'Ng kn'. '«14 i,a'- bat Erlaus« Äte ? «* «L ?Senby! j d«' bmL d die ÄutkT $5^. Xuti < die 4,50 ä >cbörsk ..N^ matt. =lunmunq b*,. J in »eisen ft I°d°b eint * SMtaQrft “er, namentlich übrigen blieben wurden nohm; : commiden Lande. - >axl D. Leu« ibe der Mstn« mt in einer ach!« mit ge payt -Stj£. SaD-J an | LIL» Ur.« iO,57. LS 'S 0 LS» »> Zu Ä 18-g 81-’ 2.1^ .Ft 20.^ elö___L 2,78 1,9t 1,60 8,96 2," 2,00 0,49 9,20 2,S 2,85 antf®1 1«.N 1UF VF 2,5t iir." 80,81 69,48 12,4 "3,15 O-» 18W / 1,763 J8.it U'-’l 111.;? iV'lb. 10,55 21,84 20,33 1,1915 16,46 60,"5 69,2? 1,921 -9,Ott U,42 7,870 73.0« 3.0Z 81,«' 2,1* j,4r ,19 Nr. 222 Erster Blatt 178. Jahrgang Donnerstag, 20. September 1928 Lisch««»' lägHS),ae^n bowatag» ewb ^«irrteg» Beilage!. Qhetjtaei 5°eilH«*bt6f1n fjetmat tm Bild Die Scholl» monati-Be)eeiprtti; 2 9lrid)»*arh und 20 Netchspseaalg fir Ir4gtt> lohn, auch Ml Aich ter» scheinen ehtjelxer5himmeni nfoly höherer Gewalt. J«rn|pred)an|d)IÜHe: 61, M und 112 Anschrift fti Drahtnach« nd)ten Nnzelqer Gieße». Pel10«rftomo. .^Teufterl am Blain 11SM. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid mb Derlei; BrflWW Uitoerfitäts-Bnd?- nn& SietHörnderet R. tauge in «le&en. Sdfriftktning und Geschäftsstelle: Zchulstraze 7. 3iwa6me von Anzeigen flr die lagtsnemmfr btt juwi Nach m,nag vorder. Prell fit 1 nm höbt fir Anzeigen von 27 mm Dritte örtlich 8, aesmärt» 10 Reichspsennig- fir Ve» hlameameigen von 70 irm Drerte 35 Reichapsenmg, Platzvorschnst 20*. mehr. (I befrei aktear Dr Friedr Dill). Lange. Verantwortlich turDoimk Dr. Fr Wilh Lange fit Feuilleton Dr H Idyrrol, für den übrigen led Ernst Blumschcin; fit den Anzeigenteil Äurt tzivwann, sämtlich hi Dietzen Besprechungen beim Reichskanzler. Bayern wünscht eine Länderkonferenz. Berlin, 19. SrpL (prioalmelbang.) Der Reichskanzler empfing beule In Gegenwart den Staatssekretär» vr. punder den deutschen Botschafter in pari», 0. H 0 esch , und daraus den Reichöbonkpräsidenlen Dr. Schacht. Die Voss. Ztg." berichtet, datz Reichskanzler Müller mit Botschafter v. Hoesch die Lage nach den Genfer Beschlüssen darchgesprochen und die diplomatische Weiterarbeit In der Räumungtfrage erörtert habe. Die Unterredung De» Reichskanzler» mit dem Reichsdonkpräsidenten vr. Schacht habe der zweiten In Genf zur Lösung gestellten Jrage, der Regelung der Reparation», ahlun gen, gegolten. «In Antrag der bayerischen Regierung, die Ministerpräsidenten der Länder zu einer gemeinsamen Besprechung der Genfer Verhandlungen noch Berlin einzuladen, ist gestern nachmittag in der Reichskanzlei eingegangen. Ein Termin für diese Konserenz steht aber zur .Zeit noch nicht fest, und man hält e« für wahrscheinlich, datz auch diese Zusammenkunft, ebenso wie die Sitzung de» Auswärtigen Ausschusses de» Reichstage», wohl erst in der nächsten Woche nach der Rückkehr der deutschen Delegation au» Gens ab- gehalten wird. Bayern- Anregung ist von gewisser Seite wieder sofort die Interpretation gegeben worden. olS ob sich dahinter ein parteipolitischer Vorstoß verberge, der bewustt oder unbewußt deutsch- national orientiert sei. Das scheint unS doch eine kühne Konstruktion. Es ist eigentlich immer üblich gewesen, dost die Regierung, wenn in Genf wichtige Dinge vorgefallen waren, nicht nur den Auswärtigen Ausschuß de« Reichstags informierte, sondern auch dem ReichSrat Auskunft gab. Das wird sie gewist auch in diesem Falle tun, wo auf feiten der Lander sehr starke Gründe für eine eingehende Information geltend gemacht werden können. Schließlich greifen die finanziellen Verpflichtungen. die wir bei einer Einlösung unterer.Kriegsschulden übernehmen müssen, stark in die Disposition der Lander hinein, und man wird eS ihnen deshalb nicht Übelnehmen, wenn sie wenigsten- vertraulich wissen möchten, worauf sie sich ungefähr einzustellen haben. Noch wichtiger aber ist, wenigstens für einen Teil der Lander, ein zweiter Gesichtspunkt: die Feststellungskommission wird in den diplomatischen Verhandlungen noch ziemlich lange spuken, und wir wissen ja, welch.' Abfichten die Fran- tofen damit verfolgen. Wenn nur ein Teil dieser Hintergedanken realisiert wird, dann bedeutet das einen erheblichen Eingriff in die Polizeirechte aller der Länder, die in das besetzte Gebiet hineinragen, also Preuften, Bayern. Hessen, Oldenburg. Es bedeutet aber auch mindesten- den Versuch, für die gesamte entmilitarisierte 3one Ausnahmegesetze au schaffen, die beispielsweise fast das ganze Bad- ncr Land dann dauernd der Qleugier jener Äom- Mission öffnen würden. Ob staatsrechtlich das Reich überhaupt befugt wäre, solche Abmachungen zu treffen, ohne due leidtragenden Länder zu fragen, ist höchst zweifelhaft. Daß aber praktisch, wenn nicht eine Entfremdung zwischen dem Reich und den Ländern entstehen soll, die Ausübung eines derartigen Rechtes unmöglich wäre, darüber kann lein Streit bestehen. Selbst wenn also die Feststellung-kommission zunächst ein sehr vager Begriff ist. bleibt es doch notwendig und wün chenswert, daß die Länder rechtzeitig gehört werden, damit ihre Bedenken und Dünfche am Beginn der Verhandlungen bereits berücksichtigt werden können. Sine neue Erklärung Irlands. „Alles soll aufs versöhnlichste erledigt werden." iBcnf. 19. Sept. (TU.) Dem Genfer Korrespondenten der .Franks. Ztg." erfiärtc der fran- pflsche Außenminister Brianb kurz vor feiner Rückkehr nach Paris folgende-- über die Regelung der Reparationssrage: .Man muh richtig verstehen, um was es sich handelt. Dir zahlen unsere Schulden an Amerika und werden sie weiter bezahlen, unabhängig davon, was in der Reparationssrage erzielt werden wird. Aber das französische Volk möchte gerne wif en. was es von Deutschland tatsächlich erwarten kann. Das Repara- tienSproblem ist eine Frage für sich. ES geht Amerika überhaupt nichts an, da wir an Amerika weiter unsere Schulden zahlen werden. Ss kann bei allseitigem guten Dillen in kurzer Zeit geregelt werden, vielleicht in einigen Wochen, vielleicht in zwei Monaten. 36 es geregelt werden, dann kann sofortdieGefamt- raumung eintreten.“ — Heber die Der- gleichSkommisfion sagte Brand folgendes: ,3n Deutschland wird die Äommvfion als Kontrolle angesehen. Man muh die Verträge kennen, insbesondere den Artikel 213 des Versailler Vertrages. Die Kontrolle besteht bereits und sie könnte sehr unangenehm werden. Deshalb eben haben wir die Kommission vorgeschlagen, eine Commission de conciliation, die im Bedarfssalle alles aufs versöhnlichste erledigen soll. Es gibt solche Korn- Ein deutscher Vorstoß im Abrüstungsausschuß. OerKampsumdenEinberufungsterminderAbrüstungskonferenz.-SpielmitverteiltenRoll^n? Ein Antrag Graf Bernstorffs. 3n Genf ist der Abrüstungsausschuß nun gluck« llch so weit gediehen, datz er sich über die Festsetzung des Termin» für den Zusammentritt der vorbereitenden Abrüstungskonferenz und im Anschluß daran dann auch der richtigen Abrüstungskonferenz unterhalten kann. Dabei hat es gleich am ersten Tage ein Zwischenspiel gegeben, das in seinen tieferen Zusammenhängen noch nicht ganz aufgeklärt ist, das aber doch für die Kräfte kennzeichnend ist, die in der ganzen Abrüstung gegeneinander wirken. Der recht hilflose Vorsitzende der bisherigen vorbereitenden Konferenz, der f)ob länder Leyden, kam mit dem merkwürdigen Vorschlag, daß er die Konferenz erst wieder einberufen könne, wenn vorher die großen Seemächte fich untereinander hinter verschlossenen Türen ausgesprochen hätten. Dieser Vorstoß rkmßte zunächst den Eindruck machen, als ob er mit Frank- reich und England verabredet sei und nur den Zweck verfolge, eine möglichst langeZwi« s ch e n p a u s e bis zur Fortsetzung der Beratungen der Konserenz einzuschieben, weil ohne weiteres anzunehmen war, daß diese Besprechungen der See« machte mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen wurden. Um so verblüssender wirkte es, daß der englische Vertreter Lord Tushendun nicht nur sein Erstaunen zum Ausdruck brachte, sondern auch den ganzen Dorfchlag mit einer Handbewegung in den Papierkorb beförderte. Mit dem Hinweis, daß em. ioldic 'ronserenz die vorzeitige l.R e • t • fion des Washingtoner Abkommen» bedeute, die erst 1931 in Betracht kommen könne. Er glaube daher nicht, daß seine Negierung eine solche Konferenz überhaupt beschicken würde. Worauf dann wieder Paul-Boncour al» Friedensengel auftauchte, um eine Entschließung einzubringen, die den vorbereitenden Ausschuß für Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres zusammentrommeln will. Ob es dabei um ein Spiel mit verteilten Rollen handelt, ist im Augenblick noch schwer zu sagen. Dheoretisch wäre es auch möglich, daß England sich mit Rücksicht auf Amerika aus einer allzu engen Verbrüderung mit Frankreich Herausbalten möchte. Da- wird fich vermutlich bei der Fortsetzung der Debatte zeigen. 3edenfalls war es dringend notwendig, daß von unserer Seite mit aller Deutlichkeit der Antrag des Reichskanzlers auf beschleu- n i gt e Einberufung des Abrüstungsausschusses m Erinnerung gebracht wurde. 0er deutsche Antrag. Beschleunigte Festsetzung des Datums der Abrüstungskonferenz. ® 1 nf, 19. Sept. (WTB.) 3m Abrüstungsausschuß der Dölkerbundsver'ammlung wurde die Aussprache über den Stand der Arbeiten deS Vorb k* und B,lduna»wes«n wurde durch Kurse. Derbesscruna und Vermehrung der Untcc- richtSmtttal und durch Dortrüge weuer aus- aestaltet. Die Wohnungsfürsorg« wurde durch Schaffung von 4203 Reuwohnungen gefördert. ^"lin. 19. Sept. (WTB.) Die Deutsche Deich-post veröffentlicht soeben ihren Geschäfts- bericht über dos "Rechnungsjahr 1928 (1. April 192Z bis 31. Mürz 1928) Dem Bericht entnehmen wir. daß vor allem die Verwal - tungsreform weitergeführt wurde durch Ausgabe einer neuen Zuständigkeit-, ordn ung. di« den Schwerpunkt der Verwaltung in die Oberpostdirektionen verlegt und den Suherrn Dienststellen die endgültige Erledigung d«r örtlichen Betriebs- und Derwattungsge- schüsw überweist. Dos "Beschassungswesen wurde neu geregelt mit dem Grundsatz der Dezentralisierung der Bestellung. Der Zentrale bleibt die Festsetzung der Xichlpreils und Lieferbedingungen Vorbehalten. Die Verkehrs- Werbung wurde weiter ausgebildet. Dos Unter- richts-i— genomrnen. Das Luftpostnetz hat im Berichtsjahre um 7300 Kilometer, die Zahl der zurückgelegten Flugpostlilometer um rund 3,5 Millionen zugenommen. Der Fernsprechverkehr wurde durch Einrlchtur.g einer großen Zahl neuer Selbstanschlußämter und Schneilver- kehrsämter weiter entwickelt. Die Zahl der selbständig betriebenen Anschlußleitungen ist im Berichtsjahre um 232 d. $). angewachsen Das Funkwesen hat lich kräftig weiterentwickelt. Bor allem hat der Unterhaltung-rund- funk im Berichtsjahre eine namhafte Steigerung von 36,6 v. H. erzielt. 48rStunden-Woche der Beamten. Berlin, 20. Sept. (WTD. Funkspruch.) Boa feiten etniaer Beamtenoeganisatronen ist in den letzten Iahren mehrfach versucht worden, cm« Aenderung der Dienstverhältnisse der Beamten herbe/zusühren durch die Festlegung der 48-Stundenwoche. Die jetzigen Bestimmungen sehen die 54- bzw. 51- Ltundenwoche vor. 3n diesen Tagen haben nun, wie die „Deutsche Zeitung" berichtet, erneute Besprechungen im Reichsinnenministerium stattgefunden, von denen erflärt wirb, daß sie einen erfolgreichen Verlauf im Sinn« derer nehmen, die auch für die Leichsbeamten- schäft die 4L-Stund«nwoche einführen wollen. Oer polnische Handelsvertrag. Deutschland wünschtAbfchaffungdesBifums Don unserer Berliner Redaktion. Berlin, 20. Sept Der Führer der deutschen Delegation für die Handelsvertragsver- handlungen mit Polen, Minister Hermes, ist in Berlin eingetroffen, um über den bisherigen Verlauf der Verbandlungen Bericht zu erstatten, während inzwischen die Beratungen mit den verschiedenen Kommissionen in Warschau fortgesetzt werden. Ss scheint, als ob man auch diesmal nicht recht vom Fleck kommt. Die Polen hatten gehofft, daß eine linksorientierte Regierung zu größeren Zugeständnissen gerade aus dem Gebiet der Einfuhr von Lebensrnitteln bereit sei. Sie haben sich darin getäuscht. Soweit wir wissen, ist Herr Herme- mit den gleichen Instruktionen von Berlin weggefahren, wie er sie schon von der vorigen Regierung bekommen hatte. Die deutsche Delegation hat jetzt eine Liste von ungefähr 600 Positionen eingereicht, worin sie Wünsche auf Ermäßigung des Rormalzolles geltend macht. Diese Forderungen sind nicht übertrieben, wenn man bedenkt, daß Polen eine kaum übersteigbare Zollmauer um sich errichtet hat. Da- Entscheidende aber ist, daß auch die l Riederlasfunasfragen. die von uns von ausschlaggebender Bedeutung sind, im Rah- f men der Handelsvertragsverhandlungen endgül- tig bereinigt werden, denn uns nützt ein 5>an- delsvertrag nichts, der zwar günstige Positionen enthält, aber den Reichsdeutschen keine Gelegenheit gibt, in Polen Handel zu treiben. So ist von deutscher Seite der Wunsch geäußert, im Verkehr der beiden Länder den Visum- zwang abzuschaffen. Diese Anregung würde die sehr komplizierten Probleme der Riederlassung und der Grenz^onenverordnung wesentlich vereinfachen. Anscheinend ist dieser, deutsch« Vorschlag auch auf polnischer Seite be* Neuyork, 19. Sept. (WD.) Die Ausläufer westindischen Tropensturms peitschten heute Ballantische Küste bis Boston auf. In dem en Badeort Atlantic City erreichte der Sturm zeitweise eine Geschwindigkeit von 72 Stundenmeilen. Die nach dem Meer zu gelegenen Stadtteile von Atlantic City wurden überschwemmt. Die Seegischte spritzte 50 Fuß hoch über die Strandpromenade, doch ist der angerichtete Schaden verhältnismäßig gering. Der Orkan richtete die größten Der- heerungen in dem Gebiet des Okeeschobee- Sees an, wo die Zahl der Toten auf über vierhundert geschätzt wird. Zweihundert Leichen, davon die Hälft« Neger, wurden bereits beerdigt. 15 000 Menschen sind obdachlos und leiden große Not. In Palm-Beoch eingetroffene Flüchtlinge geben ergreifende Schilderungen von dem Zerstörungswerk und den Rettungsversuchen. Der Orkan wühlte den Okee- schobee-See zu Riesenwellen auf und gegen elf Uhr in der Nacht zum Sonntag brach der ^eedeich. Ein riesenhafter Wasserschwall ergoß sich m die Riede- nmgen des östlichen Ufers und überschwemmte das Gebiet zwischen Vkeeschobee-City in, Norden und velleglad im Süden. Das Master stand stellenweise neun Fuß hoch in den Straßen. Die Belvohner der einstürzenden ))äuser flüchteten sich in andere Wohnhäuser, die gleichfalls von den Fluten fortge- schwemmt wurden. Ein Farmer, der sich mit Frau und fünf Kindern retten konnte, flüchtete nach dem Einsturz seine, Hauses auf ein Hausboot, auf dem I'lh bereits 150 andere Perjonen befanden. Zahl- reiche Menschen trieben auf Holzstücken in den Flu- ten umher und konnten da, Hausboot nicht errei- chen. Andere hatten sich auf die abgedeckten Haus- dacher geflüchtet, die auf dem See schwammen und verbrachten so dl« gany Nacht. 19. veptcmber, hielt Seneraksuperintenbent Professor Dr. S ch i a n (Breslau) einen Bortrag über die Bedeutung der Reformation für di evangelische ®e- melnbe, insbesondere für die der Diaspora Der Redner betonte mit Rachdrua die Bedeutung der Gemeinde als der Grundlage jede, kirchlichen Leben, und der Gesamtkirch« überhaupt und führt« dann u. a. au,: Die Grundgedanken der Reformation von dem allgemeinen Priestertum, von der brüderlichen Kemeinschatl aller Gläubigen und von der werktätigen Liebe de, praktischen Christentums sind heute wie zur Zeit der Reformation maßgebend für jede, wirklich lebendige Gemeindeleden. Das gilt in be- sonderer Weise für die evangelische Gemeinde bet Diaspora. Ze größer in ihr die Gefahr der Str- einzelung ist, um so dringender ift der Zusammen- fchluß zur Gemeind« geboten, um »o mehr bedarf es der energischen Sclbsttättgkeit dieser Gemeinden. Nirgends findet man deshalb lebendigeres Gemeindebewußtsein als in der Diaspora, nirgends auch größere Opferwilligkeit für die Gemeind«. Dann sind di« Diasvora-Gememden em Vorbild für die Mutter- kirchc. Mit großer Weit cht hat der GustavAdolf- Verein die hieraus sich ergebenden Aufgaben er- könnt, indem er seine Arbeit für Jle -vangelischt Diaspora des In- und Auslandes in erftkr Linie den Gemeinden zugute kommen ließ. Wer die evangelische Diaspora bauen will, muß doppelt klar den Bau der evangelischen Gemeinde zu seiner Aufgabe machen. Oer Hessische Landtag beginnt seine Arbeit. Eine Litznng des Gesetzgebungsausschusses. . WHP. Darmstadt, 19. Sept. Mit der heu- haen Sitzung des zweiten (Gesetzgebung--) Ausschusses deS Hessischen Landtags hat die parla- ineittarischs Arbeit der Herbstsesfivn ihven An- sang genommen. — Der von dem Abg. Best gewünschte Gesetzentwurf über di« Ablösung der Markanlcshrn hessischer Gemeinden wird zurück- gesteNt, weil in den Fraktionen zunächst mxh einmal zu dem damit aufgeworfenen Problem Stellung genommen werden soll. — Die vom Kreisausschuß in Heppenheim gewünschte authentische Interpretation des 2ttttkels 32 des hessischen Straßengcsetzes wegen der Llebernahme von frei gewordenen Obslbautechnikern auf die Provinzen wird vom Ausschuß zunächst zurück- aesteNt. Die Regierung wird um Mitwirkung bei gütlichen Einlgungsverhandlungcn zwischen den beiden Parteien aufgefordert. Bei einem negativen Ausfall wird der Ausschuß sich erneut mit der Sache befassen. — Die von kovunu- nistischer Seite geforderte Einsetzung von Gefangenenbeiräten rief eine lebhafte Aussprache hervor, die aber heute nicht zu Ende geführt tourbe. — Einige Eingaben auf Straferlaß oder Begnadigung beschäftigten dann noch den Anschuß, der sich darauf bis zum Freitag kommender Woche vormittags vertagte. Für die kommende Woche ist siir die Beratungen der Ausschüsse des Hessischen Landtag- fol- gende» Programm festgesetzt: Der Finanz au s- ch u b wird am Mittwoch und Donnerstag zu- ammentr-ien, um eine Tagesordnung von nicht weniger als drei Dutzend Vorlagen und Anträgen >u bewältigen. An besonder- wichtigen Fragen tehen zur Beratung die Einrichtung einer Fern- prech^Selbstwähler-Anlage für alle staatlichen Behdrden und Dienststellen in Darmstadt, Reu- >auten an der Technischen Hochschule in Darm- tadt, Ausbau deS Schlosses in Lichtenberg i. O. und ejn Antrag auf Lebernabme der Renten- bankzinsen auf die Reichskasse. Am 25. September wird der Finanzausschuß eine Besichtigung in Bad-Rauheim vornehmen. — Am Frei- tagvornrittag wird der GesetzgebungSau-schuh sein ihm noch vorliegende- Material durcharbeiten Der Rachmittag wird ihn in M a i n z sehen. Hier wiz-d insbesondere dem Frauengesängnis eip Besuch abgeplattet werden. Bekanntlich be- ftebt die Absicht, die gefangenen Frauen sämtlich in Mainz unterzuhringen und die Frauen- Abteilung ht Butzbach aufzuheben. v. Hünefeld erklärte vor Pressevertretern u. e:t ist mehr stimmt 8r M im Wasser, al toeJc genau : richten, weil bie Drohung an meine Bor halben Jahr Äinber, um bie kin tümaiat, a rtM'-ä if uni ai et äbenb» roll barm tetWyn bii m Wn 1 am Telephon i chen. Unb hc gelellschasüiche langweilt unb aber nicht met wahren. Unk bat. bie ihm ( Sorgen, von t bot sich niebe; Venn ich cinmc "ch all bat fli habe . . tziehf n«$> M schlim; Smolern an be bort, teo deine n'chi m Mn ban schon reä batst gesagt. Aed teilen, mü ich doch fvt6 nun praktisch Aus der Provinziashauptsiadt. Drehen, den 20. September 1928 Die Waage. •Sorte der tt^alricbenfcit sagte mir Ittzhin einer. Hn-ufriedenhckt mit sich und seinem Schicksal- .Das bat man t»om Leben? Arbeit Plag«, SÖrQCTL Don dem. wa» man sich wünicht. fl«tK nur das Gering sie in Erfüllung Ader desto mehr werden einem Fallstricke gespannt. Stein« tu den Weg gelegt Zerbrochem wird einem, wat man mühsam ausgebaut bat. und man zcrbr'cht selbst unter den vielen Ricderlaaen." Wan muh die Weirschen autreoen lallen, wenn sie von sich sprechen, auch wenn man ihn« v ideckprechen muh Sie hören ja doch nicht daraus, va» tan ihnen saat Und so Vernäh» ch eine la-gc Litanei dir Klage Hundsmiserabel schlicht ging e* meinem Aebenmann. lind die andern lebten all« m Glanz und Gloria. So wenigstens stellte er «s dar. Ich tragt« mich, tna» wohl ein Sokrates oder ein Diogenes auf solche Ieremiaden geantwortet Hütte. Wahrscheinlich hätte der eine auch hier die ckinsochh.it tfnb Dedürfnislosigkcck gepckcken. wie er es in seiner Zeit getan und sogar hergelebt hat Unb der andere hätte in dem langen Zwiegespräch die Schlingen des Geistes immer enger um da» Opser gelegt, bis c« hätte zugeben müssen, dah gar nicht» Wahre» an dem 's», was sich der Un^ufneben« erndildet, daß er besiht, was er braucht, und dah die andern um fein Haar besser daran sind. Denn viel mehr baden sie auch nicht. Wenn sie m^r haben, brauchen sie auch mehr, ohne das, für sie ein neimenswerter Gewinn dabei herausspnngt, und wenn ihnen scheinbar mehr Freuden ^ugctclt werden, so werden Ne doch auch ihre Sorgen Ul6ojrfliM legt« ich auch dar. Ader ich verfüge weder über bie Bered tsamkeit eine« Sokrates noch über die Selbstüberwindimg eines Diogenes. Also führte ich eben In bescheidener •Setk aus Lege einmal deine Sorgen aus die «ine Veite der Waag« und denke nach, ob dir nicht auch manche Dvrteile und GsückSmöglich- keiten bleiben. Diese legst du aus die andere Seite Run schau nach dem Zünglein. CM bleibt schön in der Witt«, schwankt »war ein wenig, aber nicht viel. Sv. Und nun zieh« einmal die ateuben «ine» dir Bekannten herbei, den du -neidest. Denke genau nach, warum du ihn beneidest und warum er sich nach deiner Meinung glücklicher preisen kann als du dich. Hast du es? Ja? Gut Jetzt ebenso ehrlichen Willen» di« ander« Woag'chate belegt mit dem. was dir nicht gesallen will. Denk« genau nach. Sieh mal, er hat eine seudale Billa, aber feine Zeit, sie zu gern eben, ist eigentlich ein Fremder in feinem Heim Sc hat eine schöne Frau, ober ihre Schönheit ist mehr für die andern, al» für ihn bestimmt. Gr scheint gesund zu sein wie der Fisch im Wasser, aber er ist gezwungen, seine Lebensweise genau nach den Angaben des Arztes zu richten, weil ibn sonst der Zucker guäU und die Drohung schreckt: Wenn du dich nicht genau an meine Dor'christen hältst, kannst du in einem halben Jahr ins Gras beißen muffen. Gr hat Kinder, um bie sich gezwunoenermaßen das Fräulein kümmert, aber auch nicht mehr, als unbedingt nötig ist und als das Gehalt rechtfertigt. Wenn er abends müde aus dem Geichäst heimkehrt, dann Verfölgen ihn bte wirtschaftlichen 'Dinge bi» m sein Anlleidezimmer: 3ett Soundso ist am Telephon uns wünscht ihn dringend zu sprechen. Und hat et das erledigt, so rufen ihn ge'ellschastliche Derpslichtunaen, bei denen er sich langwellt und sich nach Ruhe sehnt. Sr darf es aber nicht merken lassen, sondern muh den Schein wahren. Und wenn er einmal «ine Stund« hat. di« ihm gehört, dann fleht er vielleicht mit Sorgen, von denen du dir nichts träumen läßt, vor sich nieder: Der Jung« gefällt mit nicht; wenn ich einmal bricht mehr bin. geht wahrscheinlich all da» flöten was ich mühevoll ausgebaut habe Siehst du. f o kann es auSsehen. und noch viel schlimmer. Und wenn du nun nach dem Zünglein an der Waage schaust, so steht c» genau dort, wo deines stand: »« schwankt «in wenig, aber nicht viel. , . Wern Gegenüber stimmte mir völlig bei Du hast schon recht.- Ra also! Wern« Phllo^phic hatte gehegt. Als wir uns die Hände Aum AL- chied reichten, meinte er jedoch: ..Du. ich glaube, daß ich doch lieber der andere wäre, als ich." So sind nun bi« Menschen! praktische rierseuchenbelämpfung in Lessen. 1DOQL Amtlich omb milgeteilt: Die Sttennl- ritt hon der hohen Bedeutung einer umfassenden T'.erseuchenbetämpf ung für das ad amte Bolls- vennögen. die Dollsernahrmia und DoUshdgiene im allgemeinen, sowie für die Drrrichaftslage ber landwirtschaftlichen «reise im besonderen. in einem Umsang Allgemeingur geworden, daß bi« häufigen Fragen der Ockfcnkichkcit nach dem. was in dicker Aichtung von der Regierung getan wird, gerechtfertigt Dabei ist zu be- bauten, daß, solang« «s der Wissenschaft unb der Forsttzung nicht gelungen ist. Methoden auszu- arbeiten, b* mit nahezu adfoluter S.cherhen bi« Ausrottung einer Leuche nnerhaL eines Landgeb'.ets und das wertere Fernpacken der Seuche von ’r.nen Grenzen gestatten verwat- rungsiechn.sche Maßnahmen Umfang und dem- entsprechende Schäden der Seuche auf en Mn- befnnoh berab»ubrtidon ver'uchen müssen Hw abhäng g von den Mitteln, die der hessisch« Staat seit nunmehr einem Jahrhundert der T. «rseuchenbekämpsung zur Berfü.iung nestel:r hat war er stch stets auch der Pflicht dewuftr be ihm in bezug auf bie praktische Lerfeuchrndekämpfung au'erlegt bleibt Ss fe, rttemrrt an d«e von dem hessischen Staat groß- Mgig ausgezogen« Bekämpfung des not» lauf» der Schwein« und an di« vor kurzem er'che^en« Adhand'ung über bie in Hessen dirrchgeiühne moderne Dekämpsung der Maul- und Klauenseuche- Ader vieles k'ckbt noch au tun. das zum Teil mangels geeigneter Mittel nicht zur Ausführung gelangen kannte 71 ach dem fchon vor Jahren der Lond- rag tec Mittel zum Ausbau der Staatlichen AoLau'-Zmpsanflalt in Gießen zu «ner neu- 4 «rtl'chen veterinärpolizeilichrn Aw alt bew:tligt hat. wird nach Fertigstellung ves Baues. vorauss5chS.ch vom kommenden Jahr ob. in vermehrtem Umfang praktische Arbeit aib dem Geb ei« der Tiedeuchenbekämpfung ge- le.ftet werden können Zu diesem Zweck wird in Kür.;« dem Landtag ein Gesehentwurk über das Tuberkuiose-rilgungsversah- ren vorgetegt werden. 2s «st zu erwarten, daß in der Zusammen arbeit zwischen der genannten Anfia.l unb den beamteten unb prak- l 'chen Tierärzten des Landes Ersprießliche« im Kamps gegen bte Tierseuchen, ganz besonders auch bei der Bekämpfung bei ansteckenden Scheid«nkaiarrhs der Rinder und des aufter- otdeni.ch verlustreichen teuchenhaften Derwer- senS der Rinder geleistet Wick). Taten für Areitag, 21. September. Sonnenaufgang 5.44 Uhr, Sonnenuntergang 18.01 Uhr. — Mondaufgang 13 45 Uhr: 9Ronbuntergang 21 12 Uhr. 1452: der italienische Reformator Girolamo So« oonarola in Ferrara geboren; 1588: Raffer Rarl V. im Kloster San dufte in Spanien gestorben; — 1K32: der Dichter Walter Scott In Abbotsford gestorben. 1860: der Philosoph Arthur Schopenhauer in Frankfurt a M. gestorben; — 1870: der Maler Sascha Schneider In St Petersburg geboren, — 1890: der Fliegeroffizier Max Jmmelmann geboren; 1895: der schwedische Dichter Viktor Rydderg In Stockholm gestorben Wics;ener rvochenmarktprcise Es kosteten auf dem heutigen Wochewnarti da« Pfund Butter 200 bis 220; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140: Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 12 biS 15; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 10 bi« 15; rote Rüben 10 bis 15; Spinal 30 bi» 35; Römischkoh' 10 bis 15. Bohnen, grüne. 20 bis 30; Dohnen, gelbe. 30 bis 35. Unter-Kohlrabi 8 bis 12; Tomaten 20 bis 30; Zwiebeln 15 bi» 20; Meerrettich 50 bte 60. Rhabarber 10 bis 15; KürbiS 8 bte 10; Kariosseln 5 bis 6; Frühäpfel 25 M« 35; Falläpsel 8 bis 10; Dirnen 10 bis 30; Zwischen 10 bis 15; Reinaklauden 30; Preiselbeeren 50; Brombeeren SO; junge Hähne 100 bis 120; Suppenhühner 100 bi» 120; das Stück Tauben 60 bis 80; Gier 15 61» 16; Blumenkohl 50 bi« 150; Salat 10 bte 20; Salataurksn 10 bi« 50, Ginmachgurten 2 bi« 3; Gndivten 10 bi« 30; Ober-Kohlrabi 5 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 5 bi« 20; Sellerie 20 bis 50; da« Diurd: Radieschen 10 bis 15 Pfennig. Bornotizen. — TageSkalender für Donnerstag Lichtspielhaus Dahnhofstraße: .Der fdtfame Fall eines Arztes". — Astoria-Lichtspiele: .Tragödie im Zirkus Royal — Der Dräfig-Dar steiler Anton Melzer veranstaltet morgen abend im Katholischen DereinShaus eine Aufführung von „3w fpektor Dräsig« Abenteuer in Berlin . Das Gastspick Melz«rs beginnt um 8 Uhr. Wie man uns mitteilt, seien diele Gastspiele In anderen Städten mrt Hartem Dcksalk ausgenommen worden. Man beacht« bi« heutige Anzeige • " Herbstwetterregeln Das Doll, unb besonders das ländliche, ist ein aufmerksamer Beobachter der Ralur. Die Wetterregeln. die es sich Im Laute ber Zeit Aurecht- gemacht hat. treffen gleich ben Prognosen ber modernen Wifsenfchast nicht immer, aber doch recht häusig zu. So heißt es im Dolle vom Anfang des Herbste« .Herbstanfang deutet da« Wetter für den ganzen Herbst an." Und fo pflegt e« auch zu fein, denn seht Im letzten Drittel des Septembers regnerische« Wetter ein, so bleibt es auch sehr lange mit kurzen Intervallen, in denen Die Sonne lacht, bestehen. Sin bekanntes Sprüchlein lautet: .Sitzt im Herbst fest das Laub an den ‘Bäumen, beutet es auf einen strengen Winter", und ein anderes behauptet .Wenn bte Bäume zweimal blühen, wird sich ber Winter bi» Mai hinzieden." Auch bie Rosen find Wetter- künder Don ihnen heißt es .Späte Hofen im ®arten sollen einen schönen Herbst und Winter anzeigen' Bdonbert aber die Tierwelt ist es auS deren Berhalten da« Doll auf die Art ber kommenden Ia^eszeit schließt Don den Ameisen sagt es .Siegen bi« Amckten tief tm Hauten, so bedeutet dies einen kalten Winter", unb von der. Sch- ccken .Wenn sich die Schnecken früh deckeln, so gibt es einen hüben Winter" Gin milder Winter aber soll emtreten wenn sich im Spätderbst Mücken zeigen, und em schneercichcr Winter. wenn im Herbst sich noch Donner vernehmen läßt. Dom Schnee, den wir ja fchon im Herbsi zur Genüg« wieder tenncniulcmm pflegen sagt man. und das trifft in den meisten Fällen zu .Fällt der rre|Ti|d)»n Chordirigentenoerbande-' gedalten wird. Rackntckt- tofl» finde« btt Hauptoerfammlung statt, am Adend ein .Rheinischer Abend". 8m Sonntag werden Musikdirektor Rudols Werner (Frankfurt a W.> und Prosesior Dr Noack (Darmstadt) Votträg» hallen, anschließend wird KapeUineister Naumann mit einer Ctzorgelang»stunde in die Prart» einsähren. Am Sonntagnachn'ittag wird eine Schudcrtfeier der Mainzer Sängerschaft den Au»« klang der Tagung bilden. ,e Der Ertrag ber Hinbendurg- Wohlfahrt »-B rrefmatk« n. 3m Reichs- otbeitsausschuß bei Deutschen Rolhilfe wuibe Sestern bas endgültige Ergebnis de« Tterkauss- er Hindenburg-Ovohlladrts-Dckefmarken unb -Postkarten befanntgegeben. Der Ertrag, der bem RcichSpräfidenten zur Otetfügimg gcfkllt werben konnte unb im wesentlichen bereit« für ben notletbcnben Mittelstanb. für Klein- unb Sozial- rentnev verwendet wurde, beläuft sich auf ianb 1 513000 Rcich^nark. Hiervon entfallen 560 000 Reichsmark aus ben Post verkauf und 949 000 Reichsmark aus ben außerpvstalischen Vertrieb burd) bie Deutsche Rothillc. In-gesamt wurde« 12071000 Marken unb Karten adgcketzt. ' 91 c n c Wotzlfahrtsdriefmarken. Am 15. November gibt bie Neichsoost fünf neue Wohl- satzrtebriefmarken für bie Deutsche Notdilse Im Werte von 5, R, 15, 25 unb 50 Pfennig berou». •• Austrieb zum heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 824 Kälber. 309 Schaf«. 507 Schweine Schöffengericht Gießen. ' Gießen, 19. Sept. Sm junges Mädchen ging, seine Handtasche tragend, in Bad-Rau- beim über die Straße, als ein junger Mensch sich ihm näherte unb ihm bic Tasche aus ber Hand rlft. Er würbe verhaftet unb hatte llch Heute wegen Straßenraubs zu verantworten. Das Gericht nahm nur Diebstahl an, da bat Mädchen bic Tasche nicht befonber« fest gehalten hatte, unb verurteilte ben bereit» zweimal wegen Diebstahls bestraften, also rückfälligen Täter, ber zu feiner Entschirlblgung angab. daß er vor seiner eben erfolgten Entlassung au» hem GesängniS aus Gutmütigkeit sein Frühstück an einen Zellengenossen abgetreten habe und hungrig, also in Rot gttoefen sei, au ber gesetzlichen Mindeststrate von btel Monaten De- sängnis. Ein vielfach wegen Diebstahls, auch bereits mit Zuchthaus, bestrafter Einbrecher hat alsbald noch seiner Enklallung aus der Strosanftalt In Darmstadt unb Bad-Rauhe Im neue Toten begannen. Wegen dreier einfacher Diebstähle tm wiederholten Rückfall unb eines Dicbstahlsverfuch» erhielt er eine Desorntzuchthausstraf« von zwei I a h r« n, ferner fünf Jahre Ehrvcriust. Hinter verschlossenen Türen würbe gegen zwei Angeklagte wegen Blut schon be verhandelt. Der eine erhielt ein Jahr sechs Monot« Zuchthaus, ber aobere «In Jahr sechs Monate Gefängnis. , Berliner Börse. Berlin. 20. Sept. (WTB. Funkspruch.) Bei kleinstem itzckchäft sind bi« Kurte tm heutigen Früh verkehr norläufig wenig txränben. Eine Tcnbenz ist noch nicht ausgesprochen. Man scheint aber im Zusammenhang mit bem auch international angespannten Gelbmarkt eher toitber zur Schwäch« zu neigen. Farben sind 262 zu 262.5. und Reichsbank mH 306 eher angeboten. Am Devisenmarkt nennt man: Paris 124,18, Mal- lanö 92,79. Spanien 29.3450 unb bo« Psund 485,04.____________________________ Lprcchsttindrn brr Redaktion 12 bi» 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nachmittag». Satnetafl nachmittag geschlossen Anzeigenaufträge stud lediglich an bte Gefchäft»stelle zu eichten. Die erTahrene TTluHer gibt ihrem ftinöe k^ufeKe u.frifche ▲ r^i ilczh ▲ Das trifft sich gut, Chnnemarie daß Sie heute Oetker-Pudding servieren, denn die Kinder meiner Freundin kommen mit zu Besuch und Schokoladenpudding essen sie so gern. — Ja, Oetker-Pudding lieben alle Kinder und auch die Erwachsenen. Dr. Oetker » Puddingpulver werden durch. Zusatz von feinstem Reispuder jetzt in noch besserer Qualität hergestellt und enthalten außerdem die für die Blutbildung und den Körperaufbau notwendigen mineralischen Salze. 1 Päduhen kostet 10 Pfennig. — Viele Anregungen zur Bereitung von Nachspeisen und zum Bachen von Kuchen, Torten und Kleingebäck aller Art bietet Ihnen das neue Oetker - Rezeptbadi, Ausgabe F, das Sie für 15 Pfennig in allen einschlägigen Geschäften erhalten. Sie erfahren aus dem Buch auch Näheres über den vorzüglichen Backapparat ^Küchenwunder", mit dem Sie auf kleiner Gaskocherflamme backen, braten und kochen können. — In völlig neuer Bearbeitung Ist Ur. 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Die Beerdigung findet in der Stille auf dem Friedhof in Wieseck statt Der Schutzmann Der Kellner Der Reserendariutz Der Photograph Redegewandte Vertreter können täglich 20 Mart und mehr verdienen. Nichtfachleute werden angelernt. Zu melden Restauration Boller. Bahn- hofstrahe, vormittags von 10 bis 11 Uhr. Generalvertreter W. Gläsener. Hannoversche- Tageblatt: .... für diesen reinen Genuß möchte man nicht genannte lustige Einakter einlauschen. — Kasseler Post: .... wer dieses Gastspiel nicht besucht hat, hat versäumt. — Karten: MustkbauS Eballicr 2 u. 1.50 Mk., Schüler In tiefer Trauer: Frau Marie Pink geb. Schnabel Alfred Pink Familie Daniel Philipps Familie August Lesch Familie Ludwig Lesch Familie Karl Lesch Emmi Schneider und 13 Enkelkinder a. Rh., Gießen (Dammstr. 5), den Neuer Beruf ä QU! flUt* bez. Dauerstella. biet, sich f. fleih., redegew. Herren tm «ußendienst al» Bertr. f. Vanb» wirtsch. einer altbek. BiriliUirtlrma. C ff. u. J.L.698 alnvalldendank.Ann.-Bxp.,lalle a.i. Feos. Brandl Sena. möbl. Zlwoer. seit liehe. Tel. 1185. »um Besuche d. Fahrrad-und Mustkaiien- Handlungen f. Cbcr- befsen gef. Solche die in der Branche cinges. erhalten den Borzua.Schr.Nnaeb. m. VebcnöL u. Res. u. 06625 a.b. Sieb.An». Bad Nauheim Schöner Laden in guter Vage ab 1. Oktober anderweitig zu verpachten durch ^ritz Stroh, Irmmotilien. Fernruf swa. ,o»«t Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Staffiert Professor loseuh Beter sagen wir hiermit herzlichen Dank. Brüder Schmidt lohj Heinrich Guthardt Spezialgeschäft für Küchenausstattungen GIESSEN . I Empfehlungen! Prima Düngekalk ab Vager und frei Berwendungßstelle. L. Sübfamen. üernspr. 1660. "D Marktlaube. Freitag morgen treffen grobe Lendungen frtfche Seefische ein. Berkauf ieden j)reitag morgen in der Marktlaube. 3. L A Berheo. Telephon 95. *•* Treppe mit 2.3 Stufen tadellos erhalten, änderst preiswert abzugeben. Steht noch zur Befichii. fluna auf bi» SamS- tag, den 22. 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September, 8 Uhr Motto: DaS Gesündeste auf dieser Veli Ist ab und »u sich krank zu lachen! Gastspiel deS erfolgreichsten Brastg-Darsteller» Anion Melzer Bräfigs Abenteuer Die Perle goldenen Humor»! Lharakterstudie im Kostüm von yrih Reuter. [Vermietungen] Zimmer DaxU ». Unterst, von Piübein ob. als Bureau z. 15. X. 28 zu vermieten. Zu erfr. in d. Gefchästsst des @le(i. Anz. 8290D Verkäufe vrahchaar» Hündin braun, 2V, Jahr alt, itebt und apportiert. Da zu wenig Zeit »um führen, zu verkaufen Schr. Anlrag. unter 83311) a.b Gien.Anz. Einen Wurf acht Wochen alte, prima Ferkel bat zu verkaufen WUhila HÄmeerie, Daubringen, o** Großgaffe IO1/» Irische Iische Au» heutiger Zufuhr empfehle: Pa.Goldbarsch ohneKopf Pfund 45 Pf. Grüne Heringe, Md. -5Pf. Große Schellfische o. K. iV.-Bplünblo, das Pfund 50 Pf. 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Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Karl Gottfried Philipp Marie Philipp geb. Müller • Walter Philipp. Watzenborn, Lützellinden, den 20. September 1928. Die Beerdigung findet Freitag, den 21. Sept., nachm. 3 Uhr, statt __ 834OD Gebrauchtes Klavier für 200 Mk. »u verkaufen bei Q. Eberl, PlockstraHe 11. °*4* Zwetstammiger Gasherd zu verkaufen. 06623 Ederttratze 2 II. ( Kaufgesuche | Aeuherst scharfer, sehr starker Vach- ü. Begleitbund ttt kaufen gesucht. Schr. «na. m. Ang u. «her, Prei» und Aasfeu.OOEa.d.G«. bietet, nod« der lerwvrtxoden Sirma Prloiriife Kroimm, Gießen. frankfurter Straße 14:1 Vereine """] HmWWMO Eisenbahn - Zabr- beamten Verein Giessen. Samstag. 22. C«öL abend» 8' , Uhr: VkMIWlW im BereinSlotal tStadt Wehiart. Wegen wichtiger Be- forechnng bitten wir dringend um zahlreiche Beteiligung. MUD Der Viritul eeeeeeeeeeee »otdfl für Tiegelpresse sofort gesucht. [8339D Franz Vogt ck (5o., Goethestrake 32. Mädchen für tagsüber gesucht. 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Am britische 3tcg Mge für Nr. 222 Zweites Blatt Siegener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag 20. September (928 Keine falschen Hoffnungen! England- Ahcinlandpolitil im Pariser Fahrwasser. (Bon unteren E. F ./Beriet er (tatter. 'Xtidibrad. auch mit Quellenangabe. verbotenI London. Mitte Orolember 1928. 3n den letzten Wochen Haden sich einige eng- lisch« Plätter da» R-ert-icnh erworben, die Rhein- landsrage in systcmattscher und Harcr Behandlung einem Xeil der englischen Oeisentlichkeit uneber etwa- nährizubringen Die Entrüstung, die die Teilnahme eines englischen Kavallerie-Regiment» an den M a- ndvern der Besatzungsarm ee in Deutschland hervo^gekulen hatte, bot den Anlaß zu dieser Kampagne. Wan muh anerkennen. doh sich einige Blätter, unter ihnen in erster Linie der .Manchester Guirdian" beträchtlich« Mühe gaben, die llnhaltbarkeit der Besatzung vom rechtlichen wie moralischen Standpunkt au- nachzuweisen und die britische Oeisentlichkeit darüber auf zull ren, dah die englisch« Teilnahme an Besatzung und Wanovern durch den schmeichclhasten Hinweis auf den guten Eindruck dec brittschen Truppen im Rheinland nicht restlos abgetan ist. Insofern war diese Kampagne zu begrüben, als sic auch konservative Organe nötigte, von ihr Kenntni» zu nehmen, toerm auch teilweise nur in abwehrenden Artikeln. Sine rühmliche und sehr bemerkenswerte Ausnahme mad>tc kürzlich die angesehene konser- vattve Wochenschrift .Spectator". die in einem überzeugenden Artikel nachwies, es könne gar keine Rede davon sein, daß man in Deutschland die Anwesenheit englischer Truppen aus deutschem Boden als einen besonderen Glücks soll betrachte — und die aus der gegebenen Lage den Schluß zog. daß die sosortige Zurückziehung Der britischen Truppen b i e einzige A l tern ative für die britische (Regierung sein könne. Den erzieherischen Wert dieser Feststellungen für einen weiteren Kreis der englischen Deffent- lichkeit wird man auch au1 Seite anerkennen und dafür dankbar sein, da offenbar heute auch in England ein gewisser Wut dazu gehört, ungern gehörte Wahrheiten zu vertreten. Der Ginslich dieser Stimmen auf die Haltung der englischen Außenpolitik bleibt aber durchau» unsichtbar Die offizielle Agentur hat aus die Beschwerden über die Teilnahme eines englischen Äabülterie-Rcgiment» an den Wanovern mit einem liebevollen Bericht über den ..herzlichen Empfang" der britischen Husaren in Trier geantwortet, und die ohiyöfe Presse hat sich mit der abgegriffenen Erklärung der Rvtwendig- feit des manövermäßigen Training» in großen Verbänden geholfen Und der Weisheit letzter Schluß blieb hier wie immer, daß doch gar fein Grund zur Beunruhigung bestehe, und daß btt englische Politik unverändert fei. Die Haltung in dieser, an sich nicht einmal so wichtigen Frage war als Auftakt für die späteren "Räumungsverhandlungen von symptomatischer "Bedeutung Aber die englische Politik hatte kurz vorher schon ihre Stellung für diese Verhandlungen definiert. Am 18. Juli erklärte Chamberlain Im Unterhaus, die britische "Regierung schließe sich dem vom deutschen Reichskanzler 8um Ausdruck gebrachten Standpunkt an, daß das Rheinland vor Ablaus der im Versailler Vertrag sestgesetzten Frist geräumt werden sollte. Gr fügte aber einschränkend hinzu, dah er nicht glaube, daß die britische Regierung gegenwärtig irgendwelche nützlichen Schritte in dieser Angelegenheit hm könne und beantwortete eine weitere Frage, ob Großbritannien nicht durch Zurückziehung seiner Truppen vor aller Welt ein gutes Beispiel geben könne, dahin, daß die alleinige Zurückziehung der britischen Truppen die Angelegenheit nicht bereinigen könne. Am gleichen Tage erklärte Ehurchill, di« britische Regierung fei bereit, irgendwelche Vorschläge für die Endregelung der deutschen Re- Das Stadttheater in der Spielzeit 1928/29. Dramaturgisch ist au dem Gpiclplan zu bemerken. daß er vor allem in gemäßigten Grenzen versucht, in das moderne Theater einzusühren. (Natürlich bleibt em rein klassisches Repertoire bestehen. Aber auch das soll durch die Art der Inszenierungen neuzeitlich gestaltet ©erben und dramaturgisch fortschrittlich sein. Ein klastischer Genius wie Büchner, der mit Gteß»n durch seinen dortigen Aufenthalt eng verknüpft ist. muß endlich in den Spiclplan des Stadtthcaters auf genommen werden. Dieser erste Versuch einer theatralischen Würdigung Büchner- in Gießen wird mit seinem Lustspiel .Ceonc; und Lena" ober mit seinem dramatischen Fragment ^Woyzeck" gemacht. Profestor Dr. "Bieter hat die dramaturgische Einführung übernommen. Lessings 200. Geburtstag begebt daS Theater mit einer Fest auf führung des dramatischen Gedichtes .Ralhan der Wei e". Den Ratban spielt Dr Ludwia Wüllner als Gast, einer der besten Rathan-Darsteller Deutschlands. Zu Beginn der Saison kommt Shakespeares .Richard III." (Regie Intendant Dr. Prasch» heraus. Für den Laus der Spielzeit ist Shakespeares Lustspiel .Watz für Maß" oorge’eben. Aus der Spi-Iaufstcllung der K'as iker sind ferner u. a. folgende Werke fcreit» feft gelegt: Schiller. .Don Earlos". Selber on, .Dame Kobold". Euripides. .Trverinnen" (Rachdichtung von Franz Werf elf. Das Drama .Und daS Licht scheinet in der Finsternis" von Leo Tolstoi (zum Gedenken an Tolstois 100. Geburtstag» nimmt b.e literarhistorische Zwi'chenftellung zwischen klastischer und neuzeitlicher Theatrr.ileratur ein. 3m zeitgenössischen Spiclplan geben’t man vor allem frcs kürzlich verstorbenen K l a b u n b. Seine letzte Dichtung .Kirschblütenfest" (.Die Liebe auf dem Lande" kann nicht als Dichtung bezeichnet werden» wird mit der Wusik von Ernst T o ch. einem Führer der modernen Musik- betoegung. am 2. Oktober zur Eröffnung der Winterspick-eit aufge'ühri. Die Theatcrwelt fci?rt im kommenden Winter den 50. Geburtstag eines feiner fähigsten und vorstohendsten Dramatiker. Georg Kaisers. Iehner eröffnete vor einigen Tagen die "Berliner parattonsverpslichtungen zu prüfen, vorausgesetzt. daß knete Vorschläge bi« britischen Rechte und Interessen wahrten Ein Schritt der briti'chen Regerung lommc nicht in Sraac Auf Grund b.der Erklärungen. die die Grundlage für de Haltung der brtiSben Delegation in Genf beiden. kann man d e Zwcckmäyigfeir der E..Leitung von Räumung«Verhandlungen im gegenwart.gen Rugenbad anzwelleln, da England auf de ersten deutschen Fühler durch den Mund der stechen Wmister klar und bündig zu erkennen gab. daß c» sich in der Räumungs- sragc unz«rtr«nnl:ch mit Frankre ch verbunden fühl«, und daß jede endgült ge Reparat onSregelung den ena^'chan Interessen zu «otsprschen habe. Franlre chs Einstellung aber war bekannt und sie ist natürlicherweise durch solch« englischen Feststellungen nicht zugunsten Deur-'chlands g?m.lbert worden. Inzwischen aber kam noch daS engl.'ch-fvanzöfilche Flotten- kompromiß ans Tageslicht, durch das Eham- berlain vor seinem Kranffreit»urlaub der Well noch einmal bewies. daß ferne Birminghamer Phrase Anfang d.eses Jahves, daß er Frankreich liebe, tote man eine Frau liebt, nicht ganz inhaltlos ist. England bat durch das "Abkommen. das noch eine große Rolle spielen bürftc, Franlre.ch bi« pd*1c Baufreiheit tur Beine« Unterseeboote zugestanden und damit zugegeben. daß fe.ne Furcht vor einer starken fran- -osischen Warin« und Unter f cd) ootsflotIlllc — die auch nach eng7rscher Feststellung rem militärisch gesehen gesährl.cher ist. al- es die deutsche Flotte 1914 für England war — vollständig geschwunden ist. De englische Politik hat also nicht nur jede Krcegsmöglichleit mit Frankreich aus ihren Berechnungen auSgeschallet, sondern sich mit Frankreich verbunden gegen Machtfaktoren, die sicherlich in London heute noch anders bewertet werden, als es vorläufig mitt Deutschland geschieht. Diese Vorgänge sollten in Deutschland jede Verwunderung aus^chliehen. daß es aus eng- iischer Seite in der Rheinlandsrage immer wieder bei schönen, aber leeren Gesten bleibt. Daran wird sich nach der geschilderten grundsätzlichen Einstellung Londons kaum etwas ändern. Dabei kommt es England selbstverständlich gar nicht auf seine 7500 Wann Besatzungstruppen an, gegen denen Zurückziehung nur wenige Leute mi.itärisch etwas einzuwenden hätten. Aber die politischen Bedingungen gegenüber P a r i s verbieten solche Schritte und sühren dazu, daß eine sachlich und moralisch schwer haltbare Stellung m t fadenscheinigen fjintoänben verteidigt wird, die naturgemäß in Deutschland den Eindruck einer unehrlichen Politik erwecken müssen. Lord Gushendun hat. getreu dieser Haltung, nach der fenfationellcn Rede BriandS einige beruhigende Worte an die deutsche Adresse gerichtet und. genügtem und selbstzufrieden, an die Fortschritte der Abrüstunasfrage irn allgemeinen uni) die britischen Leistungen auf diesem Gebiet im besonderen erinnert Die deutsche Delegation wird sich schwerlich durch den liebenswürdigen Gastgeber Tushendun. der nach einer ganz in den Rahmen der Briand-Rede passenden Erklärung der Versammlung der Sechs- mächte-Vertreter über die Räumungsfrage mit Tee auswavten lieh, haben täuschen lassen. Lord Lushendun ist der Wann, der Tecils Pollttk in Gens z u weitgehend sand und dem Völkerbund einmal bescheinigte, daß er sich gefälligst nicht in englische Interessen e i n m i s ch e n solle, sonst würde die britische Regierung zu prüfen haben, ob ihre Interessen nicht besser außerhalb des Völkerbundes gewahrt werden können. Sine solche Persönlichkeit ist genügsam m Fragen, die andere mehr angehen alS ®ngtanb, das ja zu gleicher Zeit Frankreich- militärische Vorherrschaft durch die Konzession der Richteinbeziehung der Reservisten in die aktuelle Kampfstärke sicherte. So ist es keineswegs verwunderllch. dah auch die britische Regierung je nach Bedarf die De- satzungsfrage als französisch-deutsches oder als Saison mit einer Neuinszenierung von Kaisers ,®a$“ im Staatstheater Da» Gießener Stodt- tfreater stellt daS neueste Stück diese- Autors. .Oktobertag", zur Diskussion. Don Zuckrnayer, der im Laufe des Winters persönlich in Gießen sprechen wird (Goethebund). erwirbt da» Stadt- tbeater entweder die Tragödie .SchinderhanneS" oder fein neueste» Stück .Katharina Knie". Harm» Jobsts Männerstück (es ist keine einzige Frau unter den Mitspieienben' .Thomas Paine" und Fritz t». Unruh» .Prinz LouiS Ferdinand" sind al» Standardwerke moderner Dramatik auch für Gießen zur Ausführung erworben worden. Gerhart Hauptmann ist mit .Rose Bernd" in dem Spiclplan cing:gfiebert. Bernard Shaw mit feiner reifsten Komödie .Eäfar und Kleo- patra". Das erfolgreiche Drama .Der Patriot" von Alfred Reumann gelangt voraussichtlich noch in der ersten Hälfte der Spielzeit zur Erstaufführung. Von den Lustfpieldichtern wird Rudolf Pres- ber zu feinem 63. Geburtstag mit der .Ballerina de» Königs" gefeiert Don Kurt Götz, dessen Gastspiel .Hokuspokus" in der vergangenen Spielzcit hier einen außerordentlichen Erfolg hatte, wurde da» Lustspiel .Ingeborg" angenommen. Da» Stück wird kurz nach der Eröffnung der Spielzeit her aus kommen. Arnolds und Bachs Schwank .Unter Ve- schästsauf ficht" ist eben'alls für die ersten Spieltage vorgesehen. Don soziologischen S.ücken find noch OSkar Wildes .Ladn Windermere- Fächer" und Bayard Deiller» .Dor Prvzeh der Mary Dugan“ angenommen worden Zwei Uraufführungen find von der In« tendanz erworben worden: da- Schauspiel.Karl und Rima" von Leonhard Frank und .Das Dorf 6t Iusten von Werrier Johannes Guggenheim. Frank gefrört zu den bedeutendsten deutschen Rovellisten. .Karl und Anna" ist eine seiner Rovellen in dramati cher Form. Guggenheim. ein junger Deutsch-Schwcizer gefrört zu den noch unbekannten (Begabungen des deutschen Theater». Als be'ondere Anregung für literarisch interessierte Kr ife hat d e Theat r eitung befchlos em im Der c in mit dem Goethe b ord erstmalig «men Kammerspiel-Zyklus zu veranstalten. Dieser Zyklus ist mit vier Darbietungen festgelegt und findet an zwei ibitifreien Abenden und an zwei Sonntag-Watin -en statt .Die Mitschuldigen" von Goethe. das altdeutsche Spiel deupch-a.. lertci Problem bezeichnet Der Zweck frciligt hier offenbar b'X Dlnrel. der Zweck näm- »ich. da» deutsche Recht an der Räumung auf Grun> des Arukels 431 des Der a^ller Vertrages durch neue De*Huldigungen zu verfchleiern Eng.and ha: fich gegen diese diesmal von Briand selbst g?üb:«n Methoden wicht gewehrt und da- urv. nut den Bestrebungen vervund.-n. aus der Erfüllung einet mvraU'ch.n und rechtlichen Verpflichtung noch «in große» Geichäst zu machen. Wan kann sich desball» nicht dringend genug den eng.ll'chen Warnungen an die dn«sche Rcmerung antch i.eßcn, bürd' Zugeständnisse eine te.che m : der deutschen Srfüllungspolltrk. Locarno und Kr egsvcrzichrsvertrag in ftrdlem Gegtnfay steh.nde Erprefserpoi »n zu präjudi- i een. Geschichten aus aller Welt. Rachdruck. auch mit Q.*'(Ucnangibe. verboten. „Professor" 81 Cuafi. — Pari». E l Quasi, dem Marathonsieger der 01hm- piade von ist aJ Amerika — woher denn sonst? — das Angebot zugegan^en. eine Professur sür LeibeSudungen an einem der bekanntesten College» anzunehmen. Iahres- gefra't. die K emi ikcit von 10 00? Dollars. Aber der so plötzlich zu Weltruhm gelangte Französi'ch-Afrilaner Hal aus die» 2;,cbot bi» dato noch nicht g-aniworte'. Journalisten, die ihn in Pari» aufsuchten, wo er sich von den Strapa-en des Marathonläufe» erholt, hat er erklärt: .Vorläufig muß ich meine Rufr? haben. Der mir an gebotene Vertrag hat noch etwa- Zeit. Ich weiß überhaupt noch nicht, ob ich eigentlich nach Amerika gehen soll. Ich habe «S in meinem Leben noch nie sehr eilig ge- habt. — warum soll ich es jetzt auf einmal fo eilig haben?" Die einzige Antwort, fürwahr, die man von einem Marathon-Läuser erwarten darf. Ter Kampf gegen den Kutz. (a) R c u D o r F. Dr. M c Ke lvey. Profcs or an der Univcr'i- tat von ff olorabo. verossen lich.e vor kurzem eine Kampfschrist gegen da» Küfsen. Sr erfiärte: .Da» Äüijen kann von furchtbaren Wirkungen fein, die menschlichen Verven ruinieren, physisch schwächen, ein frühes Alter zur Folge fraben und schließlich die ganze Raffe verderben." Aus diese geharnischten Worte hin suchte ein Reuyorker Journalist, der den Professor nicht al» die zuständige Stelle für ein Urteil über das Kus en ansah. Hollywood auf, um dort einige Filmstars über ifrrc Ansicht zu befragen. Al» erster gab John Gilbert feine Meinung ab. Er tagte: .Möglich, daß da» Killen gefährlich ist. Ich habe jedoch bisher an mir selbst kein Zeichen frühen Mtern» bemerti. Im übrigen, sollte das Küssen wirklich die menschlichen Energien töten, so nehme ich da» noch immer lieber in den Kauf, al» daß ich mich zu dem Brauche des SSkimoS bekehrte, die bekanntlich ihre Rasen aneinander reiben. Denn das bedeutet doch mindesten» eine ebenso große Anstrengung wie das Küssen." Hieraus wurde die Partnerin Gilberts. Grete Garbo, befragt, und sie erklärte: .Auch edb habe nicht fest stellen Simen, daß man durch Küssen alt wird. Außerdem finde ich, daß die Gefahr der Bazillenüberttagung durch daS Küssen lange nicht s o gefährlich ist wie z. D. ein Aufenthalt von 10 Minuten in einem überfüllten Straßenbahnwagen." Der Elefant alS Eisenbahner. (o) Sidney. In Australien gibt es den schwarzen Schwan, das Känguruh, das eierlegende Schnadeitter, und ähnliche Merkwürdigkeiten. Man kann sich deshalb nicht wundern, wenn man jetzt erfährt, daß frier ein Elefant als Eisenbahner sich höchst verdienstvoll betätigt hat Sin Wanderzirkus, der am nächsten Tage in Sidney auftreten sollte, hatte am Abend vorcher eine Gisenbahn-.Panne". Vor seinem Transport-Zuge war nämlich der Wagen eines anderen Zuges entgleist und versperrt« nun die Strecke Ties gclchah an einer Stell«, die. wie da» in Australien nicht un- gewöhnllch ist, mellenweU von der nächsten Station. ja sogar vom nächsten Wärterhau« entfernt war Da» Personal de» Vorzuges stand ratlos da. Da hatte der Zirku-d'reltor einen sabeläa ten Gedanken spannt« einen Inner Slesaiuen vor den entgleisten Wagen und lieft dielen gänzlich bell.ite - eh n was natürlich durch die Lo ornottve nicht mög ich gewesen wäre. Der Versuch gelang glänzend, der Zirkus kam zur rechten Zeit in Stdnetz an und hatte gleich zu Beginn dcs Austretens ein« Sensation, indem er den verdien st- vollen Elefanten einem begeisterten Publikum vorstellen konnte. Ter Stier als Hotelgast. (r) Wien. St. ®ilgcs liegt Im Salzkammergut und ist eine vielbesuchte, von Ratur und Klima bevorzugte Semmerfrifche. "Das Leben in St Gtlgen ist fr.-itcr unb erfrpUom und loctt viele Gäste, besonder» auch aus dem Reiche, in dies Stückiean Gottesgarten. E-s hat sich dort noch etwas von jener liebenswürdigen. leichtsinnigen, warmherzigen unb behagn-chen Lebensfreude erhalten, die uns — neben mancherlei anderen guten Eigenschaften I — da- liebe alte Oesterreich so wert und tKrtrau» gemacht haben. Kürz ich aber wurde diese Beschaulichkeit St. Gilgens recht jäh unterbrochen. St. Gilgen und seine Kurgäste erlebten eine aufregende Sensation — und das war eine wirklich recht ungemütliche Sachei An einem strahlenden Sommer- tage führte ein Fleifch.r einen soeben gekauften zweijährigen Stier durch die Straßen "Wag nun da- Tier fein Schicksal vorausgeahnt ober ein Auto den Sohn der Bergtriften erfchrectt haben — plötzlich riß sich der junge, kräftige Stier los, rannte über den Bürgersteig mitten durch die Spiegelscheibe eine» Hotel- Vestibüls in die Halle, zertrümmerte dic gesamte Imieneinrichtung und scheuchte die Hotelgäste wie einen Schwarm lauben auseinander. Der fife o dofk-Xee sand eine recht peiilliche und unerwartete linterbrettung Die Baßgeige auf dem Musikpodium hauchte mit einem jamiucr* vollen Laute unter dem Horn des Stieres ,hr Leben au», und die Tänzer und Tänzerumen, die sich In die ebenen Stockwerke des Hauses geflüchtet hatten, verbrachten eine Zeit unfreiwilliger Gefangenschaft unb mußten schließlich aus Den Fenstern, mittels Leitern, ins Freie geschafft werden. Der wütende Stier behauptete das Schlachtfeld, und da kein tobe*nutig.*r Torero — ttne jüngst bei tinem ähnlichen Anlaß In Madrid — zur Hand war. sah man sich gezwungen, den gesährlichen Störenfried zu erschießen Lchrcifrunterrtcht mittels — Elektrizität! (f) Lon don Einen höchst eigenartigen .Sieg der modernen Technik" hatte der Dollsschullehrer Edward Hearth in Cambridge zu verzeichnen Er konnte einem seiner besten Schüler, der in allen Fächern sehr gute Fortschritte machte, da» Schreiben nicht belfrnngen Hearth, ein begeisterter Anhänger der .individuellen" Erziehung^kunde. gab sich redlich Mühe, um hinter dic Ursache dieser unmotivierten Schwäche des sonst geweckten Knaben zu kommen unb sand, bau der Junge da» Schreibzeug viel zu stark aus das Papier drückte. Aus diese Weise ermüdete der vom .Ackermann au» Döhinen". ein Oprogestal- tungSabend .Don Gluck bi» Strauß" von Frau Bahr-Mildenburg sind in AuS'icht genommen. Zu Wedekinds 10. Todestag ist eine Wedelindfeier unter dem Titel .Zirkus" vorgesehen. bei dem die Tochter des verstorbenen Dichters. Pamela Wti»:kind. ihre Mitwirkung zuaesagt hat. Zur Einführung in den Spitiplan sind (Bor- träge von Prof Dr. Diötor. Intendant Dr. Drasch (Einsührung zum .Ackermann aus Böhmen"). Dramaturg Dr. Karl Ritter (.Da» moderne Theater". Einführung in den Spielplan) vorgesehen. In der Oper werden Gastspiele de» Hessischen Landesth-eater-, Darmstadt, und des Mainzer Stadtthcaters ftat ftnben. Für die Besucher der Operette wird e» eine ganz besonder» erfreuliche Mitteilung fein, daß sämtliche Opercttengaftspiele von drr Intendanz mit dem Reuen Operettentheater Frankfurt a. W. abgeschlossen worden find, so daß auch auf diesem Gebiet künstleri ch cirttoanbfreie Ausführungen geboten werden. Die Titel der Opern und Operetten, sowie nähere Angaben über die Gastspiele werden seinerzeit noch mitge'.e lt Die Intendanz de» Stadtthoaters hat auch in diesem Jahre wieder ein Abonnement ausgelcgt. da» dem regelmäßigen Besucher des Stadttheater» bebeutenbe Ermäßigung gewährt. Dr. Karl Ritter. Turgenjew über sich selbst. Im Rachlaß ber Enkel der berühmten Sängerin Riat bot in Paris, die. tote bekannt, mit Turgenjew eng befreundet war wurde ein intern arte» Schriftstück gefunkten, das die Per- sönlichteit deS .großen rufsilchen Romanttkcrs". wie Turgenjew nicht ohne Herafrlas ung von der zeitgenps ischen Literaturkritik gewannt wird, in ein neues Licht rückt. Es sind bi franzö'ischer Sprach« geschrieben« Antworten auf Fragen in einem . Fragenalbum"' die im vorigen Jahrhundert lefrt verbreitet waren. Die Fragen hat Turgenjew zweimal — 1869 unb 18&) — beantwortet wobei die Antworten im zweiten Fall« von den ersten bedeutend abweichen. Die Freunde des Dichters haben ihn gebeten, diele Antworten in einem Buch das zugunsten bar Hungerteiben.- den in den 30er Jahren in Petersburg herausgegeben wurde, zu veröffentlichen. Turgenjew hat aber die Veröffentlichung au»drücklich verboten. Die Fragen und Antworten lauten tote folgt: Ihre LiaolingStugend? 1869 fchrieb Tur- g'injeto. .Osser .Jugend". Die schönste Eigen'chast de» Wanne»? — .Güte unb ein Alter von 25 Jahren." — Ihre Lted- ling»beschäftigungV - .Jagd und Tabakriecheru" — Ihre bedeutendste Lharaktereigenschast? — Beidcmal war die Antwort dieselbe .Faulheit". — Wie stellen Sie sich das Glück oor? — Zuerst schrieb Turgenjew: .Dollftändtg« Gesundheit". dann .Richt»tun"! — Wie stellen Sie sich da» größte Unglück vor? — Zuerst hieß es: .Blind zu sein", bann: .Arbeiten". — Welche sind ihre Lieblingsfarben unb ihre Lieblings- Mumcn? — .Blaue Farbe unb "Narzissen", unb bann: .Drau unb Blumenkohl". — Was möchten Sie sein, wenn Sie nicht Sie wären? — Dafl erste Wal war die Antwort: .Mein Hund Pegasus", bas zweite Wal. .Richt»", llnbweiter. 1869 bezeichnete Turgenjew Tervante » al» feinen viebüngflautor. erklärte aber im Jahre 1880, bah er nichts mehr lese. Zuerste waren Homer, Shakespeare. Goethe und Puschkin seine LieblingSbichter. bann lautet die Antwort .Ich interef icre mich nicht mehr für Dichter Turgenjew der Schubert als feinen LieblingSkomponiften bezeichnet, erklärt bann, bah er sich feine Musik mehr anfröre. Die Lteblingshclden ber Dichtung Äjnig Lear unb Prometheus traten bann ihre Stelle an Falstaff unb ©argantua ab. Waren sclbst Roastbeef unb Champagner das Leibgericht und das ßeibgetränf Turge«jews. so bezeichnet er später als sein Lechge richt diejenigen Speisen und Getränte, bte sein Magen am besten verträgt. Liebt er die poetischen Romen Paris unb Maria, so gefällt ihm später am besten der ulkige ralfifd)e Rame Spiglassoll. Ist 1869 der gegenwärtige Geistes- zustand des Dichter» .Ruhe", so ist er 1830 .gltich Rull". Aus die vorletzte Frage dieses Inquisitoriums .Für welches Laster haben Sie da» größte Verständnis?" antworete der Dichter zuerst: .Für die Trunksucht"" und bann: .Für alte." Die letzte Frage lautet .Welche ist Ihre Liediingsweise?" Das erste Wal lleh Turgenjew bte Frage unbeantwortet das zweite Wal schrieb der Dchtrr: .Gute Rächt." Diese intereffanie Gegenüberstellung offenbart die Wandlung des Romantikers zu einem zynischen Spötter, als welchen man Turgenjew bisher nicht kannte. Dr.P. acht tätige Schuldienerin an der frcfii [ig«l2cdf.gen die Wasserleitung mit Kanalisation d-s ganzen Dorfes beendet Obwohl anfänglich manche gegnerische Stimmen laut wurden, sv wird jetzt nach tadellosem Arbeiten der ganzen Anlage die ‘Steuerung allgemein begrüßt DaS Wassergeld und die Kanalarbühren halten sich durch den Verkauf de» Trinkbrunnens an die Hefrag und auch Gewährung eines annehmbaren Darlehen» in tragbarer Höhe. Die angelegte Aotwasserlritung konnte außer Betrieb gesetzt werden. Sämlliche Arbeiten der Wasserverfor- flung wurden von der Tiesbaufirma Stelan Kuhn- Inheiden auSgeführt. Die Kosten belaufen sich auf rund 120000 Mark. Kreis Kriedberg o Butzbach, 19. Sept Die Tätigkeit des vor 55 Jahren gegründeten hiesigen Tierschutz- verein- hat in den letzten Jahren fast völlig geruht. Jetzt will man den Verein wieder neu beleben. ES werden wieder regelmäßig die Beiträge erhoben, und die Mittel sollen zur Pflege deS Tierschutzgedankens Verwendung finden. WGA. Butzbach 19. Sept Aoch ist die Rücksichtslosigkeit eine» Autofahrers, der vor einiger Zeit einen ckleberfahrenen hilflos liegen lieh, in aller Erinnerung, und schon wieder wird ein ähnlicher Fall gemeldet Am Sonntag abend wurde bei den Acguinwerken ein Mann angt« fahren und hilflos liegen gelallen. G» gelang, den rücksichtslosen Fahrer namentlich sestzu st eilen. Q Steinfurth, 19. Sept. Durch die wiederholte ilmlciiung de« Kraftwagen» rkehrs Frankfurt—Gießen über Steinfurth war di: Provinzial st raße durch Steinfurth hn Oberbau so zerstört worden, daß sich darin Loch an Loch befand und ein sichere« Fahren unmöglich war. Bei Regenwetter war für Fußgänger ein Durchkommen durch die Schlammassen beängstigend, und für den Autoverkehr war die Ortsdurchfahrt tn letzter Zeit gefährlich. Die Prvvinzialftraßenbau- verwaltung kommt daher einem sehr dringenden Bedürfnis entgegen, daß sie nun mit der Erneuerung der Prcvinziulstraße Ha-ptitraße St in- furth. begonnen frit Damit der neue Oberbau der Straße eine kräftige Verbindung mit dem alten bekommt, wird dieser zuerst mit dem Straßenpsiug aufgerissen, mit neuangefahrenem Schotter gut überdeckt und bann gewalzt. Die Ortsdurchfahrt Steinfurth ist daher vom 17. bi» 27. d. M. für den Durchgangsverkehr Butzbach — Bad-Rau Herrn gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Dieder-Weisel und Dieder-Mörlen * Wvhnbach, 19. Sept. Die Rohbau- arbeiten am großen Wasserbehälter der .Hefrag“ zur Versorgung des Schwel- kraftwerkes Wölfer-Heim mit täglich bis zu 3000 Kubikmeter Wasser gehen dem önbe entgegen. Die Gesellschaft für Beton- und Eifenbetonbau in Gießen hat daS Werk, zu dem über 500 Bahn- wagen Baumaterial (Dasaltsplitt, Grus, Sand und Zement verarbeitet wurden in knapp einem Vierteljahr in modernem Beton-Diehverfahren vollendet Besonderen Aufwand benötigten die Aushubarbeiten wobei mittels elektrischer Bohrungen größere Felsmassen gesprengt werden muhten. Der Wasserbehälter mit den Ausmaßen 39 x 44,5 Meter zerfällt in acht grobe Längs» kümmern, von denen jede bei 34 Meter Länge und 4 Meter Breite 544 Kubikmeter Wasser faßt, also insgesamt nahezu 4500 Kubikmeter. Dazu kommen noch zwei kleinere Wasserkammern für die Gemeinde Obbornhofen und das Laubach sche Hofgut, deren Wasserversorgung die »Hefrag" unentgeltlich durchzuführen hat Kreis ©üfrittßcn. ♦ Büdingen 18. Sept Gegenwärttg finden wieder in den einzelnen Bezirken unseres Kreises mittels des Kinoapparat», den der Kreis- Fluß, Spätsommersonne über dunklem Grün und sattbunten Blumen. Anspruchslose märkische Schönheit, die dem Auac nicht Entdeckerfreuden bietet, nur wohliges AuSrutzen Gern schließt es sich dem Dlenden des heißen Lichts. daS der Wasserspiegel taufendstrahlig zurückwirst ilnö liegt man so im Grase, den Kops am Boden hingegeben dem stetig wirkenden heimlichen Da- kurgeschehen, so fängt die Stille an zu klingen Erft ist es nur der Wind, den ich sausen höre, älnablässig. tn allen Registern. Brausend wie Weerflut, wenn er das baumhohe Schilf zerwühlt, da» urwalbbicht daS Werder schirmt, flüsternd wie Harfen, wenn er um die braunen Blüten- büfchel des Röhricht» spielt und leichte Weiden- zweige biegt, gcwitterdonnemd. wenn er stoßweise tn die Wipfel alter Pappeln und Sichen fährt immer gegenwärtig al» Stimme der Luft, auch Wenn der Gefühlssinn keine Lustbewegung wahrnimmt Inselwind ... es ist ein wenig wie auf einem gleitenden Schiff. Man fühlt, daß man lebendig ist Hafenstille kann waS von Friedhofsstille Haden. Und es ist allzeit ein Rätsel um den Wind, wie schon dem wißbegierl- gen Aikodemn» Antwort geschah: .Du bare ft ein Sausen Wohl, aber du weißt nicht, von wannen er kommt' Die Wetteriahnen zwar deuten die Degrichtung- doch wa» ist mir die» schulmäßige Wissen- Aber zu denken, daß der Wind, der von Süden kommt den Duft von Küssen mitführt, die er den Rosen und Mimosen an LiauricnS Küste raubte —. daß der Wind vom Morgen- lande über Wüsten und Oasen reiste, goldrot gedörrten Sand wirbelte und Kronen der Dattelpalmen fächerte, daß im Rordwind der Ststzauch todeinsamer Gletscher!« tten. die jäh in» Weltmeer stürzen, nachschauert und bk feuchten Schwingen des Westwinds Keime der Fruchtbarkeit au» ft reuen: daß aller Wind k-i S Sturm sei» Hauch, die Einbildungekrast aufregt, macht chn dem Geist verwandt, für den di. Sprachen das gleiche Wort dererihaI>en U Schüler stets vorzeitig und war außerstande, seine Aufgabe fertigzu-nach^i. Dachdrm gu!- Worte nichts genutzt hatten, ließ der Lehre, von seinem Bruder, einem Zivilingenieur, eine sinnreiche Elektrizitätsmaschine bauen, deren Enden am Papier und am Rücken des Knaben mündeten. Sobald auf dem Schrobpapier ein übermäßig starker Druck erfolgte, erhielt der Junge einen — elektrischen Schlag in den Rücken. Da» Radikalstzstem tat denn auch seine Wirkung, und der geschlagene Schüler wurde alsbald auch im Schreiben der Erste feiner Klasse. —' Der erfinderische Päd goge erhielt jetzt anläßlich der Iahresversarnrnlu: g des Obersten Schulrates von England ein öffentliches Lob für „fein System". „Galsworthy, erhärt Hauptmann und Schnitzler haben mich bestohlen!" lv) Budapest. Fräulein Irma Schilling er ist eine Dame, die bi» vor kurzem ein ebenso biederes wie auch unbekanntes Leben im Verborgenen der ungarischen Hauptstadt fristete. Diemand hat gewußt. daß Irma Schlllingrr, das sechszigjährnge Fräulein, die bedeutendste Schriftsteb lerin der Gegenwart ist. Das erfuhr man zum großen Staunen aller literarisch inlereffterlen Kreise erst anläßlich eines Prozesses, bei dem Irma Schillinger die bekannten Wiener Libretttsten Brammer und Grünwald wegen Plagiat- vor Gericht zitierte. Aus einem Interview, Da» die „Schriftstellerin" einem ungarischen Journalisten gab. geht hervor, daß es keinen Schriftsteller in der gingen Welt gibt den Fräulein Irma nicht deS griffigen Diebstahls an ihren in Theaterbureaus lagernden Dramen geziehen hätte. Die alte Dame gab wirllich schaudererregende Dinge zum besten. Sie berichtete mit schmerz bebender Stimme über eine regelrechte organisierte Maffia, die mehr als sechzig ihrer Stücke (denn in jedem Lenz hat sie mindestens eine» geschrieben l) ge st ohlen hätte. „Ich muß Ihnen fjgen, daß es besonders in Ungarn fürchterlich ist. Es gibt da eine Dramen- und Librettifabrik, eine g.»Heime literarische Großhandlung, deren Organe mit sämtlichen Theatern der Welt in Verbindung stehen und in den DirektionSzimmern die Pointen der eingereichten Stücke abschreiben. Alles, was irgendwie nett ist, g.istreiche Wortspiele, elegante Wendungen, liebenswürdige Scherze — all das wird ein,ach gestohlen und von Bühnenschriftstellern, die ihren Mang.l an Talent durch Geld ersetzen können, zu hohen Preisen gekauft Sämtliche französischen Schwan.dichter I ben seit Jahren von meiner Production. Dekobra hat vier Stücke von mir gestohlen. Von Gerhart Hauptmann will ich gar nicht erst reden. Sämtliche ungarischen Bühnendichter verdanken ihren Ruhm meiner Leistung. In erster Reihe Franz Molnar, der seinen Weltruhm aus meinen Stücken erschwindelt hat. — Und dabei ist es herzbrechend, anzusehen, wie meine Sujets durch talentlose .Bühnenschriftsteller" — m in- ftectoertige Tröpfe wie Pirandello. Galsworthtz. Schnitzler und andere mehr — einfach verhunzt worden sind." Die alte Dame hat wirllich ein bellaaeirswerteS Los. Aber nach Ansicht de» Journalisten, dem sie all ihr vieles Leid geflagt hatte, ist diese verkannte Dichterin ganz harmlos und die Einlieferung in eine Irrenanstalt scheint vorläufig nicht nötig. Der reichste Mann IugoslakvienS. (l) Belgrad. Er war ein kleiner, ein ging kleiner Mann gewesen. Einer der Fleinften; Infanterist tn irgendeinem Provinzvegimenl, dann nach Belgrad verschlagen, wo er Gendarm im Staats- f ä n g n i $, der berüchtigten .Glavnjatscha" wurde, öt war ein gewissenhafter befangenen» Äärter. nicht bestechlicher als andere jugoslawische Polizeibeamte auch, tat seinen Dlenft brav und treu, und eines Tages wurde er Korporal. Das war Aikola Dronjaks Lebenslauf bisher — fürwahr, viel Absonderliches hatte er nicht aufzuweisen. Aber es gab ein Seltsames in Dikola» Dasein, und das war — nun ja. das war der berühmte .reiche Onkel in Amerika." Dikvlas Großmutter hatte einen Bruder, dieser Bruder nahm ein Eheweib, und ein Detter eines Reffen dieser Frau ist über das große die Stimmen des Winde» erzählen mir Geschichten. Ein Blinder, der feinem Ohr vertrauen lernte, mußte nach dem Ton des Windes unterscheiden, ob er unter Linden oder Akazien oder schwer- blätterigen Platanen sitzt. Denn jedes Laubes Beschaffenheit gibt dem Wind einen anderen Ton. Doch leichter sind die Jahreszeiten zu erkennen. Sprießende Blätter fäufeln zarter als vollfasiig ausgewachsene- Herbstlaub raschelt. Im kahlen Walde pfeift der Wind. In Dadelbäiunen orgelt er langgezogen, im Laube trompetet er frische, wirbelnde Melodien. Aber der Wind gibt nur den Unterton für die zahllosen und melstimmigen übrigen Laute. Welle gluckst um Halm und Kraut, das ist wie schüchternes Anklopfen. Ruderschläge pettschen das Wasser, Segel knattern, Ankerkette raffelt. Bretter knarren. 2u» der Ferne faucht ein Dampfer - Möven, ausgeschreckt, heben sich mit schrillem Schrei. Schwärm« von Staren streichen brausend wie Wetterwollen mir zu Häupten. Dann wird es wieder ruhig, so ruhig, daß ich die Mücken schwirren und die Gräser wispern Höre. Eine Sichel schürft irgendwo im Rasen, eine B^ene summt vorbei. Der Flügelschlag des Wasserhuhns verzitteri alS Klangspur. Ein dicker Käfer surrt mir um die Rase. „Zink. zink", beginnt ein Specht die Unterhaltung. „Pink, pink", antwortet die Melle. Und dann trillert sie. al» wäre eS Mai. Da» reizt den Zeisig, er kräht mit Eifer sein Behagen aus. Aber der Specht gehl an die Arbeit, bald hämmert fein Schnabel < A^rinde. Wit kleinen ärgerlichen Zi- hu'cht das verscheucht« Eichkätzchen auf den näariten Baum, unter feinem Sprung prasseln Eicheln. ..Rab—rab". ruft» von dürrer Baum- spitz«. Hund« bellen drüben im Dor'. Autohupe gellt. Gän'e IcbnatVtm. 6in« .Kuh brüllt auf. Schaf« Mbten Dir ganze Landwirtschaft schimpft dem unsichtbar nie Blaue va senden Benzin teufet nach. Mil seltsamem Ur laut schmettert Pferdewiehern m den Inselsrieden Mpchvlogische Borstellungen wachen aus wenn von fernem Donner der Boden letzt erbebt, fo fckreck ich eufamm«n. eigenie treibt in unterer Gegend sein Unwesen. 3n Bad Homburg stahl er aus einem Laden ein Fahrrad, fuhr mit diesem nach Gonzenheim, flieg dort in eine Billa ein und raubte, obwohl bte Hausbewohner zuhause waren, allerhand Wertgegenstände. Das Aad lieh er unterwegs liegen und verübte eine Stunde später in Bad Homburg in der Höllfi einst ratze einen weiteren Einbruch. Sine Hausbewohnerin, die durch das Zimmer ging, in dem er sich befand bemerfte ihn nicht, wurde dafür aber von dem Einbrecher in einem abgelegenen Raum eingeschlossen. Dann setzte der Einbrecher sich auf bk Eisenbahn und verübte wenige Stunden später in Bad-Aauheirn verschiedene ähnliche Einbrüche Kirche und Schule. T Didda. 19. Sept. Dieser Tage fand hier eine Konferenz der Geistlichen des De kanats A i dda statt. Die K^nferrnz wurde mit SchrifUefung und Gebet von Pfarrer Siebeck-Echzell eröffnet. Sodann begrübt« Dekan Seriba die nahezu vollzählig erschienenen 2Imübni<-»r, in-be'ondere den Landes! ugend- bfatrer von der A u aus Darmstadt, sowie den erstmals an der Konferenz teilnehmenden Pfarrer W e i st g e r be r - Bingenheim. seither Pfarrer und Delan in Messel bei Darmstadt Aach Er e igung g shä t i er A ng le n c ten wo e die bevorsiehenden Wahlen der Kirchengemcindc« Vertreter besprochen und Pfarrer Müller- Sichelsdvrf zum Schriftführer deS Zweigvercins Aidda der Gustav-Adolf-Stiftung an Stelle des von Rodheim nach Langi-d^rs versetzten Pfarrers Dr. Hetz mann gewählt wurde hielt Lanbes- iug.n^Pfarrer von der Au eine., Bortrag über .Die Singebewegung und ihre religiöse Bedeu- tung“. An den hochinterefsanlen Borlrag der von großer Lachk.nntniS Zeugnis ab'egte schlotz sich eine Aussprache und eine praktische Hebung. Schöffengericht Gießen. • Sieben. 17. Sept. Sin von auswärts stammend.-r Schlosser, der die hiesige Maschinen- dauschule besuchte, bitte die Monate feine» Hierseins dazu benutzt, um auf Kosten anderer ein sorgloses Leben zu führen. Bei Geschäftsleuten erschwindelte er sich Waren, bei Gastwirten beging er Zechprellerei Aachdem er aus der Untersuchungshaft entlassen, verübte er in einem am Aah ungsberg gelegenen Garten- Häuschen einen Einbruchsdieb st ah l, bei dem ihm einige Kleidungsstücke und sonstige Gebrauchsaegenftände in die Hände fielen. Am anderen Tage bot er dann telephonisch diese Sachen dem Eigentümer zum Wiederanlauf an. wobei er vorgab, datz er sie von einem Unbekannten gefault habe. Auch seinen jetzigen Ä.m. er habe die Sachen bei den ri eli- unter Laub versteckt gefunden, schenkte das Gericht keinen Glauben. Es kam zu der Ueberzeugung. da st er selbst der Einbrecher war. Dementsprechend wurde er des Einbruchsdiebstahls und dreier Detrugsfälle für schuldig erkannt und zu 4 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt Ein wiederholl vorbestrafter Betrüger, der sich auswärts in Untersuchung, hast befindet und auf feinen Antrag von der Berpflichtung zum Erscheinen in der Hau', tverHandlung entbunden mar, wurde wegen wiederum begangener Betrügereien zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt Sin Reisender, der für eine auswärtige Firma elektrische Apparate vertrieb, hatte einen Kunden veranlatzt, ihn als Werber für feine Druckerei- waren anzunehmen. Zu spät merkte aber erst der Geschäftsmann, datz er einem Betrüger in die Hände gefallen war, der es nur auf die ihm bewilligte Provision abgesehen hatte. Alle von dem Angeklagten herein gebracht en Aufträge waren fingiert Wegen fortgesetzter schwerer Ur'undenfälschung in Tateinheit mit Betrug wurde er zu einer Gesamtstrafe von 5 Monaten Gefängnis verurteilt. (Jin Gemäldeverlaufsproreß. DSR. Frankfurt a. M . IS. Sept 3n bie grobe Bilderfälfchungsasfäre die vor einiger Zeit allenthalben Hartes Aatsehen erregte. ist bekanntlich der Kunsthänd:er Otto Müller verwickelt der im G rohen Htrich- graben 26 fein Geschäft betrieb und llch leit einigen Wochen in Untersuchungshaft befindet Müller erschien jetzt unter der Anklage der Unterschlagung zweier Oclgemälbe vor dem Grosten Schöf engericht. das nach mehrstündiger Verhandlung zur Pertagung dieser Sache und Angliederung an den Hauptprozest kam da mancherlei noch der Aufklärung bedarf und der grostc Prozess wohl ein abgerundetes Bild von gewissen Borlängen im Kunsthandel geben wird. Muller hielt sich Ende vorigen IahreS in Berlin auf und besand sich dort in der Gclelllchast des Bilderhänd'.ers Danntz S t r a u st au» Frankfurt. der es bekanntlich vor- gezogen hat al» ruchbar wurde, datz er mit gc- fälschten Gemälden handelte, den Heist gewordenen Boden Deutschlands von den Füsten zu schütteln. Strautz hatte einen kauflustigen Bankdirektor an der Hand, und Müller beschaffte zwei Oelgcmälte. eine bunte Was erlandschast Thoma» und eine Schnee!andschast TourdetS. die man ihm verkaufen wollte Der Thoma wies eine Beschädigung auf. SS scheint sich im übrigen um echte Gemälde gehandelt zu haben, die tatsächlich einen gewissen Wert darftellten. Der Dankdirektor nahm von dem Erwerb der Gemälde Abstand, so dast sich das Geschält zerschlug. Die beiden Gemälde gehörten dem Berliner Kunsthändler P., der heute ihren Wert auf 14 000 bis 16 000 Mark benutzt, da inzwischen, wie er sich eben in Paris überzeugen konnte, der Wert der deutschen Oeigemälde um vierzig bis sechzig Prozent gestiegen ist. Als Müller die Gemälde bei dem Dan.direktor nicht los wurde, wollte er sie dem P. zurückgeben, dieser aber bedauert heute aufs dusterste, dast er sie nicht zurücknahm. 2r versteifte sich damals daraus, dast Müller die Bilder feft übernommen habe. Müller versprach taufend Mark in bar zu >ahlen und für die restlichen 9000 Mar' der Kaus- fummc Akzepte zu geben. Die Wech el bekam P. auch, aber sie find zu Protest gegangen, und nun steht die Sache so. dast P. weder die Bilder, noch fein Geld hat. Die beiden Gemälde find in andere Hände gewandert. Müller nahm sie nach Frankfurt mit. wo er den Thoma für 3300 Mar? einem Kunsthändler verdüsterte. Iedoch benutzte schon die gute Drowe-5eise versucht? Wirkliche Dualität.1 itmtnt tixtwtoify \_ÄTtUAPla» V Hreibank. breitet, den 21. Ervt-, von h llbr ab 81481) Fleisch verlaus. FORD Gießen vertreten durch Ingenieur R. Güngerich -D Co. 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Umtauschanjrebot Nr. 126 jrratis md franko. Hulcuto-Werk, Nollncen. 29.Sept.,8llhl l.Oktob., 8 Uhi Ortsausaana Rldn-Gnbtn An der Straßen- wärterwohnung An berGisenbahn- überführ. (Lderstr. An der Karlsruhe Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypotheken - Banken Aktienkapitalien und Reserven: 77 Millionen Reichsmark Gesamter Umlauf an Pfandbriefen und Schuldverschreibungen: 1,2 Milliarden GM. Freitag,den 21.Sepi.1928 nachmittags 2 Uhr versteigere ich im „HtPtn", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Larzahlung: eine Schreiblabenkaffe, eine Strickmaschine, 6 Dutzend HanbtuchSgebilbe, 29 Kilo Dolle, twei Nähmaschinen, einen Diwan, einen Acker fforn, eine Gchärfmoschine, ein Leit, Gießen - Lollar.......... Gießen-Steinbach (bis Heiland Pflege-Anstalt)..... SAWWe Hausmarke Nr. 3, y4 Pfund Q5 Pf. s. LN. Schuwof morhtftT. 4, Eingang Burggraden. Obstversteigemngen an den Provinzialstraßen der Provinz Oberheffen Zur Selbst-Anfertigung Aussteuerhaus Salomon p100O nf A r h o r O m don 1-1 _________Gielen, Seltersweg 81 _______ cicgainci vucriicmuen PopelineL"Ä1.75 iw«*ch<>, Gardinen aller Art werden Jeder», schnellsten» angefertigt] Damen-Schlüpfer | rn starke Qualität glII angeraubt Damen-Schltiiifer Q ftC Wolle plattiert, mit verst. g D gl Schritt, In Farben sortiert kl t J k# Damen-Schlüpfer n zr Kunstseide plattiert ■ 11 gl mit warmem Futter.... a» iVkr T59,i* toooo -w Lrtt Gießen-Gleiberg u. Gießen- Jiodheim............. Heuchelheim - Affenborf ... Mein-Linden - Dutenhofen - Lützellinden — Großen- Linden-Langgöns..... Damen-Schlüpfer 1 AC Ja Kunstseide, gestreift I *9 g I aparte Farben llZ k# Korseltschoner A AC Trikot weiß g j Abschrift. Homberg, den 11. September 1928. In der Privatklagesache des Elektro- Monteurs Theodor K l ö s von Homberg a. d. Ohm, Privatklägers, vertreten durch Rechtsanwalt Beilstein in Grünberg, gegen die Louis Frese Ehefrau, Ottilie geb. Hisserich, von Homberg a. d. Ohm, Angeklagte, wegen Beleidigung, schlossen die Parteien folgenden vergleich: Die Angeklagte nimmt die um 17. Mai 1928 zu Homberg ausgesprochenen Beleidigungen gegen die Ehefrau des Privatklä- gers mit dem Ausdruck des Bedauerns als unwahr zurück und übernimmt die Kosten des Verfahrens einschließlich der dem Pri- vatkläger erwachsenen notwendigen Auslagen. 8334D Die Anaeklagte ermächtigt den Privatkläger, auf ihre, der Angeklagten, Kosten den vorstehend abpeschlossenen Vergleich einmal im „Gießener Anzeiger" zu veröffentlichen. Dorgelesen und genehmigt: gez. ® u n b r u m. gez. Rühl. F. d. A.: gez. Rühl, Oberjustizsekretär. Für die Abschrift: B e i l st e i n , Rechtsanwalt. Zum bevorstehenden Anlagctermiu legen wir einen Teilbetrag von 4 Millionen Goldmark unserer an der Berliner Börse z.Z. mit 98% amtlich notierten, nach Thür. Gesetz mündelslcheren 8°o Gold-Pfandbriefe Emission XXI nicht rückzahlbar vor 1. Juli 1934 ausgestattet mit Januar-Juli-Zinsscheinen zum Kurie von 97,SV /& zur Zeichnung auf. Die sofort lieferbaren Pfandbriefe sind eingeteilt in Stücke zu 1OO, 500,1000 und 5000 Goldmark Zeichnungen werden in der Zeit vom tO. September bis 10. Oktober einschl. durch alle Banken, Bankiers und Sparkassen, bei denen auch Prospekte erhältlich sind entgegengenommen. Weimar, den 18. September 1928. ■er . CSch”Uck. Ien tn dic ***«a Nad, na* Polster F " beruk e,ffencn' aufjahr7 l Ar°ma- und Ges* sP'ziti- v>, Süehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffeu) Hr 222 Drittes Blatt Donnerstag, 20. September (928 Gießener Serbfipferdemartt. 'Bunbctbare* Herbfttoetter beflünftigt« den ge» Krisen P I« r dem a rk t in Gieh« n und trug nutzt wenig bei zu dem Karlen Oluf trieb an IXtteR und zu dem Massenbesuch an Menschen. Folgende Zahlen zeigen erfreultdxmnc^c eine stete Istifwärtsbewegung d-< Auftr.ebes. Herbft- pserdemartt 1927 ' 244 Pferd« und 20 .Wen, Heuer 410 Pferde und 37 Fohlen. Luch der Vergleich mit unserer Lachbarstadt Marburg zeigt für heften ein günstiges Bild: dort betrug bei dem dieser läge sta«gehabten Pserdemarlt der Auftrieb nur 185 Pferde und 18 Fohlen. Das vorzügliche Pferdematcrial. hruptsächllch in to:- ren Belgiern und Oldenburgern, wurde ölige- mein lodend anerkannt. Kenner wollen kflgdtellt haben, daft das Material infolge energischer Duvchzucht säst mit federn Markt besser werde, hierzu trage auch in erster Linie der Gietzener Pferdemarrt bei. die Züchter der Wetterau und des Lahntales seien auf der Höhe. Bei dem großen Auftrieb und der starken Beteiligung an der Prämiierung war es auher- nrdentllch günstig für die Abwicklung der Preisbewertung. dah Die MarktkommisfIon einen zweiten Hing für die Vorführung hatte anlegen lassen. Das bot für die Zuschauer eine bessere lieberficht und die Preisrichter konnten ihre Av- beit gründlicher auSführen Si« hatten es dicS- mai nicht leicht, vom Guten daS Beste heraus- zusuchen, und mußten zu ihrem Bedauern manch gutes l er leer auSgehen lassen: aber die Pra- miierungsgelder haben auch ihre Grenzen Der eine Hing biente den leichten Warmbluttieren, der andere den schweren Belgiern zur Vorführung Sin zweiter Umstand, die Erweiterung des MarktplayeS in westlicher Hichtung. kam dem MarEtbetr.eb sehr zustatten. Die Händler und Käufer hatten bei der Vorführung der Tiere Bitt mehr Bewegungsfreiheit wie seicher. Zum Verkauf standen 410 Pferde und 37 Fohlen. Besonders war gutes Zuchtmaterial der Oldenburger und der schweren Belgier Hasse vorhanden. Bei flauem Handel waren die Preise recht hoch, besonders bei schweren Belgiern. 3e nach Güte de- Pferdes wurden 1500 bis 3000 Mk verlangt, für Saugfohlen wurden Preise von 300 Mk. gefordert Die Forderungen der Händler und Züchter standen zu der Geldknappheit, die besonders unter der Landbevölkerung hrrscht. in starkem Gegensah. Ss mögen auch die Futter- sorgen dazu beigetragen haben, die Orummet- ernte war knapp. Grün futter gibt es Infolge der Trockenheit feit Wochen nicht mehr, und der Bauer muh bereits fein Dörrfutter oder die Dickwurzeln angreifen. Da scheut er sich vor Heu- ankäusen. Trotz de» gutes Marktbesuches wurde auch beim Hbf ah der Pferdernarktlose genagt Die Prämlierungskvmmtssion setzte sich auS folgenden Herren zusammen: Landstall- meister Hertel. Landftallmeister L H. Schär ke. Vertreter de» LandwirtschaftSkammer-AuSschusses für Oberhessen Ocfonomwrat Breidenbach (Dorheim). Oetonomierat Müller (Aeuhof). Ocfonomierat Weih (Hof Grast). Oberveterinär- rat Dr Modde (Dkhen), Hittmeifter Qet- pold (Müuzenberg) und Landwirt Otto Schneider (Utphe) Ergebnis der Prämiierung. Hing 1. 108 Tier«: A Arbeit»! chläg« (schwere) paarweise zu prämi eren: l.Prei» 60 Mk., Fuchsstuten von August Frensdort Giesten: 3. Preise te 30 Mk.. .Fuchsstute und Wallach von Jul. Kaufmann, Rteder-Weisel und S. Michel. Giesten. B. Schwere A rbe it S s chlä ge. einzeln zu prämiieren: 1. Preis. 40 Mk.. 3uL Kaufmann. Rieder-Wrifel; 2. PrciS, 30 Mark. Aug. Frensdorf. (Dieben; 3. Preis. 20 Mark. A. Stern. Wetter: 4. Preis, 15 Mk.. S. Michel. Diesten. _______ C. Schwere ArbeitSfchläge. einzeln zu prämiieren: Diese Pferde muffen mindestens S Monate im B-efitz von Landwirten fein, die dem Landespferdezuchtverein oder einem landwirtfchaftlichen DezirkSverein auch preustifchen angehören. 1. Preis. 40 Mark. Hudols 6h. Dorn-Affenhelm. 2 Preis. 30 Mk, Richard Becker- Trais-Horloff: 3. Preis. 20 Mk.. Ludwig Heufer. Riedcr-Weifcl; 4. Preis. 15 Mk. Hch. Dreut II Griedel. Anerkennungen: Gg. Kistler 11.. Rieder-Weifel: Hch Pfarrer. WeckeSheim: Wenzel MaaS. Ww. Rieder-Wei- fel: Ferd Diehl II. und ®g. Sichler. Dvrn- Affenheim I). Schwere ArbeitSfchläge. paarweise zu prämiieren: (Bedingung wie vorher ) 1. Preis. 40 Mk.. Hich. Becker. TraiS- Horloff: 2. Preis. 30 Wk. Ferd Diehl II.. Dorn-Affenheim: 3. Preis. 20 Wk.. Wenzel Maas. Ww.. Rieder-Deisel; Anerkennung: Hch. Wallbott XII., Garbenteich L Dreijährige Fohlen, geboren 1 925. Arbeitsfchläae. (Bedingung wie vorher.) 1. Preis. 30 Mk.. W. K Müller, Griedel: 2. Preis. 20 Mk.. Konr. WUh. Jung. Lang-Göns: 3. Preis. 15 Wk.. Daniel Bender. Hofgut Griedel: Anerkennung: Heinr. Wall- bott XII., Darbenteich. F. Zweij ähr ige Fohlen, geb. 1926. ArbeitSfchläge. Diese Tiere müssen mindesten» 6 Monate im Besitze von Landwirten fein, bu dein hessischen LandeSp'erdezuchtverein, des en Unterabteilungen ober einem landwirtschaftlichen Bezirksverein der anfchliestenden preustifchen Gebietsteile angehöven. 1. Preis. 30 Mk. H. Stau Ww.. Grosten-Bufeck: 2. Preis. 20 Mk.. Ivh. Tobias Bommer»h:im, Dorn-Asten - beim; 3. Pvei». 15 Wk.. Karl Schäfer. Inheiden: Anerkennungen: Ju!.Schepp. Griedel, und Adam Hofmann. LangSdori. G. Zuchtstuten mit Saugf ohlen oder mehreren Rachkommen. ArbeitS- fchl ä gc. (Bedingunsen wie vorher) 1. Preis. 50 Wk.. Hch Krämer I.. LangSdorf: 2 Preis. 40 Wk.. Hch. Dreut II.. Griedel: 3. Preis. 30Mk., Daniel Dender. Hofgut Griedel: 4. Preis, 20 Mk.. Karl Schütz. Oberflecn. H. Zuchtstuten, nachweislich 1928 gc- deckt oder erkennbar tragend. Arbeit ssch läge. (Beringung wie vorher.) 1. Preise, je 50 Mk.. "Richard "Becker. Trais- Horloff. und Rudolf Sst. Dorn-Assenheim: 2. PrerS. 40 Mk.. Ludwig Häuser. Rieder-Weisel: 3. Preis. 30 Wk.. Heinrich Dreut II.. ® riebet; 4. Preis. 20 Mk. Ferdinand Diehl II.. Dorn- As enheim: Hrertermungen: Ludwig Klein. Wohnbach. Gg. Kistler I., Rieder-Weifel: 3. T. BommerSheirn. Dorn-Affen heim und Hch. Pfarrer. WeckeSheim. Hing II 138 Tiere: Reitpferde, unter dem Reiter gezeigt 1. Preis, 20 Wart, 4jährige braune Stute, Besitzer Hch. Hofmann. Dergermühte: 2. Preise je 10 Mark, 9iähr. Rappslute, Besitzer Herrn. Bissel, Griedel und 6jährige braune Stute, Besitzer Karl Psannmüller. Dorf-Gill: Anerkennungen mit je 5 Mark 5jährige. dunkelbraune Stute, Besitzer Hern,. Schott. Griedel und 3jähriger. brauner Hengst, Besatzer Klingelhöser. Bruckerhof. Wagenschläge paarweise zu prämiieren. 1. Preis, 60 Mark, 4 und 5jährige Rappstuten, Besitzer 3ul Kaufmann, Rieder-Weisel: Anerkennung 10 Mark, 4jährige, braune Stuten, Besitzer S. Wichel, Giesten. Arbeitsschläge (leichte), paarweise zu prämiieren. 1. Preis, 60 Mark, 5jährige Fuchs- ftuten, Besitzer Aug. FrenSdorf, Giesten: 2. Preis. 40 Mark, 4jährige braune Stuten. Besitzer 3uL Kaufmann, Rieder-Weisel: 3. Preis. 30 Mark, 4jährige. braune Stuten, Besitzer ©ebr. Isenberg. Diesten; 4. Preis, 20 Mark, 5jährige, gelbbraune Stuten, Besitzer S. Roth Frankfurt (Main): Anerkennung 5 Mark, 5jäyrige FuchS- stuten, Besitzer Alb. Stern, Wetter. Leichte Arbeitsschläge. einzeln zu prämiieren: 1. Pvcis, 40 Mk. 4jährig?r brauner Wal- l«b Besitzer Julius Kaufmann. Rieder-Wei'e»; 2. Prrie 30 Mk. 5iährige Fuchsftutc. Besitzer Aug Frensdorf.Diesten^ 3. Pre>S. 20Ml. 4iährige bunteibraune Stute. Beicher Leopold Roth. 21k- ber-i?bmen. 4. Preis. 15 Wk.. 3iäbrige Fuchsstute. Bei der Aug Frensdo^s. Diesten: "Zlnerkennunaen mit ie 5 RN. iiähriger brauner Wallach. Be- fitzer Aua. FrenSdorf. Diesten, und 5jährige gelbbraune Stute. Besitzer 6 Roth. Frankfurt a M. Leichte ArbeitSfchläge. einzeln zu prämiieren. Diese Pferde müffen mindestens 6 Monate im Besttz non Landwirten fetal, dre dem Hristschen Landesp!erdezuchtver.i:'. dessen Unterabteilungen oder einem landwtrischasllichcn Brzirksverein der anfchliestenden preustifchen Gebietsteile angehören. 1. Preis. 40 OKL. 9jährige dunkelbraune Stute. Vcsttzer Gg Hch. Bender. Dorf-Gill. 2. Preis. 30 Mk 4jübrige braune Stute. Besitzer Wild Wächter II.. Sambach. 3. Preis. 20 BL. 5jährige braune Stute, Besitzer H. K. Strastheim. Snedel; 4. Preis. 15 Mk.. 3jährige dunkelbraune Stelle. "Besitzer K Rühl. ®bcritdbt; Anerkennungen mit je 5 Rkk.: stjähnge braune Stute. Besitzer Ant. Belten XVI., Lang-DönS; 6jährige dunkelbraune Stute, Bescher Ludw. Peppter. Hörns- bemt; 3jährige braune Stute. Besitzer Hch Fenchel. Griedel, und 4jährige braune Stute, Besitzer W. Weih. Srosten-Linden. Leichte Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren. (Bedingungen wie vorder). 1. Preis 40 Mark: bjährtge Stute und Wallach, Besitzer Rud. Beith (Heuchelheim, Wetterou»: 2. Preis 30 Mark, 5- und 11jährige bjaune einten, Besitzer H. Ä. Slraftheim (Griedel), 3. Preis 20 Mark, 4- und 5jährige braune 6tuten, Besitzer D Weist (Grasten. Linden); Anerkennungen mit je 5 TI rk, 9- und Siährige braune Stuten, Besitzer Anton Selten XVI (Lang-Gons); 3- und 10jährige braune Stuten, Besitzer Martin Schmidt (Dors-Gill >: 3- und 5>ahr. braune Stuten, Besitzer ft Mest (Butzbach); 4|ahr. dunkelbrauner Wallach und 5jährige «tute, Besitzer Hch. Seipp (Trais-Münzenberg): 4- und ü-jährige braune Stuten, Besitzer Ludwig Peppler (Hörnsheim). Dreijährige Fohlen, geboren 1925, Wagenschläge, (Bedingung wie vorher). 1. Preis, 30 Mark, dunkelbraune Stute, Besitzer St. Rühl (dberftabt); 2. Preis. 20 Mark, Fuchs- wallach, Besitzer stfingclhöfer (Bruckerhof); 3. Pr, 15 Mark, braune Stute, Besitzer Hch Will). Fenchel (Griedel).: 4 Preis, 10 Mark, braune Stute, Be- sitzcr ft. Mest (Butzbach). Zweijährige Fohlen, geboren 1926, Wagenschläge, (Bedingung wie vorher). 1 Preis 30 Mark, braune Stute, Besitzer Hugo Strastheim (Griedel); 2. Preis 20 Mark, brauner Wallach, Besitzer Rudolf Beith, (Heuchelheim, Wetterau); 3. Preis 15 Mark, brauner Wallach, Besitzer Otto Roth (Steinheim). Zucht st uten mit 6au$ fohlen oder mehreren Nachkommen, ®agepld)lage, (Bedingung wie vorher). 1. Preis 50 Mark, ('jährige dunkelbraune Stute, Besitzer Georg Hch Bender (Dorf-Gill); 2. Preis 40 Mark, 11 jährige braune Stute, Besitzer Herrn, ft. Strastheim (Griedel): 3. Preis 30 Mark, 15sährige Rappstute mit drei Fohlen (4sähr. Wallach und 3- und jährige Stuten), Besitzer W Bingel ((Brimingen); 4. Preis 20 Mark, fijähriger Rappen, Besitzer Dan. Bender (Hofgut Griedel); 5. Preis 10 Mark, 5jährige dunkelbraune Stute, Besitzer Fr Hermann Schott (Griedel). 3 u d) t ft u t e n , nachweislich in 1928 gedeckt oder erkennbar tragend, Wagenschläge, (Bedingung wie vorher). 1. Preis 50 Mark, 4jährige braune Stute, Besitzer Heinrich Hofmann (Bergermühle): 2 Preis 40 Mark, 5jährige braune Stute, Besitzer An ton Besten XVI (Lang Göns); 3. Preis 30 Mark, fijähriger Rappen, Besitzer Dan. Bender (Hofgut Griedel): 4 Preis 20 Mark, 9'ährlge Rannftute, Besitzer H. Vissel (Griedel): 5. Preise zu je 10 Mk., 4jährige Rappftute, Besitzer ft. Lich (Londorf), 6jährige braune Stute, Besitzer Rud. Beith (Heu- Verhängnisse. Vornan von Liesbel Dill. Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale) 31. Fortsetzung. Nachdruck verboten. „3dj habe dir immer vor meinem Ende alles schreiben wollen: ich wustte ja nicht, ob wir uns noch einmal Wiedersehen würden, und schob cs immer wieder hinaus. Nun weist ich es, dah ee mit mir nicht mehr lange bauert Nein, bitte, Charles. keine Redensarten, ich habe meinen Fall studiert. Cr ist hoffnungslos. Mir blüht die Anstalt oder ein — Gchirnfchlag nennt man das. Cs tut nicht weh. Man fällt um, irgendwo, auf der Strafte, im Hausflur. Oder man besorgt es selbst. Du kannst dir denken, haft ich das letztere oorziehe. Also ich habe dir schreiben wollen, was ich auf dem Gc wissen habe, aber immer, wenn ich mich dazu hin- setzte, kam mir kein Buchstabe aus der Feder. Cs ist nicht leicht, wenn man eine Schuld bekennen soll, aber es ist sehr schwer, wenn man mit diesem Bekenntnis einen anderen belastet. Und das hatte ich getan." Ur brach ab, als ob er innerlich etwas verarbeitete, mit dem er nicht fertig werden könnte. „Ich muft aber von dir erst ein Versprechen haben, Charles. , . . „Gern. RenL. Was soll ich dir verstechen? „Tu muftt mir dein Wort geben, daft die Person, um die e» sich jetzt handelt, nie ein Dort davon erfährt, was ich dir jetzt sage." „Aber das ist doch seldstverstandstch, lieber RenL- „Rein, das ist nicht felbftneritänbhd). Rachher vergift! sich das nämlich. Ich verlange einen schwur." „Denn ich dir mein Dort gebe, zu schweigen, io halte ich das auch", sagte Charles, und er reichte bem Freunde die Hand. Rens sah ihn an. Sie hielten einen Augenblick inne. Dann faate Ren6 entschlossen: „Gut, ich nehme das als deinen Schwur." Und cr drückte Charles die Hand. Er ist doch sonderbar geworden, dachte Charles. Wie ernst er auf einmal alles nimmt, was er früher fo leicht nahm. Wahrscheinlich kam jetzt eine Deichte, in der irgendein Frauenzimmer ober sein« untreue Frau eine Roll« spielte. Aber wenn es ihn erleichterte, immerhin. Cr sah RenL schweigend und ermartungsDoU an. ,Lch habe mich, als ich euch damals oeriieft", begann Rens, „nach Marokko gemeldet, um möglichst weit fortzukommen. 3ch war durch einen unglücklichen Zufall zum Zusehen verdammt und — tum Schweigen. Mit zusammengebissenen Zähnen habe ich es getan. Dieses Schweigen hat mich mehr gekostet, als das ganze Leben wett ist, das kannst du mir glauben. Denn ich war immer für rasche Taten und Offenheit. Und Feigheit ist mir immer das Verächtlichste gewesen, was es für einen Mann gab. Aber es gibt Fälle, die so verzweifelt hegen, daft man sie mit Offenheit nur noch kompliziert. So stand cs damals mit mir. Als ich nach Marokko ging, dachte ich. nun liegt alles hinter mir. Aber ich nahm es mit, denn, wenn man auch leichten Herzens manches abzuschütteln verstanden hat, es gibt Dinge, die setzen sich in uns fest, die trägt man mit sich, die wird man nie los, die nimmt man auch mit in sein Grab. Und ich hätte sie mitgenommen, wenn uns der Zufall nicht heute zu- einanbergeführt hätte. Ich habe es dir nicht sagen dürfen und hab' es nicht schreiben können, ich hab' es auf den Zufall ankommen lassen. Vor.meinem Ende hätte ich dir alles gesagt im Briefe. Aber nun bist du gekommen. Das ist sonderbar, daft du hierher gereift kommst und wir uns an meinem letzten Abend begegnet sind. Und nur durch eine Ungeschicklichkeit meines Dieners. Er (lieft dich an, und du drehtest dich um und erkanntest mich." Renä legte den Brief mit dem Testament auf den Tisch. Er atmete mühsam und schwer. „Sag', Charles, ist dir nie ein Zweifel gekommen, ein verdacht .. .* „Ein verdacht? Das für ein verdacht?" „Gegen mich?" „Wieso, was meinst du bamii?" „£u roeiftt also nicht, hast nie etwas gewustt, Charles?" „Rein, was soll ich denn gewustt haben?" „Ich meine, ist dir nie der Gedanke gekommen, i ch könnte in irgendeinem Zusammenhänge stehen mit dem Morde an der Longerille?" Charles reckte sich auf. lieber seine breite, hohe Stirn lief es wie eine Flamme. Seme Augen schauten Rens entsetzt an. ..Rens!" stammelte er. „Du? Rein, das ist unmöglich ... Du mtt der Songern Qe? Aber der Mörder ist ja gefunden! Er hat gestanden. Er ist tot!" „Das weist ich alles. Chatt es. Ich habe den Pro- zest verfolgt. Durch alle Blätter lief er ja. Bis nach Marokko lief er mir nach. Immer habe Ich auf dem Sprunge gesessen: jetzt rufen sie mich, jetzt packen sie zu, aber---Artemis mit der Binde vor den Äugen ..." „Um Gottes willen. Ren<>" rief Charles, schau- dernd von der Vorstellung, dast sein« Freund« Hönde mit dieser Tat besudelt sein könnten. „Du hast doch nicht etwa selbst--" „Richt so, Charles Aber ich bin daran schuld, daft deine Frau mit hineingeriet. Ich, ja, ich. Starr’ mich nur an; ich gesteh' es dir beute. Ich will dir alles sagen, ohne Schminke. Setz dich her. Chatt«, und hör' mich an. Hier liegt meine Pistole --wir können uns nicht mehr duellieren-- ein Mann ohne Beine, das geht nicht mehr. Ich bin ,hors de concours*, wie mir eine Freundin neulich sagte, ich zähle nicht mehr. Ich bin schon halb gestorben, aber bu bist noch da." lieber Charles Racken lief ein leichter Schauer. Es begann ihm eine dumpfe Ahnung aufzufteigen, daft etwas Entsetzliches in dem Geständnis feines Freundes sei, das ihn vernichten wurde. Und plötzlich dachte er an Odette. Er sah fie Ins Theater aehen, auf der Treppe, ruhig, lädjdnb, heiter in Dem weiften Kleide mit dem roten »jran- fenschal um die Schustern und dem goldenen SUmm in dem glatten, schwarzen Haar. Sie stand auf Der Theatcrtreppe und lächelte. Sie war jetzt in der Oper . . (Lärmen mit der roten Nelke und das Messer ... wie sagte Rens vorhin ... das dem wirklichen Helden immer fo lose im Gürtel fitze, em Kampf, ein stolzer Torero, der dem Parkett die blitzenden Zähne zeigt, und wenn er Carmen er- sticht, so klatschen sie Beifall. Charles packte den Freund bet den Schultern: „Sprich, was hast du denn getan? Hast du die Longcoille ..." Rette schütelte den ftopf. ..Rein, Charles, das hat der Herr aus Marseille besorgt, nicht ich." „Aber ihr habt müeinanber in Beziehungen ge- standen, du und der fterl?" fliest Charles hervor. „Auch das nicht; ich hatte nie eine Ahnung von feiner Existenz Und deine Frau auch nicht, aber in der Gewitternacht war sie ... nicht bei ihrer Tante im Hause ..." Charles stutzte. „Sondern?" sagte er ruhig und kalt, indem er sich aufrichtete. Er stand da, bereit, ein Fechter, der den letzten Hieb erwartet. Die beiden sahen sich an, stumm. Irgendwo tickte fein und silbern eine Pendüte. (Beigenftimmen fangen im Parke. „Sie war tn meinem Hause, Charles." Charles trat einen Schritt zuerück. „3n deinem Haufe? fragte er heiser. ,Ln jener Nacht?" Stent nickte. ,^as Licht, das deine Mutter hinter meinen Läden gesehen hat. war da ... Es stimmt schon. Und wenn sie vorher schon öfters Licht gesehen hat, so war eben doch jemand dort im Hause. Das stimmt alles." cheldeim. Wetterau), 4jährige dunkelbraune Stute, Besitzer Hch Seipp (Trais Münrenbera), 5jährige braune Stute, Belitz, r ft. Mest tPiltzbach). 4|äbriq< braune Stute, Besitzer D Wächter tGawdach); 2lnerfennungen nut je 5 Mark. Hahrige braune Stute, Besitzer Jakob Winter tRieder Deisel) und 5jährige dunkelbraune Stufe, Besttzer D. Philippi (Trais-Münzenberg). Wirlschast. Rrcbifhilfe für die mittlere und kleinere Industrie. Kaum ist in der in der letzten Woche abge- haltenen Sitzung d.-s Rcichsverl".nde4 der Deutschen 3nbuünc über den Plan der unmittelbar vor den, Abschluß fkbuben Gründung einer .Zentralbank zur Vefcha.smrg langfristiger Kredite für die mittlere und kleinere 'Industrie" berichtet worden, so kommt —wie gestern von uns bereits kurz berichtet schon wieder Mc Kunde von der GrÜndu ig eines neuen § i - nanzierungeinstitutv sür Industrie- b V P o t h e k e n für die mittlere und Heinere Industrie, der General Mortgage and Credit- Corporation" durch eine Vrnkengruppe. der auf amerikanischer Seite die Chas« Securities Corp. und Halsen. Stuart & Co und auf deutscher Leite die Commerz- und Privatbank angeboren. Wä-rend über die öiu^clbetten der Gründung der Zentralbank und her Art ihrer Kredit- beblnaungeu leider noch nichts bekannt ist, fleben die Einzelheiten bei der Amerikagründung der Contmcrzbank im groben und ganzeir fest. Danach besteht der Zweck dieser Gesellschaft in der Hergabe langfristiger Kredite an industrielle Unternehmen mittleren Umfange-, sowie an landwirtschaftliche Betriebe, soweit mit diesen industrielle Unternehmungen verbunden sind. Das Kapital der Gesellschaft wird 5 Millionen Dollar Vorzugsaktien betragen mit der Verechtiguna, den fünffachen Betrag des Kapital- in Obligationen auvzugeben Die Darlehnr sollen an deutsche ftreoihicbmer tn Doldmark gegeben werden, und zwar im allgemeinen gegen erststellige hypothekarische Licherungen. Bei der Gescllschast foll ferner daS Prinzip einer direkten Beteiligung der kreditnehmenden Streife an der Gesellschaft durch llcbernabme von Vorzugsaktien und Ltanimaktien (es sollen aufierbtm 100 020 Stamm« dltien ohne Rennwert geschaffen werden» verfolgt werden. Weitere Meldungen wollen bereit» wissen, hast den deuttchen Kreditnehmern die Kreditgcknmg auf etwa 9 Prozent zu stehen komme und zunächst ein Abschnitt von 25 Millionen Dollar für 10 Jahre nach Deutschland gelegt werden soll. Damit führt die Commerzbank ihre Politik der Unterstützung der mittleren und kleineren Industrie (wie bei der früheren Dvllaranleih«) konseguent weiter, ähnlich wie die Deuttche Dank durch die bekannte 25 Willionen-Dollar-Anleihe im Herbst vorigen Jahres. Einzelheiten über die Gründung der Zentraldanr stnd, wie erwähnt, zwar noch nicht bekannt, es wird jedoch davon gesprochen, dah sich die neue Bank ander der Krcditg. U'ähiuna gegen Hypotheken auch mit dem Problem der hypothekarischen Deleibuna von Maschinen belasten werde. Schon im Hinblick auf diese interessante Frage sieht man dem Gr- fcheitten deS VrÜndungscommuniquLs der Dank mit begreifllxbem Interesse entgegen. Zusammengefaftt *rigt die ganze GntwicUung in der Kreditgewährung an die mittlere und kleinere Industrie jedenfalls, dah die Richtung der Kapitalkonzentration tn der Industrie sich mehr und mehr zu Gunsten der mittleren und kleineren Industrie verschiebt. DieS ist umsomehr zu begrüben, als die mittlere und kleinere Industrie bei der Ausnahme von Ausländsanleihen bisher zu kurz glommen ist, weil ihren Unternehmungen Me Gröhe Odcttc, Odctte! Charles' Fäuste lösten sich. Er halle einen Hieb nach dem Herzen erhalten. Er atmete kurz. Sein Herz ging in Stößen. Die Sprache verschlug ihm „Und wie lange ist das her?” keuchte er. „Dann habt ihr rud) so gesehen; wie lanae liebt ihr euch?" IRcnd schwieg „Wozu bas alles sagen, Charles? Ist es nicht gleichgültig, ob wir uns einmal gesehen haben ober mehrmals?" „Du hast sie verführt", sagte Charles tonlos. Ren6 schwieg. „Dte du alle Frauen verfuhrt hast, und dann hast du fie verlassen, nicht wahr? Das war so deine Manier." „Rein. Charles, nicht mit Odette. Ich will gern die Schuld auf mich nehmen, sie verführt zu haben. Sie gefiel mir. Es ist eine Frau, die mehr wert ist als die anderen, eine wundervolle Frau. Und ich habe ron dir das Ehrenwort, daft (ie nie ein Wort von dem erfährt, was zwischen uns gesprochen wurde, hörst du. Charles?" Charles knirschte mit den Zähnen. Cr wand sich wie unter einem Pettschenschlag. Lr sprang auf und wanderte in dem Zimmer hin und her, die Hande in bie Taschen gesteckt, auf und ab, wie ein Tiger Im Käfig Zuweilen blieb er stehen, reckte fern« Amte, wie. um eine unerträgliche Last abzuwerfen, und (trieb sich das Haar zurück. „Ich Harr, ich Narr", ftieft er hervor. ..Es ist alles solange her, Charles, und es kam damals so rasch, dieser unselige Abend, das Gewitter. Und bu warst auf der Jagd." „Nun, das muft euch doch sehr gelegen gekommen fein", höhnte Charles, „daft ich, der Tölpel, auf die Jagd ging. Die bequem. Und bie Tante, die rinlam am Wallte wohnte, die man besuchte. Oh, ich erinnere mich jetzt. Sie ging oft zu dieser Tonic am Abend. Und meine Mutter hatte bann .Visionen' und Iah .Lichf durch das leere Haus wandern, und wir lachten über ihre Visionen." Plötzlich stand er still vor Rens. „Sie ist am Abend also gar nutzt bei der Longeoille gewesen?" „Rem, sie ging nur bis an den Waldrand und kam dann zurück durch bie enge Gaste in mem Haus. Sie hatte ja den zweiten Schlüssel; fie konnte ungesehen durch den Keller herein. Charles fdjlug sich vor bie Stirn. „Richtig, dieser zweite Schlussel wurde eines Tages in deinem Garten aefunb.-r. Die kam er dorthin? Gib mir Antwort, 3ten- nahme der großen ausländischen Anleihemärkte bildet. Dabei arbeitet gerade die Derfeinerungs- inbuftrie für den Export und stellt Waren her, für die eine Exportzunahme aus volkswirtschast- lichen Gründen möglich und wünschenswert ist. Aus diesen Gründen ist die Zuführung von Kapital gerade für diese Unternehmungen besonders wichtig. Oie deutsche Reichsbahn im August. Der Güterverkehr auf der Reichsbahn war im ganzen nur wenig stärker als im Vormonat, ooglcnch der Güterverkehr auf den Binnen - wafserstrayen zum Teil eingeschränkt, vereinzelt sogar ganz eingestellt werden mußte, und mit dem Uebergang wesentlicher Gütermengen auf den Eisenbahn weg gerechnet werden konnte. 3m August wurden durchschnittlich täglich 151216 Wagen gestellt, gegen 150 667 im 3uli, was eine Mehrstellung von arbeitstäglich nur 549 Wagen, d. h. 0,36 v. H, bedeutet. Der Personenverkehr war im allgemeinen stark. 3nsgesamt wurden im August 7881 überplanmäßige Züge gefahren (3ult 1928 . 9640. August 1927: 6885), davon 48 für die Desatzung im Rheinland Die gele steten Zugkilometer betrugen bn 3uli 1928 57 311 000. gegen 54 905 000 im 3uni 1928. Die Wagenachskilometer im 3ult 1928 zusammen 2 644 616 000, gegen 2 552 811 000 im 3uni 1928. Die De triebserg-ebnisseim 3uli stellten sich wie folgt in RMlivnen Mk: Die Ein- nahmen betrugen für Personen- und Gepäck- Verkehr 162,63, im Güterverkehr 262.58. an sonstigen Einnahmen 35.86, zusammen 461.08. Die Ausgaben betrugen 1. für Betrieb und Unterhaltung 292,56, 2. für Erneuerung der Reichs- etsenbahnanlagen 99.28, 3. Dienst der Repa- rationSschuldverlchreibungen. und zwar Verzinsung der Reparationsschuldverschreibungen, 45,36. yesehliche Abschreibung des Detriebsrechts am übernommenen Reichseisenbahnvermögen 9,40, 4. feste Lasten, und zwar Rückstellung für die gesetzliche Ausgleichsrücklage. 9,22 und Rückstellung für die Vorzugsdividende 6,30. Die Ausgaben insgesamt vetrugen 462,11. Die im 3uli erzielten Einnahmen sind rund 19 Mill. Mk. höher als im 3uni. Andererseits entstanden vermehrte Ausgaben infolge Anwachsens der Bauarbeiten, so daß die Rechnung des Monats im ganzen mit einer Mehrausgabe von 1 Mill. Mk. abschließt. Zur Deckung dieses Betrages mußte der Vortrag aus 1927 erneut in Anspruch genommen werden. Der Personalbestand betrug im 3uni 660 110 Köpfe, außerdem 56 064 Zeit- und Aushilfsarbeiter, insgesamt also 716 174 Köpfe. 3m 3uli betrug der Personalbestand 662 666 Köpfe, außerdem 61461 Zeit- und Aushilfsarbeiter, insgesamt also 724 127 Köpfe. LkutschlandS Konjunkturlage Anfang September. Entgegen der im letzten Bericht des 3nstiiuts für Konjunkturforschung vertretenen Ansicht, daß das Tempo der Abwärtsbewegung sich verlang- samt habe, hat sich das 3nstitut jetzt anscheinend auch zur der allgemeinen Ausfasfung bekehrt, daß die Konjunktur nach wie vor recht eindrucksvolle Anzeichen des Rückganges ausweist. Denn in dem neuesten Viertel» lahrsbeft zur Konjunkturforschung heißt es über die Konjunktur Anfang September, daß sich der Tätigkeitsgrad, wenn man von Ärrsoneinflüssen ab sehe, weiter recht abgeschwächt b,f>e; verhältnismäßig am stärksten in den wichtigeren Derbrauchsgüterindustrien. 3n den Produktionsmittelindustrien fei die Beschäftigung auch in den letzten Monaten vorwiegend durch erhöhten Auslandabsatz gestützt worden. 3m Gegensatz hierzu hätten sich Auftragserteilung und Rohstvffeinfuhr in ihrer konjunkturellen Bewegung auf nahezu unveränderter Höhe gehalten und neigten offenbar nur zögernd zur Abschwächung. Der Auftrieb der älmsatztätigkeit Hobe sich bei hohen, zum Teil sogar weiter steigenden Preisen — tn erster Linie bei den mengenmäßigen Umsätzen — verlangsamt. 3n den letzten Wochen scheine auch die Preissteigerung der Verbrauchsgüter mehr und mehr zum Stillstand zu kommen. Die Lagervorräte durften sich, von saisonmäßigen Ausfüllungen abgesehen, eher verringert haben. 3m Zusammenhang hiermit und unter dem Einfluß saifonmäßiger Faktoren sei auf dem Markt der kurzfristigen Kredite eine Erleichterung eingetreten, die jedoch nunmehr einer saisonmäßigen Anspannung Platz mache. Auf dem Kapitalmarkt sei eine Ent- spamrung trotz vorübergehend verstärkter Zuflüsse nicht zu verzeichnen. Die an sich starken depressiven Kräfte, die um die Jahreswende zu einer leichten Abschwächung des Tätigkeitsgrabes geführt hätten, hätten^ sich nicht weiter gesteigert, sondern - als Folge dieser Abschwächung — sogar etwas vermindert. Wenn auch in den nächsten Monaten mit einer fai onmäßigen Versteifung des Geldmarktes zu rechnen sei. so mache die gegenwärtige Kredit- und Dispositionslage d:r Wirtschaft den Eintritt schärferer Rück chläge vorerst nicht wahrfchiin ich. 3m einzelnen wird in dem Vierteljahrshcft u. a. über die Kreditvcriorgung ausgeführt, daß die Aufnahme von kurzfristigen Krediten sich im großen und ganzen feit März verlangsamt habe, was vor allem mit dem kon unkturellen Rückgang des wirtschaftlichen Tätigte tsgrades zusammen- hänge, wobei sich namentlich die Ansammlung der vorwiegend mit kurzfristigen Krediten finanzierten Lagervorräte verringert habe. Dagegen habe sich durch die stärkere Zunahme des langfristigen Kredits innerhalb der Gesamtwirtschaft dre für die Kreditsicherheit der nächsten Monate wichtige Gliederung der Verschuldung geringfügig zugunsten der langfristigen verschoben. Sine weitere Konsolidierung der Kreditlage sei dadurch etngetreten, daß im 3uli (besonders bei den Großbanken) die Kontokorrentkredite zugenommen hätten. Was die Kreditsicherheit an betreffe, so hätte sich diese in den einzelnen Zweigen der Wirtschaft sehr verschiedenartig gestaltet. Während in den meisten Industriezweigen die (offenbar saisonmähige) Abnahme der Konkurse im zweiten Kalendervierteljahr klar erkennbar fei. habe sich in einigen Gruppen deS Handels die Zunahme vielfach fortgesetzt. Infolgedessen mache sich wohl auch gegenwärtig im Handel die konjunkturelle Anspannung der Betriebskapitalien stärker bemerkbar. • Die B r ann tWeinpreise bleiben unverändert. 3n der gestrigen Sitzung der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein und des Beirates wurde, wie das Rachrichtenbureau des VDZ. hört, beschlossen, die Verkaufspreise für Weingeist für das neue Brennjahr unverändert zu taffen. Es beträgt also der regelmäßige Verkaufspreis für einen Hektoliter Weingeist 500 Mark, für kosmetische Zwecke 250 Mk. und für 3ndustriezwecke 40 Mk. • älnveränderte R o he i senpr eise. Der Roheisenverband hat den Verlauf für den Monat Oktober zu unberänberten Preisen aufgenommen. Auch die Zahlungsbedingungen haben keine Aenderung erfahren. * Vie Bestrebungen zur Bildung eines Autotrustes. Wie die „Münchener Zeitung" berichtet, dürsten die Bemühungen um die Bildung eines großen Automobiltrustes end- aültig als gescheitert anzusehen sein. Dabei handelte es sich bekanntlich darum, auf der einen Seite 2ldler (Frankfurt), Bayerische Motorenwerke (München), Bereinigte Fahrzeugwerke Neckarsulm und Gothaer Waggonfabrik, auf der anderen Seite Daimler-Benz unter Verwendung des Schapiro- Paketes zusammenzubringen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen in dieser Richtung sollen, dem Blatt zufolge, nur noch Verhandlungen zwischen den BMW. und der Gothaer Waggonfabrik übrig geblieben sein. Der stellvertretende Vorsitzende des Auffichtsrats der BMW., Camillo Castiglioni (Wien), fei mit dem Generaldirektor des Werkes, 3. F. Popp (München) in Eisenach eingetroffen, wo das dortige Werk der Gothaer Waggonfabrik, das bekanntlich den Dixi-Wagen herstellt, besichtigt wer- den soll. Man vermutet, daß die BMW. ihre früheren Pläne der Herstellung eines Kleinwagens jetzt weiter verfolgt. — Die Verwaltung der BMW. lehnte jede Auskunft über die Richtigkeit dieser Darstellung ab und enthält sich auch sonst jeder Aeußerung. Deutsche E i s en b a h n - G e s e lisch a f t A.-G. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, wird die Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft A.-G. in Frankfurt a. M auf ihren rheinischen und westfälischen Linien die Tarife für Massengüter erhöhen. Eine einheitliche Reutarifierung ist aber nicht beabsichtigt. Die Reuregelung erfolgt nur dort, wo die bisherigen Tarife gegenüber denen der Reichsbahn zu sehr verschieden sind. Eine Erhöhung der Personentarife ist fast durchweg nicht beabsichtigt. • DieGasfernversorgung bcsSaarge b i e t e s. Die vor einiger Zeit bekannt gewordenen Pläne des Saargebietes für die Gasfernversorgung haben inzwischen Fortschritte gemacht. Rach wie vor sind besonders die Hüttenwerke start an diesen Plänen interessiert, da die derzeitige nicht unbedeutende Kokserzeugung die Gasfernversorgung auch über das engere ©aar- gebiet hinaus leicht ermöglicht. Mit dem Ausbau der Hüttenwcrksanlagen will man nunmehr beginnen, um die Gasgewinnung noch weiter zu steigern. 3nzwischen hat sich ergeben, daß die Pläne bet Saarhüttenwerke die 3nteres*en der Ruhrgas-A.-G.. die gleichfalls an der Versorgung des Saargebietes intercf.iert ist, kreuzen. Hieraus haben sich nun Meinungsverschiedenheiten ergeben, die im Verhandlungswege einer Beilegung entgegengehen. Rach dem jetzigen Stande ist anzunehmen, daß mit einer Geb.ets- aufteihmg gerechnet werden kann, ähnlich der in der Elektrizitätsversorgung vereinbarten Abgrenzung der Versorgungsgebiete. 3nterefsenahme der 3. - G. -Farbe nIndustrie an der British Breda. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, hat die 2.-G -Farbenindustrie eine große 3nter- essenahme an der neu gegründeten englischen Tochtergesellschaft des Breda-Konzerns, der Bri- ttsh Breda Silk Ltd., erworben, die zwar noch nicht die Aktienmehrheit darstellt, aber der 3.-G - FarbenIndustrie doch einen maßgebenden Einfluß auf die Leitung dieses älnternehmens gewahrt. 3n diesem Zusammenhang betlau et, daß zwischen der 3.-G.»Farbenindustrie und der Holding Eom- pany der British Breda, der 3nternational Dis- cose Company, eine enge Zusammenarbeit zustande gekommen sein soll, auf Grund deren die 3.-G.-Farbenindustrie der holländischen Desell- schast ihre Patente und technischen Erfahrungen zur Verfügung stellen wird. • Rorddeutsche G r u n d-C t e d i 1- Dank in Weimar. Das zur Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken gehörige 3n- ftitut legt zum bevorstehenden Anlagetermin einen Teilbetrag von 4 Millionen Goldmark ihrer an der Berliner Börse zur Zeit mit 98 Prozent notierten Gold-Pfandbrief-Emission XXI zum Kurse von 97.50 Prozent zur Zeichnung auf. Dir Pfandbriefe sind mit Januar Iuli-Zmsen ausgestattet und können früher als zum 1.3uti 1934 zur Rückzahlung nicht gekündigt werden. Pfandbriefe und Schuldverschreibungen der Dank genießen auf Grund thüringischer gesetzlicher Be- stimmungen die Mündelsicherheit 3nteressenten seien auf die heutige Anzeige hingewiesen. ' Ausdehnungsbestrebungen des belgischen Kokstrustes. Der belgische Kokstrust ist erneut mit portugiesischen Koks- firmen in Zusammenschlußverhandlungen eingetreten. Dor kurzem erst ist et eine Gemeinschaft mit fünf französischen Firmen eingegangen. Frankfurter Börse. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers*. Frankfurt a. M.. 20. Sept. Tendenz: Uebertoiegenb etwas schwächer. Die Börse stand heute im Zeichen einer außergewöhnlichen älnsicherheit, die hervorgerufen wurde durch die st arte Anspannung der internationalen Geldmärkte. Namentlich in Reuyork war Tagesgeld scharf gesucht, so daß der Satz schließlich eine Erhöhung bis 8.5 Prozent erfuhr. Dazu tarn die unverändert große Interesselosigkeit des privaten Publikums und die Vorbereitungen zum Ultimo. Die Kulisse schritt weitet zu Abgaben, die auf einen wenig aufnahmefähigen Markt trafen. Es traten daher zu den ersten Votierungen überwiegend neue Kursabschläge von etwa 1 bis 2 Proz. ein. Eine stärkere Einbuße erlitten wieder Reichsbankanteile, die 4 Proz. niedriger einfetzten. 3.-G.-Farben toaten über 0.75 Prvz. schwächet. Auch Scheideanstalt waren angeboten mit minus 1,5 Prozent. Am Elektromarkt gaben die gestern abend etwas gefragten Felten-Aktien 2 Prozent nach. AEG. und Licht & Kraft verloren je 1,5 Prozent, Gesfürel minus 1,75 Prozent. Stärker abgeschwächt waren Chade- Aktien mit minus 7 Mk. und Siemens mit minus 3 Prozent. Von den Autoaktien büßten Adlerwerke 1 Prozent und Daimler 1.25 Prozent ein. während RSLl. gut behauptet blieben. Montan- werte waren meist wenig verändert. Rhein- stahl 1 Prozent schwächer. Gut behauptet eröffneten Metallgesellschaft. 3unghans. Zement Heidelberg und Wahß & Freitag. Die Umsatz- tätigteit war im allgemeinen wieder auf ein Minimum beschränkt. Deutsche Anleihen waren vernachlässigt. Von ausländischen Renten Rumänen etwas schwächer. 3m Verlaufe kam ba5 Geschäft ganz zum Stillstand. Die Kurse neigten weiter zur Schwäche. Tagesgeld war zu 5.75 Prozent ziemlich flüssig. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1959, gcgcif Pfund 20.350, London-Kabel 4.851250, Paris 124.23. Mailand 92.78, Madrid 29.32. Holland 12.09000. Berliner Börse. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin. 20. Sept. Wie schon im heutigen Dormittagsverkehr, so war auch zu Beginn der Börse eine Tendenz nur schwer erkennbar. Bei der herrschenden Geschäfts stille hörte man nicht einmal gesprochene Kurse, und ein Frervev» kehr innerhalb der Spekulation ha! so gut wie ganz aufgehört. Vorbörslich bestand mxb etwas Interesse für Fetten bei 157 Prvzem. doch war dieses später auch nicht mehr vorhanden. Die Kursfestsetzung hing bei den meisten Papieren vom Zufall ab. 6000 Mark machten die Dotiz, und daS Geschäft tarn nur schleppend in Dang. Wieder waren eS Gcldbettachtungen, d-.e außer dem Ordermangel die Lustlosigkeit verstärkten. Am EamStag beginnt die Schiebung, und man hält die Anziehung des ReportgeldfatzeS um mindestens 0.25 Prozent für unvermeidbar. Auch international war die Geldmarkttage an» gespannter (Für Tagesgeld wurden gestern m Vcutjorf bis 8.5 Prozent gezahlt.« Sine Erhöhung des englischen Bankdiskonts war aber auch h.uie nicht eingetreten. Während hier dcr Tagesgeld- marft vormittags noch ziemlich entspann! war, machte sich im Verlaufe des Tages Rachfrage geltend. Der Satz ging auf 5 bis 7 Prozent. Die übrigen Sätze für Monatsgeld und Warenwechsel blieben unverändert. Rotenwerte konnten sich gut behaupten. Bei Spekulationspapieren fraiw Verluste bis zu 4 Prozent ein. Ehade-Aktirn uid> Svenska waren sogar bis 9 Mk. niedriger. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer fast geschäftslos und eher schwächer. Der Pfandbrief- markt war unentwickett. Auch im Verlaufe Wirb die Tendenz unsicher und neigte eher zur Schwäche. Etwas lebhasteres Geschäft batten Reichsbank und am unnotierten Markte Adler- Kali. Aranksurter (Getreidebörse. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Frankfurt a. M. 20. Sept. Der Frankfurter Produktenmarkt zeigte heute auf Grund der etwas festeren Auslandmeldungen eine freundlichere Haltung Rach der ruhigen Tendenz am gestrigen Hauptmarkt konnte sich wieder nur wenig Geschäft entwickeln. Das Angebot blieb groß, die Preise waren unverärrdert. GS wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, dis zu 1 Prozent Auswuchs 22.25; Roggen 22; Sommergerste für Brauzwecke 26; Hafer, inL 21,75 bis 22,25; Ma iS (getb) für Zutterzwecke 20; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 33 bi« 33,50; Roggenmehl 30,25 biS 31; Weizenkleie 12,90; Roggenkleie 13,25. Tendenz: ruhig Frankfurter Schlachtviehmarkt. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeiger»'. Frankfurt a. M., 20. Sept. Auftrieb: 71 Rinder, 926 Kälber. 340 Schafe. 507 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 78 bis 81 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 73 bis 77, geringe Kälber 63 bis 72. — Schafe. Mastlärnmer und jüngere Maü- hämrnel (Weidemast) 48 bis 52, mittlere Via fr- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 47, fleischiges Schafvieh 30 bis 39. — Schweine: Vollfleischige Schweine von etwa 240 biS 300 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76. von etwa 200 kns 240 Pfund 72 biS 76. von etwa 160 bis 200 Pfund 70 bis 75, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 67 bis 72 Mk — Marktverkauf: Schweine schleppend, lieber» stand. Kälber rege, ausverkauft. Schafe ruhig, auS verkauft. Kunst und Wissenschaft. Bom Hamburger Natnrforschcrtag. 3n der unter dem Vorsitz von Hofrat Professor von E i f e l s b e r g (Wien) abgehaltenen geschäftlichen Sitzung der Gesellschaft Deutscher Raturfvrscher und Aerzte in Hamburg wurden neu in den Vorstand gewählt: als zweiter stellvertretender Vorsitzender Geh. Pros. Carl Bosch (Heidelberg), als Beisitzer Prof, von Klebelsberg (Innsbruck) und Prof. Miehner (Hannover). Zum nächsten Tagungsort im Jahre 1930 ist einstimmig Königsberg i. Pr. gewählt worden. 3n einer Entschließung spricht die tn Hamburg tagende 90. Jahresversammlung Deutscher Raturforscher und Aerzte dem Reichstag, dem Reicherat und der Reichsregierung den Dank auS für die Hilfe, die sie zur Anregung und Forderung der Forschung in Deutschland durch Mittel der Rot- Semeinschaft über daS Maß dessen hinaus genstet haben, was die Länder sonst für Wissenschaft, Technik und wissenschaftlichen RachwuchS zu tun vermögen Die Versammlung gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die maßgebenden Stellen auch In Zukunft die Rotgemeinschaft durch Gewährung der erforderlichen Mittel in den Stand setzen, ihre stetig wachsenden Aufgaben zum Wohle deS Dol8ganzen zu lösen und so die Weltgeltung der deutschen Wissenschaft zu sichern. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse »7.0 I 136 62.6 1*2 V0.6 3,1 3.6 10j »02.76 26.65 21.8 »32.26 10.8 18.75 10,6 118 24,5 ' 24,6 89.5 e 161,25 ' 160.75 Hl 63 i-> 1 143.1 . 8 148,76 Bcnfarten. 15 108 , SOI *05 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — ReichsbanldiSkont 7 Prozent, LombardzinSfub 8 52.65 । 16.9 । 11.6 10,75 c « 11 c 90 H* 118 115 149 117 259 11 11 10 io 10 V 218 19 71.5 127 90 11* 117,6 2.56 11 1 f 153.25 139 HO. j 63 107 IM i: .. 1*3 135.75 Z9L5 57* 183.2', c85 210 126.75 191.25 104,5 52.75 U3 75 3*9.75 79 11.75 11 ISS.5 153.3 163.2. IS3.23 143 Wb 187.75 280 52,7 52.5 16.9 16.13 8 r < 5 10 0 . 7 10 . 8 10 15 12 18 14 12 336.5 292 *8ü <83.5 .'06.25 146 5 191.75 I 103.5 I 52.23 ,133.25 2*8 143.5 802 168.5 Ib8.b 1'4.75 171.6 199.5 137.5 W8.Z3 HU 135.5 171 142.25 | Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. D Telegraph «s ch e Au»« a b I d n q Philipp HoljMlMN . . • Heidelberger LemnU » . eemeni ftadftabt . . « Bai)8 4 SttUag . . . $ AultbttJ PUtzenhof« . Cihoerfr . .... . Ver. «lanjfof! . . • « 8embero....... keNstost Waldbos . . . ZelMojs «Ichostentm» . tibatii'ttrnburga Wasser Tt flauer flu..... Tai ml er Motoren . » « Demag . ...» e Sdlerwerte Sleoer . , « Pub®. Loewe . . . • « eutomona . . e « C rrrftrrn 4 Roppd » « Leonharb Hetz . . , Bamag-Meguin . . , RtmtfC YRafcttnai . . . ("nyier . • • • « VMjltoennaebt . . . « Iunzhanl. ...... l'fthxfrfe. . . , e • « Main trat nverltz . . . < Wien ..... Reletiulatt . . . . « Uaion . . . . , «ebt. öiotbte..... voi»i 4 Haritner . . , €6bb. 3udn . ... . 6X Dl RfldManlrtlx D. 1M7 . . »L «nl.-»b!dl.-edjulb mü 8hi' lo|.4lrd)ttn . . 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Hollänb'lche Noten...... Stalitnifdie Noten...... Norwegische Noten . . . . Deotsch-Qesterr-, 4100 Anma Rumänische Noten ...... SchweSiiche Noten...... Schroeiier Noten ....... Lpanische Noten...... . rich-u>o>!2wakliche Noten . . Ungarische Rotze» JrauMurl a. M Berlin Sd)lub«l 1 Uhr- Kur» | Kur» 5d)iub-l Hn|ang Kur» | Kur» Darin» 19. 9. 20. 9. 119 9. | 40. 9. rirtri _ 16.34 16. *o 167,73 168,41 21,94 22.0' 111.58 114,0* 68,83 59.07 3,515 2,51 j 111.91 112.37 80.46 80,78 69,13 69.41 12,375 12.433 72.85 71,15 • Jranfcturt a. M Berlin Schlutz»^ 1-Uhr- Kur» 1 Kur» Sdjlufi । Anfang Kur» | Kur» Damm: 19. 9. 1 20. 9. | 19.9. | 20. 9. ^rraiikfuri a. M Berlin Schlub-l Kur» | 1-Uhr. Kur» Schluß Kur» Anfang Kur» Datum: 19. 9. j 20 9. | 19. 9. 1 20.9. a.a.®...........» 184,5 183 18*. 5 183.25 Bergmann...... 9 197.75 197.25 196.25 Ölettr. Licserung« . .... 10 — INI.9 — Ufit unb ßTQft .... 10 220 218.: Z19.5 217 stellen 4 fluUleaume. .... 0 156 154 I5> 153.9 ®d.,. Clettt. 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