Nr. 224 Erster Blaff 178. Jahrgang Samstag, 22. September 1928 ioqlich, Soentaqs eeb a*ttrteg*. Belieft*. «te^tnrr F^nnlienblLtter £ rural i* Bild Die Scholl» »eeou-Bejeesprets: 2 Nnchsmarti und 30 5tet$»pf einig für Träge» lohn, auch btt Nichterscheinen ein; ein er Nu mn-ern infolge höherer Gewalt Fernlprtchanfchiaife: 61. M und 112 Lisch rift für Droh kn ach' richten Hnjtlger Gieße». Polfdfeiffonio; gteefluricm ölain 116M. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen tmd wnb üerlai: Vrihl'fche llLtverfilLtt-vich. und Stetitriderd H. taugt in Sieben. S^riftleftmig urö Sefchästzstelle: Zchvlsttaze 7. L»«h»t MI lijrtaei flr die Tuge»nummer bis r»« Nachmittag vorher» Preis fit 1 m« höhe ttr Anzeigen von 27 mm Brett, örtlich 8, eeemärt» 10 Neichopsenntg- fÄr Sie» Klomean.eigen ooe 70 mm Brett, 35 Re>ch»pfen*tg» Platzoorfchnft 20*, mehr. Chesredal«e»r Dr. jnebr Will) Lange. Berontwonlich für TolttiM Dr Fr Wilh Lana, für Feuilleton Dr h Thhrwt, für den übrigen Iru Ernst Blumfchein: für den An» |eigent#il Äurt S-llmann, sämtlich ii Giehen. Jn der Schwebe. Reichskanzler Hermann TRüIkr ist von seiner ®cnf.r Reise zurück geehrt Er bat Dem Rrichs- fabineti Bericht erstattet, uni) für fdne Haltung dir Billigung seiner Ministerkollegen gesunden. Der Kanzler hat daraufhin nicht gezögert in ersten Verhandlungen mit dem Pariser Botschafter von Hoclch und dem Reich-bonkpräsidenten Schacht die Grundlagen für eine neue diplomatische ÖUtion vvrzubereiten, die das Ergebnis der Genfer Zusammenkunft cm-werien soll. Denn diese- eine positive Ergebnis haben ja die Genfer Unterhandlungen zweifellos gehabt man ist aus der Gegenseite überhaupt einmal bereit, über bie deutsche R ä u m u n g S f o r fr e r u n g mit sich sprechen zu lassen, man ist ferner bereit, in Ber- Handlungen über eine Revision freSDawes- plane- mit dem Ziel einer Festlegung der endgültigen Reparation-surnrne einzutreten. Wir sind weit davon entfernt, da- In Genf Erreichte zu überschätzen. aber wer nur mit grober Skepsis und ohne jede besondere Erwartungen die deutsche Delegation nach Gens ziehm sah wie wir, hat heute keinen-Anlah, In ole allgemeine Ieremiafre einzustirnmcn, die ob der getrogenen Hoffnungen nun ailerort- angestimmt wird. Diel mehr als eine Ri-cklchr nut leeren 5)anten. fürchteten wir von dieser Genfer Zusannnenkunst die Heber- nähme neuer Din du n gen. die Zusage neuer Vorau-leistungen im Austausch gegen vage Bersprechungen der Gegenseite, und wir ftefrm nicht an, dem Retch-kaitzler Müller unseren Dank dafür zu sagen, hast er trotz der Lockungen und Drohungen hincr sozialistischen Freunde in beiden Lagern lieber da- Odium auf sich nahm, ohne sichtbaren Erfolg nach Hause zu kommen, al- um de- blosten Parteiprestige- willen sich auf Verctnbarungcn ctnzulasfcn, die die Erfüllung eines unzweifelhaften und al- solche- auch ausdrücklich anerlannten Recht- au- dem Ber- foi'ler Vertrage non neuen deutschen Opfern und .Ueffeln abhäimig gemacht frü'.tcn Gerade für einen sozialistcsthen Ron,der. dessen Partei noch int letzten Wahlkampf nicht aushörte, ihren Gläubigen zu erzählen, fraß eine von ihr beeinflußte Regierung in den Räumung-Verhandlungen ganz ankere Srsolge hinter sich bringen tourte al- frühere bürgerliche Kab-n.lte, gerade für einen Führer dieser Partei g Hörle eine doppelte Portion Mut zur Unpopularität dazu, die hoäoge- spannten Erwartungen s.iner Fr.unbr so bitter enttäuschen zu muffen, weil et mit erfreulicher Gntschied. nhZt an seiner Harm Marschroute festhielt und daraus verzichtete, um billiger Lorbeeren tti len, Scheinerfolge nach Hause zu bringen. TF-tr möchten wünschen, dost der RoichSlmtz- ler auch bei den nun eins tzenden Verhandlungen über die Räumung einmal, über M: Reparationen zum andern, ti? beide ein erbitterter Kamps um deutsche Lebensfragen fein werden, stet- diesen Mut vor seiner eigen.n Pur ei auf bringen wird. Er wird vielleicht feinem Volke damit viel unnütze Opfer trivaren tonnm. und da- deutsche Volk in allen seinen Schichten to.rfr eS ihm Dank Wissen. Aber bis dahin ist noch ein langer Weg, das haben die letzten Vorgänge im Rheinland gezeigt, das haben die Genfer Besprechungen erneut bewiesen. ?idc klare Erkenntnis, die uns Genf brachte, wollen wir uns nicht trüben lassen durch die optimistischen Reden, die der freru fische Außenminister jetzt post festum für angebracht hält, nachdem während der Tagung selbst gerade er durch feine scharfen Aussige auf Deutschland und dessen Unterhändler über« s.üssig viel Porzellan zerschlagen hat. Briand mcchte Del auf die Wogen gießen, die die Enttäuschung über das dürftige Ergebnis der Genfer Zusammenkunft in der deutschen öffentlichen Meinung aufgewühlt hat, aber feine fdpnen Worte werden uns nicht einlullen können. Das deutsche Volk wird von seiner Regierung auch fernerhin verlangen, daß sie mit nüchternster Sachlichkeit und klarem Blick für die gegebene politische Lage ohne irgendwelche internationale Gefühlsduseleien und innere Hemmungen ähnlicher Art — deren große Gefahr bei den uns augenblicklich Regierenden keineswegs verkannt wer- den soll — die Verhandlungen führt mit dem Endziel der endlichen Befreiung des gesamten Rhein- landes und des Laargcbietrs ohne neue Opfer für Deutschland, seien diese materieller, seien sie ideeller Art Es wird namentlich erwartet werden müßen, daß einmal die jetzt eben in Genf vermiedene Verknüpfung von Räumung und Reparation auch für die Zukunft unter allen Umständen vermieden wird und daß zum andern die ebenfalls jetzt in Genf fo kategorisch abgelehnte Dauerkontrolle in westdeutschen Grcnzlan- dem auf keinen Fall zustandekommt. Beide Punkte sind weithin sichtbare Warnungstafeln auf dem Dege der deutschen Unterhändler bei den kommenden Verkeil zu Kompromissen — und auf ein Kompromiß muß ja b-r Natur der Sache nach jede Verhandlung über politische Dinge hinauslaufen — ganz erheblich einschränken werden. Aber das laute Echo, das die feste Haltung des Reich, kanzlers gerade im heietzien Rheinland gefunden hat, die vielen Resolutionen, fiunbgebunaen und Pressestimmen, in denen der entschlossene Dille der Bevölkerung des besetzten Gebiets sich kundtat. lieber bis zum Ablauf der regulären Fristen die Besatzunasnot zu erdulden, als dem deutschen Volke neue Lasten auf womöglich unbestimmte Zeit aufzubürden, das alles wird der Reichsregierung und ihren Beauftragten den Rücken stärken, keine neuen Dorausleistungen zu versprechen oder Kontrollmaßnabmen über den Wortlaut des Versailler Vertrags hinaus luüilaffen, um dafür die Zutage einer früheren Räumung einzutauschcn. deren Sraknfche Durchführung bann noch in wesentlichem «laße von ben bislang nicht gerade als loyal erfann- Amerika gegen den französisch-britischen Floiienpaki. Reue Einzelheiten des Marineabkommens. — Die Spitze gegen Amerika. Washington. 22. Sept (1DB.) Vas Staatsdepartement hat ts bisher abgelchnt. zu rlnem vom Unioersalnachrichtendienst veröffentlichten und al» authentisch bezeichneten Schreiben Stellung zu nehmen, daß der Quai d'Orsay am 3.August an die französischen Botschafter im Ao »Ian de über da» geheime britlf d)- französische Flottenabkommen gerichtet haben soll. 3m Staatsdepartement wurde erklärt, daß Präs Ideal Loolidge sich die Bearbeitung der Angelegenheit bc» britisch-französischen JloUenabfommrne ausdrücklich vorbehal - t e n habe und daher feine für morgen erwartete Rückkehr von ber kurzen Reife, die er nach feinem Helmatsstaat Vermont unternommen Hal, abgeroar- tet werden müsse. Der vom llnlverfal-Rachrichlendlcnst veröffentlichte Erlaß de» Quai d'Orsay cnthäli die THItiet- lung, daß Frankreich auf bie Festsetzung einer (Defamtloanage verzichte, dafür aber die Berechtigung erhalten habe, eine unbeschränkte Anzahl kleiner Tauchboote zu bauen. Dieser Modus entspreche auch den Wünschen der japanischen Marine. Aus England» Wunsch hin fei ferner die Beschränkung de» Baue» kleiner Kreuzer und der Verwendung fedjs- zölliger Geschütze aufgehoben worden. Dadurch werde Englands Stärke in dieser Waffe erheblich vermehrt, da e» viel mehr in Hilfekreuzer umwandelbarc und für die Bestückung mit fedjs- jöUigen Geschützen geeignete schnelle Handelsdamp- ser besitze al» die Bereinigten Staaten. 3n Zukunft soll nur ber Bau ber großen Kreuzer und der großen Tauchboote beschränkt fein und man hoffe, daß auch Stallen bte Vorteile dieser Regelung rinsehen werde, lieber die angeblichen britischen Zugesiändnisie In betreff bet französischen tanbreferoen, von benen In ber Dresse oft dir Rede war, jagt der französische Erlaß. sowell er vom llnlversal-Rachrlchtendienst veröffentlicht wirb, nichts. Ls ist allerdings nicht sicher, baß man In Parts dem Universal Nachrichtendienst den vollen Text des Rundschreiben» zur Verfügung gestellt hat England beruhigt. Tao Abkommen setzt Amerikas Einvetständnis voraus. London. 21. Sept. (WTB.) Unter Bezugnahme auf daS in ber amerikanischen Prclle veröffentlichte Rundschreiben de- sran^si'chen Außenministeriums. welche dm französischen Botfchasicr über tert Anhalt deS brt i ch-fran- zesi cten Ma.incab-lvmmenö informiert, te lt der amtliche englische Funkdienst mit: ES Ui notwendig, daraus hinzuweisen, daß die 3k reffen: ff 4>ung des Kompcomis es hi n- auSgeschoben Worten ist. biZ di? anderen führent^n Seemächte denen es u iterbrcl et wurde, sich darüber geäußert haben werden, ob daS Kompromiß alS Ba iS für die Beratung des Vorbereitenden ,Abrüstung?ausfchutteS in Betracht kommt. Gegenüber den Gerüchten, die von verfchietencn Seiten immer weder vorgebracht teerten, ist fefUuflcI.cn. daß der volle Tert deS ten lokalen Militärbehörden im Rheinlande ab- hangen würde. Wir fehen in dieser zwar für die Zukunft wenig versprechenden aber eindeutig klaren Sachlage al» künftige Berhandlungsdafi» einen be- merkenswerten Fortschritt. Der restliche Punkt des von der Sechsmächtc- konierenz mit sichtlicher Mühe zustandcgebrachten Kommuniques fpncht von der Notwendigkeit, das Reparationsprodlem vollständig und end- gültig zu regeln, eine alte Weisheit, die aber hier zum erstenmal in einer amtlichen Verlautbarung der intcrclfii'rten Regierungen mcbcrgelegt ist. Und diese Verlautbarung unternimmt auch schon den ersten Schritt zur lat mit der Verheißung, eine Komm.ssion von Finanzfachoerständigen mit dem Reparationsproblem zu befassen. Zweifellos auch dieses Ergebnis ein Schritt vor- rvarts von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Deutschland und namenllich feine Wirtschaft haben seit Jahren immer und immer wieder unter Hinweis auf die von Jahr zu Jahr drückender und bald untragbar werdenden Lasten, die uns der Dawes- plan auferlegt hat, die Forderung nach einer R e - Vision de» bestehenden Zahlungsmodus und nach einer Festlegung der endgültigen Reparationssumme erhoben, daß es wunder- nehmen würde, wenn gerate wir nun die Dieder- aufnahme der Debatte über das Reparationspro- blcm nicht freudig begrüßen wollten. Wir müßen nur auch in diesem Punkt ängstlich vermeiden, in unserer bangenden und immer wieder leise hoffenden Brust irgendwelchem Optimismus Raum zu geben. Die Sorte, die Herr Briand kurz vor seiner Heimreise nach Genf noch schnell auch über das Reparationsprodlem verloren hat, Hingen fast frivol, wenn man sich die Tatsache rar Augen hält, daß wir saft ein Jahrzehnt erfolglos darum ringen, den vollen Umfang des uns auf erlegten flriegstributs zu erfahren. Briands rofenroter Optimismus, der nun plötzlich die Lösung des Reparationsproblems zu einer Bagatelle von wenigen Dochen machen Komprvrnis'eS unb nicht lediglich ein Teil den R e- aierungen der Bereinigten Staaten, Japans und Italien- mitgeteilt worden ist. Die japanische und die italienische Regierung haben Paris und London davon tn .Kenntnis gefetzt, daß fte geneigt find, die Vorschläge al- geeignete Grundla ge für Besprechungen zu betrachten. Die Antwort von Washington ist hn Verlauf te- üblichen frirstomalstchen Verfahrens verzögert Worten. llnglücklcchertoei'e hat diese Verzögerung In diesem Falle eine beispiellose Menge von Gerüchten veranlaßt, die Zweck, ilmfana und Ziel des Kompromisse- hollftänöig falsch dar stellen. Tatsache ist. daß ter Fortschritt bei ten Verhandlungen teS Vorbereitenden Abrüstungsausschusses lange Zeit dadurch auf- gehalten wurde, daß keine Einigung über > a S System erzielt werten konnte, mit freien Hilfe bie Tonnage berechnet werben ollte. Die britischen unb französischen Delegierten waren Wortführer einer sich gegenüber- stehenden Llnschauung. Großbritannien bcfürtoorlete, in groben Umrissen auSgcdrückt. bie Verechnun g nach Flotteneinhelten. während Frankreich für die Silierung einer Gesamttonnage eintrat, die je nach frem Erm-cs'-.m ber einzelnen Mächte auf die Flotteneinheiten verteilt werten sollte. Aus Grund von privaten Besprechungen zwischen Großbritannien unb Frankreich wurde da- .Komprom ß erzielt, te'fcn Zweck eS war. eine Erfolg versprechente Dieb.raufnahme ter Verhandlungen tm Vorbereitenden Qibrüfhmg*- ausschuh zu ermöglichen unter ter Voraussetzung, fraß die übrigen Seemächte da- Kompromiß al- annehmbar betrachteten Wie von Lord Dushenfrun und anderen Ministern ausdrücklich festgettellt Worten ist, würben die eng- lisch-sranzösischan Vorschläge automatisch bedeutungslos werden, falls tee übrigen Mächte ihnen nicht zustimmen sollten. In diesem Falle müßte Der Vorbereitende Abrüstungsausschuß die ' Suche nach einer anderen Formet Bieter ausnehmen. Offizielle Kreise können sich natürlich nicht über die Authentität einet Dokument- äußern, das einer anderen Mach gehört, jedoch lind die in ter amerikanischer Presse veröffentlichten Bestimmungen fre- Tenet zu treffen fr. ausgenommen ter Hnweis auf Die Tonnage. Hochseetauchboot« unb Unterfce- boote werten als Hochseefahrzeuge betrachtet, wenn fie eine Größe von mehr al- 6fr? Tonnen unb nicht, wie es m tem amerikanischen Bericht heißt, von mehr al- 6000 Tonnen haben Washingtons Gegenzug. Tie Vcreinrgren Staaten fetzen ihr ,rlottenvauprokramm fort. Reuyork, 21 Sept, (haoae.) Der washlng loncr ftorrrfponbent te» Rcuyork American ro U aus moßgebenter Quelle erfahren hoben, daß f o • fort nach Rückkehr Loolidge» eine Rote, die energisch unb kategorisch da» ..geheime englisch- französische Flattenabkominen' mißbilligt, ter englischen und französischen Regierung übersandt werten würde. Diese Rote würde besagen, daß 1. die vereinigten Staaten die Ausführung de» Bauprogramm» von 23 10 OtX^Ionnen-krruzern fortfehen wurden: 2. die vortereilente Abrüstungskonferenz, deren Zufarnrnenlritt In Genf für ten Herbst vorgesehen fei, a b g c | a g t werten mußte: 3. daß keine Aeuderung In ter Schiff»- lonnagt eintreten wurde, bl» zum Zufammen- tritt ter Mächte In Washington im 3ahre 1931: 4. die franzosifche und die cngsifche Regierung Ihre Zustimmung zu der amerikanisch c n Forderung geben mußten, daß d I e K reu zertonnage nicht 300 OOOIonnrn übersteige, wodurch ten Machten ermöglicht würde, Schiffe sämtlicher Tonnagen bl» zur Grenze von 10 000 Tonnen, wie sie ter Washingtoner Vertrag sestsche, zu bauen. Der neueVölkerbundskommiffm sürDanzig Auf Beschluß des Dölkcrbundsrats tritt der Italiener Graf Grovina an die Stelle des Holländers van Hamel. Gens, 21. Sept (111.) Der Völkerbund»rot hat am Freltagnachmittag befchlossen, an Stelle te» bl»- hcrtgen Danziger vötkerbundskommiiiar» van Hamel ten Italicnifchen Fregattenkapitän Graf (Br a o i n a zum Völkerbund»tommisfar in Danzig zu ernennen. Da» Mandat van Hamel» läuft am 22. Februar 1929 ob. Lr wird fcdoch nach der Entscheidung de» volkerbund»rale» fein Amt noch bi » zum 2 2. 3 u n I 1 9 2 9 formell behalten. Hiermit beabsichtigt ter Rat anscheinend, ihm die Mäzllchkelt zu geben, sich einen neuen Po st en zu verschaffen. Graf Manfrede Gravina. ber nunmehr endgültig zum VöUerbunfrLlornm sfar in Danzis ernannt wurde, war Marineoffizier unb fft fSt längerer Z U im i.alier.L4> n dip o a i chen Ll.nst tätig. Gr war Marineatiachce in Stockholm u ib Mitglieb verschieden r ln.erall>icrter Kommt io- nen un Baltilum. Seit längerem ist Graf Grac- .a Mitglied ber italientfchen Völker- bundSfrelegation al- Spezia i't für Oft* fragen. Ferner ist er Sekretär brr ltallen s ,en Gruppe bcr Föderation internationale des Umoa« intellectucUes. Er ist F.ügekvfr ulant bc- Kö...gS unb Enkel von Franz Liszt. Seine Mutter unb ein Brüter wohnen in Tcuffchllmb W 'm feiner polittschen Tätiakeit ist Grnvma als Mi » Herausgeber ein r füyrenb:n itali?n‘.k'/en Ze - schrift unb al- Mitarbeiter teS .Eorrtere frekla Sera" llkerari'ch unb journalistisch hervorgctre'.en. Er ist ein außerortenlllch geb kfr ter unb gefcl- ld>nfrlld) gewandter Mann unb spricht Deutsch und Schlve^ich. mochte, ist völlig unbegründet, denn die Revision des Dawcsplanes wird sich ohne die Mitwirkung ber amerikanischen Finanz weit — an die Reg.erung ter Bereinigten Staaten hat in diesem Zusammenhang wohl kaum jemand gedacht — keineswegs Durchfuhren laßen und da» deutsche Volk wäre dümmer, als die Polizei erlaubt, wenn e: sich in die sich langsam abze.chnende „europä- ff die" thront gegen Amerika einreihen ließe. Dir sind Amerika nichts schuldig und haben in der Reihe der Schuldnerstaatcn nichts zu suchen, die durch gemein- same Pression von dem großen amerikanischen Glaub ger eine Herabsetzung oder gar Etreichurg ihrer Kriegsschulden herausjchlagcn möchten. Wir glauben vorerst auch nicht daran, daß Briands Wille ober gar sein Einfluß groß genug wären, die dcutjchen Reparationszahlungen fo merklich herab- zudrücken und einen Modus zu finden, der einen Verzicht auf die M twirkuna der amerikanischen Finanzwelt zulößt. Dir werden abzuwarten haben, was die nächsten Wochen bringen. Und wir werden lernen müßen, Geduld zu üben. Der immer wiederholle Ruf nach Räumung der Rheinlante, so begreiflich er aus deutschem Munde erscheinen mag, die stete Forderung nach Revision des Dawesplanes, so notwendig und dringend sie für unsere deutsche Wirtschaft in allen ihren Verästelungen auch ist. sie haben nur, nachdem beide Fragen wieder crnsthast angeschnitten werden, doch ten einen Rächtest im Gefolge, den Preis yx ver- feuern, ten die Gegenseite uns für Zugeständnisse in beiden Fragen obprefien möchte Also rüsten wir uns mit Geduld, die wir in zehn Jahren üben gelernt haben und machen wir uns aber das eine immer wieder eindringlich klar: Richt Briand, der geschickte Jongleur und schlaue Taktiker, aber auch ber Richtsalspolltiker, dem wirtschaftliche Dinge stets ein Buch mit sieben Siegeln waren (siehe Thoiry) ist unser eigentlicher Gegner in ten kommenden Verhandlungen, sondern Poincart, der kühle, sachkundige und bis jur Starrheit grab- llnige Jurist. Zst es in Wahrheit schon, feil vor zwei Jahren die Kammer ihn zur Rettung des Franken berief. Vielleicht wird die Gesch chte einst der deutschen ausmärtigen Politik keine gute Rote dafür geben daß sie an dem ßoearnogebanfen auch dann noch festhielt und sich aus bieffm Briandschrn „Zauberhut' Wunderdinge noch zu einer Zeit versprach, als Locarno Ichon längst zu einer Fiktion mworden war Dir haben niemals d e Bedeutung Locarnos verkannt und sind weit davon entfernt, die Verdienste der Väter des Locarnoadtommens schmälern zu wollen. 2Iber bie Feststellung mag erlaubt sein, daß ber gelegentl ch über Gebühr strapazierte Geilt von Locarno iurr Schul hatte, al» zw.schen Deutlchlanb unb feinen Gegnern ton gestern ro.eter eine Atmosphäre herg?stellt war, bic für fachliche Verhanblungen Roum lieh Deutsch- lonb hatte m t bem Rheinpakt über den Verfailler Vertrag hinausgehende Verpflichtungen übernommen, es burite mit Fug unb Recht erwarten, baß ihm die dafür von ben Dertrogskontrahenfen ge- mochten Zugeständnisse loyal erfüllt wurden. 6» sah sich bitter enttäuscht, weil auf der anderen Seite bereit» Gegenkräfte am Werke waren, die in dem Augenblick offen zur Macht kamen, al» etrefe- mann in Thoiry den vergeblichen Versuch machte, dem sich totgelaufenen Geist von Locarno neues Leben einzudlalen. Damals schon lag t» nabe, sich entichlosien und konsequent auf ten neuen Gegen- fpieler einzuftellen, heute wird es für uns zur zwingenden Notwendigkeit. Poincars, der kühle Rechner und nüchterne Jurist, hat ten „großen tauberer* Briand abgelcst, mag bie ijafiabe aus durchsichtigen Gründen auch noch die gleiche geblieben sein. Die Methoden haben sich geändert, der Krieg der Paragraphen und Zahlen beginnt wieder und wir täten gut daran, aus dieser sich notwendigerweise aufbran» gtnben Erkenntnis die einzig mögliche Konsequenz zu ziehen. Nur bann können wir bei den kommenden Verhandlungen auf Erfolg rechnen. Oer Berwaliungsrat der Reichsbahn. Ter ehemalige Reichskanzler Tr Luther legt jein u-iandat nieder Berlin. 21. Sept. (WTB.) Mit dem Schluß des laufenden Jahres scheiden noch sahungSgemäh vorgenommener Auslosung auS dem Derwal- lunßSrat der Deutschen Rcichsbahngesellschaft aus dre>>. der von der Reichsregierung ernannten Mitglieder: Professor Dr. Blum, Ministerial- Präsident a D. Kreishauptmann Buck, Generaldirektor Dr. Ott, und drei der von dem Treuhänder für die Reparationsschuldverfchreibungon ernannten Mitglieder: Brigadier GeneralMan- c e, Generaldireltor Margot, Geh. Baurat Habicht. Bor der Auslosung hat Reichskanzler a. D. Dr. Luther, der erst vor zwei Jahren ernannt und an der Auslosung nicht beteiligt war, erklärt, bah ec zu Ende deS Jahres fein Mandat als Mitglied des Derwaltungsrates niederlegen werde. 3m Interesse der Kontinuität der Arbeit des Berwaltungsrats wolle er die Reichsregieruna, sofern sie die Wiederer- nennung der ousscheidenden Mitglieder wünscht, der Notwendigkeit entheben, eines der auSzulosen- den, schon seit Gründung der Reichsbahngesell- schast tätigen Mitglieder durch eine von der preußischen Regierung benannte Persönlichkeit zu ersetzen. Oie Mobilisierung der Oawesobligationen. Amerika zur Entsendung eines Beobachters bereit. London, 21. Sept. (TU.) Die Haltung der amerikanischen Regierung gegenüber der geplanten Einsetzung einer Kommission für die Mobilisierung eine- TcileS der Dawesobli- gationen wird in hiesigen diplomatischen Kreisen viel erörtert. Wie der diplomatische Mitarbeiter des „Daily Telegraph" berichtet, hält man es in amerikanischen politischen Kreisen nicht für unwahrscheinlich, daß die vereinigten Staaten einen mit ganz besiimmten Bvllmachten ausgerüsteten Beobachter in die Kommission entsenden würden, wenn Amerika hierzu ausgesordert werden sollte. Die Aufgabe dieses Beobachters würde allerdings offiziell darauf beschränkt fein, Einwände zu erheben, bei der Aufwerfung von Fragen, die auf eine Abänderung der Kriegsschulden regelung mit Amerika hinziclten. Wie bar Korrespondent weiter berichtet, soll die Haltung der belgischen Regierung writg h.nb mit der der englischen übereinstünmen. da Belgien, nicht wie Frankreich, im nächsten Iahr große Barbeträge an Amerika zu zahlen habe. Belgien würde eine Mobilisierung von Dawesobligationen mit einem hohen Distontsah nicht begünstigen, da hierdurch der Wert der gesamten Onbemnität Deutschlands erheblich vermindert würde. Einberufung des Auswärtigen Ausschusses zum 3. Oktober. Berlin, 21. Sept. (VDZ.) Der Auswärtige Ausschuß des Reichstag« ist zu Mittwoch, 3. Oktober, vormittag» 10 Uhr, einberufen. Tagesordnung: Genfer Verhandlungen. Die Minister- uud Staatspräsidenten der Länder werden bereit» am 2. Oktober zur Information über die Genfer Verhandlungen zusammentreten. Fortschreitende Genesung GtresemannS rlin, 22. Sept. (WTB.) Die Nationalliberale Korrespondenz, der parteiamtliche Pressedienst der Deiuschen Volkspartei, bestätigt die erfreulichen Nachrichten über die fortschreitende Genesung des Reichs- außenministers Dr. S t r e s e m a n n. Bei der letzten ärztlichen Beratung, die vor etwa acht Tagen statt- fand, ist non Geheimrat Krehl ausgesprochen worden, dotz der Minister noch bis Ende Oktober im Urlaub bleiben soll. Dr. Stresemann selbst, der sich täglich kräftiger fühlt, hat den Wunsch, s o - bald als möglich sein Amt wieder anzutreten. Jfolten und die Entente cordiale. London, 21. Sept. lWB.) Dor diplomatische Korrespondent deck ..Daily Telegraph" meldet, in diplomatischen Kreisen Londons seien Gerüchte im Umlauf, daß die langwierigen Ver- handlungen zwischen Frankreich und Italien über Die Regelung ihrer schwebenden kolonialen und anderen Streitfragen in der letzten Zeit beschleunigt worden seien. Es werde sogar ongedeutet. dah das Flotten- abkommen zwischen England und Frankreich sowie die kürzliche Annäherung der beiden Länder dieser Entwicklung nicht ganz fernstchen. London habe angcbcutet, dah eine Regelung sehr geboten fei. damit die gegenseitigen Beziehungen der drei Entente-Mächte aus eine für alle befriedigende Grundlage gestellt würden. Die Ergebnisse der Donncrstag- fahtt des „Gras Zeppelin". Friedrichshafen, 21. Sept. (TU.) Obgleich die endgültigen Fahrtleistungen des .Graf Zeppelin" auf der Reise vom Donnerstag noch nicht vorliegen, da die Fachberichte noch nicht abgeschlossen sind, stebt schon seht sest. dah die gesamte zurückgelcgte Strecke über 1 000 Kilometer betrug; die in 9 i, - stündiger Fahrt bewältigt wurde. Die Durchschnittsleistung dürste somit etwa 110 Kilometer pro Stunde betragen. Der Brennst o.fvei brauch war normal und entsprach den Erwartungen. Die Berwendung von TriebgaS ist auch für die Werkstättensahrt in der kommenden Woche unwahZcheinlich. Man wird wegen der geringen Blaug.Svorräte vor- auSsichllich erst bei einer der Amecilasahrt vor» ausgehenden größeren Fahrt BlaugaS verwenden. Die Störungen der Sendeanlage deS Luftschiffes werden damit erklärt, daß durch die wesentlich erweiterten eieltrischen Anlagen und Apparaturen des Schiffes Stromkreise entstehen, die ungünstig aus die Funl- anl-ge einwirken. Die Donnerstagfahrt hatte zahlreiche Anfragen von Städten au» dem gan en Reich zur Folge, alle wollen Zeppvtinbeluch haben. Es ist jedoch nach wie vor unmöglich im voraus den Besuch der einzelnen Städte anzu- kündigen. Die nationale Ausgabe des deutschen Handels. Reichsernährungsminifter Dietrich auf dem Deutschen Großhandelstag über Landwirtschaft und Handel. München, 21. Sept (WB.) Der Reichrninister für Ernährung und Landwirtschaft, Dietrich, überbrachte der heut« hier eröffneten Tagung des Reichsoerbandes des Deutschen Groß, und Heber« sechandels an Stelle des verhinderten Reichswirt- schaftsmlnisters Eurtiu» die Grüße der Regierung. Er führte dabei u. a. aus: „Bei dem Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft haben sich in ihrer Struktur gewaltige Aenderungen vollzogen. Neue Organtsationselemente (Kartelle, Syndikate und Trusts) sind in diese Wirtschaft eingebaut worden. Daß bei dieser Entwicklung d i e Zahl der selbständigen Existenzen ständig verringert, die der abhängigen aber vergrößert wird, bedeutet auch insofern eine Gefahr, als damit gerechnet werden muß, daß mit der Zeit die Kartelle und Trusts oer> bureaukratisiert werden und daß auf die- fern Boden nicht mehr die Führerpersönlichkeiten erwachsen können, deren die Wirtschaft bedarf. Das groß« Problem in der Landwirtschaft, an dem der Handel stark interessiert ist, ist die Rationalisierung und die Standardisierung der Produktion und der Produkte, ein Gebiet, auf dem wir gegenüber anderen Ländern stark in Rückstand gekommen sind. Die Lö ung dieser Aufgabe, die die Landwirtschaft auf genossenschaftlicher Grundlage vorzunehmen Hal, wird dem Handel eine Ware in die Hand geben, die besser und billiger vertrieben und abgesetzt werden kann und daher dem Landwirt auch einen besonderen Erlös bringen wird. Dabei wird der Handel durchaus feinen Platz behaupten." Zum Schluß kam der Redner kurz auf di« Tatsache zu sprechen, daß im Verfolg der Genfer Ereignisse man nunmehr an eine endgültige Lösung des Reparationsproblems Herangehen will: „Die Reparationen können nur aufgebracht werden durch Warenausfuhr und durch die Wieder- einschaltung Deutschlands in die gesamte Weltwirtschaft. Hier benötigt das deutsche Volk die Mitarbeit des Groß- und Ueberseehandels in erster Linie. Hier ist der Handel berufen, die nationale Ausgabe unserer Befreiung aus den Stetten des Versailler Vertrages mit zu lösen. Aach eingehsnber Aussprache sand die Tagung bann mit der Annahme folgender Entschließung ihr Ende: Der Groß- und Ueberfeehanbei, in feinen Lebensvebi gun^en au s äußerste bedroht, aber unerschütterlich von der Rotwendig eit ei..es selbständigen, mit seinem Vermögen voll verantwortlichen Handels für ein lauerndes Gedeihen der Bol.swirtscha t Überzeugt, fordert mit aller Entschiedenheit: Eine Steuerpolitik, die die unerträgliche ilebcrlafi ung des Betriebes beseitigt und einen Wiederaufbau der durch die staatlichen Maßnahnen in der Onilallonszeit und die Wegnahme des deutschen AuslanbSvermö- genS schwer getroffenen ÄapitiEraft ermöglicht, eine Sozialpolitik, die eine Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Erzeugnisse auf dem Weltmarkt sicherstcllt und den Handelsbetrieben die notwendige Anpassung an die wechselnden Ausgaben ermöglicht, eine Revision der Eisenbahn- und insbesondere der P o st t a t i f e nach unten, eine großzügige Bersassungs- und Verwaltungsreform, die den (Scfamt- fleuerbebarf, insbesondere auch durch eine starke Dezentralisation, nach unten wesentlich senkt, eine Einschränkung der wir tscha l tlichen Betätigung der öffentlichen Hand, insbesondere völligen Verzicht auf wirtschaftlichen Wettbewerb steuer- und fapitatbegünfliqter öffentlicher Betriebe mit den st euer zahlen den Betrieben der Bürger, unbedingte Neutralität der öffentlichen Hand in dem natürlichen wirtschaftlichen Kampf der Wirtschastsgruppen, insbesondere des Großhandels und der Genossenschaften, jede mögliche Förderung einer gegenseitigen weltwirtschaftlichen Annäherung der Völker unter Beibehaltung des jetzigen, auf selbstverständlicher Gewährung gegenseitiger Meistbegünstigung beruhenden Handelsrertraq»- shstems. Der Groß- und Lleb^seeha'-del selbst hat die Aufgabe, mit größtem Rachdcuck alles zu tun, um feine Betriebe so rationell and so leistungsfähig zu gestalten, daß sie im freien Wettbewerb das Beste für die Erzeugung und für den Verbrauch leisten. Buntes Allerlei. Freie Ufer am freien Waffer! Die sozialdemokratische Fraktion des Preußischen Landtags hat einen Urantrog eingebracht, in dem es heißt: Die W o ch e n e n d b e st r e b u n g e n bringen die Seeufer in protze Gefahr. Kapitalkräftige Kreise versuchen, die Seeufer und die schönsten Waldparzellen in ihre Hand zu bringen. Dadurch wird die erwerbstätige erholungsuchendc Bevölkerung von den Seeufern abgedrängt und vertrieben. Die Gesundhaltung der schwer arbeitenden werktätigen Bevölkerung erfordert u. a. auch die Pflege des Wassersports. Es muß daher unter allen Umständen erreicht werden, daß der Zutritt zu den Seeufern nicht unterbunden wird. Wir beantragen daher, der Landtag wolle beschließen, aas Staatsministerium zu ersuchen: 1. durch geeignete Maßnahmen der erholungsuchenden Bevölkerung die Benutzung der Seeufer zu Sport- und Badezwecken durch Schaffung einer hinreichend breiten Uferpromenade zu erhalten; 2. die Kommunaloerbände und die Gemeinden anzuweisen, durch Anwendung des Gesetzes zur (Erhaltung des Baumbestandes und zum Schutze der Uferwege und ähnlicher gesetzlicher Bestimmungen i n gleichem Sinne zu wirken. Geständnis des Raubmörders Hopp. Der in MainzKaskel verhaftete Raubmörder Hopp hat am Donnerstagabend gestanden, Direktor Korbmann überfallen und beraubt zu haben Die Ucberführung Hopps nach dem Landgericht vecdcn dürfte binnen kurzem erfolgen, hopp soll die Absicht gehabt haben, in die französische Fremdenlegion cinzutrelen. hopp sagte au», er habe Korbmann im Schlaf bestehlen wollen unb habe versucht, ihm bic Uhr au» ber lasche zu ziehen. Darauf sei ber Direktor erwacht, unb e» sei zwischen ihm unb seinem Angreifer zu einem kurzen Kampfe gekommen. (Er habe halb gemerkt, daß Kordmann ihm an Kraft überlegen sei, den Revolver gezogen unb ben sich wehre n b« n niebergeschofsen. Den Leichnam Hobe er bann auf bie Schienen geworfen. Kachbem er aus bem Gepäck bie wertvollsten Gegen- stänbe entnommen halte, schlevberte er alle» anbere burch bas Fenster auf bie Bahnstrecke hinaus. * Hopp wellte vor seiner Verhaftung auf dem Bahnhof Kastel in dem Eaf^haus »Z u den drei Königen" in der Mainzer Straße. Die Besitzerinnen des CaföS. Frau Gertrud Valentin und ihre Schwester Frau Klara Busch, schildern den Besuch deS unh.imlichen Gastes tme folgt: Gegen 15,45 Uhr erschien bei uns ein Gast, ber sich ein Ei, e'.ne Schokolade, drei Stück Torte und einen viertel Liter Mllch bestellte. Die Milch trank er gierig auS. Bei feinem Eintreffen waren noch andere Gäste rin Lokal, die jedoch bald darauf weggingen. Der eigenartige Gast fiel uns bald auf, zumal die Kleidung mit der im Steckbrief gegen Hopp angegebenen übe re in st im inte. Auffällig war außerdem sein hastiges Erzählen. Er berichtete von Stuttgart zu kommen, wo er in einem Barrets gewesen wäre. Beim Erzählen bemerkten die freuen, daß dem Mann ein Vorderzahn fehlte. Inzwischen hakle sich Frau Valentin in der Zeitung noch einmal das Bild des Mörders genau angesehen und kam nunm .hr zu der Llcber- zeugung. daß der Gast der Gesuchte fei Als dieser die Ausmercksamk it der Frauen be- mcrltc. verstummte er plötzlich und beschäftigt« sich mit Zeitunaslcsen. Frau Valentin benacyrich- tigte telephonisch die Polizei Die Frauen erzählten weiter, sie hätten ein eigentümliche» Knacken rn der 'Tasche des Manne» gehört und nehmen an, baß es sich um das Entsichern eines Revolvers Hand llc. 3n der Tal wurde später bei Hopp ein Revolver gefunden. Der Raubmörder verlieh das Lokal, nachdem er seine Zeche bezahlt halte, noch bevor di «Krimi nalpvkizei eintrat. Frau Da- 'enttn folgte ihm unbemerh zum Bahnhof, wo ft« de n inzwi'chev nachgekommenen Kriminalbeamten den auffälligen Gast zeigte. Hovp wurde darauf sofort verhaftci Gr gab bald zu. der Gesuchte zu sein. Man fand bei ihm eine Walther-Pistole mit sechs Patronen, einen deutschen Pah und ti en b heischen Staatsarg.hö ij- keftsausweis auf den Qlamen Müller. Lokomotivführer und Reichsbahn. Zu den von den Lokomotivführern der Reichsbahn auf der Tagung In Frankfurt a. M. geäußerten Beschwerden, daß an Lokomo tiv- personal gespart werde und dah die daraus hergeleitete Hebetfaftung sich auf bie Betriebssicherheit bet Reichsbahn auStoirfe, wirb von zustänbiger Seite an der Hand authentischer Zahlen darauf hingewiesen, dah das im Lokomottvsahrdienst beschäftigte Personal im Jahre 1927 um 5000 Köpfe mehr betrug, als im Jahre 1913. Während bet Personal st and im Lokomotivfahrbienst seit 1913 um 7,3 Prozent «stiegen ist, sind anbererseitS die geleisteten Lokomotivkilometer um 7,4 Prozent, bie geleisteten Zugkilometer um runb 10 Prozent gesunken. ES kann also, so sagt die Mitteilung der Reichsbahn, bei Betrachtung dieser Zahlen von einer zu großen Belastung deS Lvkomottv- personals und von ungerechtfertigten Sparmaßnahmen der Reichsbahn mit gutem Gewissen nicht gesprochen werden. Da» neue heim der Wirtschaftshilfe bet Deutschen Studentenschaft. Die Stadt Dresden hat der Hauptstelle studentischer Selbsthilfe und Gemeinschaftsarbeit in Deutschland einen Reubau zur Verfügung gestellt, dessen feierliche Liebergabe und Einweihung in diesen Tagen erfolgt. Bereits im Jahre 1926 hatte die ©tabtgemeinbe Dresden das Wohngebäude in bet Rähe beS Hauptbahnhofs gekauft unb bet Wirtschaftshilfe bet Deutschen Studentenschaft al- Verwaltungsgebäude überlassen. Das ständige Anwachsen der VeNvaltungSgeschäste y Wirtschaftshilfe zwang aber in kurzer Zeit zu einet Erweiterung der Gebäudeanlage, unb vor Jahresfrist betoib» ligten die Dresdner städtischen Kollegien die hierfür erforderlichen Mittel im Betrage von rund 200 000 Mk. 3m alten Gebäude wurde eine Reihe von Umbauten vorgenommen und daneben ein Reubau errichtet, in dem die verschiedenen Zweige ber Hauptstelle der studentischen Selbsthilfe und Gemeinschaftsarbeit in Deutschland, bie Verwaltung ber Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft, die Deutsche Akademisch« Auslandstelle und das 3nietnatü>- nale 3nstitut für studentische Selbsthilfe und D«- meinschaftsatbeit ihr Unterkommen finden. Deutscher Sieg im Flug „Runb um Frankreich". Die allgemeine Wertung des (internationalen Flugmeetings für Kleinflugzeuge in Orly, das mit einem ZuoerlÜs.igkeits- slug »Rund um Frankreich" in acht Etappen (bie letzte Etappe war le Havrrle Bourget) seinen Abschluß gefunden hat und bei bem bet deutsche Teilnehmer Lufser an bet Spitze steht, stellt sich wie folgt: 1. Lu ser-Deutfchland 1691 Punkt«, 2. Petcival-England 1606. 3. Btvab-Englanb 1581, 4. Laby Heath-Sngland 1520, 5. Rouyet- Ftankteich 1294. 6. Lemerre-Ftanktc ich 1055 Punkte. Der deutsche Flieger Lusset. bet aus kem interna ;ionalen We toew.rb für K ein lumcuge als Sieget hervorgegangen ist. ist kurz nach seiner Landung auf dem Flugplatz Le Boutget im Hamen des deutschen Ge chäitsttägers. Dot- schastSrats Dr. Rieth, von Legation» e cetär Dr. EIodius begrüßt und beg ückvünscht worden. Morgen gibt die französi che Aeronautische Ge- sellschalt den Teilnehmern an dem Wettbewerb ein Bankett. 3m amerikanischen lornabogeblft All« Versuch«, die Zahl der während de» Tornado» Getöteten genau sestzustellen. sind vorläufig aufgegeben toorben. Die sanitären Verhältnisse sind derartig schlecht, bah bie Flüchtlingslager binnen 48 Stunbcn geräumt werben müssen, wenn die Leichen ber bei dem Tornado umfl Leben Gekommenen nicht sofort beerdigt werten Die Frauen und Kinder verlassen bereu» bas Lager am Ostuser de» Lake Otechebee unb lassen bie Männer »ur Bekämpfung der Seuchengefahr zurück. MUiz- fotbatni fetzten schon 538 Leichen bei. Der Zustand der Leichen ist vielfach derart, daß es unmöglich ist. Weiße von Regern zu unterid>ciben. Au» San 3uan wird gemeldet, daß in dem vorn Tornado heimgesuchtcn Gebiet bie Gefahr von 3n- sluenza-, TyphuS-, Masern- und Malariaepidemien besteht. Da» Rote Kreuz berichtet, dah 400 000 Personen Rot leiden. Die „Europa" in Persirn gelandet. 3n Bulchir (Persien) ist das deutsche Flugzeug ^Europa" gelandet. Wie verlautet, verzögert sich die Fortsetzung des Flug«», da bi? erforderliche Crlaubr.il ber Pers scheu Regierung noch nicht e-n- getiDffen ist. Freiherr v Hüneselb hofft. Samstag nach Karachi weiterfliegen zu Bruten. Hugo Slinne» stellt eine Million Mark Kaution. Rochdem bie Kaution in Höhe von einer Million Mark zur Abwendung bet weiteten Linkersuchungsl;aft beim Getil). ei ;ge:a gen ist. ist Hugo Stinnes nach dreiwöchiger Ha t w oder auf freien Fuß gesetzt worden. Eit T:il der Kaulion tourte in bar entrichtet, während für den Rest bie Mut ter von Hugo ©timte« die Bürgschaft übernommen hat. Blutige vetbrecherjagd in Korbern et). 3n Rot detney hatte ein angeblick^r Dr. jur. Kunowski mit einem Kurgast namens Hansen aus Paderborn Dekanntschast gemacht und entwendete diesem aus einem verschlossenen Schreibtisch 233 Mk. Di« Polizei tojrfce verständigt unO war nach bem Einbrecher auf der Suche. Freitag mittag nun fah der Regie- runasassessor Graby, der HUfSbeamso des LandrateS in Kolben, der persönlich an der Fahndung teilgenommen hatte, den Dieb in der Bogen st raß« und stellte ihn. Der Dieb gab darauf zwei Revolverschüsse auf den Regierungsassessor ab. flüchtete in die Goebcu- strah«, verfolgt von bem schwer verletzten Regierungsassessor. Als ber Assessor auf etwa 40 Meter an ben Einbrecher hetangekommen war. gab er au» feinem Dienstrevolver einen Schuß ab. ber den Verfolgten in ben Hinterlopf traf unb ihn tötete. Der Regietung»- afsessor wurde in das Krankenhau» gebracht, wo man vorläufig einen linken Lungenfchuß feststellt«. Die weiße 3nfcl existiert nicht. Der Leiter der ..Kraf, in'-Expedition. Sa-, m o i l o w i t s ch, teilte bem russischen Hilfskomitee mit, bah er unter bem 81. Gcad 40 Minuten nördlicher Breite und dem 30. Grad östlicher Länge, der Stelle, die bie Kart« a l s Gillis-Land (Weihe 3nsel) bezeichnet, kein Land ge- 1 u n b c n unb 328 Meter Meerestiefe feftgeflellt habe. Die Existenz von GllliS-Land wird seit dem 3ahre 1707 bestritten. Fleischvergiftungen in Osnabrück. Wie die Polizeidirektion mitteilt, sind nach dem GenußoonPferdefleischin Osnadrück-Stadt zehn Personen und im nahen Hasbergen sieben Personen unter StergiftungserfcMnungen erkrankt. In Hasbergen ist heute abend ein Mann geftor- ben. Bei ben anderen Erkrankten besteht einstweilen keine Lebensgefahr. Bei lebendigem Leibe verbrannt. Gin schweres ExplosionSunglück ereignet« sich m einem Pariser Friseurgeschäft. Das Dienstmädchen hatte die Vorhänge mit Benzin gereinigt und wollte diese im Hos zum Trocknen aufhängen. Als sie an einem Ösen vor- beikam, fingen bie Vorhänge Feuer. Bor ben Augen ihrcS Dienstherrn verbrannte bas Mädchen als lodernde Fackel. Auch die Haus- helferin wurde schwer verbrannt, während der Friseur mit leichten Brandwunden davon kam. Oie Wetterlage. 10 — Qi 2^ K^-zy.'v ’M* &T1 1^ y a 1? «ß-t o vofitnros G»trtn ® e oc««i • w<« 4'luptin ■ HCDCl RQfWitlrr(5)VK»«H«UC.O. «• On tuiiiqt» tudiuowfii X tivfeocBe» werdercii du Rttw fliegt", mn atm wmdc Oie ec am lubo-en jtc«<" <3>e Tempereter t<\ Pie lie-cn #er»md#e Ckw m l i t iu« •**' n-ereteive«» u*«i«: Stunden. ♦ 4 Aus der Provinz,al-auptsiadi. O ; # f; « n. den 22. September 1929. Start Ebel. ,4m 24. September besetzt der Drettor der UniveckUät«-Bibliothek. P^o efsor Dr. Karl 2b«!. seinen sechzigsten Geburtstag. Da« 'che.nl Anlast genug, an dieser Stell« kurz über den Leben»gang d eie« um unsere Steht hochverdienten Mannes zu berichten. Or entstammt einer Äamtlic, di« seit Jahrhunderten in ie sich zeigen wird — auch spater noch tzefchäsNgen sollte. 3n demselben Jahre trat er al- H ll S- adK .'tet in tu« Univer'ttLts-Btbliottzek ein: drei Jahr« später wurde er zum Db.iothekar ernannt und 1907 zum Oberbä tigung damit und mit der Geschich « ® eben« überhaupt entfpiangen eine ganze Reihe Heiner*r und erfiterrr Arteiten. durch die er allmählich zum heften und — must man wohl sagen — einzigen K.mner der ®i.*rvencr Stadt zefchlchke geworden ist. Und wenn die Stadtverordneten Bersamm- lung dem Qberhesfi'che.i Geschicht-ver^.r zu seirer SO-öabtlckt im vergangenen Juni eine Jubiläum «gäbe von 530 Mark hergebracht hat. die für Arocuen aus dem Gebiete der Stablgc chichts- sorschung Berw.ndung finden sollen, so ist da« damit bezeugte Jnterc' für Diesten« Tergangenbell in erster Linie Kari Sbel und seinen Arbeiten zu bauten. Unter ben Arbeiten zur Geschichte (einer Battr- stadt finden sich solche über die Einverleibung ®leben« in H«s «n vor 653 Jahren, über einzeln« Gegenstände au« A.t ® «ben. den Giestener Anzeiger. bu Diestenar Flurnamen Snde he« 15. Jahrhundert«, die ältere QriSbeschrei^» ng bet Stadt, da« alte Diestener Ttcgi nent. die K rchen- und Schulgeschichte im Zeitalter der Ac ormation u. a.... Weiterhin wären die Arbeiten xur 05er- hes ischen Geschichte zu erwähnen, die (ich meist mit der Geschichte einzelner Orte, Klöster und Burgen beschäftigen. Hirrher gehören die Re- geften und Urkunden zur Geschichte von Alsfeld. Die Geschichte von Drünberg. von Lich, de« Marienstift« in Lich, dr« Gleiberg« Schisfen- bergs, Staufenbergs usw.. vor allem aber die Äufammen mit dem Giestencr Kunsthistoriker Pros. Dr. Bruno Sauer versaht« Geschichte der Zisterzienser-Abtei Arnsburg und die ‘Bearbeitung de« historischen Teils der Kunstdenkmäler für Hessen-Darmstadt, von denen für den Ärci« Giesten bisher leibet nur Band 2: Arnsburg mit Altenburg :r'±icnen ist. Ferner sind noch seine Aufsätze zur Geschichte der Universität Giesten. einig« Biographien bervorragenber Giestener Gelehrten und vor allem feine Arbeiten über die Unitxrsitäts-Bibliothek zu nennen. Auch den Ce’crn de« .©ieftener AnzeizerS" ist Karl Obel von vielen Aussätzen bet leit Jahren bekannt. Ferner ist er in verschiedenen wissenschaftlichen Bereinigungen seit langen Jahren tätig. JnSbesondere hat er sich stet« lebhaft für bl« Bestrebungen de« Oberhessischen GeschlchtSverein« eingesetzt, dessen zweiter Borsitzender er ist und dessen ..Mitteilungen" er im Auftrag de« Bor- standeS herausglbt. Ferner arbeitet er in der Hessischen Bereinigung für BolkSkunde mit, in der er ebenfalls den zweiten Borsitz führt, in der Ob«th«ssischen Gesellschaft für Cttatur» und Heilkunde und dein Giestener ltefehallen-Berein. Weiterhin ist er Mitglied der Historischen Kommission für den Dolk-staat Hesse,., und die ‘Regierung hat ihn als Mitglied in die Hessische Kommission für die Staatsprüfungen für den mittleren Bibliotheksdienst berufen. Jn dieser Skizze seine« Leben« muh noch auf eine Tätigkeit Karl Etzel« hingewiefen werden, der er viel Zeit und Mühe gewidmet hat und für die Ihm seine Mitglieder zu Dank vervslich- tet sind: feine Tätigkeit al« Giestener Stadt- vewrdneter. Al« Beritt!er der Bobeareformet — später war er Mitglied der freisinnigen (demokratischen' Fraktion - wurde er 1905 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt Und < j hat bl« zu seinem Ausscheiden im Oktober 1922 die Gedanken Damaschkes ixrrrrten und in detsen Sinn sich lebhaft betätig! Jn diesem Zusammenhang mag auch erwähnt fein, hast er fich die Qr- baltur.g der alten Slumair.cn und ihre Iknüfiung bei Benennung von ©traben besonder» hat an- gelegen sein ' t Jn solchen Fragen hat man auf (eine Ausfassang stet» mit Recht grrfoe« Gewicht gelegt . . Mitglied de« Xunhbeirate ist er ft et« für die würdige Instandhaltung alter Gebäude und Kunstbenkrnäler im weitesten Sinne eingetreten. Ferner gehörte er dem RechtSaus- schuh der Stadtverordnetenversammlung an. und auch dem T-eaterau-schust. in dem er bemüht war. den Spiclplan unsere« Stadtthatere. auf künstlerischer Hebe zu halten. Der Betätigung im Schulvorstand hat er immer besondere Ausrnerk- samkeil geschenkt und jp denen gehört, die im Jnteresse allgemeiner Äolk-dilbung eine Weiterbildung bc« Schulwesen« gefördert Haden. 31« 1914 der Krieg auöbrach, stellte er sich der Stadtverwaltung in selbstloser Weife zur Berfü- gung. Sein Angebot wurde gern angenommen und ihm der Borfitz der Unterftützungriommission für xriegefürforge übertragen. Jn dieser Eigenschaft. die ben eigentlichen Mittelpunkt ferner Stadtverordnetenlätigkeit uusg macht hat. hatte er die Unterstützungen für Kriegers rauen und -Witwen, später die Betforgung mit £?cben«mit- teln, Kleidung u. bgl. zu bearbeiten Diefer immer mehr anwach'enden. nicht immer angenehmen Tä- tigicil ha! er bi« 1920 seine Arbeitskraft in selbstlosester Weise und ohne Schonung feiner selbst zur Verfügung gestellt. Doll Berständni« für die Rotlage der Gesuchsteller urteilte er gerecht und doch wohlwollende er hals, soweit es irgend möglich war. und e« fiel ihm oft schwer, zu weitgehende Wunsche und Forderungen ab- zulehnen. Durch diese aufreibende Tätigkeit, die er eigentlich al» ein selbständige« Amt der Stadtverwaltung auSübte, hat sich Kari Sbel zweifellos große Derdienste um da« Wohl seiner Vaterstadt und Mitbürger erworben. Dast man da« 10 Jahren nach dem Ende de« Kriege« beinahe vergessen hat über all dem. was sich inzwischen ereignet hat, die« Schicksal teilt er selbst mit denen, die vor dem Feind zum Schutz der Heimat Blut und Leben eingesetzt haben. Ätzer gerade darum erscheint e« angebracht, noch einmal an diese Dinge zu erinnern. ES erübrigt sich, auf feine Pflichttreue und peinliche Dewisscnhastigkeit «inzugehen, mit der er allezeit die übernommenen 3rbei:en jeder Art ausgelührt hat, denn dieser Zug ist eine Selbstverständlichkeit seine« Eharakterv Sein offene«, stet- hilfsbereite« Wesen hat ihm manchen Freund in Giehen und weit darüber hinaus erworben. Zu seinem sechzigsten Geburtstag kann man — glaube ich Karl (Sbel nicht« besseres wünschen, al« bah cd ihm vergönnt fein möge, noch manche« Jahr in derselben Rüstigkeit und ungebrochenen Arbeitskraft und -freube weiter zu wirten zum Ruhen der Universitäts-Bibliothek, der deutschen Wissenschaft, bet Stadt Dieben, al« deren Geschichtsschreiber man ihn bezeichnen darf, und der vielfachen öffentlichen und privaten Körperschaften, die Ihm für seine Mitarbeit dankbar sind. Wa. Linser neuer Roman. Was würben Sie tun wenn es eines Tage« Geld rcgiKtc? Sie ftnnrn sich ba« nicht verstellen? Ader Sie kannten sich vielleicht hmfen, haft Jhncn nacht- auf dem Hetm.veg in einer dunklen Seitenstrahc ein Mensch begegnet fremd und namenlo«. her Jhnen hastig wte auf Kr Flucht oder in Angst um (ein Leden, ein kleine«. im- fcheinbarzs Bündelchen in die Hand drückt und. cfcc Sie sich von Schreck und Erstaunen erholt haben, in Rächt unb ‘Diebe: verschwunden ist . und wenn Sie da- Paket zaghaft unb kopfschüttelnd öffnen fallen Jbnen ün trüben Schein der Laterne Banknoten entgegen, in Päckchen verschnürt. Mete. viele deut'che. ausländifche. bekannte und unbekannte kaufende. Millionen vielleicht Geld Geld. Geld Wa« würden Sie tun wa« must nun a.fchehen. wa« farm sich ereignen welch ein rat eIbaiter Wirbel fremd« und eigenen Schicksal- beginnt mit bie'er unheimlichen Begegnung um den nächt ichen Spaziergänger zu tret1 en dem folch?« zustbstt? Mit dieser verdlüsfenden und verwirrend« Fragestellung, mit einer so ungewöhnlichen Szene beginnt nach kurzem Borspiel die sehr bewegte Handlung unseres neuen Vornan« von Paul (fnbcrlinfl: „Wclb fällt vom Himmrl-, der am nächsten Dien«taa im .Giestener Anzeiger" erscheinen wird. ist der Roman einer leidenschaftlichen Liebe und die Gefchichte eine* bunten Abenteuers - scharf sich adh.-bend vom tpcttet* leuchtenden Hintergrund einer stürmischen Zeit, unserer eigeiten nowol.en unb zerri lenen Welt von gestern, heute unb morgen. Gnderiing. der Danziger Dichter, gestaltete in diesem (erft 1927 oollcntetcn) Roman die Geschichte eine« Heinen Häuslein« von Menschen au« der GegenwaN — mit romanhafter Phantasie unb stllistuchem Feingefühl. in dramatischer Otcigeruna, überraschend, spannend und packend, unwirklich und wirklich zugleich. So dürfen wir hohen, bah der neue Roman allen un. 2417 belörd Rudolf Hoeee, Bremen. B73V Ein Gang durch unsere Ausstellung Frankfurt a. M., VilbelerstraOe 29 Überzeugt den urteilsfähigen Käufer MngelS-Aeuhos.riesballgeschäst Filiale Wevlar, Bannttrastr 42. durch Generalrepräsentant eines aussichtsreichen Unternehmen» von groster volkswirtschaftlicher Bedeutung.Ge'chäsrsgew.Herrcn m.4 -8000 Mk.Barkavnal mögen umgeh. auSfuhrl. ^Bewerbungen etnrelchen an Abt.26. Postlager» karte282,Berliu-Lchöueberg 1 8408V Seltene Gelegenheit! MUnnlnl heben Arbeiten gei. Schrtstl. Angeb. unt. 2. für die Chirurgische Klinik und die Klinik für Ohren», Nasen» und Halskranke 3. für die Augen» und Kinder- Kliniken an seriösen Herrn, der imstande ist, {Jas Geschäft weiter auszubauen. — Zur Lieber- nähme sind Mk. 5000 erforderlich. Schriftliche Angebote unter 8425D an den Gießener Anzeiger erbeten. Kontor und Lagerraum 18 qm, am Sei erd» weg. auch alSVaden» raum einzurichlen. |ii vermieten. Schr. Angeb. unter 8298D an den Gtest. An». Reise-Vertreter! AIS seit 30 Jahren gut emgesuhrte SDejlalfoüdl für meoti. WnüoiMDs ohne Konkurrenz, da ges. gcsch, suche ich tüchtige Herren mit bisherigen guten Erfolgen als Ptatz- u. Keine Vertreter «auch für Lanbkundfchast). Jetzige Jabreö- »en sehr günuig. Kl. Muster. Hohe Proo. Jedes Detailgeschäft ist Käufer. Rudolf Eberenz, Frankfurt a. M.lSiid) 2 Ehrenpretle. 5 goldene Medaillen Reisende auch Damen »um Besuch oon Bri» vatlundschakt fVe» benSmtlielbranchej ges. Geboten werden feite TageSsvescn u. Provision. Schrtitl. Augcb. unter O>702 an den Gtest. An». Slwljpislio die flott u. gewissen» Han arbeitet, zum 1. CH ober. evtl, auch später gesuchk. Schr. Angeboie unt. 842vD an den Giencncr Anzeiger erbeten. Eberhard Schwarz Gartenarchitekt, Gartengestaltung Beratung, pflege, Neuanlagen, Umgestaltung. Winterhärte Blütenständen Ostanlage 36' vorii Unser sroOer, zufriedener Kundenkreis beweist besser als Worte, daß NllklelMMklWiU für bekanntes Markenfabrikat gesucht. E» wollen stch nur Herren melden, die für grobe Umsätze aus zahlungfähtger Schuh- macherkundfch. Gewähr leisten. Audi. An erbiet, mit Referenzen unt. T. L. 407 an Ala»Haafenstein St Vogler, Sannover. Tüchjge Drainagearheiler (Facharbeiter) nach WistmartLahnebene) gesucht. Zu melden ab Montag, den 24. 9. Jüngere He ». Kanofselauflesen ührtoilaoe ihbem/eur-schule MiscninenöauE/etir»- tecnmt.HoouyiKDio. Toninoustrit, 4. für die Klinik für psychische und nervöse Kranke ist »u vergeben. Angebote nebst Muster sind an die Verwaltungen der einzelnen Kliniken bis zum Donnerstag, dem 27. September 1928, vormittag» 11 Uhr, einzureichen. Die Lieferung kann auch geteilt geben werden. in den beliebiesten Sorten, gelb-und wrih- flelschtg, liefert zu billigsten Tagespreisen H. Trechsler fiOTWOtennmfltetÄnWin Slctuttrastc 73 Ml4U Fernruf 1581 Bestellungen für den Winterbedarf werden jetzt schon emgegengenominen. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres Heben Entschlafenen Herrn Wilhelm Vogt sagen wir innigsten Dank. Führende Privatkrankenversicherung mit Gewinnbeteiligung, 5 Millionen Aktienkapital. mit großem Versichertenbestand vergibt die BIEZIIIRIK SD IHR IE KTIOM Die Lieferung des Winterbedarfs an outen, haltbaren ausgelefenen kartoffeln und zwar: 1. für die Medizinische-, Frauen- und Hautkliniken Stellengesuche) Jimg.talnn in der Buchhaltung, Maschinenfchreibeu. foiute in allen oi» kommenden Bureau» arbeiten perfekt, such, sich zu verändern. Schr. Angeboie unt. 06684 a. d. Geest. Anz. Für den Verkauf von Veit». Leib- und Tlecbwheche zu lehr billigen Preisen u. nur besten Qualitäten wird Vertreter bei bobet Provision gesucht. Gell. Cfferi. unt. F. B. B. 7H3 durch Nudols Masse, Frankfart a. M. [8404 V Raum zum Unterstellen von Möbeln. Kisten und betoL im südlichen Siadttetl zu verm. Schriftl. Angeb. uni. 840öl) a. d. Gtest. Anz. Mkige Bertreierdnnen) zw.Kundetlroerbung u BelieferungtKafsee. Tee. Kakao an Prlva:e> gegen Provision fofort gefacht. Bei genügendem Umiav RM. 40.— festes Wochengehalt und Proo. Cffert. unter F. 81. 17877 an ALA Haasen- stein St Bögler. Frsnklnrt a. BI. Zuschlagsfrist drei Tage. Gießen, den 1. September 1928. aus dem Heizung*- bezw. Feuerungsfach für den Vertrieb eines technisch vollkommenen Apparates gegen hohe Provision gesucht. Nur Herren mit Erfahrungen und Verkaufserfolgen auf diesem Gebiete, die über gute Beziehungen zu Behörden. Industrie und Privaten verfügen, werden um ausführliche Angebote mit Lieh,bild und Referenzen unter F. C. 4417 an Rudolf flösse, Kassel, gebeten. HASS1A- Drillmaschinen Hackmaschinen Schrotmühlen ferner: Ulmer Pflüge, Deering Mähmaschinen, alle landw. Maschinen A. J. Tröster / Butzbach Wollen Sie ruhig schlafen und trotzdem hobt Verzinsung Ihres Kapitals auch in kleineren Beträgen von 1000 Mk. aufwärts, so legen Sie es an — ernstellig zu 10—11’/,» zweitnellig zu 14 bis lu'/, jährlich — in 8387V berliner Goldhypotheken. Die hoben Berliner Mieten ermögltchen höchste Verzinsung des Anlagekavitals bei denkbar gröstter Sicherheit. Anlegung er» folg, direkt durch den Notar, daher em- wandireieste (Lrledigung verbürgt. Angeb. unter 6 621 an Proclama A. Berlin NW 7. Heute nacht entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit unser Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Ferdinand Wiedmeyer Schreinermeister im 77. Lebensjahr. Im Namen der Hinterbliebenen. Karl und Hans Wiedmeyer Karoline Wiedmeyer. Gießen, den 22 September 1928. Die Beerdigung findet in aller Stille statt Schön möbliertes Zimmer mit voller Pension zu verm. Nah. Walltorttr. 27. Wut möbliertes Zimmer mit 1 oder 2 Beilen, eoil. m. 'L6ohnztmm., auch m. voller Pent z.l.Okt.z.uerm. «7,, Moltttstr. 2 a II. 2 sol.Arbetter können Kost u. Logis haben. 9iäb. in der tÄeschäftösielle des Giest. Anz. 06608 Dr. Schäffer verreist bis 30. September Vertreter die Herren Professor Dr. Honigmann Vevsieigermng Montag, 24. September, abends 8Uhr, lasse ich mein Geschäftshaus mit Garten aus dem NatbauS (Srfoule) zu Grostcn Vlnben freiwillig versteigern. Karl Steinmetz Mauxlon-, Kant- Trumpf-, Ceno- virSchokoladen und Pralinen. — Ferner: 6174D Bauer'ache Bonbons, Waffeln und alle einschlägigen Sübwaren liefert zu Original - Preisen In geübter Auswahl an Wiederverkflufer Ernst Math, Bielen Schokoladen-Großhandlung Ludwlgstraße 42 Fernruf Nr. 721 TfrUr mein Loeziai' HauöbaliungS und Lvielwaren.efchäll mehrere lüchf. VerkäQlerinoen sowie em LehriräDlein für foiort ob. später | Vermietungen || 1 c«W«s ton der Bahn gelegen), bestehend auL 5 Zimmern m. allem Zubehör, au verm. Su erfragen in der Geschäftsstelle deS Gien. Anz. 06587 Än neuerbautem Haute Nahe GtestenS Landwirt H. Weber Katferallee 411. Jüngere, flotte Sleiioijiiisüii (feint Anfängerin) für 1. 10. gesucht. Schr filiche Ange» bole an Uttisö Kraftfahrzeug» Neparamr Netto & .Mrnft, Marburger Str. 68. W'lb. Ategeubatn, Inh. Ä. Zeller. Frankfurter Sir. 72. Braver, tüchtiger IMiener &. 1. Ctt. ges. 06707 Hotel Prinz Carl. Versandglelleoern P. KolHer.Broslsa E4M. ~Gnler RßiseposleT an redegeivandten. gut siiuierien Herrn, der mit Landfeinen umgehen kann, zu vergeben. -Hohe Per- dtenstmöglichketi wd. zugeuciiert. Schrtstl. Bewerbungen unter 06678 an d. Gieh. Anz. JiiugereS Sriiltin perfekt in Stenographie und Schreib» mafchfne, für sofort gesucht. Schriftliche Angeb. unter 8426L) an den Giei,. Anz. Zuoert, kinderliebes ille'irich zum 1. Oktober ges. Frau Sludieural Bröschen Usingen L Tauwis, JndenBornkauien2 Suche gtslindeS. tung?s. kinderliebes Mädchen zu einem Kinde von 2 Jahren. (6704 Iakob.Schotlfir 11 I Gut empfohlenes Mädchen mögt. bald in HauS» halt mit 2 Klndern (7 u. 8 I.) gesucht. Ang. m. Ansprüchen erbeten an »>rau Apotheker Dern. Nockenberg b. Bad Nauheim. [8380 V Zunge IffflöHfn die sich In der Damcnfchueiderei auobtioen rooUen können iederzeii ein» treten. Zu eriragen in der Geschäftsstelle d. Gtest. Anz. [04573 06669 0. d. Gtest. Anz. Mediziner sucht will« m. Klavierbenutzung Schr. Angebote unt. 06709 a. d. Giest. Anz. In zentraler Lage der Stadt Zimmer sür Bureauzwecke nef. Schr. An geb. u. 8407 Va.d. Gtest. Anz. (Stellenangebote LViv wavnen Sie 3f) rtn25 etrer d ungtn auf «Intrigen ohne Namm BrugrihTr, ilrtundm »6. fonft wichifq« Papiere beljufügen; vbschriste» genügen zur Ctinkftung v. «nsteiltma<»«hand» onaen. OH Ist an< der «nnraaaeder unbekannt anbin6iefen.Tdllmf6n» ntn wir nichts tun für b.Dtedererlanqung der Vewerbu ngs untert agen Gietzeuev Änzeigev IVertr. ischt 0 P8t- ters.DtsieldorHS. Hell?.:öer(l!i) für den Berkaus von Kilnftblumen. sowie Blumen btnderei»r-e- darfsarnkeln z. Besuch voii Gartenbau- bcineüen. fow. Blu« menhandlungen geg. hohe Provision in Dauerstellung ges. Musterkost'er must miigesührl werden. THerm. Blagen, WD Oberdollendorf a. Hk. Tüchtige ImlMet Jüngerer Techniker oder angehender Werkmeister, schrift» gewandt, mit längerer Wertstattvrans. im Akkordwesen vertraut, für den Beiried einer Landmafchlnentabrik gesucht. Schr Angebote unter fr38'»D an brn Giest. «Ni E'/v Berrrrierl ^)x/'Pf..Schlager ---frei zur Ansicht 0. Jahn Bubsn. 2-ZimniBr-Wolmg. mit Zubehör zum l. Cfiober an ruhtge Vcme zu vermieten Bu erfragen in der Geschst. d. i^iest. Anz. festere Dame wünscht zur Pflege einen älteren bess. Herrn ov. Dame in Wohnung mitzulluernehmen. Schrilil. Angebote unter b367D an den Gtest. Anz. erbeten. Zimmer Mil sev. Elng^ Hochparterre, (Sirnucn- Ironl. feinste Lage, für Bureau» od.Arzt» »wecke »u verm. Zu ertr.tnd.Geschästvst. d. Giest. An». 7,>24l) PeDi. tfrandl L,,;. Sonn. möbl. Zimmer, ■nie liehe. jeLim. GrosteS, gut möbl. gimmer mil fepar. Eingang an soliden Dauer- mieier-s. sofort, euil I- fvmer n- vrm. o*?» ___Alieettr. 23 L Ml. öimtner 4u o<*rmieten C6to5 Nordanlage 8 v. 5Hiöu möüi. 3hmnn in gutem Haute an gedieg. bess. Tauer» Mieter au vermieten. Anzufehen »w. 11 u. 4 Uhr 06695 ^k- StkiMvkS 23 n. 31»«, S m.eLV^ a. oerm. w »trchenvlau n. Helle Lagerräume ca. 3U0 qm. f. Lager od. Fabrikation geeignet, zu vermieten. Wäb. Nodbctmer Straste 30 1. v2tell.tagsüber b. ISlö. Nebern, auch leicht. Hausarb. (In desierem Hau'ei Schrtni.Ang. 11.06710 a d. Giest. Anzeiger. Junges Mädchen vom Lande. 19 I, >ncht Stellung in gutem Hanie zur gründlichen ibrler» nung des HauShalis. Selbiges kann Klavier fvielen und ih sehr kinderlieb. Ja- mtUenanfchluh nicht auSaefchlosien. Schr. Angeb. unter 06650 an d. «test. Anz. erb. Kaijermagazin LclterSweg 2. Aeltere ööusßöiterin kanii sofort b. einem alleinstehend. Herrn aus dem Lande ein» treten, must jedoch etwas Ganenarbeit verstehen. Schrtf,!. Angeb. unter (>G6SÖ an den Giest. Anz. SielBlge 3roa zum Putzen und Warchen für 2 rage In d. Woche gesucht. Borsprechen Montag nach ä Uhr bei khrau rrvrll. Lud- wigiiraste L [06708 Ländere Laufsrau ^ietgvsuehv Junge Dame sucht für 1. Cftobct flut möbl. Zimmer niögltchst i. Zentrum od. frankfurter Str. Schr. Angeb. mit genauer VretSang unt. 00677a. d Gtest Anz. \\ Verkäufe | Gebrauchter, sehr gut erhaltener 5aatfrud)t- reiniget billig zu verk. **D Alb, » cliindler. gtcmbacb. Gebrauchie». komvl. snionlüöfelt za verkaufen. Lchr Ang. u. 8235D a. d. Giest. Anzeiger. Widtel- formen moderneJasionS.gut erhallen, zu verkauf. Schr. Antrag, unter xgM i > Q. LCHien-Ktu. Damen- Pelzmantel cm Jahr eeitaaen, zu verkaufen. Zuerfr.td.GeschäftS» 'iclle d. G. A. OOUHO Schnürstiefel ii. - *Banr Lchaften» stiefel, Nr 41 sowie einige ArbertSau- rüge u. Mäntel tf. fchl. Aifl.i bill.z. verk. >Moltkcstr.2a II, Vereine Montag: eT,D Mitgliederversammlung. Die Kameraden werden darauf aus» merksam gemacht, dan die Liste zur (finirflgiino der Wünsche, bezüglich der Efnladilng zum 73. Stiituogsfest biS zum 1. Cftbr. bei Kamerad Arnold tSchtpkavah) ofleuliegt. Ki96D Der Vorstand. Allen Mitgliedern zur Keniituts, dan die Listen zuni (fin» zeichnen für daS am 6. Cfiober ftattfin» dende Stiftungsfest bet den Plttgliedern J. Frloilebon. Bahn- bofur., H. Hodlqer, Walltor. Fritz Lis» kor, Lndwigstr, Chr. Plund. y.encnroeu. auiiiegen. AmSonn» tag, dem 23. d. DL morgens 8 Uhr, „GermaniatLbutzen- HauS- Jugendfah» reu. 25 km - fahren u- Kiubmeiiterfchaft. Mittags 2 llbr ab Älublofal: Abiahrr zur MichSsard, ab 4 Uhr: Tresiounkt in der „ificbe- in Klein-Linden, mit ntimilieu. .irennden Dor Vorstent. Sl Serbst-Seneral' Versammlung Montag, 24. <2euu abends 8',. Uhr im Bereinslokal. -"V Der Vorstand. Bamen-BertlnlgüDg 1877-1878 Srcitaa, Sevt.: Äutobutzfahrt Kloster Arnsburg» P.üuzenbcrg. Abfahrt pünktlich I llbr mittapfl (^cke Moltkestr. irinzeich' nunasliste liegt bi» Dienstag abend Stadt Mainz auf. Siege Beteilig, erw. Ter Vorstand. D Sc ÄeteigerM die eben «^6 recht und 7 teibft ^ccht. Die M LN und der sicher Dede§ mmister im » ^rtdcnmg gellenden löge Senf* der 1 tage» abgelva Sick sog-- awsiiche und Tetoron f-asilichn ® Iovctnbertagtn den. 3tjr M Sie enthüll se einmal gibt n Kartelle 1^ SpnW*: Äar Hmachmigem > stimnung entho solchem auch ® fen und §in.;el sollen. Für du Teil uchbescmdl m MictM renn ein Äat fMNoirtfchasi brjn ftartclig1 oder Defchlul anderer, näm gegen die Do einen Kartell tilgen kann, l insbesondere l frecheit des wird. Schlief tne Deftimmi ohne Estuoilli gcnchts verh z.D. die Leit Dem mitteifei nehmer fortan !o ift fcieryi l M Rartclfan M Äart.Ue und bestimmt, dah und Arien v sind, unter Machtstellung meinwvhl zu auf Antrag unverbindlich dem ist durch gericht als Gor frage, November 191 sie durch anix ader ob über[ 2rt zu beseiti. «and der Dere Hi Do 2m 2.3ult um 10 Uhr Dictor Cree "korb von 1; die | ^uche lm ; bi« seht Äao4>f um dj no^ Erecy t o?°ngsam sch ^naire" (@ ^lendet ff" bauern! ein | fe Km SM nie nJJPW' a^Qttni den ul M ÖS? Sgl Nr. 224 Zweiter blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) Samstag, 22. September 1928 Deutscher Zurislenlag und Kartellgesetz. Don Dr. Otto Sger, o. Professor der Rechte an der Universität Gießen. Wan frört freute viel reden von Kartellen, ost allerdings von Leuten, bic nur eine sehr un- betHmmU Dorftellung von dielen Gebilden haben. Sie denken dabei meist nur an irgendwelche Organisationen von Unternehmern. durch welche eine Steigerung der Prelle frerbeigesühr: werde, und die eben um vieler Äerteuerungs'.enden- willen vom Gesetz bekämpft werden mühten. Ob ist deshalb anzunehmen bah die Derhandlungen deS dicSiährizen deutlchen Iuriitentags die vom 12. bi» 15. September in Salzburg haitgcfunden haben, besonderer *2Iufmerfiamfeit in ©eiteren Kreisen insoweit begegnen al» sie sich mit der Frage beschäftigten. ob sich eine Aenderung und Vereinbeil lichung der deutlchen und österreichl- schen Äartellge etzgebung empfiehlt. Dabei trat allerdings in der Beratung da» österreichische Recht und die Frage nach einer Vereinheitlichung beider Rechte ganz in dm Hintergrund, und man beschäftigte lich überwiegend mit dem deutschen Recht sich hieraus beziehenden Derhandlun- aen unb ber al» beten Orgcbnt» gefahte Beschluß sind auch um de»willen von ungewöhn- lichec Bedeutung, weil der ReichswirtschaftS- Minister im Reichstag erklärt hat. daß vor einer Aenderung ber gegenwärtig in Deutschland geltenden sogenannten Kartellverordnung die ®r- gebnisle der Beratungen de» Deutschen 3uriften- tage» abgewartct werden sollten. Diese sog. Kartellverordnung -- ober, wie die amtliche und zutressendere Bezeichnung lautet .Die Verordnung argen den Mißbrauch wirtschaftlicher Machtstellungen" ist in den stürmischen Rovembertogen de» Jahre» 1923 erlassen worden. Ihr Inhalt ist in aller Kürze folgender: Sie enthält sehr verschiedenartige Bestandteile: einmal gibt sie Vorschriften, bie sich nur auf Kartelle (ober wie e» in der Verordnung heißt: Syndikate. Kartelle, Konventionen und ähnliche Abmachungen) beziehen, toüfrrenb § 10 eine Bestimmung enthält, Die nicht nur auf Kartelle, sondern auch auf Trust», Interessengemeinschaften und Einzelunternehmungen anwendbar lein sollen Für die Kartelle wird in dem ersten Teil insbesondere dem ReichSwirlschastsminister ein Aufsicht-recht eingeräumt. <$r kann u. a. wenn em Karlelivenrag ober Beschluß die De- samtwirtschast ober ba» Gemeinwohl gesährbet, beim Karteilgericht beantragen, bah der Vertrag oder Beschluß für nichtig erklärt wirb. Ganz anberer, nämlich privalrechilicher Ratur ist ba- gegen bie Dorschrist, bah jeder baran Beteiligte einen Kartellvertrag ober -beschluh fristlos kündigen kann, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, in-besonbere wenn bie wirtschaftliche Bewegungsfreiheit de» Kündigenden unbillig eingefchräntt wird. Schließlich wird noch für die Kartelle die Bestimmung getroffen, ba» Sperren nicht ohne Ctntoilliaung de» Vorsitzenden de» Kartell- gencht» verhängt werden dürfen. Wenn also z. D. bk Leitung eine» Kartell» besten Mitgliedern mvtteilen will, dah ein bestimmter Abnehmer fortan nicht mefrr beliefert werden dürfe, so ist hierzu die Einwilligung de» Vorsitzenden deS Karteiig.richt» erforderlich. Für Äartilk-, Trust», Interessen gemeinschasten und Ginz.luntcnrebmungen gememfam wird nur bestimmt, baß bei ihnen Geschäftsbedingungen unb Arten von Preisfestsetzungen, bie geeignet sind unter Ausnutzung einer wirtschaftlichen Machtstellung bie Gesamtwirtschaft ober da» Gemeinwohl zu gefäfrtb.n. durch das Kartcllgericht auf Antrag des ReichSwirtscha'tSministers für unverbindlich erklärt werden könnest. Aufzer- dem ist durch bie Kartellverorbnung da» Äartcll- gcricht alt Eondergcricht ins Leben gerufen worden. Die Frage, oo diese Verordnung vom 2. Rovember 1923 in Geltung zu belassen, ob sie durch andere Sondervorschnsten zu ersetzen oder ob überhaupt iebc Sonderregelung dieser Art zu beseitigen sei. bildete den Hauptgegenstand ber Beratungen de» Iuristentage-. Dabei war vorauszusehen, dah sich wohl kaum ein unbedingter Verteidiger der Verordnung finden würde, der ihre unveränderte Fortgeltung befürworten würde. GS ist ja nicht zu verkennen, dah e» al» ein unerfreulicher Instand erscheint, dah so wichtige, tief in da» WirtschaitSleben einschneidende Fragen im Wege einer Verordnung und nicht durch ein Gesetz geregelt sind. Auch haben sich bei der Auslegung und Anwendung der Verordnung so erhebliche und zum Teil kaum lö-bare Schwierigkeiten ergeben, dah eine neue gesetzliche Regelung notwendig erscheint. So haben sich denn auch bie beiden Berichterstatter de» Iuristentage», Isay und Ripperdetz, in zwei ausgezeichneten Referaten fur b;c Auf. Hebung der Verordnung ausgesprochen, unb es ist dagegen auch von feiner Seite ein Widerspruch erhoben worden. Ueberbaupt kam in ber S'.Bfu'l-.on eine weitgehende allseitige V stimmung mit ben Ausführungen ber beiden Referenten zum Au-druck, wie denn auch bie von ihnen gemeinsam abgefahlen Leitsätze am Schluß der Verhandlungen mit Einstimmigkeit angmom- men wurden. Wesentlich abweichende Vorschläge wurden nur von einem DiSku's.onsredner gemacht, ber zum Ausdruck brachte, dah er al» Sozialist die Forderungen der Dewerlschasten vertrete Auch er hat sich nicht etwa grundsätzlich gegen Kartelle ausgesprochen, es soll aber nach seiner Meinung die staatliche Aufsicht über Kartelle und Monopole nicht durch den ReichS- wirtschastSminister. fonbem durch ein besonderes ReichSamt für Kartelle unb Monopolverwaltung auSgeübt werden, in welchem auch die Arbeitnehmer vertreten sein sollten. Außerdem fallen an der Verwaltung der einzelnen Kartelle, der Konzerne und Truste die Arbeitnehmer al» Vertreter der Interessen ber Allgemeinheit teilneh- men. Da« Kartellgericht soll al» Sondergericht einer künftigen Reich-Wirtschaf t-verwaitung bestehen bleiben. Diese Vorschläge fanben auf dem Juristen tag feinen weiteren Verteidiger: sie werden ober in den parlamentarischen Kämpfen, die dem Erlaß des zu erwartenden Kanellgesetzcs vorausgehen werden, zweifellos eine bedeutende Rolle spielen. Rach dem Beschluß de» Iuristentage» soll die staatliche Aufsicht durch den ReichSwirtschaftS- minifter auSgeübt werden Sir soll sich nicht nur beziehen auf Kartelle, d. h. Vereinigungen felb- ftänbiger Unternehmer, sondern auch auf marktbeeinflussende Grvhuntemehmungen. also die fltojen Int r.ffcna meinichaf en. .^.o izer.ie, Trusts, aber auch grobe llntcmcfrintungai in Händen von Einzelpersonen. Hieraus würde sich eine wesentliche Aenderung gegenüber dem zur Feit auf Grund der Verordnung bestehenden RechtSzustand insofern ergeben, al» nach dieser nur ein Vorgehen de» RcichSwirtschaftSmin.sterS gegen Kartelle vorgesehen ist. Rach dem Do:um deS 3u- ristentage» soll der Reichs wirlschaslSminister von einem unabhängigen SachverftändigenauSschuh beraten werden, dem hervorragende Vertreter der Wissenschast und des Wirtschaftsleben», sowohl ber Unternehmer al» auch der Arbeitnehmer an- qebören sollen. Die Reichsaufsicht soll sich darauf besch.Lnken. unter Wahrung der beroch igten De- £be» betreffenden Wtr.schaftSzwelges brtn- Interefsen der Gesamt wirt schäft und de» nwvhlS au berücksichtigen. Rur wenn eine Wirtschaftliche Beeinflussung m Wege vertrauensvoller Verhandlungen nicht erreicht werden kann, soll ber Reich-WirtschaftSininister nach Anhörung de» SachoerständigenauSschusfes b.'fugt fein. Der- waltungSmabnahmen zu ergreifen, die u. a. in der Auslösung von Kartellen bestehen können. Otogen eine solche Anordnung des Reich-Wirtschaft SmintsteriumS soll die Beschwerde an daS Reichsverwaltungsgericht zulässig sein. Hier ist ein wichtiger Unterschied gegenüber ber Verordnung vom Jahve 1923 insofern feftzustellen. als Höhenflugrekord. Don Lion Feuchlwanqes. Am 2. Juli, einem sehr Heinen Tage, morgen» um 10 Uhr 20 Minuten, flieg der Leutnant Victor E r e c h auf. um ben bisherigen Welt- re korb von 11 702 Meter Hohe zu brechen. Die Grenze, die für Fiuazeuge erreichbar ist. war matfkmatifd) festgestellt. Richt aber, trotz vieler Versuche im Laboratorium, gab e» eine sichere Formel für die Hohe, bl» zu der Menschen lebend gelangen können. Fünf Flieger frühen sich bi» letzt ernsthaft und au» ichtsvoli an dem Kampf um den Hohen luarekorb beteiligt Leutnant Sreeh war der sechste. Langsam schraubte sich sein Flugzeug .Marie Cemairc" (ö. XIII 26) frinauf In bie bünne. non sausendem Wind durch etzte Atmo'phäre. Denn dauernd fegt vorn Rand des luftleeren Raumes ein sehr starker Ostwind. In gleicher Hohe mit dem FlugMig .Marie Cemairc1 stieg ber Horizont, würbe weiter, undeutlicher. Leutnant Steen steuerte fein Flu«eug daher. langsam. vorsichtig, wohl wissend, daß ber menschliche Körper, unvermittelt in solche Hohen gebracht bersten müßte, denn eS saugt der Raum an jeder Jelle de» Leibe» um ihr Quentchen Luft zieht durch die Haut hindurch ba» Blut heraus. In kurzer Zeit doch ihm schien es langsam, gelangte der Leutnant in die eilige Dünne der ganz großen Höhe. Sin paar Wolken, ein Schnee- sturm. kommend von nirgendwoher, den Boden nie erreichend Sv fegte der einsame Mann dahin. Die Hebelarme seines 280-P. S.-MotorS tanz- tcn. ab und zu wurden die Propellerslügel sichtbar. Sonst sah der Flieger nichts aufrer den schmalen Zeigern seiner Instrumente. Langst waren die Städte zu handbreiten Flecken geschrumpft und verschwunden, längst bie Ströme au dünnen Drähten geschrumpft und verschwunden. Kein Gcho war, nur das Surren des WotorS. Richt» war im Raum außer dem Leutnant und seiner Maschine. Leutnant Srecn war 28 Jahre alt. während des Krieges infolge außerordentlicher Leistungen im 'Tagesbericht ber französischen Heeresleitung zweimal genannt. Jetzt hatte er das Ziel, der Internationalen Aeronautischen Föderation in Paris oer iegc’.te Instrumente vorzu eren mit so ktschasfenen Lesungen und Ergebnissen daß dieses Institut sie alS Rekord aushängen könnte. Er kannte von elf Höhenflügen und von den Versuchen im Laboratorium her die Wirkungen der dünnen Luft. Er wußte von der weißen Mittsommerfonnc. die ihn. b*a ihn die Atmosphäre nicht schützte, mit gleichmäßiger Unbann- Herzigkeit bestrahlte. Er kannte gut den Winter, ber in diesen Höhen auch im Juli friert Er war dicht in 'Pelze gewickelt, schwere Pelzhand chuhe trug er an den Händen. elektrische Heizkörper wärmten überdies da- eine Dein, bas infolge einer Steifheit gegen Kälte rasch empfindlich war. Da» Gesicht war dick mit Fett beschmiert. Die Augen, in- linke war ein Monokel geklemmt. waren durch eine mächtige Drille abgeschlossen und geschützt. Er flieg höher Trotz aller Vorsicht schnitt der Wind wie eine Säge in feine Knochen. Mehrere Stellen seines Ge tchteS. trotz deS Fetlschu"es. bedeckten sich unter der Sonne mit Dla'en. Unter der Kälte zogen sich die Metallteile seines Flugzeuges zusammen, einzelne brachen durch b.c Vibrationen deS Motor- ab wie spröder Schiefer. Durch eine kleine Röhre, gleich al» ob er rauchte, atmete er Sauerstoff ein. Der Leutnant Victor Grab, in der Hohe zwischen 9000 und 9500 Meter, freute 'ich an dem 'Bewußtsein, dah er das erste atmende Wesen war. das in diesem Teil des Raumes vorstich. Er war ein mutiger Mann, Er halte Rabkämpfe mit sehr gefürchteten Gegnern hinter sich, er war eine lange, ewige Delle gestürzt, spritzen - k«S Blei um sich zwischen Graben und Draht- verhau gelegen, ©em unbewegtes, scharfzügi^es Gesicht, ein Pokerge-ichl nannten es feine Freunde, war bic Freude ber Photographen. Millionen von Menschen war es. mit dem Flugzeug .Marie Lemaire al» Folie, bestätigendes üinnbiQ) der Kühnheit ber Generation Dann aber, in der Höhe ton 10 300 Meter, verzerrte sich plötzlich unter der dicken Fettschicht bidc» Gesicht, ber Mund schnappte hilflos auf und zu. Der Leutnant hörte den Motor nicht mehr, die Soirne wurde undeutlich. Zunge unb Gaumen waren peinigend trocken, er war erschöpft vor Hunger. Es tmirbc dunkler, gleich wird es Rächt sein. Er begann, mit sich selbst zu redm. Die- hatte er noQ nie getan. Er sagte: .10 892 Meter unter dem Meeresspiegel. Meine Mutter ist eigentllch nicht schwarz, sondern eher braun. Jetzt klettere ich schon 2900 Stunden und bin immer erst 11 Meter hoch. Ich möchte jetzt ein Beefsteak. Es ist verbucht. wie die Zeit vergeht. Ich habe doch 29 gelesen, es ist aber 92." nach dieser der ReichswinschaflSm.mster nicht selbst Kartelle auflbfen. sond:rn nur einen dahm- gch.nden Antrag bei dem Kartell gerecht stellen fan:L Es fragt sich, ob die in dem Beschluß be» Juristen«eges m Aussicht genommene Aenderung eine Verbesserung ist unb es ist zu bedauern, dun für bic Behandlung eines Antrags, der dahin ging, dem RcichSwinichafl »Minister nur das Recht äu qeoen, bie Auslösung eines Kartells bei dem ReichsverwaltungSgencht zu beantragen, nur sehr wenig Zeit zur Verfügung stand, was mit c.n Grund für tic Ablehnung dieses Antrags gewesen sein dürfte. Don dieser eben behandelten öffentlich-rechtlichen Seite des Problem» wurden erfreulicherweise scharf geschieden die dem Privatrechl angeboren ben Fragen. Hier würbe beschlossen, daß bie einschlägigen Vorschriften der Kartelloerord- nung über die Genehmigung von Sperren aufzuheben seien, während hinsichtlich der fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund durch da» einzelne ÄartcUmitglicb nur eine etwas veränderte Regelung gewünscht wurde. Dor allem aber gefrt bie Meinung b.-» Iuristentage» bah n, bah das Kartellgericht aufzuheben und bie Rechtsprechung in Kartellsachen wieder den ordentlichen Gerichten zu überweisen sei. Diese ctcl- lungnahme ist zu begrüßen, ba die seitherige Rechtsprechung der ordentlichen Gerichte, insbesondere de» Reichsgericht- beweist, daß eine Bekämpfung der hier in Frage kommenden Auswüchse durch diese an Hand der Vorschriften des allgemeinen bürgerlichen Recht- durch cm- möglich ist. Don besonderer Bedeutung erscheint bie Feststellung. daß von keiner Seite in ben Verhand- Än der Gedanke eines allgemeinen Kartell- IS auch nur angebeutet wurde, vielmehr wurde anerkannt, dah die Kartelle ber Unternehmer für die organisierte Wirtschaft Deutschland» ebenfo unentoehrliche Hil s ntiel sind nn< die geno'senscha tiiche Org.ntldtion ber Land- wirtfcha't. des Kleingewerbes oder der Verbraucher oder die g. u»ertichafl!ichen Verbände der 3rbeitneb.iui. 211.- gute Wir.una berfclben wurde anerkannt, daß he tm Sinne ber Rationalisierung be» Marktes unb auch der Produktion zu wirken vermögen Deshalb muß auch den Karl.I ertragen qJe l.cher Schutz gewährt werden, und nur den schi chten Wirkungen dein Mißbrauch der durch den Zulammenschtusi geschaffenen winscha tlichen Wachtstellur.g ist im Wege der Staatsaufsicht zu begegnen. Was insbesond re die Frag, der Preissteigerung durch die Kartelle anlangt, so wurde zwar nicht in Abrede gestellt, da", Kartellpreise das öffentliche Interesse schädig ir können, es wurde aber betont, daß bie Zahl der Kartelle, die frier für in Frage kommen, nicht so groß sei wie allgemein angenommen werbe, da viele Kartelle sich überhaupt nicht mit ber Pr.isbildung befassen. Schließlich mag noch sestgcltellt werden, daß Einverständnis in der Richtung bestand, hast eine Staatsaufsicht für Kartelle und markt beeinflussen de Droßuntcrnehnurgen «tor^eriich sei. doch wurde — wie dies auch au» ben Leitsätzen klar ersichtlich ist — der Standpunkt zum AuSdruck gebracht, daß sich der Staat soweit wie möglich be» Eingrci en» in ba« Wirtschaftsleben enthalten solle, so daß nur bei Dor- li eg en eine» dringenben Interesse» der Gefamt- wirlschast der RetchswirtschaftSminister einschre<- tet Man war sich darüber flar. baß In unterem Wirtschaslsleben neben bie freie zum Tell auch tscha! getreten sei. unb daß c» bet dem kommenden Gesetz sich barum handele, für diese Form der Wirt gesetzliche Grundlage zu schaffen. Der Kampf um die präsidenischast. Amerikanische ^eisebilder. — Hoover oder (Zmith, trocken oder nah. — Sin Kampf der Persönlichkeiten. Don Or. Otto Hoetzsch, o. Professor ber Geschichte an her Universität Äerlin, M. b. 3t Wir freuen unS, freute unseren Lesern einen weiteren äußerst Litereflantcn Aufsatz unsere» sich zu Studienzwccken in ben Vereinigten Staaten au.fraltenben ständigen außenpolitischen Mitarbeiter» vorlcgen zu können. Da» Interesse am Kellogg-Pakt ist etwa» zurückgetreten. und bie Denier Debatten interessieren außerordentlich wenig. Don der Politik sicht daher die Präsidentenwahl frier ganz im Vordergründe. Mann kann nicht sagen, daß bie Campagne schon in vollem Dange wäre, soweit man darunter die eigentliche Agitation in Versammlungen usw. verstefrl. Aber eröffnet ist sie. feit die vier Kandidaten, Hoover und Smith EurtiS und Robinson (für bie Vize- präsibentenstelle) förmlich bie Kanbida- tu re ix angenommen haben. Da» ist in den letzten 14 Tagen geschehen. Unb bie .Annahmereben (acceptance spcuches) stnb um sehr viel persönlicher, al» die abgeschliffenen Parlei- platlsormen, die auf den Konventionen angenommen wurden. Aber ber Kampf ist dadurch nicht viel prinzipieller geworden. Die beiden Annafrmereden Hoover» unb Smith sind aber wichtig für die Beurteilung dieser beiden Persönlichleiten. Aber im Sachlichen sind bie Unterschiede vielleicht nicht sehr tief. Dor allem stehen so gut wie nirgend» die Schlagworte einander scharf gegenüber mit für unb wider, wie etwa in früheren Kämpfen; Gold und Silber. Schutzzoll und Freihandel. Am wenigsten ist es der Fall bei der Frage, bie unS am meisten interessiert, der Außenpolitik. Dieser Teil ist bei beiden reichlich kurz. Smich hält den Republikanern vor. daß sie seit dem Dertrag von Washington volle sieben Jahre in ber 3brüfl ungefragt nichts zu- flanbe gebracht hauen. Aber ein energische» Abrüstung-Programm stellt er ebensowenig auf, wie ein bestimmte- Programm gegen ben Imperialismus. Hoover ist für Abrüstung, aber: „in einer bewaffneten Welt ist nur eine Sicherheit für bie Freiheit, ba» ist zur Derlei b i g u n g bereit zu fein." Diese Formel hat ifrm bie entrüstete Absage des bekannten Präfibenlen ber (Jolumbla-Untocrfität. R. M. ‘Bettler, eingetragen, ber ja wohl nicht einmal an seine Kandidatur geOa^t hat unb mit einem (In |einem Umfang nicht zu übersehenden, aber schwerlich großen) Kreise geglaubt hat, Abrüstung. AntikriegSbewegung unb aktive Arbeit daran zum „iisue“, ber Wahlbewegung zu machen. Davon ist gar keine Rede. Beide Kob »baten hüten sich, sich bamtt Schwierigkeiten zu schassen. Beibe kennen bie empfinbllche Stelle, umso empsinblicher. je weiter man nach Westen kommt, besonder» in den großen Becken zu beiden Seiten be» Mississippi. S» ist die Furcht, baß über dergleichen bie Unten in allerlei „verwickelnde Alliancen', Dölkerbund unb dergleichen geraten könnte, unb dergleichen wünscht man nicht! So sind beide für die Monroelehre und bic alte .Unabhängigkeit von den politischen Fotberungea der alten Welt" Schwerlich wirb Hoover, ber bie alte Welt k^nnt, im Innery glauben, baß diese Formel noch ausreicht. Ob er. zur Macht gekommen, danach handeln wird, ist zweii'clhast. Iedeniail» wollen wir es nicht fronen! Aber im Wahlkampf hält er die alte Linie für zweckentsprechend. Und Smith desgleichen, obwohl er neben Iefftzrson und Eleveland auch Wilson» Schatten beschwört. Im Begriff, da- Bewußtsein zu verlieren, während die Sonne in seit ame Ausbuchtungen zerfloß und komisch zu wackeln begann, merkte er, daß in dem gefrorenen automatischen Apparat fein Sauerstoff ausgegangen war. Mit mechanischer Bewegung griff er zur Srsatzfla'che. Im Bruchteil eine» Augenblick- waren alle andern Gedanken weggefegt durch den Be ehl' Kontrolle! Kontrclle! Die Sonne bekam ihren Glan; zurück, der Motor surrte seinen alten Rh thmuS. Der Hunger war fort. Er wußte, daß seine Mutter blond war und bah er um 10 Uhr 20 Minuten gestartet, allo noch nicht 70 Minuten unterwegs war. Da dichte der Leutnant Crecy, er lachte laut, jung schallend, aber fo hoch im Raum war es Fein lauter Schall. Er sah auf den Registrierapparat unb sah. daß er 11 404 Meter erreicht hatte. Tie nächsten 100 Hohenmeter erzirlte er gleichmäßig unb sicher wie in einer Höhe von 4000 Meter. Dann aber von neuem begann ba» Flugzeug „Marie Lemaire" zu schwanken, schwamm unwillkürlich, ungehorsam dem Steuer, in ber dünnen Luft. Kälter al» bie Kalte des leeren Raume» drang der Gedanke in ihn. baß fein Sauerstoffapparat nicht vorhalten werde. Wird er bxc 11 702 Meter unter sich lallen, die John Macrcady erreicht hat? Die Zeit schlich grauenvoll langfam. Schon wieder schnappte er. spürte er sein 9ycr\. kämpfte er um Luft. Er bemühte sich angespannt, an bie Versuche im Laboratorium zu denken, und daß dies ein frühe» Stadium sei und ohne Gefahr. Aber eS schnellten so viele A'che um ihn herum, große unb deine, glaeäugig, dumm, ihrem Element entgegen. Zwischendurch wußte er. dah er in sehr großer Höhe flog, und bah irgend etwa» falsch war. Er wußte auch, dah man dem durch einen einfachen Handgriff abhellen konnte. Aber der qualvoll um Luft japsende Mann konnte auf diesen Handgriff nicht kornmen. ES waren die vielen $enunfdfrnellenben Fische, bic ihn befcm- berten. 3efct hatte er es. Mit dem mittleren Hebel muhte er etwas vornehmen Er hob tnc Hand Da raste ber Hebel a>eg von ihm. wich nach vorne auS. nach links, er konnte den verdammten Hebel nicht finden Sr lüftete, vermutlich um bie schnellenden Fi che zu vertreiben, b e mächtige Brille, bah leine Augen da- linke unter dem geklemmten Monokel, btoglagcn. Er spürte einen sich ins Hirn drehenden Stich, bann nichts mehr. Da» Flug-eug „Marie Lemaire" (S. A. III 26) würbe noch am gleichen Tage äufne ischt. auf einem Was er treibend, cks war seit amerwei e nicht übermähig beschädigt. Der tote Leutnant Erecy sah am Steuer, leine Hand war an» Steuer feftgefroren, auch die Augen waren gefroren. vors linke war noch immer das Monokel geklemmt. Die versiegelicn Instrumente zeigten, daß die erreichte Höhe 12149 Meter betrag, 447 Meter mehr al» der letzte Rekord. Jranfitirfer Schauspielhaus. Zwei Uraufführungen. Zunächst ein Tolstoi: ..Der erste Branntweinbrenner". ein Märchen im HanS-Sach»-Stil. Der Unterteufel, ber im Auftrage von Satans» bie Bauern zu ..beorderten" hat. erfinbet, um feinen Bemühungen ben gewün'chten Erfolg Au ver- fcha'fen, die Herstellung de» BranntwernS au» Morn unb vcrh.lll bamit dem Lanbvolk vom Himmel zur Holle. Tragik, vermischt mit Fast- nachtsull Richt aufregend, aber auch nicht un* -.nterc’fant. Al» fesselndste Figur ber (Bauern* teufel. fein herauSgearbeitet in Darstellung unb MaSke burch Theobor Danegger. Herauf gab e» ,.Die Liebe auf dem Lande", eine Komödie in drei Akten von Klabunb-Woikow. amüsanter — vielleicht fann noch etwa- gekürzt werden — als ba» vorhergehende Stück. Sine luftige Kritik an bet Sowjet- bin. che ich wurde unb ein 1 ? nq teile °or h lange- d hiickrgE jfmeinte über die l'anO 2 herunter, dann nom Stimme: nen IfK tet und W* stand Dei&e"„beüt°ltn S’S>" lotet lagien l * ^Sten rfi et®31 Ms jtc in'"' Besuch s-eit ober bei Beslchtiguogeu tm Museum gestohlen worben, gaiy zuletzt ein halb ar.gebohrte» Steinbeil, ba» in einem zur Veranlchoulichung be» Bohrens wfrrtiateii Modell beffftiat war. Der freche Dieb — hosj.nllich lieft er bieten Zlusbrutf — hat do» Stück gewaltsam in einer unbewachten Minute entfernt. Für Aufsicht ist selbstverständlich gesorgt, aber e» ist natürlich un- möglich, in jedem Raum jemand als Wache zu hoben. Da» widerstrebt auch dem noch immer bei her Museumsleitung vorhandenen Glauben an die Ehrlichkeit der Besucher. Andererseits ist es aber auch nicht möglich, jede» einzelne Stück unter Glas unb Verschluß zu setzen. Jedenfalls ist und bleibt es eine bodenlose Gemeinheit, wenn jemand das vertrauen so mißbraucht und den für alle bestimmten velig bestiehlt. Man sieht heute m vielen Städten in den Promenaden Tafeln mit der Aufschrift. „Bürger' Schützt Eure Anlagen'" Die gleiche Aufforderung möchten wir an die Besucher unserer Museen richten und sie dringend bitten, jede Bemerkung von Ungehörigkeiten der aclchilderten Art im Museum soiort an die aufsichtführenden Personen oder den Direktor Weiterzugcben Der christliche Gedanke in der Familie. QDxberaufbau ist baJ Losungswort bis in Die (Degcniwart hinein. uTlb die verschiedensten Krälte sind am Werke, dreien Aufbau zu ermöglichen. Minister, Parlameme und Parteien bemühen sich, einen politischen, gefellschaitlichen und wirt- schaslllchen IZeubau unteres derttfchen Volkslebens herbe zu)üh.:en. Da gilt es vor allem, die zu diesem Wiederaufbau notwendigen Grundlagen und Dorauvtetzungen au erkennen und zu schaffen. Diese bestehen zwriseltes in einer fittltchen Um- ftellung und reugid'en Erneuerung unseres deutschen Boltes Der Deutsche Bund für christlich-evangelische Erziehung in Hau« und Schule, eine über ganz Deutschland verzweigt« Organisation, hat die Ausgabe einer sittlichen Aeugeburt unseres Volles klar ersaht und lucht sie nach Maßgabe feiner Kräfte zu erfüllen. ®r will alle Evangelischen Deutschlands. unabhängig von ihrer parteipolitischen Lieberzeugung. zu einer groben und starken Ar- britSgcme.nschast aufrufen und lamme In. Er tritt ein für di« Erhaltung und Pflege evangelisch- christlicher und deutscher Erziehung tn Haus und Schule, indem er unentwegt auf die Wichtigkeit der christlich-evangelischen Kindererziehung hin- weist und vaterländische Erziehung in Haus und Schule erstrebt. Dom 7. biS 9 Oktober hält er seine diesjährige AeichSbunbeS- t a p u n o in Dieben ab. Sie soll speziell der Wiederbelebung deS christlichen Gedankens . n der Familie, der Keimzelle alles DolkSlebens. b.enen. ..Ich will heute in beinern Haufe einlehren", ist da« Generalthema bet Tagung. Zu den Dorträgen, die in der Heuen Aula der Universität stattfinden, find hervorrag-nde Redner gewonnen. GS ist mit einer regen Tete ligung aus ganz Deutschland zu rechnen. Taten für Sonntag, 23. September. Sonnenaufgang 5.47 Uhr, Sonnenuntergang 17-57 Uhr. — Tlonbaufgang 16.36 Uhr, Monduntergang 22-53 Uhr. 63 o. Chr.. der römische Kaiser Augustus in Neliträ geboren; — 1783: der Maler Peter von Cornelius in Düsseldorf geboren; — 1791: Theodor Körner in Dresden gehören; — 1849: der Astronom Hugo von Sccfiflcr in diala geboren. Taten für Montag, 24 September. Sonnenaufgang 5.49 Uhr, Sonnenuntergang 17.55 Uhr — Mondausgang 16.18 Uhr, Monduntergang 0 Uhr. 1173: der Laudsknechtsführer Georg von Frunds- berg in Mindelheim geboren; — 1853: Albrecht von Wallenstein auf Gut HekmanH aeboren; — 1916: der Maler Otto Greiner in München gestorben. Dorirotizen. — Tageskalender für Samstag. D. H. D. Stiftungsfest im Safe Leid. — Eifenbahn- Fahrbeamlen-Derein: Versammlung. 8,30 llhr. im Vereinslokal. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Der seltsame Fall eines Arztes. — Astoria- Lichtspiele: Tragödie iin Zirkus Royal — TageSkalenDer s ü r Sonntag. Gie- ßoner Ruoergesellschast 1877 e. D: Ab rudern und Dereins-Regalla. 3.30 llbr. — Verein Rudersport Dieben 1913 e. V.. Ab rudern. 3 Ubr; abends gemütliches Deifammenscin im Bootshaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofftrahe: Der seltsame Fall cineb Arztes. — Astoria-Lichtsp^le: Tragödie tm Zirkus Royal. — Der Asienforscher Wilhelm Fi lehne r spricht in Dieben! Die Dortrags- Dereiniguna teilt und mit. dab eS ihr gelungen ist, den berühmten deutschen Südpol- und A icn- forscher Dr. Wilhelm Filchner zu einem Licht- bildcrvortrag über 'eine Tibetaxpedition 1925 28 für Montag. 1. Oktober, zu gewinnen. Sin Vortrags.- reignis ersten Range» steht un» also hier bevor! Es ist wohl zu erwarten, dab dem Vortragsabend des verdienstvollen Gelehrten von der aefamizn Dübener Bürger chati das gröst.e 5ntereffe entgegengebracht und memant* sich dreie seltene Delegeuheit entgehen lasten wird, einen der berühmtesten Forscher persönlich am Dor- trägstisch frmuiuulenicn. (S. heutige Anzeige. > jener t^odjcnmavftpreife. Ss kosteten auf dem heutigen Woch.iunarv das Pjurch. Duner 200 biä 220. Watte 30 bis 35. Ääfe (10 Stück.» 60 bi» 140; Diriing 15 bis 20. Weistkraut 10 biS 15; Rotkraut 15 bis 20; geJbr Rüben 15 rote Rüben 10 dis 15; Spinal 20 bi» 35; Römischkoh! 10 bi» 15; grüne Bohnen 20 bi» 30; gelbe Bohnen 30 bis 35; Nnter-Kohl- raM 8 bis 10; Erbten 45; Feldsalat 100; Tomaten 18 biS 25. Zwiebeln 12 bis 18; Meerrettich 40 bi» 60. Rhabarber 10 bis 15; Stürbt» 8 bis 10; Aartoffeln 5 bis 6; Frühäpfel 20 bis 30; .FaU- Spfel 8 bi« 10; Birnen 10 bis 25; ZWetschen 9 bis 12; Brombeeren r>0 bis 65; Preiselbeeren 65. junge Hähne 100 biS 120; Suppenhühner 100 bis 120; das Stück: Sier 15 bis 16. Blumenkohl 50 bis 150; Salat 10 bis 30; Salalgurk«xn 20 bis 50; Snnnachgurkcn 2 bis 3. Endivien 20 bis 30; Ober-Kvh:rabi 5 bis 15; 1/auch 5 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 20 bi« 50. das Bund Radieschen 10 bis 15 Pfennig — Personalien. Ernannt Wurden der plan- mastige austervrdentliche Profestor für Veterinär- Histvloaie und Vetcrinar-EmbryolL^ie an der UniDerfität Leipzig. Dr Wilhelm Schauder, mit Wirkung vom 1. Oktober 1928 an zum ordentlichen Professor für Veterinär anal ornie an der Landes universitär in Dieben; der Diplomingenieur Emst Aoehler aus Darmstadt, mir Wirkung vom 1. Oktober an, zum Dewerbeamtmann beim Gewerbeaufsichtsamt zu Diesten mit der Amtsbezeichnung „®e Werber al"; der Äan^Icige- hilse bei der ZellenstrakanstaU Butzbach Karl Ratz zum Kanzlisten; der Kanzleigehilfe deS Kulturbauamts zu Diesten Lorenz Jung zu Alsfeld, mit Wirkung vom 15. September 1928 an zum Kanzlisten. • • 7 5. Geburtstag oon^rau Naumann. Man berichtet uns: Fefllich geschmückte Tafeln in bunten, herbstlichen Farben, frohe, glück- wünschende Frauen jedes Atters, feierliche und humorvolle Ansprachen in Prosa und in Reimen, Gesang und andere musikalische, künfUerische Darbietungen, Glückwunjchadressen und ein kleine», seines Singspiel, da» alles vereinigte sich am Montag im Klubsaal zu einem Festakt von bezwingender (Hn- druckskrast, um die Vorsitzende des Allg. Deutschen Frauenoereins, Ortsgruppe Gießen, Frau Minna Naumann ,zu ihrem 75. Geburtstage zu ehren. Aus Wort und Tat, aus Sang und Klang tönte der Gefeierte» Liebe und Anerkennung entgegen, und ihre Dankesworte zeigten, wie tief und richtig gebeutet diese Ehrung empfunden wurde. Alle Mitglieder waren gern gekommen und nahmen froh bewegt an der Feier teil, und alle ihre Wünsche klangen aus in der Bille, daß die alloerehrte Vorsitzende noch lange weiter wirken möge al» Vorbild und Führerin zu echtem, wahrem Frauentum. f. K. • • Straßensperrung. Dom Oberhessifchen Automobil-Mub E. V. (A. v. D.). Gießen, wird uns Solgcnbe Straßensperrung mitgeteilt: Saloppen- eim — Ober-Erlenbach im Äuge der Straße lloppenheim—Bad Homberg für alle Fahrzeuge ab 24. oeptember bis auf weiteres, Umleitung über Holthausen. " Von der Frankfurter Straße. Sme gründliche Instandsetzung der Frankfurter Straste bis zur Stadtgrenze wird gegenwärtig vorgenommen. Der ehemals in gleicher Höhe der Fahrbahn gelegene Bürgersteig auf der Westseite wird gehoben und duöh Randsteine gegen den Strastendamm abgegrenzt. Auf Der Ostfeite wird ebenfalls die Fahrbahn durch Steine vom Bürgersteig getrennt. Die großen Schlammpfützen, die fidp an der Ostseite von der Schvbert- straste bis zur Straste ..Am Zollstock" hinzogeir, sind ausgefüllt worden und werden gegenwärtig ein geebnet. Da sich die Arbeiten noch auf die nächsten Drei Wochen, während denen der Fährverkehr gesperrt ist, auSdehnen. fo Darf angenommen werden, Daß auch der Fahrdamm der Straste so hergesteüt wird, daß Flickarbeilei, in absehbarer Zeit bann nicht mehr nötig sein werden. • • Die Museen sind am Sonntag, 23.September, vormittags von 11 bi» 1 Uhr geöjsiicl. • • Sperrung der Alicenstraste. Wegen Aufstellung von Afphaltmafchinen wird die Alicenstraste zwischen Bahn hoi st raste und Frankfurter Straste vom 24. September an auf ungefähr 14 Tage für allen Fährverkehr gesperrt. " Eine FuhrwerkSwaageauherBe- trieb. Wegen Eichung kann die Fuhrwerks- waage in der Frankfurter Straste vorn 24. September ab auf ungefähr 14 Tage nicht benutzt werden. • • Die Staatliche (Bewerbe- und M a - schinenbauschule ('iesten weift in der brotigen Jlummcr auf den Beginn des Dinterfemesters I hin E» empfubü fick» Anmeldungen möglichst früh- tzeitig em zureichen. (Siehe Anzeige) * Elektro • 3nftallateurmeift6706 Sonntag, öen 23. Sertemöer 1928 Nachklrmes in BroDen-Buseck ES laden freundlichst ein 06628 MM Sküil MM Wagner Kate Große Reinhold Stöver, Dentist Verlobte Großenhain September 1926 Minna Roth Heinrich ^stückel Verlobte Aünchrih Gießen „Osberte“ System Elli Pietz Diplom-Gymnastiklehrerin Kurse und Einzelstunden Beginn 1. Oktober Anmeldungen u. Auskunft Frankfurter Straße 60, wenn Irgend möglich bitte Samstag.22.,u.Sonntag,23.SepL 1928. *171 SMIiclie herbe- und MiieMM Gielen Maschinenbauschule. Bauabteilurig, Schreinerfachschule. Malerfachschule Schuhmacherfachschule, keramische Abteilg..Vorbereitung auf die Kunst- uewerbeschule (Fachkurse für h.lek- triker, Mechaniker, Schweißer usw.i Beginn 1. November. Xen! Xen! Meiner werten Kundschaft dieMitteilung daß ich mein.Schuhreparaturfabrik eine Lederfärberei angegliedert habe, die mich in den Stand setzt, alles farbige Schuhwerk unter Garantie der Haltbarkeit In jeder gewünschten Farbe wieder neu aufzufflrben. nicht ■nstrelchen. 06703 Herren • Sehlen BH. 3,50 an Herren-Absltie RH. 1,50 an Damen-Sehlen BH. 2,50 an Damen-Abaltae BH. 1— an Crepe • Schube, Sohlen nnd Absltie Heinrich Blum Kirchenplatz 8 Wolke NWK j j Muschenheim Äettenhausen September 1928 0862o Statt Ratten! Ihre Vermahlung geben bekannt Ernst Heidenreich (Stcuerpraffifanf Herta Heidenreich geb. Wagner Regensburg Gießen am 22. September 1928 uo6M Allen, die anläßlich meines achtzigsten Geburtstages meiner freundlich gedachten, spreche ich hiermit innigsten Dank aus Lorenz Spitz, Lehrer i. Ist. Gießen, den 22. September 1928 nwi Äbturrnen des Turnvereins Gvotzeu-Tlnden (D. T.) Sonntag, den <23. «September Programm Vormittags 8 üf)Y: 2Bertungdturnen Nachm. 2.30 Uhr: Festzug durch die Ortsstraßen Nachmittags 330 Uhr: Freiübungen, Schauturnen und sonstige turnerische Aufführungen Ab 4 Uhr Tanz Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt Gs ladet ergeben st ein. Oer Dorstand Auf zur Nieder-Besslnger Kirmes am Sonntag, dem 23. und Montag, dem 24. September 1628, beim KAFFEEHANNES Bahnverbindung: Ab Lieh 2.50 Uhr, ab Nleder-Besslngen 6.37 Uhr. 6388V Der Kirmeswlrt: WILHELM LOTZ 6 Bi und Fr Sie - M 011 ottfy feinet - petlauf' emporg cnstPN' Dalde schon < und bl langen volle, l Icckhr llnien vege «Dlbhc fell- 6« der D der Zu Das Werra M Ä schen 6 lager ter alte Ä Technil. Dichter lich litfl halb Dorf i * und düstert f feO, das Weinii dm Thü trrrallml cntwmbei die grvo umfDiclL anmuten au§ drr tztätte Wichte, zu fein' Kurz berg, auf Da ob dem ringer bausche blaut, aetoerbe bekannt der bei .Mailus Don De. dessen ßi ^enaitzar Nit, $ nmgen Deimnc Schutzbu täälgotil predigt. Ahein", kolbener am rech Jab C eine für, Vorschau Derraslu nachdem rührt ha thrsda a' 2ei be hgrt, at vch da Scflengei die Der luue Et le^Yaufm 2ranb vertritt, lchlögt f 1( Ä Nr 224 Drittes Blatt Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefseii) Samstag, 22. September 1928 Wandern und Keifen • Bäder und Sommerfrischen. Längs der Werra. Don Dr. S. Drafe. Die Werra bi!bet Thüringen- liniert Knie- ftü> wie die ©aale den rechten 3frr Oberlauf grenzt an den Kamm teS Thüringer Waldes von der Rhön ab und hat an den Schönheiten 1einer Hänge, in der gleichen Rordweftrichtung verlaufend, einen bedeutenden Teil Unweit de- emporaewachfenen Höhen'uftkurvrleS Mallerberg entlpringt diese echte Tochter des Thüringer Walde-, und der munter hüpfende Quell zeigt schon an. bah er ein vergnügter Fluh werden und bleiben will. Aus der etwa 200 Kilometer langen Werra st rede reiht denn auch der reizvolle, landschaftliche Rahmen niemaL* ab. Als Derkefrrswege geleiten den Fluh die Bahnlinien Lichtens«!»- Sllenach. ckller.ach Ssch- Wege (Debra—jRieterhone—Götltngen und (Rorlchaulen-) Witzenhaufen Münden (—Kaffe!). ©eine Rordwcstrichtung bleibt bann auch der Weser, der gemeinsamen Fortsetzung mit der Fulda, ausgeprägt. Da- erste Städtchen brauten im Tale, da- die Werra gcüht, ist 21-selb, der Geburtsort de- Thüringer Dichter- Otto Ludwig. Zwischen dem Thüringc, Wald und den vorgelagerten Dleichbergen hält Hildburghausen, alte Klcinresldmz und neuzeitliche Schule der Technik, ganz im grünen die nächste Werrawacht. Dichter h ran rüden die Berge der Rhön, unten freuM sich die Werra bahn mit der Rord-Süd- firedc Srsurt—Würzburg. Wenige Stunden westlich liegen der verfallene ©tammsitz der einst halb Thüringen besitzenden Hennebcrger und daS Dors Bauerbach, wo Schiller .Fieslo" und .Kabale und Liebe" vollendete: dagegen büflert fest und wuchtend dichtauf Üntcrmah- selb, daS ZuchthiuS. Dann kommt daS grüne Meiningen in Sicht, landschaftlich beiden, dem Thüringer Wald und der Rhön zugehörig, terrassenförmig sich dem schmalen Wcrraschlauch entwindend. Die Stadt deS TheaterherzogS ist die größte und bedeutendste, die der Werralauf umspielt. Deiche Anlcgnt. ein fast großstädtisch anmutenber Boulevard, einige altschöne Häuser au« drr Henneberg:r-Zcit umreihen die historische Stätte der .Meininger", der Georg II. die schlichte, würdige Inschrift gab: .Dem Dolke zu feiner Freude und Gr Hebung." Kurz nach Meiningen blidt Burg Lands- berg, der zierliche Belitz eines Amerikaners, auf Die Werra h:nab: einen gewaltigen Bogen ob dem Flusse schlügt al- Dorsprung des Thüringer Waldes der Dolmar, dessen Gipfel- Häuschen ein lüden loser, weiter Höhen kreis umblaut. Auf der gleichen rechte» Seite wird da» aewerbesleihige We^astädtchen Wasungen, bekannt durch Gustav Fred tags .Bilder aus der deutschen Hergängen beit", von bei Burg .Mailuft" überragt Sine Seitenbahn führt bald von Wern-Hausen nach Schmalkalden, über Dessen liebliche Talkefsellage da- breitbrüstige Renaisfanceschloß Wilhelmsburg mit Kapelle, Pulverturm und h nneberaiscten Erinnerungen auf frilber Höhe sich hebt. 3n der ResormationLh Ile des Rathaus - fügte sich der Schutzbund der lutherischen Fürsten, und in der spätgotischen Stab irche hat Luther selbst gepredigt. Auch der Komponist der .Wacht am Ahein", Karl Wilhelm, ein geborener Schmalkaldener. wird hier im Andenken geehrt Doch am rechten Rande de« Derratals zeigt sich Bad Lieben st eins ibc I? La idscha t (in die eine kurze Stichbahn blncinfübrt) gleich einer Dorschau der Eisenacher. Um sie schlägt der Werraslust einen grölen respe'wollen Bogen, nachdem er das Krankendad Salzungen berührt hat. dessen großer Teich wie ein Bethesda anmutet. Bei dem Landstädtchen Dacha. da- ein prächtiges, alt rtümlich.s Rathaus besitzt, (ursprünglich das Besitztum WldemakerS. eines Hessengenercls au- b:m 33jäb'igcn Kricje) geht die Werra ins K iligebi:t und folgt bann eine luue ötrede d.r Bahn B.'br-r—Erfurt bis Her- leshaufen. Hier scheint sie durch die Ruine Brandenburg, die ihr gefi>enfttg den Weg vertritt, ganz au« dem Häuschen geraten und schlägt hastig einen Bozen nach dem andern. Weiter pilgert sie nach Kreuzburg, grüßt andächtig die alte Liborius apeile und da» Schloß, tn b.'n die frJIig: El.lab.th wetlte. wenn es ihr auf der Wartburg zu unruhig wurde. Die krausesten Wtndunaen must der Fluß von hier au- machen, um sich durch Steilfelsen zu teechen. Der höchste von ihnen, der He! drall e i n (500 Meter üb. M.> fchauk wie eine dreifache Predigttanzel stolz diesem Spiele zu und droht hinüber nach der anderen Sette, wo über das Städtchen Treffurt die Raubruine de» Tlor- manst eines fich spähend neigt Aus Thüringen wechf.lt die Werra über einen Streifen ProvinzsachsenS mS Höllische und wird hier zunehmend ein gern besuchter Tummelplatz de» Faltbootsportes. Hinter dem S ä tchcn E s ch- w e g e gelangt man unweit de» Hohen Meifr- n e r s, von dem hübsche Gründe zur Werra blnabfübrer. zurt letzten schönen Burgenzwilling teS Flusses. Hinter A11 e n d o r f - S o o d e n, dem Dopte lort mit Auibab unb vollendeter Fach, werkarchitektur, schlägt die Werra unter der steilen Teufelskanzel eine Dvvpelfchlei e unb trägt aus jedem Arm liebreich ein Dörflern. Dann grüf’t von beiden Ufern eine ragende Burg, die dvppeltü-mige Raub eße Ha n st ein mit dem .Reidkvps" und restaurierten Rittersaal hüben, die Iugendbura Ludwigstein drüben Bald danach folgt noch Witzenhausen mit seiner Kolonialschule. Nachdem die Werra beim Rieden Hedemündcn ihre letzte waldgesäumte SLcdfc rurficf gelegt bat, findet sie in Hannoversch-Münden, dem ersten verheihungsreichen Weferplatz, daS natürliche Ziel. Die irachienöunie Schwalm. Bon Konrad Haumann. Nachdruck verboten. Die deutschen Dvlkstrachten find zum größten Teil verschwunden. Die ©toffarmut des Weltkrieges begünstigte da» ZerstörungSwcrk überraschend schnell. Ilm so mehr verdienen jene wenigen Landschaften m deutlchen Gauen unser besonderes Interesse, wo die alten, meist ebenso seltsamen als farbenfreudigen Trachten, der Reu- zeit zum Trotze au« Liebe und Stolz an felbft- bewusttem Dolkstum. getragen werden. Gin solche« Gebiet ist die Schwalm. Wie vor mehr denn einem Jahrtausend d.e truhigen Hessen zu den Letzten zählten, die sich von ihren ®cr- rranrngöt'em bek.hren ließen. ebenso zäh häns.en die hessischen Schwalmbauem heute an ihren alten Trachten und Sitten. Etwa dreißig Bauerndörfer sind es am Flüßchen Schwalm, der reichen und fruchtbaren Tallandschaft am Friste des Knüllgebirges. Insbesondere da» Gebiet zwischen den drei Schwälmer Kleinstädten Treysa, Ziegen- hain, Reukirchen. Treysa davon ist das reizvollste: ein färben fröhliches Spitzwegidyll. Baumumkränzt im Grün der Wiesen und Felder und funkelnden Buchenwälder liegen die Lchvalmdörser. Der dekorative Schmuck ihrer braun-weißen Fachwerchöfe verleiht ihnen etwa- ungemein Freundliches und Malerisches. Farbenfreudig gestimmt, wie es die bunten Trachten nicht ander- vermuten lassen, malte man die überdachten Tore und Fenster der fegenbergenden Scheunen kornblumenblau oder klatschmohnrot an, mit Hellen senkrechten Streisen dazwischen. Blumen blühen an den Fenstern. Töpfe hängen über den Zäunen, weiße Däurinnenstrümpfe flattern dutzendweise im Winde. Alte Dorfkirchen stehen zwifchen den Höfen. Am geschwätzigen Dorfbache klappert überall die Wassermühle. Seltener einmal ein alter HauSspruch in- Fachwerkgebälk gekritzelt: Treue, Glaube. Liebe und Recht Diese vier haben sich schlafen gelegt Wann selbige wieder werden auserstehen Als bann wird die Welt untergeben. (Riebelsdorf.) Im übrigen sind es eben Bauerndörfer, wo der fchillemde Gockel auf der Dvrsstrahe spaziert. Unb die Schwälmer! Die werken in HauS unb Hof, auf Dorfgassen und Aeckem. Bub und Dauer, alle gleich in ihrer altväterischen Tracht langer schwarzer Leinenkittel, Kniehose mit flatternden Bändchen am Knie, kurzem Jäckchen und flachem braunen Hut. Manchen bäurischen Eharakterkopf seht man in dieser Tracht. Unb die Schwälmerinnen? In fn lehrten Dausch» röcken werktags drei, Sonntags bi- zu acht — unter denen fittegemäst daS weihe Hemd handbreit vorgucken muß — auch bei der Feldarbeit in weißen Strümpfen, die Mädchen mit feuerrotem, die Frauen mit schwarzem 'Befrei über dem Kauz m der Kopfmitte — das ist die Schwälmerinnentracht So gehen sie, wandelnden Glocken ähnelnd, mit immer wippendem Gang über die Darfst raste, tragen am Ouecholz das Wasser von Der Hofpumpe ins Hau«, zotteln neben dem Ochfenkarren her, stehen ebenso stolz aus dem Dunghaufen, arbeiten tüchtig aus dem Feld. Anmutig, trenn die ebenso gekleideten Schulmädel in einer Freiheit vor der 'Dor.schule unter der Linde einen Reigen tarnen. Baufchrock neben Dauschrock. feuerrotes ‘Befrei neben Befrei. Dreier Farbenschmuck der bunten Tracht fehlt freute anderSwo im deutschen Dorsi Zu einem bet eigenartigsten deutschen Landschaftserlebnisse gehört em Sonntag in Der Schwalm. Wenn die Dauern in ihrer färben» reichen Fest tracht zum Kirchgang schreiten. Die Frauen m ihrer grob mächtigen dunklen Abend» mahlShaube. die Bauern würdevoll in weißen Kniehosen, in Zweimaster ober Pelzmütze Wenn bann am Rachmittag die Schwalmmädchen durch Dörfer unb Fluren spazieren, groste und kleine, all« farbenprächtig geputzt, die Dauern brett- spurig auf den Borfftraben stehen ober in die Dorfschenkc gehen, dann sind die Schwalmdörfer ein Dorado volk-liedhafter Idyllen ... Hoch geht es zu den Schwälmer Festen her, zu Hochzett ober Erntefest, zu Maienbaum oder Kirchweih. Zur berühmten Salattirmes, am zweiten Sonntag nach Pfingsten in Ziegenhain, findet sich die ganze Schwalm zusammen. Da gibt es Trachten zu sehen unb di« alten geruhigen Schwälmer Tänze kommen zu gebührenden Ehren. Schwälmerinnentracht und heutige Model Beide kniekurz, aber was den Hm fang an betrifft, geht ein halbes Dufrcnb gertenschlanker moderner Dubenkopfmädel auf eine Schwälmerin. Don der Haartracht ganz abgesehen! In ihrer Heimat fühlen sich die Schwälmerinnen durchaus als Herrinnen der Situation. Derirrt sich da ein modisch gekleideter Stadtherr in feinen sportsmäßigen Knickerbocker-Pumpfrolen in so ein welt- entlegene- Schwalmdorf: Habs ge'efren, wie sich die Dirnen nach anfänglich verhaltenem Kichern bald auSschütteten vor Lachen! Daß die Schwalm von jeher ein begehrtes Gebiet für Maler war, ist nicht verwunderlich. Im Schwalmdorf Willingshausen batte fich vor dem Kriege eine ganze Malerkolonre angefletelt. Meister wie Dantzer. KnauS. Hase. Thielemann. Lin- schufen frier ihre Meisterwerke aus dem Schwälmer DolkSleben. Sett 1914 ist die Glanz- zeit vorüber: gegenwärtig sind noch zwei oder drei Künstler frier. Obwohl eS an Motiven nicht fehlt 1 SS wäre zu wünschen, daß die Schwälmer ihre farbfrohe Tracht, aller Reuzeit -um Trotz, ihr zähes Deutschtum noch recht lange wahren mögen! Abend in Homburg. Don von tffrte. Nachdruck verboten. 2Iuf die grünen Taunushöhen haben sich erste Schatten des Abends gek-nft. aus de., stillen Waldtäleri. bringt der Duft von Heu und Erde, dieser hotte Atem des Sommers, stärker nun und reiner herüber in das lebhafte Treiben de» Badeortes. Au'atmend in der beginnenden Kühle, wandern die Kurgäste, das geleerte Drunnen.kaS noch in der Hand, durch d.e Alleen dieses einzig schönen Kurparkes. lauschen den berübert/eireb!cn Klängen ber Musik, sehen den ©vielen auf den Tennis- unb Golfplätzen zu unb fitzen mit dem mühen Wohlbefinden erwachender Genesung unter den alten, flüsternden Bäumen. 3n den blauen Wellen des Seedammbabe-, in diesem göltlich-lcichien, prickelnden Mineralwasser — doppelt reizvoll im ZreUuftbad - verebbt langsam das rege Treiben. Einen frohen Sommemachmittag hat man frier verbracht In Wasser und Wiese, in Gönne und ©and. nun schnürt man das Bündel unb rüstet zum Aufbruch. Denn die gefellschafllichen Freuden des Abends rufen. Auf der wetten, schönen Terrasse de» Park- hotels trifft man fich zum Diner. In die diskreten Geräusche eines eleganten Speisesaales: leichte Musik unb leises Lachen, lautlos servierende Kellner und gedämpfte» Reden in allerlei Sprachen, mischt sich der erfrischende Hauch der Xaunu»berge unb das Rauschen des Parkes. Ss sitzt sich gut frier, man verweilt noch immer, als schon hinter dem orangefarbenen Licht der kleinen Tischlampen die Landschaft dunkel ve - dämmert und aus her erleuchteten Halle Geräusch de- Tanzes bringt. Aber nun lockt die Sommernacht, Park lockt und Wald und Widerschein der G.eme im kleinen ©ce; und unter den beruhigenden Stimmen ber Wipfelt wandert man beglückt durch die blaue Rächt. In schattenden Tiefen springen die wundersamen Quellen, diese geheimni»vvll-le- gnabelen Wasser, die so vielen neue Kraft zum Leben unb zur Freude schenkten, und au» den Wäldern, in bk der Kurpark ohne Grenzen sich verliert, bringt lebenbig eines Rachtvogels Stimme Leuchtenb hinter bunter Fontäne, liegt in Licht gebadet das Kurhaus. In den vornehm-schlichten Räumen bewegt sich eine elegante Gesellschaft beim ©Piel, beim Wein, beim Tanz. Die kristallenen Kronleuchter, die so viel Gümz b r Höfe gesehen frohen, strahlen festlich von den PlasondS: es tanzt sich gut unter Stuck unb Gemälden der Decken auf hem fürstlich eingelegten Parkett. ®ine verklungene Zeit, froh und distanziert, lebt noch irgendwie in diesen Räumen — Aber braufkn, über See unb Wald unb dunklen Wegen steht gefrimt das sommerliche Rachtgezelt — es lockt, es ruft einen wieder, und tiefer In die holde Dämmerung de» Parkes füfrrt ber beseelte Duft von Laub und Gras. Im Glanze matten Dolde», umflossen von allen Zaubern und allen freindartig-religiösen Schauern seiner Heimat, schimmert aus deutschem Baum- dickicht bizarr genug der erotische Tempel, den der König von Siam, ber in Homburg Heilung suchte und fand, dankbar errichtete. Seltsam erregender Kontrast: femefrer mondäne Tanzmus.k von erleuchteten Terraf'en. wesen-lremd bringend durch schlicht-vertrauten Hauch ländlicher Heimat und dazwischen — ein drittes Reich — dieser ferne Tempel, Sitz fremder Götter. Halle fremder Sehnsüchte. Aus dem nächtlichen See fahren im rötlich- gelben Schein der Lampions die kleinen Boote, mit sanften RÜberschlägen kommen sie vorüber — auf und ab — — tauchen unter bk Schleier ber hängenden Zweige, nähern sich mit Keinem Citfrle aus Uferschatten unb verbergender Insel, ein hold gleitender Tanz. Eine unerhört beschwingte Ruhe bringt au» diesem Gleiten, ein sanft tönender Rhythmus, aller Sommer, reute voll. Und man steht und lauscht, beglückt unb zu tiefst verbunden, Meter klingenden Rächt. Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker 1927: 19300 Badegäste Hauptniederlage in Gießen: Jean Weisel Sonnenstraße 6 / Telephon 88 Badeschritten durch die Kurverwaltung DiElEchnis Jahresschau Dresden Sanatorium Hohenwaldau Degerloch-Stuttgart Fasten-, Schrot- und Bohkcntkurl VorrütUr*« Bede- und Luttbedeelrruh tunten Id? Ul »die HöbenwaldUge. 60 Berten 2 kerne. Sdi«etter pflegt - Aerztlicher Leiter l>r. mrd. fr. katz J Dobel Höhenluftkurort I n würllemb. Nchwarzwaid, 720m ü. d. 1L xwiachen Wildbad u- Baden-Baden, in schöner, ruhiger Laße, inmitten berrl.Tannenhochwald., mit p richt. Fernlicht Heilkr Gebirgsklima. bes. ß nehmet f. Mervcse, leri-, liereu-1. Astiaaletdiaie. Kurarzt Lesezimmer. Gute ' asttivke, zahl reiche Privatwohnangen. Prospekte durch die Iarvar>a!tMg. Berchtesgadener Land mit Witsniu und K4nltn<* Das Paradies der bayerischen Alpen Alpin#« Sol*bad H&bceluft und Irrralnkurea / Bergsport untKU t hvjt» iwra lertman irnttuMa rmortttnitna k-nitswoe Ute ■« Samctetri u«* «4 test- ite tmenM-ti Vesucht deutsche Vädev und tSommeesrischeur SchloflCafä, Herrl, Aussicht Marburgs. Qualitäten allererster Güte. — Auto-Haltep atz Waren Sie schon einmal im Herbst in Westerland? Sie kennen die Nordsee nicht, wenn Sie es versäumten. Der September ■st noch ganz sommerlich. Ei herrscht voller Kurbetrieb bei billigen Nachsaison-Preisen Oktober. November haben zumeist wundervolles, warteea, nuLci Wetter und Sormer.xh- n. Wenn dse Heide blüht, zieht < er «nördliche Mai“ ein. Bü Ende Oktober. Anfang November kann in der See gebadet werden. Dai Warm- Badeham ist ganzjährig in Betrieb. Wenn der Trubel der Haupt-Kurzeit verrauscht, wenn es still und ruhig geworden ist. dann ist so recht die Zeit gekommen für alie jene, eenen an Menschengewühl. an rauschenden Festen, an lauten Vergnügungen nichts liegt. Gehören S.e zu diesen, so kommen Sie im September. Oktober, NovemberI Eisenbahn und Schiffe verkehren. Bitte, fordern Sie unsere Kunchri ften. Stadt Badeverwaltung Westerland Kloster Arnsburg Eme Perle des Hcg'en- landes, beliebtester Aus- veftiindungeS: Hugsor. mit historischen e -4. i? za, iS Baudenkmälern und Auto- idyllischer Umgebung, ver&.nounger: Beste Verpilegung In der "!? Klostermühie___________ Bad-Nauheim Hotel-Restaurant Gaudes Gut bürgerliches Haus Gartenwirtschaft Touristen bestens empfohlen •HIIHMMOvHMHOHIH Kurhaus Bad Selters,Obern T. Ortenberg 250 Das ganz«.- Jahr geöffnet, moderner Neubau. voizttfdiche Verpfl^Runu bei mäßig. Preisen. Benedikt usuelle, Kadioaktiver Sprudel, für Galle und Leber _________kohlensaure Bäder. "XMPP Ostseebad Heiligenhafen Pension Settern, direkt am Wasser. Gute Beepstegnng. Wanderfahrten. Garbenleich — Mengeishäuser Teiche — Arnsburg — Lich. Eine hübsche FainU entoanterung, hie etwa 3' /, bis 4 € tunten umfaßt, hat uns b?r V. H. C. Ci ß:n durch Anlegung einer neuen Ma k crung (rotes hegente« Är.iu) erm^g tcht. Wir fahren mit SomUa^s.ar.e Lich nach Car.entwich. Mi'.ten im Ort zwrizt nach links be Sicher Straß? ab. ter wir bis aut Är:i3 Sammei-QDalenmcifterei folgen. Kur- tzintir drr stattlichen Anlage beginnt der Wald, an bef.en Rande wir nach rechts entlangge^en biS zur ersten Schnei e. die nach links abzwrizt. Wir gehen d ese Wald- schirei e durch und kommen an i>rem Ende an die Menge lshäuser Teiche, einigen in anmutiger Wald'andschast ge'egcnen Weihem, die -um größten Teil mit Schilf bewachsen und mit Wilden'en bevi.l ert sind. Wir umgehen den gr.ß:en Weiher und gelangen im Hochwald an den Fürstenbrunnen, der mit einem Steintisch und steinernen Bänken versehen ist. Leiter haben zerstörungslustige Eenentr an diesem id ll.scheu Ruheplötzchen ihr Mütchen grküylt. Nun gehen wir dem Zeichen weiter und kommen, nachdem wir zur Linien einen großen Wiesengrund passiert und die Eisenbahnunter,ührung durchschri ten haben, auf einen prächtigen Waldweg, an dessen Ende wir uns wieder recht- halten, um bald darauf die rct? Strichmarkierung am P chlgraben »u treffen. 5kar- vorher weist uns ein weißer Strich auf ein ausgedehntes Gräberfeld aus vergrschichtlicher Zeit. Die übrige Wanderstrecke geht, wie schon früher beschrieben, am Pfahl- graben entlang und später auf dem Iägerpfad nach Kloster Arnsburg. Don Arnsburg führen uns blaue Ringe durch da- GotteSackerial nach unserem Endziel Lich. Hungen — Frledrlchshülle — Laubach — Grünberg. Eine lohnende Wanderung ist die folgende: Dom Ausgangspunkt Hungen gehen wir blauen S trieben nach durch prächtig? Waldungen, bis wir aus blaue Kreuze stoßen, denen wir nach links folgen. Beim Schnittpunkt der beiden Zeichen haben wir einen überraschenden Dlick auf das hochgelegene, einer Truhburg ähnliche Stornfels sowie auf den hohen Vogelsberg. Dis zur Frie- drichshütte gibt uns der Wald das Geleite, der Rest des Weges bis Laubach geht durch freie Gegend m.t hübschen Ausblicken. 3n Laubach besichtigen wir das schöne Schloß und den Park des dortigen Fürsten. Die blauen Ärexue führen wieder durch Wald nach Grünberg. Ratsamer ist jedoch, die Straße über Lauter zu wählen, die entzückende Ausblicke bietet und durch das liebliche Drunnental zum Endriel Grünberg führt, das wir nach insgesamt fünfstündiger genußreicher Wanderung erreichen. Oberheffen. Landkreis Giesten. * Großen-Linden, 21. Sept. Am kommenden Sonntag hält der hiesige Turnverein (D. T.) fein diesjähriges A b t u r n e n. Vormittags findet das Wertungsturnen ftatL am Nachmittag wird sich ein Festzug durch die Drlöftraßcn bewegen, anschließend soll das Schauturnen stattfinden. Außerdem wird noch in geselliger Hinsicht mancherlei geboten werden. Näheres ist aus der Anzeige zu ersehen. io, Steinbach, 21. Sept. In vielen Gemeinden sind durch Vermittlung der Landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft Darmstadt van angeschlossenen (9e- nossenschaften Saatgutreinigungsanlagen aufgestellt worden. In der jüngsten Generalversamm- lunst einer hiefiacn Genossenschaft war ebenfalls Stimmung für eine solche Anlage vorhanden, und es war die Anschaffung in Aussicht genommen. Ein hiesiger Maschinenbesitzer ist nun aber zuvorgekom- inert und hat eine Reinigungsanlage aufgestellt, die demnächst in Betrieb genommen wirb, hoffentlich machen unsere Landwirte regen Gebrauch davon. : Au s d e m B u s e ck e r T a l, 21. Sept. Seit einigen Tagen sieht man überall in unserem Tale den Rauch aus den Kartoffelfeuern emporfteigen. Durch das schöne Wetter begünstigt, hat die K a r t o f feier n t e eingesetzt. Sie verspricht keine hohen Erträge, immerhin ist mit einer Mitlelernte zu rechnen. Vor allem aber trifft man wenig faule Kartoffeln an. ch Aus der Rabenau, 21. Sept. Auch in unserer Gegend haben die Landwirte in den letzten Tagen mit der Kartoffelernte begonnen. Der Ertrag ist als mittelmäßig au bezeichnen; was an der Quantität fehlt, ersetzt die Qualität, denn die Knollen kommen gesund und sauber aus der Erde.— Die Frühobst Versteigerungen haben in den letzten Tagen stattgefunden. Meist kamen Bir- ne n, die eine Mittelernte erbrachten, zum Ausgebot. * Grünberg, 21. Sept. Auf dem gestrigen Schweinemarkt waren 342 Ferkel und vier- zebn Läufer zum Verkauf aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 7 Wochen alte Ferkel 16 bis 19 Mark, 7 bis 8 Wochen alte 20 bis 24 Mark, 9 bis 13 Wochen alte 24 bis 30 Mark, Läufer 30 bis 35 Mark pro Stück. Der handel war gut, etwa J des Auftriebs fanden Absatz. D Lich, 21. Sept. Für die Wahl zur evangelischen Kirchengemeindevertretung find di« Bestrebungen zur Einigung auf eine Einheitsliste s ehl g es ch l a g en. Es wurden zwei Wahlvorschläge eingereicht. Dadurch bat bic Wohl nach dem Vorbild der pv'.ilrschen Wahlen stattzusinben. Sie wird am Sonntag, 30. September, im stiftischen ®:met>nbefaal vvrge- noinmen. — Heute würbe bie stäbtische Obstversteigerung vorgenommcn. Aevfel waren kaum. Dirnen nur in geringem llmfan; vorhan- den. Dagegen war die Zwetscvenernte um so reichlicher. Die erhielten Erlöse bewegten sich in mäßigen Grenzen. Kreis Friedberg. m Butzbach. 21. Sept D i e Erweiterung S a r b e i t e n am Lahntvrfchul- haus sind gegenwärtig in vollem Gange. Durch diese werden zwei kleinere Räume in große Schulsäl« umgen>anb:lt. wodurch der ge^ plante Flügelanbau am neuen Schulbaus, d.r aus Mangel an Grib.nitteln vorläufig nicht zur Ausführung kommen kann, um Jahr« zu ruckgestellt werden konnte, zumal durch den Bau der Klem- iinderfchul.' eine h.trächt iche Summe verfchl mgen wurde. — 3n feierlichem Zuge marschierten gestern mittag die Schüler und Schülerinnen der Kleinklnberschule von ihrem alten Heim in der Langgass« nach dem kürzlich vollendeten Reubau. Dieser, ganz im Freien gelegen, entspricht allen Anforderungen, die man an ein solches Gebäude stellt. Aus bau Rasen fübrt'r die Kinder gleich nach dem Einzug ihr- Sp < vor einer größeren Zuschauermenge auf. lieber- dachte Spi lh llen mit Sitzgelegenheit und drei geräumige Säle bieten reichlich Raum für den Aufenthalt bei Regrnwrtter und Käl^. Bei heißem Wett.-r sorgt ein Planschbecken für genügende Ab.ühlung. Das prächtige Gebäude enthält außer drr Schwest rrnwo.)nung noch eine solche für b;n Schuldiener. i Steinfurth, 21. Sept. Am nächsten Sonntag findet in unserer Kirche die Wahl der Kirchen- gemeindeoertretung statt. Da zwei Wahl- Vorschläge eingereicht wurden, erfolgt also Listenwahl nach dem bekannten Lerhältniswahloerfahren. — Das hiesige Postamt wirb ab 1. Oktober in eine Postagentur umgewn-It. Die Verwaltung der Postagentur ist dem Postschaffner Küster übertragen worden. Wohnbach, 21. Sept. Während in den letzten 3ahrrn hier immer eine lebhafte Bautätigkeit herrschte. lag der Daumarkt in diesem Jahr bis zum Sommer hinein völlig darnieder. 3cßt ist ein Woh Haus mit Gewerbebetrieb (Mcygerci) an ber Wölfershrinec Straße im Entstehen begriffen. Der Bauherr hat bie Aushuberdc. reinen L:hm, zur Herstellung von Felbbrandsteinen benutzt und badurch eine wesentlich« Verbilligung ber Baukosten erreicht. — Die Provinzial st raß« Wohnbach — Wölfersheim ist burch den starken D.rkehr infolge ber Industriebauten des Schwelkraftwerks und ber Errichtung bes großen Wafserb Hillers betört mitgenommen worben, baß bie Straßenverwaltung eine Reubefestigunq ber Straße ins Auge gefaßt hat. Mit bem Anfahren bet Steine wirb bereits begonnen. Es wäre zu wünschen, baß auch gleichzeitig zur Bekämpfung ber Staubplage eine Teerung Dorgenommen würbe. — Die Apfelbäume an ber Provin- zialstraße nach Wölfersheim zeigen teilweise einen guten Behang, im Gegensatz zu bm anderen Baumanlagen ber Gemarkung. 2s handelt sich um Holländer Reinette und einen Sauerapfel. Kreis Büdingen. 11 Bübingen, 21. Sept. Der Oemeinbc- rat verhandelte in seiner jüngsten Sitzung über den Ankauf des Anwesens der Ehristian Glanz 11. Erben in der Erbsengasse und kam nach eingehenden Ileberlegungen zu einem ablehnenden Beschluß. — Hierauf wurde über das schwebende Dahnprojekt Büdingen — Ober-Seemen gesprochen. Da das Hauptprojekt infolge der schwierigen Verhandlungen mit den fraglichen Gemeinden noch sehr zweifelhaft ist. will man dem Bau einer Teilstrecke Büdingen-Ochsengemäuel nähertreten, die vor allen Dingen den starken Last- wagenverkehr ber Firma Leimbach & Co. abstellen soll. Der Bürgermeister erstattete Bericht über die Verhandlungen mit dem Hessischen Kreis amt Büdingen. Alsdann berichtete Ge- mcinberatämitglieb Dr. Weimer über die Verhandlungen, die er mit ber Dasaltsteingesell- schast Leimbach & Co. wegen der Erbauung des fraglichen Anschlußgeleiscs gepflogen hat. Dr. Weimer beantragte, die Finanzkommission in Verbindung mit Verwaltungs- und Rechtskommission mit der Weiterführung der Verhandlungen zu beauftragen, zu denen außer den Vertretern ber Basaltsteingesellschaft auch die Ingenieure Schmitt und Hett in Frankfurt a. M. welche bic Bahnlinie abgesteckt haben, zuzuziehen sind. Der Antrag wurde angenommen. — Anschließend wurde bic Marktabrechnung vorn Petri markt 1 928 vom Bürgermeister vorgetragen und der Marktkommission antragsgemäß Entlastung erteilt. — Sodann wurde über die Verpachtung der Gemeinde- /agden ab 16. Februar 1930 verhandelt. Der Bürgermeister wurde beauftragt, mit den bisherigen Pächtern FrieS und Eyßen aus Frankfurt a. M. Verhandlungen einzuleiten. Die Gemeinderäte Dr. Weimer und Kärcher wurden bestimmt, bei den Verhandlungen mitzuwirken. — Zu bem Punkt »Besoldung ber Gemeinbebeamten" würbe beschlossen, dem Beigeordneten und bem Kontrolleur je eine Pauschalvergütung zu gewähren. C) Nidda, 21. Sept. In ber jüngsten G e - meinberatssitzung mürben u. a. folgenbc Beschlüsse gefaßt: Das Doppelhaus in ber Hopfenaasse soll aus ber Hand au den Gestehungskosten, bic den Betrag von 9800 Mark je Woknung errcidjen, verkauft werben. Vorzugsweise berücksiAigt werben Bewerber, bie burch ben Umzug eine Wohnung freimachen, bie bem Wohnungsmarkt zur Verfügung steht. Minbestens ein Drittel bes Kaufpreises ist anzuzahlen, 3000 Mark werben von bem Hessischen Staat als Baubarlehen zu ben üblichen Bedingungen gewährt, ber Rest ist in zehn gleichen Iahreszielen zu entrichten Der Oemeinberat hat sich zu bem Verkauf bes Hauses entschlossen, um Mittel für bie Erbauuna weiterer ähnlicher Kleinwohnungen in bie Hand zu bekommen unb baburch bic Wohnungsnot wirksam ri bekämpfen. — Oie Gemeinberechnung ü r das Rj. 1926, bie in ber Betriebsrechnung eine Einnahme von 200 045 Mark, eine Ausgabe von 186 804 Mark unb einen Rechnungsrest von 13 241 Mark nachweist, mürbe oorgekragen, ohne baß Beanstandungen erhoben mürben. Der ungün- stigc Rechnungsabschluß ist darauf zurückzuführen, baß Einnahmen, bie ihrer Natur nach in die Rechnung für 1926 gehören, des verspäteten Ausschlags wegen erst im Rechnungsjahr 1927 zur Erhebung unb Verrechnung gekommen (mb; außerdem sind trotz der sehr hohen Sonbcrgebäubeftcuer=Srläffc aus ben Steuer-Einnahmen 6000 Mark nach der Dermögensrechnung zur teil weifen Bestreitung ber Kosten für bie Erbauung bes Deamtenmiethauses in der oberen Schillcrstraße überführt worben. — Der Anteil ber Stabt an ben persönlichen unb sachlichen Kosten ber hiesigen Gewerbeschule für das Rj. 1927 beträgt nach der vorliegenden Abrechnung 3891,49 Mark gegenüber 1500 Mark im Voranschlag, unb mürbe nachttäglich genehmigt. — Für ben Kur- unb Derkebrsverein Lab Salzhausen-Nibba bewilligte ber ©emcinbe- rat für das laufende Rechnunasjabr einen Beitrag von 50 Mark. — Es besteht für den Gemeinderat feine Veranlassung, bie vom Kreisamt Bübingen als veraltet bezeichnete Friebhofs- und Be- gräbnisordnung vom Jahre 1909 abzuändern. ober durch ein« neue zu ersetzen, da sie den derzeitigen Verhältnissen durchaus entspricht. — Das Gesuch ber Bruderschaft Nidda des Jung- deutschen Ordens um Gestattung ber 'Anbringung eines Aushangfastens am ehemaligen Sängerschen Hause würbe aus prinzipiellen Gründen abgclcbnL n. Bad oa i Aßauf en, 21 Sept. Der Verein der höheren Forstbeamten Helfens hielt geltem h: r in bem hcrrlxb geschmückten Ku b uifcal s i c de.jc.h ig Hauptversammlung ab wozu etwa 13c Per oncn er -Dienen w'.ren Schon tags rorfc r trafen viele Teilnehmer hier rin. Mehrere fachwchsenschaftlrche Ai zahlen, q> 3brtr$ot 2uhbc a* htm Ä leUe.d» Stre^ * 21 rei^ ivrlchung Hcincri Vrvf. ® einer 2lr Cebkie । des Ä« Vorträge bildeten die wichtigsten Puntte der Verhandlungen. Abends folgte ein Tanzvergnügen, zu dem eine größere Anzahl Gäste geladen waren. Heute fanden Ausflüge in die weitere Umgebung statt. Ein Teil der Gäste fußt mittels Autobus in den Walddistrikt Ha.n, um von da eine Fußwanderung durch die schönen Wälder des Fvrst- arnts Konradsdorf unb der Sivlbergischen Waldungen zum Forsthaus Finkenloch zu unternehmen. Der andere Tri! fuhr in einem großen Dcrkehrsauto Aidda-LUsa nach Lllrichstein. um von dort aus die Wälder des oberen Vogelsberges zu besichtigen. 4k Llnter-Widdersheim, 21. Sept. Zum erstenmal feit 19 3obren fand hier am vorigen Sonntag Kirchweiye statt. Während die Dorf- einwobner am Sonntagabend im Gasthaus versammelt waren, ertönte plötzlich Feueralarm. 3n der Hof reite des WeißbindermeisterS Heinrich R upp« l stand ein größerer Holzhaus en in Flammen. Durch rasche- Zugreifen konnte ein größeres Unglück verhindert werden, zumal das Feuer in unmittelbarer Rahe der Scheune au-gebrochen war und die eng aneinander hängenden, mit Stroh bzw. Fruchtgarben gefüllten Rachbarscheunen lricht einen größeren Brandheerd hätten bilden können. -h: Echzell, 21.Sept. Gestern verstarb hier der Zigarrcmnacher Adam Spengler im Alter von 76 Jahren. Der Verstorbene beschäftigte sich seit vielen Jahren allein mit der Herstellung von Zigarren, biecrunmittclbar an bie Verbraucher adsetzte. Mit ihm stirbt ein einzigartiger Berufszweig in der ganzen Hingegenb aus. — Seinen LOGeburtstag feierte bief.r Tage ber Kreisstraßenmeister t R. August Döcher. Der all« Herr, ber im h.esizen Baubezirk über zwei Jahrzehnte bienstlich tätig war. erfreut sich einer verhältnismäßig guten körperlichen und geistigen Frische. — Man hak jetzt auch hier mu ber Ernte bet Spät - f art off« in begonnen. Wohl bleibt ber Srirag weit hinter dem be» Vorjahre» zurück, aber in tiefgründigen, feuchten Lagen unb bei bem au»- arivrochenen Kartoffelbob n unserer Gemarkung kann immer noch von einer Milteiernte gesprochen werben Handel in Spätkar los sein besteht noch nicht. Ls Preis für gelbtteischigc Speifefattoffcln wirb pro Zentner 3.30 bi» 3 50 Mark genannt. Anqedaut werden hier neben .Modrow» Industrie" noch Ebelkrend" für Sveisczwecke unb cU W .tschaft» ar o rin hauptsächlich unb .Zentifolie-, welch beide Sorten anhaltende Irodenßeit verhältnismäßig gut überstehen. ]:[ Gelnhaar. 21. Sept. Schon seit zwei 3obren beraten unsere Gemeindeväter über ben Bau einer Wasserleitung. Damals ließ man einen Wassersucher von Frankfurt kommen, besten Angaben aber selten stimmten, wie bic Schürfungen zeigten. Seit acht Lagen werben nun ein Dorsbrunnen unb ein Schürf loch mittel» einer elektrischen Puntpe unter Leitung bes Kulturtechnikers 3akvb von Friebberg gemessen, ob sie genug Wasser liefern. Unser Ort braucht ungefähr 80 bis 90 Kubikmeter Wasser täglich. 3 ft diese QU enge vorhanden, so soll noch in diesem Herbste mit bem Dau ber Wasserleitung begonnen werden. j:s Bindsachsen, 21. Sept. Der hiesige Kriegerverein beabsichtigt, im Laufe des nächsten Jahres Fahnenweihe zu halten. Eine in ber Oemcinbe zirkulierende Liste für freiwillige Spenden ergab einen Betrag von rund 400 Mark. Mrcie Schotten. Laubach. 21. Sept. Schon seit 3ahr- -ehnten war das Gariengelände .in der Laubach". auf ber Westseite bet Stadt, ber Hebet- kbtoemmung stark ausgesetzt, ebenso da» an*- schließende Wiesen- unb Ackergelände .in der Au". Der Graswuch» war geradezu unverwendbar geworden. Wan hat deshalb da» Bett der Wetter gereinigt, um einen starken Meter vertieft und tcUtoeife durch Mauerwerk befeftigt Außerdem wird läng» de» sog. .Bürgeler Wegs" eine Röhrenlettung gelegt, die bei Hochwasser die Flut ableiten soll. Oester bildete lich hier bei Lleberschwemmungen ein See von zwei Kilometer Länge unb einem Kilometer Breite* — Die Kanalisation ist nahezu beendet: nur .im grünen Meer" (Rordseite der Stadt) ist noch ein kleiner Rest au erledigen. 3n ber .Schwarzen-Eller-Galse" fließ man auf die 3 Meter breiten Fundamente der alten Stadtmauer. Diese Gaffe ist erst um Me Mitte be» vorigen 3ahrhmidert» errichtet worden Sic besteht nur aus Scheunen Ställen und Werkstätten auf bet einen Seite, unb den Hinterseiten bet anliegenden Gasse auf ber anderen Seite. Rur am Anfang (Sde ber unteren Lang- gaffe) stcbt ein Wohnhaus Rach ber Voll»- meinung ist die Gasse cenannt nach einer .Schwarzen Eller" < Hebamme), die ebenda gewohnt habe. 3n Wirllichle't kommt der Rame von einem in • Het», zwei Stunden südlich Fulda abgebroche» Rätsel-Ccke. Silbenrätsel. a — be — bei — ehe — da — do — e — e — eg — ei — ei — es — Irak — gc — ge — ge’.b — ja — ki — ko — kra — li — ma — mä — me — mo — na — ne — ne — ner — ni — no — o — org — phet — po — ran — re — reu — ri — ros — si — so — sze — tal — ter — tes — titz — tor — vi — vos — zo. Au» den 51 Silben sind 20 Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden 1. Biblischer Stammvater: 2. Volksstamm: 3. männlicher Personenname: 4. humoristischer Dichter; 5. Fluß in den Vereinigten Staaten: 6. landwirtschaftliches Gerät, 7. griechischer Philosoph: 8. Schriftsteller; 9. Nadelholz: 10. großes Fernrohr; 11. Schweizer Luftkurort. 12 Zeitabschnitt: 13. Ton- künstlet: 14. Stadt in Südtirol; 15. weiblicher Personenname: Iß. britische Besitzung in Afrika: 17. Ort an der Riviera. 18. Staatsgut: 19. Teil eines Fruchtkörpcrs, 20. Abschnitt eines Bühnenstücks. Nach richtiger Bildung der Wörter müßen die An- fangs- und Endbuchstaben, beidemal von vorn nach hinten gelesen, ein Zitat von Leonardo da Vinci ergeben. Ärcupvorträtfcl. Lchcrzrätsel. 1. Welches Mehl kann kein Bäcker verwenden? 2. Welches sind die härtesten Nüsie? 3. Welche Stadt hat die besten Turner? Buchstabenrätsel. -----Bttcuchtungsgegenstand. --.--Singvogel. --.--Zeiteinteilung. -----Orientalischer Herrscher. --•--Griechischer Philosoph. -----Weiblicher Personenname. --.--Naturerscheinung. --.--Wendepunkt. --.--Weiblicher Personenname. Man suche die bezeichneten Wörter, deren m.ttlere durch Punkte angedcutete Buchstaben, zu einem Wort verbunden, einen Kalendertag ergeben. Die Anfangs- buchstaben der Wörter sind: L — M — W — S — P-O-W-K-U. Auslösungen, «bstrlchrätsel. - Wega — Granit — Hammer — Meister — Stock — Senn — Klinge — Sago — Mil- sasten — Mühle — Filter — Silber — Sichel — Gramm — Wolke — kohl — Rest — Senf. (Das Fettgedruckte ist zu streichen.) Wer am meisten klagt, fühlt sich am wohlsten. vresiilben-Scharade. Schreiberhau. ÄremtoorträtfeL (Lust. Bl.) ooch haben! 5atiboottcife. .Halten Sie eine Reis« mit bem Faltboot über ben Ozean für möglich?" „3a. natürlich! Wenn man» zusammen!lappt unb mit in bie Kabine nimmt.“ Magische» Doppclquaöraf. Iler — Lohn. Wald — Horn. Geiz — Hals. Tang — Ente. Steigerungs-Rätsel. 1. Schrot — Schröter; 2. Mal — Maler; 3, Schlacht — Schlächter. Auslassungsaufgab«. Ra(s)t — (E)elle — Mä(h)re — (W)ahn — Salde(i) — Re(m)ise — Qual(m) — Pa(s)te — S(p)itz — (O)range — Sch(r)ein — Lei(t)er. Schwimmsport. Die Narrenkappe. Sbfitter unb Sparren vom Rrdaltionstisch. Eine teerige Sach«. Di« Sonne hat ben Teer ber frischasphaltierten Straße geschmolzen: er bilbetc einen zähen Br«, in ben ein eleganter Herr hineingeriet. Der elegante Herr wollte ben Damm überqueren, aber in ber Mitt« ungefähr blieb er stecken unb verlor einen Schuh Fauchenb unb schwihenb arbeitete er sich ein Stück weiter. Er war schon fast in Sicherheit, als ihn ber Donnerruf eines Straßenarbeiter» erreichte. „Halt! S.c ba, kommen Sie sofort zurück!" Gehorsam kehrte ber elegante Herr um. Wieder blieb er im Teer sumpf stecken. Als er «nblich seinen Ausgangspunkt erreicht hatte, stand er auf ben Strümpfen ba. Eilig verschwanb er in ber Richtung nach bem nächsten Schuh laben. „Warum haste denn ben Mann e.gcntlich zurückgerufen?" fraate ein Kollege bes Arbeiters. ,.Ra, Mensch, ick wollte boch ben anbern Stichel Die in vorstehender Figur leerstehenden zwölf Felber sollen mit den Buchstaben derart ausgefüL werden daß sowohl die senkrechten wie wagerechtcn Rechen bekannte Wörter ergeben. m — o — p — r - s — t Von links nach rechts: 1. Naturerscheinung: 5. altes Längenmaß: 9. Held aus dem Nibelungenlied: 10. Lackmasic: 11. Teil des Gesichts; 12. Birkengewächs: 13. nordische Gott- heiten, 14. geistlicher Titel; 17. Stammvater eines biblischen Volksstammes; 20. Mann in niedriger Bezeichnung: 21. kleine Sunbainfcl; 22. Teil des Beines, 23. arabische Hafenstadt: 24. Stadt in Rheinland. Von oben nach unten: 1. Italienisches Fürstcngeschlecht; 2. gesellige Veranstaltung: 3. Handiverksgerät. 4. landwirtschaftliches Gerät; 5. weiblicher Personenname; 6. Erdformation; 7. Bibliotheksraum; b. andere Bezeichnung für Paradies; 14. Hafenstadt in Syrien; 15. französische Landschaft (Käse); 16. Edelwild; 17. Wild; 18. Nebenfluß des Rheins; 19. grober Sand. Taufchrätsel. Wenn wir so faßen in der ,L", Wie flog die liebe Zeit so schnell! Und seit ich sie brachte unter die „H", Sitzen wir immer noch gerne da. ftüllrätfcl. snoia BaraaraBBi raramn Binran •>- B ranrara anran BlüBB nörnmsrammn nrann -fflianni Der neue Ford 8/28 und 13,40 P.S. Preise ab Werk Berlin: Offener 2*Sitzer mit 2 Rücksitzen Mk. 3395. — Offener 5*Sitzer ..... „ 3455. — Limousine, 2 türig „ 4110 — Limousine, 4 türig ........ „ 4695. — Sport-2-Sitzer „ 4290. — Geschäfts-Coup^ ......... „ 4060. — Coupe „ 4290. — Fahrgestell, l1^ Tonnen „ 397Q.— Fordson-Traktor, industriebereift „ 4850. — Ford Motor Company Vertreter: Ingenieur Richard Güngeridi 'S) Co. Kraftfahrzeuge, Liebigstraße 58 «n nen Dau. brr tun bar Jahr 1850 hier ffufge- stellt wurde 3m üd$t 1823 Halle man mit bem Qlbtcib«! btt Umetptorte begonnen. Bald folgte bU Hieberleflung her Da ft tonen der Tlotb- lelle des Hestungrgür'.e's Der ®raf trat einen Oteetftn des f üblichen Telle» be« Schlohaarrens ab, wo lebann bi« .Sdtoarae Sllcr-DaNe" an* gelegt würbe - Del der gestern stattgehabten Versteigerung ber I w e t s ch e n o a u m e brr Demetnbe wurden lebt hohe Preise erzielt. Der Zentner Zwei ich en kam teilweise auf 5—7 Marl Streit -kl-selo. ►* Alsfeld. 21. Scpk Line w-rwolle De* rricherung haben die Hil ♦ n ttcl für bie Heimat- forfchung erhalten durch da» vom Hessischen Staatsarchiv herauLgrge..ne Inventar bet Demeinbearchivr de Kreises Alsfeld. welches von dem Ätd Surfunbenpf leger Pros. Eduard Decket von Als eid. jetzt in ;r:M>Uen Cudl.nmatcrial» ein wichtiger Dienst erwiesen worden. S Lehrboch, 21. Sept. Der Beginn ber fl o n • ftrmcnbcnftunben wurde gut nach alter schöner Sille mit einem feierlichen Gottesdienst erölsnet, an dem bw Eltern und Paten der Konfirmanden tednabmen Die Zah! ^r Konsir* manben unseres Kirchspiels beträgt sieben. Nir cm ent’cllen fünf auf Lehrbach. und zwar drei Knaben. zwei Mädchen, und je ein Knabe und ein Mädchen auf Erbenhausen Preußen. Kreis Biedenkopf. XX Rodheim a. b. Bieber. 21. Sept. Oberland- sägerme ster Körner tritt am 1. Oktober auf Grund de, Vltersgrenzegesetzes in den wohlverdienten Ä u b e ft a n b. 2i, Ra^sol-er wurde Landsägrr» Nur reine Seife kann ffionencf ivafefien! Allen Seifen voran verdient die über die ganze Welt verbreitete Sunlicht Seife den Ruf der Voll- Audi all BaddclTe für Ihre Kleinen können Sie Sundchr Seife verwenden, Co rdn und mild Üi 6e SS 272/IM LICHT SEIFE kommenhdL Viele Waßhmittel atzen geradezu den Schmutz von der Fafer und zerfrören die Gewebe. Wie ganz anders ilt Sun- tich( Seife I Beachten Sie ihren milden prächtigen Schaum; spielend löft er allen Schmutz im Kodikcflel oder in der bloßen Warmbehandlung der bunten Sachen. Nichts erhält die Farben fo wie Sunllcht Seife. Doppel Ttüdc 45 Pfg. Großer Würfel 35 Pfg. Handfrüdc 15 Pfg IhreTchuldner $dblen, wenn Eie mir den Einzug 3brer Forderungen übertragen. »itv V. Deeber, Fnkaffo« Äureau, Buhbach, Grtcdclcr Straße 23. Hühneraugen- Ll Vertilger Tots/cAeZl rotttlamfiee Radikalmittel! «>rv flreu* Troarne Babnboiktraße 51. Verkäufe | chterkaufe: Zwei Kühe unter fünf die Dahl, wovon drei mit Kalb und Aiuri Hübe vor dem Halben heben. Reiskirchen. ^1) Vaiipiftrcfre«. Haus mit autflcbenber Bäckerei zu verlaufen. ""V W. Weeber, dtnmobtüetL __ÜZuudach. Haus mit autaehender Metzgerei zu verlauten. n,,V W. Weeber, Immobilien, Vnvbach. Acker am Gleiberger Weg, •r458 qm. guter Boden. zu verkaufen. Schrift!. Änneb. unt. El n. b ßltcft. An,. Verkaaser Hanomag- tllein-Auto neuwertig. oreiS« wert w. Ausch. eine» Ltefetwagens. W,,D Schwer«, Friüiuu Lifca. (5tn einspänniger Kastenwagen billig zu verk. *■ Frlt« Kehretner Lindeuvlaa 4. Gebrauchte Schreitmaschinen billtg abiuecbcn. Karl Schau!, Lieblgutahe 63. Kinöerbttt g. erb- bist. z. verk. Zu er fr. I. d.'Äefchafis- uelled.M.An». 06716 StoeiDtjinab waagen gut erhalten, billig 4U verkaufen. U67CÖ Neuenweg 42. mrisler § chwedes au? Holger für den hiesigen Landjagerposlen bestimmt. Mrcie tvc^lar. OO Klein-Rechtenbach. 21. Sept. In der U mlegungsf ache der hiesigen Gemeinde sind die Arbeiten soweit fortgeschritten, dast da* flultur- amt den Auxinande lepunasplan nebit Nachirogen oortäufig festgesetzt und feine flusfuhrunfl onpe- ordnet dal. ~ Ebersgöns. 21. öepL Schwer verunglückt ist der 24 Jahre alte Landw.rt Karl Aeusch von hier, 4r half etnem stlachbarn bet der Dreschmaschine und stürzte hierbei in ber Scheune von einem mehrere Meter hoben Derüst auf hie Tenne. Dabei schlug er auf eine Mauer auf. wobei er sich schwere D e r - letzungen am Kopfe zuzog und befinnungs. los liegen blieb TillkreiS. Lpd Dillenburg. 21. Sept. 3m benachbarten Herborn-Seelbach stürzte bei Dach- tieetstag, dem 7. reptembet, Vormittag» 11 Uhr, aef bet vürgermeifterei einzureichen, flu- schlaySftist 3 Wochen. Siesten, den 18. September 1928. Hessisches Kulturbauamt. I. B.: Mangold, Sttgierungs-Baurat. CbftUcrftcigcrnnfl. teeeerNaft, bei 27. Leptemder L A., vormittag» 10% llhr, wttd bai Obst m den fi-kalrschen L-bstgätten m Alten-Vvseck lAepfel, Birnen, Zwetschen) versteigert. ^uihinft durch Herrn Förster t. $. Müllet unb bas ^orstamt. 8388V «iesten, den 19. September 1928. Hessisches Znrstamt Giesten. die führende Marke! Licht« und waschecht gefärbt Gute altbewährte Qualität Ohne Aufschlag, zu seitherigen Preisen Mr.Teipel Aahnhoffirahe 45 / Markt 16 z Hillebrandstraße 2 8307a Büdiiiger Gallissmarkt am 21., 22. und 23. Oktober auf dem neuen Marktplatz GroherPlerde-, Rindvieh-, Schweinen. Krämennarkt verbunden mit PrAmiierung und Reiterfest Sonntag: Volksbelustigung. - Montag: Pferdemarkt, Pferde -Prämiierung, Reiterfest. - Dienstag: Pferde-, Rindvieh - und Schweinemarkt, Rindvieh - Prämiierung ----Krämermarkt ■ nov MERKEL b KIENLIN OttBH ESSLINGEN *N Wegen Geschäftsübergabe verkaufen wir bis 1. Oktober: Eiserne Betten, fein weiß lackiert........Mk. 30.-, 25.-, 2CL- Wollmattahen, prima Drell............Mk. 45.—, 42.50, 40»— Kapokmattahen, prima Drell...........Mk. SS.-, 80.-, 22 — ^oßhaarmattahen, prima Drell.... Mk. 175.-, 150.-, 125.— Ehaiselongues, verstellbar.............Mk. 62.50, 55.—, 48.— Ehaiselongue Oecken.................Mk. 45.—, 30.—, 25.— Diwans (Stoff und Plüsch)..........Mk. 130.-, 110.-, QO.— Sowie Speisezimmer Küchen I bi((. Schlafzimmer in Siche hell lasiert J 9 Bingels Möbelwerkstätien Otto Vingel & Go. Gießen, KaplanSgaffe 5 und Sa Od687 Adreßbuch des Mveises Kvteddeeg mit eingehender Ausarbeitung und lückenloser Dar- siellung von Behörden-, Einwohner-, Straßen» und Gewerbeverzeichniffen der Städte Friedberg, Bad- Nauheim, Butzbach und Dilbel. — Vollständige Einwohnerverzeichniffe und Aufführung aller öffentlichen Einrichtungen der übrigen 4 Städte und der 63 Landgemeinden des Kreises Friedberg. — Geschichte des Kreises sowie Kultur- und Mrtschafis- wesen in Sonderaufsähen sachkundiger Mitarbeiter. Siattttcherr Garizleknenband rum Vvels von 10 Reichsmark Sfterren- Zu beziehen durch den $YlaßSchneiderei Qualität und Qualitätsarbeit ist das Bieste, Gleg anteste und SiUligsts 3C ZKrevert Blockstraße fffr. 7 Telephon S¥r. 1323 7937 D J Gestelle zu nebenstehenden Formen: 350 ... Mk. 0.75 Gefütterte la Seidenschirme- 400 7.- 400 10 - 450 11.- 350 7.W 50- L- 50- 13 - 55- 15.- 40- L«> 40 0... Mk. 0.80 500... Mk. 1.00 55 0 ... Mk. 1.10 Sämtl. Zubehör inrSelbxtanlertiönnö Wilhelm Ahmann, Giefaen Bismarckstrabe - Ecke Ludwlgstrabe 8303« SbevheMchen Äldvefthnch-Vevlas Glotzen, Gchulftvatze? Schubrad (Ober- und Unterauslauf) sooud WM- Ersatzteile Reparaturen Absolut gleichmäßige Aussaat (auch Dünnsaat) auf jedem Gelände la Ausführung und Bauart Einfachste Entleerung (ohne Umkippon des Kastens) Rud. Sack’s neueste Säemaschinen Sehr preisgünstig in der Anschaffung Liebigstr. 13 M. Rosenthal Fernruf 77 1 neue Oicktenhobelmaschine 1 gebr. Dickienhobelmaschine beide 600 mm 1 Holz-Orehbanl umständehalber zu verkaufen. Schreinerei Loh,Wetzlar Gophlenstraße Bitte beichten Sie unsere Sehaufensterl Brüder Schmidt lnh.t Heinrich Guth ar dt Spezialgeschäft für KOchenausstattungcu GIESSEN Dürkopo-Rinaiager Mk. 133 - jetzt 116^0 Durkovo obne^ingl. Mk. 128.- jetzt 115.- Torvedo Nr. 41 Mk. 124.- jetzt 117.- prima Gummi. Toroedo-.>reilauf. OHotfc u. Pumpe. — Teilzahlung genatiet. Wioo Bollmonn. fieumelHelm _________ fternfpredrtr 827. 8364V Holländische Blumenzwiebeln zur Herbstpflanzung wie Hyazinthen, Tulpen, Narzissen, Krokus, Schneeglöckchen, Scilla, Gartenlilien usw. in gesunden, blühbaren KnollenIII Neue Preisliste, auch über Pflanzenschutzmittel, Vogelfutter usw. auf Wunsch kosten!. Samenhaus Heinrich Hahn Bahnhofstraße, Ecke Woikengasse, Tel.1403 -------— "L Für die moderne Hausfrau nur die Efchebach-Refonnküdie Mer tyeMfiM ^KürSchreiner DflrtODD- nnöIorpeOo-SfltitrööetQ 0670t Moderne Damen- und Herren- Frisiersalons / Neustadt 33 Und hast du auch fünf Haare nur, Noch hilft dir Sebalds Haartinktur! Georg Wahl maine baZclen Herrenwäsche Oamenv/äsche c.o.T^cuter SPECIALHAU5FUR WÄ'SCHFAU55TATTUNG 8212a und nach schmerzlichen Geldopfern wird vielen erst bewußt, daß man sich wegen RADIO- Anlagen u. Zubehör u. deren Unterhaltung nur eines Radio-Fachgeschäftes bedienen soll Meine Sonderabteilung für Radio mit ihrem technischen Stab bietet Gewähr tür gewissenhatte Beratung und sorgfältigste Bedienung. Für jeden Zweck bekommen Sie eine passende, sorgfältig ausgesuchte Anlage bei 8398D Ing. H. Brinkmann Bahnhofstr. Kolonnaden 92 / Bahnhofstr. 56 / Neuen Bfiuc 17 Zu spät Wiedersehensfeier Res.-Inf.-Regt. 118 Sonntag, den 14. Oktober, 2 Uhr nsefam in Erbach 1. Odenwn Gasthaus „Zum Eck“ Treffpunkt 1.15 Uhr am Bahnhot Jeter wte im Iaimtai»ol B4JUV WWölle Sdiiafjimmeronweln öDeileilmmerrronen öerrenjlmmerifliler nammfflJiömDdien 5tel)lamDen -»no äitietfi DiDio! Carl Schunck, - SartotD ÜöOmoWiinen Adler-, Diamant-, Presto-, Torpedo- Fahrräder "* Triampb-MolorrSder (BroremoDtione au niinitiflcn Znb- lunnSbedtnnungen Zakob Schupp 3elter6roen K3 H Kepntflt -werfftflne Brennholz Anmachholz Sagemehl zum Räuchern ,«ot Iul.Wellhöfer »>ernlprecher 743. Zwiebeln per Ztr. 6.50 ver- lendet unter Nachnahme. Io lange Borrat reicht 8348V Otto Hachenburger in Beienheim iWetternal. DRUCKSACHEN aller Art liefert die Brühl'eche Druckerei py Sperrholz h'qB-’S IN tLlche. Gaboon u. Kieler3-2.'">>m ■ Ä a ■ Bretter und Dielen aller ^tätfert, r-SZ ichwedtjche und baDertftfoe -wobei- • £ -g breiter. SpnUerlatten. iLtchen- u. Z « o« Buchen-Lchntuwnreu liefern in allen Starken |,r[> iHs Gugeo Bfln & Go.. Siegen j^o5 Telephon 14«. Latten in allen Startes nrenji lieferbar Xene Kurse 15. Oktober Druckschrift Nr. G. 1s kostenlos ’andatSS chsston beste Qualität zu billigem Preis C.Rübsamen,Gießen Fernsprecher 18071) Bei tee trink* Embeha- Tee, bestimmt vergeht dann allesWehllPak 14 Tage aua- reich.. RM.3^0 10000 Anerkenn. Niederlagen in Gießen: In den Apotheken. LJSeSFrtnkfurlaMM fledesle Speue/febril fir moderne ßrer- flutschen li. *n von GestsM/ten •e/> - Metsfl- •eerbeifvny Hnlegon u wo. t//er Art. lich namenll ßelknb gerne nur gcr ngfü vernachlässigi etwas große Kapitalerhvk' ter Verwalt, Anleihen uni nachlässigt, nu hrn. tot $rdl Sier-r ®otit «WÄt 3i "l’Ä" E 77 du VÄ*1 ;'n «oA zugei • letzungcn 77- *kunorkt-S ^eunt,rfr* fr konnte sich " KnwirtlMgen Beachtung I" Interessinnay der in ebenso bie6 Lrerit Sorp merz* und^ Lage mayni Ergebnis der^ nicht un'r:unL naturgemab J unNiän^rt H hemmte dtc verursachte en am Icge^gelör rung efitrat sansrc-ch-r U Pwtent tevyi 6er 'MW schitdenll'tch V Höhung des der Börse w' durch die Qibl neue. ungctDO Seldgcber ur liefet die t Ultimo ginge glaubte man honen wohl Walteren I noch der isro toidlung und zum D gemein schvä wieder für 2 gcsrllschast, 5 Dresdner 2: Hafter gehont zielten Aurs^ ein. Anregent Aktien Dr Dörse etngefük vom $r- 2uch in | Stanlhitier men darn die Stimmt Auslandvsfe teilwei'e des 3n lande ni< infolge der W.g am 1 'nen 4 Samstag. 22. September 1928 (Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Nr.224 Viertes Blatt 50 bis 53. D 25 39, 54. C 44 52. 48 anziehen. Wochenbericht Irrltn Jrcrihhin a. 5R JraiiHurt a. ö :t 9. n 1 Tamm i»j. i. zi. €fpirwb r ,i0.75 NI 16.76 IN.U 11.13 25! irr 10.5 117 11 115.75 95. 278 161 5 . tasjpfidXn 153 152.5 a Az tl 2.55 II .'2.5 16.9 <19.5 157.25 big bis 6t S biZ D C bis bis biS IS9.5 136 48 40 55 78 bis biS biS bis 43. 58. 81. C B C B 34 50 73 40 44 33. 49. 72. 39. 75. 16.V . 6 . f »Vi 10 10 15 1» 63 30 54.5 ■79.5 283 «6» ISS 75 »3.2 ÄH.Z- »81 : <19.75 15X 7 /IS 157.4 <71.0 155 234 ZOO 5 wu 147 15.6 .'78 74 in.; l' 1 12 11 U H 1 . » ■ is Dullen A bis 47. B Färsen A Kälber B 87.0 । 52.5 i l»b 7v 200 218 5 153 2» 108. »5 104 Särafuti Strbrd ftaia CtcDl Otharn »•di 3 »rrfifte* 104.13 103.75 e.‘ .25 179.5 1:8 126,.5 UO 25 137.6 122.25 189.25 283.6 160.25 192 152.-5 13» 143 2/7.5 18».65 <81.5 >69 "4.7: 171.7. 193 136.7' SU3.5 188.75 »r.25 169 8.5 10.75 11.75 II 8 24 110.75 »4.7. 478.- 144 I7I.6- »s.ti 160.6 193.25 153 6 113.7- Ifl 298.6 189.:. 169.1 84.5 138.45 126.5 . 10 . . 6 Wirtschaft. Wochenbericht vom Zrankfurier Effektenmarkt. 165 165.25 171,9 171.75 US. 5 136 MS.Zi 138-75 IT7 150 135.7» 12.75 13! 4H ........... eifhr. ektrrnngre. . Ktdit cbo 8rrtt . . JWtrn * »uu.-fluee. •d.I.üKtn. Untrau. barxb. Cirtn. Gttft . RIkvi XHrfn . . eirid.eieta. . . €d>udrn • . • Efrnrnl 6 Hallt» . • J r jr.':45u> . • • ÜüSaroct - • • •uBcnit » truri*< 3i62i . . . «knet 3:rtnU>»to . . (Mkahrdxan . . . .V* B-red-u . ttSdsnwttr . •MB-Otrarfleo • ÖäTISHKSTt» . -^Bieter war das Kennzeichen der Lage G e s chä f 6ar.! • ■ • tt$!rnu>.ÜI -SiDul# ®ti le|.4ltd)irn 7-^Srankl t-PP-'W «ni ttaMxn 614 1939 ■ ■ eormtlüx 286/®“' “tSJ abg. Bortam^CHiflaficn. tfidialMbai 1939 ftaaltribn ■ - - - CAeriftld thk-.S vr^ert CbcdS^i » . ilorrff f b.n j ©raba» Ubr-i ©raxatokt« . I. % 3* «H vom Frankfurter Produktenmarkt. Auch in dieser Woche lag daS Geschäft am Frankfurter Produktenmarft f a st vollkommen darnieder. Zum Wochenbegtnn wurde die Stimmung etwas angeregt durch höhere AuSlandosfertcn und die Haltung konnte Ud> teilwei'e befestigen, zumal das Angebot aus dem Inlande nicht groß war. da die Landwirt'chaft infolge der noch vvrzunehmenden Feldarbesten wenig am Markte vertreten war. Auf dem er- 77. 47. 4% 6d>»ey ©unorlb..«nt. 6% Crftrrrndnfdx »citttt. 4.90% Crftrrt SUbtmt- • - • 4% Cdterrdd) ftnbei'J. - 4% OnaartldX «Jlöat. - 4% Ungan’»t StaattL •- 1910 «S% t*4gt. con 1913 4% UnganidK Ämntnrtr. 4% iirt. ScHanlnt* 6. 1911 • 4% lürfud* BaaM?tc6n-3.-ti. Berte I 4% 6M9L S«te 11 4% üuelaen ceneett Rte. - - - ßtuwSaev »slbanl ecu 1913 Schafe A ... Schwein- B 73 biS 76. C 72 bi- 76. D 70 biS E 67 biS 72. 3m Vergleich zu den Votierungen der vergangenen Woche waren Rinder 2 biS 3 an», und Schweine 1 biS 2 Mk. billiger. Schafe blieben behauptet, während Kälber 4 bis 5 Mk. Schluß i.Ubt- SA.uh in ang Nur» »ur* _®"T* ®gT* futter Schlachtviehmarft Im allgemeinen ziemlich still. In Rindern war das Angebot etwas größer. namentlich gute Qualitäten standen in gräyerrr Anzahl zum Verkauf. Die Kauflust der Metzger war aber gering, fo daß die Preise eine Abschwächung eriuhren. Außerordentlich schleppend war daS Ges chä t auch am S ch w e i n e- markt. Dei eben alls etwas größerem Antrieb wurden QlbfJ lu fc nur zögernd v-r^enommrn. fo daß eeheblicter Lieber and verb ieb. EtvaS le.- Halter war die Geschä tSlä izkeit nur am K-lber- markt an dem auch glatt auSverkaust wurde Der Gef am tauf trieb der Woche bestand au» 2120 Rindern, darunter 557 Ochsen. 130 Dullen 751 Küchen und 537 Färsen, ferner auS 1378 Kälbern. 426 Schafen und 7038 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der Vorwoche waren 405 Rinder und 675 Schweine mehr angetrieben. Dagegen standen 450 Kälber und 100 Schafe weniger zum Verkauf. D e z a h l t wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A l 51 biS 57. A II - — - — BI 45 bl« 49. Bll 42 bis 45. biS 50. B 44 bis 47. Kühe A "" bis iöj.ub- l-Ubr- 66.uk -n'ang e.'r» Aer» Ar» Aur> anziehen konnten. ' Anleiheabsichtender Stadt Frankfurt a. M. Die in dem zum ersten Wale er- scheinenden Vi-rleljahreSausweiS (1. 2lpril bis 30. Juni 1928) über die Einnahmen und Ausgaben der Stadtverwaltung Frankfurt a. M. H o. auSgeführt wird, sch oß daS Jahr 1927 im außerordentlichen Haushalt mit einem Defizit von 42 479 C00 Mk An Mehreinnahmen wurden im zweiten Quartal d. 3. 31223 000 Mk. erzieh fo daß lich das De'izit auf gegenwärtig 8 253 000 Mark ermäßigt-. Tiefer Detrag soll durch An- leiheaufnahme zu einem späteren Zeitpunkt ge- deckt werden. Die im ersten Dierteliahr d. 3. begebenen 20 Mill. Mark bprvz. Schohanwet- sunpen mit dr ijährifer Laufzeit und die 6.25 Mill. Mark AuSlandonlei^e erbrachten einen Retto-rlöS von rund 44 508 000 Mk. • Anleih eaufnaßrneder Stadt Köln. Die Verhandlungen, die die Stadt K In fett einiger Zeit mit einer großen englischen Dank höhten Preisniveau bekundeten aber Händler I und Mühlen nur wenig Kau'neigung. fo daß meist nur geringe Um'äye zustande kamen Die | Tendenz wurde bald ollgeme n etwas schwächer, da- dos Angebot von Tag zu Tag zunahm, und auch das Ausland niedriger« Prei'e meldete. Ramentl.ch Weizen wurde in größeren Posten an den Markt gebracht, jedoch nur zu ermaß.g- ten Forderungen ließ sich die Händlerfchaft zu einigen Kaufen veranlassen. Etwas regen Ilmlätze konnten sich dagegen in R o g g e n entwickeln, so daß der zum Wochenansang etwa» erhöhte Preis sich behaupten konnte. Außerordentlich still lag da» Geschäft am Mehlrnarkte. Der Konsum deckte bei dem meist etwa» erhöhten Pre.Sniveau nur den dr.ngendsten Dedarf. Später konnten sich daher die Meh.preise nicht ganz halten Futtermittel waren vernachlälsigt auf Grund der schon erwähnten geringen Detei- l.gung der Landwirtschaft am Produktengeschäst. Vor allem MaiS war angeboten Auch Weizen- und Roggenkle-.e lag etwas schwächer. Einiges Interesse bestand für Hafer, bei sehr knappem Angebot Gefragt war auch Gerste in guten Qualitäten für Drau- und Industriezwecke. Zum Wochenfchluß wurde die Stimmung etwa- freundlicher. Dei weiter starkem Angebot blieb b;e Unternehmungslust der Händler aber gering. 3m Verg.eich zu den Rot.erunaen der Vorwoche blieben Roggen. Sommergerste für Drau- zwecke. inländischer Hafer. Weizenmehls uWd Weizenkleie im Preis« vollkommen unverändert. MaiS. Roggenmehi und Roggenkleie gaben je 25 Pf. nach, während Weizen sich eine Preisreduzierung von 50 Pf. gefallen lassen mußte Di« Woche schloß zu folgenden Dotierungen: Weizen 22.25. Roggen 22—. Sommergerste 26,—. Hafer (ml.) 21.75 bi« 22,25. Mai- 20.-. Weizen- mehz "33.- d.s 33.50 Roggenmehl 30.25 bi« 31,—. OSeizenkleie 12,90, Roggenkleie 13,25. Wochenbericht vom ftronffurfer Schlachtviehmartt. In dieser Woche war das Gefchäft am Frank- Tonrm . . . . f . . . . • ... io ... 10 .... 6 ... 10 ... 1° .... 9 ... 10 .... 6 ... W . ... t ... 10 , .... 6 .... 6 .... 9 LH»« i e >....* flnatnher zur schwäche neigend Mazedonier 0,5 p. f). vher und et um» gefragi. PfanddriesmarN oer- nachlastigi Der Geldmarkt ivar »her fester. Tage»- gelb bl» 7 v. f).. Monatsgeld d bi» 9.25 o. H. ‘Xkirenmedjlet 7 v. H. und darüber, ö» soll ein größere- Angebot non kurzfristigem Geld nein uu»- lande nonieflen 3m Bertause wurde e» ölige« mein ruhig ßme einheitliche Tendenz konnte sich nicht diirchteyen, die flurfe beha upteten sich zumeist. In flohroerten blieb da» Geschäft auch weiter lebhaft. Berliner Produktenbörse. Berlin. 21. Sept Bei geringer Unternehmungslust der Händler und Mühlen eröffnete die heutige Börse in stetiger Haltung Am Lieferung»- markt hielten sich die Prei»oeranderungen stir Weizen und Roagen in engen Grenzen. Die zu heute gekündigten 150 Tonnen Weizen und 180 Tonnen Roggen entsprachen den kontraktlichen Bedingungen. Vom Inlande ist da» Angebots von Brotgetreide nicht dringend. erhöhte Forderungen waren hier nicht durchiufeszen. An der stufte besteht vereinzelt Frage für Roggen zu Deckung»zwecken. Das Mehlgeschait war bei unveränderten Mühlen- sorderungen ruhig. Da» Angebot von Hafer ift ebenso, wie für Brotgetreide, nicht groß, der Äon» jinn deckt nur den laufenden Bedarf, da da» Exportgeschäft weiter schwierig bleibt. Die Preise waren wenig verändert. Deckte wird auch in guten Qualitäten reichlicher angeboten. Bei Zurückhaltung der Käufer neigen die Preise zur schwäche. S» notierten (10r'iber ch.'nd fest. Deuckcke Anleihen und auSländifche Renten waren vernachlässigt, nur Rumänen konnten zeitweise etwas Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Sie hinter den gieren anneiübtten Z-fern geben di, -öde de, ,ute»i beid>l»H.nen Dividende nn. - Xe-Aibantö-tioni I T,o»ent. 8omMr65m»hif, 8-Cro,en_ iCt.w' I/.61 68.13 111,7(1 111.73 114.06 10,ij 41.VZ 40,144 1.19:0 16..*4 9U.KJ5 tl IN I.NX4 I 4995 -9.01 14,tri ;,m.s 73.04 >.vr. 16.83 «1.21 4.171 S.423 1.191 t.M « M7 fia2 tit-trtry.i... telisrd e«UtrrhrtÄ 6a»cn-.’e*tn tyrssit: ScW . - ■ . « • - > - - «I » 67.» It.l 16.9 90.: 76.M 85 3.5 46.7 1.947 O.MJZ» W 18 U.411 7.481 73,16 3.U34 18,87 »1,87 8,175 ».»5 4.199 4,274 rv.«7 zwecks Aufnach^re einer langfristigen Anleihe in Höhe ron 1 15 Mill. Pfund Sterling geführt hat. sind jetzt zum Adchluß gelanat. Die Anleihe ist mit 6 Proz. verzinsbar und m 25 Jahren rückzahlbar. Die Anleihe wird durch das Dankdaus Higginkon 6 ®o in London aufgelegt. Der Erlös ist etwa zur Hüllte für die Elektrizitätswerke unb zu je V< für da« GaS- weck und da« Was'erwerk bestimmt • Sine beutfche Anleihe für Süd- flawien. Wie der Delgrader Vertreter d«S V. T." meldet, hat Z.nanzminlster Subotittch chm erklärt. Südliaw.en habe da« Angebot bet Deutschen Vereinigten Stahlwerke für eine 100- M.Uwnen-Mark-Anleih« angenommen Diele soll in einem Kredit für Dau und Ausbesserung vcm Eckenbahnen unb Dahnmaierial bestehen Di« Rückzahlungen der s.edenprozentigen Anteihe soll nach zehn Jahren zu pari eckolgen. • Delgisch-fran-öfisch-luiembur. g ,sche Roheisende sprech ungen. Die WTV -Hande'.sd enst erfährt, sind die belgischen, französischen unb lueemburgischen Roheisen Herst oller zu w.chtigen Defprechungen in Pari« zusammengekommen ivraiitfurtcr Börse. Frankfurt a. M , 22. Sept. lenbenj: fester. An der Samstagböcke konnte sich die Haltung weiter etwas befestigen. Anregungen boten einmal dic Stonjunfturbeiraditungen im Wirtlchaitc-bencht der Discontogesellfchaft. dann die feste Tendenz der qejtriflen 'Jlcunorfer Börse. Außerdem wurden im Verlaufe die Ziffern der Außenhandelsbilanz für August bekannt, nach denen sich der Einfuhrüberschuß um 210 Millionen verringert hat. Das Geschäft war jedoch im Hinblick auf den be- vorstehenden israelitischen Feiertag klein und nur nach einigen Spezialwerten bestand einige Nachfrage. Gegenüber der AbendbÖrfe waren meist neue K u r s b e s s e r u n g e n von OL bi» 1,5 v. H. zu verzeichnen. Im Vordergründe standen wieder die A E G. - A k t i e n , auf die Meldung von der Erwerbung einer argentinischen Gesellschaft gemeinsam mit Felten, und waren erneut 0,5 v.H. hoher. Auch Felten im Zusammenhang damit weiter verlangt und 1L v. fj. besser. Licht und Kraft und Siemen» blieben gut behauptet. Am Montanrnarkt war Gelsenkirchen mit 1,60 o. $). stärker beachtet. Auf die festen Kupferpreise lagen Mansselder mit plus 1,75 o.H. unb Otavl etwas lebhafter. Mannesmann, Phönix gewannen je la.f). Rege gefragt waren ferner die Kali w« rte, von denen A f ch e r s l e b c n 1,5 d .S). und Salzdetfurth 4 v. H. anziehen konnten. Am Bauunternehmungsmarkt fetzten sich die Käufe für W a y ß 8i Freytag fort, (plus 1,25 v.H ). '21 u t o • werte blieben bei dem herrschenden Kursniveau behauptet. N S U. war stark Angeboten. Ein Kur» kam hier zunächst nicht zustande. (Taxe 42, d. h. minus 7,5v.H.) Der Chemie markt blieb vernachlässigt. Deutsche Anleihen lagen still. Pon Ausländern Anatolier weiter behauptet. Im Deckaufe schrumpfte da» Geschäft stark zu- sammen, die Stimmung blieb jedoch freundlich. Einiges Geschäft war weiterhin in AEG bet leicht erhöhtem Kurse. Am Geldmarkt war lagesgelb zu 6 d. f). wieder flüssiger. Monatsgefd war sedoch weiter knapp. Am Deotsenmarkt erfuhr der Pfundkurs einen weiteren Rückgang. Man nannte Mark gegen Pfund 20.348, London gegen Kabel 4,85, Paris 124,17, Mailand 92,74, Madrid 29,37, Holland 12,0940. V?--.ncr Börse. Berlin, 22. Sept. Für dieheutige Börse Igg eine Fülle gün (tiger Momente vor. Trotzdem blieb die Festigkeit hinter den vormittags gehegten Erwartungen zurück, woran etnerfeit» der Samstag, vor allem aber der erste offizielle Schie- bungstag Schuld hatte. Eine Ueberrafchung in gutem Sinne brachten die Zahlen der Außenhandelsbilanz für August, anderseits stimulierten das sehr feste gestrige Neuyork und ein befriedigender Semesterabschluh der Deutschen Bank. Das Geschäft war verhältnismäßig lebhaft, wurde aber durch die Schiebungsvorbereitungen etwas gestört. Bevorzugt waren Montanwerte unter Führung von Phönix, für die das Rheinland Interesse zeigte, am Elektromarkt AEG. und Feitest auf die gemeinsame Erwerbung einer argentinischen Gesellschaft. Ferner fielen utaoi im Anschluß an die internationale Hauste weiter auf. Kaliwerte hatten bei steigenden Kursen große Umsatztätigkeit, und auch Papiere wie Schlesische B-Gas, Wiking Zement und Glanzstosf lagen bis zu 4 v. H. erhöht, während sonst die Meningen 1 bis 2v.H. betrugen. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer uneinheitlich. Vermischtes. Bon der (Bema. Zu bet am 8. September vom Wolss-Dureau nach dem ..Verl. Tagebl." verbreiteten ‘Ulelhuaa über Unterschlagungen bei der ..Gama" (Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte in Der- r.n) wird un« von dieser geschrieben: ..D« ist nicht richtig, daß bei der .Gema" irgendwelche Unterschlagungen begangen worden sind. Es ist ferner nicht richtig, daß Herr Hosrat Hugo Dryk Prä'chent dieser Gesellschaft gewesen ist, ebensowenig wie bi« Duchhafterm. Fräulein Krüger, remal« Se- kretär.n der ..Sema" war. Vielmehr sind bl« Unterschlagungen von dem genannten Fräulein Kruger im Verband zum Schutz« muftkallscher Ausführungsre-cht? begangen worden, der lediglich eine 3nkassoftelle der „Gema" unb der mck ihr kartellierten Wiener Autorengesellschaft bat» steM." Eine ÄöpcnUfiabe la Hamburg. Am Montagabend gegen 10 30 Uhr erschien an der Sperre de- Untergrunbbahnhoie- Hellkamp ein Mann in Hochbahnunisorm. der eine Re- ferveauSrüstungSkifte unb eine kleine Dügelhand- taiche trug, und bat den Hochbahnbeamten u m den Schlüssel zum Fahrkartenraum, da er für einen erkrankten Kollegen einzuspringen habe und seine Au-rüftungskilte abfteilen wolle. Der Wann crh.ell die Schlüssel, suchte den Fahr- kartcnraum aus unb verließ ihn mit feiner Hanb- laschv unter Zurücklastung der ReferveauSrü- stungSkiste. Ordnungsmäßig lieferte der Mann dem an der Sperre stehenden 'Beamten die Schlüffe! wieder ab. Später wurde bann fest- gestellt, daß befer Mann au« einer Geldkassette drei Geldbeutel mit 246 4 Mark entwendet hatte und daß e- sich bei der von ihm getragenen R-ferveausrüstung-ktst« um eine Atrappe gehandelt habe. ttrir___ 76*751” 1,747 68.16 112.91 111.96 1U.Z8 <1.96 CO. 8M 4,1990 14,4 45 J:a .blun a. St | Strlln Sl-Ubr- 1 Ä t« A«rre 1 ÄUT» »niae» »un Tamm: «1.». rt • 11. V L». Ao«,o g ........ ....................... w ’ ’ ' . K • • • bB..................... 5 ” • • • -fS .....x............. hrMMM dB taöBÄ«® HU 136 itr 143.6 “1 ZS6 ite IM i».r 7V.S 136 4 W II« 119.74 Kl 4 «9.4 il* 187.4 ZI« l«7.74 tnotm. I i ।e ritt i* i 111*. i l । • I« i • -i^ii'«' - S - 2 - - S 149.8* 143 116 Z9J 57« «« ns ti m3 1-7 IM.« IUI 61 ti Ul 5 MV,5 116.5 »irr 19,4 71 .'> 126 39.5 1,2.16 40 ter.u •13,16 3M.75 »77 48« .M 195.5 IU3 5: 1>1 lAl 117.16 IV# - - - 2 -xrlm. il anbei UHl« Ont nmrntcri'ix ftota ..... 6tIg:'0x Äetrn ....... Ixü 'it ........... tnfllrfSx »atm ...... «.17.- >.09 111.67 »J.5O3 ITh: 6«.r, 111,01 rv.DQ Ufrhn 11 i ■ m cr Sra-.i; • ''oir.i 9«r-t7 16.401 Aoüant'dtbc ..... 187.73 161.«1 £tt *J c.rn ..... 11.91 tt.oi Ncrwrpi'Lk Wenn ... 111 % HZ.no Trut<t Äon runj '«t» Bnr flmft-. Wett 14s.06 16«, t'u'n -Ätif« 1.7*4 l.«M» 6bTT<:iflnta -8.14 1 111.74 58,45 111,95 Ropcr.taatn 111,75 GtelVolm 112.0« 111,19 H-Iftug'er». 3 to Ur3 . . 16.51 41.915 10,5« 11,95. ÄI..O V. arotrf . • 1.19 b 1.19.5 f*:nt . . . 16.-fj 16. «15 eirz-ru .. • O,*4 m.M €.' iro 61.18 U dl Ql-c.2n . . 1. # ». 1.930 *to K 3«n -4UU j.IM: Ctft. absrft -s.99 »9.11 Vrsg il.«zt 12. «'1 IMirab *1.4»! Sntaarft . 73.11 • 3,1« crira 1.917 1.344 i-tflaten 18.81 18.-7 lanua 11. c6 81.14 Pzrf: mtn. 4.1 • 1 r. 17 Ritza ..«-; 5.43i 6cn2*< 1.191- 4.1V#’» 1 i 4" 1.171 Um I te.ts» 40.89 Meßbuch säs Stadtplan | und Anwohner- und Geschäftsverzeichnissen von 7 Städten und 74 OrtSgemeinben mit etwa 100000 Anwohnern nebst wertvollem Dirt- schaftS- und kulturgeschichtlichen Sonberabschnitt/Preis 10 Reichsmark Sberhesflscher Adreßbuchverlag, Ließen, Echulstr 7. Miele die erffolgreichsieZenirifuge eine bessere gibt es nicht! Heinrich REGER Nacht. Inhaber: Fr. Heinrich Müller Eisschrank • und Büfett - Fabrik Gegründ.1888 LICH/Oberh. Telephon 32 liefert komplette Besuche und Be- Schank - Büfetts ratungen kostenloi In Jeder Größe und ' %-?— und unverbindlich. I. nur la Ausführung EheSieeineMilchzentrifuge kaufen, lassen Sie sich beim nächsten Händ- lerdie neuesten Modelle zeigen und die günstigen Preise nennen. Sie können wohl mehr Geld fureine Zentrifuge ausgeben, aber nie eine bessere kaufen. M L elewerke A .G. Größte Zentrifugen - Fabrik Deutschlands Gütersloh/Westfalen Über 2000 Beamte und Arbeiter Zu haben in den einschlägigen Geschäften. 7831D Gesunde, tierärztlich untersuchte DM Absatz - Kerkel der berühmten schweren westfälischen, sowie Hannov. Haffe, seuchenfrei, langgestreckt, mit Schlappohren, ble besten zur Zucht u. Mast. Liefere hiervon seben Posten, reell unter Nachnahme. Offeriere frei* bleibend 6-8-wöchige Mart 8-12, 8-10-wöchige Mark 12-16, 10-12-wSchige Mark 16-20, 12-15-wöchige Mark 20-24, größere nach Gewicht billigst. Garantie für prima Tiere, sowie völlig gesunde Ankunft, noch 21 Tage nach Empfang. Verpackung nehme zurück. Langjährige Fachtenntniffe. Viele Dankschreiben. Für die Neellität bürgt meine Äesihung. Heinrich Klesener / Ferkel-Versand Gchloß'Holie Tlr. 25 in Westfalen. moov Zur Kapital-Anlage empfehlen wir unsere DRUCKSACHEN aller Art liefert die Brühl'aehe Druckerei B Frankfurter Hypothekenbank Gegründet 1862 Einladung zur Zeichnung Wir legen hiermit zur öffentlichen Zeichnung auf: Goldmark 5 Millionen unserer 8%igen Goldpfandbriefe Reihe 10 nicht rückzahlbar vor 1. Oktober 1933 Zinsecheine April—Oktober — erster Zinsschein fällig am L April 1929 znm Vorzng»l.nr*e ton 97.30 (Börsenkurs uns.letzteingeführt.b"Ad-:en Goldpfandbriefe Reihe 8-W J Vom Tage der Einzahlung des Gegenwertes werden b.z. 30. Sept 19® auf den Nominalbetrag 8°/0 Zinsen frei v. Kapitalen ragst euer vergütet. Die Einführung der Goldpfandbriefe Kelbe 10 an der Frankfurter Börse sowie Ihre Lombardfähigkeit bei der Reichsbank werden von uns beantragt. Wir legen ferner: Goldmark 5 Millionen unserer 8%igen Goldkommunalobligationen Reihe 2 nicht rftekzahlbar vor 1. April 1938 Zinsscheine April —Oktober ■ nm VorzneNknrMC von 91.50* „ zur öffentlichen Zeichnung aut (Börsenkurs dieser Reihe 94,7t?/».) Die Kommunal-Obligationen Reihe 2 werden an der hiesigen Börse amtlich notiert und sind seitens der Reichsbank zum Lombardverkehr in Klasse A zugelassen. Unsere Goldpfandbriefe und Goldkommunalobligationen lauten aut Goldmark (1 Goldmark — 1/2790 kg Feingold), sie sind eingeteilt In Stücke zu GM 5000, 2000, 1000, 500 und 10U. Zeichnungen können an der Kasse der Bank (Gallusanlage 8) oder durch Vermittlung sämtlicher Banken und Bankgeschäfte erfolgen. Zeichnuagslrist: 21. Sept b. 11. Okt 1928. Früherer ZeicbnungsschluB bleibt vorbehalten. Die Stücke der 8°/oigen Goldpfandbriefe Reihe 10 und der 8B/«Jgen Goldkommunalobllgalionen Reibe 2 werden sofort geliefert Frankfurt a.M. (Gallusanlage 8, Fernspr. Hansa 191 u. 192), 20. Sept 1928. Frankfurter Hypothekenbank 838DD ß Gold-Pfandbriefe Ausgabe II zum Kurse von 97% und unsere IttoHiieelaiileWeriel zum Kurse von 95% Vorteile der Landesbank -Gold-Pfandbriefe und Gold-Kommunalanleihe. — Sie sind: 1. reichsmündelsicher 2, lombardfähig 3. gesichert; a) als Pfandbriefe durch Gold-Hypotheken und als Kommunal- anleibe durch Gold-Kommunal-Darleben und zwar zu Jeder Zeit in gleicher Höhe und von mindestens gleichem Zinsertrag. Diese Hypotheken bzw. Kommunaldarlehen hatten den Ptandbrief- gläubigvn vorweg nach dem Gesetz über die Pfandbriefe und verwandten Schuldverschreibungen öffentlich-rechtlicher Kreditanstalten vom 21.12.1927 (R G Bl. I. S. 492). b) durch das gesamte Vermögen der Nassauischen Landesbank, deren Grundkapital am 15. Juni 1928 RM. 5 000 000 — und offene Reserven RM. 1 000 000. - betrugen. c) durch die Garantie des Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Wiesbaden, 4. seitens der Anstalt bis zum Jahre 1934. also länger als 5 Jahre unkündbar. 5. bei Fälligkeit mit 100°/o einzulösen — ohne Rücksicht auf den dann geltenden Börsenkurs — bieten also bei dem angebotenen Kurs gute Gewinnaussichten und schützen vor Kapitalverlusten. Die Gold Pfandbriefe und Gold-Kommunalanleihen sind als sichere und leicht realisierbare Wertpapiere anerkannt und gesucht Sie sind in Stücken von 500, 1000, 2000 und 5000 GM. erhältlich, wodurch auch dem kleineren Sparer die Möglichkeit gegeben ist zur hoch verzinslichen, sicheren Kapital-Anlage! Verkaufsstellen-. Sämtliche Banken. Sparkassen, Kreditgenossenschaften und unsere Kassen. Hauptgeschäft: Wiesbaden. Hauptfiliale; Frankfurt a. M«, .Rheinstrahe 42-44. Zeil 127. Wiesbaden, im September 1928 Direktion der Nassauisclißn Landesbank Dr. Lammers. Hartmann. Meta Tanz-Unterricht bagtaat Dienstag, 1 Okt, abend« 8 Ohr. BetLAeneldeegea m*«m Ich eh heeta eetgegee Karl Schmidt, Tanzlehrer Wetzataingatae 81 ®»3D Ein bewährtes Fahrzeug spricht für sich selberl HANOMAG 1850 RM Offener Wagen mit Verdeck Limousine 2100 RM ab Werk Günstigste Ratenzahlungs-Bedingu ngenl Oberhessisclie iuto-u. Fahrrad Industrie Otto Göbel, Gießen Schlffenberger Weg 24 Telephon 102 Moderne Reparaturwerkstatt» Eigene Vulkanisieranstalt Adler-Automobile B. M. W.- und D.-Motorräder Goliath-Lieferwagen mtod Photo? Geh zu Erater großer ^■KPierde-Verkanl Wontaff, den 1. Oktober 19*8 vormitt. IO1/, Cbr, bringen wir wegen tiatoonende und weiterer Umitellung auf Auto Im Hofe unterer Eilfabrik Praaktiri a. M-. LanffeatraO« tB etwa 30 junge Arbeitspferde leichten, mittleren und ichweren Schlage*, hierunter aehr schöne gleichmäßige Paare, meistbietend eom Verkauf. — Zahlungser- lelcliterung wird gegen bürgermeisteramtlichen Ausweis gewährt Besichtigung von 97, Uhr vom. atz Die Pferde wurden von uns su Beginn der diesjährigen Sommer- Saison direkt von Belgien und Ostpreußen elngeftthrt und kommen unmittelbar aus der Arbeit, daher für jeden Gebraucber eine besonders günstige Kaufgelegenhelt Eiswerke I. H. Günther 4 Co. Frankiert am Hain, Langsstralo 83 Farornt Hansa 411—Ul Wir retten Ihre Haarei darum senden Sie sofort etwas au-grkimmtes Haar xur kostenlosen, mikroskopischen Untersuchung ein, dam t wir die Ursache da Hssr- aasfalls feststellen können. Wir sagen Ihnen dana unverbindlich, was Sie dagegen fen können. — Rückporto erbeten. Diagnostisch - therapeutisches Haarinstitut Berlin-LI di tert ekle SOI. 8UU3V Ferner empfehle Ich für den Herbstbedari alle Landmaschinen und Geräte In nur eret- klasslgster Ausführung! arbeitet unter schwierigsten Bodenverhältnissen ganz hervorragenil! Auch der Venfzki- KarrenÄ = eea CpO Cti A - s?t=£ a==^ »E t: ” i h)So = ! = z e •*>; E 3 > c । IIFj 4