Nr. 195 Erster Blaff 178. Jahrgang Montag, 20. August 1028 Erich«,,» täglich, «tzer Sone tag» 3«i erlag*. Srtlegn; ÖUfuneT ^omiTirnblMct 6«t*oi i=i Bild tH« 5*olt 2 Reichsmark und 20 Vet*spfewwtg fir Irägct» lohn, auch bet -lichter» scheinen einzelner Nummern infolge höherer (BetoalL Fer nfprecha nschlässe: 51, M und 112 Anschrift für vrohmach- richten- L,zelger »letze». Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen jreiftwriSS?me71*11ei*, vnick und Verlag: vrühl'sche UUtverstlätL'vtlch. und Sfeinöridtrel n. Lange in Gietzen. Schriftlettung und KeschSftrNeNe: 5chnlftraZe 7. N>—Y»e Injeiaew für Tage*nummer bt* IM* RochmlNaq oorbn. Prell iir | »« höhe ft: ‘.r.n)f:acn von 27 mm Smit örtlich b, onimärt» 10 Retchsptennig. für R— klfloitärati^tn von 70 mm Smit 35 *’tiAtp1eeaig, Vlatzvorschnft 20', mehr. Chef red akiear Dr. Anedr IDilb Lange. Verantwortlich für Tolttili Dr. Ar. Wilh Lange fit AeuiLelon Oi ^S Tbonot, Iir den übrigen Teil Ernst Blumschdn; für den An» -ergenleil Nun fiil'mann, sümllich in Giegen ^eparaiionsausklärung Denn Deutschland am 1. September b. 3. in da« erste log. Rormaljahr der Dawes- annuitäten eintritt. wird man bte Dell einmal wieder nachdrücklich daran zu erinnern hoben dah da« Londoner Abkommen de« 3afnc» 1624 ausdrücklich al« ein Versuch gc- dacht mar von dessen Ausgang die Bemessung der deultchen Aeparationsgcsamtschuld und die Höhe der endgültigen Jahresleistungen abhängig gemacht werden sollten. Auch im deutschen Sprachgebrauch hat sich leider, wenn wn den Reparationen die Rede ist, allzu häufig die ebenso falsche, Vie verhängnisvolle Version cm- geschlichen als ob die Dawesannuftäten in ihrer Aormalhöhe" bereit« al« endgültig zu betrachten »eien Und ebenlo oft ist bedauerlicherweise, wenn non deutscher Seite die Forderung nach einer Revision besDawe-rlane» erhoben wurde, diese« Verlangen nur mit der Unmöglichkeit der hoben 3ahreS,ohlungen. saft niemals aber auch zugleich mit dem Hinweis aus den provisorischen Eharakter der ganzen Londoner ‘Regelung begründet worden ö« ist hiernach kein Dunder. dah der Kamps unserer Reparationsgläubiger gegen das deutsche Abänderung-Verlangen mehr mit politischen Mitteln betrieben wird, zumal Deutschland bisher so ziemlich alle« unterlassen Hot. was geeignet wäre, darzutun. dah der effp^rimentelle Zweck de« Dawesobkom- mench nunmehr erreicht ist und dast auch im InteMlse der Gläubigerstaaten selbst eine schleunige önbregelung herbeigeführt werden muh 3« moq zughgeben werden, dah Deutschland aus polittschen Gründen einstweilen noch gut daran tut zu warten, bis die europäische Desamtlage und die Situation in den Vereinigten Staaten für eine Reparationsendregelung günstiger sind, als gegenwärtig, zumal wir un« keine Illusionen darüber machen dürfen, dah dos zu erstrebende Reparationsarrangement kaum wieder abzu- andem sein wird, wenigstens nicht in seinen mefent- lichsten teilen «Für etwa« kdnnten die zuständigen Stellen inzwischen aber doch forgen: nämlich für eine ausreichende zissern- mahige Darlegung der Velastuug.die unsere Wirtschaft al« Ganze« gesehen bisher schon au» den Tributzahlungen erfahren ho', und bei einer längeren Geltung de« Dawes alftnW^ men« erfahren muh. Die Ziffer von 2,5 Milliarden jährlicher Reparationszahlungen besagt an »ich nämlich gar nicht«, wenn man sie nicht in eine hinreichende Relation zur deutschen Kapi- tolkrost, zu den Ginkommensverhältnissen de« deutschen Volke«, vor allem aber auch zu den steuerlichen und sonstigen Belastungen. die die deutsche Dirtschast zu tragen hat. stellt. Finanzministerium und Statistisches Reichsamt fänden hier ein ausreichende« Betätigungsfeld. Unb man tollte fich untere« Grachten« mit tun- lichster Beschleunigung an diele Auskläru^s- arbeit machen, vor allem auch, um dem Aus- land darzulegen. dah die „normalen“ Dawes- leiftungen auf die Dauer zum wirtschaftlichen Weihbluten Deutschland« führen inüslen und dah unsere Reparattonsgläuknger auf dn.se Weile also selbst die berühmte Henne schlachten, hie ihnen die goldenen Gier legen soll. Die eben beginnenden Arbeiten am neuen Reichs- bautffhilt geben hierzu willlommenen Anlah. Denn wenn tonst noch icin Posten de« ganzen neuen GtalS absolut feststeht, die Dawesfumme. die der Haushalt de» iommenden Jahres enthalten wird, läht sich schon jetzt auf Heller und Pfennig errechnen. fie beträgt 1 5 4 0 Millionen Reichsmark. Das bedeutet gegenüber dem laufenden Gtatsjahr. in dem 1247 Millionen Mark zu zahlen sind, ein Mehr von rund 300 Millionen Mark, für die der ReichSsinanz- minifter irgendwo eine Deckung finden muh. Dabei ist es nur mit Mühe und Rot gelungen, den geltenden Etat mit seinem st-MUliarden-Abschluß zum Balancieren zu bringen. Und es muhten für diesmal schon einmalige Ginn ahmen in den ordentlichen Haushalt eingcftellt werden, über die der Reichs iinanzorinster im kommenden Gtatsjahr höchstwahrscheinlich nicht verfügen wird. S.e Lage ist allo ernst genug, um der Oeffenllichlett dargelegt au werden. Wenn man weiter erwägt, dah die Momente rückläufiger Wirtschastskon» lunttur immer deutlicher in Erscheinung treten, wird man nur mit starker Besorgnis der Zukunft entgegenfebei. lönnen. Hält man sich einmal vor Augeii. dah die innerkeut^che Kapitaldildung vor dem Kriege iirnerhalb der gegenwärtigen Reichsgrenzen sich auf etwa 9 bi« 10.5 Milliarden Mark lahrUch belief die Vorkriegsgoldmark ist hier bereits auf Reichsmark mngevechnet und dah wir 1927. dem Jahre wirtschaftlicher Hochkonjunk- tur also, nur knapp 7 Milliarden Mark Reu- kapital bilden konnten, dann erkennt man erft. welche Belastung die Dawesannuitäten für und bedeuten. Vom 1. September d. 3. ab wird der Reparationsagent uns jährlich X5 Milliarden Mark Reukapital weg- nehmen. Ter verbleibende Rest wird in Jahren wirtschaftlicher Stagnation, wie fie uns aller Voraussicht nach nxllrrlcheinllch bevorstchen. bet einer wetteren Zunahme unserer Aus land Verschuldung vielleicht gerade ausreichen, um deren Zinsen zu decken. (Seradc weil das Bild so trübe ist, sollte schon jetzt ernstlich versucht werden, alle politischen Kräfte Deutschlands zu sammeln, damit sie im geeigneter. Zeitpunkt geschlossen für die Remsionsverhandlungcn cingefqn werden können. Unö um des Eindrucks willen sollten schon jetzt bei der Fertigstellung des künftigen Rcichshaushalls alle Ressorts-'bemüht fein, äuherste Sparsamkeit walten zu lassen. Es märe schon sehr viel gewonnen. Strefemann erwartet politische Unterhaltungen in Paris. Der deutsche Reichsauhenrninifter Dr Stre- f e m a n n wird am kommenden Sam«tag nach Paris reisen und damit der erste deutsche Minister nach dem Är.cgc sein, der französischen Boden betritt Die Krise, die sich um seine Reise entwickelt halte, ist abgeslaut Der Zweibrückener Zwischensall ist zur Zusriedenheit beider Mächte beigelegt worden. Kommissar Bauer wurde unverzüglich au« der Hast gelaßen, und die übrigen von dem Landauer Urteil Betrosse nen werden aller Wahrscheinlichkeit nach, wenn nicht vor der Unterzeichnung de« Kriegsächtungspakte«. Io doch am Tage selbst begnadigt werden. Der Rüsselsheimer Bahnhos-bau kann weiter oonRatten gehen Es hat sich her- au«geftellt. dah die Haltung der Botschaster- kvnlerenz von unzutressenden Berichten beein- fluht war und auf ^rund der Beratungen des deutschen Botschafters in Pari« von Hoesch mit dem Quai d Orsay ist zu erwarten. dah der Gleisbau des Derladebohn- hosS Rüsselsheim freigegeben wird, so dah dann die Opelwerke endlich zu einem dem Umfang ihrer Fabrikation entsprechenden Güterbahnhof gelangen können Damit erledigen sich auch all die Gerüchte, die von einem Konkurrenzkampf Citroen contra Opel wissen wollten, der mit den unsauberen Mitteln der Militärdiktatur der Besatzungsarmee geführt würde. Verbleibt die Beteiligung der 8. irischen Kavallcriedivision an den französischen Manövem im besetzten Gebiet. gegen die ja Deutschland leider nichts Durchgreifendes unternehmen kann. Der KriegSächtungspakt farm, wenn nicht wider Erwarten irgendwelche anderen Zwi-^ fchentälle noch eintreten, unterzeichnet werden Jetzt handclt es fich aber noch darum, auch günftige Aussichten für die Konsequenz e n des .firiegsächtungopaltes zu erreiche.' 3n Panä hat man ja jetzt den Ministerrat zusammen- telegraphiert. Es heiht. dah da« Rheinland- Pro b l e m im Mittelpunkt der Erörterungen stehen soll. Briand wird also von feinem Dommersitz schon am 23. nach Pari« zurück- kehren müssen. Die Behandlung dieser Frage mit Deutschland bzw. mit Dr. 0 trefemann wird natürlich erst in Dens vonstatten gehen. Aber soviel kann man schon jetzt sagen, dah der seit langer Zcit erste Meinungsaustausch Stresemanns mit Briand über dieses Problem in Verfolg der Pariser Feierlichkeiten unbedingt zu einer toeite- *n Klärung der ganzen Frage ji.hi-en wird. Auch in Frankreich überwiegt jetzt die Anzahl derer, die eine Beilegung der ganzen Angelegenheit herbelführcn wollen. Wenn dies jetzt möglich wäre, dann wäre endlich auch der Zeitpunkt gekommen. dah sich Suropa w eder auf feine großen interruropäischen Fragen besinnen könnte. öfrciemann wieher in Berlin. ^Berlin. 20. Aun (Priv.-Tel. des WTB) Reichsauhenminister Dr. Ctrefcmann ist am Sonntagabend von Oberhof nach Berlin zur üage kehr t. fir übernimmt am Montag wieder die Geschäfte de« Auswärtigen Amtes. 'Die Unterzeichner des Kellogg-paktes. Pari», 18. Lug. (XU ) Don zuständiger Iran zoflschcr ccitc wurde heute in spater Abendstunde die Liste derjenigen bevollmächtigten Staatsmänner betanntgegeben, die am 27. 21uguft in Paris den ÄclloggPakt unterzeichnen werden. Es werden unterzeichnen für Deutschland: Außenminister Dr. Strefemann, vereinigte Staaten: .Hefiogg, Belgien: Außenminister Hymans, Frankreich: Luhenminifter Briand, Großbritannien und Indien: Lord Eulhendun, Australien: Maclan, Südafrika: Smith. Kanada: Mackenzie Ring, Neu Seeland: Sir Parr, Irland. Gilligan, Japan: llshida, Tschechoslowakei: Luhenminifter Dr. Benesch. Don Polen und Italien liegen die Antworten noch nichi vor, doch rrwartet man den polnifchen Augennunister Zalefkt und den italienischen Unter’ ftaatsfefretar Grandi Am 26. wird Staatssekretär Kellogg ein Diner für die bevollmächtigten Minister geben. Am 27. wird die Unterzeichnung des fiellogg Paktes im Laufe des Nachmittag» am Duai d'Orsay stattsin den ^luhenminifter Briand gibt abend» ein Diner, an dem sich ein diplomatischer Empfang an- schließt Am 28., pormitiag». empfangt Präsident Doumergue auf Schloß Nainbouillet, da» 50 Kilometer von Pari» entfernt liegt Fiir den Nachmittag ist ein Empfang der Stadt Pari» im Stadthaus vorgesehen. Steine Verhandlungen, aber Unterhaltungen Berlin, 18. Aug. Für die io überaus herzl.chen und warmen Dorre, die Sie. hochverehrter Herr Re.chspräiident. anläßlich meines 70. Geburtstages an mich zu richten die Güte hatten, bitte ich Sie. den Ausdruck meines t.efempsundenen Dankes entgegennehmen zu wollen Ich weih diese Dünsihe um so mehr zu schätzen, al« sie von dem allseits verehrten Oberhaupt des stammesaleichen Deul'chen Reiches aus- gehen. dessen Wohlfahrt und Gedeihen wir alle in Oesterreich von der Vorsehung erhoffen, gez. Bundespräsi dent Hainis ch " Vor einer Regierungskrise in Thüringen. Weimar, 19. flug. (DB) lieber die demo 11 kratische Parteitagung ist eine Erklärung oerössentsicht worden, in der es heiht: «Der sehr stark besuchte außerordentliche Paneitag des Lan- desoerbandes Thüringen der Deutschen Demokratischen PaNei muh nach eingehender Aussprache mit Bedauern feststellen, dah sich die Thüringer Politik während der letzten Monate nach einer Richtung entwickelt hat. die die Demokratische Partei als verderblich für die Zu - fünft des Thüringer Landes ansieht. Insbesvnbere wurde unter dem Einfluß von Landbund und Dirtichastspartei die Ge'etzgebvno und BermaUung immer einseitiger gestattet. Die Demokratische Partei richtet dah.r an ihr- Parteifreundin der Regierung die Bitte, aus der «etzigen Regierung auszujcheiden. Der Parteitag steht dabei auf dem Standpunkt, dah eine Regierung auf der (Srundlage der Großen 9oa- lition, wie sie jetzt im Reich verwirklicht ©orten ist. auch für Ihunngen da» Gegebene ist. Unter allen Umständen ist eine Aenderung der jetzigen Regierung notwendig. Oeutsch-chmefisches Zollabkommen. Berlin. 18. Aug -WB.) Der deutsche Gesandte in Ehma. Dr. v. Borch. und der Auben- minister b;r nat.onalfoziallltilchen Reg-.erung in Th'-na. Dr. E T. Wang, haben am 17. d. M. 'n Ramen ihrer Regierungen c nen Vertrag unterzeichnet, durch den sich beide Länder völlige Gleichstellung in Zoll- und Der- wandet Angelegenh< ten zu'-chern und verpflichten, sobald als möglich in Verhandlungen über den Ab^ch.'ust etr.eS enbgültigen HandelSverttages auf der gle chen Grundlage einzutreten. solange Zxrt Rheinland ton alliierten Truppen befehl sei Aber hierin, wie in der Politik ton Locarno und Genf läßt sich Dr. Stresernann nur von deutschen In l er e s s e n lerten, denen er mit bemerkenswertem Verständnis für die Um- stände de« Augenblicks dient. Deutschland ist tat- sächlich der Hauptiiutznießer der Politik der ®nt- spannung und Verständigung im letzten Iahr gewesen, und e« verdankt Dr. Stresemann die Vorteile. die es ihm ermöglicht haben, an seiner wirtschaftlichen Gesundung und an seinem Wieder- ein tritt in die internationale Politik zu arbeiten. Wir täuschen uns nicht über die Gedankengänge, di« die neue Politik, so wie man sie in Berlin auffatzt. beherrschen, aber das ändert nichts daran, daß die Aussichten für die Aufrechterhaltung de« Frieden« durch diese Politik erfüllt werden." Sie Rüffelsheimer AahnhofSfrage. WSN. Darmstadt, 18. August. Die Zeitungsnachricht. wonach auf Grund der Verhandlungen der deutschen Botschaft in Paris in Kürze mit einer Entscheidung der Botschaftcrkonfe- r e n z zu rechnen ist, die den Anschluß des Berladebahnhofs der Firma Opel in Rüsselsheim an die H a u p t g l e i s e derReichs - bahn ermöglicht, wird an hiesiger amtlicher Stelle bestätigt. Englische Manöver im Taunus. WSN. K ö n i a st e i n i. T., 18. August. Dos eng- lisch« Kriegsministerium bestätigt die in der englischen Presse nerbreitete Nachricht, daß in der Nähe von Königstein 3 0 0 0 Mann englische Truppen zusammengezogen werden, um Uebungcn abzuhalten. handelt sich um die alljährlich stattfindenden cherbstiibungen. Möglicher- weise werden wieder französische Beobachtung sf lieget am Artillcrieschießen der Engländer teUnehmen. Ein deutsch-französisches Arbeitsabkommen. Poris, 18. Aug. (WB.) Wie Havas meldet, ist dieser Tage in Berlin zwischen Vertretern des deutschen und desfranzoiischenArbeits- ministeriums .in Abkommen über den Austausch von Volontären in Indu- strie und Handel unterzeichnet worden. Dieses Abkommen, dos im wesentlichen mit einem im Mai unterzeichneten englisch-französischen Abkommen über- einstimmt, sieht vor, daß aus jedem der vertragschließenden Länder jährlich 5 0 0 junge Leute auf die Dauer eines Jahres zur Vervollkommnung ihrer sprachlichen und beruflichen Kenntnisse in Betrieben des anderen Landes beschäftigt werden, ohne daß die Arbeitsmark agc ein Hindernis bilden darf. Lord Haldane f. London. 10. Aug Id K» nwt rrW tne nut ebie etwas. । Ich 9- die mir intern > Dünsche «nx>nnc Sei m bah-iir 1 Sorten Gerade, meisten 'Dar itl we Aus her Pwvinstashaupffiatzf. Ziehen, ten 20. Qüigufc 1928. Bei mir daheim. HZitlrn ün Gespräch fremder Meuichcn fiel mir da» Dori Mi: Bei mir daheun. »in r.etrw», unscheinbarDori, und doch gab es mich nichl frei. Ur* mit mir tagelang und »erlangte, daß ich mich mit ihm beschäftigte. 2s g-.nq neben mir. und ich achtel, feiner nicht, aber ploylcch pochte es vernehmlicher. erhob sein Haupi und forderte Antwort. Zuerst wollte ich es leichthin teifeite- schirbeu: Du hast mich nichts zu fragen Aber es wurde immer drängender ließ sich nicht mit halber Hede abspriten. und schließlich mußte ich den unbequemen rrager bescheiden 84 fiel mir gar nicht leicht, denn da war cne scharfe Selbst- Prüfung vorhergegangen Und immer, wenn ich die Antwort erteilen wollte, erkannte ich. daß es nur eine Halde Antwort war Wn Ttest blieb, etwas, das ich nicht zugeben wollte und doch zuaeteu mußte. 3 h tte prüfend auf die andern sehen können, die mir begegneten, um von ihnen zu lernen, indem ich trachtete, ht ihr Dosen und ihre TBünf4>c einzudringen. Aber was bjltte ich da gewom.cn? Bei mir selbst mußte ich heg-nnen. Bei mir daheim! Dar ich denn jemals richtig daheim bei mir? Da kamen tausend Pflichten und Forter^nq.n die andere und die ich selbst stellte. Gerade, btc ich an mich richtete trieben sich am meisten um und entfernten mich von mir selbst. Dar ich daheim, wenn ich meine Stube betrat und dort alles wohlgeordnet und bequem und traulich sand? Hein. Meine Gedanken blieben draußen oder eilten hinaus, zurück zu den kleinen Pflichten des Deruis oder auch verlangend nach Ablenkung, nach irgendeinem der Vergnügen. die Somwnblicfe in einen grauen Tag sein sollen. 3rgrnd etwas nahm ich zur Hand, das mir die Zett vertrieb. Oin häßliches Dort, dieses Zeitvertreiben! Dozu denn sie vertreiben, wo he so schnell htneilt, niemals zurückzuholen weber durch Seufzer noch durch Dillen, verlöre.! für immer, das Äeftbarfic. was wir haben? Lind dieses Zeit- vertreiben trieb ja gerate mich von dem. was ich suchen sollte Das .Bei mir daheim". Del mir daheim sollte ter .Friede. das AuS- ruhen fein. Lösung von allem Beengenden und Drängenden. Das war es nicht, und ich selbst trug Schuld daran, daß das Dort »Bei mir daheim" feine Schönheit nicht entfalten konnte. Unb nun ich mich selbst streng zur Rechenschaft zog. konnte ich auch die Blicke auf die andern richten. Sie waren nicht anders. Auch sie hatten ein Daheim, aber sie befaßen cs nicht. Auch sie konnten das Dort .Bei mir daheim" nicht in dem Sinne sprechen, den es verdient hätte Und nun erschien eS mir fast als ein Zauberwort. dieses .Bei mir daheim", das Schränke imd Truhen aufschloß und kostbaren Inhalt ous- breitctc geleiten konnte zu einer seligen Gewißheit Es gibt einen Ort und eine Stunde, die nur mir gehören, mir ganz allein, wo ich Herrscher bin. unumschränkt, soweit das dic Stunde zu- läßt, die ich zum Klingen bringen kann wie eine Märchen gl ocke die niemand vernimmt als ich selbst. Damit hatte ich eine Antwort aus die Frage erteilt, die nichts ungelöst ließ. Hur der Zweifel stand noch bei mir. Derben die Stimmen von draußen nicht zu laut und wird das Dränaen in mir selbst nicht zu fräftig sein, als daß Ich immer bem tiefen Sinn des Dörtes .Daheim bei mir" folgen werte? S. Oer Zustand der Dagengaste. Alan f4>reibt uns 3m Adreßbuch ter Stadt Dießen ist im 4. 'Abschnitt .Straßen und Häuser von Gießen unter Ar. 141 auch die .D a g c n- g a 1f e" zu finden. Letztere bildet die Fortsetzung der neuerdings in testen Zustand gcbra4>tcn .Detteraasse" «zwischen Mäusburg und Markt- straße). Die Wettergasfe ist (f Adreßbuch) .ihrer Herkunft nach dunkel" (natürlich nur hinsichtlich ihres Hamens» und wurde bis m die neuere Zeit .Kubgasse genannt Das stimmt. Bvn ter Dagengasse heißt es daß sie die Gasse ist. in der srüher die städtische Daage stand, tm Jahre 1704 das .Daaghaus . Heute führt sie ihren Hamen wohl nur noch deshalb (lucus x non luecndo), weil e s niemand mehr wagt, sie zu Durchschreiten. Denn das Pflaster in dieser Dagnisgafse. wie sie eigenllich heißen sollte, ist das holperigste in ganz Gießen. Datei verbindet sie zwei der belebtesten Straßenzüge und führt von der von Fußgängern stets viel begangenen engen Mäusburg nach dem Geschäftshaus des .Gießener Anzei- aert" und nach der Stadtpoft. Ater- nur wenige benutzen die Dagnisgafse denn wer einen Bi ick in sie hineinwirft zieht es vor. lieber den .nächsten Umweg" zu wählen, um notwendigerweise in die Schulstraße zu gelangen. Spatz beiseite' Dw Wagenaasse befindet sich in einem erbärmlichen Zustand, insbesondere an ihrer Aordseite. an ter es brünier und brütet geht und noch Kelleoeingänge in die Straße hineinragen. Die man hört, hüten angeblich irgendwelche Gerechtsame von Anliegern den Grund, weshalb btt Stadt teer tefne Abhilfe schasst Ob schon Verhandlungen ftatige- funten Haven und mit welchem Grivlg? Kann man -_gL_ 1 - - ' ' "....... nicht — vorläufig — etwa einen Bürgersteig an der Südfei te anbrtnger.T Das Belassen der 2Dagengc 4terigen Zustellver- hältniffe in unserer Stadt naxfcgerate «nmer unangenehmer empfunden. Das große Los gezogen. In der Samstagvorwillog-Ziehung ter Preußisch-Süddeutschen ÄlaflenlMene wurde da» große Los gezogen ES fiel aus die Hummer 359 651. Das Los wird tn der ersten Abteilung inBernburgan der Saale und m ter zweiten Abteilung in Osterode am Harz gespielt, und flpar in beiten Abteilungen ausschließlich in Oie Noistandsaktion für die Llnwetiergeschädigten. Das hessische Hlinlficrium für Arbeit und Wirtschaft. Abteilung für Ernährung und undwirt- schäft, hat den Bürgermeistereien ter durch die Unwetterkatastrophe vom 29. April d. 3. geschädigten Gemeinden die Richtlinien zugehen lassen, nach weichen die Schadenanmeldungen zu erfolgen haben. Diejenigen Geschädigten, d.e dunh dieses Unwetter einen Schoten auf Hedem, in Weinbergen und Dorten, also auch an Obst, erlitten halvn und diese ohne eine Beihilfe aus den Mitteln ter AotstandSaktian nicht beheben zu können glauben, werten aufgeförtert, ihren Schaden anzumekten. Sachschäden an Dedäulich- ketten. Inventar. Hausgeriten. Lebensmittelvorräten ufto. kommen nicht in Betracht. Ohne Hück- ficht auf die Höhe ter Schäden haben alle Landwirte ihren Schaden anzuweiden. die auS den nach tem Unwetter tereitgestellten Saatgut und Futtermitteln eine Zuweisung erhalten baten. Taten für Ticnotag, 21. August. Sonnenaufgang 4.55 Uhr, Sonnenuntergang 19.10 Uhr — Mondoufgang 11.25 Uhr, Monduntergong 2131 Uhr 1820: der Physiker John Tyndall tn Leighin geboren (geftorben 1893). — 1826: der Anatom start Gegenbaur in Wurzburg geboren (gestorben 1903); — 1838: der Dichter Adalbert Chomifio in Berlin gestorben (geboren 1781). Bornottzen. — Doge.tötender für Montag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die Pflicht zu schweigen — Astoria-Lichtspiele: Tom Tyler. — Au» dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Dienstag, 21. August, wird das Striminalftürf des bekannten amerikanischen Autorc Bayord Stiller, „Der dreizehnte Stuhl", aufgeführt. Die Hauptrolle spielt Frau Auguste Prasch-Äreoenberg, Ehrenmitglied de» Meininger Landestbeaters. Ferner lind beschäftigt die Tarnen de Castro, Heß, Jahn. Jüngling, strahmer. Scherer, und die Herren Arzdorf, de Castro, Garei», Gehre, Haefer, Linkmann, Ritter, Tannert, Teleky, Bold, Desener. Äegie sühn Hon» Tonnett. Bühnenbild start Löffler; Beleuchtung Ludwig steim; Inspektion. Ricardo te Castro. — Die neue Höchstgrenze In der An- gestelltenverfichcrung. Ueter die prak- tilche Auswirkung ter neuen Höchstgrenze von 8400 Wk. gab die Helchsverlicherungsanstatt für Angestellte einem Vertreter ter Telegraphen- Mnum Auskunft Danach tritt die neue Verordnung bereite am 1. September 1928 in straft Gs werden zwei neue Pllichtllassen geschaffen, und zwar die stlafse Ci für ein monatliches Einkommen von 500 bis 600 Wk. (monatlicher Beitrag 25 0BL), und die stlafse M für dn Einkommen von 600 bis 700 Wk. (monatlicher Beitrag 30 ML). Die wegen ^ledericheettung ter allen Höchstgrenze von 600D Wk. ausgesch-.etenen Versicherte". werten ab 1. September 1928 automatisch wieder verftcherungspfltchttg. Sollten «te Sie Anwartschaft durch die Zahlung freiwilliger eiträge nichl aufrechterhallen haben, so können sie dies noch bi* zum Schluß des Zahres 1928 nachholen, da das Gesetz vom 29. März 1923 chnen die Möglichkeit gibt, für bk Jahre 1926. 1927 und 1928 freiwillige Beiträge nachzuzahlen Die Anwarttchaft gilt ohne Huckstchr auf die gezahlten Ben rage bis zum 31 Tewmter 1925 als aufrechterhalten *e Ausstellung .Bl um« und Saf «r*. Jn den obenm Säumen tes Saft« Astsrta m ter Plockstraße befindet fich zur Zeit unter tem Motto .Blume und ItoV eine vom stunstge- wertehaus 3ul. Bach und tem Garte nbautetrteb Hub. Deber gernemfan. veranstaltete Ausstellung. die tn einzelnen, gut gewählten Beispielen die praktttch« und geschmacklich einwandsvrie Anwendung von Ta feitet Dratum und Zmnnerschmud temonstttcren will. Tte Ausstellung ist ttschweise gruppiert und veranschaulicht an geschickt ange- artmeien Detorationsgruppen das harmonische Zusammenwirken gärtnerischer und kunstgewerblicher Erzeugnisse. Bon den «nzelnen Tischgrup- pen wären älS betonter» gefällige und Drigtnelle Modelle etwa das Ostertllchchen. ter Bowlentifch. ein 3agdservice. em Aofeitthaler stafseeservic. die verschiedenen Geburlstagsttfche. eine große Festtafel mit Fürstenberger Service, sowie einzelne, rein dekorative Zumnerschmudartangements perDor^ubeteiL Bei ter Zusannnenstellung und Einrichtung ter Ausstellung hat außer den betten Haupiaus fiel lern Frau Archttekt Thorns als UnnenbelDcaieuri n mitgetoedt. An ter 2lusstel- lung sind ferner die hiesigen Firmen H o ch - Rätter (Möbel» und Heutet (Teppiche» mit einzelnen Modellen beteiligt. Der Besuch ter Ausstellung, die noch bis Mittwoch zugänglich »st, kann empfohlen werten. •• Fe st genommene Betrüger. Am Samstag verhaftete die btriiyt Polizei zwei vielfach mit schweren FreihcllSstrafen vorbestrafte Zndividuen. tee nach einem alten Rezept, auf telephonischem Dege — im vorliegenden Falle unter Mißbrauch tes Hamens eines hohen Staatsbeamten — die Herausgabe eines Anzuges zu erschwindeln such van. der bann zu Geld gemacht werten sollte. Bor nicht allzulanger Zeit ist es einem dieser beiten Gauner gelungen, einen hiesigen Herrn einen namhaften Geldbetrag ab- zuschwinteln. ebenfalls durch das Telephon, unter Zuhilfenahme eines Mittelsmannes und unter Mißbrauch des Hamens eines Geistlichen. Deichen drfolg bk deshalb erfolgte Bestrafung hatte, zeigt die fettige Dieterholung deS Tricks Die Persönlichteit, die diesmal betrogen werten sollte, hatte aber bk Absicht erkannt, und rcckchzeBttg die Polizei zur Festnahme ter lötet bestellt. An alle, die doch »nicht alle werten", ergeht immer wieder ter Hat Schentt feinem Bettler etwas! Telephonbettlern erst recht nicht, denn sie sind ausnahmslos Betrüger. •• Der 6 chieplatz de» Schützenoerei n» Gießen an der Qkünberger Straße erfährt zur Zeit eine gründliche Neuaestaltung. 3m vergangenen Winter wurde er durch Ad holzen eine» Teils des angrenzenden Walde» erheblich erweitert und mit einer Stächeldraht-Einsriedfgung versehen An der dem Unioerfitäts-Sportplatz zu gelegenen Seite wurde eine etwa 50 Meter lange und mehrere Meter hohe Schutzwand aus Mauerwerk aufgeführt Dl« Seite nach dem 23. f. B.-Waldjportplatz zu wurde durch ausgedehnte hölzerne Schutzwände gesichert. Ferner wurden die Crdwälle und Augelfänge verbreitert Der Unterstand für die Scheibenarbeiter wurde neu ausgemauert. Die Arbeiten dürften dis zur Fertigstellung voraussichtlich noch einige Wochen in Anspruch nehmen. •• Der Kohlweißling, ein weißer Schmet- terling mit schwarzen Flecken, tritt gegenwärtig in Massen auf und legt feine zahlreichen Eier an die Blatter (meistens an die Unterseite) der verschiedenen Ltohlarten. Da die Raupe sehr gefräßig ist und von den Vögeln wenig aefressen wird, so ist die Dertil- flimfl des Schmetterlings sehr zu empfehlen. Um die in diesem Jahre infolge der letzten trockenen Wochen nicht sehr günstig stehenden Äohlgewächsc vor Raupenfraß zu schützen, empfiehlt es sich, die Pflanzen zu untersuchen und vorhandene (Eier- obläge und staupennester zu vernichten. Späteres Ablesen ist sehr mühsam und wenig ersolgver- sprechend- ” Fahrplanänderung. Seit gestern verkehren bte Personenzüge 4159 Friedberg— Nidda und 4259 (Friedberg)—Deien- h e i m—H u n g e n durchweg 7 Minuten später, damit in Sriebterg noch der Anschluß von 'Personenzug 1877 von Hanau aufgenommen werten kann. In Bad Salzhausen halten die Züge nur in ter Zeit bis zum 6. Oktober *• Fenfterbriefhüllen. Bei Fensterbrief- Hüllen. bei denen bas Fenster in das IWe Drittel ter Hülle frmcintagt. dürfen auch nach tem 30. September bis auf weitere- die Unke Hälfte tee Umschlages oberhalb des Fensters, sowie das linke Drittel unterhalb tes Fensters mit Absender- und Bterteangaten bedruckt werten “• Die Schillerstratze vormittag- gesperrt Während tes llmbaues ter Schiller- fchu!« soll ein Stück tee Schillerstratze als Gai-ton- l viel platz für te< Schülerinnen temwtzt werten te vch-.llerstraße wtrtz teshalb von tem Haus Ar. 9 ab b^s *ur 2lordanlage für allen Fährverkehr polizellsch gesperrt, und zwar ün Sommer von S- - tes 11 llhr und tm TDtnSrr von ft bis llh- vormittaäs. • • Sperrung der bteinftraße Wegen StohroeriegungsarveUen m ter INarttarger Straße ist die Stetostroße Mischen Schottstroße und Harburger Straße ab beule, 20. August, etwa zwölf läge für ollen yahrve kehr vottzeilich aefpertt. • • Land st ratzens perre Pom vberhessischen Autornobüklub C. D. (A. v T ) wird mttgeteütt Die Ortsdurchfahrt Sinkershausen tm Zone ter Straße Sinkershausen—Gladenbach ist für alle Fahrzeuge dis 10.6eptember gesperrt Umleitung über Bellnhausen. • • Auftrieb zum heutigen Front- furter Sckfiachkvtehmarkt. 430 Ochsen, Itztz Bullen, 774 «ühe, 498 Färsen, 522 «alber, 130 Schafe, 5782 Schweine. • • von der Lahn Heutige Wasserwarme ter Lahn 18 Grad Celsius Berliner Börse. Berlin, 20 Aug. (WTB Funkspruch) Die gewöhnlich am Montag ruht auch heute Dormümg da» Geschäft fast ganz Die Gru tjhmmung icheint nicht unfreundlich zu fein fturfe sind noch nicht zu hören. Am D < n > s e n in a r k t hört man London gegen Hobel 485,40, Kobel gegen Mark 4,1955 dis 4,1960 und London gegen Mark 20 3625 bis 20,3675. Oie Wetterlage. Sonnlaa ft 0Morr«m o acntK 9 m» Kecm. • # y»u • Vmku ■ n»n X »m eichur (bi y *ius>o ?• LLcttervoraussage. 5)ie ozeontsche Storung ist ostwärt- weiter vor- aebrungen und chr barometrische- Mmimum log heute morgen über der Horbfee. Durch Temperaturanstieg und Bvoikenaufzug machen sich chre Ausläufer bereit- in unserem Gebiei bemerkbar. Die aufkommende Westströmung an der Südseite der Störung läßt es neben wechselnder B»-wöte hmg gelegentlich zu vereinzelten Hicbetfdblagen kommen. Di« Temperaturen gehen langsam wieder etwas zurück. Voraussage für Dienstag. feind wolkig, ohne stärkere Temperaturärche- rung, jedoch allmählich etwas kühler, nur uer- einyrlt geringe Bieterschläg«, westliche IDinbe. Voraussage für Mittwoch Teils wolkig, teils aufheiternd und vorwiegend trocken. Lufttemperaturen am 19. August mittag» 20,9 Grad Celsius, abend» 14 Ärad Celsius, am 20. August: morgens 14,1 Grad Celsius. Maximum 21,1 Grad Celsius, Minimum 8,2 Grad Celsius. — Erdtemperaturen am 20. August: morgen» 15,3 Grad Celsius. — Sonnenscheiodauer 10-i Stunden Derantworttich für Politik: I. v.: Ernst Blumschetn. Das bofte Abfuhr mittel Sprechstunden der Redaktion 12 bi» 1 Uhr mittags, 5 bi» 7 Uhr nachmittags, Samstag nachmittag geschlollcii Anjeigenausträge find lediglich an bte Geschäftsstelle ja richten Homöopatische Heilpraxis Brennholz j- _ __ i geben Sie immer, wenn Sie Ihre Kleidungsstücke des öfteren bügeln, dämpfen und auffrischen lassen Per Anzug (im Abonnement nur Mark mi" nur Mark 1.50) Abholen und Zusenden kostenlos Amerik. Exprek-Dampf-Bütfel-Anstalt „Wie-Neu“ Inh.: E. Kömpel, Schneider,Wolkengasse 23 Telephon 2503 / Alle einschlägig. Arbeiten werden schnell und billig ausgeführt Frau Karl Fink Heilkundige, Laubach b, Grünberg Kriegerstr. 15 b. Pr. Fischer Wwe. Sprechstunden täglich von 8 Uhr vorm. bis Uhr n&chm. außer Sonntags, («mm Anmachholz Säqemehl jum Räuchern «*D Jul. Wellhöfer Fernsorecder 743. 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Heuchelheim, Frankfurt a. M., Klein-Linden, den 20. August 1928. 05968 Verschiedenes) Sauberes, zuverlässiges "V tottrits tttte 7538D 7536 D flefudn. 05690 Astoria-Lichtspiele 75250 208 MäuSburg 3 Walltorstrabe 12 DWMW Beencht die Bandelt- sehnie Kenxelmanal 2 Bureanichretb- tifrfie, 1 Nolladcn- irt rauf, 1 Schreib- mafdiinentifd), 1 ttancnichranf wenig gebraucht, au kamen gesucht. Schristl. Angebote unter 7531 nn den (ytc6. Ana. erbeten. Im Namen der Hinterbliebenen: Hrch. Jung VII. Maurermeister. Von der Reise zurück Dr. med. G. Scbeerbarib homöopatischer Arzt, Gieben Bahnhofstrabe 64. neben Caf6 Amcnd. Das altberühmte Köstritzer Schwarzbier ist erhältlich durch: Gmtl Schwall. Biergrohhandlung u. Eisfabrik: Karl Burhenne, Flaschenbierhandlung. Gießen, Steinstr. 63. Fernsprecher 1169; Wilhelm Möller. „Zum Anker", AlSfeld: Seb. Riedmann, Bierverlag, Grünberg; W. Horz, Bierverlag. Weilburg; und in allen durch Schilder und Plakate kenntlichen Geschäften. Man verlange ausdrücklich das echte Köstritzer Schwarzbier mit dem ge- sehl.gesch.Wappen-Elikett.um vorRachahmungen geschützt zu sein. Holzheim, den 20. August 1928. Die Beerdigung findet Dienstag, 21. August, nachmittags 2.30 Uhr statt. Die Beerdigung findet Dienstag, den 21. August, nachmittags 51/* Uhr, vom Sterbehaus, Bachstraße 49, aus statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Otto Volkmann Franz Volkmann und Braut tyefund und exfufettend ivie ein veeeAufSSituew ttNNTlICH DURCH AUSSTtUUNCSMATT» O0|t PLAKAT Verkäufe ] Billig zu verkaufen 1 (stisikbrauf, eine Willebemanael, 2 Loiae». 2 (sbaife* longueS. 15tüd)cn einrirbta., 3 Klei- bcridiränfc, Tiirbe, Stühle, 2 Kinderwagen. 3 Betten nitv. €>. Benner II., Nordanlage 7. Gestern abend entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Schwager Johann Georg Jung XL Maurermeister und Feuervisitator im 72. Lebensjahre. wirkt wtid», deftige W6*^»e ovf den Körper. Vie, weiß jede Houi böu und wird doher *t>e^eine gute Kernseife für ihre W6,d>e verwenden. Die beite Seife für Ihre Wüsche ist Naumanns Kernseife Diese reinigt rasch und gründlich, macht die WS,ehe welch sowie schmiegsam und hinterläßt einen iorten Duft. Lager 50-100 dm,milBüteoüaaööfltage möglichst mit Gleisanschluß, in her Nähe des Marktes bevorzugt, gesucht. Schristl. Ang. U.7539D d. d. Gieß. An z. An den Folgen eines seit vielen Jahren mit großer Geduld ertragenen schweren Herzleidens verschied gestern morgen nach kurzem Krankenlager unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und* Onkel Herr Philipp Volkmann VI. Baumwart IV DollSwohl Lotterie für Hcücn jetzt genehmigt Ziehung (>. hl* 12. heplember 2 Hguvigewtnne je 50000.4 uliu. VoS 1 .* Toovcl- Io» 2 Dorio u. Liste 20 -1 ertrn. ^igarrcnhano O*. Reuter, fr. Buchacker. Gietzcn mit isteuen Bäuc li. Ab heute bis einschl. Mittwoch: Da« große Doppel-Programm Die Pflicht zu schweigen Gcsellschaftsdrama in 8 Akten. In den Hauptrollen: Marcella Albani, Vivien Glbson. Angele Ferrari, Camilla ven Bollay, Jack Trvor, Bnitav Fröhlich. Uary Kid. Bruno Kastner, C'nrt Gerron. - Ferner: Der Teufel im Sattel Großer Sensatloot- und Abenteurerfilm in 6 Akten. Sowie: Die neueste Ufa-Wochenschau Lietzener ilaüsM Verein 1885 TienStag, den 21. d. DL H Uhr pünftlid): lr>*D Reigenfahren In der Volkshalle. Mädchen für alle Hausarbeiten nach Köln gesucht. Angebote unt. D. F. 2224 an Annoncen- Expeditionen „DAG ' Deutsche Anzeig.- Gefellschaft Köln, StollwerckHaus. Ullstein Beyer, Lyon. Favorit und Wiener Mode- Alben Winter 1928 29 sind eingetroffen. Pleifler’sche Boctihanflluufi Walltorstraße 21. Dl lluöel Gartenstraste 10. Erstes, verkekieS, nicht au iunged önnsniQöiben »um 1. 2coi. gestiebt. Selbiges must and) im Servieren bewandert sein. ,m,D Hrau Dr. Veit), Wetzlar, Haus AricbiDari. Wien »oll stet- auf Lager oder Anlieferung Ber» wendungsstcllc. H. Trechsler, ttehifhrafcc r;. m,D Televb. 1581. Dienstag, den 21. August I. 3., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen*. Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 7529D zwei Sofas, ein Bertiko, zwei Klaviere, zwei Chaiselongues ein TrumCOrg JCl£. Sckwarrbiev 1 öon^rjf^n immer wiedee ruf Stänkuntz den Gesunden u. Kranken Heute nacht entschlief plötzlich und unerwartet unser Heber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Onkel Karl Schmidt,Rentner im Alter von 81 Jahren. Die trauernd Hinterbliebenen: Wilhelm Jung II. und Familie nebst allen Angehörigen. Leihgestern, den 20. August 1928. Die Beerdigung findet Dienstag, den 21. August, nachmittags 5 Uhr statt. Bekanntmachung. Unter Zugrundelegung der Rcichsver- dingungsordnung sollen die nachstehend aufgcsührten Arbeiten für den Neubau von Behelfsschulbauten vergeben werden 1. (Erb', Maurer und Betonarbeiten. 2. Zimmerarbeiten 3. Dachdeckerarbeiten. 4. Spenglerarbeiten Vie Unterlagen liegen bei uns offen, und sind Angebotssonnulare daselbst zu haben Oie Angebote sind verschlossen, versiegelt und mit entsorcchender Aufschrift versehen bis zum Eroffnungstermin 7530B ( Freitag, den 24. August 1928 vormittags 10 Uhr bei uns cinzureichen Zuschlagsfrist: vier Wochen. Gießen, den 18. August 1928 Städtisches -ochbauamt Grovert. Todes-Anzeige. Samstag, den 18. August, nachm. 4 Uhr. verschied nach kurzer Krankheit mein lieber Mann, unser unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Dreschmaschinenbesitzer Philipp Kreiling VI im Alter von 79 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen 1. d. N.: Elisabeth Kreiling geb. Steinmüllcr. Heuchelheim, Pittsburg u. Kremmling (Amerika), 20. August 1928. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 21. August, nachmittags 4.15 Uhr. vom Sterbehause Sandweg 7 aus statt. _________________________________________________________________ 7533D Ab heute bl? einschl. Mittwoch: TTwrloe« der berühmte Cowboy-Dar R “Lil 1 yiCr steiler in seinem neuesten Wildwest- und Sensationsfllm In fi spannend. Akten Die Bankräuber von Alaska Ferner: Frühere Verhältnisse Reizend. Lustspiel in 6 Akten. In den Hauptrollen: Frits Keepers, Oeel Oswalde, Paal Heidemann, > lalre Romincr. Angelo Ferrari. ‘‘Mira Eneel. Ch. Susa SW» fof. AU verkauf, l«" Schäferei Rnttei-ahaaton. | Kaufgesuche | 25-30-P.S.- HeihdampL lokomßbile nut erhaiten. gegen Statin gesucht. Echr.Angeb. u.7527v an den Gtest. Anz. Tuche einen gebr oder neuen WllkMll f. losort.Schr.Angeb. unier IX>'J91 an den Wich. Anz. erbeten. (Stellenangebote] dünnerer MMöegesklle für fotort geilicht. Zu ctIt. Ind.GeschästSst. d. Glest. 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August 1928 Also eines Leden |U IC nbcn eines gewaltig« AneasmQni.es, gen liebwert« Rtenschen unb eines aeftcnr. in mehr al« zwanzig Fcldfchlacht« hearetd) bestanden, seine Lands- knechte als taktische Mach, so sehr gehoben, daß Ne ßn, bisher unbehegbaren Schweizern den ©«eg abgewannen, dabei jede Rittertugend geübt ww der Schluf» war. bah er vorzeitig gelähmt aus seiner Burg sah. die er mitsamt seinem ganzen Belitz zugunsten Karl V. verpfändet hatte eine Schuld, die dieser niemals einzulöfen für wert hielt. Dos Gemüt des spanischen Grohkatser« bane sich, verkehrt, als von dem gelähmten 5Ver- suhrer kein neuer Sieg bei Pavia mehr zu erwarten war Oer Vater der Landsknechte. 3u Cetera von Frunvsbergs 400. Todestag. Don Or. ft. Ernst. 2lm Spätnachmittag, als zweitausend Rus- «wahlte km gedrä,ig> vollen öacl des I heiter redoula keinen Torten lauschten, war er es wirtlich. Rydz Smiglv der Vertret er des radikalen Kurses, wird wohl noch ein bihchen warten müssen Heute Hai Ptlludsk, die Legionen wirklich noch test in der Hand. ÄhI Stunden lang sprach er zu ihnen der Soldatenvater. Nicht der Staatsmann sprach Hin Won lehne in leben, Satz viermal wieder, bas wunber- wunberschene Mönchen: Ich Pilludslis Rede war. wie Goethe das nannte. Bruchstücke e ine r groben Konfeffion. Manchmal ein bißchen zu pathetisch sür Unbefangene, manchmal cm bihchen ermüdet un Ion. aber burchii'eg stark und eigenwillig Bon Wilna sprach der Marschall. non dieser Stabt, die einen neuen Welt- ttieg schon aus dem Grunde lohnen würde weil hier seine Wiege stand. Infolgedcffen ist Wilna urpolnisch Und wenn die Geschichtsforscher meinen. Wilna lei die historische Hauptstadt Litauens, so sind zehntausend Legionäre lehr entschlossen. ihren wtssenschastlichen Kenntnisien e,n wenig nachzuhelsen Bis aus den gewilfen lohten Blutstropfen. Legwnärskongreh war von besden Städten mit keinem Won die Lede. Rur. wer b i e S t a in in - '' che oussuchte. an denen sich schliehlich bas wurden, wen,, von der demokra.n«chen Bersassung der Bede to-jr RtLtt Sm»g»v s jubelnd aut genommene prvgrammai^che Ersiänrng bewies, bah die Legionäie den Staatsstreich wollen, .rort mit dem Parlament. fvn mit den (Jirunb- unh Brechen »rechten was hecht hier Freihett, Gie-chheit und Bruberluhte,,'? Oer Staat th in Ge'atir em n o. Mitte August 1928. *2Bte lange ist eo her. bah die Regierung der polnischen Republik sich die Ehre gab. die Teilnehmer am internationalen Pozislstenkongreß in Warschau wülkom- men zu heißen? Wirklich nur ein paar Wochen? Wer den Legionärssonntag in Wilna mitgemocht Hai. neigt eher der Wisicht zu. baß zwichen diesem Sonntag und dem Pazifisten, fonnlog m Warschau Ewigkeiten liegen müssen. Sv ungeheuer st die Verwandlung' Zwei Welten Die versöhnlich ist inan doch damals gewesen und wie sehr bereu, die Millionen zu umschlingen und mit etwas schmierigen Lippen die ganze Welt zu küssen' Heute dagegen ! ... , - .------ Der Unterschied gegen schtichtcs Weih sans phrase § wit bloßem Äug' nicht festzustellen. Immerhin^ amaranthweih klingt besser! Und die ganze Tagung war ja nur auf guten Klang ausgemacht. Richt nur die Amtsgebäube hatten geflaggt. Ruch über den privaten De- bäuden wehte daS siegreiche Weih — pardon: amaranthweiß I Wegen allgemeiner, ursprüng- l scher, impulsiver, mitreibender, herzenswahrer Begeisterung. Wehe, wenn die Insassen eines Hauies n cht allaemein, ursprünglich, impulsiv mit reibend und Herzen Swahr begeistert waren! Mrt irwstierenden polnischen Legionären ist nicht zu spähen. Won muh doch beweisen, dah man siegreich unb hetdenhast ist! Gegen wehrlose Hausinsassen ist dieser Beweis am ollereinsochsten zu fuhren Getreu dem Rezept des Oesterrechers Rnz en grober von dem Pstsudski« Mannen zumindest dieses eine Wort kennen müssen Es kann dir nie glchehn! sie drobenb geschultert Ss war, wie man ai sagen pflegt, cm malerisches Bild Weifte .Mahnen flattern a»rs allen Dächern. ..Rmocanth- weche- erklärte der Führer, der für Sic Bildung und Belehrung der versammelten Weltpresse zu sorgen hatte. ..Amaranthweih die Farbe der Legionen. ..." Er hat übrigens siegreiche ober heldenhafte gesagt, als et von den Legionen sprach. Aber diese beiden epitheta ornarrtia wurden an diesem Sonntag so lehr strapaziert, daß man den Les« mit ihr« ewigen treulichen Wiederholung unbkllig langweilen würde amaranthweih lind die Fahnen gewesen. DoS ist wirklich Wahrheit: Zeit ferne« brns hat « feine grobe Kriegskunst in Heroen unter sich.. Don unserem Sonderderichiechatter JUne Kraus. Ss war ein Grobkampftag allerer st er Ordnung. E i> imblutiger natürlich. Gefährlich ist der Heroismus diesmal nicht gewesen. den zehntausend wackere Legionäre spazieren.rügen. Aber schmetternde Änan«blen. die suh mit Donnerholl entluden. Und einen üblen Geruch verbreitet«. Wstna riecht heut- nach risikolosem Todesmut. Roch in letzter Stunde war dafür gesorgt worden, dah die Gewehre sich nicht entladen konnten Run, und so wurden Als das junge Genie in Frankfurt am Main Wolfgang Goethe, unter den alten deutschen Helden Umschau freit. um einen echten Äerl von 0(^01 unb ftom den . schwarzgrauen, steif rvcki- Sn. krummbeinigen verückenbeklebten Degen avänzlichen Magisters- ixm 1770 entgegenzu- Volten, fiel « auf den knorrigen Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand, dessen Lebensgeich-chte es ihm angetan hatte Sr muhte sich feinen b,derben Ritter zuerst tn mancher Hinsicht zurechtrücken. mufjte manche» verschwel- flen unb manches frnzusetzen. ehe er so war wie « ihn hoben wollte, so dah b« Götz des Dramas ttn ganz anderer ist als her Götz der Gclchccfre Aber der Werthordichter wuhte wohl was er zn suchen hatte denn, wenn e4 tfr» nur um cm menschlich ehrwürdige» Abditb deutsch« Ritiertugend zu tun gewesen wäre. Hütte er cs besser hei ® e o r g von Frundsberg gefunden, bei bem ehrenfesten .Vater der Landsknechte der alle * !)ai Lmenta-Flug ja doch nichts wer- Danzig! Königsberg! Im offiziellen mgreb war von beiden Städten mH .3br habt mir diese Stadt als Ostergefchenk dargebrachtl" erklärte der Marschall. Der Marschall? ES will beinahe scheinen, als spräche hier schon der zukünftige König von Polen. Ue"~' * " ' " "Xn den Stammtischen, bk die Legionäre noch vollbrachtem Heldentum aussuchen, klingt die Sache freilich ein bihchen anders. Kowno Kowno natürlich! Vielleicht zu Weihnachten! Warum soll man dem vergötterten .Führer nicht auch einmal ein schönes und — unter uns ge- billiges WechnachtSgeschenk darbringen? . . . Aber Kowno ist nur ein kleiner Anfang unb b« polnische Aar. ber an biefera Sonntag beinahe ebensoviel zitiert würbe, wie bet letzte Blutstropfen, trügt weit höhere Verlangen. Danzig. Königsberg . bas sind so Flugziele, nachdem sichs erwiesen hat. dah au« dem polnischen Rmcrika-Fli den wird, r ’ m Ruhrgadiet für fr« deupche Roh.entr,se sich cuigtbed)! hat De:l bas Ruhrkoblen'v,.b.tat von ben , echen Umlagen erhebt, um k-.e Rustuhe in das umstrittene Gebiet aufrechterhalten zu können, v. tut te.lt der Pergarbe ter-Berbanb d.cse Po. tik als unwirtschatUich und un.zweck.-na st.g Stall b;o Kohlens u «fuhr in das umstrittene Gest et auircchtzurrhaitcn. tollte der Bergbari 25 000 Borgarbe.t« zur Rude setzen d h mit angemessenen Bezügen Die kosten hierfür tann bas Ruhrtohlensvnb'.kat aber nur aufbringen wenn eS d e Umlagen weiter «hebt al'o bae Jur was der Berga rbeter-Verband in gleichem Aten^ug als unw rt'chastlich und unzweitmaß g erklärt. Umgekehrt w-rd ein Schuh daraus' D-.e Behauptung des Aohlenabfatzes ,st nicht nur eine Geaenwartsaufgabe. sic soll nielnubr ber Zuku.nl t d.enen. d b ben Bergbau für btc Brbe.ter dauernd ertragssahig zu erhall n guten Deutschen in sich vereinigt, dabei bis zu feinem Lebensausgang, vom Hauche der großen Geschichte und von mächtig« Tragik umwittert ist Frundsbergs Bat« schon war einer der Haupt- leute des schwäbischen Bundes unb sah aus emem Schlosse in Mindelheim südlich von ber »onau^o ihm auch am 24. September 1473 t^CDrfl geboren wurde Der Änabe Pi elend ins Kriegswesen hinein, tat mit iN*u-;»ebn Jafrxm schon Dienste unb führte 1499 Äriegc dem letzten Ritter, bem 11 ui!la n • cin ^äbnlein Seitdem koi'erlichcn Fahne in deut'ch« Treue Götz von Berlichingen Luslprnw vor. des Kaisers horilnIi ein wenig daran k»on FrundSb«gs Ehren- vkl nrhr™’ er bat ban Äaif« ksteler ihm. In allen ‘fD$! cr mit Auszeichnung, ^cenza war fenw Tat für den letzten Ritt«. 8r bildete bie sah.gkeu. erschöpft zu ktft. D e australische Regierung hat es schroff ast gelehnt, d e 2lr- ve tslo'c- des Mutterlandes zu übernehme" roste- wohl wieder b;c Furch: mitgelpielt h.n es fbnrc t.cv dabe Nicht um die körperlich taugl chsten Elemente handeln. Auch die kanodlfchc Regierung lehnt jeden Zuwachs dankend ab. trotzdem Kanada noch dünner bevöllert .st als steifpielswe-se Austra- iien Die Gerne,nwirtschoft des britischen Imperium« bekundet sich wohl bann, bah sie irgendwelche gerne infame militärische Einrichtung«, unterhält aber n . cht darin, durch e ne Um- fiediung der Bevölkerung frf Ätäflc in allen Teilen des Reiches gleichmäst g tu steigern Tast ber Plan des engl.lchen .^olonialminifteriums an s-ch arohzügia ist. braucht bebei nicht verkannt au w«ben Iedenfolls entspr.cht er gegebenen wirtschaftlichen Berhültniffen befkr als ber Lö- sungsv«such. den bet Bcrbanb der Bergarbeiter Polen Uebriaens ist jetzt für alle Zeiten fest gell eilt bah die Eroberung Wilnas nicht der .Handstreich unverantwortlicher Elemente" war. als der er in Genf immer noch ausaegeben wirfr sondern eine zu verantwoncnde .Angelegenheit Sin Ostergeschenk. das dem Sdellken der Ration dargebracht wurde Woran natürlich ketnRkenIch je gezweifelt hat. Trotzdem verdienstvoll den wahren Sachverhalt nach jahrelangem nachzufa- gen. Ss dauert nur ein bihchen lange, bis fie sich zur Ehrlichkeit cntschliestenl . Die Litau« und b>e Wechrufsen, die Wilna bewohnen. hal»en übrigens Zivilcourage" genug aufgebracht, ihre Häuser von amaranlh- wechen Fahnen rein zu halten Destruktive Elemente. fr e sich's selber zuzuschreiben haben, wenn bte Disziplin dieses hvsterrichen. nein histon- Tages durch drohend geschwungene Fäuste dann und wann gestört wurde. Aber die Fensterscheiben, die da und dort kaputt gingen, sind natürlich nur dem starken Sturm d.eses Sonntags zum Lpfcc gefallen, der von allen geographischen Punkten auf der nördlichen Halbkugel einzig und aflern in Wilna gemeldet wurde ^iefenöampfer unb Arbeitsmartt. IRil hem Bau der 5d)nellbampfrr „Bremen* und ./Europa* deq Norddeutschen Llotzd waren auf den Werften Deutsche Sch.ss und B.aschmenbau Aktiengefellfchafl. »erf « ft „Weser* in Bremen 'n Homburg zusammen rund 10000 Arbeiter befchüftigi Diese Zahl kommt unge- «hr ber Bevolkerungsz.ffer kleinerer deutscher otafife, tme Weida in Thüringen. Verden in Han nooer, Siegmar unb Dbernfrjii in Sachsen u o m gleid, 3n bif genannte «rbeiterzahl sind jeboch nicht die Angehörigen der übrigen direkt unb in- bircft tur ben Bau ber beiben Schiffe herange- Wne" ®*ruk, wie bas technische unb faufnuin- nmfr’ verionol der Werften unb ber Reederei, ferner nicht die an ben umfangreichen Materiatliefe- rungen beteiligten Angestellten unb Arbeiter zahl- reither «rirmer. unb Unternchmungkn in uont Deutfchlanb. sowie rndlich auch oie in den deutschen nabnfen und Werkstätten, bie mit b« Lieferung oon Aust^ftunargegenfianden aller Art wie Wo- nein, ctoffen, Porzellanen. Silber- unb Ritkelge- raten, buchen- unb Wirtschaft»e>nrichtungen. 3n- ftrunvrUn, Maschinen unb Apparaten usw. be» auftragt pab, befchastiglen Angestellten, Hanbwerker und Arbeit«, einbegüffen. Der vergleich ber am »au der Schiffe mitroirfenben Menschen mit der finge der Einwohnerzahl klein« deutlch« Stabte loBt die außerordentliche volkswktschaslliche Bedeutung «kennen, die der Herstellung d« beiden je 46 0fN) Br.-Reg. To. großen Äiefenbompfer be» Norddeutschen Lloi)d, bie rm Fruhiahr 19^ auf b« Linie Bremen—Neuyork in Dienst gestellt w«- den sollen, zuzumessen rft. Landslncchtc. die unter ferner Fahne standen zu ein« schlagf«„gen. militärisch leistungsfähigen Rcrntruppc au« Das bedeutet sehr viel, und cs ist bezeichnend, dah unter den vielen Hauptleuten her damaligen Zeit, wie Schärtlin. Mart. Sittich. Sickingcn. gerade er den Ghreii- namen eines Vaters der Lmrdsknechlc «hielt, zumeist wohl wegen feiner überragenden tafti- 'cn Begabung, dann aber auch wegen fein« wahrhaft väterlichen Gesinnung für seine wilden Rricgsvöll«. wegen feiner zuverlätfigen Bieder- feit. Treue und Fürsorglichkeit Mehr noch als unter Warimillan leuchtete feine Kriegskunst unter Karl V Bicocca. der Kampfplatz bei einem Schloß nördlich von Mai- land, hat ihm den ersten Deltrubm gebracht, feine durch anstrengende imd gefährliche Alpen- pahmärsche im Schnee erschöpfen Gewalthaufen hielten am27. April 1522 den Angriff t-e« statten französischen He«es auS. warfen fre berühmten Gendarmen unb zerschmetterten im Wider st vH nachher auch die beste Kratt der Schweizer. 'Drei Iahre spät« entschied Frundsberg die Schlacht bei Pavia und lieferte. Schulter an Schulter mit dem großen Peseara kämpfend, dem Kaiser seinen fchlimmstcn Feind. König Franzi, von Frankreich, gefangen in die Hände So singt das mächtige Landsknechtslied -H«r Görg von Fron»p«g. der bat die Schlacht bei Barna gewannen' Gewannen hat er die Schlacht bei Barna in cinm Tiergort. neunthatb Stunden gewannen Land und CcutF ^tad» der Schlacht wandte sich Frandsb«g mit «ÜSxi fe*n,r Macht sogseich wied« nach Deutschland und warf zusammen mit Gebhart T r u ch s e h den Aufruhr der südbeatfchen Bauern rricbcr. aber g«ade hierbei zeigte sich seine große Menschetllreunblichkcit und Herzens, gute, mdem «. fast ohne Blatv«giehen in Ober- fchwaber. und Salzburg Ruhe «ck-affte und die unterlegenen Bauern nicht dem Richtbeil, sondern ihr« ehemaligen Arbeit zaführte Frundsberg« Geben als Heersuhrer bricht rmt emem großen dramatischen Gewitter ab Der brettMrtige schwere Mann von 54 Iahrew wie Wir ihn aus Amberger« Bild im Berliner Museum fermen, hatte ans eigenem Vermögen dem Ämter eine Macht von 12000 LandSknech- Mso Wilna bleibt up ewig ungedeett im Besltze bc« polnischen Staates Ob der recht gut ausgebildete Appetit auf leichte Beute, den die lagellonische Ration entwickelt, damit gestillt ist. bleibt auch nach diesem Sonntag noch fraglich. OfftywU war von keinen weiteren Apirationen mchr die Rede. Herr Holowko. der eben von Paris zurüctgekehtte. der unmittelbar vorher eine Rundreise durch das Baltikum absolviert hatte - - « ist der Direktor der Oftablcilung im pvl- ntfchrn Auhenininisteriurn und nebenbei der konkurrenzlos schlaueste Fuchs von Warschau versichert im Gespräch immer wieder unwandelbare Friedensliebe. Sr sieht sich schon mit der feuchten Feder in der Hand, im Spiegelsoal von Versailles, eben ben Kellogg-Pakt unterzeichnend .... Britische Wirischastsnöte. •in reiches Land, wie das England noch immer ist. hat andere Mittel zur Verfügung um bu Wirtschastskrik« zu heile.- vor der •■glanb vielleicht noch schwer« hermgeiucht ist als Deutschland Wie schwer biete Krilc zeigt fr« tmm« starker wacht ende Schutzzollbtwe- gung fr«, aut engtttche Berßältnillc nngepaßt. |6 nichts anberto ist als fr-t Ausdruck ter Sorge um fr« Behauptung des eigen« Markte» England ist ja nicht mehr da» Frei Han de! «land schlecht- bin. denn es hat sich unter dem Industr>c'chutz- aeketz mit Zollmauern von zunächst bc cheiderber Hode umgeben wobei d-elc iVfot ober immer ausreicht. ben lästigen ausländischen Wettbewerb fern- zuhalten. R««frngs will England auch Schutzzölle sür 31 f en und Stahl einlühren b. b. bietet Wille ist tn ein'luhrridxn pariamen- tarischen unb mbuIndien Kreisen lebendig. Dabc, iß fr« Roh«ifen- und Rohstohlgewinnung lei: Iahr and Tag stark g«sti«gen. fo dah hc nicht mebt wett frnt« der tter Vorkrieaszo! zurück- steht ,Fur bw eng!>'che Schwerindustrie droht beute die Gefahr aus Frankreich, denn di« !raiunu<«ungskunst ist. Da» Won Schutz,ölte bleibt nach wie vor für englisch« Ofren verpönt, wöbe, e* wenig uusmacht. dah das vielberufen« Indu- str'dchutzge etz ja nichts andere« ist als der Mantel hir Schutzzölle all« Art. Unb wo das 3n- dustrieschutzgesetz nicht ousreicht. da läßt sich mit anderen Mitteln eine ähnliche Wirkung erzielen, wie das bei d« neuen Kohlensubvention der .Fall ist. An sich ist dies Verfahren lehr harmlos oufgcaogcn toortrn Nirn warum sollte der Schotzkonz!« nicht berechtigt fein, aus dem Heber- schuh des Staatshaushalts 60 bis 70 Millionen Mark freizumachen, um die Lage auf dem Ar- bdtsmorki bessern zu helfen. Allerdina« werden diese 60 bis 70 Millionen Mark den Eisenbahn- aefellschaften überwiesen, fre sich dafür vcrpflich- 6m mülfen. bi« Frachten für Schwergut AU senken. Für die Industrie, d« in dieser Hvrm Hilsc und Unterstützung gewährt wird, macht es nicht viel Unterschied, ob sie freien Schutz in Form von Einfuhr- oder Ausfuhrzöllen erfrilL Den schärfsten Ausdruck l.nbct die cnälische W.rtfchaftskrise in ber wachsenden Zahl ber Arbeitslosen Ende 3uni dieses 3ah- «s wurden rund 1 3M 000 Arbe.tslvse gezählt barunUr allein 300 000 V«gleute Die eng. lisch« Regierung gifrt offenbar die Hoffnung auf. diases gcvalttge Arbeitsheer in den tn- lchifrschen Produttionsprozch ernteiben zu ftn- n«t. Da das brrtifche Imperium sich über alle »tbteilc erstreckt, so brauchte es an sich keine Schwiorigkeröen äu machen, die Angelsachsen aus dorn Mutterlano in di« menschenarmen Dominions zu vorpflanzen. Tatsächlich besieht dielet Plan, denn das Kolonialministerium boabt-xfrisU, zunächst einmal 21 000 CBetgarbeiter armer auszubilden, um sie dann mit ihren Angehörigen in Uebcrlee anzusiedeln. Der Union Iack bericht über alle Meere, allein über hie Dvnänlvns. über bie alten Ktrmkolo- niem scheint feine Gewalt nur sehr gering zu f«n. Weber Kanada noch Australien haben Reigung. die in beschleunigten, Zeitmah ausgebildeten Farm« auf.^unebmen. Hi« «nchüllt 'vH *i n neues Ko.onialprvblem: die in ben Kolonien ansässige Bevölkerung w i l t keine Einwanderung, von der sic teil« unlauteren Wettbewerb fürchtet, teils eine Einschränkung an sich unbegrenzter Wirttchaftsmög- lichkeiten. Australien, mit cin« Fläche von 8.5 Gevierttilometer. zäblt acht Million« Einwohner, von dem Uremtoooncrn allerdings abgefeb«. Immerhin ist noch Raum genug, allein trotzdem hat der australische Staatenbund feit 1920 nur 700 000 Personen neu zugelassen 'Damit scheint der Aufnahmewttle. beileibe nicht die Aufnahme- Vormittag« war e» besonders stürmisch. Das war, als der Erbe Pllsudskis sich den Veflio- nären m einer Red« be|t«6 einplah'.. die vor Ergebenheit gegenüber dem Mattcha.l nur so ttoif. R tz dz Smigkv heihi bitter Thron- folfler und ist, wie übrigens jeder zweite Legionär. Generak. Er ist aber ein ganz besonderer General. Siner, der es an Popularität bei feinen Mannen mit Ihm Selber rufrfl ausnehmen kann Und der es. wenn die Stunde reif ist, vielleicht auch mit Ihm auf- nehm« wird Heute leuchten die Transparente, die ganz Wilna zteren. und zwar mit den zwei Buchstaben 2. P. Was iuxb immer Ioteph Pllsudfki heißt. Roch immer Denn der He« und Gebieter ist, wie man sich in feiner Umgehung vors chtig ausdrückl. äußerlt uixrrarbeüct. Berzle hoben allerlei Facha»zsdruc1e für bief« 3rl der Uebc tat bett ung. 2lber die Medizin ist eben respektlos. General Rhdz vmialy hat viel mehr Respekt. ..Für den Marschall kns zum letzten Blutstropfen!" erllärt er. Was man nicht gar zu tragisch nehmen muß Dies« letzte Blutstropfen ist am Legionärssonn tag ein bißchen reichlich strapaziert worden. Diel ernster ist waS Rhdz Smigly sonst noch zu sagen hatte Seine Rede war eine Kriegserklärung an die ganze V)elt. Aus das Motto gestimmt.' Morgen marschieren wir! ... Wohin und gegen wen weih er vielleicht nicht ganz genau! Olber marschiert mich werden! Was auch der durch Bdillen und Händeklatschen fundgelanen Aus- ^ssung der Legionäre entspricht. Genera! Rhb» Srmgly hat mehr Beifall gesunden, als ihm leibet heb gewesen fern dürfte. Der Marschall ließ sich nach der Vormittagsrede seines brillant« Sekundanten nicht blicken. Er wer wieder einmal überarbeitet. An dfesem Dormitiag ist seht viel von d« demokratischen Verfassung die Rede gewesen. Richt so, daß es ben demokratisch« Zions- w ®°lh kter Schar bezahlen werde. Im Welfchland blieb alle« aus. französische Aacnlcn stahlen sich ins Heer und wiegelten un geheimen. Erst gärt« es dann kam es bei den oerbunbefen spanisch« Trupp« zu off «er Empörung. fo daß ihr Feibherr zu Frutchsberg Nuchten mußte, en bl üb wurden ab« auch die putsch« Landsknechte wild, von Entbehrungen. Hunger unb getäuschten Hoffnungen gereizt Frunbsberg. ihr Hauptmann, dem es immer um dle Gerechttgle.t zu tun ist. will ihn« erklär« unb bestellt fie zur Versammlung. Er tritt tn den ^0,0. um zu sprech«. Sr mag daran gedacht haben, tote er einige Iahre vorher in Worms aus bem Reichstage dem Augustin«-Bruder Mar- 0^t,g aus die Schulter Ilopfie und sagte: .Mnnchlen,, Mönchfein. du gehst einen schweren ^ana- St beginnt. Aber das Gebrüll d« Wütend« stört chn. cr beginnt wieder da lenken sie die Spieße und richt« sie auf die Brust b« epemate geliebt« Hauptmanns Von löschet Wtlbheit in tiefst« Seele getroffen bricht ber gewaltige Mann un Schlag zufomm« und muß w,e sterbend, forigetrag« werd« Der zügellos- Gcwallhaufe^ desf« acca di Roma“ ^Gevtg von Frunbsberg erholte sich zwar wieder, wat aber ein gebrochener Mann, fein Sohn « g fltleiietc ihn nach feiner heimischen teste Mindelheim, wo er am 20. August 1528 flarb. gelähmt unb unzufrieden mit her Welt unb seinem Kais«, ber ihm nicht die Treue ge- frUten hatte. Sein selbstgebichtete« Klagelied lagt cs: Mein Fleth unb Muh ich nie hab gespart Hnb allzeit getpart hem Herren mein. zum Best« fein. Mich geschickt hab brein. Gnad. Gunst vertzottt. Doch 's Gemüt zu Hof verkehrt sich oft. Turnen, Sport und Spiel F. 6. gegen gegen gegen . G. Langen 1:0; D. f. L Neu-Isenburg S.D. 05 Mainz 4:2; S. V. Wiesbaden Sormaha Wsrm« 1:2. Bezirk Rheinh«sfen*Saar. Truppe Ahe in. D. f. L. Neckarau der Cuftigfeit. das non verspielten Srinnerunaen stürmisch umringt wirb. — Unb bann gibt mir Der Hau-Herr ein Zeichen, daß ich gehen sott. Ich greife wie ein richtiger Maöarter ihre Hand. Schicksal der Nation entscheidet, konnte immer wieder dieselben Worte hören: Der Feind steht links — nämlich dort., wo die deutsche Grenze Hegt. Der Clown und seine Geschichte. Von Max Jungnidcl. Der Crown Nonnenmacher erzählt« mn folgende Geschichte: Eines Abend- steht vor meiner ZlrkuSgarderobe em Diener und bittet mich in b*e Wohnung eine« bekannten Industriellen. Ich trage chn hin und her der Mann weiß nur. bah 'ch kommen toll und daß ich sehnsüchtig erwartet werde. Gin gutes Honorar sei mir sicher Wieso Honorars -- ..3a. Sie möchten Ibre Elvwn- gorderobe nutbungen.' Ich ziehe mich um. und wir geben. SS ist halbe Nacht. Hht landen in -------- gegen Phönir Ludwig-Hasen 3:0. Sp. Vgg Munden- Henn — Woldhoi Mannheim 1:1; Pfalz Lud- gen fehlt. Das Gemüse ist sehr zurück. Die hstenbiätter werden gelb, kaum daS die ®mtc füf’e sie Habe die Shrr. mein Fräulein Wünsche gute Nacht und angenehm« Zeit.« Hie neigt den Kops mit bebender 2Inmui wie eine r.chnge Dame: Bleibe schön gesund. August. Und vielen Dank auch' Ich fühle ihre kleine, fiebernde Hand, gebe Humus. schminke mich ab. ziehe mich aus erhalte ein outet Honorar, und mein Besuch ist beenbet. - Bielleicht war cs ihre Todesstunde, durch d'.e ich getanzt bin. Ich weih es nicht. Aber mein Herz war noch nie so traurig. Es muft wobt ihr Sterbebett gewesen fein, um das ich gelacht habe. Ich weist eS nicht. Vas Wasser mit der Liebstöckel-Tugend. Von Alfred Richard Meyer. Was es damit für eine Bewandtnis hat weist ich erst jetzt, da ich von meiner Ferienreise zu- ruckgekohrt bin und e- vermissen muh. Und kein geringerer als der grosse Mag.er der Orb- und Menschenkunde, der Alamanne Theophrastus ParacelsuS — man lese Kolben Heyers ParacelsuS-Noman! — belehrte mich. er. der nicht nur über die Tugenden der Pflanzen schrieb, sondern auch über die natürlichen Bäder — „de Thcrmis«, über die Mineral- und Heil- auellen. von denen er Teplitz. Baden bei Wien uno Villach die Kräfte Ligustici, bei Liebstöckel oder Lebstock» zuschrieb. Ich habe mir meine sommerlich« Erholung im Warmbad Villach geholt, einer Akrachotberme. die den alten Aöinem schon bekannt war und die mit ihren 30 Grad ff c r f e n mit einem neuen Weltrekord auf. Mu 38.39 Äetcr uberrraf ite ihre alle Bestleistung von 37.57,5 ,2eler _D,e Japanerin H i t o m i kam auf 36^6 TOeter Da» D i s ku» werfen holte sich Frtulrin ^'U^t er (Frankfurt a. TI.) mit 35,70 Tiefer eax Der Französin Vellu, dir nur 35.21 Meter er- zielt«. Die 4 X 1 0 0 - M c t e r - S t a s f « l gewann er* roartung»fl«!näfi die englisch« Nnüonalmamilchost in 40.7 «ekunben vor Frankreich und «ranbrnbura f'Zeilin). Victoria 96 (Magdeburg) wurde im Dor lauf disqualifiziert. Die erste Entscheidung des zweiten Tages ftei im 500-Meter-Laufen. Englands Olym- piafieger Lowe stellte sich dem Welnvkorb. mann Sera Martin- Frankreich unb km Deutschen Dr. Peltzer Bocher und Dr. Bi e r k e 1 Dr. Merkel- Berlin übernahm nach bem Start vor Lowe die Führung, hinter dein lich. Dr. Peltzer behauptete. Lowe ging bann an bie Spitze bH Feldes, gefolgt von Martin unb Pcltz «r. Dem scharfen Tempo des önglänber« vermochten Martin unb Dr Peltzer nicht ganz zu folgen, währenb aber der Franzose mit leinen Kräften bald zu Ende war vermochte Dr. Peltzer den zweiten Platz sicher zu behaupten. Er lag am Ziel nur 8 Meter hinter bem Sieger Lowe zurück. Der Olympiasieger erreicht.- bie ausgezeichnete .'.eit von 1:512. Auch Dr Peltzrrs Zeit mit 1:52.2 ist als ausgezeichnet zu bezeichnen. Er bewies barnit. bass er wieber im Kommen Ist. Ilm ben dritten Platz schlug Böcher den abgekämpften Franzosen unb Weltrekorbmann Sera Martin. _ 400-Metcr-Lauf brachte Büchner- ^logdrburg eine überraschende, aber einwand- freie Riederlage durch ben Amerikaner Spencer. Der Amerikaner startete auf ber 4 Dahn unb hatte bald sein« beiden Vorderleutc geholt. Auch Buchner, auf der Innenbahn laufend, machte stetig Terrain gut, in die Zielgrab« bog leboch ber Amerikaner mit sichtlichem Vorsprung, ben Büchner nicht mehr ganz aufzuholen vermochte. Spencer siegte in b?r fabelhaften Zeit von 47,8 Sekunden, während Büchner mit 48,2 Sekunden die von ihm g-halten« deutsche Bestzeit erreichte Dritter würbe Reumann in 49,2 Sekunden Die wohl prächtigste Leistung vollbrachte ber deutsche Kurzstreckenmeifter Helmut Körnig auf seiner Spezi al strecke über 200 Meter für bU er sich klugerweise am Vortage geschont hott«. Er siegte in ber neuen deutschen Rekorb- zelt von 20,9 Sekunden mit über 4 Meter Vorsprung vor bem Amerikaner Rüssel unb den Deutschen Schuller und H o u b e n die in dieser Reihenfolge das Ziel passierten Körnig hat mit dieser neuen Leistung den von Ihm gehaltenen alten Rekord von 21,4 Sekunden mit nicht weniger als 6 ie Sekunden gedrückt und ihn damit dem Weltrekord von Paddock bis auf l, ।, Sekunde genähert. Da» nur von fünf Teilnehmern bestrittene 5 000- 'Meter* Laufen spitzt« sich zu einem Duell zwi. schen Helgao (Finnland» und »ohn (Berlin) zu. Der Berliner hatte jedoch mit feinem gefürchteten Endspurt gegen den Finnen keinen Erfolg Dieser lief im Gegenteil auf ben lehten hundert Meter noch einige Meter davon und siegte in der mässigen Zeit von 15:23,7. Beim Speerwurf fehlte der Vlympiosieger unb Weltrekorbmann Lundquist (Styweben). Damit war ber Weg für ben alten Weltrekorbmann P e n 11 i 11 a e (Finnnlanb) frei, ber mit einem Wurf von 64,29 Meter vor Schlokai (Insterburg) der e» nur auf 61,18 Meter brachte, Den Wettbewerb gewann. Der H o ch s p r u n g bracht, einen Wettkampf zwislsten TI 4 narb (Frankreich) unb » fl ■ f e ^Stettin). Beibe iiberfprangfn l,6l Meter Beim «lechen entpuppte sich ober ber Franzose «f* der beständigere und siegte. Interessant oerklefen auch die Staffeln, wenn sich auch bie ausländischen fianberftaffeln den beul* ichen Vercin»mannschaften ziemlich klar überlegen einer schsvssartigen Villa Der Hcrr^es HaulM erscheint, mit einem ängstlichen, vergrämten, bangen Gesicht. ..Verzeihen Si«. bass ich Sie zu nachtspäter Zeit rufen liess. Ts ist wichtig Haben Sie alles mUaedracht? Ihren Kittel mit ben hellblauen Ausschlägen7' — ..Ia " — Ihre C^.inkr‘ "" -Sa.*; — „Ihren Puber?" — ,.3a." -- „Ziehen Sie sich um. Mein« Tochter verlangt nach Ihnen" Ich denke an euw feit* fam< Frauenlaune, denke an dos gute Honorar, trage Weiss auf, schmink« meinen Mund gross, gebe meiner Rase eine kecke, verwegen« Farbe, sokge bem Hausherrn und siehe in einem kleinen Zimmer das von einem traurigen, llack-rnben vu-t erhellt ist. 8tn« Lust nach Arznei. Blumen und Fieber ist im Zimmer. Der Hausherr knipst bas eleklrische Licht an: eine aufdringliche Beleuchtung kommt unb bescheint ein kleines Mäb- ei vergehende Augen treffen mich, werden lebhaft. fangen an zu strahlen: .Dul — Du! — ®uten Abend, August!" S« gibt mir die Hand. Unb die Hand ist heiss und zittert. Ich fühle mich augenblicklich in der Manege, «in Gasühl komm! in mein Herz, das mich 6 in reiht, das mich mit unsagbarem Mitleid erfüllt. Ich mach« Dumme Bücklinge, verneige mich ganz tief: ..Mein gnädiges, angebetetes Fräulein. u>as verlchafft mir di« hohe Ehre?" — ..Oh. du August, wi« ist das schön, dass du zu mir gekommen bist!" Ich stehe Kops, überschlage m ch. tanze wie ein bunter Kreisel. Ich hör« ein leises sterbendes Lachen hör« einen kleinen, verschleierten Iudel. «in mühseliges Ausjauchzen. Ohrteige mich, kicher«, lache wie besessen, steck« meinen Kopf durch die Beine, schneide Grimassen, grins. Und seh« Immer nur das kleine Mädchen, dos sich quält in c uff lodern- Süddeutsch, ZuHball-Verbandsspiele. Bezirk Bayern. Gruppe Nord. Sp. Dgg Furth gegen V. f. R. Fürth iSamstag) 8 0; A. S. V Nürnberg — Z. V 04 Würzburg 3:0; Franken Nürnberg — Bayern Hof 1:3; 1. F. C. Bayreuth gegen l.F. E. Nürnberg 0:1. Gruppe Süd: D. S. V. München 1860 München (Samstag) 2: 4; Schwaben Augsburg gegen Teutonia München 2:1: Schwaben Ulm gegen Wacker München 0:7; Iahn Negensburg gegen Bayern München 2:1. Bezirk Württemberg-Baden. Gruppe Württemberg V. f. B. Stuttgart — V. f.R. Heilbronn 4:1; Sportfreunbe Stuttgart — Germania Brötzingen 1:3; F. V. Birkenfeld — Stuttgarter Kickers 2:3; Union Döckingen — Stuttgarter S. E. 2: 0. Druppe Baden: Phöniii Karlsruhe gegen F. C. Viltingen 4:1; F. T. Rastatt — Karls- ruher F. D. 1:6; Freiburger S. E. — Sp Vgg. Freiburg 7: 0. Dezirl Main-Hessen wigshasen --- 5.6.08 Mannheim 0:3; Sp. Vgg. Sandhofen F. Ges. 03 Ludwigshafen 5:1. Gruppe Saar: Borussia Neunkirchen gegen Saar Saarbrücken 0:1; Sportfreunde -Saarbrücken - V. s. R. Pirmasens 1:0; l.F. 6. 02 Kreuznach - F D. Saarbrücken 0:2. ' ’ Pirmasens — 1. F. 6. Idar 2: 1. Truppe Main: Rot-Weih Frankfurt c~“ 60,94 Hanau 2:1; Diktorio Aschaffenburg gegen F. S. Di Frankfurt 2:4; F. D. Feäxnheiin gegen Union Niederrod 1:3; Offenbacher Kickers Germania Bieber 1:2; Eintracht Frankfurt F. 6. 93 Hanau 7:1. ylffrn TU 4X100-Tt,ter grrnnn fimerifa mit £ c i fi 0 n, Lok,. Muffel und Hamm fn 41,3 *«f waber vor Eintracht Frankfun, d„ gUid)|an, 41/3 6ef. braucht« und dem eportdub llhattottendurL dessen Schlußläufer Äo r n i g im Xif| nur um Vrustbreitr urutflag. Dt, 4 X400* Vieler «tafsel enischied der Achilles CElub London »>> der Mannschaft Kinkel. Leigh* t» ci 0 6, Ä i b | • n , Lowe in .3:19,5 u'erlegen vor dem reutlchcn EporUlub 'Berlin unb de,'' berliner Sportclub für sich So» 4 00 .Meter-Hürden. I• u f t n Holle sich Petterson «Schweden» in 53,1 Eek vor dem ,"irun;einm) gegen Kötschau (BateAouheim). und Schmidt-Knatz (Frankfurt' gegen Goldschmidt (Setltn). 3n der He rren-Einzelmei st erschaff von Hessen fl<6t Froizhcun durch einen Sieg über Weihe > Freiburg) bereits, in der Jorschluh- runde Auch der Schwerer Aeichlunon». Dr. Buh «Mannheim, und Gosewisch (Frankfurt) er* ledigtan ihn, ersten Kunden leicht 3n der Damenmeisterschast von Hessen stehen Ftt. Menges iFranffurl). Frau Sto- rdanus (Hannover'. Frl Wendel (5ronff urt), Frau Lohrmann (Düsseldorf), Frau Jafobtnl (Krefeld, und Frau Galvao tHcunburg) in der dritten Kunde Auch Frau Kichter-Wofhermann (Frankfurt» hat bereits etne Kunde gcuxnmcn. Bon den Do ppe Ispiel« n IR der Sieg von Frau Bohrmann-Äefchlimann gegen Frl. Menges- UHI in drei Sätzen besonders erwähnenswert ftranffuder Pferderennen. Aurelia» aewinnl den Grasten Preis von Frankfurt. Der erste Frankfurter August-Aenntag war *o- trnbl In sportlicher als in gesellschaftlicher Beziehung «in voller Erfolg Auch der Besuch war bei dem herrlichen Wetter ausaeZeichnet. Das Hauptrennen des Tages, den G rohen Preis von Frankfurt, im Werte von 33 000 Mark, konnte der Stall Weinberg mit .Aurelius an sich reihen. O. Schmidt nahm vom Start an die Spitze und hielt dies« bi» ins Ziel, trotzdem auch Grabsch und Sera- pis ein glänzendes Kennen lieferte. Nachstehend die Ergebnisse 1 Preis von Schwanheim, 1200 Meter, 3000 Mark: 1. Frau H. p Opels .Delisee" (Karr) 2. A. Taube .Honeska". 3. 2. Sachs .Wiesbaden'. Xot: 18. 14. 24 2 Eduard p. Grunellus- Erinnerungsrennen. 1800 Meter. 3500 Mark I. Ehrensrieds .Pompejus' (Wolf), 2. Wei- gongs . ff reellen* . 3 O. Blumen selb .Ferbelin". Lot 42. 01. 21. 20 3 Landgrafen-Kennen. 1200 Meter. 15000 am.: 1. an. 3. Oppenheimers .Ata- lantb" (Grabsch), 2 v Weinbergs .Ausnahme", 3. QL Lchummans .Grenadier lot : 45. 12. 11. 4 Wirtschafisbund - Jagdrennen. 4600 Meter 4500 Mk.: 1. Vers (es Limvu- Ivu che" 2. Feims .Sans Poroil", 3. Stoll Hegvs .ijrtutir 5. Grobe r Preis von Frankfurt, 2100 Meter. 33 000 Mk 1. v Weinbergs .Aurelius right by Martin Feuchtwanger, Halle (Saale). 4. Fortsetzung Nachdruck ocrboltn. ..Die?", sagten hie beiden Herren gleichzeitig, „Madame (Snnlarb war noch dort .. gegen ■Jltenb9' . Madam, Ob,Hf. Obre Frau.' .Mein, Frau7" fragte (Tbarte« oernMJiiterl. ..3a, si, ging noch dem Ad,ndest,n hinauf uub ist erst um zwölf Uhr wiedergekommen und hat gar nicht, doimn grnierft ..." .Bann ist denn der Mord geschehen'" fragt, b,r ssspitainc Man weist ei noch nicht, der Gerichtrarzi ist eben blngefohren. d,r soll ,» fsslstell,n." Tat ift ja eine nette Geschichte', sagte Charles. Unb di, de,i trabt,n blntemnanbfr auf dem 'chmalen, schmutz,g,n Feldweg durch die Decker, jeder mit seinen Gedanken beschäftigt ■Ser der Tür de, ,4?ion d'or" wollt, sich der (Tapliainc verabsäneden ad,r da, liest Charles nicht zu. „Unsinn, du kommst mit. Da» gebt nicht, du tonnft nicht in dein bau«, da liegt ja der Staub Ä. r« 2«. für dich, und da» ^*?,n veM aus dem Tisch, setz' dich nur mit 'ran. xWb werde mich nur nicht nid um dich flimmern tonnen wegen Mama, aber bu bleibst bei uns. undedmgk. Dir haben ja auch noch tu sprechen rwgen deiner «ngdegmheif «Wein, das möchte ich euf keinen Fall", wehrte p'taine, ohne die schwell, des Hauses zu herschretten. ..Da, hot ja Zeit. Ich kann ebeniogiit in Nm Ärcabes- esien und komme, wenn', dir l'astt. gegen Übend herüber.' h ,efler c'l’n‘flft,n5 Mama guten Tag', beflan» Ctzarle«. Cr zog dcn Freund mit in den ')au#ftur. -..'Elch* du tzist> Charles', sagte die schwache stimme seiner Mutter, al, er sich m dem oer* dunkelten efMafjhnmer über ihr Bett beugte. Hub fit streichelte seine Hand. ..Mein guter 3unge ... ich hab, so auf dich gewartet. Du hast keine schöne Jagd gehabt nicht wahr? Unb bist sicher nast gc* morden. ^>ehe dich nur gleich um, unb erkälte dich nicht. Wir reden nachher ubrr ave», roae ich dir noch zu fügen höbe. Üch. da ist ja auch Dupon. - Guten Tag, berr (Fapttaine, wie gebt ,» Ihnen?" Der Copttain, neigte sich über die Erauenhand, die sich Ihm au« ben xipen entgegemtrecktt, und küstte sie. „Das wollte ich Sie fragen, Madam, Gontarb', sagte er. Ich bin nur ganz kurz gekommen, nm etwa» mit Charles zu besprechen, und fahre beule abend zurück/ ..Denke dir. Ich habe ihn im Walde ausgegabelt, er ist au« Chutcaudun zu Fust gekommen, da habe ich ihn gleich mitgebracht " „Sic wollen nach Ihrem Hause sehen, nicht wahr?" ~3a. Charles schrieb mir, dost r» sich nicht verkaufen lötzt. Und so must ich eine Hypothek darauf ausnehmen, ich brauche Geld." Die alte Dame warf ihrem Sohne einen Blick ZU: der blickte sie wieder an und klopft« bann dem (Tapitmne auf di, Schulter. ..Die Gcjchafte nachher, Ner.s. Erst essen mir mal zusammen, und dann mutzt du auch Odette b,* g rüsten." Ich. sagen Sie doch", meinte die alle Dame, war jemand gestern abend schon in ihrem Hause drüben?" Der Capitoine wandte sich um. Da, Sonnenlicht, da« diirch einen ichmalen Nitz der ^öden fiel, beleuchtete sein scharf markierte« Gesicht. Cr stutzt, und sah fi, cn. .In meinrm Haus,? Ich bin eben erft angekommen. Ich war in dhauitcjöun wegen einer Dferdekaufs und wurde - ruber fertig unb habe den kurzen Weg durch den Wald gemacht, ohne auf den nächsten Zug zu warten. Deshalb meinen Sie darf" .•34 habe geglaubt, gestern abend Licht in Ihrem House gesehen zu haben." .Licht. Wieso Licht? Wo mar das Licht?" „3m oberen Stock. Ich sah ein Licht wandern, dann waren lange zwei Fenster hell. dott. ich glaube, wo Ihr Schlafzimmer ift ... rech:«, die beiden legten Fenster." „Da war Licht?" fragte der Capitoine erstaunt. I Bürgermeisiee Müller begrüßte bi« Bedam. mt.icn m Hamen der S-taPt Darmstadt. Der \meiit log der Dieders ebenes der der alten hessi'chen Xfeibflarbtilen mar von bestem Feltmetter bfqunftigt. ZStr Morgen begann mit zahlreichen Cm- und Umzügen auemärttger Teilnehmer unb Korporationen, bk auf bl, verschiedenen Stand quertkre wrteilt mürben Äurj nach 10AI Uhr marjchietten di« verschiedenen Hbtdlungen geschlossen zum Platz der Denkmal»meihe. Da» Denkmal steht vor dem alten Nesidenzjchlost, in dem vor über 300 Jahren da« Regiment geboren wurde und wo e« nunmehr auch einen Schlustakt seiner Deichichte gesunden Hal. ^ßahlreich« (Benrrük in Uniform nahmen an der Feier teil. Di, ^,ich»a>ehr Halle ihren jungften General n 61 ü I p n a g , 1 eniianbl. der ehedem Üdiukant im Leibgarde-Regi- meid 115 war. austerdem eine tlborbnung der Ira- Nhüntfompagni, mit den vier ältesten (föhnen des Regiment» Um lU.tf Uhr erschien der ehemalig, Grost Herzog her früher, Ches b,6 ^egim,nt». mit leinen beiden Sahnen. Reben hem Denkmal nahm ein Zug Leidgardisten in der allen unb auf der andern Zelte in der letzten Parade uniform Aufstellung General v. Preuschen hielt die Festrebe. in btr er erneut ba« Gelöbnis der Dankbarkeit unb Treue gegenüber den (Befallenen zum Ausdruck brachte und besonder« betont,, datz dl, Pflicht der Dankborkttt gegenüber den Ge faUenen keinen Unterschied der politischen Parteien ffnnen sollte unb bürste. Wenn irgendwann, müsse hier ba, T'Otcrlanb über ben Parteien stehen. Sein breisache» Hurra auf do« brutsch, 'l^terlanb fanb braufenben Diberholl. Die etwa 10 Ott» Ifilntbmrr unb Zuschauer langen bann ba, D,ut|chlandli,d. Vach bet Festrede Iprachen dir Vertreter der drei Aonfcffitmcn. zunächst Sladtpsartet Lauten schlä g er als Vettteter der evangelischen Kirche bann Psorrcr Schüler für die lacho- lischc Kirche unb Kabbln er Dr Bienheit für die israelitische Gemeinde General p. P r c u • schen übergab sodann das Denkmal in btt Obhut der Stadt Darmstadt: in deren Kamen übernahm Obtrbürgermeifber Dr. Gläffing das Denkmal Auch er legte in seiner ilebemabmttebt ein Gelöbnis der Stadt Darmstadt und ihrer Sinwoh- Srrfchast ab. den Leibgardisten und besonders den •cfaHenen ein dauernde» Andenken zu bewahren Das DenZmal stammt von dem Mitglied der Darmstädter Äünftlerfolonir Professor 3ohfl. Cs ist ein aus sächsischem Porphyr gehauener Steinfockei, der .zahlreiche Inschristtn trägt. Auf dem Sockel ruht ein sterbender Löwe mit zwei Todespfeilen in Brust unb Hals bi, rechte Pranke zum letzten Schlag erhebend. Die Sym- bolif diese» in der letzten Abwehr sterbenden Löwen wurde in den Festanlptachen mehrfach ausgedeute:. Vachbem die Hülle gefallen war. fetzte sich der ehemalige Drotzderzog an die Spitze seines alten "Regiment« und marschierte am Denkmal vorbei, dieses salutierend Der Vorbeimarsch dauerte saft eine Stunde. 3m Anschiutz daran legte als erster Gtotzherzog Ernst Ludwig einen Äranz am Denkmal nieder. 3hm folgten Oberbürgermeister Dr. Gläf- fing und bann wohl ein halbes hundert Aronz- nieberlcgungen von Abordnungen karmeradschast- Ucher Veretnigungen, der Keuhswehr. der Dri- gäbe und von vielen anderen Formattvnen. Aachmlttags um 2 ilfrr nahmen sämtliche Fest- tetlncbmcr auf dem Merck-Platz Aufstellung »um F « stzug. der sich durch die Hauptftrahen ort Stadt zur Festholle bewegte. Pilze und Pilzvergiftungen. PÄze fmb in tnefem trockenen Sommer eine Seltenheit, aber sie werden kommen, wenn bei der nötigen Wävne ein durchdringender Kegen nie* ter gegangen fern wird. Man verlasse sich Dann bei itzvom Sammeln einzig und geng allein aus frkre Ptlzkenntnis. die man sich an ter Hand guter Abb^dungswerke. besser aber noch durch Anschluß an Pilzkenner erwerben kann, wenn man sich aus btc wenigen, wirfltch guten unb brauchbaren Speisepitze befchrmckt. alles andere aber auher acht tobt. Diese sind der S t ei n Pi l z. Eterschwamm. Birkenpilz. Kothäubchen oder Kapuziner und Ebampignon. Ihre Metckmate sowie die ihrer gifHgcn Doppelgänger fmb leicht cm^upragen Eii» Verwechselung tes StefttpilzeS mtt dem in unseren Wäldern, besonders bei Gieheit. sehr häufigen Gallenptlz ift harmlos, denn letzterer schmeckt gallebitter Man erkennt ben Gallenpilz. wenn man aus die Köhren achtet, die beim Steinpilz entweder rein - weih „3a, ich hab, ,« g,s,hen." D,r (fapitamr Iah Chatt,« an. .Man kann sich lehr täusch,n", wandte Chatte« ein. indem ,r b,m Capltoln, ,in,n warnenden Blick zuworf. „Mama, rege dich nicht auf, schlosc unb ruhe dich jetzt nu». Dir gehen hinunter und nach- her setz, Ich mich zn btr." Unb sie oettlktzen bic ölte Tarnt. . Wa» meint sie nur mit bem Licht?" fragt, ber Caoitain, aus ber Treppe. „3n meinem t)aus, sind doch bi, toben geschlossen. Erstens kann inan gar fein Licht von autzen sehen, unb bann war doch niemand drin. Ich miU rs wenigstens hoffen.“ .Du könntest immerhin gleich mal nachsehen", meinte Chatte». „Ich bin lange nicht brtn ge* wesen." Ater damit hotte h b,r (Eapilmne nicht eilig. „Dies,» alte Hvu«, immer hat men G,schichten bi- mit. sic empfangen einen schon, eh, man ,inrn Futz üb,r sein« Schwelle gelegt hat." „ff, wirb «ine Phantasie von Mama g«®«l«n lein", meinte ff harte». Si, sieht oft fowa« ober hübet sich ein, etwas gejehen zu hoben. Nachher ist e« meist nicht». Co hat sie zum Beispiel im Früh» jahr einmal behauptet, nachts Stimmen In eurem Pavillon zu hören. Sie weckt, mich fogor mitten m ter Nacht de«halb." „Unb bift bu barm hingegen gen’' ..Bewahr«, Ich schlief ganz friedlich weiter. Da« *011 man benn auch in dem allen Hause? Silber ist doch keine, mehr dort, und die alten Möbel schleppt niemand sott. Mama hatte in letzter Fett oft solch, Nachigesichtkr. Wahrscheinlich liegt He auf dem Bücken---* ,.*Run. e« ist ganz angenehm", meinte ter Tapi- laine, „datz jemand mein Hous noch nebenher mit- bewacht " 3m Speisttimmer stand ter Irsch gedeckt. Di, Flämm mit ihren roten firmen trug eben die Bor* ’peiie auf. „Do ist benn meine Frau. Matte?" -.6k kommt sofort, Monsieur. Die Herren möchten schon onfongen." Charle« goh ben Burgunbcr ein. unb sie begannen 'chweigond zu essen. Die Vorspeise beftanb fm Lion b'or" au« mehreren 6olakn, marinierten Fischen, Radieschen. Surft, frischer Butter und Deihbrot. fiste« reichlich, frirfrig und etwa« ländlich derb. oder gell- tzei unichstu>ide 1020 bis 19.45: Esperant5»-Unterricht. 19.45 bi» 20.05 Zwanzig Minuten Forrfchtttte in Wsienschakt und 'Technik. 20,05 bis 20.15 Film-Wochenschau. 20,15: Kosnershosin. Drama von 3bf«i An- schlktzend: Von Maffei. Gesangs-Konzert von f>. Tostin(, Bariton an ter Mailänder Scala. An- fchsiesiend an den Kochttchtentzienft Spätkonizert des Kundfunkorchesters Somelog, brn 25. August. 12.15 bis 12.45: SchulfunI „ttinfuhruna in dos Verftändnis ter Instrumentalmusik t m»ttfetzuna)". vorgetragen von Studienrätin ffiUa Geis 13 Ins 14. Schallplatten-Konzert Aus Opern 15 bis 15.25. Stunde der 3uaend 15,40 bis 16,05: Die Lesestunte. 16,35 bis 18,05: Konzert des Kunte sunkorchesters: Aus aller Well. 18.30 bis io. Briefkasten. 19 biS 19.25. Stenographischer t <8 bis,50. von e.wa 200 btS 240 Pfund >rCbCI^CSch nicht ge-agt werden. Betont wird, daß atu; die e t*, zustande- kommende Aktiengescltschasl c.rr reine fta- miliengefellfchaft b.eiben soll. Der Erzbergbau im Juli Aus dem Lahn-Dillgebiet, cinschl. Oberhessen. wird über den Erzbergbau im 3uli berichtet: Mit Wirkung ab 1. Juli 1928 wurden bie Erzpreise um 30 Pf. je Tonne erhöht. Damit haben die Gruben aber immer noch nicht die früheren Preise bzw. die während der Staats- Hilfe erzielten Einnahmen erreicht Gegenüber den ständig gestiegenen Selbstkosten gewährleisten also auch die um 30 Pf. erhöhten Preise noch keine Rentabilität der Gruben. Die von den Behörden in Aussicht gestellten Hilfsmaßnahmen müssen daher unbedingt beschleunigt werden. -- Siegcrlonb: Bei den Siegerlander Gruben ist eine Besserung ber Lage nicht eingctreten. Die Belegschaft der Gru- ben ist seit Beginn dieses Jahres um rd. 10 Prozent verringert worden, trotzdeni nehmen die Bestände auf den Gruben zu. Infolge der Pro- dullwnseinschränkung erhöhten sich die Selbstkosten dec Gruben, während die Verkaufspreise infolge der Konkurrenz unverändert blieben. 'Die amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 15. August berechnete Großhandclsindexziffer des Statistischen Rcichsamts ist gegenüber der Vorwoche um 0.4 v. H. auf 141.7 (142.2) zurückgegangen. Don Den Hauptgruppen hat die Indexziffer für j Agrarstoffe um 0.8 v. H. auf 138.1 (139.2) nach- gegeben. Die Indexziffer für Kolonialwaren war mit 135.6 (135.5) nahezu unverändert. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halb- toaren ist uni 0.3 v. H. aus 134.2 (134.6) und die- Geldmarkt zeigte sich eine weitere Erleichterung, lenige für industrielle Fertigwaren leicht auf tagesgeld war mit 5 bis 7 v. H. zu erhalten Mo- 159.5 (159 6) zurückgegangen. natsgeld 8 bis 9 v.H., Warenwechsel 6,88 v.H Im Ausd« h nu ngsplänedesKarstadt- Verlause blieb das Geschäft lustlos, die Kurssteige. Konzern. Wie WTD.-Handelsdienst zu den rung war uneinheitlich. Nach einer Abschwächung ©«ruckten über weitere Ausdehnungspläne der von etwa 1 v. H. nach ben ersten Kursen setzte sich Rudolph Karstadt-A.-G. erfährt, besteht nach später wieder leichte Kurserhöhunq durch, so daß wi« vor Die Absicht, ben Derkaufsapparat des I sich das Anfangsnioeau behaupten konnte. Rinder Kalber Schake Schweine Berlin 18-56 55-81 32-66 66-79 Bremen 20-56 40-75 40-62 60-76 DreSlau 18-55 45-70 40-61 64-74 Ehemnitz 22-56 48-72 45-60 62-78 Dortmund 25-61 50-85 — 62-78 Dresden 23-63 50-78 46-68 63-80 Düsseldorf 25-63 50-82 — 64-81 Elberfeld 20-62 50-83 — 65-80 Essen 28-58 50-115 47-57 65-80 Frankfurt M. 25-58 53-75 44-54 68-84 Hamburg 15-53 35-87 16-60 60-76 Hannover 24-60 40-90 48-68 65-77 Husum 18-59 — 44-51 Karlsruhe 12-56 42—75 60-82 Kassel 24-63 50-63 — 66-78 Kiel 20-55 34-109 48-65 50—72 Köln 20-64 50-110 55-58 67-82 Leipzig 25-63 40-80 33-66 68-80 Magdeburg 24-60 40-120 32-60 63-78 Mannheim 16-58 46-75 42-46 66-81 München 20-55 54-77 — 53-80 Stettin 15-57 30-77 20-60 62-78 Stuttgart 15-55 48-69 — 57-78 Zwickau 15-56 54-73 54-60 70-79 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse 176 175.6 - 1*3,6 I IN. 5 183 IM 136 tn 202 107,6 193 130 *32.5 143.25 20 7 121.25 8 6 87,75 6V, 02,5 120 138 145.5 0.5015 0.6015 106.5 v 07.25 08 Lao knoten. 265 41.4 IU9 »865 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Datum; Ui 89.5 138,5 U 6 0 5 20 70 4.204 20.902 03 275 143.5 207 97.5 109 193 136 110 199.25 181.75 137,5 266 334.5 167 492 283.5 218 5 • i i 284 I 217 | .07 "8 95 108.5 lißcn. <2.to De Um nafl 138.6 267,5 137 -68 >8,29 *U.fO 111,1*5 HZ.Ih 10,547 195.76 107..-5 63.25 US 13 . 6 Ith 10 10 16 HonDta. 9’nnjorf 2 S - -< 129.5 2U 112 120 138.74 302.5 377,6 Ul.MV IU.19 10,55 21.93 20.446 I.J9.-J I6,v75 •MJ.72 61.79 251 257 410 264.25 136 1 163 । 145 «1.34 «.IVO» >0.6*5 »MU 1.56 V •.49»5 138.75 t« 98.7*5 109 3Ue Sergbau Äli*rrfe . TNa«...... «efadulmrr . . Setrrt Uxire . . Se6r. RoeDer . . Srtgt & t>aeffnet 6üt5. Sudet IS . 7 . <> , 0 . 5 10 , 0 . 6 , * r e u i 1.766 58. Z <5 63.9 130 130 126.45 153.75 19,448 7,366 71,07 *,027 11.31 1,770 18.41 IIX,»c I14.U7 112.3» 10.567 21.965 ».38 4,1085 16.415 »9.94 *06.25 148 17. 8. 2V. 8. | 17 8. 20. 9. 6panirn • Sascn - - - **Ho bf Jan In T-. Cf*t abotft l’rao vet i rad . . »nbantfl . . t*nl.:arien . i'ifiafcon 252,71 , 267,5 443 263.25 12.448 7,Mi 73,21 3.038 sca.®...... Bergmann Glefti. Ltcseningrii. . Lickii unb Ihaft . . freiten 4 GinUemime. O*et. f. CHeltr. Unienu. Hami'. Dcklr. Werte . Rhein. Slekkr . . fed’lel. IHefti. . . . Dchuckert...... Siemens 4 Hai.'ke . . Iran#rabb Vabmeset 41c.. . . feubentl . , TeutlifK Lrv»i . . Glien« feleudohU . . Odlenfitditnet . . . 255 120 *31 136 109 103 113.65 91.75 274 143.23 157.5 97.65 47.76 MM 5.435 4,200 4.291 10.905 I-H3 4 127.25 ... 6 154 158 236 202.25 Vereinigt, Stahl». . Ottwi Mine» . . . Äafl 8i(frr«leb«i . . 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