llterltn) bei. Der BezirkS- wrfleerbc Mohr (»te^en) lehnte au» ®c- funyjnterüxfiidMtTt ferne Wiederwahl ab; an letne Stelle wurde der Bors i Yen d- der Ort*» gruppe »rtebberc. 1 e u | e l. gewählt, ^ach Er- ’etnauna der lagctorbnun.) lyelt der Bundes- oodiÄenbe ein Referat über bu bisherige lätig- feit des Dvndei' 1otr*ie über die Arbeiten der kolonialen atad*iri*tt*a~mrrjd>ah. Am Rach- mtttoa veranstalteten die Teilnehmer einen Aus- flug nach Bad-Rauheim Aad-A a u hei m. 23. 2Lig Bei ben Erd- ortclfc« au dem neuen städtischen Wohnbau tn r*r -Hamburger Strafte Rieft man tme schon »siers in bitter Gegend, auf Bodenurkunden de r jüngeren Eisenzeit Man sand ttn voNkoinmen erhaltenes kleines Gefäft. das lebcnfall« ein Trinkgefchirr darstellt, ferner tn sehr gutem Zustande die Scherben einer gröberen Urne — 30 Schüler, ferner 8 Damen und 8 Herren vom Deutschen Realgymnasium in Bukarest sind auf einer Studienreise gestern hier ringe troffen. Sie s.nd bet der hiesigen Ortsgruppe des Herein» für da» Deutsch» tum im Au»!ande zu Ga't Cin Her- fetr »Unfall c« gn. te sich heut, nachmittag 3de Äurfirabf und Fürftenstraft« «ine Rablerin fuhr in ein 2lutn Da» Aad wurde Acrlrümmcrt. £nb‘nBt!£ xiten wur* n- 1XUIU *J f^'.ttruna** ^-Men. w* ; unDetteb* U.p""' T TfiXl im ’P®£L -y* babj sofort^ 1 3t m nw^k- k« Ä? Ni js.?»*’ trdbtmb bk Aadlerin mit gen und dem Scherckm banemtom. Den Auto- lenfrr trisst kein Schuld -Die Aadfohrenn hatte die neue Berkehesordnung nicht beachtet die die untere Surftenftvabe al» Gindah«strafte be- Itn her Äirdicngcmeinbcoertretung teufte eine rege Wahlbeteiligung zu erwarten sein. Htben sich doch im Ser,auf bei letzten sechs Jahre vavche Veränderungen fowobl in der Zusammen tf^ung der kirchlichen Körperschaften wie der küns- h -’on chr zu lösenden Aufgaben ergeben. — E» 'S nachdrücklich Darauf hingewiesen, daft Dahlvor • tfägc bis zum L September bei der von ben Äir» >nvorst8nden geroänlten Dahlkommission einzu * chen sind Die Beschasfuna oon neuen Orgelpfeifen -Die die Vorbereitungen für ein Klrcheniubiläum ■? rbenbaufen fegt es nahe, den Eifer der '»wählenden Körperschaft anzuspornen und darum ^ch die kirchlichcn Kreise für die Dahl zu inter- Mrci# vüdingcn. Bad Salzhausen 23 Aug. Das Ichdne Sommerwetter, da« wir in tiefem Jaffa hatten, brachte unserem kleinen aber wundervoll gelegenen und i>vn de- Hatut mit fo mannigfachen Schdnherten ausgesüUteten Badeort eine noch t.c erreichte Besucherzahl. Sämtliche Gasthäuser unb Tensionen Waren vollbesetzt, fo daft nancher Kurgast nicht mehr auf genommen werden konnte. Täglvch wurden über ISO Bäder aerob- reicht Vie nerschiedenartigen Quellen, die wohl tn wenigen Tkibem so nahe suf ar menget egen yi finden find, die milden, aber Darum um so ttxrf- la- Tcren Bäder, dk wohltuende Auhe. der prachtvolle D radier bau mit feiner erfrischenden Salzlust. da« schöne Luft- und Sonnenbad, das neu- nnaerichtete Lesezimmer und vor allen Dingen her au-gedehnte Stuttgart mit feinen sauberen Wegen, die auch nach einem n.-ber gegangen en Aegen sosovt wieder zu begehen sind, und seinen wundervollen Baiangruppen, bk besonder» auch stn Herbst ganz reizende Farbenal>wechselungen «eigen, üben immer neue AnziehungSkrast auf die 'Befucher aus Auch für Unterhaltung war in diesem Sahne reichlicher als sonst geforgt Regeln,stftige Konzerte unb Tanzabende int neuen (Speifefoal de« Kuichausc«. gröbere Konzerte der Okbener Aeichswehrkapelle oder der Äabiüe Topp, die unter den > chatt enfpen den den alten Bäumen am Dorff aal ftettfanben, brachten dank« bir cufgenommene 3btn Die regeltnäfti- gm Autotouren in btt Umgebung erfuhren nflcrbing» durch die leider aerobe in der Hauptsaison vorgerwrnmenen Walz- und Teerarbeiten auf bet Stoaste Salzhaufen Aidda eine unange» ■ • l»l::niV retbung. Auch die frühere Aertigstellung unb Ingebrauchnahme der groben Aadioanlage. die der Hellifche Staat tm Kurhaus in diesem IaHre aus stellen lieft, wäre crünfchenswert getoefen. Für das nächste 3afxr soll bet Anhalierraum eine weitere Verbesserung erfahren, auch durch bk Zuleitung der Ltthlllmquelle soll der Kohlenfciureaetzatt der Bädet eine fIrhöhuna und Verbesserung erfahren. iln,cr Badeort vervient es. daft er mit allen lititcln vom hessischen Staat gefördert wird ®tnc ,ufammenlegung Der Br tqen mit kaltem unb warmem Waller, ein Ausbau der (knhala- -ons räume unb eine Kurlapelle werden hossenr- l-Zch baQ> geschaffen werffen. ftrei* Schotten. I Ober-Lais, 23. Aug. Die Ernte des Setreides Ist nunmehr beendet Das Jahr I ttfl hat infolge der günstigen Witterung eine w gute Getreideernte heran reifen lallen. Mit btm Drusch im Kreien wurk-e bereit« begonnen. Die Ergebnisse find völlig zusrieden- stellend. Licht fo günstig scheint es mit den Hackfrüchten, insbesondere den Äar- ! off «In, zu stehen. Sie hatten viel unter der Krockcnheit zu leiden. Die Krühkartosseln er- E»den insbesondere auf etwa« trockenen Hedem nur geringe Erträge Hvfientlich können die späten Sorten noch au« ben Aegensällen der letzten tage. Mt allerdings für eine grünblicgc Durch- »«uchtung des Boden« nicht ausreichten, einiger- xafwn Lutzen ziehen. Mit dem Bau de« Neuen Kvrsthause« ist nunmehr begonnen worden. Die Maurerarbeiten wurden der hie- Tgen Baullrma Werner & Vreusch über- tramm, für die Zimmerarbeiten erhielt Zirnmcr- »eifter Uftner zu Unter-Schmitten den Zu- 'chlag. Da« HauS soll bi« tum Herbst im Loh- tau vollendet Mn. Mrcio Alvfeld. O Lehrbach 23. 3ug. Für die in unserem 3 rd)(pifi auf den 23. September festgesetzten Latz. Der Kamps gegen den Lärm. Äon Z)r. Jranj Mittler. Die Txit ist geräuschvoll geworden und wird voraussichtlich unmet geräuschvoller werden. Fast möchte man versuch« lein, zu behaupten, daft jeder neue technische Fortschritt btt Zahl der bereu« vorhandenen ^«Lusche um em weitere« vermehrt. E« le; nur daran erinnert, daft infolge des LuIn>erstehrs zu ben auf der Erde erzeugten Deräulchen auch bie au« den Lüften hnzuge- temmew sind, linkte Berven gewöhnen sich allmählich an den Lärm E« zeigt fich. daft sie sogar ein erhebliche« Hob davon vertragen können. After all-uvkl darf man ihnen 'chliehlrch doch auch nutt zumuten. Die Bermu'ung ist nicht von her Hand zu wecken, daft die steigende Lervo'ität unserer Zett nicht nur durch bie alloemtme Hast unb bie wach'eTtden Entfernungen, sondern zum Teil auch durch di« tönenden Beize hervorgebracht wird, die UTuinterbrochen an unter Ohr gefangen und denen wir un« nicht entziehen können Bon dielen akustilcheri Erschütterungen de« L«rv«rll)stems werden insbesondere bie betroffen, die täglich längere Zeit in der Straften bahn verbringen müllen To« schütten klirrt unb poltert, ächzt und krächzt. Da« Deräusch ist fein regef- mänlge«, sondern ändert sich, je nachdem der Wagen langsamer oder schneller fährt, je nachdem bte Bremsen arbeiten oder bie Strecke über Kreuzungen unb Weichen binwegfuhrt Die'e Kette von Deräuschen ist sicher nicht angenehm und mag sich manchem auf die Nerven legen. Da ist es nun erfreulich, zu hören, daft sich bte Technik bemüht, die Deräuschr zu bekämpfen, die sie sefbst erzeugt Ob de« aus allgemeiner Menschlichkeit geschieht ober deshalb, weil man fürchtet, daft brr auf Ballonreifen geräuschloser dahin- sahrendc Autobus vielleicht mit der Zeit bevorzugt werden wirb, mag babingcfttilt sein ^ebenfalls hat die 6irahenbafn.rcrDoItung vo- San Franzisko Versuche durchges' rt um ein g. ■ ^usch- lofe« Fahren in der Str.''»en bahn herbe», u! üb rett. Vie hat aus Grund bieder Versuche bereit« eine Anzahl von Wagen mit r.eucn Einrichtungen Der eben und will weitere folgen lassen. Ein erheblicher Teil der in der St.aftmbahn aus tretenden Geräusche wird, wie sich herau«- geftdli hat. durch die im Getriebe verwendeten Zahnräder verursacht. Hier zeigen sich teil« schüt- tembe. teil« schleifende Gerau che. Glücklicherweise ist es gelungen, durch ein ziemlich einfache« Verfahren eine Abdämpfung herbeizusühren. An jedem einzelnen Zahnrad wird auf der 3raun- feüe de« Aadkranzc da. wo er mit der Scheibe des AadeS zusammet-stöftl, eine Rinne angebrach«. Da« läftt sich auf jeder Drehbank leicht auSsühren. Diese Ainne wird mit Blei au«gegossen. Dos T<r-W:IheIm-Bade« geriet ernt Arbeitenn nut hrer einen Hand in eine Bügelmaschine. b:e Hand wurde vollständig zerq uetscht, aufterdem erlitt bi« Verunglückte erhebliche Brandwunden. Oie (^efreifreernfe im Necksel fttr Zeiten Welche Mühe, wtevtel Schweift verursachte früher die Gerveibeernt«! Höven wir darüber die alten Leute, d'.k es wohl nicht mehr «elfter erlebt bahnt denen ober der Vater SelvAerledtes au« der Zugendzeit erzählte Rtcht so schnell tm« brüte lieft sich kn« Ernte zu der Zeit bewältiaen. al« mar. noch keine Maschinen, ja noch nicht einmal di« Sens« kannte, al» alle« mit tat Sichel abprgraft werden muhte. Vor.» frühen Morgen bis zum Ipäten AIvnd arbeiteten damals bte Landleute. Männer. SraL-en unb Kinder, tn gebückter Haltung int clübenben Sonnenbrand, wochenlang, denn bie Arbeit ging nur langsam vorwärts. Oft wurde da« Gel reibe Überrest, die Körner sielen am Tage aus. so daft nachts, wenn der lau bte Aedren befeuchtet batic. georL'ei'.et tzxrden muftte. Di - mondb»l'en Mächte wurden zu Hille genommen. unb manchesmal war der weite Weg tum Feld umsonst, wenn der Mond hinter Wolken verschwac-d. Tann wurde auf freiem Felde über- nachtet und die Morgendämmerung erwartet Einen wefent.ichen Fortschr,tt brachte Mt Sens« beim Mähen de« Getreides S e bat int Laufe ber Zeit verschiedene Stadien durchlaufen, bie sie die jetzt übliche .xonn annabm. Die früher auch bet unseren Landwirten gebrauchte Form ist teilweise iwch bet pv'.ntschen Landarbeitern zu leben, die eine viel eitstachere Auf- fangevorrichtung an ihrer Sense angebracht Huven, als sie unter ..Reff' aujux u wird bte Senft noch von fietneren Landwirten gebraucht und sanft nur bort benutzt wo kleinere Parzellen bie Verwendung von Maschinen nicht zulasfen. Mit der x^eit sortschveifend. bat sich heute fast jeder Lanbw rt eine Getreide mähmas^int zugelegt. Sie gewäbrlciftet bet ihrer technstchen Vollkommenheit ein schnelle«, sichere« und taubere« Arbeiten. Dadurch ist da« (betreibe nicht mehr so lange wie früher den Unbilden bet Witterung auSgefttzt, die Ernte ist viel efcer ei gebracht. Ebenso ist bi« Dreschmaschin« erst «livge Jahrzehnte in Verwenbung. Früher Napperte be:i ganzen Winter über ber Flegel, au« dem Vogelsberg kamen die Drefchrr. da die Landwirte mit ihren Angehörigen die Arbeit nicht betoälligcn konnten. Heute ist ber Dreschflegel fast ganz tx'rschwunben. in einigen Gegenden wirb nur noch ber Roggen gedroschen, well die starken und langen Halme al« StrohscUe zum Binden de« Getreide« benutzt werden. Da aber au« verschiedenen Gründen da« Sellemachen, auch eine Winterbeschäfttaung, nicht mehr lohnt, ist der Landwirt von dieser Sitte immer mehr abgekommen. Srntestricke sind billig, die Frucht wirb in Halme gebunben, oder aber der Se l b st- binber binbet in Kordel. Die Garben werden kleiner unb leichter was sehr viel zur Srleichtr- ning der Arbeiten beim Auf- und Abladen beiträgt. Daft man früher so schwere Garben band, hatte seinen Grund in der Sitte, den Drescherlohn nach dem Fuder xu berechnen. Wer bann dick gebunden hatte, zählte weniger Fuder unb hatte somit auch weniger Drescherlohn zu zahlen. Seitdem nach Zeit gedroschen wird, steht auch von dieser Seite der Bequemlichkeit nicht« mehr im Wege. So hat sich die Getreideernte tm Lause der Zeit in einer Weise entwickelt und vereinfacht, bte dem Landwirt gestattet, mit aerinaer MÜH« unb, aünfttge Witterung vorausgesetzt, tn denkbar kürzester Zeit ben 6mtelegen einzubringen unb zu verwerten. H. Vermischtes. Der Umzug de» Golfstrom». Wte erinnerlich, haben verschiedene Ozeandampfer In ber letzten Zeit bi« Feststellung machen können, daft ber Laus de« Golfstrom«, ber feinen Ursprung im Mercko-Golf hat, stark» Abweichungen zeigt. Da nun der Golfstrom für da« ganze Rordwesteurvpa unb auch für un« ganz oilqemcin aufterordenttichen ®tn- fluft auf ha« Klima hat. da bie vorwiegend westlichen und südwestlichen Winde die vom Golfstrom erwärmte Luft vom Ozean in« Land bringen. totrb in meteorologischen Kreisen die Abweichung be« Golfstrom« von feiner bisherigen Bahn auch .n Zusammenhang mit dem eigenartigen Witterungscharakter der letzten 3aftrt gebracht, ber im krassen Gegensatz zu den früheren Beobachtungen steht. S« ist jo bekannt, daft.die Verschiedenheiten im Lharakter der westeuropäischen Witterung auch auf die Temperatur b e 6 Golfstrom«, bie fich auf Grund aller möglichen Erscheinungen mehrfach ändert. Aurütfgcfügrt werden müssen. Wenn also ber Golfstrom unsere Witterung wesentlich beeinflußt und seinen Lauf in irgendeiner Richtung verändert, wie da« jetzt anscheinend ber Fall ist. so muft auch eine Aenberung im TD Itter u n g « 4) a r a t ter eintreten ober bereits eingetreten sein. Unb »war kann da« so weit führen, daft eine völlige Umgestaltung stattsinden kann. Welcher Art unb wie groft bte fcftgcfteHten Abweichungen find, bildet gegenwärtig Gegenstand e ngehender wissenschaftlicher Feststellungen. von Elefanten belagert. Gin Farmer in dem Gwanda-Gebret von Süd- rhodesien hat kü^lich mit Elefanten eine schlimme Irlaftrung gemacht Man berichtete ihm. daft eine Herde Stefanien in der Rähe feiner Besetzung Qufgefpürt fei, er ging hin und sand «ewa ein Duftenb dieser rieksgen Rullelträger tm jungen Mai« lcch güt.'ich tun Er 'choft. unb einet bet CMcnten hei Seine Gefährten aber flohen bat» au»hin nicht sondern begannen eine Jagb auf ten Mörder Der Farmer llvh um fein Leben unb rettete sich fchlieftlich auf bie Spitze einet seht fteilen Kopse, ein« Hügel«, von dem aus er bte Schüsse, bie er noch im Gewehr hatte, gegen bte Elefanten abgab. so daft ein weiteret von tzhnen fiel V.e übrigen aber umgaben bie Kopse und schick! en sich ruh ? zu einer Belagerung an. Sie hielten ben unglücklichen Farmer 12 Stunden lang auf feiner gefährlichen ZufluchtMte fefk. unb cHt btt Tagesanbruch gaben ste bte Belagerung auf Der Farmer untersuchte mm bte beider, SLefanten. die er aschossen hatte, beide schienen tot zu fein, aber als er barm später zurücSehne, fanb er zu feinem Erstaunen nur noch «ins bet Tfoete vor Sin Kraftwagensahrer berichtet«, daß er in ber Rächt drei SVanten gesehen habe, vm, betten einer augetckcheinlfch verwundet war un6 ron feinen Gefährten sorgsam gestützt wurde Sttetd)ftunbrit der Redakticm. 12 bis 1 Uht mittag». 5 bi» 7 Uhr nachmittags« Samstag nachmittag geschloffen. WalHorntraße 32 Stehumlegekragen Stück prima Mako stets frisch Spezial-Mischung l, kräftig aro Pfund 3.60, 3.80 mall! Stück Stück toter 2 Sonder Angebote vorn man Gießen, Seltersweg LelbWMta 1.20 1.30 1.00 ijrai Gute Schuhe für die Schule! 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Trxb schön öfters konnten die Viehener hobt, in Marburg erlittene Atderlagen zu Hause in schön» Siege umwandein. Auch diesmal sind die Aussichten dazu mcht schlecht zu nennen, denn bw Bereinigten werden, trotz Sriatz. eine kanips- kräftige Mannschaft aus die Leine bringen Die Ml nn! dem gröderen Siegeswillen und dem größten Ltedvermögen dürste den Midersolg an ihre Mahnen heften. Der B. zirksiigaels des Aasensporlvcreinff .Germania Off6 Marburg gelang es in lebtet Zeit recht beachtenswerte Resultate zu erzielen. So gegen Spielvereinigung Kassel 5.5 und gegen ben Ortsnralen B ♦ D Kurhessen Marburg ein 5 3-Lieg Die Vegegnung am kommenden Sonntag aus dem Sportplatz an der Liebigshöhe verspricht spannend und fair 411 werden Anschliessend spielen voraussichtlich die Alten Herren 19X) e gegen die Alten Herren vom iSuhballflub Union 07 Frankfurt a. M.-Ai^errab. Das Vorspiel in Frankfurt a. M. wurde am I Avril d 3. im strömenden Regen ausgetragen. 1900. das nur zehn Spieler zur Stelle hatte, lieferte einen ausgeglichenen Kamps, unterlag ober durch die Uniähigkeit und parteiische Stel- hniflnabme des Schiedsrichters, eines nod) jugenb- l'chen Mitalieds non Union. 5:2. Die wohlbeleibten Äiederrader spielen als Alte Herren ntxb einen ausgezeichneten Kombinarionsfuhball unb sind auch noch recht schuhkräftig. 3n der 1. Jugendklasse beginnen im Gau Giehen-Wetzlar die Iugendpflichtspiele. 1900s 1. 3ugend mufi bestimmungsgemäh nach Metzlar zum dortigen Sportverein, wo es ihr nicht leicht lallen sollte erfolgreich zu lein. Die 2 3ugent> spielt vor dem Ligaspiel gegen die 1. 3ugend vom Sportverein 1927 Hermann- ftein bei Wetzlar Die 3.3ugend spielt erstmalig. Als Gegner 'tz Leihgesten's 1. 3ugend au-erfehen. Das Tressen findet in Leihgestern statt Die Schüler 1900'6 sind spielfrei wenn nicht noch Mff Psl'chtspiel gegen den D. f. B. Gtehen vom 2 September auf den 26. d Mts. verlegt wird V. f. B Am kommenben Sonntag sind «• neun Fußballmannschaften, insgesamt 100 Spieler, die teils in Pflicht, teil» in Vezlrksspielen die Farben de» Herrin» vertreten Die Ligamann sch ast hat auf eigenem Platz die Liga de» V f N Offenbach im fälligen Bück- Ipirl zum Gegner. Das Vorspiel endete 4:1 für )|fenbad) Die D. s. B.-Els muy auch diesmal wieder mit mehrfachem Ersatz antreten, sollte aber trotzdem, nach ihren letzten Leistungen zu schlietzen, in der Lage sein, dem Gegner einen gleichwertigen Kampf zu liefern. Die Ligareserve fahrt nach Ehringshausen bei Wetzlar, um Bückfpielnerpflichtungen einzulöfen. Ihr (Hcflnrr, Ehringshausen» Erste, konnte im Vorspiel sehr gut gefallen und fein Können durch ein 2 2-lRe|ultal unter Beweis stellen Ob es der D. f. B - Elf diesmal gelingt, da» Uncntfd)iebcn zu korrigieren, muh. zumal fic auf fremden Platz spielt, stark bezweifelt werden Die Dritte meist ebenfalls in Ehringshausen, eie wird jedenfalls ihren Dorspielsieg über die dortige Zweite, die ihr an Äönnen und Wettspielersah- runfl bei weitem nicht gewachsen ist, wiederholen können. Die Els ist zur Zeit in einer so guten Form, daß sie, trotz Abgabe einiger ihrer besten Spieler an die Ligarrieroe ihrem Gegner immer noch überlegen sein dürste Die auherorbenllich spieleifrige Alte-Herren- M a n n s ch a s t hat sich die Asten Herren ber Marburger „Germania- eingeladen. Die Ger manen waren es, denen e» vor einigen Wochen als einzigem Gegner gelang, der sieggewohnten V. f. V Elf ein Unentschieden abzuringen. In Anbetracht de» soliden Sonnens beider Mannschaften darf man rin spannende» Spiel erwarten. Auch von der Zu g e n d- und odjulerabtei- lang sind sämtliche Mannschaften auf dem Plan. Dir 1 Jugend Mannschaft beginnt bereit:- mit der Austragung der Pfsichtspiele. Sie hat auf eigenem Platz die 1. Jugend de» Spv Wetzlar- Niedergirmes zum Gegner Wenn sie sich sehr anflrengt, wird sie gewinnen können, da lieber- girme» ihr technisch unterlegen ist, dagegen bleibt auch für ‘Jiiebergirme« die Möglichkeit offen, durch feinen (Elan zu gewinnen Die 2. Jugend tritt in Heuchelheim gegen dessen 1. Jugend zum Gesellschaftsspiel an und sollte gegen die spielstarken Heuchelheimer wenig Sieges- aussichten haben. 2m besten Falle kann ihr ein lln entschieden gelingen. Etwas mehr darf die 3. Fugend auf einen (Erfolg hoffen, öle ist in Wetzlar Gegner der gleichen de» dortigen Sportvereins. Die 1. Schüler Mannschaft spielt ebenfalls in Wetzlar gegen des Sportvereins 1. Schülerelf, die mit zu den stärksten des Gaues Giehen-Wetzlar gehört. Trotzdem darf man Gießen auf Grund feiner nor der Sperre gezeigten wirklich guten Leistungen einen knappen Sieg Voraussagen Die 2. Schülermannschaft wird bei allem guten Willen und Eifer um eine Niederlage kaum herumkommen. Ihr Gegner ist die spielstarke erste Schülerelf des Sportvereins Heuchelheim, die, zumal auf eigenem Platz, den kleinsten D. f. 'B ern weit überlegen fein wird Fußball in der Gruppe Main und Hessen Die am vergangenen Sonntag überall begonnenen DerbandSwettsptele finden in sämtlichen Bezirken am kommenden Sonntag ihre Fortsetzung. 3n der Gruppe Main steht im Vordergrund die Begegnung zwischen dem F. S. V. Frankfurt und Aotweih. Aotweih bat gerade tn den Kämpfen gegen die Spitzenvereine tm vergangenen 3atzre ausgezeichnete Leistungen gezeigt und u. a. auch der Eintracht eine einwandfreie Viederlage beigebracht 3mmer&in scheint der F. S. D. in diesem 3ahre wieder in sehr guter Form zu sein, so datz. unter Berücksichtigung deS Umstandes, bah er auf eigenem Platz zu kämpfen hat. wohl ein Sieg des F. S. V. St erwarten ist. Das Spiel wird bereits am amstaa abgehalten, da der F. S. V. sich am läge darauf mit dem rühmlichst bekannten H. S. D. Hamburg massen wird. Dieser hat auf seiner mitteldeutschen Veile zwar eine Niederlage gegen den Chemnitzer Ballspielklub erlitten uno auch gegen den Dresdner S. E. nur ein Unentschieden erzielen können: trotz allem aber Kirnten die Hamburger auS diesen bei bei; Spielen eine Lehre «zogen haben und nach Frankfurt mit vollständiger Mannschaft kommen. 3n diesem Falle wird es ehren hochinteressanten Kamps geben. Eintracht Frankfurt hat sich mit Union Viederrad zu messen und inufotc nach der am vergangenen Sonntag gezeigten Form, trotzten! da» Spiel auf dem Platze der Viederräder stattfindet. einen knappen, aber einwandfreien Sieg davontragen. Offen sind die Ergebnisse der Spiele 60,94 Hanau gegen Aschaffenburg, Hanau 93 gegen Offen- bacher Kickers und Bieber gegen Fe - chenhe im, wenn auch den Platzbesitzern vielleicht ein kleines Plus cingecäuml werden kann. 3n derGruppe Hessen gibt es in Wormff einen spannenden Kamps zwischen Wormatia und Veu-3senburg, letztere haben am t*er- Verhängnisse. Nvmcin pon Lirsbet Dill. Cop) right by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale). 8. Fortsetzung Nachdruck verboten. „'.stein, ich wutzte überhaupt nicht, daß meine Frau nod) ausging. Ich fuhr zur 3agd und hatte rin unruhige» Gefühl, weil das Gewitter ia der Luft lag." ..Weslmlb waren Sie da unruhig?" ,,3d) dachte an ba» aste morfche Hau». Wir haben keinen Blitzableiter." „lieber dir Vermögenslage der alten Dame mar Ihnen also nicht» bekannt?" ..Nein, nichts al» ba». was ich jagte. Ich wutzte weder, wovon sie lebte, noch wie ihr Vermögen angeltet war. Es hat mich gar nicht interessiert" „Unb da» Testament?" ..Darum habe ich mich nie gekümmert. Sie 1 lachte jede» Weihnachten ein neue». Ich hielt sie für verrückt Nun, da» nurb sich feststellen lasten Der schreib tisch ist DtrfiegcU. Da» weitere wird die Kommission feststellen. 3d) mutz nun bitten, sich mit mir hinzu- bemühen." Der Bichlcr erhob sich. ..Wen' Mich?" ftihr (Tbarfe* auf. ..Nein, Ihre Frau." ..Meine Frau mutz mit?" Charter breitete wie schützend seine Arme um den schlanken, wie im Fieber bebenden Körper der jungen Frau, die ihren Hopf an feiner Schuller verborg. Ich kann da» nicht. Charles, ich kann sie nicht fehen!" ..E» tut mir leid. Madame, aber cie muffen babei [ein. Sie sind die wichtigste Zeugin in dieser oatpe. _ «®»cr Sie fehen doch, Herr Richter, wie meine irrau mjsfiebU" rief Charles. ..Sie erträgt da» ein- ’a® nicht. sie wird einen '.Nerven schock davon V , °°L nie eine Tote gesehen." Augenblick ritz Artemis die Tür auf. l in fiudx-nhurt von Braten unb Zwiebeln strömte m da» enge Zimnxr. ■ ^frr lkharles. die alte Frau ... ich glaube, es gebt zu Ende mit ihr." Charles wandte sich um. „Um Gottes willen, meine Thyier." Unb er eilte hinaus. Der Richter reichte Odette die Hand. .,(£» tut mir leid, Madame. Dir wollen das Verhör abbrechen. Iw komme morgen früh noch einmal her." Die beiden Herren legten ihre Aktenhefte zusammen und oerlietzen das Haus. Rur der Gendarm blieb da. Die Hande auf dem Rücken, marschierte er vor dem „Lion d'or" auf unb ab und trieb die neugierigen Kinder auseinander. die sich an dem for versammelt hatten. .Hier gidt's gar nichts zu glotzen", herrschte er sie an. „Schert euch fori. Marsch, und etwas plötzlich." Sie stoben auseinander, sammelten sich wieder unb blieben auf der nächsten Hoftnauer hängen, wie ein hungriger Fliegenschwarm, der ‘Beute wittert. Die alte Dame lag still und weih in ihren Kissen, sie atmete mühsam und schwer. ..Charles", sagte sie. ohne die Bugen zu offnen, und sic umfaßte seine graste Hand. ..Run heiht es Abschied nehmen. Weine nicht, mein guter Junge — einmal müssen wir alle gehen — last mich, ich must sprechen — ich weist, es dauert nicht mehr lange. — Gestern abend habe ich dir so viel sagen wollen — jetzt ist alles forigewilcht — ich weitz es nicht mehr. — Cs war etwas, ach so, mit der Hypothek — gib sie ihm nur. Dupon braucht Geld, und ba ist e» gut angelegt — ich will's — wir waren immer gute Freunde — fein Vater und dein Baßer — und seine Mutter und ich. — Und du und Rens, ihr seid zusammen aufgewachsen, er ist dein Freund. Gib ihm das Geld — bann hast du keine Sorgen damit Das Haus als Pfand — die Verhalmiste heute — find — fo unsicher — man kann keinem Menschen mehr trauen. — Solide Geschäfte machen Bankerott — und die Schurken kommen hoch." Sie hustete und rang nach Luft. ..Mein guter Junge." Charles war wortlos neben ihrem Bell niedergekniet. übermannt von dem cm ft der Stunde, (fr verbarg fein Gesicht in ihren Händen. Die gute Mutter . es war der Abschied . . Sie ging. Ein Mensch verliest ihn. der ihn liebgehabt, (fr fühlte, wie sich etwas in ibm losrist: die Mutter von ihrem Kinde. Die Tränen rannen ihm über das Gesicht. Es erwürgte ihn fast. Drunten die Kommission, feine Odette, die weinend am Futzendc stand, und dieser Prozeh, der über keinem Hause hing. 3a. Charles", fuhr die alte Dame fort Ich habe es geahnt — es lag gestern den ganzen Tag gangenen Sonntag Mainz 05 eine Niederlage von 4:2 bereiten können: ttnr glauben aber nicht bost es ihnen gelingen wirb Wonnatia aut eigenem Platze zu schlagen Mainz 05 sollte es gelingen. Arhetlgen g att zu halten Auch Bingen trauen wir auf eigenen Platze einen Sieg über Alemannia Worms zu Leichtathletik btr Sp.'Vg. 1900. 3ugenboerciii»ranip| gegen v. f. v. 05 siurhestrn Marburg. ö. Für nächsten Sonntag bat die 3ugeudaPfeilung des D. l. B. 05 Kurhcslen Marburg die ? . r c 1 n e un et k a in v f tm Marburger Stadion ringel oben Die 3ugenbner- t re ter der beiden ältesten Lahnkreisvereine sind aus leichtathletischem Gebiet recht 'eilen miteinander in Berührung gekommen Mit um so größerer Spannung must man daher diesem Der- cinskarnps entgegensehen. Marburg bat ausgesucht gutes Material, bic 1900er verfügen über eine Anzahl gut trainierter Leute Vie Wett- fänipfer sind in die drei üblichen Klaffen (Kl. A mit 3ahrg. 10/11, Kl H mit 3ahrg. 12 13 und Kl. mit 3ahrg. 14 u jung.) eingeteilt. Die einzelnen Wettbewerbe fonnen mit |e drei Leuten bestritten werden, ausgenommen die 400-Meter- unb 200-Meter-Läuse. in denen nur je zwei Vertreter starten können. Die Wertung erfolgt nach den belegten Platzen, die der Dreikämpfe nach der D. S. B.-Mehrkampf Wertung. Der Au»- gang ist schwer vorauffzusagon. Was Marburg wohl in der A-Älaffc voraus hat dürsten die 1900er ^-Jugendlichen wieder hcrausholen in der C-ÄIaflc fehlt jeder Anhaltspunkt. Sine grobe Punktedisserenz ist sonach nicht zu erwarten. Vorn vergangenen Sonntag ist noch nachzutragen, dast als erste nach der Hand- unb Fustball- fperve die Schülerhandball Mannschaft der Sp.-Bg. 1900 ein Spiel a uff trug. Gegner unb zugleich Plahverein war Polizeisportverein Butzbach. Die 1900er 3ungcn», die schon vor der Sperre ein sehr beachtliches Können gezeigt hatten, stellten eff auch diesmal unter Beweis, indem sie den Butzbacher Schülern mit 5:0Toren das Aachseden gaben. D. f. B Handball. V. s. B. - Obtrrealfd)ule 2:12. Das am Mittwochabend auffgetragcnc Hand- ba l I -Gesel lschaftff s pie l zwischen der Handballelf des B. f B. und der ersten der Oberrcalfchulc endete mit einer unerwartet hohen Niederlage für die Platzmannschaft. Bei der Beurteilung des Resultats müssen wohl verschiedene Umstände mit- berücksichtigt werden, die baff völlige Versagen der B. f. B.-Glf erklären unb zmn Teil entschul- btgen. Vor allem war die durch Grsatz geschwächte Mannschast verkehrt aufgestellt, toaff noch während des Spiels hätte aogcftellt werden können, au her dem hatte man den Gegner stark unter»- schätzt und selbst zu wenig trainiert. Dies fall aber den Seeg der Oberrealfchüler, die tn jeder Beziehung besser waren und ein ganz glänzendes ©tnd vorführten, durchaus nicht schmälern, jedenfalls werden bk B. f. B-Handballer aus dieser peinlichen 'Jtieberlaqe die richtigen Lehren ziehen und nur tn stärkster Aufstellung und bester Form daff Rückspiel austragen, um das 2 12, das dem tatsächlichen Kräfteverhältnis nicht entspricht. zu korrigieren. Handball der O. T. Grosten-Linden. Kommenden Sonntag fährt die 1. Jugend de» Id. Grohen-Linden noch Frankfurt a. M.-Sachsenhausen, um gegen die dortige 1. Jugend des In. 1R57 das Rückfpiel auszutragcn. Das Vorspiel konnte Grotzen- Linden auf eigenem Platze 5:2 gewinnen. Ob cs auch diesmal als Sieger den Platz verlosten kann, mutz man erst abwarten. Jedenfalls wird sich Grohen- Linden sehr anflrcngcn, um ein ehrenvolles Resultat herauszuholen. Kleinkaliber-(^chießsport. Da» d esjährige Kretfffchlehen des Krei- ses G;ebcn des Berbandes hefsischer Klemkoliber» Schutzen vereine fand am Sminlag auf den Stünden am Bergweriswald stakt iD:'chossen wurde 'n zwei Klolsen. 3n Klafte I 'cho'sen vor 1903 geborene. in Klaffe II nach 1903 geborene M-k- glieber. Die Konkurrenz ging um die Äretff- meifter -Mannschaft und ben <2 inzel - Kreismeister Die Bedingmig war für alle gleich: Chn Probefchub. der angezetgi wurde und dann 15 Schutz hiiueoeinander ohne Anzeigen, je fünf l egend freibänbig. kniend und stehend freihändig. Es beteiligten 'ich daran 15 Vereine mit zusammen 18 Mannschaften Kreismeister wurden Klaffe I. Mmmfchast II SUmbach mit 00? Ringen tiin^e im elfter Wilhelm Waller öbbnm- hofen. mit 145 Gingen Klaffe II. Mannschaft Aodheim mit 559 Gingen. Einzelmeister Erich Hofmann. Tlodheim. mit 126 Bingen Dast von den übrigen Mannschaften der gröhte Teil über 500 Hinge schosi zeigt die mit gröberer Ucbung zunehmende Sicherheit Bei dem herrlichen Weiter entw.ckeltc 'ich früh ein regeff Oebcn auf dem Stand In dast auch baff Preiffschiesien rege Teilnahme lanb unb fchöne Preise mit nach Hause genommen werden konnten 3m ganzen genommen zeigt sich weitaus zunehmendes Verständnis für birien schonen unb 2s kann nur immer von neuem der Wunsch ausgesprochen werden, dast er recht bald ein wahrer Volkssport werbe 2b. Oie Llmschuldungshilse für die Landwirtschaft. Die hessische Regierung hat aul Grund des Gcletzcff über die Llmschulbungsbeihilfe für bic Landwirtschaft vom 15. 3uiü 1928 unb der Richtlinien des Aeichsemährungsmtni'ters eine Verordnung vom 18. 3uli 1928 erlassen, die sich mit der Organisation der Llmschuldungshilse für die Landwirtschaft befahl. Al« Kreditinstitut für Hessen wird die Hessische Landesbank (Slaatffbanl) bestimmt. Die Organisation, welche bic Aufgabe bat, das LlmschulltungSkreditmstitut bet der Durchsiihrung der Llrnfchuldung drückender landwirtschaftlicher Schulden durch geeignete Mastnahmen zu unterstützen und dazu erforderlicheusall« Grundstücke in der Zwangsversteigerung mittelbar ober unmittelbar zu erwerben, wirb. Iobalb bic Uebtr- nahme von Derpftichtungen aus bic Träger der Llmschulbungshilfe in Frage kommt, für den einzelnen FaN gebildet Sie besteht aus einem Beauftragten bet Aeichffregierung lLandesftnanz- amt), einem Der trete r des hesfischen Ministerimns für Arbeit und Wirtfchaft unb einem Vertreter der Gemeinde, in deren Gemarkung btr bariebenff» suchende Landwirt wohnt, oder seinen landwirtschaftlichen Betrieb führt. Den Dorfitz in dieser Organisation führt der Vertreter der Oanbeff- regterung. Die Organisation erhält den Charakter einer Treuhand st eile Der Kredit- aufffchuh, der nach den Aichtlinien d,'s Veichs- mtnifterff für Ernährung und Landwirtschaft die Grundsätze für hie Gewährung von Krediten unb für die Bemeslung der Kredichohe feftzu- stellen hat, besteht auff einem Beauftragten her Acichffregierung iLandcssinanzamt,. einen Vertreter des hrififchen Ministeriumff hir Arbeit und Wirtfchaft, einem Vertreter der beteiligten Gemeinde, einem Vertreter der Hessischen Landeffbank. drei von der Land- wirtschaftffkammer vorzufchlagenden landwirt» fchatttichen Berufsvertretern, aus Vertretern der landwirtschaftlichen Kreditgenosscnfchaften und Wirtschafttzzciiossenfchasien. der Privatbanken und der öftenttkhen Sparkaffen, aus je einem vom Handelffkamniertag und von der Handwerks- etwas auf mir, fo schwer wie ein Stein, auf meiner Brust — tb war eine dose 'llocht. Denn die Kinder einmal grost sind und ihr das Geschäft nicht mehr haben wollt, bann lalltest du das Duponsche Grundstück kaufen. Dos Hous ist schön eingerichtet und etwas für Odette." .Vein, Mama, nein, nicht in das Hausf 3d) bleibe hier", rief Odette, unb fie beugte sich weinend über die ftande der allen 5rau. Diefe schlug die Augen auL Ein ungläubiges Lächeln überzog ihr weistes Gesicht, ba# ouefaf), als habe rs keinen Tropfen Blut mehr. ..Du? Ach. Odette .. ,.3a, ich Mama. Ich oerfpreche die. es soll anders werden. Ich werde für das Haus sorgen, wie du. Aber ich will nicht in das Duponfchc t)aus." ,.Du wirst es dir überlegen", sagte die alte Dam* mit müder, leiser Stimme, die wie erloschen klang. ..Später, es hat ja noch Zeit, — sichert es euch, t r die Jungens. Do sind die Kinder?" ..Sie sind in der Schule, Mama. Aber Sie werden bald kommen ' .3-Zuges Hamburg Osnabrück sah gestern vormittag plötzlich am S treckenübergang Holzstöße ein Gespann mitten auf dem Gleise stehen Gr gab auf 503 Meter Entfernung sofort Gegeubamv'. und es gelang ihm. wie die .Voss. Ztg." meldet, den Schnellzug etwa 20 Meter vor drni Fuhrwerk zum Halten zu bringen. Es handelte sich um zwei cmetnankergekokpelte. von Pferden gezogene un> zusammen mit etwa 1500 Sternen b.lab ne Lastwagen. vor und hinter denen bi? llebetgang#- schranken auS noch nicht aufgeklärter Urfache lxrabgelaften waren, so daß für Pferde unb Wagen jede Bewegungsmöglichkeit unterbunden war Der O-Zug konnte nach Oeffnung der Schranken und Weiterfahrt der Steinwagen mit einer Verzögerung^.von nur wenigen Minuten seine Fahrt nach Osnabrück fortsetzen. Letzte Nachrichten. (Sfootefefrefor Kellogg in Frankreich. Le Havre 24 Aug. iWTV. Funkspruch l Der Dampfer .JSle d? France", auf dem sich Staatssekretär Kellogg und der kanadische Außenminister Mackenzie King befinden, ist um 3.30 Uhr in den Hafen cing «laufen. Oie Einladungen zum Beitritt zum Antikriegspatt. London. 24. Aug (WTB Funtspruch.) Der Sonderkorrespondent der .Times" an Bord des Dampfers .Jsle de France" mdbet, er könne zuverläßlich mittelen, daß Kellogg seine Zustimmung dazu gegeben habe, daß der Vertrag nach der Pariser 3eremnitie f ü t alle anderen Mächte a ur Unterzeichnung offenliegen soll und daß die amen* konischen Botschafter ober Gesandten den Wortlaut des Vertrages der Regierung des Landes bei der sie beglaubigt sind, übergeben, von bet offiziellen Unterzeichnung der 15 Mächte Mitteilung machen und sie entloben werden, dem Vertrage beizutreten Die 43 Länder, mit denen die Derer,ngten Staaten offizielle di- plomatftche Beziehungen haben würden ernge- laden werden, auch Sowjetrußland werde eingeladen. aber um jeden Anschein einer offiziellen Anerkennung des Sowjetregi- mes zu bei meiden, hätten die Vereinigten Staaten in Aussicht gestellt. Frankreich zu gv- ftotten, die Einladung auf Sowjet ruß - land auszudehnen. Ebenso werdet hi na eingeladen werden, trotzdem es von den Vereinigten Staaten nur de facto anerkannt ist. Einigung im DillkreiS. Dillenburg. 24. Aug. (TU.) Bei den am gestrigen Donnerstagabend stattgrfundenen Ei r i- gungSverhandlungen zur Beilegung des Arbeitskampfes in der Metallln düstre deS Dillgebietes einigten s i ch die Parteidertreter auf die vom Landesschlichter unterbreiteten Vorschläae. zu denen llch be Parteien nach Rücksprache mit ihren Mitgliedern bis Samstagmittag erklären sollen. Es steht zu erwarten, daß die Aussperrung am Monta i. 27. August, auf gehoben und die Arbeit in allen Betrieben wieder aufgenommen wird. Doppelmord Sagau, 24. August. (WTB. Funkspruch.) In dem Dorfe Leut he n im hiesigen Kreise wurde ein hochbetagtes Ehepaar gestern mittag in seiner Wohnung ermordet aufgefunden und als Täter der als landwirtschaftlicher Arbeiter be- schäftigte Fürsorge,ögling Richard Schöps el ermittelt, der die alten Leute nach einem Streit m i t einem Futter st ampser erschlagen hat. Der Täter, ein geistesschwacher, aber jähzorniger Mensch, hat die Tat eingestanden. Umfangreiche Daldbrände bei Toulon. Paris, 24. 21ug. (WTB Funkspruch.) Durch 'Ißalbbränbc, die vorgestern einsetzteu und sich infolge des herrschenden Windes gestern stark ausbreiteten, sind, wie dem „Petit Parisien" aus Imi- I o n gemelbet wird, Bestände nördlich von Toulon in 30 Kilometer Länge und 10 Kilometer Breite zer« stört worden. Beefnotee. frefari* Steten UL«? ahf(6t Noten ■ . 99,24 12.39? Unaartfto Norrn . . ... TI.W Frankfurt a. M Berlin Lch.uk-, Äurs l-U-r- kur» Schluß , flur> ■nleM Xure • Datum: 23.8. 24.8. | 23. 8. | 24.8. DdUwp ......7 14^.5 143.5 • Äetbelbeieft dement .... 10 dement Äodflsbl ...... 8 165 — eani » Oreilee......io — 143.75 •* — 54ulti>el9 Vatzendos« ... 15 — * 136.5 937 Cttroerfe.........U — • 204,5 297 3«. (Sünuflofl......16 — — «6.5 »« Vem berg.........U * • 5U 517 -,-iifU-if .....U ZS5.74 2-6.5 75 187.6 ^eUftoM ejdiafleniuri . . . 11 »II 213 215.4 rtenb jtfi't ttiaifa ... 7 — - 12«.25 — —— ■ 193,75 193.7.’ tatmliT TU unen ...... O 104 — 10t io» Demag ..........0 d ■ 53.75 M 65 aMenserfe tleaa ...... 6 130.5 118.5 lö 128.4 2ub». Loew« ....... 10 235 — Rar. Automobil ....... 0 — W.-5 — Crenftem 4 »pDä! • .... 5 - 1(8 — Leonhw^Dres .••••••< 20 252.5 S56 Baw aa-MOgnu» ....... o 3nm?T. 'ötoWnrt •••••• • 69. - 70.5 — Anvnei ...... U 128.5 - 139 — Heol'aeT-ftadt .••••••0 — • • — tzunghon». . ...... .4 86 * 87 Leckiwerte. . ..••••••8 1U — • natniiaftmerti ..•••••8 irO - Wag....... • • • 10 136 * 137.5 137,5 Xetariulmfx ,..••••.8 ö« - 59 —- .......... • • 8 105.75 103.5 — »ebt. ........... . U> 124 • — »oiflt » .............8 -•07 zn? — «UM. 8nr*a........9 — - 144.75 — Frankfurt a. M Berlin 5raiiU|url a- M Berlin Aure I Uhr- Rur» Sdilub- flurt Anfang Äure Schlutz-l Aure 1 1-Uhr- Stur» S4‘u5 Nur» Anfang Äur* Datum 28 8. | 24.8. 23.8. ,24.8. Datum. 98. 8. | 24 < | 23. 8. 24.8. 6% »t. «etoMnieUje o. 1W7 . . TL «nL-SlMv|.-®d|ult) mti Uu5- U)|.-6ted),rn......... Tetqi ohne «u!lo1..Rkchta . . . 7% BtonlL HyP-eU «oldpf. uh- kündbar Mi 1931...... ÜHte Vvp.-Bank 81qu - O.d®. adä. vorMe-^ObUgaNön rt. 1911 . . 4% Türkisch, BogNibMn-lnl . Serie 1........... 4% beifll. Serie 11...... . 4'’n »iuctinen ccncert. CRtt. . . . 4Vi% Rumänen ®»lbanl. wn 1818 flUfl TeundW®l**>6'i . . 4K 51,8 IÖ.8 85,24 75,2 i 26,13 10,9 u 24.74 163.26 G | Illi 1 1 1 I 1 1 1 1 1 1 1 1 el - ei.4 61,5 16,0 23,9 26,25 10,7 .Kd 15.74 161.0 61,4 16,9 3 tl u5 162.4 106 iu3 152,6 135,25 142.13 174.5 IM. >5 167. U 164 159,25 IM 300 i» 1 301 ............ Vergmann . ...••••.9 01ekrr. Lieierunge». .... 10 Licht uub Trat: ...... 10 gelten * Ouilleaume. .... 6 »i«* ... L S 3- * varpener.......... 6 Iwld) dien. ....... .8 gilt Bergbau .....8 8Uxfacr®«rte ...... .7 teiR-3?ruffkrr.......9 Mannesmann........ 8 Mans selber...... 7 Ctxne!bJ •*8.41 149.07 113.09 143.30 10,57.3 32. UU 160.uO 1,165 38.» 111.80 111.83 142.17 10,541 31,14 ltt.3t " 1.762 38.40 113.09 111.04 >12.9» 10.347 21.99 .1. 154 ».^4 M, 429 20. »79 4.1125 4.200a 1.191 4.19» l6,.->5 I6.|n5 16.465 16.405 ächwetz • • '0.75 »,67 60.69 ».«5 »Dtinitä . 41 69.55 09.62 I.»79 l.HM 1.086 l.fVO J.1965 1.4100 .4965 l.tAXA »tot t»D - Crfl- aberit 59,085 *9,205 ^,08 >9.20 RSU»-:: 14.426 13,446 LZ. 421 12.443 1.378 7.487 73.24 7.170 7.3,4 OnbaoeO - - ;j.iu 73.0« 72,23 ^nl laritit ,.027 3.033 3.027 3.939 frilcboa . . 10.78 I0,U 18.78 M. ö »1.34 51.40 -1.29 61,45 165 1.169 2.151 3.165 . . 5.425 5.434 .425 -.435 6anabe . '.!« 4.201 4,191 4.196 1.2*1 t t*» 4.971 4.279 » 667 56.907 *62 ai.90-3 F#rite, i3. 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