PnHf »wtOerl«|: BrtDI’ld-c imtreEMn.»«» .nd SttWraiferet H, langt In «lt»tn. SchMItttin, und 6tfd>äffrtele: Snlttr»M 7. Sowwtag« iü 3«trtogt Bette ft«; Giefeew $o*dtmbiatta 5#t*af im BUd TH« Scholl« ■eweii-BrinspTtli: ? Reich,mark unb 20 9raU_ F'rnIprechanIchlüU«: 51, 54 mb 112 flwM)rtft fit TH al) tu 04^ ri*t«n: »«)etße, Gieße«. ptifcherb nicht für wünschenswert gehcülen, da» sogenannte Uebereinfommen zu oerossentllchen. bevor d:e Kommentare aller interessierten Parteien eingegangen sind Sin weiterer Grund für die Richtveröffentlichung tft in dem ech- nischen Charakter der Dokument« zu suchen, bie für andere als Sachverständige schwerlich be- greislich fern würben Ein bemerkenswerter französischer Kommentar. P a r i v , 21 Aug. (WTB Funkspruch ) Der außenpolitische Redakteur des „Journal" beichaftigt sich mit der in der amerikanischen öffentlichen Meinung laut gewordenen Rnlil an dem franko- f'f 4 • cng11 fch « n Flottenabkommen und schreibt, wenn Frankreich und England sich nicht verständigen, dann sei teine Abrüstung möglich Wenn sie sich aber verständigen, bann behaupte Amerika, daß sie sich gegen bie Vereinigten «waten verständigten Der spnngende Punkt fei: folange eine allgemeine Abmachung nicht vor- Händen fei, werde jede Sonbtrfombinallon zeugt Kern kN« les Befchlufses ist ber Latz: - Fraktion und ParteiauSfchuh halten die Betei- l'gung an der Regierung mit Rücksicht auf bas Gefamtsiiterelsi ber Arbesierschast für außer- orbentllch wichtig!" Bleibt die'er Sah Richt- fchnur für daS künftige Verhalten ber Sozial- bemokraten. ^enn w.rb man auf eine lange Dauer der Regierung rechnen können, dann wird man auch im Herbst über d.e Schwierigkeiten, dte der Umbildung des Kabinetts zu einem solchen der Großen Koalition noch entgegen- stehen, hinwegkvmmcn. Denn da- ist sicher. Es handrlt sich um eine erste Belastungsprobe, unb ganz gewiß nicht um die letzte. Man braucht b.e Ankündigung, gegen d.e Bewilligung ber weiteren Raten für daS Panzerichsis A stimmen zu tvolleu. nicht allzu ernst zu nehmen. Ernster schon wird b;e Lache, wenn die Lozialbemokraten dem ganzen Etat nunmehr zuftimmen müllen, nachdem sie erst vor einem Jahr beantragten. ihn auf 503 Millionen $ufammcTuuftrci- chea. Roch ernster wird es. wenn die Lozial- demokraten einen Erfolg deS koenmunlstilchen DollSbegehrens gegen ben Bau von Panzer- fch'.llen überhaupt erleben. Ganz ernst wird bie Lage, wenn d.e Sozialdemokraten ,n der Frag« der Beieiligung der Deutschen Volks- Partei an ber preußischen Koalition nachgeben müllen und wenn es sich zeigt, daß im RechtSauSfchuh bes Reichstag- keine Mehrheit sür bi« Einführung eines Rationalleiertags zu rnben ist Gelingt es alle biefc Schwierigkc ten zu über» winbea dann bleibt noch eine fortlaufend: K tte von silbstgefchaf'enen Lchw'.cngse ten be'trhen. Der ParteiauSfchuh hat fic felbst gefchmicdet mit bem Verlangen dah dte Mitglieder der Partei im Kabinett sich künftig ftr.ftc an die Weisungen der R e i ch s t a g S » r a k t i o n zu halten und ganz bestimmte sozialpolitische Forderungen durchzudrücken haben. Kein«- dieter beiden Verlangen ist leicht zu erfüllen Und was soll werden, wenn wiederum andere Koalitions- Parteien nicht lOOprozentig zu betoüligcn geneigt sind, was bie sozialdemokratische Reichslagsbrak» twn ihren Ministern zu fordern vvrichreibt? Der liebergang von ber Opposition zur Regierung ist an sich nicht leicht, er wirb sehr schwer für eine Partei, bie eS sich in ber Opposition nicht zum Grunbsatz gemacht hat. nur bat zu beantragen. waS sie auch alS Regierungspartei vertreten könnte. Schonungslos werben Kommunisten und auch Deullchnasionale den Sozialdemokraten alle ihre Sünden Vorhalten, fo schonungslos wie bic Sozialdemokraten es bisher ben Deutschnationalen gegenüber taten. .Der schlimmste öffentliche Mißkrebit ber modernen Dolkerertretungen stammt au- d r Hemmungslosigkeit jener Wahlversprechen bie später eine ehrliche und folgerichtig ausbauende RegierungS- posilik verhindern. DaS schreibt im .lag" ein Deutlchnatwnaler. mit kurzem Gedächtnis selbstverständlich. nicht ber etgen.m Partei in-Stammbuch. Ionbem er glaubt c- ben Sozialdemokraten sagen zu müllen. Solch» und ähnlich« Stimmen werden noch viel häufiger werden. Mit der wach- ^nden Enttäuschung der fo.;ialdemofrasischen Wähsirmas en üb r bie LiSlrepanz zw.shen bem Reden ihrer Parteisührer vor der Wahl und dem Handeln berielben Männer nach der Wahl wird bann auch die Zahl derjenigen Abgeordneten in ber sozialltemokratikchen ReichStogS- Jraftion stärker werben, bereu Hanbeln nut von her Angst diktiert wird, sie könnten eS mit einem Teil ber Wähler verderben. Die Besonnenen unter bm sozialb?mokrasisch«n Jührem wissen ba- unb richten sich schon jetzt Dis einen Kamps mit einem Teil ber eigenen Pariellreunbe ein. Wenn sie sich Bar barüber Unb, daß eine Parteikris? unter allen Umständen einer Regierungskrise vorzuziehen ist, bann werden sie in dielem Kamps« Führer ber ftär- ficren Bataillone sein. Immer als gegen die anderen gerichtet ange- sehen werden. Man befinde sich in einem circulus vitiosus. Wenn England in Genf Den amerikanischen Vorschlag über den Kreuzerbou angenommen batte, dann würde man in Washington die Tatsache mit Beifall begrübt haben, da ft England bet »Frankreich die Beschränkung seiner Unterfeebootsftreitkräfle durchsetzte. Die Herabsetzung der Rüstung der anderen sei nur eine andere Form Des Wettrüstens. Die ganze Frage laufe auf eine Machtprobe zwischen England und Amerika hinaus. Die kleinen Lander hätten nur die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten entweder ruhig zuzusetzen wie die Groszen sich auffressen, ober die Mofte* ihrer Versöhnung zu tragen. Das habe man auf der Washingtoner Konferenz gesehen, wo Frankreich die Kosten der Derständi- gung zwischen Amerika und England in der Frage de» Kreuzerbaues getragen habe. Frankreich müsse (£oolibge dankbar sein, daß er ihm diese Lehre in die Erinnerung zurürkge- rufen habe. Die Beteiligung weitererStaaten am Kellogg-Patt. Washington. 20. QIug. (WB.) 6taat»- befcartement wurde heute erklärt, daß die Staaten, die bisher am Kellogg-Pakt nicht beteiligt sind, zwar erst nach der Pariser ilntetaeicbnung durch die 15 ursprünglichen Si- gnatarmaditc. aber schon vor dem Inkrafttreten des Vertrages dem Pakt beitreten können- Sobald also die Ratifikationsurkunden der 15Vkächte in Washington deponiert seien, könnten auch die inzwischen neu beige lietenen Staaten Mitglieder der Kriegsächtungslon- ventivn werden. Da somit der Vertrag für alle m, gleichen Auaenblick in Kraft tritt, so nimmt man hier an. daß die Vorwürfe wagen der Richtzuziehung tveiterer Staaten zum Akte der Parisi Unterzeichnung hinfällig sind. Ds wird jedoch betont, daß Ruh lands eventuelle Beteiligung am Patt natürlich n i chts mit der Frage der Anerkennung ke^S owjetregierung bur<5 die Vereinigten Staaten zu tun habe. Berliner Vorbereitungen für Paris und Genf. Berlin. 20. Aug. (Priv.-Inf. des WTB.) Die Berliner Vorbereitungen für die Reise nach Paris und Genf sind getroffen. Dr. sStrcfcmann wird am 28. August abends die französische Hauptstadt verlassen, um nach Dens zu reden, wo am 29. die Tagung des Völkerbundsrates beginnt. Zu einem etwas früheren Termin wird die deutsche Delegation für die Völkerbundstagung unter der Führung des Staatssekretärs v. Schubert sich nach Genf Xtn. Wie im vergangenen Jahre werden den Referenten des Iluswärtigen Amtes auch Mitglieder deS Reichstages zur deutschen Delegation gehören und in die einzelnen Äom« Missionen delegiert werden, öt sind laut „Voss. Zeitung" von der Regierung zum Eintritt in die Delegation eingelaben worden: Graf Bernstorfs, der frühere denwkratische Abgeordnete: ferner Abg. Dr. Bre itscheih von der Sozialdemokratie. Abg Dr. Kaas vom Zentrum, Abg. v. Rheinbaben ldeutsche VvlkSPartei) und Abg. v. Lind«in«r-Wildau. der Tor- sitzende Der deutschnationalen ReichStagsfraklion. hon dem aber eine zusagende Antwort bisher nicht cingegangen ist. Die KabinettSsitzung. 'm der mit der Pariser Reise Dr. StresemannS und der Völker- bugibatagung zusammenhängende Fragen besprochen werden sollen, ist auf Mittwoch anberaumt EMwird. den Blättern zufolge, mehr eine informierende Aussprache sein und nicht eine Beschlußfassung über die Instruktionen für die Führung der deutschen Delegation. Wie nunmehr feststeht. wird Reichsaußenmini- ftcr Dr Stresemann auf seiner Reise nach Paris nur von seinem Sekretär. Konsul Bernhard. und dem Vortragenden LegalionSrat Riedlhammer begleitet fein. Die Mitnahme weiterer Beamten deS Auswärtigen Amtes, von der in der. Presse gesprochen wurde, ist nicht beabsichtigt Mussolinis Vertreter. Äom, 20. Auy. (WB.) Nach einer Meldung der „Agenzia Stefam" hat Mussolini den italienischen Botschafter in Paris, Graf Manzoni, beauftragt, den K e l l o g g p a k t für Italien zu untere zeichnen. Das ernsteste Hindernis für die Locarnopolitik. London, 20. Aug. (WTB.) I. A Spencer schreibt in der ..Daily Rews": Wenn das Foreign Office tatsächlich in der Angelegenheit der kombinierten englisch-französischen Rheinlandmanüver befragt worden ist. so ist die einzig hanfbare Entschuldigung, daß es infolge der Ferienzeit nicht auf dem Posten war Die Besetzung deutschen Gebiet» durch alliierte Truppen feit zehn Iahren ist. welche Becht- iertiqung auch dafür gegeben werben mag. da, ernsteste Hindernis für die Cocornopolitif, deren führender Vertreter, wie man glaubt, der britische Staatssekretär de, Aevßeren ist. Wenn die Besetzung eine Rotwcndigkeit ist, dann sollte sie so wenig beschwerlich gemacht werden, wie möglich. Daß die Franzosen auf den Einfall kommen. Manöver auf deutschem ®c- biet zu veranstalten, ist erstaunliche dah britische Truppen die Erlaubnis erhalten, an solchen Manövern teilzunehmen, ist einfach unerträglich. Iranzösische panzertteuzer-Hehe. Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger,'. Berlin, 21. August. Endlich haben die Fran- losen einen Beweis für den militärischen Geist Deutschland» und für seinen Willen, aufzurüsten entdeckt. Ss ist der Bau de, Panzerkreuzers und die Haltuna der deutschen sozial dcinv kra tischen Partei zu seiner Bewilligung Diese Kritik geht besondere non der f r a n 3 ö f i • i dien sozialdemokratischen Presse aus, aber sie ist um so sonderbarer, al, ja das neue französische M i I i t ä r g e s e y . da, d e Por- hcreitung und Organisation de, ganzen Boltes uir den Kriegsfall regelt, den trau wachen 5c \n liften Paul-Boncour zum geistigen Barer ha? und auch nach ihm genannt wird Der Sozialiste 1 rubrer 2 € 0 n Blum versteigt sich sogar zu dem Ausspruch. „Und mit diesen Leuten glauben wir. uns über die Abrüstung unterhalten zu können'" Die französischen Sozialisten vergessen wohl ganz, daß selbst der Bersailler Vertrag, her Deutschland 'ast jede Bewegungsfreiheit in bezug f Ruskun- I aen genommen hat. nicht nur heu Bau eines, 1 'andern mehrerer Panzerschiffe bieier Größe zuläßt. Und schließlich vergessen sie wohl die Gröhe ihrer eigenen Jtuft u nge n , die sich mit den militärischen Machtmitteln Deutschland« in keiner Weise vergleichen lasten. Für die deutschen Sozialisten ist diese Diskusfion eine recht wesentliche Schwächung ihrer internationalen Beziehungen, die schon in Brüssel keine oUau großen Ergebnisse zeitigten. (Man beachte den Artikel au, Druffel im heutigen Zweiten Blatt. D. Red.) Gevering über Panzerkreuzer und Reichsregierung. Bielefeld, 20. Aua. (WTB.) 3n einet autzerordenllich gut befuchten Mitgliederversammlung des sozialdemokratischen OrtsvereinS sprach heute abend Reichsminister Seve ring über die Frage „Panzerkreuzer und Reichsregierung". Gr wies einleitend darauf hin. daß die Danzerkreuzer-Fvage im Wahlkampf für die sozial demokratische Partei gewiß eine sehr große Rolle gespielt habe, daß aber die Partei ihren Erfolg vom 20. Mai keineswegs lediglich dem Kampfe gegen den Panzerkreuzer zu verdanken habe, dn feinem Referat betonte der Minister besonders, daß durch das -Kompromiß mit dem Reichsrat, die Entscheidung über den Panzerkreuzer bis zum I.Sevtember zu fallen, eine sehr schwierige Situation geschaffen worden sei. 3n der fraglichen Sitzung der Reichsregierung fei über den Bau nicht abgestimmt worden. sondern man habe sich lediglich mit dem Beginn einverstanden erfiärt, nachdem bet Reichswehrminister auS dem Etat der letzten Jahre Reste im Betrage von 41 Millionen zur Verfügung gestellt und erklärt habe, daß für den gesamten Panze>kreuzerbau keine neuen Etatsmittel angefordert würden. Die Ablehnung des Panzerkreuzers bestehe sowohl in der sozialdemokratischen Partei, als auch bei den sozialdemokratischen Ministern nach wie vor weiter. Es werde alles versucht werden, bei ben Abstimmungen über die Raten im Reichstag ein anderes Ergebnis herbeizuführen. Vor allen Dingen, so erklärte Reichsminister Severin g, denke die Sozialdemokratie nicht daran, als Folge des Panzerkreuzer-Beschlusses der Bürger- Mrxrrcgierung des vergangenen Reichstages weitere Bauten auf sich zu nehmen, da sich diese schon aus finanziellen Gründen von selbst verbieten würde. S e 0 e r i n g erklärte, dah die Sozialdemokratie nicht daran gedacht habe, um des Panzerkreuzers willen aus der Regierung herauszugehen, sondern die einmal errungene Machtposition solange als möglich sestzuhalten gedenke, da andere und dringlichere Aufgaben, als die Panzerkreuzer-Frage, vor allem auf dem Gebiete der Sozialpolitik und der Verwaltung zu lösen seien. Deutschland und Südflawien. Berlin, 20. August Der Führer der füdstawi- schen Delegation zur 25. Interparlamentarischen Konferenz, der gestern in Berlin eingetroffen ist, der frühere Minister JocaJovanorvitfch, hat einem Mitarbeiter der „B 0 fsifchen Zeitung" eine Unterredung gewährt, in der er sich zunächst eingehend über die innerpolitjsche Lage in S ü d f l a w i e n äußerte. 3oca Iovanowitsch, der der Führer der oppositionellen Pcrlamentsfrak- tion der Kleinlandwirte ist, bezeichnete die ausländischen Kommentare zu den Vorgängen in seinem Heimatlande als im wesentlichen 311 pessimistisch gefärbt. Keine Ration habe ihre Einigung ohne Schwierigkeiten durchführen können. Die Schwierigkeiten in Jugoslawien seien nicht solcher Ratur, daß sie eine schwere Einwirkung auf den Staat und seine Organisation haben mußten. Freilich sei eine Aendenmg der inneren ©laatsein- rid)tunqen auf dem Wege der Versafsungs roviston unumgänglich. Auf die Frage, wie er die Lage der deutschen Minderheit in Jugoslawien betrachte, erklärte Iovanowitsch u. a., ; daß die Schwierigkeiten, die den Angehörigen der deutschen Minderheit in Jugoslawien erwachsen seien, im wesentlichen auf die nicht immer fähige Berwaltungsbureaukratie zurückzusühren sind. Es sind, so fuhr Iovanowitsch fort, einige Handlungen vorgekommen, die man als vollkommen u n - berechtigt gegenüber den Deutschen bezeichnen rann. Unsere Deutschen, das müssen wir mit Freuden sagen, sind fleißige, friedliebende, loyale, fon- ftruftloe. vorbildliche Bürger und Untertanen, und sie haben nicht, andere, verdient, al, daß man ihre vollkommene Gleichberechtigung anerkennt. die ihnen auch die Verfassung unsere» Canbes bewilligt. lieber die Ans chl utz f r a ae äußerte sich d?r südslawische Pvlitiler u. a. fotgewbermaben: Bei uns. wie anderswo, gibt es Leute, bic die 9In- schluhfrage bestreiten. Aber die Mehrheit. b«e darüber nachdenkt, urteilt darüber anders, als diejenigen, die erklären, daß man den Anschluß nicht erlauben bars. Wer kann beim bas verhindern, was unvermeidlich ift? RichtS fanit ben Anschluß verhindern. Heb eigens können wir. die wir uns auf der Grundlage des Rationalitätenprinzipes vereinigten. jetzt nicht gegen dies Prinzip kämpfen. Die Deutschen werden sich eines Tages einigen, wenn ftt diese Einigung selbst u>ünfd>en. Mas ist das schon für eine Gefahr, wenn sich bis 8 Millionen Destcrveicher mit dem Deutschen Reiche vereinigen? Oie politische Amnestie in Preußen. ‘Berlin, 20. Aug bWTB.) Wie drr Amlliche Preußische Pressedicnst mitteUt, liegen jetzt für den Bereich der preußischen Justizverwaltung die vorläufigen SrgcbmfTe des ReichSamnesticgefetzes vom 14. Juli 1928 vor. Insgesamt sind die Wohltaten des Gesetzes in Preußen biS zum 1. August 1928 1 5 80 Beschuldigten und Verurteilten zugute gekommen Gegen 436 Beschuldigte ist das 5er- whreii eingestellt worden. 1124 Verurteilten ist Straferlaß oder Strafmilderung zuteil geworden. Von den letzteren waren 296 zu Geldstrafen ober -Haft. 894 zu Desangins. 3 AU Festungshaft. 11" au Zuchthaus und 14 zum Tode verurteilt Von | ben Begnadigten waren 1005 wegen politischer I Straftaten. 62 wegen Zuwiderhandlungen gegen das Militärstra'geietzbuch von Militärgerichten deS Reiches ober der Länder verurteilt. 52 hatten Verbrechen gegen das Leben begangen; von bic- ’cn waren verurtellt 14 zum Tode. 3? zu Zucht- Hau- uich 6 zu Gefängnis. 3n einer Anzahl von Fällen schweben die Erörterungen noch. Die endgültigen Zahlen werden voraussichtlich Ende September üorliegen. Einberufung -es Aeltestenrats des Reichstags. Berlin, 20. Aug. (DDZ.) Präsident Lobe hat, rote das Nachrichtenbureau des DDZ. hört, den 2le Heften rat des Reichstages für Montag, 27. August, 11 Uhr, cinqclaöen, um über den kommunistischen Antrag auf Einberufung bC Reichstages wegen der Inangriffnahme des Panzerkreuzers zu entscheiden. Oie polmfch-liiauischen Verhandlungen. Warschau, 19. Aug. (WTB.) Der Ec-nber- belegierte der polnischen Regierung, Szurnla- kowski, hat heute dem Ministerpräsidenten Woldrmaras in Kowno bte Antwort der polnischen Regierung übergeben, die vom Äußeremmister Zaleski unterzeichnet ist. In der Antwortnote hecht es; Die Wahl von Genf als Orr füc die Wiederausnahme der polnisch-litauischen Beratungen und die Wahl des Datums würden es Zaleski gestatten, persönlich den Vorsitz der polnischen Delegation ,zu übernehmen. Sollte jedoch Wolbe- maras bem Zusammentritt der polnisch-litauischen Konferenz zu einem früheren Datum und der Wahl von Königsberg als Verhandlungsort mehr Wichtigkeit beilegen als ber Teilnahme Zalefkis an ben Arbeiten der Konferenz, fo sei bie polnische Delegation bereit, mit ber litauischen Delegation am 22. August in Königsberg zusammenzutreffen. In diesem FaÜe würbe Holowko ben Vorsitz der polnischen Delegation übernehmen. Zu dem Vorschlag vorn 31. Juli bemerkt die Rote, die polnische Regierung sehe kein Hinder- nis darin, die polnisch litauische Konferenz mit den Arbeiten des Völkerbundes zusammenfallen zu lassen. Sollte indessen Litauen anderer Ansicht sein, so sei sie bereit, zuzustimmen, daß die Konferenz am 25. August in Gens zusammentreffe. Dann könnte Zaleski daran teilnehmen. Die Rote meinte, daß einer dieser beiden Vorschläge annehmbar für die litauische Delegation sein werde, und daß Woldemaras ferne Zustimmung zu bem Vorschlag geben werde, da der Völkerbundsrat auf seiner nächsten Tagung einen Rechenschaftsbericht über das Ergebnis ber Verhandlungen erwartet. Das Schreiben schließt mit der Bitte, möglichst bald eine Entscheidung zu treffen. Warschau. 21. Aug. (WTB. Funkspruch. Szumlakowski wird heute abend mit der litauif chen Antwort aüf den polnischen Vorschlag betr. Abhaltung einer p 0 lnischilt a u is ch e n Z ollkonferenz vor der Völkerbundstagung hier eintresfen. Der _Rasz Przeglvnd" bezeichnet das Gerücht, daß die litauische Antwort negativ ausgefallen ' sei. Die litauische Regierung soll sowohl die für Königsberg, als auch die für Genf vorgeschlagenen Verhandlungstermine a b g e l e h n t haben. Italiens Protest in Belgrad. Berlin, 21. Aug. (TU.) Wie die ..Voss. Zeitung" aus Belgrad meldet, empfing der Vertreter des Außenministers Schumen fo» witsch, der am Montagsrüh nach Belgrad zurückgelehrt ist. am Rachmittag den Besuch deS italienischen Geschäftsträgers, der sich über die Stellungnahme der jugoslawischen Regierung zu der wegen der Kundgebungen in Spalato und Sebrnlco überreichten P r 0 t e st - note der italienischen Regierung erkundigte. Wie verlautet, hat Dr. Schumenkvwitsch dem italienischen Geschäftsträger erklärt, daß die Berichte, die die jugoslawische Regierung über die Vorfälle in Spalato und Sebenico erhalten habe, mit der in der Protestnote gegebenen Darstellung nicht überein stimmen, daß aber die iugos'awische Regierung trotzdem die strengste Untersuchung angeordnet habe. Rach deren Beendigung werde der jugoslawische Gesandte in Rom ber italienischen Regierung die Antwort ber jugoslawischen Regierung überreichen. Oie griechischen Wahlen. Athen, 20. Aug. (WTB) Rach den um 11 Uhr bekannten Wahlresultaten haben die Ben i- selisten einen bedeutenden Sieg errungen. Die endgültigen Ergebnisse werben voraussichtlich morgen abend befnnntgegeben. Aus aller Welt. 300 Todesopfer auf Haiti. London. 20. Aug. (TU.) Die Zahl der Todesopfer des wirbel sturmes auf Halil beträgt nach den letzten Meldungen ou, Port-au- Prince rund 3 0 0. Darunter befinden sich die Befolgungen von Fischerbooten unbftüflenbampfcrn. Die Verbindung mit dem verwüsteten Gebiet ift noch voll- I ständig unterbunden. Die Zahl der verletzten ' wird auf 1 0 0 0 geschätzt. Mehrere kleine Städte find durch den Sturm s 0 st völlig vernichtet worden. Die Luch« nach ’Mmunbkit und nach der BaUongrupve. Rom. 20. Aug (WTB.) Rach einem Funkspruch ber „(Xitti di Mllano" hoben gestern zwei italienische Flugzeuge die in her Rähe der Martens-Infel vor ‘Anker liegende ..Braganza" verlassen und bw Sieben-Infel-Gruppe mehrere Male ui kleiner Höhe überflogen. Die Flugzeugführer Perezo und Gros io crilären, cS feien bestimmt keine Menschen in ber fraglichen Zone vorhanden. Di« Apparate kehrten auf die .Braganza" zurück, bte ihre Fahrt nach Öftere fortfetzte, uni ihre planmäßige Suche weiterzuführen. In ben vergangenen Tagen hat man bie Hütten mit Lebensmitteldepot- besucht, um Mtguheften. m welchem Zustand sie «ich 5t- hnben Plarlens in Ce Bourget getonbcL Aus Paris wird pemtibet Der deutsche Fliegen : Martens, der am Somstog in Köln zu einem (Europaflug oufgeftiegen war und eine Zwischenlandung bei MeziLrcs hatte vornehmen müf- fee, ift am Montognochmittaa mit feinem Klein- flugzeug in Le Bourgct gelandet. SOS-Raie eine, deutschen Dampfers. Fach einer Meldung des „Berliner Lokolanz." aus Pari, hat hie Radioftation Queffant SOS- Rufe des beutichen Dampfers „B r □ g a' aufgefangen, ber flch im AUantischtn O.zean in See- n 0 1 befindet. vier Millionen Mark Verluste der Svackaße SL Ingbert Wie man aus authentischer Quelle erfährt, belaufen iid) noch ben bisherigen tooihon»ergeb«tffen die Verluste der Stäbtilchen Sparkasse St. Ingbert nicht, wie ursprünglich angenommen, auf 23 Milliv nen. sondern auf vier Millionen Mark. Die Stadt St. Ingbert ift nicht in der Lage, bteien Verlust aus eigenen Mitteln zu decken. Man rtdmtt daher auf staaUichc Hilfe. Maldbrand im harz. Gestern nachmittag brach in den - lade (holz- beständen an den Wolfklippen zwischen Wemtz:- rote und ber Plesfenburg im Harz ein Wald- branb aus. der 'ehr rasch um sich gdTf. Sofort angestellte Versuche, des Feuers Herr zu worden und es auf seinen Herd zu beschränken, scheiterten. Von der starten Trockenhuit begünstigt. breimt das Feuer weiter. Di« überaus starke Rauchentwicklung und die Flammen sind weuh.n sichtbar. Man bietet alles auf, um vm ilebct- greifen auf andere Revier« zu verhindern. Ein Hundertjährig«. Aus Geislingen (Württembg., wirb gemeldet: Gestern feierte hier unter Teilnahme ber ganzen (Bemcinbe unb zahlreicher Äriegeroeceine ber frühere Lanbjager unb Stationskoininantzant Josef Kohle ben 10 0. Geburtstag Der Reichs- präsibent fanbte ihm ein herzliches Glückwunschschreiben mit Bild. Auch her wurtiembergische Staatspräsident sandte ein Glückwunschschreiben unb ließ bem Jubilar eine kunstvolle Tasse mit Widmung und bem roürttcmbergifdjen W ippen sowie ein Geldgeschenk überreichen Der Jichllar ist noch durchaus rüstig. Großfeuer in einem roürttemdergstchen Dorf. Aus Moßtirch iWürtt.l wird gemeldet In bem Orte Bich11ingen wurden fünf Gebäude, darunter das Spritzen- unb dos Armenhaus vollkommen burch Feuer zerstört. Man vermutet als Ursache des Brandes Selbstentzündung des Heues. Der Schaden ift sehr groß, da sämtliche Einrichtungen sowie bedeutende Futtervorräte Opfer 5er Flammen wurden. Festgenommene Schmuggler. Wie die ..Polonia" berichtet, wurde geltem an der Grenze bei Beutßen eine Gruppe von Schmugglern feftgenommen, bei der ein großer s Quantum Dnnainii beschlagnahmt werden konnte. Ureter den Fe st genommenen befindet sich der Vorsitzende der ausständischen Gruppen von Rad- zionkau. Das Dtmamii war siir Radzionkau bestimmt. Diebstähle in chinesischen üailetgräbetn. Wie die Agentur Indo-Pacific aus Peking meldet. haben Zollbeamte in Trentfrn 35 Kisten mit wertvollen Gegenständen beschlagnahmt, bt* aus den Äaufcrgtäbcm gestohlen waren und nach Frankreich yefebafft werben sollten. Tornado über Minnesota S t.Pau l lVÜMiesota). 21. Aug. (WTB. Fund- spruch.) Gestern abend wurde Minnesota von einem Tornado heimgesucht, woher vier Personen gelötet unb 40 verlotzt wurden. Der Schaden wird auf eine Million Dollar geschätzt. Die Wetterlage. s A. Nontag. £0. P.ugust 1928, 7 Al nxj ■ ewontatolO oiMirnm e-'grw • lehn« o takNI» . MMl X -O 1W Wt otf.lt ru«tn M 4t» WWM «*•<• J1 ’ SltXMf l* *n 6t9te Ct Ttmjtr-I«. o.« ♦***•*» »*• W •»**•«• Mil Dos DruthaUflebid über der 'Jlorbftt macht seinen Einfluß auf die Witterung in Mitteleuropa geltend. Kühlt MtonifdK tiuftmaffen, die an der Ruckfette he, Tiefs Vordringen, fuhren zunächst zu utranbtrlidjem Wetter, sowie keiner Erwärmung und lasten es gilegenttich zu Niederschlägen kommen, die in Form von Schauern auftreten werden. Voraussage für Mittwoch: Wechselnde Bewölkung. Temperaturen wenig verändert, vereinzelt Regenschauer, umbrebenbe Westwinde. »orousfage für Donnerstag: Zunächst noch feine wesentliche- A-nberung be, Witterung,- chorakter,. Lusiremperaturcn am 20.21uguft; mittags 22.4 ®luewÄ unter bem schürfen Sttrsen^chmtr bdöinlonttn. als bann »vrwterr Acufltru4> bw 2ult burchHv-. ttnr Der Sooancr -.ft ba! 2öl aber t*r Wecken geleert waren unb da. Wo bi» bunten 'Äunr grftanben baaen. nur rin» gleichmäßig grün« ULch» «schien, ahnten vir schon bah mit ben 2bdang des 6ommrr< 'chon («in Cdnbe gefotnmen war Doch grünten ja b.« Diesen tmn nam brr »wette ichn-tt rnhe tteran unb überall NSbten bi» Blumen wtetztt auf Dte Sonnt, bte aroftc Zauberin. tchui täglich neue 'Thunder, ösrichke aber auch bal Betrete Die Schnitter kamen unb mm lbtf> auch bte 3e*r arieeri De» Segen ,ft geborgen. Der Sommer mmmt Mchmb Kalt schauen bw kahlen Stoppel fd ber uns an. Wo rtnft wogenbe Saaten 'ich l«B» tm Wucht bewegten ba gähn» bw Leere unb nur tury. bnte Tfefte einstiger Schönhe« ft «rem uns entgegen. Pw armen Ätnber bw bariuft laufen mülle*. m«iben bw Vwpörin. ’dbft bw »arten Schuhe unser« Dornen würben »oa ibnwi'*r(ett und graut um wrichnnben werben, höchstens 3t- aeunrrf nber rönnen baruLerhutcheev Wohl werben bte rauhen Stoppeln umgebrochen, aber leibst burch bte braun» ®rbe bringen bte lebten Zeugen eines reichen Sommers. Sie wollen nicht weichen, nicht uraeegtb»*. — Sb« nirgend« gibt * öhllftunb. Die Stoppel- Ücker. bte nicht gepfl^, werben, »etgen halb ein anderes Ausletzen Ueberall bringt (ich schwel- lenbes Drün ztottchen ben $al meuterten durch Tw junge Klee, bw un Schutz bei Obe treibet keimte unb fftn« »arten Blätter «nlallcte. hat nun CuH unb Licht unb strebt in bte Höhe Ss ist em er1n(4»nbei Bllb. wenn vir setzen, toi« aus ben gelben Trümmern kräftiges Orün nachbrängt unb nach unb nach alles ^herrscht. Roch darren bte barten Aalme heraus unb schützen bte jungen Pflanzen, aber bald werben btefe hinausg< wachsen fein über bte letzten Best» der Sommertzerrslch- feit. The überquellenbe. überftrömenbe Kratt alles Jungen bricht sich sieghaft Bahn über bas Alte unb Morsch«. Wohl kommen Tag«. Wochen, m denn auch bte funae Kraft erlahmt, wo alles still steht still stehen muß. itn Winter Stzi rauhes Holt geb eiet ler.^räst, doch eine linkte Decke wirb bald über bas frierende Arun gebreitet, gleichmühig bucken sich jung« Miet unb bte Stoppeln, Alter unb Jugend neben- einander. P. Ungrichwächt ersteh» bte Kratt der jungen Pflanzen n«*6 Schnee unb Ais. nach Tau tretfee unb Stegen. Vw letzten Beste bei A«rribes ab« lt*b durch Büste unb Külte zermürbt, »«neben weben Ster lochend« frruhiutg wirb in das Land heigen, freudig begrüßt von ben jungen SUeeteittem Dte Stoppeln find nicht mehr' - Am wundervolles Bild des menschlichen Cebtn* Auch hier wollen bte Uten nicht Platz machen, starr unb hart stehen ste. wehoen (ich und fdnnen nicht nachgeben. Ab« doch find ste voll innerer streu d«. Mm sie sehen, wie bte Jugend heran- nächst, wte ste »um Achte drängt, auch wenn sie anders geartet ist. Unb wte bte reifen Halme die jung« Pflanzen schützen imb wie ihn« selbst die Stoppeln noch Stütze unb Halt bieten, rä hilft bas Alter der Jugend, virilricht mürrisch und unbewußt, ab« (te beiten einander, ergänzen sich in immer rot «bette brandet Auferstehung - Der Sonmwr scheidei. Auch viele unserer l etzen Sänger rüsten sich zum Abschied Bald werden yrld unb Walb stumm fetal. Der -erbst beginnt .Seufzend in geheimer Kia« streift bw Wind bas letzte vrrün, unb bte süßen Sommer tag«, ach st» sind dahin, dahin!" (6 form.) fllunflaiionMtlnfft im Sreiflaai Men. Bor einiger Zeit würben bi« Veranlagung«- ergebm nannten^ ©arm es nach der Inflation famn mete «« 5000 unb te gesamtes Vermögen te- jug noch kve H«-te des früheren. Selbst die Tlmnettn Vermögen von 10000 bis 20 000 Mk. !£*.krvtz be» Zustrom, aus Öen höhtten -xrmegtnögruDpeii — teßr zusammenge chrnc^zen. imb zwar stehen ’uß 35 8W Pflicht,ge vor und 23 803 Pflichtige noch der Inflation gegenüber. Unter Umrechnung aller steuerbaren Jer- mötzen, allo auch ter von 5000 Hf 10 000 Mk . beträgt nunmehr das Rvtzveemögen ailer Steuer- vst ch'- genM-n Hellen «was üter 2 Millterben Mark unb ach Abzug von Id MM tonen Schulden v« blecht em Rem vermögen von 1.99 Milliarden Mark. Bon btritt Gesamtsumme aller A rin vermögen endallen auf Oberheffen 441 4« 600 Mk . auf Ahernhrilen 804 963 000 Mk. unb auf Starkenburg 744 319 300 Mk . oder anders ausgeb rückt auf Oberheffen 25 Prozent. auf Starkerrburg 37 Prozent unb auf Rhein- hrifen 38 Prozent. In Ober Hess« übertmegen bte I andmrrtkchafrl ichet; Vermögen, welche 'ast der1 fünftel sämtlicher Vermöge t ausmachen, auch « Atzemhellen nimmt das iaubwirdchaft- (täte Vermögen mit 34 Prozent eine bedeut'eure Steilung en In Starkenvurg dagegen entfallt auf die landwirtschaftlichen Vermögen nut ein Wtathri, aui bw gewerblichen bagegen beinahe di« ©äffte Dr Sch Baien für Mittwoch, 22. August Sonnenaufgang 4.56 Uhr, Sonnenuntergang 19.09 Uhr Mondaufgang 14,34 Uhr, Monduntergang INk der Kechkriehrer '.Hubrif von Zherina in Aurich geboren. — 1686: brr Anatom ,rran.z Sofef (Ball in Montrouge gestorben. — 1856 der Architekt Emanuel van Seidl in München geboren; — 1921: der Maler Ander» Zorn zu Mor«, in Schweden gestorben. >..stener Wocherimarktpreii«. kosteten auf dem heutigen Wochenmarkf: Butter Pfund 1.90 tot 2.00. Matte 30 bt« 35; Käse 60 kns 1,40; Wirsing 20 bis 25; Weißkraut 12 kns 20; Aockraut 25 bi« 35. gelte Aüben 15 bi< 20; rvle Aüben 12 bis 15. ®binat 30 bis 35. Aömrschkohl 10 bi« 15. Bohnen sgrüne» 30 bis 40; Bohnen (gelbe) 35 bis 45: Unter-Kohlrabi 10 b s 12; Srbfen 40 bis 50; Mischgemüse 15 bi« 20; Tomaten 35 tes 50; Zwiebeln 17 bis 20; Ahatzarber 15 bis 20; Kartoffeln 6 bte 7; Zrüh- äpfei 35 bs 40; Zalläpfel 10 bi« 20; Birnen 20 tetz 40; Kirichen • lauere) 60; Pfirsiche 80 te« 1.00; Brombeeren 70 bis 80; Preiselbeeren 70; Johann «teeren 50; Zwellchen 50. Mirabellen 40 bs 60; Aeineclaudeiv 40 bi« 50; Honig 40 bin 45; junge Höhne 1.00 tes 1.20; Äupvenhühner 1.00 te.« 1.20. Ster Stück 13 bi« 15; Blumenkohl 20 bis 1.20. Salat 15 bi« 25; Salatgurken 15 te« 50: öwunaebgurten 3 bis 5; Sndivicn 10 bis 25; Ober-Kohlrabi 5 bi« 15; Aetkich 10 bl« 25; Aadwschen Bund 10 bis 15. Vornotizcn. — TageSkalender für Dienstag. Stadtttxater Drehen; Letzte« Gastspiel Auguste Prafch-Dreventerg .Der teerzehnte Stuhl". Be- ainn 20 Uhr Onde 22 Uhr. -- Lichtspielhaus, Bahnbvfstrah' .Die Pflicht zu schweig-tn' Astvria-Lichesp'rie .Tom Byler". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben Bayarb Beiller, der Autor des heute abend gegebenen Kriminalstückes -Der 13. Stu HP', gehört .zur Zeit zu den meist- gesptelten amerikanischen 2Iutoren in Deutschland Mit feinem neuen Stuck. .Der Protest den Martz Dugan". ba« auch in Diehen zur Auf- futzrung gelangen wird, hat er bereits ben Aekvrb b« .Her«"-Ausführungen gebrochen Jn .Der 13. Stuhl" wird sich Frau Prasch- Orehenberg al« Madame Aofalie nom Die- hener Publikum verabschieten ** Der Lahngau de» Hessischen San- aerbunbe» hielt gestern im Bnhnholshotel >')opieid eine Siffuna ab. Der erste Vorsitzende, CEmil Koch, berichtete über die abgrlaufene Sommerperiode, dr konnte allgemein die erfreuliche Tatsache feststellen, dost e* mit dem Mannergesong innerhalb te» Taue-» vorwärts geht unb dost auch die Organisation de» Hessischen 3änp erblinde» immer mehr Anklang unb Anhang findet. Der Schriftführer empfiehlt ben Vereinen das Lesen des Bunbesorgane» langer märte" Er betont, der Lahngau lei mit 73 Mannergejangoereinen der stärkste de» Hessischen Längcrbunbe». Die Verständigung zwischen (Bauleitung, Bezirken und Vereinen muffe durch die „Längerwarle" «folgen. Der Lahntzau gliedert sich in fünf Bezirke: 1. Vereine, bi« feinem Bund angehören, 2. Lahntalsängerbund, 3. Ohm Lumbatalbunb, 4. l!urnbatal-oängerbunb unb 5. Obcrhe'sifchcr Sängerbund. Litz Long-Göns. Die ‘Ärtungejmflen sollen eine weitere Ausgestaltung erfahren. Vorläufig soll sich bte Tätigkeit der (Bauleitung nod) auf da» Werwngssinaen innerhalb der fünf Bezirke beschränken, bis fpater der (Bau mit geeigneten Mafsenchören auftreten kann. Die etste groste Hiuibgebunn de» Gaues soll 192V auf dem Hessischen Bunbesiangersest in Darmstadt statt- finden. Auf bem nächsten Deutschen Bundessänger- seit in Frankfurt a M. wird der Lahngau mit Massenchören vor bte Oessentlichkett treten. Zum 5njahrigen Jubiläum be* (BefangMr Vereine atmelbri. die unter Leitung von Gouchormeister K a st e n einen Maisenchor von 1UOO Sängern oortragen werten. Der Reifliche Lanbessängertag finbri api 28. Oktober in (Bitten statt. ** An- und Umbau der Schiller- schul». Da« im Jahr» 1878 ursprünglich für die Höhere Mädchenschule in bet Schilferst rast« errichtete Drbäubc wird in dem nach bet Aord- anlage zu errichteten Aeuteau feit 1908 al« Stabt- mätzchenichule benutzt. Entsprechend ben Brichlüf- ’en ber Stadtverordnetenversammlung wirb dieses «•cbättde gegeniDcrt'.q ->!e iftir Knaben und Mädchen) umgebaut und dabei gleichzeitig die feit Jahren dringend notwendig geworben» Renovierung unb Verbellerung bet lamtäten Derhälknisse durchaeführt. Da« Wesentlich» an bem Bauvorhaben -st bte zweck- entfvrechenbe 3erbinbung zwischen bet lurn- Halle unb bem Hauptgebäude D» Bauarbeiten *:nb feit einigen Wochen im (Sange und haben bisher gute Fortschritte gewacht. Heben ber bereit« vollendeten Herstellung des Kcfters und des Drtzge'chosfe« ;m Airban find auch de Um- bauarbe.ten :m Keller des Hauptgebäudes 'chon fertig. Bei weiterer günstiger Witterung wird mit Der Fertigstellung Der Rohbauarbeiten •.r.iter- haltz c.niaer Wochen zu rechnen sein, so bah während be« Winters die Innenarbeiten zur Durchführung gelangen können. Di» z. Z. in der Ausführung begriffenen Maurer- und Ci'en- bclonarbeiten werden burch b« Firma Abe r- mann geleistet. *• Motorradunfall. Gestern, abend gegen 9 Uhr stürzte bet von Heucheche.m kommende Chauffeur Ferdnand Rinn m:t feinem Motorrad « ber Räche des Hritztchchstchens. ®t erlitt ernt 'chwere K o p f ve ol« tz u n g. Rach Aw- iegung eite« Avwerbantzes würbe er burch bte I a n. Frida- Karl Leib an der Volksschule zu Giest«" und Abom Linbenschmltt an ber Volksschule zu Darmstadt. ee iltnbrrung tm S r a f t p o ft f a b r p 2m Fahrplan der Krastpost Afeseld—Grotz-F» Ltumpertenrod— Rieber-Gemünben ist folgende Sende rung eingetreten: Die Fahrten zwilchen Stumpertenrod und (Srost-Felda 5 0*» Uhr ab ölumpertcnrob, Oiroh Felba an 5.25 Uhr. Wroß Felda ab 20.55 Uhr. Stumpertenrod an 21.15 Uhr (W), (Lrost-Felda ab 22.10, Stumpertenrod an 22.30 (F) sind wcagesallen. Sonderzug zur Jungfrau. Vie vom Reifebureau Loeb mitgetrilt wird, verkehrt ein Sonderzug zur Jungfrau vom Samstag, 25 Äugust, bis Mittwoch, 29. August. Nähere» im heutigen An- zeigenteil •• Haftung ber Reich»bahn bei Unfälle n. In einem rechtskräftig gewordenen Urteil te» Landgerichts (Erfurt heistt e», oah den ftahrgast, ter, obwohl er mit bem Schließen der Tür jederzeit rechnen muh, unter Außerachtlassung jeder Sorg falt die Hand in die Türspalte legt, in jedem Halle eigene» Verschulden trifft. Sine Haftung ber Keichs- baJjn kommt also in solchen Fällen nicht in Frage 5mttä£T.ge Sarckrätskrionne xxn Avten Kreuz n bte llhirurgtsche Kllntt llteraeführt " Pldtzltcher Tob aus dem Vi«h - markt. Heute DPtenlteg gegen 9 Ude erlitt btt Btehtzändter Hermann Mayer aus Gladenbach r.nrn Schlaganfall- Die terte gerufene Son rätskolonn« vom Arten Kreuz konnte nur den Tob be« tzeba uernswetten Mannes feststellen. “ Di« Fasanenjagd in Hess »n beginnt am Sonntag 16. September. ' Die tzel (i ( che Bierpeotzuktion im ersten Halbjahr 1 92 8. Jn ben Monaten April, Juni betrug bi« gesamte Bierttwugung in Hessen 285 034 Hektoliter. gtacii 215 481 Hektviiter tm ersten Cuartal I-2S io hast ins- aefamt im ersten Halb,atz» 1928 500 515 H«ktr- liler abgelaffen wurden Jn ter gleichen Zeit des Vorzahrtt stellte fich ber Bicrau-stoh auf insgesamt 554 572 Hektoliter, (o batz also eine Bermintzeeuna um na.5 10 Prozent etngetreten ist. Jm c;hh’Jtcn wurden im abgelaufenen Halb- latzr abaelallcn 202 Hektoliter Sinsachbter. 498 974 HekwI-.ter Tollbier unb 3339 Acho- Hter Starkbier Verwandt wurden &ieau 104 947 Doppelzentner Malz, während 3ucftrwoffe nicht verarbeitet wurden. " ..Blume und Base". Zu dem gestn-gen 2Iusst»!Iungsberncht wirb von ter Firma Hochst ä l t e r darauf knnaewiefen. hast von ihr sämtlich» ausgestellten Dekoratwn«ste»sfe. foww die Tepp-.che oeliefert worben find. Dte Firma Reuter hat dagegen bi» Tifchtzecken zur Ber- sügung gestellt. " Arbeitsjubiläum. Am 22. August b. I. kann ber Schneider H Sommer bei ter Firma rhintzert werben must Bei ter Fahrt auf ben wurgersteig wurste auch fein warnendes Zeichen gegeben. xjt, Die IDaiferlftl angsfotgen in kfencheiheim. Heuchelheim. Erfreulich ist e». tm „Gieftenei Anzeiger vom 10 c> 4H. zu lefen. haft fich die höchst« Stelle be» Lande» bc • chlt mit ter Frage der G e j mein den ohne .^afferleitung befassen »trb. Zu ten Gemeinten ohne Dafierieitung gehört auch der etwa 2800 Seelen zählende Dr! Heuchelheim. JBenn man das industriell«: Unternehmen In unserem Orte in bezug auf den Fortschritt usw. betrachtet. kann man wirklich nicht verstehen, dah em so dringendes Bedürfnis (die Wasserleitung) bis heute immer noch nicht befriedigt ist. Der Heuchel- Heimer Temeinterat beschäftigt sich ja schon seit etwa zwei Jahren mit der Wasserleitung. (Es wurden te« reit» oerfchietene Äohrunaen oorgenommen. aber alle tn» je« ergestnrslo». Zn dem ganzen Problem «uft oor allen Singen rin fester Will» lein, unb wo ein Dille ist, läht sich manches überwinden. (Es wäre >u begrasten, wenn ter Hessische Landtag ten (Be. meinten mu 'chlechten Dosieroerhättmssen mit bü. l'te» ®ridern unter die Arme greifen würde, bann riatfte ich stcher. dost mblich auch -fenchekhrim halb in ten Besitz einer Dafierieitung kommt Sollte sich die Gemeinte In nächster Zrit für eine Dafierieitung nicht entschlieften können, bann müfien unbedingt tn den neubebauten Vierteln Brunnen angelegt werten. Die Gemeinde Heuchelheim sollte fich W i eie d tum Vorbild nehmen. Soviel man tu ri. soll die (Bemetnbe * nämlich in aller Kue'e schan mit (Ba» oet« sorgt werten. (?• lost sogar mit ter Legung ter Leitung begonnen worben sein Gewist eine bequeme Sache für bte Hausfrauen Ä ®. Preußen. TiUtreio. * Herborn. K. ilug. stuf dem heute abge- baltenen neunten bietiobngcn Markt waren auf- getrieben 60 Stück Nindvieh und 140 Schweine vl» wurden bezahlt für ^ettvieb, unb zwar Lchsen, 1 Dualität, 30 bi» M Mk, Kühe und '.Hinter. 2. Dualität. 40 bi» 45 Mk. per 50 Silo Schlachtgewicht Auf dem Schweinemarkte kosteten geriet 40 bi» 50 TU. Lauser 140 bi» 170 Mk ba» Paar. bt Schönbach. 20. 2Lug. vw Otmetntepertte# huig hat in ihrer letzten Sitzung ten Brich lüft geragt, rm» neuzeitliche 3 ab «an flalt tu erfwucn. Der Wunsch nach «um Jmri4- tuna war hier allgemein, fo tzaft die Sinwohntt« schatt ten Beschluft fehr dankbar aufgcrrxnmwt hat Mrcio Marbtirx. |l ‘JRarburg, 20.August. Arn Sonntag, ten 22. April wurde auf brr Landsiraste zwischen Gladenbach und (krbhausen ter 17 Jahre alte ^chn- iter- gehilfe Burk aus ürdhausen, ber ein Mädchen nach Haufe begleitete, von einem Auto überrannt unb so schwer verletzt, dast er balb darauf starb. Heute beschäftigte sich ba» Schöffengericht mit bem traurigen Vorkommnis. Nach Vernehmung zahlreicher Zeugen wurde ber angeklagte Autofuh- rer. ein Gerne rbetrelbenber, zu 9 000 Mark (Belbftrafe ober 60 lagen Hast verurteilt — Heule sind es f ü n f z i g I a h r e, dast ber Installateur Pfalz au» Wehrba bei ter Jlrma 9. Klee Sohn ununterbrochen be - schäfkigt ist. Lus biesem Anlnst wurden dem 75jährigei! Veteranen der Arbeit, ber noch täglich seinen Dienst versieht, zahlreiche lrärunaen zuteil. U. a. wurde ihm ein Bild be» Reichspräsidenten mit eigenhändiger Unterschrift überreicht. Vermischtes. 60 Jahre Meter. Am 17. August waren es 60 Jäte», feit ü» Deutschland das matrischeMaftsnstem gesetzlich Angeführt Worten ist. Die politisch» Zev- nlfenfteit der i'Prau«fl»ganoenen ^ahrzehn.» dürfte c« verschultel baten, daft es solange bi« zu dieser VereintesUichuirg gedauert hat. nachtem Frankreich bereit» am 29. Rvvernter 1800 al« eine Srrungrnfchaft ter sranzäsischen Revolution da« Meter als eint zur (Tröte ter Otde in Beziehung sichende Längenrinte'k < 3e6nmil- llzmfttr Teil tes Meridian viert eis zwischen Rord- pol und Acquator- feRgclegt und gesetzlich eln- aefuhrt hatte. O« st erreich folgte am 1. August 1876. - Ss ist in diesem xiu(amm»nbang sehr interessant, duft schon e'.wa 2000 Jahre vorher ter weise Grieche Gratoftteiic« tn Merantzrien mit einer uns fast untegreifitchen Genauigkeit ten Durchmesser bet Srbe testimmt hatte, und zwar mit einem Fehler von kaum mehr all Vi Prvz. und tzaft da« Dezimalsystem ten Priestern der alten Aeanpfee geläufig war. die es allerding« al« Teil Ifjrcr heiligen Wissenschaften vor bem Bolte, dessen Rechnei sich auf der (-rundzahl 12 aufbaute, geheim hielten. DieBor- au-setzungen zu ter >o einräch scheinenden Folge- nmg. eine terrestrische Äröft» zum Au-gang«- punkt eine« durch dezimalrechnerische Beziehun- 4«m einfach au »gestalten den Maftsystems zu machen, stammen also au« alter Bonzeit. und es bedurfte dennoch zweier Jahrtausende, bis die Gelehrten in Pari« ben rät die Zivilisation so ungemein wichtigen Beschlaft faftten. das Meier au schatten unb von ihm aus das neuzeittlch» Mahsysteiu auszubauen. Roch hat ba« metrische System sich nicht überall durchgesetzt, noch stehen S n g l a n b unb zum Teil seine Herrschaf tsgebiel e abseits, ebenso die Bereinigten Staaten von Ttorbain.-ri’a, also di» ganjen angel sächsischen Länder, während die late n annnkanischen Staaten längst metrisch me'fen. In vielen leiten von Asien kenn', man es überhaupt noch nicht. Japan Hai »s anfang« 1Q21 ringesüftrt und auch Afghanistan benutzt feit kurzer Zeit ba« metrische Softem. Jn Ruftland wird ba« ine* tnsche Maftshstem schon seit einigen Jabern benutzt obK?rb[ es erst vor kurzem durch Desetz »ing.sührt ist. Obwohl die Vereinigten Staaten schon vor (ast 150 Jahren ihre Deldwährung nach bem Dezimalsystem eingerichtet haben, be- nuben sie da« englische Mahsystem bi« in untere Tag». Heute bedienen sich nach einer amer.konischen Angatx etwa 1100 Millionen Menschen be« metrischen Maftsystems Taft sGattentvahlrecht der russische»» Madcheu. Der Lotkskommlfsar für bte Justiz hat joeben eine neue Uterorbnuna erlassen, die bas Wahlrecht d»r jungen Mädchen betrifft. (Es handelt sich jedoch nicht um das politische Wahlrecht, sondern um ba» brr — Aattenwahl. Die 'Serorbnunfl bezweckt, bah ble jungen Mädchen vollständig frei ihre zukünftigen Ehegatten ouswähten sollen. Ms> (fltejn „aus selbstischen Gründen' ber Heirat ihrer loch- ter Hinbermsse bereiten wollen, werben sie künftighin tn Sowjetrufelanb mit schweren Gefängnis- (trafen bedroht. — In Mittel- unb Westeuropa, besonders aber In Amerika, wäre ein derartiges Besetz, wie es der rufsifche Bolkskommifiar im Hinblick auf bas Natten Wahlrecht ber jungen Mädchen erlieft, vollständig überstusflg. berliner Börse. Berlin, 21. Lug. (DTL. ffunkfpruch - Da auch 'm heutigen Lormittag»oerkehr keine anregenden Momente oorilegen — Reuyork war -war unter Schwankungen fest, doch -og der Satz für Tagesgeld wieder stärker an — hielt sich die Spefu- lation vollkommen zurück. Kurse waren bi» jetzt 104 nicht zu Horen. Die Grundtendenz toeint jedoch nii^t unfreundlich zu (rin. Am Devisen- morft nennt man London gegen Kabel 485,30 dis 485,34, London gegen Madrid 29,18 bi» 29-2f>, Lon- bon gegen Mark 20^675 bi» 203713, Kabel gegen Mark 4,1970 bi» 4,1975. Berantworttich für Bolittk? 5 B - Errrsi Mumsch»k^ Verschiedenes Bmülili Handel.- ■ehal« IumIbimI 5BW& oerloten gegangen.Gegen Be- lobnung abzugeben Selteräweg 43 n. Billiger Sonderzug zur Jungfrau vom Samstag, 25. August, bis Mittwoch, 29. August Gesamtpreis der Fahrt nur 45 Mk. für Hin- und Rückfahrt, die ganztägige Bergbahn-Rundfahrt im Jungfraugebiet, Dampferfahrten auf dem Brienzer und Thuner See. — Näheres und Anmeldungen umgehend durch: 7s«. Reisebüro Loeb, Vertret, der Hamburg-Amerika-Linie u. Theodor Loos, Vertretung des Norddeutschen Lloyd Das unerreichte, Wissenschaft!, begründete Mittel für den Haarwuchs. Ärztlich empfohlen gegen Haarausfall und Kopfschuppen. Zugleich das erfrischende und Ideale Pflegemittel für die Frisur, von höchster Eigenart der Duftkomposition' Verkäufe | Badewanne und knp!. Gasbadtolen preiswert abzugeb. Nab lala er alle. 3 p. Gut erhaltene *2fdjL Bettstelle [05999 mit Matrayc und Sebenintrrbett au verkaufen Zu erfr. 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Der Frau Else Schulhof geb Eulau in Gießen unb dem Julius Schulhof in Gießen ist Einzelprokura erteilt. Am 15. August 1928: a) bei ber Firma f). fiaefj Nachfolger, Gießen: Die Prokura des Wilhelm Horn jun. ift erloschen. Kaufmann Wilhelm Horn jun. in Gießen ist als weiterer persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. Die offene Handels gesellschaft hat am 1. Juli 1928 begonnen, b) Bei der Firma Edgar Bottmann zu Gießen: Die Prokura der Edgar Borr- mann Ehefrau, Katharine geb. Balser, ist erloschen. Dem Kaufmann Hans Borr- mann und ber Buchhalterin Emilie Leicht in Gießen ist Gesamtprokura erteilt. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 7. August 1928 bei ber Firma Oberhessische Elettri sttätvaesellschaft m. b. h., Gießen, eingetragen: Die Bertretungs- wefugnis bes Liquibators ist erloschen. Die eftirma wirb von Amts wegen gelöscht. r Gießen, ben 18. August 1928. ,Hessisches Amtsgericht._________ Soziale pflicht ber Ausgeber v. Stellenangeboten Ist es, die ein» gegangen Äewerbunaz- u .Vertagen (Zeugnisse, Zeugnleablwrm., ■£!<$♦» Silber o.bgl.Tftnenflen« uirüdiuf. Ole Stellung- lu wen den sind dankbar dafür, wenn man ihre Bemühungen nar «Erlangung ein. geeigneten Töilgküt auf diese Weise untersteht und sind aus diese seibstrerstandllche pstlchl auch angewiesen. Gieüene« Aureß-ev Zuverlöst- seriöse Herren als Vertreter für den Verkauf unserer Erzeugnisse geg. fefte Bezüge u. Prov. sofort gesuktu. Vorzu- stellen b.(6lte b.*nn auch später Herr Grumbach unter ber. französischen Journalisten ben französischen Tert dieser um- geformten Löbcschen SrNärung Per Aongreß selbst faßte jedoch praktisch keinerlei S n t s ch l i e ß u n g z u g u .. b c r lanbräumung. sondern b schrankte sich auf einen Austausch von Gebanken bie üb rbie«. vom deutschen Standpunkt betrachtet, teiltocile selbst durchaus nicht einwandfrei waren Schluß Wir verzichten auf Neapel unb treten nach einigen Tagen — sehr weise geworden bie Heimreise an. Wer lacht ba? Oberfreffen. t'nitbtvcio Gtchc«. 3 Allendorf a. d. Lda, 20. 8tug. Au» ? -r jüngsten Gemeinderaffitzung ist u. a. folgendes zu berichten: die vom flrci»nmt (fliehen vorgefchlagenen Ausschlagsfätze zur (fle- meinde-, Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer wurden unverändert angenommen. (£» werden im ganzen für Rj. 192Ä 8000 Mark Umlagen erhoben. Bon ber Erhebung der Sondergebäudefteuer wird abgesehen. Dem Antrag des praktischen Arztes Dr. A u g st auf käufliche Ueberlaffung eine» tausend Quadratmeter großen Bauplatze» in der Bahnhoi- ft raße wird ftattgegeben. Dr. Augst, der da» Grundstück seither schon pachtweise im Besitz hatte, zahlt pro Quadratmeter 1,75 Mark, der Kaufpreis ist bei Auslastung fällig. Falls Dr. Augst da» Grundsiuck später nicht bebauen sollte, fällt diese» zu den gleichen Bedingungen wieder an die Stadt zurück. — Daß man immer mehr den Wert einer rationellen Obstbaumzucht einsieht, beweisen die vielen nach Beendigung der Feldbereinigung und ganz besonders in den letzten Jahren in hiesiger Gemarkung angelegten Obstbaumstucke und Cmzelpslaii- zungen. Hierbei aeht die Stadt mit gutemBei - spiel voran, oie hat neuerding, von der hiesigen Feldbereinttzunaagesellschast ein etwa zwei Morgen große» «tuck Land am sog. Hainzenberg käuflich erworben und vor kurzem mit Kirsch- bäumchen bepflanzt. Durch diese Anlage hat die Stadt ihren ohnehin schon reichen Dbftbaumbeftanb um ein bedeutende» vermehrt, auch dürsten ihr hierdurch in absehbarer Zett nicht unbedeutend» Einnahmen zufallen. Z Rödgen. 20. Au« Endlich hat Rodgen mm auch tetnen Sportplatz. Im Frühjahr hatte ber Demeinderat etn Stück Wüstland an ber Grünberg« Straße zu sportlich« Betättgung zur D«fügung gestellt. DS erwies sich ab« al« ungeeignet Run wird eine schöne große Wiese am Stolzen Morgen zwischen dem Bahnwärierl>au« und der Lichtung nach dem Flugplatz zu Sport und Spiel benutzt. Zwei Fußballmannschaften find auf ae ft eilt, die tüchtig üben und die schon einigemal mit Mannschaften ander« Dörfer angetreten find. — Dies« Tage wurde in unser« Gemarkung im Alten Feld etn kleiner Luftballon, an dem eine Aartc hing, gefunden Er hat seine Luftreise von LiSge in Belgien bi« frierber gemacht. E« ist etn Reklameballon eine« belgischen Schuhhaule« Mit dem angefrängten Zettel wäre möglicherweise em Gewinn zu erzielen. beim die Firma nimmt eine Preisverteilung vor. tote au« dem Ausdruck de« Zettel« hervorgeht. Frankfurter Theater. Da« Frankfurter Reue Theater lDire«.or Arthur Hellmer) eröffnete die neue Spielzeit mit dem .Prozeß Mary Dugan von Batzard Veiller Arimmalfälle. geschickt auf» gezogen unb gut dargestellt. wirken Immer, mögen sie al« Roman, al« Film ob« auf hem Theater erscheinen. Und diele« Stück ist geschickt ausgemacht, schon deswegen weil wir erst tn ben letzten fünf Minuten erfaßten, wer denn eigentlich nun her Mörder ist. dessen Tat beinahe der Mary Dugan den Kops kostet. Dct Aamps zwischen hem Ltaat«anwalt und dem Brud« d« Angeklagten. d« plötzlich in die D«handl»ngen herein- schneit. um seine Sch west« zu verteidigen, ist so spannend, daß wir oft geneigt sind, selbst durch einen Zuruf an her Verhandlung teilzunehmen, auch wenn uns bet Regisseur nicht al« Geschworene mittpielen ließe, an die sich die Reden ber Parteien richten. Demi das Stück spielt toäfrrcnb ferner ganzen Dauer frei offener Szene. 2ln der Prozeßhandlung mag un« manche« Unangenehme auffallen, weil eS unseren Gewohnheiten und uns«« Strafprozeßordnung nicht entspricht. Mag lein, daß das amerikanische Prozeßrecht das alle« vorfieht. wir denken darüb« ui- wächst nicht nach fondern geben uns ganz der Sensation hin. die d« Gang d« Handlung in uns erzeugt und ständig wach hält. Die Darstellung war packend wenn auch Rürnberger die Figur de« Staatsanwalt« nicht so fr«au«gearbeitet hatte tote man da« nach den sonstigen Leistungen dieses Schaulpiel«« «warten konnte. Ab« die übrigen, auch die Nebenfiguren, waren fesselnd. Insbesondere sind zu nennen: Franz Wassereck al« Brud«. Theo Gingen al« ßiftjunge in ein« kleinen. ober charatteristifchen Rolle, Marianne Zoff al« Tänzerin. Der Beifall war stark. Man wird ba« Stück wohl bis auf weiteres auf bem Spiel- plan erwarten können. Quidam. , Kreis Ariedöerg- • Ariedb« ra 20. Qlug 3n den Kreisen Friedberg und Bedingen hat sich in den letzten beiden Wochen baS 'Büß der A r 5 e i t s m a r k 1 - läge nicht verändert. Die Zahl der Unter» stutzungsempfänger ift nur um ein ge» ringes auf 687 gefallen- Bei dielen sind 170Hot» (tanDäarbeiLer mit gezählt, die in der Haupt» ’ad)£ an der RBDareaulierung auf der Strecke BtlLrl—Bonames bewältigt sind. Die Krisen- sursorgeempsänger konnten zum groben Le i vorübergehend in der CanZtoirtl^Kifl unter» gebracht werden Es werden zur Zeit nur noch 19 Personen m der Ärifenfürfor^e unterstützt. Z Steinfurth. 20. Aug. Am oonnlog wurde hier dos Dekanatsmissionesest gefeiert, das von auswärtigen Aissionsfreunden sehr gut besucht war Missionar Lonk erzählte am Vormittag im Äinbergottefibienft den Kindern in anschaulicher Weise von seinen Erlebnissen in China. 3m Rachmittagsaottesdienst hielt Missionar Lank die Festpredigt. Der Üirchenchor von Ober-Rosboch sang unter Leitung von Lehrer Reichwein „Die guldne Sonne" und „Tröstet mein Volk" In der Rachoersammlung sprachen Prof. Werner (Fried- berg) al» Vorsitzender der Hess. Missionskonserenz und Pfarrer Schäfer (Oder-Ro»bach) al» Per- trouensmnnn für das Heiden Missionswerk im Dekanat Friedberg Missionar Schäfer (Hausen) er zahlte von der schweren Missionsarbeit unter den Batalanegem aus Sumatra Dekan Bogel sprach allen Milwirkenden den Donk aus. In den Hau- lern wurden die Fremden gastlich bewirtet und kehrten mit Rosenstrauben wieder heim. Krei» Büdingen. Älddo, 20. Aug Der Gpätzug nach Schotten am SamStag sammelt eben während der Dreschfaifon eine zahlreiche Arbeiterschaft au» dem Vogelsberg, die den Sonntag zu Haus« verbringen will. Die Leute sind meistens auS den Ortschaften des hochgelegenen GcbirgsteilS und bilden einen zuverlässigen Stamm eingearbeiteten Dreschmaschinenpersonals, mit dessen pünktlichem Eintreffen die Besitzer von Dreschgarnituven rechnen können. 3n der Regel arbeiten die Rotten in derselben Zusammensetzung wie in den Borjahren, kehren auch zu ihrer Maschine zurück. Die Zuverlässigkeit des Personals und gute Arbeitsleistung erweitern den Kundenkrete. Zur Zeit arbeiten fast alle Dreschmaschinen m der Qöetterau, die zeitiger die Ernte einbringt als die höher gelegenen Landstriche. Infolge der starken Kon- kurrenz, dir auf cm beträchtliches zahlenmäßiges Anwachsen der Dreschgarnituren zurüctzusühren ist, verkürzt sich von Jahr zu Jahr die Dreschsaison. S>eule ist sie ziemlich nach zehn Wochen beendet, während in der BorkriegSzeit bis in den Winter hinein gedroschen wurde. Die Arbeitstage sind naturgemäß recht lange, 14- und mehrstundlge Arbeitstage zählen nicht zu den Seltenheiten. Da auch der flemfte landwirtschaftliche Besitz dazu übergegangen, sich der Dreschmaschine zu bedienen, sind die Dreschflegel gänzlich außer Kurs. Sie hängen zwar noch verstaubt in den Scheunen, ober der idyllische Drei takt ist nirgends mehr zu hören, nd. R i d d a, 20. Aug In dem sehr gut besuchten Gottesdienst fand gestern hier die feierliche Einführung der Konfirmanden des Kirchspiels durch Dekan Scriba statt. Der Seelsorger richtete über Zweck, Wichtigkeit und Ernst der Borbereitungszeit der jungen Christen warme, tiefgefühlte Worte an die Konfirmanden, ihre Angehörigen und die ganze Kirchengemeinde und wies eindringlich auf die Pflichten hin, die sie als Christen zu erfüllen hätten. Der Gottesdienst sand im Kasino statt, weil die Wieder» herstcllmig des Kircheninnern noch im Gange ist. Bei Bersehung der Orgel hat sich ergeben, daß diese saft kaum noch zu reparieren ist. Dec Holzwurm hat seinen zerstörenden Einfluß an dem sehr alten Werke in viel stärkerem Maße aus- geübt, als zuerst angenommen wurde, und die Wmdlade würde einer gründlichen Reparatur bedürfen und doch nur noch kurze Zelt gebrauchsfähig bleiben, Io daß bald wieder ein Ersatz für sie für etwa 3000 Mk beschafft werden mühte. Es ist deshalb der Vorschlag gemacht worden, gleich ein neues, zeitgemäßes Orgelwerk anzuschaffen, das unter Benutzung der noch brauchbaren Telle der alten Orgel etwa 10 000 Mk. kosten soll Ein endgültiger Beschluß de Kirchengemeinde ist hierüber noch nicht gefaßt worden. LInler-DidderSheim 20. Aug. 3m Gegensatz zu den umliegenden Dörfern ist hier der Baumarkt ziemlich belebt. 3m vergangenen Jahre wurde hier ein größeres Wohnhaus errichtet, in diesem Jahre sind bereits zwei im Entstehen begriffen. Daneben werden an landwirtschaftlichen Gebäuden mehrere Um- und Er- wciwrungsbaulen oorgenommen und Reparaturarbeiten ausgeführt Reues Baugelände ist an der Straße nach Ober-Wlddersheim erschlossen worden, wo der Gemeinde eine mehrere Morgen große Fläche Ackerlandes bei dem Feldbereinigungsverfahren zugeteilt wurde. Di« OrtSverwal- tung gibt jetzt an Baulustige Bauplätze von 400 bis 600 Quadratmeter Größe zum billigen Prelle von 1.50 Mk ab Dau ^ntgegentommen der Gemeindeverwaltung ist besonders zu würdigen, da di« Bauhe ren meistens zu den geringbemrttelten Ortsöürgern gehören. Altem Herkommen entsprechend werden sämtliche Zuhrlerstungen zur Herberschoffung der Baumaterialien von den PferdebesiHern noch tm „3rron“, wie man landläufig sich ausdrückt d. h. ohne Bezahlung, aber gegen Verabfolgung von Spellen und Getränken, ausgeßihet Die Schafzucht, Die in der Kriegs- und Rachkriegszeit sehr aufgebläht war, um die Dorfbewohner mit Wolle zu versorgen, ist in den letzten Jahren sehr zurückgeaangen. Die Schafherde, bw bei Errichtung der Semeii.de* schäferei über 200 Tiere betrug, rft jetzt auf weniger als die Hälfte zurückgegangen, und bereite trägt man sich mit der Absicht, die Herde ganz aufzulösen. Infolge der durch die Feldbereinigung eingeführten engen Gewannwege entsteht bei dem Trieb zum Pferch mancherfei Schoden. Mrci» Schotten. ch S d) o t i e n , 20. Aug Heute begeht Lehrer i. R. Sind in Rudingshain ein Jubiläum seltener Art. Es sind nämlich 3 0 Jahre verflossen, seit der Jubilar zum Obmann des Bezirkslehrer. Vereins Schotten gewählt wurde, der feinem verehrten Führer sehr viel verdankt. Am 2. Sep tember hält der Vorstand des Landeslehrervereins zu Ehren seines langjährigen Mitgliedes Linck eine Vorstandssitzung in Schotten ab, um dem verdienten Mitkämpfer, der 45 Jahre in einem abgelegenen Vogelsbergdorfe aushielt, wenigstens einmal im Leben die Teilnahme an einer Vorstandsfitzung bequem zu gestalten. Fj Laubach, 20. Aug. Unsere Stadt steht vor zwei großen Festlichkeiten. Am nächsten Sonntag findet hier das Frauen-Wetturnen des T u r n g a u e s H e s s e n D. T. statt. Es sind über vierhundert Frauen an gemeldet, die hier ein- quartiert werden. Man darf auf interessante turnerische Borführungen aespannt fein. D« hiesige Damenriege bat sich schon wiederholt bei auswärtigen Wettbewerbungen sehr ausgezeichnet. - Weiter werden umfassende Borbereitungen getroffen von Seiten des bieiigen 3 to e i g d erberem» des Vogelsberger Höben- k lu b S, da acht Tage später <2. September) der große Herbstausflug diese- Wanderbundcs hier stattfindet Der hiesige Zweigverein hat unter der umsichtigen Leitung seines Bvrsitzenden, des Obersekretärs C l b e. eine eifrige Tätigkeit entwickelt. Auch die Wanderlätigkeit war sehr belebt. Allmonatlich werden Ausflüge gemacht. 6inen lehr schönen AuSflug von zwei Tagen machte man letzte Woche. Am ersten Tage nahm man die Bahn bis Gedern. Bon hier wanderte man über Dolkhardshain, Lichenrod und Obermoos nach RiedermooS. Besonders schön war der Blick von der Höhe zwischen Lichenrod und Obermoos auf die glitzernden Mooser Weiher in der Abend- beleuchtung. 3n Riedernwos nahm man Rächt» quartier im Gasthof zur .Post' und in verschiedenen Privatquartieren. Am folgenden Morgen wanderte der Zweigverern von Riedermoos über Crainfeld nach Grebenhain. Hier teilte man sich. Der eine Teil wanderte über die Herchen- hainerhöhe zur Station Hartmannshain, wo der Abendzug genommen wurde; die andere Wan der- schar zog über den HoherodSkvps zur Station Schotten. Die ganze Wanderung war vom schönsten Wetter begünstigt. Die Beteiligung der Mitglieder war gut. V Gedern. 20. Aug. Eine bedeutende Bevölkerungszunahme hat unser Städtchen gegen das Borjahr aufzuweisen. Während die Einwohnerzahl um dieselbe Zeit des vorigen Jahres 2058 betrug, ist sie jetzt auf 2130 gestiegen. Das bedeutet eine Zunahme von 72 Einwohnern binnen Jahresfrist. Seit 1. Januar d. 3. sind hier 19 Ehen geschlossen worden. 3n der- Verhängnisse. Roman von Lieübet Dill. Copyright by Martin Feuchlwanger, Halle (Saale). 5. Fortsetzung Nachdruck verboten. „3a, das ist alles so sonderbar", jagte das Mädchen und sah Frau Odette vvn der Seite an, indem es das Geschirr aus da» Teebrett stellte, „da» wird eine schöne Geschichte werden." In diesem Augenblick betrat ein Gendarm das Zimmer und fragte: „Kann ich Sie sprechen, Madame Gontard? Der Untersuchungsrichter ist da." Odette erhob sich. Man sah, daß ihre Hände zitterten. Sie verabschiedet« sich ruhig und anmutig von dem Capitaine. „Also bi» heute abend. (Tapi- taine, bitte, seien Si^ um sieben Uhr zu Tisch da. — Marie, schließen Sie den Salon auf." • 3m Hausflur standen zwei Herren mit Mappen unter den Armen. Sie ging, gefolgt von den Herren, in den Salon, der al» Lese- und Rauchzimmer diente. Er war leer und halbdunkel. Die Jalousien waren geschlossen. Auf dem Tische lagen abgegriffene illustrierte Blatter, auf dem Klavier stand ein trockener Jeldblumenstrauß. eonnenftreifen standen in dem Zimmer. Odette nahm auf dem Sofa Platz und legte die Hände gefaltet auf die Knie. In ihrem kurzen einfachen Leinenkleid, den zierlichen, hellgrauen Wild- lederfchuhen. dem weißen Hals und der weißen Haut, sah sie wie ein Pensionsmädchen aus. Man sah ihr die neunjährigen Zwillinge nicht an. Die durchbohrenden Blicke der beiden Juristen, die sie zu verhören gekommen waren, schienen sie kalt zu lassen. „Ich muß um Entschuldigung bitten. Madame, daß wir Sie verhören müssen" begann der Weitere, der Untersuchungsrichter, während sein ‘Begleiter sich anschickte, auf einem Spieltisch da» Protokoll aufzunehmen und der Gendarm am Zensier heben- blieb, al» ob er einen Fluchtversuch durch das Fenster vereiteln wollte. Aber Sie waren die letzte, die Ihre laute gesehen hat eie waren gestern abend noch mit ihr zusammen. Können ? uns sagen, ob Ihnen irgend etwas mpqemUcn jif Erzählen Sie uns bitte genau, wie sich die Sache verhielt: Wann Sie hinkamen, wie Sie das Haus fanden, ob Sic jemand unterwegs gesehen haben, in der Nähe des Hauses, besonders vor allem, ob Sie den Schirmflicker kennen, der sich an dem Abend vor dem Hanse herumgetrieben haben soll. Wollen Sie mir, bitte, das alles ganz genau erzählen, Madame." Der große hagere Mann heftete feine schwarzen Augen auf die junge Frau, die sich bemühte, ihre Gedanken zu sammeln. Sie schien ruhig und kaltblütig. Sie entschuldigte sich, verhört zu werden, nie war ihr das passten. „Verzeihen Sie, wenn ich etwas wenig chronologisch erzähle, ich werde versuchen. Ihnen alles genau ^u sagen. Ich bin noch sehr erschüttert ... meine Schwiegermutter liegt im Sterben, der Arzt hat uns wenig Hoffnung gemacht ... und meine Tante, die ich lieb hatte ... meine einzige Ver- wandte, ermordet ... es ist alles so rasch auf mich cingef türmt ..." Sie strich sich über die Augen, als ob sie etwas verwischen wollte, roa» ihren Gedankengaiig störte. „Ich muß mich erst besinnen. Schreiben Äe bitte noch nicht mein Herr, lassen Sie mich erst ganz genau nachdenken, damit nichts falsch aufgenommen wird in die Akten." „Aber bitte, Madame, fassen Sie sich nur, wir haben Zeit." Der Richter lfl)nte sich mit übergeschlagenen Beinen in seinen Stuhl zurück. Seine dunklen Augen schauten fest in das Gesicht der Frau, die erblaßt war unter diesem Blick. „Ich will Ihnen alles lagen, so gut ich es noch weih", begann sie mit leiser, ruhiger Stimme. „Die Stunde kann ich natürlich Io genau nicht mehr wissen, wann ich zu meiner Tante gekommen bm." „Aber bitte, versuchen Sie nur, sich dessen zu erinnern. Madame, denn das ist es, worauf es ankommt Odettes blaue Augen flammten auf. Sie reckte sich auf. „Sie denken doch nicht, daß ich — baß. well ich zufällig gestern — — abend —> — zu meiner Tante ging — —. daß ich — — mit diesem Mord in Verbindung gebracht werden könnte?" . Madame", tagte der altere Richter. ,wir denken > i’Mtäufiq gar nichts Wir sind hier, um Tatsachen J lestzustellcn. und bitten um Ihre Unterstützung Be I sinnen Sie sich genau, lasten Sie sich Zett. selben Zeit sind bereits 37 Geburten zu verzeichnen •!• Groß-Lichen, 20. Aug. Sefurn veranstaltete der hiesige Turnveretn fein dies- jähriges Fest. Die mannigfachen Darbietungen standen unter der bewahrten Leitung unseres Lehrers B o p f Die Bevölkerung der umliegenden Orte nahm wie immer regen Anteil an dem Feste Die Eröffnung erfolgte durch Freiübungen der Turner und Schuler Alsdann trat der hiesige Turnveretn zum Turnen am Barren an. Die Vereine Grünberg und Freienseen zeigten ebenfalls ihr Können. Besonders muß das Turnen der Schülerinnen hervorgehoben werden, da auf dem Lande noch vielfach Abneigung gegen das Möbchenttirnen befiehl. Die Leistungen der weiblichen Jugend dürfen als gut anaefprochen werden. Im Mittelpunkte des Jnterelfes standen die Vorführungen der in Köln bewährten Gießener Riege. Sie turnte am Barren und Reck und wußte ihren Ruhm zu festigen Bei dem herrlichen Wetter waren sehr zahl reiche Besucher erschienen, so daß der Festoerlauf in jeder Weise befriedigte tzBobenhausenIs, 20. Aug. Ganz plötzlich ausdem Leben gerufen wurde hier am ten Donnerstag der Auszügler Johannes Merz. Er weidete mit feinem Vieh zwischen hier und Wohn- seid, wobei ihm eine Ziege durchging Bei ihrer Verfolgung muh sich der alte Mann überanstrengt haben, plötzlich brach er to t zusammen. ein Herzschlag hatte feinem Leben ein Ende gemacht. Der so jäh Verstorbene, der Mitglied des Gemeinderats war, stand im 74- Lebensjahre. Id. Aus dem Vogelsberg, 20. Aug. Die B 1 a11zeit geht nunmehr in allen Revieren ihrem Ende entgegen und hat dem weidgerechten Jager, nachdem der gute Bock sich vererben konnte, noch manchen Jagderfolg gebracht. Wenn auch in fast allen Jagden ein schöner Rehbestand zu finden ist, hat die Gehörnbildung doch noch nicht die Formen der Vorkriegs,zeit erreicht. Es wird noch jahrelanger Hegearbeit mit der Buchse bedürfen, bis nach Abschuß aller vom züchterischen Standpunkt minder wertigen Stücke alle Bedingungen für eine Hochzucht des Rehwildes gegeben sind. Id. Aus dem vorderen Bogelsberg. 20. Aug. Die Knappheit an Grünfuttermitteln veranlaßt viele Landwirte, mehr als in den Borjahren zum Säen von sog. Futter» zeug, einem Gemische von Erbsen, Wicken und Hafer, das, falls genügend Riederscbläge kommen, ein gern genommenes nahrhaftes Grünfutter abgibt und die in der Sommerglut hartgebrannten Stoppeläcker auslockert. — Eben fällt täglich mehr der große Schaden in die Augen, den die Trockenheit unseren Ob st bäumen zugefügt hat. Auf der Sonnenbestrahlung stark ausgesetzten Hangen und leichteren Böden sind viele im vorigen Herbste gesetzte Bäumchen zugrunde gegangen. Bon Spihendürre befallene Bäume haben eine starke Berschlimmerung dieses äüebels erfahren, und das seit Winter 1923 24 bemerkte Absterben alter Zwctschenbäume macht reißende Fortschritte. § Dom oberen Vogelsberg, 20. Aug. Die Himbeerernte ist immer noch nicht beendet. Dank der noch in den letzten Tagen einfetzenden Nachreife kann sie im ganzen auch recht befriedigend genannt werden Die große Trockenheit hat den Früchten doch nicht in dem anfangs befürchteten Maße geschadet. Das Pflücken kostet wohl etwa» mehr Mühe als in früheren Jahren, aber die Suchen den kehren doch fast durchweg mit gefüllten Gefäßen und zufriedenen Gesichtern heim Mreie Alsfeld. ** Alsfeld, 20. Aug Der Turnverein Alsfeld veranstaltete am Samstagabend im großen Saale des „Deutschen Hauses" eine Jahn feier zur Erinnerung an den 150. Geburtstag des Altmeisters der deutschen Turnsache, Friedrich Ludwig Jahn, in Form eines erstklassigen BÜh - nenschauturnens. Es war dem Turnverein Alsfeld gelungen, für diesen Abend die besten Kräfte des Turngaues Hessen der Deutschen Turner schäft zu verpflichten. Es trat die Gauturn- r i e g e unter Führung des Gauoberturnwarts Will in einer Besetzung von acht Mann auf, barunter der erste Sieger vom Deutschen Turnfest in Köln, Karl Reuter (Gießen), sowie ein Teilnehmer der Amerikariege, Willy S i n n w e l l (Bad-Ranheim), der im vergangenen Jahre die deutschen Farben auf dem nordamerikanischen Bundesfest so erfolgreich vertreten hatte. Schon vor Beginn der Veranstaltung war der große Saal dicht gefüllt, auch von Teilnehmern aus der Umgebung Alsfelds. Rach einer einleitenden Begrüßungsansprache des iM'rfi&enben des Alsfelder Turnvereins, Geschäftsführer Bender, die in ein sehr stimmungsvolles lebendes Bild, Huldigung an Jahn, überleitete, hielt Rektor Rudolph (Als- fcld) die Festtede, in welcher er den Zuhörern den Lebenslang des großen Meisters Jahn und dessen fchöpfenschc Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Turnerei in lebendigen Farben eindrucksvoll schllderte und sich dabei besonder» an die Jugenb wandte mü der Aufforderung, im Geiste 3ahn-3 meiter zu arbeiten zur Ertüchtigung unsere» deutschen Volkes. Run folgten die turnerischen Vorführungen der Qaunimnege am Barren am Pferd und am hohen Reck, die al» ein Kunstturnen un wahren Sinne des Lortes. in höchster Boll- enbung, bezeichnet werden muffen Karl Reuter (Gießen) erwies sich Dabei insbesondere als ein glänzender Meister am Pferd, und Wrlly Sinn- well (Bad-Nauheim) bot prächtige Leistungen am hohen Reck, die bei Dem Publikum stürmischen Bei fall auslösten. Am Schlüße Dankte Rektor R u • Dolph allen Mitwirkenden für Die großartigen Darbietungen des Abends. An die Feier schloß sich ein flotter Tanz für Die Jugend an. Ihn Sonntag, abend trat Der Turnverein zu einem Lampionzug mit Musik an Der Turnhalle an und gab sich auf Den hochgelegenen log Greisch, wosetest ein FreuDenfeuer abgebrannt wurde Preußen. Ärn* Wetzlar. 0 Bischoffen, 20 Au-. Bei schönem Wetter und unter reger Beteiligung auch aus den Rach, bat Dörfern senrte die hiesige Gemeinde gestern ihr Heiden in isfionsf e st. Mission« Diehl (Reu-Guinea, sprach im Bmnnittawsgottrsdienst über Ap Deich. 16.8 bis 10 und führte dabei lo recht die innere Rot Der Hei den west Dor Augen. Um 2.30 11 br begann die Rachmi ttags-Bersamm- lung, m d.r Pfarrer Bömel (Rodheim) über, 3ef 6. 1 dis 8 sprach und Btifftonar Diehl aus feiner Arbeit in Reu-Guinea berichtete, indem er zwei Worte der Hl Schrift zugrimde legte: „Wo bist Du?" und .B)o ist Dein Bruder?" Wesentlich verschönt wurde die Seiet durch di« Mitwirkung des Pvsaunenchoree und des Gemischten Ehores. -$r Hörnsheim, 20. August. Der hiesige Kleinkaliber-Schützenoercln, Der sich vor zwei Jahren aus der hiesigen Gefolgschaft bt* Jungdeutschen Ordens heraus gebildet hat, beendigte am Sonntag jein diesiährige» Preis schießen, an dcm sich zahlreiche Freunde des Schießsport» beteiligten. Es wurden beim Schießen von fünfzig Meter Entfernung folgende Schützen Preisträger: aufgelegt: 1. Lehrer Heinrich Berk (Hörnsheims, 36 Ringe: 2. Anton Zörb (Hörnsheim,, 36 Ringe; 3. Heinrich Altenheimcr (Lutzellinden,. 34 Ringe: 4. Th. Müllec (Hörnsheim», .34 Ringe, Arthur Schmidt (Hörnsheim), 33 Ringe: 6. Anton Schmidt (Hörnsheim), 33 Ringe; 7. Alfred Gümbel (Hörnsheim), 33 Ringe: H. Heinr. Schäfer (Hörnsheim), 33 Ringe: 9. Joh. Weber (Hochelheim), 31 Hinge; 10. Walther Schwarz (Hörnsheim), 31 Ringe; 11. Heinrich Engel (Hörnsheim), 31 Ringe: 12. Hermann Hempel (Hörnsheim), 31 Ringe; 13. Ludwig Zörb (Lützellinden), 31 Ringe; 14. Heinrich Zörb (Hörnsheim) 30 Ringe; 15. Dr. (Erter (Hörnsheim) 30 Ringe. Der Kleinkalibcr schutzenverein. welcher dem Hessischen Kleinkaliber-Schützenverband ingc- schlossen ist, hat sich im Lause der beiden letzten Jahre an Der Straße nach Graß-Rechtenbach einen modernen Schießstand eingerichtet und ihn mit allen Neuerungen auf diesem Gebiet ausaebaut. Die steigende Mitgliederzahl des Verein» beweist, in wel- cher Weise in unserem Orte Jntereste am Schießsport besteht. Dillkrei». Lpd. Dillenburg, 20. August. Ein schwerer Betriebsunfall hat sich in der Nacht zum Sonntag auf Der zum Konzern der Bereinigten Stahlwerke A.-Ä., gehörigen Eharlottenhütte bei Niederschelden ereignet. Bei einem der Hochöfen erfolgte ein Durchbruch De» Roheisen» unterhalb des Bodens. Die glühende Maste ergoß sich in einem Gewicht von etwa 10U Tonnen auf das Werkgelände. Durch die riesige Flarnmenent- Wicklung fingen einige kleine Werksgedäudc Feuer, dessen Löschung Die ganze Nacht in Anspruch nahm. Verletzt wurde niemand. Dagegen ist der Mate- rial- und Sachschaden bedeutend. Die Wie- derinstandsetzungsarbeittn Des Hochofens werden etwa Drei Wochen in Anspruch nehmen. „Dann ist es mir wirklich lieber, Sie stellen Fragen", sagte DDettc. „Die werde ich beantworten, so gut ich kann. Also bitte, was wollen Sie von mir wissen?" Ihre Gestalt straffte sich, eine Falte stand zwi schen Den yellen Augen, Die so eigentümlich unter dunklem Haar leuchteten. Es waren Kinderaugen und meist verschleiert unter Den langen gebogenen Wimpern, grünblau schillernd, aber jetzt groß und klar und hell. „Wieviel Uhr war cs, als Sie gestern abend zu Ihrer Tante kamen?" begann der Richter. „Das weiß ich nicht mehr genau", faate Odette. „Das wird Artemis wissen, die das Esten abgetragen hat, und mein Mann, der zur Jagd fuhr. Denn kurz nachdem mein Mann das Haus verlieh, bin ich auch fortgegangen. Ich wollte eigentlich nur spazieren gehen, denn es war furchtbar schwül. Ich hatte Kopfschmerzen. Es wird neun Uhr gewesen sein, als ich aus Dem Haufe durch Die Felder her aufging. Als ich von uxiiem das Haus meiner Tante sah. Dachte Ich, ich sehe einmal nach ihr, und gina hin." „Sie hatten vorher nicht die Absicht, Ihre Tante zu besuchen? Es fiel Ihnen unterwegs nur so ein?" Sie zögerte einen Augenblick. „Ich gehe oft abends noch etwas spazieren, und wenn ich am Hause meiner Tante oorbeifomme, sehe ich nach ihr." „Äst Ihnen unterwegs jemand begegnet, auf dem Wege oder am Walde, ober haben Sie irgend jemanden in Der Nahe des Hauses gesehen^" „Keinen Menschen. Es ist mir niemand begegnet, weder vor dcm Haufe, noch im Walde." „Der Garten ist sehr verwildert und das Gebüsch groß. Kann sich nicht jemand zu der Zett Drin aufgehalten haben, als Sie hinkamen?" „Das weiß ich nicht. Es war ja schon Dunk«!. Ich glaube c» aber nicht. Meine Tante arbeitete Diel tm (starten und paßte scharf auf." „Hat Sie nie Daran gedacht, einen Hund zu halten „Doch, früher hat sie immer Hund« gehabt, aber sie wurden ihr vergiftet." „Hatte Ihr«- Tante jemand m Verdacht, der diese Hunde vergistel haben tonnte Da? we>ß ich ntcht. Es märet' Racheakte. Sie ist nicht beliebt bur wegen chre- Geizes. Sie gab keinem Bettler etwas und ließ keinen Menschen in ihr Haus. Sie kam immer an Den Zaun und sah erst nach. Auch mich hat sie an dem Abend so hcreingelassen." „Sagte sie etwas davon, daß vorher schon jemand Dagetuefen fei?" „3a, sie sagte etwas von einem Schirmflicker, Der nachmittags geklingelt hätte, sie habe ihn aber fort- geschickt." „Hatte Ihre Tante Den Einbruch daß der Mann etwas tm Schilde habe?" „Wie meinen Sie das?" Der Richter spielte mit dem Bleistift. Der Schreiber schaute von seinen Akten auf. „Run, ich meine, hat sie etwas Besondere» daran gefunden, daß Der Mann zu ihr kam* Hak er ihr einen unheimlichen Eindruck gemacht* 1 Man hat doch oft — wie sage ich? — Den Gedanken, daß der andere nicht Da» will, wo» er vorgibt, zu wollen, daß Dem Mann vielleicht darum zu tun war, unter irgendeinem Vorwand in ihr Haus zu gelangen?" Odette spielte mit ihren Ringen, die sie hin und her schob. Ein nervöser Zug umlagerte den weichen, roten Mund. ,Hch weiß es wirklich nicht mehr", sagt» sie endlich. „Also, Ihrer Tante ist an dem Manne nicht» Besonderes ausgefallen?" .„Sicher nicht, meine Tante war von Natur mißtrauisch. Ader ängstlich war sie nicht. Sie fürchtete sich nicht in Dem einsam gelegenen Haufe. Sie sagte: Gott, was soll mir Denn hier passierend Sie hatte ihre Papiare auf Der Bank im Safe und Dort lag auch das Silber. Im Hause hotte sie nur Imitation. Deshalb hat der Mörder e» vielleicht auch nicht rnttflenominen." „Das kann fein", sagte der Richter, Der in Die Akten blickte. „Es bleibt aber immerhin seltsam, baß er nicht einmal den Versuch gemacht hat. etwa» andere» mttzunehmen. Keine Sd>ublaDe war geöffnet. kein Schrank erbrochen, außer Dem Schreibtisch. Der durchwühlt ist. Soviel man feftfteUen kann, ist überhaupt nicht« ^rschwunben und qestohien worden. Nicht einmal das Portemonnaie, das auf Dem Nachttisch lag, hat Der MörDer mitgenommen. Er hat sic einfach erwürgt und sich davongemacht Daß er überrascht wurde, ist auch unwahrscheinllch. denn das Haus liegt so ciniam. Dort kommt abend» kaum jemand vorbei." (Fortsetzung folgt.) O-T o.« 1 x"“i- toinrnBai ft na Nn< folt-TÜtOt Schur.d> SaumC Obmann d litte X«il ier Schv Ä % s® Äm'* LK 5-tttt W rtb'M*10' ilüueCT'rt Gesandt rwitiaa * •d)«d'pnr urb iffllWtf*;, d nr.-i« *Inr Xutnftß 1 langen tt (Wtnnlfurt brr fad 3nllang i a«nf 4 v lumerinn Staffeln, t trag !amn tpinnnt 1 erfolgreich Den nur fu »ifämbN -iehener T lurnrrinnei tre t «ich tu rinne Sirßen in Iw'a mb trrf fiter 1 lichch Qi toi e.rfj.r lifcl Gie: r Etil cii bra Sa TWMWv. 0: t % e n, 18le Vir Bagntr 3r ö 1 dach a. 21 Jjaiau, 2$ Dießen, , -ao-tj Wt. I. J) und .5^ bcch a.2T. in, ^ornman 3. AuK 4 3ugmb: 1. _ Dehrs, ß. Äaufa «wt Der Unterstufe: P. : Den 72' cktieöber, TV-Dexia: 50-2lt| Numeri wann, Ti 100-D kurner. ' y Tgm. 5J.J* 3t »d»,tisch i„u-n t>i«r Gaaen des Gauverband«» hatte» hauptsächlich bie Vereine aus Franffurt o. W.. Offenbach a M Hanau. Gießen Wetzlar. Fr-edberg und Bad-Aauhrim bic 2£rv.fö™#*cr unb BtetilämptertRnen entsandt Ti Vttumg lag ia ben *>ünben von Aauvcrpandsfchwtuun»«t L Kr aft sOf'enbach a. UL), dem bei der Durchführung di« Gaufchwtmmtoane unb e»n lach- kund -es Kampf g^tcht t a'krallig uxr Serbe ftan den Di. TBctifcmrU ipidriitn fich bet bettest Dcl'.er in dem ideal ge le Genen Schvxnunbad reibungslos ab unb erfreuten ein« grobe 3u* fcha, ermeng«, darunter viele Kurgäste mit betten Leistungen B«>anderem 3nUrdk begegnete' am Bach- mittag bi« S chauvorführungen. Bn bem Schau'prinaen beteiligten sich neben den 6\ege:- unh öügennneu aus den Wettkämpten des Bor- mittag«, auch btt besannte Hraoffurtrr Schwtm- merln Tlnni Kapp, bi« in Köln beim Deutschen Xutn|«tt 1. Licaenn unb Dtrtftrrm tm Haupt- f dringen tourd«. ferner Kr.is*chvmmitvartDi tf ch fftronffurt a M der erste Sieger tm Schwimm- Bteh-.kamps d r Alersiurner in Köln, außerdem der Fr ebberger Jt^lnHeger TP Schäfer Met Anklang und lebhaften Beifall fand das Bef- 4«nfchwlmm«n unb Figurenlegen der umerinnen des Iv. 1 84 6 Giehen. Die Staffeln, dte ebenfalls am Bachmittaa xum 2lus- trag kamen konnte Offenbach a. M. fakt alle gewinn n t'j. 1M6 Gießen könnt? feine in K?ln ednlflrci* flejrten? Turnerinnen-Mannlchaft zu ben nur für ?.1 titel» und Unterflu e beftimmlen Wel:kämpfen nicht anirrten laf'en. Di? zweite ®leben«r Tumerinnen-Mannschaft die fich an der Turner nnen-Br»st- und Gagen ft aftei bet iligle. htell fich zwar lehr tapfer, konnte aber in kurzem Abstand hinter Offenbach a. UL erst ben zweiten Plav cinnehmen 3m Wasserball zeigt« Gießen in feinem Spiel ein reifes Kennen. 0s gewann in der Borrunbe, mußte aber langer spielen und ging so etwa» abgekämpft in das Gab« viel. das es denn auch trotz sichtlicher Hebet- legen beit 1:0 verloren hat. Als Gäste wohnten der Beranstaltuna der Schw.-unwari der D T. B. Braun, und das •brtnmitgliab der D. T. Spieß >Hawburg) bei. ferner Durgermeister Dr. Ahl unb Bad und Rurb r hot v. B 0 « hm « r. Die Gauleitung des Gut»« Avfien war durch ben 2. Gaaoertrrtrr Schuc . der «Butzbach» unb Gauschw'mmwprt Sauer (Gieße tH vertreten welch lr.)lerer al- Obmann der Schwimmwcti kämpfe einen wesentlichen Teil der 'Arbeit des Tages leistete Der Schwirnmwart der D. T. A. B r a u n nahm di« 6 t e a c r de r ht n b t gu n g vor. nachdem er 7urnerschaft unb Stadt Bad-Aanheim für die tref'lrch« Vorbereitung der Veranstaltung her»- lichst a.banft Nachfolgender Auszug aus der €. ,’f, rlitte klingt In jedem Wettkampf den ersten Si> r. weiter dann nur noch die Preisträger aus dem Gau Hessen. .^auptspringen für Turnerinnen Ulihrlttut« 1. Sieg Hanneli Weeg, Tv. 1846 Sieben, 31 P.: 2. OHrtebe Münnich. Tv 184» Gießen. 27 P Unterstufe 1. ßeni Wagner Tv 1860 Bad-Aauheim, 30 P. 3r b: 1 Gustei Breitung. Tv. Offen- buch a. M unb Martha Strauß. Tgm 3a .au. 29 P 2. Betty Blum. Tv. 1846 viehen, 27 P Hauptspringen für Turner. Biittel* tute. 1. H. Stork. Tv. 1860 Frankfurt a BL tnb Hans Wolsfenstädter. Tv. Offen- bad) a.BT, 46 P. 2 W Stoll. Tv. 1860 ^od-Aauheim 44 P Unterstufe 1. W Av* lin. Tgf Offenbach a. BL. 55 P.: 2. W. *5ornmann. Tv 1860 Bad-Aauheim. 42 P ; 2 Audi fauler, Tgm. Friedberg. 40 P. Fügend: 1 H. Scheer. Tv Tvetzlar. 39 P. Mehrkampf für Turner. Mittelstufe: 1. S. Bausch Tv Offenbach a BL. 71 P 2. Burt Gerth Tv 1860 Bad-Aauheim. 66 P. Unterstufe 1 A. Mäuler. Tgm Friedberg. 73» . P 2. Fritz Werner Tv. 1346 Dl«. |e n. 72' , P : 3. Hrch Schäfer. Tgm. :yri«bberg, 86 . P Jugend: 1 H Schee r Tv. Wetzlar. 66 P 50 -BZ « t e r - Auckenschwimmen für Turnerinnen. Jugend 1. H. Großmann. Tv Beu-31 en bürg. 53.2 Sek. 1 00-Blc l« r - Brustschwimmen für Turner Mittelstufe: 1. A Wittßauer. Tv Acu-3fenburg, 1 Bltn. 31.8 SeL Xlnlerftufc: 1. A. List. Tgm. Eintracht Frankfurt a. BL, 1 Bim. 37.1 Sek. Jugend 1. Hugo Baumann. Bin». Sieben. 1 BZin. 31 Sek.: 2. A. 3nbcr- ihal. Tv Wetzlar. 1 Blin. 33.8 SeL Lagenfchvimmen 4x25 Bieter für Turner Ur.terftute 1. 2. Aaufch. Tv. O'tenbach a.Bk 1 Mm. 28.3 SeL: 2 Qubtotg Ccrbarbt. Tv 1846 Gießen. 1 Minute 31.4 W Fugend 1. Ernst Reßler. Tv 1846 Gießen. 1 Bttn. 29.8 SeL Lagenschwimmen 4 25 Bieter für Turnerinnen, llnlerftute: 1. Erna Backst. Tv Offenbach a. BL, 1 Blin. 36 SeL Jugend 1. Gustei Breitung. Tv. Offenbach a.M, 1 »in. 47.2 Sek 50-Meter - Brustschwimmen für Turnerinnen. Unterstufe: 1. Steg Hanneli T <- eg. Tv. 1846 Giehen. 47.4 SeL 3u- cmb. 1. Hedwig Schmidt. Tv. Wetzlar. 46.1 Sekunden. 4. Irmgard Schupp. Tv. 1846 Sieben. 48 Sek 10 0- Meter-beliebig für Turner. Irtcrftuk: 1. E. Wittha uer. Tv. Bru- £knburg 1 Blin. 15.8 Sek. Fugend: 1 Arthur Onb,Lt^al- ** Wetzlar. 1 Min. 21.4 SeL 50-Bleier-beliebig für Turnerin- nen. 1. Gustel Breitung Tv Offenbach cm Main. 40 SeL SKtried«nLa1u^>*n. kür Turner. 2ü- S'nd: 1. 5- Striztke. Turn- unb Fechtklub |anau a M . 47 Sek. 40 Bieter: 2. Hermann Sdjecr. Wetzlar. 33 Sek. 37 Bieter 4x50 - Bieter » Lagenstaffel für ? u rne r. 1. Tv. Of«enbach a M. 2 Minuten >?.l Ser 4x50 - Bieter - Turnerinnen. 1. 3 Min. 3 SeL Fugend 3 Min. 23.4 Sek. Lagenstaffel für Tv Offen Kid) 0. BL. 1. Tv Offenbach a. M . 4^50-Metc r-Bruststaffel für Tur- ner. 1. Tv Offenbach 0 BL 2 TZ tu. 50J SeL Jugend 1 To Wetzlar 2 Mw 51 SeL 4^50-MeterBruststafs«! für Turnerinnen. 1. Tv Offenbach a M 3 Min. 11b Sek. 3ugcab: 1. Tv Wetzlar 3 Win. 20 Sek. 4 50-Weter-beliebig-Staffel für Turner. L Tv Offenbach a. BL 2 Minuten 14 SeL WafferbaN Tv 1846 Gießen gegen Tgm Hanau 5:3 1 nach Verlängerung' Xum« unb Fechtüud Hanau gegen T^m Frnedberg 4 0. Endspiel T unb Fechtklub Hanau gegen Tv 1846 Gießen 1:0. D. f. 33. Liga — Bergen Liga 3:3. 1. dugend — 1. Jugend Gründer, 3:1. M. 8- — Steinbach I 4 3. Di« Siasenannlchafi kam von ihrem Spiel tn Bergen mit einem desseren Resultat zurück, al, man erwartet batte. Tie Umstellung unb Einstellung mm vier Ersatzleuten ließ vielmehr eine Bieberiape aL wahrscheinlich erscheinen. Daß b:c DsB.-Lls trostdem auf fremdem Platz ein Uneutirtneben erzielte, zeug: davon, daß li« wieder langsam in Form kommt und die Ersatzleute sich sehr gut eingefugt Haden Sei Halbzeit stand da- Treffen trotz leichter Feld- Überlegenheit Gießens 1:0 für di« Gastgeber: auch nach dem Wechfel gelang e» VfB. nicht, den Aus« gleich zu erzielen. Dagegen war Bergen in der Lu»- Nutzung der wenigen fich ihm bietenden Chancen weitaus glücklicher und vermochte sogar da» Resultat auf 3:0 zu seinen Gunsten zu erhöhen. In der letzten DieNeistunde gelang e» der VsB.-Els denn auch durch drei Prachttvre, die sämtlich der Recht<>außrn Sn ff er ichoß, den längst verdienten Ausgleich herzustelle,' Man darf mit der Leistung der Äannschast vollauf zufrieden lein. Die Ligareferve hatte die erste Mannschaft des Büdinger Sportvereins zur Lustrazfung eine» schon lange fälligen Ruckiptels nach hter verpflichtet, wurde aber zttm dritten Mole von Büdingen im Such gelassen. Die Alte-5)erren-Mannschaft gewann gegen die in einer unerwartet guten Verfassung befindliche Steinbacher Crste knapp mit 4:3. Für Steinbach bedeutet diese» Resultat gegen die anerkannt spielstarke DsB.-CIs ein Achtungserfolg, der ihr nach der gezeigten Leistuna nur zu gönnen ist. Auf eigenem Platz hatte die 1. Auaendmannschäft die gleiche Grunberg» zum (tzegner. Der verhältnismäßig knappe 3:1-Sicg der Platz^ls läßt eirwrfeit» erkennen, daß sie sich in der neuen Ausstellung noch nicht ganz zu>a:nmengeftind«n, ondererseils aber auch öninberg feine Spielstörte gehoben hat. Bei B. f. B konnte der Mittelstürmer und die rechte Sturmhälfte gefallen. Die erste Schüler4klf kam nicht zu ihrem erwarteten Spiel, da Großen-Buseck» Schüler nicht antraien. Arbeiies-Turn und Cporfbund. Cenn L — Jliebergirmc» 1. 3:2. Leun hatte den Üleuflng de» 3 Bezirk», Wetz- lar-Nledergirme». zu (9oft. Noch Anstoß entwickelte sich ein flotte» Spiel Zwei gleichwertige Gegner maßen hier ihre Kräfte. Bei fjalbieit stand dos Resultat 1:1. Rach Seitenwechsel ist Lcun etwas im Vorteil, wo» sich auch im Schlußresultat. indem die Einheimischen mit 3:2 da» Feld al» Sieger verließen, ausdruckte Robbelm L — Wetzlar L 0:4. Wetzlar war in Rodheim zu Gast. Trotz des ^lafsenunierfchikde» lieferten bei Einheimischen den Gasten ein aleichweniges Spiel. Bis Halbzeit konnten die Gaste nur einmal erfolgreich sein. Nach Seitenwechsel konnte die technisch bessere Gäjteels sich mehr und mehr durchsetzen Rodheim "eß jetzt merklich nach. Bei ochluß der regulären Spielzeit stand das Resultat 3:0 für Wetzlar In der Verlängerung erzielten ste noch ein Tor, um so mit obigem Resultat da» Feld als Sieger zu verlassen Trais Jugend war in Mein Linden zu Gast Beide Maonfchaften lieferten sich ein schönes Spiel. Bei Schluß stand da, Resultat 2:0 für Mein- Linden Da» Spiel Älein-Ctnben 2. Jugend — Trat» 2. Jugend endete unentfch eden 2:2. Großen Linden 1. Jugend — Allendors Jugend 8:0 (3:0). Am Sonntag trafen sich obige Mannschaften zum Ruckspiel in Grvßen-Linden. Mit dem Anstoß ent- wickelte sich ein lebhafte» Tempo und man konnte feftfleUen, daß Großen-Linden schneller am Ball war als Allendvrs Durch schöne Durchbrüche brachte Großen-Linden da» Resultat bis zur Halbzeit aus 3:0 Roch der Halbzeit zeigte sich die technische Ueb«rlegvnbeit der Platzmannschaft immer mehr Einige lehr ichone Durchbrüche der Allendorfer Mannschaft scheiterten an Groß Lindens Verteidigung. Großen-Linden kannte noch vier weitere Tore erzielen Trotz der hohen Niederlage kämpfte Allendors mit ollem Eifer bi» zum Schluß. Leichtathletik der Lp.-Bg. 1900. 1900 erringt zwölf erste, sechs zweit« unb zehn dritte Plätze in Sich. v. Am Sonntag beranttaltrtc ber BfA. Li ch rin gut burchgestührtes W « r be f p o r t f e st, baS «ine recht gute Besetzung gefunden hatte. Am Start warm bte führenben Bercine au» Gießen, Marburg. Bk^Iar, Friedberg und zahlreiche Landvereine. Man sah schön«, spannende Rä.-nple, teilweise waren die Leistungen ganz ausge.zeichner. Allerdings lasten die lehr ungünstigen Pla-- und Bahnverhültnis c nur eine relative Beurtei- lung zu. Besonders litten die Lauf Wettbewerb« und der Hochspruna barunter Di« 1400er hatten ein große» Aufgebot entfärbt, sie wußtrn fich fast überall durchzufetzen. 12 erste. 6 zweite unb 10 dritte P ay« waren dir Ausbeute des Tage-, womit ber Spielr>«Uiniguna b:r für Üne beste Gesamtleistung ausgesetzte SHrrnprrtS zu- fiel- Tabei waren die 1900er burch Verletzungen verfchiebener ihrer Leute gehandikavt b e — Z.T. Favoriten — zu ben Endkämpfen nicht irrehr antreten konnten. Nachstehend die äcgtbniFe ber Wettbewerbe, m benen sich 1400er klarieren konnten Offen: 100 Meter 1. Seifert, 1900. HB. 2. Fischer. B. LB. Giehen. 2V. Bieter zurück. 3. Hovtenwüller. Brustbrette zuruck. 4. Sack. 1900 Seifert läuft ein ausgezeichnetes Bennen in sehr Suter Fett und Hegt überlegen. Fischer kommt 6r ) Bieter knapp vor Hopfenmüster 4SO Meter 1 Geistert 1900 55 2 Fstcher 562. 3. ©eifert 190? 2 Bieter zurück Gelsterls 55 Sek. find wobt die beste Seilt eng be* Tages Gr läuft ein prachtvotles Hennen unb schlagt ben gutlantenben V 1 B.« lehr sicher Setten kLnptte un^ücklich auf der Außenbahn sonst wäre er wohl weiter vorne gewesen. 1500 Meter 1. Osbeld. B.f. L. Vtestlar 550. 2. Wambach. Werberf. Handbreite zurück 3. Peter» 1930 3 Meter Der 1900er läuft nach längerer Zwar.gövaufe fein erstes Rennen unb hält fich dafür gut Hoch! vrung 1. Leivp 156. 2. Osterhetb 154. 3. Beter* 151. Die drei 1930er dominieren Seipp 'bringt nicht au». Wettsprung 1. Seipp 1900. 650. 2. Wahl Ach. 5.92. 3 streß. B ♦ B Gießen 5.87 Seipv rät wieder eine feine Leistung unb bettätigt bamit feine Frantenberger Sprungweite stnaelstoßen 1. stoch. B. f. v Wetzlar, 10.82. 2. Frm. 1930 1053. 3 Seipp. 1900. 10,40 Frey hot feine frühere Form noch nicht wieder- gefvnbn:. Fußballwei tß oß 1. Schmelz. 1900.28.V, 2 Weißens««. Lich. 25^0. Leichtathl«ten in Fuß- baklschuHen' 4 100-M«t«r-Staffel 1. 1900 .Seifert Geistert. Seipp Hopsenmüller'. 48,3. 2. 1903. 2. Mannfch.. 50A 3. B f. X. Lich Die 1900er baten bwr keine ernsthafte stankurrenz unb d"len sich unangefochten ben schönen Wanberpr i« der Stadt Lich Anfänger. Lieber 130 Bieter f egen br?i W?tz arer da der 1900er Bblfcr. der al» Favorit galt, wegen einer Versetzung zum Gndlauf nicht an treten konnte So mußten die 1900er auch auf bi« Teilnahme in ber 4> 100-Meter-Staffel verzichten, nachdem sie bereits im Borlauf den blauff reger V. f. L. TLetz- lar leicht geschlagen hatten. 4 00 BI e f er: 1. BepperUn^, 1 "00 83. 2. Warn- dach. Wer dort. 61.1. 3. stoch. Grunbera Der SpielverLinigungsmann gewann unange'omten in feinem Stil. 1 500 Meter 1. Tönges 1903. 5 32,7. 2. Müller. B. f. B Giesten. 5.3L 3 Schäler. 1900. 2 Bieter zurück Tönges hält sich i inner bei ber Spitzengruppe unb gebt in feinem Snbfpurt auf und davon. Der kleine Schäfer halt sich ebenfalls sehr gut. Hochfprung: 1. Otterheid. 1900. 1.58. 2. Hieß. Lollar. 1.52. 3. Bnlter. 1930 1.49 Otter- helb siegt sehr sicher. W e i t s p r u n g. 1. Schief er stein. Lol ar 6,26. 2. Gelbert. 1900. 6,13. 3. streß. B.f.B. Gießen, 5.93. Der 1930er überrascht durch gute Leistung. stugelst oß«n: 1. Osterhrtd. 1900. 10,73, 2 Dietz. Lollar. 10,-36. 3. Schmelz 1^00 9,90. 19006 „jüngster" Leichtathl t kommt hier mit guter Leistung zu seinem zweite., Sieg. Fußballweitttoß: 1. Schupp.Lollar 35,20. 3. stlöa. 1930 34,40. Die Anfänger übertreffen die offene stlaffe. -Fugen d 100 Meter: 1. Mar,. D.f.L. Wetztar 12,1, 2. Schick, B.f.2. Bdetzlar, 125. 3. Baller. Brustbreite zurück. Gin fehr scharfer stampf, tn dem sich ber 1900er tapfer hält Hochsprung: 1. Wolf. 1900. 1,90, 2. Baumann, Germ. Marburg. 1,45, 3 stroon. B.f.B Gießen, 1,39. Wolf Ist seinen Mitbewerbern klar überlegen. Wettsprung: 1. Schick. B. f. L. Wetzlar.6,06. 2 Balser. 1900. 5.94 , 3. Böll. Warburg 5.82. Mn ganz ausgezeichnetes Ergebnis. Baller bleibt nur knapp unter ber 6 Mrtrr-Marke! Kugel stoßen. 1. Müller. 1900. 14,00. 2. Woll. 1900. 1259. 3. Schick. B. s. L.. Wetzlar, 12.57. Man Ist biefe Leistung schon von Müller gewöhnt, aber sie ist wirklich bewundernswert. Auch Wolf hat Fortschritte zu verzeichnen. V. f. D. Leichtathletik. Durch Lerhinderung einer Anzahl der besten Leichtathteten nahm L. f. B nur mit einer beschrankten Fahl an den leichtathletischen Wett- kampsen be» Verein» für Rasen spiele Lich teil. Trotz der starken Itonkurrenz au» Marburg, Friedberg, Wetzlar, Butzbach und Gießen gelang es ihr doch, sich eine Anzahl recht au ter Plätze zu erkämpfen Die in der 3ugenbfla|erlsvetbanL hat itoch bis rn b*c juugfte 3eit mehrfach «ine Erhöhung feiner Stportpretfe ab Amsterdam vornehmen töruim. Wenn heute die Frage der Verkaufsverbände und bannt überhaupt bie Preisfrage — handelt es sich doch bd ber Errichtung von Verkaufsverbänden um das 3*1 stabiler Preise gegenwärtig wu-der tn den Dorbergrund des 3nterc|fce geruckt tft. so liegt dies vor allem daran, daß die Eontkneirtate Roh» stahlgenieinschatt durch die Schaffung einer ® r- por torganisatton feilen» ber amerlla- fischen Stahlprobuzenten mit ber amerikanischenRonkurrenzam Weltmarkt rechnen mutz. Diese Konkurrenz der Amerikaner (amt sich auch auf ben europäischen Markt ausbrtpnn. wenn, wie inan erwartet, die Amerikaner beginn«! sollten, ihren StahleKport zu forcieren, ste würde sogar eine Dumping- Äonlutrcnj in Anbetracht ber Stärk« des amerikanischen Jnlanbmarfte» werden können. Bun hat zwar der bekannte amerikanische Stahl- industrielle Schwab, auf dessen Initiative die Gründung der amerckanischen L,pvrwrgan, atton zurückzufuhren ist. beruhigende Erklärungen abgegeben dahingehend, baß diese Ezpvriorgante sation in erster Linie zweck» llVahrung der berechtigten OnlanbintereHen der ameetkamschen ®iten* unb Stahlindustrte gegründet worben fei. und baß sie vor allem den Zweck habe. blcBZartt- verhältnisse im AuSlande zu erforschen. Schwab betrachtet sogar ba» amerckanifche Efponkartell al» eine Bafi» für künftige internal tonale Vereinbarungen. Man muß natürlich solchen ®r- llärungen gegenüber zunächst sehr skeptisch sein, besonder» wenn sich die Kreise der tonstnentölen Vehstuhlgemeinschaft beunruhigt fühlen. Bach Meldungen englischer Blätter foü von Setten ber englischen Stahlinduftriellen die Absicht bestehen, nunmehr nach zweijährigem Bestehen ber Internationalen Bohftahlgemernlchaft ben Be tritt zu vollziehen. Aus beutlcher Seit« ist von einer solchen Absicht der englischen Stahl- mbuftrte nichts bekannt, man erwartet auch nicht, bah England irgenbeinen Schritt in ber nächsten Zeit in Richtung eine» Beitritt« unternehmen wirb. Die Frage ist überhaupt für England sehr schwer, ba e» sich um eine Alternativ- frage handelt, nämlich entweder mit den europäischen Werken zusammentzugehen. ober ben Anschluß an dte Bereinigten Staaten zu suchen. An fich steht England der 3ntemat tonalen Bohstahl- gememschaft fympachtsch gegenüber: wenn es bisher zu e^iem Beitritt ber englischen Stahlindustrie, ber für bie Rohstehlgemein'choft selbst entert Vorteil bedeuten würde, nicht gekommen ist, so ist ber Grund vornehmlich der, daß die englifchU Stahlindustrie sich mit ber Bat.onalffferung b»w. bem ZLonzenirattonsgeLonken bisher nicht hat ansveunben können. Wie auch tn der Kohten- tnbuftrie. lomirrt hierin dte au» prinzipiellen Gründen individueller Einstellung herrührende Ablehnung be» RartellgedantenS leiten» de» Engländer» zum Ausdruck, von der ihn nur. wie bat Beispiel be» Bergbaues zeigt, der Zwang der hnrten Tatfachen abbringen kann. Dte englisch« Stahl Industrie arbeitet jedoch zur Fett, nicht zuletzt gestützt durch die besondere Pflege be» n> ländlichen Marktes seitens ber englischen Regierung. rentabel, so daß für sie bie Notwendigkeit eine» Bett ritt» zur 3nternalü>ndlen Bob» stahlgememschaft nicht besteht. Erhöhung das Privatdlskvai». An der gestrigen Berliner Börse wurde bet Privatdiskonffatz für beide Sichten um ", Proa. auf 6^ . Prvz. erhöht. Einjgungsb tfirtbungtn im Lohe» f a m p f im Bezirk Dillenburg. Die t» d« Aussperrung in der Metallindustrie im Handelskammerbezirk Dillenburg beteiligten Örbettgrixr- und Arbeitnehmerotrbänbe fanden fich auf yeran- [affunn be» Londrats tn Dillenburg zu einer Sitzung im Datenburger streishcm- ein, um Stellung zu nehmen zu der vorn ßanbrfft erstrebten Beilegung des tlunflifk- Der Versuch, die Differenzen beizu- legen, ist am Montag nicht gelungen. Der lionöea- schlichter für Hessen Nassau, Gewerderat Schil l i ii g aus Hanau, wohnte den Verhandlungen bei und hot sich erboten, beiden Parteien einen Aus gleichsoorschlog zu unterbreiten, über den in einer weiteren Ätzung, die in Siegen staltfindet, endgültig entschieden werden soll. • Der Prei« fchutz in der Ziga - retten-Industrie. Die Arbeitsgemeinschaft de« deutschen Spezialhandel- mit Tabakwaren hat erneut den Kamps gegen die Prei-fchleude- reien der Zigaretten-Inoustrie ausgenommen. 48 Zigarettenstrmen, darunter säst sämtliche führenden gröberen Betriebe, haben wiederum eine unbedingte Erklärung abgegeben, die Kleinverkauf«- preise zu schützen und nötigenfalls gerichtlich gegen die Schleuderer vorzugehen Darunter befinden sich u a Abdullah, Batschori, Eckstein, Darbaty, Halpau«, Hou- Neuerburg. Iasmahi, Muratti ReemtSma, Waldors-Aftoria. Penidze und Zuoan. * Tn b a k st a t i st i k. Aach der amtlichen Aach- Weisung über den Oleucrtocrl der im ersten Bientel des Rechnungsjahre« 1928 (1. April bis 30. Juni) verkauften Tabakstcuerzeichen und der au- d?m Steuerwerl berechneten Menge der Erzeugnisse belief sich der Lteuerwert der Zigarren aus 44.2 Mill. Mk, d. h 1603,9 Mill. Stück, der Zigaretten aus 108,4 Mill. Ml. d h 7494,0 Mill. Stück, von seingeschnittenem Aauchtabal aus 478 000 Mk., oder 87 000 Kilo, von Pfeifentabak aus 11,3 Mill. Mk.. oder 9,2 Mill. Kilo, von Kautabak auf 524 000 Mk. d h 60,30 Mill Stuck, von Schnupftabak aus 329 000 Mk. d h 560 000 Kilo und von Zigarettenhüllen aus 836 000 Mark, d. h. 557,5 Mill. Stück Zusammen ergibt sich ein Steuerwerk von 166,1 Mill. Mk. An Zigarettentabak sind im ersten Viertel de- Rech- nung-jahre- 9,5 Mill. Kilo in die Herstellung-- betriebe verbracht worden. * Keine Erweiterung der Sprengst ofs-Znteressengemet nschaft. Zu den Pressemeldungen über eine Erweiterung der S^r naitofl-3rt r Iscng m inschast criähr! WTB. Handelsdienst von unterrichteter Seite, dab ein ZntereNengemeinschastSvertrag zwilchen der G. L. lornheim A.-G. m Lippstadt und der durch einen Znteresiengemeinscha^t-verirag verbundenen Gustav Genschow A.-G. in Berlin und der Rheinisch-Westfälischen Sprengstofs-A. G. in Köln nicht abgeschlossen ist. Alle damit in Zusammenhang stehenden Angaben, wie Divibendengarantie für d,e Dornheim-Aktien oder Umtausch dieser Aklien gegen I.-G.-Farben-Aktien. sind daher gleichfalls unzutresfend * Verband hessischer Erwerbs- lind W i r t s ch a f t s a e n o s s e n s ch o s t c n e. V. i n Kassel. Der Verband veröffentlicht soeben das Ergebnis der zwei Monatsbilanzcn seiner Kreditgenossenschaften per 30. Juni 1928. Die berichtenden 25 Kreditgenossenschaften weisen hiernach eine Bilanzsumme von 38,7o Millionen Mark aus gegen 35,5 Millionen Mark Ende 1927. Labei sind die Geschästsgiitbaben der Mitglieder von 16 Millionen nnf 19,3 Millionen Mark, die Bankschulden von 1 Million Mark aus 1,4 Million Mark gestiegen, während die Einlagen in laufender Rechnung sich ungefähr mit 2.9 Millionen Mark auf gleicher Höhe hielten. Die bisherigen Verbindlichkeiten aus weiter begebenen Wechseln gingen von 3 Millionen auf 2,65 Millionen Mark zurück. Gebrüder Roeder 01-0., Darmstadt. Der Frankfurter Dörsenvorstand gibt bekannt, das, vom 20. August d. 3. ab von den Aktien der Gebrüder Roeder QI.-©., Darmstadt, nur noch die Auminern 1 bi« 1500 über je 1000 Mk. und 1501 W 4500 über je 100 Mk. lieferbar sind. * Au« dem Konzern der Frankfurter Allgemeinen Wie jetzt mitgeteilt wird, hat die Frankfurter Industriekredit-Oesellschaft mit beschränkter Haftung, die ein« Trägerin der OlbsatzffnanztcrungS-^lnteressen im Konzern der Frankfurter Allgemeinen Derlicherungs-Olktien- Vefellschaft ist, an dec in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgegründete Auskunftei W»s. Muller & To durch Erwerb von Anteilen Interesse genommen. Der Erwerb erfolgte aus ausländischem Besitz: die Auskunftei WtzS, Muller & To. wird hiermit ein rein deutsche- Unter- nehmen. * Deutsche Industriewerke A.-G Zu den Pressemeldungen über Einschränkungen in der Abteilung für Landmaschinenbau und teilweise Arbetberentlassungen teilt die Verwaltung der Deutsche Industriewerke A.-O., Beriin-Vpandau. dem WTB. -Handelsdienst mit. dah eS sich dabei um eme übliche saisonmähige Erscheinung handelt und dah an eine völlige Einstellung der Land- ma'chlnenerzeugung keineswegs gedacht wird. Verein deutscher Oelsabriken in Mannheim DaS Unternehmen plant eine starke BetriebSerweiterung der Oelfabrikanlagen in Spyck bei Lleve im Rheinland Mit den Arbeiten ist bereit« begonnen worden Vorgesehen ist die Errichtung einer großen Extraktion-anlage, weiterhin der Bau einer ganzen Reihe von Lagersilos am Rheinufer. ES wird damit gerechnet, dah die neuen Anlagen bereit« Anfang nächsten Jahre« in Betrieb genommen werden können. • Fuch - sche Waggonfabrik, Heidelberg Mangels gröberer Aufträge ist die FuchS- sche Waggonfabrik gezwungen, in dieser und der nächsten Woche 303 Arbeiter zu entlassen. Aranifurtcr Börse. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers' F r a n k f u r t o. M.. 21.Aug. Tendenz: schwächer. — An der heutigen Böric war die Haltung allgemein schwächer. Die Spekulation enttäuschte über die durch andauernde starke Zurückhaltung dec zweiten Hand bekundete Abgabe- neiaung, so daß aus ziemlich allen Märkten gleich- mäßig Kursrückgänge cintroten. Das Angebot ioar nicht sehr groß und übte bei der weiterhin sehr geringen Aufnahmelust einen beträchtlichen Druck auf das Kursnioeau aus. Die Stimmung war unsicher, da der pessimistische internationale Geld- markt wieder etwas in den Vordergrund trat. Dabei verstimmte besonders die Ansicht der Neuyorker Finanzkreise, daß in Amerika bis Ende Oktober mit hohen Geldfätzen zu rechnen sei (tatsächlich ist ja bereits gestern in Neuyork eine merkliche Verknappung für Tagesgeld eingetreten). Die ersten Kurse gaben durchschnittlich gegen die gestrige Abendbörfe um 1 bis 2 v. H. nach. Starke Einbußen erlitten Kaliwerte, von denen Westeregeln 4,5 v. H., Aschersleben 2,25 o. H. verloren: Autowerte waren weiter angeboten. Adler gaben erneut 2,5 v. H. und Daimler 1,5 v. H. nach. I.-G.-Farben eröffneten 2 v. H. schwächer. Scheideanstalt kaum verändert. Bon den Elektrowerten waren AEG. und Lahmeycr je 1,5 v. H., Schnckert und Siemens um 2 v. H. schwächer. Chade mit minus 3 Mark und Licht ft Kraft mit minus 2H v. H. etwas stärker an- geboten. Banken, Schiffahrtswerte und Montan- werte gaben bei kleinsten Umsätzen 1 bis 2 v. H. nach. Deutsche Linoleum blieben gut behauptet. Deutsche Anleihen lagen still und wenig verändert, von ausländischen Renten Rumänen erholt. 3m Verlause stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Die Kurse bröckelten verschiedentlich weiter etwas ab. Am Geldmarkt war lagesgeld mit 5,5 v. H. gefragt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1967, gegen Pfunde 20,372, London gegen Kabel 4,8530, Paris 124,17, Mailand 92,80, Madrid 29,15, Holland 12,1050. Berliner Börse. Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers'. Berlin, 21. Aug. Die Situation an der Börse ist unverändert. Roch immer kann sich eine Belebung des Geschäfte- nicht bemerkbar machen, und von Tag zu Tag nimmt die Zurückhaltung und Lustlosigkeit zu Die trotz Schwankungen feste Haltung an der gestrigen Reuyorler Börse konnte sich nicht auSwirken, da man über daS erneute Airziehen de« TageSgeld- satzeS in Reizyork oerftinunt war. Auch fast alle übrigen AuSlandbörfen wurden kaum beachtet. Die Spekulation, die vollkommen unter sich rst, macht schon 111 tinwDorbereitungen, da bereits am Donnerstag der erste DchiebungStag ist. Infolgedessen nafonn sie Entlastungen vor, und die nur gering herauskvmmende Ware genügte bei dem kleinen Umfang des Börsengeschäfte-, um das Kursniveau um 1 dis 2 Prozent, vereinzelt bis 5 Prozent zu drücken. Der hiesige Deldnrarkt zeigte heute leichte Zeichen einer Besserung. Tägliches Geld war mit 4,5 bi« 6,5 zu erhalten. Monats- geld stellte sich auf 8 bis 9 Prozent. Warenwechsel auf etwa 6' „ Prozent. Der Glektrvmarkt hat sich verhältnismäßig gut gehalten. Akkumulatoren zogen sogar um 2 Prozent an. Dagegen lagen der Bau- und der Äalinnarft durchweg schwächer Tietz büßten fast 5 Prozent ein, und im gleichen Ausmaße waren Polyphon. Deutsche Sin oleum, Ilse Bergbau, A.-G. für Verkehrswesen gedrückt. Deutsche Anleihen waren schwächer, ebenfalls Ausländer, von denen jedoch BoSiner und Anatolier etwas fester waren. Der Pfandbriefmarkt war noch vollkommen unentwickelt. Der Verlauf war uneinheillich und überwiegend lercht nachgebend. Berger. Licht und Kraft etwas erholt. dagegen Ilse Bergbau 2 Prozent schwächer. Krauksurtcr Getreidebörse. Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers". Frankfurt a M. 21. Aug. Der heutige Frankfurter Produktenmarkt verkehrte in ausgesprochen Hauer Haltung. Aus die enttäuschten Auslandmeldungen übten die Käufer große Zurückhaltung. Der Umsatz war demgemäß nur sehr Nein Die PretSgestciltung neigte sich erheblich nach unten Do gab Weizen stark nach, auch Sommergerste und Haser verloren 0,50 Mark. Schach-Ecke. Bearbeitet von W Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen Lösungen uhs. sind zu richten an die Schach- rebaktion des ..Gießener Anzeigers". Problem Rr. 175. Ton W Pauly Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. 3 2 6 S 4 7 3 5 2 6 4 8 7 Weih. 2 h s Schwarz, »decke S Ä < 7//. ... *—1 - Weih: 7 Steine. Kd. Dfö; Lb4. h7; Ba3, b5 c5. Schwarz: 4 Steine. Kc4; Lb3; Bb6, c2. Partie 9!r. 112. Die nachstehende, von dem Führer der weißen ©teilte recht gut behandelte Partie wurde in der ersten Runde der Siegergricppe des Schachhauptturniers zu Bad Soden gespielt. AbgelchnteS Damengambit. Weih: Rellstab, Berlin. Schwarz: Dleutgen, Mainz. 1. ci2-ck4 2. c2-c4 3. Sbl -c3 4. Sgl — f3 5. Lcl-g5 6. e2-c3 I. Sg8-f6 2. c7-e6 3. 67-65 4. Sb8-67 5. Lf8-e7 6. b7-b6 Die Schwächen, welche durch diese schon längst als minderwertig geltende Derteidigung, auf den weißen Feldern a6 und c6 entstehen, werden von Weih bald ausgebeutet. 7. c4x65 7. Sf6x65 Besser als 7. .... eXdS. da ja sonst Schwarz die große Diagonale, welche er mit dem Säufer zu besehen gedenkt. Derftobfen würde. 8. Lg5xe7 8. S65xe7 9. D61 -a4 Auch 9. L63 ist hier gut spielbar. 9 10. Tal-61 11. Lfl-a6 12. Da4Xa6 13 Da6-a3 14. 0-0 15. 64xc5 16. b2-b4 9. 0-0 10. Lc8-b7 11. Lb7Xa6 12. D68 —c8 13. Se7-g6 14. c7-c5 15. S67xc5 16. Dc8-a6? Dies kostet bald einen Dauern, vorzuziehen war 16 Sc5—b7, obwohl auch dann Weiß überlegen stand. Dringer ac 19. 20. 22. 23. 24. 25. 26. 17. Sc5xa6 18. Tf8 - 68 KgS -13 TaSxdS Sa6-c7 T68-63 Sc7-65 e6-e5 Td3-b3 e5-e4? 17. Da3xa6 18. a2 -a3 19. Sc3-b5 Deplazrerl den 19 20. T61X68-;- 21. Sb5xa7 22. Tfl-cl 23. Kgl-fl 24. Sa7-b5 25. Kfl-e2 26 Tel —c2 Schwarz übersieht ganz die vernichtende Drohung. natürlich mußte 26 Tbl geschehen 27. SD-62 27. Sdbxbt? Verliert einen ganzen Turm, aber nach 27. ... T63 entschied 28. Sxe4. 28. Tc2-c8-t- Schwarz gab auf. Losung des Endspiel« Rr. 60. Von H. Rinck, Barcelona. DaS Remis ist nicht zu erzwinge^ Der Weihe strebt remis an durch. 1. e5xf6, g7xfo! 2. La7- b8, a4-a3. 3. LbS-hl, a3-a2’ 4. Lh2-gl, a2- alL! 5. Lgl -64, Lilx64 palt falls (1 a4-a3’ 2. f6xg7, a3 -a2. 3. g7 - g8D, a2- alD-p. 4. Dg8- gl und Weiß gewinnt). Dchwac \ kann jedoch durch folgende leine Variante das Remis verhindern: In der Hauptvariante nach dem 3. Zuge - 3 Kh3-g4! 4 l h2-gl, Kg4 - DI 5. Lgl-64, f6-ß. 6. Khl-gl, KD-e2 und Weih muh verlieren Losung des Problem- Rr. 172. Ton Dr. H. d. Gottschall. I. D67-a7!, Lc5Xa7 2. Tb3-b6! ufw. 1 Sf5x64 2. Le3x64 4- usw. I. ... Sf5xe3 2. Da7- g7 ufw. 1 beliebig 2. Sd4-c2+ ufw Oie Rarrenkappe. Splitter und Sparren vom Rebakttonstisch. Ophthalmologie. Augenheilkunde ist furchtbar schwer. Die Sache mit dem Augenspiegel und dem Lichtsangen — eine verfluchte Schote. Schultz hatte gerade vor der Prüfung einen heillosen Bammel. Und nun wird ihm so ein verdächtiges Individuum anvertraut, und er soll untersuchen. Und er tut'#. Lange und eingehend Sin seltsamer Fall! Sin äußerst merkwürdige« Fall! Eine ganz mysteriöse Augenkrankheit! Da« merkt sogar Schultz, Aber was für eine? Da« ist hier die Frage? ..Waren Sie schon früher mal beim Arzt deswegen ?" forscht er. „3a. Al« er mir da« Glasauge einsetzte." Torstrafen. „Sie find fHon vierunbzwanzigmai vorbestraft. Wa« sollen wir denn diesmal mit Ihnen machen?' „Bielleicht eine kleine Jubiläumsfeier, Herr Richter?" Die umgetaufte Wilhelmstrahe. „Wiffen Sie schon, dah die WUHeimstroße in Berlin einen neuen Tarnen erhalten soll?" — ? ? ? „Der Instanzenweg!" ebenso Mais, während Roggen sich behaupten konnte. SS wurden notiert: Weizen 24,25 Mk.. Roggen 23,25, Sommergerste (für Brauzwecke) 27, Hafer (int, alter Ernte) 2ß. (neuer Ernte) 22,50 biS 23, MaiS (gelb, für Futterzweckc) 22. Weizenmehl (füddeutfche-, Spezial 0) 33,75 bis 34, Roggenmehl 32.50 bis 33. Weizenkleie 14, Roggenkleie 15,50 Mk — Tendenz: flau. frankfurter Pfcrdcmarkt. Frankfurt a. M., 20. Aug. Benn heutigen Pferdemarkt war der Auftrieb etwas Keiner als im Bormonat, eS standen insgesamt nur 490 Tiere Aum Berkans. GS wurden Pferde der verschiedensten Qualitäten angeboten, auch Schlachtpferde kamen in größerer Zahl zum Handel. Tic Prelle bewegten sich in bisheriger Höhe und nur einzelne ausgesuchte Tiere wurden zu Prellen verkauft, die über Dotierung lagen. Der Besuch von Aufkäufern au# den Rachbarprovinzen und seitens der Lcmdwrrtf chatt war zufriedenstellend, aber trotzdem kann da# Geschäft nicht al# flott bezeichnet werden. Al- nächster Pferdemarkttermin ist Montag, der 1. Oktober, angefetzt. Letzte Nachrichten. Kellogg fährt nicht nach London. Neuyork, 21. Aug. (WTB. Junffprud).) Hach einem Telegramm, bao die „Jkutjorf Times von vord der „3slr de France" erhielt, hat Staalsfekre- lär Kellogg befchlofsen, von einem vefuch In London angesichts feiner pariser und Dubliner Verpflichtungen abzusehen. Kellogg beodsichtlgt, drei Tage in Irland zu verweilen. Oie Wirbelsturmkatastrophe in Minnesota. St. Paul, 21. Aug. (WTD- Funtspruch.) Die Wirbel st ürme, die, wie gemeldet, gestern abend Minnesota heimsuchten, haben besonders st a r k e Verheerungen in Süd-Minnesota an- gerichtet. Eine Frau wurde aus ihrem Haute von dem Sturm eine halbe Meile durch die Lust in einen Sumps geschleudert, wo sie tot aufgefunden wurde. In der Stadt A u ft i o n wurde durch den Tornado ein große» Theater oolkftändig zerstört. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse TtbikMiartt B*rüir-Frankfurt Seiegraphtfche Au«aablnng. Btifitki. ifflfabOn Die dinier den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befckioffenen Dividende an. — Reich-bankdi-kont 7 , Loinbardzinsfuß 8 Prozent. London. -u- Nt i«e,44 •2jr. 112,OS 6.11 <,155 111.42 flrtft- 'Rott i'rg -Änno ffoprnbaetn •’uxfbotm fltbca. . Hum 4no 6t Atm f9ten tnT Cet- aHcn Vrae • 21. »7 111.61 5J.U.I 1.535 Ul.» -W.6I 61.57 13.3A 72.90 69.05 12,44 72.20 a. TL >Tran4.''tf-Cdirrr ,1100 Kronen Aumantsch« Roten Läiwedtst-e Roten...... CAroetwe Roten....... eoantitbe Roten....... Iftxt6L'homah<(i,e Roten ■ ■ UnoaritlK Roten ffeanSfurt a. M leeflw Sttilufc- l-Utje- Sdjluh Anfang fiur. Aur. Aut* Aure Datum 20.8. 31.8. 20.8. 21. 8. 4% »t. KetchSanIetde v. 10V7 . »I. flnl..toi6l.-6e »olbrte.. . . 4.Vt>-„ Cefirn. LULertu-..... 30,8 • ■ 3.15 • * — 41V. 1 vftrtrrld). eintxlll. Ulf . . — — — 4% Unflartjdx «olbrtr...... 4% Hnfldui.tf tzlaatSr. v 1910 . 4S% 101»..... *% UnQan|6)f »ronenrte..... 26,13 ?«.l <6.1 * — *■ —• — - 1,15 * — - - 4% tüt! MollOTlri6f 0.1011 . . 4% iürfti&f etaflbobb.i»n.«nl Crrif 1........... 4% brljl. €ertt II ...... 11,28 E 11.« — 12,4 — 11 • 11.4 * 11.3 10.9 Wumanen fpnoett. Rt». . . . 4H% Rutnlnrn »olbonl. von 1118 23 23 — Wlkv TcuMe UIIibM" ■ . *H ^jmbutg^tmerila tfafet . . . t> 161.75 1603 161,5 160 (-.itnb.-Sübam. Tdtnrlld) . . t> * * 198.26 tsinld Tdmp||*if|.....10 Ki'tbbeut|*ft SloBb.....t> •* — 195 — — 150,5 152,5 150.75 Hiltl Teu!|d)tOrebUanR . 10 — U6 155,75 tliirmri manlvfretn .... 10 141.6 — 14.-. U 142.18 flcdinet (i«nbel»o«len|4. . . 11 Sommer,, untz Petva^Vanf 11 <74 371.1 174,5 «12 184 ibi.. IN 181.6 tSirmfl. v. «atünalMnt . . 1t 2M.6 •C.8, 5 164 fruilAe Bant......10 TiltünteAl'ekniAolt Int.. . 10 165.5 164 IU5.J5 164.5 159,76 159.9 139 Trrlbnte vanl......10 fuie;bfm|dx8reblitxm1 . . . • H.6.73 164 5 160,85 I6|.\. ■■ — 2»'l 199.5 V .-laUbant....... . 8 139.5 139 HU.5 119 ». MM........11 M 211 2S6.5 *0.5 ffeoiibfurt a. M Berlin Schluß nur» 1-Uhr- Sur» idjlut] flnfang nur» Mur« Datum: 20. 8. 21.8. |M. 8. 1 81. 8. 'Vbtiipp Hr-lHmann . . . Heidelberger Sement . . . 1 14«.25 — IM 141 10 136 156 Gemtnl Ädtiftabt . . . . R — — <9agi * firetiag .... 10 -e 141.76 — - 5tf)ullbd4 Batzenhofee . 15 * — 335,6 331,33 i »werte....... 1? * -* ?9I 291 See. OllinylkM .... 18 * 557., i55 iBemfcem....... fleaftofl Balbhef . . . 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Surfet..... . 8 147 — 148 ftranhfurt a M Berlin schlich- Aur» 1-Ubr- Aure Schiuh Aur» «"fang Aur» Tatmn: 20. *. 21 8. 20.8. »i.a.e.......... - 17.3.5 172 173.9 172.6b Wergmann....... e . 9 — - 196 5 194.5 Oletir. Dlelermgen . . . ■ 10 — 181.75 180. J Vicht unb Uralt..... • 10 215 213.5 216.25 218.35 Hellen 6 (Suillemime . . . • . 6 l«l 1'9 139,5 139.9 iVel. f. Otettr. Untern.. , . e 10 .'Mi 268 265,5 361 Oamb. «flettr. öerf» . . • «bet». «leite....... • 10 — 156 154.5 e . 9 * — 153 151 e»lef.eieftr....... 10 — — 3.37 234.5 ediurfm........ • . 8 .'01 199 200.7 a 198 (rlemenl Ä Hal«« . . . . ■ 1t 171 369 871.5 369.25 Iranftabia....... ■ . 8 — — 149.9 L'abmebet »0»...... • 10 176,5 175 175 Bube tu 4..... e e - . 5 '3.5 83 83.5 — TetUfAe Ürbbl..... . 6 137,75 138.9 137.5 dienet Steintabb .... . » *• — 129 126 (VeNenNt.henet ... |. 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