Ur. 120 rrfte; Blatt 178. Jahrgang Mittwoch, 23. Mai (028 Erich«in iützUch,«utb«i Somuaq» 1x6 5*i erlag» Beilege» «Blefcener 5amihteMänei 5chn«!ck sachverstänbige H'lje zu verlchafsen. Ader auch die Retter ’crfltcn bei aller ßllfsoereitschast flarcn Kops behalten unb sich n bl blinbltna» von ihrem Bestreben, bem M aglück.en Hilie leisten zu wollen, hinreißen lasicn. Sie müt'cn fich stelS vor Augen halten, baß sie fich Ixt ber Re lungsarbeii oergtjlen können unb daß nur kühle, klare Hebet legi1 ng unb fachgemäßes Vorgehen bem Derunglück.cn nützen kann. Die Opfer des Unglücks. 170 Kranke in ---Handlung. — Die Zahl her toten auf 10 erhöht Hamburg, 22. Mai. (WB.) Bon den durch da» Exploflon»uoglück Erkrankten haben sich Im Laufe de» gestrigen Tage» wettere 49 Personen in die Hamburger staatlichen ftrunfrn- HSofer begeben Vie meisten von ihnen konnten nach der Untersuchung wieder entlassen werben. Jnsgesaml befanden sich heute vormittag In den Hamburger staatlichen Ürankenhäufcm zur Beobachtung 12 kranke, seiner 85 Leichter?rankte. 39 mitteischwer Erkrankte. 6 schwer Erkrankte, 27 in ambulanter Behandlung. Lio Erkrankter brfinbrt fich In einem prioatkrankenhau». Bon den Schwer- trfranflrn Ist In ber vergangenen Tladjl einer gestorben, |o daß sich die Gesamtzahl der loten In Hamburg allein auf fech » erhöh I, wozu noch drei Tote in Wilhelm»- b u r g und eine Tote in Altona kommen. Bei drei weiteren Schwererkrankien ist der Befund zur Zeit noch zweifelhaft. Alle übrigen kranken find außer Leben»gefahr. Vie Bestände der Kahrungsmittelläden in dem betroffenen Gebiet sind von amtlichen Sachverständigen untersucht worden. Alle irgendwie verdächtigen Rah- rungemlttel wurden beschlagnahmt. Die Explosion des phosgenkeffels. Eine Erklärung ber -irma Stolzenberg. Berlin, 22. Mai. Zu dem GaSvergiftungS- unglück in Hamburg teilt die Firma Chemische Fabrik Dr. Hugo den Vlättern u. a. folgende» mit: .Am 20. Mai meldete nachmittag- der Ober- teuertrerfer Apel, dah ein Phosgenkeffel auf der Peute in die Luft gegangen fei und dah eine PhoSgenwolke von ungefähr 100 Metern Länge in Form eines fchmalen StricheS von dem Gelände des Stahlwerkes Werner in südwestlicher Richtung über daS Süduscr deS Müggenberger Kanals und die Orte Hieder- aeorgSwerder und Wilhelmsburg wegziehe. Am Platz fei keine GaSgefahr mehr. An der Un» glücksstelle war ein neben dem Gleis lagernder PhoSgenkesfel, der etwa.10 Tonnen flüsfi- Kämpfe über die Staatsform ausgefüllt. Ob wir den Hationalf eiertag am 11. August oder am 18. Januar begehen, wirb uns nicht davor fchützen. dah wir den Lebensunterhalt für das deutsche Volk, dah wir die DaweS- tribute nur im schärfsten Wettbewerb mit anderen Wcrrfchaftsvölkem erarbeiten und erringen müssen. Wer daS soziale DollSprvblem nur darin sicht, dah daS zu schweren Tributen vcrpslichtete deuhchc Volk den Achtstundentag einsührt. oder ebenso hohe Löhne bezahlt wie sreie und reiche Völker, der wird dieS Problem mit soziattstischen Mitteln gerade so wenig lösen können, wie es in Eowjetrußland geschehen ist. DaS deullche Volk hat von 1919 bis 1923 einen Leidensweg gehen müssen, well die Partei vieisach höher stand als die nationale Gemeinschaft. Bewahre uns der Himmel davor, daß wir dielen Weg noch einmal gehen muffen. Amerikanisches Echo. Neuyork, 22. Mai. (TU.) Die große amerika- nische Morgenpresie zeigt sich über den deutschen Wahlausgang befriedigt. Sämtliche Zeitungen legen das Stäupt gemufft darauf, daß die bisherige Außenpolitik Deutschlands fortgesetzt wird unb daß wahrscheinlich Außenminister Stresemann bleibt — „Ne uyork Times" schreiben, es sei mit dem Bündnis der Parteien im nächsten Reichstag zu rechnen, die für Locarno, Kellogavorschlag und Döl- kerbund sind. Die Scrlufte ber Rechtsparteien seien nicht so sehr auf bie Ablehnung der nationalistiichen Anschauung zurück zuführen, sondern auf bie U n • zufriede nheit der Massen mit ben hohen Cebensfo ften. Die Stoalitionsbildung sei ohne Mitwirkung der Deutschen Sollspartei unmöglich, daher muffe Frankreich Äonjeffionen i m R h e i a n d machen, um das neue Minifte- rium zu starten. Poincarö muffe aber fchne 11 handeln Die Hearst-Presi« erllärt. daß die kleinen Splitterparteien ben Deutfchnationalen ben größten Verlust )ujüglen. Die Sozialisten wurden wahrscheinlich an Stelle der Deutschnationalen in die Koalition eintreten, was für den europäischen Frieden und den Wiederausbau durchaus kein Verlust fei. JjeranT bezeichnet «s als paradox, daß die Riedcriaqe der bisherigen Regierung einen Triumph für die Politik Strefemanns bedeute: denn die Sozialisten, bie am allerstörkftcn für den Dawcsplan und Locarno gewesen seien, hätten Gtrefemann am stärksten unterstützt. Locarno unb Dawcsplan hätten im neuen Reichstag eine Mehr- hell von 2:1. Die Schwierigkeiten der Roalitionsbilbung seien trotzdem im neuen Reichstag vielleicht noch größer als im alten; denn es müsi« die Basis gefunden werden, die für die Sozialisten und di« Teutschnotionalen gangbar sei. Es fei dabei zu bedenken, daß die Sozialisten die Tatiache in Rechnung zu stellen hätten, daß auch die Kommunisten stark gewonnen hätten. Gerald- schreibt, die Deutschnationalen waren in jeder Koalition ^u Kompromissen gezwungen. obwohl viele unter ihnen sich dagegen auf- lehnten, daß die Partei nicht an alten Grundsätzen fefthiett. Die Deutschnationalen setzten sich dadurch zwischen zwei Stühle. Der Wahlausgang bedeutet für Deutschland die Stabilität der Republik und der auswärtigen Politik. Auch Polen ist zufrieden. Warschau, 22.Mai.(Tel.) Der Erfolg der Linksparteien, mit dxm man bereit» gerechnet hatte, wird in Polen überall offen begrüßt, weil man fich eine größere Nachgiebigkeit der künftigen deutschen Regierung in außenpolitischen Fragen davon verspricht Die Tatfache, daß die polnische Minderheit in Deutschland überhaupt keinMan- d a t erhalten hat. wird ohne Kommentar kurz notiert. Der .GloS Prawda" stellt sesi, daß fich die innere Entwicklung in Deutschland durch die Riederlagc der Rechtsparteien radikal geändert habe, unb baß die Stärkung ber So- zialisten ton der demokratischen Oessentlichkeit Europa- mit Befriedigung begrüßt werde. Jedoch dürfe man tom polltisHen Standpunkt aus nicht zu früh weitgehende Schlüffe aus dem Resultat herleiten. Der .Robvtnik" glaubt zweifellos damit rechnen zu können, daß die neue deutsche Regierung zu einem Abschluß de- Handelsvertrages mit Polen kommen Verde, und daß dies im Zusammenleben beider Staaten stusenweise zu einer Verständigung sühren werde. Don den Rechtsblättern erklärt „Ga* zetta Wartzawska Poranna', daß man in Polen ruhig den Sieg der Linken mit ansehrn könne. Ma n habe jedoch noch feine Sicherheit dafür, daß «ich in der Außenpolitik etwas ändern werde und es sei deshalb nach wie vor Wachsamkeit und Aklivllät der polnischen Politik geboten. Sie Auswirkungen der Reichstagswahl. Kombinationen. Erst nach Pfingsten Verhandlungen zur Regierungsbildung Eigener Drahtbericht des „(Siebener Anzeigers". Berlin. 23. Mat. All« Meldungen und Nachrichten, die noch im Laufe dieser Woche über Versuche zur Regierungsbildung austauchen werden, sind im wesentlichen in das Bereich der Kombinationen und vagen Mutmaßungen zu verweisen, da die Fraktionen der großen Parteien, soweit man bis jetzt Übersehen kann, er st nach den Pfingstfeier- tagen sich über die zukünftige Politik ihrer betr. Parteien klar werden können. Aus der Presse der verschiedenen Parteien und ihrer Stellungnahme zu den Möglichkeiten einer Regierungsbildung läßt sich bis jetzt im allgemeinen eindeutig nur die Bereitschaft der Demokraten zur Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten im Rahmen einer großen Koalition herauslesen. Die sozialdemokratische Presse selbst ist äußerst zurückhaltend und vermeidet so gut wie jede Aeußerung über die künftige Regierungsbildung, wahrend anders Blätter sich schon sehr lebhaft mit einer angeblichen Kanzlerkandidatur Otto Brauns und mit der Frag« der Verbindung des Reichskanzlerpostens mit dem des preußischen Ministerpräsidenten etwas sehr voreilig beschäftigen. Auch die führende Zentrumspresse zeichnete sich durch große Vorsicht aus und weicht jeglichen Kombinationen über Koalitionssragen ängstlich aus. Bemerkenswert sind Stimmen aus der Bayerischen D o l k s p a r t e i. die im Falle eines Angebotes, sich an eine große Koalition anzuschliehen — und daS ist für daS Zentrum ein wichtiges Problem — unbedingt die vorherige Sicherung wichtiger Interessen der Bayerischen Dolkspartei verlangen. Vor allem spielt dabei das Schulgesetz und das bayerische Konkordat eine Rolle. Sehr interessant sind die Gerüchte, die von der Möglichkeit eines Zusammenschlusses der Dauerngruppen im neuen Reichstag zu einer Fraktion sprechen. Es handelt sich da um die acht Mandate der Deutschen Bauernpartei und die dreizehn Mandate der Christlich-Rationalen Bauernpartei. Die weltanschaulichen Gegensätze zwischen diesen Gruppen sind allerdings recht beträchtlich, aber trotzdem dürfte es nicht ausgeschlossen sein, daß man sich aus der Grundlage der reinen Bauerninteressen, die natürlich in einer Partei mit Fraktionsstärke wesentlich besser zu wahren sind, zusammenfindet. Als 45. Abgeordneter auf der Reichsliste der Deutschen Volkspartei ist Generaldirektor Köngeter aus Düsseldorf gewählt worden. Der in der Pfalz gewählte Abgeordnete Dahersdörfer ist nicht dem Zentrum zuzurechnen, wie es di« erst« amtliche Meldung tat, sondern der Bayerischen Volkspariei. Damit ermäßigt sich die Zahl der Zentrumsmondate im neuen Reichstage von 62 auf 61, während sich die Zahl der Bayerischen Dolksparteiler von 16 auf 17 erhöht. ,/Der Weg zur Großen Koalition." Ein Kommentar der „Kölnischen Leitung". Köln, 22. Mai. (TU.) lieber b'0 igen Rörnifchen Reick Deutscher Nation abgetreten ttrtben. Die lranz'siscke Revolution habe die Einheit deS Elsaß geschaffen. Die Iffimilienme fei durch Einführung der Gulllotine im Slfah erfolgt. Die Slfäffer hätte» aber ihr« Tradition und ihre Muttersprache verteidigt. Um 1846 hätten die obersten Schichten im Elsaß französisch zu sprechen begonnen während die unteren Schichten weiter deutsch sprachen. Das habe zu dem gleichen Zustand geführt wie jetzt, daß weder französisch noch richtig deutsch gesprochen toerbe. 1871 habe Frankreich, wie Deroaftbe sich au> drückte, das Elsaß auigcgeben, am sich selbst zu retten. Deutschland habe dem Ellatz gewisse autono* mistische Möglichkeiten gegeben. Die Alldeutschen hätten allerdings dagegen protestiert. Wenn man ihre Proteste aus jener Zeit nehme und bas Wort »Deutsch" durch bas Wort »Französischs ersetze, bann hab« man ben Stil des Hclley'S im .Journal" von heute. Die QüitonomlebetDegunfl sei von Grunb aus pazifistisch. AIS der Ber- teibiger in biefem Zusammenhang das Wort von Anatole France zitiert: .Man glaubt baß man sich sür Ideen schlägt, in Wirklichkeit schlägt man f i ch für Fabriken", erhebt der Vorsitzenbe unter Hinweis auf bie währenb bes Krieges Gefallenen Einspruch,^der unter bem größten Zeile deS Publikums eine laute BeifallSkunbgebung hcrvorruft. R.-A. Sourrier erllärt, baß ber Angeklagte Hauh ihm ben Sinn ber Autonomiebewegung dadurch klar mackie, daß er auf sich selbst zeigend auSries: .Ich habe ein französisches Herz, aber einen deutschen Kopf. Wenn man deutsche Bildung ber Elsässer als ein Verbrechen ansehe unb sie beseitigen wolle, bann toät*' eS doch am einfachsten, ihnen den deutschen Kops durch die Guillotine abschlagen zu lassen. Rechtsanwalt Sourrier schließt mit einem Appell an bie Drüberlichkeit der Völler und ben Frieden. Ideale, bte bie Männer auf ber Anvagebank für sich in Anspruch nehmen. Rückfragen bei der Reichsbahn. Berlin. 22. Mal. (Tel.) DaS Reichs- verkehrSministcrium hat gestern der Deutschen ReichSbahngesellschaft auf ihren Antrag aus Tariferhöhung mitgeteill, baß zunächst noch bie Klärung einzelner Fragen erforderlich ist. Diese betreffen Insbesondere bie Einnahmen für das lausende Jahr, die A b - schreibungsmahnahmen der Gesellschaft in den verflossenen und künftigen Geschäftsjahren sowie die Finanzierung b e 6 An - lagezuwachseS. Aus aller Well. Neues Bersiwerkunsilstlk in Amerika. Harlan (Kentucky), 22. IHal. (ID 13. Funk- jpruch.) In dem zwölf Meilen westlich von Harlan gelegenen BlarfmoiUain - Kohlenbergwerk ereignete sich eine Explosion. 15 Bergarbeiter werden vermißt. Zehn Leichen wurden bereite geborgen. 50 gelang es. sich unverletzt in Sicherheit zu bringen. Das Bergamt In Bristol (Virginia) hat einen Sonderhilfszug entsandt. 82 Todesopfer der Katastrophe im Mather-Vergwerk. DrvwnSville, 22. Mai. (WB.) Rach ben letzten Feststellungen beläuft sich bk Zahl ber TobeSopser ber Erplosion im Mather-Dergtrerk auf 82. 115 Mann werben vermißt. Man glaubt, bah si« ebenfalls ums Leben gekommen sind. An ber Stätte bes furchtbaren Grubenunglückes haben d.« Rettungsmannschaften einen ber Verschütteten lebenb inmitten von fünf Toten aufgefunben. (Eröffnung ber Schuhbunblagung. In Essen wurde im überfüllten Krupp-Saal die erste öffentliche Sitzung des Deutschen Schutzbundes für G .enz- unb Auslanbdtu'.schtum eröffnet. Dec Dun^csvorsitzende. Dr. v. Loef ch, begrüßte bie auS allen beutfchen Grenzgebieten unb auS ben europäischen Staaten erfchienenen Vertreter ber bem Bund angeschlossenen Verbände. Aus Schleswig sind allein etwa 40 Vertreter erschienen, ebenso auS Ostpreußen und Danzig. Dom Reichspräsidenten, bem österreichischen Bundespräsidenten und bem Präsidenten des Danziger Senat» sind BegrüßungS- telegramme einge.au'en. Frau Ministerialrat Weber sprach über das Thema „Die deutsche Stau im deutschen Wahlkomps", Dr. v. Loes ch >er „Di« Ziele und Wege deutscher VollstamS- arbeit", Oberbürgermeister Bracht. Essen, über ..Essen im Ruhrkamps". Rachm l!a?S sanden Vorst an dssitzungen und die erste Mitgliederversammlung statt. Die Nordpolflieger in Bergen. Die Norbpolslieger WHkinS und E i e l - s o n sind in Bergen eingetroffen. Schon lange vorher hatten sich am Hafen und in den anstoßenden Straßen gewaltige Menschenmengen ongesamrnelt. Der Direktor deS Bergener Museum- hielt eine Begrüßungsrede an Die Flieger und betonte die Bedeutung, die ihr Flug für die wissenschaftlich« Forschung, besonders sür bie Meteorologie gehabt habe Die Antwort bet beiden Flieger löste beim Publikum stürmischen Jubel aus. Die Ovationen galten besonders Sielson. bet norwegisch sprach und erllärte. daß er stolz daraus sei, Sproß eines norwegischen Geschlechtes zu sein. Der amerikanisch« Konsul gab zu Ehren ber Flieger ein Frühstück. Für beut« abenb sind sie bei König Haakon auf Schloß Gamlehaugen zur Tafel geladen. Schwere» Brandunglück. Bermutlich infolge Brandstiftung wurde das An- wesen des Landwirts Huber von Bayerbach bei Ergoldsbach (Niederbayern) gestern ein Raub ber Flamme?. Da» vier Jahre alte Kind des Landwiriv fand hierbei den Flammentod. Di« Mutter eilte mit angebrannten haaren au» dem brennenden Wohnhaus und hatte in der ersten Aufregung das Kmd im Bett liegen losten. Die größeren Kinder konnten sich nur durch einen Sprung aus bem im oberen Stockwerk befindlichen Fenster retten. Eifenbahnunglück bei Köln. Dienstag nacht gegen 2 Uhr entgleist« bei bet Einfahrt in ben Bahnhof Rvisdvrf auf bet Strecke Köln—Koblenz bet von Köln tormnenbe Eilgüterzug. wobei der Packwaoen und drei Weitzer« Wagen aus dem Sk:S geschleudert wurden. Ein Schaffner war fvfort tot, bet Zugführer würbe leicht verletzt. Die Strecke ist ge* sperr' Der Per'onenvrrkehr wird vorläufig durch Umsteigen ausrechterhalten, bk Schnellzüge werden umgreifet Heber ixt Ursache ist noch nicht- bekannt. ■ Mi. ilfid in Amttika. 2. M (MB. Jnnf. eilen westlich von har- in - Kohletibergwest er- 15 Bergortflln «erde, utten bereits geborgen. |l in Sicherheil ju brie* [W (Dirglnia) Hal den ^tichsbahn, Da» Leich,. M? ter ■JjMt anf ihren Ln- itfletdrt, teh zunücht einer Äragen et» en inStesontere bl« fente 3ajr, bh 35. nen ter 9efOfaft tunfhgen 'ttung bt6 2n» sopscr *Diall|fr»6frfltofrt mal (W Noch bei ift sich blt 3a$I ter Int Tlalfa-'Bertrtrert Derben vermiht. alalli umi W Stätte bei Vdrätbc^u e 2ethin^mann'eM°»' ger in Vergev- SlU'«i w mgcltofie^ flB. s3*ä (innen dar Tjottun^d- ha9 -- iber *n’w * 1) fl^te S'nxbE >°hre °^enl°b L tn tO0 fiaatcn flUS «j, 3nnten 4aa erften W äWs Z-AWs s.«wg in TblttÄ Sabri ‘^eit aeti 0üs ^.7^t ÖinlbmA \2*enb ubIW'KV''■ 3n^iüortuiL Xa ^»Qte UV ilitW Qu,rit1- i‘^.?etJaber ÄS» " 1; kllaliS L SVfc Aus der Proviuzialhaupifiadi Dießen, den 23. Mai 1928 x^urfucf !* l-uft's aus dem Wald. Wenn du eben an dielen frohen Motta gen. an denen di« Sonne schon so fommetlid) scheint, von Feld und Flur kommend, in den Wald ein» trittst, dann bist du froh wenn dich der Schatten umfängt. *Äut in -itt.-mbet'. Ä reiten leuchtet da» Sonnenlicht aus dem jungen Grün und auf der Srde wo die Maiblumen schon neugierig der- Vorlage«. Di« kleinen Weisen Hüpfen und zirpen, von lern lockt eine Amsel, Drosseln und Kinken schmetter» chrr Lieder. Du wan-rrst weUrr und freust dich über die Schönheit diese« Maitoget. Aus einmal stockt dein Saß. Du hast den Kuckuck geben UnärtU» kurlich bleibst zu stehen und fänjh — wie einst in den K ndertagen — zu zuhie» an ein». Sei. drei, vier usw. Ruft Der Schalt viele al«, dann lächelst du. denn er prophezeit dir eine lange Lebenszeit. Vielleicht auch greifst du in die Tasche unb schaust nach, ob du Geld bet dir hast- denn in diese« Falle geht e« dir tm nan-en 3a6r nicht au«! Hast du kein Geld in der Dorfe bann wird es Schulden aeben. 2- gibt wenig VSael. die so mit dem Bott»» leben verwachsen find wie der Kuckuck. Schon dre,Kinderlieber, abet auch die Volt-lieber, befinden ihn. 3n vielen Geschichten tritt er auf. und selbst im Sprichwort redet er mit Ss ist gerade kein frommer Munich, wenn dir dein nächster Freund oder gar dein Vater tagt. .Geh zum Kuckuck!" ober .Hol dich der Kuckuck!" Schon etwa« milder mag bet Au«ruf sein: .2t. wm Kuckuck!" Deutlich aber ist da« Sprichwort. Dem ist ein Kuckuck«ei in« Rest gelegt worden. So ein bißchen Geheimniskrämer ist sa der Kuckuck. Du hörst ihn oft stehst ihn aber selten. Manche Menschen haben tm Walde Überhaupt noch keinen gesehen. Dieies ewiie Versteckspiel und die •Igenart seiner Fortpslaniuna haben von je einen Saaenkranz um den Kuckuck gewoben. Bei Menschen sagt man. Sr hat so toa« Interessante«! Das Weibchen, da« mit mehreren Männchen im Wald« lebt, legt fein« Sier in die Hefter der kleinen Vögel (daher da« schöne Wort: Kuckuckseil), läßt sie von diesen auSbrüten und die Ounaen verpflegen. S« ist sa bekannt, mit welcher Aufopferung die kleinen Sänger diese großen Fresser auszichen. Am meisten freuen sich die Kinder über den Kuckuck. Sein merkwürdiger Ruf (manch: haben ja zu Haufe auch eine K tckucksuhr) läßt sie still stehen und lauschen, und wenn er schweigt, locken und rufen fit so long< b!« er wieder anfängt. ®ar zu gern möchten sie den Schelm sehen. Sie fingen dann wohl: .Kuckuck. Kuckuck, ruft au« dem Wald!" oder: .Der Kuckuck und der (Mel. die hatten großen Streit!", bi« ein Maikäfer narbet- schwirrt, der nun ihre Aus merksam keil auf sich zieht. Taumblüte unb Waldeövracht sagt un'ern Kindern gar nicht«, basür haben sie kein Verständnis. Ader der Rus de« Kuckucks, da« ist etwa« für da« Ohr. unb den ge angenen Maikäfer können sie in ihren Händen halten. So teilt der Mal feine Gaben ordentlich unter Erwachsenen und Kindern au«. Für da« Auge, das Ohe und da« Gefühl. 11 nb wer sein Ge ühl prüfen will, der lasse einen Maikäfer vom Hal'e abwärt« an seinem Körper KlettcrkunststÜcke machen, oder nehme ihn mit In sein Vett. Dann kann er sagen: Der Kuckuck hat den Mai ausgerufen, und bet Maikäfer hat ihn mich fühlen lassen, diesen srohesten und schönsten Monat de« Jahre«, der bi-«mal nur in seiner Temperatur angenehmer sein mühte. L. Taten für Tonnrrätag 24 Mat Sonnenaufgang 3.57 Uhr: Sonnenuntergang Ist 57 Uhr. — Mondausgang 8.34 Uhr: Monduntergang 0.31 Uhr. 1690: der preußische Reitergenernl Han» Joachim von Sitten auf Dustrau geboren (gestorben 1786); — 1826: Ferdinand Goetz, Förderer de» deutschen Turnweseno. in Leipzig geboren (gestorben 1615); — 1848: die Dichterin Anette 0. Droste- Hülohofs auf Schloß Meersburg am Bodensee geworben (geboren 1794); — 1872: der Maler Julius Kitter Schnorr von Carolsseld in Dresden qeftor- den; — 1915: Schlacht bei Przemysl (dis 3. Juni). 4*01 notigen. — lagesfalenber für Mittwoch Volkshochschule: 20 Uhr, Universität 2. Stock. Hörsaal 53, Lichtbildervortrag „Dürer in unserer Zeit". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: ..Spione", — Astoria- Lichtspiele „Der Stierbändiger". ~ Sin« Besichtigungsfahrt bc« Kret«au«schusses ® 1 e6cn sa d anMon» tag In dem Autoomnibu- Rr 4 de« Demeinbe» verbände« Wirteck-Alten-Buseck statt. Die Fahri galt der Besichtigung von kretseigenem Gelände bei der veppermühl« in der ®emarfxmg Grvsten- Vuseck. der Jnauge.ckchein lahmr de« Steinbruche« in her ®emar u g vcn R ts ilch^'. de« Lteinbruch« bc. Ao7in«nA»th und de« 28^Pstngstkurkar:e Mk.8.— Stnmtzß. 26.Mi1. ibiiSühr: Iraiert a. Inrrlaü Bei aün iiger Witterung JUainniaüoD dlortEosei a-Äii .aceo. Tanz [freien Toelsenlolae PttaesttoniiM Fl igstoioatei Gedeck Mk 3JX) Darekhlltir6tec;i«pt Odueudiwaninippe 6*trti*reUe.blan ieemteiMUm* hiftlie Duner Karvinaliunke Neue Äariuffeln Nene »arioffeln Pruittluta Pfiiirti liulenwfrl nachGarinerinArt Holland, innfe Saiai lanb IMe Calat Stotter KnM Utto Yliehbutillui nüli«ll.irk. FerirJfll ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Bon vküenleatel fflaifladnelnlnll wird für den dortigen Bezirk gut emgef. WllkMklM oder Grossist gesucht. Herren, welche in der 8agt find, dager zu halten und Sicherheiten stellen können, bevorzugt. Letchter Vertrieb durch Eert-flteflamemarfen. Pchri'ti. Angebote unter 52D2D an den Gießen. 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Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag 3 Uhr statt. Von Blumenspenden bittet man Abstand zu nehmen. 5206D Gießen, Lauterbach, den 23. Mai 1928. 03997 || Mietgesuche Sieh., kinderloses I.N.u. A.: H.Jung x. 51OTD Setzer 120 1-2 ui Wil Wie i »"“ulJö/iö s-el Anaeb. u. 03927 a. d. Gletz. Anzeiner erb. Record Amateur J 600 Mark gegen Sicherheit nnt anoemeffene $ in fee aaf! ftabrbei pflnftl Rudolf Richter und Marktstraße 24—26 inftB Pflnfil. Rucks oonHandwer» PrinM. Strafte 19 M, G. GföflC Eckeliehißstrahe Preisliste mit Abbildungen vieler Formen und Weiten koctenlos die im Maschinenschreiben und Stenographieren bewandert sind, zur SuShtlse gesucht. Schrtstliche Angebote mit Zeugnis- ablchriiteu unter 5067D an den Gießener Anzeiger erbeten. Gestern nachmittag entschlief sanft nach langem schweren Leiden unser lieber Bruder. Schwager und Onkel In tiefer Trauer: Georg Meininger und Frau Fritz Fuhr u. Frau Henny geb. Meininger Hermann Kallenbach Auf den zwischen „OrwaldSgarten" bzw. der „Kirchstraße" und der Straße „Am Pfarrgarten" bzw. „Sandgasfe" einerseits und der „Kirchstraße" und „Neustadt" andererseits gelegenen Grundstücken dürfen nur Gebäude errichtet werden, die nach " bzw. nach der Donnerstag, dem 24. Mai, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand Bahnhof Restaurant Der bekannt üaie Mittagstlsdi zu kleinen Preisen im Abonnement 5166D Aognst Bücher, Sonnenstr. r». •4—3 junge Weihb nder sofort gesucht: auch kann ein [52U8D Lehrling emtreien. Derselbe kann nebenbei die Moiogravbie erl. Schäfer, Maier» u. Weinbmdcrmemer, Taubrinnen. Drucksachen aller Art Befert In jeder «wünschten Auwtilteng etUrefn und 2'2ttzcr. mit Notsitz, überholt und komplett bereist, für den SvoltvrelS von 500 RM. gegen bar ab» sugeben. Näh. bei ffleorg Karl Reit, (ließen. Cftanlafle. ri*D gnädige Frau, ich bin erstaunt, daß Sil,Henkels Lleichmitiel,selbst die hartnäckigsten Flecken so rasch entfernt. Ich freue mich, dieses ausgezeichnete Bleich, mittel, das die Wasche gar nicht angreist, kennengelernt zu haben. & stimmt: mH feinem Wüidieitoff werden nicht gewaschen, sondern fort- geworfen,venn sie unsauber sind Sie lind hygienisch und elegentl M 2.10 — 2.80 das Dutzend ahrradbandiung, Lonnenitrabe k. MllllieMM Weiber Kindrrwmren aut erhalten, otllig zu verkaufen Wclckerftratze 8 L Wir betrauern das Ableben unseres lieben A.H. Pfarrer Wilhelm Hofmeyer (O1 86, Ha 87) Offenbach am Main. f am 20. Mai 1928 in Gießen. Der Giefoener Wingolf. mögt, im Zentrum der Stadt. Schrlftl. Angebote unt. 03996 ----- ----------- an den Gieß, «ns. Jüngerer Xmmpr WMsA s sofort gesucht. Brennabor 6/25 P. S. Baujahr 27, in tadellosem Zustande, mn .vahrtrichiunflSans. Sucher, Uhr ufw^ wegen Anschaffung eines grSß. Waaen- vrelSwert z. verkauf. Zu ertrag (Oieftrn, äNüblitr.29 11. Glatt Roden I Meine Verlobung mit Fräulein Paula (Slttrid), Tochter des verstarb. Hauptmanns Paul dlterich und seiner Frau Gemahlin geb. Lauer, beehre ich mich an zuzeigen Dr. med. Fritz Breidenbach Oberarzt an den Larlshöfer Anstalten Larlshos bei Xastenburg (Oftpr.), j. A. Gießen, ^nnstr^20 Herr Jakob Lilienfeld Kaufmann 1871 -1921 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Alterskollegen Jakob Lilienfeld in Kenntnis zu setzen. — Die Beerdigung findet am Braunfels a. d. Lahn WsMlIenlMS dicht am Wald, fünf Zimmer mit Zubeh^ ar. CbfN u. Gemüse» Garten, preiswert zu verkaufen. Schr. Ang. u. Ö146D an den Gien. 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M. wurde uns unsere liebe Anni durch den Tod entrissen. Die Beerdigung fand auf Wunsch der Entschlafenen in aller Stille statt. Vermietungen ’eos. Brandl L'." Sonn. möbl. Zimmer, gute Kieke. Tel. Itti. D-Rad 8 PS, mit allem Zubehör, whlerfret, in vorzüglich. Zustand, mit elektr. L'idjt und gant neuer Bereif, f. 680 Mark sofort zu verk. ”** yöberfttafte 10 v Kinderwagen gut erhalten sehr vreiSw. su verk. Müblttrahe 16 tz. Gebraucht. 2flamm. Gasherd billig in oert “m Kreldorler Str. 17 I. | Kaufgesuche ] Für nctrencnc SmenkleiM sohlt höchste Breise £ Aosenzweig, SiktzellLkilerslv.öri Motte genügt ifrila Spargel täglich frisch gestochen , empfiehlt billigst 4t,iD W. Bankel, Hauen *3öue 7, Telephon 612. Verschiedenes! iButflt. verr, gesetzt. All^sucht d Bekannt- 'chaft v nett. ^röol. beb. spät. Heirat. Schr. Ang. u. 06y?S an den Weft. Anz^ Bekanntmachung Nachtrag ytr Lolalpolizeivervrbnung für die en. die wegen ihre« Deutschtum« in unmittcl- xi rein Zusammenhänge mit dem Kriege au« Auhland verdrängt worden sind (Wolhtznier ifto ). bewilligen kann. Die näheren Bestimmungen übet die Angrenzung der zu berück- ichtigenden Geschädigten dieser Art fotxie über Sie Art und den umfang der ihnen ui ge- vährenden Aufwendungen erläht der ReichS- niniftet de« Innern zugleich mit dem Reichs- inanynmifter Diese Bestimmungen sind bi« etzt noch nicht au«gegeben. Au« den verbleibenden 34 Millionen können lüftet Geschädigten mit verspäteter Anmeldung berücksichtigt werden deutsche juristische Personen. Gesellschaften und and re Personenvereinigungen bene — da« ist wichtigI — Richtverdrängte, 5tc einen Verschleuderungsschaben er- ttten haben, ferner ReichSangehörige, die die deutsche Reichsan gehörigkeit zur Zeit de« Einritt« de« Schaden« nicht besessen haben, fosern lt sich besondere Verdienste um daS Deutschtum twvrben haben, vorausgesetzt, dah Bedürftig- !eit vorliegt. (Beispielsweise deutschstämmige Gießener Giadttheaier. s-gstspicl drs Frankfurter Reuen Operetten- thealerö: „^rühlingslnst". GS war eine rechte Wohltat in diesen untoirt- .chen Maientagen unsere« Mihvergnügens. ein venig schöne, warme FrühlingSlust zu schnuppern. Denn liehe: die Sommerspielzcit ward eröffnet Alt einem Gastspiel de« Frankfurter Oberettcn- VrufeS. Lind es wurde gegeben die breiaftige _FrühlingSlust" von Karl Lindau und Julius TU beim, Musik nach 3ofef Strauh. zu- ^immengestellt von Emst Heiterer. Bon der Musik ist nicht viel zu sagen. Gv sei Tenn, dah sie sehr alt ist: der Hauptschlager «3ft zwei und drei) war die letzte Sensation -nfercr frühen Kindertage. Long long igo. Vom ert ist noch weniger zu berieten. ®r bewegt ch In den allerausgefahrensten Operettengeleifen, reben wir nicht genauer zu. G« kommt auch bei *mcm Libretto für leichte Musik nicht fo lehr Srauf an. Die Handlung durfte durch den Titel und die Tatsache, dah man sich in einer Operette be- " ndet hinlänglich gekennzeichnc t fein. Erster Akt m Bureau eine« Rechtsanwaltes, der Spezialist Tir Ehescheidungen und nebenbei ein grosser -Schwerenöter ist. Zweiter Akt ebendaselbst. -Witter Akt: in einem ®artcnetablinement. Für Tie Lmrdpartie mit schöner Ausficht und Gelang -nb Tattz. Unb zur Reorganisation der im Laufe Ter Akte ein wenig durcheinander geratenen, zahlreichen Paare. Zeit: heutzutage. Run ja, die linden Lüste er- "xxben auch heutzutage immer wieder einmal, vbft färnllichen Begleiterscheinungen die zu ^nem erwachenden Lenz und einer ordentlichen Operette gehören. Allo viel Liebe. Unb viel Eifersucht. Lind die böse Schwiegermutter. Lind >» Dienstmädchen vom Lande. Unb der Ausflug '« (Brüne. in ein Gartenetabllllement mit Flle- derbäumen unb Maibowle. Mit der Operette ist alSdann nicht mehr viel les. Aber man unterhält sich bennodj sehr schön. Denn die Aufführung der Frankfurter war vor- z-igllch: von Kapellmeister Ur ad mit Verve Russen. Deutschösterreicher ufir . die feit langem in Deutschland gelebt am Krieg? teilgcnommcn, mit einer Person reich» bmtscher Staatsang hö.ig» feit verheirat et find, sich gemeinnützig betätigt haben ufw.) Ferner können berücksichtigt werden verdrängte Geschädigte, die vor dem 1. April 1928 da» 50. Lebensjahr vollendet haben, deren Schaden nicht mehr al« 2000 MI. beträgt unb einen Totalverlust ihre« Vermögen« darstellt. die allo Hausrat und Kleidung oder ‘Beruf«g?genflän^c infolge der Verdrängung in vollem Umfange verloren haben I Kleinst geschädigtes Die Beihilfe an fie dar? aber mit allen gewährten Vorleistungen, abgesehen von den Aller-bcihilfen. 125 vom 5>u b.-rt de« festgesetzten Schaben Sgrundb: trage- nicht überschreiten. Endlich können b rücksichtigt werden Geschäbiate. die zur Wiederherstellung oder Aufrechterhaltung von gewerblichen, literarischen unb künstlerischen Eigen tum >? rechten Kosten aufwenden muhten. CDohlgemcrst: Richt eine Entschädigung für solche Rechte selbst kann erfolgen. Iandern lediglich eine Beihilfe für Kosten, die ^ur Wiederherstellung oder Aufr chterhaltung aufgewendet werden muhten.) Sine Härtebeifstlfe kann nur noch einmal gewähr^ werden. Altersbeihilfen werden überhaupt nicht gewährt. Rach dem Gesetz kann d r Reich-finanzminister Bestimmungen erlassen — wa« bi«$er noch nicht geschehen ist — wonach auch in anderen als den erwähnten Fällen Härtebeihilfen gewährt werden können. jedoch immer nur unter der Voraussetzung dah die Schäden Liquidation«- oder Gewaltschäden sind. Für Schäden jedoch, die durch da« Gesetz abgcgoltrn werden, darf eS im Gegensatz zur bisherigen Prari« künfttg leine tärlebeihilscn mehr geben. Rur in denjenigen ällen. in denen dr Grund betrag bi« zu 2500 Morl beträgt, kann ausnahmsweise der Finanz- mlniftcr eine Beihilfe gewähren, die mit allen AnrechnungSsähigen Vorleistungen höchsten« 2500 Mark betragen darf. 3m übrigen ist bei der Bemessung der Härtebeihilfen die Höhe deS Schaden« zu berücksichtigen. Anträge auf Beihilfen auS dem ftärtcfonb« müssen die Geschädigten, deren Krei« wir oben umrissen baL>en. bi« zum 31.3uli d. 3. gestellt haben (Für dauernd im Ausland Ansässige ist die Frist bi« zum 30. September d. 3. verlängert.) Erst nachdem diese Frist abgelaufen ist, erfolgt die Verteilung der 37 Millionen deS E^rtefond«. Eine vorherige Zuteilung von ‘Beihilfen erfolgt nur in ganz ungewöhnlichen Ausnahmefällen, zu denen es gehört, wenn ein Geschädigter über 65 3ahre alt und in großer Rot ist. Die Anttäge können sormloS gestellt werden. Weitere Auskunft darüber erteilen gern der deutsche Ostbund unb alle seine LandeSvcrbände und Ortsgruppen, ebenso für die anderen SchadenSgebiete bie obenerwähnten Verbände und ihre ilnterorganifationen. Die Schluhentschädigung wirb ohne Antrag von Amt« wegen auSgezahlt. Sie ist lediglich als eine Art Abrechnun gsverf ähren auf Grund bisheriger Schadensfestsetzungen gedacht. GS ist also leider davon abgesehen worden, ein wirkliches Kriegsschädenlchluhgefetz zu schaffen, durch daS all die vielen Röte und Ungleichheiten, die die bisherige Gesetzgebung gefdjaffen oder gelassen hat. ausgeglichen würben. BeimReichS- cntfd)äbigung«amt finb eine groste Anzahl neuer Kräfte eingestellt worden unb man hofft, mit der Schluhentschädigung in ein bi« zwei 3obren in der Hauptsache fertig.zu fein. Zunächst werden bic Fälle erledigt, in denen der Schaden sich zwischen 2000 und 20 000 Mk. bewegt und in denen demgemäss Barzahlung erfolgen kann. Rach dem 1. August werden die Fälle bis zu 2000 Mark bearbeitet, um festzustellen. wem von den Defchädigten dieser Art noch eine Beihilfe in Höhe von 25 v H. allo biS höchstens 500 Mk. je Fall, aus dem Härtefonds gegeben werden kann. Die Bearbeitung der Schadensfälle über 20 000 Mark kann erst erfolgen, wenn die Bestimmungen über bic Eintragungen ins Schulbbuch erfolgt unb Temperament sehr straff dirigiert: von Adolf WieSner spritzig, lustig, mit Schwung unb grober Geläufigkeit Inszeniert. Das klappte alle« am Schnürchen Die Ehöre sauber unb kräftig: bic Solistenparti en In der anerkennenswerten Ort- ginalbcfetjung. Gs dürfte sich nur empfehlen, im Mittelakt einen ettvaS weniger durchsichtigen Zwifchenvor- hang zu benutzen: das Duett an der Rampe wird beeinträchtigt, wenn man dahinter dem Umbau zuschauen kann Unb wenn die mehr oIS harm- lofen Äellnerfjenen im dritten Akt gestrichen worden wären, fo würde ba6 Ganze nur gewonnen hoben 3m groben Snfemblc machte die rassige 3ngc fron Heer, bic blcnbcnb bei Stimme war. al« Frau Rechtsanwältin eine lehr gute Figur. Reizenb war Lydia Petry al» die Hanni vorn Lande: eine ganz frische Roturstimme und die humorvoll ungeatounpene unb lebenbige Art der Darstellung halsen ihr zum leichten unb verdienten Sriolg. Ruschi Diesner widmete sich mit ausführlicher Drastik der unausrottbaren Schwiegermutter. Bon den Herren: Gustav 3ahrbeck. recht angenehm al« Unternehmungslust iger Scheidungs- fpezialift: Karl Reul, der vom Frühling auf- gepulverte Greis Vinzenz Knickebein: Rorbert . 3obren mit allen Teilen der Bevölkerung in ein her,- licheS Einvernehmen zu kommen. Die vor drei Iahren einaeweihte Kricgergedächtniskapdle auf dem Friedhof ist im wesentlichen sein Wert. Im vorigen Iahre wurde aus seine Veranlassung mit der 3nnenrenomcruno ** bw Kirche ein beträchtlicher Ansong gemacht. Der scheidende Geistliche legte der Gemeinde noch einmal ans Herz. die Kirchenerneuerung ja bald toeiter- zuführen. damit \um nächstjährigen Erinnerung?- tag an das 75 jährige Bestehen der Kirche sowohl Aeußeres. wie Inneres der Kirche in würdiger Verfassung sei. Am Abend ließ es sich auch der Männergesangverein nicht nehmen, mit einigen Liedern dem scheidenden Psorrer noch einmal seinen Dank für feine Wirksamkeit und ein herzliches Lebewohl zuzurufen. Leider wird der Wegzug des Geistlichen sich im kirchlichen Leben sehr bemerkbar machen. An beiden Pfingstfeiertagen findet nur Lesegottesbienst statt. Es ist zu hoffen, daß trotz des gegenwärtigen DfarrermangelS die Kirchengemelnde bald wieder den Segen einer geregelten Seelsorge genießen darf. Preußen. Kreis Wetzlar. <> Dornholzhausen. 22. Mai Am Samstagabend fand in her Gastwirtschaft 9tüt)l Hierselbst eine Derfammlung brr hiesigen Ortsgruppe der Deutschen Bau und Sieb' lungsgemeinschaft statt, die sich eine# guten Besuches, auch von auswärts, erfreute. Bezirksoertreter (k f f t n g • r (Butzbach) sprach über Die Hergabe von Darichn zur Uebernayme bereits bestehender Wohnhäuser bei erblichen Auseinander- jetzunaen. Da diese Frage bei den Erdfchaflsousein- andersetzungen auf dein Lande eine große Rolle spielt, wurde ec- von der Versammlung außerordentlich begrüßt, daß die Gemeinschaft nunmehr auch Geld für derartige Zwecke zur Verfügung stellt. Zweifellos dürfte' auch die Ausdehnung der Gemcinschaftstütigkeit auch auf diese Fälle der Mitgliederkreis eine weitere Vergrößerung erfahren. <> Oberkleen, 22. Mal. 3agbauHcbcr Eigenstetter von hier, der erst Anfang biefe# Monats einen kapitalen Keiler zur Strecke brachte, bat in den letzten Tagen im Distrikt 10 de- btefigen GemeindewaldeS weitere sechs Stück Schwarzwild erlegt. Bei den erlegten Tieren handelt er sich um zwei Uebertäufer tm Gewichte von 35 bis 40 Kilogramm und um vier Frischlinge. Ein Uebertäufer hatte sich im reu angelegten Sausang gefangen unb würbe in bleiern abgeschvssen. Kreis Vicdenkopf. T WalbairmeS, 22. Wal. Der älteste Bürger unb letzte Veteran unseres Orltf von 1870-71 wurde heute im Alter von 80 Iah- ren unter großer Deiciligung zu Grabe getragen. Es war der durch seinen früheren Beruf im südlichen Hinterland bekannte Schornsteinfeger- meister Philipp Best. Der Ärieaervcrtin. dessen Gründer vor mehr als 50 Iahren und dessen langjähriger Vorsitzender er war. gab ihm das letzte Geleite und würdigte seine Verdienste beim Kranzniederlegen am Grabe. Best hat eine harte Lebensschule durchgemacht. Zwei Frauen unb zehn Kinber hat er vor sich inS Grab sinken sehen, vor fünf Wochen noch einen 33j^h- rigen verheirateten Sohn. Nur ein Sohn überlebt ben Vater. Dest war noch mit ganzer Seele Hesse unb hina mit großer Vorliebe an feinet früheren KreiSstabt Gießen. e Er um buch, 22. Mai. Trotz des zeittveiliwm RegcnS am Himmelfahrttage wart» uni bis Freude bereitet, die stattliche Iuaenbge- meinbe von Simmersbach bet un- zu Gast zu sehen. Zwei Lastautos mit jungen Burschen und Mädchen, die unser Pfarrer während 6-jährigen B-emühen in seiner früheren Gemeinde gesammelt unb betreut hatte, statteten chrem Seelsorger einen ersten, großen Besuch ab unb sanden dank der Gastlichleit der Trumbacher Gemeinde recht freundliche Aufnahme unb gute Bewirtung. Es war ein für unsere Gegend ungewohnter, ober woPtuender Anblick, fast die gan»e Iugeno einer K i r chen g em ei n ve jugenbfrvh und wohlgesittet um daS Barmer Ml Himmelfahrtkönigs und der Kirche geschart zu sehen: wie es ja doch eigentlich in allen Kirchengemeinden sein sollte. Unb wie da- edelste Tun unb die köstlichste Betätigung darin besteht. Freude zu bereiten, so schenkten unS die lieben, jungen Gäste einen Tag ungetrübter Festessieuhs unb Stimmung durch ihr fdföne# Gingen u* Spielen und durch eine recht eindruck-volle, viel« unvergeßliche Feierstunde in unserem Kirchlet». Recht deutlich trat so unsere Gemeinde. Eltern wie Kindern, die Notwendigkeit unb der Segen einer bewußt christlichen Gesinnmigspsleg? t* unserer Iugend uitage. unb mancher from« Wunsch mag mit Recht bei Vätern unb WüttrtN angesichts den vielen sich bewußt zu Gott n,d Kirche bekennenden jungen Menschenkinder ia- Herz gestohlen haben. Große Gemäldefalschungen in Frankfurt aufgedecki. WSN. Frankfurt a. M., 22. Mai. 5V Kriminalpolizei gelang es dieser Tage, eine qh>V Fälscherfabrit aufzubecken. die sich«' ber Herstellung wertvoller ®emäl' be meist alter Meister befaßte. Cd: längerer Zeit wurden derartige BiDer in K» Dell geschickt bzw. durch Anttauitätenhäick^ vertrieben unb zu guten Preisen umaesetzt. Schon nach Dem Verkauf ber ersten JalNflkM kam ber Verdacht auf. bah es sich um aefchiö» Fälschungen handeln müsse, unb nach länget» Ermittlungen verhaftete bfc Kriminalpolizei di*X kleinen Kunst- unb An ti q u i t ä t en hänö ler aus Frankfurt a. M., ber diese Fälschung«! vertrieben hat. Dia Bilder wurde« von «taWW fonhii THarl in Zicbenlotzs. w* 179 Bffnfnotm. lU.ti til.i 17. i 91.75 817.5 gesamten Ausgaben der Betriebsrechnung rund 4.2 Milliarden Marl stellen die au, 2Ü6.65 2V5.1 IW.5 112.7 71 I» rr 70,04 12.15 141 154.5 161 195.5 >cn 1911 Qo DnuKt thtnb-bn .< 111.5 95 362.5 328 715 311.5 81" 143 147 117.1 15,13 118 94 N 12 11 !. w l«<> 10.35 7< M 1,1.1 M.ti 113,17 T'atffi 4 6«*rnet Südd .Rfldn 154.5 | L 183 274 < Wk bcifll von 1913 n. lurf. - 150 I« 75 l*i 15V •44.5 .11,5 153.9 I4.i. 35 "v. 75 »77.75 184 -71 25 171.5 115 164. 914 179 115 148 119 111 WcratrcinDttfe U?t6fl ..... •danolwr . . i‘oht konnte fast etnhellig die Auftassung feft- lellen. bah eine Aenderung des DaweS- 9 I a n c i nach der Richtung hin eintreten must. die Höh« d«c Zahlungen in absehbarer Zeit '« stgelegt und begrenzt wird. Amerika tzab« lein ZnMrelse daran, bah sich Deutschland n der Zukunft finanziell erschöpft. Er lam sodann auf die Frage der Einführung deutscher Aktien in Reuyork zu sprechen und cümte. es lei die Möglichkeit geschaffen wor- kn, die Aktien an der Reuvorker Börse iur Gtmfsthrung zu bringen und cs kl erreicht soeben, bjfl sür bte Einführung der Prospekt '*t Berliner bzw. anderer beutldKr Zulassungs- eilen als Unter la« diene 13s toll unter Muh- rung der amer kuNischen Form materiell der 3n- halt des deutschen Prospektes verwendet werten. Auch die Gruppierung der Bilanz- Ia h l e n soll den amerikanischen Gepslogen- titen an geglichen werden Zur Einführung werde verlangt, daß mindestens 50 000 Stück Aktien, lsv 5 Mill Mk. im amerikanischen Publikum r«her placiert sind. Prinzipiell hält das Stock Urchang« Eommittec bi« am Berliner Lermin- geLandeltzen Werte sür am geeignetsten nd wünsche die Einführung durch bi« ameri- 13n.sehest Banken, nicht durch die Gesellschaften direkt. verschlechterte Außenhandelsbilanz. Der deutsche Außenhandel zeigt im April 1 928 im reinen Warenverkehr «inen Einfuhrüberschuß von 251 Mill. Mk. gegenüber 208 Mill. HU. im Dormonat. 3m reinen "Bavenverkehr sind sowohl die Sinfuhr wie tzie Ausfuhr zurückgegangen, di« Einfuhr um 54,6. di« Ausfuhr lohne Reparationssachliefe- ranoen) um 97.9 Will Mk Don einem gewissen Qinfluh wird auf diesen Rückgang di« Tätliche fein, dast der April nur 23. der März dagegen 27 Werktage batte. Bei der Einfuhr liegt Ser Rückgang sowohl bei den Rohstoffen, tot« sei b«n Fertigwaren w^rend die Einfuhr an Lebensmitteln im wefeiitllchen uiuxrönbert ge- Hieben ist Demerkenswert ist die außer- »rdentlich hohe Einfuhr von Gold 1127.6 Mill Mk *. di« bewirkt, dast die Ge- fnndeinsuhr gegenüber drm Bormonat gestiegen ! Der Rückgang der Aussuhr betrifft i n erster Lime die Fertigwarenaus- ßuhr. In geringerem Umfange auch bk Rohstoss« Die Goldeinsuhr stammt .zu 7 Prozent stK ben Dereiniatzen Staaten, der Rest in ber Hauptsache aus Rußland Sinken d«r Gesamteinsuhr. ein besonders starker Aückgang der sinsuhr an Rohstoffen und Halb- ttlfltDarcn und eine erhebliche Zunahme der -'.'samtaussuhr um säst SO MM Mark (davon Franksurter Maler herqestellt und mit langer Signatur vergehen Sin# ganze Anzahl Persönlichkeiten, die teilweisc slüchtiq lind, scheint in die Angelegenheit, die grvhen Staub auswirbelt, verwickelt zu sein, und es ist mit weiteren Derhastungen in aller Kürze zu rechnen 3m 3ntcrelle der kriminalistischen Arbeit kann natürlich im Augenbllck nichts gesagt werden, doch dürfte der Skandal recht weite Äretk ziehen, da n nach allen rnög- lichen Groststädlen u. o auch nach Köln und München hinüberspieit Turnen, Spott und Spiel. Olympisches Hockeyturnier. Amsterdam. 22. Mai. (WB.i Heute trug üeutfchla nd sein letztes Spiel gegen Z rank- reich au» und siegle knapp, aber verdient mit 2 0 Da» ürgfbni» stand b#rtil-> zur Pause seit. Indien schlug die ö ch w e i z mit 6.0 (2:0), Belgien fonntr uegen ves» erreich mit 4^) gewinnen 184.5 878 165 btiai. S«tt« II .. M. Jlunänui centxrt 9tu. Rumänen 8oI8anL . m-Sncnts Vc'ft. •eäbam Tamv'ich Damriitist tuUttxr Llcvd . • >emiche <»6öoi*. r B ", "au. uni 6h» 1 die sich *in p. lusmärtj, trlrtmt. b«zn,* M über be W utbtmat)mt bt«ih tz» d«i «bWn «uwinonüt. S» dei den itchschast«...^-. >' Land« eine groljt fbk der Beriammlimg I die Temeinschost nimm-t- ige zwecke zur versüsti f auch bi« Luibednuno tze auch aus bi«|t ^Df !• meiftre Btrgtiknmg n er n schroten (Finr Anregung ging auch von brf UedtNeichnung ber Dollaranleibe brr SEG und der ^ranffurtcr etabtanlribr au». Die broorftcbende Unterdrechung de» Dörsrnorrkrhr» durch dir fteirttage konnte keinen ungünstigen Ejnslud out» üben Im yortwrgiunb be» Intcre"r» standen ÄCG. die bri leb hasten Umsätzen 6,25 v $y hoher rr- öffneten, aber auch Lcrgmann sowie Zirmen». Zelten und -chuckrrt roarrn sehr rege gesragt und um 5 bi» 6,25 o ») qrbrfirrL Zirmlich lebhafte- Gefchon entwickelte sich ferner in Zarbrn wohl auch im Zusammenhang mit der morqigrn (stenernloer fammlung (plus 4.25 o 0 » st>" Bankenmarkl waren Danatbank und ^eichsbank bevorzugt und )e 4 0. Sy erholt. Auf den ubriarn Marktgebieten war da» Aeschofl wesentlich stiller, bei Äurtbtürrungtn von 1 bl» 2 o f). Bon den Montanwerten ge roonntn Rheinstah! 2,25 v Sy, Man»se!ber 2 v )>. Mavnr»mann 1,75 v Hy Autoaklirn lagen 1 d. A erholt von ben Z r l l ft o f s w e r 1, n blieben Wald bei vrrnachlafsigt und nur behauptet. Aschaffenburger jedoch 3.5 p - erhöht. Auch Karstadt lagen 3,5 i ft. hoher Deutsche Anleihen lagen a» fester Ausländische N e n I e n weiter still Im m. > teren Verlaufe blieb dir Stiiiimung fest, bas Neschäf» kür öveiiallverte ziemlich lebhaft. BOG , Siemen h. (ü -Harden, Ähriidtohl grioannrn erneut 1,5 bi» 3 o. ft. Auch Zellstoff Waldhof lagen 2 d ft hoher «in Geldmarkt war der Satz für Tagegeld auf 5,25 v. ft. ermähigt Offenbar batten schon die Ultimovorbereitungen eingesetzt Am Deoifen- markt nannte man wenig veränderte Äurfr Reich» mark gegen Dollar 4,1774. gegen Pfund 20,3frS, London gegen Mabrl 4.RS2O, Pari» 124,02, Madrid 2M.14, Mailand y2,6h. ftoüonb 12.0KK. vcrlinc Börse. Berlin 23. Mai Unter dem Umdruck der fchwachen Reuvorker Börse von gestern hatte «Ich im heutigen Bormittagsverkehr eine starke Unsicherheit bemerkbar gemacht, und die Kurs« hatten, nachdem an ber gestrigen Frankfurter Abenbbörfe eine kleine Grhvlung emgetreten war. toieber nachqebcnde Tenbenz gezeigt Wider Erwarten kamen aber zu Beginn des offiziellen Bertehrs nur wenig Angebote an ben Markt Die Äaufllmite überwogetl (bas Ausland hatte für Spezialwerte wieder Llnlcrtfle gezeigt) and vcranlasttcn die Spekulation, die an bet gestrigen Rachbörfe noch Blankoabgaben vorgenomnien hatte, zu Deckungen. Das Geschäft war allerdings in Anbetracht der bevorstehenden Jeiertags- unterbrechung und des nahenden Ultimos nicht sehr beträchtlich und beschränkte sich auf einig« Papiere. Die meisten Bkrt« wiesen gegen die gestrigen Schluhturse 1 » b i s 2prvz. Kurs- bcfferungen auf; das bedeutet, hast fit ge- grn die schwachen Freiverlehrskurse der geftr.sen Rachbörs«. resp. des heutigen Dormiltagsverkehrs 5 bis o Prozent höher lagen Mit größeren Kursgewinnen sind zu nennen Schubert 4 Salzer plus 4 Prozent (bevorstehende Einführung In den Terminvcrkehr). Schlesische Portland plus 6.5 Prozent, Polyphon plus 8 Prozent, Glanz- ft off plus 13 Prozent. Svenfka plus 6,25 Mk. Anderseits hatten Rheinstahl. 3lse Bergbau 3 bzw. 3,25 Prozent. Sifenbahnverkehr-mittel 3.5 Prozent, vchkfifche Zink 4.5 Prcyent verloren Deut'che Anleihen ruhig. Ausländer «her fchwä- 4xr. Pi mdbriefmarkt ohne Zntere^s« Der Satz für lagesgeld stellt sich auf S bis 7 Prozent, fqnst unverändert Auch bei bein heute von Den Banken feslzuschenden Satz für Report gelber wirb feine Aenderung erwartet 3m Berlaufe blieb die Siimmung unter leichten Kursschwankungen zuversichtlich Man glaubt bei ben Banken, daß die Abschwächungen an b«n Auslandbörsen nur vorübergehend sein werden Favorisiert blieben AGG., auf die sofort nach der Auslegung überzeichnete Anleihe in Reuyork, Bergmann und Die übrigen Slektrvwert«. SvenSka blieben, allerdings unter starken Schwankungen, lebhaft. Bemberg zogen auf holländische Käufe an. Für Schlesische Zement erhielt sich das 3n» t«resse. Norddeutsche Wolle lagen 2,5 Prozent über Anfang. Auch sonst waren zumeist ein- bis dreiprozenlige Kurssteigerungen zu verzeichnen. Sranksurtcr vöctrctdcbörse. Frankfurt o. OB.. 23. Mat. Selbst zum heutigen tftauplmarft konnte feine gebesserte oder behauptete Stimmung auskommen. SS herrscht schon FeiertagSstimmuna. und die Händler üben größte Zurückhaltung. Die Preise behaupten sich im allgemeinen, nur Weizenklete erfuhr eine neue leichte Abschwächung. Gs wurden notiert: Weizen 1. gut. gesund, trocken bis zu 1 Proz. Auswuchs 26.50, Roggen 28 bi« 23.25, Hafer, inlänb. 28 bis 28,50. Mais (gelb» für Fulterzwecke und für andere Zwecke 25, Weizenmehl füdd. Spezial 0 38 bi« 39,25. Roggenmehl 39,50 di« 40. Weizenkleie 14,85 bi« 15, Roggenkleie 17,50 bis 17,75. Tendenz ruhig. 71 Mill Mark Fertigwaren biete Tatsachen kennzeichneten die "Bilanz des deutschen Ruhen- Hande!« im Monat März, die emen Rückgang der Pafsiv-SaldoS um 100 auf 206 Mill Mark und eine Steigerung Der Aussuhr auf insgesamt 1 Milliarde Mark aufiutr-eikn hotte Das Or- aebnie der verschlechterten Auhen - yandelsbilanz im Avril ist in erster Linie auf die Senkung des Grports um fast 100 Mill Mark zurück»uführen. deren Wirkung sich noch verstärkt auf die Gestaltung der Gesamtbilanz ausgedehnt hätte wenn nicht gleichzettia eine Bermmdcrung der Sinfuhr um 54 Mill. Mark eingelreten wäre Mit einer so starken Minderung des Gßpori# besonders in Fertigwaren. hatte man wohl nicht rechnen können, im Gegenteil, man muhte auf Grund der März- Bilanz annebmen dah die erreichte untere Grenze der Passivität sich zumindest erhalten würde, da ein weiterer Rückgang der Sinfuhr besonder« in den Kategorien Rohstolle. Halbfabrikate fowie Fertigwaren für den April vorauSzufehen war. Da die Berfchleck>terung ber Auhcnhanbelsbilanz im toefenilichen aus ben Rückgang der Ser- t i g w arenausfuhr zurückzulühren ist. während in den Doriahren ole Tkrfchlcchtetung ber Hatidelsbilanz im April von ber OinfuMcitc her eintrat, fo bleibt die Frage offen, ob es sich bei ber April-Bilanz um eine faifonmähige Derfchfechterung handelt, oder nicht. Zu dieser Frage ist zunächst sestzustellen. dah der Rückgang her Sinsuhr auf die Der - schlechterung der inländischen Kon- junklurverhaltnisfc hindeutet. "Das die Ausfuhr anbelanflt, so nimmt zweifellos ber Mo- nat März in jedem Jahre «ine Ausnahmestellung ein, insofern, als der Srport stark anschwillt Allerdings muh die Tifserenz der Aussuhr- zahlen für März und April zu Bedenken Anlaß geben. Der Rückgang in der Fertigwarenaus- fubr trifft vor allem diejenigen WarengVtzppe" bei denen in den beiden Bormonaten die Ausfuhr stark zugenommen hatte, nämlich die Icr- tilfcrtigtoarcn, die chemischen Erzeugnisse, die Eisenwaren- und Walzwerk erzeug nisse. 3m ganzen betrachtet hat jedoch die Aussuhr mit 924 Mill Mk. ihre relative Höhe behalten und liegt immer noch über den Durchschnittszahlen der Monate in den beiden Borjahren "Der- gleicht man die Einfuhrseite, besonders bei den Rohstossen mit den entsprechenden Monaten der Borjahre. so zeigt sich einerseits, daß die Abwärtsbewegung beharrlich anhält. andererseits, daß der April einen wesentlichen Ties st and ausweist. so dah hierin vielleicht eine saisonmäßige Erscheinung gesehen werden kann, die sich in Öen nächsten Wonalen nicht verstärken dürfte. Wenn man also in einem Gefarnturkil der verschlechterten Außenhandelsbilanz des Monats April auf faisonmäßige Einflüsse, wie aus dem vorher Geschilderten hervorgehl, Rücksicht au nehmen frat. so kann da« Urteil nicht so ungünstig lauten, wie es an sich die Zahlen ber 2Ü>ril-Bilanz Hervorrufen müssen Oiedeutsche^eichSbahnimZahre-lyri Die Deutsch«R«ichSbahngesellschaft legt jetzt ihren Geschäftsbericht über das brlttc Gefchäftsjahr 1 927 vor. Der in den letzten Monaten des 3ochres 1926 beobachtete Derkehrsauffchwung bat. wie int allgemeinen Teil u. a. auSgesührt wird, im 3ahre 1927 angehalten. Der Güterverkehr bat erheblich zugenommen Die Einnahmen aus dem Güterverkehr waren infolge dieser Entwicklung höher, als man gegen Schluß des Ge- schüstsjahreS 1926 erwarten konnte Die Einnahmen aus dem Per so ncnverkehr waren ebensalls größer als 1926. Das Gesamt- ergebnisdes Jahres 1927 ist bcsriedigenb. Die Einnahmen betragen 5039,3 Mill. Mark (4540.8 im Torf obre), ihnen stehen Ausgaben von insgesamt 4158.8 Mill Mark (3680,6 i. 03.) gegen- Einschließlich des Bortrages au« lu- sich ein Detriebsüberschuh von 10485 Mill. Mark ergeben, der u. a. mit 590,5 Will, für Verzinsung und Tilgung bet ReparationSschulÖver- schreibungen (574,3 i. B.) verwendet wurde. Weniger günstig hat sich im Geschäftsjahre 1927 die Liquidität ber Gesellschaft entwickelt. Die inzwischen durchgeführte Begebung von 200 Mitt. Gsldmark-Borzugsaftien deckt den Kapitalbedarf des neuen Jahres nur zu einem Teil, Hat aber Me Geschäftsführung hinsichttich der Kapitalrechnung einigermaßen erleichtert. 3m allgemeinen Teil be« Geschäftsberichtes werden bann die bereits auS der Denkschrift zur Tariferhöhung bekannten Ausführungen gemacht, mit denen bargelegt wird, daß eine Erhöhung der Einnahmen notwendig fei. Die laufenden Unterhaltung«- und Erneuerungsarbeiten am Oberbau tonnten planmäßig durchgefühn werden. Darüber hinaus war es möglich, einen Id, I* 16*.(X. 11.96.'» IHM 68,61 1.59 111,71 ♦eto "TUT 58.19 III.<1 z, 22, Mi. Der ältf •' e Leieran uxltr^ Cru aite im Aittt von 80 3fl/ ■tciligunfl zu Stabe gttucn- seinen früheren ®yu. » bekamt« Sch°rns!ctn!«i »E Pest. Der Sneat^rt^ mehr all 2 £ Zorsihender er var.gab ,t> vürM sö« m am Grab«. M but^email- mt er vor M j Wochen noch w® 33. J- Sohn^ur ein Sohn 2 noch mit gwher W °n n* Seafioff lISiÄHrohjre (ftcrlsureburcei Waisi t cflantt 9cA . . Icunler JÄetoten . . . Dema«....... ntkmerft Jtleoer. .. Lndw gotite . ... Rat Rutmobil . . . C T-rh-m * Icwt . » Link 6»*menn Leon da,8 *«<• ■ • • Bcun.22- r-llin .... 2ran ki. RtWnai . . . . . ..... 575*. . Karrer Vv .Mer Dvsatz. • Deutsche Erdoel A-G.. Berlin. Der Reinaewinn betragt 8,34 (l D. 7,22) Millionen Mark. Zur Derteilung gelangt eine Dividende von 7 (6 Prozent) und 630 000 (670 000) Mark werden auf neue Rechnung vorgetragen. • Aus ber britischen chemischen 3n- buftrie. Der britische Ehemietrust Imperial Ühemieal Industrie Ltd . London erhöht sein Kapital um 10 auf 75 Lst Die Smiflion soll nicht sofort erfolgen. Franksurter Börse. Eigene Drahtmeldung de» ^Gießener Anzeigers^. Frankfurt a. M., 23. Mai Tendenz: erholt. —- Nachdem noch vorbörslich eine merkliche U n ■ Sicherheit und Zurückhaltung geherrscht hatte, konnte sich zu Beginn de» offiziellen Verkehr» eine Erholung durchfetzen. Der Bericht des Vorsitzenden des Berliner Börfenvorsiandes, Richard Pohl, über feine Amerikareise, namentlich über die Abmachungen über die Zulaffuna deutscher Aktien an der Reuyorker Börse, mirMe auf die Stimmung außerordentlich anregend. Dom Ausland sollen für SpeAialtocrte wieder in stärkerem Maße Kaufaufträge eingclaufen sein, und die Baissespekulation mußte zu D ck u n- Lauuu TlttT nf» im I -«echten I. cho dvi 18» 6vv -Bai-k _ . Boctrt78.5 I79-- Lichi und Ätj’i . . . . lu 27.5 w ^5. t.7.5 Ztlleu X Su.Uraimu ... .6 138 Ui 1-8.: 110.75 chtt ' lildrr Untrm. . . )o tM ys-i.; Harnd « du. Strtt . . 10 - — ISV IMI. 7- •NDttn- sle.'rr ....,» — —• 162.25 106. Zelef. LUkrr. ...... io — — rr-.5 24- ■3*u> 207 M 6-l.Vr .... 16 >4.75 34U.5 >41,13 Iran ...............» —- 155.4 155,13 Sahnt Oft A Co-........ 177.5 — — >1 VI.i 9 5 91.5 Teefl*# frrfc«.......< 115,75 *35.5 1* (rficner € ttatobk ... .8 • * 137 137.5 vxlQnhrtbena ■ f. % 8- * 137 e* 13*.25 136.5 Harvener ......e 168.5 • 170 171.5 H«sch Ette,.......... * * 150.5 152.7., Sik Fe|tn« U Ttncmti Tlabti.....C 72.75 m «74 2» 131 277 anftalf ....... v M *i.2i — • old'chmibl ....... 101,5 — -00.71 ino.e *iüUitr<.mcTft........0 ■>;.* ■6.25 MetoUae'kll'chakf.....LO 185.5 — Frankfurt a. 98 Srtltn S*le|- i-lche- Anre Amt« öchtotz l <"f«9 Aun 1 Aun Tct um rr » 28.L | rr 5. 23. i »renkfun e.» Brtlte Ö*lufe 1-U|r- 54).uh fca'cm) Aun Ann tun tt t. 88.4. e k 23. k rTiT - •7.5 - »1.71 »1.65 »1.8 IR.5 18.74 18.1 18.6 92.5 — - n.i — - — — - - —— — M» — - 37 — 4 4 — ■ M.9 — u — • —» — — — — — 1.8 — 12.M 11.4 13.4 11.15 13 - 11 11,7» 12 — 13 — — — — - - — 22- tiai rr Mai Houlttfct chett Äetimmc Pnc- Lmilichc ■Aoutnxxa '*tlh Dv.t4. IW; 39 tti-.'Ti <68,10 vh.tr furn.-Htrc# 1.784 1,7m 1.7'3 ,.7e» erii.-Hmw Ul.ZZ 68.34 58.245 58.X» CderSian'a Ul.»1 112,04 111. U 11:.ut Aipinta):: 111.99 112.21 112,02 112.24 et-ltolm 111.Vi VU.U 111.91 112.21 Hel^mafer». 16,5<* 18.528 10.508 11 -n atelwn . . 41.Hu KL 925 81,99 Ä.U3 Landon. . . A.375 <6.150 28,379 20,419 Jtojoerf . . 1.17» 4.1810 4,1740 4.1820 Jgril ... 1». 16.47 16,43 16.4« *1.59 80.455 ».6U 'trn . 69.97 70.11 69,88 70.« 9a©an . . . 1.934 1.928 1,938 1.9U ■Ntc t< 9m. '.50X5 0.5045 3.104 0.5048 Enn tn T-- Crft ctHKÜ -6.72 MI.84 *8,73 38.84 «raa . ii.Ma 12,4-8 12,371 12.391 Beizrad . :.34V 7. *63 7,1k; 7.cv7 7 .'.905 73.043 71,92 73.86 Pul enta 5,922 1.028 4.017 V.UZ3 ttGaben 17,84 17.87 17.« 17.87 Tordg. . . 91.M 81,61 81.46 61.63 Äset arm. 2,14 2,14» 2,151 2.15» ÜLux-i. . . 5.U5 5.435 5.4*5 5.635 ComMi 1.166 4.177 1,169 4.177 üa.0“.- 4.2* 4. »4 4.OM i.rrx M.9h X V* Preise, die nicht zu unterbieten sind! 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Web üi Na es Nr. 120 Drittes Blatt Süeßener Anzeiger (General-Anzeiger für GberheffeiO Mittwoch, 25. Mai 1928 Aus Natur und Technik. VomneuenZeppelinL.Z.127 Don Mas Kischer. Dor einigen Tagen habe ich mir in Friedrichs- faftn vteter einmal den Dau de- größten jemals KergeSellten Zeppelmluftschii eS. te- ß. 3-127 angesehen Da- Schiss ist nahezu lertifl. DaS Geripp« ist -um Teil schon mit brr Außenhaut bespannt und e- werden gegenwärtig die Kabinen ou-gebaut und die Motorrogonteln ein» geeichte! - aus jeter Seite besln-rn sich zwei, und eine itt mitichis!« unter dem Traoekörper ange ordnet Dos Schiss ist so grob, bah vorn und hinten nur noch je ein Meter Plan in d« Halle bleibt und dab e- bis auf 1.83 Meter an das Hallendach reicht. Gewaltig ist brr Anb id. wenn man unten stehend durch da- lichte Gerippe Terbraud) von Benzin der te Triebschrauben unmittelbar an und ver'echen dem Schiff eine Geschwindigkeit von 128 Kilometer in der Stunde bei einem Einsatz von 2650 Pferdestärken. Tot gewöhnlicher Dauer'eiftung werden mit 2150 Pferde- stärken 117 Ki'.omct.r in der Stunde zurückgelegt. Die Ge'an tuubkra t betrugt 124 Tonnen, die Nutzladung für eine Fahrt über 10000 Kilometer mindesten» 15 Tonnen Der L. Z. 127 soll durch weite Heilen die Möglichkeit eineS Lleaerseelu;t chis eerkehr a bewei en. und man will bei diesen Fahrten üriaßrungen über die Wirt chalt'i hk.it lamme’n und die Der- wendungSmögli^ke.t deS SchifkS al» Forschung» >0^ Mr ffe //aufgang ßr enngas für cr/e Motoren öe/ff/che gonffe/n Unter* Mo torgonffe/ Schematischer Schnitt durch da» Luftschiff. frage sa (t/erfurr. oct er Wasserstoff) Unterer Laufgano 5 et f//ehe Motor - 8ent/n fof ßenarr und DermessungSIahrzeuq studieren. Zeitwei e soll da» Schiss an die spani che Ge.ell chaft „Solon" vermietet werden. Und man hosst, den Lustschiffdienst zwischen Sevilla und Buenos Aires im Herbst 1928 eröffnen zu können. Möge daS neue Schiff dem deutschen Namen in aller Welt Ehre machen! Dann wird eS nicht daran fehlen, daß eS Nachfolger haben wird. Die- wäre dringend zu wünschen, damit tiefe deutsche Erfindung weiterhin deutschen Kopf- und Handarbeitern Brot gibt. Chilesalpeter und Luftstitkstoff Von Dr. 3ng. Otto Huppert. Wie bekannt, war Deutschland zu Beginn deS Kriege», besonders was seinen Stickstofsbedarf an belangte, wirtschaftlich gänzlich ungerüstet. Der Verbrauch an Stickstoff belief sich In dem Düngejadr 1913 14 auf 240 000 Tonnen, die hauptsächlich für die Landwirtschaft verwendet wurden. Davon lieferten die Gaswerke und Kokereien etwa 35 000 Tonnen, 15 000 Tonnen waren Luftstickstoff, und der Nest von 140000 Tonnen wurde in Form von Ehllesalpet« ein* geführt. Sobald England unS die Zufuhr ab- gesp'.rrt hatte, fehlte e» an jedem Ersah für Den Chilesalpeter, der um so nötiger gewesen wäre, als die Kriegführung ungeheure Mengen von Stickstosffalzen zur Herstellung von Schieß- treibmitleln und Sprengstoffen dringend nötig hatte. Den Bemühungen Rathenau» gelang eS bekanntlich dann, innerhalb kurzer Zeit eine Anzahl neuer Werke zur Erzeugung künstlichen Stickstoff» i.t» Leben zu tu en u.ib die wenigen bestehenden Anlagen zu erweitern, und nur diclem Llmstand ist e» zuzulchr iben. Daß wir nicht schon nach falbjäbr.gcr Krieg ührung den Kamps wegen Stickstof'.ia gel« auf geben mu tn. Llnscr Luft besteht >cla intlich hauptsächlich au» Stickstoff und Sau t (off im Verhältii» 1 4. Die Pflanze braucht, wie alle Lebewesen, zum Ausbau ihre» Körper» an erster Stelle Sackstoff. Don loeugen Ausnahmen abg 1 h n fa in nut aber die P.lanze mit tem Stickstoff ocr Luit oh e weit r x nch!» anatg n: erst durch Vindu g mit Lau r .off. wie in Salbet r. oder mit Wa fcr'toff. wie im Arnrnonia!. a :n Stick- sto f bvr") die Wurzeln in den Pslanzenkörper gebracht werden. Zu Kr egSbeginn gab e» drei Ver a rren zur Vindu, g des Lujtstick tosis, die in bescheidenem Umfange zur Anwendung im Großen au-gc- bildet war i nämlich; 1. da» Norg lalp t.r- ver ahr n .ach Dirleland und Eyde, das aui der Orodation dr» StickstoiiS. d.b- fetter Vindu g mit Sau t losf. l»n cle trisch n Licht- bogeit b r ißt. 2. da» ÄolfltitTto ,ixr obren, bei dem ma i die Au aj.itc äh!gleit de» ealciuin- carb.d» gegenüber dem Stickstoff der Lu t genutzt, u d 3. d.e Am.nonialfynt x e nach Haber-Bofch. die darauf beruht, daß die Best ar dleile de» Qlmmo rial». Stickstoff und Wasser'tosf. die seit alter »bet da ür bekannt sind, daß sie in Moleiuior von nicht die geringste Neigung zur 3er.tni.juug veZpüren. chr abstoßende» Tirjaltcn ändern, wenn man sie unter beb’m Druck und hoher Temperatnr zu* fammenbriagt SS ist se.r interessant, b ute einmal zurilck- »uschauen u d festzustellen, wie man Ur, vor Dem Welt.r.eg übet die Zuiun.tSauSfichten dieser drei damals in Wettbewerb stehenden Verfahren ur.eilte. Selbst Fachleute stellten der Sy.t Hefe nach Hab.r-Bosch keine gute Zukunft in Aussicht. 1913 schrieb der Verfasser eines Vuchcs über die Lujtstickitof.gewinnung folgendes: .Dieses so begeistert au genommene Der^a^ren der Arnmoniariynthese unt*r Hochdruck bur,te vcr.nullich nur lokale Dcd -utung erlangen und gelegentlich in AuSnahmefällen zur Anwcndu g kommen. Die in Bewegung zu feßente Q‘aö- mer.gc ist jedensallS so gewaltig, daß an eine technische und wirtfcha.tltche Brauchbarkeit teS Verfahrens über Spezialsälle hinaus und an eine volkswirtschaftliche Bedeutung kaum zu denken ist." Wie steht es nun h ute mit der volkswirtschaftlichen Bedeutung d r drei Verfahren? Deutschland erzeugte tm Düngeiahr 1926,27 555 000 Tonnen künstlichen Stickstoff; davon wurden 480 000 Tonnen im Wert von fast einer falben Milliarde Mark in Form von Ammoniak nach dem Hochdruckverfahren von Haber-Bosch durch die Interessengemeinschaft der Farteninduftrie- Aktiengesellschaft hergestellt. Die Firma wird in diesem Iahr vermutlich 600 000 Tonnen, 1928-29 700 000 Tonnen Stickstoff Herstellen können. Diefe ungeheuren Mengen kann die deutsche Landwirtschaft nicht mehr aufnehmen, und schon ira vergangenen Iahre wurde ein Drittel der Vesamterzeugung an das Ausland verkauft. Man fieht aus diesen Zahlen, welche überragende Bedeutung der Aminoniallynthese nach Haber-Bofch zukommt und wie sehr sie auch da» Kalkstickstosfvcr ahren überflügelt bat. Im übrigen ist der von den Mitteldeutschen und den Bayerischen Stickstoffwerken hergestellte Kalkslick- stoff nach wie vor ein für viele Fälle in den Landwirtschaft beliebtes Düngemittel, dessen Verbrauch sich von 50 000 Tonnen — entsprechend 10 000 Tonnen Stickstoff — im Iahre 1913 anf 300 000 Tonnen — entsprechend 60 000 Tonnen Stickstoff — im vorigen Iahre vermehrt bat. Das dritte Verfahren zur Luftsticksto fverbin- dung, die Ofydation im elektrischen Flammen- Technische Rundschau. Von Or. Hettmut ThomasiuS. Lieberblickt man die Bestrebungen, das Meer in ben Dienst irr/erer Kraftversoroung zu stellen, so «gib« sich ein merkwürdiges Bild. Verschiedene Weg« sind denkbar, die zum Ziele führen können. Don diesen Wegen ist man bislang aber nur einige gegangen. Meist wurde die Fvage des „ Flutkraftwerks" bearbeitet, das auf der Ausnützung von Ebbe und Flut beruht. Da» während Der Flutzeit ansteigende Wasser wird in einem großen Dehälter aefammclt, aus Hm e» während der Ebbe wieder in» Meer KrtüdfließL Während de» Rückflusses wird die w ihm aufgespeicherte Energie zum Antrieb von Maschinen ausgenutzt. Außerdem sind Dersuche gemacht worden, um den Temperaturunterschied zu verwerten der in den tropischen Meeren zwischen den Wasserschichten an der Oberfläche und denen in Der Tiefe herrscht. Noch mancherlei ander« Vorschläge liegen vor. Merkwürdigerwelse fat man bei der Bearbeitung dieser Frage den Stoß b« Wogen sehr vernachlässigt. Die Zahl dec Stellen am Meere ist nicht gc- B. wo die Wogen gegen steil aufragend« en »der gegen Klippen prallen. Don der R. di« hi« zur Verfügung steht, geben bie Zerstörungen und Auswaschungen einen ‘Begriff, bie man dort beobachten kann. Auch weiter draußen im Meere ist der Wogen stoß ein erheblicher. Er wurde bisher nur in einzelnen, t» kleinerem Maßstab durchgeführten Versuchen berücksichtigt. Das mag vor allem daran liegen, daß man sich vom Flutkraftwerk bequemere Erfolge vertvvach. C-» liegt in der menschlichen Natur. Schwierigkeiten au» dem Wege zu gehen und immer den scheinbar einfachsten Wea zu wählen. Dom technischen Ltondpunlt aus ist ja das ,Dogenstoß-Kvafrwerk" tatsächlich keine leicht zu lösende Frage. Beim Flutkraftwerk kennt man alle emzclnan Llmftände auf» genaueste, di« Beiten de» Wechsels, die durchschnittlich« Höhe der Flut, bi« zur Verfügung stehenden Waifer- wngen. Beim Wogen stoß-Kvaf nverk ist alles ungewiß. Manchmal ist der Dogengang nur ein sehr geringer. Manchmal kann er derart an- schwellen. daß mit einer Zerstörung Der jur Ausnützung angebrachten tcchni'chenEinrichtungen zu rechnen ist. Wann da» eine oder das andere eintritt, läßt sich nicht sagen. Di« untersten und obersten Grenzen der in Betracht kommenden Kräfte sind unbekannt. Sine durchschnittliche Caftung läßt sich nur schwer berechnen. Trotzdem bietet Da» Wasserstoß-Kraftwerk gegenüber dem Flutkraftwerk eine Anzahl von Vorteilen dar. Zur Erzielung einer größeren Leistung sind beim Flutkraftwerk ganz erheblich« Waf^ermengen notig. ist doch die Hohe niemals eine sehr große, auf der man den Wasserbehälter anbringen kann. Die Leistung aber ist das Produkt aus dem Druck der Menge de» zur Verfügung ftc- fanben WasserS. 3« geringer die Höhe, desto gering« der Druck, desto größer muß also die Dassermenge fetn. Steht mai an einem Fellen, gegen den die Wogen anprallen, so erfennt men ohne weitere», di» zu welchen Höhen hi« da» Dass« durch seine eigene Kraft crnpor- gef(bleubest wird. Infolge Der größeren Höhe und de» größeren Druck» benötigt da» Wasser- ftrß-ÄrafttDed bei gleich« Leistung eine gering«« Dasserrneng« als daS Flui-Kraftwerk. Deshalb sind auch — immer die gleiche Leistung vorausge'etzt — Heinere Bauten für die Aufnahme de» DasservorrotS nötig, die Rohrleitungen ob« Kanäle, in denen das Wasser zurück- fließt, können mit geringerem Durchmess« au»- geführt werden. Die Herstellung ter Anlage, ihre Einrichtung und ihre Llntethallung dürften im allgemeinen weniger Kosten verursachen. Diesen Vorteilen steht eine Reihe schw«- toiegentet Bedenken gegenüb«. Dor allem ist mit ein« Zerstörung ter Anlagen zu rechnen, sobald starke Sturmfluten ein treten. Ist bl« Dogenbeweguna längere Zeit hindurch nur schwach, ter Wvgenstoß allo nur gering, so kann wenig Wals« angefanuneü werden. Will man dah« nicht in Verlegenheit kommen uni) die Sicherheit faßen, daß stet» ein genügenter Vorra! vorhanden ist. so muh man die Anlage doch Dieter ausgedehnter und vor allem die Behälter größer machen. Dadurch geht ein mehr ober minder großer Betrag ter geschilderten Vorteile wieder Der loten. Wie fich die Derhältniss« tm einzelnen gestalten. kann nur die Ausführung eines entsprechend groß angelegten derartigen Kraftwerkes zeigen. Deshalb wurde von Evrmnander Smith im 3ngcnicurbuteau des Marineministeriums ter Vereinigten Staaten eia Projekt ausgearbeitet, da» den Dau eines großen Wasfetstoß-Ktaft- werks zum Gegenstand hat. Bei ter Bearbeitung wurde auf die eben «wähnten Schwierigkeiten in weitestem Maße Rücksicht genommen. 3ebe Einzelheit ist bis ins kleinste überlegt. Lim vor allem bei Sturmflut die Zerstörung groß« Anlagen zu verhüten, was in finanziell« Beziehung einen großen Derlust bedeuten würde, fat man von starken Mauern, umfangreichen Gebäuden und ähnlichen Konstruktionen vollkommen abgesehen. Sin stark« Klotz wird durch die Sturmflut zertrümmert. Ein« Stecknadel vermag sie nichts anzufaten. Deshalb besteht das Krastwerk auS zahlreichen .Stecknadeln", nämlich aus zahlreichen kleinen Einheiten. Die Kraft wird also -«teilt, sie wird aufgelöst. Der einzelne schwächere Tell vermag nicht mehr verheerend zu wirken. 3n ter Nähe ter Küste liegen, weithingestreckt auf ten Wogen, viele verhältnismäßig fleine Trichter. Die Deff- nung eines jeden dieser Trichter ist gegen das offene Meer yi gerichtet, von wo die Wogen Herkommen. Sm festes Rahmenwerk, das durch schlanke Betonsäulen gestützt wird, falt jeden dies« Trichter fest. D« einzelne Trichter fat fein eigenes Rahmenwerk. Große Massen, große Eisenkonstruktionen sind vermieden. Zwischen den Trichtern befindet sich ein genügend breiter Durchlaß. Die hi« hindurchflutenden Wogen üben überhaupt keine Wirkung aus. Die Kraft ist also auf eine beträchtliche Anzahl von Trichtern verteilt. Damit die Tricht« eine genügende Menge von Wall« aufnehmen können, fat ihre vordere Oeffnung die Form eines viereckigen Schlitze», ter breiter ist al» hoch. Di« Höhe beträgt 3.3 Mei«. Die 03reite 5,3 Met«. Da» Wasser .strömt beim ankommenden Wogenstoß in den Tricht« hinein, ter in ein lange», wagerechtes Rohr endet. Sr verjüngt sich nach hinten zu beträchtlich. Deshalb ist das anschließende Rohr ziemlich eng. Da. wo ter Tricht« in das Rohr übergeht, sitzt ein Luftventil. Die ankommenden Dogen drängen die im Tricht« befindliche Luft vor sich ter. Sie entweicht durch das OSentil nach oben. DaS Dass« gelangt bann, ofa« Luft mit sich zu reißen, tn da» Rohr. Nach jedem Dogenstoß läßt ter gegen den Trichter und das anschließende Oiohr ausgeübte 'Druck nach. Das Waf^r würde jetzt also zurückflteßen und wieder in» Meer ablaufen. Lim diese» zu verhüten, ist im Innern de» Trichters ein Klappenventil angebracht, daS sich in ter Richtung gegen die Röhre zu öffnet und sich beim Nachlassen teS Drucke» fofort schließt. Durch diese» Dentil kann also Wasser in die Röhre hinein, aber nicht mehr farau» gelangen. Die Röhre gleitet seternd im unteren Ende de» Trichter», ter sich an ihr etwas hin und her bewegen kann. Sr fat auch etwa- Spielraum, nach oben und nach unten. Durch diese Vermeidung jetet starren und festen Okrbinbung sowie durch die Nachgiebigkeit teS Trichter», durch diese ihm gegebene Möglichkeit, nach oben und nach unten auSzuwsichen, wird gleichfalls ein« Zerstörung durch ten Prall ter Wogen vorgebeugt. Ieder Stoß wird durch Nachgeben nach hinten, oben oder unten bi» zu einem gewissen Grate pariert. Die ankommende Woge öffnet sich selbst da» OZentil, diese Tür. die zum Rohr führt, und schließt e» hinter sich. Ihr Wasser ist tm Rohr abgesperrt. Die nächste Rohre schiebt e» nach vorne und setzt sich dahinter fest. In dieser Weise geht es unentwegt weiter. Zunächst wird ter wagerechte Aohrstrang gefüllt. Dann ater steigt das Rohr senkrecht in die Höhe. Damit ter Druck der senkrechten Wassersäule nicht zu stark auf das Ventil wirkt und leine Oeffnung erschwert, ist an ter Stelle, wo das Rohr aufl ter wagrechten Richtung in die senkrechte über» geht, eine Entlastung-Vorrichtung angebracht. ES ist ein .hydraulisch« Widder", ein Stoßheter, eingeschaltet, die bekannte Vorrichtung, die ja schon längst zum Heben von Dass« benutzt wird. Allerdings kommt hi« ein Stoßheter besonderer Bauart und von «höht« Leistungsfähigkeit zur Verwendung. DaS durch die zahlreichen Einheiten nach oben geforderte Waff« wird hi« in einem Behält« gesammelt, aus dem es in da» Meer zurückfließt. Während es dorthin zurückströmt, treibt eS Maschinen an. Die zahlreichen Entnahmestellen für da» Wasser gewähren den weiteren Vorteil, daß bei jedem einzelnen gegen bie Küste gerichteten Wogenstoß große Wassermengen nach oben befördert werten. An ter Ausführbarkeit des Planes ist nicht zu zweifeln. Die Zeit, wo da» «fte größere Wasserstoß- K rast werk d« Welt in Tätigkeit tritt, bürfte wohl nicht mehr fern sein. bogen, das für Deutschland ja von vornherein wenig in Betracht kam, weil unS die Wasserkräfte zur Stromerzeugung fehlen, hat sich auch in Borwegen, wo diese Wasserkräfte vorhanden sind, nicht behaupten können: steht doch die Borsk Hydro zur Zeit im Begriff, ihren Betrieb aus das Habcr - Bosch - Verfahren umzustellen. Der Wasserstoff wird dabei elektrolytisch hergestellt. Obgleich das Lichtbogenversahren technisch sehr gut durchgebildet ist, vermochte es die seit einigen Jahren ständig zunehmende Preissenkung des Stickstoffs auf die Dauer nicht zu ertragen. Das; die chilenisch« Stickstoffinbustrie das deutsche Absatzgebiet ganz verloren hat. hat sie verhältnismäßig leicht verschmerzen können, da der Verbrauch der Welt an Stickstoff stündig zunimmt. Die ständige Preissenkung muhte sie dagegen mehr und mehr beunruhigen. Heute gibt sich die chilenische Salpeterindustrie alle Mühe, sich dem deutschen Wettbewerb gegen- über zu schützen, insbesondere versucht man die Regierung Chiles zu veranlassen, die Ausfuhrabgaben zu verringern oder ganz aufzuheben. Die Senkung des Weltmarktpreises zeigen folgende Zahlen. 1913 kostete 1 Kilogramm Stickstoff im Chilesalpeter frei Hamburg 1.37 Mk., im Ammoniaksulfat (also dem deutschen Erzeugnis) 1.32 Mk. frei Empfängerstation. Zur Zeit beträgt der Preis für Chilesalpeter-Stickstoff im Mittel 1.55 Mk., für Ammoniaksulsat-Stickstoff 95 Pfennig. Wegen der Absatzschwierigkeiten liegen heute sehr große Mengen — man schätzte sie anfangs 1927 auf etwa 1,8 Millionen Tonnen — Chilesalpeter unrerkauft in den verschiedenen Häfen der Welt. Da sie schliehlich wegen der Kosten für Lagergeld, Zinsen usw. zu irgendeinem Preise abgestoßen werden müssen, so wird der deutsche Stickstoffmarkt unter Umständen mit Erschütterungen zu rechnen haben. Die Badische Anilin- und Sodafabrik — heute Interessengemeinschaft der Farbenindustrie — war imstande, den Stickstoffpreis zu einer Zeit zu erniedrigen, zu der alles andere teurer wurde, weil sie einmal eine weitgehende technische Vervollkommnung der Verfahren durchführen konnte, dann aber durch die Vergrößerung der Erzeugung selbst, wegen der damit verbundenen geringeren Unkosten. Hervorzuheben ist besonders die sehr preiswerte Herstellung von Wasserstoff aus Braunkohle, so wie sie heute in Leuna durchgeführt ist. In jüngster Zeit ist gerade dieser wichtige Teil der Ammoniaksa- brik durch die Berwendung eines neuen Gaserzeugers von Kegslform noch wesentlich wirtschaftlicher geworden. Man vergast darin, im Luftstrom oder Wasserdampfstrom schwebenden minderwertigen Rohbraunkohlenstaub oder gemahlene Braunkohle und erzielt dadurch einen ungeheuren Durchsatz bei verhältnismäßig kleinem Querschnitt des Gaserzeugers. Seit zwei bis drei Jahren ist auf Zechen des In» and Auslandes eine Anzahl von Anlagen zur Herstellung von synthetischem Ammoniak entstanden. Man gewinnt den Wasserstoff dabei aus den Koksofengasen, also als Bebenerzeugnis bei der Herstellung von Koks, durch Zerlegung nach dem sogenannten Tiefkühlungsverfahren. Die auf die übliche Weise gereinigten Kokereigase werden unter Druck so weit abgekühlt, daß alle Bestandteile bis auf den Wasserstoff verflüssigt werden. Der zur Erreichung der tiefsten Temperaturen nötige Stickstoff wird alsdann dem Was- ferstoll im Verhältnis wie 1:3 zugemifcht und das Gasgemisch ohne weitere Reinigung zu Ammoniak vereinigt. Schon die allernächsten Jahre dürften über die Avirtschaftlichkeit deS Der- ' fahrens entscheiden. Man ersieht aus Vorstehendem, daß es un- 1 ferer heimischen Stickstoffindustrie gelungen ist, j. uns in einem Zeitraum von nur anderthalb Jahrzehnten nicht nur von jeder Einfuhr unab- hängig zu machen, sondern darüber hinaus zu weltwirtschaftlicher Bedeutung zu gelangen — wahrlich eine gewaltige Tat deutschen Erfindergeistes. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. • Das Amtsverkündigungsblatt ,B r. 3 7 vom 22. Mai enthält: Bachtrag zur Friedhofsordnung der Gemeinde Lollar. — Polizeiverordnung. — Kriezergräbersürsorge 1929. — Lehrgang für Turnlehrerinnen in Michelstadt i. Odw. — Kursus Über Heilerziehung. — Dienstnochrichten. MAMOMMWWl. Vornan von Edgar Wallace. Copyright by Wilhelm Goldmann, Verlag, Leipzig 14 Fortsetzung. Nachdruck verboten. „Können Sie mir jetzt die Erklärung geben?" fragte sie. Dick schmieg. Da stand Snbil auf und legte der Mutter leicht die Hand auf Vie Schulter. „Wir wollen Mr. Martin auch ohne Erklärung vertrauen." Sie heftete ihren klaren Blick auf ihn. „Mr. Martin, meine Mutter und ich sind bereit, London zu verlassen, wann immer Sie es wünschen. Bestimmen Sie ganz über uns." Ein Licht strahlte in seinem Blick auf. „Ich danke Ihnen", saate er leise Er wollte gehen, da fiel ihm ein: „Kennen Sie Staletti?" fragte er Mrs. Lons- down. Sie schüttelte den Kopf. „Oder vielleicht Mr. Eody?" Mrs. Lansdown zog die Brauen zusammen und suchte in ihrem Gedächtnis. ..Ich höre den Namen zum ersten Mal", sagte sie endlich. 13. Als Dick ine Freie trat, überlegte er einen Moment und schlug dann die Richtung zum Bedford Square ein. Beim Gehen beschlich ihn ein seltsames Gefühl. Vorsichtig wandte er den Kops Aus dem gegenüberliegenden Bürgersteig hielt in einiger Entfernung ein Unbekannter gleichen Schritt mit ihm. Ein zweiter Spaziergänger folgte in gewissem Abstand. Am Bedford Square wartete ein leeres Auto auf Fahrgäste. Der Chauffeur winkle ihn eifrig her- an. Eine solche Bemühung stand in |o auffälligem Gegensatz zu dem gewohnten Stoizismus der Autolenker, daß Dick sofort eine Gefahr witterte Er tat, als bemerkte er die Einladung nicht. Aus offener Straße konnte er zur Not mit mehreren Angreifern fertig werden, im geschloffenen Auto nicht. In diesem Moment näherte sich ihm ein zweites unbesetztes Auto. Eine Handbewcgung brachte den Buntes Allerlei. Der Engländer als Reifefchreck. Die Figur des reisenden Engländers spielt seit über einem Jahrhundert in der Literatur eine wenig erfreuliche Bolle, uni) wohl nichts anderes hat dem Buse der Engländer als Volk so geschadet. wie das rücksichtslose und unhöfliche Auftreten der Söhne Albions in den andern Ländern, die sie als ausgesprochenes Beifevolk so viel besuchen. Jeder, der zuerst nut die Briten auf dem Kontinent kennen gelernt hat, wird bei einem Besuch chres eignen Landes angenehm überrascht von der rücksichtsvollen und zuvorkommenden Art. mit der der Engländer auf seiner Insel auftritt und die so stark von seinem Benehmen in der Fremde absticht. In einem großen Londoner Blatt liest nun ein „fremder Besucher" den Engländern den Text und fragt, warum sie durchaus den übrigen Europäern als „Reifeschreck" erscheinen müssen: „Bach einem alten Wort reisen die Franzosen, um sich zu vergnügen, die Deutschen, um zu lernen, die Engländer, um zu sehen, wie viel besser sie sind, ilnb wirklich gibt sich der Brite nicht die geringste Mühe, sich auf das Doll einzustellen, bei dem er als Gast weilt. Warum ist der Engländer, der sich zu Hause so vortrefslich anzieht, wenn er den Kanal Überschritten hat, gewöhnlich so gekleidet, wie wenn er auf einen Landausflug ginge? Warum zieht er im auffallenden Reiseanzug in den Mittelpunkten der kontinentalen Kultur, in Paris, Berlin oder Rom, die Aufmerksamkeit auf sich? Dagegen erscheint er in den Bazaren von Kairo in der elegantesten Londoner Kleidung, um auch dort wieder von der Bevölkerung abzustechen. Kein anderes Volk ist auf der Reise so leicht erkenntlich wie der Engländer, und damit stellt er sich schon äußerlich zu dem Voll, dessen Gastrecht er genießt, in Gegensatz. Unö warum lernen die Briten keine europäischen Sprachen? Wenn sie auf dem Kontinent auftreten, so erwarten sie als selbstverständlich, daß jeder chre Sprache spricht, und sie werden selten enttäuscht. Aber wie ist es in Aegypten oder Algier? Ihr reist durch die Sahara mit einer Leichtigkeit, die einen andern Europäer überrascht. Ihr sprecht arabisch, ja ihr versteht persisch, koptisch und verständigt euch sogar in den Sprachen der wilden Stämme von Mittelafrika. Warum, in aller Welt, gebt ihr euch in unzivilisierten Ländern so viel Mühe und oenkt nicht daran, euch einem zivllisierten Europäer verständlich zu machen? Es scheint, als ob ihr auf der Schule nur die Schimpfworle der europäischen Sprachen gelernt habt, die ihr in der gröbsten Weise anzuwenden wißt. In eurem Lande finden wir euch freundlich und liebenswürdig. bas gefälligste und geduldigste Doll, bas man irgendwo antrifft. Ibr leid die besten Wirte der Well, aber die schlechtesten Gäste. Wir Fremden haben schon die Hoffnung aufgegeben, daß chr lernen werdet, euch eines Tages unter un6 so gut zu benehmen, wie etwa in Bairobi oder Timbuktu." (Ein haar von Lasars Glatze. Unter allen Reliquien großer Männer scheinen die Locken den größten Preisschwankungen unterworfen zu sein. Wenn im Schubertjahr eine authentische Locke Schuberts, die „nur" 180 Mark kosten sollte, keinen Käufer fand, wie auf einer Auktion in Wien kürzlich geschah, so läßt das auf keine große Begeisterung der Schubert-Verehrer schließen. Aber Musiker sind ja stets ein langhaariges Geschlecht gewesen, und deshalb sind die Locken von Komponisten nicht so teuer wie die von anderen Großen, die mit ihrer Haarpracht weniger verschwenderisch umgingen und umgehen mußten. Wieviel Locken sind z. D. von dem Haupte Liszts abgeschnitten worden, wieviel von dem Jean Pauls, wozu noch die kommen, die er als „eigenes Wachstum" seinen Verehrerinnen von seinem berühmten Pudel Ponto präsentierte! Die Billigkeit ihrer Locken ließe sich auf dem „Antiquitäten-Haarmarkt" noch erklären. Aber wie kommt eS, daß eine Locke Bapoleons einmal 5000 Mark und dann nur 60 Mark bringt, daß man für ein Haarbüschel Belfons 6300 Mark zahlt und für eins von Wellington nur 20 Mark? Die Locken Walther Scotts haben nie mehr als 80 Mark gebracht. Cs ist eben der Seltenheitswert, der auch hier hauptsächlich bezahlt wird, und deshalb würde gewiß ein Haar von Cäsars Glatze, wenn ein solches einmal auf den Markt kommen könnte, den Rekordpreis erzielen. „Wachtmeister, treet 107 steht ; sagte er, „das Haus Eoram Street 107 steht von morgen an unter polizeilichem j Schutz Einer unserer besten Detektive hat sich Mr. Martin zur Verfügung zu stellen. Er wird ihn tagsüber unauffällig begleiten und nachts in Mr. Martins Wohnung schlafen." Der Wachtmeister notierte sich die Instruktionen in feinem Notizbuch. Kleine Strafkammer Gießen. * Gieß en, 21. Mai. Ein junger Mann auS Gießen hatte im Sommer vorigen Jahres, als er eines nachts gegen 3 Uhr durch Klein-Linden fuhr, mit feinem Motorrad einen dortigen Einwohner überfahren, so daß dieser erhebliche Verletzungen erlitt. Das Gericht erster Instanz hatte ihn frcigefprochen, da es in der Fahrweise des Angeklagten kein Verschulden erblickte. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hin hob die Strafkammer das freisprechende Urteil auf und erkannte auf eine Geldstrafe von 75 M k. Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt hatte sich ein Monteur aus Alsfeld zu verantworten. Er hatte einem Schuhmann, der ihn auf Anruf der Wohnungsinhaberin vom Betreten der Wohnung seiner Schwiegermutter, mit der er in Feindschaft lebte, verhinderte, heutigen Widerstand entgegengesetzt und außerdem beleidigende Redensarten gegen ihn geführt. Er hatte daher eine Geldstrafe von 40 M k. erhalten. Seine daraufhin eingelegte Beru'ung wurde verworfen. Um sich Kapital für einen Hau verhandel zu verschaffen, hatte ein Hotelangeste Her in Vad- Bauheim bei verschiedenen Leuten um Darlehen Ausbau des Otz. erges alsZugendJerberge. WEB. Darmstadt, 22. Mai. Dieser Tage besichtigten Ministerialrat Dr. Petry, Geh. Oberbaurat Paul und Obersinanzrat L u z i u s vom Finanzministerium mit Darmstädter Vertretern des Iugendherbergverbandes, sowie den Vorständen der staatlichen Hochbauämter Dieburg und Bensheim die Burg Otzberg. Die Wanderjugend hatte die Regierung gebeten, b:.efe alte, noch guterhaltene Burg, die schon länger als Jugendherberge bient, jedoch räumlich den Anforderungen der großen Wanderscharen nicht mehr genügt, als stillen Gedenkort für die im Weltkrieg gefallene Wandervogeljugend und als hessische Iugendburg zu treuen Händen zu übergeben. Der Plan wurde von den Herren des Finanzministeriums gutgehelßen und weitgehendste Förderung zugesagt. Im Innern soll zunächst ein Treppenhaus eingebaut und ferner das Dachgeschoß gedielt und verschalt werden. Der Ausbau des sogenannten Korporalhauses als Mädchenbleibe wird nach Möglichkeit in den nächsten Jahren ebenfalls erfolgen. Dom Otzberg ging die Fahrt zum Fürstenlager bei Auerbach. Hm Ausbaukosten zu sparen, soll jjier der Iugendherbergs- verband außer dem ehemaligen Konditorei bau, das jetzige „Hexehaische", ein zweites Häuschen zur Errichtung einer Jugendherberge erhalten. Damit wäre das Herbergswerk in Hessen durch daS verständnisvolle Entgegenkommen des hessischen Finanzministeriums wieder einen wesentlichen Schritt weitergekommen. Schreckliche Bluttat eines Geisteskranken. Lpd. Frankfurt a. M.. 22. Mai. In der Bucht zum Dienstag erschlug der 75 Jahre alte Invalide Peter Franz, in der Gmser- straße 34 wohnhaft, feine schlafende 77 Jahre alte Ehefrau mit einem Handbeil. Er brachte ihr eine tief kl affende Kopfwunde bei, die den sofortigen Tod her- beigeführt haben dürste. Bach der Tat begab sich Franz an die Eisenbahnstrecke Frankfurt—Cron- berg und warf sich in der Bähe des Biegwaldes vor einen fahrenden Zug: er wurde sofort getötet. Franz war früher schon mehrere Male in einer Heilanstalt untrrgebracht worden. In der letzten Zeit machte ihm ein Bervenleiden sehr zu schaffen. Als er kürzlich wieder in die Anstalt gebracht wurde, versuchte er sich aus dem Fenster zu stürzen. Offenbar aus Angst vor einer bevorstehenden Operation entwich der kranke Mann aus der Anstalt, ging nach seiner im Hinterhaus der Emserstraße liegenden Wohnung, tötete seine Frau, mit der er stets in gutem Einvernehmen gelebt hatte, und warf sich bann vor den Zug. Dick suchte sich einen bequemen Stuhl und lachte laut. „Ich nehme auch mit Sekunden vorlieb", sagte er und begann einen unbarmherzig genauen, wohl geordneten Bericht. Aber er hatte kaum einen Satz vollendet, da belebten sich die Augen des Inspektors, und er war noch nicht bis zur Mitte ge om° men, da spannten sich seine Züge in lebendigstem Aufmerken. „Das haben Sie aus einem Detektivroman abgeschrieben", beschuldigte er ihn, als Dick eine Atempause machte. „Sie wiederholen den letzten Sensa- tionsroman Conan Doyles!^ Aber D ck ließ sich nicht beirren, und als er feine Erzählung beendet hatte, waren Sneeds breite Gesichtszüge sehr ernst geworden. Er drückte lang und anhaltend auf feine Klingel. Nach einiger Zeit trat ein Beamter in das Zimmer. „Morgen früh rufen Sie die Polizeidirektion von Sussex an. Teilen Sie dort mit, daß ich Grund hätte. Unregelmäßigkeiten in Stalettis Besitzung, dem sogenannten Galgenhos, zu vermuten. Ich würde Schlag elf Uhr fünfzehn Minuten abends mit meinen eigenen Beamten zur Haussuchung dort ein« treffen. Ich stelle jedoch der Polizeidirekrion von Sussex anheim, sich ihrerseits dabei zu beteiligen." Als der Beamte gegangen war, erhob sich Sneed stöhnend von feinem Stuhl. „Ich glaube, ich tue besser daran, jetzt nach Hause zu gehen. Kommen Sie, ich begleite Sie zu Ihrer Wohnung. „Ausgeschlossen", protestierte Dick. „Denn man uns zusammen sieht, hat alles Heimlichtun keinen Zweck mehr. Vergessen Sie nicht, Sie sind das Lus- Hängeschild von Scotland Pard. Wer auch meine Verfolger sein mögen, sie dürfen nicht wtsten, daß ich auf der Hut bin." „Na schön, wie Sie meinen, Martin. Aber laufen Sie bitte noch nicht gleich weg. Ich komme von Ihrem Erlebnis im Galgenhof nicht los» Der Fahrer an seine Seite. (Er stieg ein und ließ sich zum Bahnhofshotel fahren. Die Fensterscheibe im Fonds gestattete einen Rückblick auf die Straße. Dick spähte unauffällig hinaus. Der Chauffeur, der ihn soeben angernfen hatte, setzte seinen Wagen in Bewegung und folgte. Kein Zweifel, Verfolger waren auf seiner Spur. Als Dick unter dem Portal des Hotels sein Auto bezahlte, sah er den zweiten Waaen in einiger Entfernung holten. Zwei Männer entfliegen ihm. Dick betrat das Hotel, ließ sich ein Zimmer geben und fuhr im Gift hinauf. Er durchschritt einen Gang und eilte auf einer Settentreppe hinab, die unmittelbar auf den Bahnsteig mündete. Eben wollte ein Zug die Halle verlassen. Er lief neben dem Trittbrett her, erfaßte einen Türgriff und schwang sich trotz der warnenden Zurufe der Beamten in den fahrenden Zug. Er hatte keine Ahnung, wohin ihn sein Schicksal verschlagen würde. Möglicherweise befand er sich im schottischen Expreß, dessen eckte Haltestelle an der Nordgrenze lag. Bald jedoch stellte er fest, daß er einen Personenzug erwischt hatte, den er in Willesden bereits wieder verlassen konnte. Er löste beim Kontrolleur die Fahrkarte nach und sauste bann im Auszug zur Untergrundbahnftation hinab. Eine Stunde, nachdem er die Wohnung der Gans- downs verlassen hatte, stand er auf dem Em- banfnwnt. (Er legte die kur.ze Strecke bis Scotland Pard zu Fuß zurück. Ein düsterer Bogengang verschluckte ihn. Seine Schritte hallten tönend wieder. Die diensttuende Wachtmeister am Tor erkannte ihn sosott. „Wenn Sic Inspektor Sneed sprechen wollen, er ist noch oben", sagte er. Sneed saß wie gewöhnlich in seinem mächtigen Armsiuhl hinter dem Schreibtisch. Ein sterbendes Feuer brannte im Kamin. (Eine erloschene Zigarre hing trauernd zwischen seinen Zähnen. Sein Kops schlingerte im Schlaf wie eine Fregatte bei böigem Wetter. Er befand sich nur deswegen noch zu so vorgerückter Stunde in Scotland Bard, weil er einfach nicht di« nötige (Energie besessen hatte, um auf- (»stehen und sich nach Hause zu begeben. Das geschah durchschnittlich an fünf Abenden in der Woche. Er öffnete blinzelnd die Augen. „Ich bin sehr beschäftigt, ich habe keine Minute Zeit übrig", murmelte er im Halbschlaf aewohn- heitsmäßig. in einer Art und Weile gebeten, die nur affl Bettelei bezeichnet werden kann. Er hatte deshalb einen Strafbefehl über drei Tage Hast erhalt«. Er legte dagegen Einspruch ein, beschimpfte und beleidigte darin aber den Amtsanwalt, der di« Strafe gegen ihn beantragt hatte, derartig, daß er deshalb unter Anklage gestellt und auch vom Amtsgerichr Dad-Bauheirn zu einem Monat Gefängnis verurteilt wurde. Als im Herbst vorigen Jahres in Giehen ein Arbeiter wegen nächtlicher Ruhestörung zur Wache gebracht werden sollte, wurden die PolizeL- beamten von einer größeren Anzahl junger Burschen bedroht und schliehlich auch angegriffen. Die Hauptschreier waren bestraft worden. Zwei von ihnen hatten hiergegen Berufung eingelegt. Die Strafkammer hielt aber die ihnen vom Gericht erster Instanz auferlegten Gefängnisstrafen von fünf und drei Wochen für völlig berechttgt und verwarf ihre Berufungen. Zeitschriften. — Pantheon", Monatsschrift für FreundO und Sammler der Kunst. (Verlag F Bruckmann A.-G., München. Preis vierteljährlich 7,50 Mk. und Zustellkvsten. Einzelpreis Die feit Januar erscheinende Monatsschrift für ältere und aTte Kunst entwickelt sich in ausgezeichneter Weife. Dem Programm, in der Hauptsache unbekannte oder ganz wenig bekannte Kunstwerke, die sich durch höchste Qualität auszeichnen, an daSTages- licht zu fördern, wird die Zeitschrift in vollendeter Weise gerecht. Bei dem Aprllhest ist die Vielseitigkeit des Inhalts gleich erstaunlich, wie der Reichtum und die vollendete Ausführung der Abbildungen. Dir nennen auS dem Inhalt kurz zwei prächtige Bildnisse von Quentin Massys mit Tert von Geheimrat War 3. Friedländer: einige sehr wirkungsvolle Ausschnitte aus Dürerbildern mit einem Gedeick- oufsatz von Professor A. L. Mayer: franzöfi'che Skulpturen deS frühen 14. Jahrhunderts: einen sehr schön illustrierten Aufsatz über Goya und feine Bachläufer, zum 100. Todestag DoyaS. Sei aktuelle Xeil enthält u. a. eine prachtvolle Antik« und ein sehr schönes plastisches Stück des 15. Jahrhunderts aus Pariser Privatbesitz. Die großen Kunstmärkte in London und Beuhork kommen durch Zeichnungen und Bilder von Rembrandt, Paul Potter, Big^e-Le Brun usw. zu Wort. — „Die Kun st", Monatshefte für freie und angewandte Kunst (Malerei, Plastik. WohnungS- kunst, Kunstgewcrbe, Architektur ufto ). München, Berkan F. Druckmann A.-G. — Das April- und Maiheft geben ebenso starke Anregung Wie reiche Information Wir nennen kurz: illustrier e Aufsätze über die Maler Teutsch, Willi Schmid. Giacometti, Schulz-Matan. Dazu, in der Hauptsache ebenfalls der Malerei gewidmet, die lehr reichen Aufsätze über die Ausstellungen der Berliner Secession und des Deutschen Künstlerbundes im Hannoverschen Kunstverein. An Werken der Plastik finden wir rei,volle Werke des Hamburger Bildhauers Kuöhl und der Münchner Bildhauerin Esseö, dann die Grustkapelle für den Großindustriellen Thyssen von Emst Haiger. WohnungStunst, ein von der Zeitschrift besonders gepflegtes Gebiet, und Architektur sind repräsentiert durch die schönen Arbetten des Berliner Architekten Salvisberg (auch ein paar schöne Gitter finden wir an dieser Stelle), des Architekten Kurt Frick, des Innenarchitekten Karl Pullich und der Möbelfabrik Dallin in München. An Kunstgewerbe zeigt daS Hell prächtige Gläser von Benini & Eie in Venedig, Beleuchtungskörper von Runge & Swtland In Hannever. Keramik von Der Fabrik in Ve'ten-Dordamm. — Im Mail et von Velhagen & Kinsings Monatsheften schildert Paul 0>» back & ;<’yäv Pfd. Pid. 260 3.20 20 25 -.90 1.75 4.50 -.50 -.60 -.50 -.95 -.75 -.35 15 20 Pid. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Pfd. Vollmilch-Nu*, 3 Tafeln, ä 100 ß Eiswaffeln ..................... auf Teilzahlung. HelUtoll n ». Elam Hüte Sportmützen Blaue Mützen Beiße Oberhemden Kragen Selbstbinder Socken Hosenträger Sporfgürtel Manschetten-Knöpfe BerreWerohe-Baiu L Rosenroeü K Bieben. SellenweS 58,1 Trewe Commerz- und Prival-Banh Aktiengefellfchaft / Filiale Giefoen Dannitädter und Nationalhanh Kommandltgefellfdiaft auf Aktien Zwelgniederlaffung Gießen Hamburger Kaffeelager ThamstBarls Wochenrate v. 1 M.an . Kol*, euch Htnd»-rt>cUen allerteinstes tentralamerikan. Hochlandge» ächs & G-Mexlko-Maragogype.............Pfd. 4L0 PI iotographieren die große Mode! arbeit, preu'wru i. all. Wiö en. Friedr. Seyd & Sohn Lekterowcg 12 3248« Die unterzeichneten Geldinftitute geben hiermit bekannt daß ihre Kaffen und fämtl. Gefchäftsräume am Samstag, 26. Mai 1928 (Pfingltfamstag) für jeglichen Verkehr gefchloüen find. »Uerteinsten Hochland-Mtiragogype Schokolade Vollmilch. 3 Tafeln. * 100 g........ Vollmilch. 3 Tafeln, ä 100 g ....... Veste und veelle Vedleuungl 519ID Im Monat Mai könn-rn noch Aufnahmen lür die Hansa-Hazde'.iiehnJe ron J. Knaselmann, Misita, Bala'••tetr. H, er'ok'en. 4UhöD Direktion der DiscoQto-GeielUchaft Zwcigftelle CHcben Handels- und Gewerbehank e. G. m. b. H. Meine Kameramodelle sind auf äußerst leichte und schnelle Handhabung eingestellt — jeder Kunde erhält außerdem noch kostenlosen Unterricht - Deshalb kann auch heute jedermann photographieren Es gibt keinen zweiten Sport, der durch Schaffung von Andenken, seien es Femilienerinneningen, Reiseerlebnisse, Sport usw. soviel Freude bereitet wie das Photographieren Die Fabrikation wie der Handel haben sich den wirtschaft» liehen Verhältnissen angepaßt und durch den technischen Fortschritt eine bedeutende Verbilligung aller Materialien eintreten lassen. Deshalb ist heute das Photographieren ein billiges Vergnügen! Es müssen auch für das deutsche Volk die Worte Wahrheit werden: Alles photographiert und für den Bezug photographischer Apparate wie Utensilien das alleinige Spezialgeschäft bevorzugen Portorico, Mexiko. Guatm. Venezuela T dr O-Westindische Mischung Pfd. Tapetenhaus Ferd. 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