Nr. 300 Erstes Platt 178. Jahrgang Freitag. 21. Dezember 1028 (Er|d)etni täglich, außer sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Bezugspreis für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspsennig für Träger, lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech anschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liehen, poftschecllonto: Sranlfurtam Main 11686. GktzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vrilö und verlas: vrühl'sche Univerfitüts-Vuch- und SLeindruckerei R. Lanze in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchuf^tratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrift 20° , mehr. Chefredakteur. Dr. Frtedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Lrnst Blumschein; für den Anzeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Gießen. Der Reichspräsident zum Konfiilt Mischen Reichsngiemng und SiMWenchtShof. Ein Brief auf die Beschwerde des Reichsgerichtspräsidenien Dr. Simons. - Oer Reichspräsident stimmt der Auffassung des Reichskabinetts zu. Berlin, 21. Dez. MTB. Funkspruch.) Die Beschwerde des Vorsitzenden des Staotsgerichtshofes für das Deutsche Reich, ReichsgerichtLpräsidcnten Dr. Simons an den Herrn Reichsprästdenten, in der zurzeit vor dem Staatsgerichtshof schwebenden Streitsache wegen der Besetzng der Stellen t m Verwaltungsrot derDeut - schen Reichsbahngesellschaft hat der Herr Reichspräsident durch nachstehendes Schreiben geantwortet: „Sehr geehrter Herr RcichsgerichtsprSsidentt Ihre Beschwerde vom 16. Dezember, in der zur Zeit vor dem Staalsgerichtshos für das Deutsche Reich schwebenden Streitsache wegen der Besetzung der Steven im Verwaltungsrat der Deutschen RLichsbahngesellschasl hat hier Anlaß gegeben, den Sachverhalt im allgemeinen und die Entscheidung der Reichsregierung über die w i e - derbesehung der vier frei gewordenen Stellen vom 14. Dezember im besonderen eingehend nachzuprüfen. Rach dem Ergebnis dieser Rachprüfung bin ich der Auffassung, daß die R ei chsregier ung verfassungs. und pflichtgemäß gehandelt hat. daß insbesondere weder ein Eingriff in die verfassungsmäßige Tätigkeit des Staalsgerichtshoses. n och irgendeine Minderung der Autorität seiner Gerichtsbarkeit vorliegt. Zu einer förmlichen Entscheidung über die Beschwerde erachte ich mich aus verfasiungsrechk- lichen Gründen nicht für zuständig. Mit der Versicherung meiner vorzüglichen Hochachtung und mit freundlichen Grüßen bin ich Ihr sehr ergebener gez. von Hindenburg." Diese Entscheidung des Herrn Reichspräsidenten ist dem Reichsaerichtspräsidenten durch Reichs- kanzler Muller übersandt worden, der namens der Reichsregierung nachstehendes Schreiben begefügt hat: In der Anlage übersendet die Reichsregierung Ihnen. Herr Reichsgerichtsprasident. die Ent- fcheidung des Herrn Reichspräsidenten auf Ihre an ihn gerichtete Beschwerde vom 16. Dezember 1928. Das Reichskabinett beehrt sich, folgendes hinzuzufügen: „Die Gründe, durch die die Reichsregierung gezwungen wurde, die Besetzung der Stellen der Mitglieder des Eisenbahnocrwaltungsrakes am 14. d. M. vorzunehmen, sind Ihnen inzwischen be- kanntgsworden. Die Ernennung muhte an diesem Tage erfolgen, weil sonst schwere Schädigungen der Reichsbelange von der Reichsregierung gefürchtet werden muhten. Sie bittet daher, davon Kenntnis nehmen zu wollen, dah von einer Mihachtung der Autorität des Staatsgerichtshofes durch die Reichsregierung keine Rede sein kann. Die Reichsregierung glaubt, diesen Hinweis mit der Feststellung verbinden zu sollen, dah eine Frage nach den Gründen dem Staatssekretär des Reichsverkehrsministeriums bei seinem Telephongespräch mit Ihnen. Herr Reichegerichtspräsident, nicht gestellt worden ist. dah vielmehr bei diesem Gespräch von Ihnen lediglich die Möglichkeit erwogen wurde, cm folgenden Tage in der Hauptsache zu verhandeln. Unter diesen Umständen konnte nicht erwartet werden, dah der mit den politischen Entschlichungen nicht vertraute Sach- r e s e r e n t des Reichsverkehrsministeriums. der zur Vertretung in der Hauptsache nach Leipzig ent- sandt war. über politische Gründe der Reichsregierung in öffentlicher Sitzung Ausschluß geben würde. Es bedarf nicht der Hervorhebung, daß aus eine Anfrage bei der Reichsregierung jede erbetene Aufklärung erfolgt wäre. Die Reichsregierung ist davon überzeugt, dah auch der Staatsgerichtshos für das Deutsche Reich den vorstehenden Darlegungen entnehmen wird, dah Sie ihm in keiner Meise die Achtung und das Vertrauen versagt hat, die ihm gebühren. Genehmigen Sie. Herr Reichsgerichtspräsident, die Versicherung meiner vorzüglichsten Hochachtung, mit der ich bin Ihr sehr ergebener gez. Müller." Eine Erklärung des Reichsgerichtspräsidenten. Leipzig, 20. Dez. (WB.) Reichsgerichts- Präsident Dr. Simons gab Vertretern der Presse gegenüber folgende Erklärung ab: .,Cs ist richtig, dah ich unter dem 16. dieses Monats gleichzeitig mit der Eingabe, in der ich namens und im Auftrage des Staatsgerichtshofes für das Deutsche Reich um Genugtuung für die Vereitelung des Termins vom 15. Dezember durch die Deichsregierung gebeten habe, um meine Verabschiedung erngekommen bin. Es geschah, weil ich die Verantwortung dafür trage, dah nicht alsbald nach dem Eingang des Antrages Da ens auf Erlah einer einstweiligen Verfügung gegen das Reich wegen Ossenhaltung der zum 1. Januar 1929 freiwerdenden Stellen im Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahngesell- schaft ich als Vorsitzender des Staatsgerichtshofes, wozu ich nach meiner Auslegung seiner Geschäftsordnung befugt war, eine entsp.-echende Verfügung erlassen habe. Die' Reichsregierung gewann dadurch die Frist, die sie benutzt hat, um die Stellen zu b e f e h e n. Och habe die Verfügung unterlassen, weil das Reich g-gtn eine solche Verwahrung eingelegt und gleichzei.ig gebeten hatte, noch im Laufe dieses Mynats zur Sache selb st zu entscheiden, da die Entschnd.mg dr.ngl.ch lei, und weil ich es vorzog, den schwerwiegenden Schritt der Tlntersagung eines Hoheitsaltes der Reichsrcgierung dem Staatsgerichtshof selbst vorzuoehalten. Obwohl bei der schwerfälligen Geschä tsordnung d s Staattgericht Hofs, an die ich gebunden bin, bis dahin d e Sache noch nicht entscheidungSr is gemacht werden konnte, habe ich Termin auf den 15. Dezember angefetzt und alle Beteiligen veranlaßt, auf die Inne- I Berlin, 20. Dez. (WTD.) Heute wurden die üblichen Halbjahresberichte der auf Grund des Dawesplanes eingesetzten Kommissare und Treuhänder an die ReparationslDnzmissivn, die sich im wesentlichen mit dem am 31. August 1928 zu Ende gegangenen vierten Reparationsjahr beschäftigen, veröffentlicht. Oer Kommissar beiderDeutschen^eichsbahngeseNschast stellt in seinem Bericht fest, daß die Gesellschaft ihre Reparationszahlungen pünktlich besorgt hat. Der Bericht stellt fest, dah sich der Eisenbahnverkehr im Jahre 1927 entsprechend der Belebung der allgemeinen Wirtschaftstätigkeit sehr g ü n - st i g g e st a l t e t e , daß aber die Erhöhung der Betriebsausgaben über die der Einnahmen hinausging, so dah eine Tariferhöhung nicht zu umgehen war. Diese Tariferhöhung, so führt der Reichsbahnlvmmissar aus, wird anscheinend keinen ernstlichen Einfluh auf die Ber- lehrsentwicklung ausüben. Im übrigen liegt Grund zu der Annahme vor, dah die Gesellschaft bei Durchführung einer vernünftigen Wirtschaftspolitik in den nächsten Jahren chre Ausgaben decken kann, ohneerneut zu dem Mittel einer Tariferhöhung greisen zu müssen. Bedingung hierfür ist allerdings, dah ihr nicht neue unvorhergesehene Lasten auferlegt werden oder Einnahmeausfälle durch ungerechtfertigte Tarisermähigun'en entstehen. Der Reichsbahnkommissar hält die Lage der Reichsbahn im ganzen genommen nicht für ungünstig. Rach seiner Auffassung ist sie trotz ihrer schweren Belastung durch Pensionen, die den abgebauten Beamten gewährt werden muhten, und bei Berücksichtigung ter sonstigen Betriebsbedingungen den ausländischen Bahnen gegenüber nicht im Nachteil. Oer Kommissar bei derReichöbank G.W.Z. BruinS veröffentlicht jetzt fernen Bericht für die Zeit vom 1. September 1927 bis 31. August 1928. In den Schluß betracht ungen heiht es u. a.: Beim Vergleich der jetzigen Lage mit der vor vier Jahren ist ein sehr großer Fortschritt zu konstatieren sowohl hinsichtlich der Entwickelung des Wirtschaftslebens im allgemeinen, als in der Lage der Reichsbank im besonderen. Weniger günstig als im übrigen Wirtschaftsleben — obschon hier und da eine Besserung festgestellt werden kann — bleibt die Lage in der Landwirtschaft, wo die Möglichkeiten, den hohen Zinsfuß innerhalb der Betriebe selber zu lompensieren oder aber die hohen Zinslasten aus den Konsumenten abzuwälzen, bedeutend geringer sind. Ein besonderer Faktor ist der demnächst zu erwartende Rückgang des Angebots von neuen Arbeitskräften, der eine Folge des Geburtenausfalles während der Kriegsjahre sein wird. Die Zahl der Kinder, die in den Jahren 1922 bis einschließlich 1925 schulpflichtig wurden, blieb durchschnilt.ich unter 700 000. d. h. nur wenig mehr, als die Hälfte der Zahl aus den früheren Jahren. Davon wird auch der Wohnungsmarkt in einer späteren Periode beeinflußt werden. Wie immer sich die Zukunft entwickeln mag, sicher ist, dah die Gegenwart noch gänzlich unter dem Druck des augenblicklichen ernsten Kapital- d e f i z i 1 s steht. Demgegenüber ist es eine glückliche Erscheinung, dah die Position der Reichsbank sich fortwährend wieder hat festigen können und jetzt kräftiger ist. als in irgend einem anderen Zeitpunkt der letzten vier Jahre. Haltung der vorgeschriebenen Fristen zu verzichten. Diesen Vorsicht hat auch die Reichsregierung aus^efprochm, ohne mir mitzuteilen. dah ft: ihre Ent.che dang sch o n v or deml 5. Dezember treffen müsse. Die Tat achr der Ernennungen ist mir vielmehr erst nachher am 14. Dezember teleg.aphisch und te'e- phonisch mitg:t.Ut worden. Me ne Hoffnung, im Termin des 15. Dezember eine sachliche Verständigung zwischen den Parteien herbeizu- führen, wurde dadurch und durch die Ablehnung einer Mitteilung der Gründe des Vorgehens der Reichsr g'erung unmöglich gemach. Der Staatsgrrihtöhof hat ein'iimmig in vielem Verfahren ci.e schwere Kränkung er.lickt und den bekannten Beschluß grfaht. Da die Ge- schäftslcitung diese Lage mitveran aßt hat, habe ich daraus die Folgerung gezogen, von dem Vorsitz zurückzutreten. Rach dem ®e,etz ist aber der Vorsitz im Staatsgerichtshos von der Stellung des Präsidenten des Reich?g-richti untrennbar. Infolgedessen muhte ich auch mein Hauptamt niederlegen. Uebrigens kann eine Schädigung des Ansehens des Staatsge- richtsffofes auch für das Reichsgericht nicht gleichgültig sein." Oer Treuhänder für deuifche Zndustrieobligationen. bringt Mitteilungen über die Entwicklung Der industriebelasteten Unternehmungen und über die industrielle Produktion im allgemeinen. Zusammenfassend wird festgestelll. dah sich der Wiederaufstieg der industriellen Produktion in der Periode 1926/27 im De.ichtsjahr 1927/28 gehalten habe. Man könne daraus schließen, doh die deutsche Industrie einen zufrieden st ellen- denGeschäftsgangzu verzeichnen hatte und im ganzen den bereits erreichten hojen Stand sich erhalten hat. Diese Feststellung finde eine weitere Stütze einmal in der Tatsache, daß die Arbeitslosigkeit in der fraglichen Periode prozentual geringer war als diejenige der Periode 1926/27, ferner in der Steigerung des Exports von Fertigfabrikaten. Verpulverte Reparationsmilliarden. Wozu verwendet Frankreich die deutsche Kriegsentschädlgunfl? Berlin. 21. Dez. (Priv.-Tel.) Parker Gil- ber t wird in den nächsten Tagm seinen Jahresbericht über den Verlauf des legten Re:arations- jayres veröffentlichen. Es kann wohl keinem Zweifel unterliege, daß er auch diesmal wie er an unserer Finanzgebarung Kritik ü b e n, im übrigen aber die Lage unserer Wirtschaft wefentlich günstiger anfehen wird, als sie es tatsächlich ist. In diesem Augenblick hört man nun aus Frankreich einige recht intcreffante Mitteilungen über die Verteilung und Verwend ung der deutschen Reparationsmilliarden, soweit sie in die Kasfen des französischen Staates sließen. Da das Rormal-Leiftungsfahr vor kurzen begonnen hat, wird Frankreich in Zukunft noch eine Milliarde P apierf ranken in bar mehr erhalten, außerdem nof> Waren und Güter auf Reparalionskonto, deren Wert die bisherigen Sachleistungen um 1,2 Milliarden Pa- pierfranlen übersteigt. Insgesamt belaufen sich die Beträge, die Frankreich aus dem Aepa- ra.ionsfonds bezieht, auf 7,8 Milliarden Papier- franken jährlich. Wie aber legte der französische Staat die es ungeheure Kapital an? Richt weniger als 2,2 Milliarden werden wieder für die Unter* Haltung der Besahungsarmee im Rheinland verausgabt. 1,7 Milliarden verleiht Frankreich weiter, während der Rest in Sachlieferungen, Strahenbauten und Renten angelegt wird. Aus dieser Verteilung der deutschen Goldmilliarden geht klar und deutlich hervor, daß die Behauptungen Frankreichs es sei unbedingt auf die deutschen Tribute angewiesen, wohl doch nicht ganz mit den Tatsachen übercinftimmen. Solang' Frankreich nichts Besseres mit dem deutschen Gelde zu tun weih, als es weiter zu verleihen oder für militärische Zwecke zu verausgaben, hat es keine Berechtigung, von uns Leistungen zu verlangen, die über unsere Kräfte hinausgehen. Würde Frankreich auf di: Rheinlandoeietzung ver ichten, dann hätte es übrigens sofort die für die Tilgung seiner Kriegsschulden notwendigen Summen frei, würde aber darüber hinaus noch rund 5,5 Milliarden Papiersranken für den angeblich noch i nutet nicht vol zog nen Wiederaufbau Rordfrankreichs übrig haben. Die Auffassung -er Reichsregierung. B c r I i n , 21. Dez. (Priv.-Tel.) Reichs, erkehrs- minifter v. Guörard hat sich gegenüber dem „Dresdener Anzeiger" über den Reichsbohn- konslikt wie folgt ausgesprochen: Sollte ein Urteil des Staatsgerichtshoses zuungunsten der Reichsregierung kommen, so würde sie sich ihre weiteren Mahnahmen Vorbehalten müssen. Unter Umständen mühte die Dawes-Gesetzgebung entsprechend geändert werden, um zu vermeiden, daß ein Zustand ein» trete, in dem die Stimmen der Reichsregierung im Berwaltungsrat der Reichsbahn n i ch t m e h r ausreichend zur Geltung kommen. Ueber die prozessuale Seite des Konfliktes erklärte der Minister, wenn der Staatsgerichtshof behaupte, daß das Reich sich durch die Ernennungen formal ins Unrecht gesetzt habe, werke das von der Reichsregierung energisch zurück- gew lesen und demgegenüber betont, dah der Staatsgerichtshos nicht das Recht habe, einer der streitenden Parteien die Wahrnehmung ihrer Rechte zu verwehren. Jedenfalls weife die Reichsregierung den Vorwurf weit von sich, dah sie sich irgendeine Verfehlung in prozessualer Hinsicht habe zuschulden kommen lassen. Dem Reichsgerichtspräsidenten sei noch am 14. Dezember die vollzogene Ernennung der neuen Mitglieder des Verwaltungsrates telephonisch mitgeteilt worden. Dr. Simons habe am Telephon gesagt, dah er nun versuchen werde, am nächsten Tage in d i e Hauptverhandlung einzutreten, ohne dah er in diesem Gespräch nach den Gründen der Reichsregierung für diese Ernennungen gefragt hätte. Die politischen Gründe seien in dieser Angelegenheit das ausschlaggebende Moment. Es kommt jetzt vor allem darauf an, mit dem Treuhänder eine Verständigung über dasjenige neu zu ernennende Mitglied des Verwaltungsrates zu treffen, das aus der Gruppe der deutschen Mitglieder, die der Treuhänder ernennt, ausgelost worden sei. Der Treuhänder habe zugesagt, dah fünf von'den neun von ihm zu ernennenden Mitgliedern Deutsche sein sollen. Ein Zwang zur Einhaltung dieser Zusage bestehe jedoch nicht. Infolgedessen sei die Rot- Wendigkeit einer Verständigung gegeben, die wiederum die Berücksichtigung gewisser Wünsche des 'Treuhänders erforderlich mache. Oas iRücffriftegefud) des Reichsgerichtspräsidenten. Berlin, 21. Dez. (WTD. Funkspruch.) Reichspräsident von Hindenburg hat den Reichsgerichtspräsiden'en, Dr. Simons, irr einem persönlichen Schreiben gebeten, baldmöglichst nach Berlin zu kommen, um dem zwischen der Reichsregierung und de-m Staatsgerichtshof entstandenen Konflikt und zugleich das inzwischen eingegangene Rücktritts ge- s u ch des Reichsgerichtspräsidenten zu besprechen. Der Reichsgerichtspräsident Dr. Simvns hat mit* geteilt, dah er zu diesem Zwecke morgen beim Herrn Reichspräsidenten sich einftnden wird. Gevering fällt heute seinen Schiedsspruch. Berlin, 21. Dez. (Priv.-Tel.) Der „Vorwärts" meldet: Die gemeinsame Zusammenkunft der A r - beitgeberverbandsvertreter der nordwestlichen Gruppe und der Vertreter der drei Metallarbeiterverbände, zu der Reichsinnenminister S e v e r i n g zur Verkündung seines Schiedsspruches für die westdeutsche Eisenindustrie ursprünglich am Freitag, 16 Uhr, eingeladcn hatte, ist einer telegraphischen Mitteilung des Ministers an die beiden Parteien zufolge bereits am Freitagvormittag 10 Uhr im Dortmunder Rathaus angesetzt. Der Spruch wird Freitag nachmittag bekanntgegeben. Gegen den Güterankauf der öffentlichen Hand. Eine Entschließung des Reichslaudbundcs. Berlin, 20. Dez. (Privatmeldung.) Der Reichslandbund hat in einer Entschließung dagegen Stellung genommen, dah d i e öffentliche Hand Landkäufe größeren Sti- l e s „unter Ausnutzung einer durch den Besitzer nicht verschuldeten Rvtlage" vornehme. Der Reichslandbund erklärt, dah dies letzten Endes auf eine Sozialisierung des Grund und Bodens hinauslaufe und eine Gefährdung der Freiheit des landwirtschaftlichen Privateigentums darstelle. Der Reichslandbund fordert in der KundgBung die Schaffung eines Besiherhaltungsfonds, durch den unverschuldet in Rot geratene Betriebe und somit der Gütermarkt gestützt werden sollen, und wiederholt die Forderung von Maßnahmen auf dem Gebiet der Zoll» und Handelspolitik sowie der Absahregulierung. Im Interesse der gesamten deutschen Landwirtschaft, so schließt die Die ZahrkSbenchte der SaweskommWre. Oie Entwicklung der deutschen Wirtschaftslage in den Augen der fremden Treuhänder. Janbayen- 3w3öyi Abtrdtci Donnerstag, 0,2O.DezP.1928,7\aDds. Oie Lage in Afghanistan Shamberlm verieiW seine AheinlandpoM Oie Wetterlage. Kundgebung, erhebt baS Präsidium beS Reichs- landbundes seine warnende Stimme: Der deutsche Osten ^cs nicht zur Verzweiflung ge- trieben werden. in der Rächt noch fortgesetzt. Um 2.30hljr morgens waren noch immer unlcrird.fche Expw- sionen iu vernehmen. Die Fundamente mehrerer Häuser an der Lcke von high Street und Denmark Street gelten als gefährdet. Die Sachoerstän- digen befürchten, daß sich unter dem Straßenniveau zahlreiche Ansammlungen bekröcht- sicher Gasmengen gebildet haben, aus denen das Gas allmählich in die Keller und andere Räumlichkeiten der Häuser eindringen wird. 3n- felgedessen rechnet man mit der Möglichkeit kleinerer Explosionen für die Dauer von mehreren Wochen Die Gaslicht- und Koksgesellschaft ha, eine Erklärung veröffentlicht, in der sie die Verantwortung für die Katastrophen von gestern vormittag ablehnt mit dem Bemerken, die Explosion sei in einem unterirdischen Tunnel des Voftamtes erfolgt, während dort Angestellte des Postamtes mit Reparaturen beschäftigt waren. Ter Kulmbacher Kafsenraub. v a y r e u t h, 2t. Dez. (1BIB. Funkspruch.) Der von einem der beiden Kulmbacher Räuber durch vier Bauchschüsse schwerverletzte Gendarmerie-Sta- lionskommandant Krauß von Reuenmarkt ist heute morgen im Landkrankenhau» zu Bayreuth seinen tödlichen Verletzungen er- legen. — Der gestern abend in der Slr'eilmühle bei Marktschorgast gestellte und verhaftete zweite Skationskafsenräuber Wilhelm Derne r wurde In das Bezirksamlsgebäude nach Kulm- bach gebracht und dort einem eingehenden verhör unterzogen, das bis heute früh 4 Uhr dauerte. Derner legte ein umfassendes Geständnis ab. Au, seinen Aussagen ging hervor, daß er nicht nur den Raub auf die Stationskasse in Kulmbach, sondern mehrere derartige Verbrechen verübt hat. Einwandfrei wurde ihm u. a. der Uebersall auf die Bahnstationskasse in Oberhaid bei Bamberg nachgewicsen. Er ist bereits wegen Raubes mit acht Jahren Zuchthaus vorbestraft. Seine Festnahme erfolgte gegen 20 Uhr in der Streikmühle bei Marktschorgast. Vie dortige Bevölkerung, die an der Festnahme des Räubers starkes Interesse hatte, verständigte die Polizei. Eine Polizeistreife der Landespolizei Bayreuth war als- bald zur Stelle und schritt zur Festnahme, die durch die Verwendung eines Polizeihund e s. der dem Räuber stark zusehte, erleichtert wurde. Werner halte sich verdächtig gemacht, als er nach einer Erfrischung fragte. Lr hatte versucht, zu schießen, doch hatte anscheinend d e r Schuh versagte. Der andere Räuber, der sich selbst schwere Schuhverlehungen beigebracht hatte, ist gegen Mitternacht gestorben. Großes Schadenfeuer in Reuyork. 2n einem sechsstöckigen Geschäftshause im verkehrsreichen Teil der 5. Avenue in der Rahe der 20. Straße wütete Grobfeuer. Die Flammen sprangen auf zwei angrenzende elf- bzw. -wölfftöckige Gebäude über. Durch die ungeheure Rauchen!Wicklung haben elf Feuerwehrleute Schaden erlitten. Degen deS Rauche« muhte auch der Straß e-n verkehr etwa fünf Stunden unterbrochen werden. Die Drandhitze fetzte über 500 automatische Löschanlagen in Betrieb, die in zahlreichen benachbarten Gebäuden großen Sachschaden anrichteten. Die Schäden werden auf eine halb« Million Dollar geschätzt. Scharfe Kälte in Berlin. Störung de» Zugverkehr». In Berlin hat starker Frost eingesetzt. Donners- tagmorgen betrug die Temperatur etwa 8 Grad Celsius unter Null. — Der V-Zug aus München, der um 7.55 Uhr fällig ist, traf mit 7 5 M i - nuten Verspätung ein. Auch sonst haben be* sonders die Züge, die Thüringen passieren müssen, starke Verspätungen infolge von Schienenvereisung und Schneeverwehungen in den thüringischen Bergen zu verzeichnen gehabt. 3n Berlin liegen gute Nachrichten vor. Keine Befürchtungen für die Deutschen in MflbuL Berlin, 21. Dez. (Prio.-Tel.) Die Berliner afghanische Gesandtschaft hat ein Telegramm aus Kabul erhalten, demzufolge die Aufständischen opn den Reaierungstruppen zerstreut worden seien und die Ausstandsbewcgung als erloschen angesehen werden könne. Auch das Auswärtige Amt steht mit der deutschen Gesandtschaft in Kabul wieder in telegraphischer Verbindung, und die letzten hier eingegangenen Meldungen scheinen dafür zu sprechen, daß die a f g h a - Nische Regierung die Lage beherrscht und daß für die dort befindlichen D e u t s cy e n gegenwärtig nichts zu befürchten ist. Die Verbindungsstraße nach Peshawar scheint allerdings noch gesperrt zu sein. Nach einer Reutermeldung aus Peshawar haben die Aufständischen zwischen Jalalabad und Kabul eine feste Stellung bezogen, aus der sie einen Ausfall unternommen haben. Jak tabad ist von den Aufstand.schen eingeschlossen, so daß Verstärkungen dort nicht eintreffen können. Zur Zeit herrscht dort Waffenruhe. Die Aufständischen begnügen sich damit, die Zernierung der Stadt auf* rcchtzuerhalten. Verhandlungen, die an dieser Stelle zwischen den beiden Parteien seit längerer Zeit im Gange sind, werden fortgesetzt. Die Scharmützel, die sich am vergangenen Freitag und Samstag in der Gegend nördlich von Kabul abgespielt haben, werden aus die Tat gkeit von Banden zurückgeführt, die dort schon seit langem ihr Unwesen treiben. Kabul selbst hat unter der Tätigkeit dieser Banden nicht übermäßig zu leiden, jedoch ist es auch nicht gelungen, sie zu jerftreuen. In allen anderen Provinzen herrscht Englische Erkundungsflüge. London, 21. Dez. (WTD. FunffpruchZ „Times" meldet aus Peschawar, daß das bri.ische Flugzeug, das gestern wiederum einen Erkun- zu suchen. Meiner Meinung nach liegt es nicht in unserem Interesse die Erörterung von Meinungsverschiedenheiten wieder aufleben zu lassen, sondern Wege zu dec von uns allen gewünschten praktischen Lösung zu suchen. 2>ch habe deshalb gelegentlich meiner Antwort im Unterhaus auf die Frage nach der Rechtsauffassung der Regierung die Frage der Politik an den Haaren herbeigezogen, um zu zeigen, daß zwar unsere Rechtsauffassung so und so sei, daß dies aber die Sache nach unserer Ansicht nicht entscheide, und daß es unser Ziel blechen müsse, das Rheinland zu räumen. Chamberlain fuhr fort: Ich bin mit Anfragen überschüttet worden, die tatsächlich Anschuldigungen waren und die darauf hinaus- lieien, daß meine Antworten von Frankreich diktiert worden seien und daß England die Politik eines Dieners Frankreichs betreibe. Hinsichtlich der gemeinsamen Manöver zwischen einem britischen Kavallerieregiment und französischen Truppen im Rheinlands erklärte Chamberlain: Dis Sache ist so, daß wir unsere Streitkräfte im Rheinland dirartig vermindert haben, daß es unmöglich ist, diese kleine Truppe ihren jährlichen Ausbildungskursus 'durchmachen zu lassen. Unsere Militärbehörden waren daher froh, der französischen Einladung folgen zu können, um unfever Kavallerie Gelegenheit zu regulären Hebungen zu geben. Darin liegt die ^nzige Bedeutung des Vorganges, und jeder Versuch, ihn als eine Aenderung der Lo.arno- Poli ik oder als ein neues militärisches Einver- ständnts mit Frankreich auszulegen, ist nicht nur völlig unbegründet, sondern auch höchst schädlich, peil er Mißtrauen erregt, was wir gerade ver- hindern sollten. —- Eine Zwisch n rage, ob eine Vereinbarung bestehe, daß die bri.ischen Truppen nicht ohne Zustimmung Frankreichs aus dem Rheinlande zurückgezogen werden würden, beantwortete Chamberlain verneinend und fuhr fort: Wir haben k.ine Verpflichtungen in Loearno oder in Lugano oder b:i sonstigen Besprechungen übernommen, unsere Truppen länger im Rheinlande als wir selbst es für richig halten. Aber ich glaube nicht, daß irgendsin wertvolles Ergebnis durch dis Zurückziehung der 7000 bri- Uschen Soldaten erreicht werden würde, wenn alle anderen Besatzungstruppen dort blieben. Es ist viel zweckmäßiger, uns um eine völlige Räumung des Rheinlandrs zu bemühen. Aeue Anschlußverhandlungen Schaumburg-Lippes. Berlin, 21. Dez. (Priv.-Tel.) Der Reichs- minister des Innern, S e v e r i n g , hat sich laut /D. T." bereit erklärt, in der Angelegenheit der Wiederaufnahme der Anschlußver- Han Ölungen zwischen Preußen und Sch aumburg,Lippe die Vermittlung zu übernehmen und zur Aufnahme der Vorverhandlungen einen Beamten seines Ministeriums nach Bückeburg mit dem Auftrage zu entfenden, die Verhältnisse zu studieren. Die Verhandlungen Zwischen Schaumburg-Lippe und Preußen sind, wie erinnerlich, vor einigen Iah ren abgebrochen worden, nachdem die Dolks- abitr mmung ein negatives Resultat aeze..igt hatte. Die neue Behandlung der An- Ichlußfrage ist in erster Linie auf eine De ran- in der Wirtschaftslage von Schaumburg°Llp,)e zurückzuführen. In offiziellen uppe,chen Kreisen wird das Vorgehen Severings, der übrigens bis zur Stunde einen Beauftragten noch nicht ernannt hat, außerordentlich begrüßt. Eine Erinnerung an den Suhrkamps. Essen, 20. Dez (WB.) Aus dem Essener ehrens riedh of wurde heute nachmittag das von Professor Lederer geschaffene Denkmal sur die am Karsamstag 1923 den franzö- 'Uchen Kugeln zum Opfer gefallenen Angehörigen der Kruppschen Werke m die Oohut der Stadt Essen übergeben. Herr Krupp v. Bohlen und Halbach gab in seiner Ansprache einen Rückblick auf die schwere Zeit bet Besetzung und betonte, daß der Tod der D-etzehn mit dazu beigetragen habe, daß wir heute wieder auf freiem Boden stehen. Oberbürgermeister Bracht brachte zum Ausdi-uck, daß dieses von Mclnsrhand geschaffene Mal nicht Empfindungen des Hasses Hervorrufen soll. Zu dieser Stunde soll das Gelöbnis erneuert werden, daß von ntJ.° 20. Dez. (WTB.) Im Unterhaus stellte Oberst Wedgwood die Frage, ob bei den nächstjährigen Manvvern im Rheinland für Bermel, düng der Teilnahme britischer Trup» pen an französischen Hebungen Sorge getragen werde. Kriegsminister Worthington Evans erwiderte: „Nein. Wenn britische Truppen wieder eingeladen werden, an diesen Manöoern teilzunehmen, so wird diese Einladung im Lichte der bann herrschenden Verhältnisse geprüft werden". — Riley fragte, ob der Kriegs- Minister nicht auch alaube, daß eine derartige Beteiligung britischer Truppen darauf angelegt sei, in S e u t f d) l a n t> Verstimmung hervorzurufen. Diese Frage wurde verneint. Hierauf fragte Ken. worthy: „Behandelt der Minister diese ganze Singe« leflenheit aIsScherz?" — Rennies Smith fragte: "Kann der Kriegsminister sagen, ob diese Sonder, aktlon mit den freundschaftlichen Verpflichtungen, die wir Deutschland gegenüber eingegan- gen sind, in Einklang steht"? — Worthington Evans erklärte, diese neuen Fragen hätten n i ch t d a s geringste mit der Beteiligung an den Manöoern zu tun. — Darauf entgegnete Kenworthy: „Der Minister nimmt diese Angelegenheit n , ch t e r n st. Sie ist sehr ernst". — Wedgwood fragte, ob der Mi- nifter, ehe er seine Zustimmung zu, einer derartigen Beteiligung geben werde, seine Kabinetts- k o 11 e g e n zu Rate ziehen werde. — Evans erwiderte: „Alle Erwägungen werden in Betracht gezogen, wenn die Einladung im nächsten Jahr wiederholt wird" — Wedgwood fragte: „Warum tft das nicht beim letzten Make geschehen?" — Die Frage blieb unbeantwortet. Sir Austen Ehamberlain kam dann nochmals auf d a Besprechungen von Lugano zurück und sagte: Rach meiner Rückkehr auch England ist im Unterhaus eine Anfrage über die Rechtsauffassung der Regierung bezüglich der Rheinlandräumung auf Grund emes bestimmten Artikels des Versailler Ver- träges gestellt worden. Ich habe sehr bebauen darauf eingehen zu müssen. Im Lause drr Sep- tembecbesprechung und schon vorher ist die deutscheRegierungvonunsererAuf- fassung verständigt worden. Bei den Septemberbesprechungen haben sich die verschiedenen Machte absichtlich der unfruchtbaren Erörterung ihrer Meinungsverschlebenheiien über die rechtliche Seite des Falles enthalten um einen Weg zu einer Praktischen Lösung alles geschehen soll, den Weg zu einem wirklichen und dauernden Frieden zu ebnen. Aus aller Welt. Schwere Gasexplosion in London. Bei Straßenbauarbeiten im Zentrum Londons trat eine furchtbare Gasexplosion ein, die die Strafte auf die Länge von einer halben Meile wie ein 6ri>l*-ten jettif). Oie Mgängcr wurden in die Cuff geschleudert. Eine Autodroschke stürzte um. Ein Pferd wurde getötet. Siebzehn Personen Jic Verletzungen erlitten hatten, wurden ins Kran- kenhaus geschafft, darunter sieben mit Gasvergis- fung. Am Nachmittag erfolgte eine zweite Explosion. Ein fünfstöckiges Haus wurde in 5lnmmen gehüllt, die fünfzig Fuft hoch in die Luft fliegen. MU Gasmasken versehene Arbeiter sind dabei, die allgemeine ©asbelie'erung wieder sicherzustellen. Rach den bisherigen (Ermittlungen fand bic Explosion in einem zur Post-, Telegraphen- und Telephon-Verwaltung gehörenden Tunnel statt, in dem Angestellte dieser Verwaltung arbeiteten. Durch die Explosion barst ein Haupt- 9 a s r o h r. Infolgedessen entwich eine große BJenge Gas und fing Feuer. Die Flammen schlagen noch wetterhin in den Straften empor Mehrere hundert Personen sind obdachlos geworben. Die Gasexplosionen, die feil gestern früh die Londoner Bevölkerung beunruhigten, haben sich and) Qwomtnios ontne» (jeeiD otdccei. e »uitiy. G otaciei enegex • Schntt o »roupriit • MtDti K Orw. a$i j) »emoe» Sudsuowcsi q torowesi 0« pftnt nnocn mn atm Winde. Pie oeigen Siebenen dienenden Ze* •en gesen die Temperatur an Die Limen eerbmdeo tut# er« gfeiclK* «Nf n*eres«iveau umoereenarten uritdrnei Wettervoraussage Der Tiefausläufcr gewann sowohl in unserem Gebiet als auch im übrigen Deutschland keinen nennenswerten Einfluß. Mit dem Zustrom kühler Luftmassen werden die Temperaturen sich weiterhin unter dem Gefrierpunkt halten: gelegentliches Auftreten einzelner Schneefälle ist dabei nicht aus- geschloffen. Wettervoraussage für Samstag: Wolkiges Wetter mit Temperaturen unter Null, vereinzelte Schneefälle. Witterungsaussichten für Son,itag- Keine Aenderung der Wetterlaae. Lufttemperaturen am 20. Dezember: mittag» — 3,2 Grad Celsius, abends —3,1 Grad Celsius; am 21. Dezember: morgens — 4 Grad Celsius. Maximum —2,8 Grad Celsius, Minimum — 5 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 20. Dezember, abends 0,7 Grad Celsius: am 21. Dezember: morgens 0,7 Grad Celsius. Winlerfporlnachrichten der Hess. Deiterdienstslelle. Vogel. ' r g (hoherodskopf): Wetter: Nebel, Temperaturen: minus 10 Grad Celsius, Schneehöhe: 30 Zentimeter, Beschaffenheit: Pulverschnee, Sport- Möglichkeit; für Ski sehr gut. Odenwald (Tromm): Wetter: wolkig, Schnee hohe: 20 Zentimeter, Beschaffenheit: gefroren, Tcm peraturen: minus 8 Grad Celsius, Sportmoglichceit: für Ski und Rodel gut. Neunkircher hohe: Wetter wolkig, Schneehöhe: 14 Zentimeter, Beschaffenheit: gefroren, Temperaturen m.nus 11 Grad Celsius Sportmvgl chkeit: für Ski und Rodel sehr gut Sauerland (Winterberg): Nebel, 24 Zenti- meter odjnee, Pulverschnee, SportmöglichkLit für Sk, und Rodel sehr gut. nAQlÄ-nrn6 (?!chVr Feldberg): Nebel, minus 10 Örab Celsius, 21 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Sk, und Rodel gut. r 3 £ (Sdbberg): Nebel, minus 8 Grad Celsius, 105 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, • un?n mobd lehr gut. — (Ruhestein): Wolkig, minus 10 ©rab Celsius, 78 Zentimeter Schnee, Ski und Rodel sehr gut. _ P c(Garmisch-Partenkirchen): minus 17 ©rab Celsius, heiter, 43 Zentimeter Schnee, Pulver- fchnee, Ski und Rohel sehr gut. — (Berchtesgaden): Nebel, minus 13 Grad Celsius, 27 Zentimeter Schnee, oti und Rodel gut bungöflug über Kabul ausführte, zweimal von Geschossen getroffen wurde. 'Die Fli ger bli ben unvcr'etzt und das Flugzeug lehrte wohlbehalten nach Indien zurück. Der Korrespondent der .Times' in Delhi meldet, daß das täglich nach Kabul abgehende Erkundungsslugzeug lolgrnde Botschaft des b.itischen Gesandten in Afghanistan mit zurückgeTracht hat: „Alies in Ordnung. Landet unter keinen LImständen! Die Lage verbessert sich." Ein Bericht aus Moskau. Der Verlauf der Kämpfe um Kabul. K o w n o , 20. Dez. (TU.) Wie aus Moskau gemeldet wird, hat das Außenkommissariat einen eingehenden Bericht über die Lage in Kabul erhalten. Danach wurde öie afghanische Hauptstadt am 14. Dezember von einer Gruppe Aufständischer beseht, die von ihren in der Stadt befindlichen Anhängern unterstützt wurden. Die Aufständischen seien b i s !u r türkischen und italienischen Ge- andschaft vorgedrungen und hätten diese eschossen. 36 Stunden lang hatten die Aufständischen das Zentrum der Stadt gehalten. Erst am 16. Dezember seien sie von den Regierungstruppen unter persönlicher Führung AmanuHahs nach Norden abgedrängt worden. Die Aufständischen hätten sich dann verstärkt und leisteten nunmehr den Regierungetruppen erheblichen Widerstand. Am 17. Dezember hätten die Regierungstruppen mit älntertztützung von Flugzeugen und Artillerie einen neuen Angriff unternommen, um die Aufständischen aus dem Tal Dagu-Matu zu verdrängen. Die Reg(erungstruppen hätten dabei erhebliche Verluste erlitten. Der Bericht schließt mit der Behauptung, daß dm Vorgängen erhebliche Bedeutung beizumessen fei, und daß sich das Schicksal Arnanullahs schon in den allernächsten Tagen entscheiden müßte. Die Mitglieder der ausländischen Vertretungen in Kabul feien wohl- auf. Ditz Stadt sei ohne Licht, da die Aufständischen das Elektrizitätswerk zerstört hätten. In der Stadl werde zurzeit nicht gekämpft. Meitere Kämpfe zwischen den Aufständischen und den Regierungstrup-pen seien jedoch zu erwarten. Medüche Seilssgung des füdamerikanischen Konflitts. Ein fliundielegramm des Natsprüsiventen Genf, 20. Dez. (WB ) Das Generalsekretariat des Völkerbundes veröffentlicht soeben — 1 Uhr mittags — den Wortlaut des Telegramms, das der amtierende Ratspräsident Briand gestern nacht nach Annahme der Schiedskommission der Panamerikanischen Konferenz in Washington durch Bolivien und Paraguay an sämtliche Ratsmitglieder gerichtet hat. Das Telegramm besagt: „von der bolivianischen Regierung habe ich ein Telegramm erhallen, durch das ich davon in Kenntnis gesetzt wurde, daß Bolivien in Uebereinstimmung mit den Anregungen de» Völkerbundsrates die guten Dienste der panamerikanischen Schiedskonferenz angenommen hat. Da von Paraguay bereits die Annahme des gleichen Angebots vorlag, habe ich im Kamen des Rates an die beiden Regierungen ein Telegramm gerichtet, in dem ich sie dazu beglück- wünschle, daß für die Regelung ihres Streitfalles eine für beide Teile annehmbare friedliche Methode gefunden wurde. Gleichzeitig habe ich auch unserer aufrichtigen Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die künftigen Verhandlungen schnell zu einem vollen Erfolge führen mögen." Gleichzeitig hat Briand die Außenminister Pa- 'agnays und Boliviens von der gegenseitigen An- •rtennung der Panamerikanischen Schiedskonserenz n Washington für die friedliche Beilegung des Kon- liktes telegraphisch unterrichtet. Oer Völkerbund ifl mit sich zufrieden. Zm Wettbewerb mit derPanamerikanifchen Konferenz. Genf, 20. Dez. (Telun.) In maßgebenden Völkerbundskreisen gibt man der Befriedigung über den erfolgreichen Verlauf des Finschreitens des Dölkerb undsra- : e s nachdrücklich Ausdruck. 3n den beiden ent» cheidcnden ©efamtiitiungen des Dölkerbundsrates n Lugano, in dem das Vorgehen des Ra^es in )em Streitfälle festgelegt und der Ratspräsident nit der Einberufung einer außerordentlichen Tagung des Rates beauftragt Vocden war, hatten die drei amerika- rischen Mitglieder des Dölkerbundsrates sie auch die Vertreter von Frankreich und Ita- iien in kategorischer Meise ein sofortiges rnergisches Einschreiten des Völker- rundsrates gesorder!» während der englische Delegierte eine gewisse Zurückhaltung zeigte and der deutsche Delegierte, Staatssetretär >on Schubert, seine Zustimmung zu ben Be° chlüssen des Rates erteilte. Man legt Wert auf >ie Feststellung, daß ein Eirschreiten des Völkerbundes erfolgte, ohne daß an ihn ein Appell lerichtet worden war. Dieser Schritt ist auf »en Bestimmungen der Artikel 4 und 12 des Lölttrbundspaktes aufgebaut. Der Erfolg des Löl,?rbundsratss dürfte allerdings im wesent- iche.i darauf zurückzusühren fein, daß gleichzeitig das Eingreifen der panameri- anischen Konferenz erfolgte. Entspannung in Bolivien. London, 20. Dez. (WTB.) Wie aus La Paz zerne.det wird, hat der bolivianische Senat in :ine n gestern spät abends ge aßten Beschluß der Reg.ei.ung sein Vertrauen dazu ausge- prochen, daß sie sich bereit erk.'ärt hat, die Vermittlung und guten Dien st e der panamerikanischen Konferenz zur Beilegung des Konll ktes mit Paraguay anzu- lehmen. Wie Reuter weiter me.det, hat die Spannung unZ) Aeberreiztheit der Bevölkerung Boliviens sich mit dem Augenblick gelegt, als iefannt wurde, daß die beiden miteinander in Streit liegenden Staalen der Vermittlung luftimmten. Es sei wahrscheinlich, daß die ^rise ebenso rasch aus der Welt verschwinde. Die sie entstanden sei. Seihnachtsgruß an Asiens Jugend <1 /I Ein kleines Lied, wie geht's nur an, Last man so lieb es gaben kann, was lag darin? ErzähleI Es liegt darin ein wenig Klang, ein wenig Wohllaut und Gesang und eine ganze Seele! Und wie war da» mit der Tanz frei zeit im Sommer auf der Westerburg? War da« nicht fast noch eine Steigerung gegenüber der Orbishöhe? Da waren die Tage voll Arbeit, aber voll Arbeit, die Frohsinn schuf und Freude am Körper und seinen Bewegungen, llnb wenn ihr euch zu euren Gemeinschaftstänzen fandet, wenn ihr im Fackeltanz den scheidenden Tag feiertet und das Feuer eure roten Backen noch obendrein mit Glut übergoß, dann erlebtet ihr an euch selbst, was ihr vielleicht einmal in der Schule mit nur geringem Verständnis gehört darum mit euren L,„T.„ -------- ... . unseres zehnjährigen Zusammenarbeitens mcht ausktingen ohne das feste Gelöbnis, den Frieden des Lebens, den ihr für euch selbst erstrebet. immer mehr zu einem Friedeneures 00 jen Volkes werden zu lassen. Das soll mein Wunsch sein in diesen Weihnachtstagen, und in euren Herzen möge sich die baldige Erfüllung dieses Wunsches als Geschenk für euer Volk immer stärker vorbereiten, llnb wenn die Glocken in der Heiligen Nacht mächtig über das Land tönen, dann wollen wir in ihrem Klange hören: 3m Glauben klar, 3n L.ebe wahr, 3n Ho.snung fröhlich immerdar! 3ndem ich euch allen sowie euren Führern' ein recht gesegnetes Weihnachtssest und ein glückliches Neues 3ahr wünsche, bin ich mit herzlichen He-ilgrühen in treuer Verbundenheit Euer Heinrich Hassinger, Rund um unS brennen viel Lichter, aber wenig Herzen. (Friedrich Naumann.) Liebe Hessenjugend! kvmesiuS. NechnungSral e^if f«U; au«der Petrusgeme.nde: Obertelegraphensekretär Hof-, mann, Rentner W i n n. ' Schöffen für da« Gießener 3u- gendgericht. A s Hauptschöffen des Großen Jugendgerichts mürben für das 3ahr 1929 auSgüwä. lt und bestimmt: Phi'. S t u d t 11., Landwirt in Nied rwei'el. Joseph Lawerenz, Aus der Provinzialbauptstadt. Gießen, den 2!. Dezember 1928. Wintersonnenwende. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Nach Lang-Göns. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt. H. H. in D. (Dllllreis). Für den Beruf ewes Landmessers ist der Besuch der Technischen Hochschule erforderlich. Radioanlage. Nach der derzeitigen Rechtsprechung kann der Hausbesitzer nicht gezwungen Werdern, dem Mieter bi« Anlegung einer Antenne au erlauben, selbst barm nicht, wenn ein Lautsprecher nicht eingerichtet werben soll. 3- 53. Wir ersuchen Sie zunächst um Mitteilung, ob es sich um eine vor ober nach dem 1 3anuar 1900 (3nkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuches) geschlossene Ehe handelt. Wurde die Ehe vor 1900 geschlossen. Wo nahmen di« Eheleute ihren ersten Wohnsitz? Wurde ein Ghe- vectrag geschlossen? Kommt eine nach dem 1.3a- nuar 1900 geschlossene Ehe in Frage, so hat der Ehemann, falls ein Ehevertrag nicht etwas anderes besagt, die 77.crungens,chaft zu tragen. Stuftat^urm i.ter in G.e en. Lehrer Roth in Zell. K ei« Alseld, Wilhelm Aumann II., Bürgermeister in Lo"dor>, Prolu ist Ludwig Le nz in S'udierrat R Tr Ferdinand Marke r t in Gießen. Am Kleinen 3ug nd- * ...... teilzu* So wurde altaermanischer Naturglaub^ im Laufe der Jahrhunderte verwandelt und mit christlichem Geiste durchsetzt. Wenn aber unsere Landleute tn der „langen Nacht" zusammcnkommen, um durchzufeiern btS zum andern Tag, oder wenn sie die Lichter brennen lassen, um anzudeuten, daß nun die trübe, sonnenlose Z-it vorüber ist, bann rauscht doch immer wieder — vielleicht ung ahnt — tote ein überstarker Qucll die De gangmh it herauf: bas Wintersonnwend,euer unserer Borfahrenl Q. Reh Dunne Tage versch-imnen und versinken in schwarzer Finuerni«. Kein Sonnenlicht verkündet den Wo am, beschließt den Abend. Ein ^raueS S inbämmem, eine Zeit für Träume und gerbst stürme ta'en da« Land durch'raust, al'es Dürre und Wel.e versagt: was mo sch war, gestürzt. Lind und mütter ich deckte dir Natur die schla'ende Srde mit der to.tixn Schne.decke. Die Menschen sind still geworden Mit klirrendem Schritt g h! bet Frost durch Wald und Feld, löst hier und da Die schwere polizeiami und Straßenbahn. Wie wir zuverlässig erfahren, ist vom Polizeiamt der Stadtverwaltung vorgeschlagen worden, die beiden Straßenbahnlinien vom Bahnhof bis zum Marktplatz auf einem Gleis verkehren zu lassen, und zwar entweder durch die Bahnhofstraße oder durch den Srlterstoeg. Eines Der größten Verkehrshindernis,e in unserer Stabt, namentlich in dem belebtesten Teil, dem S e l t'e r s w e g , sei die elektrische Straßenbahn. Es sei deshalb notwendig gewesen, durch eine Polizeiverorbnung den Seltersweg als Einbahnstraße zu bestimmen und die Mäusburg und Marktstraße für jeglichen Fährverkehr zu sperren. Dies habe zur Colje gehabt, daß aus den Kreisen der Geschäftswelt Dünsche und Klagen wegen dieser Beschränkung an das Polizei- amt gelangt seien. Es ständen somit bie nahmen im Interesse der öffentlichen Sicherheit im Gegensatz zu den Wünschen der interessierten Geschäftsleute. Dem jetzigen Aebelstand könne nur abgeholfen werden, wenn die beiden Straßenbahnlinien auf einer Strecke bis zu ihrem Kreuzungspunlt auf dem Marktplatz vereinigt würden. Es mühten bann beide Linien entweder auf der Liebigstrahe, Frankfurter Straße, Selters- weg, ober auf der Bahnhofstraße, Marktstraße bis zum Marktplatz verkehren. Bei dem Verkehr beider Linien durch die Bahnhofstraße würbe erreicht, daß die Beschränkung des Selterswegs als Einbahnstraße aufgehoben werden könnte. Dies würde auch cem Wunsche der Soltersweger-Dereinigung entspre- | d>en. Die Mäusburg würde Einbahnstraße Aich- i tung Marktplatz. Bei dem Verkehr durch den Seltersweg könnte die .karktstraße als Einbahnstraße ebenfalls dem Fährverkehr wieder anet werden. Durch ?iefe Maßnahmen wären teile für den Betrieb der elektrischen Straßenbahn nicht zu erwarten, wohl aber würbe diese Regelung für die leichtere Durchführung des Verkehrs und für die Interessen der Gießener Geschäftsleute von großem Vorteil sein. Der Vorschlag des Polizeiam.es läuft darauf hinaus, den Straßenbahnbetrieb im Seltersweg einzustellen und künftighin die Elektrische nur noch durch die Bahnhofstraße zu führen. Die Stadtverwaltung und die ftäb i1 schen Körperschaften haben zu der Angllegen- heft bisher noch keine Stellung genommen. Der Verkehrsvercin, der um eine gu achllich« Mei nu: gsäuherung ersucht wurde, Wied «ich zunächst mit der Vereinigung der Sll.e.sweg Anwohner ins Benehmen setzen und baldmeg ichst beten St l'ungnahme zu dem Vorschläge des Polizei- amkes herbei Ührcn. Oie Gebühren- und Stempelpflichi der Kleingartenbauvereine. Der he fische Iusti.minister hat auf Grund des Arti els 99 Absatz 2, des Ar i eis 133 bej hes i scheu Gerichts o e g s hes uno des G e.es vom 28. Ok.olier 1926, sowie des Arti.els 1J des Ur» tunb.nitcmpe ge.et;e3 te inmt. dar füc Kleingartenbauvereine, bi: von dem .u.lan.i aen Krcisamt im Einver.iehmen mit dem Landamtmann auf Grund des § 2 Absatz 2 bet Bekanntmachung vom 12. November 1919 als gemeinnützige Unternehmen zur För- dexung des Kleingartenwesens anerkannt worden sind, bei Anmeldungen zur E i n- Oer Offenbacher Oberbürgermeister tritt nicht zurück. DSN. Offenbach a. M., 20. Dez Oberbürgermeister Granzin, der um Entbindung von seinen Amtspflichten eingekommen war, um die Direktorstelle bei der Frankfurter Miftheim A.-G. zu übernehmen, hat sein Rücktrittsgesuch wieder zurückgezogen. Eine Schafherde von der Lokomotive getötet. DSN. Höchst i. O.. 20. Dez. Gestern nachmittag gegen 5>/2 Uhr fuhr die Lokomotive eines Arbeiterzuges auf der Strecke Höchst L O.— Wiebelsbach dicht bei dem Ort Hetschbach tn eine Schafherde und tötete 60 bis 70 Tiere. Die Herde, die auf dem Acker dicht neben dem Bahnkörper weidete, ist von dem jungen Schäferhund beim Annähern der Lokomotive auf bi? Gleise gejagt worden. Der Schaden, beträgt ungefähr 4000 Mark. Berliner Börse. Berlin, 21. Dez. (WTB. Funkspruch.) Obwohl man Kurse im heutigen Frühverkehr noch nicht zu hören bekommt, scheint die Tendenz bei kleinstem Geschäft infolge schwächerer Auslcmd- meldungen eher nachgeben zu wollen. Die Spekulation verhält sich abwartend, doch dürste der Ultimo immer noch auf die Börse drücken. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag: Stadttheater: „Das Schwalbennest", 19.15 bis 22.15 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Leibeige- nen". — Astoria-Lichtspiele: „Maciste und die Ja- vanerin". — StadttheaterGießen. Aus dem Stadttheaterbureau wirb uns geschr.e^en: Zu Leo; Tolstois 100. Geburtstag to.rb nächste Woche „llnb das Licht sche.net in der Finsternis" erst- ma.ig ausgesührt. D.eies Theaterfragment ist für bas Tolstoi-Jubiläum deshalb besonders geeignet, weil in autobiographischer Form das Ringen des Dichters um sein menschliches Ideal stark zum Ausdruck kommt. Die Hauptrolle des Nikolaj Iwanowitsch — es ist Tolstoi selbst — spielt Waller Ebert-Grass ow. Das Werk wird von Oberspielleiter Hans T a n n e r, t inszeniert. — Die heutige Opereltenvorstellung „Das Schwalbennest" ist die erste dieses Werkes. Beginn 19.15 Ahr. — Sonntag, 23. Dezember, finden zwei Vorstellungen statt: 15 Ahr „Pinkepunk", Weihnachtsmärchen von Fritz Peter Buch: 18.30 Ahr Bruno Franks „Per enkomödie". — Weihnachtsmärchen im Lichtspielhaus. Im heutigen Anzeigenteil kündigt die Leitung des Lichtspielhauses, Bahnhofstraße, ein Gastspiel der Deutschen Märchenbühne mit dem Mär» chenspiek „Hänsel und Gretel" an. Es handelt sich bei dieser Vorführung nicht um einen Film, sondern um eine Darbietung auf der Bühne. Das Gastspiel findet am Heiligabend, ab 4 Uhr nachmittags, statt. Näheres in der Anzeige. * Der evangelische Gesamtkirchenvorst a n b. Die kirchlichen Wahlen in ber evangelischen Gemeinbe unserer Stabt sind jetzt zu Ende geführt worden. Zu dem Gesamtkirchen» Vorstand gehören die Pfarrer Decht ols- Heimer, der zugleich Vorsitzender ist. A u s - seid, Mahr, Lenz, Becker und ber neuernannte 1 Pfarrer ber Petrusgemeinde Liz. Waas, der jeboch seinen Dienst erst Anfang nächsten Jahres antreten kann. Als weltliche Mitglieder gehören dem Gesamtkirchenvorstand an aus der Matthäusgemeinde: Landgerichtspräsi- bent Neuenhagen, OberkriegsgcrichtSrat Koch, städtischer Verwalter Riebel: aus der Markusgemeinde: Frau Luise Happel, Staatsanwalt Schneider, (Bauoberaffiftent Wel - l e r. aus der Lukasgemeinde: Retchsbahnamt- mann Dörr, Juwelier Noll, Oberforstmeistex Dr. SHüz; aus der Iohannesgemeinbe: Bauunternehmer Decker, LandgerichtSdirektor S ch m a h l, Oberstudienrat Prof. Dr. Weimar: aus der Luthergemeinde: Kaufmann Mal- tragung in daS V e r e i n s re g i st e r bte Gcbl.hr ind ber Pau'ch atz tn dem g eichen Um« fang herabgesetzt tirrben kann, wir dieses für die Cintrogungsgcbüb-' nach drm hes i.chen Gerichlslosteng setz in ber Fällung des Art. V Nr. 14 des Gesetzes vom 17. Januar 1924 zügelns en ist. Kommt hiernach ein Stempel nach Nr. 37 IV dcsSlcm «llcr.fs zurE.le urg, o .ann er bis auf den 'Betrag von 2 Mk. ermäßigt werben. Der Umfang einer Ermäßigung sol. sich nach ber Größe des Vereins, also nach ber Zahl der Mitglieder, und nach dem vorhandenen Dereins- Dcrmögen richten. Staaisleistungen für die Kirche. Der Evangelische Presseverband für Hessen teilt mit: Das Landeskirchcnaml hat zu statistischen Zweck.n eine Aeberficht Wer bi« Staatsleistung für kirchliche Zwecke in ben benachbaren preußischen Gebieten und in Hessen zusammengcstellt. Danach Li fiel b:r Staot in Hesscn-Kass.el für kirchliche Zwecke aus den Kopf der Evang. Devölleru-ng fast 4 Mari. In Waldeck sind es 4.80 Mark. In Hessen- Nassau 5.47 Mark. Der Hessische Staat leistet demgegenüber insgesamt 480 000 Mark, ober auf b:n Kopf der evang. Bevölkerung sage und schreibe 54 Pf. In Hessen erhält die Kirche ein Zehntel dessen, was in Waldeck geleistet wird, ein Neuntel ber Leistung in Nassau und e was mehr als ein Siebtel ber Leistung in Hessen-Kassel. Dabei ist ferner zu berucksich igen, bah das Gefamtsoll aller Kirchengemei den an Reichseinkomn.e.isteuer, also die Summe, bie ber Staat aus kirchlichen Kreisen herausholt, in Walbeck auf ben Kopf 18 Mk., in Hessen-Kassel 20 Mk., in Nassau 26 Mk. und in Hessen-Darmstadt ! 40 Mk. beträgt. Bon brr letztgenannten (Summe kommen 54 Pf. kirchlichen Zwecken zugute. Wann wird bei uns in Hessen die Zeft kommen, bah durch ein? angemessene Erhöhung bes Staatszuschusses bi.' katastrophale Finanz- | tage ber Kirche gehoben wird? Taten für LamStag. 22. Dezember. Sonnenaufgang v.02 Uhr, Sonnenunteraang 15.55 Uhr; kürzester Tag. — Mondaufgang 13.08 Uhr, Monduntergang 2.02 Uhr. 1752: der Buchhändler Georg Joachim Göschen in Bremen geboren (gestorben 1828); — 1819: der Komponist Franz Abt in Eilenberg geboren (gestorben 1885); — 1891: der Orientalist und Politiker Paul Anton de Lagarde in Göttingen gestorben I (geboren 1827). und auswendig gelernt hattet, d e len Spruch eines Meisters, „Tagesarbeit, abend« Gäste, saure Wochen, i rohe Feste!" And von jenem Feuer aus der Burg, um das ihr in Frohsinn und fest- liebem Ernste tanztet, to.rb. das glaube ich bestimmt, auch ein wärmender Strahl auf euren Alllag und eure Arbeit in den Bünden und Verbänden ge,allen fein! Wer freute sich von denen, die das einmal erleben durften, nicht jetzt schon , ■ c.SSaubtfchöffen auf d!- s^nie Caien.8 r e. 3« ■ l unt-auf Ä«I Kinn Lmrdwift das eine und andere, was m d.e.em Sinne noa) Q to Linden strutb Lehrer das E m.d übe» Jahrg°pl°n, m ist, was ich aoer heute noch nicht verrg.el I m • e. «tTm. rntnrip 01? üb le ß ick'l in Aber alles er,üllt sich erst, wenn es Ausdruck Dießen. 5rflU ,^arte u Me g o ß.irt m der Gemeinschas t wird. Daher die Betonung FK- ^gus'M attefn bi Gießen, Werk- £s £2^ "'■@k8en'w 'n erhalten und die Sü^unfli mit öer JOttjai 3 3 5 3anuar 1929 an der Landesuniversität si^nd, mit ihren Veranstaltungen und Treften nEinden Am 3. Januar wird die Veranstaftung leder Art au,zunehm en- » . h ~ nach einer Degrühungsansprache Sr. Magnifi- And weiter denke ich mit Freude ber 'OU 5^ Rektors Pros. Dr. Herzog von dem gen bherbergs tage im abgemu^enenIahre^ ästssührenben Direktor des Landwirtschaft- al« wir am Ämune fahrtstage mft L' Laswutos Jnstitu'.s der Lanbesuniversität, Piwf. Dr. bie lugend.ichen Teilnehmer nach Milt enber g eröffnet werden. Vorträge werden zur Herberg-weihe brucht^. a.swir im Herbst ' $ Dr. Günther (Gießen). Ober- bei noch größerem Aufgebot in Z w 1 n g< n. ^fln m'pf. Hillringhaus (Berlin), be r g ben neuen Grundstein Prof Dr. Kraemer (Gi:sten). Pros. Dr. M 0 m- Auerbach zwei neue D.echen weihen And (Gießen). Deräandsdirektor Berg (Darm- ich denke an die Zustimmung zum diesiahngen Prof Dr. Kleberaer (Gießen) Prof „Brückenbauer-' der au 100000 Tf ftu« (®Ä). N. Don all ben Dm gen sprach, wie fte das Verhalt- ^trub (Larmstadts. und Generalsekretär Grims von Jugend und mit ich bringen. ! s a r (Zraiftsuri). Außer den Vorträgen sind Be- allem zeigte sich ein stetiges Auswärts des ge fi^tigunflCn ber Landwirtschaftlichen Institute memfamen W.Ilens. und die darmi unb ber Universitäts-Versuchsgüter vorgesehen, und die Freude über Uebe ^tenar ß .. P^^tannahme am Sonntag, dem unb CBnefe ist für den Mitkämpfer ein scho 23. Dezember. Vom Postamt wirb uns mit* Geschenk zur Wcu)nachtszell. . aeteitt: Am Sonntag, 23. Dezember, ist bie Paket- Qlber noch ist ^n weiftr 0^g zur sozialen Tat^ ^^^hme des Postamts 1 .Bahnhofstraße) unb Stärker noch muß der Wille we^en auf daß er des Postamts 2 (Schulstrahe) von 8 zur Tat werde im Sinne lebendigen, sozialen Ber- 1 , aebrfnet antooitungitmuSfeta^ ••Die @ e m e i n 6 e b u n t, e ft e u e r für 1929 bie neue dann muß fw_ 9 9 betrifft eine Bekanntmachung der Stadtverwaltung bringen, was die Alten nicht zu erreichen v I hputlnpn An^eiaenteil Interessenten feien auf mosten: ben attfeitigm Willen zu total« ™ WJntmS^o„SnS In «djtigfeit. die Sefinnung .auf »°s -em°.nfumi d'-.^-nntmachun^ d-|°nd-r^h>ngewt-to^ Ziel eines Dolles mit gemetn.amem .das ^acher-Zwungsinnung gibt im heutigen IeA.£.nbrl? iS bnrt i™ bie Süngeigenkil betnnnt, d°b die 6efd)äfie der In. Qlber ^dendiges Vo f n r , ... nungsmitglieder am Heiligabend um 7 Uhr ge A e b e 7u m G u ?-7^lf^w°"jebe- i^efner und um ersten Weihnuch.sseierlag Art unb nach leinen K-Üiten mithilfl. neues, auf. der Heimat gestorben. Wie wärtsgerichtetes Leben zu gestalten. Darum, ihr St Gallen (Schweiz) berichtet wird, jungen Menschen, steht'fest auf dem Boden eures ^ortalsältesterBür^^r Stabtim Alter Bolles läulchl nicht bas Vertrauen berer b. «, W £ httta ® i e6e’n gdi.»« an euch glauben, und w.rdet l mude auch ^oh. Martin Seitz verstorben. Der jetzt immer wieder die ^?dere die abseitsstehende 2i^ l Heimgegangene erblickte am 4. August 1833 in genb auf euren Weg zu unb Mit z @ie^en a(d Sohn des Schneidermeisters 2lbraham Hohe SU. nehmen. Betet undoMp.et gerace Has Licht der Welt. Er erlernte in beften Kräften. Laßt das Jahr ben Beruf eines Lithographen. Seine Wanberjahre führten ihn bann u. a. nach Nord- deutschland, Holland und der Schweiz. Dort hat er sich im Jahre 1859 in St. Gallen seßhaft ge- macht und einige Jahre später ein eigenes Geschäft gegründet, das er aus kleinen Anfängen zur größten Blüte bringen und &u einem sehr angesehenen lithographischen Betriebe entwickeln konnte. Die Firma ist heute eines der größten Unternehmen dieser Art in ber Schweiz. Der eifrig vorwärtsstrebende Mann bewahrt« trotz seines glänzenden Aufstieges die einfachste unb schlichte Lebensform, in der er sich stets als glücklicher Mensch fühlte. Als großer Naturfreund und begeisterter Bergsteiger hat er noch als 80jähriger ben 2504 Meter hohen Säntis zum 52. Male erstiegen. Nur wenige Tage gestörten Wohlbefindens gingen dem Abschluß dieses langen und gesegneten Leben« voraus. Seiner Vaterstadt Gießen hat der Heimgegangene stets große Anhänglichkeit bewahrt. In St. Gallen wird das Andenken an diesen hervorragenden Mitbürger stets in hohen Ehren fortleben. Das Weihnachtsfest greift nach allen Herzen in den deutschen Landen. Es ist noch eines der letzten Bänder, vielleicht das letzte überhaupt, das alle umfchlmgt. Hür jeden, ob arm, ob reich, ob vornehin ober gering, ob alt oder jung, sind irgendwie besonders liebe Erinnerungen damit verbunden, für alle wird eS zu dem Fest, an .um un.u.«...__r... „ ,___, dem sich die Liebe im schönsten und reinsten Lichte, Wald und Feld, löst hier und da Die schwere am uneigennützigsten und gebe reubigjten 8«-gt Schneelast eine« Tann naste«. ein kal er Ost- Jene wenigen Worte: Ehre, Gott, Friede ben wind final feine Melodie. Wir Menschen von Menschen, die als Symbol über dem Weihnachts- beute suchen frierend bad warme Zimmer, fitzen feste stehen, sind, wie si« auch im einze.n^r aus- zum Teil in schwellenden Polstern und verwan- gelegt werden mögen, irgendwie leuchtendes Dein bte langen Räch e mit star.'en Lichtquellen Ibeal für die suchende und ringende deutsche zum Tage um. Vermft en wir noch bie Sonne? Jugend. Die Zeit der längsten Nächte wird durch Wir tonnen nicht ermessen, toi-* un ere Vor- sie, wenn sich bte Wlifterfonne wendet, zur ^eft, fahren dereinst in danllen Dlockw tn saßen in der das Licht am hoffnungsvollsten auf leucht en unb mit Sehnsucht nach dem Himmelslicht, das will, zur Zeit, in der sich der neue Morgen sich hinter dichten Nebeln verbarg, aus,rauten, für die Menschheit kündet, zur Zeil, in ber die tote sie die Tage zählten und bann aufjubelten, Jugend des .guten Willens" sich immer wieder als end'tch die Zeit der S o n n e n w e n d e h ran erneut unb ho<-fniinysfroh zu den Kämpfern im tarn, etc waren ja in viel höherem Grade als Heere des Lichles finbet unb aller Lauheit unb toir mit Mutttr Natur verbunden, sie blick.en allem Anverstand bie sieghaften Wort« entgegen» mit anderen Augen zum Himm« «et, für fte war hält: „Wit uns geht die neue Zettl" die Sonne die Lebensspenderin, für sie war sie 3a, mit euch geyt sie, ihr jungen Menschen, alle«. unb euer Weihnachtsglaube soll euch Jahr für Aiid sie sahen sie sinken, verfHwinden. Da Jahr zur Weihnachtsgewißheit werden. Ich hab« wurden sie still unb hofften. ES war der alte euren Worten gelauscht, ich hab« eure Taten Glauben an da« sieghafte Leben: Es gibt feinen gesehen; ben Glauben an unsere organisierte Untergang, keinen Tod. e« gibt nur ein Werben, hessische Jugend, wie ich sie aus ben Bünden Durch Nacht zum Licht! und Verbänden aller Gattungen kenne, kann Dann kam der Tag: Die Som» sank nicht mir niemand rauben. Von Jahr zu Jahr vermehr. schien stillzustehen auf ihrer Bahn, aber mehrte und stärkte sich unser hessischer Lanbes- schon stieg sie wieder. Da« Fest der Wintersonnen'- ausschuß der deutschen Iugendverbände, von Jahr wende war ein Fest des Glaubens, ein Ausblick zu Jahr wuchs die Zahl ber gemeinsamen Der- tzeri vreismert A'< verkaufen. 08902 Ble chslraftc 24 p. | Empfehlungen I (flroüe Lcnduna WechnachtS- bäume triift Samstag zu bilhmlcii Preisen em. 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Altbürgermeister Georg Bopp | Vermietungen] Ab 1. J.rnuar in beiter Kone 2 lehr out möbl. Zimmer au Ltiidentlnnen zu uerrn. Evtl, auch an Dauern,. mttKüchen- benutzg.Schr.Angeb. u.0>863a. d. Gir.Anr. Gut möbliertes gimmer zum 1. Jan. z. vertu, i Zn er ft. t. d. Gelchik. I d. Gien. An;. 089081 Mietgesuche iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin Möbliertes Zimmer sucht junger Angestellter für Januar. Schristl. Angebo.e um er 11178D an den Gten. Anz. erbeten. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll Junger, berufdtät. Herr sucht sonniges, gut möbliertes Zimmer inni l.Januar. Nähe Viebißarnhc bevorz. Schr. Llngeb. U.U8597 an den Gten. Anz. Gut möbliertes gimmer Aitm 1. Ian. gesucht. Schr. Angeb. u. 08904 an den Giesj. AnA. Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34 Montag, den 24. Dezember, nachmittags 4 Uhr Einmaliges Gastspiel derDeutschen Märchen-Bühne Anf der BUime! Kein Elim! Hänsel und Gretel von uns gerufen worden Die Trauerfeier findet am Montag, dem 24. Dezember 1928, vorm. lll/j Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. 111870 Trauer: Kurt Engisch Thekla Engisch und 2 Enkelkinder In tiefer Friedrich Engisch Karl Engisch Ludwig Engisch Gießen, den 21. Dezember 1928. Todes-Anzeige Am 20. Dezember 1928, vormittags 9V2 Uhr, ist meine treue Lebensgefährtin, unsere liebe, sorgende Mutter Sonntag geschloffen! Dersäumen Sie bitte nicht, Samstag oder Montag Ihre Einläufe in Strümpfen, Socken, Slrick-und Weißwaren zu billigsten Preisen bei uns einzudecken Kttdebraudt & Cie. * GieSen * KveuzpliaÄ 1 Gewerbeverein Giefeen Samstag, den 22. Dezember, abends 8 Uhr im Caft* Leib Feier les 92. SiilMslestes mit Weihnachtsfeier unter gütiger Mitwirkung des Gesangv. „Heiterkeit“, wozu wir unsere Mitglieder nebst Familien ergebenst einladen. 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In den Räumen sollen eine Anzahl von Werken Goyas sowie eine Bibliothek der Goya-Literatur untergebracht werden. Ader man will auf daS Publikum noch durch anschaulichere Darstellungen wirken. So soll sein Geburtsort Fuendetodos in einem kleinen Modell aufgebaut werden, und man will Szenen aus dem Leben des Malers durch Wachsfiguren darstellen. So sollen die Besucher zu sehen bekommen, wie Goya sein berühmtes Bild .Die unbelleidete Maya" malt, wie er mit seinen Angehörigen äu Mittag speist, mit seinem Enkel Mariano spielt usw Manchem Berehrer des Meisters dürste freilich dieses „Goya-Panoptikum" als eine große Geschmacklosigkeit und Versündigung an feinem Damen und feiner Kunst erscheinen. zeigen, d.e nur durch irgendwelche seelische Vorgänge ausgelöst sein können. Der schlasende Huad bellt, knurrt, wedelt mit dem Schwanz, macht mit den 'Beinen Lustbewegungen, muß also durch irgend etwas gereizt werden. Auch die Pferde schnauben im Schlage und wiehern. Schlafende Löwen und Tiger fauchen, genau so wie wir das bei unserer Hauskatze beobachten können. Die Affen las,en ebenfalls im Schlafe Laute hören, die nur durch begleitende Traumbilder erflärt werden können. „Da der Traum kein Prodult ter höheren geistigen Fähigkeiten des Menschen ist," sch! egt Brüggemann, „besteht auch keinerlei Grund, solche Beobach ungen anders zu deuten als beim schlafenden Menschen. Die Tiere, wenigstens die höheren Säugetiere, träumen. Mit dieser Erienntnis müssen wir uns aber schon bescheiden; weiter können wir den Schleier der Tierseele nicht lüften, jedenfalls nicht eher, bis auch der Traun des Menschen wissenschaftlich weiter aufgeklärt ist." ander jeweils ein mit Post beladener Lastochse und zwei Indios zu Fuß. Bon einem zum anderen Platze sind sie vier Wochen unterwegs. Die Gebirgs- leite Zieht sich gegen Südwesten in ein etwas höher gelegenes, meist trockenes Gebiet den Chaco Bor- Jn diesen Gebieten und den von demselben um- schlossenen Sümpfen, in deren Mitte Fortin G a l p o n liegt, wurden von nordamerikanischen Ingenieuren Petroleumquellen festgcstellt, jedoch bisher noch nicht ausgebeutet. Das Interesse Boliviens richtet sich jedoch nicht so sehr auf diese Quellen, als vielmehr auf die trockene Zufuhrstraße zum Paraguayfluß, der das Ausfalltor nach dem W-tthandelsplatz Buenos Aires darstellt. Es liegt auf der Hand, daß Bolivien am Erwerb dieses Stückes des Chaco Borreal von jeher ein besonderes Interesse hatte. Untergang, aber eine Christfeier in einer Kirche, wo Weihnachtsbäume brennen, die Orgel leise die alten Weihnachtslieder spielt und die Knaben mit den silbernen Stimmen Chöre singen: „Es ist ein Dos' entsprungen"... rufen in uns Erinnerungen wach, an das Elternhaus, die Mutter und unsere Jugend... an Dinge, die wir nicht mehr besitzen, und die uns heilig sind... Man sollte nicht darüber lächeln... nicht einmal über einen alten Diener, der seine Kiste mit biliftem Christbaumschmuck m t sich herumschleppt und sich in seinem stillen Zimmer, in Gedanken an die ferne Heimat, ein Däumchen schmückt, sich zu den knisternden Lichtern setzt und Feierstunde hält.... frischen Däckcrcien so gut schmecken... Das Gedeck soll am Hci.igabend festlich sein. Den glänzend frischen ©amaft schmücken frische kleine Tannen- zweige, eine Vase mit Stechpalmen und Mistelzweigen die Tischmitte... Sie weißen Tücher der Festtafel, auf der die Geschenke aufgebaut werden, besteckt man rings mit kleinen Tannenzweigen, und den Daum sollte man nie so groß nehmen, daß seine Spitze die Decke berührt. Ein kleines Däumchen, das man auf den Tisch stellen kann, macht sich ebenso hübsch, wir haben ja alle nicht mehr viel Raum für Christbäume. Den hohen Daum überlas en wir Kirchen, Fest- sälen und Häusern mit großer Diele. Wir 'Deutsche sind nun einmal an Weihnachten festlich gestimmt. Sa geht etwas auf aus unserer Jugendzeit, und der alte Zauber, all die Märchen erwachen, die man einst hörte. Vom Christkind, das sein goldenes Haar am Weihnachts- baum Hamen ließ, vom Eselchen, das mit dem Christkind lebe Rächt aus dem Himmel geritten kam und sich freute, wenn es etwas Heu auf dem Fensterbrett sand, und uns dafür eine Zimtwaf el oder ein Lebkuchenherz hinterlieh... die Vorbereitungen der Mutter hinter ab- geschlvssenen Türen, die geheimnisvollen Pakete, welche die 'Botenfrau aus der Stadt mitbrachte, der Duft nach Tannen, Gewürz, Honig und frischem Duttergebäck, der das Haus sestlich durch- buitete. Vermht man das jemals? Wan sollte das Fest Den Kindern auch mit kleinstem Mittel festlich gestalten. Ein frohes Weihnachtsfest wirft seine toarmen Slrahlen auf das ganze Jahr, ein tristes Fest aber hinterläßt Schatten in der Erinnerung... oft für immer. Solche Weihnachten vergißt man nie... Ein englischer Attache erzählte mir kürzl'ch, er habe einen alten deutschen Diener gehabt, der, ob er in London, in Paris oder in Madrid mit ihm wohnte, auf allen Reisen, übers Meer, durchs Gebirge, eine Kiste mit sich herumgeschleppt habe mit — deutschem Christbaum,chrnuck, und zu Weihnachten die Wände seines Zimmers mit diesen silbernen Kugeln und Eiszapfen geschmückt habe... Er fand das komifch, daß wir Deut- fchen noch so sentimental seien... Ganz unrecht hat er nicht. In uns stecken zuviel Märchen und Erinnerungen aus der Kindheit und den Weihnachtstagen, die sich mit den Ermnerungen an unser Elternhaus verknüpfen. Sentimental?... Vielleicht nennt man das so... Wir weinen zwar nicht mehr bei einem Sonnen- Das in den Tageszeitungen mehrfach genannte Forti n Galpon, nordwestlich von Bahia Ne- gra, Aufenthaltsort von Feder- und Felltauschhändlern mit romantisch primit.ver Lebensweise, dieses Fortin Galpon bestand 1923 noch (und wird heute noch nicht größer sein) aus drei bis vier Holzbaracken aus Palmstämmen und einer Anzahl In- dianerhütten. Es sind dort etwa 10 Mann Soldaten und 2 bis 3 Offiziere paraguanischer Nationalität stationiert, die den Auftrag haben, die etwa 150 bis 200 Kopf starke Station syphilit.scher und lepra- kranker Frauen zu bewachen, soweit hier von Bewachung überhaupt noch die Rede sein kann, da auf ungeheure Strecken Sumpf und Urwald eine natürliche Isolierung schufen. Fortin Galpon ist von jeher der berüchtigste Aufenthaltsort im äußersten Winkel der Republik gewesen und seine Besatzung sind strafversetzte Militärs dunkelster Vergangenheit. Wenn nun hier von „Kriegsgefahr" gesprochen wird, so scheint mir die Anwenduny dieses Be- griffes, wenigstens in europäischem Sinne, maßlos übertrieben zu (ein. Für Bolivien ist hier Krieg aus Mangel an einer Operationsbasis ausgeschlossen, für Paraguay aus Mangel an Mitteln. Das Heran» fthaffen von Etappen auf diese ungeheuren (Entfernungen ist finanziell für beide Teile unmöglich. Wären nicht dunkle Hintermänner der internationalen Hochs.nanz auch hier im Spiel, könnte meines Hering contra Galilei. (v) Budapest. Der Physiker und Astronom Ga i ei (1561 bis 1642) hat sich durch seine Lehren nicht nur das Uebeltoollen feiner Zeilgenos.en zugezogen. Rach- dem er im Ja>2 1516 ermahnt worden war, seine Meinung, die Sonne sei das Zentrum der Himmelskugel und unbeweglich, die Erde aber beweglich, aufzugeben, wenbete sich anno 1328 Herr JohanncS Hering, wohnhaft in Tiszaugar (Ungarn) gegen die „törichte, absurde und teilweise geradezu ketzerische" Lehre d.s Unglück ei ea Italieners! Meister Hering ist seines Zeichens auch Wisten'cha't'er, sogar ein „(egal i?rter", ordentliches Mitglied der Königlich Ungarischen Ra- turiri senschafilichen Gee l chast. Er erklärte jetzt feierlich, daß die Geschichte „Eppur si muove“ ein ganz gewöhnlicher Schwindel sei, daß die Erde nicht daran denke, sich zu bewegen und daß von ihrer Anziehungskraft eben a'.ls keine Rede sein fönne. Rewton und Gali ei toaren — so Profcs or Johannes Hering — Betrüger, die es ledig'ich darauf abgesehen haben, der Schullugend das Leben schwer zu machen. In der epochemachenden Drnckschri t, die der Bekämpf er Ga.i- leis soeben im Selbstverlag eridjrinen lieh, wird die Richtigteit seiner Theorie einwandftei nachg^wicsen. Ser Wind, die Kanonenkugel, da« volle Was erglas. die Ei enbahn, das Flugzeug, ja sogar das Radio unterstützen angeblich sämtlich die neue Lehre. Der zeitgemäße Dekämpfer GalileiS scheint seiner Sache ganz sicher zu sein, denn er deponierte bare 1030 Pengö (etwa 700 Rrichsmark!) bei dem Dorsnotar von Tiszaugar für jene „wissenschaftliche" Denkschrift, der es gelingen sollte, die Heringschen Behauptungen „schwarz auf weih" zu widerlegen. Mir ein Dreiviertelstündchen ... (n) Moskau. August Christophorowitsch und Berta Iwanowna in Moskau haben (ganz bestimmt ungewollt!) einen neuen, recht beachtenswerten Rekord ausgcstcl t' den des „komprimierten" Zaubers der vielbesungenen sti'len Häus ichkeit... August Christophorowitsch lichte die mit ihm in derselben Fabrik bechäflig.e Dureaudame Derla Iwanowna. Sie erwiderte die ®e,ü';ie des schmucken Vorarbeiters. Sa stand einer „gut- bürgerlichen Sowjetehe" nichts im Wege, und die beiden nahmen sich einen Tag ©beurlaub. 10 Uhr 15 vormittags bestieg das Liebespärchcn die Straßenbahn und fuhr Werglück ich zum Der Weihnachtstisch. Von Liesbet Dill. Gelegentlich eines Diners führte mich ein bekannter Philosoph zu Tisch Ich zerbrach mir den Kopf, mit was ich den gelehrten Herrn unterhalten könne, als er mich als erstes fragte: .Was essen Sie am Weihnachtsabend?" ...Ich war auf alles andere vorbereitet — doch er erklärte mir, daß ihn das interessiere, weil es für die Menschen, ihre Lebensart und die Gegend ihrer Heimat charakteristisch sei. Er setzte mir das aufeinander und bewies mir damit, daß man in geistvoller Wcise eigentlich über alles reden kann, und selbst der banalste Gegenstand intere fant tDlrb... „Sie werden sicher keine fette Gans versvei en und erst recht feine schweren polnischen Karpfen mit Pfefferkuchen oße". Als ich ihm gestand, daß in meinem Elternhaus stets eine kalte Zteifchpastete in Blätterteig für den abendlichen Weihnachtstisch am 24. gebacken wurde, die auch ich als Festgericht jedem anderen vorzöge, tief er enthusiasmiert: „Paste.e! Ja, fo was habe ich mir gedacht! Sie kommen ja aus dem Lande der Pasteten... da unten an der Grenze bäckt man Pasteten, entzückend, das gefällt mir"... Und statt über Riehsche, Kant und Schopenhauer, unterhielt ich mich mit ihm über Weihnachtstische, Festsitten und Festgedichte. lieber den Weihnachtsabend in England mit dem getrüffelten Puter, den schweren Fest- gerichten, dem brennenden Plumpudding, und dem etwas nüchternen Wei->nachtödinet in Frankreich, wo erst Reujahr der große temg der Gratula- lione.i, der Bonbonnieren und Geschenke ist. Da man bei uns am 24. zwei Feiertage vor sich hat, an dem die traditionelle Gans gegessen wird, mit Aepfeln und Maronen gefüllt, in manchen Gegenden mit Zwetschen und Rönnen ober mit Majorankartoffeln und Endiviensalat dazu, was mir immer als feinste Zugabe zur GanS erschcint, sollte man das Abendessen des Vorabends der Festtage so einfach wie möglich halten, ohne das Festliche dabei zu vergessen. Die Hausftau ist müde vom vielen Besorgen, sie möchte vor der Bescherung zur Ch.istmette gehen, um eine Orgel spielen und Weihnachtsgesang zu hören. Rachher, gegen 10 Uhr, dampft der Glühwein oder Punsch auf dem Tisch, zu dem die Eine Enttäuschung. Berliner Memoiren Lord d'Abcrnons. Don unterer Berliner Redaktion. Lord d'Abernon, der bis zum vergangenen! Jahre England in Berlin vertreten hat, galt als einer der klügsten Köpfe der britischen Diplomatie; Zeichendeuter wollten damals, als er zu uns kam, aus seiner Ernennung schließen, daß England auf eine Besserung seiner Beziehungen zu Deutschland großen Wert lege. Er Tl'ere träumen... Die Frage, ob die Tiere überhaupt träumen, wird von Dr. Brüggemann in „Hagen- lecks Utuftrierter Tier- und Menschenwelt" erörtert. Er geht dabei vom Schlaf der Tiere aus, der ja in vieler Beziehung dem des Me.ischen äbreit. Auch bet den höheren Tieren ist im Sch'as dte Sinnestätigkeit herabgesetzt, die Augen werden durch die Lider ober durch eine Rickhaut verhängt, willkürliche QPu2felbetoegun- gen unterbleiben, während die Funktionen der Atmung, der Verbauung unb des Kreislaufes ununterbrochen weitergehen. Diele Tiere haben eine bestimmte Schiasstellung, unb die höheren Affen nähern sich auch darin dem Menschen, daß sie sich zum Schlaf In besondere Rester zurückziehen. Die Pferde und ihre Siammver- toanb.en können im Stehen sch'äsen, weil sie durch die besondere Einrichtung ihres Knochen- und Handapparates beim Stehen nicht ermüden. Vögel schlafen sitzend auf einem Ast, weil ihnen eine Spe rrvorrlchtung an den Zehen ermüdende Mus- [e'arbeit erspart. Robben und Wale schlasen, indem sie sich auf der Oberfläche des Meeres treiben lassen; selbst bei den niedrigsten Wirbeltieren, den Fischen, finden wir den Schlaf. Da der Schlaszustand dem des Menschen ähnelt, so darf man wohl auch von vornherein annehmen, bah bei den Tieren ebenso wie beim Menschen Träume au;treten. Diese theoretische Voraussetzung wird durch die Erfahrung bestätigt. Man hat bei den höheren Säugetieren, bei den Haustieren und Affen beobachtet, daß sie während des Schlafes Lautäuherungen und Bewegungen Standesamt. Sie wurden 10 Uhr 32 Minuten getraut, und 10 Uhr 35 nahmen die Forma i'.ä'.en mit der beiderseitigen Unterfchr.ft der Eh.ver- träge ein Ende. 10 Uhr 40 bestieg das Ehepaar abermals eine Straßenbahn, um nach Hause zu fahren, und die vollzogene Trauung mit einem gemeinsamen Frühstück zu feiern; Doch schon wenige Minuten später gerieten die Reuvermählten in einen heftigen Streit. „Si s s Zulammcn'eben beginnt ja recht nett", stöhnte die junge Frau. „Wenn s dir nicht paßt, mein Täubchen', erwiderte g las en das neugebackene Fann ienober- haupt, „können wir ja unsere eheliche Gemeinschaft wieder auflöfenl" „Es wirb wohl richtiger sein... , meinte Frau Berta Iwanowna. An der nächsten Haltestelle vcr ießen Mami unb Frau die Straßenbahn, fuhren nach der entgegen gefegten Richtung weiter unb standen bald wieder vor dem Standesbeamten. Als die Uhr 11 Uhr 15 Minuten zeigte, waren sie geschiedene Leute. Das war wohl die seit Menschengedenken kürzeste Ehe: sie dauerte gefch'agene vierzig Minuten! So geschehen in Moskau im 1928. Jahre des Heils... Frau Grete beim Zahnarzt. (d) Zürich. Frau Grete auS Seebach Fitt unaussprechliche Schmerzen fett der Erkrankung ihres Backenzahnes. Eine gefährliche Wurzelhautentzündung kam allzubald hinzu, und „Madame" muhte schleunigst operiert werden. Die um ihr Leben besorgten Männer baten die prominenten Züricher Zahnärzte Dr. Büryi und Dr. Dogen, den Eingriff vorzunehmen; die beiden willigten ein. Die zwanzigjährige junge „Frau" wurde also narkotisiert. Sie sollte vielmehr eingeschläfert werden, doch versagten leider die Präparate, wenngleich geradezu enorme Portionen verbraucht worden sind. Mau wartete eine geschlagene Stunde vergeblich auf die Wirkung, unb entschloß sich bann, die Operation nur mit totaler Betäubung auszuführen. Zwanzig starke Männer banden die widerspenstige Frau Grete fest, um sie unschädlich zu machen. Endlich gelang dies, woraus das ... Maul der Frau Grete aufgespannt wurde. Sie' Kranke bekam sodann zwölf Ginsprihungen, und die Operation konnte beginnen. Die beiden Zahnärzte arbeiteten mit übermenschlicher Anstrengung weitere fünf Viertel Stunden an der Entfernung des bösen Zahnes. Dann endlich hatten sie's geschasst, unb waren nicht wenig erleichtert. als die Patientin — abtransporttert wurde. Frau Grete, die junge Löwin des Zoologischen Gartens in Seebach, kehrte nach dem gelungenen Eingriff in bester Stimmung in ihr Heim zurück, unb die genannten beiden Professoren bet Tierärztlichen Hochschule in Zürich können sich nunmehr rühmen, einen Löwenzahn gezogen zu haben... Die zwcinndueunzigjührige Flugpost. (r) Amsterdam. Heute, wo der regelmäßige Flugpostverkehr längst zur Selbstrerständlich.eit geworden ist. wo wöchentlich fünf Senderflugzeuge d.e Beförderung der Bries- unb 'Frachtpost zwischen dem Mutter- lanbe und Rieberländisch-Jndien veriehm. dürfte die Feststellung des Reuyorler Schriftstellers James Bloorn besonders intereffieren, wonach bereits am 12. Rovember 1836 der erste Brief mittels Lustpost befördert worden ist. Ein gewisser Robert Holland baute damals in London in Gemeinschaft mit Monck Maien unb Charles Green einen Ballon, mit dem die drei den Kanal überqueren wollten. Der englische General I. W. May vertraute den wagemutigen Fliegern einen an König Wilhelm I. von Holland gerichteten Bries an. Der Flugballon landete aber wider Erwarten nicht im Haag, sondern in Meinburg. Don da aus wurde der Bries nach Koblenz, unb vom dortigen Postamt mit einem Sonderkouriet weiter nach der hollänbissten Hauptstadt besör- berL Der König war mit bet „neuzeitlichen Post- beförderung" r«ht zufrieden, und versah die erste Luftpostsendung der Welt mit dem Vermerk „Vorsichtig aufbewahren I" Pierre Lotitz Familie und die Leiter. — P a r i & 1 In einem schattigen Garten in Saint Pierre sind die irdischen Ueberreste des ehemaligen Marineoffiziers und späteren Akabeoniemi.glie^es Julien Viaud begraben, den die Literaturgeschichte unter seinem schriftstellerischen Decknamen Pierre Loti kennt. Die Franzosen ehren das Angedenken des überaus volkstümlichen Romanciers so lebhaft, daß die gamilieranr gtieDer des vor wenigen Jahren verstorbenen Literaten sich genötigt sahen, den Besuch der letzten Ruhestätte von Pierre Loti energisch zu verbieten. Sie,e£ Verbot kam dem Inhaber des benachbarten Grundstückes sehr zustatten; er stellte in seinem Garten eine lange Leiter auf, von deren höchster Stufe schaulustige Ausflügler gegen Zahlung von zwei Franken „Eintrittsgeld" einen ungestörten Blick auf das Grab Lotis werfen konnten. So wanderte die sensationslüsterne Touristenschaft nicht mehr direkt nach dem Viaudschen, sondern nur noch nach dem Rachbargarten. Die Leute kamen auf diese Weise trotz des Verbotes auf ihre Kosten, der schlaue Dauer- ebenfalls, und die Familie des Dichters hatte ihre heiß ersehnte Ruhe wieder. Allerdings nur so lange, bis sie dahintergekommen war, was nebenan vor sich ging. Run strengten die Familienmitglieder einem Prozeß gegen den geschäftstüchtigen Rachbarn an; man will ihn zwingen, die gewinnbringende Leiter abzuschaffen, mit der Begründung, daß et ba£ Angedenken Lotis entehre. Der Angeklagte argumentiert hingegen damit, daß ihn der verstorbene Dichter unmittelbar gar nichts anginge, und daß er in seinem Garten tun und lassen könne, was ihm frommt Die Weisen von Saint Pierre werden demnächst diese harte Ruß zu knacken haben. Erachtens die Erledigung der Streitfrage ein Kinderspiel sein. Meiner Erfahrung nach wird das durch den Bölkerbund und sonstige Interventionen künstlich interessant und kritisch gemachte Problem schließlich daraus hinauslaufen, daß der durch geschäftliche Interessen künstlich entfachte Streit von einer interessierten Großmacht in gütlicher Weise beigelegt wird, indem beiden Kontrahenten Konzessionen gemacht werden und dem Friedensstifter zum Dank die wirtschaftliche Ausbeute überlassen bleibt. Anders liegt der Fall, wenn z. D Argentinien, d. h. argentinisches Großkapital, in gleicher Weise wie nordamerikanisches Kapital an dem Problem interessiert sind. In diesem Falle ist mit ernsten Situationen und mit Blutvergießen zu rechnen, da beide Länder sich im Prinzip feindlich gesonnen sind. In diesem Falle werden alle, wenn auch noch so hochtönenden Komitees umsonst tätig sein. Der Endsieg ist auch in diesem Falle den USA. heute schon sicher, well sie die kapitalkräftigeren sind. Der Endeffekt wird auf alle Fälle ein kostbarer Friedensschluß werden, bei dem man auf beiden Seiten zum Ruhm der für die Ehre des Vaterlan- des Gefallenen pompöse Reden halten wird, dieweil die Ingenieure des Friedensengels bereits mit den ersten Aushebungen in fieberhaftem Eifer beginnen. Der sildamerifanische Grenzstreit Aus unserem Leserkreise geht uns von einem guten Kenner der südamerikanischen Verhällnisse folgende Schilderung des zwischen Bolivien und Paraguay strittigen Gebiets zu: Ein Buck auf die Karte Südamerikas zeigt dem wirtschaftlich denkenden Menschen, daß em Land | wie Bolivien von der Wellwirtschaft absolut ab- geschnitten ist, weil ihm die natürlichen Zufuhr- unb Ausfuhrstraßen zu Weltwirtschaftszentren fehlen. Tatsächlich ist das der Grund für die wirtschaftliche Not und Rückentwicklung Boliviens, das an sich über ungeheure Naturschätze in Form von Petroleum. Mineralien und Holz verfügt. Eine unselige Spekulation hatte Bolivien im Kriege zwischen Ch.le und Peru auf die Seite des Berlieren- dcn geführt. Es verlor seine in den Kordilleren gelegenen Provinzen von Tagna-Arica an Chile, v.ni Jahre 1903 tauschte Bolivien dann mit Brasilien das Dreieck Puerto Suarez (Matto Grosso), Puerto Galpon und Bahia Negra (Rio Para- guay) gegen das heutige Territorium Acre, berühmt und berüchtigt durch seine Gumrmwälber und seine dort heute noch legitime Sklaverei am Ufer des Rio Grande in der äußersten Südwest- ecke des Stromgebietes vom Amazonas (Brasi- lien). Bolivien suchte auf diese Weise Abschluß über den Rio Paraguay und den La Plata an Buenos Aires. Der Plan wäre gut gewesen, ständen demselben nicht zwei Hindernisse gegenüber. Als erstes erhob Paraguay Widerstand durch ein Verbot zum Befahren des Paraguayflusses, soweit er durch paraguayisches Gebiet fließt, zweitens verhinderte es die Anlage einer bolivianllchen Siedelung in der Nähe des neu erworbenen Gebietes innerhalb des Ehaco Borreal, den Paraguay zu irgendwelchem unkontrollierbarem Zeitpunkt ata fein Eigentum annektiert hatte. Bolivien seinerseits konnte m dem erworbenen Landstrich mit seiner 12 Kilometer breiten Küste am Rio Paraguay keine Siedelung errichten, da das Land absolut grundloser Sumps ist, unbewohnbar und unerreichbar. Kommt man zu Wasser den Rio Paraguay aufwärts über Bahia Negra hinaus, bann erscheinen zur Rechten unb Linken bie bis dahin aus ^lieber« wald und Steilufer bestehenden Küsten die ersten Hochurwälder, die sich bann in ungeheuren Kom- plexen b.5 nach Venezuela über ben ganzen Kontinent ausbreiten. Ein unpassierbares Dickicht von Riese- und Schlingpflanzen versperren den Eingang zu den Urwäldern, deren Grund und Wasserspiegel durch eine dichte grüne Decke niederer Wasserpflanzen verfilzt ist. Hier herrschen in der Abgeschiedenheit des Urwaldes in den Baumkronen Orchideen und Papageie, im Unterholz Affen und Jaguare und im Wasser Tausende von Krokodilen. Soweit das Auge reicht, nichts als Wald. Sacht steigen die grünen Massen an und da, wo sie sich zu einer dunklen kompakten Wand am Horizont zusammenfinden, er- heben sich im bläulich-schwarzen Licht die gewal- tigen Gebirgsketten der bolivianischen Sierra de Santa Cruz. Und auch hier keine Bahnen, feine Siedelung auf Hunderte von Kilometer. Zweimal monatlich starten von den Stationen Santa Cruz de la Sierra unb Corumba Brasilien gegenein- II ist inzwischen zurückgetreten unb Hai jetzt seine Memoiren geschrieben. Gerade well er ein so kluger Kopf war, hat man nach der politischen und psychologischen Seite mancherlei interessante Auskläri^gen davon erwartet. Was aber bisher bruchstückweise daraus bekannt wurde, ist eigentlich nur eine einzige Enttäuschung. Die Beobachtungen, die Lord d'Llbernon über das politische ulC gesellschaftliche Leben Berlins niederschreibt, sind von einer erschütternden Oberflächlichkeit und sind so falsch gesehen, daß selbst die'franAöfischen Globetrotter, die nach achttägigem Besuche dicke Wälzer über Deutschland schreiben, nicht schiefer gesehen haben. Was soll man dazu sagen, wenn der englische Beobachter feststellen zu können glaubt, der deutsche Beamte habe die Gewohnheit, abends schwer zu essen und bis tief in die Rocht hinein zu pokulieren, fei aber trotzdem um neun Uhr nächsten Tage- wieder frisch an der Arbeit. Mag fein, dah es solche Gewaltnaturen gibt, die gibt es aber ebensogut auch in England und selbst in dem trockengelegten Amerika: aber eine deutsche Eharaktereigenschast daraus zu konstruieren, das ist — Verzeihung für das harte Wort — albern. Auch seine politische Ausgrabungen fördern nicht viel wertvolleres Ma eriai zillag?. E-e bringt es serttg. den französischen Einmarsch an d i e Ruhr rückwärts gese en als eine erlösende Tat zu bezeichnen, weil sie Deutschland zur Stabi'isjerung zwang, indem sie die endgültige K»ise un e.'er £i an en besch eu i,t: und damit die We t zur Be Innung brachte. Wenn das ernst ge-.ieint sein sollte, ist das eine Plattheit,- wahrschein ich aber nureine Entschuldigung. die Englands Passivität währen) des gamer Ru>r.inbruchS nachträg ich beschönigen fei'. Denn dos kann doch auch Lord d'Mernon nicht leugnen, dah der Ruh-einbruch eine Pferdekur g w sen ist, und dah die unerhörte Vitali üt des deutschen Volkes dazu geh r e, um der ar ig? Methoden überhaupt aus- hatten zu können. Daß dabei aber der Rest des deu schon Wohlstandes auf der Strecke geblie.en ist. dah das Dollsoermögen de i niert w-rde, und in'olced.s en auch heute noch das Vertrauen in die S aatsanlerhen ebenso wie der Spar inn des Volkes darunter leidet, das alles g'aubl Lord d'Abernon üb er sehen zu können. Er urteilt wie ein Kurpfuscher. der einen Patienten g'.ück ich zu Tode kuriert hat und hin erher seine Diagno e um jeden Preis bestätigt wissen wlll. Jedenfalls hätte man nach dem Rus, der ihm vorausging, eine andere Fundierung seiner Auffassung erwarten dursen. Wir g'auben zudem, dah es der verheerendän Fo'gen des Rt worden find, mehr ober weniger festgeste.lt Worten ist, was fehlt, ist auch schon burch den Lärm in der Wohnung, durch das Weinen der Hausfrau die Rachbarschaft aufmerk am gemacht worden. Das halbe Haus kommt, um sich den Schaden anzuseheu. überzeugt sich von drr Arbeit der Einbrecher und steht beratschlagend umber. Dieses oder jenes ter um liege nte Stück wird artgefaßt, die Spuren von Gewalt an Türen unb Schränken eingehend beichttgt unb begu achtet. Glück i Herweife ist wenigstens einer auf den Gedanken gekommen, dah man eigentlich mrg'ichst schnell d e Äriminctpo'L-ei benachrichtigen müßte. Er hat auf dem nächsten Polizeirevier ten Einbruch angeze'.gt, unb halb danach ist auch ein Beamter zur Stelle. Mit größter Beschleunigung ist er an ten Tatort gekommen, vielleicht sind noch frische Spuren der Täter zu entdecken, gerade in dieser Beziehung ist jede Minute kostbar. Unbedingt notwenbig ist es also, daß die Benachrichtigung der Polizei fo schnell wie möglich geschieht. Oft genug kommt es vor, baß durch sofort am Tatart angestellte RachfraLen der nachforschenden Keiminalpo.izei von irgendwelchen Personen, die als Zeugen in Frage kommen, Angaben gemacht werden, die auf die Spur des Täters führen können. Größte Beschleunigung ist hier erforderlich, denn es erfordert schon nach kurzer Zeit eine ganz erbeb- lief» kriminalistische Arbeit, erst einmal diese Zeugen zu ermitteln, die Wohl bereit s.nd, im ersten Augenblick ihre Angaben zu machen und ihre Wahrnehmungen der K i ninalpo izei mitzu- teilen, die sich aber später auf die diesbezüglichen | Aufforderungen ter K.iminalpoll'ei nicht mehr melden, entweder aus bloßer Unbedachtsamkeit | oder auch deshalb, well sie die mit der Zeugenvernehmung vor ter Polizei unb später vor Settcht verbundenen Unb: quem licht ei ten scheuen. Dazu kommt, daß, je schneller der K.iminal- beamte ten Ort tes Verbrechens betritt, es desto leichter für ihn möglich ist. die Spuren der Tat frisch zu sehen uno sich danach ein Urteil zu bilden. Leider wird gerate hiergegen ganz außerordentlich viel gesündigt. Eine nur geringe Unachtsamkeit fremder Personen hat zur Folge, daß es trotz intensivster Arbeit der Kriminalpolizei später nicht mehr möglich ist. die Tat aufzur ären. Da kommt der Kriminalbeamte an tert Tatort und bei genauem Ab- suchen ter Schranktüren unb Schreib tischfchub- laden findet er eine ganze Reihe von Fingerabdrücken. Er sorgt dafür, dah niemand heran kann, bis ter fachkundige Beamte tes Erkennungsdienstes am Tatort erscheint, um die Fingerabdrücke sorgfältig abzuziehrn zum Vergleich mit den in der dak ytoskopifchen Sammlung der Kri» minalpolizei vorhandenen. Richt leicht ist bf.efe Arbeit, unb desto größer muh bann die Enttäuschung fein, wenn sich 3tun Schluß heraus- stellt, daß die schönsten Fingerabdrücke von tem Hausherrn uno bet Haus,rau selbst stammen unb einige von ihnen sogar von sonstigen Hausbewohnern herrührm. Das ist die traurige Folge ter Tatsache, daß an Stelle der sofortigen Benachrichtigung der Kriminalpolizei ter Tatort gleich von dem Geschädigten selbst untersucht wurde und selbst fremde Personen ihn betreten Haden. Eine alte Regel für die Arbeit tes Kriminalisten, die leider aber noch nicht tief genug in das Bewußtsein anderer eingedrungen ist. heißt: „Weg vom Tatort unb vor allen Dingen Hände toegV Der Unberufene, der La'.e, kann trotz der seiner Ansicht nach größten Vorsicht es nicht verhindern, daß ec in Unkenntnis der wahren Verhältnisse vorhandene Spuren verwischt, ja womöglich durch sein Verhallen die Kriminalpolizei von ter richtigen Spur ablenft und auf falsche Wege weist. Em Rat muß deshalb hier immer wieder gegeben werden: das erste was man bei der Entdeckung eines Diebstahls zu hm hat, ist es, durch den nächsten Fernsprecher die Kriminalpolizei anzurufen und den Tatort unberührt zu [affen. Man versuche, sich soweit zu überwinden, dah man die natürliche Erregung zurückdämmt und das natürliche Bestreben, von vvm- herern festzustellen, welchen Schaden die Diebe angerichtet haben. Erst wenn ter Beamte ten Tatort betreten hat, dann kann man auch selbst ohne Ge.ahr ihm folgen und auch selbst die versöulichen Feststellungen treffen. Gute Bekannte, die mit Ratschlägen sich meist sehr bald einstellen, halte man erst recht zurück. Diel hat eben der von einem Einbruch Be- Iroffene nach ter Entdeckung der Tat nicht zu tun, aber an das Wenige muh er dann denken, damit nicht auch bei ihm das Wort zutrifft, erst: „Durch Schaden wird man klug!" mehr wird fein Wiederaufleben mnt begrüßt. Der Verein, drr feine Hauptaufgabe i 1 drr Unterstützung ter Armen sieht, tagt alle 14 2ain unserem ehrwürdigen Rathausfaal. In ter" vergangenen Woche zeigte Pfarrer Römer, Schotten, ten erschienenen 5rauen BiIter von ten Werken ter Inneren Mission. Bilder unb Vortrag wurden mit großem Jnierrsfe entgegen* genommen. s. Trais-Horloff. 20. Dez. Eine merkwürdige Entdeckung machte dieser Tage ter hiesige Landwirt Hermann Deltzer beim tiefen Un^lügen eines Ackers. 3n gewissen Abständen ftieß er auf Tonqesähe, die von schwarzer Erde fast kreisrund umgeben waren. Da ter Older nicht weit von ei tet Stelle liegt, wo bei einer früheren Ausgrabung Re,!e eines romifeben Kastells freigelegt wurden, so ist die Amiayme naheliegeTid, daß ed sich auch hier um römische Gefäße hantelt. Sir haben etwa 14 Zentimeter Durchmesser, eine Höhe von etwa 20 Zentim eter, eine weitgebauchte Form und ft ib unglasirrt. Der Hals ist sehr en 3 und mit einem Ohr versehen. Auch ter untere Teil ist wieder ziemlich eng. Dir Fundstellen waren in ziemlich geradliniger Richtung und in gleicher Tiefe. Leider sind die Gefäße burch die Pflugschar start de- schädigt worden, da deren knirschen zynächst aus Steine im Boden zurückgesuhrt wurhr. Es i't anerkennenswert, daß ter genannte Landtvi.t. durch die merkwürdigen Forme:! aufmerksam ge* worden, d m Funde genauer nachging. Räheres fann erst dir Untersuchung ergeben. Kreis Büdingen. =£ Echzell, 20. Drz. Die hiesige Pfennig- sparkasfe kann in diesen Tagen auf ihr 5 0* Bestehen zurückblicken. Aus kleinsten Ansängen int Jahre 18Z8 hervorgegangen, hat sie im Laufe der Jahre eine statte Aufwärts* entwickelung durchgemacht und ist tem einzelneir. tote der Allgemeinheit zu großem Se'en geworden. Sin Jäter Rückschlag erfolgte nn.'cr tem Druck ter Verhältnisse in ter Zell ter Mark- erllWertung. Die höchstmögliche Auswertung ter früheren Spareinlagen unb die weitblickende Leitung der Kasse unter ihrem Vorsitzenden Wilhelm Heller unb tem Rechner Philipp Werner haben das Vertrauen tec Bevölkerung zur Sparkasse wieder derart gestärkt, dah die Zahl ter Einlagebücher in letzter Zeit auf über 3C0 gestiegen ist und die einzezahlten Sparbeträge bereits saft die Hälfte tes Vorkrie-zsstcmdes aus- machen. # Echzell, 20. Dez. Der letzte Schweinemarkt dieses Jahres hatte den schwächsten Auftrieb , der zwölf hier abgehaltenen -Märkte zu verzeichnen. Es waren im ganzen nur 130 Ferrel aufgetrieben, die zu steigenden Preisen glatt abgcsetzt wurden. 6 bis 1 Wochen alle Zirkel kosteten 15 bis 20 Mk., 7 bis 8 Wochen al:e 18 bis 22 Ml., 8 bis 9 Wochen alte 25 bis 30 Mk. Sehr gesucht waren stärkere Einlaß- schweine, die je nach Alter und Gröhe bezahlt wurden. Kreis Schotte«. D Laubach, 20. Dez. Gegenwärtig liegt die Rechnung der Stadt im Jahre 1927 auf ter Bürgermeisterei offen. Der Rechnungsrest belief sich nach tem -Abschluß voriger R«h* nung auf 42 561,82 Mk. (der Kassenvorrat betrug 41 159.60 Mk., die Ausstände 1402,22 Mk.). Die Einnahme aus Gebäuden betrug 7311.08 Mk.. die Ausgabe 5398.25 Mk.; die Einnahme an Grundstücken 5119,82 'M, die Ausgabe 3269,61 Mk.: die Einnahme an Waldungen 86 899,26 Mk., die Ausgabe 53 206,05 Mk.: die Einnahme aus Jagden, Fischereien, Teichen 4585 Mk.; die Einnahme aus S ch ä - fereienundW eiben 829HO Mk.; die Ausgabe 2001,55 Mk.; die Einnahme aus Messen und Märkten 135,40 Mk., bie Ausgabe 35,16 Mark; die Einnahme aus ter Wasserversorgung 8860,80 'M, die Ausgabe 4063,82 Mark; die Einnahme aus der Ziegelei 1651,52 Mark, die Ausgabe 673,50 Mark. Die Einnahme aus der Allgemeinen Verwaltung 1055,98 Mk., die Ausgabe 19 530,69 Mark; die Einnahme aus der öffentlichen Sicherheit 44,60 Mk., die Ausgabe 4526,71 Mark; die Einnahme aus der öffentlichen Gesundheitspflege 132 Mk., die Ausgabe 4229,78 Mk.; die Einnahme aus der Armenpflege 2988,10 'M, die Ausgabe 7405,62 Mk.: die Einnahme aus den Schulen 310,42 Mk., die Ausgabe 14 609,46 Mk.: oie Einnahme aus den Straßen 207,30 Mk., die Ausgabe 9784,64 Mk.; die Einnahme aus den Kanälen 11,07 Mk., die Ausgabe 1688,45 Mk.: die Einnahme aus den Landwirtfchaftszwecken 4953,50 Mark, die Ausgabe 13 628,79 Mk. (Die Kosten des Prämiierungsmarktes betrugen 5322,60 Mk., die Einnahme 3378,20 Mk., mithin mehr verausgabt 1944,40 Mk.) Die Einnahme aus den öffentlichen Anlagen (betrug 7681,82 Mk.. bie Ausgabe 10 630PO Mark.; die C.nnahme aus ter sozialen Fürsorge 4614,48 Mk., die Ausgabe 7339,75 Wk.; die Einnahme aus ter äl n t e r st ü tz u n g der Rentenempfänger ter Invaliden- und An* gestellten-Dersicherung 2804,21 Mk., die Ausgabe 4053,72 Mk.; die Einnahme aus ten Abgaben 191 Mk., die Ausgabe 9108,44 Wk.. bie Einnahme aus ter Sonder st euer 3076,78 Mk.; die Einnahme auS ter Aeichseinkommen- steuer 8712,25 Mk.; die Einnahme aus der K ö r pe r s cha f t s st e u e r 551,75 Mk.; die Einnahme aus ter Umsatz steuer 4157,65 Mk.. aus ten G e m e i n d e u m l a g e n 10 321,86 Mk. Beim Abschluß betragen die Gesamteinnahmen 211016,39 Mk., die Gesamtausgaben 185 066,47 Mk. Vergleichen bleibt ein Rest von 25949,92 Wk. Ulfa 20. Dez. Unter ter Leitung des Kulturbauamts Gießen werden zur Zeit i 1 den Hauptstrang der gemeinschaftlichen Wasserleitung Ulfa — Rain rod — Ober- Sch m i t t e u am Sägewerk Hinrmelsbach j c ein Wasser mesfer für Ul,a und Ober- Schmllten eingebaut, umjeter Gemcirte die ihr vertraglich zustehende 'Wassermenge nachprüfeir au können. Die neue Regelung gibt keiner ter beteiligten ©enut iten das Recht, die Schieber- stellung an ten Abzweigstellen zu äntern. Wiederholle Messungen ergaben, daß bie Quelle auch zur Zeit größter Trockenheit immer noch die als Rorm angenommene Wassermenge liefert, so baß neu: Quellenzuführungen auf Kosten ter Wasser- genossenfchaft sich nicht als notwendig erweifem Es bleibt dm einzelnen Gemeinten überlassen, bei Hitzeperioden Vorkehrungen zu treffen, daß feine Wasservergeudung eintrift Kreis Alsfeld. -ct. Homberg o^d.O., 20. Dez. Im Walte bist ritt „Freier Wann" tourte der Holzhauer olzbau I X l l derBausack eilen M iLe Mirl Archen ate -lte 25 bi« m Sink], vhe bezahlt chlveine« ichltm Los- Markte in fertnfo, f i&r 50. Ks nefRe 5e3nngcn, eiMrtrn, wücr > Maü. ^9 bet 'M Lei- r--MWü ®erner zur Spar. bet ttuW g?. betröge be» ®u)ti aut» • *Q > i_ bon Lu, “bbC ^NtZ. bei .^Me L'Icho S^e.er «n.urrti betrug 1 M). Die 311,08 M, nahmt an QIu6ia.be Ibungen 5 TUI; die chereien, aus Echä« t; die Aus- s Messen llsgaöe 35,16 isserver- labe 4063,82 Ziegelei 3,50 Mark, nen Der- iBc 19 530,69 entlichen jabe 4526,71 entlichen w Mabe Armeil- 405,62 M: ,42 ffit. ne aus den 9784,64®.; 11,07 ®. rnahme aus >n 4953,50 (Die Kosten s betrugen 0 M. «?* W I>c ben An' LlVbM alen 8JP 1333,75 Wl., Atzung der den> und 2^' die W* Xl>ß3t? ; die &J' 176.78 Wt, kommen- - 0116 der l; di- Z' I c,7 65 TUL, >321.86 ® samtrln ^ScibV'cin wasser' Lieber' tfeirf Ä ft ick vor- Miner*«se MLhflche Gesundhallim^ sich 24. a?xb6 Jean Weisel. Giehen. Sonnensti afic 6, Telephon Nr, 8* 16. Lei -d2 17. Tel — e4 18- Tal -el 24. La5xb6 25. Te7-b7 38. Kg2-f3 39. b2-b4 40. g3- g4 41. h3xg4 42. Tc8-c4 17. Ta8-d8 18. Df6 —c6 gezeichneten vermeiden. 30 31. Kgl-g2 32. a2-a4 33. Sc4xb6 34. Tb8-c8 35. Sb6-d7 36 Sd7xc5 20. 21. Dd3xe4 22 De4xc6 23 Tel-e7 3. e7-e6 4. Lf8xc5 5. e6xd5 6 Sb8-c6 7. Sg8-e7 8. O-0 9. Lc5-b6 10 Lc8-g4 11. Se7 - g6 12. Lg4xf3 13. Sc6-e5 14. Se5xd3 15. d5-d4? 38. W7-h6 30. h6-h6 40. h5xg44- 41. 17-16 DamenLaurrn-artte. Weitz: Gopablanea. Schwarz: blanca spielt jedoch auf Vereinzelung des seind Tin 'Bauer wird nun bald fallen. 25. ... 25. Siä-d7 2f). Tb7-c7 26. Fd5-d6 Schwarz ist völlig ge'esseli. Ts war daher hier ratsam, Den Vorstoß d.r 3amenhauern.be» ginnend mit c5, zu versuchen. Vielleicht hülü! er so noch eine uclne Thance gehabt. Ruvrn- steinS Sp-eiwrile führt zum klaren Verlust. 27 T c7 — c8 + 27. Sd7 -18 28. Sb3-d2 28. c6-c5 29 Sd2-c4 29. Td6-eO Gchach-6cke. ■Bearbeitet von W Orbach 30. Te6-eH 31. g7-g5 32 Tel-al 33 Kg8-g7 34. Si8-eo 35. Talxa4 36. Ta4-b4 .. SXc5, so 37.TXC5, Tb4; 38. b3 Weih. Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. Weitz: 6 Steine. Ka3; DgS; Lei; Bc4, c6, d3. Schwarz: 3 Steine. Ke5; Bc7, 16. Partie Nr. 124. Im folgenden bringen wir. eine sehr feine Positionspartie au8 dem „Derliner-Lageblatt"- Schachturnier. lichen Damenbauern. 3 4. c2 —e4! 5. e4xd5 6. Lfl-böJ- 7, 0-0 8. Sbl-d2 9. Sd2-b3 10 Tfl-el 11. Lb5-d3 12. h2-h3 13. Ddlxl3 14. D13xd5 15. D15xd3 Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom VedakttonStisch. Neue Marke. , Warum nennen Sie Ihre neue Zigarvenmarka .Gras Zeppelin'?" , r „ , Bieberaus vornehm, großes Format, kolossal leicht!" „Qla ja, und hundert Ollann müssen erst dran üeh»n. bevor sie in (Sann kommt I" Alle für die Redaktion beftimmten QHitteilun* gen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schach- redoktion des „Gießener Anz.'izers". Problem Nr 192 Don A. De Veen. Schwarz, b c d e r Schwarz sollte , . . lieber mit 23. .... Se6 zu verteidigen suchen. Erzielt die Schwächung des Dauern d4. i 20. Te8 e4 FallS 36. .... ... und droht nun Tyg5 sowie Tc4! 37. Tb4-b5 . Dies schwächt den Dauern unnötigerweise noch mehr. Wit 15 D16, drohend 0X12 4- nebst Tad8 hatte Rubinstein ein gutes Spiel erlangt. Run erlangt Eapablanca durch eine Reihe treulicher Züge die Oberhand. 16. Dd8-f6 Führt zur Entscheidung. 42 42. Kg7-17 43 Sd3-c5! 43. Se6-d8 Iluch nach 43 Sxc5; 44. b> c5 ist es oald aus. 44. Sc5 - b3 . Erobert den zweiten Dauern. Rubinfteln überschritt hier die Zeit und war so des Weüer- spielens enthoben. Eapabl.rnca hat die Par^e, besonders im Endspiel, ausgezeichnet behandelt. Losung deS Problems Dr. 189 Don ft. A. L. Larsen. t. Ke2-fl!. Ld8-b6. 2. H2-15 bdiebig. 3. LX d5 oder Sxc5 oder S14 matt. 1 Td6~b6. 2. Sh4 - g6, beliebig. 3. S18 oder Sxc5 matt 1 Drohung Ldl, beliebig. 3. Lg4 matt. Ruf 1. . • - < Tc8 oder Lc7 folgt wfort matt durch 2. Sxcd. Aus Der Schachwelt. -Am 23. Dezember beginnt in Amsterdam ein neuer Wettkampf Vogotjubow gegen Dr. Eiüve, der zehrt Partien umsassen wird. Der vorjährige Kampf endete bei 5L/2:41lz Partien zugunsten des Russen. Da ft iss tagen seine Zusage, den Weltmeister- schaftskampf finanziell zu unterstützen, zurück- gezogen hat, dürste es Dogvljubow kaum fertigbringen, die zu diesem Kampse notwendige Sumn.e auszubringen. So wird man sich also doch auf den Revanchewettkampf Eapablanca gegen QIT- jechin ge,atzt machen müssen. Kreis Marburg 3C Marburg, 20. Dez. Im Alter von 53 Jahren starb brüte nacht an einem Herzschlag der Direktor bei hiesigen medizinischen Poliklu.U. Professor Dr. Eduard Müller. Der Verblichene, der vorher in Erlangen, Freiburg i. D, Frankfurt a. M. und Dre.Zau wirkte, kam 1909 nach Marburg. Müllers Arbn.c.i be- tref'ren Wa-to Eehim- und Rüdenmarksleiden. Maingau. WSR. Frankfurt a. Main. 20. Dez. Dei der gestrigen 93orftellung im Frankfurter Sd)auspielhauS gerieten auS unMannter Llrlache die Fransen drs Düh nen Vorhanges i.n Drand. Dir Flammen wurdrir'von einem Lheatcrvesuchrr. der fosrrt auf die Dühne sprang, ausgetreten. Das Publikum bewahrte bei diesem Vorgang di: Ruhe, so daß die Vorführung ohne weitere Störung soitgeseht werden konnte. Mi lionenausgaben des Jronffurter Wohlfahrtsamts. WER. Frankfurt a. M., 20. Dez. Dürger- meister Gräf unterrichtete heute die Presse in einer Konferenz über die Entwickelung des Frankfurter öffentlichen Fürsorge- Wesens. Die Ausgaben des Wohlfahrtsamtes haben eine gewaltige Steigerung erfahren. Während 1913 durchschnittlich int Monat 8111 Personen unterstützt wurden, betrug die Zahl der Llnterstützten im Dezember 1928 22 925 oder dos 2Zfache. 1913 wurden an laufenden Unterstützungen 953 463 Mark ausgegeben, während die Zahl für 1927 auf 5 859 759 Mark angestiegen ist. Der Voranschlag für den Etat, des Wohlfahrtsamtes schloß mit 19 157000 Mark ab, 16 980 000 Mark davon sind Zuschust. Zur Zeit wird auf einen Brschlutz der Höchster Dezirts- Verwaltung ein Versuch gemacht, die Pflicht^ a r b e t t in den Stadttell Höchst einzuführen. Don dem Resultat dieses Versuches, der übrigens auch in Aschaffenburg, Dad Homburg, Darmstadt, G i e- 6 e n, Limberg, Mainz, Wetzlar und Mannt) i n gemacht wird, soll es abhüngen, ob auch die Pflichtarbeit in Grostfrankfnrt ein geführt werden wird. Aeuer Erwerbslosentumult in Kassel. WSR. Kassel. 20. Dez. Die seit einiger Zeit sich täglich wiederholenden Erwerbslosen-Demonstrationen führten auch heute abend wieder zu verschiedenen Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und der Polizei. Ein e.wa 1000 Personen zählender Deinonstrationszug war durch die Absperrungen der Polizei von der ftönigstrahe und aus der Umgebung des Rathauses ferngehalten worden, bis es nach Deendigung einer Kundgebung auf dem Friedrichsplatz einer nach mehreren Hunderten zählenden Menge doch gelang, den Weg in die Königstraße zu gewinnen. Die polizelliche Aufforderung, die Straße freizugeben, wurde mit lautem Gejohle und beleidigenden Rufen beantwortet, so daß die Polizei von dem Gummiknüppel Gebrauch machen muhte. Durch die berittene Polizei wurde die Menge zerstreut und in die Altstadt abgedrüngt. wo die Kundgebungen sich sortsehten. Ss hatten sich mehrere Gruppen gebildet, die offensichtlich die Polizei herausfordern wollten. Die Straßen, auch die der Altstadt, wurden nach wiederholtem Einschreiten der Polizei endlich von den Demonstranten geräumt. Zwei Handwerksburschen in einer Herberge erstickt. Hers selb, 20. Dez. In dem benachbarten Oberaula hatten zwei ältere Handwerksburschen in der Gemeindeherbe r g c das Feuer im Ofen durch übermäßiges Rach^egen derart angefacht, daß bald eine .Überhitzung des Raumes eintrat. Während die beiden schliefen, begann die Wand am Ofen infolge der ungeheuren Hitze zu schwelen. Da keine Luftzufuhr erfolgte, war der ganze Raum bald m i t Rauch und Kohlen gas gefüllt. Deide Handwerksburschen wurden heute früh tot aufgefunden. 30 Tc8-bS Eapablanca erntet nun die Früchte seines aus- Sp'.e^s; Daremverlust ist nicht zu 37. Sö-d3 19. g2-g3! stimmt dem Springer im tommenben Endspiel die Felder 14 und h4. 19 . .. 19. T18-e8 20 Ld2-a5! Diehl von Düßfeld bei den Holzhauer arbeiten durch einen plötzlich umfallenden Daum am L'n'.erlchenkel schwerverletzt Dr. Luft von hier leistete unter dem Deistand der tm Sanitätsdienst audgebiiMcn Mügüedcr der hte- sigen Freiwilligen Sanitätskolonne die erste ärzt- siche Hilsc. 2!achdem der Derungluckte tm Auto . In hie Wohnung des Arztes veroracht und verbunden war. wurde er mittels Autos :r< seine Wohnung überge.ührt. — Der den Stewbruch, arbeiten im Distrikte ..Rothe Kuh", der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie gehörend wird seit einiger Zeit mit verkürzter Arbeitszeit gearbeitet. •I* Ruppertenrod. 20. Dez. In dor letzten Zeit fanb hirr et r außerordentlich reger Verkauf von Wohnhäusern statt. Innerhalb einiger Wochen wechselten niht rceni- a€t al- fünf Häuf?r ihre VMer. ^nächst gt tg das Anwesen beS Otto Horst II. in brn Desitz von August Finkernagel über. Das letzteren Hvsreite erwarben die Gebrüder Seim. Dann taufte Otto 6 tiehler das Anw^en von Karl Merz. Das Haus dieses Käufers erwarb Jo- hamies Schmidt. Endlich wurd: das Wohnhaus des letzteren von Lina Troller erworben. Preußen. AreiS Wetzlar CV, Grob'Rechtendach. 20. Dez. Wie gestern bereits aemeloet, ist am 18. d. M. der Bürgermeister des Zimtes Rechtenbach, Karl Schneider, nach langer schwerer Krankheit g e st o r b e n. Als Rachfolger des verstorbenen Bürgermeisters Goldmann hat Bürgermeister Schneider seit Frühjahr 1919 an der Sp.tze der vierzehn Gemeinden des Amtes Rechtenbach mit rund 8000 Einwohnern gestanden und dis Verwaltung biejer Gemeinden mit großem Pfl.chibewußtsein und m hingebender, treuer Arbeit und unermüdlicher Schajfenslraft umlicht g geleitet Die Durchführung einer größeren Anzahl kommunaler Aufgaben im Bezirke des Amtes Rechtenbach ist als sein Werk anzusehen. Es seien hier u. a. erwähnt die Einführung des elektrischen Lichtes in den Gemeinden Dornholzhausen, Ebersgöns, Lützellinden, Münchholzhausen, Rieder, kleen, DbcrUeen, Reiskirchen, Vollnkirchen, Volperts Raufen und Weidenhaufen. Die wirtfchaflliche Umlegung der Grundstücke In den Gemeinden Dorn holzhaufen, Groß-Rechtenbach, Hochelheim, Klein- Rechtenbach, Niederkleen, Reiskirchen, Vollnkirchen, Volpertshausen und Weidenhausen, die Ausführung größerer Wegebauarbeiten in den einzelnen Gemeinden, so zum Beispiel der Bau einer neuen Der- bindungsstraße zwiscyen Dornholzhausen und Lang. Gons, bie Erbauung einer Wasserleitung mit teilweiser Ortskanalisierung für die Gemeinde Niederkleen. die Vorarbeiten für die Errichtung eines ge- meinsamen Gruppenwafserwerkes für die Gemeinden Hochelheim und Hörnsheim mit einem Kostenaufwand öon über i Mill on Mark, der Neubau eines Sd)ulhaufes für die Gemeinde Klein-Rechtenbach, der Neubau eines mustergültigen Bullenstalles mit einem Kostenaufwand von über 30 000 Mark für die Gemeinde Lützellinden usw. Für die Erschließung der Gemeinden des Amtes Rechtenbach für den öffentlichen Verkehr hat Dürgermtifter Schneider sich ebenfalls mit feiner ganzen Kraft eingesetzt. So sind z. B. während seiner Amtszeit die Kraftpost- Tinten Gießen—Hochelheim (früher bis Niederkleen) und Wetzlar—Hochelheim eingerichtet worden. An der Hebung der Landwirtschaft hat er ebenfalls stets lebhaft mitgearbeitet. So hat er z. B für die Anlage einer Zungviehweide in der Gemeinde Groß- Rcchtenbach großes Interesse gezeigt. Nun ist er mitten aus einem arbeitsreichen Leben heraus nach langer schwerer Krankheit im Alter von 43 Jahren ab berufen worden. Um den Verlust dieses tüchtigen Verwatzungsbeamten trauert m t der Familie des . Verstorbenen das ganze Amt Rechtenbad), sowie olle diejenigen, die dienstlich oder außerdienstlich mit ihm in Berührung gekommen sind und ihn als einen liebenswürdigen Menschen mit stets freund- Iid)em und wohlwollendem Wesen kennengelernt haben. Der Verstorbene war in Kleinaltenstädten im Kreise Wetzlar geboren, er war bis zu seiner Ernennung zum Bürgermeister lange Jahre als Beamter bei dem Kreisausschuß in Wetzlar beschäftigt. 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Hebei» gen3 hungern jetzt schon viele. vorerst freilich wegen Geldmangels, weil die Preise für die notwendigsten Artikel dauernd steigen. Weißbrot aber ist auch für Geld schon längst nicht mehr da, anstatt dessen wird etwas ganz iln» definierbares, Grau-Schmutziges und fast Ungenießbares gegeben. Doch es hilft nichts — es muß verzehrt werden. Am schlimmsten sind die langen Polonaisen vor den Lebensmittel-Geschäften, für/die man sich schon zur Dacht anstellt, weil großer Warenmangel herrscht und toetl man öfters mit dem Bescheid weggeschickt wird, sich am anderen Tage wieder zu melden. 3n Erwartung dec Hungerswut kursieren in der Stadt ärgerliche Gespräche vom täglichen Brot, wie in den Sahren 1918, 1919, 1920, und zwar überall — zu Hause, zu Gast, sogar während des Dienstes. W.eder Gerüchte und Angst. Denn der Hunger zeigt wieder sein schreckliches Antlitz. 3m großen russischen Deiche gibt es seit zwec Wona.en überhaupt kern Weißbrot, leine Butter, feinen Tee, keinen Deis, keine Makkaroni, keine Grütze, keine Heringe. 3m Sowjetstaate wird wenig gegessen, aber dafür viel getrunken. 3n jeder Straßenbahn sind fast regelmäßig drei bis v^c Betrunkene. Die Stadt trinkt, das Dorf trinkt mit. Man trinkt einfach staatlichen Wodka oder das selbsterzeugte Surrogat, „Samogon" genannt. Die Witzbolde scherzen und meinen, daß die Sowjet-Regierung die Trunksucht zum Aerger Trotzkhs unterstützt: da der in Hngnade gefallene Würdenträger zur Zeit seines Wohlergehens behauptete, dah in den „eifernen Bestand der Revolutionseroberungen" unbedingt das Wodka-Derbot hingehöre, d. h. „bte Liquidation der staatlichen Trunkverleitung des Volkes". Dun also, um Trohky zu widerlegen, um die Opposition zu beschämen, hat der Kreml ihr zum Trotz diese „revolutionäre Errungenschaft" vernichtet, den Wodka wieder hergestellt und wieder wird das Volk zum Trünke verleitet. Man darf annehmen, dah das herannahende 3ahr für Moskau ein 3ahr der Entscheidungen sein wird. 3nnenpolittsch wie außen- vvlitisch. Es muh sich zeigen, ob die ameri- lanifche Ane.kennung wirklich kommt, auf die Moskau wegen der amerikanischen Berstimmung gegen England hofft, und es muß sich zeigen, ob diese Spannung zwischen angelsächsischen Da- fionen auch den englischen Druck auf Sowjetruhland vermindert, und ob schließlich auf diesem Wege neue Verhandlungen mit England ausgenommen werden können. Mit einem Wort: die außenpolitische Frage Sowjetruhlands an das 3ahr 1929 ist: kommen wir aus der politischen 3solierung heraus vdeo nicht? Innerpolitisch scheint die Karriere Stalins ihren Höhepunkt erreicht und überschritten zu haben. Sein größter Erfolg war der Sieg über die Opposition, aber dieser Sieg war wohl ein Dyrrhus» Sieg, der seine Kräfte oielleicht gebrochen hat. Im gegenwärtigen Moment ist fein Einfluß lange nicht so groß, wie es noch vor einem Jahre der Fall war Ebenfalls bereitet ganz offensichtlich die Uneinigkeit in der Kommunistischen Partei der Sowjetregierung gegenwärtig ganz besondere Schwierigkeiten. Kommunistische Fehler, Mängel und Läster fangen an, in sehr fühlbarer, ja geradezu krankhafter Farm aufzufallen. Allein mit Schlagworten, seien es rechte oder linke, ist nichts zu erreichen. Und dabei ist keine Zeit zu verlieren. Wenn bei der Versorgung der Städte mit notwendigsten Lebensmitteln Störungen vorkommen, ist man gezwungen, sich aller möglichen Mittel zu bedienen, ohne Rücksicht auf Empfindungen zu nehmen, die man gerne geschont hätte. Unter den Schwierigkeiten, welche die Sowjetregierung zur Zeit durchzumachen hat, steht nun einmal im Vordergrund d i e Bauern-Frage. lache Bajazzo 1 Roman von 3- Schnelder-Foerfil. Urheberrechtsschutz Oskar Meister, Werdau i. Sa. 27. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Richthofen erschien bereits wieder unter der Türe und trug ein Tablett mit einer Flasche Wein, belegten Broten und einer Schale Trauben. „Der Kognak wär dir vielleicht zu scharf gvesn, Mizzl. Aber der Wein ist gut!" lobte er uij> klappte mit der freien Hand den Tisch am Fenster hoch. „Hat dir's die Mizzl erzähll, das mttm Hettingen?" „Was ist mit dem 3oachim? Fehlt ihm etwas?" sagte Feßmann erregt. „So Iah mich doch nicht so lange auf Antwort warten, Leopold." „Aber bitte — — es hat doch in allen Zeitungen gstandn! Das mußt doch glesn habnl" „Tot?" schrie der Doktor hinaus und verblaßte bis zum letzten Rest der Farbe. „Aber geh, Hans! Du bist ja wie mein Schwester!! Wann ich bloß fein Damen in den Mund nehm, erschrickt's schon vor lauter Aengstn, er könnt gstorbn sein!" „Was ift es sonst?" „Trink erst ein Schlucker! Wein, mein Lieber! Derweil erzähl ich dir." Die Augen ohne Bewegung auf ihn gerichtet, hörte Feßmann vom Zusammenbruch des Hauses Hettingen und alles, was sonst für ihn zu wissen nötig war. „Hnd niemand hat mich davon verständigt," sagte er mit ehrlichem Vorwurf. Richthofen setzte das Glas, welches er zum Munde führen wollte, wieder ab. „Hat ja kein Mensch gewußt, wo dich ein Telegramm oder sonst eine Dachricht treffen kann! Mein erster Gang ist so zu dir gwesn, wie er hätt Schluß machn wolln —" „Der 3oachim Schluß machen? —" entsetzte sich der Doktor. „Das kann ich mir nie verzeihen, daß ich in dieser Stunde nicht bei ihm gewesen bin!" Trotz der Versicherungen, ein für allemal auf den zwaiigsrnäß gen Ankauf von Getreide zu verzichten und den Bauern die volle Freiheit zu lassen, über ihre Getreidevorräte zu verfügen, hat die Regierung ihr Versprechen wegen der katastrophal geringen Getreidebereitstellungen während des letzten Herbstes, nicht halten können und war wieder gezwungen, sich der bewaffneten Macht zu bedienen. — Die Strafdetachements überfielen die Dörfer und verlangten unter Arrest und Erschießungsdrohungen von den Bauern sofortige Aushändigung allerGetreidevorräte zu drei- oder zuweilen soaar vierfach niedrigeren Preisen, als den Bauern seitens der Privatkäufer geboten wurden. Während der Rcg.erungspreis für ein Pud Weizen bloß 1 Rubel 30 Kopeken war, zahlten die Privatkäufer 4 bis 5 Rubel pro Pud. Mit dem von den Bauern zwangsweise auf- gekauften Getreide wurden alle Sta.ions-Spei- cher überfüllt, aber auch diese reichten nicht aus, so daß man gezwungen war, das Getreide draußen ohne Bedeckung abzuladen. Ein Verfahren, durch das das Korn nicht besser wurde. 3n einer Reihe von Ortschaften hat die Obrigkeit verordnet, „Mas ist 3hre Reue gegen die meine," sagte Maria tonlos. Die etwas schwüle Luft in dem Abteil verursachte ihr eine gewisse Beklemmung. Sie trat an das Fenster und lieh es zu drei Viertel in die Vertiefung gleiten. Dabei entfiel ihr das kleine Täschchen, in welchem sie verschiedene Kleinigkeiten untergebracht hatte. Dom Hang herauf lief einer der Arbeiter, die an der Ausbesserung des Bahnkörpers beschäftigt waren, bückte sich, ein Sprung nach vorne, dann hatte er das Trittbrett des Wagens erreicht und hielt es ihr hinauf. „3oachim!" Die Gestalt auf dem Trittbrett glitt taumelnd zu Boden, wurde eine Strecke weggeschleudert und richtete sich dann wieder auf dir Füße. „Mizzl, was machst denn für Sachn!" Richt- Hosen nß die Hand der Schwester, die nach der Dotbremse griff, mit harten Fingern zurück. „Laß mich! — Doktor, helfen Sie mir doch!" Vergeblich, suchte sie ihr Gelenk aus der Um- klammerung des Bruders freizumachen. Als es nicht glückte, fiel sie mit einem schüttelnden Weinen in die samtenen Polster. „Alles, was recht ist!" zankte Leopold. „Es war ja Hettiirgen!" schluchzte sie. „QTber geh, Kindl! So weit darfst es doch nicht treibn, daß du in jedem Gsicht, das dir begegnet, das seine vermeinst. Da kommst ja über 3ahr unb Tag ins 3rrenhaus." Sie weinte noch immer leise vor sich hin. Feßmann spürte ein unbegrenztes Erbarmen mit ihr und nahm ihre tastenden Hände mitleidig zwischen die seinen. „Er war es sicher nicht, gnädiges Fräulein! Wie käme 3oachirn unter die Streckenarbeiter der SüdbahnI Gesichter sind sich oft so ähnlich" „Cs gibt kern zweites solches in Wien! Er war es selbst!" Dichthosen wollte aufbrausen, sah Feßmanns warnenden Blick und wurde wieder ganz Dachsicht und Güte. „Schau, Mizzerl, das Hal jetzt gar keinen Zweck, wann dich so nuntertuft. Der Hans fahrt so mit dem nächsten Schnellzug wieder zrück. Der geht dann gleich naus in die Dcchn- melsterei und frost, ob er wirklich dort in Arbeit d ie Kirchen als Speicher zu beinihen, auch diese Maßregel hat auf dem Lande starke Empörung heroorairufen. Ebenso dec Zwang zur Zeichnung dec 3nduftrialisierungsanleihe. Der letzte Tropfen, der das Maß dec Bauern- Langmut zum llcbcilaufen brachte, war die in diesem 3ahre zum erstenmal eingeführte sogenannte „individuelle" Besteuerung, deren Höhe nur von dem Steuereinnehmer abhängt und aufs Geratewohl bestimmt wird. Es gibt gar keine Hemmungsgrenzen zum Destcuern. und man kann sich leicht die Willkür vorstell n, die bei dieser Steuereinziehung herrscht. Dabei ist zu bernteten, daß die Sowjetpresse selbst von der Hnhaltbarknt der Zustande berichtete und noch berichtet. Aber sogar die Regierung ist machtlos gegenüber dem Chaos, das auf dem Lande bei der Steuereinnahme herrscht. Kein Wunder, daß das Bauerntum sich aufregt, daß mal hier, mal da die Vertret er der lokalen Behörde getötet, staatliche Geöaud: in Brand gesetzt werden. Die Bauern-Terror-Welle flutet wieder durch ganz Rußland. Wird sie 1929 abebben oder zur Sturmflut anschwellen? steht. Warm ja, nachher telegraphiert er uns auf die Rax. Oder er telephoniert. Das geht noch geschwinder. — Bist du jetzt zufriedn." Sie sagte nichts mehr, lieh nur den Kopf gegen die Polster gleiten und schloß die Augen. Richthofen fuhr sich ganz unvermittelt an die Stirne, stand auf und bat den Doktor mit einem Wink, ihm in den Gang zu folgen. „Mir gehn tausend Lichter auf. Hans! — Tausend Lichter! — Dor s«hs Tagn, es können auch acht gwesn sein, hab ich den 3oachim zufällig einmal tressn und hab ihn gefragt, wie's ihm geht, da hat er hellauf glacht. — „Dorzüg- lichl 3ch bin Direktor an der Südbahn wordnl Ein erstklassiger Posten!" — 3ch hab gar nichts gemeint dabei und hab ihm dazu gratuliert Aber beut! Wann die Mizzl recht hat — wann er wirklich um Taglohn arbeitet?" „3ch habe keinen Zweifel mehr daran, daß es so ist. Sowie ich den Automobilisten zusammen-- geflidt habe, nehme ich mir ein Mietauto und fahre zurück. Dann bin ich zwei Stunden früher in Wien!" „3a Hans--und laß gleich was hörn!" „Sowie ich Bescheid habe!" Das Tempo der Räd.rpaare verlangsamte sich. Schienengewirr machte den Wagen schaukeln. Feh- mann griff nach seiner Ledertasche, die er im Gepäcknetz li.gen hatte. „Auf Wiedersehen, gnädiges Fräulein. Sorgen Sie sich nicht mehr! Sobald ich Gewißheit besitze, bekommen Sie Dachricht." „Dittel" 3hre Hände lagen kalt und reglos in den seinen. Als er dem Gang nach der Türe zurücklief, faßte ihn Richthofen noch einmal am Arm. „Laß ihn nimmer aus die Qlugn, Hans, den 3oachim! 3ch trau ihm alles zu! Auch das Allerletzte." „3n zwet Stunden hab ich ihn! Auf Wiedersehen, Poldl." Dann klappte die Türe zu. Der Doktor hatte kaum Zeit, herabzuhüpfen, so rasch setzten sich die Räder bereits wieder in Bewegung. Er sah Marias todbleiches Gesicht am Fenster und hinter ihr das des Bruders. Mit abgezogenem Hut blieb er stehen und sah Marias weiße Hände noch eine Weile wie Schnee auf dem Simse liegen. Freitag, 21. Dezember 1928 Gießen Meister sein, da Großen-Bufeck doch wohl die noch ausstehenden 7 Spiele nicht alle gewinnen wird. Handball im To. v. 1846 Gießen. Da die Derbandsspiele Ende 3anuar beendet sein müssen, um bis dahin den Meister zu ermitteln, wird auch am zweiten Feiertag gespielt. Die 1. Mannschaft spielt gegen Großen- Buscck; die Großen Bu ecler Haden in den l.tz en Spielen bewiesen, daß sie ein nicht zu verachtender Gegner sind. Gießen wird, da cs auch noch Ersah cufteLcn muß, alles ausbieten müßen, um das Spiel für sich zu entscheiden. Handball der Sp.-Dg. 1900. ö. Dachdem die Mannschaft des D. s. B Gießen bereits zweimal mit der ersten Els der Spielvereinigung 1900 die Klingen gekreuzt hat, findet am nächsten Sonntag ihr erstes Spiel gegen 1 9 00s zweite Garnitur auf dem 19^0-Platz statt. Das Treffen gilt als Verbands - spiel der Dachrunde. Das Dorrundespiel, das seinerzeit wegen anderweitiger Besetzung des Waldfportplatzes ausfallen mutzte, ist vom Gauhandballausschuß neu angeseht worden (nach Beendigung der Serie). Die unter „V. f. B.-Hand- ball" gebrachte Mitteilung, dah dem D. f. D. die Punkte zugefallen seien, war also verfrüht. Was das am nächsten Sonntag stattfindende Spiel angeht, so wird jede Partei bestrebt sein, Punkte zu erzielen, um nicht das Ende der Tabelle zu zieren. Die D. f. D.-Mannschaft hat bis jetzt noch kein Treffen siegreich oder unentschieden gestalten können, während 1900s „Zweite" sich erst am vergangenen Sonntag in den Besitz eines Punktes setzen konnte. Das Kräfteverhältnis beider Mannschaften läßt einen knappen Ausgang erwarten. Da sowohl die Bewegungsspieler, als auch die Spielvereinigungsleute über gute Hintermannschaften verfügen, wird die Sturmzusammen- setzung das ausschlaggebende Moment sein. Handball m Heuchelheim. Tv. Heuchelheim I — To. Didda I 4:2 (3:1). Das am vergangenen Sonntag in Heu^e.i-eim stattgehabte Verbandsspiel konnten die Einheimr- fdyen mit 4:2 Toren (Halbzeit 3:1) für sich entscheiden. Heuchelheim spielte von Anfang an überlegen, während Didda erst gegen Ende des Spieles besser aufkommen konnte. Der durch den Schnee glatte Boden beeinflußte die Spielw.ise beider Mannschaften, so daß der Kampf um die Punkte zeitweise zu stark hervortrat. Handball im Lahn-Oünsberg-Gau. Am Sonntag treffen in Londorf Kesselbach unb Londorf zusammen, wobei Londorf einen sicheren Sieg davontragen sollte. Spielvereinigung 1900 Gießen. ö. Am nächsten Sonntag gastieren die Ful- ba er Germanen bei der Spielvereini- ßung 190 0. Die Ligaelf der Gäste ist in Gießen nicht unbekannt: sie weille letztmals 1927 in unseren Mauern, und zwar zum entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die 1. Bezirksklasfe gegen die Marburger Germanen auf dem 1900- Sportplatz an der Liebigshöhe. Damals unterlagen die Leute von Fulda knapp, trotz technisch schöneren Spiels, dem Eifer und der Schnelligkeit der Marburger. Germania Fulda spielt schon seit 3ahren in der zweiten Bezirkstiga- Haffe der Gruppe Fulda eine gute Rolle. Bei Beendigung der Meisterschaftsspiele konnte sie immer den ersten oder zweiten Platz behaupten. Die 1900er stehen bekanntlich schon seit dem Abstieg aus der ersten Klasse in den gleichen Verhältnissen. Auch hier wird seit drei 3ahren ständig der erste und zweite Tabellenplatz errungen, zu Weiterem fehlt anscheinend die letzte Energie. Die Begegnung zwischen den beiden Mannschaften am Sonntag dürfte aller Voraussicht nach sehr interessant werden. Qtuf Seiten Gießens wird man versuchen, Verstärkungen heranzuziehen. Da die Spielweise und Spielstärke bei den Kontrahenten mit kompletten Mannschaften als gleichwertig angesprochen werden muh, ist mit einem eventuell unentschiedenen Sp-iel- ausgang zu rechnen, wenn nicht etwa der Vorteil des eigenen Platzes den Dlauweißen ein kleines Plus erbringen sollte. 1 9 0 0s Ligareserve empfängt am Sonntagvormittag die erste Elf vom Verein für Darm lief er nach dem Ausgang. „Was würde der heutige Tag noch alles bringen?" Wenn er nur erst in Wien wäre. * . „Hettingen, ich muß Sie aufmerksam machen, vorsichtiger zu sein! Wenn der nächste Zug passiert und Sie bleiben wieder so dich am Gleise stehen ober machen wieder solch ein tolles Manöver wie beim 1066, dann werde ich Sie melden!" Der Bahnmeister, dem die Strecke unterstellt war, sah mahnend in das wie in Bronze gemeißelte Gesicht seines Untergebenen. „Haben Sie diesmal noch Dachsicht, Herr Bahnmeister, es wird nicht wieder Vorkommen!" „3ch hoffe es!" Hettingen faßte nach dem Pickel, den er zur Seite gelehnt hatte, und hieb ihn tief in das Erdreich des Abhanges, der sich längs der Schienenstränge hinzog und fester grundiert werden mußte. Die Gier der letzten Spätsommersonne machte, daß ihm das blaugestreifte Darchenthemd schweißdurchtränkt am ganzen Körper klebte. Dorne war es über der Brust geöffnet, und von einem schwarzen Ledergurt unter dem blauen Leinenbeintleid festgehalten. Ab und zu griffen seine Hände danach, ihn zu lockern, fuhren mit dem rotgeran&eten Taschentuch nach der Stirne, um dann eilig wieder den Pickel in Bewegung zu setzen. Ein verzweifeltes Lachen stand in seinen Augen. „Schaut her, ich bin's! Heut schöpfet der Dichter kühn Aus dem wirklichen Leben Schaurige Wahrheit." Und sie hatte ihn gesehen! — Dies eine einzige hätte der Himmel ihm ersparen müssen! Dicht, daß er sich schämte, hier unter den hundert anderen in Regen und Sonnenhitze fein Brot zu verdienen, und so die Mutter vor dem Hunger zu bewahren. Aber daß gerade Maria es war, die ihn in feiner tiefsten Erniedrigung erblickte, brannte ihn wie Feuer! — Und morgen würden eä hundert andere wissen und würden herauspilgern zu den Schienen körpern und ihn anftarren wie em seltenes Tier, das man an den Pflug gespannt hatte! (Fortsetzung folgt.) , BJJHM—U—WIU ll—l— ■!IIII IW— Turnen, Spori und Spiel. Leibesübung im Alter. Don Tum- und Sportlehrer W. Faßhauer, Spandau. Das ständige Wachsen der Altersabteilungen in der Turnerschaft beweist, daß die Zeiten vorüber sind, in denen die Zusammenkünfte der „Alten Herren" nur vergnügliche Stelldicheins waren. Die Mehrheit der alten Mitglieder dürfte von 3ugenö auf durch Leibesübungen geschult worden sein. Dur so ist es zu erklären, daß in manchen Vereinen noch Männer, welche bereits sechs 3ahrzehnte hinter sich haben, ihr verantwortungsvolles Amt als Riegenführer und Dorturner verwalten. Der unverwüstliche alte Wett- turner Meller (Frankfurt a. M.) leistet trotz seiner 70 3ahre noch eine Waage vorlings, während 3oh. Maaß (Turnverein Krefeld) mit 75 3ahren noch eine Rückenwaage zeigt. Teils erheiternd, teils staunenswert, mutete es an, daß bei einem Alterswetturnen in Köln die Aeltesten (55 bis 90 3ahre) aus Versehen die Pflichtübung der 45- bis 50jährigen „3üng- nnge" turnen mußten und keiner versagte, auch ein Achtundsechziger nicht! 3a, sie zeigten Riesen- sprünge, Handstünde und Riefenfelgausschwünge noch als Kürübung! Zwar sind das nur Erfolge langjähriger Hebung und Körperschulung. Aber auch nicht vorgebildete Menschen im vorgerückten Alter können sich noch mit Erfolg oem Tumertum hingeben. Alle Einwände, die man dagegen zu hören bekommt: 3ch bin zu alt, zu steif, ich kann nicht turnen usw., entspringen fast ausschließlich der Furcht vor den Zuschauern, die vielleicht noch weniger können. Die Minderwertigkeitsgesühle können durch frisches Tun bald überwunden werden. Die Meinung, daß planvolle Körperbetätigung im vorgerückten Atter gesundheitsschädlich sei, haben die Turn- und Sportärzte längst widerlegt. Beachtenswert sind hierfür die maßgebenden Ausführungen von Pros. Dr. Müller (Spandau). Wenn man unter Altem die allmähliche Abnahme der Elastizität der Blutgefäße, des Lungengewebes und der Herzkrast versteht, so treten diese Erscheinungen vorwiegend nach dem 40. Lebensjahre auf. Durch Daturanlage ober Lebensführung, besonders aber durch verständige Leibesübung kann der Beginn des Alterns weit hinausgeschoben werden, oft bis an die Schwelle des Greisenalters. Hebungen, welche besondere Anforderungen an die Elastizität der Blutgefäße, der Lunge und des Herzens stellen, sind darum nur mit Vorsicht zu betreiben. Hierher gehören vor allen Dingen die Schnelligkeitsübungen. Deshalb wird in den Altersriegen der sinnlose Rekordkampf abgelehnt. Dagegen dienen maßvolle Dauerübungen hervorragend zur Erhallung der Leistungsfähigkeit und kommen gerade für Anfangsturnen im vorgeschrittenen Alter in Frage. Auch Angehörige von Berufen mit ausgesprochener Körperbetätigung benötigen eine Gesamtdurchbildung des Körpers zur Gesunderhaltung, genau so wie die andern. Ein Berus mag fein welcher er will, der Körper kann durch ihn nicht so vielseitig durchgeblldet werden, wie es beim Turnen der Fall ift. 3nfolge der Vielseitigkeit und Mannigfaltigkeit deutscher Turnkunst kann jedem Attersturner das geboten werden, waö er nach Veranlagung und Deigung für seine Gesundheit dringend braucht. 3n den Altersriegen wird durch fachkundige Leiter und langjährige Mttarbeiter auf die Eigenart jedes einzelnen so vorsichtig Rücksicht genommen, daß auch der ängstliche Mensch, der Deuling, sich ihnen unbedingt anvertrauen kann. Cs werden keine Gipfelleistungen verlangt, besonders nicht von denjenigen, die keine Veranlagung zu hervorragenden Leistungen besitzen. Das Altersturnen soll neben der Gesunderhaltung auch dem Gemeinschaftsgedanken dienen. Es ist wahrhaft eine Quelle zur Verjüngung, denn es erhält den Körper geschmeidig, macht das Herz froh und stärkt die Altersturner für den harten Sorgenkampf des Lebens. 3. Bezirk Gau Hessen O. T. Am Sonntag fand die zweite gut besuchte De- zirksvvrturnerstunde unter Leitung der Bezirks - turntoarte 3 eschky (Schotten) und Reitz (Langsdorf) in Didda statt. Dach einleitenden Ordnungsübungen nahmen die für 1929 vom Gau bestimmten Freiübungen und die für das Wintergerätewetturnen vorgeschriebenen Hebungen längere Zeit in Anspruch. Dachmittags versammelten sich die Vereins- vorsrtzenden des Deziicks und die Tum- warte zu einem Bezirkstag, von dessen Defchlüssen folgende erwähnenswert sind: Das Gerätewetturnen findet am 10. März in Wallern - Hausen, das Bezirksfest mit volkstümlichem Wett- turnen am 9. 3uni in Gedern statt. Den Gelände- lauf im Frühjahr übernimmt Ortenberg, den im Herbst Hnter-Schmitten. Die Handballspieler des Bezirks sind bereit, die Spiele um Punkte, die die jungen Leute allzuoft sonntags unter geldlichen Opfern nach auswärts führen und zu Hnzuträg- lichkeiten führen können, fallen zu lassen und an ihrer Stelle Freundschaftsspiele auszutragen, wenn der Gau es wünscht. Der zum Gau Hessen übergetretene Turnverein Echzell ist dem 3. Bezirk angegliedert worden, der nunmehr 21 Vereine zählt. Handball im (Sau Hessen D.T. Der Stand der Meisterschaftsspiele. Die Meisterschaf^s rag: ist insoweit g:FIärt, als der T. D. v. 1846 Gießen am Sonntag ge^en Marburg verlor und für die Meisterschaft nicht mehr in Frage kommt. Als erster Anwärter ist T.D. Wetzlar anzusehen, der zwar mit zwölf Punkten jetzt den 2. Tabel enplatz innehat, aber noch mit einem Spiel gegen Großen-Bufeck im Rückstände ist, das er ziemlich sicher gewinnen dürfte. Sollte Wetzlar verlieren, so dürfte Wtv. Rasenspiele L i ch und am zweiten Weih- nachtsjeieriag die erste Mannschaft vom Rasen portvercin 1920 Wommelshausen (Kreis Biedenkopf). Beide Gegner sind gut? Vertreter der ersten Gautlasse (früheren^ K a se). die den Gießenern, trotz Vorteils des eigenen Platzes, den Sieg nicht leicht machen werden. Das Vorspiel in Wommelshausen verloren die 1900er. 1900s dritte Els hat mit zwei Derband- neulingen Ge'ellschasis p'.e'e abgeschlo's n. Am Sonntag tociü diese Mann chaft in Garbenteich, um sich mit der ersten Els des Sportvereins 1928 Garbenteich zu messen. Voraussichtlich am zwcilen Weihnach ssci.rtog w'rd dann die erste Elf vom Dallspielclub 19 2 8 Oberbiel (Kreis Metz ar) hier auf dem Sportplatz an der Lirbigshohe antreten. Auf Grund der größeren Wettspieler'ahrung dürften ti D.au- weitzen jedesmal als Sieger hervorgehen. V. f. B. Am kommenden Sonntag sind sämtliche Mannschaften außer der „Dritten" spielfrei. Diese hat auf eigenem Platz Grohen-Busecks Erste in einem Gesellschaftsspiel zwn Gegner, gegen die die Ligareserve vor vierzehn Tagen verhältnismäßig knapp mit 4:2 gewinnen konnte. Die „Dritte" wird olles daransehen müssen, um gegen die stark ausgekommenen Dusecker, deren Stärke in ihrer Schnelligkeit und Ausdauer ließt, ebenfalls einen Sieg herauszuholen. Andererseits werden auch die Gäste bemüht sein, die kürzlich erlittene Riederlage wieder wettzumachen. Während am ersten Feiertag der Fußball- betrieb im V.f.B. ruht, sind für den zweiten Feiertag die Liga-Reserve und die dritte Mannschaft zu Gesellschaftsspielen nach auswärts verpflichtet. Die Ligamannschaft fährt nach Mühlheim a. M., um gegen die dortige „Kickers-Viktoria" anzutreten. Die Gastgeber gehören der Südmain-Kreisliga an und zählen dort zu den führenden Vereinen. Die Mannschaft hat sich in den diesjährigen Der- bondsspielen sehr gut geschlagen und steht nun, nachdem sie lange Zeit Tabellenerster war, an zweiter Stelle. Die D.f.B.-Elf wird sich schon gewaltig anstrengen müssen, wenn sie ein einigermaßen günstiges Resultat mit nach Hause bringe will. Ligareserve und Dritte stehen in Gr.- B u s e d dessen Erster bzw. Zweiter gegenüber, Dem Stärkeverhältnis nach sollte V.f.B. in beiden Spielen gewinnen können, jedoch hat Buseck durch seinen kleinen, für fremde Mannschaft un» gewohnten Platz einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Ein Doppelsieg des Platzvereins liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Fußball in Güddeutschland. Soweit bei den ihrem Ende zuneigenden Der- bandLsPielen der süddeutschen Bezircsliga nicht bereits in den einzelnen. Gruppen die Meister, die Placierten und die Absteigenden festgestellt sind, werd n am kommenden Sonntag wichtige Klärungen dieser Fragen zu erwarten sein. 3m Bezirk Main-Hessen. benötigt in der Gruppe Main die Frankfurter Eintracht nur noch einen Punkt, um endgültig Main-Meister zu sein. 3n ihrem Spiel In Aschaffenburg gegen die dortige Viktoria sollte sie beide Punkte erringen können. 3n drr Frage der Placierten wird sich vorläufig noch keine wesentliche Aenderung ergeben, da die nächstbe- rechtigtcn Anwärter vermutlich siegreich bleiben werdm. Dies darf man namentlich vom Fußball- sportvercin Frankfurt in seinem Kampfe gegen die Spielvereinigung 03 Fechenheim und von Kickers Offenbach, die gegen die Sp.Vgg. 60/94 Hanau aitreten, erwarten. Auch Union Riederrad wird Wohl auf eigenem Platze Germa?io Bieber besiegen können. Rur das ebenfalls nicht unwichtige Tressen in Hanau zwischen dem 1. F.E. 93 und Rotweiß Frankfurt wird Derrnut» einen der Beteiligten aus der Dewerberliste end- gül.tg verschwinden lassen. 3n der Gruppe Hessen steht der Meister- schastsanwärter Wonnatia Worms vor einet sehr heiklm Aufgabe, da er den Tabellenzwei.en, F.Sp. 05 Mainz, auf eigenem Platze schlagen soll. Der V.f.L. R-u-3senourg wird sich mi seinem Spiele gegen die Sp.Gem. Höchst endgültig den dritten Tabellenplatz sichern. Bei der Begegnung Alemannia Worms — Sp.V. Wiesbaden handelt es sich nur um eine Prestigefrage. Dagegen wird F.C. Langen Hassia Bingen vielleicht in Abstiegsnöte drängen könnm. Bezirk Bayern. Hier hat die Gruppe Rordbahern nur das eisen A.S.V. Rürnberg gegen den l.F. C. Rücmöerg auf dem Programm. Beide Vereine gehören zu den endgültig Placierten ihrer Gruppe. Der 1. F.E Rürnberg will jedoch durch einen Sieg mi der Sp.Vgg. Fürth noch punktgleich werden, um di.' Meisterschaft von Rord- bayern in einem Entscheidungsspiel auszutragen. Aller Voraussicht nach wird der „Club" seinen Vorsatz zur Durchführung bringen. Die Gruppe Südbahern ist am kommenden Sonntag fpiclfrei. Universität $ranffurf — Technische Hochschule Darmstadt 5:0 (2:0) 3m Vorschluhspiel um die Fußballmeisterschaft der südwest/eutschen Hochschulen standen sich am Dicnstagnachmittag auf dem Frsthnllen-Sport- plah in Frankfurt a. M. die Mannschaften bet Univer'ität Frankfurt und der Technischen Hochschule Darmstadt gegenüber. Rachdem die Frankfurter Studenten bis zur Pause bereits eine 2:0- Führung oorgelegt halten, konnten sie in der zweiten Hälfte das Ergebnis auf 5:0 stellen. Die Universität Frankfurt hat sich somit für das Endspiel qualifiziert. Casmir kämpst in Frankreich. Der deutsche Fechtmeister Erwin CaSmir (Frankfurt a. QU.) hat eine Einladung erhalten, am 26. Dezember in Cannes einen Florettkampf gegen den hervorragenden französischen Fechter C a t t i a u auszutragen. Falls beide Verbände zustimmen, dürfte damit der erste deutsch» französrsche Fechtkampf in Frankreich vonstatten gehen. Wirtschaft. * Der neue3ndustriervhstoff (Bill- willer-Verfahren). Rach langen Versuchen, die bis auf den März d. 3. zurückgehen, ist es nunmehr gelungen, eine Erfindung auszubauen, die, wenn sie sich wirtschaftlich bewährt, berufen ist, die Rohstoffbasis Deutschlands bedeutend zu erweitern. Rach einem von Dipl.- 3ngenteur Dillwiller erfundenen Verfahren ist es jetzt möglich, aus minderwertigem Rohstoff Stroh usw., fpinnfäfige Te-'til afern herzustellen. Ferner ist es jetzt möglich, die Erzeugung von Zellstoff bedeutend zu verfeinern und zu verbilligen. Zur Verwertung dieser Erfindung ist, wie bereits gestern gemeldet, in Zürich eine Gesellschaft für Faser und Zellstoff mit einem Kapital von vorläufig 800 000 — nicht wie gestern gemcldet 500 000 — Schweizer Franken gegründet Word n. Der Ausbau der Erfindung ist in Karlsruhe bei der Maschinenbaugesellschaft erfolgt, mit der aber feine kapitalmäßige Bindung irgendwclcher Art besteht. • D ie Konsolidierung in der Loko- motivindustrie. Die zwischen der Berliner Maschinenbau A.-G. vorm. L. Schwartzkopsf, Berlin und der Sächsischen Maschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann A.--G.. Chemnitz geführten Verhandlungen über die Aufgabe des Lokomotivbaues von Hartmann zugunsten von Schwattzkopff haben zu einer Verständigung geführt. 3m Rahmen dieser Verständigung wird sich Schwartzkopsf an der Kapitalerhöhung von Hartmann durch lieber- nähme von 1 Million Mark Aktien beteiligen. Cs wird sonach der jetzt einzuberufenden Hartmann-Generalversammlung vorgeschlagen werden, das Kapital nach der Zusammenlegung statt auf 10 Millionen auf 11 Millionen Mark wieder zu erhöhen. Durch diese Verständigung ist ein weiterer Schritt auf dem Wege der Konsolidierung innerhalb der Lokomotivindustrie getan worden. Für Hartmann bedeutet er eine weitere wichtige Rationalisierungsmaßnahme, von deren Auswirkung die Verwaltung greifbare Vorteile erwartet. Für Schwartzkopsf bedeutet er eine Erweiterung seines Arbeitsanspruches auf dem Gebiet« des Lokomotivbaues um rund ein Drittel. • Abkommen zwischen Karstadt und einem Pariser Warenhaus. Ti? Pari er Warenhaus,irrna „ße g and Magazin de P in° temps" hat mit der Karstadt A.-G. in Hamburg einen Vertrag abgeschloffen, nach weichem Karstadt den Cintauf sämtlicher deutschen und tfchcchi- schrn Waren für die französische Firma übernimmt. * Deutsche Gold- undSilber-Scheide- anstalt vorm Roeßlec, Frankfurt a. M. Nach dem Bericht habe auch das abgelaufene Geschäftsjahr 1927 28 wieder gezeigt, daß die aus der Vorkriegszeit geläufigen Vorstellungen und Erfahrungen über Konjunkturentwicklungen sich stark gewandelt haben. Man beobachte besonders in dem wirtschaftlich führenden Lande, den Vereinigteil Staaten, eine früher ganz ungewohnte Gleichmäßigkeit der Entwicklung, und ferner die Tatsache, daß ein Abflauen oder Ansteigen auf einem Gebiet nicht gleiche Erscheinungen auf anderen Gebieten zur unbedingten Folge habe. Im eigenen Lande liege es nicht anders. Auf den wichtigsten Gebieten der Gesellschaft — Edelmetalle und chemische Spezialpro- butte — habe sich die Aufwärtsbewegung des Bedarfs noch fortgesetzt. Der Umsatz habe sich durchweg erhöht, und daher sei es möglich gewesen, trotz der allgemein sinkenden Preise und UmarbeUungs- spannen, fteigenber Fabrikationskosten, einer weiteren Ste aerung der öffentlichen Abgaben und der Zinssätze für Leihgelder wieder ein befriedigendes Ergebnis vorzulegen. Der Produktionsapparat soll auf eine möglichst große Leistungsfähigkeit gebracht und die schon fest längerer Zeck unternommenen Umbauten und Ausbauten in beschleun gtem Maße fortgesetzt werden. Der vorliegende Status erscheint inso.gedessen noch ziemlich angespannt. Zum ersten Male nach der Inflation ist deshalb bekanntlich am 30. Oktober 1928 e.ne Kapitalerhöhung von 22,4 um 6,6 auf 29 Mill. Mark beschlossen worden. Die Eingänge aus dieser Kapitalerhöhung und die aus Amerika zu erwartenden Freigabebeträge würden die Durchführung des großen Programmes der Gesellschaft ermöglichen. Von den vor der Goldumstellung geschaffenen Dorratsaktien waren bei Beginn des Geschäftsjahres noch 588 Stück vorhanden. Davon wurden im Jahre 1927/28 477 Stück auf Grund eines mit der Metallbank im Jahre 1924 abgeschlossenen Optionsabkommens zu pari begeben. Der Erlös floß in den gesetzlichen Reservefonds Die verbliebenen 111 Stuck Vorratsaktien sind in der Bilanz nicht bewertet. Es wurde ein erhöhter Rohgewinn von (alles in Mill. Mark) 9,963 (9,126) erzielt, wozu sich der Vortrag aus dem Vorjahre in Höhe von 0,106 (0,104) gesellt. Andererseits stiegen Unkosten, Versuche, Steuern und Vergütungen auf 6 471 (5,748) und die Abschreibungen auf 1,025 (0,938), so daß ein nur wenig erhöhter Reingewinn von 2,573 (2,545) verbleibt. Hieraus werden bekannt! ch wieder 9 v. H. Dividende auf 22,4 Stamm- unb 6 v. H. auf 0,600 Vorzugsaktien verteilt und 0,110 vorgetragen. * Hessische und H e r k u l e s - Bierbrauerei A.-G., Kassel. Die Generalversammlung setzte die Dividende auf 11 o. H. (10 v. H.) für die Stamm- und 6 v. H. für die Vorzugsaktien fest. 8-raiu.urtcr Börse Frankfurt a. M., 21. Dez. Tendenz: geschäftslos. Zu Beginn der heutigen Börse war die Stimmung zurückhaltend und l u st l o s. Die bevorstehenden Weihnachsfeiertage und die damit verbundene Unterbrechung des Börsengeschäftes ließen keine lebhaftere Stimmung auftommen. Die Spekulation übte im Zusammenhang mit dem unregelmäßigen Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und der stark angespannten Geldmarktlage infolge des bevorstehenden Jahresultimos große Zurückhaltung. Das Geschäft bewegte i"h in engsten Grenzen und beschränkte sich nur auf vereinzelte Werte, in denen Deckungen vorgenommen wurden. Das Fehlen jeglicher Orders machte sich stärker fühlbar. Auch war das Angebot nicht besonders groß, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse die Kursverluste selten über 1 v. H. hinausgingen. Zur ersten Notiz kamen nur wenige Abschlüsse zustande. Etwas stärker an- geboten waren die Elektrowerte. Hier verstimmte immer noch die heute zu erwartende Erklärung der Siemensgesellschaft, die die Hoffnungen auf eine Dividendenerhöhung zunichte machen dürfte. Siemens eröffneten 1,5 v. H., Schuckert 2,25 v. H. niedriger. Montanwerte vernachlässigt und bis 1 v. H. schwächer. Nur für Mannesmann bestand bei plus 1 v. H. etwas Nachfrage. Autowerte bis 1 v. H. rückgängig. Banken durchweg gut behauptet. Reichs- bank verlangt und 3 v. H. gefragt. Einiges Interesse bestand nur noch für J.-G.-Farben bei gut behaupte- tem Kurse. Scheideai'stalt nachgebend. Schiffahrtswerte niedriger. Die Grundstimmung war im allae« meinen nicht unfreundlich. Am Rentenmarkt machte sich für Ablösung ohne Option bei anziehenden Kursen einiges Interesse geltend. Ausländer still. Im Verlaufe wurde es vom Elektromarkt ausgehend allgemein fester, da der bekanntgewordene Schiedsspruch des Ministers Severing günstig aufgenom- men wurde, und die Svekulation zu Deckungen schritt. Am Elekttomarkt bestand Nachfrage, und es nmr- ben hier Jnteressenkäufe vorgenommen. Das Kursniveau konnte sich allgemein heben. Bei lebhafter Nachfrage waren Siemens plus 4,25 v. H., Licht & Kraft plus 2 5 v. H., und Schuckert plus 3 v. H. erhöht. J.-G.-Farben waren dagegen nur wenig beachtet, jedoch ebenfalls etwas gefragt. Am Tages- geldmarkt erfuhr Tagesgelb zu 2,5 v. H. eine weitere Verknappung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 41933, gegen Pfund 20 355, London gegen Kabel 4,8550, gegen Paris 124 04, gegen Madrid 29,79, gegen Mailand 92,65, gegen Holland 12,08. Be niner Börse. Berlin, 21. Dez. Wie zu erwarten war, eröffnete die heutige Börse bei minimalsten Umsätzen in ab wartender Haltung. Der erste offizielle Schiebungstag machte sich natürlich fühlbar, und der Geldmarkt zeigte weitere Anspannungsneigung. Die für heute vorliegenden Momente wurden nicht einheitlich beurteilt Besonders die Berichte der Reparation-: kommissare fanden geteilte Aufnahme. Auf der Plus-Seite sind die Berhandlungen J.-G.- Farben-Enka und der Zuwachs der Spareinlagen im Oktober zu buchen, auf der Minus-Seite die Neuyorker Börse mit ihrem auf Geldoersteifung abflauenden Schluß, die Berichte des Stahloereins und die Ermäßiguna der Kunstseidepreise um 10 o. H. Viel zu der Zurückhaltung der Spekulation trug bei, daß der Schiedsspruch Severings, als auch die Erklärung der Siemensgesellschaft über ihre Dividende noch ausstehen. Die Kursentwicklung zeigte daher zu Beginn keine einheitliche Tendenz. Einiges Interesse inachte sich für J.-G.-Farben, Soenska, Reichsbank, Montanwerte und Schiffahrisaktien geltend. Dagegen lag der Eleitromarkt oernach- lästigt und vis 3 o. H. schwächer. Im allgemeinen gingen die Abweichungen selten über 2 o. H. hinaus. Bemderg verloren 4 v. H, Berger 3 v.H. und Chade, anscheinend weiter auf Schweizer Käufe, gaben 6,75 v. H. nach. Deutsche Anleihen etwas fester. Ausländer geschäftslos, im Verlaufe etwas höher. Rumänen eher gefragt. Pfandbriefmarkt fast geschäftslos. Geldsätze etwas höher. Tagesaeld 6 vis 8 o.H, Monatsgeld 8,75 bis 9J5 v.H., Warenwechsel etwa 7 v. H. Der Verlauf war weiter recht geschäftslos und eher schwächer. Lebhafteres Geschäft erzielten nur Reichsbank und Elektrowerte unter Führung von Siemens und Schuckert bei Kurssteigerungen von 2 bis 3 v. H. Auch Soenska waren 3 Mark erhöht. Anleihen hatten ebenfalls bei 0,20 bis 0,25 Mark höherem Kurse etwas stärkere UmsatztatiAkeit. Als bekannt wurde, daß der Schiedsspruch Severings gefällt und die Entscheidung eher zugunsten der Arbeitgeber ausgefallen ist, wurde die Tendenz allgemein etwas lebhafter und fester. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurta. M., 21. Drz. Der Frankfurter Prcduktenmarkt verkehrte zum W7ch2nschluß in ruhiger Haltung. Die älmsähe waren sehr gering, Preisverändrrungen tra en nicht ein. Rur ver- rinzeltrs Interesse bestand für Weizen und Roz- gen. Anregungen fehlen vollkommen. Es wurden notiert: Weizen 22.90; Roggen 22,25; Sommergerste für Brauzwecke 23,75 bis 24; in! Hafer 22,<5 bis 2ß; 'Mais (gelb) für Futterzwecke 22 bis 22.25; Weizenmehl, niederrheirchsch^ Spezial 0, 32 bis 32,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 32.25 bis 33; Roggenmehl 29,25 bis 30; Weizenkleie 13,75; Roggenkleie 13,85. Tendenz: befestigt. Düchertisch. — 3ames Brauch Cabell: Jürgen. Eine ÄamSbie um d e Gerechtigkeit. Roman. 3m Jnsel-Vcr ag zu Le pzig. (715) — Janes Ca eit ist ein Dichter, der in Amerika einen sch- großen Ramen Hal. Sein Meisterwerk ist dies; G.schichte eines armen Pfandlei^rs, b?r darch Zauber verjüngt wird, so daß ihn die abenteuerlichsten, komischsten und zum Teil gewagtesten Er ebnisss widerfahren können. Sie sind eine Mischung von Legende, Mychos und spannender Romantik, die in ihrer Art ganz neu ist und als so kühn auf- fiel, daß die erste Auflage des Duch.s in Ameri inner boten wurde. Jetzt hat man dort längst erkannt, was man an Cabell und an .Jürgen" besitzt. Letzte Nachrichten. Der Schiedsspruch im Arbeitskonflikt Nordwest. Berlin, 21. Dez. (TU. Drahlmeldung) Reichs- inneumlnister Severing verkündete heule im Arbeitskonflikt Rordwcst einen sieden Druckseiten langen Schiedsspruch, in dcm es u.a. heißt: Für die Zeit von der Wiederaufnahme der Arbeit b i s zum 31. Dezember 1 9 2 8 regelt sich die Lnt- lohnnng nach dem für verbindlich erklärten Schiedssprup, vom 27.Oilober 1928. Mil Dirkuu-z vom 1 Januar 1929 erhalten die fm reinen Zeitlohn beschäftigten Arbeiter im Aller von über 21 wahren einen nicht akkordfahtgcn Zusatz nach Maßgabe einer besonderen XabeUe, in der die Zulagen von 1 bis 6 Pf., je nach den bisherigen Zeitlöhnen, gewährt werden. Die sozialen und tariflichen Zulagen werden durch diese Regelung nicht berührt. Die Arbeitszeit für alle Arbeiter, die 60 Stunden arbeiten, iff auf 57 Stunden in der ID o lj e verkürzt. Vie Arbeitszeit ist in den verschiedenen Spezialbetrieben, wie Gießereien. Schweißereien usw., nach besonderer Vereinbarung geregelt, die im Schiedsspruch feftgelegt ist. Maßregelungen aus Anlaß des Lohu- flreifes sind nicht zulässig. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höbe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. tzia>.diuri a. M Berlin 5 anh’urt a. M | Berlin Jronh>urt a. TI Berlin BcrüN 20 De emoer ixeib i t'tie Äfdntött'me Jiotcn OüUanvtiche 'Jioten .... fit lieniicbe Vioten ...... Norwegische Hoten . . • Deuiftb-Ceften .5100 Ärona Rumänische ‘Jtoten .... Lchwedilche Jlotea ...... Schwrner 'Jioten ...... Svanttchv VIoten ...... TichcLoiioivaitsche Waten . • Ungarische Waten Devisenmarkt ve-lin- Telegrapl, ische b», .19 168.06 21.915 <11,55 58.94 2,63 112.00 80,74 -.8 06 12.405 72.87 -3ranf‘ ri AuszahI 16. 168. 21 91 Ul. 59. 4.) & »9 18 Sd)lub’ 1-Uhr- ftur» Rur» Sch üb ft >r» Än,ang ftur Schlutz- hUbr- ft r» fturs Sch ufo ftur» 'in ang ftur. Schluh l -Uhr- ftur» ft-ir» Sch u|j tümang Air* ftur* Datum 20 12. | 21. 12 | 20 12 | 21 12. Datum- 20 13 j 21 12 20. U | 21 12 Datum: ■20. 12 1 21 12 | 30. 12 | 2|. 12 Mk Dl Hrid)«anlcit). > 1927 Dl am.-ilblöi.-Sdiult mü üu» la« -Rechten $eeel obnr äueloi.-iRedite 7% rfrantl Hav-Bk «oldv». tm tünobar bi» 1932 "3,ü 200. o 171 162 171.. 138 5 337 SS । । i ' 1 f ' « M 1 'Ml s ' ' 1 '3” — __■ _ _ ., —---—------- 17.o 32 14,1 31,S 2,35 25,9 1.7 12 11,8 11.5 19,9 139.7. 179 172.7a i. 7,1 lo».7a 143 47.X 93. Zo .89.6 .71 ."1.7a 71.6 -14.5 139.5 ■ u5 >2.1 14,l 1,75 uüi U8.75 172.7 .ub,6 I..9.2 143 -45 194 AU .70.. IblJa 171.3 211 138.5 .37 ä.ÜA» ..... 8 19.1 u 234 183 248 148... 265 422 178,1 83 ■ 135 120.25 134.. 232 105,7a 89.5 -79 t:i9 91.6 279.5 281 603 6.25 1X8 97 104 • 190 . • । & i "i l 1 i Sä li 1 i « I । • ß • i 1 3 I i II • | f i 1 3 1 » « < .. io • « — 2 3 ZH S S S 3 Z ”2 191 233.9 182.4 248 .47 265 >55 175- 227 .60 122 >52 180 83.2.' 135.75 123 119 75 134.5 126- 332 106 126 123.9 111 ■- 112.5 114.9 b9.u .79 2a >ö8 . 151 Lu. -i,5 <79 280 2 503 6 126 97 104,5 192 2o 182.L 347 146 7.. 364 6 154.d 175. 427..t 257 420... 151.. 180 135,6 120 1:36 231.2. 127^5 124 . llO.i 114 89.1 278 i37,5 j!.7ü 1,6 277-2. 278.2. 502 266.7. 97.25 Cbuivp <>oijiiiann .... 7 Heibciberger ilemeM .... 10 Laub L irreiteo . . . . 10 SdtuUbete ■Baynbofei ... 15 Ostwerte 12 Sei. Sianzkwll ...... 18 Bemberg 14 SeUftoff Dalbdof .... 12 AeUftofl «llchaklenkmra ... 18 (fbatlortenbutflet ®afle» ... 7 136 78 88.5 19.25 69 118.2 15 83,. 123 27 104. n 124 412 i j6 noten. > i L 1 i 1 ■ । . 1 l 1 i l i । 3 l 1 ' 1 1 i 1 i ~ 1 i 1 136 133.5 -23 5 280 )J2 430,5 176 205 12».7a 217.75 77.. 46 2 88.5 53.75 UM). 1 290 ., 21 69 .16,75 1-6,5 28 104 75 213 156 Illi IFA! -rs 'I'III 1 1 1 1 1 2,Afl U2.44 81.06 8.84 12.465 7;,17 a rn. L n g. (ilefn viefmmgte » . Vicht unb Äraft . • • gelten & <8utl!eaume . . . ®ef. f (tlrtrr Untern.. . • Hamb (äettt. Serie . . • Rhein. tSlctn. . . • . 2dUe|. GlefU. . • • • Scbuden . . • • . 10 10 . 6 10 10 . 9 10 . 8 U . 8 10 . & Bu,n^UireS Brss. Änrw Christin nia Ronenbagen eiodbolm Helt'tngiorS- atalten Bonbon. . - ■Jicunorf . . Baris . . Schweiz .. Soa icn ^aoan •Mio dr $tan. titen tu D-. 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Cberidilrl Kokswerie Phonir Bergbau Rheinnche Braunkohl« :Hbeinftabi L % 3d fllebcd Montan . - '^etetnUle Stabte. . . . Curot Minen .... ft all LlcherSlebeo . • • ft all Westeregeln .... ft all wert SaliDerhuO - • 8 9 4 6 - 8 . 8 . 7 . 9 . 8 . r . 6 6 10 B 4fc 7,8 6 8sh 10 10 15 >. .67 00.435 112,01 112.12 114,4» 10.5b 21,1,85 2u_8- .,197a la. 4 0,»l.> -8.12 1,929 u.49d Jb,12 12,435 l.übi 73,17 .,0 3 18.62 vonamli Nobel ...... 6 Lcheideanstalt ....... 9 iHolbldtmlbi ..••••■ 6 Lutgers werke .•••••■* «tetalUeieUftatU ..... 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Hessisches Amtsgericht. ■: Sütgtn. Vornan. 2m La dl n sch' groben >iese S.schichlt d Zauber drt- enteuerlichsteu iien Erebnisse Msching von Romanlil, tu i Io kühn auf* :i in Am:ri.r ort längs! er» an ,3ürgrn" Mikroskope für Studium und Forschung Reichhaltigste Auswahl In Photo-Apparaten, gute Marken- Kameras mit Qualitäts-Objektiven Photo-Alben zum Sammeln photographischer Erinnerungen Zeife-Punktal-Niederlage Hindenburg-Reformbrille gelöst. - Sie finden das zur Erhaltung der Sehkraft so wertvolle Augenglas, sei es als Brille, als Kneifer oder als Lorgnette, in vielen Ausführungen und in größter Auswahl. Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 15. Dezember 1928 bei der Für die Wiederherstellung kirche zu Schotten im Innern oorkommenden Zimmerarbeiten Schreinerarbeiten und weihbinderarbeilen für Damen, Herren und Kinder in großer Auswahl kaufen Sie gut und billig im ’lbnng.) 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Leistungsoerzeichnisse werden, solange der Vorrat reicht, kostenlos abgegeben. Abaabe durch die Post erfolgt nicht, da persönliche Einsichtnahme in die Bauver- hältnisse geboten erscheint. Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Jreitag, den 4. Januar 1929 vormittags 11 Uhr bei uns einzureichen, wo die Oeffnung im Beisein der Bieter stattfindet. Zuschlagsfrist drei Wochen. Schotten, den 20. Dezember 1928. Hessisches Hochbauamt Büdingen. Zweigstelle Schotten. 1 Kessel. SPEISEZIMMER in schöner Auswahl. Rudolf Leisler, Neuenweg 23. Bei Barzahlung 10 Prozent Rabatt. I0625A Für Wetterbestimmung das gute, nie Thermometer für drinnen und draußen Rechenschieber und Reißzeuge tür Schule und Beruf Wir empfehlen billiges und gutes SIE für die Festtage! la Nind- und Ctbtcnflcii*........Pkd. 1.00 laVJirtitficifd).........Psd. 0.70 la 'JMaitfkt'dj a. Unter: bad’n ohne Knochen- Ltd. 0.00 la ».albfkiid) Als Geschenk und für den Weihnachtstisch nur Warenabgabe nur an Mitglieder ______UI2IA Bekanntmachung. Durch Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 14. Dezember 1928 ist die Gemeindehu- hefteuer für das Solen- derhalbjahr 1929 wie folgt festgesetzt wor den: 11188C 1. wenn der Beginn des Hundebesitzes in die Zeit vor dem I.Juli RM. fällt 24,— 2. vom 1. Juli ab 12,— für jeden Hund. Für den mehrfachen Hundebesitz werden folgende Zuschläge erhoben: RM. für den zweiten Hund 24,— für den dritten Hund 48,— für den vierten Hund 96,— usw., so dcitz für jeden weiteren Hund der Zuschlag sich verdoppelt. Die Höhe des Zuschlags regelt sich wie oben unter 1 und 2 nach dem Zeitabschnitt, in dem der mehrfache Hundebesitz eingetreten ist. Die Zahlung der Gemeindehundesteucr hat mit der staatlichen Abgabe bei der Finanzkasse zu erfolgen. Ferner wird darauf hingewiesea, daß diejenigen Einwohner, die die erfolgte Abschaffung eines Hundes bis spätestens zam 31. Dezember d. 3. bei der Stadtverwaltung, Stadthaus Bergstraße, Zimmer 19, schriftlich oder mündlich angezeigt habe.;, von der Entrichtung der Hundesteuer befreit bleiben. Gießen, den 15. Dezember 1928. Der Oberbürgermeister. I.B.: Dr. Seid. Ein Weihnachtsgeschenk muß eine angenehme, freudige Überraschung sein; es muß einen Herzenswunsch erfüllen. Jedes Mädchen und jede Frau wünscht sich aisschönstes Geschenk eine Schachtel Reichardt-Pralinen, weil sie so wunderbar gepackt und in so köstlichen Mischungen zusammengestellt sind. Reichardt - Weihnachtspralinen, die besten Boten der Gefühle, überbringen Ihre Weihnachtswünsche in einer leichtversiändlichen Form. Wer Reichardt gibt, gibt doppelt. Optiker Magnus das optische Fachgeschäft * Giefaen, Marktplatz 19 Autobrillen mit und ohne Blendschutz Schutzbrillen für den Wintersport mit Umbral- u. 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