Nr. 197 (Er ff cs Blaff Dmrf Mitt Perlofl: Brühl'sche Untve^läir-Vuch. und Siembrnderet R. Lange in Sietzen. Sdfriftleiting und Seschäftrtzele: Schnlftratze 7. Das Ringen zwischen Pakt und Antipakt beuten, und fte werde sich selbst werde es den An- man, bah als Mittel Man soll eigentlich nicht bennnbeuidn. Wär» ben die Tatsachen an sich sprechen, so könnte eS im Grunde genommen in der Welt keine Mißver- stänbnrsfe geben. DaS dürfte auch für den St e 1 • logg-Pakt gellen. 3n der ganzen Well weih Die politische Krise in Thüringen. Weimar, 21. Lug. (DB.) Die innerpolitische (inhDttflung in Thüringen hat. wie wir erfahren, die demokratische Abgeordnete Frl. Dr. Schulz Gera veranlaßt, heute dem Landtag»präsj, lör Kellogg beschlossen, von einem Besuch in London angesichts seiner pariser und Dubliner Verpflichtungen a b ; u s e h e n. Kellogg beabsichtigt, drel Doge ln Irland ju verweilen. (In einem Teile unserer gestrigen Auflage bereit» berichtet. D. Red) Hne-euSschluß im Berliner Zlaggenkneg. ^Berlin. 21.2Eug. tPriv.^Tel. deS MTB.) Wie erinnerlich, kam es im Sommer vorigen 3a?re4 »wischen dem Berliner Magistrat y™..’ei^nt r Hotelbesitze rn zu uner* rreuuchen Auseinanberfetzungen über die De-- rlaggung der Hotel- in den Reichs- ' Q r b e n. Die Folge toar, dah der Oberbürger» meifter und die anderen Beamten des Magistrats von Berlin allen Veranstaltungen, die in den betreffenden Hotels stattfanden, fernblieben. Das ..B. T." berichtet mm über eine Verständi- gung zwischen Wagistrat und Hotelgewerbe. An der morgen statt Kn den den Heuer Öffnung des Wintergartens werben nach dem genannten 'Matt zum ersten Male wieder Vertreter des Dervner Magistrats teilnehmen, a nicht verwirklichen. Deutschland eine» Tage» zu verstehen geben, daß schluh an Oesterreich nicht wünsche. Dandervelde inlich er auch fei. auszu- hierfür eine Bestätigung m der Tatsache finden wollen, dah ein englisches Kavallerieregiment an rein örtlichen Ma növernsranzösischer Truppen im 'SbeinIanb teilnimmt. Hierbei handele es sich um einen reinen Höflichkeitsakt, tn dem die deutsche Presse jedoch eine besonder: polittfchc Bedeutung habe entdecken wollen. Das biene vielleicht der Taktik derer, die glauben machen wollAmerikas Arbeifsminisier in Berlin. Berlin, 21. Aug. (DDZ.) Der amerikanifche Arbeitsminister Daves hält sich gegenwärtig m Berlin auf und wird in den Mittagsstunden vom Reichskanzler empfangen werden. während er am Rachmittag Gast der Karl- Schurz-Bereinigung sein wird. Der Ausenthalt des amerikanischen Arbeitsministers ist, wie das Rachrichtenbuveau des VDZ. hört namentlich deshalb von grobem Interesse, weil Daves die für Deutschland wichtige Frage der Einwanderung nach Amerika refWmä&ig bearbeitet. Ferner beabsichtigt der amerikanische daraus ergibt sich, und alle Informationen au» eingeweihten Kreisen bestätigen den Eindruck, dah die Tariferhöhung in irgendeiner Form vom Rcichsbahngericht als un- erlahlich bezeichnet werden wird. Die oettraulichen Einzelbesprechungen und Erhebungen an Ott und Stelle, die da» Reichsbahngericht ;ur Feit fuhtt, werden wohl noch einige Wochen in Anspruch nehmen, so daß die Urtellsoerkündigung kaum vor Ende des Monat» zu erwarten ist. Lrfchetni täglich,a»tze, Sonntag» enb Feiertag» vellogen (Lietzener Familien blätter Heimat im Bild TH. Scholle eli-lei* gspreü; 2 Reichsmark und 20 Äti4»Pfennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen ein; einer Nummer» infolge höherer Gewall. Fernsprechanlchlgss,: 61, 64 und 112 Anschrift fsr Droh mach' rlchlen Snzeiger Gieße». pstzscheckksnt»: KraRkfutt am Nein um. >uw Nachmittag vorher. Preis für l mm höh« llr Anzeigen von 27 mm Drei: auswärts 10 Delchspfennig- für Sc- klamranjrigen von 70 mm Drritr 35 Reichrpfennig, Platzvorfchnft 30 * , mehr. Ehefredakte»r Dr. Friedt ^llild. Lange. Derantwvnlich für Tolrnlt Dr Fr Dilh Lang» für Feuilleton Dr H.Tdnnot, für den üdttaenTeil Ernst Dlomschem: für den An- feigreteil ttutt funmonn, sämtlich in Gießen Arbeitsmini st« die sozialen Einrichtungen Deutschlands zu studieren. Arbettsminifter James 3. DaveS betonte in einer Unterredung mit einem Mitarbeiter der. -D. A. 3-" auKwücksich. dah fein Besuch lediglich privaten Eharakter trage. 3um erstenmal betrat Daoes Deutschland im Fahre ISIS, wo er in Koblenz kurz nach dem Waffenstillstand weilte. Auf die Frage, ob er die Ver- pältniffe in Deutschland leit seinem letzten Beuche verändert finde, erwiderte Mr. Daves u- ede Grotzmachl Kredit braucht und deshalb sich genötigt sieht, ihre Der- pslichtimgen innezuhallen. Die Rheinltmdbesehung ist weder rechtlich, noch tatsächlich zu rechtfertigen. eie dient, rote man sieht, nur dazu, bei uns in Belgien die Verstärkung der Rüstungen ju recht- fertigen. Sie bildet ein Hindernis für den Frieden und eine ständige Ursache für Reibungen und Konflikte." Das pariser Programm. Paris, 21. Aug. (DTB.) Die „Chicago Tribüne" macht folgende Angaben über das Programm der Beran ft altunyen anläßlich her Unterzeichnung de» Antikrtegspaktes. Freitag nachmittag wird der Dampfer ,L»le de France" in Le Havre eintreffen. Kellogg wird sich im Sanderzug nach Paris und sofort in die amerikanische Botschaft begeben, und sich den Abend für Verhandlungen mit seinen diplomatischen Vertretern frechalten. Am Samstag wird der amerikanische Botschafter Herr ick zu Ehren der frem- den Vertreter in her Botschaft ein Essen geben, zu dem da» diplomatische Korps und die Vertreter des Auswärtigen Amtes eingeladen werden. Sonntag abend wird Kellogg in der amerikanischen Bot- schäft ein Essen zu Ehren der Delegierten der vierzehn Nationen geben, die den Pall unterzeichncil werden. An diesem Essen werden mehr al» 50 Personen teilnehmen. Montag abend wird Briand zu Ehren der Unterzeichner im Quai d'Orsay ein Essen geben, an dem auch Ministerpräsident Po i ». c a r e teilnehmen wird. Dienstag mittag wird der Präsident der Republik, Doumergue, in Rom- bouiUet ein Frühstück geben, Mittwoch vormittag roirb sich Kellogg in Begleitung des Präsidenten des Irischen Freistaates nach Le Havre begeben und an Bord des amerikanischen Kreuzers „Detroit" nach Cork fahren. Besuch englisches Parlamentarierin Deutschland. London, 21. Aug. (WB.) „Cieinno Standard" meldet: „Aus Einladung des Ehrenvorsitzenden de- ReichSverbcmdes der deutschen 3nbuftrie, Dr. Kurt Sorge, wird eine Gruppe konservativer Parlamentsmitglieder unter Führung von Sir John ©anbeman Allen Deutschland ün nächsten Monat einen Besuch abUatten. um die dortigen industriellen und sozialen Bedingungen zu studieren. Der Besuch wird zwei Wochen dauern. französische Manöverpläne. Paris. 22. Aug (WTD. Funkspruch.) JRatin" berichtet, datz wegen der Epidemiegesahr infolge des Austrocknens der Brunnen in der Loiregegend die dort geplanten großen M a * nÖDer abgesagt worden sind und die zu den Hebungen einberufenen Reservisten lediglich an Brigademanövern teilnehmen werden. Aus Nancy wird dem Blatt gemeldet, datz vom 2. bis 0. September in Elsatz-Lothringen große Manöverder dort liegenden Truppen (20. Armee- kcstps) abgehalten werden, und zwar soll die eine der Parteien nicht nur angedeutet werden, sondern cs |affen tatsächliche Operationen zwischen zwei vollstän- diuen Truppenkörpern erfolgen. Diese Manöver sollen umfangreicher sein, als die von 1927 und besonders Versuchen zum Transport von Truppen mit Lastwagen dienen. Venizelos als Sieger. Athen. 21. Aug. (WTB.) Die letzten Wahl- ergebnifie lauten: Benizelisten 228, Royalisten 15. Kafandaristen 3, Pangalisten 1, Unabhängige 3 Mandate. Die griechischen Wahlen haben mit einem Sieg des „großen Kreters" Dcnizelos geendet. Sein Wahlsieg ist für ihn noch insofern von besonderer Bedeutung, als sich auch die abtrünnigen Denizelisten ihm wieder angeschlossen zu Haven scheinen. Sein Erfolg war vorauszu- sehen, zumal sich Denizelos im Wahlkampf außerordentlich rührig zeigte und im übrigen trotz aller gegenteiligen Behauptungen grob« Sympathien im Dolle besitzt. Die Frage, wie sich daS inner- politische Leben Griechenland- nunmehr gestalten wird, liegt nahe. Venizelos wird natürlich jetzt erst recht seine Positionen ün Staate ausbauen, er wird aber dabei auch unzweifelhaft auf den geschlossenen Wider st and der Monarchisten stoßen, die nach diesem Wahl- au-sall geradezu gezwungen werden, sich fester denn je zusammenzuschliehen. Die alten Reibereien bürften also nicht aufhören unb sich noch dadurch verstärken, daß auch Pangalos sich bemüht, seinen alten Einsluß zurückzugcwinnen. ör ist Zwar im Wahlkampf unterlegen, hat iedoch die politisierenden Offiziere hinter sich» die sehr wahrscheinlich bei der ersten sich bietenden Gelegeitheit wieder in di« Erscheinung treten werden. Dicht urtmttDeflani wird es sein, zu beobachten, welche Au ßenpolitik D«iizelo- zu treiben getsmrt. ®r hat zwar schon au verstehen gegeben, daß er den bisher eingeschlageiren KurS nicht ändere und versuchen wird, das frcuirdschastuch« Verhältnis zu den Nachbarstaaten auszttbauen. Wer Denizelos hat schon mehr als einmal gezeigt. daß es ihm gar nicht darauf ankommt, Freundschaften zu breche't, uxnn «r sich Vorteile davon verspricht. Es ist infolgedessen nicht verwunderlich, wenn man auf dem Balkan ihm eine gesunde Portion Mißt rauen entgegenbringt. Litauens Antwort an polen. Warschau. 21. Aug, (WTB.) 3n der von dem polnischen Sonderdelegierten S z u m l a • kowski heute nach Warschau iiberbrachten Antwortnote des litauischen Premierministers W o l d e m a r a s auf di« letzte volnckche Roke erklärt Woldemaras. er l^edauere sehr, den polnischen Vorschlag. di« Plenarkonse- 1x113 in Genf am 25. b. M. «inzuberufen, nicht annehmcn zu können. Die litauische D«fe- Das Weltparlament in Berlin. Jubiläumefagung ber Znterparlamentarischen Union. Während in Poris die beteiligten Mächte zur Unterzeichnung des KriegsächtunaSpaktes schreiten werden, kommen letzt in Berlin die Parlamentarier der einzelnen Gruppen der 3 n te r - parlamentarischen Union zu der diesjährigen 2 5. 3ubiläum»tagung zusammen. Genau zwanzig Jahre find verflossen, feit im 3ahre 1908 ixe erste Tagung in Berlin stattfand, eine dec glänzendsten und erfolgreichsten, die die Union vor dem Kriege abgehalten Hal. Vieles bat sich teitdem ereignet Unter völlig veränderten politischen VerAltnifien begrüben wir die Vertreter beinahe aller nationalen Parlamente Europas und der übrigen Welt in den Mauern der Reichsl-ouptstadt. 2s ist vielleicht nicht ohne eine gewisse symbolische Bedeutung, daß dem vorjährigen Kongreß in Paris der diesjährige in Berlin folgt, und es mag als gutes Omen für die Zukunft gedeutet werden, daß dem freundlichen Empfang der deutschen Interparlamentarier an der Seine ein gleicher der französischen an der Spree unmittelbar folgt. Denn darin liegt ja — wie Gouverneur z. D. Dr. Heinrich Schnee, Präsident des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände, in der Halbmonatsschrift der Derbände betont — wesentlich mit die Bedeutung dieses .Weltparlaments", daß lich dessen einzelne nationale Gruppen und Mitglieder persönlich kennen lernen, gegenseitig Fühlung nehmen und sich offen aus sprechen können. Wenn auch auf den Konferenzen der Interparlamentarischen Union Re Abgeordneten nur mit dem Gewicht sprechen, das ihnen die Bedeutung ihrer Persönlichkeit und ihrer Stellung in dem Parlament ihres Landes verleiht, oder allensalls noch mit dem Gewicht ihrer Gruppe, wenn auch die gefaßten Beschlüsse nur bindend für die Mitglieder der Union sind und nicht für irgendein Land oder gar für alle Länder, so enthalten sie doch die Derpflichtung der Gruppen, chre Verwirklichung in ihren heimatlichen Parla- menlen zu betreiben und damit zugleich einen ein- druck-vollen Appel', an alle Bölter und Regierungen. Damit nehmen die Konferenzen der Union auch eine gewisse Einwirkung auf die sogenannte politüche Atmosphäre und können sehr wohl ein stimulierender Faktor der Annäherungund Verständigung sein. Der aüfettige gute Wille dazu muh vor allem von der Erlenntnls getragen fein, daß dieses Ziel nur erreichbar ist auf dec Grundlage dec Gleichheit und Gleichberechtigung der Rationen und auf der Grundlage der Wahrheit. Möge durch den Berliner Kongreß ein weiteres Stück auf dem Wege zur Befriedung Europas zurückgelegt werden! Möge er sein Gewicht geltend machen im Sinne der Beseitigung der einer wahren Bejrxdung Europas noch entgegenstehen- den Hrndemisse, wozu in erster Linie die Räumung des Rheinlcrnde- gehört! Oer äußere Nahmen der Tagung. Berlin, 21. Aug. (WB.) Zur Tagung der I n - terparlamentarischen Union sind im Laufe des heutigen Tages die meisten ausländischen Teilnehmer in Berlin cingetroffen. Brr her ist die Teilnahme von 5 6 1 Parlamentariern an« gemeldet. Die Räume des Ne i ch s 1 a g s a e b ä u - d e »sind festlich geschmückt. In der Kuppelhalle sind die Standbilder der Reichspräsidenten Ebert und oon Hinden bürg mit Blumenschmuck umgeben. Vier große Danner in den Reichsfarben hängen herab, daneben die Fahnen aller in der Interparlamentarischen Union vertretenen Länder. Deutschland ist auf der Tagung mit 71 Parlamentariern vertreten. Sie gehören allen Parteien mit Ausnahme der Kommunisten und Nationalsozialisten an. Die Reichstagsoerwallung hat die Einrichtung des Gebäudes dem jetzigen Zweck als Tagungsort des Parlaments der Parlament« angepaßt. Oie Kommissionen bei der Arbeit. Am Dienstagnachmittag traten die Abrüstungs- kommission (deutscher Vertreter Adg. Dr. Breit- scheid), die Kommission für koloniale Fragen (beul- scher Vertreter Adg. Dr. Schnee) und die Kommission für Mmderd.-itssragen (sie heißt offtziell Kommission für ethnische Fragen) zusammen. In der Minderheitenkommiision ist Deukschiand durch den früheren demokratischen Abgeordneten Heile vertreten. Die Abrüstungskommisfion.die von dem früheren damschen Wehrminister Dr. P. Mu n ch geleitet wurde, beschloß, zur Prüfung der Sicher- h e i t 5 i r a g e und der aus dem Kellogg pakt sich ergebenden Folgen eine Unterkommission einzu- setzen. Der Vorsitzende der Kommission für Wirtschaft« und Finanzfragen, der ehemalige Finanzminister der Niederlande, Dr. Ireub, konnte zu Beginn der Sitzung feftstellen, daß alle Kommissionsmitglieder, Vertreter von etwa fünfzehn europäischen und amerikamschen Parlamenten, mit der Berhandlungsführung in deutscher sprach« einverstanden waren. Es wurden namentlich die Auswirkungen erörtert, die die Beschlüsse der bisherigen Internationalen Wirtschaftskonferenz auf die tat- sachliche Handelspolitik der in der Union vertretenen Länder gehabt haben. Der deutsche oollsparteilich« Neichstogsabgeordneto Dr Schnei- der (Dresden) konnte habet auf die vom Reichs- wirtschastsmintster Dr. Eurtius eingeleiteten Maßnahmen und aut die weitgehenden Zollermäßi- gungen des deutsch-franzöfischen Handelsvertrages Hinweisen. Alsdann gab der früher« ungarische Handelsminister Baron Joseph S z t e r e l y , einen Bericht über das Problem der internationalen Trusts. Damit war die Sitzung beendet. In der Sitzung der Minberheiten-Kom- Mission machte der ehemalige schweizerische Parlamentarier Stuber in längerem Vortrag Vorschläge für die weitere Arbeitsweise der Kommission, die rm nächsten Frühjahr wieder zusammentreten soll. (Er beabsichtige, auf dieser Tagung ein aus- sührliches Referat zu halten mit dem Ziel, datz die nächste ober wenigstens die übernächste Konferenz der Interparlamentarischen Union die Minderheitenfrage erneut auf die Tagesordnung setzt. Bekanntlich hat die Minderheitenfrage schon 1923 in Kopenhagen und 1925 in Ottawa und Washington auf der Tagesordnung der Dollkonferenzen geftan^ den. Stuber betonte, baß bie Rechtsorbnung, wie sie durch bie Friedensverträge feftgefegt worden fei, sehr viel mehr befriedige als das Verfahren der Anwendung dieses Rechtes. Wenn die in den Verträgen festgelegten Rechtsgrundfätze jetzt schon praktisch durch geführt wären, so würde man heute in der Minderbeitenfrage bereits viel weiter norangetommen fein. Ts habe also gar keinen Zweck, jetzt an der Vervollkommnung des wirklichen Rechts zu arbeiten, so lange nicht das Verfahren g e b e f f e r t fei. lieber bie Arbeiten des Völkerbundes in der Minderheitenfrage . sprach sich der Vortragende in lobendem Sinne aus. In der Aussprache, in der Vertreter verschiedener Nationen zu Worte kamen, hielt cs der Vorsitzende des Nationalitätenkongresses, Dr. W i l f a n , Mitglied der italienischen Gruppe, nicht für genügend, sich auf eine Reform des Verfahrens au beschränken, und bezeichnete als wichtiger die Ausdehnung des Minderheitenschutzes auf alle Staaten. Isi den Abendstunden wurde die Weiterberatung und Beschlußfassung auf Mittwoch vormittag vertagt. gation bedauere die Verzögerung in den Arbeiten der Plenarkonferenz. die sie nach Möglichkeit beschleunigen wolle. Die wenigen Tage, die bis zur Ratssitzung verblleben, lleßen jedoch keine positive Arbeit zu. Woldemaras macht daraus aufmerksam, daß die letzte Kommission der polnisch-litauischen Konferenz Mitte Juli ihre Arbeiten abgeschlossen hätte und daß noch Zeit geblieben wäre, um die Plenarsitzung der Konferenz Ende Juli oder ün Lause des August einzuberuien. Die Verantwortung für die Verzögerung der Konferenzarbeiten falle vollständig auf di« polnische Delegation. Die litauische Delegation sei bereit, die Konferenzarbeiten wieder aufzunehmen, wenn es ihr ihre Beteiligung an den Arbeiten de- VölkerbundS- rates und der Völlervundsveriammlung erlauben werde. Da Minister Zalefki an diesen Arbeiten persönlich teilnehme, werde auch die Festsetzung des Termin- für die (Smbcrufung der polnisch-litauischen Konferenz im Verlause der Session möglich sein. Verschwörung und Verhaftungen in Aeftlo. Mexiko, 21. August. (WTB.) Sieben Frauen und fünf Männer wurden hier unter der Anschuldigung einer Verschwörung gegen das Leben von Ealles und Obregon verhaftet. Der Anschlag sollt« bei einem Besuch durchgeführt werden, den die betreffenden Politiker im vergangenen April der Stadt Selalja abftatteten. Gin junges Mädchen von 21 Jahren sollte, wie die Polizei behauptet, die von den Verschwörern bezeichneten Personen zum Tanz au ff er dern und während des Tanzes mit einer vergifteten Radel ritzen. Riesenbeirügereien mit gefälschten Kreditbriefen. Mehrere Verhaftungen. Berlin, 21. Aug. 3m Verfolg der Ermittlungen über das Auftreten einer internationalen Fälschergesellschaft. di« bei schweizer und bolländlfchen Banken. uitb später auch in Deutschland mit gefälschten Kreditbriefen groß« Betrügereien verübt hatte, konnten jetzt mehrere Täter verhaftet werden Sin gewisser Alessi, dein an Juli «in solcher Betrug bei der Zweigstelle der Deutschen Bank :n München gelungen war. während der Beriuch eines ähnlichen K« trug« 3 bet der Filiale der Deutschen Bank in lürnberg mißglückte, wurde am 7. August in einem italienischen Lokal in Bersin verhaftet. Rach längerem Leugnen fegte er auch ein Geständnis ab. ©ein richtiger Rame ist Umberto Luigi M i I a n i, der in Rom geboren ist und in Mailand wohnt. Er ist von itaßer.i- schen Gerichten wiederholt wegen Bestechung. Betrugs und schwerer Urkundenfälschung vorbestraft. Obwobl kaum daran zu zweifeln ist, daß Alessi-Milani zu der Band« gehört, die Holland und andere Staaten heimgesucht hat, beftreitet er diese Verbrechen noch. Er gibt nur di« Fälle von Rürnberg und München zu. Ferner wurde am 11. August in Frankfurt a. M. von Berliner Kriminalbeamten, die mit Milani dort hingereist waren, ein in Florenz geborener Ugo Marches ini. der von Beruf Juwelier ist und zuletzt auch in Mailand wohnte, verhaftet. Ss ist offenbar ein Helfershelfer des Alessi, der unter dem Ramen Saseriet bei der Dresdner Bank in München ebenfalls einen größeren Betrug versucht hat, bei dem ihm nur 1500 Mark in die Hände sielen. Den gemeinsamen Ermittlungen der Berliner Kriminalpolizei und der Rechtsund Ermittlungsabteilung der Deutschen Dank ist es nunmehr gelungen, auch im Ausland« einen entscheidenden Schlag gegen die internationale Band« zu führen. 3n Marseille wurde nämlich gestern das Haupt der Bande, ein gewisser P a l m e r i. mit einem Komplizen aus» findig gemacht und sestgenommen. Aus aller Welt. 14 bedeute von einer Welle weggefpüU. 14 Mitglieder der Mannschaft des Dampfers .William Mc Kenney" wurden bei dem Orkan, der am 3. August an der kalifornischen Küste wütete, voneinerWelleweggespült und erkranken. Der Dampfer, der jetzt in Panama einlicf, war sehr beschädigt. Die verunglückten Seeleute wurden von der Welle in dem Augenblick erfaßt, wo fie an Deck die von dem Orkan zusammengeworfene Ladung wieder in Ordnung brachten. SL Ingbert Zahlung-.unfähig. Die Verluste ber Stadt 6 t Ingbert lassen sich noch nicht genau angeben. Wechsel, bie am Dienstag oräfenticrk würben, sind zu Protest gegangen. Die Stadtverwaltung hat sich für zahlungsunfähig erklärt. . Schweres Sauungiück in Braunschweig. Aus Braunschweig wird gemeldet Aus dem Schützenplatz ist am Dien- ta gnachmrt- tag der Reubau der großen KongreY- halle, die zur Zert errichtet wird, zusammengebrochen. Wie die .Braunschweigische 2arv deszeitunq" berichtet, wurde ein Zmemrrmann unter ben Trümmern begraben Sr war sofort tot. Zwei Bauarbeiter wurden leichter verletzt. Der Unglücksfall ist vermutlich darauf vurüc^ufübetn, daß ein plötzlich auftretenfcer starker Wirbelwind einen der Träger erfaßte und umgebrochen hat. Der Balbbranb im Har; Das gelten» bereits gemeldete Feuer zwischen Pkesfenburg unb Wernigerode bei den WolfsAippen hat etwa 7 5000 Quabratmcter Loben vernichtet. Der Branb kam dadurch auf, baß glübenbe Afchenreste von verbrannten H c ck e n bei ber Trockenheit unb bem auffommenben Winb roieber auf flammten. Cs gelang, den Branb unter großen Anstrengungen unb unter Zuhilfenahme bcs Automobillöschzuges ber Stobt Dernige- robe ,u löschen unb ben angrenzenden Hochwald oor ber Vernichtung zu bewahren. Die Typhuserkrankungen ia Potsdam Wie das .B.T." berichtet, ist die Typhusepidemie in Potsdam noch nicht abgeflaut: die Gesamtzahl der Erkrankten beziffert sich jetzt auf 42. Dem Blatt zulolge hat sich nach genauen Informationen ergeben, daß in jener Leit, von der angenommen wird, daß in der Molkerei Beelitz eine Typhu-infektion ter Milch statt gefunden hat. im Beelistrr ^Lplke- rcibetrieb ein Gehilfe beschäftigt war. der bei Len jetzigen Nachforschungen nicht mehr auszu- finden war. 2r sollte am 3. August erkrankt und nach Berlin übergcfleödt fein Die fetzten Untersuchungen haben nun ergeben, daß der junge Mann seinerzeit Typhus hatte, und man hat damit die einwandfrei« Erklärung, auf ' welch« Art damals die Infektion zustande getotr- men ist. Großseoer in einer Schneidemühle. Am Dienstagmorgen gegen 5.30 Uhr mürbe bie Iakobfche Schneidemühle in Leynin (Mark) durch ein jchweres Schadenfeuer zerstört. Die beiden Gebäude des Sägt- unb Hobelwerks sind vollständig nitbergtbrannl, wobei sämtliche Maschinen vernichtet wurden. Die Ent- ftehungsurfach« des Feuers ist noch nicht bekannt. Das Werk ist gegen Brandschaden versichert. Lahnbeamte berauben Gepäck. Wie bie Preifestelle ber Reichsbahnbirektion Breslau mitteilt, nahm bie Fahnbungsstelle in ben letzten drei Togen zwei Zugführer unb zwei Packmeister f e ft, bie in ben Personenzügen Gepäckstücke unb Expreßgüter beraubten. Es handelt sich um langjährig gediente Beamte, denen derartige Straftaten nicht zugetraut mürben. Sin großes Dieb eslager würbe von ber Zahnbungsftelle beschlagnahmt Schweres Autounglück. Auf einer Brücke bei Ia 4 lo tn der Räh? von Kariowih ereignete sich ein furchtbares *21 u t ouji g [ ü rf. Beim Passieren ber Brücke mußte das Auto einem Fuhrwerk ausweichen und fiel dabei von der sieben Meter hohen Brücke in den Fluß hinab. Dem Ehausseur wurde der Brustkorb eingedrückt. 8r starb kurz nach dem Unfall. Die übrigen Insassen, vier an der Iaht, erlitten gleichfalls schwere Verletzungen und muhten ärztliche Hilfe m Anspruch nehmen. Schiffbruch eines deutschen Dampfers. Der deutsche Dampfer „B r aaa" Ift nach einer Meldung aus Haalefunb bet Starholmen auf Grund geraten. Cln Rettungsboot ist Aur Hilseleistuna ausgelaufen. Die „Braga" besin- bet sich In sehr gefährlicher Lage. Ihre aus Holz bestehende Fracht wird ausgefabtn. Drei Schwester» beim Loben ertrunken. Rach einer Melbung bts „Petit Journal" aus Decazeoille sind beim Baden im Aveyronfluß drei Schwestern im Aller von 14, 13 und 20 Jahren ertrunken. Oie Wetterlage. / w Dienstag, 2t August 1928.7*aMs e-Wf'in« «mb S ••• n ee*t««»•«•<# eit M«4t Met« «net-t vun* o* wer» SUuwe« jiwr«. <«* *» e« u—•* •> e*»«M* M-’ «0U .-stnZust zur Verfügung fltft.U! werden tonnten, am iieien X .pitalmcrti der Zmriatz zu hoch ist. inustten manche Bauvorhaben \urudgdiefll werden Trotz den, rsl die Vautangkert, nxc tue nachstehendr Ueterfidyt jctpi. recht rege und bietet meten Irbetltm lohnende Beschäftigung 3m Offen der ctabt an der Ltroste nach Xobgen. hat »egrerungsrat Loren; cm üinfamillenbaii» nach dem Entwurf des Brchrtekten Nicolaus durch bie Firma flbcmiann erstellen lassen, tat im Rohbau vollendet ,‘L Huf dem Bauplast nebenan ist dos Lelleraeschost eines L^hnhaules fertig, da» für den nach Giesten versetzten ,xcrtbilbung»ld)ullcbrti St ein mann erbaut wird Lämtlichc Lündc und Decken der oberen Stockwettc werden aus Imprägniertem Holz ohne dufteren und inneren ver- SiC von der Darmstadter J)ol;boufobrif nach deren yslcm au»geiuhrt. E» ist die» der rrfte berarti* 'Äau hier, der ein besonderes (Gepräge tragen wird: er soll wesentlich billiger al» ein Iftolftrbau sein, '•än der (Mrunbeiger Strafe, unweit de» chauic» Rehnelt. erbaut der Houotlehrer Sauerland au» Gröa ein Wohnhaus, dessen Leitung in den Händen be» Architekten Lchurmann liegt Die Maurerarbeiten werden vom Baugeschäst Wagner In Strof- borf ausgesühtt. Bei den letzten 'Bauten der bärtigen (Hcgenb sollt auf. hast die Fluchtlinie gegen 'ruher eine Venderung erfahren hat: wahrend seither die j")äu,er parallel aur Strafte gestellt wurden, muffen die noch zu errichtenden in d.c neue Fluchtlinie. die eine treppenförmige, rechtwinklige Stellung »ur (önindstück»grenze rorsieht. geruckt werden Ha der Biegung der (Brünbirger Strafte steht ein schmuckes, erst bezogenes neue» Zweifamilienhaus de» Reservelokoinottofudrers Mahr. ;u dem bie technischen Arbeiten ebenfalls von dem Ärchitek- ten Schürmann gefertigt wurden Hm Schutzenhau» linö verschiedene Vergrasterungsbautcn im (Sange. ök von Architekt ’Jhcolau» geleitet werden Hinter der früheren ftädtifchen Äajcnte an einer neu an- julegenben Strafte hat im Frühjahr d. 3. dic Heere»batt Verwaltung Dassel ein Zwölf- samilienhau» durch bie Firma tibcnnaim beginnen lassen, da» letzt im Rohbau fertig steht: der innere Uu»bau, sowie der duftere Verpui; sollen nunmehr lur Ausführung gelangen. Der letzte Bauplatz an Der ffieorg-l'bilipp (Bail.Straße — an der westlichen Seite — wurde durch den Neubau eine» Wohn- Hause, sur Arnttgettchtsral S n a u ft besetzt, dessen Aussichrung Architekt Ricolau» anoertraut war. 3n Der Parallelstrafte zur Oail^trafte. der Carl- Bogt-Strafte. stnd zwei Einfamilienhäuser Im Rohbau vollendet, die die D o h n u n g » n o t h i l s e erttchtet. Bauleiter: Architekt Fischer, (Siesten: Au»- suhrung Baugefchaft Lemmer. Dollar. Als eine ’Jliuerung im Stadtbild kann eine kürzlich durch Uhrmacher meister Schwab an der Gabe! , der Äaifer-Mec und Llcher Strafte auf massivem Sockel ausgestellte automatisch regulierte Uhr bezeichne! werden. Auch der Ausbau Der Fricdensstraste — Parallelstrafte jur Strafte Am Kugelberg — macht in diesem Fahr Fortschritte: der R e i ch s b u n d der Hricgsbcfdjdbigten Hal dort zwei grofcc Gruppen mit 24 Wohnungen im Bau, deren Leitung in den Händen der Wohnungsfürsorgegcfcll- Ichast in Darmstadt liegt. Eine Gruppe loiro durch bie Bauhütte Gieften. bie ander« durch das Bau- gefchäft Pfaff ausgesührk. An der (Butenbergftrafte | ist «In Reubau für Albin Zugho rdt bis zur Sockelhöhe gediehen. Der uom Baugefchäst Demmer unter Der Leitung von Saurat Pfaff lNiesten) zur Ausführung gelangt. Die tiabenräume im Haufe Bi»rnarckftraft« 11 Frau Ireppinger gehörig, werden z. Z. umgebaut und vcrgroftert, wozu Architekt Thorne die Pläne lieferte. Zwischen Südanlage und Löberstraste Hot an der südwestlichen Sette der Goetheslrafte der Kaufmann Bohrin- ger einen Neubau errichtet, der im (frdgeschost Pettaufsräume. im Obergeschoß eine V2ohnung ent- dätt. Für Planung und Bauleitung war bestellt: Arch-te'.t E. Schmwt: für die Ausführung Bau- ykschäft Übermann. Domtt dürste der Ausbau her vorderen Goethestraste feinen Abfchluft gefunden haben. Der Direktor der hiefigen Gewerbe- und Maschinenbau schule. Dr. vünnings, erbaut sich an der Lesstngstraste em ttinfamilienhaus nach eigenem Gntwurs. do, im Rohbau bereits vollendet ifi und vom Sauge,4äft Becker ausgeführt wurde. Cifendahnoberiekrewr Gürtler will in den nach- ften Tagen mit der Ausführung eines Wohnhauses an der oberen Stepbonftrcfte, nahe am Bahndamm, beginnen, zu dem Architekt E. Schmidt die Pläne entworfen hat. An der Eifenbahnuberführung an der Ludwiaitraste hat bas Stadt. Tiefbau- amt ein vedürfnishäuschen erbaut, dessen Her- ftellung schon längere Zeit als eine Notwendigkeit empfunden wurde. Aus dem Weg zur südlichen Peripherie der Stadt finden nxr an der Liebigstraftc ein Sechsfamisten- Haus, da» en den Branbgicbd des Dammschen Hauses durch die Baugenossenschaft 18 9 4 errichtet wird, ün Bau. und gant in der Nähe, ffde Viebigftrafte und Aulweg, ist ein Zwölstarnttien. hau» der rotaenannten Oenoffen|d>aft bi» zum Sockel hochgeführt. Die crchttektonuchen Arbeiten dieser Bauten werden von Architekt Hamann aus- sc'uhrt. während die Bauarbeitee am ersten Bau Maurermeister Wagner (Ärofborf). am zweiten Bau b:gegen dem hiesigen Baugefdyärt Weimer anorr- traut wurden. Am vorderen Teil der Jhebigftxafte 'st der Neubau de» Katholischen Pfarr- b a u f e » berett» bis zum ersten Oberoeschoh ge- diehcn. das Die dort bestehende Lüne in der Strastenfront schliestt. Hoffentlich gelingt es bald. Die 5l«rche zu vollenden, damit die Baugruppe einen der Anlage würdigen Abschlust erhält. Der Pfarr dausbau steht unter der Leitung von Proiefior Becker (Mainz) und Dberbauinipeftor Grade (Gieften . die Bobbauart)eilen hol die Firma Übermann übernommen. Wie im vorigen Zahr herrscht mich fetzt wieder lebhafte Bautätigkeit auf der schonen Aussicht. An der Westseite des Dartwegs fit»» { «er Nerven Schellfische Kabeljau Seelachs Schollen täglich irische Räucherwaren. 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Schrimpf, Kaiserallee 4) die Wiesen an der Throm- scheu Fabrik, eine Wiese hinter der Kläranlage, von den Wiesen „Am Weiher", am Ohleberg, im Heegstrauch und am Allen Steinbacher Weg (Rußland). c) Nachmittags 2 Uhr (Zusammenkunft in der Restauration „Philosophenwald") von den Wiesen im Wiesecktal, am Fürstenbrunnen und an der Eselswiese. Mittwoch, den 29. August 1928. a) Vormittags 9 Uhr (an Ort und Stelle) an der Auueröder Straße von den Wiesen am Altentisch und Utersbrun- nen, anschließend an der Rodger Straße von den Ochsenwiesen und den Wiesen im Stolzen Morgen. b) Nachmittags 1 Uhr (an Ort und Stelle) von den Wiesen in der Gemarkung Großen-Buseck und Rödgen. Steigliebhaber, welche die Wiesen befiel) tiflen möchten, wollen sich an den städtischen Wiesenmeister Klos, Am Rodtberg 5, wenden. 75766 Die Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht. Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekanntmachen zu lassen. Gießen, den 20. August 1928. Der Oberbürgermeister. I. D.: Klingspor. 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S>it»tlu>H vom 26. 2higufc bi» 2 September (DttHftonfl Übungen aus Nm Truppenübungsplatz Döderitz.. 3. DWG»» vom 7. di» 12. September (in der Udermari); 4 Division vom 17. bi» 2s September fXed- nahme am Gruppenmanöver de» ®ruppen-Äom- man do» 1 siehe unten); 5 . « und 7. Division un Lause der beiden ersten Drittel bei September. Manöver in fleweren verbänden un Bereiche der zugehörigen Weht- kverse, Gruppentommandv 1 (Sitz Berlin) vom 17. btfl 2H. September (Ausklärungsmanöver unter Zuziehung der 4. Division und der verstäriten 2 Kavallerie-Division an der schlesisch-fächsstchen Grenze). Wie ersichtlich, wird unsere Wehrmacht sich auch diesmal wieder in vollem Umfange im »Krieg im Frieden- betätigen, tt ist erfreulich, daß mittlerweile die TVrfrältmtle bei un» so weil gediehen sind, daß wir auch bezüglich der Truppend! Id ung wieder m bewährten alten Bahnen zu wandelii vermögen, d h i" der Lage sind, zum Schluß des Ausbildungsjahres die Probe auf» Stempel zu machen und anläßlich der großen Feldubungen Führer und Truppe Gelegenheit zu geben, da» Erlernte in die 'l'rarü» umzusetzen. Eine Truppe, ob klein oder groß, kann unter keinen Umständen auf ihre Herbstmanöver verzichten, will sie nicht in kürzest« Zeit aus da» Äiveau einer Stadt- garde herabfinten. Die Verhältnisse innerhalb der Kasernenmauern unb in nächster Bähe der Standorte, auf den Srerzier- und Mebungfl- Plätzen, vermögen niemals da» Feldmanöver im >mbekannten Gelände zu ersehen Gerade auf da» Unbefarmtv de» Uebungsgclante» wird aber fr.ntte ganz besonderer Wert gelegt, und deshalb fandet z. B. auch in 'Ausnutzung der verschiedeneii großen Truppenübungsplätze ein steter Belegung-Wechsel statt. Dies ist heute im Hinblick auf die zwölfjährige Dienstzeit von erhöhter Wichtigkeit. Mit dieseni BelegungSaustausch ist natürlich, wie heute überhaupt auch durch die Zusammen- ziehuna der weit verstreuten Truppenteile behuss Aufstellung manbvr.erfäHiger Verbände, em ziemlich erheblicher Truppentransport verbunden. Vieler spielt sich in weitaus größtem Umfange als Eisenbahntransport ab Als neuzeitliche« weitere« Transportmittel ist indessen auch der Kraftzug hinzu getreten, und er Ist ein sehr wesentlicher 'md gar nicht mehr w umgehender Dienstzweig im modernen Heereskörper geworden. Die unzulänglichen Mittel, über dve unser Aeichsheer verfügt, gestattet selbstredend nicht, tn grobem Ausmaße davon Gebrauch zu machen, indessen werden, soweit als möglich, Jahr für Jahr tn stetem Wechsel auch auf bi dem Wege die Truppen entweder ins Manövergelände befördert, oder aber nach Schluß der Hebungen wieder zum Standort ÄurüdgefüßcL Last not least bleibt der alte bewährte Fußmarsch bestehen; nach wie vor kommt diesem eine hohe Bedeutung au. Diese Märsche erfreuen sich Übrigenfl im allgemeinen einer großen Beliebtheit, vornehmlich bei den berittenen Waffen. Führt der Weg durch schöne Gegenden und stehen dabei gute Quartiere in Aussicht, so ist die Stimmung eine um so geßobe- nerc. Sehr erklärlich. Solche Zeiten itthneten früher schon und rechnen heute noch zu den schönsten im Soldatenleben, und so wird es woh! auch tn Zukunft bleiben. 3m wahrsten Sinne de» Wortes verbinden b«etfl mchr Jein gar nicht». to®en- und außerdem, weil es sich nicht lohnt. ’S äfdi* •* VON den Vor- Vie sie bargeboten '^efTiercn natürsich rer sehr in der Mode. Der Ikrgleid) mit öcm n^n ODaUacc liegt nahe, drängt sich mehrfach au-f; mit dem Heer verliert. Das ist vom liebel, um so mehr da durch den Fortfall der allgemeinen Wehrpflicht eine ganz zwangsweise Lockerung des Zusamrnengehcr.gte.l-ge'ühl» von Volk und Heer entstanden ist. D« Offizier und Mann der ernstesten Erfüllung ihrer Berufspsl.chten hinge den. G» n:t dem Wert der Hebungen auch keinerlei Abbruch, daß in der nun einmal vorhandenen Zwangslage fefrr viel Gebrauch gemacht werden muß. von Annahmen und Atnappen zur Darstellung uns verbotenen Dafsengerät» aller Art Behelfe, die naturgemäß stet» Behelfe bleiben bube, nur an die Darstellung von Fliegern durch AiuberbaUcn# erinnert, die schon deshalb 1n mangelhaft find, weil fie gänzlich von jeder noch fo leiten Dtndströmung abhängig sind. Aber nach einet alten Soldatenregel heißt cs bekannt- I.ch: .Schwierigleiten sind dazu da. daß sie überwunden werden". 3n diesem Sinne aufgefaßt, tragen sie dazu bei, geistige Selbsttätigkeit anzu- regtn. und haben 'omit auch eine gute Seile, die ihnen eben abgewonnen werden muß. Aur so w rd aus der Qiot eine Tugend gemocht. Zum Schluß sei noch crflärL daß der Herr Reichspräsident und Feldmarschall von Hindenburg auch für diese» Jahr feine Teilnahme an den Manövern zugetagr hat. Gr wird den großen Schlustmanövern des Gruppenkommando» 1 beiwohnen und nach deren Beendigung eine Parade über die Truppen abnehmen, ein wohlverdienter Lohn für die gewiß nicht geringen Anstrengungen, die anläßlich der Hebungen von ihnen zu leisten fand. aller Well. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Eine achtjährige Detektivin (f) London. Die Heimat der mythischen Sherlock-Holmes- Figur hak, diesmal in Wirklichkeit, ein Detektiv- Phänomen hervorgebracht und zwar in der dk- flalt eines achtjährigen Mädchens. Es handelt sich um die kleine Bere fflriffin, die Tochter eines Ar beiter* in London. Diese sah vor einigen Tagen, wie ein Mann aus dem Hof einer Käse Handlung in einer Londoner Vorstadt eine große Kiste fort- trug, in der ungefähr 60 Pfund Butter enthalten waren. Der Dieb, ein solcher war es nämlich, setzte sich in ein Auto und fuhr mit seiner Beute davon. Das Mädchen rannte schnurstracks zu einem in der Nähe haltenden Mietsauto, sprang in dieses einfach hinein und setzte sich neben den Chauffeur, dem sie bedeutete, er möge dem Kraftwagen des Diebes folgen. So entspann sich eine regelrechte Jagd zwischen den beiden Wagen, die einer Kamera würdig gewesen wäre. Als bann auch einige Polizisten auf Motorrädern sichtbar wurden, forderte die kleine Bere diese auf, sich ebenfalls an der Serfolaung zu beteiligen. S n wurde der Dieb tatsächlich gefangen. Dem tapferen kleinen Mädchen hingegen wurde auf dem Po- lizeiduveau versprochen, man würde dafür Sorge tragen, haß fie fpater zur Detektivin ausgebildet würde. Tätowierung, die neueste Tamenmode in Japan. (t) Tokio Auch die japanische Damenmode hat ihre Schrullen. Jetzt spricht man allgemein von der neuesten Mode, Der besonders die jungen Mädchen Japans anhängen, und die darin besteht, daß man sich Rücken und Arme tätowiert. Bis jetzt war es nur bei den Geishas und den weiblichen Angestellten der Teestuben Brauch, sich zu töto- wirren. Run aber huldigen auch die tneiblidyn Mitglieder der bürgerlichen Gesellschaft diesem Kult, der besonders dadurch zur Geltung kommt, daß die jungen Mädchen auch in Japan gegen- iiKirtig stark ausgeschnütenc ärmellose Kleider tragen. Wenn eine Studentin ober eine Beamtin wirklich „modern" sein will, so tätowiert sie ihren '.stucken, ihre Arme, ja manchmal sogar ihre Ohren. Auf Rucken und Arme zeichnet man auf diese Weife gewöhnlich farbige Drachen, Vögel oder Blumen, auf die Ohrläppchen hingegen k l e i ne rote Herzen. Mitunter verfällt eine junge Dame auch auf den Gedanken, auf diese Weite ihren Liebling unter den männlichen ^ilmbarftellern auf nicht zugunsten des ..Dreizehnten Sttchfa" und fehle» Autors Veiller. Man merkt dem Stück seine amerikanische Herkunft an. Bluff um jeden Prers ist die Dcvifa Aktualität, was da» Zeug hält. Sensation bi» auf» Messer. Buchstäblich. Der „Heeer" ist viel besser: weil er klarer ist. mehr gekonnt, durchsichtiger bei aller Verschleierung. pointierter, exakter und spannender. Wallace fpefufiert nicht bloß aus die Verven seiner Zuhörer, sondern er wendet sich auch an ihren Verstand, ihr Äombtnolion»tatent. ihren kriminalistischen Instinkt. Veiller hat nur den ersten Akt. wo einem der 2tem w.rklich stockt. Vachher läßt die Aufregung nach. ®r bringt zuviel auf einmal, er crichlägt utt» mit Sensation, ilnd vor allem: er rückt zu früß heraus ... er fängt zu zeittg an, auf d e Lösung loszugehen. Schon im zweiten Akt ist der Stern heftig im Rollen. Bei Wallace kommt die entscheidende Vointe. die völlige ikbertiim- beüinq befl Zuschauers ganz kurz vor dem letzten Vorhang. Und außerdem drückt er (ich l’arcr au», läßt feine Löcher und baut fa.nc Szenen fo- wohr dramaturgisch wie kriminalistisch besser auf. Immerhin: ferne Gänsehaut an den unpassenden Stellen hat man weg; und darauf kam es io wohl ,n erster Linie an. Die Inszenierung leitete Xannert. Die ganze Atmosphäre des Stückes war reg.emaßtg lehr gut erfaßt. Die Stimmung war da. die Spannung war da, die Sensationen kamen prompt und toidfam. Was ur/erm Gefühl nach nicht gelang, war; die eparmung unterteilt und unabgeicrrft bis zum ewluß zu halten. 3m Tempo und "n der Artikula- tion der wichtigen Sprechszenen hätten dem Zu- chauer etrnge Hilfen gegeben werden sollen. Es ist un» nicht sicher, ob alle den tatsächlichen Zusam- mcnfrar.g der Vorgänge m.i der wünschenswerten .Klarhe-t erießt haben Aber efl ist natürlich fu<^>,-^^>cr 3u knfacherden. in welchem Umfang p-.criur bereit» das Textbuch verantwortlich zu machen wäre. । D e Mcberietiung von Rita Matthias ist. nebenbei bemerkt, keine S'anz- leifhmg ) Sin großes Aufgebot von Schau!meiern und Schausp-.elerinnen wurde eingesetzt. Die Mehrihrer Haut mit sich herumzntragcn. 3n dieser Hin ficht sind gegenwärtig in Lokio John Gilbert und '.R Oman Dlooarro „dernier cri". Die mo ralifchen Bereiniaungen Nippons, an denen cs hier nicht mangelt, sind natürlich über diese neueste Mobeirrung aufs äußerste aufgebracht und kündigen eine' Eingabe an bas Parlament an, bas die Tätowierung des menschlichen Körpers an sichtbaren Stellen verbieten soll. 3rauenf. AI» im Jahre 1922 die ersten Tri- Srqon-Filme vorgeführt tourben. durste man Raunen — jetzt aber muß man fa der sagen, daß dirie Küchenmeister-Szenen immer noch nicht sehr v-et über den damaligen Stand hinausgekommen unb. De gehörten Töne (Jazzkapellen. Balalaika- Orchestcrj wirken immer noch flach, grammo* r-honart g und verzerrt. Eine Geige z. B et- 'mmer noch als Flöte, und daß dabei die Musiker m Tröstau! nah men vorgeführt werden. eine völlig übcrflüfTtge Belastung des ®e- ^ch'.e' ®-n Sprechfilm „Die blaue Stunde* m:rb Dotgeführt mit Paul Graey. dem die Tonsi.mleute eine besondere Begabung für dieses JB. Qbmg nachrühmen. Technisch war ber Stirn hervorragend ausgeführt. bat Spiel des Dar- steuer- war auflaeqe.chnei. und man hätte von wn Ganzen mehr Genuß gehabt, wenn die Sprache fortgeblieben wäre; denn die klang tote dre Stimme eines Bauchredners, und daß man dazu «ne Hfrr 'chlagen und gehen ja ernt muntere Spielerei. rechtserttgt ober doch mcht den sehr großen und kvstspiell- gen Aufwand defl Tonfilms. Ehe man m t so unfertigen Experimenten her- auslommt. sollte man warten, bis die technischen Vorarbeiten in da» Stadium einer gewissen Vollendung getreten ' nd Halbfertige D.nge förmen auch knete neue Bewegung nur in Verruf bringen. jy. risch erweisen und efnen Ausweg finden würde. Als um die Dormittogszeit die Arbeiter der Gasanstalt wiederkamen, um die Laterne in die Grube einzusenken, hotte Maria Felicia — d i e frische Position des Feindes eingenommen, das heißt: mit ihres fraulichen Körpers ganzer Fülle saß sie in der Erdgrube und war weder durch gütliches Zureden noch durch Drohungen dazu zu bewegen, die Stellung zu verlassen Was tat die sofort telephonisch alarmierte Gos- gesellschoft? Bemühte sie die Feuerwehr, ließ sie das Uebersollkommondo auifahren? Nein, sie war viel schlauer. Eine neue Arbeiterkolonne erschien am Kampfplatz und hob, während die erste di" zürnende Maria Felicia in Schach hielt, fünf Meter daneben eine neue Grube aus. Zähneknirschend mußte Maria Felicia diese Untat geschehen lassen, denn sie besitzt leider nicht zwei Körper. Oberhessen. Lanvtreis (gießen» i Mainzlar. 21. Äug Dank fror guten Witterung ter letzten Wochen ist die Ernte mit trrnig Ausnahmen nunmehr vollständig beendet. Hafer und Weizen stehen zum Teil noch auf Haufen, sind aber auch teilweise schon einaefahren. 3n rascher Reihenfolge reisten in diesem Jahre die einzelnen Getreidearten heran, und ebenso schnell ging auch Bei dem guten Wetter die Ernte vonstatten: waS zum großen Teil auch der vielseitigen und zahlreichen Verwendung der Erntemaschinen zuzuschreiben ist. »zahlreiche kleinere Leyte haben tfjrc Ernte direkt vom Felde an die Dreschmaschine gefahren. Der Ertrag von Körnern und Stroh ist recht zufriedenstellend. Weniger aussicht-voll ist bei uns die diesjährige Obsternte. Während die jungen Zwetschenbäume durchschnittlich einen recht guten Behang zeigen, dürste der Ertrag der Aepfel und Birnen als eine knappe Mittelernte bezeichnet werden. — Linser erster Lehrer Kurz hat infolge eine- Gehvrleidens einen längeren Urlaub genommen. Der Dienst wird vorläufig von Lehrer Sommerlad versehen. V Watzenborn-Steinberg, 21. Aug. Begünstigt vom schönsten Festwetter, feierten am Sonntag die Kirchen gemeinden Hausen-Garbenteich und Watzenborn-Steinberg gemeinsam ein evana. Waldfest. Die erhebende Feier vollzog sich in dem sehr geeigneten Walddisteikt am „Häuser Born". Weihevolle Posaunenklängc des Posaunenchors Watzenborn-Steinberg, wirkungs- roll vorgetragene Chöre des Schülcrchvrs der Oberklasse von Watzenborn-Steinberg und des dortigen, sowie des Hausener Kirchengesang- verein«, gemeintem gesungene Lieder umrahmten den Dortrog von Missionarin QL Steiner über „Indisches Waldleben". Die Rednerin, die 18 Jahre in Indien tätig war, verstand es. durch ihre fesselnden Ausführungen, das Interesse der nahezu 1000 Festbesucher zu wecken. Die herzliche Begrüßungsansprache von Pfarrer Steiner-Hausen wußte für die Feier den rechten Ton und Grundgedanken herauszustellen. DaS Schlußwort sprach Pfarrer 6 taub a ch -Watzenborn. Auf Grund der erhebenden Gindrücke, die er auf der diesjährigen Missionswoche in Basel empfangen, wünschte er als Erfolg der Feier bewußtes evang. Glaubensleben. Mit dem von beiden Kirchengesanavercinen gemeinsam gesungenen wuchtigen .Herr deine Güte reicht so iDeit“, dem gemeinsam gesungenen Lied „Ach bleib mit deiner Gnade" und einem Posaunen- vorttaa schloß die Feier, die einen Hefen Eindruck hinterlieh. Auf welch fruchtbaren Boden tzaS Fest gefallen, zeigte sich in der Sammlung teil die Heidenmission, die den ansehnlichen De- Irag von 63 Mk. ergab. •ße i hgeste r n , 21. Aug. Auf dem am Sonntag i’ou dem Gesangverein „Eintracht", Ober-Wöllstadt lüteitz Friedberg) aus Anlaß seines Kisiähriaen Bc- stehens veranstalteten L i e d e r t a g , der mit einem Wertungssingen verbunden «war, wurde dem hiesigen Gesangverein „Eintracht" für die beiden vorgetragenen Chöre die Note „sehr gut" zuerkannt. Preisrichter war der Frankfutter Musikdirektor Dr. W e i m a r. Der Gesangverein „Eintracht", Leihgestern, der älteste Verein des Ortes, der unter ivuhrung seines rührigen Chorleiters Daudt (Ober Wöllstadt) steht, kann auf seinen unter stärkster Konkurrenz errungenen Erfolg stolz sein. Verhängnisse. Vornan von Lieübet Dill. Copyright by Martin Fcuchtwanger, Halle (Saale). 6. Fortsetzung. Nachdruck verboten. ..sind derjenige hätte sich sicher schon gemeldet denn die Sache ist bereits in der ganzen Gegend bekannt. Bis zehn llhr, sagten Sie, waren Sie also bei Ihrer Tante?" „Jo, so ungefähr." „Ein Arbeiter, der um zehn Uhr dort vorbeikam und das Kirchhofstor zuschloß, hat aber in dem House kein Licht gesehen." „Das ist richtig. Mir saßen auf der Veranda, ohne Licht." „So ... Sie haben auf der Veranda gesessen ...? Davon hat der Mann nichts gesehen." „Er fann uns auch nicht gesehen haben, denn die Veranda ist dicht bewachsen mit wildem Wein." Eine kleine Pause entstand. „Nun, das wird ja festzustellen sein", sagte der Ntchier sehr ruhig. In das blasse Gesicht der jungen Fran stieg eine Flamme bei diesen Worten, eie Muckte ein rasches Wort hinunter, während ihre Hände die Sofalehne umfaßten. „Ihre Tante pflegte sonst immer die Laterne über der Haustür des Turmes zu erleuchten, hörte ich von Zeugen. Brannte an diesem Atend auch vor der Haustür kein Licht, als Sie hart bin- kamen?" „Darauf muß ich mich wirklich besinnen ... ich kann es tatsächlich nicht mehr sagen. Aber -- ,ch glaube e» nicht. Es war alte* dunkel, als ich hin- aufkam. Ich blieb überhaupt nicht lange bei meiner laute, bann brach das Unwetter Io», und ich beeilte mich, nach House zu kommen." ,3)abcn Sie auf dem Rückwege auch nietnanden gesehen? Hst Ihnen da niemand begegnet?" „Kein Mensch. Ich hätte aber auch kaum dar- auf geachtet. Ich hatte die Kapuze über den Hopf gezogen, und der Regen strömte nur so herab ... cs war ganz finster." „Welchen Weg nahmen Sie zurück ? ' „Den Feldweg. Und bann den schmalen Pfad, der zwischen der Gartenmauer in die Thte Victor Hugo führt." RretS Frredverg. 5 Friedberg. 21. Aug In der jüngsten Lehrerversammlung des Bezirkslehrervereins Friedbcrg-Bad-Rauheim bot Lehrer Schutt (Ossenheim- mit seinem Dertrag -Die erften Lehre rvertemmlunpen im Kreise Friedberg" einen urteresicmten Einblick in das Lehrerleben vor ICO Jahren. An ter Hand von Protokollen konnte ter Redner nachweisen, daß bereits 1821 in Friedberg sich ter erste Lehrer- verein bildete, also noch vor ter Leustädter pädagogischen Gesellschaft im Kreise Büdingen. Zu gleicher Zeit entstanden auch in Butzbach und Groß-Karben Lehrerveretnigungen. Die Friedbergc-r Lehrervereinigung. die zunächst aus acht Mitgliedern teftanb, versammelte sich jeden ersten Mittwoch in dem durch die Erzählung von Gg. Lang bekannt gewordenem ^Kantrrhäuschen" in Friedberg. 1882 waren politische Grünte der Anlaß, dah die Konferenzen auSge c wurden. Erst 1833, als für das Schulwesen-. . \ bessere Zeit anbrach, konnte die Tätigkeit u.cter auf- genvr.nnen werden. 1833 zählte die Konferenz schon 25 Mitglieder. Die Versammlungen dienten der Fortbildung der Lehrer. Sehr häufig wurden Lehrproben veranstaltet. Diese älteste oberhessische Lehrervcrei.ligung war ein Dorläufer tes hessischen LanteslehververernS, der im Herbst dieses Jahres die Feier feines 60jährigen Bestehens in Darmstadt festlich begehen wird. # Reichelsheim, 21. Aug Die hiesige Kirche wirb eben einer vollständigen Renovierung unterzogen. Beim Mtratzen des Verputzes entdeckte man wertvolle Gemälde, die jetzt durch den Kirchenrnaler Kienzle aus (fberftnbt bei Darmstadt wieder erneuert werde». Kreis Büdingen. -,?" Nidda, 21. Aug. Der Zweckoerband Nldda-Ulfa gedenkt zum Septemberbeginn die Autoverbindung Bad Salzhausen —Nidda wieder aufnehmen zu können. Die Instandsetzungsarbeiten auf der Fahrstraße schreiten bei günstiger Witterung gut fort. Die Aufnahme des Autoverkehrs ist für den Monat September besonders wünschenswert, da durch den ermäßigten Bäderpreis ein lebhafter Badeverkehr aus der Umgebung zu erwarten ist. — Der Realschulneubau erhält zur Zeit im Innern seinen farbigen Anstrich, der nach den Angaben des Hochbauamts Büdingen vorgenommen wird. Entgegen den Anschauungen einer früheren Zeit, die das Hellgrün und Grau in den Schulen bevorzugte, wird hier in der Farbgebung von leuchtenden Farben ausgiebig Gebrauch gemacht. Es dominieren die Farben Gelb, lila und Drange. Jedenfalls vermögen diese frohen Farbtöne ein Schülerherz heiterer zu stimmen, als die gemiedene düstere Für- bung. Der äußere Anstrich ist in dunklem Weinrot gehalten. Vielleicht wäre hier, schon des helleren Steinsockels wegen, ein weniger deckender Farbton wirksamer gewesen. Aber auch in diesem Gewände bereichert der Neubau das Stadtbild aufs vorteilhafteste. — Das Himmelsbachsche Sägewerk beabsichtigt, da der nahe Vogelsberg als Liefergebiet kaum noch in Frage kommt, seinen Fuhrwerksbetrieb aufzugeben. Die geringen Holzmengen dahier sollen wieder, wie vordem, durch Fuhrleute aus der Umgebung angeliefert werden. Der weitaus größte Teil des zu verarbeitenden Holzes muh aus großen Entfernungen durch die Bahn herangeführt werden, so daß die Lage in Ge- birgsnahe feinen wirtschaftlichen Vorteil mehr bietet. Auf dem ftUIgelcgten Nebenwerk in Eichelsdors sind alle Holzvorräte wegbefördert. Was aus dem zeitgemäß ausgestatteten Betrieb werden soll, steht zur Zeit noch nicht fest. Kreis Schotten. V Gedern, 21. Aug. Zn tem heute hier stattgesimtenen Markt waren 577 Schweine mifgetrieben. 8 Wochen alte Ferkel kosteten 12 Mk., 12 Wochen alte Lauser waren von 16 Mk. ab zu haben. Der Hantel ging flott. Aleterftanb verblieb nicht. *!• Groß-Eichen. 21. Aug. Im Anschluß an das Turnfest am vergangenen Emrnbag tourte am Montag ter Iugendtag der hiesigen Schulkinder abgeyalten. .Unter Leitung ihrer Lehrer B o p f und I l g c führten die Kinder in- leressante Spiele ufto. aus. Bei tem guten Srnte- wetter war die Beteiligung der Einwohner sehr gering. H- 91 u 6 der nördlichen Wette ran, 21. Aug. Die Knappheit an (9 r ü n f u 11 e r * Mitteln wird hier immer größer. Zur Streckung der Vorräte kommt Man jetzt zu einem Verfahren zurück, das viele Jahre nicht geübt wurde: man entblättert die Dickwurz. Die an sich nicht besonders entwickelten Knollen werden dadurch etwas im Dickerwachstum gehemmt. Der Futtermais, der sonst erst zur Herbstzeit gefüttert wurde, wird bereits geerntet Die vielfach angebauten Zuckerrüben halten sich am besten gegenüber der langen Trocken- heil Wenn der Gcwichtsettrag auch nicht denjenigen der Vorjahre erreichen wird. Io wird dieser Mangel durch den erhöhten Zuckergehast annähernd ausgeglichen. Immer mehr bricht sich die lieber- zeugung Bahn, anstatt der Stallfütterung für das Jungvieh den Sommer über die freie Weide- wirtschaft einzuführen. In den letzten Jahren sind in allen Dörfern private Koppeln angelegt worden, wo die Jungtiere tagsüber sich tummeln, teil- weise auch schon in kleinen Schunhütten nächtigen. In den Gärten hat sich zu der Kohlweißling- und Erdslohplage ein neuer Schädling eingestellt. Es sind die Erdraupen, Larven von Eulenfaltern, die sich tagsüber zusammen gerollt in der Erde per- steckt halten, um nachts die oberirdischen Pflanzenteile, besonders der ausgepflanaten Endivien abju- treffen. Zu ihrer Bekämpfung sollte man die unter den welkgewordenen Pflanzen sitzenden Schädlinge vertilgen, ehe man zur Ersatzpflanzung schreitet. Eine starke Kalidüngung gilt auch als Bekamp, fungsmittsl. Kreis Alsfeld. *!* Ober-Ohmen. 21. Aug. An ter Gastwirtschaft „Zum Ohmtal" stießen gestern zwei Autos zusammen. Die beiten Wagen tourten schwer beschädigt, während Menschen nicht in Gefahr rennen. Der Unfall geschah an einer sehr unübersichtlichen Kurve. *!' Ruppertenrod. 21. Aug. Der .Kreisobstbauverein beschloß, die für den hiesigen Bezirk maßgebliche diesjährig« Ob st aus st el- lung in RupperteNrvd zu veranstalten.Die Ausstellung findet während der Herbstferien statt. Zu dem in Frage kommenden Bezirke zählen die Orte Obcr-Ohmen, Ruppertenrod. Ilsdorf. Flensungen, LehnHeim. Atzenhain, Merlau, Rieder- Ohmen, Kirschgarten und Wettsaasen. Man hofft bei dem hier herrschenden regen Interesse am Obstbau auf gute Beteiligung. Kreis Lauterbach. t- Angersbach, 21. Aug. Die hiesige, weithin bekannte ftanaricn jurfjt, die feit alters auch in vielen Dörfern bis hoch hinauf in den Vogels- berg betrieben wird, hat nach den Mißerfolgen der letzten Jahre diesmal wieder mit großem Gluck gearbeitet und gute Ergebnisse gehabt. Die Aufzucht der Jungen in diesem Jahre war verhältnismäßig cinfad^unb geriet durchweg gut. In vielen Bauern üben sich die Iunghäbne schon im Singen. Natürlich sind die Händler schon längst hinter ihrem Geschäfte her, können aber einstweilen noch nicht viel kaufen, weil die glücklichen Vogelhalter noch auf bessere Preise warten, die ihnen in Anbettacht des Ausfalles vergangener Jahre auch zu gönnen sind. Die stark zurückyegangene Zucht, die sich auch auf heimische Singvögel aller Art erstreckt, dürfte durch die günstigen Ergebnisse der diesjährigen Bruten wieder neu auf leb en. Preußen. Kreis Metzlar. 0 Lützellinden, 21. August. Unter großer Beteiligung ter Dorfeinwohner und von Einwohnern aus Den benachbarten Gemeinden wurde vor- gestern und gestern hier das diesjährige Kirch- w e l h f e st gefeiert. Her Gastwirt Frieor. Jung konnte gleichzeitig mit dem Kirchweihfest das 30jährige Bestehen feiner Gastwirtschaft feiern. L Groß-Rechtenbach, 21. August. Der hiesige Männergesangverein „L ie d e r k r a n z" feierte dieser Tage sein Assähriges Bestehen. Kreis Bievenkops. < Erdhausen, 21. Aug. Vor einigen Wochen wurde ein junger Mann aus Weidenhausen von dem Auto des hiesigen Hüttenbesitzers übersah- r e n. In dem Prozeß gegen den Autolenker ist gestern das Urteil gefallt worden. Es lautet auf 6000 Mark ® c l D ft r a f e, ober 6 Wochen Haft. Mainga«. LPD. Frankfurt, 21. August. Bekanntlich Wird ter westliche Flügel ter Fran tfu r t c r Börse einem Umbau unterzogen. Wir wir Höven, ist beabsichtigt, in diesen Teil tes Börfen- gebäutes die Räume ter Handelskammer zu legen und im Parterre die Produktenbörse unter;ii5rtngrrt Die bisherigen Räume der Ho> telSkammer werten für die Bibliothek Verwendung finden. WER. Frankfurt a. M, 21. Aug. Gestern abend entstand in ter Steingasfe eine S ch Ift- gcrct 5)tettei tourte ein gewisse» Reinhard Don eurem Hntefcnnten in Lunge und Leber ge - ^rinhard. ter in des Krankenhaus ein- gelrefert Worten ift, schwebt in LebenSge- LuAL !^aterr yp flüchtig, die enteren Be- *’L’Ä™. ^d^testgenominen. _ au^uB ter Siateveror-nermversammlm^hai tee Magistraisvorlage betretend Reuanlchaf- fung von zehn Omnibussen aenebmiat Magistratsvorlage berreffeno Abfindung von 60000 Ttarl an die verfrachte Heller- druck A.-G. an ter bekanntlich die Stadt te- teHigt war. zwecks srührettiger Rä-.mnmg ter TTrealoftdc wurde abgelehnt. Erleichterter Uebergang vom Luftverkehr auf die Reichsbahn. Am 1. September d. I. tritt, tote eine Berlin« Korrespondenz meldet, em Abkommen zwischen der Deutschen Reich S-b<^Hnge- s e l l s ch a s t und ter Lufthansa in Kraft, dos in diesen Tagen im ReichsverkehrSmchtste- rium fertiggcfreHt Worten ist. und das zunächst versuchsweise bis zum SO. Oktober 1929 Gult^kett haben soll. Wie bekannt, hat die Reichsbahn mit der Lufthansa schon vor einiger Zett ein Abkommen über die Beförderung von Lust- frachtgütern getroffen. Während es bisher für den Fluggast, ter aus irgend einem Grunde, z. D. Rottandung, die Reste rnt Flugzeug unterbrechen muhte, immer eine mißliche Sache war. aus ter Reichsbahn zuerst aus eigener Tasche die Weitersabrt zu bezahlen, um dann die entfttm- tenen Kosten von ter Lufthansa zurückzuerhalteu. ist dieser Aebclstand durch daS sogenannte .Fle i- per-Abkommen" befertig. Denn ein Lust- reifender die Fahrt rm Flugzeug unterbrechen muh, oder nicht imtrctcn fann, so kann er auf tem nächsten Bahnhof ter Reichsbahn die Reife bis zu dem auf tem Flugs«Hein angegebenen Resseaiel fortsetzen. Der Flugschein wird von der Kasse ter Reichsbahnstation übernommen und dem Reisenden dafür eine Fahrkarte 1. Klasse ous- gebändigt. Der Llmtausch erfolgt ohne Kosten inw Llmstände für den Reisenden Auch die Gepäckbeförderung wird von ter Bahn übcrnrnmrwn. Das Abkommen erstreckt sich auch auf Resten nach tem Auslände. ZezittS-Schössengmcht Wen. Gießen, 21. Aug. Ein Dienstknecht aus Deckend ach, der schon wiederholt oorbefttaft ist, verließ seine Dienststelle, nicht ohne seinem ehemaligen Dienstherrn einen gewissen Geldbetrag zu entwenden. Auf seiner Wanderschaft durch Oberhessen beging er verschiedene Einbruchsdiebstähle, die ihm teilweise dadurch erleichiett wurden, daß Familien, die mit der Feldarbeit beschäftigt waren, den Hausschlüssel in leichtsinniger Weife in der Nähe der Tür aufgehängt und Ihr Anwesen sich selbst übettasscn hatten. Da der Angeklagte rück- fälliger Dieb ist, schickte ihn das Gericht unter Der- lust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren für .1 Jahre ins Zuchthaus. Ein Schreiner aus Kappel, der in Butzbach verschiedene Betrügereien verübte, erhielt eine G c - fängnisstrafe von 6 Monaten. Ebenfalls wegen verschiedener Betrügereien hatte sich ein Mechaniker aus Berlin zu verantworten. Er hatte sich auf Orten in der Nähe von Gießen als Klavierstimmer, der im Auftrage einer bekann- ton Firma arbeite, ausgegeben und für völlig unsachgemäße Arbeiten hohe Bettäge sich auehänbigm lassen. Weiterhin hatte er sich noch ein Hemd er- schwindelt und eine Zechprellerei begangen. Da er in Not gehandelt hatte, kam er, obwohl er rückfälliger Bettüger ist, mit einer Gesarntgesäiignis- strafe von fi Monaten davon. Aus dem Amisverkündkgungsblatt. ^DasAmtsoerkündigungsblattyrr. 61 vom 21. August enthalt: Erhebung einer allgemeinen Wertzuwachssteuer in den selbständigen Gemarkungen des Kreises Gießen. — Tierschutzkalender für 1920. — Gesuch des Adolf Jung zu Klein- Linden um Erlaubnis zur Erbauung eine» Schlachthauses. — Dienstnachrichten. „Hm ... Können Sie mir vielleicht die Schuhe zeigen, die Sie geltem an gehabt haben?" Odette erhob sich, zog an der gestickten Schnur. Auf das Klingeln kam die Flämin. „Marie, bringen Sie meine Schuhe, die ich gestern angehabt habe", befahl Odette. Das Mädchen ging und brachte die kleinen, hell- roten Wildlederschuhe an, die an den Bändern noch feucht waren, aber sonst sauber ... „Sind die Schuhe inzwischen gereinigt worden?" fragte der Richter. Das Mädchen fd)aute von dem Richter auf Odette und schüttelte den Kopf. „Nein, ich war noch gar nicht auf Madames Zimmer." Der Richter sagte halblaut etwas zu dem jüngeren Juristen; dieser beugte sich über die Akten und notierte etwas. „Sie können gehen: schicken Sie die Wirtschafterin. Wie heißt sie?" „Artemis." Das Mädchen verließ das Zimmer. Die alte Artemis kam herein. Sie trocknete sich die Hände an der blauen Schürfe, sah schreckens bleich aus und blieb am Törpt osten stehen, als wolle sie damit bedeuten, daß sie mit der Sache nichts zu tun habe. „Artemis", sagte die junge Frau, „Sie haben meine Schuhe doch nicht ..." „Ich möchte Sie dringend bitten", unterbrach sie der Richter höflich, aber bestimmt, „keine Fragen zu stellen, ehe Sie dazu aufgeforbert werden. „ „Mein Gott, wir sind ja hier noch nicht vor dem Schwurgericht", sagte Odette, und erhob sich. „Bin ich jetzt entlassen? Ich möchte noch meiner Schwiegermutter sehen ..." „Ich bebaute, ich brauche Sie noch. Madame.' Der Richter begann. Artem,s ouspifrageu. Zmmchst wollte er wissen, wann Madame aus dem Hause gegangen sei. Artemis beschrieb umständlich tes Abendessen, als Ne auf den Cavitoine gewartet hatten wie ter .stutsrter vom Bakmhos aerommen fei mit tem leeren Wagen und gesagt habe, ter Capitaine sei nicht gekommen. „Das interessiert uns hier weiter nicht", unter» brach sie der Richter. ..Doch, ich muß das ober erzählen, damit Sie wissen, wieviel ttyr e* war, als Mndome tes.fians verstetz ..." „Also bitte ..." „Wir essen sonst immer um sieben Uhr. Ich traae Punkt sieben Uhr die Suppe auf. Und alles ist da ... Diesen Abend mußten wir aus den Abend- zitg warten, der gegen acht Uhr hier einläuft, weil wir Herrn Capitaine erwarteten. Als ter nicht kam. setzte man sich zu Tisch. Es mar ein Viertel nach acht Uhr. Als ich abräumte, ging der Herr auf die Jagd, und kurz darauf ging auch Madame fort. Sie sagte es mir in der Küchentür. „Mas sagte sie da?" „Sie sagte: Ich gehe noch etwas an die Stift, vielleicht bleibe ich bei Meiner Tante. Es wird wahrscheinlich spät werden, legen Sie den Schlüssel hinter den Laden ..." „Tat man das immer, wenn Madame aus- ging?" „Ja, tes tvar so einaeführt. weil wir nämlich nur drei Hausschlüssel haben. Den einen hat immer der Herr mit, den anderen hat ter Hausknecht, der morgens die Türen aufschließt, und den dritten habe ich. Er ist au dick. Madame nimmt nie einen so großen Schlüssel mit. Und bis jetzt war es auch immer gut gegangen mit diesem Schlüssel. Aber an tem Abend ivar so viel zu tun, immer kam jemand in die Küche. Es war vor dem Markttage. Wir hatten tes Haus voller Gäste, und da ist mir der Schlüssel aus dem Kopfe gekommen. Ich ging also schlafen." „Um wieviel Uhr gingen sie schlafen?" Artemis besann sich. „Das weiß ich nicht mehr. Ich gebe gewöhnlich um neun Uhr hinauf in meine Mansarde ... ober diesen Abend war es wohl etwas später geworden. Es wird halb zehn Uhr gewesen sein ... „Und dann hoben Sie fest geschlafen, die ganze Rocht?" „Rein ... Dann kam doch bas Gewitter, und Madame — die alte Fttm Gonfard nämlich — schellte plötzsich. und ich lief gleich hinunter." „Was wollte sie denn van Ihnen, weshalb schellte sie?" „Sie sah tn ihrem Schlafzimmer am Fenster tmb war sehr unruhia Ein Gewitter regt sie immer auf. Dann Irtegt sie keine Luft, hat Beklemmungen und s'ttht dann allerlei, was man ihr aus!reisen muh ..." „Was sah fie tenn an diesem Abend?" »Sie behauptete, in dem Hause von Dupons fei „Welches Hau» meinte sie?" „Ach, tes von, alten Dupon, tes an unseren Hof stößt." „*Öar denn dort tatsächlich Licht?" fragte ter Richter. .^fch konnte nichts sehen", sagte die Alte . Ich habe mich angestrengt, aber als ich henmterkam. war kein Licht mehr da." »Ist denn das Haus überhaupt bewohnt?" „Nein, seit der alte Dupon tot ist, steht es leer. Der Herr Capitaine will es verkaufen, aber niemand will cs nehmen. Es ift zu weitläufig. Er wollte mit unserem Herrn sprechen wegen der Berste igerung." Der Richter wandte sich an den (Sentenn. Ich möchte erst den Capitaine vernehmen. Ist er da?" Odette sah auf. „Ja, er ist in feinem Hause drüben." ,Hch bitte, den Herrn Capitaine rufen zu lassen." Der Gendarm verließ das Zimmer. Inzwischen wurde Artemis weiter verhört. „Also, Sie haben nichts Verdächtiges in tem Duponschen Haufe gesehen und haben diese Erscheinungen für ein Angstgesicht der alten Dame gehalten?" ..Ganz recht? Sie hat leicht Alpdrücken. Sie blieb spät auf, weil sie tes Liegen schiech» verträgt wegen ter Atemnot, und bann sieht sie allerlei oder bildet cs sich ein. So hat sie an dem Abend immerfort von ter Jagd gesprochen unb gesagt, wenn nur bitt Charles heute nichts passiert ... ich hab’ immer Angst, sie bringen ihn mir einmal an und stellen inn mir tot ror die Tür ... Ich habe sie dann beruhigt, bin danach ins Bett gegangen und bin auch bald darauf eingeschlasen." „So! Und Sic erwachten erjt wieder, als es an ter Haustür klopfte?" „Nein, ich erwachte erst durch ein Älingeln, Ich meinte menigftens. es hätte geklingelt. Ader tenn hörte ich ein Klopfen an der Haustür, lief herunter und rief: .Der ist te?‘ Da stand Frau Odette vor der Tür, naß geregnet, und machte mir Vorwürfe, daß ich den Schlüssel vergessen hatte." (Fortsetzung folgt.) Aus dem Reiche der Frau. Was nnb wie lasse ich servieren? Von IRarflrrt Holm. 5rau Dori6 schaut mit ihren «oß«n Ätnber- auge» ein wenig ängstllch »u. wie sicher imb <)riranvt bo< Perfonol ihrer Freunde, bei weichen üe heute zu Gaste ist. kreiert C Gott, denk» lie. und ihr kleine» fäfit in ihre Hieb» Nchen Allas'chuhchen wie soll ich H bfnft er* reichen, bah mein Personal sich ebenso gehbidt bete egt. uno ein wenig hange denkt sie an die Gtf.lischest die he in Kürze in ihrem House leben will. (M soll da» erste größere Diner in ihrer jungen Ehe fein. TD'.r wollen Jfcnen gerne behilflich fein. Heine Frau Dori», und ;Tbnen mit ein paor Winken in dieser — wir geben c» zu — ein wenig schwierigen Situation zur Seite Befcnx. eie Haden nur ein Mädchen, ttepnc ich an. do» Im gewöhnlichen Küche und Hausarbeit ber- sieht uab Alltag» richt genügend Zeit bat. sich mit kunstgerechtem Sereieren zu befofkn. Tiun «st al» erste» zu überlegene möchten St« 3br eigene» Mädchen an diesem Wend khchen lassen. 06er soll sie Ihren Güsten dir Speisen reichen.' -M) nefrne Nibe« an. Sie haben mehr al» für! Gälte gebeten Doch selbst toenn e» weniger lind, «fl e» icÄt schwierig und gelingt nur selten das, md nahrhatte Puddmg« dem Mittagessen folgen lallen, zum Abendessen Milch- fafao, zum Frühstück Honig-. Marmelade- oder Pflaumenmus-Schnittchen oder -Semmeln — die» imb ähnliche« (natürlich neben vernünftiger Gemüse- Gier- und Fleischkost» wird dem kinNichen Organismus soviel Kalorien zusühren. daß bk AuLwüchk de« Begehren« nach Süßigkeiten allein dadurch unterbunden werden, weil der Körper danxit in gesunder Weise gesättigt ist. imZ> wovon man satt ist, danach trägt man kein starke« Verlangen mehr. Der Hunger (in diesem Fall nach Zucker) allein ist«, der zu allerlei Untnrten hinreißt Die Kinder, die am meisten naschen. sind gewöhnlich mager, ungesund unb unterernährt Die kindliche Unart ist eine Folge der saischen (eirtweder au« Dot ober Unverstand) häuslichen Ernährung Ich sah einmal einen kläglich axtssehenden, zerlumpten Iuygen von ungefähr sechs ober heben Jahren, der in einer Hand eine saure Gurke, m bet anberen eine geld-rot lackierte Zuckerstange zwei kl hastest er Dualität hielt xmb von biekn betben Schätzen in unparteiischer Gier abwechselnd abbiß. ... Unb meist wird noch ho« Gelb für betörtige ..Genüsse' auf nicht rechtmäßige Weise erworben worden sein. Sittliche Entrüstung Ist hier natürlich gar nicht am Platze; viel eher verständn««volle« Mitleid. Oh find Erwachsene auch viel zu hart gegen krnblichc Unarten. Eine Mutter bestrafte ein achtjährige« Mädchen streng, weil es sich — aller» dmg« ohne um Erlaubnis zu fragen — von einer für eme gxtfe Zensur geschenkt erhaltenen Mark für 30 Pfennige Schokolade kaufte. Da« Kind war der Meinung gewesen, da« Geld stände ihm zu freier Verfügung; xmb wer von xm« weiß nicht mehr, wie gern er al« Ähxb mal „selbständig" einkaufte?I —. Die gestrenge Mutter aber geht, sowie sie Lust dazu verspürt, mit einer Freundin oder aUeth in eine Konditorei und tut sich dort an allem gütllch, wa« ihr Sinn begehrt und ihr Geldbeutel faxim erlaubt. — Man muß Kindern gegenüber gerecht fern und von ihnen nicht mehr verlangen, al» man gegebenenfalls selbst leisten könnte, sonst entstehen Dinge, die viel, viel schlimmer sind alS da« Raschen, nänüich Heimlichkeit. Lügen, Heine Dio bcnc.cn an Kuchen und Zucker und sogar Geld- Nebstähle. ‘Vernünftige Erzieher suchen dem vor- zubeugeii. und mit ein wenig verständnisvoller Güte totrb c« Wohl fast immer gelingen. Reigt cm Kßib zur Rafchhafligkeit, so richte mar zu allererst den Küchei^zettel nach den zu Anfang aufgestelllen Richtlinien ein; vermutllch wird das häufigere Grschclnm eines Puddings fröhlichere Architektin ist mitverantwortlich für Ne ihr unterstellten Auftragsaussühxicr. Drr rein technischen Fachschulmxg schließt sich vorteilhaft unb gewöhnlich bet Besuch einer Kunstgawerbeschule ober Kunstakademie an. Ne säst alle eine spezielle Architektur und Innendekorativnsklasfe haben, tote z. B. Wien. Hamburg. München, Düsseldorf ufw. Große, tunsthandwerllichc Spezialschulen und da» staatliche Bauhaus in Deslau uni» Weimar, da« nach Absolvierung cm Dtploin verfeiht, ober die Reimann-Schule in Berlin. Die Ausnahme- bebingungen tragen al« erste Forderung bereit« gehabte technische Schulung. Abschlußetan-,en einer Bougcwcrkschulc ober Dorer amen einer technischen Hochschule, Begebung unb Fleiß. Meist wirb ein Probehalbjahr verlangt, dem ehre Mindestaus- tnlbxmg von zwei bis drei Iahten folgen muh. Die letzte zeitliche Snlscheibung wird das Können treffen. Die Schülerin arbeitet praktisch in den einzelnen Detrstütten. der Schremcrei, Töpferei. Weberei und in der Metallablcilung in Chxttourf und Ausführung, erlangt aus der allerersten pri- mTtiben Gelaltung und langsamem stetigem Hi «cin- wachsen m die Mn reine da» Gefühl für die Form ohne alle Manieriertheit, ohne alle Auswüchse und Spielerei. Sie lernt in der Schreinerei neben bet speziellen Möbel model larbeit, neben den verschiedenen Arten der HolzbehanNung «Streichen, Spachteln, Polieren, Schleiflack uu!tl6e S bereiten. Ne eine mkrer östlichsten 8ter- eikn ist. Dielen Hausfrauen nur vom gelegentlichen Festschmau» außerhalb der heimischen Penaten bekannt, geht von ihr Ne Mär, daß ihre Bereitung nicht in das Fach einer bürgerlich Kochenden falle Al» Frühstück»schüllel für den festlichen Familien tisch, al» schnell zu bereitende Umlage bei unerwartetem Besuch, al» Rachtisch ist Mc Omelette wie geschallen. Stet« wird sie In der V’annc, hx Der fl« gebacken wurde, auf den Tifch gebracht Ganz nach d.m duftenden Zutaten, die dem Eierteig binzugehlgt werden, führt btefe OicrfDetfc ihren Romen Sv wird von Vanille-, Zitronen-, Apfelsinen-. Fxmchtmarmeladc-. Mandel-. Kirsch-, Mara»gulm>- ulw. Omelette geredet Der Zeig, für sechs Personen berechnet, stellt sich au» 150 Gramm Puderzucker. 6 Siern unb einer Prik Salz zusammen. Datu kommt nach dem erwählten Geschniack enNvcdcr eine Prise Vanille oder die aus Zucker abaeriebene Lchalc einer Zitrone oder Apfelsine, oder zwei Eßlbllel Likör beliebiger Art ober zwei Sßwlsel Fruchtmarmelabe, 30 Gramm Mandeln. Haselnüsse. Wolnülle, feingcriebcn. Siwcift und Eigelb werden iwrslchtig vonexnan- der getrennt, so dost am Weißen nicht» Geldes zurückbleibt, wa» da» Gelingen de« Eiweiß- schnee«, ber sehr steif fein muß, behindern toürSc, Da» Gelbe wird nun mit 125 Gramm Zucker, einer Prise Salz und den erwählten Aromaten in süns Minuten schaumig geschlagen, am besten mit einem Holzlöffel Run wird ber dritte Teil des sehr stell geschlagenen Schnee« untergezogen und schließlich nach und nach auch die übrige SchnccmaNe Da. wie gesagt, die Omelette in der Pfatme auf den Tisch kommt, muß diese von ansehnlichem Aeußcren fein. Ihr Boden wird leicht mit Butter bestrichen, der Zeig aus die Mitte geschüttet, und zwar in Fonn eine« Hügel« von 10 bis 12 Zentimeter Höhe, dellen Oberfläche zu glätten ist. In die Mitte diese« Hügel« wird eine 2 bi« 3 Zentimeter tiefe Höhlung gemacht. So hat die Hitze beim Backen Zutritt zum Innere. Regelmäßige Eindrücke mit einer Messerklinge in die glatte Oberslächc geben ehxc hübsche Verzierung. Die Omelette wird bei regelmäßiger, doch schwacher Hitze gebacken Ist die Osenhitzc zu schwach, so gebt die Omelette nicht auf, ist fic zu stark, bräunt sich die Oberfläche zu schnell, und Mc Speise wird nicht gar. Rach 12 Minuten wird die Psaxxne umgedreht, so baß die Omelette von allen Seiten der Hitze gleichmäßig ausgesetzt wirb. Sv bäckt sic nochmal« 12 Minuten. 3 bi« 4 Minuten vor Beendung bet Zischzelt wirb die Omelette mit einer dünnen Schicht vanillierten Puderzucker« bestreut. Ist Mc Zuckerschicht geschmolzen und hat sich Ne Oberfläche mit einer goldglänzenden Glasur überzogen, so ist die Omelette fertig und muß sofort aufgetragen werden, sonst fällt sic zusani- men. Bei einer Likörzugabc werden noch einige Lössel voll de« gleichen Qlförfl in die Mitte der Speise gefüllt und angezündet. Die Speise fällt weniger leicht zusammen, wenn außer oben genormten Zutaten dem Schnee 12 bi» 15 Gramm ferne« Stärkemehl, vielleicht Mondamin. imtcrgefd)lagen und der Speise untermischt wird. Kortvsscfnnchl verMrbt den Gelchmack der Speise Ne mit Mehlzufatz an und für sich weniger fein ist al« ohne. Gesellschaftliche Llnwahtcheiten. Ach. besuchen Sic mich doch recht bald! Ich würde mich herzlich freuen. Entschuldigen Sic, bitte, mein Zufpätkvmmcn, der Ehausscur hatte sich vollständig Verfahren. So ein entzückende» Kind habe ich noch nie gesehen! hing des Dasein«, feine Beherrfchung, Sormuna und Deutung. Rur Ruancen ihres Sern« totrb fie in ihn hineinpflanzen und ihn irgendwie erfüllen mit dem Fluidum weiblichen W-escns. da« immer noch unb immer wieder trotz aller Vermännlichung. trotz aller praktifchen Berus-tätig- Teit. trotz aller Typisierung seine beglückenoc Wirkung auSstrahlt. Die rein praktische Ausübung des 'Berufe« wird fich erstrecken auf ein selbständiges Wirken al» InnenarchitÄtin, die Dau unb Umbau, Einrichtung unb Auszierung Heiner Laiidhiu'cr und einzelner Räume auSführt. Zimmer, bte bet Frau bestimmt sind, werden Ihr befonbers gelingen; die Vcrschwicgeiih^.t und irgendwie rätselvolle Stimmung des Boudoir« einer verwohnten Frau, der Zauder und die Weltgelöfthen eines kleinen Tee- unb Rauchkabinett». Ne Phantastik eine« Ateliers. Nc bunte Sortos igkeit eines Kinder- zimmers. der Traum von Sommer und Frühling mitten im Winter, der Wintergarten, wenden unter ihren schöpferischen Händen lebensvoll werden — Begehrt sind Gntwurss-MitarbeUerinne>x großer FabriSm der Möbel-. Porzellan-, Woh- nungSteptil-. Taperen- und Teppichindustnie. (JM- dagoghch begabten Architektinnen bleibt die Lehr' lät^teit an einer der vielen Kunstschulen, mter- effant und gleichzeitig besonders lukrativ wird die Mitarbeit beim F.lm, Ne Gestaltung kleiner moderner Läden. PavilloTxs und Ausstellungsräume oder die stimmungsvolle Ausstattung moderner Bar- und Dielexxräume fein. Weibliche Effinder. Da« neue polnische Frauenblatt „La Femme Polonaise* teilt mit. daß Polen einer Frau, ber polnischen Chemikerin Dr. Iwanowska. eine neue Alphaltart verdankt, die aus Produkten bergestellt wird, welche das Land selbst in reicher Mexxge liefert Der hvhe Wert und der niedrige Preis be« neuen Asphaltes haben bereit» im AuSlande Aufmerksamkeit erregt so daß Amerika xmb die Tschechoslowakei der Erwerbung des Patentes nähergetrtten ftnb. In Polen ist eine 2ffticngdeincMik zur Ausnützung des Produkte» . Cel-ass al k' gegründet Warden. Ne zurzeit bereit« Zwei große Fabriken nx der Umgebung von Posen unb Warschau besitzt, welche Hunderte von Arbeitern beschäftigt Leider sind die Herrschaften nicht zu Hause. Wie bedoure ich, daß Sie mich nicht angc- troffen haben, hätten Sie sich doch anarmeldct! Wie gelungen, eben wollte ich bei Ihnen anrufen! Heute sehen Sie aber so vorteilhaft aus, wie schon lange nicht. Bitte, würden Sie vielleicht so liebenswürdig sein und etwa- auf dem Klavier vortrogen? Auf mein Wort: Sie sind die einzige Frau, die ich wahrhaft liebe. Rein, danke, ich habe gar keinen Hunger. Ach. das macht gar nichts Flecken auf Tischtüchern gehen ja wieder bei der Wäsche heraus. Rein, dieses Glück! Wie ich mich freue, dah sich Ihre Tochter verlobt hat! So konnte man noch viele Beispiele ausführen. Bevor man diese Redensarten gebraucht, sollte man sich prüfen, ob es denn nötig ist. sie so schnell onzuwenden. Meistens wird nämlich die älnwahrhastigkeit durchschaut und ruft somit das Gegenteil hervor von dem. was man möchte, nämlich.- Aerger und Verstimmung. Isabella. Wirtschaft. SieSamman-Transalüon in Oberschlesien Es hat Wohl selten ein Ereignis in der Wirtschaft gegeben, bei dem soviel wider prechende Meldungen vorgelegen haben, wie bei der H a r - ri man-TranSaktion in Oberschlesien. Dies mag, abgesehen davon, dah natürlich die Beteiligten, nämlich der polnische Staat, auf deutscher Seite die Charlottenhütte, bzw. der rheinische Großindustrielle Flick (Bereinigte Stahlwerke) und Harriman, solange die Verhandlungen dauern, Stillschweigen bewahren, vor allem daran liegen, dah cs sich bei diesem ganzen Geschäft um ein Kapitalbeschaffungs- Problem und um nationalpolitische Interessen handelt. Das Kapitalbeschaffungsproblem hat sogar zwei Seiten. Vicht nur die in Frage kommenden 3 oberschl:sischen, ehemals deutschen großen Industriewerke, die zusammen die ausschlaggebende Rolle in der oberschlesischen Schwerindustrie spielen, haben Kapital nötig, sondern auch b?r polnische Staat selbst, dem daran gelegen ist, die in Polen drohende Arbeitslosigkeit, die auch auf diese grohen Werke übergreisen mühte, zu verhindern. Somit ist die polnische Regierung an dem Kapitalbeschaf^ungsprogramm der drei grohen Hüttenwerke selbst im höchsten Mähe interessiert. Die Frage ist nur die. ob es richtig ist, den Amerikaner Harriman, unter dessen Aegide die grohen Giesche-Werke bereits ihre Polonijicrung durchgemacht haben, mit seinen grohen Kapitalien her anzuziehen, und so in nationalpolitischer Hinsicht einen weiteren Fehler zu- u n g u n ft e n Deutschlands zu begehen. Bei den Gicschc-Werken lagen die Verhältnisse insofern anders, als bei ihnen tatsächlich eine zwingend' wirtschaftliche Votlaae vorhanden war. die ledoch im vorliegenden Falle, der in seiner Tragweite sowohl wirtschaftlich als auch politisch viel weitergebend ist, nicht vorhanden ist. Die Gründe, die die deutschen Beteiligten bisher davon abge- balten haben, die für die notwendige Rationalisierung und Modernisierung der drei Hüttenwerke erforderlichen Mittel zu investieren, um so mehr, als diese Werke zu 65 bis 70 Proz. ihrer Produktion auf den Export angewiesen sind, hangen mit der juristisch-wirtschaftlichen Frage der ganzen Angelegenheit zusammen, nämlich der Lösung dor Liquidationsfrage, da dem polnischen Staat das allerdings bis zum Iahre 1937 Ruhende Recht der Liquidation zusteht. Man darf axspannt sein, wie sich der polnische Staat, der, wie oben gesagt, selbst äußerstes Interesse an Le. Kapitalinvestierung Harrimans hat, seht bereits bindend in dieser Frage sestlegen wird, denn auch Harriman würde von einer Kapitol- invcstition. die schließlich 6ci ihrem beträchtlichen Umfange die Stabilität der Be- fihverhält nisse genau so wie für deutsche Investitionen zur Voraussetzung hat, absehen, wenn nicht der polnische Staat eine ihn befriedigende Erklärung in der Liquidations rag: obgibt. Es muh also bei den Verhandlungen ein Ausgleich zwischen der auf Polonisierung gerichteten Politik Polens, die den rcichsdeulschen Interessen zuwidcrläust. und der Jnvestitionspolitik Harrimans, die natürlich die wirtschaftlichen Gesichtspunkte in dm Vordergrund stellt — denn Harriman will an diesem Geschäft verdienen gefunden werden. Man erkennt somit, dah auch für den Fall einer Einigung zwischen Harriman und dem polnischen Staat, bzw. eincS Vochgcbens des polnischen Staates, daS nationalpolitische Ergebnis nicht so ungünstig ausfallen kann wie man gemeinhin annimmt. Selbstverständlich häng» es auch von der Höhe 6er Beteiligungen Harrimans ab. je nach dem. ob er eine WinderheitS- oder Majoritätsbetciligung erwirbt. Die Ziffern h erübcr waren b'sher nur Schätzung • Weitere günstige Aussichten der deutschen Flachsernte Wie der Reichs- verband der deutfchen Flachsröst-Industrie e. V. in Sorau mitteilt, sind d.e diesjährigen qualitativen und guantita.ijcn Aus fichten der deut- schm Flachsernte so günstig, dah die deutschen Röstanstaltcn voraus'.chtlich hinreichend beschäftigt werden dürsten. Da sind in Deutschland ferner neue Schwingmaschinen in Benutzung genommen worden, die sowohl eine höhere Fofer- ausbeute wie eine Senkung der Erzeugerkosten sichern. Der vorjährige Erzeugungslredir des Reichs an die Röster zum Zweck des Ankaufs von RohslachS wird nunmehr teilwei e zum Ankauf solcher Maschinen verwandt werden., 'ZusommenschlußimDcrsicheriings- q e s ch ä f t. „Eos", Deutscher Bestattungs- und Der- sicherungsoerein auf Gegenseitigkeit in Düsseldorf bat in der kürzlich abgehaltenen Mitgliederoersomm- lung beschlossen, mit der „Excelsior", Lebensversiche- rungs - A.-G. in Berlin unter der Firma ..Eos L-Excelsior", bereinigte Bestattungs- und Lebensversicherungsgesellschaften, zusammenzuarbeiten. Das Aktienkapital der Bereinigten Gefellschaf« ten, an denen die größten Rückversicherungsgesell- schäften interessiert sind, beträgt Drei Millionen Reichsmark. jünöermarff in Giehcn. Auf dem gestrigen Rindermarkt in Gießen standen 991 Stück Großvieh und 252 Kälber zum Berkaus. Der Handel war sehr lebhaft. Der Markt wurde geräumt. Mai, bezahlte für Kühe 1. Qualität 500 bis 650 Mark, 2. Qualität 350 bis 450 Mark, 3. Qualität 150 bis 250 Mark: Rinder, ein- und zweijährig, 100 bis 200 Mark: Kälber je Pfund Lebendgewicht 50 bis 55 Pfennig. KranL.urtcr Börjc Frankfurt, 22. Aug. Tendenz freundlich. Die allgemeine Börsenloge hat sich wenig geändert. Borbörslich wurden im Anschluß an die freundliche Haltung Der gestrigen Abendborse fast durchweg hohe Kurse genannt, da die trotz höheren Geldsatzes an der Remiorker Börse auch gestern anhaltende Haussebewegung anregte. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs mußte man, wie schon so oft, feststellen, daß sich infolge der weiterhin großen Geschäftsstille und des andauernden minimalen Qrderseingangs die vorbörslichen Kurse meist nicht halten und nur einige Spezialwerte, für die sich Interesse bemerkbar machte, Kursbesserungen gegen die Abendbörse erzielen konnten. Die ersten Kurse lagen nicht einheitlich. Die Stimmung blieb jedoch durchaus freundlich. Die Spekulation bekundete weiter etwas Deckungsneigung, andererseits wurden aber wieder kleine Abgaben im Zusammen- hang mit dem naheliegenden Ultimo vorgenommen. Bon den Autowerken konnten sich Adler weiter Atnei Prozent erholen. Am Elettromarkt waren Loh» meper plus 1,75 Proz. gebessert. Sonst war das Geschäft sehr minimal, Chade und Gesfürel lagen leicht obgeschwächt. Siemens behauptet. Farben eröffneten ) Prozent niedriger. Scheideanstalt und Holzverkohlung knapp behauptet. Don den Zellstoffwerten zogen Aschaffenburger erneut 1 Proz. an, Waldhof Dagegen 1,25 Proz. schwächer. Montanwerte lagen unbeeinflußt von Dem erhöhten Absatz Des Rheinisch-westfälischen Kohlcnsvndikats im Juli still und meist gut behauptet. Schiffahrtswerte und Banken fast geschäftslos. Rur Reichsbank waren plus 2 Proz. weiter verlangt. Am Rentenmarkt war das Geschäft lebhaft, gefragt waren Rumänen, Anatolier und Mexikaner fester Deutsche Anleihen blieben etwa behauptet. Später konnten sich für einige Werte Kursbesserungen durchsetzen, so waren Farben 1,50, AEG. 2 Proz. erhöht. Die im Verlaufe bekanntwerdende Außenhandelsbilanz für Juli machte trotz der um 53 Millionen Mark gefteigerten Passivität im großen und ganzen keinen ungünstigen Eindruck. Der Geldmarkt war auch heute leicht. Tägl chcs Geld war mit 5,50 Proz. erhältlich, Monatsgeld weiter leicht knapp. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1980, gegen Pfund 20,370, London gegen Kabel 4,8530, Paris 124,53, Mailand 92,80, Madrid 29,80, Holland 12,10*. Berliner Börse. Berlin, 22. August. Die hohen Vormittags- taten konnten sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs nicht behaupten, doch war die Stimmung bei 1 bis 2 v. H. höheren Kur en 3 u in e i ft freund- l i ch. Dos Geschäft blieb unverändert Hein, vereinzelt schritt die Spekulation zu Deckungen. Bezeich- nend für den ganzen Geschästsumfang war die Anzahl der gestrichenen Kurse, die bei einer Anzahl von 80 ungefähr 40 v. H. aller Kurse ausmacht. Es lagen heute verhältnismäßig günstige Momente vor, so die Hauste in Reuyork trotz weiterer Anspannung des Tagesgeldsatzes. Die Aussichten der Kunstseideindustrie sind im allgemeinen gut, man rechnet mit einer Erhöhung des Bedarfes. Das Londoner Abkommen über Deutschlands Derpflich- tungen zur Reparationslieferung von Farben laßt für diese Werte gute Aussichten erhoffen. Auch die Außenhandelsbilanz bat im Juli eine Besserung erfahren. Die Ausfuhr hat sich um 21,20 Millionen Mark gebessert, immerhin beträgt die Passivität insgesamt 269 Millionen Mark. Der Tagesgeldmarkt war unverändert, und Tagesgeld blieb bei 4,5 bis 6 0. H. leicht. Am Elettromarkt büßten Akkumulatoren fast 10 0. H. ein, in Reaktion auf die letzten Steigerungen. Hammerfen verloren 3,5 v. H, während Stöhr dasselbe gewannen. Reichsbank waren etwas lebhaft und zogen um 2 0. H. an. Deutsche Anleihen waren unverändert, Ausländer put behauptet, zum Teil etwas fester. Im Verlaufe konnten sich Die Anfangskurse nicht behaupten. Das Geschäft ließ noch bedeutend nach, nur Deutsche Waffen konnten auf Käufe, angeblich von Verwaltungsseite, 1^5 v.H. anziehen. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 22. Aug. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte heute am Houptmorkte in weiter schwacher Haltung. Weizen tonnte sich behaupten, während Roggen 0,25 Marl noch- geben muhte. Ebenso verlor Sommergerste. Es wurden notiert: Weizen 24,10 bis 25 Mk., Roggen 22,19 bis 23. Sommergerste (für Brauzwecke) 26,50. Hafer (inL) 26. (ausl.i 22,25 bis 22.75, Mais igelb, für Futterzwecke) 21,75. Weizenmehl f süddeutsches, Spezial 0) 33.50 bis 34 Mk. — Tendenz: schwach. Turnen, Sport und Spiel. Lahn-Oimsberg-Gau. Gute Erfolge hatte der Turnverein c. 03. Wieseck durch seine von dem Lohn-Dünsberg- Gau zur Teilnahme an dem Geräte-Sechs- kamps der Dundesmei st erschaffen des Allgemeinen Deutschen Turnerbundes bestimmten Turnerinnen zu verzeichnen. Mit 102 Puntten wurde Paula Hildebrandt 5. Siegerin: nut 97 Punkten Gertrud Gerlach 8. Siegerin: mit 96 Puickten Anna Bernhardt 9. Siegerin. Von den Turnern beteiligte sich Heinrich Römer am Zehntampf und ging aus diesem als 16. Sieger hervor. Infolge telegraphischer Hebetmitilung der Ergebnisse konnten von dem Vorstand Vorbereitungen zu einem würdigen Empfang der aus dem Schwabenland Zurückkehrenden getroffen werden. Olm Dorfeingang hatten sich eine große Anzahl Turnerinnen und Turner, sowie Schülerinnen und Schüler eingefunden, um den Preisträgern ein turnerisches Geleit zu geben. Mit Musik, ausgeführt von dem Mandolinenorcheftcr zu Wieseck. beweg-te sich ein stattlicher Zug nach dem Vereins- lokal. Hier fand eine Begrüßung der Siegerinnen und des Siegers durch das Vorstandsmitglied Daupert statt, der in seinen Ausführungen u. a. auf den hohen erzieherischen Wert des Turnens hinwies und die Iugend zur regen körperlichen Betätigung aufforberte. Erne rege Aussprache über das im herrlichen Schwabenland Erlebte, sowie ein von dem Turnwart gegebener Bericht über die Abwicklung der Wettkämpfe und einige gut uorgetragene Kon^rtstücke des Man- dolmenorchesters füllten Den für alle gewiß reichen Abend aus. Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Der letzte Sonntag sah als einzige Senioren - begegnung auf dem Sportplatz an der Liebiqshöhs die Alten Herren 1900s gegen die "Alten Herren vom Q3ercin für Leibesübungen 1919 Lauterbach tätig. Die Gäste hatten aber kaum Alte Herren in ihren Reihen, so daß es ihnen gelang, über die Einheimischen einen knappen 1:0-Sieg zu erringen. Das entscheidende Tor fiel schon in der fünften Minute der ersten Spielhälfte, in welcher 1900 nur zehn Spieler im Feld hatte. Späterhin hatte auch der Plahverein mehrfach Gelegenheit zu Ausgleich und Sieg, jedoch nichts wollte gelingen, da das Spiel des Sturmes zu sehr zerfahren war. Die 1. Iugend konnte anschließend, auch nur mit zehn Spieler spielend, gegen die 1. Iugend der Sportabteilung des Turnvereins Lollar einen überlegenen 6:1 -Sieg erringen. Bis zur Pause stand das Spiel 1:0 für 1900 und Dann glichen die Gäste durch einen forschen Angriff sogar aus. unterlagen aber gegen Schluß ihrem eigenen Tempo. Das Spiel war von Anbeginn an spannend und fair. e. 2. xjDie i.r g.gca öle 1. Iu- genb des dortigen Sport-ElubS .Viktoria" 1912 spielte, mußte 'ich dem eifrigen Gastgeber 3: 1 Augen. Die Gießener spielten erstmals zusammen. Be-. dem Wechsel führte Ridda 3:0. Einen Elf. metcr hirl: der Gießener Torhüter. In ter zw.tten Hälfte tosten d.e Gießener weit besser, erzielten ledoch nur ein Gegentor, obwohl es mir etwas Gluck zum Ausgleich reichen konnte. D. f. B. Handball. Heute abend findet aus dem WoldfporU>la» ein Handballgesellschaftsspiel zwilchen der ersten Mannschaft der h.e.igen Oberrrattchulc un* Der ersten Handballelf des B. f.B. statt Die Öber- rcalKbulc hat eine Mannschaft zusammengestellt, d,e als sehr spielstark zu bezeichnen ist \mb al* Eegnet nicht unterschätzt werden bat'. Die Platzmannschaft tritt ebenfalls in recht guter Besetzung an. Handball in Großen-Linden. Io. Grohen-cinden Iugend — Io. 1846 II 3:5 (2:2). Am Sonntag trafen sich diese Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel. Dießen war durch einige Spieler der l. Mannschaft Octtigrtt und der Platzmannschaft körperlich sehr ftarfuberfcger. was auch für den Epielausgang ausschlaggebend war. Bis zur Halbzeit waren sich beide Mannschaften gleichwertig, was das 2:2-Reluttat beweist. Rach der Pause machte sich die körperliche ilcberlcgenbeit der Gäste immer mehr bemerkbar, wodurch sie noch drei weitere Tore erzielten, während der Mittelläufer Großen-LindenS an-chln'- ßend on einen Strafstoß noch ein Tor Dagegen- sehen konnte. Schiedsrichter Selb. Mtv. Dietzen, leitete sehr gut. Letzte Nachrichten. Oie Zusammenkunft GtrescmannS ~ mit poincai-6. Reui) ork, 22 Aug. trtln ... 10 Ueniner Han»«l4a- Sommer#- uvb Bnoai-SlcnU. 11 Taxrnlt u. Wationalban! . . 18 Teurfdie 8anf .... 10 ?tvtemoA»ettlUÄ«f« • • 10 Frrtbnct Sani ... 10 KUten-eundjc ... 9 r?etaU'banf ......... 8 *ei4*banl ....... S7.-L 61.25 16,76 74.C5 30.76 3,6 26,1 2.11 .5 23.4 - löt 143 274.6 163.75 266 164.76 159.. 166.2; 189.5 29N 16.76 I 161,25 152 IM 164.5 139 298 87.6 61,2 16.75 80.4 3.55 26 3 11 11,8 10,9 38 160 193.25 150.76 135,26 141.9 273.5 183.75 464.5 164.75 159 164.6 149.5 140.13 291.5 - oi.5 16.8 26.1 2.05 10.9 160,75 <» 151,5 136.75 142 <74 IM ttb.b |R5 159.hj 160.5 297.5 A.S.S............t> Bergmann . ........ 9 tflfttr. Vtcfrrungn..... 10 t'idjt und Kraft ...... 10 ,reiten » ®uilleaume. .... 6 rief. f. öletn. Untenu. ... 10 Hamb. Settr. Wette .... 10 Wf>ein. öleltr.........9 Schief. Dettr. ..... io Schucken..... .... 8 Siemen« » tzaltt,.....1t IraniraMo ......... 8 Lahmcver »So.......10 Buderu» . . . ...... 5 LnMche SrdSI.......6 offener Sletnlohl«......8 Seifenkkchener ... |. H 3- « Harpencr. . ........ 6 C'.'i-ftf) Hifen. ...... 8 Ilse Bergdau..... 8 Rlödnearcrfe ...... .7 S^ln-Reuesien. ....... 9 Mannelmann..... 8 fUion^felber.........7 cdettch» S.fenb.Bedatt. . . 6 Sbettchlei. RoHirtdc.....6 Pa.'ntr Bergbau......6S Rhctntfdie 13r 444 461.75 96.4 108.25 174 5 196 IW.9 141.5 264.65 235.75 •201 372,5 146 4 8 .'.75 139 127. s 126.4 l-2.2v m.5 13U 75 135.4 108.3 103,. 113,5 93,4 273.75 143 99.23 48 35.' 247.5 446 263.35 97.9 IW. 9 Daafnoten. FroubfuH a. M Berlin Schluß- ftllT» 1-Uhr- Kura Schmh. Kur« Bnfong Äun> Datum: 21. 8. 22. 8. | 21. 8. | 22. 8. DdUUw poizmaim......1 142,5 • 144 14U ü Adelberger ^emeet .... 10 136.5 - * d Zement ffarlftaM......8 16.5 — — — EJaUB * Freilag......10 143,25 — — Schultheiß Patzenhvfer . . 15 — — 3.35.25 436 Cftmcrie ......... 12 *• — 292 295 Ser. Glmrjstrfl......18 — — -61,75 561 Pemberg.........11 — . * 492 ZeNstofj Waldbof.....U 2*3,75 .'82.5 '282 <62.3 Zellstoti »Idjatienbutg ... 12 215 216 215 ffbflrioitenbutget Sailer ... 7 — 124.5 124 Tcilauer ria*........8 ■■ — 193.13 1V3 Daimler Molarer, ...... 0 104.5 — 114 104 Ttmofl.........0 — — 54.13 54.6 HNrrwetfe Kl euer ...... 5 128 130,5 le? 128 Subro. Loewe . ...... 10 * — 235 235 Rat. Auto mobil ...... 0 — 81.25 «r Crrnftetn 4 Rovpet ..... 8 — — u: um Veonlxirb lie» . ...... 6 — 250 -50 Bamag-Meaurn . ...... 0 .«carttf- Maschme» ...... 8 20 71 — 19.75 68.2; rinxner ......... H IM, 25 129 - L-esllaenstaebt ....... o .lirngpani. ....... 4 20 — 85.25 — Le*n*ertr..... .... 8 lll — — ManttraflDett» ....... 8 Ito — Mia«...........10 llö — 138 137.5 Wefarl'.ümex ......8 hU * 60.13 i-eteri Union ...... 8 107 1'16 «lebt. RixMt.......10 — — - Sota! 4 vacHna ...... 8 207 _ 207 _ cübb. Zucker......... 145 — 145,35 — ^erttn, 21. Bu?n r -Selb t*nt- dnuT’fanttdx ’kot«e ..... ‘ 4.176 4,195 .“eUni* SRrtei; ...... . 58. 2U WJ4 7.i:rrtd»e Sm ....... 111.64 113.0» UnglijOt ÄDtzx -•••••«• 4U.30V W.586 Berlin, rl Huquft ^eib [ Wei ^rairzoiüche 'Jloten . . . . Hollänvttche Roten ..... ttlaltenifche Noten...... 16.355 167,77 21.97 16.415 168,4 > 22.05 9iorweglfche Roten . ... 111,70 112.14 TemfL Ccftrrr ,5100 «renal 59.f* M.?.n Rumänttche Noten...... 2.542 2.56Z schwebttche Roten ..... lll. w 112,42 Lchwriier Noten ...... ■fl.M Svanttch: Roten....... Tlchrchoflowakifch« Roten ■ • 69,51 69.79 13.375 12,436 Unaariftüe Roten 72,95 71,25 Dcvlfenmarkl Berlin -Sranffnr Lnlw M.BUÄ >8.425 48,30 »8, 4U (fbrrituuiia 411,66 111,89 112,M 111,8* 113.00 Pppenbaoer 112,11 111,91 1U.13 Slottholrv ftetfinofori. Mallen. . l'rnbon. . . .'^cnvott . . 112.21 10,554 1I.9J5 112.43 10,474 41,975 113,1V 10.553 41,95 112.41 10,573 41.99 XI.34V AJ.3>9 2'1, 5« 1.1935 4.2016 4.194 4.2V3 Tort».... I6.2N5 16.425 16,4« 16.40 Schwel» . - •0,74 ■*).*) *0.74 W,V0 Stxneu . U4.7X '»C7 b),. 199 1,8*7 0.401 1,W4 1.49» l.«T 0.501 BHm w D.- 59,10 Ceft. abarst »9.23 -9,11 59,43 P ra, .... 12,42* 12,44* 0,44 12,45 e^r l z rab - 7,372 7.4*7 7.377 7.3^S Vaba-st. «3.10 73,24 73,10 73,M ^*ulfi orten J.927 3.033 >.Mr» 3.065 loM'j I6.M 18.87 18.M 18.07 61,33 2.163 81,4» r. 1,7 ^,4X6 01,22 2.1,4 61,47 2,167 6.485 lltixa. , . 6,425 5.495 4.19» 4.201 4,193 4.2M UrajBaq . . 4.2~ 4.294 4.294 *-MIT . . . 2O.i»5 36.W5 ».865 M.vte 8t. 1 v 0 K..' S*' ntit* . D« $r< Haiä Ieachb einzeln Zahlen wie te Staat sichten jeweili immer Haiti August noch S --fische catü mterrffi urfprün standen prösider in Cant hätte j daran' l urtirN in- Äc Tckrag d ritt M rr auf ® taiumi c nduzicm das natü « wc Mhnah sehen. 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