'Stil jK ' k«- am i ’ «t. 11 *5^ eße». D?Qn6toirt w D O Ä ,tos* r-s- 'n dem £ Sekten { toa ?o At ■ ella9ten nick, 7»-n in ii WM." ’onnt? der z. j.Wn Hut lbftrafeh, “P ^(ängr: >e>ne feig ^,'zeiwach^ eleibigt {• Wwrkölu-' und die Jtti b,e Aücknah^ Der eine t- ^hneifttr, >- chusielk taf ^d in ’iu m beii^t Dienste-, - llUPtverhantr t und dem' leben, ein ■ Meidung s dakiion. ■binbli^eif fe- »er eine Sefcii iührt, kiel der Aurichs fügt. Sen I* bet Höhe k- zu einet Lz- en. Flügei äutoi itomm* ii iefigen te. men : eine- SKiiri it bes W» ; 3n töt 5ch onitr.;.-!^ zulÄ M. geci-'N feOe erfahret t dreier 2i 'Äebattion \ 3> mfirahe. mmfilüß!- kerfasiung, gern nichi -rC M bet ü« zu len M Es M«3/ . !Be|ienin<^ harnir fie Z Illi i.U-3 ’.tO 1.19 LS» M’ !,«•’ 395 l.« 3'5 ! 95 *1 iS I lll.< 11!.' Iv^ IV,if? s,>t; lü-j ß* 111.6 . s. ä « i,> 1,1* jj,5 mthin4 gS*£ ii.fi i 1Ä.51 l ;oS | 1.9* 4.9» ts s l’-fi1 i ! r Ar. 41 Erstes Blatt <78. Jahrgang 8reitag, 24. gebruar 1<)28 $t|d)etnt täglich,außer Sonntags und Feiertags Beilagen; Hießen« Jamilienblätt« Heimat tm Bild Die Schalle Monat, 'Bezutzsprelr; 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Kernfprechanichlüffe: 51, 54 und 112 Anlchrifl für Drahtnachrichten Anzeiger Siesten. postschelNonto: ffranlfurt am Main 11686. Siegeltet Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch' und Zteindruckerei L. Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7. llnnahme oon Bnjelgen für die Tagesnummer bis zum Rachmittag vorher. Preis für l mm höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig' für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" . mehr. Chefredakteur Dr Friedr Dilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh Lange, für Feuilleton Dr H Thyriol, für den übrigen Teil Ernst Dlumscheini für den Anzeigenteil Äurt Hillmann, sämtlich in Gießen. Tagung des Deutschen Landwirtschastsrats. Die Agrarkrisis. Der Reichspräsident bei den deutschen Landwirten. Berlin, 23. Febr. (WB.) Der auherordent- Ilichen 58. Vollversammlung des Deutschen Land- vvirischaftsrates, der Spihenorganisation der halb- crmtlichen Berufsvertretung der deutschen Landwirtschaft, war gestern eine Sitzung des ständigen Ausschusses vorausgegangen. Es wohnten u a. die Reichsminister 'Schiele, Dr. v. K e u- vell, Dr. Köhler, Hergt, Dr. Koch, Dr. Groener. Oberbürgermeister Böß, der Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. Dorp- n ü 11 e r , die Reichsministcr a. D. v. Raumer unö Dr. Hermes bei. Gegen 10.30 Ähr wurde ^Reichspräsident v. Hindenburg, wähnend die Anwesenden sich erhoben, durch den Präsidenten des Deutschen Landwirtschaftsrates, Dr. Brandes, in den Saal geleitet. Rach kurzer Begrüßung der Reichsminister und der land- Nvirtschaftlichen Führer durch den Reichspräsidenten wurde die Tagung eröffnet. Oer Präsident des deutschen Landwirtschastsraies, Or. Brandes dankte zunächst für die erneute Bekundung seines Willens, die deutsche Landwirtschaft als einen Grundpfeiler des Deutschen Reiches und der deutschen Wirtschaft zu erhalten und übermittelte dem Reichskanzler seine Wünsche auf baldige Genesung. Der Redner fuhr dann fort: Die Bela st u n g der deutschen Landwirte hatte einen Umfang angenommen, der aus den Erträgen der Wirtschaften nicht gedeckt werden tonnte. Der Schuh und die Erhaltung der heimat- lßchen Erzeugung sind Vorbedingungen für eine eifolgreiche Ausfuhr. Die Rentabilitätsfrage muß bei allen betriebswirtschaftlichen Maßnahmen ausschlaggebend sein. Das von der Negierung vorgelegte Rotprogramm kann nur über d i e nächste Zeit Hinweghelsen. Ein umfassendes Programm zur Gelundung der deutschen Landwirtschaft und damit der deutschen Wirtschaft kann von einem sterbenden Reichstag nckcht mehr erwartet werden. Besonders muß die Äeberlastung der Wirtschaft m i t Steuern, sozialen und anderenLosten g emildert werden. Wir wollen weder leiftungs- unfähige Betriebe, noch unfähige Betr'ebsleiter erhalten. Wir haben immer auf dem Standpunkt g cstanden, daß der Besitz der deutschen Scholle ei e nationale Verpflichtung in sich b irgt. Dann führte d»er Reichsminister für Ernährung und Landwirischast, Schiele, u. a. aus: Die Grundtatsache, durch die die heutige Lage gekennzeichnet wird, ist das seit v ier Jahren bestehende B e t r i e b s d e s i z i t v on etwa anderthalb Milliarden Marl. Die tzauptursachen des starken Betriebsverlustes der (egten Jahre lieg'n in der Preis- und Marktlage: QILein die Roggen Preise vom Nähre 1925 bis 1926 fügten der Landwirtschaft einen Verlust von rund 400 Millionen Mark zu, bne Kartoffel prei'e dieses Wirtfcha is ahres vion rund 200 Millionen Mart und die Ech w e i n e preise im Ka'end'rfahre 1927 von rrmd 300 bis 400 Mi'lionen Mari. Hinzu kamen b:ie ^Inwetterschäden. Tie erste und dri'- gKTibfte Ausgabe besteht darin, daß wir die i cut= säte Landwirtschaft, insbesondere die gefährdeten betriebe, bis zur kommenden Ernte h Indurchbringen. Ich nehme die Gelegen- h'ät wahr, dem gegenwärtig amtierenden Reichs- fabinett dafür zu dan'en. daß es bereit ist, mit ft arfer Hand aus Mitteln des Reiches züzupacken und dem bedrohten Berufssiand zunächst über dieses Jahr hinwegzuhelfen. Ter Minister geht dann im einzelnen auf die int Mtvrogramm vorgesehenen Hil smahra t- e' für bre Landuirt'cha t ein und fügt hi zu, die R i )s- ragierung fei fest entfd) o sm, die^e Maß .ahmen s» rasch wie möglich in die Tat umzusetzen. £>.e grundsäh'iche Einstellung der Reichsregie- nung gehe dahin, daß für die Maßnahmen der bftutfd^n Handelspolitik die Erha'tung der Landwirtschaft ein wesentliches Ziel darstelle. Msere zukünftige Wirtschafts- und Handels- ' tu itik müsse ausgehen von dem Prinzip der E r - h iltung und Stärkung aller frobut- t Den Kräfte der Ration. Der Minister sch'oh rat den Worten: Deutsch'and muß sich wieder c ne eigene agrarische Grundlage [(Baffen, auf der seine Toßswirtscha't sicher ruhen lairtn und das wird auf keinem anderen Wege govchehen können als durch bessere Pflege bis deutschen Bauerntums. Aach einer Reihe von Referaten und ein- zechender Aussprache fand eine Entschließung ei ^stimmig Annahme, in der von der Reichs- rzjiening als sofortige Rotmahnahme u. a. die Ü-mWandlung der kurzfristigen Kredite in langfristige gefordert wird, ferner ein erheblich höherer Ant il der Mittel aus ös 'entlichen Kahi aliammelstellen für landwirt- ictzaftliche Hypotheken. Das Ziel der Finanz- gditif müsse eine allgemeine Zinssen- lung zwecks Annäherung an die landwirt- ichaftliche Ertragsrente fein. Die dau.rnde Unten tabill tat miiifc dadurch beseitigt werden, daß wirksame TNahnahmen getroffen werden, um die Ergiebigkeit der heimischen Wirtschaft mindestens soweit zu steigern, daß ein Ausgleich unserer Handelsbilanz erfolgen kann. Die Einfuhr müsse auf das notwendige Maß beschränkt werden. Senkungen des deutschen Zollniveaus, das weit unter dem anderer Staaten liege, seien nur möglich, wenn das Ausland entsprechende Maßnahmen treffe. Zur Hebung der Einnahmen müsse die Senkung der zwangslä si e A u gaben trete . 0 me durchgreifende Herabsetzung und gleichmäßigere Verteilung der Steuern und Lasten sei die Landwirtschaft ständig in ihrer Ekistettz bedroht. Die Steuerentlastung müsse in erster Li- Aus dem Flugplatz Tempelhof. Berlin, 23. Febr. (WB.) Das afghanische Königspaar hatte sich heule vormittag mit seinem Gefolge zur Besichtigung nach dem Flugplatz in Tempelhof begeben. In seiner Begleitung befand sich Reichsverkehrsminister Dr. Koch. Stadtbaurat Adler begrüßte die Gäste. Hieran schloß sich ein Rund- gang unter Führung der Direktoren der Deutschen Lufthansa an, worauf der König mit großem Interesse die einzelnen technischen Einrichtungen besichtigte. Eine große Anzahl von Verkehrs- und Sportflugzeugen war auf dem Flugplatz aufgestellt worden, die während des Rundganges verschiedentlich Kunstflüge zeigten. Rach einem kurzen Imbiß begaben sich die Gäste zu der Hansa-Luftbild-G.m.b.H., für die sich der afghanische König ganz besonders interessierte. Wie die „03. Z." erfährt, wird die deutsche Regierung dem König als Geschenk ein Flugzeug stiften. Es wird eine Junkers l). 24-Maschine sein von dem gleichen Typ, wie sie im ständigen Verkehr in Deutschland und in Mitteleuropa gebräuchlich ist. Dem König sind die Junkersflugzeuge bekannt, denn in Kabul sind mehrere stationiert, die von dort aus Verkehrsflüge veranstalten. Beim ^eichSiagSpräsibenien. Donnerstag mittag hatten Reichstagspräsident Loebe und Gemahlin das afghanische Königspaar zu einem Frühstück geladen, an dem neben dem Gefolge und der Ehrenbegleitung Mitglieder verschiedener Reichstagssraktionen. Vizekanzler Exz Hergt, die Reichsminister Koch und Schätze!, die Staatssekretäre Dr. Meißner, Dr. Pünder und Dr. v. Schubert, Oberbürgermeister Böß und der Direktor des Reichstages. Geheimrat Galle, sowie der Präsident der Industrie- und Handelskammer, v. Mendelssohn. Geheimer Kommerzienrat D e u t sch und Intendant I e ß n e r teilnahmen. Besuch im Zeughaus. Ter König legt einen Kran; in der Kricgcr- gedenkßalle nieder. Der König von Afghanistan, der in Paris am Grabe des unbe annten Soldaten einen Kranz niedergelegt hatte, hatte den Wunsch ausgesprochen. auch das Andenken der deutschen Kriegsgefallenen auf die gleiche Weise zu ehren. Aus Anregung der Reichsregierung hat deshalb der preußische Ministerpräsident Dr. Braun den König von Afghanistan in das Zeughaus geladen. Wenige Minuten vor der An.unst des Königs traf der Reichspräsident v. Hindenburg ein. Der König wurde in der unteren Halle des Zeughauses sodann vom S>errn Reichspräsidenten und dem preußifchen Mi; i lerpräs de. ten begrüßt. Der Ministerpräsident führte sodann seinen Gast und den Herrn Reichspräsideiten In die Gebe n k h a l l e. die der Erinnerung an die gefallenen deutschen Soldaten geweiht ist. Der König von Afghanistan legte dort einen Kranz nieder, der Schleifen in den afghanischen und in den deutschen Reichsfarben trug. Auf der Rückseite der in den afghanischen Farben aus- gesührten Schleife standen die Worte: Aman älllah, König von Afghanistan. An die Krairz- niederlegung schloß sich ein kurzer Rundgang durch die Räume des Zeughauses an. An dem feierlichen Alt nahmen u. a. die R e i ch s m i n i- st e r und Staatsselretäre der Reichsministerien, die preußischen Staatsminister mit ihren Staatssekretären, die Mitg'ieder des Reichs- r a t s. die Präsidenten des Reichstags, des Landtags und des preußischen Staats- r a t s, der apostostsche Runtius P a c e l l i, der Chei der Heeresl.'itung. General Heye, der Ches der Marineleitung, General Zenker, und zahlreiche andere Herren teil. Festessen in der Reichskanzlei. Trinkspruch des Vizekanzlers. Reichskanzler Dr. Marx und Gemahlin halten für Donners.ag abend das afghani'che Königs- Paar zu einem Festes en geia.en. Das Königspaar. der Herr Reichspräsident, das beiderseiligc ®e olge, sowie die übrigen Gäste wurden durch Frau Reichslanzler Dr. Marx, unterstützt durch den Stellvertreter des Reichs- nie bei den Realsteuern, also auf dem Gebiete der Landes- und Gemeindebe- Steuerung einsehen. Die öffentliche Hand müsse ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik daraus abstellen, die Landwirtschaft durch Wiederherstellung ihrer Rentabilität zu Steuerleistungen zu befähigen. Der Weg der Substanzbesteuerung führe zur Vernichtung. Die Maßnahmen zur sozialen Versicherung müßten der Gesamtentwicklung unserer Wirtschaftslage entsprechen. Für die nächsten Jahre sei mindestens eine beträchtliche Erhöhung des Kontingents fremder Wanderarbeiter erforderlich. kanzlers, Exz. Hergt, und Staatssekretär Dr. Pünder begrüßt. Daran schloß sich die Vorstellung der Reichs- und Staatsminister an. welche sich im Kabinettszimmer versammelt hatten. Rach der Vorstellung begaben sich die geladenen Gäste in den Kongreßsaal. Seine Majestät der König führte Frau Reichskanzler Dr. Marx, während der Reichspräsident und Exz. Hergt Ihre Majestät die Königin geleiteten. Reben dem Gefolge und der Ehrenbegleitung des Königspaares waren außerdem u. a. geladen: Reichstagspräsident Löbe, preußischer Ministerpräsident Dr. h. c. Braun, der Präsident des Preußischen Staatsrats, Oberbürgermeister Dr. Adenauer, Landtagspräsident Bartels, der preußische K l'usminister Dr. Becker, Vertreter des Rcichsrats, Vertreter der Reichstagssraktionen, Oo^epräsident Dr. Maier, der Reichspressechef, Ministerialdirektor Dr. Z e ch l i n, der Generaldirektor der Reichsbahnge etlschast Dr. Dorpmüller, Oberoürgermeister Dr. Böß, Polizeipräsident Zörgiebel, die Reltoren der Hochichuten und Vertreter der Industrie, des Handels und der Wirtschaft mit ihren Damen Während des Essens begrüßte Bizetanzler Exz. Hergt in Vertretung des Herrn Reichskanzlers das afgh>i- nische Konigspaar mit folgender Ansprache: „E w. M a j e st ä t e n ! Im Namen der deutschen Reichs- regierunq habe ich die Ehre. Seine Majestät, den Herrscher des befreundeten Reiches Afghanistan und seine hohe Gemahlin zu begrüßen. Was Ew. Majestäten in Deutschland vor sich sehen werden, ift kein äußerer Glanz oder prunkvolle Machtentfaltung: Das Bild der deutschen Arbeit ist es, das wir Ihnen vorführen können, und dieses Bild wird, wie mir hoffen, seinen Eindruck nicht verfehlen. Die Quelle der Kraft eines Volkes liegt in seinem Willen zu ernster Arbeit und in dem Ringen um Ideale und hohe Ziele. Die Erinnerung an die großen Manner und die Taten der Vergangenheit wird mit dazu den Ansporn liefern. In dieser Auffassung glauben wir uns mit Ew. Majestät eins fühlen zu dürfen. Wir wissen, dl- kerbundes, Sir Eric Drummond, auf dessen Telegramm in der Angelegenheit von Szent Gotthard nachstehende Antwortdepesche gesandt: „Ser Inhalt Ihres Telegramms hat die ungarische Regierung überrascht. Auf Grund von Pressenachrichten, die aus amtlicher Quelle herrührten, ist es nämlich bereits seit mehreren Wochen bekannt, daß die kompetenten Behörden im Sinne der bestehenden Borschriften das in Rede stehende Material unbrauchbar machen und im Wege der Bersteige- ning verwerten werden, falls der rechtmäßige Eigentümer sich nicht melden sollte. Da die Ver- steigerung für morgen früh angeseht worden ist, und sie im Beisein der kompetenten Gerichtsbehörden in Szent Gotthard den Bestimmungen des Staatseisenbahn-Reglements gemäß durchgeführt werden muß, to'ire es unter den gegebenen Umständen u n m ö g l i ch, die Durchführung dieses Verfahrens zu verschieben. Ich gestatte mir weiter zu bemerken, daß die Dorschristen betreffend die Ausübung des Investioationsrechtes keine Bestimmung für solche Fälle enthalten. Richtsdesto- toeniger wird die ungarische Regierung aus Conr- toisie gegenüber der Person des derzeitigen Ratspräsidenten nicht versäumen, die Kiufer zu ersuchen, die Gegenstände, die sie ankaufen werden, an Ort und Stell.e zu belassen.“ Lleberraschung in Genf. Genf, 23. Febr. (WTB.) Das plötzliche Eingreifen des Ratsprä idenien gegen Ungarn, das im Völkerbundssekre ariat heule abend den ausschließlichen Gesprächsstoff bildet, hat trotz der lebhaften Kampagne, die seit einiger Zeit ein Teil der französischen Presse wegen des Zwischenfalles von Szent Gotthard gegen Ungarn und dann auch gegen den Völkerbund führt, doch recht überraschend gewirkt. Die Nachricht von der Zerstörung der Waffensen- dung hat freilich von Anfang an nicht nur in den Kreisen um die Kleine Entente sichtlich verärgert, sondern auch in den Kreisen mit wachsenden Sympathien für Ungarn starke Bedenken hervorgecusen. Das Eingreifen des Ratspräsidenten, noch bevor der Rat zu dem vor- liegenben Gesuch der K.einen Entente überhaupt Stellung genommen hat, bildet ein R o v u m, und es erscheint hier fast allgemein als sehr fraglich, ob der Ratspräsident überhaupt eine solche Initiative ergreifen kann. Andererseits hat die Vermutung viel für sich, daß ohne die von der ungarischen Regierung angeordnete Zerstörung der Waffen endung, der Ratspräsibent keinen Anlaß zu irgendeiner Intervention gehabt hätte, die nunmehr zunächst der von führenden Organen der französischen Pre'se gerade in den letz.en Tagen besonders dringlich verlangten Aktion des Völkerbundes gegen Ungarn starken Vorschub zu leisten scheint. Man muh daher die Frage auswerfen, ob in diesem Falle von allen Seilen richtig vorgegangen ist, und kann nur bedauern, daß eine Angelegenheit, um die allerdings viel zu viel Aufhebens gemacht worden ist, eine Zuspitzung erfahren hat, die wahrscheinlich man. em Ralsmitglied die Stellungnahme erschweren wird. Amerikas Uottenrüstung. Beträchtliche Einschränkung des Banprograinms. Washington, 23. Febr. (WTB.) Der Ma- rineausschuß des Repräsentantenhauses beschloß, den Bau von 15 Kreuzern und einem Flugzeugmutterschiff an Stelle der vom Marineminister beantragten 71 Kriegsfahrzeuge zu genehm gen. D e Kosten ber Ausführung dieses ft a r t eingeschränkten Programms werden aus 274 Millionen Dollars veranschlagt, während bah Regierungsprogramm mit 740 Millionen gerechnet hatte. In diesen Beträgen sind jedoch die Kosten für Flugzeuge und für die Verstärkung der Schiffsmannschaften nicht enthalten. Der Ausschuß, ber, wie fein Vorsitzender mitteilte, feine Beschlüsse f a st einstimmig faßte, bestimmte außerdem, daß dos erste ber geplanten Schiffe innerhalb dreier Jahre von ber Annahme des Programms auf Kiel gelegt werben solle und baß das gesamte Programm in sechs Jahren durchgeführt werden müßte. Der Marineausschuß des Repräsentantenhauses hat ferner bie Bestimmung gutgeheißen, durch die ber Präsident ermächtigt wird, das Flottenbauprogramm ganz ober teilweise auszuheben, falls irgendeine internationale Abrüstungskonferenz irgendein Abkommen trifft, bas Amerika mitunterzeichnet. Der Nachtragsetat. Berlin, 23. Febr. (Prio.-Tel.) Der Nachtragsetat für bas laufende Etatsjahr, ber in Höhe von etwa einer halben Milliarde Mark bereits mehrfach angekündigt worden ist, ist jetzt dem R e i ch s r a t zu geleitet. Ein Poften dieses Nachtragsetats sieht eine „einmalige Ausgabe in Höhe von sieben Millionen Mark beim Etat der allgemeinen Finanz- oerroaltung für die Abwicklung der Verpflichtungen betreffend die P h o e b u s - F i l m - A. - G." vor. Weitere Verbindlichkeiten in Höhe von 3,2 Millionen werden noch angekündigt. Im übrigen enthält der Nachtragsetat für die Gehalts- und Lohnerhöhungen, sowie die Erhöhung der Ruhegehälter und Kriegsrenten insgesamt 172 Millionen Mark. Für die Barzahlung nach dem Kriegsschädenschlußgesetz sind bie vielfach angekündigten 160 Millionen eingesetzt. Grenzgebiete erscheinen mit 81 Millionen, die verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Hilfs- und Notstandsmaßnahmen mit 50 Millionen. Die Durchführung des Anleihe- ablöfungsgefetzes erfordert noch weitere 44 Millionen, für bie Abgeltung von Länder- anfprüchen find 56 Millionen eingesetzt. Die sonstigen Ausgaben der einzelnen Ministerien betragen rund 25 Millionen, zu denen die 7 Millionen Phoebuszahlungen hinzutreten. Ferner enthält der Gesetzentwurf die formelle Garantie des Reiches für einen Betrag von 225 Millionen Vorzugsaktien ber Reichsbahn, 12 Millionen Mark Garantie zur Ra- tionalifierung inbuftriellcr Betriebe in besonders gefährdeten Grenzgebieten und 3,5 Millionen Garantie zur Beschaffung von Düngemitteln für die von Unwetterschäden betroffenen Gebiete Pommerns. Don den Ausgaben entfallen 526,5 Millionen Mark auf die fortdauernden Ausgaben und 170,5 Millionen Mark auf die einmaligen, von denen jedoch nur 15.5 den Etat belasten, da den einmaligen Mehrausgaben tn Höhe von 170 Millionen 155 Millionen Mark Ersparnisse beim Reichsarbeitsminifterium gegenüberstehen. Der außerordentliche Etat ist im Nachtrag mitoertreten. Die preußischen Universitäten. Hochschuldcbatte im Landtag. Der Hauptausschuh des preußischen Landtages behandelte den Abschnitt des Etats über die Universitäten und technischen Hochschulen. In der Aussprache führte Abg. Dr. K a e h l e r (Dn.) aus, ungenügend sei die Vorbildung der Studenten, was sich besonders bei Doktorprüfungen gezeigt habe. Rotwendig sei die Erhöhung der Mittel für die Wirtschaftshilfe der Studenten. — Abg. Dr. Lauscher (Zentr.) wies auf die bedenklichen Folgen der Heber- freq uenz der Universitäten hin. Der Zugang zum Studium sei zu leicht gemacht worden. Das humanistische Gymnasium werde von allen Fakultäten als beste Vorbereitung angesehen. — Abg. Dr. D oel i h (D. D. P.) trat für stärkere Ausgestaltung der Arbeitsgemeinschaften auf der Prima ein, die die beste Brücke zur Universität darstelle. — Abg. Dr. Klämt (W.Dg.) betonte, es sei durchausnicht notwendig, daß jeder Abiturient studieren müßte. Handel und Gewerbe feien aufnahmefähig genug. Reben der Berufsberatung müsse auch eine Stellenvermittlung für Studierende geschaffen werden. Kultusminister Dr. Becker hielt eine grundsätzliche Aussprache über die Lage der Privatdozenten für notwendig, wenn die allgemeine wirtschaftliche Situation sich geklärt habe. Die leidig? Finanzlage verbiete leider zur Zeit die Errichtung neuer Professuren, die auf bie Dauer unentbehrlich seien. Die S t u dienst i f t u n g des deutschen Volkes habe sich große Verdienste um bie Förderung Begabter erworben. Die Ueberfüllung der Hochschulen sei bedenklich. Recht bedenklich seien besonders die Zahlen bei den Juristen und den Technikern. Die allgemeine Bildung der Studenten sei zum Teil wirklich mangelhaft. Man müsse sich aber vor Uebertreibungen hüten. Von einer Verschärfung bet Aufnahmebedingungen in die höheren Schulen möchte der Minister absehen. Vielleicht sei es besser, vor der Aufnahme in die Prima eine schärfere Auslese stattfinden zu lassen. Der Minister legte sodann allgemeine Grundsätze für eine S t u- öienreform bar. Für die Philologen komme in Frage stärkere Ein'ührung der Studenten auf den Bildungsgehalt und Lebenswert ihrer Wissenschaft, pädagogischere Gestaltung des Lehrbetriebes, größerer Zusammenhang zwischen Professoren uno höherer Schule, FortbNdungs- Eurfe, neue Formulierung der Prüfungsordnungen. Die juristische und die medizinische Studienreform sei nicht allein Angelegenheit der plnterrichtsverwaltung. Sehr ost öäcb'en leider die im praktischen Leben stehenden Juristen gering von der Ausbildungsmöglichkeit auf den Universitäten. Die sogenannten Begabtenprüfungen haben sich zweifellos bewährt. Die auf diesem Wegs Zugelaßenen hätten auch auf den Universitäten einen guten Eindruck gemacht. Finanzausschuß desHessischenLandiags Don unserer Darmftäbter Redaktion. Darmstadt, 23. Febr. 2m Finanzausschuß wurden zu Be inn der Verhandlun-'ekommu- nisti che Anträ e abgelehnt, von denen der erste für alle Staaisarbei.er» und arbei:e innen e:n? Lohnerhöhung von 30 Prozent verlangt: der zweite re langt den Achtstun> e itag für alle Ar- beiter und Arbei'.erinne i und der dritte fordert, daß fein Beamter ein Diensteinkommen über 7530 Mk. haben dürfte. Der Ausschuß trat hierauf in die Beratung bei Kapitels 1 des Staatsvoranschlags ein (Forst- und Kamera!- g ü t e r unter Forstverwaltung), worüber Abg. Glaser Bericht erstattete. Rächste Sitzung I Freitag. Aus aller Wett. Beisetzung Lord Kilmarnocks. In Koblenz fand die feierliche Beisetzung des vor kurzem gestorbenen englischen Dberbclegier t e n der Interalliierten Rheinland- Oberkorn Mission, Earl of Groll (früher Lord Kilmarnock) statt. Der Le.chenzug bewegte sich von dem Sterbehaus in den Rheinanlageii zur S ch l o ß k a p e 11 e , wo ein Trauergottesdienst nach englischem Ritus abgehalten wurde. Die Leiche wurde in der Kapelle aufgebahrt. Französische und englische Truppen hielten vor dem Schlosse Ehrenwache. Als ber Sarg kurz nach 12 Uhr die Schloßkapelle verließ, gab eine englische Batterie 17 Salutschüsse ab. Den Leichenzug eröffnete eine englische Polizeimannschaft, ihr folgte eine Ehrenkom- pagnie, bestehend aus französischen, belgischen und englischen Truppen. Hinter dem Sarge, der mit der englischen Flagge behangen war und auf einer Lafette ruhte, ging zuerst der Reichskornrnis- far für die besetzten Gebiete, Frhr. Lang- werth v. Simmern, m t seinem ganzen Beamtenstabe als Vertretung fämtl chsr deutschen Behörden. Es folgten die Rheinlandoberkommission, die Angehörigen des Verstorbenen, Offiziere und Angehörige der Desatzungsarmee. Französische Mannschaften in voller Ausrüstung bildeten Spalier. Kommerzienrat Ludwig Ephraim f. Ein Führer der ostdeutschen Tuchindustrie, Kommerzienrat Ludwig Ephraim, Mitglied des Deichswirtschaftsra es sowie der Handelskammer zu Ko11bus und Vorsitzender des Vereins Deutscher Tuch- und Wollwarenfabrikanten, ist gestern gestorben. Adel landet auf der Zugspitze. München, 24. Febr. (WTB. Funkspruch.) Der Kunstflieger U b e t hat am Donnerstagmittag vom Eibsee aus, ber noch eine 30 Zentimeter starke Eisdecke aufweist, mit einem 20-?.-§.-Kramm Daimler-Flugzeug einen Flug auf bie Zugspitze ausgeführt. Er ist glatt auf dem Platt gelandet und m i t einemPafsagierdannneuerdingsauf- g e ft i e g e n , wieder zum Eibsee h i n a b geflogen und auf dem See nach einigen Loopings gelandet. Übet bezeichnet bie Landungsmöglichkeit auf dem Zugspitzenplatt als außerordentlich günstig. Beffeigung des Mont Blanc in einem Tag. Der norwegische Skilehrer Emil Petersen hat mit zwei französischen Verführern das erstemal im Winter in einem Tage die Besteigung des Mont Blanc durchge'ührt. Die drei Touristen benutzen von Chamon'x aus die Zahnradbahn bis zum Gletscherme^r (2700 Meter Höhe), sind dann kis zum Gip'el des Mont Blanc gestiegen und genau 13 Stunden nachdem sie Chamonix verlassen hatten, dorthin wieder zurückgekehrt. Autounglück. Auf der Staatsstraße Hof —Schleitz ereignete sich ein schweres Autounglück. Das Personenauto des Dr. Bachmann (Hof) fuhr gegen einen Chausseebaum. Der Kühler des Wagens wurde zertrümmert und das Steuerrad hochgerissen, so daß die Lenkerin des Autos, Frau Dr. Bachmann, sofort getötet wurde. Der zweite Insasse des Wagens, der Vertreter des augenblicklich in Urlaub weilenden Dr. Bachmann erlitt schwere Verletzungen. Schweres Unglück durch Gasvergiftung. Der Maschinenmeister Schmidt einer Berliner Firma verunglückte tödlich, da Kohlenoxid- g a s, das sich im Schornstein angefammelt hatte, in den Kesselraum ausströmte. Ein Heizer und ein Arbeiter erlitten ebenfalls Gasvergiftungen, konnten aber, nachdem sie von der Feuerwehr mit Sauerstoffapparaten behandelt worden waren, in ihre Wohnungen entlassen werden. Bergiflungen nach dem Genuß verdorbenen Käses. Rach dem Genuß von verdorbenem Käse sind in Dellach im Gailtal (Kärnten) von dreißig Personen zweiundzwanzig unter Vergif- tungserschcinungen erkrankt. Ein zweijähriger Knabe ist bereits g e st o r b e n. vier Geschwister verbrannt. Vier Geschwister, zwei Mädchen und zwei Knaben, im Alter von sechs bis sechzehn Jahren fielen heute beim Brande des Häuschens eines Bergarbeiters in ber Nähe von Llcmelly (England) den Flammen zum Opfer. Drei Tote bei einem Stolleneinsturz. 2n einer Grube in der Rähe der St. Pauls- Basilika in Rom ist ein Stollen eingestürzt. Zwei Arbeiter wurden getötet, ein Arbeiter tödlich verletzt. Lin siebzehnjähriger Mörder. Der erst siebzehn Jahre alte Buchalik aus Moszczenitz (Kreis Rybnik) wollte dem Grundbesitzer Piontek einen Hund stehlen. Bei seinem Versuch, den Hund zu entführen, wurde er jedoch vom Besitzer ertappt und erhielt dafür eine ordentliche Tracht Prügel. Kaum aber hatte er den jungen Dieb losgelassen, zog dieser einen Revolver und schoß Piontek in den Unterleib. Auch die vor genommene Operation konnte den Verletzten nicht mehr retten. Der Mörder wurde verhaftet. Todesurteil. Das Anha'tische Schwurgericht verurteilte den 24 Jahre a ten Fürsorgezögling Willi Alsleben aus Rienburg zum Lode. Der Angeklagte hatte kurz vor Weihnachten die Witwe Strothmann in Wedlitz in ihrem Laden überfallen und mit einem Beil erschlagen, um sie zu berauben. Line Kundgebung des Lentral-vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. 3n einem der größten Berliner Lichtspielhäuser, dem „Capitol", fand anläßlich der Hauptversammlung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens eine Kundgebung dieser größten Vereinigung deu'scher Juden statt. Sin Trio brachte Schubert und Mendelssohn zu Gehör, Lucie Mannheim vom Staatstheater sprach einen Prolog von Fritz Engel, und am Schluß hallte unter den Klängen der Riesenorgel des Capitols das Deutschlandlied brausend durch die weiten Räume. Bezirksrabbiner Dr. Paul Lazarus - Wiesbaden erörterte die Frage, ob starkes jüdisches Bewußtsein den deutschen Juden seinem Vaterlande entfremdet. Der Kampf, der für die Freiheit der religiösen Betätigung geführt wird, soll die deutschen Juden seelisch aufrütteln und sie an die ungeheure Verantwortung mahnen, die sie der jüdischen Gemeinschaft und dem deutschen Vaterland gegenüber zu tragen haben. Keine Enttäuschung kann den deutschen Juden die Unser« „chr oon ber W*?. . itnh ster 8'S «sls doch 1°; sfc fes ^cherhlmkt ab cm unn.Me uod *V. 1 laßen foa HM es. Ja z. „Romme heut« Ander - Di Kommen? Dit Mch - alle Ifcn anderen lyraMrt: .K- M NUN heute Glicht, sondern i fangen Wanne Krankt komme tie mit dem m irischen konu ummg an, eilt i •Tin hier tom fcer Telegrami fbommen - odc 5)ai sind dr Mälicherweise «Postbeamten b Vnniflleiten an toütbe das Dn wir tollten eü Raben, den 5 llonberi aber Überall toieix ttagl" - ban Daikn f: eonneaufgan Dhr - Monde 82.58 Uhr. 1634: Albrech (■Men 1583); Bönig oon Wür 1916: die Lei tm - 1918: 3 fchn Truppen. ileberjeugung nehmen, daß sie das Recht stn Rahmen ruhiger Entwicklung des Landes erringen werden, das ihnen als Vaterland teuer ist, und das sie als Heimar liehen. Rachdeln Georg Bernhard ein Bild der politischen Lage enttoorfen hat. betont Dr. Ludwig Hol- länder besonders, daß der C.-V. nicht nur Gleichberechtigung für die jüdischen Deutschen in religiöser, politischer und gesellschaftlicher, sondern auch in wirtschaftlicher Beziehung erstrebe. Die heutige llmgcftaltung des Wirtschaftsprozessrs schließe mehr und mehr die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Selbständigkeit aus. Auch der jüdische Bevölkerungsteil in Deutschland müsse sich mit der Tatsache abfinden, daß sein Rach, wuchs, ja sogar die alte Generation m^fcr und mehr auf die Arbeit in der Form der Betätigung als Privatbeamte oder Angestellte angewiesen seien. Akademische Berufsberatung. Die Tatsache, daß die Zahl der Studierenden und Abiturienten in Deutschland in den letzen Jahren immer weiter angelt i eg en ist, hat das Problem deb akademischen Berufsberatung weiter in den Vordergrund de! Onteres es gerückt. Im Wintersemester 1927/28 war die Zahl der Studierenden aller deutschen Hochschulen auf nicht weniger als 75 000 angeschwollen, und die Gesamtzahl der Qlbiturientcn . bewegt sich um run^ 40 000 herum. Es s nd das ein Mehrfaches der in der Vorkriegszeit zu verzeichnenden Zi fern, kein Wunder al'o, das) die Sorge für die wirtschaftliche Zukunft des akademischen Rachwuchses immer mehr an- wächst. Die immer weiter steigende Ziffer dec Studierenden und Abiturienten macht eine Berufsberatung für die Akademikerschaft zu einer zwingenden Notwendigkeit. Es gibt zwar augenblicklich mehrere fachliche akademische Be- ru'sverbände, die sich aber mit der Berufsberatung so gut wie nicht befassen. Ihre Auf, gäbe müßte es sein, in der genannten Richtung fördernd und bahnbrechend zu wirkcn. Dazu ist natürlich nötig, zuerst einmal ein einheitlicher Zusammenschluß aller akademischen Be- russverbände, die dann mit der deutschen Zentralstelle für Berufsberatung sich ins Benehmen setzen müssen und durch Einsetzung einer Forschungs- und Materialbeschaffungsstelle, sowie Heranbringung des nötigen statistischen Materials der Berufsberatung die Wege zu ebnen. Ti derstürmer. In dem brandenburgischen Provinziallandtag brachte die sozial, e.nokra.ische Fraktion einen Antrag auf Aenderung des Prov inzial- Wappens ein. Danach solle das neue Wappen keine Schwerter, kein Szepter und keinen Kurhut mehr zei e.i, sondern nur den roten Adler. Die Kommunisten verlangten als neues Wappen die rote Fahne mit Hammer und Sichel. Beide Anträge wurden ab» gelehnt, der kommunistische Antrag wurde gegen Die Stimmen der Kommunisten abgelehnt und ebenfalls ein zweiter kommunistischer Antrag, alle monarchistischen Abzeichen im Bereiche der Provinzialverwaltung zu entfernen, gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten. Die erste Frau im Reichsarbeitsgericht. In der Sitzung des Rcichsarbeitsgerichts am 15. Februar hat zum ersten Mal eine Frau, die Vorsitzende des Verbandes der weiblichen Handels und Dureauangestellten, Frau Katharina Müller, als Deichsarbeitsrichter mit- gewirkt. Eine erwähnenswerte Tatsache auch deshalb, weil bisher im Bereich des Reichsgerichts Frauen weder als Richter, noch als Verteidiger aufgetreten sind. Oie Wetterlage. •Valdtiiui 165 -t Paris 'er, der» „76 -3^ ■Jan Mayen- ©womenios-O «eite» Onarn oeoecau ® weteio. eoeetcu * Schnee & Graupein e Meoei K (>r»<'tter(§)uindsl|ll< •O'st - felchlcr Ost massioe- Südsüdwest sturmisettcrvoraussage. Das zentraleuropäische Hochdruckgebiet verlagert sich ostwärts. Wenn auch bei uns bereits durch o>e von Westen herannahenden Tiefdruckstörungeni oa- romctcrfaU eingesetzt hat, so wird sich Zunächst oi< Hcichdruckwetterlage erhalten, denn feine Lustzusuyr behält die Vorherrschaft. Wettervoraussage für Samstag- Weiterhin leichter Nachifroft, morgens stellenweise nebl'g-wolkig, tagsüber milde, heiter und »oaen. Witterungsaussichten für Sonntag- Vielfach nebl g roolfig mit Aufheiterung, Tempera- turen nachts um Null und darunter, tagsüber g * linder. Lufttemperaturen am 3. Fevruar: mittags Grad Celsius, abends 0,2 Grad Celsius am 24^6« bruar: morgens — 1/5 Grad Celsius. 5 Grad Celsius, Minimum — 3,6 Grad Celsius Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am bruar: abends 3,4 Grad Celsius: am 24- Februar, morgens 1,5 Grad Celsius. dornen Fflanzi reifem sdimi %ldi tun mit H-i wdehe Tabak) de Ui W'icfefr । Wein DieSläÜ ßscheir zusninif Mi ’fo 3 en. ch ti 'etziii« g-M I«, Wr°L ie tu fc utig. •Ar 6h, “Qbtntih ?cflrunö fct igx •r beut'- 5000 oy Ibituti pi;nbk «Ä1 1 outur c Sr c. ! »int 3i, L 'r 2ech chre $ njiqlk^ n lirab >t> injlij iue Äs« Met m1 onutb langten t nittzai lvurbcn c lurbt gtz «lehn! ri it Liiitj Mirich« k fltga h ommit« w al |Ulrt s*s S--" W »1 * iiswy E» /K ;-"Z --'tz ilus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 24. Februar 1928. 3m Telegrammstil. Unsere schnellhastende Zeit verliert immer i£r von der alten Gemütlichleit, die so manches d>5ne und Gute für sich hatte. Das rastlose Hr Zeit, weder für sich noch für andere, im bißchen übertrieben klingt das, aber fast s doch so. Alles geht im Telegrammstil vor sich, urche nennen es „neue Sachlich.eit'. 2a. wahr- i :ig, die meisten reden schon im Telegrammstil. JSorgen!" sagen sie in dec Frühe, wenn sie ins lu :eau iommen, und nicht wie einstmals „Guten Icrrgcn!1'; wenn sie zu Lisch eilen, hrihts .Mhlzeit!", und nicht mehr wie in der „guten atm Zeit", die heute so fern liegt: „Gesegnete illohlzeit': und abends vor dem Heimweg trennt |pn. sich mit einem sachlichen „n’ Abend!". Das. bcauf es onwmmt, den Wunsch eines guten !>:gens oder einer guten Rächt — das hat der igrammftil ausgesressen. Uleberhaupt »st dieser Telegrammstil ein ganz : er Geselle. Wie manchen Schrecken hat er ‘joi unnötigerweise einge agt, ma chen Schaber- ■ d gespielt! Cs dreht sich hierbei um den rich» ! Telegrammstil aus E ar ankeilsrüctsichlejr. • a heißt es, aus der Hut sein! Telegraphiert i i «4. 'S. eines Tages ein Freund dem anderen: Iwnme heute." Ja, was nun? Kommt der Ab- ' nk/er — oder soll der Empfänger zu ihm lin nen? Wie man es macht, ist es bekanntlich ’ cilc- — alle zwei fahren los, und keiner trifft ! ai anderen zu Hause an. Ein anderer tele- ^aUhiert: „Komme heute nicht morgen." Kommt * "nun heute und nicht morgen, oder heute 3ti)t, sondern morgen? Die Mutter eines ledigen ifagen Mannes erhält folgende Depesche: „Bin *!rcm(t komme mit nächstem Zuge." Ratürlich eilt ‘ft' mit dem nächsten Zuge nach ihrem 3ungen; ir,Dischen kommt dieser in der verlassenen Woh- 1mg an, eilt zum Telegraphenamt und drahtet: -3iv hier komme sofort zurück." Wieder spult wtr Telegrammstil: Soll die Mutter zurück- Benmen — oder fährt der Sohn zurück? !>«s sind drei Fälle, die vorgekommen sind, s-lictlicherweise greien meistens die erfahrenen Wrlt samten beratend ein, wenn solche Doppel- D'nigteiten am Schalter abgegeben werden, sonst fcirÄe das Durcheinander noch gröber sein. Aber J;r tollten ein wachsames Auge auf den Schelm Äilen, den Lelegravhenstil in der Präzis, be° T-b ic8 aber im täglichen Leben. Heibts erst Drall wieder: „Guten Morgen" und „Guten '' — dann „Gute Rächt' du TelegrammstilI Daten für Samstag, 25. Februar. tanneaufgang: 6.56 Uhr. Sonnenuntergang: 17.31 — Mondaufgang: 8.58 Uhr. Monduntergang: Uhr. 1634: Albrecht von Wallenstein,in Eger ermordet iCltbaren 1583); — 1848: Wilhelm II., ehemaliger von Württemberg, geboren (gestorben 1921); --r!916: die Deutschen erobern Douaumont bei 23er- itüiii — 1918: Besetzung von Reval durch die deut- lltyn Truppen. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadt- theater: 7.30 Uhr, „Der eingebildete Kranke" (Ende gegen 9.30 Uhr. — Südwestdeutscher Radioklub: 8.30 Uhr. Großer Hörsaal des Physikalischen Instituts (Stephanstrahe 24), Vortrag. — Oberhessischc Gesellschaft für Natur- und Heilkunde (Naturwissen, schaftliche Abteilung): 8.30 Uhr. Hörsaal des Botanischen Instituts (Brandplatz 4), Lichtbildervortrag.— luinoercin von 1846: 9.30 Uhr. Turnhalle, Vor- turnersitzung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Geheimnis des Abb6s I.“ — Astoria-Lichtspiele: „König im Sattel". e LU. Don der Landesuniversität. Der außerordentliche Professor der Zoologie an unserer Landesunioersität Dr. Hubert Erhard hat einen Ruf als ordentlicher Professor an die Universität Freiburg (Schweiz) erhalten und angenommen. "Befreiungsanzeigenzurckrbeits- losenverficherung. Von gut unterrichteter Seite wird uns mitgeteilt, daß nach einer neuen Verordnung des Reichsarbeitsminist rs die vor dem 1. Oktober 1927 ausgesprochenen Befreiungen am 1 April nicht erlöschen, sondern weiter gelten. Die Erneuerungsanzeigen, die dis zum 29. Februar d. I. eingereicht werden sollten, kommen daher in Wegfall. ' D»e Auszahlung dec Militär- verlor gsgebühr nisse für den Monat März>Midet bei den Postanstalten in diesem 2ahre am Montag, 27. Februar, statt. * Dortrag über Bulgarien. Auf Einladung der Ortsgruppe Gießen des Bereins für das Deutschtum im Auslande sprach gestern abend im Großen Hörsaa'e der UniDerfität vor einer außerordentlich zahlreichen Zuhörerschaft der Universitäts'rofcssor Dr. ö r r über „Deutsches Leben und Wirken in Bulgarien". Der Redner, der früher an der Universität in Sofia gelehrt hat, gab seinen Zuhörern ein außerordentlich eindrucksvolles Bild von der hohen Bedeutung des Deutschtums in dem Lande unserer alten, tapferen bulgarischen Waffenbrüder. Dem Bortrag, über den wir morgen noch näher' berichten werden, wurde verdientermaßen leb- Hasler Beifall zuteil. Der große Hörsaal war, was besonders hervorgehoben sei, so stark besetzt, daß trotz enger Stuhlreihen zahlreiche Besucher nur noch einen Stehplatz erlangen konnten. Der Abend war nicht nur ein voller Erfolg für die Bestrebungen des Bereins für das Deutschtum im Auslande, sondern auch eine warmherzige Bekundung der deutschen Freundschaft für das bulgarische Volk. * Ausstellung von Schülerinnenarbeiten im Fröbel-Seminar. Das Fröbel-Seminar hat in diesem Jahre eine ganz besonders reichhaltige Ausstellung von Schüle- rinnenarbeiten aufzuweisen. Alle ausgestellten Sachen zeigen, daß mit anerkennenswertem Eifer, mit viel Geduld und besonderer Sorgfalt gearbeitet wurde. 3m ersten Saal haben die Kindergärtnerinnen ausgestellt, was sie im Werkunterricht. im Zeichnen, Ausschneiden und Modellieren hergestellt haben. Besonders beachtenswert sind die Holzarbeiten, die sowohl in der Form als auch in der Farbe von gutem Geschmack zeugen. Man sieht hier in bunter Fülle Möbelwagen, eine Feuerwehr, das Haus der sieben Zwerge, eine Konditorei mit solid gearbeiteten Möbeln, eine Weihnachtskrippe und vieles mehr. All die vielen Spielsachen erregen das Entzücken der Kinder; sie sind auch ganz von dem Ge.ichtspunkt entworfen, daS zu bringen, was das Kind verlangt und braucht. Beachtenswert sind ferner in diesem Raum die selbstverfertigten Bilderbücher, von denen jedes einzelne Bild aus buntem Papier ausgeschnitten und ausgeklebt wurde. Märchen und Kinderreime sind hier mit viel Phantasie geschickt illustriert. Die Zeichnungen bringen Hebungen -ur Entwicklung des Formen- und Farbensinnes. Zu beachten sind ferner die Buchbinderarbeiten und die dazu verwendeten selbsthergestellten recht ge chmackvollen Kleisterpapiere. Auch die Bastarbeiten in den verschiedensten Techniken, die Körbe, Teeglaseinsähe, Puppenwiegen, Un- tersähe usw. aus Rohr bringen eine weitere Abwechslung für den Besucher. Ebenso fehlen auch in diesem 3ahr nicht die aus wertlosem Material hergestellten Spielsachen, wie Puppenmöbel aus beklebten Streichholzschachteln, Glühstrumpfhüllen usw. 3n einem anderen Raum findet man die Arbeiten der Kinderpflegerinnen, von denen besonders die Bast- und Streichholz- kasten-Arbeiten zu erwähnen sind. Originell sind die selbstgenähten Puppen. 3n weiteren Räu- men ist eine kaum übersehbare Fülle von Handarbeiten ausgestellt. Kinderwäsche und -kleider, Schürzen und Wäsche zeigen, mit welch besonderer Sorgfalt gearbeitet wurde. Alle vorkommenden Verzierungen sind sowohl in Form, als auch Farbenzu ammenstellungen von den Schülerinnen selbst ausgedacht. Der Besuch der Ausstellung, die noch bis einschl. Sonntag geöffnet ist. ist ein sehr reger und gibt allen Freu- 0e und manche Anregung. ** Kaufmanns ge Hilfentagung in Frankfurt a. M. Wie uns mitgeteilt wird, findet am 3. und 4. März in Frankfurt a. M. eine große Tagung der Kaufmannsgehilfen statt. Der Main-Weser-Gau des Deutschnationalen Handlungsgehilsen-Berbandes hält seinen 25. Gau tag ab und begeht gleichzeitig die Feier seines 30jährigen Bestehens. Der Gautag wird neben Beratungen geschäftlicher Art Vorträge des Schulrats H a s s i n g e r (Darmstadt) und des Geschäfts,ührecs Klaue (Frankfurt a. M.) über Bildungssragen der Kaufmannsgehilfen bringen. Erweitertes Schöffengericht Gießen. * Gießen, 22. Febr. Unter Ausschluß der Oe'slent ichieit wurde gegen einen wegen Si11 - lich.eitsverbrechens vorke ra ten Steinmetz aus Friedberg verhandel. Cs wurde ihm vorgeworfen, sich an einem Kind, bei dessen Mutter er zur Miete wohnte, vergangen zu haben. Der Angeklagte leugnete, wurde aber überführt durch die Angaben des von seiner Lehrerin und einem ärzt.ichen Sachverständigen für glaubha t erklärten Kindes, dessen Aussage noch durch die Beobachtungen anderer Zeugen unterstützt wurde. Unter Annahme mildernder Umstände, die in seinem vorgerückten Alter und in seiner Angetrunkenheit bei der Tat gefunden wurden, erhielt er eine Gefängnisstrafe von einem 3 a h r. Ein Postschaffner von Ober-Seemen hat im Verlauf eines 3ahres einen Betrag von etwa 1 500 QHarl unterschlagen und dabei die zur Eintragung und Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben bestimmten Bücher und Register unrichtig geführt und Belege unterdrückt Er war um.assend geständig. Was den früher tüchtigen und zuverlässigen Beamten zu seiner Tat gebracht hat, lieb sich nicht bestimmt auftlären. Seine Behauptung, in Rot gehandelt zu haben, fand in der Beweisaufnahme keine Stütze; eS hätte ihm möglich sein müssen, mit seinem allerdings nicht hohen Gehalt, zu dem er noch eine kleine Rente bezog, auszu.ommen. Die Strafe lautete auf ein 3 ahr acht Monate Gefängnis. Amtsgericht Gießen. * Gießen, 20. Febr. Former W. wohnt bei dem Steinbrucharbeiter G. in Annerod zur Miete. Während die beiden Familien in den ersten 3ahren miteinander in Einigkeit lebten, sind im letzten 3ahre Streitigkeiten zwischen ihnen entstanden, die äu gegenseitigen Zänkereien führten. Vor Weihnachten soll W. die Frau G. wiederholt mit Schimpfworten belegt und sie am 24. Dezember am Hals gepackt, körperlich mißhandelt und mit einem Messer bedroht haben. Er stellt dies an sich nicht in Abrede, behauptet aber, Frau G. habe ihn ebenfalls geschimpst, er fei so aufgeregt gewesen, daß er nicht mehr wisse, welche Worte er gebraucht habe. Durch die Vernehmung zweier Zeugen wurde festgestellt, daß W. die Frau G. tatsächlich schwer beleidigt hat und daß die beiden sich oft gezankt haben. Daß auch Frau G. beleidigende Aeußerungen getan hat, wurde heute nicht erwiesen. W. wurde mit Rücksicht darauf, daß er einerseits noch nicht bestraft ist und in der Erregung gehandelt hat. daß quch zweifellos gegenseitige Zänkereien vorliegen, daß er jedoch andererseits sehr schwer kränkende Worte gegen eine verheiratete Frau gebraucht hat und sogar tätlich gegen sie geworden ist, zu einer Geldstrafe von 30 M k. und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt. Berliner Börse. Berlin, 24. Febr. (WTB. Funkspruch.) Dic Tendenz des heutigen Frühverkehrs ist wenig ver ändert. Das Geschäft bleibt sehr ruhig, die Spekulation abwartend. Man taxiert die Kurse aber nicht schwächer. I.-G.°Farben 260, Glanzstoff 602 bis 604, Hapag 154,5, Nordlloyd 155. Man erwartet für heute wieder Spezialbewegungen, u. a. in Kunstseide- werten, Transport-, Kali- und ckuiomobilakticn. Der Geldmarkt ist relativ leicht. _ Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Freitag, den 24. Februar. Kapelle des Allen Friedhofs. 6 Uhr: Pafsions- andacht. Sckmersstilter/ In allen Apotheken crh<lidi. In Pflanze nut Würze sättigt,aber nicht zu üppig wuchert, reifende Sonnenstrahlen, unter denen die ätherischen Öle des Tabaks sich reinigen und veredeln. Welche Stellung Maeedonien unter denAnbauggbie- ten orientalischerTabake einnimmt, und wo dieses gesegneteTabakland zufinden, ist,haben wir bereits gesagt.Heuie möchten wir noch darüber sprechen?, welche Geschmackseigenschaften derMacedonen- Tabak hat, also die Ernten aus dem östlichen Teile des Landes und aus dem Westen Thronens. Aus derTabakstaude, die sich sonst kräftig entwickelt und starke lange Blätter trägt, ist in Mazedo- nien ein zierliches und rassiges Gewächs entstanden. Die Blätter sind bedeutend zarter und kleiner, und es scheint, dass in ihnen derselbe Gehalt anAroma zusammengedrängt wird, der sich sonst auf grosser Blattfläche ausbreiteLDeshalb ist der Geschmack des <%>4 Macedonen-Tabaks so würzig wie frisch gebotenes Brot,aber-mfolge des mageren Bodens-auch so leicht wie MoselweimDasAroma entwickehsidi erst während des Rauchens und erreicht seinen Höhepunkt mit dem letzten Zuge. Es ist also gerade, umgekehrt wie bei einer unedlen Zigarette,die, möglicherweise beim ersten Zuge besticht,die man aber nicht zu Ende rauchen mag.Unddas Allerwichtigste:Eine echte Macedonen-Zigarette ist stets bekömmlich und hinterlässt keinerlei, Nachgeschmack auf der Zunge. Das ist überhaupt das beste Zeichen für einen edlen Tabak. Die kostbaren Ernten der Anbaugebiete in 0st= Mazedonien und West-Thrazien waren bislang nur den Zigaretten hoher Preislagen vorbehalten. Seitdemsich Haus Neuerburg aber nicht mehr auf die Herstellung von teueren Zigaretten beschränkt,sondern auch eine gute SPt-Zigarette fabnziert,kann sich jeder Boucher den Genuss” eines derartigedlenTabaks verschaffen,denn Wohl nirgends findet die Tabak-Pflanze WAT» so günstige Vorbedingungen wie inMace MMK dornen: Eine schmale Humusdecke, in der sich dic DWW HfcfiN DIE SEIT 80 JAHREN BEWAHRTE BESTE KERNSEIFE > - r. ,.' ?J Zv 2 *; > - ■ tMMMLM Zum / Fasching \ Schminken größte Auswahl lOrogerie Winterbolly X Kreuzplatz / Lindener SAMTE unter Ladenpreis. TEITLER Dammstr. 25 p.. gegenüb.d.höh. Mädchen sch. Kein Laden. 245D 'rahtzaun im 63. Lebensjahre. 2100D Alle Schweine, Ä.SÄJÄS“* 163D RASSOL schieden. In tiefer Trauer: IVb 10 rm Buchen-Scheit gesucht. 01396 Seltersweg 79. 01394 | Empfehlungen) Wir bieten an gesucht. 2107D Lauter, den 22. Februar 1928. 2093D Total Ausverkauf II —Riefel. 'Dittefier wer- OnacinCS öen in einigen Tagen MAUVlllVJb d. 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An einem einzigen Tage haben die Gummihändler am der Londoner Börse 30 MillionenMark »er loten, nachdem sie schon kurz vorher emp- silndliche Verluste erlitten, und man kann damit rechnen, daß darüber hinaus die Existenz vieler oiagloindischer Plantagenbesiher gefährdet ist. Für die großen indischen und malaiischen Plan- t-igen gäbe es. so paradox das klingt, nur dann 2us:icht auf eine Verlängerung der Hochkonjunktur der letzten vier Jahre, wenn eine schwere Mißernte eintreten würde. Cs gibt nämlich augenblicklich zu viel Gummi auf der Welt, mehr, als verbraucht — und bezahlt werden kann. 2m 2ahre 1913 erntete man nur 110 OCO Tonnen Kaut chuk, von denen weniger rls die Hälfte, nämlich 48 000 Tonnen, in den indischen Besitzungen der Riederlande und Großbritanniens, in den Malaienstaaten und den übrigen Gebieten der Plantagenwirtschaft erzeugt wurden, während 62 000 Tonnen sog. Wild- kautschuk den Pflanzen der Urwälder, besonders iti den weiten Waldgebieten Brasiliens, abgezapft wurden. 2n 13 Jahren hat sich die Kaut- ichukproduttion der Erde dann aber mehr als versechsfacht; im 2ahre 1926 wurden nämlich rund 650 OCO Tonnen geerntet, davon 610 C00 Sonnen in den niederländischen und englischen Plantagen. Das ist eine ungeheure Menge, zu deren Transport man 65 000 Cifenbahnwaggons brauchen würde. Betrachtet man nur die Ent- tuldlung der Gummiplantagen, sieht man also »on der Gewinnung des Wildkaut,chuks ab, fo geigt sich, daß sich der Gummianbau nicht nur »er sechsfach t. sondern sogar fast verdreizehn- s a ch t hat. Den Anstoß zu dieser Entwicklung haben sowohl der gewaltige Gummiverschleiß während des Krieges als auch die wachsende Bedeutung der Automobilindustrie mit ihrem ungeheuren Reifenbedarf gegeben. 2n den Vereinigten Staaten gibt es heute mehr als 22 Millionen Automobile, und auf der ganzen Welt sind sicherlich weit über 30 Millionen Fahrzeuge im Gebrauch, die Gummireifen tragen; wenn man nach äußerst vorsichtigen und wahrscheinlich zu niedrig gegriffenen Schätzungen annimmt, daß jährlich 60 Millionen neue Autoreifen gebraucht werden, so kann man sich eine ungefähre Vorstellung vom Kauttchukhunger der Welt machen. Würden doch .diese Autoreifen, aufgeschnitten und als zusammenhängendes Gummiband um den Erdball geschlungen, zwei- mal um den Aequator reichen. Schon aus der Tatsache, daß die Vereinigten Staaten das größte Automobilland sind, geht hervor, daß Amerika der größte Kautschukverbraucher sein muß. Raturlich benötigt man Gummi noch für eine Reihe anderer Zwecke, besonders für elektrotechnisches Isoliermaterial, a_ber der größte Teil der etwa 375 000 Tonnen Kautschuk, die 11. S. QL im Jahre 1927 verbraucht hat, dürfte doch in Autoreifen verwandelt worden lein. Die Vereinigten Staaten, die mehr als einen wichtigen Rohstoff monopolisiert haben, sind nun nicht gewöhnt, monopolistische Methoden auch gegen s i ch selb st angewendet zu sehen, und sie sind daher über die Politik der englischen Regierung sehr erzürnt, die durch eine einfache Erhöhung des Gummipreises mindestens so viel, in manchen Jahren aber mehr Geld aus den Vereinigten Staaten herauspreßt, wie sie der amerikanischen Regierung für die Verzinsung und Amortisation der englischen Kriegsschuld zahlen muß. Kurz nach dem Krieg machte sich nämlich ein großes Ueberangebot an Kautschuk bemerkbar; noch im Jahre 1900 begnügte sich die Welt mit 50 000 Tonnen Gummi jährlich, und 20 Jahre später sollte sie 300 000 Tonnen verbrauchen. Da sie dazu nicht imstande war, fielen die Preise ganz außerordentlich, und im Jahre 1922 beschloß die englische Regierung, nach dem Vorschlag von Stevenson, einen Teil der Ware z u r ü ck z u h a l t e n, um die Preise wieder in die Höhe zu treiben. Dieses Manöver gelang glänzend. Zeitweise wuchs dann die Nachfrage nach Gummi so schnell, daß im Jahre 1926 sogar die ganze Ernte zur Ausfuhr freigegeben werden konnte. Zur Zeit dürfen aber nur 60 Prozent der Erzeugung exportiert werden, und soeben ist bekannt geworden, daß trotz den ungeheuren Vorräten auf dem Kautschukmarkt das früher so erfolgreiche Restriltionsgeseh von Stevenson vielleicht ganz aufgehoben werden sott. Das hat nun zu der Panik an der Londoner Börse geführt, da Händler und Pflanzer mit Recht befürchten, daß die Gummipreise unter Umständen ganz beträchtlich fallen werden. Man muß annehmen, daß der Vorschlag der englischen Regierung, den sog. Stevenson-Akt neu zu prüfen und vielleicht auszuheben, auf einen doppelten Druck der Vereinigten Staa- t e n zurückzuführen ist. Schon vor Jahresfrist hat der amerikani'che Staatssekretär Hoover drohend erklärt, daß sich die amerikanische Industrie diese englische Sonderbesteuerung nicht gefallen lassen werde. Auf allen Gebieten der Weltpolitit muh ja das britische Imperium seit dem Ende des Krieges vor den mächtig aufstrebenden Vereinigten Staaten zurückweichen, in der Flottenpolitik, in der Beherrschung des internationalen Geldmarktes und sogar in Kolonialfragen. Older es scheint, daß die Vereinigten Staaten sich nicht darauf beschränkt haben, einen politischen Druck auszuüben. Die amerikanischen Automobilkönige, unter ihnen in erster Reihe Ford, haben schon vor einigen Monaten beschlossen, eigene Gummiplantagen anju> legen, um das englische Monopol zu brechen. Ford und der amerikanische Jndustriemagnat Fi- restone, der Inhaber der größten Automobil- reisen-Fabrik der Welt, haben in Liberia und in Südamerika große Gebiete gekauft, auf denen sie den Hevea-Baum ziehen wollen. Das ist zwar eine Bedrohung, die sich erst in einigen Jahren auswirken wird, da die Heveapflanze erst nach sechs bis acht Jahren ihren vollen Ertrag liefert. Wenig ernst zu nehmen ist wohl die Meldung, die im August vorigen Jahres aus Amerika kam, — daß nämlich Edison unter die Botaniker gegangen sei und versuche, in den Südstaaten der Union geeignet« Gummigewächse anzupflanzen. Qlber die Amerikaner haben noch etwas anderes unternommen, was durchaus geeignet ist, den englischen Plantagenbesitzern das Geschäft zu verderben. Es ist nämlich der britischen Regierung bisher nicht gelungen, sich mit den niederländischen Gummiplantagen im Sunda-Ar- chipel zu verständigen und zu erreichen, daß diese ständig wachsenden Unternehmungen in den Restriktionsplan ausgenommen werden. Das war umso erstaunlicher, als in den niederländischen Plantagen ziemlich viel englisches Kapital arbeitet. Run verlautet aber, daß auch amerikanisches Kapital in diese Unternehmungen eingedrungen ist, zu ihrer Ausdehnung Jahrmarkt in Brig. Von Hans Siemsen. Knotenstock und Knotenpunkt! Brig ist ein . Knotenpunkt". Die Bahn, die vorn Thuner See über den Lötschberg kommt, die Bahn, die von Paris über Lausanne die Rhone entlang kommt, d»ie von Qlnbermatt über den Furka aß, und die aiiiS Italien von Dvmodossola durch den Simplon femmt, — sie treffen sich im Rhonetal, in Brig. Was über Brig zu sagen ist, das steht im Baedeker. Rur wie die Sonne hier scheint und taic hier die Lust ist. wie die Berge dastehen unb wie es Abend wird, das kann nicht im Baedeker stehen. Auch bah hier morgen Jahrmarkt ist, steht nicht im Baebeker. Das kann man aber auch nicht verlangen. Cs ist nur ein s«hr bescheidener kleiner Jahrmarlt. Ein Karussell, eine SchiffsschaukeL zwei Schießbuden unb „QUonfieur Dan te". Monsieur Dante ist ein Zauberkünstler, und tairb auf den Plakaten dargestellt in einem roten Frack, mit einem gewaltigen schwarzen Schnurr- birt im Gesicht und einem eleganten kleinen Zauberstab in der Hand. Umgeben von Tauben, Kaninchen und Goldfischgläsern steht er in einem Ävkolosalon mit vielen Sviegeln. Rosen, Spiel» (arten und Hühnereier fliegen durch die Luft. Monsieur Dante hat seinen Zylinder neben sich auf einen Stuhl gestellt unb, indem er sich vor einem imaginären Publikum verbeugt, lächelt er, ton einem imaginären Applaus geschmeichelt. So sieht Monsieur Dante auf den Plakaten aus. OTber heute, am Vorabend des Jahrmarkts, hat er keinen Frack an, unb keine Rosen fliegen um ihn her. Richt wie ein Zauberkünstler sieht aus, sonbem' wie ein ganz gewöhnlicher Mensch. Er muh seine Dube aufbauen unb muß arbeiten, nicht mit seinem Zauberstab, sonbern wie ein gewöhnlicher Mensch mit Hammer unb Hagel. Mit dem Zaubern ist's heute nichts Die anderen Buden sind schon beinahe fertig. In den Schießbuden stehen Türken, Jnd'.a: er und Herren im Zylinder, Französinnen und Scht^i- z lasse Grünberg verhandelt, die in der Inflations- Ist Tuberkulose erblich? Von Or. £. Dünner, Charlottenburg. Dis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts war die Tuberkulose eine Krankheit, zu deren Behandlung die Medizin keine Mittel kannte. Man sah, daß die Krankheit in bestimmten Familien besonders häufig austrat. So konnte sich die Ansicht bilden, daß die Tuberkulose eine erbliche Krankheit sei. Aus jener Zeit hat sich bis zum heutigen Tage in Laienkreisen noch vielfach die Ansicht Von der Erblichkeit der Tuberkulose erhalten. Diese Ansicht ist — wenigstens in dieser Fassung — nicht richtig. Wesentliche Aenderungen erfolgten durch zwei wichtige Feststellungen. Brehmer konnte den Beweis erbringen, daß die Tuberkulose durch Lust, Ruhe, gute Ernährung heilbar sei. Heute ist die Behandlung und Heilungsmög.ichkeit der Tuberkulose durch eine Heilstättenkur fast etwas Selbstverständliches. Das zweite Ereignis, das wie eine Revolution in der Frage der sogenannten Erblichkeit der Tuberkulose wirken mußte, war die Entdeckung des Erregers der Tuberkulose durch Robert Koch. Vorher wußte man nicht, woher die Tuberkulose komme. Man stellte sich vor, daß sie vererbt würde. Da zeigte Koch mit absoluter Sicherheit, daß niemals im Körper eine Tuberkulose zur Entwicklung kommen kann, wenn nicht ihr Erreger, nämlich der Tuberkelbazillus, in den Körper gelangt ist. Es gibt keine Tuberkulose ohne den Tuberkelbazillus, mit anderen Worten: Wenn ein Mensch an Tuberkulose erkrankt, so muß er Tuberkelbazillen in sich ausgenommen haben, er muh sich mit Tuberkelbazillen angesteckt haben. Eingehende Untersuchungen, die sich über Jahre und Jahrzehnte erstrecken, haben dann weiter gezeigt, daß der Tuberkel b a z i l l u s nicht direkt vom Vater oder von der Mutter auf das Kind durch Vererbung über Lagen wird. Mag dec Vater oder die Mutter tuberkulös sein, das Kind wird gesund geboren. Wie ist es aber zu verstehen, daß in bestimmten Familien immer wieder Tuberkulose austritt? Hier spielt nun die sogenannte Disposition eine Rolle. Wir wissen alle, daß es Me > schen gibt, die zu dieser oder jener Krankheit besonders leicht neigen. So kenn man Menschen, die eine gewisse Schwäche der Därme haben und leicht an Darmkatarrhen erkranken, andere wieder, die sich leicht erkälten usw. Diese Eigenschaft einer gewissen Reigung zu einer Krankheit ist manchmal in bestimmten Familien heimisch: wir sagen dann: Dieser Mensch ist zu dieser oder jener Erkrankung veranlagt. Eine derartige Veranlagung, und nur sie, kann tatsächlich von den Eltern auf die Rachkommenschast übertragen werden. Die Veranlagung allein macht aber keine Erkrankung. Um bei dem Beispiel des Darm- katarrhs zu bleiben: Die Veranlagung (Die Disposition) allein macht keinen Katarrh, es muß irgendeine GelegenheitZursache. z. B. der Genuß bestimmter Lebensmittel, hinzukommen. Ein anderer Mensch, dessen Darm nicht disponiert ist, bleibt beim Genuß derselben Lebensrnittel gesund. Aehnlich ist es auch bei der Tuberkulose. Die Veranlagung zur Tuberkulose kann tatsächlich vererbt werden. Aber niemals kann ein Mensch, mag er noch so sehr disponiert fein, an Tuberkulose erkranken, wenn nicht Tuberkelbazillen in seinen Körper gelangen. Lind nun versteht man auch, daß Menschen, die die Disposition haben, leicht tuberkulös werden, wenn sie häufig Gelegenheit haben, mit Tuberkelbazillen in Berührung zu kommen. Die Gefahr, sich mit Tuberkelbazillen anzustecken, ist natürlich besonders groß, wenn der Betreffende dauernd mit einem Menschen zusammenlebt, der tuberkelbazillenhaltigen Auswurf aushustet. Man darf sich andererseits nicht vvrstellen, daß nur derjenige an Tuberkulose erkrankt, der eine vererbte Disposition hat. Wir kennen viele große, kräftige Menschen aus ganz gesunder Familie, die tuberkulös sind und aus der anderen Seite bleiben Rachkommen aus Familien mit vielen Tuberkulosekranken ganz gesund. Mit der Erklärung von der Entstehung der Tuberluloseerkrankung ist gleichzeitig der Weg gewiesen, wie man ihr Vorbeugen kann. Der Kampf mutz sich einmal gegen die Ausstreuung der Tuberkelbazillen richten und ferner müssen die Menschen körperlich so beschaffen sein, daß ihnen der Bazillus wenig anhaben kann. Wenn sich ein Mensch mit Tuberkelbazillen ansteckt, so beginnt gleichsam ein Kampf zwischen dem Körper und dem Bazillus. Der Stärkere siegt. Treffen die Bazillen einen geschwächten Körper, so können sie sich leichter sestsetzen, als wenn sie einen Körper befallen, der kräftig ist und sich wehren kann. Das gilt für alle Menschen, besonders natürlich für diejenigen, welche die Veranlagung zur Tuberkulose- erlrankung ererbt haben. Die ererbte Veranlagung ist für uns nicht mehr das Schreckgespenst, weil wir durch die Erfahrung wissen, daß die Disposition gebessert werden kann, so daß der betreffende Mensch den Kampf mit dem Bazillus erfolgreich bestehen kann. Alle modernen hygienischen Bestrebungen für die Jugend und die Erwachsenen, wie sie durch die Schule, Tuberkulosefürsorgestellen, Versicherungsanstalten usw. getrieben werden, dienen der Kräftigung der Einzelperson. Lind man hat natürlich namentlich Menschen aus sogenannten tuberkulosebelasteten Familien im Auge. So werden z. B. Kinder tuberkulöser Eltern möglichst ost zur Erholung verschickt. Der einzelne muß sich dabei bewußt fein, daß er selbst durch vernünftige Lebensweise, Sauberkeit usw. ein gut Teil zur Kräftigung seines Körpers selbst beitragen kann. Abgesehen von der Disposition, gehört zum Entstehen der Tuberkulose der Tuberkulosebazillus. Wir müssen uns nach Möglichkeit vor ihm schützen. Allerdings sind wir nicht imstande, den Tuberkelbazillus ganz auszuschalten. Er ist selbstverständlich in der Umgebung eines Lungenkranken in größerer Menge vorhanden, weil der Lungenkranke beim Husten und, was noch wichtiger ist, beim Ausspucken, Tuberkelbazillen überall hinstreut. Der Lungenkranke, der in enger Wohnung mit seiner Familie zusammenlebt, setzt diese der steten Gefahr der Ansteckung aus, sofern er nicht den Auswurf unschädlich macht. Die Gefahr der Ansteckung ist selbstverständlich um so größer, je unvorsichtiger und leichtsinniger er mit dem Auswurf umgeht, wenn er etwa seinem Kind unmittelbar ins Gesicht hustet, oder wenn er, was noch schlimmer ist, seinen Auswurf auf den Fußboden spuckt, und wenn nun das Kind auf dem Boden herumspielt, den Auswurf, selbst wenn er schon eingetrocknet ist, an seine Finger bekommt und dann nachher womöglich die Finger in den Mund steckt. ES gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten, durch die der Kranke seine .Umgebung anstecken kann. Da namentlich junge Menschen, also die Kinder, besonders leicht an Tuberkulose erkranken, wenn sie mit viel Tuberkelbazillen in Berührung kommen, so sind die Kinder, wenn sie mit Tuberkulosen zusammenleben, der Gefahr einer Erkrankung besonders stark ausgesetzt. Wir haben also dann den Zustand, daß Kinder, die etwa von den Eltern her die Disposition zur Lungenerkrankung geerbt haben, tatsächlich lungenkrank werden, weil sie dauernd den Tuberkelbazillen, die von dem kranken Vater oder der kranken Mutter stammen, ausgesetzt sind. Diese Kinder würden nicht an Tuberkulose erkranken, ihre Veranlagung wäre für sie belanglos, wenn man imstande wäre, die Tuberkelbazillen von ihnen vollkommen sernzuhalten. Die Tuberkelbazillen, die nicht vererbt werden können, sind für sie weitaus gefährlicher als die Veranlagung, die vererbt werden farm. So wird es ohne weiteres verständlich, warum gerade die Kinder von Tuberkelösen, die mit den kranken Eltern, Geschwistern usw. zusammenleben, selbst an Tuberkulose erkranken, und so ist es begreiflich, wenn man ganz allgemein von einer Vererbung der Tuberkulose spricht. Allein vererbt wird die Disposition, der Tuberkelbazillus aber niemals. men. Und meine Mutter? Sie plagt sich mit einem rheumatischen Leiden, und wird deswegen, selbst jetzt im Winter eine Kur m Aix-les-Bains gebrauchen!" ... * Die Hochzeit von Baron Alceste Hammerschlag und der reichen Mülhausener Fabrikantentochter Poette Amberger war das erste gesellschaftliche Ereignis in Straßburg seit dem Einzug der Franzosen. Die Boches hatten ihre gesellschaftliche Rolle hier vollkommen ausgespielt und zählten nicht mehr mit. Wer von ihnen noch nicht in diesen glorreichen Ausweisungstagen unter den Hohngesängen des elsässischen Janhagels über den Rhein abgeschoben worden war, verhielt sich sehr ruhig, und Durfte sich sticht „mausig machen", um nicht den Zorn der französischen Behörden auf sich zu laden oder von den eingesessenen Elementen denunziert zu werden. Die Trauung fand in einer der alten, aber nicht sehr geräumigen Kirck-en Straßburgs statt, in denen ein einheimischer Geistlicher fungierte, der seiner Gemeinde nach dem Franzoseneinzuge von der Kanzel herab das Selbstbekenntnis verkündete: „Ich habe während des Krieges nach jeder deutschen Schlappe in meinem Kämmerlein Gott gebeten: Frankreich den Sieg zu verleihen!" So feierte auch diese Traurede mit Genugtuung diesen Herzensbund, der sich in der gemeinsamen Liebe zum glorreick-en Datettande Frankreich geschlossen habe und ein neues Bollwerk dieser neuen Gesinnung und neuen Zeit zu sein berufen wäre. 'Zum Kummer des ganzen beiderseitigen Bekanntenkreises dritten und vierten Grades wurde aber der Eintritt zur Kirche nur gegen Eintritts- karten gestattet, da der Raum beschränkt war. Auch die Teilnehmerzahl der Höchst selbst war nicht so zahlreich, wie Yvette nebst ihren Eltern im stillen unter möglichst knalliger Prachtentfaltung in einem großen Hotel gewünscht hätten. Aber schließlich rankte sich doch Zufriedenheit um den Ruhm, daß die greise Baronin Hammerschlag das Hochzeitsdiner draußen in ihrem Schlosse gab, und man nicht nur mit Rücksicht auf die Privaträume, sondern auch auf die gesellschaftliche exklusive Stellung der Gastgeberin auf eine gesiebte" und gewählte Festgesell- schaft Wert zu legen hatte. Unter der staunenden Neugierde der Zuschauer, die weit bis auf den Fahrdamm das Trottoir besetzt hielten, rollten die Wagen vor die Kirchentür. Diele sahen mit besonderer Neugierde auf das vornehme Privatauto, dem jetzt die alte Baronin, auf den Arm ihrer Tochter gestützt, entstieg. Die meisten in Straßburg kannten die Greisin nur vom Hörensagen, da sie im Trotz gegen die Preußen jahrzehntelang nur zu gelegentlichen Ausfahrten ihren Park imb ihren Besitz verlassen hatte. Die Trauung sand bereits mittags ein Uhr statt. Die gesellschaftliche Gepflogenheit erforderte es, daß die Damen zur Trauuna im eleganten Straßenkostüm erschienen. Nach der Zeremonie fuhr man wieder nach Hause und legte erst jetzt eine hochelegante Geselstchafts-toilette an, in der man auch gum Tanz bleiben konnte. In einer dünnen, dekolletierten Gesellschaftstoilette eine Kirche zu besuchen, wäre gegen den Kodex des guten Tones gc- roefen. Auf diese Weise konnte jede Dame bei einer einzigen Festlichkeit gleich in zwei Kleidern erscheinen, und auch der Hut, das unerläßliche Toilettenrequisit der seinen Elsässerin, kam in dem ersten Teil des Festprogrammes zur Geltung. Es war heute ein Wetteifern der Damen an Schick und Eleganz der Toiletten, um der lieben Nächsten zu beweisen, daß man sich direkt mit Pariser Schneiderkünstlern in Verbindung gesetzt habe und den dernier cri auch hier in Straßburg gleich zu lancieren verstand. Nach der Trauung hielt das junge Paar Cercle in der Sakristei ab, nachdem es hier seine Unterschriften ins Trauregister gegeben. Yoette, heute als Braut die einzige Dame ohne Hut, da sie Brautschleier und Kranz trug, bemühte sich mit sichtlichem Stolz, sich als frischgebackene Baronin Alceste de Hammerschlag zu repräsentieren. Auf jedem ihrer Wäschestücke, auf der Ecke ihrer Disitenkartent.ische ja, hämische Zungen behaupteten: selbst in ihren MatinSes waren die fünfzackigen Kronen eingestickt worden. Von irgendeiner seelischen Ergriffenheit oder Rührung über den inhaltreichen Schritt ihres Lebens war nichts zu spüren. Alceste stand neben ihr und empfing gleichfalls die Glückwünsche. Man konnte nicht in seiner Seele lesen. Er war der immer Glatte, der immer Liebenswürdig-Elegante. Er war stets derselbe. Melusine empfand heute die Anwesenheit so vieler Menschen, die obendrein lauter Bekannte waren, und die man deswegen begrüßen und sich mit zelt zurückgezahll wurden, aber nach der Rechtsprechung aufgewertet werden müssen. Eine Eini- gung zwischen Gemeinde und Bezirkssparkaffe wurde angebahnt. — Zu dem, wie kürzlich berichtet, angeschafften Epidiaskop unserer Schule wurden neuerdings von Gemeindegliedern 30 Mk. gegeben so daß jetzt ca. 190 Mk. bezahlt sind. l Hungen, 23. Febr. Eine bedeutungsvolle Bezirksverfammlung des Hessischen evangelischen Pfarrvereins fand am Dienstag hier unter der Leitung von Pfarrer O. Fritsch (Ruppertsburg) statt. Pfarre.- K ö tibi n g (Eberstadt) hielt einen Vortrag über das a.tuefe Thema: „Welche gemeinsamen Aufgaben stellt der organische Zusammen, ang von Leib, Seele und G eist den Aerzten und den Pfarrern?" Im ersten Teil des sowohl nach der philosophischen wie nach der theologischen Seite auf der Höhe stehenden Vortrags stellte der Redner den organischen Zusamir.e-.hang von Leib, Seele und Geist dar und sprach im zweiten Teil über die vier Ausgabenselder der gemeinsamen Arbeit, auf denen sich Pfarrer und Arzt begegnen und miteinander wir.'en sollen: Erziehung des Kindes im schul« und ''borschul- pflichtigen Alter, Arbeit an den Jugendlichen im kritischen Alter, Ehe- und Familienleben und Krankenpflege. Wertvolle Ergänzungen vom ärztlichen Standpunkt aus, wobei sich eine ausfallende Liebereinstimmung der beiden Redner ergab, erfolgten durch Dr. mcd. Aubel (Gießen). Dir folgende Diskussion war sehr lebhaft und hatte als Ergebnis den Beschluß, daß eine Arbeitsgemeinschaft zwischen Pfarrern und Aerzten gegründet wurde, welcher bis jetzt angehören die Pfarrer Ködding (Eberstadt) und Weber (Trais-Horloff) und die Aerztr Dr. mcd. Aubel (Gießen) und Dr. med. Kath (Gambach). Es steht zu hof'en. daß der dadurch bekundete Wille zur' Verständigung und zum Handinhandarbeiten dieser beiden Berufsstände sich segensreich auswirlt. # Hungen, 23. Febr. Gestern fand im hiesigen Gemeindewald eine Rutzholzverstei- gerung statt, zu der sich eine verhältnismäßig geringe Zahl von Kaufliebhabern cingefunben hatte: besonders fehlte der Großhandel. Die Preise hielten sich in den üblichen Grenzen. Bei Cichenschnittholz Güteklasse A kam ein Stamm von 1.23 Festmeter auf 93 Mark, ein solcher von 1.43 Festmeter auf 120 Mark, Cichenderbstangen, zu Langwieden und Deichseln geeignet, tarnen das Stück auf 2 bis 3 Mark, bei Fichtenderbstangen wurde das Stück je nach Stärke mit 0,60 bis 2,50 Mark bezahlt, Fichtenreisstangen kamen 6 Raummeter auf 17 bis 18 Mark. Ein erstklassiger Fichtenstammabschnitt als Schnittholz geeignet, von 3 Festmeter Inhalt wurde mit 120 Mark bezahlt. Kreis Friedberg. 2$. Bad-Rauhei m, 23. Febr. Einer der bekanntesten Turner des Gaues Hessen, Heinrich Franke, über dessen unerwartetes Ableben wir schon berichteten, wurde unter allen turnerischen Ehren zur letzten Ruhe geleitet. Für die Turnerschaft sprachen am Grabe tier Vorsitzende des Turnvereins 1860, Kaufmann Ph. Weiß, und Retia.teur Schneider (Butzbach), welch letzterer mit Gauoberturnwart Will (Gießen) den Gau Hessen vertrat. Für die Stadt Bad-Rauheim sand Bürgermeister Dr. Ahl herzliche Worte der Anerkennung für das öffentliche Wirken Frankes. Im Auftrage der Beamtenschaft, der der Verstorbene als städtischer Beamter angehörte, widmeten Verwaltungsober- inspeltor Stamm und Lehrer P o r t h warm empfundene Rachrufe. Die Sängirschaft des Turnvereins unter Leitung von Lehrer Diehl entbot dem Entschlafenen den letzten Gruß. Kreis Büdingen. * Ridda, 23. Febr. Seit einiger Zeit wurden mehrfach Wünsche (aut, eine Autover bin- düng zwischen R i d d a — H i rz e n h a i n ein» zurichten. Um diesen Wünschen entgegenzukommen, hatte Bürgermeister Ringshausen hier, den Stadtvorstand und die Gemeindevertreter der in Betracht kommenden Orte Michelnau. Wallernhaufen, Schwickartshaufen, Fauerbach, Ober-Lais, Glashütten und Hirzenhain zu einer Besprechung des Planes in das Gasthaus zur „Krone" eingeladen. Die Aussprache ergab, daß in den betreffenden Gemeinden ein großes Interesse für die regelmäßige Verkehrseinrichtung entgegengebracht wird. Lim eine Liebersicht über die Benutzung der Fahrgelegenheit durch die ihnen unterhalten mußte, als ungemein lästig. Fast als drückend. Der Abschied von Raymond zitterte noch immer in Schwingungen in ihr nach und zehrte gerade wegen des gewaltsam äußerlich niedergerun- genen Schmerzes an ihren Nerven. Die zättli'che Umwerbung von Jean Paul Bouoier, mit der er sich heute noch außerhalb seiner Verpflichtung al» ihr Brautführer um sie bemühte, war ihr falt '.astig. Gar nicht lieb war es ihr: wenn all die Anwesen« den ihn heute bereits als ihren erwählten Zukünftigen zu betrachten genötigt sein würden! Und doch hatte Bouoier noch während der kurzen Wagenfahrt die sie zu zweit allein in die Kirche unternommen hatten, da Baronin Helene ihre greise Mutter draußen im Schlosse abhotte, Melusine mit der erneuten Bitte bedrängt: „Nicht roabr, ma chfcre, heute wirst du dich entschließen, unsere Verlobung in diesem Kreise publik zu machen? Gerade, wo die Feier draußen im Schlosse deiner Grandmama stattfindet!" Und Melusine hatte abermals in einer ihm unbegreiflichen, mühsam oerhattenen Erregung geantwortet: „Vielleicht ja! Warte ab. Es muß sich in den Rahmen des Tages einfügen. Wenn ich es für richtig halte, werde ich dich noch darüber verständigen!" Während auch sie nun zum Brautpaar am Arme Bouoiers herantrat, um beiden zu gratulieren, und sie Poette tiie üblichen zwei Küsse auf beide Wangen hauchte, schüttelte Alceste dem jungen Franzosen die Hand und warf ihm schnell einige lächelnde halblaute Worte zu, die daraus hindeuteten, daß Bouoier bald an dieser Stelle stehen würde. Da packte ein eigenes Gefühl der Abwehr Melusine an. Sie ließ einen Blick über Bouoier streifen. Er war nickst mehr von solch lächelndem Entzücken, wie in den Wochen bisher. Sie fand ihn fade, wie er mit einem nichtssagenden Lächeln vor Alceste stand. Sie sand Bouoier plötzlich alltäglich. Flach. Seine ganze Eleganz voll gemachter, unwirklicher Ritterlichkeit. Wenn der Zauber seiner wundervollen Stimme verklang, wenn er nicht im Musizieren diesen ge« wolligen Bann auf sie ausübte, — was blieb dann noch kkbrig an ihm, als eine verliebte Gier, die sie in den letzten Tagen geradezu erschreckte. Niemals war während ihres Verlöbnisses mit Dietwart eine solche innere Abneigung in ihr aufgekrochen... (Fonsetzung folgt.) Bevölkerung deS Gebiets zu erlangen, sollen Tom 27. Februar an drei Wochen lang regelmäßige Fahrten eine- Kraft- La gen S stattfinden, wofür ein vorläufiger Fahrplan und die Fahrpreise der einzelnen Strecken festgesetzt wurden. Aach Ablauf dieser Probezeit wird eine weitere Versammlung endgültige Beschlüsse sassen. Die Anschauung eines zweckmäßigen Wagens wäre dann erforderlich. Vorläufig kann eines der beiden großen Perfo- menautos des Zweckverbandcs Ridda-Ul'a ver- vendet werden. — Sn der Frühe des Aschermittwochs gerieten hier zwei von einer K a r - rievolsseier heimtehrende junge Leute in Streit, wobei der eine einen Stich in den Oberschenkel erhielt und sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. y Bad S o lzhausen, 23. Febr. Dor einigen 2a^en sand hier die erste Brennholzver- Weigerung statt, wobei sehr hohe Preise bezahlt tourten. Für je einen Raummeter wurden gelöst: Buchenscheithosz 18 Mk., Buchen- und Akazienknüppel 10 Mk., Tannen-, Eschen- und Kastanienknüppel 7 bis 8 Ml. und Astveisig 1,50 Mk. Dos meiste Holz war durch eine gründliche Lichtung der Bestände des Kurparks gewonnen Worte i. — Gegenwärtig wird in der Kastanienallee eine begrüßenswerte Der - 6ef f er u ng des Spazierwegs geschossen, indem zwischen te;n Wandel.-ang und tc.n Fahr- Lamm längs der ganzen Alice ein erhöhter Fußsteig errichtet wird. D.ese Strecke war bei Regentagen oft wegen Pfützen und Schmutz un- ongenehm zu passieren. D e Decbesserung wird besonders von den Kurgästen angenehm empfunden werden. Kreis Schotten. # Ulfa, 23. Febr. Bei der Uebergabe der Felbbercinigung vor etwa drei Sohren mußte wegen Urbarmachung größerer Ländereien, die seither als S ch o f w c i d e benutzt wurden, eine der beiden Schafherden aufgelöst werden. Auch hatte die Leberegelkrankheit ba- rnald viele Opfer gefordert. Zugleich wurde der schon über 40 Sahre im Dienst stehende Schäfer Wenzel in den Ruhestand verseht. Sm letzten Jahre hat nun die Schafzucht hier wieder einen Aufschwung genommen, so daß unser Schäfer Wenzel jun. gegenwärtig eine Herde von etwa 450 Stück zu betreuen hat. Bei den engen Feldbereinigungswegen ist jedoch eine so große Zahl von Weidevieh zuviel für einen Schäfer. Es ist deshalb geplant, die Anstellung eines zweiten Schäfers unter Aufteilung der Herde vorzunehmen. • Sellnrod. 23. Febr. Der neuerstandene Gesangverein ..Eintracht" hielt dieser Tage zum ersten Male nach langen Sahren wieder ein Wintervergnügen ab, das sich eines sehr guten Besuches erfreute. Rach den De- grüßungsworten des ersten Dorsitzenden, Schreinermeisters Reinhardt, hielt Lehrer Weimer eine Ansprache über dcn Wert des Bolks- liedes für die Heimat- und Vaterlandsliebe. Sm weiteren Derlause des Abends brachten die Gänger drei Chöre vortrefflich zu Gehör. Ein Theaterstück und zwei flotte Rcigm junger Mädchen trugen weiterhin zur Derschönerung des wvhlgelungenen Abends bei. Q Hartmannshain, 23. Febr. Gegenwärtig werden die Schlußabmessungen der projektierten Kleinbahn Dir st ein — Hart- mannshain vorgenommen. Bekanntlich haben die an dem Bahnbau interessierten Gemeinden und Kreise kürzlich bestimmte Garantiesummen gezeichnet. Zur Zeit ist aber noch nicht geklärt, ob und inwieweit der hessische Staat sich nit der Bahnbausinanzierung beteiligt, denn ohne die Mitwirkung des Staates dürste die Verwirklichung des Projekts fraglich sein. Man hofft hier allgemein, daß der Staatsanteil recht bald bereitgestellt wird, damit baldmöglichst mit dem Dau begonnen werden kann. Buntes Allerlei. Ein Schwan ertränkt ein Schaf. Einen eigenartigen Vor,all beobachtete der englische Lord Derwent bei einem Spaziergang in seinem Park. Er sah, wie ein Schwan ein ausgewachsenes Echas am Rande eines Sees an- griff. Das Schaf wehrte sich aus Leibeskräften, wurde aber von dem starken Schwan ins Wasser gezogen. Der Schwan flatterte dann auf den Rücken des Schafes und zwang e5, den Kopf unter Wasser zu halten, bis das Tier ertrunken war. Lord Derwent hatte nicht die Möglichkeit, das Schaf zu retten; er konnte nur nachher die Leiche mit einem Doot bergen. Reue Entdeckungen in Tutanchamon» Grab. Ein Bericht über die letzten Funde, die bei der Ausräumung des Grabes deö Tu!a^)arnons gemacht wurden, ist soeben in Kairo in arabischer Sprache veröffentlicht worden. Der Erblicher dieser großartigsten archaologi'chen Entdeckung der letzten Zeit, Howard Carter, bietet darin die letzten Ergebnisse, die er während cher Arbeiten 1927.28 gewonnen hat. Unter den Gegenständen, die sich in der dritten Grabkammer vorfanden, war eine Flotte von achtzehn Heinen Schiffen, auf denen nach dem uralten Brauch der dahingeschiedene König seine heilige Pilgerschast zum Sitz des Osiris antreten sollte. Man gab den Toten diese Schiffe bei, um sie von der Gunst der himmlischen Fährleute unabhängig zu machen, damit sie sicher die Gefilde der Seligen erreichen könnten. Sn vier Miniatursärgen wurden Familienerbstücke des Herrschers gefunden; darunter eine kleine Goldstatue Amenhoteps III. und eine Locke vom Haar der Königin Tyi. Diese Reliquien stammten von der Großmutter deS jungen Königs, deren letzter Erbe Tutanchamon war, denn er war der letzte regierende König aus der Familie Amenho- tepö 111. Sn der vierten Grabkammer herrschte im Gegensatz zu der großen Ordnung in der dritten ein vollständiger Wirrwarr. Diese Unordnung war zweifellos von Grabräubern hervorgerufen worden, die sich augenscheinlich bei der Verteilung der Beute entzweit hatten. Rach der Ansicht Carters müssen zwei verschiedene Gruppen von Räubern eingedrungen sein, einmal solche, die nach Sold suchten, und dann andere, die sich des wertvollen Oels in den Alabastergefäßen bemächtigten; die letzteren waren wahrscheinlich Unterbcamte, die eindrangen, bevor das Grab geschlossen wurde. Die vierte Kammer war dazu bestimmt, Oel, Weine und Rahrungsmittel für den toten Herrscher aufzubewahren; es sanden sich hier Betten und Stühle, Spielbretter, Schuhe, Fruchtkörbe, Alabastergesäße, Weingcfäßc. Waffen, Spielzeug und Kisten aller Art wirr durcy- einanbergetoorfen; der Snhalt war überall hin verstreut. Carter gibt auch noch eine genaue Schilderung der kostbaren Lade, in der sich die Eingeweide bc5 Königs befanden. „Ser großartige Baldachin, der von vier Pfosten getragen wurde und auf einem Schlitten stand, barg eine wundervolle Lade aus halbdurchsichtigem Alabaster," schreibt er. „Diese Lade, die mit einem goldenen Sockel auf einem mit einem Leinentuch bedeckten Schlitten mit silbernen Handgriffen ruhte, enthielt die vier Gefäße für die Eingeweide des Knabcn-Königs. Als der Deckel der Lade aufgehoben wurde, waren hier vier Deckel auS Alabaster zu sehen, die Menschenköpfe, dem Tutanchamon ähnlich, barstellten. Scber Deckel lag über einem kleinen Goldsarg mit herrlichen Einlagen. Diese winzigen Särge, in benen die Eingeweibe mumifiziert eingehüllt lagen, stellen den Höhepunkt helfen bar. was bie ägyptische Golbschmiebe- unb Suwelierkunst geleistet hat. Sie sind genaue Wiederholungen des großen Goldsarges, der die Mumie des Königs umschloß, aber haben noch kostbare Sntarfien in Feder- Zeichnung. Seber Sarg trägt die Formel der Gottheit, unter deren Schutz bie betreffenden Teile bet Singeweibe gestellt sind, und im Snncm eingravicrtc Texte, die um Schutz flehen." Sie Geburtenbetoezung in Preußen. Die Statistik über bie Geburtenbetoegung in Preußen zeigt, daß nach dem ursprünglichen Anstieg ber Geburtenzahl in der Rachkr.egSzeit nunmehr seit 1521 wieder ein erheblicher Rückgang der Geburtenziffer zu zeitigen ist. Sm Sahre 1921 betrug der Geburtenüberschuß in Preußen 11,3, 1922 bereits 8,5, 1923 7.0. Der besonders starke Rückgang des SnslationZjahres wurde ausgeglichen im Sahre 1921 mit 8 6, im Sahre 1925 mit 9.1. Sm Sahre 1926 aber setzte bereits wieder ein Rückgang ein auf 8,02. Die Tendenz eines Herabfinkens ber Geburtenzahl ist also unverkennbar. Sntereffant ist der starke Einfluß, den auf biefe Kurve heutzutage besonders wirtschaftliche Depresf ionszuständc auszuüben ver- mögen. Es ist ersichtlich, daß dieses nicht in einer natürlichen, sondern in einer willkürlichen Regelung ber Geburtenzahl allein begründet liegt. ne————irfiriin iitit miiiCTrarii ■ ■ Kr-iS Alsfeld. Alsfeld, 23. Febr. Stadtvorstandssitz u n g- Sn der gestern abgehaltenen Sitzung wurde über den Abschluß des Vertrages zwischen der Deutschen R e i ch s p o st und der Stadt Alsfeld über die Erbauung des neuen Postgebäudes verhandelt. Wie der Vorsitzende berichtete, sind die Verhandlungen so weit gediehen, daß nunmehr der Vertrag abgeschlossen werden kann. Das neue Postgebäude wird auf Rechnung ber Stadt von dieser errichtet und nach seiner Fälligstellung an die Deutsche Reichspost auf die Dauer von 15 Sahren vermietet. Die Deutsche Reichspost erhält das Recht, das Grundstück mit dem Gebäude innerhalb der Dauer des Mietverhältni ses zu erwerben, spätestens im Sahre 1943. Die Reichspost gewährt der Stadt ein Hypothekendarlehen von 60 Prozent des Gesamtwertes der Baukosten, welches mit 6 Prozent jährlich zu verzinsen ist. Die Kosten der Unterhaltung des Gebäudes, ebenso sämtliche Steuern und Abgaben trägt die Post. Die für die Verzinsung des Baukavitals er- forderlichen -Zinsen gleichen sich mit der Miete aus, so daß die Stadt keinerlei finanzielle Zubußen zu leisten hat. Die Stadt übernimmt das seitherige alte Postgebäude zum Preise von 40 030 Mark und gibt das Gebäude ihrerseits zu diesem Preise an bie Bezirkssparkasse Alsfeldab. Der in diesem Sinne vorgelegte Vertragsentwurf zwischen der Stadt und der Postverwaltung wurde hierauf genehmigt und die Bürgermeisterei ermächtigt, alle auf Grund dieses Vertrags vorzunehmenden Rechtshandlungen auszuführen, insbesondere auch die zu dem Postneubau demnächst erforderlichen Darlehen aufzunehmen und, soweit erforderlich, hypothekarisch sicherzustellen. — Weiter wurde noch verhandelt über ein Gesuch um sofortige Snangriffnahme der Verlegung der Wasserleitung in der neueröffneten Wallgasse, für die mehrere Baugesuche vorliegen. Es wurde beschlossen, den Gesuchen stattzugeben und mit der Ausführung der Arbeiten sofort zu beginnen. Der erforderliche Kredit im Wege der Kapitalaufnahme wurde bewilligt. Kreis Lauterbach. P. Schlitz, 23. Febr. Unter wundervoll gelegener Bergsriedhos leidet an dem Hebet* stand, daß in dürren Sahren das zur Pflege der Blumenanlagen auf den Gräbern notwendige Wasser aus der ziemlich entfernt liegenden Stabt mitgenommen werden muß. Wofl bat man vor etwa fünf Sahren nach den Angavcn eine® Wünsi^trutengängers auf dem Friedhof selber einen Brunnen gegraben, doch blieb ein Erfolg versagt, da keine Wasserader angetrossen wurde, und „der Brunnen ohne Wasser' wieder zugedeckt werden muhte. Runinehr beabsichtigt unser S t a b t r a t, im Einverständnis mit dem Kirchen- Vorstand, von dem im Bau begriffenen Hochdruckbehälter aus ein Leitungsrohr bis in nächste Rähe des Friedhofs zu legen, wo au3 einem Bassin das für die Gräberpflege notwendige Wasser bequem zu.n Gottesacker g:scha,st werden kann. Dieses danlenswerte Vorgetzc i des Stadtrats wird allseits mit Freude begrüßt. S Eichenrod, 23. Febr. In dem od)cucrraum der Gastwirtschaft von Theodo Schaaf brach in der vorigen Nacht ein B>and aus, der von den Hausbewohnern gegen zwei Uhr bemerkt wurde. Die Scheuer fiel den Flammen zum Opfer, das Wohnhaus wurde stark beschädigt, auch eine Nachbarscheuer brannte vollständig ab. Die einheimische Feuerwehr und die Wehren der umliegenden Ortschaften verhinderten eine weitere Ausbreitung des Feuers. Es wird Kurzschluß der elektrischen Leitung vermutet. Oer Büdmger petri-Markt. < Büdingen, 23. Febr. Mit dem Hellen Sonnenschein hatten sich auch am Dienstag und Mittwoch zahlreiche Käufer zum Petrimarkt eingefunden. Während am Montag nur Pferde gehandelt wurden, waren am Dienstag unb Mittwoch auch Rindvieh und Schweine aus- getrieben. Auf dem Pferde markt ging das Geschäft den Geldverhältnissen ent prechend leidlich gut. Cs wurden prachtvolle Tiere vorgeführt, und die Prämiierungskommission hatte einen schweren Stand bei der Prc Verteilung. Rinder und Schwei ne gingen flott ab und waren gut im Preis. Cs kosteten Ferkel bis 10 Wochen zirka 20 Mk. pro Kopf, Springer bis 20 Wochen zirka 40 Mk. pro Kops. Am Mittwoch fand die Marktverlosung statt. Die Hauptgewinne waren: ein Einspänner- Wagen mit Pserd, ein Pscrd, zwei Rinder, Schweine und weitere brauchbare Dinge. Büdingen kann mit dem Erfolge seines Marktes zufrieden fein. Der neue Marktplatz hat sich gut cingeführt. Es fehlt nur noch die große massive F e st h a l l e, die für die nächste Zeit zur Erbauung vorgesehen ist. Cs steht zu hoffen, daß auch dieses Ziel bis zum großen 600jährigen Subiläumemarft 1930 erreicht ist. Tödlicher Absturz des Fliegers Mrling. • Darmstadt, 23. Febr. Heute nachmittag stürzte auf dem hiesigen Flugplatz der bekannte Flieger Sährling ab und war s o - fort tot. lieber die Ursachen des Unglücks liegen von sachverständiger Seite noch keine abschließenden Urteile vor. Rach Mitteilungen von Augenzeugen machte ber Flugapparat Lrudel- betoegungen; Sährling richtete ihn dann plötzlich, wodurch das Flugzeug vermutlich so schwere Erschütterungen erlitt, daß es in mehrere Stücke zerbrach. Der Motor löste sich aus der Befestigung, das Gestänge ging auseinander unb ein Flügel brach ab. Der Verunglückte soll bisher nur schwere Maschinen für feine Flüge benutzt haben, während es sich hier um einen Apparat leichterer Bauart handelte. Der Tob Sährlings ist um so beklagenswerter, als er einer ber erfolgreichsten Darmstädter Flieger war und bei Wettbewerben stets ausgezeichnet abschnitt. Sährling war Polizeibeamter unb widmete sich dem Flugwesen im Rebenberuf. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung ) t). W. in 5. Der Preis der vollständigen zweibändigen Ausgabe betragt in Ganzleinen Mk. 5,70, in Halble-der Mk. 7,50 und in Ganzleber Mk. 9.60, 0SM « IL iftfias Qeheimnis jedes crfolfes, im fefchäfiliehen, wie imfoxialen Jeeben, Sn der gewaltigen fiitsdehnunf U, unferer betriebe, die, in wenig fahren fielt xu ihrer im~ portierenden heutigen SCÖhe erheben durften, erblicken wir, ganz miteine ßeftätifunf diefes, unfeves Prinzips: TPuv wenige Marken, aber diele in der höchften denkbaren Güte, herzu [teil en. QJiefe SZonzcntratlon ermöflichtes, bei iinfeocr Produktion von nur o Sorten Qualitäten xubereiten, wiefit, gewöhnlich nur den ndchfthöhecen Preisstufen zu. elfen find. Gfi>on diefen 55tfLark.cn wird llr.4 Konfirmanden Gelegenheit für Kittenbeziige 410 gebogt, 2.75,2.25,1.45 I 58 88 88 GläMcher 22 Bhifenftreifen 68, 45, 35, Mtr. 1.65,135, mit Seide Sdiürzendruck 88 88 Mtr. 1.45,1.35, 116 cm breit Kleiderdruck ßÄ große Auswahl.... Mtr. 0.98, 0.85, U*1 {20 Hemdentuch 80 cm breit... Mtr. 1.25, 0.95, 0.62, g U 52 38 88 58 22 54 Mengenabgabe bei allen Artikeln vorbehalten! 1, V UDWIG STERN !M i 4 2 Balinhofftrafce 2 Bettkattun Rielenauswahl, 80 cm breit, Mtr. 135,0.98,0.88, Schönenliamolen in vielen Muttern,120 cm breit, Mtr. 1.70,135, Haustuch 150 cm breit, la Bettuchware, Mtr. 2.65, 2.25,1.95, Bettzeuge in fcbönen Muttern, 80cm breit, Mtr. 135,1.10, Bettdamaft geblumt, 130 cm breit.. 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Batoi wie alle Eindruck da eine! der Ein Patrouil ten, kam den seh! wodurch Ergeb 1. II. Dai. I 2:1822; lat) 1. N. A 6- Pio 2äger schäft 21?,52; trafen t her kom Uhr bcg berg, w! führte i muhten den, doi durchmes Meter h mit leie 7,5 Kilor über red innernbef 16 P bestände! und vier 7 Kilogi Olympioi erhöht V Sportflanell in großer Auswahl Mtr. 1.50, 1.25, 0.85, Epingle in großem Farben- Ql 5 fortiment, 100 cm breit, Mtr. 4.50, 15 Talchentücher in großer Auswahl 8 p. Stck. 55,48,35, 22 IU Handtücher abgepaßt, prima 3 Gerftenkorn Ufi» Nr. 47 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreitag, 24. Zebruar (928 Turnen, Sport und Spiel. Deutsche Ekimeisterschasten. Der Patrouillcnlauf der Reichswehr. Feldberg, 23. Febr. Am Donnerstag wurde als erste Veranstaltung der Deutschen S k i - Meisterschaft der Militär-Patrouillen lauf ausgetragen, der zusammen mit dem Staffellauf am Samstag für die Deutsche Leeres- Meisterschaft maßgebend ist. Die Veranstaltungen der Reichswehr stehen unter Leitung von Major Hoffmann vom Reichswehrministerium und Dr. G e ß n e r - Freiburg vom Ski-Club Schwarzwald. Es herrichte herrlichstes Wetter mit einer selten schonen Alpenaussicht nach Südwesten und den Vogesen nach Westen. Interessant ist die Festste!- lung, daß an den Hängen der nördlich und östlich vorgelagerten Höhen des Feldberges zum größten Teil überhaupt kein Schnee mehr liegt. Auf dem Hochplateau beträgt die Schneedecke kaum noch 35 Zentimeter. Kurz vor dem Abmarsch zum Start trafen die verschiedenen Teilnehmer, von Titisee her kommend, am Feldberg ein. Pünktlich um 11.45 Uhr begann der Aufstieg über Seebuck zum Feld- bcrg, wo die Rennstrecke ihren Anfang nahm. Sic führte über insgesamt 25 Kilometer. Insgesamt mußten 10 Kilometer Aufstieg überwunden werden, von denen 4 Kilometer im Langlauftempo durchmessen werden mußten. Weitere 7,5 Kilometer führte die Strecke über fast ebenes Gelände mit leichten Höhenschwonkungen. Die restlichen 7,5 Kilometer bildeten die Abfahrt, die zum Teil über recht schweres, fast an alpines Gelände erinnerndes Terrain führte. 16 Patrouillen erschienen am Start. Sie bestanden durchweg aus einem Offizier als Fiihrer und vier Mann. Die Mannschaften wurden mit 7 Kilogramm Belastung versehen, die bei den Olympioniken als Ausgleich auf 7,5 Kilogramm erhöht wurde. Der Titelverteidiger, das 3. Bataillon des Kemptener Säger- Rgts. R r. 19, startete als erste Patrouille. Sie kam gut weg, während sich beim Start der später abgelassenen Mannschaften Stürze ereigneten. da der Schnee zu schnell weich wurde. Die Kemptener Säger waren schon bis nach Stubenwansen gekommen, als die zweite Patrouille des 1. Bataillons der 13. Stuttgarter Säger startete. Hm 14.15 Hhr war die letzte Mannschaft auf die Reise geschickt worden. Die Läufer waren durchweg mit der Absteckung der Strecke durch blaue Fähnchen nicht zufrieden, da dos Blau sich im Schnee zu wenig abhob. Die Hauptklage lief aber über den mangelnden Schnee ein, mußten sich doch die Konkurrenten stellenweise über Grasslächen mühselig mit ihren Skiern Lurcharbeiten. Die meisten Mannschaften kamen nach durchlaufener Strecke trotzdem sehr frisch am Ziel an. Sehr kameradschaftlich war das Berhalten einiger Offiziere, die als Führer ihrer Patrouille ihren erschöpften Leuten das Gepäck abgenommen hattem Die zuerst gestarteten Kemptener Säger trafen mit 14 Minuten Dorsprung als erste Mannschaft am Ziel ein und standen lange noch an erster Stelle. Doch schließlich traf als b e st e Patrouille das 2. Bataillon deS Art.» ReatS. 7 (Landsberg, Bayern) ein, welche alS 10. gestartet war und somit zehn Patrouillen überholt hatte. Die Zeit mit 2:15,10 erwies sich dann auch als über eine Minute besser als die der Kemptener Säger. — Das 2. Bataillon des.Snf.-Regts. 7 Hirschberg machte, wie alle schlesischen Mannschaften, einen sehr guten Eindruck. Die Mannschaft hatte großes Pech, da einer ihrer Läufer schon im ersten Drittel der Strecke eine Skispihe abbrach. Da sämtliche Patrouillen geschlossen das Ziel passieren mußten, kam es oft vor, daß die Mannschaften auf den fehlenden fünften Mann warten mußten, wodurch sie erheblichen Zeitverlust hattem Die Ergebnisse: 1. II. Bat. Art. Rgt. 7 (Landsberg, Bayern) 2:15,10; 2. III. Säger Bat. Snf. Rgt. 19 (Kempten) 1. Mannschaft 2:16,27; 3. III. Säger Bat. Snf. Rgt. 19 (Kempten) 2. Mannschaft 2:18,22; 4. III. Säger Bat. Snf. Rgt. 16 (Goslar) 1. Mannschaft 2:33,48; 5. III. Säger Bat. Snf. Rgt. 16 (Goslar) 2. Mannschaft 2:31,00; 6. Pionier Bat. VII-München 2:31,55; 7. II. Säger Bat. Snf. Rgt. 7 (Hirschberg) 1. Mannschaft 2:33,05; 8. III. Säger Bat. Snf. Rgt. 2 Ostpreußen 2:34,35; 9. II. Säger Bat. Snf. Rgt. 7 (Hirschberg) 2. Mannschaft 2:39,55; 10. I. Säger Bat. Snf. Rgt. 7 (Oppeln) 2:43,41; 11. II. Säger Bat. Snf. Rgt. 12 (Quedlinburg) 2:47,52; 12. I. Säger Bat. Snf. Rgt. 13 (Stuttgart) 2:48,35; 13. I. Säger Bat. Snf. Rgt. 12 (Deffau) 2:51,25; 14. Pionier Bat. 2 (Stet in) 3:03,44; 15. Kraftfahrer Abt. IV (Leipzigs 3:12,30; 16. Rachrichten Abteilung (Cannstadt). Aus dem Mittelrheinkreis der O. T. — Der diesjährige Kreisturntag findet am 22. April in Hanau statt. Er hat u. a. auch Beschluß zu fassen ü5ar den Festort des 34. Kreis turn festes, das 1929 veranstaltet wird. Am 29. April findet in M i ch e l st a d t i. O. aus Anlaß der Wiederkehr des 100. Geburtstages von Alfred Maul eine großzügige A l - fred Maul-Feier statt, an der auch der Kreis sich offiziell beteiligt. Am gleichen Tage ist im neuen Michelstädter Stadion eine große turnerische Veranstaltung vorgesehen, die ebenfalls dem Andenken Alfred Mauls gewidmet ist. Alfred Maul wurde in Michelstadt geboren. 1855/56 war er vorübergehend Lehrer der Mathematik und der Raturwi^senschaften am Gymnasium zu Gießen. Wie seine hessischen Landsleute Adolf Spieß (geboren in Lau- terbach) und Ferdinand Marx) der erste hessische Turninspeltor) wandte er sich hauptsächlich dem Schulturnen zu, das durch ihn starke Förderung erfuhr. 1869 wurde Maul Landesturninspektor in Baden, von 1887—1895 war er als Rachsolger Georgiis erster Vorsitzender der Deutschen Turnerschaft. Aus dem Turngau Hessen (O.T.) —0— Der 9 6. Gauturntag wird am 11. März zu Gießen zusammentreten. Obwohl die Gaurechnung immer noch nicht unerhebliche Rückstände säumiger Vereine nachweisen muß, braucht die ©au ft euer dank der schon wiederholt anerkannten sparsamen Verwaltung des Gaues wahrscheinlich nicht erhöht zu werden. Bei der Bestandserhebung im Gau hat sich her- ausgestellt, daß der Abgang von Vereinen durch den Zugang, sogar mit Heberschuh, ausgeglichen ist. Für das Gause st 1 929 haben sich Alsfeld und Bad-Rauhrim gemeldet; für das Gaufrauenturnen dieses Sahres stehen in Wettbewerb Lich , Laubach , Lauterb ach und Ridda; jedoch soll auch hier, wie beim Gaufest, in Zukunft der Ort schon im Vorjahr bestimmt werden. Ersatzwahlen sind notwendig geworden für den Gauwart des Volks- turnens und für den Gaujugendturn- und toan- verwart. Hnttr den Anträgen ist besonders erfreulich, daß der nördliche Teil des Gaugebietes sich entschieden gegen Lostrennungs- bestrebungen wehrt und sich freudig zu seinem angestammten Gau Hessen bekennt. Schon die Voranmeldungen zum Deutschen Turnfest in Köln sind ausreichend, um Verhandlungen für einen Sonderzug am Mittwochvormittag vor dem Fest ab Gießen einzuleitem Zechten im Turngau Hessen O. T. — Friedberg, 22. Febr. Für die Sung» mannen der Fechterriegen des Turngaues Hessen (III. Gaugruppe des Mittelrheinkreises» fand hier das diesjährige Ausscheidungsfechten in Florett und leichtem Säbel unter der Leitung des Gausechtwarts Fr. G r 0 0 s (Marburg) statt. Diese jährlich einmal stattfindende Veranstaltung hat den Zweck, die Besten der Sungmanncn zu ermitteln und zur Altmannen K ässe zu überschreiben. Es traten im Florett 16, im leichten Säbel 13 Fechter an. Es wurde mit Eifer und Hingabe gefochten, besonders spannend waren die Kämpfe in der Endrunde. Rachstehend bringen wir die Ergebnisse: Florett: 1. Frankenbergcr, Tgm. Friedberg; 2. Schauh, Tv. Wetzlar; 3. Berlich, Tv. 1860 Bad-Rauheim; 4. W q.e g, Tv. 1846 Gießen; 5. Lemke, Tgm. Friedberg; 6. Mulch, Tv. Wetzlar; 7. Brack, Tgm. Friedberg; 8. Kilian. T- u. Spv. Marburg; 8. Malehke. T.» u. Spv. Butzbach ; 9. Schemel und W. Gerhardt. Tv. 1 8 46 Gießem Leichter Säbel: 1. Schlag. Tv. 1860 Bad- Rauheim; 2. Lampert, Tv. 1863 Dad-Rauheim; 3. W eeg, Tv. 1846 Gießen; 4. Malehke, T.« u. Spv. Butzbach; 5. Schauh, Tv. Wetzlar; 6. Mulch. Tv. Wetzlar; 7. Chateau, T - u. Spv. Marburg, Frankenberger. Tgm. Friedberg und Beck, T.» u. Spv. Butzbach. Die drei ersten Sieger jeder Waffe treten zur Altmannen-Klasse über und nehmen an deren Ausscheidungsfechten für Kreis teil, das am 11. März in Wetzlar stattfindet. Schwimmen im Gau Hessen. —0— Die Schwimmabteilungen des Turngaues Hessen hielten am Sonntagvormittag ihre 8. Vor- schwimmer stunde im Städtischen Dolksbad zu Gießen ab. In den Mittelpunkt der gut besuchten Uebungsstunde, die unter Leitung des Gau- schwimmwartes Franz Sauer (Gießen) stand, war diesmal das Wasserballspiel gestellt, das eine eingehende Behandlung bis herab zu allen Einzelheiten und Fehlerquellen erfuhr. Den Höhepunkt bildete ein Wettkampf zwischen den Mannschaften des Tv. 18 4 6 Gießen und der Turngemeinde Friedberg, dem der erste Gauoerbands-Schwimmwart Kraft (Offenbach) als Schiedsrichter Vorstand. Den räumlichen Verhältnissen der Schwimmhalle entsprechend wurde das Ballspiel gut durchgeführt. Die schwimmerisch stärkere Mannschaft des Gießener Turnvereins konnte durch ihr flottes Spiel und besonders durch ein vorzügl ches Zusammenspiel den Sieg mit 5:3 an sich bringen. Da es zugleich als Ausscheidungs- spiel galt, wurde die Gießener Mannschaft Gaumeister und wird demnächst in Frankfurt um die Verbandsme'sterschaft der Gaue Hessen, Frankfurt, Mainz, Offenbach, Hanau und Kinzig mitzukämpfen haben. Nachdem noch der Absprung und das Wenden in der Schwimmbahn auf gute Formen gebracht worden war, führte der Gau- schwimmwart des Gaues Frankfurt, R i s ch n i k (Frankfurt) ein Lehrspringen durch, bei dem durch eingehende metbod sche Anleitung unh Hebung die Kunst des Springens verfeinert und durch neue Arten erwe'tert wurde. Ende März wird in Gießen eine Tagung sämtlicher Gauschwimmmarte des Mittelrheinkreises und an'chl'eßend ein Lehrgang im Städtischen Volksbad stattfinden. Die Gießener Turnerschaft hat die Vorarbeiten dazu übernommen. Handball im Gau Hessen O. T. Am kommenden Sonntag steht her ersten Mann'chaft des Männer-Turnvereins Gießen die erste Elf des Turn- und Sportvereins 1 8 6 0 Marburg gegenüber. Die Gäste müssen mit diesem Spiele ein Vslichtspiel her Meisterschaftsrunde nachholen. Der Ausgang des Spieles ist zwar an unh für sich belanglos, denn Mlv. Gießen ist sicherer Zweiter unh Marburg ebenso Dritter her Tabelle. Seh och gewinnt has Spiel insofern an Be- denlung, als Marburg gegen Schluß her Spielreihe lehr in Schwung kam unh sogar hem Meister her Gaurunde eine Ri eher läge beibringen konnte. Erst mit hem Schlußpfiff wirb man den Sieger fest'eilen können, so gleichmäßig rinh Krä teverhältnis unh Siegesaussich.en verteilt. Die zweite Mannschaft empfängt hie erste des. Turnvereins Alsfelh zu einem Freundschaftsspiel. Da hie Alsfelder bereits in her Meisterklasse spielten, hürften sie gegen hie zwei e Mannschaft des M v. im Vorteil sein. Sedoch toerhen hie © ebener den Gästen auch Hier ben Sieg so schwer als nur mö lich machen. Die Schülermannschaft des M v. spelt voraussichtlich gegen die Schüler des Turnvereins Großen-Linden. Handball der Sp.-Dg. 1900. ö. Die erste Handballelf her 1 900er leistet am nächsten Sonntag einer Einladung hes Sportvereins Wetzlar Folge. Beide Mannschaften haben sich bisher nur in den Der- bandsspiclen, die die Spielvereinigungsleute 4:3 bzw. 8:0 gewinnen konnten, gegenüber gestanden. Das derzeitige Stärke^ e.yältnis der Mannschaften dürfte durch keines dieser Resultate richtig wiedergegeben sein. Wenn die Gießener in stärkster Auistellung antre.en könnten, wäre ihsten ein Plus von 3 bis 4 Toren zuzutrauen. Ein dementsprechendes Ergebnis wird aber am nächsten Sonntag wohl kaum zu erwarten sein, da die 1930er in Läu erreihe und Sturm versch.ebene gute Kräfte ersehen müssen. Auch ist der Wetzlarer Platz nicht allzu geräumig und mit mancherlei sonstigen Tücken behaftet. Man erwartet daher ein ganz knappes Ergebnis. Fußball im Bezirk Hessen-Hannover. Da hie Bezirksmeisterschafts-Cnischeidungen in den anderen Bezirken des Westdeutschen Spiel- Verbandes noch nicht soweit fortgeschritten sind, wie hier in Hessen-Hannover, kann der Hessen- m e i st er erst am 18. März in die Endspiele eingreisen. Snzwischen werden Kurhessen und 03 die freien Sonntage mit Privatspielen ausnutzen, um die Mannschaften weiter in Form zu bringen. m. w. 2. Bezirksklasse Lahnkreis. Rachdem die Meisterschaft im Lahn.kreis entschieden ist, handelt es sich zur Vervollständigung der Tabelle nur noch um zwei rückständige Spiele, von denen eins bereits am nächsten Sonntag steigt. Kirchhain und Frohnhausen, die beiden Liganeulinge, treffen sich in K.rchhain. Frohnhausen liegt bisher mit 2 Punkten Vorsprung vor K.rchhain in Front. Beide Vereine nehmen in der Tabelle einen Mittelplah ein. Kirchhain erscheint auf eigenem Platz stärker. Frohnhausen schlug zwar am vergangenen Sonntag überraschend hoch den Wetzlarer Sp. V., dem man eine bessere Leistung zugetraut hatte, aber die Wetzlarer hatten sieben Mann Ersatz in ihren Reihen und waren demzufolge nicht ernst zu nehmen. Smmerhin wird das Spiel am Sonntag nicht ohne weiteres für Kirchhain entschieden fein. Snzwischen sind auch die Kreismeister in allen Kreisen des Bezirkes sestgestellt, die nunmehr die Aufstiegspiele für die 1. Dezirksklasse durchführen müssen. Es handelt sich um: D. s. B. Kurhessen Marburg fiiv-denLahnkreis, Hessen Hersseld für die Gruppe Fulda, Spiel und Sport Rortheim für Südhannover und B. V. 06 Kassel für Kassel. Von diesen vier Kandidaten kommen nur zwei für die 1. Klasse in Frage. Diese beiden werden im Einrundensystem ermittelt, und zwar auf neutralen Plätzen. m. w. Spielvereinigung 1900 Gießen. o. Die Ligamannschaft der Spielvereinigung 1 900 empfängt am kommenden Sonntag in einem Freundschaftstreffen die „3 u- gend 0 6“ Betzdorf, einen Vertreter der 1. Bezirksklasse Südwestfalens. Den Gästen geht ein guter Ruf voraus. Erst in vergangenem Sahre, nach Erringung der Kreismeisterschaft aur 1. Klasse aufgestiegen, konnte sich Betzdorf in dieser nicht fo recht durchsetzen. Heute rangiert diese Elf in der Tabelle vor den bekannten „Spc>rtfreunben“-Siegen. 1900 tritt ben Westfalen in stärkster Ausstellung entgegen. Es bürste möglich sein, baß den Einheimischen ein knapper Sieg über die Erstklassigen gelingt, insbesondere wenn man die hervorragende Leistung vom Dor- fonntag berücksichtigt. Die Ligareserve hat Große n-B u s e ck s 1. Mannschaft als Gegner. Das Vorspiel in Großen-Buseck endete 4:4; Großen-Buseck. einer der besten Vereine der 2. Gauklasse, hat in den 1900ern einen Gegner, der in her Lage sein sollte, auf eigenem Platze einen knappen Sieg zu erringen. V. f. B. Am kommenden Sonntag löst die Liga- Mannschaft eine aite Rückspielverpflichtung gegen V. s. B. F r i e d b e r g ein. Wenn die Gießener Elf sich in derselben Form befindet, wie am vergangenen Sonntag, so dürfte man auf einen knappen Sieg tippen. Sie wird jedoch gut tun, sich vor Heaerraschungen zu schützen, da die Friedberger als Gegner nicht zu unterschätzen sind. Die Liga-Reserve tritt auf eigenem Platz gegen die gleiche vom D. f. B. K u r h e s s e n Marburg an. Das Tressen dürste von besonderer Bedeutung sein, da die D. f. B -Mannschaft mit vier neuen Spielern antritt, die sämtlich in diesem Spiel zeigen sollen, ob sie für später als Ligaspieler in Betracht kommen. Die dritte Mannschaft hat die gleiche der Marburger Vereinigten zu Gast. Hier sollte ein Sieg Marburgs vorauszusehen sein. Die erste Sugenb fährt nach Butzbach, um gegen die dortige D. f. R.-3 ugenb das fällige Diplomspiel auszutragen. Sie wird sich sehr anstrengen müssen, wenn sie gegen die spielstarken Butzbacher gewinnen will. Die zweite Sugenb empfängt die erste Sugenb von Ehringshausen zumDiplom- spiel. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Gerötewettkampf in wieseck. Am kommenden Sonntag findet in Wieseck ein Geräte ■ Wettkampf (Mannschaftskainpf) zwischen dem 3. und 6 Bezirk statt. Eine Doraus- .sage über den Ausgang dieses Wettkampfes ist ungewiß, da es das erste Treffen dieser Art ist und beide Bezirke über gute Kräfte verfügen. Doraus- gehcnd findet am Samstagabend ein Werve- abend statt, der im ersten Teil zwei Lehrfilme: 1. „Die Arbeiter-Turm und Sportschule Leipzig, ihre Einrichtung und die Tätigkeit während der Kurse" und als zweiten „Die Leibesübungen des Kleinkindes" zeigt. Der zweite Teil des Abends bringt ausgewählte turnerische und sportliche Vorführungen. Fußball. Gießenl hat am Sonntag Marburg zu Gast. Hier wird man einem spannenden Spiele folgen können, in dem die Einheimischen ein kleines Plus haben und sich den Sieg wohl nicht nehmen lasten werden. Vorher spielt Gießen Id gegen Kinzen - bad) I. Ob es den Platzbesitzern gelingen wird, die aufstrebenden Gäste zu besiegen, wird eine Frage sein. Die Jugend hat Steinbachs Jugend zu Gast und wird sich den Sieg wohl nicht nehmen lasten. Auf dem Wiesecker Sportplatz treffen zwei alte Rivalen zusammen. Wiesecks Erste wird sich anstrengen müssen, um gegen Lollar I ehrenvoll abzuschneiden. Vorher spielt Wies eck II gegen Odenhau - {en I. Ob es den Einheimischen gelingt, den Neuling des Bezirks zu überwinden, hangt von dessen Spielstärke ab, die noch unbekannt ist. Süddeutsche Fußballmeisterschaft. Am fommenben Sonntag sind wieder alle acht Meistermannscha ten in vier Spielen in Tätigkeit. Die Runde der Meister hat ihre wichtigste Begegnung in dem in Frankfurt stattfindenden Spiele Eintracht Frankfurt— Worrnatia Worms, da beide Vereine für die Spitzenplätze in Betracht kommen. Außerdem treffen hier zum ersten Wale die beiden Meister des Bezir.es Main-Hessen auseinander. Rach dem von allen Seiten bestätigten hervorragenden Eindruck, ben Eintracht erst jüngst wieder in Fürth machte, und ihrem begreiflichen Bestreben, den einmal errungenen Vorsprung sestzuhalten, wird man mit einem Siege des Mainmeisters rechnen dürfen. Smmerhin ist Wormatia ein recht achtbarer Gegner, der sich nicht allzu leicht schlagen läßt. Eine wesentlich zahmere Sache wird es in Mannheim zwischen SP. D. Waldh 0 f und K. F. D. Karlsruhe geben. Der K. F. V. wird mit seinem als gefährlich bekannten Sturm Tore genug machen, um Sieg und Punkte nach Hause zu bringen. Auch für die Karlsruher handelt es sich darum, den vorhandenen Anschluß an die Spitzengruppe nicht zu verlieren. Bayern München und die Stuttgarter Kickers treffen sich in Bayerns Hauptstadt. Von den Schwaben erwartet man immer noch eine Steigerung ihrer seitherigen Leistungen in den Endspielen, die nicht ganz ben Erwartungen entsprochen haben, von dem Tabellenersten aber weih man, welche Vorzüge seine Elf besitzt. Sie sollten auch diesmal bei dem wichtigen Treffen ausschlaggebend werden. Tie Sp.Vgg. Fürth fährt zum F. V. Saarbrücken, um sich dort Trost für die letzte Rieberlage zu holen. Runde dec Zweiten und Srit.en. Hier läßt die Gruppe R 0 r d w e st die beiden Frankfurter Vereine, F. S p. V. und R 01 w e i h, spielfrei. F. S P. D. 0 5 Mainz und Saar 05 Saarbrücken treten sich in Mainz gegenüber. Saar 05 hat durch seinen Sieg über den D. f. L. Reu-Ssenburg und sein 1.1 gegen Rotweib Frankfurt bewiesen, bah einiges in dieser Mannschaft steckt, wenn auch der Gesamteindruck nicht überzeugend ist. Ein knapper Sieg der Mainzer scheint am ehesten zu erwarten fein. V. f. L. Reu-Ssenburg hätte noch vor wenigen Tagen als ernster Gegner für die 5 ®. 19 0 3 Ludwigshafen gelten können. Seine Riederlage gegen Saar 05 hat aber derart bedenklich gestimmt, dah man nicht recht einsehen kann, auf welche Weise die Hessen dem derzeitigen Tabcllenzweiten gefährlich werden sollen. Ludwigshafen steht be.anntlich relativ punktgleich mit dem F. Sp. V. gran.furt Spielt Borussia Reunkirchen so eifrig, wie gegen ben F. Sp. V. Frankfurt in den ersten 45 Minuten, dann kann daraus ein Sieg über den V. f. L. Reckarau toerben. Fraglich ist nur, wie weit bei den Saarleuten die Ausdauer reicht, der man fein allzu großes Vertrauen schenlen darf. Die Begegnung trägt offenen Eharcuter. Radfahren. Der Gau 73 (Lahn) des Bundes Deutscher Radfahrer läßt am kommenden Sonntag in Gießen die Gaun.eisterschcpten im Saalsport (Kunstfahren, Radballspiele usw.) austragen. Zahlreiche Meldungen guter Mannschaften lassen interessante Kämpfe erwarten. pelhers dritter Start in Ll. S. A. Dem dritten Start von Dr. P e l h e r in H. S. A. sieht man mit großer Spannung, aber mit wenig Ho fnung entgegen. Man ist nach dm letzten Ergebnisfen allgemein der Ansicht, daß der Stettiner weit entfernt von seiner früheren Höchstform ist, wurde doch für ihn gelegentlich seiner Riederlage in Chilago eine Zeit von 2:38,6 für die 1000-Meterstrecke gestoppt. Es verlautet, bah Peltzer kürzlich in her Halle einen scharfen Trainingslauf absolviert habe, der über 400 Meter ging, und hierfür 51,2 Sekunden benötigte, obwohl er ganz aus sich herausgegan,en war und mit dem letzten Rest seiner Kraft lief. Dieses Ergebnis ist für seinen dritten Start am Mittwoch, 29. Februar, nicht gerade sehr ermutigend, zumal er gerade an diesem Abend auf bie stärkste Konkurrenz trifft, die Amerika im Augenblick aufzuweisen hat. Da ist vor allen Dingen Lloyd Hahn zu nennen, der als der beste Mittelstreckler der Vereinigten Staaten gilt und in der Halle kaum zu schlagen ist. Allerdings hat diese Ansicht insofern eine kleine Abschwächung erfahren, als Lloyd Hahn dieser Tage durch (Songer eine Riederlage einstecken mußte. Tie Strecke ist noch nicht definitiv festgelegt. Peltzer möchte über bie halbe Meile nicht hin- ausgehen, während Hahn feine Ci ancen in einer längeren Distanz sieht. Sollten sich die beiden Kampfhähne nicht einigen, so wird der Veranstalter bie Mitte der Disferenz zwischen den Wünschen Pelhers unb Hahns wählen, wobei vermut.ich bie 1000-Meterstrecke herauslommen dürfte. Hierbei ist zu bemerken, daß Hahn über diese Strecke mit 2:27,4 den Ha'.lrnweltrelord hält. Auch Dodge wird wieder mit von der Partei fein. Neuer Weltrekord im Rückenschwimmen Wie aus Rewhaven gemeldet wird, stellte George Kojac einen neuen Weltrekord im 150 Vards-Rückenfchwimmen auf. Seine Zeit betrug 1:39,8 Sekunden. Wirtschaft. Or. Silverberg über dieWirtschaflslage Auf der kürzlich stattgehabten Vorstands- und Hauptausschußfihung des Vereins zur Wahrung der gemeinsa.i.en wirtfchaftlichen Interessen im Rheinland und Westfalen, worüber wir gestern bereits berichteten, verbreitete sich Dr. Silver- berg über die allgemeine Wirtschaftslage. Einleitend erfolgte der Hinweis auf den Wettlauf zwischen Zöllen und Löhnen, der anscheinend aus der deutschen Wirt- schaftspo'itit nicht herauszubringen sei. Einmal solle die Zollhöhe gehalten werden, um die Löhne und die verkürzte Arbeitszeit sicherzustellen, zum anderen wünsche man Zollsenkung, um die Löhne kaufirä, tiger zu machen und die Lebenshaltung zu verbilligen, andererseits habe man bei der gewiß nicht scharfen Eisenpreiserhöhung hören können, als Gegenmaßnahme sei daran zu danken, die Zölle aufzuheben. Auch in der Reparationsfrage. die h.'ute die wirtschaftliche Loge beherrsche, stoß 7 man aus widerstreitende Auffassungen. Die Reparalionsfrage toiue sich als empfindlicher Export von Gold oder goldwertigen Waren aus, ohne daß für diesen Export eine Gegenleistung stottfinde. Allein diese ungeheure Bela cung müsse unmittelbar einen starken Einfluß au, die Selbstkosten ausüben. Eins sei zwar richtig und feststehend, daß unter dem Lransferschuh die deutsche Währung gehalten werde. Aber man müsse bezüglich der Währung zweierlei unterscheiden: die technische Festhaltung, die unbedingt gesichert sei, und der Innenwert der Währung, wie er sich in Deutschland darstelle. Pra.tisch wir'e sich die Regierungspolitik so aus. daß eine dauernde Steigerung der Selb st io st en eintrete. Der schöne Ausdruck ..Befruchtung der Wirtschaft durch ausländische Anleihen" sei mit einer gewissen S.ep- sis aufzunehmen. Don einzelnen Ausnahmefüllen abgesehen sei die Regel, daß die $u erwartenden Vorteile der Rationalisierung überwiegend durch die Selbsttostenverteue- r u n g. insbesondere durch die Verkürzung der Arbeitszeit bei gleichzeitiger Lohnerhöhung für die verminderten Leistungen, vorweg genommen werden, ehe sie überhaupt auftreten. Rur der Wiederaufbau des Eigenkapitals könne uns vorwärts bringen. Dazu sei aber notwendig eine völlig andere Einstellung der öffentlichen Hand, andere Leistung des Individuums im Betriebsprozeß, größere Vorsicht bei Investitionen, die vielfach nur eine weitere 03erteuerung Hervorrufen, ohne daß genügend liquide Reserven für eine rechtzeitige Erneuerung zurückgestellt werden könnten. Größere Protz u l t i o n und größere Leistung der einzelnen werden allen Teilen der Wirtschaft neue Arbeitsmöglichkeiten schaffen. Wenn auch im Augenblick auf dein amerikanischen Inland m a r k t e noch keine erhebliche Schwächung .der Rachfrage eingetreten ist, so seien doch genügend Anzeichen einer bevor st ehenden Sättigung vorhanden. Die unserer Wirtschaft hieraus drohende Gefahr werde in Deutschland unterschätzt. Zu wünschen sei, daß auch die Presse den Rotwendigkeiten, die von der Produktionsseite erforderlich seien, in großem Umfange Rechnung trage. Man werde tief bedauern müssen, wenn erst ausgebrochene Rotftände die Erkenntnis in der Arbeiterschaft reisen ließen. Zur Krage einer deutsch-englischen Kohlenverständigung. Wir berichteten kürzlich über die Ausführungen eines englischen Parlamentsmitgliedes über ein Wirtschafts-Locarno zwischen Deutschland und England, welches sich speziell auf einer deutsch-englischen Kohlenverstündigung als Grundlage aufbauen soll. Glcichzeitgi verweisen wir jedoch auf die Schwierigkeiten einer solchen Verständigungsaktion, die in erster Linie auf englischer Seite in der nur losen Verbindung der einzelnen Zechen und andersgearteten Struktur des englischen Bergbaus liegen. Auch im Ausland hat die Rachr.chl eines W-rtscha t^°Lccarnos Deuisch- land-England im Zusammenhang mit den im englischen Parlament gemachten Ausführungen berechtigtes Aufsehen erregt. Dies gilt besonders für die Länder, die an einem Kohlenexport und infolgedessen an der Lage des Weltkohlenmarktes besonders interessiert sind. Der polnische Kohlenbergbau hat bereits auf die Wichtigkeit und Bedeutung derartiger Derständi"ungsverhandlun° gen des deutschen und englischen Kohlenbergbaues hingewiesen und an die polnische Regierung das Ersuchen gerichtet, gemeinsam die Vorgänge in dieser Richtung zu beobachten, damit Polen eines Tages nicht vor eine vollendete Tatsache durch den Abschluß eines so weitgehenden Abkommens zwischen Deutschland und England gestellt werde. Wir haben bereits darauf hingewiesen, daß alles, was aus eine deutsch-englische Koh en- verständigung hinführen kann, zunächst vornehmlich von englischer Seite ausgehen muh. und daß es einer Jahresfrist bedarf, ehe überhaupt etwas erreicht werden kann. Die Maßnahmen des englischen Kohlenbergbaues während der letzten Woche deuten daraus hin. daß ihm ganz und gar nicht an einer deutsch-englischen Kohlenverständigung geLgen ist. denn sonst würde der englische Bergbau nicht so scharf durch Preisunterbietungen, die ihm allerdings auf Grund seiner geringeren Gestehungskosten infolge der Herabsetzung der Löhne und der Verlängerung der Arbeitszeit möglich sind, vorgehen, um seine Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmärkte toei'er zu steigern. Diesen Maßnahmen muß auch insofern deutscherseits ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, als der deutsche Bergbau infolge der Kündigung des Bergarbeitertarifvertrages zum 1. April angesichts der Lohnforderungen vor einer neuen Regelung der Lohne steht, die wahrscheinlich nicht ohne Einfluß auf die Preise bleiben wird. ** Preußische Landespfandbrief- a n ft a lt. Im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes veröffentlicht die Preußische Landespfandbriefanstalt eine Einladung zur Zeichnung von reichsmündelsicheren 8-o. H.-Goldmark -Kommunal-Obligatianen und 8-v. H.-Goldmark-Psandbriesen. Zeichnungsfrist: 27. Februar bis 10. März. Näheres ist aus der Anzeige ersichtlich. ♦ Zusammenschluß in der Linoleumindustrie. In der gestrigen Aufsichtsratsfitzung der Deutschen Linoleum-werke A.-G-, Berlin-Bitig- heiin wurde die Errichtung einer kontinentalen Linoleumunion beschlossen. Die deutschen Linoleum- werke sind in engere Verbindung eingelreten mit der Linoleum-Ges-llschaft Giubiasco (Schweiz) und der Linoleumaktienbolaget in Göteborg (Schweden), die ihrerseits die sämtlichen Aktien der Libuuer Korken- und Linoleumswerke A.-G in Libau (Lettland) und unter Vorbehalt der Genehmigung der norwegischen Regierung auch die der A. S. Diktoria- Linoleuinsabrik in Oslo erworben hat. Zu diesem Zwecke wird unter der Firma Kontinentale Linoleum-Union mit dem Sitz in Zürich eine Aktiengesellschaft gegründet, die als Holdinggesellschaft die Aktienmehrheit der Deutschen Linoleumwerke A.-G., der Linoleum Aktienbolaget und der Linoleum A.-G. Giubiasco erworben, an der sich die drei Gesellschaften auch ihrerseits beteiligen werden. Durch eine mit Rückwirkung vom 1. Januar 1928 abgeschlossenen Interessengemeinschaft mit einem Poolabkommen wird dafür Vorsorge getroffen, daß die Aktionäre sowohl der drei Gesellschaften, als auch der Hokdingsgesellschaft in bezug auf die Substanz und die Renten einander gleichgestellt sind. Der Konzern wird über insgesamt sieben Fabriken in Deutschland, der Schweiz, Norwegen, Schweden und Lettland verfugen. ' Südwe st deutsche Rundfunkdienst A.-G. Frankfurt a.M. Rach dem Bericht brachte das Geschäftsjahr 1927 eine weitere erhebliche Erhöhung ter Tecki.ehmerzahl. Andeeer- seits stieben infolge ständiger D-erbesserung des Programms auch die Unkosten gegenüber dem Vorjahre nicht unerheblich. Größere Mittel erforderte ferner die Propaganda auf dem flachen Lande wo die Verwaltung die hauptsächlichste Weiterentwicklung erblick!. Mit ter Süddeutschen Rundfunk A.-G in Stuttgart wurden festere Beziehungen eingegangen, die sich bewährt haben. Rach Abzug von 1 257 000 (1 030 000) Mk Unkosten und 53 971 Mk. Abfchreibun en ergibt sich ein Reingewinn von 72 881 (38 003; Mk., woraus die Ge. eralveesammtung die Verteilung von wieder 10 Vroze.it Dividende beschloß. Ferner wurde des flössen, das Aktienkapital um 200 000 aus 000 Mk. zu erhöhen durch Aus- gäbe von 42 000 Mk. Vorzugsaktien und 158 000 Mark Stammaktien. Die gb 1. Januar 1928 dividendeberechtigten Aktien werden zunächst mit 25 Prozent einbezahlt. Das ge'ehllche Be^ugs- recht wird ausge chlossen, da eine Anzahl der der Südwestdeutichen Rundfunkdienst A.-G. nahestehender Personen und Gesellschaften die neuen Aktien ,eft zu pari übernimmt. (So gehen z. B. die 42 000 Ml. Vorzugsaktien an die Reichs- rundfunkgeselckchast m. b. H. in Berlin.) Schließlich wurde beschlossen, den Firmennamen in „Süd- westdeutsche Rund,unk A °G." umzuändern. ' Siemens & Halske A.»G.. Berlin. Die G. V. der Siemens & Halske A.-G. setzte die Dividende auf 12 Prozent fest. Aus der Rede des A. R.-Vorsihenden ist u. a. bemerkenswert die Feststellung, daß die Konjunkturumsetzung des letzten Jahres ungesund schnell eingetreten sei und keine Sicherheit biete, daß der jetzige Beschäftigungsgrad längere Zeit mit nur geringen Schwankungen anhalten wird. Der Geschäftsgang im laufenden Jahr hat sich bisher befriedigend entwickelt. Die Ablieferungen sind gegenüber dem Monatsdurchschnitt des Vorjahres, der aber auch die schlechten ersten Monate enthält, noch etwas gestiegen, wenn auch besonders in der letzten Zeit die Abnahmen der Reichspost stark rückgängig sind. Die Aufträge halten sich mit Ausnahme weniger Gebiete im großen und ganzen noch auf der durchschnittlichen Vorjahrshöhe. Ein gewisser Rückgang, der sich gegen Ende des Kalenderjahres zeigte, hat sich am Anfang des neuen Kalenderjahres nicht verstärkt. Das elektrische Geschäft ist auch heute noch in seinem wesentlichsten Teil kein Geschäft von Konsumartikeln, sondern in erster Linie liegt der Verbrauch in der Ergänzung und Erweiterung von Anlagen. Es ist daher auch in starkem Maße von der Kapitalbildung des Landes abhängig. frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 24. Febr. Tendenz lustlos und schwächer. - An der Börse war auch heute wieder eine allgemeine Geschäfts stille vorherrschend. Der fast vollkommene Ordersmangel übte einen ziemlich starken Druck auf die Stimmung aus, und bei größter Zurückhaltung und Lustlosigkeit der Spekulation neigte die Tendenz zur Schwäche. Es machte sich das Fehlen neuer anregender Momente geltend, andererseits wirkte die erst jetzt veröffentlichte Düsseldorfer Rede Dr. Silverbergs nach, in der die Lage der deutschen Industrie ziemlich pessimistisch betrachtet wird. Ebenso verstimmte der Verlaus der gestrigen Siemens-Generalversammlung. Eine gewisse Zurückhaltung wurde ferner hervorgerufen durch den bevorstehenden Ultimo. Der Geldmarkt blieb jedoch noch verhältnismäßig leicht. Bei den ersten Rotierungen nahm die Spekulation verschiedentlich Abgaben vor. und die Kurse gaben bei der herrschenden Aufnahmeunlust meist 1 bis 2 Proz. nach. Angeboten waren vor allem Gelsenkirchen und Rheinstahl, die je 2 Proz. verloren, sonst betrugen die Kursrückgänge durchschnittlich 1 Prozent. I.-G.-F a r b e n eröffneten 2 Prozent niedriger. Am E l e k t r o m a r k t ve lo .en Siemens 3.25 Prozent. Gesfurel. Licht & Kraft und AEG. je minus 1.5 Prozent. Kleyer büßten von dem Kursgewinn an der gestrigen Abendbörse 1,5 Prozent ein. Freigabewerte lagen durchschnittlich 1 Prozent schwächer. Etwas fester tendierten Rütgerswerke plus 1 Prozent, ebenso Wayh & Freytag plus 1 Prozent. Deutsche Anleihen gaben weiter geringfügig nach. Ausländische Renten still. Im Verlause kam etwas Ultimoware heraus, und die Kurse gaben erneut 1 Prozent nach. Rheinstahl waren stärker angeboten und verloren 2 Prozent. Tages- gelb war im Zusammenhang mit der bevorstehenden Ultimoliquidation etwas gefragt und stellte sich auf 6,5 Prozent. Im Devisenver- kehr war die Reichsmark gegen Kabel auf 4,1875 befestigt, Reichsmark gegen London 20,441. London gegen Kabel 4,88. Paris gegen London 124,02, Mailand 124,02, Madrid 28,80. Berti nc. Börse. Berlin, 24. Febr. Obwohl auch für die heutige Börse keine nennenswerten ungünstigen Momente Vorlagen, war die Tendmz zu Beginn des Verkehrs überwiegend scywächer. Vormittags hatte man allgemein noch etwas höhere Kurse genannt, zumal man auf Spezialbewegungen gerechnet hatte, die dm übrig m Märkten eine Stühe hätten bieten können. An- scheinend kam dann aber wieder Prämienware heraus, die auf das Kursniveau drückte und zu 1-bis 2prozentigen .Kursab- schwächungen führte. Oft teerte und Siemen- verloren je 4 Prozent. Dagegen erhielt sich Intereffe für verschiedene Spezialwerte, die gut gehalten wurden, größtenteils aber fester lagen. Kleyer waren nicht so fest wie gestern abend, aber immer noch 1,25 Prozent über gestrigen Mittagsschluß. Polyphon plus 4 Prozent, Bem- berg plus 2 Prozent. Heimische Anleihen behauptet. Ausländer durchweg 0,26 Prozent schwächer. Pfandbriefe still und eher abbröckelnd. Geld ziemlich leicht. Tagrsg.Id 5 big 7 Prozent, Monatsgeld 7 bis 8,25 Prozent. Warenwechsel 6.25 Prozent. Reportgeld 7,5 bis 8 Prozent. Rach den ersten Kursen n igte die Tendenz zur Schwäche. Die Geschäftsstille ver- stimmte und drückte die Kurse um 0,5 bis 1 Prozent. Man hörte im allgemeinen Briefkurse, da das Angebot überwog. Die Kurse gingen bis zu 1,5 Prozent unter Anfang zurück. Bem- berg minus 4 Prozent, Glanzstoff minus 3. I.-G.-Farben 258 Brief. iVrantfurtcr ^etrcivebörse. Frankfurt a. M., 24. Febr. Die ermäßigten Auslandpreise haben eine Veränderung der Dotierungen nicht hervorgerufen, doch ist das Geschäft wieder ruhiger geworden. Die Umsätze blieben sehr klein. Rur Kleie für prompte Lieferung lag sehr fest, besonders Weizenkleie wieder etwas gesuchter. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs, 25,50; Weizen 3. geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Proz. Feuchtigkeit, 22,75 bis 23,25; Roggen 25; Sommergerste für Brauzwecke 28 bis 31; Hafer, inländ., 21 bis 24,50; Maisgelb) für Futterzwecke 22,75; Mais (gelb) für andere Zwecke 23,43; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0, 37 bis 37,50; Rogeenmehl 34 big 36,25; Weizenkleie 14,10 bis 14,25; Roggenkleie 15 bis 15,25 Mk. Sprechstunden der Redaktion 12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 1 Uhr nachmittag» Samstag nachmittag geschlossen Jüt unverlangt eingesandte Man uskrlple ohne beigefügte- Rückporto wird keine Gewahr übernommen. Unzeigenausträge sind lediglich an die Geschäfts st elle ;u richten. \ Gegen spröde Haut: x A NIVEA-CREME v \ \l \ wirkt sofort und gibt sammerwcidien Ternt 1 ~~ 5chechf. 24.2. •23 2. 24. 2 Dt Netchvanletbe o 1927 St Anl Äblös SLuld m.t Au-lol -Nechien 87.25 52 52 87.5 52 52 T.'Sgl. ob'.ie ÜuSl 1 -Liechten — 15.13 15 4 15,2 7° itrniiti Hyv -Bi- 6>o dvi unkündbar bio >932 _ _ <%% Rheinisch» 6dp -Bant tJiqu «u»o dpi _ AEG atg WorfrtcgS-Cb iigattonrn. rud»oblbar 193' — — - 4' Schwei; Buudcsd.-Anl. — - — — *°ie Oeüerelchilche Goldrte — - — - 4,20°/« Dtfterr 'ch Silberne * o Leitcrrnch ei» eitl Rte — 4.25 — — 4" Ungarische Goldrte — —- — 24,8 4° Ungarische Staatsr v 191u — — 4 V 00601 von 1913 — — 24.25 —- *' Ungarische flroncnrte — 1.6 1.6 «° Turt sollanlcibf o 1911 4 o lürt Bagdaodadn - SInl L rie I 13.5 13.75 — _ 14 25 4° dcsgl eerU U — _ 13,75 _ 4° 0 Rumänen convcri Dhe 4’„ Rumänen Äoldanl uon 1913 —- _ _ — 16,9 VUa Deunch. Etienbahn 4*/2 Hamburg-Ämcrna Pate, i, 154.75 153.7. 154.5 1'1.9 Hund -Südam Taino sch t< — — 218.5 217 Hansa Damtfidjiff 6 Norddeuiicher Lloyd 6 — 154 221 155,13 218.5 154.25 Lllg Deutsche Creditanlt u 143.75 1 4 4 75 144.2a 8?ann t Bantverein Jt 147.5 - 147 7.) 147 berliner HanoelsyeseUsch 1. — — :68 266,5 Commerz und Privat-Bl 1 ■ 76,2a 174.5 175.75 174.5 ffannft u Rationaldank 12 — -29 229 Deutsche Bank 10 16 5 164.5 165 164 :■ DtSkonto Gesellschaft Ant lü 158.5 158.75 137.75 Dresdner Lunt lo 160 159,25 160.25 159 B)/tttclöeund)t Kreditbank 9 .-19 jDlctaUbanl 8 126 125.75 193 _ NdtMbanf i 193 5 z.auMurt a. M Berlin Schluß $vixs 1 Uhr. K»rs Sch utz fi'ir» tiniang Sur Datum: 23 2. I 24 2. | 23. 2. i" 2. A-E G . . . . ■ 7 166 164 j 165 75 164,5 Bergmann ..... .8 180.5 ISO 180,5 180 El.ltr L'tcferunacn 10 168 168 5 167.25 Licht und flratt .... 10 216.5 215 215,5 216 gelten & Gutll (turne . ■ .6 122 5 ■ _ 122,5 122,5 Ges t Elck.r Untern . . 10 261 25'3,75 260.75 259.4 Hamb 6lc!tr Werte . . 10 — — 156 155.5 Nhein ElcUr ... . 8 — — 152,5 151 Lchles. Elektr...... 10 — — 189.9 — Cchuclert .... 173 285 — 178 — Siemens £ HalSke 10 281.75 28a 281,5 Tran radio ...... 8 — 129 Labmever 4 Co...... .9 160 157.5 Buder S .... 0 99.5 99 99 98.25 Teutschc Erdöl .... .6 128.3 13t 129.5 Essener S ein tobte • 8 — — 141 140.2, Gelsenkirchener f. % I 1 134 135,65 133 132 Harucncr .... b 186.5 1855 185 Voesch Eisen ....... .5 — 143,5 alle Dera bau....... fllockn rwerke ...... .8 .5 120 119 120.5 119.75 flöln 'JZcucfien . . i — 113.7 143 annesmann f ’/» F < 151,25 159.9 152.5 151.4 ManS Uder 117.5 Lderichlei Eisend Bedarl 0 103.25 — 104,5 95.5 — Cberfcblei flotSwerke Pbönti -äerg jau f '/, I 0 — — 94.75 3 100 99 99,75 99,25 Nbetniiche Draunkoblen 10 235 235 läS.to 235. 13 'Jibcinttabl 0 167 165 167 166 Riedeck Montan Bereinigte Stablw- f. ’/» I r. 3 102,25 _ 102,75 102 25 Ctaot Minen i Sh - — 43.25 43,4 flalt Aichcrslede t 11 173.5 — 173.75 flalt'ZBeftereqein 10 183 183 Kaliwerk ©aUbcrfurtb 12 - 254 _ 3 G ,tar"en Industrie lt -'59.9 258 260 259,5 Innamfi Rodel • . 0 — Scheid antiaU . . . .8 202 201 oldichmidt . . . .r> 111.13 113,5 111.76 Rutuerswertr ..... .0 97.75 98 7j 98.5 98.5 TZetallaefcQiMt 10 175.5 j- auhiuri a. M Berlin Schlntz v l-Uhr» ISd? nsj ' ‘Untam fi'TS 1 R'irs 1 r- <:ur Datum: | 23. 2. ! 24. 2 | 23. 2. ! 24. 2, Vbiuuv votiinann 139 138 139. a — Scidekberaer Cemeni — 136 — — lernen: Ändftabt 180.25 — - üdg 4 ^rcitaa lt 139 131 — - SchultbetS Payrnboter 15 — — 335 334 Cftrocrte . , . |2 — — 275 5 271 5 Der. fölattjftofi ... 15 — — 601 599 Bemberg 8 — — 459,5 464 ^ellsto Valddos. . 12 258.25 252 252.5 252,25 Zcllitors Aschasfenboro 10 1.3 — — Cbarlot: nburget Wasser 7 — — 126.5 126.5 eflauer GaS . 8 — — 17l4 170 5 Daimler Motoren .... o — 87.5 87 88 Demag .... o — 62. W 62.13 Adlerwerte Kleve». ... o 84 82,25 79.75 82.25 Ludw üoeiu .... 1 — - 253.5 251,5 ■J?at Automobil .... e — — - 1 . _ Lrenft in 4 -flovvel .... < — — 138,25 136,75 Üinte Ho mann . . . . v — — - Lcondard Ttel) . . . < — — 201 201 Bamay^ 1 eflt'in ... c 25,6 26 - ffranff itfimen .... 0 76 26 76 - l^riyner ....... 132 — 132.65 Hevligenftaedt ...... o 28 — - * Iunadans ........ 86.5 — 84 — Lechwerte ...... 8 — — - - iliamfraftrocrfe ...... v — — - Mtaa ...... it - — 140.5 - ’J?efarlulmet ....., ,s 98 — 98 _ üeteifl Union ..... 8 Ul — 111.5 _ Rebr Roeder ..... u — — t'f'tflt 4 Haestner .... 6 - — — _ 6nbb Buder ... o 135 131 134.5 — Banfnoten. Berim. 23 Febr 6eld ’-örlc' Amerilatutche Roten. . . . 4j7i 4 191 «elgischc Vlotcn . . 58 13 51 $.37 Dantichc Roten ... 111.99 112.43 Enaltiche No kett 20.405 20.485 Berlin 23. s^eor. <5)eid Br'ek ^xanzoniche -Jitnen . . 16.520 16. ÖK» Holländische Noten 168.23 168,91 piälientsche Noten 22.21 22.29 Norwegische Noten..... 111.28 111.72 Deutsch Lcstcrr .s 100 Kronen 58.83 59.07 Rumänische Noten...... 2.546 2.565 Schwedische Noten..... 112,1.. 142.59 Schweizer Noten..... 80.46 80.78 Spanische Noten...... 70.81 71.09 Tschechoslowakische Noten . . 12.37 12,43 Ungarische Noten 72 95 73,26 Devttenmarkt Derlm —Srantfurl a. D. Telegraphiiche Auszahlung. 23. Fcdr 24 Fedr. Amtliche Noit runu Ämtljche >Äeld .'ottcrunfl Brie _ Geld Brte, Limit.. Ron 168,50 168,84 168,33 168.67 Buen Airee 1.7911 1,791 1.790 1,(91 53,36 Brss.-Llntw 58,30 58,4.- 58.24 Edrikiiania 111,49 111.71 111.46 111,68 flotMnbaqcn 112,18 112,40 112,16 112,38 Ctockdolm 112,38 112,00 112,31 112,53 HelsingiorS 10,542 10,562 10,538 £3 Italien - 22,175 42,215 22,165 öonvon. 20,421 40.401 iO.416 20,156 Neunort - . 1,1855 1.1935 4.1840 4,1940 Boris. . 16,465 16,505 16,455 16.495 Schweiz . . >0.575 80,735 »0,57 60,73 Sva:len 70 91 71.05 70,93 71 07 Iavan • 1.963 1,967 1,962 1,966 ’Hio 6c Fan Wien in D.- 1.503 0.500 0,503 0.505 Cefl. abflcfi ■>8.97 59.09 ab, 96 »9,08 12,418 Prag 12,407 12,427 12,399 Belirad 7,360 W 7,360 7.374 73.27 Budaoell 73,15 73,13 Bul arten 1,029 3.035 3.025 3,031 Viffabon 19,43 >9.47 19.43 19,47 Danzig >1.65 »1,81 »1.64 flonft inttn 2,110 2,114 2,106 fltben .,544 5,556 5.574 6.586 Sanaba 1,177 1,185 1.176 4.184 Um nab 4.276 4,288 4,276 4.284 «Utro 211.94 -0.94 '0.945 !0 »85 Sine angenehme llberraschung! j Wunder wirkten wenige Tropfen L MAGGP Würze ' ___________- Rheinhessen. LPD. Main-. 23. Febr. Am Mittwoch wurde Lei Tagesanbruch in der Nähe der Dahnüber- ßiihrung an der Kostheimcr Strohe aus dem Vahntörper die Leiche eines I 9 jäh - eigen Burschen auS Mainz-Kastel ausge- ssunden. die starke Verletzung?n am Kopf auswies. Äie wurde nach dem Friedhof in Mainz-Kostherm »erbracht. Cs wird angenommen, dah der junge Mensch der in Mainz-Kostheim ein Tanzlokal Lesucht hatte, auf dem Nachhauseweg auf den Bahnkörper geriet und von einem vorbeisähren- Den Zuge gestrei.t wurde. Die Kriminalpolizei Hat sofort eine Untersuchung eingeleitet. Preußen. Mrcie Wcülar. sIWetzlar, 23. Febr. Der gestern hier stattgeh rbte Lchmeinemarkt hatte eine gute Beschickung auf* ^unreifen. Es hatten sich uerhöltnismahig viele Kau- mr eingefunden. Die Nachfrage war groß. Das Ge* fs-höst ging zunächst schleppend, erholte sich aber in den letzten Morktstrmden, so daß der Markt doch noch geräumt wurde. Es wurden bezahlt: für fünf bis sechs Wochen alte Ferkel 20 bis 25 Mark, für sieben bis acht Wochen alte Ferkel 27 bis 32 Mark und für neun bis zehn Wochen alte Ferkel und Springer 36 bis 44 Mark je Stuck. O Niederkleen. 23. Febr. Der hiesige Gesangverein .Liederkranz' hi.lt dieser Tage im Saale der Gastwirtschaft Langsdorf seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Wilhelm N ü h l, gedachte in seiner Begrüßungsansprache des aussch idmden Dirigenten, Lehrer Querzer. der den Verein seit seiner Gründung im Jahre 1892 bis jetzt ununterbrochen geleitet hat. 3n Wär'.igung dieser langjährigen Verdienste überreichte er Lehrer Querzer einen von dem Verein gestifteten Ruhe- sesfel. Weiter gedachte der Vereinsvorsihrnde der im abgelaufenen Jahre gestorbenen Der- einsmitglieder. deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Lehrer Querzer dankte mit bewegten Worten für die ihm zuteil gewordene Ehrung und wünschte dem Verein auch für die Zukunft olles Gute. Im übrigen wurde der Abend nach Erstattung de- Jahresberichts durch Gesangsvorträge und durch Musikvorträge des hiesigen Mandolinenklubs, den man zu der Versammlung eingcladen hatte, verschönt. Der Verein zählt jetzt annähernd 100 Mitglieder. Als Nachfolger des ausgeschiedenen Dirigenten ist Lehrer Schüler von Oberkleen gewonnen worden. -Z- Aus dem Kleebachtal, 23. Febr. Der Saaten st and in den Gemarkungen des Klee» bachtales ist als recht gut zu bezeichnen. Abgesehen von geringen Auswinterungefchäden, die in tieferen Sagen durch zu starke Feuchtigkeit verursacht wurden, zeigen die Wintersaaten einen einheitlichen, sehr befriedigenden Stand, der auch in diesem Jahre wieder auf eine gute Ernte hoffen läßt. Aach der Rotklee hat durchweg fahr gut überwintert, allerdings sind hierbei beträchtliche Schäden durch starken Mäusefraß entstanden. Maingau. WEN. Frankfurt a. M.. 23 .Febr. Die Stadtverordnetensraltion der Deutschen Volts- Partei lehnt in einem Antrag die V e r st a d t - lichung der städtischen Bühnen ab und beantragt zur Verringerung der städtischen Zuschüsse eine Neihe von Nesormvorschlägen. — Für den Neubau der Heiligkreuz- Kirche an der Nuh-Allee ist jetzt der erste Spatenstich vollzogen worden. Die Grundsteinlegung dieser neuen katholischen Kirche soll am 18. März erfolgen. Oer Langendiebacher Luftmörder. WSN. Hanau, 23. Febr. Eine Haussuchung bei dem verhafteten Lu st Mörder Neckermann hatte ein überraschendes Ergebnis. Man fand ein Paar kürzlich noch benutzter Damenschuhe und »ftrümpfe, ein noch nasses Taschentuch, eine aus einer Kölner Zeitung ausgeschnittene Photo- graphie des Pofträubers Hein, sowie eine solche des Ergreifers von Hein, des Polizeibeamten Lechner, lieber dem Bilde Heins befand sich, gleichfalls aus einem Zeitungsausschnitt stammend, das Wort „Erklärung", und unter dem Bilde aus verschiedenen Zeitungsschriftsätzen entnommen und zu- (ammengeflcbt der Satz „Rache für Hein". eenem ■ DU M MM . . . MM 472 5ubmissions- Nutzholz-Verkaus der Gemeinden Gwß-Ncchtenbach, Klein- Rechtenbach, Volpertshausen und Reis- tirchcu. Auf dem Wege des schriftlichen Angebots soll aus nachstehenden Gemeindewaldungen folgendes Nutzholz verkauft werden: I. Gemeindewald Grost-Rechtenbach (Distrikte 4b und 6a). Distrikt 4b: Los 1: 28 Fichtenstämme Kl. la = 4,90 km, Los 2 38 Fichtenstämme Kl. lb und 2a = 11,87 km, Los 8: 40 Fichten- stangen Kl. 1 und 35 Stangen Kl. 2, Los 4: 2 Kiefernstämme Kl. la = 0,27 km und 22 Kiefernstämme Kl. lb -- 6,85 km, Los 5: 17 Kiefernstämme Kl. 2a 7,78 km, Los 6: 12 Kiefernstämme Kl. 2b und 3b = 9,25km. Distrikte 4b und 5a: Los 7: 7 Flchtcnstämme Kl. lb und 2a — 3,85 km, Los 8: 6 Fichtenstämme Kl. 2b — 6,41 km, Los 9: 7 Fichtenstämme Kl. 3a und 3b = 10,66 km, Los 10: 9 Liefern- flämme Kl. 2a, 2b und 3a — 4,32 km, Los 11: 14 Fichtenstämme Kl. lb, 2a und 2b - 4,34 km. II. Gemeindewald Klein-Rechtenbach l Distrikt 11b). Insgesamt 139,93 fm (Bauholz). Los 1: 41 Fichten- und Lärchenstämme Kl. la, 3a — 14,24 km, Los 2: 366 Kiefernstämme Kl. la und lb — 76,73 km, Los 3: 131 Kiefernstämme Kl. 2a, 2b und 3a — 48,96 km, Los 4: 36 rm Kiefernnutzholz Kl. 2 (3 m lang). III. Gcmeinvewald Volpertshausen (Distrikte 17, 13 und 14b/e). Insgesamt zirka 90 km Bau- u. Schnittholz. Los 1: 32 Kiefernstämme Kl. 2a—4a — 15,20 km, Los 2: zirka 130 Fichten- und Lärchenstämme Kl. la—2a — zirka 24,00 km, Los 3: zirka 35 Fichtenstämme Kl. lb und 2a = zirka 20,00 fm, Los 4: zirka 15 Fichtenstamme Kl. 2b und 3a = zirka 20,00 km, Los 5: zirka 20 Kiefernstämme Kl. lb, 2a und 2b — zirka 10,00 km. (Von Los 2 bis 5 ist Stückzahl und Festgehalt geschätzt). IV. Gemeindewald Reiskirchen (Distrikte 2, 11, 15 und 16). Los 1: 79 Kiefernstämme Kl. la—3a — 22,18 fm (9—12 m lang; fast ohne Krümmung), Los 2: 142 Fichtenstämme Kl. la, lb, 2a und 4a = 39,81 fm (12—18 m lang; das Holz ist an die Wege gerückt), Los 3: 62 Eichenstämme 2. bis 5. Kl. — 29,37 fm (gutes Wagnerholz; liegt nahe an der Straße Honigmühle—Reiskirchen). Das Aufmaß und die Sortierung entsprechen der neuen preuß. Holzmessungsanweisung. Die Lose werden je nach Gebot ins- gesamt ober getrennt zugeschlagen. Tas Holz muß bis zum 1. Mai 1928 entrindet sein, andernfalls die Entrindung auf Kosten der Käufer erfolgt. Die näheren Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Zahlungstermine: V* bis 15. 5., 1Z bis 1. 7., % bis 1. 10. 1928 und >Z bis 1. 1. 1929. Nähere Auskunft erteilen für Groß- Rechtenbach: Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh bei Wetzlar, für Klein-Rechtenbach und Volpertshausen: Förster Meyer, Vollnkirchen, und für Reiskirchen: Förster Menger, Kirschenwäldchen bei Nauborn. Schriftliche, mit der Aufschrift. „Holzverkauf" versehene Angebote sind bis Samstag, den 3. März 1928, vormittags 9 Uhr, dem Bürgermeisteramt zu Groß- Rechtenbach einzureichen, wo alsdann die Ceffnung der Angebote erfolgt. Groß-Rechtebach, den 22. Februar 1928 Der Bürgermeister. Schneider. 2087 D GkMiMiliMWWMiW in @to6-M;l?nüoü). Am Samotng, dem 3. März 1928, von vormittags 10 Uhr ab, kommt in der Gastwirtschaft Bepler in Groß-Nechtenbach aus den nachbezeichneten Gemeindewal- düngen folgendes Nutzholz öffentlich meistbietend zum Verkauf: 1. Gemeindcwald Volpertshausen. (Aus» luuft Förster Meyer, Vollnkirchen.) 31 Eichenstämme Kl. 2N = ca. 11,26km, 10 Eichenstämme Kl. 3N = ca. 6,00 fm (Stellmacherholz), 1 Eichenstamm Kl. 4N = 0,90 fm, 4 Eichenstämme Kl. 5N = 5,99 fm, 3 Eichenstämme Kl. 6 dl --- 6,70 fm (Schreinerholz), 10 Buchenstämme Kl. 3N — ca. 6,00 fm (Stellmacherholz). 2. Gemcindewald Klein-Rechtcnbach. (Auskunft Förster Meyer, Vollnkirchen.) 1 Eichenstamm Kl. 2N •= 0,26 km (Wagnerholz), 4 Fichtenstämme Kl. lb — 0,99 fm, 4 Kiesernslämme Kl. lb = 1,14 fm (Bauholz). 3. Gemcindewald Vollnkirchen. (Aus» lunft Förster Meyer, Vollnkirchen.) 2 Eichenstämme 3. Kl. — 1,63 fm, 2 Eichenstämme 5. Kl. = 2,75 fm, 3 Eichenstämme 6. Kl. — 2,68 fm, 1 Eichenstamm 7. Kl. — 2,51 fm (alles Alteichen, geeignet als Glaser-, Schreiner- und Fournierholz). 4. Gemcindewald Weidenhausen. (Aus» fünft Förster Meyer, Vollnkirchen.) 1 Eichenstamm 3. Kl. — 0,32 fm, 3 Eichenstämme 4. Kl. --- 2,69 fm, 3 Eichenstämme 6. Kl. = 3,20 fm, 1 Eichenstamm 6. Kl. = 1,82 fm (Alteichen; Schreiner-, Fournier- und Glaserholz), 70 Fichtenstämme Kl. la --- 9,52 fm, 19 Fichtenstämme Kl. lb = 4,23 fm, 1 Fichtenstamm Kl. 2b = 0,74 fm, 1 Kiefernstamm Kl. 2b = 0,37 fm, 79 Fichtenstangen 1. Kl., 128 Fichtenstangen 2. Kl. 5. Gemeindcwald Reiskirchen. (Auskunft Förster Menger, Kirchcnwäldchcn.) 1 Eichenstamm 1. Kl. — 0,17 fm, 7 Eichenstämme 2. Kl. --- 2,57 fm, 19Eichen- stämme 3. Kl. = 10,07 fm, 29 Eichenstämme 4. Kl. --- 13,00 fm, 6 Eichenstämme 5. Kl. = 8,64 fm, 2 Eichenstämme 6. Kl. — 2,84 fm (Schreiner- und Wagnerholz), 1 rm Eichen-Nutzscheit 2. Kl. (Küferholz), 1 Bnchenstamm 3. Kl. — 0,58 fm, 3Buchen- stämme 4. Kl. = 2,48 fm, 5 Eichenstangen 1. Kl., 18 rm Eichennutzrollen 2. Kl. (2 m lang), 85 Fichtenslangen 1. Kl., 16 Fichtenstangen 2. Kl., 21 Fichtenstämme Kl. la — 2,74 fm, 22 Fichtenstämme Kl. lb — 6,29 fm, 5 Fichtenstämme Kl. 2a — 2,91 fm, 2 Fichtenstämme Kl. 2b = 1,94 fm. 6. Gemeindcwald Groß-Rechtenbach. (Auskunft Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh.) 3 Kirschenstämme Kl. 2N = 0,69 fm, 8 Eichenstämme Kl. 2N = 2,88 fm, 3 Eichenstämme Kl. 3N = 1,57 fm, 2 Eichenstämme Kl. 4N = 1,91 fm, 1 Buchenstamm Kl. 4dl — 0,66 fm. 7. Gemcindewald Hörnsheim. (Auskunft Förster Schüler, Forsthaus Finstcrloh.) 1 Buchenstamm Kl. 3N = 0,60 fm, 1 Eichenstamm Kl. 4 dl — 0,90 fm, 2 Eichenstämme Kl. 4 und 5 N — 3,35 fm. B. Gemeindewald Lützellinden. (Auv» lunft Förster Schüler, Forsthaus Finstcrloh.) 2 Eichenstämme Kl. 2 N = 0,98 fm, 2 Eichenstämme Kl. 3N = 1,06 fm, 1 Eichenstamm Kl. 6A = 1,76 fm, 4 rm Eichen-Nutzscheit 2. Kl. (3 m lang), 2 rm Eichen-Nutzknüppel 2. Kl. (2,6 m lang), 2 rm Eichen-Nutzscheit 1. Kl. (Küferholz), 1 Buchenstamm ftl. 3N — 0,42 fm, 14 Kiefernstämme Kl. lb — 4,24 fm, 35 Kiesern- stämme Kl. 2a — 19,60 fm, 20 Kiefernstämme Kl. 2b = 18,88 fm, 10 Kiefernstämme Kl. 3a = 13,61 fm, 2 Kiefern- stämme Kl. 3b — 3,94 fm, 2 Kiefernstämme Kl. 4a --- 4,77 fm (unter den Kiefernstämmen befinden sich schöne Schnittstämme). 9. Gemeindcwald Münchholzhausen. (Auskunft Förster Schüler, Forsthaus Finsterloh.) 2 Eichenstämme Kl. 3 N — 2,31 fm (Wagnerholz), 2 Eichenstämme Kl. 4 = 4,26 fm (Wagnerholz), 3 Eichenstämme 5. Kl. — 3,39 fm (Wagner- u. Schreiner- Holz), 6 Kiesernstämme Kl. lb — 1,53 fm, J1 Kiefern stämme kl. 2a — 3,69 fm, 2 Kiefernstämme Kl. 2b — 1,14 fm, 1 Kiefernstamm Kl. 3a — 0,64 fm (Sau* und Grubenholz), 30 rm Kiefern-Nutzholz (3 m lang), 80 Fichtenstangen 1. Kl., 100 Fichtenstangen 2. Kl. Die näheren Bedingungen werden in dem Termin bekannt gegeben. 20870 Groß-Rechtenbach, den 21. Febr. 1928. Der Bürgermeister. Schneider. 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Februar, vormittags I Uhr aufangend, werden in den Wall düngen der Gjcmcinbe Allendorf a.Lumda, Listrikt Hinnerling, Steinwald und Ler- .ichiedene folgende Holzsortimente ver- reigert: Eichenstämme L, 2., 3. u. 4. Kl. N mit 3,21 fm, Eichen-, 1 Eschen-, 24 Fichten-Derb- stangen, rm Eichen-Nutzscheit (2,50 m lang), rund, rm Eichen-Nutzknüppel (2 m lang), rm Buchen-, 8 rm Eichen-, 3,7 rm Nutzholz-Versteigerung. im Nicder-Wciscler Gemcindewald. Donnerstag, den 1. März l. I., kommt BESTE GESCHAFTSREKLAME IST STETS EIN INSERAT IM GIESSENER ANZEIGER Einlamilieohaos 5 Zimmer Badezimmer, Dtele, Garten, 'chöne Lage, für 1-000 Mk. zu vcrk. Satori beziehbar. Schr. Ang. u. 01412 an den Gieß. Anz. Hinderwa:8fl zu verkaufen. 01391 Schmitz, Soyneu raste 13. Konkursverfahren. lieber das Vermögen der Karl Zimmermann Ehelculc in Gießen, Frankfurter Straße 113, wird heute, am 21. Febr.1928, nachmittags 4% Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Hermann Kirchner in Gießen, Am Nahrungsberg 16, wird zum Konkurs- Verwalter ernannt. 2106D Konkursforderungen sind bis zum 15. März 1928 bei dem Gerichte anzu melden. Es wird zur Beschlußfassung über btc Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausfchusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände — auf Dienstag, den 20 März 1928, vor- mittags 9 Uhr — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Dienstag, öen 20. März 1928, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Zimmer 112 Termin anberauint. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besttz Haden ober zur Konkursmasse etwas schuldig find, wird aufgegeben, nichts an den Gemein- fchuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forde rangen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 15. März 1928 Anzeige zu machen. Hessisches Amtsgericht in Gießen. Versteigerung: Stämme, Eiche: 1. Klasse 2. „ 3. „ 4. „ Kiefern-Scheit, 197,3 rm Buchen-, 118 rm Erchen-, 2 rm Espen-, 24 rm Kieferw-, 63,5 rm Fichten-Knüppel, 2 rm Kiefern-Reisknüppel, 189 rm Buchen-, 107 rm Etchen?Astrelstg, 3 rm Fichten-Schlagreisig, 22 rm Buchen-, 3,5 rm Eichen-Stock. Das Brennholz in den Distrikten Kauls- Rppel, Lausköppel, Langebruch und Im Dal wird nicht vorgezeigt. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Hinnerling oberhalb der Kleinmühle. Allendorf a. Lumda, den 23. Febr. 1928. Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. Lumda. Rein. 2096V -- 61 ---- 26 -- 12 -- 19 = 12 -- 7,50 Arbeitsvergebuug. Für die Herstellung einer Zufahrtstraßc »um Neubau einer Heilstätte für Tuber- Bdofe der oberen Luftwege an der Gaffky- Kraße zu Gießen fallen die nötigen Erd- und EhauffierungSarbeiten Bffentlid) vergeben werden. Pläne hierfür können im Bureau des Architekten, B. D. A. Baurat H. Mcycr, Frankfurter Straße 5, eingefehen und die Angcbotsvordrucke in Empfang genommen werden. Die Angebote find verschlofsen und mit »mtfprechender Aufschrift versehen bis zum »kröfsnungstermin: Mittwoch, den 29. Februar d. I. nachmittags 3 Nhr llaselbst einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 2108V Gießen, den 23. Februar 1928. Der Heilstätten-Verein für den Volksstaat Hessen. We»\ H. Schön, Marburger Sir. Fast neuer fchwarz. HERD Uinzugs Halb. oreiS- weri zu vcrk. Wo? fau die («efchästsst. des Gieß. Anz. 01393 | Verkäufe j Wea-SierbefallSgi". Pferd zu öcrfauien. 01403 Wcrdorf Nr. 65, bet Wetzlai. Nutzscheit, Eiche: 7 rm. 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Äevaraturen. ™°D SbechMcher Kmsivemn Kollektiv-Ausstellung von Oelgemälden des Professors Rudolf Hellwag, Berlin Radierungen von Josef Gteib, Düsseldorf Oie Ausstellung wird Sonntag, 2tz.Kebr.,vorm.11 Uhr eröffnet und ist wieder Sonntags, Montags, Mittwochs, Freitags von 11 bis 1, Mittwochs auch von 3 bis 5 Uhr zugänglich. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 30 pfg. Oie bestellten Rubensblatter sind an der Kaffe erhältlich. 2075D lolztaMoigasdiiffl (Komplette Anlagen für Schreiner, Wagner und Hhnmerleuiei moderne erftklaff. Ausführung, billige Preise Zahlung innerhalb ll/t fahren. E.Kaiser,Masch!^.knhandlung Frankfurt am Main, Beitsfrabe 6, Telephon Svcffart 1247. Mehrere 100 Maschinen geliefert. 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Höhe der Zuteilung und früherer Zeichnungsschluß bleibt Vorbehalten. ___________________________________________________________________________________________ 207 7id fei ^14 M Kl a ^.aaaa aa 1 vevLvteu ntyvv vesVUrIvet? Vovtsag Freitag, den 24. Februar 1928, abends 8 Llhr Realgymnasium, Ludwigstraße. Eintritt frei! Rekeveut L.Sthmoll EiMadung zur 0140Ö Gedächtnisfeier des ^00. Geburtstages von Herrn Oberst Peter Spohr geb. 27. Februar 1828, gest. 10. Februar 1921 Montag, den 27. Februar, abends 8 Uhr, im großen Saale des Katholisch. Derelnshauses Mitglieder, Freunde und Gäste seien hier- durch freundl. eingeladen. Tkaturheilverein. Klavierunterricht Diolinunterricht mit Musiktheorie, Musikdittat Harmonielehre Jochim Referenzen vorhanden. Anmeldungen täglich. O.-Cedar-Mop Der getränkte Staubwischeri Er staubt nicht und spart das Auf wischen, W achsen u. Bohnern der Fußböden. 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