Nr. 118 trffts Platt 178. Jahrgang Montag, 21. Mal 1928 Ct|fl)eimi «aglich.aith« Sonntags nnt F«erlag» Beilage*. Dietzen« ^amilünMätta ßetmal tm Dilb Die Scholl« mewoli-rejugiFteU; 2 Reichswarb und 20 Reichspfennig fflr Träge» lohn, auch bei Richter» sch« men einjelnerJRumm«™ infolg« höh«« (Betoalt Fernsprechanschlüss«: 61. M und 112. Anschrift ftr Drahtnach» richten Anzeiger Oietze«. pollfcheckkonto; grawflurt am Main 11688. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen druck mid Verlag: vrühl'sche UntoeditäU-Bnd>. anö Steieöruderei H. Lange in Gießen. Zchristlettnng und Geschäftrltelle: SchilKraße 7. .innahmr »en Anzeigen tAr die Iage»nammi* zum IHathminag oorher. Preis ter | am höhe tüt 3*jeiqrn von 27 mm Srette önlich 8. auswärts 10 Re,chspsenn,g. für R— blamean3gctagt. dast er in besonders hohem Maste daS Ohr am Pulsschlag der Ration habe. Sjert Wirth ist im Lande herumaezo^en und hat sich überall austerordentlich mistsällig über den flauen Wahlkampf geäußert, einen Wahlkampf ohne Schwung und ohne Ideen, bei dem gewist nicht viel Gutes herauSkommen könne. Vielleicht hat Herr Wirth den deutschen Wähler doch etwas unterschätzt. SS scheint ungerade für diesen Wahlkampf und sein Ergebnis besonders charakteristisch zu sein, dast der deutsche Wähler daran geht, sich selbst eine politische Uebetyugung zu bilden, ohne, wie in den vergangenen neun Jahren, in seiner großen Masse Dem Agitator nachzulaufen, den er zufälligerweise am letzten Tag vor der Wahl hat sprechen hören. SS scheint unS. als ob die Zeit anbräche. In der man auch In Deutschland wieder für eine sachliche Unterrichtung zu haben ist und sich von Schlagworten frei zu machen wünscht. Die Zeit der überlaufenen Wahlversammlungen der hesti- flen Diskussionen der leider allzu ost auf da- persönliche zugespitzten Dialoge von Partcigrösten jeglichen Formats macht offenbar einer neuen Epoche Platz, in der die große Waffe der Wähler nur noch dann für politisch? Meetings zu haben ist, wenn eine wirkliche Persönlichkeit ihr sachliche Darlegungen verspricht. Der auherordentliche Zulauf, den trotz aller Warnungen die Unzahl der S p l i t t e r p a r te i e n gesunden hat, sollte den Männern deS neuen Reichstag- doch zu denken geben Ausschließlich Parteiprogramme, die ja tm übrigen, in der Theorie jedenfalls, häufig nur fehr geringe Unterschiede aufweisen, werden auch in Zukunft nicht mehr ziehen, wenn nicht eine Persönlichkeit vom Format sie mit pulsierendem Leben erfüllt. Wie sehr die große Menge der unpolitischen Wähler sich an einen Hamen, an einen Mann von Fleisch und Blut klammert, der für fle in to:tt höher?m Maße ein Programm darstellt. als die Partei. Dafür ist wohl der beste Beweis die Tatsache, daß ähnlich, wie in Frankreich unter dem Motto .Poincare" gewählt wurde, bei un» die Maiwahlen in hohem Maße im Zeichen Strz/emannS durch- gefochten find. Sine Wab «jMe auS Dietern Wahlkamps das ttrgcl'P>^^!vU. .All, muh unseres Erachtens vor allen Dingen wieder die große Waffe der unpolitifchen Wähler in engen Kontakt mit der Persönlichkeit deS Abgeordneten bringen. DaS Ergebnis der ReichStag-wahl, soweit es unS bei dieser Wahlbetrachtung vorliegt zeigt vor allem, daß bei oberflächlichster Schätzung wieder über eine halbe Million Stimmen abgegeben sind für Parteien, die im Reichs- unferer Rechten in erheblichem Maße an Persönlichkeiten von werbender Kraft gebricht. Vielleicht rächt eS sich jetzt, daß di« Deutschnationalen seinerzeit im allgemeinen nur Leute zweiter Garnitur in die Regierung schickten, well Män.«er wie z. D. Lindeiner-Wildau. dem konservativen Flügel nicht bequem waren. Auch die Parteien der Mitt« haben nicht unerhebliche Verlust« Davontragen muffen. Daß sogar da- Zentrum um fleben Mandate gc- 'chwächt in den neuen Reichstag einzieht, ist zweifellos eine Rachwirkung der inneren AuS- cinandersehungen zwi'chen den regierenden Männern und dem Gewerkschaftsflügel unter Führung von Imbufch und Stegerwald auS der Zeit der BefoldungSreform. Wenn auch di« Deutsch« Volkspartei nicht ohne Verluste auS diesem WahUampf hervorgegangen ist. so ist daS bei einet Partei begreiflich. Die seit langen Jahren im vordersten Schützengraben der Verantwortung. in dem, waS man die politisch« Drecklini« 9«nannt bat, gestanden hat. ES ist ferner verständlich bet einer Partei, di« sich alS erste entschlossen abgewandt hat von einer Wahlpolitik der Phrase und der Versprechungen. DaS Wahlergebnis als Ganzes jedoch ist ein zweifelsfreier Beweis dafür, daß da- deutsch« Doll in seiner übergroßen Mehrheit Die Außenpolitik des volkS- parteilichen Führer- Stresemann billigt und fortgesetzt zu sehen wünscht. Daß Die Demo - traten ihren stetigen Abmarsch nach unten, der seit Der großen Zeit der Aationalversamm- lung nicht wieder -um Stillstand gekommen ist. sortgesetzt haben, war vorau-zusehen bei einer Partei. Die feit Jahren ängstlich bemüht ist, ihr Schisflein nach sozialdemokratischen Wünschen zu steuern. Die wirtschaftlichen Interessenparteien haben begreiflicherweise erheblichen Zulauf erhalten. Aus allen den Kreisen, di« der gewiß ost höchst unerfreulichen Parteipolitik müde find und natürlich auch auS der großen Masse deS wirtschaftlich sich zwischen Kapitalismus und Sozialismus immer mehr bedroht suhlenden gewerblichen Mittelstände-. Wir möchten wünschen, daß sie in ihren neuen politischen Organisationen Di« D«rtr«tung ihrer wirtschastlichen Interessen finden möchten, Di« sie glaubten bei den politischen Parteien nicht haben zu können. Heute schon die polittschen Folgerungen ander RcichStagSwahl zu ziehen, wäre voreilig. Rur soviel kann vielleicht schon gesagt werden, daß da- heiße Sehnen der Linken nach einer Wiederkehr der Weimarer Koalition sich kaum erfüllen dürfte. Zentrum und Demokraten sind beide so geschwächt, daß in einer neuerstehenden Weimarer Koalition die Sozialdemokratie unter starkem Einfluß ihre- zu den Kommunisten binüberschielenden linken Flügel- ein diktatorisches Regiment ausrichten würde. Das wird namentlich da- Zentrum unter keinen Umständen mitmachen wollen. Wenn eS also zu eine Regierung unter Beteiligung Der Linken kommen sollte, wär« sie für da- Bürgertum nur unter Hinzuziehung Der DolkSpartei erträglich. ES würden auch dann noch sehr ernste Bedenken namentlich außenpolitischer Art zu beheben sein. Gerade der stürmische Beifall, den der Ausfall der deutschen Wahlen mit seinem ja unzveiselhasten Ruck nach link- in dem unS nicht gerade wohlgesinnten AuSlande. namentlich in Frankreich, gefunden hat. sollte für un- doch eine sehr ernste Mahnung fein, die Kabinettbildung unter den Gesichtspunkt zu steilen, wie wir den leitenden Staat-mann in den kommenden Verhandlungen um die Zukunft deS ganzen deutschen Volke- stark machen können. Daß das nicht durch die Bildung einer Regierung geschehen kann, in der Die Sozialdemokratie da- Heft in der Hand hat, ist für den eine Binsenwahrheit, der sich auch nur für einen Augenblick vergangener Jahre fozialistischer Außenpolitik erinnert. Oer Wahlsonntag in der Reichshauptstadt. Hindenburg wählt. Berlin. 20. Mai. (DTB.) DaS Straßenbild DerllnS am Wahlsonntag war befonderS in den Arbeitervierteln belebt durch starke Beflaggung. Während die Zahnen in Den Innenbezirken unD den westlichen Vororten weniger stark vertreten waren und dort vor allem Schwa rz-Rot-Dold und Schwarz-Weiß-Rot zu sehen waren, zeigten der Wedding. Moabit. Rcu- kölln und Lichtenberg in erster Linie tote Fahnen und auch zahlreiche Transparente der Kommunisten und Sozialdemokrateiv Ein besonderes Merkmal des Wahltage- war eine außergewöhnlich starke Beteiligung von der ersten Wahlftunde an. In einzelnen Bezirken, so in Reukölln, in der Gegend des GefundbrunnenS, am Wedding und im Rorden Der Stadt hatten bi- gegen 12 Uhr 45 bi- SO Prozent der Wähler bereit- ihrer Wahlpflicht genügt. Aber auch in anderen Bezirken der Stadt war die Wahlbeteiligung sehr rege. Dort rechnete man bi- gegen nv.Uag mit 30 bl$ 35 Prozent Wahrere!:gung. In einzelnen Wahlbezirken in allen Gegenden mußten die Wähler sogar Schlangen stehen, um ihre Stimme abgeben zu dürfen. Der Ausllugs- vcrkehr in; Den frühen Morgenstunden war fast ganz still. Der gegen 10 Uhr einsetzend« Regen war wohl in erster Linie die Deranlassung. daß Die StraßenpropaganDa Der einzelnen Parteien verhältnismäßig wenig hervortrai. Man Iah nur vereinzelt Lastkraftwagen und Pferdefuhrwerke mit Zahnen geschmückt Durch Die Straßen fahren. Hier und Da erschienen auch RadsahrertruppS und Plakatträger, sowie Auto», von Denen Flugblätter verteilt wurden. 3n erster Linie waren e- d i e Kommunisten und Di« Sozial- Demokraten, Die an Der StraßenpropaganDa beteiligt waren: man sah aber auch Wagen anderer Parteien mit schwarz-rot-goldenen und auch solche mit schwarz-we ß-rvlen Fahnen. Indem Ministerwahllokal in der Taubenstraße, vor dem sich ein« große Anzahl Schaulustiger eingefunden hatte, um Zeuge Der Anfahrt Der Minister au fein, erschien kurz nach Eröffnung DeS Wahlaktes Reichskanzler Marr, begleitet von seiner Gemahlin. Einige Zeit später kam Reichspräfident o. Hindenburg im Kraftwagen in Begleitung Des Staatssekretärs Dr. Meißner. Als der Herr Reichspräsident das Wahllokal betrat, das mit Fttedersträußen geschmückt war, erhob sich der Wohloorstand zur Ehrung des Reichspräsidenten oon den Plätzen. Im weiteren Verlaus des Vormittags erschienen noch andere Minister, um ihrer Wahlpflicht zu genügen, so die Reichsminister Dr. hergt und o. K e u d e l l. Rur ein Name blieb in den Wahllisten ungestrichen, der des Reichsministers des Zeugern. Dr 6 t r c fern a n n , dem es seine Krankheit, obwohl er auf dem Wege der Besserung ist, unmöglich machte, zu erscheinen. Das vorläufige amtliche Gesamtergebnis. Berlin, 21.Mal. (WZB. Junffprudj.) Vach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis (ohne den Berroal- tvngsbezirk Berlin-Reinlkendorf, der noch aussteht) sind insgesamt 30 592 442 (am 7. Dezember 1924 30 311 935) Stimmen abgegeben worden. Davon entfallen auf: SPD. 20. 5. 1928 (3 tim 7. 12. 1924 men Mandate 9 111438 7 886 261 152 (131) veutschnationale 4 359 586 6 209 229 73 (103) Zentrum 3 705 040 4 120 936 62 (67) Deutsche Volksp. 2 669 549 3 051 332 44 (50) Kommunisten Demokraten 3 232 875 2 711 829 54 (30) (einschl. 6A) 1 492 899 1 921 271 25 (32) Sagt. Volkspartei Linke Kommunisten 936 404 80 057 1 135 131 16 (19) - (13) wirtschaftsparlei 1 391 133 1 006 318 23 (17) Ral.-Soz. (Hiller) v. Bauernpartei Völkisch-Rationale Landbund 806 746 480 613 264 565 199 491 907 915 12 (7) 8 (-) - (5) 3 (8) Thr -Rat. Bauernp. 770 100 Volksrechtpariei 480 878 To. Volksgemeinschaft 51 465 Reichsp. f. handwert 6 405 BSP. V. 20 725 Jnflationsgefchädigte 36 658 Haus- u. Grundbesitz. 35 550 762 420 13 (4) 2 (3) - (-) - (-) - H - (-) - (-) TlaL Minderheiten 70 752 Alte SPD. 65 246 Unpol. Liste d. Kriegsopfer ufro. 6 04.5 Deutscher Reichsblock der Geschädigten 7 330 Aufwertung»- und Aufbaupartei 7 473 Christlich-Soziale 110 460 Sächsisches Landvolk 127 633 Rechts- und Mieter- schutzpartei 2164 Cv. Volksdienfl 4 676 93 157 11 T 1 m ii il l l l l ” li Für sonstige Kreiswahlvorschläge, die an keine Reichswahloorschläge augeschlossen waren wurden 6 071 Stimmen abgegeben. Die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen beträgt also insgesamt 30 592 442, aus die zusammen 489 Mandate entfallen. 3n den für die Demokraten Abgegebenen 1 492 899 Stimmen sind 23 823 für Kreiswahlvorschläge der Dolksrechtpariei (Reichspartei für Dolksrecht und Auswertung) entfallen. 3n den 770 100 abgegebenen Stimmen für die Lhriftlich-Tlationale Bauern- und Landvolkparlei find 194 938 Stimmen für die Krei»- wahlvorschläge der Deutsch-Hannoverschen Partei abgegeben, die damit 3 Mandate (4) er- hält. Die zum vergleich der vorstehenden Tabelle in Klammern beigefügten Mandalszahlen enf- sprechen der Fraktionsstärke der Parteien im Augenblick der Auflösung de» alten Reichstags. 33. Heffen-Varmstadt. Amtliches (Gesamtergebnis. SDD 192 453. DR. 20639. Z. 95 407. DDP. 67 048, Ä 52 009, D. 37 520, L.« 3910, WP. 7827, RS. 11 291, Böll. 651, Hess. Landb. 79 726. VRP. 13 872, Eo.D. 11561, Volksb. der Infi. Gesch 204. Alle SPD. 2152. — Wahlbeteiligung 65,5 Prozent. 1924. Deutschnot. 48 209, Ratsoz. 8217, DBP. 73 830, Zentrum 99 238, Demokraten 54 403; SPD. 222 650; Kommunisten 33 669, Landbund 78 953, Wittschastspartei 5753. Provinz Starkenburg SPD. 97 699, DR. 10 200, Z. 44 866, DDP. 34 496, 5t. 36 finl, D. 14 936, L. N 2523, WP 3443, RS. 5707, Völk. 316, Ehristl.-nal. B. 23 210, VRP. 7701, (Ed. B. 3884, sonstige 1189 Kreis Darmstadt. SPD. 30 234, DR. 4775, Z. 3543, DDP. 17 057, K. 4599, D. 4963, L k 264, WP. 536, RS. 1891, Völk. 106, Christi.-nat. B. 3317, VRP. 3115, Co. V. 527, sonstige 269. Sladt Darmstadt. SPD 15 402, Dn 3885, Z 3146, DDP. 13 697, St. 2220, D. 3766, LK 153, WP. 334, RS. 1429, Völk. 77, VRP. 2534, do. D. 373, sonstige 156. 1924: DR. 8195, RS. 1076. DDP. 14 495, Z. 3236, D. 4714, SPD. 17 475, St. 1281 Stimmen. Kreis Offenbad). SPD 30 215, DR. 1975, Z. 16 479, DDP 7042, K. 20 258, D. 3774, L St 1435, WP. 2225, RS. 703, Volk. 85, Thristl..nat. Block 1997, VRP. 2045, Ev. D. 1239, sonstige 273. Stadt Offenbad). Wahlbet. 80 Proz. SPD. 13 345, DR 1278, Z. 5019, DDP 4475, K 13 351, D. 2138, L. St 175, WP.1091, RS 514, Völk. 44, Thristl.-nat Block 40, VRP. 1421, Tv. D. 667, sonstige 93. • 1924: DR. 3953, DDP 4712, Z. 5579, D. 3632, SPD. 15 513, K 6403, WP. 1407. Kreis Groß-Gerau. SPD 12 467, DR. 489, Z. 2132, DDP 2890, K 3952, D. 2273, L Jt. 229, WP 160, RS 195, Völk. 25, Christl.-nat. Bauernp. 4354. VRP. 386, Cv. v. 286, sonstige 200. | Kreis Dieburg. SPD. 8485, DR. 778, Z. 6228, DDP. 1557, St. 2400, D. 1005, L. Ä 143, WP. 104, RS. 421, Dölk. 32, Thristl.-nat B. 5779, VRP. 689, Co. V. 732, sonstige 110. ftrei» Erbach. SPD. 6793, DR. 646, Z. 878, DDP. 682, K. 1262, D. 951, L. St. 117, WP. 123, RS. 1618, Dölk. 21, Thristl.-nat. B. 2894, VRP. 579, Co. D. 277, sonstige 113. Kreis Bensheim. SPD. 7271, DR. 1097, Z 7595, DDP 3107, St. 2440, D. 1037, L. St 208, WP. 154, RS. 436, Dölk. 27, Thristl.-nat. B. 3227, VRP. 584, Eo.D. 449, sonstige 149. Kreis Heppenheim. SPD. 2234, DR 440, Z. 811, DVP 1161. K. 1776. D. 933. 2. St. 125. WP 71, R2 443. Völk. 20. 6faiftL-nat B. 1645. VRP. 303, Ev. V. 374. sonstige 75. Provinz Rheinhessen SPD. 49 147, DR. 46 071. Z. 44 860, DVP 18 989, St. 8613, D 15 067, 2. St 712. WP. 1295, VS. 3208, Dölk. 118, Thristl.-nat B. 16 685, VRP. 3765. Sv. V. 4760. sonstige 567. Stadl Mainz. SPD. 18 260, DR. 1455. Z. 12 469. DVP. 4895, St. 3763 D. 5381. 2. St. 342. WP. 688. RS. 378, Völl. 35. ebriftL-nal B. 449, VRP 1154. Sv. Dolksgem. 1917. Alte SPD. 153, Infl-Gesch. 19. 1924: SPD. 21 621. DR. 2742. Z. 13 597, DVP. 4019. St. 1967, D. 7213 Stimmen. Landkreis Mainz. Stimmberechtigte 28 745, abgegebene Stimmen 21 117, ungültig 242. SPD. 6263. DR. 270. 3 7572. DVP. 718, K. 1096, D. 1037, LK. 115, WP, 372, RS. 128. Völk, 18. Thristl.«mt. B 2399, DP. 452, Sv. D. 729, Alte SPD. 108. Stabt- und Landkreis Bingen. kPD. 3496, DD. 307, Z. 7052. DVP. 679, St. 600, D. 1880. LK 65. WP. 143. RS. 74. DSU. 15. Thrift l.-nat. B. 2053. VRP. 171, Ev. D. 291, Sonstige 45. kreis Alzey. SPD. 3965, DR. 493. Z 3433, DVP 1487, St. 387, D 2336, LK 36. WP. 35. RS. 388, Dölk. 8. Thristl.-nat. B. 3856, VRP. 278, Ev. V. 398, Sonstige 49. kreis Morm». SPD. 12 826, Dn. 3742, Z. 7641, DDP. 8474, Komm. 1742, Dem. 2508, L. Komm. 123, W.-P. 183, R -S. 1928, Dölk. 22, Christi Rat. B. 3993, Dolksrp. 182, To. D. 651, Sonstige 130. firei» Oppenheim SPD. 4377, Dn. 424, Z. 5194, DVP. 1653, Komm 225, Dem. 1925, L Komm. 37, W.-P. 38, Nat.-Soz 298, Völk. 15, Thristl.-Nat. B. 3935, Dolksrp. 228, Ev D. 784, Sonstige 52. Oberheffen. Das Wahlergebnis der Provinz Ober» Hellen finden unsere Leser im Beiblatt in tabellarischer Aufstellung aller sechs Kreise unserer Provinz berichtet. Nachstehend lasten wir noch einige Ergebnisse aus oberhessischen Städten folgen, die unS bis zum Redakttonsschluh Vorlagen; Stadt Friedberg. SPD. 1565, Dn. 280. Z. 445. DBP. 854, Kvm. 378. Dem. 633, WP. 208, AS. 73. DBP. 159, Christl.-naL B. 159. Sonstige 220. Bad-Nauheim. SPD. 1310, Dn 799, 3. 474, DDP. 1148, Kvm. 232, Dem. 701, Linke Kom. 18, WP 423, AS. 90, Dölk. 10, Ehriftl.-nat. B. 84, DBP. 154, Ev. DollSgem. 213, 3nfL-®ef<&. 3, Alte SPD. 16. Butzbach. SPD. 752. Dn. 124, 3 178. DBP. 369, Kom. 67, Dem. 187, WP. 31, AS. 145, Christi.-nat. B. 29, BRP. 62. Sonstige 116. Stadt Schotten. SPD. 260, Dn. 51, 3 16, DBP. 231. Kom. 69, Dem. 134, Linke Kom. 4, WP. 19, AS. 17, Dölk. 8, Christl.-nat. D. 168, BP. 27, Ev. Bolksgem. 32, Alte SPD. 4. Stadt Büdingen. SPD. 4688, Dn. 565, 3 223, DBP. 1233, Kom. 1009, Dem. 843, Linke Kom. 97, WP. 335, AS. 267, Dölk. 14. Christl.-naL B. 6051. DAP. 118. Sonstige 539. 1. Ostpreußen. SPD. 267 838, DN. 313 279, Z. 75154, DDP. 79 913, K. 94 798, D. 38 324, L K. 2972, WP. 20 372, NS. 8071, Bauernpartei 8763, Dölk. 40 313, DRP. 16 401, sonstige 14 955. * 1924: DN. 392 616, NS. 62 294, DDP. 89 853, Z. 80 424, D. 39 938, SPD. 208 687, K. 80 796, WP. 23 629, Dt. Soziale 7827, USP. 1991, Auf. wcrtungspartei 2451, Nationale Minderheiten 6635. Königsberg. SPD. 39 410, DN. 17 809, Z. 3904, DDP. 40 319, K 31 525, D. 8096, L. K. 555, WP. 2835, NS. 2330, Dölk. 4234, Alt-Soz. 1035. 1924: DN. 28 728, NS. 7041, DDP. 31 690, Z. 4140, D. 8136, SPD. 27 956, K. 23 220, WP. 2396. 2. Berlin. Teilre f ul tat: SPD. 273 206. Dn. 122 940. •3. 24 121. DDP. 36241. Kom. 238 968, Dem. 47 237, WP. 18 849, AS. 10 985. Dölk. 4737, Sonstige 15 000. • 1924: Dn. 249 423, AS. 17 824. DBP. 55 800, Z. 46 627, Dem. 115212, SPD. 368 674, Kom. 217 516, WP. 35 812, DSP. 13 752. USP. 7805, Aufwertungspartei 2004, Aat. Minderheiten 2973. 3. Potsdam II. SPD. 271 388, Dn. 372 809, Z. 9664, DDP. SO 231, K. 2075. D. 36 085, L. K. 2075, WP. 44 676. AS. 13 564, Deutsche Bauernpartei 6551, Wölk. 13 267, Christl.-nat. Bauernpartei 2520, DAP. 16128, Jnflationsgeschädiqte 2266, Aat. Minderheiten 88, Alte Soz. 1556, Geschädigte 4333 Deutsche Soz. 625. 1924: Dn. 2^3 576, Aat.-Sozialist. Freiheitsbewegung 26 282, DDP. 78 408, Ztr. 31 693, Dem. 114 376, SPD. 243 518, Komm. > 105 232, Wirtschastsp. 31 799, D. soz. P. 18 832, USP. 4366. Aufwertungspart. 3040. Stadt Potsdam. SPD. 11 629, Dn. 14 372, Zentr. 1098, DDP. 3614, KPD. 1310, Dem. 1855, L. Komm. 65, Wirtschastsp. 1278, Aat.-Soz. 553, D Bauernp. 11. Dölk. Aat. Dl. 184, Chr.-Aat BP 5, Reichs- arbgem. 62, Christi. Mittclstandsp. 32, Reichsp. für Dolkswohlf. und Ausbau 133, D.-Thristl. Mittelst.-Dp. 12, Handwerk, Handel und Gewerbe 256, Christl.-Soz. 27, USP. 63. 71 Proz. * 1924: Dn. 17 179, Aat.-Soz. 1011, Vp. 3527, Zentr. 1181, Dem. 2375, SPD. 8938, Kom. 1437. 4. Potsdam I. SPD. 11 629, DA. 14 372. Z. 1098, DDP. 3614, K. 1310, D. 1855. L. K. 60. WP. 1278, AS. 553 Dölk. 184. « 1924: DA. 285 091, AS. 25 773, DDP. 71196, 3 22 575. D. 56 934. SPD 275 708, K. 110 095, WP. 43 874 Deutsch, soziale Partei 8801, USP. 5187, Aufwertung 2493. 5. Frankfurt a. d. O. SPD. 271 333. DA. 242 264, Z. 49 442, DDP. 68 615. K. 49 027. D. 35 600, L. K. 2365. WP. 31 940. AS. 8162. Bauernp 5499, Dölk. 11 593. Christl.-nat. Bauernp. 18148, DAP. 11 730. sonstige 13 582. • 1924. DA. 320 701, AS. 26 548. DDP. 91037 3. 52 984. D 39 404. SPD. 233 956, WP. 17 985 Deutsch-soz. 10 778. USP. 2404. Rationale Minderheiten 5577. 6. Pommern. T»z. 300 825, Dn. 212142. Zentr. 30 028. Dt. Bp. 90 692. Komm. 171 677. Dem. 94 171. Dolks- rechtpartei (6 A) 2795, Linke Komm. 3130 Wirtschaftspartei 30 705, Aatsoz. 70 340. Deutsche Bauernpartei 13 045. Dölk. 1164. Dolksrechtpartci 4021. Alte Soz. 1178. Sonstige 8847. 1924: DN. 446 078, NS 38 260 DVD. 59 102 Z 8694, D. 34 153, SPD. 223 505, WP 221 683 Te 8987, Aufwertung 12 693. Stettin. SPD. 51113, DN. 28 721, A 2507, DVP. 13 580 K. 16 662, D 7151, L K 319, WP. 7387, NL 1049, Sonstige 5296. • 1924: DN 40 144, NS. 4913, DDP 13 796, Z 2109, D. 7523, SPD. 44 999, eg» gelungen, den Kommunisten die erhoffte ?ll eher läge beizubringen. In erschreckendem Matze haben die bürgerlichen Döhler aller Warnungen zum Trotz sich den aussichtslosen Splitterparte l/n zugewondt — Da» „Berliner Tage- blatt- zieht die Bilanz: Kein Rechtablock mehr im Reich, Festigung der bisherigen Regierung,verhält- niste in Preußen: da» hnb die wichtigsten Ergeb- nisse des gestrigen Wahltage». — Der „Vorwärts" jubelt: Unser ist der Sieg! Die Lanbiagswahl in Preußen Berlin, 21. Mai. (MTV. Junksprnch.) von den 23 preutzischen Wahlkreisen für den Canbfag liegen die oorlöusigen Gesamtergebnisse von 22 Wahlkreisen oot. Der Wahlkreis 7lr. 4, potsdom I, sieht noch an«. 3o den 22 Wahlkreisen wurden insgesamt 16 142 627 Stimmen gezahlt. Davon entfallen auf rein arithmetischen Schema. Mandate Sozialdemokraten veutschnationale Zentrum Deutsche Volkepartet Kommunisten Demokraten Linke Kommunisten Wlrtfd>afteparlfi Tiationalfozlallsten Deutsch-Hannoversche 4 553 61« 114(114) 2 675 «37 67 (109) 2 34« 364 59 («1) 1 460 601 37 (45) 2 019 901 50 (44) 750 430 19 (27) 44 611 0 — 762 307 19 (11) 419 869 10 (11) Partei 166 869 4 (6) nationale Minderheiten 34 231 0 (2) Sonstige Die Berechnung der 885 969 Mandate beruht auf dem Die LandtagSivahl in Oldenburg. Oldenburg, 21 Mai. (WTB Funkspruch) Aintl. Endergebnis der oldenburgifchen Landtags- wähl: Sozialdemokraten 66 643 (39 249), Mandate 14 (9): Kommunisten 8380 (3579), Mandate 2 (0); Dirtschastsportei 11 747 (0), Mandate 2 (0); Hitler 17 444 (U), Mandate 3 (0); unpolitische Liste Recnts 1264 (0), Mandate (0): Demokraten 24 74« (23 879), Mandate 5 (5); Landcsblock 41 213 (60516), Man- bäte 9 (15), Dölkifch-Nationaler Block 4894 (4404), Mandate 1 (0); Christlich Soziale Reichspartei 1332 (0), Mandate 0 (0); Christlich Rationale Bauernpartei 14 646 (0), Mandate 3 (0); Zentrum 39 570 (42 704), Mandate 9 (10): Die einqeriajnmerten Zahlen sind die Stimmen bzw. die Mandate der letzten Landtagswahl. Oie Landtagswahl in Anhalt. Dessau, 21. Mai. (WTB -Funkspruch). Die Canbtagttoablcn in Anhalt haben eine Dertchie- bung der Mehrheitsv.rhällnisse gebracht Sie bisherige Mehrheit setzte sich auS Sozialdemokraten. Demokraten und Dodenreforme-n zusammen, die im gairzen über 19 Mandate verfügten Die Sozialdemokraten haben ihren Besitzstand von 16 Mandaten gewahrt, dagegen haben die Demokraten von ihren 3 Mandaten einS und die Dodenresorrner ihr einziges verloren. Die Bürgerlichen, die im bisherigen Landtag über zusammen 15 Sitze verfügten haben einen dazu gewonnen Ebenso haben die Kommunisten ihre Mandatszahl von 2 auf 3 erhöht. Oas Ergebnis her frankfurter Gtahtverordnetenwahlen. WSA. Frankfurt a. M., 20. Mai. Die Stabtverordnetenwahlen in Frankfurt am Main inkl Höchst hatten folgendes Ergebnis: SPD. 93 999. DA. 23 268. Z. 31 045, DDP. 29 074. R 36 823, D 23 050, L. K 1218, WP. 16092, AS. 12 932, DRP. 3658, Ev. D. 4063, USPD 928. Arbeitnehmergruppe 10 479, Liste Wöstmann 1333. Kommunale Bürgerpartei 538. Bei der letzten Wahl ohne Höchst erhielten: SPD. 88 011, DA. 33 842. Z. 30 445. 2BP. 27 270. St 16 215. D. 30 790, WP. 9722, AS. 4688 älSBD. 1207. Aus der provinziashouptstadt. • lebe*, den 21 Mai 1928. Die Alleswisser. Bar oft kommt man mit Menschen zusammen, bie In allem Bescheid wissen Kein Qbcbiet ist ihnen so fremd. um nicht m irr eben zu können Auf welches Gebiet man lich auch wagt, sie sprechen mit einer Geläufigkeit und Sicherhei:. ble zunächst verblüflend wirrt. Solcher Untoeriol- Weisheit gegenüber wird man ganz verlegen und unsicher. Derfucht man nun lern eigenes bescheidenes Dissen zu überprüfen, so lommt man zu dem allerdings wenig tröstlichen Ergebnis. hast man ja gar keine Zeit hat, sich mit Lachen zu beschäftigen, die an der Peripherie deS eigenen Interessengebiete- liegen Doch der bittere Nachgeschmack bleibt Darum wissen denn andere in allem Bescheid? — Kann man auch seinen vierbändigen DrockhauS au-wendig lernen? — Doch gelegentlich enthüllte sich mir da- Geheimnis vieler Alleswisser. Ich kam in- Gespräch mit einem jungen Menschen, und der Zufall ergab e» dast wir aus ein vielgenanntes Derk gröberen Umfang- zu sprechen kamen, da- in meinem Bücherschränke noch der Durcharbeitung entgegensah: denn ich hatte bisher noch keine Zell dazu gefunden AIS ich nun meinen jungen Freund fragte, ob er die- Buch kenne, entgegnete er: .Aatürlich Ich habe e- auch einmal durchgesehen k" ,2ha", dachte ich. .da sitzt de- Pudel- Stern!“ Durchgelehcn hat er eS rielleichl den Anfang und den Schlust gelesen, höchstens noch die älebertchrtften der einzelnen Abschnitte. .Und dann noch eine gute Kritik gelesen', entfuhr eS mir. Eo ist e», diese Alleswisser schweben ynmer an der Oberfläche. Sie sehen bloß alles durch: ihre Bücher, ihren Beruf, die Politik, die Religion. Nirgend» Sehen sie in die liefe. Bon Büchern merkt man sich en Titel und den Schriftsteller, dann kann man schon mitreden. Ja, selbst ihr Leben sehen sie blotz durch und kommen vielleicht noch zu dem Schlutz, daß sie doch sehr befähigte Menschen sind und grollen im stillen dem Schicksal, da» ihnen noch nicht den ihnen gebührenden Platz angewiesen hat. Der Herrgott bewahre un» vor solchen Alleswissern. — Er bewahre uns aber auch vor einer anderen Sorte Menschen, die man auch zu diesen Alleswistern zählen kann. Es sind die, die „nachher" alles wissen und gewutzt haben. „Das habe ich damals gleich gejagt!* so ist ihr Ausspruch Schade nur, datz sie vorher nie etwa» zu sagen misten: sie könnten al» Propheten Im Staat»- und Wirtschaftsleben große Dienste leisten. H. B. taten für Dienstag, 22. Mai. Sonnenaufgang 4 Uhr, Sonnenuntergang 19.54 Uhr. — Mondaufgang 6.10 Uhr, Monduntergang 23.46 Uhr. 1813: Richard Wagner in Leipzig geboren; — 1848: der Maler Fritz von Uhde in Wolkenburg i.Sa. geboren, — 1882: Eröffnung des Et.-Gotthard- Tunnel»: — 1885: der Dichter Dictor f)uflo in Pari» gestorben. Gtadttheater Gießen. AuS dem Stadttheaterbureau wirb unS geschrieben: In der Operette .FrühllngSluft", zu- fammengeftent von Ernst Aallerer nach der Musik von Josef Strauß, Tert von Karl Lindau und Julius Wilhelm, sind alle ersten Kräfte der Frankfurter Bühne beschäftigt, und zwar die Damen Lydia Petry. Inge van Heer. Auschi WieSner und Anny Otten- dörser sowie die Herren Gustav Iahrbeck, Aorbert FelS, Karl Heul. Aichard (Buttmann, Hermann Hanschmann. Leo Bal - d u S. — (ZS sei ausdrücklich darauf ausmerksam gemacht, baß für Mai und Juni keine weiteren Operettengastspiele in Aussicht genommen sinb, so dast sich um so mehr ein Betuch dieser Darstellung empfiehlt. DaS Giestener Stadttheater wird auch im Sommer den Spielplan so festlegen, daß unbedingt da- Aiveau gewahrt bleibt. ES ist selbstverständlich. daß das unterhaltende Spiel im Dordergründ steht und rein literarische Stücke erst an zweiter Stelle zur Aufführung gelangen werden Die Intendanz bittet ausdrücklich daraus hinzuweisen, daß alle Stücke, die im Sommer in Szene gehen, nicht In das kommende Wintcr- abonnement eingereiht sind. Es werden zum ersten Wale im Rahmen bei Sommerabvnne- mentS Gastspiele stattfinden, bei entsprechender Derrechnung. Die erste Schauspielvorstellung ist am 5. Juni, und zwar wird LadiSlauS FodorS Lustspiel .Arm wie eine Kirchenmaus", daS als (üb- westdeutsche Erstausführung erworben wurde, in Szene gehen. Das Stück hatte bei seiner jetzt stattgehabten Uraufführung am Lobetheater in Breslau einen durchschlagenden Erfolg. Angenommen bzw. vorgesehen sind au Berbern .Der 13. Stuhl" von Baoard Bei Her, .Finden Sie, daß Constanze sich richtig verhält?" von Maugham. .Treibjagd" von Bernhard Blume, .Kleine Äomöbic* von Geyer. ..Stiefln ama" ton Frank und Hirschfeld u. a. m. Vomotizen. — TageSkalender für Montag: Werbe-Abend der Paddler-Gilde Gießen 8.15 Uhr im DereinshauS Pulvermühle. —- Akademischer Bonifazius-Derein GieHen 8.15 Uhr im Katholisch« DcoemShauS 1. Dortrag be S. S 1928 Thema Gewissen und Gew."ensei-.lfchn- düng. Xebncr Privatdozent Dr Muncker. Bonn. — LtchttplllhauS, Bahnhofstraße Spione. — Astoria-Llchtspiete: Der Stterbändiger *• Straßensperrungen. Denn Oderhet- fttchen Auwmobil-Elub werben uni folgende S traßensperrunaen mitgeterll Ortsdurchfahrt Lauterbach In Dichtung Xilelb für alle Fahr- »euge biS auf weitere- Umleitung über Aim- loi—Aeu-Maar: km 46,7 bli 45L im Zuge der Straße Gießen—Gladenbach - Biedenkopf bis 24. Mai für alle Fahrzeuge, Umleitung über Ärofborf: km 40 biS 39L im Zuge ber Straße Gießen—Gladenbach- Biedenkopf vvm 25. 5. bii 26 5. für alle Fahrzeuge Umleitung über Erumbach: km 37.1 bi- 36.5 im Zuge der Straße Gleßen-Gladenbach- Biedenkopf für alle Fahrzeuge vorn 28. 5. bi- 6. 6.. Umleitung über Rodheim—HohenfolmS—Riederweidbach; km 31,4 bi- 31.1 im Zuge der Straße Gießen—Gladenbach —Diebenkopf für alle Fahrzeuge Dom 7. 6. bi- 11. 6.. Umleitung über W:libach—Roßbachs-Alebe rweidbach: km 27,8 biS 27 5 im Zuge der Straße Gießen—Gladenbach -Biedenkopf für alle Fahrzeuge vorn 11. 6. bis 15. 6.. Umleitung über WilSbach—Aoßbach—Aiederweidbach. Ufingen—Merzhaulen—Landstrin—Aiedeiach—Esch im Zuge der Straße Dad-Aauheim—Usingen—Esch -Idstein—Aeuhof für alle Fahrzeuge bi» 5 6.. Umleitung über Alederlauken— Gmünden-Sm- mershausen—Aoth a Weil—Schwickershausen— Samberg; Oberslorstadt—Staden im Zuge der Straße Friedberg—Staden für alle Fahrzeuge vom 21. Mai bis auf weitere-. Umleitung über Stammheirn: km 22,7 biS 21,4 im Zuge der Straße Herborn—Hachenburg für alle Fahrzeuge bi- 22. Mai. Umleitung über Willingen: km 26 bi- 25.6 im Zuge der Straße Herborn — Hachenburg für alle Fahrzeuge vom 26. 5. biS 2. 6.. Umleitung über Waldaubach: OrtSstraße in Ehringshausen im Zuge der Straße Wetzlar- Herborn für alle Sabqeuge vom 29. 5. bis 10. 6.. Umleitung über Bechlingen-Oberlemp— Kölschhausen, Leun-Stockhausen im Zuge der Straße Wetzlar—Weilburg für alle Fahrzeuge vom 22. 5. biS 5. 6. Umleitung über Durgsolm» —Braunfels—Wei herstieg; Stockhausen- BiS- kirchen im Zuge der Straße Wetzlar—Weilburg für alle Fahrzeuge vom 4 bi» 12. 6. Umleitung über Weihersticg: Bahnhof Draunfel»—PHUipp- stein im Zuge der Straße Leun—Philippstein für alle Fahrzeuge vorn 29. 5. bi» 12. 6. Umleitung über Weiherstieg: Aiederaula—Hersfeld im Zuge ber Straße Gießen—AlSfeld—HerSselb für alle Fahrzeuge biS 30. Mai, Umleitung über Kirchheim—Aeckerobe—Mci'ebach. •• Straßensperre. Wegen Dornahme von Straßenbauarbeiten ist die Kirchstraße zwischen ber Straße Am Pfarrgarten und ber Aeustadt von Montag. 21. Mai. ab biS auf weitere» für allen Fährverkehr polizeilich gesperrt. •* Dienstjubiläum. Der Ober-Wachtmeister Heinrich Balser feiert heute. 21. Mai, sein 25jährige» Dienstjubiläum am hiesigen Land- gerichtsgrsängniS. •• Sie Firma Hermann- 4 Zroitz- ?l«im hat am DamStag ihr neue» Geschäsis- trfal im Seltersweg. daS ben zweiten DerlausS- betrieb diese» Hause» am hiesigen Platze enthält. dem Verkehr übergeben. In etwa vierwöchiger Umarbeit die nach den Plänen be» Architekten Kühn- Frankfurt a. M. von ber hiesigen 'Baufirma Abermann geleistet würbe, ist au» den früheren, wenig vorteilhaften Ladenlokalitäten ein Geschäftsraum gemacht worden, ber sich in seiner ganzen Aufmachung mit zu den sehenswertesten neuzeitlichen Ladengeschäften unserer Stadt rechnen kann. In dem hohen und freundlich gestalteten Raum stehen bequeme Verkauf»tische, hinter denen sich die Warcn- schränk« in gleichem Holz- und Farbton auf- bauen. Zahlreiche Beleuchtungskörper sorgen dafür, daß die Käuferschaft auch in den Abendstunden bei der Auswahl ber begehrten Waren einen auSgiebig erhellten Aaum vorsinden. In Verbindung mit dem wohlgelungenen Innenumbau wurde auch eine Aeugestaltung der Schaufenster durch die Herrichtung zweier großer Auslagen vorgenommen. Eine de-ent wirkende Marmorbekleidung gibt den Läden und dem Ge- fchäftSeingang einen sympathischen Aahmen. 3n der Gesamtheit bewertet muh man sagen, bah biefe» neue Geschäft ben Kranz ber vortrefflichen Gäben am Selter»weg in guter Weise bereichert. Erfreulich ist. bah auch bei diesem Umbau hiesiae Handwerksbetriebe und Lieferfirmen zur Durchführung des Plane» der Geschäftsinhaber mit herangezogen wurden. •• Englische» Seminar ber LandeS- Universität. Am vergangenen Freitag bc- hanbelte ber soziale Jnirforgcbeamle R. I Fleming au» Birmingham im neuen Hörsaal des Kunstw f en chastlichrn Institut» vor einer stattlichen Zuhörerschaft in englischer Sprache einige Probleme des Leben» in den eng ischen Armenvierteln. Ausgehend von ber Geschichte der -Slums“ — da» Wort ist wahrscheinlich g eichen Ursprung» wie bas beutsche Wort .Schlamm" — zeigte der Vortragende, wie die Ausbreitung der Armenviertel mit der Industrialisierung England» im 19. Jahrhundert gleichen Schritt hielt. Er gab bann lehrreiche Einblicke In die verschiedenen Klassen die'er überfüllten Wohnviertel, wobei er einen Typu» von großen Mietskasernen und mehrere Anordnungen von Einfamilien- bäufrtn primitivster Bauart unterschied. Mw teilst in langen, einförmigen Zellen teil» um fonnew- und luftleere Höse errichtet werden. Ta» freudlose entbehrung-reiche Dasein der Inwohner dieser Diertel wurde in ein paar bezeichnende» Beispielen erläutert, und auch der hekeoe» Se:ten ihre» Leden» wurde nicht vergessen, »ine eigentliche Besserung der Lage erhofft der Redner weniger von der staatlichen Fürsorge, al» von der privaten Betätigung die durch da» Beispiel wirkt und ein neue» Höhere» Streben in den Herzen dieser Innen weckt. ** Konzertabend in ber Aerven» k 1 inik Man berichtet uni* Da- Wickertsche Doppelquartett in Derbinduna mit dem Mandolinen- und Guitarrenverein .Rcapvlita" gab em 16 Mai abend» einen Konzcrtabend In der □ler- venklinik. Der Abend wurde durch .Die Rocht* und da» .Abendständchen" (beide von Schubert) eingeleitet, beide rorgetragen durch da» Wickert» sche Doppel auartett. E» folgte dann eine Einlage be» Mandolinen- und GuitarrenvereinS .Aeatzo- Ula“. und zwar .Hoch Aeopolila" von Hanst Sonntag, unb später als weitere Einlagen zu den SesangSportrügen .Menuett" von Mozart, .Intermezzo Africano" von Lopetti. ..Junge Äameraben" von Schweitzer. .Ouvertüre" von Liprandi und zum Schluß der Deranstaltuna Festmarsch von H. Sonntag. Don den durch da» Wickertsche Dvppelauarlett vorgetragenen Stücken feien ganz besonder» erwähnt: .Wasser und Dein" von Hagler, .Heiler, mein liebest Kind" von Zöllner, .Da» beherzte Schätzer!" von Sonnet und .Mädel guck raust" von Ischinger. Mit der .Guten Dacht" von Laucht wurde da» GesangS-Programm eindrucksvoll ad» geschlossen. Der starke Beifall ber Pattenten oewie». bah beiden Dereinen der Dortrag wohl- Sclungen war. Man war über die gute Schulung es Lhore» überrascht. Selbst die schwierigsten Lagen wurden tonrein zu Gehör gebracht Der Mandolinen- und Duitarrenverein .Deapolita" zeichnete sich durch temperamentvolles und harmonische» Zusammenspiel au» Da» Wickertsche Dvppelquartett wurde von Herrn Anton WI k» kert persönlich dirigiert Der Derein .Olea- polita" stand unter Leitung von Herrn Fritz Drockmüller. seinem ersten Dvrsitzenden. ee Auftrieb zum heutigen Frankfurter Schlachioiehmarkt: 457 Ochsen, 52 Bullen, 6 6 Kühe, 356 ffärfen, 1406 Käkder, AR Schafe und 7536 Schweine. Rundfunkprogramm. Dienetag, 22. Mal. 12.30 bi« 13.30: Don Kassel: MittagSständchen. .Sin Grund zum Trinken". 16.30 bi# 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Sharakferstücke. 17.45 bi» 18.05: Die Lesestund-. 18.30 bi» 13.45: Don Kassel: Die Stunde .Hau» unb ®arten“: »Steingärten unb Fellenanlagen". Dortrag von ©artcninqcnieur Karl Hinze. 18.45 bi» 19.15: Don Kassel: .Alt-Kas eler Pfingsten". Bortrag von Paul Heidelbach. 19.15 bi« 19.45: Funkhochschule. 19.45 biS 20.15: .Probleme der Ou- aenbsursorge". veranstaltet im Benehmen mit bem LandeSiugendamt in Dallau .^Irsach.m der 3u- gendgesährbung unb Iugenbkriminalität". Vortrag von LandeSerziehungsrat Dr. Stofsle^. 20.15: Dom Schloß In Bruchsal Historische» Konzert. Anschiießend: Spätkonzert: Alte Gesangstmuslk. Mittwoch, 23. Mai 13.30 biS 14.30: Schallplatten Konzert BunteS Programm. 15.30 bi« 16: Die Stunde d:r 3ugenb. 16.30 bi» 17.45: Konzert de» Rundfunkorchester». 17.45 bi» 18.05: Die Bücherstunde. 18 30 bl» 18.45: Don Kassel. Stunde der Frau. Dortrag von Mathilde Meißel. 18.45 bi« 19.15: .Schreiben, Schrift, Papier , Dortrag von A. Wienecke. 9.15 biS 19.30: Senckenberg-Dierlelstunbe. .Da« Dogelleben auf den kleinen Sundainseln". Dor- trag von Dr. A. Merten». 19.30 bi« 20.15. Fran- zöfischer 6prad)unterrid)t. 20.15 bi« 21.15: Au» einem Privathaus in (LschrrZbrim Kammermusik- Konzert. 21.15 bi« 22.15: Don Kassel: Bunt« Abend der »Künstlerspiele Poltet'. Donnerstag, 24. Mal. 13.30 bi» 14.30: Don Kassel: Mittagskonzert. .Impressionen". 15.30 bi» 16: Die Stunde der Jugend. 16.30 bi» 17.45: Konzert de» Rundfunkorchester»: Alte Operetten. 17.45 bi« 18.05; Die Lesestunde. 18.30 bi» 19: Don Kassel: .Rett- giöse Kunst au» Hessen unb Rossau". Dortrag von Dr. H. Deckert-Marburg. 19 bi« 19.30: Stunde katholisch« Weltanschauung. 20 bi«21.30: Don Baden-Baden: Sinfonie-Konzert (Zur W«- bung für da» zu gründende Sinsoniehau» Baden- Baden). 21.30: Don Kassel. Paus«. Gin Hörspiel von Pei« Flamm. Freilag. 25.2IlaL 13 bi« 14: Schallplatten-Konzert. Bunte« Programm. 15.30 bi» 16: Die Stunde der 3ugenb. 16.30 bi« 17.45: HauSfrauennachmittag. veranstaltet vom Franksurt« Hau»srauenv«ein dLÖ5. 17.45 bi« 18.05: Aus den .Briefen ber Frau Rat Goethe". 18.30 bi» 19: Stunde be» Sübweftdeut- kchen Aabiollub». 19 bi« 19.15 Diertelstunde der Deutschen ReichSpost: .Postalische Winke für die Reisezeit", Dortrag von Ob«postinspektor Hembu». 19.15 bi« 19.35; Zwanzig Minuten Fortschritt in Wissen'chaft und Technik. 19 35 bi» 19.45: Film-Wochenschau. 20 bis 20.50: Konzert de» Rundfunkorchester«. 20.50: Don Basel; Konz«t. Anschließend: Don Kassel: Spätkonzert de« Wiener Dirtuoserr- und Jazzbands ins onte- Orchesters. Birkenwasser macht Sie zum begeisterten Anhänger dieses idealen Haarpflegemittels. Preis: RM. 2.20und 3.75, Mer6.- %Liter 10,50. K°PUU“„' Koptschuppe" Beschluß. Das Kontur»oerfobren über das 73er- mögen der Firma Friedrich Am end Uni- versitätsnuible in Grotzen-Linden unb deren Inhabers Karl Amend in Großen- Linden wird nach Abhaltung des Schlußtermins aufgehoben. 51388 Gießen, den 18. April 1928. Lefsisches Amtsgericht. Zuckerkranke Wie Sie Ihren Zucker los u. wied.arbeitsf. werden, teile Ich jed-Kran ken unenUreltL mit Fr. Löw.WaUdorf D.2950830) an b. Greß. Anzeiger erbeten. [Stellenangebote) metrnm« Rat, Haush.- Apparat ss Vertreter üm«ä) für Lanbkunbsch. Proo. biS 40.— lägt. laf. I. Mattel, ItrliHL Äelucht fdr 1 Juni »uoetL kinderliebes Zwell- ao6 SIMMM Inlcht unter 20 ft), tn Uügeln, fVUtfen unb Stäben eint 3 bewandert. 5134D 3rau M. Eorvier, «teste m, 9t. Gtetuweg Iß. Pullover Lumberioj Westen Ubach. . . . Üknborf a. d.! lllenbotj o. d.s lUertJi»u|en Ilttn»®uied , Innerob. . . Mtetibeim . frltrrftflin . . krttob mit Li, dettrnhauirn. . Ttuttn . . . Vukkhardshlde Dimbach. . . Täublingen . Wftill . . Wtrftabt mit ? Oer 2 ,°z flau ®if *r m Straße" ' non fo O“1■ J regerer Abstimmung ren LharaN« den »ormitia sämtlich«" M kann oon tim «den für Me i Don S bis 1- duMniN'-ch d«r juftrom ' munLalen toniit btt £'< unt 50 froj. b wischen 4 UN öoÄbftrieb ein ta Dabldereä heteiligu" rV8 Pro,., g- taflimaljl vom bei der heWch 1927. Die Zahl dc fctn befiel sich 12976 Frauen Stimmen b 7.108, Frauen 64 stimmen, u stimmen. Die Stimmen b Banner- unb - .:ob . , ' Hochelheim. jwn..; Unöeiben . Langü. . S-outfi Leitern'. ' . O,;ülll'od)ltn tonborf. ' ’ luimba . . e ■ ! £>J??3tt*tTn Ssy*« ML.-. •. Ztr* fiir I J: >rX • ' n "«N ! gSü k-D" ■ h^^ba.: M- Dtinglhaulen tlmlentcid) . GeiiSbauicn . . ^uictf . ■ Jünb«q . . . Färberei Laden in Giefaen: Marktplatz 8, Telephon 1459 Im 50. Lebensjahre. Würzburg, Gießen, den 21. Mai 1928. 5158D 5157D Bekanntmachung Gießen (Rodheimer Str. 43), Frankfurt-Höchst a. M, den 21. Mai 1928 ' Inserieren bringt Gewinn Ab heute bi» auf weitere»; Gießen, den 21. Mai 1928. 03950 Lieferant des Hessisch. Beamtenbundes 03953 Strickkleider Löwengasse 20 5134c Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 23. Mai, nachmittags 2Vi Uhr, auf dem Alten Friedhof in Gießen statt Steinbach, Annerod, den 21. Mai 1928. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 23. Mai, nachmittags 3 Uhr statt Haghi Sonja Kitty Morrier Polizeichef Jason Nr. 326 Lady Leslane . - Blmsötnra (BiDsöleien 6lD5 moimorjetnrnf Mtioaöieieat i Bgnbitaiimattaü Baufalfalt beite Qualitäten u. btlltflft ab Vaoer; DroniDie Hnfubr frei BerwendunaSstelle. Gebr. Kahl Teleohon 87 4342D Anim tAQIlcb: 3.45 ühr. 6 ühr and 8.30 Dhr. Beachten Sie genau die Anfänglichen! Wegen des zu erwartenden grollen Andrangs zu den AhendVorstellungen, bitten wir höflichst, nach Möglichkeit die Nachmittagsvorstellungen besuchen zu wollen. — Trotz des grollen Anschaffungspreises keine i*reiserhöhung Alle \ ergümtigungen und Freikarten ungültig. — „Kpione" wird bereits morgen DienstagdasTagesge«prlch von Gießen sein Ein Film von Frits Laag nach dem gleichnamigen Roman von Thsa von Karbon. Darsteller: Löwengasse 20 5152« In tiefer Trauer; Helene Krämer geb. Peter und Kinder. Siebener Radlahries. von 1896 „Die Wanderer” Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglied er von dem Ableben unserer Heben Sportskameradin Fräulein Tilly Mattern in Kenntnis zu setzen. Beerdigung findet Mittwoch, den 23.Mal 1928, nachmittags 7,3 Uhr statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. 5I54D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Tode unseres lieben Entschlafenen sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. In tiefer Trauer: Tini Franke geb. Götz Erwin Franke Herta Franke. Rudolf Kleln-Koggc Gerda Jfauru« Lien Dcyers Louis Ralph Crulghall Sherry W illy Frlt-ch ... Hertha von Walther [Stellengesuche Luche f. IfJ.BMsksi (’ßiatfn iv. HauSh.- Schule Darmstadi l I. bei b» stelle olS laestoDhter in befi. o-amihe .ramihen- anichluh. afcheng. erro. ßu erfr in ber ®ef(6h.b@.tt.51S7D Am Sonntagmorgen 6 Uhr verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unsere liebe, brave, unvergeßliche Tochter, unsere liebe, gute Schwester Ottilie Mattern im blühenden Alter von 20 Jahren. Wer sie gekannt, wird unseren Schmerz empfinden. In tiefer Trauer: Familie Mattern, Telegr.-Ass. Gießen (Mittelweg 241, Großen-Buseck, Nleder- Wöllstadt, den 21. Mai 1928. Beerdigung Mittwoch. 23. Mai. nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus. 03948 Volkshochschule. Der Kur».Deutsche Vbrit' b^ranfi be- ginnt nicht Freitag, L sondern Areitag. H. Hunt. (< borftnorn findet numnebr tenelmähtfl (mit flulnabme der 'Vfinflftferteni ?Vrci taaS Statt 51131 > Gießen (Stephanstraße 29), den 21. Mai 1928 49820 Die Beerdigung findet in aller Stille statt Von Kondolenzbesuchen bittet man Abstand zu nehmen 51490 Todes-Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief heute vormittag gegen 4 Uhr nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn. Bruder. Schwager, Onkel, Neffe und Pate Herr Karl Krämer V. Landwirt und Fruchthändler Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat beratene Vor- anschlag der Gemeinde Trais-Lorloff für Rj. 1928 liegt vom Mittwoch, dem 23. bis Dienstag, dem 29 L M. ein- schließt, auf der Bürgermeisterei zur Einsicht und Erhebung von Einwendungen Lichtspielhaus Bahnhofstrabe 34 i Bekanntmachung. 1 Der Voranschlag der GemeindeWahen- born-Steinberg für das Rj. 1928 liegt vom 21. bis 28. Mat l. I. einschließl. , auf dem Bureau der Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. I Es ist die Erhebung einer Umlage be- ' schlossen, zu der auch 0 Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Marie Faß ist am Sonntag im 76. Lebensjahr sanft entschlafen. Erich Faß und Frau Marie Dietz geb. Faß und Enkelkinder. in größter Auswahl empfiehlt ELSE DiTTMAR Spezial-Wollgeschäft Gießen Der Voranschlag der Gemeinde Grün- berg für das Rj. 1928 liegt vom Dienstag, dem 22. Mat 1928, bi« etnschl. DienStag, dem 29. Mai 1928, auf der Bürgermeisterei zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Frist können Einwen- “ *■" ' i Proto- Astoria-Lichtspiele Ab heute bl» elnechlleßlicb Mittwoch: Fred Thomson und sein Wundexhengst «Silberkönlz* In dem Wild* West-Sensations film in U Akten: Der Stierbändiger Ferner: Ja, der Sonnenschein Film - Schauspiel in 6 Akten. In der Hauptrolle: I Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem i schweren Verluste meines geliebten Mannes sage ich I herzlichsten Dank. Frau Friedrich SchneiderWwe. Junger, sauberer tasumt 14 biS 16 Jahre, für Sofort geSucht 6147D Liebigftraire 71. Verkäuferin s. die Abilg. D.-Kon- sekG foro. iünq- tücht. Verkäufer der auch gut dekorieren t, a. 1. Ault gesucht. AuSs.Bewerb. mit Bild erbeten. Ron* Erlanger, Marburg. thl>l) Em kräftiger Bätalehrliiig sofort gesucht (03880 Böderel IW, Weiten Baue 9. Kifiderpllegerin od. Scnwester aushilfsweise für sofort gesucht 5151D tkudwigftrabe 61. Suche für 1. Ium, eotl. sofort, tüchtige» Mädchen da» kochen kann, für Haushalt und Küche bet gutem Vobn. «Mülls Zlllll lllllllllS C. Böller, Giehen, Brandgasse 8. lltlU Unsere geliebte gute Mutter Frau Christiane SpießWwe. geb.Will ist am Samstag früh nach kurzer schwerer Krankheit im 85. Lebensjahre für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Johannette Spieß Minna Spieß Wilhelm Berg und Frau Anna geb. Spieß Louis Scharmann und Frau Marie geb. Spieß Möbel in Qualität gut bürgerlich auf bequeme Teilzahlung! Bei Barzahlung 10% Rabatt! 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Bürgermeisterei Grünberg jök Ibrkel. 5131D o°«^«y«r » ^erba-beife * r°ich ^Es ist die Erhebung einer Umlage be- t>e^an6«u|<» 6«rftarhb«6on6- Iw luna ifl 6etba.«r«m< bt|en6erf |u «Wf«blw ZUtrageN YaveN. 3» babtn in allen tlpetbcL, Drogcrttn tu Skirfüm. I Trais-Ä0kloff, den 21. Mai 1928. Höhen luftkurort) Im wflrll. Schwarzwald. 720 m ü. d. M. zwlgchen Wildbad u. Baden Baden, in schön.ruh. Lage,lnmitt. herrl.Tannen- hocbw.m.prflcht.Fernsicht,Höhensonne. Heilkr.Geblrgskllma, bes. geelgn.f.Mervöse, Herz-, Hier.- s-Aethmaleid. Kura rzt. Lesez. Gute Gasthöfe, zahlr. Prlvatwolm. Prosp. d. d. Knrverwalfsai. Vereine Nr. 1'8 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Tberhessen) Montag, 21. Mai (928 Die Reichsiagswahl am 20. Mai Das Ergebnis aus dem Kreise Gießen Oer Wahltag in Gießen Nach einem Dahlkamps ohne Schwung, der nur drei Höhepunkte — Heilpach, Dingeldey, Adelung — auszuweisen holte, schien es am gestrigen Wahlfonn- tag zunächst, als ob auch die Wahlbeteiligung fo flau wie der gan,ze Wohlkomps werden wurde. 3n den Straßen der Stadt war von einer Dahlogita- tion so gut wie nichts zu bemerken, lediglich ein etwa» regerer Passantenoerkehr in der Nähe der Adstirnmungslokate ließ hier und da den besonderen Charakter de» Tages etwas heroortreten. 3n den Vormittagsstunden war dos Wahlgeschäft in sämtlichen «bstimmungslokolen sehr flau, jo man kann von einem eigentlichen Wahlgeschäft erst sprechen für die Zeit von j3 Uhr bis 5 Uhr nachmittags, von 8 bl» 12 Uhr belief sich die Wahlbeteiligung durchschnittlich auf 20 bis 25 Proz., dann wurde der Zustrom der Wahlberechtigten zu den Abstirn- mungslokolen etwas reger, immerhin lag der Durch- schnitt der Wahlbeteiligung noch bis gegen 4 Uhr um 50 Proz. herum. Erft in der letzten Wahlstunde «oilchen 4 und 5 Uhr setzte in den Wahllokalen Hochbetrieb ein, der stellenweise sogar ein Gedränge der Wahlberechtigten zur Folge hatte. Die Wahl- b e t e l l i g u n g erreichte schließlich die Höhe von 62,58 Proz., gegen 74,7 Proz. bei der letzten Reichs- tagswahl vom 7. Dezember 1924 und 51,46 Proz. bet der hessischen Landtagswahl vom 13. November 1927. Die Zahl der Stimmberechtigten in Gießen belief sich aus 23 686, davon 10 710 Manner, 12 976 Frauen Die Zahl der abgegebenen Stimmen betrug 14880, davon Männerstimmen 7508, Frauenstimmen 7372. Ungültig waren 64 Stimmen, und zwar 40 Männer-und 24 Frauen- stimmen. Die Zahl der abgegebenen gültigen Stimmen beträgt hiernach 14824, davon 7475 Manner- und 7349 Frauenstimmen. rascherer Folge schlossen sich Nrm die Ergebnisse au» der Stadt Diesten und auS den vberhestilchen Kreisen an. so dost die vor unserem DeschösbS- House versammelte Menge in flotter Folge mit dem Ausfall der Dohlen bekannt gern acht wurde. Der starke Regen, der etwa von 6 11 br abends ab niederging und dann in euoaS geringer er Stärke stuudeilang anhieit, liest allerdings die Masse der Interessenten vo: unlcrcn Schau- senstern nicht ganz so grast werden, wie bei früheren Mahlen mtl gutem Detter in den Stunden der Bekanntgabe des Resultate». Immerhin hielt eine sehr stattliche Zahl vo, Interessierten biS weit über die Mitternacht auS. und die letzten Neugierigen sahen wir erst gegen 3 Ufo- mor- geiiS von unseren Aushängen den Heimweg antreten Die Stimmverteilung im Kreise Gießen. Im Kreise Giesten, einschltestlich der Stadt Gießen, wurde von den wahlberechtigten Man- nern und Frauen wie folgt abgcsttmmt: Sozialdemokratische Partei M96 Manner. 6799 Frauen- Deutschnationole Bolkspartei 1160 Man- ner. 1104 Frauen, Zentrum 407 Männer. V)2 Frauen; Deutsche Lolkspartei 2603 Männer, 2583 Frauen; Kommunistische Partei 908 Männer, 527 grauen; Demokratische Partei 1350 Manner, 1031 Frauen; Linke Kommunisten 148 Manner, 43 Frauen; Wirtschaftspartei 704 Männer. >86 Frauen, Nationalsozialisten 498 Männer. 188 grauen, Völkische 56 Männer, 27 Frauen; Bauern und Landvolk 5183 Männer, 4217 Frauen , volksrecht Partei 432 Männer, 441 Frauen, Evangelische 36»i Man- ner, 421 Frauen; Deutscher Reichsblock der Geschädigten 1 Mann. 4 Frauen; Alte Sozialdemokratische Partei 115 Männer, 55 Frauen. fchen Londespa neioorsitzenden Hba. Dingel- dey ^nd schließlich die SPD Versammlung mit dem Staatspräsidenten Adelung, auch die demokratische Versammlung mit dem hclstlchcn Demo- kratenfuhrer 3bg. Schreiber als Redner kann hierher noch gerechnet werden. Der außerordentlich gute Besuch in oll diesen Versammlungen zeigte, daß die Wahlerschast an Führerpersönlichkeiten starke» Intereste hat. In allen anderen Versammlungen aber, in denen man Manner von anerkannter politischer Bewährung als Redner nicht herousstellte und dafür den Wahl- berechtigten lediglich die L i st e präsentierte, wurde deutlich, daß die Wählerschaft für die Listenwahl s'ch ganz und gar nicht mehr begeistert. 21 uj diesen Erscheinungen möchte man auch vom lokal begrenzten Standpunkt aus nachdrücklich wünschen, daß der neue Reichstag bei der auch in unserem Leit- artifel vom vorigen Samstag erneut dringend ge- forderten Wahlreform endlich dazu übergeht, mit dem System der L i st e n w a h l zu brechen und dafür wieder zu dem altbewährten Modus der direkten Wahl des Abgeordneten durch den Wähler zurückkehrt. Wenn die Reichstags- obgeordneten die Zivilcourage aufbringen, ihre eigne Persönlichkeit und nicht mehr nur die Handlungen der Partei dem Urteil der Wäh- lerschast zu unterwerfen, so kann man sicher sein, daß dann auch das Interesse der Wahlberechtigten an dem, was die Redner ihnen zu sagen haben, weit größer sein wird, al» es heute der Fall ist. Der Wahltag in Giesten nahm erfreulicherweise einen ruhigen Verlauf. Auch bei dem Dekanntwerden her Wahlergebnisse ging in unserer Stadt alles In der altbewährten und mustergültigen Ruhe und Ordnung vor sich. Durch unseren umfangreichen Wahldienlt wa'en wir in der Lage, bereit- gegen >/,? Uhr die ersten Resultate durch Aushang an unserer Geschäftsstelle bekanntgeben zu können. In immer Für die einzelnen Parteien stimmten die Wahlberechtigten in der Stadt (Bit- ßen wie folgt- SPD. 2350 Männer, 2179 Frauen, insaesamt 4529; Deutschnotionale Volks- Partei 729 Männer. 746 Frauen, insgesamt 1475; Zentrum 347 Männer, 444 Frauen, insgesamt 791; Deutsche Lolkspartei 1675 Männer. 1919 Frauen, insgesamt 3594, Kommunistische Partei 396 Männer, 253 Frauen, insgesamt 649, Demokratische Portei 698 Männer. 575 Frauen, insgesamt 1273; Linke Kommunisten 73 Männer, 30 Frauen, insgesamt 103, Wirtschaftspartci 516 Männer, 486 Frauen, insgesamt 1002: Nationalsozialisten 140 Männer. 65 Frauen, insgesamt 205; Volk -nat. Block 31 Männer. 19 Frauen, insgesamt 50; Trist! -nat. Dauern- und Landvolkpartei 64 Männer, 47 Frauen, insgesamt 111; Dolksrechtpartei 240 Männer, 287 Frauen, insgesamt 527; Tvang. Dolksgem. 186 Männer. 271 Frauen, insgesamt 457; Reichsblock der Geschädigten 1 Frau; Altsozialisten 31 Männer, 26 Frauen, insgesamt 57. In diesem Zusammenhänge erscheint es uns wichtig, eine Feststellung aus dem Wahlkampf hier zu registrieren. Don den Rednern oller Parteien wurde in den Versammlungen bitter über WahImüdig- k e i t der Bevölkerung geklagt. Obwohl eine Wahlbeteiligung von 62,58 Prozent natürlich keineswegs als befriedigend anzusprechen ist. steht diese Hohe doch in beträchtlichem Gegensatz zu der angeblichen Wahlmüdigkeit des Volkes. Wir möchten die Zurückhaltung des Publikums gegenüber den Rednern auf eine ganz andere Ursache zurückführen. Es hat sich nämlich überzeugend erwiesen, daß d i e Par- tcicn, die mit wirklichen Persönlichkeiten vor die Wählerschaft treten konnten, gut besuchte Versammlungen hotten: da war zunächst die Demo- kratische Versammlung mit dem früheren badischen Staatspräsidenten H e 11 p a ch . dann folgte die deutsch-volksparteiliche Kundgebung mit dem hcsfi- Reichspartei National- V Christlich- ~;3 D Ie_- - r. «’S V r- sozialdemokratische Partei deutsch- nationale Volk-Partei Zentrum Deutsche BolkSpartei Kommunist. Partei Deutsche Demokratisch Partei a- a 'S Z i 5 des deutschen Mittelstände- 1 Wirtschaft-' sozialistische Deutsche Arbeiterpart. .-Notionc Block Rationale Bauern- und Landvolk- srechtspc hopartci ix. u.Huf lolkSgcm, ft (Evans eiTeuttd Deutscher Rciditblod d Geschädiatei 5avalbei ei Deutst « Partei) (Sitter) o Partei NUN 20.5.28 «ar o-e a 7.12.24(20.5.28 7.12.64(20.5.28 7.12.24 20.6.28 7.12.24(20.5.28 7.12.24(20.5.28 7.12.24(20.5.28 l 20.5.28 7.12 24(20 5.28 7 12.24 (20.5.28 5? 20.5.28 7.12 24 1’0.5.28 20.5.28 20.5 28 20.5.28 Albach.............. 90 62 4 3 6 1 98 Ullendorf a. d. Lahn........ 186 178 44 21 1 1 29 11 18 13 8 1 4> — — — — —— Ullendorf a. d. Lda. . ....... UltertShauscn.......... 166 61 137 82 55 8 14 1 53 1 57 ] 7 1 20 46 4 42 2 2 6 2 3 1 112 243 8 10 5 6 1 Utten-Bujeck........... Annerod............. 326 121 304 121 55 12 11 3 1 1 18 8 12 9 24 7 19 1 11 13 13 2 1 8 3 — 2 — 171 1 5 1 — Bellersheim........... 78 56 15 4 _ 11 10 6 14 12 1 — 1 — 105 2 1 — 1 Beltershain........... BcrSrod mit Winnerod....... 23 82 33 89 4 14 1 11 1 1 3 10 9 3 3 1 2 5 1 2 1 i — — 2 1 205 79 2 1 1 — Bettenhausen........... 16 13 42 2 5 1 2 3 2 2 — — 101 — — — 2 Beuern............. Birklar............. 177 110 168 82 24 16 8 2 1 8 14 8 11 4 14 3 3 2 38 18 20 13 1 1 2 9 9 1 15 — — 149 151 4 2 4 4 — 4 Burkhardsfelden......... 124 128 39 1 6 1 1 2 4 1 — — 85 — 5 —— 1 «Himbach............. 20 24 7 3 — _ 15 3 1 1 — —— — 125 — 4 — 1 - Taubringen........... ' Torf-Gill............ 215 13 167 11 28 54 7 11 1 — 38 7 27 7 47 31 2 41 26 5 6 3 4 4 — 32 20 3 7 1 — 1 1 Ifbcrftobl mit ArnSburg...... 48 19 42 9 — — 7 6 _ 4 1 2 3 1 205 4 — — — IfttingMiaulen.......... 25 4 26 7 1 1 11 3 4 6 1 3 5 3 1 12 1 16 1 —— 197 9 3 — — «Barbentcid)........... 307 207 13 4 1 _ 7 6 12 12 35 21 2 2 — 167 1 — — — , 10 — 244 5 1 — 1 Leihgestern............ 350 255 153 26 3 4 27 10 21 15 24 18 6 1 109 2 1 —— 2 Üid) mit Hof Albach, Eolnhausen und — 178 4 6 — 4 Müblsachlen.......... I Bmbniftrutt)........... 391 411 91 171 4 54 13 20 3 177 3 6 4 10 5 145 2 104 2 1 9 40 1 10 20 1 — 149 20 36 1 4 !Lollar. .......... 568 617 80 18 7 16 141 136 20 44 113 70 2 13 31 g 59 — — — Iltenborf............. 130 103 32 11 1 — 52 41 5 11 71 45 7 d — 78 2 9 — 4 | lnmda............. Mainzlar............ 49 113 60 112 5 13 1 4 1 _ 5 14 4 15 4 4 1 5 22 7 — 3 1 4 6 2 1 — 80 91 2 2 1 1 — 4 2 IQünjler ............. 25 9 12 3 — — 3 2 2 5 1 2 1 — 112 3 — — —— Muldicnltcim mit Hof-Güll..... 85 42 31 15 1 — 13 5 2 8 9 3 1 3 — 44 1 1 — — lieber-Meningen......... 45 49 15 11 —— — 3 3 1 6 6 1 1 1 1 1 — 178 — 1 — 2 s'onnenrott,........... 19 27 1 1 — _ 4 9 9 2 1 1 — 61 1 1 1 1 Obbornhofen........... 155 133 16 5 — —— 6 7 1 2 7 6 ] o 2 — — 7 d 2 1 — 7 Dder-Bössingen.......... 28 13 12 3 —— — 8 9 1 2 4 3 — —• 102 — 1 — 1 Over-Hörgern.......... 10 4 83 4 — — — 6 _ 1 — — 98 —■■ — — — Odenhauicn mit Appenborn .... 28 40 13 4 — — 16 9 1 _ _ 3 1 3 1 —• 163 7 2 — — Dopenrod ............ 22 20 11 5 —— — 2 _ 1 6 1 — 43 — 1 — — Itüetfbcm............ Habcrtebaiiten mit Ringel-Hausen . . Nkinharb-bain.......... i>i-kirchen........ . - 70 7 7 26 5 3 21 3 5 5 2 1 2 3 3 6 3 8 3 3 3 1 7 1 1 2 1 — 1 2 1 10 1 3 1 — 79 145 35 6 1 1 —1 173 108 29 6 — — 40 21 7 11 21 21 1 1 — 2 — — 100 1 1 — 2 ll!,dheirn mit Hof Graß . . . - 22 22 19 1 — — 2 2 1 1 2 1 21 — — 118 3 — — iKrbgcn .......... 211 181 11 4 — 1 17 13 14 8 13 6 2 — — 89 — — — — is rlhge-............. 39 32 o 1 — — 2 4 - — 50 10 — — 7 ^f.lddingöhaufen....... 161 161 14 3 — 1 6 6 2 13 22 14 4 2 — — 42 — — — 1 If rtter-hauken mit Kirchberg . . 73 98 6 3 _ — 11 4 7 6 6 8 2 1 1 — — 98 — 4 — 1 «realen mit Sollnbach, BcitSberg u. Virberg sklanacnrod.......... 87 58 51 51 10 20 4 10 _ 12 1 4 9 3 2 — j 2 8 1 29 1 — 76 58 — 1 —— 1 I Ftaufenberg mrt Friedclhausen . . . ktcinbach............ Meinheim............ 246 259 33 13 — 4 37 22 1 10 18 16 — — 85 3 — — — 177 65 153 55 37 4 3 — _ 24 1 15 1 3 2 1 11 9 1 5 1 4 9 1 31 13 — — 62 220 3 3 — 2 Eiodgautcn........... 7 8 —- — — — 2 5 _ 2 1 1 — ——- 74 — 1 — — lwr-.Horloff........... 134 111 4 5 — 3 12 10 —— 13 27 13 2 J 2 2 4 — — 46 5 — — — IctiS a. d. Lda........... 244 247 52 16 — —— 19 18 2 4 52 31 2 7 1 1 31 1 — —— 1 !cohe.............. 59 62 14 1 4 2 4 2 17 37 4 2 1 167 5 1 1 2 84 85 6 2 — 4 2 2 1 3 g — — 10 1 —— — — ifiLingcn............ 203 155 12 1 _ 1 21 12 3 7 12 2 1 z 2 — — 118 1 — — 1 r'ctzenborn mit Steinberg..... 657 562 203 37 1 1 22 29 19 24 29 22 4 1 1 10 — — 189 9 2 — — Scidartehain........... 45 9 9 4 — — 8 9 2 1 1 3 — 143 5 8 —- 6 keitcrSham........... 13 7 4 3 —— — 12 2 1 1 8 3 z — — — 86 — 2 — — piefed............. 1102 1086 64 19 4 4 57 63 243 261 85 51 6 8 25 4 9 — 189 120 16 7 — 6 Znsgefamt 116930 15295 | 6458 2264 | 940 | 909 6274 | 5186 | 1488 | 1435 | 3854 | 2381 | 191 | 216 1290 | 718 686 81 1 ______ 1 9400 873 781 5 170 tiaus 1 erei: spiele SS*** t>r m gleicbnimli60 lirboL ( <■'«'• 5I58D Vereine | DrrKutt.reulilbt üfjrir iilxanti bt« ginnt nicht iheita» L sondern Freitag, 8. ouni. Gbodinflca nnbtt mniWrtfldmätiifl mli fliiBnabrnr ter jfingsiserien' ilrci a»S hau. Blroöitira ffilosöieim A luw (H totlimöifufoi Lyndilaismarlkiii WM itite Cualuattn u. HUlftit ob datier; oronivtr Hnlntit lid Berwendungtltelle. Gebt. Kahl relevhonV 43i2D < Das Ergebnis in -er Provinz Oberheffen Oer Vergleich von 1924 und 4927 kreis Alsfeld. von der Sütterlinschrift unterscheiden, die seith« au- mau Kreis Friedberg. > SamStag- Dickor 4. hiesigen die 2 r« Der Rück- • Friedberg, 20. Mai Heber beitsmarktlage ist zu berichten: gang der Hnterstühungsempfänger hat weiter langsam Fortschritte gemacht. Es sind In der ersten Maihälfte etwa 150 Unterstützungsemp änger vermittelt worden, außerdem 35 'Personen, deren Unterstühungszeit abgclaufen war und die in die Krisenfürsorge nicht überführt werden konnten, au-geschieden. Am 15. Mai wurden unterstützt 11Z0 Personen, und zwar 914 au- dem Streit Friedberg und 256 aus dem KretS Büdingen in der Arbeitslosenversicherung. Zu ihnen treten noch 73 Krisenunterstühungsempsänger die sämtlich im Kreis Friedberg wohnen. 3n den letzten Tagen ist ein Stillstand in der Vermittlung eingetreten, so daß unter Berücksichtigung der neu eingegangenen Unterstützungsanträge mit einer ganz leichten Erhöhung der Zahl der Unterstützten zu rechnen ist. 3n den Schuhfabriken des Bezirks sind wegen AujtragsmangelS Entlassungen vorgenommen worden. Außerdem hat eine kleinere Papiersabrik schließen müssen. Gewisse Anzeichen deuten darauf hin. daß die Aufnahmefähigkeit der Industrie und de- Handwerks ihr Ende gesunden hat und daß für die nächsten Wochen in der Hauptsache nur die Dermittlrw- in die Landwirtschaft in Betracht kommen totro. Es ist infolgedessen damit zu rechnen, dah eine gewisse Stabilisierung in der Zahl der Erwerbslosen eingetreten ist. ' lieb ridyt im . üixr bie ® ti Hiet |tiWl bk geri^'1 M S-c Sftim-JJ «-mer Ci a vor 6 5*5 #6-» * s-j ghrrlil^ ßandes. 1 und den den Lrga V<»- " bat und kni 6#** 3*« Mden * lüder uje VW)* pflt Kidei Dazu dezurg. t »ansel'lA Nr pol*»' rcti ei". ur.b vurdi nui m for irinfte Sc 5nbe. sth Oberheffen. Lan- Gics;cn. ck. Heuchelheim. 20. Mai. Am abend hielt Kreisseuerweh.Inspektor il!» -k Copyright I 12 gorilfBt „Sun. ni trifft btn Ul Nrfrorrn w Notizbuch ar ■idi auf Lord Do Ium feinei Ürtfit seine irhtt aus 3ai lein Hasen, titu dieses! uimen.' IW bl ,T*is gibt t:t beugte kennen $ Btalrttt? teil 8t hielt \r Sr sah, n ..Ltalelti? ron Lord S ift Sefforöfd Wer Itin erinnere ich mol» btfdMfi »' wurde di •ni dann l Mensch, der t -Sie charal ®ertennenb Eiende SJoi »Mbtr oit *« e°d,.' Ad will f, W iprach biitl 2? ,frrifier DR. 3206 (1606), Z. 4769 (3984), Ä 2125 (2316), DDP 3463 ( 2283), NS. 590 (—), D. 3204 (2644), Cb. 8773 (7444), WP 863 (—), USP. 72 (—), DNP. — (1089). kreis Caulrrbad). Stb. 18 908 (19 390). StA. 18 165 (—), ung 153 (53), gült. 13 012 (8869), SPD. 3232 (1871), DN. 1521 (599), Z. 549 (392), Ä. 193 (148), DDP. 1406 (1497), NS. 358 (—), T 697 (4.54), Cb. 4789 (3687), WP. 225, (—), USP. 13 (—), DNP — (221). kreis Schalten. Stb. 17 807 (17 941), SU. 12 082 (—), ung. 124 (39), flült 11958 (7836), LPD. 2620 (1325), VN. 779 (313), Z. 53 (31), Ä. 86 (168), DDP. 774 (361), NS. 311 (—), D. 635 (498), Ob. 6613 (4873), DP. 53 (), USP. 11 (—), DNP. — (267). auch sieht man Landwirte, die auf geschützten Wiesen dos erste Grünfutter holen. — Die Landwirte, die im vorigen Herbste recht viel Ä a r - tofseln eingelellerl hatten, um sie im Frühjahr zu einem höheren Preise zu verkausen, sind diesmal nicht auf ihre Rechnung gekommen', denn der Preis bewegt sich immer noch um 4 Mk. für den Zentner. Die Mühe des Einschüttens, Auslesens, Entfernen der faulen Knollen usw. hat sich also nicht bezahlt gemacht. Dagegen war die Nachfrage nach Saatfar- t Df fehl („Industrie"), die in etlichen Gemeinden von einigen Landwirten gezüchtet werden, recht rege. < Holzheim, 20. Mai. Der kühlen Witterung wegen mutzte das hier alljährlich am Himmelfahrt». tage übliche W a l d f e st in der Kirche gefeiert wer» den. Anher dem Ort geistlichen, Pfarrer Weber, sprach Missionar C ü ck aus Haiaer. Die Feier wurde durch Darbietungen des hiesigen Posaunenchors und des gemischten Thors verschönert. is. Steinbach, 20. Mai. Ein seltener B o r f a l I, d?r fein Scherz, sondern verbürgte Wahrheit ist, ereignete sich am Freitag in unserem Orte. Ein Rind eines hiesigen Landwirtes hatte sich im Stall los gerissen. 2ll- der Eigentümer es anbinden wollte, rannte es hinaus in den Hof. sodann bei der weiteren Verfolgung eine vom Hof ausgehende Treppe von 14 Stufen 3 Meter hoch hinauf auf den Heuboden, jedenfalls um den Heuvorrat sest.zu- ftellen. Soweit war die Sache gut. daS schwierigste war aber, das etwa 6 bi- 7 Rentner schwere Tier wieder herunterzubringen. Mit Hilfe der ganzen Rachbarschaft wurde es auf dem Heuboden gefesselt und mit Stricken auf einer hergestellten Rutschbahn herunter- gelassen, wo es glücklich ohne Schaden auf dem Erdboden wieder landete. Hungen, 20. Mal. Dieser Tage fand im „Solmser Hof" eine Berfarnmlung deS BezirkSlehrervereln- Hungen statt. Lehrer Jockel (Hungen) setzte seinen Bortrag Oie Generalversammlung des Gleiberg-Vereins fand am Sams lag» «hm Mag bei guter Beteiligung der Mitglieder im Kaisersaal der altehrwürdigen Ruine Gleiberg statt. Sicher hatte bie überaus wichtige Tagesordnung mit dem wichtigsten Punkt 50jahriges Gleiberg- Jubiläum 192 9. manchen angelockt. Der Vorsitzende. Provinzialdirektor Graes- Gietzen, eröffnete die Berhandlungen mit kurzen BegrühungsWorten, sein besonderer Grutz galt dem Vertreter ©leben«, Bürgermeister Dr. F r e Y. Landrat Geheimrat Sator tu« au« Wetzlar sandte au« Wiesbaden die besten Wünsche zur Tagung. Dem Andenken der verstorbenen Mitglieder: Regierungsrat Büch le r. Bankdirektor König, Kaufmann Appel. Kreisbaumwari Hebere r, Bauunternehmer Abermann und Borstandsmitglied De i b e l - Lollar widmete der Borsitzende einen herzlichen Rachruf. Aus dem Geschäftsbericht sei folgendes erwähnt: Die Mitgliederzahl ist von 494 in 1926/27 wiederum gestiegen und beträgt jetzt 535. DaS ist eine sehr günstige Entwicklung, wenn man be- denkt. dah der Gleibergverein 1920/21 nut 114 Mitglieder zu verzeichnen hatte. Der Instandsetzung der Ruine galt auch im abgelaufenen Jahre die Hauptfrage des Vereins, es wurden Hierfür 2673 Mk. ausgegeben, darunter befindet sich auch die Herstellung eines Ausstellungs- schrankes für die Rektor-Echternacht-Sammlung. Die Unterhaltungsarbeiten galten dem Rasfauer- und QUbcrtudbau und dem Zwinger, außerdem wurden Vertäfelungen und Schuygeländer erneuert. und der Burghof erhielt eine neue Grus- ausschüttung. Das Sommerfest war sehr stark besucht, und es wurde ein Heberschuh erhielt; auch das Wintersest im Eafs Leib verlief günstig. Das neue Geschäftsjahr stellt grohe Anforderungen an den Verein. Deshalb bittet der Vorsitzende die Mitglieder. Freunde und Gönner, die Durchführung der geplanten Arbeiten an der Erhaltung der schönen Ruine mit offener Hand unterstützen zu wollen. gewählt wurden, nachdem die Berfammlung die Satzung dahin abgeändert hatte, dah dem Vorstand mit Rücksicht auf die bevorstehende Werbetätigkeit künftig neuen Mitglieder angehören sollen. A. G e i h e wurde mit dem Amte eines Zeug- wartes betraut. Oberbauinspektor Mohr bat seit 25 Jahren In selbstloser und vorbildlicher Weise die Bauarbeiten an der Ruine geleitet. Die Abrechnung über das glänzend verlaufene Sommerfest 1927 und das schöne Winterfest erstattete Kreiskassendirektor K a u h. Anschliessend teilt der Dorsihende mit. dah auch dieses Jahr ein Sommerfest stattsinden solle, und zwar habe es der Vorstand auf den 17. Juni festgelegt. Er dankt dem Volksdichter Gg. H eh - Leihgestern für seine Mitwirkung gelegentlich des letzten SommerfesteS. Nachstehend lassen wir die Wahlergebnisse in der Provinz Oberhesien bei der Reichstagswahl vom 7. Dezember 1924 und bei der hessischen Landtags mahl vom 13. November 1927 folgen. Die nicht ein- geklammerten Zahlen sind die der Reichstagswahl vom 7. Dezember 1924, die Zahlen in Klammern die der hessischen Landtagswahl vom 13. November 1927. Die Abkürzungen haben folgende Bedeutung Stb.: Zahl der Stimmberechtigten. et.),: Gesamtzahl der abgegebenen Stimm'-''. Ung.: Zahl der ungültigen Stimmen. (Bült.: Zahl der gültigen Stimmen. SPD,: Sozialdemokratische Partei Dn.: Deutschnationale Dolksportei. Z.: Zentrumspartei. K.: Kommunistische Partei. _________ Kreiskassendirektor Kautz erstattet den Rech- nungsbericht, der ebenfalls einen Einblick in die umfangreiche Dereinsarbeit gibt und zugleich die günstige Weiterentwicklung bestätigt. Unter den Ocfamb einnahmen in Höhe von 3534,66 Mark befanden sich 1605 Mark Mitgliederbeiträge und 820 Mark Geld- geschenke. hiervon sind gestiftet je 200 Mark von Kreiskasse Gictzen, Stadtkasse Gießen, Provinz Ober- Hessen und Kreiskommunalkasse Wetzlar. Dom Burg- wirt Niebergall gingen 500 Mark Pacht ein. Die Ausgaben betrugen insgesamt 3522 Mark, so daß ein ileberschuh von 12,62 Mark verbleibt. Das Vermögen des Vereins beträgt 1515,13 Mark, die Oe- samtschuld 1800 Mark. Die Rechnung ist von den Herren Stadtverordneter Haubach und Derwal- tungsinspektor Schäfer geprüft und für richtig befunden worden. Jahresbericht und Jahresrechnung werden einstimmig genehmigt. Der Voranschlag für 1928/29 wird vom ersten Vorsitzenden zur Beratung gestellt. Er sieht In Einnahme vor: 1650 Mk. Mitgliederbelträge. 800 Mk. Geldgeschenke. 1000 Mk. als Zuwendung der Rheinprovinz. 630 Mk. Wirtschaftspacht. 1507 Mark zurückempfangene Kapitalien. Unter den Ausgaben befinden sich 4800 Mk. für Herstellung von Toiletteräumen und 1200 Mk. für Hnte-hal» tung der Gebäude und Ruine. Insgesamt balan- ziert er in Einnahme und Ausgabe mit je 6990 Mark. Die Errichtung einer Toilette wird von der Versammlung für dringend erkannt. Der Vorsitzende teilt mit. dah Herren der Rhein- provinz zur Besichtigung der Burg hier gewesen seien und die 1000 Mk. in Aussicht gestellt hätten, er habe sich auch an den Preußischen Staat und den Rheinischen Verein für Heimat- pslege In Düsseldorf gewandt und erhoffe von dort für spätere Arbeiten Unterstützung. Die Ruine Vetzberg sei bedauerlicherweise im Zerfall begriffen. AuS hessifchen öffentlichen Kassen habe der Gleibergverein seither jährlich 600 Mk.. auS Preusten nur 200 Mk. erhalten. Es wurden bisher alljährlich etwa 2000 Mk. für Erhaltung der Ruine Gleiberg aufgewendet, mit den 1000 Mk. von der Rbeinprovinz soll der Giebel der Ruine instand gesetzt werden. Der Vorsitzende erhofft von gebefreudigen Mitgliedern 1300 Mk. zinslos -u erhalten. Vor Jahren habe der Glelvergverem 11 000Mk. aufgenommen, und durch diesen Unter- nehnrunasgeist konnte btc Ruine in gutem Zu- stand erhalten werden. Mitglied P a s k o e glaubt, bast durch eine rege Werbetätigkeit freiwillige Beiträge zu erwarten seien. Der Voranschlag fand die Zustimmung der Versammlung Die Vorstandsersatzwahl hatte das Ergebnis, datz Cberbauinfpcltor Mohr. Valentin Zrev und Adolf Geiste einstimmig in den Vorstand über die .Besiedlung der Wetterau in vorgeschichtlicher Zeit" fort und kam diesmal besonders ausführlich auf die Steinzeit und Bronzezeit zu sprechen. ;3n der 'Besprechung wurde daraus Hingewielen, dah man in einfacher Meise auch die vorgeschichtliche Zeit In der Volksschule bei entsprechender Kürzung anderer Geschichtskapitel behandeln könne, zumal dieser Stoff starkem kindlichen Interesse begegnet und zahlreiche Anknüpfungspunkte findet, wie die sog. Donnerkeile (Strinhämmer) und sreigeleat« Hünengräber. Weiterhin beschäftigte man sich mit den neuen Schnitz eichen, die Prof. Koch (Offenbach» im Auftrag des Landesbildungsamts enhoorfen hat. und tue sich wieder wesentlich in den Hess. Schulen zugelafsen war. LI Ronnenroth, 20. Mai. Die Kan a l i - fationsarbeiten in einem Teile unseres Dorfes sind gegenwärtig in der Ausführung begriffen und konnten in der letzten Zeit recht beträchtlich gefördert werden. Der (Sterneinberat beschloß in seiner jüngsten Sitzung, eine weiter« Ortsstraße au kanalisieren und damit den Wünschen der Bewohner der tief gelegenen OrtSteile Rechnung zu tragen. Die Unkosten trägt, dia Gemeinde, die durch Abtrieb eines Waldstückes, das der Feldbereinigung zum Opfer fällt, die erforderlichen Geldmittel erhält. — Unsere Gemeindejagd wurde vom Gemeinderat an Brauereibesiher Ihring in Lich zum Preise von 1210 Mark jährlich auf weitere 9 Jahre verpachtet. — Unser Ges angverein .Liede r k r a n z" unternahm am Himmelfahrttage einen Ausflug nach Gießen. bei dem er dem langjährigen DereinSdirigenten und Ehrenmitglied, Lehrer Walter, der 21 Jahre in unserer Gemeinde gewirkt hat und bann nach Diesten verseht wurde, ein Ständchen darbrachte. Der Gemeinderat und der Schulvorstand hatten (ich dieser Ehrung des Herrn Walter angeschlossen. Der Gefeierte dankte für die Auszeichnung In herzlichen Worten. Rach einem gemütlichen Beisammensein im Hotel Hopfeld und der Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten wurde bie Heimkehr über den Schisfenberg und Hausen nach Garbenteich angetteien, von wo den Zug zur Rückfahrt benutzte. :: Pohl - GönS, 20. Mai. Nachdem vom 11.3ult 1927 ab die hiesig« evangelische Gemeinde für ihre gotirsdlen'tlichen Hand.ungsr auf den RathauSfaal angewiesen war. da nach einstimmigem Deschlust des Gern«,-'.derat- und des Kirchenvorlkandes die hiesige alte einer gründlichen Reparatur unerzogen und durch einen 2Inbau vergrößert werden sollte, und nachdem an Ostern. Da nil die Konfirmation m ihr stattsinden könne, eine vorläufige Leihe txr „och nicht völlig wiederhergestellten Kirche durch den OrtSg.istlichen vorgenommen worden war. sand die eigentliche Feier der Wieder« Herstellung und Erweiterung unserer Kirch« am Himmrlsahrttage unter allgemeiner sreudig-r Teilnahme der Gemeind« und einer großen, von auswärts gekommenen Meng« Gäste statt Die gottesdienstliche Feier in der kn- aus den tenten Platz besetzten und bestellte« Kirche — Dielt, bie der Feier beiwohnen woll- tcn. mußten aus dem Kirchplatz bleiben, da eint solche Menge das Doit.'shaus nicht fassen konnte — begann um 1.30 Uhr. Die Wei Here« hielt der Superintendent von Oberhessen. Ober* kirchenrat Wagner, der u. a. auch der Freud« der Kirchenbehvi.de 'Ausdruck gab über das. ®al hier von der politischen Gemeind« für N« Kirchen gemeinde geleistet worden war. Rach Deihegebet und Weihe hielt der Ortspfarrer R a u m a n n unter Zugrundelegung von 1. Kor. 3.11 die Festpredigt, woraus Dekan Buhmann die Grüße des Dekanates Gießen überdrachM und dabei bemerkte daß es selten m unserer Zeit vor komme, dah — wie hier — eine meinde ihre Kirche erweitern mülle, da f* n** die Zahl der sonntäglichen Kirchenbelucher »u klein geworden war. Die einzelnen Ansprach« gang» den Geschäftsbericht für das Jahr 1927, aus welchem zu ersetzen war, daß der Umsatz gegen das Vorjahr bedeutend gestiegen ist. Die Jahresrechnung und Bilanz wurde von dem Rechner zur Kenntnis gebracht, Einsprüche wurden nicht erhoben und dem Vorstand Entlastung erteilt. In Anbetracht der gun- stigen Kassenoerhältnisse wurde von dem Vorstand die Anschafsung einer Düngerstreumajchine zum ge- meinschaftlichen Gebrauch der Mitglieder, anaeregt. Die hierüber erfolgte Abstimmung der Dersamm- (ung ergab die Annahme des Vorschlags. Die satzungsmäßig ausscheidenden Mitglieder des Vorstands und Äufsichtsrats, Johs. Germer II. und Wilh. Theis wurden einstimmig wiedergewählt. Zur Teilnahme an der demnächst in Darmstadt stattfindenden Hauptversammlung der Candw. Zentral- genossenschaft in Darmstadt, wurden die Kosten für einen Vertreter der Ortsgruppe bewilligt. r. Aus dem südlichen KreisrGießen, 20. Mai. Durch die kalten Tage der letzten Wochen ist das Wachstum der Pflaiuen sehr gehindert worden. Trotzdem bat die Kälte noch nicht viel geschadet. Die Winter- und auch die Sommerfrucht stehen sehr gut. Rur nimmt immer mehr das unleidliche Unkraut, der Hederich, überhand. Manche Aecker leuchten schon gelb von seinen Blüten. Bei warmer Witterung würde das Getreide leichter Herr über diesen Schädling werden. Run sind einige Gemeinden dazu über gegangen, große s ahrbare Spritzen anzuschassen, die den einzelnen Landwirten zur Verfügung stehen. Man hofft auf diefe Weise, dem Hederich eher beikommen zu können. — DaS Kartoffellegen ist beendet. 3n den Gärten ist man durch die Kälte noch stark im Rückstand. Die Buschbohnen und Frühkartoffeln, die zeitig gelegt wovden waren und schon aus der Erde schauten, haben vielerorts stark gelitten. Die Baumblüte ist ohne Schaden durch die kalten Rächte gekommen, da stets be- betoegte Lust und vorher kein Regen gefallen war. Der Regen der letzten Tage war sehr nötig, nur muß jetzt bald die Wärme folgen. Der Klee wird stellenweise schon geschnitten. Das Gleiberg-Jubiläum 1 9 2 9 hat bereits den Vorstand beschäftigt, die Vorarbeiten sind im Gang, im Laufe dieses Monats sollen die Ausschüsse bestimmt werden. Die Herausgabe einer G l e i b e r g - F e st s ch r i s t ist in Aussicht genommen, sie soll auch Gleiberglleder enthalten. Heber Aufführung eines Festspiels sind Vorbereitungen im Gange. Der Punkt Verschiedenes brachte interessante Mitteilungen und Anregungen. Rektor Echter- n a ch t teilte mit, dah er feine Alterlumssamm- luna dem Gleibergverein vollständig überlassen wolle in der Hoffnung, daß sie bald in einem eigenen Museumszimmer untergebracht werden könne. Auch werde et an der Vervollständigung der Sammlung weiter arbeiten. Unter dem lebhaften Beifall der Versammlung dankt der erste Vorsitzende Graes dem Spender. Der große Sammlungsschrank solle die Aufschrift erhalten: „Stiftung des Rektors Echternachl". — Eine Ehrung hervorragender langjähriger Mitglieder ist seitens deS Vorstandes angeregt worden und findet einstimmige Sympathie der Versammlung. Der Vorsitzende hebt besonders hervor, daß Landrat Geheimrat Dr. S a t o t i u s zu Wetzlar schon über 25 Jahre als Vertreter der preußischen Aufsichtsbehörden an den Tagungen teilnehme und dem Gleiberg und den Bestrebungen des Vereins dureh seine Mitwirkung stets förderlich gewesen sei. Eine Anregung von Weidig, Gießen, auch bei 25jähviger Mitgliedschaft eine Ehrung, vielleicht durch Diplom erfolgen zu lassen, wird dein Vorstand Überwiesen. Bei Besprechung über spätere Umbaupläne deS Alvertusbaues tritt Weidig. Gießen, wann für Einrichtung einer Iugendherlxrge auf dem Gleiberg ein, diefe Frage wolle er dem Vorstand anheim geben. Provlnzialdirektor Graef spricht den Jugendherbergen seine volle Sympathie aus, er und Wohlmuth. Gießen, sind der Ansicht, dah bei dem Umbau des Albertusbaues auch an die Einrichtung von Uebernachtungsraurnen und eines Mufeumszimrners gedacht werden müsse. Wenn dies einmal geschehen sei. würden auch manche Erwachsene auf der herrlichen B >rg tagelang zubringen können, bisher fei das Fehlen der Uebernachtungsmöglichleit stets al- ein Mangel empfunden worden. Türk, (Sieben, regt an, mit der Werbetätigkeit in erster Linie an die Industrie heranzutreten und gibt zu erwägen, ob es nicht ratfam sei, mit dem Oubelfeft 1929 einen Deutschen Wandertag für (Sieben und Gleiberg zu verbinden. Aachdcm der Vorsitzende G r a e f die überaus anregend verlaufene Tagung mit der nochmaligen Aufforderung zu reger Mitarbeit für die Vorbereitungen zum 50. Gleiberg-Jubiläum gefchlofsen hatte, verblieben die Mitglieder noch länger« Zeit im Kaiserfaal gemütlich beifammen. DDP.: Deutsche Dolkspartei. NS.: Nationalsozialistische Freiheitsbewegung D.: Deutsche Demokratische Partei. Cb.: Candbund Hessen und Nheinhesien. WP.: Wirtschaftspartei. USPD.: Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands. VRP: Dolksrechtpartei. kreis Gietzen. Stb. 63 651 (65 967), Stz. 47 291 (—), ung. 578 (264), gült. 46 713 (33 747), SPD. 16 940 (12 941), Dn. 6460 (3257), Z. 940 (716), K. 1488 (1075), DDP. 6276 (4069), NS. 719 (—), D. 3863 (2327), Cb. 9712 (7997), WP. 219 (—), USP 56 (—), VRP. — (1365). Stb. 23 947 (24 378), Stz. 15 667 (—), ung. 220 (41), gült. 15 447 (9960), SPD. 3415 (1798), DN. 1727 (546), Z. 884 (622), ft. 157 (373), DLP 1181 (659), NS. 444 (-), D. 849 (669), Cb. 6586 (4729), WP. 163 (-), USP. 14 (-), (-), VRP. - (64). kreis Bübingen. Stb. 27 177 (27 816), Stz. 18 080 (—), ung. 254 (91), gült. 17 826 (10 868), SPD. 5489 (2950), DN. 1570 (569), Z. 244 (145), K. 766 (577), DDP. 1240 (712), NS. 561 (-), D. 1185 (738), Cb. 6625 (5047), WP. — (—), USP. 24 (—), DRP. — (—) kreis Friedberg. Stb. 56 087 (57 690), Stz. 44 512 (—), ung. 964 (579), gült. 43 584 (34 927), SPD. 16 422 (13 561), Gießen, eine Besichtigung der , Freiwilligen und der sog. Pflichtsenerwehr ab. Rach dem Alarm sammelten sich di« beiden Wehren zur Aufstellung in drr Gießener Straße. Die Hebungen drr freiwilligen Wehr legten Zeugnis davon ab. dah in der Wehr gut gearbeitet wird Ein anschließender Feuer angrrf f. bei dem außer den beiden Spritzen auch die große fahrbare Leiter in Betrieb kam. klapvte tadellos. Die Debr hak gezeigt, daß sie in der Lage ist. ihr demnächst stattfindendes 50jährig«s Jubiläum ehrenvoll au beg hen. X Älcin-Cinben, 20. Mai. In der Wirt- schäft von Fr. Rinn fand dieser Tage die Gene- | raloerlammlung der Landwirtschaft- I lichen Bezugs- und Adsotzgenosfen-I schäft bierfewft statt. Der Direktor erstattete ein- I rr — Kreise Sozialdemokratische I Partei Deutsch- nationale | Bolk-partei wiupiaV Deutsche Dolkspartei kommunistische Partei Deutsche Demokratische Partei Linke Kommunisten Reichspartei des deutschen R; । ■ mvM (Wirtsch.-Part.) Nationalsozial. Deutsche Arbeiterpartei (Hitler) Völkisch- Nationaler Block Ehristlichnation. Vauern- und Landvolkpartei BolkSrechtparl. tReichspartei fü' Bolksr. u, Ausw.) Evangelische Volksgemeinschaft (Evangel. Partei Deutschl.) Deutscher Reichsblock der Geschädigten Alte Sozialdem. 1 Partei Deutschlands 1 Bi.bl'gm ............. Friedberg.............. 15295 2571 223:1 1915 4687 16066 2264 438 474 284 557 1741 909 702 462 48 223 4506 5186 120 1667 654 1233 3793 1435 665 267 313 1009 3048 2381 618 413 613 843 2648 191 92 49 38 97 202 1290 99 92 52 335 1221 686 567 192 61 267 591 83 26 28 20 14 56 — 9400 6282 4839 5391 6051 S120 873 519 183 237 118 608 781 207 324 727 463 700 5 9 2 4 4 10 170 56 50 35 74 213 J Insgesamt 42767 5758 6850 13643 6737 7516 669 3089 2364 227 40083 2538 3202 34 596 10 6 » 110 50 50 15 74 213 * S « 8 Sgl! «Zz UM bad). Um (-), un. m «SB?» Ken. 12082 (267). trf(H*n. bit kitba iffen war. Öai. Die Äanoll. nnem Teile imlerrt m der Qluifiinma « letzten Zeit recht it Der Geminderat Atzung, eine weiter, nb damit den Mn. ^gelegenen Ottitnle Hnloften trtgi ta eb eine- DoldNdet. ium Opfer fällt, dir rhält. - Unsere Hessin ®emeinbetat au in Lich zum Preis, auf weitere 9 Jahre angverein .Lie« am Himmelsahrttazr ien, bei dm er dem enten und Shrenmit« der 21 Jahre in un. und bann nach Dietzen dchen darbrachte. Der »ulvorstond hatten 'ich Walter angefchloKen die Auszeichnunaii incm geinuttichen 3ri- feto und der SMifr Ägleiten wurde Sie jcnbetg und Haut,« ;n, von wv aul mau Mir. cdbcrg. Mai. Ueber die Jt* iu berichten: Der 2ud« kmbfänfier frt cht.EsfindKderNsta cstützungsem-ängervev nt 35 "Personen, br» ufcn war und die tn u Mhrt werden tonnten Mai wirt« Qi« au8 dem rA ** *« » '»MWW 5 'SuS«Ur5 il«6« T.Rit1" uröb^‘jw*5 Nit J* n der M ÖCT 0,01 ? S'kvL in Daß ? hier M fit i rote v » FKK. Cf*®'1 $rt€ d-L altt Sie ^Ytonpfl18 nt r»-L ®«K! *■*2;K*»? genommen _ ®ieM* eiet.?eCrUnfl r©ei /unter r &\ab tieiben. .i< ni4Lfeif* 1.3° der U-^-b über 6* , ttxi l, H UTTTT von Ölfängern frr 9tmetaBe und vor allen vor br«i in «ci|ier6a|ttr. form- VoUenbeier, tie ergreifend-er 2MI« potfi« ragenen Thören bei hiesigen • elancverein* unter Leitung IrinH Dirigenten. LeHeer Lotz non •ttUelbad) Nach dem Gottesdienst begrüßte Oberltld-enlat IC a g n e r noch besonder» die Witglteder de- Gemnnberat». de« Kirchenvor- stand«». tn< Handwerksmeister. den Präsidenten und den Dirigenten be» Gesangvereins sowie den Organisten, um ihnen nochmal» versdnUchen Dank zu 'mti für da» uxa» geleistet worden war — Der unsere Kirche früher gekannt hat und tie jetzt sieht, ist überrascht von dan. was hier geschal't worden ist. Der Srweiter»rg«. bau derscha'ft etwa hundert neue k.tze, so dah der Houth nunmehr für jede Feier lichtet aus- reichen dürft« Die Decke rft um 75 Zentimeter erhöht: ein neuer Dachstuhl und neue« Gestühl wurden desdhasft Di« eiettrische BUeuchtu g wurde neu angelegt und die Orgel von ®runü au» repariert An den Gmpvren wurden die 'ruber übertünchten Bilder der Apostel wieder hervor geholt, einig« neue Bilder hinzugesügt und eine Gedenktafel für die Gefallenen angebracht. Dazu kommt die Anlage einer TBarmtDaHcr- heizuna, die Kirche und Schule versorgt. Die evangelisch« Gemeinde hat Dank der Fürsorge der politischen Gemeinde bzw he» Gernetnde- rat» ein In jeder Beziehung wirklich schönes und würdiges Gotteshaus erhalten. Geben wir auch hier dem Wunsche Ausdruck, der bei der Deiheseicr wiederholt ausgesprochen wurde, daß auch In kommenden Tagen der Kirche nicht der schönste Schmuck, eine andächtig feiernde Gemeinde fehlen möge Kreis Büdingen. • Rieber-Mockftadi. 20. Mai Drm Bericht im Gießener Anzeiger" vom 15. d. W. über die Einweihung des Kriegerdenkmal» tu Rieder-Mockstadt ist folgendes noch- zutrogen Di« Architektur und Bauleitung des Denkmals log in den Händen des» Architekten Jahn- Riddo während der Gntwurf und auch die Plastik von dem Bildhauer Ludwig Gün - «ertch - Gießen. Mitglied der Interessengeme.n- haft Gießener Kunstbildhauer. stammen. Di« Sielnmetzarbeiten wurden von dem Bauunternehmer Lupp und dem Bildhauer Zentgraf ausgesührt Di« gärtnerischen Anlagen wurden von der Gärtnerei Martin Schneider- Schotten bergest«.'!!. I:[ Gelnhaar. 20. Mai. Dieser Tage h elt der hiesige Gesa ngoerein .Konkordia" seinen diesjährigen Liedertag Trotz sehr schlechten Wetter» hatten sich die gelad.nen Vereine vollzählig eingesundm Der Aestzug fiel we- aen de» RegenS au« und die Gesangsvorträge konnten gte-.ch beginnen. Zum Vortrag kamen meistens Rheinlicder und Volke, eder Kreitz Schotten 'Schotten. 22. Mai. Die Kreisstadt Schotte n rüstet sich )u einer großen Psinast - Woche Am Psingstmonteg wird di« in sämtlichen Räumen der Turnhalle eingerichtete gewerbliche und landwirtlchastlich« Ausstellung, di« die ganz« Woche über dauert, eröffnet. An den Psingstfeiertagen finden größere sportliche Wettkämpfe statt. Am 3. Pfingst- feiertag beginnt d«r jährlich wie der kehrende große Pfingftmarkt tPserd:- Bullen- Rindvieh-, Schweine- und KrämcrmarkN. verbunden mit Prä- miierung, Derlolung. Vorführung des Reiter- vere.ns. Volksfest u. dgl Sür Donnerstag. 31. Moi. sind 2ugendwettkämpfe und ein Haussrauennachmittag in der Turnhalle mit vielen Vorführungen. Modetchau, elektrischen und Aadivvor ührungeu vorgesehen. Den Abschluß der Woche bildet da» groß« Motorradrennen ..Rund um Schotten", das — wie alljährlich — eine riesengroß« Zahl von Besuchern anzieht. Sportliche Größen ersten Range- Haben sich zu dem Rennen gemeldet, bat durch diese starte Konkurrenz außerordentlich interessant zu werden verspricht. Starkenburg. WSR Darmstadt, 20 Mai. 3n der Rächt zum Himmellahrttag wurde auf der Strecke Frankfurt —Darmstadt der Postwagen eine» Pcrsonenzuges von unbekannten Tätern erbrochen und eine groß« Anzahl von Postpaketen, sowie ein Sack mit Brie-post ouS dem fahrenden Zug geworfen. Zwischen den Elationen Louisa und Reu-Isenburg wurden der Briespostsack sowie ein« Anzahl Paket« gesunden. Was di« Täter geraubt haben, steht noch nicht f«st. G» ist anzunehmen, daß der Ginbruch in den Postwagen gleich nach der Abfahrt des Zuges i» Frankfurt beaonn«, wurde Preußen. Ärcie Biedenkopf. xx Robheim a. d Bi «bar, 18. Akai. Aus Wallau bei Wiesbaden kommt die Trauerbotschaft, dah Pfarrer Ohly ganz plötzlich durch ben Tob abgerusen und am Samstag unter starker Beteiligung weitester Becblkerunaeschichten Sur letzten Ruhe bestattet worden ist Der Der- horbv-r war m jüngeren Jahren unter Dekan Schmidt als Vikar und spater über ein Jahr- -ehnt als Seelsorger in hiesiger Gemeinde tätig. Leider ließ cs sein Gesundheltszustand nicht M. bem schweren Pfarrdienst der großen Kirchengemeinde Rodheim-Fellingshausen, wozu auch die Orte Vetzberg. Bieber mit Haina gehören auf die Dauer vorzustehen. Herr Ohly wurde daher aus lewen Wunsch un Frühjahr 1925 an bte kleine Psarrei Wallau versetzt Dem beliebten und treuen Hirten wird man auch hier in allen Gemeinden ein ehrende» Andenken bewahren. 6r entstammte der bekannten allen nassauischen Pfarrfamiti« und war geboren zu Wehen t X. am 15 Juli IS67 || Gladenbach. 20. Mai In Endbach tarn das fünfjährige Söhnchen des Landwirt» c d) e b b beim Spielen auf dem elterlichen Hofe einem abgerissenen herunterhangenden Drohte der elektrischen Leitung zu nahe und wurde durch den Start ft rom sofort getötet. Sine Nachborsfrau fand den Jungen erst noch geraumer Zeit auf dem Hofe liegend tot vor. Maingau. WSR Frankfurt a. M^ IS Wo Di« juristische Fakultät d«r Universität Frankfurt hat Oberbürgermeister Dr. Landmann bi« Würde eines Dr. jur. h. c. verliehen. Amtsgericht Gießen. * Gießen. 15. Mai 0» muh darauf hin- gewiescn werden, dah jetzt auch den Fußgänger im Straßenverkehr gewisse Pflichten treten. Rach t>?r vorn Kreisamt Gießen unterm 21. Oktober 1927 erlassenen S t raben- verkehrsordnung sollen di« Fuhganaer bi« erforderliche Rücksicht aus den übrigen Verkehr nehmen, wenn sie den Fahrweg benutzen Der Fußgänger hat insbesondere den Weisungen und Zeichen b.*» Verk«hrso»li»tsten Folge zu leiflet; tut er die» nicht, so macht er sich strafbar Wn 3^Länger stand in lebhaftem Gespräche mit Zwei Bekannten auf dem Fahr da mm. Mc Sel- lersweg und Westanlage Dom Marktplatz kam ein Autv, da» in d.« Westanlag. ctnbtcpm wollt«. Der Verkehr»pvsten gab da» Ginfahrt- »eichen und ries .Straß« frr ". Der Angekl«t« diieb trotzdem auf der Fahrbahn stehen Der An- geklagte und feine Belannten wollen den 3uruf de» Polizeibeamten nicht gehört haben Hierin erblickte 6a# Gericht eine Fahrlässigkeit des Angeklagten. da ihn auf dem Fahrdamm inshiw sondere an dieser belebten St aßeneck«. eine er- höhle Ausmerklamkeitsp'licht tnfft. 3n Berück- sichtigung der besonderen Umstände des Falles lautete das Urteil auf eine Gel dst rase Den einer Mark. Dr. Weinreißis Moltenälher D ® sicherer Schutz gegen Mottentraö verpuffen wirkungslos wenn alte« teurer wird Naumann'« reine weiße Kernseife hai stets denselben Preis. Außer- dem schont sie die Wasche, erspart also vorzeitige, kostspielige Neuanschaffung Achten Sie aber bitte der Nachahmung wegen auf den Garantiestempel „Extrafeine QuahtAt' und auf den Namenszug MM MM Ma MW. Roman von Lbqar Wallace. Copyright by Wilhelm Goldmann. Verlag. Leipzig 12 Fortsetzung. Nachdruck verboten ..Nun. nicht eigentlich gegeben. Liegen gelassen trifft den Nagel eher auf den stopf, sagte Dick unverfroren wie immer, „aber sehen eie sich dieser Notizbuch an. (Es wimmelt von Eintragungen, die lidj auf Lord Srlforbs Reisen beziehen, hier ist da» Votum (einer Ankunft in Buenos Aires und die Ldreffe feines Hotels. Hier ist der Tag seiner Ab- fahrt aus San Francisco, da landete er in Zhanohai. stein Hafen, kein Datum fehlt, Lord Selford selbst hätte dieses Memorandum nicht sorgfältiger fuhren können." Havelock blätterte langsam in dem Büchlein. „Das gibt wirklich zu denken", sagte er. Dick beugte sich vor. „stennen Sie übrigens einen Menschen, namens Elaletti? Sein Haus liegt in Sussex, an der Chaussee nach Brighton " (fr hielt inne. dr sah. wie Havelock stutzte. „Staletti? 2a. den kenne ich (Er hat ein Haus ron Lord Selford gepachtet. Die ganze Gegend dort ist Selfordscher Besitz. Auch Cody muß einer unserer stächter fein. An die Verpachtung des Galgenhofs erinnere ich mich ziemlich genau Denn gerade da mals beschäftigten sich die Zeitungen mit Etalelti (Er wurde der ungesetzlichen Vivisektion beschuldigt und bann deswegen verurteilt (Ein schmieriger Mensch, der an Soengall erinnert." ..Sie charakterisieren ibn vortresslich", sagte Dick anerkennend. ..Soengali —! Das ist bas einzig zu- trefsend« Wort!" ..Aber wie kommen Sie auf ihn? Wir sprachen •on Cody " .Lch will es Ihnen erzählen, hären Sie zu." Dick sprach sehr langsam Denn plötzlich war der Vorhang, hinter dem sich das Schicksal des jungen Lord Selford bisher abaefpielt hatte von oben bis unten zerrißen. (Er sah die Bühne wie durch ein um- gekehrtes Opernglas, fern und verkleinert, doch un» mdlich scharf. (Er sah bw Akteure, di« sich daraus bewegten, gelenkige Puppen, deren Drähte in wenigen Händen zusammenliesen. Sein Herz hämmert« wie «in« Üderhcizte Maschine. Die Bilder, die sein Sfifliaes Auge ihm zeigte, und biejemaen. die durch ie Schilderung feinem gestrigen Abenteuers In seiner (Erinnerung heraufbeschworen wurden, (reuxten und überschnitten sich. Sein Gehirn arbeitete fieberhaft in zwei Richtungen. Dennoch vermochte er seine unheimlichen Erlebnisse ziemlich genau xu skizzieren. „Haben Sie Anzeige erstattet?* forschte Havelock. Dick schüttelte den stopf „Noch nicht, aber ich werde wohl noch zu Sneeb geben.” „Der ist Sneeb?" wollte Havelock wißen. „(Ein Inspektor von Scotland Darb. Groß im Lüften selbst der dilbtesten Schleier. (Ein Genie im Raten von Rätseln. Und da wir gerade beim Rätselraten sind: Wovon lebt Doktor Staletti? Aus welchen (Einnahmequellen bezahlt er seine Pacht?" „Wenn ich bas wüßte", erwiderte der Anwalt. „(Er ist ein ausgezeichneter Biologe, aber seine Ideen find sehr gewagt. Halt — da fallt mir eben «in, ötalettl wurde uns, glaube ich. durch Cody empfohlen. Ich schlage eben mal die Korrespondenz nach." (Er eilte hinaus und kam kurze Zeit darauf mit einem Schnellhefter wieder. .Lch habe mich nicht geirrt. Einen Monat nach dem Ankauf der australischen Besitzungen trat Cody Stalettis wegen an uns heran. Der Galgenhos stand damal- gerade leer. Wahrscheinlich wirkte der gruselige Name abschreckend. Es soll tatsächlich dort bis vor einem Jahrhundert ein Galgen gestanden haben." „Dann wurde er jedenfalls hundert Jahre xu früh abgebrochen. (Es scheinen in der Gegend em Kar ganz gefährliche Galgenbrüder zu Haufen". Ite Dick. (Er hatte alles erfahren, was er xu wißen wünschte, mehr sogar: so nahm er Abschied von Havelock und kehrte in seine Wohnung zurück, um dort in aller (Eile seine beiden Handkoffer zu p.'.rfen und feine Wirtschafterin für die nächsten vier Wochen zu beurlauben. Sie mußte ihm hoch und heilig versprechen, niemals In seiner Abwcienheit die Wohnung zu betreten. Dann erft entließ er sie. Seinem Pförtner gab er den Befehl, feine gefaulte Post nach Scotland Bard zu befördern. Er fehle Havelock von feinen Plänen für die nächste Zukunft nicht in Kenntnis. Er hielt es für rat,am, feine menschliche Seele in sein Vertrauen zu ziehen. 12. Mrs. Lansdown war eine zart« Frau von ,«inner Schönheit. Ihre Well war immer eine anspruchslose Dreizimmerwohnung gewesen. Es hatte eine Zeit gegeben, da war Ue eine der reichsten Frauen Englands. Gregory Lansdown, Ihr Gatte, besaß tausend Morgen fruchtbare Ländereien in Berkshire, eine Jagd in Norfolk, einen Lachsfluh in Schottland, «in reizendes Stadthaus im vornehmsten London, einen berühmten Rennftall, eine Dampsjacht. Aber das alles war in einer einzigen Nacht oerlorengegangen. Er gehörte bem Vorstand einer Gesellschaft an, deren Direktor sich eines Nachts zu einer beschleunigten Abreise gezwungen sah. Diese Reise endete spater im Zuchthaus. Die Gesellschaft geriet in Konkurs. Der Vorstand mußte den Gläubigern für die Verluste von anderthalb Millionen geradesteyen. Gregory Lansdown war aber der einzige, dessen Besitzungen unter feinem Namen gingen. An dem Ehrlichen blieben schließlich die Ge- famtiorberungen hängen, und er zahlte bis zum fehlen Pfennig mit seinem ganzen Vermögen. Er ftarb, noch bevor die letzte Rate der Schuldenlast getilgt worden war. Aus diesem furchtbaren Zusammenbruch hatten die Lansdowns nur das Miethaus gerettet, dessen be- scheidenfte Wohnung sie inne batten. Hier trug Mrs. Lansdown die Trümmer ihrer kostbaren Einrichtung zusammen. Allmählich hellte die Wunde, die ihr das Leben geschlagen hatte 6nbil war ihr ganzes Gluck, ihr Trost, der wahre Inhalt ihres Lebens. Des Abends saßen fie gemütlich beisammen. Manchmal las Sybil vor, manchmal schrieb sie an dem kleinen Schreibtisch, der quer über die eine Ecke des Zimmers gestellt war. Dann stichelte die Mutter wohl an einer Handarbeit, und ihr aufleuch. tenber Blick flog zuweilen zu Eybil hinüber Selten kam Besuch. Mrs Lansdown zuckte baher zusammen, und ihre Augen öffneten sich fragend, als an diesem Abend der schrille Ton der Flurklingel durch di« Wohnung drang. Eybil ging hinaus, um zu öffnen. Ihr Gesicht spiegelte sprachlose Ueberraschung, als sie Dick Mar- lin vor sich stehen sah. „Leider nicht der sagenhastc Onkel aus Amerika, sondern nur Mr Martin", entschuldigte er sich Da ließ sie ihn lächelnd eintreten Als Dick Martin mit einem leichten Zögern auf der Schwelle des Zimmers erschien, sandte ihm Sobils Mutter einen langen, suchenden Blick, der sie offenbar befriedigte: denn ein Helles Licht ergoß sich über ihre Züge. Sie reichte ihm die schmale, zarte Hand. „Das ist recht, daß Sie sich sehen lassen, Mr. Martin", begrüßte sie ihn freundlich. „Sie Seben mir dadurch Gilegenheit, Ihnen persönlich für le Ritterlichkeit zu danken, mit der Sie für meine Tochter eingetreten sind." „Ehrenpflicht", sagte Dick verlegen Er suchte mit den Blicken nach einem Sitz und wählte zu Sobils heimlichem dpt,eben den gebrechlichsten aus. Aber der zierliche Stuhl hatte den Zusammenbruch der Familie Lansdown überdauert, er hielt auch Dick Martin stand. „Ich sah den Diebstahl voraus, und es tut mir nur leid, daß ich den geistigen Urheber bisher noch nicht gefaßt habe", sagte der Detektiv. -Run," meinte Snbil lächelnd, „so schlimm war es ja nicht. Die Tasche hab« ich wieder Nur der Schlüssel war wie durch Hexerei aus seinem Kästchen verschwunden." (Es zitterte wie in verhaltenem Uebermut um Dicks Lippen. Sybil blickte ihn plötzlich aufmer- som an. „Waren Sie vielleicht der Hexenmeister?" fragte fie rasch. (Er nickt mit lachenden Augen „2Us ich Ihnen bas Kästchen im Zug zurückgab, roar ich so frei, den Schlüssel baraus zu entfernen. Sie hörten es trotzdem darin klappern — nicht wahr? Ich hatte «inen abgebrochenen Bleistift hin- eingelegt." „2Iber ich hätte es doch sehen müßen", staunte Sybil -2ch habe bas Kästchen keine Sekunde aus den Augen gelassen." Dick lächelte nachsichtig. (Fortsetzung folgt.) Eine #ute Zigacette, ist Au Sdudzqüst jedu leutsuutiqeH. Qesettiqkdt. Sie. qibt Aem Qespcäche ehern sowohl ßehaqlichkeit unA (Ruhe wie Aen Mumtecen 5luf> qeistoollec JUauAecei. Sie Aätnpfi Muuutelauhte £eideMscha(tlichkeit und .führt, iihec Stockungen Aec 'Unterhaltung oAec Aen toten Punkt Aes Tlichtoecständnisses leicht hinweg. Mb zuhiteige (Gegnerschaft wird durch sie gemildert und freundschaftlicher Zusammen» halt .gefestigt. Verworrenes wird klar und (Klares wird einleuchtend. 'Uefecdies ist keine. Situation sa verfahren, als daß nickt bei dem gemeinsamen^ Qenusse einer guten-- Zigarette dennoch ein gutes Einvernehmen erzielt werden könnte. * (Rauchen Sie eine Qreiling) - .Auslese und Sie werden- wissen, was eine gute Zigarette ist. Reite Reite Reite werden ganz unglaublich billig verkauft. Während meines Jubiläumsverkaufs haben fich hunderte und aber hunderte Reffe angefammelt, die Sie jetzt zu Bruchteilen des regulären Wertes kaufen können. Der große RESTE Verkauf dauert bis Pfingften! 5150a Ein Beweis für die Güte der angezeigten Belvefla-Marmelafle Fest am 3. Juni 1928 in derVolkshalle Anmeldungen für das Kinderfest 2-Pfund-Eimer 95 Pfennig ist die außerordentlich große Nachfrage Richard Grünewald Jakoh Maternus Bahnhofstraße 27 Frankl Str. Ede Klinikstr. werden angenommen im «,«o Fröbelseminar, Gartenstrafie 30, und Städtischen Kindergarten, Walltorstr, 59, sowie Grabenstr. 11 Fest des Hreeris vom Holen Kreuz Herren- und OamenVIeider welche bis Mittwoch abend in meine Läden gebracht werden, werden noch bis Pfingsten tadellos chemisch gereinigt! KSvbevei Svoon Fabrik und Laben Marburger Str. 40 Filiale Seltersweg 25, Telephon 869 5142D Ärbeitsvergebung. Für den Erweiterungsbau der Ge- werbeschule sollen unter Zugrundelegung der ReichsverdingunaSordnung nachfolgende Arbeiten vergeben werden. I. Erd-, Maurer- und Eisenbeton- arbeiten: — — II. Steinmetzarbeiten (Basaltlava- und Sandsteine). Angebote auf Vordruck sind bis zum EröffrmngStermin am Donnerstag, den 31. Mat 1928 vorm. 10 Uhr bei uns einzureicken. Zuschlags- und Bindefrist 4 Wochen. Gießen, den 19. Mai 1928. Städtisches Äochbauamt ____________Gravert._______51368 Dienstag, den 22. Mat L I., nachm. 2 Uhr versteigere ich im „Löwen", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 28 Baar Zugsticfel, 10 Baar Fußball» stiefel, 2 Bücherschränke, 3 Schreib» rische, 2 Diwans, 2 Ausziehtische, 1 Kommode, 1 ovalen Tisch, 2 BüfettS, 1 Kredenz, 1 Kassenschrank, 2 Schreibmaschinen, 1 Regulator, 1 Schra nk- grammopdon, 1 Glasscbrank, 2 Kleiderschränke, 1 Dauerbrenner, 1 /Pfaff* Nähmaschine, 1 Sessel, 3 Warenschränke, 1 Ladenkasse, 1 Bertikow, 1 Goerz-Prismcnglas, 1 Bilderstaffelei, 1 Sofa, 1 Klavier, 1 Oelgemälde, 1 Trumeau, 1 Chcnfelongue, 1 Kücben- schrank, mehrere Ballen Anzuastoff«. Möll 51430 Gerichtsvollzieher fr. A. in Gießen, Zheringstraße 7. 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Rorbschledwtg dem 3udlanb unb ben Kolonien Tkrtnebenen, fonbern auch zahlrc che Ärcbitaeber ja bad flanke Wtrt- schastslebeu mtetcfliert find fo g -ben wir nachstehend eine «drängte HeberU4)t über bic Bedeutung bei Gesetzes wieder. bte und auf unteren Wunsch an Sachkenner zur Verfügung gestellt hat I. uni Lahmen des Aotprvgramms. bad bet aufgelfifte Reichstag noch -^ald über Äopf er- tebial hat. ifi auch bad .(B e J e 6 zur endgültigen Regelung der 2 tq u i ba li- d n d - und Dewaltschäben (Aricg»ld;ät'cn- fchlußgefetz-" erledigt worden, am 30 März 1928 in Äraft getreten unb un Rcichsgesetzbcatt 1, Seite 120. vom 31. März 1M8 verösienUlcht worden. 3n bet ösfentl chcn Diskussion wird bae Gesetz meist lutz Liquibattonsschadengesetz. in der off Miellen Ablürzungdshrache bet 3unften KSSG genannt Der jedoch nach dieser Bezeichnung bet Meinung Irin sollte, baf» bannt nun alle Äriegd* ichäben endgültig unb angemessen abgegolten werden. der würde sich in einem schweren Irrtum besuchen J-id Gesetz bezieht sich lediglich aus Schäden, die Deutsche im Ausland durch Liquidation ihres Eigentum« während des Krieges erlitten Haden sowie aus solche Sachschäden, bic »erbrängten Deutschen in ben abgetretenen Gebieten zugefügt worden sind. Dabei gibt ed aber lehr grnfye weitere Beschränkungen. 3m Friedensdiltat ist Deutschlanb verpflichtet toorben. diejenigen Deutschen zu entschädigen, deren Eigentum in ben sogenannten 2 ltftaaten liquidiert worden ist. während solche Deutsche, beten Eigentum in ben Hcuftaaten (Polen. Tschechoslowakei l Uquibiert ist, nach dem Kriedensver- trag von den liquidierenden Staaten unmittelbar zu entschädigen sind (eine Verpflichtung der beispielsweise Polen bidhet in keiner Weile nachgekommen ist), und von den Deutschen, die aud den an Polen abgetretenen Gebieten, ferner aus Elsaß-Lothringen. Bord- tchleswig ufto. vertrieben sind, haben wieder nur diejenigen einen Anspruch, die entweder ausgewicsen find oder denen durch Maß- nahmen der neyen Behörden oder durch ähnliche zwingende Gründe die Existenz in ihrer bisherigen Heimat unmöglich gemacht worden ist, die ferner ihren Schaden rechtzeitig angemeldet haben unb die nachweisen können, bah der von ihnen gcltenb gemachte Schaden durch Der» schleuderungszwang entstanden ist. Also selbst ton den Liquibattonsgelchädigten und Detdräng- ten sind keineswegs afic berechtigt. Schadenersatz zu fordern. D(c< ten unb Mittetschldren sowie aus Schleswig 3er- drängten unb *5 00? auf bic aud 3 11 a h • Lothringen Dertriebenen D»e Sachverluste. bie diese grobe Iaht der Geschädigten erlitten hat soweit sie beim Aeichsentschädigungsamt angemeldet worden sind, stellen einen Fnedenswert ron Ife Milliarden bei ben Ltquidarionsgeschädigten kdaron U Milliarden auf Wertpaptorschäden entfall end, und von 2ß Milliarden bet den Derdrängten dar, Hulammen also rund 10.5 Milliarden. Bis zum 1. Dezember 1927 waren als önt- schädigungen dafür bewilligt worden: Mark für Liqutdationssihäden rd. 429 000 000 für Bcrdrängungsschäden rb 585 000 000 zusammen also 1 014 ?00 *X)0 Diele Milliarde ist aber, wenn man von ber beschränkten Zahl sehr grober Schäden ablieht. an bic Maste der ÄLmgeldjäbigten und des Mittelstandes in einem Zeitraum von rund 13 Jahren verausgabt worden unb zwar derart verläppert, dast mancher f.nnen Anteil in etwa 10 Baten bekommen hat Shc Folge davon war, dast die meisten Gelch.i>igten diese kleinen Beträge in keiner Weife produktiv verwenden konnten, sondern zum Lebensunterhalt gebrauchten, wenn sie nicht, weil in der Inflationszeit gezahlt, gänlich entwertet in bic Hände bet Geschädigten gelangten. Jetzt werden dic'e Beträge i^nen aber in voller Höhe, auf Goldmark umgerechnet, abgezogen, fo dast bei vielen wenig von der Entschädigung übrig bleibt und bei den anderen von einem wirklichen Wiederaufbau, b h. von der Wiederbefchastuag der verfchleuderken Gegenstände. Grundstücke. Wirtschaften. Werkstätten und Fa'ari'en ufto. meist eMtocber überhaupt nicht oder nur in fehr be- fchränktem Maste die Rebe fein kann. DaS Zlriegsfchädenfchluhgeseh stellt nun dne weitere Summe von 1.3 Milliarden zur Der- fügung. um bic Riefenza^ der oben erwähnten Schäden abzuaclten Das Gesetz ist von der Re- aicrung als Schluß- Gesetz, bezeichnet worden, die txrbrängtm lehnen aber 6>cgcn seiner Unzulänglichkeit unter allen Umständen ab, es als eine endgültige Regelung ihrer vchadenansprüche anzulehen. Wie sehr sie dabei im Recht find, geht daraus hervor, hast ein uninteressierter Mann wie Acrr Reichsgerichtsrat David von dem Entwurf des Gesetzes gesagt habe, dast er mehr einem Beraubungs- als einem Entschädi- gungsgesetz ähnlich sei, und zwar deshalb, weil das Gesetz den Versuch macht, die weiler- gehenden gesetzlichen Ansprüche der Ciquiba- tionsgeschädigten entschädigungslos zu enteignen Dast die Masse der Geschädigten kleine Leute unb Mittelftandsangehörigc sind, geht aud der nachfolgenden llebersicht hervor: Höste der Friedenswerte in ben einzelnen Schade nsgruppen. Schaben »1)61,» .7 i i & 3ai)l der S*aötn»ffiUc n-riefcrweeertc in TUiriontn 5tTV bis 2000 wm. 234 450 106,2 . 10000 . 52 000 244,5 20000 . 15000 228,1 50000 . 16 00 । 496,8 ioo ooo . 6 470 388,8 200000 . 2 980 414,6 _ 500000 . 1832 593,5 1000000 , 721 510,5 5000 000 „ 578 1 213,2 „ 10000 000 „ 85 594,0 „ 20000 000 . 44 596,4 . 50000 000 „ 21 679,4 , 100000 000 . 6 419,0 über 100000000 „ 13 2 287,0 Nächtliche» Vogelzug. Don Manfred Havsmann. 34) habe mich nun nach Osten gewandt, auf« geratewohl inS Moor hinein. Und bald ist diese Rächt wieder vorüber. Wieviel Uhr mag es [ein? Der Gröhe Bär schwingt sich schon dem Horizonte zu. die Krone flimmert gerade übet mir. Fünf Ufcr melleicht. Ober noch etwas früher D'.e Lutt zwischen Himmel und Erde ist md)t mehr völlig verhafte rt, bic Sichet des abnehmenden MondeS hebt sich rot und glanzlos ans den Wäldern heraus, die in der Ferne düster am Bande der Niederung stehen. Wenn ich anhalte, summt mein Blut in meinen Ohren. Die Aacht schweigt, bie drnnpsi. pebcimnidvolle Skite. Dann und wann schlurft ein Frosch auf. Sonst nichts Aber dahinten tastet sich ein erstes, unwirlliches Dämmern hoch, eS ist. als ob dort der Himmel allmählich durchsichtig würde, man ahnt nun, dast da oben lauter Kristall ist Unb der Mond fährt bleich dahin. Denn auch noch allerlei Rächt auf ben Diesen liegt, fo kann ich doch schon erkennen, daß vor mir zwei schwarze Segel langsam durch bic Ebene ziehen. DaS sind Torfschiffe auf der Hamme Die leer von Bremen zurückkommen und wieder ins Moor hinaussegc'n. Dielleicht nimmt mich eins mit Dann aber lvS! Ich laufe und springe, quatsch, parich ... Da biegt bie Hamme schon herum Das erste Schiss kriege ich nicht mehr, aber daS zweite rufe ich an. ob ich nicht ein Stück mitfahren dürfte. Meine Stimme hallt übers Wasser: ..He. 3anf“ Dec weißhaarige Dauer, der am Steuer sitzt, antwortet nicht, er drückt nur bie Pinne ein bistchen zur Seile. daS Schiff nähert sich dem Ufer, ich laufe einige Schrine nebenher, bann kann ich mich reinfchwingen Mojen' sage ich und laste mich unienn Mast nieder. Schönen Dank auch' Der Bauer tut feinen Mund auf unb lagt: 3au. llnb bann gleiten wir weiter. Der Wind drängt sich fachte in das geteerte Segel, das schwarze IDaHet gludert am Bug. wir gleiten dahin, wir schweben fast. Heber und hämmert der rnieirdllche Himm-l mit ben Sternen d e jetzt so winzig wie Stecknadelspitzen aussehen. Unbeschreiblich leicht und silbern hängt die Mondsichel im grauen Dunst des Ostens Ich kehe nur Walter unb einen schmalen, samtenen Strich Ufer unb lautet Himmel Ich höre nur die Stille. Das Holz des Schisses atmet Wärme aus, ich fühle mich so geborgen hier. Und das Wasser, das uns trägt, ist fo weich. Da unten hängt noch einmal, geschaukelt von den kleinen Wellen, die unser Schiff aussendet, die leichte und silberne Mondsichel. Ich bin unterwegs, ich reife unb fliege fo gelinde fort. Manchmal erlebe ich im Schlaf so etwas wie bie5 alles Der Alte stht unbeweglich am Steuer. DaS weifte Haar fällt in Fetzen über feine Stirn, über leine Ohren. Ich möchte wissen, was er wohl bedenkt, wenn er so jahraus, jahrein auf der dunkelbraunen Hamme von le nem Moor her durch die Tage und Dächte segelt Gr macht die 6tirn kraus, bltdt übers Wasser und schweigt ... Unb jetzt ... was sucht er denn jetzt am Himmel in der grauen Rächt? Qsr späht und horcht. Die Sterne scheinen matt, der Wind zieht langsam darunterhin, es ist nicht mehr dunkel, aber auch noch lange nicht hell. Tiere und Menschen schlafen noch, daS Wasser schläst twch. die Bufehe am Ufer neigen sich schlaftrunken in ben Fluft. Da höre ich eS mit einem Wale auch, da oben in der Dämmerung über mir. Cj kommt schnell näher Gin Piepen und Pfeisen, und nun ein leises Aaufchcn und Flattern, dazwischen lang- gezogene Klagerufe Immer mehr, immer mehr Zugvögel, bie nach 'Horben unterwegs llnb. Ich mache meine Augen scharf, ich halte die Hand übet bic Augen, nein, man kann n.chts unterscheiden Aur das Schwirren und atlagen ist da fern unb mystisch unter den Sternen hin, vorbei an der dlasten Mondscheibe dem nordischen Frühlina ßu. Was bleibt einem Wanderer da anders übrig, als feinen Hut absuncbmei, wenn er auch verschiedentlich eingebeult ist unb em bißchen andächtig zu sein? Ich kenne bie Bogellaute in allen Jahreszeiten nie aber Lingen sie fo sehnsüchtig und ängstlich wie biete da. Sie wollen wohl sagen- Wener weiter' Ach. wir können fast nicht mehr! Und sie schlagen mit den Flügeln und wehen klagend weiter übet die ruhenden Länder. Der Bauer blickt noch immer empor. Gähn na Hus. meint er nachdenklich, na Geestemünde rum,* nid)? Re. sage ich. büfchen weiter noch. Ra Euxhaven ook, toeet id wull. Und dann fncift ct daS linke Auge zu unb murmelt aus tiefstem Herzen: Mol ornlkh ttmMen bollern, rums? Re, laft man läge ich. Die sogenannle Schlußcntfchädigung, bie nun auf diese Schäden gewahrt wirb, beträgt barübrr bieei, : «O 1OOQOO ( , 1CUW0 f . 900000 < . 10 *10. KkfruOtotTM lOOe., te.fnv 00• man . ) .:rwt>b«r«g 00» Diele Slaimnentfchäbiaungen erhöhen lich bei den mer letzterwähnten Schad, nsgruppen im Falle der Entwurzelung in Verbindung mit Wieder- aufbau um 8 v. H. im Falle bei Wiederaufbaues allein um 3 v H wozu m beiden Fällen noch ein behördlicher Wiederausdauzufch!qg von 3 v H., für den Teil des Grundbetrages von 200 OX) Mark bis 4 Millionen Mark unb von 2 v H. für die Schabensbetrage von 4 bis 50 Millionen Mark tritt Don der fo errechneten Schluhenllchädigung find alle vorher als Entschädigungen. Beihilfen ober Darlehen gewährten Beträge mit Ausnahme der Alfersbcihilsen. einer bis zum Schluffe der Hachentschädigung gewährten Härtefondsbeihilfen bis zu 503 Mark unb der oben erwähnten 203 Mark Beihilfe für Umzugskoften ufto abzuziehen. Die Arbeitsgemeinschaft der groben Geschä- bigtennerbänbe hat ihrerseits in einer Denkschrift. durch die sie bic ganze Entschädigungs- ftagc in Fluß gebrach: hat. 2,8 Milliarden für bad Kriegsschädenschlusigcsetz verlangt. Bedenkt man. bah allem bic angcmelbeten Sachschäden 10’ , Milliarden betragen unb baf) die Der- brängten-Terbänbe fomit noch nicht einmal ben dritten Teil dieser Schäden ersetzt verlangten, bah in Wirklichkeit, bie Zinsverluste unb bie obenerwähnten sowie andere Schäden hinzugercchnct. die Gesaintsumme aller Schäden auf rund 30 Milliarden zu schätzen ist. von denen somit bic Deschadiaten-Berbände nur ben 10. Teil ersetzt haben wollen, so wird man anerkennen müssen, daß diele 2krbar>e der schwierigen Finanzlage des Reiches durchaus Rechnung getragen haben, was auch alle Parteien des Reichstags anerkennen. Es ist den Dcrdrangten-Bcrbänden aber nur gelungen, zu erreichen, baf) die im Regierungsentwurf ursprünglich zur Abgeltung der Schäden vorgesehene Summe von nur 803 Millionen auf 1.3 Milliarden erhöht worden ist und sonstige Derbesserungen erreicht worden sind. Die weitere Berwirllichuug der Forderungen der Geschädigten-DerbLnde scheiterte an dem Ultimatum der Regierung, das sie dem Reichs- tage stellte, dahingehend, bah der Reichstag sich mit ter letzterwähnten Summe begnügen müsse ober das Kriegsschäbcnschluhgesetz bis nach den Wahlen zurückgesteNt werden mühte. Die Regierung war nur zu bewegen, zuzu- ftlmmen. bah der Reichstag eine Gntschliehung fasse, daft bei Besserung Der Finanzlage des Reiches und weiteren Gutschriften für im Ausland liquidiertes Eigentum eine nachträgliche Besserstellung Der Geschädigten erfolgen soll. Der Colmarer Auionomistenprvzeß. iolmar, 18. Mai (WB.) Zu Beginn der heutigen Sitzung erklärt als erster Entlastungszeuge Senator Abbe Müller, bie Llrsache der autonomistischen Bewegung sei in einer heftigen Reaktion des eisast-lothringischen Gewissens zu suchen. Es gäbe einen elsässischen Partikularis- mus, der sich aber nicht gegen Frankreich wende, fonbern gegen die übertriebene Afsi - m ilierung, gegen bic Verständnislosigkeit gegenüber elsässischen Fragen und Problemen und gegen den langsamen Verwaltungsgang. Zeuge erklärt weiter, dast das Elsaß deutsch spreche und gern französisch lerne, um so als Organ des Friedend zwischen beiden Völlern zu dienen. DaS Elsaß müsse zweisprachig bleiben. Ls lasse bie französische Kultur nicht antaften, wisse aber auch, was an der deutschen Aber er blickt empor unb hört nicht auf mich und denkt sich fein Teil rn seinem Torfbauem- gehirn. Ein langer, langer Vogelzug ... Jetzt scheint et vorüber zu lein. Ich vernehme das Flügelrauschen nicht mehr, aber das sehnsüchtige Rufen, das ermattete Pfeifen tönt noch immer herab. Run wird es letfer, nun lebt es noch einmal auf unb nun verklingt es gänzlich in der Dämmerung Alles ist wieder, wie es vorhin war. Rur bet Himmel der Raum da oben, ist so weit geworden ... Der Bauer achtet wieder auf Segel und Steuer, wir schwimmen weiter Die großen Schilsivälder nehmen und auf. Oer Merkur. Don Professor Dr. Rüfttrmann. Der Harne des geflügelten Götterboten Herme» ober Merkur, der bekanntlich auf dem Olymp eine ähnliche Rolle fpieltc wie die Fürsten von Thum und Tarid im Heiligen Lömt'chen Reich, ist eigentlich nicht schlecht gewählt für diesen fon- nennächften aller Wandelsterne; denn et ist wie jener eine glänzende aber seltene Erscheinung unb dazu der fchnellfte der ganzen GboltergeMl- Ichaft. Aber leider hat er auch noch eine andere Eigenschaft mit feinem Pate« gemein. Wenn man ihn wirklich erschaut hat. so ist man wenn man nicht zu ben ganz Äunbigen gehört nie ganz sicher ob er es auch wirklich gewesen ist. Wir sehen nämlich diesen Wandelstern immer nur in der Dämmerung und tief am Horizont, fo daß fein anderer Stern zu erblicken ist. nach- dem man sich richten tonnte. Unb in den allermeisten Fällen ist der Horizont so trübe, daß bic Sichtbarkeit des Viertur nur auf dem Papier steh: Immerhin bringen bie letzten Tage des Mai und die ersten des 3uni verhältnismäßig fehr günstige Bedingungen. _ Ein Umstand ist ganz besonders ungünstig für bie Sichtbarkei! des Merkur: er wirft nur etwa ben 13. bis 14. Teil des Sonnenlichtes. daS au' ihn fällt, zurück, während beikptels- toeife bei der Venus die Zurückwerfung etwa das sieben- bis qchttache von der das Merkur beträgt Die Venus ist nämlich von einet dichten aber hellen Wolkenhülle umgeben, die das auf sie fallende Sonnenlicht fast tote ein SchneesÄd zurückwirtt Der Merkur aber hat soviel man weiß, nur eine recht dünne Lufthülle und ist an unb für sich dunkler. Wäre dies anders, so würde er trotz seiner Kleinheit der Venus an Helligkeit nicht viel nachstehen: denn wegen seiner Sonnennähe ist et ungemein hell beleuchtet. 6o ist der Merkur so selten zu sehen, daß vermutlich die Sternforscher erst in neuerer Zeit, wo ihrem durch daS Fernrohr geschärften Auge so leicht nichts entgeht, auf ihn aufmerksam aetorrben wären, wenn un« nicht fein Vorhandensein aus dem Altertum überliefert wäre In südlichen Ländern sind nämlich die Bedingungen ferner Sichtbarkeit günstiger al« bei un«; denn erstens ist dort infolge der reineren Lust der Horizont häufiger klar al« bei un«, bann aber bat dort der Abstand zwischen Merkur und Sonne eine ft eitere Richtung Infolgedessen kann dort die Sonne verhältni-mäßig tief unter dem Horizont stehen, b. h. es kann schon ziemlich dunkel fein unb sich der Merkur doch noch in leidlicher Höhe über dem Horizont befinden, während bei uns der Abstand eine viel weniger steile Richtung hat. so daß der Untergang Der Sonne auch sehr bald den des Merkur nach sich zieht. Auch beim Merkur kann man. ebenso wie bei der Venu«, seine Erscheinung al« Abendstern unb als Morgenstern unterscheiden Ja. er ist dies in noch ausgeprägterem Maß. denn er geht immer spätestens zwei Stunden nadj der Sonne unter oder srüh^st-ms zwei Stuitden tor ihr auf. Man kann sich auch leicht davon überzeugen, daß man ihn als Abendstern beffer im Frühjahr, als Morgenstern beffer im Herbst sehen toirb Denn am Abend Himmel sieht man b:e Himmelsgegenden, in die die Sonne demnächst gelangen wird, am Morgenhimmrl die. die sie soeben durchschritten hat. Das bedeutet für ben Jrüfcling einen größeren Bogen unb demnach einen frühere» Auf- unb späteren Untergang «m Abenbhimmel. für den Herbst jedoch den gleichen Vorgang für den Morgenhiuimel. An und für sich ist es also, gleichen Sonnenabstanb vorausgesetzt, am günstigsten, ben Merkur zur 3dt bei Frühlingsbeginns am Abenbhimmel zu beobachten. Aber bann steht er in diesem Sabre nicht weit genug von der Sonne entfernt, unb so müssen wir eben zusrieden fein, wenn wir ihn Ende Mai äh sehen bekommen. Wenn das ober nicht der Fall fein sollte, fo müssen wir und mit manchem großen Sternkundigen, darunter auch KopernikuS. trösten, der ihn gleichsalls nie zu Gesichte bekam Kultur Gutes fei Am meisten fei bet Elsass er verletzt durch die Irvnte mit der gewisse Franzosen feine Muttersprache, dav Heiligste, was man habe, betrachten Dir auf der Jtnllaac- bank sitzenden Autonomisten feien keine Unruße- stsiter. fie feien ntchts weiter ale> Pazifisten Sbg BrogIy erklärt b.inn al» Zeuge, daß er an der vorbereitenden und an der Hauptversammlung. die zur ÄufsteUung de» Heimatdund- manifeste »führten, tcilgenommen habe unb baß badet „b r r Nahmen Frankreich»' nicht Di»kufston»gcqenstand gewesen sei. Auch fei brr ur- spriingliche Entwurf be» Heimattnmbmanifefte» zwischen dir vorbereitenden Sitzung unb der Haupt- ststung noch geänbert worden, tim jeden falschen od>fln zu mrmeiden Im (Fnitnurf habe man an- sanglich von der Muttersprache al» Unter- richt»sprache gesrrochen. ober um jede Mißdeutung zu oermeiden. habe man in dem richtigen üntmur] präzisiert, die deutsche Sprache müsse in der Schule den Au>gang.-punkt bilden unb ftänbigei. Unterrkbtsmittd unb Unierricht»fach mit abschließender Prüfung sein Da» Wort „tlutonomlr" habe bei ben 6l|ai|rra nur die Pebcufung ..Selbständigkeit Innerhalb Frankreich», aber keine Trennung“, von einem Komplott könne keine siede fein: denn die Angeklagten ort träten ja gant verschiedene silch- fangen. Man habe In feiner Umgebung behauptet. baß die Versolgungcn gegen bie Unto- nomisten nur ein waylmanöoer gewesen seien unb er, öregln, glaube die» persönlich auch. Das Programm der KoinmuniRrn, die eine Volksadstimmuna fordern und eine Trennung de« Elsaß von Frankreich anstreben gehe viel weiter als da« der 15 jetzt seit einem halben Jahr im Gefängnis sitzenden Autonomtsten Alsdann erklärt Zeuge Abb''- Haegy. er habe nie von einem siompkvtt etwas gemerkt, bevor bie Gerichte ihr Verfahren gegen die jetzt auf der Anklagebank fitzenden Autonornisten eingeleitet hätten. Man habe unter feinen Freunden den Eindruck gehabt, daß die Sttafver'olgrmgen ein Wahlrnanöoer gewesen seien Auf bic Frage ob er glaube, daß deu tf ches Geld in brr Hei- matbetoegung zu finben sei erklärt Haigy .Ich habe geglaubt, daß das deutsche Geld gerade durch diese Gerichtsverhandlungen entdeckt werden würde." Auf die Frage der Verteidigung. was. nach Ansicht Haäays. die Be- völlerung im allgemeinen von dem Prozeß denke, antwortete Hai-g>, „Vic Wahl siicklin» unb siosses zu Abgeordneten ist da» Ürgrbui» diese» ftomplottprozesse». Da» Volk glaubt nicht an diese» ftomploll. 6» sicht mit Entrüstung, daß Deute, die ro für unschuldig (tfilf, im Gcfänqni» sitzen." Auf Wunsch der Verteidigung äußerte sich Haegy au der Frage, ob DoIot. der Leiter btr Abteilung für elsaß-lothringische Angelegenheiten im Kabinett Poincars, und Poincars selbst schtcäft über ben Prozeß unterrichtet gewesen seien. Haegy erklärte, soviel er wisse, habe Bolat au Par lamentariern unb Beamten gesagt, baß folgende Tatsachen bie Grundlage des Prozesses bildeten: Man habe bei Haussuchungen eine 8orre|pon- denz zwischen RickIin und Dr. Ern st, sowie eine Korrespondenz mit dem wissenschaftlici-en Institut in Frankfurt a. M entdeckt. Agne» Egge- mann habe au» der Schweiz drei bis vier Millionen noch dem Elsaß herüber- gebracht, unb schließlich hätten bie Teilnehmer her Verschwörung französische Militärpässe aufzukaufen versucht, um die M o b i l i s I e r u n g <> - plane auszukundschasten. Rechtsanwnll D e r t h o n erklärte mit starker Betonung, Poincare habe selbst erkannt, daß er falsch unterrichtet worden fei. Dieses niedrige Polizeioersahren müsse ausgedeckt werden. Es müsse festgestelli werden, aus wessen V e r a n I a s s u n g dieser Prozeß enlfesielt worden sei. Wenn diese Klärung hier nicht erfolge, dann werde sie wo ander» heroeigeführt werden. Abschluß der Zeugenvernehmung In der Samstagfiyung folgen bte Aussagen einer Reihe neuer Entlastungszeugen. Der neu gewählte kommunistische Abgeordnete B d ron- Straßburg sagte, die jetzige Methode, die Kinder der elsässischen Arbeiter und Bauern mit sechs Jahren Französisch lernen zu lassen, sei sehr nachteilig, denn auf diese Weise erlernten sie in der Schule eine Sprache, die chre Eltern zu Hause nicht verstünden und die sie z u H a u s e nicht sprechen könnten, so bah sie schließlich weder Deutsch noch Französisch sprechen tonnten. Die autonomistische Schuhorganisation sei angesichts der ausgestohenen Drohungen ebenso berechtigt wie die der Kommunisten. Die von Rechtsanwalt Klein beantragte Vernehmung des in Colmar weilenden Herrn v. Gemmingen, der zu den vom Polizeikommissar Bauer über ihn gemachten Erklärungen auszusagen wünscht wird vom Vorsitzenden abgelehnt. 3m Verlaufe der Sitzung läßt Rechtsanwalt Klein eine schriftliche Erklärung v. Gern- mincens verlesen, in der es heißt: „Ich erkläre a:> Eidesstatt, daß die Behauptungen, daß ich mir der Autonomiebewegung im Elsaß in Ver- bindung stehe, vollständig unwahr sind. Roch Abtrennung Elsaß-Lothringens vom Reich betrachte ich die elsaß-lothringische Frage als eine innerfranzösische Angelegenheit, in die ich mich alö Deutscher nicht einzu mischen Hobe. Für meinen Schwiegervater, Kommerzienrat Hermann Röchling, kann ich ebenfalls bezeugen. daß er der elsaß-lothringischen Bewegung vollständig f e r n st e h t. Zeuge Alfred Schneider erklärt auf Befragen, daß die Schußtruppe keifte anderen Waffen besessen habe als Stöcke. Eine Zwischenbemerkung des Angeklagten Reisacher lautet, daß das Panzerauto der Autonomisten, nach dem die Polizei gesucht habe, der Lieferwagen seiner Konditorei gewesen sei. Dann wendet sich der Straßburger Bankier Gsrardot, der Schwager seines früheren Teilhabers Pinck, gegen die Behauptung der „Action Fraii^aise", daß seine Bank mit Geldern aus Deutschland gegründet worden sei. Das sei eine freie Erfindung. Der Zeuge Abgeordneter Michael Walter (Elsässische Notionalrepubltkanische Volksoereinigung) nimmt für sich die Verantwortung für die Forderung nach der Verwaltungsautonomie des Elsaß in Anspruch und sagt: „Wenn das ein Verbrechen gegen das Vaterland ist, dann muß ich auf der Anklagebank sitzen." Auch Senator Bourgeois und die übrigen der Partei angcschlossenen Senatoren hätten diese Forderung unterschrieben. Eine Frage der Verteidigung, ob der Präfekt des Untere! saß gesprächsweise erklärt habe. 80 Proz. der in diesem Komplottprozeß vorgebrachten Anschuldigungen seien nicht ernst zu nehmen, beantwortete Zeuge Abgeordneter Walter mit Ja. Poincar 6 habe sich sowohl ihm gegenüber wie allgemein f ü r die Zweisprachigkeit im Elsaß aus- gesprochen. Die Elsässer bedauerten, daß sich viele aus Frankreich gekommene Beamte gar nicht bemühen, die deutsche Sprache zu lernen. Die Zentralis'erungspolitik versuche erne rasche, restlose, ja sogar brutale Assimilierung. Die Männer auf der Anklagebank hätten infolge der politischen Ereignisse das Vertrauen verloren. daß es Elsaß-Lothringen möglich sei, seine Eigenart vor der übertriebenen Assimilierung zu verteidigen. Zeuge Serrier, der während des Krieges als Elsässer in Fra n t reich interniert war, sagte mit Bezug aus den Angeklagten Reisacher aus, daß das Konzentrationslager Pressigny, in dem sie beide weilten, als ein L'ager der Schande und Schmach für Jirie Elsässer bezeichnet werden müsse, da alle 'übrigen Gefangenen Verbrecher gewesen seien. sei ein sog. „Alliiertenkonzentrationslager" gewesen. > Die Zeugenvernehmung ist damit abgeschlossen worden. Am Montag wird der Staatsanwalt die Anklagerede halten. Schweres Explosionsunglück in pennsylvanien. London, 20. Mai. (TU.) Wie aus Reuhork gemeldet.wird, ereignete sich auf der Mat her - grübe in Pennsylvanien eine schwere Explosion. Die Rettungsmannschaften haben nach amtlichen Berichten bereits die Leichen von 3 2 Bergarbeitern ausgefunden. Reun wurden lebend geborgen und 141 werden noch vermißt. Man glaubt, daß die der Explosion folgenden Dämpfe den Tod der Bergarbeiter verursacht haben. An den Eingängen zur Grube warteten die Angehörigen der eingeschlossenen Leute die ganze Rächt im strömenden Regen und herzzerreißende Szenen spielten sich ab. als die ersten Barnen der Verunglückten bekannt- gegeben wurden. Wirtschaft. Produktion und Kreditsicherheit. Das Institut für Koniunkturforschung gibt in feinem neusten Bericht die interessanten Ergebnisse seiner Untersuchungen über den Umfang der Produktion und den Stand der Kreditsicherheit wieder. Seine Feststellungen decken sich im großen und ganzen mit den Berichten, die über die Produktionsbewegung aus der Industrie selbst flammen. Bemerkenswert ist die Feststellung. daß in der Produktion der Verbrauchs- güterinbuftrien, vor allem der Textil- und Lederindustrie. bereits im letzten Vierteljahr 1927 ein Rückgang eingetreten ist. der sich bis zur Gegenwart fortgesetzt hat. Es scheint also so. als ob das Publikum nach einer gewissen Sättigung seines Bedarfs in seiner Kaustätigkeit mehr und mehr nachgelassen hat. Im Gegensatz zu der Konsumgüterindustrie erreichten die Produktionsmittelindustrien im ersten Quartal 1928 einen neuen Höchststand. In letzter Zeit zeigen sich aber auch hier gewisse Stillstandserfcheinungen. die die Stahlindustrie bekanntlich durch eine größere Ausnutzung der Exportmöglichkeiten im Zusammenhang mit den gestiegenen Weltmarktpreisen auszugleichen sucht. Es steht also mit Sicherheit fest, daß nunmehr ein Stillstand in der Aufwärtsbewegung auch in den Produktionsmittelindustrien eingetreten ist. Diese Tatsache verdient besondere Aufmerksamkeit insofern, als die Rückgänge, wenn sie sich auch in engen Grenzen halten, von einer Verlangsamung des Zahlungseinganges begleitet werden. Dies bedeutet, wie das Institut für Konjunkturforschung ausführt. eine schärfere Anspannung der Betriebskapitalien bei den Unternehmungen, wobei u. E. allerdings betont werden muß, daß die Unternehmungen heute besser und in erhöhtem Maße in der Lage sind, sich selbst zu finanzieren, eine Folge der günstigen Entwicklung und Konsolidierung der wirtschaftlichen Verhältnisse im Jahre 1927. Infolgedessen kann auch die Geschäftstätigkeit gegenwärtig stärker von der Krediterteilung abhängig fein, da die entsprechenden Sicherheiten vorhanden sind. Cs fügt sich in den Rahmen dieser Betrachtung, wenn das Institut für Konjunkturforschung feststem, daß die Kreditsicherheit sich in den letzten Monaten nur wenig verändert hat. Oie Reichsbahn im April. Der Güterverkehr war im April etwas schwächer als im Vormonat. Aus den Arbeitstag umgerechnet bleibt der Verkehr des April schätzungsweise nach der Wagenstellung um etwa 0,8 v. H. hinter dem des Vormonats zurück. Es wurden nach den vorläufigen Feststellungen gestellt: 3 438 573 Wagen (arbeitstäglich 149 503) gegen 4 068 356 Wagen (150 698) im März. Die Betriebsleistungen im Personenverkehr waren allgemein stärker als im Vormonat. Infolge des guten Wetters zu Ostern und auch an einzelnen Sonntagen erreichte der Ausflugverkehr stellenweise, besonders am zweiten Oster- tage, die gleiche Höhe wie an guten Sonntagen im Sommer Die Betriebseraebnisse im März stellten sich wie folgt: Einnahmen aus dem Personen- und Gepäckverkehr 104,13 Mill. Mark, dem Güterverkehr 288,19 Mikl. Mark und aus den sonstigen Einnahmen 35,66 Mill. Mark, zusammen 427,98 Mill. Mark. Die Ausgaben beliefen sich für Betrieb und Unterhaltung auf 303.14 Mill. Mark (davon 198,82 Mill. Mark persönliche und 104,32 Mill. Mark sächliche Ausgaben), für Erneuerung der ReichSeisenbahnanlagen auf 44.62 Mill. Mark, für Verzinsung der Reparationsschuldverschreibungen 45,47 Mill. Mark, für gesetzliche Abschreibung des Betriebsrechts am übernommenen Reichseisenbahnvermögen 9,43, für Rückstellung für die gesetzliche Ausgleichsrücklage 8,56 und für Rückstellung für Vorzugsdividenoe 6,30 Mill. Mark, also insgesamt auf 417.52 Mill. Mark. Rach Abdeckung aller Ausgabeverpflich- hingen verblieb ein Mehrbetrag von rund 10 Mill. Mark, der zur teilweisen Wiederauffüllung des in den Vormonaten in Anspruch genommenen Vortrags aus 1927 verwendet ist. Der Personalbestand betrug im Marz 669 297 Kopfe, gegen 656179 Köpfe im Februar. Oie Kohlenproduktion in Hessen im Monat April. Die monatliche Statistik der Kohlenprodukhon des Volksstaates Hessen weist für den Monat April folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert 33978 Tonnen, verkauft wurden davon 10214 Sonnen; der größte Teil der Rohkohlen wurde weiter verarbeitet. Aus biefer verarbeiteten Rohkohle wurden neben Schwelereiprodukten 205 Tonnen Rahpreßsteine erzeugt. Unter Berückfichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände, fowie des Absatzes und Selbstrerbrauches verblieben am Mo- natsschluh absatzfähig 14 120 Tonnen Rohkohlen. 50 Tonnen Briketts. 205 Tonnen Raßpreßsteine, zusammen 14 375 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlenprodukte im Gesamtwerte von 72 340 Mark. • Die amtliche Großhandelsindex- z i f f e r. Die auf den Stichtag des 16. Mai berechnete Großha7.d:lsindexziffer des Statistischen Reichsamtcs hat sich mit 141 gegenüber der Vorwoche (140,5) um 0,4 v. H. erhöht. Don den Hauptgruppen sind die Indexziffern für Agrarstoffe und für Kolonialwaren je um 0,7 v. H. auf 135,7 (1.34,8) und auf 138.1 (137,2) gestiegen. Die Indexziffern für industrielle Rohstoffe und Ha'.b- waren und für industrielle Fertigwaren haben je um 0,2 v. H. auf 135,2 (134,9) und auf 158.5 (158,2) angezogen. * Der Erzbergbau im April. Bei den ©iegerlänber Gruben wird das Mißverhältnis zwischen Förderung und Absatz, trotz Schwedenstreik und Steigerung der Roheisenpro- duktion, von Monat zu Monat größer. Zwei ©iegerlanber Hochöfen kommen aufs neue zum Abbruch. Die Abhängigkeit der Siegerländer Gruben von der Rheinisch-Westfälischen Hüttenindustrie wird immer größer. Die zur Erhaltung des ©iegerlanber Bergbaues erbetenen Hilfsmaßnahmen bei Reichsbahn, Reich und Staat, stehen noch immer aus. — Im Lahn-Dill-Ge- biet, einschließlich Oberhessen sind mit dem 1. April 1928 dem Eisensteinbergbau neue Belastungen auferlegt worben. Trotz seiner anerkannten Rotlage hat eine Verkürzung der Arbeitszeit ftaltgefunben Der Eisensteinbergbau erhält somit bie als notwenbig erachteten Erleichterungen unb Hilfe nicht, sondern es werden ihm die Daseinsmöglichkeiten erschwert. Die Rachfrage nach Eisenerzen hat nachgelassen. Frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 21.Mai. Tendenz: freundlich. — Zu Beginn der neuen Woche kam das Ge schäft an der Effektenbörse nur langsam und zögernd in Gang, da man offenbar die Auswirkungen der gestrigen Wahl, befonders im Auslände, abwarten wollte. Die Stimmung war jedoch weiterhin freundlich, und es wurden verschic dsntlich kleine Käufe vorgenommen. Der Reich s- bankausweis von Samstag wirkte etwas nach. Außerdem führte man die etwas erhöhte Ruhr- ko h l e n f ö r b c r u n g an. Die Kurscntwicklung war nicht ganz einheitlich, doch waren an den meisten Marktgebieten neue, wenn auch nur kleine ftursb«Herlingen von 1 bis 2 v.H. zu verzeichnen. Für einige Spezialwerte erhielt sich das Interesse. So konnten Reichsbank gegen den Schlußkurs von Samstag erneut 6 v.. f). anziehen. Am Elektromarkt lagen Bergmann 4,5 v. S). höher. Chemiewerte waren dagegen vernachlässigt. I. - G. - F a r b e n blieben im Kurse unverändert. Scheideanstalt lagen 1 o. f). niedriger. Auch Montanwerte lagen sehr still und meist nur behauptet. Von Zellstoffwerten aaben Wald- Hof 1 v. S). und Aschaffenburg 2 v. j). nach. Am Markt der A u t o a k t i e n zogen Adlerwerke 2,5 d. S). an, Daimler waren gut behauptet. Sdjurfcrt eröffneten 1 v. S)„ AEG. 2,5 v. $). höher, während Siemens behauptet blieben. Am Anleihemarkt waren d e u t s ch e Anleihen behauptet. Ausländische Renten still. 3m Verlaufe blieb die Grundstimmung bei stillem Geschäft freundlich. Man glaubte annehmen zu können, daß das Wahlergebnis nicht ungünstig ausgenommen werden wird. AEG. zogen weiter etwas an. Der Geldmarkt war heute erstmalig' merklich entspannt. Tägliches Geld 6 v. S). Am Devisenmarkt blieb der Dollar angeboten, und der Mark- fürs wurde erneut erhöht. Man nannte Reichsmark gegen Dollar 4,1776, gegen Pfund 20 393, ßonbon gegen Kabel 4,8825, Paris 124,02, Mailand 92,65, Madrid 29,45, Holland 12,10. Berlins Börse. Berlin, 21. 5. Die heutige Börse stand ganz unter dem Einfluß der gestrigen Reichstagswahlen; politische Debatten ließen teilweise sogar das Geschäft vermissen, so daß die Umsatz tätig - teil nicht groß war. Der unerwartet starke Linksruck hatte im Vormittagsverkehr zu einer starken Unsicherheit geführt. An der Vorbörse war die Auffassung über den Ausfall der Wahl aber schon wesens- lich beruhigter, zumal man annahm, daß das Ausland von dem Wahlergebnis eher befriedigt sein würde. Man beschäftigte sich mit der Frage einer Regierungsbildung, wobei nach Ansicht der Börse am wahrscheinlichsten eine große Koalition in Frage komme, unb glaubt, daß hiermit eine konstante und sachgemäße Außenpolitik gewährleistet ist. Die Veränderungen gegen den Samstagschluh betrugen selten mehr als 2 Prozent. Es über- wogen wieder die Kursbesserungen. Polyphon. Bergmann und Hammerfen waren bis 6 Prozent erhöht. Dagegen Maximilianshütte 3 Prozent schwächer. Für Äeichsbank beftanb größeres Interesse, das sich im Kurse aber nicht we'entlich ausbrückte. Deutsche Anleihen eher freun bliebet. Ausländer ruhiger. Der Pfandbrief m a r k t war still. Der Geldmarkt war weiter angespannt. Tagesgelb 6 b's 8 Prozent. MonatSgeld 7.8 bis 8.5 Prozent. Warenwechsel 6,9 bis 7 Prozent und darüber. Im Verlause wurde die Tendenz uneinheitlich. Das Fehlen neuer Orders machte sich bemerkbar.- Seitens des Auslandes bestand nur für wenige ©pezialwerte Interesse. Siemens zogen um 2 Prozent an, Tietz 3 Prozent. Polyphon um 2 Prozent, in AEG. und Bergmann blieb das Geschäft sehr lebhaft. Sonst gaben die Kurie eher etwas nad). Bemerkenswert war noch das starke Interesse für die Aktien der Wicküi^Portiand- Zement. Man sprach von einer eventuellen Einführung in den Terminverkehr und hotte Hoffnungen auf neue Kapitalerhöhungen. Frankfurt . . tre-b. tövic. Frankfurt a.M., 21. Mai. Auftrieb: Rmdcr 1589 Stück; darunter Ochsen 447, Bullen 72, Kühe 636, Färsen 376; 1406 Kälber, 68 Schafe; 7536 Schweine. Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausge» mästete, höchsten Schlachtwerts- jüngere 60 bis 64, ältere 56 bis 59, sonstige vollfleischige, jüngere 52 bis 55, ältere 47 bis 51; Bullen: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 57, sonstige oollfleischige oder ausgemästete 47 bis 51; Kühe: jüngere, vollflcischige, höchsten Schlachtwcrts 47 bis 52, sonstige oollfleischige oder ausgemäftete 42 bis 46. fleischige 37 bis 41, gering genährte 28 bis 36; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachiwerts 62 bis 64, voll- fleischige 55 bis 61, fleischige 48 bis 54. Kälber, beste Mast, und Saugkälber 78 bis 82, mittlere Mast, und Saugkälber 72 bis 77, geringe Kälber 65 bis 71. Schafe. Mastlämmer und jüngere Mast- Hümmel: Weidemast, 55 bis 60. Schweine: Fett- schweme über 300 Pfund Lebendgewicht 57 bis 60, oollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Psund Lebendgewicht 58 bis 61, von etwa 200 bis 210 Pfund Lebendgewicht 60 bis 63, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 60 bis 63, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 57 bis 60,_ Sauen 50 bis 53. — Marktverkauf Geschäft in allen Viehgatttingen rege. Schweine zum Schluß abflauend, llebcrftanb, sonst ausoerkauft. Fettschweine vernachlässigt. frankfurter Lchlachtvicymarkt. Frankfurt a. M., 21. Mai. Der heutige Produktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung, das Geschäft war weiter sehr klein. Rur Haler war etwas stärker gefragt und höhere Preise wurden hier glatt bewilligt. Auch Kleie hatte etwas lebhafteres Geschäft. Mehle stark vernachlässigt und angeboten. Roggen lag 0,25 Mk. niedriger, da Ware genügend an den Markt kam. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 26,50, Boggcn 28 bis 28,25, Hafer, inländischer 28 bis 28,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 25, Mais (gelb) für andere Zwecke 25. Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 38 bis 39,25, Roggenmehl 39,50 bis 40, Weizenkleie 15 bis 15,25, BogflcnHeie 17,15 bis 17,75. Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 32 bis 60. Linsen, je nach Qualität für ©peiseKwecke 45 bis 105, Heu. süddeutsches, gut, gesund, trocken 8.50 bis 9 Weizen- und Roggenstrvh, drahtacpreßt 4.75 bis 5, Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 4 bis 4,25, Treber, getrocknet 19,25 btS 19.50. Tendenz ruhig. Kunst und Wissenschaft. vom Allgemeinen Deutschen Burschenbund. Der Allgemeine Deutsche Burschenbund (ADV.) hält seinen 45. Bundestag in diesem Jahre in Frankenhausen am Kysfhäuser während der Pfingsttage ab. Der diesjährige Bundestag steht unter dem Leitwort: ..Für den deutschen Osten." Zwei öffentliche Vorträge: „®er Kampf um die deutsche Ostgrenze" (Referent: Beigeordneter Dr. jur. Armin Graebert, 2. Bürgermeister von Anklam) und ..Die Zerstückelung des deutschen Ostens und der polnische Staat" (Referent: Dr Alexander R u s ch ke) werden den Teilnehmern die Bedeutung des deutschen Ostens vor Augen führen. Sprechstunde« der Redaktion 12 bis 1 Uhr mittags. 5 bis 7 Uhr nachmittag«. Samstag nachmittag geschloffen. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. Frankfurt a.M Berlin schlutz-, l-Uhr. ftnre 1 flure Schluß fiur* 9In|ang flut» Datum 19 ü. 21.5. 19.6. 21. 5. *1« Dl ^-lch-anleihe v. 1927 Dl Hut HM öl Schuld mit 87.1'j — «7,5 ”* Wuelof -Hechten . . . 31,85 51.75 51,8 Dcön> obue -lu-los Rechten 7V0 Ivranlj H»p -itzl. Ko dpt 19 19.8 19,1 19.4 unkündbar bi« 1932 . . au •t>i . . 9! tt- ÜJ ütd <3otlricg*-£b - — — — ltflationeu. rudiablbar 193? - — — 4ecbwtu VundeSd -«nl — 4% Ccfteiettbtfdie Goldne — 4,2'>tl'# Cfftrrr ich. Ötlberrte . 4.15 — *‘!o Lefierretd) etiiiieitl. Rte 4% Unciarilche Äoldrlc — — — 2a,75 25,0 26.2.5 4%ainoarik-bectflot6i v 1910 — — — 26,'.' 4*/, br«(il von 1913 — • — 4% Ungarische Qronrnrlc . . — •— 1.85 —— 4°/, Tuok. .^ollankibt o 1911 12,85 — 12.9 — 4°/^ Türk Bagdoddadn - «nl 13.65 13,6 13,9 4=7( bc6ul. eertt 11 12.9 _ 12.4 12,7 4% Diiimänen conoert 9ttc. 4*/, tHumüiien Soldanl. — — • von 1913 . . Hila D'lnich. liiltnbabn 4'/, Hambura-Amenko 'Pofet . 6 — 22 — lbT.75 170.25 16V,4 169.5 Hamb -Sudam Tamv'ftb 3 — 208.76 224 paina Damvtlchiü • 223..’ — Vtuil*rr vioDb 6 163,25 164.25 164,9 145.23 161..' Nllg Deuilche ttrcbüanfl.. 10 144 152.5 145.25 iBamt r Bankverein 10 151 ■ 152.5 Berlin« pandeisaelelllch. 12 Homineii- und Pnvai-Bk. li 278 * «81 48Z.5 leb • 5 1X8.3 Darniii ii 'Jianonalbanl. 12 '81 2*4.75 285 N>5 Deuilche Banl io 171 i. 4.25 17.1.7» 174.75 Dl«kon«o-äiesellschab flni 10 I6i 167.5 167.75 I6«< Dri«onci Baut 10 167.5 169 169 169.25 Muteldent'che tittbltban! 9 216.75 • 417 Metallbau! ... 8 142.5 144.9 Hl.75 145,5 R(!d)itxinl jj 287 275 286 293 Frankfurt a. M Berlin Sd)lub 1 Uhr- Sdjiuy «njang flurs । fiur» Rur» fiurs Datum: 19. 5. I 21 5. | 19. 5. I 21 5. A. E S..........7 1 ' . 176,13 173.75 175.75 Bergmann . . ......8 210 207.5 212.13 207.75 Eleltr. titefernnoen . . . io — 186..' 181.75 185 5 Licht und Kratt .....io 235 • ■2-33.4 234.5 Felten & cSuiU> aume .... 6 Äes r. Tlekir Uiuctn . . 10 137.5 187,5 137 138 294,5 294.5 293.9 293 Hamb. leleTtr. Werfe . . 10 ■ 163.75 — ssiboin- Elektr .... 8 171.5 171.75 171.5 171 Achtes. Eliktr.......10 — — 254.5 Lchuckert ...... . 7 212.75 214,75 212 5 214.5 Siemen» A HalStr . ... 16 153.5 354 353.25 354 _ 163.9 Lahmkver 07 310.5 310.9 311.5 Wbeimtabl .0 tRlebet! Montau...... .« ‘Serelnigte Stabfh). f. Vi 9 3 172.5 163.5 163 171,25 172 105.65 105 105 104.75 CtQUi Mmen • - 1 eh 55 55.4 55,4 Kalt slcherSleben • ■ .10 188 189.25 IVO 19U ItalllDefteresein . . JO 199 201.25 201.5 Kaltwert <»aUbetfnTt|) 12 313 — 333 334.5 9 ® 9artxn-9n6uftrte 10 Tonamft Ttodel.....0 Lchetd-anitolt .....8 ■84,5 206,75 284.5 . e i -84,5 136 285 ^oldfchmtdt .... . .5 103 103.5 102 103.25 Nutoercwerke .......0 J6.5 w 99 98.1 TteMQar'raoaft.....io 187,5 188,52 FrMibsurt a. M Berlin Schlug I 1-Uhr. Schiuh. , tin|ang Rurs hur» Kur» hur. Datum: 19. 5. । 21.5. | 19. 5. 21. 5 BbUiVV Hol,mann . . . , 12 tbu.65 - 161 158,20 Heidelberger Tement . . Gement Karlstadt 8 ■ 8 142 185 144 Ü'ayß 4 ffreitag . . . 10 160,9 160,5 — — SchultbetS Payenhofer. . 15 — —- 377,5 375 Cfttrerk . . . . 12 — — 336.5 334 Bee (»lanjftoff . . . . . 15 — — 760 761 Bembera.......... f — * 599 ^ellfton Galdbof..... 12 331 332 331 5 332 JeUftoH Alchafienbura • 10 2 4 75 ‘15,5 214.75 21b Übarlohenbnraer Waller. -7 — — 134.5 136 J ellauer F — — 215.25 212.75 Tatmler Motoren..... 0 116,5 116,75 116,25 116.25 Temag......... 0 — — 48 47 75 flblerröerfe Klever. . .. 0 95,75 98,25 96.5 99 Ludw. Loetre ..... 10 — — 160 _ ■J?at flntomobfl...... 6 — >0.5 91,2-’> Crenftein 4 «tovvel . . . . 4 — — 128.75 122 Linke Cormonr . .. . 0 * Leonhard Tie, . . . . 6 — — 297.5 298 Bamag. 11 cflutn ...... C — _ 25 Franks M,.lchtnm . . . . 0 81.5 — 80.25 — ^rtnrer ..... 7 133.5 — 133,25 _ Hevliaenllaedt ...... Iunfldan« ...... 0 _ — 6 — 90 91,9 — Lechwerke. ..... — 122 — Mamkratrwerke ...... 8 118.5 - — Mlafl ...... 10 153 _ 150.25 151 Nekarlulmer ...... 8 71 _ 70.25 Peter» Union ....... 8 109.75 _ 108 25 — »eld IRotimmn Vrie> Amtliche Notierung •»elb «rief 2ilnll-Nott Buen-Stres Brll-.?Intw inio aopendaaen Stoddolm HelllnfltorS. atdiuu. . London. . . Neuvork . . Paris.... Schweiz . . Svanieu. Iavan . . . *to be Jan- Bien tn D > CeQ. adgell Prag . . . Belrrad . . «ndavell. . Bul-anen ."'llabon Ton;-fl. . . Pri Q atm- Ltien . . Tonada Um not) . Cairo I68.J8 1.785 58.235 ui.ru 112.03 111.99 10.505 21,985 30.381 4.1740 16.43 40.4.5-, 1.943 1.54126 -8,72 12,371 7,353 72,94 3,017 17.83 51,43 2,1.3 5,425 4,169 4,286 20.905 168,72 1,783 58.355 112,05 10.1 112,21 10,525 #,025 80,421 4,1820 16,47 60,615 70 03 1.947 0.6048 »8,84 12,391 7,367 73,08 3.023 17.87 81,59 8.157 5,435 4.177 4,294 20.945 16840 TSäJT" 1.785 1,789 38.245 58,365 111,84 11', 06 112,02 112,24 111.91 112,21 10.508 10.528 21.99 -'2.03 80.379 20,419 4.1740 4,1820 16.43 16, .7 80.455 80.615 69,» 70.02 1,938 1.942 1.5028 0.5048 <*8,72 58,84 12,371 12,391 *.253 7,267 72,92 73.06 3,017 3.0» 17.83 17.87 81.46 61,82 2.151 2,155 5.475 5,435 4.169 4,177 4,886 4,294 30.905 20.945